Kurzbewerbung: Muster, Vorteile und die besten Tipps

Eine Kurzbewerbung soll Interesse wecken und die Kontaktaufnahme erleichtern. Hat das Unternehmen Interesse, kann es die vollständige Bewerbungsmappe anfordern. Wenn nicht, kann sich der Bewerber weitere Anstrengungen sparen. Für beide Seiten ist eine Kurzbewerbung mit weniger Aufwand und Zeitersparnis verbunden. Vor allem auf Karriere- und Jobmessen ist es sinnvoll, eine Kurzbewerbung im Gepäck zu haben, um sie an potenzielle Arbeitgeber verteilen zu können. Aber Achtung: Nicht immer ist es von Vorteil, eine Kurzbewerbung statt einer vollständigen zu verschicken…

Was ist eine Kurzbewerbung?

Eine Kurzbewerbung ist – wie der Name schon vermuten lässt – die Kurzversion einer Bewerbung. Die Kurzbewerbung besteht lediglich aus…

Eine Kurzbewerbung hat demzufolge nicht mehr als zwei oder maximal drei Seiten. Sie kommt komplett ohne Anlagen, oft sogar ohne Bewerbungsfoto (Foto ist aber empfehlenswert!) aus. Man könnte in der Tat von einer Schmalspurbewerbung sprechen, aber einer mit reellen Erfolgsaussichten…

Auf Bewerbungsmappe, Arbeitszeugnisse, Qualifikationsnachweise und Deckblatt können Sie verzichten. Und auf alle anderen Elemente einer vollständigen Bewerbung ebenfalls. Diese Bewerbungsunterlagen brauchen Sie bei einer Kurzbewerbung NICHT:

  • Deckblatt
  • Schulzeugnisse
  • Ausbildungszeugnisse
  • Hochschulzeugnisse
  • Arbeitszeugnisse
  • Fortbildungsnachweise
  • Weiterbildungszertifikate/Sprachzertifikate
  • Referenzen/Empfehlungsschreiben
  • Arbeitsproben
  • Kopie des Führerscheins
  • Kopie des Führungszeugnisses

Kurzbewerbung schreiben

Hauptbestandteil der Kurzbewerbung ist der tabellarische Lebenslauf. Er zeigt dem Personaler an, ob der Bewerber über die notwendigen Qualifikationen und entsprechende Berufserfahrung verfügt. Darum sollte man den Lebenslauf mit großer Sorgfalt erstellen, neben Inhalt auch auf die Form achten.

Das Anschreiben fällt in der Kurzbewerbung nicht so detailreich aus wie in einer „normalen“ Bewerbung. Der Bewerber sollte darin möglichst zum Ausdruck bringen, dass er über einen ausgeprägten Leistungswillen und Motivation, eine gute Arbeitsethik und spezielle Qualifikationen verfügt.

Sie können auch mehrere Varianten des Anschreibens verfassen, die sich in Nuancen unterscheiden und der Bewerbung somit ein Stück gefühlte Individualität verabreichen, wenn Sie sie etwa auf einer Messe verteilen. Oder aber, sofern Sie schon wissen, wem Sie die Kurzbewerbung auf der Jobmesse überreichen wollen, natürlich auch den Namen des Unternehmens und ein gänzlich individualisiertes Anschreiben verfassen. Grundsätzlich kommt es bei Personalern gut an, wenn sie das Gefühl haben, das Anschreiben sei nur für sie und für niemanden sonst geschrieben worden.

Geheimtipp: Stecken Sie Ihre Kurzbewerbung in eine Kladde oder Hülle, die den Unternehmensfarben des Arbeitgebers in spe entspricht. Es suggeriert Zugehörigkeit.

Kurzbewerbung Muster

Ein Bewerbungsmuster für Sie zur Anregung und Bearbeitung. Einfach unten auf die Links klicken.

Kurzbewerbung Muster Beispiel

  • Kurzbewerbung Vorlage: WORD.
  • Kurzbewerbung Vorlage: PDF.

Kurzbewerbung Vorteile

Die größten Vorteile einer Kurzbewerbung sind:

  • Sie spart dem Empfänger Zeit und verursacht weniger Aufwand.
  • Sie gibt dem Empfänger einen guten ersten Überblick.
  • Sie kann vom Verfasser beliebig oft kopiert und verwendet werden.
  • Sie ist speziell (aber nicht ausschließlich) für Job- und Karrieremessen gut geeignet, um dort Kontakte zu knüpfen.
  • Sie ist im Vergleich zur Visitenkarte die bessere und nachhaltigere Form der Kontaktaufnahme.
  • Sie ist ein gute Möglichkeit, um die Erfolgsaussichten einer Initiativbewerbung auszuloten.

Kurzbewerbung Nachteile

Die größten Nachteile einer Kurzbewerbung sind:

  • Sie ist kein Ersatz für eine vollständige Bewerbung. Hat das Unternehmen Interesse, kommt also zusätzliche Arbeit auf den Bewerber zu.
  • Sie enthält nur die nötigsten Informationen, aber oft zu wenige gute Argumente, um ein Unternehmen restlos zu überzeugen.
  • Sie bietet zu wenig Platz für Bewerber, um sich abzuheben und die individuellen Stärken herauszustellen.

Kurzbewerbung Tipps

Die Kurzbewerbung ist zunächst kein Ersatz für eine vollständige Bewerbung. Sie ist so etwas wie ein Appetizer, eine Vorspeise, ein Lockmittel.

Sie soll das Kennenlernen einleiten und den Weg zum Vorstellungsgespräch ebnen. Sie dient der Kontaktaufnahme, soll das Interesse des potenziellen Arbeitgebers ausloten.

Der Hauptgrund: Personaler widmen jeder Bewerbung im Schnitt nur zwei bis fünf Minuten. In dieser Zeit muss der Bewerber überzeugt oder zumindest einen guten ersten Eindruck hinterlassen haben. Auf Anschreiben und Lebenslauf kommt es dabei in besonderem Maße an.

Hat der Personalmanager Interesse, kann er die kompletten Bewerbungsunterlagen anfordern und sich ein vollständiges Bild vom Bewerber machen – oder ihn anrufen oder direkt zum Vorstellungsgespräch einladen. Besteht kein Interesse, kann sich der Bewerber weitere Mühen sparen. Auch für den Personaler ist die Durchsicht einer kurzen Bewerbung mit weniger Aufwand verbunden.

Darum bieten auch schon einige Unternehmen eine Kurzbewerbung an, die Bewerber elektronisch per E-Mail oder Online-Formular übermitteln können. Auf Papier können Bewerber sie zum Beispiel auf einer Jobmesse überreichen. Dann wird sie zum Giveaway – zum unverbindlichen Angebot an das Unternehmen.

Auch bei Aushilfs- oder Nebenjobs reicht die Kurzbewerbung in der Regel völlig aus – oder wird sogar ausdrücklich verlangt. Schließlich kommt es bei diesen Jobs nicht auf herausragende Qualifikationen und Zertifikate an – Anlagemarathon überflüssig.

Formell sollte die Kurzbewerbung sachlich gehalten sein und auf optischen Schnickschnack verzichten. Auch ist sie in der Regel nicht individuell auf das jeweilige Unternehmen zugeschnitten, sondern enthält „nur“ die wesentlichen Informationen über den Kandidaten.

Empfehlenswert ist die Kurzbewerbung insbesondere für:

Unternehmen wiederum setzen auf Kurzbewerbungen, wenn sie eine große Zahl von Bewerbern ansprechen und viele Vakanzen füllen wollen. Je geringer der Aufwand, desto mehr Bewerber melden sich, so die Hoffnung.

Speziell Firmen, die viele Jobs besetzen müssen, für die keine akademische Ausbildung notwendig ist, entlasten dadurch ihre Personalabteilungen. Ein prominentes Beispiel ist die Deutsche Bahn, die schon seit Jahren Lokführer en masse und weiteres Personal sucht – und aus diesem Grund sogar komplett auf Anschreiben verzichtet.

Checkliste

Kurzbewerbung ChecklisteDas sind die wichtigsten Elemente einer Kurzbewerbung:

  • Bewerbungsschreiben (maximal eine Seite)
  • Tabellarischer Lebenslauf (eine Seite)
  • Bewerbungsfoto (wahlweise)
  • Keine Bewerbungsmappe
  • Keine Anlagen (Zeugnisse, Nachweise etc.)

Die Checkliste von Karrierebibel gibt es als PDF zum Downloaden oder Ausdrucken hier.

Nach der Kurzbewerbung

Die Kurzbewerbung ist wie eine Visitenkarte. Sie soll die Kontaktaufnahme erleichtern und Interesse wecken. Aber ob sich der Empfänger wirklich melden wird, ist höchst ungewiss. Darum gibt es nur eine Strategie: Abwarten!

Beißt der Personaler an, wird er Sie auffordern, ihm weitere Unterlagen zu senden – oder sogar zum Vorstellungsgespräch zu erscheinen. Beißt er nicht an, können Sie sich weitere Mühen (vorerst) sparen.

Es kommt also stark auf die Situation des Unternehmens an. Sind Plätze vakant, ist noch Budget für Neueinstellungen vorhanden? Nehmen Sie also eine Absage – bzw. eine fehlende Rückmeldung – nicht persönlich. Sie kann unzählige Gründe haben. Aber vielleicht haben Sie ja Glück.

Und noch etwas: Wenn Sie sich ernsthafte Chancen ausrechnen, weil Sie wissen, dass das Unternehmen wächst oder auf Personalsuche ist, dann verzichten Sie auf die Kurzbewerbung und gehen direkt den Weg der (vollständigen) Initiativbewerbung.

Denn eine Kurzbewerbung könnte Ihnen im schlimmsten Fall auch negativ ausgelegt werden. Nach dem Motto: „Da will sich wohl jemand keine Mühe machen!“

Kurze Bewerbung: Auf dem Vormarsch?

Kurzbewerbung TippsPer Smartphone bewerben – das ist nicht unbedingt empfehlenswert, weil fehleranfällig. Aber der Trend geht zweifellos in diese Richtung. Viele Kandidaten würden sich gerne mobil bewerben.

Laut einer Umfrage des Internet-Portals meinestadt.de sagte die Hälfte von 102 befragten Personalern, dass sie mobile Bewerbungen akzeptiere, weil sie diese als zeitgemäß empfinde und sich einen schnelleren Prozess davon verspreche.

Das zeigt: Zeitersparnis ist die Trumpfkarte einer kurzen Bewerbung. Deshalb könnte sie in Zukunft noch weitaus beliebter – und üblicher werden.

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[Bildnachweis: AboutLife by Shutterstock.com]

Interne Bewerbung: Vorteile, Muster, Tipps

Interne Bewerbung Tipps Vorteile

Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah? Arbeitnehmer, die unglücklich im Job sind, müssen nicht zwangsläufig Standort oder Branche wechseln. Sie müssen nicht einmal den Arbeitgeber wechseln. Mit einer internen Bewerbung lässt man Monotonie und nervige Kollegen hinter sich und startet noch einmal ganz von vorne. Damit die interne Bewerbung gelingt, muss man aber die größten Stolpersteine umgehen…

Interne Bewerbung: Alternative zum Jobwechsel

Jobwechsel und Arbeitgeberwechsel – das ist nicht das Gleiche. Speziell in größeren Unternehmen gibt es die Möglichkeit, sich eine ganz neue Herausforderung zu suchen – via interner Bewerbung. Typischerweise kommt es besonders oft zu einer internen Bewerbung…

Aber Achtung: Ein Selbstläufer ist der innerbetriebliche Jobwechsel nicht!

Sie sollten mit der gleichen Verve an die interne Bewerbung herangehen wie an jede andere Bewerbung. Wer glaubt, keinen Aufwand für die interne Bewerbung betreiben zu müssen, weil der Chef schon ein gutes Wort einlegen wird, irrt oft gewaltig.

Apropos Chef: Falls Sie ein Leistungsträger in seiner Abteilung sind, wird er Sie nur ungerne ziehen lassen. Er muss ja schließlich eine Lücke stopfen, wenn Sie nicht mehr da sind. Da kann es schon mal passieren, dass er hinter den Kulissen seine Kontakte spielen lässt und die Kollegen mit dem Ziel bearbeitet, Sie behalten zu dürfen.

Auf der anderen Seite kann er Ihrer internen Bewerbung auch zum Durchbruch verhelfen. Wenn er sich aktiv für Sie einsetzt, kann das schon die halbe Miete sein. Er oder sie weiß, was Sie können und was Sie nicht können, kann Ihre Stärken und Schwächen genau einschätzen und kommunizieren. Sein Wort hat intern Gewicht.

Aber auf welcher Seite steht Ihr Chef? Das sollten Sie vorab ausloten, bevor Sie sich intern bewerben

Interne Bewerbung Vorteile

Eine interne Bewerbung hat prinzipiell gute Chancen. Man kennt Sie, man schätzt Sie, man mag Sie – Vorteile!

Diese Vorteile bietet eine interne Bewerbung:

  1. Loyalität

    Eine interne Bewerbung darf man als Nachweis Ihrer Loyalität verstehen. Sie sind in der alten Stelle offenbar nicht mehr hundertprozentig glücklich, aber wollen das Unternehmen nicht gleich verlassen. Ein Kompliment! Umso schöner, wenn Sie schon eine lange Betriebszugehörigkeit vorweisen können. Die verbindet. Ihr Arbeitgeber wird Sie vermutlich auch nicht einfach so gehen lassen wollen. Das würde er aber riskieren, wenn er Ihren Wunsch nach Veränderung abschlägt.

  2. Wissen

    Sie kennen den Laden schon aus dem Effeff und müssen nicht großartig eingearbeitet werden. Niemand muss Ihnen die Kantine zeigen, niemand den Parkplatz, niemand die Computersysteme. Das sind Zeitvorteile, die jedes Unternehmen liebend gerne mitnimmt. Unternehmenskultur, Strukturen, Kommunikationswege – alles schon bekannt.

  3. Zwischenzeugnis

    Ein schöner Nebeneffekt ist, dass Sie unauffällig nach einem Zwischenzeugnis fragen können. Motto: Ach ja, wo ich schon mal dabei bin, könnten Sie mir direkt noch ein qualifiziertes Zwischenzeugnis ausstellen? Um ein Zwischenzeugnis fragt man sonst nur ungern, weil es den Verdacht nährt, dass man wechseln will – oft zurecht. Das können Sie auch wirklich noch tun, sollte es mit der internen Bewerbung nicht klappen. Außerdem darf ein späteres Arbeitszeugnis von dieser Bewertung nicht mehr entscheidend abweichen.

Freie Stellen für die interne Bewerbung finden

In der Regel bringt man eine interne Bewerbung nur dann auf den Weg, wenn die Gelegenheit dazu besteht. Wenn man also gehört hat, dass nebenan in Abteilung XY etwas freigeworden ist. Aber Sie können sich auch jederzeit selbst auf die Suche nach freien Stellen machen. Zum Beispiel hier:

  • Intranet

    Das Intranet umfasst oft einen internen Stellenmarkt. Wenn es eine Vakanz gibt, dann erfahren Sie es hier am schnellsten. Noch zügiger kommen Sie an Informationen, wenn Sie gute Kontakte in die Personalabteilung pflegen. Die Damen und Herren könnten Ihnen ja vielleicht schon vorab einen Wink geben.

  • Schwarzes Brett

    Das Schwarze Brett ist ein Relikt aus der analogen Zeit. Aber tot ist es noch lange nicht. Einfach Anzeigen ans Brett pinnen – das funktioniert noch immer erstaunlich gut. Halten Sie die Augen offen!

  • Jobbörsen

    Nicht jeder Mitarbeiter ist über das im Bilde, was im eigenen Unternehmen vor sich geht. Das betrifft auch die Personalpolitik. Manchmal geht alles ganz schnell und der Manager verlässt von heute auf morgen das Haus, ohne dass jemand etwas geahnt hätte. Verlassen Sie sich also nicht allein auf die Informationen Ihres Arbeitgebers. Suchen Sie ruhig mal in Jobbörsen wie hier bei Karrieresprung nach offenen Stellen in Ihrer eigenen Firma.

  • Kollegen

    Wenn Ihr Netzwerk groß und weit verzweigt ist, stehen die Chancen gut, dass Sie zügig Wind von neuen Vakanzen bekommen. Vielen Kollegen entgeht nicht, wenn sich jemand unwohl fühlt, gemobbt wird oder vor dem Absprung steht. Es kann also nicht schaden, aktiv zu netzwerken. Und: Wenn Sie mal einen entsprechenden Tipp weiterreichen, dann haben Sie etwas gut. Denn auch in Ihrer Abteilung wird ja bestimmt mal die eine oder andere Stelle frei. Zumal Mitarbeiterempfehlungen häufig extra belohnt werden…

Interne Bewerbung Anschreiben

Unterliegen Sie nicht dem Irrtum, dass das Anschreiben bei einer internen Bewerbung nicht so wichtig wäre. Es muss sitzen. Immerhin bringen Sie dadurch Ihre Motivation zum Ausdruck. Und es interessiert die Verantwortlichen in Ihrem Unternehmen brennend, warum Sie Ihre alte Stelle verlassen und auf eine neue wechseln wollen.

Warum Sie sich überhaupt intern bewerben und weshalb Sie glauben, die Bestbesetzung für die Position zu sein, arbeiten sie im Anschreiben heraus. Rattern Sie nicht Ihre Stationen und Erfolge leidenschaftslos herunter. Am besten, der Empfänger gewinnt den Eindruck, Sie hätten genau auf diesen Zeitpunkt hingearbeitet.

So ist das Anschreiben aufgebaut – auch bei einer internen Bewerbung:

  • Absender und Datum
  • Betreffzeile
  • Anrede
  • Einleitung (Motivation)
  • Hauptteil (Eigenmarketing und Kompetenzen)
  • Unternehmensbezug (Mehrwert)
  • Schlussteil (Vorstellungen und Termine)
  • Grußformel und Unterschrift
  • Anlagenverzeichnis

Vergessen Sie bei der internen Bewerbung nicht Ihren Namen und E-Mail-Adresse – sowie Ihre aktuelle Abteilung und Büro-Telefonnummer. Es ist ja kein Geheimnis, dass Sie schon im Unternehmen beschäftigt sind. Aber es könnte sein, dass der Empfänger dies gar nicht weiß. Daher müssen Sie ihn schon mit der Nase darauf stupsen.

Weniger günstig ist, wenn Sie Ihr Anschreiben an „Sehr geehrte Damen und Herren“ richten oder „An die Personalabteilung“ adressieren. Entweder Sie kennen die richtigen Ansprechpartner in Ihrem eigenen Unternehmen nicht. Oder Sie sind nicht in der Lage, diese herauszufinden. Peinlich!

Dazu geben Sie die angestrebte Position an, eine möglichst genaue Betreffzeile und unterschreiben handschriftlich. Darunter kommt noch das Anlagenverzeichnis (Lebenslauf, Weiterbildungen, Zwischenzeugnisse).

Das Bewerbungsschreiben besteht aus insgesamt vier Teilen. In der Einleitung nehmen Sie Bezug auf die interne Stelle, die Sie anstreben. Kommen Sie so schnell wie möglich zur Sache und schwafeln Sie nicht herum.

Im zweiten Teil geht es um Ihre Person. Sie legen dar, warum Sie die optimale Besetzung für die Stelle sind und welche Qualitäten Sie auszeichnen. Teil drei handelt von Ihrer Motivation. Warum wollen Sie denn überhaupt intern wechseln? Was versprechen Sie sich davon? Im Schluss, das ist der vierte und letzte Teil, setzen Sie noch mal ein Ausrufezeichen. Sie schreiben, dass Sie sich sehr über ein persönliches Vorstellungsgespräch freuen und verabschieden sich mit besten Grüßen.

Das Anschreiben passt auf eine Seite. Mehr als zwei Seiten sollten Sie in keinem Fall benötigen.

Interne Bewerbung Lebenslauf

Den Lebenslauf bauen Sie bei Ihrer internen Bewerbung achronologisch auf. Das ist heute üblich. Sie beginnen also mit Ihrer aktuellen Position. Dies macht es auch dem Empfänger leichter, Sie einzuordnen. Und achten Sie auf eine saubere Struktur und Übersichtlichkeit.

Links stehen die Zeitangaben, rechts die Fakten. Das Ganze in prägnanten Stichworten, ohne Rechtschreibfehler und grafische Spielereien. Im Lebenslauf bringen Sie Ihre Schul- und Hochschulbildung, berufliche Stationen und Weiterbildungen unter.

So ist der Lebenslauf aufgebaut – auch bei der internen Bewerbung:

Interne Bewerbung schreiben: Tipps

Warum wollen Sie überhaupt wechseln? Das sollten Sie schon sehr gut begründen können.

Ihre interne Bewerbung sollte nicht wie eine Flucht oder Retourkutsche aussehen. Im Vordergrund steht nicht Ihre alte Stelle, sondern die neue. Nicht das, was Sie im alten Job vermissen, sondern das, was Sie sich vom neuen erhoffen.

Unweigerlich wird der Flurfunk Signale aussenden, wenn Ihre interne Bewerbung zu den Kollegen durchdringt. „Der Schneider hat keinen Bock mehr auf uns.“ „Die Meier glaubt, Sie sei etwas Besseres als wir.“ Brandgefährlich! Das sollten Sie nicht unterschätzen. Wenn die interne Bewerbung nicht zündet und Sie doch am alten Schreibtisch kleben bleiben, werden Sie auch wieder mit den alten Kollegen klarkommen müssen. Wenn die Atmosphäre in der Zwischenzeit aber vergiftet wurde, kann es ungemütlich werden.

Darum der gute Rat: Verlieren Sie im gesamten Bewerbungsprozess kein einziges schlechtes Wort über Ihre aktuelle Stelle – und schon gar nicht über Ihre Kollegen (auch dann nicht, wenn Sie sie nicht ausstehen können).

Noch ein wichtiger Aspekt: Ihr bisheriges Wirken lässt sich sehr leicht rekonstruieren. Sie werden mit Übertreibungen oder Schwindeleien über das, was Sie im bisherigen Job geleistet haben, nicht sehr weit kommen. Ehrlichkeit und Authentizität sind bei der internen Bewerbung noch wichtiger als sonst.

Die Frage, die Ihnen zwangsläufig gestellt wird, lautet: Warum wollen Sie wechseln? Die zweite Frage: Warum ausgerechnet jetzt? Darauf sollten Sie sich eine plausible und überzeugende Antwort zurechtlegen. „Es wird mal wieder Zeit für was Neues.“ „Ich muss einfach mal etwas Neues sehen.“ Das mag ja so sein, aber klingt das für Sie überzeugend? Nein.

Viel sinnvoller ist es, die interne Bewerbung ans vorläufige Ende Ihres persönlichen Entwicklungsprozesses zu stellen. Sie haben so viel Erfahrung gesammelt, so viele Erfolge gehabt, dass Sie jetzt reif für diese neue Aufgabe sind.

Auch eine persönliche Umorientierung kann ein Grund sein. Beispiel: Sie haben als Projektmanager viele Kundenprojekte erfolgreich betreut. Im Laufe der Jahre wurde das Thema Big Data immer wichtiger für Ihre Kunden, so dass Sie sich zwangsläufig damit auseinandersetzen müssen – und eine neue Leidenschaft entdeckt haben. Sie haben sich daraufhin so intensiv in das Thema hineingearbeitet – diverse Seminare und Weiterbildungen inklusive – dass Sie in Zukunft lieber in der Datenanalyse arbeiten möchten.

Interne Bewerbung Muster

Wie formuliert man eine interne Bewerbung? Hier sind einige Anregungen für Sie:

  • Ich suche eine neue berufliche Herausforderung, aber keinen neuen Arbeitgeber. Seit über acht Jahren bin ich im Unternehmen XY aktiv, habe mehrere Stationen durchlaufen und bin auch nach all den Jahren noch immer sehr glücklich, hier zu sein. Mit Interesse habe ich nun gelesen, dass die Stelle des Teamleiters XY zur Neubesetzung ausgeschrieben ist. Diese Gelegenheit möchte ich nutzen, um meine persönlichen Ziele mit denen des Unternehmens in Einklang zu bringen.
  • Seit zwölf Jahren bin ich als Key Account Manager für Unternehmen XY tätig und habe in dieser Zeit viele Erfahrungen im Bereich XY gewonnen sowie ein großes, internationales Netzwerk aufgebaut. Ich bewerbe mich hiermit als Abteilungsleiter XY, weil ich davon überzeugt bin, mein Knowhow in dieser Position noch effektiver und gewinnbringender einsetzen zu können.
  • In den vergangenen sieben Jahren konnte ich mich im Unternehmen XY hervorragend entwickeln. Ich habe auf der Position des Junior Controller angefangen, bin dann zum Senior Controller befördert worden und habe im Laufe der Zeit immer mehr Führungsverantwortung übernommen. Meine Abteilung hat maßgeblich dazu beigetragen, das Unternehmen wieder auf solide finanzielle Füße zu stellen. Nun möchte ich den nächsten Schritt gehen. Hiermit bewerbe ich mich als Head of Finance der XY GmbH.
  • Mit Begeisterung habe ich davon erfahren, dass das Unternehmen XY eine neue Abteilung für Social Media aufbauen wird. Daher bewerbe ich mich für die Stelle als Social Media Manager. Ich bin äußerst erfahren und versiert im Umgang mit sozialen Medien. Mein Instagram-Account, den ich in meiner Freizeit betreibe, hat mittlerweile über 100.000 Follower.
  • Mit großem Interesse habe ich gelesen, dass das Unternehmen XY die Aktivitäten im Nahen Osten massiv ausbauen wird. Für die neugeschaffene Position als Vertriebsleiter Naher Osten bewerbe ich hiermit. Ich bin davon überzeugt, dass die Stelle wie für mich geschaffen ist. Meine Qualitäten im Vertrieb habe ich in den vergangenen Jahren unter Beweis gestellt. Zudem spreche ich fließend Arabisch und bin mit der Unternehmenskultur in der Region bestens vertraut.
  • In drei Monaten schließe ich die Ausbildung zum Fachinformatiker in Ihrem Hause ab. Daher bewerbe ich mich um eine Übernahme zum Junior-Entwickler. Im Laufe meiner Ausbildung habe ich viel gelernt und fühle mich hier weiterhin sehr wohl. Mein gesammeltes Wissen möchte ich nun noch effektiver einsetzen.

Interne Bewerbung Schlusssatz

So könnte Sie den Schlusssatz Ihrer internen Bewerbung formulieren – einige Anregungen:

  • Gerne bringe ich Ihnen in einem persönlichen Gespräch die Beweggründe und Motivation meiner Bewerbung näher. Ich freue mich auf Ihr Feedback.
  • Über die Gelegenheit, mit Ihnen persönlich über mein Anliegen zu sprechen, freue ich mich sehr.
  • Ich überzeuge Sie gerne in einem persönlichen Gespräch von meinem Vorhaben.
  • Gerne würde ich in einem persönlichen Gespräch mehr über die vakante Position und Ihre Erwartungen erfahren.
  • Ich bin überzeugt davon, die beste Lösung für die ausgeschriebene Stelle zu sein. Gerne sage ich Ihnen auch, warum ich dieser Ansicht bin – am liebsten in einem persönlichen Gespräch.

Die 5 größten Fehler bei der internen Bewerbung

Interne Bewerbung – die 5 größten Fehler, die Sie als Bewerber machen können:

  1. Konkurrenz

    Sie glauben, Sie seien der Platzhirsch? Falsch. Unterliegen Sie nicht der Illusion, dass sich alle Gedanken um Sie kreisen, weil Sie der Interne sind. Erstens gibt es vielleicht noch andere Bewerber aus dem Inneren des Unternehmens. Und zweitens haben auch die Externen eine Menge auf dem Kasten. Ihr Arbeitgeber muss schon davon überzeugt sein, dass er mit Ihnen besser fährt als mit einer ganz neuen Kraft. Die bringt immerhin frischen Wind und neue Perspektiven mit in die Firma. Nehmen Sie de Konkurrenz nicht auf die leichte Schulter.

  2. Umgangsformen

    Nur weil Sie im Unternehmen sogar den Vorstandsvorsitzenden duzen, heißt das nicht, dass Sie das auch im Bewerbungsschreiben tun sollten. Wahren Sie lieber Etikette und höfliche Distanz. Zumal Sie gar nicht wissen, wer alles mitliest. Auf den neuen Personaler würde es so wirken, als ob Sie vor allem auf die Kraft von Vitamin B vertrauen und nicht auf Ihre Kompetenzen. Negativ!

  3. Horizont

    Sie sind ein Top-Performer und wissen das auch. Ihr Chef weiß es ebenfalls. Er wird Ihnen dennoch keine Steine in den Weg legen, wenn Sie intern wechseln wollen. Wunderbare Rahmenbedingungen für eine interne Bewerbung. Kann doch eigentlich nichts mehr schiefgehen, oder? Von wegen! Es ist keine Selbstverständlichkeit, dass im Haus jeder über Ihre Heldentaten Bescheid weiß. Gerade in Großkonzernen gehen die Leistungen Einzelner oft unter. Sie dürfen also nicht den Fehler machen, Ihre Erfolge als bekannt vorauszusetzen. Außerdem ist da ja noch die Fluktuation. Vielleicht sind all die Kollegen, die Ihren tollen Pitch vor zwei Jahren bejubelt haben, schon weg. Auch Personalleitungen werden bisweilen ausgetauscht. Sie müssen niemandem mehr etwas beweisen? Doch, das müssen Sie! Sonst klappt es leider nicht mit der internen Bewerbung…

  4. Pluralität

    Diversity ist ein Zauberwort aus dem HR-Baukasten. Aber Diversity kann bei einer internen Bewerbung in der Tat eine große Rolle spielen. Denn meist sind es mehrere Personen, die eine Entscheidung treffen. Von einem Stellenwechsel sind ja schließlich auch verschiedene Abteilungen und Teams betroffen. Daher werden sich Ihr jetziger Vorgesetzter sowie Ihr potenziell zukünftiger Vorgesetzter ausgiebig über Sie austauschen. Dann gibt es noch die Personalabteilung, die eingebunden sein will, vielleicht noch den Betriebsrat. Und möglicherweise werden noch andere Stimmen eingeholt, aus der Belegschaft oder den Fachabteilungen. Es kann also zu einem Wirrwarr an Meinungen und Einschätzungen kommen. Es könnte also hilfreich sein, wenn Sie aktiv Politik für sich betreiben, bei diversen Entscheidern vorstellig werden und ihnen Ihre Absichten nahelegen. Das liegt nicht jedem, kann Ihr Anliegen aber voranbringen.

  5. Vollständigkeit

    Ja, es stimmt: Sie sind im Unternehmen kein unbeschriebenes Blatt mehr. Sie sollen aber auch keines abgeben, wenn Sie sich bewerben. Nicht alle Ihre Qualifikationen und Erfolge sind intern bekannt. Erst recht nicht, wenn es sich um ein großes Unternehmen handelt. Darum ist jetzt die Gelegenheit, all das, was Sie bislang für das Unternehmen geleistet haben, auf den Präsentierteller zu legen. Zeigen Sie, dass Sie sich weiterentwickelt und zusätzliche Qualifikationen erworben haben. Mit einem formlosen Vierzeiler ist es nicht getan.

[Bildnachweis: marvent by Shutterstock.com]

Gehaltsvorstellung Bewerbung: Tipps, Beispiele, Fehler

gehaltsvorstellung formulieren

Die Gehaltsvorstellung ist ein Teil der Bewerbung – und ein überaus wichtiger. Wer zu hoch pokert, kann sich schon früh ins Abseits manövrieren. Wer hingegen zu tief stapelt, bekommt nicht das, was er verdient. Die Gehaltsvorstellung in der Bewerbung: Wer keine genaue Zahl nennen will oder kann, greift einfach auf diese Formulierungstricks zurück…

Gehaltsvorstellung: Zahl oder Spanne?

Sie haben generell zwei Optionen, wie sie Ihre Gehaltsvorstellung in der Bewerbung formulieren können:

  • Sie nennen eine fixe Zahl.
  • Oder Sie nennen eine Spanne von X bis Y.

Was für Variante 2 spricht: Sie signalisieren Verhandlungsbereitschaft. Ihre Position ist nicht so unverrückbar wie ein Obelisk. Mit Ihnen kann man reden. Das gefällt Personalern.

Andererseits verstehen sie eine Gehaltsspanne zugleich als Aufforderung, den Preis so weit wie möglich nach unten zu drücken. Das obere Ende der Spanne dürfte als Vertragssumme für Sie daher nicht mehr realistisch sein. Aus Arbeitgebersicht würde es sich schließlich wie eine Niederlage anfühlen. Und die gilt es zu vermeiden.

Gehaltsvorstellung formulieren

Ihre Gehaltsvorstellung in der Bewerbung können Sie auf verschiedene Arten formulieren. Entscheiden Sie sich für den Ansatz, der am besten zu Ihnen, Ihrer Situation und Verhandlungsposition passt.

Konkret

Wenn Sie klare Ansagen bevorzugen, dann schreiben Sie zum Beispiel:

  • Meine Gehaltsvorstellungen liegen bei 52.000 Euro im Jahr.
  • Ein jährliches Gehalt von 36.500 Euro brutto entspricht meinen Vorstellungen.
  • Aufgrund meiner Qualifikationen halte ich ein Jahresgehalt von 55.000 Euro für angemessen.

Spanne

Sie können auch eine Gehaltsspanne nennen – von Summe X bis Summe Y. Oder Ihren Gehaltskorridor mit dem Wörtchen Bereich eingrenzen.

  • Meine Gehaltsvorstellungen liegen zwischen 38.500 und 42.500 Euro brutto im Jahr.
  • Meine Gehaltsvorstellungen liegen im Bereich von 45.000 Euro brutto im Jahr.

Ausweichend

Wenn Sie Ihre Gehaltsvorstellung nicht nennen WOLLEN, weil Sie zum Beispiel noch nicht im Bilde über Ihren Marktwert sind, dann formulieren Sie sie folgendermaßen:

  • Meine Gehaltsvorstellungen teile ich Ihnen gerne in einem persönlichen Gespräch mit.
  • Meine Gehaltsvorstellungen können wir bestimmt in Kürze bei einem persönlichen Gespräch klären.
  • Ich freue mich darauf, Sie in einem persönlichen Gespräch kennenzulernen und bin sicher, dass wir uns auch bei den Gehaltsvorstellungen einigen werden.

Geben Sie eine ungerade Zahl an!

Gehaltsvorstellung formulierenGeheimtipp für den Verhandlungspoker: Geben Sie als Wunschgehalt eine unrunde Zahl an!

Statt 32.000 Euro nennen Sie also lieber eine Gehaltsvorstellung von 34.570 Euro oder 32.330 Euro. Warum? Weil es indirekt signalisiert, dass Sie sich mit der Materie bis ins Detail auseinandergesetzt haben. Es wirkt, als ob Sie Ihren Marktwert ganz genau einschätzen können – und ihn nicht Pi mal Daumen berechnet haben.

Ungerade Gehaltsvorstellung – ein Psychotrick, den Verhandlungsexperten gerne empfehlen!

Gehaltsvorstellung ermitteln

Das Einstiegsgehalt hat enorme Auswirkungen auf Ihre weitere (finanzielle) Laufbahn. Wer zu niedrig einsteigt, kann den Rückstand oft nie wieder aufholen. Wer hoch pokert, kann sich dagegen eine exzellente Ausgangsposition erarbeiten.

Trotzdem – oder gerade deshalb – fällt sie jedem Berufseinsteiger schwer: die Formulierung der eigenen Gehaltsvorstellung. Manche Arbeitgeber erwarten ausdrücklich, dass Bewerber ihr Wunschgehalt angeben. Dabei war es noch nie so einfach, den eigenen Marktwert zu eruieren.

Es stehen einem mittlerweile unzählige Quellen zur Verfügung, die man als Bewerber anzapfen kann. Und das sollten Sie auch tun, bevor Sie Ihre Gehaltsvorstellung formulieren.

Informieren Sie sich vorab, welche Gehälter für vergleichbare Positionen gezahlt werden. Nicht nur Ihr Fachgebiet ist von Interesse, sondern auch die Größe des Arbeitgebers und die Region, in der Sie sich bewerben. In Baden-Württemberg können Sie mehr verlangen als in Berlin, in großen Unternehmen mehr als in kleinen.

So nähern Sie sich Ihrem Marktwert auf dem Arbeitsmarkt:

  • Datenbanken

    Recherchieren Sie in Datenbanken und Vergleichsportalen: Davon gibt es mittlerweile eine ganze Menge im Internet. Eine gute Anlaufstelle ist die Plattform gehalt.de. Außerdem gibt es einschlägige Infos in Bewertungsportalen wie Glassdoor und Kununu. Branchendienste wie der Personaldienstleister Robert Half bieten Gehaltsreports für spezielle Berufsgruppen an, ebenso die Jobbörse Stepstone für Fach- und Führungskräfte. Tipp in eigener Sache: Eine gute Orientierung liefern auch die verschiedenen Jobprofile hier auf Karrieresprung. Für jeden Beruf nennen wir Einstiegs- und Spitzengehalt, so wie beispielsweise für den Systemadministrator.

  • Business-Netzwerke

    Business-Netzwerke wie Xing und Linkedin sind Herren über gewaltige Datenmengen. Da ist es naheliegend, diese Daten auch zur Gehaltsberechnung einzusetzen. Xing ist mittlerweile dazu übergegangen, in seinen Stellenangeboten Gehaltsspannen zu nennen. Diese erleichtern die Orientierung.

  • Freunde und Kollegen

    Fragen Sie auch bei Freunden oder Bekannten nach, die eine ähnliche Position bekleiden – sofern das Gehalt zwischen Ihnen kein Tabuthema ist. Auch spricht nichts dagegen, liebe alte Kollegen um Rat in punkto Gehaltsvorstellung zu fragen.

  • Statistik

    Ziehen Sie offizielle Statistiken zu Rate. Die Bundesagentur für Arbeit ermittelt regelmäßig Durchschnitts- und Mediangehälter. Demnach lag das durchschnittliche Jahresgehalt eines vollzeitbeschäftigten Arbeitnehmers in Deutschland zuletzt bei 3771 Euro. Der Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit fächert Gehälter nach Berufen, Regionen, Altersgruppen und Geschlechtern auf.

  • Verbände

    Auch einzelne Berufsverbände erstellen Gehaltsreports. Ingenieure zum Beispiel können sich an der Einkommensstudie des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI) orientieren.

Alle Gehälter auf einen Blick

Gehaltsvorstellung berechnenDie Gehaltsvorstellung eines Arbeitnehmers orientiert sich immer auch am Wettbewerb. Hier sind für Sie alle relevanten Gehälter, Zahlen und Daten aus Deutschland:

Gehaltsvorstellung im Anschreiben

Das sind die wichtigsten Regeln, wenn Sie Ihre Gehaltsvorstellung im Anschreiben formulieren:

  • Geben Sie als Gehaltsvorstellung stets Ihr gewünschtes Brutto-Jahreseinkommen an. Kein Brutto-Monatseinkommen und auch keine Netto-Angaben!
  • Zusatzleistungen fließen in die Wunschsumme ein. Sie führen sie aber nicht separat auf. Darunter fallen zum Beispiel Sonderzahlungen wie Urlaubsgeld und Weihnachtsgeld, Boni und Prämien, Fahrtkostenzuschüsse, Kosten für Fort- oder Weiterbildungen, Versicherungen, Rabatte und Sachbezüge, Dienstwagen oder vermögenswirksame Leistungen. Sie können vorsichtshalber mitteilen, dass Ihre Gehaltsvorstellung all-inclusive ist. Zum Beispiel so: Meine Gehaltsvorstellungen liegen bei 65.000 Euro im Jahr (inkl. Sonderzahlungen etc.).
  • Sie orientieren sich bei der Berechnung Ihrer Gehaltsvorstellung immer auch an Ihrem aktuellen Jahresgehalt – sofern Sie den Job wechseln und kein Berufseinsteiger sind. Schlagen Sie nach eigenem Ermessen bis zu 20 Prozent drauf – aber nicht mehr.
  • Nennen Sie Ihre Gehaltsvorstellung ganz am Ende des Bewerbungsanschreibens, also entweder im Schlusssatz oder in PS.

Generell kann Ihnen ein Jobwechsel einen großen Gehaltssprung bescheren. Auch die Absolventen lukrativer Studiengänge – Informatik oder Ingenieurwissenschaften zum Beispiel – können nach ihrem Abschluss mit einem fetten Zahltag rechnen. Aber Achtung: Halten Sie Maß!

Wenn Sie als Gehaltsvorstellung eine Hammer-Summe nennen, macht Sie dies für den Personaler zunächst mal zu einem Geldgeier. Unsympathisch! Insbesondere dann, wenn die Angaben mit dreisten oder unverschämten Aussagen garniert werden à la Weil ich es mir wert bin oder Einen Besseren als mich finden Sie nicht. Das liegt die Vermutung nahe, dass solch ein Bewerber fortwährend Ärger provozieren könnte. Niemand will einen Querulanten in seinem Team.

Aber nicht falsch verstehen: In Zeiten von Fachkräfteengpässen kann Selbstbewusstsein im Verhandlungspoker durchaus eine Erfolgsstrategie sein – aber nur für den, der es sich leisten kann. Speziell IT-Spezialisten, Ingenieure und andere Techniker müssen sich nicht unter Wert verkaufen. Es ist wie so oft im Leben: Der Grat ist schmal zwischen Selbstbewusstsein und Überheblichkeit.

Gehaltsvorstellung Tipps

Bedenken Sie folgendes, wenn Sie Ihre Gehaltsvorstellung formulieren:

  • Wenn Sie eine vergleichsweise hohe Gehaltsvorstellung angeben, haben Sie mehr Spielraum nach unten. So kann der Arbeitgeber Ihren Preis im weiteren Verlauf der Bewerbung noch drücken, dadurch sein eigenes Gewissen beruhigen und Sie trotzdem noch mit einem Top-Gehalt ausstatten. Win-win! Andererseits steigt die Gefahr, dass er Sie vorzeitig aussortiert, weil Sie ihm zu teuer sind.
  • Wenn Sie eine vergleichsweise niedrige Gehaltsvorstellung angeben, verfügen Sie über keinen Spielraum mehr nach oben. Schlecht! Sie können nicht im Anschreiben eine Summe von 35.000 Euro nennen und dann im Vorstellungsgespräch 40.000 Euro fordern. Das enttarnt Sie als Windei. Auf der anderen Seite erhöhen Sie mit einer niedrigen Summe Ihre Chance, überhaupt zum Jobinterview eingeladen zu werden. Der Arbeitgeber wittert ein gutes Geschäft. Unternehmen schätzen ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Sie wollen die Preise am liebsten immer drücken, das entspricht ihrem marktwirtschaftlichen Naturell. Wenn Sie als Bewerber also tief stapeln, dann erhöhen Sie bisweilen Ihre Chancen. Das könnten Sie strategisch einsetzen, wenn Sie den Job unbedingt haben wollen, aber sich gegen sehr viele Mitbewerber durchsetzen müssen.

Vermeiden Sie in jedem Fall die Extreme. Gehen Sie also nicht zu weit nach oben oder zu weit nach unten, wenn Sie Ihre Gehaltsvorstellung nennen. Ersteres lässt Sie als geldfixierten Blutsauger dastehen, Letzteres als ahnungslosen Naivling, der seinen eigenen Marktwert nicht kennt. Und wer seinen eigenen Marktwert nicht kennt, kann so kompetent nicht sein, oder? Welcher Betrag allerdings zu hoch oder zu tief ist, kann nicht eindeutig definiert werden. Das macht die Sache so tricky.

Ist es darum vielleicht die Lösung, gar keine Stellung zu beziehen? Klare Antwort: nein. Verlangt das Unternehmen die Angabe von Gehaltsvorstellungen im Anschreiben, dann sollten Sie dem auch Folge leisten.

Andernfalls geben Sie unvollständige Bewerbungsunterlagen ab. Das verursacht Mehraufwand für das Personalbüro. Und es zeigt, dass Sie nicht auf ein ausdrückliches Anliegen des Arbeitgebers eingehen. Das kann sogar dazu führen, dass Sie vorzeitig draußen sind.

Ein Kompromiss wäre eine Formulierung wie:

    Mein aktuelles Jahresgehalt beträgt 42.000 Euro.

Nein, eine konkrete Gehaltsvorstellung ist das nicht. Aber der Bewerber signalisiert, dass er die Aufforderung registriert hat. Immerhin. Auch hat der Personaler nun einen Richtwert, an dem er sich orientieren kann.

Noch besser wäre aber, Sie geben als Gehaltsvorstellung Ihre echte Wunsch-Zahl (oder Spanne) an. Dies erspart im Übrigen auch Ihnen selbst Zeit und Aufwand. Angenommen, Sie und das Unternehmen liegen gehaltstechnisch so weit auseinander, dass sich jedes weitere Gespräch erübrigt, dann können Sie sich fortan anderen Bewerbungen widmen.

Gehaltsvorstellung weglassen

Was, wenn das Unternehmen in der Stellenanzeige gar keine Angabe von Gehaltsvorstellungen fordert? Man könnte natürlich trotzdem darauf eingehen. Das gibt der Firma ja schließlich zusätzliche Informationen an die Hand, oder?

Nein. Die Gehaltsvorstellung ist prinzipiell nicht Bestandteil des Bewerbungsschreibens.

Wird sie nicht verlangt, dann schreiben Sie auch nichts darüber. Nur dann, wenn Sie ausdrücklich danach gefragt werden. Andernfalls erwecken Sie den Eindruck, als würden finanzielle Aspekte bei Ihnen im Vordergrund stehen. Oder was würden Sie denken, wenn Sie einen Bewerber nach seiner Motivation fragen und er Ihnen direkt seine Gehaltsvorstellung um die Ohren haut?

Im Vorstellungsgespräch (spätestens im zweiten Vorstellungsgespräch) kommt das Thema ohnehin noch auf die Agenda. Denn klar ist: Ohne finanzielle Einigung unterschreiben Sie den Vertrag nicht.

Gehaltsvorstellung Teilzeit

Wenn Sie sich für einen Teilzeitjob bewerben, dann ist es wichtig, Arbeitszeit und Gehaltsvorstellung in ein Verhältnis zu setzen. Andernfalls tauchen schnell Missverständnisse auf. Sie sollten also beide Größen nennen, zum Beispiel so:

  • Bei 20 Wochenstunden stelle ich mir ein Jahresgehalt von 12.500 Euro vor.
  • Bei einer 50-Prozent-Stelle stelle ich mir ein Jahresgehalt von 18.600 Euro vor.

Konkrete Zahlen sollten Sie auch dann nennen, wenn die Stellenanzeige, auf die Sie sich in Teilzeit bewerben, überhaupt keine Angabe von Wochenstunden enthält. So hat der Arbeitgeber eine wichtige Orientierungshilfe.

Das Prinzip können Sie übrigens auch anwenden, wenn Sie sich auf eine Vollzeitstelle bewerben. Die Gehaltsvorstellung könnte man in diesem Fall so formulieren:

  • Bei einer 40-Stunden-Woche stelle ich mir ein Jahresgehalt von 45.000 Euro vor.
[Bildnachweis: Dean Drobot by Shutterstock.com]

Jobs Rostock: Aktuelle Stellenangebote an der Ostsee

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Der Ruf Rostocks ist nicht immer der beste. Trist, grau, wenig einladend soll sie angeblich sein. Doch das Bild ist mächtig schief. Die Stadt kann auch ganz anders. Ihr schöner Ostseestrand lockt Touristen an, die günstigen Wohnungen neue Bewohner und die altehrwürdige Uni Studenten. Rostock hat Konjunktur. Hier gibt es Jobs in Rostock

Jobs Rostock: Die Stadt

In Rostock-Warnemünde steht eines der wichtigsten Kreuzfahrtterminals Deutschlands. Jedes Jahr legen – in coronafreien Zeiten zumindest – rund 200 Kreuzfahrtschiffe in Rostock an, die meisten in Warnemünde, manche auch im Überseehafen. Abermillionen von Euro wurden hier schon investiert, viele Tourismus-Jobs in Rostock geschaffen.

Warnemünde ist das Rückzugsgebiet der Rostocker – und es liegt nur einen Steinwurf von der City entfernt. Das studentische Leben spielt sich derweil in der Kröpeliner-Tor-Vorstadt ab. Für seine Plattenbausiedlungen ist Toitenwinkel bekannt. Auf der Kröpeliner Straße im Stadtzentrum treffen sich die Flaneure und Shopper.

Hier und da weht einem hanseatischer Flair um die Ohren. Denn Rostock ist – wie Hamburg, Bremen und Lübeck auch – eine alte Hansestadt. Davon zeugt auch das Rathaus, dessen Bauhistorie bis ins 13. Jahrhundert zurückreicht.

Jobs Rostock: Der Arbeitsmarkt

In der Stadt Rostock gibt es nach offiziellen Angaben insgesamt rund 7.300 Arbeitslose (Stand: Februar 2020). Die Arbeitslosenquote liegt bei 6,8 Prozent und damit nur knapp über dem Bundesschnitt von 5,3 Prozent.

Im Landkreis Rostock ist die Arbeitslosigkeit sogar noch geringer. Hier beträgt sie 5,6 Prozent; 6.000 Menschen suchen einen Job in Rostock und Umgebung. Im Durchschnitt waren im Jahr 2019 in Stadt und Landkreis insgesamt 12.974 Personen arbeitslos gemeldet – 1.872 Menschen weniger als im Durchschnitt des Vorjahres.

Erfreulich: In letzter Zeit fanden auch ältere Arbeitnehmer über 55 Jahren häufiger wieder einen Job. Die Arbeitslosigkeit dieser Altersgruppe sank in den vergangenen Jahren deutlich, auch die Zahl der der Langzeitarbeitslosen ging zurück.

Zu Beginn des Jahres 2020 waren nach Angaben der Rostocker Arbeitsagentur fast 4.500 Stellen in Rostock unbesetzt. Vor allem diese Branchen rekrutieren Mitarbeiter für Jobs in Rostock:

  • Verarbeitendes Gewerbe
  • Gesundheits- und Sozialwesen
  • Metall- und Elektroindustrie
  • Gastronomie/Gastgewerbe
  • Handel
  • Zeitarbeit
  • Bauwesen
  • Logistik

Jobs Rostock: Einstiegsgehälter und Gehaltsniveaus

Dass die Löhne in Rostock nicht zur Spitzenklasse zählen, ahnt man schon. Sie sind es aber nicht einmal innerhalb Mecklenburg-Vorpommerns.

So verdienen Arbeitnehmer in Schwerin laut dem Gehaltsatlas der Statistik-Ämter durchschnittlich 2.419 Euro brutto im Monat – das ist Platz eins in Mecklenburg-Vorpommern. Das hohe Niveau ist vor allem auf die öffentliche Verwaltung zurückzuführen, die in der Landeshauptstadt angesiedelt ist. Der Landkreis Ludwigslust-Parchim dagegen steht mit 2.001 Euro ganz hinten im MV-Ranking.

Und Rostock? Mit 2.386 Euro im Schnitt liegt die Stadt immerhin auf Rang zwei des nordostdeutschen Bundeslands. Aber: Bezieht man nur die Jobs in der Produktion (Energiewirtschaft, Bau, Industrie) in die Rechnung mit ein, dann liegt Rostock mit einem Durchschnittsverdienst von 2.937 Euro pro Monat klar an der Spitze. In Schwerin sind es mit 2.683 Euro deutlich weniger, im Landkreis Ludwigslust-Parchim sogar nur 2.283 Euro.

Das verdienen Arbeitnehmer in Mecklenburg-Vorpommern:

  • Schwerin: 2.419 Euro
  • Rostock: 2.386 Euro
  • Landkreis Nordwestmecklenburg: 2.167 Euro
  • Landkreis Mecklenburgische Seenplatte: 2.133 Euro
  • Landkreis Vorpommern-Greifswald: 2.072 Euro
  • Landkreis Rostock: 2.020 Euro
  • Landkreis Vorpommern-Rügen: 2.012 Euro
  • Landkreis Ludwigslust-Parchim: 2.001 Euro
[Bruttolohn aller Beschäftigten im Schnitt pro Monat, Quelle: Statistisches Amt]

Jobs in Rostock: Die wichtigsten Arbeitgeber

Der größte Arbeitgeber in Mecklenburg-Vorpommern heißt Aida Cruises. Die Kreuzfahrtgesellschaft beschäftigt rund 9.600 Menschen. Auf Platz zwei folgt Windenergiehersteller Nordex mit rund 5.200 Arbeitnehmern.

Das sind laut NordLB-Auswertung die größten Arbeitgeber in Rostock:

  • Aida Cruises (Kreuzfahrt)
  • Nordex (Windenergie)
  • Universitätsmedizin Rostock
  • Liebherr-MCCtec Rostock (Maritime Krantechnik)
  • Sixt (Autovermietung)
  • Dussmann Service (Facility Management)
  • Reederei F. Laeisz
  • RSAG Rostocker Straßenbahn AG
  • Ostsee-Sparkasse Rostock
  • Stadtwerke Rostock AG
  • WIRO Wohnen in Rostock (Wohnungsbau)
  • GGP-Gruppe (Gesundheitswesen)
  • Wach- und Sicherungsdienst in Mecklenburg
  • EEW Special Pipe Constructions (Wasserversorgung)
  • Enercon (Windenergie)
  • Bau-Rein Rostock (Gebäudereinigung)
  • Eurawasser Nord (Wasserversorgung)
  • Deutsche Hotel und Resort Holding
  • Ecovis-Gruppe (Steuer-, Rechts-, Unternehmensberatung, Wirtschaftsprüfung)
  • DOT GmbH (Medizintechnik)
  • Vedo Rostock (Call Center)
  • Unternehmensgruppe Ferdinand Schultz Nachfolger (Kraftfahrzeugbranche)

Jobs im Hafen

Jobs Rostock HafenIm Rostocker Hafen herrscht Hochbetrieb. Für diese Berufe gibt es Hafen-Jobs in Rostock:

Jobs Rostock: Karriereaussichten und Wirtschaft

Die ganz große Nummer ist Rostocks Wirtschaft nicht. Aber zu den größten Sorgenkindern des Landes zählt sie ebensowenig.

Im Städteranking 2019 von IW Consult liegt Rostock immerhin auf Rang 44 von 71 untersuchten Städten – genau wie im Vorjahr. In der Unterkategorie Wirtschaftsstruktur reicht es allerdings nur zu Platz 59. Im Zukunftsranking belegt Rostock Platz 55, im Dynamikranking Position 44.

Rostock ist nicht der Leuchtturm des Nordens, aber die Stadt hat ihre Nischen. Vor allem für Jobs in der Tourismusindustrie und in den erneuerbaren Energien ist Rostock eine gute Adresse. Letztere profitieren besonders von der Nähe zur traditionsreichen Universität Rostock, die schon Anfang des 15. Jahrhunderts gegründet wurde.

Jobs an der Uni Rostock

jobs rostock uniDie Universität Rostock wurde 1419 gegründet und zählt damit zu den ältesten des ganzen Landes. Für die Stadt ist sie ein bedeutender Arbeitgeber. Im März 2020 schrieb die Uni unter anderem diese Jobs in Rostock aus:

Jobs Rostock: Kosten, Lebenshaltung, Mietpreise

Rostock ist nicht gleich Rostock. Während die schicken Altbauquartiere heiß begehrt sind, wollen viele aus den Plattenbausiedlungen am Stadtrand einfach nur weg.

Zehn Euro Kaltmiete pro Quadratmeter sind hier zwar noch eine Seltenheit, in den guten Wohngegenden aber durchaus realistisch. Nach Zahlen der Marktforschungs- und Beratungsgesellschaft Empirica haben die durchschnittlichen Angebotsmieten, die in Wohnungsanzeigen im Internet zu finden sind, in fünf Jahren in Rostock um fast ein Drittel auf 7,63 Euro pro Quadratmeter zugelegt.

Dazu trägt auch das Bevölkerungswachstum bei. Heute leben wieder 208.000 Menschen in der Stadt. Vor 16 Jahren war Rostock kurzzeitig unter die Schwelle von 200.000 gefallen.

Dennoch ist Rostock für Mieter deutlich günstiger als vergleichbare Städte in Westdeutschland. Laut Immowelt-Daten sind die Mieten seit 2011 nur sehr moderat gestiegen – teilweise sogar gefallen. Vor allem für größere Wohnungen bis 120 Quadratmeter müssen Mieter mehr zahlen. 2011 gab es sie noch für 7,10 Euro, heute kosten sie 9,10 Euro.

Kontaktdaten und Servicestellen

Sie wollen sich in Rostock selbstständig machen, Ihre Steuererklärung abgeben oder Jobs in Rostock suchen? Die wichtigsten Servicestellen hat Karrieresprung übersichtlich für Sie zusammengefasst:

  • Ihr zuständiges Finanzamt in Rostock finden Sie hier.
  • Die Agentur für Arbeit Rostock finden Sie hier.
  • Die Gesellschaft für Wirtschafts- und Technologieförderung Rostock finden Sie hier.
  • Die IHK zu Rostock finden Sie hier.
  • Die Handwerkskammer Ostmecklenburg-Vorpommern finden Sie hier.
  • Jobs in Rostock finden Sie in unserer Jobbörse.

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[Bildnachweis: Salvador Aznar by Shutterstock.com]

Zwischenzeugnis: Triftige Gründe, Tipps, Formulierungen und Muster

Zwischenzeugnis Anspruch Formulierungen Beispiele

Das Zwischenzeugnis ist ein Dokument mit Gewicht. Es kann Ihnen den aktuellen Job retten – oder einen viel besseren bescheren. Nur gibt es da ein kleines Problem: Wenn Sie um eines bitten, drängt sich beim Arbeitgeber der Verdacht auf, dass Sie ihn verlassen wollen. Daher sollten sie möglichst smart vorgehen, wenn Sie ein Zwischenzeugnis anfordern. So geht’s…

Zwischenzeugnis Anspruch

Einen gesetzlichen Anspruch auf ein Zwischenzeugnis haben Arbeitnehmer nicht. Der Arbeitgeber kann sich sogar weigern, Ihnen eines auszustellen. Immerhin macht es ihm ja zusätzliche Arbeit. Und dann schwingt vielleicht noch der Verdacht mit, dass Sie das Unternehmen ganz verlassen wollen. Das ist doppelt unangenehm.

Am besten ist es daher, Sie rahmen Ihr Anliegen von einem triftigen Grund ein. Triftiger Grund – das ist auch eine juristische Kategorie. Manche Arbeitsrichter leiten daraus nämlich sehr wohl einen Anspruch auf ein Zwischenzeugnis ab.

Triftige Gründe können sein:

  • Betriebszugehörigkeit

    Wenn sie schon sehr lange dem Unternehmen angehören, aber noch keine Bewertung erhalten haben, kann dies ein triftiger Grund für ein Zwischenzeugnis sein.

  • Chefwechsel

    Viele Arbeitgeber stellen ihren Arbeitnehmern Leistungsbeurteilungen aus, wenn diese einen neuen Vorgesetzten bekommen. Sofern es im Unternehmen keinen entsprechenden Automatismus gibt, kann der Mitarbeiter auch dezent nach einem Zwischenzeugnis fragen.

  • Interner Jobwechsel

    Wenn Sie zwar im Unternehmen bleiben, aber die Abteilung wechseln und/oder eine neue Position bekleiden, ist das ein Anlass für eine Bewertung in Form eines Zwischenzeugnisses.

  • Betriebsübernahme

    Arbeitsplätze stehen oft auf dem Prüfstand, wenn ein Unternehmen von einem anderen übernommen wird. Ein triftiger Grund für ein Zwischenzeugnis.

  • Stellenabbau

    Die Firma muss betriebsbedingt Stellen abbauen. Viele Arbeitnehmer erhalten ein Abfindungsangebot mitsamt Aufhebungsvertrag.

  • Drohende Insolvenz

    Bevor ein Insolvenzverfahren eröffnet ist, hat die Geschäftsleitung die Verfügungsmacht und ist damit in der Lage, Zwischenzeugnisse zu unterzeichnen. Diese Gelegenheit können Arbeitnehmer, die vor dem Aus stehen, nutzen. In einem laufenden Insolvenzverfahren wiederum muss der Insolvenzverwalter die Zeugnisse unterschreiben. Dass dieser die Leistungen der Arbeitnehmer angemessen beurteilen kann, ist komplett unglaubwürdig – und sein Zwischenzeugnis das Papier nicht wert, auf dem es geschrieben wurde.

Zwischenzeugnis: Weitere Gründe

Wenn die oben genannten Gründe nicht auf Ihre persönliche Situation zutreffen – welche unverdächtigen Gründe gibt es noch, um nach einem Zwischenzeugnis zu fragen? Zum Beispiel diese:

  • Beförderung

    Sie werden oder wurden befördert. Der Arbeitgeber wird Ihnen kaum den Wunsch nach einem Zwischenzeugnis abschlagen können. Und einen Wechselwunsch wird es in diesem Fall jawohl nicht geben.

  • Versetzung

    Wenn der Mitarbeiter versetzt wird, ändert sich meist auch der Vorgesetzte. Ein guter Grund, um sich ein Zwischenzeugnis zu erbitten.

  • Weiterbildung

    Damit sind größere Weiterbildungen gemeint, zum Beispiel ein MBA. Diese haben in der Regel eine Beförderung zum Ziel.

  • Elternzeit

    Die Elternzeit ist stets mit einer (mehr oder weniger) längeren Auszeit verbunden. Und sie markiert den Beginn eines ganz neuen Lebensabschnitts. Ein völlig legitimer Grund, um sich ein Zwischenzeugnis zu holen.

  • Sabbatical

    Zugegeben, vollkommen unverdächtig ist dieses Szenario nicht. Wer ein Sabbatical in Anspruch nimmt, signalisiert ja schon, dass er sich Schöneres vorstellen kann, als ins Büro zu kommen. Das ist zwar verständlich, könnte aber auch als Wechselwunsch interpretiert werden. Dennoch: Das Sabbatical markiert eine längere Abwesenheit und ist ein nachvollziehbarer Anlass für einen Zeugniswunsch.

Manchmal stecken in Wahrheit aber ganz andere Motive dahinter. So ist ein Zwischenzeugnis in zwei Szenarien wertvoll. Zum Einen dann, wenn Sie aus einer Festanstellung heraus den Arbeitgeber wechseln wollen. Das Zwischenzeugnis ist dann Bestandteil Ihrer Bewerbungsunterlagen. Je wohlwollender formuliert, desto besser für Sie.

Zum Zweiten kann es aber auch strategisch clever sein, sich ein Zwischenzeugnis ausstellen zu lassen – völlig unabhängig von einem möglichen Jobwechsel.

Beispiel: Ihr Vorgesetzter, mit dem Sie sich immer blendend verstanden haben, verlässt in Kürze das Unternehmen. Sehr wahrscheinlich, dass er Ihnen ein sehr gutes Zwischenzeugnis ausstellen wird. Also bitten Sie ihn doch darum. Die Gelegenheit ist günstig. Denn Ihr neuer Vorgesetzter wird, falls er Sie aus irgendeinem Grunde auf dem Kieker haben wird, von einer sehr guten Beurteilung im Zwischenzeugnis später im Arbeitszeugnis nicht so leicht abweichen können.

Oder aber Sie wechseln selbst die Abteilung. Auch dann kann es strategisch klug sein, nach einem Zwischenzeugnis zu fragen. Das sollten Sie also vor allem dann tun, wenn die Chance auf eine gute Bewertung hoch ist. Einen Chef, der Sie nicht ausstehen kann, sollten Sie hingegen nur nach einem Zwischenzeugnis fragen, wenn es gar nicht anders geht…

Zwischenzeugnis anfordern

Sie können theoretisch ohne Angabe von Gründen ein Zwischenzeugnis anfordern. Besser aber, Sie führen einen guten Grund an, wenn Sie sich ein Zwischenzeugnis sichern wollen. Falls Sie einen guten Draht zu Ihrem Vorgesetzten haben, dann können Sie das einfach kurz unter vier Augen besprechen.

Ist Ihr Vorgesetzter nicht der richtige Ansprechpartner, wird er Sie an die Personalabteilung weiterleiten. Um Missverständnissen vorzubeugen, ist es sinnvoll, das Anliegen in einer Mail festzuhalten.

So könnte die E-Mail aussehen:

Betreff: Bitte um ein Zwischenzeugnis

Sehr geehrte Frau Schrödinger,

ich verabschiede mich am 01. Juni 2019 in meine Elternzeit. Zuvor würde ich mich aber gerne noch über meinen aktuellen Leistungsstand informieren. Daher bitte ich Sie um die kurzfristige Ausstellung eines qualifizierten Zwischenzeugnisses.

Mit besten Grüßen
Susi Sonnenschein

Aber was, wenn Sie erst zwei Jahre im Unternehmen tätig sind und keine guten Gründe auf Ihrer Seite haben? Wie können Sie dann diskret um ein Zwischenzeugnis bitten, ohne den Verdacht zu erwecken, sich anderweitig umzuschauen?

Das ist in der Tat schwierig. Sie könnten Ihrem Chef gegenüber ausdrücklich betonen, dass Sie auf keinen Fall wechseln wollen. Allerdings erinnert dieses Vorgehen unweigerlich an das Phänomen des rosa Elefanten. Wenn Ihnen jemand sagt: Denken Sie jetzt NICHT an einen rosa Elefanten! Dann ist das Erste, was Ihnen in den Sinn kommt, natürlich ein rosafarbenes Rüsseltier. Wenn Sie also zu oft beteuern, nicht wechseln zu wollen, dann denkt Ihr Chef: Er oder sie will wechseln!

Eine andere Möglichkeit wäre es, sich intern nach einer neuen Herausforderung umschauen zu wollen. Ihr Chef wird über den angepeilten Jobwechsel womöglich nicht erfreut sein. Dass Sie dem Unternehmen erhalten bleiben – geschenkt!

Sinnvoller wäre es da schon, Normalität vorzugaukeln. Zum Beispiel so:

  • Ich habe es bisher immer so gehandhabt, dass ich nach zwei Jahren um ein Zwischenzeugnis gebeten habe. Das sagt mir, wo ich stehe und ist daher wichtig für mich. Daher möchte ich Sie nun ebenfalls um ein Zwischenzeugnis bitten. Vielen lieben Dank!

Kleiner Hinweis: Dieses Motiv zieht bei Berufseinsteigern natürlich nicht.

Zwischenzeugnis Inhalt

Generell ähnelt ein Zwischenzeugnis vom Aufbau her dem „ganz normalen“ Arbeitszeugnis. Das Arbeitszeugnis ist in der Regel so strukturiert:

  • Überschrift
  • Stammdaten des Arbeitnehmers
  • Tätigkeitsbeschreibung des Arbeitnehmers
  • Beurteilung von Leistung und Sozialverhalten
  • Beendigungsgrund des Arbeitsverhältnisses
  • Schlussformel und Zukunftswünsche
  • Unterschrift und Datum
  • Firmenstempel (optional)
  • Firmendaten auf Firmenpapier

Fehlt die Beurteilung von Leistung und Sozialverhalten, dann kann man nicht von einem qualifizierten Arbeitszeugnis sprechen. Dann handelt es sich lediglich um ein einfaches Arbeitszeugnis.

Das sind die wesentlichen Merkmale eines Zwischenzeugnisses. Es…

  • ist in der Gegenwartsform geschrieben, nicht in der Vergangenheit.
  • nennt kein Beschäftigungsende.
  • beurteilt Leistung und Sozialverhalten.
  • ist wohlwollend und wahr.
  • enthält einen Dank für die bisherige Zusammenarbeit.

Zwischenzeugnis Formulierungen

Das Zwischenzeugnis hat generell einen hohen Stellenwert. Denn: Bei einem abschließenden Arbeitszeugnis darf der Arbeitgeber nicht so stark von den Beurteilungen abweichen. Es sei denn, es gibt einen triftigen Grund dafür.

Salopp könnte man sagen: Das Zwischenzeugnis ist die halbe Miete. Wer sich ein wohlwollendes Zwischenzeugnis holt, betreibt Zukunftssicherung. Und mehr noch: Einem Arbeitgeber mit gutem Zwischenzeugnis kann sogar schwieriger wegen personen- oder verhaltensbedingter Gründe gekündigt werden.

Umso wichtiger, dass Arbeitnehmer ihre Beurteilungen im Zwischenzeugnis richtig dechiffrieren können. Hier zwei beispielhafte Formulierungen zum Einstieg:

  • Herr Müllermann ist seit dem 1. Januar 2019 in unserem Unternehmen als Marketing Manager beschäftigt.
  • Herr Müllermann ist seit dem 1. Januar 2019 für unser Unternehmen als Marketing Manager tätig.

Was klingt für Sie besser? Ganz klar Variante 2! Sie ist aktiv formuliert, wirkt dynamischer, positiver. Zwar muss es sich bei Variante 1 nicht zwangsläufig um böse Absicht oder einen negativen Geheimcode handeln. Der Leser könnte ihn aber als solchen deuten. Achten Sie daher auf solche Formulierungen und lassen Sie sie nach Möglichkeit ausbessern.

Schlussformel Zwischenzeugnis

Die Schlussformel im Zwischenzeugnis könnte so lauten:

  • Das Zwischenzeugnis wurde auf Wunsch von Herrn Müllermann ausgestellt.

Darin verbirgt sich zwar keine offensichtlich negative, aber in keinem Fall eine positive Andeutung. Zumindest lässt sie Raum für Spekulationen. Vielleicht scheidet Herr Müllermann aus dem Unternehmen aus, weil er schlechte Leistungen erbracht hat.

Ehrlicher wäre diese Schlussformel. Sie würde wenigstens Unklarheiten beseitigen:

  • Dieses Zwischenzeugnis wird auf Wunsch von Herrn Müllermann ausgestellt, da das Arbeitsverhältnis zum 31.12.2020 betriebsbedingt endet.

Eine wohlwollendere Schlussformel wäre:

  • Das Zwischenzeugnis wurde Herrn Müllermann aufgrund eines Wechsels seines Vorgesetzten ausgestellt.

Positiv ist zudem, wenn das Unternehmen dem Arbeitnehmer für dessen bisherige Leistungen dankt und seine Wünsche für die Zukunft zum Ausdruck bringt:

  • Wir möchten uns an dieser Stelle ausdrücklich für die von Herrn Müllermann bislang geleistete sehr gute Arbeit bedanken. Wir wünschen uns eine weiterhin gute und lange Zusammenarbeit.

Alle Formulierungen auf einen Blick

Zwischenzeugnis FormulierungenDamit entschlüsseln Sie JEDES Zwischenzeugnis:

Zwischenzeugnis Tipps

Arbeitnehmer sollten diese Aspekte im Blick behalten, wenn sie sich ein Zwischenzeugnis ausstellen lassen:

  1. Kompetenzen

    Das Zwischenzeugnis sollte möglichst DIE Kompetenzen nennen und unterstreichen, die der potenziell neue Arbeitgeber sucht. Und jene, die sich der Bewerber selbst zuschreibt – in seinem Anschreiben beispielsweise.

  2. Lebenslauf

    Die Angaben im Zwischenzeugnis und im Lebenslauf sollten übereinstimmen. Falls sich zum Beispiel die Zeitangaben einer Beschäftigung nicht decken, ist das verdächtig – und für den Personaler möglicherweise ein Indiz, dass man dem Bewerber nicht trauen kann.

  3. Zeitverlauf

    Im Fußball würde man von der Formkurve sprechen. Auch Ihre Leistungen schwanken sicherlich. Ein gutes Zeichen wäre es, wenn sich die Leistungen des Arbeitnehmers im Laufe der Zeit verbessert oder wenigstens nicht verschlechtert haben. Dem jüngsten Zwischenzeugnis kommt also eine größere Bedeutung zu als dem ältesten.

  4. Wertschätzung

    Ein dahingeworfenes Blatt mit ein paar Sätzen zeugt nicht gerade von Wertschätzung. Auf die Details kommt es (auch) an. Wurde das Zwischenzeugnis auf Firmenpapier geruckt? Fehlt die Unterschrift? Wie viel – oder wenig – Mühe hat sich der Arbeitgeber damit gemacht?

Zwischenzeugnis Muster

Ein gutes bis sehr gutes Zwischenzeugnis zur Vorlage finden Sie hier: WORD.

Ein gutes bis sehr gutes Zwischenzeugnis zur Vorlage finden Sie hier: PDF.

Beispiel Zwischenzeugnis

Herr Michael Mertens, geboren am 29.02.1964, wohnhaft in Fantasiestadt, ist sei dem 01.02.2019 in unserem Unternehmen als _______________ beschäftigt.

In dieser Tätigkeit nimmt Herr Martens folgende Aufgaben wahr:

– XXX
– YYY
– ZZZ

Herr Mertens zeichnet sich durch sehr gute Fachkenntnisse und ein hohes Maß an Eigeninitiative und Leistungsbereitschaft aus. Alle Aufgaben erledigt er stets gewissenhaft, systematisch und zu unserer vollsten Zufriedenheit. Dabei geht er stets über das geforderte Maß hinaus und beweist auch in Zeiten hoher Belastung und angespannter Terminlage seine Zuverlässigkeit und hohe Ergebnisqualität.

Durch den hohen Einsatz und seine zielstrebige und umsichtige Art hat Herr Mertens sehr gute und nachhaltige Beziehungen zu unseren Kunden aufgebaut. Sein professionelles Auftreten hat einen großen Anteil an zahlreichen erfolgreichen Vertragsabschlüssen in der Vergangenheit.

