Bewerbungssünden: Das sind die 10 größten

Die groessten Bewerbungssuenden Liste Tipps

Bewerbungssünden lassen sich nicht an zwei Händen abzählen. Da gibt es unpassende Klamotten und Eselsohren im Ordner. Manchmal hakt es an der Pünktlichkeit oder der Händedruck ist schlaff wie ein toter Hering. Aber keine Sorge: Nicht jeder Fauxpas befördert Sie unverzüglich ins Aus. Wenn sich aber Fehler an Fehler reiht, wird die Luft für Sie noch dünner als auf dem Mount Everest. So vermeiden Sie die 10 größten Bewerbungssünden

Die größten Bewerbungssünden

Jeder Jeck ist anders. Und doch ticken wir Menschen alle ganz ähnlich. Auch Personalentscheidern sind in der Regel die gleichen Aspekte in einer Bewerbung wichtig. Und andere Verhaltensmuster stoßen ihnen sauer auf.

Wenn jemand ungepflegt zum Vorstellungsgespräch erscheint oder lauter Rechtschreibfehler und Tippfehler ins Anschreiben einbaut, klatscht dafür niemand Beifall.

Darum ist es legitim, von allgemeinen Bewerbungssünden zu sprechen. Fehler, die Bewerber auf keinen Fall begehen sollten, wenn sie den Job wirklich wollen.

Die Ich-Perspektive ist so eine Bewerbungssünde. Bewerber sollten versuchen, die Perspektive des Unternehmens einzunehmen und die eigene Brille kurzzeitig abzusetzen. Schließlich will die Frage beantwortet werden, welche Vorteile denn der Arbeitgeber von einer Anstellung hätte. Dass man sich selbst einen flotten Firmenwagen und das schicke Eckbüro davon verspricht, ist nicht wahnsinnig überzeugend.

Allerdings darf man durchaus darüber streiten, ob wir es hier mit einer klassischen Bewerbungssünde zu tun haben. Denn den Perspektivwechsel kriegen tatsächlich nur wenige Bewerber hin. Einen kräftigen Händedruck dagegen schon. Wenn man den also versäumt, gerät man direkt ins Hintertreffen gegenüber der Konkurrenz…

Zu den eindeutigen Bewerbungssünden gehören falsche Angaben in den Bewerbungsunterlagen.

Wenn der Name des Ansprechpartners falsch geschrieben ist, zeugt dies von fehlender Sorgfalt. Oder wenn das Datum darauf schließen lässt, dass die Bewerbung in identischer Form schon einmal an andere Unternehmen abgeschickt wurde. Oder wenn Rechtschreibfehler auf einen Mangel an Grundwissen hindeuten.

Kleine Nebenbemerkung: Selbst wenn Sie kein Ass in Deutsch sind, sollten Sie den Text wenigstens einer Rechtschreib- und Grammatikprüfung am Rechner unterziehen. So merzen Sie zumindest die gröbsten Fehler aus.

Bewerbungssünden und ihre Folgen

Bedeutet eine Bewerbungssünde das sofortige Aus für den Bewerber?

Es kommt darauf an. Wer zum Beispiel zwei Tippfehler oder mehr in sein Bewerbungsschreiben einbaut, kann den Job vergessen. Bei zwei Tippfehlern hört die Fehlertoleranz der meisten Personaler auf, hatte eine Umfrage unserer Schwesterseite Karrierebibel ergeben.

Gleichzeit wiegen bestimmte Bewerbungssünden in manchen Berufen und Branchen schwerer:

  • Wer sich als Redakteur bewirbt, aber mit der deutschen Grammatik offensichtlich auf Kriegsfuß steht, hat vermutlich schlechte Karten. In einem handwerklichen Betrieb dagegen muss man kein Sprachgenie sein.
  • Wer sich mit verlotterter Jeans und Hoodie bei der Bank vorstellt, begeht (trotz aller Modernisierungsversuche der Finanzinstitute) einen strategischen Fehler. In der Werbeagentur kommt er oder sie bestimmt besser an.
  • Wer eine Bewerbung versendet, die leicht als Massenbewerbung identifizierbar ist, kegelt sich aus dem Rennen. Es sei denn, er bewirbt sich in Mängelberufen wie Softwareentwickler oder KI-Spezialist. Dann darf er sich vermutlich sogar noch viel mehr herausnehmen…

Es ist wie vor Gericht: Der Einzelfall entscheidet. Relevant sind Branche und Unternehmen, Rahmenbedingungen, die Art der Bewerbungssünden und die Fehlerdichte. Mehrere kleine Fehler wiegen schwerer als mehrere große. Ein kleiner ist weniger schlimm als ein großer – eigentlich logisch.

Am besten aber, Sie machen erst gar keine Fehler und begehen keinerlei Bewerbungssünden. Zugegeben, das klingt abgehoben und so gar nicht zeitgemäß. Immerhin steht der Zeitgeist auf Fuckup-Nights und das Buzzword der Fehlerkultur. Das ist auch okay so. Aber ehrlicherweise werden Sie im Job noch ausreichend Zeit und Gelegenheiten haben, Fehler zu begehen.

Sparen Sie sich die Fehler doch einfach für den Arbeitsalltag auf – und bleiben Sie im Bewerbungsprozess sauber und fehlerfrei. Denn jetzt kommt es darauf an: Ein gravierender Fauxpas und Sie sind draußen.

Zur Wahrheit gehört nämlich auch: In manchen Situationen sind Fehler unverzeihlich. Piloten, Chirurgen oder Zirkusartisten wissen, was gemeint ist.

Aber um es noch mal klarzustellen: Eine oder mehrere Bewerbungssünden müssen keineswegs das Aus für Sie als Bewerber bedeuten.

Zum Einen gewichtet sie der Personaler möglicherweise gar nicht so schwer wie Sie selbst. Und zum Anderen können Sie Fehler im Laufe vom Bewerbungsgespräch ja auch wieder ausbügeln und wettmachen…

So bügeln Sie Fehler wieder aus

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Bewerbungssünden vermeiden, schön und gut. Ihnen ist der Lapsus aber schon längst unterlaufen? Keine Panik!

Hier erfahren Sie, wie Sie Fehler in der Bewerbung wieder ausbügeln.

Das sind die 10 größten Bewerbungssünden

Das sind die 10 größten Bewerbungssünden von Bewerbern:

  1. Rechtschreibfehler

    Ja, Tippfehler, Buchstabendreher, Rechtschreib- und Flüchtigkeitsfehler können passieren. Sollten Sie aber nicht.

    Prüfen Sie Ihre Bewerbungsunterlagen penibel genau auf Rechtschreib- und Grammatikfehler, bevor Sie sie auf den Weg bringen. Sie können auch Freunde Korrektur lesen lassen oder den eingebauten Assistenten Ihres Textverarbeitungsprogramms bemühen. Andernfalls könnten Zweifel an Ihrer Genauigkeit und vielleicht sogar an Ihren intellektuellen Fähigkeiten aufkommen. Tippfehler sind eine der größten Bewerbungssünden – vielleicht sogar die größte.

    Verzichten Sie außerdem auf lange Bandwurm- und Schachtelsätze. Die sind erstens schwer verständlich und erhöhen zweitens die Fehlergefahr.

  2. Belanglosigkeiten

    Ein beliebter Fehler ist es, einfach alles über sich erzählen zu wollen. Aus Angst, man könnte etwas Wichtiges vergessen.

    Nein! Setzen Sie Highlights und reihen nicht alle belanglosen Stationen aneinander. Ihre größten Erfolge und wichtigsten Stationen gehören aufs Silbertablett, der Rest in die Abfalltonne.

    So beweisen Sie überdies, dass Sie gewichten und priorisieren, Wichtiges von Irrelevantem unterscheiden können. Eine nicht zu unterschätzende Erfolgseigenschaft.

  3. Floskeln

    Sie wollen aus der Masse hervorstechen – nicht einer von vielen sein. Darum sind Floskeln und Phrasen so schädlich.

    „Ich bin hochmotiviert.“ „Ich bin ein Teamplayer.“ „Ich bin ein kommunikativer Mensch.“ Das haben Personaler erstens schon tausendmal gehört und sehen es zweitens als Grundvoraussetzung an.

    Tipp: Beziehen Sie sich exakt auf die Anforderungen aus der Stellenanzeige. Wenn Teamfähigkeit ausdrücklich verlangt wird, dann drücken Sie sich wenigstens weniger floskelhaft aus. Zum Beispiel so: „Ich rede viel und gerne. Ich mag es aber auch, anderen zuzuhören.“

    Ein „hochmotivierter“ Bewerber könnte alternativ auch schreiben: „Wenn ich für eine Aufgabe brenne – so wie für diese – dann kann ich es morgens kaum erwarten, aus dem Bett zu steigen und loszufahren.“

  4. Foto

    Verpflichtet sind Sie nicht, Ihrer Bewerbung ein Bewerbungsfoto beizufügen. Eine Bewerbungssünde kann das Weglassen eines Fotos streng genommen also gar nicht sein.

    Aber de facto erhöht ein Foto Ihre Aussichten ungemein. Personaler sind auch nur Menschen – und wollen sich ein Gesicht zu der beschriebenen Person machen. Selbst wenn Sie sich für wenig fotogen halten, dann glauben Sie bitte: Schöne Fotos kann man von jedem Menschen machen, wirklich!

    Auf professionelle Aufnahmen sollten Sie tatsächlich Wert legen. Wenn Fotos schlecht gemacht, mies beleuchtet oder womöglich gar verwackelt sind, sagt das dem Empfänger, dass Sie nicht einmal bereit waren, ein paar Euro für Bewerbungsfotos locker zu machen. So wichtig kann Ihnen der Job also scheinbar nicht sein.

  5. Schleimerei

    Ja, auch Unternehmer und Personaler wollen gelegentlich hören, was für tolle Hechte sie sind. Komplimente im Bewerbungsprozess bringen Sie dem Job durchaus näher – oft jedenfalls.

    Aber übertreiben Sie es bitte nicht. Ihr Gegenüber ist nicht doof: Er weiß genau, was Sie mit dieser Masche bezwecken. Und wenn er das Gefühl hat, dass Sie es nicht ernst meinen und ihm aus opportunistischen Gründen Honig um den Bart schmieren, dann dreht sich der Effekt ganz schnell ins Gegenteil um – und wird zur Bewerbungssünde.

    Wenn Sie schleimen, dann nur ein bisschen und möglichst authentisch – und nicht so heftig, dass der Gesprächspartner auf Ihrer Schleimspur ausrutscht.

  6. Verzweiflung

    Wie erfolgreich sind verzweifelt wirkende Männer im Dating-Portal? Richtig, Sie könnten es im Prinzip gleich sein lassen.

    Wer sich rar macht, macht sich begehrenswert. Weil er zeigt, dass er das Ganze eigentlich gar nicht nötig hätte. Das sind die Feinheiten der Psychologie, an die auch Bewerber denken sollten.

    Stellen Sie um Gottes Willen nicht Ihre Verzweiflung zur Schau. Nach dem Motto: „Bitte, ich brauche diesen Job unbedingt. Ich kriege doch sonst nichts mehr. Bitte, bitte, bitte.“ Große Bewerbungssünde! Kein Unternehmen will einen Notnagel verpflichten.

    Übrigens: Es ist in keinster Weise verwerflich, konsterniert und verzweifelt zu sein. Wenn Sie schon Dutzende Absagen kassiert haben, steigt das Verzweiflungs-Barometer zwangsläufig an. Total menschlich und überhaupt keine Schande! Sie dürfen Ihre Verzweiflung halt nur nicht zeigen…

  7. Internet

    Machen Sie das auch manchmal? Dass Sie jemanden googeln, nachdem Sie ihn gerade neu kennengelernt haben?

    Personaler kommen am Internet natürlich nicht vorbei. Es wäre geradezu fahrlässig, auf die vielen Informationen zu verzichten. Der IT-Verband Bitkom hat herausgefunden, dass zwei von drei Personalern Bewerber in Social Media überprüfen.

    Aber keine Sorge: Wilde Partybilder mit Bierflasche in der Hand sind keinesfalls No-Gos. Es gibt Wichtigeres: So prüfen Personaler vor allem die fachlichen Qualifikationen und öffentliche Äußerungen zu Fachthemen sowie zum Unternehmen und zu Wettbewerbern.

    Und: Die politischen Ansichten haben in den vergangenen Jahren deutlich an Stellenwert gewonnen. 2015 interessierten sich dafür laut Bitkom nur vier Prozent der Recruiter, 2018 waren es schon 16 Prozent.

  8. Understatement

    Erfahrungsgemäß sind viele Menschen vorsichtig, wenn sie wieder in den Job einsteigen – oder frisch von der Uni kommen. Motto: „Ich kann ja noch nichts oder habe alles wieder verlernt.“ Riesenfehler!

    Sie haben sich eine ganze Menge Wissen angeeignet, nebenbei harte und Soft Skills erworben, viele große und kleine Talente, eine Ausbildung oder Studium und und und… Was davon können Sie zum Nutzen des Arbeitgebers einsetzen? Die Antwort auf diese Frage gehört in die Bewerbung.

    Bescheidenheit bringt Sie dagegen kein Stückchen weiter. Wenn Sie schon nicht an sich glauben, warum sollte es der Arbeitgeber tun?

    Auch hier wieder der Rat: Ja, Sie dürfen ruhig Selbstvertrauen faken und vorspielen, wenn Ihres in Wahrheit stark angekratzt ist. Manchmal muss man Selbstbewusstsein vortäuschen, um Selbstbewusstsein aufzubauen…

  9. E-Mail-Adresse

    Peinliche E-Mail-Adressen sind ein Klassiker unter den Bewerbungssünden: „heissemaus123“ oder „partylöwe666“. Das heißt aber nicht, dass mittlerweile jeder auf seriöse Adressen umgestiegen ist. Tun Sie’s!

    Legen Sie sich eine solide Adresse mit Vor- und Nachnamen an. Aber nicht bei Anbietern aus der Kreidezeit des Internets wie etwa Yahoo. Das eigentlich Schlimme an peinlichen E-Mail-Adressen ist: Sie stellen Ihre völlige Unkenntnis über die heutige IT-Welt bloß.

    Digitalkenntnisse werden in der Arbeitswelt immer wichtiger. Aber wenn Sie nicht einmal die einfachsten Zusammenhänge kennen, ist es um Ihre IT-Kenntnisse offenbar nicht gut bestellt…

  10. Zeitmanagement

    Das Bewerbungsgespräch ist um 10 Uhr. Sie erscheinen um 10.17 Uhr. Die Stelle ist für Sie damit in weite Ferne gerückt.

    Jeder weiß, dass Pünktlichkeit für Arbeitgeber eine wichtige Tugend ist. Und Unpünktlichkeit eine der größten Bewerbungssünden. Wer zu spät kommt, stiehlt dem anderen Zeit.

    Aber anders herum ist es ebenfalls gefährlich. Wenn Sie schon um 9.30 Uhr auf der Matte stehen, deutet das darauf hin, dass Sie sonst nichts zu tun haben und Ihr Zeitmanagement schwach ausgeprägt ist. Halten Sie es daher so wie ein guter Logistiker: Just in time!

Umfrage: Das sind die größten Bewerbungssünden

die groessten bewerbungssuenden umfrageAuch unser Schwesterportal Karrierebibel wollte wissen, welche die größten Bewerbungssünden sind – und startete eine Umfrage unter Personalern. Demnach sind dies die größten Bewerbungssünden:

  • Adresse, Ansprechpartner oder Unternehmen falsch geschrieben (69 Prozent)
  • Unangemessene Sprache oder Jargon (64 Prozent)
  • Rechtschreibfehler (53 Prozent)
  • Wiederverwendete Bewerbungsunterlagen (44 Prozent)
  • Unpassendes Bewerbungsfoto (38 Prozent)
  • Zu lange Ausführungen (33 Prozent)
  • Anhänge vergessen (30 Prozent)
  • Lücken im Lebenslauf (28 Prozent)
  • Uneinheitliches Schriftgrüßen und Schriftarten in der Bewerbung (22 Prozent)
  • Unterschrift und Datum vergessen (21 Prozent)
  • Unterlagen per Hand geschrieben (18 Prozent))

Hier finden Sie ALLE Bewerbungsfehler und die größten Bewerbungskiller auf einen Klick.

[Bildnachweis: GaudiLab by Shutterstock.com]

Dritte Seite in der Bewerbung: Tipps und Muster

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Die dritte Seite in der Bewerbung ist eine Chance. Bewerber können dem Unternehmen beweisen, dass sie in der Lage sind, Zusammenhänge zu komprimieren und Wichtiges von Unwichtigem zu trennen. Eine Seite drei, auch als Kurzprofil oder Motivationsschreiben bekannt, gehört wohlgemerkt nicht zum Pflichtprogramm einer Bewerbung. Sie können sie auch einfach weglassen. Manchmal aber macht es sehr viel Sinn, die zusätzliche Arbeit zu investieren…

Dritte Seite in der Bewerbung

Die Dritte Seite in der Bewerbung ist kein Muss, sondern ein Kann. Es ist ein vollkommen freiwilliges Zusatz-Dokument.

Sie als Bewerber entscheiden selbst, ob Sie Ihre Bewerbung um eine sogenannte dritte Seite ergänzen oder diese einfach weglassen. Für beides gibt es gute Gründe (dazu später mehr)…

Die dritte Seite wird auch als…

bezeichnet. In der Tat meinen Motivationsschreiben, Kurzprofil und Dritte Seite in der Regel das Gleiche.

Es handelt sich um EINE Bewerbungsseite, die frei gestaltet werden kann und dem Personaler kurz und präzise die Qualifikationen, Motivation und Ziele des Bewerbers nahebringt. Sie ist ein Appetithappen.

Gut für Bewerber: Sie müssen sich an weit weniger formelle Vorgaben halten als im Lebenslauf oder im Anschreiben. Ob Sie die Dritte Seite mit Bulletpoints beschriften oder als Fließtext verfassen, bleibt Ihnen überlassen.

Der Name lässt es vermuten: Wenn Sie sich für eine dritte Seite entscheiden, dann gehört diese an die dritte Stelle Ihrer Bewerbungsunterlagen. Davor kommen nur Anschreiben und Lebenslauf, dahinter folgen die Arbeitszeugnisse.

Und vergessen Sie nicht, die dritte Seite im Anschreiben unter Anlagen zu erwähnen. Andernfalls könnte der Personaler rätseln, was Sie ihm da eigentlich vorgesetzt haben. So könnte eine Dritte Seite in der Bewerbung aussehen…

Dritte Seite Bewerbung: Muster und Vorlage

So kann eine Dritte Seite in der Bewerbung konkret aussehen. Eine kostenlose Vorlage zum Downloaden und Bearbeiten finden Sie unter dem Muster…

Über mich

Sehr geehrte Frau Entscheiderin,

seit mehr als zehn Jahren ist mein Beruf als ABC zugleich meine große Leidenschaft. In dieser Zeit konnte ich viele wertvolle Erfahrungen sammeln und mich kontinuierlich weiterentwickeln. In Ihrem Unternehmen möchte ich mich nun mit diesem Portfolio einbringen.

Das sind meine Stärken:
Ich stelle hohe Ansprüche – vor allem an mich selbst.
Mein Bewusstsein ist geschärft für die Anforderungen in der xxx-Branche.
Die digitalen Skills, die für den Job wichtig sind, beherrsche ich aus dem Effeff.
Ich arbeite sorgfältig, präzise und gewissenhaft.

Diese Erfahrungen bringe ich mit:
Produktmanager bei der Mega AG
Fünf Jahre Teamleitung
Budgetverantwortung in Höhe von 1,5 Quatrillionen Euro
Zertifikat als Scrum Master

Das habe ich erreicht:
Marktreife eines XXX
Kosteneinsparungen in Höhe von 500.000 Euro
Zweimalige Beförderung im Unternehmen
Produktmanager-Award 2020 des Verbands der XXX

Das interessiert mich:
Die Trends in der ABC-Branche
Weiterbildung (z.B. das XYZ-Tool)
Leitung von internen Workshops

Die von ausgeschriebene Stelle deckt sich hervorragend mit meinen Kompetenzen, davon bin ich überzeugt. Gerne würde ich Ihnen in einem persönlichen Gespräch darlegen, wie ich Ihnen weiterhelfen kann. Ich freue mich auf Ihr Feedback.

Mit freundlichen Grüßen
Maurice Mustermann

Hier finden Sie die Dritte Seite als Muster: WORD.
Hier finden Sie die Dritte Seite als Muster: PDF.

Dritte Seite Bewerbung: Inhalt

Die Seite 3 fasst Ihre Bewerbung kompakt zusammen. Sie liefert dem Empfänger einen Überblick über Ihre Qualifikationen, Kompetenzen, Erfahrungen und Motivation.

In das Kurzprofil gehören diese Elemente:

  • Absender inklusive Name, Adresse, Telefon, E-Mail
  • Überschrift
  • Einleitung (kurz!)
  • Hauptteil inklusive Qualifikationen, Erfahrungen, Soft Skills, Motivation
  • Schlussformulierung
  • Ort, Datum, Unterschrift (handschriftlich)

Die Einleitung besteht aus drei bis vier Sätzen, mit denen Sie als Bewerber den Personaler von Ihrer Motivation überzeugen. Danach listen Sie Qualifikationen und Skills auf. Werfen Sie gerne noch mal einen Blick auf unser Muster oben.

Warum müssen Kontaktdaten hinein? Liest sich der Personaler nur die dritte Seite durch, findet er hier alle Infos, die er braucht, um Sie zu kontaktieren.

Schreiben Sie aber bitte nicht Seite 3 oder 3. Seite in die Überschrift. Das wirkt wie abgeschrieben. Formulieren Sie stattdessen eine aussagekräftige Headline, die möglichst zum Lesen animiert. Zum Beispiel:

  • Das habe ich zu bieten
  • Das sollten Sie über mich wissen
  • Was für mich spricht
  • Was mir wichtig ist
  • Meine Motivation
  • Warum ich mich bei Ihnen bewerbe
  • Deshalb sollten Sie mich einstellen
  • Das bin ich
  • Was ich bisher erreicht habe
  • Eine kleine Entscheidungshilfe
  • Über mich
  • Was bisher geschah

Sie sehen: Sie können die dritte Seite in der Bewerbung in eine ganz spezielle Richtung drehen – je nachdem, für welche Überschrift Sie sich entschieden haben.

Wählen Sie einen Schwerpunkt aus, der die Seite prägt. Alles Weitere steht ja bereits im Lebenslauf. Es bietet sich natürlich an, einen anderen Schwerpunkt als den aus Ihrem Anschreiben zu nehmen. So können Sie mehrere Felder abdecken, die Ihnen oder dem Unternehmen wichtig sind.

An dieser Stelle der Hinweis: Fällt es Ihnen schwer, etwas herauszuarbeiten, dann lassen Sie die Seite drei lieber von vornherein weg…

Dritte Seite Bewerbung: Vorteile

Ja, viele Ratgeber halten die dritte Seite in der Bewerbung für Ballast und vollkommen überflüssig.

In der Tat ist es so: Je mehr Lesestoff in den Bewerbungsunterlagen enthalten ist, desto unwahrscheinlicher, dass der Personalverantwortliche alles liest. Er überfliegt nur. Die wesentlichen Infos bekommt er ja ohnehin durch den Lebenslauf, das Anschreiben und die Zeugnisse serviert.

Doch genau hier liegt auch das Argument FÜR die dritte Seite. Denn angenommen, der Empfänger hat keine Zeit oder will sie sich nicht nehmen, dann kann eine überzeugende Seite 3 genau der richtige Köder für ihn sein. Motto: „Aha, wie praktisch, die lese ich mir jetzt durch, dann kann kann ich mir den Rest sparen. Genau das, was ich jetzt gerade brauche.“ Und wenn die Dritte Seite dann restlos überzeugt, kann sie ihren Absender in die nächste Runde hieven.

Sie wäre in diesem Szenario also kein zusätzlicher Ballast, sondern eine Alternative zu den restlichen Dokumenten Ihrer Bewerbung. Das macht die Sache gleichzeitig so schwer. Sie dürfen keinen wesentliche Info vergessen, müssen die Seite 3 aber auf das Notwendigste kondensieren.

Und reine Dopplungen und Wiederholungen sollten Sie auch vermeiden, denn es kann ja durchaus sein, dass sich der Personaler dann doch alles durchliest. Sieht er dann nahezu identische Anschreiben und Seite 3, könnte er an Ihrer Fähigkeit zu priorisieren zweifeln.

Darum ganz wichtig: Halten Sie sich kurz! Keine Romane, keine langen Erzählungen und Ausschweifungen. Ein paar kurze Sätze müssen es sein – am besten 10 bis 15 Zeilen lang. Und die dritte Seite sollte etwas Neues, einen anderen Blickwinkel zulassen oder sogar unterhalten.

Das sind die größten Vorteile einer dritten Bewerbungsseite. Die dritte Seite in der Bewerbung…

  • weckt Neugier beim Empfänger.
  • prägt sich ein.
  • wird wegen der Kürze und Bulletpoints aufmerksam gelesen.
  • macht Lust auf den Rest der Bewerbung.
  • benötigt nicht viel Platz und ist relativ schnell erstellt.
  • spart dem HR-Mitarbeiter Zeit.
  • beweist, dass Sie analytisch denken und Inhalte auf das Wesentliche herunterbrechen können.

Dritte Seite: Ja oder nein?

Sie wissen immer noch nicht, ob Sie Ihre Bewerbung mit einem Kurzprofil anreichern wollen? Hier ist unsere Entscheidungshilfe: Eine Dritte Seite in der Bewerbung ergibt Sinn, wenn…

  • Sie Platz für Infos benötigen, für die im Anschreiben kein Platz mehr war.
  • sie zur ausgeschriebenen Stelle passt.
  • sie dazu dient, Ihrem Lebenslauf Kontinuität zu verleihen.

Es gibt auch Gegenargumente. Sie brauchen KEINE Seite drei, wenn…

  • diese lediglich aus Wiederholungen besteht.
  • Sie sicher sind, dass Ihre Bewerbung schon rund und vollständig ist.
  • Sie wissen oder ahnen, dass der Empfänger kritisch darauf reagieren wird.

Sie müssen sich in der dritten Seite Ihrer Bewerbung nicht nur auf die Qualifikationen oder Kernkompetenzen beschränken. Sie können auch einzelne Skills gezielt highlighten, die Sie für besonders relevant halten. Das können auch Skills jenseits des Mainstreams sein.

Wichtig in jedem Fall: Die Seite drei muss dem Empfänger einen Mehrwert bieten. Denken Sie daran: Sie wollen damit Überzeugungsarbeit leisten, für sich und Ihre Kompetenzen werben. Die dritte Seite in der Bewerbung ist kein Selbstzweck, sondern ein Instrument zur Durchsetzung Ihrer Ziele.

Dritte Seite: Beruf und Branche

Dritte Seite Branche beachtenDer Vorteil der dritten Seite in der Bewerbung: Sie lässt viel Raum für Kreativität. Freiraum, der Ihnen im Lebenslauf und Anschreiben nur sehr eingeschränkt zur Verfügung steht.

So könnte ein Softwareentwickler zum Beispiel eine dritte Seite gestalten, die wie ein Quellcode aussieht (und damit gleichzeitig seine Coding-Skills demonstrieren). Ein Koch entwirft eine Menükarte, ein Mediziner ein Rezept, ein Controller eine Bilanz, ein Ingenieur einen Bauplan und ein Social-Media-Manager eine Twitter-Timeline. Das sind aber nur Anregungen. Sie können natürlich auch einen völlig anderen Stil und eigene Ideen aus Ihrem Hut zaubern.

Hinweis: Sie können, aber Sie MÜSSEN wohlgemerkt nicht kreativ werden. Wenn nämlich die Übersicht unter Ihren Ergüssen leidet, wird sich der Empfänger kaum darüber freuen…

[Bildnachweis: GaudiLab by Shutterstock.com]

Jobs in Ludwigshafen: Aktuelle Stellenangebote in der Pfalz

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Jobs in Ludwigshafen gibt es bei BASF in Hülle und Fülle, so viel ist bekannt. Was weniger bekannt ist: Ludwigshafen ist die Stadt der Pendler. In keine andere deutsche Großstadt fahren so viele Menschen ein und aus. Wohnen möchten sie hier offenbar nicht, Ludwigshafen gilt als das hässliche Entlein unter den Städten. Wer aber einen Blick auf seinen Lohnzettel wirft, vergisst die unschönen Seiten Ludwigshafens ganz ganz schnell wieder…

Jobs Ludwigshafen: Die Stadt

Wer Ludwigshafen hört, denkt automatisch an BASF. Der Chemie-Riese hat hier schon Mitte des 19. Jahrhunderts sein Stammhaus errichtet. Heute nimmt das riesige Areal, das im Norden der Stadt am Rhein liegt, zehn Quadratkilometer ein.

Der eine oder andere Zeitgenosse assoziiert die Stadt auch mit Daniela Katzenberger. Das Trash-TV-Sternchen lebt mittlerweile auf Mallorca, wurde aber in Ludwigshafen geboren. Mit dem Katzinett hat sie nichts zu tun…

Das Katzinett ist ein Privatmuseum, das sich dem Thema Katze widmet. Es hat sich seit seiner Gründung im Jahre 2010 zu einem beliebten Ausflugsziel in Ludwigshafen entwickelt.

Weit größere Relevanz aber hatte der berühmteste Sohn der Stadt: Helmut Kohl. Der verstorbene Altkanzler lebte in Oggersheim im Westen.

All die großen und kleinen Berühmtheiten können nicht darüber hinwegtäuschen, dass Ludwigshafen keine Schönheit ist. Kein Reiseblogger weit und breit, der die Stadt als „heimliche Perle“ anpreisen würde. Ludwigshafen ist graue Beton- und Industrielandschaft.

Spötter sagen, das Beste an Ludwigshafen sei die Nähe zu Mannheim und Heidelberg. Das ist tatsächlich ein Vorteil: Ludwigshafen liegt mitten in der Metropolregion Rhein-Neckar. Pendlern stehen alle Richtungen frei, die Wohnungen sind hier aber günstiger.

Die beliebtesten Wohngegenden in Ludwigshafen sind seine Randlagen. Oggersheim, Oppau, Friesenheim oder Mundenheim haben sich mitunter ihren eigenen Charakter bewahrt. Mitten in der City fühlt sich hingegen so mancher unwohl – erst recht in den Abendstunden.

Stellen Ludwigshafen: Der Arbeitsmarkt

Rund 9.500 Ludwigshafener sind offiziell arbeitslos. Das entspricht einer Arbeitslosenquote in Ludwigshafen von 10,2 Prozent (Stand: September 2020). Zwei Jahre zuvor, im September 2018, lag sie erst bei 7,5 Prozent.

Die Industriestadt weist damit einen ziemlich schlechten Wert auf. In ganz Rheinland-Pfalz liegt die Arbeitslosigkeit bei 5,4 Prozent, in Deutschland bei 6,2 Prozent. Und auch die Landeshauptstadt Mainz mit 6,5 Prozent, Koblenz mit 6,8 Prozent, Speyer mit 6,9 Prozent und Worms mit 8,7 Prozent stehen deutlich besser da (Stand: September 2020).

Regionales Schlusslicht aber ist Ludwigshafen nicht. In Pirmasens beträgt die Arbeitslosenquote stattliche 11,7 Prozent (Stand: September 2020).

Jobs in Ludwigshafen gibt es vor allem im produzierenden Gewerbe. Die Industriebetriebe – allen voran BASF – tragen rund drei Viertel zur Bruttowertschöpfung bei, der Dienstleistungsbereich nicht mal ein Drittel.

Von den rund 102.600 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Ludwigshafen arbeitet nach IHK-Angaben fast die Hälfte in Industriejobs. Viele Stellen in Ludwigshafen gibt es zudem im Gesundheits- und Sozialwesen.

Richtig bewerben für Jobs in Ludwigshafen

jobs ludwigshafen stellenangebote vollzeit teilzeit bewerbungDie richtigen Jobs in Ludwigshafen müssen Sie nicht nur finden, sondern auch bekommen. Eine blitzsaubere Bewerbung ist der erste Schritt auf dem Weg zum Traumjob in Ludwigshafen. Hier sind alle Infos, die Sie brauchen:

Jobs Ludwigshafen: Einstiegsgehälter und Gehaltsniveaus

Ludwigshafen ist die Heimat des Chemiegiganten BASF. Das wirkt sich auch auf die Gehaltsstruktur in der Stadt aus – ziemlich positiv.

So liegt das Medianeinkommen in Ludwigshafen nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit bei 4.534 Euro brutto monatlich. Das ist im bundesweiten Vergleich ein überragender Wert. Median bedeutet, dass eine Hälfte aller Gehälter diesen Wert überbietet und die andere nicht.

In Rheinland-Pfalz nimmt Ludwigshafen damit die Spitzenposition ein – mit weitem Abstand. In der Landeshauptstadt Mainz verdienen Arbeitnehmer 3.554 Euro brutto im Monat, in Kaiserslautern 3.407 Euro, in Koblenz 3.354 Euro und in Trier 3.153 Euro.

Sogar Städte wie Stuttgart (4.351 Euro), Frankfurt (4.182 Euro) und München (4.169 Euro) lässt Ludwigshafen hinter sich. Gute Einstiegsgehälter winken in Ludwigshafen nach Angaben der Gehaltsplattform gehalt.de insbesondere BWLern und Ingenieuren, aber auch Geisteswissenschaftlern.

Insgesamt sind die Gehälter in Rheinland-Pfalz auf einem guten Niveau. Das Durchschnittsgehalt aller Arbeitnehmer liegt hier laut gehalt.de bei 44.235 Euro brutto jährlich. In ganz Deutschland sind es 45.000 Euro.

Fach- und Führungskräfte verdienen laut Stepstone-Gehaltsreport 2020 in Rheinland-Pfalz 55.933 Euro brutto pro Jahr. 66.528 Euro sind es nach Angaben der Xing-Gehaltsstudie 2019.

Hier geht es zu Ihrem Einstiegsgehalt 2020.

Die größten Arbeitgeber in Ludwigshafen

Jobs in Ludwigshafen zu vergeben – das sind die größten Arbeitgeber in Ludwigshafen:

  • BASF SE (Chemie)
  • BASF Digital Solutions (IT-Dienstleistungen)
  • Abbott GmbH (Pharma)
  • AbbVie (Pharma)
  • Almatis (Chemie)
  • Contargo (Logistik)
  • ICL Performance Products (Chemie)
  • Isolite (Dämmtechnik)
  • G und H Isolierung (Isolationsarbeiten)
  • Fasihi (IT-Dienstleistungen)
  • Franz Kehl Betriebs GmbH (Gebäudereinigung)
  • GAG Ludwigshafen am Rhein (Immobilien)
  • Gruber (Spedition)
  • ISD – Industrie Service für Datenverarbeitung (IT-Dienstleistungen)
  • J. Engelsmann AG (Maschinenbau)
  • Keipp Elektro-Bau-Technik
  • Klinikum der Stadt Ludwigshafen
  • Kost GmbH (Gebäudereinigung)
  • Kübler GmbH (Hallenheizung)
  • M und W Process Automation (Automatisierungslösungen)
  • MD Medicus Holding (Medizinische Dienstleistungen)
  • Medpex Versandapotheke
  • Moster (Elektrogroßhandel)
  • Mühlenberg (Autohandel)
  • Bilfinger Peters Engineering (Ingenieurdienstleistungen)
  • Pfalzwerke AG (Energieversorgung)
  • Raschig (Chemie)
  • Medien Union (Medien)
  • Rheinland-Pfälzische Rundfunk GmbH (Medien)
  • Saint-Gobain Isover (Dämmstoffe)
  • Sparkasse Vorderpfalz
  • Türmerlein Holding (Klebstoffe)
  • TWL Technische Werke Ludwigshafen (Energieversorgung)
  • Joseph Vögele AG (Maschinenbau)
  • VR Bank Rhein-Neckar
  • Wöllner (Chemie)
  • Ziegle (Reinigungsdienst)
  • Stadt Ludwigshafen am Rhein
  • Pronova BKK (Krankenkasse)
  • WBL Wirtschaftsbetrieb Ludwigshafen (Entsorgungsbetrieb und Verkehrstechnik)
  • Bäcker Görtz (Lebensmittel)
  • Herrmann Logistik (Spedition)

BASF Jobs Ludwigshafen

basf jobs ludwigshafen vollzeit teilzeitWeltweit hat BASF fast 120.000 Mitarbeiter, ungefähr ein Drittel davon am Konzernsitz in Ludwigshafen. Der Chemiekonzern beschäftigt und sucht hier am Rhein unter anderem:

Aktuelle Stellenangebote bei BASF finden Sie auf der Karriereseite von BASF oder direkt hier bei Karrieresprung in unserer Jobbörse.

Stellen Ludwigshafen: Karriereaussichten und Wirtschaft

Die Bande sind eng zwischen Ludwigshafen und chemischer Industrie. 1865 wurde hier die Badische Anilin und Soda-Fabrik gegründet. Heute sind die vier Buchstaben weltbekannt: BASF.

Fast 40.000 Menschen arbeiten in Ludwigshafen auf einer Fläche von zehn Quadratkilometern – auf dem größten Chemieareal der Welt.

BASF ist aber keineswegs das einzige Chemie-Unternehmen der Stadt. Sie alle profitieren vom Hafen Ludwigshafen, einem der größten Binnenhäfen Deutschlands und der Nähe zur Rhein-Neckar-Region. Ludwigshafen zieht viele Arbeitnehmer aus dem Umland an. In keiner anderen Stadt Deutschlands ist der Anteil an Pendlern so groß.

Mit der Entwicklung Ludwigshafens in den letzten fünf Jahren ist aber nur ein knappes Drittel der Unternehmen zufrieden. Das ergab eine IHK-Umfrage im Sommer 2018. Mit der Pfalz insgesamt ist dagegen fast die Hälfte zufrieden. In keiner pfälzischen Kommune ist der Pessimismus so groß wie in Ludwigshafen.

Im Städteranking 2019 des Beratungsunternehmens IW Consult belegte Ludwigshafen Platz 34 von 71. Gute Noten gab es unter anderem für die Arbeitsplatzversorgung. Die Abhängigkeit von einem Großkonzern scheint Fluch und Segen zugleich zu sein.

Im Prognos-Zukunftsatlas 2019 rangiert Ludwigshafen am Rhein auf Position 139 von 401 Regionen in Deutschland. In der Kategorie Wettbewerb schnitt man äußerst gut ab (Platz 24), beim Arbeitsmarkt dagegen nur unterdurchschnittlich (Platz 288).

Jobs Ludwigshafen: Kosten, Lebenshaltung, Mietpreise

In Ludwigshafen winken nicht nur Top-Gehälter, sondern auch niedrige Lebenshaltungskosten.

Die Medianmiete in Ludwigshafen liegt nach Angaben der Plattform Immowelt bei 8,60 Euro pro Quadratmeter (Stand: 1. Quartal 2020). Damit wohnen die Ludwigshafener sehr viel günstiger als ihre Nachbarn. Mannheimer zahlen für den Quadratmeter 9,30 Euro, Heidelberger sogar 10,80 Euro.

Weiter südlich in Karlsruhe kostet der Quadratmeter 10,00 Euro, nördlich in Darmstadt 10,80 Euro, westlich in Saarbrücken aber nur 7,50 Euro. In Mainz werden 11,20 Euro fällig, in Stuttgart 12,80 Euro und in Frankfurt 13,60 Euro (Stand: 1. Quartal 2020).

Von 2009 bis 2019 waren die Mietpreise in Ludwigshafen um 33 Prozent angewachsen – von sechs auf acht Euro pro Quadratmeter. In Mannheim betrug der Preisanstieg im gleichen Zeitraum sogar 39 Prozent, in Heidelberg 32 Prozent.

Wohnungen für weniger als zehn Euro pro Quadratmeter – in Ludwigshafen gibt es sie (noch). Allerdings müssen Mieter speziell für kleinere Wohnungen teilweise mitunter bis zu 15 Euro investieren.

Günstig ist die Stadt auch für Käufer. Eine Immobilie in Ludwigshafen kostet laut Immowelt 1.940 Euro pro Quadratmeter. In Mannheim werden dagegen 2.570 Euro fällig, in Heidelberg sogar 3.250 Euro.

Auch die anderen Großstädte in der Region sind für Immobilienkäufer kostspieliger. So kostet sie der Quadratmeter in Karlsruhe 3.250 Euro, in Mainz 3.140 Euro, in Darmstadt 3.280 Euro, in Stuttgart 4.080 Euro und in Frankfurt 4.430 Euro.

Hier finden Sie 10 Tipps für die erfolgreiche Wohnungssuche.

Jobs Ludwigshafen: Kontaktdaten und Servicestellen

Sie wollen sich in Ludwigshafen selbstständig machen, Ihre Steuererklärung abgeben oder Jobs in Ludwigshafen für Vollzeit, Teilzeit, Aushilfe, Minijob oder Quereinsteiger suchen? Die wichtigsten Servicestellen hat Karrieresprung übersichtlich für Sie zusammengefasst:

  • Das Finanzamt Ludwigshafen finden Sie hier.
  • Die IHK Pfalz finden Sie hier.
  • Die Handwerkskammer der Pfalz finden Sie hier.
  • Aktuelle Stellenangebote in Ludwigshafen für Vollzeit, Teilzeit, Aushilfe, Minijob oder Quereinsteiger finden Sie in unserer Jobbörse.
[Zuletzt aktualisiert: 09.10.2020, Bildnachweis: David Hajnal by Shutterstock.com]

Jobs in Kaiserslautern: Aktuelle Stellenangebote, Gehälter, Arbeitgeber

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Jobs in Kaiserslautern sind nicht so rar wie Tore des FCK. Dabei gilt die Pfalz als wirtschaftliches Sorgenkind. Die Gehälter sind niedrig und die Arbeitslosigkeit ist hoch. Sogar der glorreiche 1. FC Kaiserslautern geht am Krückstock. Die Zukunft kann trotzdem kommen. Die Technische Universität bildet zahlreiche MINT-Kräfte aus, die die Industrie 4.0 vorantreiben und neue Jobs in Kaiserslautern schaffen sollen. Die 100.000-Einwohner-Stadt ist sogar auf dem besten Wege zu einem ernstzunehmenden IT-Zentrum…

Jobs Kaiserslautern: Die Stadt

Kaiserslautern ist die Heimat der Roten Teufel. Der Elf-Freunde-Kreisel an der Löwenburg zeugt noch heute von den Großtaten der Fritz-Walter-Elf. Doch mit dem Niedergang des FCK verschwand auch die Stadt aus der öffentlichen Wahrnehmung.

Vermutlich hätten viele sogar Schwierigkeiten, Kaiserslautern auf einer Landkarte zu finden. Die Stadt mit ihren rund 100.000 Einwohnern liegt in der Pfalz, direkt an der A6 auf halber Strecke zwischen Saarbrücken und Mannheim.

Den US-Militärs dagegen ist Kaiserslautern ein Begriff. Der US-Stützpunkt gilt als der größte außerhalb der Vereinigten Staaten, die US-Community in der Region umfasst insgesamt 50.000 Menschen. Die Amerikaner haben Lautern seit dem Zweiten Weltkrieg entscheidend mitgeprägt.

Im Sommer treffen sich alle in der Gartenschau im Zentrum der Stadt. Das weitläufige Gelände war um die Jahrtausendwende Schauplatz der ersten Landesgartenschau in Rheinland-Pfalz. Heute erfreuen sich nicht nur die kleinen Gäste an einer großen Dinosaurier-Ausstellung.

Stellen Kaiserslautern: Der Arbeitsmarkt

Die offizielle Arbeitslosenquote in Rheinland-Pfalz liegt bei 5,4 Prozent (Stand: September 2020). Das ist besser als der gesamtdeutsche Wert von 6,2 Prozent.

Im Bezirk Kaiserslautern der Bundesagentur für Arbeit ist die Arbeitslosenquote mit 5,5 Prozent ähnlich niedrig. Für die kreisfreie Stadt Kaiserslautern dagegen sieht es nicht so rosig aus. Hier liegt der Wert bei 9,6 Prozent (Stand: September 2020).

Damit steht Kaiserslautern selbst im Landesvergleich ziemlich schlecht da. In der Stadt Worms liegt die Arbeitslosenquote bei 8,7 Prozent, in Trier bei 7,0 Prozent, in Koblenz bei 6,8 Prozent, in Mainz bei 6,5 Prozent und in Speyer bei 6,9 Prozent (Stand: September 2020).

Schlechter als Kaiserslautern stehen Ludwigshafen mit 10,2 Prozent und Pirmasens mit 11,7 Prozent da (Stand: September 2020).

Insgesamt gibt es in Kaiserslautern nach IHK-Angaben knapp 54.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte. Ein Fünftel von ihnen arbeitet im Produzierenden Gewerbe, ein weiteres Fünftel in Handel, Verkehr und Gastgewerbe. Der Rest hat einen (anderen) Dienstleistungs-Job.

Jobs Kaiserslautern: Einstiegsgehälter und Gehaltsniveaus

Das Medianeinkommen in Kaiserslautern liegt bei 3.407 Euro brutto im Monat. Diese Zahlen hat die Bundesagentur für Arbeit ermittelt. Neuere liegen noch nicht vor. Median bedeutet: Die ein Hälfte der Gehälter liegt über dem Wert, die andere Hälfte unter ihm. Zum Vergleich: Das Medianeinkommen für ganz Deutschland beträgt 3.209 Euro brutto monatlich.

Das Gehaltsniveau in Kaiserslautern liegt damit deutlich über dem von Worms (3.102 Euro). Auch Saarbrücken im Westen Lauterns kommt mit 3.431 Euro nicht ganz an den Pfälzer Wert heran. Mainz weist mit 3.554 Euro nur ein geringfügig höheres Medianeinkommen auf, Karlsruhe im Süden kommt dagegen auf 3.682 Euro.

Das Durchschnittseinkommen in Rheinland-Pfalz liegt nach Angaben der Gehaltsplattform gehalt.de bei 44.529 Euro brutto im Jahr. Damit liegt Rheinland-Pfalz deutschlandweit auf Platz fünf der Flächenländer – hinter Hessen, Baden-Württemberg, Bayern und Nordrhein-Westfalen.

Fach- und Führungskräfte verdienen in Rheinland-Pfalz sogar 55.933 Euro brutto jährlich im Schnitt. In Hessen kommen sie laut Stepstone-Gehaltsreport 2020 auf über 65.000 Euro, in Mecklenburg-Vorpommern dagegen nur auf rund 42.000 Euro.

Die Xing-Gehaltsstudie 2019 weist für Fach- und Führungskräfte in Rheinland-Pfalz gar ein jährliches Durchschnittsgehalt von 66.528 Euro brutto aus. Damit liegt das Gehaltsniveau in Rheinland-Pfalz sechs Prozent unter dem deutschen Durchschnitt von 70.754 Euro. Über dem Schnitt liegen allerdings nur vier Bundesländer: Hessen, Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen.

Hier geht es zur großen Gehaltstabelle.

Die größten Arbeitgeber in Kaiserslautern

Hier winken Jobs in Kaiserslautern – das sind die größten Arbeitgeber in Kaiserslautern:

  • Opel (Fahrzeugbau)
  • Westpfalz-Klinikum
  • Stadtsparkasse Kaiserslautern
  • Möbel Martin
  • Adient (Automotive)
  • John Deere (Nutzfahrzeuge)
  • SWK Stadtwerke Kaiserslautern
  • Technische Universität Kaiserslautern
  • Hochschule Kaiserslautern
  • Wipotec Group (Maschinenbau, Wägesysteme)
  • Gebr. Pfeiffer SE (Anlagenbau)
  • Pfaff Industriesysteme und Maschinen GmbH (Maschinenbau)
  • Fraunhofer-Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik
  • Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering
  • Empolis Information Management (Software)
  • Institut für Verbundwerkstoffe GmbH (Forschung)
  • Insiders Technologies (Software)
  • Topdesk Deutschland (IT)
  • Dcon Software and Service AG
  • Amec Foster Wheeler (Bau und Anlagenbau)
  • Corning Inc (Glas, Keramik)
  • Demando GmbH (IT-Dienstleistungen)
  • Schönhofen Ingenieure
  • Sieda GmbH (Software)
  • Peschla und Rochmes (Ingenieurbüro)
  • Trimble Kaiserslautern (Bau)
  • Teckpro AG (Unternehmensberatung)
  • Voss und Kamb und Partner (Ingenieurbüro)
  • Netbiscuits (Software)
  • Veenion (Software)
  • Banf Werbung (Werbeagentur)
  • Barbarossa Bäckerei (Großbäcker)
  • Fruit of the Loom (Einzelhandel)
  • Hochwald Foods GmbH (Nahrungsmittel)
  • Fuchs Lubritec (Spezialschmierstoffe)
  • WR Security und Bewachung (Sicherheit)
  • Wach- und Schließgesellschaft Karl Liebrich (Sicherheit)
  • Antenne Kaiserslautern (Radio)
  • Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz
  • K in Lautern (Einkaufszentrum)
  • Wasem Logistik (Spedition)
  • Lutrina Klinik (Gesundheit)
  • Accenture (Unternehmensberatung)
  • TKS Telepost (Telekommunikation)

Richtig bewerben für Jobs in Kaiserslautern

jobs kaiserslautern stellenangebote vollzeit teilzeit bewerbungDie richtigen Jobs in Kaiserslautern muss man nicht nur finden. Man muss sie auch bekommen. Mit einer überzeugenden Bewerbung gelingt es. Hier sind alle Tipps für Ihre blitzsaubere Bewerbung in Kaiserslautern:

Stellen Kaiserslautern: Karriereaussichten und Wirtschaft

Die Pfalz galt lange – oder gilt noch immer – als abgehängt. Auch Kaiserslautern glänzt nicht gerade durch herausragende Wirtschaftsdaten. Aber: In genau den Feldern, die große Zukunftschancen versprechen, hat die Stadt eine bemerkenswert gute Basis.

So gibt es hier ein Cluster für Industrie 4.0, dem unter anderem das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz angehört. Schon seit 1988 forscht man in Lautern zu KI, einem Thema, das heute in aller Munde ist.

Auch darf man Kaiserslautern guten Gewissens als IT-Zentrum bezeichnen. Eine Vielzahl an Software- und IT-Firmen ist hier entstanden oder hat sich angesiedelt. So kommt etwa Software, die bei Fernseh- und Radiosendern Millionen von Ton- und Bilddokumenten archiviert oder die von Banken auf der ganzen Welt für Wertpapierhandel eingesetzt wird, aus Kaiserslautern.

Großer Standortvorteil ist die Technische Universität Kaiserslautern. Sie ist die einzige Uni in ganz Rheinland-Pfalz mit einem technischen Profil. Fast 15.000 Studierende zählt die TU, viele davon im Maschinenbau, Informatik, Bauingenieurwesen und Elektrotechnik.

Auch die Automobilwirtschaft ist ein wichtiges Standbein bzw. Stützrad der Lauterer Wirtschaft. So ist Kaiserslautern einer von nur noch drei Standorten von Automobilhersteller Opel in Deutschland – neben Rüsselsheim und Eisenach.

Seine Branchenschwerpunkte hat Kaiserslautern in diesen Bereichen:

  • Automobilindustrie
  • Chemische Industrie
  • IT/Medien
  • Logistik
  • Maschinenbau
  • Nutzfahrzeuge

Im Prognos-Zukunftsatlas 2019 landete die Stadt Kaiserslautern auf Platz 221 von 401 Regionen in Deutschland. In der Kategorie Arbeitsmarkt reichte es immerhin zu Rang 133, bei der Dynamik zu Platz 104.

Der Landkreis Kaiserslautern belegte im Gesamtranking Position 306.

Jobs Kaiserslautern: Kosten, Lebenshaltung, Mietpreise

Sündhaft teuer lebt es sich unter Roten Teufeln nicht. Die Preise in Kaiserslautern sind im Vergleich sehr moderat.

Die Mietpreise in Kaiserslautern lagen laut Immobilienplattform Immowelt zuletzt im Mittel bei 7,00 Euro pro Quadratmeter. Damit ist das Mietpreisniveau deutlich niedriger als in den teuren Metropolen wie München, Hamburg oder Frankfurt. Dort liegen die Quadratmetermieten im zweistelligen Euro-Bereich.

Aber auch für eine deutsche Mittelstadt sind sieben Euro keineswegs viel. In Böblingen bei Stuttgart zum Beispiel werden im Mittel 11,70 Euro fällig, in Esslingen am Neckar 10,70 Euro, in Ludwigsburg 10,00 Euro. Günstiger als Kaiserslautern wohnt man vor allem im Osten des Landes und im tiefen Westen. In Frankfurt/Oder beträgt der mittlere Mietpreis 5,80 Euro, in Gladbeck im Ruhrgebiet 6,20 Euro.

Wer eine Immobilie in Kaiserslautern kaufen will, muss laut Immowelt 1.450 Euro pro Quadratmeter einkalkulieren. Ein Spottpreis im Vergleich zum mondänen München. Hier sind über 7.000 Euro mehr Regel als Ausnahme. Frankfurt und Hamburg folgen mit je rund 4.000 Euro pro Quadratmeter Immobilie.

Auch unter den Mittelstädten, die mit Kaiserslautern vergleichbar sind, gibt es Ausreißer nach oben. So kostet eine Immobilie in Böblingen über 3.000 Euro pro Quadratmeter, in Gießen 2.500 Euro, in Göppingen und Gütersloh 2.300 Euro.

Nur wenige Städte können das tiefe Preisniveau Kaiserslauterns brechen. Sie liegen fast allesamt im Osten Deutschlands, im Ruhrgebiet und am Niederrhein. In Gelsenkirchen etwa ist ein Immobilienkauf mit 1.000 Euro pro Quadratmeter noch günstiger als in der Pfalz.

Hier finden Sie 10 Tipps für die erfolgreiche Wohnungssuche.

Kontaktdaten und Servicestellen in Kaiserslautern

Sie wollen sich in Kaiserslautern selbstständig machen, Ihre Steuererklärung abgeben oder Jobs in Kaiserslautern für Vollzeit, Teilzeit, Aushilfe, Minijob oder Studentenjob suchen? Die wichtigsten Servicestellen hat Karrieresprung übersichtlich für Sie zusammengefasst:

  • Das Finanzamt Kaiserslautern finden Sie hier.
  • Die IHK Pfalz finden Sie hier.
  • Die Handwerkskammer der Pfalz finden Sie hier.
  • Aktuelle Stellenangebote in Kaiserslautern für Vollzeit, Teilzeit, Aushilfe, Minijob oder Studentenjob finden Sie in unserer Jobbörse.
[Zuletzt aktualisiert: 09.10.2020, Bildnachweis: Oleksandr Osipov by Shutterstock.com]

Jobs in Mainz: Aktuelle Stellenangebote und die größten Arbeitgeber

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Zu den besten Jobs in Mainz gehört es, ausgiebig zu feiern. Die Stadt ist Karnevalshochburg und liegt mitten im größten Weinanbaugebiet Deutschlands. Ein Gläschen Wein darf man sich hier auch nach einem gelungenen Arbeitstag gerne mal gönnen. Viele Jobs in Mainz gibt es in der Gastronomie und Tourismusbranche, in Wissenschaft und Medizin. Und natürlich in der Medienbranche: Der bekannteste Arbeitgeber der Stadt sitzt südwestlich der Innenstadt am Lerchenberg…

Jobs Mainz: Die Stadt

Die Mainzelmännchen sind die Botschafter der Stadt. Doch in Zeiten von Netflix und Co. nimmt ihre Zugkraft ab. Gilt das auch für Mainz selbst?

Klare Antwort: Nein. Mainz steht ökonomisch gut da. Vom ZDF, das auf dem Lerchenberg residiert, und dem SWR ist man jedenfalls nicht abhängig – oder nur ein bisschen. Die rheinland-pfälzische Landeshauptstadt ist breit aufgestellt.

Neu-Mainzer schätzen aber nicht nur die große Job-Auswahl, sondern auch die Lebensfreude. Hier, wo der Main in den Rhein mündet, fließt der Wein in Strömen. Rheinhessen ist Weinland. Karneval heißt Fastnacht und Mainz bleibt Mainz, wie es singt und lacht.

Der berühmteste Sohn der Stadt ist ein Gigant. Johannes Gutenberg haben wir den modernen Buchdruck zu verdanken. Im Mainzer Stadtbild ist er fest verankert. Es gibt das Gutenberg-Museum, die Gutenberg-Uni, den Gutenberg-Platz, das Gutenberg-Denkmal und sogar den Gutenberg-Marathon.

Eine paar Schönheitspunkte muss man Mainz trotz alledem abziehen. Als sonderlich grün gilt die 210.000-Einwohner-Stadt nämlich nicht.

Beliebte Wohngebiete in Mainz sind Bretzenheim, Weisenau, Oberstadt, Kastel, Neustadt, Gonsenheim, Hechtsheim und die Altstadt. Als soziale Brennpunkte gelten die nördliche Neustadt und die Gustav-Mahler-Siedlung in Lerchenberg-Mitte sowie Teile von Mombach, Finthen-Nord, Kronberger Hof und die Elsa-Brändström-Straße in Gonsenheim.

Stellen Mainz: Der Arbeitsmarkt

Rund 122.500 Menschen sind in Rheinland-Pfalz offiziell als arbeitslos gemeldet (Stand: September 2020). Damit liegt die Arbeitslosenquote bei 5,4 Prozent – eine vergleichsweise gute Quote. In ganz Deutschland beträgt sie 6,2 Prozent. Nördlich von Rheinland-Pfalz in Nordrhein-Westfalen sind sogar 7,9 Prozent ohne Job.

In der Stadt Mainz liegt die Arbeitslosenquote bei 6,5 Prozent. Rund 8.000 Mainzer sind aktuell ohne Arbeitsplatz. Mit einer Quote von 4,4 Prozent glänzt das Umland, der Bezirk Mainz-Bingen der Bundesagentur für Arbeit (Stand: September 2020).

Mainz hat eine vergleichsweise junge Bevölkerung, viele Hochqualifizierte und Jobs im Dienstleistungssektor. Die Wirtschaft ist mittelständisch geprägt – und bietet insgesamt 115.000 Mainzern einen sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplatz.

Auf der anderen Rheinseite in Wiesbaden ist die Arbeitslosigkeit mit 8,0 Prozent deutlich größer. Einige Kilometer weiter östlich in Frankfurt beträgt die Quote 7,5 Prozent (September 2020).

In den meisten anderen Städten in Rheinland-Pfalz ist die Arbeitslosigkeit höher als in Mainz. So beträgt die Quote in Trier 7,0 Prozent, in Koblenz 6,8 Prozent und in Speyer 6,9 Prozent. und in Worms 6,7 Prozent. Besorgniserregend ist die Situation in Worms und Frankenthal (jeweils 8,7 Prozent), Kaiserslautern (9,6 Prozent), Ludwigshafen am Rhein (10,2 Prozent) und vor allem Pirmasens mit 11,7 Prozent (Stand: September 2020).

Jobs Mainz: Einstiegsgehälter und Gehaltsniveaus

Mit ihren unmittelbaren Nachbarn kann die Medienstadt nicht mithalten. Das Medianeinkommen in Mainz liegt nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit bei 3.554 Euro brutto im Monat. Beim Median liegt die eine Hälfte der Gehälter über dem Wert, die andere Hälfte darunter.

In Wiesbaden werden monatlich 3.758 Euro brutto gezahlt, in Frankfurt 4.182 Euro und in Darmstadt gar 4.185 Euro. Insgesamt aber ist das Mainzer Gehaltsniveau sehr ordentlich. Das gesamtdeutsche Medianeinkommen beträgt 3.209 Euro brutto monatlich.

Insgesamt verdienen Arbeitnehmer in Rheinland-Pfalz nach Angaben der Gehaltsplattform gehalt.de durchschnittlich 44.235 Euro brutto im Jahr. In Mainz liegt das monatliche Durchschnittsgehalt demnach bei 47.295 Euro. Im Gehalts-Vergleich aller 16 Landeshauptstädte rangiert Mainz damit auf Platz 6. Die Spanne reicht von ca. 56.000 Euro in Stuttgart bis ca. 35.000 Euro in Schwerin.

Fach- und Führungskräfte in Rheinland-Pfalz kommen laut Stepstone-Gehaltsreport 2020 auf 55.933 Euro brutto jährlich im Schnitt. Ein guter Wert, aber nebenan in Hessen finden sich fast 10.000 Euro pro Jahr mehr in der Lohntüte.

Mainz zählt demzufolge zu den 10 Städten mit den höchsten Durchschnittsgehältern in Deutschland für Fach- und Führungskräfte. An der Spitze rangiert Frankfurt mit 70.974 Euro brutto pro Jahr. Dahinter folgen München, Stuttgart, Ulm, Düsseldorf, Bonn, Darmstadt und Essen. Mainz belegt Platz 9 mit einem Durchschnittsgehalt von 61.633 Euro brutto jährlich. Die Top Ten rundet Heidelberg ab.

Hier geht es zur großen Gehaltstabelle.

Die größten Arbeitgeber in Mainz

Hier winken Jobs in Mainz – das sind die größten Arbeitgeber in Mainz und Rheinhessen:

  • Zweites Deutsches Fernsehen ZDF (Medien)
  • Universitätsmedizin der Johannes-Gutenberg-Universität
  • Johannes-Gutenberg-Universität Mainz
  • Schott AG (Glas)
  • Mainzer Stadtwerke
  • Mainzer Verkehrsgesellschaft
  • Südwestrundfunk
  • Sparda-Bank Südwest
  • DB Cargo AG (Güterverkehr)
  • DB Regio Bus Mitte (Verkehr)
  • Mainzer Volksbank
  • Sparkasse Mainz
  • Werner und Mertz (Chemie)
  • Coface (Versicherung)
  • Aereon AG (Immobilien)
  • Elster GmbH (Messtechnik)
  • Biontech (Biotechnologie)
  • UDG United Digital Group (Marketing)
  • Xylem Analytics (Laborbedarf-Fachhandel)
  • Kraftwerke Mainz-Wiesbaden AG (Energie)
  • Stiftung Juvente Mainz (Soziales)
  • Novo Nordisk Pharma
  • Hochschule Mainz
  • Arjo Deutschland (Medizintechnik)
  • Vlexx (Eisenbahnverkehrsunternehmen)
  • Dilas Diodenlaser (Halbleiter)
  • Targo Commercial Finance (Bank)
  • Vicampo.de (Weinversand)
  • Deutsche Anlagen-Leasing (Immobilien)
  • Leonardo Personalkonzept (Zeitarbeit)
  • TFG Transfracht (Logistik)
  • Wepa Hygieneprodukte
  • BFE Studio und Medien Systeme (Medientechnik)
  • Bausparkasse Mainz AG (Finanzen, Versicherung)
  • Brezelbäckerei Ditsch (Lebensmittel)
  • Caritasverband Mainz (Wohlfahrt)
  • Deublin (Maschinenbau)
  • Deutsche Bundesbank – Hauptverwaltung in Rheinland-Pfalz und dem Saarland
  • Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB)
  • Landesbank Baden-Württemberg
  • DRK-Landesverband Rheinland-Pfalz (Hilfsorganisation)
  • Ganzimmun Diagnostics AG (Labordiagnostik)
  • HDI (Finanzen, Versicherung)
  • Hyatt Regency Mainz (Gastgewerbe)
  • Katholisches Klinikum Mainz
  • Röchling Automotive Germany (Chemie, Pharma)
  • Wohnbau Mainz (Wohnungsbaugesellschaft)
  • VRM Marketing (Medien)

Mainz ZDF Jobs

mainz zdf jobs praktikumDas ZDF beschäftigt insgesamt fast 3.400 feste Mitarbeiter in Mainz, Berlin und seinen 16 Inlands- und 18 Auslandsstudios. Dazu gesellen sich noch zahlreiche freie Mitarbeiter und Praktikanten.

Aus seinem Sendezentrum in Mainz sendet das ZDF schon seit dem 1. April 1963. Hier trifft man keineswegs nur Heute-Sprecher und Kabelträger. Das ZDF beschäftigt unter anderem auch:

Stellen Mainz: Karriereaussichten und Wirtschaft

Einem Tropfen Wein sind die Mainzer nicht abgeneigt. Rheinhessen ist das größte Weinanbaugebiet Deutschlands. Zu Rheinhessen zählen neben Mainz auch die Städte Bingen, Worms und Alzey.

Wein und andere Spirituosen sind aber nicht das einzige Exportgut. 36 Prozent der Arbeitsplätze in der Region sind laut IHK Rheinhessen vom Export abhängig. Der wichtigste Handelspartner ist Frankreich. Jedes zehnte Erzeugnis, das von Mainz aus in den Export geht, wird ins Nachbarland versandt. Dahinter folgen die USA, Großbritannien, Niederlande, Italien, Spanien, Polen, Belgien, China und Österreich.

Vor allem die Chemische und Pharma-Industrie in Mainz ist stark, auch das Ernährungsgewerbe, Glasindustrie, Verlags- und Druckgewerbe, Automotive, Gummi- und Kunststoffindustrie sowie die Hersteller von Büromaschinen und DV-Geräten.

Diese Bereiche und Branchen schaffen die meisten Jobs in Mainz:

  • Pharma und Chemie
  • Kunststoffe
  • Maschinen und Automobil
  • Wein, Tourismus, Kongress, Messe
  • Hotellerie und Gastronomie
  • Medien
  • Gesundheit, Medizin
  • Hochschulen, Wissenschaft

Mainz ist eine Verwaltungs- und Dienstleistungsstadt, die von kleinen und mittelständischen Unternehmen geprägt ist. Die ganz großen Global Player findet man eher 40 Kilometer weiter nördlich in Frankfurt.

In der Wissenschaft aber spielt Mainz ganz vorne mit. 2011 trug sie den Titel „Stadt der Wissenschaft“. Mit einer Universität, zwei Hochschulen, zwei Max-Planck-Instituten, Fraunhofer- und Helmholtz-Gesellschaften ist Mainz gut bestückt.

Mainz ist darüber hinaus ein wichtiger Medienstandort. Das ZDF sitzt am legendären Lerchenberg, der SWR in Altstadtnähe. Für Medienschaffende ist Mainz eine gute Adresse.

Summa summarum ist Mainz eine Stadt mit hervorragenden Job-Perspektiven. Im Städteranking 2019 des Beratungsunternehmens IW Consult landeten die Rheinhessen auf Platz 19 von 71 untersuchten Großstädten in Deutschland. Im Vorjahr hatte es für Mainz allerdings noch zu Rang 13 gereicht.

Im Prognos-Zukunftsatlas 2019 rangiert die Stadt Mainz auf Position 45 von 401 Regionen in Deutschland. In der Kategorie Arbeitsmarkt schrammte man mit Platz 12 nur haarscharf an den Top Ten vorbei. Der Landkreis Mainz-Bingen steht in diesem Ranking auf Platz 48.

Jobs Mainz: Kosten, Lebenshaltung, Mietpreise

Das Rhein-Main-Gebiet ist ein Hotspot der deutschen Wirtschaft. Was positiv klingt, hat auch Nachteile. So sind die Preise in der Region höher als anderswo. Das gilt auch für die Landeshauptstadt von Rheinland-Pfalz.

Im Mittel zahlen Mieter in Mainz laut Immobilienplattform Immowelt 11,20 Euro pro Quadratmeter (Stand: 1. Quartal 2020). Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Mietpreise damit um 10 Prozent. Sie sind noch eine Spur höher als im benachbarten Wiesbaden (10,10 Euro) und in Darmstadt (10,80 Euro). Frankfurt steht bei 13,60 Euro.

Ähnlich viel zahlen Mieter nur in den großen Städten sowie in Teilen Bayerns und Baden-Württembergs. Von 2009 bis 2019 waren die Mietpreise in Mainz um 38 Prozent gestiegen.

Vor allem kleine Wohnungen fressen sich tief ins Portemonnaie. Wer auf bis zu 60 Quadratmeter wohnt, zahlt laut Immowelt oft sogar 13 bis 14 Euro pro Quadratmeter.

Die Kaufpreise für Immobilien in Mainz steigen sogar noch schneller – von 2017 auf 2018 um neun Prozent. Ein Quadratmeter wandert für 3.140 Euro über den Maklertisch. Allerdings liegt das Kaufpreisniveau damit noch immer deutlich unter dem der Nachbarn. In Wiesbaden müssen Käufer mit 3.350 Euro pro Quadratmeter rechnen, in Darmstadt mit 3.280 Euro und in Frankfurt sogar mit 4.430 Euro.

Alles in allem ist Mainz keine Stadt für Sparfüchse. Das zeigt auch ein Vergleich von Financescout24. Wer in Mainz 50.000 Euro im Jahr verdient, würde in Berlin nur rund 43.000 Euro benötigen, um den Lebensstandard zu halten. In Berlin sind die Mieten um neun Prozent günstiger als in Mainz, Lebensmittel um 19 Prozent und Transportkosten sogar um 32 Prozent.

Jobs Mainz: Kontaktdaten und Servicestellen

Sie wollen sich in Mainz selbstständig machen, Ihre Steuererklärung abgeben oder Jobs in Mainz für Vollzeit, Teilzeit, Quereinsteiger, Aushilfe, Minijob oder Studenten suchen? Die wichtigsten Servicestellen hat Karrieresprung übersichtlich für Sie zusammengefasst:

  • Das Finanzamt Mainz finden Sie hier.
  • Die IHK Rheinhessen finden Sie hier.
  • Die Handwerkskammer Rheinhessen finden Sie hier.
  • Aktuelle Stellenangebote in Mainz und Rheinland-Pfalz für Vollzeit, Teilzeit, Quereinstieg, Aushilfe, Studenten oder Minijob finden Sie in unserer Jobbörse.
[Zuletzt aktualisiert: 09.10.2020, Bildnachweis: LaMiaFotografia by Shutterstock.com]

Jobs in Frankfurt: Aktuelle Stellenangebote, Gehälter, Arbeitgeber

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Zwischen Wolkenkratzern und Fachwerkhäusern – kaum eine andere Stadt in Deutschland bietet so viele Kontraste wie Frankfurt am Main. Wirtschaftlich steht und fällt sie mit der Finanzindustrie. Der Brexit bringt neue Finanz-Jobs an den Main, doch sind gerade Frankfurts Banken Sorgenkinder. Welche Branchen bieten in der Hessenmetropole noch Perspektiven? Hier gibt es Jobs in Frankfurt

Jobs Frankfurt: Die Stadt

Frankfurt ist eine Stadt mit vielen Gesichtern. Die funkelnden Bankentürme hier, die Verwahrlosung rund um den Hauptbahnhof dort. Gegensätze, die die Hessenstadt für die einen so anziehend, für die anderen ungenießbar machen.

Speziell der Brexit hat Frankfurt weiter verändert – und noch mehr Arbeitsplätze in der Finanzbranche an den Main gespült. Das sorgt für weiteren Beschäftigungsaufbau, Wohlstand und Kaufkraft auf der einen, zunehmende Gentrifizierung auf der anderen Seite. Schon jetzt sind die Mieten in Frankfurt auf Top-Niveau.

Das betrifft Studentenviertel wie Bockenheim genauso wie beliebte Wohngegenden wie Ostend, Griesheim und Bornheim. Als heißes Pflaster gilt Höchst.

Ein grundsätzliches Problem für alle Frankfurter ist die Lärmbelastung durch den Flughafen. Für die Kommunalpolitik ein Dauerbrenner, aber auch für die Wohnungssuche ein nicht zu unterschätzendes Kriterium.

Stellen Frankfurt: Der Arbeitsmarkt

Der Frankfurter Arbeitsmarkt ist deutlich robuster als jener in anderen deutschen Großstädten – zum Beispiel in Berlin oder Köln. 31.500 Frankfurter sind offiziell arbeitslos gemeldet, das entspricht einer Arbeitslosenquote von 7,5 Prozent (Stand: September 2020). Ein Jahr zuvor betrug sie sogar nur 4,8 Prozent.

Die Arbeitslosenquote in Frankfurt liegt etwas über dem bundesdeutschen Durchschnitt. Für Deutschland beträgt sie 6,2 Prozent, für Hessen 5,8 Prozent (Stand: September 2020).

Noch besser ist die Lage im Frankfurter Umland. Der Main-Taunus-Kreis (4,9 Prozent) und Hochtaunus-Kreis (5,2 Prozent) sind nahe der Vollbeschäftigung. Laut IHK-Umfrage 2020 sehen 90,2 Prozent der befragten Unternehmen in der Stadt Frankfurt Handlungsbedarf bei der „Verfügbarkeit von beruflich qualifizierten Arbeitskräften“.

Frankfurt ist eine Dienstleistungsstadt. Der Service-Sektor ist mit mehr als 1,5 Millionen Beschäftigten für fast zwei Drittel aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Rhein-Main-Gebiet verantwortlich.

Jeder fünfte Beschäftigte arbeitet in der Industrie – zusammen sind das rund 426.000 sozialversicherungspflichtige Jobs. Dazu kommen noch 340.000 Arbeitnehmer im Handel und 127.000 im Baugewerbe. Insgesamt haben im Rhein-Main-Gebiet damit knapp 2,5 Millionen Menschen einen sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplatz.

Richtig bewerben für Jobs in Frankfurt

jobs frankfurt stellenangebote bewerbungDie besten Tipps für Ihre Bewerbung – So finden Sie die richtige Stelle in Frankfurt:

Jobs in Frankfurt: Einstiegsgehälter und Gehaltsniveaus

In nahezu allen Ländervergleichen liegt Hessen beim Gehalt vorne. Das liegt vor allem an der Stadt Frankfurt. Sie verfügt über besonders finanzkräftige Branchen (Banken) und treibt den Schnitt damit nach oben.

Laut Stepstone-Gehaltsreport 2020 verdienen Fach- und Führungskräfte in Hessen im Schnitt 64.335 Euro brutto pro Jahr – das ist der Top-Wert im Vergleich der Bundesländer. Die Xing-Gehaltsstudie 2019 berechnet sogar ein Durchschnittsgehalt von 76.972 Euro brutto jährlich für Fach- und Führungskräfte in Hessen.

Für Ingenieure in Frankfurt berechnet die Gehaltsplattform gehalt.de ein Durchschnittsgehalt von 81.039 Euro – von den großen Städten ist demnach nur Stuttgart lukrativer.

Für Juristen wiederum ist Frankfurt erste Wahl. Sie haben mit 62.841 Euro laut gehalt.de am Main die höchsten Einstiegsgehälter deutschlandweit. Geisteswissenschaftler starten in Frankfurt mit 38.052 Euro ins Berufsleben – auch das ist ein vergleichsweise guter Wert.

Fächerübergreifend können Absolventen in der Mainmetropole mit einem Startgehalt von 49.835 Euro brutto im Schnitt rechnen – das ist der sechstbeste Wert hinter Leverkusen, Erlangen, München, Stuttgart und Wolfsburg.

Für Fach- und Führungskräfte in der IT-Branche beträgt das Gehaltsniveau in Frankfurt laut Personalberatung Kienbaum 113 Prozent des deutschen Durchschnitts – nur in Düsseldorf und Köln ist es höher.

Insgesamt beträgt das Medianeinkommen für Arbeitnehmer mit einem Vollzeitjob in Frankfurt nach offiziellen Zahlen 4.182 Euro brutto monatlich. Damit verdienen Frankfurter überdurchschnittlich gut. Für ganz Deutschland liegt das Medianeinkommen nur bei 3.209 Euro.

Hier finden Sie die große Gehaltstabelle. Hier geht es zum Einstiegsgehalt 2020.

Die größten Arbeitgeber in Frankfurt

Hier winken Jobs in Frankfurt am Main – das sind die größten Arbeitgeber in Frankfurt:

  • Deutsche Lufthansa AG (Luftfahrt)
  • Lufthansa Cargo AG (Frachtflug)
  • DB Netz AG (Eisenbahninfrastruktur)
  • Schenker Deutschland AG (Logistik)
  • DB Fernverkehr AG (Bahn)
  • Fraport (Flughafen)
  • Deutsche Post
  • Commerzbank
  • Deutsche Telekom
  • T-Systems (Telekommunikation)
  • Continental Teves AG (Automotive)
  • Deutsche Börse
  • Europäische Zentralbank
  • Deutsche Bundesbank
  • Deutsche Bank
  • DZ Bank Gruppe
  • Helaba (Finanzen)
  • Ing-Diba (Finanzen)
  • BNP Paribas (Finanzen)
  • UBS Europe (Finanzen)
  • KfW Bankengruppe
  • Allianz (Versicherungen)
  • Deka Bank (Finanzen)
  • Stadtwerke Frankfurt am Main
  • Messe Frankfurt
  • Siemens (Industrie)
  • Pricewaterhouse Coopers (Wirtschaftsprüfung)
  • Zürich Beteiligungs-AG (Versicherungen)
  • KPMG (Wirtschaftsprüfung)
  • Nestlé Deutschland (Lebensmittel)
  • Ferrero Deutschland (Lebensmittel)
  • Radeberger Gruppe (Brauerei)
  • Sanofi-Aventis (Pharma)
  • General Electric Deutschland (Industrieanlagen)
  • Apple Retail Germany (Technologie)
  • Infraserv (Chemie, Pharma)
  • Wisag (Facility Management)
  • All-Service Dienstleistungen (Gebäudemanagement)
  • Securitas Deutschland (Sicherheit)
  • UPS (Logistik)
  • Kion Group AG (Gabelstapler)
  • Finanz Informatik GmbH (IT-Dienstleistungen)
  • Samson AG (Mess- und Regeltechnik)
  • Deutsche Hospitality (Hotellerie)
  • Jones Lang LaSalle (Gewerbeimmobilien)
  • Aveco Holding AG (Gebäudedienstleistungen)
  • Strabag Property and Facility Services (Immobiliendienstleistungen)
  • Protiviti (Unternehmensberatung)
  • Agaplesion (Gesundheit)
  • Orpea Deutschland (Pflege)
  • Hessischer Rundfunk (Medien)
  • Frankfurter Allgemeine Zeitung (Medien)

Jobs Frankfurt Finance

jobs frankfurt finance finanzen bankenFür Jobs im Finance-Bereich ist Frankfurt die erste Adresse in Deutschland – und eine der besten in ganz Europa. Stellen in Frankfurt gibt es zum Beispiel für:

Jobs Frankfurt: Karriereaussichten und Wirtschaft

Frankfurt am Main ist eine Bankenstadt. Und das bleibt bis auf Weiteres auch so. Der Standort ist vor allem für Banken, Versicherungen und Finanzdienstleister attraktiv.

Darunter sind heimische Institute wie Deutsche Bank und Commerzbank, aber auch Bankengrößen aus dem Ausland wie BNP Paribas oder UBS. Nicht zu vergessen die Europäische Zentralbank, von deren Entscheidungen das Wohl und Wehe der gesamten Branche abhängt.

Für Arbeitnehmer und Jobsuchende mit Finanz-Background ist Frankfurt zweifelsfrei das Eldorado in Deutschland. Dahinter folgen die Immobilienwirtschaft sowie die Handels- und Konsumgüterbranche, die ebenfalls in Frankfurt stark vertreten sind. Was viele nicht wissen: Die beiden Food-Multis Nestlé und Ferrero haben ihre Deutschland-Zentrale am Main.

Bekannt ist die Stadt auch für ihren gigantischen Flughafen, der vielen Menschen Beschäftigung gibt.

Alles in allem lässt sich festhalten: Frankfurt zeichnet – trotz der Dominanz der Finanzindustrie – eine große Branchenvielfalt, reichhaltige Jobangebote und ein gutes Gehaltsniveau aus.

Diese Branchen schaffen viele Jobs in Frankfurt:

  • Banken, Versicherungen, Finanzdienstleistungen
  • Immobilienwirtschaft
  • Handel und Konsumgüter
  • Transport und Logistik
  • Tourismus
  • Telekommunikation, IT
  • Medien
  • Start-ups, Digitalwirtschaft
  • Chemische Industrie
  • Gesundheitswesen und Pharmaindustrie

Im Städteranking 2019 des Beratungsunternehmens IW Consult landete Frankfurt am Main auf Platz 5 von 71 deutschen Städten. Im Prognos-Zukunftsatlas 2019 reichte es ebenfalls zu einem Top-Ten-Platz. Dort belegte Frankfurt Rang 10 von 401 Regionen in Deutschland. In der Kategorie Arbeitsmarkt landete man sogar auf Position 4.

Jobs Frankfurt: Kosten, Lebenshaltung, Mietpreise

Frankfurt ist die drittteuerste Großstadt des Landes. Die Lebenshaltungskosten sind laut Financescout um 24 Prozent höher als im Bundesdurchschnitt. Nur in München und Stuttgart lebt man noch teurer.

Einen Großteil des Einkommens verschlingen die Mieten in Frankfurt. Der Quadratmeter kostet nach Immowelt-Angaben 13,60 Euro im Median. Teurer wohnen Mieter nur in München, wo 17,30 Euro pro Quadratmeter fällig werden (Stand: 1. Quartal 2020).

Nebenan in Offenbach beträgt der Quadratmeterpreis „nur“ 10,20 Euro, in Darmstadt 10,80 Euro und in Wiesbaden 10,10 Euro. Auch die anderen Metropolen Deutschlands sind für Mieter kostengünstiger als Frankfurt. So werden in Köln 10,80 Euro pro Quadratmeter fällig, in Berlin 10,20 Euro, in Hamburg 11,50 Euro und in Stuttgart 12,80 Euro (Stand: 1. Quartal 2020).

Von 2009 bis 2019 sind die Mietpreise in Frankfurt demnach um stolze 44 Prozent gestiegen – von 9,40 Euro auf 13,50 Euro pro Quadratmeter. Am stärksten war der Preisanstieg im gleichen Zeitraum aber in Berlin mit 104 Prozent.

Der IW-Studentenwohnpreisindex veranschlagt für eine 30-Quadratmeter-Wohnung in Mainhattan 499 Euro. Das ist Platz zwei im Städtevergleich. In München kostet eine vergleichbare Wohnung sage und schreibe 635 Euro. Heidelberg auf Platz drei liegt mit 437 Euro aber schon ein ganzes Stück hinter Frankfurt.

Käufer einer Immobilie in Frankfurt können ebenfalls nicht mit Schnäppchenpreisen rechnen. Der Kauf einer Immobilie belastet das Konto laut Immowelt mit 4.430 Euro pro Quadratmeter. In Offenbach ist dieser schon für 3.110 Euro zu haben.

Jobs Frankfurt: Kontaktdaten und Servicestellen

Sie wollen sich in Frankfurt selbstständig machen, Ihre Steuererklärung abgeben oder Jobs in Frankfurt suchen? Die wichtigsten Servicestellen hat Karrieresprung übersichtlich für Sie zusammengefasst:

  • Ihr Finanzamt in Frankfurt finden Sie hier.
  • Die IHK Frankfurt am Main finden Sie hier.
  • Die Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main finden Sie hier.
  • Die Wirtschaftsförderung Frankfurt finden Sie hier.
  • Aktuelle Stellenanzeigen in Frankfurt am Main für Vollzeit, Teilzeit, Aushilfe, Quereinsteiger usw. finden Sie in unserer Jobbörse.
[Zuletzt aktualisiert: 08.10.2020, Bildnachweis: travelview by Shutterstock.com]

Jobs in Hanau: Aktuelle Stellen im Main-Kinzig-Kreis und alle Infos

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Jobs in Hanau gibt es so viele wie Banken in Frankfurt. Sie sind zahlreich. Vor allem die Materialtechnologie fühlt sich in Hessen wohl. Auch Medizin-, Dental-, Energie- und Vakuumtechniker, Chemische Industrie und Textilwirtschaft schaffen viele Jobs in Hanau. Für Fachkräfte klingt das zu schön, um wahr zu sein. Ein Märchen aber ist es nicht. Und das, obwohl auch die meisten Märchen aus Hanau kommen…

Jobs Hanau: Die Stadt

Am Markt empfangen einen die berühmtesten Brüder Deutschlands. Das Denkmal der Brüder Grimm schmückt den Marktplatz, auf dem sich die Hanauer nicht nur zum Wochenmarkt treffen.

Beide wurden Ende des 18. Jahrhunderts in Hanau geboren. Heute ist die Stadt drauf und dran, zum ersten Mal in ihrer Geschichte die Schwelle von 100.000 Einwohnern zu knacken. In der tiefsten Provinz liegt Hanau ohnehin nicht. Bis nach Offenbach am Main sind es nur 15 Kilometer westwärts. Noch mal zehn Kilometer und man ist in Frankfurt.

Hanau hat nicht nur Märchenerzähler hervorgebracht, sondern auch Fußballer. Rudi Völler ist ein Ehrenbürger der Stadt. Mit Thomas Berthold ist noch ein weiterer Weltmeister von 1990 in Hanau geboren.

Eine große Rolle in der Geschichte Hanaus, das im Zweiten Weltkrieg nahezu völlig zerstört wurde, spielten die Amerikaner. Die US Army hatte hier einen ihrer größten Stützpunkte außerhalb der Vereinigten Staaten. 2008 zogen die US-Truppen ab. Zurück blieb eine riesige Konversionsfläche, die mit Wohn- und Gewerbegebieten neu gefüllt wurde und wird.

Als gute Wohngegend gilt Hanau-Steinheim, das durch den Main von der Innenstadt getrennt ist. Wer neu nach Hanau zieht, könnte sich auch in Lamboy und Großauheim umsehen – oder weiter auswärts in Bruchköbel. Die Gegend um den Hanauer Hauptbahnhof meiden hingegen viele Hanauer.

Stellen Hanau: Der Arbeitsmarkt

Hanau gehört mit seinen fast 100.000 Einwohnern zum Main-Kinzig-Kreis. Die Arbeitslosigkeit im Landkreis liegt bei 5,9 Prozent (Stand: September 2020). Insgesamt arbeiten hier fast 140.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte.

Der Main-Kinzig-Kreis besteht aus zwölf Städten und 17 Gemeinden. Die größten sind:

  • Hanau: ca. 96.700 Einwohner
  • Maintal: 39.500
  • Gelnhausen: 23.200
  • Nidderau: 20.600
  • Bruchköbel: 20.400
  • Schlüchtern: 15.900

Damit ist die Quote auf dem Level von ganz Hessen, das 5,8 Prozent Arbeitslose zählt. In Deutschland liegt die Arbeitslosenquote bei 6,2 Prozent (Stand: September 2020).

In den großen Städten ist die Arbeitslosenquote erfahrungsgemäß höher als auf dem Land. So liegt sie in Darmstadt bei 6,9 Prozent, in Frankfurt bei 7,5 Prozent, in Wiesbaden bei 8,0 Prozent und in Offenbach sogar bei 10,8 Prozent (Stand: September 2020).

Im Vergleich mit anderen ländlichen Kreisen in Hessen muss sich der Main-Kinzig-Kreis dagegen strecken. So gibt es im Main-Taunus-Kreis sogar nur 4,9 Prozent Arbeitslose, im Hochtaunuskreis und Odenwaldkreis jeweils 5,2 Prozent und im Lahn-Dill-Kreis 5,8 Prozent (Stand: September 2020).

Jobs Hanau: Einstiegsgehälter und Gehaltsniveaus

In Hessen kann man was werden – vielleicht sogar reich. Nach Angaben des Stepstone-Gehaltsreports 2020 verdienen Fach- und Führungskräfte hier 64.335 Euro brutto im Jahr. Kein anderes Bundesland zahlt so hohe Durchschnittsgehälter. Laut Xing-Gehaltsstudie 2019 können Führungskräfte sogar mit 76.972 Euro brutto jährlich rechnen.

Nimmt man sämtliche Arbeitnehmer in die Rechnung auf, dann liegt der Schnitt laut gehalt.de bei 51.345 Euro brutto pro Jahr. Für ganz Deutschland kommt die Gehaltsplattform auf 45.000 Euro. Uni-Absolventen steigen demnach in Hessen mit 52.657 Euro brutto in den Job ein, Lehrlinge nach abgeschlossener Ausbildung mit 35.117 Euro.

Die höchsten Gehälter gibt es erwartungsgemäß in Frankfurt. In der Bankenmetropole wird ein monatliches Mediangehalt von 4.182 Euro brutto gezahlt. Beim Median befindet sich die eine Hälfte aller Gehälter über dem Wert, die andere Hälfte darunter. Darmstadt übertrumpft das Frankfurt Niveau mit 4.185 Euro sogar noch.

Das Mediangehalt in der Landeshauptstadt Wiesbaden liegt bei 3.758 Euro brutto im Monat, in Offenbach am Main bei 3.450 Euro. Deutschlandweit sind es 3.209 Euro. Hanau wiederum liegt im Main-Kinzig-Kreis. Hier sind die Gehälter niedriger als in den benachbarten Städten. Das Medianeinkommen im Main-Kinzig-Kreis beträgt 3.134 Euro im Monat.

Hier geht es zur großen Gehaltstabelle. Hier finden Sie die bestbezahlten Berufe. Hier gibt es alle Zahlen zum Einstiegsgehalt 2020.

