Jobs in Hamburg: Stellenangebote, Gehälter und Arbeitgeber in Hamburg

Jobs-in-Hamburg-Stellenangebote-Arbeitgeber-Gehaelter

Der Arbeitsmarkt in Hamburg ist dynamisch. Vor allem in Logistik, Maschinenbau, Luftfahrt und Handel ist die Stadt traditionell stark. Neue Jobs in Hamburg entstehen zunehmend auch in der Internetwirtschaft und ihren Startups. Karrieresprung hat die wichtigsten Infos für alle, die in Hamburg arbeiten, wohnen und leben wollen. Hier finden Sie Jobs und aktuelle Stellenangebote in Hamburg – und die Gehälter in Ihrer Branche…

Jobs Hamburg: Die Stadt

Hamburg feiert sich selbst gerne als Perle, als schönste Stadt Deutschlands. Durch die imposante Elbphilharmonie ist die Stadt noch schöner geworden. Das Konzerthaus ist DAS neue Wahrzeichen Hamburgs.

Bisher teilten sich diesen Rang der Hamburger Hafen, der Michel und das Miniaturwunderland, das 2017 in einer Umfrage sogar zur beliebtesten Sehenswürdigkeit in ganz Deutschland gewählt wurde. Partygänger feiern derweil auf der legendären Reeperbahn noch nachts um halb eins.

Und dann gibt es da die Hafen-City, in der auf über zwei Quadratkilometern neue Hotels, Wohnungen und Büros gebaut werden. Es handelt sich auch im internationalen Maßstab um ein Mega-Projekt. Die Hafen-City ist populär und attraktiv, steht aber auch für die zunehmende Gentrifizierung. Exklusiv, edel, teuer.

Als Wohngegend einen guten in den Umfragen hat Eimsbüttel, vor allem bei Familien. Der Stadtteil im Hamburger Norden ist laut Polizeistatistik sehr sicher, hat eine hohe Dichte an Kitas, Schulen und Sportvereinen. Beliebte Wohnlagen in Hamburg sind zudem Winterhude, Barmbek-Nord, Eppendorf, Altona-Nord und auch St. Pauli.

Die Wohlhabenden zieht es derweil in die Vororte, zum Beispiel raus in den Speckgürtel nach Wohldorf-Ohlstedt oder nach Blankenese im Westen der Hansestadt.

Jobs in Hamburg: Der Arbeitsmarkt

Der Arbeitsmarkt in Hamburg leidet unter den Folgen der Corona-Krise. Knapp 88.000 Hamburger sind mittlerweile wieder arbeitslos gemeldet, die Arbeitslosenquote liegt bei 8,2 Prozent (Stand: Juni 2020). Ein Jahr zuvor, im Juni 2019, lag die Quote erst bei 6,1 Prozent. Insgesamt beziehen fast 224.000 Hamburger Arbeitslosengeld I oder II.

Langfristig ist der Trend aber positiv. So waren bei der letzten Auswertung 2,15 Millionen Menschen in der Metropolregion Hamburg, zu der auch Städte wie Lübeck und Schwerin zählen, sozialversicherungspflichtig beschäftigt (Stand: Juni 2019). Das waren rund 11 Prozent mehr als fünf Jahre zuvor im Juni 2014.

Auch Hamburg selbst erzielte im August 2019 einen neuen Rekordwert. Erstmals waren über eine Million Frauen und Männer in Hamburger Unternehmen beschäftigt – das gab es in Hamburgs Historie noch nie.

Zu den Branchen, die die meisten Stellen in Hamburg aufbauten, zählen:

  • Informatik
  • Kommunikation
  • Immobilien
  • Wissenschaftliche und technische Dienstleistungen
  • Logistik
  • Gastgewerbe

Neue Jobs in Hamburg wurden zuletzt auch in den Segmenten Erziehung und Unterricht, Öffentliche Verwaltung und im Baugewerbe und Gastgewerbe geschaffen. Einen Rückgang verzeichnet dagegen die Finanz- und Versicherungsbranche.

Jobs Hamburg: Einstiegsgehälter und Gehaltsniveaus

Hamburg ist nach eigener Lesart die schönste Stadt der Welt. Noch schöner ist sie für alle, die gutes Geld verdienen. Und das tun in Hamburg nicht wenige.

Nach Angaben der Gehaltsplattform gehalt.de beträgt das Durchschnittsgehalt in Hamburg 49.646 Euro brutto im Jahr (Stand: 2019). Damit liegt Hamburg im Ländervergleich auf Platz drei von 16 Bundesländern. Höher sind die Gehälter demnach nur in Hessen und Baden-Württemberg.

Im Städtevergleich schneidet Hamburg aber gar nicht mehr so glänzend ab. So liegen beispielsweise die Gehälter in Stuttgart (53.413 Euro), München (53.242 Euro) und Düsseldorf (50.374 Euro) vor den Hamburgern.

Der Medianverdienst für Beschäftigte mit einem Vollzeitjob in Hamburg beträgt laut Bundesagentur für Arbeit 3.820 Euro brutto monatlich. 50 Prozent der Vollzeitbeschäftigten in Hamburg verdienen mehr, die anderen 50 Prozent weniger. Der Median für ganz Deutschland liegt bei 3.401 Euro (Stand: 31.12.2019).

Für Fach- und Führungskräfte mit einer Stelle in Hamburg spuckt der Stepstone-Gehaltsreport 2020 ein Durchschnittsgehalt von 59.111 brutto im Jahr aus. Damit liegt Hamburg hinter Hessen (64.335 Euro), Bayern (62.243 Euro) und Baden-Württemberg (61.677 Euro) auf Rang vier. Dahinter folgt Nordrhein-Westfalen (58.815 Euro). Auf dem letzten Platz rangiert Mecklenburg-Vorpommern (45.135 Euro).

So viel verdienen Fach- und Führungskräfte mit Stellen in Hamburg im Schnitt:

  • IT-Fachleute: 61.159 Euro brutto pro Jahr
  • Ingenieure: 64.131 Euro
  • Technische Berufe: 48.286 Euro
  • Marketing und PR: 58.016 Euro
  • Vertrieb: 63.218 Euro
  • Personalwesen: 59.030 Euro
  • Consulting: 64.546 Euro
  • Finanzen, Versicherungen und Banking: 69.468 Euro
  • Einkauf und Logistik: 50.866 Euro

Die größten Arbeitgeber in Hamburg

Die Logistik nimmt traditionell eine starke Rolle im Branchenmix Hamburgs – dem Tor zur Welt – ein. Stellvertretend dafür stehen die Hamburger Hafen und Logistik AG, Kühne + Nagel, Hapag Lloyd und die VTG AG.

Auch als Medienstadt ist Hamburg berühmt. Doch hat Berlin der Perle des Nordens längst den Rang abgelaufen. Der Umzug von Axel Springer ist das bekannteste Beispiel für die schrittweise Verlagerung der Medienszene in die Hauptstadt.

Zu den populärsten Firmennamen Hamburgs zählen vor allem DAX-Aushängeschild Beiersdorf, Optiker Fielmann sowie die Händler Otto und Tchibo.

Hier winken Jobs in Hamburg – das sind die größten Unternehmen und Arbeitgeber in Hamburg:

  • Otto Group (Versandhandel)
  • Daimler AG (Automobil)
  • Marquard und Bahls (Energie)
  • Tchibo (Einzelhandel)
  • Beiersdorf AG (Konsumgüter)
  • Helm AG (Mischkonzern)
  • Gebr. Heinemann (Duty-free)
  • Airbus (Luftfahrt)
  • Asklepios Kliniken
  • Aurubis AG (Rohstoffe)
  • Evotec AG (Biotechnologie)
  • Olympus (Optische Industrie)
  • Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
  • Hamburger Sparkasse
  • Hamburger Hochbahn AG
  • Hamburger Hafen und Logistik AG
  • Siemens AG (Mischkonzern)
  • Hapag Lloyd AG (Logistik)
  • Lufthansa (Luftfahrt)
  • Fielmann AG (Optiker)
  • Jungheinrich AG (Maschinenbau)
  • Still GmbH (Fahrzeuge)
  • Körber AG (Mischkonzern)
  • Kühne + Nagel (Logistik)
  • Norddeutscher Rundfunk (Medien)
  • Signal Iduna (Versicherung)
  • Techniker Krankenkasse
  • Vattenfall (Energie)
  • VTG AG (Logistik)
  • Xing AG (Internet)
  • Deutsche Bahn
  • Deutsche Post
  • Elbkinder Vereinigung Hamburger Kitas
  • Edeka (Einzelhandel)
  • Dräger Medizintechnik
  • Bockholdt Gruppe (Reinigungsunternehmen)
  • Philips (Elektrogeräte)
  • Rewe (Einzelhandel)
  • Ergo (Versicherungen)
  • Commerzbank (Finanzen)

Startup Jobs Hamburg

Jobs Hamburg Startups Medien VollzeitAllein im Jahr 2019 haben 51 Startups aus Hamburg eine Finanzierung erhalten. Das besagt das Startup-Barometer 2020 von EY.

Damit bringt es die Hansestadt immerhin auf einen Marktanteil von 4 Prozent in Deutschland. Höhere Anteile haben nur Berlin, Bayern und Nordrhein-Westfalen. Stark ist die Hamburger Startup-Szene vor allem in den Bereichen Mobility, Health, Fintech und E-Commerce.

Hier eine Liste der bekanntesten Startups und Grownups aus Hamburg:

  • Deposit Solutions (Fintech)
  • Wunder Mobility (Mobilität)
  • Monedo (früher Kreditech, Fintech)
  • About You (Mode)
  • Goodgame Studios (Games)
  • Bigpoint (Games)
  • Jimdo (Webseiten-Baukasten)
  • Scoyo (Lernplattform)
  • Statista (Statistik-Dienstleistungen)
  • New Work (früher Xing, Business-Netzwerk)
  • Tolingo (Übersetzungen)
  • Sympatient (E-Health)
  • Nect (Software)
  • Bepro 11 (Sports-Tech)
  • Moovin (Immobilien)

Stellen in Hamburg: Karriereaussichten und Wirtschaft

Hamburg gilt als DAS Wirtschaftszentrum des Nordens. Im Städtevergleich ist die Hansestadt sogar der größte Industriestandort Deutschlands. Die meisten Industrie-Jobs in Hamburg gibt es in:

  • Fahrzeugbau
  • Reparatur/Installation von Maschinen
  • Maschinenbau

Starke Umsätze erzielen zudem die Wirtschaftsbereiche:

  • Mineralölverarbeitung
  • Ernährungsgewerbe inkl. Tabakverarbeitung
  • Metallerzeugung und -verarbeitung

Hamburg ist der weltweit drittgrößte Standort des zivilen Flugzeugbaus. Airbus und Lufthansa Technik beschäftigen Tausende Mitarbeiter. Auch die Windenergie hat einen starken Stand. Im DAX hält die Firma Beiersdorf, die für Marken wie Nivea, Tesa und Labello bekannt ist, Hamburgs Fahne hoch.

Hamburg ist wirtschaftlich eine Macht. In keinem anderen Bundesland ist die Wirtschaftskraft pro Kopf so groß wie in Hamburg. Auch ist Hamburg eine der wenigen Regionen außerhalb Süddeutschlands, in denen MINT-Fachkräfte ein reichhaltiges Angebot an Top-Jobs vorfinden.

Laut IW-Studie waren von 1.000 sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten mit einem Job in Hamburg 49 in einem technisch-naturwissenschaftlichen Akademikerberuf tätig – so viele wie in keinem anderen Bundesland. Zum Vergleich: In Berlin waren es nur 38 von 1.000, in Schleswig-Holstein nur 26.

Allerdings lässt sich durchaus einwenden, dass der Vergleich hinkt. Würde man Hamburg mit anderen Städten wie München, Stuttgart oder Karlsruhe vergleichen, dann fiele die Bilanz längst nicht mehr so positiv aus. Nichtsdestotrotz zählt Hamburg zu den wenigen MINT-Hochburgen außerhalb Süddeutschlands. Die anderen sind Aachen, Wolfsburg und Dresden.

Das Gesamtbild ist positiv: Im Städteranking 2019 von IW Consult belegte Hamburg Platz 9 von 71 Städten in Deutschland. Und im Prognos-Zukunftsatlas lag Hamburg auf Platz 21 von 401 Regionen in Deutschland. In der Unterrubrik Arbeitsmarkt war sogar Platz 19 drin.

Jobs Hamburg: Kosten, Lebenshaltung, Mietpreise

Der Hamburger Wohnungsmarkt ist berüchtigt. Dabei zählt Hamburg gar nicht mehr zu den teuersten Städten des Landes.

Pro Quadratmeter werden nach Angaben von Immowelt im Schnitt 12,10 Euro fällig (Stand: 1. HJ 2020). Die Hansestadt liegt damit hinter München (18,80 Euro), Frankfurt (14,50 Euro), Stuttgart (13,40 Euro) und Berlin (12,20 Euro) – und nur knapp vor Mainz (12,00 Euro). Deutlich günstiger sind Bremen (8,20 Euro) und Oldenburg (8,30 Euro) im Südwesten Hamburgs.

Während die Mietpreise in Hamburg von 2010 bis 2015 um sagenhafte 29 Prozent angezogen haben, verteuerten sie sich von 2015 bis 2020 nur noch um 14 Prozent. 2010 war der Quadratmeter in Hamburg noch für 8,20 Euro zu haben.

Teure Pflaster sind die Hafencity, Rotherbaum und Harvestehude. Vergleichsweise günstig wohnt es sich in Lohbrügge, auf der Veddel oder in Wilstorf im Bezirk Harburg.

Kontaktdaten und Servicestellen in Hamburg

Sie wollen sich in Hamburg selbstständig machen, Ihre Steuererklärung abgeben oder Jobs in Hamburg suchen? Die wichtigsten Servicestellen hat Karrieresprung übersichtlich für Sie zusammengefasst:

  • Ihr zuständiges Finanzamt in Hamburg finden Sie hier.
  • Die Hamburger Existenzgründungsinitiative (hei) finden Sie hier.
  • Die Handelskammer Hamburg (HK) finden Sie hier.
  • Die Hamburg Invest-Agentur für Ansiedlungen finden Sie hier.
  • Aktuelle Stellenangebote in Hamburg finden Sie in unserer Jobbörse.

Das könnte Sie ebenfalls interessieren:

[Bildnachweis: canadastock by Shutterstock.com]

Jobs in Bremen: Stellenangebote, Gehälter und Arbeitgeber in Bremen

jobs in bremen stellenangebote

Bremen ist für so manchen die kleine Stiefschwester Hamburgs. Vor allem ist sie sehr bescheiden. Als Großstädter fühlen sich die Bremer nur bedingt. Für sie ist ihre Heimat mehr ein Dorf mit angeschlossenem Flughafen und eingebauter Straßenbahn. Dabei hat Bremen eine ganze Menge zu bieten. Hier finden Sie Jobs in Bremen

Jobs Bremen: Die Stadt

Es gibt die Bremer Stadtmusikanten. Es gibt den Roland. Und es gibt Otto Rehhagel. Arm an Legenden ist die Stadt Bremen sicher nicht.

Doch der Ruhm verblasst. Heute ist die alte Hansestadt nicht mehr für ihre Prosperität bekannt. Bremen hat die mit Abstand höchste Pro-Kopf-Verschuldung aller Bundesländer – rund 32.000 Euro pro Nase.

Bremen ist klein und kompakt, keine Stadt der weiten Wege. Im Norden der große Bürgerpark und der Stadtwaldsee. Im Süden die historische Innenstadt mit den Ortsteilen Ostertor und Steintor, die auch Das Viertel genannt werden. Hier fühlen sich die Studenten der Stadt zuhause. Gutbürgerlich geht es in Schwachhausen zu. Als problematisch gelten Gröpelingen und Walle im Nordwesten.

Jobs in Bremen: Der Arbeitsmarkt

Die Arbeitslosigkeit in Bremen steigt infolge der Corona-Pandemie. Sie beträgt mittlerweile 11 Prozent (Stand: Juni 2020). Über 33.000 Menschen sind ohne Job in Bremen – so viele wie seit langer Zeit nicht mehr. In den vergangenen Jahren hatte sch die Arbeitslosenquote in der Stadt Bremen konstant unter der 10-Prozent-Marke festgesetzt.

Zum Vergleich: Die Arbeitslosigkeit in ganz Deutschland liegt bei 6,2 Prozent. In Niedersachsen, das Bremen umschließt, sind es sogar nur 6,0 Prozent. Der nordische Rivale Hamburg steht bei 8,2 Prozent, der dritte Stadtstaat Berlin bei 10,5 Prozent.

Auch die Unterbeschäftigungsquote in Bremen steigt. Mittlerweile gibt es über 43.000 Bremer, die weniger arbeiten als sie gerne arbeiten würden oder im Rahmen sogenannter arbeitsmarktpolitischer Maßnahmen gefördert werden, ohne offiziell arbeitslos zu sein. Das entspricht einer Unterbeschäftigungsquote von 13,7 Prozent.

Schwerer ist es in jüngster Zeit geworden, Stellen in Bremen zu finden in der Automobilherstellung, Stahlindustrie, im Groß- und Einzelhandel, der Logistik und im Hotel- und Gaststättengewerbe. Bessere Chancen, Jobs in Bremen zu finden (und zu behalten), gibt es unter anderem im Reinigungsgewerbe.

Jobs Bremen: Einstiegsgehälter und Gehaltsniveaus

Wer einen Vollzeitjob in Bremen innehat, kann mit einem monatlichen Mediangehalt von 3.578 Euro rechnen (Stand: 31.12.2019). Die eine Hälfte der Beschäftigten verdient also mehr, die andere weniger. Das geht aus dem Gehaltsatlas der Bundesagentur für Arbeit hervor.

Dies ist ein ziemlich guter Wert. Er relativiert sich aber, wenn man auf den Mediangehalt der Menschen schaut, die in Bremen wohnen (aber nicht zwingend auch in Bremen arbeiten). Deren Gehalt beträgt 3.294 Euro im Schnitt. Das Mediangehalt für ganz Deutschland liegt bei 3.401 Euro brutto monatlich, alleine für Westdeutschland sogar bei 3.526 Euro (Stand: 31.12.2019).

Die Gehaltsplattform gehalt.de berechnet für Bremen ein Durchschnittsgehalt von 45.750 Euro brutto jährlich. Damit liegt Bremen im Ranking immerhin auf Platz sieben von 16 Bundesländern.

Fach- und Führungskräfte mit einem Job in Bremen verdienen laut Stepstone-Gehaltsreport 2020 rund 55.786 Euro im Jahr – und damit deutlich weniger als ihre Pendants aus Hamburg (59.111 Euro). Bremen liegt aber vor Niedersachsen (54.150 Euro), Schleswig-Holstein (52.563 Euro) und allen östlichen Bundesländern einschließlich Berlins. In den übrigen Bundesländern schneiden Fach-und Führungskräfte finanziell besser ab. Am besten wird in Hessen gezahlt (64.335 Euro).

So viel verdienen Fach- und Führungskräfte mit einer Stelle in Bremen im Schnitt:

  • IT-Fachleute: 56.302 Euro brutto pro Jahr
  • Ingenieure: 61.754 Euro
  • Technische Berufe: 44.266 Euro
  • Marketing und PR: 53.188 Euro
  • Vertrieb: 59.967 Euro
  • Personalwesen: 52.832 Euro
  • Consulting: 63.504 Euro
  • Finanzen, Versicherung und Banking: 56.541 Euro
  • Einkauf und Logistik: 47.955 Euro
[Quelle: Stepstone-Gehaltsreport 2020]

Die größten Arbeitgeber in Bremen

Bremens Motto könnte lauten: Zu Lande, zu Wasser und in der Luft. Denn Autos, Flugzeuge und Schiffe sind für die heimische Wirtschaft von überragender Bedeutung.

Hier winken Stellen in Bremen – das sind die größten Arbeitgeber in Bremen:

  • Daimler AG (Mercedes-Benz-Werk)
  • BLG Logistics Group (Logistik)
  • ArcelorMittal (Stahl)
  • Airbus Group (Luftfahrtindustrie)
  • SWB AG (Energie)
  • Gesundheit Nord gGmbH Klinikverbund Bremen
  • Bremer Straßenbahn AG
  • Elko Gruppe (Security)
  • AWO Bremen
  • Atlas Elektronik
  • Anheuser-Busch InBev (Lebensmittel)
  • Sparkasse Bremen AG
  • RDE Rheinmetall Defence Electronics (Rüstung)
  • Lear Corporation (Autozulieferer)
  • Fr. Lürssen Werft (Schiffbau)
  • Team Neusta (IT-Dienstleistungen)
  • Stute Logistics (Logistik)
  • Nehlsen AG (Entsorgung)
  • ThyssenKrupp System Engineering (Ingenieurdienstleistungen)
  • OHB SE (Luft- und Raumfahrt)
  • AOK Bremen/Bremerhaven
  • Nordsee Medienverbund
  • Weser-Kurier-Mediengruppe
  • Deutsche Post AG
  • Kaefer Isoliertechnik (Industrie)
  • Friedehorst gGmbH (Wohlfahrtsverband)
  • Martinsclub Bremen e.V. (Wohlfahrtsverband)
  • Deutsche See (Nahrungsmittel)
  • Kühne und Nagel (Logistik)
  • Mondelez Deutschland Services (Nahrungsmittel)
  • Frozen Fisch (Nahrungsmittel)
  • Lorel Logistik
  • Frosta Tiefkühlkost (Nahrungsmittel)
  • DMK Group (Nahrungsmittel)
  • Zech Group (Umwelttechnologie)
  • Hella Fahrzeugkomponenten (Automotive)
  • Hegemann Gruppe (Industrie/Dienstleistungen)
  • Hofmeister und Meinke (Automotive)

IT Jobs Bremen

Jobs Bremen IT Vollzeit TeilzeitEine Reputation als IT-Hotspot hat Bremen nicht. Doch die IT-Branche in der Hansestadt wächst. Mittlerweile haben bereits mehr als 10.000 Menschen einen Job in Bremens IT-Wirtschaft. Innerhalb von drei Jahren war die Beschäftigtenzahl in der IT-Branche um 24 Prozent von 8.500 auf 10.500 gewachsen. Das ist das Ergebnis einer Studie des Branchenverbands bremen digitalmedia.

Damit arbeiten nunmehr 3,7 Prozent aller Beschäftigten in Bremen in der IT-Wirtschaft – das ist mehr als im Bundesschnitt von 3,4 Prozent. Die Informationstechnologie ist mittlerweile drittgrößter Wirtschaftscluster der Hansestadt. Auch die Zahl der Gründungen stieg von 53 im Jahr 2014 auf 93 im Jahr 2018. Vor allem Anwendungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz fallen in Bremen auf fruchtbaren Boden.

Der Frauenanteil liegt in Bremens IT-Branche allerdings nur bei knapp einem Drittel. Auch die Gehälter fallen im Vergleich der Bundesländer um sechs Prozent geringer aus.

„Bei zunehmendem Personalbedarf scheint das Arbeitskräfteangebot an IT-Fachkräften in der Region nicht ausreichend, wobei weniger quantitative als vielmehr qualitative Aspekte, zum Beispiel mangelnde fachliche Spezialqualifikationen oder unzureichende Sprachkenntnisse, eine Rolle zu spielen scheinen“, heißt es in der Studie.

Für Bewerber bedeutet das: Jobs in Bremen sind in der IT-Branche leicht zu haben – vorausgesetzt, man hat was auf dem Kasten.

Jobs Bremen: Karriereaussichten und Wirtschaft

In Bremen weht ein frischer Wind. Den Eindruck gewinnt der neutrale Beobachter beim Blick auf die nackten Zahlen. So war Bremen noch 2017 von allen Bundesländern am stärksten gewachsen – um 3,3 Prozent. Der Durchschnitt lag damals bundesweit bei 2,2 Prozent. Zum dritten Mal in Folge war das Bremer Wirtschaftswachstum überdurchschnittlich gut.

Im ersten Halbjahr 2019 sahen die Zahlen dann schon nicht mehr so gut aus. Das Bremer Bruttoinlandsprodukt stieg um 1,7 Prozent, lediglich das Saarland (1,4 Prozent) und Rheinland-Pfalz (1,3 Prozent) wuchsen langsamer.

Weltweit gilt die Mobilität als Zukunftsbranche. In Bremen ist sie für die Gegenwart existentiell wichtig. Autos, Schiffe und Luftfahrt machen rund 70 Prozent an der Industrieproduktion aus. Auch der Bausektor ist für die Stadt wichtig.

Stark aufgestellt ist Bremen in diesen Bereichen:

  • Automobilindustrie
  • Maritime Wirtschaft und Logistik
  • Windkraft
  • Luft- und Raumfahrt

Allerdings gelten die protektionistischen Tendenzen rund um den Globus als Gefahr – speziell für Bremen, das viele seiner Industrieerzeugnisse exportiert. Das ist nicht die einzige Herausforderung. Die Handelskammer Bremen machte schon im Dezember 2017 in einem Lagebericht eine Vielzahl an Problemen aus. Dazu zählte sie die…

  • kritische finanzielle Situation der öffentlichen Haushalte
  • verbesserungswürdige Bildungs- und Familienpolitik
  • überfällige Steigerung der Qualität der Dienstleistungen von Ämtern und Behörden
  • Notwendigkeit eines wachsenden Wohnungsmarktes
  • Probleme des inhabergeführten Einzelhandels in Innenstädten und Randgebieten

Ihr Fazit: Durch Bremen müsse der sprichwörtliche Ruck gehen.

Im Städteranking 2019 des Beratungsunternehmens IW Consult landete Bremen nur auf Platz 45 von 71 untersuchten Großstädten in Deutschland – eine Verschlechterung um drei Plätze im Vergleich zum Vorjahresranking.

Im Prognos-Zukunftsatlas 2019 belegte die Stadt Bremen Rang 293 von 401 untersuchten Regionen in Deutschland. In der Unterkategorie Arbeitsmarkt reichte es immerhin für Platz 148.

Jobs in Bremen: Kosten, Lebenshaltung, Mietpreise

In Bremen sind die Mieten von 2010 bis 2015 um 25 Prozent gestiegen, von 2015 bis 2020 nur noch um 17 Prozent. Das zeigen Daten der Plattform Immowelt. In Berlin betrug die Mietpreissteigerung von 2015 bis 2020 dagegen 44 Prozent.

Kostete der Quadratmeter in Bremen im Jahr 2010 noch 5,60 Euro im Schnitt, wurden 2015 schon 7 Euro fällig, 2020 sogar 8,20 Euro.

Damit ist das Mietpreisniveau in Bremen aber weiterhin moderat. In den meisten Großstädten werden zweistellige Quadratmeterpreise abgerufen. Spitzenreiter ist München mit 18,80 Euro.

Kontaktdaten und Servicestellen in Bremen

Sie wollen sich in Bremen selbstständig machen, Ihre Steuererklärung abgeben oder Jobs in Bremen suchen? Die wichtigsten Servicestellen hat Karrieresprung übersichtlich für Sie zusammengefasst:

  • Ihr Finanzamt in Bremen finden Sie hier.
  • Die Handelskammer Bremen finden Sie hier.
  • Die Handwerkskammer Bremen finden Sie hier.
  • Die Wirtschaftsförderung Bremen finden Sie hier.
  • Stellenangebote in Bremen finden Sie in unserer Jobbörse.

Das könnte Sie ebenfalls interessieren:

[Bildnachweis: Masson by Shutterstock.com]

Diskret bewerben: Muster und Tipps für die vertrauliche Bewerbung

Diskret-bewerben-vertraulich

Diskret bewerben: Das ist vor allem dann wichtig, wenn sie noch in einem bestehenden Arbeitsverhältnis sind. Dann wollen sie nicht, dass Ihr aktueller Boss von Ihrem Vorhaben erfährt. Weil es negative Konsequenzen haben könnte, von Nichtachtung bis hin zu Mobbing. Wenn Sie die wichtigsten Vorsichtsmaßnahmen ergreifen, bekommt niemand etwas von Ihrer vertraulichen Bewerbung mit…

Diskrete Bewerbung: Bitte vertraulich behandeln

Es ist Ihr gutes Recht als Arbeitnehmer, sich anderweitig umzusehen. Gefeuert werden können Sie jedenfalls nicht, nur weil Sie sich auf dem Arbeitsmarkt nach Alternativen erkundigt und sich woanders diskret beworben haben. Schließlich könnte es ja auch sein, dass Sie nur Ihren Marktwert austesten wollten.

Trotzdem: Die meisten Arbeitgeber sind not amused, wenn sie spitzkriegen, dass einer ihrer Schützlinge mit der Konkurrenz flirtet. Es könnte ihm oder ihr als Illoyalität – vielleicht gar als Verrat – ausgelegt werden. Abgesehen davon, dass der Verlust einer wertvollen Kraft droht.

Im schlimmsten Fall ist Ihr Chef sauer auf Sie, straft Sie mit Nichtachtung, degradiert oder mobbt Sie gar. Die andere Möglichkeit: Er umgarnt Sie, bietet Ihnen seinerseits eine Gehaltserhöhung oder andere Leckerli wie eine Beförderung an.

Aber wissen können das Bewerber in der Regel nicht. Die beste Strategie ist es daher, sich so diskret wie möglich bei der Konkurrenz umzusehen und zu bewerben. Das ermöglicht auch einen sanften Verbleib im Job, sollte es mit dem Stellenwechsel doch nicht klappen.

Diskret bewerben – aber wie geht das? Karrieresprung sagt es Ihnen…

Diskret bewerben mit Sperrvermerk

Kein Arbeitgeber wird erst eine Vertraulichkeitserklärung unterschreiben, bevor er Ihre Bewerbung lesen darf. Zumal Diskretion ohnehin zum Grundvokabular der HR-Branche gehört. Wer hier zu offenherzig aus dem Nähkästchen plaudert, beschädigt seine Reputation.

Aber: Sie haben durchaus die Möglichkeit, Ihre Bewerbung mit einem sogenannten Sperrvermerk zu versehen. Diesen Begriff kennt man normalerweise aus anderen Zusammenhängen:

  • Öffentliche Haushalte: Erst nach Aufhebung des Sperrvermerks dürfen die Gelder für einzelne Positionen ausgegeben werden.
  • Pressemitteilungen: Auch sie enthalten häufig eine Sperrfrist. Wenn diese abgelaufen ist, ist eine Veröffentlichung zulässig – vorher nicht.
  • E-Mail: Mit einem Sperrvermerk kann die Weitergabe oder Vervielfältigung untersagt werden.

Auch in der Bewerbung ist der Sperrvermerk ein legitimes Instrument. Er steht üblicherweise am Anfang eines Dokuments, damit der Empfänger ihn nicht übersieht. Dafür eignet sich in einer Bewerbung die Betreffzeile. Aber auch im Schlusssatz Ihres Anschreibens können Sie um Vertraulichkeit bitten.

Einen Sperrvermerk können Sie auch verwenden, wenn Sie Ihre Daten einem Headhunter oder Personalvermittler anvertrauen. So stellen Sie sicher, dass Ihr Lebenslauf weder offen noch anonymisiert ohne Ihre Zustimmung weitergeleitet wird.

Diskret bewerben – Beispielformulierungen folgen…

Diskret bewerben: Formulierungsbeispiele

Kleiner Tipp: Reden Sie in Ihrer Bewerbung nicht wörtlich von einem Sperrvermerk, sondern bitten Sie um Vertraulichkeit bzw. darum, die Bewerbung vertraulich zu behandeln. Das ist das Gleiche in grün – klingt aber zeitgemäßer.

Im Betreff Ihres Anschreibens bieten sich diese Formulierungen an:

Im Schlusssatz Ihres Anschreibens können Sie ebenfalls um Vertraulichkeit bitten – und auch die Hintergründe erwähnen. Zum Beispiel so:

  • Ich befinde mich derzeit in einem ungekündigten Arbeitsverhältnis. Daher bitte ich Sie, diese Bewerbung vertraulich zu behandeln. Wenn Sie mich zurückrufen möchten, dann melden Sie sich bitte abends ab 19 Uhr unter der oben angegebenen Nummer.

  • Bitte behandeln Sie meine Bewerbung vertraulich.

  • Ich bitte Sie um Verständnis dafür, dass ich den Namen meines aktuellen Arbeitgebers aufgrund meines ungekündigten Arbeitsverhältnisses noch nicht nennen möchte.

Und wenn Sie besonders vorsichtig sein wollen, weil Sie etwa um die Geschwätzigkeit in Ihrer Branche wissen, dann können Sie den Namen Ihres aktuellen Arbeitgebers auch ganz aus der Bewerbung entfernen. Statt der Mustermann AG steht dort nur noch Börsennotiertes Unternehmen oder noch vager: Größeres Unternehmen.

Die Arbeits- und Zwischenzeugnisse lassen Sie dann folgerichtig ebenfalls weg – oder schwärzen die entsprechenden Stellen im Dokument, die Rückschlüsse auf Ihren Arbeitgeber zulassen.

Hier einige Formulierungshilfen für das Anschreiben Ihrer vertraulichen Bewerbung:

  • Momentan arbeite ich in einem größeren Unternehmen der Immobilienbranche.

  • Ich bin derzeit in einem mittelständischen Maschinenbauunternehmen tätig.

  • Aktuell bin ich bei einem Weltmarktführer im Hochtechnologie-Bereich beschäftigt.

5 Tipps für die vertrauliche Bewerbung

Verschwiegenheit ist eine Tugend. Gerade im Bewerbungsprozess sollten Sie nicht zu früh zu viel preisgeben. Behalten Sie Ihr Vorhaben für sich und vertrauen Sie es nur ausgewählten Personen an – aus dem eigenen Unternehmen am besten niemandem.

Eine gesunde Portion Misstrauen kann in diesem Szenario Gold wert sein. Nicht selten hat sich eine gute Kollegin als Intrigantin entpuppt, ein Kumpel als Plappermaul. Und wer weiß, vielleicht empfindet ein Kollege Ihre Abwanderungsgedanken ja als Verrat – und tratscht es mit astreinem Gewissen weiter.

Halten Sie sich an diese 5 Ratschläge, wenn Sie sich aus einem bestehenden Arbeitsverhältnis heraus vertraulich bewerben:

  1. E-Mail-Adresse

    Der Anfängerfehler schlechthin: Schicken Sie Ihre Bewerbung um Himmels willen nicht von Ihrer beruflichen E-Mail-Adresse aus ab. Das wäre entweder dreist oder dumm. Beides Charakterzüge, die auch Ihr neuer Arbeitgeber nicht schätzen dürfte.

    Bewerben Sie sich diskret von Ihrer privaten E-Mail-Adresse aus. Aber verwenden Sie eine, die seriös klingt und optimalerweise Ihren Namen beinhaltet: max.mustermann@gmail.com.

  2. Gewohnheiten

    Bleiben Sie Ihren Routinen und Gewohnheiten treu. Wenn Sie bislang immer im Casual-Look zur Arbeit gekommen sind, dann werfen Sie sich jetzt nicht auf einmal den feinen Zwirn über. Wenn Sie der Typ überpünktlich sind, dann kommen Sie jetzt nicht plötzlich ständig zehn Minuten zu spät. Wenn Sie die Mittagspause immer mit den Kollegen verbracht haben, dann suchen Sie jetzt nicht regelmäßig das Weite.

    Solche Verhaltensweisen können Verdacht wecken. Und das wollen Sie nicht. Sie wollen unentdeckt bleiben – allein schon Ihrer Nerven wegen. Trennen Sie Job und Jobsuche – so sollte es ja auch sein. Verlegen Sie Letzteres in Ihren Feierabend und aufs Wochenende. Dafür haben Headhunter Verständnis. Wenn es gar nicht anders geht, dann telefonieren Sie in der Mittagspause im Freien oder in Ihrem Auto.

  3. Sorgfalt

    Das sind auch Anfängerfehler: Lebenslauf oder Anschreiben, die Sie für die Jobsuche vorbereitet haben, auf dem Schreibtisch am Arbeitsplatz liegen lassen. Aber im Eifer des Gefechts kann so etwas schon mal passieren. Denn nicht immer kann der Personaler oder Headhunter auf den Feierabend warten.

    Beseitigen Sie daher rechtzeitig Ihre Spuren. Keine Kontaktdaten auf Post-its kritzeln und dann im Büro liegen lassen. Keine PDFs auf Ihrem Rechner speichern. Notieren Sie sich Wichtiges direkt in Ihrem Smartphone. Bewerbungsunterlagen schicken Sie entweder von Ihrem Rechner zuhause los – oder unterwegs vom Smartphone.

  4. Kündigung

    Mündliche Zusagen sind gut, Verträge sind besser. Auf das Wort eines Personalers können Sie sich im Regelfall verlassen, ja. Ihren alten Job kündigen sollten Sie aber wirklich erst dann, wenn alles unter Dach und Fach ist. Sprich: Wenn der neue Vertrag vorliegt und unterschrieben ist. Im Worst Case sind Sie beides los: den alten und den neuen Job. Und Sie erhalten nicht mal Arbeitslosengeld, wenn Sie von sich aus gekündigt haben.

    Lassen Sie sich außerdem nicht vom neuen Arbeitgeber drängen – sondern den Arbeitsvertrag von einem Arbeitsrechtler prüfen. Wenn alles korrekt ist, unterschreiben Sie. Danach kündigen Sie Ihren alten Job. Das ist die professionelle Vorgehensweise. Und Professionalität erwartet ja schließlich auch der neue Arbeitgeber von Ihnen…

  5. Integrität

    Wenn Sie sich vertraulich beworben haben und zum Vorstellungsgespräch eingeladen wurden, wartet die Frage nach Ihrer Motivation. Warum haben Sie sich bei uns beworben?

    Dann heißt es, nach vorne zu schauen statt nach hinten. Lästern Sie nicht über Ihren aktuellen Arbeitgeber, über Vorgesetzte, Kollegen oder ineffiziente Prozesse. Reden Sie nicht über die Schwierigkeiten, die Sie im Unternehmen hatten und haben. Legen Sie lieber dar, warum Sie die neue Stelle reizt und auf welche Aufgaben und Herausforderungen Sie sich freuen.

Vertrauliche Bewerbung aus Festanstellung: Muster


Max Mustermann
Müllerallee 9
12345 Müllerstadt
Fon: 0123 / 45 56 78
Mail: m.mustermann@mail.de

Gutes Recht GmbH
Max Müller
Müllerstr. 1
12345 Müllerstadt

1. August 2020

Vertraulich – Bewerbung als Projektmanager

Sehr geehrter Herr Müller,

zunächst bedanke ich mich für die freundliche Auskunft am Telefon und dafür, dass Sie sich Zeit für mich genommen haben. Wie ich Ihnen bereits erklärt habe, kenne ich Ihr Unternehmen durch meinen aktuellen Arbeitgeber – Sie haben Herrn Clever von der Firma Smart bei mehreren rechtlichen Angelegenheiten unterstützt. Ihre Leistung und Ihr Engagement haben mir imponiert, deshalb möchte ich zu einem Teil Ihres Teams werden.

Zu meinen Qualifikationen gehören das Studium der Wirtschaftswissenschaften an der Universität Müllerstadt, die langjährige Erfahrung in der Unternehmenskommunikation sowie die Fortbildungen zum Projektmanager und zum Bilanzbuchhalter, die ich neben einer Vollzeitbeschäftigung absolviert habe.

Auch wenn ich mich zurzeit in einem unbefristeten Beschäftigungsverhältnis befinde, möchte ich dennoch die Chance ergreifen, Sie bei der Umsetzung der Wachstumsstrategien zu unterstützen. Da die Kündigungsfrist drei Monate beträgt, stehe ich Ihnen ab Anfang November zur Verfügung. Dennoch möchte ich Sie bitten, meine Bewerbung zunächst diskret zu behandeln.

Wie Sie sehen, besitze ich die nötigen Qualifikationen und ich freue mich, Sie davon beim persönlichen Gespräch zu überzeugen.


Mit besten Grüßen
Unterschrift

Hier finden Sie die Musterbewerbung für eine vertrauliche Bewerbung aus Festanstellung zum Downloaden und Bearbeiten:

  • Vertrauliche Bewerbung aus Festanstellung Muster: WORD
  • Vertrauliche Bewerbung aus Festanstellung Muster: PDF

Diskret bewerben: Ihr gutes Recht

Diskret bewerben vertraulichJuristen wissen: Ihre Bewerbungsunterlagen enthalten personenbezogene Daten. Diese sind besonders schutzwürdig. Die Verantwortung für die Daten liegt beim Unternehmen, dem Sie Ihre Bewerbung zugeschickt haben.

Das Unternehmen hat die Pflicht, Ihre Daten vertraulich zu behandeln. Es muss sie vor unbefugtem Zugriff schützen, darf sie etwa nicht öffentlich zugänglich herumliegen lassen. Einsehen dürfen die Unterlagen nur Mitarbeiter des Unternehmens, die mit dem Einstellungsvorgang betraut sind.

Kommt es zu keiner Einstellung, darf das Unternehmen die Bewerbungsunterlagen NICHT behalten. Es muss sie entweder zurücksenden oder vernichten. Will es die Unterlagen behalten, müssen Sie als Bewerber ausdrücklich zustimmen.

Das könnte Sie ebenfalls interessieren:

[Bildnachweis: KAMPUS by Shutterstock.com]

Interessen im Lebenslauf: Die besten Hobbys für die Bewerbung

Interessen-im-Lebenslauf-Hobbys-Beispiele

Interessen im Lebenslauf runden das Profil eines Bewerbers ab. Sie können Ihrer Bewerbung den Feinschliff geben – oder aber der letzte Sargnagel sein. Wichtig ist, dass Sie Interessen und Hobbys in den Lebenslauf mit aufnehmen, die zur Stelle passen. Und solche, die Aktivität und Engagement anklingen lassen, aber nicht gefährlich sind. Schwindeln sollten Sie dabei aber nicht. Sie merken schon: Das ist komplizierter als gedacht. Aber es ist machbar…

Interessen im Lebenslauf: Relevanz

Interessen wecken Interesse. Das ist so. Denn auch Personaler sind Menschen. Und Menschen interessieren sich vor allem für… Menschen.

Nicht umsonst wird gerne betont, man wolle herausfinden, welcher Mensch hinter der Bewerbung stecke. Die Persönlichkeit entscheidet darüber mit, ob man den Job bekommt oder nicht. Wer (mutmaßlich) nicht ins Team passt, wird aussortiert. Wer auf fachlicher UND persönlicher Ebene überzeugt, erhält den Zuschlag. Interessen im Lebenslauf können das persönliche Profil eines Bewerbers abrunden, am Ende über Ja oder Nein entscheiden.

Faustregel für Bewerber: Je ausgefallener das Hobby, das Sie in Ihren Lebenslauf schreiben, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass Ihnen der Personaler Rückfragen im Vorstellungsgespräch dazu stellt. Bereiten Sie sich unbedingt darauf vor. Hier sind Beispiele:

  • Cosplay
  • Zauberwürfel
  • Bier brauen
  • Slacklining
  • Bauchtanz
  • Beatboxing
  • Ü-Eier-Figuren

Besonders gut kommt soziales Engagement bei vielen Arbeitgebern an. Wer sich für andere einsetzt, bezeugt Einsatz, Interesse, Empathie. Eigenschaften, die jedes Unternehmen gut gebrauchen kann.

Allerdings wirkt sich nicht jedes Interesse und Hobby im Lebenslauf positiv aus. Es gibt auch welche, die Sie lieber dezent verschweigen…

Hobbys im Lebenslauf: Liste

Interessen lassen sich in Gruppen einteilen. Hier sind 6:

  1. Elitäre Hobbys

    Elitäre Hobbys signalisieren die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppe. Manche würden sagen: zur Oberschicht. Hobbys als Statussymbole. Polo, Golf oder Segeln gehören ganz sicher dazu. Und Fliegen (Segelfliegen). In England ist Gartenbau ein Klassiker. Tatsächlich ist es in vielen Manager-Etagen vonnöten, die entsprechenden Codes und Umgangsformen (inklusive Hobbys) zu kennen und zu pflegen, um dazuzugehören.

    Statushobbys können in ihrer Bedeutung aber auch absteigen. Tennis und Skifahren sind Beispiele. Beide Sportarten sind längst massentauglich. Oder die Jagd, der früher viele Manager gefrönt haben, die heute aber weitgehend verpönt ist. Auf der anderen Seite ließe sich Klavier spielen, früher gar nicht so außergewöhnlich, anno 2020 mit Fug und Recht als elitäres Hobby bezeichnen.

  2. Digitale Hobbys

    Digitale Hobbys kommen in Zeiten der Digitalisierung in nahezu jedem Personalbüro gut an. Durch die Corona-Krise wurden und werden digitale Skills sogar noch aufgewertet. Die Liste an Digitalhobbys ist lang: Videobearbeitung, Fotografie, Programmieren, Bloggen, Hardware

    Achtung: Ob die Nennung von Social Media als Hobby im Lebenslauf sinnvoll ist, kommt auf Arbeitgeber, auf Beruf und Branche an. Nicht, dass der Arbeitgeber noch auf die Idee kommt, Sie würden den ganzen (Arbeits-)Tag über Ihren Facebook-Feed wachen…

  3. Allerweltshobbys

    Kochen, Lesen, Reisen. Die drei Klassiker. Daran ist nichts verkehrt, im Gegenteil. Von der Masse abheben kann man sich mit ihrer Hilfe indes nicht.

    Tipp: Formulieren Sie Ihr Allerweltshobby im Lebenslauf so konkret wie möglich. Das macht es gleich viel interessanter. Statt Lesen lieber Schwedische Kriminalromane oder Russische Literatur texten. Statt Reisen lieber Städtereisen schreiben oder das Land, in das es Sie bevorzugt zieht. Laos, Namibia oder Peru.

    Aber Vorsicht: Wer es mit dem Fernweh übertreibt, deutet zwar Neugier und Offenheit an, aber eben auch, ständig auf gepackten Koffern zu sitzen und das nächste Sabbatical gar nicht abwarten zu können. Vielleicht, weil derjenige für Weltreisen brennt, aber nicht für die Arbeit? Wäre legitim, will man als Arbeitgeber aber nicht hören.

  4. Sportliche Hobbys

    Bewegung ist gesund und hält fit. Daumen hoch! Ob es sich um Joggen, Schwimmen oder Radfahren handelt. Oder auch um exotischere Sportarten wie Trampolin. Oder Bouldern.

    Mannschaftssport steht für Teamfähigkeit, Einzelsport für Wettbewerbsfähigkeit. Sportarten sind als Hobbys im Lebenslauf insbesondere auch älteren Bewerbern zu empfehlen. Damit belegen Sie Fitness und Belastbarkeit.

    Aber auch hier nicht übertreiben: Aus Sport kann bisweilen eine allzu kraftraubende Angelegenheit werden. Wer Marathon oder gar Ironman angibt, zeigt sich als extrem zielstrebig und leistungsstark, sagt damit aber zugleich, dass er unheimlich viel Training und damit Zeit und Energie neben der Arbeit benötigt.

  5. Politische Hobbys

    In Zeiten zunehmender Polarisierung sind Unternehmen vermehrt an der politischen Einstellung eines Bewerbers interessiert. Das belegen Umfragen. Darum ist es nicht immer ratsam (manchmal aber sehr wohl), das Engagement für eine politische Partei in einer Bewerbung offensiv nach vorne zu stellen.

    Und dann gibt es Themen, die gesellschaftspolitisch aufgeladen sind. Jagen zum Beispiel sieht sicher nicht jeder Arbeitgeber gerne im Lebenslauf eines Bewerbers. Großwildjagd, Stierkampf oder Stierlauf in Pamplona schon gar nicht. Andere Unternehmen wiederum ziehen die Augenbrauen hoch, wenn sie Vegan kochen im Lebenslauf lesen – oder Gender Studies.

  6. Unmögliche Hobbys

    Es gibt nur wenige Hobbys, die man im Lebenslauf grundsätzlich NIE angeben sollte. Swingern wäre so eines (außer natürlich, man bewirbt sich im Swingerclub). Nacktbaden. Freikörperkultur. Um die moralische Bewertung geht es dabei gar nicht. Diese Interessen gehören in Ihre Intimsphäre und gehen niemanden etwas an. Der Arbeitgeber würde sich höchstens provoziert oder veralbert fühlen. Was bezweckt ein Bewerber damit, ein derart privates Hobby in den Lebenslauf zu schreiben?

    Auch Shopping ist prinzipiell kein gutes Hobby für die Bewerbung. Es handelt sich vielmehr um eine sehr oberflächliche Angelegenheit, die den Arbeitgeber außerdem an die nächste Gehaltserhöhung erinnert, die der Shoppingsüchtige ja bestimmt alsbald brauchen und verlangen wird.

    Ein absolutes No-Go-Hobby: Spielhalle. Erklärung überflüssig. Und von Alkohol ist ebenfalls abzuraten. Whiskey, Wein, Cognac. Sie mögen ein echter Kenner und vornehm nippender Gourmet sein, aber alkoholische Spirituosen wecken negative Assoziationen.

Ehrenamtliches Engagement im Lebenslauf

Letztlich geht es hier um den ersten Schritt – Sie wollen die schriftliche Bewerbung überstehen und zum Vorstellungsgespräch eingeladen werden. Was Sie dann im Jobinterview über Ihre Interessen erzählen, können Sie sich immer noch überlegen.

Grundsätzlich gut an kommen Interessen, die belegen, dass Sie auch in Ihrer Freizeit Verantwortung übernehmen. Beispiele:

  • Jugendtrainer in einem Sportverein
  • Ehrenamt in einer sozialen Einrichtung
  • Engagement in einer berufsständischen Vereinigung
  • Mitarbeit an studentischen Projekten

Diese Interessen zeichnen sich dadurch aus, dass sie nicht nur Ihren Drang, Spaß haben zu wollen, befriedigen. Sie erfordern Leidenschaft. Personalentscheider wissen das zu schätzen.

Und sie lassen Rückschlüsse auf Ihren Charakter zu. Es muss sich wohl um jemanden handeln, der sich voll reinhängt, der keine halben Sachen macht und vielleicht sogar ein Anführer ist – um einen Leistungsträger also. Wenn Sie dieses Bild von sich vermitteln – Glückwunsch!

Andererseits gibt es auch Fallstricke. Denn wenn Sie Ihren Lebenslauf mit lauter positiven Interessen aufhübschen, weckt das Zweifel an Ihrer Glaubwürdigkeit. Wie kann der das alles schaffen? Mehr als 24 Stunden stehen uns allen pro Tag nicht zur Verfügung. Also macht der vielleicht doch nur halbe Sachen!?

Darüber hinaus müssen Sie Ihre Interesse ja hinterher auch in Einklang mit dem neuen Job bringen. Niemand will, dass Sie vor lauter Ehrenämtern so ausgelaugt sind, dass Sie nur mit halber Kraft am Arbeitsplatz erscheinen. Diesen Widerspruch gilt es aufzulösen – evtl. dadurch, dass Sie nur ein oder maximal zwei „verantwortungsvolle“ Interessen auflisten. Zu viel mehr reicht es in Ihrer Freizeit ja wahrscheinlich ohnehin nicht.

Und machen Sie auch nicht den Fehler, in einem einzigen Anfall von Begeisterung von Ihrem Engagement im Sportverein zu schwärmen. Das könnte so herüberkommen, als gelte Ihre Liebe nur dem Verein; der Arbeitgeber wird immer dahinter an zweiter Stelle kommen. Selbst wenn das der Wahrheit entspricht, dann sollten Sie es im Bewerbungsgespräch nicht so vermitteln.

Gefährliche Interessen im Lebenslauf

Zu den heiklen Interessen im Lebenslauf zählen insbesondere Extremsportarten. Klar, auch diese zeugen von Sportlichkeit, Neugier, Naturverbundenheit oder Risikobereitschaft – alles durchaus wünschenswerte Eigenschaften.

Aber sie stehen eben auch für Gefahr, für erhöhte Verletzungsgefahr und mitunter sogar Lebensgefahr. Arbeitgeber sind nicht unbedingt begeistert, wenn der Beschäftigte monatelang ausfällt, nur weil er mal wieder einen Adrenalinschub brauchte.

Auch könnte die Frage auf einen Bewerber zukommen, ob er nicht glaube, dass ihm in diesem Job nicht schnell langweilig würde. Und manche Berufe begünstigen nun mal Menschen, die weniger risikofreudig sind. Einen Draufgänger kann im OP-Saal oder am Cockpit niemand gebrauchen. Zu den Extremsportarten zählen beispielsweise:

  • Base-Jumping
  • Fallschirmspringen
  • Sky Surfing
  • Höhlentauchen
  • Bergsteigen
  • Free-Climbing
  • Drachenfliegen
  • Motorsport

Ehrlicherweise zählen auch Allerweltssportarten wie Skifahren, Reiten und Mountainbiking zu den Risikosportarten. Erhöhte Verletzungsgefahr besteht sogar bei Sportarten wie Turnen, Kampfsport oder Fußball.

In diesem Fall sollten Sie von Fall zu Fall abwägen, ob Ihnen die Angabe des Hobbys im Lebenslauf eher schadet oder nutzt. Fußball, Basketball oder Handball etwa drücken Teamfähigkeit aus; eine Eigenschaft, die wahrscheinlich die Nachteile in Form einer erhöhten Verletzungsgefahr mehr als aufwiegt.

Wenn Sie aber wissen, dass Ihr Arbeitgeber in spe gerade massive Personalprobleme hat und momentan keine weiteren Ausfälle verkraften kann, dann lassen Sie die Risikosportart im Lebenslauf besser weg.

Passive Interessen im Lebenslauf

Neben Extrem- und Risikosportarten sind rein passive Interessen oft keine gute Wahl. Klar, jeder schaut gerne eine spannende Serie auf Netflix oder einen guten Film im Kino. Als alleinige Hobbys im Lebenslauf präsentieren Sie sich damit aber arg dünn auf der Brust.

Was geht: Aktive Hobbys mit einem passiven Hobby kombinieren. Wenn Sie Feldhockey spielen und gerne malen, dann können Sie als Nummer drei guten Gewissens Kino mit aufnehmen.

Eine Ausnahme gibt es übrigens: Musik. Musik hören ist eine durch und durch passive Angelegenheit, aber niemand wird sie Ihnen negativ auslegen. Noch besser wäre natürlich, Sie würden selbst Musik machen…

Diese Interessen sind passiv und gehören nur bedingt in den Lebenslauf:

  • Kino
  • Fernsehen
  • Netflix

Dann gibt es da noch Schlafen (bzw. Faulenzen oder Chillen) – eine ebenfalls sehr passive Tätigkeit. Abraten würden wir davon aber nicht, Schlafen als Hobby im Lebenslauf anzugeben. Denn erstens wirkt es sympathisch und zeugt von einer Prise Humor. Und zweitens signalisieren Sie damit sogar, dass Sie ein ausgeschlafener Typ sind. Wer gut schläft, ist fitter, gesünder und leistungsfähiger – davon profitiert auch Ihr Arbeitgeber! Also: Wenn Sie wollen, nehmen Sie Schlafen gerne zu den Interessen im Lebenslauf mit auf.

Und dann wären da noch die berüchtigten Computerspiele. E-Sport entwickelt sich immer mehr zum Wirtschaftsfaktor. Man kann damit viel Geld verdienen, ist in Clans oder Gilden organisiert und damit kein reiner Einzelkämpfer, sondern Teamplayer. Und passiv ist das Hobby ja gar nicht, sondern im Gegenteil – überaus aktiv. Man trainiert damit Reaktionsfähigkeit, analytisches und strategisches Denken.

Und dennoch: Videospielen haftet noch immer ein zweifelhafter Ruf an. Ob das berechtigt oder nicht, sei dahingestellt – viele Arbeitgeber ziehen jedenfalls die Augenbrauen hoch. Als offizielle Sportart wird E-Sports auf absehbare Zeit ebenfalls nicht anerkannt. Darum empfehlen wir: Lassen Sie Computer spielen im Zweifel lieber weg. Es sei denn, Sie bewerben sich direkt in der Games-Industrie…

Anzahl der Interessen im Lebenslauf

Vorweg: Sie müssen gar keine Interessen im Lebenslauf angeben. Das ist kein Muss, sondern ein Kann. Aber wenn Sie es tun, dann fügen Sie die Interessen am Ende des Lebenslaufs ein und schneiden Sie sie nur im Ausnahmefall im Anschreiben an – nämlich dann, wenn Ihre Hobbys sehr relevant für die angestrebte Stelle sind.

Im Lebenslauf können sie das Bild, das der Entscheider über Sie gewinnt, durch passende Interessen vervollständigen. Sie geben Hinweise darauf, ob Sie als Person ins Team passen oder eher nicht.

Als Absolvent oder Berufseinsteiger sollten Sie nicht darauf verzichten. Denn Ihr Lebenslauf ist noch sehr dünn. Sie haben noch nicht viele Stationen und Erfahrungen vorzuweisen. Umso wichtiger werden alle weiteren Informationen – dazu zählen auch Interessen und Hobbys.

Machen Sie aber nicht den Fehler, Ihren Lebenslauf mit Interessen vollzukleistern. Vier oder fünf Hobbys sollten es sein – nicht mehr und nach Möglichkeit auch nicht weniger. Zu viele Interessen würden beliebig wirken – und nicht so, als ob Sie für eine Sache wirklich Feuer und Flamme wären. Genau das aber wollen Arbeitgeber: Mitarbeiter, die für ihre Sache brennen. Zudem würden Sie damit unter Beweis stellen, nicht selektieren und Wichtiges von Unwichtigem trennen zu können.

Und noch etwas: Erfinden Sie nicht einfach Interessen, um Ihren Lebenslauf zu pimpen. Das haben Sie erstens gar nicht nötig. Und zweitens kann es Ihnen unangenehm auf die Füße fallen. Wenn der Interviewer Sie etwa nach Ihrem Handicap fragt, weil Sie Golf angegeben haben, und Sie erwidern, Sie seien gar nicht behindert. Alles schon vorgekommen!

Wenn Sie der Meinung sind, Ihre Interessen seien zu gewöhnlich oder zu wenig oder zu passiv oder zu gefährlich oder zu…, dann lassen Sie die ganze Rubrik einfach weg.

Interessen im Lebenslauf: 5 Beispiele

Grundsätzlich sollte der Lebenslauf eines Bewerbers kurz und prägnant sein. Niemand will lange Essays und Auflistungen studieren. Das gilt auch für die Interessen im Lebenslauf. Beschränken Sie sich auf die wichtigsten Hobbys – und auf jene, die in Zusammenhang mit der angestrebten Stelle stehen.

Oft gibt es da wirklich Überschneidungspunkte. Hier sind 5 Beispiele:

  1. Fitness

    Wer in der Sport- und Fitnessbranche Fuß fassen will (sei es als Fitnesstrainer, Manager, Verkäufer etc.), der würde durchaus Argwohn wecken, wenn er Lesen, Musizieren und Malen als Hobbys definiert, aber keine einzige Sportart.

  2. Automobilindustrie

    Wer in der Automobilindustrie durchstarten will, benötigt harte Skills. Aber ein Hobby im Lebenslauf, das die Auto-Affinität unterstreicht, kann auch nicht schaden. Immerhin baut die Automobilindustrie tendenziell Stellen ab, die Konkurrenz um die Fleischtöpfe wird also größer. Hier unsere Vorschläge für Interessen im Lebenslauf eines Automobilingenieurs oder -facharbeiters: Design, Modellbau, Airbrush, Drohnen, Oldtimer, Automobilgeschichte, Rennsport, Go-Karts.

    Tipp: Versuchen Sie, Ihre Interessen so konkret wie möglich zu beschreiben. Also nicht einfach Technik schreiben (obwohl auch das ok und keinesfalls ein Lapsus wäre), sondern lieber Aerodynamik oder Mechanik oder Technik autonomer Systeme. Natürlich nur, wenn es (halbwegs) der Wahrheit entspricht. Und Tuning ist speziell für einen Mechatroniker kein Nachteil…

  3. Finanzen

    In der Finanzbranche sind Interessen vorteilhaft, mit denen man Genauigkeit, Akkuratesse, Disziplin, analytisches Denken und ein Faible für Zahlen assoziiert. In diese Kategorie fallen etwa Programmieren, Modellbau oder – wer ganz dick auftragen möchte – Aktien.

    Weitere Optionen: Schach, Dokus, Denksport (Sudoku), Sachbücher (Wirtschaft, Finanzen), Marathon. Ein Geheimtipp: Fantasy-Sport. Damit sind Tippgemeinschaften wie Comunio, das Kicker-Managerspiel oder US-Fantasy-Sportligen gemeint. Man benötigt dafür analytische Skills und zeigt außerdem, dass man Spaß an Sport und am gemeinsamen Wettkampf hat (ohne ein spielsüchtiger Zocker zu sein).

    Weniger gut kommen Hobbys an, die konträr zum Anforderungsprofil eines Finanzfachmanns stehen. Oder würden Sie einen Controller einstellen, der Shopping als Hobby angibt? Oder Pokern? Eben.

  4. Erzieher

    Welche Interessen im Lebenslauf stehen einem Erzieher bzw. einer Erzieherin gut zu Gesicht? Grundsätzlich alle Hobbys, die von Kreativität oder sozialer Kompetenz zeugen oder einen Mehrwert bieten (für den Arbeitgeber oder die Kinder). Und davon gibt es extrem viele. Beispiele gefällig? Basteln, Fotografie, Fremdsprachen, Tanzen, Wandern, Ballsportarten, Brettspiele und Gesellschaftsspiele, Musik, Singen, Instrumente spielen, Drachen steigen lassen, Lesen, Stricken, Häkeln, Nähen, Weben, Töpfern, Theater spielen, Blumen stecken. Und das sind noch lange nicht alle…

    Wer eine Ausbildung zur Erzieherin anstrebt, punktet zudem mit Nebentätigkeiten wie Babysitting oder Mannschaftssport.

  5. Fashion

    Bewerberinnen in der Modebranche steht die Lust aufs Präsentieren gut zu Gesicht. Ein eigenes Modeblog oder ein Instagram-Kanal, der sich dem Thema Mode widmet, zeugen von einem ausgeprägten Interesse an Fashion-Themen.

Es handelt sich wohlgemerkt nur um Beispiele. Aber Sie erkennen hoffentlich die Richtung, in die das Ganze laufen sollte.

Auf der anderen Seite meiden Sie im Lebenslauf Interessen, die speziell in Ihrem angestrebten Fachbereich einen negativen Beiklang haben. Freilich hat man es oft mit Klischees zu tun, aber das spielt keine Rolle. Generell erfordert dies, dass Sie sich bei jeder Bewerbung neuerliche Gedanken um Ihre richtige Aufstellung machen.

Interessen im Lebenslauf: Rubrikbezeichnung

Interessen im Lebenslauf HobbysIhre Interessen kommen im Lebenslauf in einen eigenen Abschnitt. Wie Sie diesen nennen, bleibt im Prinzip Ihnen überlassen. Richtig oder falsch gibt es nicht, nur verschiedene Alternativen. Möglich sind zum Beispiel:

  • Interessen
  • Hobbys
  • Interessen und Hobbys
  • Meine Interessen
  • Engagement
  • In meiner Freizeit
  • Freizeitinteressen
  • Freizeitaktivitäten
  • Was mich interessiert

Das könnte Sie ebenfalls interessieren:

[Bildnachweis: Roman Motizov by Shutterstock.com]

Bewerbungscoaching: Vorteile, Ablauf und Kosten für Bewerber

Bewerbungscoaching Kosten Ablauf Tipps

Ein Bewerbungscoaching ist nicht die Lösung für alle Bewerber-Probleme. Aber ein Bewerbungscoach kann Sie fit machen und Ihnen Sprungfedern verleihen, mit denen Sie dann selbst über die Hürden des Bewerbungsprozesses hüpfen. Bevor Sie sich für einen Bewerbungstrainer entscheiden, sollten Sie aber einige Fragen gut durch den Kopf gehen lassen…

Bewerbungscoaching Definition

Eine Warnung vorweg: Jeder kann sich Coach nennen. Der Begriff ist nicht geschützt. Auch Scharlatane und Schwindler können sich als Bewerbungscoach bezeichnen.

Das ist aber nicht die einzige Schwierigkeit, mit denen Bewerber konfrontiert werden. Auf dem Markt herrscht ein Wirrwarr an Begriffen und Bezeichnungen. Die einen sehen sich als Bewerbungscoach, die anderen als Bewerbungsberater, wieder andere als Bewerbungstrainer.

Aber ist das nicht alles das Gleiche? Nein, nicht unbedingt. Karrieresprung erklärt Ihnen die Unterschiede:

  • Bewerbungscoach

    Hilfe zur Selbsthilfe – das soll Coaching leisten. Zusammen suchen Coach und Klient nach Lösungen, um dem Ziel näher zu kommen.

    Entscheidend in diesem Prozess ist Selbstreflexion. Bewerber müssen sich Fehler eingestehen, Kritik zulassen. Ein guter Bewerbungscoach passt sich an die Bedürfnisse des Kunden an und deckt die gewünschten Aspekte ab.

    Der Bewerber lernt, wie er sich selbst helfen kann und worauf er im Bewerbungsprozess besonders achten muss. Der Bewerbungscoach nimmt Ihnen wohlgemerkt nicht die ganze Arbeit ab. Sie müssen sich selbst aktiv einbringen.

  • Bewerbungsberater

    Die Arbeit eines Bewerbungsberaters ist sehr viel konkreter als die eines Coaches. Er sagt seinem Klienten genau, was dieser tun soll. Wo er sich bewirbt, was er tun oder lassen soll, um im Bewerbungsprozess zu überzeugen.

    Das Ziel ist letztlich das Gleiche: Der Bewerber soll endlich an seinen Traumjob kommen.

  • Bewerbungstrainer

    Der Bewerbungstrainer arbeitet mit Ihnen daran, die Rahmenbedingungen zu verbessern. Er will Sie auf ein höheres Level heben.

    Als Klient erlernen Sie neue Fähigkeiten und Fertigkeiten. Wie Sie sprechen, wie Sie gehen, gucken und stehen. Das soll Ihnen dabei helfen, eine Gehaltsverhandlung zu führen oder im Vorstellungsgespräch aufzutrumpfen.

  • Bewerbungsschreiber

    Der Bewerbungsschreiber nimmt Ihnen die Arbeit ab – allerdings nur zum Teil. Er schreibt für Sie die Bewerbung, damit Sie es nicht tun müssen.

    Der (durchaus zweifelhafte) Service bietet sich für Bewerber an, die mit der deutschen Sprache auf Kriegsfuß stehen oder schlicht keine Zeit haben. Sie müssen die Bewerbung nur noch abschicken und auf ein Feedback warten.

    Ob die Bewerbung Erfolg letztlich hat, kann Ihnen kein Bewerbungsschreiber der Welt garantieren.

Bewerbungtraining Leistungen

Wer ein Bewerbungscoaching in Anspruch nimmt, will eigentlich immer das Gleiche: einen neuen Job. Den richtigen Job. Den Traumjob. Aber wie läuft so ein Coaching überhaupt ab?

Bevor Sie sich für einen Dienstleister entscheiden, sollten Sie zunächst Ihre Zielsetzung erörtern. Wobei soll Ihr Coach Ihnen helfen?

Dies sind mögliche Leistungen, die ein Bewerbungscoach für Sie und mit Ihnen in Angriff nehmen kann:

  • Berufsorientierung geben
  • Potenziale analysieren
  • Stellenanzeigen analysieren
  • Online Jobs suchen
  • Bewerbungsstrategie erarbeiten
  • Berufsziele erörtern
  • Bewerbungsunterlagen erstellen
  • Bewerbungsunterlagen optimieren
  • Initiativbewerbungen schreiben
  • Online-Reputation aufbauen
  • Selbstvermarktung verbessern
  • Vorstellungsgespräch trainieren
  • Videointerview üben
  • Assessment Center vorbereiten

Für nahezu alle Bereiche gibt es Trainer. Aber nicht jeder Bewerbungstrainer beherrscht alle Bereiche gleich gut. Suchen Sie sich einen passenden Bewerbungscoach und sprechen Sie vorab die Punkte an, die Ihnen wichtig sind oder Probleme bereiten. In jedem Fall kommt Mehrarbeit auf Sie zu. Das bitte nicht unterschätzen!

Der Coach ebnet Ihnen den Weg. Gehen müssen Sie ihn selbst. Dies ist auch der Fall bei Ghostwritern, die Ihnen Lebenslauf und Motivationsschreiben fertig servieren. Das Vorstellungsgespräch führen Sie dennoch höchstpersönlich. Und eine passende Stelle kann Ihnen ebenfalls niemand auf dem Silbertablett ins Haus tragen.

Sie sollten das Bewerbungscoaching als das sehen, was es ist: als einen Lernprozess, der Sie unterstützt und Ihnen hilft, in Zukunft selbst erfolgreicher zu agieren.

Bewerbungscoaching Zielgruppen

Wer braucht ein Bewerbungscoaching?

Antwort: Jeder, der meint, es zu brauchen. Wenn Sie der Ansicht sind, mit herkömmlichen Methoden nicht mehr weiterzukommen und Hilfe von außen zu brauchen, dann kann ein Bewerbungstraining eine Option sein. Oder wenn Sie eine spezifische Schwäche ausmerzen wollen.

Der Markt an Bewerbungstrainings ist riesengroß. Es gibt für nahezu jede Zielgruppe und Klientel maßgeschneiderte Coachings. Seminare für Sozialpädagogen oder Alleinerziehende, Kurse für Selbstständige und Migranten.

Nachvollziehbar, dass manche Menschen und Zielgruppen mehr Unterstützung benötigen als andere. So dürfte eine aus Indien zugewanderte IT-Fachkraft mehr Probleme mit der deutschen Sprache haben als ein Muttersprachler. Externe Hilfe? Sinnvoll bis notwendig. Jemand, dessen Bewerbungen regelmäßig scheitern, dürfte eher über ein Coaching nachdenken als jemand, der seit Jahren auf einer Welle des Erfolgs reitet.

Eine qualifizierte Fachkraft, die regelmäßig Jobangebote hat und alle paar Jahre problemlos von der alten in eine neue Stelle wechselt, sieht die Notwendigkeit für ein Bewerbungstraining wahrscheinlich eher nicht. Oder ein High-Potential mit Top-Noten, der sich vor Einstiegsangeboten kaum retten kann.

Ein gutes Bewerbungscoaching kann vor allem diese Zielgruppen weiterbringen:

  • Arbeitsuchende und Arbeitslose
  • Schul- und Studienabbrecher
  • Hochschulabsolventen
  • Junge Erwachsene
  • Bewerber über 50
  • Fach- und Führungskräfte
  • Selbstständige (in spe)
  • Berufsrückkehrer
  • Eltern und Alleinerziehende
  • Wissenschaftler mit Wechselwunsch in die freie Wirtschaft
  • Migranten und Ausländer

Bewerbungscoaching Ablauf

Vor dem Bewerbungscoaching steht in der Regel ein Vorgespräch. Sie besprechen nicht nur die Formalitäten, sondern lernen sich auch kennen. Sie klopfen den Coach ab und testen ihn auf Herz und Nieren.

Das erste Kennenlernen mit dem Bewerbungscoach ist wichtig. Diese Fragen sollten Sie sich stellen:

  • Welche Ziele verfolgen Sie mit dem Bewerbungscoaching?
  • Was erwarten Sie von Ihrem Coach?
  • Passen Sie und der Coach zusammen – inhaltlich wie menschlich?

Dass Sie auf der gleichen Wellenlänge funken, ist ein entscheidender Punkt. Auf das Bewerbungscoaching müssen Sie sich einlassen, sich auch öffnen. Dies gelingt nur, wenn sie Ihrem Trainer vertrauen. Gegenseitige Sympathie hilft. Sie ist aber keine Grundvoraussetzung. Manchmal können Reibungen und Spannungen konstruktiv sein.

In jedem Fall sollten Sie den Bewerbungscoach für kompetent und vertrauenswürdig halten. Haben Sie das Gefühl, er oder sie bringt Sie weiter? Sind Sie bereit, ihm auch unangenehme Dinge – Ihre Schwächen zum Beispiel – anzuvertrauen? Fühlen Sie sich in Gegenwart dieser Person wohl? Lauten die Antworten Ja, könnte dieser Coach der richtige sein.

Vergessen Sie aber nicht, die Rahmenbedingungen zu klären: die Gesamtdauer des Bewerbungscoachings, die Länge der einzelnen Sitzungen, der Ort, Kosten, die Art der Bezahlung.

Fragen Sie ihn auch nach seiner Flexibilität. Was, wenn Sie kurzfristig erkranken – oder Ihr Kind? Niemand wünscht sich eine Diva als Dienstleister, der sich mit Verweis auf seinen üppigen Kalender selbst zu wichtig nimmt.

Haben Sie sich für einen Bewerbungscoach entschieden, ist der nächste Schritt die Analyse. Was können Sie gut? Wo liegen Ihre Schwächen? Welche Potenziale schlummern in Ihnen? Woran liegt es, dass Ihre Bewerbungen versanden – oder was glauben Sie, woran es liegen könnte? Wovor haben Sie Angst? Was mögen Sie nicht? Woran wollen und müssen Sie arbeiten – und woran nicht?

Seien Sie aber ehrlich – zu sich selbst und zu Ihrem Coach. Je mehr Informationen er über Sie sammelt, desto aussagekräftiger das Profil, das er über Sie erstellen kann. Seine Hilfe muss so zielgerichtet wie möglich sein, damit sie Ihnen Ergebnisse beschert. Danach geht es an die praktische Arbeit…

Bewerbungstraining Ziele

Die Ist-Situation ist das Fundament. Ziel: Dass daraus alsbald die Soll-Situation entsteht. Diese Ziele können bei einem Bewerbungscoaching im Vordergrund stehen:

  • Stellensuche verbessern

    Jobangebote nicht nur finden, sondern auch richtig interpretieren und in Angriff nehmen – das kann ein übergeordnetes Ziel eines Bewerbungscoachings sein.

    Um sich im Dickicht der unzähligen Jobanzeigen zurechtzufinden, sollte man sich gemeinsam einen Schlachtplan zurechtlegen: Welches Profil hat der Bewerber? Welche Erwartungen hat er? Wo will er arbeiten?

    Sind die wichtigsten Fragen geklärt, kann man gemeinsam mit dem Bewerbungscoach auf die Suche gehen. (Kleiner Hinweis in eigener Sache: Sie können hier bei Karrieresprung in unserer Jobbörse direkt damit anfangen, nach passenden Stellenanzeigen zu suchen…)

  • Bewerbung erstellen

    Die Bewerbungsunterlagen kosten Kraft. Da kann es sinnvoll sein, wenn einem jemand unter die Arme greift.

    Immerhin gehören dazu das Anschreiben und der Lebenslauf, manchmal noch weitere Dokumente. Speziell Berufsanfänger wissen oft gar nicht, wo sie anfangen und aufhören sollen. Der Bewerbungscoach sagt es ihnen. Er hilft dabei, alles in Form zu bringen, die richtigen Akzente zu setzen.

    Dabei kann der Coach auf zweierlei Art helfen. Er kann direkt bei der Erstellung der Unterlagen anpacken. Oder er kann das nötige Rüstzeug vermitteln, damit der Bewerber in Zukunft selbst überzeugende Mappen zusammenstellt.

  • Unterlagen optimieren

    Ist er gut, stellt der Coach die richtigen Fragen. Welche Unterlagen fehlen und könnten hilfreich sein (z.B Referenzen)? Woran liegt es, das so viele Bewerbungen des Kandidaten fehlschlagen? Welche Fehler in der Bewerbung muss der Kandidat abstellen?

    Dazu muss man vorherige Bewerbungen grundlegend analysieren, Fehler herausfiltern – und abstellen. Vorteil: Man muss nicht ganz von vorne anfangen, sondern kann auf dem bestehenden Material aufbauen.

  • Fähigkeiten analysieren

    Im Rahmen einer Bewerbung ist es wichtig, die eigenen Stärken in den Fokus zu rücken. Dazu müssen diese aber überhaupt erst bekannt sein. Gemeinsam mit dem Bewerbungscoach begeben Sie sich auf die Suche nach Ihren Stärken und Schwächen, Hard Skills und Soft Skills.

    Konkrete Beispiele, an denen man die Kompetenzen aufzeigt, sind der Goldstandard. Am Ende gilt es, die Unternehmen zu benennen, die einen Bedarf an Ihren Skills haben – und sich bei ihnen überzeugend zu bewerben.

  • Bewerbungsgespräch vorbereiten

    Vor dem Jobinterview haben viele Bewerber Bammel. Angst ist kein guter Ratgeber: Sie kann lähmen – und die Jobchancen auf den Nullpunkt befördern.

    Bewerbungscoaches können die Situationen mit Ihnen durchspielen – und Ihnen sagen, was Sie unbedingt beherzigen sollten. Rollenspiele, konstruktive Kritik, Tipps – all das hilft Ihnen, souveräner aufzutreten.

    Wer seine Selbstpräsentation mehrmals übt, ist für den Ernstfall besser gewappnet. Auch Körpersprache und Kleidungswahl sollten im Training angesprochen werden.

Bewerbungstraining Vorteile

Viele Bewerbungscoachings sind ihr Geld nicht wert. Für andere wiederum würde man noch weitaus mehr bezahlen. Ein gutes Bewerbungstraining bringt Ihnen diese Vorteile:

  • Chancen verbessern

    An jeder Bewerbung, an jedem Auftritt gibt es noch etwas zu verbessern. Der Bewerbungscoach kann Ihnen wertvolle Hinweise liefern. Das bringt Ihnen nicht automatisch den Job, aber es erhöht Ihre Chancen, einen zu finden.

  • Feedback

    Dieser Punkt ist keinesfalls zu unterschätzen. Allein über Ihre Probleme zu reden, bringt Ihnen schon Erleichterung bis hin zu neuem Selbstvertrauen. Der Bewerbungscoach übernimmt also ein Stück weit die Rolle eines Psychiaters oder Psychologen. Das Gefühl, verstanden und gehört zu werden – schön!

  • Einblicke

    Viele Menschen wissen gar nicht, was in Ihnen steckt. In Wahrheit gibt es viel zu viele, denen auf die Frage nach ihren Stärken kaum etwas oder gar nichts einfällt. Traurig – und unnötig. Jeder Mensch hat Stärken, nur liegen sie nicht immer sichtbar vor uns auf dem Tisch. Der Bewerbungscoach kann Ihnen helfen, Ihre Stärken sichtbar zu machen.

  • Ängste überwinden

    Bewerbungscoaching hat auch immer etwas von Konfrontationstherapie. Sie müssen sich Ihren Ängsten und Sorgen stellen. Dass Sie im Jobinterview anfangen zu stottern etwa oder dass Sie einfach Angst vor Veränderung haben. Bewerbungscoaching kann ein Ventil sein. Sie lernen, mit Ihren Ängsten besser umzugehen – und bauen sie bestenfalls Stück für Stück ab.

  • Selbstbewusstsein gewinnen

    Notorisch erfolglose Bewerber verlieren ihr Selbstvertrauen irgendwann. Das ist kein Grund, sich zu genieren, sondern allzu menschlich. Erfolg versorgt einen mit Selbstvertrauen, Misserfolg saugt es wieder ab. Das Problem ist der Teufelskreis, der daraus entsteht. Misserfolg führt zu Unsicherheit, diese wieder zu Misserfolg, dieser zu noch größerer Unsicherheit usw. Aufgabe des Bewerbungscoachs ist es, Sie aus diesem Teufelskreis zu befreien und Ihr Selbstvertrauen wieder aufzubauen.

Bewerbungscoaching Tipps

Bitte beachten Sie: Nicht all Ihre Fragen können (wahrscheinlich) im Rahmen eines Bewerbungscoachings geklärt werden. Dazu gibt es einfach viel zu viele. Und sie reproduzieren sich selbst. Bedeutet: Aus jeder Antwort entsteht wieder eine Vielzahl an Folgefragen. Das Bewerbungs-Universum ist unendlich.

Widmen Sie sich daher erst den großen Fragen und arbeiten sich dann mit Ihrem Bewerbungscoach immer weiter nach unten vor. Denn es stimmt: Die Details zählen!

Andererseits gibt es ultimativ richtige Antworten vermutlich nicht. Unterschiedliche Situationen können immer neue Antworten hervorbringen. Ist dem einen Personaler ein allzu lockeres Auftreten des Bewerbers ein Dorn im Auge, gefällt dies dem anderen vielleicht supergut. Der eine sieht in Lücken im Lebenslauf einen Makel, der andere eine Chance.

Beispielhaft sind hier ein paar Fragen, auf die Ihnen auch ein Bewerbungscoach mehrere Antworten geben kann:

  • Muss ich die Fragen des Personalers im Vorstellungsgespräch abwarten?

    Ja, es gibt Personaler, die erstmal etwas über sich und das Unternehmen erzählen wollen – und sich nur ungerne unterbrechen lassen.

    Auf der anderen Seite handelt es sich nicht um ein Verhör, sondern um ein Gespräch auf Augenhöhe. Das Unternehmen hat Fragen an Sie, Sie haben Fragen an das Unternehmen. Es ist also prinzipiell nichts dagegen einzuwenden, wenn Sie zwischendurch immer wieder Rückfragen im Vorstellungsgespräch stellen. So demonstrieren Sie Neugier und Interesse.

    Dass diese Taktik auch nach hinten losgehen kann, ist unbestritten. Wenn Sie dumme Fragen stellen (Was macht Ihr Unternehmen eigentlich genau?) oder Ihrem Gegenüber ständig ins Wort fallen, dann zahlt das keinesfalls auf Ihr Konto ein.

  • Wie wichtig sind Hobbys im Lebenslauf?

    Es hat niemanden zu interessieren, dass Sie sich in Ihrer Freizeit mit Modellflugzeugen beschäftigen? Einverstanden. Aber es könnte Ihre Einstellungschancen erhöhen, wenn Sie sich zum Beispiel in der Spielzeugindustrie bewerben – oder in der Luftfahrtindustrie.

    Ein Hobby kann Signale geben – ob Sie für eine bestimmte Sache brennen. Es kann auch negative Signale senden. Extremsportarten etwa sind gefährlich – und erhöhen das Risiko für Verletzungen. Und kein Arbeitgeber hat ein Interesse daran, dass die Mitarbeiter lange ausfallen. Andererseits: Bewerben Sie sich bei einem Unternehmen für Outdoor-Kleidung, dann verdeutlicht Paragliding Ihre Leidenschaft für Sport und Natur. Eine gute Verbindung!

    Sie sehen: Ob und welche Hobbys und Interessen im Lebenslauf gut oder schlecht ankommen, ist von Fall zu Fall verschieden.

  • Sollte ich im Jobinterview so authentisch wie möglich sein?

    Viele würden jetzt vermutlich sagen: Ja, unbedingt. Es ist wie in der Ehe: Man will von seinem Partner so geschätzt und geliebt werden, wie man wirklich ist. Muss man sich hingegen verstellen, kann die Verbindung nicht die richtige sein.

    Das klingt wundervoll, geht aber in der Arbeitswelt manchmal an der Realität vorbei. Denn die Wahrheit ist: Schleimen kann im Bewerbungsgespräch ein Erfolgsrezept sein. Spiegeln kann eines sein. Und sogar Lügen können Erfolg bringen (Extrembeispiel: Wenn Sie die Frage nach einer Schwangerschaft verneinen, Sie in Wahrheit aber schwanger sind).

    Wer mit seiner wahren Persönlichkeit voll überzeugt und den Job landet – herzlichen Glückwunsch! Wer bislang aber stets auf die Nase gefallen ist, darf auch gerne einen anderen Ansatz als maximale Authentizität wählen.

Bewerbungscoaching Kosten

Bewerbungscoaching KostenDie Bandbreite an Bewerbungscoachings ist enorm. Die Kosten hängen stets vom Anbieter, von der Dauer und der konkreten Leistung ab – und vom Umfang. Ein Einzelcoaching kostet in der Regel mehr als ein Gruppenseminar mit zehn Teilnehmern.

Häufig lassen sich Bewerbungscoaches auf Stundenbasis bezahlen. Grob können Sie dafür mit 100 bis 250 Euro pro Stunde kalkulieren. Nach oben sind – wie in vielen anderen Branchen auch – keine Grenzen gesetzt. Vor allem Coaches, die Unternehmen beraten, verlangen oft mehr. Im Jahr 2017 hatte das durchschnittliche Honorar für 60 Minuten Business-Coaching im Schnitt 184 Euro betragen. Zu diesen Ergebnissen war damals die „Coaching-Umfrage Deutschland 2017/2018“ des Büros für Coaching und Organisationsentwicklung (BCO) gekommen.

Bezahlen muss das Coaching der Auftraggeber. Wenn Sie auf Weisung Ihres Arbeitgebers am Bewerbungscoaching teilnehmen, zahlt Ihr Arbeitgeber. Wenn Sie sich als Privatperson beraten lassen wollen, dann zahlen Sie das Bewerbungstraining aus eigener Tasche.

Arbeitsuchende und Arbeitslose haben darüber hinaus die Möglichkeit, sich ein Bewerbungscoaching von der Arbeitsagentur erstatten zu lassen. Dazu müssen sie einen sogenannten Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein (AVGS) bei der Arbeitsagentur beantragen. Voraussetzung ist, dass der Anbieter den Gutschein akzeptiert. Sprechen Sie dies vorher mit ihm ab. Sogar die Kosten für Fahrt und Kinderbetreuung während eines Bewerbungscoachings übernimmt die Arbeitsagentur unter Umständen.

Daneben gibt es auch eine ganze Reihe kostenloser Bewerbungstrainings. So wollen zum Beispiel viele Hochschulen ihren Studierenden fit für den Berufseinstieg machen. An Azubis wenden sich die kostenlosen Bewerbungstrainings, die so manche gesetzliche Krankenkasse anbietet.

Ganz uneigennützig sind die Kassen aber nicht. Sie wollen durch derartige Gratis-Angebote vor allem jüngere Berufstätige anlocken. Denn wer sich einmal für eine Krankenkasse entschieden hat, wechselt sie nicht mehr so schnell. Häufig bleibt er ihr sogar ein Leben lang treu…

Das könnte Sie ebenfalls interessieren:

[Bildnachweis: Prostock-studio by Shutterstock.com]

Datenschutz Bewerbung: Die Rechte von Bewerbern

Bewerbung Datenschutz Tipps

Datenschutz in der Bewerbung ist ein delikates Thema. Bewerber wollen verhindern, dass ihre Daten in die falschen Hände geraten, Unternehmen rechtlich nicht in Teufels Küche kommen. Allerdings werden Daten auch im Bewerbungsprozess immer wichtiger, für Unternehmen sind sie Gold wert. Das Gesetz aber steht weithin auf Seite der Bewerber. Datenschutz Bewerbung: Das sollten Sie wissen…

Datenschutz Bewerbung: Rechte von Bewerbern

Datenschutz in der Bewerbung ist wichtig. Das hat auch die Politik realisiert. So räumt die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) Bewerbern insbesondere diese Rechte ein:

  1. Auskunftsrecht

    Unternehmen müssen Bewerber darüber informieren, wie und zu welchem Zweck sie die Daten verarbeiten und gegebenenfalls bei welchen externen Quellen Daten erhoben werden. Bei externen Quellen kann es sich zum Beispiel um Business-Netzwerke wie Xing oder Facebook handeln. Zudem müssen Arbeitgeber den Verantwortlichen für die Datenverarbeitung im Unternehmen benennen.

    Für Unternehmen ist es daher empfehlenswert, eine Datenschutzerklärung für Bewerber gut sichtbar auf die Firmenhomepage oder die Karriereseite zu stellen oder sie in die Eingangsbestätigung zu integrieren, die man nach Erhalt einer Bewerbung an die Bewerber versendet.

    Das gilt im Übrigen auch für Bewerber, die ihre Bewerbungsunterlagen auf dem Postweg einreichen. Auch ihnen muss der Arbeitgeber die Datenschutzinformationen zukommen lassen – per Post oder E-Mail.

  2. Recht auf Löschung/Vergessen werden

    Der Arbeitgeber darf keine personenbezogenen Daten von abgelehnten Bewerbern sammeln oder speichern. Es sei denn, der Betroffene gibt seine schriftliche Einwilligung (dazu später mehr).

    Spätestens sechs Monate, nachdem die Stelle besetzt wurde, müssen die Daten seitens des Unternehmens gelöscht worden sein. Alternativ kann der Arbeitgeber die Bewerbungsunterlagen an den Bewerber zurücksenden, zum Beispiel bei einer Papier-Bewerbung per Post.

  3. Recht auf Einschränkung der Verarbeitung

    Im Bewerbungsverfahren hat der Arbeitgeber das Recht, die Daten eines Bewerbers, die für die Besetzung der Stelle notwendig sind, abzufragen und zu verarbeiten. Anders geht es schließlich nicht. Dazu zählen etwa der schulische und berufliche Werdegang, Qualifikationen, Zeugnisse und sonstige Nachweise.

    Nicht relevant sind dagegen Angaben zur Gesundheit, zu einer möglichen Partei- oder Gewerkschaftszugehörigkeit, zum Familienstand oder zu den Freizeitaktivitäten und Hobbys eines Bewerbers. Auch ist es Unternehmen verboten, sich aus den im Internet zugänglichen Daten ein umfassendes Bewerber-Persönlichkeitsprofil zu erstellen.

    Darüber hinaus dürfen im Unternehmen nur Mitarbeiter die Bewerbungsunterlagen sichten, die darüber entscheiden, wer die Stelle bekommt. Aus diesem Grund tun Unternehmen gut daran, eine gesonderte E-Mail-Adresse für Bewerber bereitzustellen und nicht nur eine allgemeine Info-Adresse.

    Bewerbungsunterlagen intern herumreichen – das untersagt die DSGVO. Sie sieht zudem vor, dass Bewerber eine Möglichkeit haben müssen, ihre Bewerbungsunterlagen verschlüsselt einzureichen. Dadurch soll verhindert werden, dass Dritte die Daten mitlesen können.

Datenschutz Bewerbung: Speicherung der Daten

Vielleicht haben Sie auch schon mal eine Absage auf eine Bewerbung erhalten, die in etwa diesen Wortlaut hatte:

    Vielen Dank für Ihre Bewerbung in unserem Unternehmen. Wir freuen uns über Ihr Interesse, dass Sie an unserem Unternehmen haben. Leider müssen wir Ihnen jedoch mitteilen, dass wir derzeit keine Möglichkeit sehen, Sie innerhalb unseres Unternehmen in einer Ihren Qualifikationen entsprechenden Position einzusetzen. Wir freuen uns aber, wenn wir Ihre Daten für mögliche Projekte in der Zukunft erfassen dürfen. Falls sich eine neue Beschäftigungsmöglichkeit ergibt, werden wir Sie noch einmal kontaktieren.

Das klingt erstmal alles ganz harmlos, zuvorkommend sogar. Allerdings hat die Formulierung einen ernsten, datenschutzrechtlichen Hintergrund. Denn Bewerberdaten dürfen nicht ohne Weiteres aufbewahrt und gespeichert werden. So will es das Gesetz. Was hat es also damit auf sich?

Für Unternehmen gibt es im Wesentlichen zwei Gründe, warum sie die Daten von Bewerbern aufbewahren wollen:

  1. Talentepool

    Die Bewerbungsunterlagen werden gespeichert, wenn der Bewerber auch Interesse an anderen Stellen im Unternehmen hat. Dann kann man ihm später weitere Jobangebote zukommen lassen und mit ihm möglicherweise eine andere Stelle besetzen.

  2. Diskriminierungsklage

    Die Firma ergreift Maßnahmen gegen eine mögliche Diskriminierungsklage. Die Unterlagen helfen bei der Beweisführung und sollen darlegen, dass die Ablehnung des Bewerbers auf rein fachliche Gründe zurückzuführen ist.

Diese Gründe klingen durchaus plausibel. Ausreichend sind sie aber nicht, um Bewerberdaten grenzenlos zu speichern. Gemäß der geltenden Gesetzeslage müssen personenbezogene Daten gelöscht werden, sobald der Zweck dafür entfällt.

Das bedeutet: Sobald die ausgeschriebene Stelle besetzt ist, für die sich der Bewerber beworben hatte, ist der Zweck der Datenspeicherung nicht mehr vorhanden. Die Daten müssten dann umgehend gelöscht werden. De facto bewahren Unternehmen Daten aber bis zu sechs Monate auf, um sich gegen eine mögliche Diskriminierungsklage zu wappnen. Dies ist rechtlich zulässig.

Abgelehnte Bewerber müssen nämlich Ansprüche nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz spätestens nach zwei Monaten geltend machen, wenn sie der Meinung sind, dass ihre Bewerbung auf eine aktive Diskriminierung zurückzuführen ist. Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz verbietet Diskriminierungen aufgrund der Rasse, der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion, der Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität.

Will das Unternehmen die Daten eines Bewerbers länger als sechs Monate sichern, benötigt es die schriftliche Einwilligung des Betroffenen – zwingend. Erteilt er diese nicht, muss das Unternehmen die Bewerbungsunterlagen löschen bzw. „zu unserer Entlastung“ zurücksenden.

Dies gilt im Übrigen auch Initiativbewerbungen und Blindbewerbungen. Das Unternehmen kann sich nicht darauf berufen, dass der Bewerber diese ja von sich aus eingesandt hatte, ohne dass eine entsprechende Stelle zu vergeben gewesen wäre.