Besonders hervorzuheben ist seine erfolgreiche Mitarbeit im Projekt Alpha, in dem er die Teamleitung übernommen hat und das zu einer positiven Umsatzentwicklung um XY Prozent beiträgt.

Herr Mertens erhält dieses Zwischenzeugnis, da demnächst ein Wechsel seines Vorgesetzten stattfinden wird. Wir danken ihm ausdrücklich für seine sehr gute Mitarbeit und wünschen uns eine weitere lange gute Zusammenarbeit.

Ort, Datum
Unterschrift

Alternativen zum Zeugnis

Arbeitszeugnisse können langweilen. Immer die gleichen Floskeln, immer die gleichen Textbausteine und eine Aussagekraft, die gegen Null tendiert.

Aber es gibt Alternativen. Um einen Mitarbeiter zu bewerten, muss man gar kein Zeugnis ausstellen. Bewerber können bei ihrer Bewerbung auch andere Dokumente vorlegen.

Das sind die wichtigsten Alternativen zum Zwischenzeugnis:

  1. Mitarbeiterbeurteilung

    Sie bietet sich vor allem für Führungskräfte an. Sie können die Beurteilungen ihrer Mitarbeiter – sofern überwiegend positiv – in die Bewerbung integrieren. Auch Arbeitnehmer ohne Führungsverantwortung können eine Mitarbeiterbeurteilung nutzen. Fiel sie wohlwollend aus, können sie sie guten Gewissens vorzeigen.

  2. Tätigkeitsbeschreibung

    Statt eines Zeugnisses können Sie sich vom Arbeitgeber auch eine Tätigkeitsbeschreibung ausstellen lassen. Diese veranschaulicht, welche Tätigkeiten Sie konkret ausüben. So kann ein potenziell neuer Arbeitgeber abschätzen, was Sie machen und was Sie auszeichnet. Tätigkeitsbeschreibungen sind eine Möglichkeit, um den Zeugnisschablonen zu entkommen.

  3. Referenzen

    In den USA brauchen Sie sich ohne Referenzen gar nicht erst bewerben. In Deutschland sind sie nicht Pflicht – können aber entscheidende Pluspunkte bringen. Es ist absolut empfehlenswert, der Bewerbung ein Empfehlungsschreiben beizulegen. Heutzutage geht es sogar noch viel einfacher. In Business-Netzen wie Linkedin können Sie ebenfalls Referenzen sammeln.

  4. [Bildnachweis: Syda Productions by Shutterstock.com]

Jobs Düsseldorf: Aktuelle Stellenangebote in Düsseldorf und Umgebung

Jobs in Düsseldorf gibt es in Hülle und Fülle. Dabei steht Düsseldorf manchmal im Schatten seines rheinischen Bruders Köln. Dies ist üblicherweise im Karneval oder im Fußball so. Trotzdem ist Düsseldorf eine Macht – kulturell und wirtschaftlich. Die Stadt ist ein Anziehungspunkt für Startup-Gründer und Medienschaffende, Händler und Investoren. Jobs Düsseldorf: Hier finden Sie garantiert welche…

Jobs Düsseldorf: Die Stadt

Jobs in Düsseldorf gab es früher vor allem in der Versicherungsbranche. Früher nämlich war Düsseldorf der sogenannte Schreibtisch des Ruhrgebiets. Heute ist die Stadt weit mehr als das. Heute ist Düsseldorf ein regionales Wirtschaftszentrum, Hotspot für Mode und Handel, Versicherungen und Startups.

Der imposante Kö-Bogen ist drauf und dran, dem Rheinturm den Rang als oberstes Wahrzeichen den Rang abzulaufen. Dann gibt es da noch den trendigen Medienhafen, die elegante Königsallee sowie die Altstadt, die als längste Theke der Welt Eingang in die rheinische Folklore gefunden hat. Düsseldorf ist ein Shopping-Paradies und wegen seines Flughafens logistischer Knotenpunkt.

Arm an gehobenen Wohngegenden ist die Stadt ebenfalls nicht. Zu nennen wären etwa Niederkassel und Oberkassel, Angermund und Kaiserswerth. Hipper ist das schon das studentische Flingern. Beliebte Wohngegenden sind zudem Derendorf, Bilk oder Benrath. Günstiger wird es in Oberbilk und Wersten, völlig verrufen sind Eller und Garath im Düsseldorfer Süden.

Jobs Düsseldorf: Der Arbeitsmarkt

Wenn die Nachbarn aus dem Ruhrgebiet zu ihrem reichen Nachbarn nach Süden schauen, müssten sie vor Neid rot anlaufen. Düsseldorf ist in einer geradezu luxuriösen Situation, wenn man die Stadt mit Oberhausen, Duisburg oder Gelsenkirchen vergleicht.

Das gilt erst recht in Bezug auf den Arbeitsmarkt. Im Februar 2020 betrug die Arbeitslosenquote in Düsseldorf 6,8 Prozent. In der 600.000-Einwohner-Stadt gibt es nur ca. 23.000 Arbeitslose. Und es sind nur 6.000 mehr als in Gelsenkirchen – einer Stadt, die mit 260.000 nicht einmal die Hälfte der Düsseldorfer Einwohnerzahl aufweist.

Auch zeichnet sich die Region Düsseldorf nach Zahlen der NRW-Bank durch eine sehr hohe Arbeitsplatzdichte aus. So kamen im Jahr 2016 auf 100 Einwohner fast 71 Erwerbstätige mit einem Job in Düsseldorf. In keiner anderen Region Nordrhein-Westfalens ist die Arbeitsplatzdichte ähnlich hoch. Gute Aussichten also für alle, die ihrem Lebenslauf ein imposantes Mosaikteilchen hinzufügen wollen.

Im Sommer 2017 gab es 594.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte – 66.400 mehr als zehn Jahre zuvor. Neue Jobs in Düsseldorf entstanden seitdem fast ausschließlich im Dienstleistungssektor.

Viele neue Jobs in Düsseldorf entstanden und entstehen hier:

Alleine im Bereich der freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen hatten 2018 rund 28.000 Menschen mehr als noch 2008 Jobs in Düsseldorf. Neue Jobs in Düsseldorf wurden auch im Gesundheits- und Sozialwesen (Erzieher), in Reinigungs-, Wach- und Sicherheitsunternehmen aufgebaut.

Im verarbeitenden Gewerbe gingen dagegen Jobs in Düsseldorf verloren. Auch Finanz- und Versicherungsdienstleister bauten in den letzten zehn Jahren 2.700 Stellen ab.

Jobs Düsseldorf: Einstiegsgehälter und Gehaltsniveaus

Jobs in Düsseldorf bringen einem vollzeitbeschäftigten Arbeitnehmer 3.882 Euro monatlich. So sagt es der Gehaltsatlas der Bundesagentur für Arbeit. Akademiker mit Jobs in Düsseldorf kommen sogar auf über 5.200 Euro. Bei den Angaben handelt es sich jeweils um das Medianeinkommen. Die eine Hälfte liegt darüber, die andere Hälfte darunter.

Zum Vergleich: In Köln sind es 3.696 Euro, in Duisburg nur 3.467. Düsseldorf liegt sogar knapp über der Provinzmetropole Bonn. Die verspricht ein Mediangehalt von 3.857 Euro.

Vor allem für Juristen lohnt sich der Berufseinstieg in Düsseldorf. Hier können sie laut gehalt.de mit einem Einstiegsgehalt von über 62.000 Euro rechnen. Höher sind sie nur in Frankfurt am Main.

Für IT-Führungskräfte ist Düsseldorf das Eldorado. Ihr Gehaltsniveau liegt laut Kienbaum-Vergütungsreport bei 116 Prozent des bundesweiten Durchschnitts. So hoch ist es in keiner anderen Stadt.

Die wichtigsten Arbeitgeber in Düsseldorf

Von den 265 größten Familienunternehmen Nordrhein-Westfalens sitzen nach Berechnungen des Portals Die deutsche Wirtschaft 21 in Düsseldorf – mehr als in jeder anderen Stadt. Dahinter kommen Köln (15), Bielefeld (11), Essen (9) und Mönchengladbach (8).

Das sind die wichtigsten Arbeitgeber, die Jobs in Düsseldorf schaffen:

  • Henkel (Konsumgüter)
  • Daimler (Automobil)
  • Metro AG (Großhandel)
  • Metro Cash & Carry (Handel)
  • Ceconomy (Elektronikhandel)
  • Droege Group (Beratung & Investment)
  • SMS Group (Anlagenbau)
  • C&A (Mode)
  • Intersnack Gruppe (Lebensmittel)
  • Peek & Cloppenburg (Mode)
  • Ergo Group (Versicherung)
  • Rheinmetall AG (Rüstung)
  • GEA Group (Anlagenbau)
  • Adecco Personaldienstleistungen
  • Uniper SE (Energie)
  • Gerresheimer AG (Spezialglas)
  • Vodafone (Telekommunikation)
  • Klüh Service Management (Facility Management)
  • DIS AG (Personaldienstleister)
  • Parfümerie Douglas (Einzelhandel)
  • Sonepar Deutschland (Elektrogroßhandel)
  • Air Liquide (Industriegase)
  • Targobank (Finanzen)
  • Arag SE (Versicherung)
  • Sitel Group (IT-Dienstleister)
  • Vallourec Deutschland (Stahlrohre)
  • HSBC Trinkaus & Burkhardt (Finanzen)
  • Rheinbahn AG (Verkehr)
  • Electronic Partner (Handel)
  • Provinzial Versicherung
  • Alltours Flugreisen (Tourismus)
  • McKinsey (Unternehmensberatung)
  • Flughafen Düsseldorf (Logistik)
  • Bau- und Liegenschaftsbetrieb Nordrhein-Westfalen (Immobilien)
  • Information und Technik Nordrhein-Westfalen IT.NRW (IT-Dienstleister)
  • L’Oreal Deutschland (Kosmetik)
  • Rheinischer Sparkassen- und Giroverband
  • Ketchum Pleon (Werbung/PR)
  • AT Kearney Deutschland (Unternehmensberatung)
  • QVC Handel
  • Victoria Lebensversicherung AG
  • Teekanne GmbH (Lebensmittel)
  • Handelsblatt Media Group
  • Huawei Technologies Deutschland
  • Trivago (IT-Unternehmen)
  • Portigon (Finanzen)
  • Deloitte Consulting
  • NRW Bank
  • Rheinische Post (Medien)
  • Stadtwerke Düsseldorf
  • Arla Foods (Lebensmittel)

Jobs in Düsseldorf: Karriereaussichten und Wirtschaft

Düsseldorf ist eine Dienstleistungsstadt. 81,7 Prozent aller Beschäftigten sind im Dienstleistungssektor tätig. 81,3 Prozent der regionalen Bruttowertschöpfung entfielen zuletzt auf die Dienstleistungsbereiche.

Die meisten Düsseldorfer arbeiten im Handel – über 90.000 Menschen. Immerhin haben die Handelsriesen Metro und Ceconomy ihren Sitz am Rhein, außerdem Unternehmen wie Douglas oder Electronic Partner.

Vor allem in diesen Branchen kann man mit einer Stelle in Düsseldorf Karriere machen:

  • Handel
  • Mode
  • Kreativwirtschaft (Werbung)
  • Kommunikation
  • Medien
  • Finanzen/Versicherungen
  • Unternehmensdienstleistungen
  • Messe
  • Telekommunikation
  • Chemie

Viele Branchen sind darunter, in denen die Altersgruppe zwischen 25 und 40 dominiert. Das wirkt sich auch auf die Altersstruktur aus. Düsseldorf ist eine vergleichsweise junge Stadt.

Und eine, in der es große Konkurrenz gibt. Jeder vierte Einwohner hat einen akademischen Abschluss in der Tasche. Darunter sind viele selbstständige Rechts- und Steuerberater, Ingenieure, Werber und Marktforscher.

Das verarbeitende Gewerbe ist in der Stadt relativ schwach ausgeprägt. Das heißt aber nicht, dass es nicht vorhanden wäre. In der Region gibt es immerhin rund 150 Hersteller von Metallerzeugnissen mit mindestens 20 Beschäftigten. Der Maschinenbau ist mit 73 Betrieben vertreten. Und das Daimler-Werk, in dem Mercedes-Sprinter produziert werden, ist auch noch da.

Pro Kopf erwirtschaften die Düsseldorfer ein BIP von 79.600 Euro. Das ist spitze in Nordrhein-Westfalen. Zum Vergleich: Der nahe Kreis Mettmann kommt nur auf ein BIP pro Kopf von 38.900 Euro.

Marketing Jobs: 20 Werbeagenturen in Düsseldorf

Jobs Duesseldorf MarketingDüsseldorf ist ein Marketing-Mekka. Jobs in Düsseldorf gibt es für Werbetexter, Projektmanager, Produktmanager, Grafikdesigner, Marketing Manager, Mediengestalter oder Kauffrau für Dialogmarketing.

Hier sind 20 große und kleine Werbeagenturen mit Sitz oder Niederlassung in Düsseldorf – und vielen Stellenangeboten speziell für Werber:

  • TBWA/Düsseldorf
  • Omnicom Media Group
  • Scholz and Friends
  • DDB Germany
  • Grey Deutschland
  • Saatchi and Saatchi
  • Havas
  • T.W.O.
  • Dentsu Aegis Network
  • Butter
  • Echtzeit
  • Weis Communications
  • Wunderman Düsseldorf
  • Moon
  • Agentur Magellan
  • Onelio
  • Niehaus, Knüwer and Friends
  • Werbejunge
  • Taskom
  • April 5

Düsseldorf: Kosten, Lebenshaltung, Mietpreise

Düsseldorf gilt als teure Stadt, hat bisweilen sogar den Ruf einer Luxus-Stadt. Kaum verwunderlich also, dass die Mieten nicht gerade günstig sind. Von 2014 bis 2017 stiegen die Mieten laut Wohnungsmarktbericht der Stadt Düsseldorf in allen Wohnungsgrößen in Mehrfamilienhäusern weiter an.

Die Mieten in Wohnungen zwischen 65 und 80 Quadratmeter wuchsen um 11,8 Prozent, die in Wohnungen von 95 bis 110 Quadratmetern sogar um 12,3 Prozent. So betrug die mittlere Nettokaltmiete für Wohnungen von 65 bis 80 Quadratmeter 9,55 Euro. 2014 lag dieser Wert noch bei 8,56 Euro.

Hinzu kommt, dass der Wohnungsbau in der Stadt nur schleppenp vorankommt und auch Bauland immer teurer wird. 2017 stiegen die Preise für unbebaute Grundstücke um 7,9 Prozent.

Laut Immobilienplattform Immowelt betragen die Durchschnittsmieten in Düsseldorf – je nach Wohnungsgröße – zwischen zehn und zwölf Euro pro Quadratmeter. Single-Wohnungen findet man vor allem in Pempelfort, Derendorf, Stadtmitte und Friedrichstadt.

Jobs Düsseldorf: Kontaktdaten und Servicestellen

Sie wollen sich in Düsseldorf selbstständig machen, Ihre Steuererklärung abgeben oder Jobs in Düsseldorf suchen? Die wichtigsten Servicestellen hat Karrieresprung übersichtlich für Sie zusammengefasst:

  • Ihr Finanzamt in Düsseldorf finden Sie hier.
  • Das Jobcenter Düsseldorf finden Sie hier.
  • Die IHK Düsseldorf finden Sie hier.
  • Die Handwerkskammer Düsseldorf finden Sie hier.
  • Die Wirtschaftsförderung Düsseldorf finden Sie hier.
  • Jobs in Düsseldorf finden Sie in unserer Jobbörse.
[Bildnachweis: RossHelen by Shutterstock.com]

Deckblatt Bewerbung: Kostenlose Vorlagen und die besten Tipps

Deckblatt Bewerbung Tipps

Gute Frage: Deckblatt Bewerbung – ja oder nein? Ob Sie Ihre Bewerbungsunterlagen mit einem Deckblatt schmücken, bleibt ganz alleine Ihnen überlassen. Ein ungeschriebenes Gesetz dazu gibt es nicht. Manche HR-Entscheider mögen Deckblätter, da sie Übersicht schaffen und der Bewerbung eine persönliche Note verleihen. Andere verabscheuen sie, weil überflüssig, zeitraubend, nichtssagend. Wir stellen alle Argumente pro und contra Deckblatt in der Bewerbung gegenüber – und sagen Ihnen, worauf Sie achten müssen, wenn Sie sich für eines entscheiden…

Deckblatt Bewerbung Muster

So könnte das Deckblatt für Ihre Bewerbung aussehen – zwei kostenlose Vorlagen für Sie zur Inspiration und Bearbeitung als PDF und Word-Dokument. Einfach auf die Vorschau oder den Link klicken:

Muster Deckblatt Bewerbung

Dieses Deckblatt Bewerbung als PDF.

Vorlage Deckblatt Bewerbung

Dieses Deckblatt Bewerbung als PDF

Deckblatt Bewerbung Definition

Das Deckblatt in der Bewerbung ist kein Muss, sondern eine Zugabe. Man kennt es bisweilen auch als…

  • Titelbild
  • Bewerbungsdeckel
  • Deckseite

Aber schon bei der Bezeichnung beginnen die Missverständnisse. Ein Deckblatt ist nämlich kein Deckblatt im wörtlichen Sinne. Es liegt nicht oben auf der Bewerbungsmappe, sondern dem Lebenslauf obenauf.

In der Bewerbungsmappe liegt das Anschreiben ganz oben, dann kommt das Deckblatt, danach der Lebenslauf und dann alles Weitere. Bei der E-Mail-Bewerbung ist es genauso. Im Bewerbungs-PDF, in dem Sie alle Unterlagen zusammengefasst haben, erscheint das Anschreiben zuerst, danach folgt das Deckblatt – sofern Sie sich für eines entschieden haben.

Natürlich bleibt die Anordnung im Prinzip jedem Bewerber selbst überlassen. Sie können das Deckblatt auch allen Bewerbungsunterlagen voranstellen. Aber dies könnte ein Fehler sein. Denn die Kür Ihrer Bewerbung ist und bleibt – Deckblatt hin oder her – das Bewerbungsschreiben.

Im Anschreiben stellt der Bewerber heraus, warum er den Job haben will und was ihn auszeichnet. Das Anschreiben ist allemal wichtiger als ein optisch ansprechendes Deckblatt. Ein Deckblatt dagegen bleibt immer Beiwerk. Es hat eine gestaltende Funktion, eine dekorative. Und es schafft einen ersten Überblick, dient der besseren Wiedererkennung. Das Deckblatt kann eine Bewerbung abrunden.

Wenn Sie sich für ein Deckblatt entscheiden, dann sollten Sie sich bei der Gestaltung, bei Design, Farben und Inhalt aber auch Mühe geben. Wer in gestalterischen Fragen dagegen kein Könner ist, lässt es vielleicht lieber ganz weg.

Ob Sie sich für oder gegen ein Deckblatt entscheiden, ist ganz allein Ihre Sache. Folgende Vor- und Nachteile sollten Sie abwägen…

Deckblatt Bewerbung Vorteile

Diese Punkte sprechen FÜR ein Deckblatt in der Bewerbung:

  • Es gibt Struktur

    Ein Deckblatt kann einer Bewerbung Struktur verleihen. Ist es gut aufgebaut und gestaltet, wirkt Ihre Bewerbung gleich ein Stückchen durchdachter und überlegter.

  • Es betont Ihre Individualität

    Individuell sollte jede Bewerbung sein – das haben Sie vermutlich schon einmal gehört. Und es stimmt ja auch. Ein Deckblatt kann für Ihre Bewerbung das i-Tüpfelchen sein, ihr eine spezielle Note geben. Sie können damit Interesse wecken und sich von der Konkurrenz abheben. Das ist speziell dann eine Option, wenn Sie mutmaßlich viele Konkurrenten oder nur schlechte Chancen auf den Job haben.

  • Es schafft Platz

    In Ihrem Lebenslauf können Sie sich nun voll und ganz Ihren beruflichen Stationen und Erfolgen widmen. Ein Deckblatt kann Platz und Freiräume schaffen.

  • Es dient der Übersicht

    Für den Personaler ist Übersichtlichkeit ein entscheidendes Kriterium. Wer ist der Bewerber, wie sieht er aus, für welche Stelle bewirbt er sich? Das Deckblatt eignet sich dafür perfekt.

Deckblatt Bewerbung Nachteile

Diese Punkte sprechen GEGEN ein Deckblatt in der Bewerbung:

  • Es führt zu Dopplungen

    Ein Deckblatt kann Sie zu Redundanzen verleiten. Das bedeutet für den Empfänger zusätzlichen Zeitaufwand – und Zeit verliert in einem stressigen Job niemand gerne. Auch könnte es eitel wirken, das eigene Foto gleich zweimal in den Bewerbungsunterlagen zu platzieren – auf dem Deckblatt und im Lebenslauf. Und die doppelte Nennung von Name oder Adresse ist ebenfalls überflüssig.

  • Es ist Ballast

    Wenn Sie eine gut strukturierte, übersichtliche Bewerbung zusammengestellt haben, brauchen Sie im Prinzip kein Deckblatt mehr. Überflüssiger Ballast! Haben Sie hingegen Zweifel, könnte es für mehr Klarheit beim Empfänger sorgen.

  • Es irritiert den Empfänger

    Auch wenn Sie sicherlich ganz bezaubernd aussehen: Die prominente Platzierung des Bewerbungsfotos kann den Leser abschrecken. Vielleicht gefällt ihm Ihre Nasenspitze nicht, Ihre Frisur oder die Kleidung, die Sie tragen. All das kommt auf einem Deckblatt besonders gut zur Geltung. Sie sollten die Wirkung des Bewerbungsfotos – und persönliche Befindlichkeiten im Bewerbungsprozess niemals unterschätzen!

Fazit: Für ein Deckblatt in der Bewerbung spricht einiges, gegen ein Deckblatt vielleicht noch ein bisschen mehr. Das sah auch die Mehrheit der Personaler so, die das Karriereblog Karrierebibel zu dem Thema befragt hatte. Sie sprach sich mehrheitlich gegen ein Deckblatt aus.

75 Prozent lehnten es ab, nur 25 Prozent fanden es hilfreich. Andererseits: Die Ja-Sager stellen immerhin ein Viertel. Vor allem, wenn die Bewerbung sehr umfangreich und das Deckblatt gut gemacht ist, findet es auch Beachtung – und kann Bonuspunkte einbringen.

Deckblatt Bewerbung Inhalt

Das kommt auf die ausgeschriebene Stelle und Ihre Persönlichkeit an. Die wesentlichen Inhalte des Deckblatts aber sind immer gleich. Es handelt sich um diese:

  • Überschrift

    Ganz oben auf der Seite steht ganz einfach: Bewerbung oder Bewerbungsunterlagen. Die Überschrift ist optisch hervorgehoben.

  • Position

    Auf welche Stelle bewerben Sie sich? Die angestrebte Position (evtl. mit Referenznummer) gehört aufs Deckblatt. Die Info ist insbesondere dann nützlich, wenn der Arbeitgeber gerade eine ganze Reihe neuer Stellen schafft und ausschreibt. Auch die Angabe, bei wem Sie sich bewerben, steht hier. Größter Pluspunkt: Damit machen Sie klar, dass Sie keine Massen-, sondern eine individuelle Bewerbung angefertigt haben.

  • Bewerbungsfoto

    Ein Deckblatt ohne Bewerbungsfoto ergibt nur bedingt Sinn. Wenn Sie schon zusätzlichen Platz schaffen, sollten Sie ihn auch nutzen. Ein Foto gibt Ihrer Bewerbung ein Gesicht, macht sie persönlicher. Ob Sie das Foto links, rechts oder mittig platzieren, hängt vom Layout ab. Wichtig: Sie sollten auf dem Foto immer in die Seite hineinschauen und nicht heraus.

  • Kontakdaten

    Das sind wesentliche Angaben, die den Informationsgehalt erhöhen: Name, Adresse, Telefonnummer, E-Mail-Adresse, evtl. Ihre Webseite oder Ihr Blog.

  • Anlagenverzeichnis

    Ein Anlagenverzeichnis (oder Inhaltsverzeichnis) macht sich sehr gut auf einem Deckblatt. Sie schafft Übersicht und Struktur. Listen Sie also auf, was alles in Ihrer Bewerbung steckt – Anschreiben, Lebenslauf, Zeugnisse, sonstige Anlagen. Und achten Sie darauf, das die Reihenfolge der von Ihnen aufgeführten Anlagen jener entspricht, in der die Unterlagen hinterher auch zu finden sind.

Noch mal der Hinweis auf den Wiedererkennungswert: Sieht der Personaler Ihr Deckblatt, dann erinnert er sich später vielleicht leichter wieder an Sie. Das kann ein Vorteil sein. Immerhin geht es in einer Bewerbung ja immer auch darum, Aufmerksamkeit zu erregen und Neugier und Interesse des Personalers zu wecken.

Der Personaler kann das Deckblatt also als Eye-Catcher wahrnehmen – und als zusätzlichen Service. Dies ist für ihn ein Mehrwert. Merke: Auch Personaler mögen es, wenn ihnen Arbeit abgenommen wird.

Deckblatt Bewerbung Tipps

Deckblatt Bewerbung: Diese Tipps können Ihnen helfen, ein rundum gelungenes Deckblatt zu erstellen…

  1. Seriosität

    Stellen Sie sich vor, Sie schreiben eine blitzsaubere Bewerbung und führen alle notwendigen Qualifikationen auf. Und dann vermasseln Sie sich alles mit einem infantilen Deckblatt. Grundsätzlich: Halten Sie das Deckblatt seriös, klar, übersichtlich. Überladen Sie es nicht inhaltlich und verzichten Sie auf allzu gewagte Design-Spielereien. Dazu zählen bunte Farben, ungewöhnliche Schriftarten oder abenteuerliche Muster. Das ist für den Leser im besten Fall anstrengend – und wirkt im schlimmsten Fall peinlich.

  2. Bezugnahme

    Das ist ein echter Mehrwert für jedes Personalbüro. Nennen Sie den konkreten Ansprechpartner im Unternehmen – und/oder die Referenznummer oder Kennziffer der Stellenanzeige. Am besten an einer prominenten, gut sichtbaren Stelle, an der man die Info nicht übersehen kann. Es erleichtert dem Empfänger die Arbeit.

  3. Kontakdaten

    Auch Ihre eigenen Daten sollten auf dem Deckblatt gut sichtbar sein. Und kontrollieren Sie unbedingt, ob Sie alles korrekt geschrieben haben: Name, Anschrift, E-Mail-Adresse. Ist Ihnen womöglich ein Buchstabendreher (bzw. Zahlendreher) in der Mobilfunknummer unterlaufen? Dann wird Sie der Personaler nicht erreichen, wenn er das versuchen sollte. Also: Alle Angaben sorgfältig checken.

  4. Motto

    Wenn Sie sich fest vorgenommen haben, im Gedächtnis des Entscheiders haften zu bleiben, dann geben Sie Ihrer Bewerbung ein Motto oder einen Slogan – und schreiben ihn auf das Deckblatt. Wählen Sie aber sorgfältig aus und verfallen Sie nicht in Klamauk. Und bitte auch keine abgedroschene Floskel oder ein inflationäres Zitat verwenden – das könnte böse nach hinten losgehen.

  5. Test

    Wie sieht alles in gedruckter Form aus? Gerade bei einem Deckblatt könnten Sie eine unangenehme Überraschung erleben, wenn Sie es ungeprüft drucken und verschicken. Farben, Struktur, Foto, Größe der Elemente – ist alles so, wie Sie es sich vorgestellt haben? Lieber auf Nummer sicher gehen, einen Testdruck machen und mit Argusaugen draufschauen.

So sammeln Sie Pluspunkte!

Deckblatt Bewerbung modernDas Für und Wider haben wir Ihnen ja bereits genannt. Manche lieben Deckblätter, die meisten wohl eher nicht. Es gibt aber noch einen ganz grundsätzlichen Aspekt, den Sie bedenken sollten: Das Aussehen ist Trumpf!

Die Ruhr-Universität Bochum fand in einer Umfrage unter Personalern heraus, dass die Optik von Anschreiben und Lebenslauf für zwei Drittel ein wichtiges Entscheidungskriterium ist. Und dass nur 16,2 Prozent von ihnen die eingereichten Bewerbungsmappen als ansprechend empfinden.

Das bedeutet: Der äußere Eindruck zählt. Mit einem Deckblatt können Sie die Optik manchmal maßgeblich verbessern. Für Sie eine große Chance!

Beim Anschreiben legen 65,3 Prozent der Befragten Wert auf eine Formatierung nach DIN 5008. 84,1 Prozent halten es für wichtig, dass das Anschreiben nicht länger als eine DIN A4-Seite ist. 65,4 Prozent sind von Rechtschreib- und Grammatikfehlern überhaupt nicht angetan.

Der Lebenslauf wiederum sollte in erster Linie übersichtlich sein. 65,4 Prozent der Personaler präferieren die amerikanische Variante, möchten also die aktuelle Position ganz oben sehen. 72 Prozent finden kurze Stichpunkte zu den wichtigsten Aufgaben und beruflichen Erfolgen wünschenswert.

Und das Deckblatt? Zu den Erfolgsgaranten zählt es nicht. Aber immerhin 31,8 Prozent der Personaler – und damit fast jeder Dritte – sehen darin einen Mehrwert. Voraussetzung: Es ist optisch ansprechend gestaltet. Bewerber können mit einem Deckblatt also durchaus Pluspunkte sammeln.

Deckblatt Fazit

Das Deckblatt ist erstens ein Werkzeug zum Selbstmarketing. Und zweitens ein Tool, das dem Empfänger die Arbeit erleichtern soll.

Weil es so prägnant ist, beinhaltet es aber auch ein Risiko: Ein schlechtes Deckblatt kann für einen negativen ersten Eindruck sorgen und Ihre Chancen auf den Traumjob erheblich schmälern.

Alles in allem bleibt es Geschmacksache. Wenn Sie sich für ein Deckblatt entscheiden, sollten Sie es vorher probeweise ausdrucken und auch von Freunden oder Verwandten einmal gegenlesen lassen – und nach ihrer Meinung fragen.

Grundsätzlich gilt: Investieren Sie ausreichend Zeit und Geduld in jede einzelne Bewerbung – ob mit Deckblatt oder ohne.

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[Bildnachweis: Syda Productions by Shutterstock.com]

Anschreiben Bewerbung: Beispiele, Gratis-Muster und die besten Tipps

Anschreiben Bewerbung Aufbau Inhalt Formulierungsbeispiele Tipps

Am Anschreiben beißen sich viele Bewerber die Zähne aus. Nicht jedem liegt es, schriftlich darzulegen, warum man der beste Bewerber für die ausgeschriebene Stelle ist. Doch wer das kann, hat gute Chancen, das Interesse des Personalers zu wecken – und in die nächste Runde zu kommen. Wie sieht ein gutes Anschreiben aus? Worauf muss ein Bewerber achten? Wir zeigen es Ihnen…

Anschreiben Bewerbung Muster

Jedes Anschreiben sollte individuell an das jeweilige Unternehmen angepasst werden. Der Personaler möchte nicht den Eindruck gewinnen, er halte Massenware in der Hand.

Von einem gelungenen Anschreiben inspirieren lassen kann man sich aber sehr wohl. Darum haben wir Ihnen ein paar Vorlagen vorbereitet – als PDF und WORD-Dokument.

Anschreiben Bewerbung: Hier sind Muster für Azubis, Praktikanten, Werkstudenten und Führungskräfte…

Anschreiben Bewerbung Start

Ihr Anschreiben beginnt nicht mit dem Einstiegssatz. Es beginnt damit, dass Sie die Stellenanzeige aufmerksam lesen und verstehen (sofern es eine gibt und Sie keine Initiativbewerbung schreiben). Bevor Sie sich ans Laptop setzen, sollten Sie sich diese Fragen stellen:

  • Um welche Art von Unternehmen handelt es sich – auch in Bezug auf die Firmenkultur?
  • Welche Aufgaben kommen auf den Bewerber im Unternehmen konkret zu?
  • Welche Fähigkeiten muss der Bewerber unbedingt mitbringen?
  • Und welche Skills könnten darüber hinaus von Nutzen sein?
  • Was ist dem Unternehmen besonders wichtig?

Die Antworten sollten Sie vorab aus der Stellenanzeige herausfiltern. Beispielhaft haben wir uns eine fiktive Stellenanzeige eines Unternehmens überlegt – und wie Bewerber mit ihr umgehen sollten. Tipps dazu finden Sie im weiteren Verlauf des Artikels…

Stellenanzeige der kaffeemaschinenhersteller.de GmbH

Wir sind Teil eines internationalen Konzerns mit mehr als 15.000 Mitarbeitern und Marktführer im Vertrieb von Kaffeemaschinen über den deutschen und internationalen Einzelhandel. Für den Bereich Auftragsabwicklung suchen wir aufgrund unseres starken Wachstums schnellstmöglich eine/n

Teamleiter/in Auftragsabwicklung

Zu Ihren Aufgaben zählen:
Auftragserfassung/Fakturierung der eingehenden Aufträge
Bearbeitung des Schriftverkehrs
Entgegennahme von Bestellungen und Kundenanfrage, u.a. telefonisch
Koordinierung des Warenflusses
Teamführung

Ihr Profil sollte umfassen:
Sie arbeiten selbstständig und verantwortungsbewusst
Sie können mit MS Office umgehen
Fremdsprachenkenntnisse von Vorteil

Was wir Ihnen bieten:
Eine interessante Tätigkeit
Einen sicheren Arbeitsplatz
Leistungsbezogene Vergütung
Sehr gutes Betriebsklima

Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen mit Angaben zu Ihrer Gehaltsvorstellung und dem frühestmöglichen Eintrittstermin senden Sie bitte an folgende Adresse:
Kaffeemaschinenhersteller.de, Herrn Maxim Muster, Milchstraße 5, 12345 Kapseln, muster@kaffeemaschinenhersteller.de

Anschreiben Bewerbung Aufbau

Das Anschreiben besteht normalerweise aus neun Elementen. Es ist in dieser Reihenfolge aufgebaut:

  • Absender und Datum (oben rechts)
  • Betreffzeile
  • (Persönliche) Anrede
  • Einleitung (Motivation)
  • Hauptteil (Persönlichkeit und Kompetenzen)
  • Unternehmensbezug (Mehrwert für das Unternehmen)
  • Schlussteil (Vorstellungen und Termine)
  • Grußformel und Unterschrift
  • Anlagenverzeichnis

Wenn Sie den Namen des Ansprechpartners falsch oder Unsinn in die Betreffzeile schreiben, könnte Sie das schon aus dem Rennen katapultieren. Von entscheidender Bedeutung sind unter normalen Umständen aber die Hauptelemente: Einleitung, Hauptteil, Unternehmensbezug, Schlussteil. Die wichtigsten Tipps dazu kommen jetzt – Karrieresprung führt Sie Schritt für Schritt durchs Anschreiben

Anschreiben Bewerbung Einleitung

Zunächst gilt es, das Interesse des Empfängers zu wecken. Der Einstieg ist daher enorm wichtig. Beginnen Sie mit einem Knallbonbon. Das kann Ihr bestes Argument oder ein origineller Einstieg sein.

Optimalerweise lassen Sie schon zu Beginn Ihr Wissen über das Unternehmen und die Aufgabe einfließen. Zum Beispiel frische Zahlen, ein neues Produkt oder tagesaktuelle News über die Firma. So merkt der Leser unmittelbar: Hier habe ich es mit jemandem zu tun, der seine Hausaufgaben gemacht hat. Dabei aber nicht zu dick auftragen, das könnte nach hinten losgehen. Kurz und subtil, mehr als drei bis vier Zeilen stehen Ihnen dafür ohnehin nicht zur Verfügung.

Eine Möglichkeit: Sie stellen im Einleitungssatz Ihre Qualifikationen voran. Zum Beispiel so:

  • Als Teamleiter XY bei Firma ABC habe ich fünf Jahre Erfahrung in der Führung der kaufmännischen Abteilung gesammelt.

Sie können natürlich auch einen anderen Weg gehen – oder viel emotionaler einsteigen. Aber inhaltlich ist dieser Einstiegssatz schon sehr gut zu gebrauchen. Was Sie nicht gebrauchen können: eine Floskel zu Beginn à la Mit Interesse habe ich Ihre Stellenanzeige gelesen.

Anschreiben Bewerbung Hauptteil

Ihre Persönlichkeit möchte an dieser Stelle ins rechte Licht gerückt werden. Ohne Eigenmarketing geht es nicht. Vor allem Ihre Soft Skills sind gefragt. Über welche verfügen Sie? Welche Stärken und Erfahrungen bringen Sie mit?

Achtung: Rattern Sie nicht alle Punkte herunter, sondern setzen Sie Akzente. Nur die besten und wichtigsten Eigenschaften und Fähigkeiten auswählen und präsentieren. Welche davon machen Sie zum perfekten Kandidaten für diese Stelle? Das muss rauskommen.

Es ist im Prinzip wie beim Online-Dating: Ist es ein Match oder ist es keins? Sie sind der Buhler, der sein Gegenüber davon überzeugen will, der perfekte Partner zu sein. Was dabei zählt, sind Ihre Persönlichkeit, Ihre Qualifikationen und Ihr Werdegang. Inwiefern passen Sie zum und ins Unternehmen? Was zeichnet sie aus? Was prädestiniert Sie für die ausgeschriebene Position?

Versuchen Sie, direkte Verbindungen herzustellen. Gesammeltes Wissen, das Sie im Job gebrauchen; Netzwerke, die Sie aktivieren; IT-Skills, die Sie einsetzen können. Wenn der Personaler den roten Faden spinnen kann, der von der Schule übers Studium direkt in dieses Unternehmen führt, dann steigen Ihre Chancen auf die Stelle.

Die geforderten Kenntnissen und Fähigkeiten spielen dabei selbstredend eine Hauptrolle. Tipp: Machen Sie eine Aufzählung daraus. Niemand hat behauptet, ein Anschreiben bestehe ausschließlich aus Fließtext.

Eine Auflistung hat mehrere Vorteile: Erstens spart sie Platz. Und zweitens können Sie so geschickt einige Keywords im Anschreiben platzieren. Wörter also, auf die der Personaler anspringt, weil sie so schon in der Anzeige standen. Ganz nach vorne kommen die Muss-Qualifikationen, dann die Kann-Qualifikationen. Eine Auflistung könnte so aussehen:

  • Bürokauffrau mit 15 Jahren Berufserfahrung
  • Acht Jahre Erfahrung als Führungskraft mit Personalverantwortung
  • Verantwortlich für 25 Mitarbeiter

Aber: Schaut man sich unsere fiktive Stellenanzeige (siehe oben) an, dann gibt es sehr wenige Überschneidungspunkte zwischen dem, was dort gefordert wird und dem, was der Bewerber anbietet. Eine Ausbildung zur Bürokauffrau ist laut Stellenanzeige kein Auswahlkriterium. Und die vielen Jahre Berufserfahrung könnten womöglich zu der Annahme verleiten, die Bewerberin sei für die Stelle überqualifiziert.

Passen Sie das Anschreiben daher an und formulieren zum Beispiel so:

  • Langjährige Erfahrung in der Auftragsabwicklung und Mitarbeiterführung
  • Verantwortlich für…
  • – Aufträge erfassen
  • – Fakturieren
  • – Schrift- und Telefonverkehr bearbeiten
  • – Kundenanfragen beantworten
  • Fließendes Englisch in Wort und Schrift
  • Sehr gute Kenntnisse in MS Office

Diese Formulierungen würden die Bewerberin wohlgemerkt nicht „besser“ machen. Aber sie machen sie kompatibler. Ihre Selbstbeschreibung passt besser zu dem, was das das Unternehmen einfordert und erwartet.

Gehaltsvorstellung und Eintrittstermin

Die Frage nach der Gehaltsvorstellung ist knifflig. Ist sie zu hoch, winkt das Unternehmen dankend ab. Ist sie zu niedrig, verkauft man sich unter Wert – und signalisiert dem Arbeitgeber obendrein mangelnde Qualität oder fehlendes Selbstvertrauen.

Und soll man eigentlich eine konkrete Zahl nennen oder eine Spanne? Die Antwort auf letzte Frage zuerst: Lieber eine konkrete Zahl. Nehmen Sie zum Beispiel Ihr aktuelles Gehalt und schlagen Sie zehn Prozent drauf. Ausreizen, aber nicht überreizen.

Hier spielen selbstverständlich viele Variablen eine Rolle. Wo sitzt der Arbeitgeber? Wie groß ist er? In welcher Branche und welchem Beruf bewegen Sie sich? Bei einem Großunternehmen in München können Sie mehr Gehalt verlangen als bei einem Kleinbetrieb in Mecklenburg-Vorpommern.

Was Sie hingegen nicht tun sollten: Eine Gehaltsspanne angeben, die zu weit gefasst ist. Mit Gehaltsvorstellungen von 45.000 bis 65.000 Euro kann niemand etwas anfangen. Das wirkt unüberlegt.

Zum Eintrittstermin: Den machen Sie zuvorderst von Ihrem aktuellen Arbeitsvertrag und den Kündigungsfristen abhängig. Wenn Sie sich aus der Arbeitslosigkeit heraus bewerben, dann sollten Sie „sofort“ anfangen können. Eine schnelle Verfügbarkeit ist ein Pluspunkt. Kein Arbeitgeber will Ewigkeiten – und das sind drei Monate und mehr – auf einen Neuen warten.

Anschreiben Bewerbung Schlusssatz

Ein höflicher Ausstieg im Anschreiben – nicht unwichtig! Bedanken Sie sich im Anschreiben für die Aufmerksamkeit, beziffern – sofern verlangt – Ihre Gehaltsvorstellungen und nennen das frühestmögliche Eintrittsdatum. Außerdem gut: Die Bemerkung, dass Sie sich sehr auf ein persönliches Kennenlerngespräch freuen.

Und noch ein Tipp: Falls es Lücken im Lebenslauf gibt, dann haben Sie im Anschreiben die Möglichkeit dazu, diese anzusprechen. Am besten mit einer kurzen (!) Erklärung. Das ist aber kein Muss.

Überlegen Sie sich andernfalls aber sehr genau, wie Sie eine mögliche Unterbrechung, Kündigung oder häufige Jobwechsel im Bewerbungsgespräch erklären. Der Personaler wird Sie bestimmt dazu fragen.

Am Ende sollte beim Personaler vor allem haften bleiben, dass Sie freundlich, motiviert und selbstbewusst sind. So sollte auch Ihr Schlussteil im Anschreiben klingen.

Immerhin haben Sie soeben dargelegt, warum Sie die optimale Besetzung für die Stelle sind. Wichtig: Nicht die Rolle des Bittstellers einnehmen, weder am Anfang noch am Ende des Anschreibens.

Diesen Fehler sollten Sie daher vermeiden: Verfallen Sie nicht in den Konjunktiv! Nach dem Motto…

  • Ich würde mich freuen, von Ihnen zu hören.
  • Von meinen Fähigkeiten würde ich Sie gerne im Vorstellungsgespräch überzeugen.
  • Für eine Einladung zum Bewerbungsgespräch wäre ich Ihnen sehr dankbar.

Der Konjunktiv schwächt den Inhalt ab und lässt Sie wie ein Bettler klingen. Das sind Sie aber nicht. Wenn der Arbeitgeber SIE nicht einlädt, dann ist er selbst schuld! Der Konjunktiv lässt den Eindruck entstehen, dass eine Vertragsvereinbarung in unendlich weiter Ferne ist und Ihre Chancen auf den Job höchstens minimal sind. Er macht sie schwach. Darum: Kein Konjunktiv!

Besser als der Konjunktiv ist die gepflegte Attacke. In der Werbung weiß man längst um die Wirkung des sogenannten Call-to-Action. Zu deutsch: Handlungsaufforderung. Viele Studien haben die Wirksamkeit dieser Methode nachgewiesen. Wenn man einen Leser oder User auffordert, etwas zu tun, dann tut er es tatsächlich mit höherer Wahrscheinlichkeit – zum Beispiel klicken, kommentieren, kaufen.

Diesen Trick können Sie sich auch im Schlusssatz Ihres Anschreibens zunutze machen. Zum Beispiel so:

  • Habe ich Ihr Interesse geweckt? Dann freue ich mich auf ein persönliches Gespräch.
  • In einem persönlichen Gespräche überzeuge ich Sie gerne, dass ich der richtige Mitarbeiter für die Stelle bin.
  • Wenn Sie einen verantwortungsbewussten und kompetenten Teamleiter suchen, freue ich mich auf eine Einladung zu Vorstellungsgespräch.
  • Auf Ihre Rückmeldung freue ich mich.
  • Für Fragen stehe ich Ihnen gerne jederzeit zur Verfügung.

Anschreiben Bewerbung Postskriptum

Jetzt kommt noch ein ganz spezieller Tipp: Bauen Sie in Ihr Anschreiben ein PS am Ende ein. PS steht für Postskriptum und ermöglichte Briefeschreibern früher, einen wichtigen Punkt hinzuzufügen, ohne den Brief komplett neu schreiben zu müssen.

In Zeiten moderner Kommunikationsmittel aber braucht niemand mehr ein PS, nicht wahr? Von wegen!

Gerade in E-Mails erzeugt ein PS hohe Aufmerksamkeit. Sie haben das bestimmt auch schon festgestellt. Ein PS liest man immer. Meist verbirgt sich etwas Wichtiges dahinter – oder etwas Interessantes. Nutzen Sie diesen Effekt auch im Bewerbungsanschreiben, etwa so:

  • PS: Ich werde am 15. Januar kurz bei Ihnen anrufen, um mich über den Stand des Bewerbungsprozesses zu informieren – und zu fragen, ob meine Bewerbung überhaupt angekommen ist. Falls Sie im Gegenzug noch weitere Fragen haben, können Sie mich gerne unter folgender Nummer anrufen: 0123-456789.

Anschreiben Bewerbung Tipps

Sicher, es ist der Inhalt des Anschreibens, der darüber bestimmt, ob Sie das Interesse des Personalers wecken oder nicht. Welche Aussagen Sie einbauen, wie Sie sich ausdrücken, welche Schwerpunkte Sie setzen. Aber: Wenn Ihnen im Anschreiben ein schlimmer Formfehler unterläuft, könnte das all Ihre Bemühungen auf einen Schlag zunichte machen.

Achten Sie darum im Anschreiben peinlich genau auf die Formalien, auf inoffizielle Vorschriften und Normen. Sie sind das Fundament, auf das Sie dann Ihren (hoffentlich) überzeugenden Inhalt setzen.

Und versetzen Sie sich einmal in die Perspektive des HR-Verantwortlichen. Er muss ständig neue Bewerbungen sichten, vergleichen, bearbeiten. Je einfacher und übersichtlicher, desto besser für ihn. Wenn Sie ihm als Bewerber diese Arbeit ein Stück weit erleichtern, wird das jedenfalls nicht zu Ihrem Schaden sein.

Diese Grundregeln sollten Sie im Anschreiben beachten:

  • Länge

    Als Berufsanfänger schreiben Sie bitte nicht mehr als eine Seite. Ein zweiseitiges Anschreiben liegt bei älteren Arbeitnehmern im Rahmen des Erwünschten. Am besten aber, Sie halten sich so kurz und präzise wie möglich. Kein Personaler hat Lust, Romane durchzulesen.

  • Schrift

    Auch hier auf Lesbarkeit achten. Verzichten Sie daher auf ausgefallene Schnörkelschriften und greifen auf bewährte Schriftarten wie Helvetica, Verdana, Times oder Georgia zurück.

  • Schriftgröße

    Sie können sich fürs Bewerbungsanschreiben die 11-13-15-Regel merken. In 11-Punkt der Fließtext, in 13-Punkt Datum, Adresse und Zwischenüberschriften, gerne auch gefettet. In 15-Punkt ausschließlich Ihren Namen im Kopf jeder Seite. Ihr Name soll schließlich herausstechen und im Gedächtnis des Empfängers kleben bleiben. Erklärung für die krummen Größen: 12-Punkt ist bei Word die Standardeinstellung. Die meisten Konkurrenten dürften daher 12-14-16-Schriftgrößen verwenden. Mit krummen Größen heben Sie sich von ihnen ab.

  • Papier

    DIN A4 ist Standard. Aber besser, Sie verwenden kein einfaches Kopierpapier, sondern hochwertiges (sofern Sie Ihre Bewerbung per Post und nicht per E-Mail versenden). Bitte darauf achten, keine Flecken, Knicke oder Eselsohren zu hinterlassen. Und: Der Druck sollte scharf und nicht verwischt sein – am besten mit Laserdruck.

  • Form

    Auf allen Seiten sollten Einzüge, Linien und Abstände einheitlich sein. Sonst wirkt Ihre ganze Bewerbung unprofessionell. Als Zeilenabstand ist ein eineinhalbzeiliger zu empfehlen – er wirkt angenehm luftig.

  • Hauptsätze

    Versuchen Sie nicht, den Personaler im Anschreiben durch ausgeklügelten Satzbau zu beeindrucken. Hauptsätze sind leicht zu lesen und zu erfassen – Zeitvorteil für den Empfänger! Auf Schachtel- und Relativsätze, die über mehrere Zeilen gehen, sollten Sie nach Möglichkeit verzichten. Außerdem von Substantiven mit den Endungen -ung, -heit und -keit absehen. Besser durch die entsprechenden Verben ersetzen – die lesen sich deutlich flüssiger.

  • Individualität

    Wichtig: Jede Bewerbung sollte einzigartig sein. Personaler wittern eine Massenbewerbung 100 Meter gegen den Wind. Machen Sie sich die Mühe und schreiben jedes Anschreiben neu (die Übernahme von einzelnen Textbausteinen ist natürlich völlig ok) — es lohnt sich.

Anschreiben Bewerbung Beispiele

Machen Sie aus dem Anschreiben keinen Lebenslauf in Fließtext-Form. Im Anschreiben sollten Sie alles weglassen, was für die Stelle nicht relevant ist – der Lebenslauf enthält naturgemäß auch Angaben, die für die Stelle weniger wichtig sind.

Je präziser und kompakter Ihr Anschreiben, desto leichter machen Sie es dem Empfänger. Darum nochmal: Maximal eine Seite. Ihr Lebenslauf besticht durch Fakten, Ihr Anschreiben durch die weichen Faktoren. Die Soft Skills sollten ein wesentlicher Bestandteil Ihres Anschreibens sein.

Nun verlangt unsere ausgedachte Stellenanzeige (siehe oben) vom Bewerber selbstständiges und verantwortungsbewusstes Arbeiten. Wie weist man dieses nach?

Zum Beispiel dadurch, dass man schon im bisherigen Werdegang versiert und routiniert mit Kunden umgegangen ist. Man könnte es so formulieren:

  • Ich habe mich in meinen bisherigen Tätigkeiten stets für nachhaltige Kundenbeziehungen eingesetzt. Für meinen aktuellen Arbeitgeber habe ich etwa das Bestandskundenmanagement optimiert und die Kundenzufriedenheit so um 20 Prozent steigern können.

Tipp: Machen Sie – wenn möglich – von Zahlen Gebrauch. Quantifizieren Sie Ihre Leistungen, bringen Sie Beispiele, untermauern Sie Ihre Argumente mit harten Ziffern. Das wirkt oft besser als substanzloses Wortgeklingel.

Warum bewerben Sie sich gerade in DIESEM Unternehmen auf DIESE Stelle? Das ist die große Frage, die durch das Anschreiben beantwortet werden muss. Wer den Eindruck erweckt, er wolle halt nur irgendeinen Job, wird DIESEN Job nicht bekommen.

Darum: Werden Sie ruhig mal persönlich, sofern sich eine Möglichkeit dazu bietet. Beispiel:

  • Schon als Kind hatten Ihre Produkte für mich eine große Bedeutung.

Tatsächlich hatte ein Bewerber seiner Bewerbung bei Adidas einmal ein Foto mitgeliefert, dass er als kleines Kind gezeichnet hatte und das ihn beim Fußballspielen zeigte – auf den Schuhen drei Streifen. Der Bewerber kam weiter, bestätigte eine HR-Managerin von Adidas gegenüber Zeit Campus.

Ein anderes Beispiel:

  • Von meiner Haustür bis zur Eingangstür der Kaffeemaschinen GmbH sind es nur zehn Minuten zu Fuß. Wenn die anderen Mitarbeiter noch im Stau stehen, könnte ich schon mal den Rechner hochfahren…

So liefern Sie im Anschreiben ganz konkrete Vorteile mit, mit denen das Unternehmen rechnen kann – wenn es Sie einstellt. Und handfeste Argumente gefallen jedem Unternehmen.

Also: Ein möglichst konkreter Extra-Vorteil, den Ihr Arbeitgeber von Ihnen hat – wenn Sie den finden und ins Anschreiben einbauen, dann sammeln Sie dicke Pluspunkte.

Anschreiben Erfolgsformel

Sie sehen: Ein Anschreiben ist harte Arbeit. Aber die Arbeit lohnt sich. Wenn Sie sich beim Anschreiben – und beim Lebenslauf – ausreichend Mühe geben, steigern Sie dadurch Ihre Erfolgschancen. Hier nochmal die Erfolgsformel für ein gutes Anschreiben:

  • Problem: Welches müssen Sie lösen, um dem Arbeitgeber zu helfen? Identifizieren Sie es.
  • Erhöhung: Ein Trick ist es, das Problem zu erhöhen. Das macht Ihre Kompetenzen und die Stelle gleich viel wertvoller.
  • Lösung: Sie haben das Know-how, die Ausbildung und das Wissen, um das Problem in den Griff zu bekommen. Ihre Einstellung – das wäre die Lösung für das Unternehmen.
  • Überzeugung: Die Lösung müssen Sie auch überzeugend kommunizieren. Es muss klar werden, dass alles stimmt. Ohne Konjunktiv das Anschreiben beenden!

Anschreiben Absolvent

Speziell Berufsanfänger und Absolventen tun sich manchmal schwer mit dem Anschreiben. Ihnen fehlt schlichtweg die Erfahrung. Hier einige Tipps, mit denen auch Absolventen das perfekte Anschreiben gelingt…

  1. Spezialisierung

    Uni-Absolventen sind (noch) keine Spezialisten. Sie sind – mit wenigen Ausnahmen – Generalisten. Unternehmen aber suchen Leute, die bestimmte Kompetenzen und Fertigkeiten haben – Spezialisten eben. Fokussieren Sie Ihr Anschreiben und die gesamte Bewerbung auf die Skills, die das Unternehmen wirklich sucht.

  2. Erfahrung

    Jeder Mensch hat Erfahrung – auch, wenn er direkt von der Uni oder aus der Schule kommt. Praktika oder Auslandsaufenthalte absolviert? Erwähnen Sie diese und stellen Sie heraus, was Sie dabei gelernt haben. Ehrenamtliche Tätigkeit als Sporttrainer? Dito. Auch Sprachkurse oder der Nebenjob an der Tankstellenkasse können Sie sehr wohl weitergebracht haben. Destillieren Sie die wichtigsten Erfahrungswerte heraus, die Sie dabei gewonnen haben.

  3. Selbstbewusstsein

    Wer keine langjährige Berufserfahrung hat, könnte in die Studenten-Falle tappen. Nach dem Motto: Ich bin doch nur ein Student, also bin ich Bittsteller. Das ist grundfalsch. Sie haben während des Studiums wertvolle Kompetenzen erworben und eine ganze Menge anzubieten. Personaler wollen selbstbewusste Mitarbeiter – und folglich auch selbstbewusste Bewerber.

Alternative: Die Dankesrede

Anschreiben Bewerbung AlternativeEin Geheimtipp für ganz besonders Mutige: Formulieren Sie Ihr Anschreiben als Dankesrede! Also tun Sie so, als ob Sie den Job schon in der Tasche hätten.

Kein Witz: Malen Sie sich in Gedanken aus, warum Sie sich beworben haben und warum Sie eingestellt wurden. Dann könnte der Einstieg in Ihre Dankesrede etwa so lauten:

Als ich die Stellenanzeige gesehen habe, war mir sehr schnell klar: Diese Stelle gehört mir! Die Geschichte, die wirtschaftliche Stärke, die Zukunftsgewandtheit, die spannenden Produkte – diesem Unternehmen wollte ich helfen, noch besser zu werden. Auch die Aufgaben waren nahezu deckungsgleich mit dem, was mir liegt und was ich jahrelang in meiner Position als xx bei xx gemacht habe…

Das nur als Formulierungsbeispiel. Sie können es auch dezenter angehen – oder noch eine Spur selbstbewusster. Wichtig in jedem Fall: Stellen Sie die gesuchten Stärken auch hier nach vorne und versuchen Sie, diese anhand konkreter Beispiele zu belegen.

Aber Vorsicht: Diese Form des Anschreibens kommt ganz sicher nicht bei jedem Personaler gut an. Manchem könnte sie sogar Zornesfalten auf die Stirn treiben.

Andererseits: Sie fällt definitiv auf, hebt sich von anderen ab und macht neugierig auf den Verfasser. Sie würden doch auch die Person kennenlernen wollen, die hinter einem derart kessen Anschreiben steckt, oder?

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Jobs in Bonn: Aktuelle Stellen in Bonn und Umgebung

In seiner Geburtsstadt würde es Ludwig van Beethoven sicher noch immer gut gefallen. Bonn hat sich gemausert und ist trotz des Wegzugs der großen Politik nicht in sich zusammengefallen. Die Stadt strotzt vor Dynamik. Vor allem Akademiker haben Chancen auf gute Jobs in Bonn

Jobs Bonn: Die Stadt

Auf manche Beobachter mag Bonn gestrig wirken. Die glanzvollen Zeiten als Hauptstadt sind schließlich passé. Nur die vielen Museen zeugen noch von der einstigen Größe. Denkste! Bonn ist eine dynamische Stadt – jung und vital.

Der Altersschnitt von 41,6 Jahren liegt deutlich unter dem NRW-Landesschnitt von 44,0. Die 320.000-Einwohner-Stadt ist kinderreich, speziell für Frauen gibt es Top-Jobs in Bonn, auch viele Singles bevölkern die Rheinstadt.

Wer es sich leisten kann, zieht nach Poppelsdorf oder in die Südstadt. Auch Kessenich und die Altstadt sind beliebt. Weniger teuer ist es im Norden: in Buschdorf, Auerberg oder Duisdorf.

Jobs in Bonn: Der Arbeitsmarkt

Im Februar 2020 lag die Arbeitslosenquote in Bonn laut Bundesagentur für Arbeit bei 6,5 Prozent. Damit ist sie niedriger als in Köln (7,9 Prozent) und Düsseldorf (6,8 Prozent) – und liegt auch knapp unter dem Durchschnitt Nordrhein-Westfalens (6,7 Prozent).

Allerdings stagniert sie. Schon im Mai 2017 lag die Quote bei 6,5 Prozent – damals gab es knapp 11.000 Arbeitslose in Bonn. Fast drei (wirtschaftlich starke) Jahre später sind sogar über 11.100 Menschen ohne Stelle.

Die 35 größten Betriebe der Region Bonn beschäftigten im Jahr 2017 insgesamt 52.813 Menschen. 2018 waren es aber nur noch 52.112. Stellen in Bonn bauten zum Beispiel die Deutsche Telekom und Gummibärchenhersteller Haribo ab.

Insgesamt aber ist die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten bei allen Betrieben deutlich gestiegen. Ende 2017 waren es in Bonn 176.387 Menschen – eine Zunahme um rund 3.200 Beschäftigte innerhalb eines Jahres.

Zuletzt baute zum Beispiel die BWI GmbH aus Meckenheim viele Arbeitsplätze in Bonn auf – aus 1.190 Beschäftigten wurden 1.420. BWI ist zentraler Dienstleister der Bundeswehr, betreibt und modernisiert die nichtmilitärische Informations- und Kommunikationstechnik.

Nicht ganz so rosig sind die Perspektiven für Versicherer und Banken. So will die Sparkasse Köln-Bonn binnen fünf Jahren 850 von gut 3000 Vollzeitstellen streichen. Auch die Kreissparkasse Köln hat Stellen abgebaut.

Die Bonner Betriebe suchen vor allem MINT-Kräfte. Die IHK Bonn rechnet für 2030 mit einem Mangel von 4.000 akademisch qualifizierten Fachkräften. Dazu zählen vor allem Ingenieure, Naturwissenschaftler, Techniker.

Jobs in Bonn: Einstiegsgehälter und Gehaltsniveaus

Beschäftigte mit einem Vollzeitjob in Bonn können mit einem Einkommen von 3.857 Euro brutto im Monat rechnen. Das ist der Medianwert, den die Bundesagentur für Arbeit ermittelt hat.

In Köln liegt der Vergleichswert mit 3.696 Euro deutlich darunter, in Düsseldorf mit 3.882 Euro leicht darüber. Bundesweit liegt der Median bei 3.209 Euro – Bonner verdienen also überdurchschnittlich gut.

Vor allem für Juristen ist Bonn attraktiv. Berufseinsteiger können in Bonn mit einem Durchschnittsgehalt von 58.860 Euro rechnen, das ist etwas mehr als in Köln. Auch vom Spitzenreiter Frankfurt (62.841 Euro) ist man damit nicht weit entfernt.

Jobs Bonn: Die wichtigsten Arbeitgeber

Bonn ist Standort von zwei DAX-Konzernen. Mit Deutsche Post und Deutsche Telekom sitzen zwei ehemalige Staatskonzerne in der einstigen Bundeshauptstadt am Rhein.

Ein Bonner Original ist dagegen umgezogen. Süßwarenproduzent Haribo („Hans Riegel Bonn“) verlegte seine Zentrale 2018 nach Grafschaft in Rheinland-Pfalz. Bonn bleibt immerhin Produktionsstandort.

Das sind die größten Arbeitgeber, die Jobs in Bonn schaffen:

  • Deutsche Telekom
  • Deutsche Post
  • Deutsche Postbank
  • Stadtwerke Bonn
  • Zurich Gruppe Deutschland
  • BWI GmbH
  • Aldi Süd
  • Kreissparkasse Köln
  • Eaton
  • Siegwerk Druckfarben AG
  • Kautex Textron
  • Sparkasse KölnBonn
  • Reifenhäuser GmbH
  • SGL Carbon
  • KfW Bankengruppe
  • Mannstaedt-Werke
  • Haribo
  • GKN Walterscheid
  • ZF Friedrichshafen
  • Gilgen’s Bäckerei
  • GKN Sinter Metals Components
  • Apeiron Restaurant und Retail Management
  • AOK Systems
  • Dirk Müller Gebäudedienste
  • Kautex Maschinenbau
  • Volksbank Köln Bonn
  • Fleischhof Rasting
  • UPS Deutschland
  • TNT Express
  • Carl Knauer Holding
  • Rhein-Sieg-Verkehrsgesellschaft
  • Evonik Industries
  • RSAG
  • Agfa Healthcare
  • Germania Gebäudedienste

Jobs bei der Deutschen Telekom

jobs in bonn deutsche telekomDie Deutsche Telekom ist ein Aushängeschild der Stadt – und bietet speziell IT-Fachkräften viele Stellen in Bonn an. Der Telekommunikationsriese beschäftigte am 31. Dezember 2019 weltweit 210.000 Mitarbeiter, davon 94.000 in Deutschland. Für den Standort Bonn suchte die Telekom zuletzt unter anderem diese Fachkräfte (Stand: 25. März 2020):

Jobs in Bonn: Karriereaussichten und Wirtschaft

Bonn zählt zu den wirtschaftlich stärksten Städten Deutschlands. Dass sie eine Stadt für Hochqualifizierte und Akademiker ist, lässt sich mit Fug und Recht behaupten. Mehr als jeder fünfte Einwohner ab 15 Jahren kann einen akademischen Abschluss vorweisen.

Innerhalb Nordrhein-Westfalens ist die Akademikerquote nur in Münster höher. Auch weist Bonn mit 71.200 Euro je Einwohner das nach Düsseldorf höchste Bruttoinlandsprodukt pro Kopf in NRW auf. Die Arbeitsplatzdichte ist groß, die Kaufkraft ebenso, Jobs in Bonn gibt es reichlich.

Noch immer sind Bundesministerien in Bonn vertreten. 6.300 Personen arbeiten weiterhin am Rhein. Dazu kommen die Vereinten Nationen, die rund 1.000 Mitarbeiter in Bonn haben. Zudem ist Bonn eine Forschungsstadt. Sieben Hochschulen und 20 Forschungseinrichtungen haben hier ihren Sitz. Universität und Uniklinik bieten Akademikern Karrierechancen.

Der Bonner Arbeitsmarkt besteht fast ausschließlich aus Dienstleistungsjobs. Dienstleistungen machen 94,3 Prozent der Bruttowertschöpfung aus – so viel wie in keiner anderen Stadt in Nordrhein-Westfalen. Vor allem Handel, Verkehr, Gastgewerbe, Information und Kommunikation sind in der Stadt stark ausgeprägt – nicht zuletzt dank Post und Telekom.

Im Städteranking 2019 von IW Consult belegt Bonn Platz 20 von 71 – auch dank der überragenden Lebensqualität am Rhein.

Jobs Bonn: Kultur

Jobs Bonn KulturSpeziell für Kulturschaffende gibt es zahlreiche Betätigungsfelder und Jobs in Bonn.

In den vielen Museen der Stadt gibt es Bedarf an wissenschaftlichen Mitarbeitern, Kuratoren, Museologen, Restauratoren, Historiker, Museumspädagogen, PR-Manager, Assistenten, Sekretärinnen und Techniker:

Diese Museen schaffen Jobs in Bonn:

  • Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland
  • Zoologisches Forschungsmuseum Alexander Koenig
  • Deutsches Museum Bonn
  • Rheinisches Landesmuseum Bonn
  • Kunstmuseum Bonn
  • Arithmeum der Universität Bonn
  • August-Macke-Haus
  • Ägyptisches Museum der Universität Bonn
  • Akademisches Kunstmuseum
  • Frauenmuseum Bonn
  • Mineralogisches Museum der Universität Bonn
  • Haus der Frauengeschichte

Jobs Bonn: Kosten, Lebenshaltung, Mietpreise

Die schlechte Nachricht für alle Bonner: Die Stadt zählt zu den teuersten in ganz Deutschland. Die Lebenshaltungskosten sind vergleichbar mit denen in Köln oder Düsseldorf.

Auch die Mieten sind hoch. Für den Quadratmeter zahlte der Bonner im ersten Halbjahr 2018 im Schnitt 9,60 Euro. In Köln waren es 10,70 Euro, in Düsseldorf 10,20 – sie zählten damit zu den wenigen Regionen in Deutschland mit Quadratmeterpreisen im zweistelligen Euro-Bereich.

Im ersten Halbjahr 2008 lag der Durchschnittspreis in Bonn noch bei 7,40 Euro – das entspricht einer Mietsteigerung von 30 Prozent innerhalb von zehn Jahren.

Bonn gehört auch für Studierende zu den kostspieligeren Adressen. Für eine 30-Quadratmeter-Bude zahlen Studenten laut IW-Studentenwohnpreisindex im Schnitt 423 Euro. In Köln sind es mit 431 Euro nur unwesentlich mehr. Damit ist Bonn von 18 untersuchten Städten die sechstteuerste – und liegt unter anderem vor Aachen, Karlsruhe, Münster und Berlin.

Kontaktdaten und Servicestellen

Sie wollen sich in Bonn selbstständig machen, Ihre Steuererklärung abgeben oder Jobs in Bonn suchen? Die wichtigsten Servicestellen hat Karrieresprung übersichtlich für Sie zusammengefasst:

  • Ihr Finanzamt in Bonn finden Sie hier.
  • Das Jobcenter Bonn finden Sie hier.
  • Die IHK Bonn/Rhein-Sieg finden Sie hier.
  • Die Kreishandwerkerschaft Bonn/Rhein-Sieg finden Sie hier.
  • Jobs in Bonn finden Sie in unserer Jobbörse.
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Anlagen Bewerbung: Reihenfolge, Muster und Tipps

Anlagen Bewerbung Reihenfolge Muster

Zu einer vollständigen Bewerbung gehören Anlagen. Damit sind Dokumente gemeint, die Angaben des Bewerbers bestätigen oder untermauern. Zu den wichtigsten Anlagen zählen Zeugnisse, in manchen Berufen müssen Bewerber auch Arbeitsproben mitliefern. So mancher kommt dabei durcheinander. Welche Anlagen soll ich mitliefern und welche nicht? Und in welcher Reihenfolge? Anlagen Bewerbung: So sortieren Sie alles richtig…

Anlagen Bewerbung Reihenfolge

In welcher Reihenfolge sortiere ich die Anlagen in meiner Bewerbung? Zunächst sollten Ihre Anlagen eine logische Reihenfolge aufweisen.

Sie haben diese zwei Möglichkeiten:

  • Chronologisch

    Es ist ganz einfach. Sie sortieren Ihre Zertifikate, Zeugnisse und Referenzen in der zeitlichen Reihenfolge, in der Sie sie erworben haben.

  • Synchron

    Der Lebenslauf wird heute üblicherweise im amerikanischen Stil verfasst. Sie benennen also Ihre aktuelle Position zuerst und arbeiten sich immer weiter in die Vergangenheit vor. In diesem Fall können Sie die Anlagen so sortieren, dass ihre Reihenfolge den Stationen in Ihrem Lebenslauf entspricht. Zuerst kommen demnach die Anlagen, die Sie in Ihrer aktuellen bzw. letzten Position erworben haben. Als Erstes käme in diesem Fall Ihr letztes Arbeitszeugnis. Am Ende der Unterlagen platzieren Sie dementsprechend Ihr Hochschulzeugnis, Schulzeugnis oder das Zeugnis der Berufsausbildung.

Wofür Sie sich auch entscheiden: Die Reihenfolge der Anlagen sollte unbedingt logisch sein. Wenn Sie die Unterlagen wild durcheinanderwürfeln, lässt das womöglich Rückschlüsse auf Ihre Arbeitsweise zu. Chaotisch, unorganisiert, nicht durchdacht – diesen Eindruck wollen Sie beim Empfänger nicht hinterlassen.

Anlagen in der Bewerbung

Diese Dokumente können Sie als Anlagen Ihrer Bewerbung beifügen. Senden Sie wohlgemerkt immer nur Kopien mit, nie Originale!

  • Schulabschlusszeugnis
  • Ausbildungszeugnis
  • Praktikumszeugnis oder -nachweis
  • Arbeitszeugnis
  • Auslandszeugnis (mit beglaubigter Übersetzung)
  • Fortbildungsnachweise (sofern für die Stelle relevant)
  • Führungszeugnis/Gesundheitszeugnis (falls verlangt)
  • Referenzen/Empfehlungsschreiben (von ehemaligen Kunden, Vorgesetzten, Professoren etc.)
  • Arbeitsproben (in bestimmten Berufen)
  • Kompetenzprofil (vor allem bei Berufswechslern)
  • Bescheinigungen über ehrenamtliches Engagement

Grundsätzlich gilt: Weniger ist mehr. Nehmen Sie nicht ALLE Anlagen, die Ihnen zur Verfügung stehen, in Ihre Bewerbung auf. Beschränken Sie sich auf die wichtigsten und aussagekräftigsten. Je mehr Berufserfahrung Sie haben, desto weniger Anlagen brauchen Sie.

Versetzen Sie sich in die Lage des Personalmanagers: Will und wird er sich wirklich all Ihre Zeugnisse, Fortbildungsnachweise, Zertifikate gewissenhaft durchlesen? Nein, er scannt alles kurz ab und nimmt sich dann die wichtigsten Unterlagen vor.

Außerdem sparen Sie selbst Zeit und Nerven, wenn Sie sich nur auf die wichtigsten Dokumente konzentrieren. Überflüssigen Ballast sortieren Sie aus. Die Frage ist nur: Was ist denn relevant – und was ist Ballast?

Diese Anlagen gehören in Ihre Bewerbung:

  • Nur der Nachweis der höchsten (Hoch)Schulausbildung. Akademikern reicht einzig das Bachelor- oder Masterzeugnis. Nicht-Akademiker fügen ihr Abiturzeugnis, die mittlere Reife oder den Hauptschulabschluss bei.
  • Nicht mehr als drei qualifizierende Arbeitszeugnisse. Das sollten optimalerweise die letzten drei Arbeitszeugnisse sein. Es könnten aber auch die drei wichtigsten sein — oder die drei, die inhaltlich am besten zur angestrebten Stelle passen.
  • Legen Sie Ihrer Bewerbung nicht mehr als zwei Referenzen bei. Am besten, die Referenzen sind so aktuell wie möglich.
  • Stationen im Ausland kommen bei den meisten Arbeitgebern gut an. Nachweise oder Zeugnisse, die Sie dort erhalten haben, sollten Sie unbedingt ins Deutsche übersetzen und beglaubigen lassen – und der Bewerbung beifügen. Das gilt auch für Hochschulzeugnisse. Nicht jeder Personalverantwortliche kann mit englischen Dokumenten etwas anfangen. Und mit chinesischen oder spanischen erst recht nicht.

Anlagen Bewerbung Arbeitszeugnis

Anlagen Bewerbung ArbeitszeugnisEin Arbeitszeugnis ist nicht per se ein glaubwürdiges Dokument. In der Tat schreiben viele Arbeitnehmer ihr Zeugnis selbst – oder sie erhalten ein allzu wohlwollendes. Das ist so.