Wichtige Arbeitgeber in Hanau

Hier winken Jobs in Hanau – das sind die wichtigsten Arbeitgeber in Hanau am Main:

  • Heraeus (Technologiekonzern)
  • Umicore (Materialtechnologie- und Recycling)
  • Goodyear Dunlop Tires Germany (Automotive)
  • Evonik Industries (Chemie)
  • Vacuumschmelze GmbH (Magnetische Werkstoffe)
  • ALD Vacuum Technologies (Vakuumtechnik)
  • BVS Industrie-Elektronik
  • Kulzer Mitsui Chemicals Group (Dentaltechnik)
  • Europcell (Papierhandel)
  • Netzsch Trockenmahltechnik
  • Sparkasse Hanau
  • Forum Hanau (Shopping Mall)
  • ABB Deutschland (Energietechnik)
  • Hüttig und Rompf AG (Baufinanzierung)
  • Cancom (IT-Dienstleistungen)
  • Schwab Versand (Handel)
  • Wego Systembaustoffe (Handel)
  • Priorit AG (Brandschutz)
  • Mitteldeutsche Hartstein-Industrie AG MIH (Baustoffe)
  • Autoactiva Werbeagentur
  • Degudent (Zahntechnik)
  • Bailly Diehl Textil
  • Lach Diamant (Diamant-Werkzeuge)
  • WKT – Konfektionierte Industrie Dämmstoffe
  • R und S Group AG (Elektrotechnik)
  • GHC Gerling (Spezialgase)
  • Bien-Ries AG (Immobilien)
  • Klinikum Hanau

Stellen Hanau: Karriereaussichten und Wirtschaft

Hanau ist ein Zentrum der Materialtechnologie. Vier Hanauer Materialtechnikbetriebe zählen zu den 100 größten Unternehmen Hessens.

So hat etwa der belgische Konzern Umicore sechs Standorte in Deutschland, den größten davon in Hanau. Hier werden Werkstoffe für die Pharma- und Automobilindustrie verarbeitet und zu zahlreichen Produkten veredelt. Viele Smartphones und Tablets weltweit enthalten Umicore-Materialien für wiederaufladbare Batterien. 800 Mitarbeiter beschäftigt Umicore in Hanau, in Produktion, Verwaltung und Forschung.

Hanau ist eine Industriestadt. Medizin- und Dentaltechnik, Energie- und Vakuumtechnik, Chemie und Textil. Von den insgesamt rund 47.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten arbeiten 38 Prozent im produzierenden Gewerbe. Viele von ihnen sind in großen Unternehmen tätig.

Neben Umicore zählen auch Chemiekonzern Evonik, Reifenhersteller Goodyear Dunlop und Technologiekonzern Heraus zu den wichtigsten Arbeitgebern in Hanau. Evonik stellt im Industriepark Wolfgang in Hanau Antibiotika und Antidepressiva her. Rund 3.500 Mitarbeiter sind am Standort beschäftigt.

Für Heraeus, das sich mit Edelmetallen, Medizintechnik und Sensoren beschäftigt, ist Hanau der Stammsitz. In ca. 90 Prozent aller Herzschrittmachersysteme weltweit stecken High-Tech-Komponenten von Heraeus. Schon 1851 wurde das Familienunternehmen hier gegründet, seine Wurzeln reichen sogar bis ins Jahr 1660 zurück.

Heraeus Hanau Jobs

Heraeus Hanau Jobs Vollzeit TeilzeitTechnologiekonzern Heraeus beschäftigt nach eigenen Angaben 14.900 Mitarbeiter in 40 Ländern – viele davon am Stammsitz des Familienunternehmens in Hanau. Jobs in Hanau gibt es unter anderem in diesen Berufen:

  • Tax Manager
  • SAP-Berater
  • Cyber Security Analyst
  • Quarzglaswerker
  • Ofenführer
  • Instandhalter
  • Elektriker
  • Automatisierungstechniker
  • Produktionsmanager
  • Disponenten
  • Produktionsplaner
  • Betriebsingenieur
  • Prozessingenieur
  • Facility Manager
  • Projektmanager
  • Produktentwickler

Der industrielle Kern Hanaus wird von einem wachsenden Dienstleistungssektor flankiert. 21 Prozent der Hanauer arbeiten in Handel, Verkehr und Gastgewerbe, 41 Prozent in sonstigen Dienstleistungsberufen. Einen hohen Stellenwert haben für die Stadt speziell die Handels- und Logistikbranche, IT und Gastgewerbe.

Im Prognos-Zukunftsatlas 2019 belegte der Main-Kinzig-Kreis Platz 102 von 401 Regionen in Deutschland.

Jobs Hanau: Kosten, Lebenshaltung, Mietpreise

Die Mietpreise schießen allerorten in die Höhe. Im Rhein-Main-Gebiet sind sie besonders hoch.

In Frankfurt kostet der Quadratmeter laut Immowelt 13,60 Euro. Darmstädter wohnen für 10,80 Euro, Wiesbadener für 10,10 Euro und Offenbacher für 10,20 Euro pro Quadratmeter. Auf der rheinland-pfälzischen Seite in Mainz werden 11,20 Euro berechnet (Stand: 1. Quartal 2020).

Von 2009 bis 2019 waren die Mietpreise in Offenbach um 38 Prozent gestiegen, in Frankfurt sogar um 44 Prozent, in Darmstadt um 35 Prozent und in Wiesbaden um 34 Prozent.

In Hanau sind Wohnungen vielfach noch für weniger als zehn Euro pro Quadratmeter zu haben. Am günstigsten sind Immowelt-Angaben zufolge Wohnungen mit einer Größe zwischen 40 und 60 Quadratmetern. Sie kosten in Hanau im Median 9,30 Euro pro Quadratmeter. Für sehr kleine (unter 40 Quadratmeter) und größere Wohnungen (80 bis 100 Quadratmeter) müssen Mieter hingegen mit zweistelligen Quadratmeterpreisen zwischen 10,20 Euro und 12,00 Euro rechnen (Stand: September 2020).

Auch das Kaufpreisniveau in Hanau reicht bei Weitem nicht an das der Nachbarstädte heran. Während für eine Immobilie in Frankfurt 4.430 Euro pro Quadratmeter überwiesen werden müssen, zahlt man in Hanau mit 2.360 Euro nur etwas mehr als die Hälfte. In Wiesbaden werden Immobilienkäufer mit 3.350 Euro pro Quadratmeter zur Kasse gebeten, in Darmstadt mit 3.280 Euro und in Offenbach mit 3.110 Euro.

Jobs Hanau: Kontaktdaten und Servicestellen

Sie wollen sich in Hanau selbstständig machen, Ihre Steuererklärung abgeben oder Jobs in Hanau suchen? Die wichtigsten Servicestellen hat Karrieresprung übersichtlich für Sie zusammengefasst:

  • Das Finanzamt Hanau finden Sie hier.
  • Die IHK Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern finden Sie hier.
  • Die Kreishandwerkerschaft Hanau finden Sie hier.
  • Aktuelle Stellenangebote in Hanau und im Main-Kinzig-Kreis für Vollzeit, Teilzeit, Aushilfe, Minijob und Quereinsteiger finden Sie in unserer Jobbörse.
[Zuletzt aktualisiert: 06.10.2020, Bildnachweis: Shamsiya Saydalieva by Shutterstock.com]

Jobs in Wiesbaden: Aktuelle Stellenangebote, Gehälter und Arbeitgeber

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Wiesbaden ist die kleine Schwester von Frankfurt. Sie kleidet sich vornehm und hat eine prall gefülltes Portemonnaie. Zwischen Kurhaus und Spielbank rollt der Rubel, die Kaufkraft ist groß. Jobs in Wiesbaden gibt es vor allem für Dienstleister in der Gesundheits- und Kreativwirtschaft oder im Consulting. Und dann gibt es da noch den einen oder anderen Arbeitgeber, von dem sie gar nicht wussten, dass er in Wiesbaden beheimatet ist. Darunter ist auch eine berüchtigte Wirtschaftsauskunftei…

Jobs Wiesbaden: Die Stadt

Wiesbaden ist die Landeshauptstadt, die keiner kennt. Hessen, das ist Frankfurt. Danach kommt lange nichts. Oder?

Das ist selbstverständlich Unsinn. Wiesbaden mit seinen 280.000 Einwohnern ist ein wirtschaftlicher Kraftprotz. Manche halten die Stadt wegen ihrer Potenz und Kaufkraft sogar für einen eingebildeten Pinsel.

Wiesbaden hat sogar einen eigenen Tatort-Kommissar. Felix Murot ermittelt zwischen Schlossplatz und Spielbank — zwei Superstars im Wiesbadener Stadtbild. Dann gibt es noch das Kurhaus, das zahlreiche Gäste anlockt. Es thront direkt neben Spielbank und Staatstheater vor dem schönen Kurpark.

Kultur liegt in Wiesbaden überall in der Luft. Goethe, Schiller und Dostojewski hat man eigene Denkmäler gesetzt.

Wer es sich leisten kann, lässt sich im Eigenheim in Eigenheim nieder. Das ist kein Rechtschreibfehler. Eigenheim liegt im Norden Wiesbadens ganz nah am grünen Stadtwald, Immobilien sind begehrt. Als soziale Brennpunkte gelten hingegen Westend und Klarenthal.

Stellen Wiesbaden: Der Arbeitsmarkt

Wiesbaden hat gute Jobs zu bieten. Die Stadt ist extrem wohlhabend. Das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf liegt bei knapp 62.000 Euro (Stand: 2020) – das ist sehr viel. Arbeitslosigkeit gibt es aber auch hier.

So liegt die Arbeitslosenquote in Wiesbaden aktuell bei 8,0 Prozent (Stand: September 2020). Das ist im hessischen Städtevergleich ein durchschnittlicher Wert. In Frankfurt am Main liegt die Arbeitslosenquote bei 7,5 Prozent, in Darmstadt sogar nur bei 6,9 Prozent. Höher ist sie in Kassel (8,7 Prozent) und in Offenbach (10,8 Prozent).

Insgesamt steht die Quote in Hessen bei 5,8 Prozent, in ganz Deutschland bei 6,2 Prozent (Stand: September 2020).

In Wiesbaden arbeiten rund 135.000 Menschen: 70 Prozent von ihnen in Vollzeit, 30 Prozent in Teilzeit. 85 Prozent arbeiten im Dienstleistungsbereich. Die meisten Jobs in Wiesbaden gibt es in diesen Bereichen:

  • Handel
  • Unternehmensdienstleistungen
  • Gesundheit
  • Sozialwesen
  • Öffentlicher Dienst

Viele offene Stellen in Wiesbaden gibt es zum Beispiel für Erzieher, Altenpfleger und Sozialarbeiter. Sie können sich ihre Stellen teilweise aussuchen. Auch im Handwerk gibt es viele offene Jobs in Wiesbaden, zum Beispiel für Elektrotechniker und Energietechniker.

Jobs in Wiesbaden: Einstiegsgehälter und Gehaltsniveaus

Wiesbaden gilt als fein und nobel. Auch die Gehälter sind schick – aber keineswegs aus einer anderen Welt. Das Medianeinkommen beträgt in Wiesbaden laut Bundesagentur für Arbeit 3.758 Euro brutto monatlich.

Das ist deutlich weniger als in Frankfurt und auch als in Darmstadt, wo 4.182 Euro respektive 4.185 Euro brutto pro Monat ausgezahlt werden. Median bedeutet, dass die eine Hälfte der Gehälter über dem Wert liegt und die andere Hälfte darunter. Im gesamtdeutschen Vergleich aber steht Wiesbaden sehr gut da. Das Medianeinkommen für ganz Deutschland liegt bei 3.209 Euro.

Mehr als in Hessen verdient man ohnehin nirgendwo. Laut Stepstone-Gehaltsreport 2020 gehen Fach- und Führungskräfte in Hessen mit 64.335 Euro brutto jährlich nach Hause. Die Xing-Gehaltsstudie 2019 hat für Fach- und Führungskräfte in Hessen sogar ein Durchschnittsgehalt von 76.972 Euro ermittelt – Platz eins im Vergleich der 16 Bundesländer.

Und die Gehaltsplattform gehalt.de errechnet für alle Arbeitnehmer in Hessen ein durchschnittliches Jahreseinkommen von 51.345 Euro brutto. Auch das ist klar der erste Platz. Das Durchschnittsgehalt in Wiesbaden liegt demnach bei 52.020 Euro brutto im Jahr.

Hier geht es zur großen Gehaltstabelle. Hier finden Sie alle Zahlen zum Einstiegsgehalt 2020.

Wichtige Arbeitgeber in Wiesbaden

Hier winken Jobs in Wiesbaden – das sind die wichtigsten Arbeitgeber in Wiesbaden:

  • US Army (Europäisches Hauptquartier)
  • Landeshauptstadt Wiesbaden
  • Bundeskriminalamt
  • Hessisches Landeskriminalamt
  • Statistisches Bundesamt
  • Hessisches Statistisches Landesamt
  • Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen
  • Hochschule RheinMain
  • Helios Dr. Horst Schmidt Kliniken Wiesbaden
  • DZ Bank
  • Federal-Mogul Holding Deutschland (Automotive)
  • Nassauische Sparkasse
  • WVV Wiesbaden Holding (Versorgung)
  • SV Sparkassenversicherung
  • Abbott GmbH (Pharma)
  • R und V Versicherung
  • EDAG Engineering
  • Mewa Textil-Management
  • SGL Carbon (Kohlenstoff, Kunststoff)
  • Henkell und Co. Sektkellerei
  • Dyckerhoff GmbH (Zement- Baustoffe)
  • AbbVie (Biotech, Pharma)
  • Aereal Bank AG
  • JNB McCann Healthcare (Consulting, Marketing)
  • Primajob (Personaldienstleister)
  • Panasonic Marketing Europe
  • St. Josefs-Hospital Wiesbaden
  • Warth und Klein Grant Thornton (Wirtschaftsprüfung)
  • ESWE Verkehrsgesellschaft
  • Hessische Zentrale für Datenverarbeitung (IT-Dienstleistungen)
  • Soka-Bau (Sozialkassen der Bauwirtschaft)
  • Knettenbrech und Gurdulic (Recycling, Entsorgung)
  • ELW Entsorgungsbetriebe der Landeshauptstadt Wiesbaden
  • Schufa Holding AG (Wirtschaftsauskunft)
  • Vitronic (Bildbearbeitungssysteme)
  • Corning (Werkstoffe)
  • Deutscher Genossenschafts-Verlag (Medien)
  • Commerz Real AG (Finanz)
  • Wiesbadener Volksbank
  • Mitsubishi Polyester Film (Polyesterfolien)
  • ABO Wind AG (Projektentwicklung)
  • Eurofoam Deutschland (Schaumstoffe)
  • Eckelmann AG (Elektronik)
  • Spielbank Wiesbaden
  • Alex Gaststätten (Gastronomie)

Neuer Job in Wiesbaden – so klappt’s!

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Jobs Wiesbaden: Karriereaussichten und Wirtschaft

Als Landeshauptstadt ist Wiesbaden ein Verwaltungsstandort. Die hessische Landesregierung macht hier Politik. Es gibt ein Amtsgericht, Arbeitsgericht, Sozialgericht und Landgericht, Bundeskriminalamt und Hessisches Landeskriminalamt. Insgesamt 14.000 Beamte und Angestellte arbeiten in Wiesbaden im Öffentlichen Dienst.

Noch mehr Wiesbadener arbeiten nur in Gesundheits- und Sozialberufen – rund 17.000 Menschen – und im Handel. Einzelhandel und Großhandel geben in der Stadt zusammen ca. 18.000 Menschen Arbeit.

So weit, so vorhersehbar. Für Überraschungen ist Wiesbaden aber auch gut. In der Stadt sitzen zahlreiche Organisationen, die man mit einem Augenzwinkern als Hidden Champions bezeichnen könnte. Sie sind in ihrer Nische bedeutend und anerkannt, aber man würde sie nicht unbedingt in Wiesbaden verorten.

Dazu zählt zum Beispiel die Spitzenorganisation der Filmwirtschaft SPIO. Der Dachverband steht stellvertretend für die lange Historie der Filmstadt Wiesbaden. Oder das Statistische Bundesamt, das Deutschland jeden Tag mit aktuellen Zahlen versorgt, daneben das Hessische Statistische Landesamt.

Dann gibt es da noch die Schufa. Die Wirtschaftsauskunftei, die hinter der berüchtigten Schufa-Auskunft steckt, sitzt genauso in Wiesbaden wie die Gesellschaft für deutsche Sprache. Die Schufa beschäftigt in Wiesbaden unter anderem Produktmanager, Marketingmanager, IT-Architekten, Softwareentwickler, Fachinformatiker, Vertriebsmitarbeiter und Werkstudenten (hier alle Tipps für die Bewerbung Werkstudent).

Natürlich profitiert Wiesbaden von seiner Lage. Zentral in Deutschland und Europa gelegen und ganz nah dran an der Bankenmetropole Frankfurt ist die Stadt ein bedeutender Messe- und Kongressstandort und „heimliche Beraterhauptstadt“. Karrierechancen in Wiesbaden gibt es insbesondere in:

  • Consulting/Beratungsunternehmen
  • Gesundheitswirtschaft
  • Kreativwirtschaft

Wiesbaden ist eine Dienstleistungsstadt mit insgesamt sehr guten Zukunftsperspektiven. Im Städteranking 2018 von IW Consult landete Wiesbaden auf Rang 21 von 71 Städten. Die Zahl der Gründungen ist vergleichsweise groß, die Produktivität ebenfalls. Der Wiesbadener Arbeitsmarkt ist gesund – und bietet auch Frauen gute Perspektiven.

Im Prognos-Zukunftsatlas 2019 landete Wiesbaden auf Platz 46 von 401 Regionen in Deutschland. In der Kategorie Arbeitsmarkt reichte es sogar zu Platz 40.

Jobs Wiesbaden: Kosten, Lebenshaltung, Mietpreise

Wiesbaden liegt vor Frankfurts Haustür und ist daher für Berufspendler eine ernstzunehmende Option. Der Wohnungsmarkt ist aber auch in der Landeshauptstadt angespannt bis leergefegt. Vor allem kleine Wohnungen sind schwer zu finden.

Laut Immowelt stieg die mittlere Miete in Wiesbaden von 2009 bis 2019 um 34 Prozent – von damals 7,70 Euro auf jetzt 10,30 Euro pro Quadratmeter. Damit gehört Wiesbaden zu den kostspieligeren Adressen im Lande und ist genauso teuer wie etwa Düsseldorf. Das Problem ist: Die Nachbarn müssen noch tiefer in die Tasche greifen.

So zahlen Mieter in Mainz im Mittel 11,20 Euro für den Quadratmeter, Darmstädter 10,90 Euro und Frankfurter sogar 13,50 Euro. Noch teurer als Mainhattan ist deutschlandweit nur eine einzige Stadt und die heißt erwartungsgemäß München. In der bayerischen Weltstadt werden nicht weniger als 17,70 Euro pro Quadratmeter aufgerufen (Stand: 2019).

Im Segment zwischen 80 und 100 Quadratmetern ist es in Wiesbaden noch am wahrscheinlichsten, eine Wohnung für weniger als zehn Euro pro Quadratmeter zu finden.

Käufer einer Immobilie in Wiesbaden müssen ebenfalls ihr Konto plündern. Für 3.350 Euro wechselt der Quadratmeter den Besitzer. Ähnliche Kaufpreise sind in Mainz, Darmstadt und Offenbach zu zahlen – die Nähe zu Frankfurt hat ihren Preis. Wer in der Bankenstadt wohnen will, zahlt sogar 4.400 Euro pro Quadratmeter. Die beiden Extreme unter Deutschlands Großstädten bilden München am oberen (7.100 Euro) und Gelsenkirchen am unteren Ende (1.000 Euro).

Jobs Wiesbaden: Kontaktdaten und Servicestellen

Sie wollen sich in Wiesbaden selbstständig machen, Ihre Steuererklärung abgeben oder Stellen in Wiesbaden suchen? Die wichtigsten Servicestellen hat Karrieresprung übersichtlich für Sie zusammengefasst:

  • Ihr Finanzamt in Wiesbaden finden Sie hier.
  • Die IHK Wiesbaden finden Sie hier.
  • Die Handwerkskammer Wiesbaden finden Sie hier.
  • Aktuelle Stellenangebote in Wiesbaden in Vollzeit, Teilzeit, Aushilfe, Quereinsteiger finden Sie in unserer Jobbörse.
[Zuletzt aktualisiert: 06.10.2020, Bildnachweis: Birgit Reitz-Hofmann by Shutterstock.com]

Jobs in Offenbach: Stellenangebote, Gehälter, Mietpreise

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Offenbach meidet das Rampenlicht. Die Stadt kann es einfach nicht mit ihrem großen Bruder Frankfurt aufnehmen, dessen Türme in der Sonne funkeln. Dabei hat die 130.000-Einwohner-Stadt ihren ganz eigenen Charakter. Früher hatte die Lederindustrie hier ihr Kraftzentrum, heute zieht sie immer mehr Dienstleister an. Viele Jobs in Offenbach werden von Designern besetzt. Und auch für Meteorologen scheint in Offenbach immer die Sonne…

Jobs Offenbach: Die Stadt

Frankfurts Bankentürme sind nur einen Katzensprung entfernt. Für Offenbach sind sie Fluch und Segen zugleich.

Der Offenbacher Stadtteil Kaiserlei ist Frankfurts City fast näher als der eigenen. Hier haben sich Finanzdienstleister und Hotels angesiedelt, um das Frankfurter Publikum zu bedienen.

Gleichzeitig zieht Mainhattan aber auch Unternehmen, Fachkräfte und Kaufkraft ab. Offenbach profitiert vom Frankfurter Flughafen, leidet aber ebenso unter seinem gewaltigen Lärmpegel. Offenbach liegt mitten in der Einflugschneise.

Den Kampf mit Frankfurt kann Offenbach nicht gewinnen. Zu drastisch ist die Wortwahl nebenbei bemerkt nicht. Die Konkurrenz beider Städte ist historisch bedingt — und Legende. Ihren Ausdruck findet sie in der brodelnden Rivalität der Fanlager von Eintracht Frankfurt und Kickers Offenbach.

Ein Schmuckstück ist Offenbach nicht. Aber sie baut eines. Auf dem Hafengelände entstehen seit 2009 zahlreiche neue Miet- und Eigentumswohnungen in direkter Wasserlage. Hier wachsen Frankfurt und Offenbach regelrecht aufeinander zu.

Generell haben die Offenbacher keinen schlechten Geschmack. In Offenbach sitzt immerhin die Hochschule für Gestaltung. Die vielen Designer, die Offenbach beherbergt, arbeiten in den Bereichen Grafik und Webdesign, Fahrzeug- und Industriedesign.

Das Westend ist die beliebteste Wohngegend Offenbachs. Mit Fluglärm müssen sich aber auch seine Einwohner abfinden. Oder sie ziehen nach Rumpen oder Bürgel im äußersten Nordosten. Das sind die einzigen Stadtteile, die der Flughafen in Ruhe lässt. Ärzte schätzen den Bereich nördlich des Odenwaldrings um die Beethovenstraße. Bis zum Klinikum Offenbach sind es von hier nur wenige Meter.

Stellen Offenbach: Der Arbeitsmarkt

Offenbach ist ein Sorgenkind. Die Stadt weist im September 2020 eine Arbeitslosenquote von 10,8 Prozent auf. Für ganz Hessen beträgt die Quote nur 5,8 Prozent.

Auch die anderen Städte in der Region sind weniger von Arbeitslosigkeit betroffen. In Darmstadt liegt die Arbeitslosenquote bei 6,9 Prozent, in Frankfurt bei 7,5 Prozent und in Wiesbaden bei 8,0 Prozent (Stand: September 2020).

Rechnet man aber die umliegenden Gemeinden mit ein, sieht die Situation gar nicht mehr so düster aus. Im Bezirk Offenbach der Bundesagentur für Arbeit beträgt die Arbeitslosigkeit nur 6,0 Prozent. Im benachbarten Main-Kinzig-Kreis sind es 5,9 Prozent, im Norden im Wetteraukreis sogar nur 4,8 Prozent (Stand: September 2020).

Vor allem gut Qualifizierte haben nach Angaben der örtlichen Agentur für Arbeit die Qual der Wahl. Freie Stellen in Offenbach sind für sie in nahezu allen Wirtschaftszweigen vorhanden.

Die meisten Unternehmen in Offenbach 2020 gibt es nach IHK-Angaben in den Bereichen (in dieser Reihenfolge):

  • Unternehmensbezogene Dienstleistungen
  • Einzelhandel
  • Baugewerbe
  • Großhandel und Handelsvermittlung
  • Gastgewerbe
  • Information und Kommunikation
  • Verkehrsgewerbe
  • Grundstück- und Wohnungswesen
  • Finanz- und Versicherungsdienstleistungen

Jobs in Offenbach: Einstiegsgehälter und Gehaltsniveaus

Hessen ist die Nummer eins der Geldrangliste.

Fach- und Führungskräfte kommen hier laut Stepstone-Gehaltsreport 2020 pro Jahr auf 64.335 Euro brutto – damit liegt Hessen sogar relativ deutlich vor Bayern (62.243 Euro) und Baden-Württemberg (61.677 Euro). Die Xing-Gehaltsstudie 2019 geht sogar von einem Durchschnittsgehalt von 76.972 Euro brutto jährlich für hessische Fach- und Führungskräfte aus.

Das Durchschnittsgehalt aller Arbeitnehmer liegt laut Gehaltsplattform gehalt.de bei 51.345 Euro brutto pro Jahr. Als einziges Bundesland überspringt Hessen damit die 50.000-Euro-Marke.

Aber: Hessen ist nicht gleich Hessen.

Während die Spitzenverdiener in Frankfurt und Darmstadt sitzen, müssen sich andere mit deutlich weniger zufrieden geben – auch die Offenbacher. Ihr Medianeinkommen liegt nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit bei 3.450 Euro brutto im Monat. So viel verdient ein Arbeitnehmer mit einer Vollzeitstelle in Offenbach. Deutschlandweit sind es 3.209 Euro.

In Frankfurt können Arbeitnehmer mit 4.182 Euro rechnen, in Darmstadt mit 4.185 Euro und in Wiesbaden mit 3.758 Euro. Immerhin liegt Offenbach vor dem Main-Kinzig-Kreis, der die Nachbarstadt Hanau umfasst. Dort kommen Arbeitnehmer auf 3.134 Euro im Monat. Auch Mainz liegt mit 3.554 Euro nur relativ knapp vor Offenbach.

Das können Sie verdienen: Hier geht es zur großen Gehaltstabelle. So können Sie Ihr Gehalt nachverhandeln.

Wichtige Arbeitgeber in Offenbach

Das sind die größten Unternehmen, Organisationen und Einrichtungen der Stadt – bei diesen Arbeitgebern finden Sie Jobs in Offenbach:

  • GKN Driveline (Automotive)
  • Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen
  • Deutscher Wetterdienst
  • Saint-Gobain Building Distribution Deutschland (Baufachhandel)
  • Honeywell (Industriedienstleistungen)
  • Stark Deutschland (Baufachhandel)
  • DB Schenker Transa (Spedition)
  • Schramm Coatings (Lacke)
  • Danfoss (Regelungstechnik)
  • Pluradent (Zahntechnik)
  • EVO Energieversorgung Offenbach AG
  • Keller Grundbau (Bau)
  • Reiss Kälte-Klima (Fachgroßhandel)
  • Alpha Personal-Service (Zeitarbeit)
  • Topteam (Zeitarbeit)
  • Tecsis (Messtechnik)
  • Soluvia (IT-Dienstleistungen)
  • Vibra Maschinenfabrik Schultheis (Maschinenbau)
  • Flexlink Systems (Förderanlagen)
  • Honda R and D Europe (Automobil)
  • Hyundai Motor Deutschland (Automobil)
  • Kumho Tire Europe (Automotive)
  • Manroland Sheetfed (Druckmaschinen)
  • Levi Strauss Germany (Textil)
  • Bodo Möller Chemie
  • Pressehaus Bintz Verlag (Medien)
  • Industrie- und Handelskammer Offenbach am Main
  • Hochschule für Gestaltung Offenbach am Main
  • Stadt Offenbach
  • Stadtwerke Offenbach
  • Städtische Sparkasse Offenbach
  • Landesbausparkasse Hessen-Thüringen
  • Sana Klinikum Offenbach
  • Ketteler Krankenhaus Offenbach
  • VDE Prüf- und Zertifizierungsinstitut
  • Doric (Immobilien)
  • Auto Alig (Busvermietung)
  • Kickers Offenbach (Sport)
  • CloudHQ (Informationstechnologie)
  • Morphisto (Laborbedarf-Fachhandel)
  • Lomosoft (Software)
  • Taste (Markenagentur)

Richtig bewerben für Jobs in Offenbach

jobs offenbach stellenangebote bewerbungDie besten Tipps für Ihre Bewerbung – So finden Sie die richtige Stelle in Offenbach:

Jobs Offenbach: Karriereaussichten und Wirtschaft

Früher war Offenbach für seine Lederwaren bekannt. In den Siebzigerjahren wanderte die Industrie nach Fernost ab und leitete den Strukturwandel ein. Auch die bis dato starke Elektroindustrie kehrte Offenbach den Rücken. Heute arbeiten nur noch 14 Prozent der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Offenbacher arbeiten im verarbeitenden Gewerbe.

Und dennoch ist Offenbach nicht untergegangen. Die Stadt steht noch. Und sie steht gar nicht mal auf so tönernen Füßen, wie man bei den diversen Negativschlagzeilen vermuten könnte.

Im Städteranking 2019 des Beratungsunternehmens IW Consult durfte sich Offenbach über Platz 30 von 71 deutschen Großstädten freuen – ein ziemlich gutes Ergebnis. In der Rubrik Lebensqualität landete Offenbach sogar auf Position 24.

Im Prognos-Zukunftsatlas 2019 belegte die Stadt Offenbach Platz 236 von 401 Regionen in Deutschland. In der Unterkategorie Arbeitsmarkt reichte es sogar für Rang 185. Der Landkreis Offenbach spielt sogar in der ersten Liga mit – und landete auf einem bärenstarken Platz 37.

Die Beschäftigungsentwicklung war zuletzt hervorragend. Viele Banken, Versicherungen und Unternehmensberatungen haben sich hier – in Schlagdistanz zur Finanzmetropole Frankfurt – angesiedelt.

Die deutsche Automobilindustrie hat Offenbach zwar nicht entdeckt – dafür aber die asiatische. Mit Honda, Hyundai und Reifenhersteller Kumho sitzen gleich drei Asiaten im Offenbacher Stadtteil Kaiserlei.

Geradezu magnetisch wirkt Offenbach auf Designer. Die Stadt hat eine hohe Dichte an Designbüros für Grafik und Industriedesign – und bildet selbst Designer an ihrer Hochschule für Gestaltung aus.

Auch Meteorologen fühlen sich bei Wind und Wetter wohl. Offenbach ist die Heimat des Deutschen Wetterdienstes, der insgesamt 2.500 Mitarbeiter beschäftigt.

Stellen Offenbach: Kosten, Lebenshaltung, Mietpreise

Offenbach liegt im wirtschaftlichen Kraftzentrum Hessens. Frankfurt, Darmstadt und Wiesbaden sind direkte Nachbarn. Diese drei Städte sind ökonomisch stärker – und haben ein höheres Preisniveau als Offenbach.

Trotzdem ist Offenbach kein Ort, an dem Sparfüchse glücklich werden. Die Stadt ist spürbar teurer als etwa Kassel im Norden Hessens.

Von 2009 bis 2019 sind die Mietpreise in Offenbach nach Angaben der Plattform Immowelt um stolze 38 Prozent gestiegen. In Frankfurt betrug der Preisanstieg im gleichen Zeitraum sogar 44 Prozent, in Darmstadt 35 Prozent und in Wiesbaden 34 Prozent.

Die Medianmiete in Offenbach lag demnach in ersten Quartal 2020 bei 10,20 Euro pro Quadratmeter. Das ist im deutschlandweiten Vergleich nicht wenig. In Ostdeutschland, im Ruhrgebiet, am Niederrhein und in Norddeutschland gibt es zahlreiche Städte, in denen die Medianmiete zwischen 5,50 bis 7,00 Euro beträgt.

Im regionalen Vergleich aber kann Offenbach mit seinen Preisen punkten. Frankfurter mieten den Quadratmeter für 13,60 Euro, Darmstädter für 10,80 Euro und Wiesbadener für 10,10 Euro. Jenseits der Landesgrenze in Mainz werden 11,20 Euro fällig.

Käufer können in Offenbach dagegen nicht auf Schnäppchenpreise spekulieren. Der Kauf einer Immobilie belastet das Konto laut Immowelt mit 3.110 Euro pro Quadratmeter – ein hoher Wert. Getoppt wird dieser allerdings locker von Frankfurt (4.430 Euro). Darmstadt ist mit 3.280 Euro nicht sehr viel teurer, Wiesbaden kostet 3.350 Euro. Mainz liegt mit 3.140 Euro nur minimal über Offenbacher Niveau.

Kontaktdaten und Servicestellen in Offenbach

Sie wollen sich in Offenbach selbstständig machen, Ihre Steuererklärung abgeben oder Jobs in Offenbach suchen? Die wichtigsten Servicestellen hat Karrieresprung übersichtlich für Sie zusammengefasst:

  • Das Finanzamt Offenbach am Main finden Sie hier.
  • Die IHK Offenbach am Main finden Sie hier.
  • Die Kreishandwerkerschaft Offenbach finden Sie hier.
  • Aktuelle Stellenangebote in Offenbach finden Sie in unserer Jobbörse.
[Zuletzt aktualisiert: 30.09.2020, Bildnachweis: Igor Link by Shutterstock.com]

Lebenslauf Schüler: Kostenlose Muster, Vorlagen, Tipps

Lebenslauf-Schueler-Tipps-Muster

Der Lebenslauf für Schüler ist entscheidend. Für ihn interessieren sich die Personaler und Recruiter im Unternehmen am meisten – egal, ob Sie sich um einen Ferienjob oder einen Ausbildungsplatz bewerben. Weil Sie als Schüler noch über wenig Berufserfahrung verfügen, müssen Sie andere Akzente setzen. Hobbys, Interessen und Zusatzwissen gewinnen dadurch an Bedeutung. Sie zünden im Lebenslauf für Schüler aber nur, wenn…

Lebenslauf Schüler: Muster und Vorlagen

Karrieresprung hilft Ihnen dabei, einen professionellen Lebenslauf zu erstellen. Wir haben zwei Muster-Lebensläufe für Schüler entworfen, die Sie kostenlos als Vorlage nutzen, downloaden und bearbeiten können. Mit einem Klick auf das jeweilige Vorschau-Bild laden Sie den Lebenslauf für Schüler als WORD-Dokument herunter.

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Über 100 kostenlose Lebenslauf-Vorlagen

lebenslauf schueler vorlagen tippsÜber 100 moderne und kostenlose Lebenslauf-Vorlagen für Ihre Bewerbung finden Sie hier:

Lebenslauf Schüler: Tipps

Der Lebenslauf für Schüler unterscheidet sich im Grunde nicht von jedem anderen Bewerber-Lebenslauf. Als Schüler sollten Sie sich vor Augen führen: Personalentscheider im Unternehmen nehmen sich für eine Bewerbung meist nicht so viel Zeit. Sie haben einfach zu wenig davon. Mehr als zwei bis fünf Minuten hat ein Personaler normalerweise nicht, um Ihre Unterlagen durchzublättern.

Darum ist Übersichtlichkeit so wichtig. Der tabellarische Lebenslauf bietet genau das: Er ist übersichtlich, klar und strukturiert. Es sei denn, man hat sich bei seiner Erstellung keine Mühe gegeben…

Eine Alternative zum tabellarischen Lebenslauf ist der ausführliche Lebenslauf im Fließtext oder ein handgeschriebener Lebenslauf. Zulässig ist beides, aber heutzutage schon fast eine Rarität. Wählen Sie eine dieser beiden Formen nur dann, wenn sie vom Unternehmen ausdrücklich verlangt wird.

Was in den Lebenslauf für Schüler konkret hineingehört, erfahren Sie jetzt…

Lebenslauf Schüler: Inhalt

Schülern fehlt in der Regel eines: Berufserfahrung. Ihr Berufsleben hat noch gar nicht angefangen, darum kann auch Ihr Lebenslauf noch nicht so üppig sein. Das heißt aber nicht, dass Sie bei einer Bewerbung ein halbleeres Blatt Papier abgeben müssen.

Wenn Berufserfahrungen fehlen, können zum Beispiel Interessen und persönliche Stärken in den Vordergrund rücken. Aus diesen Elementen besteht ein Lebenslauf für Schüler:

  1. Bewerbungsfoto

    Das Bewerbungsfoto ist unheimlich wichtig – für Schüler vielleicht sogar noch wichtiger als für andere Bewerber. Denn ob junge Menschen motiviert oder lustlos, hellwach oder verpeilt sind, sieht man ihnen manchmal schon an der Nasenspitze an – oder man glaubt zumindest, es ihnen anzusehen.

    Und: Wenn Erfahrungswerte fehlen, gewinnt jeder andere Aspekt in der Bewerbung an Bedeutung – und damit auch die Optik. Darum lässt sich mit Fug und Recht behaupten: Das Aussehen spielt bei jüngeren Bewerbern eine größere Rolle als bei älteren. Diese Erkenntnis muss man nicht gutheißen, sollte sie aber auch nicht komplett ignorieren.

    Legen Sie daher großen Wert auf Ihr Bewerbungsfoto, auf Ihre Kleidung und Frisur. Mund leicht öffnen und lächeln – das macht Sie auf dem Foto sympathischer.

  2. Kontaktdaten

    Angenommen, der Arbeitgeber will Sie zum Vorstellungsgespräch einladen und merkt dann, dass er in den Bewerbungsunterlagen gar keine Kontaktdaten von Ihnen findet. Schlecht!

    Auch, weil es einen unaufgeräumten, chaotischen Eindruck macht. Und Ihr Arbeitgeber will keinen Chaoten einstellen. Darum bitte die aktuellen (!) Kontaktdaten in der Bewerbung nicht vergessen.

    Bringen Sie Ihre Anschrift, Telefonnummer und E-Mail-Adresse in der Kopfzeile oder mitten im Feld unter – je nachdem, wie viel Platz Sie zur Verfügung haben. Denken Sie daran: Ihr Lebenslauf sollte vor allem übersichtlich sein. Quetschen Sie bitte nicht alles untereinander, sondern führen Sie den Leser über das Blatt.

    Auch sehr wichtig: Wählen Sie eine seriöse E-Mail-Adresse. Am besten eine, die Ihren Namen beinhaltet. Zum Beispiel so: vorname.nachname@provider.de. Wenn Sie die entsprechende Adresse noch nicht haben, registrieren Sie sie. Auf jeden Fall gilt es, von ulkigen oder schlüpfrigen E-Mail-Adressen wie django2100@gmail.com oder sexystern666@hotmail.de Abstand zu halten.

  3. Persönliche Daten

    Neben den Kontaktdaten und Ihrem vollständigen Namen sind Geburtsort, Staatsangehörigkeit, Konfession und Familienstand von Interesse. Warum?

    Wenn Sie sich beispielsweise bei einer Firma in Ihrem Geburtsort bewerben, kann dies ein Argument für Sie sein. Sie kennen die Region und wissen, wie ihre Bewohner ticken. Bewerben Sie sich am anderen Ende Deutschlands, könnte das aber genauso vorteilhaft sein, weil es Mobilität signalisiert. Sie sind bereit, für Ihren Traumjob umzuziehen – ein Pluspunkt.

    Zur Staatsangehörigkeit: Wenn Sie die deutsche oder eine andere EU-Staatsangehörigkeit innehaben, gibt es für Ihren Arbeitgeber definitiv keine Probleme mit einer Arbeitserlaubnis. Bei anderen ausländischen Pässen ist das nicht immer so sicher.

    Die Konfession wiederum kann bei bestimmten Arbeitgebern sehr wichtig sein. Wenn Sie sich zum Beispiel bei einem kirchlichen Träger bewerben, sollten Sie sie auf keinen Fall unterschlagen. Zu den Pflichtangaben in der Bewerbung zählt die Konfession aber nicht mehr – genauso wie der Familienstand. Den können Sie getrost weglassen – zumal die meisten Schüler und Berufsanfänger ohnehin noch ledig sein dürften.

  4. Schulische Bildung

    Listen Sie hier sauber alle Schulen auf, die Sie bislang besucht haben oder aktuell noch besuchen. Gymnasium, Gesamtschule, Real- und/oder Hauptschule, Grundschule. In der linken Spalte steht der Zeitraum, in der rechten der Name sowie der Standort der Schule.

    Beispiel:

    • 09/2015-08/2019 Erich-Kästner-Grundschule Berlin

    Auch die Abschlussnote findet hier Platz. Beispiel:

    • 09/2015 – 08/2019 Astrid-Lindgren-Gymasium Hamburg
    • 08/2019 Allgemeine Hochschulreife, Abiturnote: 2,5

    Tipp: Wenn Ihre Note weniger vorzeigbar ist (zum Beispiel 3,7), lassen Sie sie dezent unter den Tisch fallen.

  5. Praktika

    Praktika sind speziell im Lebenslauf für Schüler Gold wert. Kein Arbeitgeber stellt gerne jemanden ein, für den die Arbeitswelt noch unbekanntes Terrain ist. Nehmen Sie daher jedes Praktikum in Ihren Lebenslauf auf, das Sie jemals absolviert haben – unabhängig von Arbeitgeber, Branche und Zeitraum. Dazu zählen auch einwöchige Schnupperpraktika.

    Wenn Sie über Praktikumszeugnisse verfügen, legen Sie die Kopien als Anlagen bei bzw. laden sie hoch. Niemals Originale versenden! Absolvierte Praktika signalisieren einem Arbeitgeber, dass der Bewerber schon in seiner Jugend engagiert war und nicht auf der faulen Haut gelegen hat.

    Allerdings gibt es natürlich auch Szenarien, in denen Sie ein Praktikum diskret verschweigen können bzw. sollten. Zum Beispiel dann, wenn Sie (aus welchen Gründen auch immer) ein miserables Praktikumszeugnis bekommen haben. Oder wenn Sie bei einem zwielichtigen Unternehmen hospitiert haben, das in kriminelle Machenschaften verwickelt war. Aber das sollten absolute Ausnahmen sein.

  6. Interessen und Kenntnisse

    Diesem Punkt kommt im Lebenslauf für Schüler eine große Bedeutung zu. Mit vielen Arbeitsstationen und Berufserfahrung können Sie in Ihrem Alter noch nicht wuchern, darum müssen Sie mit Ihrer Persönlichkeit, Ihren Fähigkeiten und Kenntnissen überzeugen.

    Pluspunkte bringen zum Beispiel Fremdsprachenkenntnisse. Haben Sie ein Schuljahr im Ausland verbracht oder lernen Sie mehrere Fremdsprachen in der Schule? Oder haben sie zwei oder gar drei Muttersprachen? Dann unbedingt in Ihren Schüler-Lebenslauf aufnehmen!

    Auch EDV Kenntnisse und IT-Kenntnisse sind heutzutage relevant – in fast jedem Job. Wenn Sie sich von kleinauf für Computer interessieren, dann lassen Sie das mit in die Bewerbung einfließen. Beispiele:

    • SEO-Knowhow
    • gute Kenntnisse mit Microsoft Office
    • versierter Umgang mit Social Media
    • Grundkenntnisse in Python und Java

    Hobbys und Interessen sollten ebenfalls nicht in Ihrem Lebenslauf fehlen. Sie lassen Rückschlüsse auf die Persönlichkeit eines Bewerbers zu. Mannschaftssportarten stehen zum Beispiel für Teamwork und Kooperation, Lesen für Neugier, Freunde treffen für eine ausgeprägte soziale Ader. Bleiben Sie am besten bei der Wahrheit. Aber sehen Sie von Ausdrücken ab wie: Mit Freunden abhängen oder Saufen gehen. Das klingt – nun ja – leicht asozial.

    Auch auf die Formulierung kommt es an. Beispiel: Schreiben Sie lieber nicht als Hobby Computerspiele zocken. Sondern lieber: Simulationen und Strategiespiele (auch dann, wenn Sie eigentlich viel lieber Ego-Shooter daddeln). Ein bisschen dehnbar ist die Wahrheit dann schon…

    Zu guter Letzt dürfen Sie auch Ihre Lieblingsfächer angeben. Aber tun Sie das nur, wenn diese einen Bezug zur Stelle haben. Zu einer kaufmännischen Ausbildung beispielsweise passt Mathe sehr gut, einem Fremdsprachenkorrespondenten stehen Englisch, Französisch, Spanisch und/oder Deutsch gut zu Gesicht. Wer Fitnesstrainer werden will, darf gerne ein begeisterter Schulsportler gewesen sein.

  7. Schluss

    Zum Schluss Ort und Datum nicht vergessen. Das ist nicht kompliziert und sieht so aus:

    • Köln, den 10. Oktober 2020

    Dieser Punkt ist wichtiger, als Sie vielleicht glauben. Fehlt das Datum, könnte der Personaler denken, Sie hätten einfach eine alte Bewerbung wieder hervorgekramt. Negativ!

    Die handschriftliche Unterschrift wiederum steht für Originalität und Glaubwürdigkeit. Diese Elemente runden den Lebenslauf für Schüler ab. Damit ist er komplett. Hier mehr dazu: Warum muss ich den Lebenslauf unterschreiben?

Lebenslauf Schüler: Eltern angeben

Früher war es üblich, im Lebenslauf die eigenen Eltern mitsamt ihrer Berufe anzugeben. „Vater: Helmut Hofreiter (Oberstudienrat)“ stand dann da zum Beispiel.

Der familiäre Background sollte bei der Einordnung eines Bewerbers helfen. Von einem Jungen aus einem Akademikerhaushalt konnte man gute Umgangsformen und breite Bildung erwarten, so die Vorstellung. Von einem Arbeiterkind, nun ja, das genaue Gegenteil.

Heute gilt diese Bewerbungssitte als überholt, veraltet, teilweise sogar als blasiert. Sie nimmt einen Bewerber in Sippenhaft, zementiert Vorurteile – positive wie negative. Für sein Elternhaus kann ein Kind nichts. Unfair, es dafür zu bestrafen. Jeder sollte die gleichen Chancen und Startbedingungen haben, unabhängig vom Hintergrund, so ist das heute gängige Credo.

Zudem spielen Datenschutz und Privatsphäre eine Rolle. Es geht niemanden etwas an, was Ihre Eltern, Großeltern oder Geschwister beruflich machen. Darum lautet die Antwort: Nein, Sie müssen Ihre Eltern im Lebenslauf NICHT nennen!

Aber: Natürlich kann es im Einzelfall sinnvoll sein, genau das zu tun – aus strategischen Gründen. Denn machen wir uns nichts vor: Der Beruf der Eltern wirft ein gutes Licht auf Ihr Kind oder ein schlechtes, ob einem das gefällt oder nicht. Sie sollten zumindest darüber nachdenken, Ihre Eltern in den Lebenslauf hineinzuschreiben, wenn diese…

  • hoch angesehene Berufe ausüben (z.B. Richter, Hochschulprofessor, Arzt etc.)
  • Besitzer, Gründer, Geschäftsführer oder Kollegen im jeweiligen Unternehmen gut kennen (Vitamin B!)
  • Berufe ausüben, für die Sie sich selbst bewerben, oder in einer Branche tätig sind, in die es auch Sie als Bewerber zieht (signalisiert Knowhow und Erfahrung und damit Eignung)

Jeder Personaler hat ein Interesse daran, möglichst viele Informationen über die Persönlichkeit eines Bewerbers zu sammeln. Und die Familie ist ein wichtiges Puzzleteil.

Aber die Strategie kann auch nach hinten losgehen. Wer mit seinem erfolgreichen Unternehmerpapa wirbt, kann beim Gegenüber großen Missmut und Antipathie hervorrufen. Denn der Personaler, selbst womöglich aus „bescheidenem Hause“ stammend, empfindet die Angabe der erfolgreichen Eltern vielleicht als Protzerei und Angeberei.

Außerdem gibt es viele Unternehmen mit sozialer Ader, die gerade ehrgeizigen Bewerbern ohne Startbonus eine Chance geben wollen. Und dann wäre da noch das Argument des Underachievers. Einem Schüler, der sich als Altenpfleger bewirbt, und mit einem Hochschulprofessor als Vater und einer Chefärztin als Mutter angibt, könnte man mangelnden Ehrgeiz unterstellen. Nach dem Motto: Zu mehr hat es nicht gereicht?

Fazit: Normalerweise fahren Bewerber gut damit, die Eltern im Lebenslauf wegzulassen. Im Einzelfall können sie aber entscheidende Pünktchen sammeln. Insbesondere dann, wenn die Eltern in den gleichen Berufen oder der gleichen Branche tätig sind wie die, in die man als Schüler selbst hineinwill.

Lebenslauf Schüler: Aufbau

Als Faustregel können Sie sich merken: Der tabellarische Lebenslauf sollte zwei Seiten nicht überschreiten. Schüler sollten sogar recht locker mit nur einer DIN-A4-Seite auskommen.

Verwenden Sie eine zweispaltige Tabelle ohne sichtbare Linien und betiteln Sie das Dokument einfach mit Lebenslauf. In der rechten Spalte listen Sie die Inhalte auf: Kontaktdaten, persönliche Daten, Schulbildung, Praktika, Sprachkenntnisse, besondere Fähigkeiten, Interessen und Hobbys.

In der linken Spalte geben Sie den Zeitraum der jeweiligen Station an. Dabei reicht es, Monat und Jahr vom Beginn und vom Ende der Tätigkeit zu nennen.

Beispiel:

  • 02/2018-03/2018 Praktikum auf dem Ponyhof

Ordnen Sie die Stationen in zeitlich umgekehrter Reihenfolge an. Sie beginnen also mit der letzten Station und enden mit der ersten. Das gilt für besuchte Schulen wie für Praktika. Sie starten mit Ihrer aktuellen Schule (z.B. Gesamtschule) und arbeiten sich bis zur Ihrer Grundschule vor.

Da Sie als Schüler noch nicht so viele Stationen hinter sich haben, können sie aber auch in chronologischer Reihenfolge vorgehen. Das bleibt letztlich Ihnen und Ihren Präferenzen überlassen. Hauptsache übersichtlich!

Am Ende des tabellarischen Lebenslauf fügen Sie Ort, Datum und Ihre Unterschrift ein. Bitte per Hand unterschreiben! Dadurch garantieren Sie, dass der Lebenslauf wirklich von Ihnen stammt und alle Angaben richtig sind.

Wenn Sie sich per Online Bewerbung bewerben, scannen Sie die Unterschrift ein und fügen sie dann in Ihren Lebenslauf ein.

Lebenslauf Schüler: Format

Übersichtlich sollte der Lebenslauf für Schüler sein – aber auch einheitlich. Verwenden Sie daher nur EINEN Schrifttyp und nicht zu viele unterschiedliche Schriftgrößen.

Nehmen Sie eine Größe zwischen 10 und 12 für die Textabschnitte.

Zwischenüberschriften können etwas größer und in Fettschrift hervorgehoben sein. Die Überschrift Lebenslauf dürfen Sie gerne in einer noch größeren Typo platzieren. Das bedeutet summa summarum: Mehr als drei Schriftgrößen sollten es am Ende nicht sein.

Und verzichten Sie auf spielerische und verschnörkelte Schriftarten in der Bewerbung. Es mag verlockend sein, damit ein bisschen zu experimentieren – gerade dann, wenn Sie eine kreative Ader haben – aber unter diesen Typos leidet die Lesbarkeit. Wählen Sie am besten eine schnörkellose Schrift wie Arial oder Helvetica oder Serifenschriften wie Times oder Georgia.

Sobald Sie sich für eine Schrift entschieden haben, behalten Sie diese bei. Sie schreiben also Ihre gesamte Bewerbung nur in einer einzigen Schrift: Lebenslauf, Anschreiben, Deckblatt. Bitte nicht switchen!

Lebenslauf Schüler: Check

Nicht nur für Musterschüler wichtig: Lassen Sie Ihre Unterlagen am Ende stets noch einmal gegenlesen – von Ihren Eltern zum Beispiel. Auch beim besten Deutsch-Schüler schleichen sich gerne Buchstabendreher und andere Fehlerteufel ein.

Am besten, Sie kombinieren das mit einer Selbstkontrolle – indem Sie Ihre Texte mit einem Korrekturprogramm am Computer prüfen. Vier Augen (plus Algorithmen des Rechners) sehen mehr als zwei.

Es kommt dabei nicht nur auf harte Grammatik an. Checken Sie abschließend auch, ob Sie alle Eigennamen korrekt ausgeschrieben haben. Wenn Sie Ihre Ansprechpartnerin im Unternehmen mit Frau Meyer statt Frau Maier anreden, dann spricht das nicht gerade für Ihre Sorgfalt und Genauigkeit – dicker Minuspunkt!

Das Gesamtbild muss stimmen. Dazu zählen außerdem ein einheitliches Schriftbild, Schriftart, Schriftgrößen. Ist alles übersichtlich aufgebaut? Haben Sie nichts vergessen? Haben die Dokumente die richtige Reihenfolge? Das richtige Format? Wenn alles passt, klicken Sie auf Senden – und hoffen das Beste. Viel Erfolg!

Handy weg!

Tabellarischer Lebenslauf SchuelerEin Leben ohne Smartphone? Nicht vorstellbar – erst recht nicht für Schüler!

Mittlerweile macht man nahezu alles mit dem elektronischen Helferlein. Eine Bewerbung sollte man mit seiner Hilfe aber nicht erstellen. Aufgrund der kleinen Tasten ist die Tippfehlergefahr sehr viel größer. Und wegen des kleinen Displays übersieht man sie zudem leichter.

Tipp: Den Lebenslauf unbedingt am PC oder Laptop erstellen!

[Bildnachweis: Africa Studio by Shutterstock.com]

Jobs in Recklinghausen: Aktuelle Stellenangebote im Vest

Jobs-in-Recklinghausen-Stellenangebote-Vollzeit-Teilzeit-Quereinsteiger

Recklinghausen ist die gute Stube des Ruhrgebiets. Die Fachwerkhäuser in der Altstadt glänzen, der Arbeitsmarkt mittlerweile auch. Tatsächlich wird Arbeitslosigkeit hier kleiner geschrieben als in anderen Großstädten des Reviers. Wer Jobs in Recklinghausen sucht, findet mit 99-prozentiger Sicherheit eine sozialversicherungspflichtige Stelle…

Jobs Recklinghausen: Die Stadt

Wir lüften für Sie das Geheimnis: Die Bewohner Recklinghausens heißen Recklinghäuser. Nicht Recklinghausener und auch nicht Recklinghäusener.

Sie wohnen in einer Stadt, die man auf den ersten Blick nicht unbedingt im Ruhrgebiet verorten würde. Das erhabene Rathaus thront vor dem Erlbruchpark, die Altstadt zeigt Fachwerkhäuser und schmucke Straßenzüge aus der Gründerzeit. Die Recklinghäuser Altstadt ist weitgehend unversehrt durch den Zweiten Weltkrieg gekommen.

Ständig begegnet einem in der 120.000-Einwohner-Stadt Recklinghausen das Wörtchen Vest. Damit ist ein mittelalterlicher Gerichtsbezirk gemeint, der in Recklinghausen ansässig war. Das zeigt: Recklinghausen hat eine lange Tradition. Zu wirtschaftlicher Blüte kam es aber erst durch den Bergbau im 19. Jahrhundert.

Kulturell ist vor allem das Umspannwerk Recklinghausen von Bedeutung, das heute als Elektrizitätsmuseum dient. In der Innenstadt befindet sich das Ikonenmuseum, das eine der wichtigsten orthodoxen Sammlungen Europas zeigt.

Die beliebtesten Wohnlagen in Recklinghausen sind das Nordviertel, Westviertel, Paulusviertel und Stuckenbusch. Am unteren Ende der Beliebtheitsskala rangieren die Stadtteile im Süden: Grullbad, Hochlarmark, König-Ludwig und Suderwich.

Stellen Recklinghausen: Der Arbeitsmarkt

In Recklinghausen gibt es rund 31.000 Arbeitslose. Die Arbeitslosenquote beläuft sich auf 9,6 Prozent (Stand: August 2020). Sie ist damit deutlich niedriger als in anderen Städten des Ruhrgebiets – und als eine von wenigen noch im einstelligen Bereich.

Oberhausen steht bei bei 11,5 Prozent, Essen bei 11,8 Prozent, Dortmund bei 12,2 Prozent, Duisburg bei 13,0 Prozent und Gelsenkirchen sogar bei 16,2 Prozent. Auch Bochum befindet sich mit 10,2 Prozent über dem Recklinghäuser Wert. Besser sind nur Unna (8,2 Prozent), Bottrop (8,8 Prozent) und Mülheim an der Ruhr (9,1 Prozent).

Ein Arbeitsmarkt-Biotop ist Recklinghausen aber nicht. In ganz Nordrhein-Westfalen liegt die Arbeitslosenquote bei 8,2 Prozent, in Deutschland bei 6,4 Prozent (Stand: August 2020). Recklinghausen liegt damit deutlich über dem Schnitt.

Offene Jobs in Recklinghausen gibt es vor allem für Handwerker, in Handel und kaufmännischen Dienstleistungen, Produktion und Fertigung, Gesundheits- und Sozialwesen sowie Lehre und Erziehung und im Bereich Verkehr, Logistik, Schutz und Sicherheit.

Und die Qualität der Stellenangebote in Recklinghausen könnte schlechter sein. So waren zum Beispiel von den im Juni 2019 gemeldeten freien Stellen laut örtlicher Arbeitsagentur…

  • 98,6 Prozent sozialversicherungspflichtig
  • 89,1 Prozent unbefristet
  • 90 Prozent ab sofort zu besetzen
  • 87,8 Prozent in Vollzeit

Jobs Recklinghausen: Einstiegsgehälter und Gehaltsniveaus

In Nordrhein-Westfalen kann man gutes Geld verdienen. Nach Angaben der Plattform gehalt.de beträgt das Durchschnittsgehalt im bevölkerungsreichsten Bundesland 45.360 Euro brutto im Jahr. Auf Platz eins der Gehaltsrangliste liegt Hessen mit ca. 51.000 Euro, die rote Laterne trägt Mecklenburg-Vorpommern mit ca. 34.000 Euro.

Wer nach der Hochschule in den Beruf startet, kann in Nordrhein-Westfalen mit einem Einstiegsgehalt von durchschnittlich 46.513 Euro brutto im Jahr rechnen. Nach erfolgreicher Ausbildung geht es im Schnitt mit 31.020 Euro brutto los.

Fach- und Führungskräfte verdienen in Nordrhein-Westfalen laut Stepstone-Gehaltsreport 2020 durchschnittlich 58.815 Euro brutto jährlich. Nach Angaben der Xing-Gehaltsstudie 2019 sind es sogar 71.913 Euro.

Ein Arbeitnehmer mit Vollzeitjob in Recklinghausen kommt auf ein Monatsgehalt von 3.127 Euro brutto. Diesen Medianwert hat die Bundesagentur für Arbeit berechnet. Er liegt unter dem gesamtdeutschen Median von 3.209 Euro.

Im Ruhrgebiets-Vergleich rangiert Recklinghausen damit weit hinten. Das Medianeinkommen in Mülheim an der Ruhr liegt bei 3.523 Euro, in Duisburg bei 3.467 Euro und in Essen bei 3.451 Euro. Dortmunder verdienen 3.315 Euro, Bochumer 3.273 Euro, Oberhausener 3.272 Euro und Gelsenkirchener 3.242 Euro. Auch Bottrop liegt mit 3.149 Euro vor Recklinghausen. Eine Stadt im Revier, in der weniger verdient wird, ist Hamm (Westfalen). Dort liegt das Mediangehalt bei 3.022 Euro monatlich.

Wichtige Arbeitgeber in Recklinghausen

Hier winken Jobs in Recklinghausen – das sind die wichtigsten Arbeitgeber in Recklinghausen:

  • Foot Locker Europe (Einzelhandel)
  • Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen
  • Hella (Automotive)
  • Harold Scholz (Farbpigmente)
  • Felco Industrieanlagen (Rohrtechnik)
  • Norbert Redemann Spedition
  • Kornbrennerei Boente (Nahrungsmittel)
  • Josef Möller Obstsaftkelterei (Nahrungsmittel)
  • Die Bäckerei Hövelmann (Nahrungsmittel)
  • Sparkasse Vest Recklinghausen
  • Westfälischer Wachschutz (Sicherheit)
  • Wallstein (Ingenieurdienstleistungen)
  • Teppich Kibek (Handel)
  • Volksbank Marl-Recklinghausen
  • Elisabeth-Krankenhaus Recklinghausen
  • Prosper-Hospital
  • Klinikum Vest
  • Schloemer (Arbeitsschutz)
  • Exner Stuck- und Akustikbau (Innenausbau)
  • Persona Service (Zeitarbeit)
  • Arwa Personaldienstleistungen (Zeitarbeit)
  • Brenner-Tekath (Personalberatung)
  • Tiemeyer Automobile (Kfz-Handel)
  • Access Music Electronics (Synthesizer)
  • Radio Vest (Lokalradio)
  • Winkler und Volkmann (Papierfachhandel)
  • Sidestep Shoes (Einzelhandel)
  • Hosch (Gurtbandreinigungssysteme)
  • Gesellschaft für berufliche Aus- und Weiterbildung (Bildungsanbieter)
  • Finum Finanzhaus (Vermögensberatung)
  • Askania (Fachhandel)

Jobs Recklinghausen Palais Vest

jobs in recklinghausen palais vest vollzeit teilzeit aushilfe minijobDas Palais Vest ist aus dem Stadtbild Recklinghausens nicht mehr wegzudenken. 2014 wurde die Shopping Mall als eine der modernsten im ganzen Ruhrgebiet eröffnet. Heute finden 120 Shops auf über 41.000 Quadratmetern Platz. Jobs im Palais Vest Recklinghausen gibt es in Vollzeit und Teilzeit, als Aushilfe oder Minijob, für Berufserfahrene, Quereinsteiger und Ungelernte, zum Beispiel für:

  • Filialleiter/Store Manager
  • Sekretärin
  • Verkäufer
  • Kassierer
  • Koch
  • Küchenhilfe
  • Servicekraft
  • Wagenpfleger
  • Aushilfe
  • Auszubildende

Hier finden Sie alle Tipps für Ihre Bewerbung, Ihre Bewerbung als Aushilfe oder Ihre Bewerbung Minijob.

Jobs Recklinghausen: Karriereaussichten und Wirtschaft

Die Recklinghäuser Altstadt wird im Volksmund auch die „gute Stube des Ruhrgebiets“ genannt. Die historischen Gebäude verleihen ihr Flair. Kein Wunder, dass der Einzelhandel eine große Rolle für Recklinghausen spielt. Aus den angrenzenden Gemeinden wird die Altstadt vor allem an den Wochenenden gerne angefahren.

Dies ist umso wichtiger, weil die Ära von Kohle und Montanindustrie in Recklinghausen unwiederbringlich vorbei ist. 2015 schloss die letzte Zeche. An ihre Stelle hat sich ein bunter Wirtschaftsmix gesetzt.

Jobs in Recklinghausen schaffen heute diese Bereiche:

  • Dienstleistungen
  • Metallindustrie
  • Elektrotechnik
  • Textil und Kunststoffe
  • Groß- und Einzelhandel
  • Banken, Sparkassen, Versicherungen
  • Bildungs- und Wissenschaftseinrichtungen, Fachhochschulen
  • Bundes- und Landesbehörden

Rund 25.000 Recklinghäuser arbeiten heute in Dienstleistungsjobs, nur noch ca. 7.000 sind im produzierenden Gewerbe tätig.

Im Prognos-Zukunftsatlas 2019 landet der Kreis Recklinghausen auf Platz 349 von 401 Regionen in Deutschland. Damit liegt er aber immerhin vor Nachbarn wie Herne, Gelsenkirchen und Oberhausen.

Jobs Recklinghausen: Kosten, Lebenshaltung, Mietpreise

Recklinghausen liegt im Norden des Ruhrgebiets. Die Preise aber liegen eher im Süden. Wer in Recklinghausen 50.000 Euro im Jahr verdient, müsste laut Financescout24 in München auf über 85.000 kommen, um den Lebensstandard zu halten. In Frankfurt müsste ein Recklinghäuser dafür noch immer happige 72.000 Euro erzielen.

Die Mietpreise in Recklinghausen schlagen nicht so stark zu Buche wie andernorts. Mieter zahlen nach Immowelt-Berechnungen 6,20 Euro pro Quadratmeter (Stand: 1. Quartal 2020). Im Jahr 2009 waren es noch 4,90 Euro – der Preisanstieg seitdem fällt überschaubar aus.

Recklinghausen liegt damit in der gleichen Preiskategorie wie Oberhausen, Duisburg, Herne (jeweils 6,30 Euro) und Hamm (6,20 Euro). In Mülheim an der Ruhr und Bottrop werden dagegen schon 7,00 Euro fällig, in Essen 7,10 Euro, in Bochum 7,30 Euro und in Dortmund 7,40 Euro. Günstiger wohnen Mieter in Gelsenkirchen (5,80 Euro).

Zum Vergleich: In Düsseldorf kostet der Quadratmeter im Median 10,60 Euro, in Köln 10,80 Euro, in Stuttgart 12,80 Euro, in Frankfurt 13,60 Euro und in München 17,30 Euro.

Eine Immobilie in Recklinghausen geht für 1.450 Euro pro Quadratmer über die Ladentheke. Auch das ist ein günstiger Preis, allerdings nicht so günstig wie in Duisburg (1.290 Euro), Herne (1.270 Euro) oder Gelsenkirchen (1.000 Euro). In Essen zahlen Käufer für die eigenen vier Wände 1.650 Euro pro Quadratmeter, in Dortmund 1.730 Euro und in Mülheim an der Ruhr 2.030 Euro.

In Düsseldorf kostet der Meter schon 3.320 Euro, in Köln 3.230 Euro. An München kommen sie alle nicht heran. In der bayerischen Landeshauptstadt liegt der Quadratmeterkaufpreis bei 7.140 Euro.

Kontaktdaten und Servicestellen in Recklinghausen

Sie wollen sich in Recklinghausen selbstständig machen, Ihre Steuererklärung abgeben oder Jobs in Recklinghausen suchen? Die wichtigsten Servicestellen hat Karrieresprung übersichtlich für Sie zusammengefasst:

  • Das Finanzamt Recklinghausen finden Sie hier.
  • Unterstützung für Existenzgründer in Recklinghausen finden Sie hier.
  • Aktuelle Stellenangebote in Recklinghausen für Vollzeit, Teilzeit, Aushilfe, Minijob und Quereinsteiger finden Sie in unserer Jobbörse.
[Zuletzt aktualisiert: 23.09.2020, Bildnachweis: Chris Hoff by Shutterstock.com]

Jobs in Unna: Stellenangebote in Vollzeit, Teilzeit, Aushilfe, Minijob

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Unna liegt am Rande des Reviers. Das hat Vorteile. Man ist schnell im Sauerland zur Erholung – und in Dortmund zur Arbeit. Für Pendler kann sich die Kleinstadt Unna lohnen. Jobs in Unna gibt es aber auch. Mit der hiesigen Arbeitslosenquote können die großen Städte im Pott jedenfalls nicht mithalten…

Jobs Unna: Die Stadt

Unna hat Feuer im Blut. Und das, obwohl die Stadt im östlichen Ruhrgebiet eigentlich eher westfälisch-nüchtern ist. Beim Un(n)a Festa Italiana zeigen Fahnenschwinger aus Pisa ihre Künste. Dazu gibt es Pasta und Scampis, Grappa und italienischen Wein. Das (angeblich) größte italienische Fest nördlich der Alpen gibt es jedes Jahr — in Unna.

Die 60.000-Einwohner-Stadt ist klein und kompakt. Ein Highlight ist das Zentrum für Internationale Lichtkunst. Ein Lichtkunst-Museum, das es so sonst nirgendwo auf der Welt gibt. Ein paar Fußminuten entfernt liegt die Burg Unna, die heute das Hellweg-Museum beherbergt. Die vielen erhaltenen Fachwerkhäuser verleihen der Altstadt Flair.

Ein Wermutstropfen: Besonders grün ist Unna nicht. Aber es ist nah dran am Grünen. In wenigen Autominuten ist man im Sauerland. Wer es trubeliger mag, fährt einfach in die andere Richtung. Dortmund ist nur 20 Kilometer entfernt.

Pendler fühlen sich in Unna-Billmerich wohl. Der Stadtteil ist ländlich, aber gut angebunden. In Königsborn gibt es einige schön sanierte Häuschen. Auch in Unna-Massen gibt es schöne Ecken, aber zugleich den Lärm des Dortmunder Flughafens.

Jobs in Unna: Der Arbeitsmarkt

Im Kreis Unna gibt es rund 17.500 Arbeitslose (Stand: August 2020). Die Arbeitslosenquote in Unna liegt damit bei 8,2 Prozent. Für das Ruhrgebiet ein geradezu hervorragender Wert.

Zum Kreis Unna gehören insgesamt acht Städte:

  • Bergkamen
  • Fröndenberg/Ruhr
  • Kamen
  • Lünen
  • Schwerte
  • Selm
  • Unna
  • Werne

Dazu kommen die beiden Gemeinden Bönen und Holzwickede.

In Gelsenkirchen ist die Arbeitslosigkeit mit 16,2 Prozent fast doppelt so hoch. Duisburg liegt bei 13,0 Prozent, Essen bei 11,8 Prozent und Oberhausen bei 11,5 Prozent. Besser sieht es in Recklinghausen (9,6 Prozent), Mülheim an der Ruhr (9,1 Prozent) und Bottrop (8,8 Prozent) aus.

Auch die direkten Nachbarn Unnas können nicht mithalten. Dortmund im Westen steht bei 12,2 Prozent, Hamm im Norden bei 9,9 Prozent. Nur Soest im Osten hängt Unna ab, dort sind lediglich 6,3 Prozent ohne Arbeit.

Unna trifft damit genau den Landesdurchschnitt von Nordrhein-Westfalen, der ebenfalls bei 8,2 Prozent liegt. Deutschlandweit beträgt die Arbeitslosenquote 6,4 Prozent (Stand: August 2020).

Stellen Unna: Einstiegsgehälter und Gehaltsniveaus

In Nordrhein-Westfalen liegt das Durchschnittsgehalt nach Angaben der Plattform gehalt.de bei 45.360 Euro brutto im Jahr. Das ist durchschnittlich. Höher ist das Gehaltsniveau in Hessen, Baden-Württemberg, Hamburg und Bayern. In Hessen kann man mit ca. 51.000 Euro jährlich rechnen. Am wenigsten verdienen Arbeitnehmer in Mecklenburg-Vorpommern mit ca. 34.000 Euro.

Nach der Uni starten Absolventen in Nordrhein-Westfalen mit einem Einstiegsgehalt von 46.513 Euro in den Beruf, nach einer Ausbildung geht es mit 31.020 Euro los.

Für Fach- und Führungskräfte in Nordrhein-Westfalen weist der Stepstone-Gehaltsreport 2020 ein durchschnittliches Jahressalär von 58.815 Euro brutto aus. Laut Xing-Gehaltsstudie 2019 verdienen sie sogar 71.913 Euro per annum.

Ein Arbeitnehmer mit Vollzeitstelle in Unna verdient im Monat 2.948 Euro brutto. Dabei handelt es sich um den Medianwert der Bundesagentur für Arbeit. Für ganz Deutschland liegt der Wert bei 3.209 Euro.

Nebenan in Dortmund beträgt das Medianeinkommen 3.315 Euro. Auch an benachbarte Städte wie Hagen (3.267 Euro) und Hamm (3.022 Euro) kommt Unna nicht ganz heran. Tiefer im Westen gehen die Gehälter noch weiter nach oben. So liegt das Mediangehalt in Bochum bei 3.273 Euro, in Essen bei 3.451 Euro und in Mülheim an der Ruhr sogar bei 3.523 Euro. Weiter östlich in Soest verdienen Vollzeitarbeitnehmer mit 3.174 Euro ebenfalls mehr.

Aber: Das Medianeinkommen der Arbeitnehmer, die in Unna wohnen (aber nicht zwangsläufig auch arbeiten), beträgt immerhin 3.196 Euro. In Unna wohnen, aber in Dortmund arbeiten – das kann sich lohnen.

Wichtige Arbeitgeber in Unna

Hier winken Jobs in Unna – das sind die wichtigsten Arbeitgeber in Unna:

  • Zapp AG (Stahl)
  • VDM Metals
  • Zurbrüggen Wohnzentrum (Möbel)
  • Wima (Elektronik)
  • Van Eupen Logistik
  • Sparkasse Unna Kamen
  • Katharinen-Hospital Unna
  • Evangelisches Krankenhaus Unna
  • Amtsgericht Unna
  • Bundeswehr Glückauf-Kaserne
  • Rhenus Logistics
  • Hellweger Anzeiger (Medien)
  • Clickbits (Software)
  • Dreve Dentamid (Sanitätshaus)
  • Sporbeck Transporte und Logistik
  • WBM Flüssigboden (Bauindustrie)

Jobs Unna: Karriereaussichten und Wirtschaft

Aus Unna pendeln viele nach Dortmund. Aber viele Berufstätige pendeln auch nach Unna hinein. Immerhin zählt die Kreisstadt 23.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte. Viele von ihnen arbeiten in den Gewerbegebieten im Norden, Osten und Westen der Stadt.

Unna liegt an der Schnittstelle zwischen Ruhrgebiet und Sauerland, für Logistiker eine attraktive Lage. Auch die Bundeswehr schätzt den Standort. In Unna ist das zur Panzerbrigade 21 gehörende Versorgungsbataillon 7 stationiert.

Früher war Unna nicht viel mehr als ein Bauerndorf. Dann setzte die Industrialisierung ein und machte aus dem Flecken einen Industriestandort. Heute ist der Branchenmix bunt. Diese Branchen sind in Unna vertreten:

  • Maschinenbau und Elektrotechnik
  • Logistik
  • Lebenswissenschaften
  • Entsorgungs- und Verwertungstechnik
  • Energie
  • Eisen- und Metallverarbeitung
  • Groß- und Einzelhandel
  • Handwerk
  • Chemie und Kunststoff
  • Kultur und Medienwirtschaft

Im Prognos-Zukunftsatlas 2019 rangiert der Kreis Unna auf Platz 234 von 401 Regionen. Das ist für einen Ort im Ruhrgebiet eine geradezu exzellente Platzierung. In der Unterkategorie Dynamik belegt Unna sogar Rang 193, in der Kategorie Arbeitsmarkt Platz 197.

Jobs Unna: Kosten, Lebenshaltung, Mietpreise

Unna ist ein direkter Nachbar Dortmunds – und auch die Mietpreise sind sich ähnlich. Während Dortmund nach Zahlen von Immowelt 7,40 Euro für den Quadratmeter abruft, sind es in Unna 6,70 bis 6,90 Euro (Stand: 2020).

Die Kleinstadt Unna ist damit teurer als so manche Großstadt im Ruhrgebiet. So zahlen Mieter in Gelsenkirchen nur 5,80 Euro pro Meter, in Recklinghausen 6,20 Euro, in Herne, Oberhausen und Duisburg 6,30 Euro. Tiefer in die Tasche muss man in Mülheim an der Ruhr (7,00 Euro), in Essen (7,10 Euro) und Bochum (7,30 Euro) greifen.

Im Rheinland scheinen die Mietpreise dann förmlich zu explodieren. In Düsseldorf kostet der Quadratmeter 10,60 Euro, in Köln 10,80 Euro.

Die Kaufpreise in Unna sind nicht von Pappe. Käufer müssen 1.750 Euro pro Quadratmeter bereitlegen. In Herne gibt es ihn schon für 1.270 Euro, in Gelsenkirchen sogar für 1.000 Euro, in Duisburg für 1.290 Euro. Unna ist für Käufer sogar teurer als Essen (1.650 Euro) und Dortmund (1.730 Euro). Mülheim an der Ruhr verlangt dagegen 2.030 Euro für den Meter.

In Düsseldorf werden 3.320 Euro aufgerufen, in Köln 3.230 Euro. Unangefochten an der Spitze liegt im Deutschland-Ranking München mit 7.140 Euro pro Quadratmeter.

Kontaktdaten und Servicestellen in Unna

Sie wollen sich in Unna selbstständig machen, Ihre Steuererklärung abgeben oder Jobs in Unna suchen? Die wichtigsten Servicestellen hat Karrieresprung übersichtlich für Sie zusammengefasst:

  • Das Finanzamt Dortmund-Unna finden Sie hier.
  • Die IHK zu Dortmund finden Sie hier.
  • Die Kreishandwerkerschaft Hellweg-Lippe finden Sie hier.
  • Unterstützung für Existenzgründer in Unna finden Sie hier.
  • Aktuelle Stellenangebote in Unna in Vollzeit, Teilzeit, Aushilfe, Minijob finden Sie in unserer Jobbörse.
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Jobs in Hagen: Aktuelle Stellen in Vollzeit, Teilzeit, Aushilfe, Minijob

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Hagen ist nicht jedermann ein Begriff. Dabei sitzt hier die größte Universität Deutschlands. Während die Fernuniversität Hagen wächst und wächst, baute die Industrie in den vergangenen Jahrzehnten Stellen ab. Dafür wurden aber auch neue Jobs in Hagen geschaffen – zum Beispiel in der Nahrungsmittelindustrie. Wer Pralinen oder Zwieback mag, wird Hagen lieben…

Jobs Hagen: Die Stadt

Ohne Hagen wäre die Neue Deutsche Welle nur ein trübes Wässerchen geblieben. NDW-Ikone Nena startete in ihrer Geburtsstadt die Gesangskarriere, zog dann nach West-Berlin.

Große Namen hat die unscheinbare 190.000-Einwohner-Stadt im Süden des Reviers erstaunlich viele hervorgebracht. Der Brandt-Zwieback ist seit über 100 Jahren in aller Munde. Hagen ist sogar Standort der größten Universität Deutschlands. Allerdings sind die mehr als 70.000 Studierenden der Fernuniversität Hagen nur selten vor Ort.

Ganz groß ist Hagen im Basketballsport. Der Deutsche Basketball-Bund hat hier seinen Hauptsitz, SSV Hagen und Brandt Hagen zählten jahrzehntelang zur Crème de la Crème des deutschen Vereinsbasketballs.

Mit einem Alter von rund 260 Jahren ist Hagen noch sehr jugendlich. Am Anfang stand die sogenannte Lange Riege, eine Siedlung mit Hammerwerken und Klingenschmieden. Während der Industrialisierung erlebte Hagen seine ökonomische Blüte. Seitdem ist viel Wasser die Ruhr hinuntergeflossen – und die Volme, Lenne und Ennepe. Durch Hagen ziehen nicht weniger als vier Flüsse.

Berufspendler wohnen gerne in Elsey im Osten, Familien in Ernst im Südosten. Wer neu nach Hagen zieht, sollte sich auch in Halden, Haspe, Hohenlimburg, Mitte, Mittelstadt und im Hochschulviertel umsehen. Auf dem absteigenden Ast ist Wehringhausen. Eckesey und Altenhagen stehen ebenfalls weit unten auf der Beliebtheitsskala.

Stellen Hagen: Der Arbeitsmarkt

Im Oktober 2017 war die Arbeitslosenquote in Hagen unter die 10-Prozent-Marke gerutscht. Dort blieb sie zum April 2019. Seitdem klettert sie stetig bergauf. Mittlerweile sind fast 13.000 Hagener arbeitslos, die Arbeitslosenquote liegt wieder bei 12,6 Prozent (Stand: August 2020).

Zum Vergleich: In Nordrhein-Westfalen beträgt die Quote 8,2 Prozent, in ganz Deutschland 6,4 Prozent.

Sogar im Vergleich mit den anderen Städten des Ruhrgebiets liegt Hagen weit hinten – aber nicht ganz hinten. So sind in Duisburg (13,0 Prozent) und Gelsenkirchen (16,2 Prozent) noch mehr Menschen ohne Jobs, Herne liegt gleichauf (12,6 Prozent).

Blickt man aber nach Osten ins benachbarte Sauerland, fällt die Hagener Bilanz richtig düster aus. Im Märkischen Kreis, zu dem etwa Iserlohn gehört, liegt die Arbeitslosigkeit bei 8,3 Prozent. Im Kreis Unna, dem die Stadt Schwerte angehört, sind es 8,2 Prozent. Und noch weiter östlich im Hochsauerlandkreis beträgt sie gar nur 5,0 Prozent (Stand: August 2020).

Jobs Hagen: Einstiegsgehälter und Gehaltsniveaus

Ein sozialversicherungspflichtig Beschäftigter in Vollzeit kommt in Deutschland auf ein Bruttogehalt von 3.209 Euro pro Monat. Das besagen die Daten der Bundesagentur für Arbeit. Es handelt sich um den Medianwert, nicht um den Durchschnittswert.

Für Vollzeit-Jobs in Hagen liegt das Medianeinkommen bei 3.267 Euro – also leicht über dem Schnitt. Im Vergleich mit den anderen Städten der Region kann Hagen mithalten – mehr aber auch nicht. Deutlich höher ist das Gehaltsgefüge nur in Düsseldorf mit 3.882 Euro.

Insgesamt schneidet auch das Bundesland Nordrhein-Westfalen im Gehaltsvergleich mittelmäßig ab. Das Durchschnittsgehalt in NRW beträgt laut gehalt.de 45.360 Euro brutto jährlich. Die Spitze bildet Hessen mit 51.345 Euro, das Ende Mecklenburg-Vorpommern mit 34.155 Euro.

Speziell für Studierende der Fernuniversität Hagen interessant: Absolventen steigen in NRW mit durchschnittlich 46.513 Euro in den Job ein.

Dabei muss es nicht bleiben. Fach- und Führungskräfte verdienen laut Stepstone-Gehaltsreport 2020 in Nordrhein-Westfalen 58.815 Euro brutto jährlich im Schnitt. Nur in Hessen, Bayern, Baden-Württemberg und Hamburg sind die Gehälter für Fach- und Führungskräfte höher. Im Vergleich mit dem Stepstone-Gehaltsreport 2019 ist der Wert allerdings leicht rückläufig, damals standen 58.846 Euro im Durchschnitt zu Buche.

Wichtige Arbeitgeber in Hagen

Hier winken Jobs in Hagen – das sind die wichtigsten Arbeitgeber in Hagen:

  • Europart Holding (Ersatzteile)
  • Westfalia Werkzeugcompany
  • Christ Juweliere
  • Hussel (Süßwaren)
  • Premium Pulp and Paper (Papier)
  • C.D. Wälzholz (Bandstahl)
  • Sinn GmbH (Mode)
  • Brandt Zwieback
  • Dörken Group (Chemie)
  • Stadt Hagen (Verwaltung)
  • Katholisches Krankenhaus Hagen
  • Agaplesion Allgemeines Krankenhaus Hagen
  • Sparkasse Hagen Herdecke
  • Märkische Bank
  • Fernuniversität Hagen
  • Thalia Bücher GmbH
  • Enervie Südwestfalen Energie und Wasser AG (Versorgung)
  • Mark-E AG (Versorgung)
  • Bilstein GmbH (Kaltband)
  • Hawker GmbH (Elektrotechnik)
  • ThyssenKrupp Federn GmbH
  • Prewent TWB (Automotive)
  • Stahlkontor (Systemlieferant)
  • Kostal Industrie Elektrik
  • Abellio Rail NRW (Eisenbahnverkehrsunternehmen)
  • Wikinger Reisen
  • AMX Consulting (Personalberatung)
  • Ebro Armaturen Gebr. Bröer GmbH (Industriearmaturen)
  • Deutscher Basketball Bund (Sport)
  • Schloss Hohenlimburg (Events)

Jobs Fernuni Hagen

jobs fernuni hagen stellenangeboteEine wissenschaftliche Karriere ist an Deutschlands größter Uni, der Fernuniversität Hagen, möglich. Für Professoren, Juniorprofessuren, wissenschaftliche Mitarbeiter und studentische Hilfskräfte. Daneben gibt es an der Fernuni aber auch Bedarf in der Administration, zum Beispiel für:

Jobs Hagen: Karriereaussichten und Wirtschaft

Die schlechte Nachricht zuerst: Zu den Top-Adressen zählt Hagen nicht. Im Städteranking 2019 des Beratungsunternehmens IW Consult belegte Hagen Platz 64 von 71 untersuchten Städten.

In nahezu allen Kategorien hagelte es schlechte Bewertungen: Immobilienmarkt, Lebensqualität, Arbeitsmarkt und Wirtschaftsstruktur. Aber: In punkto Arbeitsplatzversorgung (28) und Gründungen (25) landete Hagen im vorderen Mittelfeld.

Im Prognos-Zukunftsatlas 2019 rangierte Hagen auf Position 354 von 401 Regionen in Deutschland. In der Unterkategorie Arbeitsmarkt reichte es immerhin zu Platz 270.

In den 90er Jahren war die Deindustrialisierung in Hagen mit voller Wucht durchgeschlagen. Von allen Ruhrgebietsstädten wird Hagen bis 2025 voraussichtlich am stärksten schrumpfen – um fast zehn Prozent.

Stark ist aber weiterhin die Metallbranche. In der Stadt Hagen gibt es 50 metallverarbeitende Betriebe. Und es finden sich noch immer ein paar sehr illustre Namen vor Ort. So haben die Brandt-Zwiebäcker und die Buchhändler von Thalia ihren Sitz in Hagen, dazu das Juwelierunternehmen Christ.

Jobs Christ Hagen

jobs hagen christ vollzeit teilzeitJuwelier Christ ist deutschlandweit für seine Uhren und Ohrringe bekannt – und in vielen Fußgängerzonen mit einer Filiale präsent. Die Zentrale steht in Hagen. Jobs in Hagen gibt es bei Christ unter anderem für:

Jobs Hagen: Kosten, Lebenshaltung, Mietpreise

Von einem Immobilienboom kann man in Hagen nicht sprechen. Von 2017 auf 2018 gingen die Kaufpreise sogar zurück. Musste man laut Immowelt 2017 noch 1.300 Euro für den Quadratmeter hinlegen, waren es ein Jahr später nur noch 1.290 Euro.

Neben Hagen gab es nur drei andere Großstädte in Deutschland, in denen dieses Phänomen zu beobachten war: Mönchengladbach, Leverkusen und Darmstadt. Insgesamt hatte Immowelt 80 Städte untersucht.

Auch die Mietpreise verharren in Hagen auf einem tiefen Plateau. Sie stiegen von 2009 bis 2019 nur um 17 Prozent – von 4,70 Euro auf 5,50 Euro pro Quadratmeter. Auch im ersten Quartal 2020 verharren sie laut Immowelt bei einem Median von 5,50 Euro. Damit gehört Hagen zu den günstigsten Städten für Mieter in ganz Deutschland. Noch tiefer als in Hagen ist das Mietpreisniveau nur in Chemnitz (5,20 Euro) und Bremerhaven (5,30 Euro).

Zum Vergleich: In München zahlen Mieter 17,30 Euro pro Quadratmeter, in Frankfurt 13,60 Euro, in Köln 10,80 Euro und in Düsseldorf 10,60 Euro. Dortmund ist mit 7,40 Euro schon erheblich billiger, Essen liegt bei 7,10 Euro, Duisburg bei 6,30 Euro und Gelsenkirchen bei 5,80 Euro.

Kontaktdaten und Servicestellen in Hagen

Sie wollen sich in Hagen selbstständig machen, Ihre Steuererklärung abgeben oder Jobs in Hagen suchen? Die wichtigsten Servicestellen hat Karrieresprung übersichtlich für Sie zusammengefasst:

  • Das Finanzamt Hagen finden Sie hier.
  • Die Südwestfälische IHK zu Hagen finden Sie hier.
  • Die Kreishandwerkerschaft Hagen finden Sie hier.
  • Aktuelle Stellenangebote in Hagen für Vollzeit, Teilzeit, Aushilfe oder Minijob finden Sie in unserer Jobbörse.
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Jobs in Hamm: Aktuelle Stellenangebote, Gehälter, Mietpreise und Tipps

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Früher wohnten in Hamm die Eisenbahner, dann die Bergleute. Jobs in Hamm gibt es jetzt vor allem in der Metall- und Chemieindustrie – oder in einem der sechs (!) Krankenhäuser. Und was hat Hamm eigentlich mit Elefanten zu tun? Eine ganze Menge. Das merkt jeder, der mit offenen Augen durch die Stadt geht…

Jobs Hamm: Die Stadt

Der Elefant ist Hamms Wahrzeichen. Man findet ihn aber nicht etwa im Tiergarten, sondern im Maximilianpark, dem Gelände der Landesgartenschau 1984. Der Elefant ist aus Plastik, rund 35 Meter hoch und begehbar. Er war in seinem früheren Leben ein Gebäude der Zeche Maximilian, bis er von einem Künstler umfunktioniert wurde.

Mittlerweile durchzieht das Elefantenmotiv das gesamte Stadtbild. Es gibt ihn aus Glas, Kunststoff und Plastik – der Elefant steht für Hamm. Nicht ganz unpassend ist, dass einer der größten Hindutempel Europas in Hamm steht. Immerhin hat Hindu-Gott Ganesha die äußere Form eines Elefanten. Der Sri-Kamadchi-Ampal-Tempel wurde 2002 erbaut, befindet sich im äußersten Osten Hamms.

Das ältere Wahrzeichen Hamms liegt in der Innenstadt. Die Pauluskirche steht seit den 80er Jahren unter Denkmalschutz. Früher war Hamm eine Eisenbahnstadt, wurde auch als „Güterbahnhof des Ruhrgebiets“ tituliert.

Eigentlich ist Hamm ein Mischwesen. Die 180.000-Einwohner-Stadt darf man offiziell zum Ruhrgebiet zählen, aber kulturell und geographisch steht sie mit mindestens einem Bein draußen. Sie grenzt sowohl an das Münsterland als auch ans Sauerland, von Ostwestfalen ist Hamm ebenfalls nur einen Katzensprung entfernt.