Das spielt keine Rolle. Kommt der Bewerber nicht zum Zug – aus welchem Grund auch immer – müssen seine Bewerbungsunterlagen vernichtet oder zurückgeschickt werden. Ein Zweck zur Speicherung liegt nicht vor.

Ob Sie dem Unternehmen Ihre Einwilligung zur Speicherung der Daten erteilen, sollten Sie von Ihren persönlichen Motiven und Zielen abhängig machen. Wir nennen Ihnen im Folgenden Gründe FÜR und GEGEN eine Zustimmung…

Gründe für Zustimmung

Was, wenn das Unternehmen meine Bewerberdaten sichern möchte? Sollte ich dem zustimmen oder ablehnen? Dazu muss man verschiedene Aspekte abwägen. Es gibt gute Gründe für ein Ja und für ein Nein. Hier sind 2 gute Gründe für eine Einwilligung…

  • Jobchancen

    Manch ein Bewerber fühlt sich geschmeichelt. Wenn der Arbeitgeber meine Daten behalten möchte, kann er mich so grauenvoll ja nicht finden. So falsch ist der Denkansatz sicher nicht.

    Allerdings versuchen viele Unternehmen auch schlicht, ihren Talentepool aufzufüllen und möglichst großvolumig aufzublähen. Je mehr, desto besser. Aber dennoch: Ja, Sie reduzieren Ihre Jobchancen sicher nicht, wenn Sie Ihre Einwilligung zur Datenspeicherung geben.

    Vielleicht meldet sich das Unternehmen nie wieder, vielleicht aber doch. Außerdem waren Sie ja an einer Anstellung in genau diesem Unternehmen interessiert. Warum also den Kontakt sofort wieder abreißen lassen?

    Zudem bekräftigen Sie hiermit noch mal Ihr Interesse. Falls die Stelle zufällig wieder vakant werden sollte, weil zum Beispiel der auserwählte Kandidat abspringt, kommen sie vielleicht doch noch zum Zug.

  • Grundeinstellung

    Sie halten Datenschutz für überbewertet? Ja, solche Menschen soll es geben – sogar bei uns in Deutschland.

    Immerhin treiben wir uns ja auch überall im Netz herum, bei Facebook und Instagram, bei Xing oder Linkedin. Unsere Daten schwirren sowieso überall umher. Warum nicht auch im Unternehmen?

    Und welche Nachteile hätten Sie dadurch eigentlich zu erwarten? Wenn Ihnen die Chancen größer erscheinen als die Risiken, dann stimmen Sie zu.

Gründe gegen Einwilligung

Hier sind 3 Gründe, die gegen eine Einwilligung Ihrer Bewerberdaten sprechen:

  • Eigentum

    Es sind IHRE Daten. Und die wollen Sie geschützt sehen. Ganz einfach. Das ist Ihr gutes Recht. Nicht immer ist intern klar geregelt, wer im Unternehmen Einblick in welche Daten hat und was mit diesen Daten geschieht. Hacker-Angriffe auf Unternehmen nehmen ebenfalls zu. Das erhöht das Risiko, dass Ihre Daten in die falschen Hände geraten.

  • Präferenz

    Sie hatten sich in diese Stelle verliebt. Nur in diese eine, sonst keine! Wird sie anderweitig vergeben, erlischt auch Ihr Interesse. Sie haben keinen Bedarf für eine Ersatzstelle und wollen nicht irgendwann der Notnagel für irgendwen sein. Sie wollten DIESE Stelle. Da Sie sie nicht bekommen haben, kriegt auch das Unternehmen Ihre Daten nicht. Ein fairer (Nicht-)Tausch.

  • Rufschaden

    Wer in der Personaldatenbank bleibt, erhöht nicht zwingend seine Jobchancen für später. Angenommen, Sie haben sich schon für zwei oder drei Stellen erfolglos beworben. Was denkt ein Personaler, wenn er Ihre Daten einsieht? Er sieht jemanden, dem schon mehrfach die Tür vor der Nase zugeschlagen wurde. Kein Gütesiegel! Da erscheint es strategisch cleverer, Ihre Daten wären nicht mehr auffindbar. In fünf oder zehn Jahren könnten Sie immer noch einen neuen Anlauf starten – ohne vorbelastet zu sein.

Fazit: Ein klares Ja oder Nein gibt es nicht. Ob Sie der Datenspeicherung Ihre Zustimmung erteilen, entscheiden Sie selbst. Es gibt Vorteile, aber auch Nachteile.

Behalten Sie nur im Hinterkopf, dass Sie Rechte haben. Niemand kann einfach so über Ihre Bewerbungsunterlagen verfügen – nur Sie selbst!

Datenschutz Bewerbung: Er hat höchste Priorität!

Datenschutz Bewerbung UmfrageDatenschutz ist für deutsche Arbeitnehmer ein wichtiges Thema.

Für 86 Prozent der Deutschen ist Datenschutz bei der Jobsuche wichtiger als beispielsweise dann, wenn sie im Internet einkaufen oder sich bei anderen Online-Diensten registrieren. Das haben Recruiting-Anbieter Viasto und Marktforschungsunternehmen Respondi in einer Umfrage ermittelt.

48 Prozent der Bewerber befürchten, dass ihre Bewerbungsdaten bei den Unternehmen nicht sicher sind. Misstrauen herrscht insbesondere Unternehmen gegenüber, deren Hauptsitze im Ausland angesiedelt sind.

Das könnte Sie ebenfalls interessieren:

[Bildnachweis: Song_about_summer by Shutterstock.com]

Bewerbung Werkstudent: Kostenlose Muster und die besten Tipps

Werkstudenten können sich glücklich schätzen. Sie haben einen Fuß in der Tür des Unternehmens, sammeln Erfahrung, Kontakte und bekommen deutlich mehr als ein Taschengeld. Doch zuerst müssen sich Juristen, Betriebswirte oder Informatiker eine Stelle sichern; die Nachfrage übersteigt das Angebot. Eine lieblose Bewerbung führt da meist nicht zum Ziel. Bewerbung Werkstudent: So überzeugen Sie den Arbeitgeber davon, dass Sie ein Gewinn für das Unternehmen sind…

Bewerbung Werkstudent: Start

Stellen als Werkstudent sind so begehrt wie gute Noten im Studium. Sie sind so etwas wie die bessere Alternative zum Studentenjob. Während klassische Studentenjobs dazu da sind, um Geld zu verdienen, bauen Werkstudenten eine enge Bindung zu ihrem Arbeitgeber auf. Sie sammeln schon während des Studiums wertvolle Berufserfahrungen, üben anspruchsvolle Tätigkeiten aus und vergrößern ihre Chancen auf einen Berufseinstieg – oft im gleichen Unternehmen.

Viele Unternehmen stimmen ihre Aufgaben sogar auf das Studium und den Vorlesungsplan ihrer Werkstudenten ab – eine immense Hilfe. So leidet das Studium nicht unter der Nebenbeschäftigung.

Und noch ein Vorteil: Da es oft größere Unternehmen sind, die Stellen für Werkstudenten anbieten, sind diese in der Regel gut bezahlt: Bis zu 1.000 Euro pro Monat sind drin – für Studierende ein beträchtlicher Betrag.

Und auch wenn es hinterher mit der Übernahme nicht klappt: Eine gute Referenz sollten Studenten allemal mitnehmen. Dadurch wird ihr Lebenslauf aufgewertet, die Attraktivität für andere Arbeitgeber steigt. Dafür müssen Werkstudenten natürlich auch eine Gegenleistung erbringen. Und die hat es in sich:

  • Bis zu 20 Stunden Arbeitszeit pro Woche im Unternehmen – während der Vorlesungszeit.
  • In der vorlesungsfreien Zeit ist meist Vollzeitarbeit angesagt.

Die Abschlussarbeit sollte der Werkstudent über das Unternehmen schreiben werden bzw. über ein Thema, das mit dem Unternehmen in Verbindung steht – und diesem selbst einen Erkenntnisgewinn liefert. Von wissenschaftlicher Freiheit kann dann nicht mehr die Rede sein.

Die Bewerbungen für Werkstudentenplätze sind oft sehr zahlreich. Bewerber müssen sich durch aufwändige Prozesse kämpfen und gegen zahlreiche Konkurrenten behaupten. Manchmal bekommen Sie die Stelle sogar nur über Beziehungen. Karrieresprung zeigt Ihnen, wie Sie Ihre Chancen erhöhen …

Bewerbung Werkstudent: Erfolgsfaktoren

Die Vorlaufzeit ist bei einer Bewerbung als Werkstudent in vielen Fällen lang. Werkstudenten müssen sich oft schon drei bis sechs Monate vor dem avisierten Eintrittstermin beim Unternehmen bewerben. Die Arbeitgeber wollen sich einerseits auf den Werkstudenten einrichten, andererseits müssen sie sich durch einen riesigen Stapel an Bewerbungen kämpfen. Das zieht sich.

Zudem müssen sie oft noch festlegen, welche Aufgaben der Werkstudent im Unternehmen übernehmen soll. Anforderungsprofile verändern sich – so wie der Arbeitsmarkt insgesamt. Als Bewerber sollten Sie in Ihrer Bewerbung zum Werkstudent vor allem diese Fragen beantworten, um in die engere Auswahl zu kommen:

  • Was studieren Sie?
  • Mit welchen Themen beschäftigen Sie sich?
  • Warum wollen Sie gerade in diesem Unternehmen als Werkstudent anheuern?

Es geht also um die Fragen, wie gut Sie zum Unternehmen passen, wie sehr Sie sich mit ihm und seinen Produkten identifizieren und was der Arbeitgeber von Ihnen erwarten kann. Motivation und Mehrwert – dieses Duo bringt Sie auf dem Weg zur Werkstudenten-Stelle weiter.

Dementsprechend sollten Sie in Ihrer Bewerbung auch nicht nur herausstellen, dass Sie Praxiserfahrung sammeln wollen. Es geht nicht nur um Sie, es geht auch um das Unternehmen. Warum sollte es Ihnen denn Praxiserfahrung gewähren, welche Gegenleistung bieten Sie als potenzieller Werkstudent an?

Darum sollten Sie diese Aspekte in der Bewerbung als Werkstudent möglichst genau beschreiben:

  • Motivation
  • Qualifikation
  • Aufgaben
  • Ziele

Bewerbung Werkstudent: Soft Skills

Wenn Sie eine Bewerbung als Werkstudent schreiben, betonen Sie vor allem Ihre Soft Skills. Unternehmen wollen sich keinen Studenten ins Haus holen, der die Atmosphäre stört, den Zusammenhalt untergräbt oder die Abläuft stört. Keinen Besserwisser, Motzki, Nörgelpott, Quertreiber oder Tratschtante.

Sicher, das gilt im Prinzip für ALLE Bewerber. Aber für Werkstudenten noch mehr. Sie haben keine oder kaum Berufserfahrung, auf die Sie sich berufen könnten. Eine begehrte Fachkraft lässt man nicht einfach vom Haken, nur weil sie in der Zusammenarbeit schwierig ist. Einen potenziellen Werkstudenten schon.

Wichtige Soft Skills, die Werkstudenten in Ihrer Bewerbung zum Ausdruck bringen könnten, sind:

  • Belastbarkeit
  • Emotionale Intelligenz
  • Empathie
  • Engagement
  • Flexibilität
  • Kommunikationsfähigkeit
  • Kritikfähigkeit
  • Problemlösungskompetenz
  • Selbstdisziplin
  • Teamfähigkeit
  • Verantwortungsbewusstsein
  • Zuverlässigkeit

Bewerbung Werkstudent: Muster


Michael Mustermann
Musterstraße 1, 12345 Musterstadt
Fon: 0123/4 56 78 90 7
Mail: m.mustermann@mail.de

Elektro GmbH
Herr Nikola Tessler
Voltstraße 1
13579 Spannungstadt

12. September 2020

Bewerbung als Werkstudent im Bereich Elektrotechnik

Sehr geehrter Herr Tessler,

die von Ihnen ausgeschriebene Stelle als Werkstudent im Bereich Elektrotechnik hat mich sofort angesprochen. Sie stellt für mich eine einzigartige Chance dar, mein Studium durch praktische Erfahrungen in einem erstklassigen Unternehmen zu ergänzen.

Aktuell befinde ich mich im zweiten Semester meines Studiums im Fachbereich Elektrotechnik. Mein Schwerpunkt gilt hier der Entwicklung und Anwendung von Regelungstechnik und Steuerungstechnik. Für technische Systeme interessiere ich mich schon seit meiner Kindheit. In der Schule waren Physik und Mathematik meine Lieblingsfächer.

Als ich mein Schulpraktikum bei einem lokalen Elektrotechnikunternehmen absolvierte, war ich augenblicklich von der Arbeit und den komplexen Anforderungen fasziniert. Die Arbeit als Werkstudent bei Ihrem Unternehmen bietet mir die Möglichkeit, noch tiefer in die Materie einzusteigen.

Dabei kommen mir mein unbedingter Lernwille und meine schnelle Auffassungsgabe zugute. Ich bin lösungsorientiert, kann selbstständig arbeiten, bin aber auch ein guter Teamplayer. Außerdem bin ich aufgrund meines technischen Vorwissens davon überzeugt, dass ich ich Ihr Team in der täglichen Arbeit von Beginn an tatkräftig unterstützen kann.

Meine Fähigkeiten und mein vorhandenes Knowhow möchte ich in einem Unternehmen, das einen ausgezeichneten Ruf hat und seit vielen Jahren erfolgreich am Markt positioniert ist, erweitern. Über eine Einladung zum Vorstellungsgespräch freue ich mich sehr.

Mit freundlichen Grüßen,
Unterschrift

Hier finden Sie die Musterbewerbung als Werkstudent zum Downloaden und Bearbeiten:

  • Bewerbung als Werkstudent Elektrotechnik Muster: WORD
  • Bewerbung als Werkstudent Elektrotechnik Muster: PDF

Maria Mustermann
Mustergasse 1, 12345 Musterstedt
Fon: 0123/4 56 78 90 7
Mail: m.mustermann@mail.de

Numberone AG
Frau Zoé Zahlmeister
Renditestraat 5
97531 Buchhaltungen

12. September 2020

Bewerbung als Werkstudent im Bereich Controlling

Sehr geehrte Frau Zahlmeister,

Ihr Unternehmen ist nicht nur sehr breit und international aufgestellt. Es hat auch den Ruf, Nachwuchskräfte auf höchstem Niveau auszubilden. Darum möchte ich das Knowhow, das ich während meines bisherigen Studiums ansammeln konnte, durch praktische Erfahrungen als Werkstudent in Ihrem Unternehmen ergänzen.

Momentan befinde ich mich im ersten Semester meines Master-Studiums im Fachbereich Betriebswirtschaftslehre mit dem Schwerpunkt Finance, Controlling und Accounting. Mein Bachelorstudium in BWL hatte ich zuvor mit der Gesamtnote 1,7 abgeschlossen.

Durch Praktika und Hospitationen konnte ich bereits vielfältige Berufserfahrungen sammeln. Dabei habe ich – neben meinem fachlichen Wissen – stets mein Organisationstalent, meine Sorgfalt und Teamfähigkeiten unter Beweis gestellt. Auch mein Auslandssemester in Vancouver hat mir bei der Persönlichkeitsentwicklung geholfen. Seitdem arbeite ich viel lösungsorientierter und selbstständiger.

Jetzt möchte ich den nächsten Schritt gehen und bei einem renommierten Weltmarktführer Erfahrungen sammeln. Als Hidden Champions verfügt Ihr Unternehmen über ein spannendes Geschäftsmodell und ein einzigartiges Produktportfolio. Ich bin mir sicher, dass ich nicht nur viel für meine weitere Karriere lernen, sondern mich auch von Anfang an produktiv in Ihr Team einbringen kann.

Über eine Einladung zum Vorstellungsgespräch freue ich mich sehr. Wenn Sie noch weitere Fragen haben oder mehr über mich wissen wollen, kontaktieren Sie mich gerne.

Mit freundlichen Grüßen,
Unterschrift

Hier finden Sie die Musterbewerbung als Werkstudent zum Downloaden und Bearbeiten:

  • Bewerbung als Werkstudent Controlling Muster: WORD
  • Bewerbung als Werkstudent Controlling Muster: PDF

Werkstudenten Vorteile

Werkstudenten sind aus vielen Unternehmen nicht wegzudenken. Immerhin bieten sie ihren Arbeitgebern handfeste Vorteile. Auf der anderen Seite sind sie aber deutlich teurer als Praktikanten. Und ihre Einarbeitung erfordert erheblichen Mehraufwand. Darum ist der Auswahlprozess manchmal sehr anspruchsvoll – und für den Bewerber oft vergeblich.

Hat er oder sie die Stelle aber ergattert, winken Vorteile:

Als Werkstudent sammelt man Erfahrungen und kann sich beweisen. Ein Unternehmen, das einen fähigen Werkstudenten beschäftigt, ist in Zeiten von Fachkräfteengpässen gut beraten, ihm ein Übernahmeangebot zu machen. Der Berufseinstieg rückt näher.

Und selbst wenn das nicht klappt und der Arbeitgeber keine Übernahme offeriert, verbessern sich die Jobperspektiven des Werkstudenten. Der Lebenslauf wird durch die Station aufgewertet. Eine gute Referenz gibt es noch obendrauf. Das sind Vorteile im kommenden Bewerbungsmarathon.

Werkstudenten haben auch die Möglichkeit, sich in einem Beruf und einer Branche auszuprobieren. Dies gibt Orientierung und beantwortet offene Fragen. Nicht jeder Student hat schließlich einen klaren Karriereplan in der Tasche. Wenn der Job gefällt, kann man sich in dieser Nische einrichten. Ist die Stelle gar nichts für einen, schlägt man eben einen anderen Weg ein.

Darüber hinaus sammeln Werkstudenten wertvolle Kontakte. Und Kontakte sind die Leitwährung auf dem modernen Arbeitsmarkt. Sie können auch später noch aktiviert werden. Wer weiß, vielleicht klappt es ja in einigen Jahren mit einer Anstellung im Unternehmen – wenn der aktuelle Einstellungsstopp vorüber ist zum Beispiel.

Werkstudenten: Das sollten Sie wissen

Bewerbung Werkstudent VersicherungStudenten dürfen während der Vorlesungszeit bis zu 20 Stunden pro Woche arbeiten. Dies besagt die sogenannte Werkstudentenregelung. Dann ist die Voraussetzung erfüllt, dass das Studium gegenüber dem Job im Vordergrund steht. Dazu können auch mehrere Beschäftigungen – Minijob und selbstständige Tätigkeit zum Beispiel – zusammengerechnet werden.

In diesem Fall ist die Tätigkeit für Studierende sozialversicherungsfrei. Sie zahlen genauso wenig wie Arbeitgeber zusätzliche Beiträge zur Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung, unabhängig von der Höhe des Einkommens. Nur Beiträge zur Rentenversicherung müssen sie abführen.

Außerdem gilt: Werkstudenten…

  • …sind einkommensteuerpflichtig. Die meisten bleiben aber unter dem Grundfreibetrag von 9.168 Euro (2019) bzw. 9.408 (2020) und zahlen de facto keine Steuern.
  • …dürfen während der vorlesungsfreien Zeit mehr als 20 Stunden pro Woche arbeiten.
  • …müssen in einer privaten oder gesetzlichen Krankenversicherung versichert sein
  • …erwerben durch ihre Tätigkeit keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld.
  • …haben Anspruch auf Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall für maximal sechs Wochen.
  • …können nur in der Familienversicherung der Eltern bleiben, wenn ihr monatliches Einkommen 445 Euro (Stand: 2019) nicht übersteigt.

Das könnte Sie ebenfalls interessieren:

[Bildnachweis: ESB Professional by Shutterstock.com]

Bewerbung nach Kündigung: Muster, Beispiele und die besten Tipps

Eine Kündigung kann jeden treffen. Manchmal geht man auch von sich aus, weil man es mit Chef und Kollegen einfach nicht mehr aushält. Spätestens bei der nächsten Bewerbung kann die Episode wieder aktuell werden. Der neue Arbeitgeber will vielleicht wissen, wieso und weshalb und warum. Besser, Sie haben die richtigen Erklärungen parat – und Formulierungen. Bewerbung nach Kündigung: So klappt es mit dem neuen Job…

Bewerbung nach Kündigung: Richtige Einstellung

Eine Kündigung tut weh. Immer. Aber sie läutet auch einen neuen Lebensabschnitt ein. Und das ist ja per se nichts Schlechtes. Wichtig ist erstmal nicht, was andere über Ihre Kündigung denken. Wichtig ist, wie Sie selbst damit umgehen.

Sie können daran wachsen. Auf jeden Fall ist ein Rauswurf eine gar nicht so unwichtige Erfahrung im Leben. Nicht umsonst wird die heilsame Kultur des Scheiterns von Medien und Politik rauf- und runtergepredigt.

Gehen Sie zunächst nüchtern an die Sache heran: Eine Kündigung – so schmerzhaft Sie auch sein mag – ist ein ganz normaler Teil des Arbeitslebens. Sie hat schon Abermillionen Menschen heimgesucht – und wird noch viele weitere unschön überraschen. Sie ist stinknormal, keine Schande und schon gar kein Grund, irgendeine Flinte in irgendein Feld zu werfen.

Das kommt auch bei immer mehr Unternehmen an. Eine Kündigung ist längst kein Einstellungshindernis mehr – meistens jedenfalls nicht. Und diese Denkweise dürfte sich weiter durchsetzen. Je weniger Fachkräfte es gibt, desto weniger Vorbehalte gegen Lebensläufe mit Macken und Lücken im Lebenslauf.

Wir wollen das Thema aber gar nicht unnötig verniedlichen. Natürlich kann eine Kündigung als Makel daherkommen. Es kommt ganz auf die Rahmenbedingungen und die Umstände an. Interpretiert ein Unternehmen Ihre Kündigung falsch, sortiert es Ihre Bewerbung vielleicht aus. Auf jeden Fall können Zweifel an Ihrer Eignung oder Loyalität aufkommen.

Eine Bewerbung nach Kündigung ist also potenziell problematischer als eine Bewerbung aus einem Job heraus. Karrieresprung zeigt Ihnen, wie Sie das Problem beseitigen…

Bewerbung nach Kündigung: Richtig verhalten

Muss man eine Kündigung im Lebenslauf explizit erwähnen? Natürlich muss man das nicht. Wenn Sie nach Ihrem Rausschmiss nahtlos wieder eine Neuanstellung gefunden haben, entsteht auch keine Lücke. Weitere Erklärung überflüssig. Oder?

Fragen können im Personalbüro aber durchaus aufkommen. Wenn Sie zum Beispiel aus einer Position mit Führungsverantwortung in einem großen Konzern in eine Position ohne Führungsverantwortung in einem Mini-Betrieb wechselten, wirft dieser Vorgang zweifellos welche auf. Oder wenn Sie im Anschluss an eine vermeintlich gute Stelle schon monatelang auf Jobsuche sind. Der Personaler, bei dem Sie sich beworben haben, riecht dann den Braten. Sie müssen wohl rausgeschmissen worden sein…

Sie als Bewerber haben dann zwei Möglichkeiten:

  • Verschweigen

    Sie können die Kündigung in den Bewerbungsunterlagen dezent unter den Tisch fallen lassen und gar nicht erst erwähnen. In vielen Fällen ist das schon die Lösung. Auf mögliche Rückfragen im Vorstellungsgespräch müssen Sie sich gleichwohl trotzdem vorbereiten.

  • Erklären

    Alternativ können Sie die Kündigung im Lebenslauf in Stichpunkten erklären. So räumen Sie Missverständnisse von vornherein aus. Das kann Ihre Perspektive im Einzelfall durchaus verbessern.

Vorausgesetzt, Sie schreiben das Richtige. Wie wäre es damit?


Mir wurde die Kündigung überreicht, nachdem ich mehrere gravierende Fehler begangen hatte und der Chef endgültig an meiner Kompetenz gezweifelt hat.

Nein, so sicher nicht. Das wäre zwar ehrlich, aber auch saudumm. Karrieresprung sagt Ihnen, wie Sie eine Bewerbung nach Kündigung ansprechend formulieren …

Bewerbung nach unverschuldeter Kündigung

In Finanz-, Wirtschafts- oder Corona-Krisen fallen Arbeitsplätze dem Rotstift zum Opfer. Das ist unvermeidlich. Sie können (müssen aber nicht) ein epochales Ereignis wie die Corona-Krise durchaus als Erklärungsgrund für Ihre Kündigung im Lebenslauf nennen.

Einige Abteilungen werden in Krisenzeiten geschlossen, andere danach wieder aufgebaut. Vorgänge, die zur Marktwirtschaft dazugehören. Folgerichtig kann es auch mal Sie, Ihre Abteilung oder Ihren gesamten Berufsstand treffen.

Zum Beispiel auch dann, wenn der Arbeitgeber selbst Mist baut. Unternehmen können sich verschulden oder Insolvenz anmelden und zu Sparmaßnahmen gezwungen sein. Manche Jobs sind in diesem Fall gefährdeter als andere.

Beispiel: Ein Unternehmen in wirtschaftlicher Schieflage würde mit relativ großer Wahrscheinlichkeit als Erstes Marketing- und PR-Maßnahmen zurückfahren, weil diese nicht unbedingt notwendig sind. Sollten Sie als Marketing Manager arbeiten, liegt Ihr Rauswurf also keineswegs an Ihrer Leistung, sondern an den Umständen. Sie müssen sich nicht grämen. Es gibt für Sie trotz Kündigung keinen Grund, an Ihren Fähigkeiten zu zweifeln.

Wenn Sie eine Bewerbung nach unverschuldeter Kündigung schreiben, könnten Sie Ihre Entlassung so im Lebenslauf erklären:


10/2018-11/2020 Marketingleiter bei der Concurse AG (Stellenverlust wegen Insolvenz)

10/2018-08/2019 Key Account Manager bei der Abstieg AG (Umstrukturierung des Unternehmens mit verbundenem Stellenabbau)

08/2017-09/2020 Niederlassungsleiter bei der Up and Down GmbH (Schließung der Filiale aus Gründen der Konsolidierung)

07/2016-04/2020 Online Marketing Manager bei der Runter KG (Entlassung aufgrund von Covid-19)

Kündigung durch eigenes Verschulden

Wenn die Kündigung doch an Ihnen selbst lag, ist das problematischer – aber noch keine Katastrophe. Zunächst können viele Gründe dahinterstecken: Sie haben mit Ihrem Charakter vielleicht nicht ins Team gepasst, Ihre Leistungen waren ungenügend oder Sie konnten einfach nicht mit dem Chef. Welcher Grund für Ihre Kündigung ausschlaggebend war, ist im Grunde belanglos. Das gilt auch, wenn Sie in der Probezeit gekündigt wurden.

Fakt ist: Der Arbeitgeber hat Sie rausgeschmissen. Eine lange Erklärung wirkt da nur wie ein verzweifelter Versuch, von den eigenen Unzulänglichkeiten abzulenken. Schadensbegrenzung können Sie aber sehr wohl betreiben.

Hier sind ein paar Formulierungsbeispiele, die Sie in Ihre Bewerbung nach Kündigung durch eigenen Verschulden einbauen können:


08/2017-07/2020 Marketing Manager bei der Minusminus AG (einvernehmliche Trennung wegen unterschiedlicher Auffassungen über berufliche Entwicklung)

06/2016 -11/2020 Social Media Manager bei der Tunichtgut GmbH (einvernehmliche Kündigung wegen beruflicher Neuorientierung)

Was Sie NICHT tun sollten: Schlecht über den ehemaligen Chef oder Arbeitgeber sprechen. Völlig unabhängig davon, ob Ihr Vorgesetzter wirklich ein Despot war oder die Kollegen hochgradig inkompetent. Lästern ist unprofessionell und fällt vor allem auf den Absender negativ zurück – in diesem Fall auf Sie.

Bewerbung nach eigener Kündigung

Es bedarf einer Erklärung, wenn Sie selbst gekündigt haben, ohne Anschlussjob in der Tasche. Immerhin haben Sie damit auf eine sichere Anstellung und auf Arbeitslosengeld verzichtet.

Rechtfertigen müssen Sie sich dafür aber keineswegs. Wie eine überhastete Flucht sollte Ihr Vorgehen nicht wirken, dann wirken Sie planlos und überemotional – wie jemand, der in brenzligen Situationen den Kopf verliert. Darum: Nicht aus der Defensive heraus argumentieren, nicht entschuldigen, nicht rechtfertigen. Das macht Sie gleichzeitig zum Täter und Opfer Ihrer eigenen Entscheidung.

Hier ein Formulierungsbeispiel, das Sie in Ihrer Bewerbung nach eigener Kündigung im Anschreiben verwenden können:


…da meine Arbeitsverhältnis auf eigenen Wunsch am 31.10.2020 endet…

Einen Grund müssen Sie gar nicht unbedingt proaktiv mitliefern. Aber Sie sollten auf Rückfragen im Vorstellungsgespräch vorbereitet sein. Gut möglich, dass der Interviewer Hintergründe in Erfahrung bringen will.

3 Tricks für Ihre Bewerbung

Es gibt noch weitere Tricks und Kniffe, die Sie anwenden können, um Ihren Makel im Lebenslauf abzumildern. Hier sind sie:

  1. Aufbau

    Üblich ist heute der amerikanische Lebenslauf. Sie beginnen also mit der aktuellen bzw. letzten Station und arbeiten sich immer weiter in die Vergangenheit zurück.

    Sie können alternativ aber auch chronologisch vorgehen und mit der ersten Station beginnen. Wählen Sie die Variante, die für Sie am vorteilhaftesten ist.

    Ihre bisherigen Highlights sollten am Anfang stehen. Das können zur Not auch persönliche Interessen und soziale Engagements sein. Hauptsache, die Episode mit der Kündigung taucht möglichst weit hinten auf, am besten erst auf der zweiten Seite.

  2. Herunterspielen

    Noch mal der Hinweis: Liefern Sie keine langen Rechtfertigungsversuche mit. Und keine ausschweifenden Erzählungen, warum der Chef Sie gemobbt hat oder die Kollegen alle doof waren.

    Im Zweifel reicht eine kurze Erwähnung ohne Grund. Versuchen Sie trotz allem, positiv zu bleiben und nach vorne zu schauen. Negative Erfahrungen kann man in positive Energie ummünzen, seine Lektionen daraus lernen.

    Schieben Sie nicht die Schuld auf andere – weder in Anschreiben und Lebenslauf noch im Vorstellungsgespräch – sondern konzentrieren Sie sich darauf, aus schlechten Erfahrungen etwas Positives mitzunehmen.

  3. Euphemismus

    Den Lebenslauf pimpen – das ist heute Usus. Und es ist auch gar nicht verwerflich, so lange man es nicht damit übertreibt und gleichzeitig bei der Wahrheit bleibt.

    Vermeiden Sie bei einer Bewerbung nach Kündigung unbedingt das Wörtchen arbeitslos – IMMER. Es hat in Ihrem Anschreiben nichts zu suchen, im Lebenslauf nichts und im Bewerbungsgespräch erwähnen Sie es bitte auch niemals. Schreiben und reden Sie stets von arbeitsuchend – das klingt positiver, weil aktiver.

    Noch vorteilhafter ist eine Formulierung wie:



    04/2017-06/2018 – Berufliche Neuorientierung mit dem Ziel einer Position im Bereich Key Account Management.

    So beweisen Sie Zielorientierung, Selbstbewusstsein und Tatkraft.

Bewerbung: Das ist wichtiger als eine Kündigung

Eine Kündigung liegt immer in der Vergangenheit. Richten Sie Ihren Blick lieber nach vorne. Das sollten Sie auch dem Unternehmen vermitteln, bei dem Sie sich bewerben. Ihre Bewerbung sollte…

  • aufzeigen, warum die angestrebte Stelle so gut zu Ihnen passt
  • verdeutlichen, warum Sie zum Unternehmen passen
  • klar machen, wie Sie dem Unternehmen ganz konkret weiterhelfen können
  • Selbstbewusstsein ausstrahlen und Ihr Profil schärfen

Dabei spielt es keine Rolle, ob Ihnen schon einmal – oder gar mehrmals – gekündigt wurde. Ihre Stärken und Kompetenzen sind entscheidend. Wenn diese hervorragend zur neuen Stelle passen, dann winkt eine Win-win-Situation. Das müssen Sie dem Arbeitgeber klar machen.

Oft ist es ja auch so: Man muss zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein. Ein Profi-Fußballer kann in drei Vereinen gnadenlos scheitern. Beim vierten Verein aber trifft er auf einen Trainer, der ihn fördert; auf ein Umfeld, das ihm behagt und auf ein Spielsystem, das ihm liegt. Er wird zum Volltreffer!

Zweifeln Sie daher nicht an Ihren Fähigkeiten, weil Sie schon einmal gescheitert sind.

Bewerbung nach Kündigung: Muster


Martin Mustermann
Mustereck 1, 12345 Musterdorf
Fon: 0123 / 4 56 78 90 7 | Mail: m.mustermann@mail.de

Brumm-brumm GmbH
Herr Elon Mask
Rennstraße 1
12345 Hockenheim

10. August 2020

Bewerbung als Mechatroniker

Sehr geehrter Herr Mask,

Ihre Stellenanzeige auf karrieresprung.de war genau die, nach der ich gesucht hatte. Sie suchen einen Mitarbeiter mit langjähriger Erfahrung im Automobilbereich und ich suche eine neue Herausforderung. Die von Ihnen ausgeschriebene Stelle passt hervorragend zu meinem Profil.

In den vergangenen Jahren habe ich bei mehreren namhaften Zulieferern gearbeitet. Zu meinen Aufgaben zählten unter anderem die Entwicklung von neuen Steuermodulen, die Optimierung bestehender Steuerungseinheiten und die Konzeption innovativer Steuerungsmodelle. Dabei konnte ich auch erste Führungserfahrungen durch die Leitung von Teams und Projekten sammeln.

Meine Berufserfahrung und mein umfassendes Knowhow möchte ich nun gewinnbringend in Ihrem Unternehmen einsetzen. Insbesondere die große Bandbreite Ihrer Abteilungen und Arbeitsfelder reizen mich sehr: Ich bin davon überzeugt, nicht nur mich und meine Talente hier weiterentwickeln zu können, sondern in den kommenden Jahren auch einen einen großen Mehrwert für Ihr Unternehmen zu schaffen.

Sie erhalten mit mir einen Mitarbeiter, der hochmotiviert, selbstständig und kreativ nach neuen Lösungen sucht, Probleme schnell identifiziert und teamorientiert angeht. Über die Einladung zu einem Vorstellungsgespräch freue ich mich sehr. Bei weiteren Fragen können sie mich gerne kontaktieren.

Da mein Arbeitsverhältnis zum TT.MM.JJJJ endet, stehe ich ab dem TT.MM.JJJJ zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Unterschrift

Die Vorlage für die Bewerbung nach Kündigung finden Sie hier zum Downloaden und Bearbeiten:

  • Bewerbung nach Kündigung Muster: WORD
  • Bewerbung nach Kündigung Muster: PDF

Das könnte Sie ebenfalls interessieren:

[Bildnachweis: fizkes by Shutterstock.com]

Bewerbung Ausbildung: Kostenlose Muster und die besten Tipps

Bewerbung-Ausbildung-Muster-Tipps

Bewerbung Ausbildung: Wer einen Ausbildungsplatz ins Visier nimmt, schreibt eine andere Bewerbung als ein Hochschulabsolvent oder eine langjährige Führungskraft. Entscheidend ist es für angehende Azubis, die Motivation und Soft Skills im Anschreiben herauszuarbeiten – und auch alle anderen Klippen gekonnt zu umschiffen. Dann gelingt es, die Wettbewerber im Kampf um den Ausbildungsplatz mit einer blitzsauberen Bewerbung auszustechen. Denn während manche Jobs keiner mehr machen will, ist die Konkurrenz in anderen Ausbildungsberufen noch immer groß. Bewerbung Ausbildung: Das müssen Sie beachten…

Bewerbung Ausbildung: Start

Wer sich um einen Ausbildungsplatz bewirbt, sollte einige Punkte beachten. Die Bewerbungstipps, die für andere Arbeitnehmer gelten, sind für Azubis nicht ausnahmslos anwendbar. Die Bewerbung für eine Ausbildung sollte eigene Schwerpunkte setzen.

Zunächst handelt es sich bei angehenden Azubis in der Regel um blutige Anfänger. Sie haben kaum oder noch gar keine Berufserfahrung vorzuweisen, verfügen über keine Referenzen.

Die erwartet auch niemand. Ein junger Mensch sollte die Bewerbung für einen Ausbildungsplatz daher nicht auf dem Schwerpunkt Erfahrung aufbauen. Wichtiger sind persönliche Interessen, Vorlieben, Stärken – und insbesondere die Motivation.

Drei Fragen sollten sich Auszubildende stellen – und in ihrer Bewerbung für eine Ausbildung beantworten:

  • Warum wollen Sie diesen Beruf erlernen?
  • Warum sind Sie dafür genau der oder die Richtige?
  • Warum möchten Sie Ihre Ausbildung in diesem Betrieb absolvieren?

Die Antworten auf diese Fragen sollten sich im Anschreiben Ihrer Azubi-Bewerbung wiederfinden. Karrieresprung zeigt Ihnen, wie Sie das anstellen…

Bewerbung Ausbildung: Aufbau

Ihre Bewerbung für eine Ausbildung sollte zunächst einheitlich, übersichtlich und nutzerfreundlich sein. Wenn Sie sie an den Regeln der DIN 5008 ausrichten, sind Sie formal schon mal auf der Gewinnerstraße. Die DIN 5008 gibt ganz allgemein Regeln für den Aufbau von Schreiben im Geschäftsleben vor.

Dass eine Bewerbung für eine Ausbildung keine Rechtschreibfehler enthalten und in einem guten Deutsch verfasst sein sollte, ist natürlich richtig. Aber Vorsicht: Allzu geschliffen sollten die Formulierungen, zu intellektuell hochtrabend die Inhalte nicht sein. Dies würde den Verdacht erwecken, dass Sie Textbausteine aus dem Internet kopiert oder Ihre Bewerbung für den Ausbildungsplatz gar nicht selbst geschrieben haben.

Ob Sie sich für oder gegen ein Bewerbungsfoto entscheiden, bleibt im Übrigen Ihnen überlassen. Verpflichtend ist ein Bewerbungsfoto jedenfalls nicht.

Bewerbung Ausbildung: Folgende Elemente sollte sie beinhalten…

  • Absender

    Der Absender – das sind logischerweise Sie selbst – steht im Anschreiben ganz oben. Hier stehen Ihr Vor- und Nachname, Ihre aktuelle Anschrift, Telefonnummer (Mobilnummer) und E-Mail-Adresse. Wählen Sie eine seriöse E-Mail-Adresse, also nicht wildemaus@yahoo.de, sondern etwas wie vorname.zuname@googlemail.com.

  • Empfänger

    Unter dem Absender steht der Empfänger – also das Unternehmen, bei dem Sie sich für einen Ausbildungsplatz bewerben. Name plus Anschrift. Unbedingt auf die korrekte Schreibweise des Firmennamens achten.

  • Datum

    Die Datumsangabe befindet sich auf der rechten Seite des Anschreibens. Entweder auf der Höhe des Empfängers oder mit etwas Abstand nach oben. Wahlweise können Sie eine Ortsangabe dazustellen. Wählen Sie am besten das Standardformat TT.MM.JJJJ. Eine mögliche Null können Sie weglassen. Also lieber 1.6.2021 als 01.06.2021 schreiben.

  • Betreffzeile

    Schreiben Sie zunächst nicht Betreff oder Betr. in die Betreffzeile. Das ist antiquiert. Nur den Betreff selbst nennen. So könnte eine gute Betreffzeile formuliert sein: Bewerbung für eine Ausbildung zur Mediengestalterin. Wird in der Stellenanzeige eine Kennziffer oder Referenznummer genannt, fügen Sie sie im Betreff hinzu: Bewerbung für eine Ausbildung zum Bankkaufmann, Kennziffer: 01234-6.

  • Anrede

    Bringen Sie den richtigen Ansprechpartner für Ihre Bewerbung in Erfahrung und adressieren Sie Ihr Anschreiben direkt an ihn oder sie. Meist steht der Ansprechpartner in der Stellenanzeige. Wenn nicht, können sie auch eine kurze Mail schreiben oder per Telefon nachfragen. Ganz wichtig ist es, den Namen fehlerfrei zu schreiben. Sehr geehrter Herr von Wellenstein. Sehr geehrte Frau Mariucci. Sehr geehrter Herr Bajramai.

  • Anschreiben

    Jetzt erst kommt der eigentliche Text, mit dem Sie sich für einen Ausbildungsplatz bewerben. Das Bewerbungsschreiben ist grob untergliedert in Einleitung, Hauptteil und Schluss, umfasst aber nicht mehr als eine Seite. In der Einleitung wecken Sie die Neugier des Empfängers und legen Ihre Motivation für den Ausbildungsplatz dar. Im Hauptteil stellen Sie Ihre Fähigkeiten, Soft Skills und Erfahrungen nach vorne – und zeigen dem Arbeitgeber auf, was er von Ihrer Einstellung hätte. Im Schluss sagen Sie, dass Sie sich über eine Einladung zum Vorstellungsgespräch freuen und offen für Rückfragen sind.

  • Grußformel

    Sie verabschieden sich mit einer angemessenen Grußformel. Für welche Sie sich entscheiden, bleibt Ihnen überlassen. Empfehlenswert ist der Klassiker: Mit freundlichen Grüßen (bitte NICHT die Abkürzung MfG verwenden). Auch gut: Freundliche Grüße, Herzliche Grüße oder Mit freundlichen Grüßen aus Hamburg. Unangebracht sind Liebe Grüße, Schöne Grüße oder Sonnige Grüße. Zu flapsig für eine Bewerbung. Unter die Grußformel setzen Sie Ihre Unterschrift.

  • Anlagen

    Ihr Anschreiben ergänzen Sie nun noch um Anlagen, mit denen Sie Ihre Qualifikationen nachweisen. Dazu zählen vor allem der Lebenslauf und Ihre (Schul-)Zeugnisse. Falls vorhanden, können Sie Zertifikate, Referenzen oder Arbeitsproben beifügen. Alles zusammen heften Sie geordnet in Ihre Bewerbungsmappe oder verpacken es – bei einer E-Mail-Bewerbung – in einer PDF-Datei. Die Datei sollte eine Dateigröße von 5 Megabyte nicht überschreiten. Nimmt das Unternehmen, bei dem Sie sich um eine Ausbildung bewerben, Bewerbungen über ein Online-Bewerbungsformular entgegen, dann folgen Sie dort den Anweisungen laden die gewünschten Anlagen in den entsprechenden Feldern hoch.

Bewerbung Ausbildung: 6 Tipps

Bewerbung Ausbildung – wenn Sie diese 6 Tipps beherzigen, kommen Sie dem Ausbildungsplatz ein großes Stück näher:

  1. Pünktlichkeit

    Das Ausbildungsjahr fängt stets nach den Sommerferien an, spätestens im September oder Oktober. Manche Bewerber bewerben sich erst im Mai oder Juni – das könnte schon zu spät sein. Viele Unternehmen wählen ihre Azubis schon vorher aus.

    Vor allem bei großen Konzernen sollte man sich so früh wie möglich um einen Ausbildungsplatz bewerben. Bei kleineren Betrieben ist eine späte Bewerbung oft noch von Erfolg gekrönt.

    Aber warum darauf ankommen lassen? Fangen Sie so früh wie möglich mit der Suche nach einem passenden Ausbildungsplatz an – am besten schon zwei Jahre vor dem geplanten Ausbildungsbeginn. Je früher, desto größer die Auswahl – und umso größer die Chancen auf die Wunschstelle.

  2. Voraussetzungen

    Weil der Talentpool schrumpft, vertrauen immer mehr Unternehmen auf Real- und Hauptschüler. Auch Bewerber ohne Schulabschluss haben heute durchaus Chancen auf eine Ausbildungsstelle.

    Trotzdem gibt es weiterhin Branchen und Berufe, in denen das Abitur als Voraussetzung für eine Ausbildung angesehen wird. Klären Sie dies vorab. Wenn Sie sich mit Hauptschulabschluss für eine Ausbildungsstelle als Bankkaufmann bewerben, sind Ihre Erfolgsaussichten minimal – so verschwenden Sie nur Zeit. Fragen Sie auch firmenspezifische Voraussetzungen ab, zum Beispiel den erforderlichen Notenschnitt, Praktika oder ausbildungsrelevante Fächer.

    Aber: Wenn Sie „nur“ die meisten Bedingungen erfüllen, aber nicht alle – oder nur hauchdünn an den Voraussetzungen vorbeischrammen – dann bewerben Sie sich trotzdem!

  3. Bewerbungsunterlagen

    Bereiten Sie Ihre Bewerbungsunterlagen für die Ausbildung sorgfältig vor. Ohne überzeugende Unterlagen wird es schwer, einen Ausbildungsplatz zu ergattern.

    Ihre Unterlagen sollten frei von Fehlern sein und alle notwendigen Dokumente enthalten. Hinein gehören: Anschreiben, Lebenslauf und Schulzeugnis. Optional sind Bewerbungsfoto und andere Nachweise wie Praktikumszeugnisse oder ein Führungszeugnis, falls verlangt.

    Wenn Sie Ihre Bewerbung per Post verschicken (in manchen Betrieben ist das noch üblich), dann achten Sie auf Sauberkeit und Genauigkeit (keine Eselsohren und Flecken!).

    Nehmen Sie ein durchsichtiges Deckblatt für Ihre Ausbildungsbewerbung, einen sauberen Umschlag und qualitativ hochwertige Kopien. Zeugnisse bitte nie im Original beilegen. Und verzichten Sie am besten nicht aufs Bewerbungsfoto. Ein professionelles Foto wirkt Wunder!

    Tipp: Legen Sie Freunden und Verwandten Ihre Bewerbung für den Ausbildungsplatz vor, bevor Sie sie versenden. Diese können Sie noch rechtzeitig auf Fehler oder Ungereimtheiten aufmerksam machen.

  4. Nachweise

    Ihr Schulabschlusszeugnis ist ein wichtiges Element in der Azubi-Bewerbung. Eine Kopie davon gehört definitiv hinein. Falls Ihre Noten im Laufe der Zeit immer schlechter geworden sind, dann wenden Sie diesen Kniff an: Legen Sie auch die letzten beiden vorherigen Zeugnisse bei. So gewinnt der Arbeitgeber einen besseren Gesamteindruck von Ihnen.

    Was Praktika und ehrenamtliche Aktivitäten angeht: Beschränken Sie sich auf die wichtigsten. Da Berufsanfänger aber meist noch nicht allzu viele Stationen und Erfahrungen haben, ist es oft gerechtfertigt, ALLE bisherigen Stationen und Erfahrungen zu nennen.

    Und: Je schlechter Ihre schulischen Leistungen, desto eher sollten Sie versuchen, mit außerschulischen Erfolgen zu punkten. Das können auch Erfolge im Sportverein sein oder ein gelungenes Projekt im Rahmen eines Praktikums.

  5. Länge

    So manch einem Azubi graust es davor, lange Anschreiben zu verfassen. Keine Sorge: Das müssen Sie gar nicht!

    Länger als eine DIN A4-Seite sollte das Anschreiben auf keinen Fall sein. Auch der Lebenslauf sollte eine Seite nicht überschreiten. Fassen Sie sich kurz! Das ist allerdings eine Kunst für sich und schwerer als gedacht. Nur die wichtigsten Aspekte und Ihre Motivation haben Platz im Anschreiben.

    Auf der anderen Seite sollte es auch nicht zu kurz sein – nicht kürzer als eine dreiviertel DN A4-Seite. Wenn Sie nur ein paar Zeilen schreiben, dürfte Ihnen dies wohl wirklich als mangelnder Einsatz ausgelegt werden. Die optimale Schriftgröße beträgt übrigens elf bis zwölf Punkte – je nach Schriftart in der Bewerbung.

  6. Telefonat

    Ein guter Tipp: Rufen Sie, nachdem Sie sich per Post oder E-Mail um eine Ausbildung beworben haben, im Unternehmen an und lassen sich den Eingang Ihrer Bewerbung bestätigen. Allerdings nicht drei Tage später, sondern frühestens zwei Wochen nach Versand.

    Erstens können Sie so mögliche Probleme ausräumen. Vielleicht ist die Bewerbung ja tatsächlich gar nicht eingegangen oder im Spam-Ordner gelandet. Dann können Sie sie noch einmal versenden. Zweitens machen Sie auf diese Weise auf sich aufmerksam. Ein persönlicher Kontakt bleibt haften – auch bei einem Personaler.

    Drittens können Sie nun einschätzen, wann eine Antwort des Unternehmens voraussichtlich bei Ihnen eintrudeln wird. Das hilft bei der weiteren Planung.

Bewerbung Ausbildung: Muster

Hier finden Sie zwei Muster für Ihre Bewerbung für eine Ausbildung. Sie können sie als WORD- oder PDF-Datei herunterladen und bearbeiten. Einfach auf die Links unten klicken.

Aber übernehmen Sie die Vorlage bitte nicht eins zu eins. Erstens stimmt sie wahrscheinlich nur teilweise mit Ihrer individuellen Situation über ein und zweitens: Auch Personaler googeln!


Max Mustermann
Musterstraße 1, 12345 Musterstadt
Fon: 0123 / 4 56 78 90 7
Mail: m.mustermann@mail.de

Informatikfirma GmbH
Herr Bill Gätz
Programmierstraße 1
13579 Codinghausen

15. August 2020

Bewerbung für Ausbildung zum Fachinformatiker Anwendungsentwicklung

Sehr geehrter Herr Gätz,

die Ausbildung zum Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung ist genau die berufliche Perspektive, die ich mir für meine Zukunft vorstelle. Seit Jahren programmiere ich in meiner Freizeit und habe schon mehrere Programme in Eigenregie entwickelt. Auch in der Schule kann ich im Fach Informatik sehr gute Leistungen vorweisen, ebenso in Mathematik und Physik.

Im Rahmen eines Praktikums zur Berufsorientierung konnte ich in Ihrem Unternehmen bereits zwei Wochen lang das Berufsbild kennenlernen und Ihren Fachinformatikern bei der täglichen Arbeit über die Schulter schauen. Diese Erfahrung hat mich darin bestärkt, ebenfalls die Laufbahn als Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung einzuschlagen. Mit meiner Leistung und meinem Engagement war Ihr Unternehmen – wie Sie dem Praktikumszeugnis entnehmen können – sehr zufrieden. Auch habe ich meine Team- und Kommunikationsfähigkeit unter Beweis gestellt.

Ihr Unternehmen ist für mich der absolute Wunsch-Ausbildungsträger. Ich konnte mich selbst davon überzeugen, dass die Arbeitsatmosphäre kollegial und produktiv und die Qualität der Arbeit insgesamt sehr hoch ist. Darüber hinaus verfügen Sie in der Branche über einen hervorragenden Ruf. Außerdem bieten Sie zahlreiche Produkte für unterschiedlichste Kunden an. Darum glaube ich, dass ich in meiner Ausbildung zahlreiche Erfahrungen sammeln und mich vielfältig einbringen kann.

Gerne möchte ich meinen beruflichen Weg mit einer Ausbildung in Ihrem Unternehmen beginnen und Ihr Team tatkräftig unterstützen. Ich bin mir sicher, ein wertvoller Teil Ihres Teams werden zu können. Über eine Einladung zum Vorstellungsgespräch freue ich mich daher sehr. Wenn Sie noch mehr über mich erfahren möchten, rufen Sie mich gerne an oder schreiben mir zurück.

Mit freundlichen Grüßen
Unterschrift

Hier können Sie das Muster für Bewerbung für einen Ausbildungsplatz zum Fachinformatiker downloaden:

  • Bewerbung Ausbildung Fachinformatiker Muster: WORD.
  • Bewerbung Ausbildung Fachinformatiker Muster: PDF.

Maja Mustermann
Musterallee 1, 12345 Musterhausen
Fon: 0123 / 4 56 78 90 7
Mail: m.mustermann@mail.de

Wichtig GmbH
Herr Marissa Maier
Büroallee 1
13579 Großraumstadt

15. Juli 2020

Bewerbung für einen Ausbildungsplatz zur Kauffrau für Büromanagement

Sehr geehrte Frau Maier,

Ihr Unternehmen ist bekannt dafür, Bürokaufleute auf höchstem Niveau auszubilden. Davon würde auch ich gerne profitieren – und zugleich durch großes Engagement und Leistung etwas an Sie zurückgeben. Ein Ausbildungsplatz zur Kauffrau für Büromanagement in Ihrem Unternehmen ist genau der Start in meine berufliche Laufbahn, den ich mir wünsche.

Schon meinen Schulabschluss habe ich durch großen Einsatz, Lernwillen und Organisationstalent geschafft. Eigenschaften, die ich auch im Beruf in die Waagschale werfen werde. Ich kann gut mit Zahlen umgehen, habe eine fehlerfreie Rechtschreibung und arbeite sehr strukturiert. Meine Noten in Mathe und Deutsch zeugen davon.

Im Umgang mit den gängigen Tabellen- und Textverarbeitungsprogrammen wie Excel und Word bin ich versiert. In meiner Freizeit habe ich in den vergangenen Jahren zudem in einem Chor gesunden. Dabei habe ich gelernt, dass Teamwork und Kommunikation für den gemeinsamen Erfolg unerlässlich sind.

Ich bin davon überzeugt, dass die Anforderungen, die an eine gute Bürokauffrau gestellt werden, exakt meinen Fähigkeiten entsprechen. Darum möchte ich die Chance ergreifen, in einem renommierten Unternehmen wie der Wichtig GmbH das Handwerk von der Pike auf zu lernen. Ich bin sicher, bei Ihnen wertvolle Erfahrungen sammeln und Ihr Team gleichzeitig tatkräftig unterstützen zu können.

Über eine Einladung zum Vorstellungsgespräch freue ich mich sehr. Wenn Sie noch mehr über mich erfahren möchten, rufen Sie mich gerne an oder schreiben mir.

Mit freundlichen Grüßen
Unterschrift

Hier können Sie das Muster für Bewerbung für einen Ausbildungsplatz zur Kauffrau für Büromanagement downloaden:

  • Bewerbung Ausbildung Bürokauffrau Muster: WORD.
  • Bewerbung Ausbildung Bürokauffrau Muster: PDF.

Ausbildung: Lernen, lernen, lernen

Bewerbung Ausbildung Anschreiben TippTipp: Betonen Sie in der Bewerbung Ihre Lernbereitschaft! In Zeiten, in denen lebenslanges Lernen eingefordert wird, müssen Sie Ihre Kenntnisse regelmäßig updaten. Die zunehmende Digitalisierung erfordert das. Sie durchzieht mittlerweile fast alle Branchen und Berufe.

Darum gibt es auch immer mehr Ausbildungsberufe, in denen die Azubis Zusatzqualifikationen erwerben (müssen). Ihre Zahl ist von 2005 bis 2017 langsam, aber stetig auf acht gestiegen. 2018 kamen dann auf einen Schlag zwölf weitere Ausbildungsberufe mit Zusatzqualifikationen hinzu.

Noch ein Tipp: Seit 2018 gibt es einen ganz neuen Ausbildungsberuf – den Kaufmann/-frau für E-Commerce. Es ist der erste Ausbildungsberuf, der seit 2013 neu ins Leben gerufen wurde. Insgesamt wurden in den letzten zehn Jahren nur sechs neue Ausbildungsberufe etabliert – inklusive des E-Commerce-Kaufmanns.

Aber die alten Ausbildungsberufe verändern sich auch. Viele von ihnen werden nach und nach modernisiert und den sich wandelnden Begebenheiten angepasst. Das heißt konkret, dass die Azubis von heute Dinge lernen, die die Azubis von gestern nicht gelernt haben.

Lernwille ist und bleibt ein wesentlicher Erfolgsfaktor. Gut, wenn Sie Ihren schon im Anschreiben zum Ausdruck bringen.

Die 20 beliebtesten Ausbildungsberufe in Deutschland

Das sind die 20 beliebtesten Ausbildungsberufe in Deutschland:

Das könnte Sie ebenfalls interessieren:

[Bildnachweis: Monkey Business Images by Shutterstock.com]

Bewerbung als Aushilfe: Musteranschreiben und die besten Tipps

Bewerbung als Aushilfe Muster Vorlage Tipps

Eine Bewerbung als Aushilfe ist kein Hexenwerk. Sie müssen keinen blitzsauberen Lebenslauf vorlegen, keine Super-Noten in der Schule gesammelt oder zahlreiche Praktika absolviert haben. Sie bekommen den Job – vorausgesetzt, Sie zeigen, dass Sie motiviert und zuverlässig sind. Doch das ist manchmal gar nicht so einfach…

Bewerbung als Aushilfe: Vorteil!

Gefühlt hängen sie überall: Schilder mit der Aufschrift Aushilfe gesucht. Es gibt sie im Einzelhandel, in Supermärkten, Tankstellen oder Bäckereien. Jobs für Schüler, Studenten, Teilzeitjobber oder Arbeitnehmer, die sich ihre Kasse nebenbei aufbessern wollen.

Aus Bewerbersicht positiv: Sie müssen sich um Ihre Bewerbung als Aushilfe keinen so großen Kopf machen, als wenn Sie sich für die Rechtsabteilung eines DAX-Unternehmens bewerben würden. Die Unternehmen erwarten keine Top-Noten oder ausgeklügelte Anschreiben von Ihnen. Ihre Motivation ist ausschlaggebend. Und ja, ein einigermaßen solider Lebenslauf wäre auch schön (ist aber längst nicht immer Voraussetzung).

Manche Arbeitgeber verlangen von Bewerbern schon gar kein Anschreiben mehr. Wenn Sie sich persönlich vorstellen und dabei einen guten Eindruck hinterlassen, bekommen Sie von ihnen eine Chance.

Überall läuft das aber natürlich nicht so. Manchmal braucht es dann doch ein Anschreiben plus Lebenslauf. Karrieresprung zeigt Ihnen, was Sie bei Ihrer Bewerbung als Aushilfe beachten müssen…

Bewerbung für Aushilfsjobs: Inhalt

Worauf kommt es an, wenn man sich als Aushilfskraft bewirbt?

Achten Sie zunächst auf eine saubere Rechtschreibung. Sie können Ihre Bewerbung von Freunden gegenlesen lassen – oder der automatischen Grammatikprüfung am Rechner unterziehen. Fehlerfreiheit zeigt, das Sie sorgfältig und gewissenhaft arbeiten. Ein Muss für Aushilfen.

Im Vordergrund Ihrer Bewerbung sollten die Grundtugenden stehen: Fleiß, Ehrlichkeit, Pünktlichkeit, Sauberkeit, Zuverlässigkeit. Nicht prahlen müssen Sie hingegen damit, wie kreativ Ihre Ader ist oder dass Sie schon Führungserfahrung im Schulchor gesammelt haben.

Soft Skills wie Offenheit, Flexibilität und Kommunikationsfreude zahlen ebenfalls ein – speziell im Verkauf. Ich packe mit an und bin überall dort zur Stelle, wo es gerade brennt. Dieses Arbeitsethos sollten Sie in Ihrer Bewerbung transportieren.

Speziell Berufsanfänger haben das oft das Problem, dass Sie zu wenig Erfahrung mitbringen. In Aushilfsjobs ist das kein Problem – beziehungsweise nur bedingt. Sicher: Wer sich als Kellner bewirbt, bekommt den Job eher, wenn er vorher schon einmal anderswo gekellnert hat.

Aber fehlende Fachkenntnisse oder Branchenerfahrungen sind nicht zwangsläufig ein Ausschlusskriterium. Sie benötigen keine IT-Kenntnisse, keine Fremdsprachenkenntnisse (obwohl es diesbezüglich Ausnahmen gibt, wenn Sie zum Beispiel in einem stark von Touristen frequentierten Geschäft jobben wollen) und müssen keine Praktika absolviert haben. Wichtig ist, dass Sie sich für den Job nicht zu schade sind, schnell lernen und sich reinhängen wollen.

Bewerbung als Aushilfe: Aufbau

Grundsätzlich gelten für eine Bewerbung als Aushilfe die gleichen Regeln wie für eine sogenannte Kurzbewerbung. Die Kurzbewerbung besteht aus:

  • Anschreiben (nicht länger als eine Seite)
  • Lebenslauf (am besten nur eine Seite)
  • Bewerbungsfoto (kein Muss, aber empfehlenswert)

Eine Bewerbungsmappe, Zeugnisse oder Qualifikationsnachweise müssen Sie dagegen nicht beilegen.

Wie könnte nun das Anschreiben für eine Aushilfe konkret aussehen? Wir haben drei Vorlagen für Sie erstellt. Sie finden Sie ganz unten…

Hier gibt es Aushilfsjobs

Eine Bewerbung als Aushilfe könnte insbesondere in diesen Branchen und Berufen erfolgreich sein:

  • Warenverräumung
  • Warenkommissionierung
  • Warenpräsentation
  • Küchenhilfe
  • Spüler
  • Kellner
  • Büffethilfe
  • Verkäufer
  • Kassierer
  • Wachdienst
  • Produktionshelfer
  • Transportfahrer
  • Kurierfahrer
  • Auslieferungsfahrer
  • Fahrzeugüberführungen
  • Montage/Monteur
  • Umzugshelfer
  • Kiosk-Mitarbeiter
  • Pflegenachtdienst (Nachtwache)
  • Lagerkraft
  • Putzhilfe
  • Empfangskraft
  • Spielhallenaufsicht
  • Promoter
  • Besucherbefragung
  • Testkäufer
  • Bauhelfer
  • Gartenhelfer
  • Zeitungszusteller
  • Hundesitter
  • Eventhelfer/Aufbauhelfer
  • Hauswirtschafter
  • Tankwart
  • Zimmermädchen

Bewerbung als Aushilfe: Muster

Hier finden Sie drei Musteranschreiben für Ihre Bewerbung als Aushilfe. Sie können die Vorlagen ganz bequem herunterladen und bearbeiten (eins zu eins übernehmen sollten Sie sie indes nicht). Die Links zur WORD- und PDF-Version finden Sie direkt unter dem Anschreiben.

Bewerbung als Aushilfe Bäckerei

Max Mustermann
Musterstraße 1
12345 Musterstadt

01.01.2020

Vorzeigeunternehmen
Frau Merle Becker
Superstraße 9
98765 Primadorf

Bewerbung als Aushilfe

Sehr geehrte Frau Becker,

durch ein persönliches Gespräch mit einem Ihrer Mitarbeiter habe ich erfahren, dass Sie regelmäßig auf der Suche nach Aushilfen für Ihre Filiale in der Superstraße in Primadorf sind. Ich bin an dem Job sehr interessiert und würde mich daher gerne kurz bei Ihnen vorstellen.

Meine Freunde beschreiben mich als einen sehr offenen und kommunikativen Menschen. Ich komme leicht mit Fremden ins Gespräch. Auch in stressigen Situationen bewahre ich die Ruhe, aufbrausend oder launisch bin ich so gut wie nie. Ich würde mich als Frohnatur beschreiben. Daher glaube ich, dass ich sehr gut zu Ihrem Unternehmen und in Ihre Filiale passen würde.

Außerdem kann ich gut mit Zahlen umgehen. Ich bin sehr ordentlich im Kopfrechnen und finde sogar – im Gegensatz zu vielen meiner Zeitgenossen – Gefallen daran. Dankbar bin ich, dass mir meine Eltern gute Umgangsformen wie Pünktlichkeit, Sauberkeit, Ehrlichkeit und Zuverlässigkeit vermittelt haben. Diese Tugenden habe ich von kleinauf verinnerlicht.

Ich würde mich sehr freuen, wenn ich Ihr Interesse geweckt habe. Falls Sie noch Rückfragen haben, melden Sie sich gerne bei mir. Gerne stelle ich mich auch persönlich bei Ihnen vor. Und sollte aktuell keine Stelle frei sein, würde ich mich freuen, wenn Sie meine Unterlagen aufbewahren und mich vielleicht beim nächsten Mal berücksichtigen würden.

Mit freundlichen Grüßen
Unterschrift

Hier können Sie das Muster für die Bewerbung als Aushilfe Bäckerei downloaden:

Bewerbung als Aushilfe im Lager

Max Mustermann
Musterstraße 1
12345 Musterstadt

01.01.2020

Vorzeigeunternehmen
Herr Bert Schröder
Superstraße 5
54321 Primadorf

Bewerbung als Aushilfe

Sehr geehrter Herr Schröder,

weil ich zupacken kann, würde ich gerne in Ihrem Unternehmen als Aushilfskraft im Lager arbeiten. Ich habe schon in verschiedenen Bereichen Berufserfahrungen gesammelt, unter anderem im Gartenbau und in einem Supermarkt.

An einem Job ist mir wichtig, dass ich immer in Bewegung sein kann. Ein Bürojob im Sessel wäre für mich nicht das Richtige. Ich betreibe in meiner Freizeit viel Sport, bin körperlich topfit und halte jede Schicht problemlos durch – auch bei höheren körperlichen Belastungen. Auch macht es mir nichts aus, Schichten am frühen Morgen oder in der Nacht zu übernehmen.

Aber egal, wann die Schicht beginnt: Ich werde pünktlich zur Arbeit erscheinen. Ich verfüge über einen Führerschein sowie ein Auto und bin daher mobil und flexibel. Außerdem sind mir Dinge wie Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit und Ehrlichkeit wichtig. Darauf habe ich schon immer großen Wert gelegt.

In mir finden Sie eine fleißige und zuverlässige Arbeitskraft. Darauf können Sie sich absolut verlassen. Falls Sie noch Fragen haben, stelle ich mich gerne persönlich bei Ihnen vor. Sie können mich auch gerne anrufen.

Über eine Zusage würde ich mich sehr freuen. Ich bin hochmotiviert und würde am liebsten schon morgen loslegen.

Mit freundlichen Grüßen
Unterschrift

Hier können Sie das Muster für die Bewerbung als Aushilfe Lager downloaden:

Bewerbung als Aushilfe Supermarkt

Max Mustermann
Musterstraße 1
12345 Musterstadt

01.01.2020

Vorzeigeunternehmen
Herr Thore Albrecht
Superstraße 1
13579 Primadorf

Bewerbung als Aushilfe

Sehr geehrter Herr Albrecht,

eine gute Bekannte hat mir den Tipp gegeben, mich bei Ihnen zu bewerben, da Sie immer auf der Suche nach Aushilfskräften seien. Daher möchte ich mich kurz bei Ihnen vorstellen. Mich spricht die Stelle wirklich sehr an.

Ich habe bereits erste Erfahrungen im Verkauf gesammelt und zudem in einer Krankenhauskantine gearbeitet. Es hat mir bislang jedes Mal viel Freude bereitet. Vor allem der Umgang mit den Kunden und die Atmosphäre im Team gefallen mir. Ich mag es, wenn man sich gegenseitig unterstützt und gleichzeitig anderen Menschen hilft.

Darum würde ich mich auch als kundenorientiert bezeichnen. Man sollte den Kunden gegenüber immer höflich und zuvorkommend auftreten, selbst wenn sie selbst mal ungeduldig oder patzig sein sollten. Mit Stress kann ich gut umgehen. Ich mag es sogar, wenn es mal hektisch wird und man unter Zeitdruck Aufgaben erledigen muss.

Wichtig sind natürlich Eigenschaften wie Pünktlichkeit, Ehrlichkeit und Zuverlässigkeit. Ohne die geht es nicht. Ich bringe diese Eigenschaften definitiv mit. Wenn Sie noch mehr über mich erfahren möchten, rufen Sie mich gerne an oder schreiben mir zurück. Ich stelle mich auch gerne bei Ihnen persönlich vor.

Mit freundlichen Grüßen
Unterschrift

Hier können Sie das Muster für die Bewerbung als Aushilfe Supermarkt downloaden:

Das könnte Sie ebenfalls interessieren:

[Bildnachweis: garetsworkshop by Shutterstock.com]

Betreffzeile Bewerbung: 30 gute Formulierungen, Tipps, Beispiele

Betreffzeile Bewerbung: Sie ist ein vermeintlich unwichtiges Detail. Die erste Zeile im Anschreiben, die eigentlich nur kurz sagt, worum es im Folgenden geht. Was soll da schon großartig schiefgehen? Aber Vorsicht: Die Betreffzeile fällt dem Empfänger ihrer Bewerbung als Erstes ins Auge. Sie erleichtert Zuordnung und Einordnung. Der Betreff kann sogar erste Rückschlüsse auf die Kompetenz seines Verfassers zulassen…

Betreffzeile Bewerbung: Warum sie unterschätzt wird

Was schreibe ich in die Betreffzeile der Bewerbung? Es sind zwar nur ein paar Worte, aber die haben es in sich. Es sind immerhin die ersten, die der Personaler zu Gesicht bekommt. Sie hinterlassen einen ersten Eindruck – und der zählt bekanntlich.

Das bedeutet: Wenn sie Ihre Betreffzeile in der Bewerbung mies formulieren, dann stößt dies sofort sauer auf. Und es färbt negativ auf den Rest der Bewerbung ab – vermutlich sehr viel negativer, als wenn sich eine missratene Formulierung irgendwo mitten ins Anschreiben eingeschlichen hat.

Also ja, ein schlecht formulierter Betreff in der Bewerbung kann Ihre Chancen schmälern, zum Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden und letztlich den Job zu bekommen.

Es geht aber auch anders: Wenn Sie mit einem gelungenen Betreff in die Bewerbung einsteigen, hinterlassen Sie einen positiven und professionellen Eindruck. Pluspunkt!

Betreff Bewerbung: 4 Tipps

Hier sind 4 Tipps, wie Sie mit Ihrer Betreffzeile sofort Pluspunkte beim Empfänger sammeln:

  1. Konkret werden

    Formulieren Sie den Betreff so genau wie möglich. Ein lapidares Bewerbung ist zu wenig und zu allgemein. Die Details fehlen. Welche Bewerbung? Für welche Position?

    Ebenfalls zu allgemein: Bewerbung in Ihrem Unternehmen. Ist Ihr Betreff zu allgemein, erwecken Sie den Eindruck, sich keine Mühe gemacht zu haben. Und es könnte den Anschein erwecken, dass Sie Massenbewerbungen versenden, ohne jede Bewerbung individuell an den Arbeitgeber anzupassen.

    Werden Sie also so konkret wie möglich. Nennen Sie im Betreff explizit die Stelle, auf die Sie sich bewerben. Manche Stellenangebote haben eine Referenznummer. Die gehört – sofern vorhanden – auch hinein.

  2. Anzeige spiegeln

    Wenn Sie eine Initiativbewerbung schreiben, dann fällt die Referenznummer weg. Es gibt ja keine.

    In konkreten Stellenangeboten ist aber manchmal eine Referenznummer oder eine Kennziffer angegeben. Bewerben Sie sich auf ein solches Stellenangebot, dann geben Sie die Nummer unbedingt in der Betreffzeile an. So weiß der Empfänger sofort Bescheid und kann Ihre Bewerbung richtig zuordnen.

    Verwenden Sie außerdem die Berufsbezeichnung, die in der Annonce gebraucht wird. Steht dort etwa Softwareentwickler, dann bewerben Sie sich auch als Softwareentwickler – und nicht als Software Developer. Sucht die Firma einen Social Media Redakteur, dann bewerben Sie als Social Media Redakteur — und nicht als Redakteur und auch nicht als Social Media Manager. Im schlimmsten Fall werden Sie von der HR-Software vorab aussortiert, wenn Sie die „falsche“ Berufsbezeichnung verwenden.

  3. Kurz fassen

    Nehmen Sie nur das Nötigste in Ihre Betreffzeile in der Bewerbung auf. Unnötigen Ballast schmeißen Sie raus. Die Betreffzeile ist ja nicht umsonst ein Einzeiler. Betreffzeilen, die zwei Zeilen beanspruchen, sind ein absolutes No-Go (es sei denn, Sie verwenden neben der Betreff- auch noch eine Bezugszeile, siehe Punkt 4).

    Also nur die Informationen aufnehmen, die für den Empfänger relevant sind – und ihm helfen, die Bewerbung einzuordnen. Maximal zählen dazu: Was? Bewerbung. Wer? Controller. Wo? Am Standort München.

    Was Sie unterlassen sollten, sind Satzungetüme wie: „Bewerbung als Sekretär in Ihrer Zentrale in Hamburg auf die Stelle, die Sie auf Ihrem Karriereportal im Internet ausgeschrieben haben.“ Viiiieeeeel zu lang.

  4. Bezug nehmen

    Die Bezugszeile ergänzt die Betreffzeile. Sie ist etwas kleiner und wird direkt unter der Betreffzeile platziert. In der Bezugszeile nehmen Sie Bezug auf das Stellenangebot.

    Konkret schreiben Sie hier, wo Sie die jeweilige Stellenausschreibung entdeckt haben. Geben Sie den Namen des Print- oder Online-Mediums an. Auch das Datum der Veröffentlichung (insbesondere bei Printmedien) können Sie hier nennen, um die Zuordnung zu erleichtern. Ein Muss ist die Bezugszeile aber keineswegs.

    Und noch einen Schritt zurück in die Betreffzeile: Lassen Sie das Wörtchen Betreff weg. Das war früher mal üblich. Heute ist es nicht mehr zeitgemäß. Außerdem zieht es die Betreffzeile unnötig in die Länge.

Betreffzeile Bewerbung Gestaltung

Mit Ihrer Bewerbung wollen Sie den Arbeitgeber von sich überzeugen. Der Inhalt ist von höchster Priorität. Aber auch das Äußere kann über Wohl oder Wehe Ihrer Bewerbung entscheiden.

So ist der erste Eindruck, den die Betreffzeile in der Bewerbung hinterlässt, auch ein optischer. Die formale Gestaltung des Betreffs ist daher nicht unwichtig. Legen Sie große Sorgfalt an den Tag. Das ist bei derGestaltung Ihrer Betreffzeile Bewerbung wichtig:

  • Schriftart

    Zu den Standardtypos zählen Arial und Times New Roman. Damit können Sie in der Bewerbung nichts falsch machen.

    Wichtig ist in jedem Fall, der ausgewählten Schriftart treu zu bleiben. Wählen Sie also eine Schriftart aus und weichen in der gesamten Bewerbung nicht mehr von ihr ab. Wenn Ihre Betreffzeile die Schriftart Arial hat, dann sollte auch der Text des Bewerbungsschreibens Arial aufweisen. Einheitlichkeit beachten!

  • Schriftgröße

    Die Größe sollte von der Schriftart abhängig gemacht werden. Arial wirkt wuchtiger und größer. Daher können Sie eine kleinere Schriftgröße wählen, am besten zwischen 10 pt und 11,5 pt.

    Times New Roman ist feiner. Hier können Sie eine größere Schriftgröße auswählen, damit Ihre Bewerbung gut lesbar bleibt. Zwischen 11 pt und 12 pt sind angemessen.

    Falls Sie sich für eine andere Typo entscheiden, dann passen Sie die Größe individuell an. Faustregel: Der Empfänger sollte Ihre Bewerbung gut und angenehm lesen können. Die Schriftgröße sollte also weder zu groß noch zu klein sein.

  • Struktur

    Früher war es üblich, das Wörtchen Betreff oder die Abkürzung Betr. in die Betreffzeile zu schreiben. Auch heute praktizieren das noch sehr viele Bewerber. Es ist aber nicht mehr zeitgemäß.

    Sie zeigen dadurch nur, dass Sie nicht auf dem neuesten Stand sind oder schlecht recherchiert haben. Punktabzug für mangelnde Professionalität!

    Was in die Betreffzeile Ihrer Bewerbung gehört: die genaue Position, auf die Sie sich bewerben und – sofern vorhanden – eine Kennziffer oder Referenznummer aus der Stellenanzeige.

  • Hervorhebung

    Grundregel: Die Betreffzeile dürfen Sie fetten. Sie ist aber auch der einzige Bestandteil Ihres Anschreibens, den Sie in Fettschrift verfassen sollten.

    So schaffen Sie Struktur und Übersicht. Sie zeigen, dass hier der formale Kopfteil der Bewerbung endet und der inhaltlich wichtige Hauptteil anfängt. Zudem lenkt die Fettung das Auge des Empfängers auf die Betreffzeile. Er ist sofort im Bilde, um was es geht.

    Tabu: Die Betreffzeile unterstreichen – weder zusätzlich zur Fettung noch als Ersatz! Und noch etwas: Bitte setzen Sie ans Ende der Betreffzeile keinen Punkt und schon gar kein Ausrufezeichen(!).

Betreffzeile Bewerbung: Schlechte Beispiele

Betreffzeile Bewerbung – hier sind einige Negativbeispiele. So sollten Sie den Betreff NICHT formulieren:

Bewerbung bei Daimler

Wenig aussagekräftig, wenn man bedenkt, wie viele Bewerbungen einem großen Unternehmen regelmäßig auf den Tisch flattern. Der Empfänger kann erstens nichts damit anfangen – und weiß zweitens selbst, wie er bzw. sein Unternehmen heißt.

Bewerbung in Dortmund

Auch wenn ein Unternehmen mehrere Standorte hat, ist die Location alleine keine ausreichende Info. Wichtiger als der Standort ist die Position, auf die Sie sich bewerben.

Bewerbung als Aushilfe

So kommen wir der Sache schon näher. Allerdings weiß man dennoch nicht, um welche Art Aushilfe es sich denn handelt. Aushilfe im Lager? Oder im Büro? Das sollte noch mit hinein.

Bewerbung auf Ihre Anzeige

Welche Anzeige? Wo ist diese erscheinen? Welche Position soll mit ihrer Hilfe besetzt werden? Diese Infos fehlen.

Betreff: Bewerbung als Landschaftsgärtner

Hier stört das Wörtchen Betreff am Anfang. Der Rest ist so durchaus in Ordnung.

Bewerbung als Softwareentwickler!

Das Ausrufezeichen entwertet die Betreffzeile. Keine Interpunktion im Betreff!

Bewerbung als Koch/Köchin

In einer Stellenanzeige ist Genderneutralität wichtig und sogar gesetzlich vorgeschrieben. In der Betreffzeile einer Bewerbung wirkt sie nicht nur albern, sondern falsch. Schließlich hat der/die Bewerber/in ja ein Geschlecht, mit dem er/sie sich bewerben kann.

Bewerbung um eine Stelle in Ihrem Unternehmen

Das ist zu beliebig. Es sollte schon eine spezifische Position sein.

Bewerbung als Bankkaufmann :-)

Keine Sonderzeichen oder Emoticons bitte — hochgradig unseriös. Möglicherweise käme ein Smiley besser an, wenn Sie sich nicht als Bankkaufmann, sondern als Feelgood-Manager bewerben würden. Aber sicher ist auch das keineswegs…

Bewerbung als Developer

Zugegeben, Softwareentwickler können sich in Ihrer Bewerbung fast alles leisten – erst recht farbig hervorgehobene Betreffzeilen. Für die meisten anderen gilt: Den Betreff bitte nicht farbig markieren.

Bewerbung als Verkäuferin auf Ihre Stellenanzeige in der FAZ vom 08.08.2019 für den Standort Lüdenscheid in Teilzeit mit Aussicht auf Arbeitszeitverlängerung

Bitte nicht ALLE Infos im Betreff unterbringen, sondern nur die wichtigsten.

Betreffzeile Bewerbung: Gute Beispiele

Wie könnte eine gelungene Betreffzeile in der Bewerbung aussehen? Hier sind ein paar Beispiele:

Bewerbung als Java-Entwickler; Kennziffer 6666/666

Alle wichtigen Infos sind enthalten. Das passt!

Bewerbung als Key Account Manager, Referenznummer 9876543

Auch hier steht alles drin, was der Personaler wissen muss.

Bewerbung um eine Stelle als Grafikdesigner
Ihre Stellenanzeige in der Rheinischen Post vom 29.08.2019

Betreff- und Bezugszeile sind wunderbar aufeinander abgestimmt.

Bewerbung als Controller
Ihr Stellenangebot auf karrieresprung.de, Referenznummer: 123/987

Betreff- und Bezugszeile ergänzen sich auch hier sehr gut.

Bewerbung als Sales Manager
Unser Telefonat vom 14.05.2019

So nehmen Sie Bezug auf ein möglicherweise schon stattgefundenes Telefongespräch. Sehr sinnvoll.

Initiativbewerbung als Landschaftsarchitekt

Der Hinweis, dass es sich um eine Initiativbewerbung handelt, erleichtert die Zuordnung.

Bewerbung als Industriemechaniker
Unser Gespräch auf der Jobmesse Hamburg am 16.06.2019

Einen möglichen Erstkontakt in die Bezugszeile integrieren – das ist empfehlenswert.

Bewerbung als Bilanzbuchhalter (IHK)

So können Sie einen konkreten Titel bzw. eine wichtige Kompetenz integrieren, in diesem Fall die IHK-Zertifikation.

Bewerbung für ein Schülerpraktikum als Reiseverkehrskauffrau vom 01.11. bis 15.11.2019

Das ist schon ziemlich lang, aber gerade noch im Toleranzbereich – weil informativ.

Betreffzeile Ausbildung

Hier sind 3 Beispiele für einen guten Betreff für eine Bewerbung um einen Ausbildungsplatz:

Bewerbung um einen Ausbildungsplatz als Systemelektroniker

Bewerbung Ausbildung Mechatroniker

Bewerbung für eine Ausbildung zur Einzelhandelskauffrau

Betreffzeile Praktikum

Hier sind 3 Beispiele für einen guten Betreff für eine Bewerbung um ein Praktikum:

Bewerbung um ein Schülerpraktikum im Elisabeth-Krankenhaus

Bewerbung als Praktikant in der PR-Abteilung

Bewerbung Praktikum Marketing

Betreffzeile Teilzeitstelle

Hier sind 3 Beispiele für einen guten Betreff für eine Bewerbung um eine Teilzeitstelle:

Bewerbung um eine Stelle als Fachkraft für Veranstaltungstechnik in Teilzeit

Bewerbung als Verkäuferin in Teilzeit

Bewerbung um eine Teilzeitausbildung als Erzieherin

Betreffzeile Minijob

Hier sind 3 Beispiele für einen guten Betreff für eine Bewerbung um einen Minijob:

Bewerbung als Verkäufer auf 450-Euro-Basis

Bewerbung für einen Minijob als Lagerhilfe

Bewerbung als Reinigungskraft auf Minijob-Basis

Betreffzeile Duales Studium

Hier sind 3 Beispiele für einen guten Betreff für eine Bewerbung um einen dualen Studienplatz:

Bewerbung für einen dualen Studienplatz International Business

Bewerbung für ein duales Studium in Betriebswirtschaftslehre

Bewerbung auf einen dualen Studiengang im Maschinenbau

Betreffzeile FSJ

Hier sind 3 Beispiele für einen guten Betreff für eine Bewerbung um ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ):

Bewerbung für ein Freiwilliges Soziales Jahr

Bewerbung FSJ Diakonie

Bewerbung für ein FSJ im St. Martin-Kindergarten

Betreffzeile Abschlussarbeit

Hier sind 3 Beispiele für einen guten Betreff für eine Bewerbung um eine Bachelorarbeit oder Masterarbeit:

Bewerbung um einen Betreuungsplatz für eine Bachelorarbeit am Lehrstuhl für Strategisches Management, Innovation und Entrepreneurship

Bewerbung um eine Bachelorarbeit am Lehrstuhl für Arbeits- und Organisationspsychologie

Bewerbung Masterarbeit am Fraunhofer-Institut

[Bildnachweis: Patrick Thomas by Shutterstock.com]

Amerikanischer Lebenslauf: Muster, Tipps und Beispiele

Amerikanischer Lebenslauf Muster Example englisch

Ein amerikanischer Lebenslauf ist heute Standard – auch in Deutschland. Er sieht vor, dass die Stationen nicht chronologisch abgehakt werden, sondern bei der aktuellen Stelle beginnen. Doch Vorsicht: Wer sich in den USA bewerben will, muss im Kopf nochmals umparken. In diesem Fall spricht man von einem Resume. Bewerber müssen ihren Lebenslauf für Amerika stark kürzen. Das ist nicht ganz einfach, hat aber Vorteile…

Amerikanischer Lebenslauf: Vorteile

Üblich ist bei einer Bewerbung heute der tabellarische Lebenslauf. Doch gibt es unterschiedliche Arten, wie ein tabellarischer Lebenslauf aufgebaut sein kann:

  • Chronologisch: Die Schulausbildung steht vorne, dahinter kommen die weiteren Stationen bis zur aktuellen Position.
  • Amerikanisch: Hier ist es genau anders herum. Man beginnt mit dem aktuellen Job und arbeitet sich danach immer weiter in die Vergangenheit vor.

Der amerikanische Lebenslauf ist heute in Deutschland Standard. Ist also in der Stellenanzeige ein tabellarischer Lebenslauf gefordert, sollten sich Bewerber im Zweifel für die amerikanische Variante entscheiden.

Sie bietet ja auch zweifelsfrei Vorteile: Dem Adressaten fällt die aktuelle Stelle des Bewerbers sofort ins Auge, da sie oben steht. Und meist ist sie auch die relevanteste für den neuen Job, zum Beispiel bei Jobwechslern innerhalb einer Branche. Die aktuelle Stelle führt zum neuen Job hin.

Aber: Berufsanfänger, Hochschulabsolventen und Arbeitslose könnten mit der amerikanischen Variante in die Bredouille geraten. Sie verfügen über wenige oder noch gar keine Stationen.

Wer sich aus der Arbeitslosigkeit heraus bewirbt, möchte im Lebenslauf nicht an prominenter Stelle die Station „arbeitssuchend“ hineinschreiben. Taktisch unclever! In so einem Fall können Sie auf die chronologische Variante zurückgreifen.

So sieht ein amerikanischer Lebenslauf aus:

Amerikanischer Lebenslauf Grafik

Amerikanischer Lebenslauf: Inhalt

Bisher haben wir von einem amerikanischen Lebenslauf für eine Bewerbung in Deutschland und in deutscher Sprache gesprochen. Wenn Sie sich hingegen auf englisch in den USA bewerben, dann gilt zwar das gleiche Prinzip: Sie beginnen im Lebenslauf mit Ihrer aktuellen Station und tasten sich dann weiter nach hinten vor.

Aber es gibt Unterschiede: Der Lebenslauf heißt in Übersee zunächst mal Resume. Das Resume ist viel kompakter als der tabellarische Lebenslauf in Deutschland. Es ist nicht mehr als ein Auszug Ihrer bisherigen Laufbahn – und keine vollständige Übersicht. Länger als eine DIN-A4-Seite sollte das Resume nicht sein.

Das Resume beinhaltet nur die Highlights Ihrer bisherigen Karriere: die wichtigsten Stationen, Erfolge und Erfahrungen. Das können – je nach Bewerbung, Unternehmen oder Branche – auch ganz unterschiedliche sein. Wichtig ist vor allem, dass sie zur angepeilten Stelle passen. Alle anderen Informationen halten Sie aus dem Resume heraus.

Was den amerikanischen Lebenslauf in den USA noch ausmacht:

  • Fotos

    Es gibt keine. Fügen Sie Ihrem Resume in den USA kein Bewerbungsfoto bei. Das hat ethische und rechtliche Gründe. Chancengleichheit soll so gewährleistet, Diskriminierung ausgeschlossen werden.

  • Persönliche Angaben

    Hier gilt Ähnliches. Von Angaben zum Alter, Geschlecht, Familienstand oder Religion des Bewerbers bitte absehen.

  • Referenzen

    Referenzen in der Bewerbung sind in den USA sehr wichtig. Mindestens zwei sollten in Ihrem Resume enthalten sein. Ihre Referenzen sollen Ihre Eignung für die angepeilte Stelle belegen. Es sollte sich also um möglichst starke und überzeugende Referenzgeber handeln. In Ihrer Bewerbung sollten Sie vollständige Angaben zu den Referenzgebern machen – Kontaktdaten inklusive. Es ist nicht ungewöhnlich, dass sich Arbeitgeber telefonisch bei ihnen melden.

  • Unterschrift

    Sparen können Sie sich bei einer USA-Bewerbung die Unterschrift unter Ihren amerikanischen Lebenslauf. Auch ein Datum braucht es nicht – ein beträchtlicher Unterschied zur Bewerbung in Deutschland.

Amerikanischer Lebenslauf Aufbau

Der amerikanische Lebenslauf wird in den USA als Resume oder Personal Resume betitelt. Sie können aber auch direkt mit den Personal Details starten. Immerhin ist der Platz auf einer Seite arg begrenzt.

Generell ist der amerikanische Lebenslauf so aufgebaut:

  • Personal Details

    Hierunter fassen Sie Ihren Namen, Adresse, Telefonnummer und E-Mail-Adresse zusammen – mehr nicht. In die erste Zeile gehört der Name, der Rest folgt darunter. Und vergessen Sie nicht, alle Umlaute auszuschreiben (ue statt ü, oe statt ö, ae statt ä). Amerikaner kennen keine Umlaute.

  • Summary

    Die Summary wird auch als Personal Profile bezeichnet. Zwingend notwendig ist diese Rubrik nicht, aber sinnvoll. Sie umschreiben sich und Ihre Persönlichkeit dabei in zwei bis drei Sätzen. Keine Romane schreiben!

  • Objective

    Hier präzisieren Sie, welche Stelle Sie im Unternehmen anstreben. Dies beugt einerseits Missverständnissen vor. Andererseits sollten sie auch Ihre Motivation für die Stelle grob herausarbeiten.

  • Work Experience

    Dafür können Sie auch Professional Experience schreiben. Im Deutschen kennen wir die Rubrik als beruflichen Werdegang. Die einzelnen Stationen Ihrer Karriere in umgekehrt chronologischer Reihenfolge finden hier ihren Platz. Jede Station ergänzen Sie um den Firmennamen, Standort, Zeitraum der Anstellung und die genaue Position im Unternehmen. Auf Erfolge können Sie ebenfalls hinweisen. Unterschied zum deutschen Lebenslauf: Sie müssen nicht sämtliche Stationen unterbringen, sondern lediglich jene zwei oder drei, die für die angestrebte Stelle am relevantesten sind. So gibt es auch keine Lücken im Lebenslauf mehr, die kaschiert werden müssten.

  • Education

    Ihre Schulbildung listen Sie ebenfalls in chronologisch umgekehrter Reihenfolge auf. Die letzte Schule oder Hochschule kommt zuerst. Sie haben hier die Möglichkeit, auch Fort- und Weiterbildungen zu erwähnen. Man nennt sie im Englischen Advanced Training.

  • Special Skills

    Wenn Sie über zusätzliche Fähigkeiten verfügen, die für den Job wichtig sind, können Sie sie unter Skills ins Resume einfließen lassen. Normalerweise finden Personaler hier Fremdsprachenkenntnisse und IT-Kenntnisse.

  • Activities

    Statt von Activities können Sie auch von Engagement sprechen. Ehrenämter finden hier Platz. Auch Hobbys und Interessen dürfen genannt werden. Beschränken Sie sich aber auf diejenigen, die Ihre Fähigkeiten unterstreichen.

Ganz klar: Wenn Sie jede Rubrik gewissenhaft ausfüllen, ist die eine DIN-A4-Seite schnell voll. Die wichtigste Aufgabe ist es daher, zu sortieren, filtern und vor allem KÜRZEN. Nur die Top-Elemente gehören ins Resume. Wenn Sie es nicht schaffen, mit einer Seite auszukommen, zeigt das nur Ihre Unfähigkeit, Sachverhalte auf das Wesentliche herunterzubrechen.

Auch merken Personaler, ob es sich um eine mehrfach verschickte Massenbewerbungen handelt. Das Resume ist immer auf die jeweilige Position zugeschnitten. Dies schließt eine Wiederverwendung aus (gleichwohl können Sie das Dokument natürlich als Vorlage für künftige Resumes nutzen). Geben Sie dem Unternehmen das Gefühl, dass Sie sich ernsthaft mit ihm auseinandergesetzt haben und nur diese eine Stelle wollen.

Die wichtigsten Vokabeln für die USA-Bewerbung

Wenn Sie ein Satzbaukünstler sind, haben wir eine schlechte Nachricht für Sie: Für schriftliche Verrenkungen ist im Resume kein Platz. Geschliffene Sätze und ausschmückende Formulierungen sind hier nicht die richtigen Instrumente. Stattdessen sind Bulletpoints und Schlagwörter Mittel der Wahl.

Versuchen Sie, Begriffe mit Klang und durchschlagender Wirkung zu wählen. Jedes Wort zählt im Resume. Noch mehr als in Deutschland gilt in den USA: Keine falsche Bescheidenheit! Sie bringt Sie dem Job nicht näher. Wer US-Entscheider überzeugen will, muss aufs Ganze gehen. Dafür brauchen Sie Selbstvertrauen – auch im Resume.