Und dennoch: Überflüssig sind Arbeitszeugnisse keineswegs. Die meisten Personaler erwarten weiterhin, dass Bewerber ihre Arbeitszeugnisse vollständig ihrer Bewerbung beifügen. Viele Absagen gründen sich auf vorgelegte Arbeitszeugnisse.

Und jetzt kommt der entscheidende Punkt: Die geringsten Erfolgsaussichten haben Bewerbungen, denen gar kein Arbeitszeugnis beiliegt. Sie erwecken den Eindruck, als habe der Bewerber etwas zu verbergen.

Darum: Besser schlechte (oder durchschnittliche) Arbeitszeugnisse als gar keine!

Anlagen Bewerbung Tipps

Unser Rat: Senden Sie bei einer Bewerbung stets Anlagen mit! Es sei denn, Sie reichen eine formlose Bewerbung oder eine Kurzbewerbung ein. Dann sind Anlagen überflüssig, weil unnötiger Ballast.

Überladen sollten Sie Ihre Bewerbung nicht. Kein Personaler hat Zeit und Lust, sich durch ein ganzes Buch an Unterlagen zu arbeiten. Beschränken Sie sich also auf die relevanten Anlagen. Aber welche sind das? Bei der Beantwortung kommt es insbesondere darauf an, zu welcher Bewerberklientel Sie zählen.

Zunächst sollte sich ein Bewerber diese Frage stellen: Welchem Zweck dienen Anlagen eigentlich?

Anlagen sollen den Eindruck des Personalers verfeinern. Sie sind ein objektiver Beleg für die Angaben, die Sie selbst im Lebenslauf gemacht haben. Denn Anlagen wie Zeugnisse, Zertifikate und Referenzschreiben wurden nicht vom Bewerber selbst verfasst, sondern von einem Dritten. Sie verleihen Ihrer Bewerbung Glaubwürdigkeit. Außerdem können sie relevante Zusatzinfos und interessante Details enthalten – über Ihre Qualifikationen oder Tätigkeiten zum Beispiel.

Relevant sind somit alle Unterlagen, die belegen, dass Sie die notwendigen Qualifikationen für die ausgeschriebene Stelle haben. Und die zeigen, dass Sie diesbezüglich Erfahrungen und Erfolge vorweisen können.

Auch für das Anlagenverzeichnis gilt: Schneidern Sie es individuell auf den jeweiligen Arbeitgeber zu. Ein branchenfremdes Praktikum ist für ihn wahrscheinlich komplett uninteressant.

Auch sinkt die Relevanz alter Unterlagen mit fortschreitender Dauer. Beispiel Abiturzeugnis: Wenn Sie über 30 und als Akademiker schon jahrelang in Ihrem Beruf tätig sind, müssen es bei Ihrer Bewerbung nicht mehr beilegen – Hochschulzeugnis genügt! Wie gesagt: Zeit und Lust des Personalers sind endlich. Außerdem können Sie Unterlagen bei Bedarf immer noch nachreichen.

Diese Anlagen sind besonders wichtig für Sie als…

  • Schüler

    Das Schulzeugnis hat Priorität. Praktikumszeugnisse und Arbeitszeugnisse aus Ferien- oder Nebenjobs sind wertvoll, weil sie von Einsatz und praktischer Erfahrung zeugen.

  • Hochschulabsolventen

    Für sie gilt das Gleiche wie für Schüler. Da Absolventen noch über wenig Berufserfahrung verfügen, kommt jeder beigefügten Einzelanlage eine große Bedeutung zu. Neben dem Hochschulzeugnis, Praktikums- und Arbeitszeugnissen können ehrenamtliches Engagement, Weiterbildungszertifikate (sofern sie zur angestrebten Stelle passen) und Nachweise über Auslandsaufenthalte Gold wert sein.

  • Bewerber mit wenig Berufserfahrung

    Für sie zählt jeder Nachweis über ihre Einsatzfähigkeit. Darum könnten auch Praktikums- oder Arbeitszeugnisse beigefügt werden, die in einer völlig anderen Branche erworben wurden.

  • Bewerber mit viel Berufserfahrung

    Sie sollten möglichst viele Anlagen aussieben. Nur die aktuellsten oder besten Arbeitszeugnisse, Referenzen und Zertifikate aufnehmen!

  • Bewerber in bestimmten Berufsgruppen

    In manchen Berufen kommt es weniger (bzw. nicht nur) auf die formelle Qualifikation an, sondern mehr darauf, dass jemand seinen Job gut machen kann. Arbeitsproben, die das belegen, sind der Goldstandard. Unentbehrlich sind Arbeitsproben unter anderem, wenn Sie als Journalist, Redakteur, Redenschreiber, Designer, Grafiker, Mediengestalter, Fotograf, Softwareentwickler, Wissenschaftler oder Architekt arbeiten.

Überflüssige Anlagen in der Bewerbung

Diese Anlagen sollten Sie sich sparen. Sie haben in Ihrer Bewerbung nichts verloren und generieren keinen Mehrwert. Im Gegenteil, Sie schießen sich damit womöglich selbst ins Bein…

  • Ihre Diplomarbeit, Magisterarbeit, Bachelorarbeit oder Masterarbeit (es sei denn, Sie bewerben sich im wissenschaftlichen Bereich oder Ihre Arbeit passt inhaltlich exakt zur angestrebten Position)
  • Dissertation
  • Pressemeldungen über Ihre Person oder (frühere) Firma
  • Vorträge, die Sie mal gehalten haben
  • Interne Bewertungen, zum Beispiel aus einem Jahresgespräch
  • Zwischenzeugnis (höchstens als Ersatz für ein fehlendes Arbeitszeugnis)
  • Veraltete Weiterbildungsnachweise (Beispiel: ein 10 Jahre altes IT-Zertifikat könnte den Eindruck vermitteln, dass Sie seitdem kein Wissen mehr hinzugewonnen haben – und damit in der Bewerbung kontraproduktiv sein.)

Das Anlagenverzeichnis

Im Anlagenverzeichnis führen Sie auf, welche Anlagen Sie Ihrer Bewerbung beigefügt haben und in welcher Reihenfolge. Dies gibt dem Personalentscheider einen kurzen Überblick.

Das Anlagenverzeichnis wird klassischerweise im Anschreiben ganz unten platziert. Sie schreiben das Wörtchen Anlagen linksbündig drei Zeilen unter die Grußformel. Sie können es auch rechtsbündig auf der Höhe Ihres Namens platzieren, falls der Platz knapp ist. Achten Sie darauf, die gleiche Schriftart und Schriftgröße zu verwenden, die Sie auch für den Rest des Anschreiben herangezogen haben.

Sie können dabei von Anlagen sprechen. Es gibt aber noch andere Synonyme. Alle sind richtig und akzeptiert. Suchen Sie sich einfach Ihren Favoriten heraus:

  • Anlagen
  • Anlagenverzeichnis
  • Inhalt
  • Anhang

Dahinter listen Sie dann die einzelnen Dokumente auf, die Sie Ihrer Bewerbung beigelegt haben. Beispiel:

Anlagen:
– Schulzeugnisse
– Arbeitszeugnisse
– Referenzen

Aber: Heutzutage ist ein Anlagenverzeichnis gar nicht mehr zwingend erforderlich. Sie können es auch weglassen und den gewonnenen Platz nutzen, um in Ihrem Anschreiben noch ein schlagkräftiges Argument unterzubringen. Verzichten sollten sie auf ein Verzeichnis, wenn Sie so viele verschiedene Dokumente unterbringen, dass die Auflistung viel zu viel Raum beanspruchen würde (Beispiel: Schulzeugnisse, Hochschulzeugnisse, Arbeitszeugnisse, Praktikumszeugnisse, Weiterbildungszertifikate, Bescheinigungen über Sprachtests, Referenzen, Arbeitsproben…). Auf keinen Fall sollten Sie ein Extra-Blatt für Ihr Anlagenverzeichnis anfertigen.

Wenn hingegen noch Platz unter dem Anschreiben ist und die Zahl Ihrer Anlagen nicht ausufert, können Sie durchaus ein kurzes Anlagenverzeichnis für den schnellen Überblick mitliefern. So könnte das aussehen – zwei Anschreiben mit Anlagenverzeichnis als Beispiel:

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Ehrlich bleiben!

Anlagen Bewerbung auflistenEhrlich währt am längsten. Die alte Redewendung ist in die Jahre gekommen. Gültig ist sie aber noch immer. Bleiben Sie also in Ihrer Bewerbung bei der Wahrheit – auch in Bezug auf die Anlagen!

Falls Sie etwa die negative Beurteilung aus Ihrem letzten Job unterschlagen wollen, fällt das dem geübten Auge auf. Kritische Nachfrage im Vorstellungsgespräch garantiert. Besser, Sie sprechen den Makel im Anschreiben oder spätestens im Bewerbungsgespräch proaktiv an und erklären oder relativieren ihn.

Auch dann gilt: Nicht lügen, aber hübscher ausmalen oder zu Ihren Gunsten interpretieren dürfen Sie einen unschönen Abgang natürlich sehr wohl.

Anlagen E-Mail-Bewerbung

Das ist speziell bei einer E-Mail-Bewerbung wichtig:

  1. PDF-Dokument

    Fassen Sie Ihre Bewerbung in der richtigen Reihenfolge in einem (!) PDF-Dokument zusammen. Das beinhaltet neben Anschreiben, Deckblatt und Lebenslauf auch Ihre Anlagen. So hat der Empfänger alle notwendigen Unterlagen an einem Ort. Ein Klick genügt – das erleichtert ihm die Arbeit.

  2. Titel

    Dem PDF-Dokument geben Sie einen passenden Dateinamen. Er soll den Inhalt korrekt wiedergeben und dem Empfänger die Zuordnung erleichtern. Eine sinnvolle Beschriftung wäre etwa: Max_Mustermann_Bewerbungsunterlagen_Meistermann-AG.

  3. Dateigröße

    Die Faustregel besagt: Verschicken Sie keine Dokumente mit mehr als 5 MB! Alles darüber wäre zu viel und könnte womöglich zu technischen Problemen führen. Sie zeigen dadurch übrigens auch, dass Ihre EDV-Kenntnisse nicht in der Urzeit stehengeblieben sind.

  4. Kontrolle

    Schicken Sie Ihre Bewerbung zur Kontrolle vorher einmal an sich selbst. So können Sie checken, ob alles sitzt – und die Anlagen richtig im PDF zusammengefügt wurden.

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Assessment Center: Vorbereitung, Übungen, Beispiele

Ein Assessment Center (AC) ist weniger Ponyhof, mehr Spießrutenlauf. Allein der Gedanke ans AC treibt so manchem Kandidaten die Schweißperlen auf die Stirn. Immerhin handelt es sich um ein Auswahlverfahren, das darauf abzielt, die Bewerber in jeder Minute zu beobachten, zu prüfen, zu durchleuchten. Wer das Assessment Center gut übersteht, darf sich dafür berechtigte Hoffnungen auf den Traumjob machen. Wer aber nicht fehlerlos durch die Veranstaltung kommt, hat womöglich alle Chancen verspielt. Und Fettnäpfchen warten während des Assessment Centers fast überall…

Assessment Center Definition

Assessment ist englisch und bedeutet so viel wie Bewertung, Feststellung oder Einschätzung. Ein Assessment Center ist demzufolge ein Verfahren, das Bewerber bewertet und einschätzt. Dabei geht es vor allem um die Frage, ob der- oder diejenige für die vakante Stelle im Unternehmen geeignet ist – fachlich wie persönlich.

Entweder führt das Unternehmen das Assessment Center selbst durch oder es holt sich Hilfe von externen Beratern ins Haus. Die Kandidaten müssen in der Regel einzelne Tests, Übungen, Plan- und Rollenspiele sowie Auswahlgespräche bestehen. Am Ende steht die Beurteilung, die entweder einzeln oder in Gruppen durchgeführt wird. Ein Assessment Center kann aus mehreren Runden bestehen und bis zu drei Tage dauern.

Mittelständische Unternehmen setzen ein Assessment Center meist ausschließlich zur Personalauswahl ein, Konzerne nutzen es auch zur Entwicklung der eigenen Belegschaft. Schon in den Zwanzigerjahren des 20. Jahrhunderts wählte das deutsche Militär seinen Nachwuchs mit derartigen Testverfahren aus (nur, dass man sie damals noch nicht Assessment Center nannte), danach geriet das Instrument aber schnell in Vergessenheit.

Erst in den Fünfzigern feierte das Assessment Center jenseits des großen Teichs in den USA sein Revival. Auch in Deutschland war es ein US-Konzern, der das erste Assessment Center auf die Beine stellte: IBM im Jahr 1969.

Heute kommt das Assessment Center wie selbstverständlich daher – manchmal auch unter anderem Namen. Manchmal begegnet dem Bewerber das Assessment Center auch als:

  • Auswahlverfahren
  • Testverfahren
  • Bewerbertest
  • Bewerbertag
  • Auswahlverfahren

Assessment Center Vorbereitung

Dieser Leitsatz gilt fast immer: Gut vorbereitet, ist halb gewonnen. Wer nicht völlig ahnungslos ins Assessment Center geht, erhöht seine Erfolgsaussichten um ein Vielfaches.

Andererseits gilt auch fürs Assessment Center: Eine gute Vorbereitung ist die halbe Miete – aber nicht die ganze. Ein bisschen Lockerheit, ein bisschen Unverkrampftheit tun ebenfalls gut (wenngleich sich das natürlich schwer trainieren lässt). Immerhin werden Sie in jedem Fall während der Übungen im Assessment Center auch improvisieren müssen.

Assessment Center Vorbereitung: So rüsten Sie sich fürs AC:

  1. Antizipation

    Sobald Sie das Einladungsschreiben fürs Assessment Center vor sich auf dem Monitor erblicken, können Sie im Grunde mit der Vorbereitung beginnen. Denn nun haben sie die Basis-Informationen, die Sie brauchen. Inhalte, Zeiten, Ablauf. Wer mögliche Aufgaben antizipiert (siehe unten), kann sich entsprechend vorbereiten und Vorteile verschaffen.

  2. Informationen

    Was wissen Sie über die Firmenhistorie? Welche Produkte stellt das Unternehmen her? In welchen Feldern ist es aktiv? Kennen Sie mehr als nur den einen Standort? Sammeln Sie im Vorfeld des Assessment Centers umfassende Informationen über Ihren potenziellen Arbeitgeber. Die wichtigsten Daten – zum Beispiel Mitarbeiterzahl oder Gründungsjahr – dürfen Sie sogar auswendig lernen.

  3. Jobprofil

    Um welches Jobprofil geht es eigentliche genau? Welche Fähigkeiten und Kompetenzen sind für die Stelle relevant – und welche sind weniger wichtig? Setzen Sie sich mit der ausgeschriebenen Position genau auseinander. Das hilft Ihnen später im Job, aber auch schon im Assessment Center.

  4. Anreise

    Auch beim AC ein No-go: Zu spät erscheinen. Denn wahrscheinlich geht das Assessment Center ja nicht direkt vor Ihrer Haustür, sondern in einer fremden Stadt über die Bühne. Planen Sie daher rechtzeitig Ihre Anreise. Bahntickets kaufen, Unterkunft buchen, auch die Anfahrt vor Ort planen. Und berechnen Sie genügend Pufferzeiten ein, um unnötigen Reisestress zu vermeiden.

  5. Tagesgeschehen

    Halten Sie sich über Politik und Wirtschaft auf dem Laufenden. Und behalten Sie die Branche, in der Sie unterwegs sind bzw. für die Sie sich bewerben, ganz genau im Auge. Im Assessment Center kann es passieren, dass aktuelle Geschehnisse in Fallbeispiele oder Analyseaufgaben eingewoben werden. Und auch beim Mittagessen mit dem Personaler wollen sie ja nicht durch Unwissenheit glänzen…

Assessment Center Ablauf

Zwar kann jedes Unternehmen das Assessment Center individuell gestalten und an die eigenen Bedürfnisse anpassen, doch orientieren sich die Abläufe dabei an einem immer wiederkehrenden Muster: So sehen Assessment Center in der Regel aus…

  • Selbstpräsentation

    Die Selbstpräsentation steht fast immer am Anfang des Assessment Centers. Der Kandidat stellt sich kurz und prägnant vor. Auch sollten Sie Bezug auf die konkrete Stelle nehmen.

    Ihre Stärken und Erfolge sollten Sie ebenfalls herausstellen – zum Beispiel als Höhepunkt am Ende Ihres Vortrags. Vor allem Führungskräfte sollten ein paar Details zu Ihren bisherigen Highlights vorbringen können. Trotzdem wird der Interviewer Sie auch nach Ihren Schwächen fragen. Bereiten Sie sich darauf vor.

    Ihre Schwächen können Sie mit dem Hinweis verknüpfen, dass Sie aktiv daran arbeiten, diese zu überwinden. Was tun Sie, um besser zu werden? Das bringt Ihnen weitere Pluspunkte.

    Schon zu Beginn sehr wichtig: Umgangsformen und Körpersprache. Suchen Sie den Blickkontakt? Legen Sie nervöse Ticks an den Tag? Wirken sie selbstbewusst?

    Typisch sind solche Fragen:

    • Was machen Sie den lieben langen Tag über?
    • Wie machen Sie das und warum?
    • Welches waren Ihre größten Erfolge?
    • Wo sind Sie gescheitert und warum?

    Bemühen Sie sich, so lebensnah wie möglich zu antworten. Also nicht abstrakt, sondern lieber in Beispielen und Anekdoten. Meist handelt es sich um offene Fragen, die sich nicht durch ein schlicht Ja oder Nein beantworten lassen.

    Es geht auch nicht darum, dass Sie richtig oder falsch antworten, sondern dass Sie Dialogfähigkeit, Initiative und eine aktive Gesprächsführung beweisen. Das können Sie für sich nutzen.

    Natürlich dürfen Sie auch Rückfragen stellen – oder eigene Akzente setzen. Zum Beispiel so: „Das ist eine gute Frage, aber zunächst möchte ich noch mal betonen, dass…“

  • Übungen

    Jetzt beginnt die Zeit der Übungen. Einen Standard-Ablauf dafür gibt es nicht. Es kann sich um eine Postkorbübung handeln, aber auch um Konzentrations- oder Intelligenztests.

    Auf Übungen sollten sich insbesondere Berufsanfänger einstellen. Bei Fach- und Führungskräften werden die Fähigkeiten, die in solchen Übungen abgefragt werden, vorausgesetzt. Führungskräfte bekommen es eher mit umfangreichen Einzelinterviews zu tun, die Führungsverhalten und soziale Kompetenzen zum Vorschein bringen – oder auch nicht.

  • Rollenspiele

    Als Nächstes kommt die Phase der Rollenspiele, Fallstudien und Gruppendiskussionen.

    Diese sind in Assessment Centern für Berufsanfänger Usus, in Manager-ACs hingegen eher ungewöhnlich. Nicht selten knüpfen die Themen an das aktuelle Wirtschaftsgeschehen an. Neben Fachwissen werden aber vor allem Teamgeist und Lösungskompetenz erwartet.

    Für Kandidaten wichtig: Versuchen Sie nicht, Ihre eigene Meinung auf Biegen und Brechen durchzusetzen, sondern führen Sie ein konstruktives, gleichberechtigtes Gespräch, bei dem Sie auch die Standpunkte der Gegenseite wertschätzen. Keine gute Taktik ist es ebenfalls, sich mit verschränkten Armen in die Defensive zurückzuziehen.

    Grundsätzlich empfehlenswert: Merken Sie sich die Namen Ihrer Mitbewerber und sprechen Sie sie damit an. So finden Sie nicht nur schneller Verbündete, sondern beweisen auch Aufmerksamkeit – und dass Sie mit Menschen umgehen können.

  • Feedback

    Das Feedback-Gespräch bildet den – hoffentlich krönenden – Abschluss des Assessment Centers. Erst werden Sie nach Ihrer Selbsteinschätzung gefragt. Wie hat es Ihnen gefallen? Welchen Eindruck hatten Sie von sich selbst? Danach folgt die Einschätzung der Jury.

    Nicht vergessen: Sie haben während des Feedback-Gesprächs durchaus noch die Möglichkeit, Punkte zu sammeln und vorherige Fehler auszubügeln. Ein gelungenes Feedback-Gespräch rundet Ihre Gesamtperformance im Assessment Center ab.

    Dabei sollten Sie Ihr Licht zwar nicht unter den Scheffel stellen, aber auch keine Loblieder auf sich selbst singen. Eine gesunde Mischung aus Understatement und Selbstbewusstsein ist hier angebracht.

Assessment Center Übungen

Im Assessment Center möchte sich das Unternehmen ein Bild von Ihren Soft Skills machen. Wie arbeiten und denken Sie? Wie kreativ sind Sie? Wie selbstbewusst und durchsetzungsfähig sind Sie? Allein durch Gespräche und Beobachtungen lassen sich diese Fähigkeiten und Qualifikationen schwerer feststellen, als wenn man zusätzlich auf ein Assessment Center zurückgreift.

Die für den Job wichtigen Eigenschaften werden daher mithilfe spezieller Aufgaben und Übungen abgefragt. Mal geht es darum, im Team zusammenzuarbeiten. Mal müssen Sie sich als Einzelperson profilieren. Wir stellen Ihnen die Klassiker der Assessment-Center-Übungen vor und geben Ihnen wertvolle Tipps.

Diese Übungen könnten im Assessment Center auf Sie warten:

  • Selbstpräsentation

    Die Selbstpräsentation ist fester Bestandteil der meisten Assessment Center. Sie ist häufig die Anfangsaufgabe.

    Dabei müssen Sie etwas über sich und Ihren Werdegang erzählen. Versuchen Sie kompetent, aber auch sympathisch zu wirken – Sympathiefaktor niemals unterschätzen! Wenn Sie hier einen guten Einstieg finden, gibt Ihnen das Schwung für den Rest des Assessment Centers.

    Unbedingt Körpersprache beachten: Blickkontakt halten, deutlich und laut genug sprechen, Selbstbewusstsein ausstrahlen und von nervösen Spielereien mit Füßen und Händen absehen.

    In der Selbstpräsentation sollten Sie zudem auf Ihre Stärken und bisherigen Erfolge eingehen – und auf Rückfragen, die Ihre Interviewer (meist sind es mehrere Personen, die Ihnen gegenübersitzen) Ihnen stellen. Fragen, die auf Sie zukommen, können von der Art sein, wie man sie aus einem Vorstellungsgespräch kennt (Auf welchen Erfolg sind Sie stolz? Wann sind Sie gescheitert?).

    Sie können aber auch in Gestalt einer Aufgabe auftauchen. Ein Beispiel: Bitte erläutern sie in maximal zehn Minuten, wie Sie die Universität in Ihrer Persönlichkeitsentwicklung geprägt hat. Sie haben fünf Minuten Zeit, um sich vorzubereiten.

    In diesem Fall notieren Sie sich am besten die wichtigsten Aspekte stichpunktartig auf einem Zettel – und sortieren sie so, dass Ihr Vortrag eine Struktur bekommt. Übrigens müssen Sie gar keine Jubelarien auf sich selbst verfassen (ist vielen Bewerbern unangenehm). Beschreiben Sie viel, werten Sie wenig. Und: Vermeiden Sie überflüssige Branchenfloskeln und Hohlphrasen.

    Und noch ein Tipp: Gehen Sie nicht zu sehr ins Detail und gehen Sie auch nicht chronologisch vor. Die wichtigsten Punkte kommen an den Anfang Ihres Vortrags – und nehmen auch den größten Raum ein. Sie können zuhause schon mal derartige Vorträge üben, indem Sie die Zeit stoppen. Fünf, zehn oder 15 Minuten – so kriegen Sie ein Gefühl für die Zeit.

  • Postkorbübung

    Der Klassiker im Assessment Center ist der Postkorb. Dabei wird eine Arbeitssituation simuliert, die Ihre Entscheidungsfähigkeit und Stressresistenz testen soll. Wie gut können Sie unter Zeitdruck arbeiten? Die Postkorbübung zeigt es dem Personaler.

    Eine typische Postkorbübung im Assessment Center sieht so aus: Sie kommen von einem wichtigen Termin ins Büro, haben aber schon den nächsten vor sich. Ihnen bleibt eine halbe Stunde, um die Nachrichten und Aufgaben, die während Ihrer Abwesenheit aufgelaufen sind, zu bearbeiten. Wie gehen Sie vor?

    Dann gilt zunächst einmal: Keine Panik, Ruhe bewahren! Niemand erwartet von Ihnen, einen Berg an Nachrichten abzutragen – selbst wenn 100 Mails theoretisch auf Bearbeitung warten wollten. Meist ist die Postkorbübung so konzipiert, dass Sie gar nicht alles in der vorgegebenen Zeit schaffen können. Viel wichtiger ist, dass Sie die Aufgaben sichten und priorisieren.

    So könnten Sie bei dieser Postkorbübung im Assessment Center vorgehen:

    • Überblick verschaffen
    • Aufgaben herausfiltern, die dringlich sind (z.B. die mit einer Deadline)
    • Aufgaben identifizieren, die schnell erledigt werden können
    • Aufgaben identifzieren, die geschoben werden können
    • Aufgaben auswählen, die wichtig sind und deren Bearbeitung Vorrang hat

    Tipp: Einer Aufgabe den Vorzug vor einer anderen geben – dafür gibt es sicher gute Gründe. Sie müssen die Gründe dann allerdings auch darlegen können. Von Ihnen wird in einem Assessment Center erwartet, dass Sie Ihre Entscheidungen erklären und rechtfertigen können. Stellen Sie sich darauf ein, dass die Interviewer versuchen werden, Sie unter Druck zu setzen.

  • Rollenspiel

    Auch beim Rollenspiel handelt es sich um eine simulierte Arbeitssituation. Mit dem Unterschied, dass Sie im Rollenspiel nicht alleine agieren. Es kann sich zum Beispiel um ein nachgestelltes Kundengespräch handeln, bei dem Sie einen aufgebrachten Kunden beruhigen müssen – oder um ein Feedbackgespräch mit einem Mitarbeiter.

    Beim Rollenspiel müssen Sie Ihre Social Skills (auch Soft Skills genannt), Einfühlungsvermögen, Konfliktfähigkeit, Kompromissbereitschaft und Überzeugungskraft unter Beweis stellen.

    Eine Beispielaufgabe für ein Rollenspiel im Assessment Center könnte so lauten: Sie sind Abteilungsleiter. Ein Mitarbeiter von Ihnen ist notorisch unpünktlich. Ihre Aufgabe: Stellen Sie den Mitarbeiter zur Rede. Wie gehen Sie vor?

    Nicht zu streng, aber auch nicht zu generös sein – dieser Test ist eine Gratwanderung. Sorgen Sie zunächst für eine angenehme Gesprächsatmosphäre und legen Sie dem Mitarbeiter dann sachlich Ihr Anliegen dar. Fragen Sie nach dem Grund für seine Unpünktlichkeit. Höflich, aber bestimmt. Danach erarbeiten Sie gemeinsam eine Lösung, aber sagen dem Mitarbeiter auch klar und deutlich, was Sie von ihm erwarten.

    Grundsätzlich wichtig bei dieser Aufgabe:

    • Gesprächspartner aussprechen lassen und zuhören
    • Problem erörtern
    • Lösungsvorschläge anbieten
    • Empathie UND Führungsstärke demonstrieren

    Tipp: Bleiben Sie immer ruhig und sachlich. Keine emotionalen Ausbrüche!

  • Fallstudie

    Dabei wird Ihrer mehrköpfigen Gruppe eine Projektaufgabe aus dem Unternehmenskontext vorgesetzt. Diese soll sie gemeinsam bearbeiten und am Ende eine Lösung präsentieren. Zunächst wird festgelegt, wer welche Rolle im Team einnimmt. Die Übung soll zeigen, ob Sie strategisch und analytisch denken können.

    Beispielaufgabe für eine Fallstudie im Assessment Center: In sechs Wochen soll das neue Produkt auf den Markt kommen. Nur die passende Einführungsstrategie fehlt noch. Entwickeln Sie sie. Ihnen stehen dafür 15 Minuten zur Verfügung.

    Die Fallstudie wird mit großer Wahrscheinlichkeit aus dem Branchenkontext des Unternehmens stammen. Möglicherweise handelt es sich sogar um eine Situation, die so oder so ähnlich bereits aufgetreten ist. Darum ist es wichtig, hier ein Grundwissen über das Unternehmen, Branche, Produkte und/oder Dienstleistungen mitzubringen. Je besser Sie im Bilde darüber sind, desto aussichtsreicher Ihre Chancen.

    Hier geht es weniger um die Details, mehr um die Gesamtausrichtung. Für Kleinigkeiten haben Sie nicht ausreichend Zeit. Argumentieren Sie lieber aus der Vogelperspektive.

  • Gruppendiskussion

    Hier ist der Name Programm: Die Gruppe diskutiert ein vorgegebenes Thema – und dieses möglichst kontrovers. Man könnte die Übung auch als einen Wettbewerb der Ideen umschreiben.

    Dabei geht es darum, dass Sie und Ihre Ideen im Vergleich zu den anderen möglichst gut abschneiden. Sie müssen das Thema durchdringen, Position beziehen und Ihre argumentativ stark vertreten. Bei der Gruppendiskussion schaut das Unternehmen genau auf Ihre Rhetorik, Überzeugungskraft und Kooperationsbereitschaft.

    Beispielaufgabe für eine Gruppendiskussion im Assessment Center: Sollen Ihre Vertriebsmitarbeiter ihre schicken Benziner gegen Elektroautos eintauschen? Sie haben 20 Minuten, um in der Diskussion Stellung zu beziehen und Ihren Argumenten Gehör zu verschaffen.

    Auch hier sollten Sie generell höflich und sachlich bleiben. Ein Löffel Leidenschaft schadet Ihnen aber auch nicht, wenn Sie die anderen mit Ihren Argumenten überzeugen wollen. Nehmen Sie aber dennoch die Meinung der anderen Kandidaten sehr ernst, hören Sie zu und fallen niemandem ins Wort. Am Ende könnten Sie in der Gruppe durch einen Kompromiss zu einem Ergebnis kommen.

    Tipp: Treten Sie selbstbewusst auf und verstecken Sie sich nicht. Körpersprache beachten!

  • Fact Finding

    Die Fact-Finding-Übung ist eine Variante der klassischen Fallstudie. Der Clou: Sie erhalten keine fertige Mission, sondern müssen sich die relevanten Informationen selbst zusammensuchen. Alles, was Sie haben, sind ein skizziertes Problem und bruchstückhafte Infos.

    Dafür wird jedem Teilnehmer in der Regel ein Partner zur Seite gestellt, der als Experte fungiert und die entsprechenden Fakten liefern kann – vorausgesetzt, der Kandidat stellt die richtigen Fragen.

    Bei der Fact-Finding-Übung werden Ihre analytischen Fähigkeiten, Problemlösungskompetenz und Auffassungsgabe auf die Probe gestellt.

  • Tests

    Sie sind noch lange nicht aus der Mode: Tests, mit denen im Assessment Center das Wissen der Kandidaten abgefragt wird.

    Die Inhalte können ganz unterschiedlich sein. Zum Einsatz könnte etwa ein Fremdsprachentest kommen, um die sprachlichen Fertigkeiten der Kandidaten auf die Probe zu stellen. Dies ist sinnvoll in bestimmten Branchen und Berufen (z.B. Reisebranche, Dolmetscher, Übersetzer).

    Auch der Wissenstest ist ein beliebtes Instrument im Assessment Center. Das Auswahlverfahren einer Journalistenschule beispielsweise ist ohne umfassenden Test über Politik und Geschichte quasi unvorstellbar.

  • Konstruktionsübung

    Die Konstruktionsübung kommt meist in technischen Unternehmen zum Einsatz. Speziell Ingenieure und andere Techniker sollten sich auf sie einstellen.

    Der Gruppe werden dabei im Assessment Center verschiedene Materialien zur Verfügung gestellt. Aufgabe ist es, daraus ein vorgegebenes Objekt zu bauen. Eine Variante ist es, zwei Teams gleichzeitig gegeneinander antreten zu lassen.

    Wichtig sind in dieser Übung Teamfähigkeit, Überzeugungskraft und Führungsstärke, Abstraktionsvermögen – und ein Schuss Kreativität à la MacGyver.

Das Einzelinterview

Assessment Center EinzelinterviewDas Einzelinterview ist ein wichtiger Bestandteil der meisten Assessment Center. Es dient in vielen Fällen dazu, das Testverfahren noch einmal Revue passieren zu lassen und eine Selbsteinschätzung abzugeben.

Davon abgesehen ähnelt das Einzelinterview einem klassischen Vorstellungsgespräch, in dem Motivation, Erfolge, Stärken und Schwächen des Kandidaten zur Sprache kommen. Weiterführende Infos dazu gibt es hier:

Assessment Center Fehler

In Adiletten oder eine Stunde zu spät kommen – das sind offensichtliche Fehler, die jeden aus dem Rennen kegeln würden. Macht aber vermutlich auch keiner. Gefährlicher sind daher die weniger offensichtlichen Fehler im Assessment Center.

Tatsächlich kann man unterwegs in zahlreiche Fallen tappen, aus denen man nur schwer – oder gar nicht – wieder herauskommt.

Diese Fehler sollten Sie nicht machen, um einen Assessment Center Fail zu vermeiden:

  • Sie haben falsche Erwartungen

    Kein Assessment Center ist wie das andere. Gut möglich, dass Sie von neuen Techniken und Übungen überrascht werden. Kalkulieren Sie das von vornherein mit ein. Einen Standard-Ablauf gibt es nur auf dem Papier. Sollte Sie das Assessment Center voll aus dem Konzept bringen, merken das auch die Organisatoren. Darum: Lassen Sie sich ein Stück weit überraschen.

  • Sie sind nicht spontan

    Verwechseln Sie eine gute Vorbereitung nicht mit dem Gesamtsieg. Der ist auch von einer Portion Improvisation abhängig. Gehen Sie mit einer Grundstrategie ins Assessment Center, lernen Sie die wichtigsten Fakten. Aber vertrauen Sie auch Ihren Instinkten. Wer gar nicht spontan ist, zeigt leider, dass er sich nur schwer auf neue Begebenheiten einstellen kann.

  • Sie wollen Schwächen überdecken

    Ihre ganz persönlichen Schwächen nehmen Sie auch mit ins Assessment Center. Doch Ihr Motto sollte sein: Stärken nach vorne! Konzentrieren Sie sich darauf, Ihre Stärken zu zeigen und nicht Ihre Schwächen zu kaschieren. Das ist ein himmelweiter Unterschied.

  • Sie ziehen Ihre Linie nicht durch

    Wer sein Fähnlein in den Wind hängt, wird weggeweht. Immerhin müssen Sie im Assessment Center in Einzelgesprächen überzeugen und in der Gruppe diskutieren. Dabei sollten Sie Ihre Meinung nicht alle zwei Minuten ändern. Wenn Sie sich zu oft und offensichtlich selbst widersprechen, könnte das Zweifel an Ihrer Persönlichkeitsentwicklung aufwerfen.

  • Sie sind zu stark auf Ihre Konkurrenten fixiert

    Es hilft alles nichts: Ein Assessment Center ist ein Wettkampf – Mann gegen Mann, Frau gegen Frau, Mann gegen Frau. Sie wollen und müssen besser sein als die anderen, um den Job zu bekommen. Diesen Fakt sollten Sie aber versuchen weitgehend auszublenden. Konzentrieren Sie sich auf Ihre eigene Leistung und auf Ihr Wissen. Alles andere kommt von alleine. Und versuchen Sie ja nicht, anderen vorsätzlich zu schaden. Im Gegenteil…

  • Sie sind zu egozentrisch

    Teamfähigkeit wird von Arbeitgebern gerne als Kardinalstugend genannt. Was liegt also näher, als sie im Assessment Center unter Beweis zu stellen? Zunächst fokussieren Sie sich natürlich auf Ihre eigene Leistung, aber seien Sie ruhig hilfsbereit. Tauschen Sie sich aus, zeigen Sie, dass Ihnen das Schicksal Ihrer Mitstreiter am Herzen liegt.

  • Sie verbeißen sich zu sehr in die Aufgaben

    Ein Assessment Center ist keine Uni-Prüfung. Ihr Auftreten und Verhalten, Ihre Gestik und Mimik sind mindestens genauso wichtig wie Ihre fachlichen Einlassungen. Verlieren Sie das nicht aus dem Blick. Es kann passieren, dass Sie die richtige Lösung für eine Aufgabe aus dem Hut zaubern, aber durch Ihr Vorgehen trotzdem Ihre Chancen auf die Stelle reduziert haben.

  • Sie lästern über andere

    Absolutes No-Go: Über andere Kandidaten lästern. Sie sind schließlich nicht im Dschungelcamp, sondern in einem Assessment Center, in dem Sie Professionalität beweisen sollen. Lästereien fallen negativ auf Sie zurück. Bitte auch dann verkneifen, wenn im Gegenzug ein anderer über Sie lästern sollte!

  • Sie sind unachtsam

    Konzentration – von Anfang bis Ende! Das ist der vielleicht wichtigste Ratschlag. Denn das Assessment Center ist ein einziger Test, der schon bei der Begrüßung beginnt. Die Begrüßung entscheidet über den ersten Eindruck, für den es bekanntlich keine zweite Chance gibt. Und das gemeinsame Abendessen zum Abschluss, sofern es eines gibt, zeigt dem Personaler, ob Sie Anstand und Manieren mitbringen. Nicht zu früh abschalten!

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Assessment Center Tipps

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E-Mail-Bewerbung: 10 Tipps für Bewerber

e-mail-bewerbung tipps

Die E-Mail-Bewerbung ist längst Standard. Mit Papier können Deutschlands Recruiter nichts mehr anfangen. Auch für die Bewerber ist es sehr viel komfortabler, eine Mail mit den Bewerbungsunterlagen auf den Weg zu bringen. Dennoch kann man bei der E-Mail-Bewerbung eine ganze Menge falsch machen. Zum Beispiel das hier…

E-Mail-Bewerbung: Schritt für Schritt

So machen Sie bei der E-Mail-Bewerbung alles richtig – Schritt für Schritt erklärt:

  • Adresse des Absenders

    Verwenden Sie eine seriöse E-Mail-Adresse für Ihre E-Mail-Bewerbung. Am besten enthält diese Ihren vollständigen Namen. So sind Missverständnnisse (nahezu) ausgeschlossen:

    • vorname.nachname@mailprovider.de
    • anfangsbuchstabevorname.nachname@mailprovider.de

    Bitte keine schlüpfrige oder scherzhafte E-Mail-Adresse nutzen wie etwa:

    • partylöwe999@mail.de
    • suessemaus@mail.de
    • bestermann1@mail.de

    Und hüten Sie auch davor, die E-Mail-Bewerbung von Ihrer beruflichen Adresse zu verschicken, falls Sie sich aus einer festen Position heraus bewerben. Das wäre leichtsinnig – und völlig unnötig.

  • Adresse des Empfängers

    Achten Sie auf die korrekte Adresse des Empfängers. Bitte keine E-Mail-Bewerbung an eine info@-Adresse versenden – beziehungsweise nur dann, wenn Sie der Arbeitgeber explizit darum bittet. Immer den richtigen Ansprechpartner eruieren und dessen E-Mail-Adresse ins Empfängerfeld eintragen:

    • personaler.name@unternehmen.de

    Kleiner Hinweis: Das CC-Feld lassen Sie selbstverständlich frei. Ihre Bewerbung geht nur Sie und Ihren Ansprechpartner etwas an. Sich selbst können Sie aber die E-Mail-Bewerbung unsichtbar zuschicken (im BCC-Feld), um sie nachträglich kontrollieren zu können.

  • Betreff

    Die Betreffzeile ist die Einleitung Ihrer E-Mail-Bewerbung. Bitte nicht unterschätzen! Wenn Sie die Betreffzeile falsch füllen, können Sie das Pech haben, ungelesen im Spam-Ordner zu versanden.

    Bringen Sie unbedingt das Wort Bewerbung in der Betreffzeile unter. Am besten formulieren Sie noch präziser. Der ausgeschriebene Job und eine etwaige Kennziffer gehören nach Möglichkeit ebenfalls hinein. Die Kennziffer finden Sie in der Stellenanzeige. Machen Sie es dem Empfänger so leicht wie möglich.

    So könnte die Betreffzeile Ihrer E-Mail-Bewerbung lauten:

  • Anschreiben

    Sie haben zwei Möglichkeiten: Entweder Sie kopieren Ihr Anschreiben direkt in die E-Mail oder Sie schicken es im Anhang mit. Ersteres hat den Vorteil, dass der Personaler Ihre Mail öffnet und sofort Ihr Anschreiben durchliest. Sie können mit dem Anschreiben also Akzente setzen. In den Bewerbungsunterlagen dagegen wird ein Anschreiben gerne mal links liegen gelassen.

    Und es gibt noch einen weiteren Vorteil: Wenn Sie nämlich das Anschreiben zu den anderen Anlagen in den Anhang verfrachten, dann müssen Sie noch einen kleinen E-Mail-Text zusätzlich formulieren. Das ist Extra-Aufwand! Dennoch dürfen Sie sich gerne für diese Variante entscheiden, wenn sie Ihnen eleganter erscheint. So könnte der Text lauten:

    Sehr geehrter Herr Mustermann,

    im Anhang sende ich Ihnen meine Bewerbung als Redakteur für das Promi-Magazin. Bei Rückfragen melden Sie sich gerne bei mir unter der Mobilnummer: 0123-456789. Ich freue mich darauf, bald von Ihnen zu hören!

    Mit freundlichen Grüßen
    Hans Hansen

  • Sprache

    Es ist zwar „nur“ eine E-Mail, aber bleiben Sie trotzdem sachlich. Keine Whatsapp-Sprache, keine Emojis, keine allzu lockeren Sprüche!

    Eine Bewerbung sollte formell sein: Anrede, Grußformel, Name, Signatur usw. Sicher: In kreativen Branchen könnte auch eine unorthodoxe Bewerbung ziehen. Aber das ist die Ausnahme. Und verzichten Sie auf Reizworte, die der Provider womöglich als Spam einordnet. Dazu zählen Billig oder Angebot, Rechnung oder auch die Kombination Speziell für Sie. Aber wir gehen mal davon aus, dass Sie diese Vokabeln ohnehin nicht eingesetzt hätten…

  • Dokumente

    Eine E-Mail-Bewerbung unterscheidet sich grundsätzlich nicht von einer Papier-Bewerbung. Die Dokumente, die Sie beifügen sollten, sind die gleichen. Allerdings könnte es in der E-Mail-Bewerbung passieren, dass Sie einzelne Dokumente vorher aussortieren müssen. Nämlich dann, wenn das PDF am Ende zu groß wird (dazu mehr im nächsten Absatz).

    Die E-Mail-Bewerbung umfasst:

  • Anhang

    Ihre Anlagen packen Sie in ein einziges PDF (dazu gleich noch ein paar Tipps). Mehr als 5 Megabyte sollte das PDF nicht umfassen. Dies kann bei umfangreichen Bewerbungsunterlagen durchaus schwierig werden. Geben Sie dem Anhang einen sinnvollen Dateinamen wie etwa:

    • Datum_bewerbungsunterlagen_max_muellermann_position_firmenname.pdf
    • max_muellermann_bewerbungsunterlagen_firmenname_datum.pdf

    Auch auf ZIP-Dateien sollten Sie verzichten – die kann nicht jeder öffnen. Ein Ärgernis sind sie in jedem Fall, weil umständlich. Als Anhänge bieten sich hauptsächlich die Formate PDF und DOC an. Dieser Hinweis gilt auch für Apple-Aficionados, die mit Pages-Dokumenten arbeiten. Nicht jeder Personaler hat einen Mac auf dem Schreibtisch.

    Bevor Sie Ihre Bewerbungs-E-Mail abschicken, vergewissern Sie sich, dass Sie den Anhang auch wirklich hochgeladen haben. Es passiert schon mal, dass ein Rechner den Befehl nicht korrekt ausführt. Oder dass man den Anhang schlicht vergisst. Man könnte Ihnen dann mangelnde Sorgfalt vorwerfen. Das wäre ein schlechtes Omen!

    Sollte Ihnen der Lapsus schon unterlaufen sein, dann bringen Sie eine Folgemail auf den Weg – mit einer kurzen Entschuldigung und den korrekten Unterlagen im Anhang. Keine lange Erklärungen und Ausflüchte! Damit machen Sie es nur noch schlimmer…

  • Design

    Keep it simple! Ein Credo, das auch für die E-Mail-Bewerbung goldrichtig ist. Wechseln Sie nicht ständig die Schriftarten in der Bewerbung, bauen Sie keine bunten Bildchen oder Hintergründe ein.

    Personaler stehen auf Klarheit und Übersichtlichkeit. Außerdem wirken kitschige und verspielte Designs unprofessionell. Und so wollen Sie auf keinen Fall auftreten. Ihre E-Mail-Bewerbung soll klar machen, dass man es mit einem Profi zu tun hat – nicht mit einem Clown.

  • Signatur

    Egal, ob Sie das Anschreiben direkt in Ihre E-Mail schreiben oder in den Anhang: Unter Ihre Mail platzieren Sie am besten eine Signatur. Diese enthält Ihren vollständigen Namen, Ihre aktuelle Adresse, Telefonnummer, einen Link zu Ihrer Homepage, Blog oder Online-Profil (Xing, Linkedin, Twitter etc.).

    Optional können Sie auch Ihre Skype- oder Messenger-Kontaktdaten einbauen. Das zeigt, dass Sie die digitale Welt verinnerlicht haben – Pluspunkt! Zudem sind Sie so auf verschiedenen Kanälen gut erreichbar. Signaturen vermitteln Professionalität – und sie sind nützlich.

  • Uhrzeit

    Ein kleines, aber feines Detail bei der E-Mail-Bewerbung: Achten Sie auf den richtigen Zeitpunkt des Versandes. Ungünstig sind Samstage oder Sonntage, weil Ihre Bewerbung dann unter all den Mails untergeht, die bis Montagmorgen im Posteingang des Empfängers gelandet sind. Lieber am Wochenende die E-Mail-Bewerbung fertigstellen und dann bis zum Wochenbeginn warten, um sie auf den Weg zu bringen.

    Auch nachts verschickt man die E-Mail-Bewerbung lieber nicht. Dies wirkt halbseiden und unbedacht. Wer nicht allzu wissenschaftlich an das Thema herangehen möchte, sendet die E-Mail-Bewerbung einfach an einem Werktag zwischen 9 und 18 Uhr – fertig. Und vor Ende der Bewerbungsfrist, sofern es eine gibt, sollte die Mail natürlich ebenfalls rausgegangen sein.

E-Mail-Bewerbung Vorteile

Die E-Mail-Bewerbung bietet vor allem diese Vorteile:

  • Masse

    Der Bewerber kann im Vergleich zur Papiermappe mit weniger Aufwand mehr Bewerbungen versenden.

  • Speed

    Die E-Mail-Bewerbung erreicht den Empfänger schneller. Man kann sie auch kurz vor Ablauf einer Bewerbungsfrist noch auf den Weg bringen.

  • Zeit

    Man kann die E-Mail-Bewerbung bequem von zuhause am Rechner erstellen, versenden und sich den Gang zur Postfiliale sparen – ein großer Zeitvorteil.

  • Kosten

    Die Bewerbungsmail ist günstiger. Porto, Papier und Umschläge entfallen – Kleinvieh macht bekanntlich auch Mist.

  • Umwelt

    Wo weniger Papier verbraucht wird, freuen sich Wald und Klima. Auch wenn auf der anderen Seite ein höherer Stromverbrauch steht, dürfte die E-Mail-Bewerbung umweltfreundlicher sein.

  • Übersicht

    Die Unternehmen profitieren von einer besseren Übersicht durch E-Mail-Bewerbungen. Sie können alle Eingänge komfortabel sortieren, weiterleiten, archivieren. Nebenbei: Der Bewerber selbst hat ebenfalls eine bessere Übersicht über seine Bewerbungen. Er muss keine Strichlisten führen, auf denen er die einzelnen Unternehmen notiert, die er schon angeschrieben hat. Ein Blick in den Versendet-Ordner genügt.

E-Mail-Bewerbung Nachteile

Nichts auf dieser Welt ist nur gut oder nur schlecht. Das gilt auch für die E-Mail-Bewerbung. Sie hat diese Nachteile:

  • Nirvana

    Die E-Mail-Bewerbung erreicht nicht immer den gewünschten Empfänger. Das ist speziell bei einer Initiativbewerbung ein Problem. In dem Fall existiert keine Stellenanzeige, in der die E-Mail-Adresse des Personalverantwortlichen explizit genannt wird. Wenn man also die Bewerbung an ein anonymes Info-Postfach verschickt, könnte sie im digitalen Nirgendwo landen.

    In so einem Fall sollte man vorab Namen und Adresse des richtigen Ansprechpartners ermitteln – durch einen Anruf im Unternehmen zum Beispiel. Aber der verursacht wiederum Aufwand und der geringe Aufwand war doch eigentlich ein Vorteil der E-Mail-Bewerbung

  • Schlampereien

    Die E-Mail-Bewerbung verleitet zur Nachlässigkeit. Eine E-Mail ist flugs formuliert. Man tippt schnell drauflos, so wie bei Whatsapp oder Facebook. Die Anfälligkeit für Flüchtigkeitsfehler und Buchstabendreher steigt.

    Vorteil wiederum: Ein Fehler lässt sich digital sehr viel leichter wieder ausbügeln als auf Papier. Bye bye Tipp-Ex!

  • Unsicherheit

    Einen formellen Brief beginnt man mit Sehr geehrte/r Frau/Herr… – das weiß jeder. Aber wie ist das bei einer Mail? Hallo oder Servus oder Lieber Herr?

    Bei der Anrede fängt die Unsicherheit schon an. Einheitliche Standards gibt es nicht. Und dann das Bewerbungsanschreiben. Platziere ich es direkt im E-Mail-Textfeld oder hänge ich es an? Wo kommen die Anlagen hin? Und welche nehme ich überhaupt? Wie groß dürfen sie sein? Sie sehen: Bei einer Mail-Bewerbung können Fragen aufkommen. Aber dafür haben sie ja uns…

E-Mail-Bewerbung Beliebtheit

Die E-Mail-Bewerbung hat sich in Deutschlands Unternehmen längst etabliert. Das Internet ist der bevorzugte Kanal, die Papierbewerbung hat weitgehend ausgedient.

Für 40,6 Prozent der Arbeitnehmer sind Bewerbungen per E-Mail das Mittel der Wahl. Bewerbungen auf dem Postweg werden dagegen nur noch von 29,4 Prozent der Arbeitnehmer bevorzugt. Dahinter folgen Online-Bewerbungsformulare mit 27,9 Prozent. Zu diesen Ergebnissen kam die Arbeitsmarktbefragung 2019 des Personaldienstleisters Orizon.

Laut Bitkom-Umfrage aus dem Oktober 2018 ist die Bewerbungsmappe sogar „tot“. Demnach wollen nur noch drei Prozent der Personalverantwortlichen in Unternehmen ab 50 Mitarbeitern die Unterlagen auf Papier in einer Bewerbungsmappe empfangen. 86 Prozent bevorzugen dagegen digitale Bewerbungsmaterialien.

Das deckt sich mit einer Monster-Studie, nach der sich nur fünf Prozent der Unternehmen in Zukunft Bewerbungsmappen aus Papier wünschen. Von den Bewerbern selbst wollen sogar nur 1,5 Prozent eine papierne Mappe zusammenstellen.

Bei der E-Mail-Bewerbung versendet man die Unterlagen auf elektronischem Weg. Anschreiben, Lebenslauf, Zeugnisse – alles kommt in die Mail bzw. in ihren Anhang. Der Personaler muss nur in seinen E-Mail-Posteingang schauen und hat alle Fakten auf dem Tisch. Der Gang zur Post, Papierblätter, Briefmarken – alles überflüssig. Die E-Mail-Bewerbung ist für beide Seiten eine Erleichterung.

Aber: Vielleicht ist auch die E-Mail-Bewerbung nur eine Durchgangsstation. Laut Monster-Studie bevorzugen rund 30 Prozent der Unternehmen die Bewerbung per Mail, 74 Prozent wollen künftig auf Bewerbungsformulare setzen (Mehrfachnennungen waren möglich). Dabei stellt das Unternehmen auf seiner Webseite oder Karriereseite ein solches Bewerbungs-Formular zur Verfügung. Die Kandidaten können es am Rechner ausfüllen, werden von Dokument zu Dokument geleitet.

Das Formular hat für den Bewerber den Vorteil, dass er oder sie nichts vergessen kann. Aber ein Online-Formular hat auch Nachteile. So kann man nur schwerlich Akzente setzen, nicht so kreativ sein wie bei einer E-Mail-Bewerbung.

Grundsätzlich gilt: Wenn ein Unternehmen Bewerbungen über ein Online-Formular abwickelt, dann nutzen Sie es als Bewerber auch. Hat es keine, dann reichen Sie Ihre Bewerbung per E-Mail ein.

PDF für die Bewerbung erstellen

Ihre Bewerbungsunterlagen führen Sie bei der E-Mail-Bewerbung in EINEM PDF-Dokument zusammen. Dieses PDF laden Sie als Anhang hoch. Dabei sollten Sie noch ein paar Kleinigkeiten beachten:

  • Tool

    Zunächst brauchen Sie ein Werkzeug, um all die Dokumente zu einem PDF zusammenführen. Nehmen Sie am besten ein kostenloses Online-Tool wie SmallPDF oder SodaPDF. Bitte nicht alle Dokumente einzeln hochladen! Das würde für den Empfänger einen Mega-Aufwand bedeuten – und Sie im Personalbüro schlagartig unbeliebt machen.

  • Dateiname

    Geben Sie dem PDF einen aussagekräftigen Dateinamen. Dieser sollte Ihren Namen, das Wörtchen Bewerbung, die Kennziffer und am besten noch das Datum und den Namen des Unternehmens beinhalten. Wichtig: Mit dem Datum signalisieren Sie, dass Sie nicht irgendeine Uralt-Bewerbung aus dem Hut gezaubert, sondern diese hier ganz neu und individuell erstellt haben. Je präziser, desto besser! Ein guter Beispieldateiname für das PDF Ihrer E-Mail-Bewerbung: 190101_Max_Mustermann_Bewerbungsunterlagen_Entwicklungsingenieur_Siemens

  • Unterschrift

    Auch in der E-Mail-Bewerbung sollten Sie Ihren Lebenslauf unterschreiben. Sie können Ihre Unterschrift einscannen, in das Word-Dokument einfügen und dieses dann als PDF mit den anderen zusammenführen. Unter das Anschreiben setzen Sie Ihre Unterschrift ebenfalls.

  • Einheitlichkeit

    Ihre Bewerbungsunterlagen enthalten viele Daten und Angaben über Sie selbst. Name, Kontaktdaten, Adressen kommen sogar mehrfach vor – im Lebenslauf, auf dem Deckblatt, in der Signatur. Achten Sie darauf, stets die gleichen anzugeben. Wer drei verschiedene E-Mail-Adressen aufführt, wirkt schnell unprofessionell. Hier kommt es häufig zu Fehlern – vor allem dann, wenn alte Dokumente wiederverwendet werden. Also: Am Ende alles nochmal abgleichen!

E-Mail-Bewerbung Checkliste

Darauf bitte in der E-Mail-Bewerbung achten. Eine Übersicht:

  • Verwenden Sie eine seriöse E-Mail-Adresse.
  • Ermitteln Sie den richtigen Ansprechpartner im Unternehmen.
  • Formulieren Sie eine präzise Betreffzeile.
  • Verwenden Sie eine einheitliche Schriftart.
  • Benutzen Sie die (exakt) identische Stellenbeschreibung, die auch in der Stellenanzeige genannt wurde.
  • Bringen Sie die wichtigsten Keywords unter.
  • Führen Sie die Bewerbungsunterlagen in einem PDF zusammen.
  • Verschicken Sie keine ungewöhnlichen Dateiformate und ZIP-Dateien.
  • Fügen Sie das Bewerbungsfoto in den Lebenslauf ein.
  • Schicken Sie nicht zu viele Zeugnisse und Arbeitsproben mit, um die Bewerbung nicht zu überfrachten.
  • Bauen Sie eine Signatur mit den wichtigsten Kontaktdaten und Links ein.
  • Verzichten Sie auf eine Lese- und Empfangsbestätigung (Nervgefahr!).
  • Stellen Sie eine persönliche Grußformel voran.
  • Lassen Sie die unterschiedlichen Dokumente (Anschreiben, Lebenslauf etc.) immer auf einer neuen Seite beginnen.
  • Streuen Sie branchenübliche Fachbegriffe ein, aber sprechen Sie kein Fachchinesisch.
  • Reden Sie den Empfänger in der Sie-Form an.
  • Achten Sie penibel auf korrekte Rechtschreibung und Grammatik.
  • Überschreiten Sie nicht die Dateigröße von 5 MB (es sei denn, das Unternehmen gibt in der Stellenanzeige einen anderen Richtwert an).

Die Checkliste als PDF zum Downloaden oder Ausdrucken finden Sie hier.

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e-mail-bewerbung tipps

[Bildnachweis: Alexey Boldin by Shutterstock.com]

Unzulässige Fragen im Bewerbungsgespräch: Übersicht, Tipps, Antworten

unzulaessige fragen jobinterview

Unzulässige Fragen im Vorstellungsgespräch gibt es mehr, als Sie wahrscheinlich annehmen. So sind Fragen nach einer möglichen Schwangerschaft, Ihrer Religion oder einer Krankheit gesetzlich tabu. Was nicht heißt, dass sich jeder Arbeitgeber auch daran hält. Wie Sie richtig reagieren, wenn Ihnen jemand im Vorstellungsgespräch unzulässige Fragen stellt…

Unzulässige Fragen im Vorstellungsgespräch: Übersicht

Es gibt eine Vielzahl an unzulässigen Fragen – wahrscheinlich mehr, als Sie vermuten würden. Folgende Fragen müssen Sie im Bewerbungsgespräch nicht beantworten. Sie dürfen Sie sogar mit einer Lüge beantworten – das ist meist die elegantere Lösung, weil Sie so Ihre Chancen auf Einstellung wahren.

Unzulässig sind Fragen nach…

  • Schwangerschaft
  • Familienstand/sexuelle Orientierung
  • Religion/Glaube
  • Politische Überzeugungen
  • Behinderung
  • Krankheit
  • Vermögensverhältnisse
  • Lohnpfändungen
  • Vorstrafen
  • Alter
  • Herkunft

Die Übersicht über die unzulässigen Fragen finden Sie als PDF zum Ausdrucken und Mitnehmen hier. Allerdings gibt es zahlreiche Ausnahmen. Im Folgenden die Einzelheiten zu allen wichtigen Themengebieten…

Unzulässige Fragen im Bewerbungsgespräch: Schwangerschaft

Die wohl bekannteste unzulässige Frage im Vorstellungsgespräch ist die nach einer möglichen Schwangerschaft. Bewerberinnen müssen darauf nicht antworten bzw. dürfen sie sogar mit einer Lüge kontern. Schon gar nicht muss die Bewerberin von sich aus darauf hinweisen, dass sie schwanger ist.

Warum probieren Sie es nicht mal mit Ironie und Humor? Nach dem Motto: „Ja, Drillinge sind gerade unterwegs.“ Um danach freundlich-lachend zu ergänzen: „Nein, nur Spaß. Im Ernst: Zum Thema Schwangerschaft möchte und muss ich Ihnen nichts sagen. Ich hoffe, Sie verstehen das.“ Möglich, dass der Arbeitgeber Ihren Humor teilt und Ihre Art mag.

Obwohl die Frage unzulässig ist, fragen viele Arbeitgeber explizit danach. Mutige Kandidatinnen könnten dann mit einer Gegenfrage erwidern, zum Beispiel so. Frage: „Sind Sie schwanger oder wollen Sie in absehbarer Zeit schwanger werden?“ Antwort: „Ich wusste gar nicht, dass das eine Voraussetzung für den Job ist. Hätte ich das gewusst, hätte ich mir vorher Gedanken darüber gemacht, vielleicht noch schnell schwanger zu werden…“

So eine Retourkutsche können Sie wagen – aber natürlich auch sein lassen. Denn nicht jeder Arbeitgeber reagiert positiv und findet das witzig. Fest steht, dass Sie nicht wahrheitsgemäß antworten müssen. Sie können also auch einfach „Nein“ sagen.

Das tat im Übrigen auch eine Bewerberin, die als Schwangerschaftsvertretung eingestellt werden sollte. Der Arbeitgeber fragte sie (unzulässigerweise), ob sie schwanger sei. Die Frau verneinte. Dabei war sie wirklich schwanger.

Das Landesarbeitsgericht Köln urteilte (Az.: 6 Sa 641/12), dass eine Bewerberin dem Arbeitgeber nicht offenbaren muss, dass sie schwanger ist – selbst dann nicht, wenn sie befristet zur Vertretung einer schwangeren Mitarbeiterin eingestellt werden soll und dadurch einen wesentlichen Teil der vertraglich vereinbarten Arbeitszeit gar nicht arbeiten kann. Für den Arbeitgeber zugegeben ärgerlich. Aber eine Handhabe hat er nicht.

Unzulässige Fragen: Regeln und Ausnahmen

Wichtig zu wissen: Unzulässige Fragen sind nicht per se unzulässig. Es gibt zahlreiche Ausnahmen. Sogar die Frage nach einer Schwangerschaft darf unter Umständen gestellt werden – nämlich dann, wenn eine Schwangere den jeweiligen Job nur bedingt oder gar nicht ausüben könnte. Das kann ein Beruf sein, in dem sie schwere Lasten heben müsste und somit ihre Gesundheit und die des Kindes gefährden würde. Oder ein Beruf, in dem der körperliche Einsatz mit einer Schwangerschaft unvereinbar ist, als Model oder Tänzerin etwa.

In diesen Fällen darf der Arbeitgeber ausdrücklich nach einer Schwangerschaft fragen. Und die Bewerberin muss auch wahrheitsgemäß antworten. Tut sie dies nicht, kann der Arbeitgeber den Vertrag rechtlich anfechten.

Hier eine Übersicht im Detail zu unzulässigen Fragen und Ausnahmen:

  • Familienstand/Sexuelle Orientierung

    Ob Sie ledig sind oder verheiratet oder in Kürze den Bund der Ehe schließen wollen, geht den Arbeitgeber nichts an. Fragen nach dem Familienstand sind im Bewerbungsgespräch unzulässig. Sie könnten also etwa auf die Frage, ob Sie verheiratet sind, Ja oder Nein antworten – ganz wie Sie wollen. Auch die Frage nach der sexuellen Identität – ob sie homo-, hetero-, bi-, asexuell oder was auch immer sind – ist nicht gestattet.

  • Religion/Glaube

    Die Frage nach der religiösen Überzeugung oder Konfession ist unzulässig. Aber es gibt Ausnahmen: Eine kirchliche Institution kann ein berechtigtes Interesse daran haben, dass sich die Konfession eines zukünftigen Mitarbeiters mit der eigenen deckt. Ohnehin lässt sich eine Religionszugehörigkeit manchmal nur schwer verheimlichen. Spätestens auf der Lohnsteuer taucht die Kirchensteuer auf – oder auch nicht…

  • Politische Überzeugungen

    Die politische Einstellung ist Privatsache. Sogar die Frage nach Zugehörigkeit in einer Gewerkschaft überschreitet die rechtliche Grenze. Allerdings gibt es Grauzonen. Ein parteipolitischer Arbeitgeber hat ein berechtigtes Interesse daran, den politischen Background eines Bewerbers in Erfahrung zu bringen. Wer sich als Mitarbeiter in der SPD-Zentrale bewirbt und seine CDU-Mitgliedschaft verschweigt, dürfte also ein Problem bekommen.

  • Behinderung

    Die Frage nach einer Behinderung ist im Vorstellungsgespräch unzulässig. Mit einer Ausnahme: Sie ist zulässig, wenn der Arbeitgeber berechtigte Zweifel an der Eignung des Bewerbers hat, weil der Job spezielle Anforderungen an ihn stellt.

  • Krankheit

    Der Gesundheitszustand fällt prinzipiell in die Privatsphäre. Also geht er auch den Arbeitgeber nichts an. Fragen zu Krankheiten sind unzulässig. Aber: Hat der Bewerber eine ansteckende Erkrankung und könnte andere Kollegen oder Kunden gefährden – oder er könnte wegen einer schweren Krankheit seinen zukünftigen Job gar nicht erst ausüben – dann muss er dies ebenfalls ungefragt sagen. Hier besteht eine Offenbarungspflicht des Arbeitnehmers. Kommt er dieser nicht nach, ist er möglicherweise sogar schadensersatzpflichtig.

  • Vermögensverhältnissen und Schulden

    Speziell Führungskräfte müssen ihre persönlichen Vermögensverhältnisse unter Umständen offenlegen. Sie lassen auf eine Zuverlässigkeit im Umgang mit Vermögen schließen – oder eben nicht. So weiß der Arbeitgeber, ob er dem Bewerber so viel Vertrauen entgegenbringen kann, dass er ihn einstellt. Abgesehen davon sind Fragen nach dem Vermögensstand aber tabu.

  • Lohnpfändungen

    Handelt es sich um Pfändungen in geringer Höhe, ist die Frage unzulässig. Bewerber dürfen lügen. Sollten die bevorstehenden Lohnpfändungen allerdings eine derartige Dimension erreichen, dass auf den Arbeitgeber ein beträchtlicher zusätzlicher Arbeitsaufwand zukommt, ist die Frage zulässig.

  • Vorstrafen

    Der Arbeitgeber darf nur danach fragen, wenn eine Vorstrafe für den jeweiligen Job relevant ist. Für Berufskraftfahrer sind zum Beispiel Verkehrsdelikte relevant, für Sachbearbeiter eher nicht. Wichtig ist ein makelloses Vorstrafenregister für Juristen und (Polizei)Beamte.

  • Haftstrafe

    Wurde der Bewerber zu einer Haftstrafe verurteilt und muss diese in nächster Zeit antreten, so muss er dies dem Arbeitgeber ungefragt offenbaren. Es besteht Offenbarungspflicht. Hier geht der Gesetzgeber also noch einen Schritt weiter. Denn nach einer bevorstehenden Haft fragen ja nur die wenigsten Arbeitgeber…

  • Alter

    Fragen nach dem Alter des Kandidaten verstoßen gegen das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) und sind daher unzulässig. Nach der Erfahrung des Bewerbers darf der Personaler hingegen fragen – und seine Rückschlüsse auf dessen Alter ziehen.

  • Herkunft

    Welche ethnische Herkunft der Bewerber hat, darf der Arbeitgeber nicht erfragen. Unzulässig! Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz untersagt die Diskriminierung eines Bewerbers wegen seiner ethnischen Zugehörigkeit oder Herkunft. Aber: Fragen nach der Muttersprache oder nach Sprachkenntnissen sind erlaubt. Sollte der Bewerber dabei eine außergewöhnliche Sprache benennen, lässt diese oft Rückschlüsse auf seine Wurzeln zu.

  • Wettbewerbsverbot

    Auch hier ergibt die Offenbarungspflicht Sinn. Ist es dem Bewerber rechtlich untersagt, in einem bestimmten Bereich zu arbeiten, muss er dies dem Arbeitgeber ungefragt mitteilen. Ein solches Wettbewerbsverbot kann zum Beispiel auf einem alten Arbeitsvertrag des Bewerbers beruhen.

Tipp: Bereiten Sie sich auf Fragen, die Sie persönlich betreffen (könnten), vor. Überlegen Sie vorab, wie Sie reagieren und was Sie sagen, ob und wie Sie lügen wollen. Und ob Sie überhaupt lügen dürfen oder ob nicht doch eine Offenbarungspflicht besteht. Tipps dazu haben wir im Folgenden für Sie zusammengestellt…

Unzulässige Fragen im Vorstellungsgespräch: Antworten

Wie antworten Bewerber am besten auf unzulässige Fragen im Vorstellungsgespräch? Im Zweifel antworten Sie einfach mit Ja oder Nein. Das funktioniert natürlich nur bei Entscheidungsfragen: Sind Sie Single? Wollen Sie Kinder? Sind Sie religiös? Ja oder Nein – Ihre Entscheidung!

Bei manchen Entscheidungsfragen ist es zweifelsfrei sinnvoll, sich klar zu positionieren. Sind Sie schwanger? Die richtige Antwort lautet: Nein. Unabhängig davon, ob dies der Wahrheit entspricht oder nicht. Sie dürfen wohlgemerkt lügen. Haben Sie eine Behinderung? Richtige Antwort: Nein. Es sei denn, die Behinderung würde Sie ernsthaft bei der Ausübung des Jobs behindern, dann müssten Sie sie offenlegen.

Sie könnten bei einer unzulässigen Frage auch darauf hinweisen, dass es sich um eine unzulässige Frage handelt, die der Personaler Ihnen da gerade gestellt hat. „Es handelt sich um eine unzulässige Frage, die Sie gar nicht hätten stellen dürfen. Darum antworte ich Ihnen darauf auch nicht.“ Oder einfach: „Dazu sage ich nichts.“

So eine Reaktion erfordert allerdings Mut und Chuzpe. Und sie macht Sie verdächtig. So, als ob Sie etwas zu verheimlichen hätten. Außerdem kostet sie Sie wertvolle Sympathiepunkte. Empfehlenswert ist diese Taktik also nicht. Wer so auftritt, bekommt den Job nicht – basta. Andererseits: Falls Sie als Top-Bewerber viele Angebote auf dem Tisch oder während des Bewerbungsgesprächs schon gemerkt haben, dass Sie in diesem Unternehmen gar nicht anfangen wollen, dann können Sie getrost so reagieren…

Grundsätzlich aber sollten Sie auch bei unzulässigen Fragen freundlich und höflich bleiben. Bedenken Sie: Nicht jede verbotene Frage wird aus böser Absicht gestellt. Nicht jeder Personaler kennt alle Regeln und Gesetze, manche fragen vielleicht nur aus jugendlichem Übermut oder Unbedarftheit. Oder sie stellen unzulässige Fragen, um Sie auf die Probe zu stellen. Wie reagiert der Bewerber, wenn ich ihn nach seiner familiären Situation frage? Wenn er patzig zurückblafft, ist die Gefahr groß, dass er auch im Kundenkontakt leicht reizbar reagiert. Nicht wünschenswert.

Daher empfiehlt es sich in den meisten Situationen, diplomatisch aufzutreten. Beispiel: Wollen Sie Kinder? Diplomatische Antwort: Damit habe ich bislang noch nicht so viel beschäftigt. Ich kann Ihnen darauf noch keine Antwort geben, ich weiß es wirklich nicht. Momentan bin ich erstmal damit beschäftigt, meine Karriere voranzutreiben.

Oder probieren Sie es mit einer Prise Charme und Humor. Beispiel: Welche Partei haben Sie bei der letzten Bundestagswahl gewählt? Eine humorvolle Antwort wäre: Ich HABE gewählt, so viel steht fest. Aber an die Partei kann ich mich gar nicht mehr so genau erinnern. Da standen so viele von denen auf dem Wahlzettel. Logisch: Wenn Sie sich bei den Grünen bewerben, dann sagen Sie: Ich habe selbstverständlich die Grünen gewählt. Oder um es auch hier humorvoller auszudrücken: Ein Partei mit viel Grün im Logo.

Grundsätzlich lautet der beste Rat: Reagieren Sie eine unzulässige Frage nicht wutschnaubend und erzürnt. Bleiben Sie freundlich, kühl und sachlich – aber setzen Sie Grenzen. Und ziehen Sie dann Ihre Konsequenzen.

Verbotene Fragen im Bewerbungsgespräch: Rechtsgrundlage

Grundsätzlich hat der Arbeitgeber ein Fragerecht. Immerhin will er Fehlbesetzungen vermeiden, da sie ihn teuer zu stehen kommen. Er hat also ein gesteigertes Interesse daran, möglichst viel über den Bewerber zu erfahren.

Der Bewerber hat auf der anderen Seite ein Recht auf Privatsphäre. Das Jobinterview bewegt sich in der Schnittstelle, ist immer eine Gratwanderung.

Darum gibt es die gesetzliche Erlaubnis, auf unzulässige Fragen im Vorstellungsgespräch zu lügen. Hintergrund ist die Annahme, dass eine wahrheitsgemäße Beantwortung dem Bewerber zum Nachteil gereichen könnte. Hier kommt zudem das Antidiskriminierungsgesetz (AGG) ins Spiel, das Bewerbern die Möglichkeit zur Klage einräumt.

Trotzdem finden Arbeitgeber Mittel und Wege, um an die gewünschten Informationen heranzukommen. Wenn etwa die Frage nach dem Alter unzulässig ist, dann kann man immer noch den Umweg über die bisherigen Berufserfahrungen gehen. Diese lassen Rückschlüsse auf das Alter zu.

Manchmal genügt auch schon ein Blick in die sozialen Medien, um eine Altersangabe zu verifizieren. Hat der Bewerber offensichtlich gelogen, dürften seine Einstellungschancen sinken. Darum sollten sich Bewerber genau überlegen, ob, wann und wie sie auf unzulässige Fragen reagieren.

Bewerber sollten sich zweierlei bewusst machen: Auf unzulässige Fragen dürfen Sie im Jobinterview lügen. Aber auf zulässige Fragen NICHT! Das könnte hinterher als arglistige Täuschung ausgelegt werden und eine fristlose Kündigung zur Folge haben.