Familien lassen sich gerne in Hamm-Berge nieder. Auch die Stadtteile Mark und Werries zählen zu den beliebtesten Wohnlagen in Hamm.

Stellenangebote Hamm: Der Arbeitsmarkt

Rund 9.250 Menschen sind in der Stadt offiziell arbeitslos. Damit beträgt die Arbeitslosenquote in Hamm 9,9 Prozent (Stand: August 2020). Ein Jahr zuvor – im August 2019 – lag die Quote noch bei 8,2 Prozent.

Ob das ein guter oder schlechter Wert ist, hängt von der Perspektive ab. Im Ruhrgebiet befindet sich die Arbeitslosenquote in den meisten Städten im zweistelligen Bereich. In Essen liegt sie bei 11,8 Prozent, in Dortmund bei 12,2 Prozent, in Duisburg bei 13,0 Prozent und in Gelsenkirchen sogar bei 16,2 Prozent (Stand: August 2020).

Im Münsterland ist sie deutlich niedriger. Die Stadt Münster hat lediglich 5,7 Prozent Arbeitslose, die Region Coesfeld sogar nur 3,5 Prozent. In ganz Nordrhein-Westfalen beträgt die Arbeitslosenquote 8,2 Prozent, in Deutschland bei 6,4 Prozent (Stand: August 2020).

Freie Jobs in Hamm gibt es insbesondere für Handwerker, in der Metallverarbeitung, Logistik, Gesundheit und Pflege.

Hier finden Sie 70 Tipps für Ihre Jobsuche.

Jobs Hamm: Einstiegsgehälter und Gehaltsniveaus

Das Durchschnittsgehalt in Nordrhein-Westfalen liegt laut Gehaltsplattform gehalt.de bei 45.360 Euro brutto im Jahr. Das ist deutlich weniger als in Hessen (ca. 51.000 euro), aber sehr viel mehr als in Mecklenburg-Vorpommern (ca. 34.000 Euro). Dies sind die beiden Extreme im deutschen Ländervergleich. Nordrhein-Westfalen liegt mit seinem Gehaltsniveau fast exakt auf dem deutschen Schnitt.

Hochschulabsolventen steigen demnach in NRW mit durchschnittlich 46.513 Euro brutto jährlich ein, Fachkräfte nach erfolgreicher Ausbildung starten mit 31.020 Euro ins Berufsleben.

Fach- und Führungskräfte bringen in Nordrhein-Westfalen laut Stepstone-Gehaltsreport 2020 durchschnittlich 58.815 Euro brutto im Jahr mit nach Hause. Die Xing-Gehaltsstudie 2019 zeigt sogar 71.913 Euro pro Jahr an.

Speziell in Hamm ist das Gehaltsniveau – sogar für eine Ruhrgebietsstadt – sehr niedrig. Ein Arbeitnehmer mit Vollzeitstelle in Hamm verdient hier monatlich 3.022 Euro. Das ist der Medianwert, den die Bundesagentur für Arbeit ermittelt hat. Der gesamtdeutsche Wert beträgt 3.209 Euro.

Nahezu alle Städte im Ruhrgebiet überbieten den Hammer Wert. So liegt das Medianeinkommen in Mülheim an der Ruhr bei 3.523 Euro, in Duisburg bei 3.467 Euro und in Essen bei 3.451 Euro. In Dortmund verdient man 3.315 Euro, in Bochum 3.273 Euro, in Oberhausen 3.272 Euro und in Gelsenkirchen 3.242 Euro. Selbst Bottrop (3.149 Euro) und Recklinghausen (3.127 Euro) schlagen Hamm um Längen.

Hier finden Sie alle Einstiegsgehälter 2020 und die Gehaltstabelle für Ihren Beruf.

Wichtige Arbeitgeber in Hamm

Hier winken Jobs in Hamm – das sind die wichtigsten Arbeitgeber in Hamm:

  • Hoffmeier Industrieanlagen
  • Mannesmann Precision Tubes (Metallverarbeitung)
  • Mannesmann Line Pipe (Metallverarbeitung)
  • Voestalpine Böhler Welding (Stahl)
  • DuPont (Chemie)
  • Hella (Automotive)
  • Hesse GmbH (Lackhersteller)
  • Inno Friction (Automotive)
  • Stadtwerke Hamm
  • Sparkasse Hamm
  • Munk GmbH (Elektroindustrie)
  • Trendfleur (Großhandel)
  • Manss Frischeservice (Lebensmittel-Großhandel)
  • Advansa (Faserhersteller)
  • Autobahn GmbH des Bundes (Verwaltung)
  • Becker Stahl-Service (Stahlhändler)
  • GHG Gesellschaft für Haus- und Grundbesitzvermittlung
  • Stadt Hamm
  • Energie- und Wasserversorgung Hamm GmbH
  • Westfälischer Anzeiger (Medien)
  • Hochschule Hamm-Lippstadt
  • SRH Hochschule für Logistik und Wirtschaft
  • St. Barbara-Klinik Hamm
  • St. Marien-Hospital Hamm
  • Evangelisches Krankenhaus Hamm
  • LWL-Univ.-Klinik Hamm
  • Klinik für Manuelle Therapie
  • St. Josef-Krankenhaus Hamm-Bockum-Hövel
  • Edeka Logistikzentrum
  • Oberlandesgericht Hamm
  • Anton Hosselmann (Nahrungsmittel)
  • Bernhard Heckmann (Baugewerbe)
  • Claas Service and Parts (Logistik)
  • ComTS est (IT-Dienstleistungen)
  • W. Potthoff GmbH (Kfz)
  • Metro Logistics
  • Seniorenheim St. Stephanus
  • t-log Trinklogistik
  • WDI Westfälische Drahtindustrie
  • CS Parts Logistics

Jobs Krankenhaus Hamm

jobs in hamm krankenhausIn Hamm gibt es ein halbes Dutzend Krankenhäuser (siehe oben: „Wichtige Arbeitgeber in Hamm“). Für Ärzte und andere Fachkräfte im Gesundheitsbereich bietet die Stadt einen großen Fundus an freien Stellen. Jobs in Hamm gibt es unter anderem für:

Hier geht es direkt zu den aktuellen Stellenanzeigen des Marienhospitals Hamm.

Jobs in Hamm: Karriereaussichten und Wirtschaft

Im Jahr 2015 hat Hamm zum ersten Mal die Marke von 55.000 Beschäftigten übersprungen. Die Zahl der Jobs steigt seit Jahren, die der Arbeitslosen geht zurück.

Von der alten Zechen- und Stahl-Herrlichkeit indes ist in Hamm nicht viel übrig geblieben. Heute findet die Wertschöpfung im Dienstleistungsbereich statt. Rund 52 Prozent der Wertschöpfung entfällt laut NRW-Statistikamt auf Dienstleistungen, nur noch 29 Prozent auf das produzierende Gewerbe, der Rest auf Handel, Verkehr, Gastgewerbe und IT.

Im produzierenden Gewerbe sind noch knapp 14.000 Hammer tätig, mehr als doppelt so viele arbeiten in Dienstleistungsjobs. Insgesamt gibt es in Hamm rund 56.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte.

Jobs in Hamm schaffen vor allem diese Branchen:

  • Chemie
  • Metallindustrie
  • Logistik
  • Gesundheitswirtschaft

Die Stadt zählt nicht weniger als sechs Krankenhäuser, auch das Oberlandesgericht sitzt hier. Zudem versucht man sich als Eventstandort in Szene zu setzen. Für Veranstaltungen gibt es in Hamm mehrere Hallen, Säle, Kurhaus, Thermen, Parks und eine Handball-Arena, die bis zu 2.650 Zuschauer fasst.

Im Städteranking 2019 des Beratungsunternehmens IW Consult belegt Hamm Platz 66 von 71. Der Prognos-Zukunftsatlas 2019 sieht Hamm auf Rang 332 von 401 Regionen in Deutschland. In der Unterkategorie Arbeitsmarkt rangiert Hamm aber immerhin auf Position 264.

Stellen Hamm: Kosten, Lebenshaltung, Mietpreise

Mit Hammer-Preisen könnte Hamm in Westfalen tatsächlich werben. Mieter zahlen hier laut Immowelt nur 6,20 Euro pro Quadratmeter (Stand: 1. Quartal 2020).

Damit liegt Hamm am unteren Ende der Skala im Ruhrgebiet. In Oberhausen, Duisburg und Herne beträgt der Medianpreis 6,30 Euro pro Meter, in Bottrop und Mülheim an der Ruhr 7,00 Euro, in Essen 7,10 Euro, in Bochum 7,30 Euro und in Dortmund und 7,40 Euro. Günstiger als Hamm sind Gelsenkirchen mit 5,80 Euro und Hagen mit 5,50 Euro.

Teures wird für Mieter weiter südlich im Rheinland. Düsseldorf ruft Mietpreise von 10,60 Euro pro Quadratmeter auf, Köln von 10,80 Euro. In Frankfurt werden sogar 13,60 Euro fällig, in München alles überragende 17,30 Euro (Stand: 1. Quartal 2020).

Von 2009 bis 2019 waren die Mietpreise in Hamm laut Immowelt von 4,90 Euro auf 6,10 Euro gestiegen – eine Steigerung um 24 Prozent. Im Vergleich zu den Metropolen des Landes hielt sich der Preisanstieg damit noch in Grenzen. In Dortmund verteuerten sich die Mieten im gleichen Zeitraum um 37 Prozent, in Frankfurt um 44 Prozent, in Stuttgart um 49 Prozent, in München um 61 Prozent und in Berlin sogar um 104 Prozent.

Die Kaufpreise in Hamm haben sich nach Immowelt-Angaben von 2017 auf 2018 um 14 Prozent verteuert. Der Quadratmeter kostet mittlerweile 1.570 Euro. Damit ist das Eigenheim in Hamm deutlich kostspieliger als in Gelsenkirchen (1.000 Euro), Duisburg (1.290 Euro), Herne (1.270 Euro) oder Recklinghausen (1.450 Euro). In Essen ist es mit 1.650 Euro pro Meter hingegen teurer, genauso in Bottrop (1.700 Euro), Dortmund (1.730 Euro), Bochum (1.760 Euro) und Mülheim an der Ruhr (2.030 Euro).

In Düsseldorf werden sogar 3.320 Euro aufgerufen, in Köln 3.230 Euro – und in München astronomische 7.140 Euro.

Hier finden Sie 10 Tipps für die erfolgreiche Wohnungssuche.

Kontaktdaten und Servicestellen in Hamm/Westfalen

Sie wollen sich in Hamm selbstständig machen, Ihre Steuererklärung abgeben oder Stellen in Hamm suchen? Die wichtigsten Servicestellen hat Karrieresprung übersichtlich für Sie zusammengefasst:

  • Das Finanzamt Hamm finden Sie hier.
  • Die IHK zu Dortmund Zweigstelle Hamm finden Sie hier.
  • Die Handwerkskammer Dortmund finden Sie hier.
  • Jobs in Hamm finden Sie in unserer Jobbörse.
[Zuletzt aktualisiert: 10.09.2020, Bildnachweis: Binder Medienagentur by Shutterstock.com]

Jobs in Bottrop: Aktuelle Stellenangebote, Gehälter, Mietpreise und Infos

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Harte Arbeit sind die Bottroper gewohnt. Sie wollen sich aber auch mal amüsieren. Die 120.000-Einwohner-Stadt ist zu einem Ausflugsziel geworden, das Kinder und Sportler lieben. Neben Freizeitparks und Sporthallen schaffen auch große Unternehmen Jobs in Bottrop. Was daran liegt, dass Bottrop einen großen Standortvorteil hat…

Jobs Bottrop: Die Stadt

Bottrop bringt Freude. Jedenfalls dann, wenn man die Achterbahnen rauf und runter fährt. Der Movie Park Germany im Stadtteil Kirchhellen ist einer der größten Freizeitparks Deutschlands. Seit seiner Eröffnung 1996 ist er die Hauptattraktion Bottrops. Aber nicht die einzige.

Die Skihalle Bottrop war die zweite, die in Deutschland eröffnete. Seit 2001 können Alpinfreunde im Ruhrgebiet die Piste hinuntersausen. Das Skicenter ist für den Autofahrer schon von Weitem sichtbar. Das Wahrzeichen der Stadt ist es nicht. Das steht gleich nebenan.

Über eine Leiter lässt sich der Tetraeder erklimmen. Drei Plattformen bieten eine famose Aussicht über das Ruhrgebiet, die höchste befindet sich 38 Meter über dem Boden. Der Tetraeder wurde 1995 in Pyramidenform auf einer alten Halde des Bergwerks Prosper-Haniel errichtet. Die Zeche wurde 2018 geschlossen. Der Steinkohlebergbau in Deutschland ist damit Geschichte.

Im Jahr 2019 war Bottrop in den Klub der Hundertjährigen aufgestiegen. 1919 wurden Bottrop die Stadtrechte verliehen.

Zu den besten Wohnlagen Bottrops zählen Vonderort, Fuhlenbrock-Wald, Stadtwald und Eigen.

Jobs in Bottrop: Der Arbeitsmarkt

Bottrop ist ein Außenseiter im Ruhrgebiet – im positiven Sinne. Die Arbeitslosigkeit in Bottrop liegt bei nur 8,8 Prozent (Stand: August 2020). Zwei Jahre zuvor, im August 2018, stand sie sogar bei geradezu mickrigen 6,6 Prozent. Das sind im Vergleich mit den Nachbarstädten ausgezeichnete Werte.

So liegt Oberhausen bei 11,5 Prozent, Essen bei 11,8 Prozent, Dortmund bei 12,2 Prozent, Duisburg bei 13,0 Prozent und Gelsenkirchen sogar bei 16,2 Prozent. Auch Bochum mit 10,2 Prozent, Recklinghausen mit 9,6 Prozent und Mülheim an der Ruhr mit 9,1 Prozent kommen nicht an die Bottroper Marke heran (Stand: August 2020).

Dies darf freilich nicht darüber hinwegtäuschen, dass Bottrop über dem Schnitt von Nordrhein-Westfalen (8,2 Prozent) und ganz Deutschland (6,4 Prozent) liegt.

Jobs in Bottrop gibt es vor allem in diesen Wirtschaftsbereichen, in dieser Reihenfolge:

  • Rohstoffgewinnung, Produktion und Fertigung
  • Gesundheit, Soziales, Lehre und Erziehung
  • Verkehr, Logistik, Schutz und Sicherheit

Stellenangebote Bottrop: Einstiegsgehälter und Gehaltsniveaus

Höher als in Nordrhein-Westfalen ist das Gehaltsniveau nur in vier Bundesländern (Hessen, Baden-Württemberg, Hamburg und Bayern). In NRW beträgt das Durchschnittsgehalt laut Gehaltsplattform gehalt.de 45.360 Euro brutto im Jahr. Ganz vorne liegt Hessen mit ca. 51.000 Euro, ganz hinten liegt Mecklenburg-Vorpommern mit rund 34.000 Euro.

Nach der Hochschule kommen Absolventen in Nordrhein-Westfalen auf ein Einstiegsgehalt von 46.513 Euro brutto jährlich. Ausgelernte Azubis fangen mit 31.020 Euro an.

Laut Stepstone-Gehaltsreport 2020 können Fach- und Führungskräfte in Nordrhein-Westfalen mit durchschnittlich 58.815 Euro brutto pro Jahr rechnen, laut Xing-Gehaltsstudie 2019 sogar mit 71.913 Euro.

In Bottrop liegen die Gehälter allerdings unter dem Schnitt. So kommt ein Arbeitnehmer mit Vollzeitstelle in Bottrop auf 3.149 Euro brutto monatlich. Dabei handelt es sich um den Medianwert der Bundesagentur für Arbeit. Eine Hälfte der Arbeitnehmer liegt darüber, die andere darunter. In ganz Deutschland beträgt das Medianeinkommen 3.209 Euro.

In den meisten anderen Ruhrgebietsstädten werden höhere Gehälter gezahlt als in Herne. Vollzeitarbeitnehmer in Essen kommen auf ein Mediangehalt von 3.451 Euro. Duisburger verdienen 3.467 Euro, Mülheimer 3.523 Euro und Dortmunder 3.315 Euro. Auch Städte wie wie Oberhausen (3.272 Euro) und Gelsenkirchen (3.242 Euro) liegen noch vor Bottrop. Einzig Recklinghausen kommt mit 3.127 Euro nicht an seinen südlichen Nachbarn heran.

Hier finden Sie alle Einstiegsgehälter 2020 und die Gehaltstabelle für Ihren Beruf. So viel bleibt Ihnen netto vom Brutto.

Wichtige Arbeitgeber in Bottrop

Hier winken Jobs in Bottrop – das sind die wichtigsten Arbeitgeber in Bottrop:

  • MC Bauchemie
  • Eurovia Teerbau (Bauunternehmen)
  • Seepex (Maschinenbau)
  • Movie Park Germany (Freizeit)
  • Alpincenter Bottrop (Sport/Freizeit)
  • RKK Wellpappenfabrik
  • Stremmer Sand und Kies
  • Celano (Software)
  • Hochschule Ruhr West
  • Netto (Logistikzentrum)
  • Deichmann (Logistikzentrum)
  • Nadler Feinkost (Lebensmittel)
  • Homann (Lebensmittel)
  • Brabus (Fahrzeugtuning)
  • Seepex (Maschinenbau)
  • Mewa Textil-Management
  • Einrichtungshaus Ostermann (Möbel)
  • Aalberts Surface Treatment (Industriedienstleistungen)
  • Sport-Tiedje (Heimfitness)
  • Actemium Deutschland (Technologie)
  • Elmer Bad (Großhandel)
  • Magontec (Metallbau)
  • Botament Systembaustoffe
  • Xervon Oberflächentechnik
  • Siebe Gebäudereinigung
  • Stadt Bottrop
  • Emschergenossenschaft und Lippeverband (Entsorgung/Klärwerk)
  • Marienhospital Bottrop
  • Knappschaftskrankenhaus Bottrop
  • St. Antonius-Krankenhaus Bottrop-Kirchhellen für Psychiatrie und Psychotherapie

Movie Park Jobs

jobs movie park germany bottropDer Movie Park Germany in Bottrop-Kirchhellen ist einer der größten Freizeitparks Deutschlands – rasante Fahrgeschäfte, knuffige Maskottchen und klebrige Zuckerwatte inklusive. Jobs in Bottrop bietet der Park Voll- und Teilzeitkräften, Bewerbern mit Vorkenntnissen und Ungelernten, feste oder saisonale, zum Beispiel für:

Aktuelle Stellenangebote im Movie Park Germany finden Sie hier.

Jobs Bottrop: Karriereaussichten und Wirtschaft

Bottrops Plus ist seine Lage. Von hier aus ist man blitzschnell auf der A2, der A3, A42, A43, A44, A59 oder auch auf der A516. Dazu kommt der Rhein-Herne-Kanal, die Blutbahn des Ruhrgebiets. Den Standortvorteil haben Logistiker für sich entdeckt. Unternehmen wie Netto und Deichmann haben in Bottrop Distributionszentren aus dem Boden gestampft.

Wie die Nachbarstädte muss auch Bottrop seinen Platz in der neuen Wirtschaftswelt erst finden. Handel und Dienstleistungen sind mittlerweile die Treiber der lokalen Wirtschaft, vor allem kleine und mittlere Unternehmen.

Die Freizeitindustrie hat Bottrop schon vor geraumer Zeit für sich entdeckt. Mit dem Movie Park Germany eröffnete 1996 einer von Deutschlands größten Freizeitparks im Stadtteil Kirchhellen, das Alpincenter war 2001 das bundesweit zweite (nach Neuss) Indoor-Skicenter für Flachland-Alpinisten.

Vor allem diese Branchen schaffen heute Jobs in Bottrop:

  • Einzelhandel
  • Umwelttechnologie
  • Maschinenbau
  • Nahrungs- und Genussmittel

Seit 2009 ist Bottrop Hochschulstandort. Die staatliche Hochschule Ruhr West bildet Ingenieure, Informatiker und Betriebswirte aus. Sie hat einen zweiten Campus in Mülheim an der Ruhr.

Im Städteranking 2019 des Beratungsunternehmens IW Consult rangiert Bottrop auf Platz 65 von 71 Städten – eine Verbesserung um einen Platz im Vergleich zum Vorjahresranking. Im Prognos-Zukunftsatlas 2019 reicht es zu Position 338 von 401 Regionen in Deutschland. In der Unterkategorie Arbeitsmarkt langt es immerhin für Rang 265.

Jobs in Bottrop: Kosten, Lebenshaltung, Mietpreise

Die Mietpreisexplosion geht auch an Bottrop nicht vorbei. Zwischen 2009 und 2019 stiegen die Medianpreise laut Immowelt von 5,20 Euro auf 7,00 Euro und damit um insgesamt 35 Prozent. Mittlerweile muss man in Bottrop 7,00 Euro für den Quadratmeter auf den Tisch legen (Stand: 1. Quartal 2020).

Damit liegt Bottrop im Revier-Ranking relativ weit vorne. In Dortmund zahlt man 7,40 Euro pro Meter, in Bochum 7,30 Euro und in Essen 7,10 Euro. Sehr viel billiger sind die Mietpreise in Oberhausen, Duisburg, Herne (je 6,30 Euro), Recklinghausen (6,20 Euro), Gelsenkirchen (5,80 Euro) und Hagen (5,50 Euro). Mülheim an der Ruhr liegt mit 7,00 Euro pro Quadratmeter gleichauf mit Bottrop.

Weiter südlich im Rheinland schießen die Preise dann in die Höhe. In Düsseldorf zahlen Mieter 10,60 Euro und in Köln 10,80 Euro. München verlangt sogar 17,30 Euro pro Quadratmeter im Median.

Auch die Kaufpreise von Immobilien in Bottrop sind gar nicht so günstig, wie so mancher vielleicht vermuten würde. Der Quadratmeter kostet hier laut Immowelt 1.700 Euro. In Dortmund ist es mit 1.730 Euro nur geringfügig mehr. In Duisburg ist die Immobilie dagegen schon für 1.290 Euro zu haben, in Oberhausen für 1.360 Euro und in Essen für 1.650 Euro. Herne liegt bei 1.270 Euro, Recklinghausen bei 1.450 Euro und Gelsenkirchen sogar bei 1.000 Euro.

Zum Vergleich: In Düsseldorf kostet der Quadratmeter 3.320 Euro, in Frankfurt 4.430 Euro und in München 7.140 Euro.

Kontaktdaten und Servicestellen in Bottrop

Sie wollen sich in Bottrop selbstständig machen, Ihre Steuererklärung abgeben oder Stellen in Bottrop suchen? Die wichtigsten Servicestellen hat Karrieresprung übersichtlich für Sie zusammengefasst:

  • Das Finanzamt Bottrop finden Sie hier.
  • Die IHK Nord Westfalen finden Sie hier.
  • Die Kreishandwerkerschaft Emscher-Lippe-West finden Sie hier.
  • Jobs in Bottrop finden Sie in unserer Jobbörse.
[Zuletzt aktualisiert: 10.09.2020, Bildnachweis: Peeradontax by Shutterstock.com]

Jobs in Herne: Aktuelle Stellenangebote, Gehälter, Mietpreise und Tipps

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Früher gab es elf Zechen in Herne und einen dreckigen Fluss. Heute nicht mehr – mit allen guten und schlechten Begleiterscheinungen. Die schlechte ist: Jobs in Herne sind nicht im Überfluss vorhanden. Die gute: Es gibt neue Jobs in Herne – in der Logistik, Chemie oder Gesundheitswirtschaft. Und natürlich auf einem der spektakulärsten Volksfeste Deutschlands…

Jobs Herne: Die Stadt

Herne wird von allen Seiten in die Zange genommen. Die Stadt hat nur eine sehr kleine Fläche, ist dafür mit ihren 160.000 Einwohnern dicht bevölkert. Recklinghausen im Norden, Bochum im Süden, Gelsenkirchen im Westen und Dortmund im Osten – da ist es schwer, sich seinen eigenen Platz zu erkämpfen.

Darum ist Herne im Rest der Republik nicht jedem ein Begriff. Kohle hat die Stadt groß gemacht – und in Zeiten des Wirtschaftswunders rußgeschwängert. Insgesamt elf Zechen haben das schwarze Gold aus dem Boden geholt. Ihre Namen sind Legende in Herne: Zeche Constantin, Friedrich der Große, Hannibal, Von der Heydt, Julia, Königsgrube, Mont-Cenis, Pluto, Shamrock, Teutoburgia und Unser Fritz.

Heute ist man bestrebt, den ehemals verseuchten Flusslauf der Emscher aufwändig wieder zu renaturieren. Was viele nicht für möglich gehalten hätten: Herne verfügt über ein schmuckes Wasserschloss im Renaissance-Stil: das Schloss Strünkede im nördlichen Stadtteil Baukau. Grün ist auch der Stadtteil Gysenberg, in den die Herner sonntags gerne pilgern.

Das Herner Highlight im Jahreskalender ist die Cranger Kirmes. Sie zählt zu den größten Volksfesten Deutschlands, kann es locker mit Cannstatter Wasen, Bremer Freimarkt oder Hamburger Dom aufnehmen.

Jobs in Herne: Der Arbeitsmarkt

Herne ist eine typische Ruhrgebietsstadt – mit einer für Ruhrgebietsstädte typisch hohen Arbeitslosenquote. 12,6 Prozent der Herner sind offiziell arbeitslos gemeldet. Das liegt weit über dem Landesdurchschnitt von Nordrhein-Westfalen von 8,2 Prozent (Stand: August 2020).

Im Revier-Ranking aber trägt Herne keineswegs die rote Laterne. In Duisburg liegt die Arbeitslosenquote bei 13,0 Prozent, in Gelsenkirchen sogar bei 16,2 Prozent. Auch Dortmund mit 12,2 Prozent und Essen mit 11,8 Prozent stehen nur geringfügig besser da als Herne.

Freie Jobs in Herne gibt es zum Beispiel für:

Stellenangebote Herne: Einstiegsgehälter und Gehaltsniveaus

Das Durchschnittsgehalt in Nordrhein-Westfalen liegt laut Gehaltsplattform gehalt.de bei 45.360 Euro brutto pro Jahr. In vier Bundesländern ist es höher, nämlich in Hessen, Baden-Württemberg, Hamburg und Bayern. Spitzenreiter im Ranking ist Hessen mit 51.000 Euro, Schlusslicht ist Mecklenburg-Vorpommern mit 34.000 Euro.

Wer nach der Uni in den Beruf einsteigt, kommt in Nordrhein-Westfalen auf ein durchschnittliches Jahresgehalt von 46.513 Euro. Nach der Ausbildung fängt man mit 31.020 Euro an.

Fach- und Führungskräfte verdienen in Nordrhein-Westfalen laut Stepstone-Gehaltsreport 2020 durchschnittlich 58.815 Euro brutto pro Jahr. Die Xing-Gehaltsstudie 2019 geht sogar von 71.913 Euro aus.

Speziell in Herne ist das Gehaltsniveau moderat. Ein Arbeitnehmer mit Vollzeitstelle in Herne kommt auf 3.295 Euro brutto im Monat. Diesen Medianwert hat die Bundesagentur für Arbeit ermittelt. Damit liegt Herne über dem gesamtdeutschen Wert von 3.209 Euro.

In den Nachbarstädten sind die Gehälter zum Teil deutlich höher. So können Vollzeitarbeitnehmer in Essen mit 3.451 Euro brutto rechnen, in Duisburg mit 3.467 Euro und in Mülheim an der Ruhr sogar mit 3.523 Euro. Dortmunder verdienen 3.315 Euro. In der unteren Hälfte der Gehaltsskala liegen Städte wie Oberhausen (3.272 Euro), Gelsenkirchen (3.242 Euro), Bottrop (3.149 Euro) und Recklinghausen (3.127 Euro).

Hier finden Sie alle Einstiegsgehälter 2020 und die Gehaltstabelle für Ihren Beruf.

Wichtige Arbeitgeber in Herne

Hier winken Jobs in Herne – das sind die wichtigsten Arbeitgeber in Herne:

  • Vulkan Gruppe (Maschinenbau)
  • Schwing GmbH (Betonpumpen)
  • Evonik Degussa (Chemie)
  • Heitkamp Erd- und Straßenbau (Bauunternehmen)
  • Enexio (Anlagenbau)
  • Isap AG (IT-Dienstleistungen)
  • Data Field Marktforschung Feldservice
  • Smilde Bakery (Lebensmittel)
  • Fleischhauer Halbach Group (Datenträger)
  • Rku it (IT-Dienstleistungen)
  • Steag (Heizkraftwerk)
  • Ineos (Chemie)
  • UPS (Logistik)
  • Sanacorp Pharmahandel
  • Phoenix Pharmahandel
  • Anton Graf GmbH (Touristik)
  • BüchnerBarella Assekuranzmakler
  • Omexom Hochspannung GmbH (Energie)
  • Nevaris Bausoftware
  • Kelvion Machine Cooling Systems (Maschinenbau)
  • Herner Sparkasse (Finanzen)
  • NWB Verlag
  • Bäckerei Brinker
  • Elias GmbH (Maschinenbau)
  • Stadt Herne (Verwaltung)
  • Stadtwerke Herne (Versorgung)
  • FOM Hochschule
  • Marienhospital Herne
  • Evangelisches Krankenhaus Herne
  • St. Anna-Hospital
  • Parkhotel Herne

Jobs Stadt Herne

jobs stadt herneDie Stadt Herne ist breit aufgestellt – und bildet Azubis in diesen Bereichen aus:

Darüber hinaus bietet die Stadt Praktika, duale Studiengänge, ein Freiwilliges Soziales Jahr, Stellen im Berufsfreiwilligendienst und Vorbehaltstellen für Soldaten an.

Jobs Herne: Karriereaussichten und Wirtschaft

Wer an das Ruhrgebiet denkt, denkt nicht zuerst an Herne. Als Zentrum fühlt sich die Stadt aber allemal. So wohnt angeblich jeder dritte Einwohner der Europäischen Union in einem Umkreis von 500 Kilometern.

Das sind gute Rahmenbedingungen für Logistikunternehmen. Große Märkte sind genauso vor der Haustür wie zahlreiche Autobahnanbindungen, Flughäfen, ein engmaschiges Eisenbahnnetz und ein großes Hafen- und Kanalsystem. Zehn Millionen potenzielle Kunden sind, so wird vorgerechnet, innerhalb von 60 Minuten erreichbar.

Insgesamt haben 5.000 Unternehmen Herne als Heimat ausgewählt. Vor allem in diesen Bereichen gibt es Jobs in Herne:

  • Gesundheitswirtschaft
  • Logistik
  • Maschinenbau
  • Chemie

Viele Herner arbeiten nicht vor Ort, sondern in einer der Nachbarstädte. Bochum, Dortmund, Gelsenkirchen, Recklinghausen und Essen sind nur wenige Minuten entfernt.

Das ist manchmal auch notwendig, denn Herne ist wahrlich kein Kraftprotz – nicht mal im Ruhrpott-Vergleich. Im Städteranking 2019 von IW Consult findet sich die Stadt auf dem vorletzten Platz wieder – auf Rang 70 von 71. Pluspunkte gab es nur für den relativ großen Anteil an wissensintensiven Dienstleistungen und die gute Breitbandversorgung.

Im Prognos-Zukunftsatlas 2019 landet Herne auf Position 357 von 401. In der Unterkategorie Arbeitsmarkt reicht es sogar nur zu Platz 389.

Jobs in Herne: Kosten, Lebenshaltung, Mietpreise

Herne ist ein Preiszwerg. Wer hier 50.000 Euro im Jahr verdient, müsste in München schon 85.000 Euro mit nach Hause nehmen, um den Lebensstandard zu halten. Das zeigt der Vergleichsrechner von Financescout24.

Den Unterschied machen vor allem die Mietpreise in Herne aus. In Herne zahlen Mieter für den Quadratmeter nach Immowelt-Angaben nur 6,30 Euro im Median (Stand: 1. Quartal 2020). Damit unterbietet Herne die ohnehin schon tiefen Preise im Ruhrgebiet. In Oberhausen und Duisburg beträgt der Medianpreis ebenfalls 6,30 Euro pro Meter, in Mülheim an der Ruhr 7,00 Euro, in Essen 7,10 Euro, in Bochum 7,30 Euro und in Dortmund und 7,40 Euro. Nur Gelsenkirchen mit 5,80 Euro und Hagen mit 5,50 Euro sind noch billiger als Herne.

Preissprünge muss da in Kauf nehmen, wer ins Rheinland umzieht. Mieter zahlen in Düsseldorf 10,60 Euro und in Köln 10,80 Euro. Einsamer Spitzenreiter in Deutschland ist aber München. Die bayerische Landeshauptstadt ruft im Median 17,30 Euro pro Quadratmeter auf (Stand: 1. Quartal 2020).

Wer eine Immobilie in Herne kaufen will, legt 1.270 Euro pro Quadratmeter auf den Tisch. Von 2017 bis 2018 sind die Kaufpreise laut Immowelt lediglich um ein Prozent gestiegen. In Gelsenkirchen wuchsen sie im gleichen Zeitraum um zehn Prozent – auf jetzt 1.000 Euro pro Quadratmeter.

In Essen kostet das Eigenheim 1.650 Euro pro Meter, in Dortmund 1.730 Euro und in Mülheim an der Ruhr sogar 2.030 Euro. Duisburg spielt mit 1.290 Euro in derselben Liga wie Herne. Weiter südlich in Düsseldorf werden dagegen 3.320 Euro aufgerufen, in Köln 3.230 Euro. München liegt bei 7.140 Euro pro Meter – das ist einsame Spitze in Deutschland.

Kontaktdaten und Servicestellen in Herne

Sie wollen sich in Herne selbstständig machen, Ihre Steuererklärung abgeben oder Jobs in Herne suchen? Die wichtigsten Servicestellen hat Karrieresprung übersichtlich für Sie zusammengefasst:

  • Das Finanzamt Herne finden Sie hier.
  • Die Agentur für Arbeit Herne finden Sie hier.
  • Die IHK Mittleres Ruhrgebiet finden Sie hier.
  • Die Kreishandwerkerschaft Herne finden Sie hier.
  • Unterstützung für Existenzgründer finden Sie hier.
  • Jobs in Herne finden Sie in unserer Jobbörse.
[Zuletzt aktualisiert: 10.09.2020, Bildnachweis: Tobias Arhelger by Shutterstock.com]

Jobs in Mülheim an der Ruhr: Aktuelle Stellenangebote, Gehälter und Infos

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Mülheim an der Ruhr ist die Handelsmetropole im Ruhrgebiet. Hier haben zwei der größten deutschen Handelskonzerne ihren Sitz. Die Gehälter sind hoch, die Mieten weniger. Von allen Jobs in Mülheim an der Ruhr stammen 70 Prozent aus dem Dienstleistungsbereich. Mittlerweile gibt es hier sogar eine Hochschule…

Jobs Mülheim an der Ruhr: Die Stadt

Mülheim an der Ruhr ist ein Sonderling im Revier. Die Stadt war die erste im Pott, die ganz ohne Bergwerk dastand. Schon Mitte der 60er Jahre schloss die Zeche Rosenblumendelle. Seitdem ist die alte Leder- und Montanstadt das Handelszentrum im Ruhrgebiet. Mit Aldi Süd und Tengelmann haben zwei Handelsriesen ihren Sitz in Mülheim an der Ruhr.

Den Außenseiter-Status kultiviert auch Helge Schneider. Der schrullige Comedian ist einer der populärsten Mülheimer. Und auch sportlich gehen die Mülheimer ihre eigenen Wege. Aushängeschild ist ein Hockey-Klub. Uhlenhorst Mülheim ist mit 17 Titeln deutscher Rekordmeister und im Hockey das, was Bayern München im Fußball ist.

Mülheim gilt als die attraktivste Stadt im Ruhrgebiet. Für eine Revier-Stadt ist sie erstaunlich grün. Es gibt hier Wiesen, Wälder und sogar Moore. Ein Highlight ist das Aquarius-Wassermuseum am Schloss Styrum. Oder die Galopprennbahn gleich nebenan. Abgeschiedenheit findet man im Kloster Saarn im Süden der Stadt.

Im noblen Uhlenhorst im Osten Mülheims residieren die Wohlhabenden. Idyllisch ist es auch in Selbeck im Süden. Als gute Wohnlagen gelten außerdem Broich und Heißen.

Jobs in Mülheim an der Ruhr: Der Arbeitsmarkt

Die Stadt steht glänzend da – wenn man sie mit ihren Nachbarn vergleicht.

Die Arbeitslosenquote in Mülheim an der Ruhr liegt bei 9,1 Prozent (Stand: August 2020). Das ist deutlich weniger als in Oberhausen (11,5 Prozent), Duisburg (13,0 Prozent), Gelsenkirchen (16,2 Prozent), Essen (11,8 Prozent), Dortmund (12,2 Prozent), Krefeld (11,8 Prozent) oder Hagen (12,6 Prozent). In all diesen benachbarten Städten ist die Quote zweistellig.

Einige Kilometer weiter südlich ist die Situation besser. In Düsseldorf gibt es „nur“ 8,5 Prozent Arbeitslose, in Bonn sogar nur 8,2 Prozent (Stand: August 2020).

Die Chance, einen Job in Mülheim an der Ruhr zu ergattern, steigen eher als dass sie sinken. Beispiel Stadtverwaltung: In den nächsten zehn Jahren werden Medienberichten zufolge 40 Prozent der Mitarbeiter in den Ruhestand gehen.

Jobs Mülheim: Einstiegsgehälter und Gehaltsniveaus

Ein Arbeitnehmer mit sozialversicherungspflichtigem Vollzeitjob in Mülheim an der Ruhr verdient 3.523 Euro brutto im Monat. Auf diesen Wert kommt die Bundesagentur für Arbeit. Dabei handelt es sich um den Median. Die eine Hälfte der Beschäftigten verdient mehr, die andere weniger.

Im Vergleich steht Mülheim damit sehr gut da. Im benachbarten Oberhausen beträgt das Mediangehalt nur 3.272 Euro. Auch in Duisburg, Essen, Krefeld, Mönchengladbach und Wuppertal liegt das Gehaltsgefüge unter dem Mülheimer. Der Vergleichswert für ganz Deutschland beträgt 3.209 Euro. Auch den schlägt Mülheim an der Ruhr locker.

Insgesamt ist das Lohnniveau in Nordrhein-Westfalen durchschnittlich. So liegt das Durchschnittsgehalt in NRW laut gehalt.de bei 45.360 Euro brutto im Jahr. Spitzenreiter Hessen kommt auf 51.345 Euro, Schlusslicht Mecklenburg-Vorpommern auf 34.155 Euro. Nach der Uni steigen Absolventen in Nordrhein-Westfalen mit durchschnittlich 46.513 Euro ins Berufsleben ein, nach der Ausbildung mit 31.020 Euro.

Fach- und Führungskräfte verdienen in Nordrhein-Westfalen laut Stepstone-Gehaltsreport 2020 im Schnitt 58.815 Euro brutto im Jahr. Demnach sind die Gehälter nur in Hessen, Bayern, Baden-Württemberg und Hamburg höher als im bevölkerungsreichsten Bundesland.

Hier finden Sie alle Einstiegsgehälter 2020.

Wichtige Arbeitgeber in Mülheim an der Ruhr

Die größten Namen Mülheims sind Aldi und Tengelmann. Auch Siemens ist mit einem Werk vertreten und bildet 1.200 Azubis und duale Studierende aus. Mülheim gilt als weltweit fortschrittlichster Standort für die Konstruktion und Produktion von Gasturbinen, Dampfturbinen und Generatoren für Kraftwerke.

Hier winken Jobs in Mülheim an der Ruhr – das sind die wichtigsten Arbeitgeber Mülheims:

  • Aldi Süd (Einzelhandel)
  • Tengelmann-Gruppe (Einzelhandel)
  • Brenntag (Chemiehandel)
  • Max-Planck-Institut für Kohlenforschung (Forschungsinstitut)
  • Max-Planck-Institut für Chemische Energiekonversion (Forschungsinstitut)
  • IWW Zentrum Wasser (Forschungsinstitut)
  • Zenith GmbH (Beratungsunternehmen)
  • Siemens AG Energy Sector (Energie)
  • Salzgitter Mannesmann Grobblech GmbH (Stahl)
  • Europipe (Pipelines)
  • Thyssen Schachtbau (Bergbau)
  • ThyssenKrupp Presta Mülheim (Automotive)
  • Friedrich-Wilhelms-Hütte (Stahl)
  • AON (Versicherungen)
  • RWW Rheinisch-Westfälische Wasserwerksgesellschaft (Versorgung)
  • medl Mülheimer Energiedienstleistung (Versorgung)
  • MEG Mülheimer Entsorgungsgesellschaft (Versorgung)
  • Theodor-Fliedner-Stiftung (Alten- und Krankenpflege)
  • Contilia Gruppe (St. Marien-Hospital)
  • Ategris (Evangelisches Krankenhaus)
  • Radio Mülheim (Medien)
  • Sparkasse Mülheim an der Ruhr (Finanzen)
  • Metro Deutschland (Großhandel)
  • Vesuvius (Graphit)
  • Agiplan (Unternehmensberatung)
  • Ancofer Stahlhandel
  • DHC Solvent Chemie
  • Aon Jauch und Hübener (Versicherung)
  • Baustoffzentrum Wilhelm Harbecke (Handel)
  • Döbbe Bäckereien
  • Easy Software AG (IT-Dienstleister)
  • Elomech Elektroanlagen
  • Gerstel (Automatisierungstechnik)
  • Turck-Gruppe (Automatisierungstechnik)
  • iSam AG (Automatisierungstechnik)
  • Harke Gruppe (Chemie)
  • Menerga (Klimatechnik)
  • Oryx Stainless AG (Rohstoffhandel/Recycling)
  • Pfeifer Drako Drahtseilwerk
  • PVS Rhein-Ruhr (Medizinischer Abrechnungsdienst)
  • Schauenburg Gruppe (Technologie)
  • Schloss-Quelle Mellis (Getränke)
  • Seton AutoLeather (Automotive)
  • Siebtechnik (Maschinenbau)
  • TAS Mülheim (Call Center)
  • Vallourec (Stahl)
  • Weerulin (Stahl)
  • Werner Pumpen (Maschinenbau)
  • Vollmergruppe (Sicherheit)

Jobs in Mülheim: Karriereaussichten und Wirtschaft

Der Strukturwandel ist in Mülheim an der Ruhr in vollem Gange. Von 1982 bis 2016 war der Anteil der Beschäftigten im Dienstleistungssektor von 45 Prozent auf 70 Prozent gestiegen. Auch der Bruttowertschöpfungsanteil des Service-Sektors wuchs stetig – von 56 Prozent 1980 auf 74 Prozent im Jahr 2015.

Mülheim an der Ruhr ist heute vor allem eine Stadt des Handels. Drei große Handelsunternehmen haben hier ihren Sitz: Aldi, die Tengelmann-Gruppe und Brenntag, Weltmarktführer im Chemiehandel. Jeder sechste Arbeitsplatz ist im Groß- und Einzelhandel verortet. Daneben schafft das Gesundheits- und Sozialwesen die meisten Jobs in Mülheim an der Ruhr.

Eine Universität kann Mülheim zwar nicht aufweisen. Ein gar nicht so kleiner Forschungsstandort ist die Stadt aber sehr wohl. Es gibt zwei Max-Planck-Institute, das Wasserforschungsinstitut IWW Zentrum Wasser und seit einigen Jahren auch die Hochschule Ruhr West. Die staatliche Fachhochschule, die auch in Bottrop vertreten ist, hat vor allem ingenieurwissenschaftliche Studiengänge im Angebot.

Im Städteranking 2019 des Beratungsunternehmens IW Consult landete Mülheim an der Ruhr auf Platz 47 von 71 untersuchten Großstädten in Deutschland. Damit war Mülheim immerhin die Nummer eins im Ruhrgebiet. Essen (54.), Dortmund (59.), Bochum (60.), Hagen (64.), Bottrop (65.), Hamm (66.), Oberhausen (67.), Duisburg (68.), Herne (70.) und Gelsenkirchen (71.) landeten allesamt hinter Mülheim.

Im Prognos-Zukunftsatlas 2019 reichte es für Mülheim an der Ruhr zu einem soliden Rang 241 von 401 Regionen und Städten in Deutschland. In der Unterkategorie Arbeitsmarkt schrammte man auf Position 108 sogar nur knapp an den Top 100 vorbei.

Jobs bei Aldi Süd

jobs in muelheim an der ruhr aldi suedDer Name Aldi ist wirklich JEDEM in Deutschland ein Begriff. In der Zentrale von Aldi Süd gibt es unter anderem diese Jobs in Mülheim an der Ruhr:

Aktuelle Stellenangebote bei Aldi Süd in Mülheim an der Ruhr finden Sie in unserer Jobbörse oder auf der Karriereseite von Aldi Süd.

Jobs in Mülheim an der Ruhr: Kosten, Lebenshaltung, Mietpreise

Mülheim an der Ruhr ist nicht zu verwechseln mit dem Kölner Stadtteil Mülheim. Eigentlich kann man es auch gar nicht verwechseln: Ein Blick auf die Mietkosten genügt.

In Mülheim an der Ruhr müssen Mieter nach Immowelt-Angaben durchschnittlich 7,00 Euro für den Quadratmeter aufbringen. In Köln sind es 10,80 Euro (Stand: 1. Quartal 2020).

2009 lagen die Mieten in der Ruhrgebietsstadt sogar noch bei 5,20 Euro. In den folgenden zehn Jahren stiegen sie um 31 Prozent. In Köln gingen sie zeitgleich um 34 Prozent nach oben, in Hamburg um 42 Prozent, in München um 61 Prozent und in Berlin sogar um 104 Prozent.

Im direkten Nachbarschaftsduell aber ist Mülheim an der Ruhr keineswegs billig. Mieter müssen hier tiefer in die Tasche greifen als in Oberhausen und Duisburg (je 6,30 Euro). Das ungleich größere Essen ist nur minimal teurer (7,10 Euro).

Bei den Kaufpreisen für Immobilien hat Mülheim derweil die 2.000-Euro-Marke überschritten. Von 2017 bis 2018 stiegen die Kaufpreise für eine Immobilie in Mülheim an der Ruhr laut Immowelt von 1.900 Euro auf 2.030 Euro pro Quadratmeter – ein Preissprung von sieben Prozent.

Der Traum vom Eigenheim ist in Mülheim wesentlich schwieriger zu verwirklichen als in Oberhausen (1.360 Euro), Duisburg (1.290 Euro) und Essen (1.650 Euro). In Köln und Düsseldorf dagegen werden 3.200 bis 3.300 Euro pro Quadratmeter veranschlagt.

Kontaktdaten und Servicestellen

Sie wollen sich in Mülheim an der Ruhr selbstständig machen, Ihre Steuererklärung abgeben oder Jobs in Mülheim an der Ruhr suchen? Die wichtigsten Servicestellen hat Karrieresprung übersichtlich für Sie zusammengefasst. Hier gibt’s Jobs in in Mülheim an der Ruhr:

  • Ihr Finanzamt Mülheim an der Ruhr finden Sie hier.
  • Die IHK Ruhr finden Sie hier.
  • Die Kreishandwerkerschaft Mülheim an der Ruhr-Oberhausen finden Sie hier.
  • Jobs in Mülheim an der Ruhr finden Sie in unserer Jobbörse.
[Zuletzt aktualisiert: 08.09.2020, Bildnachweis: Tumarkin Igor_ITPS by Shutterstock.com]

Jobs in Gelsenkirchen: Aktuelle Stellenangebote auf Schalke

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Jobs in Gelsenkirchen sind fast so selten wie Schalker Meisterschaften in den letzten 50 Jahren. Spaß beiseite: Die Stadt im Ruhrgebiet hat unbestritten nicht den besten Ruf. Die Zechen sind verschwunden, die Arbeitslosigkeit ist hoch. Doch kann auf dem Schalker Humus durchaus wieder Großes wachsen. Die Breitbandversorgung in Gelsenkirchen ist erstklassig, die Lage ebenso. Das weiß auch ein großer Möbelkonzern, dessen Zentrale direkt neben der Schalke-Arena steht…

Jobs Gelsenkirchen: Die Stadt

Wenn es so etwas wie ein Gegenstück zu München gibt, dann ist es Gelsenkirchen. Vom bajuwarischen Glanz und Gloria ist man im Pott meilenweit entfernt – nicht nur geographisch.

Gelsenkirchen pflegt sein Malocher-Image bis heute. Die letzte Zeche der Stadt schloss 2018. Zu Hochzeiten waren 14 Zechen mit insgesamt 70 Schächten in Betrieb. Wirklich bewältigt hat die Stadt den Übergang ins Dienstleistungszeitalter aber noch nicht.

Wenn der heiß geliebte FC Schalke 04 spielt, brodelt das Stadion und der Rest Gelsenkirchens steht still. Ohnehin ist die Arena auf Schalke das wohl beliebteste Ausflugsziel. Hier sind auch Biathleten oder Schlagersänger regelmäßig zu Gast.

Ein gutes Image hat Gelsenkirchen nicht. Dabei kann man auch hier wunderbar leben. Zum Beispiel in Erle, Buer, Bulmke-Hülen, Rotthausen oder Horst. Zu den schlechteren Ecken der Stadt zählen Straßenzüge von Schalke, Bismarck, Neustadt und Ückendorf.

Jobs in Gelsenkirchen: Der Arbeitsmarkt

Von der Vollbeschäftigung ist man in Gelsenkirchen meilenweit entfernt. Über 21.000 Gelsenkirchener sind ohne Arbeit – über 16.000 davon sitzen im Hartz IV-System fest. Die Arbeitslosenquote in Gelsenkirchen liegt bei gesalzenen 16,2 Prozent (Stand: August 2020).

Damit ist sie fast doppelt so hoch wie in Nordrhein-Westfalen. In ganz NRW beträgt die Arbeitslosenquote 8,2 Prozent.

Sogar im Ruhrpott-Vergleich hinkt Gelsenkirchen hinterher. So steht die Arbeitslosigkeit in Duisburg bei 13,0 Prozent, in Dortmund bei 12,2 Prozent, in Essen bei 11,8 Prozent, in Oberhausen bei 11,5 Prozent und in Bochum „nur“ bei 10,2 Prozent (Stand: August 2020).

Freie Jobs in Gelsenkirchen gibt es insbesondere im Bereich Gesundheit, Soziales, Lehre, Erziehung, zum Beispiel für Altenpfleger, Krankenpfleger, Krankenschwestern, Lehrer, Erzieher, Kindergärtner, Heilpädagogen, Sozialassistenten oder Sozialarbeiter.

Stellenangebote Gelsenkirchen: Einstiegsgehälter und Gehaltsniveaus

Der Arbeitsmarkt glänzt nicht golden in Gelsenkirchen. Aber wenn man eine Stelle gefunden hat, verdient man keineswegs schlecht. So liegt das Gehalt einer Vollzeitstelle in der Stadt laut Bundesagentur für Arbeit bei 3.242 Euro brutto monatlich – und damit sogar über dem gesamtdeutschen Referenzwert von 3.209 Euro.

Dabei handelt es sich um den Median. Eine Hälfte der Vollzeitarbeitnehmer liegt darüber, die andere Hälfte darunter.

Zum Vergleich: In Dortmund verdienen Vollzeitbeschäftigte 3.315 Euro, in Bochum 3.273 Euro und in Essen 3.451 Euro. Enteilt ist lediglich Düsseldorf im Süden mit 3.882 Euro.

Das Durchschnittsgehalt in Nordrhein-Westfalen liegt laut Gehaltsplattform gehalt.de bei 45.360 Euro brutto im Jahr. In Hessen verdient man mit durchschnittlich 51.345 Euro am meisten, in Mecklenburg-Vorpommern mit 34.155 Euro am wenigsten.

Das Einstiegsgehalt für Uni-Absolventen liegt in NRW bei durchschnittlich 46.513 Euro. Auszubildende fangen nach der Lehre mit 31.020 Euro an.

Laut Stepstone-Gehaltsreport 2020 kommen Fach- und Führungskräfte in Nordrhein-Westfalen auf 58.815 Euro brutto im Jahr.

Hier finden Sie alle Einstiegsgehälter 2020.

Wichtige Arbeitgeber in Gelsenkirchen

Hier winken Jobs in Gelsenkirchen – das sind die wichtigsten Arbeitgeber in Gelsenkirchen:

  • Roller GmbH (Möbel)
  • Aalberts Industries (Industrieprodukte)
  • ZF Gelsenkirchen (Automotive)
  • Uniper (Energieversorgung)
  • St. Augustinus Gelsenkirchen (Erziehung, Gesundheit, Pflege)
  • Voigt und Schweitzer (Stahl)
  • Gelsenwasser AG (Wasserversorgung)
  • Landesbetrieb Straßenbau NRW
  • Pilkington AG (Glashersteller)
  • Amevida (Callcenter)
  • ZGS Bildungs-GmbH (Nachhilfeanbieter)
  • Schülerhilfe GmbH (Nachhilfeanbieter)
  • Atos IT (IT-Dienstleister)
  • Emscher Lippe Energie GmbH (Versorgung)
  • Tempora Personalservice
  • GHH Fahrzeuge (Fahrzeugbau)
  • Wessel Gruppe (Reha, Pflege)
  • Wowi Maschinen-, Vorrichtungsbau und Handhabungstechnik
  • Krankenhaus Bergmannsheil Gelsenkirchen-Buer
  • BP Gelsenkirchen (Erdölraffinerie)
  • Küppersbusch Hausgeräte GmbH
  • Loxx Holding (Logistik)
  • Masterflex (Kunststoff)
  • Müller’s Mühle (Nahrungsmittel)
  • Norres Schlauchtechnik
  • Radio Emscher Lippe
  • FC Schalke 04 (Sport)
  • Sozialwerk St. Georg (soziale Dienstleistungen)
  • Sparkasse Gelsenkirchen
  • Stölting Service Group (Personaldienstleistungen)
  • Verkehrsverbund Rhein-Ruhr
  • Volksbank Ruhr Mitte
  • Hegmanns AG (Ingenieurdienstleistungen)
  • GeKita (Kinderbetreuung)

Jobs Roller Gelsenkirchen

Jobs Roller GelsenkirchenÜberregional bekannt ist die Möbelkette Roller. Die Firmenzentrale steht direkt neben der Schalke-Arena. Roller ist einer der größten Arbeitgeber in Gelsenkirchen und beschäftigt unter anderem:

Jobs Gelsenkirchen: Karriereaussichten und Wirtschaft

Gut geht es Gelsenkirchen wirtschaftlich nicht. Die Stadt ist ein Sorgenkind. Im Städteranking 2019 von IW Consult belegte Gelsenkirchen Rang 71 und damit den letzten Platz – genauso wie im Vorjahresranking.

Vor allem der Arbeitsmarkt bereitet Kummer. Die Stadt hat viele Hartz IV-Empfänger, ältere Arbeitslose, jüngere Arbeitslose und Schulabgänger ohne Abschluss. Zu wenige Frauen arbeiten, zu wenige Jugendliche machen Abitur und zu wenige Arbeitsplätze geben Perspektive.

Doch das muss nicht so bleiben. Die Breitbandversorgung ist in Gelsenkirchen sehr gut, seit 2018 ist die Stadt eine „Digitale Modellkommune“. Die Nähe zu Forschungsinstituten und Hochschulen ist vorhanden, auch als Logistikstandort bietet sich Gelsenkirchen an. Es ist im Prinzip alles da, was man braucht, um wirtschaftlich auf die Beine zu kommen.

Diese Fokusbranchen hat Gelsenkirchen hauptsächlich im Blick:

  • Chemie
  • Gesundheit
  • Kreativwirtschaft
  • Metall
  • Einzelhandel
  • Innovative Dienstleistungen
  • Logistik
  • Zukunftsenergien

8.000 Beschäftige arbeiten in der Metallbranche. Das ist ein Drittel aller Beschäftigten im produzierenden Gewerbe. Besonders viele Jobs in Gelsenkirchen schafft das Gesundheitswesen. 22 Prozent aller Beschäftigten arbeiten in Krankenhäusern, Pflegeheimen, Praxen oder für Pflegedienste.

Schalke 04 als Arbeitgeber

jobs schalke 04 stellenangeboteSchalke 04 ist das Aushängeschild Gelsenkirchens. Zugleich ist der Traditionsverein im Laufe der Jahre zu einem ausgewachsenen Wirtschaftsunternehmen geworden und mittlerweile einer der wichtigsten Arbeitgeber in Gelsenkirchen. In Diensten von Schalke 04 stehen keineswegs nur die Bundesliga-Kicker und Trainer, sondern zum Beispiel auch:

Jobs Gelsenkirchen: Kosten, Lebenshaltung, Mietpreise

Jobs in Gelsenkirchen gibt es nicht im Überfluss. Möglichkeiten zum Sparen aber gibt es reichlich. Das fängt bei der Miete an. Die Mietpreise in Gelsenkirchen für Bestandswohnungen liegen nach Immowelt-Angaben bei 5,80 Euro pro Quadratmeter (Stand: 1. Quartal 2020).

Deutschlandweit gibt es nur sehr wenige Städte mit einem günstigeren Mietpreisniveau. Dazu zählen zum Beispiel Chemnitz im Osten (5,20 Euro), Bremerhaven im Norden (5,30 Euro) und Hagen im Westen (5,50 Euro). Auf einen Wert von weniger als fünf Euro pro Quadratmeter kommt aber keine einzige der 81 von Immowelt untersuchten Großstädten in Deutschland.

Das war vor zehn Jahren anders. Im Jahr 2009 lag das Mietniveau in Gelsenkirchen tatsächlich noch bei 4,70 Euro pro Quadratmeter. Der Anstieg auf 5,60 Euro bis 2019 bedeutet eine Preissteigerung von 19 Prozent über zehn Jahre. In Dortmund gingen die Mietpreise im gleichen Zeitraum um 37 Prozent nach oben – auf jetzt 7,00 Euro pro Quadratmeter.

Noch besser sind die Konditionen für Käufer. Der Kaufpreis für eine Immobilie in Gelsenkirchen liegt laut Immowelt bei exakt 1.000 Euro pro Quadratmeter. Von 80 untersuchten deutschen Großstädten ist Gelsenkirchen damit das Schnäppchenparadies Nummer eins. Nicht mal Chemnitz (1.060 Euro) und Bremerhaven (1.170 Euro) können diesen Preis brechen.

Andere Ruhrgebietsstädte wie Essen, Dortmund und Bochum liegen bei 1.600 bis 1.700 Euro. In Süddeutschland werden pro Quadratmeter gut und gerne 4.000 Euro fällig, in München sogar über 7.000 Euro.

Davon profitieren auch Studenten, die zur Miete wohnen. Eine 30 Quadratmeter große Wohnung kostet im Ruhrgebiet laut IW-Studentenwohnpreisindex 2018 nur 280 Euro. In Köln ist sie für 431 Euro zu haben, in Frankfurt für 499 Euro. Im Vergleich von 18 Städten liegt das Ruhrgebiet inklusive Gelsenkirchen damit auf Position 16 – nur in Leipzig und Magdeburg wohnen Studenten noch günstiger.

Kontaktdaten und Servicestellen in Gelsenkirchen

Sie wollen sich in Gelsenkirchen selbstständig machen, Ihre Steuererklärung abgeben oder Jobs in Gelsenkirchen suchen? Die wichtigsten Servicestellen hat Karrieresprung übersichtlich für Sie zusammengefasst:

  • Das Finanzamt Gelsenkirchen finden Sie hier.
  • Das Integrationscenter für Arbeit Gelsenkirchen finden Sie hier.
  • Die IHK Nord-Westfalen in Gelsenkirchen finden Sie hier.
  • Die Kreishandwerkerschaft Emscher-Lippe-West finden Sie hier.
  • Jobs in Gelsenkirchen finden Sie in unserer Jobbörse.
[Zuletzt aktualisiert: 08.09.2020, Bildnachweis: Peeradontax by Shutterstock.com]

Jobs in Oberhausen: Aktuelle Stellenangebote, Gehälter, Mietpreise

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In Oberhausen begann das Ruhrgebiet seinen industriellen Siegeszug. Heute zieht die Stadt vor allem Shopping- und Feierwütige an. Jobs in Oberhausen offerieren Musical-Theater und Aquarien, Kneipen und Modeketten. Aber auch die Schwerindustrie ist noch nicht gänzlich verschwunden. Und ein Geheimtipp für Pendler ist Oberhausen ohnehin…

Jobs Oberhausen: Die Stadt

Vor allem auf junge Leute wirkt Oberhausen anziehend. Die 210.000-Einwohner-Stadt beherbergt mit dem Centro das größte Einkaufszentrum Deutschlands. In die König-Pilsener-Arena kommt früher oder später jeder Rock- und Popstar, der etwas auf sich hält. Im Sea-Life-Aquarium gibt es Meerestiere zu bestaunen, im Legoland kleine Bauklötzchen. Und abends geht es dann mit der Clique in die Turbinenhalle, die angesagte Eventhalle der Stadt.

Auch in der Vergangenheit setzte Oberhausen Trends. Mitte des 18. Jahrhunderts eröffnete die Eisenhütte St. Antony, die allererste im Ruhrgebiet. Darum ist nicht etwa Gelsenkirchen oder Essen die „Wiege der Ruhrindustrie“, sondern Oberhausen.

Von den alten Zeiten zeugt die Arbeitersiedlung Eisenheim. Sie gilt als die älteste im Revier und wurde längst unter Denkmalschutz gestellt. Ein Industriedenkmal der besonderen Art ist das Gasometer Oberhausen. Der ehemalige Gasbehälter ist fast 120 Meter hoch und dient heute als Aussichtsplattform – vor allem aber als imposante Ausstellungshalle.

Doch ist die Welt in Oberhausen keineswegs in bester Ordnung. Die Stadt hat mit einem gigantischen Haushaltsdefizit zu kämpfen, zählt zu Deutschlands Schuldenkönigen. Und das Stadtzentrum ist nach der Eröffnung der Neuen Mitte, in der sich das Centro niederließ, größtenteils verödet. In die Innenstadt verirrt man sich nur noch zu besondern Anlässen. Dazu zählen die Internationalen Kurzfilmtage, die in der altehrwürdigen Lichtburg gefeiert werden.

Wer eine Wohnung in Oberhausen sucht, sollte sich in Alstaden, Styrum und Alt-Oberhausen umschauen. Die City-West rund um die Bebelstraße gilt hingegen als problematisch.

Jobs in Oberhausen: Der Arbeitsmarkt

Oberhausen ist eines der Sorgenkinder im Ruhrpott. Das lässt sich schon an den nackten Zahlen ablesen. Im August 2020 lag die Arbeitslosenquote in der 210.000-Einwohner-Stadt bei 11,5 Prozent. Ein Jahr zuvor waren es nur 10 Prozent.

Damit zählt Oberhausen zu den (wenigen) Großstädten Deutschlands, die eine zweistellige Arbeitslosenquote zu bewältigen haben. Dazu gehören auch die Nachbarn Dortmund (12,2 Prozent), Essen (11,8 Prozent), Duisburg (13,0 Prozent) oder Gelsenkirchen (16,2 Prozent). Von den Städten im Ruhrgebiet stehen hauptsächlich Bochum (10,2 Prozent), Mülheim an der Ruhr (9,1 Prozent) und Bottrop (8,8 Prozent) besser da als Oberhausen.

Viele freie Jobs in Oberhausen gibt es laut Arbeitsagentur in der Verkehrs-, Logistik-, Schutz- und Sicherheitsbranche sowie im Bereich Produktion und Fertigung.

Jobs Oberhausen: Einstiegsgehälter und Gehaltsniveaus

In Nordrhein-Westfalen beträgt das Durchschnittsgehalt laut gehalt.de 45.360 Euro pro Jahr. Das entspricht ungefähr dem deutschen Durchschnitt.

Allerdings ist das Durchschnittsgehalt nur in vier Bundesländern höher als in NRW: Hessen, Baden-Württemberg, Hamburg und Bayern. In den restlichen elf Bundesländern liegen die Gehälter darunter. Insgesamt reicht die Spanne von 51.000 Euro in Hessen bis 34.000 Euro in Mecklenburg-Vorpommern.

Nach der Hochschule steigt man in Nordrhein-Westfalen mit 46.513 Euro in den Job ein, nach einer Ausbildung mit 31.020 Euro.

Fach- und Führungskräfte kommen in Nordrhein-Westfalen laut Stepstone-Gehaltsreport 2020 auf 58.815 Euro brutto jährlich im Schnitt. Im vergangenen Jahr betrug der Wert laut Stepstone-Gehaltsreport 2019 noch 58.846 Euro. Auch in diesem Ranking liegt NRW auf Platz fünf hinter Hessen, Bayern, Baden-Württemberg und Hamburg. Die Xing-Gehaltsstudie 2019 geht sogar von einem durchschnittlichen Jahressalär von 71.913 Euro für Fach- und Führungskräfte in Nordrhein-Westfalen aus.

Eine Vollzeitstelle in Oberhausen bringt ein monatliches Gehalt von 3.272 Euro brutto ein. Das ist der Medianwert, den die Bundesagentur für Arbeit berechnet hat. Der Wert für ganz Deutschland beträgt 3.209 Euro.

In den größeren Städten des Ruhrgebiets ist das Gehaltsniveau höher als in Oberhausen. In Essen liegt das Medianeinkommen bei 3.451 Euro, in Duisburg bei 3.467 Euro und in Mülheim an der Ruhr sogar bei 3.523 Euro. Dortmund kommt auf 3.315 Euro. Dafür lässt Oberhausen immerhin Gelsenkirchen (3.242 Euro), Bottrop (3.149 Euro) und Recklinghausen (3.127 Euro) hinter sich.

Wichtige Arbeitgeber in Oberhausen

Hier winken Stellenangebote in Oberhausen – das sind die wichtigsten Arbeitgeber in Oberhausen:

  • MAN Energy Solutions (Maschinenbau)
  • Kodi (Discounter)
  • Bilfinger Engineering and Technologies (Anlagenbau)
  • ThyssenKrupp Millservices (Industriedienstleistungen)
  • Oxea (Chemie)
  • Gutehoffnungshütte Radsatz (Maschinenbau)
  • Imerys Metalcasting (Baustoffe)
  • Lenord und Bauer (Bewegungssensorik)
  • Hilti Deutschland Logistik
  • Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT
  • LVR-Industriemuseum
  • Ruhr Tourismus (Touristeninformation)
  • Amevida (Call Center)
  • Actief Personalmanagement (Zeitarbeit)
  • Edeka Rhein-Ruhr (Logistik)
  • Durstexpress (Lieferdienst)
  • Stadt Oberhausen
  • Centro Oberhausen (Einkaufszentrum)
  • Stadtsparkasse Oberhausen (Finanzen)
  • Stoag Stadtwerke Oberhausen (Versorgung)
  • SB Möbel Boss (Einzelhandel)
  • Gewa-Gebäudereinigung
  • Ameos-Kliniken (Gesundheit)
  • Horsthemke (Bäckerei)
  • Ingersoll Rand (Mischkonzern)
  • Immeo Wohnen (Immobilien)
  • OGM Oberhausener Gebäudemanagement
  • Comvendo (Call Center)
  • OQ Chemicals (Chemie)
  • SMG Entertainment (Eventagentur)
  • Benq (Elektronik)
  • Contact (Kommunikationsagentur)
  • MH und P Consulting (Unternehmensberatung)
  • De Vries und Partners (Eventmanagement)
  • Assoverlag (Medien)
  • Athena Verlag (Medien)
  • Verlag Nicole Schmenk (Medien)

Stellenangebote Oberhausen Centro

stellenangebote oberhausen centro jobsDas Einkaufszentrum Centro Oberhausen ist einer der wichtigsten Arbeitgeber der Stadt. Hier gibt es unter anderem freie Stellen für:

  • Filialleiter/Store Manager
  • Verkäufer
  • Lagermitarbeiter
  • Kundenberater
  • Küchenhilfe
  • Servicekräfte
  • Stylist
  • Aushilfen
  • Teilzeitkräfte und Minijobber
  • Studentische Hilfskräfte

Hier gibt es alle Tipps für Ihre Bewerbung als Aushilfe und Ihre Bewerbung für Minijob.

Jobs Oberhausen: Karriereaussichten und Wirtschaft

Oberhausen ist die Wiege der Ruhrindustrie. Erz, Kohle und Stahl haben die Stadt – und das ganze Ruhrgebiet – in ein wirtschaftliches Kraftzentrum verwandelt. Das ist Geschichte. 47.000 Arbeitsplätze gingen im Bergbau und in der Schwerindustrie allein in Oberhausen verloren.

Die Gegenwart hat ein neues Kraftzentrum. Es heißt Neue Mitte und ist Standort eines gigantisch großen Einkaufszentrums namens Centro. 1996 eröffnete das Centro auf dem Gelände des ehemaligen Hütten- und Walzwerkes von Thyssen.

Auf 120.000 Quadratmetern findet man über 200 Geschäfte, draußen auf der Promenade weitere Cafés, Kneipen, Restaurants, ein Kino, Sealife-Aquarium, Lego-Park, Hotels, Musical-Theater, einen Businesspark mit Büroarbeitsplätzen und die Arena, eine der modernsten Veranstaltungshallen Deutschlands. Mehrere Millionen Besucher lockt die Neue Mitte jährlich nach Angaben der Stadt an, Tausende Arbeitsplätze hangen daran.

Zu den überregional bekannteren Unternehmen zählt Haushaltswaren-Discounter Kodi, der seine Zentrale in Oberhausen hat. Kodi beschäftigt hier unter anderem:

Trotzdem: Oberhausen hat den Strukturwandel noch lange nicht gemeistert. Im Städteranking 2019 von IW Consult landete die Stadt auf Platz 67 von 71 – eine Verbesserung um einen Platz im Vergleich zum Vorjahresranking. Im Prognos-Zukunftsatlas 2019 reichte es nur zu Position 378 von 401 Regionen. Am besten schnitt Oberhausen noch in der Unterkategorie Arbeitsmarkt ab – mit Platz 294.

Jobs Oberhausen: Kosten, Lebenshaltung, Mietpreise

Die kleinen Preise sind Oberhausens großer Vorteil. Die Stadt ist günstiger als ihre Nachbarn. Wer hier wohnt, kommt angesichts der geringen Entfernungen im Pott trotzdem schnell überall hin.

Laut Immowelt stiegen die Mietpreise in Oberhausen zwischen 2009 und 2019 nur um 22 Prozent. Im Jahr 2009 lag die Medianmiete noch bei 5,10 Euro pro Quadratmeter, 2019 bei immer noch moderaten 6,20 Euro. Zum Vergleich: In Berlin zogen die Mietpreise im selben Zeitraum um 104 Prozent an – von 5,60 Euro auf nunmehr 11,40 Euro.

In Essen und Dortmund zahlt man 7,00 Euro pro Quadratmeter, in Bochum 6,90 Euro, in Mülheim an der Ruhr 6,80 Euro. Duisburg liegt mit 6,10 Euro gleichauf, Gelsenkirchen mit 5,60 Euro darunter.

Die Preise im Pott sind kein Vergleich zu denen im Rheinland. In Düsseldorf zahlen Mieter 10,30 Euro, in Köln 10,60 Euro und in Leverkusen 8,00 Euro.

Käufer einer Immobilie müssen in Oberhausen 1.360 Euro pro Quadratmeter hinblättern. Auch das ist kostengünstiger als in den Nachbarstädten. In Essen verlangt man pro Meter 1.650 Euro, in Dortmund 1.730 Euro und in Mülheim an der Ruhr sogar 2.030 Euro. In Duisburg sind es nur 1.290 Euro, in Gelsenkirchen runde 1.000 Euro.

Im Rheinland haben auch die Kaufpreise eine ganz andere Dimension. So kostet der Quadratmeter in Düsseldorf 3.320 Euro und in Köln 3.230 Euro. Bundesweiter Spitzenreiter ist München mit schier unvorstellbaren 7.140 Euro pro Meter.

Kontaktdaten und Servicestellen in Oberhausen

Sie wollen sich in Oberhausen selbstständig machen, Ihre Steuererklärung abgeben oder Jobs in Oberhausen suchen? Die wichtigsten Servicestellen hat Karrieresprung übersichtlich für Sie zusammengefasst:

  • Ihr Finanzamt in Oberhausen finden Sie hier.
  • Die IHK Ruhr finden Sie hier.
  • Die Kreishandwerkerschaft Mülheim an der Ruhr – Oberhausen finden Sie hier.
  • Unterstützung für Existenzgründer in Oberhausen finden Sie hier.
  • Jobs in Oberhausen finden Sie in unserer Jobbörse.
[Bildnachweis: Peeradontax by Shutterstock.com]

Praktika im Lebenslauf: Beispiele, Tipps und die optimale Anzahl

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Praktika im Lebenslauf sind vor allem für Berufsanfänger und junge Beschäftigte wichtig. Sie füllen den Lebenslauf mit Berufserfahrung, wo sonst nur gähnende Leere wäre. Bewerber sollten sich aber genau überlegen, welche Praktika sie in ihren Lebenslauf aufnehmen. Denn manche passen wunderbar zur angestrebten Stelle, andere dagegen geben sogar Minuspunkte. Und dann kommt es noch darauf an, mit welchen Formulierungen Sie Ihre Praktikumserfahrungen umschreiben. So bringen Sie Ihre Praktika im Lebenslauf perfekt unter…

Praktika im Lebenslauf: Auswahl

Praktika im Lebenslauf zahlen auf Ihr Punktekonto als Bewerber ein. Sie zeigen dem Personaler, dass Sie…

  • (erste) Berufserfahrung gesammelt haben
  • einen Bezug oder eine Affinität zur jeweiligen Branche haben
  • engagiert und lernwillig sind
  • erste Netzwerke geknüpft haben
  • über den Tellerrand geblickt haben

Aber: Nehmen Sie in Ihren Lebenslauf möglichst nur die Praktika und Hospitationen auf, die für die angestrebte Stelle relevant sind. Wenn ein Praktikum überhaupt keine Anknüpfungspunkte aufweist, dann lassen Sie es lieber weg.

Angenommen, Sie bewerben sich als Eventmanager. In diesem Fall stehen Ihnen Praktika gut zu Gesicht, die belegen, dass Sie schon einmal eine Veranstaltung oder ein Projekt organisiert haben. Je stärker die Verbindungslinie, desto besser.

Darüber hinaus sind auch Praktika wertvoll, die eine indirekte Aussage machen. Durch ein Auslandspraktikum weisen Sie zum Beispiel soziale und interkulturelle Kompetenzen nach – das ist in fast jedem Job ein Pluspunkt.

Grundsätzlich gilt: Je jünger Sie sind und je weniger Berufserfahrung Sie haben, desto wichtiger sind Praktika im Lebenslauf.

Als Schul- oder Hochschulabsolvent nehmen Sie im Zweifel ALLE Praktika und Hospitationen in den Lebenslauf auf, die Sie bis dato absolviert haben – also auch diejenigen, die nur wenige Bezugspunkte zum angestrebten Job haben. Für Sie geht es zunächst einmal darum zu zeigen, dass Sie überhaupt schon Berufs- und Arbeitserfahrung sammeln konnten.

Besonders wichtig sind Praktika im Lebenslauf für…

  • Schüler
  • Auszubildende
  • Studierende
  • Absolventen
  • Berufsanfänger
  • Young Professionals
  • Schul- und Hochschulabbrecher
  • Quereinsteiger
  • Arbeitsuchende
  • Langzeitarbeitslose

Mit zunehmender Berufserfahrung werden Praktika im Lebenslauf immer unwichtiger. Wer schon zehn Jahre Berufserfahrung auf dem Buckel und verschiedene Positionen innehatte, lässt die Praktika im Lebenslauf komplett weg. Hilfreich können sie allenfalls sein, um mögliche Lücken im Lebenslauf zu schließen.

Praktika Lebenslauf: Tipps

Wenn Sie Praktika im Lebenslauf platzieren, dann muss sie der Empfänger auch finden – logisch. Entweder, Sie nehmen einen eigenen Abschnitt mit dem Titel Praktika in Ihre Bewerbung auf oder Sie führen die Praktika in der Rubrik Berufserfahrungen mit den anderen beruflichen Stationen zusammen.

Praktika und Hospitationen gehören im Lebenslauf NICHT in die Rubrik Hobbys, Interessen oder Sonstiges. Nebenbei bemerkt: Die Kategorie Sonstiges ist ohnehin vollkommen überflüssig. Und auch für ehrenamtliche Aktivitäten nehmen Sie besser einen eigenen Abschnitt auf und verstecken diese nicht unter Sonstiges.

Sie sollten sich klar machen, dass die meisten Personaler einen Lebenslauf nicht gewissenhaft von oben nach unten durchgehen, sondern lediglich schnell mit dem Auge abscannen. Oft übernehmen auch IT-Systeme und Algorithmen einen Teil der Vorarbeit. So werden vorab Bewerber ausgesiebt, die die Mindestvoraussetzungen nicht erfüllen. Daher sollte der Abschnitt Berufserfahrungen bei Ihnen nicht gähnend leer sein – sonst landen Sie mit erhöhter Wahrscheinlichkeit auf dem Aussortiert-Stapel.

Machen Sie Ihre Praktika im Lebenslauf daher sichtbar. Dazu gehören gute Beschreibungen. Diese Fragen sollten Sie beantworten:

  • In welchem Zeitraum haben Sie das Praktikum absolviert?
  • Welche Tätigkeiten haben Sie im Rahmen des Praktikums übernommen?
  • Was haben Sie erreicht oder bewirkt?
  • Welche Fähigkeiten konnten Sie erwerben oder verbessern?

Am besten, Sie arbeiten obige Fragen wie eine Checkliste bei jedem Praktikum ab. So gewinnen Ihre Praktika im Lebenslauf einen echten Mehrwert. Denn das ist wichtig: Wenn der Personaler keinen Sinn oder Nutzen in einem Praktikum erkennt, nützt es Ihnen in der Bewerbung herzlich wenig.

Praktika im Lebenslauf weglassen

Wie viele Praktika sind im Lebenslauf sinnvoll?

Es kommt auf Ihre Ausgangssituation an. Als frisch gebackener Hochschulabsolvent oder Berufseinsteiger ist Ihnen nahezu jedes Mittel recht, um Berufserfahrungen und praktische Kompetenzen zu demonstrieren. Auf absolvierte Praktika können Sie da kaum verzichten. Im Zweifel nehmen Sie alle Praktika und Hospitationen, die Sie während der Schule oder des Studiums abgeleistet haben, in Ihre Bewerbung auf.

ZU VIELE sollten es aber wiederum auch nicht sein. Ein Student mit zehn Praktika im Lebenslauf erweckt womöglich den Eindruck, es überall versucht, aber nirgendwo einen Tür in die Fuß bekommen zu haben.

Und noch ein Tipp: Sollten Sie über eine ausreichende Zahl an Praktika verfügen, dann können Sie problemlos diejenigen weglassen, für die Sie nur ein mäßiges bis schwaches Praktikumszeugnis bekommen haben. Schwache Noten im Arbeitszeugnis entwerten es, bringen Ihnen mehr Nachteile als Vorteile. Weglassen!

Für Bewerber mit Berufserfahrung lautet das Credo: Nehmen Sie lediglich die Praktika auf, die einen relevanten Stellenbezug haben. Ansonsten können Sie sich diese Maxime merken: Mehr als drei oder vier Praktika im Lebenslauf sollten es nicht sein.

Warum nicht? Sie wollen doch schließlich nicht als ewiger Praktikant abgestempelt werden. Zu viele Praktika suggerieren, dass es für eine „richtige Stelle“ bislang nicht gereicht hat oder dass Sie sich diese selbst (noch) nicht zutrauen. Sie treten nicht als großes Talent auf, sondern wirken eher wie ein Wasserträger auf Wanderschaft. Außerdem sollte ein Lebenslauf nicht länger sein als zwei DIN A4-Seiten. Sie haben also gar keinen Platz, um ein großes Potpourri an Praktika auszubreiten.

Sie können/sollten Praktika im Lebenslauf weglassen, wenn…

  • es sich um uralte Praktika handelt, die sie vor etlichen Jahren absolviert haben
  • Sie dafür ein Praktikumszeugnis mit einer mäßigen bis schwachen Note erhalten haben
  • es sich um einen dubiosen und unseriösen Arbeitgeber handelte, dessen schlechter Ruf auf Sie abfärben würde
  • es belanglose ein- oder zweiwöchige Praktika ohne jeden Mehrwert waren

Praktika ganz weglassen können Berufserfahrene mit einer Berufserfahrung von zehn Jahren oder mehr und Bewerber, die sich auf eine Führungsposition bewerben. Ein Manager-Kandidat, der ein altes Praktikum in der Bewerbung aufführt, würde tatsächlich nur Stirnrunzeln verursachen…

Praktika Lebenslauf: Formulierungen

Ein Praktikum umschreiben Sie im Lebenslauf so wie andere berufliche Stationen auch. Im tabellarischen Lebenslauf ist das Muster MM/JJJJ – MM/JJJJ in der linken Spalte und der Inhalt in der rechten Spalte vorgesehen.

Hier ein Beispiel:

04/2018 – 07/2018 Praktikum bei der PR AG im Bereich Öffentlichkeitsarbeit,
                                    Betreuung der Pressevertreter
                                    Konzeption und Durchführung einer PR-Kampagne

Genereller Tipp: Übertreiben Sie es nicht, bleiben Sie bei der Wahrheit. Ein bisschen Schönfärberei ist erlaubt und auch empfehlenswert. Aber lügen Sie bitte nicht. Erfahrene Personaler werden schnell misstrauisch und haken im Vorstellungsgespräch nach. Wenn Sie dann keine Antwort wissen, sind Sie möglicherweise als Lügner enttarnt – und den Job los.

Sie sollten sich vorab überlegen, wie Sie Ihr Praktikum gewinnbringend einsetzen könnten. Wie haben Sie durch Ihre Tätigkeiten zum Unternehmenserfolg beigetragen? Das müssen keine riesigen Durchbrüche sein, auch Erfolge im Kleinen sind es wert, erwähnt zu werden.

Versuchen Sie präzise und positiv zu beschreiben, was Sie eigentlich genau gemacht haben. Das ist eine Kunst für sich. Wer sie beherrscht, sammelt im Personalbüro Punkte.
Suchen Sie sich starke Wörter aus, die Ihr Praktikum beschreiben und nach Möglichkeit auch noch zur neuen Stelle passen. Dies erfordert Zeit und Hirnschmalz, ist die Mühe aber wert.

Verwenden sie aktive Formulierungen statt passive – wenn es geht, immer! Wer die Produktionskette organisiert und nicht nur überwacht hat, verwandelt sich vom passiven Phlegmatiker in einen Macher.

In die richtigen Formulierungen sollten Sie Energie investieren. Sie entscheiden über Wohl und Wehe Ihrer Bewerbung mit. Nicht nur für Praktika, auch für Nebentätigkeiten und Minijobs sollten Sie angemessene Begriffe finden. Es versteht sich ja zum Beispiel von selbst, dass Sie während Ihrer Studienzeit nicht gekellnert haben. Sie haben als Servicefachkraft in der Gastronomie wertvolle Erfahrungen gesammelt.

Und noch ein Tipp: Passen Sie Ihr Vokabular – wenn möglich – an die jeweilige Branche an. Streuen Sie Fachbegriffe ein. Wenn es sein muss, sogar denglische. Das macht Ihren Lebenslauf passgenau und Sie gleich viel kompetenter…

Hier kommen mehrere Beispiele…

Praktika im Lebenslauf: Beispiele

4 Beispiele – so können Sie Ihre Praktika im Lebenslauf beschreiben:

  1. Praktikum im Call Center

    Sie haben ein Praktikum in einem Call-Center absolviert. Nun wollen Sie die Referenz nutzen, um einen Anschlussjob im Vertrieb zu ergattern.

    In Ihrem Lebenslauf steht nicht:
    Annahme von Telefonaten

    In Ihrem Lebenslauf steht:
    Kundenbetreuung, Kundenmanagement, Inbound- und Outbound-Marketing

  2. Praktika als Social Media Manager

    Sie haben während des Praktikums den Instagram-Account eines kleinen Familienbetriebs betreut. Ihr Traum wäre es, weiterhin in den Medien zu arbeiten – in der PR oder als Social Media Manager. Wenn Sie sich daraufhin für ein weiteres Praktikum, Volontariat oder Traineeship im Medienbranche bewerben, dann steht…

    in Ihrem Lebenslauf nicht:
    Pflege der Instagram-Seite

    In Ihrem Lebenslauf steht:
    Social Media Management, Redaktion, Content Curation und Community Management

  3. Praktikum als Designer

    Sie haben ein Praktikum in einem kleinen Familienunternehmen absolviert. Dabei haben Sie Flyer und Plakate gebastelt. Die Erfahrung wollen Sie nutzen, um sich einen Job in der Mediengestaltung zu sichern.

    In Ihrem Lebenslauf steht nicht:
    Gestaltung eines Plakats und Flyers

    In Ihrem Lebenslauf steht:
    Konzeption, Gestaltung und Realisierung von Werbemitteln

  4. Praktikum als Eventmanager

    Sie waren in der Oberstufe im Abiball-Komitee und haben die große Abi-Fete organisiert. Nun peilen Sie einen Job im Event-Management an.

    In Ihrem Lebenslauf steht nicht:
    Organisation einer Party

    In Ihrem Lebenslauf steht:
    Konzeption, Planung und Durchführung von größeren Schulveranstaltungen (z.B. Abiball 2019)

Dabei handelt es sich natürlich nur um Beispiele. Sie sollten bei der Wahrheit bleiben, sich aber nicht unter Wert verkaufen. Die richtige Wortwahl sorgt dafür, dass Ihnen das nicht passiert.

Praktika im Vorstellungsgespräch erklären

Praktika ersetzen Berufserfahrung – gerade bei jungen Bewerbern. Sie helfen Ihnen im besten Fall, die erste Hürde zu nehmen und zum Bewerbungsgespräch durchzusprinten.

Doch um die Wurst geht es jetzt erst. Und darauf sollten Sie vorbereitet sein. Je prominenter der Platz, den Praktika in Ihrem Lebenslauf einnehmen, desto größer die Wahrscheinlichkeit, das der Personaler Sie im Vorstellungsgespräch nach Ihren Erfahrungen befragt.

Darum sollten Sie vorher ein paar Gedanken an Ihre möglichen Antworten verschwenden. Diese Fragen helfen Ihnen dabei:

  • Welche Erfahrungen habe ich in meinen Praktika gesammelt, die mir im angestrebten Job helfen würden?
  • Welche Kompetenzen und Skills habe ich ganz konkret verbessert?
  • Wie habe ich mich persönlich weiterentwickelt?
  • Welches Ereignis hat mich besonders geprägt?
  • Welche Lehren habe ich daraus gezogen?

Dabei können sie ruhig ins Detail gehen und im Jobinterview ein oder zwei Anekdoten zum Besten geben. Je detailreicher, desto glaubwürdiger. Viel Erfolg!

[Bildnachweis: ESB Professional by Shutterstock.com]

Jobs in Dortmund: Aktuelle Stellenangebote und alle Infos

Jobs in Dortmund Vollzeit Teilzeit Quereinsteiger

Bei Dortmund denkt man an Bier und Borussia. Doch gibt es hier neben Brauereien und Stadion noch andere schöne Orte, die entdeckt werden wollen. Und es gibt Jobs in Dortmund, die dem Image der Arbeiterstadt so gar nicht gerecht werden. So finden Sie Jobs in Dortmund

Jobs Dortmund: Die Stadt

Dortmund ist die Stadt mit dem größten Bevölkerungswachstum im Ruhrgebiet. Bis 2025 soll die Bevölkerung um 5,1 Prozent wachsen – das ist umso erstaunlicher, weil fast alle Nachbarstädte schrumpfen. Hagen, Bottrop und Unna verlieren allesamt je über acht Prozent ihrer Bevölkerung. Außer Dortmund wächst im Revier voraussichtlich nur Essen.

Das Wahrzeichen der Stadt ist das Dortmunder U, ein von einer Brauerei errichtetes Hochhaus. Andere sagen, es sei die Gelbe Wand im Westfalenstadion. Tatsächlich soll der ruhmreiche BVB für manchen Anhänger ein Grund sein, ganz nach Dortmund zu ziehen.

Die zwei Enden des Spektrums bilden die Gartenstadt im Dortmunder Osten und die Nordstadt. In der Gartenstadt kann man an schicken Villen und Häuschen entlangspazieren, bis man an der Galopprennbahn wieder herauskommt. Die Nordstadt dagegen hat sich ihren Ruf als Drogenumschlagplatz mühsam erarbeitet. Sie gilt mittlerweile als einer der Crime-Hotspots im ganzen Land.

Dortmund liegt günstig. Das Ruhrgebiet im Westen, das Rheinland im Süden, das Sauerland im Osten und das Münsterland im Norden. Für die Freizeitplanung der Dortmunder bietet das reichlich Optionen…

Jobs in Dortmund: Der Arbeitsmarkt

Im Oktober 2018 war die Arbeitslosenquote in Dortmund unter die magische Zehn-Prozent-Schwelle gerutscht. Im November 2019 lag sie noch immer bei 9,9 Prozent – einem für Dortmund sehr soliden Wert. Eine einstellige Arbeitslosenquote war hier noch vor wenigen Jahren völlig undenkbar.

Seitdem klettert sie aber wieder nach oben. Im Juli 2020 waren bereits 38.290 Dortmunder offiziell ohne Arbeit. Dies entspricht einer Arbeitslosenquote von 12,0 Prozent.