Diese Vokabeln können Sie gebrauchen, wenn Sie sich mit einem amerikanischen Lebenslauf in den USA bewerben:

  • Bewerbung
    Job application
  • Anschreiben
    Cover Letter
  • Lebenslauf
    Resume/Curriculum Vitae
  • Persönliche Daten
    Personal Details
  • Persönliches Profil
    Personal Profile
  • Karriereziel
    Career Objective
  • Werdegang
    Work Experience/Professional Experience
  • Hochschulbildung
    Academic Education
  • Fachausbildung
    Professional Training
  • Referenzen
    References
  • Arbeitgeber
    Employer
  • Arbeitnehmer
    Employee
  • Hobbys/Ehrenämter
    Activities/Engagement
  • Unternehmen
    Company
  • Beschäftigungszeit
    Period of Employment
  • Kontaktdaten
    Contact Information
  • Besondere Leistungen/Ehrungen
    Personal Achievements
  • Besondere Fähigkeiten
    Special Skills
  • Mitgliedschaft in Berufsorganisationen
    Affiliation

Amerikanischer Lebenslauf: Muster und Vorlage

So kann ein amerikanischer Lebenslauf für eine Bewerbung in den USA aussehen:

Amerikanischer Lebenslauf Resume Example

Den amerikanischen Muster-Lebenslauf auf englisch finden sie hier zum Downloaden und Bearbeiten:

  • Amerikanischer Lebenslauf Englisch Vorlage: WORD.
  • Amerikanischer Lebenslauf Englisch Vorlage: PDF.

Das könnte Sie ebenfalls interessieren:

[Bildnachweis: fizkes by Shutterstock.com]

Empfehlungsschreiben: Vorlage, Formulierungen, Tipps

Empfehlungsschreiben Stipendium Bewerbung

Empfehlungsschreiben können über Ihren weiteren Werdegang entscheiden. Für ein Stipendium zum Beispiel brauchen Sie eines. Auch als Bewerber können Sie punkten, wenn Sie Ihren Unterlagen eine oder mehrere Empfehlungen beilegen. Darin enthalten ist in der Regel eine Bestätigung der Stärken und Fähigkeiten des Bewerbers. Empfehlungsschreiben sind Allzweckwaffen. Aber sie können auch Schaden anrichten…

Empfehlungsschreiben Anlässe

Empfehlungsschreiben gibt es für verschiedene Anlässe. Man kann sie zum Beispiel als Referenz in die eigene Bewerbung einbauen.

Auch werden Studenten, die sich nach Ihrem Bachelor-Abschluss für einen Master einschreiben wollen, von der Universität gerne gebeten, ein Empfehlungsschreiben eines ehemaligen Dozenten oder Professors vorzulegen. Die Gepflogenheit stammt aus dem angelsächsischen Raum, setzt sich im Zuge der Internationalisierung aber auch in Deutschland immer stärker durch.

Außerdem kann man Empfehlungsschreiben ausstellen für…

  • Praktikum
  • Stipendium
  • Zulassung zu einem Master-Studium
  • Zulassung zu einem MBA-Studium
  • Zulassung zu einem Studium an einer privaten Hochschule
  • Zulassung für einen zulassungsbeschränkten Studiengang
  • Auslandssemester
  • Promotion
  • Festanstellung
  • Jobwechsel
  • Beförderung
  • Bewerbung als Führungskraft
  • Referenz für Freiberufler
  • Anmieten einer Wohnung

In all diesen Szenarien macht es Sinn oder kann es Sinn machen – oder sogar Voraussetzung sein – ein Empfehlungsschreiben vorzulegen.

Empfehlungsschreiben Nutzen

Grundsätzlich sind Empfehlungsschreiben (fast) immer nützlich. Speziell Berufseinsteiger profitieren von ihnen. Sie verfügen noch nicht über viele Arbeitszeugnisse und andere Arbeitsnachweise. Umso wichtiger wird jeder Beleg, der Ihnen Kompetenz und Arbeitseinsatz attestiert. Durch ein Empfehlungsschreiben werten sie eine Bewerbung in jedem Fall auf.

Ein Empfehlungsschreiben ist auch für ehemalige Praktikanten, Trainees, Auslandsstudenten oder Stipendiaten nützlich. Es soll dokumentieren, dass sie Erfahrungen gesammelt und ihre Chefs überzeugt haben. Das Testat wiegt im Zweifel mehr als die besten Noten.

Bei Freiberuflern spricht man häufig von Referenzschreiben. Sie erhalten das Referenzschreiben anstelle eines Arbeitszeugnisses. Freelancer hangeln sich von Job zu Job, müssen also immer wieder neue Arbeitgeber von sich überzeugen. Da helfen Empfehlungen enorm.

Tipp: Fragen Sie als Freiberufler Ihre Auftraggeber aktiv nach Referenzschreiben. Je mehr Sie sammeln, desto größer Ihre Auswahl. Sie müssen in einer künftigen Bewerbung auch nicht sämtliche Referenzschreiben beilegen, sondern nur die wichtigsten oder besten. Das können von Stelle zu Stelle verschiedene sein. Wie Sie als Freiberufler um ein Empfehlungsschreiben bitten, zeigen wir Ihnen gleich…

Freiberufler haben wohlgemerkt keinen Anspruch auf ein Arbeitszeugnis – auch dann nicht, wenn sie etwa sechs Monate ein Projekt geleitet und erfolgreich beendet haben. Anspruch auf ein Arbeitszeugnis haben nur festangestellte Mitarbeiter. Diese Tatsache macht Empfehlungen für Freiberufler umso wertvoller…

Der Unterschied zwischen einem Empfehlungsschreiben und einem Referenzschreiben besteht im Übrigen darin, dass Letzteres allgemein formuliert ist. Das Empfehlungsschreiben ist dagegen an einen konkreten Empfänger gerichtet. Abgesehen davon sind sich beide Formate aber sehr ähnlich.

Empfehlungsschreiben Aufbau

Ein Arbeitszeugnis wird nicht in der Ich-Form verfasst, ein Empfehlungsschreiben aber sehr wohl.

Immerhin handelt es sich beim Referenzgeber um eine natürliche Person, nicht um ein Unternehmen. Darum sind Empfehlungsschreiben auch sehr viel persönlicher als Arbeitszeugnisse. Eine Prise Emotionen dürfen sie durchaus enthalten.

Inhaltlich geht es vor allem um die Fähigkeiten und Fachkenntnisse des Beschriebenen – und um seine Persönlichkeit. Ein paar lobende Worte über die Stärken bzw. den Charakter des Referenznehmers sollten schon fallen.

Diese Elemente beinhaltet ein Empfehlungsschreiben – von oben nach unten:

  • Briefkopf (Vorname, Nachname, Unternehmen oder Organisation)
  • Telefonnummer für Rückfragen
  • Datum
  • Name und Anschrift des Adressaten (nicht die des Bewerbers)
  • Betreff („Empfehlungsschreiben für Max Mustermann“)
  • Selbstvorstellung (kurz)
  • Ausstellungsgrund (z.B. Praktikumsende)
  • Sachliche Empfehlung
  • Erreichte Qualifikationen (z.B. Studienabschluss)
  • Erfolge
  • Subjektive Empfehlung (Soft Skills, Charakter)
  • Datum, Unterschrift

Empfehlungsschreiben Fehler

Natürlich können Empfehlungsschreiber auch eine Menge falsch machen. Es gibt zwar keine Geheimcodes wie im Arbeitszeugnis, aber doch die eine oder andere Falle, in die man tappen kann.

Grundsätzlich kann man davon ausgehen, dass jemand, der Ihrer Bitte um eine Empfehlung nachkommt, Sie auch wirklich loben und weiterempfehlen will. Wer Sie hingegen für unfähig hält, wird erst gar kein Empfehlungsschreiben erstellen.

Darum sollte man selbst übrigens auch nicht jeder Bitte nach einer Referenz nachkommen. Sie kann wieder auf Sie zurückfallen! Hält der Kandidat nicht, was Sie in Ihrer Empfehlung versprechen, beschädigt dies Ihren guten Ruf.

Es gibt aber noch mehr Punkte, die den Wert eines Empfehlungsschreibens nach unten ziehen. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn…

  • der Gutachter eine schlechte Reputation hat.
  • der Text aus lauter abgedroschenen Phrasen und Floskeln besteht.
  • der Text eine einzige Lobhudelei ist, die verdächtig an ein Gefälligkeitsgutachten erinnert.
  • der Text wegen seiner Superlative unglaubwürdig ist.
  • der Gutachter das, was er geschrieben hat, fachlich gar nicht beurteilen kann.

Der letzte Punkt betrifft auch die Online-Empfehlungen, die sich Mitglieder in Business-Netzwerken geben können. Sie laufen meist nach dem Schema „Gibst du mir eine gute Bewertung, gebe ich dir auch eine“ ab. Das ist durchschaubar. Nicht jede Empfehlung ist daher wertsteigernd.

Bewerber aufgepasst!

Empfehlungsschreiben TippsDiese formellen Voraussetzungen sollte ein Empfehlungsschreiben einhalten, wenn Sie es für Ihre Bewerbung verwenden:

  • Nicht länger als eine DIN-A4-Seite
  • Auf Firmenpapier gedruckt, um ihm einen offiziellen Charakter zu verleihen
  • Nicht mehr als 3 Empfehlungsschreiben pro Bewerbung

Zu viele Referenzen in der Bewerbung wirken inflationär. Zwei oder drei überzeugende Referenzen ziehen dagegen, haben Wert. Gleiches gilt für die Empfehlung selbst. Nicht nur überschwänglich loben, sondern dosiert und differenziert. Das ist glaubwürdiger!

Den Professor nach einem Empfehlungsschreiben fragen

Professoren an der Universität werden häufig um ein Empfehlungsschreiben gebeten – allein schon von den vielen Studierenden, die sich um ein Stipendium bewerben wollen. Es muss Ihnen also nicht unangenehm sein, das Gleiche zu tun.

Aber: Eine Bindung zum jeweiligen Professoren sollten Sie schon haben. Er oder sie sollte zumindest wissen, wer Sie sind. Vielleicht haben Sie ein Seminar bei ihm belegt, eine Arbeit geschrieben oder wurden sogar als studentische Hilfskraft eingestellt. Einen Professor zu fragen, der Ihr Gesicht noch nie gesehen hat, wäre dagegen unverschämt.

So fragen Sie den Professor nach einem Empfehlungsschreiben:

  • Termin

    Vereinbaren Sie einen Termin – zum Beispiel per Mail. Einfach so hineinplatzen und nach einer Empfehlung fragen – das ist anmaßend. Eine Absage wäre dann durchaus gerechtfertigt.

  • Genauigkeit

    „Hmm, naja, ich brauche da so eine Empfehlung, in der drin steht, dass ich…“ Falsch! Sagen Sie konkret, um was es geht. Wofür benötigen Sie das Empfehlungsschreiben? Was soll darin zum Ausdruck kommen? Warum glauben Sie, dass Sie eine Empfehlung verdient hätten? Liefern Sie dem Professoren Informationen und Argumente.

  • Motivation

    Präzisieren Sie Ihr Vorhaben. Was ist Ihr Ziel? Der Professor sollte Ihre Beweggründe verstehen – und erkennen, dass Sie hochmotiviert sind. Er sollte nicht den Eindruck gewinnen, dass Ihr Vorhaben nur eines von vielen ist. Motto: Wenn dieses nicht klappt, dann halt ein anderes. Dass es Ihnen am Herzen liegt, sollte vielmehr ersichtlich sein.

  • Unterlagen

    Ein Empfehlungsschreiben macht Arbeit. Machen Sie es dem Professor daher so einfach wie möglich. Liefern Sie alle Unterlagen mit, die er benötigt. Und vermeiden Sie Missverständnisse. Wenn Sie das Schreiben in englischer Sprache brauchen, dann sagen Sie es. Machen Sie sich vorher eine Liste, auf der die wichtigsten Punkte aufgelistet sind. Dann vergessen Sie nichts.

  • Zeit

    Drängeln Sie nicht. An der Uni gibt es viel zu tun – und ehrlich gesagt auch Wichtigeres, als ein Empfehlungsschreiben zu verfassen. Rechnen Sie in Wochen, nicht in Tagen. Fragen Sie nicht erst drei Tage vorher an. Vier bis fünf Wochen Vorlauf sollten Sie einplanen.

So könnten Sie Ihre Bitte um ein Empfehlungsschreiben an den Professor formulieren:

  • Sehr geehrter Professor Beck,

    vor Kurzem habe ich bei meinen Ihnen meine Bachelorarbeit über energiewirtschaftliche Optimierungspotenziale in energieintensiven Unternehmen geschrieben und mit der Note 1,3 bestanden. Nun möchte ich mich für den Master Nachhaltige Energieversorgungstechnologien an der Technischen Universität Chemnitz bewerben und wäre Ihnen sehr dankbar, wenn Sie mir ein Empfehlungsschreiben ausstellen. Die Bewerbungsfrist läuft am xx.yy.zzzz ab. Gerne können wir die Details in einem persönlichen Gespräch besprechen. Ich freue mich auf Ihre Rückmeldung und wünsche Ihnen eine produktive Woche!

Empfehlungen von der Uni

empfehlungsschreiben uni studium professorViele Unis und Hochschulen haben klare Regeln im Umgang mit Empfehlungsschreiben aufgestellt. Ohne vorheriges Gespräch und Unterlagen ist das Anliegen oft aussichtslos.

Hier finden Sie beispielhaft die Merkblätter von drei Universitäten zu Empfehlungsschreiben:

Ehemaligen Chef nach einem Empfehlungsschreiben fragen

Ihren aktuellen Chef um ein Empfehlungsschreiben bitten, damit Sie sich anderweitig bewerben können? Das klingt nach einem schlechten Witz. In der Tat ist dieser Plan in den meisten Fällen nicht zu empfehlen. Es sei denn, Sie haben ein offenes und enges Verhältnis und Ihren Chef längst in Ihre Pläne eingeweiht – und der will Ihnen auch keine Steine in den Weg legen.

Normalerweise aber sollten Sie nur ehemalige Arbeitgeber fragen. Am besten die, mit denen Sie im Guten auseinandergegangen sind. Darum ist Netzwerken übrigens so wichtig. Wenn Sie sich nach fünf Jahren Funkstille wieder melden und sofort eine Empfehlung einfordern, hat das ein Geschmäckle. Motto: Der meldet sich nur, wenn er was will.

So fragen Sie Ihren ehemaligen Chef nach einer Empfehlung:

  • Anruf

    Wenn Sie einen ehemaligen Chef um eine Referenz bitten wollen, dann rufen Sie ihn an. Eine E-Mail ist zu unpersönlich – nur im Notfall eine Alternative (wenn der Chef telefonisch unerreichbar ist).

  • Selbstreflexion

    Fragen Sie wirklich nur, wenn Sie der Überzeugung sind, dass Sie eine Empfehlung auch verdient haben. Und wenn der Ex-Chef dies ähnlich sehen dürfte. Wurden Sie hingegen aus Leistungsgründen gefeuert, dann riecht Ihr Vorhaben eher nach Verzweiflungstat – oder nach einem Aprilscherz.

  • Begründung

    Blicken Sie in die Zukunft und erläutern Ihr Vorhaben. Wo wollen Sie mit dem Bewerbungsschreiben hin? Niemand schreibt gerne eine Empfehlung ins Blaue hinein. Wer weiß, wofür sie verwendet wird? Das könnte schließlich noch auf einen zurückfallen. Versorgen Sie Ihren Ex-Chef daher mit den wichtigsten Informationen.

So könnten Sie Ihre Bitte um ein Empfehlungsschreiben an den Ex-Chef formulieren:

  • Liebe Frau Heineken,

    seit sechs Jahren arbeite ich mit großer Leidenschaft und Begeisterung als Marketingmanagerin im Unternehmen. Sie haben meinen Werdegang in all dieser Zeit begleitet und mich stets gefördert. Dafür möchte ich mich ganz herzlich bei Ihnen bedanken. Ich denke nun, dass es für mich an der Zeit ist, den nächsten Schritt zu gehen. Darum bewerbe ich mich für die intern ausgeschriebene Stelle als Leiterin der neu gegründeten Abteilung für Social-Media-Marketing. Ein Empfehlungsschreiben von Ihnen würde mir dabei sicherlich sehr helfen, weswegen ich Sie hiermit ganz herzlich um eines bitten möchte. Gerne komme ich auch persönlich bei Ihnen Büro vorbei, um die Angelegenheit zu besprechen.

Als Freiberufler nach einem Empfehlungsschreiben fragen

So fragen Freiberufler Ihre Auftraggeber nach einer Empfehlung:

  • Aktivität

    Warten Sie nie einfach ab, bis Sie eine Referenz vom Unternehmen erhalten. Die kommt im Zweifel nie. Fragen Sie aktiv danach. Insbesondere dann, wenn Sie gute Leistungen gebracht haben. Viele Kunden vergessen es schlicht und einfach – oder wollen es vergessen, um Zeit zu sparen.

  • Zitate

    Hat Ihnen ein Team- oder Abteilungsleiter ein Lob ausgesprochen, dann notieren Sie es sich. Fragen Sie, ob Sie das Zitat als Empfehlung verwenden dürfen. Ist Ihr Chef gerade vollauf zufrieden mit Ihnen, wird er Ihnen diesen Wunsch wahrscheinlich nicht abschlagen.

  • Einverständnis

    Sie können Empfehlungen auch auf Ihrer Webseite verwenden. Nur echte Referenzgeber und Unternehmen wirken authentisch. Dafür benötigen Sie aber ein schriftliches Einverständnis. Veröffentlichen Sie keine Empfehlungen ohne schriftliches Einverständnis des jeweiligen Kunden!

  • Firmenpapier

    Ein Empfehlungsschreiben, das auf offiziellem Firmenpapier gedruckt wurde, wirkt hochwertiger. Und es erhöht die Glaubwürdigkeit. Fragen Sie ruhig danach.

So könnten Sie Ihre Bitte um ein Empfehlungsschreiben an einen ehemaligen Auftraggeber formulieren:

  • Hallo Herr Anheuser,

    nachdem Sie vor Kurzem in Rente gegangen sind, möchte ich mich auch auf diesem Wege noch einmal herzlich bei Ihnen für die langjährige und gute Zusammenarbeit bedanken. Es hat mir großen Spaß gemacht und war mir eine Ehre! Ich hoffe, Ihnen gelingt der Übergang in den Ruhestand und Sie können ihn vom ersten Tag an genießen. Mir klingt noch Ihr letztes Lob in den Ohren, als sie sinngemäß sagten: Herr Busch hat uns von Anfang an mit seinem Konzept umgehauen. Und die Umsetzung war sogar noch besser! Dürfte ich Sie damit auf meiner Homepage zitieren? Ich hoffe auf Ihr Einverständnis und grüße Sie auf das Herzlichste.

Empfehlungsschreiben Muster

Dr. Herbert Herbertson
Herbertstraße 1
12345 Herbertsdorf
Telefon: 1234-56789

Empfänger
Anschrift
PLZ Standort

Empfehlungsschreiben für Rollo Roller

Herr Roller hat insgesamt acht Jahre für unser Unternehmen gearbeitet – mit großem Erfolg. Daher bedauere ich es sehr, dass er unser Unternehmen nun verlassen und eine neue Herausforderung annehmen wird. Nichtsdestotrotz kann ich Herrn Roller wärmstens weiterempfehlen.

Rollo Roller hat vom xx.xx.xxxx bis zum yy.yy.yyyy als Position für unser Unternehmen gearbeitet. Von Anfang gefiel mir sein Elan und seine Durchsetzungsstärke. Ich habe ihn zudem als verantwortungsvollen Kollegen kennengelernt, der früh Führungsverantwortung übernommen hat. Als Führungskraft hat er mich nie enttäuscht. Durch seine gute Arbeit haben wir Prozesse im Unternehmen verschlankt und Kosten reduziert. Dass wir in den vergangenen Jahren insgesamt wettbewerbsfähiger geworden sind, verdanken wir auch ihm

Herr Roller genießt daher einen ausgezeichneten Ruf bei Kunden und Kollegen. Ich halte ihn für hochgradig geeignet, um weiterhin Führungsaufgaben in der XX-Branche auszuüben. Seine Einstellung kann ich Ihnen ohne jeden Zweifel empfehlen.

Für etwaige Rückfragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Unterschrift

Ein weiteres Muster-Empfehlungsschreiben zum Download und Bearbeiten finden Sie als Vorlage hier:

Das könnte Sie ebenfalls interessieren:

[Bildnachweis: Gajus by Shutterstock.com]

Jobs in Leverkusen: Aktuelle Stellenangebote bei Bayer und Co.

Jobs in Leverkusen gibt es keineswegs nur bei Chemie-Gigant Bayer. Zahlreiche Zulieferer und Dienstleister haben sich in der Stadt niedergelassen. Karriereperspektiven gibt es hier in der Produktion und Verwaltung, für Controller und Personaler. Wahr ist: Leverkusen ist nicht die Perle des Rheinlands. Ein Geheimtipp ist die Stadt aber schon, wenn man gut verdienen UND günstig wohnen will…

Jobs Leverkusen: Die Stadt

Leverkusen steht ganz im Zeichen des Bayer-Kreuzes. Nur wenige Städte in Deutschland sind so eng mit einem Unternehmen verknüpft wie die Bayer-Stadt – daneben allenfalls noch Wolfsburg mit Volkswagen oder Ludwigshafen mit BASF. So präsent wie früher ist das Bayer-Kreuz aber gar nicht mehr. Nachts bleibt die Beleuchtung aus, um Zugvögel nicht in die Irre zu führen.

Gegründet wurde Leverkusen 1930 durch den Zusammenschluss der Stadt Wiesdorf mit den Gemeinden Schlebusch, Steinbüchel und Rheindorf. Bayer dagegen gibt es schon seit Mitte des 19. Jahrhunderts. Nicht jeder weiß, dass der Chemiekonzern seine Ursprünge in Barmen hat, das heute zu Wuppertal gehört. Erst 1891 verlegte man den Unternehmenssitz nach Leverkusen – das war der Beginn des industriellen Aufstiegs der Stadt.

Auch assoziieren die meistem Leverkusen wohl mit dem Rheinland. Immerhin führt die Rheinschiene direkt an Köln und Leverkusen vorbei nach Düsseldorf. Doch das ist nur die halbe Wahrheit. Leverkusen ist eine Chimäre – halb rheinisch, halb bergisch. Das macht sich nicht nur durch die geographische Lage bemerkbar, sondern auch durch die unterschiedlichen Dialekte, die in Leverkusen gesprochen werden.

Während viele Singles wohl Köln bevorzugen, ist Leverkusen speziell bei jungen Familien beliebt. Vor allem in Hitdorf am Rhein fühlen sie sich immer wohler. Auch in Schlebusch und Lützenkirchen kann man es aushalten. Das sind die beiden teuersten Viertel. Günstiger ist es in Rheindorf – aber manchmal auch unbehaglicher.

Insgesamt besteht die 167.000-Einwohner-Stadt Leverkusen aus diesen Stadtteilen:

  • Wiesdorf
  • Manfort
  • Rheindorf
  • Hitdorf
  • Opladen
  • Küppersteg
  • Bürrig
  • Quettingen
  • Bergisch Neukirchen
  • Schlebusch
  • Steinbüchel
  • Lützenkirchen
  • Alkenrath

Jobs Leverkusen: Der Arbeitsmarkt

Leverkusen steht besser da als der große Bruder Köln. Während die Domstadt eine Arbeitslosenquote von 9,4 Prozent aufweist, sind es in Leverkusen 8,5 Prozent (Stand: Mai 2020).

Dieser Wert liegt aber ebenfalls über dem Schnitt Nordrhein-Westfalens (7,7 Prozent) und ganz Deutschlands (6,1 Prozent). Im Vergleich mit den Städten im Ruhrgebiet ist die Situation in Leverkusen aber geradezu luxuriös. Duisburg hat 12,2 Prozent Arbeitslose, Gelsenkirchen sogar 15 Prozent (!).

Doch steigen die Zahlen derer, die keine Stelle in Leverkusen, kontinuierlich an. Ende 2018 war die Arbeitslosenquote schon auf weniger als 7 Prozent gesunken, infolge der Corona-Pandemie könnte im Jahresverlauf 2020 sogar die 10-Prozent-Marke wieder ins Sichtfeld geraten.

Jobs in Leverkusen: Einstiegsgehälter und Gehaltsniveaus

Von allen Städten in Deutschland ist Leverkusen für Hochschulabsolventen die Nummer eins. Nach der Uni steigt man hier mit durchschnittlich 53.195 Euro brutto pro Monat in den Beruf ein. Zu diesen Ergebnissen kam eine Auswertung der Gehaltsplattform gehalt.de.

Damit lag die Stadt im Rheinland im Gehaltsranking vor Erlangen, München, Stuttgart, Wolfsburg und Frankfurt am Main. Zum Vergleich: In Berlin lag das Einstiegsgehalt für Absolventen nach dieser Berechnung bei rund 40.000 Euro.

Hintergrund: Chemische und Pharmaindustrie zählen zu besonders zahlungskräftigen Branchen. Und da Leverkusen ein Zentrum der Chemie- und Pharmawirtschaft ist, können sich auch die Gehälter sehen lassen. Für IT-Fachkräfte lag Leverkusen mit einem Startgehalt von 54.626 Euro auf Platz drei hinter Erlangen und München. BWLer landen mit einem Einstiegsgehalt von 50.800 Euro ebenfalls auf Platz drei – hinter Ulm und München.

Insgesamt verdient ein Arbeitnehmer in Nordrhein-Westfalen laut gehalt.de durchschnittlich 46.360 Euro jährlich. Fach- und Führungskräfte erhalten laut Stepstone-Gehaltsreport 2019 in NRW 58.846 Euro im Schnitt pro Jahr. Die Xing-Gehaltsstudie 2019 sieht sie sogar bei 71.913 Euro.

Und auch die Bundesagentur für Arbeit bescheinigt Leverkusen Top-Gehälter. Im Median bringt eine Vollzeitstelle hier 4.170 Euro brutto pro Monat ein. Damit zählt Leverkusen zu den wenigen Städten in Deutschland, die die 4.000-Euro-Schwelle überspringen. Dazu zählen beispielsweise auch Wolfsburg, Darmstadt, Stuttgart, Ludwigshafen, Ingolstadt und München.

In Nordrhein-Westfalen ist Leverkusen einsame Spitze. So liegen die Mediangehälter
in Köln (3.696 Euro), Düsseldorf (3.882 Euro) und Essen (3.451 Euro) deutlich darunter. Auch Bonn (3.857 Euro), Münster (3.432 Euro) oder Mülheim an der Ruhr (3.523 Euro) kommen nicht an die Bayer-Stadt heran.

Wichtige Arbeitgeber in Leverkusen

Hier winken Jobs in Leverkusen – das sind die größten Arbeitgeber in Leverkusen:

  • Bayer AG (Chemie, Pharma)
  • Covestro AG (Kunststoff)
  • Lanxess AG (Chemie)
  • Currenta (Industriedienstleistungen)
  • Carcoustics (Automotive)
  • Kronos Titan (Chemie)
  • TMD Friction (Automotive)
  • Bayer Direct Services (Industriedienstleistungen)
  • Bayer Business Services (Industriedienstleistungen)
  • Travelboard (Reise)
  • Mazda Motors (Automobil)
  • Oripharm (Arzneimittelimport)
  • Enbi (Büroartikel)
  • AT-Plan Automatisierungstechnik
  • Wuppermann AG (Metallbau)
  • Momentive Performance Materials (Silikon)
  • Med 360 Grad (Medizinische Dienstleistungen)
  • Tectrion (Industriedienstleistungen)
  • Denso (Chemie)
  • Synlab (Labordienstleistungen)
  • Bayer Leverkusen (Fußball)
  • Klinikum Leverkusen (Gesundheit)
  • Stadt Leverkusen (Verwaltung)

Stellen Leverkusen: Karriereaussichten und Wirtschaft

Leverkusen ist die Bayer-Stadt. Am Rhein ist der Stammsitz des Chemie-Konzerns. Hier arbeiten 10.000 Fachkräfte. Auch mehrere Töchtergesellschaften sitzen in Leverkusen, darunter Bayer Business Services, Currenta und die Vertriebsgesellschaft Bayer Vital.

Nicht zu vergessen die Covestro AG, die aus der Kunststoff-Sparte von Bayer hervorgegangen ist. Mit Bayer und Covestro verfügt die 167.000-Einwohner-Stadt über genauso viele DAX-Unternehmen wie Berlin und Hamburg zusammen (Beiersdorf und Siemens).

Bayer schafft Jobs in Leverkusen in diesen Funktionen und Bereichen:

  • Produktion
  • Verwaltung
  • Marketing
  • Vertrieb
  • Forschung und Entwicklung
  • Strategie
  • Accounting
  • Controlling
  • Human Resources
  • Law and Patents
  • Mergers and Aquisitions

Bayer ist der Hecht im Karpfenteich. Aber er hat ein ganzes Ökosystem mit aufgebaut. So tummeln sich in Leverkusen weitere Chemieunternehmen, Automobilzulieferer, Kunststoff- und Metallverarbeiter und Gesundheitsdienstleister. Die Industrie verlängert die Wertschöpfungskette bis ins Handwerk und den Einzelhandel.

Im Chempark, in dem auch Leverkusen sitzt, sind insgesamt rund 200 Betriebe mit über 32.000 Beschäftigten versammelt. Sie alle profitieren von der zentralen Lage der Stadt am Rhein.

Im Städteranking 2019 des Beratungsunternehmens IW Consult belegte Leverkusen Platz 37 von 71 Großstädten in Deutschland. Die Arbeitsplatzversorgung ist gut, genauso wie die Produktivität. Für die Industrie der Zukunft ist die Stadt gut aufgestellt, sogar die Breitbandversorgung ist Spitze. Kritikpunkt: Es mangelt an kreativen Dienstleistungen.

Jobs bei Bayer in Leverkusen

jobs leverkusen bayerJobs in Leverkusen bei den Chemie-Konzernen Bayer, Covestro oder Lanxess finden Sie hier:

Jobs Leverkusen: Kosten, Lebenshaltung, Mietpreise

Leverkusen steht im Schatten seines großen Bruders Köln. Für das Konto der Leverkusener ist das ein Vorteil. Sie müssen weniger Ausgaben einplanen als die Kölner. Wer in Leverkusen 50.000 Euro im Jahr verdient, müsste in Köln laut Financescout24 über 56.500 Euro einstreichen, um den gleichen Lebensstandard zu erreichen – und das, obwohl beide Städte nur wenige Kilometer voneinander entfernt sind.

In Köln stiegen die durchschnittlichen Mietpreise von 2012 auf 2017 laut Immowelt um 21 Prozent, in Leverkusen nur um 12 Prozent. In Köln liegen sie jetzt bei 10,90 Euro pro Quadratmeter, in Leverkusen bei 7,80 Euro. Auch Düsseldorf (10,40 Euro), Bonn (9,70 Euro) und sogar Bergisch Gladbacher (8,80 Euro) sind teurer als Leverkusen.

Sehr viel günstiger wohnt man innerhalb Nordrhein-Westfalens nur im Ruhrgebiet. Hier liegen die Mietpreise vielerorts unter sechs Euro. Zum Vergleich: In München kostet der Quadratmeter über 18 Euro.

Noch bessere Nachrichten gibt es für Käufer. Die Kaufpreise in Leverkusen sind von 2017 auf 2018 um sechs Prozent gefallen – von 2.350 Euro auf 2.210 Euro. Nur in vier von 80 Großstädten, die die Plattform Immowelt untersucht hat, gab es in diesem Zeitraum sinkende Kaufpreise. Neben Leverkusen zählen dazu Darmstadt, Mönchengladbach und Hagen. Aber: In diesen drei Städten gingen sie jeweils nur um ein einziges Prozent zurück.

Der Quadratmeter kostet in Köln 3.230 Euro, in Düsseldorf 3.320 Euro. Auch Bergisch Gladbach (2.540 Euro) und Bonn (2.710 Euro) liegen oberhalb des Leverkusener Kaufpreisniveaus.

Kontaktdaten und Servicestellen in Leverkusen

Sie wollen sich in Leverkusen selbstständig machen, Ihre Steuererklärung abgeben oder Jobs in Leverkusen suchen? Die wichtigsten Servicestellen hat Karrieresprung übersichtlich für Sie zusammengefasst:

  • Das Finanzamt Leverkusen finden Sie hier.
  • Die Agentur für Arbeit Leverkusen finden Sie hier.
  • Die IHK in Leverkusen finden Sie hier.
  • Die Handwerkskammer zu Köln finden Sie hier.
  • Jobs in Leverkusen finden Sie hier.

Das könnte Sie ebenfalls interessieren:

[Bildnachweis: Thomas Quack by Shutterstock.com]

EDV Kenntnisse im Lebenslauf: Liste, Tipps, Beispiele

EDV Kenntnisse Bewerbung Tipps Lebenslauf Formulierung

EDV Kenntnisse werden in unserer digitalisierten Welt immer wichtiger. Natürlich kommt es auf den Job an: In manchen Fällen reicht simples Office-Wissen, in anderen sind komplexe Big-Data-Anwendungen gefragt. Die Bandbreite ist gewaltig: Es gibt heutzutage Content-Management-Systeme, Business Intelligence-Tools, Programmiersprachen und Datenbanken, Social Media und Sicherheitsarchitekturen. Wer braucht was? Und wo im Lebenslauf gebe ich meine EDV Kenntnisse an? Karrieresprung hilft Ihnen weiter…

EDV Kenntnisse Definition

Das Akronym EDV steht für Elektronische Datenverarbeitung. Es handelt sich im Grunde um einen Uralt-Begriff, der sich schon vor Jahrzehnten in der Bewerbersprache etabliert hat.

Damals meinte EDV die Fähigkeit, elektronische Rechenmaschinen und Computer zu bedienen, zu verwalten und zu warten. Das war in den 80er Jahren durchaus noch ein Alleinstellungsmerkmal, immerhin waren Computer zu der Zeit noch kein alltäglicher Bestandteil des Arbeitslebens.

Heute sind Rechner, Smartphones, Software und Internet am Arbeitsplatz selbstverständlich – in nahezu allen Wirtschaftsbereichen. Der Begriff EDV oder EDV-Kenntnisse im Lebenslauf ist mittlerweile so veraltet wie der Name Raider für Twix. EDV – das klingt nach Windows 95 und Diskettenlaufwerk.

Karrieresprung empfiehlt Ihnen daher, den Terminus nicht in Ihrer Bewerbung zu verwenden.
Dies gilt ebenso für Begriffe wie Computerkenntnisse, PC-Wissen oder Computerfähigkeiten. Greifen Sie lieber auf ein zeitgemäßes Synonyom zurück wie:

  • IT-Kenntnisse
  • IT-Skills
  • IT-Kompetenzen

Was Sie auf gar keinen Fall tun sollten: In der Bewerbung Ihre EDV-Kenntnisse zusammenfassend und undifferenziert mit einer Schulnote wie sehr gut oder gut umschreiben, also so:

  • EDV-Kenntnisse – sehr gut

Damit outen Sie sich als jemand, der in der Zeit stehengeblieben ist. EDV-Kenntnisse (bzw. IT-Kenntnisse) sind heute weit mehr, als den Rechner zu booten und ein Textverarbeitungsprogramm zu starten.

Darunter fällt jegliches Know-how im Umgang mit Computern, sämtliche Skills und Qualifikationen. Es gibt unzählige Programme, Systeme, Programmiersprachen, Algorithmen, Künstliche Intelligenzen. In jedem Beruf sind die Anforderungen an Ihre EDV-Kenntnisse bzw. IT-Skills unterschiedlich.

Bewerber sollten in ihrer Bewerbung daher differenzierter sein. Listen Sie die einzelnen IT-Kompetenzen fein säuberlich im Lebenslauf auf. Karrieresprung zeigt Ihnen, wie das geht…

EDV Kenntnisse Liste

Unter EDV-Kenntnisse fallen zum Beispiel:

  • Textverarbeitungsprogramme (z.B. Microsoft Word)
  • Tabellenkalkulation (Excel)
  • Bildbearbeitungsprogramme und Grafikdesign (Photoshop)
  • Präsentationsprogramme (Powerpoint)
  • Betriebssysteme (Windows)
  • Projektmanagement (Scrum)
  • Programmiersprachen (Java)
  • Datenbankmanagement (SQL)
  • Content-Management-Systeme (CMS)
  • Social Media (Facebook, Instagram, Twitter)
  • Social Media Management (Hootsuite)
  • Netzwerktechnik
  • IT-Security
  • Customer-Relationship-Management-Systeme (CRM)
  • Enterprise-Resource-Planning-Systeme (ERP)
  • Unternehmenssoftware (SAP)
  • Hardware
  • Big Data (Hadoop)
  • E-Commerce
  • Cloud-Kenntnisse (Amazon Web Services)
  • Suchmaschinenoptimierung (SEO) und Suchmaschinenwerbung (SEA)
  • Computer Aided Engineering (CAD)

Je mehr Einzelskills Sie mitbringen, desto größer sind Ihre EDV Kenntnisse insgesamt. Aber: Nicht jeder einzelne Punkt ist zwingend wichtig für Ihre Bewerbung.

Wenn Sie ein wahrer IT-Allrounder sind, dann ist es im Zweifel sinnvoller, sich in der Bewerbung auf die IT-Kenntnisse zu beschränken, die für den jeweiligen Job relevant sind.

Ein Programmierer braucht normalerweise keine SAP-Kenntnisse, muss dafür aber sicher im Umgang mit Programmiersprachen sein. Ein Social Media Manager muss dagegen nicht programmieren können, SEO-Wissen aber bringt ihm jede Menge Pluspunkte. Ein SEO-Experte, der zugleich ein Top-Fotograf ist und exzellent Bilder mit Photoshop bearbeiten kann, hat im Arbeitsalltag mitunter Vorteile.

Achten Sie also genau darauf, was in der Stellenanzeige gefordert wird und was im Beruf wichtig ist. Nur die dafür brauchbaren EDV-Kenntnisse sind in Ihrer Bewerbung relevant – und möglicherweise jene, die Sie so gut beherrschen, dass Ihr Arbeitgeber einen Extranutzen davonträgt. Das könnte Ihnen dann sogar Einkommensvorteile bescheren…

EDV Kenntnisse im Lebenslauf angeben

Eine Bewerbung ohne EDV Kenntnisse? Das ist heutzutage schon fast ein Sonderfall – und in vielen Fällen sogar aussichtslos. Wo aber gebe ich meine EDV-Kenntnisse in der Bewerbung genau an?

Antwort: Ihre EDV-Kenntnisse gehören vor allem in den tabellarischen Lebenslauf. Bilden Sie dafür eine eigene Kategorie (mit der Bezeichnung IT-Kenntnisse) und listen Sie Ihre IT-Skills dort auf – wohlgemerkt nur jene, die relevant sind und/oder die Sie extrem gut beherrschen.

Achten Sie darauf, die IT-Skills möglichst sauber zu strukturieren und zu unterteilen: in Datenverarbeitungsprogramme, Programmiersprachen usw. Bedenken Sie: Personaler mögen kaum etwas so sehr wie Übersichtlichkeit. Diese erleichtert ihnen die Arbeit – und zeigt ihnen außerdem, dass sie es mit einem strukturierten Bewerber zu tun haben.

So könnten Sie Ihre EDV-Kenntnisse im Lebenslauf formulieren:

  • MS Excel (tägliche Anwendung), MS Word (häufige Anwendung)
  • Microsoft Excel (sehr gute Kenntnisse), Microsoft Word (gute Kenntnisse), Adobe Photoshop (Grundkenntnisse)
  • MS Powerpoint (Erstellung von Kundenpräsentationen), MS Photoshop (Bearbeitung von Bildern für die Unternehmenshomepage und Social Media)
  • Sehr gute Kenntnisse in Microsoft Windows, WordPress. Gute Kenntnisse in Linux. Grundkenntnisse in SEO und SEA.
  • Java, PHP, C# (seit 8 Jahren), Ruby, Matlab (seit 5 Jahren), Matlab (seit 2 Jahren), Julia (seit 1 Jahr)
  • Javascript, Java, C++ (Expertenkenntnisse), Ruby, SQL (gute Kenntnisse), Python (Grundkenntnisse)
  • SAP (zertifiziert in SD und PP)
  • Scrum (Licensed Scrum Master seit 2019)
  • SAP FI (seit 2019 in täglicher Anwendung im Vertriebscontrolling)

Nur wenn EDV-Kenntnisse für den Job nicht sonderlich relevant sind, können Sie auf eine eigene Rubrik verzichten und sie mit anderen, den besonderen Fähigkeiten, zusammen einordnen. Beispiel: In einer Bewerbung für einen Nebenjob in der Gastronomie sind EDV-Kenntnisse weniger interessant. Es wäre geradezu merkwürdig, wenn Sie in Ihren Bewerbungsunterlagen extra darauf hinweisen würden.

Auch im Anschreiben können sie auf Ihre EDV-Kenntnisse eingehen – und sollten es sogar, wenn sie für die Stelle relevant sind. Dann aber bitte nicht alle Fähigkeiten herunterrattern, sondern möglichst nur eine Top-Fähigkeit herausstellen und erklären.

6 Tipps für EDV Kenntnisse in der Bewerbung

Wie setzen Sie Ihre EDV Kenntnisse in der Bewerbung gekonnt in Szene? Mit diesen 6 Tipps gelingt es:

  1. Abstufung

    Ein Programmierer beherrscht nicht jede Programmiersprache gleich gut. Eine Bürokraft ist nicht in allen Office-Programmen bewandert. Erleichtern Sie dem Unternehmen die Arbeit, indem Sie Ihre Fähigkeiten sinnvoll abstufen.

    Das geht mithilfe von Schulnoten oder einer Unterteilung in Grundkenntnisse, Fortgeschrittene Kenntnisse und Sehr gute, Experten– oder Hervorragende Kenntnisse (Beispiele siehe oben).

    IT-Skills, über die Sie nicht verfügen, die aber auch gar nicht benötigt werden, lassen Sie direkt außen vor. Es wäre unklug, sich selbst die Note Sechs zu verpassen.

  2. Ehrlichkeit

    Bleiben Sie ehrlich – alles andere hilft weder Ihnen noch dem Unternehmen. Früher oder später kommt heraus, dass Sie die Programmiersprache Python in Wahrheit gar nicht beherrschen.

    Wenn Sie den Job deshalb nicht machen können, werden Sie in ihm weder glücklich noch erfolgreich, sondern fliegen womöglich schon in der Probezeit hinaus. Das beschert Ihnen mittel- bis langfristig also nur Probleme.

    Ein bisschen Übertreibung bleibt aber natürlich erlaubt: Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob sie in der Bewerbung Ihre SAP-Kenntnisse mit einer 2 oder 3 bewerten sollen, dann wählen Sie die bessere Note. Ehrlichkeit? Ja. Understatement? Nein!

  3. Details

    Noch besser als Schulnoten sind konkrete Projekte und Erfolge. Sie haben eine eigene App entwickelt? Ein Computerspiel programmiert? Beim vorherigen Arbeitgeber ein IT-Team geleitet? Dann unbedingt rein damit in die Bewerbung. Nichts ist so effektiv wie eine gute Referenz. Sie hat mehr Aussagekraft als eine Note, die man sich selbst gegeben hat.

    Dabei muss es sich nicht immer um die ganz großen Projekte handeln – auch kleine Erfolge können Eindruck schinden. Es kommt gut generell an, wenn Sie darlegen können, Ihre EDV-Kenntnisse schon in die Tat umgesetzt zu haben.

  4. Zeugnisse

    Eine gute Referenz ist noch wertvoller, wenn sie von einem Dritten beglaubigt wurde. Beispielsweise in Form eines Zeugnisses oder Zertfikats. Dabei kann es sich um Zeugnisse von Modulen, Abschlussarbeiten oder Kursen in der Universität oder ein Zeritfikat von Online-Anbietern wie Coursera oder Udacity handeln.

    Wenn es der Personaler schwarz auf weiß von einer unabhängigen Quelle hat, wertet das Ihre Bewerbung auf.

  5. Netzwerke

    Bringen Sie Ihre Karrierenetzwerke auf Vordermann. Tragen Sie in Ihrem Profil bei Xing- oder Linkedin unbedingt Ihre EDV-Kenntnisse ein – und bereichern Sie Ihre bisherigen Arbeitsstationen mit Details Ihrer Arbeit.

    Tipp: Bei Linkedin können Kontakte Ihre Skills mit einem Klick bestätigen. Auch dies verleiht Ihrer Bewerbung Glaubwürdigkeit. Viele Personaler werden es sich nicht nehmen lassen, einen Blick in Ihre Profile zu werfen.

  6. Daten

    Ihre IT-Erfahrungen können Sie mit Zahlen untermauern. Denn auch im Umgang mit Computern gilt: Übung macht den Meister, langjährige Erfahrung zahlt sich aus. Wenn Sie also schon seit Kindesbeinen programmieren oder Hardwarebastler sind, dann stellen Sie den langen Zeitraum heraus.

    Oder geben Sie den Zeitraum an, in denen Sie an einem wichtigen IT-Projekt gearbeitet haben – oder wie lange Ihre IT-Weiterbildung gedauert hat.

EDV Kenntnisse lernen

EDV Kenntnisse kann man lernen. Manchmal MUSS man sie sogar erlernen, um Chancen auf einen neuen Job zu haben. Nach einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) scheitern vor allem Arbeitslose über 55 Jahre an einer Wiederbeschäftigung, weil sie über zu geringe oder veraltete EDV-Kenntnisse verfügen.

Doch das muss nicht so bleiben. Es ist heute so einfach wie nie zuvor, IT-Kompetenzen zum Leben zu erwecken oder zu revitalisieren. 4 Tipps – hier können Sie EDV-Kenntnisse lernen:

  • Online-Kurse von E-Learning-Anbietern wie Coursera, Edx, Udacity, Linkedin oder openHPI
  • Youtube-Tutorials
  • IT-Schulungen und Workshops von privaten Agenturen oder Anbietern wie der IHK
  • Hackathons von Unternehmen und Organisationen

EDV-Kenntnisse Berufe

Heute kommt kaum noch jemand ohne EDV-Kenntnisse aus. Ingenieure brauchen sie zusehends, Betriebswirte, Steuerberater, Journalisten. Sogar Kellner und Kassierer kommen im Arbeitsalltag nicht mehr ohne elektronische Hilfsmittel aus. Es gibt natürlich weiterhin Ausnahmen, doch die werden immer rarer.

Und dennoch: In manchen Berufen sind IT-Kenntnisse in der DNA verankert, in anderen kann man sie sich „on the job“ aneignen. In folgenden Jobs brauchen Sie definitiv profunde IT-Skills – eine Auswahl:

Das sind die 10 wichtigsten Programmiersprachen 2020

EDV Kenntnisse ProgrammiersprachenEin Sachbearbeiter muss nicht programmieren können, ein Entwickler schon. Laut Entwickler-Umfrage der Online-Plattform Stack Overflow sind das wichtigsten Programmiersprachen 2020:

  • JavaScript
  • HTML/CSS
  • SQL
  • Python
  • Java
  • Bash/Shell/Powershell
  • C#
  • TypeScript
  • PHP
  • C++

Das könnte Sie ebenfalls interessieren:

[Bildnachweis: Dean Drobot by Shutterstock.com]

Jobs in Bielefeld: Aktuelle Stellenangebote in Ostwestfalen

jobs in bielefeld ostwestfalen

Karrieresprung deckt auf: Das Bielefeld-Komplott ist eine Lüge. Die Stadt Bielefeld gibt es wirklich! Und sie hat richtig viel zu bieten. Früher war Bielefeld eine Textilstadt, heute ist sie von Dienstleistungen und Handel geprägt. Familienunternehmen haben die Stadt stark gemacht. Jobs in Bielefeld gibt es in Hülle und Fülle…

Jobs Bielefeld: Die Stadt

Bielefeld liegt in einer der stärksten und vielfach unterschätzten Wirtschaftsregionen Deutschlands. Ihre Innovationskraft ist enorm. Man könnte auch sagen: Ostwestfalen sind die Schwaben Norddeutschlands.

Bielefeld liegt am Rande des Teutoburger Waldes mit seinem legendären Hermannsdenkmal. Als Wohngegend sind vor allem der Westen und das Stadtzentrum beliebt. Große Preissprünge sind seit einiger Zeit im Musikerviertel zu verzeichnen. Familien fühlen sich im Schlachthofviertel wohl.

Sehr beliebt ist auch das Univiertel. Im Zuge der Uni-Renovierung entstehen hier viele neue Wohnungen – nah an der Uni, im Grünen und mit guter Anbindung.

Jobs Bielefeld: Der Arbeitsmarkt

Im Jahr 2018 war die Arbeitslosigkeit in Bielefeld unter die Marke von sieben Prozent gefallen. Im November 2018 lag sie nur noch bei 6,7 Prozent deutlich niedriger als in den Vorjahren. Mittlerweile ist sie wieder in die Höhe geschnellt. Fast 14.000 Bielefelder sind aktuell arbeitslos gemeldet. Das entspricht einer Arbeitslosenquote von 8,7 Prozent (Stand: Mai 2020).

Anfang 2016 waren noch mehr als 16.000 Menschen offiziell ohne Stelle in Bielefeld. Damals lag die Arbeitslosenquote bisweilen bei 9,6 Prozent und näherte sich bedrohlich der Zweistelligkeit.

Die Nachbarschaft steht freilich besser da. Im Kreis Gütersloh verzeichnet die Bundesagentur für Arbeit nur 4,8 Prozent Arbeitslose, in Paderborn 6,2 Prozent, in Herford 6,3 Prozent und in Lippe 6,7 Prozent (Stand: Mai 2020).

Jobs in Bielefeld: Einstiegsgehälter und Gehaltsniveaus

Eine Vollzeitstelle in Bielefeld bringt 3.310 Euro brutto im Monat ein. Das ist der Medianwert, den die Bundesagentur für Arbeit errechnet hat. Median bedeutet: Die eine Hälfte der Gehälter liegt darüber, die andere darunter.

Damit verdient man mit einem Job in Bielefeld etwas mehr als in den Nachbarstädten und -gemeinden Paderborn, Gütersloh, Herford, Lippe und Minden-Lübbecke, wo der Wert jeweils bei etwas mehr als 3.000 bis 3.100 Euro brutto monatlich liegt.

So erklärt sich auch, warum das Medianeinkommen aller Vollzeitbeschäftigten, die in Bielefeld wohnen, bei 3.257 Euro liegt. Dabei werden auch jene mit eingerechnet, die auswärts ihren Arbeitsplatz haben.

Wichtige Arbeitgeber in Bielefeld

Bielefeld ist eine Hochburg des Mittelstands. Viele Unternehmen hier befinden sich noch immer im Familienbesitz.

Auch sind viele Bielefelder Firmen zu überregionalen Marken geworden. Da gibt es zum Beispiel den Fensterhersteller Schüco, gegründet von Heinz Schürmann, oder den Tiefkühlpizzahersteller Dr.Oetker, der bereits Ende des 19. Jahrhunderts von August Oetker begründet wurde.

Das sind einige der größten Arbeitgeber in Bielefeld:

  • Dr. August Oetker KG
  • Schüco International (Bauzulieferer)
  • Goldbeck GmbH (Baugewerbe)
  • Dürkopp Adler (Industrienähmaschinen)
  • Stockmeier Chemie
  • Böllhoff Gruppe (Systemtechnik)
  • DMG Mori (Maschinenbau)
  • ThyssenKrupp Schulte
  • Starrag Group (Maschinenbau)
  • Westfalen-Blatt (Medien)
  • Seidensticker (Textil)
  • Marktkauf Holding (Handel)
  • JAB Anstoetz (Textil)
  • EK/Servicegroup (Handel)
  • Kühne und Nagel (Logistik)
  • Piening (Zeitarbeit)
  • Kantar Emnid (Markt- und Meinungsforschung)
  • Itelligence (IT-Dienstleister)
  • Ruf Jugendreisen
  • Von Bodelschwingsche Stiftungen Bethel (Sozialunternehmen)
  • Klinikum Bielefeld

Die 9 beliebtesten Arbeitgeber in Bielefeld

Jobs in Bielefeld zu vergeben – laut Auswertung des Bewertungsportals Kununu sind das die 9 beliebtesten Arbeitgeber in Bielefeld (Stand: 21. Mai 2019).

Hinweis: Die Nummer 3 der ursprünglichen Top-Ten-Rangliste, die Coaching-Akademie CCA, ist in der Zwischenzeit insolvent gegangen. Übrig geblieben sind diese 9 beliebten Arbeitgeber in Bielefeld:

  • Apsolut (Unternehmensberatung)
  • Consenso Consulting (Unternehmensberatung)
  • Mindsquare (SAP-Beratung)
  • Diamant Software (Software für Rechnungswesen und Controlling)
  • Dr. August Oetker (Nahrungsmittel)
  • Goldbeck (Baugewerbe)
  • ProMediaService (Call Center)
  • Itelligence (SAP-Beratung)
  • Piening (Personaldienstleistungen)

Stellen Bielefeld: Karriereaussichten und Wirtschaft

Bielefeld ist eine alte Leineweberstadt. Auch heute ist der industrielle Kern noch stark – aber er schrumpft. Noch Mitte der 90er Jahre waren in der Industrie mehr Menschen beschäftigt als in Handel- und Dienstleistungsberufen. Das ist heute vollkommen anders.

Rund 450.000 Bielefelder arbeiten mittlerweile in Service-Jobs, die Zahl der Industriejobs dagegen ist auf unter 240.000 gefallen. Das ist übrigens auch der Grund, warum es in der Stadt mittlerweile einen deutlichen Frauenüberschuss gibt. Fast jeder fünfte Einwohner kann einen akademischen Abschluss vorweisen – deutlich mehr als im Umland.

Pro Kopf erwirtschaften die Bielefelder trotzdem weniger als ihre Nachbarn. Während das BIP pro Kopf laut IHK Ostwestfalen 2015 bei knapp 38.600 Euro lag, waren es im Kreis Gütersloh über 46.000 Euro. Auch an den Kreis Minden-Lübbecke (40.300 Euro) kommt Bielefeld nicht heran, mit Paderborn liegt es auf Augenhöhe.

Ohnehin ist Bielefeld – trotz seiner großen Unternehmen – nicht das alles überragende Wirtschaftszentrum der Region. In der Stadt Bielefeld gibt es 170 Industriebetriebe, im Kreis Paderborn aber deren 228 und im Kreis Gütersloh sogar 372.

Wichtige Branchen der regionalen Wirtschaft sind:

  • Möbelindustrie
  • Ernährungsindustrie
  • Maschinenbau
  • Elektrische Ausrüstungen
  • Metallerzeugung und -bearbeitung
  • Gummi- und Kunststoffwaren
  • Gesundheits- und Sozialwesen
  • Einzelhandel, Großhandel

Im Städteranking 2019 von IW Consult liegt Bielefeld auf Platz 43 von 71 deutschen Städten – und verbesserte sich damit im Vergleich zum Vorjahresranking um drei Plätze. Der Arbeitsmarkt in Bielefeld ist grundsolide — und bietet auch älteren Arbeitnehmern< Perspektiven.

Startup Jobs in Bielefeld

startup jobs bielefeldFür seine Familienunternehmen ist Bielefeld schon bekannt. Daneben wächst aber auch ein starkes Startup-Ökosystem heran. Hier sind einige der vielversprechendsten Startups in Bielefeld und Ostwestfalen:

  • Bitcoin.de (Bitcoin-Marktplatz)
  • Zahnarzt-Helden (Dentalgeräte)
  • Margin (Marktplatz für Kryptowährungen)
  • Semalytix (Künstliche Intelligenz)
  • Lieblingskapital (Marktplatz für Sachwerte)
  • Valuedesk (Software)
  • Greenergetic (Online-Vertrieb von Energiesystemen)
  • Talents Friends (HR-Plattformen)
  • Matchmetrics (Fußball-Datenanalyse)
  • Assembly Solutions (Assistenzsystemtechologie)
  • Limoment (Limonade)
  • Persomatch (Personalberatung)
  • Studyhelp (Online-Kurse)

Jobs Bielefeld: Kosten, Lebenshaltung, Mietpreise

Das Leben in Bielefeld ist vergleichsweise günstig. Wer hier 50.000 Euro im Jahr verdient, müsste nach Angaben von Financescout24 in Köln fast 60.000 Euro mit nach Hause nehmen, um sich den gleichen Lebensstandard leisten zu können. Vor allem die Mieten sind in Ostwestfalen deutlich günstiger.

Der Quadratmeter kostete im ersten Halbjahr 2018 laut Immowelt-Analyse 7,30 Euro. Zehn Jahre zuvor lag der Wert noch bei 6,00 Euro. Das entspricht einer Steigerung von 22 Prozent.

Was sich nach viel anhört, ist im Vergleich zu anderen Städten moderat. In Düsseldorf gab es im gleichen Zeitraum eine Preissteigerung um 36 Prozent, in Frankfurt um 42 Prozent und in Kassel sogar um 59 Prozent.

Auch die Städte im Umland verteuerten sich schneller. In Paderborn schnellten die Preise zwischen 2008 und 2018 um 42 Prozent in die Höhe, in Gütersloh um 26 Prozent. Damit ist der Quadratmeterpreis in Paderborn mit 7,50 Euro an Bielefeld vorbeigezogen.

Im Januar 2019 lagen die Quadratmeterpreise in Bielefeld laut Immowelt zwischen 7,50 Euro und 10,20 Euro im Median – je nach Wohnungsgröße. Vor allem größere Wohnungen sind relativ günstig zu haben. Für Wohnungen bis 120 Quadratmeter veranschlagt die Immobilienplattform 6,70 Euro.

Kontaktdaten und Servicestellen in Bielefeld

Sie wollen sich in Bielefeld selbstständig machen, Ihre Steuererklärung abgeben oder Jobs in Bielefeld suchen? Die wichtigsten Servicestellen hat Karrieresprung übersichtlich für Sie zusammengefasst:

  • Ihr Finanzamt in Bielefeld finden Sie hier.
  • Das Jobcenter Bielefeld finden Sie hier.
  • Die IHK Ostwestfalen zu Bielefeld finden Sie hier.
  • Die Handwerkskammer Ostwestfalen-Lippe zu Bielefeld finden Sie hier.
  • Jobs in Bielefeld finden Sie in unserer Jobbörse.
  • Das könnte Sie ebenfalls interessieren:

    [Bildnachweis: Joel Wuestehube by Shutterstock.com]

    Die 11 schlimmsten Fehler im Vorstellungsgespräch

    Fehler im Vorstellungsgespraech Tipps

    Fehler im Vorstellungsgespräch – darüber ließen sich Romane schreiben. Es gibt kleine und große Missgeschicke. Dutzende Fettnäpfchen, Missgriffe und Patzer. Der eine Fauxpas zu viel – oder zu schwerwiegend – kann das vorzeitige Aus bedeuten. Traumjob adé! Aber wer sagt, dass Ihnen im Jobinterview ein dummer Lapsus unterlaufen muss? Fehler im Vorstellungsgespräch: Wenn Sie nicht so auftreten wie die 11 Typen, die wir Ihnen gleich vorstellen, haben Sie die größten Klippen umschifft…

    Fehler im Vorstellungsgespräch: Checkliste

    Im Jobinterview geht es um die Wurst. Gravierende Fehler will man da nach Kräften vermeiden. Und das geflügelte Wort der Fehlerkultur greift hier nicht. Jeder Fehler im Vorstellungsgespräch bringt Ihnen Minuspunkte, in Summe können sie Ihr vorzeitiges Aus bedeuten.

    Hier die wichtigsten Fehler im Vorstellungsgespräch, die Sie tunlichst vermeiden sollten:

    • Unpünktlich erscheinen
    • Lasch die Hand geben
    • Mundgeruch haben
    • Wenig Wissen über das Unternehmen mitbringen
    • überzogene Kritik über das Unternehmen äußern
    • Über den ehemaligen Arbeitgeber lästern
    • Betriebsinterna preisgeben
    • Keine Rückfragen stellen
    • Unangemessene Kleidung anziehen
    • Den Namen des Gesprächspartners vergessen oder falsch aussprechen
    • Keinen Blickkontakt aufnehmen
    • Dem Gegenüber ins Wort fallen
    • Den Gesprächspartner nicht zu Wort kommen lassen
    • Offensichtlich lügen
    • Zu leise oder monoton sprechen
    • Nur mit Ja oder Nein antworten
    • Nicht richtig zuhören
    • Selbstpräsentation vermasseln
    • Text wie auswendig gelernt aufsagen
    • Handy anlassen oder ans Handy gehen
    • Zwischendurch auf die Uhr schauen
    • Gähnen
    • Am Ende des Gesprächs nicht bedanken

    Hier die Checkliste zum Downloaden als PDF.

    Die 11 schlimmsten Fehler im Vorstellungsgespräch

    Ein Vorstellungsgespräch ist ein Slalomlauf. Links und rechts warten die Slalomstangen förmlich darauf, von Ihnen umgenietet und überfahren zu werden. Stets müssen Sie ausweichen, Gas geben und wieder abbremsen, um am Ende als Sieger dazustehen.

    Da gibt es fiese Fangfragen des Personalers, ungeklärte Lücken im Lebenslauf oder nervöse Nesteleien mit den Händen. Fehler über Fehler über Fehler können Bewerber hier aneinanderreihen. Wer zu viele Fehler im Vorstellungsgespräch macht – oder die falschen – ist den Job los, noch bevor er ihn überhaupt hatte.

    Dabei kann dem einen Arbeitgeber völlig egal sein, was dem anderen überaus wichtig ist. Einige Kardinalfehler aber sehen sie alle nicht gerne. Karrieresprung zeigt Ihnen, welche das sind.

    Fehler im Vorstellungsgespräch: Diese 11 Typen sollten Sie im Jobinterview NICHT verkörpern…

    1. Späti

      Wenn schon der Eindruck von Ihnen VOR dem ersten Eindruck miserabel ist, dann ist es um die Bewerbung nicht gut bestellt. Miserabel ist er, wenn Sie zu spät zum Vorstellungsgespräch erscheinen.

      Pünktlichkeit hat oberste Priorität. Fahren Sie rechtzeitig los und planen Sie einen großzügigen Puffer ein, damit Sie für alle Eventualitäten gewappnet sind, die in Form von Staus oder Baustellen lauern.

      Andererseits: Eine halbe Stunde vor Gesprächsbeginn sollten Sie auch nicht am Empfang aufschlagen. Das wirkt so, als hätten Sie sonst nichts zu tun, den Job ganz bitter nötig und würden alles, ja wirklich alles tun, um ihn zu kriegen. Keine gute Ausgangsposition!

      Außerdem setzen Sie Ihren Gesprächspartner damit unter Druck, sich doch bitte zu beeilen. Er oder sie ist davon ganz sicher nicht begeistert. Deshalb: Wenn Sie viel zu früh da sind, bleiben Sie lieber noch 15 Minuten im Auto sitzen und spielen auf Ihrem Handy. Oder setzen Sie sich ins Café um die Ecke.

    2. Tratschmaul

      Schon beim Wort Smalltalk läuft es vielen eiskalt den Rücken runter. Ein Horror! Was sage ich nur zu diesem fremden Menschen?

      Auf der anderen Seite gibt es die Typen, die völlig frei und ungezwungen drauflosquasseln. „Haben Sie da draußen auch diese Kids von Fridays for Future gesehen? Totale Spinner! Wissen Sie, ich habe neulich meine alte Waschmaschine ausgetauscht, weil die so einen hohen Verbrauch hatte. Aber Sie ahnen ja nicht, was…“ Sie merken schon: Freigiebiges Geplauder kann einen schnell in die Bredouille bringen. Wenn die Inhalte mit dem Weltbild des Gegenübers kollidieren. Oder wenn Sie schlicht zu viel Belangloses herausposaunen.

      Natürlich sollen Sie weder einen Maulkorb tragen noch Ihre eigene Meinung zensieren. Mit Ihren Kollegen können Sie hinterher immer noch über Gott und die Welt philosophieren. Im Jobinterview aber ist es strategisch cleverer, sich zurückzuhalten.

      Überlegen Sie sich zwei, drei smalltalk-taugliche Themen zum Einstieg, um im Notfall das Eis zu brechen. Ansonsten konzentrieren Sie sich lieber auf das Fachliche. Aber wer weiß, vielleicht verlangt Ihnen der Personaler noch die eine oder andere persönliche Frage ab. Dann können Sie immer noch loslegen, wenn Sie wollen…

    3. Automat

      Zu einer guten Vorbereitung gehört, dass Sie Informationen über das Unternehmen einholen. Dass Sie sich Rückfragen überlegen, Ihre Selbstpräsentation einstudieren und vernünftige Klamotten rauslegen.

      Aber übertreiben sollten Sie es nicht. Lassen Sie Platz für Improvisation. Mut zur Lücke! Sie können sich nicht auf jede Frage hundertprozentig vorbereiten. Wer zu perfekt auftritt, dem fehlen die Ecken und Kanten. Und diese Ecken und Kanten sind es, die einen Bewerber attraktiv machen.

      Nicht falsch verstehen: Vorbereitung ist wichtig. Gerade für Menschen, die weniger spontan sind. Aber wenn Sie am Ende wie ein Roboter Ihren Text aufsagen, haben Sie nichts gewonnen.

    4. Tiefstapler

      Bescheidenheit ist eine Zier, doch weiter… Alter Spruch, aktuelle Gültigkeit. Understatement lässt auf einen angenehmen, integren und sympathischen Charakter schließen.

      Zu dumm, dass Ihnen dies im Vorstellungsgespräch leider rein gar nichts bringt. Hier tragen Sie lieber zu dick als zu dünn auf. Immerhin will Ihr Gesprächspartner von Ihren Fähigkeiten überzeugt werden.

      Was hätte ein Diego Maradona im Jobinterview gesagt? Nicht gesagt hätte er, dass er im Spiel gerne mal zu unfairen Mitteln greift (die Hand Gottes!), aber ansonsten ein ganz guter Spieler sei. Er hätte gesagt, dass er in der Lage ist, eine gesamte Weltmeisterschaft im Alleingang für sein Team zu gewinnen.

      Die Wahrheit ist: Sie müssen sich verkaufen, selbstbewusst auftreten und vielleicht sogar ein bisschen angeben. Bis zur Toleranzgrenze! Traurig, das sagen zu müssen, aber: Bescheidenheit ist ein Fehler im Vorstellungsgespräch.

      Erst wenn Selbstbewusstsein in Arroganz und Überheblichkeit umschlägt, winken Personaler innerlich ab. Aber auch erst dann.

    5. Schweiger

      Der Personaler spricht, ich antworte. So stellen sich viele Bewerber ein Vorstellungsgespräch vor. Falsche Vorstellung!

      Verharren Sie nicht in der Rolle des passiven Zuhörers. Das Jobinterview ist ein Dialog, kein Verhör. Nicht nur das Unternehmen will erfahren, ob Sie die richtige Besetzung sind. Auch für Sie als Bewerber bietet sich hier eine einmalige Gelegenheit, mehr über die Firma zu erfahren.

      Darum sollten Sie sich gute Rückfragen überlegen und diese auch stellen. Sie demonstrieren so zudem Interesse und Neugier. Keine Rückfragen stellen – großer Fehler im Bewerbungsgespräch!

    6. Eintreiber

      In Zeiten des Fachkräftemangels haben begehrte Spezialisten mehr Verhandlungsspielraum als andere. Den dürfen und sollten sie auch nutzen.

      Aber es geht im Vorstellungsgespräch nicht nur um Sie. Es geht auch um den Bedarf des Unternehmens. Darum, was es sich von Ihnen verspricht und welche Leistung es erwarten darf. Das Preis-Leistungs-Verhältnis muss stimmen – für Sie als Bewerber, aber eben auch für den Arbeitgeber.

      Darum ist es so wichtig, Ihren Marktwert richtig einzuschätzen. Pokern Sie ruhig hoch und verkaufen Sie sich ja nicht unter Wert. Aber stellen sie keine exorbitant überzogenen und völlig abgehobenen Forderungen. Das Unternehmen wird Sie dann nicht einstellen – Fachkräftemangel hin oder her.

      Außerdem wollen sie ja nicht gierig wirken. Und setzen sie dem Gesprächspartner nicht die Pistole auf die Brust. Nach dem Motto: Entweder ich kriege die zwei Tage Home Office pro Woche oder ich komme nicht. Verhandeln: ja, pauschal einfordern: nein.

    7. Phrasendrescher

      „Ich bin ungeduldig. Ein echter Teamplayer. Perfektionist.“ Gähn! Im Vorstellungsgespräch mutieren Bewerber gerne zu Phrasendreschern. Personaler aber haben schätzungsweise schon tausendmal die Adjektive motiviert, lernfähig und belastbar gehört. Dass die Bewerber etwas bewegen wollen oder eine neue Herausforderung suchen.

      Logisch, Sie können nicht (Achtung, Phrase!) das Rad neu erfinden. Wenn Sie wirklich gerne im Team arbeiten, dann erwähnen Sie das. Aber belegen Sie es anhand echter Beispiele aus Ihrem Arbeitsleben. So konkret wie möglich, damit sich Ihr Gegenüber etwas darunter vorstellen kann. Behaupten kann man schließlich vieles.

      Darüber hinaus dürfen Sie natürlich auch gerne nach Vorteilen und Stärken suchen, die nicht so oft verwendet werden. Attribute, die Sie auszeichnen, die aber noch nicht ausgenudelt sind.

      Schließlich gilt es als Erfolgsrezept, neue Wege zu gehen, aus der Masse hervorzustechen, im Sport oder in der Kunst zum Beispiel. Wer einzigartig ist, erhöht seinen Wiedererkennungs- und Marktwert.

    8. Egozentriker

      Na klar, im Bewerbungsgespräch geht es um Sie und Ihre Qualitäten. Aber versuchen Sie dennoch, eine Verbindung zum Arbeitgeber in spé herzustellen. Welche Vorteile hat er von Ihnen?

      Dass Sie so ein smarter und charmanter Typ sind, ist schön für Sie. Aber wie bringt es das Unternehmen voran? Versetzen Sie sich in die Lage des Personalers. Er will eine konkrete Stelle besetzen mit einer Person, die spezielle Aufgaben übernimmt. Legen Sie also dar, wie Sie der Firma genau helfen können. Ihre Skills, Kenntnisse und Netzwerke können Sie zum Wohle der Firma einsetzen, indem Sie…

      Der Personaler muss spüren, dass ein fähiger Kandidat auf ihn wartet, der die Firma weiterbringt. Und nicht einer, dem es nur um die Befriedigung seiner eigenen Bedürfnisse geht, um den Dienstwagen oder das Eckbüro.

    9. Wachsfigur

      Manche halten die Körpersprache für überbewertet. Ihr Gesprächspartner im Jobinterview dürfte sie aber sehr ernst nehmen. Spielt ein Bewerber nervös mit seinen Händen herum, zeugt das von Unsicherheit – zumindest ist dies die Botschaft, die ankommt.

      Versuchen Sie also, Ihren Körper zu beherrschen. Aufrecht hinsetzen, Hände gefaltet in den Schoß legen, Blickkontakt halten. Kräftiger Händedruck, ebenso kräftige Stimme. Die sollten Sie auch aufrechthalten, wenn Sie mit einer unangenehmen Frage konfrontiert werden. Sie dürfen auch gerne gestikulieren und müssen nicht wie eine Wachsfigur auf Ihrem Platz kleben.

      Ungünstig wäre, wenn Sie bei einer fiesen Fangfrage zusammenzucken, in Panik geraten oder anfangen zu stottern. Das können Sie vorher auch trainieren, mit Freunden oder vor dem Spiegel.

      Negative Körpersprache – ein unterschätzter Fehler im Vorstellungsgespräch!

    10. Schlumpergrete

      Nachlässige Kleidung. Ein Anfängerfehler im Vorstellungsgespräch. Wenn Sie sich nicht sicher sind, was Sie überwerfen sollen, dann befolgen Sie die Regel: Lieber overdressed als underdressed. Im Zweifel den Anzug, Hosenanzug oder das Kostüm anziehen.

      Selbstverständlich kommt es auf die Branche und das Unternehmen an. Bei einem Software-Startup dürfen Sie es ruhig wagen, sich im Hoodie als Softwareentwickler vorzustellen. Ihre Einstellungschancen sind hoch – unabhängig vom Outfit. In der Finanzbranche geht es konservativer zu, in der Werbung kreativer. Der Einzelfall entscheidet.

      Es geht aber nicht nur um den Dresscode: Sauber und fusselfrei sollte Ihre Kleidung sein – egal, um welche es sich handelt. Die Hygiene-Basics kennen Sie selbst: Fingernägel schneiden, Haare waschen, solche Dinge. Allerdings merkt man selbst oft nicht, dass man üblen Mundgeruch hat. Vorsichtshalber lieber ein paar Drops einwerfen?

      Bedenken Sie: Ein klitzekleines Detail kann den Gesamteindruck völlig zunichte machen. Ein brauner Soßenfleck auf der Hinterseite Ihres Hemdes. Oder ein winziges, aber doch sichtbares Loch im Strumpf oder ein Hosenstall, den Sie vergessen haben zu schließen. Vor dem Jobinterview noch mal einen genauen Checkup durchführen.

      Modischer Fauxpas – ein Fehler im Vorstellungsgespräch, den Sie unbedingt vermeiden sollten!

    11. Undankwart

      Der letzte Eindruck hallt nach. Vergessen Sie nicht, sich zum Abschied noch einmal herzlich zu bedanken. Für das Gespräch und die Zeit, die man für Sie geopfert hat. Dabei spielt es überhaupt keine Rolle, wie das Gespräch verlaufen ist, ob es gut oder mies war. Ein aufrichtiger Dank gehört sich einfach.

      Wer es versäumt, hinterlässt mindestens einen faden Nachgeschmack. Wenn Sie sich dagegen bedanken, wird der Personaler dies wertschätzen – und sie als Mensch mit guten Umgangsformen in Erinnerung behalten.

      Ein kleiner Baustein, der viel wert ist. Schließlich will man Leute einstellen, die sich zu benehmen wissen…

    Fehler im Vorstellungsgespräch von Unternehmen

    fehler im vorstellungsgespraech von unternehmenBewerber sind nicht die einzigen, die sich Fehler im Vorstellungsgespräch erlauben. Arbeitgeber sind auch nicht gerade perfekt. Nach Angaben der Jobbörse Monster haben 60 Prozent der Jobsuchenden schon einmal ein Angebot aufgrund ihrer Eindrücke im Einstellungsgespräch abgelehnt.

    Wenn der Personaler durch Unpünktlichkeit oder Arroganz glänzt, ist so mancher Interessent innerlich schon wieder aus der Tür. Besonders ärgerlich ist eine schlechte Organisation: Wenn der Raum für das Jobinterview gar nicht gebucht war, der Personalchef kurzfristig lieber einen anderen Termin wahrnimmt oder die Bewerbungsmappe auf unerklärliche Weise verschwunden ist.

    Bewerber wollen merken, dass sich der Arbeitgeber mit ihrer Vita befasst hat – wenigstens ansatzweise. Wenn dagegen nur das Standardprogramm abgespult wird, kommt die Wertschätzung zu kurz. Und eine Prise Emotion darf auch gerne im Spiel sein. Personaler, die sich für den Menschen hinter dem Arbeitnehmer interessieren, machen Lust auf eine Zusammenarbeit. Zu oberflächlich und technisch sollte das Bewerbungsgespräch nicht sein.

    Die größten Fehler im Vorstellungsgespräch von Unternehmen:

    • Schwache Unternehmenspräsentation
    • Unprofessionelles Auftreten der Personaler
    • Schlechte Organisation
    • Unpünktlichkeit
    • Oberflächliches oder zu technisches Gespräch

    Frage an Bewerber: Was war Ihr größter Fehler?

    Im Bewerbungsgespräch begeht man nicht nur Fehler, man wird auch nach ihnen gefragt. Die Frage „Was war Ihr größter Fehler?“ (oder „Was war Ihr größter Misserfolg?“) zählt eindeutig zu den beliebtesten von HR-Mitarbeitern.

    Wie reagieren Bewerber darauf? Fehler verleugnen ist jedenfalls keine realistische Strategie. Geben Sie Fehler zu und suchen Sie auch keinen Schuldigen. Nach dem Motto: Der Rasen war schlecht, der Schiri mies und unser Torwart eine Katastrophe, darum MUSSTE ich ja quasi das Eigentor schießen.

    Aber zeigen Sie gleichzeitig, dass sie aus der Episode gelernt haben. Sie haben den Misserfolg analysiert, Ihre Lehren gezogen und begehen den Fehler kein zweites Mal. Im Gegenteil, Sie sind gestärkt aus der Sache hervorgegangen.

    Fehler im Vorstellungsgespräch erklären – hier sind 3 konkrete Beispiele, wie es funktionieren kann:

    • Frage nach Fehlern: Antwort 1

      Ich habe bei meinem Berufseinstieg ein sehr hohes Einstiegsgehalt verlangt, weil ich von mir einfach maßlos überzeugt war. Das war im Rückblick sehr übertrieben und überzogen. Mittlerweile weiß ich, dass man erst Leistung bringen muss und danach etwas einfordern kann. Verstehen Sie mich nicht falsch, heute bin ich jeden Cent wert, den ich fordere… (der letzte Satz mit einem Augenzwinkern, versteht sich).

    • Frage nach Fehlern: Antwort 2

      Ich musste mal eine Rede vor versammelter Belegschaft halten und es war eine Katastrophe. Ich war hypernervös, habe mich ständig verhaspelt und ohne Übertreibung zum Gespött gemacht. Danach habe ich mir geschworen: Das passiert dir nie wieder! Ich habe einen Rhetorikkurs belegt und zuhause geübt, geübt, geübt. Ehrlich gesagt hatte ich bis heute nicht die Möglichkeit, diese Blamage wieder wettzumachen, weder bei meinem damaligen Arbeitgeber noch anderswo. Aber ich brenne darauf, genau das irgendwann zu tun, vielleicht ja sogar bei Ihnen…

    • Frage nach Fehlern: Antwort 3

      Nach meinem Studium wollte ich unbedingt bei Siemens anfangen, weil es damals mein absoluter Traumarbeitgeber war. Ich bin siegesgewiss zum Vorstellungsgespräch gefahren, aber es ging richtig in die Hose. Ich hatte mich nicht genügend vorbereitet und habe geglaubt, dass alles ganz von alleine läuft. Nicht bewusst war mir, dass ich mich auch als Traumarbeitnehmer von Siemens präsentieren musste, um den Job zu bekommen. Habe ich aber nicht. Die Geschichte war mir eine Lehre. Seitdem bereite ich mich, wenn ich einen Job wirklich will, absolut gründlich und gewissenhaft auf ein Jobinterview vor. Darum bin ich heute auch so gut vorbereitet…

    Wichtige Anmerkung: Zu gravierend darf Ihr Fehler nicht gewesen sein. Wenn Sie illegale Geschäfte gemacht oder Ihren Chef hintergangen haben, dann können Sie zwar auch daraus gelernt haben und längst auf die gute Seite gewechselt sein. Erwähnen sollten Sie den Fehler im Vorstellungsgespräch trotzdem nicht. Niemand stellt wissentlich Lügner, Betrüger, Diebe und sonstige Ganoven ein…

    Das könnte Sie ebenfalls interessieren:

    [Bildnachweis: fizkes by Shutterstock.com]

    Gesprächsführung im Vorstellungsgespräch: Strategie, Tipps, Fehler

    Gespraechsfuehrung im Vorstellungsgespraech Tipps

    Der Personaler übernimmt die Gesprächsführung im Vorstellungsgespräch, denken viele Bewerber. Er stellt die Fragen, er gibt die Richtung vor. Das ist auch nicht ganz falsch. Aber in der Rolle des reinen Fragenbeantworters, der nur den Mund aufmacht, wenn er gefragt wird, sollten Sie nicht verharren. Ganz im Gegenteil, gute Bewerber übernehmen die Kontrolle über ein Gespräch. Ganz einfach ist es allerdings nicht. Was eine gute Gesprächsführung im Vorstellungsgespräch ausmacht…

    Gesprächsführung im Vorstellungsgespräch: Probleme

    Viele Bewerber glauben, die Gesprächsführung im Vorstellungsgespräch obliege dem Interviewer. Das ist auch nicht ganz falsch. Er oder sie ist es schließlich, der die Fragen stellt, die Qualifikationen auf den Prüfstand stellt, den besten Kandidaten für die vakante Stelle finden will.

    Auf der anderen Seite ist es der Bewerber, der größtenteils redet. Der Redeanteil in einem Bewerbungsgespräch sollte bei ungefähr 30 zu 70 liegen. 30 Prozent der Zeit spricht der HR-Mitarbeiter, 70 Prozent der Zeit parliert der Bewerber.

    Viele Bewerber wünschen sich zudem ausdrücklich ein Vorstellungsgespräch „auf Augenhöhe.“ In einer Umfrage des Personaldienstleisters Softgarden äußerten fast drei Viertel der Befragten diesen Wunsch. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass Vorstellungsgespräche oftmals eben NICHT auf Augenhöhe geführt werden, sondern eher einem Verhör oder gar einem Inquisitionstribunal gleichen.

    Augenhöhe meint Wertschätzung – und Wertschätzung fängt schon bei den vermeintlichen Petitessen an. Wer dem Bewerber zu Beginn nicht mal ein Glas Wasser anbietet oder ihn minutenlang warten lässt, drückt keine Achtung vor jemandem aus, der möglicherweise eine lange Anreise hinter sich oder sich tagelang auf den Termin vorbereitet hat. Bewerber wollen ein Gespräch führen, keiner Frage-Antwort-Runde beisitzen. Sie wollen überzeugt werden.

    Aber sie können auch durch ihre eigene Art der Gesprächsführung dazu beitragen, dass der Termin zum Erfolg wird…

    Gesprächsführung im Vorstellungsgespräch: Basics

    Es gibt die verrücktesten Situationen: Da erscheinen Bewerber in Begleitung eines Elternteils oder Freundes. Sobald der Interviewer eine Frage stellt, übernimmt der Begleiter die Gesprächsführung. Alles schon da gewesen!

    Es versteht sich hoffentlich von selbst, dass Sie auf solche Ideen gar nicht erst kommen. Nicht mal dann, wenn Sie sich mit 16 für ein Praktikum oder einen Ausbildungsplatz bewerben, hochgradig unerfahren, scheu, verunsichert – und rhetorisch noch arg ungeschliffen sind. Macht nichts! Mit etwas Übung werden Sie und Ihre Gesprächsführung immer besser. Aber ohne den gelegentlichen Sprung ins kalte Wasser erzielt man nun einmal keine Fortschritte…

    Der erste Tipp für eine gelungene Gesprächsführung im Bewerbungsgespräch lautet daher: Machen Sie sich nicht klein. Geben Sie die Gesprächsführung nicht komplett aus der Hand. Es handelt sich ja schließlich um ein Bewerbungsgespräch, nicht um ein Bewerbungsverhör oder einen Bewerbungsmonolog.

    Dass Sie überhaupt zum Jobinterview eingeladen worden sind, sollte Ihr Selbstvertrauen gestärkt haben. Sie haben die erste Hürde überstanden, der Arbeitgeber ist an Ihnen interessiert. Sehr positiv!

    Gut vorbereiten sollten Sie sich in jedem Fall auf das Interview. Wichtig ist vor allem, typische Fragen im Vorstellungsgespräch zu antizipieren (und zu kontern) und selbst gute Rückfragen in petto zu haben.

    Am besten, Sie bringen Ihre Punkte ehrlich und authentisch rüber. Was abgedroschen klingt, dient der Partnerfindung. Sie selbst wollen auch wissen, ob das Unternehmen zu Ihnen passt. Wenn Sie mit offenen Karten spielen, fällt beiden die Partnerwahl leichter. Wie Sie das konkret in die Tat umsetzen, verraten wir Ihnen gleich…

    Gesprächsführung im Vorstellungsgespräch: Vorbereitung

    Ein erfolgreiche Gesprächsführung im Vorstellungsgespräch setzt diese drei Dinge voraus:

    1. Bewerbungsunterlagen

      Ihre eigenen Bewerbungsunterlagen sollten Sie kennen. Schauen Sie vorher unbedingt noch mal hinein. Sonst erwischt man sie womöglich auf dem falschen Fuß. Wenn Sie sich an das Praktikum bei der Konkurrenzfirma nicht mehr erinnern oder Ihr Französisch, das Sie im Lebenslauf mit fließend angegeben haben, in Wahrheit aus ein paar Brocken besteht, macht das Ihre Vorstellung zu einer Farce.

    2. Informationen

      Der Personaler erzählt und fragt und macht und tut – und Sie verstehen nur Bahnhof. Sie müssen Ihr zukünftiges Unternehmen nicht aus dem Effeff kennen, aber die wichtigsten Infos sollten sitzen. Wenn Sie sich bei Volkswagen bewerben, aber Elektroautos für ferngesteuerte Spielzeuge halten, können Sie das Gespräch vergessen. Ein Gespräch kontrollieren, das eben nicht auf Augenhöhe stattfindet, ist unmöglich.

    3. Namen

      Dieser Punkt ist viel wichtiger als man denkt. Merken Sie sich die Namen Ihrer Gesprächspartner und reden Sie sie auch persönlich mit Namen an. Das zeugt von Wertschätzung. Ein Gespräch besteht immer aus zwei Parteien. Und gelingen kann es nur, wenn beide Seiten der jeweils anderen mit Respekt begegnen. Auch die Position bzw. Funktion Ihrer Gesprächspartner sollten Sie sich unbedingt merken.

    Gesprächsführung im Vorstellungsgespräch übernehmen

    Sie sollen das Gespräch kontrollieren, nicht dominieren. Das ist ein gewaltiger Unterschied. Zunächst ist es logisch, dass der Personaler die Gesprächsführung übernimmt. Er hat Sie eingeladen, er stellt die Fragen, er will etwas über Sie erfahren, er stellt den Arbeitgeber vor.

    Aber Sie können als Bewerber dennoch kontrollieren, welche Botschaften Sie vermitteln. Welchen Eindruck Sie hinterlassen und was Sie zum Ausdruck bringen. Das fängt mit der Selbstpräsentation an. Die Stationen und Erfolge, die Ihnen am wichtigsten sind, legen Sie ausführlicher dar als jene, die weniger durchschlagend waren.

    Auch andere typische Personalerfragen sind so gestrickt, dass Sie das Heft in der Hand behalten können.

    Wenn Sie sich gut vorbereitet haben, läuft es so: Der Personaler fragt, aber Sie kontrollieren das Gespräch.

    Übrigens: Zu einer guten Gesprächsführung gehört auch das betonte Schweigen. Warten Sie ruhig mal einige Sekunden mit Ihrer Antwort. So demonstrieren Sie Souveränität.

    Und halten Sie auch das Schweigen Ihres Gegenübers aus. Fatal: Wild drauflosplappern, um eine unangenehme Stille zu durchbrechen. Bleiben Sie cool und schweigen Sie mit – ein Geheimtipp für jedes Bewerbungsgespräch und jede Verhandlung.

    Gesprächsführung im Vorstellungsgespräch: Gefahren

    Schwieriger wird es bei sogenannten Stressfragen. Die sind speziell darauf ausgelegt, Sie aus der Reserve zu locken und Ihnen die Schweißperlen ins Gesicht zu treiben.

    Dies ist der Zeitpunkt, an dem viele Bewerber die Kontrolle verlieren. Wenn sie rot anlaufen, nervös mit den Händen spielen oder anfangen zu nuscheln. Oder, wenn sie etwas anderes sagen als das, was sie eigentlich zum Ausdruck bringen wollten.

    Grundsätzlich: Es ist nicht schlimm, mal auf dem Schlauch zu stehen! Wichtiger ist, wie Sie damit umgehen. Bleiben Sie vor allem ruhig. Versuchen Sie, sich mit einem Kommentar Zeit zu erkaufen. So einem wie: „Knifflige Aufgabe, die Sie mir da stellen.“ Sie können Ihre Antworten auch im Nachhinein korrigieren oder präzisieren, ohne als Windbeutel dazustehen. Fangfragen erfordern dies mitunter. Nur Mut!

    Und selbst wenn Sie mehr schlecht als recht aus dieser Gesprächsphase herausgekommen sind, ist die Chance noch nicht vertan. Sie können das Ruder wieder in die Hand nehmen. Diese Möglichkeit bietet sich vor allem, wenn der Personaler die berühmte Frage stellt: Haben Sie noch Fragen an uns?

    Speziell auf diese Frage sollten Sie gut vorbereitet sein und eine oder zwei Rückfragen aus dem Hut zaubern…

    Gesprächsführung: 3 unterschätzte Fehler

    gespraechsfuehrung im vorstellungsgespraech fehlerAchtung – diese drei Fehler machen die beste Gesprächsführung im Vorstellungsgespräch zunichte:

    1. Handy

      Wenn es während des Jobinterviews bimmelt, ist das noch keine Katastrophe. Jeder kann mal vergessen, sein Handy rechtzeitig auszustellen. Ihre Reaktion ist es, die zählt. Und die kann nur so aussehen: Sie entschuldigen sich, drücken den Anruf sofort weg und schalten das Smartphone aus. Wehe dem, der noch mehrere Sekunden wie gebannt aufs Display starrt, um zu sehen, wer gerade anruft oder gar rangeht (das können und sollten Sie in familiären Notlagen natürlich tun, aber auch nur dann)!

    2. Uhr

      Bitte niemals auf die Uhr blicken, auch nicht heimlich! Und schon gar nicht mehrfach. Weder auf die Armbanduhr oder Smartwatch noch auf die Uhr an der Wand. Das zeigt entweder, dass Sie Langeweile leiden oder sich wünschten, der Zeiger liefe noch viel schneller. Ein ehrliches Interesse am Job drücken Sie dadurch jedenfalls nicht aus. Was Sie im weiteren Laufe des Vorstellungsgesprächs sagen oder nicht sagen, spielt jetzt schon fast keine Rolle mehr.

    3. Laberei

      Nervosität zeigt sich darin, dass man sich gar nicht traut, etwas zu sagen – oder dass man den Gegenüber komplett zutextet. Smalltalk als Eisbrecher – schön und gut. Aber halten Sie sich ein wenig zurück. Quasseln Sie nicht ohne Punkt und Komma drauflos. Sprechen Sie langsam und deutlich. Posaunen Sie keine Belanglosigkeiten heraus. Bleiben Sie cool und souverän. Das wird im Job auch von Ihnen erwartet.

    Gesprächsführung am Ende des Vorstellungsgesprächs

    Sobald der Gesprächspartner mit den Rückfragen startet, bietet sich Ihnen noch eine ganz andere Gelegenheit. Sie können Punkte, die Ihnen wichtig, aber noch nicht zur Sprache gekommen sind, ins Gespräch einweben. Oder Dinge klarstellen, wenn sie einer Klarstellung bedürfen.

    • Bevor ich Ihnen meine Fragen stelle, würde ich gerne noch eine Sache sagen: Und zwar ist es, glaube ich, vorhin nicht ganz deutlich geworden, dass…

    Das klingt für Sie vielleicht verwegen, ist aber völlig legitim. Sie führen ein Gespräch (!) und sind kein Antworten-Automat. Dazu gehört, dass Sie selbst ansprechen können, was Sie für wichtig erachten. Nur arrogant oder anmaßend sollten Sie dabei nicht wirken.

    Und noch ein Hinweis: Sie dürfen die Aspekte, die für Sie relevant sind, auch gerne in einem Notizbuch notieren und mit ins Jobinterview nehmen. Und sich während des Gesprächs neue Notizen machen. So wirken Sie gut vorbereitet und engagiert.

    Nein, jedem Personaler gefällt auch das sicher nicht. Es gibt tatsächlich welche, die nur Mitarbeiter suchen, die folgen und keine unangenehmen Fragen stellen. Das ist auch in Ordnung. Völlig ok ist es auch, wenn sie so jemand sein wollen. Aber Sie können eben auch jemand anderes sein…

    Gesprächsführung: Checkliste

    Die wichtigsten Tipps für eine gute Gesprächsführung im Bewerbungsgespräch in der Übersicht:

    • Reden Sie Ihre Gesprächspartner mit Namen an.
    • Holen Sie die notwendigen Informationen über das Unternehmen ein und lassen Sie Ihr Wissen im Laufe des Gesprächs einfließen („Sie wissen ja durch Ihr Werk in Malaysia auch, dass die Uhren in Südostasien anders ticken…“)
    • Überlegen Sie sich vorher, welche Ihrer Fähigkeiten und Kompetenzen Sie unbedingt anbringen möchten.
    • Legen Sie sich ein oder zwei Themen für den Smalltalk zu Beginn des Gesprächs zurecht.
    • Trainieren Sie Ihre Antworten, aber lernen Sie sie nicht auswendig.
    • Üben Sie Ihre Selbstpräsentation vor dem Spiegel.
    • Antizipieren Sie mögliche Fragen des Personalers, die sich aus Ihrem Lebenslauf ergeben (z.B. Lücken im Lebenslauf, vorherige Stationen, Studienwahl, Häufigkeit der Jobwechsel usw.).
    • Bereiten Sie zwei oder drei smarte Rückfragen für den Personaler vor.
    • Reden Sie langsam, aber nicht behäbig – und deutlich, aber gerne lebendig.
    • Lassen sich nicht hetzen oder unter Druck setzen – auch nicht durch Fangfragen.
    • Bereiten Sie ein oder zwei solide Floskeln vor, um im Notfall Zeit zu gewinnen („Das ist eine sehr schwierige Frage.“ „Lassen Sie mich da bitte noch mal kurz drüber nachdenken.“).
    • Fallen Sie Ihrem Gesprächspartner nie ins Wort.
    • Bedanken Sie sich am Ende des Gespräch und verabschieden sich höflich – egal, wie gut oder schlecht es gelaufen ist.

    Gesprächsführung im Vorstellungsgespräch für Interviewer

    gespraechsfuehrung im vorstellungsgespraech interviewer tippsAuch für Unternehmen und Personalabteilungen gewinnt das Thema Gesprächsführung im Vorstellungsgespräch an Relevanz. Immerhin müssen sie fähige Fachkräfte für sich gewinnen – und davon gibt es auf dem Arbeitsmarkt mitunter nicht (mehr) so viele.