Unzulässige Fragen: 4 Tipps für Bewerber

Sie können die Wahrheit sagen oder lügen, richtig? Nicht ganz. Dazwischen gibt es noch viele Schattierungen und Zwischenschritte, die Sie gehen können. Halten Sie sich am besten an diese 4 Tipps:

  1. Ruhig bleiben

    Vielleicht sind Sie ob einer Frage hochgradig empört. Dürfen Sie auch sein. Aber lassen Sie es sich bitte nicht anmerken. Sie sind Profi – und von Profis darf man Souveränität erwarten. Lassen Sie sich unter gar keinen Umständen aus der Ruhe bringen. Wenn Sie verdutzt sind, dann lassen Sie sich ein paar Momente Zeit, überlegen in Ruhe – und antworten erst danach. Keine Hektik, keine Panik, tief durchatmen und die Antwort nicht aus der Hüfte schießen.

  2. Sachlich analysieren

    Bedenken Sie auch: Nicht jeder Personaler ist ein Experte im Arbeitsrecht. Sehr gut möglich, dass er oder sie gar nicht wusste, dass es sich um eine unzulässige Frage gehandelt hat. Und denken Sie darüber nach, ob die Frage vielleicht wirklich sehr relevant für die Stelle sein könnte. Darum: Nicht sofort in den Gegenangriff übergehen, sondern kühl und sachlich analysieren und dem Personaler (nicht sofort) böse Absicht unterstellen.

  3. Direkt ansprechen

    Sie können auf unzulässige Fragen durchaus antworten a la: „Sie wissen schon, dass es sich um eine unzulässige Frage handelt?“ Oder weniger klugscheißerisch: „Das ist jetzt aber eine unzulässige Frage, oder?“ Oder Sie fragen direkt, was Ihre Familienplanung mit Ihrer Tätigkeit zu tun hat. Prinzipiell können Sie auf eine unzulässige Frage durchaus mit einer Prise Dreistigkeit reagieren – vor allem dann, wenn Sie in einer extrem guten Verhandlungsposition sind oder den Job gar nicht nötig haben. Es kommt aber auf die Art der Frage an. „Wie religiös sind Sie?“ hat eine andere Qualität als „Sind Sie schwul?“ Die erste könnte man als übertrieben neugierig bewerten, die zweite als definitiv unverschämt.

  4. Konsequenzen ziehen

    Spätestens bei der zweiten oder dritten unzulässigen Frage sollten Sie reinen Tisch machen und die Dinge offen ansprechen. „Warum wollen Sie das wissen?“ „Ich werde Ihnen auf diese Fragen keine Antwort geben und muss es auch gar nicht.“ Wenn der Arbeitgeber keine plausible Erklärung für seine Unverschämtheiten vorbringt, können Sie das Gespräch sogar beenden. Immerhin wird Ihnen hier gerade wertvolle Lebenszeit gestohlen. Denkbar sogar, dass eine Klage wegen Diskriminierung in Betracht kommt.

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Vorstellungsgespräch Begrüßung: So stellen Sie sich richtig vor

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Vorstellungsgespräch Begrüßung: Dass Sie nicht wortlos an Ihrem Gastgeber vorübergehen, versteht sich von selbst. Aber was sagt man eigentlich am besten, wenn man zum Vorstellungsgespräch erscheint? Hi oder Wie geht’s? Das ist gar nicht so unwichtig, wie Sie vielleicht denken. Der erste Eindruck zählt bekanntlich. Und die Begrüßung prägt den ersten Eindruck. Auf eine Sache sollten Sie dabei besonders achten…

Vorstellungsgespräch Begrüßung: Reihenfolge

Oft entscheiden schon die ersten Sekunden im Bewerbungsgespräch, ob der HR-Manager den Bewerber gut findet oder nicht. Wer sich nur halbherzig vorstellt oder die Grundregeln der Etikette missachtet, bleibt in weniger guter Erinnerung. Dies kann – zum Beispiel in seinem sehr engen Bewerberrennen – letztlich den Zuschlag oder die Absage für den Job bedeuten.

Vorstellungsgespräch Begrüßung – so stellen Sie sich im Jobinterview richtig vor:

  1. Reihenfolge beachten

    Die meisten Bewerber stellen sich ihren Gesprächspartnern reihum vor. Das ist in der Regel auch völlig in Ordnung so. Wer es aber ganz korrekt machen will, achtet auf die Reihenfolge. Zuerst wird die ranghöchste Person im Raum begrüßt, sogar dann, wenn eine Dame anwesend ist. Dann gilt: Ältere Personen begrüßt man vor jüngeren und Damen vor Herren. Allerdings ist dieser Knigge-Tipp in Zeiten flacher werdender Hierarchien und Gleichberechtigung durchaus diskutabel.

  2. Hand geben

    Der perfekte Handschlag dauert drei bis vier Sekunden. Nicht ewig lange, aber auch nicht sofort wieder wegziehen! Vor allem fest muss der Händedruck sein – erst recht im Vorstellungsgespräch. Nicht einfach nur die Hand hinhalten, sondern zudrücken – aber auch wiederum nicht zu heftig. Dies ist insbesondere auch für Frauen wichtig. Sie profitieren Studien zufolge noch mehr von einem festen Händedruck als Männer. So schwer ist das nicht: Stellen Sie sich gerade hin, für Körperspannung sorgen, in die Augen Ihres Gesprächspartners blicken und die Hand geben. Wohlgemerkt GEBEN, nicht wie einen Milchshake schütteln!

  3. Sich vorstellen

    Während des Händedrucks stellen Sie sich vor – mit Ihrem Vor- und Zunamen. „Schönen guten Tag, mein Name ist Max Mustermann.“ Am besten, Sie bedanken sich dabei noch einmal für die Einladung. „Vielen Dank für die Einladung.“ Wahrscheinlich wird sich Ihr Gesprächspartner auch mit seinem Namen vorstellen. Dann ist es sinnvoll, diesen noch mal zu wiederholen. „Hallo Herr Meyer, freut mich, Sie kennenzulernen.“ Und konzentrieren Sie sich ganz auf Ihren Gesprächspartner. Nicht den Blick schweifen lassen, in die Luft oder über die Schultern Ihres Gegenübers gucken. Wenn Sie das Gefühl vermitteln, gedanklich schon wieder weiter zu sein, kommt das schlecht an. Es ist wie bei einem Date. Geben Sie Ihrem Gesprächspartner das Gefühl, nur Augen und Ohren für ihn oder sie zu haben.

  4. Namen merken

    Wenn Sie konkret wissen, wer mit Ihnen das Vorstellungsgespräch führen wird, dann merken Sie sich unbedingt den oder die Namen. Und zwar so, dass Sie sie auch richtig aussprechen. Wenn Sie bei der Begrüßung dann alle Anwesenden richtig mit ihren Namen anreden, kommt das unheimlich gut an. „Guten Morgen, Frau Schröder. Guten Morgen, Herr Weber.“ Das zeigt, dass Sie sich vorher Mühe gemacht haben und nicht völlig planlos ins Jobinterview gehen.

  5. Freude ausstrahlen

    Ihr Pokerface lassen Sie am besten zuhause – und bewahren es sich für künftige Gehaltsverhandlungen auf. Im Vorstellungsgespräch sollten Sie lieber Ihre Freude darüber zum Ausdruck bringen, dass Sie heute hier sein dürfen. „Danke für die Einladung, ich freue mich sehr, hier zu sein.“ „Ich freue mich sehr, Sie mal persönlich kennenzulernen.“ Damit brechen Sie sich keinen Zacken aus der Krone. Im Gegenteil, Sie zeigen Begeisterungsfähigkeit und echtes Interesse. Kommt super an!

  6. Platz nehmen

    Das Gröbste ist überstanden. Aber Obacht: Begehen Sie nicht den Fehler, sich jetzt unvermittelt hinzusetzen. Bleiben sie erst noch einen Moment stehen und warten Sie darauf, dass man Ihnen einen Platz zuweist oder Sie verbal bittet, Platz zu nehmen. Alles andere wäre unhöflich – und durchaus als grober Schnitzer zu bewerten.

  7. Ins Plaudern kommen

    Vielleicht haben Sie zu Beginn des Bewerbungsgesprächs alles richtig und überhaupt keine Fehler gemacht. Und doch haben Sie das Gefühl, dass die Atmosphäre angespannt und die Distanz zwischen Ihnen groß ist. Wenn dem so ist, dann dürfen Sie es gerne mit Smalltalk versuchen. Eine kleine Anekdote kann die Stimmung lockern – aber bitte keine große Geschichten auspacken. Irgendetwas, das zur Situation passt; wie abenteuerlich Ihr Hinweg war, dass Sie das Wetter heute Morgen positiv überrascht hat oder dass Sie gerade schnell noch einen Donut eingeworfen haben, weil Sie noch gar nichts gefrühstückt hatten. Irgend so etwas in der Richtung. Vielleicht ein kleines amüsantes Geschichtchen (aber um Himmels willen nichts Schlüpfriges)!

Und wenn Sie der Typ Nervenbündel sind, dann versuchen Sie es vor dem Vorstellungsgespräch doch mal mit Lockerungsübungen. Gehen Sie auf die sanitären Anlagen, schütteln Arme und Beine aus, um sich aufzulockern. Auch Atemübungen helfen. Tief ein- und tief wieder ausatmen. Dann noch mal die Krawatte richten, Bluse oder Hemd geraderücken. Das gibt Sicherheit und lässt Sie gleich viel souveräner erscheinen.

Vorstellungsgespräch Begrüßung: Checkliste

Die wichtigsten Punkte für alle, die es eilig haben. So begrüßen Sie Ihre Gesprächspartner im Vorstellungsgespräch richtig:

  • Sie stehen auf (sofern Sie sitzen).
  • Sie stellen sich mit Ihrem Namen vor.
  • Dem ranghöheren bzw. ranghöchsten Gesprächspartner geben Sie zuerst die Hand.
  • Sie reden Ihre Gesprächspartner (am besten alle) mit Namen an: „Guten Morgen Herr Weber. Guten Morgen Frau Schneider. …“
  • Dabei halten Sie Blickkontakt.
  • Die Hände Ihrer Gesprächspartner drücken Sie kräftig, aber nicht ZU stark und auf gar keinen Fall zu lasch.
  • Die Hand nicht sofort wieder wegziehen, aber auch nicht länger als fünf Sekunden drücken.

Vorstellungsgespräch Begrüßung: Die Checkliste können Sie sich hier als PDF-Dokument herunterladen oder ausdrucken.

Vorstellungsgespräch Begrüßung: Beispiele

Diese Satzbausteine können Sie bei der Begrüßung im Vorstellungsgespräch verwenden und kombinieren (mit den richtigen Namen, versteht sich):

  • Guten Morgen, Frau Meyer. Mein Name ist Hans Klein.
  • Guten Tag, Herr Müller. Mein Name ist Max Mustermann.
  • Hallo, Herr Groß. Ich bin Roland König.
  • Ich freue mich, Sie kennenzulernen, Herr Müller.
  • Guten Tag, Herr Weber. Sehr, sehr schöne Räumlichkeiten, die Sie hier haben (Anm.: sofern das der Wahrheit entspricht, sonst würde es wie Ironie wirken).
  • Ich freue mich wirklich sehr, hier zu sein.
  • Es ist schön, hier zu sein.
  • Ich freue mich sehr, dass Sie mich eingeladen haben.
  • Vielen Dank, dass Sie mich eingeladen haben.
  • Danke für die Einladung, Herr Müller.
  • Ich freue mich, Sie endlich auch persönlich kennenzulernen, Herr Müller.

Wie Sie die Visitenkarte richtig entgegennehmen

Vorstellungsgespraech Begruessung VisitenkarteVielleicht werden Sie und Ihr Interviewer Visitenkarten austauschen (wenn auch nicht gleich bei der Begrüßung). Bei Bewerbungsgesprächen ist das insbesondere auf Führungsebene der Fall.

Wichtig ist, dass Sie die Visitenkarte Ihres Gegenübers nicht einfach in der Tasche verschwinden lassen. Es wäre extrem unhöflich.

Nehmen Sie die Karte entgegen, werfen Sie einen Blick darauf und behalten Sie sie für eine Weile in der Hand. Wenn möglich, legen Sie die Karte gut sichtbar vor sich auf den Tisch. Später verstauen Sie sie dann sorgfältig in Ihren Unterlagen – und schieben Sie nicht einfach gedankenlos in die Gesäßtasche.

Vorstellungsgespräch Begrüßung: Gefühle zeigen!

Spielen Sie beim Vorstellungsgespräch nicht Mr. oder Mrs. Cool. Wer zu abgebrüht rüberkommt, kriegt den Job nicht. Das haben Wissenschaftler der Universität Texas herausgefunden. Denn: Wer zu cool wirkt, dem mangelt es augenscheinlich an Empathie. Das ist jedenfalls das Bild, das beim Gesprächspartner erzeugt wird. Und Empathie ist ein Top-Skill auf dem Arbeitsmarkt von heute.

Aber es gibt noch einen weiteren Grund, die eigenen Gefühle nicht vollends zu unterdrücken. Die Selbstbeherrschung, die dafür nötig ist, ist so kraftraubend, dass das eigene Erinnerungsvermögen darunter leidet. Daher können sich Menschen, die ihre Gefühle unterdrücken, hinterher schlechter an Einzelheiten aus einem Gespräch erinnern.

Die wissenschaftliche Erklärung lautet so: Wenn man cool sein möchte, ist man stark mit sich selbst beschäftigt. Man denkt fortwährend über das eigene Verhalten nach und darüber, wie es auf den Gesprächspartner wirkt und wie man es unter Kontrolle behält. Das führt dazu, dass die weiteren Hirnkapazitäten limitiert sind.

Was allerdings nicht bedeutet, dass Bewerber ihren Gefühlen im Vorstellungsgespräch freien Lauf lassen sollten. Die eigenen Emotionen nicht unterdrücken, aber dosieren – das könnte die richtige Strategie sein. Wer sich etwa vor dem Jobinterview bewusst macht, letztlich nichts zu verlieren zu haben, geht freier und entspannter in das Gespräch – und kann sein Potenzial ausschöpfen.

Grundsätzlich gilt: Zeigen Sie Ihre Freude darüber, dass Sie hier sind, dass Sie zum Bewerbungsgespräch eingeladen wurden! Das kommt bei jedem Personalmanager gut an.

Bewerbungsgespräch Begrüßung: Fehler

Die Basics beim Vorstellungsgespräch sind: Seien Sie pünktlich. Schalten Sie das Smartphone aus. Nehmen Sie eine Kopie Ihrer Bewerbungsunterlagen in Ihrer Tasche mit. Lächeln Sie oft (aber nicht künstlich). Das macht sympathisch.

Ach ja, und begrüßen Sie Ihre Interviewer mit frischem Atem. Wer ein unangenehmes Aroma aus dem Rachenraum versprüht, bringt jeden Personaler gegen sich auf – garantiert! Mindestens im Unterbewusstsein. Mundgeruch – das klingt nach einem Unfall, einem Ausrutscher, einem lästigen Detail. In Wahrheit kriegen Sie den Job nicht, wenn Sie mit Mundgeruch ins Vorstellungsgespräch gehen. Warum? Aus diesen 3 Gründen:

  • Sie wirken ungepflegt. Und Ungepflegtheit assoziiert man mit fehlendem Einsatz, fehlender Detailtreue, Genauigkeit und Sorgfalt. Kurzum: mit vielen Eigenschaften, die man auch am Arbeitsplatz nicht gebrauchen kann.
  • Sie wirken abschreckend. Wenn Sie schon ins Vorstellungsgespräch mit Mundgeruch gehen, wie sieht dann der Arbeitsalltag mit Ihnen aus? Oder besser gesagt: Wie riecht er? Eine abschreckende Vorstellung für jeden, der mit Ihnen an einem Tisch sitzt.
  • Sie sind nicht vorbereitet. Zu einer guten Vorbereitung gehören vernünftige Klamotten, geschnittene Fingernägel und… richtig, ein frischer Atem. Das kann man erwarten. Wer sich nicht vorbereitet, will den Job gar nicht so richtig. So jedenfalls kommt es an.

Darum: Putzen Sie sich noch mal die Zähne, bevor Sie sich auf den Weg machen und den HR-Managern die Hand ausstrecken. Stecken Sie auf dem Weg zum Vorstellungsgespräch ein Kaugummi in den Mund, aber nehmen es kurz vorher bitte auch wieder heraus. Und ein, zwei Menthol-Bonbons können ebenfalls nicht schaden.

Vorstellungsgespräch Verabschiedung

Vorstellungsgespräch Begrüßung VerabschiedungDie Begrüßung im Vorstellungsgespräch ist das eine, die Verabschiedung das andere. Beides bleibt stärker im Gedächtnis haften als ein unwichtiger Halbsatz irgendwann während des Jobinterviews.

Hier finden Sie alle Tipps und Infos, die Sie für eine gelungene Verabschiedung im Bewerbungsgespräch brauchen:

Vorstellungsgespräch Begrüßung: Englisch

Wie begrüße ich meine Gesprächspartner, wenn das Bewerbungsgespräch in englischer Sprache geführt wird? Vorstellungsgespräch Begrüßung – so geht’s auf englisch:

  • Good morning, Mr./Mrs. Smith, nice to meet you.
  • Good afternoon, Mr./Mrs. Jones, nice to meet you.
  • Hi Mr./Mrs. Williams, pleasure to meet you.
  • Hi, Mr./Mrs. Brown, nice to meet you.

Oft folgt der Begrüßung im Englischen noch ein „How are you?“. Die Frage ist rein rhetorischer Natur. Eine umfassende Antwort wird nicht erwartet – und ist auch gar nicht erwünscht. Sie können darauf ganz simpel mit „Great, thanks“ oder „Fine, thanks“ antworten. Für die Einladung bedanken Sie sich mit einem herzhaften „Thank you for having me“.

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[Bildnachweis: Dean Drobot by Shutterstock.com]

Jobs in Köln: Aktuelle Stellenangebote in Köln und Umgebung

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Das kölsche Lebensgefühl schätzen nicht nur die Kölner selbst, sondern auch viele Zugezogene. Vor allem für Medienleute ist die Domstadt so etwas wie ein Sehnsuchtsort. Jobs in Köln gibt es zudem in Logistik und Tourismus, Finanzen und Gesundheit, Industrie und Handel. So finden Sie den richtigen Jobs in Köln…

Jobs in Köln und Umgebung: Das ist Köln

Einmal im Jahr platzt Köln aus allen Nähten. Der Karneval lockt Besucher aus ganz Europa an den Rhein, verwandelt die Millionenstadt in eine einzige Partymeile.

Indes: Das stimmt nicht. In Köln ist eigentlich immer Party. Auf den Ringen zum Beispiel und in der studentischen Südstadt.

Dass Köln heute eine schöne Stadt sei, lässt sich nur mit sehr viel Phantasie behaupten. Das historische Stadtbild verliert sich im Krieg, ersetzt wurde es durch Zweckmäßigkeit – mit historischen Einsprengseln.

Ihre Stadtteile bezeichnen die Kölner als Veedel. Die Veedel verteilen sich auf neun Bezirke. Ehrenfeld und das Belgische Viertel sind bei Studenten, Partygängern und Kreativen beliebt. Auch Lindenthal ist eine angesagte Wohngegend, Rodenkirchen wiederum zählt zu den nobleren Gegenden.

Aber: Von 26 „gefährlichen Orten“ in Nordrhein-Westfalen, die die Polizei zuletzt als solche identifiziert hatte, befinden sich 15 in Köln. Dazu zählen zum Beispiel der Ebertplatz nordwestlich der Altstadt, die Vergnügungsmeile am Ring oder der Wiener Platz in Mülheim.

Jobs Köln: Der Arbeitsmarkt

Die Arbeitslosenquote in Köln bewegte sich in den vergangenen Jahren stets um die 50.000-Personen-Marke. Momentan sind rund 47.000 Kölner arbeitslos gemeldet (Stand: Februar 2020). Die Arbeitslosenquote beträgt damit 7,9 Prozent.

Das ist ein vergleichsweise schwacher Wert. Zum Vergleich: Deutschlandweit liegt die Arbeitslosenquote bei 5,3 Prozent. Und sogar in ganz Nordrhein-Westfalen, das strukturschwache Regionen wie das Ruhrgebiet umfasst, befindet sich die Arbeitslosenquote mit 6,7 Prozent insgesamt deutlich unterhalb der Kölner Marke.

Dazu gibt es fast 65.000 unterbeschäftigte Arbeitnehmer in Köln. Die Quote liegt bei 10,6 Prozent – auch das ein vergleichsweise schlechter Wert.

Aber natürlich gilt: Für gut Ausgebildete ist es alles andere als ein Ding der Unmöglichkeit, einen Top-Arbeitsplatz in Köln zu finden – vorausgesetzt, der Lebenslauf stimmt. Ganz im Gegenteil. So sagte Stadtdirektor Stephan Keller in einem Interview mit dem Kölner Stadt-Anzeiger im November 2018, dass „der Arbeitsmarkt in Köln völlig leergefegt“ sei. Demnach waren allein in der Stadtverwaltung Tausende Stellen unbesetzt, unter anderem bei…

  • Feuerwehr
  • Gebäudewirtschaft
  • Ordnungsdienst
  • Wohnungsamt
  • Personalamt
  • Ausländeramt

Vor allem MINT-Stellen in Köln können schwer besetzt werden, auch im Bereich Sicherheit und Überwachung werden dringend neue Kräfte für Jobs in Köln gesucht.

Jobs Köln: Einstiegsgehälter und Gehaltsniveaus

Generell kann sich das Gehaltsniveau in Nordrhein-Westfalen sehen lassen. Das Durchschnittsgehalt von Fach- und Führungskräften in NRW liegt laut Stepstone-Gehaltsreport 2019 bei 58.846 Euro. Höher ist es nur in Hessen, Baden-Württemberg, Bayern und Hamburg. Köln liegt demnach mit 62.929 Euro sogar auf Platz acht der Städte mit den höchsten Durchschnittsgehältern in Deutschland.

Im Einzelfall kommt es auf Branche, Standort und Unternehmensgröße an. So verdienen Berufseinsteiger laut gehalt.de in Kölns Nachbarstadt Leverkusen im Schnitt 53.195 Euro – so viel wie in keiner anderen Stadt in ganz Deutschland. Das dürfte vor allem am Bayer-Konzern liegen.

Köln selbst taucht in dieser Rangliste nicht in den Top Ten auf – im Gegensatz zu Erlangen, München, Stuttgart, Wolfsburg, Frankfurt, Ulm, Ludwigsburg, Hamburg und Bremen. Kleiner Einwand: Das Ranking stammt von 2016, ist also nicht mehr taufrisch, lässt aber dennoch Rückschlüsse zu.

Beispiel: Bei den Juristen nimmt Köln einen Spitzenplatz ein. Berufseinsteiger verdienen laut gehalt.de-Daten im Schnitt 58.457 Euro – das ist Platz 7 deutschlandweit. Allerdings sind mit Düsseldorf und Bonn zwei Nachbarstädte für Juristen noch attraktiver.

Noch besser schneidet Köln bei IT-Führungskräften ab. Die Stadt belegt im Kienbaum-Vergütungsreport 2018 Platz zwei – vor Frankfurt, München und Stuttgart. Das Gehaltsniveau für IT-Führungskräfte und Spezialisten beträgt in Köln 114 Prozent des Bundesschnitts. Kleiner Wermutstropfen: Die ewigen Rivalen aus Düsseldorf zahlen noch besser (116 Prozent).

Wichtige Arbeitgeber in Köln

Das sind laut IHK Köln die größten Arbeitgeber der Stadt:

  • Ford
  • Stadtwerke Köln
  • Rewe Group
  • Universitätsklinikum Köln
  • AXA
  • Lanxess AG
  • Kliniken der Stadt Köln
  • WDR
  • Kölner Verkehrsbetriebe
  • RWE Power AG
  • Sparkasse KölnBonn
  • UPS
  • RheinEnergie AG
  • Gothaer
  • Mediengruppe RTL
  • TÜV Rheinland
  • Talanx
  • Kreissparkasse Köln
  • Generali Group
  • Ineos
  • Deutz AG
  • Kinder- und Familienhilfen Michaelshoven
  • Lufthansa
  • Wieprecht Gebäude- Management und Reinigungs-Service
  • DEVK
  • Flughafen Köln/Bonn
  • AWB Abfallwirtschaftsbetriebe Köln
  • DuMont Mediengruppe
  • Marienborn
  • Rheinische Zeitungs-Zustellgesellschaft Köln
  • Shell Deutschland Oil
  • Basell Polyolefine
  • W.I.S. Sicherheit + Service
  • St. Elisabeth Krankenhaus
  • Strabag AG
  • NKT Group
  • KPMG
  • Central Krankenversicherung
  • NetCologne Gesellschaft für Telekommunikation

Und das sind laut einer Umfrage des Meinungsforschungsunternehmens Statista und des Magazins Stern von 2020 die besten Arbeitgeber Kölns:

  • DLR Deutsches Luft- und Raumfahrtzentrum
  • DER Touristik
  • Ford
  • Rhein Energie
  • Dorint Hotels und Ressorts
  • Rewe Group
  • Lanxess
  • Unitymedia
  • Ineos
  • Detecon
  • Emons
  • Center Parcs
  • Carglass
  • Strabag
  • Malteser Hilfsdienst

Alle Hochschulen in Köln

Jobs Köln HochschulenKöln ist ein Hochschulstandort der ersten Kategorie. Die Universität zu Köln ist mit fast 50.000 Studierenden nicht nur eine der größten, sondern auch eine der ältesten Unis Deutschlands. Und sie ist eine von insgesamt acht staatlichen oder privaten Hochschulen in der Domstadt.

Hier kann man in Köln studieren – und sich auf einen Job in Köln vorbereiten:

  • Universität zu Köln
  • Technische Hochschule Köln
  • Deutsche Sporthochschule Köln
  • Kunsthochschule für Medien
  • Hochschule für Musik und Tanz Köln
  • Hochschule Fresenius
  • Rheinische Fachhochschule Köln
  • Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen

Jobs Köln: Karriereaussichten und Wirtschaft

Köln ist Domstadt. Köln ist Karnevalsstadt. Aber Köln ist vor allem auch eine Medienstadt. Am Rhein tummeln sich Verlage und Sender, Agenturen und Produktionsfirmen – und schaffen viele Jobs in Köln. Im TV-Geschäft mischt die Stadt, Homebase von Ex-Comedian Stefan Raab, ganz vorne mit.

Insgesamt zählt die Medienwirtschaft nach Angaben des IHK Köln 43.600 Beschäftigte. Das sind 4,3 Prozent aller Erwerbstätigen im IHK-Bezirk Köln.

Unternehmen und Selbstständige setzen knapp 10 Milliarden Euro im Jahr um. Damit wird über ein Viertel des Branchenumsatzes Nordrhein-Westfalens im IHK-Bezirk Köln umgesetzt. Summa summarum lässt sich sagen: Wer „irgendetwas mit Medien“ machen will, für den könnte Köln so etwas wie die Startrampe sein.

Darüber hinaus ist das Wirtschaftsprofil der Stadt bunt. Einzelhändler Rewe sitzt in Köln, es gibt ein großes Ford-Werk und eine Vielzahl an Versicherern. Auch ist Köln ein logistischer Knotenpunkt in Nordrhein-Westfalen – und natürlich ein Touristenmagnet. Den vielen Gästen, die Dom, Karneval, Schokoladenmuseum und Stadtmauer bewundern wollen, arbeiten Heerscharen von Gastronomen, Hotels, Souvenirverkäufern und Brauereien zu.

Job in Köln: Wenn Sie mal eine Auszeit brauchen

Jobs Köln DomEin Job in Köln kostet Kraft. Wie schön, dass die Stadt Berufstätigen viele Möglichkeiten zur Erholung, Entspannung – und zum Nervenkitzel – bietet.

Sie benötigen ebenfalls Abstand von Ihrem Job in Köln? Das sind 8 der beliebtesten Sehenswürdigkeiten und Ausflugsziele Kölns:

  • Dom
  • Köln Triangle (Hochhaus mit Aussichtsplattform)
  • Museum Ludwig (Kunstmuseum)
  • Kölner Zoo
  • Hohenzollernbrücke („Liebesschloss-Brücke“)
  • Historische Altstadt
  • Schokoladenmuseum
  • Wallraf-Richartz-Museum und Fondation Corboud (Gemäldegalerie)

Jobs Köln: Kosten, Lebenshaltung, Mietpreise

Köln ist für Mieter ein teures Pflaster – aber auch für Bauherren. Im Stadtteil Bayenthal ist es mit durchschnittlich 1,19 Millionen Euro am teuersten, ein neues Haus zu bauen. In Lindenthal kostet ein Haus 1,02 Millionen Euro. Der Durchschnittspreis für ein Haus in Köln beträgt 780.000 Euro. Das besagt der Marktbericht des Immobilienmaklers Roland Kampmeyer. Dafür hat er die Werte von Ein-, Zweifamilien-, Reihenhäusern und Doppelhaushälften in den 86 Stadtteilen ausgewertet.

Am günstigsten ist es in Godorf im Kölner Süden< mit durchschnittlich knapp 510.000 Euro. Eine Eigentumswohnung ist mit 4.110 Euro pro Quadratmeter in Lindenthal am kostspieligsten. Den höchsten Preisanstieg gab es zuletzt in Stadtteilen wie Flittard und Gremberghoven, nicht aber in Top-Wohngebieten wie Müngersdorf und Hahnwald. Die Kaltmiete beträgt in Köln laut Kampmeyer aktuell 10,54 Euro pro Quadratmeter. Für Studenten ist die Domstadt ebenfalls sündhaft teuer. Für eine 30-Quadratmeter-Wohnung werden laut IW-Studentenwohnpreisindex 431 Euro im Schnitt fällig. Teurer ist es nur in München, Frankfurt und Heidelberg.

Jobs in Köln: Kontaktdaten und Servicestellen

Sie wollen sich in Köln selbstständig machen, Ihre Steuererklärung abgeben oder Jobs in Köln suchen? Die wichtigsten Servicestellen hat Karrieresprung übersichtlich für Sie zusammengefasst:

  • Ihr Finanzamt in Köln finden Sie hier.
  • Die Agentur für Arbeit Köln finden Sie hier.
  • Das Jobcenter Köln finden Sie hier.
  • Die IHK Köln finden Sie hier.
  • Die Handwerkskammer zu Köln finden Sie hier.
  • Jobs in Köln finden Sie in unserer Jobbörse.

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[Bildnachweis: S.Borisov by Shutterstock.com]

Referenzen in der Bewerbung: Beispiele, Tipps, Muster

Referenzen Bewerbung

Referenzen schmücken eine Bewerbung. Dabei waren es bislang die Arbeitszeugnisse, die im Bewerbungsprozess als größtes Faustpfand erachtet wurden. Aber sie sind kein so großes, wie man vielleicht meinen könnte. Denn schon die Gewerbeordnung besagt, dass ein qualifizierendes Arbeitszeugnis auf jeden Fall wohlwollend sein muss. Außerdem steht es dem Arbeitnehmer nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses zu. Anders eine Referenz: Sie ist komplett freiwillig – und kann individuell formuliert werden. Referenzen können aus einer guten eine sehr gute Bewerbung – eine mit besten Erfolgsaussichten auf ein Vorstellungsgespräch – machen. Wer seiner Bewerbung Referenzschreiben beifügt, kann damit nur gewinnen. Mehr als drei Referenzen sollten es aber nicht sein…

Unterschied zwischen Referenzen und Empfehlungen

Der Begriff Referenz geht auf das lateinische referre zurück. Das bedeutet so viel wie: „sich auf etwas beziehen“, „berichten“, „auf etwas zurückführen“.

Mit einer Referenz beziehen Sie sich also auf etwas – beziehungsweise: auf jemanden. Im Bewerbungsprozess ist eine Referenz ein maximal einseitiges Dokument in DIN A4. Dort trifft der Referenzgeber – meist eine Führungskraft – über den Bewerber eine positive Aussage und empfiehlt ihn für eine bestimmte Stelle oder Position.

Oft werden als Synonym die Begriffe Empfehlungsschreiben oder Empfehlungsbrief verwendet. Zur Referenz gibt es jedoch einen Unterschied:

  • Referenzen

    Referenzen konzentrieren sich auf die Vergangenheit der entsprechenden Person: Welche Qualifikation hat sie erworben? Welche Tätigkeiten ausgeübt? Welche Erfolge errungen? Auch richtet sich die Referenz nicht an einen bestimmten Empfänger, sondern ist allgemeingültig.

  • Empfehlungen

    Empfehlungen dagegen sind in der Regel an einen konkreten Empfänger gerichtet. Der Fokus liegt hier in der Zukunft: Warum wird der Bewerber in der entsprechenden Position reüssieren? Das Empfehlungsschreiben soll hierzu konkrete Hinweise geben.

Referenzschreiben Aufbau

Ein Referenzschreiben hat stets einen persönlichen Charakter. Eine Person äußert sich wohlwollend über eine andere – aus der Ich-Perspektive und in der Ich-Form. Darum gibt es auch keine strenge Normung dieses Elements in der Bewerbung.

Ein Referenzschreiben können Sie ganz individuell gestalten. Nur folgende Inhalte sollten Sie berücksichtigen, um den gewünschten Effekt zu erzielen – und dem Empfänger auch die notwendigen Informationen bereitzustellen:

  • Briefkopf inklusive Vor- und Nachname des Fürsprechers sowie Name des Unternehmens oder der Organisation
  • Telefonnummer, um direkte Rückfragen und eine Verifzierung zu ermöglichen
  • Datum
  • Betreff inklusive Namensnennung des Bewerbers
  • Selbstvorstellung des Fürsprechers
  • Nennung des Zeitraums, in dem Referenzgeber und Bewerber zusammengearbeitet haben
  • Qualifikationen, Aufgaben, Fähigkeiten des Bewerbers, Erfolge des Bewerbers
  • Sozialverhalten, Persönlichkeit und Soft Skills des Bewerbers
  • Unterschrift

Referenzen Bewerbung: Wo angeben?

referenzen bewerbung angebenDas Referenzschreiben erwähnen Sie entweder im Anschreiben, im Anlageverzeichnis oder im Lebenslauf – in letzterem Fall bei der entsprechenden beruflichen Position.

Achtung: Die Telefonnummer des Fürsprechers nennen Sie nur im Referenzschreiben selbst – nirgendwo sonst. Das wäre zu aufdringlich.

Sie können auch eine Referenzliste auf einem Extra-Blatt erstellen. Nachteil: Sie bläht die Bewerbung unnötig auf.

Einfacher ist es, Sie schreiben in der im Anlageverzeichnis so etwas wie: Max Meier, Geschäftsführer der ABC GmbH, bestätigt Ihnen gerne meine Kompetenzen und Qualifikationen.

Referenzen in der Bewerbung: Für wen sie sinnvoll sind

Referenzen sind im Kommen – und ihre Bedeutung dürfte in Zukunft weiter wachsen. Der Anstieg prekärer Beschäftigungsverhältnisse führt auch dazu, dass viele Arbeitnehmer keinen Anspruch auf ein Arbeitszeugnis haben.

Zum Beispiel Freiberufler, die projektbezogen arbeiten. Sie können Ihre Chancen auf zukünftige Aufträge durch zielgerichtete Referenzen deutlich verbessern.

Allerdings sind aktuell und im Rahmen einer Bewerbung andere Elemente wichtiger. Bewerbungsschreiben, Lebenslauf und Arbeitszeugnisse (sofern vorhanden) haben einen höheren Stellenwert. Mit Referenzen kann man die eigenen Chancen aber – in vielen Fällen – entscheidend erhöhen, sich von anderen Bewerben absetzen.

Merke: Es gibt kaum etwas auf dieser Welt, dem Menschen mehr vertrauen als einer persönlichen Empfehlung.

Auch Berufseinsteiger können daher von Referenzschreiben oder einer sogenannten Referenzliste profitieren. Schließlich haben sie noch kein Arbeitsverhältnis nachzuweisen – und damit auch keine Zeugnisse und nur einen sehr kurzen tabellarischen Lebenslauf.

Wer außerdem um Referenzen bitten könnte (und sollte):

  • Azubis
  • Praktikanten
  • Trainees
  • Studenten (möglicher Referenzgeber: Professor oder Dozent)
  • Schüler (vom Lehrer)
  • Stipendiaten (vom Professor oder Förderer)
  • Ehrenamtler

Übrigens: Referenzen müssen natürlich nicht zwingend vom letzten Arbeitgeber stammen. Sie können auch Menschen, mit denen Sie vor langer Zeit (gut) zusammengearbeitet haben, nachträglich um ein Referenzschreiben bitten.

Und es muss auch nicht der Chef höchstpersönlich sein, der die Referenz erstellt. Im Prinzip kann jeder und jede, mit dem Sie schon gearbeitet haben, als Ihr Fürsprecher in Erscheinung treten.

Wahr ist aber auch: Je höher der Aussteller in der Hierarchie eines Unternehmens oder einer Organisation steht, desto gewichtiger werden die Referenzen. Am besten eignen sich Geschäftsführer, Personalchefs, Abteilungs- oder Teamleiter sowie Kunden und Auftraggeber als Referenzgeber. Weniger sinnvoll ist es, Freunde und Verwandte als Referenzgeber einzuspannen.

Und beachten Sie: Der Referenzgeber muss mit neugierigen Anrufern rechnen. Deshalb muss er sich auch damit einverstanden erklären, dass Personaler ihn kontaktieren, um die Echtheit des Referenzschreibens zu prüfen.

Generell sollten Sie Referenzen nur in geringen Dosierungen angeben. Wer es damit übertreibt, entwertet die Referenzen, macht sich unglaubwürdig. Mehr als zwei oder maximal drei Referenzen brauchen Bewerber nicht.

Referenzen Muster

Hier finden Sie zwei Referenzen als Vorlage. Sie können die Referenzschreiben auch als WORD- oder PDF-Dokument herunterladen und bearbeiten. Einfach unten auf die entsprechenden Links klicken.

Name des Referenzgebers

Anschrift

PLZ Wohnort

Telefonnummer

Datum

Referenzschreiben für XXX

Herr/Frau Mustermann hat sich nach langjähriger und erfolgreicher Tätigkeit in unserem Unternehmen dazu entschlossen, eine neue berufliche Herausforderung anzunehmen. Als sein/ihr Vorgesetzter bedauere ich diesen Entschluss, möchte Herrn/Frau Mustermann aber nichtsdestotrotz wärmstens weiterempfehlen.

In der Zeit von 01.01.2016 bis 29.02.2020 hat Herr/Frau Mustermann in der Position als Marketingleiter für unser Unternehmen gearbeitet und dabei alle Aufgaben stets zu meiner vollsten Zufriedenheit und mit großem Elan und viel Engagement bewältigt. Ich habe ihn/sie als selbstständig denkenden, verantwortungsvollen und immer zuverlässigen Kollegen kennen und schätzen gelernt.



Bis heute genießt Herr/Frau Mustermann einen ausgezeichneten Ruf bei Kollegen und Kunden. Neben der herausragenden Fachkenntnis zeichnet sich Herr/Frau Mustermann durch Kreativität, Flexibilität und hohe Teamfähigkeit aus. Ich halte ihn/sie für eine Position als ZZZ für bestens geeignet und empfehle ihn/sie jederzeit für eine Beschäftigung in diesem Bereich.



Falls Sie hierzu noch Fragen haben, stehe ich Ihnen gerne für telefonische Rückfragen zur Verfügung.



Mit freundlichen Grüßen


Unterschrift Referenzgeber

Name des Referenzgebers

Anschrift

PLZ Wohnort

Telefonnummer

Datum

Referenzschreiben für XXX

Herr Müllermann hat in unserem Unternehmen im Zeitraum vom 01.12.2019 bis 29.02.2020 ein Praktikum im Bereich Social Media absolviert. In dieser Zeit war ich sein Betreuer und Vorgesetzter.

Von Beginn an zeichnete sich Herr Müllermann durch sein außerordentliches Engagement, grenzenlose Kreativität und hohe Sorgfalt aus. Fachlich wie sozial brachte er sich sofort in das Team ein und legte ein sehr hohes Maß an Eigeninitiative und Hilfsbereitschaft an den Tag. Auch war er für Anregungen und Kritik offen und zu jeder Zeit lernwillig.

Herr Müllermann übernahm eine große Bandbreite an Aufgaben und erledigte sie allesamt mit Bravour. Besonders erwähnen möchte ich aber das Projekt „Twitter-Pyramide“, das er selbst initiierte und durchführte. Dabei hat er nicht nur in vorbildlicher Weise die Reputation unseres Unternehmens im sozialen Netz gesteigert, sondern auch viele neue Follower erreicht und damit einen Beitrag zum Erfolg der Firma in den sozialen Medien geleistet.

Ich halte Herrn Müllermann für eine hoch motivierte und zuverlässige Kraft, die sich in meinen Augen besonders für eine Position als Social Media Manager qualifiziert hat. Ich kann ihn uneingeschränkt für eine Beschäftigung in diesem Bereich empfehlen.

Falls Sie mich hierzu noch einmal telefonisch kontaktieren möchten, stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.


Mit freundlichen Grüßen


Unterschrift Referenzgeber

Hier noch mal alle Referenzen zum Download:

  • Referenzschreiben Muster 1: WORD.
  • Referenzschreiben Muster 1: PDF.
  • Referenzschreiben Muster 2: WORD.
  • Referenzschreiben Muster 2: PDF.

Referenzen: Wie Sie darum bitten

Referenzen fliegen einem nicht einfach so zu. Man muss sie sich erbitten. Das ist in manchen Fällen gar nicht so einfach – und manchmal ist es einem auch unangenehm. So kommen Sie an Ihre Referenzen – in unterschiedlichen Szenarien:

An der Universität

Es versteht sich von selbst, dass Sie nur einen Professor oder Dozenten um ein Referenz- oder Empfehlungsschreiben bitten, der Sie auch wirklich kennt und bei dem Sie eine Arbeit geschrieben haben – eine möglichst gute. Insbesondere Ihr Betreuer bei der Diplom-, Bachelor- oder Masterarbeit bietet sich an. Auch gut: Wenn Sie als studentische Hilfskraft gearbeitet haben. Grundsätzlich ist es für Universitätsprofessoren nichts Außergewöhnliches, um Referenzen gebeten zu werden. Also keine falsche Scheu!

So könnten Sie um Referenzen bitten:

  • Timing: Kommen sie nicht einfach mal schnell im Büro vorbei, sondern machen sie vorher einen Termin ab. Schreiben Sie eine Mail oder rufen Sie an.
  • Wunsch: Tragen Sie Ihr Anliegen vor. Und sagen Sie möglichst konkret, welchen Hintergrund Ihr Wunsch hat und was Ihnen wichtig ist. Geht es um Ihre fachlichen Qualifikationen oder Ihre persönliche Arbeitsweise? Referenzen für ein Stipendium sind etwas anderes als Referenzen für eine Arbeitsstelle.
  • Unterlagen: Bringen Sie am besten alle Unterlagen mit, die relevant sein könnten. Zeugnisse, Lebenslauf, Arbeitsproben usw., damit der Professor sofort im Bilde ist und nicht lange nach irgendetwas suchen muss.
  • Puffer: Einen zeitlichen Puffer sollten Sie vorab einplanen. Sie werden Ihre Referenz nicht schon nach zwei Stunden in Händen halten. Professoren haben erfahrungsgemäß eine lange To-do-Liste – und Referenzschreiben genießen ganz sicher nicht Priorität 1A. Fragen Sie also rechtzeitig an – schon einige Wochen vorher.
  • Dank: Ein herzliches Dankeschön – gerne auch noch mal per Mail – sorgt für Wertschätzung. Und falls Ihnen der Professor keine Referenzen geben will, verkneifen Sie sich bissige Kommentare oder andere rhetorische Ausfälle. Sie haben nun einmal kein Anrecht darauf.

Bitte um Referenz: Beispielformulierung 1

Sehr geehrter Professor Reuter,

bestimmt erinnern sie sich, dass ich meine Bachelorarbeit über das politische System Chiles bei Ihnen geschrieben habe. Ich möchte mich nun um einen Masterplatz für den Master Politikwissenschaften an der Humboldt-Universität Berlin bewerben und wäre Ihnen sehr dankbar, wenn Sie mir ein Empfehlungsschreiben ausstellen könnten. Der Abgabetermin ist der TT.MM.JJJJ. Ich würde die Details auch gerne – sofern Sie Zeit haben – in einem persönlichen Gespräch besprechen.

Als Angestellter

Ein Referenzschreiben von Ihrem direkten Vorgesetzten – das ist prinzipiell eine gute Idee. Allerdings nicht, wenn Ihr jetziger Arbeitgeber nichts von Ihren Wechselplänen erfahren soll. In dem Fall würde er sofort hellhörig werden. Gehen Sie generell sehr vorsichtig vor, wenn Sie im aktuellen Unternehmen jemanden nach Referenzen fragen wollen – zum Beispiel auch einen ehemaligen Vorgesetzten aus einer anderen Abteilung. Ohne Vertrauensbasis bitte sein lassen! Ein richtig guter Zeitpunkt hingegen ist, wenn Ihr Vorgesetzter wechselt – in ein anderes Unternehmen oder eine andere Abteilung. Diese Gelegenheit sollten Sie sich nicht entgehen lassen. Sie ist optimal, um nach einer Referenz zu fragen. Für Sie wäre das gleichzeitig eine Absicherung, falls sie mit Ihrem neuen Chef nicht auf der gleichen Wellenlänge funken sollten.

So könnten Sie um Referenzen bitten:

  • Bitte: Am besten melden Sie sich telefonisch. Um einen persönlichen Termin zu bitten – das wäre zu dick aufgetragen. Er oder sie hat ja auch noch andere Aufgaben zu erledigen. Sie können auch mailen. Aber bedenken Sie: Eine E-Mail kann in die falschen Hände geraten.
  • Einschätzung: Um Ihrem Chef – aber vor allem Ihnen selbst – eine Blamage zu ersparen, denken sie bitte vorher ganz genau nach: Ist Ihr Vorgesetzter mit Ihnen und Ihren Leistungen vollauf zufrieden? Hat er Grund dazu? Schätzt er sie? Sind Sie ihm sympathisch? Wenn all das nicht zutrifft, dann sollten Sie Ihren Plan vielleicht noch mal überdenken.
  • Begründung: Das heißt nicht, dass Sie im Zweifel nicht auch dezent nachhelfen können. Legen Sie sich Argumente zurecht: Warum sind Sie für den Job qualifiziert? Warum passt die Stelle zu Ihnen und was haben Sie geleistet, um Ihre Eignung zu unterstreichen? Warum haben Sie eine Referenz verdient?

Bitte um Referenz: Beispielformulierung 2

Lieber Herr Weber,

ich bin seit nunmehr sieben Jahren für dieses Unternehmen im Controlling tätig. Nun würde ich mich gerne weiterentwickeln und mich für die intern ausgeschriebene Position als Leiter der Abteilung ABC bewerben. Ich möchte mich ausdrücklich bei Ihnen dafür bedanken, dass Sie mich in den vergangenen Jahren begleitet und gefördert haben. Sie kennen meine Fähigkeiten am besten. Daher würde ich mich freuen, wenn sie mir für meine Bewerbung ein Empfehlungsschreiben ausstellen.

Als Freiberufler

Für Freiberufler sind Referenzen nicht selten überlebenswichtig. Sie helfen Ihnen, ihre Reputation zu verbessern und an Folgeaufträge zu kommen. Ihre renommiertesten Kunden oder Auftraggeber sind zugleich diejenigen, die Sie um Referenzen bitten sollten. Die Wirkung ist dann naturgemäß am stärksten. Und fragen Sie jene Kunden, die mit Ihrer Leistung augenscheinlich zufrieden sind.

So könnten Sie um Referenzen bitten:

  • Ansprache: Nach einem abgeschlossenen Projekt erkundigen Sie sich bei Ihren Kunden, ob sie mit mit Ihrer Arbeit zufrieden waren. Das ist bei vielen der Fall, ohne dass man ein ausdrückliches Lob bekommt. Werden sie also selbst aktiv.
  • Konservierung: Schreibt Ihnen Ihr Kunde eine wohlwollende Mail, halten Sie diese unbedingt fest. Und fragen Sie ihn, ob Sie das Lob – in dieser oder abgewandelter Form – als Referenz verwenden dürfen. Wenn Sie das Statement auf Ihrer Webseite einbinden wollen, benötigen Sie ein schriftliches Einverständnis. Veröffentlichen Sie niemals eine Referenz ohne Einverständnis!
  • Glaubwürdigkeit: Tipp: Bitten Sie darum, die Referenz auf Firmenpapier ausstellen zulassen. Es wirkt authentischer und erhöht die Glaubwürdigkeit.

Bitte um Referenz: Beispielformulierung 3

Lieber Herr Schröder,

herzlichen Dank noch einmal für die tolle Zusammenarbeit in den letzten Jahren. Neulich sagten Sie mir in einem Gespräch etwas in dieser Art: „Die Betreuung war exzellent und wir würden uns jedes Mal wieder für Herrn XY entscheiden.“ Das hat mich sehr gefreut. Am liebsten würde ich Sie mit dieser Aussage auf meiner Webseite zitieren. Wären Sie damit einverstanden?

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[Bildnachweis: baranq by Shutterstock.com]

Headhunter: Definition, Aufgaben, Gehalt und Liste

Für die einen sind Headhunter des Teufels, für die anderen ein Wink des Himmels. Sie können einen Arbeitnehmer in arge Verlegenheit, aber auch ganz nah an den Job der Träume bringen. Einen Automatismus indes gibt es nicht. Wenn der Headhunter anruft, ist die angebotene Stelle alles andere als sicher. Sie müssen ihn erst noch überzeugen…

Was ist ein Headhunter?

Headhunter heißt übersetzt Kopfjäger. Man könnte auch sagen: Kopfgeldjäger. Ganz so brutal wie etwa Headhunter Caitlyn im Videospiel League of Legends gehen sie aber dann doch nicht vor.

Ein Headhunter sucht im Auftrag eines Unternehmens nach Fach- und Führungskräften. Er vermittelt Personal. Und das Geschäft boomt: Im Jahr 2018 wurden insgesamt 72.000 offene Stellen durch Personalberater besetzt, wie eine Studie des Bundesverbands Deutscher Unternehmensberater (BDU) zeigt. Im Vergleich zum Vorjahr entsprach dies einer Steigerung um 6 Prozent.

Für die Firmen ist es oftmals leichter, diesen Service auszulagern. Ganz billig ist es nicht. Headhunter erhalten für ihre Vermittlung ein Honorar, das abhängig ist vom Erfolg und dem Jahresgehalt der zu besetzenden Position.

Darum gibt es auch kaum Headhunter für geringqualifizierte Stellen – das lohnt sich für die meisten nicht. Sie suchen lieber nach Top-Kräften, die möglichst gut bezahlt werden und entsprechende Honorare einbringen. Das durchschnittliche Zieleinkommen der gesuchten Kandidaten lag 2018 laut BDU bei 160.000 Euro pro Jahr.

Zum Portfolio eines Headhunters können außerdem Beratungsleistungen zählen, in Bezug etwa auf Arbeitsverträge, Vergütung oder die Personalentwicklung insgesamt, auf Employer Branding, Talentmanagement oder Outplacement.

Aber Vorsicht: Geschützt ist die Berufsbezeichnung „Headhunter“ nicht. Jeder Scharlatan kann sich so nennen. Daher ist es nicht verwunderlich, dass sich unter den vielen seriösen Headhuntern auch einige faule Äpfel tummeln.

Headhunting: So funktioniert es

Das Geschäft funktioniert so:

Das Unternehmen beauftragt einen Headhunter, damit dieser eine bestimmte Position im Unternehmen möglichst gut besetzt. In einem Briefing macht der Auftraggeber klar, wen er konkret sucht. Das Unternehmen sollte so exakt wie möglich sein Anforderungsprofil darlegen – Kenntnisse, Fähigkeiten und Persönlichkeit des Wunschkandidaten inklusive.

Der Headhunter macht sich nun auf die Suche nach geeigneten Kandidaten – zum Beispiel über Xing und Linkedin, Facebook oder die Führungskräfte-Community YPO. Ein eigenes großes Netzwerk hilft ihm ebenfalls. Viele Personalberatungen setzen auch schon Künstliche Intelligenz und andere IT-Tools bei ihrer Suche ein.

In der Regel hat der Headhunter es auf Kandidaten abgesehen, die in einem festen Arbeitsverhältnis stehen. Diese spricht er direkt an, muss sie bisweilen noch von einem Jobwechsel überzeugen. Die Direktansprache wird auch als Direct Search oder Executive Search bezeichnet. Der Headhunter ruft die Kandidaten an, führt mit ihnen Interviews und Backgroundchecks durch. Auf dieser Basis trifft er eine Vorauswahl. Die Liste an passenden Kandidaten legt der Headhunter dem Auftraggeber vor und spricht seine Empfehlungen aus.

In Gesprächen mit dem Headhunter und den Kandidaten trifft der Auftraggeber am Ende eine Entscheidung – und stellt den für ihn besten Kandidaten ein. Der Headhunter erhält für seine Dienste ein Honorar – in der Regel zwischen einem Viertel und einem Drittel des Jahresgehalts der Neueinstellung.

Allerdings gibt es verschiedene Honorarmodelle. So kann das Honorar allein nach Aufwand auf Stundenbasis gezahlt werden oder ausschließlich im Erfolgsfall – oder beide Seiten einigen sich auf eine Mischform. Beispiel: Beim Drittel-Modell fließt das Honorar in drei Etappen. Das erste Drittel gibt es bei Auftragserteilung, das zweite, wenn der Headhunter geeignete Kandidaten vorgestellt hat und das dritte, sobald der Auftraggeber einen von ihnen einstellt.

Eine Einstellung erfolg aber längst nicht immer. Erstens kann es passieren, dass keiner der Kandidaten den Vorstellungen des Auftraggebers entspricht. Und zweitens konkurrieren oftmals mehrere Headhunter um die Gunst einer Firma – gewinnen kann am Ende aber nur einer von ihnen.

Headhunter Gehalt: So viel verdienen Personalvermittler

headhunter gehalt verguetungWie viel Headhunter verdienen, hängt maßgeblich von ihrem Können ab – und von ihrem Erfolg. Faustregel: Je mehr Kandidaten sie in eine neue Einstellung vermitteln und je mehr diese dort verdienen, desto mehr Geld fließt auch aufs Konto des Headhunters.

Ein (realistisches) Rechenbeispiel: Die Personalberatung vermittelt einem Unternehmen eine Führungskraft, die dort auf ein Jahresgehalt von 160.000 Euro kommt. Als Honorar hat man sich auf 25 Prozent des Jahreseinkommens geeinigt. Die Personalberatung erhält für ihre erfolgreiche Vermittlung also ein Honorar von 40.000 Euro.

Headhunter Anruf: Richtig reagieren

Oft wird man überrumpelt. Der Headhunter ruft an und fragt, ob Sie an einem Wechsel interessiert sind. Bums!

Ihre Reaktion hängt nicht nur von Ihrer Schlagfertigkeit ab – auch davon, ob Sie frei reden können. Im Büro können Sie das nicht. In dem Fall bitten Sie den Anrufer, zu einer bestimmten Zeit nach Feierabend erneut durchzuklingeln. Sie hätten gerade noch viel zu tun.

Reagieren Sie so wie immer, um keine Aufmerksamkeit zu erregen – es könnte sich ja auch um einen Kunden oder Auftraggeber handeln. Wenn Sie ein neugieriger Kollege fragt, um wen es sich denn handelte, dürfen Sie ruhig zu einer kleinen Notlüge greifen. „Jemand, der vermutlich Kaltakquise betreibt. Ich rufe später mal zurück und frage ihn, was er genau will“, könnte so eine Antwort sein.

Absolut legitim. Denn der Kontakt zu Personalvermittlern könnte Ihnen intern als illoyal ausgelegt werden – egal, wie er zustande gekommen ist. Sie sollten also Gespräche mit Headhuntern niemandem auf die Nase binden.

Noch besser, Sie bitten den Headhunter um seine Telefonnummer mit dem Verweis, Sie würden ihn später zurückrufen. So haben Sie alles unter Kontrolle und laufen nicht erneut Gefahr, am Hörer kalt erwischt zu werden. Auch können Sie sich in Ruhe auf das Gespräch vorbereiten und erst dann zum Telefon greifen.

Sie können mit der Telefonnummer des Anrufers auch eine Rückwärtssuche starten. So finden Sie vielleicht heraus, mit wem Sie es konkret zu tun haben.

Im Gespräch überlassen sie dem Headhunter erstmal das Wort. Was will er? Was hat er anzubieten? Sie sollten sich das in Ruhe anhören, selbst wenn Sie nicht das geringste Interesse an einem Wechsel haben. Es ist immer sinnvoll, den Markt zu kennen. So können Sie sich selbst und Ihre Verhandlungsposition besser einschätzen – zum Beispiel in der nächsten Gehaltsverhandlung.

Bei aller gebotenen Vorsicht: Über den Anruf eines Headhunters dürfen Sie sich freuen. Zum Einen besteht da draußen offensichtlich Bedarf an Ihnen und Ihren Skills. Zum Zweiten erhalten Sie einen kostenlosen Check Ihres Marktwerts – unabhängig davon, ob der Wechsel über die Bühne geht oder nicht.

Das sind die besten Tipps für den Fall, dass Sie ein Headhunter anruft:

  • Coolness

    Bleiben Sie ganz locker und entspannt. Sie haben nichts zu verlieren. Grund zur Nervosität besteht jedenfalls keiner, wenn ein Headhunter am anderen Ende der Leitung ist. Fangen Sie aber auch nicht sofort mit Prahlereien an, was für ein toller Hecht Sie doch seien. Überbescheiden und verlegen müssen Sie andererseits ebenfalls nicht sein, nach dem Motto: Wie kommen Sie denn nur auf mich?

  • Zurückhaltung

    Der Anruf des Headhunters ist für Sie ein Geschenk des Himmels, weil Sie unbedingt wechseln wollen? Fein. Aber zeigen sollten Sie das nicht. Es verschlechtert Ihre Verhandlungsposition. Wer verzweifelt klingt, wird nicht gerade als Top-Kraft wahrgenommen, sondern als leichte Beute. Das weckt im Headhunter dieses Mindset: Vielleicht finde ich noch jemand Besseren. Wenn nicht, kann ich immer noch auf den hier zurückkommen. Nach dem Gehalt fragen Sie den Headhunter lieber auch nicht sofort, das kommt gierig rüber. Dass Sie grundsätzlich Interesse an einer neuen Herausforderung haben und sich alle Angebote gerne anhören – das klingt grundvernünftig. Devise: Bedeckt halten, aber für alles offen sein.

  • Rückfragen

    Ein guter Headhunter sammelt Informationen. Das sollten Sie auch. Versuchen Sie so viel wie möglich herauszufinden. Wer ist der Auftraggeber? Für welche Personalberatung arbeitet er überhaupt? Notieren Sie sich zumindest den Namen des Anrufers und die Kontaktdaten. Dass der Headhunter das Unternehmen, um das es geht, beim ersten Anruf namentlich nennen wird, ist unwahrscheinlich. Das passiert erst später. Aber Sie können ihn auf den Kontext abklopfen: Branche, Unternehmensgröße, Standort, Position usw.

  • Lebenslauf

    Sie sollten nicht jedem Anrufer sofort Ihren Lebenslauf mailen. Es gibt schwarze Schafe in der Branche, die regelrechten Lebenslauf-Handel betreiben und Ihre Daten verhökern. Frühestens nach dem zweiten Telefonat können Sie sich überlegen, ob Sie mit Ihrer Vita herausrücken wollen – besser erst nach einem persönlichen Treffen. Außerdem können Sie den Headhunter auch auf Ihre Daten im Netz verweisen, die ohnehin öffentlich sind: Ihr Xing-Profil zum Beispiel.

Stellen Sie nur bitte nicht die beliebte Frage, wie denn der Headhunter auf Sie gekommen sei. Falsches Understatement! Das klingt so, als wären Sie selbst nicht mal auf sich gekommen. Die falsche Einstellung für qualifizierte Fach- oder Führungskräfte, weil sie mangelndes Selbstvertrauen offenbart.

Sie sollten Selbstbewusstsein vermitteln und sich Ihrer Stärken bewusst sein. Wer überrascht reagiert und womöglich noch den Hinweis einstreut Mich hat noch nie ein Headhunter angerufen!, der bringt den Anrufer zum Grübeln. Habe ich da wirklich die richtige Person kontaktiert?

Headhunter Fragen: Welche sie stellen

Der Headhunter ist der Gatekeeper zum Personalbüro. Er hat ein Interesse daran, den möglichst besten Kandidaten für die jeweilige Stelle zu finden.

Erstens will er sein Honorar sehen – und zweitens auch an Folgeaufträge kommen. Die bekommt er nur, wenn die von ihm vorgeschlagenen Fachkräfte sich als gute Besetzungen entpuppen.

Darum wird der Headhunter Sie genauer durchleuchten wollen – nicht schon beim ersten Telefonat, aber beim zweiten oder bei einem möglichen Treffen.

Auf diese Headhunter-Fragen sollten Sie vorbereitet sein:

  • Was war Ihr bislang größter Erfolg?
  • Welchen Fehler bedauern sie am meisten?
  • Was treibt Sie an?
  • Wie haben Sie Ihre bisher größte Herausforderung gemeistert?
  • Wie würden Sie Ihren Führungsstil beschreiben?
  • Würden Sie für die neue Stelle umziehen?
  • Wie hoch war Ihr letztes Gehalt?
  • Wo sehen Sie sich in 5 Jahren?
  • Welche Ziele haben Sie?
  • Würden Sie Ihr aktuelles Unternehmen verlassen?

Diese Rückfragen können Sie einem Headhunter stellen:

  • Aus welcher Branche kommt das Unternehmen?
  • In welche Richtung entwickelt sich das Unternehmen?
  • Welche Herausforderungen sind zu bewältigen?
  • Wo wäre meine Position angesiedelt und an wen muss ich berichten?
  • Ist die Stelle neu oder gibt es einen Vorgänger?
  • Warum ist die Stelle vakant?
  • In welchem Bereich bewegt sich das Gehalt?
  • Wie geht es nach unserem Gespräch weiter?
  • Wie viele Kandidaten-Interviews werden insgesamt geführt?
  • Wann kann ich mit einer Entscheidung rechnen?

Headhunter unseriös: Wie man sie erkennt

Nicht jeder Headhunter arbeitet seriös. Unseriöse Personalvermittler erkennen Sie an diesen Warnsignalen:

  • Heimlichtuerei

    Dass der Headhunter seinen Kunden sofort nennt, wäre in der Tat unprofessionell. Mit seinem eigenen Namen und Unternehmen sollte er hingegen herausrücken. Nur halbseidene Gestalten verschleiern ihre Identität.

  • Verhör

    Kaltakquise gehört de facto zum Job. Der erste Anruf darf aber nur kurz sein. Ist der Empfänger gesprächsbereit – ja oder nein? Danach kann der Headhunter die Stelle kurz schildern und nach der Nummer fragen. Wenn er Sie hingegen schon bei der ersten Gelegenheit ausquetschen und Details in Erfahrung bringen will, ist das unseriös.

  • Unwissenheit

    Irgendwie ist der Headhunter ja auf Sie gekommen. Oft sind die Wege sehr einfach. Bei Xing oder Linkedin warten Hunderttausende Profil auf Abruf – öffentlich. Wenn der Headhunter aber rein gar nichts über Sie weiß, offenbart er Ahnungslosigkeit und mangelnde Vorbereitung. So arbeiten Profis nicht.

  • Schönfärberei

    Alles toll, alles super. Friede, Freude, Eierkuchen. Das trifft auf kein Unternehmen dieser Welt zu. Headhunter sollten eine Stelle daher nicht in ihren schönsten Farben malen, sondern sachlich deren Vorzüge aufzeigen – und die Nachteile zumindest nicht leugnen. Die vollmundigen Versprechungen fallen hinterher schließlich auf sie zurück, wenn sie nicht einlösbar waren. Gute Headhunter sind keine Schönfärber.

  • Rückschritt

    Der neue Job muss ein Schritt nach vorne für den Arbeitnehmer sein. Manchmal aber wird einem ein Job angeboten, der eher als minderwertig zu bezeichnen ist. Das kann nur bedeuten, dass der Headhunter keine Ahnung hat, wo Sie beruflich gerade stehen – oder dass es ihm schlicht und einfach egal ist.

  • Überredungskünste

    Ein absolutes No-Go: Der Headhunter will Sie mit aller Macht davon überzeugen, den Job anzunehmen. Er drängt Sie regelrecht, streut vielleicht noch abfällige Bemerkungen ein wie: Sie wollen doch nicht ewig in Ihrer jetzigen Stellen bleiben, oder? Das geht gar nicht. Professionelle Vermittler legen die Vorteile des Jobs dar, das schon. Aber Sie versuchen nicht, Arbeitnehmer plump zu manipulieren.

  • Ghosting

    Der Headhunter ruft Sie an, Sie erklären Ihre grundsätzliche Gesprächsbereitschaft. Und dann Funkstille. Er oder sie meldet sich einfach nicht mehr. Vielleicht hat er einen besseren Kandidaten gefunden, das kann passieren. Sie sind aber kein Spielball, den man einfach so durch die Gegend kickt. Wenigstens eine Absage per Telefon oder notfalls per E-Mail haben Sie verdient. Hören Sie dagegen gar nichts mehr vom Headhunter, beschweren Sie sich ruhig bei seiner Personalvermittlung mit der Aufforderung, Sie in Zukunft bitte nicht noch einmal zu kontaktieren.

Wen Headhunter suchen

Headhunter suchen qualifizierte Fach- und Führungskräfte. Zudem werden sie häufig beauftragt, wenn Beiräte und Aufsichtsräte besetzt oder Interimsmanager gefunden werden müssen.

Immer wichtiger wird digitales Knowhow. So handelte es sich laut BDU-Studie im Jahr 2018 schon bei 13,5 Prozent der Positionen, die über Headhunter besetzt wurden, um eine Stelle mit „digitalem“ Bezug. Auch der prozentuale Anteil weiblicher Kandidaten, die von Headhuntern vermittelt werden, wächst.

In diesen Branchen sind Headhunter hauptsächlich aktiv:

  • Maschinenbau
  • Chemie/Pharma
  • Konsumgüterindustrie
  • Fahrzeugbau
  • Versicherungen
  • Kreditinstitute
  • Handel
  • Öffentliche Verwaltung
  • Wissensintensive Dienstleistungen
  • Telekommunikation
  • Informationstechnologie
  • Medien/Entertainment
  • Healthcare
  • Energie-/Wasserversorgung

Personalvermittler auf sich aufmerksam machen

Wenn der Headhunter zweimal klingelt… In der Theorie klingt es so einfach. Man wird angerufen, bekommt den Traumjob angeboten und alle Probleme lösen sich fortan in Luft auf. Die Realität ist komplexer.

Manchmal rufen Headhunter nahezu alle Freunde und Kollegen an, einen selbst aber lassen sie links liegen. Woran mag das liegen? Zugegeben, das kratzt gewaltig am Selbstvertrauen. Aber die Nichtbeachtung kann ganz profane Gründe haben.

Vielleicht haben Sie einfach nicht genügend für sich getrommelt. Dabei kann das heutzutage jeder. Wie mache ich Headhunter auf mich aufmerksam? Für den Anfang reicht es schon, die eigenen Profile bei Xing und Linkedin auf Vordermann zu bringen – oder überhaupt welche anzulegen. Networking ist das Stichwort. Auf Messen und Konferenzen präsent sein und fleißig Visitenkärtchen zücken – auch das wirkt.

Headhunter aktiv anrufen und Ihren Lebenslauf weiträumig verteilen sollten Sie hingegen nicht. Das wirkt billig und peinlich. Sie müssen es ja nötig haben! Ihre Devise sollte vielmehr lauten: Steter Tropfen höhlt den Stein…

Headhunter: Das sind die 50 besten

headhunter liste auswahlDas sind die wichtigsten Headhunter und Personalberatungen in Deutschland:

  • Egon Zehnder
  • Spencer Stuart
  • Heidrick und Struggles
  • Kienbaum
  • Korn Ferry
  • Russell Reynolds
  • Heads!
  • Odgers Berndtson
  • Senator Executive Search
  • Dr. Maier und Partner
  • Deininger
  • Baumann
  • FMT
  • H/P Executive Consulting
  • Transearch
  • Rochus Mummert
  • Indigo
  • ifp
  • LAB
  • Hager
  • Eric Salmon
  • Swissconsult
  • Sabine Märten
  • Westwind
  • PrimePeople
  • Boyden
  • Herbold Fischer Associates
  • D-Level
  • i-Potentials
  • Change Group
  • Dwight Cribb
  • Convenio
  • Amblank Jung
  • HiTec-Consult
  • Dfind
  • Talent Tree
  • Christian Könitzer Consulting
  • Passion for People
  • CareerTeam Group
  • MINT Solutions
  • Dr. Schannath Executive Search
  • Emfelia
  • SAM Executive Search
  • Deltacon
  • Tayfun Recruitment
  • Digital Future Recruitment
  • Knaisch Consulting
  • Selaestus
  • Division One
  • QRC Group

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[Bildnachweis: fizkes by Shutterstock.com]

Lebenslauf auf Englisch: Muster und Tipps für CV und Resume

Lebenslauf Englisch CV Resume Aufbau Formulierungen

Für eine Bewerbung auf der Insel oder in Übersee können Sie leider nicht Ihren deutschen Lebenslauf recyceln. Sie brauchen einen neuen – einen Lebenslauf auf Englisch. Keine Sorge, das kriegen Sie hin! Ein bisschen Mühe müssen Sie allerdings schon investieren, damit das Endprodukt den HR-Manager überzeugt. Der Lebenslauf auf Englisch unterscheidet sich nämlich in einigen Punkten entscheidend vom deutschen…

Lebenslauf Englisch: Bewerben im englischsprachigen Ausland

Die USA, Kanada, Großbritannien und Australien zählen allesamt zu den wichtigsten Wirtschaftsnationen der Welt. Eine Karriere in einem dieser Länder ist mehr als verlockend. Noch günstiger, dass man dort die Lingua Franca Englisch spricht, die nicht gerade zu den schwierigsten Sprachen der Welt zählt.

Aber auch wenn sie sich für einen guten Englischsprecher halten: Bei der Bewerbung auf Englisch müssen Sie die eine oder andere Kleinigkeit beachten. Von der deutschen unterscheidet sich die englische Bewerbung in einigen Punkten sogar erheblich.

Es wäre also ein Fehler, Ihren Lebenslauf Eins zu Eins ins Englische zu übersetzen. Das fängt schon bei der Bezeichnung an. In England umschreibt man den Lebenslauf gerne als Curriculum Vitae, in den USA sind Resume oder Personal Resume geläufiger.

Karrieresprung zeigt Ihnen, was bei der Bewerbung auf Englisch sonst noch wichtig ist…

Unterschiede zwischen englischem CV und amerikanischem Resume

Wenn Sie sich in den USA oder UK bewerben, kommen sie an einem englischen Lebenslauf sowieso nicht vorbei. Es kann aber auch sein, dass Sie bei einem international tätigen Konzern in einem anderen Land anheuern wollen, das Englisch als Geschäftssprache festgelegt hat. Auch in vielen deutschen Unternehmen spricht man mittlerweile englisch.

Ein englischer Lebenslauf ist also vielseitig einsetzbar. Und er könnte in Zukunft durchaus zum Bewerberalltag dazugehören – falls hierzulande immer mehr Arbeitgeber englischsprachige Bewerbungen einfordern. Das ist spekulativ, aber durchaus denkbar.

Machen Sie sich als Erstes schlau, welches Format verlangt wird: CV oder Resume. Das Curriculum Vitae ist in den USA vor allem in akademischen Berufen gefragt. Andernfalls nimmt man eher ein Resume. Neben Großbritannien bewerben Sie sich auch in Australien, Kanada, Neuseeland und Südafrika klassischerweise mit einem CV. Das sind die größten Unterschiede zwischen CV und Resume…

Resume

  • ist in den USA gebräuchlich.
  • bildet nur einen Ausschnitt der bisherigen Karriere ab und stellt die Höhepunkte heraus.
  • umfasst maximal 1 Seite.
  • enthält KEIN Foto.
  • listet relevante berufliche Stationen aus, die aktuelle zuerst. Irrelevante bleiben außen vor.
  • enthält auch die größten Stärken und Skills des Bewerbers.
  • benötigt keine Unterschrift.
  • verzichtet auf Angaben zu Alter, Geschlecht, Nationalität oder Religion.
  • sollte unbedingt Referenzen enthalten.

CV/Curriculum Vitae

  • ist in Großbritannien gebräuchlich.
  • liefert eine vollständige Übersicht des beruflichen Werdegangs.
  • umfasst maximal 2 bis 3 Seiten.
  • enthält kein Foto.
  • listet relevante berufliche Stationen aus, die aktuelle zuerst. Unwichtige bleiben unerwähnt.
  • benötigt weder Unterschrift noch Datum.
  • verzichtet auf Angaben zu Alter, Geschlecht, Nationalität oder Religion.
  • sollte unbedingt Referenzen enthalten.

Lebenslauf Englisch Inhalt

Grundsätzlich ist der Lebenslauf auf Englisch keine reine Faktensammlung. Er soll Einblicke geben in Ihre Persönlichkeit und vor allem Ihre Fähigkeiten. Zeigen Sie, welche Erfolge Sie in den vergangenen Jahren gefeiert und welche Herausforderungen Sie gemeistert haben.