Die meisten Jobs in Dortmund gibt es in diesen Wirtschaftsbereichen. Hier arbeiten die Dortmunder:

  • Öffentliche Verwaltung, Erziehung, Unterricht, Gesundheits- und Sozialwesen: 115.700
  • Handel, Gastgewerbe, Verkehr, Information und Kommunikation: 92.100
  • Finanz-, Versicherungs- und Unternehmensdienstleister, Grundstücks- und Wohnungswesen: 73.100
  • Produzierendes Gewerbe: 47.500
  • Land- und Forstwirtschaft, Fischerei: 300

[Quelle: Wirtschaftsdaten 2020, IHK Dortmund]

Jobs Dortmund: Einstiegsgehälter und Gehaltsniveaus

Mit Jobs in Dortmund verdient man gar nicht so übel. Das Medianeinkommen für Arbeitnehmer, die in Dortmund arbeiten, liegt laut Bundesagentur für Arbeit bei 3.315 Euro brutto pro Monat.

Zum Vergleich: In Köln sind es 3.696 Euro, in Düsseldorf sogar 3.882 Euro. Im Ruhrpott-Vergleich steht Dortmund deutlich besser da. Essen kommt zwar noch auf 3.451 Euro, aber Bochum nur auf 3.273 Euro, Oberhausen auf 3.272 Euro, Gelsenkirchen auf 3.242 Euro und Bottrop sogar nur auf 3.149 Euro. Das Medianeinkommen bei den in Dortmund wohnhaften Arbeitnehmern (die auch außerhalb der Stadt ihren Arbeitsplatz haben können) liegt bei 3.224 Euro.

Erstaunlich: Das Gehaltsniveau für IT-Führungskräfte in Dortmund liegt laut Kienbaum-Vergütungsreport 2018 bei 107 Prozent des bundesweiten Durchschnitts – und damit sogar noch vor jenem in Stuttgart, Nürnberg oder Hamburg.

Laut Stepstone-Gehaltsreport 2020 verdienen Fach- und Führungskräfte in Nordrhein-Westfalen 58.815 Euro brutto jährlich im Schnitt. Nur in Hessen, Bayern, Baden-Württemberg und Hamburg sind die Gehälter höher.

Wichtige Arbeitgeber in Dortmund

Hier winken Jobs in Dortmund. Das sind die größten und wichtigsten Arbeitgeber in Dortmund:

  • DEW21 Dortmunder Energie- und Wasserversorgung
  • DSW21 Dortmunder Stadtwerke
  • Verizon Deutschland (Telekommunikation)
  • Elmos Semiconductor (Halbleiterhersteller)
  • Peag Holding (Transfergesellschaft)
  • EDG Entsorgung
  • Kath. St.-Johannes-Gesellschaft (Pflege)
  • Continentale (Versicherung)
  • Klinikum Dortmund (Gesundheit)
  • Klinikum Westfalen (Gesundheit)
  • Caritas-Altenhilfe Dortmund (Pflege)
  • Arvato Direct Services (IT-Dienstleister)
  • Städtische Seniorenheime Dortmund (Pflege)
  • Wilo (Pumpenhersteller)
  • Medienhaus Lensing
  • Amprion (Übertragungsnetzbetreiber)
  • RGM Facility Management
  • Borussia Dortmund (Sport)
  • Signal Iduna (Versicherungen)
  • Prokundo (Versicherungen)
  • KHC Westfalenhallen
  • Koch Personaldienstleistungen
  • Dula-Werke Dustmann (Innenausbau)
  • Objektcontrol Sicherheitsdienste Vogt
  • Transgas Flüssiggas Transport und Logistik
  • Thyssengas GmbH
  • Thyssenkrupp Rothe Erde (Maschinenbau)
  • Diakonische Pflege Dortmund
  • Luftfahrtgesellschaft Walter
  • Winkelmann Recycling
  • Givaudan Deutschland (Duftstoffe)
  • Werkstätten der Arbeiterwohlfahrt
  • Ebbinghaus Automobile
  • KHS Group (Maschinenbau)
  • AOK Nordwest (Gesundheit)
  • AWO Bezirksverband Westliches Westfalen (Wohlfahrt)
  • BFW Berufsförderungswerk Dortmund (Weiterbildung)
  • Dortmunder Volksbank
  • Sparkasse Dortmund (Finanzen)
  • Technische Universität Dortmund
  • Fachhochschule Dortmund
  • Materna Information and Communication (IT-Dienstleister)
  • Quinscape (IT-Dienstleister)
  • E-Spirit AG (IT-Dienstleister)
  • IHK Gesellschaft für Informationsverarbeitung (IT-Dienstleister)
  • Prismat (SAP-Berater)
  • Comline AG (IT-Dienstleister)
  • Dortmund Airport

Jobs Stadt Dortmund

jobs stadt dortmundJobs bei der Stadt Dortmund gibt es für Absolventen, Berufserfahrene Quereinsteiger oder Auszubildende. Zum Beispiel für:

Jobs in Dortmund: Karriereaussichten und Wirtschaft

Strukturwandel ist im Ruhrgebiet ein geflügeltes Wort. Auch Dortmund ist längst zu einer Service- und Dienstleistungsstadt geworden.

Das verarbeitende Gewerbe trägt im gesamten Ruhrgebiet 16,2 Prozent zur Bruttowertschöpfung bei. In Dortmund sind es nur 10,5 Prozent. Von 2007 bis 2016 wuchs der Dienstleistungsbereich in Dortmund um 27,6 Prozent. Höher war die Dynamik nur in Bochum, das im gleichen Zeitraum ein Plus von 33,6 Prozent aufwies.

Von rund 250.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in der Stadt Dortmund arbeiten nur knapp 44.000 im produzierenden Gewerbe (Stand: 31.12.2019).

Im Ruhrgebiet leben weniger Akademiker als in anderen Wirtschaftsregionen. Insgesamt stellen sie 13,2 Prozent der Bevölkerung. In Dortmund liegt die Quote aber leicht darüber – genauso wie in Essen und Bochum. Daran dürften die TU Dortmund und die Fachhochschule Dortmund ihren Anteil haben.

Und dennoch: Im Städteranking 2019 von IW Consult belegt Dortmund von 71 deutschen Großstädten nur Platz 59, verbesserte sich damit aber immerhin um drei Plätze im Vergleich zum Vorjahr. Auch liegt Dortmund vor den Revier-Rivalen Bochum (60.), Hagen (64.), Bottrop (65.), Hamm (66.), Oberhausen (67.), Duisburg (68.), Herne (70.) und Gelsenkirchen (71.). Nur Mülheim an der Ruhr (47.) und Essen (54.) landen vor Dortmund.

Lichtblicke: Die Technische Uni produziert viele MINT-Absolventen, von denen einige nach ihrem Abschluss der Stadt erhalten bleiben. Es werden zahlreiche Patente angemeldet, die Ingenieursquote in Dortmund ist hoch – und die Unternehmen sind für die Industrie 4.0 vergleichsweise gut aufgestellt.

Im Prognos-Zukunftsatlas 2019 sprang für Dortmund Platz 255 von 401 untersuchten Regionen in Deutschland heraus. In der Kategorie Arbeitsmarkt schaffte Dortmund mit Rang 97 sogar den Sprung unter die Top 100.

Jobs in Dortmund: Kosten, Lebenshaltung, Mietpreise

Der durchschnittliche Quadratmeterpreis in Dortmund liegt laut Immowelt zwischen 6,80 Euro und 8,60 Euro kalt – je nach Wohnungsgröße.

Demnach fielen die Mietsteigerungen in den vergangenen Jahren vergleichsweise moderat aus. 2011 musste man für Wohnungen mit einer Fläche von bis zu 120 Quadratmetern 5,30 Euro zahlen, 2017 waren es 6,60 Euro. Die Medianmiete stieg laut Immowelt von 5,10 euro im Jahr 2009 auf 7,00 Euro 2019.

Dass Dortmund eine günstige Adresse zum Wohnen ist, zeigt auch der IW-Studentenwohnpreisindex. Demnach kostet eine 30 Quadratmeter große Wohnung im Ruhrgebiet 280 Euro im Schnitt. Das ist günstiger als in Greifswald, Jena oder Kiel. In Frankfurt werden für eine vergleichbare Unterkunft 499 Euro fällig, in München sogar 635 Euro.

Die Postbank rät direkt zum Kauf einer Immobilie in Dortmund. Es gebe Regionen in Deutschland, in denen der durchschnittliche Kaufpreis bis zu fünf Prozent unter den örtlichen Mieten liege, rechnete die Bank im November 2018 vor. Das sei zum Beispiel in ländlichen Gebieten Ostdeutschlands der Fall – aber auch in Städten wie Göttingen, Leipzig und Dortmund.

Kontaktdaten und Servicestellen in Dortmund

Sie wollen sich in Dortmund selbstständig machen, Ihre Steuererklärung abgeben oder Jobs in Dortmund suchen? Die wichtigsten Servicestellen hat Karrieresprung übersichtlich für Sie zusammengefasst:

  • Ihr Finanzamt in Dortmund finden Sie hier.
  • Das Jobcenter Dortmund finden Sie hier.
  • Die IHK zu Dortmund finden Sie hier.
  • Die Handwerkskammer Dortmund finden Sie hier.
  • Aktuelle Stellenangebote in Dortmund finden Sie in unserer Jobbörse.
[Bildnachweis: Christian Mueller by Shutterstock.com]

Jobs in Essen: Aktuelle Stellenangebote und alle Infos

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Essen war schon immer ein Schwergewicht der deutschen Wirtschaft. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Eine reine Malocherstadt aber ist Essen nicht mehr. Fast jeder Fünfte Erwerbstätige hat einen Hochschulabschluss. So finden Sie Jobs in Essen

Jobs Essen: Die Stadt

Die Stadt Essen ist eine der ganz großen, alten Adressen der deutschen Industrie. Thyssenkrupp, RWE und Eon haben hier ihren Sitz. Noch immer sind fünf der 50 größten deutschen Unternehmen in der Ruhrstadt zuhause.

Doch droht Essen den Anschluss zu verlieren. Die Industrie-Dinosaurier kämpfen gegen den Lauf der Zeit, heuer ist die Stadt eher für Clan-Gewalt denn für wirtschaftliche Innovationen berühmt.

Essen droht zu einem Industriemuseum zu werden, über dem die altehrwürdige Villa Hügel im Süden thront. Die Zeche Zollverein im Nordosten ist bereits zum Industriedenkmal mutiert.

Trotzdem ist Essen eine wachsende Stadt. Bis 2025 soll die Einwohnerzahl laut Prognose der NRW Bank um 3,6 Prozent steigen. Damit ist Essen neben Dortmund die einzige Ruhrgebietsstadt mit einer wachsenden Bevölkerung.

Und ihre Einwohner sind noch immer vergleichsweise wohlhabend. Das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf beträgt in Essen 41.500 Euro. Zum Vergleich: In der kleinen Nachbarstadt Bottrop ist es mit 21.200 Euro gerade einmal die Hälfte. Wenn nur der negative Trend nicht wäre: So sank das BIP pro Kopf in Essen seit 2011 um 2,6 Prozent.

Essen ist eine zweigeteilte Stadt. Der Norden ist von sozialen Spannungen geprägt. Der Süden mit seinem Baldeneysee ist ein Schmuckkästchen und beliebte Wohngegend.

Jobs in Essen: Der Arbeitsmarkt

Das Ruhrgebiet ist das Sorgenkind Westdeutschlands. Daran hat auch die Stadt Essen ihren Anteil. Über 35.500 Essener waren im Juli 2020 arbeitslos. Ein Jahr zuvor waren es 30.800 Arbeitslose.

Die Arbeitslosenquote beträgt satte 11,7 Prozent. Zum Vergleich: Deutschlandweit liegt die Arbeitslosenquote bei 6,3 Prozent, in Nordrhein-Westfalen bei 8,1 Prozent (Stand: Juli 2020).

Auch die Unterbeschäftigungsquote in Essen befindet sich auf einem hohen Niveau – bei offiziell 15,3 Prozent. Das heißt konkret: Die Essener wollen mehr arbeiten, können aber nicht.

All dies bedeutet aber nicht, dass Stellensuchende in Essen nicht fündig würden. Im Gegenteil – angesichts zahlreicher großer Unternehmen und des fortschreitenden Strukturwandels gibt es längst nicht mehr nur Jobs in Essen für Arbeiter, sondern auch Perspektiven für Akademiker

Jobs Essen: Einstiegsgehälter und Gehaltsniveaus

Eine Faustregel lautet: Je größer das Unternehmen, desto höher die Gehälter. Für die Erwerbstätigen in Essen sind das eigentlich ganz wunderbare Aussichten. Immerhin sitzen hier einige der größten Unternehmen des ganzen Landes.

Auf der anderen Seite ist das Ruhrgebiet eine strukturschwache Region. Hohe Arbeitslosigkeit, vergleichsweise wenig Konkurrenz um Arbeitskräfte – das drückt die Löhne. Beispiel Ingenieure: Während Ingenieure in Stuttgart laut gehalt.de im Schnitt 81.640 Euro brutto pro Jahr verdienen, sind es in Essen lediglich 67.099 Euro. Essen rangiert im Städtevergleich weit hinten – sogar noch hinter Mannheim, Nürnberg, Hannover, Bielefeld und Paderborn.

Trotzdem können Fachkräfte mit Jobs in Essen gute Löhne erwarten. Laut Stepstone-Gehaltsreport 2020 verdient eine Fach- und Führungskraft in Nordrhein-Westfalen 58.815 Euro im Schnitt. Nur in Hessen, Bayern, Baden-Württemberg und Hamburg sind die Gehälter höher. Den nordrhein-westfälischen Schnitt heben vor allem die Städte – Köln, Düsseldorf, Bonn, Münster, aber eben auch Essen.

Die größten Arbeitgeber in Essen

Wer hätte das gedacht? Fünf der 50 größten Unternehmen Deutschlands kommen aus Essen. Darunter sind die zwei DAX-Konzerne RWE und Eon sowie Ex-DAX-Schwergewicht Thyssenkrupp.

Laut Essener Wirtschaftsförderungsgesellschaft sind zudem acht der 100 und 15 der 500 umsatzstärksten Firmen in Essen beheimatet – eine beeindruckende Quote. Zu den Essener Granden zählen auch Chemiehändler Brenntag AG, der im Oktober 2018 seine neue Firmenzentrale im Essener Grugacaree bezog, sowie Evonik und Hochtief.

Das sind die wichtigsten Unternehmen in Essen:

  • RWE
  • ThyssenKrupp
  • Eon
  • Innogy
  • Evonik
  • Hochtief
  • Brenntag
  • Aldi Nord
  • Schenker
  • Noweda
  • Deichmann
  • Steag
  • Karstadt
  • Medion
  • Funke Mediengruppe

Jobs in Essen bei RWE und Co.

jobs essen stellenSie träumen von einer Karriere bei RWE oder E.ON? Hier geht’s zu den Karriereseiten der Essener Konzerne:

Jobs in Essen bei RWE und Co. finden Sie auch hier bei Karrieresprung in unserer Jobbörse.

Jobs in Essen: Karriereaussichten und Wirtschaft

Essen ist noch immer eine Industriestadt. Laut Wirtschaftsförderungsgesellschaft sind 200 Industrieunternehmen und produzierende Handwerksbetriebe mit jeweils 20 und mehr Beschäftigten hier beheimatet. Das produzierende Gewerbe beschäftigt 44.100 Mitarbeiter, darunter sind rund 41.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte.

Daneben sind Gesundheit, IuK-Technologien, Energietechnik und Ressourceneffizienz wichtige Stützen der Stadt. Trotz seines industriellen Kerns ist Essen längst auch eine Dienstleistungsstadt. 86 Prozent der Erwerbstätigen haben einen Service-Job in Essen, nur knapp 14 Prozent arbeiten im produzierenden Gewerbe.

Essen profitiert von kurzen Wegen und einer bunten Hochschullandschaft. Neben der Universität Duisburg-Essen gibt es noch die private FOM Hochschule, die Private Kunsthochschule und die Folkwang Universität. Immerhin 17 Prozent der Beschäftigten in Essen haben einen Hochschulabschluss. Eine reine Arbeiterstadt ist Essen schon lange nicht mehr.

Auch werden nur noch 8,6 Prozent der Wertschöpfung nach Angaben der NRW Bank durch die Industrie generiert. Damit ist der Industrieanteil in Nordrhein-Westfalen nur in Bonn und Münster geringer. Während der Rest des Ruhrgebiets wenig produktiv ist, weisen einzig Essen und Duisburg eine überdurchschnittliche Produktivität auf – und einen ausgeprägten Erfindergeist.

So ist die Patentintensität in der Stadt Essen (174 Patente) verhältnismäßig hoch und wird nur von wenigen Teilregionen NRWs übertroffen. Zum Vergleich: In Oberhausen hat es zuletzt nur 17 Patente gegeben.

Jobs Stadt Essen

jobs stadt essenJobs bei der Stadt Essen gibt es auch für Quereinsteiger, Auszubildende und duale Studenten. Zum Beispiel für:

Weitere Infos zu Job- und Karrieremöglichkeiten bei der Stadt Essen finden Sie hier.

Jobs Essen: Kosten, Lebenshaltung, Mietpreise

Das Szene-Viertel Essens heißt Rüttenscheid. Cafés, Bars und Bio-Supermärkte prägen das Bild im südlichen Stadtteil. Zu einer Gentrifizierung ist es bislang aber nur in geringem Maßstab gekommen. Noch immer ist Rüttenscheid eine der beliebtesten Wohngegenden Essens.

Auch die Nähe zum schönen Baldeneysee ist ein Pluspunkt. Wer es sich leisten kann, zieht direkt ins noble Bredeney.

Generell ist Essen eine Stadt mit ausgeprägtem Nord-Süd-Gefälle. Der Norden gilt als sozialschwach, hier reiht sich ein sozialer Brennpunkt an den nächsten. Dem Essener Süden geht es deutlich besser. Viele Essener sprechen sogar schon von einer „geteilten Stadt“.

Die Mieten können daher auch sehr stark variieren. Insgesamt bewegt sich der Quadratmeterpreis für die Kaltmiete laut Immowelt in Essen zwischen sieben und acht Euro. Kostete der Quadratmeter in Essen im Jahr 2009 noch 5,50 Euro im Median, waren es 2019 schon 7,00 Euro. Der Preisanstieg betrug in diesem Zeitraum damit 27 Prozent.

Zum Vergleich: In Dortmund stieg die Medianmiete von 2009 bis 2019 um 37 Prozent auf 7,00 Euro pro Quadratmeter, in Bochum um 30 Prozent auf 6,90 Euro, in Duisburg um 22 Prozent auf 6,10 Euro und in Gelsenkirchen um 19 Prozent auf 5,60 Euro. In anderen Landesteilen sind die Mietpreise gleichwohl deutlich höher.

Kontaktdaten und Servicestellen in Essen

Sie wollen sich in Essen selbstständig machen, Ihre Steuererklärung abgeben oder Jobs in Essen suchen? Die wichtigsten Servicestellen hat Karrieresprung übersichtlich für Sie zusammengefasst:

  • Ihr Finanzamt in Essen finden Sie hier.
  • Die IHK Ruhr finden Sie hier.
  • Die Kreishandwerkerschaft Essen finden Sie hier.
  • Jobs in Essen finden Sie in unserer Jobbörse.
[Bildnachweis: A G Baxter by Shutterstock.com]

Vorstellungsgespräch Körpersprache: Die 10 größten Fehler

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Wie der Bewerber geht, guckt und gestikuliert – das ist oft noch wichtiger als das, was er im Vorstellungsgespräch sagt. Die Körpersprache gibt viele Geheimnisse über uns preis: Sie zeigt, ob wir nervös oder abgebrüht sind, offen oder verschlossen. Zumindest glauben das viele; Personalverantwortliche messen der Körpersprache eine große Bedeutung zu. Allein darum sollten Bewerber auf ihre Hände und Füße achten, auf Gestik und Mimik. Vorstellungsgespräch Körpersprache: Was gut ankommt – und was nicht…

Vorstellungsgespräch Körpersprache: Die 10 größten Fehler

Ein Bewerber, der im Vorstellungsgespräch zu jedem Zeitpunkt die richtigen Dinge sagt, kriegt den Job trotzdem nicht – wenn seine Körpersprache negativ auffällt.

Keine Angst: Ihre Gestik und Mimik müssen nicht perfekt oder makellos sein. Jeder wippt oder zappelt oder nestelt oder fuchtelt mal ungelenk herum – alles völlig normal. Aber der Gesamteindruck muss stimmen.

Sofern Ihre erratischen Bewegungen Überhand nehmen, wird Ihr Gegenüber denken: Was stimmt mit ihm oder ihr nicht? Zu den Gesten, die Personalern negativ auffallen, zählen laut einer Umfrage des US-Karriereportal Career Builder vor allem diese:

  1. Kein Blickkontakt aufnehmen

    Für 68 Prozent der befragten Recruiter ist fehlender Augenkontakt Lapsus Nummer eins. Für Bewerber gilt: Sie müssen Ihrem Gegenüber nicht wie hypnotisiert ununterbrochen in die Augen blicken, aber die meiste Zeit schon. Faustregel: Mindestens eine Sekunde den Augenkontakt halten, aber nicht länger als drei Sekunden. Blickkontakt steht für Offenheit und Selbstbewusstsein, fehlender Augenkontakt für das Gegenteil.

  2. Zu wenig lächeln

    38 Prozent der Personaler fehlt das Lächeln. Die Dosis macht das Gift. Wer nonstop grinst, wird nicht für voll genommen. Ab und zu sollten Sie aber lächeln, insbesondere bei der Begrüßung und der Verabschiedung. Lächeln macht Sie sympathisch.

  3. Auf dem Tisch mit etwas herumspielen

    Für 36 Prozent der Personaler keine gute Sache. Ob es sich um einen Kugelschreiber oder einen Ring oder etwas anderes handelt – spielen und fingern Sie während des Jobinterviews nicht herum. Ein Zeichen von Nervosität. Und es nervt!

  4. Herumzappeln

    32 Prozent der Befragten mögen es nicht, wenn der Bewerber auf seinem Stuhl herumzappelt. Starr und steif sollten Sie keineswegs dasitzen, aber nicht unentwegt von der linken auf die rechte Po-Backe rutschen oder ausufernde Bewegungen mit Ihrem ganzen Körper machen. Wirkt unsouverän.

  5. Schlechte Sitzhaltung einnehmen

    Für 31 Prozent der Personaler ein Ärgernis. Wer sich lustlos in den Stuhl hängt, zeigt mangelnden Respekt. Auch die breitbeinige Macker-Pose kommt nicht gut an. Ins Gegenteil sollten Sie aber auch nicht verfallen und wie ein Häufchen Elend mit herunterhängenden Schultern im Stuhl kauern. Besser: Aufrecht hinsetzen, dabei die gesamte Sitzfläche einnehmen, die Beine leicht nebeneinander stellen, Arme und Hände locker auf dem Tisch platzieren und den Körper leicht (!) vorlehnen. So wirken Sie interessiert und engagiert.

  6. Arme verschränken

    31 Prozent der Befragten mögen es nicht, wenn ein Bewerber die Arme vor der Brust verschränkt. Die Geste ist eine Abwehrhaltung, steht für Verschlossenheit und Unnahbarkeit, nicht für Offenheit und Neugier. Noch schlimmer sind indes Hände, die in den Hosentaschen oder hinter dem Rücken versteckt werden. Absolutes No-Go!

  7. Mit den Haaren spielen oder ins Gesicht fassen

    Für 26 Prozent der Befragten sind dies schlechte Gesten. In der Tat wissen viele Bewerber nicht, wohin mit ihren Händen. Eine Lösung ist es aber nicht, damit ständig in die Haare oder ins eigene Gesicht zu greifen. Deutet darauf hin, dass sich der Bewerber nicht im Griff hat und hypernervös ist. Kann sogar infantil wirken.

  8. Schlaff die Hand geben

    22 Prozent der Personaler verabscheuen einen laschen Händedruck. Er ruiniert nicht nur den ersten, sondern oft den gesamten Eindruck. Ein fester Händedruck ist insbesondere auch für Frauen wichtig. Deutet auf Durchsetzungsfähigkeit hin und drückt Respekt aus.

  9. Zu wild herumfuchteln

    13 Prozent stehen nicht auf wilde Gesten. Dabei ist es generell ratsam, die eigenen Argumente mit Handgesten zu untermauern. Rotieren und gestikulieren Sie während des Vorstellungsgesprächs lieber mit Ihren Händen, als Sie stocksteif im Schoß zu versenken. Zu hektisch und übertrieben sollte Ihre Gestik indes nicht sein. Am besten vorher vor dem Spiegel üben.

  10. Zu stark die Hand geben

    8 Prozent der Personaler ist ein zu starker Händedruck unangenehm. Einem toten Fisch will man zwar nicht die Hand geben, sie aber auch nicht in eine Presse hineinlegen. Credo für Bewerber: Kräftig die Hand schütteln, aber nicht auf Teufel komm raus drücken wie Mister Universum.

Vorstellungsgespräch Körpersprache: Erster Eindruck

Wenn Sie zum Vorstellungsgespräch eingeladen werden, haben Sie eine große Klippe umschifft. Sie zählen zu den Auserwählten, bringen offensichtlich alle notwendigen Kompetenzen und Qualifikationen mit.

Das war die Pflicht, jetzt kommt die Kür. Und ohne überzeugende Kür kann niemand Eiskunstlauf-Weltmeister werden – und den Job bekommt er oder sie auch nicht. In der Regel sind es die Soft Skills, die zu Punktabzügen in der B-Note führen.

Wenn beim Personaler der Eindruck entsteht, der Bewerber passe doch nicht richtig ins Team, dann war es das. Das kann an fehlendem Sinn für Humor liegen oder auch an einer extravaganten Kleidungswahl – oder eben an der Körpersprache. Bewerber senden viele versteckte Signale aus.

Wichtig ist der erste Eindruck. Oft bilden wir uns in den ersten Momenten schon ein abschließendes Urteil über eine Person, das wir dann immer weiter verfestigen. Die Körpersprache ist hierfür mitentscheidend. Warum schaut mir der Bewerber nicht in die Augen? Wieso ist sein Händedruck so schlapp wie ein toter Fisch? Warum guckt er so böse?

Über die Qualifikationen eines Kandidaten sagt all das rein gar nichts aus. Aber es ist dennoch von enormer Tragweite. Denken Sie vor Ihrem nächsten Jobinterview unbedingt (auch) an Ihre Körpersprache

Vorstellungsgespräch Händedruck

Allein der Händedruck hat großen Einfluss auf den Ausgang eines Vorstellungsgesprächs, wollen US-Wissenschaftler herausgefunden haben. Insbesondere Frauen bekommen den Job demnach eher, wenn sie kraftvoll zugedrückt haben.

Grundsätzlich gilt: Bitte nicht schütteln oder rühren! Sondern kurz die Hand geben und drücken. Mehr als drei bis vier Sekunden sollte der Vorgang nicht dauern. Sie sind ja nicht Donald Trump, der aus jedem Handshake eine eigene Zeremonie macht!

Vorstellungsgespräch Händedruck – so geht er richtig:

  • Stehen Sie zur Begrüßung auf.
  • Stellen Sie sich mit Ihrem Namen vor.
  • Der Ranghöchste reicht zuerst die Hand.
  • Halten Sie Blickkontakt.
  • Drücken Sie kräftig die Hand (aber nicht ZU kräftig), nicht schütteln.
  • Lassen Sie nach spätestens 5 Sekunden wieder los.

Vorstellungsgespräch Hände

Hände sind Wunderwerkzeuge, die der Himmel gebracht hat. Im Bewerbungsgespräch aber stören sie nur. Wohin mit ihnen?

Zunächst mal sind Sie mit diesem Problem nicht allein. Selbst Menschen wie Angela Merkel kennen es – und haben sich damit beholfen, die Hände stets zur Raute zusammenzulegen. Die Raute symbolisiert Souveränität. Auch Bewerber können ihre Hände, wenn sie wollen und ihnen nichts anderes einfällt, zur Raute formen.

Allerdings handelt es sich um eine passive Geste. Wenn Sie dem Jobinterviewer zuhören, ist sie angemessen. Wenn Sie selbst reden, sollten auch Ihre Hände in den Aktivmodus wechseln.

Körpersprache Hände – fürs Vorstellungsgespräch empfiehlt karrieresprung.de Ihnen:

  • Gestikulieren Sie mit Ihren Händen in langsamen Bewegungen und in einem kleinen Radius vor Bauch und Brust, um das, was Sie gerade sagen, zu unterstreichen.
  • Lassen sie Ihre Hände getrennt voneinander. Nicht beide Hände ineinander verschränken, falten, klammern oder beten (wirkt verschlossen). Die Merkelraute ist eine Ausnahme. Synchronisieren Sie Ihre Handbewegungen, indem Sie beide Hände gleichzeitig öffnen, rotieren oder mit ihnen etwas (gedanklich) umfassen.
  • Alternativ machen Sie sich während des Gesprächs Notizen mit einem Stift. So können Sie sich an etwas festhalten (aber nicht mit dem Stift herumspielen!) und kommen erst gar nicht in die Verlegenheit, etwas Unüberlegtes mit Ihren Händen anzustellen.

Vorstellungsgespräch Mimik und Gestik

Eine Geste kann zum Markenzeichen eines Menschen werden. Aber wenn es zu viele kleine Gesten werden, in zu kurzer Zeit, sieht das in den seltensten Fällen vorteilhaft aus.

Sie sollten also nicht (ständig)…

  • an der Nase kratzen
  • ans Kinn fassen
  • durch die Haare streichen
  • mit den Fingern tippen oder trommeln
  • die Brille gerade rücken
  • Mund offen lassen
  • die Hände reiben
  • den Kopf auf die Hand stützen

Personalern fallen diese Gesten auf, auch wenn es nur kleine sind. Sie sind darauf trainiert. Sie können das Gesamtbild eines Bewerbers komplett ruinieren.

Besser sind ruhige und nicht zu hektische Gesten. Nicht immer mit beiden Händen, gerne nur mit einer. Eine offene Körperhaltung signalisiert Entgegenkommen und Offenheit. Spielkinder verzichten möglichst darauf, am Ring oder anderen Spielzeugen herumzufingern, weil es Unsicherheit und Nervosität bezeugt.

Wenn Sie mehreren Gesprächspartnern gegenübersitzen, wenden Sie sich stets dem zu, der gerade spricht. Ab und zu nicken, Blickkontakt halten und ihm oder ihr niemals ins Wort fallen. Machen Sie nicht den Fehler, sich auf den ranghöheren Gesprächspartner zu konzentrieren und den anderen zu ignorieren. Das ist Ausdruck höchster Arroganz und Berechnung.

Und noch etwas: Falls Sie am Schreibtisch des Personalers Platz nehmen und Ihre Unterlagen dort ausbreiten, beanspruchen Sie so wenig Platz wie möglich. Andernfalls verletzen Sie das Territorium Ihres Gesprächspartners – und das kostet viele Punkte.

Vorstellungsgespräch Körpersprache: Tipps

Vorstellungsgespräch Körpersprache – hier sind Tipps für alle Phasen des Bewerbungsgesprächs…

  1. Begrüßung

    Sobald Sie den Gesprächsraum betreten, sollte Ihr Outfit sitzen. Sie sollten also nicht mehr an Ihrer Bluse herumzupfen oder die Krawatte richten oder das Hemd in die Hose stopfen.

    Warten Sie, bis Ihr Gesprächspartner Sie begrüßt und Ihnen die Hand reicht. Nicht von sich aus die Hand ausstrecken, dies bleibt dem Gastgeber vorbehalten. Und drücken Sie kurz und kräftig zu, aber nicht so fest, dass ihm die Fingerknochen weh tun.

    Immer wichtig: Blickkontakt halten und lächeln!

  2. Gesprächsbeginn

    Knigges Grundregeln: Lümmeln Sie sich nicht wie ein Teenager in den Stuhl und verschränken die Arme, schlagen die Beine in Macker-Manier übereinander oder tippen damit nervös auf den Boden. Und erst hinsetzen, nachdem man Ihnen den Stuhl angeboten hat.

    Ein Fauxpas wäre es auch, die Arme hinter dem Kopf zu verschränken oder mit Daumen und Zeigefinger um Wange und Kinn zu reiben – so wie griechische Philosophen das mutmaßlich getan haben. Diese Gesten wirken entweder unsouverän, anstandslos, arrogant, desinteressiert – oder alles zusammen.

    Wie Sie es besser machen: Gerade hinsetzen. Aufrecht! Setzen Sie sich nicht nur auf die Kante des Stuhls, sondern nehmen die gesamte Sitzfläche ein. Die Beine am besten nebeneinander platzieren, Arme und Hände locker auf dem Tisch. Dabei können Sie sich mit Gesten wie der Merkel-Raute behelfen. Ihren Körper lehnen Sie leicht nach vorne, das zeigt Interesse und Engagement.

    Optimal, wenn Sie die Sitzhaltung an jene Ihres Gegenübers anpassen. Experten sprechen vom Spiegeln der Körpersprache. Auf gut deutsch: Nachmachen. Dabei sollten Sie sich aber nicht zu plump anstellen, sondern subtil vorgehen. Vorteil: Gemeinsamkeiten lassen Vertrauen und Sympathie wachsen. Und mit der Spiegeltechnik tragen Sie genau dazu bei.

  3. Gesprächsende

    Sie können eine Top-Leistung abrufen – und am Ende doch alles zunichte machen. Der Abschied ist der letzte Eindruck, den der Personaler von Ihnen hat. Versauen Sie ihn nicht. Das kommt leider sehr häufig vor.

    Vielleicht ist der letzte Eindruck sogar noch wichtiger als der erste, denn er wirkt nach. Er bleibt kleben, so wie ein schlechter Wein.

    Die gute Nachricht: Wenn Sie bis hierhin alles richtig gemacht haben, müssen Sie nur noch einmal kurz höchste Konzentration aufbringen – und alles ist gut. Geben Sie Ihren Gesprächspartnern also erneut die Hand, schauen Sie ihnen in die Augen (!) und verabschieden sich höflich, aber selbstbewusst. „Auf Wiedersehen. Ich freue mich darauf, von Ihnen zu hören.“

    Fangen Sie jetzt bloß nicht an, Anekdoten auszupacken oder Witze zum Nachtisch zu servieren. Kein Geblubber, sondern ein kurzer und gewinnender Abschied. Dann mit aufrechter Körperhaltung hinaus zur Tür – und erst, wenn Sie außer Sichtweite sind, können Sie genüsslich an Ihrem Bart zupfen, das Jacket auf den Boden pfeffern oder die peinliche Sonnenbrille aufsetzen – was Sie wollen.

Körpersprache beim Videointerview

Vorstellungsgespräch Körpersprache – im Videointerview gelten im Grunde die gleichen Regeln wie beim Jobinterview vor Ort.

Ein bisschen leichter ist es für Bewerber aber schon. Der Händedruck fällt ausnahmslos weg, auch der direkte Blickkontakt ist per Webcam nicht möglich. Mehr als in die Kamera schauen können Sie schließlich nicht (das sollten Sie allerdings auch tun). Und noch ein Vorteil: Wo Ihre Hände versteckt sind, sieht Ihr Gegenüber im Normalfall nicht.

Aber aufgepasst: Nehmen Sie das Videointerview nicht auf die leichte Schulter – im wahrsten Sinne des Wortes. Körperhaltung und Körperspannung wirken sich auf Ihre Stimme aus. Und die ist im Videointerview wichtiger denn je. Setzen Sie sich unbedingt aufrecht hin. Und lächeln sie viel. Ein Lächeln kann man nicht nur sehen, auch hören.

Achten Sie im Videointerview noch mehr als sonst darauf, deutlich und selbstbewusst zu sprechen. Empfehlenswert ist es, Lautstärke und Sprechtempo zu wechseln und bewusst zu regulieren, um nicht zu monoton und langweilig zu klingen. Dies kann man üben.

Wenn Sie nervös sind, steigt die Gefahr, dass Sie zu schnell sprechen. In dem Fall hilft: Tief und langsam mit dem Bauch ein- und ausatmen. Es beruhigt.

Noch ein Tipp: Sie dürfen sich für das Videointerview ruhig ein Glas Wasser auf den Tisch stellen und zwischendurch daran nippen. Hilft, wenn Ihr Mund trocken wird. Am besten Wasser ohne Kohlensäure, um nicht aufzustoßen.

Vorstellungsgespräch Körpersprache: Gefühle nicht unterdrücken!

vorstellungsgespraech koerpersprache sitzen pdfDie volle Kontrolle über sich und seinen Körper haben – das erfordert Anstrengung. Aber vielleicht ist totale Kontrolle auch gar nicht sinnvoll.

Ihre Gefühle komplett unterdrücken sollten Sie nämlich nicht. Wer im Vorstellungsgespräch zu cool auftritt, reduziert seine Einstellungschancen. Das haben US-Wissenschaftler aus Texas herausgefunden.

Ihre Argumente: Selbstkontrolle kostet Kraft. Darunter leidet das Erinnerungsvermögen. Darum können sich Menschen, die Gefühle unterdrücken, schlechter an Einzelheiten aus Ihrem Lebenslauf erinnern. Und wirken nicht mehr cool, sondern stocksteif.

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Arbeitsvertrag: Alle Klauseln, Tipps und kostenloses Muster

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Bevor Sie Ihren Arbeitsvertrag unterschreiben, sollten Sie einen Blick auf unseren Musterarbeitsvertrag werfen. Wichtig ist es zum Beispiel, dass die Regelungen zum Arbeitsbeginn, zur Tätigkeit und zur Urlaubslänge im Arbeitsvertrag genau festgelegt worden sind. Auch tauchen des öfteren Unklarheiten auf, was die Länge der Probezeit und Kündigungsfristen betrifft. So muss ein Arbeitsvertrag aussehen…

Der Arbeitsvertrag

Der Arbeitsvertrag regelt die Rahmenbedingungen Ihrer Tätigkeit. Er ist die Basis Ihrer Zusammenarbeit. Der Arbeitsvertrag ist bindend und wichtig – sowohl für den Arbeitnehmer als auch für den Arbeitgeber.

Aus dem Arbeitsvertrag ergibt sich einerseits die Arbeitspflicht des Arbeitnehmers. Die im Arbeitsvertrag festgehaltene Arbeitsleistung haben Sie zu erbringen. Sie müssen den Anweisungen, die sich aus dem Direktionsrecht des Arbeitgebers ergeben, Folge leisten, Verschwiegenheits-, Rücksichtnahme-, Schutz- und Arbeitsschutzpflicht einhalten. Kommen Sie Ihren Pflichten nicht nach, kann Sie der Arbeitgeber abmahnen und im Wiederholungsfall sogar kündigen.

Häufig ist im Arbeitsvertrag zudem ein Wettbewerbsverbot festgeschrieben, welches es dem Arbeitnehmer verbietet, nach seinem Ausscheiden aus dem Unternehmen direkt zur Konkurrenz zu wechseln. Dafür hat dieser Anspruch auf eine Entschädigung.

Für den Arbeitgeber entstehen aus dem Arbeitsvertrag ebenfalls Pflichten. Vor allem muss er Sie wie vereinbart bezahlen. Das sind die wichtigsten Pflichten des Arbeitgebers:

  • Vergütungspflicht
  • Fürsorgepflicht
  • Treuepflichten
  • Gewährung von Urlaub
  • Schutz von Persönlichkeitsrechten
  • Gleichbehandlungsgrundsatz
  • Pflicht zur Ausstellung eines Arbeitszeugnisses

Anstellungsvertrag Tipps

In der Regel schickt Ihr Arbeitgeber den Vertrag vor der Unterzeichnung zur Ansicht zu Ihnen nach Hause. So haben Sie genügend Zeit, um alles zu prüfen. Sinnvoll kann es sein, einen Experten bzw. Rechtsanwalt zu bemühen.

Doch der kostet Geld. Alternativ gehen Sie den Arbeitsvertrag selbst durch und gleichen ihn wenigstens mit unserem Musterarbeitsvertrag ab (siehe unten). Passagen, die Ihnen komisch vorkommen, sollten Sie genauer prüfen (bzw. prüfen lassen) und zur Sprache bringen. Sie können unseren Musterarbeitsvertrag auch gerne als Vorlage bemühen (Hinweis: Wir sind keine Anwälte und übernehmen daher keine Gewähr für die Richtigkeit der Angaben).

Hier sind 3 Tipps zum Umgang mit Ihrem Arbeitsvertrag:

  • Lassen Sie sich einen schriftlichen Arbeitsvertrag aushändigen. Zwar kann ein Arbeitsvertrag prinzipiell auch mündlich geschlossen werden, aber zu verworrenen Auseinandersetzungen führen. Nur befristete Arbeitsverträge MÜSSEN schriftlich fixiert werden.
  • Achten Sie darauf, dass Ihr Arbeitsvertrag keine unwirksamen Klauseln enthält. Diese tauchen häufig dann auf, wenn Überstunden pauschal abgegolten werden sollen oder der Arbeitgeber die Möglichkeit auf eine Versetzung wahren will. Auch Ausschluss- und Verfallklauseln sind oft unwirksam.
  • Betrachten Sie den Arbeitsvertrag nicht als unabänderliches Konstrukt. Verhandeln Sie mit Ihrem Arbeitgeber, wenn er Ihnen inhaltlich nicht passt – zum Beispiel über Ihr Gehalt, die Zahl der Urlaubstage, Sonderzahlungen wie Weihnachtsgeld und Urlaubsgeld, die Dauer der Probezeit, Kündigungsfristen oder Nebentätigkeiten.

Arbeitsvertrag Inhalt

Diese Klauseln und Inhalte sind in einem Arbeitsvertrag unentbehrlich:

  • Vertragspartner

    Arbeitgeber und Arbeitnehmer sind die Vertragspartner des Arbeitsvertrags. Der korrekte Name des Unternehmens und Ihr vollständiger Name sind unverzichtbare Bestandteile des Arbeitsvertrags.

    Dieses scheinbar unerhebliche Detail kann wichtig werden, wenn es um eine Kündigung geht oder sich Ihr Arbeitgeber ändert – weil er beispielsweise eine Tochterfirma gründet.

  • Beginn des Arbeitsverhältnisses

    Der Arbeitsvertrag muss den Zeitpunkt des Arbeitsbeginns genau festhalten. Damit ist ein konkretes Datum gemeint. Es reicht nicht aus – wie etwa in der Bewerbung – vom nächstmöglichen Zeitpunkt zu sprechen.

    Schauen Sie also vor Ihrer Vertragsunterschrift genau hin, ob das Datum wirklich korrekt ist. Dies ist auch für Ihren Urlaubsanspruch, Arbeitslosengeld und Sozialleistungen relevant.

    Bei befristeten Verträgen muss der Arbeitsvertrag zudem das Ende des Arbeitsverhältnisses beinhalten. Eine Befristung ist ohne Angabe von Gründen bis zur Dauer von zwei Jahren zulässig. Danach dürfen Sie nur befristet weiterbeschäftigt werden, wenn dafür ein gültiger Sachgrund vorliegt. Beispiel: Sie erhalten einen zeitlich befristeten Vertrag als Vertretung für eine Kollegin in Elternzeit.

  • Probezeit

    Die Probezeit ist von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedlich lang. Bis zu sechs Monate sind gesetzlich zulässig, manchmal beträgt die Probezeit auch nur drei Monate.

    Während der Probezeit können Arbeitgeber und Arbeitnehmer ohne Angabe von Gründen mit einer Kündigungsfrist von zwei Wochen das Arbeitsverhältnis lösen. Für Arbeitnehmer bedeutet das: Je kürzer die Probezeit, desto vorteilhafter. Fehlt eine Regelung zur Probezeit in Ihrem Arbeitsvertrag gänzlich, wird das Arbeitsverhältnis ohne Probezeit geschlossen.

    Nach der Probezeit entfristet sich der Arbeitsvertrag automatisch. Es ist weder ein neuer Arbeitsvertrag noch eine Überarbeitung notwendig.

  • Tätigkeit

    Welche Tätigkeit soll der Arbeitnehmer ausüben? Die Aufgaben müssen vertraglich fixiert werden – genauso wie die Position, die der Arbeitnehmer bekleiden wird.

    Oft ist die Angabe der Aufgaben im Arbeitsvertrag nur sehr vage. Unternehmen wollen flexibel einsetzbare Arbeitnehmer, darum ist auch die Tätigkeitsbeschreibung im Arbeitsvertrag meist nicht sehr konkret.

    Denn: Je genauer Ihre Berufsbezeichnung und Tätigkeit im Arbeitsvertrag beschrieben sind, desto eher können Sie Tätigkeiten ablehnen, die nicht Ihrer Qualifikation entsprechen. Außerdem müssen Sie nicht ohne Weiteres hinnehmen, wenn der Arbeitgeber Ihnen eine schlechter bezahlte Tätigkeit zuweisen will.

    Auch müssen Sie mit Arbeitgeber verhandeln, wenn Sie nicht wollen, dass er Sie an anderen Standorten in anderen Städten oder gar Ländern einsetzt. Eine Versetzungsklausel ist oft ein Streitpunkt im Arbeitsvertrag.

  • Arbeitszeit

    Die Arbeitszeit ist wesentlicher Bestandteil des Arbeitsvertrags. Immer noch üblich ist die 40-Stunden-Woche. Das sind umgerechnet fünf Arbeitstage pro Woche mit je acht Arbeitsstunden.

    Je nach Branche und Unternehmen gibt es aber etliche Abweichungen. Von den vielen (unbezahlten) Überstunden ganz zu schweigen. Klauseln zu Überstunden im Arbeitsvertrag sind oft unwirksam. Unbedingt prüfen lassen.

  • Gehalt

    Das Gehalt kann sich nach dem Verhandlungsgeschick des Bewerbers richten – oder nach dem jeweils gültigen Tarifvertrag. Schauen Sie genau hin, ob die Vergütung korrekt im Arbeitsvertrag festgehalten wurde. Sie haben 2.700 Euro brutto ausgehandelt, im Vertrag stehen aber nur 2.650 Euro? Dann sollten Sie schnell Rücksprache mit der Personalabteilung halten.

    In jedem Fall ist Ihr Arbeitgeber an den Mindestlohn gebunden. Dieser beträgt seit dem 1. Januar 2020 pro Stunde 9,35 Euro brutto. Anspruch auf den Mindestlohn haben alle Arbeitnehmer, die älter als 18 Jahre sind. Ausnahmen gibt es für Schüler, Studenten und bei der Existenz abweichender Tarifverträge.

    Im Arbeitsvertrag wird das Gehalt üblicherweise als Bruttomonatsgehalt angegeben. Außerdem steht hier, wann das Gehalt ausgezahlt wird, beispielsweise am 15. oder am 1. eines Monats.

    Auch Sonderzahlungen und Bonuszahlungen wie Weihnachtsgeld oder Bonuszahlungen gehören in den Arbeitsvertrag. Sprechen Sie Ihren Arbeitgeber darauf an, sofern in Ihrem Vertrag dazu nichts steht.

  • Urlaub

    Der gesetzliche Mindestanspruch auf Urlaub beträgt laut Bundesurlaubsgesetz bei einer Fünf-Tage-Woche 20 Urlaubstage, bei einer Sechs-Tage-Woche 24 Urlaubstage – jeweils nach einer Wartezeit von sechs Monaten. Dies gilt auch für Teilzeitkräfte.

    Der Mindestanspruch richtet sich dabei immer nach den Arbeitstagen, nicht nach den Arbeitsstunden pro Tag. Teilzeitangestellte, die weniger als fünf Tage pro Woche arbeiten, müssen ihren Urlaubsanspruch anteilig berechnen.

    Viele Arbeitgeber gehen über den gesetzlichen Mindestanspruch hinaus und gewähren etwa 26, 28 oder 30 Urlaubstage pro Jahr. Die Zahl Ihrer Urlaubstage ist Verhandlungssache. Es kann sich lohnen, bei der Vertragsverhandlung an diesem Punkt anzusetzen.

  • Krankheit

    Im Falle einer Erkrankung muss der Arbeitnehmer den Arbeitgeber unverzüglich darüber informieren.

    Nicht immer einheitlich sind die Regelungen darüber, wann ein ärztliches Attest eingereicht werden muss. Viele Arbeitgeber schreiben vertraglich fest, dass Mitarbeiter spätestens am dritten Tag der Erkrankung eine offizielle Krankmeldung vorlegen müssen. Sie können sie aber auch schon am ersten Tag verlangen.

  • Nebentätigkeit

    Ein pauschales Verbot darf der Arbeitgeber Ihnen nicht aussprechen. Er muss Ihnen dann einen Nebenjob vertraglich gestatten, wenn dieser Ihre Arbeit nicht beeinträchtigt oder wenn der Arbeitgeber ein berechtigtes Interesse daran hat, dass Sie den Nebenjob nicht annehmen. Dies ist offensichtlich dann der Fall, wenn Sie für einen Konkurrenten tätig werden wollen.

    Einfach so darf ein Arbeitnehmer einen Nebenjob aber nicht antreten, sofern im Vertrag steht, dass er ihn zuvor anmelden muss.

  • Kündigung

    Im Arbeitsvertrag wird neben dem Beginn und Inhalt des Arbeitsverhältnisses auch sein Ende geregelt.

    Von Bedeutung ist hier vor allem die Kündigungsfrist. Die gesetzliche Regelung sieht vor, dass ein Arbeitnehmer mit einer Frist von vier Wochen kündigen kann – unabhängig von seiner Beschäftigungsdauer. Der Arbeitgeber muss hingegen die Beschäftigungsdauer seines Arbeitnehmers beachten, wenn er ihm kündigen will. Je länger ein Mitarbeiter im Unternehmen beschäftigt ist, desto länger diese Kündigungsfrist.

    Der Arbeitgeber kann nun aber beide Kündigungsfristen vertraglich angleichen. Dann könnte ein langjähriger Arbeitnehmer nicht mehr innerhalb von vier Wochen kündigen. Die vertraglich fixierten Kündigungsfristen müssen wohlgemerkt immer für beide Seiten gleichermaßen gelten – eine Bevorteilung des Arbeitgebers ist unzulässig.

  • Sonstiges

    Es können sich noch viele weitere Klauseln im Arbeitsvertrag wiederfinden. So wird oft eine Klausel zur Verschwiegenheitspflicht eingebaut, die es dem Mitarbeiter untersagt, Betriebsgeheimnisse und andere Interna weiterzugeben. Die Regelung kann wohlgemerkt auch noch dann gelten, wenn das Arbeitsverhältnis längst beendet worden ist.

    Mögliche Vertragsstrafen, Verfall- und Ausschlussfristen können sich ebenfalls in einem eigenen Paragraphen im Vertrag wiederfinden. Am Ende fügt der Arbeitgeber oft eine Klausel ein, die besagt, wie mögliche Änderungen am Vertrag zu erfolgen haben.

Arbeitsvertrag Muster

Arbeitsvertrag

Zwischen
ABC AG
Kommerzstraße 1
98765 Kapitalstadt

– nachfolgend Arbeitgeber genannt –

und
Frau
Silke Sonnenschein
Sonnenallee 999
12345 Sommern

– nachfolgend Arbeitnehmer genannt –

wird folgender Arbeitsvertrag geschlossen:

§ 1 Beginn des Arbeitsverhältnisses
Das Arbeitsverhältnis beginnt am tt.mm.jjjj.

§ 2 Probezeit
Das Arbeitsverhältnis wird auf unbestimmte Zeit geschlossen. Die ersten sechs Monate gelten als Probezeit. Während dieser Probezeit kann das Arbeitsverhältnis beiderseits mit einer Frist von zwei Wochen ohne Angaben von Gründen gekündigt werden.

oder:
Der Arbeitsvertrag wird auf die Dauer von sechs Monaten vom tt.mm.jjjj bis zum tt.mm.jjjj zur Probe abgeschlossen. Nach Ablauf dieser Befristung endet das Arbeitsverhältnis, ohne dass es einer Kündigung bedarf, wenn nicht bis zu diesem Zeitpunkt eine Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses vereinbart wird. Innerhalb der Probezeit kann das Arbeitsverhältnis mit einer Frist von zwei Wochen gekündigt werden, unbeschadet des Rechts zur fristlosen Kündigung (befristetes Probearbeitsverhältnis).

§ 3 Tätigkeit
Der Ar­beit­neh­mer wird als Berufsbezeichnung ein­ge­stellt. Der Ar­beit­ge­ber be­hält sich vor, dem Ar­beit­neh­mer un­ter Bei­be­hal­tung der Ver­gü­tung an­de­re gleich­wer­ti­ge Ar­beits­auf­ga­ben zu­zu­wei­sen, so­weit dies bei Ab­wä­gung der bei­der­sei­ti­gen In­ter­es­sen für den Ar­beit­neh­mer zu­mut­bar ist. Ort der Tätigkeit ist Düsseldorf.

§ 4 Vergütung
Der Ar­beit­neh­mer er­hält für seine Tätigkeit ein monatliches Gehalt von 3.200 Euro brutto. Das Gehalt wird jeweils zum Monatsende gezahlt. Ein An­spruch auf wei­te­re Zah­lun­gen wie zum Beispiel ein Ur­laubs­geld, ein Weih­nachts­geld oder ein 13. Mo­nats­ge­halt be­steht nicht. So­weit der Ar­beit­ge­ber sol­che Zah­lun­gen leis­tet, ge­schieht dies frei­wil­lig. Auch mehr­fa­che Zah­lun­gen be­grün­den kei­nen Rechts­an­spruch für die Zu­kunft.

§ 5 Arbeitszeit
Die regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit beträgt 40 Stunden, die auf fünf Tage in der Kalenderwoche zu verteilen sind. Beginn und Ende der täglichen Arbeitszeit richten sich nach der betrieblichen Einteilung. Die Kernarbeitszeit ist täglich von 9 bis 17 Uhr.

§ 6 Urlaub
Der Ar­beit­neh­mer hat An­spruch auf be­zahl­ten Ur­laub im Um­fang von 20 Arbeitstagen pro Ka­len­der­jahr – ausgehend von einer Fünf-Tage-Woche. Der Arbeitgeber gewährt zusätzlich einen vertraglichen Urlaub von weiteren zehn Arbeitstagen.

Für den vertraglichen Urlaub gilt abweichend von dem gesetzlichen Mindesturlaub, dass der Urlaubsanspruch am 31.12. des jeweiligen Kalenderjahres auch dann verfällt, wenn er wegen Arbeitsunfähigkeit des Arbeitnehmers nicht genommen werden kann. Ei­ne Über­tra­gung auf das Fol­ge­jahr fin­det nur im Fal­le ei­ner aus­drück­li­chen Über­tra­gungs­ver­ein­ba­rung statt und höchs­tens bis zum 31. März des Fol­ge­jah­res. Der über­tra­ge­ne Ur­laubs­an­spruch ver­fällt am 31. März des Fol­ge­jah­res auch dann, wenn der Ur­laub in­fol­ge ei­ner Er­kran­kung nicht ge­nom­men wer­den kann.

Bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses sind verbleibende Urlaubsansprüche innerhalb der Kündigungsfrist abzubauen, soweit dies möglich ist. Der vertragliche Zusatzurlaub erlischt mit Beendigung des Arbeitsverhältnisses.  

§ 7 Krankheit
Der Ar­beit­neh­mer hat je­de krank­heits­be­ding­te Ar­beits­un­fä­hig­keit und de­ren vor­aus­sicht­li­che Dau­er un­ver­züg­lich dem Ar­beit­ge­ber an­zu­zei­gen und ein ärzt­li­ches At­test vor­zu­le­gen. Ist der Arbeitnehmer infolge unverschuldeter Krankheit arbeitsunfähig, hat er Anspruch auf die Fortzahlung der Arbeitsvergütung bis zu einer Dauer von maximal sechs Wochen nach den gesetzlichen Bestimmungen.

§ 8 Nebentätigkeit
Der Arbeitnehmer verpflichtet sich, jede regelmäßige Ausübung einer Nebenbeschäftigung vor ihrer Aufnahme dem Arbeitgeber gegenüber in Textform anzuzeigen. Sie ist  nur mit Zustimmung des Arbeitgebers zulässig.

Der Arbeitgeber verpflichtet sich dazu, diese Zustimmung zu erteilen, sollte er kein berechtigtes Interesse daran haben, diese zu untersagen. Ein solch berechtigtes Interesse besteht, wenn die Ausübung der Nebentätigkeit den Arbeitnehmer in der Erfüllung seiner Pflichten beeinträchtigt oder die Nebentätigkeit im Widerspruch zu den Zielen des Arbeitgebers steht.

Der Arbeitgeber kann seine Einwilligung jederzeit widerrufen, wenn sein betriebliches Interesse dies auch unter Berücksichtigung der Arbeitnehmerinteressen erfordert. 

§ 9 Verschwiegenheitspflicht
Der Ar­beit­neh­mer ist dazu ver­pflich­tet, über al­le Be­triebsgeheimnisse und Ge­schäfts­ge­heim­nis­se so­wie über An­ge­le­gen­hei­ten, die der Ar­beit­ge­ber als ver­trau­lich be­zeich­net hat, drit­ten Per­so­nen ge­gen­über Still­schwei­gen zu be­wah­ren. Die­se Pflicht gilt auch über die Be­en­di­gung des Ar­beits­ver­hält­nis­ses hin­aus.

Für jeden Fall der Zuwiderhandlung verpflichtet er sich, eine Vertragsstrafe in Höhe einer Bruttomonatsvergütung zu zahlen. Verstößt der Arbeitnehmer gegen seine Verschwiegenheitspflicht, kann dies zur Kündigung führen.

§ 10 Kündigung
Nach Ab­lauf der Prob­ezeit gel­ten die Kün­di­gungs­fris­ten des § 622 Abs.2 Satz 1 Bür­ger­li­ches Ge­setz­buch (BGB). Jede gesetzliche Verlängerung der Kündigungsfrist zugunsten des Arbeitnehmers gilt dabei in gleicher Weise auch zugunsten des Arbeitgebers. Die Kündigung bedarf der Schriftform. Vor Antritt des Arbeitsverhältnisses ist die Kündigung ausgeschlossen.

Eine Kündigung aus wichtigem Grund ist auch ohne Einhaltung der Kündigungsfrist möglich.
Bei Ende des Arbeitsverhältnisses ist der Arbeitnehmer verpflichtet, alle ihm überlassenen Unterlagen, Dokumente und sonstige Materialien unverzüglich zurückzugeben.

Das Arbeitsverhältnis endet, ohne dass es einer Kündigung bedarf, bei Erreichen des gesetzlich festgelegten Renteneintrittsalters oder mit der Feststellung der Erwerbsunfähigkeit.

§ 11 Zusätzliche Vereinbarungen
Vertragsänderungen, Nachträge und Ergänzungen des Arbeitsvertrages sind nur wirksam, wenn sie schriftlich getroffen werden. Dies gilt auch für den Verzicht auf das Schriftformerfordernis.

Dem Arbeitnehmer entstehen daher keine Ansprüche aus betrieblicher Übung. Vertragsänderungen durch Individualabreden sind formlos wirksam.

Sollten eine oder mehrere Bestimmungen dieses Vertrages unwirksam sein oder werden, wird die Wirksamkeit des übrigen Vertrages und der übrigen Bestimmungen nicht berührt. In diesem Fall verpflichten sich die Vertragsparteien, umgehend rechtswirksame Ersatzregelungen zu treffen.

Ort, Datum

Unterschrift Arbeitgeber, Unterschrift Arbeitnehmer

Hier können Sie unsere Vorlage des Arbeitsvertrags kostenlos herunterladen und bearbeiten:

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Jobwechsel im Lebenslauf: Die besten Tipps für Jobhopper

Häufige Jobwechsel im Lebenslauf werden immer gewöhnlicher. Ein lebenslanges Engagement beim gleichen Unternehmen entwickelt sich dagegen zum Auslaufmodell. Doch zu viele Jobwechsel in zu kurzer Zeit rufen noch immer Misstrauen hervor. Sie suggerieren Sprunghaftigkeit und fehlendes Durchhaltevermögen, um nur zwei negative Eigenschaften zu nennen. Umso wichtiger, dass Sie Ihre Jobwechsel im Lebenslauf richtig erklären. So geht’s…

Häufige Jobwechsel im Lebenslauf

Häufige Jobwechsel im Lebenslauf sind nichts Ungewöhnliches mehr. Im Gegenteil, wer mehr verdienen oder aufsteigen will, kommt an einer Luftveränderung bisweilen nicht vorbei.

Trotzdem sind Jobwechsel im Rahmen einer Bewerbung delikat. Sie können ein Makel sein. Insbesondere dann, wenn sie allzu häufig vorkommen. Aber wie viele Jobwechsel sind zu viele?

Eine klare Antwort darauf gibt es freilich nicht. Viele Einzelfaktoren spielen eine Rolle. Prinzipiell ist nicht unbedingt die Häufigkeit von Stellenwechseln ein Problem für Personaler, sondern oft die Frequenz. Wer immer schnell weitergezogen ist, muss sich im Vorstellungsgespräch unangenehme Fragen gefallen lassen:

  • Konnten Sie sich nicht ins Team integrieren?
  • Waren Ihre Leistungen unbefriedigend?
  • Hat es an der Durchsetzungsfähigkeit gehapert?
  • Geben Sie schnell auf, wenn die See rauer wird?
  • Oder sind Sie einfach nur ein sprunghafter Typ, der sich an nichts und niemanden länger binden kann oder will?

Es ist grundsätzlich Ihr gutes Recht, ein launischer und unsteter Mensch zu sein. Aber es ist eben auch das Recht eines Unternehmens, so einen Mitarbeiter nicht einstellen zu wollen. Außerdem müssen diese Vorurteile ja nicht stimmen. Problematisch ist aber, wenn Sie als Bewerber diesen Eindruck erwecken.

Prinzipiell gilt: Ein Jobwechsel nach drei bis fünf Jahren im Job ist völlig unbedenklich. In dieser Zeit haben Sie sich im Unternehmen etabliert, weiterentwickelt, eigene Spuren hinterlassen. So unfähig können Sie jedenfalls nicht gewesen sein.

Hingegen wirft ein Jobwechsel nach sehr kurzer Verweildauer – nach sechs oder zehn Monaten, nach einem oder zwei Jahren – möglicherweise Fragen auf. Tauchen diese schnellen Jobwechsel im Lebenslauf häufiger auf, gilt man schnell als Jobhopper

Jobwechsel im Lebenslauf: Hintergründe

Jeder Jobwechsel ist anders. Die Hintergründe unterscheiden sich, die Rahmenbedingungen, die Erfahrungen und Ziele. Hier sind 4 Aspekte, die Sie beachten sollten, wenn es darum geht, Ihre Jobwechsel im Lebenslauf zu begründen:

  • Zeitpunkt

    Es ist logisch, dass junge Beschäftigte häufiger ihren Job wechseln als ältere. Sie sind oft noch in der Orientierungsphase, haben ihren Platz in der Arbeitswelt noch nicht gefunden, aber gleichzeitig sehr viele Alternativen. Auch erhält man als Berufseinsteiger oft nur befristete Verträge.

    Darum sind häufige Jobwechsel zu Beginn der Karriere absolut normal und legitim. Sie müssen also keine Angst haben, dass Sie der Personaler für einen egoistischen Job-Hopper hält. Diese Gefahr steigt allerdings an, wenn sich Ihre vielen Jobwechsel bis tief ins Erwerbsleben hinein fortsetzen….

  • Verhältnis

    Oft passt es einfach nicht. Die Möglichkeit, in der Probezeit die Zusammenarbeit schnell wieder zu beenden, kann für beide Seiten ein Segen sein. Kein Problem!

    Verdacht erregen Sie erst dann, wenn Ihr gesamter Lebenslauf mit sehr kurzen Anstellungen von weniger als einem Jahr gefüllt ist. Der Personaler wird an Ihrer Teamfähigkeit oder Ihren Kompetenzen zweifeln – oder beidem.

    Es kommt vor allem auf das Mengenverhältnis an. Reiht sich also eine Kurzanstellung an die nächste, wird es kritisch. Kommen aber auf einen Rauswurf in der Probezeit zwei oder drei Anstellungsverhältnisse von mehreren Jahren, ist das für die meisten Unternehmen völlig in Ordnung.

  • Gründe

    Häufige Jobwechsel im Lebenslauf können vielfältige Hintergründe haben. Vielleicht waren beim ersten familiäre Gründe ausschlaggebend – ein Umzug etwa. Und beim zweiten Mal eine berufliche Neuorientierung. So können mehrere Zufälle zusammengenommen ein unschönes Mosaik ergeben.

    Wenn Sie aber einen Jobwechsel sauber erklären, ergibt das Bild Sinn. Darum kann es im Ausnahmefall sinnvoll sein, auf die Hintergründe eines Jobwechsels schon im Lebenslauf einzugehen. Ein guter Grund macht Ihren Jobwechsel für den Personaler nachvollziehbar.

  • Branche

    In bestimmten Branchen gehören viele Jobwechsel zum guten Ton. In anderen wechselt man nur selten den Arbeitsplatz oder Arbeitgeber.

    Viele verschiedene Jobs in kurzer Zeit sammeln naturgemäß Zeitarbeiter an, aber auch IT-Experten und Ingenieure, die freiberuflich arbeiten. In der Gastronomie, der Beratungs- und Medienbranche ist die Fluktuation Erhebungen zufolge deutlich höher als in anderen Bereichen der Wirtschaft. Auch Software-Entwickler hält es selten Jahre oder gar Jahrzehnte in einer Anstellung.

    Weniger sprunghaft geht es dagegen im Gesundheits- und Rechtswesen zu, in der öffentlichen Verwaltung, dem verarbeitenden Gewerbe und der Immobilienbranche.

Jobwechsel im Lebenslauf begründen

Häufige Jobwechsel im Lebenslauf sind Ladenhüter im Supermarkt-Regal. Keiner will sie haben, verkaufen kann man sie aber trotzdem – wenn man sie geschickt bewirbt. Sie können Ihren Lebenslauf IMMER in ein gutes Licht rücken – auch wenn die vielen Jobwechsel einen Schatten werfen.

6 Tipps für Bewerber: So können Sie Jobwechsel im Lebenslauf begründen

  1. Zeitangaben abwandeln

    Zunächst sollten Sie häufige Jobwechsel im Lebenslauf nicht unnötig betonen. Schon gar nicht sollten Sie sie im Anschreiben von sich aus thematisieren. Keine schlafenden Hunde wecken!

    Ein beliebter Trick: Verzichten Sie im Lebenslauf auf die Monatsangaben. Natürlich kann der Kniff im Vorstellungsgespräch Rückfragen provozieren – aber so weit müssen Sie ja erstmal kommen.

  2. Erklärungen hinzufügen

    Sie können im Lebenslauf hinter einer Station in Klammern kurz den Grund für den Wechsel angeben. Beispiele: Firmenfusion, Geschäftsaufgabe wegen Corona oder interne Umstrukturierung.

    Dies sollten Sie aber nur machen, wenn die Gründe nicht in Ihrer Macht lagen – wie das etwa bei einem Konjunktureinbruch infolge einer Pandemie der Fall ist. Bei für Sie unvorteilhaften Gründen (Kündigung wegen Erfolglosigkeit etc.) lassen Sie sie lieber weg.

  3. Lücken lassen

    Wenn Sie extrem viele Stationen aufzuweisen haben, können Sie auch einfach die eine oder andere im Lebenslauf weglassen.

    So entstehen zwar die berüchtigten Lücken im Lebenslauf. Aber diese lassen sich vielleicht besser erklären als die übermäßig zahlreichen Stellenwechsel. Außerdem rufen kurze Lücken von wenigen Monaten vielleicht nicht einmal das Aufsehen des Personalers hervor.

  4. Projekte zusammenfassen

    Ähnliche Stellen und Projekte können Sie im Lebenslauf zusammenfassen. Sie schreiben also links den Zeitraum und sammeln rechts die einzelnen Projekte.

    Diese Taktik bietet sich insbesondere für Beschäftigte an, die zahlreiche Projektarbeiten in kurzer Abfolge hintereinander haben, zum Beispiel IT-Freelancer. Die einzelnen Aufträge erklären Sie kurz mit Stichpunkten. Dadurch wirken die vielen kurzen Engagements wie ein großes und Ihr Lebenslauf gleich viel runder.

  5. Highlights setzen

    Eine beliebte Strategie: Wenn Sie viele Stationen im Lebenslauf stehen haben, dann sollten Sie die für Sie vorteilhaftesten aufwerten.

    Dies gelingt, indem Sie die relevanten Stationen näher mit Stichworten erläutern und beschreiben, die anderen aber nicht. Wenn Sie außerdem mit Fettungen und optischen Hervorhebungen arbeiten, wird die Aufmerksamkeit des Betrachters auf die „guten“ Stationen gelenkt.

  6. Netzwerke nutzen

    Speziell für Job-Hopper könnte es eine lohnenswerte Strategie sein, im eigenen Netzwerk auf Stellensuche zu gehen.

    Die eigenen Freunde und Bekannten sind mit der persönlichen Situation oftmals vertraut, kennen die Hintergründe und können Ihre vielen Jobwechsel richtig einschätzen.

Jobhopping Vorteile

Wer seine vielen Jobwechsel selbst als Makel begreift, gerät nicht selten unter Rechtfertigungsdruck. Während manchen Personalern dieser Fakt völlig egal ist, glauben manche Bewerber, sie müssten sich entschuldigen. Legen Sie den Fokus im Anschreiben NICHT auf Ihre vielen Jobwechsel. Sie wollen sich bewerben, nicht rechtfertigen!

Stellen Sie lieber Ihre Stärken nach vorne. übrigens auch auch, wenn Sie wirklich jedes Mal in der Probezeit rausgeflogen sind. Selbst dann verfügen Sie über Stärken, Skills, Talente, die Ihnen im neuen Job möglicherweise über die Schwelle helfen. Zeigen Sie, warum Sie jetzt und hier der richtige Mann oder die richtige Frau für den Job sind.

Es fängt bei der eigenen Einstellung an. Sehen Sie Ihre Jobwechsel als Chance und nicht als Schwäche. Natürlich ist das leichter gesagt als getan. Aber Vorteile gibt es sehr wohl, sehr viele. Sie haben schon viele Unternehmen, Persönlichkeiten und Branchen kennengelernt, einen großen Erfahrungsschatz, den andere nicht haben. Jobwechsel sind immer auch mit einem Lernprozess verbunden – Pluspunkt!

Aber: Nicht die Jobwechsel an sich sind es, die Sie als Plus verkaufen sollen, sondern die damit verbundenen Skills und Horizonterweiterungen.

Das sind die größten Vorteile von Jobhoppern:

  • Sie sind Macher-Typen

    Jobhopper reden nicht nur, träumen nicht nur, fordern nicht nur. Sie handeln. Sind sie mit Ihrem Job unzufrieden oder den Rahmenbedingungen, ziehen sie weiter.

    Natürlich können schnellen Jobwechseln auch unrealistische Erwartungen zugrunde liegen. Grundsätzlich aber spricht Jobhopping sehr wohl für Macher-Qualitäten. Anpacken und agieren statt abwarten und reagieren.

    Sie sollten in der Bewerbung allerdings glaubwürdig vermitteln, warum welcher Jobwechsel zum jeweiligen Zeitpunkt logisch und konsequent war.

  • Sie sind flexibel

    Festgefahren und starr – zwei Unwörter in der heutigen Arbeitswelt. Wer häufig wechselt, scheint flexibel zu sein. Er oder sie muss sich stets an neue Gegebenheiten anpassen und sich gewissermaßen neu erfinden.

    Sie haben schon viele Teams, Abläufe, Prozesse und Projekte kennengelernt und begleitet. Das kann ein großer Vorteil sein – in jedem Fall sollten Sie es als einen verkaufen.

    Darüber hinaus sind Sie nicht bequem. Sie haben sich NICHT gemütlich in Ihrer Komfortzone eingerichtet, sondern immer wieder neue Herausforderungen angenommen. Ob freiwillig oder unfreiwillig, spielt dabei gar keine so große Rolle.

  • Sie sind breit aufgestellt

    Viele Wechsel, viele unterschiedliche Erfahrungen. All die Eindrücke kann ein Arbeitnehmer, der sein Leben lang nur für einen Arbeitgeber malocht, zwangsläufig gar nicht sammeln.

    Ein großer Erfahrungsschatz hilft – zum Beispiel dabei, Zusammenhänge richtig zu deuten und einzuordnen oder Entscheidungen zu treffen. Das dürfen Sie in Ihrer Bewerbung genauso so sagen. Der Erfahrungsschatz begünstigt mitunter auch die Innovationsfreude. Jobhopper transferieren viele frische Ideen von einem Arbeitsplatz an den nächsten.

    Und Sie haben einen Makro-Blick entwickelt, wenn Sie bei verschiedenen Unternehmen tätig waren. Was ist allen wichtig, was kommt bei niemandem gut an? Möglicherweise sind Sie sogar zum Brancheninsider mutiert, weil Sie so viele Stationen durchlaufen haben.

  • Sie haben große Netzwerke

    Ein großes Netzwerk an Kontakten hilft im Berufsleben ungemein. Es ist zudem ein Argument, mit dem Sie im Vorstellungsgespräch Punkte sammeln können.

    Kontakte helfen bei der Suche nach Geschäftspartnern, Lieferanten, Kunden, Mitarbeitern. Wer viele Menschen in vielen Unternehmen kennt – und diese bei Bedarf aktivieren kann – hat Vorteile.

  • Sie verdienen mehr Geld

    Für viele Berufstätige sind Gehaltssprünge nur bei einem Wechsel des Arbeitsplatzes möglich. Mehr als drei bis fünf Prozent sind bei internen Gehaltsrunden oft nicht drin, beim Jobwechsel steigt das Potenzial teilweise auf zehn bis 20 Prozent.

    Wer häufig und strategisch clever den Job wechselt, verdient nach einigen Jahren deutlich mehr als Arbeitnehmer in einer vergleichbaren Position.

[Bildnachweis: Blackregis by Shutterstock.com]

Jobs in Duisburg: Aktuelle Stellenangebote in Duisburg und Umgebung

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Duisburg gilt nicht als Sehnsuchtsort. Dabei tun sich hier ungeahnte Möglichkeiten auf. Vor allem Logistiker haben im größten Binnenhafen Europas die freie Auswahl. Der Duisburger Innenhafen ist nicht nur eine Jobmaschine, sondern auch ein Schmuckstück. Hier sichern Sie sich einen der besten Jobs in Duisburg

Jobs Duisburg: Die Stadt

Duisburg ist die Stadt der Malocher. Das war schon bei Schimanski so. Sie gilt als grau, düster, mitunter sogar gefährlich. Ins Bild passt, dass sich 2010 ausgerechnet hier das verheerende Love-Parade-Inferno zugetragen hat.

Doch Duisburg kann auch anders. Wie kreativ die Duisburger sind, zeigt Tiger and Turtle, eine Großskulptur im Angerpark in Form einer Achterbahn – für viele das Wahrzeichen der Stadt. Oder das Krokodil, ein grün leuchtender alter Industriekran. Er steht im Landschaftspark Duisburg-Nord – früher ein Hüttenwerk, heute ein Erlebnispark mit Klettergarten und Taucherbecken.

Das Highlight aber – und die Lebenslinie der Duisburger Wirtschaft – ist der schmucke Innenhafen. Ein Ort für jede Lebenslage, zum Arbeiten, Wohnen, Flanieren und Dinieren.

Die Wohnlagen im Innenhafen sind daher besonders gefragt. Der Kaiserberg ist Duisburgs Villenviertel. Auch Baerl im Nordwesten ist beliebt. Grundsätzlich erfreut sich der Duisburger Süden einer größeren Popularität, Wedau oder Bissigheim etwa. Im Norden befindet sich das weniger behagliche Marxloh, das es zu bundesweiter Bekanntheit gebracht hat. Auch Hochfeld ist problematisch.

Jobs in Duisburg: Der Arbeitsmarkt

Bei 12,8 Prozent lag die Arbeitslosenquote in Duisburg im Juli 2020. Ein Jahr zuvor betrug sie 10,9 Prozent. Im Februar 2016 aber wies die Agentur für Arbeit sogar noch 13,5 Prozent aus.

Das Schlusslicht im Ruhrgebiet ist Duisburg nicht. In Gelsenkirchen ist die Arbeitslosenquote im Juli 2020 auf 16,0 Prozent hochgeschnellt. In Herne liegt sie bei 12,7 Prozent, in Hagen bei 12,4 Prozent und in Dortmund bei 12,0 Prozent. Einzig Mülheim an der Ruhr befindet sich mit 8,9 Prozent im einstelligen Bereich.

Einen hohen Anteil hat die Zeitarbeit. Viele der sozialversicherungspflichtig Beschäftigen in Duisburg sind Zeitarbeiter. Bei einer Konjunkturdelle (oder Pandemie) gehen diese Jobs erfahrungsgemäß am schnellsten verloren.

Jobs Duisburg: Einstiegsgehälter und Gehaltsniveaus

Die Gehälter sind in Duisburg höher, also so mancher vermuten würde. Bei einer Vollzeitstelle in Duisburg kann man mit 3.467 Euro brutto im Monat rechnen. Das ist der Medianwert, den die Bundesagentur für Arbeit ausgerechnet hat.

In Essen beträgt er 3.451 Euro, in Dortmund 3.315 Euro, in Gelsenkirchen 3.242 Euro. Mit dem südlichen Nachbarn Düsseldorf, der auf 3.882 Euro kommt, kann Duisburg allerdings nicht mithalten.

Alle Vollzeitarbeitnehmer, die in Duisburg wohnen (aber nicht zwangsläufig auch in Duisburg arbeiten), kommen auf 3.249 Euro.

Die wichtigsten Arbeitgeber in Duisburg

Hier winken Jobs in Duisburg – diese Unternehmen schaffen Stellen in Duisburg:

  • ThyssenKrupp Steel Europe
  • Hamborner Reit AG (Immobilien)
  • Klöckner (Stahlhandel)
  • Duisport – Duisburger Hafen AG
  • ArcelorMittal (Stahl)
  • Caramba Chemie
  • Contargo (Logistik)
  • CWS-boco International (Hygiene, Arbeitskleidung)
  • Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft
  • Franz Haniel und Cie. (Investmentholding)
  • Grillo-Werke (Metall, Chemie)
  • HTI-Gruppe (Handel)
  • Havi Logistics
  • Hövelmann (Getränke, Logistik)
  • Hüttenwerke Krupp Mannesmann (Stahl)
  • Imperial Logistics
  • Imperial Shipping Group (Logistik)
  • Klöckner und Co. (Stahl, Metall)
  • König Brauerei
  • Krohne Messtechnik
  • Mitsubishi Hitachi Power Systems Europe (Anlagen- und Maschinenbau)
  • Panopa Logistik
  • PCC SE (Logistik)
  • Sachtleben Chemie
  • Schauinsland-Reisen
  • Siemens Energy
  • Sparkasse Duisburg
  • Stadtwerke Duisburg
  • Volksbank Rhein-Ruhr
  • Westspiel (Glücksspiel)
  • Wirtschaftsbetriebe Duisburg
  • Xella (Baustoffe, Dämmstoffe)
  • Aldi Süd (Einzelhandel)
  • AWO Duisburg (Wohlfahrt)
  • Evangelisches Klinikum Niederrhein
  • Mercedes-Benz Rhein-Ruhr (Automobilhandel)
  • Universität Duisburg-Essen
  • Rewe (Logistikzentrum)
  • Deutsche Bahn
  • Jumedi (E-Health)

Stellen Duisburg: Karriereaussichten und Wirtschaft

Früher war Duisburg Stahlstadt. Heute ist Duisburg vor allem ein Logistikstandort. Im Bereich Verkehr und Lagerei arbeiten 8,4 Prozent aller Beschäftigten. In ganz Nordrhein-Westfalen sind es 5,3 Prozent.

Und noch eine Zahl zeigt, dass Dienstleistungsjobs in Duisburg im Kommen sind – und die Arbeiterjobs nach und nach verschwinden. Seit der Finanzkrise 2008 brach der Anteil des produzierenden Gewerbes an der Bruttowertschöpfung in Duisburg um 25,5 Prozent ein.

Duisburg ist eine junge Stadt. Zwischen 2014 und 2017 verringerte sich das Durchschnittsalter von 44,0 auf 43,5 Jahre – hauptsächlich durch den Zuzug von außerhalb. Allerdings beherbergt Duisburg landesweit die meisten Menschen ohne Berufsabschluss. 40,6 Prozent haben keinen Abschluss – so viele wie in keiner anderen Stadt in Nordrhein-Westfalen. Folgerichtig ist auch die Akademikerquote gering. Ebenfalls auffällig: Nur 41,1 Prozent der Frauen arbeiten. In Bochum sind es mit 48,1 Prozent deutlich mehr.

Im Städteranking 2019 von IW Consult liegt Duisburg weit hinten. Von 71 untersuchten Städten rangiert man auf Platz 68. Schlechtere Rahmenbedingungen haben nur Bremerhaven, Herne und Gelsenkirchen. Ein Lichtblick: Die Zahl der Ingenieure ist relativ hoch – was auch an der Nähe zur Universität Duisburg-Essen liegt.

Im Prognos-Zukunftsatlas 2019 belegt Duisburg Platz 317 von 401 Städten und Regionen in Deutschland. In der Unterkategorie Arbeitsmarkt liegt Duisburg auf Rang 312.

Jobs Duisburg Hafen

jobs duisburg stellenangeboteViele Jobs in Duisburg sind nah am Wasser gebaut. Der Duisburger Hafen ist ein Drehkreuz für die europäischen Wasser- und Handelswege. Jobs in Duisburgs Logistikbranche gibt es für Akademiker und Arbeiter, zum Beispiel für:

Jobs in Duisburg: Kosten, Lebenshaltung, Mietpreise

Eine teure Stadt ist Duisburg nicht. Wer in Duisburg 50.000 Euro im Jahr verdient, bräuchte in München über 80.000 Euro, um auf den gleichen Lebensstandard zu kommen. So sagt es der Vergleich von Financescout24. In Düsseldorf müssten es schon 62.000 Euro sein, um sich das Gleiche leisten zu können.

Die Nettokaltmiete in Duisburg lag im Jahr 2019 bei lediglich 6,10 Euro pro Quadratmeter. Zehn Jahre zuvor betrug die Medianmiete in Duisburg 5,00 Euro pro Quadratmeter. Median bedeutet: Die eine Hälfte liegt oberhalb dieses Wertes, die andere darunter. Der Mietpreisanstieg von 22 Prozent innerhalb von zehn Jahren fiel im Vergleich zu anderen Städten sehr moderat aus. Das besagt ein Vergleich von Immowelt.

In Münster stiegen die Mieten im gleichen Zeitraum um 40 Prozent, in Düsseldorf um 36 Prozent und in Dortmund um 37 Prozent. Am anderen Ende des Spektrums befindet sich Hagen. Hier gingen die Preise von 2009 bis 2019 nur um 17 Prozent nach oben – auf nunmehr 5,50 Euro pro Quadratmeter.

Stelle Duisburg: Kontaktdaten und Servicestellen

Sie wollen sich in Duisburg selbstständig machen, Ihre Steuererklärung abgeben oder Jobs in Duisburg suchen? Die wichtigsten Servicestellen hat Karrieresprung übersichtlich für Sie zusammengefasst. Hier gibt’s Jobs in Duisburg:

  • Ihr Finanzamt in Duisburg finden Sie hier.
  • Das Jobcenter Duisburg finden Sie hier.
  • Die Niederrheinische IHK finden Sie hier.
  • Die Kreishandwerkerschaft Duisburg finden Sie hier.
  • Jobs in Duisburg finden Sie in unserer Jobbörse.
[Bildnachweis: saiko3p by Shutterstock.com]

Vorstellungsgespräch Vorbereitung: Fragen, Antworten und alle Tipps

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Je näher der große Termin rückt, desto größer die Anspannung. Vom Bewerbungsgespräch hängt ab, ob die Stelle näher kommt oder nur ein Wunschtraum bleibt. Besser, Sie bereiten sich gut auf Fragen, Antworten, Selbstpräsentation und Rückfragen vor. Falsch machen können Bewerber eine Menge. Wer sich gut präpariert, reduziert indes die Risiken erheblich. Vorstellungsgespräch Vorbereitung: Warum es sich für Sie lohnt…

Vorstellungsgespräch Vorbereitung: Gründe

Sie haben eine Einladung zum Vorstellungsgespräch erhalten – herzlichen Glückwunsch! Die erste Hürde haben Sie damit übersprungen. Sie zählen zur Elite – wenigstens zur Elite in Ihrer Bewerber-Kohorte. Ja, das ist ein Erfolg.

Aber einer, der wertlos bleibt, wenn auf ihn nicht der Arbeitsvertrag folgt. Darum ist gerade jetzt wichtig, bei aller Freude die Spannung zu halten.

Der schwierigste Part kommt erst noch: Nur wer im Bewerbungsgespräch überzeugt, hat reelle Chancen auf die Stelle. Eine klägliche Performance und Sie sind draußen.

Doch das muss nicht sein. Man kann und sollte sich auf ein Vorstellungsgespräch vorbereiten – und die eigenen Chancen so drastisch erhöhen. Eine gründliche Vorbereitung aufs Vorstellungsgespräch ist vor allem für unerfahrene Bewerber wichtig, welche noch nicht so häufig oder sogar noch nie in einem Jobinterview saßen. Wenn sie die Nervosität übermannt, können Aussetzer oder idiotische Rückfragen die Folge sein. Negativ!

Es gibt auch Kandidaten, die ihre Unruhe im Bewerbungsgespräch wegquasseln wollen. Was häufig in die Hose geht. Wer irrelevante Informationen aneinanderreiht oder persönliche Anekdoten preisgibt, redet sich mitunter um Kopf und Kragen. Ein High Potential hört sich anders an. So kommt es jedenfalls beim Personaler an.

Betretenes Schweigen ist allerdings auch keine Lösung. Wenn Sie nicht mehr weiter wissen und die Zähne kaum auseinanderkriegen, wird Ihr Gegenüber Zweifel an Ihren Führungsqualitäten bekommen.

Nein, Sie wollen souverän auftreten. Nicht zu viel reden, nicht zu wenig, sondern in der richtigen Dosierung. Selbstsicher auftreten, kluge Rückfragen stellen, mit Fachwissen glänzen und mit ruhiger Stimme.

Aber keine Sorge: Erstens kriegen Sie das mit einer guten Vorbereitung aufs Vorstellungsgespräch hin. Und zweitens erwartet niemand Perfektion von Ihnen. Wir zeigen Ihnen, wie sie sich perfekt aufs Bewerbungsgespräch vorbereiten…

Vorstellungsgespräch vorbereiten: Ablauf

Um sich angemessen aufs Vorstellungsgespräch vorbereiten zu können, müssen Sie zuerst die typischen Phasen eines Jobinterviews kennen. Wie läuft es normalerweise ab? Worauf kommt es an?

Ein gutes Vorstellungsgespräch dauert in der Regel 45 bis 60 Minuten. Meist gliedert sich das Gespräch in fünf Phasen, die fließend ineinander übergehen. Vorstellungsgespräch Vorbereitung: Diese 5 Phasen kommen auf Sie zu…

  • Begrüßung und Smalltalk

    Fester Händedruck, Guten Tag sagen und dabei Blickkontakt halten. Sie stellen sich namentlich vor, lächeln am besten dazu. Dies ist der erste – nicht ganz – unwichtige Schritt auf dem Weg zum Job. Der erste Eindruck ist bekanntlich nicht ganz unwichtig.

    Rumpeln Sie nicht wie Hans Dampf ins Gesprächszimmer, aber gehen Sie auch nicht mit eingesunkenen Schultern und gebeugter Haltung hinein. Selbstbewusst, aber nicht großspurig auftreten. Dass Sie nicht sofort mit dem Geschäftlichen loslegen, versteht sich eigentlich von selbst.

    Wie war die Fahrt? Haben Sie uns auf Anhieb gefunden? Wie geht es Ihnen? Ein, zwei Sätze smalltalken – darauf sollten Sie sich einstellen, auch wenn Sie Smalltalk in Wahrheit verabscheuen. Seien Sie freundlich und bleiben Sie ruhig und gelassen.

  • Vorstellung

    Als Nächstes wird Sie Ihr Gesprächspartner auffordern, etwas über sich zu erzählen. Wer sind Sie? Was haben Sie bisher so gemacht? Welche Erfolge bedeuten Ihnen etwas?

    Ihre Selbstpräsentation sollte aber keine Nacherzählung des Lebenslaufes sein, sondern sich auf die Stationen und Aspekte beschränken, die wirklich relevant sind. Setzen Sie Schwerpunkte. Die Basisinfos kennen Ihre Interviewer schon aus Ihren Bewerbungsunterlagen.

    Im Übrigen ist die Selbstpräsentation prädestiniert dafür, sie vorher vor dem Spiegel einzuüben. Wie aufgesagt sollte sie aber nicht klingen.

  • Firmenpräsentation

    Nach Ihnen ist der Arbeitgeber an der Reihe. Auch er stellt sich kurz vor. Was macht er, wo will er hin, was erwartet er von Ihnen?

    Das meiste sollten Sie bereits aus der Vorabrecherche wissen. Trotzdem nicht abschalten! Sonst schlussfolgert der Interviewer womöglich, dass Sie kein guter Zuhörer sind. Der sollten Sie aber sein, um einen guten Job machen zu können.

    Wenn Sie kluge Verständnisfragen stellen, zahlt das auf Ihr Punktekonto ein. Aber: Den Interviewer nicht unterbrechen und keine Banalitäten oder Selbstverständlichkeiten abfragen – und andererseits auch nicht ZU tief ins Detail gehen.

  • Rückfragen

    Irgendwann kommt der Moment, wo der Interviewer Sie fragt: Haben Sie noch Fragen an uns? Goldene Regel: Immer mit Ja antworten.