    Manche schwören dabei auf die personenorientiere Gesprächsführung nach Rogers. Carl Rogers war ein US-amerikanischer Psychologe des 20. Jahrhunderts. Die von ihm geprägte Gesprächstechnik betont das aktive, einfühlende Zuhören. Der Interviewer signalisiert seinem Gesprächspartner durch Gesten, dass er ihn versteht, etwa durch Blickkontakt, Kopfnicken und verbale Bestätigungen wie Ja, Ach so, Hm oder OK.

    Der Interviewer sollte sein Gegenüber nicht unterbrechen; auch nicht, um weiterführende Fragen zu stellen. Der Bewerber soll sich verstanden und akzeptiert fühlen. Dazu zählt auch, auf Wertungen vorerst zu verzichten. Schnell aufs Handy oder auf die Uhr schauen oder gar die Augen verdrehen – solche Gesten bewirken das Gegenteil und zeigen, dass es mit dem Interesse in Wahrheit nicht weit her ist.

    Die wichtigsten Tipps für eine gute Gesprächsführung im Vorstellungsgespräch für den Interviewer:

    • Bereiten Sich gut auf das Bewerbungsgespräch vor, indem Sie sich genügend Zeit für die Sichtung der Bewerbungsunterlagen nehmen.
    • Stellen Sie sicher, dass Sie sich für den festgelegten Zeitraum (z.B. 30 Minuten) ungestört und ohne Termindruck unterhalten können, etwa durch eine rechtzeitige Buchung des Konferenzraumes.
    • Erstellen Sie einen groben Leitfaden für das Vorstellungsgespräch, aber lassen Sie Raum für Spontanität und Improvisation.
    • Legen Sie vorher fest, welche Fähigkeiten und Qualifikationen Sie unbedingt abfragen möchten.
    • Bereiten Sie sich auf mögliche Rückfragen des Bewerbers vor.
    • Begrüßen Sie den Bewerber höflich bis herzlich und beginnen mit Smalltalk, um die Situation aufzulockern.
    • Formulieren Sie nach Möglichkeit offene Fragen, die es dem Bewerber erlauben, in einen Redefluss zu kommen.
    • Teilen Sie dem Bewerber am Ende des Gesprächs mit, wie der weitere Verlauf ist und bedanken Sie sich ausdrücklich für sein Kommen und seine Zeit.

    Das könnte Sie ebenfalls interessieren:

    [Bildnachweis: Sergey Nivens by Shutterstock.com]

    Jobs in Oldenburg: Aktuelle Stellenangebote im Oldenburger Land

    jobs in oldenburg vollzeit teilzeit

    Jobs in Oldenburg gibt es vor allem für Akademiker. Zahlreiche IT- und Technologiefirmen haben sich im Nordwesten Niedersachsens angesiedelt. Die ganz großen Namen hat die Oldenburger Firmenlandschaft zwar nicht zu bieten. Dafür gibt es hier einen innovativen Fotodienstleister, der mit der (digitalen) Zeit geht…

    Jobs Oldenburg: Die Stadt

    Der Oldenburger ist ein kräftiger, sportlicher Typ. Damit ist die Pferderasse gemeint, ein Symbol der Region. Kräftig ist auch Oldenburgs Nationalgericht: Grünkohl. Eine Vitamin-C-Bombe, die nicht auf jeden anziehend wirkt. In Oldenburg aber ist man ganz versessen auf das Wintergemüse – und wählt sogar regelmäßig einen Grünkohlkönig.

    Genauso grün ist es im Schlossgarten, dem Prunkstück der Stadt. Das Schloss wurde Anfang des 17. Jahrhunderts gebaut, als Residenz des Grafen Anton Günter von Oldenburg. Heute genießen hier alle Oldenburger den Sommer.

    Wem das Kleinod nicht genug ist, der fährt einfach 20 Kilometer gen Westen nach Bad Zwischenahn. Im pittoresken Luftkurort erholen sich Gestresste und Erschöpfte. Am Zwischenahner Meer können sie – auch wenn kerngesund – die Seele baumeln lassen.

    Vor allem junge Akademiker zieht es wegen der Wissenschaftsinstitute in den Norden. Sie lassen sich besonders gerne in den Stadtteilen Ziegelhof und Haarenesch nieder. Das Gerichtsviertel zählt genauso zu en Top-Wohnlagen wie die Stadtmitte und Bürgeresch. Zu den unschöneren Gegenden zählt das Kennedyviertel rund um die Kennedystraße, die für manche schon zu einem Angstort geworden sein soll.

    Jobs Oldenburg: Der Arbeitsmarkt

    In Oldenburg stottert der Jobmotor. Im Mai 2020 gab es 7.145 Arbeitslose in der 170.000-Einwohner-Stadt. Das entspricht einer Arbeitslosenquote von 7,4 Prozent. Ein Jahr zuvor betrug die Quote nur 5,9 Prozent (Juni 2019).

    Damit liegt die Oldenburger Quote deutlich über dem Wert für ganz Niedersachsen von 6,0 Prozent (Stand: Juni 2020). Besser sieht es im Landkreis Oldenburg aus. Hier beträgt die Arbeitslosenquote nur 3,8 Prozent. Der Landkreis Oldenburg besteht aus diesen Gemeinden:

    • Dötlingen
    • Ganderkesee
    • Großenkneten
    • Harpstedt
    • Hatten
    • Hude
    • Wardenburg
    • Wildeshausen

    Zum Vergleich: Leer im Osten kommt auf 6 Prozent Arbeitslosigkeit, die Stadt Bremen im Westen auf 10,8 Prozent und Wilhelmshaven im Norden gar auf 12 Prozent. Lediglich Cloppenburg und Vechta im Süden können gegen die Regionalmetropole bestehen. In Cloppenburg sind es 4,6 Prozent Arbeitslose, in Vechta 4,5 Prozent (Stand: Juni 2020).

    Jobs in Oldenburg: Einstiegsgehälter und Gehaltsniveaus

    Niedersachsen zählt nicht zu den Bundesländern mit den höchsten Gehältern. Das Durchschnittsgehalt zwischen Harz und Küste liegt nach Angaben von gehalt.de bei 41.310 Euro brutto im Jahr. Im benachbarten Hessen sind es 10.000 Euro mehr. Niedersachsen liegt damit nur auf Rang 10 von 16 Bundesländern.

    Uni-Absolventen steigen hier mit rund 42.000 Euro brutto jährlich in den Beruf ein. In Hessen stehen abermals 10.000 Euro mehr zu Buche. Lehrlinge kommen nach erfolgreicher Ausbildung in Niedersachsen auf ein Gehalt von rund 28.000 Euro brutto im Schnitt.

    Für Fach- und Führungskräfte weist der Stepstone-Gehaltsreport 2019 ein niedersächsisches Durchschnittsgehalt von 53.545 Euro aus.

    Auch Oldenburg ist keine Stadt, in der es Gold regnet. Laut Bundesagentur für Arbeit kann ein Vollzeitbeschäftigter mit einem Job in Oldenburg mit monatlich 3.152 Euro brutto rechnen. Das ist der Medianwert. 50 Prozent der Vollzeitgehälter liegen darüber, die anderen 50 Prozent darunter.

    Der Medianwert für ganz Deutschland liegt bei 3.209 Euro. Den knackt Oldenburg nicht. Immerhin kann man in der Stadt deutlich mehr verdienen als im Umland. Im Ammerland kommen Vollzeitarbeitnehmer auf 2.809 Euro, in Cloppenburg nur auf 2.609 Euro. In Bremen sind es dagegen 3.445 Euro brutto pro Monat.

    Wichtige Arbeitgeber in Oldenburg

    Hier gibt es Jobs in Oldenburg – das sind die wichtigsten Arbeitgeber in Oldenburg:

    • EWE AG (Versorgungsunternehmen)
    • Cewe (Fotodienstleister)
    • Carl-von-Ossietzky-Universität Oldenburg
    • Helmholtz-Institut für Funktionelle Marine Biodiversität (Forschung)
    • Oldenburgische Landesbank
    • Jade Hochschule
    • BTC Business Technology Consulting AG
    • Landessparkasse zu Oldenburg
    • Niedersachsen Ports (Hafenbetreiber)
    • Leffers (Mode)
    • Nanu-Nana (Einzelhandel)
    • Inperso (Personaldienstleistungen)
    • Nordwest-Zeitungsverlag
    • Ingenieurgesellschaft Oldenburg
    • Vierol AG (Fahrzeugteile)
    • DLR-Institut für Vernetzte Energiesysteme
    • Bernard Matthews GmbH (Nahrungsmittel)
    • SmarAct (Hightech)
    • KDO (Technologiedienstleister)
    • ISE Individuelle Software und Elektronik GmbH
    • Brille24 (E-Commerce)
    • BTC Embedded Systems (Technologie)
    • Kehag AG (Energieversorgung)
    • Nowis (IT-Dienstleister)
    • VRG (Software)
    • Timecon (Personalberatung)
    • Ashampoo (Software)
    • Floragard (Blumenerde)
    • Gina Laura GmbH (Mode)
    • GSG Oldenburg Bau- und Wohnungsgesellschaft
    • Ludwig Freytag (Bauunternehmen)
    • Öffentliche Versicherungen Oldenburg
    • Rhein-Umschlag (Containerlogistik)
    • DLR-Institut für Vernetzte Energiesysteme
    • Klinikum Oldenburg
    • Polizeiinspektion Oldenburg-Stadt/Ammerland

    Die 14 größten Arbeitgeber im Oldenburger Land

    Mit über 8.500 Beschäftigten ist Energieversorger EWE AG der größte Arbeitgeber in Oldenburg – und das nach Umsatz siebtgrößte Unternehmen in ganz Niedersachsen. Unter den Top 100 Niedersachsens sind nach einer Auswertung der Norddeutschen Landesbank vom 25. November 2019 insgesamt 14 Unternehmen aus dem Oldenburger Land:

    • EWE AG (Energieversorgung)
    • PHW Gruppe (Ernährungswirtschaft)
    • Wernsing Gruppe (Ernährungswirtschaft)
    • Big Dutchman AG (Stallausrüstung)
    • Molkerei Ammerland (Ernährungswirtschaft)
    • Boge Elastmetall (Autozulieferer)
    • Premium Aerotec (Flugzeugbau)
    • Sprehe Gruppe (Ernährungswirtschaft)
    • CEWE Stiftung (Foto-Dienstleistungen)
    • Danish Crown Fleisch (Ernährungswirtschaft)
    • Heidemark (Ernährungswirtschaft)
    • Gebr. Stolle (Ernährungswirtschaft)
    • Waskönig und Walter Kabel-Werk (Metall- und Elektroindustrie)
    • Nordfrost Gruppe (Logistik)

    Startup Jobs in Oldenburg

    jobs oldenburg startupsOldenburg hat als Studentenstadt viele junge Köpfe, frische Ideen – und Jobs in Startups. Das sind die wichtigsten Startups aus Oldenburg:

    • Amagno (Dokumentenmanagement)
    • Brille24 (Online-Optiker)
    • SurpriseHim (Männer-Geschenke)
    • Worldiety (Software)
    • Quantumfrog (Spieleentwickler)
    • Cruvidu (Tourenanbieter)
    • VGen (IT-Visualisierungen)
    • Studimus (Intelligente Abfallsysteme)
    • Vekoop (Veganer Online-Shop)

    Stellen Oldenburg: Karriereaussichten und Wirtschaft

    Oldenburg ist ein Zentrum der Informationstechnologie. Zahlreiche IT- und Softwareunternehmen haben sich in der Stadt angesiedelt. Das Gleiche gilt für Automobilzulieferer, Nahrungsmittel- und Energieindustrie. Ein Vorteil ist die Nähe zur Carl-von-Ossietzky-Universität und den zwei Fachhochschulen in der Stadt.

    Die EWE AG mit Sitz in Oldenburg ist das neuntgrößte Unternehmen in Niedersachsen – hinter Schwergewichten wie Volkswagen, Continental, TUI und der Salzgitter AG. Auch Fotodienstleister Cewe zählt zu den Top 100. Das sind aber auch die beiden einzigen Top-100-Unternehmen der Stadt.

    Oldenburg ist kleinteilig. Und das, obwohl die Zahl der Unternehmen in der Stadt Oldenburg von 2008 bis 2018 nach IHK-Angaben um fast fünf Prozent zurückgegangen ist. Im Landkreis Oldenburg stieg sie im gleichen Zeitraum um rund sieben Prozent, im benachbarten Landkreis Cloppenburg sogar um 36 Prozent.

    Im Städteranking 2018 von IW Consult landete Oldenburg unter 71 Städten im guten Mittelfeld auf Rang 32. Punkte gab es vor allem für die hohe Lebensqualität. Die hat sich im bundesweiten Vergleich in keiner anderen Stadt zuletzt so verbessert wie in Oldenburg – auch wegen der steigenden Kita-Quote.

    Jobs bei Cewe in Oldenburg

    Jobs Oldenburg CeweÜberregional bekannt ist Fotodienstleister Cewe, der einen Umsatz von rund 650 Millionen Euro jährlich generiert. Bei Cewe findet man unter anderem diese Stellenangebote in Oldenburg:

    Jobs Oldenburg: Kosten, Lebenshaltung, Mietpreise

    Nicht wahnsinnig teuer, nicht spottbillig: Oldenburg liegt preislich im Mittelfeld. Die Medianmiete in Oldenburg betrug 2018 nach Immowelt-Angaben 8,40 Euro pro Quadratmeter. Ein Jahr zuvor waren es 8,10 Euro. Der Preisanstieg von vier Prozent fiel damit moderat aus. Vor allem Wohnungen von 60 bis 80 Quadratmetern sind auch für unter acht Euro zu haben.

    Damit liegt Oldenburg auf demselben Preisniveau wie seine Nachbarstädte. In Bremen liegt die Medianmiete bei 8,30 Euro, in Osnabrück bei 8,00 Euro. Weiter südlich in Münster wird es mit 10,40 Euro deutlich teurer.

    Die Kaufpreise für Immobilien in Oldenburg haben sich von 2017 auf 2018 um fünf Prozent verteuert. Kostete der Quadratmeter 2017 noch 2.390 Euro, waren es 2018 bereits 2.520 Euro. Auch hier der Vergleich: In Bremen werden nur rund 2.000 Euro fällig, in Münster dagegen ca. 3.000 Euro.

    Im Nord-Süd-Vergleich schneidet Oldenburg erwartungsgemäß gut ab. So ist das Leben in einer vergleichbaren Studentenstadt wie etwa Freiburg eindeutig teurer. Laut Financescout24 zahlen Freiburger 42 Prozent mehr Miete als Oldenburger. Die Transportkosten (Bahn, Auto) sind in Freiburg um 18 Prozent teurer, Freizeit- und Kulturangebote um vier Prozent und Lebensmittel immerhin um drei Prozent.

    Kontaktdaten und Servicestellen in Oldenburg

    Sie wollen sich in Oldenburg selbstständig machen, Ihre Steuererklärung abgeben oder Jobs in Oldenburg suchen? Die wichtigsten Servicestellen hat Karrieresprung übersichtlich für Sie zusammengefasst:

    • Das Finanzamt Oldenburg finden Sie hier.
    • Das Jobcenter Oldenburg finden Sie hier.
    • Die Oldenburgische IHK finden Sie hier.
    • Die Handwerkskammer Oldenburg finden Sie hier.
    • Jobs in Oldenburg finden Sie in unserer Jobbörse.

    Das könnte Sie ebenfalls interessieren:

    [Bildnachweis: LaMiaFotografia by Shutterstock.com]

    Brüche im Lebenslauf erklären: Die besten Tipps

    Brueche Lebenslauf erklaeren bewerber

    Brüche im Lebenslauf sind ein Makel. Das nehmen viele Bewerber jedenfalls an. In Wahrheit können Lücken und Brüche aber auch für das berühmte Salz in der Suppe sorgen. Wenn mit ihnen ein Reifeprozess verbunden war oder ein Kompetenzgewinn, dann wittert der Personaler einen guten Fang. Das ist aber nicht immer der Fall. Manchmal sind Brüche im Lebenslauf einfach nur unschön und wollen kaschiert werden. Wie sorgen Bewerber dafür, dass Brüche im Lebenslauf beim Empfänger kein schlechtes Echo verursachen? Am besten, Sie befolgen die 4 goldenen Tipps…

    Brüche im Lebenslauf erklären

    Unter normalen Umständen gilt: Gehen Sie im Anschreiben nicht explizit auf die Brüche in Ihrem Lebenslauf ein. Es sei denn, der Bruch oder die Brüche sind absolut prägend für Ihr bisheriges Berufsleben gewesen. Andernfalls ist hinterher noch genügend Zeit und Platz für Erklärungen – in Ansätzen im Lebenslauf, aber insbesondere im Vorstellungsgespräch.

    So erklären Sie die einzelnen Brüche in Ihrem Lebenslauf:

    Arbeitslosigkeit

    Bis zu drei Monate Arbeitslosigkeit sind heutzutage völlig unbedenklich. Diese Lücke müssen Sie im Lebenslauf keinesfalls kaschieren.

    Nur sollten Sie sie im Lebenslauf nicht mit Arbeitslos umschreiben. Schreiben Sie lieber:

    • 10/2019-02/2020 Berufliche Neuorientierung
    • 01/2020-04/2020 Berufliche Umorientierung

    Das klingt aktiver – und auch sehr viel besser als Berufliche Orientierungslosigkeit. Beschriften Sie getrost auch Brüche, die fünf oder sieben oder neun Monate umfassen, mit beruflicher Neuorientierung.

    Problematisch wird es erst, wenn Sie zu lange arbeitslos waren. Bei anderthalb Jahren fragt sich so mancher Personaler dann doch, was Sie in der Zeit der Neuorientierung eigentlich konkret gemacht haben.

    Kündigung

    Jobwechsel gehören zum Berufsleben dazu wie der Senf zur Bratwurst. Sie würzen es. Eine Kündigung müssen Sie im Lebenslauf nicht erklären, dafür ist sie viel zu selbstverständlich. Ob Sie selbst gekündigt haben oder gekündigt wurden – Schwamm drüber.

    Es sei denn, Sie wechseln auffallend häufig den Job. Dann interessiert sich der Personaler plötzlich brennend für ihr unstetes Wesen. Was dann? In manchen Fällen können Sie im Lebenslauf oder Vorstellungsgespräch die Hintergründe einer Kündigung – zu Ihren Gunsten – aufklären (aber natürlich nur, wenn es auch der Wahrheit entspricht). Beispiele:

    • Insolvenz des Arbeitgebers
    • oder Umzug nach Berlin
    • oder ganz aktuell auch Stellenabbau wegen Coronakrise.

    Krankheit

    Ehrlich währt am längsten? Ja, aber… In manchen Fällen ist es ratsam, die Wahrheit nicht an die große Glocke zu hängen. Wahr ist nämlich auch: Wenn Sie in der Vergangenheit monatelang nach einem Motorradunfall oder wegen schwerer Depressionen ausgefallen sind, verringert dies in der Gegenwart Ihre Einstellungschancen.

    Dies gilt leider für alle Krankheiten und Leiden, die nicht gänzlich verschwunden sind, wiederkehren oder wiederkehren könnten und somit – so brutal das klingt – ein Betriebsrisiko für den Arbeitgeber darstellen. Diabetes, ein bösartiger Tumor, regelmäßige Migräneattacken und und und. Nein, Sie müssen mittelschwere bis schwere Krankheiten nicht verheimlichen. Aber eben auch nicht proaktiv in den Lebenslauf hineinschreiben. Schreiben Sie notfalls

    • 11/2017-07/2018 Ausfall wegen Erkrankung,

    wenn die Lücke sonst zu groß wird.

    Wenn Sie im Bewerbungsgespräch danach gefragt werden, können Sie immer noch näher auf die Hintergründe eingehen. Aber betonen Sie dann auch, dass die Leidenszeit hinter Ihnen liegt, es Ihnen jetzt besser geht und Sie körperlich und mental top gerüstet für eine neue Herausforderung sind.

    Sabbatical

    Ein Sabbatjahr ist heute nichts Außergewöhnliches mehr. Es sei Ihnen gegönnt, zwölf Monate lang durch die Weltgeschichte zu reisen oder einen alten Bauernhof zu restaurieren.

    Den Hinweis auf ein Sabbatical können Sie im Lebenslauf also gerne aufnehmen, um einen Bruch zu erklären. Zum Beispiel so:

    • 10/2019-08/2020 Sabbatical, Reise durch Lateinamerika.

    Zeitpunkt und Häufigkeit spielen allerdings schon eine Rolle. Wenn Sie innerhalb Ihrer ersten zehn Jahre im Berufsleben schon zwei Sabbatjahre genommen haben, weckt das Zweifel an Ihrer grundsätzlichen Arbeitseinstellung. Und weckt den Verdacht, Sie könnten bei der ersten Schwierigkeit prompt wieder den Abflug machen.

    Kinderbetreuung

    Einen Bruch im Lebenslauf, der auf die Betreuung Ihres Nachwuchses zurückzuführen ist, umschreiben Sie im Lebenslauf genau so.

    • 01/2019-01/2020 Betreuung meines Kindes
    • 02/2017-06/2020 Elternzeit und Betreuung meiner Kinder

    Damit ist im Grunde alles gesagt. Natürlich wäre es für Sie vorteilhaft, wenn Ihre Auszeit vergleichsweise kurz war. Das erleichtert den Einstieg oder Wiedereinstieg. Dennoch ist und bleibt es allein Ihre Entscheidung, wie lange Sie der Kinder wegen pausieren.

    Deshalb: Rechtfertigen Sie sich nicht für eine möglicherweise längere Auszeit, indem Sie einen Grund dafür vorbringen. Etwa so: 06/2015- 06/2020 Längere Zeit der Kinderbetreuung meines autistischen Sohnes. Der Hinweis auf den Autismus soll wohl signalisieren, dass für Sie als Mutter oder Vater ein gehöriger Mehraufwand bestanden hat.

    Fehler! Erstens müssen Sie sich nicht rechtfertigen und zweitens würde ein solcher Hinweis nur den Verdacht nähren, dass für Sie auch zukünftig Mehraufwand bestehen wird – zu Lasten des Arbeitgebers.

    Brüche im Lebenslauf: Gründe

    Brüche im Lebenslauf sind etwas Schlechtes. Davon sind noch immer die meisten Menschen überzeugt. Schließlich stehen viele Brüche ja für negative Episoden des Arbeitslebens, nicht wahr?

    Brüche im Lebenslauf ergeben sich zum Beispiel aus:

    Brüche symbolisieren zuvorderst negative Charaktereigenschaften. Sie stehen für mangelnden Willen und Ehrgeiz, Unzuverlässigkeit und Sprunghaftigkeit, ungenügende Disziplin und Durchhaltevermögen. Das sehen nicht wenige Arbeitgeber so.

    Das ist nicht zwingend falsch. Aber es ist eindeutig zu kurz gedacht. Öffentlich betonen Arbeitgeber gerne, dass sie sich Menschen mit Ecken und Kanten wünschen. Eigentlich aber wollen sie genau die nicht. Sie wollen einen Bewerber, der die Norm erfüllt, der ins Raster passt. Und das ist das Problem: Bewerber ohne Brüche erfüllen lediglich eine Norm – mehr nicht.

    Sie bewegen sich innerhalb des Erwartungshorizonts des Personalers, aber sie erweitern ihn nicht. Dabei können genau jene Bewerber, die die Norm brechen, für ein Unternehmen Gold wert sein. Sie können frische Impulse liefern, kreativen Input – also genau das, was Unternehmen heute brauchen, aber oft nicht finden.

    Resultat sind Belegschaften ohne Unterscheidbarkeit. Ihre Mitglieder ähneln sich, handeln identisch, sind oft blockiert von Denkmustern à la „Das klappt doch eh nicht. Das haben wir noch nie so gemacht. Das geht nicht.“ Für Unternehmen, die auf Innovationen angewiesen sind – und das sind im 21. Jahrhundert viele – eine fatale Entwicklung. Bahnbrechende Ideen entfalten sich in solch einer Umgebung nur schwer.

    Das alles heißt nicht, dass Brüche im Lebenslauf völlig kritiklos abgehakt werden sollten. Aber sie sollten Anlass sein, sich näher mit dem Bewerber zu beschäftigen – und nach unentdeckten Potenzialen zu suchen. Brüche können eine Chance sein – auch für den Arbeitgeber.

    Brüche im Lebenslauf: Vorteile

    Die gute Nachricht: Brüche im Lebenslauf werden normaler. In Zeiten von Fachkräfteengpässen, vermehrter Quereinstiege und lebenslangen Lernens stellt ein Bruch nicht mehr das Karriere-Aus da. Gut so!

    Neue Berufsbilder entstehen, Abteilungen verschmelzen, Unternehmen richten sich neu aus. All das erfordert Flexibilität. Hochqualifizierten fällt es leicht, von der einen Rolle in die andere zu schlüpfen. Manchmal lässt sich ihre Funktion nicht einmal mehr genau definieren. Brüche? Herzlich willkommen!

    Aber man muss unterscheiden: Da gibt es die Jobhopper auf der einen und den echten Karriere-Bruch auf der anderen Seite. Letzterer ist nicht immer freiwillig. Der Jobhopper dagegen gilt als opportunistisch, rechnet sich durch zahlreiche Arbeitgeber- oder Berufswechsel bessere Chancen aus. Er baut seine Brüche vorsätzlich in den Lebenslauf ein. Das ist sein gutes Recht.

    Aber auch eine längere Auszeit ist heute nicht mehr zwangsläufig ein Karrierehindernis. Wer seine Ausbildung abgebrochen hat, um die eigenen Eltern zu pflegen, demonstriert Pflichtbewusstsein. Wer ein halbes Jahr im Ausland herumgereist ist – ohne pädagogische Hintergedanken – legt Neugier an den Tag. Alles positive Eigenschaften.

    So kann ein Bruch sogar zu einem Vorteil werden. Bewerber müssen „nur“ die positiven Aspekte, die mit ihm verbunden sind, herausstellen. Brüche im Lebenslauf als wichtiger Teil der Persönlichlichkeitsentwicklung. Das kann internationale Erfahrung sein oder vertieftes Interesse an einem Thema. Darauf legen speziell international aufgestellte Unternehmen Wert. Oft sind derartige Erfahrungen und Kompetenzen sogar wertvoller als formelle Qualifikationen.

    Das sind die Vorteile von Brüchen im Lebenslauf. Sie stehen für:

    • Neugier
    • Interesse
    • Lernfähigkeit
    • Flexibilität
    • Agilität
    • Resilienz
    • Experimentierfreude

    Brüche im Lebenslauf: 4 Tipps

    Lebensläufe mit Brüchen kann man auch als Patchwork-Lebensläufe bezeichnen. Sie werden – so wie die Patchwork-Familie auch – immer gewöhnlicher. Jeder Personaler hatte schon welche vor sich liegen.

    Das bedeutet: Sie werden als Bewerber nicht von vornherein aussortiert, nur weil Ihr Lebenslauf Brüche aufweist. Wichtig ist nur, wie Sie mit ihnen umgehen und wie Sie sie kommunizieren. Das gelingt, wenn Sie sich an diese Ratschläge halten:

    1. Einstellung

      Das ist der erste Schritt. Sehen Sie Ihre Brüche selbst als Makel oder Belastung an? Fehler! Brüche können Leben und Lebenslauf bereichern.

      Hören Sie also zunächst damit auf, Ihren Bruch als etwas Negatives darzustellen – etwas, für das Sie sich entschuldigen müssen. Mit positivem Mindset gelingen auch Bewerbung und Vorstellungsgespräch besser.

      Stellen Sie das Positive heraus, das Sie in der jeweiligen Zeit gelernt haben. Die Entwicklungsschritte, die Sie gegangen sind. Die Lehren, die Sie gezogen haben. Personaler mögen Bewerber, die wieder aufgestanden sind und sich von Niederlagen nicht haben mürbe machen lassen.

    2. Ehrlichkeit

      Eine Möglichkeit wäre es ja, die Brüche im Lebenslauf dezent zu verschweigen und zu verschleiern. Nach dem Motto: War da was?

      Das sollten Sie nicht tun. Personaler sind erfahren und erkennen schnell, wenn Ihnen etwas vorgespielt wird. Zum Beispiel durch den Trick, statt der Monats- nur die Jahreszahlen im Lebenslauf anzugeben. Das ist verdächtig.

      Erst recht sollten Sie mögliche Brüche nicht durch eine Lüge übertünchen. Indem Sie sich Fake-Arbeitgeber oder Weiterbildungsmaßnahmen oder Sprachkurse einfach ausdenken. Lügen können Sie noch Jahre später verfolgen – und ein Kündigungsgrund sein.

      Bleiben Sie bei der Wahrheit oder lassen Sie die Wahrheit wenigstens unausgesprochen (siehe ganz oben unter Krankheit…)

    3. Geradlinigkeit

      Sie brauchen die richtigen Argumente, warum Ihr Lebenslauf-Bruch ein lehrreiche Erfahrung gewesen sein soll. Die können Sie vor einem Vorstellungsgespräch ruhig mal vor dem Spiegel einüben.

      Denn wenn Sie ins Grübeln oder Stottern geraten, wirkt Ihr Versuch hilflos. Und nach einer Schwäche soll der Bruch ja nicht aussehen. Und lenken Sie auch nicht vom Thema ab, sondern versuchen, eine schlüssige Erklärung zu liefern (dazu gleich mehr…)

    4. Kürze

      In der Kürze liegt die Würze. Sie müssen Ihre Lücken im Lebenslauf ja auch nicht gerade zu einem Initiationsritus aufwerten. Oder zu einer TV-tauglichen Leidensgeschichte, die Ihnen widerfahren ist.

      Das macht Sie zum Opfer. Und Opfer ist keine Rolle, die Sie als Bewerber spielen wollen. Legen Sie kurz und schlüssig dar, wie der Bruch zustande gekommen ist und was Sie daraus gelernt haben. Konzentrieren Sie sich auf die positiven Begleiteffekte wie Durchhaltevermögen, Disziplin oder Resilienz. Zeigen Sie, dass die Erfahrungen, die Sie gemacht haben, auch im neuen Job von Nutzen sind. Wer eine schwere Herausforderung schon einmal erfolgreich gemeistert hat, ist auf die nächste besser vorbereitet.

      Den Benefit für den Arbeitgeber gilt es herauszuarbeiten. Dann könnten Ihnen Ihre Brüche im Lebenslauf sogar Gold wert sein. Versuchen Sie aber nicht, krampfhaft eine Verbindung zum angestrebten Job herzustellen. Wenn es eine gibt, dann ist das wunderbar. Wenn nicht, auch gut.

    Warum sich Brüche lohnen können

    Brüche im Lebenslauf erklären BewerbungBeruf oder Arbeitgeber wechseln, mal etwas ganz Neues ausprobieren – das kann sich auszahlen. So haben auch rund zehn Prozent der Fondsmanager vorher in ganz anderen Berufen gearbeitet. Sie waren Ingenieure, Ärzte oder Getränkefabrikanten. Das hilft ihnen auch im neuen Job.

    Wissenschaftler der Universität Hohenheim in Stuttgart, der Universität zu Köln und der Mason School of Business in den USA haben 2018 herausgefunden, dass Quereinsteiger in ihren Erfahrungsindustrien besonders gut abschneiden.

    Ihre Vorerfahrungen nützen Ihnen also auch nach einem Bruch im Lebenslauf. Ärzte etwa, die zu Fondsmanagern werden, erzielen bei Pharma-Aktien deutlich höhere Renditen. In diesem Fall lohnt sich das für alle Seiten: für den frischgebackenen Fondsmanager, für seinen Arbeitgeber – die Fondsgesellschaft – und für die Kunden.

    Warum Sie Brüche im Lebenslauf zulassen sollten

    Karrieren werden gemacht und nicht von langer Hand geplant. Es sind nicht nur Talent, Leistung, Entschlossenheit und handwerkliches Geschick vonnöten. Auch eine große Portion Glück gehört zweifelsfrei zu einer erfolgreichen Laufbahn. Und Glück ist genauso planbar wie ein Sechser im Lotto – also gar nicht.

    Karrierepläne sind dagegen starre Konstrukte, denen oftmals der Bezug zur Realität fehlt. Sie entstehen in einer Zeit, in der der Planer noch gar kein Insiderwissen über seinen Job hatte. Er kennt die Regeln, Codes und Gepflogenheiten in seiner Branche noch gar nicht. Das macht einen Karriereplan in vielen Fällen obsolet.

    Zudem machen geplante Karrieren nicht selten blind. Wer seinen Plan stur verfolgt, sieht die Chancen nicht mehr, die sich links und rechts ergeben. Geistige Flexibilität geht verloren – oder kann sich erst gar nicht entwickeln.

    Das soll nicht bedeuten, dass man seine nächsten Karriereschritte nicht planen kann und sollte. Natürlich ist es sinnvoll, sich zu überlegen, wo man in drei oder fünf Jahren stehen möchte. Und wie man es anstellt, dorthin zu kommen und was man dafür im Einzelnen tun muss.

    Aber wir alle kennen das Sprichwort: Erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt. Das ist in der Arbeitswelt so wie im Privatleben.

    Karrierewege verlaufen nicht mehr so geradlinig wie früher. Es geht bergauf und bergab, manchmal durch Irr- und Umwege. Wer sich zu früh festlegt, läuft Gefahr, sich guter Optionen zu berauben. Und wer glaubt, dieses Defizit durch einen sehr ausgefeilten Plan zu beheben, könnte sich im selbst gebauten Irrgarten verlaufen. Dann ist man unentwegt in Bewegung, biegt überall ab – aber kommt nirgends an.

    Daher lauten die besten Ratschläge wie folgt:

    • Bleiben Sie flexibel und offen für Neues.
    • Setzen Sie sich gerne einige wichtige Ziele, die Sie unbedingt erreichen möchten. Das können bestimmte Postionen oder Orte sein, an denen Sie arbeiten oder Unternehmen und Branchen, in denen Sie tätig werden möchten.
    • Denken Sie auch darüber nach, welche Kompetenzen Ihnen noch fehlen, um diese Ziele zu erreichen. Welche Fähigkeiten Sie noch erwerben oder verbessern müssen, um dorthin zu kommen.
    • Seien Sie bereit, Ihre Pläne jederzeit zu überdenken und zu korrigieren. Veränderungen kommen früher, als einem lieb ist. Wenn Sie anpassungsfähig bleiben, wirft Sie so leicht nichts aus der Bahn. Bereiten Sie sich also gewissermaßen stets auf das Unvorhergesehene vor – expect the unexpected. Ohne Improvisation kommen wir auch sonst nicht durchs Leben.

    Letztlich legen Sie selbst fest, welches Gewicht Sie Ihren Brüchen im Lebenslauf beimessen wollen. Interpretieren Sie nicht zu viel hinein, machen Sie sie auch nicht wichtiger, als sie sind. So erhalten Sie sich Anpassungsfähigkeit. Wenn Sie sich auf das große Ganze konzentrieren, werden Sie schnell feststellen, dass jeder Bruch auch nicht mehr als eine Station im Leben ist.

    Diese Promis hatten auch Brüche im Lebenslauf

    Die Kultur des Scheiterns ist schwer in Mode. Durchaus zurecht, denn aus Niederlagen lernt man tatsächlich. Das gilt auch für die vielen Helden und Erfolgsmenschen der Geschichte. Kaum ein Lebenslauf, der ohne Niederlagen – und Brüche – auskommt. Hier sind ein paar Beispiele:

    • Sieben Wahlkämpfe verlor Abraham Lincoln, bevor er endlich Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika wurde.
    • Kein Verleger fand sich anfangs für Astrid Lindgrens wundersame Geschichte von einer gewissen Pippi Langstrumpf.
    • Geldgeber waren zu Beginn für Orson Welles und Citizen Kane weit und breit nicht in Sicht.
    • Erst im dritten Anlauf gelang Henry Ford die Gründung der Ford Motor Company.
    • 9.000 Glühfäden probierte Thomas Alva Edison aus, bevor er einen fand, den er dauerhaft zum Leuchten bringen konnte.
    • Nachdem er sein Studium abgebrochen und Apple gegründet hatte, wurde Steve Jobs mit 30 von seiner eigenen Firma entlassen.

    Das könnte Sie ebenfalls interessieren:

    [Bildnachweis: GaudiLab by Shutterstock.com]

    Jobs in Osnabrück: Aktuelle Stellenangebote im Osnabrücker Land

    jobs in osnabrueck stellenangebote niedersachsen

    Jobs in Osnabrück und Umgebung gibt es in Hülle und Fülle. Osnabrücks Faustpfand ist die Lage. Für die einen Niemandsland, für Logistiker das Paradies. Viele Speditionen und Automobilzulieferer genießen im Südwesten Niedersachsens Beinfreiheit. Ein schwerer Schlag war für die 160.000-Einwohner-Stadt die Insolvenz von Autobauer Karmann 2009, die viele Jobs in Osnabrück kostete. In der Zwischenzeit aber sind andere in die Bresche gesprungen. Aktuelle Stellenangebote in Osnabrück und alle wichtigen Infos zur Stadt, Wirtschaft und Arbeitsmarkt…

    Jobs Osnabrück: Die Stadt

    Osnabrück ist die Friedensstadt. Im Osnabrücker Rathaus wurden 1648 die Friedensverträge unterzeichnet, der Dreißigjährige Krieg damit beendet. Darum heißt es heute auch das Rathaus des Westfälischen Friedens.

    Das Friedensmotiv zieht sich durch die ganze Stadt. Schon auf den Ortsschildern grüßt den Neuankömmling „die Friedensstadt“. Frieden hätte sich auch der berühmteste Sohn der Stadt gewünscht. Schriftsteller Erich Maria Remarque zog von hier in den Ersten Weltkrieg, „Im Westen nichts Neues“ machte ihn weltberühmt. Heute gibt es das nach ihm benannte Friedenszentrum und den Friedenspreis.

    Politisch sind die Osnabrücker noch immer. Die Stadt ist eine Brutstätte für Berufspolitiker. Ex-Bundesinnenminister Rudolf Seiters (CDU), der ehemalige Bundespräsident Christian Wulff (CDU), Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) und Finanzminister Olaf Scholz (SPD) sind allesamt gebürtige Osnabrücker.

    Die Osnabrücker fühlen sich nicht nur im Plenarsaal wohl, auch in der freien Natur. Die Stadt wird umgeben von Wiehengebirge und Teutoburger Wald.

    Wer im Grünen wohnen möchte, ist in Osnabrück-Hellern gut aufgehoben. Der Stadtteil hat sich in den vergangenen Jahren zum Geheimtipp für Familien entwickelt. Auch Belm, Eversburg und Georgsmarienhütte sind beliebte Wohngegenden. Nicht mehr so wohl fühlen sich viele in Schinkel.

    Im Landkreis Osnabrück haben – neben der Stadt Osnabrück – diese Gemeinden mehr als 10.000 Einwohner:

    • Melle
    • Bramsche
    • Wallenhorst
    • Georgsmarienhütte
    • Bad Essen
    • Bissendorf
    • Belm
    • Hagen am Teutoburger Wald
    • Bohmte
    • Hasbergen
    • Bad Iburg

    Jobs in Osnabrück: Der Arbeitsmarkt

    Rund 7.500 Osnabrücker sind ohne Arbeit (Stand: Mai 2020). Damit ergibt sich für die Stadt eine Arbeitslosenquote von 7,8 Prozent.

    Das liegt über dem Schnitt des Landes Niedersachsen von 6,0 Prozent. Besser sieht es im Landkreis Osnabrück aus, wo die Arbeitslosigkeit bei nur 3,7 Prozent liegt. Auch weiter nördlich in den ländlichen Kreisen Vechta (4,5 Prozent) und Cloppenburg (4,6 Prozent) herrscht de facto Vollbeschäftigung.

    Im Norden hat die Stadt Oldenburg 7,4 Prozent, im Osten Bielefeld 8,7 Prozent und im Süden Münster 5,3 Prozent Arbeitslose. Insgesamt kann sich Osnabrück mit seiner Quote also durchaus sehen lassen.

    Die meisten Osnabrücker arbeiten im Gesundheitswesen und im Einzelhandel. Viele neue Jobs in Osnabrück sind in den vergangenen Jahren entstanden in:

    • Hochbau
    • IT
    • Landverkehr und Transport in Rohrfernleitungen (Bau von Pipelines)
    • Möbelindustrie

    Jobs Osnabrück: Einstiegsgehälter und Gehaltsniveaus

    Das niedersächsische Durchschnittsgehalt beträgt laut gehalt.de 41.310 Euro brutto im Jahr. Von allen westlichen Bundesländern zahlt nur eines schlechter als Niedersachsen, nämlich der nördliche Nachbar Schleswig-Holstein.

    Nach der Hochschule steigen Absolventen in Niedersachsen mit durchschnittlich 42.368 Euro brutto jährlich ein, ausgelernte Azubis mit 28.256 Euro.

    Fach- und Führungskräfte kommen in Niedersachsen laut Stepstone-Gehaltsreport 2019 auf ein jährliches Durchschnittsgehalt von 53.545 Euro. Nebenan in Hessen sind es über 65.000 Euro.

    Speziell in Osnabrück sind die Gehälter mit einem einzigen Wort präzise beschrieben: durchschnittlich. Ein Beschäftigter mit einer Vollzeit-Stelle in Osnabrück verdient nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit 3.245 Euro brutto im Monat. Dabei handelt es sich um den offiziellen Medianwert, bei dem eine Hälfte mehr, die andere Hälfte weniger verdient.

    Der gesamtdeutsche Median liegt bei 3.209 Euro – ist also nicht weit entfernt. Immerhin ist das Gehaltsgefüge in der Stadt Osnabrück deutlich besser als im Umland. So kommen Vollzeitarbeitnehmer in den Landkreisen Osnabrück und Vechta nur auf rund 2.800 Euro brutto im Monat.

    Die wichtigsten Arbeitgeber in Osnabrück

    Hier winken Jobs in Osnabrück – das sind die wichtigsten Arbeitgeber in Osnabrück:

    • Unternehmensgruppe Hellmann (Logistik)
    • KME AG (Kupfer)
    • Köster Holding (Bau)
    • Felix Schoeller Group (Spezialpapier)
    • Piepenbrock Unternehmensgruppe (Gebäudedienstleistungen)
    • Q1 Energie
    • Stadtwerke Osnabrück
    • Paracelsus-Kliniken
    • Conditorei Coppenrath und Wiese
    • Niels-Stensen-Kliniken
    • Klinikum Osnabrück
    • Volkswagen Osnabrück
    • Dios Diakonie
    • Heilpädagogische Hilfe Osnabrück
    • Sparkasse Osnabrück
    • NOZ Medien
    • KIKxxl (Kommunikationsdienstleister)
    • Koch International (Logistik)
    • Ameos Gruppe (Gesundheitsdienstleister)
    • Convergys (IT-Dienstleister)
    • Meyer und Meyer (Fashionlogistik)
    • Westnetz (Energie)
    • Systemgastronomie Christian Eckstein
    • L und T Lengermann und Trieschmann (Einzelhandel)
    • Froneri Ice Cream Deutschland
    • Heinrich Fip (Mineralölvertrieb)
    • Kinderhospital Osnabrück
    • Leysieffer (Confiserie)
    • Nordwestbahn
    • Osma Aufzüge
    • Sievert AG (Bauwirtschaft)
    • Spedition Sostmeier
    • Titgemeyer (Großhandel)
    • Wellergruppe (Automobilhandel)
    • WM SE (Großhandel)
    • Universität Osnabrück

    Die 27 größten Arbeitgeber in Osnabrück und Umgebung

    jobs osnabrueck arbeitgeberIm IHK-Bezirk Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim, der bis an die niederländische Grenze reicht, gibt es insgesamt 70 gewerbliche Unternehmen mit mindestens 500 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. 77.000 Menschen sind dort in Lohn und Brot. Die meisten arbeiten im Dienstleistungssektor im Gesundheits-, Finanz- und Kreditwesen, im Maschinen- und Fahrzeugbau sowie in der Herstellung von Lebensmitteln, Papier-, Chemie- und Kunststoffprodukten.

    27 Unternehmen beschäftigen sogar 1.000 Mitarbeiter oder mehr. Laut IHK-Bezirk Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim sind das die 27 größten Arbeitgeber in der Region Osnabrück (Stand: September 2019):

    • Niels-Stensen-Kliniken, Osnabrück (Gesundheitswesen)
    • Bernard Krone Gruppe, Spelle/Werlte (Fahrzeug- und Maschinenbau)
    • St. Bonifatius Hospitalgesellschaft, Lingen (Gesundheitswesen)
    • Klinikum Osnabrück, Osnabrück (Gesundheitswesen)
    • Volkswagen Osnabrück, Osnabrück (Automobilindustrie)
    • DIOS Diakonie Osnabrück, Osnabrück (Sozialwesen)
    • Firmengruppe Rothkötter, Meppen (Geflügelzucht und -verarbeitung, Mischfutterproduktion)
    • Kesseböhmer Holding, Bad Essen (Metallverarbeitung)
    • Heilpädagogische Hilfe Osnabrück, Osnabrück (Sozialwesen)
    • UPM, Dörpen (Papierherstellung)
    • KME Group, Osnabrück (Kupferverarbeitung)
    • Hellmann Worldwide Logistics, Osnabrück (Logistik und Transport)
    • Christliches Krankenhaus Quakenbrück, Quakenbrück (Gesundheitswesen)
    • Neuenhauser Unternehmensgruppe, Neuenhaus (Maschinenbau)
    • Kemper Gruppe, Nortrup (Fleischverarbeitung)
    • Schüchtermann-Schiller’sche Kliniken, Bad Rothenfelde (Gesundheitswesen)
    • Georgsmarienhütte GmbH, Georgsmarienhütte (Stahlerzeugung, Stahlverarbeitung)
    • Stadtwerke Osnabrück, Osnabrück (Dienstleister, Personenverkehr, Wasser- und Energieversorgung)
    • Euregio-Klinik, Nordhorn (Gesundheitswesen)
    • Piepenbrock Unternehmensgruppe, Osnabrück (Facility Management, Gebäudereinigung)
    • Rosen Group, Lingen (Entwicklung und Herstellung innovativer Produkte)
    • Homann Feinkost, Dissen (Lebensmittelproduktion)
    • Sparkasse Osnabrück, Osnabrück (Finanz-, Kreditwirtschaft)
    • Amazonen-Werke, Hasbergen (Fahrzeugbau)
    • Fuchs Gruppe, Dissen (Gewürz- und Feinkostproduktion)
    • NOZ Medien, Osnabrück (Medien)
    • GE Wind Energy, Salzbergen (Windenergieanlagen)

    Stellenangebote Osnabrück: Karriereaussichten und Wirtschaft

    Im Städteranking 2019 von IW Consult belegte Osnabrück Platz 38 von 71 untersuchten Großstädten. – damit rutschte die Stadt im Südwesten Niedersachsens im Vergleich zum Vorjahr um einen Rang ab. Gute Bewertungen gab es unter anderem für die Zahl der Gründungen, einen gesunden Arbeitsmarkt mit vielen Jobs für Jüngere, eine solide Zahl an Kita-Plätzen sowie die vergleichsweise zahlreichen MINT-Absolventen.

    Das sind die wichtigsten Branchen in Osnabrück:

    • Automotive (Automobilzulieferer, Innenausstattung, Karosseriebau, Prototypenbau, Werkzeugbau, Elektromobilität)
    • Logistik
    • Informations- und Kommunikationstechnologie
    • Gesundheitswirtschaft
    • Kreativwirtschaft

    Osnabrück liegt geographisch günstig. Die A1 führt weiter nach Norden in Richtung Bremen und Hamburg. Auf der A30 geht es nach Westen Richtung Amsterdam. Im Osten führt die A2 über Hannover bis nach Berlin. Auch über den Wasserweg ist die Stadt gut verbunden. Bis zum Flughafen Münster/Osnabrück sind es 30 Autominuten.

    Gute Voraussetzungen für Logistikunternehmen, von denen gleich mehrere ihre Zentrale in Osnabrück haben. Jobs in Osnabrück in der Logistikbranche gibt es zum Beispiel für:

    Stellenangebote in Osnabrück beim größten Arbeitgeber der Region

    jobs in osnabrueck niels stensen klinikenDie Niels-Stensen-Kliniken sind mit über 6.000 Beschäftigten der mit Abstand größte Arbeitgeber in Osnabrück. Der Bedarf an Arbeitskräften im Gesundheitswesen ist ungebrochen, auch eine Initiativbewerbung jederzeit aussichtsreich – und ausdrücklich erwünscht.

    Die Niels-Stensen-Kliniken haben unter anderem diese Stellen in Osnabrück zu vergeben:

    Jobs Osnabrück: Kosten, Lebenshaltung, Mietpreise

    Das Leben wird teurer in Osnabrück. Das fängt bei den Mieten an. Zwischen 2017 und 2018 stieg die Medianmiete laut Immowelt um sieben Prozent – von 7,50 Euro auf 8,00 Euro pro Quadratmeter.

    Damit ist das Osnabrücker Mietniveau aber noch sehr moderat. In Münster werden schon 10,40 Euro für den Quadratmeter fällig, auch Oldenburg ist mit 8,40 Euro teurer.

    Aber vielleicht nicht mehr lange. Denn die Mieten in Osnabrück steigen besonders rasant. Dies geht aus dem Jahresgutachten der „Immobilienweisen“ von Forschungsinstituten und Verbänden hervor, das der Zentrale Immobilien Ausschuss (ZIA) im Februar 2019 vorgelegt hat. Demnach sind die Mieten für die Neuanmietung einer Wohnung zwischen 2005 und 2018 in neun Städten um mehr als 50 Prozent gestiegen. Dazu zählen München, Berlin, Stuttgart, Ingolstadt, Würzburg, Augsburg, Nürnberg, Heilbronn – und eben Osnabrück.

    Wer eine Immobilie in Osnabrück kaufen will, wird aber noch mit moderaten Preisvorstellungen konfrontiert. Zwischen 2017 und 2018 stiegen die Kaufpreise in Osnabrück laut Immowelt nur um drei Prozent – von 2.030 Euro auf 2.100 Euro pro Quadratmeter. In Münster werden pro Quadratmeter schon über 3.000 Euro fällig, in Oldenburg über 2.500 Euro. Demgegenüber liegt Bielefeld noch knapp unter der 2.000-Euro-Marke.

    Kontaktdaten und Servicestellen in Osnabrück

    Sie wollen sich in Osnabrück selbstständig machen, Ihre Steuererklärung abgeben oder Jobs in Osnabrück suchen? Die wichtigsten Servicestellen hat Karrieresprung übersichtlich für Sie zusammengefasst:

    • Ihr Finanzamt in Osnabrück finden Sie hier.
    • Das Jobcenter Osnabrück finden Sie hier.
    • Die IHK Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim finden Sie hier.
    • Die Handwerkskammer Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim finden Sie hier.
    • Jobs in Osnabrück finden Sie hier.
    [Bildnachweis: Alizada Studios by Shutterstock.com]

    Vorstellungsgespräch üben: Vorteile, Übungen und die 8 besten Tipps

    Vorstellungsgespraech ueben Tipps Spiegel

    Vorstellungsgespräch üben – das ist eine sehr gute Idee. So gewinnen Bewerber Sicherheit, verscheuchen Nervosität und erkennen rechtzeitig, welche Defizite Sie noch haben. Aber wo fängt man an und wo hört man auf, wenn man fürs Jobinterview übt? Die Selbstpräsentation sollten Sie unbedingt trainieren, sich auch Antworten auf Standardfragen zurechtlegen. Wenn Sie dann noch auf diese 4 Übungsvarianten zurückgreifen, steht einem erfolgreichen Jobinterview nichts mehr im Wege…

    Vorstellungsgespräch üben: Warum Sie es tun sollten

    Übung macht bekanntlich den Meister. Aber was machen zum Beispiel Berufsanfänger, die sich noch nie in einem echten Jobinterview präsentieren konnten? Klare Antwort: Üben!

    Im Prinzip gilt für alle Bewerber das gleiche: Wer sich gut auf ein Vorstellungsgespräch vorbereitet, erhöht die Erfolgsaussichten. Sehen Sie die Vorbereitung nicht losgelöst vom Gespräch, sondern als einen Bestandteil des Gesprächs. Am besten, Sie sammeln als Erstes Informationen über das Unternehmen. Zahlen, Philosophie, Ziele. Die Infos können Sie schon in die Vorbereitung einfließen lassen.

    Wenn Sie das Vorstellungsgespräch üben, haben Sie davon vor allem:

    • Selbstbewusstsein

      Eine gute Vorbereitung verleiht Selbstvertrauen und reduziert die Nervosität und die Fehleranfälligkeit. Schließlich wissen Sie schon, was auf Sie zukommen könnte. Sie haben sich entsprechende Antworten und Reaktionen überlegt. Der Personaler kann Sie nicht mehr so leicht auf dem falschen Fuß erwischen. Wer selbstbewusst auftritt, bekommt den Job mit größerer Wahrscheinlichkeit als derjenige, der ängstlich wirkt und sehr langsam spricht. Das wurde bereits mehrfach untersucht.

    • Problembewusstsein

      Wenn Sie vorher das Vorstellungsgespräch üben, dann merken Sie schnell, welche Defizite Sie noch haben. Auf welche Fragen fehlen die richtigen Antworten? Was wissen Sie nicht? Welche Fehler machen Sie? So können Sie Defizite noch vor dem Bewerbungsgespräch ausmerzen – indem Sie wichtige Fakten nachrecherchieren, sich Fragen und Antworten überlegen oder Ihre Körpersprache einüben.

    Vorstellungsgespräch üben: Die 8 besten Tipps

    Vorstellungsgespräch üben – was Sie konkret trainieren sollten:

    Informationen sammeln

    Ohne Basiswissen über den Arbeitgeber sinken Ihre Chancen auf Zuschlag ins Bodenlose. Eine gründliche Recherche ist Ihr Fundament – und schon ein Bestandteil Ihres Trainings. Standorte, Mitarbeiterzahl, Produktpalette, Historie – Sie müssen gewiss nicht alle Einzelheiten wie ein wandelndes Lexikon aufsagen können, aber zumindest die Basics kennen.

    Fürs Erste reicht schon ein Blick in den Wikipedia-Eintrag (falls vorhanden) und auf die Webseite des Unternehmens. Auch eine einfache Google-Suche fördert Relevantes zutage. Schauen Sie sich die Einträge über die und von der Firma bei Kununu, Glassdoor, Xing oder Linkedin an. Und einen Tag vor dem Bewerbungsgespräch starten Sie bei Google News eine Suche über den Arbeitgeber, um auf dem neuesten Stand zu sein. Die tagesaktuellen Entwicklungen können für eine gute Konversation entscheidend sein.

    Was Sie über das Unternehmen wissen, lassen Sie ins Gespräch einfließen – auch schon im Training, wenn Sie das Vorstellungsgespräch üben

    Selbstpräsentation einüben

    Die Selbstpräsentation gehört zum Vorstellungsgespräch wie der Wind zum Herbst. Sie werden sich mit 99-prozentiger Wahrscheinlichkeit den Anwesenden vorstellen müssen (dürfen). Das fängt häufig mit Sätzen an wie: „Erzählen Sie uns doch mal etwas über sich!“

    Die Selbstpräsentation steht meist am Anfang – und darum sollten Sie sie auch als Erstes vornehmen, wenn Sie das Vorstellungsgespräch üben. Warum? Wenn Sie gut und sicher durch die Selbstpräsentation kommen, gewinnen Sie Sicherheit für den weiteren Verlauf des Jobinterviews. Wenn Sie die Selbstpräsentation dagegen verstolpern, steigt Ihre Unsicherheit – keine gute Voraussetzungen für das weitere Gespräch!

    Überlegen Sie sich also vorher ganz genau, was Sie sagen wollen, wie Sie sich vorstellen, welche Schwerpunkte Sie setzen und was an Ihrem bisherigen Werdegang für den Personaler relevant ist. Der letzte Punkt ist wichtig: Machen Sie keine reine Ego-Show aus Ihrer Selbstpräsentation. Das Unternehmen will wissen, welchen Nutzen es von Ihnen hat und ob Sie gut ins Team passen. Behalten Sie das im Hinterkopf.

    Antworten überlegen

    Jeder Bewerber muss im Vorstellungsgespräch ein Stück weit improvisieren. Auf die wichtigsten Fragen sollten Sie sich aber vorab stimmige Antworten überlegen – und diese üben.

    Sie sollten aber natürlich nicht wie aufgesagt klingen. Es gibt ein paar Fragen, die fast jeder Personaler stellt:

    • Wo liegen Ihre Stärken?
    • Wo liegen Ihre Schwächen?
    • Was haben Sie bisher gemacht?
    • Warum möchten Sie in unserem Unternehmen arbeiten?

    Hier finden Sie ein PDF mit den 100 häufigsten Vorstellungsgesprächsfragen. Hier finden Sie 45 gute Stärken für die Bewerbung. Und hier alle Tipps rund um Ihre Schwächen im Vorstellungsgespräch.

    Lassen Sie möglichst konkrete Beispiele in Ihre Antworten einfließen. Darunter kann sich Ihr Gesprächspartner etwas vorstellen. Also nicht einfach Talente und Kompetenzen aufzählen, sondern diese an konkreten Beispielen aus Ihrem Arbeitsleben festmachen. Nicht einfach behaupten, Sie seien teamfähig, sondern an einem Beispiel belegen, dass Sie es sind.

    Rückfragen antizipieren

    Rückfragen stehen jedem Bewerber gut zu Gesicht. Wenn Sie das Vorstellungsgespräch üben, dann schließen Sie diesen Aspekt mit ein. Stellen Sie zwei, drei Rückfragen.

    Es gibt eine ganze Reihe an smarten Rückfragen, die Ihr Interesse oder Ihre Intelligenz bezeugen. Hier finden Sie 100 gute Rückfragen fürs Vorstellungsgespräch.

    Tipp: Stellen Sie die, die Sie persönlich am meisten interessieren. Es geht dabei ja schließlich nicht (nur) darum, die äußere Fassade zu wahren und einen guten Eindruck zu schinden, sondern um Ihren persönlichen Erkenntnisgewinn. Rückfragen kommen gut an, aber Sie bringen Ihnen als Bewerber auch etwas, helfen Ihnen bei der Entscheidungsfindung.

    Körpersprache schulen

    Über unsere Körpersprache haben wir nicht immer die volle Kontrolle. Manche zupfen unbewusst an ihrer Kleidung, andere tippen nervös mit ihren Füßen auf den Boden. Bis zu einem gewissen Grad ist das normal. Wer es aber übertreibt, signalisiert dem Gegenüber Nervosität und Unsicherheit. Das kommt schlecht an!

    Deshalb sollten Sie nach Möglichkeit genau auf Ihre Körpersprache achten – und Sie einüben. Es ist ja auch wirklich ein Problem, wo man während eines Gesprächs die eigenen Hände lassen soll. Angela Merkel hat dies mit der berühmten Raute gelöst – eine überzeugende Lösung! Kein Herumspielen, Herumzupfen, Herumfingern. So etwas können Sie sie auch einüben (es muss wohlgemerkt nicht die Raute sein).

    Aber es gibt daneben noch so viele andere Aspekte, die wichtig sind und die Sie fürs Vorstellungsgespräch üben sollten:

    • Zur Begrüßung aufstehen
    • Fest die Hand Hand geben (aber nicht pressen)
    • Blickkontakt halten
    • Viel lächeln (aber nicht grinsen)
    • Dem Gesprächspartner zuwenden
    • Die Arme nicht verschränken
    • Hände locker in den Schoß legen
    • Ab und zu mit den Händen gestikulieren (aber nicht zu wild)
    • Aufrecht sitzen
    • Körperspannung halten
    • Gerne den Gesprächspartner dezent nachahmen (Chamäleon-Effekt!)

    Stimme trainieren

    Manche sind mit einer sonoren Stimme gesegnet. Aber möglicherweise geraten auch sie manchmal ins Stottern oder Piepsen oder Lispeln oder Nuscheln. Das können Sie – bis zu einem gewissen Grad – wegtrainieren. Wenn Sie also Bedenken wegen Ihrer Stimme haben, dann betreiben Sie vor dem Bewerbungsgespräch etwas Sprach- und Stimmtraining.

    Es fängt schon bei der Körperhaltung an: Wer verkrampft in seinem Hocker kauert, lässt dem Zwerchfell nicht genügend Freiraum. Die Luftversorgung ist aber wichtig für die Stimme. Darum: Aufrecht hinsetzen!

    Versuchen Sie darüber hinaus, zu variieren. Moderates Sprechtempo, mal ganz schnell, dann wieder extrem langsam. Die Lautstärke erhöhen, dann wieder leiser werden. So können Sie besser betonen, den Zuhörer fesseln und schläfern ihn nicht ein. Nichts ist ermüdender als ein monotoner Vortrag. Und vergessen Sie nicht, Pausen zu machen, während Sie reden.

    Nervosität drosseln

    Versuchen Sie, das Training wie einen Ernstfall zu simulieren. Zum Ernstfall gehört auch eine gehörige Portion Nervosität, vielleicht sogar Angst.

    Wenn wir Angst haben oder nervös sind, schüttet unser Körper Stresshormone aus, das Herz rast, der Atem wird flacher, die Muskeln spannen sich an. Das ist aber gar nichts Schlechtes. Es macht uns wacher und aufmerksamer. Zu große Nervosität sieht man einem Bewerber allerdings an – und das ist leider durchaus etwas Schlechtes. Immerhin wird von zukünftigen Mitarbeitern erwartet, in Stresssituationen einen kühlen Kopf zu bewahren.

    Sie besiegen Ihre Anspannung, indem Sie ganz langsam tief ein- und ausatmen. Im Zweifel auch mal die Fäuste (unterm Tisch) ballen, einige Sekunden anspannen und dann wieder locken lassen. Probieren Sie es aus!

    Schlusspunkt setzen

    Feiern Sie den Tag nicht vor dem Abend. Abgewandelt auf das Vorstellungsgespräch heißt das: Feiern Sie das Gespräch nicht vor der Verabschiedung. Dabei kann noch eine Menge schiefgehen.

    Darum sollten Sie auch Ihren Abgang üben. Nicht einfach am Ende des Interviews losstürmen, sondern sich angemessen verabschieden. Dazu gehören ein freundlicher und kräftiger Händedruck, ein Lächeln mit Blickkontakt und ein aufrichtiges Dankeschön für die Zeit, die sich Ihr Gesprächspartner für Sie genommen hat.

    Nennen Sie unbedingt noch einmal den Namen Ihres Gegenübers. Eine Geste, die Wertschätzung ausdrückt. Zum Beispiel so: Vielen Dank für Ihre Zeit und das angenehme Gespräch, Herr Schröder!

    14 Fragen, auf die Sie sich vorbereiten sollten

    Vorstellungsgespräch üben FragenWie antworten Sie auf die folgende Fragen im Vorstellungsgespräch? Das sollten Sie unbedingt schon VORHER wissen:

    Bewerbungsgespräch üben mit diesen 4 Hilfsmitteln

    Jetzt wissen Sie, woran Sie arbeiten müssen. Aber WIE und auf welche Weise können Sie das Vorstellungsgespräch üben? Am besten so:

    1. Rollenspiel

      Im Rollenspiel nehmen Sie – wie im echten Leben – die Rolle des Bewerbers ein. Ihre Freunde oder Familienangehörigen sind die Personaler, die Sie mit Fragen löchern.

      Rollenspiele sind bestens geeignet, um sich aufs Jobinterview vorzubereiten. Ihre Mitstreiter können genau beurteilen, wie Sie sich gemacht haben und Ihnen Tipps geben. Wichtig ist, dass sie dabei kein Blatt vor den Mund nehmen und ehrliches Feedback geben.

      Durch Rollenspiele üben Sie auch schwierige Situationen – wenn Ihnen etwa gleich drei Unternehmensvertreter gegenübersitzen. Oder wenn sie Sie aus der Reserve locken wollen, durch Stressfragen oder spöttische Bemerkungen. Fragen Sie anschließend genau nach, was gut und was schlecht war.

    2. Spiegel

      Sie sind alleine in einer fremden Stadt und haben niemanden zum Trainieren? Dann üben Sie vor dem Spiegel.

      Setzen Sie sich auf einen Stuhl und beobachten Sie sich selbst genau. Was machen Ihre Hände, wie wirken Sie selbst auf sich, wie sieht Ihre Kleidung aus? Die Anziehsachen, die Sie im Vorstellungsgespräch tragen wollen, dürfen Sie nämlich gerne schon einmal überwerfen. So gewinnt die Situation an Echtheit.

      Sie können das Ganze alternativ auch per Video aufnehmen – und sich Ihre Vorstellung in aller Ruhe noch mal anschauen.

    3. Tonaufnahme

      Zeichnen Sie das Gesprochene mit Ihrem Smartphone auf und hören Sie sich die Audio-Datei hinterher selbst noch einmal an. Sie werden erstaunt sein.

      Viele Bewerber reden viel zu schnell – so schnell, das ihnen der Gesprächspartner kaum folgen kann. Zu langsam sollten Sie aber auch nicht sprechen, wenn Sie ihn nicht narkotisieren wollen. Dann gibt es noch diverse Zisch- oder Schnalzlaute, die Sie vermeiden sollten – und das berühmte Ähh… (wenngleich Sie dies auch mal zur Zeitgewinnung und Überbrückung nutzen können, sofern Sie es nicht übertreiben).

      In jedem Fall sind Ihre Stimme und Aussprache wichtige Faktoren – die Sie trainieren können. Dazu müssen Sie aber erstmal wissen, welche Fehler Sie machen: Reden Sie zu laut oder zu leise, zu schnell oder langsam, akzentuiert oder nuschelig…?

    4. Profis

      Wenn alles nichts hilft, müssen Profis ran. Zahlreiche Anbieter werben mit professionellen Bewerbungscoachings.

      Die kosten manchmal mehrere Hundert Euro. Das ist eine Menge Holz, kann aber gut angelegtes Geld sein. Nämlich dann, wenn Sie wirklich massive Probleme in Vorstellungsgesprächen haben. Bis dahin können Sie es aber auch autodidaktisch versuchen …

    Online-Vorstellungsgespräch üben

    online vorstellungsgespräch übenOnline-Vorstellungsgespräche werden – nicht nur wegen Corona – immer populärer. Ein Jobinterview vor dem Bildschirm unterscheidet sich immens von einem Tête-à-Tête im Konferenzraum. So üben Sie Ihr Online-Bewerbungsgespräch:

    • Standort auswählen

      Suchen Sie sich zuerst einen geeigneten Ort aus, an dem Sie Ihren Rechner für das Vorstellungsgespräch platzieren. Am besten einen ruhigen Ort mit schlichtem Hintergrund, einer weißen Wand etwa. Offene Kleiderschränke oder Playboy-Poster im Hintergrund sind . Falls Sie dem Personaler doch mit der Deko im Hintergrund imponieren wollen, dann stellen Sie sich mental auf Rückfragen dazu ein. Schöne Elefantenvase, wo haben sie die her?

    • Outfit wählen

      Ihre Gesprächspartner sehen Sie vielleicht nicht von oben bis unten. Empfehlenswert ist es dennoch, sich ein seriöses Ganzkörper-Outfit überzuwerfen, schon der inneren Spannung wegen. Und was, wenn Sie wirklich kurz mal aufstehen müssen, dann aber keine Hose anhaben? Generell gilt: Ziehen einfach das an, was Sie beim Vorstellungsgespräch vor Ort auch angezogen hätten.

    • Testlauf durchführen

      Auch das Online-Vorstellungsgespräch sollten Sie vorher üben, zum Beispiel mit einem Freund. So bekommen Sie ein Gefühl dafür und einen Blick für mögliche Fehler. Achten Sie auf Körpersprache, aber auch auf die Rahmenbedingungen inklusive Tonqualität, Hintergrund, Internetverbindung. Wie zum Beispiel reagieren Sie, wenn es mal ruckelt? Ein höfliches Entschuldigung, ich habe Ihre Frage akustisch nicht verstanden, könnten Sie sie noch mal wiederholen? ist kein Beinbruch.

    Das könnte Sie ebenfalls interessieren:

    [Bildnachweis: Elnur by Shutterstock.com]

    Bewerbung zurückziehen: Tipps, Formulierungen und 9 gute Gründe

    Bewerbung zurueckziehen formulierung

    Bewerbung zurückziehen – unangenehm, aber mitunter notwendig. Denn manchmal muss ein Unternehmen aus der Wunschliste gestrichen und aussortiert werden. Das kann ganz unterschiedliche Gründe haben. Doch wie ziehe ich eine Bewerbung zurück, ohne mein Gesicht zu verlieren oder meinen Ruf aufs Spiel zu setzen? Bewerbung zurückziehen: So einfach kann das sein…

    Bewerbung zurückziehen: 9 gute Gründe

    Wer eine Bewerbung zurückziehen möchte, muss sich in einer Luxussituation befinden. Er oder sie hat ganz offensichtlich eine bessere Alternative aufgetan, die entsprechende Stelle gar nicht mehr nötig. Könnte man jedenfalls meinen.

    Doch gibt es weitaus mehr Szenarien, als man denkt, in denen es Sinn macht, die eigene Bewerbung für einen Job zu widerrufen. Bewerbung zurückziehen – hier sind 9 gute Gründe:

    • Eine schwere Erkrankung, die es Ihnen unmöglich macht, in absehbarer Zukunft eine Tätigkeit auszuüben.
    • Eine Schwangerschaft. Sie wollen sich zunächst voll und ganz auf Ihren Nachwuchs konzentrieren.
    • Ein bevorstehender Umzug. Etwa, weil Ihr Partner einen neuen Job in einer anderen Stadt oder im Ausland antritt und Sie ihm oder ihr dorthin folgen möchten. Oder weil es Sie wieder zurück in Ihre Heimatregion zieht.
    • Wirtschaftliche Gründe. Zum Beispiel der, dass Sie sich ursprünglich für eine Teilzeitstelle beworben haben, nun aufgrund finanzieller Zwänge aber doch lieber in Vollzeit arbeiten möchte. Oder den umgekehrten Fall, dass Sie statt Vollzeit doch lieber Teilzeit arbeiten möchten.
    • Akute Bedenken. Sie könnten Angst haben, dass Ihnen der Job doch nicht liegen wird, dass Sie die Anforderungen nicht erfüllen oder auch, dass Sie extrem überqualifiziert sind.
    • Informationsgewinn. Sie haben neue Informationen erhalten – durch das Internet oder Mund-zu-Mund-Propaganda – die den künftigen Arbeitgeber sehr unvorteilhaft aussehen lassen. Deswegen wollen Sie lieber Abstand von einer Anstellung nehmen.
    • Den Probearbeitstag haben Sie als katastrophal empfunden.
    • Das angebotene Gehalt entspricht in keinster Weise Ihren Erwartungen.
    • Sie haben sich in der Zwischenzeit entschieden, lieber ein Studium aufzunehmen.

    Und das sind nur einige Gründe; es gibt ganz sicher noch mehr. Aber egal, aus welchem Grund Sie Ihre Bewerbung zurückziehen wollen: Sie sollten Ihren Rückzieher offen und ehrlich kommunizieren. Einfach nicht zum Vorstellungsgespräch erscheinen oder auf Anfragen nicht reagieren, das wäre kein guter Stil. Das haben Sie überhaupt nicht nötig – und es spricht sich in der Branche vielleicht sogar herum. Nicht gut!

    Aber wie teilen Sie dem Unternehmen Ihre Entscheidung mit? Karrieresprung hat folgende Vorschläge für Sie…

    Warum Sie eine Bewerbung zurückziehen sollten

    Natürlich kann es passieren, dass der Arbeitgeber verschnupft auf Ihren Rückzieher reagiert. Immerhin hat er Zeit und Mühe investiert, Ihre Bewerbung gesichtet, Sie vielleicht sogar schon zum Bewerbungsgespräch eingeladen. Alles für die Katz!

    Andererseits gehören Absagen zum Recruiting-Prozess dazu wie die Drehleiter zur Feuerwehr. Sie sind für Personaler das tägliche Brot. Und was wäre die Alternative? Die Füße still halten und nichts mehr von sich hören lassen? Dies würde das Personalbüro erst recht verärgern und überdies ebenfalls Arbeit verursachen. Und eine zweite Chance bekommen Sie in dem Unternehmen so schnell auch nicht mehr.

    Sie könnten natürlich auch den Umweg über die Probezeit gehen. Sie nehmen Ihre Arbeit auf und kündigen dann gefahrlos in der Probezeit. Aber dies würde nur Zeit kosten und wäre unehrlich. Wozu das Theater?

    Vor allem drei Gründe sprechen dafür, eine Bewerbung offen und ehrlich wieder zurückzunehmen…

    1. Manieren

      Anstand, Manieren, Gepflogenheiten – klingt wie der Auszug aus einem Lehrbuch des 19. Jahrhunderts, ist aber aktueller, als wir manchmal glauben. Höflichkeit ist eine Tugend – auch heute noch. Es gehört sich schlicht und einfach, einem Unternehmen abzusagen, wenn man eine andere Stelle gefunden hat oder aus einem anderen Grund von der Bewerbung Abstand nehmen will. Das sollte als Grund doch eigentlich schon genügen, oder?

      Kleiner Tipp: Es fühlt sich richtig gut an, höflich zu seinen Mitmenschen zu sein. Probieren Sie es mal aus!

    2. Ruf

      Ihre Reputation wird massiv beschädigt, wenn Sie nicht souverän mit der Situation umgehen. Sie wissen ja: Man trifft sich immer zweimal im Leben. Das gilt gerade für kleine, überschaubare Branchen mit einer begrenzten Anzahl an Arbeitgebern. So etwas könnte sich herumsprechen – schlecht für Sie!

      Außerdem werden Boomerang-Karrieren immer beliebter. Boomerang bedeutet: Man verlässt das Unternehmen im Guten, um anderswo eine neue Herausforderung anzunehmen. Gelingt die nicht so wie erwartet, kehrt man in die alte Firma zurück. Es wird jedenfalls nicht zu Ihrem Schaden sein, wenn man sich dort gerne an Sie erinnert.

    3. Fairplay

      Nicht jeder Sportler ist ein fairer Sportsmann. Aber die meisten sind es sehr wohl. Das merkt schnell, wer Judo oder Rugby, Handball oder Hockey spielt.

      Auch zur Bewerbung gehört der Fairplay-Gedanke dazu. Wenn Sie absagen, geben Sie Ihren Mitstreitern eine Chance. Das ist nur fair – und richtig.

    Bewerbung online zurückziehen

    Vor allem in größeren Firmen gibt es eine einfache Möglichkeit, die Bewerbung zu stornieren. Sofern Sie sich über ein Online-Bewerberportal beworben haben, loggen Sie sich erneut mit Ihren Zugangsdaten ein und ziehen Ihre Bewerbung mit einem Mausklick zurück.

    In einigen System genügt ein Klick auf den Zurückziehen-Button, in anderen müssen Sie Ihr ganzes Profil löschen. Und manchmal ist es nur möglich, eine Bewerbung zurückzuziehen, wenn die Bewerbungsfrist noch nicht abgelaufen ist.

    Angst haben, dass Ihnen das Unternehmen den Rückzug krumm nimmt, müssen Sie in den meisten Fällen nicht. Dafür ist die Funktion ja da. Es gibt sogar Arbeitgeber, die wissen wollen, warum Sie Ihre Bewerbung zurückgezogen haben. So fragt Drogeriekonzern dm seine Ex-Bewerber explizit nach den Beweggründen und bittet um eine entsprechende Mail an die Personalabteilung.

    Aber Achtung: Wer seine Bewerbung im Online-Bewerbersystem zurückzieht, kann sich unter Umständen nicht noch einmal auf die gleiche Stelle bewerben. Sie können es sich dann nicht nochmal anders überlegen.

    Bewerbung per Anruf oder E-Mail zurückziehen

    Falls Sie die Möglichkeit nicht haben, Ihre Bewerbung im Bewerbersystem zurückzunehmen, haben Sie diese drei Optionen:

    • Anruf
    • Brief
    • E-Mail

    Karrieresprung empfiehlt Ihnen den Griff zum Telefon. Ein Anruf hat folgende Vorteile: Die Absage ist schnell erledigt. Sie können sicher sein, dass der Empfänger Ihre Absage erhalten hat und Sie aus dem Bewerbungsprozess nimmt. Sie müssen nicht auf eine Reaktion des Empfängers warten. Die kriegen Sie nämlich sofort. Außerdem wirkt es selbstbewusst, zum Hörer zu greifen und die Situation persönlich zu regeln. Es schindet Eindruck – wenigstens ein bisschen.

    Eine Alternative ist der Absagebrief. Er zeugt von Stil und einem Mindestmaß an Mühe, die Sie sich extra gemacht haben. Immerhin mussten Sie Formulierungen finden, den Brief aufsetzen und zur Post bringen. Das ist sehr viel aufwändiger als nur eine kurze E-Mail in die Tasten zu hauen.

    Die E-Mail-Absage ist selbstverständlich auch eine Option. Schließlich haben Sie die E-Mail-Adresse des Personalers vermutlich schon. Wenn Sie also eine E-Mail schreiben, kommt sie mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit auch an. Wenn nicht, wird Ihnen das hoffentlich in Form eines Abwesenheitsassistenten oder einer Fehlermeldung mitgeteilt. Aber investieren Sie ausreichend Zeit, um die richtigen Formulierungen zu finden und belassen Sie es nicht bei ein oder zwei Sätzen. Das wäre unhöflich.

    Im Übrigen können Sie auch eine Mischform wählen. Erst eine Absagemail schreiben und hinterher noch einmal durchklingeln oder umgekehrt am Telefon erwähnen, dass Sie Ihre Absage auch noch schriftlich bestätigen. Ein Zeichen von Professionalität. Unternehmen schätzen das.

    Absage richtig formulieren

    Haben Sie sich für eine schriftliche Variante entschieden? Sie können sie im Prinzip so ähnlich aufbauen wie ein Anschreiben:

    • Briefkopf (Ihr Name, Anschrift, Kontaktdaten)
    • Name, Anschrift des Empfängers
    • Datum
    • Betreff
    • Persönliche Anrede
    • Absage
    • Grußformel
    • Unterschrift

    Kein Personaler will sich lange Essays durchlesen, warum Sie den Job doch nicht wollen. Höchstens, um sich zu amüsieren. Den Gefallen sollten Sie ihm nicht tun. Bleiben Sie kurz und prägnant. Aber auch nicht ZU kurz. Ein Satz a la „Hiermit möchte ich meine Bewerbung für die Stelle as Controller zurückziehen. Mit freundlichen Grüßen“ wirkt wie ein höflicheres „Leck mich“. Sie sollen keine Rechtfertigungen, aber Begründungen liefern. Eine Begründung hat die Firma durchaus verdient.

    Bauen Sie die Absage inhaltlich so auf:

    • Danksagung

      Als Erstes bedanken Sie sich für die Möglichkeit, dass Sie sich im Unternehmen bewerben konnten beziehungsweise dass Sie schon zum Vorstellungsgespräch eingeladen worden sind.

    • Begründung

      Nun führen Sie den Grund an, der für Ihre Absage ausschlaggebend ist. Mehr als zwei Gründe sollten es auf keinen Fall sein. Selbst wenn Sie mehrere gute Gründe für eine Absage haben, sollten Sie nicht alle aufzählen – nur den Hauptgrund. Andernfalls würde der Text wie eine einzige Rechtfertigung wirken und rechtfertigen müssen Sie sich nicht.

    • Bedauern

      Drücken Sie Ihr Bedauern darüber aus, dass Sie dem Unternehmen Umstände bereitet haben, aber bitten Sie gleichzeitig um Verständnis für Ihre Entscheidung.

    Bewerbung zurückziehen: Formulierung

    Bewerbung höflich zurückziehen – so könnten Sie Ihre Absage formulieren:

    Sehr geehrte/r Herr/Frau Krämer,

    haben Sie vielen Dank, dass ich mich vor einigen Wochen auf Ihre Stellenanzeige als Controller bewerben konnte.

    Hiermit möchte ich diese Bewerbung aber wieder zurückziehen. Ich hatte zwar großes Interesse an der Stelle und bin weiterhin überzeugt, dass ich gut in Ihr Team gepasst hätte. Allerdings habe ich in der Zwischenzeit ein anderes Angebot erhalten. Nach reiflicher Überlegung bin ich zu dem Schluss gekommen, dass dieses noch besser mit meinen beruflichen Plänen vereinbar ist. Aus diesem Grunde möchte ich Ihnen absagen und bitte um Ihr Verständnis.

    Wenn ich Ihnen Umstände bereitet haben sollte, bitte ich um Entschuldigung. Ich hoffe, Sie finden schnell den richtigen Mann oder die richtige Frau für die Stelle.

    Für Ihr freundliches Entgegenkommen bedanke ich mich und verbleibe mit freundlichen Grüßen
    Tim Taler

    Bewerbung nach Zusage zurückziehen: Formulierung

    So könnten Sie Ihre Absage formulieren, wenn Sie bereits eine Zusage des Unternehmens erhalten haben:

    Sehr geehrte/r Herr/Frau Krämer,

    ich freue mich sehr über Ihre Zusage für die Stelle als Marketingassistent und bedanke mich für Ihr Vertrauen.

    Allerdings habe ich mich nach reiflicher Überlegung dazu entschieden, die Stelle nicht anzutreten. In der Zwischenzeit habe ich ein anderes Angebot erhalten, was meinen beruflichen Plänen noch besser entspricht. Daher möchte ich meine Bewerbung hiermit zurückziehen.

    Es tut mir sehr leid, dass ich Ihnen dadurch Umstände bereite, bitte Sie aber um Verständnis für meine Entscheidung. Die Wahl fiel jedenfalls nicht GEGEN Ihr Unternehmen, sondern FÜR ein anderes.

    Ich bedanke mich sehr herzlich für Ihr freundliches Entgegenkommen und hoffe, dass Sie die Stelle zügig neu besetzen können.

    Mit freundlichen Grüßen
    Tim Taler

    Bewerbung zurücknehmen: Weitere Formulierungen

    Hier sind 5 weitere Formulierungen, die Sie nutzen können, um Ihre Bewerbung zurückzuziehen:

    • Herzlichen Dank für Ihr Vertrauen und die Einladung zum Bewerbungsgespräch. Ich habe in der Zwischenzeit allerdings ein Angebot erhalten, was noch ein bisschen besser zu mir passt. Darum ziehe ich meine Bewerbung schweren Herzens wieder zurück.
    • Falls ich Ihnen mit meiner Entscheidungen Umstände bereite, bedauere ich dies sehr. Ich bitte dennoch um Ihr Verständnis.
    • Ich möchte mich sehr herzlich bei Ihnen für das angenehme Vorstellungsgespräch bedanken. Von Ihrem Unternehmen habe ich dabei einen sehr positiven Eindruck gewonnen und bin weiterhin überzeugt, dass ich gut in Ihr Team gepasst hätte. Allerdings habe ich mich in der Zwischenzeit für ein anderes Stellenangebot entschieden, das mich noch etwas mehr reizt. Daher möchte ich Ihnen heute leider absagen.
    • Vielen Dank für das positive Feedback auf meine Bewerbung. Allerdings habe ich in der Zwischenzeit ein anderes Angebot angenommen, das noch besser zu mir passt. Daher muss ich meine Bewerbung hiermit zurückziehen.
    • Die Entscheidung ist mir nicht leicht gefallen, aber ich muss meine Bewerbung hiermit leider zurücknehmen. Nach gründlicher Überlegung glaube ich, dass ein anderes Stellenangebot meinem Profil noch besser entspricht und habe es daher angenommen. Ich hoffe auf Ihr Verständnis und bedauere es, Ihnen Umstände bereitet zu haben.

    Bewerbung für einen Studienplatz zurückziehen

    Die Bewerbung für einen Studienplatz können Sie an vielen Hochschulen problemlos zurückziehen. Loggen Sie sich in Ihren Online-Account ein und klicken Sie dort auf die entsprechende Schaltfläche.

    Achtung: An manchen Hochschulen ist es dann nicht mehr möglich, im laufenden Bewerbungsverfahren einen erneuten Bewerbungsantrag für den gleichen Studiengang zu stellen – an anderen aber schon. Falls Sie Ihre Bewerbung nicht online zurückziehen können, wenden Sie sich an Ihr jeweiliges Studiensekretariat.

    Eine Bewerbung in den zulassungsbeschränkten Studienfächern Humanmedizin, Tiermedizin, Zahnmedizin und Pharmazie können Sie im Bewerbungsportal von Hochschulstart oder bei dezentraler Bewerbungsabgabe auch über das hochschuleigene Bewerbungsportal zurückziehen.

    Interne Bewerbung zurückziehen

    Bewerbung zurückziehen formulierenSie haben längst gemerkt: Der Ton macht auch bei einem Bewerbungsrückzieher die Musik. Das gilt umso mehr, wenn es sich um eine interne Bewerbung handelt. Sie werden den Personen im Flur über den Weg laufen, denen Sie zuvor einen Korb gegeben und Umstände bereitet haben.

    Darum ganz wichtig: Begründung liefern, aufrichtig bedanken und bedauern. Am besten persönlich anrufen – oder im Büro vorbeischauen! So können Sie Missverständnisse aus dem Weg räumen und Ihre Beweggründe darlegen.

    Das könnte Sie ebenfalls interessieren:

    [Bildnachweis: Lolostock by Shutterstock.com]

    Bewerbungskosten absetzen: Pauschalen, Liste, Tipps

    bewerbungskosten absetzen steuer

    Bewerbungskosten absetzen – das geht. Immerhin müssen Sie als Bewerber in Vorleistung gehen. Bewerbungsfoto anfertigen, Bewerbungsratgeber kaufen, Hotel am Unternehmensstandort buchen, um nur ein paar Kostenbeispiele zu nennen. Bewerbungen kosten Geld. Das Finanzamt erstattet Ihnen die Bewerbungskosten – sofern Sie alles richtig belegen und eintragen. Bewerbungskosten absetzen: So machen Sie’s richtig…

    Bewerbungskosten steuerlich absetzen

    Ihre Bewerbungskosten können Sie steuerlich absetzen. Bewerbungskosten zählen zu den Werbungskosten. Werbungskosten sind laut Einkommensteuergesetz „Aufwendungen zur Erwerbung, Sicherung und Erhaltung der Einnahmen.“

    Bewerbungen dienen zweifelsfrei dazu, Einnahmen zu erwerben und zu sichern. Dabei ist es unerheblich, ob eine Bewerbung zum Erfolg führt oder nicht. Wichtig ist nur, dass die Kosten im Rahmen der Stellensuche angefallen sind.

    Bei der Berechnung der Einkünfte in der Steuererklärung können Sie die Werbungskosten von Ihren Einnahmen abziehen. Somit mindern Bewerbungskosten Ihre Steuerlast. Darum ist es auch ratsam, sich im Laufe des Jahres alle Bewerbungsgespräche zu notieren und die angefallenen Belege zu sammeln. Das bringt Ihnen am Ende des Steuerjahres bares Geld.

    Sparen können Sie sich den Aufwand freilich, wenn für Sie insgesamt nur geringe Werbungskosten anfallen. Denn das Finanzamt gewährt jedem Arbeitnehmer die sogenannte Werbungskostenpauschale in Höhe von 1.000 Euro. Diesen Betrag zieht Ihnen das Finanzamt automatisch von Ihrem zu versteuernden Einkommen ab. Dafür müssen Sie keine Belege oder Nachweise einreichen! Die Werbungskostenpauschale gilt für jeden einzelnen Arbeitnehmer – also bekommen sie Ehepaare oder eingetragene Lebenspartnerschaften doppelt, sofern beide arbeiten.

    Tatsächlich können Ihre Werbungskosten aber auch gut und gerne oberhalb von 1.000 Euro liegen. Um die Kosten geltend zu machen, müssen Sie sie einzeln in der Steuererklärung angeben. Immerhin gehören zu den Werbungskosten neben den Bewerbungskosten auch:

    • Fahrtkostenpauschale bzw. Pendlerpauschale
    • Verpflegungsmehraufwand
    • Arbeitsmittel (Berufskleidung, Fachbücher, Aktentasche, Werkzeuge, Laptop, PC, Handy, Software)
    • Arbeitszimmer bzw. Home Office
    • Mitgliedsbeiträge für Berufsverbände (z.B. Ärztekammer, Handwerkskammer, Gewerkschaft etc.)
    • Kosten von Dienstreisen
    • Berufliche Versicherungsbeiträge (z.B. Berufshaftpflicht)
    • Beruflich veranlasste Umzüge
    • Fortbildungen

    Bewerbungskosten absetzen: Liste

    Bewerbungskosten absetzen – diese Materialien und Dienstleistungen sind als Werbungskosten steuerlich absetzbar:

    Eigenwerbung

    Materialien

    • Bewerbungsmappen
    • Briefumschläge
    • Klarsichthüllen
    • Druckerpatronen
    • Kleber
    • Einfache und beglaubigte Kopien
    • Stifte, Füller
    • Schreibpapier
    • Briefmarken

    Recherche

    • Kurse
    • Seminare
    • Übersetzungen
    • Bücher, Ratgeber
    • Magazine, Zeitschriften
    • Bewerbungsschreiber
    • Beglaubigungen
    • Polizeiliches Führungszeugnis

    Reisekosten

    • Fahrten zu Vorstellungsgesprächen
    • Parkgebühren
    • Übernachtungen
    • Verpflegung
    • Stadtpläne
    • Unfallkosten auf der Fahrt zu einer Bewerbung

    Hinweis: Wer die Telefon- oder Internetkosten anteilig absetzen will, könnte Probleme mit dem Finanzamt bekommen. Häufig lehnt es die Steuererstattung ab. Trotzdem: Probieren geht über studieren.

    Online-Bewerbungskosten absetzen

    Der Großteil der Bewerbungen erfolgt heute online. Und diese Entwicklung dürfte sich fortsetzen. Auf den ersten Blick sind Online-Bewerbungen deutlich kostengünstiger als solche aus Papier. Das Porto fällt weg, außerdem Anschaffungskosten für Mappe, Papier, Stifte, Druckerpatronen.

    Dennoch können Sie selbstverständlich auch eine Online Bewerbung von der Steuer absetzen. Die Pauschale, die das Finanzamt akzeptiert, ist bei Online-Bewerbungen aber geringer als bei schriftlichen (dazu gleich mehr).

    Außerdem entstehen Ihnen ja weiterhin Kosten im Zusammenhang mit der Bewerbung: Bewerbungsratgeber, Foto und Fahrtkosten beispielsweise. Die können Sie anrechnen, unabhängig davon, ob die Bewerbung auf dem Online- oder Offline-Weg erfolgt ist.

    Was Sie hingegen nicht in Ihrer Steuererklärung absetzen können, sind die Bewerbungskosten Ihres Kindes oder Ihrer Kinder.

    Bewerbungskosten absetzen: Pauschalen

    Sie haben drei Optionen, um Ihre Bewerbungskosten abzusetzen:

    • Sie machen die Werbungskostenpauschale in Höhe von 1.000 Euro geltend.
    • Sie reichen die Belege für Ihre Bewerbungskosten ein.
    • Sie machen Ihre Bewerbungskosten über Pauschalen geltend.

    Bei Variante 1 müssen Sie nichts weiter tun. Das Finanzamt schreibt Ihnen die Werbungskostenpauschale automatisch gut, wenn Sie Ihre Steuererklärung abgeben. Sie könnten dabei aber Geld verschenken – wenn Ihre tatsächlichen Werbungskosten im vergangenen Steuerjahr mehr als 1.000 Euro betragen haben. Wenn Sie das verhindern wollen, springen Sie zu Variante 2 oder 3.

    Bei Variante 2 rechnen Sie alle Bewerbungskosten, für die Sie Belege gesammelt haben, zusammen und tragen Sie als Werbungskosten in Ihre Steuererklärung ein. Das kann eine langwierige und komplizierte Angelegenheit sein.

    Einfacher ist Variante 3: Das lästige Sammeln der Quittungen bleibt Ihnen damit erspart. Sie legen einfach eine Pauschale zugrunde. Pro schriftlicher Bewerbung lässt das Finanzamt erfahrungsgemäß neun bis 15 Euro durchgehen. Manche Finanzämter orientieren sich an einem Urteil des Finanzgerichts Köln aus dem Jahr 2004, das für schriftliche Bewerbungen Kosten von jeweils 8,50 Euro angenommen hatte.

    Für eine E-Mail-Bewerbung, wie sie heute üblich ist, bekommen Sie nicht so viel zurück – hier beträgt die Pauschale nur 2,50 Euro pro Bewerbung. Fahrt- und Übernachtungskosten sind nicht inbegriffen.

    Aber: Auch wenn sich das Finanzamt in der Regel an Pauschalen orientiert — Anspruch auf eine solche Pauschale haben Sie grundsätzlich nicht. Es liegt immer im Ermessen des Sachbearbeiters, ob und welche Pauschale er anerkennt.

    Bewerbungskosten in der Steuererklärung eintragen

    Die Steuererklärung ausfüllen – für die meisten eine undankbare Aufgabe. Speziell für Berufsanfänger ist sie sehr herausfordernd. Wo soll ich meine Bewerbungskosten überhaupt eintragen?