Aber nicht falsch verstehen: In den Lebenslauf auf Englisch gehören nur Stichworte, keine Prosa, kein Blabla, kein Nonsens.

Achten Sie darauf, vor allem Punkte aufzuschreiben, die eine Relevanz für die jeweilige Stelle haben. Das gilt auch für Hobbys, die Sie angeben. Teamsport oder ehrenamtliches Engagement kommen auch im englischsprachigen Ausland gut an. Sie zeugen von Einsatz, Leidenschaft, Führungsqualitäten. Auf Extremsportarten sollten Sie dagegen besser verzichten. Die hohe Verletzungsgefahr wirkt auf manche Arbeitgeber abschreckend.

Nehmen Sie also nur die Aspekte auf, die Ihr Profil unterstreichen. Belangloses lassen Sie weg. Die Angelsachsen mögen es kurz und knackig. Denn diese Devise gilt drüben so wie bei uns: Time is money. Kein Personalverantwortlicher wird sich eingehend mit Ihrem Werdegang befassen. Er wird nur kurz Ihr CV scannen und Sie dann in eine Schublade stecken – hoffentlich in die richtige…

Lebenslauf Englisch Aufbau

Ganz oben schreiben Sie Curriculum Vitae oder Resume oder Personal Resume in den Titel.

Wichtig: Im englischen Lebenslauf ist kein Platz für ein Bewerbungsfoto, das Geburtsdatum oder den Familienstand. Das hat vor allem mit den harten Antidiskriminierungsgesetzen zu tun.

Teilweise gibt es in den USA auch vollständig anonymisierte Bewerbungen, bei denen gar keine persönliche Daten abgefragt werden. Stattdessen füllt der Bewerber einen Online-Bewerbungsbogen aus oder muss ein vorgefertigtes Bewerbungsformular per Hand bearbeiten und auf dem Postweg zurücksenden.

Darüber hinaus können Sie am Schluss Ihrer englischen Bewerbung auf Datum und Unterschrift verzichten.

Lebenslauf englisch – diese Angaben kommen hinein:

  • Personal Details

    Die persönlichen Informationen umfassen Ihren Namen, Adresse, Telefonnummer und E-Mail-Adresse. Der Name kommt in die erste Zeile, darunter die restlichen Angaben. Bitte die Umlaute ausschreiben. Ä und Ö gibt es im Englischen nicht. Statt Lisa Müller, München schreiben Sie also Lisa Mueller, Muenchen.

  • Personal Profile/Summary

    Hier stehen zwei bis drei Zeilen zu Ihrer Person. Wer Sie sind, was Sie auszeichnet. Dieser Abschnitt ist optional, Sie können ihn auch komplett weglassen. Es ist aber generell nicht verkehrt, hier seine größten Stärken voranzustellen. Aber bitte nur ganz kurz!

  • Objective

    Welche Stelle Sie im Unternehmen anstreben, gehört in diesen Abschnitt. Außerdem können Sie noch hinzufügen, warum Sie die Stelle reizt und was Sie in ihr erreichen wollen. Beispielhaft könnte hier stehen: To acquire the position of a senior sales manager and upgrade my knowledge in sales.

  • Professional/Work Experience

    Das ist der berufliche Werdegang. Im Prinzip ist dieser Abschnitt genauso aufgebaut wie im deutschen Lebenslauf. Alle bisherigen Arbeitsstationen geben Sie in umgekehrt chronologischer Reihenfolge an. Sie starten also mit Ihrer aktuellen bzw. letzten Stelle. Vollständig sind die Angaben nur mit dem Firmennamen, Standort, Zeitraum der Anstellung und der genauen Position im Unternehmen. Tipp: Ergänzen Sie die Angaben stichwortartig mit den Tätigkeiten, die Sie dort ausgeübt haben. Beispiel:

    01/2018-08/2019 Junior marketing manager at Scoobydoo GmbH, Leverkusen, Developing a marketing strategy.

    Wenn Sie kein Curriculum Vitae, sondern ein Resume schreiben, dann können Sie diesen Abschnitt auch straffen. Im Resume sind nur die zwei oder drei Stellen interessant, die für den ausgeschriebenen Job relevant sind. Alle anderen lassen Sie einfach weg. In diesem Fall fangen sie mit dem Job an, der den größten Bezug zur angestrebten Position hat. Diesen Aufbau bezeichnet man auch als Functional Resume. Der große Vorteil: Etwaige Lücken im Lebenslauf müssen erst gar nicht kaschiert werden.

  • Education

    Ihre schulische Bildung findet hier Platz. Auch diese Stationen geben Sie in umgekehrt chronologischer Reihenfolge an. Also erst das Gymnasium, Gesamtschule, Realschule oder Hauptschule, dann die Grundschule. Auch mögliche Fort- und Weiterbildungen können Sie an dieser Stelle nennen.

  • Skills

    Zu den Skills zählen vorrangig Sprach- und IT-Kenntnisse. Sie geben sich selbst in der jeweiligen Fremdsprache eine Bewertung (very good, good etc.), damit Sie der Personaler richtig einordnen kann. Dabei bitte nicht zu krass übertreiben, das fliegt eher früher als später auf. Und vergessen Sie nicht, Ihre Deutsch-Kenntnisse zu notieren. Da überdies IT-Kenntnisse immer wichtiger werden, sollten Sie versuchen, hier keine Lücke zu lassen. Zumindest in MS Office sollten Sie bewandert sein. Wenn Sie leidenschaftlicher Instagrammer oder Facebooker sind, dürfen Sie auch gerne Social-Media-Skills nennen. Alle anderen Fähigkeiten nur aufschreiben, wenn sie für die Stelle eine Relevanz aufweisen.

  • Engagement/Activities/Interests

    In diesem Abschnitt ist Platz für Ehrenämter, Interessen und Hobbys. Bewerber sollten selektiv sein. Den Personalverantwortlichen interessiert es nicht, ob Sie Kronkorken sammeln. Nur die Aspekte erwähnen, die relevant sind. Ehrenämter zeugen von Verantwortungsbewusstsein, Sport von körperlicher Fitness – Pluspunkte! Aber Achtung: Es gibt auch Konstellationen, die weniger günstig sind. Beispiel: Sie spenden seit Jahren für Greenpeace. Wenn Sie sich dann (trotzdem) bei Öl-Multi BP bewerben wollen, sollten Sie Ihre Greenpeace-Vorliebe vielleicht lieber nicht erwähnen.

  • References

    Hier besteht ein klarer Unterschied zum deutschen Lebenslauf. Unter References nennen Sie eine Person (besser zwei), die über Sie Auskunft geben können. Es sollte sich im besten Fall um Ihre größten Fürsprecher handeln. Die Referenzgeber sind wichtig, weil sie oft auch wirklich kontaktiert werden. Notieren Sie also ihren Namen, Telefonnummer und E-Mail-Adresse. Vorher klären Sie aber möglichst noch ab, ob die jeweilige Person überhaupt einverstanden ist. Nicht, dass sie Sie noch in die Bredouille bringt…

Lebenslauf Englisch: Die wichtigsten Begriffe

lebenslauf englisch wichtige begriffeWenn Sie einen Lebenslauf auf englisch verfassen, sollten Sie die wichtigsten Begriffe parat haben. Hier sind sie:

  • Bewerbung – Job application
  • Anschreiben – Cover letter
  • Lebenslauf – Resume/Curriculum vitae
  • Persönliche Daten – Personal details
  • Nationalität – Nationality
  • Geburtsdatum – Date of birth
  • Karriereziel – Career objective
  • Persönliches Profil – Personal profile
  • Beruflicher Werdegang – Professional experience/work experience
  • Ausbildung – Training/vocational training
  • Bildung – Education
  • Akademische Bildung – Academic education
  • Abschluss – Qualification
  • Realschulabschluss – O levels, GCSE
  • Abitur – A levels, High School Diploma (USA)
  • Hobbys/Ehrenämter – Activities/engagement
  • Tätigkeit/Position – Occupation/position
  • Beschäftigungszeit – Period of employment
  • Aufgabengebiet – Activities and responsibilities
  • Arbeitgeber – Employer
  • Arbeitnehmer – Employee
  • Unternehmen – Company
  • Praktikum – Internship
  • EDV Kenntnisse – Computer skills

Alle, aber auch wirklich ALLE englischen Vokabelhilfen, die man für Bewerbung und Lebenslauf auf Englisch braucht, hat der Career Service der Ruhr-Uni Bochum in diesem praktischen PDF zusammengestellt.

Bewerbung Englisch: Das sind die 5 größten Unterschiede zur deutschen

Das sind die größten Unterschiede zwischen der Bewerbung auf deutsch und der Bewerbung auf englisch:

  1. Persönliche Daten

    Sie gibt es nur in überschaubaren Dosierungen. Auf Alter, Geschlecht, Familienstand oder Religion verzichten Sie. Diskriminierungsgefahr!

  2. Referenzen

    Sie sind keine Kür, sondern Pflicht. In der deutschen Bewerbung sind Referenzen nur eine angenehme Zugabe. In der englischen Bewerbung sollten Sie mindestens zwei Referenzen nennen. Die Unternehmen wollen sich nicht allein auf Ihre Angaben verlassen, sondern aus zuverlässiger Quelle bestätigt wissen, dass Sie es mit einer 1-A-Person zu tun haben. Legen Sie allergrößten Wert darauf, gute Fürsprecher für sich zu gewinnen.

  3. Fotos

    Bewerbungsfotos sind in einer Bewerbung auf englisch eher unüblich. Auch das ist der Fairness und Chancengleichheit geschuldet. So soll ausgeschlossen werden, dass ein attraktiver Bewerber allein aufgrund seiner Optik den Vorzug erhält.

  4. Zeitfolge

    Der amerikanische Lebenslauf ist achronologisch aufgebaut. Die letzten Stationen kommen zuerst. Diese Variante hat sich indes auch in Deutschland durchgesetzt. Also bestehen diesbezüglich gar keine Unterschiede mehr.

  5. Unterschrift

    Die können sie sich im englischen Lebenslauf sparen – genau wie das Datum.

Lebenslauf auf Englisch: Typisch deutsche Fehler!

Die englische Sprache hat nicht den höchsten Schwierigkeitsgrad. Was nicht heißt, dass sie keine fiesen Fallgruben bereithalten würde – speziell für deutsche Muttersprachler. Merke: Wer hierzulande seine Denglisch-Künste zelebriert, kann damit in der englischen Bewerbung mächtig auf die Nase fallen. Lebenslauf Englisch – diese Fehler sind besonders beliebt:

  • Wenn Sie Ihre Handynummer mitteilen wollen, schreiben Sie bitte nicht Handy. Das Wort ist eine denglische Erfindung. Im Englischen kennt man das Handy nur als mobile.
  • Sie haben zwar ein Gymnasium besucht, sollten aber lieber von highschool oder grammar school sprechen. Das gym ist der Ort, in dem die Muskeln gestählt und Konditionswunder geboren werden.
  • Ihr Vorgesetzter ist nicht der Chef – es sei denn, Sie arbeiten in einer Küche. Ein Chef ist immer ein Koch. Richtige Bezeichnung für den Vorgesetzten: Boss.
  • Ihre Noten gehören in den Lebenslauf. Aber auf englisch heißen sie nicht notes. Sondern marks oder grades.
  • Mag sein, dass Sie auch im study studiert haben. Damit ist aber wohlgemerkt das Arbeitszimmer gemeint. Das Studium wird mit studies richtig übersetzt.
  • Schön, dass Sie so ein engagierter Mitarbeiter sind. Aber als engaged sollten Sie sich dennoch nicht bezeichnen – es sei denn, sie sind frisch verlobt. Engagiert übersetzt man vielmehr mit committed.

Lebenslauf Englisch Vorlage

Einen Muster-Lebenslauf auf englisch finden sie hier zum Downloaden und Bearbeiten:

  • Lebenslauf Englisch Vorlage: WORD.
  • Lebenslauf Englisch Vorlage: PDF.

Lebenslauf Englisch: Mit diesen Berufen klappt’s!

Lebenslauf Englisch Fehler
Sie liebäugeln mit einer Karriere in den USA oder Großbritannien? Dann wäre es zunächst hilfreich, wenn Sie den „richtigen“ Beruf haben. Hier eine kleine Auswahl an Trend-Jobs, für die die Nachfrage in den USA und Großbritannien extrem hoch ist:

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Wo sehen Sie sich in 5 Jahren? Die besten Antworten und Beispiele

Wo sehen Sie sich in 5 Jahren Frage Antworten

Wo sehen Sie sich in 5 Jahren? Eine typische Personaler-Frage im Bewerbungsgespräch, auf die aber nicht mal Nostradamus eine gescheite Antwort wüsste. Vor allem schätzen viele Bewerber die Stoßrichtung der Frage völlig falsch ein. Es geht keineswegs darum, möglichst ehrgeizig zu wirken und hochtrabende Ziele zu formulieren. Nein, Bewerber sollten die Sichtweite des Unternehmens verinnerlichen. Dem Unternehmen sind ganz andere Aspekte wichtig, wenn sie die berüchtigte Bewerberfrage stellen: Wo sehen Sie sich in 5 Jahren?. Hier sind die besten Antworten…

Sinn der Frage: Wo sehen Sie sich in 5 Jahren?

Die Frage gehört zu den absoluten Klassikern im Vorstellungsgespräch: Wo sehen Sie sich in 5 Jahren?

Manche Bewerber fragen sich dann im Gegenzug: Warum will er oder sie das wissen? Es ist doch gar nicht wichtig. Doch, ist es! Der Personaler will mehr über Ihre persönlichen Karriereziele in Erfahrung bringen – und ob er als Arbeitgeber in Ihren beruflichen Masterplan überhaupt hineinpasst.

Nun könnte man argumentieren, dass die Lebensläufe immer unsteter und häufige Jobwechsel immer normaler werden. Eher unwahrscheinlich also, dass Sie in fünf Jahren noch an Bord sind. Im Interesse des Arbeitgebers aber ist es, eine fähige Kraft wie Sie möglichst langfristig zu binden.

Außerdem ist es für die interne Planung des Unternehmens nicht unerheblich. Sind Sie ein potenzieller Kandidat für eine Führungsposition – oder ist die konkrete Stelle, auf die Sich beworben haben, auch langfristig Ihre absolute Traumstelle?

All das ist für den Personaler äußerst interessant. Es könnte ja auch sein, dass Sie total planlos unterwegs sind und gar nicht wissen, was Sie wollen. Dies wäre ein Alarmsignal. Was, wenn Sie nach einigen Monaten feststellen, dass diese Branche doch nicht die richtige für Sie ist? Dann müsste das Unternehmen noch mal von vorne auf Personalsuche gehen. Ärgerlich – und teuer!

Und noch etwas: Wer sich selbst Ziele setzt und eine Strategie verfolgt, ist leistungswillig und intrinsisch motiviert. Er oder sie ist jedenfalls motivierter als jemand, der nur des Chefs zuliebe und des Gehalts wegen seine Zeit im Büro absitzt…

In diesem Zusammenhang stehen auch andere Personalerfragen wie:

  • Was ist für Sie Erfolg?
  • Wie sieht der perfekte Job für Sie aus?
  • Was sind Ihre langfristigen Ziele?
  • Wo möchten Sie in 3 Jahren stehen?
  • Wo möchten Sie in 10 Jahren stehen?

Sie klingen anders, meinen aber das Gleiche. Hinterfragt wird stets Ihre berufliche Motivation und Perspektive.

Dankbare Fragen, könnte man nun meinen. Der Bewerber kann loslegen, was er noch alles Tolles erreichen will. Er kann Ambitionen und Ehrgeiz demonstrieren.

Ja, schon! Aber ganz so einfach ist es dann doch nicht. Die Bewerberfrage Wo sehen Sie sich in 5 Jahren kann sich im schlimmsten Fall als Bärenfalle erweisen. Wenn der Bewerber allzu ehrlich drauflosplaudert und von seiner Vision berichtet…

Wo sehen Sie sich in fünf Jahren: 3 gute Strategien

Wo sehen Sie sich in 5 Jahren? Wenn Ihnen der Personalmanager diese Frage stellt, dann gibt es keine richtige oder falsche Antwort. Stets hängt es von den Rahmenbedingungen, von Ihrer individuellen Position und der des Arbeitgebers ab – und nicht zuletzt von den Charakteren am Tisch. In der Regel fahren Sie aber gut, wenn Sie diese 3 Strategien beherzigen:

  1. Fixpunkt

    Niemand weiß, was in fünf Jahren ist. Nur Sie sollten wissen, dass Sie in fünf Jahren immer noch im Unternehmen sein wollen. Wichtig: Ihre Antworten sollten sich mehr um das Unternehmen drehen, weniger um Sie selbst. Breiten Sie nicht aus, in welchen anderen Unternehmen, Branchen oder Städten Sie sich selbst noch wunderbar vorstellen können. Richten Sie den Blick nach innen. Sie möchten sich im Unternehmen weiterentwickeln, mit ihm gemeinsam wachsen. Selbst wenn das nicht stimmt, der Personaler wird es gerne hören…

  2. Allgemeinplätze

    Ja, es stimmt. Fußballprofis, die in Interviews mit Allgemeinplätzen um sich werfen, sind ein Ärgernis. Strategisch verhalten Sie sich aber völlig richtig. Sie stellen sich den Fragen des Reporters, vermeiden aber nach innen Ärger und Unruhe. So ähnlich können Sie es auch machen. Bleiben Sie allgemein und vage. Drücken Sie sich vorsichtig aus. Halten Sie sich alle Optionen offen. Vorteil dabei: Auf eine faustdicke Lüge müssen Sie nicht zurückgreifen.

  3. Optimismus

    Keine Ahnung; mal schauen, was geht. Zuversicht hört sich anders an. Legen Sie ruhig ein bisschen Begeisterung an den Tag. Die künftige Stelle biete Ihnen ganz tolle Möglichkeiten, sich zu entwickeln. Eine Herausforderung, an der Sie hundertprozentig wachsen werden. So klingt es, als wäre der Job wunderbar mit Ihrem Karriereplan vereinbar. Viel konkreter müssen Sie gar nicht werden…

Wo sehen Sie sich in 5 Jahren: Personalersicht

Versetzen Sie sich zunächst in die Perspektive des Personalverantwortlichen. Warum stellt er diese Frage: Wo sehen Sie sich in 5 Jahren?

Er will nicht nur einen Mitarbeiter, der talentiert und kompetent ist. Er möchte auch einen, der für diesen Job brennt. Jemanden, der die Stelle als Chance sieht und nicht als Notlösung. Er will einen Mitarbeiter, der überzeugt ist, dass dieser Job prima in seinen Karriereplan passt – nach Möglichkeit auch in drei, fünf und zehn Jahren noch.

Auf der anderen Seite will er niemanden, für den die Position nur ein lästiger Zwischenschritt auf dem Weg zu höheren Weihen ist. Sie sollten also tunlichst vermeiden, ZU ambitioniert zu klingen. Nach dem Motto: Morgen in Ihrem Job, übermorgen im Sessel des Geschäftsführers.

Logisch: Das HR-Büro möchte diese Stelle möglichst langfristig besetzen. Personalsuche ist aufwändig und teuer. Und sie dürfte in naher Zukunft angesichts der demographischen Rahmenbedingungen nicht einfacher werden.

Zudem fällt es sogar persönlich auf einen Personaler zurück, wenn er ständig Mitarbeiter anheuert, die das Unternehmen zügig wieder verlassen. Ein bisschen Fluktuation ist gut, zu viel ist schädlich.

Also: Sie als Bewerber sollten klar machen, was Sie an dieser Stelle reizt und warum Sie auch in ein paar Jahren noch hochmotiviert zur Arbeit kommen werden.

Sie reduzieren Ihre Chancen auf den Job ganz erheblich, wenn Sie indirekt zugeben, dass Sie in fünf Jahren eigentlich ganz woanders sein wollen – bei der Konkurrenz, in Ihrer heimlichen Traumbranche oder in New York.

Na klar: Niemand wird von Ihnen erwarten, dass Sie den Job Ihr Leben lang machen. Diese Zeiten sind vorbei. Aber längerfristig planen will man schon mit Ihnen. Der Sprung auf eine höhere Hierarchiestufe ist selbstverständlich auch möglich und erwünscht. Aber wenn Sie ein zu hohes Tempo anschlagen, klingt das erstmal verdächtig – und für andere Mitarbeiter bedrohlich…

Wo sehen Sie sich in fünf Jahren: 5 gute Antworten

Aber was antworte ich nun konkret auf die Frage Wo sehen Sie sich in 5 Jahren? Karrieresprung.de zeigt Ihnen 5 gute Antworten:

  • Antwort 1: Führungsambitionen

    „Jetzt möchte ich erst einmal ein Unternehmen finden, in dem ich mich weiterentwickeln kann. Eines, das zu mir passt und mit dem ich gemeinsam verschiedene Herausforderungen bewältigen kann. Und wenn ich das geschafft habe, dann ist es schon mein Ziel, in den nächsten Jahren mehr Personalverantwortung und Managementaufgaben zu übernehmen. In einem dynamischen und wachsenden Unternehmen ist das, glaube ich, sehr gut möglich und realistisch. Ihr Unternehmen zähle ich definitiv dazu.“

    Wann die Antwort gut ist: Nur dann, wenn Sie tatsächlich eine Führungskarriere anstreben. Und sie ist nur ein Beispiel von vielen. Entscheidend ist, dass Sie Ihre Antwort motiviert rüberbringen, aber gleichzeitig keine zu genauen Vorstellungen über Ihre Karriere verbreiten.

  • Antwort 2: Fachkarriere

    „Ich bin in dem, was ich tue, schon sehr gut. Aber jeder Mensch kann dazulernen – und ich will unbedingt noch sehr viel lernen. Darum möchte ich für ein Unternehmen arbeiten, das mir genau das ermöglicht. Meine Skills und mein Fachwissen kontinuierlich noch weiter auszubauen und zugleich spannende Projekte umzusetzen. Am liebsten natürlich in einem tollen Team, in dem man sich gut versteht und von dem jeder Einzelne profitiert. In Ihrem Unternehmen arbeiten einige sehr fähige Köpfe und ich glaube, dass ich von Ihnen viel lernen könnte.“

    Wann die Antwort gut ist: Sie würden damit wie ein Politiker in einer TV-Talkshow antworten. Die sagen auch, was sie sagen wollen, antworten aber nicht auf die Frage. Macht nichts! Sie haben zwar nicht Auskunft gegeben, wo Sie in fünf Jahren stehen wollen, aber die Marschrichtung vorgegeben. Lernwille, Unternehmensorientierung und Teamfähigkeit – diese drei Kriterien haben Sie in wenigen Sätzen mit Leben gefüllt. Sehr gut!

  • Antwort 3: Soziales Engagement

    „Zunächst will ich mich fachlich weiterentwickeln. In fünf Jahren kann ich hier eine Menge lernen, denke ich, und werde fachlich ein noch höheres Level erreicht haben. Daneben ist es mir auch wichtig, in dieser Zeit die Werte des Unternehmens zu verkörpern und voranzutreiben. Zum Einen, um die Wirtschaftlichkeit zu verbessern, aber zum Anderen auch, um Sinnvolles zu tun und Gutes bewirken. Ein Beispiel: Ihr Unternehmen setzt sich seit Jahren finanziell für das Kinderhospiz in der Stadt ein. Wenn ich tatkräftig dabei mithelfen könnte, dass wir in fünf Jahren den Kindern eine noch sehr viel größere Summe zur Verfügung stellen könnten, würde mich das sehr stolz machen.“

    Wann die Antwort gut ist: Wenn das Unternehmen sozial engagiert ist, dann können Sie in Ihrer Antwort daran anknüpfen, eine direkte Verbindung zwischen den Werten des Unternehmens und Ihren eigenen herstellen. Die Antwort würde dann auf einen Cultural Fit zwischen Arbeitgeber und Bewerber hindeuten – großer Pluspunkt!

  • Antwort 4: Innovationsfähigkeit

    „In fünf Jahren möchte ich zunächst noch hier sein. Das ist in dieser Branche ja keineswegs selbstverständlich. Ich weiß, dass die Konkurrenz groß ist und immer mehr Wettbewerber aus Asien auf den Markt drängen. In fünf Jahren sehe ich mich hier im großen Konferenzraum, wie ich gemeinsam mit allen Kollegen anstoße, weil wir zusammen den weltweit führenden Saugroboter entwickelt und erfolgreich vertrieben haben. Das wäre definitiv ein Traum – und für den werde ich hart arbeiten.“

    Wann die Antwort gut ist: Wenn sich das Unternehmen in einem hart umkämpften Wettbewerbsumfeld behaupten muss. Oder wenn es wirtschaftlich von einem einzigen Produkt oder einer Dienstleistung abhängt. Wenn es auf Innovationen angewiesen ist. Die Antwort würde verdeutlichen, dass Sie sich in die Lage des Arbeitgebers hineinversetzen können, für sein Fortbestehen kämpfen wollen und große Ziele haben, die sich mit denen des Unternehmens decken.

  • Antwort 5: Identifikation

    „Fünf Jahre sind eine lange Zeit. Ich möchte hier zunächst Schritt für Schritt gehen. Zuerst das Trainee-Programm erfolgreich durchlaufen, viel von den alten Hasen lernen und Stück für Stück mehr Verantwortung übernehmen. Aber grundsätzlich würde ich in fünf Jahren das Unternehmen schon auch gerne nach außen repräsentieren. Zum Beispiel als Speaker auf Kongressen oder Fachmessen. Ich fände es fantastisch, wenn ich dann sagen könnte: Ja, ich bin den letzten fünf Jahren ein Siemensianer mit Leib und Seele geworden.“

    Wann die Antwort gut ist: Sie versprüht Emotionen – wirksam! Und sie drückt Lernbereitschaft aus. Für den Arbeitgeber wäre der Entwicklungsprozess des Mitarbeiters außerdem mit einem konkreten Nutzen verbunden. Die Antwort signalisiert, dass der Bewerber das Unternehmen grundsätzlich für einen Arbeitgeber hält, dem man längere Zeit die Treue hält und bei dem man langfristig glücklich werden kann – auch, weil man Perspektiven hat.

Wo sehen Sie sich in 5 Jahren: Strategiewechsel

Es gibt auch Szenarien, in denen Sie die Sicherheitsvorschriften über Bord werfen und Tacheles reden müssen. Nämlich dann, wenn Sie sich auf eine Stelle bewerben, die kaum Berührungspunkte mit Ihrem bisherigen Werdegang hat. Wenn Sie als Quereinsteiger anfangen wollen etwa.

In diesem Fall müssen Sie sehr glaubhaft begründen, warum Sie diesen Schritt gehen wollen – und warum er auch langfristig der richtige für Sie sein wird. Denn die Vermutung liegt nahe, dass es sich bei Ihnen um einen flatterhaften Vagabunden handeln könnte, der nicht weiß, was er will. Und das birgt Gefahren für jeden Arbeitgeber. Vor allem die Gefahr, dass Sie auch den künftigen Job nach kurzer Zeit wieder hinschmeißen und zu neuen Ufern werden schwimmen wollen.

Dann reicht es nicht, Wischi-Waschi zu reden. Sie müssen offen über Ihren neuen Karriereplan reden; über die Motivation, die dahintersteckt und über Ihre Zukunftspläne. Antworten wie diese sind dann tabu: Hmm, wo will ich in 5 Jahren stehen? Gute Frage eigentlich. Wenn ich das wüsste, wäre ich Hellseher, hahaha!

Bei einem Branchen- oder Berufswechsel sollten Sie sich vorher genauestens überlegen, wie Sie ihn im Vorstellungsgespräch begründen.

Und eine andere Bewerber-Faustregel greift in diesem Fall ebenfalls nicht bzw. nur bedingt. Die lautet: Waschen Sie nie dreckige Wäsche! In der Tat kann es ein guter Grund sein, einer Branche komplett den Rücken kehren zu wollen, weil man sie für verlogen oder ethisch verantwortungslos hält. Wenn Sie so argumentieren, haben Sie einen glaubwürdigen Grund für einen Branchenwechsel genannt.

Wo sehen Sie sich in 5 Jahren: Humorlos bleiben!

So sehen Sie sich in 5 Jahren gute AntwortenEin flotter Spruch kann ein Jobinterview auflockern. Und wer keinen Spaß versteht, für den möchte man eh nicht arbeiten, richtig? Gewiss, gewiss. Aber in diesem Fall lautet unser Rat dennoch: Bleiben Sie humorlos! Lassen Sie Ihren Peter Lustig in der Hosentasche, wenn Sie gefragt werden: Wo sehen Sie sich in 5 Jahren?

Sparen Sie sich Kommentare wie:

  • In fünf Jahren bin ich Kaiser von China.
  • In fünf Jahren? Wenn ich dann nicht CEO bin, dürfen Sie mich wieder feuern.
  • In fünf Jahren haben wir hier alle den Exit gemacht, weil ich den Laden bis dahin auf Vordermann und an die Börse gebracht habe.
  • In fünf Jahren? Bis dahin möchte ich mindestens einmal Mitarbeiter des Monats geworden sein!

Das wirkt in den meisten Fällen albern bis peinlich — und es ist zudem ausweichend. Keine Sorge: Für einen kleinen Scherz bieten sich Ihnen bestimmt noch andere Gelegenheiten…

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Jobs in Göttingen: Aktuelle Stellenanzeigen für Südniedersachsen

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Göttingen glänzt durch seine Geistesgrößen. Die Georg-August-Universität hat schon Dutzende Wissenschaftler von Weltformat hervorgebracht. Die private Wirtschaft ist nicht ganz so überragend aufgestellt. Trotzdem gibt es auch in Südniedersachsen versteckte Champions. Jobs in Göttingen gibt es vornehmlich in der Messtechnik und im Gesundheitswesen. Ein Unternehmen sticht ganz besonders aus der Masse heraus…

Jobs Göttingen: Nobelpreisverdächtig!

Am Anfang dieses Jahrtausends gab es eine Ausstellung in der Paulinerkirche. Ihr Titel: das Göttinger Nobelpreiswunder.

Tatsächlich wirkten im südniedersächsischen Städtchen Männer vom Schlage eines Robert Koch und Max Planck, Gustav Hertz und Werner Heisenberg, Otto Hahn und Max Born. Nicht weniger als 45 Nobelpreisträger brachte Göttingen hervor, die meisten in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Erst in der zweiten Jahrhunderthälfte überholten die amerikanischen Top-Unis die Georg-August-Universität.

Vom alten Glanz zeugen unzählige Denkmäler im Stadtbild: das Gauß-Weber-Denkmal, der Eichendorff-Gedenkstein, das Wöhlerdenkmal und auch der Bismarckturm. Dass der alte Reichskanzler ebenfalls an der Georgia Augusta eingeschrieben war, versteht sich von selbst. Das Bismarckhäuschen, in dem er damals wohnte, steht noch immer am Wall, der die Innenstadt umschließt.

Heute besteht die Bevölkerung Göttingens zu einem Fünftel aus Studenten. Das studentische Leben ist hier von Ost bis West sichtbar, von Nord bis Süd. Bars und Kneipen findet man in den alten Fachwerkhäusern und Gewölbekellern der Stadt.

Und Göttingen ist hügelig. Viele Zugezogene sind überrascht, dass man sich hier keineswegs auf dem platten Land wiederfindet. Das sollte man auch bei der Wohnungssuche bedenken. Vor allem dann, wenn man wie viele Einheimische mit dem Rad durch die Stadt navigieren will.

Schöne Wohnlagen gibt es überall: in Weende im Norden oder Geismar im Süden, in der Altstadt, der Südstadt oder im Ostviertel. Probleme bereitet der Ortsteil Grone. Schon länger in Verruf ist der Maschmühlenweg, der sich als Junkie-Treffpunkt einen unrühmlichen Namen gemacht hat.

Jobs Göttingen: Der Arbeitsmarkt

Im Januar 2020 betrug die Arbeitslosenquote in Göttingen 5,5 Prozent. Erfahrungsgemäß laufen zum Jahresende viele befristete Verträge aus. Darum stieg die Quote im Vergleich zum Dezember 2019 auch relativ stark an. Zum Jahresende 2019 lag sie nur bei 5,0 Prozent.

Rund 8.660 Arbeitslose gibt es in Göttingen, darunter viele Ungelernte ohne abgeschlossene Ausbildung. Für sie dürfte die Stellensuche schwierig bleiben. Denn 80 Prozent der offenen Stellen richten sich der örtlichen Arbeitsagentur zufolge an…

  • Fachkräfte
  • Spezialisten
  • Akademiker

Dennoch gibt es im Raum Göttingen auch für Nicht-Akademiker Jobperspektiven, zum Beispiel für:

Jobs Göttingen: Einstiegsgehälter und Gehaltsniveaus

Göttingen liegt im Süden Niedersachsens. Das Bundesland ist nicht für seine ausufernden Gehälter bekannt.

In Niedersachsen beträgt das Durchschnittsgehalt nach Angaben der Plattform gehalt.de 41.310 Euro brutto im Jahr. Im benachbarten Hessen liegt es dagegen bei 51.345 Euro. Nur in Schleswig-Holstein und den ostdeutschen Ländern (mit Ausnahme von Berlin) werden niedrigere Löhne gezahlt als in Niedersachsen.

Laut Bundesagentur für Arbeit verdient ein Arbeitnehmer mit einem Vollzeitjob in Göttingen 3.128 Euro im Monat. Dabei handelt es sich nicht um das Durchschnitts-, sondern um das Medianeinkommen. Göttingen liegt damit knapp unter dem gesamtdeutschen Medianwert von 3.209 Euro.

Im Vergleich mit dem Umland steht Göttingen aber gut da. So verdient man in Northeim nur 2.931 Euro und in Hildesheim 3.044 Euro. Die Region Hannover ist mit 3.387 Euro lukrativer. Noch mehr Geld winkt qualifizierten Arbeitnehmern in Salzgitter (4.085 Euro) und Wolfsburg (4.622 Euro).

Jobs Göttingen: Die wichtigsten Arbeitgeber

Der wichtigste Name ist Sartorius. Das Medizintechnik-Unternehmen ist das einzige in Göttingen, das im Jahr mehr als eine Milliarde Euro umsetzt.

Allerdings gibt es in der Nachbarschaft noch das eine oder andere Schwergewicht, zum Beispiel Prothesenhersteller Otto Bock in Duderstadt oder Pflanzenzüchter KWS in Einbeck.

Jobs Göttingen – das sind die wichtigsten Arbeitgeber der Stadt:

  • Sartorius AG
  • Mahr Gruppe (Fertigungsmesstechnik)
  • Universitätsmedizin Göttingen
  • Sparkasse Göttingen
  • Volksbank Kassel Göttingen
  • Novelis (Aluminium)
  • Amedes Medizinische Dienstleistungen
  • Coherent (Lasertechnologie)
  • Zufall Logistics Group
  • Carl Zeiss AG (Mikroskope)
  • Phywe Systeme (Lehr- und Lernmittel)
  • Pfeiffer Vacuum Components and Solutions
  • Börner Eisenacher (Nahrungsmittel)
  • Aqua-Institut (Beratungsunternehmen)
  • Vandenhoeck und Ruprecht (Verlag)
  • Steidl Verlag
  • Wallstein Verlag
  • Sycor Gruppe (IT-Beratungsunternehmen)
  • Xtentio (Beratungsunternehmen)
  • Blackbit Digital Commerce
  • Tech Unternehmensgruppe (Industriedienstleistungen)
  • Robert Bosch GmbH
  • Asklepios Kliniken
  • Circlon dff (Software)
  • Qioptiq Photonics
  • Conduent (Call Center)
  • Eresult (Online-Marktforschung)
  • Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt

Jobs Göttingen: Karriereaussichten und Wirtschaft

Der offizielle Slogan Göttingens lautet: „Stadt, die Wissen schafft.“ Das zeigt schon an: Die Universität ist das Aushängeschild der Stadt. Daneben gibt es noch die Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst sowie die private PFH Hochschule.

Die Privatwirtschaft hat ihre Stärken in der Messtechnik. Etwas holprig ist manchmal auch von Göttingen als Measurement Valley die Rede. Ganz vorne mischt die Sartorius AG mit. Unter Aktionären gilt die Aktie, die im Tec-Dax notiert ist, seit Jahren als heimlicher Star. Die Boston Consulting Group kürte sie 2018 gar zu einer „der besten Aktien der Welt“.

Jobs Göttingen – bei Sartorius in Göttingen arbeiten unter anderem:

Sartorius ist aber nicht allein auf weiter Flur. Auch die Mahr-Gruppe und Carl Zeiss vermessen von Göttingen aus die Welt – und schaffen viele Jobs in Göttingen.

Daneben gibt es eine verblüffend große Zahl an kleinen Fachverlagen. Das Gesundheitswesen hat in Göttingen – Standort der riesigen Universitätsmedizin – ohnehin einen festen Platz. Das sind die Schwerpunkte der Göttinger Wirtschaft – mit entsprechenden Karrierechancen in Vollzeit und Teilzeit:

  • Messwesen
  • Logistik
  • Verlagswesen
  • Gesundheitswesen

Jobs in der Gastronomie

jobs goettingen gastronomieIn Göttingen wimmelt es nur so vor Studenten. Und auch die brauchen Jobs, um über die Runden zu kommen. Sie gehören dazu – und suchen einen Kellner-Job in Göttingen? Einfach mal in einer dieser Einrichtungen nachfragen!

Jobs Göttingen – das sind die beliebtesten Bars und Kneipen in der Studentenstadt:

  • Thanners
  • Nautibar
  • Salamanca
  • Dots
  • Z.a.k
  • Deja Vu
  • Villa Cuba
  • Sonderbar
  • La Vida
  • Bierecke Quick
  • The Queen’s Head
  • Charlie Bar
  • Trou
  • Stadion an der Speckstraße
  • Monro’s Park

Jobs Göttingen: Kosten, Lebenshaltung, Mietpreise

Noch hat Göttingen die magische Zehn-Prozent-Marke nicht erreicht. Bei 9,20 Euro lag die durchschnittliche Kaltmiete pro Quadratmeter im Jahr 2018. Das besagen Daten des Portals Immowelt.

2017 waren es noch 9,00 Euro im Schnitt. Der Preisanstieg von zwei Prozent macht sich auf dem Konto des Einzelnen zwar bemerkbar. Im Vergleich mit anderen Städten fiel er noch sehr moderat aus. In Uni-Städten wie Heidelberg oder Erlangen legten die Mietpreise im gleichen Zeitraum um 13 beziehungsweise 12 Prozent zu.

Am günstigsten sind in Göttingen Immowelt zufolge Wohnungen zwischen 120 und 140 Quadratmetern. Für sie müssen Mieter 8,60 Euro einkalkulieren.

Alles in allem liegen die Preise in Göttingen im deutschen Mittelfeld. Das beweist auch ein Blick auf den IW-Studentenwohnpreisindex. Demnach kostet eine Studentenbude mit 30 Quadratmetern hier 389 Euro. Von den 18 Städten in der Wertung liegt Göttingen damit auf Rang 10. Vorne liegt München mit 635 Euro, ganz hinten Magdeburg mit 247 Euro.

Kontaktdaten und Servicestellen in Göttingen

Sie wollen sich in Göttingen selbstständig machen, Ihre Steuererklärung abgeben oder Jobs in Göttingen suchen? Die wichtigsten Servicestellen hat Karrieresprung übersichtlich für Sie zusammengefasst:

  • Ihr Finanzamt Göttingen finden Sie hier.
  • Die Agentur für Arbeit Göttingen finden Sie hier.
  • Die Jobcenter im Landkreis Göttingen finden Sie hier.
  • Die IHK-Geschäftsstelle Göttingen finden Sie hier.
  • Die Handwerkskammer Hildesheim-Südniedersachsen finden Sie hier.
  • Jobs Göttingen finden Sie in unserer Jobbörse.
[Bildnachweis: YanaKotina by Shutterstock.com]

Vorstellungsgespräch: Alle Fragen, Tipps und No-Gos

Vorstellungsgespraech Interview Vorbereitung Fragen Tipps

Jedes Vorstellungsgespräch ist anders. Und trotzdem ähneln sie sich. Sie als Bewerber sollen sich in wenigen Minuten von Ihrer besten Seite zeigen, Eloquenz, Wissen und clevere Rückfragen mitbringen. Dabei stehen Sie unter Hochdruck und Dauerstress. Keine leichte Aufgabe! Wenn Sie sich gewissenhaft vorbereiten, steigen Ihre Chancen. So kommen Sie gut durchs Vorstellungsgespräch

Worauf es im Vorstellungsgespräch wirklich ankommt

Vorstellungsgespräche sind der Goldstandard im Bewerbungsprozess. Laut Personalvermittler Randstad wählen noch immer 98 Prozent der Personaler neue Mitarbeiter in einem klassischen Vorstellungsgespräch aus.

Erfreulich aus Bewerbersicht: Jobsuchende in Deutschland versenden im Schnitt nur zehn Bewerbungen, um zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden. Aus zwei Jobinterviews wiederum folgt ein Vertragsangebot. Das hat die Jobplattform Stepstone im Jahr 2019 herausgefunden.

Doch ein Selbstläufer ist die Bewerbung nicht. Ohne überzeugendes Vorstellungsgespräch kein Job. Darauf kommt es im Bewerbungsgespräch an:

  • Professionalität

    Wer vorbereitet ins Vorstellungsgespräch geht, zeigt Professionalität. Wer unvorbereitet ist, signalisiert dagegen mangelndes Interesse. Eine gründliche Vorabrecherche ist zwingend vonnöten, um im Vorstellungsgespräch glänzen zu können. Nein, Sie müssen nicht jedes klitzekleine Detail über die Firma kennen. Aber den Grundriss und die Basisdaten schon: Historischer Background, Branche, Produktpalette, Standorte, aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen. In Zeiten des Internets ist es nicht schwer, die wichtigsten Infos zu sammeln.

  • Kompetenz

    Dass Sie die Muss-Anforderungen der Stelle erfüllen, sollte im Vorstellungsgespräch zum Ausdruck kommen. Da sind zum Einen die harten Skills: ein Softwareentwickler sollte programmieren, ein Biologe im Labor arbeiten und ein Taxifahrer ein Auto fahren können. Darüber hinaus sind aber auch die Soft Skills wesentlich. Motivation, soziale Intelligenz, Belastbarkeit, Zuverlässigkeit. Ihre Grundeinstellung, Ihr Arbeitsethos sollte einwandfrei – und nach außen sichtbar sein. Wie wichtig dieser Punkt ist, verdeutlicht eine Umfrage von Linkedin: 68 Prozent der Personaler verlassen sich demnach hauptsächlich auf die im Vorstellungsgespräch gesammelten Eindrücke über die Soft Skills eines Bewerbers.

  • Passgenauigkeit

    Auf neudeutsch heißt das heute: Cultural Fit. Personaler interessiert vor allem, ob ein Bewerber (vermutlich) ins Team passen wird oder nicht. Dabei lässt er sich zugegebenermaßen oft von seiner Intuition leiten – und von Sympathien. Am besten, es gibt so viele Übereinstimmungen zwischen Unternehmen und Bewerber wie möglich. Wenn die Denkweise, Arbeitsauffassung, Werte und Interessen ähnlich sind, stimmt die Chemie. Versuchen Sie dem Personalmanager im Vorstellungsgespräch klar zu machen, dass Sie ein Teamplayer sind, mit dem die Kollegen gerne zusammenarbeiten. Hilfreich sind natürlich auch eine Affinität zur Branche oder ein direkter Bezug zum Unternehmen.

Vorstellungsgespräch Aufbau

Bewerber können im Vorstellungsgespräch eine Menge falsch machen. Dass es schlecht läuft, erkennen sie unter anderem dann, wenn es schnell wieder vorbei ist. Zwischen 30 und 60 Minuten dauert ein Vorstellungsgespräch üblicherweise. Gute Vorstellungsgespräche ziehen sich länger hin, miese sind flugs wieder beendet – oft schon nach 30 Minuten.

Für Bewerber gibt es unendliche viele Möglichkeiten, sich selbst aus dem Rennen zu kegeln. Wenn sie zum Beispiel Info an Info aneinanderreihen, die nur leider allesamt völlig irrelevant für den Job sind.

Oder wenn sie zu viel preisgeben und das Bild vom High Potential zerstören. Darum ist eine gute Vorbereitung auf das Vorstellungsgespräch so wichtig. Gehen Sie nie unvorbereitet ins Jobinterview – dann können sie es auch direkt sein lassen.

Ein Vorstellungsgespräch gliedert sich normalerweise in fünf Phasen:

  1. Gesprächsphase: Begrüßung und Smalltalk

    Für viele beginnt der Horror ohne Verzögerung. Die Smalltalk-Phase soll Verspannungen lösen, ist für Nervenbündel aber Stress pur.

    Das bekannte Problem: Schon der erste Eindruck entscheidet maßgeblich darüber, ob wir jemanden mögen oder nicht. Und der Smalltalk am Anfang eines Vorstellungsgesprächs prägt den ersten Eindruck ganz entscheidend mit. Unterschätzen Sie den Einstieg also bitte nicht – egal, ob der Personaler mit Ihnen übers Wetter plaudern will oder fragt, wie Ihre Anreise so war.

    Am besten, Sie sind dabei ganz ruhig und gelassen. Der Hinweis, wie nervös Sie sind, nimmt Ihnen der Personaler normalerweie aber auch nicht übel. Also ruhig mit offenen Karten spielen.

    Gehen Sie zunächst nicht mit der ausgestreckten Hand voraus ins Büro. Warten Sie, bis Ihnen Ihr Gesprächspartner die Hand anbietet und greifen Sie dann kurz, aber fest zu. Namentlich vorstellen, in die Augen sehen, dabei lächeln – so stellen Sie sich kurz selbst vor. Selbstbewusstsein ausstrahlen, also aufrecht stehen und gehen und nicht zu leise reden. Aber auch nicht zu laut – und nicht übertreiben.Selbstdarsteller kommen nicht gut an.

  2. Gesprächsphase: Kennenlernen und Selbstpräsentation

    „Erzählen Sie doch mal ein bisschen über sich!“ „Wie ist Ihr Werdegang?“ Damit leitet der Personaler oft die Kennenlern-Phase im Vorstellungsgespräch ein. Er will mehr über Sie, Ihre Person und Ihre Stationen erfahren.

    Am besten, Sie üben Ihre Selbstpräsentation vor dem Vorstellungsgespräch zuhause ein – aber nicht so perfekt, dass sie wie aufgesagt klingt. Eine gute Selbstpräsentation dauert nicht länger als drei bis fünf Minuten. Sie nennen zunächst Ihren Namen und Ihr Alter und gehen dann auf Ihre Ausbildung, Erfahrungen und beruflichen Schwerpunkte ein.

    Gehen Sie davon aus, dass Ihr Lebenslauf bereits bekannt ist. Rattern sie also nicht Ihre Stationen herunter, sondern setzen Sie Schwerpunkte. Die Erfolge und Qualifikationen, die besonders wichtig sind, stellen sie nach vorne – und Ihre Persönlichkeit.

  3. Gesprächsphase: Präsentation des Arbeitgebers

    Jetzt ist der Arbeitgeber an der Reihe. Was macht er, was erwartet er, wie arbeitet er? Darüber sollte er jetzt Aufschluss geben – zumindest ansatzweise.

    Bitte jetzt nicht die Ohren auf Durchzug stellen – auch dann nicht, wenn sie schon gut im Bilde sind. Pluspunkte gibt es für Sie, wenn Sie intelligente Zwischenfragen stellen oder sinnvolle Anmerkungen machen.

    Signalisieren Sie, dass Sie zuhören und sich mit dem Unternehmen auseinandergesetzt haben – ohne Ihren Gesprächspartner zu unterbrechen!

  4. Gesprächsphase: Rückfragen

    Das Ende des Vorstellungsgesprächs naht allmählich. Jetzt kommt die klassiche Frage des Personalers: Haben Sie noch Fragen an uns?

    Ihre Antwort sollte in jedem Fall lauten: Ja. Wenn Sie keine Rückfragen stellen, könnten Sie sich sogar schon disqualifiziert haben. Mit Rückfragen beweisen Sie, dass Sie ernsthaft am Unternehmen und an der Stelle interessiert sind.

    Allerdings ist nicht jede Rückfrage automatisch eine gute. Es gibt auch echte Killerfragen, die man sich besser spart: Stellen Sie bitte keine Rückfragen zu Sonderleistungen oder Urlaubsregelungen – sie würden kein gutes Licht auf Sie werfen.

  5. Gesprächsphase: Abschluss und Verabschiedung

    Das war’s, Ihr Vorstellungsgespräch ist beendet.

    Verabschieden Sie sich höflich, aber nicht, ohne sich nach dem weiteren Verlauf zu erkundigen, wann Sie mit einer Antwort rechnen können und auf welchem Wege man Sie kontaktiert.

    Sehr empfehlenswert: Bedanken Sie sich am Ende des Vorstellungsgesprächs noch einmal bei Ihrem Gastgeber. Vielen Dank, dass Sie sich die Zeit für mich genommen haben. Es hat mich sehr gefreut. So oder so ähnlich. Ein Dank drückt Wertschätzung aus – und gute Manieren.

Vorstellungsgespräch Tipps

Eine gute Vorbereitung ist extrem wichtig. Aber hüten Sie sich davor, das komplette Bewerbungsgespräch auswendig zu lernen.

Wenn Sie Ihre gelernten Punkte nur aufsagen, durchschaut das der Personaler sofort. Ihre Antworten und Argumente dürfen im Vorstellungsgespräch nicht wie einstudiert wirken.

Die Kunst ist es, die richtige Mixtur aus Selbstdarstellung und Eigenwerbung zu mischen und gerne noch einen Schuss Spekulationsmasse unterzurühren. Sie wollen fachlich überzeugen, aber vor allem auch persönlich. Ihr Charakter ist es, der Ihre Gegenüber interessiert. Die Fakten aus dem tabellarischen Lebenslauf sind ja bereits bekannt.

So machen Sie im Vorstellungsgespräch einen guten Eindruck:

  • Anekdoten erzählen

    Ein paar schöne Anekdoten dürfen Sie sich vor dem Jobinterview ruhig zurechtlegen. Denn die passende Frage kommt bestimmt. Aber erzählen Sie sie so – auch wenn es schwierig ist – als ob sie Ihnen ganz spontan in den Sinn gekommen ist. Möglichst bildhaft und lebensnah.

  • Fragen stellen

    Sagen Sie nicht zu viel, aber auch nicht zu wenig. Bringen Sie knappe und prägnante Beispiele. Und bringen Sie einen Dialog in Gang, zum Beispiel, indem Sie fragen: Soll ich Ihnen noch ein Projekt nennen, das ich geführt habe?

  • Körpersprache beobachten

    Der Blick Ihres Gesprächspartners schweift ab oder er macht sich kaum Notizen? Mögliche Anzeichen von Langeweile. Wenn Sie dies während des Vorstellungsgesprächs wahrnehmen, versuchen Sie verbal einen Gang nach oben zu schalten und in die Offensive zu gehen.

Vorstellungsgespräch Schwächen

Eine Frage sticht aus der Kanonade heraus: die Frage nach den Schwächen. Sie ist die wohl berühmteste, vielleicht auch die gefürchtetste. Was sind Ihre größten Schwächen?

Aber sie ist eine, auf die sich Bewerber im Laufe der Jahre natürlich längst eingestellt haben. Die Antworten ähneln sich mittlerweile und lauten oftmals so: „Ich bin zu ungeduldig.“ „Ich bin zu perfektionistisch.“ „Ich bin ein Workaholic.“ Nicht gut!

Das sind nicht mehr als Phrasen, die unseligen Ratgeberbüchern entstammen. Bitte antworten Sie nicht so! Damit zeigen Sie lediglich, dass Sie den Personaler an der Nase herumführen wollen und nicht zu Ihren Schwächen stehen. Denn dass Sie welche haben, ist unausweichlich, weil menschlich.

Schwächen und Unzulänglichkeiten hat jeder Mensch. Und das weiß auch jeder Personaler dieser Welt. Tun Sie im Vorstellungsgespräch also gar nicht erst so, als hätten Sie keine. Außerdem hat oder hätte ein Personaler, der die pure Perfektion von einem Bewerber erwartet und serviert bekommen möchte, seinen Job verfehlt.

Unser Ratschlag daher: Antworten Sie im Vorstellungsgespräch ehrlich, aber koppeln Sie die Ehrlichkeit an einen guten Vorsatz.

Sie dürfen also ruhig eine Schwäche offenbaren (so lange es nicht Trinksucht oder notorische Faulheit ist), aber sagen zugleich, wie Sie diese Schwäche in den Griff bekommen.

Beispiel:

Ich bin ehrlich gesagt immer ziemlich nervös, wenn ich jemanden anrufen muss, den ich nicht kenne. Und auch wenn Telefonieren hier nicht zu meinen Hauptaufgaben zählen wird, arbeite ich konsequent an diesem Problem.

Vorstellungsgespräch Fragen

Natürlich werden Sie nicht mit jeder einzelnen Frage konfrontiert. Aber wenn Sie diesen Fragenkatalog durchgehen und auf jede Frage eine gute Antwort finden, haben Sie gute Karten.

Das sind die häufigsten Fragen im Vorstellungsgespräch:

Gesprächsöffner

  • Warum haben Sie sich bei uns beworben?
  • Warum sollten wir Sie nehmen?
  • Was können Sie, was andere nicht können?
  • Erzählen Sie etwas über sich.

Motivation

  • Was wissen Sie über unser Unternehmen?
  • Und was über unsere Branche?
  • Warum sind Sie momentan arbeitslos?
  • Welche Ziele verfolgen Sie im Job?
  • Wie hoch war Ihr letztes Gehalt?
  • Welches Gehalt möchten Sie bei uns verdienen?
  • Würden Sie für die Stelle umziehen?

Persönlichkeit, Stärken und Schwächen

  • Wo liegen Ihre Stärken?
  • Wo liegen Ihre Schwächen?
  • Wie würden Ihre Kommilitonen Sie beschreiben?
  • Welche Ideen haben Sie schon umgesetzt?
  • Wovor haben Sie am meisten Angst?
  • Was war Ihr größter Fehler und wie sind Sie damit umgegangen?
  • Welche Charaktereigenschaften würden Sie sich wünschen?
  • Was mögen Sie an anderen Menschen nicht?
  • Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
  • Was war Ihr größter Erfolg außerhalb des Berufs?
  • Welchen großen Traum haben Sie im Leben?

Arbeitsweise

  • Woraus ziehen Sie Ihre Motivation?
  • Welche Tools und Techniken nutzen Sie?
  • Wie bauen Sie innerhalb eines Team Vertrauen auf?
  • Wie reagieren Sie, wenn Sie ein Nein als Antwort erhalten?
  • Wie kann ich mir Ihren Arbeitsstil vorstellen?
  • Wie gehen Sie mit Veränderungen um?
  • Welches Problem war für Sie zu schwer und was haben Sie dann getan?
  • Was möchten Sie im ersten Monat in Ihrem neuen Job schaffen?

Alle Fragen, alle Antworten!

Vorstellungsgespräch FragenSie wollen sich auf mögliche Fragen und Rückfragen im Vorstellungsgespräch so gut wie möglich vorbereiten? Hier sind alle weiterführenden Infos, die Sie dafür brauchen:

Vorstellungsgespräch Rückfragen

Ein wesentlicher Punkt im Vorstellungsgespräch ist es, Rückfragen zu stellen. Dies sollten Sie in jedem Fall beherzigen.

In der Rückfragen-Phase des Vorstellungsgesprächs haben Sie die Gelegenheit dazu. Der Interviewer wird Sie aller Voraussicht nach aktiv darum bitten. Nutzen Sie diese Chance unbedingt!

Ein guter Personaler erkennt an Ihren Rückfragen, wie professionell Sie sich vorbereitet haben, was Sie schon über das Unternehmen wissen und vielleicht sogar, welche Prioritäten Sie setzen.

Hier sind weitere Gründe, warum Sie im Vorstellungsgespräch immer (gute) Rückfragen stellen sollten:

  • Sie zeigen Interesse.
  • Sie zeigen, dass Sie vorbereitet sind.
  • Sie gewinnen mehr Informationen über den Job und das Unternehmen.
  • Sie unterstreichen Ihre Intelligenz.
  • Sie können das Gespräch führen.

Aber welche sind eigentlich gute Rückfragen? Zum Beispiel diese:

  • Was ist die größte Herausforderung in dieser Stelle?

    Erstens zeigt die Frage, dass Sie sich inhaltlich schon mit der Position befasst haben und auf der Suche nach Lösungen sind. Und zweitens kriegen Sie Wind – wenn Sie zwischen den Zeilen lesen – von möglichen Schwachstellen im Unternehmen. Sind Ihre Fähigkeiten und Stärken für die Stelle wirklich passend?

  • Warum ist die Position frei?

    Wenn es sich um eine neu geschaffene Position handelt, können Sie direkt mit einer Folgefrage anknüpfen: Warum wurde sie geschaffen? Wenn das Unternehmen wächst, konnte die Belegschaft die Arbeit womöglich nicht mehr bewältigen. Stressalarm! Sollte Sie aber schon länger frei sein, dann wurde der passende Kandidat ganz offensichtlich noch nicht gefunden. Warum nicht? Diese Frage können Sie dem Interviewer stellen – aber auch sich selbst.

  • Was zeichnet Ihre besten Mitarbeiter aus?

    So verlangen Sie vom Unternehmen eine Definition von Talent und Leistung. Und Sie wollen wissen, was der Arbeitgeber in Zukunft von Ihnen erwartet. Auch offenbart sich in der Antwort meist Erhellendes über die Unternehmenskultur.

Hier gibt’s 500 Euro für jeden Bewerber

Vorstellungsgespräch Kosten TippsGeld für ein Vorstellungsgespräch bekommen? Klingt nach einem schlechten Aprilscherz, ist aber die neue Masche der Deutschen Familienversicherung.

Das Versicherungsunternehmen aus Frankfurt sorgte Anfang 2020 für Aufsehen, weil es jedem Bewerber, der es ins Vorstellungsgespräch schaffte, Geld anbot. Für die Teilnahme am Bewerbungsgespräch gibt es 500 Euro, für die Teilnahme am Assessment Center 1.000 Euro und bei Einstellung sogar 5.000 Euro.

Das Unternehmen zeigte sich überzeugt, dass sich die Idee auf breiter Front durchsetzt. Immerhin können sich Unternehmen so den Umweg über Headhunter und Personalberater sparen, die ja auch nicht umsonst arbeiten.

Außerdem zeigt die Episode, dass sich der Arbeitsmarkt immer mehr zum Kandidatenmarkt entwickelt. Unternehmen wollen Bewerber überzeugen, nicht umgekehrt. Für Bewerber dürfte das Vorstellungsgespräch so seinen Schrecken endgültig verlieren…

Vorstellungsgespräch Kleidung

Zunächst mal: Das perfekte Outfit fürs Vorstellungsgespräch gibt es nicht. Es muss vielmehr zum Arbeitgeber passen.

In konservativen Branchen erscheinen Sie besser förmlich, in kreativen darf es ausgefallener sein. Aber vielleicht auch nicht, das hängt immer vom jeweiligen Unternehmen ab.

Diese Grundregeln sollten Sie in jedem Fall beachten:

  • Ihr Outfit sollte gepflegt sein, unabhängig von der Branche. Motto: Wer sich schlampig kleidet, arbeitet vermutlich auch so.
  • Das Outfit darf Ihre Individualität unterstreichen. Aber: Es geht mehr um die Frage, ob Sie zum Unternehmen passen. Achten Sie also eher auf Passgenauigkeit denn auf Individualität. Soll heißen: Passen Sie sich – ein Stück weit – an.

Profi-Tipp: Bringen Sie stets Ihre Bewerbungsunterlagen mit zum Vorstellungsgespräch – möglichst in mehrfacher Ausführung.

Die können Sie im Fall der Fälle aus dem Hut zaubern, sollte einer der Anwesenden seine Unterlagen vergessen haben.

Für Sie als Bewerber hat das nur Vorteile: Sie stellen Ihre Sorgfalt unter Beweis, sammeln Sympathiepunkte, hinterlassen einen geordneten Eindruck. Falls Sie die Kopien nicht benötigen, bleiben sie eben in der Tasche.

Vorstellungsgespräch Körpersprache

Sie können noch so überzeugend parlieren. Wenn Ihre Körpersprache im Vorstellungsgespräch negativ aus dem Rahmen fällt, schwinden Ihre Chancen auf den Job.

Und Ihr Körper redet immer – auch dann, wenn Ihr Mund verschlossen bleibt. Wenn Sie sich beispielsweise in Ihrer Haut unwohl fühlen, strahlen Sie das auch aus – und werden vielleicht genau daran scheitern.

Die nonverbalen Signale, die Sie im Vorstellungsgespräch aussenden, können der Hauptgrund für Ihr schlussendliches Aus sein. Laut Umfrage gefallen folgende Bewerber-Gesten Personalern im Vorstellungsgespräch überhaupt nicht – in dieser Reihenfolge:

  • Kein Blickkontakt
  • Kein Lächeln
  • Herumgezappel
  • Schlaffe Körperhaltung
  • Schlapper Händedruck
  • Verschränkte Arme
  • Herumgefummel im Gesicht oder Spielereien mit den Haaren
  • Fuchtelei mit den Händen

Die Körpersprache ist im Vorstellungsgespräch mitentscheidend. Sie beginnt in dem Moment, in dem der Bewerber das Firmengelände betritt und endet, wenn er es wieder verlassen hat.

Vorher und hinterher dürfen Sie so viele merkwürdige Bewegungen machen, wie Sie wollen, aber mittendrin sollten Sie sich zusammenreißen – wenn Sie den Job haben wollen.

Und noch ein Tipp: Seien Sie auch auf dem Weg zum Personalerbüro zu jedermann höflich und zuvorkommend. Es soll schon Personaler gegeben haben, die den Pförtner nach seinem Eindruck gefragt haben. War der Bewerber höflich, schnippisch oder gar herrisch?

Denken Sie daran, sich das Hemd rechtzeitig in die Anzughose zu stopfen, die Krawatte zu richten und die Bluse zurecht zu zupfen – und nicht erst, während Sie den Raum betreten, in dem das Vorstellungsgespräch stattfindet.

Dann stellen Sie sich höflich vor und bedanken sich für die Einladung zum Vorstellungsgespräch, aber setzen Sie sich noch nicht hin. Erst wenn Sie dazu aufgefordert werden.

Und: Behandeln Sie Ihre Gesprächspartner im Vorstellungsgespräch – sofern es um mehr als einen geht – gleichberechtigt. Das bedeutet konkret: Schauen Sie nacheinander alle an, wenn Sie antworten und kehren zum Schluss zu der Person zurück, die die Frage gestellt hat.

All das bringt Ihnen aber gar nichts, wenn Sie eine wesentliche Sache vergessen: Lächeln!

Lächeln Sie viel im Vorstellungsgespräch, das bringt Sympathiepunkte. Natürlich nicht unentwegt und so, dass es albern oder künstlich wirkt.

Schlechte Gesprächsthemen im Vorstellungsgespräch

Sie können im Vorstellungsgespräch viel über sich erzählen, gute Rückfragen stellen, sollten aber im Gegenzug auch den einen oder anderen Aspekt unter den Tisch fallen lassen.

Unter anderem diese:

  • Kündigung

    Manche Personaler fragen gezielt danach. Lügen sollten Sie dann zwar nicht, könnten eine Kündigung aber durchaus relativieren. Vielleicht wurden Sie ja tatsächlich Opfer von Sparmaßnahmen oder betriebsbedingten Kündigungen. Aktiv ansprechen aber sollten Sie eine Kündigung im Vorstellungsgespräch nicht. Warum auch?

  • Bezahlung

    Das liebe Geld – es umtreibt die Menschen wie kaum etwas anderes. Im Jobinterview aber sollten Sie die Bezahlung aussparen. Jedenfalls so lange, bis der Interviewer selbst darauf zu sprechen kommt. Wenn der neue Arbeitgeber Ihre Gehaltsvorstellungen abklopft, dann nennen Sie immer eine Spanne und keinen Einzelbetrag. Nennt der Arbeitgeber von sich aus das Gehalt, das er zu zahlen bereit ist, kommentieren Sie das nicht weiter, sondern nehmen es erst einmal nur zur Kenntnis. Vorsichtig nach Boni oder Dienstwagen können Sie aber ruhig fragen. Vor allem dann, wenn Ihnen das Angebot zu gering erscheint. Übereilt absagen aber sollten Sie auch dann nicht – Sie könnten es bereuen.

  • Privatleben

    Was Sie in Ihrer Freizeit treiben, ist Ihre Privatsache. Darum sollten Sie im Vorstellungsgespräch auch nicht darüber reden. Und außerdem: Punkte sammeln lässt sich auf diese Weise meist nicht. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Personaler die gleichen Vorlieben und Hobbys hat wie Sie, ist eher gering. Ausnahme: Sie haben ein Hobby, das Ihre Fähigkeiten für den Job perfekt unterstreicht.

  • Negative Erfahrungen

    Wenn Sie mit Ihrem Ex-Chef nicht auf einer Wellenlänge oder mit den Kollegen im Dauerclinch lagen – dann ist das nichts, worüber Sie im Vorstellungsgespräch reden sollten. Im besten Fall gelten Sie als Tratschtante, im schlimmsten Fall als jemand, der üble Nachrede betreibt. Stellen sie immer das Positive an Ihren früheren Jobs heraus. Schließlich wird ja Ihr künftiger irgendwann auch Ihr ehemaliger Arbeitgeber sein – und dann auch nicht wollen, dass Sie ihn schlechtreden.

Vorstellungsgespräch Fehler

Geheimnisse ausplaudern, alte Chefs schlechtreden, zu viel Belangloses erzählen – im Vorstellungsgespräch kann man viel falsch machen.

Aber Ihnen können auch dicke Patzer unterlaufen, wenn Sie nicht den Mund aufmachen. Nicht jeder Fehler im Interview ist ein verbaler. Diese drei Missgeschicke ersparen Sie sich bitte:

  1. Handy anlassen

    Keine Todsünde, aber unangenehm. Zeugt ein wenig von mangelhafter Vorbereitung. Wenn das Handy im Vorstellungsgespräch klingelt, dann heißt es flott: Entschuldigung sagen, Anruf wegdrücken und Handy ausschalten.

  2. Gestik unterschätzen

    Seien Sie Herr Ihrer Sinne – und Ihres Körpers. Bitte während des Vorstellungsgesprächs nicht die Arme verschränken, mit dem Fuß auf dem Boden tippeln oder an den Fingernägeln kauen. Ganz schlimm: Höhnisch lachen oder die Augen verdrehen – es drückt Arroganz aus. Übrigens gilt das auch für Jobinterviewer.

  3. Uhrzeit checken

    „Nichts wie raus hier!“ Dieses Signal senden Sie dem Personaler, wenn Sie auf die Uhr schauen. Faustregel fürs Vorstellungsgespräch: Niemals die Uhrzeit checken. Nicht aufs Handy schauen, nicht heimlich zur Wanduhr schielen. Sie sind gerne hier – der Blick zur Uhr drückt das Gegenteil aus.

Geheimtipp: Zweiten Termin nehmen!

Vorstellungsgespräch Tipps TermineWenn Ihnen der Personaler zwei Alternativtermine für das Vorstellungsgespräch anbietet, nehmen Sie den zweiten!

Juroren geben in Wettbewerben erwiesenermaßen besser Noten, je weiter der Wettbewerb voranschreitet. Achten Sie doch mal bei den Olympischen Spielen darauf: im Turnen, Wasserspringen oder Dressurreiten zum Beispiel.

Kein Wunder, denn man will sich schließlich noch Spielraum erhalten, Luft nach oben lassen. Dass dieser Effekt auch für Vorstellungsgespräch gilt, haben Psychologen herausgefunden.

Darum: Zweiten Termin nehmen, gründlich vorbereiten, vor Ort überzeugen – und den Traumjob bekommen. Wir wünschen viel Erfolg!

Vorstellungsgespräch beenden

Ein kluges deutsches Sprichwort lautet: Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben. Genauso verhält es sich auch im Vorstellungsgespräch.

Sie können einen fantastischen Eindruck hinterlassen haben, bis Sie im Abgang alles versauen. Das Vorstellungsgespräch ist erst gelaufen, wenn Sie den Raum verlassen haben.

Sie reichen Ihrem Gesprächspartner zum Schluss noch einmal die Hand (kräftiger Händedruck!), blicken ihm in die Augen und verabschieden sich höflich mit einem „Auf Wiedersehen“, das wörtlich so gemeint ist. Am besten bedanken Sie sich für das gute Gespräch (unabhängig davon, ob es der Wahrheit entspricht).

Dann noch dies: Aufrecht das Gebäude verlassen – und erst entspannen, wenn Sie außer Sichtweite sind. Dann können Sie sich nach Belieben ausschütteln, kräftig auspusten, seufzen, stöhnen oder einen Blick zurück werfen – aber bitte auch erst dann.

Was Sie sich überlegen können: Ob Sie am Ende des Gesprächs noch betonen, dass Sie die Stelle auch wirklich wollen. Damit signalisieren Sie Interesse, Willen, Selbstbewusstsein.

Aber Vorsicht: Wenn Sie dabei zu offensiv auftreten, kann es auch nach Bedürftigkeit klingen. Nach dem Motto: Bitte, lieber Personaler, gib’ mir den Job, ich brauche ihn unbedingt!

So könnten Sie sich ausdrücken:

Variante 1:

Das ist der Job, den ich ich haben möchte. Ich bin mir jetzt sicher. Kann ich noch etwas dafür tun, um Sie davon zu überzeugen, dass ch die beste Besetzung bin?

Variante 2:

…darum denke ich, dass ich die optimale Besetzung für diese Position wäre. Brauchen Sie noch weitere Informationen?

Variante 3:

Am liebsten würde ich schon nächste Woche bei Ihnen anfangen. Haben Sie noch Fragen an mich, die Ihre Entscheidung erleichtern könnten?

Variante 4:

Ich bin sehr an dieser Stelle interessiert. Wie kann ich Sie dazu bringen, mir ein Angebot zu machen?

Variante 5:

Sie kennen nun meine Stärken und Schwächen. Ich würde mich freuen, wenn ich für Sie arbeiten dürfte – und wenn Sie das auch wollen.

Variante 6:

Ich bin von der Stelle und Ihrem Unternehmen sehr angetan. Ich hoffe, bald eine positive Nachricht von Ihnen zu erhalten!

Dabei handelt es sich selbstverständlich nur um Formulierungsvorschläge. Was Sie zum Schluss sagen, sollte an den Inhalt des Vorstellungsgesprächs anknüpfen. Es muss passen.

Und klar ist auch: Sie sollten am Ende nur dann noch mal auf Ihr Interesse hinweisen, wenn Sie die Stelle tatsächlich haben wollen – und nicht, weil Sie glauben, man würde es so von Ihnen erwarten.

Nach dem Vorstellungsgespräch

Nach einem guten Vorstellungsgespräch wartet man erst einmal ab. Die Nervosität steigt von Tag zu Tag. Aber was, wenn sich das Unternehmen einfach nicht bei Ihnen meldet?

Abwarten und Tee trinken? Mehr bleibt Ihnen ja gar nicht übrig. Falsch! Sie müssen nicht im Wartemodus verharren, sondern können aktiv werden. Sie können an der einen oder anderen Stellschraube drehen, um den Bewerbungsprozess positiv zu beeinflussen oder zu beschleunigen.

Zum Beispiel so:

  • Dankesschreiben

    In anderen Ländern wie den USA gehört ein Dankesschreiben mittlerweile de-facto zu einer Bewerbung dazu. Wer sich bedankt, hat gleich mehrere Vorteile: Sie heben sich damit von anderen Bewerbern ab. Sie können den Gesamteindruck noch ein Stückchen zum Positiven verändern.

    Das können Sie einfach per E-Mail machen. Sie schreiben etwa, wie anregend Sie das Vorstellungsgespräch fanden und dass Sie weiterhin großes Interesse an der Position haben. Auch können Sie mögliche offene Fragen, die im Vorstellungsgespräch aufgeworfen wurden, beantworten.

    Bedanken Sie sich für die Aufmerksamkeit und freuen sich auf eine baldige Antwort – aber auf nicht mehr als einer halben Seite.

  • Fristen

    Vielleicht haben Sie vergessen, im Vorstellungsgespräch danach zu fragen. Dann tun Sie es jetzt!

    Haken Sie nach, wie lange der Bewerbungsprozess normalerweise dauert und wann Sie mit einer Entscheidung rechnen können.

    Sofern drei Werktage seit dem Vorstellungsgespräch verstrichen sind, können Sie sich auch telefonisch erkundigen. Besser, weil souveräner: eine Woche warten.

    Wenn Sie drei Wochen nach dem Vorstellungsgespräch immer noch nichts vom Unternehmen gehört haben, dürfen Sie ruhig ein wenig forscher auftreten. Wenigstens eine kurze Eingangsbestätigung können auch Sie als Bewerber erwarten.

    Bei allem Enthusiasmus sollten Sie dem Personaler nicht auf die Nerven gehen. Übertreiben Sie es also nicht.

  • Alternativen

    Was Sie nicht machen sollten: Alles auf eine Karte setzen. Das wäre unklug. Hören Sie sich also nach einem Vorstellungsgespräch weiter nach potenziellen Arbeitgebern und offenen Stellen um.