    Andernfalls scheinen Sie kein ausgeprägtes Interesse am Unternehmen zu haben. Sie können sich bei der Vorbereitung aufs Vorstellungsgespräch einige gute Rückfragen einprägen und je nach Gesprächsverlauf die passendsten aus dem Hut zaubern.

  • Abschluss

    Auch nach dem Ende des Gesprächs können Bewerber noch eine ganze Menge falsch machen. Sich nicht bedanken zum Beispiel.

    Geben Sie dem Interviewer die Hand und bedanken Sie sich für die Zeit, die er sich für Sie genommen hat. Blickkontakt nicht vergessen.

    Außerdem können Sie sich nach dem weiteren Verlauf erkundigen. Wann dürfen Sie mit einer Antwort rechnen? Das offenbart Ihr Interesse – und hilft Ihnen bei der weiteren Planung.

Vorstellungsgespräch Vorbereitung: 8 Tipps

Die meisten Vorstellungsgespräche ähneln sich im Aufbau. Viele Fragen wiederholen sich. Diese Erkenntnis sollte Ihnen schon helfen, die größte Nervosität abzuschütteln und sich gut aufs Jobinterview vorbereiten zu können.

Aber: Erwarten Sie das Unerwartete! Der Personaler könnte Sie auch mit kniffligen Brainteasern kitzeln oder plötzlich in eine andere Sprache wechseln – in eine, in der Sie sich in Ihrer Bewerbung als verhandlungssicher eingestuft haben.

Vorstellungsgespräch Vorbereitung: Wenn Sie die folgenden Tipps beherzigen, sind Sie optimal aufs Bewerbungsgespräch vorbereitet…

  1. Recherche

    Die wichtigsten Informationen sollten sitzen. Was produziert das Unternehmen bzw. welche Dienstleistung bietet es an? Wofür ist es bekannt? Welche Standorte und wie viele Mitarbeiter hat es und wann wurde es (ungefähr) gegründet?

    Dass Siemens kein Startup und Zalando kein alteingesessener Mittelständler ist, sollten Bewerber schon wissen. Je mehr Informationen Sie sammeln, desto besser.

    An die Infos kommen Sie heute glücklicherweise sehr leicht. Googeln Sie das Unternehmen, suchen Sie in Google News. Recherchieren Sie in sozialen Medien wie Facebook, Twitter, Youtube und Instagram. Informieren Sie sich in Business-Netzwerken wie Xing oder Linkedin und werfen Sie einen Blick in Bewertungsportale wie Kununu und Glassdoor.

  2. Selbstpräsentation

    Mit der Selbstpräsentation beschreiben Sie sich, Ihren Werdegang und Ihre Kompetenzen.

    Die Selbstpräsentation sollten Sie auf jeden Fall vorbereiten und mehrmals üben. So wissen Sie auch, ob sie zu kurz oder zu lang ist. Länger als fünf Minuten sollte sie nicht dauern. Zwei, drei dahingeworfene Sätze sind hingegen zu wenig.

    Wichtig ist, dass der Personaler erkennt, was Sie können, was Sie schon geleistet haben, was Sie wollen – und DASS Sie wollen. Dazu bringen Sie am besten prägnante Beispiele, die Ihre Stärken und bisherigen Erfolge veranschaulichen.

    Bleiben Sie nicht zu abstrakt – und nehmen Sie unbedingt den einen oder anderen Aspekt mit auf, der aus Ihrem Anschreiben und Lebenslauf nicht hervorgeht. So wecken Sie neues Interesse.

  3. Bewerbungsunterlagen

    Ein Punkt, den Sie nicht unterschätzen sollten: Schauen Sie sich vor dem Jobinterview Ihre Bewerbung noch einmal ganz genau an. An welcher Stelle könnten Rückfragen auftauchen? Was sagen Sie dann?

    Außerdem sollten Sie Ihren Lebenslauf genau kennen. Klingt blöd, ist aber so. Angenommen, der Personaler fragt Sie nach dem Praktikum damals im Reisebüro. Wenn Ihnen dazu nicht mal zwei Sätze einfallen, wirkt das nicht gerade überzeugend.

    Auch Ihre IT-Kenntnisse sollten Sie belegen. Wenn im Lebenslauf steht, dass Sie Javascript beherrschen, dann will Ihr Gegenüber vielleicht wissen, wie und wann Sie sich die Programmiersprache angeeignet haben.

  4. Fragen

    Die typischen Gesprächsphasen haben Sie schon kennengelernt. Jetzt fehlen noch die typischen Personalerfragen. Klar, dass sich niemand jedes Mal aufs Neue originelle Fragen überlegt. Meist greift man zum Multitool aus dem Werkzeugkasten.

    Wenn Sie die häufigsten Fragen kennen, können Sie sich darauf vorbereiten. Diese Fragen zählen zu den beliebtesten im Bewerbungsgespräch:

    • Warum sollten wir Sie einstellen?
    • Warum wollen Sie den Job überhaupt?
    • Was können Sie, was andere nicht können?
    • Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
    • Warum haben Sie Ihren alten Job gekündigt?
    • Was wissen Sie über uns?
    • Was wissen Sie über unsere Branche?
    • Wie hoch war Ihr letztes Gehalt?
    • Was wollen Sie bei uns verdienen?
    • Was sind Ihre Stärken?
    • Was sind Ihre Schwächen?
    • Wie würden Ihre Freunde Sie beschreiben?
    • Was waren Ihre größten Erfolge?
    • Worauf waren Sie zuletzt stolz?
    • Welche Eigenschaft fehlt Ihnen?
    • Was erwarten Sie von einem Unternehmen?
    • Was war der größte Fehler, den Sie bisher begangen haben?
    • Wie motivieren Sie sich?
    • Wie muss ich mir Ihren Arbeitsstil vorstellen?
    • Wie gehen Sie mit Kritik um?
    • Was wollen Sie in den ersten 30 Tagen im neuen Job unternehmen?
    • Wie definieren Sie Erfolg?
  5. Körpersprache

    Sie können stundenlang vor dem Spiegel üben und reden, reden, reden. Es wird Ihnen nichts nützen, wenn Ihre Körpersprache mies ist.

    Rücken gerade, Spannung annehmen. Blickkontakt aufnehmen und halten. Viel lächeln. Und vermeiden Sie es, mit den Händen herumzuspielen. Das vermittelt Nervosität.

    Kann man alles üben. Setzen Sie sich vor den Spiegel und trainieren Sie. Oder machen Sie ein Rollenspiel mit Freunden und lassen sich Feedback geben. Es hilft Ihnen bei der Vorbereitung auf das Vorstellungsgespräch.

  6. Rückfragen

    Elementar wichtig: Rückfragen vorbereiten. Wenn der Interviewer Sie danach fragt, sollten Sie unbedingt zwei oder drei passende Rückfragen parat haben. Haben Sie die nicht, wirkt dies lustlos und desinteressiert. Schlecht!

    Allerdings sollte es sich um kluge Rückfragen handeln. Den Spruch „Es gibt keine dummen Fragen“ können Sie getrost in den Müll werfen. Denn die gibt es! „Was macht Ihr Unternehmen genau“ wäre so eine. Oder: „Wie lange muss ich warten, bis ich Urlaub nehmen kann?“

    Stellen Sie Fragen, die zum Gesprächsverlauf und zur Situation passen und die Sie tatsächlich interessieren. Ein Beispiel: Warum sind Sie eigentlich noch nicht in China aktiv?

    Hier finden Sie alle Infos, Tipps und über 100 Rückfragen fürs Vorstellungsgespräch.

  7. Dresscode

    Zu einer guten Vorbereitung gehört natürlich auch die Wahl der richtigen Kleidung. Welche Klamotten die richtigen sind, hängt immer auch vom Unternehmen und der Branche ab.

    Faustregel: In konservativen Branchen (z.B. Finanzen) seriöser anziehen, in progressiven weniger förmlich (z.B. Werbung). In Zeiten von Innovation Labs und Startup-Kultur verschwimmen allerdings die Grenzen, was die Kleiderwahl schwieriger macht.

    Wichtig ist, dass Sie sich in Ihrem Outfit wohl fühlen und sich keinen offensichtlichen Lapsus leisten. In diese Kategorie fallen Flecken auf dem Jacket, Löcher in den Socken oder ein faltenverseuchtes Hemd.

    Hier finden Sie alle Infos und Tipps zum Dresscode Bewerbung.

  8. Routenplanung

    Die beste Vorbereitung aufs Vorstellungsgespräch nützt nichts, wenn Sie eine Viertelstunde zu spät aufkreuzen. Pünktlich sein ist Pflicht!

    Planen Sie also auch die Anreise – und einen Puffer – ein. Droht Staugefahr auf der Strecke? Wie ist die Zugverbindung? Wann muss ich losfahren? Wer ohne Hektik am Ziel ankommt, ist zudem ausgeruhter und gelassener.

  9. Vorstellungsgespräch vorbereiten: Videointerview

    Jobinterviews per Skype und Co. gehören in vielen Unternehmen zum Standardprogramm. Als Bewerber sollten Sie sich umfassend auf ein Videointerview vorbereiten, um die nächste Runde zu erreichen – das Vor-Ort-Interview, Assessment Center oder die unmittelbare Stelle.

    Diese Punkte sind bei der Vorbereitung aufs Vorstellungsgespräch per Video wichtig:

    • Technik

      Sparen Sie nicht am falschen Ende und investieren Sie in gutes Equipment. Laptop, Webcam, Mikro, Headset usw. Wenn Ton und Bild von guter Qualität sind, erscheinen Sie im besten Licht und beweisen überdies IT-Kompetenz. Die Elektronik können Sie, wenn Sie den Job bekommen, hinterher auch im Home Office gut gebrauchen.

    • Ruhe

      Beseitigen Sie alle Stör- und Lärmquellen. Geräte aus. Fernseher, Radio und Smartphone nicht nur auf lautlos, sondern ganz abschalten. Alle Fenster schließen, um Straßenlärm draußen zu halten. Ziehen Sie sich in ein ruhiges Zimmer zurück. Andernfalls leiden das Gespräch und Ihre Konzentration.

    • Hintergrund

      Stellen Sie Ihr Laptop vor einem neutralen Hintergrund auf, einer weißen Wand etwa. Rumpelkammer oder Schlafzimmer sorgen nicht für eine produktive Gesprächsatmosphäre. Bitte keine peinlichen Bilder an der Wand oder ein vermüllter Schreibtisch im Vordergrund. Ein kleiner Trick könnte hingegen sein, das Laptop vor dem Bücherregal oder der Schallplattensammlung aufzustellen.

    • Unterlagen

      Breiten Sie die wichtigsten Unterlagen vor oder neben sich aus – so, dass sie der Interview nicht sieht. Zum Beispiel Ihren Lebenslauf oder die Key Facts über das Unternehmen. So können Sie sich im Notfall Fakten und Details in Erinnerung rufen und kommen besser durchs Gespräch.

    • Kleidung

      Legen Sie die Kleidung an, mit der Sie auch zum Vorstellungsgespräch vor Ort gegangen wären. Ein förmliches Outfit macht Sie wacher, sorgt zumindest im Unterbewusstsein dafür, dass Sie das Jobinterview ernst nehmen. Abgesehen davon sieht der Interviewer Sie und Ihre Klamotten über Video ja auch – nur eben nicht alle.

    • Training

      Wenn Sie noch nie ein Vorstellungsgespräch per Video geführt haben, sollten Sie es vorher einmal üben. Mit Freunden, Kommilitonen oder Verwandten. Lassen Sie sich von Ihnen über Skype (oder einen anderen Dienst) anrufen und spielen das Gespräch einmal durch. Hinterher sammeln Sie Feedback über Gestik, Mimik, Inhalte – und haben noch genügend Zeit für Optimierungen.

    Vorstellungsgespräch vorbereiten: Tabuthemen

    Vorstellungsgespräch vorbereiten – diese Themen sprechen sie im Bewerbungsgespräch lieber nicht an…

    • Privates

      Was Sie privat so treiben, kann später Gesprächsstoff im Flurfunk werden. Aber nicht schon im Vorstellungsgespräch.

      Erstens geht es Ihren Arbeitgeber nichts an. Zweitens ist die Wahrscheinlichkeit sehr gering, mit einem Hobby zu punkten. Das können Sie nur, wenn der Interviewer zufällig das Gleiche hat. Vielleicht finden Sie das ja vorher heraus…

    • Kündigung

      Dass Sie gekündigt wurden, sollten Sie nur zugeben, wenn Sie danach gefragt werden. Ehrlich bleiben! Dann können Sie auch versuchen, die Geschehnisse zu relativieren. Dass Sie Opfer von Sparmaßnahmen wurden oder dass es sich um eine betriebsbedingte Kündigung handelte (sofern wahr).

      Aber die Kündigung proaktiv ins Gespräch einbringen? Nein, das ist keine gute Idee. Wenn Ihre Kündigung zur Sprache kommt, sollten Sie in jedem Fall darauf hinweisen, dass Sie aus der Episode gelernt und sich weiterentwickelt haben.

    • Geld

      Es ist nicht ungewöhnlich, dass im Vorstellungsgespräch über Geld geredet wird. Dies sollte aber stets vom Personaler ausgehen. Wie sind Ihre Gehaltsvorstellungen? Dann können Sie Ihre Sicht der Dinge darlegen.

      Aber kommen Sie nicht selbst auf das Thema zu sprechen. Nach dem Motto: Wann reden wir denn endlich mal über die Bezahlung? Und bekomme ich eigentlich auch Diensthandy und Dienstwagen? Sie scheinen es nur aufs Geld abgesehen zu haben – das kann keinem Arbeitgeber gefallen.

    • Lästereien

      Die Verlockungen sind groß und zahlreich. Wie gerne würde man dem undankbaren Ex-Chef und den tratschsüchtigen Ex-Kollegen eins reinwürgen? Privat können Sie das gerne mal tun.

      Aber auf geschäftlicher Ebene gilt: Professionell bleiben. Und Lästereien sind unprofessionell und fallen negativ auf einen zurück. Goldene Regel: Reden Sie NIE schlecht über ehemalige Arbeitgeber und Kollegen! Sie müssen sie ja andererseits auch nicht gleich in den Himmel loben…

    Vorstellungsgespräch Vorbereitung: Fehler vermeiden

    Nicht jeder Fehler lässt sich vermeiden. Die kleinen sind auch gar nicht tragisch. Die großen hingegen können Ihren Masterplan vom neuen Job durchkreuzen.

    Vorstellungsgespräch Vorbereitung – diese Fehler sollten Sie vermeiden…

    • Blick auf die Uhr: Ist Ihnen langweilig? Oder das Gespräch unangenehm? Oder haben Sie heute noch ein anderes Jobinterview im Kalender? Egal, warum Sie den Drang verspüren, auf die Uhr an der Wand oder am Handgelenk zu schauen: Tun Sie’s nicht!
    • Handy klingeln lassen: OK, mit ein wenig Toleranz kann man ein klingelndes Handy verzeihen. Jeder kann mal vergessen, es auszumachen oder auf lautlos zu stellen. Aber es klingeln lassen, ostentativ auf das Display schauen, um zu wissen, wer gerade anruft oder womöglich noch kurz rangehen – nein, das geht gar nicht.
    • Dummes Zeug labern: Ein bisschen talken, ein bisschen plaudern, ein bisschen schnacken – ja klar, Smalltalk kann ein Eisbrecher sein. Aber texten Sie sich während des eigentlichen Bewerbungsgesprächs nicht um Kopf und Verstand. Wenn Sie ständig vom Hölzchen aufs Stöckchen kommen und lauter saublöde Anekdoten zum Besten geben, denkt Ihr Gegenüber, Sie hätten nicht mehr alle Latten am Zaun. Wahrscheinlich zurecht.
    • Überheblich auftreten: Ja, der Arbeitsmarkt ist heute ein Bewerbermarkt – in vielen Branchen jedenfalls. Einen arroganten Pinkel will trotzdem niemand in seinem Team haben. Niemand ist unersetzlich, egal, wie groß der Fachkräftemangel auch sein mag. NIEMAND, nicht mal Steve Jobs. Apple geht es schließlich immer noch blendend…

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    [Bildnachweis: fizkes by Shutterstock.com]

    Vorstellungsgespräch Fragen: 100 Fragen, Antworten, Beispiele

    Die gute Nachricht ist: Sie haben die erste Hürde der Bewerbung genommen und wurden zum Vorstellungsgespräch eingeladen. Die zweite gute Nachricht: Dieses Interview ist in erster Linie ein Kennenlerngespräch. Dennoch wird man Ihnen im Vorstellungsgespräch Fragen stellen – auch unangenehme. Der Personaler prüft dabei, ob sein schriftlicher Eindruck von Ihnen als Kandidat stimmt. Aber auch Sie als Bewerber können per Rückfragen abklopfen, ob die Stelle und Unternehmenskultur zu Ihnen passen. Um daraus ein konstruktives Gespräch zu machen, ist eine gute Vorbereitung das A und O. Genau dabei hilft auch die folgende Übersicht der häufigsten Fragen im Vorstellungsgespräch, die (natürlich nicht alle auf einmal) auf Sie zukommen können. Zumindest auf manche davon sollten Sie aber ein paar gute Antworten wissen…

    Vorstellungsgespräch: 100 Fragen

    Fragen gehören zu einem Vorstellungsgespräch wie der Hafen zu Hamburg. Nicht auf jede können Sie sich als Bewerber vorbereiten. Allemal sinnvoll aber ist es, sich für die typischen Fragen im Vorstellungsgespräch zu wappnen.

    Die Evergreens tauchen nämlich immer wieder auf. Die meisten Fragen im Vorstellungsgespräch drehen sich um…

    • Stärken und Schwächen
    • Motivation
    • Arbeitsweise
    • Persönlichkeit
    • Cultural Fit

    Für diese Themenbereiche können Sie sich vorab griffige Antwortstrategien zurechtlegen. Auswendig lernen sollten Sie Ihre Antworten natürlich nicht. Das ist nicht praktikabel und auch nicht erstrebenswert. Aber die grobe Richtung, in die Sie eine Antwort lenken wollen, dürfen Sie vorab ruhig festlegen.

    Bei manchen Fragen wiederum ist dies kaum möglich. So gibt es auch Stress-, Spontanitäts- oder Fangfragen, mit denen Sie der Interviewer aus der Reserve locken will. Hier sind Improvisation und schnelle Auffassungsgabe erforderlich. Strategien, um erhobenen Hauptes aus der Nummer herauszugehen, gibt es indes sehr wohl.

    Auf Sie kommen jedenfalls allerhand Fragen im Vorstellungsgespräch zu, für die Sie eine akzeptable bis sensationell gute Antwort finden sollten. Die folgende Auswahl listet 100 typische Fragen im Vorstellungsgespräch auf, die natürlich nie alle auf einmal gestellt werden. Auswendig lernen also zwecklos! Weil das Unsinn wäre, gibt es auch keine passenden Antworten dazu. Personaler erkennen Standardantworten sofort – und hassen sie.

    Dennoch können Sie sich mit diesen Fragen gut vorbereiten und zur Anregung nutzen, darüber nachdenken. Die Fragen liefern nicht nur gute Denkanstöße, um sich auf das Bewerbungsgespräch einzustimmen, sondern auch, um im Vorfeld zu prüfen, ob und warum Sie den Job überhaupt wollen.

    Vorstellungsgespräch Fragen – einige der folgenden kommen mit großer Wahrscheinlichkeit auf Sie zu…

    Vorstellungsgespräch: Fragen zur Gesprächseröffnung

    Eine typische Frage, mit der der Interviewer das Bewerbungsgespräch eröffnet, lautet so:

    Erzählen Sie doch mal etwas über sich. Wer sind Sie?

    Hier kommt es vor allem auf die Art und Weise an, mit der Sie antworten. Ihr Gesprächspartner gewinnt einen ersten Eindruck über Ihre rhetorischen und kommunikativen Skills, sieht Ihre Mimik und Gestik. Antworten Sie in jedem Fall nicht wie aufgesagt. Humorvoll, aber selbstbewusst. Und erzählen Sie nicht Ihr Leben in chronologischer Reihenfolge nach – langweilig! Wieso beginnen Sie nicht mit einem Knalleffekt? Mit etwas, das Interesse beim Gegenüber weckt. Generell können sich Bewerber bei der Beantwortung einer Eröffnungsfrage an diesem Dreiklang orientieren: Ich bin, ich kann, ich will.

    Vorstellungsgespräch Fragen – hier sind weitere zur Gesprächseröffnung:

    • Warum haben Sie sich bei uns beworben?
    • Aus welchem Grund sollten wir Sie einstellen?
    • Was können Sie, was andere nicht können?
    • Wieso sind Sie zu spät? (als reine Provokation)

    Vorstellungsgespräch: Fragen zu Stärken und Schwächen

    Eine typische Frage im Vorstellungsgespräch Frage lautet:

    Was sind Ihre Schwächen?

    Vorbei sind die Zeiten, in denen man mit einer als Schwäche getarnten Stärke – Ungeduld zum Beispiel – auf der sicheren Seite war. Bleiben Sie ehrlich, ohne sich allzu große Blöße zu geben. Tabu sind natürlich Schwächen, die Ihnen den K.o. versetzen würden: Unehrlichkeit, Faulheit, Indifferenz, Rücksichtslosigkeit, Verantwortungslosigkeit. Wählen Sie eine nachgeordnete Schwäche – am besten eine, an der man intensiv arbeiten und sich realistischerweise auch verbessern kann. Reden vor vielen Zuhörern, Englischkenntnisse oder spezielle IT-Kenntnisse könnten akzeptable Schwächen sein.

    Vorstellungsgespräch Fragen – hier sind weitere Fragen zu Stärken und Schwächen:

    • Wo liegen Ihre Stärken?
    • Wo liegen Ihre Schwächen?
    • Was würde Ihr letzter Chef Positives über Sie sagen?
    • Und was würde er Negatives sagen?
    • Welche Weiterbildung würde Ihnen helfen?
    • Welche Ideen oder Projekte haben Sie schon umgesetzt?
    • Was haben Sie aus Ihrem größten Fehler gelernt?
    • Welche drei positiven Charaktereigenschaften würden Sie sich wünschen?
    • Wann haben Sie Überdurchschnittliches und wann Unterdurchschnittliches geleistet?
    • Wie haben Sie sich gefühlt, als Sie für Ihre Arbeit kritisiert worden sind?
    • Womit haben Sie bei anderen Menschen Probleme?
    • Wovor haben Sie Angst?
    • Was ist Ihr größter Erfolg, der nichts mit Ihrem Beruf zu tun hat?
    • Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
    • Wie soll Ihre Karriere im besten Fall verlaufen?
    • Was muss ich sonst noch über Sie wissen?
    • Welche Träume haben Sie im Leben?

    Vorstellungsgespräch: Fragen zur Motivation

    Eine typische Frage im Vorstellungsgespräch lautet:

    Warum haben Sie sich bei uns beworben?

    Unternehmen wünschen sich Mitarbeiter, die eine hohe Eigenmotivation an den Tag legen und möglichst lange im Unternehmen bleiben. Dies erhöht die Produktivität und reduziert die Fluktuation – und damit die Kosten. Bewerber, die überzeugend darlegen, warum Sie sowohl für die Stelle als auch für das Unternehmen und seine Produkte brennen, sammeln Punkte.

    Vorstellungsgespräch Fragen – hier sind weitere Fragen zur Motivation:

    • Aus welchem Grund wollen Sie Ihre alte Stelle aufgeben?
    • Warum sind Sie immer noch auf der Suche nach einer neuen Stelle?
    • Was möchten Sie in diesem neuen Job erreichen?
    • Wie war Ihr letzter Chef so?
    • Was hat Ihnen an Ihrer alten Stelle überhaupt nicht gefallen?
    • Und was werden Sie vermissen?
    • Sind Sie bereit, für die neue Stelle umzuziehen?
    • Wie hoch war Ihr letztes Gehalt?
    • Welche Gehaltsvorstellungen haben Sie?
    • Kennen Sie unser Unternehmen eigentlich?
    • Was können Sie mir über unsere Branche sagen?
    • Wenn Sie Ihre eigene Stellenbeschreibung für das erste Jahr schreiben müssten, wie sähe die aus?
    • Wenn Sie an meiner Stelle wären, worauf würden Sie bei einem Bewerber achten?
    • Wann wären Sie soweit, dass Sie für unser Unternehmen einen substanziellen Beitrag leisten könnten?
    • Haben Sie noch Fragen?

    Vorstellungsgespräch: Fragen zur Arbeitsweise

    Eine beliebte Frage im Vorstellungsgespräch lautet:

    Was haben Sie getan, als eine Aufgabe zu schwer für Sie war?

    Wichtig sind in diesem Zusammenhang vor allem zwei Eigenschaften: Lernwille und Teamfähigkeit. Als Bewerber müssen Sie nicht Superman mimen, der alles kann. Geben Sie ruhig zu, das Sie bei dieser oder jener Aufgabe Probleme hatten. Wichtig ist nur, dass Sie bereit waren, die Herausforderung anzunehmen. Wenn Sie zum Beispiel signalisieren, dass Sie sich eigens weiterbildeten, um besagte Aufgabe zu meistern, spricht dies eindeutig für Sie. Oder wenn Sie sich intern Hilfe bei einem Kollegen geholt haben. So beweisen Sie Teamwork – und ein Ego, das noch nicht aus dem Ruder gelaufen ist.

    Vorstellungsgespräch Fragen – hier sind weitere Fragen zur Arbeitsweise:

    • Wie muss ich mir Ihren Arbeitsstil vorstellen?
    • Woraus ziehen Sie Motivation?
    • Welche Tools oder Techniken nutzen Sie zur Selbstorganisation?
    • Wie lief das letzte Projekt, an dem Sie gearbeitet haben?
    • Wie schaffen Sie so schnell wie möglich eine Vertrauensbasis in einem neuen Team?
    • Wenn Sie wüssten, dass Sie Ihre Tagesaufgaben unmöglich alle erledigen können, was würden Sie tun?
    • Wie gehen Sie mit Veränderungen um?
    • Was denken Sie, wenn Sie ein „Nein“ als Antwort bekommen?
    • Wenn Sie einen Kollegen kritisieren müssen, wie machen Sie das?
    • Wie gehen Sie damit um, wenn es in Ihrem Team einen Kollegen gibt, der sich auf der Arbeit anderer ausruht?
    • Was haben Sie getan, als eine Aufgabe zu schwer für Sie war?
    • Was werden Sie in den ersten 30 Tagen im neuen Job tun?

    Charakterfragen im Vorstellungsgespräch

    Eine beliebte Frage im Vorstellungsgespräch lautet:

    Worauf sind Sie stolz?

    Hier haben wir es mit einem sogenannten Wertetest zu tun. Sie sollen sich selbst beschreiben – und damit zeigen, wie reflektiert Sie sind. Wichtig ist, dass Sie Selbstbewusstsein demonstrieren, ohne in Selbstbeweihräucherung zu verfallen. Nennen Sie Projekte aus der Vergangenheit, die Sie erfolgreich zu Ende geführt haben und in denen Sie Ihre Stärken voll zur Geltung brachten. Sie dürfen auch gerne ins Privatleben abschweifen. Macht menschlich! Beispiel: Auf meine Tochter bin ich wahnsinnig stolz.

    Vorstellungsgespräch Fragen – hier sind weitere Charakterfragen:

    • Welche Lektion, die Sie in der Schule gelernt haben, war die wichtigste?
    • Und welche, die Sie während des Studiums gelernt haben?
    • Wer hat Sie in Ihrem Leben am meisten geprägt und warum?
    • Welcher Mensch hat Sie verändert?
    • Welche fünf Begriff beschreiben Ihren Charakter am besten?
    • Mit welchen drei Charaktereigenschaften würden Freunde Sie beschreiben?
    • Worauf sind Sie stolz?
    • Was tun Sie, wenn Sie herausfinden, dass Ihr Arbeitgeber etwas Verbotenes tut?
    • Welches Auto fahren Sie?
    • Mit welchen Persönlichkeiten kommen Sie am besten klar?
    • Welchen Manager würden Sie als Vorbild ansehen?
    • Was war die schwerste Entscheidung in Ihrem Berufsleben?
    • Angenommen, Sie bestellen beim Mittagessen ein Steak, englisch. Der Kellner serviert es Ihnen durchgebraten. Wie reagieren Sie?
    • Wie gehen Sie damit um, wenn Sie etwas falsch machen?
    • Was bereuen Sie am meisten?
    • Wenn Sie für jemanden arbeiten müssten, der weniger weiß als Sie, wie würden Sie sich fühlen?

    Vorstellungsgespräch: Fragen zu Kultur und Fitting

    Eine beliebte Frage im Vorstellungsgespräch lautet:

    Welche Eigenschaften zeichnet eine gute Führungskraft aus?

    Am liebsten will man als Bewerber die Eigenschaften nennen, die die Führungskraft, die vor einem sitzt, tatsächlich innehat. Indes: Die kennt man nicht. Stattdessen können Bewerber zunächst Grundtugenden anführen, die sie für unerlässlich halten: Ehrlichkeit, Gewissenhaftigkeit, Fürsorge. Wer einen modernen Führungsansatz mag, der ergänzt, dass eine Führungskraft Mitarbeiter mitnehmen, begeistern und – neudeutsch – empowern sollte. Wer sich in einem konservativen Unternehmen wohler fühlt, der könnte betonen: Orientierung und Richtung geben, Verantwortung übernehmen. Arbeitgeber und Bewerber wollen letztlich beide herausfinden, ob sie kulturell zusammenpassen.

    Vorstellungsgespräch Fragen – hier sind weitere Fragen zum Cultural Fit:

    • Wofür waren Sie in Ihrem alten Job verantwortlich?
    • Was hat Sie an dem Unternehmen interessiert?
    • Wie muss das perfekte Unternehmen für Sie sein?
    • Und wie sieht der perfekte Job für sie aus?
    • Wann war Ihre Zufriedenheit in Ihrem letzten Job am größten?
    • Wird der bessere Chef aus Ihrer Sicht eher geliebt oder gefürchtet?
    • Welche Eigenschaften zeichnen eine gute Führungskraft aus?
    • Und welche sind charakteristisch für eine schlechte Führungskraft?
    • Sagt Ihnen eine strukturierte oder eine unternehmerische Arbeitskultur mehr zu?
    • Würden Sie sich eher als detailverliebt oder als visionär beschreiben?
    • Welche Konflikte haben Sie in Ihren bisherigen Jobs schon ausgetragen?
    • Beschreiben Sie mir bitte den Unterschied zwischen gut und außergewöhnlich.
    • Angenommen, Ihr Chef verlangt etwas von Ihnen, von dem Sie nicht überzeugt sind, was tun Sie?

    Vorstellungsgespräch: Fangfragen zu Social Media

    Eine Fangfrage im Vorstellungsgespräch könnte lauten:

    Warum sind Sie in den sozialen Medien quasi unsichtbar?

    Eine Fangfrage muss man erstmal als solche erfassen – und verdauen. Lassen Sie sich darum bei der Beantwortung Zeit. Eine spontane Antwort bringt Ihnen gar nichts. Gut möglich, dass der Interviewer zuvor im Netz über Sie recherchiert hat und Sie testen will. Seien Sie darauf vorbereitet. Bewahren Sie kühlen Kopf und verfallen nicht in Hektik oder gar Panik. Sie gewinnen Zeit, indem Sie amüsiert lächeln oder eine Floskel nutzen wie: Hoppla, mit der Frage hatte ich jetzt nicht gerechnet. Das Gleiche gilt im Übrigen für Stress- und Spontanitätsfragen (siehe unten).

    Vorstellungsgespräch Fragen – hier sind weitere Fangfragen:

    • Ein Video im Netz zeigt Sie bei einem Fußballturnier, wie Sie Mitspieler foulen, ohne dass es der Schiedsrichter mitbekommen hat. Setzen Sie sich häufiger über Regeln hinweg, wenn es Ihnen nutzt?
    • Sie schreiben bei Twitter häufig, dass Sie gerade keine Lust haben zu arbeiten. Sind Sie jemand, der stark motiviert werden muss?
    • Sie besitzen laut Ihrer Bewerbung angeblich viele Kontakte in Ihrer Branche, sind aber auf Xing mit sehr wenigen Leuten vernetzt. Wie passt das zusammen?
    • Nach unseren Recherchen waren Sie bei Ihrem früheren Job ständig online und haben lauter Kommentare gepostet. War das in dem Unternehmen erlaubt oder waren sie einfach nicht ausgelastet?
    • Haben Sie schon jemanden in einem Blog mit einem Kommentar persönlich beleidigt? So wie bei diesem Blog, das wir neulich gefunden haben … Wie hieß das noch gleich?
    • Sie sind bei Facebook in einer Gruppe von Frauen, die damit kokettiert, keine Unterwäsche zu tragen. Glauben Sie nicht, dass das unseren Betriebsfrieden stören könnte, wenn unsere Kunden davon erfahren?
    • Bei Facebook sind Sie auf einem Partybild verlinkt, das Sie in einem erbarmungswürdigen Zustand zeigt. Und das war nicht das einzige Bild, das wir gefunden haben. Erklärt das vielleicht die Abschlussnote 3 in Ihrem Bachelor-Studium?
    • Sie haben sich laut Lebenslauf im letzten Sommer weitergebildet. In Ihrem Facebook-Profil habe ich aber nur Urlaubsfotos gefunden. Was für eine Weiterbildung war das?
    • In Ihrem Blog schreiben Sie, dass Sie nicht mit Menschen zusammenarbeiten möchten, die kein deutsch verstehen. Wie schätzen Sie vor dem Hintergrund, dass wir viele internationale Kunden haben, Ihre interkulturelle Kompetenz ein?
    • Bei Instagram folgen Sie fast ausschließlich Pornodarstellerinnen. Kennen Sie die von irgendwoher?

    Vorstellungsgespräch: Spontanitäts- und Stressfragen

    Eine Stressfrage im Vorstellungsgespräch könnte lauten:

    Wie finden Sie mich als Interviewer?

    Bei dieser Frage geht es nicht – oder nur vordergründig – um ein Feedback. Es geht vielmehr darum, ob man Rückgrat und Selbstbewusstsein hat oder zeigt. Wer jetzt in Jubelarien ausbricht und über den grünen Klee lobt, outet sich als Schleimer. Aber überkritisch will man natürlich auch nicht sein. Ein möglicher Ausweg: Wechseln Sie in die Metaebene! Zum Beispiel so: „Ist das eine Fangfrage? Ich würde mich viel lieber mit Ihnen noch über den Job unterhalten…“ Grundsätzlich sollen Stressfragen den Bewerber aus der Ruhe und aus der Deckung bringen. Bleiben Sie cool und lassen sich Zeit. Wichtig ist nicht unbedingt das Ergebnis, zu dem Sie kommen. Wichtig ist der Weg, den Sie einschlagen. Dadurch sieht der Personaler, wie Sie ticken, ob Sie logisch und analytisch denken können.

    Vorstellungsgespräch Fragen – hier sind weitere Spontanitäts- und Stressfragen:

    • Wie häufig überlappen sich die Zeiger einer Uhr am Tag?
    • Wie würden Sie ohne Maßstab ein Flugzeug vermessen?
    • Welche Superkraft hätten Sie, wenn Sie ein Superheld sein könnten?
    • Wenn Sie ein Tier wären, welches Tier wären Sie?
    • An welchem Ort dieser Erde wären Sie jetzt gerade, wenn Sie frei wählen könnten?
    • Wozu dient der Filz auf einem Tennisball?
    • Welche drei Dinge nehmen Sie mit auf eine einsame Insel?
    • Was machen Sie mit einem Lottogewinn?
    • Was machen Sie, um Spaß zu haben?
    • Verkaufen Sie mir diesen Bleistift!
    • Zu welchen 10 Dingen kann man einen Stift noch benutzen?

    Vorstellungsgespräch: Dumme Rückfragen

    Mit den Fragen im Vorstellungsgespräch ist das so eine Sache – und mit den Rückfragen auch. Wer nicht fragt, bleibt dumm. Wer fragt, kann aber auch dumm dastehen. Denn selbstverständlich gibt es auch dumme Fragen, die man im Vorstellungsgespräch als Bewerber tunlichst nicht stellen sollte.

    Nicht so clever wäre es zum Beispiel, eine Frage zu stellen, die man durch einen Klick auf die Firmenhomepage leicht hätte beantworten können. Oder eine Frage, auf die die Antwort im Grunde genommen schon feststeht:

    • Wie ist das Betriebsklima?
      (Kurz: Planet der Affen.)
    • Sind die Kollegen nett?
      (Nein, wir mobben uns alle!)
    • Hat das Unternehmen eine gute Perspektive?
      (Nein, wir melden morgen Konkurs an.)

    Wer so fragt, manövriert sich selbst ins Aus, wirkt unvorbereitet, naiv oder gar dümmlich.

    Ebenfalls unklug: Fragen zu Urlaubs- oder Arbeitszeiten, Zusatzleistungen, Vergünstigungen oder baldigen Gehaltserhöhungen. Die stellen in dieser Phase Ihre Motivation gewaltig in Frage. Monetäres können Sie in einer zweiten Gesprächsrunde oder während der Vertragsverhandlungen immer noch klären. Jetzt wollen Sie erst einmal mit Ihrer Eignung für die Stelle überzeugen.

    Und zum Schluss: Fragen Sie bitte nie am Ende des Gesprächs, wie Sie sich geschlagen haben oder wie Ihre Chancen stehen. So machen Sie sich klein und wirken eben nicht souverän und selbstbewusst.

    Sie sollten im Gegenzug auch keine Arroganz versprühen, aber der Grundtenor muss sein:

    Liebes Unternehmen, das ist Deine Chance, mich einzustellen. Nutze Sie!

    Vorstellungsgespräch: Gute Rückfragen

    Wenn es schon um die eigenen Rückfragen geht, wirkt es wesentlich professioneller, wenn Sie sich während des Bewerbungsgesprächs Notizen machen und hinterher Detailfragen zu Ihrem Einsatzgebiet stellen. Beispiele:

    • Welche Erwartungen stellen Sie im ersten Jahr an mich?
    • Wo soll ich konkret eingesetzt werden?
    • Wie viele Mitglieder das Team?
    • An wen muss ich berichten und wer berichtet mir?
    • Könnte ich mir den Arbeitsplatz vielleicht sogar noch kurz ansehen?

    Dabei dürfen Sie auch ruhig ein wenig nachbohren und nachhaken. Nur übertreiben sollten Sie es nicht. Vor allem aber: Den Spieß umdrehen und dem Personaler die gleichen Fragen stellen, die er zuvor Ihnen gestellt hat („Weshalb sollte ich mich für Ihr Unternehmen entscheiden?“), ist tabu (siehe auch weiter unten „Tabuthemen“).

    Vorstellungsgespräch: Fragen von namhaften Unternehmen

    Vorstellungsgespraech Fragen BeispieleAuf die wenigsten Fragen im Vorstellungsgespräch lautet die korrekte Antwort: Ja oder Nein, richtig oder falsch. Viele Fragen im Bewerbungsgespräch zielen vielmehr darauf, Kreativität, Selbstreflexion und assoziatives Denken des Bewerbers abzufragen.

    Wir zeigen Ihnen, mit welchen Fragen und Killerfragen bekannte Unternehmen Ihre Kandidaten gerne mal konfrontieren:

    • Wenn Sie einen Song wählen könnten, der gespielt wird, sobald Sie einen Raum betreten – welcher wäre es? (Google)
    • Was war der beste Tag Ihres Lebens in den vergangenen vier Jahren? (Apple)
    • Wie würden Sie versuchen, in einer Menschenmenge herauszuragen? (Microsoft)
    • Wie viel Honorar würden Sie verlangen, um alle Fenster in Seattle zu putzen? (Facebook)
    • Wie würden Sie ein Facebook für blinde Menschen entwickeln? (Facebook)
    • An diesem Punkt in Ihrem Leben: Würden Sie lieber lernen oder Geld verdienen? (Google)
    • Wann wollen Sie in den Ruhestand gehen? (Adobe)
    • Wenn Sie mit nur einem Satz in Erinnerung bleiben könnten – wie würde dieser lauten? (Google)
    • Welche Führungskraft verehren Sie am meisten? (Boston Consulting Group)
    • Wie würden Sie den Wert einer Kuh berechnen? (Bain)

    Vorstellungsgespräch Fragen: Tabus

    Im Vorstellungsgespräch gibt es viel zu bereden. Daneben gibt es aber auch das eine oder andere Thema, das man im Bewerbungsgespräch besser nicht zur Sprache bringt. Als da wären:

    1. Geld

      Natürlich sind Ihre Gehaltsvorstellungen ein Thema im Vorstellungsgespräch.

      Aber: Sollte das Angebot Ihres vermeintlichen Neu-Arbeitgebers deutlich unter Ihren Erwartungen zurückbleiben, dann halten Sie sich mit einem Kommentar zurück. Schweigen ist Gold. Wenn Sie Ihren Unmut äußern, schlagen Sie nur eine Tür zu, durch die Sie vielleicht doch noch gehen wollen. Unnötig!

      Strategisch klüger ist es, die Verärgerung einzig Ihren Gedanken zu überlassen. Was Sie tun können: Boni, Dienstwagen oder andere Annehmlichkeiten als Verhandlungsmasse ins Gespräch bringen – und dann zuhause alles in Ruhe abwägen.

    2. Rauswurf

      Sollte Sie im letzten Job eine Kündigung ereilt haben, ist das unangenehm – und kein Fakt, den man im Jobinterview ansprechen möchte. Wenn Sie aber der Personaler gezielt danach fragte, dürfen und sollen Sie zwar nicht lügen.

      Aber möglicherweise können Sie sich mit einer Relativierung behelfen. Es kann ja sein, dass Sie ein Opfer von Sparmaßnahmen oder betriebsbedingten Kündigungen geworden sind. Oder Sie haben sich mit dem Arbeitgeber auf die Kündigung geeinigt, um Arbeitslosengeld beziehen zu können, wussten aber schon länger, dass die Stelle nicht die richtige für Sie war.

      Und: Wenn es Sie schon aufgrund eines groben Fehlers getroffen hat, dann beweisen Sie zumindest Lernfähigkeit. „Ich habe aus dem Fehler gelernt und er würde mir heute nicht noch einmal passieren!“

    3. Privates

      Der Bungeesprung vom letzten Samstag – das ist nichts, was Sie dem Personaler unter die Nase binden sollten. Es sei denn, er fragt Sie danach.

      Grund: Ihre Freizeitaktivitäten gehen ihn schlicht und einfach nichts an.

      Außerdem können Sie damit unter normalen Umständen kaum punkten. Hobbys haben im Vorstellungsgespräch nur etwas zu suchen, wenn sie sich auf eine Fähigkeit beziehen, die im Beruf gefragt oder wichtig ist.

    4. Pleiten

      Auf eigene Misserfolge sollten Sie das Gespräch nicht leiten. Das ist selbsterklärend.

      In diese Kategorie fällt aber auch: nicht schlecht über ehemalige Kollegen, Chefs oder Kunden sprechen. Lassen Sie sich dazu auf gar keinen Fall hinreißen! Es hinterlässt mehr als nur einen faden Beigeschmack. Denn der Personaler denkt als Erstes: Wird er oder sie später auch so über uns reden?

      Besser ist es, positive Erfahrungen hervorzuheben. Was haben Sie Ihrem alten Arbeitgeber zu verdanken? Was haben Sie gelernt? Das zeigt Klasse.

    5. Vorgesetzte

      Das Gleiche gilt auch für ehemalige Vorgesetzte. Sprechen Sie im Jobinterview nicht über deren Schwächen und auch nicht über die Probleme, die Sie mit ihnen hatten!

      Die Stärken Ihres Ex-Chefs dürfen Sie dagegen ruhig herausstellen, wenn es sich anbieten sollte. Und was Sie von ihm oder ihr alles lernen konnten. Hilfreiche Lektionen gibt es ja schließlich auch vom größten Tyrannen. Ansonsten: Schweigen!

    Nun kennen Sie die wichtigsten Vorstellungsgespräch-Fragen – und wissen vielleicht auch schon gute Antworten. Derart vorbereitet sollten Sie das Jobinterview meistern können. Wir wünschen Ihnen viel Erfolg!

    Gratis-Download der Fragenliste

    Vorstellungsgespräch-Fragen-PDF-CoverDie Liste der 100 typischen Fragen im Vorstellungsgespräch unserer Schwesterseite Karrierebibel können Sie sich auch kostenlos als PDF herunterladen, ausdrucken und zur Offline-Vorbereitung nutzen. Zum Beispiel, indem Sie das Personaler-Spielchen mit jobsuchenden Freunde und Bekannten einfach mal spielen. Fragen stellen, antworten lassen und ehrliches Feedback geben.

    Stressfragen Beispiele VorstellungsgesprächZusätzlich haben wir – beziehungsweise Karrierebibel – auch noch typische Stressfragen im Vorstellungsgespräch für Sie zusammengestellt. Es gibt zahlreiche Variationen aber, man kann sie grob in fünf Arten unterteilen: Analogie-Fragen, Fangfragen, Provokationen (die keine Fragen sind), Brainteaser und Trichterfragen. Eine vollständige Checkliste dieser Fragenarten samt einiger Beispiele können Sie sich ebenfalls hier gerne gratis als PDF herunterladen.

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    [Bildnachweis: Sofi photo by Shutterstock.com]

    Bewerben ohne Berufserfahrung: Beispiele, Muster, Formulierungen

    Bewerben ohne Berufserfahrung Formulierungen

    Bewerben ohne Berufserfahrung? Aussichtslos! Diesen Eindruck gewinnen Bewerber beim Blick in die Stellenanzeigen. Die berufliche Erfahrung, die jemand mitbringt, ist in der Tat ein wichtiges Einstellungskriterium. Berufsanfänger, Schulabgänger oder Hochschulabsolventen aber können damit nicht punkten. Auch Mütter oder Väter, die nach langer Auszeit in den Beruf zurückkehren möchten, müssen sich etwas einfallen lassen. Die gute Nachricht: Tricks und Hilfsmittel, derer sie sich bedienen können, gibt es einige. Bewerben ohne Berufserfahrung – so machen Sie es richtig…

    Bewerben ohne Berufserfahrung: Ein Teufelskreis!

    Ein Arbeitsmarkt-Klischee besagt: Unternehmen wollen vor allem Bewerber, die jung und billig sind, aber schon gaaaanz viel Berufserfahrung mitbringen. Oft ist da auch was dran. Wenn in Stellenanzeigen etwa gefordert wird, Bewerber für eine Junior- oder Einstiegsposition müssten mindestens drei Jahre Berufserfahrung mitbringen. Na prima!

    Im schlimmsten Fall führt das direkt in einen Teufelskreis: Keine Berufserfahrung, kein Job, keine Berufserfahrung, kein Job, immer noch keine Erfahrung, immer noch kein Job.

    Man brennt innerlich und würde alles geben, um diese Chance endlich zu bekommen – und zu nutzen. Indes: Man darf nicht. Wegen fehlender Berufserfahrung. Bewerber lässt es in einem Zustand der Ohnmacht zurück. Denn um Berufserfahrung sammeln zu können, braucht man diese Chance.

    Vielleicht hat man eine abgeschlossene Ausbildung oder ein Studium, womöglich sogar mit Top-Noten. Dazu Praktika und Nebenjobs bestritten, um sich finanziell über Wasser zu halten. Als berufliche Erfahrung lassen viele Unternehmen diese aber nicht gelten. Sie wollen am liebsten eine Arbeitskraft einstellen, die sie nicht mehr groß einarbeiten müssen, die ihnen sofort weiterhilft. Einerseits nachvollziehbar, andererseits unrealistisch.

    Für gut ausgebildete Fachkräfte und Absolventen stehen die Chancen freilich sehr gut, eine adäquate Stelle zu finden – auch ohne mehrjährige Erfahrung. Aber anfangs besagte Fälle gibt es noch immer, und eine oft übertriebene Anspruchshaltung der Unternehmen ebenso.

    Bewerben ohne Berufserfahrung – so kann Ihre Bewerbung trotzdem zum Erfolg führen…

    Bewerben ohne Berufserfahrung: 7 Tipps

    Bewerben ohne Berufserfahrung – die Kombination klingt nach Misserfolg. Doch hängt es auch maßgeblich von Ihrer Strategie ab, ob Ihre höhepunktarme Bewerbung zündet. So vergrößern Sie Ihre Chancen, wenn Sie sich trotz fehlender Berufserfahrung bewerben:

    1. Radius vergrößern

      Den Radius vergrößern – das war schon immer eine Erfolgstaktik für Jobsucher. Bedeutet: Bewerben Sie sich in anderen Regionen, Städten, vielleicht sogar Ländern. Einen Umzug aus der Heimat bringt das mit sich, das stimmt. Aber es erhöht Ihre Erfolgsaussichten ganz erheblich – auch dann, wenn Sie bislang an der fehlenden Berufserfahrung gescheitert sind.

      Beispiel: Ein Umzug von Bremerhaven nach Baden-Württemberg bringt Sie vielen Unternehmen näher, die massiv über fehlende Kräfte klagen. In Baden-Württemberg ist der Fachkräftemangel akut, in Bremerhaven die Arbeitslosigkeit hoch.

      Daher: Im Süden werden Sie ungleich bessere Perspektiven haben, auch ohne langjährige Erfahrung einen Arbeitgeber zu finden, der Ihnen eine Chance gibt.

    2. Stellenanzeige analysieren

      Aus der Stellenanzeige lässt sich meist herauslesen, ob und welche Berufserfahrung gefordert ist. Manche erheben Erfahrung in einem Bereich nicht zur Muss-Qualifikation, sondern zur Kann-Qualifikation.

      Wenn es etwa heißt: „Mehrjährige Berufserfahrung ist wünschenswert“ oder gar „Erste Berufserfahrung wünschenswert“, dann sollten Sie sich nicht von einer Bewerbung abhalten lassen. Zwar haben Erfahrene Vorteile, aber Unerfahrene landen nicht gleich auf dem Aussortiert-Stapel.

      Bestes Szenario für Sie ist: Sie erfüllen alle Anforderungen, die der Arbeitgeber in der Stellenanzeige auflistet, einzig die Berufserfahrung fehlt. Dann sollten Sie in der Bewerbung vor allem auf die Qualitäten hinweisen, die deckungsgleich sind. Die fehlende Erfahrung können Sie beispielsweise so umdeuten: „Ich brenne darauf, mein gesammeltes Knowhow endlich in die Praxis zu überführen.“

    3. Nischen finden

      Mit dem Strom schwimmen will keiner. Und trotzdem tun es (fast) alle. Bei den großen Konzernen wollen viele Absolventen unterkommen, für möglichst namhafte Arbeitgeber schaffen. Das ist auch völlig legitim.

      Allerdings gilt: Je größer das Unternehmen, desto populärer ist es, umso mehr Bewerber hat es und umso geringer sind die Einstellungschancen für jeden Einzelnen. Erst recht, wenn Sie sich ohne Berufserfahrung bewerben.

      Schauen Sie sich daher nach Alternativen um. Die müssen gar nicht so viel schlechter sein. So gibt es in der Provinz unzählige Hidden Champions und Weltmarktführer, die unter dem Radar fliegen – und vielleicht auf Sie gewartet haben.

    4. Internationalität herausstellen

      Ein Auslandsaufenthalt kann berufliche Erfahrung kompensieren – zumindest manchmal und teilweise. Er steht synonym für interkulturelle Kompetenz, Eigenständigkeit, Neugier und Kommunikationsvermögen – allesamt wertvolle Eigenschaften auf dem heutigen Arbeitsmarkt.

      Außerdem lassen sich viele Auslandsaufenthalte kaum auf Echtheit überprüfen. Nein, damit wollen wir nicht andeuten, dass Sie schummeln, lügen und betrügen sollen. Aber Sie können durchaus ein paar Adjektive einstreuen, die Ihren Auslandsaufenthalt vorteilhaft beschreiben. So haben Sie im Work-and-Travel-Jahr in Australien nicht einfach Schafe geschoren, um sich die Weiterfahrt leisten zu können. Sie haben aktiv auf einer landwirtschaftlichen Farm mitgearbeitet und Arbeitserfahrungen gesammelt.

      Tipp daher: Lassen Sie solche Gelegenheiten nicht aus, um Erfahrungen in Ihren Lebenslauf einfließen zu lassen. Nein, die zweiwöchige Abschlusstour an den Ballermann zählt nicht dazu. Aber eben Work-and-Travel-Reisen, Praktika, Schüler- und Studienaustausche, vielleicht sogar Kulturreisen.

    5. Kontakte aktivieren

      Ein großes Netzwerk hilft bei der Jobsuche ungemein. Wer jemanden fragen kann, der jemanden kennt, der ein Unternehmen führt, das gerade neue Bewerber sucht.

      Gerade auf Jobsuche sollten Sie sich nicht zu schade sein, Ihre Kontakte zu aktivieren. In Zeiten von Xing oder Linkedin wird es immer einfacher, ein Netzwerk aufzubauen und zu pflegen. Und das sollten Sie auch tun.

      Denn nebenbei bemerkt ist es so: Wenn andere sehen, wie groß und verzweigt Ihr Netzwerk ist, imponiert ihnen das. Es suggeriert Expertise, Weltläufigkeit, Kommunikationsvermögen. Und es deutet an, dass sie schon herumgekommen sind in der Arbeitswelt (unabhängig davon, ob das stimmt). Es lässt Sie gleich wie eine gute Partie aussehen – echte Erfahrung hin oder her.

    6. Zeitarbeit erwägen

      Einem Absolventen mit guten Noten ist der Gang in die Zeitarbeit nur sehr bedingt zu empfehlen. Wenn Sie aber schon jahrelang auf Jobsuche sind, ohne Aussicht auf Besserung, dann können Sie die Zeitarbeit als Alternative in Betracht ziehen.

      Vorteil: Die Einstiegshürde ist deutlich niedriger. Sie können also endlich anfangen, Berufserfahrung zu sammeln. Die Lücken im Lebenslauf werden nicht größer und größer.

      Außerdem gibt es den sogenannten Klebeeffekt: Wenn Sie das ausleihende Unternehmen so von sich überzeugen, dass es Sie nach einer Zeit fest übernehmen will. Das gelingt aber ehrlicherweise nicht jedem. Und es besteht die Gefahr, dass Sie tatsächlich kleben bleiben – nämlich in der Zeitarbeit.

    7. Knackpunkt finden

      Berufserfahrung ist und bleibt nur EIN Kriterium von vielen. Ein ganz wichtiger Tipp lautet: Finden Sie heraus, was den meisten anderen Bewerbern in Ihrem Wunschunternehmen fehlt – und nutzen Sie es zu Ihren Gunsten aus.

      Ein Beispiel: Angenommen, Sie wollen sich in einem mittelständischen Unternehmen als Kundenbetreuer bewerben. Dieses Unternehmen ist sehr bekannt, hat viele Sympathisanten und Unmengen an Bewerbungen auf dem Schreibtisch. Sie sind als Bewerber aber eher Durchschnitt und Ihnen fehlt außerdem – Sie ahnen es – die Berufserfahrung. Ihre Chancen sind ausgesprochen gering.

      Nun machen Sie aber die Entdeckung, dass die Firma aktuell eine Expansion nach Russland anstrebt. Sie sprechen zufällig russisch, weil Sie einen entsprechenden Migrationshintergrund haben. Geschätzt dürften nur ein paar Prozent aller anderen Bewerber ebenfalls fließend russisch sprechen. Für Kundenbetreuer in Russland aber ist Russisch ein K.o.-Kriterium – ohne geht es nicht.

      Darum gehen Sie mit genau dieser Einzelkompetenz hausieren und bewerben sich ohne Berufserfahrung, aber strotzend vor Selbstbewusstsein. Das Unternehmen braucht einen Mitarbeiter, der russisch spricht. Darauf richten Sie Ihre Bewerbung aus. So kriegen Sie den Job – und nicht, indem Sie krampfhaft versuchen, die mangelnde Erfahrung zu verschleiern.

    Bewerben ohne Berufserfahrung: Lebenslauf

    Erfahrung ist Definitionssache. Es gibt Menschen, die haben zehn Jahre gearbeitet, ohne etwas dazugelernt zu haben. Andere konnten aus einer zweiwöchigen Hospitation bahnbrechende Erkenntnisse mitnehmen. Im Bewerbungsprozess wird Erfahrung meist in Monaten und Jahren gemessen. Je länger, desto erfahrener.

    In jedem Fall sollten Sie versuchen, Ihren Lebenslauf so zu gestalten, dass Ihre bisherigen Stationen in einem möglichst guten Licht erscheinen. Ein Praktikum gewinnt gleich an Wert, wenn Sie Erfolge und Erkenntnisgewinn beschreiben. Fehlen diese Hinweise, könnte man meinen, Sie haben Ihre Zeit nur abgesessen und sehnlichst darauf gewartet, endlich wieder nach Hause gehen zu können.

    Und: In Ihrem Privatleben gibt es bestimmt auch Stationen, die Sie einbringen können. Wenn Sie sich zum Beispiel im Sportverein engagieren oder als Elternsprecher der Kita. So etwas fällt formell nicht unter Berufserfahrung, aber ist doch eine sehr gute Argumentationsstütze für die eigene Bewerbung.

    Beispiel: Sie verkaufen regelmäßig alte Klamotten auf dem Flohmarkt in Ihrer Stadt. Ein ausgezeichneter Beleg dafür, dass Sie gut mit Kunden umgehen können und Spaß am Verkaufen haben – und der richtige Mann oder die richtige Frau für den Verkäufer-Job sind, für den Sie sich bewerben wollen.

    Kurzum: Es gibt Mittel und Wege, fehlende Berufserfahrung im Lebenslauf auszugleichen. Diese zählen dazu:

    • Weiterbildungen, Fortbildungen, auch private (z.B. Sprachen lernen)
    • Ehrenamtliche Mitarbeit in Vereinen oder sozialen Projekten
    • Private Projekte wie Blog schreiben, thematischen Instagram-Account pflegen, Nachhilfe geben…
    • Kurse (Malen, Töpfern, Singen, Sprachen)

    Ihre Engagements können Sie im Lebenslauf im Einzelfall sogar unter Berufliche Stationen auflisten. Aber nur dann, wenn sie für die angestrebte Stelle eindeutig relevant sind. Wenn nicht, dann führen Sie lieber eine eigene Rubrik ein, in der Sie ehrenamtliches Engagement und andere Aktivitäten unterbringen.

    Bewerben ohne Berufserfahrung: Formulierungen

    Bei der Bewerbung ist es nicht immer leicht, die richtigen Worte zu finden – schon gar nicht, wenn Sie sich ohne Berufserfahrung bewerben. Hier sind ein paar Formulierungen fürs Anschreiben, die Ihnen als Inspiration dienen sollen. Ziel ist es jedes Mal, das Defizit der fehlenden Berufserfahrung wettzumachen durch eine Erfahrung oder Stärke, die man anderweitig erworben hat.

    Bewerben ohne Berufserfahrung – so können Sie es konkret formulieren…

    • Erfahrung durch Auslandsaufenthalt

      Während meines Austauschsemesters in Italien bin ich viel selbstständiger und auch selbstbewusster geworden. Ich gehe mehr auf Leute zu als früher. Außerdem weiß ich jetzt, dass ich Ziele erreiche, wenn ich sie mit Ernsthaftigkeit und Ausdauer verfolge. In meinem Semester in Turin wollte ich mindestens 30 Credit Points erreichen und mein Italienisch signifikant verbessern – beides habe ich geschafft.

    • Erfahrung durch Schülerpraktikum

      Als ich vor zwei Jahren in mein Schülerpraktikum in einer Marketing-Agentur startete, hatte ich keine sonderlich hohen Erwartungen. Ein ausgeprägtes Interesse an Werbung und Marketing hatte ich ehrlicherweise gar nicht. Dies sollte sich im Laufe von vier Wochen radikal ändern. Als ich merkte, wie Unternehmen und Organisationen Menschen durch kreative und smarte Ideen mitnehmen, überzeugen und begeistern können, war ich Feuer und Flamme für dieses Fachgebiet. Seitdem ist auch der Einsatz und das Zusammenspiel der Marketing-Kanäle ein Thema, das mich beschäftigt…

    • Erfahrung durch ehrenamtliches Engagement

      In meiner Jugend war ich Messdiener in meiner Heimatgemeinde. Weil ich einen guten Überblick und ein Talent zum Organisieren hatte und von allen respektiert wurde, bin ich nach einiger Zeit in das sogenannte Planungskomitee aufgenommen worden. Unsere Aufgabe war es, die Ferienfreizeiten zu organisieren. Ich bin regelrecht darin aufgegangen, Ausflüge und Camping-Wochenenden zu planen und zu managen. Jede geglückte Veranstaltung war ein tolles Erfolgserlebnis und eine Bestätigung meiner Arbeit und Mühen…

    • Bewerben ohne Berufserfahrung nach Kindern

      Als dreifache Mutter ist mir die Fähigkeit, Aufgaben zu priorisieren, in Fleisch und Blut übergegangen. Ich habe einen Blick für das große Ganze entwickelt und kann sehr gut beurteilen, welche Aufgaben für eine Organisation – sei es eine Familie oder ein Unternehmen – elementar wichtig oder eher nebensächlicher Natur sind. Außerdem trage ich gerne Verantwortung. Das war während meiner Studienzeit und beim Berufseinstieg ehrlicherweise noch nicht der Fall. Als Mutter lernt man, Entscheidungen zu treffen und diese konsequent durchzuziehen…

    • Erfahrung durch Freizeitsport

      Mein privates Interesse gilt dem Radsport. Ich fahre für mein Leben gerne Fahrrad – alleine, zu zweit oder in größeren Gruppen. Es gehört aber mehr dazu, als nur in die Pedale zu treten. Als Hobby-Radsportler reinige ich regelmäßig das Bike mit Bürste und Schwamm, öle und schmiere die Fahrradkette, ziehe die Bremse nach und repariere das Licht. Und ich plane kurze und lange Touren, auf denen ich dann alles aus mir heraushole. Dies entspricht haargenau meinem Arbeitsethos. Ich habe viel Liebe fürs Detail und gebe mir Tag für Tag größte Mühe, um zum Schluss das Endprodukt auf die Straße bringen – und den Erfolg genießen zu können…

    • Bewerben ohne Berufserfahrung nach Krankheit

      Aufgrund einer längeren Erkrankung war ich mehrere Jahre außer Gefecht gesetzt. Dies erklärt auch meine Lücke im Lebenslauf. Mittlerweile bin ich wieder vollständig genesen und sprühe vor Tatendrang. Ich will endlich wieder das tun, was ich am besten kann: Kunden im persönlichen Gespräch beraten und überzeugen – sie mit viel Leidenschaft für Produkte begeistern, die ich selbst toll finde…

    • Erfahrung durch persönliche Interessen

      Als Kind hatte ich einen C64. Danach einen Commodore Amiga und einen Gameboy. Dann einen PC, eine Super NES und schließlich eine Playstation. Videospiele waren schon immer ein wichtiger Bestandteil meines Lebens. Ich habe nächtelang gegen und mit Freunden gespielt, habe ein messerscharfes Auge für Gameplay und Grafik und weiß ganz genau, was sich Videospielenthusiasten wünschen. Das will ich bei Ihnen als Junior Game Designer in die Waagschale werfen…

    • Erfahrung durch Mehrsprachigkeit

      Über digitale Kanäle kommuniziere ich sehr gerne. Dennoch bin ich der Meinung, dass die direkte Kommunikation unersetzlich ist – gerade in Ihrer Branche, die vom Kundenkontakt und der Internationalität lebt. Mir persönlich kommt dabei meine Zweisprachigkeit zugute. Ich habe mit Deutsch und Französisch zwei Muttersprachen. Englisch spreche ich fließend. Für die Zukunft habe ich mir außerdem fest vorgenommen, Spanisch zu lernen…

    • Bewerben ohne Berufserfahrung nach Studium

      Den Schwaben sagt man ja nach, dass sie sehr sparsam und penibel seien. Den Kölnern, dass sie offen und aufgeschlossen sind. Als gebürtiger Schwabe habe ich tatsächlich einen guten Blick für Einsparpotenziale und gehe schon aus Prinzip verantwortungsvoll mit den Ressourcen um, die mir zur Verfügung gestellt werden. In Köln, wo ich meine Studienjahre verbrachte habe, lernte ich, bisweilen auch neue Wege zu gehen und kreative Lösungen zu suchen. Ich bin davon überzeugt, dass ich als schwäbisch-kölsche Mischung sehr gut in Ihr Unternehmen passen würde…

    Fehlende Berufserfahrung: Sie betrifft mehr als Sie glauben!

    Bewerben ohne Berufserfahrung Umfrage70 Prozent der Deutschen stecken in einem ungeliebten Job fest, behauptete das Karriereportal Linkedin in einer Umfrage. Trotzdem versuchen viele nicht, diesen Zustand zu ändern. Sie bleiben im alten Job kleben. Vor allem Millenials und Frauen plagen demnach Selbstzweifel. Warum bewerben sie sich nicht?

    • 33 Prozent glauben, dass es bessere Kandidaten gibt als sie selbst.
    • 30 Prozent sagen, dass sie keine ausreichende Berufserfahrung haben.
    • 28 Prozent verlassen die eigene Komfortzone nur ungerne.

    Sie sehen: Nicht nur Langzeitarbeitslose oder Stay-at-home-Mamas sind mit diesem Problem konfrontiert. Sehr viele Arbeitnehmer glauben von sich, ihnen fehle die Erfahrung – und bewerben sich erst gar nicht. Ein Fehler – der nur denjenigen nützt, die sich TROTZDEM bewerben…

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    Vorstellungsgespräch absagen: Gründe, Muster und Text

    Vorstellungsgespraech absagen Muster Tipps Text

    Ja, Sie hatten sich bei ebendiesem Unternehmen beworben. Sie wollten den Job unbedingt. Aber jetzt nicht mehr. Weil Sie ein besseres Angebot auf dem Tisch liegen haben oder weil Sie aus privaten Gründen wegziehen oder weil… Manchmal müssen Bewerber ein Vorstellungsgespräch absagen. Das kann unangenehm sein. Aber wer es höflich und galant macht, hält sich Türen für später offen…

    Warum Sie das Vorstellungsgespräch absagen sollten

    Sie sollten Ihr Vorstellungsgespräch absagen, wenn Sie zum Termin nicht erscheinen können oder wollen. Einfach nicht hingehen – das ist schlechter Stil. Eine echte Alternative zur Absage gibt es nicht.

    Verständlich ist es aber durchaus, wenn einem Bewerber nicht wohl dabei ist, ein vereinbartes Vorstellungsgespräch wieder zu canceln. Der Personaler könnte es einem übel nehmen oder unwirsch reagieren. Unangenehm!

    In Wahrheit aber sind die meisten froh und dankbar, wenn ein Bewerber klare Kante macht und einen Termin frühzeitig wieder absagt. Aus unterschiedlichen Gründen:

    • Sie zeigen Respekt
      Alle fordern ihn ein, aber nicht alle geben ihn auch. Die Rede ist von Respekt. Bewerber haben ihn verdient, Unternehmen aber auch. Seien Sie respektvoll Ihren Ansprechpartnern gegenüber. Wenn Sie dem vereinbarten Termin einfach fernbleiben, pfeifen Sie auf ebendiesen Respekt. Das ist unhöflich, unprofessionell und kann Ihnen zu einem späteren Zeitpunkt noch auf die Füße fallen.
    • Sie machen es dem Unternehmen leichter
      Das Unternehmen hat einen Termin organisiert, einen oder mehrere Mitarbeiter für das Bewerbungsgespräch eingeteilt und einen Raum gebucht. Das alles kostet Zeit und Geld. Sagen Sie frühzeitig ab, kann das Personalbüro seine Kapazitäten neu verteilen. Es wird Ihnen dankbar dafür sein. Denn wenn das Gespräch schon vollständig vorbereitet worden ist, bekommt es die investierte Zeit nicht wieder zurück. Und wenn Sie gar nicht absagen, haben Sie die Zeit von gleich mehreren Personen verschwendet – und hinterlassen keinen guten Eindruck.
    • Sie verhalten sich fair
      Fairness ist der Zwillingsbruder von Respekt. Sagen Sie ein Gespräch rechtzeitig ab, verhalten Sie sich fair gegenüber dem Unternehmen – aber auch Ihren Mitbewerbern gegenüber. Ihre Absage ermöglicht es einem anderen Kandidaten nachzurücken. Möge am Ende der Beste gewinnen – so viel Fairness muss sein.
    • Sie erhalten sich Perspektiven
      Sie haben es gar nicht nötig, zum Vorstellungsgespräch zu erscheinen? Gut für Sie! Aber irgendwann kann sich das Blatt auch wieder wenden – und Sie einen neuen Job brauchen. Vielleicht ist das jetzt übergangene Unternehmen ja wieder eine Option. Wenn Sie Pech haben, bewerben Sie sich in ein paar Jahren nochmal, der Personaler ist aber immer noch auf seinem Posten und erinnert sich an Ihr unverschämtes Fernbleiben. Dann wird er den Teufel tun und Ihnen eine zweite Chance geben — beziehungsweise nur dann, wenn er wirklich gar keine andere Wahl hat. Bedenken Sie: Eine höfliche Absage kostet Sie nur einen Wimpernschlag. Unentschuldigtes Fernbleiben kann Sie langfristig sehr viel mehr kosten.

    Ein anderer Weg, den Sie gehen können, geht so: Sie nehmen das Jobinterview wahr, obwohl Sie schon längst eine anderweitige Zusage gegeben haben und diese auch keinesfalls wieder verwerfen wollen.

    So sammeln Sie Erfahrung, gewinnen Einblicke in ein anderes Unternehmen und erweitern Ihr Netzwerk. Auf der anderen Seite könnte man aber auch von Zeitverschwendung sprechen – für Sie und für alle anderen Beteiligten. Entscheiden Sie selbst…

    Vorstellungsgespräch absagen: Gründe

    Ein Vorstellungsgespräch absagen – dafür gibt es gute Gründe.

    Vielleicht haben Sie in der Zwischenzeit einen anderen, besseren Job gefunden und Ihre Zusage bereits gegeben. Naiv sollten Sie schließlich nicht ins Bewerbungsrennen gehen. Sie schreiben mehrere Bewerbungen, halten sich alle Optionen offen und wägen dann ab.

    Manche Arbeitgeber reagieren schneller, andere langsamer. Und dann gilt: Wer zu spät kommt, den bestraft… der Bewerber. Es gibt aber noch andere Motive, um ein Bewerbungsgespräch abzusagen:

    1. Krankheit

      Wenn Ihnen eine Erkrankung einen Strich durch die Rechnung macht, können Sie nicht erscheinen – so viel steht fest. Erst recht, wenn es sich um eine ernste oder langfristige Krankheit handelt.

      Dann gelten andere Prioritäten: Dass Sie wieder gesund werden. Abgesehen davon könnten Sie sich nicht von Ihrer besten Seite zeigen, wenn Sie krank sind. Und wer nicht in Bestform ist, hat schlechtere Chancen auf den Jobzuschlag.

    2. Privates

      Ihre privaten Rahmenbedingungen haben sich komplett geändert. Vielleicht haben Sie sich von Ihrer Frau oder Ihrem Mann getrennt oder aber Sie ziehen zu Ihrem neuen Partner in eine andere Stadt. Sie müssen sich also dort auf Jobsuche begeben.

      Die Bewerbungen, die Sie bislang verschickt haben, werden Ihren neuen Lebensumständen nicht mehr gerecht. Dann bleibt Ihnen nichts anderes übrig, als das Vorstellungsgespräch abzusagen.

    3. Sinneswandel

      Denkbar, dass Sie sich aus Verärgerung über Ihren Chef woanders beworben haben. Das kommt häufig vor. Aber vielleicht wurden die Wogen ja wieder geglättet.

      Sie haben sich ausgesprochen, sind frisch motiviert und voller Tatendrang. Möglicherweise kriegen Sie die Beförderung ja doch, oder eine Gehaltserhöhung. Ihrem aktuellen Job wollen Sie jedenfalls gar nicht mehr entfliehen.

    4. Einblicke

      Das Unternehmen kam Ihnen sehr respektiert vor, als Sie sich dort beworben haben. Jetzt, wo Sie weitere Nachforschungen angestellt haben, nicht mehr.

      Sie haben Arbeitgeberbewertungsportale durchforstet und vernichtende Bewertungen entdeckt. Bekannte haben Ihnen von den schlimmen Zuständen in der Firma berichtet. Und die Medien berichten ebenfalls mit einer Mischung aus Grausen und Verachtung.

      Unter diesen Umständen wollen Sie nicht mehr zu diesem Unternehmen wechseln – und das Vorstellungsgespräch absagen.

    Das waren nur die offensichtlichsten Gründe, um ein Vorstellungsgespräch abzusagen. Es gibt noch weitere. Die Frage, die sich immer stellt: Sollen Sie den wahren Grund auch wirklich nennen?

    Zunächst sollten Sie auf jeden Fall überhaupt einen Grund nennen, wenn Sie ein Bewerbungsgespräch absagen. Alles andere wäre unhöflich.

    In der Mehrzahl der Fälle fahren Sie mit Ehrlichkeit tatsächlich sehr gut. Personaler sind auch Menschen und haben durchaus Verständnis für Ihre privaten und beruflichen Irrungen und Wirrungen. Menschen fühlen sich geschmeichelt, wenn man kleine Geheimnisse mit Ihnen teilt. Schenken Sie reinen Wein ein.

    Und verbinden Sie Ehrlichkeit mit einem Dank für die geopferte Zeit und das entgegengebrachte Interesse. So hinterlassen Sie einen guten Eindruck.

    Jetzt kommt das große Aber: Nicht IMMER ist Ehrlichkeit Ihre Trumpfkarte. Wenn Sie ehrlicherweise sagen, dass Sie am Job nicht mehr interessiert sind, weil unschöne Gerüchte über das Unternehmen kursieren, dann behalten Sie dies lieber für sich. Damit wecken Sie schlafende Hunde und lösen eine interne Lawine aus. Möglich, dass Ihnen das hinterher noch andere Personen übel nehmen werden…

    Vorstellungsgespräch absagen: Anruf oder E-Mail

    Sie können eine kurze E-Mail schreiben, wenn Sie ein Vorstellungsgespräch absagen wollen, oder gar einen Brief per Post auf den Weg bringen. Am besten aber, Sie rufen an und teilen den Grund Ihrer Absage persönlich mit.

    Aber hüten Sie sich davor, anzurufen und dann KEINE Begründung mitzuliefern. Dies wäre dreist. Nach dem Motto: Hallo, ich muss leider mein Vorstellungsgespräch nächste Woche absagen, weil ich da doch nicht kann. Danke für Ihr Verständnis. Wiederhören.

    Was Sie selbstverständlich auch NICHT tun: Persönlich erscheinen, um dem Personaler mitzuteilen, dass Sie das Vorstellungsgespräch absagen. Völlig gaga.

    Für viele ist die E-Mail das Mittel der Wahl, um ein Bewerbungsgespräch abzusagen. Sie ist schnell geschrieben, bequem und weniger unangenehm. Außerdem hat man alles unter Kontrolle, muss nicht schnell auf entlarvende Rückfragen eine Antwort finden. Eine gut geschriebene, höfliche E-Mail erfüllt auch sicherlich ihren Zweck.

    Und trotzdem bleibt der Anruf die bessere Variante. Er ist ehrlicher, persönlicher und auch mutiger. Sie stellen sich der Situation. Wenngleich es hier „nur“ um eine Absage für ein Vorstellungsgespräch geht, nicht um einen Heiratsantrag.

    Letztlich hängt es von Ihrem Selbstbewusstsein, Ihren Prioritäten und auch Ihrem Zeitdruck ab. Wenn Ihnen das Unternehmen nicht wichtig genug ist und Sie zeitlich extrem eingespannt sind, dann schreiben Sie eine E-Mail. Wenn sie aber unbedingt einen guten Eindruck hinterlassen und sich Chancen für später offenhalten wollen, rufen Sie an.

    Vorstellungsgespräch kurzfristig absagen

    Je kurzfristiger Sie ein Jobinterview absagen müssen, desto unangenehmer. Sie bringen den Arbeitgeber in Terminprobleme.

    Das kennt jeder aus dem Privatleben: Wenn sich Ihre Freundin 30 Minuten vor dem gemeinsamen Kinobesuch wegen einer vermeintlichen Petitesse abmeldet, ist der Frust groß. Drei Tage vorher wäre eine Absage kein Problem gewesen.

    Ganz verhindern kann man kurzfristige Absagen aber nicht. Wenn man sich eine schlimme Erkältung zugezogen hat oder das Kind spontan krank geworden ist, bleibt einem nichts anderes übrig. Natürlich kann es auch passieren, dass ein Tag vor einem Bewerbungsgespräch die Zusage eines anderen Unternehmen ins Haus flattert, das man anzunehmen gedenkt. Was also tun?

    Faustregel: Je kurzfristiger die Absage, desto sinnvoller ist es, sie am Telefon zu überbringen. Das Telefon ist noch immer das schnellste Medium. Gleichzeitig können Sie sicher sein, dass Ihre Botschaft ankommt.

    Eine E-Mail dagegen kann schon mal versanden – im Spam-Ordner beispielsweise – oder erst später gelesen oder sogar komplett übersehen werden. Außerdem ist ein Anruf persönlicher: Sie können Ihr Bedauern persönlich zum Ausdruck bringen und sich entschuldigen. So hinterlassen Sie beim Personaler einen deutlich besseren Eindruck.

    Bei der Art der Begründung ist schon etwas mehr Überlegung nötig. Im Zweifel greifen Sie auf eine Notlüge zurück:

      Ich bin gestern Abend krank geworden.

    Das ist allemal besser als ein Grund wie:

      Ich habe heute einen Vorsorgetermin beim Arzt.

    Den kannten Sie schließlich schon vorher. Sie hätten ihn längst verschieben können.

    Eine schwache Begründung für die Absage Ihres Vorstellungsgesprächs zeugt davon, dass Sie schlecht organisiert sind oder andere Prioritäten haben – keine guten Einstellungsvoraussetzungen!

    Vorstellungsgespräch absagen: Muster und Text

    Verkomplizieren Sie die Absage nicht. Personalverantwortliche mögen klare Ansagen. Sie sparen Zeit und sind eindeutig.

    Langweilen Sie nicht damit, wie Sie sich Ihre Sommergrippe vermutlich beim Grillen mit den Nachbarn eingefangen haben, als Sie einer Person die Hand schüttelten, die vorher als Krankenschwester gearbeitet hat, in einer Station, in der es viele Fälle gab, weil ja zuvor… Uninteressant! Kurz und knapp formulieren.

    Sie benötigen im Prinzip nur diese Bausteine:

    • die Absage
    • eine kurze Entschuldigung mitsamt Begründung
    • ein Dank
    • sowie Abschiedsgruß.

    Das reicht völlig. Wie das konkret aussehen kann, zeigen wir Ihnen jetzt…

    Vorstellungsgespräch absagen aus privaten Gründen

    Sehr geehrter Herr Herold,

    ich habe mich sehr über Ihre Einladung zum Vorstellungsgespräch gefreut und freue mich darauf, Sie kennenzulernen. Leider kann ich den Termin wegen eines wichtigen privaten Termins nicht wahrnehmen und würde mich freuen, wenn wir ihn auf ein anderes Datum verschieben könnten.

    Was halten Sie zum Beispiel vom Freitag, den 13. Dezember? Sie können mich auch gerne telefonisch anrufen, damit wir einen Ersatztermin absprechen können. Ich freue mich auf Ihre Antwort.

    Mit freundlichen Grüßen
    Mia Mustermann

    Vorstellungsgespräch absagen wegen Krankheit

    Sehr geehrte Frau Henson,

    leider bin ich gestern Abend kurzfristig erkrankt und muss daher das für heute um 12:30 Uhr angesetzte Vorstellungsgespräch absagen. Telefonisch habe ich Sie vorhin nicht erreicht, darum melde ich mich per E-Mail.

    Ich hoffe, dass wir den Termin in Kürze nachholen können, da mein Interesse an der Position weiterhin sehr groß ist. Sobald ich einen Arzt aufgesucht habe, werde ich mich noch einmal bei Ihnen melden und Ihnen mitteilen, wie lange ich voraussichtlich ausfalle. Es wäre schön, wenn wir dann einen Nachholtermin abmachen könnten.

    Eine kurzfristige Absage ist immer ärgerlich, dies ist mir nur allzu bewusst. Ich möchte mich daher in aller Form für die Unannehmlichkeiten bei Ihnen entschuldigen.

    Mit freundlichen Grüßen
    Martha Mustermann

    Wegen Annahme eines anderen Angebots

    Sehr geehrte Frau Sperber,

    herzlichen Dank für Ihr nettes Feedback und Ihre Einladung zum Vorstellungsgespräch. Ich habe mich sehr darüber gefreut. Allerdings habe ich mich in der Zwischenzeit entschieden, das Angebot eines anderen Unternehmens anzunehmen.

    Daher bitte ich Sie um Verständnis dafür, dass ich den Termin bei Ihnen nicht wahrnehmen kann. Ich entschuldige mich für die Umstände, die Ihnen daraus entstehen und verbleibe

    Mit freundlichen Grüßen
    Malte Mustermann

    Absagen wegen der Anfahrt

    Sehr geehrter Herr Amoroso,

    herzlichen Dank noch einmal für Ihre Einladung zum Vorstellungsgespräch am 5. September um 14:00 Uhr. Darüber habe ich mich sehr gefreut. Allerdings war mir nicht bewusst, dass der Termin in Ihrer Zweigstelle in Karlsruhe stattfinden soll und nicht in der Zentrale in Berlin, für die ich mich beworben hatte.

    Aus diesem Grunde muss ich das Gespräch leider absagen. Ich bedanke mich dennoch ganz herzlich für Ihr Interesse.

    Freundliche Grüße
    Mats Mustermann

    Absagen wegen eines Sinneswandels

    Sehr geehrte Frau Meier,

    vielen Dank für Ihr Interesse und die Einladung zum Vorstellungsgespräch am 8. Oktober um 10:30 Uhr. Leider muss ich den Termin hiermit absagen. Ich habe mich in der Zwischenzeit dazu entschieden, doch nicht den Arbeitgeber zu wechseln.

    Ich hoffe auf Ihr Verständnis und entschuldige mich für die Unannehmlichkeiten, die Ihnen dadurch entstehen.

    Mit freundlichen Grüßen
    Michael Mustermann

    Vorstellungsgespräch absagen ohne Grund

    Sehr geehrte Frau Jakobs,

    über Ihre Einladung zum Vorstellungsgespräch habe ich mich sehr gefreut. Dennoch möchte ich meine Bewerbung für die Stelle als Produktmanagerin hiermit zurückziehen. Daher muss ich leider auch das persönliche Gespräch mit Ihnen absagen.

    Ich entschuldige mich für die Unannehmlichkeiten und bitte um Ihr Verständnis.

    Mit freundlichen Grüßen
    Matilde Mustermann

    [Bildnachweis: WAYHOME studio by Shutterstock.com]

    Bewerbung Minijob: Anschreiben, Tipps und kostenlose Muster

    Ein Minijob hat Vorteile: Er spült frisches Geld in die Haushaltskasse, ohne dass Sozialbeiträge fällig werden. Vor allem in der Gastronomie, in Hotels, Privathaushalten und im Verkauf gibt es haufenweise Minijobs. Manchmal aber stehen die Bewerber Schlange. Dann kommt es darauf an, eine überzeugende Bewerbung vorzulegen. Bewerbung Minijob: So kommen Sie an die 450 Euro…

    Minijob Definition

    Minijob ist die Kurzform für eine geringfügige Beschäftigung. Dabei handelt es sich um ein Beschäftigungsverhältnis, bei dem der Arbeitnehmer nicht mehr als 450 Euro monatlich verdient.

    Das zeichnet einen Minijob aus:

    • Wer einen Minijob ausübt, muss keine Beiträge für die Kranken-, Arbeitslosen- oder Pflegeversicherung zahlen.
    • Lediglich für die Rentenversicherung fallen Beiträge an.
    • Der Arbeitgeber zahlt dagegen Pauschalen für die gesetzliche Renten- und Krankenversicherung ein.

    Auch Vollzeitarbeitnehmer mit sozialversicherungspflichtiger Stelle können nebenbei einen Minijob ausüben – aber nur einen einzigen, sofern man von Sozialbeiträgen verschont bleiben will. Alle Minijobs darüber hinaus werden mit der Hauptbeschäftigung zusammengerechnet und sind versicherungspflichtig.

    Wer keinen Hauptjob hat, kann auch mehrere Minijobs parallel ausüben. Versicherungsfrei bleibt er oder sie allerdings nur dann, wenn die Einkünfte zusammengenommen 450 Euro im Monat nicht überschreiten.

    Wichtig: Minijobber haben – wie andere Arbeitnehmer auch – einen Anspruch auf Urlaub sowie auf den gesetzlichen Mindestlohn. Dieser wurde zum 1. Januar 2019 auf 9,19 Euro pro Stunde angehoben und zum 1. Januar 2020 abermals auf 9,35 Euro pro Stunde. Minijobber dürfen somit nicht länger als ca. 48 Stunden pro Monat arbeiten. Andernfalls kommen sie über die Grenze von 450 Euro.

    Mehr über die Rechte von Minijobbern lesen Sie ganz unten…

    Bewerbung für einen Minijob

    Minijobs gibt es wie Sand am Meer. In diesen Branchen und Bereichen der Wirtschaft werden besonders viele Minijobs angeboten:

    • Gastronomie
    • Hotellerie
    • Einzelhandel
    • Privathaushalte (Putzhilfe, Babysitter, Haushaltshilfe etc.)
    • Events (Messen, Konzerte etc.)
    • Krankenhäuser
    • Pflege
    • Büros
    • Verkauf
    • Lager

    Viele Branchen sind ohne Minijobber kaum vorstellbar – die Gastronomie zum Beispiel. Daher können Sie auch guten Gewissens einfach in Restaurants, Bars, Kneipen, Cafés unverbindlich nachfragen. Die Chancen stehen nicht schlecht, dass Ihre Anfrage auf offene Ohren stößt. Erst recht, wenn per Aushang nach neuen Mitarbeitern gesucht wird. Aber selbst, wenn nicht – fragen kostet nichts.

    Gut Vorbereitete bringen direkt Ihre Kurzbewerbung mit. Die dicke Bewerbungsmappe mit unzähligen Dokumenten und Zeugnissen können Sie sich sparen. Interessiert niemanden! Nur die wichtigsten Infos, komprimiert und übersichtlich, in einem Anschreiben und Lebenslauf (mehr zu Anschreiben und Lebenslauf finden Sie weiter unten).

    So bekommt der Filialeiter (oder sonstige Personalverantwortliche) sofort einen Eindruck von Ihnen. Bei Interesse kann er Sie kontaktieren. Alternativ können Sie natürlich auch eine E-Mail schreiben und Ihr Interesse signalisieren – mit dem Hinweis, bei Bedarf die vollständigen Bewerbungsunterlagen nachzureichen.

    Im Internet finden Sie darüber hinaus zahlreiche Minijob-Angebote, auf die Sie sich direkt bewerben können — zum Beispiel hier auf karrieresprung.de in unserer Jobbörse.

    Vorteil: Sie sehen in der Stellenanzeige, welche Unterlagen gefordert sind und auf welche Sie verzichten können. In einigen Fällen reicht es, eine Bewerbungsmaske auszufüllen, andere Unternehmen legen auf Anschreiben und Lebenslauf wert.

    Beliebte Minijobs

    bewerbung minijob berufe listeIn diesen Berufen findet man viele Minijobs:

    Bewerbung Minijob: Aufbau

    Eine Hochglanzbewerbung müssen Sie für einen Minijob nicht einreichen. Mühe geben sollten Sie sich aber sehr wohl.

    Denn von Minijobbern werden zunächst einmal die Grundtugenden verlangt: Pünktlichkeit, Genauigkeit, Sorgfalt, Zuverlässigkeit. Und wer schon bei der Bewerbung erkennbar schludert, der hinterlässt einen schlechten ersten Eindruck und suggeriert, dass er über genau diese Tugenden eben nicht verfügt.

    Eine Bewerbung für einen Minijob umfasst normalerweise nicht mehr als:

    Nein, eine dicke Bewerbungsmappe mit allerhand Anlagen brauchen Sie nicht zu versenden. Aber die Basis-Infos sollten Sie schnell und übersichtlich vermitteln.

    Dazu können auch Zertifikate und Bescheinigungen zählen, die Ihre Qualitäten unterstreichen – aber nur, wenn sie für die Stelle wirklich relevant sind. Das Zertifikat eines IT-Seminars können Sie sich sparen, wenn Sie sich als Lagerkraft bewerben. Irrelevant!

    Wenn Sie dagegen mal ein Online-Vertriebsseminar belegt haben – und sei es aus rein persönlichem Interesse – dann nehmen Sie es gerne mit auf, wenn Sie sich als Verkäuferin bewerben. Es unterstreicht Ihr Interesse für das Fachgebiet.

    Achten Sie aber vor allem darauf, was der Arbeitgeber von Bewerbern erwartet. Manche legen Kärtchen in der Filiale aus mit dem Credo: Ruf mich einfach mal an! In diesem Fall rufen Sie an, stellen sich vor, melden Ihr Interesse an und fragen, ob er oder sie noch weitere Unterlagen benötigt. Sind hingegen vollständige Bewerbungsunterlagen gefordert, reichen Sie die ein.