    Antwort: in der Anlage N. Hier werden die Werbungskosten – und damit auch die Bewerbungskosten – eingetragen. Einfach in Zeile 45 der Anlage N die Bewerbungskosten mit einer passenden Bezeichnung (z.B. „Kosten für Briefumschläge“, „Kosten für Bewerbungsratgeber“) sowie die Summe der einzelnen Ausgabenposten eingeben.

    Mit einer guten Steuersoftware geht das in der Regel ohne Probleme. Sie können so viele Felder für Ihre Bewerbungskosten hinzufügen, wie Sie benötigen.

    Bewerbungskosten absetzen: Tipps

    Die Steuererstattung sollten Sie schon während Ihres Bewerbungsprozesses im Hinterkopf abspeichern. Das heißt: Dokumentieren Sie all Ihre Bewerbungen auf einer Liste und bewahren Sie die entsprechenden Dokumente, Mappen, Mails auf.

    Vor allem dann, wenn Sie Ihre tatsächlichen Bewerbungskosten absetzen wollen – und keine Pauschalen. Auch könnte das Finanzamt die Vorlage von Belegen nachträglich von Ihnen verlangen. Darauf sollten Sie vorbereitet sein. Zum Beispiel, indem Sie auf Ihrem Rechner einen Ordner anlegen, in dem Sie die Eingangsbestätigungen oder Absagen der einzelnen Unternehmen ablegen – oder Ihre per Mail verschickten Bewerbungen.

    Das Gleiche gilt für alle anderen Kosten, die im Zusammenhang mit Ihrer Bewerbung entstehen. Bewahren Sie also auch Quittungen von Mappen, Stiften, Fotos, Stadtplänen usw. auf – am besten heften Sie alles in einem Ordner, Ihrem Steuerordner, ab.

    Tipp: Ein Schuhkarton bietet sich für Papierbelege an. Der ist im Innern trocken und dunkel. So verblassen Ihre Dokumente nicht so schnell. Wenn Sie auf Nummer sicher gehen wollen, können Sie Belege auch kopieren oder einscannen und auf Ihrem Computer ablegen.

    Bewerbungskosten vom Arbeitgeber erstatten lassen

    Bis Sie Geld vom Finanzamt erstattet bekommen, können Wochen und Monate ins Land gehen. Es gibt aber noch andere Wege, sich Ihre Bewerbungskosten zurückzuholen. Das ist gerade für Menschen wichtig, die mit jedem Euro kalkulieren müssen. Auch ist es gerade in Zeiten von Arbeitslosigkeit, Studium oder geringfügiger Beschäftigung oft schwierig, alle anfallenden Kosten auszulegen.

    Die gute Nachricht: Viele Arbeitgeber erstatten die Kosten für ein Vorstellungsgespräch. Es gibt sogar einen gesetzlichen Anspruch auf Erstattung der Bewerbungskosten. Voraussetzung ist, dass der Bewerber sich auf eine zu besetzende Stelle beworben und eine Einladung zum Vorstellungsgespräch erhalten hat. Die Pflicht zur Kostenübernahme ist unabhängig davon, ob der Bewerber letztlich den Zuschlag erhält oder nicht. Es werden allerdings nur solche Kosten erstattet, die nach den Gesamtumständen „erforderlich“ waren. Der Bewerber hat sich also stets die Frage zu stellen, ob die jeweiligen Auslagen wirklich notwendig sind.

    Auf der anderen Seite haben Arbeitgeber die Möglichkeit, die Kostenübernahme zu verweigern oder zu begrenzen. Dies muss das Unternehmen aber bei der Einladung zum Bewerbungsgespräch deutlich machen. Es kommt immer auf den Einzelfall an. Nicht unüblich ist es beispielsweise, nur die Anreise mit der Bahn zu erstatten. Möchte der Bewerber aber mit dem Flugzeug anreisen, muss er die Mehrkosten selbst tragen.

    Tatsächlich hängt die Bereitschaft zur Kostenübernahme häufig davon ab, für welche Stelle der Bewerber vorgesehen ist. Hochqualifizierten und nachgefragten Arbeitskräften will man das eigene Unternehmen möglichst schmackhaft machen – dazu gehört auch eine großzügige Übernahme der Bewerbungskosten.

    Eigentlich selbstverständlich: Erscheint der Kandidat gar nicht oder ohne ausdrückliche Einladung zum Vorstellungsgespräch, ist das Unternehmen nicht verpflichtet, die Bewerbungskosten zu übernehmen. In jedem Fall gilt: Der Bewerber muss die Kosten innerhalb von drei Jahren geltend machen, danach sind sie verjährt. Das sollte machbar sein.

    Bewerbungskosten vom Arbeitsamt erstatten lassen

    Es gibt sogar noch eine weitere Möglichkeit, um sich die Bewerbungskosten zurückzuholen: Die Übernahme der Bewerbungskosten durch die Arbeitsagentur beziehungsweise das Jobcenter. Vielfach können Sie sich hier Bewerbungskosten erstatten lassen.

    Anhand ihres Vermittlungsbudgets entscheidet die für Sie zuständige Arbeitsagentur oder das Jobcenter, ob und in welcher Höhe Ihnen Bewerbungskosten erstattet werden. Möglich sind bis zu 260 Euro Erstattung pro Jahr.

    Wichtig: Sofern die Eingliederungsvereinbarung keine Angaben zu Bewerbungskosten macht, müssen Sie Übernahme der Kosten vor ihrer Entstehung beantragen. Fragen Sie also unbedingt VOR Ihrem Bewerbungsgespräch nach, ob und welche Kosten übernommen werden können, damit Sie nicht auf den Bewerbungskosten sitzen bleiben.

    Mehr Zeit für die Steuererklärung!

    Bewerbungskosten absetzen frist
    Seit 2019 haben Sie mehr Zeit, um sich Ihr Geld inklusive der Bewerbungskosten vom Finanzamt zurückzuholen. Bislang mussten Sie Ihre Steuererklärung stets bis Ende Mai vorlegen. Jetzt reicht es dem Finanzamt aus, wenn sie bis zum 31. Juli vorliegt.

    Falls Sie Ihre Steuererklärung nicht selbst machen, sondern von einem Steuerberater oder Lohnsteuerhilfeverein ausfüllen lassen, verschiebt sich die Frist noch weiter nach hinten. Ihre Steuererklärung für das Steuerjahr 2019 muss dann nicht vor Ende Februar 2021 beim Finanzamt eingehen.

    Das könnte Sie ebenfalls interessieren:

    [Bildnachweis: Pressmaster by Shutterstock.com]

    Jobs in Cottbus: Aktuelle Stellenangebote in Cottbus und der Lausitz

    jobs in cottbus brandenburg

    Jobs in Cottbus waren bislang auf Kohle gebaut. Das schwarze Gold prägt noch immer die Region, die Zukunft aber soll dem Tourismus gehören. Rund um den neuen Ostsee soll eine Freizeitmaschinerie entstehen, die ihresgleichen sucht, und viele neue Jobs in Cottbus schaffen. Eine Reise wert ist die Lausitz aber schon jetzt. Und sie ist gar keine so schlechte Wahl für alle, die sesshaft werden wollen…

    Jobs Cottbus: Die Stadt

    „Willkommen in Cottbus/Chósebuz“. So begrüßt die Stadt Cottbus ihre Besucher auf der Homepage. Dieser Umstand verweist schon auf eine der größten Besonderheiten von Cottbus: die 100.000-Einwohner-Stadt ist das kulturelle Zentrum der Sorben, einer slawischen Volksgruppe, die als nationale Minderheit offiziell anerkannt ist. Die Sorben prägen Cottbus entscheidend mit. Es gibt sorbische Museen, Verlage, Institute, sogar bilinguale Schulen und Kindergärten.

    Bei Cottbus denken Auswärtige eher an Industrieromantik. Doch ist auch die Altstadt mit ihren Bürgerhäusern vorzeigbar. Das Wahrzeichen der Stadt findet sich ebenfalls hier. Der Spremberger Turm stammt noch aus dem 13. Jahrhundert.

    Gerne halten sich die Cottbuser im Stadtteil Branitz auf. Hier können sie durch den herrlichen Branitzer Park spazieren, das barocke Schloss Branitz bewundern und in den Branitzer Badesee springen. Vor Cottbus’ Haustür liegt der Spreewald, ein Paradies für Naturfreunde und Kanufahrer.

    Wer eine Wohnung in Cottbus sucht, sollte sich in den Stadtteilen

    • Sandow
    • Kiekebusch
    • Döbbrick
    • Ströbitz
    • Schmellwitz
    • und Mitte

    umschauen. Besonders beliebt sind Wohnungen in der Spremberger Vorstadt im Südwesten.

    Jobs Cottbus: Der Arbeitsmarkt

    Im Land Brandenburg lag die Arbeitslosenquote im April 2020 bei 6,2 Prozent. Rund 83.000 Brandenburger waren offiziell ohne Job, darunter knapp 4.300 Cottbuser. Die Arbeitslosenquote in Cottbus ist damit deutlich höher als im Landesschnitt – sie liegt bei 8,3 Prozent.

    Die größte Stadt Brandenburgs ist Potsdam. Die Residenzstadt weist nur eine Quote von 6,0 Prozent aus. In Brandenburg an der Havel sind 8,4 Prozent arbeitslos, in Frankfurt (Oder) sogar 8,6 Prozent (Stand: April 2020). Schlusslicht im Brandenburg-Vergleich ist Cottbus damit zwar nicht, Vorreiter aber ebensowenig.

    Jobs Cottbus: Einstiegsgehälter und Gehaltsniveaus

    Die Gehälter in Brandenburg können mit denen im Westen nicht mithalten. Das jährliche Durchschnittsgehalt liegt hier nach Angaben von gehalt.de bei 35.519 Euro brutto. Das sind nicht einmal 80 Prozent des gesamtdeutschen Gehaltsniveaus.

    In Hessen liegt das Durchschnittsgehalt bei über 51.000 Euro, in Baden-Württemberg bei knapp 49.000 Euro und in Niedersachsen immerhin bei über 41.000 Euro. Nur Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern rangieren im Gehaltsranking hinter Brandenburg – und das auch nur hauchdünn.

    Das Einstiegsgehalt nach der Uni beträgt in Brandenburg 36.433 Euro brutto pro Jahr, nach der Ausbildung steigen Berufsanfänger mit 24.297 Euro ein. Auch das ist jeweils der drittletzte Platz im Vergleich aller 16 Bundesländer.

    Fach- und Führungskräfte kommen in Brandenburg laut Stepstone-Gehaltsreport 2019 auf durchschnittlich 45.066 Euro brutto im Jahr. Spitzenreiter Hessen weist über 65.000 Euro auf. Aber: In dieser Rangliste steht Brandenburg von allen ostdeutschen Flächenländern am besten da. Schlusslicht Mecklenburg-Vorpommern springt gerade so über die 42.000-Euro-Marke.

    Die Xing-Gehaltsstudie 2019 weist für Fach- und Führungskräfte in Brandenburg sogar 60.099 Euro pro Jahr aus. In Sachsen kommen sie demnach nur auf knapp 54.000.

    Ein Vollzeitbeschäftigter mit einem Job in Cottbus kann damit rechnen, 2.653 Euro brutto im Monat mit nach Hause zu nehmen. Das ist der von der Bundesagentur für Arbeit ermittelte Medianwert. In ganz Deutschland liegt dieser Wert bei 3.209 Euro. In Berlin liegt das Medianeinkommen bei 3.126 Euro, in Dresden bei 2.987 Euro und in Leipzig bei 2.807 Euro.

    Ganz unten im Ranking liegt Cottbus aber gar nicht. In Bautzen verdient ein Vollzeitarbeitnehmer 2.283 Euro, in Wittenberg 2.293 Euro. Frankfurt (Oder) liegt mit 2.692 Euro auf dem Cottbuser Gehaltslevel.

    Die wichtigsten Arbeitgeber in Cottbus

    Hier winken Jobs in Cottbus – das sind die wichtigsten Arbeitgeber in Cottbus:

    • Lausitz Energie Kraftwerke AG LEAG (Versorgungsunternehmen)
    • Carl-Thiem-Klinikum Cottbus (Gesundheit)
    • Majorel (Callcenter)
    • Sparkasse Spree-Neiße (Finanzen)
    • Paul Gerhardt Werk (Diakonie)
    • Stadtwerke Cottbus (Versorgungsunternehmen)
    • LWG Lausitzer Wasser (Versorgungsunternehmen)
    • LR Medienhaus (Medien)
    • Regio Print-Vertrieb (Postdienstleistungen)
    • Gebäudewirtschaft Cottbus (Immobilien)
    • eG Wohnen (Immobilien)
    • Deutsche Bahn (Fahrzeuginstandhaltung)
    • Envia (Versorgungsunternehmen)
    • GSE Protect (Sicherheit)
    • Arcus (Bauplanung)
    • Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg (Bildung)
    • Walter Services (Call Center)
    • Capita Europe (Outsourcing-Dienstleister)
    • Philotech Systementwicklung und Software (Ingenieurdienstleister)
    • Strabag AG (Straßenbau)
    • Energie Cottbus (Sport)
    • Knappschaft Bahn See (Sozialversicherung)
    • AOK Nordost (Krankenkasse)
    • Stadt Cottbus (Verwaltung)
    • Bundesagentur für Arbeit Cottbus (Behörde)
    • Cottbusverkehr (Verkehrsunternehmen)
    • Vattenfall (Energie)
    • Spreegas Gesellschaft für Gasversorgung und Energiedienstleistung (Versorgung)
    • Ibar Systemtechnik (Ingenieurdienstleister)
    • Bautec (Immobilien)
    • Immobilien-Service-Gesellschaft Niederlausitz (Immobilien)
    • Dussmann (Reinigungsunternehmen)
    • Rotec Bürotechnik (Handelsunternehmen)
    • RPV Briefservice (Postdienstleistungen)
    • Fourteen One (Personaldienstleistungen)
    • Tempton Cottbus (Personaldienstleistungen)
    • DIS AG (Personaldienstleistungen)
    • Die Johanniter (Hilfsorganisation)
    • Inpetho Medienproduktion (Werbung)
    • Hyperworx Medienproduktionen (Werbung)
    • Lausitz Medien-Verlagsgruppe für Crossmarketing (Medien)
    • Ritter von Gral (Personalmarketing)
    • Zwei Helden GmbH (PR-Agentur)
    • Radio Cottbus (Medien)
    • Compass Net Coaching (Weiterbildung)
    • Radisson Blue Hotel Cottbus (Hotellerie)
    • Altstadthotel am Theater (Hotellerie)
    • Best Western Plus Parkhotel und Spa Cottbus (Hotellerie)
    • UCI Kinowelt am Lausitzpark (Unterhaltung)
    • Prima Wetter Bar (Gastronomie)

    Die größten Unternehmen in Brandenburg

    Die wichtigsten unternehmen in Brandenburg CottbusDas sind die größten Unternehmen in Brandenburg – gemessen am Umsatz. Auch ein Arbeitgeber aus Cottbus zählt zu den Schwergewichten des Landes:

    • Edis AG (Stromversorgung) in Fürstenwalde
    • PCK-Raffinerie (Rohstoffe) in Schwedt an der Oder
    • Lausitz Energie Kraftwerke AG (Energieversorgung) in Cottbus
    • Krieger-Gruppe (Höffner-Möbelmärkte) in Schönefeld
    • Rolls-Royce Deutschland (Flugzeugtriebwerke) in Dahlewitz
    • ArcelorMittal (Stahl) in Eisenhüttenstadt
    • Leipa Georg Leinfelder (Papier) in Schwedt an der Oder

    Jobs Cottbus: Karriereaussichten und Wirtschaft

    Früher war Cottbus eine Tuchmacherstadt, danach prägte die Kohle lange Zeit die Region. Nun geht auch diese Ära zu Ende. Die Zukunft soll dem Tourismus gehören.

    Der Cottbuser Ostsee soll das neue Markenzeichen der Region werden und Wassersportler, Camper, Touristen von nah und fern anlocken. 2030 soll das Projekt beendet, der 1.900 Hektar große Braunkohletagebau vollständig geflutet sein.

    Schon jetzt ist der Spreewald eine beliebte Destination für Wanderer oder Kanusportler. Das sorgt für eine stete Nachfrage in Gastronomie und Hotellerie.

    Stolz ist man in Cottbus auch auf die Brandenburgische Technische Universität, an der immerhin über 7.200 Studierende eingeschrieben sind. Die BTU beschäftigt nach eigenen Angaben genau 183 Professoren, 652 akademische Mitarbeiter, 680 nichtwissenschaftliche Beschäftigte und 14 Auszubildende.

    Bekannt ist die Lausitz auch für ihre Spreewaldgurken und ihr Leinöl. Das Ernährungsgewerbe nimmt daher einen prominenten Platz im Wirtschaftsgefüge ein. Darüber hinaus haben sich diverse IT- und Kommunikationsunternehmen angesiedelt, auch die Metallbranche ist in Südbrandenburg vertreten.

    Das alles kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass Cottbus zu den wirtschaftlich schwachen Standorten zählt. Im Städteranking 2019 des Beratungsunternehmens IW Consult belegte die Stadt Rang 56 von 71 untersuchten Städten in Deutschland. In der Unterkategorie Wirtschaftsstruktur liegt Cottbus weit hinten. Auf der anderen Seite punktet Cottbus mit einer hohen Lebensqualität und viel Grün. Speziell Frauen haben gute Karten auf dem Arbeitsmarkt, es gibt viele MINT-Absolventen.

    Im Prognos-Zukunftsatlas 2019 rangiert Cottbus auf Platz 363 von 401 Regionen in Deutschland. In der Rubrik Wohlstand reicht es zwar nur zu Rang 370. Dass aber der Cottbuser Arbeitsmarkt gar nicht so schwach ist, belegt Platz 96 in dieser Rubrik.

    Jobs in Cottbus bei der Deutschen Bahn

    Jobs in Cottbus bei der Deutschen BahnDie Deutsche Bahn betreibt in Cottbus ihr Werk für Instandsetzung, Bedarfs- und Unfallreparaturen. Komplexe Fahrzeugumbauten werden in der Lausitz durchgeführt, zum Beispiel Loks auf Hybridantrieb modernisiert. Jobs in Cottbus bei der Deutschen Bahn gibt es unter anderem für:

    Jobs Cottbus: Kosten, Lebenshaltung, Mietpreise

    Für Mieter ist Cottbus ein gutes Pflaster. Die Medianmiete in Cottbus lag 2018 nach Angaben der Plattform Immowelt bei 6,00 Euro pro Quadratmeter. In ganz Deutschland gibt es nur wenige Städte, die dieses Niveau noch unterbieten.

    Bremerhaven und Chemnitz etwa liegen bei 5,20 respektive 5,00 Euro. Vor allem die Städte in Ostdeutschland, im Ruhrgebiet, am Niederrhein und in Norddeutschland zählen zu den günstigsten. Auf der anderen Seite sind ihre wirtschaftlichen Rahmenbedingungen auch schlechter.

    Am oberen Ende der Skala befindet sich München mit einem Quadratmetermietpreis von alles überragenden 18,10 Euro. Teuer wohnt es sich auch in Städten wie Frankfurt (13,90 Euro), Stuttgart(12,50 Euro) und Köln (10,90 Euro).

    Zudem sind die Mietpreise in Cottbus relativ stabil. Von 2017 auf 2018 waren sie laut Immowelt-Analyse nicht gestiegen, während sie in Berlin im gleichen Zeitraum um 13 Prozent zulegten. In der Hauptstadt kostet der Quadratmeter mittlerweile 11,70 Euro, in Potsdam 10,00 Euro.

    Noch billiger als Cottbus ist Frankfurt (Oder), wo der Quadratmeter nur 5,80 Euro kostet. In Magdeburg und Brandenburg an der Havel ist er ebenfalls für 6,00 Euro zu haben. In Dresden sind es dagegen schon 7,50 Euro, in Leipzig 6,60 Euro.

    Der Kaufpreis in Cottbus liegt bei 1.550 Euro per Meter. Auch das ist vergleichsweise günstig, aber: Von 2017 auf 2018 gingen die Kaufpreise laut Immowelt um heftige 10 Prozent nach oben.

    Kontaktdaten und Servicestellen in Cottbus

    Sie wollen sich in Cottbus selbstständig machen, Ihre Steuererklärung abgeben oder Jobs in Cottbus suchen? Die wichtigsten Servicestellen hat Karrieresprung übersichtlich für Sie zusammengefasst:

    [Bildnachweis: Bjoern Bernhard Shutterstock.com]

    Ghosting in der Bewerbung und am Arbeitsplatz: Alle Tipps

    Ghosting Dating Bewerbung

    Wenn man plötzlich weg ist und unauffindbar, dann spricht man neuerdings von Ghosting. Ein Date, das sich nicht mehr meldet oder gar ein Partner, der ohne Vorwarnung jeden Kontakt abbricht. Im Bewerbungsprozess spielte Ghosting schon immer eine tragende Rolle. Arbeitgeber, die Bewerber links liegen lassen und es nicht mal für nötig erachten, ihnen eine Absage zu schicken. Doch auch Bewerber und Arbeitnehmer können Ghosting betreiben. Wenn sie clever sind, lassen sie es aber bleiben. Job-Ghosting: Es zeugt von schlechtem Stil – und kann schneller nach hinten losgehen, als einem lieb ist…

    Ghosting: Was ist das überhaupt?

    Ghosting kennen Sie – hoffentlich nicht – aus Ihrem Liebesleben. Die Mode-Vokabel meint Folgendes: Der Freund oder die Freundin meldet sich einfach nicht mehr. Er oder sie reagiert nicht auf Anrufe oder Nachrichten, ruft nicht zurück, schreibt nicht mehr, weder über Whatsapp noch per E-Mail, verschwindet einfach von der Bildfläche.

    Ältere Generationen bemühen dafür gerne eine anderes Bild: „Ich geh mal kurz Zigaretten holen.“ Und weg war er – und ward nie mehr gesehen. Gemeint ist das Gleiche.

    Ghosting kann jeder betreiben: Lose Kontakte, aber auch enge Freunde, im schlimmsten Fall Paare. Relativ normal ist es wohl bei Dates, die nach dem ersten Treffen den Kontakt abbrechen – wohlgemerkt ohne Begründung. Bricht jemand den Kontakt hingegen ab mit den Worten „Das war’s, ich will nichts mehr mit dir zu tun haben“, dann haben wir es streng genommen nicht mit Ghosting zu tun, sondern mit einem Schlussstrich – oder, um im Englischen zu bleiben: mit einem klaren Cut.

    Offenbar betreiben Frauen Ghosting häufiger als Männer. So ergab eine Umfrage des Dating-Portals Elitepartner unter 11.000 Befragten, dass…

    • jede vierte Frau schon einmal jemanden geghostet hat.
    • von den Single-Frauen bis 29 Jahre sogar 36 Prozent schon einmal Ghosting angewandt haben.
    • 19 Prozent der Männer Ghosting betrieben haben.

    Der Kern des Ghosting: Es lässt einen ratlos zurück. Der Betroffene kann nur rätseln und über die Beweggründe des Gegenübers mutmaßen. Was kann ihn oder sie dazu veranlasst haben? Hat er oder sie einen Neuen? Hier kommt auch der sogenannte Zeigarnik-Effekt ins Spiel: ein psychologischer Effekt, der besagt, dass man sich an unerledigte, unterbrochene Aufgaben besser erinnert als an abgeschlossene. Sie bleiben im Kopf kleben, während Erfolge schnell abgehakt werden.

    Damit einher gehen oft Schuldgefühle und Gewissensbisse. Für die gibt es aber oft – objektiv betrachtet – gar keinen Anlass. Darum ist Ghosting so hinterhältig und regelrecht asozial. Der erste Ratschlag muss daher lauten: Tun Sie es nicht! Betreiben Sie kein Ghosting, auch nicht bei der Bewerbung oder im Job. Warum Job-Ghosting Ihnen schaden kann, erklären wir Ihnen gleich…

    Ghosting in der Bewerbung und im Job

    Um ehrlich zu sein, ist Ghosting im Bewerbungsverfahren nichts Neues. Es gibt das Phänomen seit Jahr und Tag. So spielt es sich ab: Der Bewerber reicht seine Bewerbungsunterlagen ein, ist frohen Mutes, erhält auch eine Eingangsbestätigung mit dem Hinweis: „Wir melden uns bei Ihnen.“ Und dann? Nichts. Der Arbeitgeber meldet sich nicht zurück.

    Ghosting kann auch nach dem Bewerbungsgespräch auftreten. Wenn der Personalmanager gemerkt hat, dass die Chemie nicht stimmt – und den Kontakt abbricht. Das ist zwar eine Arbeitserleichterung, aber Wertschätzung geht anders.

    Mögliche Gründe, warum ein Arbeitgeber Ghosting bei der Bewerbung betreibt. Er…

    • hat sich für einen anderen Bewerber entschieden.
    • möchte sich die Mühe nicht machen, Ihnen abzusagen.
    • will Zeit sparen.
    • hat Sie aussortiert und danach schnell vergessen.
    • sagt Ihnen nicht persönlich ab, weil er Angst vor Ihrer Reaktion ab.

    Allesamt Gründe, die sehr menschlich, aber dennoch inakzeptabel sind.

    Ghosting kann aber auch von Bewerbern oder Arbeitnehmern ausgehen. Diese Fälle scheinen sich zu häufen – speziell im Ausland, wo die Kündigungsfristen kürzer und die Regularien laxer sind. Da erscheinen Mitarbeiter von heute auf morgen einfach nicht mehr zur Arbeit – und die Firmen können nichts dagegen tun.

    In Deutschland ist das kaum möglich. Wenigstens eine Kündigung muss der Arbeitnehmer einreichen. Tut er das, kann man nicht mehr von Ghosting sprechen.

    Abtauchen können dafür Bewerber während oder nach der Bewerbung. Sie erscheinen trotz einer Einladung nicht zum Vorstellungsgespräch – ohne abzusagen. Sie sind nach dem Vorstellungsgespräch nicht mehr für weitere Rückfragen zu erreichen. Sie reagieren auf einen angebotenen Arbeitsvertrag nicht.

    Dahinter stecken natürlich handfeste Beweggründe: Vielleicht ist dem Bewerber klar geworden, dass diese Stelle in diesem Unternehmen doch nicht die richtige für ihn ist. Oder er hat in der Zwischenzeit das Angebot eines Konkurrenten erhalten, das er nicht ablehnen kann. Oder der Bewerber ist feige und will einem unangenehmen Telefonat aus dem Weg gehen.

    Job-Ghosting: 6 Beispiele

    ghosting jobGhosting gibt es in sehr vielen Konstellationen auf dem Arbeitsmarkt und im Job. Hier noch ein paar andere Beispiele:

    • Kunden, die nach regelmäßiger Zusammenarbeit abtauchen
    • Vertriebler, die nichts mehr von einem Interessenten hören
    • Freiberufler, die keine Rückmeldung von einem möglichen Auftraggeber erhalten
    • Potenzielle Auftraggeber, die keine Rückmeldung vom Freiberufler bekommen
    • Bewerber, die nicht zum Assessment Center erscheinen
    • Alte Kollegen, die trotz ihrer Präsenz in sozialen Netzwerken nicht auf Kontaktanfragen reagieren

    An den Beispielen sehen Sie: Manchmal ist Ghosting durchaus nachvollziehbar, meistens aber nicht. Als Bewerber sollten Sie jedenfalls davon absehen. Wir sagen Ihnen auch, warum…

    Warum Ghosting Bewerbern schadet

    Ghosting ist immer ein schlechter Zug – IMMER. Auch dann, wenn sich beide Parteien einig sind, dass es zwischen ihnen nicht funktionieren kann. Eine höfliche Standardabsage ist das Mindeste, was sowohl Bewerber als auch Unternehmen erwarten können.

    5 Gründe, warum Sie als Bewerber kein Ghosting betreiben und dem Unternehmen wenigstens absagen sollten. Ghosting…

    • zeugt von mangelndem Respekt

      Und Respekt fordern heute doch alle unentwegt ein. Also zeigen auch Sie ihn auch, den Respekt!

    • ist feige

      Niemand verlangt von Ihnen übertriebenen Heldenmut im Bewerbungsdschungel. Aber eine höfliche Absage kriegt jeder hin – zur Not per E-Mail. Sie müssen Ihrem Gegenüber nicht einmal in die Augen sehen und die Wahrscheinlichkeit, überhaupt ein Feedback zu erhalten, ist gering. Geben Sie sich einen Ruck!

    • kann Ihnen sehr lange schaden

      Man sieht sich ja bekanntlich immer zwei- oder drei- oder viermal im Leben. Vielleicht wollen Sie in einigen Jahren doch noch bei diesem Unternehmen anheuern. Die Erinnerung an Ihr Ausweichmanöver könnte Sie dann den Job kosten. Speziell in kleinen Branchen, in denen jeder jeden kennt, ist Ghosting brandgefährlich.

    • spricht sich herum

      Und zwar schneller, als Ihnen lieb ist. Dann schadet Ghosting schon sehr kurzfristig. Wenn die Chefs zweier Wettbewerber gut miteinander können und sich gegenseitig Anekdoten auftischen, kriegen Sie weder hier noch dort den Job. Vor allem in kleinen Branchen drohen Nachteile.

    • zeigt Konfliktscheu

      In einer Beziehung oder beim Dating ist Ghosting ein Abgang für Menschen, die nicht in der Lage oder willens sind, einen Konflikt auszutragen oder auszuhalten. Wer sich heimlich aus dem Staub macht, muss sich selbst nicht erklären, den Gegenüber nicht anhören, nichts ausdiskutieren. Sehr bequem. Wahrscheinlich ist so jemand im Privaten kein guter Partner – und im Job-Kontext kein guter Mitarbeiter.

    Ghosting durch den Arbeitgeber: Was tun?

    Als Bewerber können Sie erwarten, dass das Unternehmen fair mit Ihnen umgeht. Die Realität sieht manchmal anders aus. Darum gilt es zunächst, Ghosting durch den Arbeitgeber von vornherein zu verhindern. Ein paar kleine Kniffe gibt es durchaus, die Ghosting zumindest unwahrscheinlicher machen. Zum Beispiel:

    • Sowohl im Anschreiben als auch am Ende eines möglichen Jobinterviews darauf hinweisen, dass man sich „darauf freut, von Ihnen zu hören“.
    • Am Ende des Vorstellungsgesprächs nach „dem weiteren Vorgehen“ erkundigen.
    • Sich für das angenehme Vorstellungsgespräch bedanken.
    • Den Gesprächspartner bei der Verabschiedung mit Namen anreden.
    • Betonen, welch positiven Gesamteindruck man vom Unternehmen habe.

    All das baut – wenigstens subtil – Druck auf, erzeugt Verbindlichkeit.

    Wie aber verhalten, wenn man schon zum Ghosting-Opfer geworden ist? Angenommen, Sie schreiben eine blitzsaubere Bewerbung und warten ab. Und warten und warten und warten. Irgendwann dämmert Ihnen, dass Sie keine Antwort mehr erhalten werden.

    Dann müssen Sie selbst aktiv werden. Immerhin könnt es ja auch sein, dass Ihre Bewerbung aus Versehen im Spam-Ordner gelandet oder bei der Mitarbeiterin angekommen ist, die in Elternzeit gegangen ist, aber vergessen hat, eine Abwesenheitsnotiz zu aktivieren.

    Zunächst einmal: Geben Sie dem Unternehmen Zeit. Nicht drängeln! Nach Ablauf der Wartezeit (zwei Wochen sind angemessen) aber können und sollten Sie nachhaken. Sie könnten eine E-Mail schreiben. Oder anrufen. Versuchen Sie es telefonisch über verschiedene Wege. Rufen Sie in der Personalabteilung an, in der Zentrale, zur Not sogar im Kundenservice oder in der Pressestelle.

    Kommen Sie nirgends durch, dann ist auch der Weg über öffentliche Kanäle denkbar. Senden Sie einen Tweet, schreiben Sie über Facebook oder Instagram. Öffentlicher Druck wirkt oft Wunder.

    Aber Vorsicht: Sie selbst begeben sich damit ebenfalls in die Schusslinie. Wenn andere Arbeitgeber sehen, dass Sie Firmen im Social Web aggressiv angehen, könnten sie Sie als Unruheherd einordnen und von einer Einstellung Abstand nehmen. Daher auch im Netz immer höflich bleiben!

    Und natürlich sollte Ihr aktueller Arbeitgeber nicht Wind davon kriegen, dass Sie sich anderweitig bewerben. Soziale Medien also immer mit Bedacht einsetzen…

    Eine Alternative: Eruieren Sie auf Xing oder Linkedin den Personalverantwortlichen des Unternehmens und schreiben ihn direkt an.

    Fruchtet keine Ihrer Bemühungen, dann bleibt nur eins: Aufgeben. Was Sie aber durchaus nachträglich noch tun können: Eine Bewertung auf Portalen wie Kununu oder Glassdoor hinterlassen.

    Auch hier bitte nicht mit Beleidigungen um sich werfen, sondern sachlich bleiben. Motto:

    • Ich habe nach meiner Bewerbung nichts mehr vom Unternehmen gehört. Das nennt sich wohl Ghosting und zeugt von schlechten Umgangsformen. Schade.

    Diese Beziehungsphänomene gibt es noch

    Ghosting Dating BewerbungGhosting ist nicht das einzige grassierende Beziehungsphänomen. Daneben gibt es zum Beispiel noch…

    • Cushioning. Das meint, sich neben der aktuellen Freundin oder dem Freund noch jemand anderen warmzuhalten, damit man im Falle einer Trennung butterweich landet.
    • Dann gibt es Benching. Sich immer mal wieder melden, ohne eine verbindliche Beziehung einzugehen. Eine Taktik für Abgebrühte: So kann man weiterhin die Fühler ausstrecken, hat aber jemanden in der Hinterhand für den Fall, dass die Suche im Nichts endet.
    • Wer auf Lovebombing setzt, überschüttet andere mit Liebesbekundungen, Aufmerksamkeit und Zuwendung. Die Phase ist aber erfahrungsgemäß sehr schnell zu Ende.
    • Zombieing bedeutet, dass sich der Ex-Partner oder ein früheres Date nach langer Zeit wieder meldet. Vielleicht, weil er oder sie wieder Single ist.
    • Last but not least scheint auch Gatsbying im Kommen zu sein. Nie gehört? Wer gatsbyed, der möchte andere über soziale Netzwerke beeindrucken und die Aufmerksamkeit seines Schwarms auf sich ziehen. Instagram scheint dabei das perfekte Vehikel für Hobby-Gatsbys zu sein.

    Und jetzt die spannende Frage: Welches dieser Dating-Phänomene lässt sich auf die Arbeitswelt übertragen?

    Cushioning könnte für Freiberufler mit mehreren Auftraggebern interessant sein, Benching für umworbene Spitzenkräfte, die gelegentlich mit einer neuer Herausforderung liebäugeln.

    Lovebombing bietet sich für Unternehmen an, die unbedingt Mister X von der Konkurrenz abwerben wollen. Zombieing kennt man aus der Arbeitswelt als Boomerang-Recruiting.

    Gatsbying hingegen kann jeder betreiben – kluge Beiträge in Business-Netzwerken oder Fachforen haben schon so manches Unternehmen nachhaltig beeindruckt…

    Das könnte Sie ebenfalls interessieren:

    [Bildnachweis: Brian A Jackson by Shutterstock.com]

    Jobs in Darmstadt: Aktuelle Stellenangebote in Darmstadt und Umgebung

    jobs in darmstadt und umgebung aktuelle stellenangebote

    Darmstadt ist Heimat des ältesten Pharmaunternehmens der Welt. Und der Ruhm der Vergangenheit ist noch lange nicht verblasst. Die Stadt in Südhessen gilt als eine der zukunftsträchtigsten Deutschlands. Manche halten sie gar für die Zukunftsstadt schlechthin. Viele Jobs in Darmstadt gibt es für IT-Fachkräfte, Wissenschaftler, Maschinenbauer, Elektrotechniker. Die Pharmaindustrie, Biotech- und IT-Unternehmen fühlen sich hier pudelwohl. Sogar für Weltraumfreunde gibt es passende Stellen in Darmstadt

    Jobs Darmstadt: Die Stadt

    Darmstadt ist DER Geheimtipp in Deutschlands Städtelandschaft. In nahezu allen Rankings mischen die Südhessen ganz weit vorne mit. Im Prognos-Zukunftsatlas 2019 belegte die Stadt Platz vier von insgesamt 401 untersuchten Städten und Regionen in Deutschland. In der Unterkategorie Arbeitsmarkt landeten die Südhessen sogar auf Rang eins. Auch im Zukunftsranking 2018 von IW Consult war Darmstadt bereits auf der Pole Position ins Ziel gekommen. Die Experten sind sich einig: Darmstadt ist wirtschaftlich hervorragend aufgestellt.

    Speziell für Wissenschaftler ist Darmstadt ein Garten Eden mit vielen saftigen Früchten links und rechts des Weges. Und das nicht erst seit 1997, als das hessische Innenministerium Darmstadt offiziell den Titel der Wissenschaftsstadt verlieh. Es gibt hier die Technische Universität, zwei Hochschulen, Helmholtzzentrum, Fraunhofer-Institute und das Europäische Raumflugkontrollzentrum der ESA.

    Wenn die Forscher mal frei haben, gehen sie ins Zentrum der 150.000-Einwohner-Stadt — oder in eines der vielen Museen. Denn kulturell hat Darmstadt ebenfalls einiges anzubieten. Das Hessische Landesmuseum steht am Friedensplatz, gleich neben dem Schlossmuseum. Etwas weiter südlich lädt das Staatstheater Freunde des gepflegte Schauspiels ein.

    Dass die Darmstädter keine Kulturbanausen sind, sollte ohnehin keine Erwähnung wert sein. Die Stadt ist immerhin eines der deutschen Jugendstil-Zentren. Dem Jugendstil wird auch Darmstadts Wahrzeichen zugeordnet: Der Hochzeitsturm auf der Mathildenhöhe ist fast 50 Meter hoch – und seit über 100 Jahren eine Landmarke.

    Die Mathildenhöhe liegt in Darmstadts Osten. Hier wohnen die Gutverdiener: im Paulusviertel, Woogsviertel, Komponistenviertel. Auch Wohnungen im Steinbergviertel, Martinsviertel und in Bessungen sind begehrt. Die sozialen Brennpunkte liegen eher im Süden der Stadt.

    Jobs Darmstadt: Der Arbeitsmarkt

    In Deutschland lag die offizielle Arbeitslosenquote im April 2020 bei 5,8 Prozent, in Hessen sogar nur bei 5,2 Prozent. Die Stadt Darmstadt liegt bei 5,8 Prozent, der Landkreis Darmstadt-Dieburg bei 4,8 Prozent.

    Rund 5.100 Arbeitslose gibt es in der Wissenschaftsstadt. Mehr als 5.000 Arbeitslose gab es zum letzten Mal im Januar 2018. Angesichts von Corona-Krise und Konjunktureinbruch ist es fraglich, ob die Zahl im Laufe des Jahres 2020 erneut unter die 5.000-Marke fällt.

    Von allen größeren Städten Hessens steht Darmstadt damit aber am besten da. In Frankfurt liegt die Arbeitslosenquote bei 6,3 Prozent, in der Landeshauptstadt Wiesbaden bei 6,9 Prozent, in der Documenta-Stadt Kassel bei 8,4 Prozent und in Offenbach sogar bei 9,7 Prozent.

    Jobs Darmstadt: Einstiegsgehälter und Gehaltsniveaus

    In Darmstadt verdient man ausgezeichnet. Das Medianeinkommen liegt nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit bei 4.185 Euro im Monat. Auf mehr als 4.000 Euro kommen nur die allerwenigsten Städte und Kommunen in Deutschland.

    Frankfurt zählt auch dazu. In der hessischen Bankenmetropole werden 4.182 Euro monatlich gezahlt – drei Euro weniger als in Darmstadt. Nebenan in Offenbach sind es aber nur 3.450 Euro. In Mainz beträgt das Medianeinkommen 3.554 Euro. Auch die schicke Landeshauptstadt Wiesbaden reicht mit 3.758 Euro nicht an Darmstadt heran.

    Ohnehin ist Hessen das Topverdienerland innerhalb deutscher Grenzen. Fach- und Führungskräfte verdienen laut Stepstone-Gehaltsreport 2019 in Hessen 65.296 Euro jährlich – mehr gibt es nirgends. Demnach zählt Darmstadt sogar zu den zehn Städten mit dem höchsten Durchschnittsgehalt für Fach- und Führungskräfte in ganz Deutschland. Mit 65.171 Euro im Jahr liegt die Stadt auf Rang fünf hinter Frankfurt, München, Stuttgart und Düsseldorf.

    Die Xing-Gehaltsstudie 2019 weist für Fach- und Führungskräfte in Hessen gar 76.972 Euro jährlich im Schnitt aus – das sind neun Prozent mehr als im deutschen Schnitt.

    Auch ohne akademischen Abschluss und Führungsverantwortung sind die hessischen Gehälter sehr vorzeigbar. Laut gehalt.de beträgt das Durchschnittsgehalt in Hessen 51.345 Euro im Jar – kein anderes Bundesland kommt auf über 50.000 Euro.

    De wichtigsten Arbeitgeber in Darmstadt

    Pharmariese Merck setzt seit 1668 auf Darmstadt. Für Merck arbeiten auf einer Fläche von fast 200 Fußballfeldern 11.000 Mitarbeiter, 2.100 davon alleine in der Forschung und Entwicklung. Darmstadt ist Sitz der Unternehmensleitung und der mit Abstand größte Forschungs- und Produktionsstandort von Merck.

    Hier winken Jobs in Darmstadt – das sind die wichtigsten Arbeitgeber in Darmstadt:

    • Merck (Chemie, Pharma)
    • Akasol AG (Batterien)
    • Alnatura (Lebensmittel)
    • European Space Agency (ESA)
    • TE Connectivity (Telekommunikation, Elektrotechnik)
    • CA Technologies (IT)
    • Deutsche Telekom
    • Deutsche Post AG
    • Evonik Industries AG (Chemie, Pharma)
    • Coty Germany (Haarkosmetik)
    • Strabag SE (Straßenbau)
    • Software AG
    • Bechtle (IT-Beratung)
    • Pitney Bowes Deutschland GmbH (Software)
    • Accso (Software/IT-Beratung)
    • Prostep AG (IT-Beratung)
    • Incloud Engineering GmbH (Software)
    • Infor (Software)
    • Ansys Germany GmbH (Software)
    • Dicos GmbH Kommunikationssysteme (IT)
    • Orbit Applikations- und Informationssysteme (IT)
    • Profi Engineering Systems AG (IT)
    • SAG Systemhaus (Software)
    • Omada (Software)
    • Nterra Integration GmbH (IT)
    • Döhler Gruppe Darmstadt (Nahrungsmittel)
    • Schenck RoTec (Maschinenbau)
    • Stadt- und Kreissparkasse Darmstadt
    • Hottinger Baldwin Messtechnik (Elektrotechnik)
    • VWR, Part of Avantor (Laborbedarf)
    • Kao Professional Salon Service/Goldwell (Haarkosmetik)
    • Deutsche Bahn AG
    • Medienhaus Südhessen GmbH (Medien)
    • CA Deutschland (Software)
    • Schenck Process Europe (Maschinenbau)
    • Entega AG (Energie)
    • Adesta (Personalvermittlung)
    • Dr. Terhalle und Nagel (Personalberatung)
    • Wibas (Unternehmensberatung)
    • Arcadis Consult (Unternehmensberatung)
    • Fain Bildungs-GmbH (Fortbildung)
    • Heag Mobilo (Verkehr)
    • TÜH Technische Überwachung Hessen
    • Donges SteelTec (Stahlbau)
    • Volksbank Darmstadt-Südhessen
    • Horiba Europe (Maschinenbau)
    • Henschel Darmstadt (Einzelhandel)
    • Alpha Print Medien AG (Druckerei)
    • Steigerwald Arzneimittelwerk (Chemie, Pharma)
    • Isra Vision AG (Elektrotechnik)
    • Verlag Hoppenstedt
    • Goebel IMS Schneid- und Wickelsysteme (Maschinenbau)
    • Darton AG (Maschinenbau)
    • Plexus (Elektrotechnik)
    • Die Haftpflichtkasse (Versicherung)
    • Stadt Darmstadt (Verwaltung)
    • Klinikum Darmstadt (Gesundheit)
    • Alice-Hospital Darmstadt (Gesundheit)
    • Agaplesion Elisabethenstift (Gesundheit)
    • Darmstädter Kinderkliniken Prinzessin Margaret (Gesundheit)
    • Mission Leben Darmstadt (Pflege)
    • Maritim Hotel Darmstadt (Hotellerie)
    • Welcome Hotel Darmstadt (Hotellerie)
    • SV Darmstadt 98 (Sport)
    • Hessisches Landesmuseum Darmstadt
    • Schlossmuseum Darmstadt
    • Staatstheater Darmstadt
    • Technische Universität Darmstadt
    • Hochschule Darmstadt
    • Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD
    • Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF
    • Fraunhofer Institut für Sichere Informationstechnologie SIT
    • GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung

    7 unglaubliche Jobs in Darmstadt bei der Europäischen Weltraumagentur ESA

    Jobs in Darmstadt bei der Europaeischen Weltraumagentur ESADie Europäische Weltraumagentur (ESA) ist einer der attraktivsten Arbeitgeber in Darmstadt. Zwar werden in Südhessen keine Astronauten ausgebildet (sondern im Europäischen Astronautenzentrum in Köln). Spannende Arbeitsplätze hat die Weltraumagentur in Darmstadt aber trotzdem zu bieten, vor allem für technisch Begabte mit Ingenieurabschluss. Beispiele gefällig? Hier sind 7 Jobs bei der ESA in Darmstadt, die nicht von dieser Welt sind:

    • Flight Dynamics Engineer
    • Spacecraft Operations Engineer
    • Space Debris Engineer
    • Ground Station Engineer
    • Navigation Engineer
    • Head of Planetary Defence
    • Mission Analyst

    Jobs Darmstadt: Karriereaussichten und Wirtschaft

    Darmstadt ist ein heimlicher Gigant. Im Zukunftsranking des Beratungsunternehmens IW Consult bestieg die Stadt 2018 den Thron. Platz 1 von 71 untersuchten deutschen Großstädten – vor München, Hamburg, Berlin oder auch Ingolstadt und Karlsruhe. Im Konkurrenzranking des Forschungsinstituts Prognos landete Darmstadt 2019 auf einem bärenstarken Platz 4 von 401 Städten und Gemeinden in Deutschland. Darmstadt ist, so scheint es, DIE deutsche Stadt der Zukunft.

    Stark sind die Südhessen in allem, was mit dem Internet of Things, IT und Software zu tun hat. Es gibt hier viele MINT-Absolventen und schnelles Internet.

    Summa summarum arbeiten 130.000 Menschen innerhalb der Stadtgrenzen – angesichts von nur 160.000 Einwohnern eine enorme Zahl. Darunter sind viele Forscher. Immerhin wirbt Darmstadt auch als Wissenschaftsstadt für sich. Tatsächlich beherbergt die Stadt 30 wissenschaftliche Einrichtungen und forschende Unternehmen, darunter Technische Universität, Fraunhofer-Institute, Staatsarchive.

    Die 5 ökonomischen Cluster Darmstadts sind:

    • Chemie, Pharma, Biotech
    • Haarkosmetik
    • IT- und Kommunikationstechnologie
    • Maschinenbau, Elektrotechnik, Mechatronik
    • Weltraum-und Satellitentechnologie

    Darmstadt beherbergt auch das Kontrollzentrum der Europäischen Weltraumorganisation ESA sowie mit Merck das älteste Pharmaunternehmen der Welt. Jobs in Darmstadt gibt es bei Merck aber nicht nur für Naturwissenschaftler…

    Jobs in Darmstadt bei Merck

    Jobs in Darmstadt bei MerckMerck ist der größte Arbeitgeber Darmstadts. Jobs in Darmstadt vergibt das Pharmaunternehmen unter anderem an:

    Jobs Darmstadt: Kosten, Lebenshaltung, Mietpreise

    Der Darmstädter Wohnungsmarkt gilt als extrem angespannt. Vor allem um kleine Wohnungen ist der Konkurrenzkampf entbrannt. Die Stadt ist beliebt, eine Studentenstadt und sie liegt nah am noch kostspieligeren Frankfurt.

    Das Preisniveau in der Wissenschaftsstadt ist dementsprechend hoch. Aber immerhin gibt es erste Tendenzen, dass es nicht mehr zügellos steigt. So war Darmstadt in einer Immowelt-Analyse von 80 deutschen Großstädten eine von nur vier Städten, in der die Kaufpreise von 2017 auf 2018 gefallen sind. Die anderen waren Hagen, Leverkusen und Mönchengladbach. Trotzdem kostet der Quadratmeter in Darmstadt noch immer rund 3.300 Euro – ein Top-Wert.

    Die Mietpreise in Darmstadt kennen dagegen nur eine Richtung – aufwärts. Von 2017 auf 2018 stieg die mittlere Miete hier um fünf Prozent auf 11,10 Euro pro Quadratmeter. Dieses Niveau weisen deutschlandweit fast nur Städte in Bayern, Baden-Württemberg und Hessen auf.

    Regional betrachtet kommen die Darmstädter aber sogar noch gut weg. In Frankfurt müssen Mieter 13,90 Euro auf den Tisch legen, in Wiesbaden 10,70 Euro und in Mainz 11,80 Euro. Weiter südlich in Heidelberg sind es 12,00 Euro. Nur Mannheim bleibt mit seinen 9,50 Euro unterhalb der Zehn-Prozent-Schwelle.

    Kontaktdaten und Servicestellen in Darmstadt

    Sie wollen sich in Darmstadt selbstständig machen, Ihre Steuererklärung abgeben oder Stellenangebote in Darmstadt suchen? Die wichtigsten Servicestellen hat Karrieresprung übersichtlich für Sie zusammengefasst:

    • Das Finanzamt Darmstadt finden Sie hier.
    • Das Jobcenter Darmstadt finden Sie hier.
    • Die IHK Darmstadt Rhein Main Neckar finden Sie hier.
    • Die Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main finden Sie hier.
    • Stellenangebote in Darmstadt finden Sie hier bei Karrieresprung in den Jobs.
    [Bildnachweis: LaMiaFotografia by Shutterstock.com]

    Stärken in der Bewerbung: 45 Beispiele und die besten Tipps

    Das Anschreiben muss sitzen, damit’s mit der Bewerbung klappt. Ein wesentlicher Bestandteil des Anschreibens sind die eigenen Stärken. Am besten, die Fähigkeiten des Bewerbers sind deckungsgleich mit denen, die das Unternehmen gerade dringend sucht. Doch Achtung: Nicht alle Stärken, die wir mit uns selbst assoziieren, sollten im Anschreiben Platz finden. So gibt es einige, die dermaßen abgenutzt sind, dass Sie lieber Abstand von ihnen nehmen. Stärken in der Bewerbung: Welche Sie aufnehmen sollten und welche lieber nicht…

    Stärken in der Bewerbung nennen

    Als Faustregel gilt: Arbeiten Sie in Ihrer Bewerbung nicht mehr als drei persönliche Stärken heraus. Wer zu viele nennt, macht sich unglaubwürdig und entwertet jede einzelne.

    Das müssen Sie wohlgemerkt im Anschreiben tun. Im Lebenslauf findet sich dafür kein geeigneter Platz. Dort gibt es zwar Kategorien wie Werdegang, Ausbildung, Sonstige Kenntnisse oder Interessen, aber nicht den Unterpunkt Stärken. Indirekt sagen natürlich auch die Angaben im Lebenslauf etwas über Ihre Stärken (und Schwächen) aus. Wenn Sie leidenschaftlich gerne in einer Band spielen, dann sind Sie vermutlich ein extrovertierter Typ. Paragliding und Rennsport als Hobbys lassen auf einen Adrenalinjunkie schließen, Theater und klassische Musik auf einen kultivierten Menschen und so weiter…

    Im Vorstellungsgespräch haben Sie darüber hinaus die Möglichkeit, noch weitere Stärken in die Waagschale zu werfen – aber nur, wenn Sie die erste Hürde überspringen.

    Die Stärken, die Sie im Bewerbungsprozess herausstellen, sollten erstens nicht zu abgegriffen sein. Sie wollen dem Unternehmen zeigen, dass Sie der beste Mann oder die beste Frau für den Job sind. Das erfordert eine klare Ansage. Und wer Klarheit schaffen will, kann sich nicht mit Allerweltsplatitüden zufriedengeben. Die schaffen vielmehr Unklarheit – weil sie die Bewerber gleich aussehen lassen.

    Desweiteren sollten die betonten Stärken zu Stelle und Beruf passen. Wenn Sie sich als Erzieherin oder Altenpfleger bewerben, dann kommen Verantwortungsbewusstsein, Organisationstalent, ein freundliches Wesen und Freude im Umgang mit Menschen sicher gut an. Auslandserfahrung oder Programmierkenntnisse bringen Ihnen im Job dagegen nicht so wahnsinnig viel.

    Einer Führungskraft steht es gut zu Gesicht, Entscheidungen treffen zu wollen und zu können. Ohne Organisationstalent wird man kein guter Eventmanager. Ein Animateur lebt von seinem Temperament. Ein Designer besticht üblicherweise durch seine Kreativität, ein Journalist durch Neugier, ein Unternehmensberater durch Belastbarkeit, ein Social Media Manager durch Schlagfertigkeit und Fingerspitzengefühl.

    Doch nicht immer lassen sich Eigenschaften einfach so ein- und abgrenzen. Was für den einen Arbeitgeber eine große Stärke wäre, ist für den anderen vielleicht ein Makel. Kreativität zum Beispiel ist eine Kardinalstugend in der Werbung und Modeindustrie, in Forschung und Entwicklung. In der Verwaltung, im OP-Saal oder Cockpit ist sie hingegen kaum zu gebrauchen. Sie kann sogar lebensgefährlich sein. Und Erfahrung sehen in Startups nicht alle als Auszeichnung.

    Welche Stärken abgenutzt sind

    Der perfekte Bewerber ist hochmotiviert, äußerst kreativ und leidenschaftlich bei der Sache. Ein Traum für jeden Arbeitgeber! Ja, fast… Ganz so einfach ist die Sache dann doch nicht. Denn motiviert, kreativ und leidenschaftlich – das sind sie heute alle.

    Diese drei Vokabeln zählen zu den zehn meist genutzten Schlagwörtern von Bewerbern in Deutschland. Das hat die Business-Plattform Linkedin in einer Analyse von weltweit mehr als 530 Millionen Nutzerprofilen herausgefunden. Sie seien generisch und austauschbar, schreibt Linkedin. Wenn also ein Kandidat sich selbst als innovativ bezeichnet, dann zeugt das vor allem nicht von – Achtung Pointe! – Innovationsfreude.

    Aber es geht noch abgenutzter. Auf Platz eins der Linkedin-Rangliste steht das Wörtchen spezialisiert, dahinter folgt erfahren – und das, obwohl es speziell von Berufsanfängern kaum benutzt werden kann.

    Klar ist: Nur weil ein Begriff abgenutzt ist, heißt es nicht, dass Sie ihn keinesfalls verwenden sollten. Wenn Sie auf Ihrem Gebiet spezialisiert und erfahren sind, außerdem schon Ihre Innovationskraft unter Beweis gestellt haben, dann nehmen Sie diese Tugenden mit auf. Aber Sie sollten vielleicht nicht NUR auf überstrapazierte Adjektive zurückgreifen. Streuen Sie auch das eine oder andere ein, mit dem der Personaler nicht rechnet.

    Das sind die zehn meist genutzten und damit abgenutztesten Bewerber-Schlagwörter in Deutschland:

    • spezialisiert
    • erfahren
    • Expertenwissen
    • Führungsqualitäten
    • leidenschaftlich
    • qualifiziert
    • innovativ
    • strategisch
    • kreativ
    • motiviert

    Auf internationaler Ebene sehen die Top Ten ganz ähnlich aus. Auch US-amerikanische Personaler können sich vor spezialisierten, erfahrenen und qualifizierten Kräften kaum retten. Bedenken Sie dies, wenn Sie sich um eine Stelle im Ausland bewerben.

    Das sind die zehn meist genutzten und damit abgenutztesten Bewerber-Schlagwörter international:

    • spezialisiert
    • erfahren
    • qualifiziert
    • Führungsqualitäten
    • leidenschaftlich
    • Expertenwissen
    • motiviert
    • kreativ
    • strategisch
    • fokussiert

    Stärken in der Bewerbung: 45 gute Beispiele

    Hier eine Liste mit Stärken, die jedem Bewerber gut zu Gesicht stehen:

    • Unternehmerisches Denken
    • Diplomatisches Geschick
    • Eigeninitiative
    • Kommunikationsfähigkeit
    • Leistungsbereitschaft
    • Verantwortungsbewusstsein
    • Entscheidungsfreude
    • Neugier
    • Analytisches Denkvermögen und logisches Denken
    • Zahlenaffinität und Mathematik-Kompetenz
    • Organisationstalent
    • Flexibilität
    • Zielstrebigkeit
    • Lernfähigkeit
    • Loyalität
    • Auslandserfahrung
    • Auffassungsgabe
    • Belastbarkeit
    • (Eigen)Motivation, intrinsische Motivation
    • Zuverlässigkeit
    • Lösungsorientierung
    • Agilität
    • Verhandlungsgeschick
    • Pünktlichkeit
    • Ehrlichkeit
    • Humor
    • Ausdauer
    • Gewissenhaftigkeit
    • Fleiß
    • Erfindungsreichtum
    • Kritikfähigkeit
    • Reflexionsvermögen
    • Menschenkenntnis
    • Rhetorische Begabung, Wortgewandtheit
    • Technisches Geschick, Fingerfertigkeit
    • Höflichkeit
    • Pragmatismus
    • Sorgfalt
    • Sprachbegabung
    • Sozialkompetenz
    • Souveränität
    • Vielseitigkeit
    • Umsichtigkeit
    • Begeisterungsfähigkeit
    • Herzlichkeit

    Alle 45 Stärken für die Bewerbung hier noch mal als PDF zum Downloaden.

    Stärken in der Bewerbung: Tipps

    4 Tipps, wie Sie Ihre Stärken in der Bewerbung richtig zur Geltung bringen:

    1. Keine Phrasen

      In Ihrer Bewerbung beschreiben Sie sich als motiviert, kreativ und leidenschaftlich? Gäbe es ein Phrasenschwein für Bewerber, dann müssten Sie jetzt tief in die Tasche greifen. Meiden Sie phrasenhafte Schlagwörter wie Vampire das Licht. Wenngleich Sie das eine oder andere prägnante Adjektiv schon benutzen können. Die Dosierung macht das Gift. Orientieren Sie sich an den Erfordernissen Ihres potenziellen Arbeitgebers und der jeweiligen Branche.

    2. Bessere Alternativen

      Motiviert und kreativ sein – das sind zwei tolle Eigenschaften! Sie können sie also ruhig in Ihr Anschreiben aufnehmen. Aber es bleiben nun mal Floskeln. Noch besser wäre also, Sie würden Ihre Motivation und Kreativität zum Ausdruck bringen – nur eben weniger phrasenhaft. Wie das geht? Zum Beispiel, indem Sie Synonyme benutzen oder auch Übertreibungen. „Ich bin bis in die Haarspitzen motiviert.“ In dem Satz stecken eine alte Redewendung und ein abgenutztes Bewerber-Schlagwort drin – und dennoch wirkt er in dem Kontext erstaunlich frisch und originell. Oder auch: „Meinem Einfallsreichtum waren noch nie Grenzen gesetzt.“ Wenn Sie diese Behauptung noch mit konkreten Projekten belegen, gewinnt sie eine ganz neue Dimension – und wird den Personaler bestimmt nicht ermüden.

    3. Keine Allgemeinplätze

      Niemand mag Worthülsen. Darum sollten Sie auch in Ihrer Bewerbung Allgemeinplätze meiden. Werden Sie so konkret wie möglich. Der Personaler will sich bildhaft vorstellen können, was Sie bisher geschafft haben. Wenn Sie sich als teamfähig vorstellen, dann belegen Sie das an ganz konkreten Begebenheiten: „Ich habe damals mein Team zum Erfolg geführt, als es um die Umsetzung eines Projekts für einen großen Kunden ging. Anfangs waren einige Teammitglieder auf Kriegsfuß, aber ich konnte schnell den Zusammenhalt wieder herstellen, indem ich…“ Keine falsche Bescheidenheit!

    4. Mit Ausblick

      Der Blick zurück sagt etwas über Ihre Erfolge und Qualitäten. Aber vergessen Sie den Blick nach vorne nicht. Es geht schließlich nicht nur um Sie, sondern auch um das Unternehmen. Was wollen Sie für Ihren neuen Arbeitgeber erreichen? Wie können Ihre Stärken dazu beitragen, dass dieser erfolgreich bleibt oder wird? „Ich will meine Führungsqualitäten so einbringen, dass Ihre neue Repräsentanz in Frankfurt ein durchschlagender Erfolg wird.“ Das wäre in die Zukunft gerichtet – und mehr als eine Worthülse.

    Stärken im Anschreiben formulieren

    Wie können Sie Ihre Stärken im Anschreiben konkret formulieren? Hier sind 3 Beispiele zur Inspiration…

    1. Stärke: Kundenorientierung

      Als Key Account Manager hatte ich für einen früheren Arbeitgeber die Betreuung des wichtigsten Kunden übernommen. Dieser Kunde fühlte sich nicht mehr wertgeschätzt und war spürbar unzufrieden. In zahlreichen Einzelgespräche und mehreren Workshops ist es uns gemeinsam gelungen, die Zusammenarbeit auf eine neue Grundlage zu stellen. Zum Einen haben wir die Kommunikation neu geordnet. Zum Anderen haben wir in enger Zusammenarbeit ein neues Produkt entwickelt, das sich am Bedarf des Kunden orientiert hat. Nach der Markteinführung konnten wir das Produkt auch anderweitig vertreiben und Neukunden gewinnen.

    2. Stärke: Flexibilität

      Seit mehr als zehn Jahren bin ich in der Eventbranche tätig. Es gibt wohl kaum ein logistisches Problem, das ich noch nicht persönlich kennengelernt habe. Doch habe ich es bislang (fast) immer geschafft, eine Lösung zu finden. So drohte zum Beispiel im Jahr 2020 unser weltgrößter Fachkongress XY infolge der Coronakrise komplett auszufallen und ein großes Loch in unseren Haushalt zu reißen. Wir haben kurzerhand umdisponiert und die Veranstaltung ins Internet verlegt – mit durchschlagendem Erfolg.

    3. Stärke: Verhandlungsgeschick

      Bei einem früheren Arbeitgeber arbeitete ich mehrere Jahre als strategischer Einkäufer. Als wir in einer strategisch günstigen Position waren, ist es mir gelungen, einen hochprozentigen Rabatt mit einem Lieferanten auszuhandeln. Von diesem Deal profitiert das Unternehmen noch heute. Mir hat er damals den Weg auf die Position des Chefeinkäufers geebnet.

    Corona: Welche Kompetenzen wichtiger werden

    staerken bewerbung anschreibenDie Corona-Krise wertet bestimmte Stärken und Skills auf. Und je länger sie andauert, desto mehr zahlen diese sich aus.

    Positiv: Zahlreiche Trend-Kompetenzen kann man sich aneignen. Zum Beispiel die Fähigkeit, eine Videotelefonie-Konferenz zu organisieren, durchzuführen und zu moderieren. Oder die Befähigung zur totalen Konzentration im Home Office. Hier sind weitere Eigenschaften, die ein Corona-Upgrade erfahren haben:

    • IT-Kenntnisse
    • Selbstständiges Arbeiten
    • Selbstmotivation
    • Disziplin
    • Konzentrationsfähigkeit
    • Kreativität
    • Empathie
    • Achtsamkeit
    • Weitsicht

    Stärken finden und erkennen

    Manchmal verstecken sich die eigenen Stärken vor einem. Welche Stärken habe ich denn überhaupt? Vorweg die Entwarnung: JEDER hat Stärken. Garantiert! Hier sind drei Wege, wie Sie Ihren Stärken auf die Schliche kommen:

    1. Lernerfolg

      Welche Kompetenzen oder Skills haben Sie innerhalb kürzester Zeit erworben? Dabei kann es sich um Schlittschuhlaufen, Häkeln, Programmieren oder Videospiele handeln. Wobei hatten Sie wenig Mühe? Dies lässt Rückschlüsse auf Ihre Talente und Interessen zu.

    2. Überlegenheit

      Auf welchem Gebiet fragen Ihre Freunde und Familie Sie um Rat? Gibt es Probleme, für die Sie ein sehr gefragter Ansprechpartner sind? Wenn ja, dann sind Sie vermutlich auf diesem Gebiet sehr bewandert. Es scheint eine Stärke von Ihnen zu sein.

    3. Erfüllung

      Was macht Ihnen unheimlich viel Spaß? Worin gehen Sie auf? Ein Instrument spielen, surfen oder puzzeln – denken Sie an Hobbys oder kleine Zeitvertreibe. Sogar passionierte Netflix-Gucker können so ungeahnte Stärken eruieren. Denn wer in der Lage ist, aus einem gigantischen Angebot schnell die richtigen Serien herauszufiltern, verfügt mit großer Wahrscheinlichkeit über Organisationstalent und logisches Denkvermögen.

    Auch die SWOT-Analyse kann Bewerbern helfen, ihre Potenziale zu entdecken. Sie hat ihre Ursprünge in der Strategieentwicklung für Unternehmen. Die vier Buchstaben stehen für:

    • S = Strengths, Stärken
    • W = Weaknesses, Schwächen
    • O = Opportunities, Chancen
    • T = Threats, Risiken

    Stärken und Schwächen hat jedes Unternehmen, Chancen und Risiken beziehen sich dagegen auf die Märkte und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Bewerber können das Schema einfach auf sich selbst anwenden.

    Mit Stärken und Schwächen sind dann die eigenen Kompetenzen und Fertigkeiten auf der einen Seite und Defizite auf der anderen Seite gemeint. Dabei kann es sich etwa um formelle Qualifikationen, autodidaktisch erworbene oder Soft Skills handeln. Chancen und Risiken haben dann eher den Arbeitsmarkt, die Stellensituation und potenzielle Arbeitgeber im Blick.

    • Beispiel für Stärken: Branchenerfahrung.
    • Beispiel für Schwächen: Fehlende Führungserfahrung.
    • Beispiel für Chancen: Branche sucht gerade händeringend Fachkräfte.
    • Beispiel für Risiken: Die Konjunktur flaut ab und der Arbeitsmarkt gerät in die Defensive.

    Das können Sie in einem Schema abbilden – auf dem Bildschirm oder auf einem Blatt Papier. So wird Ihnen auch schnell klar, welche Stärken Ihnen momentan besonders gut zu Gesicht stehen – und im Bewerbungsprozess helfen.

    Wichtig ist dabei nur, dass Sie realistisch bleiben. Überhöhen Sie sich selbst nicht, das bringt nichts. Versuchen Sie, sich und Ihre Lage wirklichkeitsnah einzuschätzen. Wenn Sie das schaffen, haben Sie eine gute Basis für Ihre weitere Jobsuche.

    So kann es zum Beispiel passieren, dass Ihre Stärken gar nicht zu den Arbeitgebern passen, die Sie eigentlich favorisieren. Dann haben Sie entweder die Wahl, Ihre Stärken auszubauen, um Deckungsgleichheit zu schaffen. Nach dem Motto: Was nicht passt, wird passend gemacht. Oder aber, Sie konzentrieren sich fortan auf die Arbeitgeber, die Ihrem Profil näher sind.

    Auf jeden Fall kann Ihnen die SWOT-Analyse helfen, Stärken zu erkennen und zu erweitern. Probieren Sie es aus!

    Und was ist mit den Schwächen?

    Lassen Sie eine Schwäche einfach mal eine Schwäche sein. Das ist flapsig dahingesagt, hat aber einen wahren Kern. Studien deuten darauf hin, dass der erfolgreicher ist, der seine Stärken stärkt als derjenige, der seine Schwächen stärkt. Bauen Sie lieber Ihre Stärken aus als dass Sie versuchen, Ihre Schwächen auszumerzen. Letzteres fällt im Übrigen auch sehr viel schwerer.

    Denn auch Stärken sind immer ausbaufähig Es gibt nichts, was man nicht NOCH besser könnte. Sogar Lionel Messi profitiert noch immer von Dribbel- und Torschusstraining. Sie können das in Ihrem Job auch – durch Training, Online-Kurse oder anderen Formen der Weiterbildung.

    Und Ihre Schwächen? Dafür haben sie ja Kollegen oder Geschäftspartner. Suchen sie sich welche, die Ihre Schwächen wettmachen. Das ist auch bei Gründer-Teams so: Einer übernimmt meist die Finanzen, der zweite den Vertrieb, der dritte ist der Techniker. Das ist deutlich effizienter, als wenn einer alles alleine machen will.

    Manchmal gibt es natürlich Ausnahmen: Angenommen, Sie wollen unbedingt im Vertrieb arbeiten, haben aber große Probleme, auf Menschen zuzugehen. Dann müssen Sie wohl oder übel an Ihrer Schwäche arbeiten. Es gibt in allen Berufen und Bereichen Schlüsselqualifikationen, ohne die es nicht geht. Am besten aber, Sie suchen einen Job und Arbeitgeber, der Ihre Stärken einzusetzen weiß.

    [Bildnachweis: Adam Gregor by Shutterstock.com]

    IT-Kenntnisse im Lebenslauf: Alle Tipps für Ihre Bewerbung

    IT-Kenntnisse helfen uns dabei, die Digitalisierung nicht nur zu meistern, sondern aktiv zu gestalten. Die Liste an IT-Skills ist dabei so lang wie ein guter Quellcode. Welche EDV-Kompetenzen nehme ich in meine Bewerbung auf? Was schreibe ich und wo? Klar ist, dass kaum noch ein Bewerber an diesem Thema vorbeikommt. IT-Kenntnisse im Lebenslauf: Darauf kommt es an…

    IT Kenntnisse: Definition

    IT-Kenntnisse ist ein Sammelbegriff. Umfassen kann er nahezu alles – von der Bedienung einer Maus bis zur neuesten Programmiersprache. Otto-Normalbewerber müssen keine Angst haben: Fast jeder verfügt heute über digitale Skills – angefangen bei MS Word über Excel bis hin zur Internet-Recherche.

    Je spezieller der Job, desto spezifischer auch die IT-Kenntnisse. Von einem Softwareentwickler will das Unternehmen natürlich wissen, welche Programmiersprachen er beherrscht und welche Projekte er bislang umgesetzt hat.

    Von Mitarbeitern in kaufmännischen Office-Berufen werden vor allem Excel- und andere Datenbanken-Kompetenzen verlangt, Controller und andere Finanzexperten profitieren von SAP-Skills. Data Scientists und Data Analysts sollten im Umgang mit Big-Data-Tools versiert sein, Online-Redakteure oder Content Manager mit Content-Management-Systemen, Social Media Manager mit Facebook, Twitter, Instagram sowie den wichtigsten Social-Media-Management-Tools.

    Übrigens: Früher sprach man meist von EDV-Kenntnissen. Diesen Begriff können Sie auch weiterhin verwenden. Gleichwohl wirkt er etwas veraltet, wie aus der Zeit gefallen. Im Zweifel schreiben Sie lieber

    • IT-Kenntnisse
    • oder IT-Kompetenzen
    • oder auch Computerkenntnisse.

    Achten Sie darauf, in Ihre IT-Auflistung Struktur hineinzubringen. Programmiersprachen gehören neben- bzw. untereinander, Content-Management-Systeme (z.B. WordPress) ebenfalls, genauso Textverarbeitungsprogramme (z.B. MS Word) und Bildbearbeitungstools (z.B. Photoshop). Nicht alles wild durcheinanderwürfeln. Das vermittelt einen unorganisierten Eindruck.

    Und noch etwas: Sie können auch Kompetenzen wie Scrum oder Kanban nennen. Dies sind zwar keine IT-Skills im engeren Sinne, aber Arbeitsweisen, die von IT-Experten gerne genutzt werden. Schreiben Sie nur bitte nicht Internet oder gar Surfen in Ihren Lebenslauf. Internet ist keine IT-Kenntnis.

    IT-Kenntnisse im Lebenslauf platzieren

    IT-Kenntnisse waren früher mal eine Zugabe. Heute gehören sie zum Pflichtprogramm. Das Trendwort Digitalisierung zeigt an, in welche Richtung es geht: In Zukunft werden eher noch mehr IT-Kenntnisse gefordert sein als weniger.

    Bewerber sollten diesen Punkt genau beachten, IT-Knowhow in ihre Bewerbung einbinden. Aber wie? Und wo?

    IT-Kompetenzen gehören auf jeden Fall in den Lebenslauf. Empfehlenswert ist es, einen eigenen tabellarischen Abschnitt für die IT-Kenntnisse zu erstellen.

    So signalisiert der Bewerber, dass er um den heutigen Stellenwert von IT-Wissen weiß. Auch erlaubt die Gliederung dem Empfänger, sich schnell einen Überblick zu verschaffen. Kein Personalverantwortlicher möchte sich durch alle Unterlagen kämpfen, um die einzelnen IT-Skills herauszufiltern. Machen Sie es ihm so einfach wie möglich.

    Neben dem Lebenslauf ist auch das Anschreiben geeignet, um IT-Kenntnisse zu vermitteln. Das gilt erst recht für Kandidaten, die sich innerhalb der IT-Branche oder für einen IT-Job bewerben. Dann sollte das Anschreiben genutzt werden, um die wesentlichen und für das Unternehmen wichtigsten Skills zu beschreiben.

    Aber auch nur dann! Sind IT-Kenntnisse weniger wichtig als andere Kompetenzen, dann reicht es, wenn man sie im Lebenslauf aufführt.

    IT-Kenntnisse Liste

    Hier ist eine Auswahl an wichtigen IT-Kenntnissen:

    • Betriebssysteme (zum Beispiel Microsoft Windows, Mac OS, Linux)
    • Textverarbeitungsprogramme, zum Beispiel Word
    • Bildverarbeitungsprogramme, etwa Adobe Photoshop, Affinity Designer etc.
    • Tabellenverarbeitungsprogramme, zum Beispiel Excel
    • Content-Management-Systeme, etwa WordPress, Drupal, Typo3
    • Social-Media-Erfahrung (Facebook, Twitter, Instagram, Snapchat, Tiktok etc.)
    • Social-Media-Management-Tools, zum Beispiel Hootsuite
    • Datenbanksprachen wie SQL, MySQL, MongoDB etc.
    • Big-Data-Anwendungen wie Hadoop, Mahout, Cloudera etc.
    • Cloud-Kenntnisse, etwa Amazon Web Services, Azure
    • Präsentationssoftware wie Powerpoint, Keynote etc.
    • Programmiersprachen, zum Beispiel HTML und CSS, Java, Javascript, C, C++, C#, Swift, Matlab, VBA, Perl, Python, Ruby, Matlab, Kotlin, Visual Basic etc.
    • IT-Tools wie Command, CaliberRM, HP Mercury WinRunner etc.
    • Enterprise-Resource-Planning-Software (ERP) und Customer-Relationship-Management-Systeme (CRM), zum Beispiel von SAP, Oracle etc.
    • IT-Security-Kenntnisse, etwa Malware-Analyse, Cloud-Sicherheit etc.
    • Hardware-Skills, zum Beispiel Netzwerkkonfiguration, Reparatur etc.
    • Suchmaschinenoptimierung (SEO) und Suchmaschinenwerbung (SEA)
    • IT-Projektmanagement, zum Beispiel Scrum, Kanban, Devops etc.
    • Computer Aided Engineering, zum Beispiel CAD, CAP, CAM etc.
    • Blogging, Content-Erstellung

    Sie sehen: Die Liste ist lang. Wenn Sie ein IT-Profi sind, dann beschränken Sie sich im Lebenslauf auf die wirklich wichtigen IT-Kenntnisse, die in Ihrem Beruf und in der angestrebten Stelle von Bedeutung sind.

    Außerdem interessiert es den Arbeitgeber wahrscheinlich nicht, dass Sie als Software-Programmierer ganz tolle Texte mit Word schreiben können. Darüber hinaus erweckt eine IT-Liste mit Überlänge möglicherweise Misstrauen. Nach dem Motto: Der kann einfach alles. Aber wahrscheinlich nichts richtig.

    Trotzdem: Wenn Sie nicht zu bescheiden auftreten und Ihr geballtes IT-Wissen auf keinen Fall unter den Teppich kehren wollen, dann fertigen Sie für Ihren Lebenslauf eine Extra-Seite mit all Ihren IT-Kenntnissen an. Aber bitte schön sauber strukturiert und übersichtlich!

    Die 10 wichtigsten IT-Kenntnisse

    die wichtigsten it-kenntnisseMit welchen IT-Kenntnissen findet man am leichtesten einen Job? Die Jobbörse Indeed hat ihre Stellenanzeigen dahingehend durchforstet, welche Anforderungen Unternehmen besonders oft nennen. Demnach sind das die 20 IT-Kenntnisse, die am häufigsten nachgefragt werden – beginnend mit der wichtigsten:

    • SQL
    • Python
    • Java
    • Linux
    • Javascript
    • Amazon Web Services
    • C++
    • C
    • C#
    • .NET

    IT Kenntnisse im Lebenslauf formulieren

    Nicht jede IT-Kenntnis ist gleich stark ausgeprägt. Sie erleichtern dem Personaler die Entscheidung, wenn Sie sich selbst Noten für jede aufgeführte IT-Kompetenz geben. Übrigens: Es signalisiert überdies, dass Sie reflektieren, über eine gesunde Selbsteinschätzung verfügen und serviceorientiert sind. Gute Eigenschaften im Arbeitsalltag!

    Bei der Benotung können Sie sich an den Schulnoten orientieren – von 1 bis 6. Müssen Sie aber nicht! Sie können auch eine eigene Skala wählen oder gestalten. Zum Beispiel eine Art Ladebalken: Je gefüllter er ist, desto besser sind Sie. Oder eine Punkteskala von 1 bis 10 oder von 1 bis 15. Diese ermöglicht eine sehr viel differenziertere Bewertung – in manchen Fällen kann das sinnvoll sein.

    Wenn Sie es möglichst einfach gestalten wollen, dann beschränken Sie sich auf drei oder vier Bewertungskategorien: sehr gut, gut, durchschnittlich und Grundkenntnisse. Ihre Entscheidung!

    Oder Sie umschreiben Ihre Kenntnisse näher: Wie lange Sie schon bewandert sind in der jeweiligen Bürosoftware oder Programmiersprache (seit 10 Jahren, seit 3 Jahren) oder wie oft Sie im Arbeitsalltag mit ihnen in Berührung kommen (tägliche Anwendung, regelmäßige Anwendung, gelegentliche Anwendung) oder wie Sie sie bei der Arbeit konkret anwenden (zur Weiterentwicklung der Buchhaltung).

    Kleine Nebenbemerkung: Sollten Sie sich beispielsweise als absoluter Beginner in Python outen durch den Zusatz seit 6 Monaten, dann zeigt es dem Arbeitgeber zweierlei: Ja, sind Sie auf der einen Seite ein Rookie und müssen mit Python noch viel üben, bevor Sie Profi-Niveau erreichen. Aber sind Sie eben auch engagiert, neugierig und lernen immer etwas Neues hinzu. Sehr positiv!

    So könnten Sie Ihre IT-Kenntnisse im Lebenslauf konkret formulieren – einige Beispiel zur Inspiration:

    • MS Word (tägliche Anwendung), MS Excel (häufige Anwendung)
    • Microsoft Word (sehr gute Kenntnisse), Microsoft Excel (gute Kenntnisse), Adobe Photoshop (Grundkenntnisse)
    • Java, Javascript, HTML, C++ (Expertenkenntnisse), Python, SQL (gute Kenntnisse), Ruby (Grundkenntnisse)
    • Java, PHP, C# (seit 10 Jahren), Ruby, Matlab (seit 7 Jahren), Python (seit 3 Jahren), Julia (seit 1 Jahr)
    • SAP (zertifiziert in SD und PP, Durchführung interner Schulungen und Vorträge)
    • Scrum (Licensed Scrum Master seit 2017)
    • SAP FI (seit 2015 in täglicher Anwendung im Vertriebscontrolling)
    • MS Powerpoint (regelmäßige Erstellung von Kundenpräsentationen), MS Photoshop (regelmäßige Bearbeitung von Bildern für die Unternehmenswebseite und Social Media)
    • Sehr gute Kenntnisse in Microsoft Windows, Linux. Gute Kenntnisse in WordPress. Grundkenntnisse in SEO.

    Wenn Sie nur wenige IT-Kenntnisse im Lebenslauf stehen haben, dann können Sie alle hintereinander schreiben – so wie oben. Bei sehr vielen IT-Skills können Sie spezielle Kategorien aufnehmen. Zum Beispiel so:

    Programmiersprachen: …
    Datenbanken: …
    Unternehmenssoftware: …

    Oder Sie dampfen Ihre IT-Fähigkeiten ein auf jene, die im angestrebten Job wirklich relevant sind. Alle anderen streichen Sie. Alternativ können Sie Ihren Lebenslauf auch um eine Extra-Seite verlängern, auf die Sie all Ihre IT-Kenntnisse übersichtlich anordnen.

    Sie können Ihre IT-Kenntnisse auch grafisch darstellen – mit Sternen etwa oder einer Punkteskala.

    IT-Kenntnisse erwerben und verbessern

    Sie verfügen nur über wenige IT Kenntnisse – oder Ihre sind nicht mehr auf dem neuesten Stand? Das lässt sich jederzeit ändern. Heutzutage ist es so einfach wie nie zuvor, sich zusätzliche IT-Skills draufzuschaffen. Hier sind die wichtigsten Mittel und Wege, über die Sie IT Kenntnisse erwerben:

    • Youtube-Tutorials

      Youtube ist für viele die erste Anlaufstelle in punkto Weiterbildung. Gut möglich, dass Sie ein passendes Tutorial zu Ihrem Wunschthema finden. Geben Sie Ihr Keyword einfach mal in die Suchmaske von Youtube ein. Die Auto-Vervollständigung spuckt Ihnen wahrscheinlich schon erste Vorschläge aus. Zwar nervt die Werbung auf dem Videoportal, aber vorteilhaft ist: Der Content ist kostenlos.

    • E-Learning-Anbieter

      In den letzten Jahren sind zahlreiche professionelle E-Learning-Anbieter auf der Bildfläche aufgetaucht. Manche Online-Kurse sind kostenlos, für andere müssen Sie einen gar nicht so geringen Geldbetrag lockermachen. Für alle guten Kurse aber brauchen Sie ausreichend Disziplin und Durchhaltevermögen. Hier sind die wichtigsten E-Learning-Anbieter:

      • Coursera
      • Edx
      • openHPI
      • Udemy
      • FutureLearn
      • Linkedin Learning
      • Codecademy
      • General Assembly
      • Khanacademy
      • Treehouse
      • Free Code Camp
    • Schulungen und Workshops

      Auch Präsenzseminare sind eine Option für alle, die neue IT-Kenntnisse erwerben wollen. Der Markt ist groß, verschiedenste Anbieter laden zu IT-Schulungen und Workshops ein, beispielsweise der TÜV oder die IHK. Präsenzveranstaltungen bieten sich für alle an, die den persönlichen Austausch bevorzugen – und die sich zuhause vorm Bildschirm nicht so gut fokussieren können.

    • Hackathons

      Ein Hackathon ist ein Event für Programmierer. Sie kommen an einem oder mehreren Tagen zusammen, um eine ganz spezielle Herausforderung zu lösen oder kreative Ideen zu generieren. Hackathons richten sich nicht an Anfänger, sondern an Fortgeschrittene. Wenn Sie also schon über profundes IT-Wissen verfügen, können Sie es auf Hackathons anwenden und vertiefen.

    IT-Kenntnisse im Lebenslauf: 5 Tipps

    1. Wahrheit

      Viele IT-Kenntnisse sind Muss-Anforderungen. Wenn ein Unternehmen zum Beispiel Java-Entwickler sucht, dann MÜSSEN Sie Java-Skills mitbringen. Haben Sie die nicht, lassen Sie es lieber sein mit der Bewerbung.

      Das heißt aber auch: Erfinden Sie keine IT-Kompetenzen, nur damit Sie den Job kriegen. Im Arbeitsalltag wird sich sehr schnell herausstellen, ob Sie die Fähigkeiten wirklich mitbringen. Tun Sie dies nicht, sind Sie noch in der Probezeit wieder draußen und als Gauner gebrandmarkt. Das hilft Ihnen auch nicht dabei, später wieder einen Job zu finden.

      Na klar: Wer ganz ordentlich mit Excel umgeht, der schreibt im Zweifel gute Excel-Kenntnisse. Das ist legitim. Wenn Sie sich zwischen zwei Kompetenzniveaus befinden – durchschnittlich und gut etwa – dann entscheiden Sie sich für das höhere. Das ist bei Fremdsprachenkenntnissen genauso.

      Aber maßlos übertreiben oder gar IT-Skills erfinden ist keine gute Idee. Erstens ist es unehrlich und zweitens bringt es Sie letztlich nicht weiter.

    2. Reihenfolge

      Um noch einmal auf das Entwickler-Beispiel zurückzukommen: Wenn Sie sich als Entwickler bewerben, dann beginnen Sie Ihre Auflistung der Tech-Skills natürlich nicht mit MS Word oder Photoshop. Dann schreiben Sie zuerst die Programmiersprachen auf, die das Unternehmen benötigt und die Sie beherrschen.

      Orientieren Sie sich zunächst an der Stellenanzeige. Gehen Sie auf die IT-Anforderungen ein, die dort genannt werden. Auffüllen können Sie Ihre Liste immer noch.

      Handelt es sich um eine Initiativbewerbung, dann betreiben Sie etwas Recherche. Welche IT-Tools nutzt das Unternehmen, welche Spezialisten hat es schon in seinen Reihen? Das lässt Rückschlüsse auf seine Bedürfnisse zu.

    3. Belege

      Behaupten kann man viel, beweisen längst nicht alles. Auch Personaler wissen, dass Bewerber gerne mal schummeln oder übertreiben. Ihre IT-Kenntnisse sollten Sie daher nach Möglichkeit belegen – zum Beispiel mit Zeugnissen, Zertifikaten, Nachweisen von Kursen oder Fortbildungen.

      In manchen Jobs kommen Sie außerdem um eine Zertifizierung nicht herum. So bestehen manche Arbeitgeber zum Beispiel darauf, dass Sie ein zertifizierter Scrum Master sind. Oder ein zertifizierter SAP-Berater. Wenn Sie über ein oder mehrere Zertifikate verfügen, die Ihre Kompetenzen belegen, nehmen Sie sie unbedingt in Ihre Bewerbung auf.

      Zahlreiche Unternehmen und Organisationen bieten Zertifizierungen in den unterschiedlichsten IT-Bereichen an. So gibt es zum Beispiel Amazon Web Services-, Apple-, Cisco-, Checkpoint-, Citrix-, Cloudera-, IBM-, Macromedia-, Microsoft-, MySQL-, Oracle-, PHP-, SAP-, Scrum-, TÜV Süd- und Linux-Zertifizierungen. Und das sind immer noch längst nicht alle…

    4. Aktualität

      Es ist wie mit Fremdsprachenkenntnissen: Wenn man sie nicht anwendet, rosten sie ein. IT-Fähigkeiten, die Sie vor Jahren erlernt, aber seitdem nicht mehr angewendet haben, sind vermutlich nicht mehr auf dem neuesten Stand. Die Zeiträume sind für den Personaler von Interesse.

      Andererseits ist auch richtig: Alte IT-Kenntnisse können auch zügig wieder aufgefrischt werden. Wenn Sie dem Unternehmen klar machen, dass Sie schnell wieder auf ein gutes Level zurückkommen werden, dann entscheidet er sich vielleicht für Sie.

    5. Beispiele

      Die Details zählen. Nennen Sie konkrete Beispiele und Projekte. Wann haben Sie Ihre IT-Kenntnisse angewandt – und mit welchem Erfolg? Der Goldstandard sind komplexe IT-Projekte, die Sie eigenverantwortlich oder im Team auf die Beine gestellt und zu einem erfolgreichen Ende geführt haben. Auf jeden Fall sollten Sie Ihre Erfahrungen und Erfolge benennen können.

    [Bildnachweis: REDPIXEL.PL by Shutterstock.com]

    Jobs in Bremerhaven: Aktuelle Stellenangebote an der Nordsee

    jobs-in-bremerhaven-nordsee

    Bremerhaven ist ein Paradoxon. Auf der einen Seite glitzernde Fassaden und leuchtende Touristen-Augen, auf der anderen Seite soziale Ungleichheit, die kaum irgendwo sonst in Deuschland größer ist. Bremerhaven zählt zu den wirtschaftlich schwächsten Standorten im ganzen Land. Und doch ist die Stadt reizvoll. Jobs in Bremerhaven gib es etwa für Forscher, Windmacher und alle Freunde des gepflegten Fischgerichts…

    Jobs Bremerhaven: Die Stadt

    Durchgesetzt hat sich der Spitzname Klein-Dubai für Bremerhaven nicht. Wer aber vor den futuristischen Havenwelten steht, ahnt, woher er kommt. Die Havenwelten sind der Teil der Stadt, der Besucher anlockt wie das Licht die Motten.

    Hier schießt das luxuriöse Atlantic Hotel Sail City in die Höhe. Daneben steht das Deutsche Auswandererhaus. Im 19. Jahrhundert war Bremerhaven zeitweise der größte Auswandererhafen Europas. Von hier aus fuhren Zehntausende übers Meer in ihr neues Leben nach Amerika. Aktueller denn je ist das Klimahaus, das 2009 eröffnet wurde und den Klimawandel anschaulich erklärt.

    Dazu gesellen sich Casinos, das neue Einkaufszentrum Mediterraneo, der Zoo am Meer, das Deutsche Schifffahrtsmuseum und das U-Boot Wilhelm Bauer – alles fußläufig zu erreichen.

    Bremerhaven ist mit knapp 115.000 Einwohnern die größte Stadt an der deutschen Nordseeküste – aber nicht eigenständig. Sie ist eine Exklave, gehört politisch zum Stadtstaat Bremen. Dabei ist Bremen immerhin 60 Kilometer entfernt.

    Beliebte Wohnlagen sind Bremerhaven-Mitte und Wulsdorf. In Langen nördlich der Stadt lassen sich gerne Familien nieder. Als Problemstadtteil gilt Lehe.

    Jobs Bremerhaven: Der Arbeitsmarkt

    Um Bremerhaven muss man sich Sorgen machen. Fast 8.500 Bremerhavener waren im April 2020 ohne Job. Die Arbeitslosenquote liegt in der Küstenstadt damit bei 14,1 Prozent – und das nach mehreren Jahren Hochkonjunktur. Allerdings waren es vor vier Jahren sogar noch 14,5 Prozent Arbeitslose.

    Für ganz Niedersachsen liegt der Wert wohlgemerkt nur bei 5,7 Prozent, für Deutschland bei 5,8 Prozent.

    In der Stadt Bremen ist die Lage mit einer Arbeitslosenquote von 10,4 Prozent ähnlich prekär wie in Bremerhaven. Das Gleiche gilt für Wilhelmshaven mit 11,6 Prozent (Stand: April 2020).

    Neue Jobs in Bremerhaven gab es laut Arbeitsagentur zuletzt vor allem im Baugewerbe und in der öffentlichen Verwaltung. Eine negative Tendenz verzeichnen dagegen Zeitarbeit und Gastgewerbe.

    Jobs Bremerhaven: Einstiegsgehälter und Gehaltsniveaus

    Der Stadtstaat Bremen, dem auch Bremerhaven angehört, ist Deutschlands kleinstes Bundesland. Im Gehaltsranking von gehalt.de liegt er immerhin auf Position 7 von 16 Bundesländern. Im Schnitt verdienen Arbeitnehmer hier 43.110 Euro jährlich – mehr als in Berlin, Niedersachsen und Schleswig-Holstein. Auf Hochschulabsolventen wartet ein Einstiegsgehalt von 44.233 Euro, auf Fachkräfte nach erfolgreicher Ausbildung rund 29.500 Euro.

    Fach- und Führungskräfte bekommen in Bremen laut Stepstone-Gehaltsreport 2019 im Schnitt 57.881 Euro pro Jahr ausbezahlt. Damit liegt Bremen gar nicht so weit hinter Spitzenreiter Hessen (65.296 Euro) zurück. Zum Vergleich: Schlusslicht Mecklenburg-Vorpommern liegt bei rund 42.000 Euro. Die Xing-Gehaltsstudie 2019 geht sogar von einem Durchschnittsgehalt von 66.785 Euro für Fach- und Führungskräfte in Bremen aus.

    Ein Vollzeitarbeitnehmer mit Job in Bremerhaven bringt 3.196 Euro brutto im Monat nach Hause. Diesen Medianwert hat die Bundesagentur für Arbeit ermittelt. Eine Hälfte der Gehälter liegt oberhalb, die andere unterhalb. In Bremen beträgt das Mediangehalt 3.445 Euro brutto monatlich.

    Bremerhaven liegt damit auf dem gleichen Level wie seine Nachbarn im Norden Niedersachsens. Ein Vollzeitjob in Oldenburg bringt 3.152 Euro ein, in Wilhelmshaven 3.169 Euro und in Aurich 2.785 Euro. Hamburg liegt bei 3.619 Euro.