    So verlieren Sie keine Zeit und haben im besten Fall mehrere Angebote, aus denen Sie auswählen können. Nehmen Sie also weiterhin Einladungen zu Vorstellungsgesprächen an und schreiben auch weiterhin Bewerbungen.

    Ihre Chancen auf den Traumjob werden dadurch definitiv nicht sinken.

  • [Bildnachweis: Gutesa by Shutterstock.com]

Bewerbung Praktikum: Muster, Vorlage, Aufbau und Tipps

Bewerbung Praktikum Vorlage Beispiel Tipps

Bewerbung Praktikum: Das Praktikum kann ein Türöffner sein oder einfach nur eine nette Referenz im Lebenslauf. Aber dazu muss man den Praktikumsplatz erst einmal bekommen. Und das ist nicht immer ganz einfach. Die Unternehmen wollen all ihre Stellen bestmöglich besetzen – dazu zählen auch die Praktikantenstellen. Damit die Bewerbung für ein Praktikum gelingt, sollten Bewerber folgende Punkte beachten…

Bewerbung Praktikum Muster und Vorlagen

Max Mustermann
Beispielstr. 99
12345 Musterhausen
Telefon: 01234 / 56 78 90
E-Mail: m.mustermann@blog.de

Unternehmen ABC
Weg 555
98765 Stadt

XX.XX.XXXX (Datum)

Bewerbung für ein Praktikum im Einzelhandel

Sehr geehrter Herr Personaler,

auf der Jobbörse Karrieresprung.de bin ich auf Ihre Stellenausschreibung für ein Praktikum im Einzelhandel aufmerksam geworden. Die vielfältigen Tätigkeitsbereiche Ihres Unternehmens haben meinen Wunsch verstärkt, bei Ihnen ein Praktikum zu absolvieren.

Serviceorientiertheit und ein freundliches Wesen sind in dieser Branche von großer Bedeutung. Der Umgang mit Menschen und Verkaufsberatung liegen mir. Damit habe ich bereits in den Ferien im Markt meines Onkels reichhaltige Erfahrungen gesammelt.

Dort habe ich nicht nur die Kunden bedient, sondern auch kassiert, die Produkte ein- und ausgeräumt und bei der Inventur geholfen. Mein Herz aber schlägt für die Mode. Im Rahmen meines Praktikums zur Berufsorientierung möchte ich daher mein Schülerpraktikum gerne bei Ihnen absolvieren.

Als führendes Modehaus in der Region genießen Sie einen ausgezeichneten Ruf, den ich mit meinen Erfahrungen im Kundenkontakt gerne noch weiter ausbauen würde. Derzeit besuche ich die zehnte Klasse des Mark-Zuckerberg-Gymnasiums in Netzstadt. Nach dem Abitur plane ich, das Studium der Betriebswirtschaft aufzunehmen.

Ich freue mich sehr, schon bald mit Motivation und Begeisterung zum Erfolg Ihres Unternehmens beizutragen und freue mich über eine Einladung zum Vorstellungsgespräch.

Herzliche Grüße aus Musterhausen
Max Mustermann (Unterschrift)

Hier einige Vorlagen für Ihre Praktikumsbewerbung zum Download:

  • Bewerbung Praktikum Social Media als WORD-Dokument
  • Bewerbung Praktikum Social Media als PDF
  • Bewerbung Praktikum Studium als WORD-Dokument
  • Bewerbung Praktikum Studium als PDF

Bewerbung Praktikum Aufbau

Eine Praktikumsbewerbung ist prinzipiell genauso aufgebaut wie jede andere Bewerbung. Inhaltlich gehören hinein:

  • Anschreiben
  • Tabellarischer Lebenslauf mit Unterschrift
  • Anlagen (Schulzeugnisse, Arbeitszeugnisse, Zertifikate)

Die Kirsche auf der Torte wäre ein persönliches Empfehlungsschreiben, zum Beispiel von Ihrem Lehrer, Professor oder einem ehemaligen Arbeitgeber. Wenn Sie einen glaubwürdigen Fürsprecher haben, erhöht das die Chancen Ihrer Praktikumsbewerbung.

Und unterschätzen Sie die formellen Aspekte nicht. Einheitliche Schriftarten in der Bewerbung und ein durchgängiges Design vermitteln dem Unternehmen Genauigkeit und Sorgfalt. Achten Sie darauf!

Lassen Sie die am Ende die Rechtschreibung und Grammatik in Ihrer Praktikumsbewerbung unbedingt noch einmal prüfen – von Eltern, Geschwistern, Freunden, Kommilitonen oder der Rechtschreibprüfung Ihres Textverarbeitungsprogramms. Und versuchen Sie, das Bewerbungsanschreiben individuell auf den jeweiligen Arbeitgeber anzupassen. Keine Massenware!

Am Ende erwähnen Sie, dass Sie sich über eine Einladung zum Vorstellungsgespräch sehr freuen würden.

Anschreiben Bewerbung Praktikum

Das Anschreiben ist für jeden Praktikumsbewerber eine Herausforderung. Was Sie prinzipiell nicht tun sollten: Die wichtigsten Stationen Ihres tabellarischen Lebenslaufes im Anschreiben nacherzählen. Unnötiger Ballast! Zumal Sie als Praktikant vermutlich noch gar nicht über allzu viel Berufserfahrung verfügen dürften.

Darum lautet die Devise: Motivation herausstellen! Warum wollen Sie gerade in diesem Unternehmen ein Praktikum absolvieren? In dieser Branche, in diesem Fachbereich, in dieser Position? Dabei sollten Sie Ihre Neugier herausstellen, Lernwillen, Motivation und Einsatzbereitschaft.

Machen Sie sich folgendes klar: Das Unternehmen ist kein Wohlfahrtsverein (es sei denn, Sie bewerben sich bei einem). Es würde gerne einen Vorteil davon haben, wenn es Sie als Praktikanten einstellt. Eine Arbeitserleichterung, neue Ideen, frischen Wind. Machen Sie im Praktikumsanschreiben klar, dass Sie gewillt sind, genau das beizutragen.

Falls es eine Ausschreibung für die Praktikumsstelle gibt, dann lesen Sie sie sorgfältig durch. Gehen Sie auf die Punkte ein, die dort genannt werden und wiederholen Sie auch ruhig Schlüsselbegriffe.

Anschreiben Bewerbung Praktikum – so ist es aufgebaut:

  • Kontaktdaten des Absenders
  • Kontaktdaten des Empfängers
  • Ort, Datum
  • Betreffzeile (z.B. Bewerbung für ein Praktikum als Altenpfleger)
  • Anrede (z.B. Sehr geehrte Frau Weber)
  • Einleitung (Warum wollen Sie die Praktikumsstelle?)
  • Hauptteil (Welche Kompetenzen bringen Sie mit?)
  • Schlussteil (z.B. Über eine Einladung zum Vorstellungsgespräch würde ich mich freuen)
  • Grußformel (z.B. Herzliche Grüße nach Hamburg)
  • Unterschrift
  • PS (bei Bedarf)

Bewerbungsanschreiben Praktikum Tipps

Wichtig: In jeder Stellenausschreibung gibt es Kann-Anforderungen und Muss-Anforderungen. Die Muss-Anforderungen sind die entscheidenden – auch in einer Praktikumsbewerbung. Hat sie der Bewerber nicht, ist er draußen.

Bei den Kann-Anforderungen dagegen wäre es nur schön, sie zu haben – eine Voraussetzung sind sie nicht. Für Sie als Praktikumsbewerber ist es wichtig, die Kann- und Muss-Anforderungen zunächst aus der Stellenanzeige richtig herauszulesen.

Ihr Vorteil: An Praktikanten sind die Anforderungen gewöhnlich nicht so hoch wie an Vollzeitbeschäftigte. Aber in vielen Unternehmen sind selbst Praktikumsstellen heiß begehrt – und locken unzählige Konkurrenten an. Nicht unterschätzen!

Beispiele für Muss-Anforderungen: der Führerschein, sofern eine Mitarbeit ohne Führerschein nahezu unmöglich ist. Wenn in der Anzeige dagegen wörtlich „wünschenswert“ oder „idealerweise bringen Sie mit“ steht, dann handelt es sich um eine Kann-Anforderung. Sie können (und sollten) sich trotzdem bewerben, auch wenn Sie die genannte Anforderung nicht erfüllen.

Bewerbung Praktikum – Pluspunkte bringen:

  • andere, idealerweise ähnliche Praktika
  • ehrenamtliches Engagement
  • besondere Fähigkeiten und EDV Kenntnisse, z.B. Programmier- oder SAP-Skills
  • Fremdsprachenkenntnisse, z.B. sehr gute Englischkenntnisse oder die Beherrschung einer außergewöhnlichen Fremdsprache

Klar ist auch, dass nicht jede Fähigkeit in jedem Praktikum von Nutzen ist. Konzentrieren Sie sich auf die Fähigkeiten, die im entsprechenden Unternehmen gefragt sind.

Und legen Sie viel Wert auf Soft Skills. Niemand will einen Praktikanten einstellen, der sich im Nachhinein als Querulant entpuppt. Stellen Sie heraus, dass Sie eine Bereicherung für das Unternehmen darstellen würden, weil sie belastbar, kreativ, flexibel und motiviert sind.

Speziell für Praktikumsbewerber, die aufgrund ihrer fehlenden Berufserfahrung noch über wenig Hard Skills verfügen, sind Soft Skills im Praktikumsanschreiben Gold wert.

Bewerbung Praktikum Lebenslauf

Das grundlegende Problem ist: Gerade junge Menschen haben meist noch nicht so viele Stationen und Kenntnisse gesammelt. Wie also den Lebenslauf füllen?

Zunächst mal ist das kein Grund zur Beunruhigung. Von Praktikumsbewerbern wird kein üppiger Lebenslauf erwartet. Im Gegenteil, den Personalern ist sehr wohl bewusst, dass Sie noch am Anfang Ihrer beruflichen Laufbahn stehen. Ein prall gefülltes Dokument könnte da fast schon verdächtig erscheinen.

Ihr Lebenslauf muss also nicht lang sein – aber sauber und übersichtlich sollte er auf jeden Fall sein. Er ist optimalerweise so aufgebaut, dass Sie mit den aktuellen Stationen beginnen und sich chronologisch nach hinten arbeiten.

Bewerbung Praktikum – diese Elemente gehören zwingend in Ihren Lebenslauf:

  • Persönliche Daten: Vorname, Nachname, Geburtstag, Geburtsort, aktuelle Adresse
  • Kontaktinformationen: Telefonnummer, Mobilnummer, E-Mail-Adresse (evtl. sogar Skype)
  • Werdegang: Besuchte Schulen und erworbene Abschlüsse
  • Fähigkeiten: EDV-Kenntnisse, Sprachkenntnisse, belegte Kurse oder Seminare
  • Interessen und Hobbys
  • Ort, Datum und Unterschrift

Angaben zu Ihren Eltern oder Geschwistern sind in der Bewerbung für ein Praktikum dagegen völlig überflüssig. Ob Ihr Vater Oberstudienrat oder Sachbearbeiter ist oder war, spielt keine Rolle.

Was dagegen relevant ist: Ihre Lieblingsfächer in der Schule. Falls Sie sich für ein Schülerpraktikum bewerben und Ihre liebsten Fächer einen Bezug zum Praktikumsplatz haben, dann geben Sie sie unbedingt an.

Das gilt auch für Interessen, Hobbys und andere Freizeitbeschäftigungen. Je besser Sie zum Unternehmen und zur Stelle passen, desto größer Ihre Chancen auf den Praktikumsplatz.

Bewerbung Praktikum Berufserfahrung

Von Praktikanten erwartet man normalerweise keine umfassende Vorbildung. Das kann bei sehr begehrten Stellen bei renommierten Arbeitgebern durchaus anders sein. Aber auch kleine und mittelgroße Unternehmen verlangen von Praktikanten mitunter langjährige Berufserfahrung.

Das können Sie ignorieren und sich trotzdem bewerben. Sie können aber auch von einer Bewerbung für ein Praktikum absehen. Denn manchmal liegt der Verdacht nahe, man will sich mit dem Praktikanten lediglich eine hochqualifizierte Billigkraft ins Haus holen. Das ist im Übrigen bei Trainee-Stellen manchmal ganz ähnlich.

Wägen Sie also gut ab. Als Faustregel gilt: Große Unternehmen erwarten mehr als kleine – auch von ihren Praktikanten. Sollte eine Drei-Mann-Agentur zu hohe Ansprüche haben, dann sagen Sie lieber ab. Als Praktikant sind Sie ein Lehrling, der zwar gerne wichtige Aufgaben und Verantwortung übernimmt, aber keine reguläre Arbeitskraft ersetzt.

Bewerbung Praktikum Motivation

Ein Praktikum kann man aus ganz unterschiedlichen Motiven heraus absolvieren. Werden Sie sich zunächst über Ihr Motiv klar, bevor Sie Ihre Praktikumsbewerbung in Angriff nehmen. Wollen Sie…

  • in einen bestimmten Beruf hineinschnuppern?
  • wertvolle Referenzen für den Lebenslauf sammeln?
  • einen Fuß in die Tür eines bestimmten Arbeitgebers bekommen?
  • die Vorarbeit für eine spätere Übernahme leisten?

Ansprüche und Anforderungen an ein Praktikum unterscheiden sich je nach Ausgangssituation. Auch kommt es darauf an, mit welchen Vorzügen Sie selbst als Bewerber wuchern können.

Als Schüler, der ein Schülerpraktikum absolvieren wil, haben Sie noch kaum Berufserfahrung. Das gilt auch für Studienanfänger, die dementsprechend während des Praktikums auch noch nicht mit den verantwortungsvollsten Aufgaben betraut – und nicht so gut bezahlt werden.

Dies ist bei Hochschulabsolventen mit Vorerfahrungen schon ganz anders. Hier dürfen Sie als Praktikant mehr verlangen – sowohl in Hinsicht auf Ihre Aufgaben als auch auf die Vergütung.

Bewerbung Praktikum Tipps

Grundsätzlich unterscheidet sich die Bewerbung für ein Praktikum nicht von der für eine reguläre Stelle. Anschreiben und Lebenslauf sollten Sie in beiden Fällen sehr genau und sorgfältig verfassen.

Immerhin gilt der Mindestlohn mittlerweile auch – mit Ausnahmen – für Praktikanten. Die Unternehmen sind also auch in Hinsicht auf ihre Praktikanten anspruchsvoll, wollen die besten Bewerber für sich gewinnen – sie kosten ja jetzt mehr Geld.

Tipp: Bewerben Sie sich bitte nicht für irgendein Praktikum im Unternehmen, sondern immer für ein spezielles. Entweder für genau das Praktikum, das ausgeschrieben wurde oder für genau DAS Praktikum in Ihrer Wunschabteilung in Ihrer Wunschposition. Das macht es auch dem Personaler leichter, Sie einzusortieren.

Schülerpraktikum Bewerbung

Praktikum Bewerbung SchülerpraktikumMan muss es nicht komplizierter machen, als es ist. Denn zur Wahrheit gehört auch: Viele Praktika werden ausschließlich über Vitamin B vergeben und über nichts anderes. Wenn Ihr Vater einen kennt, der in Unternehmen XY in der Personalabteilung arbeitet, könnte das schon die Eintrittskarte sein.

Speziell Schüler, die ein Schülerpraktikum absolvieren wollen, müssen nicht gleich einen Bewerbungsmarathon hinlegen. Gehen Sie im Unternehmen vorbei, an dem Sie interessiert sind, oder rufen Sie einfach mal an – und fragen ganz unverbindlich nach, ob grundsätzlich die Möglichkeit auf ein Praktikum besteht.

Aber nicht vergessen: Der erste Eindruck zählt! Wenn Sie eloquent auftreten und nicht gerade einen Jogginganzug überstreifen, dann werden Sie eher als Bereicherung angesehen – und in eine freie Stelle vermittelt.

Bewerbung Praktikum Stellen

Bevor Sie sich für eine Praktikumsstelle bewerben, sollten Sie ein wenig Recherche betreiben. In Arbeitgeberbewertungsportalen erfährt man, wie gut Unternehmen mit ihren Praktikanten umgehen und ob sich ein Praktikum wirklich lohnt, zum Beispiel auf…

  • Glassdoor
  • Kununu

Vielleicht können Sie über Xing und Linkedin sogar Kontakt zu ehemaligen Praktikanten aufnehmen und sie nach ihren Erfahrungen fragen. Verlassen Sie sich in keinem Fall nur auf die Erfahrungsberichte von Ex-Praktikanten auf der Unternehmenshomepage. Logisch, dass dort nur gutmeinende Stimmen zu Wort kommen.

Wenn sie einen Wunscharbeitgeber haben sollten, schauen Sie auf dessen Karriereseite nach Praktikumsstellen – oder fragen Sie ihn unverbindlich via Facebook oder Twitter danach. Signalisiert er Ihnen Möglichkeiten, können sie sich direkt dort bewerben.

Viele Praktikumsstellen finden Sie auch hier bei Karrieresprung in unserer Jobbörse.

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Aufhebungsvertrag: Alle Vorteile, Nachteile, Tipps und Muster

Der Aufhebungsvertrag kann ein Ausweg sein, aber auch eine Falle. Mit seiner Hilfe ist es Arbeitnehmern möglich, schnell aus dem Arbeitsvertrag herauszukommen. Das kann erforderlich sein, wenn man zügig eine neue, lukrativere Stelle antreten will. Für Arbeitgeber ist der Aufhebungsvertrag die vermeintlich bessere Alternative zur Kündigung. Beide Seiten sollten aber genau abwägen, bevor sie den Aufhebungsvertrag unterzeichnen…

Aufhebungsvertrag Definition: Was ist das?

Ein Aufhebungsvertrag ist eine Vereinbarung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer, mit der beide Parteien die Beendigung ihres Arbeitsverhältnisses regeln. Ein Aufhebungsvertrag unterscheidet sich von einer Kündigung vor allem dadurch, dass er in gegenseitigem Einverständnis geschlossen wird.

Mit dem Aufhebungsvertrag können zum Einen Kündigungsfristen umschifft werden, zum Anderen bedarf es keines triftigen Grundes. Das ist bei einer Kündigung in den allermeisten Fällen anders. Wer beispielsweise einen Arbeitnehmer fristlos vor die Tür setzen will, benötigt sogar schwerwiegende Gründe, um eine Kündigung durchsetzen zu können.

Profitieren können von einem Aufhebungsvertrag aber wohlgemerkt beide Seiten, Arbeitnehmer wie Arbeitgeber.

Diese Aspekte sind wichtig:

  • Kündigungsfristen

    An die gesetzlichen Kündigungsfristen muss sich ein Aufhebungsvertrag nicht halten. Man kann den Zeitpunkt, an dem das Arbeitsverhältnis endet, frei wählen bzw. verhandeln. Somit kann die Kündigungsfrist auch verkürzt oder verlängert werden. Denkbar, dass das Arbeitsverhältnis durch den Aufhebungsvertrag mit sofortiger Wirkung beendet wird.

  • Begründung

    Ohne gute Gründe ist die Kündigung eines Mitarbeiters oft unmöglich. Bei einem Aufhebungsvertrag ist eine Begründung unnötig, da dieser einvernehmlich geschlossen wird. Der Betriebsrat ist ebenfalls nicht involviert. Er muss nur bei einer Kündigung hinzugezogen werden. Der Aufhebungsvertrag ist also eine Möglichkeit, um ein unerwünschtes Arbeitsverhältnis ohne jeglichen Grund zu einem Wunsch-Zeitpunkt zu beenden.

  • Kündigungsschutz

    Der gesetzliche Kündigungsschutz greift bei einem Aufhebungsvertrag nicht. Das kann speziell für den Arbeitgeber sehr vorteilhaft sein. Schließlich sind manche Mitarbeiter schwieriger zu kündigen als andere, zum Beispiel Mitglieder des Betriebsrats oder solche mit einem Handicap. Durch einen Aufhebungsvertrag können Arbeitgeber den besonderen Kündigungsschutz, den diese genießen, umgehen.

Aufhebungsvertrag Vorteile

Der Zeitfaktor ist von besonderer Bedeutung. Bei einer Kündigung können von deren Einreichung bis zum letzten Arbeitstag Ewigkeiten vergehen.

Das ist aber nicht der einzige Vorteil eines Aufhebungsvertrags. Er kann Unternehmen auch einen langwierigen Prozess vor dem Arbeitsgericht ersparen. Viel kostengünstiger und einfacher wäre es da doch, sich außergerichtlich zu einigen. Beim Aufhebungsvertrag handelt es sich de facto um einen Vergleich, wie man ihn auch aus Gerichtsprozessen kennt.

Für den Arbeitnehmer wiederum ist eine Aufhebung des Vertrags die oftmals beste Möglichkeit, um schnell aus einem Arbeitsvertrag herauszukommen. Das kann attraktiv sein, wenn man eine lukrative Stelle antreten will, die unverzüglich besetzt werden soll.

Ein anderes Szenario: Ein Auszubildender, der merkt, dass er den falschen Beruf gewählt hat oder sich am Arbeitsplatz extrem unwohl fühlt, kommt so am schnellsten aus seinem Vertrag. Nicht jeder Fehlgriff kristallisiert sich schon in der Probezeit heraus. Manchmal braucht man dafür etwas länger.

Konfliktscheue Menschen sollten sich aber hüten, vorschnell einen Aufhebungsvertrag zu unterschreiben. Denn das Klischee besagt, dass Arbeitgeber unliebsame Angestellte mit seiner Hilfe ruckzuck vor die Tür setzen und am besten noch über den Tisch ziehen wollen. Das ist in vielen Fällen auch tatsächlich so. Aber längst nicht immer.

Hier noch mal auf einen Blick die größten Vorteile des Aufhebungsvertrags aus Arbeitnehmersicht:

  • Der Arbeitnehmer kann ohne Kündigungsfrist schnell eine neue Stelle antreten.
  • Er kann ohne Wartezeit einer für ihn unerträglichen Situation am Arbeitsplatz entkommen.
  • Der Arbeitnehmer kann den Aufhebungsvertrag aktiv mitgestalten.
  • Er kann eine Abfindung aushandeln, wenngleich kein Anspruch darauf besteht.
  • Durch einen Aufhebungsvertrag geht er einer verhaltensbedingten oder außerordentlichen Kündigung aus dem Weg.

Aufhebungsvertrag Nachteile

Nicht immer ist der Aufhebungsvertrag einer Kündigung überlegen. Arbeitnehmer sollten genau abwägen, welche die für sie bessere Alternative ist.

Das sind die größten Nachteile eines Aufhebungsvertrags:

  • Arbeitnehmer riskieren eine Sperrzeit beim Arbeitslosengeld.
  • Der gesetzliche Kündigungsschutz greift für sie nicht.
  • Für Schwangere oder Schwerbehinderte gilt der besondere Kündigungsschutz nicht.
  • Eine Anhörung durch den Betriebsrat findet nicht statt.
  • Versorgungsanwartschaften aus der betrieblichen Altersversorgung könnten entfallen.
  • Der Aufhebungsvertrag kann nicht wieder rückgängig gemacht werden (es sei denn, es wurde ein Widerrufsrecht vereinbart).

Aufhebungsvertrag Inhalt

Diese Punkte sollten im Aufhebungsvertrag festgehalten sein:

  • Beendigungsdatum des Arbeitsvertrags

    Das Arbeitsverhältnis kann per Aufhebungsvertrag mit sofortiger Wirkung beendet werden. Eine Frist ist aber genauso möglich.

  • Grund für die Beendigung

    Für Arbeitnehmer ist die Angabe eines Grundes wichtig, um eine Sperrfrist seitens der Arbeitsagentur abzuwenden.

  • Abfindung und Höhe der Abfindung

    Ein Anspruch besteht für Arbeitnehmer zwar nicht, aber je besser ihre Verhandlungsposition, desto größer die Chance auf eine (hohe) Abfindung.

  • Betriebliche Altersversorgung

    Arbeitnehmer sollten per Aufhebungsvertrag verhindern, dass Versorgungsanwartschaften entfallen.

  • Freistellung

    In der Regel wird der Arbeitnehmer nach Abschluss eines Aufhebungsvertrages sofort freigestellt. Er kann per widerruflicher Freistellung aber auch dazu verpflichtet werden, im Notfall doch wieder arbeiten zu müssen.

  • Urlaubsansprüche

    Falls der Arbeitnehmer noch über Resturlaub verfügt, kann er ihn weiterhin in Anspruch nehmen oder ihn sich auszahlen lassen.

  • Sonderzahlungen

    Entweder werden Sonderzahlungen wie Weihnachtsgeld und Urlaubsgeld für das laufende Jahr noch gezahlt oder der Arbeitnehmer verzichtet darauf – gegen eine Entschädigung.

  • Dienstwagen/Diensthandy

    Hier geht es um die Frage, ob und wie lange der Arbeitnehmer Dienstwagen und Diensthandy noch nutzen darf.

  • Arbeitszeugnis

    Es ist denkbar, ein komplett ausformuliertes Arbeitszeugnis in den Aufhebungsvertrag aufzunehmen. Arbeitnehmer sollten zumindest die Gesamtnote verhandeln und hineinschreiben lassen.

  • Wettbewerbsverbote

    Der Aufhebungsvertrag könnte sie vorsehen, um einen Wechsel zur Konkurrenz zu verhindern. Dafür muss der Arbeitgeber aber eine sogenannte Karenzentschädigung zahlen.

  • Ausgleichsklausel

    Darin erklären die Parteien, dass keinerlei Ansprüche mehr gegeneinander bestehen, sondern alle Ansprüche durch den Abschluss des Aufhebungsvertrags abgegolten sind.

  • Widerrufsrecht

    Es ist möglich, einer Partei ein Widerrufsrecht vom Aufhebungsvertrag zuzugestehen.

Daneben gibt es noch weitere Aspekte, die im Einzelfall in den Aufhebungsvertrag aufgenommen werden könnten bzw. sollten. Dazu zählen:

  • Rückzahlungspflichten aus einem Arbeitgeber-Darlehen
  • Erstattung von Rechtsanwaltskosten für die Prüfung und/oder Ausarbeitung des Aufhebungsvertrags
  • Erstattung von Ausbildungskosten
  • Regelungen über mögliche Patente und Erfindungen des Arbeitnehmers
  • Wiedereinstellungsklausel
  • Klagerücknahme, sofern eine Klage bereits erhoben wurde

Aufhebungsvertrag Arbeitszeugnis

Dieser Punkt ist wichtig: Bestehen Sie darauf, ein sehr gutes Arbeitszeugnis ausgestellt zu bekommen. Das können Sie insbesondere dann, wenn von Ihrem Arbeitgeber die Initiative ausgeht und er Ihren Vertrag vorzeitig beenden will. Wenn er zum Beispiel unter Zeitdruck steht, dann verfügen Sie über relativ viel Verhandlungsmasse.

Im Endeffekt erhalten Sie dann nicht nur ein qualifiziertes, sondern ein sehr positives Arbeitszeugnis. Das kann sich in Ihrem weiteren Berufsleben noch auszahlen.

Einen Anspruch darauf haben Sie selbstverständlich nicht – es ist von Ihrem Verhandlungsgeschick und Ihrer Verhandlungsposition abhängig, ob das Arbeitszeugnis Bestandteil des Aufhebungsvertrags wird. Andererseits wird kein Arbeitgeber den gemeinsamen Deal wegen eines Arbeitszeugnisses scheitern lassen. Gehen Sie also mutig voran.

Aufhebungsvertrag Abfindung

Der Abfindung gewürzte Aufhebungsvertrag ist ein Dokument, das Arbeitgeber relativ gerne entgegennehmen. So lassen sich Kündigungsschutz, Sozialauswahl und Betriebsrat umgehen. Der Deal ist klar: Geld gegen Weggang! In der Regel beträgt die Höhe der Abfindung zwischen 0,25 und 0,5 Brutto-Monatsgehältern pro Jahr der Beschäftigung.

Einen Rechtsanspruch auf eine Abfindung haben Sie als Arbeitnehmer aber wohlgemerkt nicht. Es sei denn, sie ist in Ihrem Tarif- oder Arbeitsvertrag oder Sozialplan festgeschrieben.

Darum ist die Verlockung für viele groß, den Vertrag zu unterschreiben. Das Geld kann ein schmackhafter Köder sein – und es hilft im Zweifel, die nächste Zeit zu überbrücken. Wägen Sie aber ganz genau ab, ob Sie mit dem Geld wirklich besser fahren.

Aufhebungsvertrag Sperrzeit

Wenn Sie einen Aufhebungsvertrag unterschreiben, wertet die Arbeitsagentur dies als freiwillige Aufgabe eines sicheren Arbeitsplatzes. Das hat in der Regel eine zwölfwöchige Sperrzeit zur Folge, während der der Ex-Arbeitnehmer keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld hat.

Der Anspruch kann sogar noch weiter verkürzt werden. Sollte der Arbeitnehmer für mehr als zwölf Monate ALG erhalten, reduziert sich sein Anspruch um ein Viertel der Anspruchsdauer. So bleiben von 24 Monaten ALG-Anspruch am Ende nur noch 18 Monate übrig. Davon werden zwölf Wochen am Anfang und der Rest am Ende gestrichen.

Die Sperre ist allerdings nicht zulässig, wenn der Arbeitnehmer ohnehin seine Stelle verloren hätte – zum Beispiel durch eine betriebsbedingte Kündigung – und wenn er der Kündigung mit dem Aufhebungsvertrag nur zuvorgekommen ist. Darum ist es wichtig, einen wichtigen Grund (z.B. betriebliche Veränderungen) in den Aufhebungsvertrag aufzunehmen. Dadurch kann die Sperrzeit umgangen werden.

Und: Wenn der Anspruch auf Arbeitslosengeld ruht, ist der Arbeitnehmer durch die Arbeitsagentur nicht kranken- oder rentenversichert. Dafür hat er selbst Sorge zu tragen. Zudem müssen Sie auf Ihre Abfindung Lohnsteuer zahlen. Für Abfindungen gilt allerdings ein ermäßigter Steuersatz.

Wann der Vertrag unwirksam ist

Einen Aufhebungsvertrag sollten Sie niemals spontan unterschreiben. Und drängen lassen sollten Sie sich ebenfalls nicht. Übt der Arbeitgeber Druck auf Sie aus, einen Aufhebungsvertrag zu unterzeichnen, wäre dieser sogar unwirksam – wegen Überrumpelung. Bedenken Sie: Niemand kann Sie zwingen, einen Aufhebungsvertrag zu unterschreiben!

Weil der Aufhebungsvertrag für sie aber so attraktiv ist, setzen ihn viele Unternehmen auf unredliche Weise ein. Sie versuchen, einen unerwünschten Mitarbeiter im Schongang zu entsorgen. Bei Ihnen als Arbeitnehmer sollten die Alarmglocken klingeln, wenn…

  • der Arbeitgeber Druck aufbaut

    Beispiel: Das Angebot ist für drei Tage gültig, aber keinen Tag länger. Lassen sie sich auf derartige Spielchen gar nicht erst ein.

  • der Arbeitgeber Drohungen ausspricht

    Wenn Sie das Angebot nicht annehmen, verklagen wir Sie. Oder: Dann machen wir Ihnen das Leben hier zur Hölle. Drohungen, egal welcher Art, gehören nicht zum Vorspiel eines Aufhebungsvertrages. Das ist unanständig, unseriös und kann vor Gericht zum Widerruf des Aufhebungsvertrags führen.

Außerdem muss Aufhebungsvertrag stets schriftlich auf Papier fixiert werden. Nicht bindend ist eine mündliche Vereinbarung — auch dann nicht, wenn sie unter Zeugen geschlossen wurde. Ebenfalls nicht bindend ist eine schriftliche Vereinbarung per Fax, E-Mail oder SMS. Setzen Sie also auf eine formell saubere Lösung: auf den guten alten Vertrag auf Papier.

Was möglich ist: Der Vertrag kann statt des Arbeitgebers von einem Prokuristen oder einem Mitarbeiter der Personalabteilung unterzeichnet werden.

Aufhebungsvertrag Formulierungen

Wir haben die wichtigsten Aspekte, die in einem Aufhebungsvertrag geregelt sein sollten, für Sie zusammengestellt – mit Formulierungsbeispielen. Das sind sie:

  1. Beendigung des Arbeitsverhältnisses

    Hier­mit heben die Parteien das zwi­schen ih­nen be­ste­hen­de Ar­beits­ver­hält­nis zur Ver­mei­dung ei­ner an­sons­ten un­aus­weich­li­chen, vom Ar­beit­ge­ber aus­zu­spre­chen­den or­dent­li­chen Kün­di­gung aus be­trieb­li­chen Grün­den ein­ver­nehm­lich zum TT.MM.JJJJ auf. Die im Fal­le ei­ner Kün­di­gung durch den Ar­beit­ge­ber ein­zu­hal­ten­de or­dent­li­che Kün­di­gungs­frist ist mit diesem Austrittsdatum ge­wahrt.

  2. Freistellung

    Der Arbeitgeber stellt den Arbeitnehmer ab dem TT.MM.JJJJ bis zur Beendigung des Arbeitsverhältnisses unwiderruflich frei. Die Vertragsparteien sind sich darüber einig, dass mit der unwiderruflichen Freistellung etwaige Urlaubs- und Freizeitausgleichsansprüche abgegolten sind.

  3. Gehalt

    Der Arbeitgeber zahlt dem Arbeitnehmer bis zur Beendigung des Arbeitsverhältnisses das ihm zustehende reguläre Gehalt in Höhe von 0000,00 Euro brutto pro Monat.

  4. Abfindung

    Als Ausgleich für den Verlust des Arbeitsplatzes erhält der Arbeitnehmer eine Abfindung in Höhe von 0000,00 Euro brutto. Der Anspruch auf Abfindung entsteht mit Abschluss dieser Vereinbarung und ist ab diesem Zeitpunkt vererblich. Fällig und zahlbar ist die Abfindung zum Zeitpunkt der Beendigung des Arbeitsverhältnisses.

  5. Zeugnis

    Der Arbeitgeber erteilt dem Arbeitnehmer zum Zeitpunkt der Beendigung des Arbeitsverhältnisses ein qualifiziertes Zeugnis mit der üblichen Dankes- und Bedauernsformel und der zusammenfassenden Leistungsbeurteilung „gut“.

  6. Firmeneigentum

    Der Arbeitnehmer ist verpflichtet, spätestens bis zum TT.MM.JJJJ, sämtliche dem Arbeitgeber gehörenden Sachen an diesen auszuhändigen.

  7. Pflicht zur Meldung bei der Agentur für Arbeit

    Der Ar­beit­neh­mer wur­de dar­über in­for­miert, dass er zur früh­zei­ti­gen Ar­beits­su­che ver­pflich­tet ist. Er ist ver­pflich­tet, sich spä­tes­tens drei Mo­na­te vor Be­en­di­gung sei­nes Ar­beits­ver­hält­nis­ses per­sön­lich bei der Agen­tur für Ar­beit ar­beits­su­chend zu mel­den. Der Ar­beit­neh­mer ist außerdem da­zu ver­pflich­tet, ak­tiv nach ei­ner Be­schäf­ti­gung zu su­chen. Informiert wurde der Ar­beit­neh­mer dar­über, dass der Ab­schluss der vor­lie­gen­den Ver­ein­ba­rung auch bei un­ver­züg­li­cher Mel­dung ei­ne Sperr­zeit zur Fol­ge ha­ben kann.

  8. Wettbewerbsverbot

    Das nachvertragliche Wettbewerbsverbot bleibt durch den Aufhebungsvertrag unberührt. Es tritt mit Beendigung des Arbeitsverhältnisses in Kraft. Die Entschädigungszahlung fällt gemäß der Regelung im Arbeitsvertrag aus.

Aufhebungsvertrag Vorlage

aufhebungsvertrag vorlage musterSo kann ein Aufhebungsvertrag konkret aussehen – zwei Muster:

  • Aufhebungsvertrag Muster von Karrierebibel: Hier (PDF)
  • Aufhebungsvertrag Muster der IHK Gießen-Friedberg: Hier (PDF).

4 Szenarien für Arbeitnehmer

Denken Sie gut über diese Szenarien nach, bevor Sie den Aufhebungsvertrag unterschreiben:

  1. Jobwechsel

    Der Aufhebungsvertrag legt exakt das Datum fest, an dem das Arbeitsverhältnis endet. Das kann ein sehr viel früherer Zeitpunkt sein als der, den die gesetzlichen Kündigungsfristen vorsehen. Laut Gesetz können Arbeitnehmer zwar schon mit einer einmonatigen Frist kündigen, viele haben aber eine längere Kündigungsfrist im Vertrag.

    Klar ist: Wer den Vertrag zur Aufhebung unterschreibt, sollte sicher sein, den neuen Job auch wirklich in der Tasche zu haben. Sonst kann es ein böses Erwachen geben. Andererseits sollten Sie den neuen Arbeitsvertrag nicht unterschreiben, sofern Sie nicht sicher sein können, ihn auch rechtzeitig antreten zu können.

    Sie sehen: Der Prozess erfordert viel Diplomatie. Sie müssen sich als Arbeitnehmer mit zwei Parteien besprechen und einigen. Das ist Arbeit – die sich am Ende aber auszahlen kann.

  2. Renommee

    Es gibt Fälle, in denen Arbeitnehmer die fristlose Kündigung verdient hätten, weil sie sich etwas Schwerwiegendes haben zuschulden kommen lassen. Und trotzdem bietet ihnen der Chef einen Aufhebungsvertrag an. Aus Arbeitnehmersicht ist das natürlich ein schönes Szenario. Der Lebenslauf bleibt frei von Makeln, auf die weitere Jobsuche wirkt sich der Fehltritt nicht aus.

    Warum aber sollte ein Chef das machen? Vielleicht entspricht es einfach seinem Naturell. Vielleicht ist er gutmütig oder konfliktscheu. Oder es entspringt der Sympathie für den Mitarbeiter, der zwar etwas falsch gemacht hat, aber immer wohlgelitten und beliebt war.

    Zu guter Letzt kann sich ein Unternehmen nie hundertprozentig sicher sein, ob eine fristlose Kündigung vor Gericht besteht. Ein Aufhebungsvertrag wäre da die sichere Variante.

  3. Widerruf

    Achtung: Wenn Sie Ihren Aufhebungsvertrag einmal unterschrieben haben, können Sie den Federstrich kaum noch rückgängig machen.

    Wägen Sie also vorher ganz genau ab, ob Sie das Angebot wirklich annehmen wollen. Ein Widerrufs- oder Rücktrittsrecht existiert normalerweise nicht (nur, wenn Sie ihn explizit in den Kontrakt haben aufnehmen lassen). Der Vertrag könnte andernfalls höchstens wegen Irrtums oder wegen Täuschung und Drohung angefochten werden, doch dieser Weg ist steinig und führt nicht sonderlich oft zum Erfolg.

    Unterschreiben Sie daher auch nicht unter Druck. Im Zweifel setzen Sie sich vorher mit einem Anwalt, dem Betriebsrat oder der Gewerkschaft in Verbindung.

  4. Hinweispflicht

    Die Aufklärungspflicht eines Arbeitgebers beschränkt sich auf die arbeits- und sozialrechtlichen Folgen des Aufhebungsvertrags. Das umfasst etwa eine mögliche Sperrzeit für das Arbeitslosengeld.

    Über mehr muss Sie Ihr Arbeitgeber aber nicht informieren. Auch nicht darüber, dass Sie vom Vertrag – sofern einmal geschlossen – nicht mehr loskommen.

    Auch darum noch mal der Rat: Wenn Sie sich nicht ganz sicher sind, konsultieren Sie vor der Unterzeichnung einen Anwalt.

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    Online Bewerbung: Die besten Tipps und Tricks für Online-Formulare

    Die Online Bewerbung ist aus den Personalbüros nicht mehr wegzudenken. Vorbei die Zeiten, in denen sich die Personalsuchenden mühevoll durch Berge an Bewerbungspapier gekämpft haben. Doch die Art der Übermittlung kann sich auch weiterhin unterscheiden: Die einen bevorzugen eine Bewerbung via E-Mail, die anderen über das hauseigene Online-Formular. Bei beiden Varianten gibt es für Bewerber eine Menge zu beachten. Was Sie bei einer Online Bewerbung in die nächste Runde bringt – und was Ihnen das Genick bricht…

    Was ist eine Online Bewerbung?

    Wenn von einer Online Bewerbung die Rede ist, können im Wesentlichen zwei Varianten gemeint sein:

    1. E-Mail-Bewerbung

      Dabei verschicken Sie Ihre Bewerbung per Mail. Sie erstellen zunächst Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen, führen die einzelnen Dokumente in einem PDF zusammen und fügen sie Ihrer Mail als Anhang bei. Die Bewerbung an sich beinhaltet alle wesentlichen Bestandteile: Anschreiben, Lebenslauf, Anlagen. Nur auf das Papier können Sie verzichten.

    2. Online-Formular

      Diese Variante wird immer beliebter. Sie erlaubt es Unternehmen, Bewerbungen in das hauseigene IT-System zu überführen. Das ist einfacher und verursacht deutlich weniger Aufwand. Der Bewerber muss dabei seine Angaben in eine Online-Bewerbungsmaske eingeben, kann zwischen den Seiten hin- und herblättern und die Bewerbung am Ende per Absenden auf den Weg bringen. Anhänge werden im entsprechenden Feld hochgeladen.

    Beide Varianten haben ihre Vor- und Nachteile. Die E-Mail-Bewerbung lässt Bewerbern mehr (kreativen) Spielraum. Sie können Schwerpunkte besser herausarbeiten, eigene Akzente setzen. Ein Online-Formular engt den Bewerber stärker ein, macht es ihm schwerer, sich positiv von der Konkurrenz abzusetzen.

    Hinweis: Die meisten Systeme erlauben es, zwischen den einzelnen Seiten hin- und herzublättern. Sie müssen also keine Angst haben, dass Sie Ihre Angaben nicht nachträglich noch bearbeiten können, wenn Sie auf „Weiter“ geklickt haben. Erst mit dem Absenden der vollständigen Bewerbung ist das nicht mehr möglich.

    Wenn Sie auf Nummer sicher gehen wollen, können Sie sich zunächst anonym unter falschem Namen anmelden, Screenshots von allen Feldern machen, Antworten per Word vorbereiten und diese später unter richtigem Namen eingeben – und dann erst Ihre Online Bewerbung absenden. Das ist umständlich, aber eine Option.

    Bei Fragen zur Online-Bewerbung melden Sie sich ruhig in der Personalabteilung – aber bitte nur, wenn es keine Fragen sind, deren Antworten Sie kinderleicht selbst in Erfahrung bringen könnten. Das HR-Büro ist kein Beratungsbüro, allzu unbedarfte Fragesteller verspielen Sympathien.

    Online Bewerbung schreiben: Ja oder nein?

    Eine Grundregel bei der Bewerbung lautet: Wenn in einer Stellenanzeige die gewünschte Bewerbungsform genannt wird, dann halten Sie sich auch bitte daran! Wird also eine Online-Bewerbung eingefordert, dann sehen Sie von einer Papierbewerbung mit klassischer Bewerbungsmappe ab. Andernfalls verspielen Sie nicht nur wichtige Sympathien, sondern möglicherweise auch den Job.

    Die Online Bewerbung setzt sich dabei zunehmend gegen ihre analoge Konkurrenz durch. Immer mehr Unternehmen – und Bewerber – schätzen ihre Einfachheit und Schnelligkeit. Aber sie hat auch ihre Tücken: Das Internet verleitet so manchen zu Nachlässigkeiten und Schlampereien. Fehler, die bei einer Papierbewerbung nie passieren würden, treten bei der Online-Bewerbung mitunter häufiger auf.

    Darum sollten Sie auch bei der Online Bewerbung auf Genauigkeit achten. Formulieren Sie sorgfältig, achten Sie penibel genau auf Grammatik und Rechtschreibfehler.

    Online-Bewerbungsformular richtig ausfüllen

    Immer mehr Unternehmen nutzen Online-Formulare, die Bewerber am Bildschirm ausfüllen sollen – beziehungsweise ausfüllen müssen. Viele Felder wollen dann mit den relevanten Informationen gefüllt werden: Kontaktdaten, Ausbildung, Berufserfahrung, Zusatzqualifikationen usw.

    Einzelne Bestandteile wie Anschreiben oder Lebenslauf können oft als Anhang hochgeladen werden – in der Regel klappt das problemlos. Darum sollten Sie als Erstes alle Informationen aktualisieren und sammeln – alles, was für die Bewerbung wichtig sein könnte. Ihre Unterlagen sollten aktuell sein und vollständig. Legen Sie sich vorab insbesondere diese zurecht:

    • Tabellarischer Lebenslauf (als PDF)
    • Arbeitszeugnisse (Scans)
    • Empfehlungsschreiben

    Einsteiger-Hinweis für alle Online-Bewerber: Füllen Sie im Online-Formular unbedingt alle Felder aus! Eine freies Feld kann zur Absage führen. Vielleicht sortiert Sie der Computer einfach aus – und verhindert so, dass je ein Mensch aus Fleisch und Blut Ihre Bewerbung zu Gesicht bekommt. Im Normalfall kommen Sie aber erst gar nicht weiter zum nächsten Bildschirm, wenn Sie ein Pflichtfeld freilassen.

    Darauf kommt es bei der Online Bewerbung an:

    1. Anschreiben

      Auch bei der Online-Bewerbung darf ein individuelles Anschreiben nicht fehlen. Eruieren Sie den Ansprechpartner im Unternehmen und richten das Anschreiben persönlich an ihn oder sie – auch wenn Sie das Anschreiben im Online-Formular eintragen. Auch Datum und Betreffzeile bitte noch mal kontrollieren, sollten Sie das Anschreiben im Online-Formular hochladen müssen. Der Personaler sollte nicht den Eindruck gewinnen, es hier mit einer Massenbewerbung zu tun zu haben.

    2. Unterschrift

      Die Unterschrift ist ein klassischer Bestandteil der Bewerbung. Machen Sie sich die Mühe, Ihre Unterschrift einzuscannen und Sie in Ihre Bewerbung zu transferieren. Unterschreiben Sie einfach auf einem weißen Blatt Papier, scannen Sie die Unterschrift ein und fügen Sie diese am Ende des Anschreibens ein. Dann können Sie es hochladen oder per Mail versenden. Oder Sie drucken die Bewerbung aus, unterschreiben und scannen sie wieder ein. Je nachdem, was einfacher für Sie ist und besser aussieht (könnte von Ihrem Equipment abhängen). Auch bei Online-Bewerbungen gehört eine Unterschrift dazu. Sie haben die Unterschrift vergessen? Das kann schon mal passieren und muss nicht Ihr sofortiges Aus bedeuten. Aber es zeugt dennoch von mangelnder Sorgfalt und Ungenauigkeit. Denken Sie also lieber daran!

    3. Vorschreiben

      Sie können die einzelnen Felder im Online-Formular ruhig vorschreiben. So vermeiden Sie einfache und Flüchtigkeitsfehler. Noch besser, Sie lassen die Textbausteine noch einmal von einem Freund oder Verwandten gegenlesen. Oder Sie aktivieren die Rechtschreibprüfung in Ihrem Textverarbeitungsprogramm, korrigieren mögliche Fehler und Buchstabendreher und übertragen den Text dann erst in Ihre Online-Bewerbung im Browser. Und noch ein Tipp: Verzichten Sie in der Online Bewerbung vorsichtshalber auf Sonderzeichen wie das Euro- oder Prozent-Symbol. Die könnten zu Formatierungsfehlern – und Missverständnissen – führen. Schreiben Sie also Euro und Prozent einfach in Buchstaben aus.

    4. Freitextfelder

      In der Regel müssen Sie im Online-Formular verschiedene Freitextfelder ausfüllen – eventuell auch das Anschreiben. Achten Sie vor allem auf Zeichenbegrenzungen, die verhindern könnten, dass Ihr ganzes Anschreiben hineinpasst. In dem Fall müssen Sie clever und sinnvoll kürzen. Beschränken Sie sich dann auf Ihre wesentlichen Aussagen und nutzen Sie die wichtigsten Schlüsselwörter, um die Anforderungen des Jobs sowie Ihre Kompetenzen und Erfahrungen zu beschreiben. Auch gut im Freitextfeld: Absätze, Spiegelstriche und Gliederstriche einbauen, um den Text zu strukturieren und übersichtlich zu gestalten.

    5. Anhänge

      Auf der einen Seite muss die Online Bewerbung vollständig sein. Auf der anderen Seite sollten Sie sie nicht überladen. Begrenzen Sie die Empfehlungsschreiben also auf maximal drei und nehmen Sie nur die Arbeitszeugnisse der letzten drei Stationen auf. Das Bewerbungsfoto integrieren Sie in den Lebenslauf. Alle Dokumente fassen Sie dann in einem PDF zusammen, um dem Personaler die Durchsicht zu erleichtern. Zum Zusammenfügen einzelner PDFs gibt es im Netz kostenlose Tools wie SmallPDF oder SodaPDF. Nicht vergessen, dem PDF-Dokument hinterher einen passenden Dateinamen zu geben! Mit Tools wie BeCyPDFMetaEdit können Sie sogar die Metadaten des PDFs bearbeiten, um auch ja keine verräterischen Spuren zu hinterlassen. Manchmal müssen Sie die Anhänge einzeln hochladen, zum Beispiel das Anschreiben und den Lebenslauf. Halten Sie sich einfach an die Vorgaben, die das jeweilige Unternehmen in seinem Online-Bewerbungsformular macht.

    6. Dateigröße

      Die meisten Bewerbungsformulare haben eine Begrenzung, was die Größe der Uploads betrifft. Diese kann zum Beispiel bei 1 MB pro Datei liegen oder bei 5 MB für alle Anhänge zusammen. Sie müssen also Ihre Unterlagen für die Online-Bewerbung so komprimieren, dass sie das Maximum nicht überschreiten. Das gelingt mit Tools wie SmartPDF oder PDF24. Wenn das nicht hilft, müssen Sie Ihre Dateien verringern – gerade Bilddateien, Arbeitsproben oder Zeugnisse benötigen viel Speicherplatz. Vielleicht genügt es schon, eine oder zwei Arbeitsproben komplett wegzulassen.

    7. Dateiname

      Eine vermeintliche Kleinigkeit, die Ihnen aber auf die Füße fallen könnte. Geben Sie den Dateien, die Sie im Rahmen Ihrer Online-Bewerbung hochladen wollen, vernünftige Namen. Noch besser als anschreiben.pdf wäre zum Beispiel der Dateiname anschreiben.eva.mustermann.pdf. So kann der Empfänger Ihre Bewerbung leichter erfassen und im System einsortieren. Am besten bringen Sie sogar den Namen des potenziellen Arbeitgebers und die ausgeschriebene Stelle im Dateinamen unter. Das zeigt dem Personaler, dass die Datei speziell für ihn angefertigt wurde.

    8. Spamfilter

      Sobald Sie die Bewerbung abgeschickt haben, läuft die Zeit. Als Nächstes sollte eine Empfangsbestätigung in Ihrem Posteingang landen. Für Sie ist das ein gar nicht so unwichtiger Hinweis, das Ihre Bewerbung eingegangen ist. Jetzt können Sie abwarten, bis sich das Unternehmen wieder bei Ihnen meldet – mit einer Einladung zum Vorstellungsgespräch oder einer Absage. Tipp: Kontrollieren Sie regelmäßig Ihren Spam-Ordner, damit Ihnen die Nachricht nicht durch die Lappen geht.

    9. Social Media

      Ihre Social-Media-Profile sind zwar kein direkter Bestandteil Ihrer Online-Bewerbung. Aber Sie können davon ausgehen, dass der Personalverantwortliche sich auch im Netz ein Bild von Ihnen machen will, sobald er Ihre Unterlagen auf dem Tisch bzw. Bildschirm hat. Und da kommen Facebook, Twitter, Xing und Linkedin ins Spiel – sie sind für Personalmanager einfach unwiderstehlich. Bringen Sie Ihre Profile auf den neuesten Stand – zum Beispiel durch ein aktuelles und professionelles Foto oder durch eigene Beiträge zu Fachthemen. Ganz wichtig: Ihre Angaben in den sozialen Netzwerken dürfen denen in Ihrer Bewerbung – zum Beispiel im Lebenslauf – nicht widersprechen.

    Top 10: Diese Unternehmen machen es Bewerbern leicht!

    Online Bewerbung ArbeitgeberWelche Arbeitgeber in Deutschland haben den besten Online-Bewerbungsprozess? Forschungsunternehmen Potentialpark hat es untersucht. Bei diesen Unternehmen sollten sich Jobsucher vorstellen, wenn sie sich eine transparente, einfache und praktische Online-Bewerbung wünschen:

    Online Bewerbung – das Ranking der besten 10 Arbeitgeber in Deutschland 2019:

    • Fresenius
    • ThyssenKrupp
    • Deutsche Telekom
    • TÜV Nord
    • Allianz
    • Ernst and Young
    • ProSiebenSat1.Media
    • Otto
    • Nestlé
    • BASF

    Online Bewerbung Muster

    Die Online-Bewerbung ist keine Bewerbung zweiter Wahl. Sie sollte genauso sorgfältig erstellt werden wie eine Bewerbung auf Papier – und alle erforderlichen Unterlagen enthalten.

    Überprüfen Sie also unbedingt, ob sie auch wirklich komplett ist. Eine nachträgliche Korrektur ist nach dem Absenden nicht mehr möglich.

    Die Anordnung der Dokumente sollte in der Online-Bewerbung per E-Mail so sein:

    Hier finden Sie zwei Muster-Lebensläufe für Ihre Online-Bewerbung – als WORD-Datei und PDF zum Downloaden:

    Online Bewerbung: 3 Tipps

    Wenn Ihre Online Bewerbung restlos überzeugen soll, müssen Sie auf verschiedenste Dinge achten. Karrieresprung zeigt Ihnen die wichtigsten:

    • E-Mail-Adresse

      Richten Sie sich eine seriöse E-Mail-Adresse ein, sofern Sie noch keine haben. Absender wie MisterBoombastic@gmail.de oder HeißeBiene123@gmx.de kommen bei Personalentscheidern nur bedingt gut an. In Wahrheit vermitteln sie mangelnde Professionalität.

      Nichts falsch machen können Sie mit vorname.Nachname@Provider.de. Wenn Sie einen Allerweltsnamen wie Meier, Müller, Schmitz oder Öztürk haben, müssen Sie wahrscheinlich improvisieren, da viele Adressen schon vergeben sind. Eine Zahlenkombination hinter dem Namen könnte die Lösung sein. Beispiel: ronald.meyer1976@provider.de.

      Eine seriöse E-Mail-Adresse brauchen Sie in jedem Fall. Bei der E-Mail-Bewerbung verschicken Sie von dieser Adresse Ihre Bewerbung, im Online-Formular müssen Sie ebenfalls eine Adresse angeben, über die Sie erreichbar sind. Auf diesem Wege erreicht Sie auch die Nachricht, ob Sie eine Runde weiter gekommen oder aus dem Rennen geflogen sind.

      Und achten Sie außerdem darauf, dass Sie überall im Bewerbungsprozess die gleiche E-Mail-Adresse angeben.

    • Dokumente

      Wichtig: Loggen Sie sich erst ins Online-Formular ein, wenn Sie alle wichtigen Dokumente überarbeitet und aktualisiert haben. Dazu zählen insbesondere das Anschreiben und der Lebenslauf. Denken Sie auch an die Zeugnisse und mögliche Empfehlungsschreiben.

      Im Optimalfall halten Sie alle Dokumente einzeln vor und führen Sie außerdem einmal zu vollständigen Bewerbungsunterlagen in einem PDF zusammen. So sind Sie auf alle Eventualitäten vorbereitet.

    • Online-Profil

      Achtung, Stalker im Anmarsch! Ernsthaft: Wenn Sie eine Bewerbung abschicken, lenken Sie die Aufmerksamkeit des Personalbüros auf sich. Das bedeutet konkret, dass der Personaler mit ziemlich großer Wahrscheinlichkeit im Internet nach Ihnen suchen wird. Schließlich kann er alle verfügbaren Informationen gut gebrauchen, um sie zu einem möglichst vollständigen Bild über Ihre Person zusammenzufügen.

      Googeln Sie sich also ruhig mal selbst und schauen sie, was die Suchmaschine auf Seite eins über Sie ausspuckt. Bei allen Treffern, die Sie aktiv verändern können, sollten Sie das auch tun. Das werden hauptsächlich Ihre sozialen Profile sein: Xing, Linkedin, Facebook, Twitter oder auch Ihre private Homepage.

      Legen Sie vor allem Wert auf die Business-Profile Xing und Linkedin und aktualisieren Sie diese. Sie können neue Stationen hinzufügen, Referenzen oder Arbeitsproben. Tipp: Wenn Ihr Xing-Profil gut gepflegt und vorzeigbar ist, sollten Sie es ruhig für alle User im Netz öffentlich sichtbar machen. Dies können Sie in den Xing-Einstellungen festlegen.

    Online-Bewerbung Vorteile

    Die Online Bewerbung ist auf dem Vormarsch. Die Unternehmen, die noch ausschließlich auf Papier setzen, kann man bald vermutlich an einer Hand abzählen. Immerhin bietet eine Online Bewerbung unbestrittene Vorzüge, sowohl für das Unternehmen als auch für die Bewerber:

    • Zeit

      Eine Online-Bewerbung können Sie immer und überall abschicken: frühmorgens, nachts, am Wochenende. Sie müssen nicht darauf warten, bis die Postfiliale wieder öffnet, um die Unterlagen an den Arbeitgeber zu versenden. Auch der Arbeitgeber kann seine Antwortmails ganz unkompliziert durchs Internet schicken.

    • Kosten

      Für Sie als Bewerber fallen keine Kosten für Porto, Briefumschlag und Bewerbungsmappe an. Auch der Arbeitgeber kann sich das Porto sparen, wenn er auf Online-Bewerbungen setzt. Die zusätzlichen Kosten für Strom und WLAN sind dagegen zu vernachlässigen.

    • Empfänger

      Die Unterlagen, die Sie über ein Online-Formular verschicken, können im Prinzip nicht verloren gehen (es sei denn, Sie landen im Spam-Ordner). Und sie erreichen automatisch die richtige Stellen. Eine große Hilfe! Das ist auch für den Arbeitgeber eine Erleichterung.

    • Update

      Viele Unternehmen machen es möglich, dass sich der Bewerber über den Bewerbungsstatus informiert. Er kann sich einloggen und sieht, wie weit fortgeschritten er ist. Das ist zwar noch nicht überall möglich. Und es macht auch den Prozess zwar nicht schneller, aber transparenter.

    Checkliste: Das sind die größten Fehler!

    Online Bewerbung groesste FehlerBitte vermeiden – das sind die größten Fehler bei einer Online Bewerbung:

    • Unvollständige Angaben und fehlende Anlagen
    • Tippfehler und Rechtschreibfehler
    • Zu große Dateianhänge
    • Unseriöse oder infantile E-Mail-Adresse
    • Häufige Benutzung von Abkürzungen
    • Unprofessionelles Bewerbungsfoto
    • Eingebaute Emojis und Emoticons
    • Durchgehende Kleinschreibung
    • Umgangssprache
    • Keine Anrede, Grußformel und Unterschrift

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    [Bildnachweis: Roman Samborskyi by Shutterstock.com]

    Einstellungstest: Kostenlos üben, Fragen, Lösungen und die besten Tipps

    Einstellungstest Beispiele Tipps

    Der Einstellungstest ist eine Rückversicherung für Unternehmen. Er soll das Risiko verringern, dass man dem falschen Bewerber einen Arbeitsvertrag vorlegt. Für Bewerber bedeuten Einstellungstests eine Extremsituation. Auf die sollte man sich vorbereiten. Dafür müssen Bewerber aber erst einmal wissen, mit was für einem Einstellungstest sie es zu tun bekommen…

    Einstellungstest Fragen: 10 Aufgaben zum Üben!

    Einstellungstests kann man üben. Legen Sie direkt los! Wir haben 10 beispielhafte Fragen für Sie vorbereitet: Rechnen, Sprachverständnis, Allgemeinwissen, Persönlichkeit. Die Lösungen finden Sie ganz unten.

    Hier sind 10 Aufgaben zum Üben:

    • 1. Für ein Pastagericht für 4 Personen werden 500 Gramm Hackfleisch benötigt. Wie viel Hackfleisch benötigt man für zehn Personen?
    • 2. Bitte rechnen Sie im Kopf: 75,6 + 567 + 12,7
    • 3. Bitte rechnen Sie im Kopf: 29 x 476
    • 4. Ein Wort hat nicht eine ähnliche Bedeutung wie mindern. Welches?
      a) abrunden b) abwerten c) verkleinern d) einschätzen e) abnehmen
    • 5. Ein Wort hat nicht eine ähnliche Bedeutung wie Dementi. Welches?
      a) Richtigstellung b) Bestätigung c) Widerruf d) Berichtigung e) Ableugnung
    • 6. Wer wählt in Deutschland den Bundeskanzler?
      a) Das Volk b) Die Länderminister c) Der Bundestag d) Die Bundesversammlung
    • 7. Wählen Sie die richtige Schreibweise:
      a) Rhythmus b) Rytmus c) Rhytmus d) Rythmus
    • 8. Frau Yildirim möchte ein Auto kaufen. Der Verkäufer bietet ihr 12,5 Prozent Rabatt auf den Listenpreis in Höhe von 18.000 Euro an. wie viel muss Frau Yildirim zahlen?
    • 9. Was tun Sie, wenn Sie jemand anschreit?
    • 10. Wären Sie lieber Förster oder Lehrer?

    Einstellungstest Polizei: Warum er entschärft wurde

    Einstellungstest PolizeiDie Bundespolizei sucht dringend Personal – und hat daher ihre Anforderungen an Bewerber gesenkt. So gibt es mittlerweile keine Mindestgrößen (Frauen: 1,63 Meter, Männer: 1,65 Meter) und Maximalgrößen (1,95 Meter) mehr. Auch Sporttest und Sprachtest sind weniger anspruchsvoll als früher. Liegestütze und Weitsprung wurden gestrichen.

    Der Sporttest besteht nun aus diesen drei Teilen:

    • Koordinationstest

      Rolle vorwärts, Umlaufen eines Medizinballs, Überspringen und Unterkriechen einer Latte, erneutes Umlaufen des Medizinballs, zweites Überspringen und Unterkriechen einer Latte, drittes Umlaufen eines Medizinballs, nochmaliges Überspringen und Unterkriechen einer Latte, letztes Umlaufen eines Medizinballs, Rückkehr zum Ausgangspunkt – das alles (je nach Geschlecht und Alter) in 18 bis 22 Sekunden.

    • Zwölf-Minuten-Lauf

      19- bis 24 faches Umlaufen eines Rechtecks mit 100 Metern Umfang in zwölf Minuten.

    • Pendellauf(wurde neu aufgenommen)

      Viermaliges Zurücklegen einer Strecke von zehn Metern zwischen zwei Turnkästen innerhalb von 10,3 bis 11,9 Sekunden.

    Im schriftlichen Test müssen die Bewerber ein Diktat von 180 Wörtern meistern. Bestimmte Begriffe tauchen aber nicht mehr auf. Das Wort „Chrysantheme“ zum Beispiel müssen die angehenden Bundespolizisten nicht mehr fehlerfrei schreiben können. Darüber hinaus besteht das Auswahlverfahren der Bundespolizei je nach Laufbahn noch aus anderen Bausteinen wie einem Vorstellungsgespräch und einer ärztlichen Untersuchung, in der die Kandidaten auf ihre körperliche Eignung abgeklopft werden.

    Es handelt sich wohlgemerkt um das Auswahlverfahren der Bundespolizei. Der Einstellungstest der Polizei weicht davon ab – und er ist sogar noch von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. Selbst der Sporttest ist nicht einheitlich. In Berlin müssen Polizeibewerber zum Beispiel einen Hindernisparcours absolvieren, im Saarland müssen Klimmzüge möglichst lange halten und in Bayern Bankdrücken und Sprünge aus dem Stand hinlegen.

    Einstellungstest Aufgaben

    Einstellungstest ist nicht gleich Einstellungstest. Es gibt die verschiedensten Formate und Inhalte. Diese Kompetenzen werden am häufigsten abgefragt:

    1. Wissen

      Damit ist zum Einen das Allgemeinwissen gemeint. Geschichte, Politik, Sport. Aber auch mathematische Grundkenntnisse werden gerne abgefragt: Dreisatz, Bruchrechnen und die Grundrechenarten (Addieren, Subtrahieren, Multiplizieren, Dividieren). Für die meisten Arbeitgeber äußerst relevant ist das Sprachverständnis eines Bewerbers. Unter Umständen spielt auch das jeweilige Branchenwissen eine Rolle. Tipp: Nähern Sie sich einem Wissenstest wie der Teilnahme bei Wer wird Millionär?: So viel lesen wie möglich, auch mal ins Lexikon gucken.

    2. Persönlichkeit

      Ein Persönlichkeitstest basiert zum großen Teil auf der Selbsteinschätzung des Kandidaten. Wo sieht er selbst seine Stärken und Schwächen, welche Interessen und Werte hat er, welche Verhaltensweisen legt er an den Tag? Auf diese Weise wollen sich Unternehmen der Persönlichkeit eines Bewerbers nähern. Immer mehr Unternehmen legen nämlich Wert darauf, dass Bewerber auch menschlich ins Unternehmen passen. Der Fachbegriff dafür lautet: Cultural Fit. Manche Firmen haben sogar schon Tools auf ihren Karriereseiten installiert, mit denen die Bewerber selbst vorab checken können, ob ihre Denkweise, Mentalität, Einstellung deckungsgleich mit der des Arbeitgebers ist. Ein Einstellungstest im wahrsten Sinne des Wortes also…

    3. Fitness

      Körperliche Fitness ist in jedem Beruf hilfreich – in manchen aber ist sie Grundvoraussetzung. Darum müssen Bewerber bei der Bundeswehr, Feuerwehr oder Polizei körperlich topfit sein. Ihr Bewerbungsverfahren beinhaltet in der Regel eine Sportprüfung. Wenn Sie die Disziplinen kennen, können Sie sich gezielt darauf vorbereiten. Andernfalls hilft nur regelmäßiges Training. Auch Bewerber der Deutschen Sporthochschule in Köln müssen eine Sporteignungsprüfung absolvieren.

    4. Intelligenz

      Im Intelligenztest wird das logische Denkvermögen geprüft. Sie können also die richtigen Antworten – anders als im Wissenstest – NICHT auswendig lernen. Das Ganze geschieht unter größtem Zeitdruck, was die Sache so knifflig macht. Nichtsdestotrotz können Sie einen Intelligenztest trainieren. Üben Sie Zahlen-, Wort- und Figurenreihen, Sudokus, gerne auch Kreuzworträtsel. Aufgaben, bei denen man nie nach Schema F vorgeht, sondern stets einen neuen Lösungsweg suchen muss.

    Wann Sie mit einem Test rechnen müssen

    Nicht jedes Unternehmen will sich auf Bewerbungsunterlagen und Schulnoten verlassen. Ein Test – so die Theorie – klopft den Bewerber gründlich ab. Er gibt Aufschluss darüber, wie intelligent, gebildet und stressresistent Sie wirklich sind.

    In der Praxis ergänzt ein Einstellungstest das Bewerbungsgespräch. Er ersetzt es aber nicht. Für manche Einstellungstests bitten die Unternehmen ins Assessment Center, in anderen sind Interview und Test zeitlich weiter voneinander getrennt.

    Natürlich flechten viele Arbeitgeber Testfragen auch in Ihre Jobinterviews ein. Wenn man dem Bewerber Fang-, Stressfragen und Brainteaser vor die Füße wirft, muss man ihn nicht extra zum Einstellungstest bitten. Das spart Zeit und Geld.

    Sie merken: Ein Einstellungstest ist keine bösartige Schikane. Im Gegenteil, er zeigt den Stellenwert, den Sie als Bewerber innehaben. Das Unternehmen macht sich extra die Mühe, organisiert ein Testverfahren, lädt die Bewerber ein, wertet die Klausuren aus. Eine Einladung zum Einstellungstest dürfen Sie also durchaus als Komplimentchen verstehen.

    Viele Einstellungstests haben gemeinsam, dass sie die Bewerber in unterschiedlichen Kategorien abfragen. Dazu zählen Allgemeinwissen, logisches Denken, Mathe, Sprachverständnis und Branchenwissen. Die Ausrichtung unterscheidet sich von Firma zu Firma, von Branche zu Branche. Allgemeinwissen zum Beispiel lässt sich aus keinem Anschreiben und auch nicht aus den Schulzeugnissen und Unizeugnissen herauslesen. Warum also nicht einfach abfragen?

    Einstellungstest Vorteile

    Ganz klar: Der Arbeitgeber will sein Risiko minimieren. Stellt er den falschen Bewerber ein, kostet ihn das viel Geld. Die Organisation eines Einstellungstests oder Assessment Centers wäre vermutlich günstiger gewesen. Schließlich sind Bewerbungsverfahren für die Unternehmen kostspielig. Sie müssen Stellenanzeigen schalten, Karriereseiten updaten, Fahrtkosten übernehmen. Dazu kommen die verlorene Arbeitszeit, Verpflegungskosten und und und…

    Der Einstellungstest soll die Wahrscheinlichkeit erhöhen, den richtigen Bewerber zu finden. Das macht hinterher auch das Onboarding leichter, die Produktivitätsverluste halten sich in Grenzen, eine weitere Recruiting-Runde kann man sich sparen.

    Was außerdem für einen Einstellungstest spricht:

    • Ein Einstellungstest bietet eine bessere Vergleichbarkeit als Vorstellungsgespräche. Jedes Interview verläuft anders. Die Tests dagegen kann man im Prinzip übereinanderlegen.
    • Der Einstellungstest bietet Chancengleichheit. Die Bedingungen sind für jeden komplett identisch. Das setzt auch das mögliche Argument der Diskriminierung schachmatt.
    • Einstellungstests gewährleisten Objektivität. Man kann das Allgemeinwissen klar nachprüfen, ohne sein Urteil von subjektiven Faktoren beeinflussen zu lassen.
    • Der Einstellungstest ist umfassender als ein Jobinterview. Das Unternehmen sammelt Erkenntnisse auf breiter Basis. Sprachverständnis, Wissen, Intelligenz. So kann es ein Persönlichkeitsprofil erstellen, dass der Realität sehr nahe kommt.

    Einstellungstest Nachteile

    Auch das kann man festhalten: Ein Einstellungstest ist nicht die ultimative Lösung, um die Befähigung eines Bewerbers festzustellen. Er bietet keine absolute Verlässlichkeit und kann zu vielfältigen Irrtümern führen. In dem Fall hätte ein Unternehmen nur unnötigen Aufwand betrieben.

    Was spricht gegen einen Einstellungstest? Vor allem Folgendes:

    • Aussagekraft

      Kennt der Bewerber zufällig die richtige Antwort auf eine Frage, hat er Glück gehabt. Kennt er sie nicht, fliegt er raus. Aber welche Rolle spielt das für den Arbeitsalltag? Es geht doch darum, immer wieder neue, individuelle Lösungen zu finden. Ein Wissenstest sagt über diese Fähigkeit nichts aus. Auch kann man über die Selektion streiten. Vielleicht hätte der Bewerber in einem anderen Wissenstest mit anderen Schwerpunkten viel besser abgeschnitten und der andere deutlich schlechter. Über Tests kann man sich einem Bewerber nähern. Stellen kann man ihn nicht.

    • Tagesform

      Ein Einstellungstest ist für alle gleich. Auch dieses Argument könnte man zerpflücken, denn es stimmt nur bedingt. Selbst wenn alle Kandidaten zeitgleich im Prüfungszimmer sitzen und mit dem gleichen Stift schreiben, sind die Rahmenbedingungen doch höchst unterschiedlich. Der eine ist übermüdet, weil er gestern Abend seine Mutter ins Krankenhaus fahren musste. Der andere ist durch eine Erkältung geschwächt. Der dritte hat eine 100 Kilometer lange Anfahrt hinter sich. Waffengleichheit gibt es nicht, niemals, auch nicht im Einstellungstest.

    Was von Ihnen erwartet wird

    Was wollen Unternehmen eigentlich per Einstellungstest herausfinden? Vor allem, ob Sie folgende Fähigkeiten besitzen…

    1. Zahlenverständnis

      Ein beliebter Satz lautet: In Mathe war ich noch nie gut. Das klingt charmant, weil man indirekt damit klar macht, eher der soziale Typ zu sein. Darum kokettieren heutzutage viele Menschen mit ihrer Mathe-Schwäche. Sollten sie aber nicht. Zahlenverständnis wird immer wichtiger, die Wirtschaft lässt sich immer mehr von Big Data treiben. Daten sammeln und auswerten – ein Super-Skill für die moderne Arbeitswelt. Darum sind Mathe-Aufgaben im Einstellungstest populär. Trotzdem: Sie müssen kein Mathematik-Genie sein, um gut abzuschneiden. Üben Sie für den Anfang aber schon mal Prozentrechnen, Kopfrechnen und Dreisatz…

    2. Logisches Denkvermögen

      Zahlen- oder Figurenreihen, die Sie fortführen sollen, sind klassische Beispiele. Sie testen unsere Begabung, logisch zu denken. Die ist nicht unwichtig. Immer mehr Routinejobs gehen verloren, zum Beispiel in der Produktion. In den neuen Jobs kommt es viel mehr darauf an, analytisch vorzugehen, sich immer wieder auf neue Situationen einzustellen und die richtigen Schlüsse zu ziehen.