    Bewerbung Minijob: Anschreiben

    Wenn der Arbeitgeber eine vollständige Bewerbung für den Minijob sehen will, dann ist das Anschreiben ein wichtiger Baustein. Das Anschreiben einer Bewerbung Minijob umfasst:

    • Absender inkl. Vorname, Nachname, Adresse, Telefonnummer, E-Mail-Adresse
    • Datum
    • Empfänger inkl. Unternehmen, Vorname und Nachname des Adressaten, Adresse
    • Betreff (z.B. Bewerbung für Minijob)
    • Persönliche Anrede
    • Einleitungssatz
    • Unternehmensbezug
    • Profil inkl. eigener Stärken
    • Schlusssatz
    • Unterschrift
    • KEIN Bewerbungsfoto (gehört in den Lebenslauf)

    Sie beginnen das Anschreiben mit der Einleitung. Am Anfang können und sollten Sie direkt Ihr stärkstes Argument bringen. Der Empfänger sollte sofort spüren, dass Sie eine Bereicherung für das Unternehmen sein werden.

    Danach folgt die Selbstdarstellung, in der Sie Ihre Stärken, Erfahrungen, Erfolge und Qualifikationen beschreiben. Aber nur die wichtigsten, in wenigen Sätzen.

    Am besten, Sie stellen dabei eine Verbindung zum Unternehmen her und zeigen auf, wie es von Ihren Skills profitieren könnte. Beispiel: Sie waren in der Schule zwischenzeitlich Klassensprecher. Ein Signal, dass Sie verantwortungsbewusst, vertrauenswürdig und engagiert sind. Jeder Arbeitgeber schätzt das.

    Zum Schluss bedanken sie sich für das Interesse und drücken Ihre Freude über ein künftiges Kennenlernen aus. Nicht großkotzig auftreten, aber auch nicht wie ein Bittsteller. Motto: „Ich bin mir sicher, dass ich gut in Ihr Unternehmen passen würde und freue mich auf ein persönliches Gespräch mit Ihnen.“

    Die herzlichen Grüße und die Unterschrift nicht vergessen – fertig. Ein Muster-Anschreiben für Ihre Bewerbung für einen Minijob finden Sie unten…

    Bewerbung Minijob: Lebenslauf

    Zu einer vollständigen Bewerbung für einen Minijob zählt neben dem Anschreiben der Lebenslauf. Der Lebenslauf einer Bewerbung Minijob umfasst:

    • Persönliche Angaben inkl. Vorname, Nachname, Geburtstag, Geburtsort (Land), Adresse, Telefonnummer, E-Mail
    • Bewerbungsfoto (optional, aber empfehlenswert)
    • Familienstand
    • Staatsangehörigkeit
    • Beruflicher Werdegang
    • Schulbildung, Ausbildung und Hochschulbildung
    • Praktika
    • Besondere Kenntnisse (z.B. IT-Kenntnisse, Fremdsprachenkenntnisse)
    • Interessen und ehrenamtliches Engagement
    • Ort, Datum, Unterschrift

    Nicht relevant sind dagegen Angaben zu Eltern und anderen Angehörigen – wie zum Beispiel zu den Berufen der Eltern. Die hat man früher noch in die Bewerbung aufgenommen, gelten heute aber als verpönt.

    Konkret laufen sie dem Gedanken der Chancengleichheit zuwider. Einen Bewerber mit einem Staatsanwalt als Vater schätzt man – bewusst oder unbewusst – gleich viel kompetenter ein, als wenn dort stattdessen Müllmann (ein wichtiger Beruf, aber gesellschaftlich nicht hoch angesehen) stehen würde. Das ist ungerecht. Darum weglassen!

    Bewerbung Minijob: Vorlage

    Hier finden Sie eine Vorlage für Ihre Bewerbung für einen Minijob. Um sie als WORD- oder PDF-Dokument herunterzuladen und zu bearbeiten, klicken sie auf die Links darunter.

    Bewerbung Minijob Muster

    Max Mustermann
    Musterstraße 1
    12345 Musterstadt

    Vorzeigeunternehmen AG
    Herr Franz Keller
    Superstraße 9
    98765 Primadorf

    01.01.2020

    Bewerbung als Servicemitarbeiter

    Sehr geehrter Herr Keller,

    ins Restaurant gehen die Menschen, weil sie lecker essen und erstklassig bedient werden wollen. Ich möchte meinen Teil dazu beitragen, dass die Gäste auch weiterhin gerne zu Ihnen kommen.

    Die von Ihnen ausgeschriebene Stelle als Servicekraft sagt mir jedenfalls sehr zu. Momentan studiere ich Betriebswirtschaft an der Hans-Meiser-Universität in Entenhausen. Berufserfahrung habe ich schon in Gastronomie, Hotellerie und im Einzelhandel gesammelt. Der Umgang mit den Kunden hat mir jedes Mal große Freude bereitet – und er liegt mir.

    Ich bin absolut zuverlässig, gewissenhaft, offen und kommunikativ. In meinem Freundeskreis bin ich für meine Pünktlichkeit berühmt. Insbesondere an den Wochenenden bin ich flexibel einsetzbar. Regelmäßig lade ich auch Freunde zum Essen ein, ein guter Gastgeber war ich schon immer. Das würde ich auch gerne in Ihrem Namen sein.

    Haben Sie noch Fragen? Melden Sie sich gerne telefonisch oder per E-Mail bei mir. Ich würde mich freuen, mich persönlich bei Ihnen vorstellen zu können.

    Mit freundlichen Grüßen
    Unterschrift

    • Das Muster für Ihre Bewerbung Minijob finden Sie hier: WORD.
    • Das Muster für Ihre Bewerbung Minijob finden Sie hier: PDF.

    Rechte für Minijobber

    Minijobber als rechtlose Arbeitssklaven – zugegeben, das Bild ist überspitzt, aber gar nicht immer so weit entfernt von der Vorstellung mancher Menschen. Die Wahrheit ist: Die Rechte und Pflichten von Minijobbern unterscheiden sich kaum von denen vollzeitbeschäftigter Arbeitnehmer. Minijobber haben…

    Einen Anspruch auf Krankengeld haben Minijobber hingegen nicht. Es sei denn, sie gehen neben dem Minijob noch einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nach.

    Außerdem können Minijobber aufgrund ihrer Versicherungsfreiheit kein Kurzarbeitergeld beziehen – das ist gerade in Pandemie-Zeiten ein Nachteil.

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    [Bildnachweis: fizkes by Shutterstock.com]

    Vorstellungsgespräch nachbereiten: Vorteile, Tipps, Checkliste

    vorstellungsgespraech nachbereiten nachbereitung

    Gut vorbereitet ist halb gewonnen – das ist aus Bewerbersicht völlig richtig. Es gibt aber noch eine Möglichkeit, die eigenen Erfolgsaussichten kurz- bis mittelfristig in die Höhe zu treiben. Und die lautet: Ein Vorstellungsgespräch nachbereiten. Wer sich etwas Zeit nimmt, um über die guten und schlechten Aspekte seines letzten Jobinterviews nachzudenken, darf mit äußerst positiven Effekten rechnen.Vorstellungsgespräch nachbereiten – so geht’s Schritt für Schritt…

    Vorstellungsgespräch nachbereiten: Gründe

    Die Vorbereitung auf ein Vorstellungsgespräch ist die halbe Miete. Wer sich smarte Fragen und Antworten überlegt und die Selbstpräsentation vor dem Spiegel übt, hebt seine Erfolgsaussichten auf ein höheres Level. Hat man das Jobinterview dann hinter sich, fallen einem Steine vom Herzen. Puh, geschafft!

    Es ist wie nach einer Schulklausur. Alle Stifte und Hefte verschwinden schlagartig im Karton – und werden bis auf Weiteres nicht mehr angerührt. Für Bewerber kann das ein Fehler sein. Denn bedenken Sie: Jedes Jobinterview bietet Ihnen die Chance, zu lernen und zu wachsen. Dies sollten Sie nutzen – indem Sie das Vorstellungsgespräch nachbereiten.

    Wer ein Vorstellungsgespräch professionell aufarbeitet, erhöht seine Erfolgsaussichten in der Zukunft – und spart am Ende womöglich auch noch Zeit. Die Lehren, die man zieht, helfen einem schnell weiter.

    Am besten, die Nachbereitung des Jobinterviews erfolgt zeitnah. Denn kurz danach sind die Erinnerungen und Eindrücke noch ganz frisch. Sie wissen, was Sie gesagt haben, was Ihr Gesprächspartner gesagt hat und sogar was er oder sie anhatte und ob ein Teller mit Gebäck auf dem Tisch stand. Ein paar Wochen später sind all die Details vergessen.

    Sortieren und analysieren Sie alles – folgende Fragen helfen Ihnen dabei…

    Vorstellungsgespräch Nachbereitung: Checkliste

    Diese Fragen sollten Sie sich bei der Nachbereitung eines Vorstellungsgesprächs stellen. Mit den gewonnenen Erkenntnissen können Sie nachjustieren und das nächste Jobinterview noch besser meistern:

    • War ich insgesamt gut auf das Vorstellungsgespräch vorbereitet?
    • Waren die Informationen, die ich zuvor über das Unternehmen gesammelt hatte, ausreichend?
    • Wie war der erste Eindruck, den ich hinterlassen habe?
    • War mein Outfit angemessen – in Bezug auf Arbeitgeber und Branche? War ich zu leger angezogen oder overdressed?
    • Wie lief meine Selbstpräsentation? War sie zu kurz oder zu lang?
    • Konnte ich meine Stärken und Kompetenzen gut in Szene setzen?
    • Welche Fragen im Vorstellungsgespräch habe ich gut beantwortet?
    • Welche Fragen haben mir Schwierigkeiten bereitet?
    • War ich auf die gestellten Fragen ausreichend vorbereitet?
    • Wie haben meine Gegenüber auf die von mir gestellten Rückfragen reagiert?
    • Habe ich irgendetwas Wichtiges vergessen, was ich unbedingt hatte sagen oder fragen wollen?
    • Wie bin ich mit meiner Nervosität im Vorstellungsgespräch umgegangen, unter anderem in Bezug auf Körpersprache und Mimik?
    • In welchen Situationen war ich unsicher?
    • Was würde ich beim nächsten Mal anders machen? Und was würde ich wieder genauso machen?
    • Mit welchem Aspekt des Bewerbungsgesprächs war ich persönlich nicht zufrieden?
    • Kam ich meiner eigenen Einschätzung nach sympathisch rüber?
    • Habe ich mich höflich vorgestellt und verabschiedet?

    Lassen Sie sich bei der Beantwortung der Fragen ruhig ein wenig Zeit – und schreiben alle Pros und Cons auf eine Liste. Sie werden feststellen, dass Ihnen Einzelheiten einfallen, die Sie in der Zwischenzeit schon wieder irgendwo in den Untiefen Ihres Arbeitsgedächtnisses abgelegt hatten.

    Wenn Sie die Notizen festhalten – vielleicht in einem Ordner auf Ihrem Laptop – können Sie sie immer wieder hervorholen. Sie geben Ihnen langfristig eine gute Orientierung.

    Nach mehreren Jobinterviews erkennen Sie vielleicht sogar Muster. Ihnen hat jedes Mal Ihre eigene Selbstpräsentation missfallen? Dann arbeiten Sie daran. Sie kommen regelmäßig bei Stressfragen ins Stottern? Überlegen Sie sich doch mal ein paar ausweichende Floskeln, mit denen Sie während des Gesprächs Zeit gewinnen. Oder trainieren Sie Ihre Stressresistenz, zum Beispiel durch Rollenspiele mit Freunden.

    Wer bei der Nachbereitung systematisch vorgeht, merzt Fehler zügiger aus und gelangt schneller wieder auf den Erfolgspfad. Hier sind noch mehr Tipps…

    Vorstellungsgespräch nachbereiten: 7 Punkte

    vorstellungsgespraech nachbereiten fragenWenn Sie ein Vorstellungsgespräch nachbereiten, dann stellen Sie sich am besten auch diese 7 Fragen über das Unternehmen. Sie können ebenfalls einen enormen Erkenntnisgewinn bieten:

    • Wie empfand ich die grundsätzliche Stimmung im Unternehmen?
    • Wie gingen die Gesprächspartner miteinander um – vorausgesetzt, es waren mehrere?
    • Welchen Gesamteindruck hatte ich vom Unternehmen – zum Beispiel in Bezug auf Gebäude, Empfang, Personal?
    • Wie wurde ich begrüßt? Begann das Gespräch pünktlich?
    • Kann ich mir vorstellen, in diesem Unternehmen zu arbeiten? Warum bzw. warum nicht?
    • Haben die Interviewer meine Fragen zufriedenstellend beantwortet?
    • Wie war mein Anfahrtsweg? Wie gut könnte ich diese Strecke täglich bewältigen?

    Vorstellungsgespräch nachbereiten: Vorteile

    Es sind im Wesentlichen zwei Vorteile, die die Nachbereitung eines Bewerbungsgesprächs mit sich bringt.

    Zum Einen dient die Nachbereitung Ihrer Persönlichkeitsentwicklung. Sie entdecken Ihre Defizite schneller, wenn Sie Jobinterviews nachbereiten. Und zweitens merken Sie auch, ob der jeweilige Arbeitgeber überhaupt der richtige für sie ist.

    Allerdings sollten Sie auf der Hut sein. Während Ihres Gesprächs haben Sie nur einen mickrigen Ausschnitt des Unternehmens gesehen. Sie sollten also nicht Ihr ganzes Urteil darauf bauen.

    Aber ein paar Hinweise gibt dieser Ausschnitt schon. Wenn sich beispielsweise die Angestellten angegiftet haben, lässt das grob nur zwei Schlüsse zu. Entweder ist die Atmosphäre und Kollegialität unterirdisch oder die wirtschaftliche Situation gerade extrem mies. Beides Warnsignale!

    Oder Ihre Erfahrungen decken sich überhaupt nicht mit dem, wie Sie die Firma zuvor eingeschätzt hatten oder wie sie sich selbst nach außen verkauft. Dann lohnt ein näherer Blick – oder eine noch eingängigere Recherche im Internet.

    Oder aber Ihr Gesprächspartner ist Ihnen dermaßen unsympathisch, dass Sie sich nicht ausmalen mögen, mit dieser Person – sofern es sich um Ihren direkten Vorgesetzten oder einen Mitarbeiter aus Ihrer künftigen Abteilung handelt – die nächsten Monate und Jahre zusammenzuarbeiten.

    Warnsignale können Sie im zweiten Vorstellungsgespräch oder im Assessment Center noch einmal überprüfen.

    Die Nachbereitung eines Vorstellungsgesprächs ist somit gleichzeitig – sehr oft jedenfalls – eine Vorbereitung. Gerade in großen Konzernen ist es nicht unüblich, Bewerber durch mehrere Runden zu jagen.

    Schon aus diesem Grund macht es Sinn, nach dem ersten Jobinterview tief in sich zu gehen, es noch einmal Revue passieren zu lassen, zu reflektieren und zu analysieren. Die Fehler, die Ihnen im ersten Termin unterlaufen sind, sollen Ihnen kein zweites Mal passieren.

    Darum: Eine gründliche Nachbereitung des ersten Bewerbungsgesprächs ist gleichzeitig eine strategische Vorbereitung auf das zweite – und gibt Ihnen noch mehr Sicherheit und Durchschlagskraft. Was Sie außerdem konkret tun können, ist folgendes…

    Vorstellungsgespräch Nachbereitung: E-Mail

    In den USA ist es üblich, auf ein Jobinterview ein Dankschreiben folgen zu lassen. Credo: „Danke für Ihre Zeit. Hat mich sehr gefreut, Sie persönlich kennenzulernen. Ich bin weiterhin sehr an der Stelle interessiert.“ Keine schlechte Sitte!

    Sie brechen sich auch hierzulande keinen Zacken aus der Krone, wenn Sie sich im Nachhinein noch einmal gebührend bedanken. Und viel Zeit kostet es Sie auch nicht, eine kurze E-Mail zu verfassen.

    Vielmehr zeugt so ein Dankschreiben von sozialer Kompetenz. Damit die Mail ihre Wirkung nicht verfehlt, sollten Sie sie unbedingt persönlich an Ihren direkten Ansprechpartner adressieren. Zum Beispiel so:

    Dankschreiben 1

    Sehr geehrter Herr Jensen,

    ich möchte mich noch einmal sehr herzlich für das angenehme Vorstellungsgespräch bei Ihnen bedanken. Die Arbeitsatmosphäre in Ihrem Unternehmen hat mich sehr beeindruckt und in der Überzeugung bestärkt, dass die Stelle genau die richtige für mich wäre. Es würde mich sehr freuen, wenn ich Sie in Zukunft mit vollem Einsatz unterstützen könnte.

    Mit freundlichen Grüßen
    Hans Hansen

    Dankschreiben 2

    Sehr geehrte Frau Jensen,

    ich möchte mich noch einmal bei Ihnen für das angenehme Gespräch am vergangenen Freitag bedanken. Mir hat die Atmosphäre bei Ihnen wirklich sehr gut gefallen, mein Eindruck von Ihrem Unternehmen war rundum positiv. Umso mehr würde ich mich freuen, wenn ich Sie und Ihr Team künftig als Produktmanager unterstützen könnte. Lassen Sie es mich wissen, wenn ich Ihnen die Entscheidung mit weiteren Referenzen, Arbeitsproben o.ä. erleichtern könnte.

    Unabhängig davon bedanke ich mich sehr herzlich für das von Ihnen entgegengebrachte Vertrauen und die Zeit, die Sie sich für mich genommen haben – und würde mich freuen, wenn wir uns demnächst in der Musterstraße 123 wiedersehen.

    Beste Grüße nach Hamburg
    Martin Mustermann

    Vorstellungsgespräch nachbereiten: Wartezeit

    Das Ende ist immer auch ein neuer Anfang. Auch im Bewerbungsgespräch ist das der Fall. Denn zum Schluss wird normalerweise das weitere Prozedere erörtert. Als Bewerber können Sie aktiv danach fragen, wie es jetzt weitergeht. Dann sollte der Personalverantwortliche Ihnen auch eine zufriedenstellende Antwort geben.

    Üblicherweise liegt die Frist zwischen einer und zwei Wochen nach dem Gespräch. In diesem Zeitraum dürfen Sie mit einer Nachricht des Unternehmens rechnen. Mit einer Nachricht wohlgemerkt, nicht zwangsläufig mit einer endgültigen Zu- oder Absage. Es könnte also sein, dass Sie zu einem zweiten Vorstellungsgespräch eingeladen werden oder dass man Ihnen mitteilt, dass Sie es in die nähere Auswahl geschafft haben – oder auch nicht.

    In dieser Zeit sollten Sie auch nicht beim Unternehmen anrufen oder Mails schreiben (außer eines Dankesmail) und sich nach dem aktuellen Stand erkundigen. Das wirkt ungeduldig bis penetrant nervig. Erst nach einer Wartezeit von zwei oder drei Wochen sollten Sie erste Erkundigungen anstellen – wenn Sie wollen.

    Dabei spielt auch die Größe des Arbeitgebers und die Anzahl der Bewerber eine Rolle. Je größer das Unternehmen, desto mehr Bewerber gibt es normalerweise und umso länger dauert das Auswahlverfahren.

    Nachbereitung bei Absage

    Man bereitet sich auf Siege vor. Aber es sind die Niederlagen, die man nachbereiten muss. Dadurch verwandeln sich die Niederlagen von früher in die Siege von morgen.

    Denn die Wahrscheinlichkeit, dass Ihre ersten Bewerbungen nicht zum Erfolg führen, ist hoch. Gerade Berufsanfänger starten aber mit hohen Erwartungen ins Berufsleben, manchmal mit überhöhten. Umso größer ist dann die Enttäuschung, wenn es nicht klappt. Davon sollten Sie sich nicht entmutigen lassen. Leichter gesagt als getan, natürlich, aber Sie können aus diesen ersten Pleiten viel mitnehmen. Eine Nachbereitung hilft.

    Das ist nebenbei bemerkt auch bei Startup-Gründern so: Die Lernkurve ist unfassbar steil für alle, die direkt nach der Uni ein Unternehmen gründen. Das liegt an den vielen kleinen und großen Niederlagen entlang des Weges (Siege gibt es natürlich auch regelmäßig). Sehen Sie eine erfolglose Bewerbung also als etwas, das dazugehört.

    Und vielleicht haben Sie sogar eine blitzsaubere Bewerbung und mächtig Eindruck hinterlassen. Nur war ein anderer Bewerber NOCH besser als Sie. Glück gehört natürlich auch dazu.

    Also: Es ist sogar sehr rational, eine Niederlage nicht als solche anzuerkennen. Nehmen Sie eine Absage nicht persönlich, analysieren Sie ganz nüchtern, was gut und was schlecht lief, ziehen Sie Ihre Schlüsse. Aber lassen Sie sich um Gottes Willen nicht von einer Pleite unterkriegen.

    Je mehr Erfahrungen Sie sammeln – auch schlechte – desto steiler ist Ihre persönliche Lernkurve. Die gleichen Muster werden Ihnen hinterher im Job auch wieder begegnen. Erfolglose Pitches, erfolglose Kundenakquise, erfolglose Projekte.

    Und statistisch ist es so: Je häufiger Sie sich bewerben, desto mehr Absagen werden Sie bekommen. Aber irgendwann landet eine Zusage im Postkasten. Wer sich nicht bewirbt, erhält auch keine Absagen – aber auf die Zusage wird er ewig warten.

    Zum Schluss noch ein Tipp: Wenn Sie noch sehr unerfahren sind, können Sie das Unternehmen auch nach Feedback fragen. Was hat den Ausschlag gegen Sie gegeben? Nicht alle Unternehmen antworten ehrlich – schon allein aus Höflichkeit oder aus Angst, gegen das Antidiskriminierungsgesetz zu verstoßen – aber den einen oder anderen Anhaltspunkt könnte es Ihnen durchaus geben.

    Was Sie nach einer Absage unbedingt tun sollten, sagen wir Ihnen jetzt…

    Vorstellungsgespräch nachbereiten: Analyse

    Nach einer Absage will man die Unterlagen am liebsten in die Ecke pfeffern. Aus den Augen, aus dem Sinn! Das ist menschlich und nur allzu verständlich. Trotzdem der Rat: Reißen Sie sich nochmal kurz am Riemen und bereiten den Termin nach – trotz des negativen Ausgangs. Eine gute Nachbereitung hilft Ihnen ungemein.

    Es ist wie beim Date: Wer fünf Körbe am Stück kassiert hat, sollte bei Date Nummer sechs vielleicht etwas ändern. Das Outfit, den Treffpunkt, die Tischmanieren, whatever.

    Analysieren Sie das Bewerbungsgespräch von vorne bis hinten – und seien Sie vor allem ehrlich zu sich selbst. Wenn Sie sich selbst in die Tasche lügen, verlängert dies nur Ihre Leidenszeit. Woran könnte es gelegen haben, dass Sie den Job doch nicht gekriegt haben?

    Diese Fragen helfen bei der Nachbereitung:

    • Habe ich mich auf die richtige Stelle beworben?
    • Bringe ich alle Muss-Qualifikationen mit?
    • Waren meine Bewerbungsunterlagen vollständig und überzeugend?
    • Hat mein Lebenslauf zu große oder unerklärbare Lücken?
    • Wirke ich motiviert genug?
    • Wie kann ich mein Profil schärfen?
    • Welche meiner Kompetenzen werden auf dem Arbeitsmarkt aktuell nachgefragt – und welche nicht?

    Wenn Sie sich die Fragen ehrlich beantworten, entdecken Sie vielleicht das eine oder andere Defizit. Was nicht schlimm ist, denn nur so können Sie Verbesserungen anstoßen oder Ihre Strategie verändern. Sie könnten beispielsweise Ihren Suchradius erweitern, Ihre Branchenschwerpunkt ändern oder auch ein Coaching absolvieren.

    Fazit: Ein Vorstellungsgespräch nachzubereiten ist immer eine gute Idee – im Erfolg wie im Misserfolg. Viel Glück bei Ihrer nächsten Bewerbung!

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    [Bildnachweis: fizkes by Shutterstock.com]

    Jobs in Hamburg: Stellenangebote, Gehälter und Arbeitgeber in Hamburg

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    Der Arbeitsmarkt in Hamburg ist dynamisch. Vor allem in Logistik, Maschinenbau, Luftfahrt und Handel ist die Stadt traditionell stark. Neue Jobs in Hamburg entstehen zunehmend auch in der Internetwirtschaft und ihren Startups. Karrieresprung hat die wichtigsten Infos für alle, die in Hamburg arbeiten, wohnen und leben wollen. Hier finden Sie Jobs und aktuelle Stellenangebote in Hamburg – und die Gehälter in Ihrer Branche…

    Jobs Hamburg: Die Stadt

    Hamburg feiert sich selbst gerne als Perle, als schönste Stadt Deutschlands. Durch die imposante Elbphilharmonie ist die Stadt noch schöner geworden. Das Konzerthaus ist DAS neue Wahrzeichen Hamburgs.

    Bisher teilten sich diesen Rang der Hamburger Hafen, der Michel und das Miniaturwunderland, das 2017 in einer Umfrage sogar zur beliebtesten Sehenswürdigkeit in ganz Deutschland gewählt wurde. Partygänger feiern derweil auf der legendären Reeperbahn noch nachts um halb eins.

    Und dann gibt es da die Hafen-City, in der auf über zwei Quadratkilometern neue Hotels, Wohnungen und Büros gebaut werden. Es handelt sich auch im internationalen Maßstab um ein Mega-Projekt. Die Hafen-City ist populär und attraktiv, steht aber auch für die zunehmende Gentrifizierung. Exklusiv, edel, teuer.

    Als Wohngegend einen guten in den Umfragen hat Eimsbüttel, vor allem bei Familien. Der Stadtteil im Hamburger Norden ist laut Polizeistatistik sehr sicher, hat eine hohe Dichte an Kitas, Schulen und Sportvereinen. Beliebte Wohnlagen in Hamburg sind zudem Winterhude, Barmbek-Nord, Eppendorf, Altona-Nord und auch St. Pauli.

    Die Wohlhabenden zieht es derweil in die Vororte, zum Beispiel raus in den Speckgürtel nach Wohldorf-Ohlstedt oder nach Blankenese im Westen der Hansestadt.

    Jobs in Hamburg: Der Arbeitsmarkt

    Der Arbeitsmarkt in Hamburg leidet unter den Folgen der Corona-Krise. Knapp 88.000 Hamburger sind mittlerweile wieder arbeitslos gemeldet, die Arbeitslosenquote liegt bei 8,2 Prozent (Stand: Juni 2020). Ein Jahr zuvor, im Juni 2019, lag die Quote erst bei 6,1 Prozent. Insgesamt beziehen fast 224.000 Hamburger Arbeitslosengeld I oder II.

    Langfristig ist der Trend aber positiv. So waren bei der letzten Auswertung 2,15 Millionen Menschen in der Metropolregion Hamburg, zu der auch Städte wie Lübeck und Schwerin zählen, sozialversicherungspflichtig beschäftigt (Stand: Juni 2019). Das waren rund 11 Prozent mehr als fünf Jahre zuvor im Juni 2014.

    Auch Hamburg selbst erzielte im August 2019 einen neuen Rekordwert. Erstmals waren über eine Million Frauen und Männer in Hamburger Unternehmen beschäftigt – das gab es in Hamburgs Historie noch nie.

    Zu den Branchen, die die meisten Stellen in Hamburg aufbauten, zählen:

    • Informatik
    • Kommunikation
    • Immobilien
    • Wissenschaftliche und technische Dienstleistungen
    • Logistik
    • Gastgewerbe

    Neue Jobs in Hamburg wurden zuletzt auch in den Segmenten Erziehung und Unterricht, Öffentliche Verwaltung und im Baugewerbe und Gastgewerbe geschaffen. Einen Rückgang verzeichnet dagegen die Finanz- und Versicherungsbranche.

    Jobs Hamburg: Einstiegsgehälter und Gehaltsniveaus

    Hamburg ist nach eigener Lesart die schönste Stadt der Welt. Noch schöner ist sie für alle, die gutes Geld verdienen. Und das tun in Hamburg nicht wenige.

    Nach Angaben der Gehaltsplattform gehalt.de beträgt das Durchschnittsgehalt in Hamburg 49.646 Euro brutto im Jahr (Stand: 2019). Damit liegt Hamburg im Ländervergleich auf Platz drei von 16 Bundesländern. Höher sind die Gehälter demnach nur in Hessen und Baden-Württemberg.

    Im Städtevergleich schneidet Hamburg aber gar nicht mehr so glänzend ab. So liegen beispielsweise die Gehälter in Stuttgart (53.413 Euro), München (53.242 Euro) und Düsseldorf (50.374 Euro) vor den Hamburgern.

    Der Medianverdienst für Beschäftigte mit einem Vollzeitjob in Hamburg beträgt laut Bundesagentur für Arbeit 3.820 Euro brutto monatlich. 50 Prozent der Vollzeitbeschäftigten in Hamburg verdienen mehr, die anderen 50 Prozent weniger. Der Median für ganz Deutschland liegt bei 3.401 Euro (Stand: 31.12.2019).

    Für Fach- und Führungskräfte mit einer Stelle in Hamburg spuckt der Stepstone-Gehaltsreport 2020 ein Durchschnittsgehalt von 59.111 brutto im Jahr aus. Damit liegt Hamburg hinter Hessen (64.335 Euro), Bayern (62.243 Euro) und Baden-Württemberg (61.677 Euro) auf Rang vier. Dahinter folgt Nordrhein-Westfalen (58.815 Euro). Auf dem letzten Platz rangiert Mecklenburg-Vorpommern (45.135 Euro).

    So viel verdienen Fach- und Führungskräfte mit Stellen in Hamburg im Schnitt:

    • IT-Fachleute: 61.159 Euro brutto pro Jahr
    • Ingenieure: 64.131 Euro
    • Technische Berufe: 48.286 Euro
    • Marketing und PR: 58.016 Euro
    • Vertrieb: 63.218 Euro
    • Personalwesen: 59.030 Euro
    • Consulting: 64.546 Euro
    • Finanzen, Versicherungen und Banking: 69.468 Euro
    • Einkauf und Logistik: 50.866 Euro

    Die größten Arbeitgeber in Hamburg

    Die Logistik nimmt traditionell eine starke Rolle im Branchenmix Hamburgs – dem Tor zur Welt – ein. Stellvertretend dafür stehen die Hamburger Hafen und Logistik AG, Kühne + Nagel, Hapag Lloyd und die VTG AG.

    Auch als Medienstadt ist Hamburg berühmt. Doch hat Berlin der Perle des Nordens längst den Rang abgelaufen. Der Umzug von Axel Springer ist das bekannteste Beispiel für die schrittweise Verlagerung der Medienszene in die Hauptstadt.

    Zu den populärsten Firmennamen Hamburgs zählen vor allem DAX-Aushängeschild Beiersdorf, Optiker Fielmann sowie die Händler Otto und Tchibo.

    Hier winken Jobs in Hamburg – das sind die größten Unternehmen und Arbeitgeber in Hamburg:

    • Otto Group (Versandhandel)
    • Daimler AG (Automobil)
    • Marquard und Bahls (Energie)
    • Tchibo (Einzelhandel)
    • Beiersdorf AG (Konsumgüter)
    • Helm AG (Mischkonzern)
    • Gebr. Heinemann (Duty-free)
    • Airbus (Luftfahrt)
    • Asklepios Kliniken
    • Aurubis AG (Rohstoffe)
    • Evotec AG (Biotechnologie)
    • Olympus (Optische Industrie)
    • Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
    • Hamburger Sparkasse
    • Hamburger Hochbahn AG
    • Hamburger Hafen und Logistik AG
    • Siemens AG (Mischkonzern)
    • Hapag Lloyd AG (Logistik)
    • Lufthansa (Luftfahrt)
    • Fielmann AG (Optiker)
    • Jungheinrich AG (Maschinenbau)
    • Still GmbH (Fahrzeuge)
    • Körber AG (Mischkonzern)
    • Kühne + Nagel (Logistik)
    • Norddeutscher Rundfunk (Medien)
    • Signal Iduna (Versicherung)
    • Techniker Krankenkasse
    • Vattenfall (Energie)
    • VTG AG (Logistik)
    • Xing AG (Internet)
    • Deutsche Bahn
    • Deutsche Post
    • Elbkinder Vereinigung Hamburger Kitas
    • Edeka (Einzelhandel)
    • Dräger Medizintechnik
    • Bockholdt Gruppe (Reinigungsunternehmen)
    • Philips (Elektrogeräte)
    • Rewe (Einzelhandel)
    • Ergo (Versicherungen)
    • Commerzbank (Finanzen)

    Startup Jobs Hamburg

    Jobs Hamburg Startups Medien VollzeitAllein im Jahr 2019 haben 51 Startups aus Hamburg eine Finanzierung erhalten. Das besagt das Startup-Barometer 2020 von EY.

    Damit bringt es die Hansestadt immerhin auf einen Marktanteil von 4 Prozent in Deutschland. Höhere Anteile haben nur Berlin, Bayern und Nordrhein-Westfalen. Stark ist die Hamburger Startup-Szene vor allem in den Bereichen Mobility, Health, Fintech und E-Commerce.

    Hier eine Liste der bekanntesten Startups und Grownups aus Hamburg:

    • Deposit Solutions (Fintech)
    • Wunder Mobility (Mobilität)
    • Monedo (früher Kreditech, Fintech)
    • About You (Mode)
    • Goodgame Studios (Games)
    • Bigpoint (Games)
    • Jimdo (Webseiten-Baukasten)
    • Scoyo (Lernplattform)
    • Statista (Statistik-Dienstleistungen)
    • New Work (früher Xing, Business-Netzwerk)
    • Tolingo (Übersetzungen)
    • Sympatient (E-Health)
    • Nect (Software)
    • Bepro 11 (Sports-Tech)
    • Moovin (Immobilien)

    Stellen in Hamburg: Karriereaussichten und Wirtschaft

    Hamburg gilt als DAS Wirtschaftszentrum des Nordens. Im Städtevergleich ist die Hansestadt sogar der größte Industriestandort Deutschlands. Die meisten Industrie-Jobs in Hamburg gibt es in:

    • Fahrzeugbau
    • Reparatur/Installation von Maschinen
    • Maschinenbau

    Starke Umsätze erzielen zudem die Wirtschaftsbereiche:

    • Mineralölverarbeitung
    • Ernährungsgewerbe inkl. Tabakverarbeitung
    • Metallerzeugung und -verarbeitung

    Hamburg ist der weltweit drittgrößte Standort des zivilen Flugzeugbaus. Airbus und Lufthansa Technik beschäftigen Tausende Mitarbeiter. Auch die Windenergie hat einen starken Stand. Im DAX hält die Firma Beiersdorf, die für Marken wie Nivea, Tesa und Labello bekannt ist, Hamburgs Fahne hoch.

    Hamburg ist wirtschaftlich eine Macht. In keinem anderen Bundesland ist die Wirtschaftskraft pro Kopf so groß wie in Hamburg. Auch ist Hamburg eine der wenigen Regionen außerhalb Süddeutschlands, in denen MINT-Fachkräfte ein reichhaltiges Angebot an Top-Jobs vorfinden.

    Laut IW-Studie waren von 1.000 sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten mit einem Job in Hamburg 49 in einem technisch-naturwissenschaftlichen Akademikerberuf tätig – so viele wie in keinem anderen Bundesland. Zum Vergleich: In Berlin waren es nur 38 von 1.000, in Schleswig-Holstein nur 26.

    Allerdings lässt sich durchaus einwenden, dass der Vergleich hinkt. Würde man Hamburg mit anderen Städten wie München, Stuttgart oder Karlsruhe vergleichen, dann fiele die Bilanz längst nicht mehr so positiv aus. Nichtsdestotrotz zählt Hamburg zu den wenigen MINT-Hochburgen außerhalb Süddeutschlands. Die anderen sind Aachen, Wolfsburg und Dresden.

    Das Gesamtbild ist positiv: Im Städteranking 2019 von IW Consult belegte Hamburg Platz 9 von 71 Städten in Deutschland. Und im Prognos-Zukunftsatlas lag Hamburg auf Platz 21 von 401 Regionen in Deutschland. In der Unterrubrik Arbeitsmarkt war sogar Platz 19 drin.

    Jobs Hamburg: Kosten, Lebenshaltung, Mietpreise

    Der Hamburger Wohnungsmarkt ist berüchtigt. Dabei zählt Hamburg gar nicht mehr zu den teuersten Städten des Landes.

    Pro Quadratmeter werden nach Angaben von Immowelt im Schnitt 12,10 Euro fällig (Stand: 1. HJ 2020). Die Hansestadt liegt damit hinter München (18,80 Euro), Frankfurt (14,50 Euro), Stuttgart (13,40 Euro) und Berlin (12,20 Euro) – und nur knapp vor Mainz (12,00 Euro). Deutlich günstiger sind Bremen (8,20 Euro) und Oldenburg (8,30 Euro) im Südwesten Hamburgs.

    Während die Mietpreise in Hamburg von 2010 bis 2015 um sagenhafte 29 Prozent angezogen haben, verteuerten sie sich von 2015 bis 2020 nur noch um 14 Prozent. 2010 war der Quadratmeter in Hamburg noch für 8,20 Euro zu haben.

    Teure Pflaster sind die Hafencity, Rotherbaum und Harvestehude. Vergleichsweise günstig wohnt es sich in Lohbrügge, auf der Veddel oder in Wilstorf im Bezirk Harburg.

    Kontaktdaten und Servicestellen in Hamburg

    Sie wollen sich in Hamburg selbstständig machen, Ihre Steuererklärung abgeben oder Jobs in Hamburg suchen? Die wichtigsten Servicestellen hat Karrieresprung übersichtlich für Sie zusammengefasst:

    • Ihr zuständiges Finanzamt in Hamburg finden Sie hier.
    • Die Hamburger Existenzgründungsinitiative (hei) finden Sie hier.
    • Die Handelskammer Hamburg (HK) finden Sie hier.
    • Die Hamburg Invest-Agentur für Ansiedlungen finden Sie hier.
    • Aktuelle Stellenangebote in Hamburg finden Sie in unserer Jobbörse.

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    [Bildnachweis: canadastock by Shutterstock.com]

    Jobs in Bremen: Stellenangebote, Gehälter und Arbeitgeber in Bremen

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    Bremen ist für so manchen die kleine Stiefschwester Hamburgs. Vor allem ist sie sehr bescheiden. Als Großstädter fühlen sich die Bremer nur bedingt. Für sie ist ihre Heimat mehr ein Dorf mit angeschlossenem Flughafen und eingebauter Straßenbahn. Dabei hat Bremen eine ganze Menge zu bieten. Hier finden Sie Jobs in Bremen

    Jobs Bremen: Die Stadt

    Es gibt die Bremer Stadtmusikanten. Es gibt den Roland. Und es gibt Otto Rehhagel. Arm an Legenden ist die Stadt Bremen sicher nicht.

    Doch der Ruhm verblasst. Heute ist die alte Hansestadt nicht mehr für ihre Prosperität bekannt. Bremen hat die mit Abstand höchste Pro-Kopf-Verschuldung aller Bundesländer – rund 32.000 Euro pro Nase.

    Bremen ist klein und kompakt, keine Stadt der weiten Wege. Im Norden der große Bürgerpark und der Stadtwaldsee. Im Süden die historische Innenstadt mit den Ortsteilen Ostertor und Steintor, die auch Das Viertel genannt werden. Hier fühlen sich die Studenten der Stadt zuhause. Gutbürgerlich geht es in Schwachhausen zu. Als problematisch gelten Gröpelingen und Walle im Nordwesten.

    Jobs in Bremen: Der Arbeitsmarkt

    Die Arbeitslosigkeit in Bremen steigt infolge der Corona-Pandemie. Sie beträgt mittlerweile 11 Prozent (Stand: Juni 2020). Über 33.000 Menschen sind ohne Job in Bremen – so viele wie seit langer Zeit nicht mehr. In den vergangenen Jahren hatte sch die Arbeitslosenquote in der Stadt Bremen konstant unter der 10-Prozent-Marke festgesetzt.

    Zum Vergleich: Die Arbeitslosigkeit in ganz Deutschland liegt bei 6,2 Prozent. In Niedersachsen, das Bremen umschließt, sind es sogar nur 6,0 Prozent. Der nordische Rivale Hamburg steht bei 8,2 Prozent, der dritte Stadtstaat Berlin bei 10,5 Prozent.

    Auch die Unterbeschäftigungsquote in Bremen steigt. Mittlerweile gibt es über 43.000 Bremer, die weniger arbeiten als sie gerne arbeiten würden oder im Rahmen sogenannter arbeitsmarktpolitischer Maßnahmen gefördert werden, ohne offiziell arbeitslos zu sein. Das entspricht einer Unterbeschäftigungsquote von 13,7 Prozent.

    Schwerer ist es in jüngster Zeit geworden, Stellen in Bremen zu finden in der Automobilherstellung, Stahlindustrie, im Groß- und Einzelhandel, der Logistik und im Hotel- und Gaststättengewerbe. Bessere Chancen, Jobs in Bremen zu finden (und zu behalten), gibt es unter anderem im Reinigungsgewerbe.

    Jobs Bremen: Einstiegsgehälter und Gehaltsniveaus

    Wer einen Vollzeitjob in Bremen innehat, kann mit einem monatlichen Mediangehalt von 3.578 Euro rechnen (Stand: 31.12.2019). Die eine Hälfte der Beschäftigten verdient also mehr, die andere weniger. Das geht aus dem Gehaltsatlas der Bundesagentur für Arbeit hervor.

    Dies ist ein ziemlich guter Wert. Er relativiert sich aber, wenn man auf den Mediangehalt der Menschen schaut, die in Bremen wohnen (aber nicht zwingend auch in Bremen arbeiten). Deren Gehalt beträgt 3.294 Euro im Schnitt. Das Mediangehalt für ganz Deutschland liegt bei 3.401 Euro brutto monatlich, alleine für Westdeutschland sogar bei 3.526 Euro (Stand: 31.12.2019).

    Die Gehaltsplattform gehalt.de berechnet für Bremen ein Durchschnittsgehalt von 45.750 Euro brutto jährlich. Damit liegt Bremen im Ranking immerhin auf Platz sieben von 16 Bundesländern.

    Fach- und Führungskräfte mit einem Job in Bremen verdienen laut Stepstone-Gehaltsreport 2020 rund 55.786 Euro im Jahr – und damit deutlich weniger als ihre Pendants aus Hamburg (59.111 Euro). Bremen liegt aber vor Niedersachsen (54.150 Euro), Schleswig-Holstein (52.563 Euro) und allen östlichen Bundesländern einschließlich Berlins. In den übrigen Bundesländern schneiden Fach-und Führungskräfte finanziell besser ab. Am besten wird in Hessen gezahlt (64.335 Euro).

    So viel verdienen Fach- und Führungskräfte mit einer Stelle in Bremen im Schnitt:

    • IT-Fachleute: 56.302 Euro brutto pro Jahr
    • Ingenieure: 61.754 Euro
    • Technische Berufe: 44.266 Euro
    • Marketing und PR: 53.188 Euro
    • Vertrieb: 59.967 Euro
    • Personalwesen: 52.832 Euro
    • Consulting: 63.504 Euro
    • Finanzen, Versicherung und Banking: 56.541 Euro
    • Einkauf und Logistik: 47.955 Euro
    [Quelle: Stepstone-Gehaltsreport 2020]

    Die größten Arbeitgeber in Bremen

    Bremens Motto könnte lauten: Zu Lande, zu Wasser und in der Luft. Denn Autos, Flugzeuge und Schiffe sind für die heimische Wirtschaft von überragender Bedeutung.

    Hier winken Stellen in Bremen – das sind die größten Arbeitgeber in Bremen:

    • Daimler AG (Mercedes-Benz-Werk)
    • BLG Logistics Group (Logistik)
    • ArcelorMittal (Stahl)
    • Airbus Group (Luftfahrtindustrie)
    • SWB AG (Energie)
    • Gesundheit Nord gGmbH Klinikverbund Bremen
    • Bremer Straßenbahn AG
    • Elko Gruppe (Security)
    • AWO Bremen
    • Atlas Elektronik
    • Anheuser-Busch InBev (Lebensmittel)
    • Sparkasse Bremen AG
    • RDE Rheinmetall Defence Electronics (Rüstung)
    • Lear Corporation (Autozulieferer)
    • Fr. Lürssen Werft (Schiffbau)
    • Team Neusta (IT-Dienstleistungen)
    • Stute Logistics (Logistik)
    • Nehlsen AG (Entsorgung)
    • ThyssenKrupp System Engineering (Ingenieurdienstleistungen)
    • OHB SE (Luft- und Raumfahrt)
    • AOK Bremen/Bremerhaven
    • Nordsee Medienverbund
    • Weser-Kurier-Mediengruppe
    • Deutsche Post AG
    • Kaefer Isoliertechnik (Industrie)
    • Friedehorst gGmbH (Wohlfahrtsverband)
    • Martinsclub Bremen e.V. (Wohlfahrtsverband)
    • Deutsche See (Nahrungsmittel)
    • Kühne und Nagel (Logistik)
    • Mondelez Deutschland Services (Nahrungsmittel)
    • Frozen Fisch (Nahrungsmittel)
    • Lorel Logistik
    • Frosta Tiefkühlkost (Nahrungsmittel)
    • DMK Group (Nahrungsmittel)
    • Zech Group (Umwelttechnologie)
    • Hella Fahrzeugkomponenten (Automotive)
    • Hegemann Gruppe (Industrie/Dienstleistungen)
    • Hofmeister und Meinke (Automotive)

    IT Jobs Bremen

    Jobs Bremen IT Vollzeit TeilzeitEine Reputation als IT-Hotspot hat Bremen nicht. Doch die IT-Branche in der Hansestadt wächst. Mittlerweile haben bereits mehr als 10.000 Menschen einen Job in Bremens IT-Wirtschaft. Innerhalb von drei Jahren war die Beschäftigtenzahl in der IT-Branche um 24 Prozent von 8.500 auf 10.500 gewachsen. Das ist das Ergebnis einer Studie des Branchenverbands bremen digitalmedia.

    Damit arbeiten nunmehr 3,7 Prozent aller Beschäftigten in Bremen in der IT-Wirtschaft – das ist mehr als im Bundesschnitt von 3,4 Prozent. Die Informationstechnologie ist mittlerweile drittgrößter Wirtschaftscluster der Hansestadt. Auch die Zahl der Gründungen stieg von 53 im Jahr 2014 auf 93 im Jahr 2018. Vor allem Anwendungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz fallen in Bremen auf fruchtbaren Boden.

    Der Frauenanteil liegt in Bremens IT-Branche allerdings nur bei knapp einem Drittel. Auch die Gehälter fallen im Vergleich der Bundesländer um sechs Prozent geringer aus.

    „Bei zunehmendem Personalbedarf scheint das Arbeitskräfteangebot an IT-Fachkräften in der Region nicht ausreichend, wobei weniger quantitative als vielmehr qualitative Aspekte, zum Beispiel mangelnde fachliche Spezialqualifikationen oder unzureichende Sprachkenntnisse, eine Rolle zu spielen scheinen“, heißt es in der Studie.

    Für Bewerber bedeutet das: Jobs in Bremen sind in der IT-Branche leicht zu haben – vorausgesetzt, man hat was auf dem Kasten.

    Jobs Bremen: Karriereaussichten und Wirtschaft

    In Bremen weht ein frischer Wind. Den Eindruck gewinnt der neutrale Beobachter beim Blick auf die nackten Zahlen. So war Bremen noch 2017 von allen Bundesländern am stärksten gewachsen – um 3,3 Prozent. Der Durchschnitt lag damals bundesweit bei 2,2 Prozent. Zum dritten Mal in Folge war das Bremer Wirtschaftswachstum überdurchschnittlich gut.

    Im ersten Halbjahr 2019 sahen die Zahlen dann schon nicht mehr so gut aus. Das Bremer Bruttoinlandsprodukt stieg um 1,7 Prozent, lediglich das Saarland (1,4 Prozent) und Rheinland-Pfalz (1,3 Prozent) wuchsen langsamer.

    Weltweit gilt die Mobilität als Zukunftsbranche. In Bremen ist sie für die Gegenwart existentiell wichtig. Autos, Schiffe und Luftfahrt machen rund 70 Prozent an der Industrieproduktion aus. Auch der Bausektor ist für die Stadt wichtig.

    Stark aufgestellt ist Bremen in diesen Bereichen:

    • Automobilindustrie
    • Maritime Wirtschaft und Logistik
    • Windkraft
    • Luft- und Raumfahrt

    Allerdings gelten die protektionistischen Tendenzen rund um den Globus als Gefahr – speziell für Bremen, das viele seiner Industrieerzeugnisse exportiert. Das ist nicht die einzige Herausforderung. Die Handelskammer Bremen machte schon im Dezember 2017 in einem Lagebericht eine Vielzahl an Problemen aus. Dazu zählte sie die…

    • kritische finanzielle Situation der öffentlichen Haushalte
    • verbesserungswürdige Bildungs- und Familienpolitik
    • überfällige Steigerung der Qualität der Dienstleistungen von Ämtern und Behörden
    • Notwendigkeit eines wachsenden Wohnungsmarktes
    • Probleme des inhabergeführten Einzelhandels in Innenstädten und Randgebieten

    Ihr Fazit: Durch Bremen müsse der sprichwörtliche Ruck gehen.

    Im Städteranking 2019 des Beratungsunternehmens IW Consult landete Bremen nur auf Platz 45 von 71 untersuchten Großstädten in Deutschland – eine Verschlechterung um drei Plätze im Vergleich zum Vorjahresranking.

    Im Prognos-Zukunftsatlas 2019 belegte die Stadt Bremen Rang 293 von 401 untersuchten Regionen in Deutschland. In der Unterkategorie Arbeitsmarkt reichte es immerhin für Platz 148.

    Jobs in Bremen: Kosten, Lebenshaltung, Mietpreise

    In Bremen sind die Mieten von 2010 bis 2015 um 25 Prozent gestiegen, von 2015 bis 2020 nur noch um 17 Prozent. Das zeigen Daten der Plattform Immowelt. In Berlin betrug die Mietpreissteigerung von 2015 bis 2020 dagegen 44 Prozent.

    Kostete der Quadratmeter in Bremen im Jahr 2010 noch 5,60 Euro im Schnitt, wurden 2015 schon 7 Euro fällig, 2020 sogar 8,20 Euro.

    Damit ist das Mietpreisniveau in Bremen aber weiterhin moderat. In den meisten Großstädten werden zweistellige Quadratmeterpreise abgerufen. Spitzenreiter ist München mit 18,80 Euro.

    Kontaktdaten und Servicestellen in Bremen

    Sie wollen sich in Bremen selbstständig machen, Ihre Steuererklärung abgeben oder Jobs in Bremen suchen? Die wichtigsten Servicestellen hat Karrieresprung übersichtlich für Sie zusammengefasst:

    • Ihr Finanzamt in Bremen finden Sie hier.
    • Die Handelskammer Bremen finden Sie hier.
    • Die Handwerkskammer Bremen finden Sie hier.
    • Die Wirtschaftsförderung Bremen finden Sie hier.
    • Stellenangebote in Bremen finden Sie in unserer Jobbörse.

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    Diskret bewerben: Muster und Tipps für die vertrauliche Bewerbung

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    Diskret bewerben: Das ist vor allem dann wichtig, wenn sie noch in einem bestehenden Arbeitsverhältnis sind. Dann wollen sie nicht, dass Ihr aktueller Boss von Ihrem Vorhaben erfährt. Weil es negative Konsequenzen haben könnte, von Nichtachtung bis hin zu Mobbing. Wenn Sie die wichtigsten Vorsichtsmaßnahmen ergreifen, bekommt niemand etwas von Ihrer vertraulichen Bewerbung mit…

    Diskrete Bewerbung: Bitte vertraulich behandeln

    Es ist Ihr gutes Recht als Arbeitnehmer, sich anderweitig umzusehen. Gefeuert werden können Sie jedenfalls nicht, nur weil Sie sich auf dem Arbeitsmarkt nach Alternativen erkundigt und sich woanders diskret beworben haben. Schließlich könnte es ja auch sein, dass Sie nur Ihren Marktwert austesten wollten.

    Trotzdem: Die meisten Arbeitgeber sind not amused, wenn sie spitzkriegen, dass einer ihrer Schützlinge mit der Konkurrenz flirtet. Es könnte ihm oder ihr als Illoyalität – vielleicht gar als Verrat – ausgelegt werden. Abgesehen davon, dass der Verlust einer wertvollen Kraft droht.

    Im schlimmsten Fall ist Ihr Chef sauer auf Sie, straft Sie mit Nichtachtung, degradiert oder mobbt Sie gar. Die andere Möglichkeit: Er umgarnt Sie, bietet Ihnen seinerseits eine Gehaltserhöhung oder andere Leckerli wie eine Beförderung an.

    Aber wissen können das Bewerber in der Regel nicht. Die beste Strategie ist es daher, sich so diskret wie möglich bei der Konkurrenz umzusehen und zu bewerben. Das ermöglicht auch einen sanften Verbleib im Job, sollte es mit dem Stellenwechsel doch nicht klappen.

    Diskret bewerben – aber wie geht das? Karrieresprung sagt es Ihnen…

    Diskret bewerben mit Sperrvermerk

    Kein Arbeitgeber wird erst eine Vertraulichkeitserklärung unterschreiben, bevor er Ihre Bewerbung lesen darf. Zumal Diskretion ohnehin zum Grundvokabular der HR-Branche gehört. Wer hier zu offenherzig aus dem Nähkästchen plaudert, beschädigt seine Reputation.

    Aber: Sie haben durchaus die Möglichkeit, Ihre Bewerbung mit einem sogenannten Sperrvermerk zu versehen. Diesen Begriff kennt man normalerweise aus anderen Zusammenhängen:

    • Öffentliche Haushalte: Erst nach Aufhebung des Sperrvermerks dürfen die Gelder für einzelne Positionen ausgegeben werden.
    • Pressemitteilungen: Auch sie enthalten häufig eine Sperrfrist. Wenn diese abgelaufen ist, ist eine Veröffentlichung zulässig – vorher nicht.
    • E-Mail: Mit einem Sperrvermerk kann die Weitergabe oder Vervielfältigung untersagt werden.

    Auch in der Bewerbung ist der Sperrvermerk ein legitimes Instrument. Er steht üblicherweise am Anfang eines Dokuments, damit der Empfänger ihn nicht übersieht. Dafür eignet sich in einer Bewerbung die Betreffzeile. Aber auch im Schlusssatz Ihres Anschreibens können Sie um Vertraulichkeit bitten.

    Einen Sperrvermerk können Sie auch verwenden, wenn Sie Ihre Daten einem Headhunter oder Personalvermittler anvertrauen. So stellen Sie sicher, dass Ihr Lebenslauf weder offen noch anonymisiert ohne Ihre Zustimmung weitergeleitet wird.

    Diskret bewerben – Beispielformulierungen folgen…

    Diskret bewerben: Formulierungsbeispiele

    Kleiner Tipp: Reden Sie in Ihrer Bewerbung nicht wörtlich von einem Sperrvermerk, sondern bitten Sie um Vertraulichkeit bzw. darum, die Bewerbung vertraulich zu behandeln. Das ist das Gleiche in grün – klingt aber zeitgemäßer.

    Im Betreff Ihres Anschreibens bieten sich diese Formulierungen an:

    Im Schlusssatz Ihres Anschreibens können Sie ebenfalls um Vertraulichkeit bitten – und auch die Hintergründe erwähnen. Zum Beispiel so:

    • Ich befinde mich derzeit in einem ungekündigten Arbeitsverhältnis. Daher bitte ich Sie, diese Bewerbung vertraulich zu behandeln. Wenn Sie mich zurückrufen möchten, dann melden Sie sich bitte abends ab 19 Uhr unter der oben angegebenen Nummer.

    • Bitte behandeln Sie meine Bewerbung vertraulich.

    • Ich bitte Sie um Verständnis dafür, dass ich den Namen meines aktuellen Arbeitgebers aufgrund meines ungekündigten Arbeitsverhältnisses noch nicht nennen möchte.

    Und wenn Sie besonders vorsichtig sein wollen, weil Sie etwa um die Geschwätzigkeit in Ihrer Branche wissen, dann können Sie den Namen Ihres aktuellen Arbeitgebers auch ganz aus der Bewerbung entfernen. Statt der Mustermann AG steht dort nur noch Börsennotiertes Unternehmen oder noch vager: Größeres Unternehmen.

    Die Arbeits- und Zwischenzeugnisse lassen Sie dann folgerichtig ebenfalls weg – oder schwärzen die entsprechenden Stellen im Dokument, die Rückschlüsse auf Ihren Arbeitgeber zulassen.

    Hier einige Formulierungshilfen für das Anschreiben Ihrer vertraulichen Bewerbung:

    • Momentan arbeite ich in einem größeren Unternehmen der Immobilienbranche.

    • Ich bin derzeit in einem mittelständischen Maschinenbauunternehmen tätig.

    • Aktuell bin ich bei einem Weltmarktführer im Hochtechnologie-Bereich beschäftigt.

    5 Tipps für die vertrauliche Bewerbung

    Verschwiegenheit ist eine Tugend. Gerade im Bewerbungsprozess sollten Sie nicht zu früh zu viel preisgeben. Behalten Sie Ihr Vorhaben für sich und vertrauen Sie es nur ausgewählten Personen an – aus dem eigenen Unternehmen am besten niemandem.

    Eine gesunde Portion Misstrauen kann in diesem Szenario Gold wert sein. Nicht selten hat sich eine gute Kollegin als Intrigantin entpuppt, ein Kumpel als Plappermaul. Und wer weiß, vielleicht empfindet ein Kollege Ihre Abwanderungsgedanken ja als Verrat – und tratscht es mit astreinem Gewissen weiter.

    Halten Sie sich an diese 5 Ratschläge, wenn Sie sich aus einem bestehenden Arbeitsverhältnis heraus vertraulich bewerben:

    1. E-Mail-Adresse

      Der Anfängerfehler schlechthin: Schicken Sie Ihre Bewerbung um Himmels willen nicht von Ihrer beruflichen E-Mail-Adresse aus ab. Das wäre entweder dreist oder dumm. Beides Charakterzüge, die auch Ihr neuer Arbeitgeber nicht schätzen dürfte.

      Bewerben Sie sich diskret von Ihrer privaten E-Mail-Adresse aus. Aber verwenden Sie eine, die seriös klingt und optimalerweise Ihren Namen beinhaltet: max.mustermann@gmail.com.

    2. Gewohnheiten

      Bleiben Sie Ihren Routinen und Gewohnheiten treu. Wenn Sie bislang immer im Casual-Look zur Arbeit gekommen sind, dann werfen Sie sich jetzt nicht auf einmal den feinen Zwirn über. Wenn Sie der Typ überpünktlich sind, dann kommen Sie jetzt nicht plötzlich ständig zehn Minuten zu spät. Wenn Sie die Mittagspause immer mit den Kollegen verbracht haben, dann suchen Sie jetzt nicht regelmäßig das Weite.

      Solche Verhaltensweisen können Verdacht wecken. Und das wollen Sie nicht. Sie wollen unentdeckt bleiben – allein schon Ihrer Nerven wegen. Trennen Sie Job und Jobsuche – so sollte es ja auch sein. Verlegen Sie Letzteres in Ihren Feierabend und aufs Wochenende. Dafür haben Headhunter Verständnis. Wenn es gar nicht anders geht, dann telefonieren Sie in der Mittagspause im Freien oder in Ihrem Auto.

    3. Sorgfalt

      Das sind auch Anfängerfehler: Lebenslauf oder Anschreiben, die Sie für die Jobsuche vorbereitet haben, auf dem Schreibtisch am Arbeitsplatz liegen lassen. Aber im Eifer des Gefechts kann so etwas schon mal passieren. Denn nicht immer kann der Personaler oder Headhunter auf den Feierabend warten.

      Beseitigen Sie daher rechtzeitig Ihre Spuren. Keine Kontaktdaten auf Post-its kritzeln und dann im Büro liegen lassen. Keine PDFs auf Ihrem Rechner speichern. Notieren Sie sich Wichtiges direkt in Ihrem Smartphone. Bewerbungsunterlagen schicken Sie entweder von Ihrem Rechner zuhause los – oder unterwegs vom Smartphone.

    4. Kündigung

      Mündliche Zusagen sind gut, Verträge sind besser. Auf das Wort eines Personalers können Sie sich im Regelfall verlassen, ja. Ihren alten Job kündigen sollten Sie aber wirklich erst dann, wenn alles unter Dach und Fach ist. Sprich: Wenn der neue Vertrag vorliegt und unterschrieben ist. Im Worst Case sind Sie beides los: den alten und den neuen Job. Und Sie erhalten nicht mal Arbeitslosengeld, wenn Sie von sich aus gekündigt haben.

      Lassen Sie sich außerdem nicht vom neuen Arbeitgeber drängen – sondern den Arbeitsvertrag von einem Arbeitsrechtler prüfen. Wenn alles korrekt ist, unterschreiben Sie. Danach kündigen Sie Ihren alten Job. Das ist die professionelle Vorgehensweise. Und Professionalität erwartet ja schließlich auch der neue Arbeitgeber von Ihnen…

    5. Integrität

      Wenn Sie sich vertraulich beworben haben und zum Vorstellungsgespräch eingeladen wurden, wartet die Frage nach Ihrer Motivation. Warum haben Sie sich bei uns beworben?

      Dann heißt es, nach vorne zu schauen statt nach hinten. Lästern Sie nicht über Ihren aktuellen Arbeitgeber, über Vorgesetzte, Kollegen oder ineffiziente Prozesse. Reden Sie nicht über die Schwierigkeiten, die Sie im Unternehmen hatten und haben. Legen Sie lieber dar, warum Sie die neue Stelle reizt und auf welche Aufgaben und Herausforderungen Sie sich freuen.

    Vertrauliche Bewerbung aus Festanstellung: Muster


    Max Mustermann
    Müllerallee 9
    12345 Müllerstadt
    Fon: 0123 / 45 56 78
    Mail: m.mustermann@mail.de

    Gutes Recht GmbH
    Max Müller
    Müllerstr. 1
    12345 Müllerstadt

    1. August 2020

    Vertraulich – Bewerbung als Projektmanager

    Sehr geehrter Herr Müller,

    zunächst bedanke ich mich für die freundliche Auskunft am Telefon und dafür, dass Sie sich Zeit für mich genommen haben. Wie ich Ihnen bereits erklärt habe, kenne ich Ihr Unternehmen durch meinen aktuellen Arbeitgeber – Sie haben Herrn Clever von der Firma Smart bei mehreren rechtlichen Angelegenheiten unterstützt. Ihre Leistung und Ihr Engagement haben mir imponiert, deshalb möchte ich zu einem Teil Ihres Teams werden.

    Zu meinen Qualifikationen gehören das Studium der Wirtschaftswissenschaften an der Universität Müllerstadt, die langjährige Erfahrung in der Unternehmenskommunikation sowie die Fortbildungen zum Projektmanager und zum Bilanzbuchhalter, die ich neben einer Vollzeitbeschäftigung absolviert habe.

    Auch wenn ich mich zurzeit in einem unbefristeten Beschäftigungsverhältnis befinde, möchte ich dennoch die Chance ergreifen, Sie bei der Umsetzung der Wachstumsstrategien zu unterstützen. Da die Kündigungsfrist drei Monate beträgt, stehe ich Ihnen ab Anfang November zur Verfügung. Dennoch möchte ich Sie bitten, meine Bewerbung zunächst diskret zu behandeln.

    Wie Sie sehen, besitze ich die nötigen Qualifikationen und ich freue mich, Sie davon beim persönlichen Gespräch zu überzeugen.


    Mit besten Grüßen
    Unterschrift

    Hier finden Sie die Musterbewerbung für eine vertrauliche Bewerbung aus Festanstellung zum Downloaden und Bearbeiten:

    • Vertrauliche Bewerbung aus Festanstellung Muster: WORD
    • Vertrauliche Bewerbung aus Festanstellung Muster: PDF

    Diskret bewerben: Ihr gutes Recht

    Diskret bewerben vertraulichJuristen wissen: Ihre Bewerbungsunterlagen enthalten personenbezogene Daten. Diese sind besonders schutzwürdig. Die Verantwortung für die Daten liegt beim Unternehmen, dem Sie Ihre Bewerbung zugeschickt haben.

    Das Unternehmen hat die Pflicht, Ihre Daten vertraulich zu behandeln. Es muss sie vor unbefugtem Zugriff schützen, darf sie etwa nicht öffentlich zugänglich herumliegen lassen. Einsehen dürfen die Unterlagen nur Mitarbeiter des Unternehmens, die mit dem Einstellungsvorgang betraut sind.

    Kommt es zu keiner Einstellung, darf das Unternehmen die Bewerbungsunterlagen NICHT behalten. Es muss sie entweder zurücksenden oder vernichten. Will es die Unterlagen behalten, müssen Sie als Bewerber ausdrücklich zustimmen.

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    [Bildnachweis: KAMPUS by Shutterstock.com]

    Interessen im Lebenslauf: Die besten Hobbys für die Bewerbung

    Interessen-im-Lebenslauf-Hobbys-Beispiele

    Interessen im Lebenslauf runden das Profil eines Bewerbers ab. Sie können Ihrer Bewerbung den Feinschliff geben – oder aber der letzte Sargnagel sein. Wichtig ist, dass Sie Interessen und Hobbys in den Lebenslauf mit aufnehmen, die zur Stelle passen. Und solche, die Aktivität und Engagement anklingen lassen, aber nicht gefährlich sind. Schwindeln sollten Sie dabei aber nicht. Sie merken schon: Das ist komplizierter als gedacht. Aber es ist machbar…

    Interessen im Lebenslauf: Relevanz

    Interessen wecken Interesse. Das ist so. Denn auch Personaler sind Menschen. Und Menschen interessieren sich vor allem für… Menschen.

    Nicht umsonst wird gerne betont, man wolle herausfinden, welcher Mensch hinter der Bewerbung stecke. Die Persönlichkeit entscheidet darüber mit, ob man den Job bekommt oder nicht. Wer (mutmaßlich) nicht ins Team passt, wird aussortiert. Wer auf fachlicher UND persönlicher Ebene überzeugt, erhält den Zuschlag. Interessen im Lebenslauf können das persönliche Profil eines Bewerbers abrunden, am Ende über Ja oder Nein entscheiden.

    Faustregel für Bewerber: Je ausgefallener das Hobby, das Sie in Ihren Lebenslauf schreiben, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass Ihnen der Personaler Rückfragen im Vorstellungsgespräch dazu stellt. Bereiten Sie sich unbedingt darauf vor. Hier sind Beispiele:

    • Cosplay
    • Zauberwürfel
    • Bier brauen
    • Slacklining
    • Bauchtanz
    • Beatboxing
    • Ü-Eier-Figuren

    Besonders gut kommt soziales Engagement bei vielen Arbeitgebern an. Wer sich für andere einsetzt, bezeugt Einsatz, Interesse, Empathie. Eigenschaften, die jedes Unternehmen gut gebrauchen kann.

    Allerdings wirkt sich nicht jedes Interesse und Hobby im Lebenslauf positiv aus. Es gibt auch welche, die Sie lieber dezent verschweigen…

    Hobbys im Lebenslauf: Liste

    Interessen lassen sich in Gruppen einteilen. Hier sind 6:

    1. Elitäre Hobbys

      Elitäre Hobbys signalisieren die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppe. Manche würden sagen: zur Oberschicht. Hobbys als Statussymbole. Polo, Golf oder Segeln gehören ganz sicher dazu. Und Fliegen (Segelfliegen). In England ist Gartenbau ein Klassiker. Tatsächlich ist es in vielen Manager-Etagen vonnöten, die entsprechenden Codes und Umgangsformen (inklusive Hobbys) zu kennen und zu pflegen, um dazuzugehören.

      Statushobbys können in ihrer Bedeutung aber auch absteigen. Tennis und Skifahren sind Beispiele. Beide Sportarten sind längst massentauglich. Oder die Jagd, der früher viele Manager gefrönt haben, die heute aber weitgehend verpönt ist. Auf der anderen Seite ließe sich Klavier spielen, früher gar nicht so außergewöhnlich, anno 2020 mit Fug und Recht als elitäres Hobby bezeichnen.

    2. Digitale Hobbys

      Digitale Hobbys kommen in Zeiten der Digitalisierung in nahezu jedem Personalbüro gut an. Durch die Corona-Krise wurden und werden digitale Skills sogar noch aufgewertet. Die Liste an Digitalhobbys ist lang: Videobearbeitung, Fotografie, Programmieren, Bloggen, Hardware

      Achtung: Ob die Nennung von Social Media als Hobby im Lebenslauf sinnvoll ist, kommt auf Arbeitgeber, auf Beruf und Branche an. Nicht, dass der Arbeitgeber noch auf die Idee kommt, Sie würden den ganzen (Arbeits-)Tag über Ihren Facebook-Feed wachen…

    3. Allerweltshobbys

      Kochen, Lesen, Reisen. Die drei Klassiker. Daran ist nichts verkehrt, im Gegenteil. Von der Masse abheben kann man sich mit ihrer Hilfe indes nicht.

      Tipp: Formulieren Sie Ihr Allerweltshobby im Lebenslauf so konkret wie möglich. Das macht es gleich viel interessanter. Statt Lesen lieber Schwedische Kriminalromane oder Russische Literatur texten. Statt Reisen lieber Städtereisen schreiben oder das Land, in das es Sie bevorzugt zieht. Laos, Namibia oder Peru.

      Aber Vorsicht: Wer es mit dem Fernweh übertreibt, deutet zwar Neugier und Offenheit an, aber eben auch, ständig auf gepackten Koffern zu sitzen und das nächste Sabbatical gar nicht abwarten zu können. Vielleicht, weil derjenige für Weltreisen brennt, aber nicht für die Arbeit? Wäre legitim, will man als Arbeitgeber aber nicht hören.

    4. Sportliche Hobbys

      Bewegung ist gesund und hält fit. Daumen hoch! Ob es sich um Joggen, Schwimmen oder Radfahren handelt. Oder auch um exotischere Sportarten wie Trampolin. Oder Bouldern.

      Mannschaftssport steht für Teamfähigkeit, Einzelsport für Wettbewerbsfähigkeit. Sportarten sind als Hobbys im Lebenslauf insbesondere auch älteren Bewerbern zu empfehlen. Damit belegen Sie Fitness und Belastbarkeit.

      Aber auch hier nicht übertreiben: Aus Sport kann bisweilen eine allzu kraftraubende Angelegenheit werden. Wer Marathon oder gar Ironman angibt, zeigt sich als extrem zielstrebig und leistungsstark, sagt damit aber zugleich, dass er unheimlich viel Training und damit Zeit und Energie neben der Arbeit benötigt.

    5. Politische Hobbys

      In Zeiten zunehmender Polarisierung sind Unternehmen vermehrt an der politischen Einstellung eines Bewerbers interessiert. Das belegen Umfragen. Darum ist es nicht immer ratsam (manchmal aber sehr wohl), das Engagement für eine politische Partei in einer Bewerbung offensiv nach vorne zu stellen.

      Und dann gibt es Themen, die gesellschaftspolitisch aufgeladen sind. Jagen zum Beispiel sieht sicher nicht jeder Arbeitgeber gerne im Lebenslauf eines Bewerbers. Großwildjagd, Stierkampf oder Stierlauf in Pamplona schon gar nicht. Andere Unternehmen wiederum ziehen die Augenbrauen hoch, wenn sie Vegan kochen im Lebenslauf lesen – oder Gender Studies.

    6. Unmögliche Hobbys

      Es gibt nur wenige Hobbys, die man im Lebenslauf grundsätzlich NIE angeben sollte. Swingern wäre so eines (außer natürlich, man bewirbt sich im Swingerclub). Nacktbaden. Freikörperkultur. Um die moralische Bewertung geht es dabei gar nicht. Diese Interessen gehören in Ihre Intimsphäre und gehen niemanden etwas an. Der Arbeitgeber würde sich höchstens provoziert oder veralbert fühlen. Was bezweckt ein Bewerber damit, ein derart privates Hobby in den Lebenslauf zu schreiben?

      Auch Shopping ist prinzipiell kein gutes Hobby für die Bewerbung. Es handelt sich vielmehr um eine sehr oberflächliche Angelegenheit, die den Arbeitgeber außerdem an die nächste Gehaltserhöhung erinnert, die der Shoppingsüchtige ja bestimmt alsbald brauchen und verlangen wird.

      Ein absolutes No-Go-Hobby: Spielhalle. Erklärung überflüssig. Und von Alkohol ist ebenfalls abzuraten. Whiskey, Wein, Cognac. Sie mögen ein echter Kenner und vornehm nippender Gourmet sein, aber alkoholische Spirituosen wecken negative Assoziationen.

    Ehrenamtliches Engagement im Lebenslauf

    Letztlich geht es hier um den ersten Schritt – Sie wollen die schriftliche Bewerbung überstehen und zum Vorstellungsgespräch eingeladen werden. Was Sie dann im Jobinterview über Ihre Interessen erzählen, können Sie sich immer noch überlegen.

    Grundsätzlich gut an kommen Interessen, die belegen, dass Sie auch in Ihrer Freizeit Verantwortung übernehmen. Beispiele:

    • Jugendtrainer in einem Sportverein
    • Ehrenamt in einer sozialen Einrichtung
    • Engagement in einer berufsständischen Vereinigung
    • Mitarbeit an studentischen Projekten

    Diese Interessen zeichnen sich dadurch aus, dass sie nicht nur Ihren Drang, Spaß haben zu wollen, befriedigen. Sie erfordern Leidenschaft. Personalentscheider wissen das zu schätzen.

    Und sie lassen Rückschlüsse auf Ihren Charakter zu. Es muss sich wohl um jemanden handeln, der sich voll reinhängt, der keine halben Sachen macht und vielleicht sogar ein Anführer ist – um einen Leistungsträger also. Wenn Sie dieses Bild von sich vermitteln – Glückwunsch!

    Andererseits gibt es auch Fallstricke. Denn wenn Sie Ihren Lebenslauf mit lauter positiven Interessen aufhübschen, weckt das Zweifel an Ihrer Glaubwürdigkeit. Wie kann der das alles schaffen? Mehr als 24 Stunden stehen uns allen pro Tag nicht zur Verfügung. Also macht der vielleicht doch nur halbe Sachen!?

    Darüber hinaus müssen Sie Ihre Interesse ja hinterher auch in Einklang mit dem neuen Job bringen. Niemand will, dass Sie vor lauter Ehrenämtern so ausgelaugt sind, dass Sie nur mit halber Kraft am Arbeitsplatz erscheinen. Diesen Widerspruch gilt es aufzulösen – evtl. dadurch, dass Sie nur ein oder maximal zwei „verantwortungsvolle“ Interessen auflisten. Zu viel mehr reicht es in Ihrer Freizeit ja wahrscheinlich ohnehin nicht.

    Und machen Sie auch nicht den Fehler, in einem einzigen Anfall von Begeisterung von Ihrem Engagement im Sportverein zu schwärmen. Das könnte so herüberkommen, als gelte Ihre Liebe nur dem Verein; der Arbeitgeber wird immer dahinter an zweiter Stelle kommen. Selbst wenn das der Wahrheit entspricht, dann sollten Sie es im Bewerbungsgespräch nicht so vermitteln.

    Gefährliche Interessen im Lebenslauf

    Zu den heiklen Interessen im Lebenslauf zählen insbesondere Extremsportarten. Klar, auch diese zeugen von Sportlichkeit, Neugier, Naturverbundenheit oder Risikobereitschaft – alles durchaus wünschenswerte Eigenschaften.

    Aber sie stehen eben auch für Gefahr, für erhöhte Verletzungsgefahr und mitunter sogar Lebensgefahr. Arbeitgeber sind nicht unbedingt begeistert, wenn der Beschäftigte monatelang ausfällt, nur weil er mal wieder einen Adrenalinschub brauchte.

    Auch könnte die Frage auf einen Bewerber zukommen, ob er nicht glaube, dass ihm in diesem Job nicht schnell langweilig würde. Und manche Berufe begünstigen nun mal Menschen, die weniger risikofreudig sind. Einen Draufgänger kann im OP-Saal oder am Cockpit niemand gebrauchen. Zu den Extremsportarten zählen beispielsweise:

    • Base-Jumping
    • Fallschirmspringen
    • Sky Surfing
    • Höhlentauchen
    • Bergsteigen
    • Free-Climbing
    • Drachenfliegen
    • Motorsport

    Ehrlicherweise zählen auch Allerweltssportarten wie Skifahren, Reiten und Mountainbiking zu den Risikosportarten. Erhöhte Verletzungsgefahr besteht sogar bei Sportarten wie Turnen, Kampfsport oder Fußball.

    In diesem Fall sollten Sie von Fall zu Fall abwägen, ob Ihnen die Angabe des Hobbys im Lebenslauf eher schadet oder nutzt. Fußball, Basketball oder Handball etwa drücken Teamfähigkeit aus; eine Eigenschaft, die wahrscheinlich die Nachteile in Form einer erhöhten Verletzungsgefahr mehr als aufwiegt.

    Wenn Sie aber wissen, dass Ihr Arbeitgeber in spe gerade massive Personalprobleme hat und momentan keine weiteren Ausfälle verkraften kann, dann lassen Sie die Risikosportart im Lebenslauf besser weg.

    Passive Interessen im Lebenslauf

    Neben Extrem- und Risikosportarten sind rein passive Interessen oft keine gute Wahl. Klar, jeder schaut gerne eine spannende Serie auf Netflix oder einen guten Film im Kino. Als alleinige Hobbys im Lebenslauf präsentieren Sie sich damit aber arg dünn auf der Brust.

    Was geht: Aktive Hobbys mit einem passiven Hobby kombinieren. Wenn Sie Feldhockey spielen und gerne malen, dann können Sie als Nummer drei guten Gewissens Kino mit aufnehmen.

    Eine Ausnahme gibt es übrigens: Musik. Musik hören ist eine durch und durch passive Angelegenheit, aber niemand wird sie Ihnen negativ auslegen. Noch besser wäre natürlich, Sie würden selbst Musik machen…

    Diese Interessen sind passiv und gehören nur bedingt in den Lebenslauf:

    • Kino
    • Fernsehen
    • Netflix

    Dann gibt es da noch Schlafen (bzw. Faulenzen oder Chillen) – eine ebenfalls sehr passive Tätigkeit. Abraten würden wir davon aber nicht, Schlafen als Hobby im Lebenslauf anzugeben. Denn erstens wirkt es sympathisch und zeugt von einer Prise Humor. Und zweitens signalisieren Sie damit sogar, dass Sie ein ausgeschlafener Typ sind. Wer gut schläft, ist fitter, gesünder und leistungsfähiger – davon profitiert auch Ihr Arbeitgeber! Also: Wenn Sie wollen, nehmen Sie Schlafen gerne zu den Interessen im Lebenslauf mit auf.

    Und dann wären da noch die berüchtigten Computerspiele. E-Sport entwickelt sich immer mehr zum Wirtschaftsfaktor. Man kann damit viel Geld verdienen, ist in Clans oder Gilden organisiert und damit kein reiner Einzelkämpfer, sondern Teamplayer. Und passiv ist das Hobby ja gar nicht, sondern im Gegenteil – überaus aktiv. Man trainiert damit Reaktionsfähigkeit, analytisches und strategisches Denken.

    Und dennoch: Videospielen haftet noch immer ein zweifelhafter Ruf an. Ob das berechtigt oder nicht, sei dahingestellt – viele Arbeitgeber ziehen jedenfalls die Augenbrauen hoch. Als offizielle Sportart wird E-Sports auf absehbare Zeit ebenfalls nicht anerkannt. Darum empfehlen wir: Lassen Sie Computer spielen im Zweifel lieber weg. Es sei denn, Sie bewerben sich direkt in der Games-Industrie…

    Anzahl der Interessen im Lebenslauf

    Vorweg: Sie müssen gar keine Interessen im Lebenslauf angeben. Das ist kein Muss, sondern ein Kann. Aber wenn Sie es tun, dann fügen Sie die Interessen am Ende des Lebenslaufs ein und schneiden Sie sie nur im Ausnahmefall im Anschreiben an – nämlich dann, wenn Ihre Hobbys sehr relevant für die angestrebte Stelle sind.

    Im Lebenslauf können sie das Bild, das der Entscheider über Sie gewinnt, durch passende Interessen vervollständigen. Sie geben Hinweise darauf, ob Sie als Person ins Team passen oder eher nicht.

    Als Absolvent oder Berufseinsteiger sollten Sie nicht darauf verzichten. Denn Ihr Lebenslauf ist noch sehr dünn. Sie haben noch nicht viele Stationen und Erfahrungen vorzuweisen. Umso wichtiger werden alle weiteren Informationen – dazu zählen auch Interessen und Hobbys.

    Machen Sie aber nicht den Fehler, Ihren Lebenslauf mit Interessen vollzukleistern. Vier oder fünf Hobbys sollten es sein – nicht mehr und nach Möglichkeit auch nicht weniger. Zu viele Interessen würden beliebig wirken – und nicht so, als ob Sie für eine Sache wirklich Feuer und Flamme wären. Genau das aber wollen Arbeitgeber: Mitarbeiter, die für ihre Sache brennen. Zudem würden Sie damit unter Beweis stellen, nicht selektieren und Wichtiges von Unwichtigem trennen zu können.

    Und noch etwas: Erfinden Sie nicht einfach Interessen, um Ihren Lebenslauf zu pimpen. Das haben Sie erstens gar nicht nötig. Und zweitens kann es Ihnen unangenehm auf die Füße fallen. Wenn der Interviewer Sie etwa nach Ihrem Handicap fragt, weil Sie Golf angegeben haben, und Sie erwidern, Sie seien gar nicht behindert. Alles schon vorgekommen!

    Wenn Sie der Meinung sind, Ihre Interessen seien zu gewöhnlich oder zu wenig oder zu passiv oder zu gefährlich oder zu…, dann lassen Sie die ganze Rubrik einfach weg.

    Interessen im Lebenslauf: 5 Beispiele

    Grundsätzlich sollte der Lebenslauf eines Bewerbers kurz und prägnant sein. Niemand will lange Essays und Auflistungen studieren. Das gilt auch für die Interessen im Lebenslauf. Beschränken Sie sich auf die wichtigsten Hobbys – und auf jene, die in Zusammenhang mit der angestrebten Stelle stehen.

    Oft gibt es da wirklich Überschneidungspunkte. Hier sind 5 Beispiele:

    1. Fitness

      Wer in der Sport- und Fitnessbranche Fuß fassen will (sei es als Fitnesstrainer, Manager, Verkäufer etc.), der würde durchaus Argwohn wecken, wenn er Lesen, Musizieren und Malen als Hobbys definiert, aber keine einzige Sportart.

    2. Automobilindustrie

      Wer in der Automobilindustrie durchstarten will, benötigt harte Skills. Aber ein Hobby im Lebenslauf, das die Auto-Affinität unterstreicht, kann auch nicht schaden. Immerhin baut die Automobilindustrie tendenziell Stellen ab, die Konkurrenz um die Fleischtöpfe wird also größer. Hier unsere Vorschläge für Interessen im Lebenslauf eines Automobilingenieurs oder -facharbeiters: Design, Modellbau, Airbrush, Drohnen, Oldtimer, Automobilgeschichte, Rennsport, Go-Karts.

      Tipp: Versuchen Sie, Ihre Interessen so konkret wie möglich zu beschreiben. Also nicht einfach Technik schreiben (obwohl auch das ok und keinesfalls ein Lapsus wäre), sondern lieber Aerodynamik oder Mechanik oder Technik autonomer Systeme. Natürlich nur, wenn es (halbwegs) der Wahrheit entspricht. Und Tuning ist speziell für einen Mechatroniker kein Nachteil…

    3. Finanzen

      In der Finanzbranche sind Interessen vorteilhaft, mit denen man Genauigkeit, Akkuratesse, Disziplin, analytisches Denken und ein Faible für Zahlen assoziiert. In diese Kategorie fallen etwa Programmieren, Modellbau oder – wer ganz dick auftragen möchte – Aktien.

      Weitere Optionen: Schach, Dokus, Denksport (Sudoku), Sachbücher (Wirtschaft, Finanzen), Marathon. Ein Geheimtipp: Fantasy-Sport. Damit sind Tippgemeinschaften wie Comunio, das Kicker-Managerspiel oder US-Fantasy-Sportligen gemeint. Man benötigt dafür analytische Skills und zeigt außerdem, dass man Spaß an Sport und am gemeinsamen Wettkampf hat (ohne ein spielsüchtiger Zocker zu sein).

      Weniger gut kommen Hobbys an, die konträr zum Anforderungsprofil eines Finanzfachmanns stehen. Oder würden Sie einen Controller einstellen, der Shopping als Hobby angibt? Oder Pokern? Eben.

    4. Erzieher

      Welche Interessen im Lebenslauf stehen einem Erzieher bzw. einer Erzieherin gut zu Gesicht? Grundsätzlich alle Hobbys, die von Kreativität oder sozialer Kompetenz zeugen oder einen Mehrwert bieten (für den Arbeitgeber oder die Kinder). Und davon gibt es extrem viele. Beispiele gefällig? Basteln, Fotografie, Fremdsprachen, Tanzen, Wandern, Ballsportarten, Brettspiele und Gesellschaftsspiele, Musik, Singen, Instrumente spielen, Drachen steigen lassen, Lesen, Stricken, Häkeln, Nähen, Weben, Töpfern, Theater spielen, Blumen stecken. Und das sind noch lange nicht alle…

      Wer eine Ausbildung zur Erzieherin anstrebt, punktet zudem mit Nebentätigkeiten wie Babysitting oder Mannschaftssport.

    5. Fashion

      Bewerberinnen in der Modebranche steht die Lust aufs Präsentieren gut zu Gesicht. Ein eigenes Modeblog oder ein Instagram-Kanal, der sich dem Thema Mode widmet, zeugen von einem ausgeprägten Interesse an Fashion-Themen.

    Es handelt sich wohlgemerkt nur um Beispiele. Aber Sie erkennen hoffentlich die Richtung, in die das Ganze laufen sollte.

    Auf der anderen Seite meiden Sie im Lebenslauf Interessen, die speziell in Ihrem angestrebten Fachbereich einen negativen Beiklang haben. Freilich hat man es oft mit Klischees zu tun, aber das spielt keine Rolle. Generell erfordert dies, dass Sie sich bei jeder Bewerbung neuerliche Gedanken um Ihre richtige Aufstellung machen.

    Interessen im Lebenslauf: Rubrikbezeichnung

    Interessen im Lebenslauf HobbysIhre Interessen kommen im Lebenslauf in einen eigenen Abschnitt. Wie Sie diesen nennen, bleibt im Prinzip Ihnen überlassen. Richtig oder falsch gibt es nicht, nur verschiedene Alternativen. Möglich sind zum Beispiel:

    • Interessen
    • Hobbys
    • Interessen und Hobbys
    • Meine Interessen
    • Engagement
    • In meiner Freizeit
    • Freizeitinteressen
    • Freizeitaktivitäten
    • Was mich interessiert

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    [Bildnachweis: Roman Motizov by Shutterstock.com]

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    Bewerbungscoaching Definition

    Eine Warnung vorweg: Jeder kann sich Coach nennen. Der Begriff ist nicht geschützt. Auch Scharlatane und Schwindler können sich als Bewerbungscoach bezeichnen.

    Das ist aber nicht die einzige Schwierigkeit, mit denen Bewerber konfrontiert werden. Auf dem Markt herrscht ein Wirrwarr an Begriffen und Bezeichnungen. Die einen sehen sich als Bewerbungscoach, die anderen als Bewerbungsberater, wieder andere als Bewerbungstrainer.

    Aber ist das nicht alles das Gleiche? Nein, nicht unbedingt. Karrieresprung erklärt Ihnen die Unterschiede:

    • Bewerbungscoach

      Hilfe zur Selbsthilfe – das soll Coaching leisten. Zusammen suchen Coach und Klient nach Lösungen, um dem Ziel näher zu kommen.

      Entscheidend in diesem Prozess ist Selbstreflexion. Bewerber müssen sich Fehler eingestehen, Kritik zulassen. Ein guter Bewerbungscoach passt sich an die Bedürfnisse des Kunden an und deckt die gewünschten Aspekte ab.

      Der Bewerber lernt, wie er sich selbst helfen kann und worauf er im Bewerbungsprozess besonders achten muss. Der Bewerbungscoach nimmt Ihnen wohlgemerkt nicht die ganze Arbeit ab. Sie müssen sich selbst aktiv einbringen.

    • Bewerbungsberater

      Die Arbeit eines Bewerbungsberaters ist sehr viel konkreter als die eines Coaches. Er sagt seinem Klienten genau, was dieser tun soll. Wo er sich bewirbt, was er tun oder lassen soll, um im Bewerbungsprozess zu überzeugen.

      Das Ziel ist letztlich das Gleiche: Der Bewerber soll endlich an seinen Traumjob kommen.

    • Bewerbungstrainer

      Der Bewerbungstrainer arbeitet mit Ihnen daran, die Rahmenbedingungen zu verbessern. Er will Sie auf ein höheres Level heben.

      Als Klient erlernen Sie neue Fähigkeiten und Fertigkeiten. Wie Sie sprechen, wie Sie gehen, gucken und stehen. Das soll Ihnen dabei helfen, eine Gehaltsverhandlung zu führen oder im Vorstellungsgespräch aufzutrumpfen.

    • Bewerbungsschreiber

      Der Bewerbungsschreiber nimmt Ihnen die Arbeit ab – allerdings nur zum Teil. Er schreibt für Sie die Bewerbung, damit Sie es nicht tun müssen.