    Jobs Bremerhaven: Die wichtigsten Arbeitgeber

    Hier winken Jobs in Bremerhaven – das sind die wichtigsten Arbeitgeber in Bremerhaven:

    • Nordsee GmbH (Gastronomie)
    • Deutsche See (Lebensmittel)
    • Frosta AG (Lebensmittel)
    • Frozen Fish International (Fischverarbeitung)
    • Lloyd Werft Bremerhaven (Schiffbau)
    • Klinikum Bremerhaven-Reinkenheide
    • Ameos Klinikum Am Bürgerpark
    • Ameos Klinikum Mitte
    • Würfel Holding (Spedition)
    • Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung
    • Fraunhofer-Institut für Windenergiesysteme IWES
    • Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt
    • Hochschule Bremerhaven
    • Institut für Seeverkehrswirtschaft und Logistik
    • Bio Nord Biotechnologiezentrum
    • TTZ Bremerhaven (Forschungsdienstleistungen)
    • Adwen (Windkraftanlagen)
    • Bremenports (Hafengesellschaft)
    • J. Heinr. Kramer Holding (Anlagenbau)
    • Gerken Arbeitsbühnen (Baumaschinenvermietung)
    • Nosta (Logistik)
    • Mauser Packaging Solutions (Verpackungen)
    • EIS Electronics (Elektrotechnik)
    • Abelmann (Fischfeinkost)
    • Kaesler Nutrition (Nutztierfutter)
    • Greenyard (Lebensmittelhandel)
    • Eisbären Bremerhaven (Sport)
    • Weser-Elbe Sparkasse
    • Volksbank Bremerhaven-Cuxland
    • Entsorgungsbetriebe Bremerhaven (EBB)
    • Nordsee Zeitung
    • Radio Weser.TV
    • Ted GmbH (Ingenenieurbüro)
    • DNV GL SE (Technische Berater)
    • Formaxx AG (Finanzberatung)
    • Atlantic Hotel Sail City
    • Nordsee Hotel Bremerhaven
    • Best Western Plus Hotel Bremerhaven
    • Avedo (Call Center)
    • Bundeswehr (Marineoperationsschule)
    • Casino Bremerhaven
    • Klimahaus Bremerhaven
    • Deutsches Auswandererhaus
    • Deutsches Schifffahrtsmuseum
    • Kunstmuseum Bremerhaven

    Die Liste der wichtigsten Arbeitgeber in Bremerhaven hier als PDF zum Downloaden und Ausdrucken – für Ihre Jobsuche.

    Die wichtigsten Arbeitgeber in Cuxhaven

    Jobs in Cuxhaven Stellenangebote BremerhavenCuxhaven ist 40 Kilometer von Bremerhaven entfernt und damit näher als Bremen. Vor allem ist Cuxhaven mit seinen fast 50.000 Einwohnern ein beliebter Urlaubs- und Ausflugsort. Zahlreiche Jobs in Cuxhaven gibt es in der Gastronomie und Tourismusbranche.

    Das sind die wichtigsten Arbeitgeber in Cuxhaven:

    • Siemens Games Renewable Energy (Windanlagen)
    • TAD Pharma (Pharmaindustrie)
    • Vaxxinova (Nutztierimpfstoffe)
    • Appel Feinkost (Lebensmittelgroßhandel)
    • Hansa Flex (Maschinenbau)
    • Helios Klinik Cuxhaven (Gesundheit)
    • Kurklinik Strandrobbe (Reha)
    • Best Western Hotel Das Donners (Hotellerie)
    • Havenhostel Cuxhaven (Hotellerie)

    Aktuelle Stellenangebote in Cuxhaven und Umgebung finden Sie hier bei Karrieresprung unter Jobs.

    Jobs Bremerhaven: Karriereaussichten und Wirtschaft

    „Fischkopp“ – in Bremerhaven ist das kein Schimpfwort. Immerhin leben die Bremerhavener vom Fisch, für die fischverarbeitende Industrie ist Bremerhaven eine Metropole. Mit Frosta, Deutsche See und Nordsee sitzen drei große Anbieter an der Küste.

    Die Frosta AG zum Beispiel stellt in Bremerhaven schon seit 1962 Tiefkühl-Fischprodukte her – und erweiterte die Produktion nach und nach um Gemüse, Fertiggerichte und Nudeln. 600 Mitarbeiter sorgen dafür, dass Fischstäbchen und Schlemmerfilets frisch auf die Tische kommen. Bremerhaven ist der größte Standort von Frosta. Daneben gibt es noch Werke in Elbtal, Rheintal und Bydgoszcz in Polen.

    Bremerhaven ist der viertgrößte Containerhafen Europas und ein bedeutender Logistikstandort. Vor allem Autos werden hier massenweise umgeschlagen.

    Die meisten Jobs in Bremerhaven entstehen in diesen Bereichen:

    • Lebensmittelindustrie
    • Hafenwirtschaft und Logistik
    • Offshore-Windenergie
    • Werften und maritime Technologien
    • Tourismus
    • Kreativwirtschaft
    • Green Economy
    • Forschung

    Ende 2019 machte der Senat den Weg für drei neue Gewerbeflächen in Bremerhaven frei – unter anderem für das Gründerzentrum Green Economy, in dem sich innovative Unternehmen ansiedeln und 300 Jobs schaffen sollen. In den Himmel wachsen aber auch die grünen Ambitionen Bremerhavens nicht. So hatte der Offshore-Windanlagenhersteller Adwen seine Produktion in Bremerhaven schon 2018 eingestellt und betreibt seitdem in der Stadt nur noch Wartung und Service für Offshore-Windräder. Dadurch sind immerhin 150 Arbeitsplätze in Bremerhaven geblieben.

    Im Städteranking 2019 des Beratungsunternehmens IW Consult belegte Bremerhaven nur Platz 69 von 71 Großstädten in Deutschland. Für die Zukunft sieht es nur unwesentlich besser aus. Im Zukunftsindex 2018 kam Bremerhaven auf Platz 58.

    Auch im Prognos-Zukunftsatlas 2019 belegte Bremerhaven nur Platz 383 von 401 Regionen in Deutschland. Demnach zählt Bremerhaven neben Bremen, Berlin, Gelsenkirchen, Offenbach am Main, Neumünster oder Dortmund zu den Städten, die besonders von sozialer Ungleichheit betroffen sind.

    Jobs Bremerhaven: Kosten, Lebenshaltung, Mietpreise

    Bremerhaven ist eine der billigsten Städte Deutschlands. Ein kurzer Blick auf den Vergleichsrechner von Financescout24 genügt: Ein Bremerhavener mit einem Jahreseinkommen von 50.000 Euro müsste in München für denselben Lebensstandard über 96.000 Euro verdienen. In Berlin müsste er auf über 65.000 Euro kommen und sogar in der Stadt Bremen auf 57.000 Euro.

    In Bremerhaven lag die Medianmiete laut Immowelt im Jahr 2018 bei 5,20 Euro pro Quadratmeter. Zwischen 2012 und 2017 war sie um elf Prozent gestiegen – auch das ist vergleichsweise wenig. In der Stadt Bremen waren es im gleichen Zeitraum 22 Prozent. Hier müssen Mieter für den Meter mit 8,30 Euro über drei Euro mehr zahlen. Oldenburg kostet 8,40 Euro, Hamburg 11,90 Euro.

    So billig wie Bremerhaven sind nicht mal Städte wie Gelsenkirchen (5,50 Euro), Duisburg (6,00 Euro), Salzgitter (5,30 Euro), Cottbus (6,00 Euro) oder Wuppertal (6,20 Euro). Zum Vergleich: Frankfurter zahlen für die Miete 13,90 Euro pro Meter, Münchener 18,10 Euro.

    Das gleiche Bild ergibt sich für Käufer. Eine Immobilie in Bremerhaven kostet sie 1.170 Euro pro Quadratmeter. Das liegt nur knapp über Gelsenkirchener Kaufniveau (1.000 Euro). Und die Schalke-Stadt war von allen 80 Großstädten, die Immowelt untersucht hat, die günstigste für Immobilienkäufer. In der Stadt Bremen muss man immerhin 2.050 Euro einplanen, in Oldenburg 2.520 Euro und in Hamburg 4.090 Euro.

    Kontaktdaten und Servicestellen

    Sie wollen sich in Bremerhaven selbstständig machen, Ihre Steuererklärung abgeben oder Jobs in Bremerhaven suchen? Die wichtigsten Servicestellen hat Karrieresprung übersichtlich für Sie zusammengefasst:

    • Das Finanzamt Bremerhaven finden Sie hier.
    • Das Jobcenter Bremerhaven finden Sie hier.
    • Die Handelskammer Bremen finden Sie hier.
    • Die Kreishandwerkerschaft Bremerhaven-Wesermünde finden Sie hier.
    • Unterstützung für Existenzgründer in Bremerhaven finden Sie hier.
    • Jobs in Bremerhaven finden Sie in unserer Jobbörse.

    Diese Stellenangebote könnten Sie ebenfalls interessieren:

    [Bildnachweis: LaMiaFotografia by Shutterstock.com]

    Jobs in Bayreuth: Aktuelle Stellenangebote in Oberfranken

    jobs in bayreuth stellenangebote oberfranken

    Auszusetzen gibt es an Bayreuth kaum etwas. Die Stadt ist kulturell wertvoll. Arbeitslosigkeit ist hier ein Fremdwort. Jobs in Bayreuth gibt es in technischen und modischen Berufen, in IT-Häusern und Hotels. Die Wirtschaft steht auf vielen Säulen und die Mieten sind noch erschwinglich. Sogar das Bäckersterben scheint an Bayreuth vorüberzugehen…

    Jobs Bayreuth: Die Stadt

    Bayreuth ist nichts für Kulturbanausen. In Oberfranken regiert die Hochkultur. Einmal jährlich versammelt sich die Prominenz auf dem Grünen Hügel, um den Klängen Richard Wagners zu lauschen. Die Bayreuther Festspiele sind ein gesellschaftliches Ereignis, das weit über Franken und Bayern hinausstrahlt.

    Das Bayreuther Festspielhaus ist bei Weitem nicht der einzige Prachtbau, mit dem sich die fränkische Stadt schmückt. Östlich der Innenstadt steht das Alte Schloss, die frühere markgräfliche Residenz, und wird von der historischen Parkanlage Eremitage umrahmt. In der City laden Opernhaus, Neues Schloss, Franz-Liszt-Museum und Richard Wagner-Museum Kulturfreunde herzlich ein.

    Wer eine Pause braucht, der kehrt in der altehrwürdigen Maisel-Brauerei ein und lässt sich in die fränkische Brautradition einweihen. Tatsächlich soll es Menschen geben, die allein der Maisel’s Bier-Erlebnis-Welt wegen nach Bayreuth kommen – und die Kulturangebote links liegen lassen.

    Wer in Bayreuth keine Wohnung findet – und die sind wegen der vielen Studenten heiß begehrt – der könnte auch in eine der Nachbargemeinden ausweichen. Empfehlenswert sind Trebgast, Mistelbach, Emtmannsberg, Harsdorf, Schnabelwaid, Kirchenpingarten oder Bindlach.

    Jobs Bayreuth: Der Arbeitsmarkt

    Über zu wenig Arbeit können sich die Oberfranken nicht beklagen. Im Landkreis Bayreuth gab es im April 2020 nur 3,4 Prozent Arbeitslose – Vollbeschäftigung. In der Stadt Bayreuth liegt die Arbeitslosenquote mit 5,4 Prozent etwas höher.

    Im 60 Kilometer entfernten Bamberg sind es 4,4 Prozent. Und auch im restlichen Oberfranken gibt es mehr Licht als Schatten. Die Arbeitslosenquote in Hof beträgt 7,2 Prozent, in Coburg 5,8 Prozent, in Kulmbach 4,0 Prozent und in Forchheim 2,9 Prozent.

    Ganz Bayern weist einen Wert von 3,6 Prozent auf, für Deutschland liegt die Arbeitslosenquote bei 5,8 Prozent (Stand: April 2020).

    Die meisten Stellen in Bayreuth entstanden laut Arbeitsagentur zuletzt in diesen Wirtschaftsbereichen:

    • Metall-, Elektro- und Stahlindustrie
    • Verkehr und Lagerei
    • Verarbeitendes Gewerbe
    • Gesundheitswesen
    • Erziehung und Unterricht
    • Heime und Sozialwesen
    • Baugewerbe
    [(Quelle: Arbeitsmarktreport, Agentur für Arbeit Bayreuth, April 2020)]

    Die wenigsten Arbeitslosen je gemeldeter Arbeitsstelle gibt es in Bayreuth im Bereich Gesundheit und Soziales. Hier ist die Gefahr, dauerhaft arbeitslos zu bleiben, also besonders gering. Exzellente Quoten weist die Statistik zudem für Naturwissenschaftler und Informatiker aus.

    Jobs Bayreuth: Einstiegsgehälter und Gehaltsniveaus

    Fach- und Führungskräfte dürfen sich in Bayern über ein Durchschnittsgehalt von 62.172 Euro pro Jahr freuen. Auf diesen Wert kommt der Stepstone-Gehaltsreport 2019. Die einzigen Bundesländer, in denen das Gehaltsniveau noch höher ist, sind Hessen und Baden-Württemberg. Die Xing-Gehaltsstudie 2019 geht für Fach- und Führungskräfte in Bayern sogar von einem Durchschnittsgehalt von fast 76.000 Euro aus.

    Im Durchschnitt verdient ein Arbeitnehmer in Bayern laut Gehaltsplattform gehalt.de 47.295 Euro jährlich. Hochschulabsolventen kommen nach ihrem Berufseinstieg auf 48.535 Euro, Fachkräfte nach erfolgreicher Ausbildung auf 32.368 Euro.

    Speziell Bayreuth hinkt im fränkischen Vergleich aber hinterher. So kommt ein Arbeitnehmer mit Vollzeitstelle in der Wagner-Stadt auf 3.137 Euro im Monat. Das ist der von der Bundesagentur für Arbeit errechnete Medianwert. Die eine Hälfte der Gehälter liegt oberhalb, die andere unterhalb.

    In Nürnberg beträgt das Mediangehalt 3.470 Euro, in Bamberg 3.367 Euro, in Würzburg 3.317 Euro und in Fürth 3.221 Euro. Das Bayreuther Niveau liegt sogar noch unter dem gesamtdeutschen (3.209 Euro).

    Völlig außer Reichweite befinden sich die bayerischen Top-Standorte. München winkt mit 4.169 Euro im Monat, Ingolstadt gar mit sagenhaften 4.635 Euro – damit weist die Audi-Stadt die höchsten Gehälter in ganz Deutschland auf.

    Jobs in Bayreuth: Die wichtigsten Arbeitgeber

    Jobs in Bayreuth zu vergeben – das sind die wichtigsten Arbeitgeber in Bayreuth:

    • Adolf Riedl (Bademode)
    • Lyondellbasell (Automotive)
    • Tennet Deutschland (Stromversorgung)
    • Siemens AG (Elektrotechnik)
    • Klinikum Bayreuth
    • Medi (Medizinische Hilfsmittel)
    • W. Markgraf (Baugewerbe)
    • Kubus IT (IT-Dienstleistungen)
    • Cybex (Kindersitze)
    • Motor Nützel (Kfz-Handel)
    • Heuberger Kälte-Klima (Klimatechnik)
    • Dieter Braun GmbH (Elektronik)
    • Airinotec (Anlagenbau)
    • Karl Hopf GmbH (Wärmetechnik)
    • Oberender AG (Unternehmensberatung)
    • Business Systemhaus AG (Software)
    • Brauerei Gebr. Maisel
    • Grundig Business Systems (Diktiergeräte)
    • Rottolin (Kunststoff)
    • Schlaeger (Kunststofftechnik und Mechatronik)
    • Stäubli Robotics (Industrieroboter)
    • Steiner Optik (Ferngläser)
    • Steingräber und Söhne (Klavierhersteller)
    • Zapf (Fertiggaragen)
    • Gedikom (Call Center)
    • Amazon (Verteilzentrum)
    • British-American Tobacco BAT (Verteilzentrum)
    • Stadtwerke Bayreuth (Versorgung)
    • Stadt Bayreuth (Verwaltung)
    • Communicall (Call Center)
    • MR Datentechnik (IT-Berater)
    • Korian (Pflegeeinrichtungen)
    • Tintschl (Personaldienstleistungen)
    • Dorfner Gruppe (Reinigung)
    • Eurofins (Labor)
    • Joseph Stiftung (Wohnungsunternehmen)
    • Analytik Institut Rietzler (Labor)
    • Krankenhaus Hohe Warte
    • Klinik Herzoghöhe
    • Bezirkskrankenhaus Bayreuth
    • Reha-Zentrum Roter Hügel

    Die Liste der wichtigsten Arbeitgeber in Bayreuth hier als PDF zum Downloaden und Ausdrucken – für Ihre Jobsuche.

    Jobs bei Medi Bayreuth

    Medi Bayreuth Jobs stellenangebote oberfrankenMedi ist ein Familienunternehmen, das fest in Bayreuth verankert ist. Es stellt medizinische Hilfsmittel wie Kompressionsstrümpfe und Bandagen her. Sogar das lokale Basketball-Team trägt den Firmennamen im Titel. Stellen in Bayreuth bietet Medi unter anderem für:

    Die aktuellen Stellenangebote von Medi Bayreuth finden Sie hier bei Karrieresprung oder auf der Karriereseite des Unternehmens unter career.medi.de.

    Jobs Bayreuth: Karriereaussichten und Wirtschaft

    Darben muss man in Oberfranken nicht. Die Region soll die höchste Brauerei-, Bäckerei- und Metzgereidichte auf der ganzen Welt haben. Außerdem gibt es hier angeblich die meisten Brennereien und Mühlen.

    Oberfranken ist das größte Süßkirschen- und Meerrettich-Anbaugebiet Europas. Es hat die meisten Teichwirte, den ältesten Brauereifund Deutschlands, die erste Kartoffel in Deutschland angebaut – und will sogar den Kloß erfunden haben. Ein gastronomisches Wunderland.

    Aber Gastronomie und Tourismus prägen keineswegs die Wirtschaftsstruktur – zumindest nicht alleine. Insgesamt ist das Bild sehr gemischt. Industrie und Dienstleistungssektor bauen Hand in Hand Jobs in Bayreuth auf. In den vergangenen zehn Jahren sind nach IHK-Angaben in Oberfranken knapp 47.000 neue sozialversicherungspflichtige Stellen in Bayreuth geschaffen worden – ein Plus von 13 Prozent.

    Die industriellen Schwerpunkte setzt Oberfranken in den Bereichen:

    • Automotive
    • Maschinenbau
    • Kunststoffindustrie
    • Keramische Industrie
    • Glasindustrie
    • Metallverarbeitung
    • Elektronische und optische Industrie
    • Technische Textilien
    • Möbel

    Viele neue Jobs in Bayreuth sollen in Gesundheit und Logistik entstehen. Das sind die zwei Fokusbranchen der Stadt. So wurde auch der Zigaretten- zu einem Logistikstandort umfunktioniert. Im Herbst 2018 stellte British American Tobacco (BAT) die Produktion von Zigaretten in Bayreuth ein. Stattdessen wurde hier eine Logistikzentrale für Westeuropa eingerichtet. Auch E-Commerce-Gigant Amazon taucht mit einem neuen Verteilzentrum auf der Bayreuther Bühne auf.

    Im Prognos-Zukunftsatlas 2019 belegte die Stadt Bayreuth Platz 50 von 401 Regionen in Deutschland – nach Platz 65 im vorherigen Ranking drei Jahre zuvor. In der Unterkategorie Arbeitsmarkt reichte es sogar für Rang 30 – nach Rang 37 beim letzten Mal. Der Landkreis Bayreuth landete im Gesamtranking dagegen abgeschlagen auf Position 307.

    Museum Bayreuth: Stellenangebote mit Kultur

    Museum Bayreuth StellenangeboteEin Museum schafft Wissen – und den einen oder anderen Arbeitsplatz. Hier arbeiten Kuratoren und Restauratoren, wissenschaftliche Mitarbeiter, Referenten, Öffentlichkeitsarbeiter, Bibliothekare, Designer, Fotografen, Archäologen und Online-Redakteure.

    In diesen Museen gibt es Jobs in Bayreuth:

    • Richard-Wagner-Museum
    • Franz-Liszt-Museum
    • Jean-Paul-Museum
    • Historisches Museum Bayreuth
    • Kunstmuseum Bayreuth
    • Neues Schloss Bayreuth
    • Urwelt-Museum
    • Haus Wahnfried
    • Deutsches Freimaurermuseum
    • Deutsches Schreibmaschinenmuseum
    • Schloss Fantaisie mit Gartenkunst-Museum
    • Museum für bäuerliche Arbeitsgeräte
    • Goldbergbaumuseum Goldkronach

    Jobs Bayreuth: Kosten, Lebenshaltung, Mietpreise

    Bayreuth ist eine attraktive Stadt. Sie bietet Fachkräften gute Jobs – und günstige Wohnungen. So lagen die durchschnittlichen Mietpreise nach Immowelt-Angaben im Jahr 2018 bei 9,70 Euro pro Quadratmeter.

    Das sind Preise, die sich – sowohl regional als überregional – sehen lassen können. In Bamberg kostet der Quadratmeter 9,10 Euro, in Würzburg 10,50 Euro, in Nürnberg 10,10 Euro, in Fürth 9,70 Euro. Nur Schweinfurt ist mit 7,00 Euro klar preiswerter.

    Nördlich von Bayreuth in Jena müssen Mieter 9,00 Euro einkalkulieren, westlich in Frankfurt 13,90 Euro und südlich in Ingolstadt 11,60 Euro. Außer Konkurrenz spielt München mit schier unglaublichen 18,10 Euro pro Meter.

    Wer eine Immobilie in Bayreuth kaufen möchte, braucht in Bayreuth 2.270 Euro pro Quadratmeter. Das ist spottbillig, wenn man es mit München (7.140 Euro), Frankfurt (4.430 Euro) oder Stuttgart (4.080 Euro) vergleicht. Auch in Nürnberg (3.110 Euro), Fürth (3.120 Euro), Erlangen (3.730 Euro) und Bamberg (2.820 Euro) ist der Wohnungskauf kostspieliger, in Schweinfurt (1.890 Euro) ist er billiger.

    Kontaktdaten und Servicestellen

    Sie wollen sich in Bayreuth selbstständig machen, Ihre Steuererklärung abgeben oder Jobs in Bayreuth suchen? Die wichtigsten Servicestellen hat Karrieresprung übersichtlich für Sie zusammengefasst:

    • Das Finanzamt Bayreuth finden Sie hier.
    • Das Jobcenter Bayreuth-Stadt finden Sie hier.
    • Die IHK für Oberfranken Bayreuth finden Sie hier.
    • Die Handwerkskammer für Oberfranken finden Sie hier.
    • Jobs in Bayreuth finden Sie in unserer Jobbörse.

    Diese Stellenangebote könnten Sie ebenfalls interessieren:

    [Bildnachweis: Val Thoermer by Shutterstock.com]

    Keine Antwort auf Bewerbung: Was tun?

    Keine-Antwort-auf-Bewerbung-was-tun

    Keine Antwort auf Bewerbung erhalten – das ist mehr als nur unhöflich. Bewerber wollen wissen, wie es um Ihre Chancen steht oder ob der Zug schon lange ohne sie abgefahren ist. Böse Absicht steckt oft nicht dahinter, wenn das Unternehmen Sie im Unklaren lässt. Zeitnot und Personalmangel schon eher. Die meisten Personalbüros haben auch gar nichts dagegen, wenn Sie sich nach dem Status Ihrer Bewerbung erkundigen. Vorausgesetzt, Sie beachten ein paar Spielregeln…

    Keine Antwort auf Bewerbung: So oft kommt es vor

    Die meisten Unternehmen brauchen drei bis sechs Wochen, um alle Bewerbungen zu sichten und zu sondieren. Die meisten werden aussortiert, andere landen auf dem „Weiter“-Stapel.

    Nun darf man es durchaus als Konsens betrachten, dass nicht jeder Bewerber und nicht jede Bewerberin eine Zusage verdient hat – eine Absage indes schon. Eine (förmliche) Absage ist das Mindeste, was ein Bewerber vom Nicht-Arbeitgeber in spé erwarten kann.

    Aber nein, selbstverständlich ist auch die keineswegs. Viele Unternehmen machen sich die Mühe nicht, Bewerbungsabsagen zu versenden – geschweige denn einen Zwischenstand oder eine Eingangserklärung.

    Es kommt einfach keine Reaktion, null, niente, gar nichts. Die Bewerber fischen im Trüben, wissen nicht, wie es um ihre Chancen steht. Das ist hochgradig ärgerlich und frustrierend – und ehrlich gesagt eine Unverschämtheit. Es ist in einem Wort: respektlos.

    Dabei werden die Geduldsfäden der Bewerber immer kürzer. 75 Prozent der Fachkräfte in Deutschland erwarten laut Stepstone-Umfrage nach spätestens 14 Tagen eine verbindliche Rückmeldung zu ihrer Bewerbung – über eine Eingangsbestätigung hinaus.
    Nach zwei Monaten sollte der gesamte Bewerbungsprozess von der Jobsuche bis zur Vertragsunterschrift abgeschlossen sein, finden drei von vier Bewerbern.

    Die Wirklichkeit sieht anders aus: Von der ersten Recherche bis zur Vertragsunterschrift vergehen im Schnitt sechs Monate. 45 Tage nach Versand hat jeder zweite Bewerber noch immer keine qualifizierte Rückmeldung erhalten. Seit 2016 hat sich die Feedback-Quote demnach sogar um fünf Prozent verschlechtert. Gründe dafür gibt es erstaunlich viele…

    Keine Rückmeldung: Bewerber hassen es!

    Keine Antwort auf Bewerbung FeedbackKeine Antwort auf eine Bewerbung erhalten – das ist eines der größten Ärgernisse für Bewerber. Für die meisten ist es sogar der nervigste Aspekt überhaupt! Dieser Meinung waren jedenfalls 58 Prozent der Teilnehmer einer Forsa-Befragung.

    Die Ergebnisse decken sich mit einer Umfrage von Karrierebibel. Demzufolge sind nach Ansicht von Bewerbern dies die drei schlimmsten Dinge, die Arbeitgeber machen können:

    • Kein ehrliches Feedback darüber geben, woran die Bewerbung gescheitert ist.
    • Nach der Bewerbung nie wieder etwas von sich hören lassen.
    • Keine Rückmeldung nach dem Vorstellungsgespräch geben.

    Rückmeldung nach Bewerbung: Was Sie erwarten können

    Eine Entschuldigung dafür, nach einer Bewerbung oder einem Vorstellungsgespräch nicht einmal eine Absage zu verschicken, gibt es nicht. Ein Unternehmen sollte keinen Bewerber ignorieren – wie surreal oder unprofessionell sein Auftritt auch gewesen sein mag.

    Eine kurze, förmliche Absage kann jeder erwarten. Wer eine freie Stelle hat und aktiv nach Neuzugängen sucht, muss damit rechnen, auch unpassende Angebote zu erhalten (und wer keine freie Stellen hat, muss mit unpassenden Initiativbewerbungen rechnen).

    Am besten, Unternehmen bringen im Verlaufe des Auswahlverfahrens diese Nachrichten auf den Weg:

    • Eine kurze Mail, die den Eingang der Bewerbung bestätigt.
    • Eine Mail, die über den Zwischenstand informiert (erst recht bei mehrstufigen Bewerbungsverfahren).
    • Eine freundliche Absage oder die Einladung zum Vorstellungsgespräch.

    Keine Antwort auf Bewerbung: Mögliche Gründe

    Aus Arbeitgebersicht gibt es sehr gute Gründe, KEINE Absagen auf Bewerbungen zu verschicken. Rückmeldungen verursachen Aufwand, nehmen Zeit in Anspruch und kosten Geld.

    Natürlich können auch andere, organisatorische Gründe dahinterstecken – zum Beispiel eine zu dünne Personaldecke. Oft liegt es am Bewerber selbst, den man gewissermaßen als keiner Antwort würdig erachtet. Wenn er oder sie zum Beispiel unvollständige Bewerbungsunterlagen eingereicht, die Bewerbungsfrist nicht eingehalten oder eine unglückliche Betreffzeile gewählt hat. Oder wenn der Bewerber eine völlig unzureichende Qualifikation für die ausgeschriebene Stelle aufweist.

    Es gibt aber noch andere Gründe. Hier sind 7 Gründe, warum Sie auf Ihre Bewerbung keine Antwort erhalten:

    • Im Spam-Ordner gelandet

      Wenn die Bewerbung im Spam-Ordner landet und nicht rechtzeitig herausgefischt wird, erhalten Sie auch keine Rückmeldung. Oder wenn Sie den falschen Empfänger angeschrieben haben. Es muss also gar keine böse Absicht hinter dem fehlenden Feedback stecken. Gerade deshalb ist es sinnvoll, als Bewerber zeitnah nachzufassen, ob die Bewerbungsunterlagen überhaupt eingegangen sind. Tipp: Diesen Grund können Sie auch aktiv am Telefon nennen. Es ist mir schon einmal passiert, dass meine Bewerbung im Spam-Ordner versickert ist. Deshalb möchte ich bei Ihnen vorsichtshalber mal nachfragen. Falls es sich anbietet, dann bestätigen Sie bei der Gelegenheit direkt noch einmal Ihr Interesse an dem Job. Vorteil: Sie bleiben dem Personaler persönlich in Erinnerung. Anbiedernd sollten Sie allerdings nicht klingen.

    • Bewerbungsprozess abgeschlossen

      Sie wissen nicht, wie viele Mitbewerber es gibt und seit wann die Stellenanzeige, auf die Sich beworben haben, überhaupt schon kursiert. Vielleicht ist zu dem Zeitpunkt, an dem Sie Ihre Bewerbung versendet haben, der perfekte Kandidat schon längst gefunden worden. Für das Unternehmen besteht damit keine Notwendigkeit mehr, andere Bewerber zu kommunizieren. Das ist grob unhöflich und strategisch unclever, aber eben auch allzu menschlich. Oder aber, Sie waren einfach zu spät dran. Wenn Sie sich nach Ende der Bewerbungsfrist bewerben, ist der Job futsch. Schlechtes Timing kann dafür verantwortlich sein, dass Sie keine Rückmeldung auf Ihre Bewerbung erhalten.

    • Bewerbung aussortiert

      Es kann gut sein, dass Sie die Stelle wegen fehlender Qualifikationen schlichtweg nicht bekommen und frühzeitig aus dem Kandidatenpool geflogen sind. Verfügt das Unternehmen über miese Umgangsformen oder schlechte IT-Tools, dann landet eben nicht einmal eine Absage in Ihrem Posteingang. Aber grämen Sie sich als Bewerber nicht. Es könnte auch sein, dass die Stellenanzeige extern wie intern ausgeschrieben wurde und der langjährige interne Mitarbeiter von Anfang an die Nase vorn hatte. Fehlende Rückmeldung nach einer Bewerbung ist KEIN Beleg dafür, dass Ihre Bewerbung schlecht war. Diese Erkenntnis ist wichtig, um bei der Jobsuche nicht den Mut zu verlieren.

    • Fake-Stellenanzeige geschaltet

      Zahlreiche Unternehmen inserieren nur zum Schein. Sie schalten Stellenanzeigen in Jobbörsen und Zeitungen, um ihr Image zu wahren. Nach dem Motto: Seht alle her, unser Laden läuft rund! Dahinter können handfeste Interessen stehen. Startups, die auf der Suche nach Investoren sind; Mittelständler, die ihre Rivalen ärgern und verunsichern oder Unternehmen, die ihrer Bank einen dezenten Hinweis geben wollen, wie gut sie doch dastehen. Es gibt viele Szenarien, in denen Fake-Stellenanzeigen Sinn ergeben. Redlich sind se deswegen aber noch lange nicht.

    • Personaler verreist

      Es spricht nicht gerade für das Unternehmen, wenn die zuständigen Mitarbeiter mitten im Bewerbungsprozess unerreichbar sind. Aber es kommt vor. Gerade in kleineren Betrieben, in denen ein einzelner Personaler alle Bewerber sichtet, können unvorhergesehene Ereignisse den Zeitplan komplett durcheinanderwirbeln. In diese Kategorie fällt auch die Corona-Pandemie. Sie stellt alles auf den Kopf, auch Terminpläne und Kommunikationswege. Gut möglich, dass sich das Bewerbungsprozedere dadurch wie Kaugummi in die Länge zieht.

    • Unterlagen unvollständig

      Der Weg zum Job führt heute oft über Online-Bewerbungsplattformen. Jeder Bewerber muss sich durch das gleiche System und die gleichen Formulare kämpfen. Manche Systeme sortieren Bewerbungen automatisch aus, wenn diese unvollständig oder nicht kompatibel sind – ohne Rückmeldung zu geben. Prüfen Sie also am besten noch mal, ob Ihre versendeten Unterlagen korrekt und komplett waren.

    • Interne Pläne geändert

      Unternehmen wollen heute flexibel sein, wendig und flink. Das beinhaltet auch, dass sie ihre Pläne schnell ändern – vielleicht zu Ihrem Nachteil. Bei Budgetkürzungen oder Umstrukturierungen ändern sich die Prioritäten eines Unternehmens schneller als der Wind. Ihre Stelle, die gestern noch dringend besetzt werden musste, ist heute schon überflüssig. Feedback für Bewerber steht dann auf der To-do-Liste nicht mehr auf der ersten Seite ganz oben, sondern auf der letzten Seite ganz unten.

    Keine Antwort auf Bewerbung: Was Sie tun können

    Die Antwort ist naheliegend: Bewerber können einfach beim Unternehmen nachfragen, wenn Sie keine Antwort auf ihre Bewerbung erhalten haben. Aber wann und wie sollte ein Bewerber das tun?

    Der Grat ist schmal zwischen berechtigtem Interesse und Penetranz. Das erfordert von Ihnen Fingerspitzengefühl. Schließlich wollen Sie ja nicht verzweifelt wirken, als jemand, der nur diese eine Joboption hat, weil ihn mutmaßlich kein anderer Arbeitgeber einstellen will. Nicht umsonst gibt es ja die Redewendung: „Willst du gelten, mach dich selten.“

    Auf der anderen Seite wollen Sie natürlich wissen, wie es um Ihre Bewerbung steht. Sie wollen Planungssicherheit. Und außerdem müssen Sie dem Arbeitgeber ja seine Ignoranz auch nicht einfach so durchgehen lassen. Wer sich als Bewerber nicht mehr meldet, belohnt das Unternehmen geradezu für seine schlechten Manieren – indem er ihm Arbeit erspart.

    In Wahrheit können sich die meisten Personalbüros über zu wenig Arbeit nicht beklagen. Wenn Sie also wutentbrannt anrufen und sich lautstark echauffieren, wird das am Ende nur dazu führen, dass Sie in der Mittagspause des Personalers fortan der Running Gag sind. Üben Sie nicht zu früh zu viel Druck aus, sondern versuchen Sie es mit einer Mischung aus Hartnäckigkeit und Empathie.

    Nach Bewerbung anrufen: Aber wann?

    keine antwort auf bewerbung Sollen Sie nachhaken, wenn Sie keine Antwort auf Ihre Bewerbung erhalten haben? Ja, gerne! Das finden sogar die Personaler selbst. Und wenn es nach ihnen geht, müssen Sie auch gar nicht so lange warten.

    Zwar haben nur sechs Prozent der Befragten laut Umfrage der Personalberatung Robert Half Verständnis dafür, wenn Sie schon drei Tage nach Ihrer Bewerbung durchklingeln. Mehr als jeder Vierte aber hält eine Wartezeit von sechs bis sieben Tagen für angemessen. Nur sechs Prozent finden, dass Bewerber überhaupt keinen Kontakt mehr aufnehmen sollten.

    Dabei gilt: Je kleiner das Unternehmen, desto früher können Sie sich melden. In größeren Firmen ist das Bewerberangebot in der Regel deutlich größer. Das erhöht den Aufwand – und die Abneigung gegen allzu frühe Kontaktaufnahmen.

    Keine Antwort auf Bewerbung: 5 Tipps

    Was sollten Sie beachten, wenn Sie keine Reaktion auf Ihre Bewerbung erhalten haben – oder wenn Sie die Befürchtung haben, nie wieder etwas vom Unternehmen zu hören? Hier sind 5 wichtige Punkte:

    1. Bewerbungsunterlagen

      Die Selbstverständlichkeit zuerst: Achten Sie darauf, dass Ihre Bewerbung Hand und Fuß hat. Sie sollte vollständig und korrekt sein, die richtige Betreffzeile, Kennziffer, Adresse und Ansprechpartner aufweisen. Und sie muss vor Ende der Bewerbungsfrist abgeschickt worden sein. In einem Satz: Vermeiden Sie formale Fehler. Das vergrößert schon mal die Wahrscheinlichkeit, dass Sie wieder etwas vom Unternehmen hören werden…

    2. Timing

      Nicht nur die Mühlen der Bürokratie mahlen langsam – auch die vieler Unternehmen. Ein Bewerbungsverfahren zu stemmen ist für die meisten jedenfalls kein Klacks. Geben Sie dem Unternehmen daher ausreichend Zeit, um alle Bewerbungen zu sichten und zu sortieren. Zwei bis drei Wochen sollten Sie mindestens warten, bis sie wieder von sich hören lassen und nachfassen. Als Richtwert können Sie sich auch 15 Werktage merken. Sofern Ferien dazwischen liegen, können Sie die Wartezeit auch noch weiter verlängern – schließlich machen auch Personaler Urlaub. Und nicht jede HR-Abteilung verfügt über personellen Ersatz.

    3. Kanal

      Sehen Sie bitte davon ab, den HR-Verantwortlichen per Whatsapp oder SMS zu kontaktieren. Das ist indiskret und fast schon creepy. Es handelt sich nicht um angemessene Kommunikationskanäle zwischen HR-Büro und Bewerber. Noch schlimmer wäre es, ihn oder sie via Twitter oder Facebook nach einem Zwischenstand zu fragen. So verlagern Sie das Geschehen in die Öffentlichkeit – das ist Tabu! Und Ihre Chancen auf Einstellung dürften dadurch nicht gerade steigen. Eine private Nachricht über Xing oder Linkedin wäre dagegen völlig in Ordnung. Die beste Alternative ist es, eine kurze E-Mail zu schreiben oder persönlich anzurufen – je nachdem, ob Sie mehr der Redner oder mehr der Schreiber sind. Denn manchmal kommen geschriebene Worte nicht so freundlich rüber, wie sie eigentlich gemeint waren. Wenn Ihnen das auch häufiger passiert, rufen Sie lieber an…

    4. Höflichkeit

      Der direkte Weg hat einen Vorteil: Er spart Zeit. Ein kurzer Satz, in dem Sie nach dem Stand Ihrer Bewerbung fragen, sollte daher doch eigentlich ausreichen, oder? Nein, ganz falsch! Unterschätzen Sie die Macht des Freiherrn von Knigge nicht. Achten Sie stets darauf, höflich und charmant zu bleiben. Hallo Herr Schneider, können Sie mir zu meiner Bewerbung schon etwas sagen? Viele Grüße. Ist das höflich? Auf den ersten Blick durchaus, aber ein wenig nonchalant ist es trotzdem. Zu direkt, zu schnell, zu wenig. Natürlich sollen Sie dem Personalverantwortlichen keine Zeit klauen, indem Sie ihm einen halben Roman vorsetzen. Aber ein, zwei einleitende Sätze dürfen es schon sein, mit denen Sie Ihre Mail beginnen. Zum Beispiel: Sehr geehrter Herr Schneider, vor vier Wochen hatte ich mich bei Ihnen als Buchhalter beworben. Vielen Dank an dieser Stelle noch mal für das angenehme Gespräch. Nun würde ich Sie gerne kurz nach einem Zwischenstand fragen. Gibt es einen aktuellen Status meiner Bewerbung? So ähnlich können Sie das auch formulieren, wenn Sie Herrn Schneider anrufen. Also: Nicht sofort mit der Tür ins Haus fallen, sondern ausholen – zumindest ein wenig…

    5. Optionen

      Verzweiflung ist ein Signal, das niemand aussenden sollte. Das gilt für den Heiratsmarkt genauso wie für den Jobmarkt. Drängeln Sie zu penetrant, wecken Sie Misstrauen auf der anderen Seite. Was ist mit dem los? Will den sonst etwa keiner? Auf der anderen Seite wirkt es anmaßend, arrogant und leidenschaftslos, wenn Sie mit Angeboten wedeln. Nach dem Motto: Ich habe ein halbes Dutzend Vertragsangebote auf dem Tisch, also beeilen Sie sich mal! Das kann zudem erpresserisch wirken. Diesen Spagat auszubalancieren ist zugegebenermaßen schwierig. Wenn Sie es hinkriegen, andere Optionen dezent einfließen zu lassen, aber gleichzeitig zeigen, dass Sie weiterhin sehr an der Stelle interessiert sind, könnten Ihnen Vorteile erwachsen. Motto: Ich würde unheimlich gerne für Ihr Unternehmen arbeiten, aber gerate allmählich unter Zeitdruck. Ein kurzes Feedback Ihrerseits würde meine Planungen da schon enorm erleichtern…

    Nachfassen: 6 Tipps fürs Telefonat

    Keine Antwort auf Bewerbung TippsDas Nachfass-Telefonat kann in die Hose gehen – wenn Sie allzu fordernd oder dreist auftreten. Mit diesen 6 Tipps behalten Sie die Kontrolle:

    • Legen Sie sich die Stellenanzeige zurecht – oder öffnen Sie sie in Browser – damit Sie die wichtigsten Infos vorliegen haben.
    • Überlegen Sie sich ein, zwei einleitende Sätze, die Sie nach Ihrer Vorstellung sagen.
    • Reden Sie Ihren Gesprächspartner mit Namen an.
    • Suchen Sie sich einen ruhigen Ort, an dem Sie ungestört sind – und an dem kein lautes Gekicher oder Gehämmer im Hintergrund zu hören ist.
    • Bleiben Sie freundlich, auch wenn Ihr Gesprächspartner gerade keine Zeit für Sie hat und fragen Sie, wann es ihm besser passen würde.
    • Bedanken Sie sich zum Schluss noch einmal und verabschieden sich höflich – am besten, Sie nennen dabei noch einmal den Namen Ihres Ansprechpartners.

    Keine Rückmeldung auf Bewerbung: Ihre Optionen

    Diese 3 Optionen haben Sie, wenn Sie keine Rückmeldung auf Ihre Bewerbung bekommen:

    • Anrufen

      Sie können per Telefon nachfassen oder eine E-Mail schreiben. Allerdings liegt der Verdacht nahe, dass Sie auf schriftlichem Weg erst recht und schon wieder keine Antwort erhalten. Am besten, Sie räumen die Missverständnisse am Telefon aus.

    • Abhaken

      Wer will schon für ein Unternehmen arbeiten, das mit seinen Bewerbern derart respektlos umspringt? Fehlendes Feedback ist ein Signal, das einen zum Nachdenken anregt. Sie können den Arbeitgeber also auch zu den Akten legen. Au revoir und auf Wiedersehen! Aber brechen Sie andererseits nicht zu früh den Stab über die Firma: Vielleicht handelt es sich beim ausgebliebenen Feedback ja wirklich um ein Versehen (Stichwort: Spam-Ordner).

    • Bewerten

      Es riecht nach billiger Rache, wenn Sie in einem Bewertungsportal wie Kununu oder Glassdoor Ihren Frust herauslassen. Andererseits: Wenn eine negative Bewertung gerechtfertigt ist, dann ist sie gerechtfertigt. Berichten Sie also ruhig über Ihre Erfahrungen als Bewerber. Aber dabei bitte immer sachlich bleiben. Und ganz wichtig: Senden Sie nie Texte, Mails oder Postings, wenn Sie innerlich kochen – immer nur im abgekühlten Zustand. Abgedrehte Schimpftiraden und Hate Speeches sind absolut unangebracht. Immerhin handelt es sich ja trotz allem NUR um eine Bewerbung.

    Aber der wohl wichtigste Ratschlag für alle, die keine Antwort auf ihre Bewerbung erhalten, lautet: Halten Sie unbedingt weiter nach attraktiven Jobs Ausschau! alles andere wäre naiv. Auch dann noch, wenn Sie sehr wohl eine Rückmeldung erhalten haben, das Vorstellungsgespräch gut gelaufen ist und Sie weiterhin ein gutes Gefühl haben.

    Wer aktiv weitersucht, behält das Heft des Handelns in der Hand und erhöht seine Jobchancen. Darum: Weitermachen!

    [Bildnachweis: fizkes by Shutterstock.com]

    Die besten 18 Tipps gegen Nervosität im Vorstellungsgespräch

    Nervosität im Vorstellungsgespräch hat vermutlich jeder schon einmal erlebt. Angst ist wie eine Alarmglocke, die uns aufrüttelt und aufweckt. Wer aber wie ein einziges Nervenbündel auftritt, gibt keine gute Figur ab. Ihre Nervosität im Vorstellungsgespräch sollten Bewerber daher zwar nicht vollständig abwürgen, aber im Griff haben. So schwer ist das nicht…

    Vorstellungsgespräch nervös: So beruhigen Sie sich

    Der Duden kennt für Nervosität mehr als ein halbes Dutzend Synonyme:

    • Abgehetztsein
    • Anspannung
    • Erregung
    • Lampenfieber
    • Reizbarkeit
    • Ruhelosigkeit
    • Unruhe
    • oder auch Premierenfieber

    Wenn wir nervös, unruhig, aufgeregt sind, schüttet unser Körper Adrenalin in rauen Mengen aus, das Herz schlägt schneller, die Pupillen weiten sich.

    Nervosität ist aber nichts Negatives. Im Gegenteil, sie ist ein Schutzmechanismus unseres Körpers. Wer nervös ist, ist aufnahmefähiger, wachsamer und mobilisiert Reserven. Das half schon in Urzeiten, als man vor dem Bären Reißaus nehmen oder sich gegen Rivalen zur Wehr setzen musste. Nervosität ist ein Geschenk der Evolution.

    Vor einem Vorstellungsgespräch ist das nicht anders. Wer nervös ist, ist wachsam. Das hilft! Allerdings kann uns Nervosität im Vorstellungsgespräch auch am Erfolg hindern. Die Nervosität versuchen wegzuquatschen und sich dabei um Kopf und Kragen reden – das ist schon mehr als einmal passiert.

    Versetzen Sie sich außerdem in den Personaler hinein. Wenn Sie schon jetzt im Vorstellungsgespräch extrem nervös sind, wie nervös werden Sie dann erst während der Arbeit in stressigen Situationen sein? In manchen Jobs ist es unerlässlich, die Ruhe zu bewahren – zum Beispiel, wenn Sie direkten Kundenkontakt haben. Übermäßige Nervosität ist kein Qualitätssiegel.

    Bis zu einem gewissen Grade ist Nervosität also okay. Dann beflügelt sie. Steigt sie aber extrem an, dann fühlen wir uns nicht mehr wach und aufmerksam, sondern wie gelähmt. Angst steigt in uns auf, manchmal sogar Panik vor der nächsten Frage. Daraus kann schnell eine selbsterfüllende Prophezeiung werden. Wer hypernervös ist, malt sich Worst-Case-Szenarien aus, die sich dann folgerichtig auch bewahrheiten. Der Job ist futsch.

    Wenn man nicht aufpasst, befindet man sich schnell in einem Teufelskreis. Wer das Jobinterview wegen zu großer Nervosität versemmelt hat, geht ins nächste vermutlich noch sehr viel aufgeregter – die Erfolgsaussichten sinken und sinken. Wie Sie das verhindern? Wir sagen es Ihnen…

    Nervosität im Vorstellungsgespräch: Was dahinter steckt

    Vielleicht hilft Ihnen diese Erkenntnis: Nervosität ist völlig normal. Es ist nur allzu menschlich, vor einer mutmaßlich wichtigen Weichenstellung im Leben aufgeregt und angespannt zu sein.

    Aber dennoch sollten Sie kurz innehalten und reflektieren: Warum sind Sie so furchtbar aufgeregt? Hat Ihre Nervosität eine Vorgeschichte? Wie können Sie sie abmildern? Möglicherweise stecken ganz bestimmte Gründe hinter Ihrer Nervosität. Wenn Sie sie kennen, können Sie daran arbeiten, im nächsten Jobinterview ruhiger und abgeklärter aufzutreten.

    Bei den meisten Bewerben stecken diese Gründe hinter ihrer Nervosität:

    • Hohe Erwartungen

      Große Erwartungen setzen Menschen unter Druck. Viele Bewerber setzen sich selbst unter Druck, nach dem Motto: „Jetzt oder nie! Diesen Job musst du kriegen, sonst kannst du deine Karriere vergessen.“ Befreiend wirkt so eine Einstellung natürlich nicht. Auch steigt der Druck zwangsläufig, wenn man schon mehrere Absagen kassiert hat oder lange Zeit auf der Suche nach einem Job war. Es sagt sich so leicht, aber die Wahrheit ist: Dieser Druck ist unnötig. Es gibt im Berufsleben immer Alternativen. Sie sind nicht auf diesen einen Job angewiesen. Das müssen Sie sich klar machen. Außerdem gilt es nicht darum, den perfekten Auftritt im Vorstellungsgespräch hinzulegen. Perfektionismus erzeugt Druck. Im Gegenteil, kleine Makel oder Macken machen einen Menschen – und einen Bewerber – bisweilen sogar interessanter und attraktiver. Also: Kein Streben nach Perfektion! Und denken Sie nicht zu viel über die Erwartungshaltung Ihres Gesprächspartners nach. Was will er oder sie von mir hören? Wie wirke ich auf ihn? Das können Sie letztlich gar nicht wissen. Konzentrieren Sie sich lieber auf Ihre Stärken und Kompetenzen.

    • Kein Geld

      Finanzielle Engpässe haben die meisten schon einmal erlebt. Auch sie erzeugen Druck. Wer seinen Lebensstandard halten – oder endlich wieder erhöhen – will, der braucht diesen Job. Jetzt, sofort! Wo Finanzengpässe drohen, da steigt die Nervosität. Das gilt für Startup-Gründer, die mit Investoren verhandeln, genauso wie für Bewerber…

    • Neue Situation

      Ein Vorstellungsgespräch ist wie ein Date. Man weiß nicht, wer und was einen erwartet. Manche kauen daher an den Fingernägeln, andere laufen vor Nervosität rot an. Diese Unvorhersehbarkeit erzeugt Druck. Wenn man sich schlimme Szenarien ausmalt oder peinliche Situationen vorstellt, kann der Puls schonmal hochgehen. Ein Blackout ist die mögliche Folge.

    Noch mal: Nervosität ist nicht schlimm. Sie hilft sogar. Wer mega-cool und kein bisschen nervös ist, erkennt Warnsignale später – und passt nicht auf. Ein wenig Nervosität im Vorstellungsgespräch ist eine gute Basis.

    Aber Überhand nehmen sollte sie nicht. Mit diesen Tipps verjagen Sie sie die innere Unruhe…

    Das sind Anzeichen für Nervosität im Vorstellungsgespräch

    vorstellungsgespraech nervoesSo äußert sich Nervosität im Vorstellungsgespräch. Darum: Selbst wenn sie nervös sein sollten – vermeiden Sie diese Verhaltensweisen:

    • An der Kleidung herumzupfen
    • Keinen Blickkontakt aufnehmen oder halten
    • Nicht oder nur gequält lächeln
    • Auf dem Stuhl herumzappeln
    • Kurz und schlaff die Hand geben
    • Arme verschränken
    • Im Gesicht herumfummeln
    • Mit zittriger Stimme reden
    • Schwitzen

    18 Tipps gegen Nervosität im Vorstellungsgespräch

    1. Gründlich vorbereiten

      Für Nervenbündel ist Vorbereitung die beste Medizin. Proben Sie Ihren Auftritt vor dem Spiegel. Üben Sie Ihre Selbstpräsentation. Trainieren Sie auch Gestik und Mimik. Natürlich nur bis zu einem gewissen Grade, Sie wollen ja nicht wie ein Roboter oder Schauspieler wirken. Eine Prise Authentizität sollte man sich erhalten. Aber je besser vorbereitet Sie sind, desto besser gewappnet und umso weniger nervös sind Sie. Gut geeignet sind auch Rollenspiele. So können Sie mit Freunden oder Familie ein Jobinterview selbst durchspielen und Sicherheit gewinnen.

    2. Wenn-dann-Szenarien überlegen

      Zu einer guten Vorbereitung gehört, dass Sie sich Wenn-dann-Szenarien überlegen. Wenn mich etwa der Personalmanager nach meinen Lücken im Lebenslauf fragt, dann antworte ich was? Wenn er mir eine fiese Stressfrage stellt, dann reagiere ich wie? Malen Sie sich auch ruhig ein paar negative Szenarien für das Jobinterview aus. Wenn Sie vorher genau wissen, wie Sie im Worst Case reagieren, dann kann Sie nichts mehr so schnell aus der Bahn werfen.

    3. Positives sehen

      Sehen Sie die Nervosität nicht als Ihren Feind, sondern als einen Freund. Einen Freund, der Sie warnt und anstachelt. Die erhöhte Aufmerksamkeit nützt Ihnen. Versuchen Sie also nicht, die Nervosität komplett zu verscheuchen – nur ein bisschen. Diese Erkenntnis wirkt manchmal Wunder. Manchmal gelingt es auch, der inneren Angst entgegenzuwirken, indem Sie sich an vergangene Erfolge erinnern. Psychologen nennen diese Methode kognitive Umstrukturierung. Auf dieser Basis können Sie sich selbst glaubhaft versichern: Ich pack‘ das! Oder: Bleib ganz ruhig, das wird schon. Oder: Auf geht’s, du bist sehr gut vorbereitet. Jetzt hol‘ dir den Job!

    4. Gut kleiden

      Diese Formel ist einleuchtend: Schöne Kleidung erhöht die Selbstsicherheit und größere Selbstsicherheit verscheucht Nervosität. Probieren Sie es selbst aus! Wählen Sie für das Vorstellungsgespräch also ein Outfit aus, in dem Sie sich wohl fühlen und das auch objektiv einen hervorragenden Eindruck macht. Vorher noch mal genau checken, ob alles richtig sitzt und das Jobinterview kann kommen.

    5. Pünktlich sein

      Terminnot ist ein weiterer Druckerzeuger. Den können Sie gar nicht gebrauchen. Das verursacht nur noch mehr Stress und Nervosität. Eine gut geplante Anreise nimmt dagegen Druck vom Kessel. Schauen Sie sich die Route bis zum Unternehmen vorher genau an und planen sie diese. Am Tag des Jobinterviews gehen Sie überpünktlich los und planen noch einen großzügigen Puffer ein. Denn Bahn-Ausfälle oder unvorhergesehene Unfälle oder Baustellen sind – wie Sie wissen – keine Seltenheit. Wenn Sie eine Viertelstunde (oder noch früher) vor dem Vorstellungsgespräch da sind, haben Sie alles richtig gemacht.

    6. Auf Kaffee verzichten

      Ein guter Tag beginnt mit einem kräftigen Kaffee – für viele ist das schon fast eine Lebenseinstellung. Schön, aber vor dem Bewerbungsgespräch verzichten Sie lieber auf den Koffeinhammer – falls Sie zur Nervosität neigen. Denn das Koffein putscht Sie auf und macht Sie noch nervöser. Das gilt in noch höherem Maße für Energydrinks. Trinken Sie lieber ein Glas Wasser oder Saft. Und außerdem treibt Kaffee ja bekanntlich. Eine unruhige Blase macht Sie auch nicht gerade ruhiger…

    7. Selbstbewusstsein ausstrahlen

      Na klar, Selbstbewusstsein kann man nicht einwerfen wie eine Pille. Oder doch? Auf jeden Fall sollten Sie sich bewusst machen, dass Sie die erste große Hürde schon genommen haben. Sie sind zum Bewerbungsgespräch eingeladen worden, weil Sie etwas auf dem Kasten haben. Konzentrieren Sie sich auf Ihre Stärken, Kompetenzen, Erfolge. Nebenbei bemerkt: Jeder Mensch hat welche! Wer Selbstvertrauen getankt hat, ist weniger nervös. Schauen Sie sich zuhause ruhig noch mal Ihre besten Auszeichnungen, Arbeiten, Schulnoten oder Arbeitszeugnisse an oder führen sich Ihre Top-Projekte vor Augen, bevor Sie sich auf den Weg zum Bewerbungsgespräch machen.

    8. Kurz bewegen

      Bei Nervosität sind die Muskeln angespannt und wollen sich abreagieren. Deshalb ist es sinnvoll, sich zu bewegen. Machen Sie vor dem Bewerbungsgespräch einen kurzen Spaziergang. Nehmen Sie die Treppe. Auch ein bisschen Gymnastik oder Dehnübungen sind empfehlenswert. Bewegung wirkt entspannend. Am besten, Sie drehen eine Runde an der frischen Luft – zum Beispiel im Park. So bekommen Sie den Kopf frei. Auf der anderen Seite sollten Sie nicht völlig aus der Puste sein, wenn Sie die Firma erreichen. Das macht Sie eher noch nervöser – und bringt Sie im wahrsten Sinne des Wortes ins Schwitzen.

    9. Körpersprache einüben

      Selbst wenn Sie hyper-nervös sein sollten: Der Personalchef muss es ja nicht unbedingt mitkriegen. Wichtig ist, dass Sie die Nervosität nicht ausstrahlen. Die richtige Körpersprache hilft Ihnen, einen guten Eindruck zu hinterlassen – und die Chancen auf den Job zu erhöhen. Was Sie nicht tun sollten: Auf den Fingernägeln herumkauen, mit Ihren Händen herumnesteln, mit den Haaren spielen oder am Bart zupfen. Das lässt Sie unsicher wirken, nicht wie ein Fels in der Brandung. Sie könnten daher ein Vorstellungsgespräch mit einem Freund einüben oder es sogar aufzeichnen. Der Blick von außen offenbart viele kleine oder größere Schwächen. An denen können Sie noch rechtzeitig arbeiten. Das hilft Ihnen auch, Ihre Nervosität selbst in den Griff zu bekommen. Denn je unruhiger Sie auf Ihrem Stuhl hin und herwackeln oder mit den Füßen herumtippeln, desto nervöser werden Sie.

    10. Viel lächeln

      Auch wenn Ihnen das Lachen längst vergangen es: Tun Sie es trotzdem! Lächeln lockert die Stimmung auf – die Ihres Gegenübers und Ihre eigene. Es versüßt automatisch die Atmosphäre im Raum und hilft, die Nervosität im Vorstellungsgespräch in Schach zu halten. Wenn Sie lächeln, schüttet Ihr Körper Glückshormone aus. Sie fühlen sich sofort besser und sind weniger angespannt. Dabei spielt es gar keine Rolle, ob Sie wirklich vor Freude grinsen oder nur so tun, als ob.

    11. Bonbon lutschen

      Eine trockene Kehle geht manchmal mit Nervosität einher. Wir produzieren weniger Speichel, wenn wir aufgeregt sind. En Lutschbonbon hilft. Es vertreibt das unangenehme Trockenheitsgefühl aus dem Mund. Alternativ können Sie auch zum Kaugummi greifen. Aber vergessen Sie nicht, es rechtzeitig vor dem Jobinterview wieder zu entsorgen.

    12. Tief atmen

      Atmen ist nicht gleich atmen. Wenn Sie ausschließlich durch den Mund atmen, kann Ihr Mund trocken und Ihre Stimme piepsig werden. Wer bewusst atmet, reduziert die Anspannung. Nehmen Sie sich vor dem Jobinterview Zeit für ein paar Atemübungen. Zum Beispiel für die 4-6-8-Methode: Setzen oder stellen Sie sich aufrecht hin. Atmen Sie tief und langsam durch die Nase und zählen bis vier. Dann halten Sie die Luft an und zählen bis sechs. Jetzt durch den Mund ausatmen und bis acht zählen. Das Ganze mindestens fünf Mal wiederholen – und Ihre Nervosität ist wie weggeblasen.
      Eine andere Methode ist es, den eigenen Atem bewusst wahrzunehmen und dabei fließen zu lassen: In den Bauch ausatmen, so dass er sich wölbt. Dabei laut oder in Gedanken rückwärts zählen.

    13. Anker setzen

      Die Ankermethode beruht auf der Reizreaktionskopplung. Sie hilft Ihnen, in stressigen Situationen zu entspannen. Sie pressen dabei Daumen und Zeigefinger aufeinander und denken währenddessen an ein schönes Erlebnis, an den letzten Urlaub etwa. Die positiven Erinnerungen werden auf den Druck Ihrer Finger übergehen. Wenn Sie die Übung oft genug wiederholen, stellt sich das schöne Gefühl irgendwann schon dann ein, wenn Sie die Finger aufeinanderdrücken. Damit die Methode funktioniert, müssen Sie sie aber frühzeitig einüben. Hinterher können Sie Ihre Nervosität wie auf Knopfdruck regulieren.

    14. Gegenstand mitnehmen

      Es gibt Spielkinder, die ständig etwas brauchen, mit dem Sie herumspielen können. Wenn Sie vor dem Bewerbungsgespräch sehr nervös sind, ist das gar keine schlechte Idee. Bringen Sie einen kleinen Gegenstand mit, den Sie bearbeiten, kneten, balancieren oder drücken können. Das kann beruhigen. Im Gespräch selbst gehört das Teil aber in die Tasche – und Ihre Hände auf den Schoß oder den Tisch.

    15. Ehrlich sein

      Es ist keine Schande, nervös zu sein. Nervosität kann ja auch bedeuten, dass Ihnen sehr viel an der Stelle liegt. Für den Personaler eigentlich ein gutes Zeichen. Außerdem sind nervöse Bewerber für Personaler ohnehin so normal wie Meistertitel für Bayern München. Sie können daher ruhig zugeben, etwas nervös zu sein. Ich habe gerade einen Frosch im Hals. Ich muss gestehen, ich bin leicht nervös. Das ist heute nicht mein erstes Vorstellungsgespräch, aber nervös bin ich trotzdem. Smalltalk, mit dem Sie etwas Zeit gewinnen und sich sammeln können. Oder Sie weisen darauf hin, dass Sie furchtbar nervös sind, wenn Sie sich verhaspeln oder ins Stottern geraten. Das macht Sie menschlich, verwundbar, sympathisch. Oft lockert das Situation auf – mit positiven Folgen für Ihr Nervenkostüm.

    16. Zehen wackeln

      Dieser Trick hilft garantiert gegen Blackouts! Wackeln Sie mit den Zehen. Kein Scherz: Unser Gehirn muss Energie von ganz oben nach ganz unten leiten, wenn Sie mit dem großen Onkel wackeln. Das entkrampft auf der Stelle, löst die Verkrampfungen in den Muskeln, lockert auf. Außerdem können Sie den Trick ganz unauffällig und geräuscharm unter dem Tisch praktizieren. Probieren Sie es selbst aus – gerne auch im Meeting, bei einem Referat oder einer Prüfung.

    17. Geschirr waschen

      Wir haben nochmal in die Kiste mit der Aufschrift Geheimtipp gegriffen – und den Geschirrspül-Trick herausgeholt. Geschirr spülen reduziert Stress, sagte die Universität Florida in einer Studie aus dem Jahr 2015. Demnach hat der Vorgang etwas Meditatives. Natürlich nur, wenn man Teller und Tassen mit der Hand wäscht und nicht einfach in den Geschirrspüler steckt. Und auch nur dann, wenn man sich auf die Prozedur einlässt, auf die Temperatur des Wassers achtet etwa und nicht hektisch alles mal eben schnell abschrubbt. Nun können Sie natürlich schlecht in die Kaffeeküche des Unternehmens spazieren, um kurz vorm Jobinterview noch schnell Geschirr zu waschen. Aber Sie könnten es vorher zuhause tun, um Ihre innere Unruhe und Angst halbwegs in Schach zu halten.

    18. Belohnung aussetzen

      Belohnen Sie sich dafür, die Herausforderung angenommen und trotz ausgeprägter Nervosität das Vorstellungsgespräch durchgezogen zu haben. Egal, wie es gelaufen ist und ob sich Ihre Chancen auf Zuschlag nach eigenem Empfinden vergrößert oder zerschlagen haben. Gönnen Sie sich einen Milchshake, einen Abend im Kino oder ein kühles Blondes – was auch immer. Wenn Sie daraus eine Angewohnheit machen, entwickeln Sie schon bald positive Assoziationen mit Vorstellungsgesprächen – und freuen sich schon auf das nächste.

    Alle 18 Tipps gegen Nervosität im Vorstellungsgespräch finden Sie übersichtlich zusammengefasst zum Downloaden und Ausdrucken als PDF hier.

    [Bildnachweis: LightField Studios by Shutterstock.com]

    Rückfragen: Über 100 fürs Vorstellungsgespräch

    Rueckfragen Vorstellungsgespraech Beispiele

    Rückfragen im Vorstellungsgespräch sind das Salz in der Suppe. Wer dem Personaler clevere Rückfragen stellt, sammelt Punkte. Doch völlig unbedacht sollten Bewerber keine Fragen aus der Hüfte schießen. Damit könnten sie eine böse Überraschung erleben…

    Darum sind Rückfragen im Vorstellungsgespräch so wichtig

    Irgendwann kommt im Vorstellungsgespräch der Moment, in dem der Interviewer fragt: Haben Sie noch Rückfragen an uns? Wer jetzt mit einem knappen Nein antwortet, schießt sich oftmals schon aus dem Rennen. Bewerber sollten im Bewerbungsgespräch Rückfragen stellen – immer!

    Warum? Weil Rückfragen Interesse und Neugier signalisieren. Außerdem können Bewerber selbst mehr über das Unternehmen erfahren. Für sie ist es eine einmalige Gelegenheit, das Unternehmen zu testen und abzuklopfen. Vielleicht gelangt man ja zu dem Schluss, dass man hier eigentlich gar nicht anfangen möchte.

    Aber es geht nicht darum, irgendeine beliebige Frage zu stellen. Es sollten schon sinnvolle, clevere Rückfragen sein. Die richtigen Rückfragen im Vorstellungsgespräch bringen den Job in Reichweite. Die falschen katapultieren Sie schnurstracks ins Aus…

    Hier sind 5 gute Gründe, warum Sie im Jobinterview zurückfragen sollten:

    • Sie bringen mehr über das Unternehmen in Erfahrung.
    • Clevere Rückfragen unterstreichen Ihre Intelligenz und Ihren Intellekt.
    • Sie beweisen gute Vorbereitung auf das Vorstellungsgespräch.
    • Rückfragen deuten auf echtes Interesse am Job hin.
    • Sie können das Gespräch selbst führen und nicht nur reagieren.

    Rückfragen im Vorstellungsgespräch: Tipps

    Zu einer guten Vorbereitung aufs Vorstellungsgespräch gehören die richtigen Fragen. Sie sollten als Bewerber erahnen, welche Fragen auf Sie zukommen – und welche Sie selbst stellen können. Beides ist gleichermaßen wichtig.

    Wer eigene Rückfragen in petto hat, beweist Eigeninitiative und Professionalität. Stellen Sie daher immer Gegenfragen – es sei denn, Sie haben im Laufe des Jobinterviews gemerkt, dass die Stelle definitiv nicht die richtige ist und Sie kein Interesse mehr haben. Dann können Sie die Sache abkürzen und auf Rückfragen verzichten. Wozu noch wertvolle Zeit verplempern?

    Eine klassische Rückfrage für Bewerber lautet zum Beispiel:

    • Was unterscheidet Ihrer Erfahrung nach die guten Mitarbeiter von den besten?

    Die Frage ist grandios. Die Antwort offenbart eine Menge über die Wertvorstellungen und den Arbeitsstil im jeweiligen Unternehmen. Und sie dient dem Bewerber als Kompass. Er weiß hinterher, welche Leistungen von ihm erwartet werden, was der Firma wichtig ist und wie er hier Karriere machen kann. Die Frage ist außerdem viel subtiler als: Was muss ich tun, um hier Karriere zu machen?

    Sie sehen: Auf die Formulierung kommt es an. Es gibt auch gute Rückfragen, die schlecht formuliert ihre Wirkung verfehlen. Denken Sie also vorab ein wenig darüber nach, wie Ihre Frage beim Gegenüber ankommt.

    Außerdem sollten Sie versuchen, zwischen den Zeilen zu lesen. Reinen Wein einschenken und allzu offenherzig wird kein Personaler im Jobinterview sein, aber jeder wird Signale aussenden. Seien Sie aufmerksam!

    13 Top-Rückfragen im Vorstellungsgespräch

    Aufmerksamkeit ist das A und O. So gibt es sehr gute Rückfragen, die Sie auf keinen Fall stellen sollten. Nämlich dann, wenn die Antwort im Laufe des bisherigen Gesprächs schon gegeben worden ist. Dies würde nur zeigen, dass Sie nicht richtig zuhören.

    Grundsätzlich empfehlenswert sind folgende Rückfragen. Klar ist, dass Sie nicht alle, sondern nur sehr wenige davon im Laufe eines Vorstellungsgesprächs werden stellen können. Mehr als zwei bis vier Rückfragen werden es unter normalen Umständen nicht sein:

    1. Warum ist die Stelle vakant?

      Es gibt zwei Möglichkeiten: Entweder wurde die Stelle neu geschaffen oder es gibt einen Vorgänger. Was ist mit ihm passiert? Vielleicht verlässt er das Unternehmen auf eigenen Wunsch oder aber er wird befördert. Wertvolle Hinweise für Sie. Sie können auch direkt daran anschließen und fragen: Wie lange hat der Vorgänger in der Position gearbeitet? Und außerdem: Was wurde eigentlich aus den anderen Mitarbeitern in der dieser Abteilung?

    2. Wie fördern Sie Talente?

      Zunächst signalisiert die Frage, dass es Ihnen nicht nur um Geld geht, sondern dass Sie sich weiterentwickeln wollen. Positiv! Darüber hinaus sollte der Personaler schon darlegen können, welche Strategien sein Arbeitgeber implementiert hat, um jedem Talent gerecht zu werden und die Stärken jedes Einzelnen zu fördern.

    3. Was erwartet mich in den ersten 90 Tagen?

      Sie gehen gedanklich schon in die Einarbeitungsphase über. Die ist wichtig. Wenn Sie mehr über das Onboarding in Erfahrung bringen, können Sie sich mental darauf vorbereiten. Und zweitens wollen Sie ja keine Kündigung in der Probezeit kassieren. Das ist es überaus nützlich, die ersten Schritte zu planen und Hindernisse zu antizipieren.

    4. Welche Herausforderungen hat das Unternehmen derzeit zu bewältigen?

      Die Frage beweist: Sie sind kein Fachidiot, sondern ein Mensch, der auch die großen Zusammenhänge im Blick behält. Natürlich wird Ihr Gesprächspartner jetzt nicht ins Zahlenwerk einsteigen und Ihnen Geheimnisse verraten, aber die Grundrichtung aufzeigen. Welche Märkte könnten interessant werden, welche Zielgruppen? Welche Probleme wurden erst kürzlich gelöst? Das hilft Ihnen, die internen Zusammenhänge zu verstehen.

    5. Weshalb arbeiten SIE für das Unternehmen?

      Damit drehen Sie den Spieß um: Jetzt ist es der Personaler, der sich Fragen nach seiner Motivation und seinen Zielen gefallen lassen muss. Völlig legitim! Die Frage ist häufig ein Eisbrecher, der zum Schmunzeln anregt und Sympathiepunkte bringt. Immerhin handelt es sich um eine sehr persönliche Frage. Und neue Einsichten erhalten Sie so hoffentlich auch.

    6. Welche Persönlichkeit wünschen Sie sich von der Neubesetzung?

      So testen Sie Ihre Passung zum Job. Decken sich Ihre Erwartungen und die des Personalverantwortlichen? Wunderbar. Sind die Vorstellungen grundverschieden? Hmm, vielleicht sollten Sie doch lieber die Finger von der Stelle lassen. Sie tasten sich auch an die Persönlichkeit Ihres künftigen Chefs bzw. Vorgesetzten heran. Denn häufig suchen diese Mitarbeiter, die so ähnlich sind wie sie selbst.

    7. Welche Fehler haben meine Vorgänger gemacht, die ich lieber nicht machen sollte?

      Bitte nicht lästern! Eine Faustregel, die auch für Unternehmen gilt. Aber Sie wollen ja keine konkreten Namen hören, nur Verhaltensweisen von Ex-Mitarbeiterin, die Ihnen in Ihrer künftigen Position nicht gut zu Gesicht stehen würden.

    8. Wie viele Arbeitsstunden erwarten Sie von jemandem in dieser Position?

      Zugegeben, die Frage mag nicht jeder stellen. Weil man nicht faul wirken und wie ein Drückeberger klingen will. Aber speziell für Menschen mit privaten Verpflichtungen – kleinen Kindern oder pflegebedürftigen Eltern etwa – ist Zeitmanagement wichtig. Das darf man ruhig zur Sprache bringen, wenn man möchte.

    9. Gibt es etwas, für das sich Ihr Unternehmen engagiert?

      Eine sehr gute Rückfrage – speziell für Idealisten. Ist das Unternehmen rein auf Profitstreben fokussiert oder fördert es gesellschaftliches Engagement, unterstützt die Umwelt, spendet für einen guten Zweck? Und wenn ja, wie und wofür? Außerdem ist es auch für das Unternehmen interessant zu wissen, welche Werte der Bewerber vertritt und was ihm wichtig ist.

    10. Wie schützen Sie die Gesundheit der Mitarbeiter?

      Eine Rückfrage, die durch die Corona-Pandemie unheimlich an Stellenwert gewonnen hat. Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz ist kein Randthema mehr, sondern hat Priorität 1A – sogar für Büroarbeiter ohne Helm und Blaumann.

    11. Wie wird die Arbeitszeit bei Ihnen erfasst?

      Prima Frage – und sehr aktuell. Das Urteil des Europäischen Gerichtshofs zur Arbeitszeiterfassung hat dem Thema neue Bedeutung verliehen. Nicht zu unterschätzen!

    12. Was zeichnet Ihr Unternehmen aus?

      Eine Frage, die den Gegenüber aus der Reserve lockt. Antwortet der Interviewer mit Standardfloskeln, um den Bewerber schnell abzuspeisen? Oder hat er möglicherweise eine schöne Anekdote auf Lager? Das würde für ihn und das Unternehmen sprechen.

    13. Wo sehen Sie das Unternehmen in fünf Jahren?

      Super Frage – und eine gelungene Retourkutsche auf die typische Personalerfrage: Wo sehen Sie sich in 5 Jahren?

    Gute Rückfragen für alle Bewerber

    • Was erwarten Sie vom neuen Mitarbeiter?
    • Wie definieren Sie Erfolg für diese Position?
    • Welche Ziele verfolgen Sie mit der Neuschaffung dieser Position?
    • Wie messen und bewerten Sie Leistungen?
    • Was hat mein Vorgänger gut gemacht?
    • Was sollte ich anders machen als er?
    • Was müsste passieren, dass Sie meine Einstellung bereuen werden?
    • Wie viele Vorgänger gab es bislang schon?
    • Wie lange ist die Stelle schon frei?
    • Wer wird mein direkter Vorgesetzter sein?
    • Wie würden Sie den Führungsstil meines möglicherweise künftigen Vorgesetzten beschreiben?
    • Wie unterscheidet sich Ihre Unternehmenskultur von der anderer Firmen?
    • Wie hat sich das Unternehmen verändert, seitdem Sie hier sind?
    • Was könnte mich im neuen Job frustrieren?
    • Welche Hindernisse und Schwierigkeiten sollte ich einplanen?
    • Mit welchen Kollegen arbeite ich zusammen und wie unterstützten Sie mich?
    • Wie groß ist die Abteilung, in der ich tätig sein würde?
    • Wie groß ist das Team, in dem ich tätig sein würde?
    • Welchen Stellenwert hat die Abteilung im Unternehmen?
    • Wie wichtig ist meine Stelle für den Unternehmenserfolg?
    • Kann ich meinen künftigen Arbeitsplatz vorab besichtigen?
    • Kann ich meine zukünftigen Kollegen kennenlernen?
    • Welche Aufgabe hat momentan Priorität?
    • Warum war das Unternehmen aus Ihrer Sicht bislang so erfolgreich?
    • Was muss sich im Unternehmen ändern, damit es auch in Zukunft erfolgreich bleibt?
    • Welche werden Ihrer Einschätzung nach die größten Herausforderungen für das Unternehmen in Zukunft sein?
    • Wie sieht ein typischer Arbeitstag aus?
    • Beinhaltet der Job viele Geschäftsreisen?
    • Was sollte ich vor Stellenantritt noch tun, um optimal in meine neue Tätigkeit zu starten?
    • Wie lange dauert die Einarbeitungsphase?
    • Wie läuft das Onboarding bei Ihnen ab?
    • Wie lange dauert die Probezeit?
    • Was wäre mein erstes Projekt?
    • Wie werden Mitarbeiter gefördert?
    • Gibt es ein Weiterbildungsbudget?
    • Welche Weiterbildungsmöglichkeiten bieten Sie an?
    • Wie häufig werden Feedbackgespräche geführt?
    • Gibt es die Möglichkeit auf Home Office?
    • Gibt es bei Ihnen Gleitzeit oder Vertrauensarbeitszeit?
    • Wie flexibel sind die Arbeitszeiten bei Ihnen?
    • Was kann ich noch tun, um Sie von meinen Fähigkeiten zu überzeugen?
    • Welche letzten Zweifel muss ich noch ausräumen, damit Sie sich für mich entscheiden?
    • Wie geht es im Bewerbungsverfahren weiter?
    • Wann kann ich mit einer Entscheidung rechnen?

    Rückfragen für Azubis

    Rückfragen im Vorstellungsgespräch – dies sind gute Fragen für Bewerber, die einen Ausbildungsplatz anstreben:

    • Wen kann ich bei Fragen während der Ausbildung ansprechen?
    • In welchen Abteilungen werde ich die Ausbildung genau absolvieren?
    • Wird es sich beim theoretischen Unterricht um Teilzeit- oder Blockunterricht handeln?
    • Gibt es die Möglichkeit, die Ausbildung zu verkürzen?
    • Wie viele Ausbildungsplätze bietet der Betrieb insgesamt an?
    • Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es für Auszubildende?
    • Wie wahrscheinlich ist es, dass Auszubildende nach der Ausbildung übernommen werden?
    • Wann kann ich mit Ihrer Antwort rechnen?

    Rückfragen für Praktikanten

    Rückfragen im Vorstellungsgespräch – dies sind gute Fragen für Bewerber, die ein Praktikum anstreben:

    • Habe ich während des Praktikums einen direkten Ansprechpartner?
    • Wie läuft die Einarbeitung ab?
    • Wie werden die Ziele meines Praktikums festgelegt?
    • An welchen Projekten darf ich mitarbeiten?
    • Welche wird mein erstes Projekt sein?
    • Welche Möglichkeiten gibt es, nach dem Praktikum weiterhin für Ihr Unternehmen tätig zu sein?
    • Wann finden Feedbackgespräche statt?
    • Gibt es noch andere Praktikanten im Unternehmen?

    Rückfragen für Führungskräfte

    Rückfragen im Vorstellungsgespräch – dies sind gute Fragen für Führungskräfte:

    • Wie setzt sich das Team zusammen?
    • Wie groß ist mein Team?
    • Wie ist die Stimmung im Team und im gesamten Unternehmen?
    • Wurden zuletzt Kollegen entlassen oder ausgelagert?
    • Welche wesentlichen Veränderungen hat mein Vorgänger vollzogen?
    • Wie war das Verhältnis der Mitarbeiter zu meinem Vorgänger?
    • Wie würden Sie den Führungsstil meines Vorgängers beschreiben?
    • Wie hoch ist das Budget für die Weiterbildung der Mitarbeiter?
    • Wie hoch ist das Budget für Prämien, Boni, Gehaltserhöhungen?
    • Wie hoch ist das Budget für Entlassungen?
    • Welche größeren Veränderungen gab es im letzten Jahr?
    • Wurden in der jüngeren Vergangenheit Abteilungen zusammengeführt oder aufgelöst?
    • Mit welchen Niederlassungen oder Zweigstellen arbeitet mein Team besonders intensiv zusammen?

    100 typische Fragen im Vorstellungsgespräch

    Rueckfragen im Vorstellungsgespraech BeispieleOhne Frage keine Rückfrage. Hier sind 100 typische Fragen im Vorstellungsgespräch als PDF zum Downloaden oder Ausdrucken. Damit sind Sie bestens vorbereitet.

    Welche Rückfragen im Vorstellungsgespräch mies sind

    Ihr Reservoir an guten Rückfragen im Vorstellungsgespräch sollte jetzt gut gefüllt sein. Daneben gibt es allerdings auch ein paar Fragen, die Sie sich im Jobinterview unter allen Umständen verkneifen. Sie zahlen nicht auf Ihr Punktekonto ein, sondern ziehen wertvolle Credits wieder ab.

    Erfragen Sie zum Beispiel nie Informationen, die sie selbst durch zwei Mausklicks hätten herausfinden können. Beispiele:

    • Was produziert Ihr Unternehmen?
    • Wie viele Mitarbeiter haben Sie?
    • Wann wurde das Unternehmen gegründet?
    • Haben Sie Niederlassungen im Ausland?
    • Wer ist der Vorstandsvorsitzende?

    Dann gibt es Rückfragen im Vorstellungsgespräch, die von kindlicher Naivität zeugen. Sie klingen nicht nur nach Kindergarten, sie sind es auch. Daher bitte keine Rückfragen stellen wie:

    • Verstehen sich die Mitarbeiter gut?
    • Ist meine Chefin nett?
    • Sind die Kollegen nett zu Neuen?
    • Habe ich Aufstiegschancen?
    • Wie gut sind die Produkte, die Sie herstellen?

    7 schlechte Fragen im Vorstellungsgespräch

    1. Was macht Ihr Unternehmen eigentlich genau?

      Wenn Sie das nicht wissen, sollten Sie sich erst gar nicht bewerben. Fast jedes Unternehmen verfügt heute über eine eigene Website. Zur Not googeln Sie oder surfen zu Wikipedia. Informationsbeschaffung gehört zu Ihren Pflichten vor einem Vorstellungsgespräch. Kommen Sie nicht gänzlich unvorbereitet.

    2. Wie schnell wird man befördert?

      Wenn Sie so fragen: Gar nicht! Die Frage offenbart, dass es sich bei Ihnen wohl um einen Ego-Zocker handeln muss. Um jemanden, dem nur an seinem eigenen Weiterkommen gelegen ist. Erst wollen Sie sich doch ins Unternehmen integrieren, Herausforderungen annehmen, Leistung bringen. Danach kann man immer noch über eine Beförderung reden. Jetzt ist der nicht der richtige Zeitpunkt. Für den Arbeitgeber ein Alarmsignal, weil er davon ausgehen muss, das Sie ruckzuck wieder weg sind, wenn Sie nicht sofort bekommen, was Sie wollen.

    3. Was zahlen Sie mir?

      Die Frage ist aus der Kategorie DD – doppelt doof. Erstens lässt sie den Bewerber gierig wirken. Es geht Ihnen ums Geld, aha. Zweitens verhandeln Sie mit dem Arbeitgeber ums Gehalt, Sie lassen ihn nicht einfach eine Zahl in den Vertrag schreiben (meistens jedenfalls). Sie sollten Ihren Marktwert schon kennen. Also: Dass man irgendwann über Geld redet, ist normal. Aber wenn Sie das Thema unbedingt ansprechen wollen, dann formulieren Sie es offener. Motto: Ich würde gerne noch kurz das Thema Vergütung anschneiden

    4. Kann ich früher kommen und dafür auch früher wieder gehen?

      Sie sind gedanklich schon im Feierabend. Das ist gerade im Bewerbungsgespräch fatal. Erst die Arbeit, dann der Feierabend. Klar: Das Thema Arbeitszeiten ist prinzipiell wichtig. Aber danach können Sie auch eleganter fragen. Besser zum Beispiel: Wie ist die Work-Life-Balance bei Ihnen? Oder: Gibt es bei Ihnen flexible Arbeitszeiten?

    5. Darf ich während der Arbeitszeit privat im Netz surfen?

      Die Frage hat im Vorstellungsgespräch die Grenze zur Dreistigkeit überschritten. Sie könnten genauso gut sagen, dass Sie eigentlich gar keine Lust haben zu arbeiten, sondern Ihre Zeit viel lieber auf Facebook und Instagram verbringen würden. Man könnte sie sogar für faul und dumm halten. Absolut tabu! Ausnahmen von dieser Regel gibt es nur, wenn Sie ernsthaft und ganz konkret erklären, warum Sie ab und zu privat surfen wollen – zum Beispiel, um die aktuelle Verkehrssituation auf Google Maps zu checken, weil Sie hinterher Ihre Tochter von der Kita abholen müssen. Aber ehrlich gesagt lassen sich solche logistischen Probleme auch später noch lösen…

    6. Wie ist die Unternehmenskultur bei Ihnen?

      Prinzipiell keine schlechte Rückfrage im Vorstellungsgespräch. Aber sie verleitet zu Ausflüchten und Geschwafel. JEDER Personaler wird vermutlich mit Sätzen antworten wie: Wir gehen sehr wertschätzend miteinander um. Unser Unternehmen besteht vor allem aus den Menschen. Derartige Worthülsen halt, die in Wahrheit nullkommanull Aussagekraft besitzen.

    7. Wie handhaben Sie Krankschreibungen?

      Doofe Frage. Es gibt diesbezüglich gesetzliche Vorgaben, die jedes Unternehmen zu befolgen hat. Außerdem erwecken Bewerber mit dieser Rückfrage den Eindruck, sei seien entweder krankheitsanfällig oder würden gerne mal blau machen.

    [Bildnachweis: fizkes by Shutterstock.com]

    Jobs Aachen: Aktuelle Stellenangebote in der Städteregion Aachen

    In Aachen fühlt sich jeder wohl. Kaiser, Tüftler, Pferde, Naschkatzen. Die Stadt weist mit ihrem Dom ein Kulturdenkmal von Weltrang auf – und eine der besten technischen Universitäten Europas. Jobs in Aachen gibt es für Maschinenbauer und Elektrotechniker, in der Nahrungsmittelindustrie und im Tourismus. Auch Amazons Sprachdienst Alexa spielt für Aachen eine immer wichtigere Rolle…

    Jobs Aachen: Die Stadt

    Aachen ist vielseitig. Die Stadt ist erstens sportlich. Mit dem CHIO trägt sie eines der bedeutendsten Reitsport-Turniere der Welt aus. Zweitens ist Aachen technisch versiert. Die RWTH Aachen gehört zu den renommiertesten technischen Universitäten in ganz Europa.

    Drittens ist Aachen historisch bedeutsam. Kaiser Karl der Große machte aus Aachen im Mittelalter ein Zentrum des fränkischen Reiches, sein Aachener Dom war Jahrhunderte später das erste deutsche Unesco-Weltkulturerbe. Und viertens ist Aachen auch noch richtig lecker. Die Aachener Printen sind weltberühmt und ein gefragtes Mitbringsel.

    Wer in Ronheider Berg oder Gut Steeg wohnt, hat es geschafft. Hier im Süden der Stadt stehen die Prachtbauten Aachens. Etwas günstiger wohnt es sich in Soers, Hörn und Burtscheider Abtei, die ebenfalls zu den beliebtesten Wohnlagen zählen. Schöne Altbauten findet man in Beverau, Wohnungen in Uni-Nähe in Laurensberg.

    Jobs Aachen: Der Arbeitsmarkt

    Einer IHK-Analyse zufolge fehlten bereits 2019 in der Wirtschaftsregion Aachen etwa rund 11.000 Fachkräfte – 8.000 mit einem Berufsabschluss sowie 3.000 akademisch Qualifizierte – vor allem in den Bereichen Technik, Pflege und Gastgewerbe.

    In der Städteregion Aachen lag die Arbeitslosenquote im April 2020 bei 8,0 Prozent. Die Städteregion Aachen umfasst diese Städte und Gemeinden:

    • Aachen
    • Alsdorf
    • Baesweiler
    • Eschweiler
    • Herzogenrath
    • Monschau
    • Stolberg
    • Würselen
    • Roetgen
    • Simmerath

    Baesweiler im Norden ist immerhin rund 20 Kilometer von Aachen entfernt, Monschau im Süden sogar 30 Kilometer.

    Die Städteregion Aachen liegt damit leicht über dem Schnitt von Nordrhein-Westfalen. In ganz NRW beträgt die Arbeitslosigkeit 7,4 Prozent (Stand: April 2020). Für ganz Deutschland liegt der Wert bei 5,8 Prozent.

    Vor allem gut ausgebildete Fachkräfte< haben oft keine Probleme, neue Stellen in Aachen zu finden. Das hat sich sogar bis ins Ausland herumgesprochen. Nach einer Auswertung der Jobbörse Indeed kam im Jahr 2018 jede zehnte Suchanfrage nach Jobs in Aachen aus dem Ausland. Auf Rang zwei lag mit großem Abstand Düsseldorf. Hier stammte ungefähr jede 20. Suchanfrage nicht aus Deutschland.

    Aachens Grenznähe spielte vermutlich eine entscheidende Rolle. Besonders viele Jobsucher kommen aus dem benachbarten Belgien und den Niederlanden.

    Einstiegsgehälter und Gehaltsniveaus für Jobs in Aachen

    In der Region Aachen können Arbeitnehmer mit einem monatlichen Gehalt von 3.365 Euro brutto rechnen. Das ist der Medianwert, der von der Bundesagentur für Arbeit ermittelt wurde. Beim Median befindet sich eine Hälfte der Gehälter darüber, die andere darunter.

    Zum Vergleich: In Düsseldorf liegt das Medianeinkommen bei 3.882 Euro, in Köln bei 3.696 Euro und in Mönchengladbach bei 3.047 Euro. Der Wert für ganz Deutschland beträgt 3.209 Euro.

    Im Schnitt verdienen Arbeitnehmer in Nordrhein-Westfalen 45.360 Euro jährlich. Fach- und Führungskräfte bringen es in NRW laut Stepstone-Gehaltsreport 2019 auf 58.846 Euro brutto im Jahr, laut Xing-Gehaltsstudie 2019 sogar auf 71.913 Euro.

    Die größten Arbeitgeber in Aachen

    Jobs in Aachen zu vergeben – das sind die größten Arbeitgeber in Aachen:

    • Philips (Beleuchtung)
    • Continental Reifen (Automotive)
    • Ford Forschungszentrum (Automobil)
    • Amazon Forschungszentrum (Handel)
    • Denso (Automotive)
    • Grünenthal (Pharma)
    • Talbot Services (Schienenfahrzeuge)
    • Zeitungsverlag Aachen (Medien)
    • P3 Ingenieurgesellschaft (Unternehmensberatung)
    • FEV Europe (Automotive)
    • Lindt (Schokolade)
    • Zaquensis (Zeitarbeit)
    • Zentis (Nahrungsmittel)
    • Energieversorgungs- und Verkehrsgesellschaft Aachen
    • Aachen Münchener Versicherung
    • Guidion (Telekommunikation)
    • Lumileds (Beleuchtung)
    • Generali Deutschland Informatik Services
    • Kisters AG (IT)
    • Inform Institut für Operations Research und Management (Software)
    • Lambertz-Gruppe (Printen)
    • Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT
    • Fraunhofer-Institut IPT für Produktionstechnologie
    • Fraunhofer-Zentrum Digitale Energie
    • Stawag Stadtwerke Aachen AG
    • Leo – Der Bäcker und Konditor
    • Trianel (Energieversorgung)
    • e.GO Mobile AG (Automobil)
    • DSA Daten- und Systemtechnik (IT)
    • Carpus und Partner (Beratung)
    • Soptim AG (Software)
    • RWTH Aachen
    • Fachhochschule Aachen
    • Streetscooter GmbH
    • Marienhospital Aachen

    Die Liste der größten Arbeitgeber in Aachen hier als PDF zum Downloaden und Ausdrucken – für Ihre Jobsuche.

    Startups in Aachen

    Startup Jobs AachenAachen ist dank seiner technischen Expertise ein beliebter Gründerstandort. Stellen in Aachen – diese Startups bieten sie an:

    • Antikoerper-online.de (Online-Marktplatz)
    • Bitstars (Software)
    • Design-Bestseller (E-Commerce)
    • divVoice (Sprachassistenten für die Industrie)
    • Edudip (Webinar-Software)
    • Epidu (Werbung)
    • GridX (Internet of Things)
    • Innoloft (B2B-Netzwerk)
    • Interactive Pioneers (UX Design)
    • NevisQ (Intelligente Sensorysteme)
    • Service Ocean (Software zur intelligenten Terminbuchung)

    Jobs Aachen: Karriereaussichten und Wirtschaft

    Aachen ist für seine Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule (RWTH) bekannt. Sie ist die größte TU Westeuropas. Daneben forschen aber noch viele andere Forschungseinrichtungen, Fachhochschulen sowie Forschungs- und Entwicklungslabors großer Unternehmen auf Weltniveau. Jeder zehnte Forscher in Deutschland arbeitet nach Angaben der IHK Aachen in der Grenzregion. Auch das renommierte Forschungszentrum Jülich liegt in der Nachbarschaft.

    Das Amazon Office in Aachen fokussiert sich beispielsweise auf die Entwicklung von Technologien für den Sprachdienst Alexa. Die Mitarbeiter des Entwicklungszentrums beschäftigen sich vor allem mit Spracherkennung (ASR) und dem Verstehen natürlicher Sprache (NLU).