    3. Konzentration

      Auch Konzentrationsfähigkeit ist eine Begabung, die an Wert gewinnt. Immerhin versuchen Smartphone und Co., uns dauerhaft von unseren eigentlichen Aufgaben abzulenken. Jeder Einstellungstest stellt Ihre Konzentration auf die Probe. Das gilt für Wissenstests wie für Intelligenztests.

    4. Allgemeinbildung

      Echte Gelehrte, so wie es sie früher gab, gibt es heutzutage kaum noch. Mit einer Ausnahme: Professor Google. Der weiß einfach alles. Dennoch bringt es in jedem Beruf Vorteile, wenn man über Gott und die Welt halbwegs Bescheid weiß. In manchen Berufen geht es gar nicht ohne umfassende Allgemeinbildung. Eine Journalistenschule etwa sieht man ohne überdurchschnittliches Allgemeinwissen nicht von innen.

    Einstellungstest Tipps

    Nervosität ist nichts, was Sie den Job kosten muss. Im Gegenteil, sie sorgt dafür, dass Sie im Einstellungstest hellwach und aufmerksam sind. Das reduziert die Gefahr für Flüchtigkeitsfehler. Aber paralysieren sollte Sie Ihre Angst natürlich nicht.

    Damit Sie mit guten Chancen in den Einstellungstest gehen, empfiehlt sich folgendes:

    • Vorbereitung

      Sie ist das A und O. Bereiten Sie sich gut auf den Einstellungstest vor. Die Schwerpunkte hängen natürlich von der Art der Prüfung ab. Bleiben Sie auf dem Laufenden, was das Weltgeschehen betrifft, wenn Sie ein Wissenstest erwartet. Befassen Sie sich mit Bilderrätseln und Zahlenreihen, wenn ein Intelligenztest vor der Tür steht. Und selbst wenn sie keinen blassen Schimmer haben, wie die Prüfung aussehen wird: Eine gute Vorbereitung macht Sie sicherer!

    • Auftreten

      Ziehen Sie sich vernünftig an. Duschen, rasieren, Schuhe polieren, die ganze Palette. Warum das alles? Sie müssen zwei Aspekte bedenken: Zum Einen verleiht Ihnen ein gepflegtes Äußeres Selbstvertrauen. Sie fühlen sich fit, stark, ready to go. Das wiederum wirkt sich auf Ihre Performance im Einstellungstest aus. Zum Zweiten werden auch die anwesenden Unternehmensvertreter ein Auge auf Sie werfen. Wenn Sie durch Jogginghose und Krümel im Bart glänzen, dann sieht es zumindest nicht ganz professionell aus. Das sind Minuspunkte, die Sie ganz leicht vermeiden können. Tun Sie das!

    • Ruhe

      Nicht nur durch die Optik können Sie den Entscheidern auffallen – im Guten wie im Schlechten. Sind Sie ein Nervenbündel, das hektisch auf einem Stift herumkaut, mit den Füßen hin- und her wippt oder panisch die Hände überm Kopf zusammenschlägt? So einen will man nicht zwingend im Team haben. Denn auch im Arbeitsalltag werden Stresssituationen auf Sie zukommen. Bewahren Sie also Ruhe und lassen Sie sich Ihre Unsicherheit (wenn vorhanden) nicht anmerken.

    • Sorgfalt

      Wenn Sie die Lösung auf eine Frage nicht kennen, dann kennen Sie sie nicht. Was Sie aber im Einstellungstest gar nicht gebrauchen können, sind Flüchtigkeitsfehler. Sie entstehen durch mangelnde Sorgfalt und Zerstreutheit. Bleiben Sie fokussiert! Achten Sie genau darauf, was von Ihnen verlangt wird und schreiben Sie nicht einfach wild drauflos. Zur Not werfen Sie ein Stück Traubenzucker ein, um die Konzentration wahren zu können. Lesen Sie sich – sofern zeitlich möglich – auch zum Schluss alles noch einmal durch. Rechtschreibung, Grammatik, Buchstabendreher, unsaubere Formulierungen – all das ist in einem Einstellungstest wichtig.

    • Zeit

      Zeitmanagement ist ein Riesen-Thema im Arbeitsalltag. Vor allem Selbstständige, Freiberufler und Home Office-Worker wissen nur zu gut, wie wertvoll eine gute Zeiteinteilung ist. Das ist sie auch im Einstellungstest. Verplempern Sie nicht unzählige Zeigerrunden für eine einzige von 30 Aufgaben. Lösen Sie erst diejenigen, die Sie lösen können. Ist zum Schluss noch Zeit auf der Uhr, können Sie sich den ungeknackten Nüssen widmen. Setzen Sie Prioritäten! Das wird auch im Job von Ihnen verlangt.

    • Erwartungshaltung

      Gehen sie nicht mit zu hohen Erwartungen in den Einstellungstest. Ja, Sie haben richtig gehört. Sie haben es ja gar nicht in der Hand, welche Fragen kommen werden. Mit ein bisschen Pech sind es genau die falschen. Das ist nicht Ihre Schuld. Sie sollten sich gut vorbereiten, abends früh schlafen gehen, pünktlich auf der Matte stehen und den Test konzentriert absolvieren. That’s it! Für alles andere müssen Sie sich keine Vorwürfe machen. Überdies muss Ihr Einstellungstest gar nicht perfekt laufen. Gehen Sie davon aus, dass auch die anderen Bewerber nicht jede Frage korrekt beantworten.

    • Alternativen

      Bei der Jobsuche sollten Sie nie alles auf eine Karte setzen. Schauen Sie nach vorne und überlegen sich, was Sie im Falle eines Ausscheidens tun. Gehen Sie parallel weiter auf Stellensuche. Das bewahrt sie auch vor der Opferrolle, in die man bei widrigen Umständen gerne schlüpft (Zu schwere Fragen! Unfaire Gewichtung!) Bleiben Sie aktiv. Und: Jeder Einstellungstest gibt Ihnen Erfahrung mit auf den Weg – auch dann, wenn er völlig in die Hose gegangen ist. Schon beim nächsten Mal sind Sie routinierter, können auf Erfahrungswerte zugreifen. Vorteil!

    Einstellungstest Beispiel

    Wie sieht so ein Einstellungstest in der Praxis aus? Zum Beispiel wie jener der Deutschen Journalistenschule. Hier sind zehn der insgesamt 24 Fragen der Aufnahmeprüfung 2017:

    • Seit dem 1.Januar ist ein neuer Generalsekretär der Vereinten Nationen im Amt. Wie heißt er?
    • Wie heißt der Bundespräsident Deutschlands, und wie heißen seine beiden Vorgänger?
    • Der MDAX (abgeleitet von Mid-Cap-DAX) ist neben dem DAX der zweitwichtigste deutsche Aktienindex. Aus wievielen Werten besteht er? Nennen Sie zwei.
    • Am 1.Juni 2016 wurde in der Schweiz nach 17 Jahren Bauzeit ein historisches Bauwerk eingeweiht. Es handelt sich um…?
    • Warum waren viele Musikvideos auf YouTube bis Ende vergangenen Jahres in Deutschland „nicht verfügbar“?
    • Durch welchen Interpreten wurde dieses Album/dieser Song bekannt? a.) „Heroes“ b.) „Faith“ c.) „Purple Rain“ d.) „Suzanne“
    • Welches ist der größte deutsche Medienkonzern (nach Umsatzzahlen)?
    • Von welchem Gremium wird der deutsche Bundespräsident gewählt, und wie setzt sich dieses zusammen? Welche weiteren Aufgaben hat dieses Gremium?
    • Wer sind die „Blauhelme“, wer die „Weißhelme“?
    • Oft liest und hört man den Begriff „Gentrifizierung“. Was versteht man darunter?

    Einstellungstest PDF: Üben, üben, üben!

    Einstellungstest PDFHier finden Sie noch mehr weiterführende Fragen, Aufgaben, Tipps und Hinweise zum Einstellungstest. Die Links führen zu externen Seiten, die wir im Netz für Sie recherchiert haben:

    • Einstellungstest Mechatroniker: Hier (PDF).
    • Einstellungstest Öffentlicher Dienst: Hier (PDF).
    • Einstellungstest trainieren (Verdi): Hier (PDF).
    • Einstellungstest üben (Stadt Dietzenbach): Hier (PDF).
    • Einstellungstest typische Aufgaben (Saarland/Bundesagentur für Arbeit): Hier (PDF).

    Testaufgaben Lösungen

    Hier sind die Lösungen unserer Testaufgaben von ganz oben:

    • 1. 1.250 Gramm
    • 2. 655,3
    • 3. 13.804
    • 4. d) einschätzen
    • 5. b) Bestätigung
    • 6. c) Bundestag
    • 7. a) Rhythmus
    • 8. 15.750 Euro
    • Fragen 9 und 10 sind Fragen zur Persönlichkeit des Bewerbers. Ein Richtig oder Falsch gibt es nicht.

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    Jobs Erfurt: Regionale Stellenangebote in Erfurt und Umgebung

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    Jobs Erfurt: Thüringen ist das Vorzeigeland im Osten und Erfurt ist seine Hauptstadt. Zwischen Erfurter Dom und Severikirche fühlen sich Maschinenbauer und Medienschaffende wohl, Gartenbauer und Logistiker. Sogar die Chinesen wollen sich mit einer riesigen Batteriefabrik am Erfurter Kreuz niederlassen und viele neue Jobs in Erfurt schaffen. Paradox: Die Universität Erfurt bildet gar keine Informatiker aus. Für IT-Fachkräfte ist Erfurt aber dennoch eine richtig gute Adresse…

    Jobs Erfurt: Leben und Wohnen in Erfurt

    Erfurt war für so manchen ein großes Fragezeichen. Bis ein junger Sänger die Stadt ins Rampenlicht katapultierte. Seit über zehn Jahren ist der gebürtige Erfurter Clueso einer der erfolgreichsten Künstler Deutschlands – und ein würdiger Botschafter seiner Heimatstadt in Thüringen.

    Dabei versprüht Erfurt durchaus Glanz. Schon Martin Luther schwärmte vom „türmereichen Erfurt“. Erfurter Dom und Severikirche ragen noch heute hoch in den Himmel. Für Schriftsteller Arnold Zweig war Erfurt ein „Bilderbuch der deutschen Geschichte“.

    Der mittelalterliche Altstadtkern glänzt durch viel Fachwerk. Wem das nicht reicht, der fährt einfach ein paar Kilometer weiter nach Osten. Deutschlands heimliche Kulturhauptstadt Weimar liegt nur 23 Kilometer entfernt.

    In Erfurt selbst sind die Altstadt und Löbervorstadt beliebte Wohnlagen. Auch Daberstedt im Osten und die Brühlervorstadt im Westen ziehen viele Zugezogene an, die sich für einen Job in Erfurt entschieden haben.

    Jobs Erfurt: Der Arbeitsmarkt in Thüringen

    Thüringen ist DAS Vorzeigeland im Osten Deutschlands. Mit einer Arbeitslosenquote von 5,7 Prozent (Stand: Januar 2020) befindet es sich schon auf westdeutschem Niveau. Zum Vergleich: Die Quote für ganz Deutschland liegt bei 5,3 Prozent.

    In Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin beträgt sie dagegen noch immer um die acht Prozent.

    In Erfurt ist die Quote mit 5,8 Prozent leicht erhöht – befindet sich aber für eine 200.000-Einwohner-Stadt auf einem sehr vorzeigbaren Niveau. Knapp 6.500 Menschen waren im Januar 2020 ohne Job in Erfurt, rund 4.000 davon beziehen Hartz IV.

    Auch hier der Vergleich: In Gera liegt die Arbeitslosenquote bei 8,5 Prozent. Besser als Erfurt stehen in Thüringen Gotha (5,4 Prozent), Jena (5,6 Prozent), Suhl (5,3 Prozent) und Weimar (5,9 Prozent) da.

    Jobs Erfurt: Einstiegsgehälter und Gehaltsniveaus

    In rasender Geschwindigkeit füllt sich das Bankkonto durch einen Job in Erfurt nicht. Aber es füllt sich immer schneller. So stieg das Durchschnittsgehalt in Erfurt nach Angaben von gehalt.de im Jahr 2018 um 4 Prozent. Von allen 16 Landeshauptstädten in Deutschland war der Gehaltsanstieg nur in Magdeburg (4,1 Prozent) noch größer.

    Dennoch verdient ein Arbeitnehmer mit einer Stelle in Erfurt durchschnittlich sehr viel weniger als im Westen. Während in Erfurt 37.980 Euro brutto pro Jahr auf der Habenseite stehen, sind es in Stuttgart 56.160 Euro, in München 55.980 Euro und in Düsseldorf 52.965 Euro. Auch Berlin und Kiel liegen mit jeweils rund 42.000 Euro deutlich vor Erfurt.

    Unter den östlichen Bundesländern (mit Ausnahme Berlins) nimmt Thüringen den Spitzenplatz ein. Das Durchschnittsgehalt beträgt hier 36.450 Euro im Jahr. Spitzenreiter ist Hessen mit über 51.000 Euro, ganz hinten rangiert Mecklenburg-Vorpommern mit rund 34.000 Euro.

    Ein Vollzeitarbeitnehmer mit einem Job in Erfurt kommt laut Bundesagentur für Arbeit auf 2.679 Euro brutto im Monat. Das ist der Medianwert, bei dem 50 Prozent der Vollzeitbeschäftigten darüber liegen und 50 Prozent darunter. Für ganz Deutschland liegt dieser Wert bei 3.209 Euro.

    Die wichtigsten Arbeitgeber in Erfurt und Umgebung

    Das sind die wichtigsten Arbeitgeber in Erfurt:

    • SWE Stadtwerke Erfurt
    • Teag Thüringer Energie AG
    • Siemens (Generatorenwerk)
    • DB Systel (IT-Dienstleistungen)
    • Sparkasse Mittelthüringen
    • ITT Industrie- und Transportschutz Thüringen
    • Thüringer Industriebeteiligungs GmbH
    • Modis IT-Outsourcing (IT-Dienstleister)
    • Universität Erfurt
    • X-Fab Silicon Foundries (Halbleiter)
    • N3 Engine Overhaul Services (Flugzeug-Instandhaltung)
    • Thüringer Aufbaubank
    • Fachhochschule Erfurt
    • Qundis (Messgeräte)
    • Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen
    • Ibykus AG für Informationstechnologie
    • Erf24 Touristic Services
    • Melexis (Mikroelektronik)
    • TÜV Thüringen
    • Hermanns RTE (Rohrleitungsbau)
    • Mediengruppe Thüringen
    • PDV-Systeme (IT-Dienstleister)
    • Media und Communications Systems (Mediendienstleister)
    • NT Neue Technologie AG (IT-Dienstleister)
    • Thüringer Tourismus GmbH
    • DMK Deutsches Milchkontor
    • Messe Erfurt
    • Helaba Landesbank Hessen-Thüringen
    • Erfurter Bank
    • Computacenter (IT-Dienstleister)
    • Zalando (Logistikzentrum)
    • Capita Europe (Outsourcing-Dienstleister)
    • Freenet AG (Telekommunikation)
    • Deutsche Post DHL
    • Helios Klinikum
    • Flughafen Erfurt-Weimar
    • Amazon (Verteilzentrum)

    Jobs Erfurt Flughafen

    Jobs Erfurt FlughafenDer Flughafen Erfurt-Weimar liegt westlich der Landeshauptstadt. Mit dem Auto fährt man nur eine gute Viertelstunde von der Innenstadt bis zum Airport. Eine Stelle am Erfurter Flughafen ist damit in Reichweite – und keineswegs ein Pendler-Albtraum für alle, die zentrumsnah wohnen. Aktuell beschäftigt der Regionalflughafen rund 130 Mitarbeiter – viele davon in Teilzeit.

    Jobs am Flughafen Erfurt gibt es unter anderem für:

    Jobs Erfurt: Karriereaussichten und Wirtschaft

    Überregionale Bekanntheit hat das Erfurter Kreuz erlangt. Hier will der chinesische Konzern CATL für 240 Millionen eine moderne Autobatteriefabrik aus dem Boden stampfen. Von Erfurt aus sollen die Automobilzentren wie Wolfsburg und Ingolstadt schnell beliefert werden. Viele neue Jobs in Erfurt sollen entstehen.

    Im Januar 2020 kündigte zudem der baden-württembergische Automobilzulieferer Marquardt Services den Bau einer Produktionsstätte für Steuerungssysteme von Fahrzeugbatterien in Erfurt an. Das Unternehmen mit Stammsitz in Rietheim-Weilheim unterhält bei Arnstadt bereits eine Fertigung für die Innenraumelektronik von Autos. Dort sind momentan 25 Mitarbeiter beschäftigt, künftig sollen es 180 Arbeitsplätze sein. Im Bereich Batteriesteuerungen sollen weitere 100 neue Stellen in Erfurt hinzukommen.

    Große Namen haben sich in der thüringischen Landeshauptstadt nach und nach niedergelassen: Die Deutsche Bahn beschäftigt hier IT-Mitarbeiter, die Deutsche Post und E-Commerce-Senkrechtstarter Zalando haben Logistikzentren gebaut. Siemens indes kündigte im September 2018 an, in seinem Erfurter Generatorenwerk 200 von 500 Arbeitsplätzen abzubauen. Die Produktion wird in die USA verlagert, der Standort immerhin bleibt erhalten.

    Erstaunlich stark ist die Stadt im IT-Bereich. Erfurt beherbergt zahlreiche IT-Dienstleister. Und das, obwohl die Universität Erfurt von den Geisteswissenschaften geprägt ist und keinen Nachschub an IT-Kräften bereithält. Allerdings gibt es im Umkreis die Uni Jena und die TU Ilmenau. Beide bilden Informatiker aus.

    Jobs Erfurt – die ökonomischen Schwerpunkte Erfurts liegen in den Bereichen:

    • Maschinen- und Anlagenbau
    • Medien- und Kreativwirtschaft
    • Gartenbau
    • Nahrungsmittelindustrie
    • Logistik
    • Technologie (Mikrotechnologie, Photovoltaik, Sensorik, IT)

    Als Landeshauptstadt ist Erfurt Verwaltungssitz. Das Land Thüringen mit 12.000 Mitarbeitern und die Stadt Erfurt mit 4.000 sind die größten Arbeitgeber. Danach schaffen die Stadtwerke Erfurt und das Helios Klinikum die meisten Stellen in Erfurt.

    Im Städteranking 2019 von IW Consult belegte Erfurt wie schon im Vorjahr Platz 41 von 71 Großstädten in Deutschland. Pluspunkte gab es für den heimischen Arbeitsmarkt: Auch Frauen und Ältere finden überdurchschnittlich oft einen (neuen) Job in Erfurt.

    Muttischicht: Jobs für Muttis in Erfurt

    Jobs Erfurt MuttischichtSie sind vor allem im Einzelhandel verbreitet: Sogenannte Muttischichten, die es einer Mama (oder einem Papa) erlauben, in Teilzeit zu arbeiten – und zwar möglichst in dem Zeitraum, in dem die Kinder in der Kita sind. Wer einen Jobs als Verkäufer mit Muttischichten in Erfurt und Umgebung sucht, könnte bei diesen Arbeitgebern fündig werden:

    • Swarovski
    • Camp David
    • Orsay
    • Apollo Optik
    • Mäc Geiz
    • Foot Locker
    • Lidl
    • Big Burgester
    • Rewe
    • Edeka
    • Takko
    • J-Club
    • New Yorker
    • Ernsting’s Family
    • Pandora
    • Runner’s Point
    • Deichmann
    • Saturn
    • Görtz
    • Fressnapf
    • Christ
    • Tchibo
    • Roller
    • Dänisches Bettenlager

    Jobs Erfurt: Kosten, Lebenshaltung, Mietpreise

    Die Mieten in Erfurt steigen – allerdings nur moderat. Von 2018 auf 2019 haben sie nach Immowelt-Angaben um 1 Prozent angezogen. Die Medianmiete in Erfurt liegt demnach jetzt bei 7,50 Euro pro Quadratmeter. Der Medianwert meint: 50 Prozent der Wohnungen sind teurer, 50 Prozent billiger.

    Die Durchschnittsmiete liegt in Erfurt nach Angaben des Forschungsunternehmens F+B sogar noch unter der 7-Euro-Marke. Demnach befindet sich Erfurt auf einem Niveau mit Jena und Rostock, ist aber deutlich teurer als Potsdam, Schwerin oder Dresden. In Schwerin liegt die Durchschnittsmiete sogar bei weniger als sechs Euro pro Quadratmeter.

    Enorm gestiegen sind in Erfurt die Kaufpreise für Immobilien. Kostete der Quadratmeter 2017 noch 1.760 Euro, waren es laut Immowelt ein Jahr später schon 2.130 Euro – ein Anstieg von 21 Prozent. Damit ist eine Immobilie in Erfurt schon fast so teuer wie in Dresden, wo die Kaufpreise im gleichen Zeitraum „nur“ um zwölf Prozent von 1.990 Euro auf 2.230 Euro anzogen.

    Trotzdem leben die Erfurter günstig. Das Rechenbeispiel von Financescout24 zeigt es: Ein Arbeitnehmer mit einem Jahreseinkommen von 50.000 Euro müsste in München 78.500 Euro verdienen, um seinen Lebensstandard halten zu können. In Hamburg würde er immerhin 60.000 Euro benötigen, in Chemnitz dagegen nur 43.000 Euro.

    Wichtige Kontaktdaten und Servicestellen in Erfurt

    Sie wollen sich in Erfurt selbstständig machen, Ihre Steuererklärung abgeben oder Jobs in Erfurt suchen? Die wichtigsten Servicestellen hat Karrieresprung übersichtlich für Sie zusammengefasst:

    • Das Finanzamt Erfurt finden Sie hier.
    • Die Agentur für Arbeit Erfurt finden Sie hier.
    • Das Jobcenter Erfurt finden Sie hier.
    • Die IHK Erfurt finden Sie hier.
    • Die Handwerkskammer Erfurt finden Sie hier.
    • Jobs in Erfurt und Umgebung finden Sie in unserer Jobbörse.
    [Bildnachweis: S-F by Shutterstock.com]

    Telefoninterview: Tipps, No-Gos und typische Fragen

    Das Telefoninterview ist eine zeitgemäße Alternative zum Face-to-Face-Vorstellungsgespräch. In den meisten Fällen ist es aber nur dessen Vorstufe. Der Personaler kann via Telefon seinen Kandidatenkreis überprüfen – und verkleinern. Wenn Sie im Telefoninterview nicht überzeugen, schwinden Ihre Chancen auf den Job. So weit muss es aber gar nicht kommen. So überzeugen Sie im telefonischen Interview

    Telefoninterview: Sinn und Zweck

    Dass Sie vom Unternehmen zum Telefoninterview eingeladen worden sind, dürfen Sie als Kompliment verstehen. Man ist interessiert an Ihnen, sonst würde man sich die Zeit für das telefonische Bewerbungsgespräch erst gar nicht nehmen.

    Vermutlich aber gibt es noch die eine oder andere offene Frage vonseiten des Unternehmens. Der Personaler möchte sich einen näheren Eindruck von Ihnen verschaffen, ohne Sie gleich zum (persönlichen) Vorstellungsgespräch einladen zu müssen.

    Jetzt ist für ihn die Gelegenheit, nachzuhaken und Sie auf Unstimmigkeiten in der Bewerbung und im Lebenslauf abzuklopfen. Auf kritische Fragen dazu sollten Sie sich vorbereiten.

    Grundsätzlich setzen Unternehmen Telefoninterviews gerne ein, weil…

    • …sie dadurch Zeit und Geld sparen. Jobinterviews vor Ort sind aufwändiger, langwieriger und teurer.
    • …sie auf diese Weise eine größere Zahl an Kandidaten prüfen können. Das ist gerade für große Unternehmen, die aus einer Vielzahl an Bewerbungen schöpfen können, ein wichtiger Punkt. Sie können mit Hilfe von Telefoninterviews die Auswahl an interessanten Kandidaten erst vergrößern, dann schnell wieder verkleinern.
    • …sie die Spontanität und (geistige) Flexibilität eines Bewerbers testen können. Gespräche am Telefon erfordern Soft Skills. Auch die Kommunikationsfähigkeit wird auf den Prüfstand gestellt. In vielen Jobs müssen Kandidaten in der Lage sein, ein professionelles Telefonat zu führen. Das ist nicht jedermanns Stärke.
    • …sie einen Kandidaten besser kennenlernen. Wer zuerst ein Telefoninterview führt und dann noch ein Bewerbungsgespräch am Firmensitz, nimmt einen Bewerber doppelt unter die Lupe. Und aus der Statistik wissen wir: Je größer die Stichprobe, desto zuverlässiger das Ergebnis. Zweimal ist zwar nicht viel, aber zweimal ist besser als einmal.
    • …sie offene Fragen klären. Möglich, dass es dabei um Lücken im Lebenslauf, Fremdsprachenkenntnisse oder EDV-Kenntnisse oder etwas ganz anderes geht. Die wichtigsten Punkte können Arbeitgeber und Bewerber vorab besprechen. Fällt die Antwort nicht zufriedenstellend aus, kann sich das Unternehmen die Einladung zum Jobinterview sparen.

    Telefoninterview Dauer

    Gut vorbereitet ist halb gewonnen – das gilt für das Telefoninterview genauso wie für ein Bewerbungsgespräch von Angesicht zu Angesicht. Aber manchmal haben Sie gar keine Zeit für eine gründliche Vorbereitung. Dann nämlich, wenn Sie der Personaler überfallartig anruft. Auf dieses Prozedere müssen Sie sich erst gar nicht einlassen.

    Teilen Sie dem Anrufer mit, dass Sie momentan beschäftigt sind und keine Zeit für ein längeres Gespräch haben, aber sehr gerne einen zeitnahen Termin vereinbaren. Bei der Gelegenheit fragen Sie am besten direkt nach, wie lange das Telefoninterview voraussichtlich dauern wird. So können Sie sich besser darauf einstellen.

    Die veranschlagte Dauer des Telefoninterviews lässt zudem Rückschlüsse auf dessen Inhalt zu. Ein 20-minütiges Gespräch kratzt meist nur an der Oberfläche, lässt höchstens ein paar Rückfragen zu Ihrer Person und Ihrem Lebenslauf zu.

    Ist jedoch eine ganze Stunde avisiert, sollten Sie mit tiefergehenden Fragen zu Ihren Plänen und Karrierezielen rechnen – und auch einige smarte Rückfragen vorbereiten.

    Die Dauer hängt nicht zuletzt von unterschiedlichen Parametern ab – von Ihrem Sprechtempo etwa, der Länge Ihrer Selbstpräsentation oder von Ihren Rückfragen. Sie haben die Dauer des Telefoninterviews also selbst in der Hand – beziehungsweise im Mund. Die Mitte macht’s – nicht zu langatmig werden, aber auch nicht zu kurz angebunden sein!

    Insgesamt lässt sich festhalten: Ein Telefoninterview dauert normalerweise zwischen 30 und 60 Minuten.

    Telefoninterview: Lidl und Deutsche Bahn machen’s auch

    Telefoninterview Lidl Deutsche BahnTelefoninterviews sind gang und gäbe. Hier eine kleine Auswahl von Unternehmen, die auf telefonische Bewerbungsgespräche setzen:

    • Lidl
    • Deutsche Bahn
    • Xing
    • Hays
    • Cornelsen Verlag
    • Auto1
    • Bechtle
    • Deutsche Bank
    • Zeiss

    Lidl etwa will nach eigenen Angaben durch Telefoninterviews eine „solide Vorauswahl“ treffen. Dabei ist von der jeweiligen Stelle abhängig, ob der Discounter mit dem Bewerber ein Telefoninterview, ein Online-Assessment oder ein Videointerview durchführt. Im Internet berichten Bewerber, dass ihr Telefoninterview mit Lidl rund 20 Minuten gedauert hat.

    Telefoninterview Ablauf

    Ein Telefoninterview läuft meist so ähnlich ab wie ein Vorstellungsgespräch vor Ort. Es sei denn, der Unternehmensvertreter ruft Sie spontan und ohne Termin an. In dem Fall will er Sie testen. Will wissen, wie Sie reagieren und wie Sie mit Stress umgehen.

    Wenn Sie sich aber zum Telefoninterview verabredet und auf einen festen Termin geeinigt haben, ist der Ablauf üblicherweise so:

    • Vorstellung

      Sie begrüßen sich gegenseitig. Ihr Gesprächspartner stellt sich und sein Unternehmen kurz vor. Danach sind Sie an der Reihe. Wer sind Sie, woher kommen Sie, was haben Sie bisher gemacht?

    • Fragen

      Der Personalverantwortliche wird sich zuvor einige Fragen zurechtgelegt haben. Auf diese können Sie sich vorbereiten (siehe unten). Er will mehr über Sie erfahren, über Ihre Persönlichkeit und Motivation. Manchmal sind ihm spezifische Fachkenntnisse sehr wichtig.

    • Formalitäten

      Ein mögliches Eintrittsdatum könnte ein Thema sein. Oder Ihre genaue Position im Unternehmen. Oder Ihre Gehaltsvorstellungen. Viel hängt davon ab, ob Sie noch anderswo unter Vertrag stehen oder sofort verfügbar sind.

    • Rückfragen

      Die Gelegenheit, selbst Fragen zu stellen, sollten Sie unbedingt nutzen. Bereiten Sie eine Handvoll Fragen vor, die Sie – je nach Gesprächsverlauf – am Ende anbringen. In jedem Fall sollten Sie sich am Ende des Telefongesprächs nach dem weiteren Vorgehen erkundigen – und wann Sie mit einer Rückmeldung rechnen können. Ganz zum Schluss folgt die Verabschiedung.

    Telefoninterview Vorbereitung

    So gehen Sie gut vorbereitet ins Telefoninterview:

    • Sammeln Sie Informationen

      Sie sollten über die Basics Bescheid wissen. Was macht das Unternehmen überhaupt? Wo hat es Standorte, wie viele Mitarbeiter, welches Geschäftsmodell? Dazu genügt es oft schon, auf der Homepage zu stöbern. Auch ein Blick in die tagesaktuellen Nachrichten – beispielsweise durch eine Suche über Google News – kann nicht schaden.

    • Lernen Sie Ihren Lebenslauf

      Nicht so, dass sie ihn im Telefoninterview wie auswendig gelernt herunterrattern. Aber die wichtigsten Stationen und die größten Erfolge sollten sitzen. Zu Ihren Tätigkeiten, Stationen, Erfahrungen sollten Sie etwas sagen können – und sich dabei von Ihrer besten Seite präsentieren.

    • Bereiten Sie sich auf wichtige Fragen vor

      Sie können natürlich nicht jede Frage des Personalers kommen sehen. Viele aber schon. Schauen Sie sich vor allem die Standardfragen an und überlegen Sie sich ein paar sinnvolle – vielleicht sogar originelle – Antworten. Das gibt Ihnen Sicherheit.

    • Recherchieren Sie Ihren Gesprächspartner

      Indem Sie zum Beispiel auf sein Xing- oder Linkedin-Profil surfen. Die gesammelten Informationen könnten Ihnen helfen, sich auf Ihren Gesprächspartner vorzubereiten und einzustellen. Und vielleicht entdecken Sie ja sogar eine Gemeinsamkeit, die gleichen Hobbys oder dieselbe Alma Mater. Das bringt Sympathiepunkte.

    • Checken Sie die Telefonverbindung

      Wenn die Technik verrückt spielt, könnte das negativ auf das ganze Telefoninterview abfärben. Sorgen Sie also dafür, dass die Leitung steht. Benutzen Sie ein Festnetztelefon und kein Handy. Ein Smartphone, dem zwischendurch der Saft ausgeht, könnte signalisieren, dass Sie auch im Job schlampig und wenig sorgfältig sind. Vermeiden!

    • Ziehen Sie sich schick an

      Ja, es geht noch immer um ein Telefoninterview. Und ja, Ihr Gesprächspartner wird Sie gar nicht sehen können. Aber unterschätzen Sie nicht die Macht der Psychologie. Gute Kleidung macht Menschen selbstbewusster und selbstsicherer. Das wiederum hört man auch übers Telefon. Ziehen Sie sich also so an, als würden Sie zu einem Vorstellungsgespräch in die Firma gehen.

    Telefoninterviews Tipps

    Diese Tipps helfen Ihnen, ein erfolgreiches Telefoninterview zu führen:

    • Schaffen Sie eine angenehme Atmosphäre

      Smalltalk liegt nicht jedem. Versuchen Sie trotzdem, Ihren Gesprächspartner zu Beginn des Telefoninterviews emotional abzuholen. So bauen Sie eine gewisse Nähe auf – was sich bestimmt nicht schlecht auf den weiteren Verlauf des Gesprächs auswirkt. Vergessen Sie nicht, viel zu lächeln – auch das hört man am Telefon.

    • Vermeiden Sie Hintergrundlärm

      Fatal, wenn im Hintergrund der Fernseher läuft! Sie sollen sich voll und ganz auf das Telefoninterview konzentrieren, es nicht nur so nebenbei führen. Fokus und Konzentrationsfähigkeit sind schließlich auch im Job wichtig. Stellen Sie alle elektronischen Geräte – TV, Radio, Smartphone – aus und ziehen sich in ein möglichst ruhiges Zimmer zurück, in dem Sie nicht gestört werden.

    • Achten Sie auf Ihre Stimme

      Sprechen Sie langsam und deutlich. Sie können das Tempo auch variieren, aber bitte nicht nuscheln. Stimme und Sprechweise sollen ihr Selbstbewusstsein zeigen, nicht ihre Nervosität. Was hilft: Während des Telefonats aufstehen und einen festen Stand einnehmen.

    • Vermeiden Sie Jargon

      Jugendslang, Schimpfwörter oder gar Fäkalsprache – in Ihrer Freizeit können Sie sagen, was und wie Sie wollen. Aber im Telefoninterview achten Sie möglichst darauf, sich wie ein gebildeter und zivilisierter Mensch auszudrücken. Auch Füllwörter wie „äh“ und „öh“ nach Kräften vermeiden.

    • Lassen Sie sich nicht ablenken

      Während des Telefoninterviews machen Sie nur eines: Telefonieren. Also nicht nebenbei essen, rauchen, trinken, auf dem Smartphone herumtippen, mit der Fernbedienung oder dem Hund spielen. Mit einer Ausnahme…

    • Stellen Sie Wasser hin

      Die einzige Ablenkung, die Sinn macht: einen Schluck Wasser trinken. Das bewahrt Sie vor einem trockenen Hals. Aber nichts mit Kohlensäure. Aufstoßgefahr!

    • Lassen Sie Pausen zu

      Stille ist ein rhetorisches Mittel, das gerne unterschätzt wird. Lassen Sie sich in Pausen nicht verrückt machen und versuchen Sie nicht, krampfhaft irgendetwas zu sagen, nur um die Stille wegzuquasseln. Ruhig bleiben, Gedanken sammeln, Orientierung bewahren.

    • Fragen Sie nach

      Wenn Sie etwas nicht verstanden haben, fragen Sie unbedingt nach! Das ist bei einem Telefonat nichts Verwerfliches. „Können Sie das noch mal wiederholen bitte? Ich hab’ es akustisch nicht verstanden.“

    • Fallen Sie nicht ins Wort

      Andere unterbrechen ist eine grobe Unsportlichkeit. Im Telefoninterview kann es das Aus bedeuten, wenn Sie Ihrem Gesprächspartner fortwährend ins Wort fallen. Das zeigt nicht nur, dass Sie keine Manieren haben – sondern auch, dass Sie nicht zuhören können.

    • Stellen Sie sich auf Englisch ein

      Vor allem in größeren Unternehmen entwickelt sich Englisch zunehmend zur Amtssprache. Vielleicht will der Personaler mit eigenen Ohren hören, ob und wie gut Sie es beherrschen. Stellen Sie sich also mental darauf ein, dass er spontan ins Englische wechselt. Dann bitte nicht in Panik verfallen, sondern ganz ruhig bleiben und nicht überhastet antworten.

    • Verabschieden Sie sich persönlich

      „Vielen Dank für das nette Gespräch, Herr oder Frau Schneider!“ Verabschieden Sich unbedingt persönlich von Ihrem Gesprächspartner. Dies beschert Ihnen einen guten letzten Eindruck – und Pluspunkte.

    9 typische Fragen im Telefoninterview

    Die Fragen in einem Telefoninterview sind nicht bei jedem Bewerber gleich. Ihr Gesprächspartner wird – sofern er sich gut vorbereitet – auf Ihren Lebenslauf eingehen. Dabei könnte er auf Lücken gestoßen sein, auf viele Arbeitgeberwechsel oder auf Stationen, die auf eine Kündigung in der Probezeit hindeuten. Es würde sich anbieten, Sie danach zu fragen.

    Falls Ihre Vita derart neuralgische Punkte aufweist, bereiten Sie sich darauf vor. Fragen im Telefoninterview könnten sein:

    • Wurden Sie im letzten Job gekündigt und warum?
    • Welche Kompetenzen qualifizieren Sie für den Job?
    • Welche Motivation bringen Sie mit?

    Es gibt auch Unternehmen, die unkonventionelle Wege gehen. Manche verlangen am Telefon, dass Ihnen der Bewerber einen Witz oder eine spannende Anekdote aus Ihrem Leben erzählt. Andere switchen unvermittelt in eine andere Sprache – zumal dann, wenn Fremdsprachenkenntnisse im neuen Job eine entscheidende Rolle spielen.

    Der Interviewer will im Telefongespräch in den meisten Fällen etwas herausfinden über Ihre…

    • Werte
    • Ziele
    • Motivation
    • Arbeitsweise

    Diese Fragen könnten im Telefoninterview auf Sie zukommen:

    • Wie geht es Ihnen?

      Eine vermeintlich harmlose Einstiegsfrage. Aber eine, die es durchaus in sich hat. Denn ob jemand Smalltalk beherrscht – wenigstens im Ansatz – gibt Hinweise darauf, wie souverän er oder sie später mit Kollegen, Kunden und Gesprächspartnern umgehen wird. Seien Sie unverfänglich, aber charmant. Und sagen Sie bitte nicht, dass Sie gerade „furchtbar nervös“ seien: Sie sind keine 14 mehr!

    • Was halten Sie von unseren Produkten?

      Achtung! Wenn Sie sich jetzt als Ahnungsloser outen, der das Unternehmen gar nicht wirklich kennt, sind Sie unten durch. Sie sollten schon wissen, was das Unternehmen herstellt und wofür es sonst noch bekannt ist. Sie müssen sich nicht als Fan der Firma positionieren, aber dürfen tun Sie es schon. Ehrlich gesagt ist es nämlich so: Schleimen hilft. Das ist wissenschaftlich erwiesen.

    • Was mochten Sie an Ihrem letzten Job nicht?

      Das ist eine fiese Frage. Einerseits sollte man niemals über den alten Arbeitgeber lästern, aber ein bisschen Kritik kann ja grundsätzlich nicht schaden – außerdem wäre es vollkommen unrealistisch, wenn Sie nichts zu beanstanden gehabt hätten. Einen Mittelweg zu finden ist schwierig, aber nicht unmöglich. Beispiel für eine gute Antwort: „Ich hätte gerne noch mehr Verantwortung übernommen.“ Oder mit einem Augenzwinkern: „Die Kantine war eine einzige Katastrophe.“

    • Was reizt Sie besonders an diesem Job?

      Der Personaler drängt Sie dazu, möglichst konkret zu werden. Sie sollten natürlich Ihre allgemeine Motivation nach vorne stellen. Aber Sie können ruhig auch ins Detail gehen – und die Dinge nennen, die Ihnen normalerweise besonders viel Freude bereiten. Beachten Sie nur: Ihre Ziele und Wünsche sollten sich mit denen des Unternehmens decken! Tabu sind Antworten wie: „Gutes Gehalt“ oder „Angenehme Arbeitszeiten“. Wenn Sie Ihrem Unternehmen bei der Entwicklung helfen und sich dabei selbst weiterentwickeln – das wäre ein Win-win.

    • Sind Sie ein Häuptling oder ein Indianer?

      Für die meisten dürfte die Antwort klar sein. Sie werden mit Häuptling antworten – die meisten aber wohl nur deshalb, weil sie denken, dass diese Antwort von ihnen erwartet wird. Wenn Sie sich für einen Häuptling halten, dann müssen Sie dies aber auch gut begründen – und mit Referenzen – belegen können.

    • Was muss ich über Sie wissen, was nicht in Ihrem Lebenslauf steht?

      Eine sehr offensive Frage in einem Telefoninterview. Sie verrät, wie offen Sie sind. Der Grad Ihrer Offenheit bleibt aber natürlich Ihnen überlassen. Geben Sie nichts preis, von dem Sie nicht wollen, dass es Ihr Gesprächspartner erfährt. Aber Sie können genauso gut ein markiges Statement abgeben, ein kleines Geheimnis lüften und sich somit in Erinnerung bringen.

    • Wie sieht der perfekte Job für Sie aus?

      Eine Frage, die im Telefoninterview extrem schwierig zu beantworten ist. Den meisten dürfte wohl bewusst sein, dass sie nicht mit „möglichst einfach“ oder „Hauptsache, viel Geld verdienen“ antworten sollten. Aber über wie viel Gestaltungskraft verfügen Sie? Wie konkret sieht Ihre Karriereplanung aus und wie arbeiten Sie? Darauf lässt Ihre Antwort Rückschlüsse zu.

    • Wovor haben Sie – diesen Job betreffend – am meisten Respekt?

      Dass nicht alles eitel Sonnenschein sein wird, sollte klar sein. Aber wie viel Offenheit wollen Sie Ihrem Gesprächspartner zumuten? Durch eine überlegte Antwort beweisen Sie Reflexion, Weitsicht und Verstand. Und Sie zeigen, dass Sie wissen, welche Herausforderungen auf Sie zukommen und wie Sie diese meistern wollen.

    • Wie viel Interesse haben Sie an dieser Stelle auf einer Skala von 1 bis 10?

      Die Mehrzahl der Kandidaten dürfte 10 sagen. Dann müssen sie aber auch darlegen können, warum das so ist. Wenn Sie gerne pokern oder wirklich noch mehrere Asse im Ärmel haben, können sie auch 8 oder 9 antworten. Daraufhin wird Sie der Personaler ganz bestimmt fragen, warum es zur 10 nicht gereicht hat. Wenn Sie jetzt etwas Kluges sagen, beweisen Sie Chuzpe und können sogar Ihren Marktwert in die Höhe treiben. Ein Vabanque-Spiel!

    Telefoninterview: Vorteile und Nachteile

    Telefoninterview TippsDer größte Vorteil des Telefoninterviews in der Bewerbung: Ihr Gegenüber sieht Sie nicht. Sie können im Bademantel telefonieren oder im Jogginganzug, auf der Couch oder im Garten, völlig ungeschminkt und mit zerzauster Aufsteh-Frisur.

    Auch sieht er nicht, dass Sie unruhig mit den Fingern tippen oder sonstige Zuckungen haben. Gerade für Menschen, die schnell nervös werden oder Lampenfieber entwickeln, ein unschätzbarer Vorteil.

    Ein Nachteil ist es für all die, die im persönlichen Gespräch sehr sicher sind. Sie können ihre Stärken nicht in die Waagschale werfen – beziehungsweise müssen damit bis zum Bewerbungsgespräch warten.

    Sie können Ihre Worte nicht durch Gestik und Mimik unterstützen. Und: Wenn Sie nicht mit einer wohlklingenden Stimme gesegnet sind, hilft Ihnen das im Telefoninterview auch nicht.

    8 No-Gos im Telefoninterview

    Das kommt im Telefoninterview gar nicht gut an:

    • Lärm

      Setzen Sie nicht in Ihr Lieblingscafé oder lassen das Fenster auf, wenn Sie an einer vielbefahrenen Straße wohnen. Ruhe sorgt für höhere Konzentration – und sie vermittelt Professionalität. Wenn im Hintergrund jemand Krach macht, könnte man an Ihrer zweifeln.

    • Indiskretion

      Plaudern Sie nicht aus dem Nähkästchen. Privates soll privat bleiben. Ihre Eltern, Kinder oder Liebschaften sind nicht Thema im Telefoninterview. Bedenken Sie: Sie reden hier mit einem Fremden, den Sie wahrscheinlich noch nie gesehen haben – und möglicherweise auch nie zu Gesicht bekommen werden.

    • Multitasking

      Menschen sind nicht fürs Multitasking gemacht (entgegen einer weitverbreiteten Meinung auch Frauen nicht). Konzentrieren Sie sich voll und ganz aufs Telefoninterview – auch wenn die Verlockung groß ist, sich nebenbei die Nägel zu lackieren.

    • Desinteresse

      In jedem Vorstellungsgespräch sollte der Bewerber Rückfragen stellen, um erstens mehr Informationen zu gewinnen und zweitens Interesse zu signalisieren. Das gilt auch für ein telefonisches Bewerbungsgespräch.

    • Unpünktlichkeit

      Sie sollten schon ans Telefon gehen, wenn der Personaler Sie zum verabredeten Zeitpunkt anruft – oder selbst pünktlich im Personalbüro durchklingeln. Unpünktlichkeit ist in Personaler-Kreisen eine Todsünde. Haben Sie wenigstens eine gute Ausrede parat, wenn Sie zu spät dran sind.

    • Hinhaltetaktik

      „Entschuldigen Sie, ich habe gerade jemanden in der Leitung. Ich rufe Sie in zwei Minuten zurück, ok?“ Der Job scheint bei Ihnen nicht oberste Priorität zu haben. So kommt das bei Ihrem Gegenüber jedenfalls an. Tun Sie so etwas nicht – es sei denn, Sie sind in einer familiären Notlage, die keinen Aufschub duldet.

    • Unterbrechungen

      Auch wenn Sie schon ganz ungeduldig sind und Ihre Punkte unbedingt anbringen wollen: Fallen Sie Ihrem Gesprächspartner nicht ins Wort. Lassen Sie ihn ausreden und hören aufmerksam zu – das ist gar nicht immer so leicht, wie es sich anhört.

    • Funkloch

      Nicht selbstverständlich, dass Ihr Gesprächspartner Sie gut versteht. Für ein erquickliches Gespräch ist eine gute Verbindung zwingend erforderlich. Stellen Sie sicher, dass alles funktioniert und Sie nicht in einem Funkloch sitzen.

    Telefongespräch Bewerbung: Gute Zeichen

    War das telefonische Kennenlernen nun ein Erfolg oder doch eher ein Reinfall? Das ist oft schwer zu beurteilen. Auch der Gesprächspartner wird Ihnen sicher nicht verraten, ob Sie in seinen Augen eine gute oder schlechte Figur abgegeben haben. Abr es gibt Indizien. Manchmal erkennen Sie es daran, dass…

    1. …Sie Gemeinsamkeiten entdecken konnten

      Persönliche Sympathie sollte Sie niemals unterschätzen – erst recht nicht im Bewerbungsprozess. Wenn Sie und Ihr Telefoninterviewer Gemeinsamkeiten entdeckt und sich darüber ausgetauscht haben, ist das ganz bestimmt kein Nachteil für Sie. Ob es sich dabei um die gemeinsame Schule, Universität, Arbeitgeber handelt oder den gleichen Fußballverein, Urlaubsziel oder Lieblingsserie im TV. Gemeinsames verbindet.

    2. …das Gespräch länger gedauert hat als erwartet

      Der Personaler opfert seine kostbare Zeit nicht aus Langeweile für Sie. Er will wissen, ob Sie für das Unternehmen brauchbar, für die ausgeschriebene Stelle geeignet sind. Wenn Sie das offenkundig nicht sind, ist es in seinem Interesse, das Gespräch möglichst schnell zum Ende zu bringen. Erkennt er jedoch Potenzial in Ihnen, widmet er Ihnen gerne noch ein paar Minuten mehr. Dauert das Telefoninterview also länger als erwartet, ist dies ein gutes Zeichen.

    3. …Sie gut vorbereitet waren

      Vorbereitung ist das eine, Umsetzung das andere. Wenn Ihnen die gut gelungen ist, dann dürfen Sie sich berechtigte Hoffnungen auf den Job machen. Wenn Sie zum Beispiel Fachwissen über die Branche und das Unternehmen einbringen, Ihre größten Erfolge darlegen und die Fragen souverän beantworten konnten, ist das eine schöne Belohnung für die Mühen, die Sie in die Vorbereitung des Telefoninterviews gesteckt haben.

    Telefoninterview Leitfaden

    Telefoninterview Leitfaden

    • Störquellen beseitigen
    • Rückfragen vorbereiten
    • Gerade hinsetzen
    • Unterlagen ausbreiten
    • Festnetztelefon benutzen
    • Wasser hinstellen
    • Notizen machen
    • Viel lächeln
    • Deutlich sprechen
    • Ausreden lassen
    • Persönlich verabschieden

    Eine Checkliste zum Ausdrucken finden Sie hier: Telefoninterview PDF.

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    [Bildnachweis: Roman Samborskyi by Shutterstock.com]

    Kündigungsfristen für Arbeitnehmer und Arbeitgeber

    Kuendigungsfristen Arbeitnehmer Arbeitgeber Arbeitsvertrag

    Die Kündigungsfristen sind gesetzlich vorgegeben. Kein Unternehmen kann Sie von heute auf morgen vor die Tür setzen. Umgekehrt können Sie auch Ihrem Arbeitgeber nicht urplötzlich den Rücken kehren. Aber wie lange dauert es von der Kündigung bis zum letzten Arbeitstag? Wie lange ist ist die Kündigungsfrist bei einer Betriebszugehörigkeit von drei Jahren? Und wie lange ist die gesetzliche Kündigungsfrist bei 20 Jahren? Alles, was Arbeitnehmer und Arbeitgeber zum Thema Kündigungsfristen wissen müssen…

    Gesetzliche Kündigungsfristen für Arbeitnehmer und Arbeitgeber

    Bei einer ordentlichen Kündigung sind die gesetzlichen Kündigungsfristen einzuhalten. Sie gelten für Arbeitnehmer wie für Arbeitgeber und sind im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) § 622 geregelt.

    Die sogenannte Grundkündigungsfrist beträgt vier Wochen zum 15. eines Monates oder zum Monatsende. Diese gilt für jeden Arbeitnehmer – mit Ausnahme derer, mit denen vertraglich etwas anderes vereinbart wurde. So können beispielsweise Kleinbetriebe, die weniger als 20 Arbeitnehmer ausschließlich der Azubis beschäftigen, durch eine individuelle Vereinbarung im Arbeitsvertrag festhalten, dass die vierwöchige Kündigungsfrist durch den Arbeitnehmer nicht nur zum 1. und 15. eines Monats vollzogen werden kann, sondern ohne festen Kündigungstermin.

    Weniger als vier Wochen darf die Kündigungsfrist aber auch hier nicht betragen. Sie können als Arbeitnehmer also bei Ihrem Arbeitgeber vier Wochen vorher die Kündigung einreichen – unabhängig davon, wie lange Sie schon beschäftigt sind.

    Umgekehrt gilt dies nicht. Will der Arbeitgeber einem Mitarbeiter kündigen, ist die Dauer der Betriebszugehörigkeit die entscheidende Größe. So beträgt die gesetzliche Kündigungsfrist für Arbeitgeber

    • einen Monat zum Ende eines Kalendermonats bei einer Betriebszugehörigkeit von zwei Jahren
    • zwei Monate zum Ende eines Kalendermonats bei einer Betriebszugehörigkeit von fünf Jahren
    • drei Monate zum Ende eines Kalendermonats bei einer Betriebszugehörigkeit von acht Jahren
    • vier Monate zum Ende eines Kalendermonats bei einer Betriebszugehörigkeit von zehn Jahren
    • fünf Monate zum Ende eines Kalendermonats bei einer Betriebszugehörigkeit von zwölf Jahren
    • sechs Monate zum Ende eines Kalendermonats bei einer Betriebszugehörigkeit von 15 Jahren
    • sieben Monate zum Ende eines Kalendermonats bei einer Betriebszugehörigkeit von 20 Jahren

    Eine Ausnahme bilden Aushilfstätigkeiten, die nicht länger als drei Monate ausgeübt werden. Hier kann im jeweiligen Arbeitsvertrag eine kürzere Kündigungsfrist als die gesetzliche festgelegt werden.

    Kündigungsfristen Probezeit: Wann kann ich kündigen?

    Die Probezeit ist schon dem Namen nach eine Ausnahme: eine Zeit, in der sich der Arbeitnehmer bewähren soll und muss. Sie dient dazu, dass sich beide Seiten näher kennenlernen.

    In Wahrheit bringt sie in erster Linie dem Unternehmen Vorteile. Es kann sich schnell eines neuen Mitarbeiters entledigen, sollte sich herausstellen, dass dieser für die Stelle untauglich – oder charmanter ausgedrückt: nicht so prädestiniert wie erhofft – ist.

    Aber: Auch in der Probezeit kann das Unternehmen einen Arbeitnehmer nicht von heute auf morgen vor die Tür setzen. Es gilt eine verkürzte Kündigungsfrist von zwei Wochen – sowohl für den Arbeitnehmer als auch für den Arbeitgeber.

    Entscheidend ist dabei, wann die Kündigung der Gegenseite zugeht. Dies muss innerhalb der Probezeit erfolgen. Möglich ist es demzufolge auch, am letzten Tag der Probezeit zu kündigen und den Arbeitsvertrag somit zwei Wochen nach der Probezeit zu beenden.

    Eine Ausnahme ist die außerordentliche fristlose Kündigung. In diesem Fall gibt es keine Kündigungsfrist.

    Kündigungsfristen Arbeitsvertrag: Welche Regelungen können enthalten sein?

    Die gesetzlichen Kündigungsfristen stehen im Bürgerlichen Gesetzbuch. Sie sind allgemeingültig. Das heißt aber nicht, dass alle zusätzlichen Klauseln zur Kündigungsfrist im Arbeitsvertrag unwirksam sein müssen – manche sind es aber durchaus. Schauen Sie also genau in Ihren Arbeitsvertrag.

    So darf zum Beispiel die Kündigungsfrist für Arbeitnehmer nie unterhalb der gesetzlichen Kündigungsfrist von vier Wochen liegen. Ein Arbeitgeber kann nicht einfach eine Kündigungsfrist von einer, zwei oder drei Wochen in den Arbeitsvertrag aufnehmen. Tut er es doch, ist die Klausel unwirksam.

    Im entgegengesetzten Fall ist eine Verlängerung sehr wohl möglich. So kann beispielsweise die Kündigungsfrist des Arbeitnehmers an die des Arbeitgebers angepasst werden. Dann muss auch der Arbeitnehmer bei einer langjährigen Betriebszugehörigkeit eine mehrmonatige Kündigungsfrist einhalten – nicht allein das Unternehmen. So ist es speziell bei Führungskräften keine Seltenheit, dass in ihren Arbeitsverträgen eine mehrmonatige Kündigungsfrist festgeschrieben wird.

    Aber Achtung: Über die Kündigungsfrist des Unternehmens hinausgehen darf sie nicht. Und zu lang sein darf sie ebenfalls nicht. So entschied das Bundesarbeitsgericht in einem Urteil 2017, dass eine dreijährige Kündigungsfrist eine unangemessene Benachteiligung des Arbeitnehmers und damit unwirksam sei. Sie verstoße gegen Paragraph 307 des Bürgerliches Gesetzbuches (BGB), weil sie die im Grundgesetz geschützte Berufsausübungsfreiheit verletze. Steht eine solche Klausel in Ihrem Arbeitsvertrag, ist sie unwirksam. Sprechen Sie im Zweifelsfall Ihren Rechtsanwalt darauf an.

    Bei aller Fairness und Chancengleichheit: Eine verlängerte Kündigungsfrist hat für Sie als Arbeitnehmer natürlich Nachteile. Sie können nicht so schnell den Arbeitsplatz wechseln, um eine neue Herausforderung anzunehmen. Ein möglicher Einkommensverlust!

    Arbeitgeber hingegen können länger und besser planen, ihre Personalplanung profitiert insgesamt. Andererseits können kurze Kündigungsfristen in Zeiten des War for Talents durchaus auch ein Argument sein, das Unternehmen bei der Verhandlung mit Fachkräften in die Waagschale werfen können.

    Kündigungsfristen Tarifvertrag: Das gilt im Öffentlichen Dienst

    Auch in Tarifverträgen finden sich mitunter spezielle Regelungen und Hinweise zu Kündigungsfristen. Ein genauer Blick lohnt sich!

    Achtung: Anders als im Arbeitsvertrag können die tariflichen Kündigungsfristen deutlich verkürzt sein. Dabei können sie auch von den gesetzlichen Kündigungsfristen abweichen.

    Der Tarifvertrag für den Öffentlichen Dienst (TVÖD) etwa unterscheidet zwischen befristeten und unbefristeten Arbeitsverträgen.

    Diese Kündigungsfristen gelten laut Tarifvertrag für unbefristete Verträge:

    • zwei Wochen Kündigungsfrist zum Monatsende bei einer Betriebszugehörigkeit von weniger als sechs Monaten
    • ein Monat Kündigungsfrist zum Monatsende bei einer Betriebszugehörigkeit von bis zu einem Jahr
    • sechs Wochen Kündigungsfrist zum Quartalsende bei einer Betriebszugehörigkeit zwischen einem und fünf Jahren
    • drei Monate Kündigungsfrist zum Quartalsende bei einer Betriebszugehörigkeit zwischen fünf und acht Jahren
    • vier Monate Kündigungsfrist zum Quartalsende bei einer Betriebszugehörigkeit zwischen acht und zehn Jahren
    • fünf Monate Kündigungsfrist zum Quartalsende bei einer Betriebszugehörigkeit zwischen zehn und 15 Jahren
    • sechs Monate Kündigungsfrist zum Quartalsende bei einer Betriebszugehörigkeit von mehr als zwölf Jahren

    Diese Kündigungsfristen gelten laut Tarifvertrag für befristete Verträge:

    • zwei Wochen Kündigungsfrist zum Monatsende bis zum Ablauf der Probezeit
    • vier Wochen Kündigungsfrist zum Monatsende bei einer Betriebszugehörigkeit von mehr als sechs Monaten
    • sechs Wochen Kündigungsfrist zum Monatsende bei einer Betriebszugehörigkeit von mehr als einem Jahr
    • drei Monate Kündigungsfrist zum Quartalsende bei einer Betriebszugehörigkeit von mehr als zwei Jahren
    • vier Monate Kündigungsfrist zum Quartalsende bei einer Betriebszugehörigkeit von mehr als drei Jahren

    Kündigungsfristen berechnen: So geht’s

    Eine Kündigung bedarf der Schriftform. Und auf der schriftlichen Kündigung steht immer eine Datumsangabe. Also ist es doch logisch, dass dieses Datum maßgebend für die Berechnung der Kündigungsfrist ist, oder?

    Antwort: Nein. Es könnte ja sein, dass der Arbeitgeber das Kündigungsschreiben schon vor zwei Monaten erstellt und jetzt erst wieder aus der Schublade gezaubert hat. Oder dass er das Datum absichtlich zurückdatiert hat. Oder dass er sich beim Datum schlicht geirrt hat. Oder…

    Das heißt: Das Datum auf dem Kündigungsschreiben spielt für die Berechnung der Kündigungsfrist keine Rolle. Entscheidend ist alleine, wann die Kündigung beim Empfänger als zugestellt gilt.

    Die nächste Frage aber lautet: Zu welchem Zeitpunkt gilt eine Kündigung als erklärt und zugestellt?

    Hierbei ist entscheidend, wann der Mitarbeiter die Information der Kündigung tatsächlich erhält. Wird die Kündigung persönlich überreicht, ist die Antwort klar. Aber was, wenn das Dokument mit der Post verschickt wurde? Das ist schon kniffliger. Die Rechtsprechung geht davon aus, dass die Kündigungsfrist beginnt, wenn das Schreiben in den Machtbereich des Empfängers gelangt ist.

    Das klingt kompliziert, ist aber ganz einfach. Wenn die Kündigung im Briefkasten des Mitarbeiters liegt, hat sie dessen Machtbereich erreicht. Es bringt also nichts, wenn Sie den Brief mit dem Kündigungsschreiben gar nicht erst öffnen – er gilt dennoch als zugestellt.

    Aber sogar der genaue Zeitpunkt spielt eine Rolle. Wenn die Kündigung bis zum Nachmittag eintrifft, beginnt die Kündigungsfrist normalerweise noch am gleichen Tag. Denn der Arbeitnehmer hatte ja die Möglichkeit, seinen Briefkasten zu kontrollieren. Wird sie am Abend zugestellt, geht man davon aus, dass die Kündigung erst am nächsten Tag beim Empfänger eingeht.

    Und dann wäre da noch der Wochentag: Wenn die Kündigung an einem Samstagabend eingeht, gilt sie üblicherweise erst am Montagmorgen als zugestellt. Am Montag beginnt damit die Kündigungsfrist. Denn Gerichte gehen davon aus, dass Briefkästen samstagabends und sonntags nicht regelmäßig geleert werden.

    Kompliziert, nicht wahr? Als Faustregel können Sie sich merken, dass die Kündigungsfrist meist an dem Tag beginnt, nach dem ein Mitarbeiter die Kündigung erhalten hat. Beispiel: Die Kündigung wird am 5. August ausgesprochen und zugestellt. Dann ist der 6. August der erste Tag der Kündigungsfrist.

    Beginn Kündigungsfrist berechnen: 4 Beispiele

    Hier sind einige Beispiele, wie Sie den Beginn der Kündigungsfrist berechnen können:

    • Beginn Kündigungsfrist berechnen: Beispiel 1

      Sie werden von Ihrem Chef in sein Büro zitiert. Dort überreicht er Ihnen persönlich die schriftliche Kündigung. Die Kündigungsfrist beginnt somit ab dem nächsten Tag.

    • Beginn Kündigungsfrist berechnen: Beispiel 2

      Das Unternehmen verschickt die Kündigung schriftlich am 10. April. Das ist ein Mittwoch. Am Donnerstagvormittag wird das Kündigungsschreiben zugestellt und landet in Ihrem Briefkasten. Sie haben den ganzen Tag Zeit, diesen zu leeren. Dadurch gilt die Kündigung am Donnerstag als zugestellt – unabhängig davon, ob Sie das Dokument wirklich gelesen haben oder nicht.

    • Beginn Kündigungsfrist berechnen: Beispiel 3

      Der Chef wirft die Kündigung persönlich in Ihren Briefkasten. Das tut er am 15. Februar – einem Samstagabend – um 22.00 Uhr. Sie gehen nicht davon aus, zu dieser Zeit noch Post zu erhalten. Man kann von Ihnen nicht erwarten, den Briefkasten zu kontrollieren. Die Kündigung gilt somit erst am Montag, den 17. Februar, als zugestellt.

    • Beginn Kündigungsfrist berechnen: Beispiel 4

      Der Briefträger verspätet sich und wirft die Kündigung erst am Dienstagabend um 20.30 Uhr in Ihren Postkasten. Zu dieser Uhrzeit kann niemand von Ihnen verlangen, noch einmal nach der Post zu schauen. Die Kündigung gilt damit erst am Mittwoch als zugestellt.

    Berechnung Kündigungsfrist: Beispiel

    Wann endet das Arbeitsverhältnis genau? Dabei kommt es immer wieder zu Ungereimtheiten und Missverständnissen. Grundsätzlich ist es nicht ganz unwichtig, zu welchem Zeitpunkt die Kündigung ausgesprochen wird. Die Dauer bis zum Ende des Arbeitsverhältnisses kann sich dadurch spürbar verlängern oder verkürzen.

    Außerdem haben Sie als Arbeitgeber die Möglichkeit, Klage vor dem Arbeitsgericht einzureichen, sollte der Arbeitgeber die Kündigungsfrist falsch berechnet haben.

    Hier sind einige Beispiele für die Berechnung der Kündigungsfrist:

    • Berechnung Kündigungsfrist Beispiel 1

      Sie erhalten von Ihrem Arbeitgeber am 1. Juni eine Kündigung. Ihr Arbeitsverhältnis besteht zu diesem Zeitpunkt noch keine zwei Jahre. Somit gilt die Grundkündigungsfrist von vier Wochen zum 15. eines Monats oder zum Monatsende. Unter Berücksichtigung der vierwöchigen Kündigungsfrist endet das Arbeitsverhältnis am 30. Juni.

    • Berechnung Kündigungsfrist Beispiel 2

      Sie erhalten das Kündigungsschreiben von Ihrem Arbeitgeber am 6. November. Ihr Arbeitsverhältnis besteht mehr als zwei Jahre. Der Arbeitgeber kann mit einer Kündigungsfrist von einem Monat bis zum Ende eines Kalendermonats kündigen, aber nicht mehr bis zum 15. eines Monats. Weil in diesem Fall der November schon angebrochen ist, ist der mögliche Kündigungstermin der 31. Dezember 2019. Der Zeitraum zwischen Kündigung und dem Ende des Arbeitsverhältnisses ist somit einen ganzen Monat länger. Das wäre im Übrigen auch dann der Fall gewesen, wenn die Kündigung schon am 1. November zugestellt worden wäre. Die Kündigungsfrist beginnt erst am Tag danach, der Kündigungstermin wäre dann ebenfalls der 31. Dezember gewesen.

    • Berechnung Kündigungsfrist Beispiel 3

      Sie erhalten die Kündigung am 12. Oktober. Das Arbeitsverhältnis mit Ihrem Arbeitgeber besteht schon mehr als fünf Jahre. Die gesetzliche Kündigungsfrist beträgt zwei Monate zum Ende eines Kalendermonats. In diesem Fall endet die Kündigungsfrist am 31. Dezember.

    • Berechnung Kündigungsfrist Beispiel 4

      Sie erhalten die Kündigung von Ihrem Arbeitgeber am 7. März. Ihr Arbeitsverhältnis dauert schon mehr als acht Jahre, so dass die Kündigungsfrist drei Monate zum Ende eines Kalendermonats beträgt. Dadurch endet die Kündigungsfrist in diesem Fall erst am 30. Juni.

    Warum gibt es Kündigungsfristen überhaupt?

    Warum gibt es gesetzliche Kündigungsfristen Arbeitnehmer Arbeitgeber
    Kündigungsfristen sind nichts Selbstverständliches. In den USA etwa sind unsere großzügigen Regelungen weitgehend unbekannt. Es gilt das Prinzip Hire-and-fire, Arbeitnehmer können jederzeit vor die Tür gesetzt werden – oder selbst von einem Tag auf den anderen wechseln.

    In Deutschland gelten Kündigungsfristen dem Arbeitnehmerschutz. Der Beschäftigte soll vor Arbeitslosigkeit ein Stück weit abgesichert werden. Vor allem vergrößern Kündigungsfristen seine Planungssicherheit.

    Grundsätzlich muss jedes Unternehmen, das einem Arbeitnehmer kündigen will, die jeweiligen Kündigungsfristen einhalten. Umgekehrt gilt das auch. Die Kündigungsfristen sind aber keineswegs immer einheitlich. Es gibt für beide Seiten einiges zu beachten.

    Die Kündigungsfrist bezeichnet dabei den Zeitraum zwischen dem Aussprechen bzw. Zustellen der Kündigung und dem offiziellen Ende des Arbeitsverhältnisses. In der Realität liegen mehrere Wochen dazwischen.

    Der offensichtliche Vorteil aus Arbeitnehmersicht: Sie erhalten weiterhin Ihr Gehalt und haben Zeit, sich auf die neue Situation einzustellen – indem sie zum Beispiel die Suche nach einem neuen Job starten. Arbeitgeber wiederum können die Zeit nutzen, um Ausschau nach einem Nachfolger zu halten. Währenddessen steht Ihnen die Arbeitskraft weiterhin zur Verfügung.

    Kündigungsfristen Arbeitnehmer: 6 Dinge, die Sie noch erledigen sollten

    Bevor Sie das Unternehmen endgültig verlassen, sollten Sie klar Schiff machen. Kündigung vorbereiten – das sind die wichtigsten Etappen:

    • To-do-Liste

      Was sind Ihre wichtigsten Projekte? Was müssen Sie unbedingt noch abarbeiten? Mit wem ein Gespräch führen? Erstellen sie eine Liste, auf der Sie alle Projekte und Aufgaben notieren, an denen Sie gegenwärtig arbeiten. Diese Liste arbeiten Sie konsequent ab. So kann Ihnen niemand nachsagen, sich nicht bis zum Schluss für die Firma engagiert zu haben.

    • übergabe

      Wenn Sie eine blitzsaubere Übergabe hinlegen, werden Sie in guter Erinnerung bleiben. Das könnte Ihnen später noch von Nutzen sein. In erster Linie aber ist es einfach nur anständig. Erstellen Sie also gut sortierte Übergabeprotokolle für Ihren Nachfolger. Wenn dieser schon feststeht, können Sie ihn direkt einarbeiten.

    • Ordnung

      Räumen Sie Ihre Sachen aus dem Schrank. Alte Unterlagen, Bilder, Dokumente, Nippes. Auch auf Ihrem Rechner sollten Sie vor Ihrem Abschied Ordnung schaffen. Dateien, die Sie nicht mehr brauchen, löschen sie. Und vergessen Sie nicht, Ihre eigenen Dateien abzuspeichern und mitzunehmen oder in die Cloud zu transferieren – zum Beispiel Fotos.

    • Netzwerk

      Vielleicht kommt bei Ihnen in den letzten Wochen Wehmut auf. So viele nette Menschen, die Sie nun nicht mehr so oft sehen werden. Sie sollten aber auch pragmatisch denken. Je mehr Kontakte in Ihrem Netzwerk, desto hilfreicher für Sie. Nutzen Sie die verbleibende Zeit, um sich mit Ihren Noch-Kollegen zu vernetzen – wenn Sie es nicht schon sind. Das ist heute dank sozialer Medien ganz einfach. Einfach Kontaktanfrage via Xing, Linkedin oder Facebook schicken – oder der jeweiligen Person auf Twitter, Instagram oder Snapchat folgen. Für alle, die weniger Social-Media-affin sind, tut es der gute alte Nummerntausch. Klar ist auch: Sie müssen sich nicht mit JEDEM vernetzen. Nutzen Sie die Gelegenheit, um die Verbindung zu toxischen Menschen endgültig zu kappen!

    • Arbeitszeugnis

      Arbeitszeugnisse sind für Ihren weiteren Werdegang nicht unerheblich. Zukünftige Unternehmen werden einen genauen Blick darauf werfen, bevor sie Sie einstellen. Vereinbaren Sie daher am besten ein persönliches Gespräch mit Ihrem Vorgesetzten, in dem Sie alle offenen Fragen klären und sich für die gute Zusammenarbeit bedanken. Bei der Gelegenheit bitten Sie ihn auch um ein Arbeitszeugnis. Wenn Sie einen guten Draht haben, können sie ihm auch anbieten, das Zeugnis selbst zu formulieren.

    • Abschied

      Abschied ist schwer. Aber er kann auch ganz nett sein. Nämlich dann, wenn Sie alle Kollegen noch einmal zu einem kleinen Umtrunk in geselliger Runde einladen. Planen Sie den Abschiedsveranstaltung ruhig bis ins Detail – und legen Sie sie auf einen Tag, an dem möglichst viele Kollegen anwesend sind.

    Kündigungsfrist einhalten: Kündigungsschreiben zum Download

    Ein kostenloses Kündigungsschreiben als Word-Vorlage können Sie hier herunterladen.
    Ein kostenloses Kündigungsschreiben als PDF-Vorlage können Sie hier herunterladen.

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    [Bildnachweis: Halfpoint by Shutterstock.com]

    Soft Skills: Top 5, Definition, Liste, Training

    Soft Skills Bewerbung trainieren soziale Kompetenzen

    Soft Skills sind eine wesentliche Zutat für jedes berufliche Erfolgsrezept. Wer sich im Büro wie der berühmte Elefant im Porzellanladen aufführt, läuft schnell gegen eine Wand. Auch Umfragen belegen regelmäßig, dass sich Mitarbeiter vor allem Chefs wünschen, die motivieren und führen können. Fachwissen ist demnach nur eine untergeordnete Kompetenz. Schon in der Bewerbung sollten Kandidaten ihre weichen Fähigkeiten nach vorne stellen. Am besten diese…

    Was sind Soft Skills?

    Soft Skills definiert der Duden als „Kompetenz im zwischenmenschlichen Bereich, Fähigkeit im Umgang mit anderen Menschen“. Laut Dorsch-Lexikon der Psychologie „bilden soziale Kompetenzen einen Komplex von Fähigkeiten, die dazu dienen, dem Individuum die Möglichkeit zu geben, in Kommunikations- und Interaktionssituationen, entsprechend den Bedürfnissen der Beteiligten Realitätskontrolle zu übernehmen.“ Alles klar?

    Soft Skills ist ein Sammelbegriff, der unterschiedlichste Fähigkeiten und Eigenschaften zusammenfasst. Man kann sie auch als Schlüsselkompetenzen, weiche Faktoren oder soziale Kompetenzen umschreiben.