      Der (durchaus zweifelhafte) Service bietet sich für Bewerber an, die mit der deutschen Sprache auf Kriegsfuß stehen oder schlicht keine Zeit haben. Sie müssen die Bewerbung nur noch abschicken und auf ein Feedback warten.

      Ob die Bewerbung Erfolg letztlich hat, kann Ihnen kein Bewerbungsschreiber der Welt garantieren.

    Bewerbungtraining Leistungen

    Wer ein Bewerbungscoaching in Anspruch nimmt, will eigentlich immer das Gleiche: einen neuen Job. Den richtigen Job. Den Traumjob. Aber wie läuft so ein Coaching überhaupt ab?

    Bevor Sie sich für einen Dienstleister entscheiden, sollten Sie zunächst Ihre Zielsetzung erörtern. Wobei soll Ihr Coach Ihnen helfen?

    Dies sind mögliche Leistungen, die ein Bewerbungscoach für Sie und mit Ihnen in Angriff nehmen kann:

    • Berufsorientierung geben
    • Potenziale analysieren
    • Stellenanzeigen analysieren
    • Online Jobs suchen
    • Bewerbungsstrategie erarbeiten
    • Berufsziele erörtern
    • Bewerbungsunterlagen erstellen
    • Bewerbungsunterlagen optimieren
    • Initiativbewerbungen schreiben
    • Online-Reputation aufbauen
    • Selbstvermarktung verbessern
    • Vorstellungsgespräch trainieren
    • Videointerview üben
    • Assessment Center vorbereiten

    Für nahezu alle Bereiche gibt es Trainer. Aber nicht jeder Bewerbungstrainer beherrscht alle Bereiche gleich gut. Suchen Sie sich einen passenden Bewerbungscoach und sprechen Sie vorab die Punkte an, die Ihnen wichtig sind oder Probleme bereiten. In jedem Fall kommt Mehrarbeit auf Sie zu. Das bitte nicht unterschätzen!

    Der Coach ebnet Ihnen den Weg. Gehen müssen Sie ihn selbst. Dies ist auch der Fall bei Ghostwritern, die Ihnen Lebenslauf und Motivationsschreiben fertig servieren. Das Vorstellungsgespräch führen Sie dennoch höchstpersönlich. Und eine passende Stelle kann Ihnen ebenfalls niemand auf dem Silbertablett ins Haus tragen.

    Sie sollten das Bewerbungscoaching als das sehen, was es ist: als einen Lernprozess, der Sie unterstützt und Ihnen hilft, in Zukunft selbst erfolgreicher zu agieren.

    Bewerbungscoaching Zielgruppen

    Wer braucht ein Bewerbungscoaching?

    Antwort: Jeder, der meint, es zu brauchen. Wenn Sie der Ansicht sind, mit herkömmlichen Methoden nicht mehr weiterzukommen und Hilfe von außen zu brauchen, dann kann ein Bewerbungstraining eine Option sein. Oder wenn Sie eine spezifische Schwäche ausmerzen wollen.

    Der Markt an Bewerbungstrainings ist riesengroß. Es gibt für nahezu jede Zielgruppe und Klientel maßgeschneiderte Coachings. Seminare für Sozialpädagogen oder Alleinerziehende, Kurse für Selbstständige und Migranten.

    Nachvollziehbar, dass manche Menschen und Zielgruppen mehr Unterstützung benötigen als andere. So dürfte eine aus Indien zugewanderte IT-Fachkraft mehr Probleme mit der deutschen Sprache haben als ein Muttersprachler. Externe Hilfe? Sinnvoll bis notwendig. Jemand, dessen Bewerbungen regelmäßig scheitern, dürfte eher über ein Coaching nachdenken als jemand, der seit Jahren auf einer Welle des Erfolgs reitet.

    Eine qualifizierte Fachkraft, die regelmäßig Jobangebote hat und alle paar Jahre problemlos von der alten in eine neue Stelle wechselt, sieht die Notwendigkeit für ein Bewerbungstraining wahrscheinlich eher nicht. Oder ein High-Potential mit Top-Noten, der sich vor Einstiegsangeboten kaum retten kann.

    Ein gutes Bewerbungscoaching kann vor allem diese Zielgruppen weiterbringen:

    • Arbeitsuchende und Arbeitslose
    • Schul- und Studienabbrecher
    • Hochschulabsolventen
    • Junge Erwachsene
    • Bewerber über 50
    • Fach- und Führungskräfte
    • Selbstständige (in spe)
    • Berufsrückkehrer
    • Eltern und Alleinerziehende
    • Wissenschaftler mit Wechselwunsch in die freie Wirtschaft
    • Migranten und Ausländer

    Bewerbungscoaching Ablauf

    Vor dem Bewerbungscoaching steht in der Regel ein Vorgespräch. Sie besprechen nicht nur die Formalitäten, sondern lernen sich auch kennen. Sie klopfen den Coach ab und testen ihn auf Herz und Nieren.

    Das erste Kennenlernen mit dem Bewerbungscoach ist wichtig. Diese Fragen sollten Sie sich stellen:

    • Welche Ziele verfolgen Sie mit dem Bewerbungscoaching?
    • Was erwarten Sie von Ihrem Coach?
    • Passen Sie und der Coach zusammen – inhaltlich wie menschlich?

    Dass Sie auf der gleichen Wellenlänge funken, ist ein entscheidender Punkt. Auf das Bewerbungscoaching müssen Sie sich einlassen, sich auch öffnen. Dies gelingt nur, wenn sie Ihrem Trainer vertrauen. Gegenseitige Sympathie hilft. Sie ist aber keine Grundvoraussetzung. Manchmal können Reibungen und Spannungen konstruktiv sein.

    In jedem Fall sollten Sie den Bewerbungscoach für kompetent und vertrauenswürdig halten. Haben Sie das Gefühl, er oder sie bringt Sie weiter? Sind Sie bereit, ihm auch unangenehme Dinge – Ihre Schwächen zum Beispiel – anzuvertrauen? Fühlen Sie sich in Gegenwart dieser Person wohl? Lauten die Antworten Ja, könnte dieser Coach der richtige sein.

    Vergessen Sie aber nicht, die Rahmenbedingungen zu klären: die Gesamtdauer des Bewerbungscoachings, die Länge der einzelnen Sitzungen, der Ort, Kosten, die Art der Bezahlung.

    Fragen Sie ihn auch nach seiner Flexibilität. Was, wenn Sie kurzfristig erkranken – oder Ihr Kind? Niemand wünscht sich eine Diva als Dienstleister, der sich mit Verweis auf seinen üppigen Kalender selbst zu wichtig nimmt.

    Haben Sie sich für einen Bewerbungscoach entschieden, ist der nächste Schritt die Analyse. Was können Sie gut? Wo liegen Ihre Schwächen? Welche Potenziale schlummern in Ihnen? Woran liegt es, dass Ihre Bewerbungen versanden – oder was glauben Sie, woran es liegen könnte? Wovor haben Sie Angst? Was mögen Sie nicht? Woran wollen und müssen Sie arbeiten – und woran nicht?

    Seien Sie aber ehrlich – zu sich selbst und zu Ihrem Coach. Je mehr Informationen er über Sie sammelt, desto aussagekräftiger das Profil, das er über Sie erstellen kann. Seine Hilfe muss so zielgerichtet wie möglich sein, damit sie Ihnen Ergebnisse beschert. Danach geht es an die praktische Arbeit…

    Bewerbungstraining Ziele

    Die Ist-Situation ist das Fundament. Ziel: Dass daraus alsbald die Soll-Situation entsteht. Diese Ziele können bei einem Bewerbungscoaching im Vordergrund stehen:

    • Stellensuche verbessern

      Jobangebote nicht nur finden, sondern auch richtig interpretieren und in Angriff nehmen – das kann ein übergeordnetes Ziel eines Bewerbungscoachings sein.

      Um sich im Dickicht der unzähligen Jobanzeigen zurechtzufinden, sollte man sich gemeinsam einen Schlachtplan zurechtlegen: Welches Profil hat der Bewerber? Welche Erwartungen hat er? Wo will er arbeiten?

      Sind die wichtigsten Fragen geklärt, kann man gemeinsam mit dem Bewerbungscoach auf die Suche gehen. (Kleiner Hinweis in eigener Sache: Sie können hier bei Karrieresprung in unserer Jobbörse direkt damit anfangen, nach passenden Stellenanzeigen zu suchen…)

    • Bewerbung erstellen

      Die Bewerbungsunterlagen kosten Kraft. Da kann es sinnvoll sein, wenn einem jemand unter die Arme greift.

      Immerhin gehören dazu das Anschreiben und der Lebenslauf, manchmal noch weitere Dokumente. Speziell Berufsanfänger wissen oft gar nicht, wo sie anfangen und aufhören sollen. Der Bewerbungscoach sagt es ihnen. Er hilft dabei, alles in Form zu bringen, die richtigen Akzente zu setzen.

      Dabei kann der Coach auf zweierlei Art helfen. Er kann direkt bei der Erstellung der Unterlagen anpacken. Oder er kann das nötige Rüstzeug vermitteln, damit der Bewerber in Zukunft selbst überzeugende Mappen zusammenstellt.

    • Unterlagen optimieren

      Ist er gut, stellt der Coach die richtigen Fragen. Welche Unterlagen fehlen und könnten hilfreich sein (z.B Referenzen)? Woran liegt es, das so viele Bewerbungen des Kandidaten fehlschlagen? Welche Fehler in der Bewerbung muss der Kandidat abstellen?

      Dazu muss man vorherige Bewerbungen grundlegend analysieren, Fehler herausfiltern – und abstellen. Vorteil: Man muss nicht ganz von vorne anfangen, sondern kann auf dem bestehenden Material aufbauen.

    • Fähigkeiten analysieren

      Im Rahmen einer Bewerbung ist es wichtig, die eigenen Stärken in den Fokus zu rücken. Dazu müssen diese aber überhaupt erst bekannt sein. Gemeinsam mit dem Bewerbungscoach begeben Sie sich auf die Suche nach Ihren Stärken und Schwächen, Hard Skills und Soft Skills.

      Konkrete Beispiele, an denen man die Kompetenzen aufzeigt, sind der Goldstandard. Am Ende gilt es, die Unternehmen zu benennen, die einen Bedarf an Ihren Skills haben – und sich bei ihnen überzeugend zu bewerben.

    • Bewerbungsgespräch vorbereiten

      Vor dem Jobinterview haben viele Bewerber Bammel. Angst ist kein guter Ratgeber: Sie kann lähmen – und die Jobchancen auf den Nullpunkt befördern.

      Bewerbungscoaches können die Situationen mit Ihnen durchspielen – und Ihnen sagen, was Sie unbedingt beherzigen sollten. Rollenspiele, konstruktive Kritik, Tipps – all das hilft Ihnen, souveräner aufzutreten.

      Wer seine Selbstpräsentation mehrmals übt, ist für den Ernstfall besser gewappnet. Auch Körpersprache und Kleidungswahl sollten im Training angesprochen werden.

    Bewerbungstraining Vorteile

    Viele Bewerbungscoachings sind ihr Geld nicht wert. Für andere wiederum würde man noch weitaus mehr bezahlen. Ein gutes Bewerbungstraining bringt Ihnen diese Vorteile:

    • Chancen verbessern

      An jeder Bewerbung, an jedem Auftritt gibt es noch etwas zu verbessern. Der Bewerbungscoach kann Ihnen wertvolle Hinweise liefern. Das bringt Ihnen nicht automatisch den Job, aber es erhöht Ihre Chancen, einen zu finden.

    • Feedback

      Dieser Punkt ist keinesfalls zu unterschätzen. Allein über Ihre Probleme zu reden, bringt Ihnen schon Erleichterung bis hin zu neuem Selbstvertrauen. Der Bewerbungscoach übernimmt also ein Stück weit die Rolle eines Psychiaters oder Psychologen. Das Gefühl, verstanden und gehört zu werden – schön!

    • Einblicke

      Viele Menschen wissen gar nicht, was in Ihnen steckt. In Wahrheit gibt es viel zu viele, denen auf die Frage nach ihren Stärken kaum etwas oder gar nichts einfällt. Traurig – und unnötig. Jeder Mensch hat Stärken, nur liegen sie nicht immer sichtbar vor uns auf dem Tisch. Der Bewerbungscoach kann Ihnen helfen, Ihre Stärken sichtbar zu machen.

    • Ängste überwinden

      Bewerbungscoaching hat auch immer etwas von Konfrontationstherapie. Sie müssen sich Ihren Ängsten und Sorgen stellen. Dass Sie im Jobinterview anfangen zu stottern etwa oder dass Sie einfach Angst vor Veränderung haben. Bewerbungscoaching kann ein Ventil sein. Sie lernen, mit Ihren Ängsten besser umzugehen – und bauen sie bestenfalls Stück für Stück ab.

    • Selbstbewusstsein gewinnen

      Notorisch erfolglose Bewerber verlieren ihr Selbstvertrauen irgendwann. Das ist kein Grund, sich zu genieren, sondern allzu menschlich. Erfolg versorgt einen mit Selbstvertrauen, Misserfolg saugt es wieder ab. Das Problem ist der Teufelskreis, der daraus entsteht. Misserfolg führt zu Unsicherheit, diese wieder zu Misserfolg, dieser zu noch größerer Unsicherheit usw. Aufgabe des Bewerbungscoachs ist es, Sie aus diesem Teufelskreis zu befreien und Ihr Selbstvertrauen wieder aufzubauen.

    Bewerbungscoaching Tipps

    Bitte beachten Sie: Nicht all Ihre Fragen können (wahrscheinlich) im Rahmen eines Bewerbungscoachings geklärt werden. Dazu gibt es einfach viel zu viele. Und sie reproduzieren sich selbst. Bedeutet: Aus jeder Antwort entsteht wieder eine Vielzahl an Folgefragen. Das Bewerbungs-Universum ist unendlich.

    Widmen Sie sich daher erst den großen Fragen und arbeiten sich dann mit Ihrem Bewerbungscoach immer weiter nach unten vor. Denn es stimmt: Die Details zählen!

    Andererseits gibt es ultimativ richtige Antworten vermutlich nicht. Unterschiedliche Situationen können immer neue Antworten hervorbringen. Ist dem einen Personaler ein allzu lockeres Auftreten des Bewerbers ein Dorn im Auge, gefällt dies dem anderen vielleicht supergut. Der eine sieht in Lücken im Lebenslauf einen Makel, der andere eine Chance.

    Beispielhaft sind hier ein paar Fragen, auf die Ihnen auch ein Bewerbungscoach mehrere Antworten geben kann:

    • Muss ich die Fragen des Personalers im Vorstellungsgespräch abwarten?

      Ja, es gibt Personaler, die erstmal etwas über sich und das Unternehmen erzählen wollen – und sich nur ungerne unterbrechen lassen.

      Auf der anderen Seite handelt es sich nicht um ein Verhör, sondern um ein Gespräch auf Augenhöhe. Das Unternehmen hat Fragen an Sie, Sie haben Fragen an das Unternehmen. Es ist also prinzipiell nichts dagegen einzuwenden, wenn Sie zwischendurch immer wieder Rückfragen im Vorstellungsgespräch stellen. So demonstrieren Sie Neugier und Interesse.

      Dass diese Taktik auch nach hinten losgehen kann, ist unbestritten. Wenn Sie dumme Fragen stellen (Was macht Ihr Unternehmen eigentlich genau?) oder Ihrem Gegenüber ständig ins Wort fallen, dann zahlt das keinesfalls auf Ihr Konto ein.

    • Wie wichtig sind Hobbys im Lebenslauf?

      Es hat niemanden zu interessieren, dass Sie sich in Ihrer Freizeit mit Modellflugzeugen beschäftigen? Einverstanden. Aber es könnte Ihre Einstellungschancen erhöhen, wenn Sie sich zum Beispiel in der Spielzeugindustrie bewerben – oder in der Luftfahrtindustrie.

      Ein Hobby kann Signale geben – ob Sie für eine bestimmte Sache brennen. Es kann auch negative Signale senden. Extremsportarten etwa sind gefährlich – und erhöhen das Risiko für Verletzungen. Und kein Arbeitgeber hat ein Interesse daran, dass die Mitarbeiter lange ausfallen. Andererseits: Bewerben Sie sich bei einem Unternehmen für Outdoor-Kleidung, dann verdeutlicht Paragliding Ihre Leidenschaft für Sport und Natur. Eine gute Verbindung!

      Sie sehen: Ob und welche Hobbys und Interessen im Lebenslauf gut oder schlecht ankommen, ist von Fall zu Fall verschieden.

    • Sollte ich im Jobinterview so authentisch wie möglich sein?

      Viele würden jetzt vermutlich sagen: Ja, unbedingt. Es ist wie in der Ehe: Man will von seinem Partner so geschätzt und geliebt werden, wie man wirklich ist. Muss man sich hingegen verstellen, kann die Verbindung nicht die richtige sein.

      Das klingt wundervoll, geht aber in der Arbeitswelt manchmal an der Realität vorbei. Denn die Wahrheit ist: Schleimen kann im Bewerbungsgespräch ein Erfolgsrezept sein. Spiegeln kann eines sein. Und sogar Lügen können Erfolg bringen (Extrembeispiel: Wenn Sie die Frage nach einer Schwangerschaft verneinen, Sie in Wahrheit aber schwanger sind).

      Wer mit seiner wahren Persönlichkeit voll überzeugt und den Job landet – herzlichen Glückwunsch! Wer bislang aber stets auf die Nase gefallen ist, darf auch gerne einen anderen Ansatz als maximale Authentizität wählen.

    Bewerbungscoaching Kosten

    Bewerbungscoaching KostenDie Bandbreite an Bewerbungscoachings ist enorm. Die Kosten hängen stets vom Anbieter, von der Dauer und der konkreten Leistung ab – und vom Umfang. Ein Einzelcoaching kostet in der Regel mehr als ein Gruppenseminar mit zehn Teilnehmern.

    Häufig lassen sich Bewerbungscoaches auf Stundenbasis bezahlen. Grob können Sie dafür mit 100 bis 250 Euro pro Stunde kalkulieren. Nach oben sind – wie in vielen anderen Branchen auch – keine Grenzen gesetzt. Vor allem Coaches, die Unternehmen beraten, verlangen oft mehr. Im Jahr 2017 hatte das durchschnittliche Honorar für 60 Minuten Business-Coaching im Schnitt 184 Euro betragen. Zu diesen Ergebnissen war damals die „Coaching-Umfrage Deutschland 2017/2018“ des Büros für Coaching und Organisationsentwicklung (BCO) gekommen.

    Bezahlen muss das Coaching der Auftraggeber. Wenn Sie auf Weisung Ihres Arbeitgebers am Bewerbungscoaching teilnehmen, zahlt Ihr Arbeitgeber. Wenn Sie sich als Privatperson beraten lassen wollen, dann zahlen Sie das Bewerbungstraining aus eigener Tasche.

    Arbeitsuchende und Arbeitslose haben darüber hinaus die Möglichkeit, sich ein Bewerbungscoaching von der Arbeitsagentur erstatten zu lassen. Dazu müssen sie einen sogenannten Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein (AVGS) bei der Arbeitsagentur beantragen. Voraussetzung ist, dass der Anbieter den Gutschein akzeptiert. Sprechen Sie dies vorher mit ihm ab. Sogar die Kosten für Fahrt und Kinderbetreuung während eines Bewerbungscoachings übernimmt die Arbeitsagentur unter Umständen.

    Daneben gibt es auch eine ganze Reihe kostenloser Bewerbungstrainings. So wollen zum Beispiel viele Hochschulen ihren Studierenden fit für den Berufseinstieg machen. An Azubis wenden sich die kostenlosen Bewerbungstrainings, die so manche gesetzliche Krankenkasse anbietet.

    Ganz uneigennützig sind die Kassen aber nicht. Sie wollen durch derartige Gratis-Angebote vor allem jüngere Berufstätige anlocken. Denn wer sich einmal für eine Krankenkasse entschieden hat, wechselt sie nicht mehr so schnell. Häufig bleibt er ihr sogar ein Leben lang treu…

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    [Bildnachweis: Prostock-studio by Shutterstock.com]

    Datenschutz Bewerbung: Die Rechte von Bewerbern

    Bewerbung Datenschutz Tipps

    Datenschutz in der Bewerbung ist ein delikates Thema. Bewerber wollen verhindern, dass ihre Daten in die falschen Hände geraten, Unternehmen rechtlich nicht in Teufels Küche kommen. Allerdings werden Daten auch im Bewerbungsprozess immer wichtiger, für Unternehmen sind sie Gold wert. Das Gesetz aber steht weithin auf Seite der Bewerber. Datenschutz Bewerbung: Das sollten Sie wissen…

    Datenschutz Bewerbung: Rechte von Bewerbern

    Datenschutz in der Bewerbung ist wichtig. Das hat auch die Politik realisiert. So räumt die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) Bewerbern insbesondere diese Rechte ein:

    1. Auskunftsrecht

      Unternehmen müssen Bewerber darüber informieren, wie und zu welchem Zweck sie die Daten verarbeiten und gegebenenfalls bei welchen externen Quellen Daten erhoben werden. Bei externen Quellen kann es sich zum Beispiel um Business-Netzwerke wie Xing oder Facebook handeln. Zudem müssen Arbeitgeber den Verantwortlichen für die Datenverarbeitung im Unternehmen benennen.

      Für Unternehmen ist es daher empfehlenswert, eine Datenschutzerklärung für Bewerber gut sichtbar auf die Firmenhomepage oder die Karriereseite zu stellen oder sie in die Eingangsbestätigung zu integrieren, die man nach Erhalt einer Bewerbung an die Bewerber versendet.

      Das gilt im Übrigen auch für Bewerber, die ihre Bewerbungsunterlagen auf dem Postweg einreichen. Auch ihnen muss der Arbeitgeber die Datenschutzinformationen zukommen lassen – per Post oder E-Mail.

    2. Recht auf Löschung/Vergessen werden

      Der Arbeitgeber darf keine personenbezogenen Daten von abgelehnten Bewerbern sammeln oder speichern. Es sei denn, der Betroffene gibt seine schriftliche Einwilligung (dazu später mehr).

      Spätestens sechs Monate, nachdem die Stelle besetzt wurde, müssen die Daten seitens des Unternehmens gelöscht worden sein. Alternativ kann der Arbeitgeber die Bewerbungsunterlagen an den Bewerber zurücksenden, zum Beispiel bei einer Papier-Bewerbung per Post.

    3. Recht auf Einschränkung der Verarbeitung

      Im Bewerbungsverfahren hat der Arbeitgeber das Recht, die Daten eines Bewerbers, die für die Besetzung der Stelle notwendig sind, abzufragen und zu verarbeiten. Anders geht es schließlich nicht. Dazu zählen etwa der schulische und berufliche Werdegang, Qualifikationen, Zeugnisse und sonstige Nachweise.

      Nicht relevant sind dagegen Angaben zur Gesundheit, zu einer möglichen Partei- oder Gewerkschaftszugehörigkeit, zum Familienstand oder zu den Freizeitaktivitäten und Hobbys eines Bewerbers. Auch ist es Unternehmen verboten, sich aus den im Internet zugänglichen Daten ein umfassendes Bewerber-Persönlichkeitsprofil zu erstellen.

      Darüber hinaus dürfen im Unternehmen nur Mitarbeiter die Bewerbungsunterlagen sichten, die darüber entscheiden, wer die Stelle bekommt. Aus diesem Grund tun Unternehmen gut daran, eine gesonderte E-Mail-Adresse für Bewerber bereitzustellen und nicht nur eine allgemeine Info-Adresse.

      Bewerbungsunterlagen intern herumreichen – das untersagt die DSGVO. Sie sieht zudem vor, dass Bewerber eine Möglichkeit haben müssen, ihre Bewerbungsunterlagen verschlüsselt einzureichen. Dadurch soll verhindert werden, dass Dritte die Daten mitlesen können.

    Datenschutz Bewerbung: Speicherung der Daten

    Vielleicht haben Sie auch schon mal eine Absage auf eine Bewerbung erhalten, die in etwa diesen Wortlaut hatte:

      Vielen Dank für Ihre Bewerbung in unserem Unternehmen. Wir freuen uns über Ihr Interesse, dass Sie an unserem Unternehmen haben. Leider müssen wir Ihnen jedoch mitteilen, dass wir derzeit keine Möglichkeit sehen, Sie innerhalb unseres Unternehmen in einer Ihren Qualifikationen entsprechenden Position einzusetzen. Wir freuen uns aber, wenn wir Ihre Daten für mögliche Projekte in der Zukunft erfassen dürfen. Falls sich eine neue Beschäftigungsmöglichkeit ergibt, werden wir Sie noch einmal kontaktieren.

    Das klingt erstmal alles ganz harmlos, zuvorkommend sogar. Allerdings hat die Formulierung einen ernsten, datenschutzrechtlichen Hintergrund. Denn Bewerberdaten dürfen nicht ohne Weiteres aufbewahrt und gespeichert werden. So will es das Gesetz. Was hat es also damit auf sich?

    Für Unternehmen gibt es im Wesentlichen zwei Gründe, warum sie die Daten von Bewerbern aufbewahren wollen:

    1. Talentepool

      Die Bewerbungsunterlagen werden gespeichert, wenn der Bewerber auch Interesse an anderen Stellen im Unternehmen hat. Dann kann man ihm später weitere Jobangebote zukommen lassen und mit ihm möglicherweise eine andere Stelle besetzen.

    2. Diskriminierungsklage

      Die Firma ergreift Maßnahmen gegen eine mögliche Diskriminierungsklage. Die Unterlagen helfen bei der Beweisführung und sollen darlegen, dass die Ablehnung des Bewerbers auf rein fachliche Gründe zurückzuführen ist.

    Diese Gründe klingen durchaus plausibel. Ausreichend sind sie aber nicht, um Bewerberdaten grenzenlos zu speichern. Gemäß der geltenden Gesetzeslage müssen personenbezogene Daten gelöscht werden, sobald der Zweck dafür entfällt.

    Das bedeutet: Sobald die ausgeschriebene Stelle besetzt ist, für die sich der Bewerber beworben hatte, ist der Zweck der Datenspeicherung nicht mehr vorhanden. Die Daten müssten dann umgehend gelöscht werden. De facto bewahren Unternehmen Daten aber bis zu sechs Monate auf, um sich gegen eine mögliche Diskriminierungsklage zu wappnen. Dies ist rechtlich zulässig.

    Abgelehnte Bewerber müssen nämlich Ansprüche nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz spätestens nach zwei Monaten geltend machen, wenn sie der Meinung sind, dass ihre Bewerbung auf eine aktive Diskriminierung zurückzuführen ist. Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz verbietet Diskriminierungen aufgrund der Rasse, der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion, der Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität.

    Will das Unternehmen die Daten eines Bewerbers länger als sechs Monate sichern, benötigt es die schriftliche Einwilligung des Betroffenen – zwingend. Erteilt er diese nicht, muss das Unternehmen die Bewerbungsunterlagen löschen bzw. „zu unserer Entlastung“ zurücksenden.

    Dies gilt im Übrigen auch Initiativbewerbungen und Blindbewerbungen. Das Unternehmen kann sich nicht darauf berufen, dass der Bewerber diese ja von sich aus eingesandt hatte, ohne dass eine entsprechende Stelle zu vergeben gewesen wäre.

    Das spielt keine Rolle. Kommt der Bewerber nicht zum Zug – aus welchem Grund auch immer – müssen seine Bewerbungsunterlagen vernichtet oder zurückgeschickt werden. Ein Zweck zur Speicherung liegt nicht vor.

    Ob Sie dem Unternehmen Ihre Einwilligung zur Speicherung der Daten erteilen, sollten Sie von Ihren persönlichen Motiven und Zielen abhängig machen. Wir nennen Ihnen im Folgenden Gründe FÜR und GEGEN eine Zustimmung…

    Gründe für Zustimmung

    Was, wenn das Unternehmen meine Bewerberdaten sichern möchte? Sollte ich dem zustimmen oder ablehnen? Dazu muss man verschiedene Aspekte abwägen. Es gibt gute Gründe für ein Ja und für ein Nein. Hier sind 2 gute Gründe für eine Einwilligung…

    • Jobchancen

      Manch ein Bewerber fühlt sich geschmeichelt. Wenn der Arbeitgeber meine Daten behalten möchte, kann er mich so grauenvoll ja nicht finden. So falsch ist der Denkansatz sicher nicht.

      Allerdings versuchen viele Unternehmen auch schlicht, ihren Talentepool aufzufüllen und möglichst großvolumig aufzublähen. Je mehr, desto besser. Aber dennoch: Ja, Sie reduzieren Ihre Jobchancen sicher nicht, wenn Sie Ihre Einwilligung zur Datenspeicherung geben.

      Vielleicht meldet sich das Unternehmen nie wieder, vielleicht aber doch. Außerdem waren Sie ja an einer Anstellung in genau diesem Unternehmen interessiert. Warum also den Kontakt sofort wieder abreißen lassen?

      Zudem bekräftigen Sie hiermit noch mal Ihr Interesse. Falls die Stelle zufällig wieder vakant werden sollte, weil zum Beispiel der auserwählte Kandidat abspringt, kommen sie vielleicht doch noch zum Zug.

    • Grundeinstellung

      Sie halten Datenschutz für überbewertet? Ja, solche Menschen soll es geben – sogar bei uns in Deutschland.

      Immerhin treiben wir uns ja auch überall im Netz herum, bei Facebook und Instagram, bei Xing oder Linkedin. Unsere Daten schwirren sowieso überall umher. Warum nicht auch im Unternehmen?

      Und welche Nachteile hätten Sie dadurch eigentlich zu erwarten? Wenn Ihnen die Chancen größer erscheinen als die Risiken, dann stimmen Sie zu.

    Gründe gegen Einwilligung

    Hier sind 3 Gründe, die gegen eine Einwilligung Ihrer Bewerberdaten sprechen:

    • Eigentum

      Es sind IHRE Daten. Und die wollen Sie geschützt sehen. Ganz einfach. Das ist Ihr gutes Recht. Nicht immer ist intern klar geregelt, wer im Unternehmen Einblick in welche Daten hat und was mit diesen Daten geschieht. Hacker-Angriffe auf Unternehmen nehmen ebenfalls zu. Das erhöht das Risiko, dass Ihre Daten in die falschen Hände geraten.

    • Präferenz

      Sie hatten sich in diese Stelle verliebt. Nur in diese eine, sonst keine! Wird sie anderweitig vergeben, erlischt auch Ihr Interesse. Sie haben keinen Bedarf für eine Ersatzstelle und wollen nicht irgendwann der Notnagel für irgendwen sein. Sie wollten DIESE Stelle. Da Sie sie nicht bekommen haben, kriegt auch das Unternehmen Ihre Daten nicht. Ein fairer (Nicht-)Tausch.

    • Rufschaden

      Wer in der Personaldatenbank bleibt, erhöht nicht zwingend seine Jobchancen für später. Angenommen, Sie haben sich schon für zwei oder drei Stellen erfolglos beworben. Was denkt ein Personaler, wenn er Ihre Daten einsieht? Er sieht jemanden, dem schon mehrfach die Tür vor der Nase zugeschlagen wurde. Kein Gütesiegel! Da erscheint es strategisch cleverer, Ihre Daten wären nicht mehr auffindbar. In fünf oder zehn Jahren könnten Sie immer noch einen neuen Anlauf starten – ohne vorbelastet zu sein.

    Fazit: Ein klares Ja oder Nein gibt es nicht. Ob Sie der Datenspeicherung Ihre Zustimmung erteilen, entscheiden Sie selbst. Es gibt Vorteile, aber auch Nachteile.

    Behalten Sie nur im Hinterkopf, dass Sie Rechte haben. Niemand kann einfach so über Ihre Bewerbungsunterlagen verfügen – nur Sie selbst!

    Datenschutz Bewerbung: Er hat höchste Priorität!

    Datenschutz Bewerbung UmfrageDatenschutz ist für deutsche Arbeitnehmer ein wichtiges Thema.

    Für 86 Prozent der Deutschen ist Datenschutz bei der Jobsuche wichtiger als beispielsweise dann, wenn sie im Internet einkaufen oder sich bei anderen Online-Diensten registrieren. Das haben Recruiting-Anbieter Viasto und Marktforschungsunternehmen Respondi in einer Umfrage ermittelt.

    48 Prozent der Bewerber befürchten, dass ihre Bewerbungsdaten bei den Unternehmen nicht sicher sind. Misstrauen herrscht insbesondere Unternehmen gegenüber, deren Hauptsitze im Ausland angesiedelt sind.

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    [Bildnachweis: Song_about_summer by Shutterstock.com]

    Bewerbung Werkstudent: Kostenlose Muster und die besten Tipps

    Werkstudenten können sich glücklich schätzen. Sie haben einen Fuß in der Tür des Unternehmens, sammeln Erfahrung, Kontakte und bekommen deutlich mehr als ein Taschengeld. Doch zuerst müssen sich Juristen, Betriebswirte oder Informatiker eine Stelle sichern; die Nachfrage übersteigt das Angebot. Eine lieblose Bewerbung führt da meist nicht zum Ziel. Bewerbung Werkstudent: So überzeugen Sie den Arbeitgeber davon, dass Sie ein Gewinn für das Unternehmen sind…

    Bewerbung Werkstudent: Start

    Stellen als Werkstudent sind so begehrt wie gute Noten im Studium. Sie sind so etwas wie die bessere Alternative zum Studentenjob. Während klassische Studentenjobs dazu da sind, um Geld zu verdienen, bauen Werkstudenten eine enge Bindung zu ihrem Arbeitgeber auf. Sie sammeln schon während des Studiums wertvolle Berufserfahrungen, üben anspruchsvolle Tätigkeiten aus und vergrößern ihre Chancen auf einen Berufseinstieg – oft im gleichen Unternehmen.

    Viele Unternehmen stimmen ihre Aufgaben sogar auf das Studium und den Vorlesungsplan ihrer Werkstudenten ab – eine immense Hilfe. So leidet das Studium nicht unter der Nebenbeschäftigung.

    Und noch ein Vorteil: Da es oft größere Unternehmen sind, die Stellen für Werkstudenten anbieten, sind diese in der Regel gut bezahlt: Bis zu 1.000 Euro pro Monat sind drin – für Studierende ein beträchtlicher Betrag.

    Und auch wenn es hinterher mit der Übernahme nicht klappt: Eine gute Referenz sollten Studenten allemal mitnehmen. Dadurch wird ihr Lebenslauf aufgewertet, die Attraktivität für andere Arbeitgeber steigt. Dafür müssen Werkstudenten natürlich auch eine Gegenleistung erbringen. Und die hat es in sich:

    • Bis zu 20 Stunden Arbeitszeit pro Woche im Unternehmen – während der Vorlesungszeit.
    • In der vorlesungsfreien Zeit ist meist Vollzeitarbeit angesagt.

    Die Abschlussarbeit sollte der Werkstudent über das Unternehmen schreiben werden bzw. über ein Thema, das mit dem Unternehmen in Verbindung steht – und diesem selbst einen Erkenntnisgewinn liefert. Von wissenschaftlicher Freiheit kann dann nicht mehr die Rede sein.

    Die Bewerbungen für Werkstudentenplätze sind oft sehr zahlreich. Bewerber müssen sich durch aufwändige Prozesse kämpfen und gegen zahlreiche Konkurrenten behaupten. Manchmal bekommen Sie die Stelle sogar nur über Beziehungen. Karrieresprung zeigt Ihnen, wie Sie Ihre Chancen erhöhen …

    Bewerbung Werkstudent: Erfolgsfaktoren

    Die Vorlaufzeit ist bei einer Bewerbung als Werkstudent in vielen Fällen lang. Werkstudenten müssen sich oft schon drei bis sechs Monate vor dem avisierten Eintrittstermin beim Unternehmen bewerben. Die Arbeitgeber wollen sich einerseits auf den Werkstudenten einrichten, andererseits müssen sie sich durch einen riesigen Stapel an Bewerbungen kämpfen. Das zieht sich.

    Zudem müssen sie oft noch festlegen, welche Aufgaben der Werkstudent im Unternehmen übernehmen soll. Anforderungsprofile verändern sich – so wie der Arbeitsmarkt insgesamt. Als Bewerber sollten Sie in Ihrer Bewerbung zum Werkstudent vor allem diese Fragen beantworten, um in die engere Auswahl zu kommen:

    • Was studieren Sie?
    • Mit welchen Themen beschäftigen Sie sich?
    • Warum wollen Sie gerade in diesem Unternehmen als Werkstudent anheuern?

    Es geht also um die Fragen, wie gut Sie zum Unternehmen passen, wie sehr Sie sich mit ihm und seinen Produkten identifizieren und was der Arbeitgeber von Ihnen erwarten kann. Motivation und Mehrwert – dieses Duo bringt Sie auf dem Weg zur Werkstudenten-Stelle weiter.

    Dementsprechend sollten Sie in Ihrer Bewerbung auch nicht nur herausstellen, dass Sie Praxiserfahrung sammeln wollen. Es geht nicht nur um Sie, es geht auch um das Unternehmen. Warum sollte es Ihnen denn Praxiserfahrung gewähren, welche Gegenleistung bieten Sie als potenzieller Werkstudent an?

    Darum sollten Sie diese Aspekte in der Bewerbung als Werkstudent möglichst genau beschreiben:

    • Motivation
    • Qualifikation
    • Aufgaben
    • Ziele

    Bewerbung Werkstudent: Soft Skills

    Wenn Sie eine Bewerbung als Werkstudent schreiben, betonen Sie vor allem Ihre Soft Skills. Unternehmen wollen sich keinen Studenten ins Haus holen, der die Atmosphäre stört, den Zusammenhalt untergräbt oder die Abläuft stört. Keinen Besserwisser, Motzki, Nörgelpott, Quertreiber oder Tratschtante.

    Sicher, das gilt im Prinzip für ALLE Bewerber. Aber für Werkstudenten noch mehr. Sie haben keine oder kaum Berufserfahrung, auf die Sie sich berufen könnten. Eine begehrte Fachkraft lässt man nicht einfach vom Haken, nur weil sie in der Zusammenarbeit schwierig ist. Einen potenziellen Werkstudenten schon.

    Wichtige Soft Skills, die Werkstudenten in Ihrer Bewerbung zum Ausdruck bringen könnten, sind:

    • Belastbarkeit
    • Emotionale Intelligenz
    • Empathie
    • Engagement
    • Flexibilität
    • Kommunikationsfähigkeit
    • Kritikfähigkeit
    • Problemlösungskompetenz
    • Selbstdisziplin
    • Teamfähigkeit
    • Verantwortungsbewusstsein
    • Zuverlässigkeit

    Bewerbung Werkstudent: Muster


    Michael Mustermann
    Musterstraße 1, 12345 Musterstadt
    Fon: 0123/4 56 78 90 7
    Mail: m.mustermann@mail.de

    Elektro GmbH
    Herr Nikola Tessler
    Voltstraße 1
    13579 Spannungstadt

    12. September 2020

    Bewerbung als Werkstudent im Bereich Elektrotechnik

    Sehr geehrter Herr Tessler,

    die von Ihnen ausgeschriebene Stelle als Werkstudent im Bereich Elektrotechnik hat mich sofort angesprochen. Sie stellt für mich eine einzigartige Chance dar, mein Studium durch praktische Erfahrungen in einem erstklassigen Unternehmen zu ergänzen.

    Aktuell befinde ich mich im zweiten Semester meines Studiums im Fachbereich Elektrotechnik. Mein Schwerpunkt gilt hier der Entwicklung und Anwendung von Regelungstechnik und Steuerungstechnik. Für technische Systeme interessiere ich mich schon seit meiner Kindheit. In der Schule waren Physik und Mathematik meine Lieblingsfächer.

    Als ich mein Schulpraktikum bei einem lokalen Elektrotechnikunternehmen absolvierte, war ich augenblicklich von der Arbeit und den komplexen Anforderungen fasziniert. Die Arbeit als Werkstudent bei Ihrem Unternehmen bietet mir die Möglichkeit, noch tiefer in die Materie einzusteigen.

    Dabei kommen mir mein unbedingter Lernwille und meine schnelle Auffassungsgabe zugute. Ich bin lösungsorientiert, kann selbstständig arbeiten, bin aber auch ein guter Teamplayer. Außerdem bin ich aufgrund meines technischen Vorwissens davon überzeugt, dass ich ich Ihr Team in der täglichen Arbeit von Beginn an tatkräftig unterstützen kann.

    Meine Fähigkeiten und mein vorhandenes Knowhow möchte ich in einem Unternehmen, das einen ausgezeichneten Ruf hat und seit vielen Jahren erfolgreich am Markt positioniert ist, erweitern. Über eine Einladung zum Vorstellungsgespräch freue ich mich sehr.

    Mit freundlichen Grüßen,
    Unterschrift

    Hier finden Sie die Musterbewerbung als Werkstudent zum Downloaden und Bearbeiten:

    • Bewerbung als Werkstudent Elektrotechnik Muster: WORD
    • Bewerbung als Werkstudent Elektrotechnik Muster: PDF

    Maria Mustermann
    Mustergasse 1, 12345 Musterstedt
    Fon: 0123/4 56 78 90 7
    Mail: m.mustermann@mail.de

    Numberone AG
    Frau Zoé Zahlmeister
    Renditestraat 5
    97531 Buchhaltungen

    12. September 2020

    Bewerbung als Werkstudent im Bereich Controlling

    Sehr geehrte Frau Zahlmeister,

    Ihr Unternehmen ist nicht nur sehr breit und international aufgestellt. Es hat auch den Ruf, Nachwuchskräfte auf höchstem Niveau auszubilden. Darum möchte ich das Knowhow, das ich während meines bisherigen Studiums ansammeln konnte, durch praktische Erfahrungen als Werkstudent in Ihrem Unternehmen ergänzen.

    Momentan befinde ich mich im ersten Semester meines Master-Studiums im Fachbereich Betriebswirtschaftslehre mit dem Schwerpunkt Finance, Controlling und Accounting. Mein Bachelorstudium in BWL hatte ich zuvor mit der Gesamtnote 1,7 abgeschlossen.

    Durch Praktika und Hospitationen konnte ich bereits vielfältige Berufserfahrungen sammeln. Dabei habe ich – neben meinem fachlichen Wissen – stets mein Organisationstalent, meine Sorgfalt und Teamfähigkeiten unter Beweis gestellt. Auch mein Auslandssemester in Vancouver hat mir bei der Persönlichkeitsentwicklung geholfen. Seitdem arbeite ich viel lösungsorientierter und selbstständiger.

    Jetzt möchte ich den nächsten Schritt gehen und bei einem renommierten Weltmarktführer Erfahrungen sammeln. Als Hidden Champions verfügt Ihr Unternehmen über ein spannendes Geschäftsmodell und ein einzigartiges Produktportfolio. Ich bin mir sicher, dass ich nicht nur viel für meine weitere Karriere lernen, sondern mich auch von Anfang an produktiv in Ihr Team einbringen kann.

    Über eine Einladung zum Vorstellungsgespräch freue ich mich sehr. Wenn Sie noch weitere Fragen haben oder mehr über mich wissen wollen, kontaktieren Sie mich gerne.

    Mit freundlichen Grüßen,
    Unterschrift

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    • Bewerbung als Werkstudent Controlling Muster: WORD
    • Bewerbung als Werkstudent Controlling Muster: PDF

    Werkstudenten Vorteile

    Werkstudenten sind aus vielen Unternehmen nicht wegzudenken. Immerhin bieten sie ihren Arbeitgebern handfeste Vorteile. Auf der anderen Seite sind sie aber deutlich teurer als Praktikanten. Und ihre Einarbeitung erfordert erheblichen Mehraufwand. Darum ist der Auswahlprozess manchmal sehr anspruchsvoll – und für den Bewerber oft vergeblich.

    Hat er oder sie die Stelle aber ergattert, winken Vorteile:

    Als Werkstudent sammelt man Erfahrungen und kann sich beweisen. Ein Unternehmen, das einen fähigen Werkstudenten beschäftigt, ist in Zeiten von Fachkräfteengpässen gut beraten, ihm ein Übernahmeangebot zu machen. Der Berufseinstieg rückt näher.

    Und selbst wenn das nicht klappt und der Arbeitgeber keine Übernahme offeriert, verbessern sich die Jobperspektiven des Werkstudenten. Der Lebenslauf wird durch die Station aufgewertet. Eine gute Referenz gibt es noch obendrauf. Das sind Vorteile im kommenden Bewerbungsmarathon.

    Werkstudenten haben auch die Möglichkeit, sich in einem Beruf und einer Branche auszuprobieren. Dies gibt Orientierung und beantwortet offene Fragen. Nicht jeder Student hat schließlich einen klaren Karriereplan in der Tasche. Wenn der Job gefällt, kann man sich in dieser Nische einrichten. Ist die Stelle gar nichts für einen, schlägt man eben einen anderen Weg ein.

    Darüber hinaus sammeln Werkstudenten wertvolle Kontakte. Und Kontakte sind die Leitwährung auf dem modernen Arbeitsmarkt. Sie können auch später noch aktiviert werden. Wer weiß, vielleicht klappt es ja in einigen Jahren mit einer Anstellung im Unternehmen – wenn der aktuelle Einstellungsstopp vorüber ist zum Beispiel.

    Werkstudenten: Das sollten Sie wissen

    Bewerbung Werkstudent VersicherungStudenten dürfen während der Vorlesungszeit bis zu 20 Stunden pro Woche arbeiten. Dies besagt die sogenannte Werkstudentenregelung. Dann ist die Voraussetzung erfüllt, dass das Studium gegenüber dem Job im Vordergrund steht. Dazu können auch mehrere Beschäftigungen – Minijob und selbstständige Tätigkeit zum Beispiel – zusammengerechnet werden.

    In diesem Fall ist die Tätigkeit für Studierende sozialversicherungsfrei. Sie zahlen genauso wenig wie Arbeitgeber zusätzliche Beiträge zur Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung, unabhängig von der Höhe des Einkommens. Nur Beiträge zur Rentenversicherung müssen sie abführen.

    Außerdem gilt: Werkstudenten…

    • …sind einkommensteuerpflichtig. Die meisten bleiben aber unter dem Grundfreibetrag von 9.168 Euro (2019) bzw. 9.408 (2020) und zahlen de facto keine Steuern.
    • …dürfen während der vorlesungsfreien Zeit mehr als 20 Stunden pro Woche arbeiten.
    • …müssen in einer privaten oder gesetzlichen Krankenversicherung versichert sein
    • …erwerben durch ihre Tätigkeit keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld.
    • …haben Anspruch auf Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall für maximal sechs Wochen.
    • …können nur in der Familienversicherung der Eltern bleiben, wenn ihr monatliches Einkommen 445 Euro (Stand: 2019) nicht übersteigt.

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    [Bildnachweis: ESB Professional by Shutterstock.com]

    Bewerbung nach Kündigung: Muster, Beispiele und die besten Tipps

    Eine Kündigung kann jeden treffen. Manchmal geht man auch von sich aus, weil man es mit Chef und Kollegen einfach nicht mehr aushält. Spätestens bei der nächsten Bewerbung kann die Episode wieder aktuell werden. Der neue Arbeitgeber will vielleicht wissen, wieso und weshalb und warum. Besser, Sie haben die richtigen Erklärungen parat – und Formulierungen. Bewerbung nach Kündigung: So klappt es mit dem neuen Job…

    Bewerbung nach Kündigung: Richtige Einstellung

    Eine Kündigung tut weh. Immer. Aber sie läutet auch einen neuen Lebensabschnitt ein. Und das ist ja per se nichts Schlechtes. Wichtig ist erstmal nicht, was andere über Ihre Kündigung denken. Wichtig ist, wie Sie selbst damit umgehen.

    Sie können daran wachsen. Auf jeden Fall ist ein Rauswurf eine gar nicht so unwichtige Erfahrung im Leben. Nicht umsonst wird die heilsame Kultur des Scheiterns von Medien und Politik rauf- und runtergepredigt.

    Gehen Sie zunächst nüchtern an die Sache heran: Eine Kündigung – so schmerzhaft Sie auch sein mag – ist ein ganz normaler Teil des Arbeitslebens. Sie hat schon Abermillionen Menschen heimgesucht – und wird noch viele weitere unschön überraschen. Sie ist stinknormal, keine Schande und schon gar kein Grund, irgendeine Flinte in irgendein Feld zu werfen.

    Das kommt auch bei immer mehr Unternehmen an. Eine Kündigung ist längst kein Einstellungshindernis mehr – meistens jedenfalls nicht. Und diese Denkweise dürfte sich weiter durchsetzen. Je weniger Fachkräfte es gibt, desto weniger Vorbehalte gegen Lebensläufe mit Macken und Lücken im Lebenslauf.

    Wir wollen das Thema aber gar nicht unnötig verniedlichen. Natürlich kann eine Kündigung als Makel daherkommen. Es kommt ganz auf die Rahmenbedingungen und die Umstände an. Interpretiert ein Unternehmen Ihre Kündigung falsch, sortiert es Ihre Bewerbung vielleicht aus. Auf jeden Fall können Zweifel an Ihrer Eignung oder Loyalität aufkommen.

    Eine Bewerbung nach Kündigung ist also potenziell problematischer als eine Bewerbung aus einem Job heraus. Karrieresprung zeigt Ihnen, wie Sie das Problem beseitigen…

    Bewerbung nach Kündigung: Richtig verhalten

    Muss man eine Kündigung im Lebenslauf explizit erwähnen? Natürlich muss man das nicht. Wenn Sie nach Ihrem Rausschmiss nahtlos wieder eine Neuanstellung gefunden haben, entsteht auch keine Lücke. Weitere Erklärung überflüssig. Oder?

    Fragen können im Personalbüro aber durchaus aufkommen. Wenn Sie zum Beispiel aus einer Position mit Führungsverantwortung in einem großen Konzern in eine Position ohne Führungsverantwortung in einem Mini-Betrieb wechselten, wirft dieser Vorgang zweifellos welche auf. Oder wenn Sie im Anschluss an eine vermeintlich gute Stelle schon monatelang auf Jobsuche sind. Der Personaler, bei dem Sie sich beworben haben, riecht dann den Braten. Sie müssen wohl rausgeschmissen worden sein…

    Sie als Bewerber haben dann zwei Möglichkeiten:

    • Verschweigen

      Sie können die Kündigung in den Bewerbungsunterlagen dezent unter den Tisch fallen lassen und gar nicht erst erwähnen. In vielen Fällen ist das schon die Lösung. Auf mögliche Rückfragen im Vorstellungsgespräch müssen Sie sich gleichwohl trotzdem vorbereiten.

    • Erklären

      Alternativ können Sie die Kündigung im Lebenslauf in Stichpunkten erklären. So räumen Sie Missverständnisse von vornherein aus. Das kann Ihre Perspektive im Einzelfall durchaus verbessern.

    Vorausgesetzt, Sie schreiben das Richtige. Wie wäre es damit?


    Mir wurde die Kündigung überreicht, nachdem ich mehrere gravierende Fehler begangen hatte und der Chef endgültig an meiner Kompetenz gezweifelt hat.

    Nein, so sicher nicht. Das wäre zwar ehrlich, aber auch saudumm. Karrieresprung sagt Ihnen, wie Sie eine Bewerbung nach Kündigung ansprechend formulieren …

    Bewerbung nach unverschuldeter Kündigung

    In Finanz-, Wirtschafts- oder Corona-Krisen fallen Arbeitsplätze dem Rotstift zum Opfer. Das ist unvermeidlich. Sie können (müssen aber nicht) ein epochales Ereignis wie die Corona-Krise durchaus als Erklärungsgrund für Ihre Kündigung im Lebenslauf nennen.

    Einige Abteilungen werden in Krisenzeiten geschlossen, andere danach wieder aufgebaut. Vorgänge, die zur Marktwirtschaft dazugehören. Folgerichtig kann es auch mal Sie, Ihre Abteilung oder Ihren gesamten Berufsstand treffen.

    Zum Beispiel auch dann, wenn der Arbeitgeber selbst Mist baut. Unternehmen können sich verschulden oder Insolvenz anmelden und zu Sparmaßnahmen gezwungen sein. Manche Jobs sind in diesem Fall gefährdeter als andere.

    Beispiel: Ein Unternehmen in wirtschaftlicher Schieflage würde mit relativ großer Wahrscheinlichkeit als Erstes Marketing- und PR-Maßnahmen zurückfahren, weil diese nicht unbedingt notwendig sind. Sollten Sie als Marketing Manager arbeiten, liegt Ihr Rauswurf also keineswegs an Ihrer Leistung, sondern an den Umständen. Sie müssen sich nicht grämen. Es gibt für Sie trotz Kündigung keinen Grund, an Ihren Fähigkeiten zu zweifeln.

    Wenn Sie eine Bewerbung nach unverschuldeter Kündigung schreiben, könnten Sie Ihre Entlassung so im Lebenslauf erklären:


    10/2018-11/2020 Marketingleiter bei der Concurse AG (Stellenverlust wegen Insolvenz)

    10/2018-08/2019 Key Account Manager bei der Abstieg AG (Umstrukturierung des Unternehmens mit verbundenem Stellenabbau)

    08/2017-09/2020 Niederlassungsleiter bei der Up and Down GmbH (Schließung der Filiale aus Gründen der Konsolidierung)

    07/2016-04/2020 Online Marketing Manager bei der Runter KG (Entlassung aufgrund von Covid-19)

    Kündigung durch eigenes Verschulden

    Wenn die Kündigung doch an Ihnen selbst lag, ist das problematischer – aber noch keine Katastrophe. Zunächst können viele Gründe dahinterstecken: Sie haben mit Ihrem Charakter vielleicht nicht ins Team gepasst, Ihre Leistungen waren ungenügend oder Sie konnten einfach nicht mit dem Chef. Welcher Grund für Ihre Kündigung ausschlaggebend war, ist im Grunde belanglos. Das gilt auch, wenn Sie in der Probezeit gekündigt wurden.

    Fakt ist: Der Arbeitgeber hat Sie rausgeschmissen. Eine lange Erklärung wirkt da nur wie ein verzweifelter Versuch, von den eigenen Unzulänglichkeiten abzulenken. Schadensbegrenzung können Sie aber sehr wohl betreiben.

    Hier sind ein paar Formulierungsbeispiele, die Sie in Ihre Bewerbung nach Kündigung durch eigenen Verschulden einbauen können:


    08/2017-07/2020 Marketing Manager bei der Minusminus AG (einvernehmliche Trennung wegen unterschiedlicher Auffassungen über berufliche Entwicklung)

    06/2016 -11/2020 Social Media Manager bei der Tunichtgut GmbH (einvernehmliche Kündigung wegen beruflicher Neuorientierung)

    Was Sie NICHT tun sollten: Schlecht über den ehemaligen Chef oder Arbeitgeber sprechen. Völlig unabhängig davon, ob Ihr Vorgesetzter wirklich ein Despot war oder die Kollegen hochgradig inkompetent. Lästern ist unprofessionell und fällt vor allem auf den Absender negativ zurück – in diesem Fall auf Sie.

    Bewerbung nach eigener Kündigung

    Es bedarf einer Erklärung, wenn Sie selbst gekündigt haben, ohne Anschlussjob in der Tasche. Immerhin haben Sie damit auf eine sichere Anstellung und auf Arbeitslosengeld verzichtet.

    Rechtfertigen müssen Sie sich dafür aber keineswegs. Wie eine überhastete Flucht sollte Ihr Vorgehen nicht wirken, dann wirken Sie planlos und überemotional – wie jemand, der in brenzligen Situationen den Kopf verliert. Darum: Nicht aus der Defensive heraus argumentieren, nicht entschuldigen, nicht rechtfertigen. Das macht Sie gleichzeitig zum Täter und Opfer Ihrer eigenen Entscheidung.

    Hier ein Formulierungsbeispiel, das Sie in Ihrer Bewerbung nach eigener Kündigung im Anschreiben verwenden können:


    …da meine Arbeitsverhältnis auf eigenen Wunsch am 31.10.2020 endet…

    Einen Grund müssen Sie gar nicht unbedingt proaktiv mitliefern. Aber Sie sollten auf Rückfragen im Vorstellungsgespräch vorbereitet sein. Gut möglich, dass der Interviewer Hintergründe in Erfahrung bringen will.

    3 Tricks für Ihre Bewerbung

    Es gibt noch weitere Tricks und Kniffe, die Sie anwenden können, um Ihren Makel im Lebenslauf abzumildern. Hier sind sie:

    1. Aufbau

      Üblich ist heute der amerikanische Lebenslauf. Sie beginnen also mit der aktuellen bzw. letzten Station und arbeiten sich immer weiter in die Vergangenheit zurück.

      Sie können alternativ aber auch chronologisch vorgehen und mit der ersten Station beginnen. Wählen Sie die Variante, die für Sie am vorteilhaftesten ist.

      Ihre bisherigen Highlights sollten am Anfang stehen. Das können zur Not auch persönliche Interessen und soziale Engagements sein. Hauptsache, die Episode mit der Kündigung taucht möglichst weit hinten auf, am besten erst auf der zweiten Seite.

    2. Herunterspielen

      Noch mal der Hinweis: Liefern Sie keine langen Rechtfertigungsversuche mit. Und keine ausschweifenden Erzählungen, warum der Chef Sie gemobbt hat oder die Kollegen alle doof waren.

      Im Zweifel reicht eine kurze Erwähnung ohne Grund. Versuchen Sie trotz allem, positiv zu bleiben und nach vorne zu schauen. Negative Erfahrungen kann man in positive Energie ummünzen, seine Lektionen daraus lernen.

      Schieben Sie nicht die Schuld auf andere – weder in Anschreiben und Lebenslauf noch im Vorstellungsgespräch – sondern konzentrieren Sie sich darauf, aus schlechten Erfahrungen etwas Positives mitzunehmen.

    3. Euphemismus

      Den Lebenslauf pimpen – das ist heute Usus. Und es ist auch gar nicht verwerflich, so lange man es nicht damit übertreibt und gleichzeitig bei der Wahrheit bleibt.

      Vermeiden Sie bei einer Bewerbung nach Kündigung unbedingt das Wörtchen arbeitslos – IMMER. Es hat in Ihrem Anschreiben nichts zu suchen, im Lebenslauf nichts und im Bewerbungsgespräch erwähnen Sie es bitte auch niemals. Schreiben und reden Sie stets von arbeitsuchend – das klingt positiver, weil aktiver.

      Noch vorteilhafter ist eine Formulierung wie:



      04/2017-06/2018 – Berufliche Neuorientierung mit dem Ziel einer Position im Bereich Key Account Management.

      So beweisen Sie Zielorientierung, Selbstbewusstsein und Tatkraft.

    Bewerbung: Das ist wichtiger als eine Kündigung

    Eine Kündigung liegt immer in der Vergangenheit. Richten Sie Ihren Blick lieber nach vorne. Das sollten Sie auch dem Unternehmen vermitteln, bei dem Sie sich bewerben. Ihre Bewerbung sollte…

    • aufzeigen, warum die angestrebte Stelle so gut zu Ihnen passt
    • verdeutlichen, warum Sie zum Unternehmen passen
    • klar machen, wie Sie dem Unternehmen ganz konkret weiterhelfen können
    • Selbstbewusstsein ausstrahlen und Ihr Profil schärfen

    Dabei spielt es keine Rolle, ob Ihnen schon einmal – oder gar mehrmals – gekündigt wurde. Ihre Stärken und Kompetenzen sind entscheidend. Wenn diese hervorragend zur neuen Stelle passen, dann winkt eine Win-win-Situation. Das müssen Sie dem Arbeitgeber klar machen.

    Oft ist es ja auch so: Man muss zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein. Ein Profi-Fußballer kann in drei Vereinen gnadenlos scheitern. Beim vierten Verein aber trifft er auf einen Trainer, der ihn fördert; auf ein Umfeld, das ihm behagt und auf ein Spielsystem, das ihm liegt. Er wird zum Volltreffer!

    Zweifeln Sie daher nicht an Ihren Fähigkeiten, weil Sie schon einmal gescheitert sind.

    Bewerbung nach Kündigung: Muster


    Martin Mustermann
    Mustereck 1, 12345 Musterdorf
    Fon: 0123 / 4 56 78 90 7 | Mail: m.mustermann@mail.de

    Brumm-brumm GmbH
    Herr Elon Mask
    Rennstraße 1
    12345 Hockenheim

    10. August 2020

    Bewerbung als Mechatroniker

    Sehr geehrter Herr Mask,

    Ihre Stellenanzeige auf karrieresprung.de war genau die, nach der ich gesucht hatte. Sie suchen einen Mitarbeiter mit langjähriger Erfahrung im Automobilbereich und ich suche eine neue Herausforderung. Die von Ihnen ausgeschriebene Stelle passt hervorragend zu meinem Profil.

    In den vergangenen Jahren habe ich bei mehreren namhaften Zulieferern gearbeitet. Zu meinen Aufgaben zählten unter anderem die Entwicklung von neuen Steuermodulen, die Optimierung bestehender Steuerungseinheiten und die Konzeption innovativer Steuerungsmodelle. Dabei konnte ich auch erste Führungserfahrungen durch die Leitung von Teams und Projekten sammeln.

    Meine Berufserfahrung und mein umfassendes Knowhow möchte ich nun gewinnbringend in Ihrem Unternehmen einsetzen. Insbesondere die große Bandbreite Ihrer Abteilungen und Arbeitsfelder reizen mich sehr: Ich bin davon überzeugt, nicht nur mich und meine Talente hier weiterentwickeln zu können, sondern in den kommenden Jahren auch einen einen großen Mehrwert für Ihr Unternehmen zu schaffen.

    Sie erhalten mit mir einen Mitarbeiter, der hochmotiviert, selbstständig und kreativ nach neuen Lösungen sucht, Probleme schnell identifiziert und teamorientiert angeht. Über die Einladung zu einem Vorstellungsgespräch freue ich mich sehr. Bei weiteren Fragen können sie mich gerne kontaktieren.

    Da mein Arbeitsverhältnis zum TT.MM.JJJJ endet, stehe ich ab dem TT.MM.JJJJ zur Verfügung.

    Mit freundlichen Grüßen
    Unterschrift

    Die Vorlage für die Bewerbung nach Kündigung finden Sie hier zum Downloaden und Bearbeiten:

    • Bewerbung nach Kündigung Muster: WORD
    • Bewerbung nach Kündigung Muster: PDF

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    [Bildnachweis: fizkes by Shutterstock.com]

    Bewerbung Ausbildung: Kostenlose Muster und die besten Tipps

    Bewerbung-Ausbildung-Muster-Tipps

    Bewerbung Ausbildung: Wer einen Ausbildungsplatz ins Visier nimmt, schreibt eine andere Bewerbung als ein Hochschulabsolvent oder eine langjährige Führungskraft. Entscheidend ist es für angehende Azubis, die Motivation und Soft Skills im Anschreiben herauszuarbeiten – und auch alle anderen Klippen gekonnt zu umschiffen. Dann gelingt es, die Wettbewerber im Kampf um den Ausbildungsplatz mit einer blitzsauberen Bewerbung auszustechen. Denn während manche Jobs keiner mehr machen will, ist die Konkurrenz in anderen Ausbildungsberufen noch immer groß. Bewerbung Ausbildung: Das müssen Sie beachten…

    Bewerbung Ausbildung: Start

    Wer sich um einen Ausbildungsplatz bewirbt, sollte einige Punkte beachten. Die Bewerbungstipps, die für andere Arbeitnehmer gelten, sind für Azubis nicht ausnahmslos anwendbar. Die Bewerbung für eine Ausbildung sollte eigene Schwerpunkte setzen.

    Zunächst handelt es sich bei angehenden Azubis in der Regel um blutige Anfänger. Sie haben kaum oder noch gar keine Berufserfahrung vorzuweisen, verfügen über keine Referenzen.

    Die erwartet auch niemand. Ein junger Mensch sollte die Bewerbung für einen Ausbildungsplatz daher nicht auf dem Schwerpunkt Erfahrung aufbauen. Wichtiger sind persönliche Interessen, Vorlieben, Stärken – und insbesondere die Motivation.

    Drei Fragen sollten sich Auszubildende stellen – und in ihrer Bewerbung für eine Ausbildung beantworten:

    • Warum wollen Sie diesen Beruf erlernen?
    • Warum sind Sie dafür genau der oder die Richtige?
    • Warum möchten Sie Ihre Ausbildung in diesem Betrieb absolvieren?

    Die Antworten auf diese Fragen sollten sich im Anschreiben Ihrer Azubi-Bewerbung wiederfinden. Karrieresprung zeigt Ihnen, wie Sie das anstellen…

    Bewerbung Ausbildung: Aufbau

    Ihre Bewerbung für eine Ausbildung sollte zunächst einheitlich, übersichtlich und nutzerfreundlich sein. Wenn Sie sie an den Regeln der DIN 5008 ausrichten, sind Sie formal schon mal auf der Gewinnerstraße. Die DIN 5008 gibt ganz allgemein Regeln für den Aufbau von Schreiben im Geschäftsleben vor.

    Dass eine Bewerbung für eine Ausbildung keine Rechtschreibfehler enthalten und in einem guten Deutsch verfasst sein sollte, ist natürlich richtig. Aber Vorsicht: Allzu geschliffen sollten die Formulierungen, zu intellektuell hochtrabend die Inhalte nicht sein. Dies würde den Verdacht erwecken, dass Sie Textbausteine aus dem Internet kopiert oder Ihre Bewerbung für den Ausbildungsplatz gar nicht selbst geschrieben haben.

    Ob Sie sich für oder gegen ein Bewerbungsfoto entscheiden, bleibt im Übrigen Ihnen überlassen. Verpflichtend ist ein Bewerbungsfoto jedenfalls nicht.

    Bewerbung Ausbildung: Folgende Elemente sollte sie beinhalten…

    • Absender

      Der Absender – das sind logischerweise Sie selbst – steht im Anschreiben ganz oben. Hier stehen Ihr Vor- und Nachname, Ihre aktuelle Anschrift, Telefonnummer (Mobilnummer) und E-Mail-Adresse. Wählen Sie eine seriöse E-Mail-Adresse, also nicht wildemaus@yahoo.de, sondern etwas wie vorname.zuname@googlemail.com.

    • Empfänger

      Unter dem Absender steht der Empfänger – also das Unternehmen, bei dem Sie sich für einen Ausbildungsplatz bewerben. Name plus Anschrift. Unbedingt auf die korrekte Schreibweise des Firmennamens achten.

    • Datum

      Die Datumsangabe befindet sich auf der rechten Seite des Anschreibens. Entweder auf der Höhe des Empfängers oder mit etwas Abstand nach oben. Wahlweise können Sie eine Ortsangabe dazustellen. Wählen Sie am besten das Standardformat TT.MM.JJJJ. Eine mögliche Null können Sie weglassen. Also lieber 1.6.2021 als 01.06.2021 schreiben.

    • Betreffzeile

      Schreiben Sie zunächst nicht Betreff oder Betr. in die Betreffzeile. Das ist antiquiert. Nur den Betreff selbst nennen. So könnte eine gute Betreffzeile formuliert sein: Bewerbung für eine Ausbildung zur Mediengestalterin. Wird in der Stellenanzeige eine Kennziffer oder Referenznummer genannt, fügen Sie sie im Betreff hinzu: Bewerbung für eine Ausbildung zum Bankkaufmann, Kennziffer: 01234-6.

    • Anrede

      Bringen Sie den richtigen Ansprechpartner für Ihre Bewerbung in Erfahrung und adressieren Sie Ihr Anschreiben direkt an ihn oder sie. Meist steht der Ansprechpartner in der Stellenanzeige. Wenn nicht, können sie auch eine kurze Mail schreiben oder per Telefon nachfragen. Ganz wichtig ist es, den Namen fehlerfrei zu schreiben. Sehr geehrter Herr von Wellenstein. Sehr geehrte Frau Mariucci. Sehr geehrter Herr Bajramai.

    • Anschreiben

      Jetzt erst kommt der eigentliche Text, mit dem Sie sich für einen Ausbildungsplatz bewerben. Das Bewerbungsschreiben ist grob untergliedert in Einleitung, Hauptteil und Schluss, umfasst aber nicht mehr als eine Seite. In der Einleitung wecken Sie die Neugier des Empfängers und legen Ihre Motivation für den Ausbildungsplatz dar. Im Hauptteil stellen Sie Ihre Fähigkeiten, Soft Skills und Erfahrungen nach vorne – und zeigen dem Arbeitgeber auf, was er von Ihrer Einstellung hätte. Im Schluss sagen Sie, dass Sie sich über eine Einladung zum Vorstellungsgespräch freuen und offen für Rückfragen sind.

    • Grußformel

      Sie verabschieden sich mit einer angemessenen Grußformel. Für welche Sie sich entscheiden, bleibt Ihnen überlassen. Empfehlenswert ist der Klassiker: Mit freundlichen Grüßen (bitte NICHT die Abkürzung MfG verwenden). Auch gut: Freundliche Grüße, Herzliche Grüße oder Mit freundlichen Grüßen aus Hamburg. Unangebracht sind Liebe Grüße, Schöne Grüße oder Sonnige Grüße. Zu flapsig für eine Bewerbung. Unter die Grußformel setzen Sie Ihre Unterschrift.

    • Anlagen

      Ihr Anschreiben ergänzen Sie nun noch um Anlagen, mit denen Sie Ihre Qualifikationen nachweisen. Dazu zählen vor allem der Lebenslauf und Ihre (Schul-)Zeugnisse. Falls vorhanden, können Sie Zertifikate, Referenzen oder Arbeitsproben beifügen. Alles zusammen heften Sie geordnet in Ihre Bewerbungsmappe oder verpacken es – bei einer E-Mail-Bewerbung – in einer PDF-Datei. Die Datei sollte eine Dateigröße von 5 Megabyte nicht überschreiten. Nimmt das Unternehmen, bei dem Sie sich um eine Ausbildung bewerben, Bewerbungen über ein Online-Bewerbungsformular entgegen, dann folgen Sie dort den Anweisungen laden die gewünschten Anlagen in den entsprechenden Feldern hoch.

    Bewerbung Ausbildung: 6 Tipps

    Bewerbung Ausbildung – wenn Sie diese 6 Tipps beherzigen, kommen Sie dem Ausbildungsplatz ein großes Stück näher:

    1. Pünktlichkeit

      Das Ausbildungsjahr fängt stets nach den Sommerferien an, spätestens im September oder Oktober. Manche Bewerber bewerben sich erst im Mai oder Juni – das könnte schon zu spät sein. Viele Unternehmen wählen ihre Azubis schon vorher aus.

      Vor allem bei großen Konzernen sollte man sich so früh wie möglich um einen Ausbildungsplatz bewerben. Bei kleineren Betrieben ist eine späte Bewerbung oft noch von Erfolg gekrönt.

      Aber warum darauf ankommen lassen? Fangen Sie so früh wie möglich mit der Suche nach einem passenden Ausbildungsplatz an – am besten schon zwei Jahre vor dem geplanten Ausbildungsbeginn. Je früher, desto größer die Auswahl – und umso größer die Chancen auf die Wunschstelle.

    2. Voraussetzungen

      Weil der Talentpool schrumpft, vertrauen immer mehr Unternehmen auf Real- und Hauptschüler. Auch Bewerber ohne Schulabschluss haben heute durchaus Chancen auf eine Ausbildungsstelle.

      Trotzdem gibt es weiterhin Branchen und Berufe, in denen das Abitur als Voraussetzung für eine Ausbildung angesehen wird. Klären Sie dies vorab. Wenn Sie sich mit Hauptschulabschluss für eine Ausbildungsstelle als Bankkaufmann bewerben, sind Ihre Erfolgsaussichten minimal – so verschwenden Sie nur Zeit. Fragen Sie auch firmenspezifische Voraussetzungen ab, zum Beispiel den erforderlichen Notenschnitt, Praktika oder ausbildungsrelevante Fächer.

      Aber: Wenn Sie „nur“ die meisten Bedingungen erfüllen, aber nicht alle – oder nur hauchdünn an den Voraussetzungen vorbeischrammen – dann bewerben Sie sich trotzdem!

    3. Bewerbungsunterlagen

      Bereiten Sie Ihre Bewerbungsunterlagen für die Ausbildung sorgfältig vor. Ohne überzeugende Unterlagen wird es schwer, einen Ausbildungsplatz zu ergattern.

      Ihre Unterlagen sollten frei von Fehlern sein und alle notwendigen Dokumente enthalten. Hinein gehören: Anschreiben, Lebenslauf und Schulzeugnis. Optional sind Bewerbungsfoto und andere Nachweise wie Praktikumszeugnisse oder ein Führungszeugnis, falls verlangt.

      Wenn Sie Ihre Bewerbung per Post verschicken (in manchen Betrieben ist das noch üblich), dann achten Sie auf Sauberkeit und Genauigkeit (keine Eselsohren und Flecken!).

      Nehmen Sie ein durchsichtiges Deckblatt für Ihre Ausbildungsbewerbung, einen sauberen Umschlag und qualitativ hochwertige Kopien. Zeugnisse bitte nie im Original beilegen. Und verzichten Sie am besten nicht aufs Bewerbungsfoto. Ein professionelles Foto wirkt Wunder!

      Tipp: Legen Sie Freunden und Verwandten Ihre Bewerbung für den Ausbildungsplatz vor, bevor Sie sie versenden. Diese können Sie noch rechtzeitig auf Fehler oder Ungereimtheiten aufmerksam machen.

    4. Nachweise

      Ihr Schulabschlusszeugnis ist ein wichtiges Element in der Azubi-Bewerbung. Eine Kopie davon gehört definitiv hinein. Falls Ihre Noten im Laufe der Zeit immer schlechter geworden sind, dann wenden Sie diesen Kniff an: Legen Sie auch die letzten beiden vorherigen Zeugnisse bei. So gewinnt der Arbeitgeber einen besseren Gesamteindruck von Ihnen.

      Was Praktika und ehrenamtliche Aktivitäten angeht: Beschränken Sie sich auf die wichtigsten. Da Berufsanfänger aber meist noch nicht allzu viele Stationen und Erfahrungen haben, ist es oft gerechtfertigt, ALLE bisherigen Stationen und Erfahrungen zu nennen.

      Und: Je schlechter Ihre schulischen Leistungen, desto eher sollten Sie versuchen, mit außerschulischen Erfolgen zu punkten. Das können auch Erfolge im Sportverein sein oder ein gelungenes Projekt im Rahmen eines Praktikums.

    5. Länge

      So manch einem Azubi graust es davor, lange Anschreiben zu verfassen. Keine Sorge: Das müssen Sie gar nicht!

      Länger als eine DIN A4-Seite sollte das Anschreiben auf keinen Fall sein. Auch der Lebenslauf sollte eine Seite nicht überschreiten. Fassen Sie sich kurz! Das ist allerdings eine Kunst für sich und schwerer als gedacht. Nur die wichtigsten Aspekte und Ihre Motivation haben Platz im Anschreiben.

      Auf der anderen Seite sollte es auch nicht zu kurz sein – nicht kürzer als eine dreiviertel DN A4-Seite. Wenn Sie nur ein paar Zeilen schreiben, dürfte Ihnen dies wohl wirklich als mangelnder Einsatz ausgelegt werden. Die optimale Schriftgröße beträgt übrigens elf bis zwölf Punkte – je nach Schriftart in der Bewerbung.

    6. Telefonat

      Ein guter Tipp: Rufen Sie, nachdem Sie sich per Post oder E-Mail um eine Ausbildung beworben haben, im Unternehmen an und lassen sich den Eingang Ihrer Bewerbung bestätigen. Allerdings nicht drei Tage später, sondern frühestens zwei Wochen nach Versand.

      Erstens können Sie so mögliche Probleme ausräumen. Vielleicht ist die Bewerbung ja tatsächlich gar nicht eingegangen oder im Spam-Ordner gelandet. Dann können Sie sie noch einmal versenden. Zweitens machen Sie auf diese Weise auf sich aufmerksam. Ein persönlicher Kontakt bleibt haften – auch bei einem Personaler.

      Drittens können Sie nun einschätzen, wann eine Antwort des Unternehmens voraussichtlich bei Ihnen eintrudeln wird. Das hilft bei der weiteren Planung.

    Bewerbung Ausbildung: Muster

    Hier finden Sie zwei Muster für Ihre Bewerbung für eine Ausbildung. Sie können sie als WORD- oder PDF-Datei herunterladen und bearbeiten. Einfach auf die Links unten klicken.

    Aber übernehmen Sie die Vorlage bitte nicht eins zu eins. Erstens stimmt sie wahrscheinlich nur teilweise mit Ihrer individuellen Situation über ein und zweitens: Auch Personaler googeln!


    Max Mustermann
    Musterstraße 1, 12345 Musterstadt
    Fon: 0123 / 4 56 78 90 7
    Mail: m.mustermann@mail.de

    Informatikfirma GmbH
    Herr Bill Gätz
    Programmierstraße 1
    13579 Codinghausen

    15. August 2020

    Bewerbung für Ausbildung zum Fachinformatiker Anwendungsentwicklung

    Sehr geehrter Herr Gätz,

    die Ausbildung zum Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung ist genau die berufliche Perspektive, die ich mir für meine Zukunft vorstelle. Seit Jahren programmiere ich in meiner Freizeit und habe schon mehrere Programme in Eigenregie entwickelt. Auch in der Schule kann ich im Fach Informatik sehr gute Leistungen vorweisen, ebenso in Mathematik und Physik.

    Im Rahmen eines Praktikums zur Berufsorientierung konnte ich in Ihrem Unternehmen bereits zwei Wochen lang das Berufsbild kennenlernen und Ihren Fachinformatikern bei der täglichen Arbeit über die Schulter schauen. Diese Erfahrung hat mich darin bestärkt, ebenfalls die Laufbahn als Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung einzuschlagen. Mit meiner Leistung und meinem Engagement war Ihr Unternehmen – wie Sie dem Praktikumszeugnis entnehmen können – sehr zufrieden. Auch habe ich meine Team- und Kommunikationsfähigkeit unter Beweis gestellt.

    Ihr Unternehmen ist für mich der absolute Wunsch-Ausbildungsträger. Ich konnte mich selbst davon überzeugen, dass die Arbeitsatmosphäre kollegial und produktiv und die Qualität der Arbeit insgesamt sehr hoch ist. Darüber hinaus verfügen Sie in der Branche über einen hervorragenden Ruf. Außerdem bieten Sie zahlreiche Produkte für unterschiedlichste Kunden an. Darum glaube ich, dass ich in meiner Ausbildung zahlreiche Erfahrungen sammeln und mich vielfältig einbringen kann.

    Gerne möchte ich meinen beruflichen Weg mit einer Ausbildung in Ihrem Unternehmen beginnen und Ihr Team tatkräftig unterstützen. Ich bin mir sicher, ein wertvoller Teil Ihres Teams werden zu können. Über eine Einladung zum Vorstellungsgespräch freue ich mich daher sehr. Wenn Sie noch mehr über mich erfahren möchten, rufen Sie mich gerne an oder schreiben mir zurück.

    Mit freundlichen Grüßen
    Unterschrift

    Hier können Sie das Muster für Bewerbung für einen Ausbildungsplatz zum Fachinformatiker downloaden:

    • Bewerbung Ausbildung Fachinformatiker Muster: WORD.
    • Bewerbung Ausbildung Fachinformatiker Muster: PDF.

    Maja Mustermann
    Musterallee 1, 12345 Musterhausen
    Fon: 0123 / 4 56 78 90 7
    Mail: m.mustermann@mail.de

    Wichtig GmbH
    Herr Marissa Maier
    Büroallee 1
    13579 Großraumstadt

    15. Juli 2020

    Bewerbung für einen Ausbildungsplatz zur Kauffrau für Büromanagement

    Sehr geehrte Frau Maier,

    Ihr Unternehmen ist bekannt dafür, Bürokaufleute auf höchstem Niveau auszubilden. Davon würde auch ich gerne profitieren – und zugleich durch großes Engagement und Leistung etwas an Sie zurückgeben. Ein Ausbildungsplatz zur Kauffrau für Büromanagement in Ihrem Unternehmen ist genau der Start in meine berufliche Laufbahn, den ich mir wünsche.

    Schon meinen Schulabschluss habe ich durch großen Einsatz, Lernwillen und Organisationstalent geschafft. Eigenschaften, die ich auch im Beruf in die Waagschale werfen werde. Ich kann gut mit Zahlen umgehen, habe eine fehlerfreie Rechtschreibung und arbeite sehr strukturiert. Meine Noten in Mathe und Deutsch zeugen davon.

    Im Umgang mit den gängigen Tabellen- und Textverarbeitungsprogrammen wie Excel und Word bin ich versiert. In meiner Freizeit habe ich in den vergangenen Jahren zudem in einem Chor gesunden. Dabei habe ich gelernt, dass Teamwork und Kommunikation für den gemeinsamen Erfolg unerlässlich sind.

    Ich bin davon überzeugt, dass die Anforderungen, die an eine gute Bürokauffrau gestellt werden, exakt meinen Fähigkeiten entsprechen. Darum möchte ich die Chance ergreifen, in einem renommierten Unternehmen wie der Wichtig GmbH das Handwerk von der Pike auf zu lernen. Ich bin sicher, bei Ihnen wertvolle Erfahrungen sammeln und Ihr Team gleichzeitig tatkräftig unterstützen zu können.

    Über eine Einladung zum Vorstellungsgespräch freue ich mich sehr. Wenn Sie noch mehr über mich erfahren möchten, rufen Sie mich gerne an oder schreiben mir.

    Mit freundlichen Grüßen
    Unterschrift

    Hier können Sie das Muster für Bewerbung für einen Ausbildungsplatz zur Kauffrau für Büromanagement downloaden:

    • Bewerbung Ausbildung Bürokauffrau Muster: WORD.
    • Bewerbung Ausbildung Bürokauffrau Muster: PDF.

    Ausbildung: Lernen, lernen, lernen

    Bewerbung Ausbildung Anschreiben TippTipp: Betonen Sie in der Bewerbung Ihre Lernbereitschaft! In Zeiten, in denen lebenslanges Lernen eingefordert wird, müssen Sie Ihre Kenntnisse regelmäßig updaten. Die zunehmende Digitalisierung erfordert das. Sie durchzieht mittlerweile fast alle Branchen und Berufe.

    Darum gibt es auch immer mehr Ausbildungsberufe, in denen die Azubis Zusatzqualifikationen erwerben (müssen). Ihre Zahl ist von 2005 bis 2017 langsam, aber stetig auf acht gestiegen. 2018 kamen dann auf einen Schlag zwölf weitere Ausbildungsberufe mit Zusatzqualifikationen hinzu.

    Noch ein Tipp: Seit 2018 gibt es einen ganz neuen Ausbildungsberuf – den Kaufmann/-frau für E-Commerce. Es ist der erste Ausbildungsberuf, der seit 2013 neu ins Leben gerufen wurde. Insgesamt wurden in den letzten zehn Jahren nur sechs neue Ausbildungsberufe etabliert – inklusive des E-Commerce-Kaufmanns.

    Aber die alten Ausbildungsberufe verändern sich auch. Viele von ihnen werden nach und nach modernisiert und den sich wandelnden Begebenheiten angepasst. Das heißt konkret, dass die Azubis von heute Dinge lernen, die die Azubis von gestern nicht gelernt haben.

    Lernwille ist und bleibt ein wesentlicher Erfolgsfaktor. Gut, wenn Sie Ihren schon im Anschreiben zum Ausdruck bringen.

    Die 20 beliebtesten Ausbildungsberufe in Deutschland

    Das sind die 20 beliebtesten Ausbildungsberufe in Deutschland:

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    Bewerbung als Aushilfe: Musteranschreiben und die besten Tipps

    Bewerbung als Aushilfe Muster Vorlage Tipps

    Eine Bewerbung als Aushilfe ist kein Hexenwerk. Sie müssen keinen blitzsauberen Lebenslauf vorlegen, keine Super-Noten in der Schule gesammelt oder zahlreiche Praktika absolviert haben. Sie bekommen den Job – vorausgesetzt, Sie zeigen, dass Sie motiviert und zuverlässig sind. Doch das ist manchmal gar nicht so einfach…

    Bewerbung als Aushilfe: Vorteil!

    Gefühlt hängen sie überall: Schilder mit der Aufschrift Aushilfe gesucht. Es gibt sie im Einzelhandel, in Supermärkten, Tankstellen oder Bäckereien. Jobs für Schüler, Studenten, Teilzeitjobber oder Arbeitnehmer, die sich ihre Kasse nebenbei aufbessern wollen.

    Aus Bewerbersicht positiv: Sie müssen sich um Ihre Bewerbung als Aushilfe keinen so großen Kopf machen, als wenn Sie sich für die Rechtsabteilung eines DAX-Unternehmens bewerben würden. Die Unternehmen erwarten keine Top-Noten oder ausgeklügelte Anschreiben von Ihnen. Ihre Motivation ist ausschlaggebend. Und ja, ein einigermaßen solider Lebenslauf wäre auch schön (ist aber längst nicht immer Voraussetzung).

    Manche Arbeitgeber verlangen von Bewerbern schon gar kein Anschreiben mehr. Wenn Sie sich persönlich vorstellen und dabei einen guten Eindruck hinterlassen, bekommen Sie von ihnen eine Chance.

    Überall läuft das aber natürlich nicht so. Manchmal braucht es dann doch ein Anschreiben plus Lebenslauf. Karrieresprung zeigt Ihnen, was Sie bei Ihrer Bewerbung als Aushilfe beachten müssen…

    Bewerbung für Aushilfsjobs: Inhalt

    Worauf kommt es an, wenn man sich als Aushilfskraft bewirbt?

    Achten Sie zunächst auf eine saubere Rechtschreibung. Sie können Ihre Bewerbung von Freunden gegenlesen lassen – oder der automatischen Grammatikprüfung am Rechner unterziehen. Fehlerfreiheit zeigt, das Sie sorgfältig und gewissenhaft arbeiten. Ein Muss für Aushilfen.

    Im Vordergrund Ihrer Bewerbung sollten die Grundtugenden stehen: Fleiß, Ehrlichkeit, Pünktlichkeit, Sauberkeit, Zuverlässigkeit. Nicht prahlen müssen Sie hingegen damit, wie kreativ Ihre Ader ist oder dass Sie schon Führungserfahrung im Schulchor gesammelt haben.

    Soft Skills wie Offenheit, Flexibilität und Kommunikationsfreude zahlen ebenfalls ein – speziell im Verkauf. Ich packe mit an und bin überall dort zur Stelle, wo es gerade brennt. Dieses Arbeitsethos sollten Sie in Ihrer Bewerbung transportieren.

    Speziell Berufsanfänger haben das oft das Problem, dass Sie zu wenig Erfahrung mitbringen. In Aushilfsjobs ist das kein Problem – beziehungsweise nur bedingt. Sicher: Wer sich als Kellner bewirbt, bekommt den Job eher, wenn er vorher schon einmal anderswo gekellnert hat.

    Aber fehlende Fachkenntnisse oder Branchenerfahrungen sind nicht zwangsläufig ein Ausschlusskriterium. Sie benötigen keine IT-Kenntnisse, keine Fremdsprachenkenntnisse (obwohl es diesbezüglich Ausnahmen gibt, wenn Sie zum Beispiel in einem stark von Touristen frequentierten Geschäft jobben wollen) und müssen keine Praktika absolviert haben. Wichtig ist, dass Sie sich für den Job nicht zu schade sind, schnell lernen und sich reinhängen wollen.

    Bewerbung als Aushilfe: Aufbau

    Grundsätzlich gelten für eine Bewerbung als Aushilfe die gleichen Regeln wie für eine sogenannte Kurzbewerbung. Die Kurzbewerbung besteht aus:

    • Anschreiben (nicht länger als eine Seite)
    • Lebenslauf (am besten nur eine Seite)
    • Bewerbungsfoto (kein Muss, aber empfehlenswert)

    Eine Bewerbungsmappe, Zeugnisse oder Qualifikationsnachweise müssen Sie dagegen nicht beilegen.

    Wie könnte nun das Anschreiben für eine Aushilfe konkret aussehen? Wir haben drei Vorlagen für Sie erstellt. Sie finden Sie ganz unten…

    Hier gibt es Aushilfsjobs

    Eine Bewerbung als Aushilfe könnte insbesondere in diesen Branchen und Berufen erfolgreich sein:

    • Warenverräumung
    • Warenkommissionierung
    • Warenpräsentation
    • Küchenhilfe
    • Spüler
    • Kellner
    • Büffethilfe
    • Verkäufer
    • Kassierer
    • Wachdienst
    • Produktionshelfer
    • Transportfahrer
    • Kurierfahrer
    • Auslieferungsfahrer
    • Fahrzeugüberführungen
    • Montage/Monteur
    • Umzugshelfer
    • Kiosk-Mitarbeiter
    • Pflegenachtdienst (Nachtwache)
    • Lagerkraft
    • Putzhilfe
    • Empfangskraft
    • Spielhallenaufsicht
    • Promoter
    • Besucherbefragung
    • Testkäufer
    • Bauhelfer
    • Gartenhelfer
    • Zeitungszusteller
    • Hundesitter
    • Eventhelfer/Aufbauhelfer
    • Hauswirtschafter
    • Tankwart
    • Zimmermädchen

    Bewerbung als Aushilfe: Muster

    Hier finden Sie drei Musteranschreiben für Ihre Bewerbung als Aushilfe. Sie können die Vorlagen ganz bequem herunterladen und bearbeiten (eins zu eins übernehmen sollten Sie sie indes nicht). Die Links zur WORD- und PDF-Version finden Sie direkt unter dem Anschreiben.