    Automobilzulieferer Denso nahm 2005 sein Aachen Engineering Centre (AEC) in Wegberg in Betrieb. Das Forschungszentrum von Automobilhersteller Ford gibt es schon seit 1994. 250 Wissenschaftler wollen die Ford-Modelle nachhaltiger machen. Auch der niederländische Konzern Philips forscht und entwickelt in Aachen.

    Einen großen Stellenwert hat in Aachen die Ernährungsindustrie. Nicht nur Printen werden hier serviert. Für Schokoladenhersteller Lindt ist Aachen der größte Standort. Der Lindt-Goldhase wurde in Aachen entwickelt und aus Aachen heraus vermarktet. Die Marketing-Abteilung sitzt ebenfalls in der westlichsten Unistadt Deutschlands.

    Stellenangebote in Aachen – diese Bereiche und Branchen schaffen die meisten Jobs in Aachen:

    • Wissenschaft
    • Forschung und Entwicklung
    • Automobilindustrie
    • Maschinenbau
    • IT und Telekommunikation
    • Chemie
    • Elektrotechnik
    • Nahrungsmittelindustrie
    • Gummi- und Kunststoffe
    • Logistik
    • Metall
    • Papier

    Nicht zu vergessen ist die Tourismusbranche. Der Aachener Dom war 1978 das erste deutsche Kulturdenkmal, das in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen wurde – für Besucher ist er noch immer ein Magnet.

    Trotz aller Vorzüge spielt Aachen aber nicht in der ersten Wirtschaftsliga Deutschlands mit. Im Städteranking 2019 von IW Consult landete Aachen auf Platz 40 von 71 untersuchten Großstädten und damit nur im Mittelfeld.

    Für die Zukunft aber scheinen die Aussichten besser zu sein. Im Zukunftsranking belegte Aachen Platz 19. Vor allem die vielen Ingenieure und MINT-Absolventen könnten die Stadt weiter nach vorne katapultieren.

    Stadt Aachen Jobs

    Stadt Aachen JobsZu den wichtigsten Arbeitgebern zählt auch die Stadt Aachen selbst. Jobs in Aachen gibt es bei der Stadt aktuell (Stand: Mai 2020) unter anderem für:

    Aktuelle Stellenangebote der Stadt Aachen finden Sie hier.

    Jobs Aachen: Kosten, Lebenshaltung, Mietpreise

    Die Aachener Mietpreise liegen im Mittelfeld. Mieter zahlen laut Immowelt im Mittel 8,70 Euro für den Quadratmeter. Das ist weit entfernt von Münchener (18,10 Euro) oder Frankfurter (13,90 Euro) oder auch Freiburger (12,00 Euro) Verhältnissen.

    Aber das Niveau ist höher als in Mönchengladbach (6,50 Euro) und in Krefeld (6,80 Euro) und auch als in Neuss (8,10 Euro) – also den Städten im Nordosten Aachens. Westlich der Kaiserstadt wird es hingegen wieder teurer. In Köln mietet man sich für 10,90 Euro pro Quadratmeter ein, in Bonn für 9,70 Euro.

    Beengt dürfte sich der eine oder andere Student fühlen. Kleine Wohnungen sind in der RWTH-Stadt heißt begehrt. Laut Immowelt werden für sie Mietpreise von mehr als zehn Euro pro Quadratmeter aufgerufen.

    Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) hat berechnet, dass eine studentische Musterwohnung von 30 Quadratmetern in Aachen rund 400 Euro Miete kostet. Das ist ähnlich teuer wie in Bonn, Münster und Karlsruhe. Bonn und Aachen sind auch die beiden Standorte, an denen die Zahl der Studenten in den letzten Jahren enorm zugelegt hat. Das hat Auswirkungen auf den Wohnungsmarkt.

    Wer günstiger studieren möchte, der findet im Ruhrgebiet, in Kiel, Leipzig, Bamberg und sogar Berlin bessere Bedingungen vor.

    Die Kaufpreise in Aachen befinden noch auf einem vergleichsweise niedrigen Level. Der Quadratmeter kostet laut Immowelt 2.330 Euro. In Köln ist eine Immobilie fast 1.000 Euro pro Quadratmeter teurer. In Krefeld werden dagegen nur 1.660 Euro fällig.

    Jobs in Aachen: Kontaktdaten und Servicestellen

    Sie wollen sich in Aachen selbstständig machen, Ihre Steuererklärung abgeben oder Jobs in Aachen suchen? Die wichtigsten Servicestellen hat Karrieresprung übersichtlich für Sie zusammengefasst:

    • Das Finanzamt in Aachen finden Sie hier.
    • Das Jobcenter Städteregion Aachen finden Sie hier.
    • Die IHK Aachen finden Sie hier.
    • Die Handwerkskammer Aachen finden Sie hier.
    • Stellenangebote in Aachen finden Sie in unserer Jobbörse.
    [Bildnachweis: LaMiaFotografia by Shutterstock.com]

    Fremdsprachenkenntnisse im Lebenslauf richtig bewerten und angeben

    Fremdsprachenkenntnisse Bewerbung Sprachkenntnisse

    Ohne Fremdsprachenkenntnisse kein Job! Diese Gleichung gilt heute mehr denn je. In vielen Jobs und Branchen ist Englisch längst Standard, eine zweite Fremdsprache erwünscht. Es gibt aber auch Situationen, in denen Bewerber ihre Sprachkenntnisse lieber nicht auf einen Sockel heben. Wie Sie als Bewerber mit Ihren Fremdsprachenkenntnissen in der Bewerbung überzeugen…

    Fremdsprachenkenntnisse Bedeutung

    Warum lehnen Unternehmen einen Bewerber ab? Immerhin 31 Prozent von ihnen sagen: Weil dessen Fremdsprachenkenntnisse nicht ausreichen! Das hat eine Umfrage von Bitkom Research im Auftrag des HR-Softwareentwicklers Personio unter mehr als 300 Personalverantwortlichen ergeben.

    Damit liegen mangelhafte Fremdsprachenkenntnisse zwar hinter Ablehnungsgründen wie „fehlender Sympathie“, „zu wenig Berufserfahrung“ und „unzureichenden Arbeitszeugnissen“, aber immer noch in den Top Ten auf Platz 10.

    Und laut einer Umfrage der Jobbörse Indeed verständigt sich fast jeder dritte Arbeitnehmer in Deutschland am Arbeitsplatz täglich (auch) in einer anderen Sprache als deutsch, andere zumindest mehrfach pro Woche. Manche korrespondieren mit ausländischen Kunden, andere tauschen sich mit internationalen Kollegen aus, wieder andere mit Dienstleistern jenseits der Landesgrenzen. Vor allem im Schriftverkehr werden Fremdsprachenkenntnisse eingesetzt, in Telefonaten oder Meetings seltener.

    Wie bedeutsam Sprachkenntnisse im Job mittlerweile sind, zeigt auch die Liste der wichtigsten Hard Skills 2020 in Deutschland von Business-Plattform Linkedin. Fremdsprachen tauchen im Ranking auf Position sieben auf. Nur sechs Fähigkeiten sind demnach angesagter, darunter Schwergewichte oder Trendsetter wie Blockchain, Analytisches Denken, Künstliche Intelligenz und Vertrieb.

    Diese Fremdsprachenkenntnisse in die Bewerbung aufnehmen

    An Fremdsprachenkenntnissen kommen viele Berufstätige heutzutage nicht mehr vorbei. Weil sie zum Beispiel im Ausland arbeiten oder bei einem internationalen Unternehmen im Inland, dessen Amtssprache englisch ist. Darum gehört Englisch nicht nur zum guten Ton, die Sprache ist Standard.

    Positiv: Nahezu jeder Bewerber, der in Deutschland zur Schule gegangen ist, verfügt heute über Englischkenntnisse. Freilich unterscheidet sich die Anzahl der Schuljahre. Letztlich kommt es darauf an, wie gut man die fremde Sprache wirklich beherrscht. In der Bewerbung ist das Kompetenzniveau entscheidend.

    Abheben können sich Bewerber mit Englisch also nicht. Dazu benötigen sie schon eine zweite Fremdsprache. Am besten, diese ist deckungsgleich mit den Realitäten und Ambitionen des Unternehmens. Will die Firma ihre China-Geschäfte ausbauen, sind Chinesischkenntnisse ein Pfund, mit dem Bewerber wuchern können. Wer sich dagegen mit Verweis auf seine exzellenten Finnisch-Skills bei einem Unternehmen bewirbt, dass in Finnland in keiner Weise präsent ist oder sein wird, dürfte kaum Vorteile haben.

    Die Aufgabe lautet also herauszufinden: In welchen Ländern ist das Unternehmen aktiv? Wo oder wohin will es expandieren? Welche Sprachkenntnisse werden dabei hilfreich sein?

    Nichtsdestotrotz sollten Sie Ihre Finnisch-Kenntnisse auch dann nicht verschweigen, wenn Sie ihnen vermutlich nichts bringen. Allein die Beherrschung verschiedener Sprachen zeugt von Interesse, Neugier und Lernbereitschaft…

    Fremdsprachenkenntnisse: Anforderungen aus der Stellenanzeige herauslesen

    Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Muss- und Kann-Anforderungen, die in einer Stellenanzeige auftauchen. Muss-Anforderungen sind zwingend zu erfüllen, wenn Sie als Bewerber die Stelle wollen. Kann-Anforderungen dagegen sind so etwas wie die Kirsche auf der Sahnetorte: Schön, wenn sie da sind, aber keine Voraussetzung.

    In Bezug auf Fremdsprachenkenntnisse formulieren Arbeitgeber Muss-Anforderungen zum Beispiel so:

    • perfekte Beherrschung der deutschen Sprache
    • gute bis sehr gute Englischkenntnisse
    • …setzen wir verhandlungssichere Englischkenntnisse voraus
    • sehr gute Französischkenntnisse in Wort und Schrift

    Wenn Sie solche Ausdrucksweisen in einer Stellenanzeige entdecken, können Sie davon ausgehen, dass Sie an diesen Sprachkenntnissen nicht vorbeikommen – und dass Sie auch im Berufsalltag in einer Fremdsprache werden kommunizieren müssen. Dies ist umso wahrscheinlicher, wenn Sie etwa im internationalen Vertrieb oder im Produktmanagement arbeiten. Es kann sich um Telefongespräche handeln oder um E-Mails, in denen Ihnen keine frappierenden Fehler unterlaufen sollten.

    Es gibt aber auch Formulierungen in einer Stellenanzeige, die darauf schließen lassen, dass es sich „nur“ um Kann-Anforderungen handelt. Beispiele:

    • …verfügen Sie idealerweise über gute Kenntnisse der russischen Sprache
    • …Sprachkenntnisse in Polnisch und Tschechisch wären wünschenswert
    • …von Vorteil wären Japanisch- oder Koreanischkenntnisse

    Sie sind für die Stelle keine Voraussetzung. Aber wenn Sie über diese Anforderungen verfügen, erhöhen Sie damit sehr wohl Ihre Jobchancen.

    Sprachkenntnisse in Anschreiben und Lebenslauf platzieren

    Sollte man die Sprachkenntnisse stets in einer Bewerbung nennen?

    Prinzipiell: Ja. Natürlich gibt es immer Ausnahmen von der Regel, aus den abenteuerlichsten Gründen. Aber Fremdsprachenkenntnisse gehen generell mit wünschenswerten Eigenschaften einher: Lerneifer, Neugier, Engagement zum Beispiel. Und die sind für einen Arbeitgeber immer brauchbar. Auch könnten Sprachkenntnisse darauf hindeuten, dass Sie über ein gewisses intellektuelles Niveau verfügen – schön!

    Aber: Wenn Sie etwa mit Ihren Spanischkenntnissen prahlen wollen, Sie diese im neuen Job aber rein gar nicht einsetzen können, dann sollte Spanisch keinen prominenten Platz in Ihrer Bewerbung einnehmen. Im Lebenslauf auflisten? Ja, sicher. Im Anschreiben extra erwähnen oder im Lebenslauf demonstrativ hervorheben (durch Fettung etwa)? Auf keinen Fall. Das würde wiederum schlechte Eigenschaften zu Tage fördern: das Unvermögen, Dinge zu priorisieren oder zu analysieren.

    Optimal wäre es, wenn Ihre Fremdsprachenkenntnisse vom Unternehmen gebraucht oder sogar aktiv nachgefragt würden. Dann ist es eine gute Strategie, sie in den Bewerbungsunterlagen möglichst präsent zu machen. Sind sie weniger wichtig, dann sollten andere Skills die vorderen Plätze einnehmen.

    Es kommt dabei überdies auf den Beruf und die Branche an. In einem Wirtschaftszweig, der durch internationale Verflechtungen geprägt ist, kann man mit Sprachkompetenzen etwas anfangen. Sie können ein Vorteil sein, selbst wenn das Unternehmen in der Stellenanzeige nicht danach gefragt hat. Ein Mittelständler oder Handwerksbetrieb dagegen, der hauptsächlich in der Heimatregion aktiv ist, dürfte sich über die Betonung Ihrer Japanischkenntnisse verwundert die Augen reiben. Im schlimmsten Fall fasst er es als überheblich und sonderbar auf – und sortiert Sie aus.

    Und dann wären da noch die alten, klassischen Sprachen wie Latein, Hebräisch oder Altgriechisch, die im Alltag gar nicht mehr gesprochen werden. Wichtig sind sie allenfalls für angehende Historiker oder Theologen. Weglassen müssen Sie Ihr Latein-Wissen selbstverständlich nicht, aber damit angeben sollten Sie ebensowenig. Sie müssen für diese Sprachen auch keine Kompetenzstufen angeben. Latinum, Graecum oder Hebraicum genügen.

    Die 10 wichtigsten Fremdsprachen

    Die wichtigsten Fremdsprachen SprachkenntnisseWelche Fremdsprachen sind im Beruf am wichtigsten? Um dies herauszufinden, wertete die Online-Jobbörse Joblift in einem Zeitraum von zwei Jahren insgesamt 15 Millionen Stellenanzeigen von mehr als 1.000 Webseiten aus. In 3,4 Millionen Anforderungsprofilen wurden Sprachkenntnisse in Englisch gefordert – damit liegt englisch unangefochten auf Platz eins. Zum Vergleich: Die zehn Sprachen dahinter kamen zusammen nur auf ca. 420.000 Treffer.

    Die große Bedeutung einer Sprache auf dem deutschen Arbeitsmarkt hat in der Regel eine von drei Ursachen (oder eine Kombination aus mehreren): Entweder ist sie die Sprache eines Nachbarlandes (z.B. Dänisch, Niederländisch) oder sie wird von vielen Menschen weltweit (z.B. Chinesisch, Spanisch) oder innerhalb Deutschlands von den Mitgliedern einer großen Sprachcommunity gesprochen (z.B. Russisch, Polnisch).

    Diese Fremdsprachenkenntnisse sind in Deutschland am gefragtesten:

    • Englisch
    • Französisch
    • Spanisch
    • Niederländisch
    • Italienisch
    • Russisch
    • Polnisch
    • Chinesisch (Mandarin)
    • Arabisch
    • Dänisch
    • Japanisch

    Sprachkenntnisse Tipps

    Vorsicht! Wenn Sie Ihre Bewerbung mit fließenden Englischkenntnissen garnieren, sollten Sie auch tatsächlich fließend englisch sprechen. Es gibt nichts Peinlicheres für Bewerber, als wie ein begossener Pudel dazustehen, wenn der Interviewer unvermittelt ins Englische wechselt. Blamage-Gefahr!

    Kleiner Einwand: Natürlich können die fließenden Englischkenntnisse im Lebenslauf Sie überhaupt erst ins Bewerbungsgespräch bringen. Es ist also strategisch durchaus sinnvoll, mit seinen Sprachkompetenzen lieber zu übertreiben als übervorsichtig zu sein. Aber nur ein bisschen!

    Wenn Sie Ihre Sprachkenntnisse in der Bewerbung leicht übertrieben haben, dann lautet der Rat: Üben Sie wenigstens vor dem Vorstellungsgespräch! Legen Sie sich ein paar Standardsätze zurecht, über sich und Ihren Werdegang und feilen an der Aussprache. Das nimmt die größte Nervosität und leitet Sie im Zweifel über die erste Klippe.

    Wenn Sie aber kaum Ihren Namen in der jeweiligen Fremdsprache richtig aussprechen können, dann sehen Sie von einer zu positiven Selbstbewertung ab. Die fliegt Ihnen um die Ohren. Grundkenntnisse in Französisch zeugen von intellektueller Neugier, erfordern aber keinen praktischen Nachweis. Sie sind damit auf der ziemlich sicheren Seite.

    Fremdsprachenkenntnisse Einstufung

    So formulieren Sie Ihre Fremdsprachenkenntnisse in der Bewerbung:

    • Grundkenntnisse

      Sie kennen die wichtigsten Vokabeln. Sich vorstellen, Hallo und Auf Wiedersehen sagen. Der Satzbau ist für Sie kein Buch mit sieben Siegeln. Dann nehmen Sie die Sprache mit Grundkenntnissen in Ihren Lebenslauf auf. Das können Sie etwa dann machen, wenn Sie nur in der Schulzeit mit ihr in Berührung gekommen – aber seitdem ziemlich eingerostet sind.

    • Gute Kenntnisse

      Hier wird schon mehr verlangt. Dass Sie in der Sprache ein Gespräch führen oder telefonieren können. Dann spricht man auch von konversationssicheren Sprachkenntnissen. Diese Formulierung beinhaltet aber auch, dass Sie im Schriftverkehr noch Defizite aufweisen.

    • Sehr gute Sprachkenntnisse

      Komplexe Texte sind für Sie problemlos zugänglich. Über abstrakte Themen können Sie sich locker unterhalten. Sie können sich in Diskussionen einschalten oder fachbezogene Konversationen führen – und zwar auch mit Muttersprachlern. Dann haben Sie sehr gute Fremdsprachenkenntnisse.

    • Verhandlungssicher in Wort und Schrift

      Sie können in der Fremdsprache völlig problemlos kommunizieren: verbal und schriftlich. In allen Kontexten ist der Einsatz der Fremdsprache möglich – und zwar intuitiv. Lange nach Formulierungen oder Wörtern müssen Sie nicht suchen. Das ist etwa dann der Fall, wenn Sie lange im Ausland gelebt haben.

    • Muttersprachler/muttersprachliches Niveau

      Das ist einfach. Wenn Sie einen Migrationshintergrund und die Fremdsprache zuhause gesprochen haben, ist sie für Sie logischerweise keine Fremdsprache. Aber nicht schummeln: Es gibt Migrantenkinder, die die Sprache ihrer Eltern keineswegs perfekt beherrschen. Das Kompetenzniveau Muttersprachler können Sie aber auch ohne familiäre Bindungen erreichen. Wer Jahrzehnte in den USA gelebt hat und auch zuhause mit seiner Familie (perfekt) englisch spricht, der kann in seiner Bewerbung guten Gewissens muttersprachliches Niveau angeben.

    So könnten Ihre Sprachkenntnisse im Lebenslauf konkret aussehen:

    • Sprachkenntnisse: Englisch (verhandlungssicher), Spanisch (gut), Französisch (Grundkenntnisse)
    • Sprachkenntnisse: Deutsch, Russisch (Muttersprache), Englisch (sehr gut), Schwedisch (Grundkenntnisse)
    • Sprachkenntnisse: Türkisch (Muttersprache), Englisch (verhandlungssicher), Arabisch (sehr gut), Farsi, Deutsch (gut)
    • Sprachkenntnisse: Englisch (muttersprachlich), Französisch, Portugiesisch (gut), Latein (Latinum)
    • Sprachkenntnisse: Serbisch (Muttersprache), Deutsch (muttersprachlich), Kroatisch, Bosnisch, Mazedonisch (sehr gut), Englisch (gut)

    Fremdsprachen lernen: So geht’s

    Fremdsprachen lernen Sprachkenntnisse FremdsprachenkenntnisseMit Fremdsprachenkenntnissen polieren Sie Ihre Bewerbung auf und treiben die Karriere voran. Aber wie lernen? Hier finden Sie alle Tipps, um schnell und gut eine neue Sprache zu lernen:

    Klassifizierung Sprachkenntnisse

    Wenn Sie dem Arbeitgeber Ihr Fremdsprachenniveau ganz genau dokumentieren wollen oder müssen, dann können Sie dies anhand von Zertifikaten tun. Der Gemeinsame Europäische Referenzrahmen für Sprachen (GER) etwa soll Sprachtests vergleichbar machen.

    Demnach gibt es drei Kompetenzniveaus von A bis C. Diese sind wiederum in zwei Niveaustufen unterteilt. Das höchste liegt bei C, das niedrigste bei A. In Level A liegt das Kompetenzniveau des Sprechers bei elementar, in Level B bei selbstständig und in Level C bei kompetent.

    • Kompetenzniveau A1

      Hier finden sich absolute Beginner wieder. Diese können sich maximal rudimentär verständigen, ihren Namen nennen und Tschüss sagen. Die Gesprächspartner müssen ihr Sprachtempo und Vokabular dafür auf ein Starter-Level zurückfahren.

    • Kompetenzniveau A2

      Die Basics sind vorhanden. Der Sprecher kann sich in der Fremdsprache in einfachen Sätzen ausdrücken. Häufig gebrauchte Sätze und Begriffe versteht er.

    • Kompetenzniveau B1

      Das Sprachniveau ist fortgeschritten. Im Urlaub kann er oder sie sich gut mit Muttersprachlern verständigen. Auch sind leichte Konversationen über andere Themen wie Arbeit und Freizeit möglich.

    • Kompetenzniveau B2

      Komplexe Themen und Texte können schon verstanden werden – zumindest die Quintessenz daraus. Der Sprecher ist in der Lage, sich fließend und spontan zu verständigen. Er fühlt sich in der fremden Sprache auch in seinem Fachgebiet wohl.

    • Kompetenzniveau C 1

      Die Fremdsprachenkenntnisse sind fachkundig. Er oder sie verfügt über ein umfangreiches Textverständnis und kann auch tiefergehende Bedeutungen verstehen. Zu komplexen Themen kann sich der Sprecher völlig problemlos, spontan und fließend äußern.

    • Kompetenzniveau C2

      Jetzt sind wir (fast) auf muttersprachlichem Niveau angekommen. Raum nach oben gibt es kaum noch. Der Sprecher ist nun in der Lage, Texten und Unterhaltungen mühelos zu folgen und selbst etwas beizutragen. Seine Ausdrucksweise ist spontan, nuanciert, sehr flüssig – und unterscheidet sich allenfalls noch durch den Akzent von einem echten Muttersprachler.

    Wie man Fremdsprachenkenntnisse richtig bewertet, hat die TU Freiberg in einem PDF übersichtlich zusammengefasst: Hier.

    Sprachzertifikate Bewerbung

    Wie weise ich Sprachkenntnisse in einer Bewerbung nach? Zum Beispiel durch ein Sprachzertifikat. Diese Sprachzertifikate sind angesehen und gebräuchlich:

    Englisch

    • Cambridge Certificate
    • Test of English as a Foreign Language (TOEFL)
    • Test Of English for International Communication (TOEIC)
    • Graduate Management Admission Test (GMAT)
    • International English Language Testing System (IELTS)
    • TELC (The European Language Certificates)

    Spanisch

    • DELE (Diploma de Español como Lengua Extranjera)
    • TELC Español
    • DIE (Diploma Internacional de Español)
    • Certificado de Español Comercial (CEC)/ Diploma de Español Comercial (DEC)

    Französisch

    • DELF/DALF (Centre international d’études pédagogiques bzw. CIEP)
    • TELC ((The European Language Certificates)
    • DFP (Diplôme de Français Professionnel Affaires)/DFA ( Diplôme de français des affaires)

    Deutsch

    • B1 Zertifikat Deutsch des Goethe-Instituts
    • Deutsche Sprachdiplom der Kulturministerkonferenz (DSD)
    • TELC

    10 Berufe, in denen Sie mit Sprachkenntnissen punkten

    Fremdsprachenkenntnisse Berufe SprachenIn diesen 10 Berufen sind Fremdsprachenkenntnisse besonders wichtig:

    Das könnte Sie ebenfalls interessieren

    [Bildnachweis: cybrain by Shutterstock.com]

    Bewerbung: Muster, Tipps und Checkliste für die perfekte Bewerbung

    Eine gute Bewerbung ist der Türöffner zum Traumjob. Und es ist keine Hexerei, überzeugende Bewerbungsunterlagen zusammenzustellen. Mühsam aber ist es sehr wohl. Denn dazu gehören das Bewerbungsschreiben, Lebenslauf, Anlagen und Zeugnisse. Außerdem wollen Formalien berücksichtigt werden, Muster und Vorlagen. Und: Jede Bewerbung sollte individuell sein. Alle Tipps für eine perfekte Bewerbung

    Bewerbung schreiben: Aufbau

    Ohne Bewerbung kein Job – diese Formel ist in den allermeisten Fällen richtig. Wer nach der Schule oder Uni durchstarten oder einen Branchenwechsel vollziehen will, kommt an einer sauber ausgearbeiteten Bewerbung nicht vorbei.

    Bedenken Sie: Die Bewerbung ist zugleich Ihre erste Arbeitsprobe. Wer sich schon hier keine Mühe macht, wird sie sich im neuen Job auch nicht unbedingt machen. Oder? Diesen Eindruck könnte ein Arbeitgeber zumindest gewinnen.

    Die Bewerbung ist der erste Schritt auf dem Weg zur neuen Stelle. Er ebnet Ihnen im Optimalfall den Weg zum Vorstellungsgespräch – und zum Job.

    Eine gute Bewerbung setzt sich aus mehreren Mosaiksteinen zusammen. Wer sie richtig und gekonnt aneinanderlegt, erhöht seine Chancen. Drei Bausteine sind dabei besonders wichtig:

    • Das Bewerbungsschreiben bzw. Anschreiben
    • Der Lebenslauf mit Bewerbungsfoto
    • Die Anlagen wie Zeugnisse, Referenzen, Zertifikate und andere Weiterbildungsnachweise, Arbeitsproben

    Alles zusammen kommt in eine Bewerbungsmappe (oder in eine E-Mail) und wird an das Unternehmen verschickt.

    Diese drei Elemente sind bei einer klassischen Bewerbung normalerweise unabdingbar. Bitte lassen Sie davon nichts weg. Es sei denn, das Unternehmen verlangt ausdrücklich kein Anschreiben – zu dieser Praxis gehen in der Tat von Jahr zu zu Jahr mehr Unternehmen über. Oder Sie verfassen eine Kurzbewerbung, dann können Sie auf Anlagen vorerst verzichten.

    Aufhübschen können Sie Ihre Bewerbung durch ein hübsches, übersichtliches Deckblatt – müssen es aber nicht. Im Einzelfall ist es zudem angebracht, eine Kopie Ihres Führerscheins sowie Ihres Führungszeugnisses beizulegen – aber nur, wenn verlangt.

    Bewerbung Anschreiben

    Viele Personaler überfliegen als Erstes den Lebenslauf, um schnell zu prüfen, ob ein Bewerber die Grundvoraussetzungen für die Stelle mitbringt. Das Argument lässt sich also nicht von der Hand weisen, dass der Lebenslauf und nicht das Bewerbungsanschreiben der wichtigste Part einer Bewerbung ist.

    Wer die Vorauswahl nicht übersteht, fliegt raus – da kann das Anschreiben noch so stark sein. Wenn Sie aber die erste Runde meistern, kommt es in hohem Maße auf das Anschreiben an. Der Inhalt Ihres Schreibens muss überzeugen.

    Der Inhalt zählt, nicht das ausgefeilte Design, eine besonders originelle Farbwahl oder eine kreative Schriftgestaltung. Sparen Sie sich die Mühe (es sei denn, Sie streben einen grafisch-künstlerischen Job an)! Bringen Sie im Bewerbungsschreiben Ihre Motivation für die angestrebte Stelle zum Ausdruck. Das ist der Wesenszug eines guten Anschreibens.

    Kleiner Hinweis: Viele verwechseln das Anschreiben daher mit dem Motivationsschreiben. Das aber ist noch mal etwas anderes.

    Ganz wichtig: Das Anschreiben ist nicht dazu da, um ausschließlich die Höhepunkte des Lebenslaufes zu wiederholen. Der Lebenslauf liegt ja bereits vor, im Anschreiben sollten Sie also andere Akzente setzen. Kein Personalverantwortlicher will sich Ihre beruflichen Stationen zweimal anhören bzw. durchlesen.

    Vielmehr sollten Sie zum Ausdruck bringen – am besten sprachlich gewandt – warum Sie die Stelle unbedingt wollen und warum Sie der beste Kandidat dafür sind. Versetzen sie sich dabei in die Rolle des Unternehmens: Wo sind dessen Vorteile, wenn es Sie einstellt? Warum sollte es sich für Sie entscheiden?

    Wichtig: Das Anschreiben muss übersichtlich, prägnant, frei von Rechtschreibfehlern sein. Und es sollte Interesse wecken und sich von anderen Bewerbungen abheben.

    Was Sie auf keinen Fall tun sollten: einen negativen Einstieg wählen. Indem Sie zum Beispiel betonen, wie schlimm Ihre aktuelle Stelle ist oder warum Ihr alter Chef so ein Kotzbrocken war. Das mag bisweilen als Kompliment für den Arbeitgeber in spe gemeint sein, kommt aber nicht so an.

    Bleiben Sie positiv: Was Sie wollen, was Sie können, was Sie anbieten.

    Und denken sie logisch. Ein Absolvent, der frisch von der Uni kommt, hat zwangsläufig noch keine jahrelange Berufserfahrung. In diesem Fall betonen Sie also Ihre Studienschwerpunkte, Ihre Studienleistungen und Soft Skills. Inwiefern kann das, was Sie in der Universität gelernt oder gemacht haben, Ihrem neuen Arbeitgeber nützlich sein? Darum geht es.

    Denn die Faustregel lautet: Unternehmen stellen Spezialisten ein. Menschen, die etwas ganz Bestimmtes können. Als Absolvent aber hat man meist noch Generalisten-Status. Und bitte nicht in Understatement verfallen. Nach dem Motto: Ich bin ein armer Student und will doch nur einen Job. Das wäre grundfalsch. Sie sind hervorragend ausgebildet, bringen Talent, Potenzial und Wissen mit.

    Haben Sie dagegen schon mehrere Berufsjahre auf dem Buckel, dann betonen Sie in Ihrer Bewerbung erfolgreich absolvierte Projekte. Was haben Sie konkret für Ihr altes Unternehmen geleistet? Welche Erfolge haben Sie vorzuweisen? Und wie könnten Sie diese in der neuen Stelle wiederholen – oder sogar toppen?

    Ein ganz grundsätzlicher Tipp: Lassen Sie sich mit dem Anschreiben ruhig ein paar Tage Zeit. Eine oder mehrere Nächte drüber schlafen, den Text liegenlassen und mit einem frischen Blick verbessern, ein weiteres Mal mal liegenlassen und dann vollenden. Am besten so viel Zeit nehmen, dass am Ende jeder Satz sitzt wie eine Eins…

    Das sind die Faustregeln für das Anschreiben in Ihrer Bewerbung:

    • Das Anschreiben sollte nicht länger als zwei Seiten lang sein.
    • Erstellen Sie ein individuelles Bewerbungsschreiben, das auf den jeweiligen Arbeitgeber zugeschnitten ist.
    • Aktiv formulieren, mehr Verben nutzen, weniger Substantive.

    Bewerbung Anschreiben Beispiele

    Schon der erste Satz im Anschreiben sollte passen. Mit dem Einstieg fesseln Sie den Personaler, machen ihn neugierig auf Sie. Also lieber nicht langweilige Standardfloskeln verwenden wie „Hiermit bewerbe ich mich…“. Sondern lieber so etwas wie:

    • Sehr geehrte/r Frau/Herr XY,

      schon seit geraumer Zeit befasse ich mit intensiv mit _____________. Als ich Ihre Stellenanzeige vom _____________ sah, wusste ich: Diese Stelle habe ich schon immer gesucht. Die Perspektive, aber auch die Herausforderungen, die diese Position bietet und abverlangt, begeistern mich…

    Wenn Sie im Folgenden Ihre beruflichen Stationen beschreiben wollen, können Sie sich an der sogenannten AHA-Methode orientieren. AHA setzt sich zusammen aus:

    • Aufgabe: Welche berufliche Herausforderung haben Sie schon gemeistert? Welches Projekt, welche Personalie?
    • Handlung: Wie haben Sie das Problem gelöst, welche Maßnahmen ergriffen?
    • Abschluss: Wie sehr haben Sie dem Unternehmen damit geholfen? Können Sie das vielleicht auch in Zahlen ausdrücken?

    Ein gutes Beispiel:

    • Ich habe zuletzt als Führungskraft in der Fertigung gearbeitet und dabei Prozesse in Gang gesetzt, die zu einer deutlichen Verbesserung im Betriebsablauf führten. Dadurch konnten die Produktivität um insgesamt 15 Prozent gesteigert und die Kosten um zwei Millionen Euro gesenkt werden.

    Bewerbung Anschreiben Muster

    Anschreiben für die Bewerbung: Hier sind Muster für Azubis, Praktikanten, Werkstudenten und Führungskräfte…

    Bewerbung Lebenslauf

    Sie können den Lebenslauf in der Bewerbung chronologisch oder amerikanisch verfassen. Das bleibt Ihnen überlassen.

    Die amerikanische Variante zeichnet sich dadurch aus, dass die aktuelle Position zuerst genannt wird. Der amerikanische Lebenslauf hat sich zum Standard entwickelt, weil er es einfacher macht, das Profil des Bewerbers zügig zu erfassen. Die letzte Position hat nun einmal eine größere Aussagekraft als irgendein Praktikum, das man noch zu Schulzeiten absolviert hatte.

    Aber denken Sie daran: Personaler widmen einer Bewerbung nur Buchteile ihrer Zeit. Die Umfragen geben zwischen zwei und vier Minuten an – mehr Zeit haben Sie nicht, um ihn oder sie von sich zu überzeugen.

    Darum müssen Sie das Wesentliche in Ihrem Bewerbungslebenslauf möglichst prominent platzieren. Dies kann bedeuten, unnötige Platzfüller wie ein Praktikum auch mal wegzulassen oder wichtige Tätigkeiten mit einigen Stichworten näher zu beschreiben.

    Prinzipiell bietet sich für die Bewerbung ein tabellarischer Lebenslauf an, weil er sehr übersichtlich ist. Die wichtigsten Daten können hier schnell erfasst werden.

    Das sind die wichtigsten Tipps für den Lebenslauf in der Bewerbung:

    Aufbau

    Beim tabellarischen Lebenslauf gehören die Zeitangaben nach links, die Fakten nach rechts. Keine optischen Experimente. Der Lebenslauf ist eine reine Faktensammlung.

    Inhalt

    In die Vita gehören zwingend hinein:

    • Persönliche Daten wie Name, Geburtstag, Geburtsort, Anschrift, Familienstand, Staatsangehörigkeit.
    • Berufserfahrung
    • Qualifikationen, Weiterbildungen, besondere Kenntnisse und Fähigkeiten wie EDV-Kenntnisse oder Fremdsprachenkenntnisse
    • Ausbildung, auch ein evtl. geleisteter Wehr- oder Ersatzdienst

    Ordnen Sie alles zeitlich sauber ein und reihen es – möglichst lückenlos – aneinander. Sonst erwecken Sie den Eindruck, peinliche Stationen kaschieren zu wollen.

    Zeitangaben

    In der Regel sind Monatsangaben ausreichend. Beispiel:

    • 07/2017 – 06/2019 Ausbildung zur Bankkauffrau in der Kreissparkasse Elmshorn.

    Tabus

    Was NICHT in den Lebenslauf gehört, sind diese Punkte: Familieninformationen wie der Berufsstand der Eltern, Gehaltsvorstellungen (gehören – sofern verlangt – ins Anschreiben), religiöse und politische Ansichten sowie sonstige Informationen, die für die angestrebte Stelle komplett irrelevant sind.

    Schluss

    Wenn Sie Ihren Lebenslauf schreiben, schließen Sie diesen bitte ganz formell mit Ort, Datum und Ihrer Unterschrift ab. Achtung: Falsche Angaben können auch nach der Probezeit noch dazu führen, dass Ihnen fristlos gekündigt wird.

    Bewerbung Lebenslauf Beispiele

    Wichtig ist die Sprache, in der Sie Ihre Bewerbung schreiben. Formulieren Sie nicht zu passiv. Wer passiv formuliert, wirkt auf den Personaler auch so. Dies gilt fürs Anschreiben, aber auch für den Lebenslauf.

    Schauen Sie sich doch mal diesen Satz an:

    • Erarbeitung der Weiterbildungspläne anhand der Entwicklungsziele des Unternehmens und der Mitarbeiter

    Erstens versteht man auf Anhieb gar nicht, was dieser Satz konkret bedeuten soll. Schuld ist der Nominalstil. Zweitens suggeriert die Vokabel Erarbeitung, dass hier jemand am Werk war, der lediglich auf Anweisung von oben, aber nicht aus eigenem Antrieb aktiv geworden ist.

    Sie sehen: Wer passiv formuliert, kann kaum gewinnen.

    Nun das Gegenbeispiel:

    • Fortbildungskonzept der GmbH umstrukturiert
    • Lehrgangspläne für die Belegschaft konzipiert

    Wir haben nun zwei aktive Verben gewählt, den Satz umgestellt und dadurch sofort ein attraktiveres Gesamtbild geschaffen. Die beiden Stichpunkte klingen nun ganz so, als habe der Autor sehr dynamisch die Initiative ergriffen und den Laden regelrecht umgekrempelt, finden Sie nicht auch?

    Darum noch mal der Reminder: Reihen Sie im Lebenslauf Ihrer Bewerbung nicht einfach Ihre beruflichen Stationen aneinander. Schreiben Sie, was Sie aktiv angeschoben, entwickelt, zu Ende gebracht haben. Präsentieren Sie sich als jemand, der engagiert ist, selbstständig arbeitet und Eigeninitiative an den Tag legt.

    Nutzen Sie in der Bewerbung viele Verben, um Aktivität zu signalisieren. Immerhin sind Verben ja auch als Tuwörter bekannt. Noch besser, Sie verwenden Verben, die nicht abgegriffen oder beliebig sind.

    Gute Verben für die Bewerbung sind zum Beispiel:

    • umsetzen
    • realisieren
    • verbessern
    • modifizieren
    • optimieren
    • beschleunigen
    • organisieren
    • entwickeln
    • integrieren
    • konzertieren
    • moderieren
    • koordinieren
    • führen
    • initiieren
    • managen

    Das sind aber wohlgemerkt nur ein paar Vorschläge. Es gibt selbstverständlich noch viele weitere Verben, die Ihnen in Ihrer Bewerbung gut zu Gesicht stehen. Nutzen Sie sie! Sie werten Ihre Bewerbung auf.

    Bewerbung Lebenslauf Muster

    Um Ihnen zu helfen, haben wir zehn Lebenslauf-Vorlagen als WORD-Datei und als PDF erstellt, die Sie sich kostenlos herunterladen können. Muster-Bewerbung downloaden – einfach auf das Vorschaubild klicken…

    Bewerbung Muster Beispiel Muster Bewerbung Beispiel
    Bewerbung Vorlage Nr. 1: PDF Vorschau Bewerbung Vorlage Nr. 2: PDF Vorschau
    Bewerbung Beispiel Muster Muster Bewerbung Beispiel
    Bewerbung Vorlage Nr. 3: PDF Vorschau Bewerbung Vorlage Nr.4: PDF Vorschau
    Bewerbung Vorlage Bewerbung + Vorlage
    Bewerbung Vorlage Nr.5: PDF Vorschau Bewerbung Vorlage Nr. 6: PDF Vorschau
    Bewerbung vorlage word Vorlage Bewerbung
    Bewerbung Vorlage Nr.7: PDF Vorschau Bewerbung Vorlage Nr.8: PDF Vorschau
    Bewerbungslebenslauf vorlage# Bewerbungslebenslauf vorlagen
    Bewerbung Vorlage Nr. 9: PDF Vorschau Bewerbung Vorlage Nr. 10: PDF Vorschau

    Bewerbung Anlagen

    Ja, Anlagen können lästig sein. Aber sie sind mehr als eine Formalität, mehr als nur Beiwerk. Sie runden Ihre Bewerbung ab und können sogar entscheidend sein. Denn sie reichern Ihre Bewerbung mit etwas ganz Wesentlichem an – mit Beurteilungen neutraler Dritter.

    Zu den Anlagen einer Bewerbung zählen vor allem:

    • Schul-, Hochschul- und Ausbildungszeugnisse
    • Arbeitszeugnisse
    • Bescheinigungen und Zertifikate
    • Referenzen und Empfehlungsschreiben
    • ggf. Arbeitsproben

    All diese Dokumente (mit Ausnahme der Arbeitsproben) werden nicht von Ihnen selbst verfasst, sondern von jemandem, der Ihre Leistung – möglichst neutral – zu bewerten hatte. Sie können dem Personaler also wertvolle Einsichten und Einblicke in Ihren Charakter, Ihr Arbeitsverhalten und Ihre Fähigkeiten liefern.

    Im besten Fall stimmen die Aussagen und Noten in den Anlagen mit Ihrem Selbstbild, das Sie in der Bewerbung vermittelt haben, überein.

    Auch hier bitte wieder auf die Form achten: Die Anlagen nicht als lose Blätter zu den restlichen Unterlagen stopfen, sondern ein Anlagenverzeichnis anfertigen.

    Dieses Verzeichnis platzieren Sie am Ende Ihres Anschreibens, aber nicht in den Lebenslauf. Alternativ können Sie es auch ins Deckblatt integrieren, sofern Sie sich für eines entschieden haben.

    Erfassen Sie die Anlagen am besten chronologisch – also nicht nach Art der Anlage, sondern nach dem Zeitraum. Zeugnisse, Zertifikate und Referenzen in der Reihenfolge ihres Erwerbs anordnen.

    Bewerbung Anlagen Anzahl

    Anlagen in der Bewerbung sollen dem Personaler als Beleg dafür dienen, dass die Angaben des Bewerbers korrekt sind. Und sie können zusätzliche Informationen beinhalten. Das kann insbesondere bei Absolventen hilfreich sein, die noch nicht über umfangreiche Berufserfahrungen verfügen.

    Sie müssen also nicht jedes Dokument und Zertifikat zwingend in Ihre Bewerbung einbauen, sondern nur diejenigen, die belegen, dass Sie die erforderlichen Qualifikationen für die Stelle besitzen.

    Selbst Ihr Abiturzeugnis ist kein Muss, sofern Sie ein bestimmtes Alter erreicht und Ihr Hochschulzeugnis beigefügt haben. Als Richtwert können Sie sich 30 Jahre merken. Ab dann haben die Abi-Noten keine wirklich herausragende Aussagekraft mehr.

    Auch Praktika oder Zertifikate aus Branchen, die mit Ihrer aktuellen nicht das Geringste zu tun haben, können Sie gerne unterschlagen. Beispiel Führerschein: Dass Sie einen haben, ist nur wichtig, wenn Sie ihn für den Job auch brauchen. Das trifft auf Taxifahrer und Servicefahrer zu, auf Handelsvertreter oder Reporter – auf auf viele andere hingegen nicht.

    Falls das Unternehmen diese Nachweise dennoch sehen will, können Sie sie außerdem immer noch nachreichen.

    Trotz allem gilt: Bewerbungsunterlagen sollten stets vollständig sein. Kopien dieser Zeugnisse sollten Sie Ihrer Bewerbung in jedem Fall beilegen:

    • Arbeitszeugnisse
    • Hochschulabschlusszeugnis
    • Berufsausbildungszeugnis
    • Zeugnis über den letzten Schulabschluss

    Wie schon gesagt, das Schulzeugnis kann ab einem bestimmten Alter – und bei Vorhandensein eines Hochschulzeugnisses – entfallen.

    Falls Sie nun über äußerst viele Anlagen verfügen – weil sie zum Beispiel sehr häufig den Job gewechselt haben – können Sie aussortieren. Denn der Personaler will sich nicht durch ein dickes Kompendium kämpfen, sondern sich einen schnellen Überblick verschaffen.

    Halten Sie sich an diese Vorgaben, damit Ihre Bewerbung nicht ausufert:

    • Mehr als drei qualifizierende Arbeitszeugnisse müssen Sie Ihrer Bewerbung nicht beifügen.
    • Die aktuellsten Zeugnisse auswählen.
    • Den Nachweis über die höchste (Hoch)Schulausbildung wählen.
    • Nicht mehr als zwei (möglichst aktuelle) Referenzen angeben.

    Bewerbung Fehler

    Potenzielle Fehler in der Bewerbung gibt es unzählbar viele. Diese Patzer sollten Sie vermeiden:

    • Namen

      Namen sollten unbedingt richtig recherchiert und korrekt sein. Dies gilt für den Namen Ihres Ansprechpartners (Sehr geehrter Herr Meyer oder Sehr geehrter Herr Meier?) ebenso wie für den Namen des Unternehmens. Wer sich bei Bayersdorf bewirbt oder bei Henckel oder bei Deimler oder bei Addidas oder bei Kontinental, kann den Job vergessen – völlig zurecht.

    • Rechtschreibung

      Buchstabendreher können jedem mal passieren – aber bitte nicht in der Bewerbung. Schließlich haben Sie genügend Zeit, um alles in Ruhe Korrektur zu lesen – und lesen zu lassen. Rechtschreib- und Grammatikfehler sind für Bewerber im Prinzip unverzeihlich. Sie zeugen von mangelnder Sorgfalt, Indifferenz oder gar fehlender Bildung. Und das sind nicht die Eigenschaften, die man vermitteln möchte.

    • Überlänge

      In der Kürze liegt die…, Sie wissen schon. Wer das Anschreiben nicht auf eine Seite bekommt, beweist lediglich, dass er nicht priorisieren und Wichtiges von weniger Wichtigem unterscheiden kann. Negativ. Auch den Lebenslauf stopfen Bewerber lieber nicht mit Schülerpraktika und EDV-Zertifikaten von anno dunnemals voll.

    • Formatierung

      Verschiedene Schriftgrößen und Schriftarten in der Bewerbung, keinerlei Absätze oder fehlende Unterschrift und Datum. Wahren Sie die Form – das klingt spießig, zeugt aber von Genauigkeit und Sorgfalt. Was auch nicht geht: Allzu lückenhafte Angaben oder eine doppelseitige Bedruckung Ihrer Unterlagen. Im Falle einer Online-Bewerbung achten Bewerber darauf, die Bewerbung in einem PDF-Dokument zu liefern, das 5 MB nicht überschreitet.

    • Standardfloskeln

      Davon gibt es sehr, sehr viele. Ich bin ein Teamplayer, ist so eine. Meine größte Schwäche? Ich bin ungeduldig. Ich bin engagiert. Als Einstiegssatz ist Mit großem Interesse habe ich Ihre Stellenanzeige gelesen ein Liebestöter. Am Ende kommt Ich würde mich über eine Einladung zum Vorstellungsgespräch freuen nicht so gut an, da im Konjunktiv formuliert. Und Sie würden den Job ja schließlich nicht wollen – Sie WOLLEN ihn!

    • Foto

      Ein professionelles Bewerbungsfoto ist ein echtes Faustpfand. Wer sich schnell mal selbst knipst oder fünf Euro sparen will, schießt sich nur selbst in den Fuß. Gute Bewerbungsfotos erkennt man auf den ersten Blick. Sie lassen den Bewerber kompetent und sympathisch erscheinen – und erhöhen die Chancen auf Einstellung.

    • Anforderungsprofil

      Sie sollten die Stellenanzeige gründlich lesen, bevor Sie Ihre Bewerbung verfassen. Gehen Sie auf die dort genannten Anforderungen ein; stellen Sie diejenigen Qualifikationen in den Vordergrund, die in der angestrebten Stelle von Nutzen sind. Elementar wichtig: Die Qualifikationen oder Skills, ohne die es im Job definitiv nicht geht, arbeiten Sie im Anschreiben und Lebenslauf heraus.

    • Individualität

      Versetzen Sie sich in die Lage des Personalers. Könnten der Bewerber diese Bewerbung rein theoretisch auch einem anderen Unternehmen geschickt haben oder noch schicken? Oder ist die Bewerbung so individuell, dass sie nur in diesem Fall passt? Ist Letzteres der Fall, haben Sie sich die ersten Punkte erarbeitet.

    • Bewerbungsmuster

      Schauen Sie sich gerne unsere Vorlagen an und lassen sich inspirieren. Aber übernehmen Sie sie nicht eins zu eins für Ihre Bewerbung. Relativ wahrscheinlich, dass beliebte Muster aus dem Netz häufiger auf dem Tisch der HR-Abteilungen landen. Das fällt auf. Außerdem können Personaler googeln.

    Hier finden Sie 60 Bewerbungsfehler in einem PDF zum Downloaden!

    Bewerbungsarten

    Wenn von einer Bewerbung die Rede ist, können ganz unterschiedliche Formen gemeint sein. Diese 9 Bewerbungsarten sind am gebräuchlichsten:

    1. Klassische Bewerbung

      Sie enthält Anschreiben, Lebenslauf, optional ein Deckblatt und die Anhänge, also Zeugnisse, Zertifikate und Arbeitsproben. Die klassische Bewerbung drucken Sie auf Papier aus und versenden Sie in einer Bewerbungsmappe.

    2. E-Mail-Bewerbung

      Aufbau und Inhalt der E-Mail-Bewerbung sind die gleichen wie bei der klassischen Bewerbung. Einziger Unterschied: Sie wird per E-Mail versandt. Bewerber müssen dabei die Tücken der Technik beachten. Die E-Mail-Bewerbung sollten Sie von einer seriösen E-Mail-Adresse versenden und mit einem PDF-Dokument von nicht mehr als 5 Megabyte und einem adäquaten Dateinamen versehen, in dem alle Bewerbungsunterlagen zusammengefasst sind. Das Anschreiben können Sie direkt in den Mailtext schreiben.

    3. Online-Formular

      Vor allem größere Unternehmen wickeln ihre Bewerbungen über eigene Onlineportale ab. Bewerber werden durch den Vorgang geführt und müssen an den entsprechenden Stellen Ihre Unterlagen hochladen. Dies lässt ihnen weniger Gestaltungsspielraum, von der Masse abheben wird schwieriger. Anschreiben und Lebenslauf werden wohlgemerkt auch bei einer Online-Bewerbung benötigt.

    4. Initiativbewerbung

      Mit Initiativbewerbung ist eine Bewerbung auf eine Stelle gemeint, für die es keine öffentliche Ausschreibung oder Stellenanzeige gibt. Interessenten bewerben sich also auf gut Glück. Über das Format macht der Begriff dagegen keine Aussage. Bei einer Initiativbewerbung kann es sich zum Beispiel gleichzeitig um eine klassische Bewerbung, eine Kurzbewerbung oder eine E-Mail-Bewerbung handeln.

    5. Kurzbewerbung

      Eine Kurzbewerbung hat einen wesentlich geringeren Umfang als eine klassische Bewerbung. Sie umfasst ein kurzes Anschreiben und den tabellarischen Lebenslauf. Für Jobsuchende bieten sich Kurzbewerbungen zum Beispiel an, um sie auf Jobmessen zu verteilen und so das Interesse der Unternehmen zu wecken. Eine Kurzbewerbung eignet sich insbesondere als Initiativbewerbung.

    6. Interne Bewerbung

      Ein Jobwechsel setzt nicht zwangsläufig einen Arbeitgeberwechsel voraus. Auch auf offene Stellen im eigenen Unternehmen können sich Arbeitnehmer bewerben. Aufbau und Inhalte der internen Bewerbung unterscheiden sich im Grunde nicht von denen einer klassischen Bewerbung. Mit Erfolgen und Kenntnissen sollten Bewerber aber transparent umgehen – sie sind im Hause schließlich kein unbeschriebenes Blatt mehr.

    7. Kreative Bewerbung

      Die kreative Bewerbung besticht durch ihre – Überraschung – Kreativität. Diese kann durch ein außergewöhnliches Format oder Design oder durch spektakuläre Anlagen (z.B. Arbeitsproben) zum Ausdruck kommen. Sinn und Zweck der kreativen Bewerbung ist es, sich von den anderen Bewerbern abzuheben. Das ergibt in bestimmten Szenarien Sinn: Wenn die Konkurrenz extrem groß ist zum Beispiel oder wenn man in einer kreativen Branche unterwegs ist – oder aber in einer angestaubten Branche, die frische Ideen gut gebrauchen könnte.

    8. Anonyme Bewerbung

      Sie wird von vielen als Heilmittel gegen Diskriminierung jeder Art gesehen. In der anonymen Bewerbung macht der Verfasser keine Angaben zu seinem Geschlecht, zu Alter, Familienstand, Nationalität, ethnischer Herkunft, Hautfarbe oder Religion. In Deutschland hat sich die anonyme Bewerbung allerdings noch nicht durchgesetzt.

    9. Passive Bewerbung

      Der Arbeitsmarkt ist heute ein Bewerbermarkt. Die Unternehmen sind es, die sich anstrengen müssen im vielzitierten War for Talents. Fähige Kräfte können sich daher auch passiv finden lassen – zum Beispiel über ein Business-Netzwerk wie Xing oder Linkedin. Wer hier die entsprechenden Häkchen setzt und Eintragungen macht (offen für neue Herausforderungen) und gefragte Skills einträgt, wird früher oder später Post im Eingang haben.

    Bewerbung Checkliste

    Hier noch mal eine kurze Checkliste für Ihre Bewerbung. Sie sollten bei der Bewerbung…

    • Ihre aktuelle Adresse einfügen
    • Seriöse E-Mail-Adresse wählen
    • Namen Ihres Ansprechpartners recherchieren
    • Namen des Ansprechpartners und Unternehmens richtig schreiben
    • Datum aktualisieren
    • Passende Betreffzeile wählen
    • Originellen Einstiegssatz im Anschreiben verfassen
    • Bezug zum Unternehmen herstellen
    • Motivation für die Stelle herausarbeiten
    • Muss-Qualifikationen und Fähigkeiten für den Job nennen
    • Referenzen oder Empfehlungsschreiben aufnehmen
    • Frühesten Eintrittstermin nennen
    • Gehaltsvorstellung angeben (sofern verlangt)
    • Grußformel (Mit freundlichen Grüßen) und Unterschrift nicht vergessen
    • Die vom Unternehmen gewünschte Bewerbungsform wählen (Online, Papier etc.)
    • Nur gewünschte Formate mitliefern (PDF, Word etc.)
    • Dateigröße komprimieren (bei Online-Bewerbung)
    • Alle Tippfehler korrigieren (Rechtschreibprüfung!)
    [Bildnachweis: racorn by Shutterstock.com]

    Curriculum Vitae: Aufbau, Inhalt und die besten Action-Verben

    Curriculum Vitae ist ein Wortungetüm aus grauer Vorzeit – aber immer noch lebendig. In Deutschland wird der Begriff oft mit Lebenslauf übersetzt, in den USA zum CV verkürzt. Ohnehin begegnet Ihnen das Curriculum Vitae in Nordamerika und Großbritannien sehr viel häufiger. Es unterscheidet sich in wichtigen Details sowohl vom amerikanischen Resume als auch vom deutschen Lebenslauf. Wenn Sie beruflich nach New York oder London übersiedeln wollen, sollten Sie die Unterschiede kennen…

    Curriculum Vitae Definition

    Curriculum Vitae ist – wie sie sicher schon vermutet haben – lateinisch. Es bedeutet übersetzt Lebenslauf. Für teutonische Zungen ist die Vokabel kein Selbstläufer. Das Wort ist lang, kompliziert und wird daher nur in Ausnahmefällen im Personalbüro genutzt. Warum auch Curriculum Vitae aussprechen, wenn man einfach Lebenslauf sagen kann?

    Doch damit kann man schnell etwas durcheinanderbringen – insbesondere dann, wenn man sich im englischsprachigen Ausland bewirbt. Im englischen Sprachbereich ist der Terminus sehr viel geläufiger. Hier nutzt man sehr gerne die Wortkombination Curriculum Vitae – beziehungsweise die Abkürzung CV. Alternativen sind Resume und Vita.

    Es gibt dabei Unterschiede sowohl zwischen einem englischen CV und einem deutschen Lebenslauf als auch zwischen CV und Resume. Mit Curriculum Vitae ist ein Lebenslauf gemeint, der den beruflichen Werdegang des Bewerbers vollständig wiedergibt. Das Resume ist kürzer und stellt nur die wichtigsten Stationen des Bewerbers dar. Beide unterscheiden sich in ihrer Form wiederum relativ stark vom deutschen Lebenslauf. Zu den Eigenarten des CV später mehr…

    Grundsätzlich gilt: Der Lebenslauf ist der wichtigste Teil der Bewerbung. Er enthält die wesentlichen Informationen und wird vom Personalverantwortlichen daher zur Entscheidungsgrundlage gemacht.

    Und er zählt zu den Muss-Elementen in den Bewerbungsunterlagen – neben dem Anschreiben und den Anlagen wie Zeugnissen oder Arbeitsproben.

    Was bedeutet das konkret für Sie als Bewerber? Geben Sie sich maximale Mühe bei der Erstellung des Lebenslaufs. Tipps dazu kommen jetzt…

    Curriculum Vitae Aussprache

    Curriculum Vitae AusspracheWie spricht man Curriculum Vitae richtig aus? Einfach so: Kurrikulum Witä. Das C wird wie ein K gesprochen, das V wie ein W.

    Wenn Sie den lateinischen Begriff allerdings englisch akzentuieren wollen, weil Sie sich zum Beispiel in den USA bewerben, dann empfiehlt das Internationale Phonetische Alphabet (IPA) diese Aussprache für Curriculum Vitae: kʊˌʁiːkulʊm ˈviːtɛ.

    Sollten Sie mit dem IPA nichts anfangen können, dann orientieren Sie sich hieran: Kurrikjulum Waidäi. So kommen deutsche Muttersprachler dem englischen Zungenschlag vermutlich am nächsten.

    Tipp: Im Zweifel verzichten Sie ganz auf das Wortungetüm und verwenden einfach die Abkürzung CV. Also auf deutsch: Si-Wi.

    Curriculum Vitae Verwendung

    Welches Format wählen Sie, wenn Sie sich in den USA bewerben: Curriculum Vitae oder Resume? Relevant ist vor allem der Sektor, in dem Sie sich bewerben. Wenn Sie in der Privatwirtschaft oder bei einer nicht-akademischen Stelle anheuern wollen, schreiben Sie ein Resume.

    Der Arbeitgeber will sich nur einen kurzen Überblick über Sie verschaffen. Knappe, harte Facts, kein Fließtext! Sämtliche Informationen, die für die Stelle nicht relevant sind, streichen Sie – sogar dann, wenn es sich um wissenschaftliche Publikationen handelt.

    Wenn Sie aber in die Forschung gehen oder einen akademischen Beruf ergreifen wollen, dann entscheiden Sie sich fürs Curriculum Vitae. Das CV bietet mehr Platz für Ihre Stationen und Leistungen, kann sogar über zwei oder drei Seiten hinausgehen. Sie können jedes Ihrer Projekte auflisten und beschreiben.

    Zusammengefasst kann das Curriculum Vitae nützlich sein bei…

    • einer Bewerbung im englischsprachigen Ausland (USA, Großbritannien, Kanada, Neuseeland, Südafrika)
    • einem internationalen Unternehmen weltweit
    • einem deutschen Unternehmen, das einen englischsprachigen Mitarbeiter sucht

    Tipp: Sie können Ihren (deutschen) Lebenslauf in Ihrer Bewerbung auch in Deutschland mit Curriculum Vitae betiteln. Das klingt gebildet – gerade in akademischen Gefilden muss das kein Nachteil sein.

    Hier sind noch weitere Tipps für einen Lebenslauf auf englisch.

    Curriculum Vitae Inhalt

    Fordert ein Arbeitgeber in der Bewerbung dazu auf, ein Curriculum Vitae einzusenden, dann verlangt er damit in der Regel einen englischen Lebenslauf. Sie sollten also nicht nur englisch sprechen, sondern auch die formalen Unterscheide beachten – gerade in international aufgestellten Unternehmen.

    Das bedeutet, dass sie nicht einfach Ihren deutschen Lebenslauf eins zu eins übersetzen, wenn Sie sich im englischsprachigen Ausland bewerben. Auf diese Aspekte sollten Sie achten:

    • Persönliche Angaben

      Möglicher Diskriminierung wollen die Amerikaner schon bei der Bewerbung einen Riegel vorschieben. Verzichten Sie daher im CV auf Angaben zu Ihrem Alter, Geschlecht, Religion und Nationalität. Das ist wohlgemerkt keine Bitte, sondern eine klare Ansage! In Großbritannien gilt das Gleiche.

    • Foto

      Auch das Bewerbungsfoto kleben sie nicht in Ihr Curriculum Vitae – und auch sonst nirgendwohin. Keine Fotos, mehr Chancengleichheit – so lautet die Gleichung der Angelsachsen (sowohl in den USA als auch in UK).

    • Länge

      Das Curriculum Vitae ist im Vergleich zum deutschen Lebenslauf etwas länger. Es kann aus zwei bis maximal drei Seiten bestehen. Das Resume wird dagegen knapp gehalten. Nicht mehr als eine Seite!

    • Aufbau

      Der englische Lebenslauf hat sich auch in Deutschland längst durchgesetzt. Diesbezüglich müssen Sie sich also nicht umstellen. Die letzten Arbeitsstationen kommen zuerst. Danach arbeiten Sie sich in zeitlich umgekehrter Reihenfolge immer weiter bis in die Vergangenheit vor. Die aktuelle Station zuerst, die erste Station zuletzt.

    • Referenzen

      Referenzen haben in den USA und Großbritannien einen höheren Stellenwert als bei uns. Warum? Arbeitszeugnisse sind dort nicht üblich, also müssen sich Arbeitgeber auf andere Quellen verlassen. Bauen Sie also unbedingt Referenzen in Ihre Bewerbung ein. Die Ansprechpartner sollten Sie vorher aktiv ansprechen. Wundern Sie sich nicht, wenn sich Ihr Wunsch-Arbeitgeber telefonisch bei einer Referenz meldet.

    • Schluss

      In der deutschen Bewerbung steht die handschriftliche Unterschrift für Vollständigkeit und Glaubwürdigkeit. Im angelsächsischen Kulturraum können Sie die Unterschrift weglassen.

    Action Words verwenden, Buzzwords meiden

    Curriculum Vitae schreibenFormulieren Sie Ihr Curriculum Vitae aktiv und positiv. Sogenannte Action Words können helfen. Hier eine Liste von guten Action Words für Ihr Curriculum Vitae:

    • achieved
    • adapted
    • coached
    • communicated
    • decided
    • developed
    • exercised
    • facilitated
    • guided
    • improved
    • negotiated
    • organized
    • presented
    • resolved
    • supervised
    • trained
    • upgraded
    • validated
    • won

    Auf der anderen Seite gibt es überstrapazierte Verben, die kein Personaler mehr hören oder lesen will. Zu den Buzzwords, die Sie im Curriculum Vitae vermeiden sollten, zählen:

    • creative
    • experienced
    • dynamic
    • driven
    • hard worker
    • leadership
    • passionate
    • expert
    • focused
    • innovative
    • motivated
    • team player
    • strategic

    Curriculum Vitae Aufbau

    Inhaltlich besteht das Curriculum Vitae aus diesen Elementen:

    1. Personal Data

      Trotz aller Bemühungen um Antidiskriminierung: Anonym ist das Curriculum Vitae natürlich nicht. Sie geben im CV zwingend Ihren vollständigen Namen, Adresse, Telefonnummer und E-Mail-Adresse an. Der Name gehört in die erste Zeile, alle anderen Angaben finden darunter Platz. Achten Sie zudem darauf, Umlaute auszuschreiben, also zum Beispiel: Thomas Mueller oder Gerhard Schroeder oder Diane Krueger. Und bei allem Sinn für Humor, der speziell den Briten nachgesagt wird: Setzen Sie auf eine seriöse E-Mail-Adresse. Also nicht so etwas wie sweetheart555@gmail.com oder rockybalboa89@me.com

    2. Personal Profile

      Hier stehen zwei, drei Sätze, die Sie näher beschreiben. Ihre herausragenden Eigenschaften oder Befähigungen. Bitte kein substanzloses Blabla, sondern aussagekräftige Dreizeiler. Dieser Abschnitt ist aber optional. Bevor Sie Unsinn schreiben, lassen Sie ihn komplett weg.

    3. Education/Academic Qualification

      Sie listen an dieser Stelle Ihre schulische Bildung mitsamt Ihrer Abschlüsse auf – in umgekehrt chronologischer Reihenfolge. Auch die Fort- und Weiterbildungen (Advanced Training) können Sie hier unterbringen. Sofern sie über einen Hochschulabschluss verfügen, können sie den Namen der Arbeit oder Dissertation nennen und das Thema kurz umreißen.

    4. Work Experience

      Im Deutschen spricht man vom beruflichen Werdegang. Ihre Arbeitsstationen zählen Sie ebenfalls in umgekehrt chronologischer Reihenfolge auf: die aktuelle oder letzte Station ganz am Anfang, die erste zum Schluss. Sie sollten zwar Lücken nach Kräften vermeiden, müssen andererseits aber nicht jede irrelevante Stelle angeben. Beispiel: Wenn Sie während der Uni als Kassierer gejobbt haben, dann nehmen Sie diese Station nur auf, wenn Sie sich im Einzelhandel oder Vertrieb bewerben. Andernfalls lassen Sie sie weg. Wichtig sind der Zeitraum der Anstellung, der Firmenname mitsamt Internetlink, der Standort sowie die genaue Berufsbezeichnung. Erfolge oder besondere Projekte können ergänzt werden. Eine Kurzversion genügt aus, wenn Sie ein US-amerikanisches Resume verfassen: In diesem Fall listen sie lediglich zwei oder drei für die Stelle relevanten Jobs auf – den wichtigsten Job zuerst. Wenn man den Lebenslauf nach Fähigkeiten gewichtet, spricht man auch vom Functional Resume. Aus Bewerbersicht besteht der große Vorteil darin, dass Lücken im Lebenslauf plötzlich keine Rolle mehr spielen.

    5. Skills

      An diese Stelle kommen bislang unerwähnte Fähigkeiten. Das können Sprachkenntnisse und EDV-Kenntnisse sein. Auch der Führerschein kann hier auftauchen, sofern er eine Relevanz für die angestrebte Stelle hat.

    6. Activities/Engagement

      Haben Sie spezielle Interessen, Ehrenämter und Hobbys? Diese finden hier Platz. Aber bitte wiederum nur dann, wenn sie einen Bezug zur Arbeitsstelle aufweisen. Oder wenn Sie Soft Skills wie Teamfähigkeit oder Leadership-Qualitäten unterstreichen. Eine Mannschaftssportart könnte etwa auf einen ausgeprägten Teamgeist hindeuten. Vorsicht bei Extremsportarten: Es soll Arbeitgeber geben, für die Paragliding oder Freestyle Skiing aufgrund der hohen Verletzungsgefahr rote Tücher sind. Lieber weglassen!

    7. References

      Auch in Deutschland gewinnen Referenzen in der Bewerbung an Bedeutung. Menschen vertrauen vor allem dem Urteil anderer Menschen – daran wird sich auch so schnell nichts ändern. Wenn Sie sich in den USA mit Ihrem Curriculum Vitae bewerben, sind Referenzen noch wichtiger. Beachten Sie: Eine Reference beinhaltet in der Regel zwei Personen. Diese können über ihre Erfahrungen mit Ihnen Auskunft geben – und sie werden oft auch wirklich kontaktiert. Geben Sie also neben den Namen auch die Telefonnummern und E-Mail-Adressen an. Vorher fragen Sie Ihre Referenzgeber, ob diese einverstanden sind. Und wählen Sie bitte nur solche aus, zu denen Sie ein gutes Verhältnis haben und die Sie wohlwollend bewerten.

    Curriculum Vitae Beispiel

    Ein Muster für ein englisches Curriculum Vitae finden Sie hier als PDF.

    Curriculum Vitae Tipps

    Im deutschen Lebenslauf führen Sie die einzelnen Stationen für gewöhnlich in Stichpunkten auf. Im Curriculum Vitae können bzw. sollten Sie sie ausführlicher umschreiben. Die Stichpunkte ergänzen Sie durch Fließtext und beschließen ihn am Ende mit einem Punkt.

    Vorteil: Sie können sich auf diese Weise sehr gut in Szene setzen. Sie können sich selbst besser vermarkten und präsentieren. Und genau das ist ja schließlich der Sinn einer Bewerbung.

    Dabei geht es auch um Ihre harten Skills. Versuchen Sie, diese im Curriculum Vitae so herauszuarbeiten, dass sie den Empfänger überzeugen. Ihre Befähigung muss zu den Vorgaben in der Stellenbeschreibung passen.

    Wichtig ist, dass Sie ein Gespür dafür entwickeln, bei welchen Fähigkeiten es sich um Muss-Anforderungen und bei welchen es sich um Kann-Anforderungen handelt. Die Muss-Anforderungen sind Pflicht. Sie müssen in Ihrem Curriculum Vitae auftauchen, sonst hat Ihre Bewerbung kaum Aussicht auf Erfolg. Die Kann-Anforderungen sind hingegen keine Grundvoraussetzungen, aber erhöhen Ihre Chancen auf Einstellung.

    Nicht immer ist es einfach, die Muss- von den Kann-Anforderungen zu unterscheiden. Sie erkennen Muss-Anforderungen zum Beispiel an diesen Formulierungen:

    • Sie bringen mit
    • Wir erwarten
    • Voraussetzung ist
    • Erforderlich sind
    • …setzen wir voraus

    Kann-Anforderungen sind nicht so streng formuliert. Hier einige Beispiele:

    • Wünschenswert sind Kenntnisse in…
    • Idealerweise…
    • Hinreichende Erfahrungen…
    • Wenn Sie zusätzlich mitbringen
    • Wir würden uns außerdem freuen
    • Hilfreich sind…

    CV: Keywords unterbringen

    Curriculum Vitae CV ParserFast alle großen US-Konzerne nutzen Medienberichten zufolge mittlerweile Recruiting-Software. Diese sogenannten Applicant tracking systems scannen die Lebensläufe der Bewerber nach den wichtigsten Keywords ab.

    So grenzen die Unternehmen den Kandidatenpool vorab ein. Als Bewerber sollten Sie also peinlich genau darauf achten, die richtigen Begriffe zu nennen. Schauen Sie ganz genau hin, was in der Bewerbung verlangt wird! Beispiel: Wenn das Unternehmen einen Data Scientist sucht, dann geben Sie sich auch als Data Scientist aus – und nicht als Data Engineer oder Data Specialist. Wenn Ihre letzte offizielle Berufsbezeichnung Data Engineer gelautet hat, ersetzen Sie den Begriff trotzdem durch Data Scientist oder ergänzen ihn. Nennen Sie vorsichtshalber mehrere Synonyme. Andernfalls könnte Sie das System einfach aussortieren.

    Auch Interessen sind den Personalern wichtig. Sie können Sympathiepunkte bringen. Geheimtipp für ganz Abgebrühte: Surfen sie auf das Linkedin-Profil Ihres Ansprechpartners im Unternehmen. Von den Interessen, die er oder sie dort eingetragen hat, suchen Sie sich eines oder zwei heraus und geben sie in Ihrer Bewerbung als Hobbys an (es sei denn, Sie haben damit wirklich so gar nichts am Hut).

    Das ist zugegeben berechnend und ein geradezu diabolischer Ratschlag. Andererseits: Gemeinsamkeiten bringen Sympathie. Und Sympathien bringen Ihnen den Job…

    [Bildnachweis: Stokkete by Shutterstock.com]

    Jobs in Schwerin: Aktuelle Stellenangebote an der Ostsee

    jobs in schwerin stellenangebote ostsee

    Schwerin hat alles. Schlösser, Seen und auch mehr und mehr Arbeitsplätze. Vor allem die Tourismusbranche genießt die herrliche Lage im Nordosten. Aber auch die Industrie schafft Jobs in Schwerin. So werden hier jährlich zwei Milliarden Kaffeekapseln abgefüllt. Die Vorzüge Schwerins erkennen immer mehr junge Leute. Die Landeshauptstadt von Mecklenburg-Vorpommern ist zu einer „Schwarmstadt“ geworden. Jobs Schwerin: Hier gibt es sie…

    Jobs Schwerin: Die Stadt

    Ein Satz aus dem Marketing-Baukasten: Dort leben, wo andere Urlaub machen. So ganz falsch liegt man damit in Schwerin nicht. Das Schloss Schwerin sieht märchenhaft aus, während einem die frische Ostseeluft um die Nase weht.

    Schwerin ist zwar die Landeshauptstadt Mecklenburg-Vorpommerns, aber nicht die größte Stadt im Lande. Sie zählt knapp 100.000 Einwohner, während Rostock auf über 200.000 Menschen kommt.

    Wäre Schwerin ein Land, wäre es Finnland. Ein Dutzend Seen befinden sich im Stadtgebiet. Darunter der Schweriner Innensee mit seiner Schlossinsel. Sehenswert ist auch die Altstadt, in der es nach der Wende umfangreiche Sanierungen gab.

    Sehr viel spezieller sind da die Museen der Stadt. In der Nähe des Lankower Sees beherbergt das Flippermuseum ausrangierte Spielautomaten, das Internationale Feuerwehrmuseum steht in Zippendorf südlich des Innensees.

    Sogar wohnen kann man auf dem Innensee. Wohnungen auf der Halbinsel Werdervorstadt sind beliebt, aber vergleichsweise teuer. Ausweichen kann man in die zentrumsnahe Paulsstadt oder weiter außerhalb nach Krebsförden oder Mueß.

    Jobs Schwerin: Der Arbeitsmarkt

    Mecklenburg-Vorpommern hat die höchste Arbeitslosenquote aller deutschen Flächenländer (Stand: März 2020). Sie beträgt 7,3 Prozent. Sachsen-Anhalt liegt mit 7,1 Prozent auf dem vorletzten Platz. In Baden-Württemberg sind es dagegen nur 3,4 Prozent. Für ganz Deutschland beträgt die Quote 5,1 Prozent.

    In Schwerin waren im März 2020 knapp 4.300 Menschen ohne Job. Das entspricht einer Arbeitslosenquote von 8,8 Prozent. Der Wert ist deutlich schlechter als jener von Rostock im Osten (6,6 Prozent) und von Lübeck im Westen (7,2 Prozent).

    Die Jobaussichten hängen aber auch in Schwerin maßgeblich vom Beruf ab. So ist der Arbeitsmarkt für Pflegekräfte komplett leergefegt. Rund die Hälfte der Unternehmen in Westmecklenburg kann ihre Stellen längerfristig nicht besetzen. Auch Ausbildungsstellen bleiben immer häufiger unbesetzt.

    Die meisten Einstiegsmöglichkeiten und Jobs in Mecklenburg-Vorpommern gibt es in:

    • Zeitarbeit
    • Gesundheit und Sozialwesen
    • Metall-, Elektro- und Stahlindustrie
    • Baugewerbe
    • Gastgewerbe

    Jobs in Schwerin: Einstiegsgehälter und Gehaltsniveaus

    Überspitzt formuliert ist Mecklenburg-Vorpommern das Armenhaus Deutschlands. In keinem anderen Bundesland sind die Einkommen so niedrig.

    Das Durchschnittsgehalt in Mecklenburg-Vorpommern liegt laut gehalt.de bei 34.155 Euro im Jahr. Spitzenreiter Hessen bring es auf über 51.000 Euro.

    Fach-und Führungskräfte kommen gemäß Stepstone-Gehaltsreport im Nordosten immerhin auf 42.063 Euro im Schnitt. Auch das ist der letzte Platz im Ranking, wenngleich Sachsen-Anhalt mit 42.340 Euro nur einen hauchdünnen Vorsprung vor MeckPomm hat. Die Xing-Gehaltsstudie 2019 geht immerhin von 52.959 Euro jährlich für Fach- und Führungskräfte in Mecklenburg-Vorpommern aus.

    Und speziell in Schwerin? Das Durchschnittsgehalt in Schwerin liegt laut gehalt.de bei rund 35.200 Euro im Jahr. Von allen Landeshauptstädten Deutschlands ist das am wenigsten.

    Das Medianeinkommen in Schwerin wiederum liegt laut Bundesagentur für Arbeit bei 2.795 Euro monatlich. Das ist klar unter dem gesamtdeutschen Wert von 3.209 Euro. Weiter westlich in Hamburg sind es 3.619 Euro, in Lübeck 3.036 Euro. Median bedeutet, dass 50 Prozent der Gehälter über dem Wert liegen und 50 Prozent darunter.

    Aber: Schwerin liegt immerhin vor dem großen Rivalen Rostock. In der Hansestadt Rostock liegt das Medianeinkommen mit 2.763 Euro rund 30 Euro hinter dem Schweriner. In den ländlichen Regionen Mecklenburg-Vorpommerns ist das Gehaltsniveau noch wesentlich niedriger. So verdient man an der Mecklenburgischen Seenplatte im Median 2.325 Euro, in Ludwigslust-Parchim 2.295 Euro und in Vorpommern-Rügen gar nur 2.194 Euro monatlich.

    Die größten Arbeitgeber in Schwerin

    Jobs in Schwerin zu vergeben – das sind die wichtigsten Arbeitgeber in Schwerin:

    • Energieunion (Energiehandel)
    • Wemag AG (Energieversorgung)
    • Stadtwerke Schwerin (Energie- und Wasserversorgung)
    • Deutsche Bahn AG
    • DB Dialog (Call-Center)
    • Prysmian Kabel und Systeme (Kabelfertigung)
    • Flammaerotec (Luftfahrt)
    • Schoeller Allibert (Kunststoffverpackungen)
    • Alba Nord (Abfallentsorgung)
    • Sparkasse Mecklenburg-Schwerin (Finanzen)
    • Handelshof Schwerin (Großhandel)
    • Datenverarbeitungszentrum Mecklenburg-Vorpommern (IT)
    • Convergys GmbH (Call-Center)
    • Sky Deutschland Service Center (Call-Center)
    • Hugo Pfohe Schwerin (Kfz-Handel, Reparatur)
    • KGW Schweriner Maschinen- und Anlagenbau
    • Deutsche Post AG (Briefzentrum)
    • Helios Kliniken Schwerin
    • Nestlé Deutschland (Kaffeekapselwerk)
    • Concentrix (Unternehmensdienstleistungen)
    • Kassenärztliche Vereinigung Mecklenburg-Vorpommern
    • Wibau Haustechnik
    • Zeitungsverlag Schwerin
    • Prinz Technik Hydraulik
    • SIS – Schweriner IT- und Servicegesellschaft
    • Bertelsmann Accounting Services Schwerin
    • Gegenbauer Gruppe (Gebäude- und Sicherheitsdienst)
    • BDS – Büro für Sicherheit und Dienstleistungen (Sicherheitsdienst)
    • Mandarin Medien (Internetagentur)
    • OT Oberflächentechnik
    • Unirota Maplan (Maschinenbau)
    • PTS Precision (Automotive)
    • KraussMaffei Automation (Kunststoff)
    • SES Werkzeugbau Schwerin (Werkzeugmaschinen)
    • BVS Systemtechnik (Flugsitze)
    • G und G Extrusionstechnik (Werkzeugbau)
    • United Caps Schwerin (Kunststoff)
    • Germaat Polymer (Kunststoff)
    • GreenLife (Wassermanagement)
    • Seeland und Utrecht Kunststoffverarbeitung
    • FVH Folienveredelung
    • Mona Sojaland (Nahrungsmittel)
    • Schweriner Fleischwaren GmbH
    • Mühlenbäckerei GmbH
    • ZIM Flugsitz (Luftfahrt)
    • HNP Mikrosysteme (Gesundheitswirtschaft)
    • Labor MVZ Westmecklenburg
    • HygCen Germany (Prüfinstitut)
    • Hoffrichter (Medizintechnik)
    • Ypsomed Produktion (Injektions- und Infusionssysteme)
    • Human Med AG (Medizintechnik)
    • DST Diagnostische Systeme und Technologien
    • Planet IC (IT)
    • Trebing und Himsted Prozessautomation
    • Com In IT Solution Center
    • SKM Informatik
    • Leitek Informations- und Automatisierungstechnik
    • Hair-Cosmetic-Team (Friseur)

    Die Liste der wichtigsten Arbeitgeber in Schwerin hier als PDF zum Downloaden und Ausdrucken – für Ihre Jobsuche.

    Die 20 größten Arbeitgeber in Mecklenburg-Vorpommern

    Die groeßten Arbeitgeber in Mecklenburg-Vorpommern Jobs SchwerinVon den 100 größten Unternehmen Mecklenburgs-Vorpommerns sitzen nach einer Auswertung der Nord/LB 15 in Schwerin. In der Hansestadt Rostock sind sogar 21 der größten Arbeitgeber zuhause.

    Hier winken Jobs in Schwerin – das sind 20 größten Arbeitgeber in Mecklenburg-Vorpommern:

    • Aida Cruises (Rostock, Kreuzfahrten)
    • Nordex SE (WRostock, Windenergie)
    • Helios Kliniken Gruppe (Schwerin, Gesundheit)
    • Universitätsmedizin Rostock (Rostock, Gesundheit)
    • Deutsche Bahn AG (Schwerin, Verkehr)
    • Universitätsmedizin Greifswald (Greifswald, Gesundheit)
    • Deutsche Post DHL (Neubrandenburg, Nachrichtenübermittlung/Logistik)
    • Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum (Neubrandenburg, Gesundheit)
    • MV Werften Holdings (Wismar, Schiffbau)
    • Liebherr-MCCtec Rostock (Maritime Krantechnik)
    • Deutsche Seereederei (Rostock, Mischkonzern)
    • HN Holding (Parchim, Maschinenbau/Elektronik/Industrieservice/Hydraulik)
    • Unser Heimatbäcker (Pasewalk, Ernährung)
    • MediClin Mecklenburg-Vorpommern (Waren/Müritz, Gesundheit)
    • Netto (Stavenhagen, Einzelhandel)
    • Nordkurier Mediengruppe (Neubrandenburg, Verlagswesen)
    • KMG Kliniken (Güstrow, Gesundheit)
    • Stadtbäckerei Junge (Elmenhorst, Ernährung)
    • Braun Gruppe (Greifswald, Mischkonzern)
    • Dr. Oetker Tiefkühlprodukte (Wittenburg, Ernährung)
    [Quelle: Nord/LB, 19. Dezember 2019]

    Jobs Schwerin: Karriereaussichten und Wirtschaft

    Jobs in Schwerin schafft die Tourismusbranche in besonderem Maße. Schloss und Meer locken Jahr für Jahr Hunderttausende Besucher nach Schwerin. Die Stadt zählte zuletzt über 330.000 Übernachtungen in einem Jahr. Restaurants, Hotels und Pensionen sind voll, 46 Beherbungsbetriebe kümmern sich um Schwerins Gäste.

    Auch Lebensmittelmulti Nestlé hat Schwerin für sich entdeckt. Seit 2014 füllt er hier jährlich zwei Milliarden Kaffeekapseln ab. Für die Umwelt eine Katastrophe, für Schwerins Arbeitsmarkt ein Gewinn. 370 Mitarbeiter haben im größten Kaffeekapsel-Werk Nestlés in Europa Arbeit gefunden.

    Diese Branchen sind für Schwerin wichtig:

    • Tourismus
    • Maschinenbau und Automobilindustrie
    • Kunststoff
    • Ernährungswirtschaft
    • Luftfahrt
    • Gesundheit und Medizintechnik
    • IT und Datenverarbeitung

    IT Jobs Schwerin

    IT Jobs SchwerinAuffällig sind die vielen Call-Center-Dienstleister und IT-Unternehmen, die es in Schwerin gibt. Das Datenverarbeitungszentrum Mecklenburg-Vorpommern (DVZ) etwa ist IT-Dienstleister der Landesverwaltung und beschäftigt 550 Mitarbeiter (Stand: April 2020).

    Das DVZ hat unter anderem für diese Fachkräfte Jobs in Schwerin:

    Jobs Schwerin: Kosten, Lebenshaltung, Mietpreise

    Schwerin ist eine „Schwarmstadt“. Hierhin zieht es laut Analysehaus Empirica besonders viele 25- bis 34-Jährige. Der Grund ist klar: Die Stadt ist erstens lebenswert und zweitens längst nicht so teuer wie die großen Metropolen.

    Tatsächlich betragen die Mieten nur einen Bruchteil des Westniveaus. Laut Immowelt wurden 2018 für den Quadratmeter in Schwerin 6,80 Euro fällig. In München waren es über 18 Euro, in Frankfurt fast 14 Euro und in Hamburg und Berlin knapp 12 Euro.

    Im Vergleich mit anderen ostdeutschen Städten schneidet Schwerin aber gar nicht mehr so günstig ab. Zwar sind Dresden und Erfurt mit je 7,50 Euro klar teurer, aber in Leipzig, Rostock (je 6,60 Euro), Magdeburg und Cottbus (je 6,00 Euro) wohnt man noch billiger. Schnäppchenparadies Nummer eins ist Chemnitz mit 5,00 Euro pro Quadratmeter.

    Wer sich in Schwerin dauerhaft niederlassen will, muss 1.690 Euro pro Quadratmeter für den Immobilienkauf einplanen. Auch das ist im bundesweiten Vergleich ein sehr akzeptabler Preis, aber keineswegs unschlagbar günstig. Viele Mittelstädte im Westen – vom Ruhrgebiet über das Sauerland und den Niederrhein bis an die Küste in Niedersachsen – haben ein tieferes Preisniveau.

    Aber: In Rostock sind Wohnungen um Einiges teurer als in Schwerin. 2.800 Euro werden in Rostock für den Quadratmeter veranschlagt – Punkt für Schwerin.

    Jobs in Schwerin: Kontaktdaten und Servicestellen

    Sie wollen sich in Schwerin selbstständig machen, Ihre Steuererklärung abgeben oder Jobs in Schwerin suchen? Die wichtigsten Servicestellen hat Karrieresprung übersichtlich für Sie zusammengefasst:

    • Das Finanzamt Schwerin finden Sie hier.
    • Das Jobcenter Schwerin finden Sie hier.
    • Die IHK zu Schwerin finden Sie hier.
    • Die Handwerkskammer Schwerin finden Sie hier.
    • Jobs in Schwerin finden Sie in unserer Jobbörse.
    [Bildnachweis: Anibal Trejo by Shutterstock.com]

    Jobs in Saarbrücken: Aktuelle Stellenangebote im Saarland

    Das Saarland haben viele Arbeitnehmer gar nicht auf ihrem Radar. Dabei ist seine Hauptstadt keine schlechte Adresse. Gute Jobs in Saarbrücken gibt es zum Beispiel für Informatiker, Biotechnologen oder Logistiker. Und für alle, die französisch sprechen. Nachbar Frankreich ist nur einen Steinwurf entfernt. Er bringt all seine Vorzüge – und manche seiner Probleme – mit über die Grenze….

    Jobs Saarbrücken: Die Stadt

    Das Saarland hat nur knapp eine Million Einwohner. 180.000 davon leben in der Landeshauptstadt Saarbrücken. Sie ist damit auch die einzige Großstadt im Saarland.

    Landmarke ist die Ludwigskirche. Die evangelische Kirche, im 18 Jahrhundert erbaut, kann es mit dem Hamburger Michel und der Dresdner Frauenkirche aufnehmen. Sie zählt zu den wichtigsten Bauten des Barock in Deutschland.

    In Saarbrücken ist man mit einem Bein in Frankreich. Das ist sogar ganz wörtlich zu nehmen, wenn man sich auf dem Hauptfriedhof befindet. Der Friedhof, der ursprünglich für gefallene Soldaten des Ersten Weltkriegs errichtet wurde, liegt unmittelbar an der deutsch-französischen Grenze. Historisch belastet, aber heute ganz nah – der Ort steht symbolisch für das Verhältnis beider Länder.

    Frankreich ist in Saarbrücken ohnehin allgegenwärtig. Die Französische Industrie- und Handelskammer in Deutschland hat hier ihren Sitz, jeden Tag pendeln Tausende Franzosen mit Jobs in Saarbrücken zur Arbeit über die Grenze – und umgekehrt. In letzter Zeit lockt auch die Straßenprostitution viele Franzosen nach Saarbrücken – ein unschöner Nebenaspekt der Annäherung.

    Beliebte Wohnlagen in Saarbrücken sind Riegelsberg, Eschberg, Güdingen, Gersweiler und Altenkessel. Familien schätzen Sankt Arnual, viele neue Wohnungen entstehen in Alt-Saarbrücken. Die Brennpunkte finden sich in der Innenstadt: Johanneskirche, Hauptbahnhof und Kaiserviertel. Problematisch sind auch Teile von Burbach, Malstatt und Dudweiler.

    Jobs Saarbrücken: Der Arbeitsmarkt

    Im Regionalverband Saarbrücken waren im März 2020 genau 16.420 Menschen arbeitslos gemeldet. Das entspricht einer Arbeitslosenquote von 9,4 Prozent. Zum Regionalverband zählen neben der Landeshauptstadt Saarbrücken auch Völklingen sowie mehrere kleine Gemeinden. Insgesamt umfasst er ca. 330.000 Einwohner, davon leben 180.000 in Saarbrücken.

    Diese Städte und Gemeinden gehören zum Regionalverband Saarbrücken:

    • Friedrichsthal
    • Großrosseln
    • Heusweiler
    • Kleinblittersdorf
    • Püttlingen
    • Quierschied
    • Riegelsberg
    • Saarbrücken
    • Sulzbach
    • Völklingen

    Jeder zweite arbeitslose Saarländer wohnt damit in der Region Saarbrücken. Im ganzen Saarland beträgt die Arbeitslosenquote 6,4 Prozent (Stand: März 2020). In St. Wendel liegt sie bei 3,3 Prozent, in Merzig-Wadern bei 4,3 Prozent, im Saarpfalz-Kreis bei 4,8 Prozent, in Saarlouis bei 4,9 Prozent und in Neunkirchen bei 7,0 Prozent.

    Saarbrücken steht damit im saarländischen Vergleich mit Abstand am schlechtesten da. Allerdings handelt es sich auch um die einzige „echte“ Großstadt im Saarland – und in größeren Städten ballen sich erfahrungsgemäß auch die Probleme.

    Einstiegsgehälter und Gehaltsniveaus für Jobs in Saarbrücken

    Das Saarland liegt in punkto Gehalt im Mittelfeld. Ein Arbeitnehmer verdient hier nach Angaben der Gehaltsplattform gehalt.de durchschnittlich 42.750 Euro brutto im Jahr. Der Gesamtdurchschnitt Deutschlands von 45.000 Euro wird damit nicht ganz erreicht. Im Vergleich der 16 Bundesländer liegt das Saarland auf Rang 8.

    Vergleicht man die 16 Landeshauptstädte miteinander, ist das Ergebnis ganz ähnlich. Saarbrücken ist die Landeshauptstadt mit dem achthöchsten Gehaltsniveau. Arbeitnehmer mit Jobs in Saarbrücken verdienen im Schnitt 44.910 Euro. Saarbrücken zieht den saarländischen Schnitt also nach oben.

    Höher ist das Durchschnittsgehalt in den Landeshauptstädten Stuttgart, München, Düsseldorf, Wiesbaden, Hamburg, Mainz und Hannover. Niedriger ist es in Bremen, Berlin, Kiel, Dresden, Magdeburg, Erfurt, Potsdam und Schwerin.

    Das Mediangehalt in Saarbrücken liegt nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit bei 3.431 Euro im Monat. Median bedeutet, dass sich eine Hälfte der Gehälter über diesem Wert befindet und die andere Hälfte darunter. Der Vergleichswert für ganz Deutschland beträgt 3.209 Euro monatlich.

    Fach- und Führungskräfte kommen im Saarland nach Stepstone-Angaben sogar auf durchschnittlich 54.710 Euro pro Jahr. In Hessen, Baden-Württemberg und Bayern sind es über 60.000 Euro, in den ostdeutschen Bundesländern meist unter 45.000 Euro. Das Saarland liegt im Ranking auch vor Schleswig-Holstein und Niedersachsen – und nur knapp hinter Rheinland-Pfalz. Laut Xing-Gehaltsstudie können Fach- und Führungskräfte im Saarland sogar mit 66.678 Euro jährlich rechnen.

    Die wichtigsten Arbeitgeber in Saarbrücken

    Jobs in Saarbrücken zu vergeben – das sind die wichtigsten Arbeitgeber in Saarbrücken:

    • ZF Getriebe AG (Automotive)
    • Neue Halberg Guss (Automotive)
    • Bank 1 Saar
    • Saarländischer Rundfunk
    • Ursapharm Arzneimittel
    • SaarLB (Finanz)
    • Union Krankenversicherung AG
    • Adler Werbegeschenke
    • Scheer Gmbh (Beratung und Software)
    • Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes
    • Orbis AG (Beratung und Software)
    • Saarland Sporttoto (Glücksspiel)
    • Pluscard (Kreditkarten-Processing)
    • Saarbrücker Zeitung Verlag und Druckerei
    • VSE AG (Versorgungsunternehmen)
    • Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement
    • Juris (IT-Dienstleistungen und Verlag)
    • IMC AG (E-Learning)
    • Data One (Unternehmensberatung)
    • VSE Net (Telekommunikation)
    • MTD (Gartengeräte)
    • Saarstahl AG
    • Leffer (Stahl und Apparatebau)
    • Cosmos Direkt (Versicherung)
    • Pikon International Consulting AG
    • Klaus Faber AG (Handel)
    • Ergosign (UX Services)

    Die Liste der wichtigsten Arbeitgeber in Saarbrücken hier als PDF zum Downloaden und Ausdrucken – für Ihre Jobsuche.

    Die 50 größten Arbeitgeber im Saarland

    Jobs Saarbruecken Arbeitgeber SaarlandHier winken Jobs in Saarbrücken – das sind die 50 wichtigsten Industriebetriebe im Saarland:

    • ZF Getriebe AG
    • Saarstahl-Konzern
    • Ford Werke GmbH
    • AG der Dillinger Hüttenwerke
    • Robert Bosch GmbH
    • Festo AG und Co. KG
    • Schaeffler Technologies GmbH und Co. KG
    • Fresenius AG
    • Nestlé Wagner GmbH
    • Villeroy und Boch AA
    • Michelin Reifenwerke KGaA
    • Eberspächer GmbH und Co. KG
    • ThyssenKrupp System Engineering GmbH
    • Hager Electro GmbH
    • Nemak Dillingen GmbH & Co.KG
    • Gebrüder Meiser GmbH
    • Ludwig Schokolade GmbH & Co. KG
    • Bosch Rexroth AG
    • CQLT Saargummi Deutschland GmbH
    • VOIT Automotive GmbH
    • Baugruppe Peter Gross
    • OBG Gruppe
    • ThyssenKrupp Gerlach GmbH
    • Ursapharm Arzneimittel GmbH & Co. KG
    • Hörmann KG Freisen
    • Magna Exteriors GmbH
    • MAT Foundries Europe GmbH
    • Treofan Germany GmbH & Co. KG
    • Gusswerke Saarbrücken GmbH
    • Stahl- und Apparatebau Hans Leffer GmbH
    • Adient Saarlouis Ltd. & Co. KG
    • Diehl BGT Defence GmbH & Co. KG
    • Dillinger Fabrik gelochter Bleche GmbH
    • Dr. Theiss Naturwaren GmbH
    • Hörmann KG Eckelhausen
    • Hydac Filtertechnik GmbH
    • Hydac Fluidtechnik GmbH
    • Hydac Technology GmbH
    • Karlsberg Brauerei GmbH
    • Motus Headliner GmbH
    • Saar Stahlbau GmbH
    • Stahlwerk Bous
    • Brück GmbH
    • Alfred Becker GmbH
    • Casar Drahtseilwerk Saar GmbH
    • Dürr Assembly Products GmbH
    • Kunzler Fleischwarenfabrik GmbH & Co. KG
    • Lakal GmbH
    • Nedschroef Fraulautern GmbH
    • Saarbrücker Zeitung Verlag und Druckerei GmbH
    [Quelle: IHK Saarland, Stand: Januar 2020)]

    Jobs Saarbrücken: Karriereaussichten und Wirtschaft

    Das Saarland ist für manche der kleine Bruder des Ruhrgebiets. Früher ein wirtschaftliches Kraftzentrum der westdeutschen Industrie, heute durch den Strukturwandel schwer angeschlagen.

    Im Städteranking 2019 des Beratungsunternehmens IW Consult landete Saarbrücken im Vergleich von 71 deutschen Großstädten auf Platz 57 – kein Ruhmesblatt. Vor allem der Arbeitsmarkt in Saarbrücken schwächelt. Erfreulich ist, dass sich die Beschäftigungsrate der Frauen in den vergangenen Jahren spürbar gesteigert hat.

    Wer Jobs in Saarbrücken sucht, sollte vielleicht nicht nur in der Privatwirtschaft suchen. Saarbrücken ist immerhin Landeshauptstadt, Sitz des Regionalverbandes Saarbrücken und wichtiger Verwaltungsstandort.

    Etliche Behörden haben hier ihren Sitz. Stark vertreten sind beispielsweise die Bundesnetzagentur, die Bundespolizei, der Rechnungshof des Saarlandes und die Französische Außenhandelskammer in Deutschland. Dazu kommen fast ein Dutzend Gerichtshöfe, darunter der Verfassungsgerichtshof des Saarlandes, das Saarländische Oberlandesgericht und das Finanzgericht des Saarlandes.

    Stadt Saarbrücken Jobs

    Stadt Saarbruecken JobsMehr als 2.700 Menschen arbeiten in der Saarbrücker Stadtverwaltung – in sozialen, technischen oder Verwaltungsberufen.

    Zuletzt hatte die Stadt unter anderem diese Jobs in Saarbrücken zu vergeben (Stand: April 2020):

    Für Wissenschaftler ist Saarbrücken ebenfalls eine gute Adresse. Die Stadt beherbergt insgesamt sieben Hochschulen und diverse Forschungseinrichtungen wie das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz, mehrere Fraunhofer- und Max-Planck-Institute.

    Im Mai 2019 eröffnete Automobilzulieferer ZF, mit 8.400 Beschäftigten der größte Arbeitgeber Saarbrückens, auf dem Campus der Saar-Uni ein neues Technologiezentrum für Künstliche Intelligenz und Datensicherheit. 100 Top-Forscher sollen eingestellt werden.

    Und die Zukunft des ZF-Werks in Saarbrücken scheint vorerst ebenfalls gesichert. BMW lässt die nächste Generation des Achtgang-Automatikgetriebes in Saarbrücken fertigen. Die Automobilindustrie ist auch weiterhin der wichtigste Baustein im Wirtschaftsmix Saarbrückens. Als Zukunftscluster wurden in Saarbrücken identifiziert:

    • Information und Kommunikation
    • Bio- und Gentechnologie
    • Bildung und Weiterbildung
    • Automobil
    • Logistik

    Jobs Saarbrücken: Kosten, Lebenshaltung, Mietpreise

    Besonders teuer ist es im Saarland nicht. So lag die Medianmiete laut Immowelt im Jahr 2018 bei 7,50 Euro pro Quadratmeter. Im Vorjahr waren es noch 7,30 Euro. Das entspricht einem Preisanstieg von drei Prozent – überschaubar im Vergleich zu anderen Städten.

    In Mannheim zum Beispiel sprangen die Mieten im gleichen Zeitraum um acht Prozent in die Höhe, in Heidelberg um 13 Prozent.

    Im Fünfjahresvergleich aber steht Saarbrücken gar nicht mehr so gut da. Zwischen 2012 und 2017 stiegen die Mietpreise um 20 Prozent – und damit schneller als in Mannheim (17 Prozent) und Heidelberg (7 Prozent).

    Und dennoch: Wohnungen in Saarbrücken sind noch für weit unter zehn Euro pro Quadratmeter zu haben – in anderen Großstädten undenkbar. Wer eine Immobilie in Saarbrücken kaufen möchte, muss laut Immowelt 1.540 Euro für den Quadratmeter auf den Tisch legen.

    Damit zählt Saarbrücken sogar zu den günstigsten Städten in Westdeutschland. So liegen die Kaufpreise in Städten wie Frankfurt, Hamburg oder Stuttgart jenseits der 4.000-Euro-Marke pro Quadratmeter.

    In Trier, das 100 Kilometer nördlich von Saarbrücken liegt, werden 2.720 Euro fällig, in Mannheim 2.570 Euro und in Ludwigshafen 1.940 Euro. In Heidelberg sind es sogar 3.250 Euro. Innerhalb der Region ist nur Kaiserslautern ähnlich günstig wie Saarbrücken. Hier gibt es den Quadratmeter schon für 1.450 Euro käuflich zu erwerben.

    Jobs in Saarbrücken: Kontaktdaten und Servicestellen

    Sie wollen sich in Saarbrücken selbstständig machen, Ihre Steuererklärung abgeben oder Jobs in Saarbrücken suchen? Die wichtigsten Servicestellen hat Karrieresprung übersichtlich für Sie zusammengefasst:

    • Das Finanzamt Saarbrücken finden Sie hier.
    • Das Jobcenter im Regionalverband Saarbrücken finden Sie hier.
    • Die IHK Saarland finden Sie hier.
    • Die Handwerkskammer des Saarlandes finden Sie hier.
    • Jobs in Saarbrücken finden Sie in unserer Jobbörse
    [Bildnachweis: Simon Dux by Shutterstock.com]

    Jobs Ulm: Aktuelle Stellenangebote in Ulm und Umgebung

    jobs ulm vollzeit teilzeit

    Wer hoch hinaus will, geht nach Ulm. Das Bild passt, immerhin steht hier mit dem Ulmer Münster der höchste Kirchturm der Welt. Wirtschaftlich ist die Stadt ebenfalls eine Größe. Karriereperspektiven gibt es für IT-Spezialisten, Mediziner, Pharmazeuten, Logistiker oder Maschinenbauer. Wissenschaftler fühlen sich in der alten Universitätsstadt ohnehin wohl. Hier geht es zu den besten Jobs in Ulm

    Jobs Ulm: Die Stadt

    Ulm markiert die Grenze zwischen Baden-Württemberg und Bayern. Ulm liegt auf der baden-württembergischen, die Schwesterstadt Neu-Ulm auf der bayerischen Seite. Der Ulmer Münster hat alles im Blick. Mit über 160 Metern gilt der Kirchturm als der höchste der Welt.

    Den gotischen Turm kennt man. Die eine oder andere Überraschung hat die Stadt aber in petto. Oder wussten Sie, dass Hildegard Knef gar kein Berliner Original war? In Wahrheit war die Knef eine gebürtige Ulmerin. Das trifft auch auf den berühmtesten Sohn der Stadt zu, Physiker-Legende Albert Einstein.

    Und was Pisa sein schiefer Turm, ist den Ulmern ihr Schiefes Haus. Das Fachwerkhäuschen liegt direkt am Flüsschen Blau und weist eine bedrohliche Neigung von rund zehn Prozent auf. Heute wird es als Hotel genutzt.

    Ulm ist eine wachsende Universitätsstadt und nicht ganz billig. Als beste Wohnlagen gelten die vier „Berge“: Kuhberg, Safranberg, Galgenberg und Michelsberg.

    Jobs Ulm: Der Arbeitsmarkt

    Ulm ist ein echter Geheimtipp für alle, die einen guten Job suchen. Die Stadt belegt in den Städterankings regelmäßig die vorderen Plätze – und keiner kriegt es mit.

    Das spiegelt sich auch in der Arbeitslosenquote von 3,5 Prozent (Stand: März 2020) wieder. In der Universitätsstadt gibt es offiziell knapp 2.500 Arbeitslose – das ist bei einer Einwohnerzahl von rund 120.000 extrem wenig. Die Stadt brüstet sich damit, nicht weniger als 80.000 Arbeitsplätze aufzuweisen.

    Ende 2018 lag die Arbeitslosigkeit sogar noch niedriger – bei 3,2 Prozent. Erfahrungsgemäß steigt sie zu Jahresbeginn an, weil befristete Verträge auslaufen oder witterungsabhängige Branchen weniger Umsatz machen.

    Insgesamt wies der Ulmer Bezirk der Bundesagentur für Arbeit im Jahr 2019 sogar nur eine durchschnittliche Arbeitslosenquote von 2,4 Prozent auf. Zum Bezirk zählen auch der Alb-Donau-Kreis und der Landkreis Biberach. Damit steht der Ulmer Bezirk von allen 19 Agenturbezirken in Baden-Württemberg am besten da.

    Gesucht werden unter anderem:

    Jobs Ulm: Einstiegsgehälter und Gehaltsniveaus

    In Baden-Württemberg lässt sich gutes Geld verdienen. Sogar sehr gutes. Nach Angaben der Plattform gehalt.de beträgt das Durchschnittsgehalt hier 48.870 Euro brutto im Jahr. Höher ist es nur in Hessen.

    Absolventen steigen nach der Uni in Baden-Württemberg mit durchschnittlich 50.109 Euro in den Beruf ein. Die 50.000-Euro-Marke überspringt kein anderes Bundesland – außer Hessen. Lehrlinge starten nach der Ausbildung in Baden-Württemberg mit 33.418 Euro in den Beruf.

    Gut sind die Gehaltsaussichten auch in der Universitätsstadt Ulm. Für einen sozialversicherungspflichtig Vollzeitbeschäftigten mit einem Job in Ulm beträgt das Medianeinkommen laut Bundesagentur für Arbeit 3.650 Euro brutto im Monat. Damit liegt Ulm nur knapp hinter Heidelberg (3.718 Euro) und Karlsruhe (3.682 Euro), aber klar vor Freiburg (3.471 Euro) oder Pforzheim (3.249 Euro).

    Enteilt ist lediglich die Landeshauptstadt Stuttgart. Dort können Beschäftigte sogar mit 4.351 Euro monatlich rechnen.

    Jobs Ulm: Die wichtigsten Arbeitgeber

    Diese Unternehmen schaffen Jobs in Ulm:

    • ABM Mess-Service (Immobiliendienstleister)
    • Albert Handtmann Holding (Maschinenbau)
    • Airbus Defence and Space (Militärische Luftfahrt)
    • Axians IT Solutions (IT-Dienstleister)
    • Beiselen (Agrar-Großhändler)
    • Beurer (Elektrogeräte))
    • Boehringer Ingelheim (Pharma)
    • Bosch Rexroth (Maschinenbau)
    • Brauerei Gold Ochsen
    • Burgmaier Technologies (Automotive)
    • C.E. Noerpel (Logistik)
    • Dachser SE (Logistik)
    • Daimler TSS (Informationstechnologie)
    • Diehl Aircabin (Luftfahrzeugausrüstung)
    • Dodel Metallbau
    • Dr. Horn Unternehmensberatung
    • Einmaleins Büro für Gestaltung
    • Erwin Halder KG (Werkstückspannung)
    • Esta Apparatebau
    • Feinguss Blank
    • Gustav Gerster GmbH (Textil)
    • GWO Genossenschaft für Wohnungsbau
    • Harmann Becker (Automotive)
    • Hartmetall-Werkzeugfabrik Andreas Maier
    • Häwa GmbH (Schaltschränke)
    • Hensoldt (Rüstung)
    • Hermann Bantleon (Schmierstoffe)
    • Höhn GmbH (Verpackungen)
    • Husqvarna/Gardena (Gartengeräte)
    • IT-Informatik (IT-Beratung)
    • Julius Gaiser (Energieversorgung)
    • Kamag Transporttechnik
    • Karosseriefabrik Biberach
    • Kässbohrer Geländefahrzeug
    • KMK Miller (Metallwerke)
    • Kreissparkasse Biberach
    • Liebherr-International Deutschland (Baumaschinen)
    • Liqui Moly (Schmierstoffe)
    • Matthäus Schmid Bauunternehmen
    • Max Weishaupt (Feuerungstechnik)
    • Max Wild (Logistik)
    • Mayser GmbH (Sicherheitstechnik)
    • Medica Medizintechnik
    • Nagel-Baumaschinen/Nagel-Werkzeugmaschinen
    • Recordati Pharma
    • Sapa Building Systems
    • Schwäbische Härtetechnik Ulm
    • Seeberger (Nahrungsmittel)
    • Seifert Logistics Group
    • Siemens AG
    • Sparkasse Ulm
    • Sudhoff Technik
    • Südpack Verpackungen
    • Südwest Presse (Tageszeitung)
    • SWU Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm
    • Teva GmbH (Pharma)
    • Thales Electronic Systems
    • Tries GmbH (Hydraulikprodukte)
    • Uhlmann Pac-Systeme (Verpackungen)
    • Uzin Utz AG (Fußbodentechnik)
    • Volksbank Ulm-Biberach
    • Vollmer Werke Maschinenfabrik
    • Wölfle GmbH (Elektrotechnik)
    • Zubler Gerätebau

    Die 10 besten Mittelständler

    Jobs Ulm ArbeitgeberIT-Dienstleister Exxcellent Solutions ist der beste mittelständische Arbeitgeber Ulms. Das sagt zumindest Bewertungsplattform Kununu, die anhand von Mitarbeiterbewertungen Mitte 2019 ein Ranking erstellt hat. Demnach sind dies die 10 attraktivsten Mittelständler Ulms:

    • Exxcellent Solutions (IT-Dienstleistungen)
    • Evomotiv (Automotive)
    • Liqui Moly (Öle und Schmierstoffe)
    • Uzin Utz AG (Industrie)
    • Inway Systems (IT-Dienstleistungen)
    • Engineering People (Beratungsdienstleistungen)
    • Ingenics Services (Personalvermittlung)
    • Beurer (Sport/Fitness/Beauty)
    • Ingenics AG (Consulting)
    • Volksbank Ulm-Biberach (Finanzen)

    Auch das 20.000-Einwohner-Städtchen Laupheim beherbergt eine Reihe attraktiver Arbeitgeber. Laupheim ist nur 25 Kilometer von Ulm entfernt. Hier eine Auswahl:

    • Aerosol-Abfüller und Verpackungsspezialist Colep
    • Pistenbully-Hersteller Kässbohrer
    • Verpackungsmaschinenhersteller Uhlmann
    • das Unternehmen Fischer Kunststoff Präzision
    • Airbus-Zulieferer Diehl Aircabin

    Für Diehl Aircabin in Laupheim arbeiten beispielsweise:

    Tipp: Hier auf Karrieresprung finden Sie viele aktuelle Stellenangebote für Jobs in Ulm und Umgebung.

    Jobs Ulm: Karriereaussichten und Wirtschaft

    Einer der berühmtesten Sohne der Stadt ist Conrad Dietrich Magirus. Im 19. Jahrhundert erfand er in Ulm die fahrbare Feuerwehrleiter. Eine lebensrettende Erfindung – und der Startschuss für Ulms wirtschaftlichen Siegeszug. Feuerwehr-Drehleitern werden hier noch immer hergestellt.

    Die wichtigsten Branchen der regionalen Wirtschaft sind:

    • Nutzfahrzeuge
    • Elektrotechnik
    • Pharmazie
    • Baustoffe Metallverarbeitung

    Der Wirtschaftsmix der Stadt ist in der Tat beeindruckend. Es gibt große Konzerne, viele mittelständische Unternehmen, Zulieferer und Dienstleister, Produzenten – und eine starke Wissenschaftslandschaft. Die Universität Ulm hat ihre Schwerpunkte in:

    • Medizin
    • Elektrochemie
    • Kommunikationstechnik
    • Intelligente Mobilität

    Speziell die Logistikbranche genießt in Ulm gute Rahmenbedingungen. Hier kreuzen sich die beiden großen Autobahnlinien 7 und 8. Der Weg in die Nachbarländer ist kurz, sogar der ICE macht am Bahnhof Halt.

    Dass Ulm zur (heimlichen) urbanen Elite Deutschlands zählt, zeigt sich zudem am Städteranking 2019 von IW Consult. Ulm liegt hier auf Platz 8 von 71 untersuchten Großstädten.

    Vor allem für den brummenden Arbeitsmarkt gab es kräftig Punkte. Die Lebensqualität ist hoch, die Zukunftsaussichten rosig. Die Stadt zieht Industrie 4.0-Arbeitsplätze, Ingenieure und andere MINT-Fachkräfte an.

    Kosten, Lebenshaltung, Mietpreise in Ulm

    Gute Nachrichten kommen auch aus dem Immobiliensektor. Von 2017 bis 2018 sind die Mieten in Ulm nur um durchschnittlich 1 Prozent gestiegen. Das geht aus einer Auswertung der Plattform Immowelt hervor. In anderen Städten gingen die Preise im gleichen Zeitraum zweistellig in die Höhe – etwa in Erlangen, Heidelberg und Heilbronn.

    Während Mieter 2017 noch 9,80 Euro pro Quadratmeter zahlen mussten, waren es ein Jahr später 9,90 Euro. Damit liegt das Ulmer Mietniveau deutlich unter dem anderer Städte im Südwesten. In Freiburg zahlen Mieter 12,00 Euro, in Heidelberg ebenfalls 12,00 Euro, in Stuttgart sogar 12,50 Euro. Heilbronn und Reutlingen liegen mit 9,80 Euro auf dem Ulmer Niveau.

    Der Mietpreis hängt immer von verschiedenen Parametern ab – dem Baujahr, der Lage oder der Wohnungsgröße vor allem. Hier zeigt Immowelt für den Februar 2019 durchschnittliche Quadratmeterpreise in Ulm zwischen 9,00 und 11,50 Euro an.

    Verteuert haben sich kleine Wohnungen von bis zu 40 Quadratmetern. Während sie 2017 noch für 330 Euro zu haben waren, kosteten sie ein Jahr später schon 370 Euro – und damit zwölf Prozent mehr. So viel kosten Studentenbuden auch in Augsburg oder Tübingen.

    Jobs in Ulm: Kontaktdaten und Servicestellen

    Sie wollen sich in Ulm selbstständig machen, Ihre Steuererklärung abgeben oder Jobs in Ulm suchen? Die wichtigsten Servicestellen hat Karrieresprung übersichtlich für Sie zusammengefasst:

    • Ihr Finanzamt Ulm finden Sie hier.
    • Das Jobcenter Ulm finden Sie hier.
    • Die IHK Ulm finden Sie hier.
    • Die Handwerkskammer Ulm finden Sie hier.
    • Jobs in Ulm finden Sie in unserer Jobbörse.
    [Bildnachweis: LuisPinaPhotography by Shutterstock.com]

    Europass: Für die Bewerbung im europäischen Ausland

    europass-bewerbung-ausland

    Der Europass soll Jobsuchenden Hilfestellung geben – in ganz Europa. Bewerber, die sich länderübergreifend um eine Stelle bemühen, können ihre Qualifikationen besser vermitteln. Auch Unternehmen haben Vorteile, können sie Kandidaten damit besser vergleichen. Der Europass besteht aus insgesamt fünf Dokumenten. Manche lassen sich ganz bequem am Rechner erstellen, für andere muss man Arbeitgeber und Schulen kontaktieren. So bekommen Sie alles, was Sie brauchen…

    Europass Definition

    Politisch ist die EU seit Jahren im permanenten Krisenmodus. Angetreten war sie einst, um den europäischen Kontinent zusammenzuführen – auch die Arbeitsmärkte der einzelnen Länder. Viele bewerten die Arbeitnehmerfreizügigkeit innerhalb der EU auch als großen Erfolg. Ein Deutscher, der sich in Spanien bewirbt oder ein Italiener, der in Frankreich arbeiten will – nichts Besonderes mehr, sondern längst Selbstverständlichkeiten.

    Ein kleiner, aber feiner Baustein in diesem Gefüge ist der Europass. Der Europass ist ein kostenloser Service der Europäischen Union. Er soll den Europäern auf einem europäischen Arbeitsmarkt unter die Arme greifen. Er soll seinem Besitzer helfen, sich angemessen präsentieren und eine Stelle im europäischen Ausland ergattern zu können, indem er Qualifikationen und Kompetenzen transparent macht.

    Der Europass besteht aus insgesamt fünf Dokumenten. Man muss aber keineswegs alle fünf erstellen bzw. beantragen, sondern kann auch nur ein einziges oder mehrere der fünf Dokumente bei einer Bewerbung nutzen – ganz so, wie es in der jeweiligen Situation sinnvoll ist.

    Zielgruppen des Europasses sind:

    • Arbeitsuchende
    • Schüler und Studenten
    • Arbeitgeber
    • Lehrer und Ausbilder
    • Hochschulen

    Für die Unternehmen bietet der Europass ebenfalls Vorteile: Sie können Bewerber besser miteinander vergleichen, ihre Kompetenzen bequemer gegenüberstellen. Immerhin unterscheiden sich die formalen Rahmenbedingungen von Land zu Land. Der Europass gleicht das Spielfeld gewissermaßen an. Er ist übrigens auch ein Mittel, um Diskriminierungshürden abzubauen.

    Der Europass ist wohlgemerkt freiwillig. Niemand wird gezwungen, ihn im Rahmen einer Bewerbung vorzulegen. Auch sind die Europass-Dokumente nicht rechtsverbindlich. Bewerber sollten also auch weiterhin im Rahmen Ihrer Bewerbung Zeugnisse und Zertifikate vorlegen.

    Die 5 Europass-Dokumente

    Der Europass besteht insgesamt aus fünf einzelnen Dokumenten. Den Europass-Lebenslauf und Sprachenpass können Sie selbst am Rechner erstellen. Europass-Mobilität, Zeugniserläuterungen und Diplomzusatz werden von Einrichtungen der allgemeinen und beruflichen Bildung ausgestellt.

    Diese fünf Europass-Dokumente gibt es:

    Europass Lebenslauf

    Der Europass-Lebenslauf soll Ihre Qualifikationen und Kompetenzen „europaweit transparent und verständlich darstellen“. Er soll Ihnen die Bewerbung im europäischen Ausland erleichtern. Diese Kategorien können Sie ausfüllen:

    • Angaben zur Person
    • Art der Bewerbung
    • Berufserfahrung
    • Schul- und Berufsbildung
    • Persönliche Fähigkeiten
    • Muttersprache(n)
    • Fremdsprache(n)
    • Kommunikative Fähigkeiten
    • Organisations- und Führungstalent
    • Berufliche Fähigkeiten
    • Digitale Fähigkeiten

    Auch Bewerbungsfoto, sonstige Fähigkeiten, Führerschein, zusätzliche Informationen und Anlagen können Sie angeben oder hochladen.

    Europass Sprachenpass

    Der Sprachenpass gibt Arbeitgebern Auskunft über Ihre Fremdsprachenkenntnisse. Sie bewerten Ihr Sprachverständnis wohlgemerkt selbst – in den Kategorien Verstehen, Sprechen und Schreiben. Bleiben Sie aber bei der Wahrheit. Sprachschwindler werden im Vorstellungsgespräch oder Arbeitsalltag schnell enttarnt. Auch bringt es Ihnen selbst nichts, wenn Sie sich mit fließenden Französischkenntnissen in Frankreich bewerben, aber mit Ihren Kollegen kaum kommunizieren können.

    Sie können Muttersprache(n) und Fremdsprachen wählen und sich dabei in sechs Kategorien (PDF) einstufen:

    • A1: Elementares Sprachverständnis. Sie verfügen über Grundkenntnisse. Einzelne Wörter und ganz einfache Sätze können Sie verstehen und sich auf einfach Art verständigen.
    • A2: Elementares Sprachverständnis. Sie können einfache Sätze verstehen, kurze Texte lesen und sich in einfachen Situationen verständigen.
    • B1: Selbstständige Sprachverwendung. Sie können Gespräche über Themen führen, die Ihnen bekannt sind, sich zusammenhängend äußern, Ihre Meinung kundtun und die meisten Situationen bewältigen.
    • B2: Selbstständige Sprachverwendung. Sie verstehen auch längere Redebeiträge und Vorträge. Aktuelle Artikel und Berichte können Sie lesen, ein normales Gespräch mit einem Muttersprachler führen sowie klare und detaillierte Texte über Themen schreiben, die Sie interessieren.
    • C1: Kompetente Sprachverwendung. Sie können längeren Redebeiträgen folgen, auch wenn sie nicht klar strukturiert sind. Lange, komplexe Sachtexte verstehen Sie und Sie drücken sich spontan und fließend aus. Sie können komplexe Sachverhalte ausführlich darstellen und sich schriftlich klar und gut und strukturiert ausdrücken.
    • C2: Kompetente Sprachverwendung. Sie haben keinerlei Schwierigkeiten, gesprochene Sprache zu verstehen und können jede Art von geschriebenen Texten mühelos lesen. An Gesprächen und Diskussionen beteiligen Sie sich mühelos, stellen Sachverhalte klar und flüssig und angemessen dar und verfassen anspruchsvolle Artikel und Berichte.

    Europass Mobilität

    Der Europass Mobilität umschreibt die Kenntnisse, Fähigkeiten und Kompetenzen, die man während eines Lernaufenthaltes im europäischen Ausland erworben hat. Zum Beispiel bei einem…

    • Praktikum
    • Studiensemester (Erasmus-Programm)
    • Freiwilligenarbeit in einer gemeinnützigen Einrichtung

    Den Europass Mobilität füllen Sie nicht selbst aus, sondern zwei Partnerorganisationen – eine im Herkunftsland und die zweite im Gastland. Dabei kann es sich um Schulen, Hochschulen, andere Bildungseinrichtungen, Unternehmen oder Nichtregierungsorganisationen handeln. Sie bitten praktischerweise die jeweilige Organisation, sich an das zuständige Nationale Europass-Zentrum zu wenden.

    Europass Zeugniserläuterung

    Das Dokument beschreibt die Kenntnisse, Fertigkeiten und Fähigkeiten, die auf einem beruflichen Abschlusszeugnis aufgeführt sind. Die Zeugniserläuterungen ergänzen die Original-Zeugnisse und sollen den Arbeitgebern helfen, ihren Inhalt besser zu verstehen.

    Erhalten kann sie jeder, der über ein berufliches Abschlusszeugnis verfügt. Dazu zählen Abschlüsse einer Berufsausbildung, dualen Ausbildung oder auch einer Weiterbildung.

    Die Zeugniserläuterungen sind kein Ersatz für das Originalzeugnis und garantieren keine automatische Anerkennung.

    Diplomzusatz (Diploma Supplement)

    Das Diploma Supplement beschreibt Kenntnisse, Fertigkeiten und Fähigkeiten, die Hochschulabsolventen erworben haben. Es ergänzt die Original-Hochschulzeugnisse und hilft Arbeitgebern im europäischen Ausland, die Angaben besser zu verstehen.

    Alle Hochschulabsolventen können einen Diplomzusatz beantragen – und zwar bei der Hochschule, die auch das Original-Abschlusszeugnis ausgestellt hat. Auch für das Diploma Supplement gilt: Es ist kein Ersatz für das Original-Zeugnis und garantiert keine Anerkennung des Zeugnisses im Ausland.

    Europass erstellen und beantragen

    Den Europass können Interessierte seit 2004 kostenlos erstellen. Seitdem sind allein 150 Europass-Lebensläufe erstellt worden – 25 Millionen davon im Jahr 2019. Am 15. November 2019 wurde zudem der 300.000 Mobilitätspass verliehen

    Der Europass ist mittlerweile in 29 Sprachen verfügbar – zuletzt kam im April 2019 serbisch hinzu. Die erste Anlaufstelle für alle Interessenten ist das Nationale Europass-Zentrum im jeweiligen Heimatland. Davon gibt es insgesamt 38 in ganz Europa.

    Das deutsche Europass-Zentrum befindet sich in Bonn. Belgien verfügt sogar über drei nationale Europass-Zentren, um die drei Sprachgemeinden zu versorgen: die flämische, französische und deutschsprachige. Sie können einen Europass-Lebenslauf und Sprachenpass auf der Homepage des European Centre for the Development of Vocational Training (CEDEFOP) kostenlos erstellen und abspeichern.

    Die anderen drei Europass-Dokumente können Sie nicht selbst anfertigen. Den Mobilitätspass stellen Ihnen zwei Partnerorganisationen – eine im Herkunftsland und eine im Gastland – aus. Das Diploma Supplement wird von der Hochschuleinrichtung ausgestellt, die auch das Original-Hochschulzeugnis ausstellt. Für die Zeugniserläuterungen hat jedes Land Nationale Verzeichnisse der Zeugniserläuterungen angelegt. Im Zweifel wenden Sie sich an das deutsche Europass-Zentrum in Bonn (Kontaktdaten siehe Kasten unterhalb dieses Absatzes).

    Der Lebenslauf ist dabei der wohl wichtigste Teil einer Bewerbung. Arbeitgeber können anhand der Lebensläufe Fakten und Kompetenzen vergleichen, daher kommt ihnen eine besondere Bedeutung zu. Sie können den Europass-Lebenslauf auch unabhängig vom Sprachenpass oder Diploma Supplement für Ihre eigenen Bewerbungen nutzen. Die Vorlage auf der Homepage ist vergleichsweise leicht auszufüllen, die Menüs sind recht übersichtlich. Über die Vorschau können Sie sich Ihren Lebenslauf vorab ansehen und speichern. Sie können außerdem ein Bewerbungsfoto hinzufügen, sonstige Fähigkeiten angeben und weitere Anhänge uploaden.

    Auch ist es möglich, ein Foto oder Anhänge zum Lebenslauf direkt aus Ihrem Cloud-Konto hochzuladen. Sie können Ihren Lebenslauf in der Cloud speichern und von Freunden oder Verwandten korrigieren lassen. Zusammen mit der Blindenstudienanstalt Thessaloniki wurde darüber hinaus ein barrierefreier Lebenslauf-Editor entwickelt, mit dem auch Sehbehinderte ganz bequem einen Europass-Lebenslauf am Rechner erstellen können. Der Lebenslauf-Editor lässt sich sogar am Smartphone relativ komfortabel nutzen.

    Einen Extra-Service gibt es für all jene, die sich in Großbritannien bewerben wollen. Wer seinen Europass-Lebenslauf online erstellt, kann ihn nun auch auf der Jobbörse CVLibrary hochladen.

    Sie können die die Dokumente in elektronischer, aber auch in Papierform verwenden. Nur der Europass Mobilität ist in Deutschland ausschließlich in Papierform das Original. Wenn Sie sich elektronisch bewerben, bringen Sie das ausgefüllte Originaldokument mitsamt Stempel und Unterschriften der Entsende- und Gastorganisation mit.

    Grundsätzlich gilt: Der Europass erleichtert die Erstellung des Lebenslaufs. Bewerber sollten aber auch hier darauf achten, dass die Angaben zur angestrebten Stelle passen.
    Ein Beispiel für einen Europass-Lebenslauf finden Sie hier.

    Kontakt: Bei Fragen hier melden!

    Europass Fragen BeratungDas deutsche Europass-Zentrum befindet sich in Bonn. Interessenten können sich telefonisch oder per E-Mail beraten lassen. Dies sind die Kontaktdaten:

    • Telefon: +49 (0)228 107-1645, -1672
    • E-Mail: europass[at]bibb(dot)de
    • Postadresse:
      Nationales Europass Center (NEC) in der
      Nationalen Agentur Bildung für Europa
      beim Bundesinstitut für Berufsbildung (NA beim BIBB)
      Robert-Schuman-Platz 3
      53175 Bonn

    Europass Vorteile

    Nein, für eine Bewerbung im Inland benötigen Sie ihn nicht. Auch ist der Europass keine Voraussetzung, um sich im Ausland bewerben zu können.

    Aber er kann dort Überzeugungsarbeit leisten. Die Dokumente zeigen einem potenziellen Arbeitgeber von Portugal bis Polen, mit wem er es genau zu tun hat. Und sie signalisieren echten Willen, die Stelle wirklich haben zu wollen. Sonst hätte man sich als Bewerber die Mühe wohl kaum gemacht.

    Zudem müssen Sie nicht alle fünf Dokumente organisieren, sondern können sich auf diejenigen beschränken, die Ihnen nützlich sind. Das kann im Einzelfall auch nur der Sprachenpass oder eine Zeugniserläuterung sein. Es kann aber auch passieren, dass einzelne Bestandteile sehr wohl obligatorisch sind. Wenn Sie sich zum Beispiel für ein Praktikum im Ausland bewerben, könnte der Arbeitgeber von Ihnen die Vorlage des Diploma Supplement und/oder der Zeugniserläuterungen verlangen.

    Immerhin wurden nach Angaben der Europäischen Kommission europaweit schon 150 Millionen Europass-Lebensläufe erstellt. Das liegt vermutlich auch an der Einfachheit. So liegt der Lebenslauf im gut integrierbaren XML-Format vor und kann außerdem als PDF-Datei ausgegeben werden.

    Das sind weitere Vorteile des Europasses:

    • Mann kann ihn relativ schnell und einfach erstellen.
    • Er ist international einheitlich.
    • Er bietet eine gute Vergleichbarkeit über Ländergrenzen hinweg.

    Europass Nachteile

    Fragen Sie mal Ihre Eltern, Nachbarn oder Freunde, ob Sie schon mal etwas vom Europass gehört haben? Vermutlich nicht. Vielleicht halten sie ihn sogar für eine Bahnfahrkarte.

    Das verdeutlicht schon, dass sich der Europass bislang nicht auf breiter Front durchgesetzt hat. Er hat die länderspezifischen Bewerbungen keineswegs ersetzt. Von der europaweit einheitlichen Bewerbung sind wir genauso weit entfernt wie von einem vereinigten Europa.

    Wer sich in Spanien bewerben möchte, beachtet die Anforderungen der spanischen Arbeitgeber – und bewirbt sich in der Regel auf spanisch. Bei einem alteingesessenen französischen Unternehmen klopft man besser nicht auf englisch an. Aber: Genau da kann der Europass natürlich helfen…

    Der zweite große Nachteil: Der Europass würgt Kreativität ab. Er macht es Bewerben schwerer, sich positiv von der Konkurrenz abzuheben.

    Das Prinzip kennen Bewerber von Online-Bewerbungsformularen. Sie ähneln mitunter einem Korsett. Es gibt ein Design, von dem nicht abgewichen werden kann. Außergewöhnliche, kreative oder mutige Bewerbungen sind so schwierig bis unmöglich. Die Individualität eines Bewerbers kommt oftmals zu kurz.

    Europass Länder

    Der Europass ist in allen EU-Mitgliedsländern eingeführt, außerdem in Großbritannien, Norwegen, Island, Liechtenstein, der Schweiz, Nordmazedonien, Montenegro, Serbien und der Türkei.

    Am beliebtesten ist er in Italien. Die Italiener haben nach offiziellen Angaben schon 37 Millionen Lebensläufe online erstellt – das ist mit weitem Abstand der erste Rang. Dahinter folgen Portugiesen (c.a 24 Mio.), Rumänen (knapp 10 Mio.), Spanier (9,6 Mio.), Ungarn (5,2 Mio.) und Deutsche (4,3 Mio.).

    In diesen Ländern können die Europass-Dokumente genutzt werden:

    • Belgien
    • Bulgarien
    • Montenegro
    • Tschechien
    • Dänemark
    • Deutschland
    • Estland
    • Irland
    • Griechenland
    • Spanien
    • Frankreich
    • Kroatien
    • Island
    • Italien
    • Zypern
    • Lettland
    • Liechtenstein
    • Litauen
    • Luxemburg
    • Ungarn
    • Nordmazedonien
    • Malta
    • Niederlande
    • Norwegen
    • Österreich
    • Polen
    • Portugal
    • Rumänien
    • Schweiz
    • Slowenien
    • Slowakei
    • Serbien
    • Finnland
    • Schweden
    • Türkei
    • Vereinigtes Königreich
    [Bildnachweis: GaudiLab by Shutterstock.com]

    Tätigkeitsbeschreibung: Definition, Muster, Beispiele

    Taetigkeitsbeschreibung Bewerbung Tipps

    Eine Tätigkeitsbeschreibung taucht im Arbeitsvertrag eines Arbeitnehmers auf. Sie kann aber auch ein Instrument für Bewerber sein. So bietet sich eine Tätigkeitsbeschreibung an, wenn Sie sich verdeckt bewerben und den Namen Ihres aktuellen Arbeitgebers nicht nennen wollen. In dem Fall haben Sie vermutlich noch kein Arbeitszeugnis vorliegen und können Ihrer Bewerbung stattdessen eine Tätigkeitsbeschreibung beilegen. Darin listen Sie die Aufgaben, Projekte und Tätigkeiten auf, die Sie für Ihr aktuelles Unternehmen ausüben. Diese Strategie hat einige Vorteile…

    Tätigkeitsbeschreibung Definition

    Tätigkeitsbeschreibungen kennen Bewerber von der Jobsuche. Aus den Stellenanzeigen, in denen genau aufgeführt ist, welche Aufgaben und Tätigkeiten der künftige Mitarbeiter im Betrieb übernehmen soll.

    Davor hat das Unternehmen in der Regel eine Stellenbeschreibung vorgenommen. Die Tätigkeitsbeschreibung ist ein wesentlicher Bestandteil der Stellenbeschreibung (oder Arbeitsplatzbeschreibung). In einer Stellenbeschreibung definiert das Unternehmen – neben den Tätigkeiten – noch andere Aspekte einer Stelle. Zum Beispiel die Position des neuen Mitarbeiters im Organigramm, seine Vorgesetzten und Stellvertreter, seine Qualifikationen, Verantwortung und Befugnisse.

    Eine Tätigkeitsbeschreibung findet sich – nach erfolgter Einstellung – auch im Arbeitsvertrag wieder. Das Unternehmen legt damit fest, welche Leistung es von Ihnen erwartet. Als Arbeitnehmer sind Sie verpflichtet, die Tätigkeiten, die im Arbeitsvertrag fixiert wurden, zu erfüllen. Die Tätigkeitsbeschreibung im Arbeitsvertrag ist also rechtlich bindend, das macht sie so wichtig.

    Manchmal ist die Tätigkeitsbeschreibung im Arbeitsvertrag mit einem sogenannten Versetzungsvorbehalt verbunden, damit der Arbeitgeber Ihnen auch andere Aufgaben zuweisen kann. Faustregel: Ist die Tätigkeitsbeschreibung allgemeiner gehalten, verfügt der Arbeitgeber über mehr Spielraum.

    In rechtlichen Streitfällen kann die Tätigkeitsbeschreibung im Arbeitsvertrag äußerst relevant werden (siehe auch Kasten ganz unten). Etwa bei der Frage, ob der Arbeitnehmer seine arbeitsvertraglichen Leistungen auch wirklich erbracht hat. Mitunter ist die Tätigkeitsbeschreibung sogar bei der Frage von entscheidender Bedeutung, ob eine private Berufsunfähigkeitsversicherung für einen Arbeitnehmer einspringt.

    Auch im Zwischenzeugnis und Arbeitszeugnis eines Beschäftigten findet sich eine Beschreibung seiner Tätigkeiten wieder.

    Kurzum: Tätigkeitsbeschreibungen tauchen im Arbeitsalltag immer wieder auf. Sie bieten Orientierung, praktisch wie rechtlich. Darüber hinaus können Sie eine Tätigkeitsbeschreibung auch selbst verfassen und für die (geheime) Jobsuche nutzen. Karrieresprung zeigt Ihnen, was Sie dabei beachten sollten…

    Tätigkeitsbeschreibung statt Arbeitszeugnis für die Bewerbung

    Eine Tätigkeitsbeschreibung kann ein nützliches Hilfsmittel für Ihre Bewerbung sein. Sie können sie selbst formulieren und dann statt eines Arbeitszeugnisses Ihren Bewerbungsunterlagen beilegen. Sie bleibt aber stets nur eine Notlösung – selbst dann, wenn sie wunderbar formuliert ist.

    Mit einem Zwischenzeugnis oder Arbeitszeugnis kann sie es nicht aufnehmen. Schließlich werden die Zeugnisse vom Arbeitgeber ausgestellt – einer Quelle, die eine höhere Glaubwürdigkeit innehat. Die Tätigkeitsbeschreibung, die Sie Ihrer Bewerbung beilegen, formulieren Sie dagegen selbst – das schmälert zweifellos ihren Wert. Kleine Nebenbemerkung: In der Realität schreiben viele Arbeitnehmer auch ihre Praktikums- oder Arbeitszeugnisse selbst. Nur weiß das ein späterer Arbeitgeber im Einzelfall nicht.

    Außerdem geht aus einem Zwischen- oder Arbeitszeugnis der Arbeitgeber konkret hervor. Dies ist selbstredend nicht ganz unwichtig. Ein Anruf bei ihm genügt und man kann prüfen, ob die Angaben im Zeugnis stimmen.

    Nun können Bewerber ihr aktuelles Unternehmen auch mit vollem Namen nennen, wenn sie eine Tätigkeitsbeschreibung verfassen. Aber das macht keinen Sinn. Die selbst verfasste Tätigkeitsbeschreibung kommt zum Einsatz, wenn man verdeckt nach einem Job sucht. Und in diesem Fall verzichtet man besser darauf. Ein Anruf beim jetzigen Chef könnte höchst unangenehm ausfallen…

    Welchen Wert hat die Tätigkeitsbeschreibung dann überhaupt? Völlig unbrauchbar ist sie keineswegs. Sie hilft, ihr Bewerberprofil zu komplettieren, verleiht Ihrer Bewerbung den Feinschliff.

    Einem erfahrenen Personalmanager dient sie zugleich als Wink mit dem Zaunpfahl. „Hallo, ich bewerbe mich diskret. Das berücksichtigen Sie hoffentlich!“ Sie bewerben sich demnach aus einer ungekündigten Stelle heraus. Das ist ein klarer Vorteil für Sie. Es steigert Ihren Marktwert und stärkt Ihre Verhandlungsposition.

    Tätigkeitsbeschreibung Inhalt

    Mit einer Tätigkeitsbeschreibung können Sie eine Wartezeit überbrücken. Es soll ja Arbeitgeber geben, die sich viel Zeit damit lassen, ein Zwischen- oder Arbeitszeugnis auszustellen.

    Wenn Sie nicht länger warten können, behelfen Sie sich mit einer Tätigkeitsbeschreibung. Die legen Sie als Ersatz für ein Zeugnis Ihrer Bewerbung bei. Diese Vorgehensweise bietet sich zum Beispiel an, wenn Sie eine sehr attraktive Stelle ausgemacht haben, für die die Bewerbungsfrist in Kürze abläuft.

    Sie können in Ihrer Bewerbung auch darauf hinweisen, dass Sie noch auf Ihr Arbeitszeugnis warten und es bei Gelegenheit gerne nachreichen.

    Eine gute Tätigkeitsbeschreibung beinhaltet diese Informationen:

    • Derzeitiger Arbeitsplatz mit Stellenbeschreibung
    • Offizieller Jobtitel
    • Ihre Aufgaben im Arbeitsalltag
    • Ihre Leistungen und Erfolge
    • Bewertung Ihrer bisherigen Tätigkeit anhand von Mitarbeitergesprächen oder Einstufungen
    • Inhalte des Arbeitsvertrages und mögliche Zusatzregelungen

    Dies sind im Grunde sämtliche Informationen, die für den künftigen Arbeitgeber wichtig sind. In Verbindung mit einem Anschreiben und einem aktuellen Lebenslauf ist Ihre Bewerbung damit fast komplett.

    Der Aufbau der Tätigkeitsbeschreibung sieht am besten folgendermaßen aus. Als Überschrift schreiben Sie einfach Tätigkeitsbeschreibung. Darunter können Sie die Überschrift ergänzen um einen Satz wie:

    • Meine Tätigkeit als XXX bei der XYZ GmbH.

    Falls Sie den Arbeitgeber nicht namentlich nennen möchten, entscheiden Sie sich für eine Variante wie diese:

    • Meine Tätigkeit als XXX in der XYZ-Branche.

    Hiernach beschreiben Sie möglichst detailliert, welche Aufgaben Sie im Unternehmen übernommen haben. Das können Sie tabellarisch machen. Beispielsweise so:

    • Projektleiter Digitalisierung
      Vom 10.10.2017 bis 01.04.2020 habe ich ein 12-köpfiges Team geleitet. Meine Aufgabe war es, das Dokumentenmanagement des Unternehmens zu digitalisieren. Dafür standen uns zwei Jahre zur Verfügung. Das Projekt konnte unter meiner Führung in 20 Monaten erfolgreich vollendet werden.

    Alternativ listen Sie Ihre Tätigkeiten und Projekte ganz knapp in Stichworten auf. Entscheiden sie sich für einen Stil. Wichtig ist, dass die wesentlichen Inhalte vorkommen und für den Empfänger leicht zu erfassen sind.

    Bitten Sie um Vertraulichkeit!

    Taetigkeitsbeschreibung Bewerbung JobsucheIhr aktueller Arbeitgeber soll auf keinen Fall etwas von Ihrer Jobsuche wissen? Dann bitten Sie im Anschreiben ausdrücklich um Vertraulichkeit!

    Eine mögliche Formulierung wäre: Ich befinde mich momentan in einem ungekündigten Arbeitsverhältnis und bitte Sie daher, diese Bewerbung vertraulich zu behandeln. Rufen Sie mich bitte nur abends ab 19.30 Uhr unter obiger Nummer an. Vielen Dank für Ihr Verständnis.

    Tätigkeitsbeschreibung Muster

    Wenn Sie eine Tätigkeitsbeschreibung formulieren wollen, um sie Ihrer Bewerbung beizulegen, dann können Sie sich an den Angaben in Ihrem Arbeitsvertrag orientieren. Aber unterschlagen Sie auf keinen Fall die Tätigkeiten, die Sie tatsächlich ausgeführt haben, die aber nicht in der Tätigkeitsbeschreibung in Ihrem Arbeitsvertrag stehen. Hier ein paar Anregungen…

    Die Tätigkeitsbeschreibung einer Bürokauffrau könnte zum Beispiel so aussehen:

    • Administrative und organisatorische Tätigkeiten
    • Bearbeitung der ein- und ausgehenden Post
    • Bearbeitung von Reklamationen
    • Erledigung sämtlicher Korrespondenzen
    • Vorbereitende Buchhaltung
    • Personalverwaltung
    • Vertragsverwaltung

    Die Tätigkeitsbeschreibung für einen Mitarbeiter im Vertrieb könnte so aussehen:

    • Kundengewinnung
    • Kalkulation und Erstellung von Angeboten und Rahmenverträgen
    • Fachliche Beratung von Bestandskunden
    • Auftragsverhandlungen und Auftragsverfolgung
    • Aufnahme von Aufbereitungsprozessen
    • Vorbereitung, Durchführung und Betreuung von Messeauftritten
    • Reisetätigkeiten im Inland und Ausland
    • Vor- und Nachbereitung von Kundenterminen

    Die Tätigkeitsbeschreibung einer Mitarbeiterin im Einzelhandel könnte so aussehen:

    • Annahme von Warenlieferungen
    • Lagerung und Präsentation von Waren
    • Frischekontrollen im Obst- und Gemüsebereich
    • Beantwortung von Kundenfragen
    • Kassieren und Abrechnen der Kasse
    • Gewährleistung von Ordnung und Sauberkeit in der Filiale
    • Vorbereitung und Durchführung von Inventurarbeiten

    Die Tätigkeitsbeschreibung für ein Praktikum im Bereich Marketing könnte so aussehen:

    • Konzepterstellung
    • Bewertung und Umsetzung von Broschüren, Flyern, Bannern, Postern, Newslettern etc.
    • Erstellung multimedialer Inhalte wie z.B. Videos
    • Umsetzung von Präsentationen
    • Betreuung, Aktualisierung und Weiterentwicklung der Website und der Social-Media-Kanäle
    • Contenterstellung für Webseite und Social Media
    • CRM–Datenbankpflege
    • Recherchearbeiten

    Tätigkeitsbeschreibung Tipps

    Wenn Sie noch folgende Kleinigkeiten beachten, haben Sie am Ende eine ansprechende Tätigkeitsbeschreibung verfasst:

  • Realismus

    Stellen Sie Ihre Aufgaben und Projekte realistisch dar. Selbstvertrauen — Ja! Maßlose Übertreibungen — Nein! Wer zu dick aufträgt, macht sich unglaubwürdig.

  • Sachlichkeit

    Halten Sie Motivation und Ziele aus der Tätigkeitsbeschreibung heraus. Die gehören ins Anschreiben. Beschränken Sie sich hier auf die Fakten, bleiben Sie sachlich.

  • Professionalität

    Benutzen Sie wichtige Fachbegriffe, um Ihre Tätigkeit professionell abzubilden. So wirken Sie wie ein Insider, ein echter Profi.

  • Einheitlichkeit

    Folgen Sie dem roten Faden Ihrer Bewerbung. Das bedeutet, dass Sprachstil und Layout den anderen Dokumenten ähneln. Die Tätigkeitsbeschreibung sollte nicht wie ein Fremdkörper wirken.

  • Stellenbeschreibung Relevanz

    Personaler interessieren sich brennend dafür, welche Aufgaben und Tätigkeiten Bewerber bei ihrem letzten Arbeitgeber übernommen haben.

    So ergab eine Auswertung der Ernst-Abbe-Hochschule Jena, dass 54 Prozent von ihnen ein Arbeitszeugnis nicht komplett durchlesen. Sie überfliegen es nur und bleiben an den Stellen hängen, die sie für relevant halten.

    Und damit ist vor allem die Tätigkeitsbeschreibung gemeint. Für sie interessieren sich 85 Prozent der befragten Personaler, für die Schlussformel 61 Prozent und für die zusammenfassende Leistungsaussage 54 Prozent.

    Und: Auch für diejenigen, die ein Zeugnis komplett durchlesen, ist die Tätigkeitsbeschreibung das mit Abstand wichtigste Element.

    Die Rede ist hier wohlgemerkt von der Tätigkeitsbeschreibung im Arbeitszeugnis. Die Ergebnisse deuten aber darauf hin, dass eine Tätigkeitsbeschreibung auch in der Bewerbung wertvolle Dienste verrichten kann.

    Die Tätigkeitsbeschreibung im Arbeitsvertrag

    Taetigkeitsbeschreibung im ArbeitsvertragEine Tätigkeitsbeschreibung kann Ihre Bewerbung aufwerten. Wichtig ist eine Tätigkeitsbeschreibung aber auch einen Schritt später – im Arbeitsvertrag.

    Sie kann zum Beispiel darüber entscheiden, ob eine betriebsbedingte Kündigung Bestand hat oder nicht. Beispiel: Wird Ihre Tätigkeit im Arbeitsvertrag mit der Herstellung von Textilwaren angegeben, dann kann der Arbeitgeber Ihnen betriebsbedingt kündigen, wenn er keine Textilwaren mehr herstellt (aber etwas anderes).

    Darum sollten sich Arbeitnehmer vorab gut überlegen, welche Tätigkeitsbeschreibung in ihren Arbeitsvertrag aufgenommen wird. Achtung: Je spezieller die Tätigkeit, desto eher kann dieser Arbeitsplatz wegfallen und eine Versetzung unmöglich machen.

    Andererseits legt die Tätigkeitsbeschreibung auch fest, welche Aufgaben Sie als Arbeitnehmer übernehmen müssen und welche Sie ablehnen können. Das heißt: Ist die Tätigkeitsbeschreibung sehr weit gefasst, kann Ihnen der Arbeitgeber möglicherweise Aufgaben zuweisen, die nicht Ihrer Qualifikation entsprechen. Eine Möglichkeit, diese abzulehnen, haben Sie dann nicht.

    Das könnte Sie auch interessieren

    [Bildnachweis: JL-Pfeifer by Shutterstock.com]

    Bewerbungsschreiben: Muster, Beispiele und die besten Tipps

    Bewerbungsschreiben Muster Vorlage Tipps

    Das Bewerbungsschreiben ist nichts, wovor man Angst haben müsste. Aber Respekt. Im Bewerbungsschreiben kommt Ihre Motivation für den Job richtig zum Ausdruck – oder eben nicht. Wichtig ist vor allem das Textliche. Ob Ihr Bewerbungsschreiben zündet, entscheidet sich daran, wie Sie den Text aufbauen, welche Schwerpunkte Sie setzen und wie geschickt Sie formulieren. Wir helfen Ihnen dabei…

    Bewerbungsschreiben Muster

    Was Sie nicht tun sollten: Im Bewerbungsschreiben einfach nur die Highlights Ihrer bisherigen Berufslaufbahn herunterrattern. Gießen Sie also nicht einfach Ihren Lebenslauf in einen Fließtext. Redundanzen vermeiden!

    Besser, Sie machen dem Adressaten im Bewerbungsschreiben klar, was Ihre Motivation für die ausgeschriebene Stelle ausmacht: Warum Sie sich beworben haben, warum Sie der richtige Kandidat für die Stelle sind und warum das Unternehmen Sie nehmen sollte.

    Das sogenannte AIDA-Modell bietet dafür einen sehr guten Orientierungsrahmen:

    • Attention: Aufmerksamkeit erzeugen.
    • Interest: Interesse wecken.
    • Desire: Den Wunsch auslösen, mehr über Sie erfahren zu wollen.
    • Action: Die Einladung zum Vorstellungsgespräch initiieren.

    Hier finden Sie mehrere Vorlagen für Ihr Bewerbungsschreiben als WORD-Dokument und PDF zum Herunterladen und Bearbeiten:

    Bewerbungsschreiben Praktikum Vorlage


    Bewerbungsschreiben Praktikum Vorlage als PDF.

    Bewerbungsschreiben Ausbildung Vorlage


    Bewerbungsschreiben Ausbildung Vorlage als PDF.

    Bewerbungsschreiben Werkstudent Vorlage


    Bewerbungsschreiben Werkstudent Vorlage als PDF.

    Bewerbungsschreiben Kundenbetreuer Vorlage


    Bewerbungsschreiben Kundenbetreuer Vorlage als PDF.

    Aufbau Bewerbungsschreiben

    Das Bewerbungsschreiben ist für den Gesamteindruck Ihrer Bewerbung enorm wichtig. Es sollte in einer vollständigen Bewerbungsmappe obenauf liegen – egal, ob es sich um eine normale oder um eine Kurzbewerbung handelt.

    Was Sie sich bewusst machen sollten: Mit dem Bewerbungsschreiben können sie sich positiv von anderen Bewerbern abheben. Wie Sie sich ausdrücken, welche Schwerpunkte Sie setzen – das zeigt dem Personaler, mit was für einer Persönlichkeit er es zu tun hat.

    Hier müssen Sie Interesse wecken und den Grundstein für den Bewerbungserfolg legen. Darum wichtig: Das Bewerbungsschreiben muss übersichtlich, prägnant und natürlich frei von Grammatik- und Rechtschreibfehlern sein.

    Formal gesehen umfasst das Bewerbungsschreiben eine Seite, maximal zwei Seiten. Bei einer E-Mail-Bewerbung können Sie das Anschreiben direkt in der Mail platzieren. Den tabellarischen Lebenslauf und Ihre Zeugnisse hängen Sie dann in einem PDF-Dokument an. Ein Deckblatt können Sie ebenfalls beifügen, es ist aber im Grunde überflüssig.

    So bauen Sie Ihre Bewerbungsmappe auf:

    • Bewerbungsschreiben (Anschreiben)
    • Deckblatt
    • Lebenslauf
    • Zeugnisse
    • Referenzen, Arbeitsproben, Zertifikate

    Eine Umfrage ergab vor einiger Zeit, dass Bewerber durchschnittlich 74 Minuten lang an ihrem Bewerbungsschreiben sitzen. Das ist viel Zeit. Um die Dauer zu verkürzen, orientieren Sie sich einfach an unseren besten und wichtigsten Tipps. Wir leiten Sie Schritt für Schritt durchs Bewerbungsschreiben – von der Einleitung über den Hauptteil mit Bezugnahme bis hin zum Schlussteil.

    So ist das Bewerbungsschreiben aufgebaut:

    Adresszeile

    Der Briefkopf beginnt oben stets mit Ihren Kontaktdaten. Dazu zählen Ihr/e…

    • Vor- und Nachname
    • Adresse
    • Telefonnummer
    • E-Mail-Adresse
    • Persönliche Webseite, Xing- oder Linkedin-Adresse (optional)

    Darunter steht – so wie Sie es aus einem normalen Brief gewohnt sind – der Empfänger. Unerlässliche Angaben sind:

    • Vollständiger Firmenname inkl. Unternehmensform (z.B. GmbH, AG etc.)
    • Vor- und Zuname des Ansprechpartners
    • Adresse

    Schon in diesem Teil des Bewerbungsschreibens passieren oft die peinlichsten Fehler. Mal kommt es zu einem Buchstabendreher, dann wieder zu einem Fehler im Firmennamen. Bitte nicht schludern, sondern unbedingt Korrektur lesen und lesen lassen! Sonst vermasseln Sie bereits den so wichtigen ersten Eindruck.

    Datum

    Rechts im im Briefkopf setzen Sie das Datum ein. Bitte darauf achten, dass es sich um ein aktuelles Datum handelt – am besten das Versanddatum. Andernfalls lassen Sie durchblicken, dass Sie ein altes Bewerbungsschreiben auf Wiedervorlage gelegt haben.

    Üblicherweise schreibt man das Datum in der Form TT.MM.JJJJ. Also etwa so: 01.06.2020. Sie können die überflüssigen Nullen aber auch einfach streichen: 1.6.2020. Entscheiden Sie sich für eine von beiden Varianten. Welche, ist völlig egal – daran soll Ihre Bewerbung jedenfalls nicht scheitern.

    Betreff

    Die Betreffzeile folgt nach dem Briefkopf. Sie fällt oft als Erstes ins Auge und gibt inhaltliche Orientierung – unterschätzen Sie also ihre Wirkung nicht.

    Zunächst mal sehen Sie bitte davon ab, das Wörtchen Betreff vor die Betreffzeile zu setzen. Das war früher mal üblich, ist es heute aber nicht mehr. Eine Zeile sollte die Betreffzeile nicht überschreiten – das wäre eindeutig zu lang. Sie sollte kurz, knackig und aussagekräftig sein.

    Nehmen Sie am besten Bezug auf das Stellenangebot beziehungsweise auf die Position, auf die Sich sich bewerben. Ein Betreff könnte etwa so lauten:

    Anrede im Bewerbungsschreiben

    Je persönlicher die Anrede im Bewerbungsschreiben, desto besser. Dies schließt das berüchtigte Sehr geehrte Damen und Herren aus.

    Versuchen Sie unbedingt, Ihren exakten Ansprechpartner zu eruieren und reden Sie ihn oder sie persönlich an. Damit zeigen Sie, dass Sie sich Mühe gegeben haben, dass Sie in der Lage sind, Sachverhalte zu recherchieren, dass Sie professionell sind und dass Ihnen am Job wirklich etwas liegt.

    Nur im absoluten Ausnahmefall, wenn Sie wirklich keinen Ansprechpartner herausfinden können, behelfen Sie sich mit einem Sehr geehrte Damen und Herren. Auf das höfliche Sehr geehrte/r… sollten Sie aber keinesfalls verzichten. Ein flapsiges Hallo, Servus, Grüß Gott oder Moin moin ist für eine Bewerbung nicht angemessen.

    Bleiben Sie lieber bei dem Klassiker – übrigens auch dann, wenn Sie den Empfänger persönlich gut kennen:

    • Sehr geehrte Frau Meyer
    • Sehr geehrter Herr Müller

    Bewerbungsschreiben Einleitung

    Ihr stärkstes Argument gehört ganz an den Anfang des Bewerbungsschreibens. Beginnen Sie also ruhig mit einem Big Bang. Ihre Motivation für genau diesen Job müssen Sie ohne Verzögerung darlegen – gerne auch mit einem originellen Satz.

    Auch sollte sofort klar werden, dass Sie sich mit dem Unternehmen, Produkten, Services, Unternehmenskultur beschäftigt haben. Flechten Sie aktuelle Zahlen ein oder einen Bezug zu Presseberichten. Aber auch bitte hier kurz und bündig – nicht länger als drei bis vier Zeilen.

    Übertreiben Sie es nicht damit, dem Unternehmen Honig um den Bart zu schmieren. Eine Löffelspitze Honig ja, aber kein ganzes Glas.

    Grundsätzlich gilt: Emotionen wirken. Sie mögen nüchtern betrachtet der perfekte Kandidat sein und alle Fakten korrekt darstellen. Wenn dem Personaler aber – im übertragenen Sinne – Ihre Nasenspitze nicht gefällt, sinken Ihre Chancen dramatisch. Das gilt querbeet für alle Berufsbilder.

    Darum: Legen Sie ein wenig Leidenschaft an den Tag, was das Anschreiben angeht. Es ist gar nicht so schwer. Im Bewerbungsschreiben müssen Sie vermitteln, welche Projekte Sie wie und warum erfolgreich abgeschlossen haben – und warum Sie dies für die ausgeschriebene Stelle qualifiziert.

    Darum elementar wichtig im Bewerbungsschreiben: der erste Satz. Vermeiden Sie Einleitungssätze aus dem Standard-Baukasten wie „Hiermit bewerbe ich mich…“ Das ist öde und klingt bürokratisch. Und es sagt über Sie: Ihnen ist kein guter erster Satz eingefallen.

    Das gleiche gilt für althergebrachte Floskeln wie „Mit großer Freude habe ich Ihre Stellenanzeige gelesen…“ Austauschbar, beliebig, unpersönlich. Noch schlimmer: „Ich bin team- und konfliktfähig…“ Das ist jeder – zumindest steht dieser Satz in gefühlt jeder Bewerbung.

    Aber wie kann man stattdessen ins Bewerbungsschreiben starten? Zum Beispiel, indem Sie anhand eines konkreten Beispiels klarmachen, dass Sie Talent und Leidenschaft mitbringen.

    Als Absolvent könnten Sie Studienschwerpunkte oder Praktika in den Vordergrund rücken, als Berufserfahrener bisherige Positionen und erfolgreich absolvierte Projekte.

    Aber nehmen Sie bitte unbedingt von Zitaten bekannter Geistesgrößen Abstand. Fremdschämgefahr! Sie sind es, der sich bewirbt, nicht Goethe, Schiller oder Hemingway.

    Einleitungssätze Beispiele

    Optimal: Auf persönliche Art und Weise schnell zum Punkt kommen. Wenn Sie mit dem Personaler bereits Kontakt hatten, sollten Sie im Bewerbungsschreiben unbedingt darauf Bezug nehmen. So bauen Sie Distanz ab und unterstreichen erste Gemeinsamkeiten.

    Aber das ist kein Muss. Steigen Sie mit einem Satz ein, der die Beweggründe Ihrer Bewerbung klar macht – oder Ihre Begeisterung für Produkte und Dienstleistungen des Unternehmens. Ihre Motivation für den Job ist das wichtigste Element des Bewerbungsschreibens. Gleich an den Anfang damit!

    Zum Beispiel so:

    • Sehr geehrter Herr Mustermann,

      schon seit einiger Zeit beschäftige ich mich mit XX. Als ich Ihre Stellenanzeige sah, war mir sofort bewusst: Die Stelle passt perfekt zu mir. Diese Position ist genau die Herausforderung, nach der ich schon lange gesucht habe…

    Frechheit siegt. Das gilt nicht für jede Bewerbung, für manche aber schon. Natürlich kommt es auch auf die Persönlichkeit des Personalers an. Mag er es sachlich oder schätzt er eine Prise Humor?

    In diesem Zusammenhang nochmal der Hinweis: Unterschätzen Sie die Macht der Emotionen nicht. Humor spricht Emotionen an. Man kann es also gerne auch mal so versuchen:

    • Sehr geehrte Frau Mustermann,

      Sie sind auf der Suche nach einem erfahrenen und kreativen Entwickler, für den Leidenschaft, Leistungswille und Organisationstalent mehr sind als bloß Worthülsen? Ihre Suche hat heute ein Ende: Hier bin ich!…

    Zugegeben, das ist kühn. Manche würden sogar sagen: dreist. Aber Chuzpe ist im Bewerbungsschreiben definitiv erfolgversprechender als übergroße Bescheidenheit.

    Apropos: Speziell Männer sollten nicht zu bescheiden auftreten. Das gefällt Personalverantwortlichen gar nicht, wie Laurie Rudman von der Rutgers University in New Jersey vor einiger Zeit herausgefunden hat. Es lässt sie schwächer, unambitionierter und unsicherer wirken.

    Es gibt aber noch weitere Alternativen für einen guten Einstieg. Zum Beispiel den Storytelling-Ansatz:

    • Sehr geehrter Herr Mustermann,

      mit dem Fahrrad sind es von meiner Tür bis zur Firmentür exakt 15 Minuten. Ich habe die Zeit genau gestoppt. Das bedeutet: Während die Kollegen noch im Stau stehen, könnte ich morgens der erste im Büro sein…

    Auch das ist witzig, bildet aber gleichzeitig einen echten Mehrwert ab. Natürlich handelt es sich in allen Fällen nur um Anregungen. Schreiben Sie diese bitte nicht wörtlich ab. Denn Personaler sind keine Idioten. Wer eine außergewöhnliche Formulierung vorfindet, könnte ihren Ursprung ja auch mal googeln.

    Sie müssen im Bewerbungsschreiben schon Ihren eigenen Stil und Ihren eigenen Einleitungssatz finden, der auch zum Rest des Anschreibens passt. Ganz ohne eigene Leistung und Hirnschmalz geht es leider nicht.

    Bewerbungsschreiben Einstieg: So bitte nicht!

    Bewerbungsschreiben Einleitung FehlerWie Sie nicht ins Bewerbungsschreiben einsteigen sollten? Hier ein paar Beispiele:

    • Abschluss

      Dass Sie über einen ganz tollen Abschluss verfügen, sieht der Personaler schon in Ihrem Lebenslauf. Die Ausbildung bringen Sie bitte im Lebenslauf unter, nicht im Anschreiben. Natürlich ist ein guter Abschluss ein echtes Argument, aber im Bewerbungsschreiben sollten Sie mehr Wert auf Ihre Motivation und Ambitionen legen.

    • Ziele

      Ihre Ziele gehören ins Bewerbungsschreiben, natürlich. Aber nicht unbedingt die Ziele, die über die angestrebte Position und das Unternehmen hinausgehen. Ihre Karrierepläne bringen Ihnen nur Pluspunkte, wenn sie mit den Zielen des Arbeitgebers deckungsgleich sind, wenn er selbst auch etwas davon hat.

    • Rückblick

      Auf gar keinen Fall schreiben Sie im Bewerbungsschreiben, warum der alte Job zum Schluss unerträglich für Sie war. Das mag zwar als unterschwelliges Kompliment für Ihren neuen Arbeitgeber in spe gemeint sein, wirkt aber nicht wie eines. Sie setzen sich vielmehr negativ als Querulant und Nörgler in Szene.

    Hauptteil im Bewerbungsschreiben

    Der Hauptteil im Bewerbungsschreiben sollte nicht allein aus Aufzählungen bestehen. Sie sollten die wesentlichen Stärken und Kompetenzen herausstellen, die für diesen Job wichtig sind – und nur die. Qualität geht in diesem Fall vor Quantität.

    Konzentrieren Sie sich im Bewerbungsschreiben auf die persönlichen Qualifikationen und Ihre Soft Skills. Die sind vielen Personalern besonders wichtig.

    Es ist allerdings wirklich schwer, die eigenen Soft Skills so ganz ohne Phrasendrescherei herauszuarbeiten. Aber erstens nicht unmöglich und zweitens auch extrem wichtig für den Erfolg Ihres Bewerbungsschreibens. Was nicht gut ankommt, sind typische Floskelsätze und Ich-Formulierungen wie zum Beispiel:

    • Ich bin verantwortungsbewusst
    • Ich bin ein Machertyp.
    • Ich bin teamfähig.
    • Ich bin kommunikativ.
    • Ich bin hochmotiviert.

    Eintönig, beliebig und auch egozentrisch. Viele Bewerbungsschreiben enthalten solche Ich-Formulierungen. Für Sie ist das eine große Chance, sich von der Masse abzuheben.

    Und zwar so: Beschreiben Sie ganz kurz ein Projekt, in dem Ihre Teamfähigkeit und Kommunikationsstärke zum Ausdruck kam und entscheidend zum Erfolg beigetragen hat. Am besten formulieren Sie natürlich so, dass Ihre Kommunikationsstärke schon im Bewerbungsschreiben selbst sichtbar wird.

    Beispiel:

    • Im Rahmen meiner vorherigen Tätigkeit habe ich das Projekt XY aus der Taufe gehoben und federführend geleitet. Die Kollegen habe ich dafür gewonnen, indem ich… Das Projekt war ein voller Erfolg und konnte in sechs Wochen erfolgreich abgeschlossen werden.

    Ein anderes Beispiel:

    • Als in meinem früheren Betrieb ein Produktionsausfall drohte, konnte ich durch die schnelle Kontaktaufnahme und Vermittlung mehrere Teammitglieder dafür gewinnen, nach Feierabend und am Wochenende kurzfristig auszuhelfen. Das Szenario eines größeren Produktionsausfalls konnte ich so noch viele weitere Male abwenden.

    Das muss aber in den Kontext passen. Erfahrene Personaler erkennen es, wenn Sie Massenanschreiben formulieren und dann nur noch die Namen austauschen.

    Und achten Sie darauf, dass die Kompetenzen und Anekdoten, die Sie erzählen, auch wirklich einen Bezug zum ausgeschriebenen Job und der Stellenanzeige haben. Wenn nicht, dürfen Sie sich über eine Absage nicht beschweren.

    Unternehmensbezug im Bewerbungsschreiben

    Stellen Sie stets eine Verbindung zwischen sich und dem Unternehmen her. Welchen Mehrwert bieten Sie Ihrem Wunscharbeitgeber?

    Sie wollen, dass der HR-Verantwortliche merkt, dass Sie so etwas wie der natürliche Kandidat für die Stelle sind. Einen Bezug zum Unternehmen können sie schon im Einstiegssatz des Bewerbungsschreibens herstellen – oder erst später. Dafür gibt es keine festen Vorgaben.

    Voraussetzung: Sie verfügen tatsächlich über die geforderten Qualifikationen, wollen und können sich einbringen und integrieren. Diese persönlichen Vorzüge in Verbindung zum Unternehmen und zur ausgeschriebenen Stelle zu bringen, das ist der Königsweg.

    Auch hier ist Selektion gefragt, denn mehr als fünf bis sieben Zeilen Platz haben Sie dafür nicht. Nochmal daher der Rat: Unterlassen Sie es, Aufzählungen aneinanderzureihen. Klasse schlägt Masse, nicht umgekehrt. Setzen sie Höhepunkte und spitzen Sie zu. Kein Personaler interessiert sich für zielloses Geschwafel.

    Die Erfolge, die Sie in der Vergangenheit errungen haben, können Sie besonders gut einsetzen. Beschreiben Sie – anhand von konkreten Beispielen oder Zahlen – wie Sie welches Problem gelöst haben:

    • Was haben Sie in welcher Zeit wo geschafft?
    • Wie sehr konnten Sie den Umsatz, Gewinn, Fehlerquote, Verkauf etc. verbessern?
    • Wie viele Kollegen haben Sie dabei geführt?
    • Wie viele neue Kunden haben Sie gewonnen?

    Ein Beispiel:

    • Seit mehr als 15 Jahren entwickle und verkaufe ich Lösungen im Bereich der… Da ich die Verkaufsprozesse zielgerichtet optimiert habe, konnte ich den Absatz in meiner Zeit als Key Account Manager bei der Firma XY um XX Prozent steigern. Auch die Kundenzufriedenheit verbesserte sich zeitgleich von XX auf XX Prozent.

    Tipp: Recherchieren Sie zuvor in den Medien, welche Qualifikationen und Kompetenzen einem Arbeitgeber in dieser Position besonders wichtig sind. Wer dies im Bewerbungsschreiben gut antizipiert, verbessert seine Chancen auf eine Einladung zum Vorstellungsgespräch deutlich.

    Bewerbungsschreiben Schlusssatz

    Das inhaltliche Ende des Bewerbungsschreibens bilden Ihre Gehaltsvorstellung und der frühestmögliche Eintrittstermin – sofern diese Angaben verlangt werden. Bedanken Sie sich im Schlusssatz für das Interesse und sagen Sie, dass Sie sich über einen Vorstellungstermin freuen – ohne dabei wie ein Bittsteller aufzutreten. Dahinter setzen Sie eine vernünftige Grußformel und Ihre Unterschrift.

    Sollte es in Ihrem Lebenslauf Lücken, Unterbrechungen, Jobwechsel, Kündigungen oder Ähnliches geben, dann erwähnen Sie diese im Bewerbungsschreiben ruhig – aber kurz. Und stellen Sie sich darauf ein, dass Sie der Personaler dazu im Jobinterview noch genauer befragen wird. Prinzipiell sollten Sie dabei freundlich, offen, motiviert klingen. Nicht nur der erste Eindruck entscheidet, auch der letzte.

    Dazu gehört auch eine Prise Selbstbewusstsein, denn schließlich sind Sie der genau richtige Kandidat für exakt diese Position. Sie haben etwas anzubieten: Ihre Kompetenzen, Motivation, Leistungsbereitschaft und und und. Das Unternehmen sollte das merken.

    Dennoch begehen viele Jobkandidaten im Bewerbungsschreiben einen kleinen, aber entscheidenden Fehler. Sie verfallen in den Konjunktiv.

    • Ich würde Ihnen in einem Vorstellungsgespräch gerne mehr von mir erzählen.
    • Ich würde mich freuen, von Ihnen zu hören.
    • Ich wäre Ihnen sehr dankbar, wenn Sie mich zum Bewerbungsgespräch einladen würden.

    Der Punkt ist: Ein Konjunktiv schwächt die gesamte Aussage ab. Es mag bescheiden und sympathisch klingen, ist aber nicht zielführend. Auch bei einem Unternehmen ist es ja nicht so, dass es „seinen Blick gerne in die Zukunft richten würde“. Es richtet seinen Blick in die Zukunft.

    Sie zweifeln damit Ihre eigenen Fähigkeiten an und machen sich klein. Darum: Am Schluss des Bewerbungsschreibens kein Konjunktiv!

    Viel besser: Das, was man in der Werbesprache als Call-to-Action bezeichnet. Studien belegen, dass Verbraucher auf Aufforderungen positiv reagieren. Sie klicken auf den Artikel, wenn man sie dazu animiert, Sie rufen die Hotline an, wenn man es Ihnen vorschlägt, Sie kommentieren, wenn man Sie dazu auffordert. Nutzen Sie daher auch in Ihrem Bewerbungsschreiben so einen Call-to-Action.

    Fordern Sie den Arbeitgeber aktiv auf, etwas zu tun, das Ihren Wünschen entspricht. Das könnte etwa so aussehen – ganz ohne Konjunktiv:

    • Ich freue mich auf Ihre Rückmeldung.
    • Habe ich Sie überzeugt? Dann freue ich mich auf ein persönliches Kennenlernen.
    • Kontaktieren Sie mich gerne, wenn Sie noch weitere Fragen haben.
    • Sehr gerne überzeuge ich Sie auch in einem persönlichen Gespräch von mir.

    Oder ist Ihnen das irgendwie unangenehm? In diesem Fall schließen Sie einfach mit Ihrem möglichen Eintrittstermin: Ich kann Ihnen bereits zusagen, die Stelle am xx. November anzutreten.

    Auch so unterstellen Sie natürlich, dass Sie den Job auch bekommen. Ein Psychospielchen – keine Frage, aber kein wirkungsloses.

    Wie erkläre ich eine kritische Phase im Bewerbungsschreiben?

    Bewerbungsschreiben Tipps FehlerDas Leben ist kein… na, Sie wissen schon. Vielleicht haben Sie die Schule abgebrochen oder das Studium geschmissen oder zweimal hintereinander die Stelle verloren. Sicherlich gibt es dafür gute Gründe, aber wie erklären Sie die dem Personaler?

    Das könnte schwierig werden, denn speziell in Deutschland wird Zeugnissen und Zertifikaten allergrößtes Vertrauen entgegengebracht. Wer seine Fähigkeiten nicht schriftlich nachweisen kann, bekommt den Job in der Regel nicht. Und das, obwohl formelle Abschlüsse oder Zeugnisse in vielen Berufen gar nicht notwendig wären.

    Behalten Sie das im Hinterkopf, wenn Ihnen Zeugnisse oder Ähnliches fehlen: Sie müssen Ihre Fähigkeiten nachweisen. Das können Sie aber auch auf andere Art und Weise, mit Referenzen und Arbeitsproben zum Beispiel.

    Beispiel: Sie bewerben sich auf einen Job, für den das Abitur eine Voraussetzung ist. Nun haben Sie aber „nur“ das Fachabitur, bringen aber sonst alle notwendigen Kompetenzen mit. Was tun Sie? Richtige Antwort: Trotzdem bewerben. Auch in den Unternehmen gibt es selbstverständlich Spielraum.

    Kein Kandidat erfüllt 100 Prozent der Bedingungen. Also nur Mut, wenn es bei Ihnen bisweilen nur zu 90, 80 oder auch 70 Prozent reicht. In solchen Fällen wird es umso wichtiger, Ihre Motivation richtig herauszuarbeiten. Wie heiß sind Sie auf den Job? Welche Soft Skills haben Sie? Wenn Sie die gut vermitteln, ohne gleichzeitig alle formellen Voraussetzungen zu erfüllen, stehen Ihre Chancen gar nicht mal schlecht.

    Dann könnte – zusätzlich zum Bewerbungsschreiben – auch ein Motivationsschreiben genau das richtige Format sein, um Sie dem Job näherzubringen. Aber Vorsicht: Rechtfertigen Sie sich darin nicht, sondern bieten Sie dem Arbeitgeber etwas an.

    Bewerbungsschreiben Tipps

    Die kreative Ader voll zur Entfaltung bringen – schön, aber nicht immer erfolgversprechend. An einigen Grundregeln und Formalitäten kommt man nur schwer vorbei.

    Grundsätzlich eine gute Wahl: eine Bewerbung nach DIN 5008. Das macht die Sache für den HR-Verantwortlichen einfacher und übersichtlicher – Pluspunkt!

    Diese Grundregeln sollten Sie beim Bewerbungsschreiben beachten:

    • Papier: Am besten nehmen Sie hochwertiges Papier für Ihr Bewerbungsschreiben, kein einfaches Kopierpapier. Bei den Blättern darauf achten, sie nicht durch Flecken, Knicke oder Eselsohren zu verunstalten. Auch gut: Scharfer Laserdruck,der nicht verwischt.
    • Schrift: Bitte keine extravagante Schnörkelschrift im Bewerbungsschreiben wählen! Das wirkt immer latent affektiert und ist schwieriger zu lesen. Besser sind Schriftarten wie Helvetica, Verdana, Times oder Georgia.
    • Schriftgröße: Merken Sie sich die 11-13-15-Regel. Fließtext hat die Schriftgröße 11. Datum, Adressen und Zwischenüberschriften haben eine 13-Punkt-Schrift – gerne auch gefettet. Die 15-Punkt-Schrift ausschließlich für Ihren Name im Kopf des Bewerbungsschreibens verwenden. Übrigens: Mit den krummen Größen heben Sie sich von anderen Bewerbern ab. Die meisten greifen nämlich auf die Standardeinstellung von Word zurück: 12.
    • Zeilenabstand: Der Zeilenabstand sollte in einer Bewerbung immer einheitlich sein. Das gilt auch für Einzüge, Linie und den Seitenrand. Schön luftig ist ein eineinhalbzeiliger Linienabstand – und zwei Zentimeter Seitenabstand links und rechts.
    • Länge: Mehr als eine Seite sollten Berufseinsteiger nicht fürs Anschreiben verfassen. Bei älteren Berufserfahrenen dürfen es auch mal zwei Seiten sein. Aber: Immer kompakt, kurz und präzise bleiben.
    • Satzbau: Vermeiden Sie Schachtel- und Relativsätze, die über mehrere Zeilen gehen. Kurze Hauptsätze wirken stärker. Versuchen Sie, viele Verben im Bewerbungsschreiben zu verwenden. Aber nicht so viele Adjektive und komplizierte Wortungetüme, die auf -ung, -heit oder -keit enden.
    • Individualität: Schreiben Sie die gleiche Bewerbung nie zweimal. Personalverantwortliche erkennen, ob Sie sich Mühe oder eine faulen Lenz gemacht und das Bewerbungsschreiben einfach kopiert haben.

    Bewerbungsschreiben Checkliste

    Bewerbungsschreiben ChecklisteDas alles gehört in Ihr Bewerbungsschreiben – sortiert von oben bis unten:

    • Adresse des Absenders mit Namen, Telefonnummer, E-Mail-Adresse
    • Datum der Fertigstellung (rechts)
    • Adresse des Empfängers mit Firma, Vor- und Zuname
    • KEIN Bewerbungsfoto (kommt in den Lebenslauf)
    • Betreff
    • Persönliche Anrede
    • Einstieg und Einleitungssatz
    • Kurzdarstellung
    • Unternehmensbezug
    • Hinweis auf sonstige Kenntnisse wie Fremdsprachen (sofern vorhanden)
    • Hinweis auf Referenzen wie Ansprechpartner aus früheren Jobs
    • Hinweis auf Kündigungsfristen und möglichen Eintrittstermin
    • Spanne der Gehaltsvorstellungen (wenn verlangt)
    • Abschlusssatz und Grußformel
    • Unterschrift
    • Anlagen wie Lebenslauf, Zeugnisse, Zertifikate

    Das könnte Sie ebenfalls interessieren

    [Bildnachweis: Roman Samborskyi by Shutterstock.com]

    Arbeitszeugnis Formulierungen: Alle Bedeutungen, Noten, Beispiele

    Arbeitszeugnis-Formulierungen sind nicht immer das, was sie zu sein scheinen. Harte Kritik werden Sie in keinem Arbeitszeugnis sehen. Sie ist nämlich gar nicht zulässig. Umso wichtiger ist es, all die kleinen Gemeinheiten und Seitenhiebe zu erkennen, die Ihnen der Vorgesetzte zwischen den Zeilen mitgegeben hat. Arbeitszeugnis Formulierungen: Das bedeuten sie wirklich…

    Arbeitszeugnis Formulierungen

    Ein qualifiziertes Arbeitszeugnis soll prinzipiell Auskunft geben über…

    • Arbeitsbereitschaft
    • Arbeitsbefähigung
    • Arbeitsweise
    • Arbeitserfolg
    • Gesamtleistung
    • Sozialverhalten

    eines Mitarbeiters. Laut Gewerbeordnung muss ein Arbeitszeugnis dabei mehrere Bedingungen erfüllen. Das Zeugnis muss…

    • wahr
    • wohlwollend
    • vollständig

    sein. Wohlwollend, um das berufliche Fortkommen des Arbeitnehmers nicht unnötig zu erschweren. Wahr, weil auch der künftige Arbeitgeber ein berechtigtes Interesse daran hat, die erbrachten Leistungen eines Bewerbers richtig einschätzen zu können.

    Und vollständig, damit alle für die Beurteilung eines Arbeitnehmers wichtigen Punkte Erwähnung finden. Das Zeugnis darf also keine offensichtlichen Lücken enthalten. Das Arbeitszeugnis einer Führungskraft ist ohne Beurteilung ihrer Führungsqualitäten unvollständig; über einen Kassierer möchte man gemeinhin wissen, wie es um seine Ehrlichkeit bestellt ist.

    Offene Kritik ist somit in einem Arbeitszeugnis tabu – versteckte Kritik hingegen nicht. Zum Beispiel sind ironisch gemeinte Arbeitszeugnisse nach Einschätzung von Experten nicht zulässig.

    Als Konsequenz hat sich in den letzten Jahrzehnten eine regelrechte Geheimsprache für Arbeitszeugnisse herausgebildet. Personaler können anhand der Formulierungen im Arbeitszeugnis meist direkt entschlüsseln, was wirklich gemeint ist. Dabei gibt es zahlreiche Chiffren und Codes, die den unbedarften Leser bisweilen in die Irre führen.

    Auch für die Bewerber selbst ist es wichtig, die wirklichen Aussagen ihrer eigenen Arbeitszeugnisse zu dekodieren. Wir zeigen Ihnen die wichtigsten Arbeitszeugnis-Formulierungen und ihre Bedeutungen…

    Arbeitszeugnis Formulierungen: Bedeutungen

    Arbeitszeugnisse können wie Engelszungen klingen, aber von Teufelshand gemacht sein. Denn wie gesagt: Offene Kritik ist gesetzlich tabu, dafür müssen Codierungen herhalten. So können herrlich klingende Worte in Wahrheit das glatte Gegenteil meinen. Gut, wenn Sie das als Arbeitnehmer erkennen!

    Arbeitszeugnisse erfüllen somit nicht allein den Zweck, die Arbeitsleistung und das Sozialverhalten eines Beschäftigten zu bestätigen und ihm die Jobsuche zu erleichtern. Sie können auch eine Warnung an alle anderen Unternehmen da draußen sein. Achtung, den oder die auf keinen Fall einstellen!

    Ein kleiner Trick entlarvt viele Schreiber als Scharlatane: Achten Sie in Ihrem Arbeitszeugnis auf doppeldeutige Formulierungen und kehren Sie sie in ihr Gegenteil um.

    Hier sind einige Beispiele für missverständliche Arbeitszeugnis-Formulierungen:

    Leistungsbeurteilung

    • Er machte sich mit großem Elan an die ihm übertragenen Aufgaben.
      Im Klartext: Ein Chaot vor dem Herrn!
    • Er bemühte sich, den Anforderungen gerecht zu werden.
      Im Klartext: Voll-Versager!
    • Er verstand es, alle Aufgaben erfolgreich zu delegieren.
      Im Klartext: Er war einfach nur faul und ließ andere für sich arbeiten.
    • Sie zeigte für ihre Arbeit Verständnis und Interesse.
      Im Klartext: Was nicht heißt, dass sie auch gearbeitet hätte.
    • Sie war durch ihre Pünktlichkeit ein gutes Beispiel.
      Im Klartext: Sie konnte nur pünktlich sein – sonst konnte sie leider nichts.
    • Sie arbeitete mit größter Genauigkeit.
      Im Klartext: Eine Pedantin, die allen den Nerv geraubt hat.
    • Er war bei Kunden schnell beliebt.
      Im Klartext: Er ist in Verhandlungen nicht zu gebrauchen.
    • Wir wünschen ihm alles Gute und Gesundheit!
      Im Klartext: Er hat sie nötig, weil er andauernd krank ist.
    • Wir wünschen ihm für die Zukunft alles Gute, besonders Erfolg!
      Im Klartext: Weil er hier alles hatte, aber ganz bestimmt keinen Erfolg.
    • Er hat alle Arbeiten mit großem Fleiß und Interesse erledigt.
      Im Klartext: Nur erfolgreich war er dabei nicht.
    • Die ihm übertragenen Aufgaben hat er zu unserer Zufriedenheit erledigt.
      Im Klartext: Eigeninitiative zeigte er keine.
    • Sie war stets nach Kräften bemüht, die ihr übertragenen Aufgaben zu unser Zufriedenheit zu erledigen.
      Im Klartext: Eine Nullnummer – die rhetorische Höchststrafe.

    Sozialverhalten

    • Er hat großes Fachwissen und gesundes Selbstvertrauen.
      Im Klartext: Er ist mega-arrogant.
    • Seine Geselligkeit trug zur Verbesserung des Betriebsklimas bei.
      Im Klartext: Er gönnt sich auch während der Arbeit gerne mal ein Bierchen oder Kurzen.
    • Sie zeigte ein großes Einfühlungsvermögen für die Belange der Mitarbeiter.
      Im Klartext: Sie macht den Männern schöne Augen und flirtete, was das Zeug hielt.
    • Mit seinen Vorgesetzten kam er gut zurecht.
      Im Klartext: Ein Mitläufer und Schleimer.
    • Er trat engagiert für die Interessen der Kollegen auf.
      Im Klartext: Achtung, er engagiert sich im Betriebsrat!
    • Sie war in der Lage, ihre Meinung zu vertreten.
      Im Klartext: Eine völlig kritikunfähige Person.
    • Er hat eine erfrischende Art im Umgang mit Vorgesetzten und Kollegen.
      Im Klartext: Umgangsformen wie aus der Gosse.
    • Er war umgänglich und kontaktbereit.
      Im Klartext: Niemand mochte ihn.
    • Sie war ihren Mitarbeitern stets eine verständnisvolle Vorgesetzte.
      Im Klartext: Sie verfügte über keinerlei Autorität.
    • Er wusste sich gut zu verkaufen.
      Im Klartext: Ein geltungssüchtiger Gernegroß, bei dem Wunschvorstellung und Realität weit auseinanderliegen.
    • Er bewies großes Einfühlungsvermögen in Bezug auf die Belange der Belegschaft.
      Im Klartext: Für ihn war der Arbeitsplatz mehr ein erotischer Abenteuerspielplatz, auf dem er auf die Pirsch gehen konnte.

    Arbeitszeugnis Formulierungen: Noten

    Derart ausgeklügelt ist die Zeugnissprache, dass man in ihr auch Schulnoten erkennt. Das macht es den Personalbüros noch leichter, einen Bewerber einzuordnen. Das Zünglein an der Waage sind meist die unscheinbaren Wörtchen stets, zur vollsten und zur vollen.

    Immer besorgniserregend sollte es sein, wenn Sie in Ihrem Arbeitszeugnis die Vokabel bemüht erspähen. Sie hat in der Regel nichts Gutes zu bedeuten. Wer sich bemüht, der kriegt nichts gebacken – so die Übersetzung.

    So lesen Sie Schulnoten aus Ihrem Arbeitszeugnis: Sie/er erfüllte ihre/seine Aufgaben…

    • stets zur vollsten Zufriedenheit. Note 1
    • zur vollsten/stets zur vollen Zufriedenheit. Note 2
    • zur vollen Zufriedenheit. Note 3
    • zur Zufriedenheit. Note 4
    • im Großen und Ganzen zu unserer Zufriedenheit. Note 5
    • Sie/er hat sich bemüht. Note 6

    Auch aus einzelnen Formulierungen im Arbeitszeugnis gehen Noten hervor. So kann die Gesamtleistung des Mitarbeiters gut gewesen sein, sein Sozialverhalten aber nur ausreichend. Oder er hat in einzelnen Teilbereichen seiner Tätigkeit sehr gute Leistungen gebracht, in anderen nur befriedigende. Oft sind es Nuancen, die den Unterschied zwischen sehr gut und gut ausmachen. Hier sind beispielhafte Arbeitszeugnis-Formulierungen:

    Arbeitszeugnis Formulierungen: Sehr gut (Note 1)

    • Sie/er erzielte herausragende Arbeitsergebnisse und zeigte außergewöhnliches Engagement.
    • Sie/er hat den Erwartungen in jeder Hinsicht und allerbester Weise