    Bewerbung als Aushilfe Bäckerei

    Max Mustermann
    Musterstraße 1
    12345 Musterstadt

    01.01.2020

    Vorzeigeunternehmen
    Frau Merle Becker
    Superstraße 9
    98765 Primadorf

    Bewerbung als Aushilfe

    Sehr geehrte Frau Becker,

    durch ein persönliches Gespräch mit einem Ihrer Mitarbeiter habe ich erfahren, dass Sie regelmäßig auf der Suche nach Aushilfen für Ihre Filiale in der Superstraße in Primadorf sind. Ich bin an dem Job sehr interessiert und würde mich daher gerne kurz bei Ihnen vorstellen.

    Meine Freunde beschreiben mich als einen sehr offenen und kommunikativen Menschen. Ich komme leicht mit Fremden ins Gespräch. Auch in stressigen Situationen bewahre ich die Ruhe, aufbrausend oder launisch bin ich so gut wie nie. Ich würde mich als Frohnatur beschreiben. Daher glaube ich, dass ich sehr gut zu Ihrem Unternehmen und in Ihre Filiale passen würde.

    Außerdem kann ich gut mit Zahlen umgehen. Ich bin sehr ordentlich im Kopfrechnen und finde sogar – im Gegensatz zu vielen meiner Zeitgenossen – Gefallen daran. Dankbar bin ich, dass mir meine Eltern gute Umgangsformen wie Pünktlichkeit, Sauberkeit, Ehrlichkeit und Zuverlässigkeit vermittelt haben. Diese Tugenden habe ich von kleinauf verinnerlicht.

    Ich würde mich sehr freuen, wenn ich Ihr Interesse geweckt habe. Falls Sie noch Rückfragen haben, melden Sie sich gerne bei mir. Gerne stelle ich mich auch persönlich bei Ihnen vor. Und sollte aktuell keine Stelle frei sein, würde ich mich freuen, wenn Sie meine Unterlagen aufbewahren und mich vielleicht beim nächsten Mal berücksichtigen würden.

    Mit freundlichen Grüßen
    Unterschrift

    Hier können Sie das Muster für die Bewerbung als Aushilfe Bäckerei downloaden:

    Bewerbung als Aushilfe im Lager

    Max Mustermann
    Musterstraße 1
    12345 Musterstadt

    01.01.2020

    Vorzeigeunternehmen
    Herr Bert Schröder
    Superstraße 5
    54321 Primadorf

    Bewerbung als Aushilfe

    Sehr geehrter Herr Schröder,

    weil ich zupacken kann, würde ich gerne in Ihrem Unternehmen als Aushilfskraft im Lager arbeiten. Ich habe schon in verschiedenen Bereichen Berufserfahrungen gesammelt, unter anderem im Gartenbau und in einem Supermarkt.

    An einem Job ist mir wichtig, dass ich immer in Bewegung sein kann. Ein Bürojob im Sessel wäre für mich nicht das Richtige. Ich betreibe in meiner Freizeit viel Sport, bin körperlich topfit und halte jede Schicht problemlos durch – auch bei höheren körperlichen Belastungen. Auch macht es mir nichts aus, Schichten am frühen Morgen oder in der Nacht zu übernehmen.

    Aber egal, wann die Schicht beginnt: Ich werde pünktlich zur Arbeit erscheinen. Ich verfüge über einen Führerschein sowie ein Auto und bin daher mobil und flexibel. Außerdem sind mir Dinge wie Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit und Ehrlichkeit wichtig. Darauf habe ich schon immer großen Wert gelegt.

    In mir finden Sie eine fleißige und zuverlässige Arbeitskraft. Darauf können Sie sich absolut verlassen. Falls Sie noch Fragen haben, stelle ich mich gerne persönlich bei Ihnen vor. Sie können mich auch gerne anrufen.

    Über eine Zusage würde ich mich sehr freuen. Ich bin hochmotiviert und würde am liebsten schon morgen loslegen.

    Mit freundlichen Grüßen
    Unterschrift

    Hier können Sie das Muster für die Bewerbung als Aushilfe Lager downloaden:

    Bewerbung als Aushilfe Supermarkt

    Max Mustermann
    Musterstraße 1
    12345 Musterstadt

    01.01.2020

    Vorzeigeunternehmen
    Herr Thore Albrecht
    Superstraße 1
    13579 Primadorf

    Bewerbung als Aushilfe

    Sehr geehrter Herr Albrecht,

    eine gute Bekannte hat mir den Tipp gegeben, mich bei Ihnen zu bewerben, da Sie immer auf der Suche nach Aushilfskräften seien. Daher möchte ich mich kurz bei Ihnen vorstellen. Mich spricht die Stelle wirklich sehr an.

    Ich habe bereits erste Erfahrungen im Verkauf gesammelt und zudem in einer Krankenhauskantine gearbeitet. Es hat mir bislang jedes Mal viel Freude bereitet. Vor allem der Umgang mit den Kunden und die Atmosphäre im Team gefallen mir. Ich mag es, wenn man sich gegenseitig unterstützt und gleichzeitig anderen Menschen hilft.

    Darum würde ich mich auch als kundenorientiert bezeichnen. Man sollte den Kunden gegenüber immer höflich und zuvorkommend auftreten, selbst wenn sie selbst mal ungeduldig oder patzig sein sollten. Mit Stress kann ich gut umgehen. Ich mag es sogar, wenn es mal hektisch wird und man unter Zeitdruck Aufgaben erledigen muss.

    Wichtig sind natürlich Eigenschaften wie Pünktlichkeit, Ehrlichkeit und Zuverlässigkeit. Ohne die geht es nicht. Ich bringe diese Eigenschaften definitiv mit. Wenn Sie noch mehr über mich erfahren möchten, rufen Sie mich gerne an oder schreiben mir zurück. Ich stelle mich auch gerne bei Ihnen persönlich vor.

    Mit freundlichen Grüßen
    Unterschrift

    Hier können Sie das Muster für die Bewerbung als Aushilfe Supermarkt downloaden:

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    [Bildnachweis: garetsworkshop by Shutterstock.com]

    Betreffzeile Bewerbung: 30 gute Formulierungen, Tipps, Beispiele

    Betreffzeile Bewerbung: Sie ist ein vermeintlich unwichtiges Detail. Die erste Zeile im Anschreiben, die eigentlich nur kurz sagt, worum es im Folgenden geht. Was soll da schon großartig schiefgehen? Aber Vorsicht: Die Betreffzeile fällt dem Empfänger ihrer Bewerbung als Erstes ins Auge. Sie erleichtert Zuordnung und Einordnung. Der Betreff kann sogar erste Rückschlüsse auf die Kompetenz seines Verfassers zulassen…

    Betreffzeile Bewerbung: Warum sie unterschätzt wird

    Was schreibe ich in die Betreffzeile der Bewerbung? Es sind zwar nur ein paar Worte, aber die haben es in sich. Es sind immerhin die ersten, die der Personaler zu Gesicht bekommt. Sie hinterlassen einen ersten Eindruck – und der zählt bekanntlich.

    Das bedeutet: Wenn sie Ihre Betreffzeile in der Bewerbung mies formulieren, dann stößt dies sofort sauer auf. Und es färbt negativ auf den Rest der Bewerbung ab – vermutlich sehr viel negativer, als wenn sich eine missratene Formulierung irgendwo mitten ins Anschreiben eingeschlichen hat.

    Also ja, ein schlecht formulierter Betreff in der Bewerbung kann Ihre Chancen schmälern, zum Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden und letztlich den Job zu bekommen.

    Es geht aber auch anders: Wenn Sie mit einem gelungenen Betreff in die Bewerbung einsteigen, hinterlassen Sie einen positiven und professionellen Eindruck. Pluspunkt!

    Betreff Bewerbung: 4 Tipps

    Hier sind 4 Tipps, wie Sie mit Ihrer Betreffzeile sofort Pluspunkte beim Empfänger sammeln:

    1. Konkret werden

      Formulieren Sie den Betreff so genau wie möglich. Ein lapidares Bewerbung ist zu wenig und zu allgemein. Die Details fehlen. Welche Bewerbung? Für welche Position?

      Ebenfalls zu allgemein: Bewerbung in Ihrem Unternehmen. Ist Ihr Betreff zu allgemein, erwecken Sie den Eindruck, sich keine Mühe gemacht zu haben. Und es könnte den Anschein erwecken, dass Sie Massenbewerbungen versenden, ohne jede Bewerbung individuell an den Arbeitgeber anzupassen.

      Werden Sie also so konkret wie möglich. Nennen Sie im Betreff explizit die Stelle, auf die Sie sich bewerben. Manche Stellenangebote haben eine Referenznummer. Die gehört – sofern vorhanden – auch hinein.

    2. Anzeige spiegeln

      Wenn Sie eine Initiativbewerbung schreiben, dann fällt die Referenznummer weg. Es gibt ja keine.

      In konkreten Stellenangeboten ist aber manchmal eine Referenznummer oder eine Kennziffer angegeben. Bewerben Sie sich auf ein solches Stellenangebot, dann geben Sie die Nummer unbedingt in der Betreffzeile an. So weiß der Empfänger sofort Bescheid und kann Ihre Bewerbung richtig zuordnen.

      Verwenden Sie außerdem die Berufsbezeichnung, die in der Annonce gebraucht wird. Steht dort etwa Softwareentwickler, dann bewerben Sie sich auch als Softwareentwickler – und nicht als Software Developer. Sucht die Firma einen Social Media Redakteur, dann bewerben Sie als Social Media Redakteur — und nicht als Redakteur und auch nicht als Social Media Manager. Im schlimmsten Fall werden Sie von der HR-Software vorab aussortiert, wenn Sie die „falsche“ Berufsbezeichnung verwenden.

    3. Kurz fassen

      Nehmen Sie nur das Nötigste in Ihre Betreffzeile in der Bewerbung auf. Unnötigen Ballast schmeißen Sie raus. Die Betreffzeile ist ja nicht umsonst ein Einzeiler. Betreffzeilen, die zwei Zeilen beanspruchen, sind ein absolutes No-Go (es sei denn, Sie verwenden neben der Betreff- auch noch eine Bezugszeile, siehe Punkt 4).

      Also nur die Informationen aufnehmen, die für den Empfänger relevant sind – und ihm helfen, die Bewerbung einzuordnen. Maximal zählen dazu: Was? Bewerbung. Wer? Controller. Wo? Am Standort München.

      Was Sie unterlassen sollten, sind Satzungetüme wie: „Bewerbung als Sekretär in Ihrer Zentrale in Hamburg auf die Stelle, die Sie auf Ihrem Karriereportal im Internet ausgeschrieben haben.“ Viiiieeeeel zu lang.

    4. Bezug nehmen

      Die Bezugszeile ergänzt die Betreffzeile. Sie ist etwas kleiner und wird direkt unter der Betreffzeile platziert. In der Bezugszeile nehmen Sie Bezug auf das Stellenangebot.

      Konkret schreiben Sie hier, wo Sie die jeweilige Stellenausschreibung entdeckt haben. Geben Sie den Namen des Print- oder Online-Mediums an. Auch das Datum der Veröffentlichung (insbesondere bei Printmedien) können Sie hier nennen, um die Zuordnung zu erleichtern. Ein Muss ist die Bezugszeile aber keineswegs.

      Und noch einen Schritt zurück in die Betreffzeile: Lassen Sie das Wörtchen Betreff weg. Das war früher mal üblich. Heute ist es nicht mehr zeitgemäß. Außerdem zieht es die Betreffzeile unnötig in die Länge.

    Betreffzeile Bewerbung Gestaltung

    Mit Ihrer Bewerbung wollen Sie den Arbeitgeber von sich überzeugen. Der Inhalt ist von höchster Priorität. Aber auch das Äußere kann über Wohl oder Wehe Ihrer Bewerbung entscheiden.

    So ist der erste Eindruck, den die Betreffzeile in der Bewerbung hinterlässt, auch ein optischer. Die formale Gestaltung des Betreffs ist daher nicht unwichtig. Legen Sie große Sorgfalt an den Tag. Das ist bei derGestaltung Ihrer Betreffzeile Bewerbung wichtig:

    • Schriftart

      Zu den Standardtypos zählen Arial und Times New Roman. Damit können Sie in der Bewerbung nichts falsch machen.

      Wichtig ist in jedem Fall, der ausgewählten Schriftart treu zu bleiben. Wählen Sie also eine Schriftart aus und weichen in der gesamten Bewerbung nicht mehr von ihr ab. Wenn Ihre Betreffzeile die Schriftart Arial hat, dann sollte auch der Text des Bewerbungsschreibens Arial aufweisen. Einheitlichkeit beachten!

    • Schriftgröße

      Die Größe sollte von der Schriftart abhängig gemacht werden. Arial wirkt wuchtiger und größer. Daher können Sie eine kleinere Schriftgröße wählen, am besten zwischen 10 pt und 11,5 pt.

      Times New Roman ist feiner. Hier können Sie eine größere Schriftgröße auswählen, damit Ihre Bewerbung gut lesbar bleibt. Zwischen 11 pt und 12 pt sind angemessen.

      Falls Sie sich für eine andere Typo entscheiden, dann passen Sie die Größe individuell an. Faustregel: Der Empfänger sollte Ihre Bewerbung gut und angenehm lesen können. Die Schriftgröße sollte also weder zu groß noch zu klein sein.

    • Struktur

      Früher war es üblich, das Wörtchen Betreff oder die Abkürzung Betr. in die Betreffzeile zu schreiben. Auch heute praktizieren das noch sehr viele Bewerber. Es ist aber nicht mehr zeitgemäß.

      Sie zeigen dadurch nur, dass Sie nicht auf dem neuesten Stand sind oder schlecht recherchiert haben. Punktabzug für mangelnde Professionalität!

      Was in die Betreffzeile Ihrer Bewerbung gehört: die genaue Position, auf die Sie sich bewerben und – sofern vorhanden – eine Kennziffer oder Referenznummer aus der Stellenanzeige.

    • Hervorhebung

      Grundregel: Die Betreffzeile dürfen Sie fetten. Sie ist aber auch der einzige Bestandteil Ihres Anschreibens, den Sie in Fettschrift verfassen sollten.

      So schaffen Sie Struktur und Übersicht. Sie zeigen, dass hier der formale Kopfteil der Bewerbung endet und der inhaltlich wichtige Hauptteil anfängt. Zudem lenkt die Fettung das Auge des Empfängers auf die Betreffzeile. Er ist sofort im Bilde, um was es geht.

      Tabu: Die Betreffzeile unterstreichen – weder zusätzlich zur Fettung noch als Ersatz! Und noch etwas: Bitte setzen Sie ans Ende der Betreffzeile keinen Punkt und schon gar kein Ausrufezeichen(!).

    Betreffzeile Bewerbung: Schlechte Beispiele

    Betreffzeile Bewerbung – hier sind einige Negativbeispiele. So sollten Sie den Betreff NICHT formulieren:

    Bewerbung bei Daimler

    Wenig aussagekräftig, wenn man bedenkt, wie viele Bewerbungen einem großen Unternehmen regelmäßig auf den Tisch flattern. Der Empfänger kann erstens nichts damit anfangen – und weiß zweitens selbst, wie er bzw. sein Unternehmen heißt.

    Bewerbung in Dortmund

    Auch wenn ein Unternehmen mehrere Standorte hat, ist die Location alleine keine ausreichende Info. Wichtiger als der Standort ist die Position, auf die Sie sich bewerben.

    Bewerbung als Aushilfe

    So kommen wir der Sache schon näher. Allerdings weiß man dennoch nicht, um welche Art Aushilfe es sich denn handelt. Aushilfe im Lager? Oder im Büro? Das sollte noch mit hinein.

    Bewerbung auf Ihre Anzeige

    Welche Anzeige? Wo ist diese erscheinen? Welche Position soll mit ihrer Hilfe besetzt werden? Diese Infos fehlen.

    Betreff: Bewerbung als Landschaftsgärtner

    Hier stört das Wörtchen Betreff am Anfang. Der Rest ist so durchaus in Ordnung.

    Bewerbung als Softwareentwickler!

    Das Ausrufezeichen entwertet die Betreffzeile. Keine Interpunktion im Betreff!

    Bewerbung als Koch/Köchin

    In einer Stellenanzeige ist Genderneutralität wichtig und sogar gesetzlich vorgeschrieben. In der Betreffzeile einer Bewerbung wirkt sie nicht nur albern, sondern falsch. Schließlich hat der/die Bewerber/in ja ein Geschlecht, mit dem er/sie sich bewerben kann.

    Bewerbung um eine Stelle in Ihrem Unternehmen

    Das ist zu beliebig. Es sollte schon eine spezifische Position sein.

    Bewerbung als Bankkaufmann :-)

    Keine Sonderzeichen oder Emoticons bitte — hochgradig unseriös. Möglicherweise käme ein Smiley besser an, wenn Sie sich nicht als Bankkaufmann, sondern als Feelgood-Manager bewerben würden. Aber sicher ist auch das keineswegs…

    Bewerbung als Developer

    Zugegeben, Softwareentwickler können sich in Ihrer Bewerbung fast alles leisten – erst recht farbig hervorgehobene Betreffzeilen. Für die meisten anderen gilt: Den Betreff bitte nicht farbig markieren.

    Bewerbung als Verkäuferin auf Ihre Stellenanzeige in der FAZ vom 08.08.2019 für den Standort Lüdenscheid in Teilzeit mit Aussicht auf Arbeitszeitverlängerung

    Bitte nicht ALLE Infos im Betreff unterbringen, sondern nur die wichtigsten.

    Betreffzeile Bewerbung: Gute Beispiele

    Wie könnte eine gelungene Betreffzeile in der Bewerbung aussehen? Hier sind ein paar Beispiele:

    Bewerbung als Java-Entwickler; Kennziffer 6666/666

    Alle wichtigen Infos sind enthalten. Das passt!

    Bewerbung als Key Account Manager, Referenznummer 9876543

    Auch hier steht alles drin, was der Personaler wissen muss.

    Bewerbung um eine Stelle als Grafikdesigner
    Ihre Stellenanzeige in der Rheinischen Post vom 29.08.2019

    Betreff- und Bezugszeile sind wunderbar aufeinander abgestimmt.

    Bewerbung als Controller
    Ihr Stellenangebot auf karrieresprung.de, Referenznummer: 123/987

    Betreff- und Bezugszeile ergänzen sich auch hier sehr gut.

    Bewerbung als Sales Manager
    Unser Telefonat vom 14.05.2019

    So nehmen Sie Bezug auf ein möglicherweise schon stattgefundenes Telefongespräch. Sehr sinnvoll.

    Initiativbewerbung als Landschaftsarchitekt

    Der Hinweis, dass es sich um eine Initiativbewerbung handelt, erleichtert die Zuordnung.

    Bewerbung als Industriemechaniker
    Unser Gespräch auf der Jobmesse Hamburg am 16.06.2019

    Einen möglichen Erstkontakt in die Bezugszeile integrieren – das ist empfehlenswert.

    Bewerbung als Bilanzbuchhalter (IHK)

    So können Sie einen konkreten Titel bzw. eine wichtige Kompetenz integrieren, in diesem Fall die IHK-Zertifikation.

    Bewerbung für ein Schülerpraktikum als Reiseverkehrskauffrau vom 01.11. bis 15.11.2019

    Das ist schon ziemlich lang, aber gerade noch im Toleranzbereich – weil informativ.

    Betreffzeile Ausbildung

    Hier sind 3 Beispiele für einen guten Betreff für eine Bewerbung um einen Ausbildungsplatz:

    Bewerbung um einen Ausbildungsplatz als Systemelektroniker

    Bewerbung Ausbildung Mechatroniker

    Bewerbung für eine Ausbildung zur Einzelhandelskauffrau

    Betreffzeile Praktikum

    Hier sind 3 Beispiele für einen guten Betreff für eine Bewerbung um ein Praktikum:

    Bewerbung um ein Schülerpraktikum im Elisabeth-Krankenhaus

    Bewerbung als Praktikant in der PR-Abteilung

    Bewerbung Praktikum Marketing

    Betreffzeile Teilzeitstelle

    Hier sind 3 Beispiele für einen guten Betreff für eine Bewerbung um eine Teilzeitstelle:

    Bewerbung um eine Stelle als Fachkraft für Veranstaltungstechnik in Teilzeit

    Bewerbung als Verkäuferin in Teilzeit

    Bewerbung um eine Teilzeitausbildung als Erzieherin

    Betreffzeile Minijob

    Hier sind 3 Beispiele für einen guten Betreff für eine Bewerbung um einen Minijob:

    Bewerbung als Verkäufer auf 450-Euro-Basis

    Bewerbung für einen Minijob als Lagerhilfe

    Bewerbung als Reinigungskraft auf Minijob-Basis

    Betreffzeile Duales Studium

    Hier sind 3 Beispiele für einen guten Betreff für eine Bewerbung um einen dualen Studienplatz:

    Bewerbung für einen dualen Studienplatz International Business

    Bewerbung für ein duales Studium in Betriebswirtschaftslehre

    Bewerbung auf einen dualen Studiengang im Maschinenbau

    Betreffzeile FSJ

    Hier sind 3 Beispiele für einen guten Betreff für eine Bewerbung um ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ):

    Bewerbung für ein Freiwilliges Soziales Jahr

    Bewerbung FSJ Diakonie

    Bewerbung für ein FSJ im St. Martin-Kindergarten

    Betreffzeile Abschlussarbeit

    Hier sind 3 Beispiele für einen guten Betreff für eine Bewerbung um eine Bachelorarbeit oder Masterarbeit:

    Bewerbung um einen Betreuungsplatz für eine Bachelorarbeit am Lehrstuhl für Strategisches Management, Innovation und Entrepreneurship

    Bewerbung um eine Bachelorarbeit am Lehrstuhl für Arbeits- und Organisationspsychologie

    Bewerbung Masterarbeit am Fraunhofer-Institut

    [Bildnachweis: Patrick Thomas by Shutterstock.com]

    Amerikanischer Lebenslauf: Muster, Tipps und Beispiele

    Amerikanischer Lebenslauf Muster Example englisch

    Ein amerikanischer Lebenslauf ist heute Standard – auch in Deutschland. Er sieht vor, dass die Stationen nicht chronologisch abgehakt werden, sondern bei der aktuellen Stelle beginnen. Doch Vorsicht: Wer sich in den USA bewerben will, muss im Kopf nochmals umparken. In diesem Fall spricht man von einem Resume. Bewerber müssen ihren Lebenslauf für Amerika stark kürzen. Das ist nicht ganz einfach, hat aber Vorteile…

    Amerikanischer Lebenslauf: Vorteile

    Üblich ist bei einer Bewerbung heute der tabellarische Lebenslauf. Doch gibt es unterschiedliche Arten, wie ein tabellarischer Lebenslauf aufgebaut sein kann:

    • Chronologisch: Die Schulausbildung steht vorne, dahinter kommen die weiteren Stationen bis zur aktuellen Position.
    • Amerikanisch: Hier ist es genau anders herum. Man beginnt mit dem aktuellen Job und arbeitet sich danach immer weiter in die Vergangenheit vor.

    Der amerikanische Lebenslauf ist heute in Deutschland Standard. Ist also in der Stellenanzeige ein tabellarischer Lebenslauf gefordert, sollten sich Bewerber im Zweifel für die amerikanische Variante entscheiden.

    Sie bietet ja auch zweifelsfrei Vorteile: Dem Adressaten fällt die aktuelle Stelle des Bewerbers sofort ins Auge, da sie oben steht. Und meist ist sie auch die relevanteste für den neuen Job, zum Beispiel bei Jobwechslern innerhalb einer Branche. Die aktuelle Stelle führt zum neuen Job hin.

    Aber: Berufsanfänger, Hochschulabsolventen und Arbeitslose könnten mit der amerikanischen Variante in die Bredouille geraten. Sie verfügen über wenige oder noch gar keine Stationen.

    Wer sich aus der Arbeitslosigkeit heraus bewirbt, möchte im Lebenslauf nicht an prominenter Stelle die Station „arbeitssuchend“ hineinschreiben. Taktisch unclever! In so einem Fall können Sie auf die chronologische Variante zurückgreifen.

    So sieht ein amerikanischer Lebenslauf aus:

    Amerikanischer Lebenslauf Grafik

    Amerikanischer Lebenslauf: Inhalt

    Bisher haben wir von einem amerikanischen Lebenslauf für eine Bewerbung in Deutschland und in deutscher Sprache gesprochen. Wenn Sie sich hingegen auf englisch in den USA bewerben, dann gilt zwar das gleiche Prinzip: Sie beginnen im Lebenslauf mit Ihrer aktuellen Station und tasten sich dann weiter nach hinten vor.

    Aber es gibt Unterschiede: Der Lebenslauf heißt in Übersee zunächst mal Resume. Das Resume ist viel kompakter als der tabellarische Lebenslauf in Deutschland. Es ist nicht mehr als ein Auszug Ihrer bisherigen Laufbahn – und keine vollständige Übersicht. Länger als eine DIN-A4-Seite sollte das Resume nicht sein.

    Das Resume beinhaltet nur die Highlights Ihrer bisherigen Karriere: die wichtigsten Stationen, Erfolge und Erfahrungen. Das können – je nach Bewerbung, Unternehmen oder Branche – auch ganz unterschiedliche sein. Wichtig ist vor allem, dass sie zur angepeilten Stelle passen. Alle anderen Informationen halten Sie aus dem Resume heraus.

    Was den amerikanischen Lebenslauf in den USA noch ausmacht:

    • Fotos

      Es gibt keine. Fügen Sie Ihrem Resume in den USA kein Bewerbungsfoto bei. Das hat ethische und rechtliche Gründe. Chancengleichheit soll so gewährleistet, Diskriminierung ausgeschlossen werden.

    • Persönliche Angaben

      Hier gilt Ähnliches. Von Angaben zum Alter, Geschlecht, Familienstand oder Religion des Bewerbers bitte absehen.

    • Referenzen

      Referenzen in der Bewerbung sind in den USA sehr wichtig. Mindestens zwei sollten in Ihrem Resume enthalten sein. Ihre Referenzen sollen Ihre Eignung für die angepeilte Stelle belegen. Es sollte sich also um möglichst starke und überzeugende Referenzgeber handeln. In Ihrer Bewerbung sollten Sie vollständige Angaben zu den Referenzgebern machen – Kontaktdaten inklusive. Es ist nicht ungewöhnlich, dass sich Arbeitgeber telefonisch bei ihnen melden.

    • Unterschrift

      Sparen können Sie sich bei einer USA-Bewerbung die Unterschrift unter Ihren amerikanischen Lebenslauf. Auch ein Datum braucht es nicht – ein beträchtlicher Unterschied zur Bewerbung in Deutschland.

    Amerikanischer Lebenslauf Aufbau

    Der amerikanische Lebenslauf wird in den USA als Resume oder Personal Resume betitelt. Sie können aber auch direkt mit den Personal Details starten. Immerhin ist der Platz auf einer Seite arg begrenzt.

    Generell ist der amerikanische Lebenslauf so aufgebaut:

    • Personal Details

      Hierunter fassen Sie Ihren Namen, Adresse, Telefonnummer und E-Mail-Adresse zusammen – mehr nicht. In die erste Zeile gehört der Name, der Rest folgt darunter. Und vergessen Sie nicht, alle Umlaute auszuschreiben (ue statt ü, oe statt ö, ae statt ä). Amerikaner kennen keine Umlaute.

    • Summary

      Die Summary wird auch als Personal Profile bezeichnet. Zwingend notwendig ist diese Rubrik nicht, aber sinnvoll. Sie umschreiben sich und Ihre Persönlichkeit dabei in zwei bis drei Sätzen. Keine Romane schreiben!

    • Objective

      Hier präzisieren Sie, welche Stelle Sie im Unternehmen anstreben. Dies beugt einerseits Missverständnissen vor. Andererseits sollten sie auch Ihre Motivation für die Stelle grob herausarbeiten.

    • Work Experience

      Dafür können Sie auch Professional Experience schreiben. Im Deutschen kennen wir die Rubrik als beruflichen Werdegang. Die einzelnen Stationen Ihrer Karriere in umgekehrt chronologischer Reihenfolge finden hier ihren Platz. Jede Station ergänzen Sie um den Firmennamen, Standort, Zeitraum der Anstellung und die genaue Position im Unternehmen. Auf Erfolge können Sie ebenfalls hinweisen. Unterschied zum deutschen Lebenslauf: Sie müssen nicht sämtliche Stationen unterbringen, sondern lediglich jene zwei oder drei, die für die angestrebte Stelle am relevantesten sind. So gibt es auch keine Lücken im Lebenslauf mehr, die kaschiert werden müssten.

    • Education

      Ihre Schulbildung listen Sie ebenfalls in chronologisch umgekehrter Reihenfolge auf. Die letzte Schule oder Hochschule kommt zuerst. Sie haben hier die Möglichkeit, auch Fort- und Weiterbildungen zu erwähnen. Man nennt sie im Englischen Advanced Training.

    • Special Skills

      Wenn Sie über zusätzliche Fähigkeiten verfügen, die für den Job wichtig sind, können Sie sie unter Skills ins Resume einfließen lassen. Normalerweise finden Personaler hier Fremdsprachenkenntnisse und IT-Kenntnisse.

    • Activities

      Statt von Activities können Sie auch von Engagement sprechen. Ehrenämter finden hier Platz. Auch Hobbys und Interessen dürfen genannt werden. Beschränken Sie sich aber auf diejenigen, die Ihre Fähigkeiten unterstreichen.

    Ganz klar: Wenn Sie jede Rubrik gewissenhaft ausfüllen, ist die eine DIN-A4-Seite schnell voll. Die wichtigste Aufgabe ist es daher, zu sortieren, filtern und vor allem KÜRZEN. Nur die Top-Elemente gehören ins Resume. Wenn Sie es nicht schaffen, mit einer Seite auszukommen, zeigt das nur Ihre Unfähigkeit, Sachverhalte auf das Wesentliche herunterzubrechen.

    Auch merken Personaler, ob es sich um eine mehrfach verschickte Massenbewerbungen handelt. Das Resume ist immer auf die jeweilige Position zugeschnitten. Dies schließt eine Wiederverwendung aus (gleichwohl können Sie das Dokument natürlich als Vorlage für künftige Resumes nutzen). Geben Sie dem Unternehmen das Gefühl, dass Sie sich ernsthaft mit ihm auseinandergesetzt haben und nur diese eine Stelle wollen.

    Die wichtigsten Vokabeln für die USA-Bewerbung

    Wenn Sie ein Satzbaukünstler sind, haben wir eine schlechte Nachricht für Sie: Für schriftliche Verrenkungen ist im Resume kein Platz. Geschliffene Sätze und ausschmückende Formulierungen sind hier nicht die richtigen Instrumente. Stattdessen sind Bulletpoints und Schlagwörter Mittel der Wahl.

    Versuchen Sie, Begriffe mit Klang und durchschlagender Wirkung zu wählen. Jedes Wort zählt im Resume. Noch mehr als in Deutschland gilt in den USA: Keine falsche Bescheidenheit! Sie bringt Sie dem Job nicht näher. Wer US-Entscheider überzeugen will, muss aufs Ganze gehen. Dafür brauchen Sie Selbstvertrauen – auch im Resume.

    Diese Vokabeln können Sie gebrauchen, wenn Sie sich mit einem amerikanischen Lebenslauf in den USA bewerben:

    • Bewerbung
      Job application
    • Anschreiben
      Cover Letter
    • Lebenslauf
      Resume/Curriculum Vitae
    • Persönliche Daten
      Personal Details
    • Persönliches Profil
      Personal Profile
    • Karriereziel
      Career Objective
    • Werdegang
      Work Experience/Professional Experience
    • Hochschulbildung
      Academic Education
    • Fachausbildung
      Professional Training
    • Referenzen
      References
    • Arbeitgeber
      Employer
    • Arbeitnehmer
      Employee
    • Hobbys/Ehrenämter
      Activities/Engagement
    • Unternehmen
      Company
    • Beschäftigungszeit
      Period of Employment
    • Kontaktdaten
      Contact Information
    • Besondere Leistungen/Ehrungen
      Personal Achievements
    • Besondere Fähigkeiten
      Special Skills
    • Mitgliedschaft in Berufsorganisationen
      Affiliation

    Amerikanischer Lebenslauf: Muster und Vorlage

    So kann ein amerikanischer Lebenslauf für eine Bewerbung in den USA aussehen:

    Amerikanischer Lebenslauf Resume Example

    Den amerikanischen Muster-Lebenslauf auf englisch finden sie hier zum Downloaden und Bearbeiten:

    • Amerikanischer Lebenslauf Englisch Vorlage: WORD.
    • Amerikanischer Lebenslauf Englisch Vorlage: PDF.

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    [Bildnachweis: fizkes by Shutterstock.com]

    Empfehlungsschreiben: Vorlage, Formulierungen, Tipps

    Empfehlungsschreiben Stipendium Bewerbung

    Empfehlungsschreiben können über Ihren weiteren Werdegang entscheiden. Für ein Stipendium zum Beispiel brauchen Sie eines. Auch als Bewerber können Sie punkten, wenn Sie Ihren Unterlagen eine oder mehrere Empfehlungen beilegen. Darin enthalten ist in der Regel eine Bestätigung der Stärken und Fähigkeiten des Bewerbers. Empfehlungsschreiben sind Allzweckwaffen. Aber sie können auch Schaden anrichten…

    Empfehlungsschreiben Anlässe

    Empfehlungsschreiben gibt es für verschiedene Anlässe. Man kann sie zum Beispiel als Referenz in die eigene Bewerbung einbauen.

    Auch werden Studenten, die sich nach Ihrem Bachelor-Abschluss für einen Master einschreiben wollen, von der Universität gerne gebeten, ein Empfehlungsschreiben eines ehemaligen Dozenten oder Professors vorzulegen. Die Gepflogenheit stammt aus dem angelsächsischen Raum, setzt sich im Zuge der Internationalisierung aber auch in Deutschland immer stärker durch.

    Außerdem kann man Empfehlungsschreiben ausstellen für…

    • Praktikum
    • Stipendium
    • Zulassung zu einem Master-Studium
    • Zulassung zu einem MBA-Studium
    • Zulassung zu einem Studium an einer privaten Hochschule
    • Zulassung für einen zulassungsbeschränkten Studiengang
    • Auslandssemester
    • Promotion
    • Festanstellung
    • Jobwechsel
    • Beförderung
    • Bewerbung als Führungskraft
    • Referenz für Freiberufler
    • Anmieten einer Wohnung

    In all diesen Szenarien macht es Sinn oder kann es Sinn machen – oder sogar Voraussetzung sein – ein Empfehlungsschreiben vorzulegen.

    Empfehlungsschreiben Nutzen

    Grundsätzlich sind Empfehlungsschreiben (fast) immer nützlich. Speziell Berufseinsteiger profitieren von ihnen. Sie verfügen noch nicht über viele Arbeitszeugnisse und andere Arbeitsnachweise. Umso wichtiger wird jeder Beleg, der Ihnen Kompetenz und Arbeitseinsatz attestiert. Durch ein Empfehlungsschreiben werten sie eine Bewerbung in jedem Fall auf.

    Ein Empfehlungsschreiben ist auch für ehemalige Praktikanten, Trainees, Auslandsstudenten oder Stipendiaten nützlich. Es soll dokumentieren, dass sie Erfahrungen gesammelt und ihre Chefs überzeugt haben. Das Testat wiegt im Zweifel mehr als die besten Noten.

    Bei Freiberuflern spricht man häufig von Referenzschreiben. Sie erhalten das Referenzschreiben anstelle eines Arbeitszeugnisses. Freelancer hangeln sich von Job zu Job, müssen also immer wieder neue Arbeitgeber von sich überzeugen. Da helfen Empfehlungen enorm.

    Tipp: Fragen Sie als Freiberufler Ihre Auftraggeber aktiv nach Referenzschreiben. Je mehr Sie sammeln, desto größer Ihre Auswahl. Sie müssen in einer künftigen Bewerbung auch nicht sämtliche Referenzschreiben beilegen, sondern nur die wichtigsten oder besten. Das können von Stelle zu Stelle verschiedene sein. Wie Sie als Freiberufler um ein Empfehlungsschreiben bitten, zeigen wir Ihnen gleich…

    Freiberufler haben wohlgemerkt keinen Anspruch auf ein Arbeitszeugnis – auch dann nicht, wenn sie etwa sechs Monate ein Projekt geleitet und erfolgreich beendet haben. Anspruch auf ein Arbeitszeugnis haben nur festangestellte Mitarbeiter. Diese Tatsache macht Empfehlungen für Freiberufler umso wertvoller…

    Der Unterschied zwischen einem Empfehlungsschreiben und einem Referenzschreiben besteht im Übrigen darin, dass Letzteres allgemein formuliert ist. Das Empfehlungsschreiben ist dagegen an einen konkreten Empfänger gerichtet. Abgesehen davon sind sich beide Formate aber sehr ähnlich.

    Empfehlungsschreiben Aufbau

    Ein Arbeitszeugnis wird nicht in der Ich-Form verfasst, ein Empfehlungsschreiben aber sehr wohl.

    Immerhin handelt es sich beim Referenzgeber um eine natürliche Person, nicht um ein Unternehmen. Darum sind Empfehlungsschreiben auch sehr viel persönlicher als Arbeitszeugnisse. Eine Prise Emotionen dürfen sie durchaus enthalten.

    Inhaltlich geht es vor allem um die Fähigkeiten und Fachkenntnisse des Beschriebenen – und um seine Persönlichkeit. Ein paar lobende Worte über die Stärken bzw. den Charakter des Referenznehmers sollten schon fallen.

    Diese Elemente beinhaltet ein Empfehlungsschreiben – von oben nach unten:

    • Briefkopf (Vorname, Nachname, Unternehmen oder Organisation)
    • Telefonnummer für Rückfragen
    • Datum
    • Name und Anschrift des Adressaten (nicht die des Bewerbers)
    • Betreff („Empfehlungsschreiben für Max Mustermann“)
    • Selbstvorstellung (kurz)
    • Ausstellungsgrund (z.B. Praktikumsende)
    • Sachliche Empfehlung
    • Erreichte Qualifikationen (z.B. Studienabschluss)
    • Erfolge
    • Subjektive Empfehlung (Soft Skills, Charakter)
    • Datum, Unterschrift

    Empfehlungsschreiben Fehler

    Natürlich können Empfehlungsschreiber auch eine Menge falsch machen. Es gibt zwar keine Geheimcodes wie im Arbeitszeugnis, aber doch die eine oder andere Falle, in die man tappen kann.

    Grundsätzlich kann man davon ausgehen, dass jemand, der Ihrer Bitte um eine Empfehlung nachkommt, Sie auch wirklich loben und weiterempfehlen will. Wer Sie hingegen für unfähig hält, wird erst gar kein Empfehlungsschreiben erstellen.

    Darum sollte man selbst übrigens auch nicht jeder Bitte nach einer Referenz nachkommen. Sie kann wieder auf Sie zurückfallen! Hält der Kandidat nicht, was Sie in Ihrer Empfehlung versprechen, beschädigt dies Ihren guten Ruf.

    Es gibt aber noch mehr Punkte, die den Wert eines Empfehlungsschreibens nach unten ziehen. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn…

    • der Gutachter eine schlechte Reputation hat.
    • der Text aus lauter abgedroschenen Phrasen und Floskeln besteht.
    • der Text eine einzige Lobhudelei ist, die verdächtig an ein Gefälligkeitsgutachten erinnert.
    • der Text wegen seiner Superlative unglaubwürdig ist.
    • der Gutachter das, was er geschrieben hat, fachlich gar nicht beurteilen kann.

    Der letzte Punkt betrifft auch die Online-Empfehlungen, die sich Mitglieder in Business-Netzwerken geben können. Sie laufen meist nach dem Schema „Gibst du mir eine gute Bewertung, gebe ich dir auch eine“ ab. Das ist durchschaubar. Nicht jede Empfehlung ist daher wertsteigernd.

    Bewerber aufgepasst!

    Empfehlungsschreiben TippsDiese formellen Voraussetzungen sollte ein Empfehlungsschreiben einhalten, wenn Sie es für Ihre Bewerbung verwenden:

    • Nicht länger als eine DIN-A4-Seite
    • Auf Firmenpapier gedruckt, um ihm einen offiziellen Charakter zu verleihen
    • Nicht mehr als 3 Empfehlungsschreiben pro Bewerbung

    Zu viele Referenzen in der Bewerbung wirken inflationär. Zwei oder drei überzeugende Referenzen ziehen dagegen, haben Wert. Gleiches gilt für die Empfehlung selbst. Nicht nur überschwänglich loben, sondern dosiert und differenziert. Das ist glaubwürdiger!

    Den Professor nach einem Empfehlungsschreiben fragen

    Professoren an der Universität werden häufig um ein Empfehlungsschreiben gebeten – allein schon von den vielen Studierenden, die sich um ein Stipendium bewerben wollen. Es muss Ihnen also nicht unangenehm sein, das Gleiche zu tun.

    Aber: Eine Bindung zum jeweiligen Professoren sollten Sie schon haben. Er oder sie sollte zumindest wissen, wer Sie sind. Vielleicht haben Sie ein Seminar bei ihm belegt, eine Arbeit geschrieben oder wurden sogar als studentische Hilfskraft eingestellt. Einen Professor zu fragen, der Ihr Gesicht noch nie gesehen hat, wäre dagegen unverschämt.

    So fragen Sie den Professor nach einem Empfehlungsschreiben:

    • Termin

      Vereinbaren Sie einen Termin – zum Beispiel per Mail. Einfach so hineinplatzen und nach einer Empfehlung fragen – das ist anmaßend. Eine Absage wäre dann durchaus gerechtfertigt.

    • Genauigkeit

      „Hmm, naja, ich brauche da so eine Empfehlung, in der drin steht, dass ich…“ Falsch! Sagen Sie konkret, um was es geht. Wofür benötigen Sie das Empfehlungsschreiben? Was soll darin zum Ausdruck kommen? Warum glauben Sie, dass Sie eine Empfehlung verdient hätten? Liefern Sie dem Professoren Informationen und Argumente.

    • Motivation

      Präzisieren Sie Ihr Vorhaben. Was ist Ihr Ziel? Der Professor sollte Ihre Beweggründe verstehen – und erkennen, dass Sie hochmotiviert sind. Er sollte nicht den Eindruck gewinnen, dass Ihr Vorhaben nur eines von vielen ist. Motto: Wenn dieses nicht klappt, dann halt ein anderes. Dass es Ihnen am Herzen liegt, sollte vielmehr ersichtlich sein.

    • Unterlagen

      Ein Empfehlungsschreiben macht Arbeit. Machen Sie es dem Professor daher so einfach wie möglich. Liefern Sie alle Unterlagen mit, die er benötigt. Und vermeiden Sie Missverständnisse. Wenn Sie das Schreiben in englischer Sprache brauchen, dann sagen Sie es. Machen Sie sich vorher eine Liste, auf der die wichtigsten Punkte aufgelistet sind. Dann vergessen Sie nichts.

    • Zeit

      Drängeln Sie nicht. An der Uni gibt es viel zu tun – und ehrlich gesagt auch Wichtigeres, als ein Empfehlungsschreiben zu verfassen. Rechnen Sie in Wochen, nicht in Tagen. Fragen Sie nicht erst drei Tage vorher an. Vier bis fünf Wochen Vorlauf sollten Sie einplanen.

    So könnten Sie Ihre Bitte um ein Empfehlungsschreiben an den Professor formulieren:

    • Sehr geehrter Professor Beck,

      vor Kurzem habe ich bei meinen Ihnen meine Bachelorarbeit über energiewirtschaftliche Optimierungspotenziale in energieintensiven Unternehmen geschrieben und mit der Note 1,3 bestanden. Nun möchte ich mich für den Master Nachhaltige Energieversorgungstechnologien an der Technischen Universität Chemnitz bewerben und wäre Ihnen sehr dankbar, wenn Sie mir ein Empfehlungsschreiben ausstellen. Die Bewerbungsfrist läuft am xx.yy.zzzz ab. Gerne können wir die Details in einem persönlichen Gespräch besprechen. Ich freue mich auf Ihre Rückmeldung und wünsche Ihnen eine produktive Woche!

    Empfehlungen von der Uni

    empfehlungsschreiben uni studium professorViele Unis und Hochschulen haben klare Regeln im Umgang mit Empfehlungsschreiben aufgestellt. Ohne vorheriges Gespräch und Unterlagen ist das Anliegen oft aussichtslos.

    Hier finden Sie beispielhaft die Merkblätter von drei Universitäten zu Empfehlungsschreiben:

    Ehemaligen Chef nach einem Empfehlungsschreiben fragen

    Ihren aktuellen Chef um ein Empfehlungsschreiben bitten, damit Sie sich anderweitig bewerben können? Das klingt nach einem schlechten Witz. In der Tat ist dieser Plan in den meisten Fällen nicht zu empfehlen. Es sei denn, Sie haben ein offenes und enges Verhältnis und Ihren Chef längst in Ihre Pläne eingeweiht – und der will Ihnen auch keine Steine in den Weg legen.

    Normalerweise aber sollten Sie nur ehemalige Arbeitgeber fragen. Am besten die, mit denen Sie im Guten auseinandergegangen sind. Darum ist Netzwerken übrigens so wichtig. Wenn Sie sich nach fünf Jahren Funkstille wieder melden und sofort eine Empfehlung einfordern, hat das ein Geschmäckle. Motto: Der meldet sich nur, wenn er was will.

    So fragen Sie Ihren ehemaligen Chef nach einer Empfehlung:

    • Anruf

      Wenn Sie einen ehemaligen Chef um eine Referenz bitten wollen, dann rufen Sie ihn an. Eine E-Mail ist zu unpersönlich – nur im Notfall eine Alternative (wenn der Chef telefonisch unerreichbar ist).

    • Selbstreflexion

      Fragen Sie wirklich nur, wenn Sie der Überzeugung sind, dass Sie eine Empfehlung auch verdient haben. Und wenn der Ex-Chef dies ähnlich sehen dürfte. Wurden Sie hingegen aus Leistungsgründen gefeuert, dann riecht Ihr Vorhaben eher nach Verzweiflungstat – oder nach einem Aprilscherz.

    • Begründung

      Blicken Sie in die Zukunft und erläutern Ihr Vorhaben. Wo wollen Sie mit dem Bewerbungsschreiben hin? Niemand schreibt gerne eine Empfehlung ins Blaue hinein. Wer weiß, wofür sie verwendet wird? Das könnte schließlich noch auf einen zurückfallen. Versorgen Sie Ihren Ex-Chef daher mit den wichtigsten Informationen.

    So könnten Sie Ihre Bitte um ein Empfehlungsschreiben an den Ex-Chef formulieren:

    • Liebe Frau Heineken,

      seit sechs Jahren arbeite ich mit großer Leidenschaft und Begeisterung als Marketingmanagerin im Unternehmen. Sie haben meinen Werdegang in all dieser Zeit begleitet und mich stets gefördert. Dafür möchte ich mich ganz herzlich bei Ihnen bedanken. Ich denke nun, dass es für mich an der Zeit ist, den nächsten Schritt zu gehen. Darum bewerbe ich mich für die intern ausgeschriebene Stelle als Leiterin der neu gegründeten Abteilung für Social-Media-Marketing. Ein Empfehlungsschreiben von Ihnen würde mir dabei sicherlich sehr helfen, weswegen ich Sie hiermit ganz herzlich um eines bitten möchte. Gerne komme ich auch persönlich bei Ihnen Büro vorbei, um die Angelegenheit zu besprechen.

    Als Freiberufler nach einem Empfehlungsschreiben fragen

    So fragen Freiberufler Ihre Auftraggeber nach einer Empfehlung:

    • Aktivität

      Warten Sie nie einfach ab, bis Sie eine Referenz vom Unternehmen erhalten. Die kommt im Zweifel nie. Fragen Sie aktiv danach. Insbesondere dann, wenn Sie gute Leistungen gebracht haben. Viele Kunden vergessen es schlicht und einfach – oder wollen es vergessen, um Zeit zu sparen.

    • Zitate

      Hat Ihnen ein Team- oder Abteilungsleiter ein Lob ausgesprochen, dann notieren Sie es sich. Fragen Sie, ob Sie das Zitat als Empfehlung verwenden dürfen. Ist Ihr Chef gerade vollauf zufrieden mit Ihnen, wird er Ihnen diesen Wunsch wahrscheinlich nicht abschlagen.

    • Einverständnis

      Sie können Empfehlungen auch auf Ihrer Webseite verwenden. Nur echte Referenzgeber und Unternehmen wirken authentisch. Dafür benötigen Sie aber ein schriftliches Einverständnis. Veröffentlichen Sie keine Empfehlungen ohne schriftliches Einverständnis des jeweiligen Kunden!

    • Firmenpapier

      Ein Empfehlungsschreiben, das auf offiziellem Firmenpapier gedruckt wurde, wirkt hochwertiger. Und es erhöht die Glaubwürdigkeit. Fragen Sie ruhig danach.

    So könnten Sie Ihre Bitte um ein Empfehlungsschreiben an einen ehemaligen Auftraggeber formulieren:

    • Hallo Herr Anheuser,

      nachdem Sie vor Kurzem in Rente gegangen sind, möchte ich mich auch auf diesem Wege noch einmal herzlich bei Ihnen für die langjährige und gute Zusammenarbeit bedanken. Es hat mir großen Spaß gemacht und war mir eine Ehre! Ich hoffe, Ihnen gelingt der Übergang in den Ruhestand und Sie können ihn vom ersten Tag an genießen. Mir klingt noch Ihr letztes Lob in den Ohren, als sie sinngemäß sagten: Herr Busch hat uns von Anfang an mit seinem Konzept umgehauen. Und die Umsetzung war sogar noch besser! Dürfte ich Sie damit auf meiner Homepage zitieren? Ich hoffe auf Ihr Einverständnis und grüße Sie auf das Herzlichste.

    Empfehlungsschreiben Muster

    Dr. Herbert Herbertson
    Herbertstraße 1
    12345 Herbertsdorf
    Telefon: 1234-56789

    Empfänger
    Anschrift
    PLZ Standort

    Empfehlungsschreiben für Rollo Roller

    Herr Roller hat insgesamt acht Jahre für unser Unternehmen gearbeitet – mit großem Erfolg. Daher bedauere ich es sehr, dass er unser Unternehmen nun verlassen und eine neue Herausforderung annehmen wird. Nichtsdestotrotz kann ich Herrn Roller wärmstens weiterempfehlen.

    Rollo Roller hat vom xx.xx.xxxx bis zum yy.yy.yyyy als Position für unser Unternehmen gearbeitet. Von Anfang gefiel mir sein Elan und seine Durchsetzungsstärke. Ich habe ihn zudem als verantwortungsvollen Kollegen kennengelernt, der früh Führungsverantwortung übernommen hat. Als Führungskraft hat er mich nie enttäuscht. Durch seine gute Arbeit haben wir Prozesse im Unternehmen verschlankt und Kosten reduziert. Dass wir in den vergangenen Jahren insgesamt wettbewerbsfähiger geworden sind, verdanken wir auch ihm

    Herr Roller genießt daher einen ausgezeichneten Ruf bei Kunden und Kollegen. Ich halte ihn für hochgradig geeignet, um weiterhin Führungsaufgaben in der XX-Branche auszuüben. Seine Einstellung kann ich Ihnen ohne jeden Zweifel empfehlen.

    Für etwaige Rückfragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

    Mit freundlichen Grüßen

    Unterschrift

    Ein weiteres Muster-Empfehlungsschreiben zum Download und Bearbeiten finden Sie als Vorlage hier:

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    [Bildnachweis: Gajus by Shutterstock.com]

    Jobs in Leverkusen: Aktuelle Stellenangebote bei Bayer und Co.

    Jobs in Leverkusen gibt es keineswegs nur bei Chemie-Gigant Bayer. Zahlreiche Zulieferer und Dienstleister haben sich in der Stadt niedergelassen. Karriereperspektiven gibt es hier in der Produktion und Verwaltung, für Controller und Personaler. Wahr ist: Leverkusen ist nicht die Perle des Rheinlands. Ein Geheimtipp ist die Stadt aber schon, wenn man gut verdienen UND günstig wohnen will…

    Jobs Leverkusen: Die Stadt

    Leverkusen steht ganz im Zeichen des Bayer-Kreuzes. Nur wenige Städte in Deutschland sind so eng mit einem Unternehmen verknüpft wie die Bayer-Stadt – daneben allenfalls noch Wolfsburg mit Volkswagen oder Ludwigshafen mit BASF. So präsent wie früher ist das Bayer-Kreuz aber gar nicht mehr. Nachts bleibt die Beleuchtung aus, um Zugvögel nicht in die Irre zu führen.

    Gegründet wurde Leverkusen 1930 durch den Zusammenschluss der Stadt Wiesdorf mit den Gemeinden Schlebusch, Steinbüchel und Rheindorf. Bayer dagegen gibt es schon seit Mitte des 19. Jahrhunderts. Nicht jeder weiß, dass der Chemiekonzern seine Ursprünge in Barmen hat, das heute zu Wuppertal gehört. Erst 1891 verlegte man den Unternehmenssitz nach Leverkusen – das war der Beginn des industriellen Aufstiegs der Stadt.

    Auch assoziieren die meistem Leverkusen wohl mit dem Rheinland. Immerhin führt die Rheinschiene direkt an Köln und Leverkusen vorbei nach Düsseldorf. Doch das ist nur die halbe Wahrheit. Leverkusen ist eine Chimäre – halb rheinisch, halb bergisch. Das macht sich nicht nur durch die geographische Lage bemerkbar, sondern auch durch die unterschiedlichen Dialekte, die in Leverkusen gesprochen werden.

    Während viele Singles wohl Köln bevorzugen, ist Leverkusen speziell bei jungen Familien beliebt. Vor allem in Hitdorf am Rhein fühlen sie sich immer wohler. Auch in Schlebusch und Lützenkirchen kann man es aushalten. Das sind die beiden teuersten Viertel. Günstiger ist es in Rheindorf – aber manchmal auch unbehaglicher.

    Insgesamt besteht die 167.000-Einwohner-Stadt Leverkusen aus diesen Stadtteilen:

    • Wiesdorf
    • Manfort
    • Rheindorf
    • Hitdorf
    • Opladen
    • Küppersteg
    • Bürrig
    • Quettingen
    • Bergisch Neukirchen
    • Schlebusch
    • Steinbüchel
    • Lützenkirchen
    • Alkenrath

    Jobs Leverkusen: Der Arbeitsmarkt

    Leverkusen steht besser da als der große Bruder Köln. Während die Domstadt eine Arbeitslosenquote von 9,4 Prozent aufweist, sind es in Leverkusen 8,5 Prozent (Stand: Mai 2020).

    Dieser Wert liegt aber ebenfalls über dem Schnitt Nordrhein-Westfalens (7,7 Prozent) und ganz Deutschlands (6,1 Prozent). Im Vergleich mit den Städten im Ruhrgebiet ist die Situation in Leverkusen aber geradezu luxuriös. Duisburg hat 12,2 Prozent Arbeitslose, Gelsenkirchen sogar 15 Prozent (!).

    Doch steigen die Zahlen derer, die keine Stelle in Leverkusen, kontinuierlich an. Ende 2018 war die Arbeitslosenquote schon auf weniger als 7 Prozent gesunken, infolge der Corona-Pandemie könnte im Jahresverlauf 2020 sogar die 10-Prozent-Marke wieder ins Sichtfeld geraten.

    Jobs in Leverkusen: Einstiegsgehälter und Gehaltsniveaus

    Von allen Städten in Deutschland ist Leverkusen für Hochschulabsolventen die Nummer eins. Nach der Uni steigt man hier mit durchschnittlich 53.195 Euro brutto pro Monat in den Beruf ein. Zu diesen Ergebnissen kam eine Auswertung der Gehaltsplattform gehalt.de.

    Damit lag die Stadt im Rheinland im Gehaltsranking vor Erlangen, München, Stuttgart, Wolfsburg und Frankfurt am Main. Zum Vergleich: In Berlin lag das Einstiegsgehalt für Absolventen nach dieser Berechnung bei rund 40.000 Euro.

    Hintergrund: Chemische und Pharmaindustrie zählen zu besonders zahlungskräftigen Branchen. Und da Leverkusen ein Zentrum der Chemie- und Pharmawirtschaft ist, können sich auch die Gehälter sehen lassen. Für IT-Fachkräfte lag Leverkusen mit einem Startgehalt von 54.626 Euro auf Platz drei hinter Erlangen und München. BWLer landen mit einem Einstiegsgehalt von 50.800 Euro ebenfalls auf Platz drei – hinter Ulm und München.

    Insgesamt verdient ein Arbeitnehmer in Nordrhein-Westfalen laut gehalt.de durchschnittlich 46.360 Euro jährlich. Fach- und Führungskräfte erhalten laut Stepstone-Gehaltsreport 2019 in NRW 58.846 Euro im Schnitt pro Jahr. Die Xing-Gehaltsstudie 2019 sieht sie sogar bei 71.913 Euro.

    Und auch die Bundesagentur für Arbeit bescheinigt Leverkusen Top-Gehälter. Im Median bringt eine Vollzeitstelle hier 4.170 Euro brutto pro Monat ein. Damit zählt Leverkusen zu den wenigen Städten in Deutschland, die die 4.000-Euro-Schwelle überspringen. Dazu zählen beispielsweise auch Wolfsburg, Darmstadt, Stuttgart, Ludwigshafen, Ingolstadt und München.

    In Nordrhein-Westfalen ist Leverkusen einsame Spitze. So liegen die Mediangehälter
    in Köln (3.696 Euro), Düsseldorf (3.882 Euro) und Essen (3.451 Euro) deutlich darunter. Auch Bonn (3.857 Euro), Münster (3.432 Euro) oder Mülheim an der Ruhr (3.523 Euro) kommen nicht an die Bayer-Stadt heran.

    Wichtige Arbeitgeber in Leverkusen

    Hier winken Jobs in Leverkusen – das sind die größten Arbeitgeber in Leverkusen:

    • Bayer AG (Chemie, Pharma)
    • Covestro AG (Kunststoff)
    • Lanxess AG (Chemie)
    • Currenta (Industriedienstleistungen)
    • Carcoustics (Automotive)
    • Kronos Titan (Chemie)
    • TMD Friction (Automotive)
    • Bayer Direct Services (Industriedienstleistungen)
    • Bayer Business Services (Industriedienstleistungen)
    • Travelboard (Reise)
    • Mazda Motors (Automobil)
    • Oripharm (Arzneimittelimport)
    • Enbi (Büroartikel)
    • AT-Plan Automatisierungstechnik
    • Wuppermann AG (Metallbau)
    • Momentive Performance Materials (Silikon)
    • Med 360 Grad (Medizinische Dienstleistungen)
    • Tectrion (Industriedienstleistungen)
    • Denso (Chemie)
    • Synlab (Labordienstleistungen)
    • Bayer Leverkusen (Fußball)
    • Klinikum Leverkusen (Gesundheit)
    • Stadt Leverkusen (Verwaltung)

    Stellen Leverkusen: Karriereaussichten und Wirtschaft

    Leverkusen ist die Bayer-Stadt. Am Rhein ist der Stammsitz des Chemie-Konzerns. Hier arbeiten 10.000 Fachkräfte. Auch mehrere Töchtergesellschaften sitzen in Leverkusen, darunter Bayer Business Services, Currenta und die Vertriebsgesellschaft Bayer Vital.

    Nicht zu vergessen die Covestro AG, die aus der Kunststoff-Sparte von Bayer hervorgegangen ist. Mit Bayer und Covestro verfügt die 167.000-Einwohner-Stadt über genauso viele DAX-Unternehmen wie Berlin und Hamburg zusammen (Beiersdorf und Siemens).

    Bayer schafft Jobs in Leverkusen in diesen Funktionen und Bereichen:

    • Produktion
    • Verwaltung
    • Marketing
    • Vertrieb
    • Forschung und Entwicklung
    • Strategie
    • Accounting
    • Controlling
    • Human Resources
    • Law and Patents
    • Mergers and Aquisitions

    Bayer ist der Hecht im Karpfenteich. Aber er hat ein ganzes Ökosystem mit aufgebaut. So tummeln sich in Leverkusen weitere Chemieunternehmen, Automobilzulieferer, Kunststoff- und Metallverarbeiter und Gesundheitsdienstleister. Die Industrie verlängert die Wertschöpfungskette bis ins Handwerk und den Einzelhandel.

    Im Chempark, in dem auch Leverkusen sitzt, sind insgesamt rund 200 Betriebe mit über 32.000 Beschäftigten versammelt. Sie alle profitieren von der zentralen Lage der Stadt am Rhein.

    Im Städteranking 2019 des Beratungsunternehmens IW Consult belegte Leverkusen Platz 37 von 71 Großstädten in Deutschland. Die Arbeitsplatzversorgung ist gut, genauso wie die Produktivität. Für die Industrie der Zukunft ist die Stadt gut aufgestellt, sogar die Breitbandversorgung ist Spitze. Kritikpunkt: Es mangelt an kreativen Dienstleistungen.

    Jobs bei Bayer in Leverkusen

    jobs leverkusen bayerJobs in Leverkusen bei den Chemie-Konzernen Bayer, Covestro oder Lanxess finden Sie hier:

    Jobs Leverkusen: Kosten, Lebenshaltung, Mietpreise

    Leverkusen steht im Schatten seines großen Bruders Köln. Für das Konto der Leverkusener ist das ein Vorteil. Sie müssen weniger Ausgaben einplanen als die Kölner. Wer in Leverkusen 50.000 Euro im Jahr verdient, müsste in Köln laut Financescout24 über 56.500 Euro einstreichen, um den gleichen Lebensstandard zu erreichen – und das, obwohl beide Städte nur wenige Kilometer voneinander entfernt sind.

    In Köln stiegen die durchschnittlichen Mietpreise von 2012 auf 2017 laut Immowelt um 21 Prozent, in Leverkusen nur um 12 Prozent. In Köln liegen sie jetzt bei 10,90 Euro pro Quadratmeter, in Leverkusen bei 7,80 Euro. Auch Düsseldorf (10,40 Euro), Bonn (9,70 Euro) und sogar Bergisch Gladbacher (8,80 Euro) sind teurer als Leverkusen.

    Sehr viel günstiger wohnt man innerhalb Nordrhein-Westfalens nur im Ruhrgebiet. Hier liegen die Mietpreise vielerorts unter sechs Euro. Zum Vergleich: In München kostet der Quadratmeter über 18 Euro.

    Noch bessere Nachrichten gibt es für Käufer. Die Kaufpreise in Leverkusen sind von 2017 auf 2018 um sechs Prozent gefallen – von 2.350 Euro auf 2.210 Euro. Nur in vier von 80 Großstädten, die die Plattform Immowelt untersucht hat, gab es in diesem Zeitraum sinkende Kaufpreise. Neben Leverkusen zählen dazu Darmstadt, Mönchengladbach und Hagen. Aber: In diesen drei Städten gingen sie jeweils nur um ein einziges Prozent zurück.

    Der Quadratmeter kostet in Köln 3.230 Euro, in Düsseldorf 3.320 Euro. Auch Bergisch Gladbach (2.540 Euro) und Bonn (2.710 Euro) liegen oberhalb des Leverkusener Kaufpreisniveaus.

    Kontaktdaten und Servicestellen in Leverkusen

    Sie wollen sich in Leverkusen selbstständig machen, Ihre Steuererklärung abgeben oder Jobs in Leverkusen suchen? Die wichtigsten Servicestellen hat Karrieresprung übersichtlich für Sie zusammengefasst:

    • Das Finanzamt Leverkusen finden Sie hier.
    • Die Agentur für Arbeit Leverkusen finden Sie hier.
    • Die IHK in Leverkusen finden Sie hier.
    • Die Handwerkskammer zu Köln finden Sie hier.
    • Jobs in Leverkusen finden Sie hier.

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    [Bildnachweis: Thomas Quack by Shutterstock.com]

    EDV Kenntnisse im Lebenslauf: Liste, Tipps, Beispiele

    EDV Kenntnisse Bewerbung Tipps Lebenslauf Formulierung

    EDV Kenntnisse werden in unserer digitalisierten Welt immer wichtiger. Natürlich kommt es auf den Job an: In manchen Fällen reicht simples Office-Wissen, in anderen sind komplexe Big-Data-Anwendungen gefragt. Die Bandbreite ist gewaltig: Es gibt heutzutage Content-Management-Systeme, Business Intelligence-Tools, Programmiersprachen und Datenbanken, Social Media und Sicherheitsarchitekturen. Wer braucht was? Und wo im Lebenslauf gebe ich meine EDV Kenntnisse an? Karrieresprung hilft Ihnen weiter…

    EDV Kenntnisse Definition

    Das Akronym EDV steht für Elektronische Datenverarbeitung. Es handelt sich im Grunde um einen Uralt-Begriff, der sich schon vor Jahrzehnten in der Bewerbersprache etabliert hat.

    Damals meinte EDV die Fähigkeit, elektronische Rechenmaschinen und Computer zu bedienen, zu verwalten und zu warten. Das war in den 80er Jahren durchaus noch ein Alleinstellungsmerkmal, immerhin waren Computer zu der Zeit noch kein alltäglicher Bestandteil des Arbeitslebens.

    Heute sind Rechner, Smartphones, Software und Internet am Arbeitsplatz selbstverständlich – in nahezu allen Wirtschaftsbereichen. Der Begriff EDV oder EDV-Kenntnisse im Lebenslauf ist mittlerweile so veraltet wie der Name Raider für Twix. EDV – das klingt nach Windows 95 und Diskettenlaufwerk.

    Karrieresprung empfiehlt Ihnen daher, den Terminus nicht in Ihrer Bewerbung zu verwenden.
    Dies gilt ebenso für Begriffe wie Computerkenntnisse, PC-Wissen oder Computerfähigkeiten. Greifen Sie lieber auf ein zeitgemäßes Synonyom zurück wie:

    • IT-Kenntnisse
    • IT-Skills
    • IT-Kompetenzen

    Was Sie auf gar keinen Fall tun sollten: In der Bewerbung Ihre EDV-Kenntnisse zusammenfassend und undifferenziert mit einer Schulnote wie sehr gut oder gut umschreiben, also so:

    • EDV-Kenntnisse – sehr gut

    Damit outen Sie sich als jemand, der in der Zeit stehengeblieben ist. EDV-Kenntnisse (bzw. IT-Kenntnisse) sind heute weit mehr, als den Rechner zu booten und ein Textverarbeitungsprogramm zu starten.

    Darunter fällt jegliches Know-how im Umgang mit Computern, sämtliche Skills und Qualifikationen. Es gibt unzählige Programme, Systeme, Programmiersprachen, Algorithmen, Künstliche Intelligenzen. In jedem Beruf sind die Anforderungen an Ihre EDV-Kenntnisse bzw. IT-Skills unterschiedlich.

    Bewerber sollten in ihrer Bewerbung daher differenzierter sein. Listen Sie die einzelnen IT-Kompetenzen fein säuberlich im Lebenslauf auf. Karrieresprung zeigt Ihnen, wie das geht…

    EDV Kenntnisse Liste

    Unter EDV-Kenntnisse fallen zum Beispiel:

    • Textverarbeitungsprogramme (z.B. Microsoft Word)
    • Tabellenkalkulation (Excel)
    • Bildbearbeitungsprogramme und Grafikdesign (Photoshop)
    • Präsentationsprogramme (Powerpoint)
    • Betriebssysteme (Windows)
    • Projektmanagement (Scrum)
    • Programmiersprachen (Java)
    • Datenbankmanagement (SQL)
    • Content-Management-Systeme (CMS)
    • Social Media (Facebook, Instagram, Twitter)
    • Social Media Management (Hootsuite)
    • Netzwerktechnik
    • IT-Security
    • Customer-Relationship-Management-Systeme (CRM)
    • Enterprise-Resource-Planning-Systeme (ERP)
    • Unternehmenssoftware (SAP)
    • Hardware
    • Big Data (Hadoop)
    • E-Commerce
    • Cloud-Kenntnisse (Amazon Web Services)
    • Suchmaschinenoptimierung (SEO) und Suchmaschinenwerbung (SEA)
    • Computer Aided Engineering (CAD)

    Je mehr Einzelskills Sie mitbringen, desto größer sind Ihre EDV Kenntnisse insgesamt. Aber: Nicht jeder einzelne Punkt ist zwingend wichtig für Ihre Bewerbung.

    Wenn Sie ein wahrer IT-Allrounder sind, dann ist es im Zweifel sinnvoller, sich in der Bewerbung auf die IT-Kenntnisse zu beschränken, die für den jeweiligen Job relevant sind.

    Ein Programmierer braucht normalerweise keine SAP-Kenntnisse, muss dafür aber sicher im Umgang mit Programmiersprachen sein. Ein Social Media Manager muss dagegen nicht programmieren können, SEO-Wissen aber bringt ihm jede Menge Pluspunkte. Ein SEO-Experte, der zugleich ein Top-Fotograf ist und exzellent Bilder mit Photoshop bearbeiten kann, hat im Arbeitsalltag mitunter Vorteile.

    Achten Sie also genau darauf, was in der Stellenanzeige gefordert wird und was im Beruf wichtig ist. Nur die dafür brauchbaren EDV-Kenntnisse sind in Ihrer Bewerbung relevant – und möglicherweise jene, die Sie so gut beherrschen, dass Ihr Arbeitgeber einen Extranutzen davonträgt. Das könnte Ihnen dann sogar Einkommensvorteile bescheren…

    EDV Kenntnisse im Lebenslauf angeben

    Eine Bewerbung ohne EDV Kenntnisse? Das ist heutzutage schon fast ein Sonderfall – und in vielen Fällen sogar aussichtslos. Wo aber gebe ich meine EDV-Kenntnisse in der Bewerbung genau an?

    Antwort: Ihre EDV-Kenntnisse gehören vor allem in den tabellarischen Lebenslauf. Bilden Sie dafür eine eigene Kategorie (mit der Bezeichnung IT-Kenntnisse) und listen Sie Ihre IT-Skills dort auf – wohlgemerkt nur jene, die relevant sind und/oder die Sie extrem gut beherrschen.

    Achten Sie darauf, die IT-Skills möglichst sauber zu strukturieren und zu unterteilen: in Datenverarbeitungsprogramme, Programmiersprachen usw. Bedenken Sie: Personaler mögen kaum etwas so sehr wie Übersichtlichkeit. Diese erleichtert ihnen die Arbeit – und zeigt ihnen außerdem, dass sie es mit einem strukturierten Bewerber zu tun haben.

    So könnten Sie Ihre EDV-Kenntnisse im Lebenslauf formulieren:

    • MS Excel (tägliche Anwendung), MS Word (häufige Anwendung)
    • Microsoft Excel (sehr gute Kenntnisse), Microsoft Word (gute Kenntnisse), Adobe Photoshop (Grundkenntnisse)
    • MS Powerpoint (Erstellung von Kundenpräsentationen), MS Photoshop (Bearbeitung von Bildern für die Unternehmenshomepage und Social Media)
    • Sehr gute Kenntnisse in Microsoft Windows, WordPress. Gute Kenntnisse in Linux. Grundkenntnisse in SEO und SEA.
    • Java, PHP, C# (seit 8 Jahren), Ruby, Matlab (seit 5 Jahren), Matlab (seit 2 Jahren), Julia (seit 1 Jahr)
    • Javascript, Java, C++ (Expertenkenntnisse), Ruby, SQL (gute Kenntnisse), Python (Grundkenntnisse)
    • SAP (zertifiziert in SD und PP)
    • Scrum (Licensed Scrum Master seit 2019)
    • SAP FI (seit 2019 in täglicher Anwendung im Vertriebscontrolling)

    Nur wenn EDV-Kenntnisse für den Job nicht sonderlich relevant sind, können Sie auf eine eigene Rubrik verzichten und sie mit anderen, den besonderen Fähigkeiten, zusammen einordnen. Beispiel: In einer Bewerbung für einen Nebenjob in der Gastronomie sind EDV-Kenntnisse weniger interessant. Es wäre geradezu merkwürdig, wenn Sie in Ihren Bewerbungsunterlagen extra darauf hinweisen würden.

    Auch im Anschreiben können sie auf Ihre EDV-Kenntnisse eingehen – und sollten es sogar, wenn sie für die Stelle relevant sind. Dann aber bitte nicht alle Fähigkeiten herunterrattern, sondern möglichst nur eine Top-Fähigkeit herausstellen und erklären.

    6 Tipps für EDV Kenntnisse in der Bewerbung

    Wie setzen Sie Ihre EDV Kenntnisse in der Bewerbung gekonnt in Szene? Mit diesen 6 Tipps gelingt es:

    1. Abstufung

      Ein Programmierer beherrscht nicht jede Programmiersprache gleich gut. Eine Bürokraft ist nicht in allen Office-Programmen bewandert. Erleichtern Sie dem Unternehmen die Arbeit, indem Sie Ihre Fähigkeiten sinnvoll abstufen.

      Das geht mithilfe von Schulnoten oder einer Unterteilung in Grundkenntnisse, Fortgeschrittene Kenntnisse und Sehr gute, Experten– oder Hervorragende Kenntnisse (Beispiele siehe oben).

      IT-Skills, über die Sie nicht verfügen, die aber auch gar nicht benötigt werden, lassen Sie direkt außen vor. Es wäre unklug, sich selbst die Note Sechs zu verpassen.

    2. Ehrlichkeit

      Bleiben Sie ehrlich – alles andere hilft weder Ihnen noch dem Unternehmen. Früher oder später kommt heraus, dass Sie die Programmiersprache Python in Wahrheit gar nicht beherrschen.

      Wenn Sie den Job deshalb nicht machen können, werden Sie in ihm weder glücklich noch erfolgreich, sondern fliegen womöglich schon in der Probezeit hinaus. Das beschert Ihnen mittel- bis langfristig also nur Probleme.

      Ein bisschen Übertreibung bleibt aber natürlich erlaubt: Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob sie in der Bewerbung Ihre SAP-Kenntnisse mit einer 2 oder 3 bewerten sollen, dann wählen Sie die bessere Note. Ehrlichkeit? Ja. Understatement? Nein!

    3. Details

      Noch besser als Schulnoten sind konkrete Projekte und Erfolge. Sie haben eine eigene App entwickelt? Ein Computerspiel programmiert? Beim vorherigen Arbeitgeber ein IT-Team geleitet? Dann unbedingt rein damit in die Bewerbung. Nichts ist so effektiv wie eine gute Referenz. Sie hat mehr Aussagekraft als eine Note, die man sich selbst gegeben hat.

      Dabei muss es sich nicht immer um die ganz großen Projekte handeln – auch kleine Erfolge können Eindruck schinden. Es kommt gut generell an, wenn Sie darlegen können, Ihre EDV-Kenntnisse schon in die Tat umgesetzt zu haben.

    4. Zeugnisse

      Eine gute Referenz ist noch wertvoller, wenn sie von einem Dritten beglaubigt wurde. Beispielsweise in Form eines Zeugnisses oder Zertfikats. Dabei kann es sich um Zeugnisse von Modulen, Abschlussarbeiten oder Kursen in der Universität oder ein Zeritfikat von Online-Anbietern wie Coursera oder Udacity handeln.

      Wenn es der Personaler schwarz auf weiß von einer unabhängigen Quelle hat, wertet das Ihre Bewerbung auf.

    5. Netzwerke

      Bringen Sie Ihre Karrierenetzwerke auf Vordermann. Tragen Sie in Ihrem Profil bei Xing- oder Linkedin unbedingt Ihre EDV-Kenntnisse ein – und bereichern Sie Ihre bisherigen Arbeitsstationen mit Details Ihrer Arbeit.

      Tipp: Bei Linkedin können Kontakte Ihre Skills mit einem Klick bestätigen. Auch dies verleiht Ihrer Bewerbung Glaubwürdigkeit. Viele Personaler werden es sich nicht nehmen lassen, einen Blick in Ihre Profile zu werfen.

    6. Daten

      Ihre IT-Erfahrungen können Sie mit Zahlen untermauern. Denn auch im Umgang mit Computern gilt: Übung macht den Meister, langjährige Erfahrung zahlt sich aus. Wenn Sie also schon seit Kindesbeinen programmieren oder Hardwarebastler sind, dann stellen Sie den langen Zeitraum heraus.

      Oder geben Sie den Zeitraum an, in denen Sie an einem wichtigen IT-Projekt gearbeitet haben – oder wie lange Ihre IT-Weiterbildung gedauert hat.

    EDV Kenntnisse lernen

    EDV Kenntnisse kann man lernen. Manchmal MUSS man sie sogar erlernen, um Chancen auf einen neuen Job zu haben. Nach einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) scheitern vor allem Arbeitslose über 55 Jahre an einer Wiederbeschäftigung, weil sie über zu geringe oder veraltete EDV-Kenntnisse verfügen.

    Doch das muss nicht so bleiben. Es ist heute so einfach wie nie zuvor, IT-Kompetenzen zum Leben zu erwecken oder zu revitalisieren. 4 Tipps – hier können Sie EDV-Kenntnisse lernen:

    • Online-Kurse von E-Learning-Anbietern wie Coursera, Edx, Udacity, Linkedin oder openHPI
    • Youtube-Tutorials
    • IT-Schulungen und Workshops von privaten Agenturen oder Anbietern wie der IHK
    • Hackathons von Unternehmen und Organisationen

    EDV-Kenntnisse Berufe

    Heute kommt kaum noch jemand ohne EDV-Kenntnisse aus. Ingenieure brauchen sie zusehends, Betriebswirte, Steuerberater, Journalisten. Sogar Kellner und Kassierer kommen im Arbeitsalltag nicht mehr ohne elektronische Hilfsmittel aus. Es gibt natürlich weiterhin Ausnahmen, doch die werden immer rarer.

    Und dennoch: In manchen Berufen sind IT-Kenntnisse in der DNA verankert, in anderen kann man sie sich „on the job“ aneignen. In folgenden Jobs brauchen Sie definitiv profunde IT-Skills – eine Auswahl:

    Das sind die 10 wichtigsten Programmiersprachen 2020

    EDV Kenntnisse ProgrammiersprachenEin Sachbearbeiter muss nicht programmieren können, ein Entwickler schon. Laut Entwickler-Umfrage der Online-Plattform Stack Overflow sind das wichtigsten Programmiersprachen 2020:

    • JavaScript
    • HTML/CSS
    • SQL
    • Python
    • Java
    • Bash/Shell/Powershell
    • C#
    • TypeScript
    • PHP
    • C++

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    [Bildnachweis: Dean Drobot by Shutterstock.com]

    Jobs in Bielefeld: Aktuelle Stellenangebote in Ostwestfalen

    jobs in bielefeld ostwestfalen

    Karrieresprung deckt auf: Das Bielefeld-Komplott ist eine Lüge. Die Stadt Bielefeld gibt es wirklich! Und sie hat richtig viel zu bieten. Früher war Bielefeld eine Textilstadt, heute ist sie von Dienstleistungen und Handel geprägt. Familienunternehmen haben die Stadt stark gemacht. Jobs in Bielefeld gibt es in Hülle und Fülle…

    Jobs Bielefeld: Die Stadt

    Bielefeld liegt in einer der stärksten und vielfach unterschätzten Wirtschaftsregionen Deutschlands. Ihre Innovationskraft ist enorm. Man könnte auch sagen: Ostwestfalen sind die Schwaben Norddeutschlands.

    Bielefeld liegt am Rande des Teutoburger Waldes mit seinem legendären Hermannsdenkmal. Als Wohngegend sind vor allem der Westen und das Stadtzentrum beliebt. Große Preissprünge sind seit einiger Zeit im Musikerviertel zu verzeichnen. Familien fühlen sich im Schlachthofviertel wohl.

    Sehr beliebt ist auch das Univiertel. Im Zuge der Uni-Renovierung entstehen hier viele neue Wohnungen – nah an der Uni, im Grünen und mit guter Anbindung.

    Jobs Bielefeld: Der Arbeitsmarkt

    Im Jahr 2018 war die Arbeitslosigkeit in Bielefeld unter die Marke von sieben Prozent gefallen. Im November 2018 lag sie nur noch bei 6,7 Prozent deutlich niedriger als in den Vorjahren. Mittlerweile ist sie wieder in die Höhe geschnellt. Fast 14.000 Bielefelder sind aktuell arbeitslos gemeldet. Das entspricht einer Arbeitslosenquote von 8,7 Prozent (Stand: Mai 2020).

    Anfang 2016 waren noch mehr als 16.000 Menschen offiziell ohne Stelle in Bielefeld. Damals lag die Arbeitslosenquote bisweilen bei 9,6 Prozent und näherte sich bedrohlich der Zweistelligkeit.

    Die Nachbarschaft steht freilich besser da. Im Kreis Gütersloh verzeichnet die Bundesagentur für Arbeit nur 4,8 Prozent Arbeitslose, in Paderborn 6,2 Prozent, in Herford 6,3 Prozent und in Lippe 6,7 Prozent (Stand: Mai 2020).

    Jobs in Bielefeld: Einstiegsgehälter und Gehaltsniveaus

    Eine Vollzeitstelle in Bielefeld bringt 3.310 Euro brutto im Monat ein. Das ist der Medianwert, den die Bundesagentur für Arbeit errechnet hat. Median bedeutet: Die eine Hälfte der Gehälter liegt darüber, die andere darunter.

    Damit verdient man mit einem Job in Bielefeld etwas mehr als in den Nachbarstädten und -gemeinden Paderborn, Gütersloh, Herford, Lippe und Minden-Lübbecke, wo der Wert jeweils bei etwas mehr als 3.000 bis 3.100 Euro brutto monatlich liegt.

    So erklärt sich auch, warum das Medianeinkommen aller Vollzeitbeschäftigten, die in Bielefeld wohnen, bei 3.257 Euro liegt. Dabei werden auch jene mit eingerechnet, die auswärts ihren Arbeitsplatz haben.

    Wichtige Arbeitgeber in Bielefeld

    Bielefeld ist eine Hochburg des Mittelstands. Viele Unternehmen hier befinden sich noch immer im Familienbesitz.

    Auch sind viele Bielefelder Firmen zu überregionalen Marken geworden. Da gibt es zum Beispiel den Fensterhersteller Schüco, gegründet von Heinz Schürmann, oder den Tiefkühlpizzahersteller Dr.Oetker, der bereits Ende des 19. Jahrhunderts von August Oetker begründet wurde.

    Das sind einige der größten Arbeitgeber in Bielefeld:

    • Dr. August Oetker KG
    • Schüco International (Bauzulieferer)
    • Goldbeck GmbH (Baugewerbe)
    • Dürkopp Adler (Industrienähmaschinen)
    • Stockmeier Chemie
    • Böllhoff Gruppe (Systemtechnik)
    • DMG Mori (Maschinenbau)
    • ThyssenKrupp Schulte
    • Starrag Group (Maschinenbau)
    • Westfalen-Blatt (Medien)
    • Seidensticker (Textil)
    • Marktkauf Holding (Handel)
    • JAB Anstoetz (Textil)
    • EK/Servicegroup (Handel)
    • Kühne und Nagel (Logistik)
    • Piening (Zeitarbeit)
    • Kantar Emnid (Markt- und Meinungsforschung)
    • Itelligence (IT-Dienstleister)
    • Ruf Jugendreisen
    • Von Bodelschwingsche Stiftungen Bethel (Sozialunternehmen)
    • Klinikum Bielefeld

    Die 9 beliebtesten Arbeitgeber in Bielefeld

    Jobs in Bielefeld zu vergeben – laut Auswertung des Bewertungsportals Kununu sind das die 9 beliebtesten Arbeitgeber in Bielefeld (Stand: 21. Mai 2019).

    Hinweis: Die Nummer 3 der ursprünglichen Top-Ten-Rangliste, die Coaching-Akademie CCA, ist in der Zwischenzeit insolvent gegangen. Übrig geblieben sind diese 9 beliebten Arbeitgeber in Bielefeld:

    • Apsolut (Unternehmensberatung)
    • Consenso Consulting (Unternehmensberatung)
    • Mindsquare (SAP-Beratung)
    • Diamant Software (Software für Rechnungswesen und Controlling)
    • Dr. August Oetker (Nahrungsmittel)
    • Goldbeck (Baugewerbe)
    • ProMediaService (Call Center)
    • Itelligence (SAP-Beratung)
    • Piening (Personaldienstleistungen)

    Stellen Bielefeld: Karriereaussichten und Wirtschaft

    Bielefeld ist eine alte Leineweberstadt. Auch heute ist der industrielle Kern noch stark – aber er schrumpft. Noch Mitte der 90er Jahre waren in der Industrie mehr Menschen beschäftigt als in Handel- und Dienstleistungsberufen. Das ist heute vollkommen anders.

    Rund 450.000 Bielefelder arbeiten mittlerweile in Service-Jobs, die Zahl der Industriejobs dagegen ist auf unter 240.000 gefallen. Das ist übrigens auch der Grund, warum es in der Stadt mittlerweile einen deutlichen Frauenüberschuss gibt. Fast jeder fünfte Einwohner kann einen akademischen Abschluss vorweisen – deutlich mehr als im Umland.

    Pro Kopf erwirtschaften die Bielefelder trotzdem weniger als ihre Nachbarn. Während das BIP pro Kopf laut IHK Ostwestfalen 2015 bei knapp 38.600 Euro lag, waren es im Kreis Gütersloh über 46.000 Euro. Auch an den Kreis Minden-Lübbecke (40.300 Euro) kommt Bielefeld nicht heran, mit Paderborn liegt es auf Augenhöhe.

    Ohnehin ist Bielefeld – trotz seiner großen Unternehmen – nicht das alles überragende Wirtschaftszentrum der Region. In der Stadt Bielefeld gibt es 170 Industriebetriebe, im Kreis Paderborn aber deren 228 und im Kreis Gütersloh sogar 372.

    Wichtige Branchen der regionalen Wirtschaft sind:

    • Möbelindustrie
    • Ernährungsindustrie
    • Maschinenbau
    • Elektrische Ausrüstungen
    • Metallerzeugung und -bearbeitung
    • Gummi- und Kunststoffwaren
    • Gesundheits- und Sozialwesen
    • Einzelhandel, Großhandel

    Im Städteranking 2019 von IW Consult liegt Bielefeld auf Platz 43 von 71 deutschen Städten – und verbesserte sich damit im Vergleich zum Vorjahresranking um drei Plätze. Der Arbeitsmarkt in Bielefeld ist grundsolide — und bietet auch älteren Arbeitnehmern< Perspektiven.

    Startup Jobs in Bielefeld

    startup jobs bielefeldFür seine Familienunternehmen ist Bielefeld schon bekannt. Daneben wächst aber auch ein starkes Startup-Ökosystem heran. Hier sind einige der vielversprechendsten Startups in Bielefeld und Ostwestfalen:

    • Bitcoin.de (Bitcoin-Marktplatz)
    • Zahnarzt-Helden (Dentalgeräte)
    • Margin (Marktplatz für Kryptowährungen)
    • Semalytix (Künstliche Intelligenz)
    • Lieblingskapital (Marktplatz für Sachwerte)
    • Valuedesk (Software)
    • Greenergetic (Online-Vertrieb von Energiesystemen)
    • Talents Friends (HR-Plattformen)
    • Matchmetrics (Fußball-Datenanalyse)
    • Assembly Solutions (Assistenzsystemtechologie)
    • Limoment (Limonade)
    • Persomatch (Personalberatung)
    • Studyhelp (Online-Kurse)

    Jobs Bielefeld: Kosten, Lebenshaltung, Mietpreise

    Das Leben in Bielefeld ist vergleichsweise günstig. Wer hier 50.000 Euro im Jahr verdient, müsste nach Angaben von Financescout24 in Köln fast 60.000 Euro mit nach Hause nehmen, um sich den gleichen Lebensstandard leisten zu können. Vor allem die Mieten sind in Ostwestfalen deutlich günstiger.

    Der Quadratmeter kostete im ersten Halbjahr 2018 laut Immowelt-Analyse 7,30 Euro. Zehn Jahre zuvor lag der Wert noch bei 6,00 Euro. Das entspricht einer Steigerung von 22 Prozent.

    Was sich nach viel anhört, ist im Vergleich zu anderen Städten moderat. In Düsseldorf gab es im gleichen Zeitraum eine Preissteigerung um 36 Prozent, in Frankfurt um 42 Prozent und in Kassel sogar um 59 Prozent.

    Auch die Städte im Umland verteuerten sich schneller. In Paderborn schnellten die Preise zwischen 2008 und 2018 um 42 Prozent in die Höhe, in Gütersloh um 26 Prozent. Damit ist der Quadratmeterpreis in Paderborn mit 7,50 Euro an Bielefeld vorbeigezogen.

    Im Januar 2019 lagen die Quadratmeterpreise in Bielefeld laut Immowelt zwischen 7,50 Euro und 10,20 Euro im Median – je nach Wohnungsgröße. Vor allem größere Wohnungen sind relativ günstig zu haben. Für Wohnungen bis 120 Quadratmeter veranschlagt die Immobilienplattform 6,70 Euro.

    Kontaktdaten und Servicestellen in Bielefeld

    Sie wollen sich in Bielefeld selbstständig machen, Ihre Steuererklärung abgeben oder Jobs in Bielefeld suchen? Die wichtigsten Servicestellen hat Karrieresprung übersichtlich für Sie zusammengefasst:

  10. Ihr Finanzamt in Bielefeld finden Sie hier.
  11. Das Jobcenter Bielefeld finden Sie hier.
  12. Die IHK Ostwestfalen zu Bielefeld finden Sie hier.
  13. Die Handwerkskammer Ostwestfalen-Lippe zu Bielefeld finden Sie hier.
  14. Jobs in Bielefeld finden Sie in unserer Jobbörse.
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