    Grob lassen sich Soft Skills in drei Bereiche einteilen:

    • Soziale Kompetenz: Dazu zählen die Fähigkeit, mit anderen Menschen zu kommunizieren und zu kooperieren, sie zu überzeugen und für sich einzunehmen, Interaktionen erfolgreich zu gestalten.
    • Personale Kompetenz: Damit sind Fähigkeiten gemeint, die sich auf den Umgang mit sich selbst beziehen: Selbstbewusstsein, Selbstreflexion oder Selbstkritik zum Beispiel. Die personalen Kompetenzen färben auch auf die soziale und methodische Kompetenz ab.
    • Methodische Kompetenz: Diese Skills helfen dabei, Aufgaben und Probleme zu lösen. Selbstdisziplin und Stressresistenz fallen in diese Kategorie. Methodische Kompetenzen kann man besonders gut lernen, zum Beispiel die freie Rede vor vielen Menschen.

    Hard Skills sind dagegen harte Fähigkeiten. Fachkompetenzen, für die man einen Nachweis hat, zum Beispiel eine Berufsausbildung, ein Studienzeugnis, Zertifikate oder Weiterbildungen.

    Ein Schreiner etwa benötigt Hard Skills UND Soft Skills, um einen Tisch zu bauen. Er benötigt sowohl das fachliche Wissen, was er wie und wann mit welchen Werkzeugen anstellt, als auch weiche Faktoren wie Disziplin, Ausdauer, Frustrationstoleranz – und Überzeugungskraft, damit er den Tisch hinterher auch verkauft.

    Soft Skills Liste: Welche wichtig sind

    Soft Skill ist nicht gleich Soft Skill. Es gibt Hunderte, wahrscheinliche Tausende weicher Kompetenzen.

    Damit steht auch fest: Jeder Mensch besitzt Soft Skills – nur eben nicht immer die gleichen. Und manche von ihnen sind in bestimmten Jobs wichtiger als andere. Beispiel Kindergärtner: Wer würde bezweifeln wollen, dass Verantwortungs- und Pflichtbewusstsein in diesem Job sehr viel mehr wert sind als etwa Selbstbewusstsein (wenngleich die sicher auch nicht schadet)? Oder dass einem Altenpfleger großes Einfühlungsvermögen besser zu Gesicht steht als analytische Kompetenz (obwohl er die selbstverständlich auch haben darf).

    Das ist natürlich auch für Ihre Bewerbung wichtig. Achten Sie genau darauf, welche Soft Skills in der Stellenanzeige gefordert und welche in Ihrem angestrebten Job generell wichtig sind – und versuchen Sie dann, Ihre Bewerbung danach auszurichten.

    Eine Rangfolge der besten Soft Skills sieht also immer wieder anders aus – je nach Job und Branche. Und auch die Arbeitgeber selbst haben völlig unterschiedliche Präferenzen. Der eine hält Belastbarkeit für unverzichtbar, der andere legt mehr Wert auf Kreativität und Eigeninitiative. Die Vorlieben hängen wiederum stark von der Persönlichkeit des Chefs bzw. Personalverantwortlichen selbst ab.

    Und denken Sie daran: Wer sich selbst als teamfähig bezeichnet, muss diese auch nachweisen können. Überlegen Sie sich also konkrete Beispiele und Erfolgserlebnisse, an denen Sie Ihre Soft Skills festmachen. „Ich bin verantwortungsbewusst“ oder „Ich zeichne mich durch emotionale Intelligenz aus“ – das kann jeder sagen. Belegen und beweisen Sie es!

    Hier sind einige der wichtigsten Soft Skills:

    Hard Skills und Soft Skills: Top 5

    Hard Skills und Soft Skills Das sind die wichtigstenWelche Soft Skills sind wichtig? Die Antwort darauf fällt immer wieder anders aus. In manchen Berufen ist Eigeninitiative unerlässlich, in anderen Disziplin, in wieder anderen Organisationstalent.

    Das Karrierenetzwerk Linkedin hat versucht, die Bedeutung aller Soft Skills miteinander zu vergleichen und die Daten von 660 Millionen Mitgliedern und mehr als 20 Millionen Jobs analysiert. Herausgekommen sind die Top 5 der weichen Faktoren, die von den Unternehmen am häufigsten nachgefragt werden. Das sind …

    Die 5 wichtigsten Soft Skills in Deutschland 2020:

    • Teamfähigkeit
    • Zeitmanagement
    • Anpassungsfähigkeit
    • Kreativität
    • Emotionale Intelligenz

    Die Top 5 der Soft Skills von Arbeitgebern aus der ganzen Welt werden von Kreativität angeführt, gefolgt von Überzeugungskraft, Teamfähigkeit, Anpassungsfähigkeit und emotionaler Intelligenz. Sie decken sich also weitgehend mit den deutschen, nur die Reihenfolge ist anders. Und: Während deutsche Unternehmen Zeitmanagement für bedeutsam halten, stehen internationale eher auf Überzeugungskraft.

    Die 10 wichtigsten Hard Skills in Deutschland 2020:

    • Blockchain
    • Analytisches Denken
    • Business Analysis
    • Affiliate Marketing
    • Künstliche Intelligenz
    • Vertrieb
    • Fremdsprachen
    • Industriedesign
    • Data Science
    • Unternehmenskommunikation

    Global gesehen steht ebenfalls Blockchain auf Platz eins. Internationale Arbeitgeber schätzen außerdem Kenntnisse im Bereich Cloud Computing, UX Design, Scientific Computing und Videoproduktion.

    Soft und Hard Skills miteinander verbinden

    Mit Soft Skills sind weiche Faktoren und soziale Kompetenzen gemeint. Sie beziehen sich auf die Persönlichkeit, den Charakter und das Verhalten des Bewerbers.

    Ausdrücklich NICHT gemeint sind fachliche Qualifikationen. Harte Skills erschließt sich der Arbeitgeber durch Schul- und Hochschulzeugnisse, Arbeitszeugnisse, Zertifikate, Sprachkurse und Arbeitsproben.

    Einzig auf seine Soft Skills sollte sich ein Bewerber nicht verlassen. Was vor allem zählt, sind harte Fakten, Zeugnisse, Qualifikationen – gerade im papierbesessenen Deutschland.

    Die Hard Skills sind nach wie vor das Fundament jeder Bewerbung: spezifisches Wissen, technische Kenntnisse oder Datenkompetenz zum Beispiel. Wer die erforderlichen Qualifikationen in der Bewerbung nicht vorweisen kann, hat kaum Aussichten auf den Zuschlag.

    Wie soll man auch sonst aus einer Vielzahl an Bewerbern den besten auswählen? Hard Skills sind vergleichbar, sie bieten eine wunderbare Arbeitsgrundlage. Der Bewerber mit der Top-Note kommt eine Runde weiter, der mit den miesen Noten wird aussortiert.

    Aber: Wer von all den Klonen mit nahezu identischem Lebenslauf bekommt am Ende den Zuschlag? Antwort: Der, der (wahrscheinlich) am besten ins Team passt. Ganz ohne Soft Skills geht es in der Regel also doch nicht. Die weichen Qualifikationen werden zunehmend wichtiger, weil auch Teamwork und Kooperation in der Arbeitswelt an Bedeutung gewonnen.

    Und sie zeigen sich schon im Vorstellungsgespräch. Das Jobinterview ist der perfekte Ort, um die eigenen Soft Skills zu demonstrieren. Wie verkauft sich der Bewerber? Kann er zuhören? Ist er empathisch oder arrogant? Wie groß ist seine Neugier?

    Kurzum: Wer mit seiner Persönlichkeit auftrumpft, macht einen großen Schritt in Richtung Stelle. Immerhin liegt die Vermutung nahe, dass er auch mit den Kollegen gut zusammenarbeiten, die Kunden überzeugen und vernünftig mit den Vorgesetzten kooperieren wird. Andersherum kann ein negativer Auftritt im Bewerbungsgespräch auch die besten Hard Skills vergessen machen.

    Ergo ergänzen sich Hard und Soft Skills im Optimalfall. Die einen können ohne die anderen (oft) nicht sein. Wer in einer spezialisierten Anstellung – zum Beispiel als Data Scientist oder Umweltingenieur – mehrfach befördert wurde, zeigt, dass er über beides verfügt: über Fachwissen im eigenen Spezialgebiet sowie über ausgeprägte Soft Skills. Sonst wäre er oder sie schließlich nicht befördert wurden (Ausnahmen gibt es freilich immer)…

    Soft Skills Bewerbung: Welche nennen?

    Wodurch zeichnen sich Soft Skills aus? Richtig, man kann sie im Gegensatz zu harten Skills nur sehr schwer nachweisen. Darum ist es auch so leicht, die Bewerbung mit den entsprechenden Keywords vollzustopfen. Belastbar, teamfähig, zielstrebig, durchsetzungsstark usw. – die ganze Palette! Warum auch nicht erwähnen? Der Personaler wird das eigentliche Fehlen dieser Eigenschaften im Jobinterview nur schwer entlarven können.

    Doch das ist zu kurz gedacht. Zunächst sollten Sie Soft Skills in der Bewerbung sehr selektiv auswählen und dosiert einsetzen. Beschränken Sie auf einige wenige Skills, die besonders vorteilhaft sind. Wer zu viel will und zu viel aufzählt, entwertet jeden einzelnen Punkt. Soft Skills sind nicht beliebig!

    Gehen Sie am besten so vor…

    1. Ehrlich bleiben

      Picken Sie sich die soften Skills heraus, die Sie als Person wirklich auszeichnen. Bleiben Sie bei der Wahrheit. Wenn Sie sich als überaus selbstbewusst präsentieren, aber im Jobinterview permanent ins Stottern geraten, konterkariert das Ihre eigenen Angaben. Es macht Sie unglaubwürdig. Oder wenn Sie sich als belastbar und zielstrebig anpreisen, aber schon drei Lehrstellen und ein Studium geschmissen haben. Sie müssen ja immerhin auch noch die Probezeit überstehen. Wählen Sie also keine weichen Skills aus, von denen Sie selbst wissen, dass sie keinesfalls zu Ihren Stärken zählen. Sonst fliegen Sie eher früher als später auf…

    2. Stelle analysieren

      Nicht jede Fähigkeit ist für Ihre Wunschstelle relevant. Konzentrieren Sie sich daher auf die, die Sie im Job auch wirklich gebrauchen und anwenden können. Was Ihr Arbeitgeber in spe sucht, können Sie schon aus der jeweiligen Stellenanzeige herauslesen. Hier werden meist nicht nur fachliche Qualifikationen, sondern auch soziale Kompetenzen genannt. Gehen Sie genau darauf ein – und schrecken Sie auch keineswegs davor zurück, die Schlagworte zu wiederholen. Immer mehr Unternehmen setzen Software ein, die Bewerbungen analysiert. Fehlen wichtige Keywords, kann das womöglich schon das vorzeitige Aus im Bewerbungsprozess bedeuten. Also nochmal: Zählen Sie in Ihrer Bewerbung nicht so viele Soft Skills wie möglich auf, sondern nur die wichtigsten.

    3. Beweise sammeln

      Auf die richtige Auswahl kommt es an. Wenn Sie die angeführten Social Skills dann aber nicht nachweisen können, kratzt dies ebenfalls an Ihrer Glaubwürdigkeit. Suchen Sie also von Anfang an nach Belegen, die Ihre sozialen Kompetenzen untermauern. Das können spezielle Projekte sein oder Aufgaben oder eine Beförderung zum Teamleiter. Die signalisiert, dass es um Ihre Durchsetzungsfähigkeit und Leistungsbereitschaft nicht so schlecht bestellt sein kann. Auch als Berufsanfänger können sie ohne Weiteres mit Soft Skills wuchern. Beispiel: Der Nebenjob als Kellner oder Barkeeper hat Ihre kommunikativen Fähigkeiten während des Studiums geschärft. Als grundsätzlicher Rat darf gelten: Bleiben Sie bei der Wahrheit – aber schmücken Sie sie ruhig ein wenig aus.

    Soft Skills: Führungskräfte brauchen die hier

    Soft Skills FührungskräfteVon Führungskräften werden vor allem Soft Skills erwartet. Das ist das Ergebnis der Absolventenumfrage 2018 des Beratungsunternehmens Trendence. So sagten Österreichs Wirtschaftsstudenten, dass Leader unbedingt die Fähigkeit mitbringen müssen, andere zu motivieren. Fachwissen rangierte dagegen nur auf Platz fünf.

    Das sind nach Meinung der Studenten die wichtigsten Eigenschaften einer Führungskraft:

    • Motivationsfähigkeit: 57,6 Prozent
    • Organisationsfähigkeit: 42,5 Prozent
    • Konfliktmanagement: 25,8 Prozent
    • Empathie: 23,8 Prozent
    • Expertise: 22,0 Prozent
    • Zielstrebigkeit: 21,5 Prozent
    • Authentizität: 21,4 Prozent
    • Kritikfähigkeit: 19,7 Prozent
    • Offenheit: 18,6 Prozent
    • Leistungsbereitschaft: 17,4 Prozent
    • Pflichtbewusstsein: 12,1 Prozent
    • Innovationsfähigkeit: 10,3 Prozent
    • Toleranz: 6,8 Prozent

    Soziale Kompetenzen im Job: Darum sind sie von Vorteil

    Soft Skills sind für Bewerber ein klarer Wettbewerbsvorteil. Denn sie geben Hinweise auf das Potenzial eines Kandidaten. Das kennen wir alle aus der Schule: Faktenwissen kann man durch stumpfes Pauken lernen. Bulimielernen nennen das die Studenten heute. Auch das ist zugegeben eine Leistung, weil sie Ausdauer, Durchhaltevermögen und Disziplin verlangt. Aber letztlich kommt es auch darauf an, dieses Wissen richtig anzuwenden, es mit anderen zu diskutieren und die richtigen Schlussfolgerungen zu ziehen.

    Dazu braucht man Offenheit, Lernwillen, Neugier, kommunikative Fähigkeiten. Wer diese Eigenschaften hat, kann sich später auch im Unternehmen besser einbringen.

    Andererseits: Unternehmen erwarten nicht den perfekten Bewerber mit einem gigantischen Strauß an Soft Skills. Jeder Personaler weiß: Wir alle sind Menschen, haben unsere Fehler, Ecken und Kanten. Oder anders formuliert: Jeder von uns bietet genügend Angriffsfläche für stundenlange Lästereien. Die Kunst ist es, richtig mit diesen Macken umzugehen – mit den eigenen und mit denen der anderen.

    Soft Skills befähigen einen, sich auch von Misserfolg nicht erschüttern zu lassen. Auf die richtige Einstellung kommt es an – dann kann man Fehlleistungen wieder ausbügeln, das Verhältnis mit dem Kollegen gerade rücken oder ein berufliches Comeback starten.

    Diese Erkenntnis ist wichtig: Erfolg im Job besteht nur zu einem erstaunlich geringen Anteil aus knallharter Leistung. Den viel wichtigeren Part übernehmen Psychologie, Diplomatie, Soziologie und Selbstvermarktung – alles Dinge, bei denen Soft Skills den Ausschlag geben.

    Schlüsselkompetenzen: Sie müssen nicht alle haben

    Ein weiteres Problem von Soft Skills besteht darin, dass sie bis zu einem gewissen Grad unabänderlich sind: Wissen ist erlernbar, emotionale Intelligenz weniger. Soziale Kompetenzen hängen sehr stark von der Persönlichkeit und vom Naturell eines Menschen ab.

    Wenn Sie also eine Stelle anstreben, in der bestimmte Soft Skills vonnöten sind, Sie diese aber nicht haben und auch nicht erlernen können, dann schlagen Sie besser einen anderen Karrierepfad ein. Beispiel: Sie träumen von einer Karriere als Vertriebsleiter. Charakterlich sind Sie aber sehr introvertiert, arbeiten am liebsten alleine und sind extrem maulfaul. Vermutlich werden Sie im Vertrieb nicht glücklich.

    Auf der anderen Seite gibt es natürlich viele Soft Skills, die Sie im Laufe der Zeit erwerben und verbessern können. Wieder ein Beispiel: Sie wollen in Ihrer Abteilung unbedingt zur Führungskraft aufsteigen, sind aber konfliktscheu und kein guter Redner – beides Soft Skills, die Führungskräfte durchaus vorweisen sollten. Dies sind nun Kompetenzen, an denen sie aktiv arbeiten können. Immerhin gibt es da draußen unheimlich viele Rhetorikkurse oder Weiterbildungsseminare, in denen Konfliktmanagement gelehrt wird. Motto: Sie können es schaffen!

    Auch werden Ihre Soft Skills oft automatisch besser – durch Lebenserfahrung oder gar einen Schuss Weisheit. Ihr Soft-Skill-Profil ist eine Dauerbaustelle, die nie geschlossen wird.

    Und bedenken Sie bitte auch: Wichtig ist vor allem, dass Sie und Ihre weichen Fähigkeiten zum Arbeitgeber und Job passen müssen. Sie müssen nicht Mr. oder Mrs. Perfect, sondern einfach nur der passende Topf für den Deckel sein…

    Soft Skills trainieren: So geht’s

    Kann man seine Soft Skills wirklich verbessern? Klare Antwort: Ja, man kann. Eine Studie der MIT Sloan School, dass entsprechendes Soft-Skill-Training die Produktivität im Unternehmen nachweislich verbessert – sogar in einer Fabrik.

    So verbessern Sie Ihre Soft Skills in drei Schritten:

    • Selbstreflexion: Wo haben Sie Schwächen? Und welche Soft Skills werden generell immer wichtiger? Hier sollten Sie ehrlich zu sich selbst sein.
    • Realitätsnähe: Was können Sie trainieren? Wo können Sie sich verbessern? Und wie – durch Seminare oder in der Freizeit?
    • Umsetzung: Sie erfordert Willen, Ehrgeiz und einen langen Atem. Dranbleiben!

    Konkret können Sie Ihre Schlüsselkompetenzen so trainieren:

    • Weiterbildung

      Drei von vier Unternehmen halten digitale Lernmedien laut einer Studie des Kompetenzzentrums Fachkräftesicherung (KOFA) vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln für geeignet, um berufliches Fachwissen aufzubauen oder IT-Anwenderkenntnisse zu vermitteln. Immerhin die Hälfte glaubt zudem, dass digitale Medien auch geeignet seien, um soziale Kompetenzen zu erwerben. In der Praxis umgesetzt haben dies aber erst die wenigsten.

      Für Arbeitnehmer heißt das: Sprechen Sie das Thema an! Wenn Sie über ein Weiterbildungsbudget verfügen, könnte ein E-Learning-Kurs eine Option für Sie sein, um an Ihren sozialen Skills zu feilen. Für die private Weiterbildung ist er das ohnehin. Die großen E-Learning-Anbieter haben entsprechende Kurse im Programm. Udemy bietet beispielsweise den Online-Kurs „Soft Skills: The 11 Essential Career Soft Skills“ an, auch EdX hat ein Soft-Skill-Seminar im Angebot, Coursera lehrt unter anderem „Leadership and Influence“.

    • Arbeitsalltag

      Sie können Ihre Soft Skills im Arbeitsalltag verfeinern. Ja, das erfordert Ausdauer, kann anstrengend sein. Aber es lohnt sich.

      Dinge, die Sie üben können: Ihrem Gesprächspartner zuhören und sich ganz auf ihn einlassen, ohne an etwas anderes zu denken oder womöglich gar im Handy herumzuspielen. Mitarbeitern Wertschätzung entgegenbringen – durch ein ausdrückliches Lob etwa. Empathie zeigen – indem man ernsthaft versucht, sich in einen Kollegen hineinzuversetzen und nach außen betont, auch seine Sicht der Dinge zu verstehen. Und auch Selbstverantwortung ist ein wichtiger Soft Skill. Wenn Fehler passieren, nicht permanent nach Alibis oder anderen Schuldigen suchen, sondern die Verantwortung an- und übernehmen und aktiv nach Lösungen suchen.

    Soft Skills: Risikofaktor Roboter

    Soft Skills LebenslaufImmer häufiger setzen Unternehmen automatisierte und datengesteuerte Tools ein. Damit können Bewerber frühzeitig aussortiert werden. Zu den beliebtesten Instrumenten zählen Chatbots, Sprachanalyse-Tools oder Matching-Algorithmen.

    Soziale Kompetenzen messen sie allerdings nicht oder nur sehr begrenzt. Darum befürchten drei Viertel der Unternehmen eine Abwertung von Soft Skills (75 Prozent). Zu diesem Ergebnis kam eine Ifo-Personalleiterbefragung des Personalvermittlers Randstad im August 2019.

    Aus diesem Grund belassen es viele Firmen vorerst dabei, datengesteuerte Instrumente zur Personalsuche einzusetzen. Die endgültige Auswahl neuer Mitarbeiter dagegen bleibt Menschen vorbehalten. Soft Skills bleiben also bis auf Weiteres auch bei der Bewerbung wichtig – im Arbeitsalltag sowieso.

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    [Bildnachweis: lenetstan by Shutterstock.com]

    Jobs Berlin: Stellenangebote in der Hauptstadt

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    Jobs Berlin: Die Hauptstadt ist das Mekka der Jungen und Abenteuerhungrigen. Wer etwas erleben will, zieht nach Berlin. Aber auch für gestandene Arbeitnehmer sind in Berlin bessere Zeiten angebrochen. Die Arbeitslosigkeit sinkt, die Startups kommen, die Jobs in Berlin mehren sich. Sogar die ehemals mauen Gehälter in Berlin ziehen kräftig an. Wenn da nur die Mieten nicht wären…

    Jobs Berlin: Das ist Berlin

    Berlin hat das wohl jüngste Wahrzeichen Deutschlands. Der Berliner Flughafen BER ist seit Jahren Dauerbrenner in den Gazetten.

    Die moderne Bauruine hält die Menschen aber nicht davon ab, massenweise in die Stadt zu strömen. Die Vier-Millionen-Einwohner-Marke ist langfristig in Reichweite, noch fehlen dazu rund 350.000 Neu-Berliner (Stand: Januar 2020).

    Bis in die 90er Jahre hinein war (West-)Berlin die Stadt der Außenseiter. Dann kamen die Bundesregierung, Immobilieninvestoren, Startups, junge Menschen aus ganz Deutschland und Zuwanderer aus aller Welt.

    Berlin verfügt heute durch seine bewegte Geschichte über einen einzigartigen Fundus an Wahrzeichen, Monumenten, Gedenkstätten. Gleichzeitig gibt es glitzernde Shopping Malls an nahezu jeder Ecke. Vergangenheit trifft Moderne – ein beliebter Spruch von Stadtmarketingmenschen. Auf Berlin trifft er wirklich zu.

    Die Hauptstadt pulsiert. Stadtteile wie Friedrichshain, Prenzlauer Berg und Kreuzberg sind bei den Jungen beliebt. Aber die Unschuld ist verloren. So macht die Gentrifizierung selbst vor Neukölln oder dem Wedding nicht mehr Halt. Wer es sich leisten kann, zieht nach Charlottenburg oder ins noble Grunewald. Oder gleich ganz raus in den Speckgürtel, ins schicke Potsdam zum Beispiel.

    Was viele Nicht-Berliner übrigens nicht wissen: Das Berliner Umland ist eine einzige Seenlandschaft. Zwischen Teer und Beton verbringen die Berliner ihre Freizeit gewiss nicht.

    Jobs Berlin: Der Arbeitsmarkt

    In Berlin gibt es insgesamt rund 150.000 Arbeitslose (Stand: Dezember 2019). Das sind so genauso viele Arbeitslose wie Großstädte wie Regensburg oder Darmstadt Einwohner haben. Über 100.000 arbeitslose Berliner beziehen Hartz IV.

    Die Arbeitslosenquote in Berlin liegt damit bei 7,7 Prozent – das ist deutlich über dem Bundesschnitt. Diese liegt laut Bundesagentur für Arbeit im Dezember 2019 bei 4,9 Prozent.

    Und auch die Zahl der Unterbeschäftigten ist in Berlin überproportional hoch. 217.000 Berliner wollen und könnten mehr arbeiten, das sind 10,8 Prozent. Bundesweit liegt die Unterbeschäftigungsquote nur bei 6,9 Prozent.

    Die gute Nachricht: Weniger als 150.000 Arbeitslose hatte es in Berlin zuletzt 1991 gegeben. In der Stadt werden mehr Jobs geschaffen als in den anderen Bundesländern, sogar Langzeitarbeitslose profitieren von dem Trend.

    Insgesamt steigt die Zahl der Beschäftigten in Berlin stark an. Mittlerweile gibt es 1,42 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in Berlin. 2007 waren es erst knapp über eine Million. Damit steht die Zahl der erwerbstätigen Berliner schon bei 1,95 Millionen. Entstehen weiterhin so viele neue Jobs in Berlin, dürfte es nicht mehr lange dauern, bis die Zwei-Millionen-Marke geknackt wird.

    Jobs Berlin: Einstiegsgehälter und Gehaltsniveaus

    Berlin ist für vieles berühmt, aber ganz sicher nicht für seine bombastischen Gehälter. Laut Gehaltsatlas 2019 der Vergleichsplattform gehalt.de verdient man mit einem Job in Berlin deutlich weniger als in anderen Bundesländern. Das Lohnniveau in der Hauptstadt liegt demnach bei 94,5 Prozent des Bundesdurchschnitts, ist im Vergleich zum Vorjahr aber um 0,9 Prozent gestiegen.

    Zum Vergleich: Das Lohnniveau in Hessen beträgt 114,1 Prozent – Platz eins im Ranking. Auch in Baden-Württemberg, Bayern, Hamburg und Nordrhein-Westfalen verdienen Arbeitnehmer mehr als im Bundesschnitt. Im Gehaltsranking liegt Berlin damit nur auf Position neun von 16 Bundesländern.

    Deutlich schlechtere Gehälter werden allerdings in den östlichen Bundesländern gezahlt. Mecklenburg-Vorpommern kommt als Schlusslicht der Gehaltstabelle nur auf ein durchschnittliches Lohnniveau von 75,9 Prozent. Und auch die Durchschnittsgehälter in Niedersachsen und Schleswig-Holstein sind laut gehalt.de niedriger als in Berlin.

    Noch gravierender sind die Unterschiede, wenn man ausschließlich die Landeshauptstädte miteinander vergleicht. Stuttgart kommt auf 124,8 Prozent des durchschnittlichen Lohnniveaus – Rang 1. Auch in München, Düsseldorf und Wiesbaden sind die Gehälter deutlich höher als in Berlin.

    Das Einstiegsgehalt für Ausgelernte liegt bei einem Job in Berlin laut gehalt.de bei 29.081 Euro. Akademiker mit einem Job in Berlin starten mit durchschnittlich 43.605 Euro ins Berufsleben.

    Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit, liegt das Bruttogehalt von Arbeitnehmern, die in Vollzeit arbeiten, in Berlin bei 3.126 Euro im Schnitt. Der bundesweite Mittelwert beträgt 3.209 Euro. In Hamburg kommen Vollzeitbeschäftigte sogar auf 3.619 Euro. Das höchste Durchschnittsgehalt aber gibt es in Ingolstadt. Dort verdient jeder Arbeitnehmer in Vollzeit durchschnittlich 4.635 Euro.

    Im Vergleich mit Nachbar Potsdam steht Berlin aber gut da. Die Potsdamer kommen nur auf 2.979 Euro im Schnitt. Akademiker verdienen in Berlin deutlich besser. Bei ihnen stehen durchschnittlich 4.400 Euro auf dem Lohnzettel. Gelernte Arbeitnehmer nehmen von ihren Jobs in Berlin 2.900 Euro mit nach Hause, ungelernte Berliner verdienen dagegen nur 2.250 Euro.

    Jobs Berlin: Die wichtigsten Arbeitgeber

    Mitten in Berlin soll der neue Innovationscampus von Siemens entstehen, wie der Konzern im Oktober 2018 bekannt gab. Auf 50.000 bis 60.000 Quadratmetern entsteht Platz für Forschungseinrichtungen, Startups, Sozialwohnungen – und neue Jobs in Berlin. 600 Millionen Euro will Siemens in das Projekt stecken. 2022 sollen die Bauarbeiten beginnen.

    Schon heute ist Siemens einer der größten Arbeitgeber der Stadt. Rund 11.600 Menschen arbeiten hier für den Weltkonzern. Das ist Platz fünf im Ranking der größten Arbeitgeber der Hauptstadt. Noch mehr Berliner beschäftigen nur die Deutsche Bahn AG, die Charité, Vivantes und die Berliner Verkehrsbetriebe.

    Jobs Berlin: Das sind laut IHK-Ranking die 30 wichtigsten Arbeitgeber in Berlin:

    • Deutsche Bahn
    • Charité
    • Vivantes
    • Berliner Verkehrsbetriebe
    • Siemens
    • Edeka
    • Daimler
    • Deutsche Post DHL
    • Deutsche Telekom
    • Dussmann Group
    • Gegenbauer Holding
    • Securitas Sicherheitsdienste
    • Zalando
    • Berliner Stadtreinigung
    • Bayer AG
    • Axel Springer
    • Vattenfall
    • Kaufland
    • Berliner Wasserbetriebe
    • Paul Gerhardt Diakonie
    • Berliner Sparkasse
    • Deutsche Bank
    • Rewe
    • DRK Kliniken
    • Alexianer
    • Deutsche Lufthansa
    • Lidl
    • Allianz
    • Netto Marken-Discount
    • Unionhilfswerk (Unternehmensverbund)

    Jobs Berlin: Die 10 besten Arbeitgeber

    jobs berlin beste arbeitgeberDie größten müssen nicht zwangsläufig die besten Arbeitgeber sein. Legt man die Bewertungen der Arbeitgeberbewertungsplattform Kununu zugrunde, dann sind das die 10 besten Arbeitgeber Berlins:

    • Pepper Media Holding (Internet)
    • Signavio (IT)
    • We.Conect Global Leaders (Internet)
    • Finum Private Finance (Finanzen)
    • Mahr (EDV)
    • Interim Group (Dienstleistungen)
    • Headmatch (Personalwesen)
    • Alogis (IT)
    • Friendsurance (Internet)
    • etventure (Consulting)

    Startup Jobs Berlin: Die bekanntesten Startups

    Startup Jobs BerlinBerlin ist ein Startup-Biotop. Neue Startups und Startup-Jobs wachsen hier scheinbar wie Unkraut aus dem Boden. Startup Jobs Berlin: Das sind einige der bekanntesten Startups aus der Hauptstadt:

    • Auto1 Group
    • Delivery Hero
    • N26
    • GetYourGuide
    • SoundCloud
    • Tier Mobility
    • Helpling
    • Hello Fresh
    • Solaris Bank
    • Circ
    • Foodpanda
    • Blinkist
    • Babbel
    • Zalando
    • Wunderlist
    • Searchmetrics
    • Researchgate
    • Foodspring
    • Smava
    • Spotcap
    • EyeEm
    • Home24
    • Outfittery
    • Vimcar
    • Mister Spex
    • Trade Republic

    Jobs in Berlin: Karriereaussichten und Wirtschaft

    Berlin als kranker Mann Deutschlands. Dieses Bild ist nicht mehr ganz aktuell. Im Jahr 2017 wies die Hauptstadt im Ländervergleich sogar das zweitstärkste Wirtschaftswachstum auf – nur Bremen wuchs noch stärker.

    Schon seit Jahren wächst Berlin schneller als der Bundesschnitt. In den letzten drei Jahren stand jeweils eine Drei vor dem Komma, während das Bundeswachstum sich stets um die Zwei-Prozent-Marke bewegte.

    Speziell für Junge und Kreative ist Berlin ein Sehnsuchtsort. Die Bärenmetropole ist die unangefochtene Startup-Hauptstadt Deutschlands – und spielt im internationalen Vergleich in einer Liga mit London und Paris. Über 16 Prozent aller Startups in Deutschland haben laut Deutschem Startup-Monitor 2019 ihren Sitz in Berlin. Damit beherbergt die Stadt mehr Gründerteams als ganz Bayern. Zu den bekanntesten Berliner Startups zählen Delivery Hero, Auto1, Hello Fresh und Soundcloud. Online-Versandhändler Zalando ist dem Rang eines Startups hingegen schon entwachsen.

    Die industrielle Basis ist allerdings dünn. Wie schwach die Berliner Industrie noch immer ist, zeigt sich auch am DAX. Im deutschen Leitindex befindet sich mit Siemens nur ein einziges Unternehmen aus der Spreemetropole. Überdies muss man sich Siemens mit München teilen, wo sich der zweite Hauptsitz des Unternehmens befindet. Die bayerische Landeshauptstadt verfügt damit – inklusive Siemens – über vier DAX-Unternehmen. Sogar Leverkusen und Bonn weisen mit jeweils zwei mehr DAX-Unternehmen auf als Berlin.

    Zu den Exportschlagern aus Berlin zählen vor allem Pharmaerzeugnisse, Geräte zur Elektrizitätserzeugung und -verteilung, Fahrzeuge, Kraftmaschinen, Tabakerzeugnisse, Kfz-Teile und medizinische Geräte.

    Rosarot ist die Situation in Berlin also keineswegs. Die Löhne liegen noch immer deutlich unter dem Bundesschnitt, gleichzeitig steigen die Mieten rasant an. Fachkräfteengpässe gibt es für Jobs in Berlin so gut wie keine – im Gegensatz zu vielen Regionen in Süddeutschland. Für viele Bewerber ist das nicht unbedingt eine gute Nachricht: Sie haben in Berlin explizit NICHT die Qual der Wahl.

    Berlin zieht sogar das deutsche Bruttoinlandsprodukt nach unten – im internationalen Vergleich ist das ein Kuriosum. Rechnet man die Bundeshauptstadt und ihre Bewohner heraus, wäre das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) je Einwohner um 0,2 Prozent höher, hat das Institut der deutschen Wirtschaft ausgerechnet.

    Jobs in Berlin: Diese Wirtschaftsbereiche wachsen in Berlin am schnellsten:

    • Öffentliche Dienstleister, Gesundheit, Erziehung
    • Unternehmensdienstleistungen
    • Handel, Verkehr, Gastgewerbe
    • Kommunikation
    • Grundstücks- und Wohnungswesen
    • Baugewerbe
    • Finanzdienstleistungen

    English Jobs Berlin: Stellen für Native Speaker

    english jobs berlinBerlin ist Einwanderungsstadt. In den Büros der Hauptstadt setzt sich Englisch als Amtssprache immer mehr durch. Für English-Speaker sind das gute Nachrichten – sie haben auch mit Deutsch-Defiziten Aussichten auf einen guten Job in Berlin.

    English Jobs Berlin – es gibt sie unter anderem in diesen Bereichen und Berufen:

    Kosten, Lebenshaltung, Mietpreise in Berlin

    Preiswerte Wohnungen in guter Lage – das ist auch in Berlin längst ein Oxymoron. Laut Wohnungsmarktbericht der Investitionsbank Berlin (IBB) lag der Mittelwert der im Jahr 2017 angebotenen Wohnungen schon bei 10,15 Euro je Quadratmeter Kaltmiete. Gegenüber dem Vorjahr hatte sich der Quadratmeterpreis somit um zwölf Prozent verteuert. Und der Preisanstieg setzt sich unvermindert fort. Im letzten Quartal 2017 wurden die Wohnungen bereits zu 10,80 Euro pro Quadratmeter angeboten.

    Nur noch drei Prozent der Wohnungen werden zu einem Mietpreis von unter sechs Euro angeboten, lediglich zehn Prozent für unter sieben Euro pro Quadratmeter Kaltmiete. Einzig die Mietpreise für Neubauwohnungen stagnieren. Sie liegen seit einigen Jahren konstant bei 13 Euro.

    Die Tendenz ist eindeutig – und lässt sich auch aus den der Immobilienplattform Immowelt ablesen.

    Hier bewegt sich der aktuelle Quadratmeterpreis – je nach Größe der Wohnung – zwischen elf und 14,50 Euro. Damit liegt Berlin schon auf dem Niveau von Düsseldorf. Noch 2011 musste man teilweise nur 6,10 Euro pro Quadratmeter hinlegen. Zum Vergleich: In Frankfurt beträgt die Spanne laut Immowelt 12,50 bis 18,10 Euro, in Duisburg sind es dagegen nur 5,80 bis 6,90 Euro.

    Kontaktdaten und Servicestellen in Berlin

    Sie wollen sich in Berlin selbstständig machen, Ihre Steuererklärung abgeben oder Jobs Berlin suchen? Die wichtigsten Servicestellen hat Karrieresprung übersichtlich für Sie zusammengefasst:

    • Alle Dienstleistungen der Stadt Berlin zu Arbeit, Beruf und Soziales finden Sie hier.
    • Alle Dienstleistungen der Stadt Berlin im Bereich Wirtschaft finden Sie hier.
    • Alle Dienstleistungen der Stadt Berlin zu Steuern, Finanzen und Recht finden Sie hier.
    • Ihr zuständiges Finanzamt in Berlin finden Sie hier.
    • Die Bundesagentur für Arbeit Berlin-Mitte finden Sie hier.
    • Die IHK Berlin finden Sie hier.
    • Jobs in Berlin finden Sie in unserer Jobbörse.
    [Bildnachweis: N.M.Bear by Shutterstock.com]

    Jobs in Mittelhessen: Regionale Stellenangebote Gießen, Wetzlar, Marburg

    Jobs in Mittelhessen Regionale Stellenangebote

    Jobs in Mittelhessen sind so zahlreich wie Bäume im Westerwald. Geschaffen werden sie von weltbekannten Unternehmen wie Bosch, Siemens, Novartis und Carl Zeiss. Sie alle sind hier an Lahn und Dill ansässig. Die bekanntesten Städte Mittelhessens sind Gießen, Marburg und Wetzlar. Die Arbeitslosigkeit vor Ort ist niedrig, Jobs in Mittelhessen gibt es in Hülle und Fülle. Dennoch ist Mittelhessen keine starke Marke, wenn man ehrlich ist. Dabei haben in Mittelhessen einige ganz spezielle Branchen eine Heimat gefunden, zum Beispiel die Optische Industrie und die Vakuumtechnik

    Jobs in Mittelhessen: Wetzlar, Gießen, Marburg

    Mittelhessen und Nordhessen machen etwa zwei Drittel der Gesamtfläche Hessens aus. Die meisten Hessen aber wohnen im Süden ihres Bundeslandes. Das Rhein-Main-Gebiet ist das Epizentrum. Hier liegen Frankfurt, Darmstadt und Wiesbaden, hier stehen Bankentürme und Unternehmenszentralen. Durch Mittelhessen fährt man nur hindurch, wenn man von Frankfurt nach Hannover oder Hamburg muss. Ist es nicht so? Humbug!

    Mittelhessen hat seine eigenen Reize. Und damit sind nicht nur die landschaftlichen gemeint. Der Vogelsberg und das Gladenbacher Bergland, das schöne Lahntal und Teile von Westerwald und Rothaargebirge.

    In Marburg steht die Philipps-Universität, eine der klassischen Universitäten Deutschlands. Medizin, Pharmazie und Psychologie gehören zu ihren Steckenpferden. Die Justus-Liebig-Universität Gießen wiederum ist unter anderem Veterinärmedizinern, Agrarwissenschaftlern und Biologen ein Begriff.

    Marburg, das über einen schönen Altstadtkern verfügt, hat rund 80.000 Einwohner. Gießen zählt sogar 90.000 Menschen.

    Das sind die größten Städte und Gemeinden in Mittelhessen:

    • Gießen
    • Marburg
    • Wetzlar
    • Limburg an der Lahn
    • Lauterbach
    • Alsfeld
    • Bad Endbach
    • Biedenkopf
    • Dillenburg
    • Herborn
    • Kirchhain
    • Schotten
    • Weilburg

    Jobs Mittelhessen: Der Arbeitsmarkt

    In Hessen sind die Jobchancen grundsätzlich hervorragend. Die Arbeitslosigkeit lag im Dezember 2019 bei nur 4,5 Prozent. Auch Mittelhessen glänzt durch Top-Werte. So betrug die Arbeitslosigkeit im Dezember 2019 in…

    • Gießen 5,3 Prozent
    • Lahn-Dill-Kreis 4,7 Prozent
    • Limburg-Weilburg 3,8 Prozent
    • Marburg-Biedenkopf 3,5 Prozent
    • Vogelsbergkreis 3,4 Prozent

    Dabei gibt es auch in Hessen Orte, an denen das Jobwunder vorbeigeht. Die Documenta-Stadt Kassel hat 7,1 Prozent Arbeitslose, Offenbach sogar 8,2 Prozent.

    Mittelhessen ist als Wohnort bei Pendlern beliebt. Viele Beschäftigte pendeln für ihren Job nach Frankfurt, speziell Fachkräfte und Akademiker. Das ist zum Beispiel im Kreis Limburg-Weilburg der Fall. Von Limburg sind es knapp 70 Kilometer bis in die Bankenmetropole.

    Auch in Mittelhessen tun sich die Arbeitgeber bisweilen schwer, freie Ausbildungsplätze zu besetzen. Im März 2019 waren zum Beispiele viele Jobs in Mittelhessen in diesen Berufen frei:

    Jobs in Mittelhessen: Einstiegsgehälter und Gehaltsniveaus

    In Hessen werden Top-Gehälter gezahlt. Laut Xing-Gehaltsreport können Fach- und Führungskräfte in Hessen mit durchschnittlich über 65.000 Euro im Jahr rechnen – Platz eins im Vergleich aller 16 Bundesländer. Die Xing-Gehaltsstudie 2019 weist sogar ein Durchschnittsgehalt für hessische Fach- und Führungskräfte von knapp 77.000 Euro aus – ebenfalls Rang eins. Und das Durchschnittsgehalt aller Arbeitnehmer beziffert gehalt.de in Hessen auf rund 51.300 Euro – natürlich ist das Position eins.

    Aber: Topverdiener bringen vor allem die großen Städte im Süden hervor. Frankfurt, Darmstadt, Wiesbaden. So liegt das monatliche Medianeinkommen in Wiesbaden laut Bundesagentur für Arbeit bei 3.758 Euro, in Frankfurt bei 4.182 Euro und in Darmstadt bei exorbitanten 4.185 Euro. Der Wert für ganz Deutschland liegt bei 3.209 Euro.

    Ganz so hoch hinaus geht es in Mittelhessen nicht. Am vollsten ist die Lohntüte noch in Marburg-Biedenkopf, am leersten im Vogelsbergkreis. So hoch sind die monatlichen Medianeinkommen bei einem Job in Mittelhessen:

    • Marburg-Biedenkopf: 3.331 Euro
    • Lahn-Dill-Kreis: 3.300 Euro
    • Gießen: 3.237 Euro
    • Limburg-Weilburg: 2.982 Euro
    • Vogelsbergkreis: 2.954 Euro

    Job in Mittelhessen: Hier können Sie eine Auszeit machen!

    Jobs in Mittelhessen SehenswürdigkeitenVon einem Job in Mittelhessen muss man sich beizeiten auch mal erholen. Gut, dass die Region viele Ausflugsziele auf ihrer Karte hat. Zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten Mittelhessens zählen:

    • Schloss Lich
    • König-Konrad-Denkmal in Vilmar
    • Schloss Friedelhausen
    • Kirbergturm Weilmünster
    • Eduardsturm Haiger
    • Burgruine Rauschenberg
    • Diebsturm Grünberg
    • Schloss Dehrn
    • Besucherstollen Ypsilanta Oberscheld
    • Schloss Stockhausen
    • Eschenburgturm
    • Stiftskirche St. Lubentius
    • Altstadt Stadtallendorf
    • Fraurombacher Wandmalereien
    • Kloster Altenberg (Solms)
    • Schloss Mengerskirchen
    • Bismarckturm auf dem Taufstein
    • Junker-Hansen-Turm
    • Wilhelmsturm in Dillenburg
    • Kubacher Kristallhöhle
    • Limburger Dom

    Jobs in Mittelhessen: Die wichtigsten Arbeitgeber

    Das sind die wichtigsten Arbeitgeber in der Region – hier gibt es Jobs in Mittelhessen:

    • Universitätsklinikum Gießen/Marburg
    • Friedhelm Loh Group (Elektrotechnik), Haiger
    • Schunk Group (Mischkonzern), Heuchelheim
    • Buderus Edelstahl, Wetzlar
    • Bosch Group (Automotive), Breidenbach
    • CSL Behring (Pharma), Marburg
    • Siemens Healthineers (Medizintechnik), Marburg
    • STI Group (Verpackungen), Lauterbach
    • Volksbank Mittelhessen, Gießen
    • Novartis (Pharma), Marburg
    • Küster Holding (Automotive), Ehringshausen
    • Kühne und Nagel (Logistik), Haiger
    • Alternate (Versandhandel), Linden
    • Sparkasse Marburg-Biedenkopf
    • Kamax Holding (Automotive), Homberg (Ohm)
    • Carl Zeiss Sports Optics (Optik), Wetzlar
    • Outokumpu Nirosta (Edelstahl), Dillenburg
    • Seidel GmbH (Metall), Marburg
    • Roth Werke GmbH (Gebäudetechnik), Dautphetal
    • Sparkasse Gießen
    • Sparkasse Wetzlar
    • Berkenhoff (Metallverarbeitung), Heuchelheim
    • Linde und Wiemann SE (Automotive), Dillenburg
    • Pfeiffer Vacuum (Vakuumtechnik), Asslar
    • Carl Cloos Schweißtechnik, Haiger
    • Tucker GmbH (Automotive), Gießen
    • Isabellenhütte (Messtechnik), Dillenburg
    • Christmann und Pfeifer (Bau), Marburg
    • Klingspor AG (Schleifmittel), Haiger
    • Leica Microsystems (Optik), Wetzlar
    • Selzer Fertigungstechnik (Automotive), Driedorf

    Job Mittelhessen: Karriereaussichten und Wirtschaft

    Mittelhessen klingt provinziell. Die Region ist aber in vielen Bereichen eine richtig große Nummer. Stark ist Mittelhessen vor allem in diesen Bereichen und Branchen:

    • Optik, Elektronik und Mechanik
    • Umwelttechnologie
    • Holzbau
    • Medizinwirtschaft und Pharma
    • Verpackung

    Global Player der optischen Industrie wie Carl Zeiss und Leica schätzen den Standort im Herzen Europas. Robert Bosch produziert in Breidenbach und Ludwigshütte jedes Jahr 20 Millionen Pkw-Bremsscheiben.

    Novartis wollte seinen Standort in Marburg vor einigen Jahren schon schließen. Doch der Pharmakonzern überlegte es sich anders und investierte stattdessen 69 Millionen Euro. Jetzt werden hier an modernsten Zellkulturanlagen Immuntherapien erforscht, die für Krebspatienten überlebenswichtig sein könnten.

    Weitere große Namen, die Jobs in Mittelhessen schaffen, sind Medizintechniker Siemens Healthineers, Logistiker Kühne und Nagel sowie Vakuumtechniker Pfeiffer Vacuums. Die Schunk-Group ist im Bereich Kohlenstofftechnik und Keramik international erfolgreich.

    In der Zentrale im mittelhessischen Heuchelheim beschäftig Schunk zum Beispiel:

    Jobs in Mittelhessen: Hochschulen in der Region

    Jobs in Mittelhessen HochschulenMittelhessen zählt nicht weniger als drei renommierte Universitäten, die fähigen Nachwuchs für die Arbeitgeber der Region ausbilden und ihrerseits eigene Jobs in Mittelhessen anbieten:

    • Die Justus-Liebig-Universität Gießen ist bei Wirtschaftswissenschaftlern, Lehramtsstudenten, Medizinern und Ökotrophologen beliebt.
    • Die Philips-Universität Marburg steht in Psychologie und Pharmazie hervorragend da.
    • Und die Technische Hochschule Mittelhessen mit Standorten in Gießen, Friedberg und Wetzlar ist für Mathematiker, Naturwissenschaftler und Informatiker eine gute Anlaufstelle.

    Jobs Mittelhessen: Kosten, Lebenshaltung, Mietpreise

    Hessen ist ein teures Pflaster. Frankfurt, Darmstadt oder Wiesbaden rufen Preise auf, die Zugezogene mit den Ohren schlackern lassen. Weiter nördlich in Mittelhessen sind die Kosten etwas niedriger – und damit immer noch sehr hoch.

    So müssen Mieter laut Immowelt in Marburg mit Preisen von 10,30 Euro pro Quadratmeter rechnen. Gießen ist mit 10,00 Euro nur unwesentlich günstiger. Damit zählen beide zu den wenigen mittelgroßen Städten in Deutschland, die die Zehn-Euro-Grenze überbieten.

    Zum Vergleich: In Hanau bei Frankfurt beträgt der Wert 8,90 Euro. Starke Wirtschaftsstandorte wie Bamberg oder Bayreuth in Bayern bleiben bei knapp über neun Euro. An wirtschaftlich schwächeren Mittelstädten werden bisweilen auch nur sechs oder sieben Euro pro Quadratmeter fällig.

    Wer in Gießen eine Immobilie kaufen möchte, überweist laut Immowelt 2.530 Euro pro Quadratmeter. In Marburg werden 2.380 Euro fällig. Für einen Hessen aus Darmstadt oder Wiesbaden sind das akzeptable Preise. Sie müssen in ihren eigenen Städten über 3.000 Euro hinlegen, Frankfurter sogar 4.400 Euro. Besser sieht es in Nordhessen aus. In Kassel kostet die Immobilie „nur“ 2.210 Euro pro Quadratmeter.

    Jobs in Mittelhessen: Kontaktdaten und Servicestellen

    Sie wollen sich in Mittelhessen selbstständig machen, Ihre Steuererklärung abgeben oder Jobs in Mittelhessen suchen? Die wichtigsten Servicestellen hat Karrieresprung übersichtlich für Sie zusammengefasst:

    • Ihr Finanzamt in Mittelhessen finden Sie hier.
    • Die Agentur für Arbeit Hessen finden Sie hier.
    • Die IHK Gießen-Friedberg finden Sie hier.
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    Initiativbewerbung: Vorteile, Muster und die besten Tipps

    Eine Initiativbewerbung ist eine Bewerbung ohne konkretes Stellenangebot – eine Bewerbung auf gut Glück sozusagen. Sie bewerben sich damit für den sogenannten verdeckten Stellenmarkt. Und Ihre Chancen sind gar nicht mal schlecht. Im Gegenteil, rund 70 Prozent aller offenen Stellen werden vergeben, noch bevor sie offiziell ausgeschrieben wurden – oftmals sehr attraktive Positionen. Um an die Stellen zu kommen, müssen sie entweder über das berühmte Vitamin B verfügen – oder eine Initiativbewerbung schreiben. Übrigens ist eine Initiativbewerbung nicht gleichbedeutend mit der Blindbewerbung. So führt sie zum Erfolg…

    Was ist eine Initiativbewerbung?

    Initiativbewerbung DefinitionWas genau ist eine Initiativbewerbung? Die Antwort ist einfach: Eine Initiativbewerbung ist eine Bewerbung, die ohne konkretes Stellenangebot oder Stellenausschreibung erfolgt. Sie wissen also nicht, ob im Unternehmen überhaupt eine Stelle frei ist – aber Sie bewerben Sich dennoch.

    Kleiner Unterschied zur sogenannten Blindbewerbung: Bei der Initiativbewerbung kennen Sie zumindest einen Ansprechpartner des entsprechenden Unternehmens. Ihre Initiativbewerbung sollte daher auf jeden Fall eine persönliche Anrede enthalten.

    Ein Vorteil der Initiativbewerbung: Selbst wenn Ihre Wunschstelle gar nicht vakant sein sollte, können Sie sich in eine gute Position bringen – und vielleicht zu einem späteren Zeitpunkt berücksichtigt werden.

    Oder das Unternehmen lädt Sie für eine ganz andere Stelle zum Vorstellungsgespräch ein. Das allerdings nur, wenn Sie durch eine überzeugende Initiativbewerbung zuvor gepunktet haben. Ziel der Initiativbewerbung ist es also, die Aufmerksamkeit des Unternehmens zu gewinnen und sich ins Gespräch zu bringen.

    Und noch ein Vorteil: Die Konkurrenz für Sie ist natürlich deutlich geringer, als wenn Sie gegen Hunderte Mitbewerber antreten, die sich allesamt auf eine öffentliche Stellenanzeige beworben haben.

    Immerhin flattern Arbeitgebern heute im Schnitt 48 Bewerbungen für ein einziges Stellenangebot auf den Tisch. Intensiv beschäftigen sich die Unternehmen laut Studie Recruiting-Trends aber nur mit 42,2 Prozent der Bewerbungen. Mehr als die Hälfte fällt unbeachtet einfach hinten herüber.

    Im Optimalfall gelingt Ihnen mit der Initiativbewerbung ein Überraschungseffekt, der Aufmerksamkeit erzeugt – egal, ob mit einer Papierbewerbung oder online.

    Initiativbewerbung Muster

    Max Mustermann
    Beispielstr. 99
    12345 Musterhausen
    Telefon: 01234 / 56 78 90
    E-Mail: m.mustermann@blog.de

    Redaktion ABC
    Weg 555
    98765 Stadt

    XX.XX.XXXX (Datum)

    Initiativbewerbung

    Sehr geehrte Frau Weber,

    als Autor eines renommierten Blogs über Influencer Marketing setze ich mich seit vier Jahren intensiv mit den Entwicklungen im Netz auseinander – und mit der Frage, wie Unternehmen davon profitieren können. Dabei baue ich auf langjährige Erfahrungen, die ich als Mitarbeiter der Marketingagentur bei der Betreuung namhafter internationaler Unternehmen sammeln konnte.

    Heute erreicht mein Blog bereits mehr als 20.000 interessierte Leser im Monat, darunter viele Entscheider und Fachleute, mit denen ich mich regelmäßig in den Kommentaren oder auf Konferenzen austausche.

    Wie ich bei meinen Recherchen feststellen konnte, setzen auch Sie seit Kurzem verstärkt auf den Einsatz von Influencer Marketing. Ich könnte mir gut vorstellen, dass Ihr Personalbedarf in diesem Bereich stark wächst. Umso mehr würde es mich freuen, wenn wir hierbei zusammenfinden und ich Sie künftig beim Auf- und Ausbau sowie beim Optimieren Ihrer diversen Strategie unterstützen kann. Dafür möchte ich mich heute bei Ihnen bewerben.

    Ich verfolge Ihre Aktivitäten im Social Web schon seit einiger Zeit mit wachsendem Interesse und habe dazu auch schon einige Ideen, wie Sie beispielsweise Ihre Reichweite steigern und attraktive Testimonials gewinnen könnten. Gerne führe ich dies in einem persönlichen Gespräch weiter aus. Über eine Einladung würde ich mich freuen.

    Herzliche Grüße
    Max Mustermann (Unterschrift)

    Initiativbewerbung Vorlagen kostenlos

    Um Ihnen das Formulieren eines Initiativschreibens zu erleichtern haben wir vier Gratis-Muster für Sie erstellt. Die Initiativbewerbung-Vorlagen können Sie sich kostenlos als PDF herunterladen, indem Sie einfach auf die Bilder klicken.

    Wir empfehlen, die Musterschreiben aber bitte nur zur Anregung und Inspiration zu verwenden. Bitte nie wörtlich abschreiben. Das könnte auffallen – und katapultiert Ihre Bewerbung sofort ins Aus.

    Initiativbewerbung Muster kostenlosInitiativbewerbung Vorlage kostenlos

    Initiativbewerbung Vorteile

    Das sind die Vorteile der Initiativbewerbung auf einen Blick:

    • Die Konkurrenz ist für Bewerber kleiner als bei einer ausgeschriebenen Stellenanzeige.
    • Sie demonstriert Eigeninitiative, Engagement und Ehrgeiz – Charaktereigenschaften, die jedes Unternehmen gut gebrauchen kann.
    • Eine Initiativbewerbung gibt Ihnen größeren Freiraum. Sie können eigene Schwerpunkte setzen und müssen nicht die Anforderungen in der Stellenannonce spiegeln.
    • Sie können sich einfach bei Ihrem Traumarbeitgeber bewerben – ohne ewig darauf zu warten, bis dieser eine Stelle ausschreibt, die zu Ihnen passt.
    • Bewerber erhalten Tipps aus erster Hand oder werden weiterempfohlen – wenn es im Unternehmen gerade keine passende Stelle geben sollte. Die Initiativbewerbung kann also auch indirekt zum Erfolg führen.
    • Sie machen das Unternehmen auf sich aufmerksam – und sammeln Pluspunkte für eine mögliche spätere Einstellung.

    Initiativbewerbung Nachteile

    Hat eine Initiativbewerbung nur Vorteile? Nein, keineswegs. Sie müssen schließlich auch bei einer Initiativbewerbung wichtige Informationen über das Unternehmen einholen. Die Recherche kostet Sie wertvolle Zeit – und das mit dem Wissen, dass die Wunschfirma eigentlich gar keine Mitarbeiter sucht. Das kann demotivieren.

    Eine Initiativbewerbung bindet Kapazitäten – vermutlich noch mehr als bei einer konventionellen Bewerbung. Dabei sind Zeit und Geld oft knapp, wenn man gerade dringend einen neuen Job benötigt. Ergo: Eine Initiativbewerbung ist ein wunderbares Mittel, wenn man sich aus einer festen Anstellung heraus bewirbt.

    Für arbeitsuchende Bewerber kann sie zu Frustration führen. Denn die Wahrscheinlichkeit einer Absage ist größer als die einer Zusage. Und mit jedem neuen Korb sinkt das Selbstbewusstsein. Gerade deshalb ist so wichtig, professionell vorzugehen.

    Die Bewerbung muss rund, durchdacht und professionell sein. Sie können insgesamt nicht weniger Arbeit investieren, nur weil es sich um eine Initiativbewerbung handelt. Andernfalls könnte sie sogar imageschädigend für Sie sein – insbesondere dann, wenn Sie sich für eine Führungsposition bewerben.

    Initiativbewerbung Vorbereitung

    Diese Fragen sollten Sie sich bei der Vorbereitung Ihrer Initiativbewerbung stellen. Wenn Sie danach zu dem Schluss kommen, dass Sie mit Ihren Qualifikationen und Fähigkeiten den aktuellen Bedarf des Unternehmens adressieren, dann könnte eine Initiativbewerbung erfolgversprechend sein:

    • Gibt es im Unternehmen momentan einen Einstellungsstopp oder Stellenabbau?
    • Welche Märkte sind heute und in Zukunft wichtig für das Unternehmen?
    • Sind neue Produkte oder Dienstleistungen in Arbeit, die das Unternehmen vermehrt anbieten möchte?
    • Welche Qualifikationen sind wichtig – und werden immer relevanter?
    • Wie hoch ist die Zahl vakanter Stellen auf den Karriereseiten des Unternehmen und in Jobbörsen?
    • Welche Berufe bzw. Fachkräfte werden dort vornehmlich gesucht?
    • Wie leicht oder schwierig dürfte es dem Unternehmen fallen, seine Vakanzen zu füllen?

    Das Schöne am Internet ist, dass Sie heute über nahezu jedes Unternehmen viele relevante Informationen recherchieren können. Über große Konzerne oder kleinere Betriebe. Natürlich wird es mit abnehmender Größe schwieriger, an brauchbare Infos zu gelangen.

    Aber auch das muss keine Sackgasse sein: Sie könnten ja mal über Xing, Linkedin oder Twitter Kontakt zu Mitarbeitern oder ehemaligen Mitarbeitern aufnehmen – oder eine der zahlreichen Fach- und Jobmessen besuchen. Das ähnelt zwar mitunter der Suche im Heuhaufen und kostet Sie Zeit. Aber viel zu verlieren haben Sie dabei nicht.

    Ein weiterer Tipp diesbezüglich: Bringen Sie Ihre Online-Profile auf Vordermann, bevor Sie eine Initiativbewerbung verschicken. Dabei sollten Sie darauf achten, Widersprüche und Ungereimtheiten zu Ihrer Bewerbung auszubügeln. Das Gesamtbild sollte rund und stimmig sein.

    Viele Personaler werden es sich nicht entgehen lassen, Sie im Netz ausfindig zu machen, zum Beispiel eben bei Xing oder Linkedin. Sollten Ihnen dabei Zweifel an Ihrer Glaubwürdigkeit kommen, sind nahezu all Ihre Chancen verspielt. Aktualisieren Sie also erst Ihre Profile und verschicken dann die Bewerbung.

    Außerdem gibt es etliche Unternehmen, die Bewerber aktiv dazu auffordern, eine Initiativbewerbung zu verschicken. Geben Sie doch einfach mal die Keyword-Kombination „Initiativbewerbung + Firmenname“ in die Suchmaschine ein. Nicht selten stoßen Sie auf die Karriereseite des gesuchten Unternehmens – und wertvolle Hinweise zu Initiativbewerbungen.

    Initiativbewerbung Umfang

    Ihr Handlungsspielraum ist deutlich größer als normalerweise, denn Ihre Initiativbewerbung bezieht sich ja auf keine konkrete Stellenanzeige. Das heißt: Sie können Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen schicken. Oder Sie schicken nur eine Kurzbewerbung.

    Tipp: Schicken Sie eine vollständige Bewerbung. So erhöhen Sie Ihre Chancen und signalisieren zugleich, dass Sie nicht mit halber Kraft eine volle Stelle ergattern wollen.

    Das gilt auch für die Arbeitszeugnisse. Rat: Schicken Sie Ihre Zeugnisse mit. Personaler lieben Zeugnisse und lesen sie fast immer. Außerdem erwarten laut Umfragen 87 Prozent der Personalverantwortlichen, dass Bewerber ihre Arbeitszeugnisse vollständig beifügen. Aber nicht vergessen: Nur die Kopien und nie das Original mitschicken!

    Eine Alternative wäre es, die Zeugnisse wegzulassen, aber am Ende des Anschreibens das Angebot zu machen, diese auf Wunsch nachzureichen.

    Initiativbewerbung Aufbau

    Eine gute Initiativbewerbung zu verfassen ist schwieriger als eine konventionelle, weil sie schlicht weniger Anhalts- und Bezugspunkte haben. Sie müssen gewissermaßen mehr konstruieren. Aber keine Angst, das kriegen Sie hin.

    Der wichtigste Tipp vorweg: Schreiben Sie im Aktivstil. Vermeiden Sie Substantivierungen, nutzen sie Verben, kreieren Sie auch gerne mal einen ungewöhnlichen Satz. Sie wollen schließlich auf sich aufmerksam machen.

    Dem Bewerbungsschreiben kommt bei einer Initiativbewerbung eine besonders wichtige Rolle zu. Es muss begeistern und überzeugen. Die nüchternen Fakten, nach denen im Übrigen niemand gefragt hat, kann man im Lebenslauf nachlesen.

    So geht’s am schnellsten!

    Initiativbewerbung AnschreibenInitiativbewerbungen sind heute simpler denn je. Bewerber müssen keine dicken Ordner mehr zum Postamt schleppen. Sie können sich mit zwei, drei Klicks im Netz bewerben.

    Viele Unternehmen akzeptieren schon Bewerbungen per Xing oder Linkedin. Und es geht sogar noch einfacher. Sie können den Personalmanager oder einen HR-Mitarbeiter ausfindig machen, eine Kontaktanfrage senden und daraufhin Ihr Interesse ausdrücken. Das funktioniert nicht immer, kann es aber. Firmen mit Nachwuchsmangel dürften für diese Art der Kontaktaufnahme dankbar sein – speziell kleinere Unternehmen abseits der Metropolen.

    Was Sie parallel aber unbedingt tun sollten: Bringen Sie Ihre Online-Profile auf den neuesten Stand. Laden Sie ein aktuelles Foto hoch, updaten Sie Ihre Kompetenzen, Interessen und Stationen. Veröffentlichen Sie Beiträge oder schalten Sie sich in laufende Diskussionen ein. Denn: Wenn Sie die Aufmerksamkeit mit einer initiativen Anfrage auf sich ziehen, werden ein paar Leute Sie googeln und im Netz stalken. Besser, Sie geben dann ein gutes Bild ab.

    Vor allem sollten sich die Angaben in Ihrer Initiativbewerbung mit jenen in Ihren sozialen Profilen decken. Alles andere macht Sie unglaubwürdig – und lässt die Erfolgschancen einkrachen.

    Initiativbewerbung Betreff

    Zunächst mal: Auch eine Initiativbewerbung sollte eine Betreffzeile enthalten. Die Formulierung fällt Kandidaten mitunter schwer, weil sie sich auf keine konkrete Stellenanzeige bewerben.

    Aber oft gibt es eine angestrebte Position sehr wohl. Die Wunsch-Position kann bzw. sollte dann im Betreff auftauchen. Wenn die angestrebte Tätigkeit eher vager Natur ist (z.B. irgendwas im Marketing oder eine Aushilfstätigkeit), dann formulieren Sie den Betreff dementsprechend um.

    Alternativ schreiben Sie in die Betreffzeile einfach Initiativbewerbung. Ob Sie Initiativbewerbung oder nur Bewerbung schreiben, ist letztlich nicht entscheidend.

    Wie könnte die Betreffzeile konkret formuliert sein? Hier einige Beispiele:

    • Initiativbewerbung als Senior Controller
    • Bewerbung als Bauingenieur
    • Initiativbewerbung als Marketing Manager
    • Bewerbung um eine Tätigkeit in der Marketingabteilung
    • Bewerbung um eine Tätigkeit mit dem Schwerpunkt Social Media
    • Ich bewerbe mich als Feelgood Manager

    Die besten Tipps

    Ihre Initiativbewerbung sollte sich vom Einheitsbrei abheben, das schon. Völlig draufgängerisch sollten Sie indes nicht an die Sache herangehen. Diese Grundregeln sind zu beachten:

    • Kontakt

      Eine persönliche Ansprache ist nicht nur höflich, sondern zeigt, dass Sie gut recherchiert haben. Richten sie das Anschreiben also konkret an Frau oder Herrn Mustermann und nicht an die sehr geehrten Damen und Herren. Tipp: Sie können bei Gelegenheit auch einen Mitarbeiter erwähnen, mit dem Sie bereits Kontakt hatten. Zum Beispiel: „Wie bereits mit Frau Huber besprochen…“. Den Namen bringen Sie am besten so weit vorne wie möglich im Anschreiben unter.

    • Name

      Auch der direkte Bezug zum Unternehmen ist ein Muss. So machen Sie klar, dass es sich um eine individuelle Bewerbung – und keine Massenware – handelt. Streuen Sie im Anschreiben mindestens einmal den Firmennamen ein (allerdings auch nicht zu oft). Auch Produktnamen oder Kennziffern können Mosaiksteine sein. Aussage: Sie wollen in exakt DIESEM Unternehmen arbeiten und nirgendwo anders.

    • Phrasen

      Auf eine förmliche Initiativbewerbung wartet in der HR-Abteilung niemand. Dort müssen Sie ja erst noch Überzeugungsarbeit für sich leisten. Und das gelingt nicht mit einer sterbenslangweiligen 08/15-Bewerbung. Also nur Mut zu außergewöhnlichen, originellen, spektakulären Formulierungen. Sie sollen zwar keineswegs clownesk auftreten, aber abgedroschene Floskeln wie „Hiermit bewerbe ich mich…“ meiden. Sie müssen es irgendwie hinkriegen, dass man neugierig auf Sie wird.

    • Soft Skills

      Kommen Sie ruhig über die emotionale Schiene. Menschenfänger sprechen die Emotionen ihrer Mitmenschen an – und als Bewerber müssen Sie ja gewissermaßen ein Menschenfänger sein. Beschreiben Sie Ihre besten Soft Skills. Inwiefern sind Sie kommunikativ und teamfähig? Wie arbeiten Sie, wie lösen Sie Probleme? Und das möglichst konkret, am besten anhand von Beispielen.

    • Stärken

      Sie haben ja bereits anrecherchiert, welchen Bedarf das Unternehmen hat. Die erforderlichen Skills stellen Sie nun in den Vordergrund. Dabei kann es um ganz konkrete Dinge gehen wie die Beherrschung einer Programmiersprache oder den professionellen Umgang mit Excel. Nennen Sie Erfolge und Projekte, die Ihre Fähigkeiten belegen.

    Wichtig: Sie sollen zwar kreativ sein, aber die HR-Menschen auch nicht überfordern. Kommen Sie in Ihrer Initiativbewerbung schnell zum Punkt. Schreiben Sie zielgerichtet. Bauen Sie die Bewerbung klar und übersichtlich auf. Bringen Sie schlüssige Argumente. Nennen Sie konkrete Beispiele.

    Der Empfänger muss sofort erkennen, dass Sie die Motivation und Fähigkeiten für den angestrebten Job mitbringen – egal um welchen Beruf es sich handelt.

    Und konzentrieren Sie sich auf die wesentlichen Argumente. Nicht jede Ihrer Fähigkeiten ist wichtig.

    Das ist umso schwieriger, weil Sie den Eindruck von Spam vermeiden wollen. Klingt das Anschreiben so, als hätten Sie es genauso schon dutzendfach verschickt, sinken Ihre Aussichten auf ein Minimum.

    Darum: Verfassen Sie wirklich jedes Anschreiben individuell. Zugegeben, die Mühe lohnt sich nicht immer. Aber manchmal schon. Ohne individuellen Zuschnitt können Sie sich eine Initiativbewerbung jedenfalls von vornherein sparen.

    Checkliste

    Initiativbewerbung ChecklisteHier eine Übersicht aller Inhalte, die Sie in Ihre Initiativbewerbung aufnehmen sollten – von oben nach unten:

    • Absender inklusive Name, Adresse, Festnetznummer, Handynummer, E-Mail-Adresse
    • Datum (rechts)
    • Empfänger inklusive Firma, Vor- und Nachname des Adressaten und Adresse
    • KEIN Bewerbungsfoto
    • Betreff „Initiativbewerbung“ (oder einen noch konkreteren Betreff)
    • Persönliche Anrede
    • Einstieg
    • Bezug zum Unternehmen
    • Kurze Darstellung des eigenen Profils, der Stärken und Soft Skills auch anhand von Beispielen
    • Hinweis auf sonstige Kenntnisse wie etwa Fremdsprachenkenntnisse
    • Hinweis auf Referenzen, zum Beispiel ehemalige Arbeitgeber
    • Hinweis auf Kündigungsfristen und möglichen Eintrittstermin
    • Abschlussformulierung
    • Unterschrift
    • Anlagen wie tabellarischer Lebenslauf und Arbeitszeugnis(se)

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    [Bildnachweis: Syda Productions by Shutterstock.com]

    Jobs in Bochum: Aktuelle Stellenangebote in Bochum und Umgebung

    jobs bochum teilzeit aushilfe

    Jobs in Bochum – es gibt sie wirklich! Bochum, ich komm aus dir, sang Herbert Grönemeyer einst. Die Jobs gingen jedenfalls schneller, als sie kamen. Zechen, Nokia, Opel – alle weg. Und dennoch ist Bochum ein Musterknabe im Ruhrgebiet, steht im Vergleich mit seinen Nachbarstädten erstaunlich gut da. Hier gibt es aktuelle Jobs in Bochum und Umgebung für Akademiker, Teilzeit, Aushilfen…

    Jobs in Bochum, Wattenscheid und Umgebung

    Bochum steht für Herbert Grönemeyer. Bochum steht für Starlight Express. Wofür Bochum nicht mehr steht: Nokia und Opel. Die großen Namen der lokalen Wirtschaft landeten nach und nach im Heimatmuseum. Apropos: Das Bochumer Eisenbahnmuseum ist ein Highlight jedes Bochum-Trips. Es diente schon oft als Filmkulisse, zum Beispiel für den Fußballfilm Das Wunder von Bern.

    Die Stadt liegt gut angebunden im östlichen Ruhrgebiet. In wenigen Minuten ist man in Dortmund – oder übers Wochenende im Sauerland. In Bochum selbst lässt es sich – trotz anderslautender Gerüchte – aber auch sehr gut aushalten. Das Bermuda-Dreieck bietet Partygängern Zuflucht, Musik- und Food-Festivals sind fest etabliert. Für junge Menschen ist Bochum – auch wegen seiner Universität – eine der attraktivsten Ruhrgebietsstädte.

    Der Süden Bochums ist eindeutig der privilegierte. In den Stadtteilen Stiepel, Eppendorf, Weitmar-Mark, Linden und Wiemelhausen/Brenschede lebt es sich sicher und komfortabel. Weniger erquicklich ist es in Westenfeld in Bochum-Wattenscheid, in Leithe und in Kornhapen im Osten. Hier ist die soziale Schieflage bedenklich. In diese Kategorie gehören außerdem Günnigfeld, Riemke und Hofstede, die sich allesamt im Bochumer Norden befinden.

    Jobs Bochum: Der Arbeitsmarkt

    Die Arbeitslosenquote lag in Bochum im Dezember 2019 bei 8,2 Prozent. Für eine Ruhrgebietsstadt ist das ein sehr respektabler Wert. Immerhin lag sie noch drei Jahre zuvor – im November 2016 – bei 9,9 Prozent. Seit Einführung der Hartz-Gesetze 2005 war sie bis dato noch nie unter die Neun-Prozent-Marke gefallen.

    Zum Vergleich: In Gelsenkirchen betrug die Arbeitslosenquote im Dezember 2019 stattliche 12,8 Prozent, in Duisburg 10,4 Prozent, in Essen 9,8 Prozent, in Dortmund 10,0 Prozent, in Oberhausen 9,7 Prozent. Bochum ist damit so etwas wie der Primus unter den großen Städten im Pott.

    Jobs in Bochum: Einstiegsgehälter und Gehaltsniveaus

    Eine Vollzeitstelle in Bochum bringt laut Bundesagentur für Arbeit monatlich 3.273 Euro aufs Konto. Dabei handelt es sich nicht um den Durchschnittswert, sondern um den aussagekräftigeren Median. Die eine Hälfte der Gehälter liegt darunter, die andere darüber.

    Die Gehälter für Jobs in Bochum sind damit vergleichbar mit denen in anderen Ruhrgebietsstädten. In Dortmund gibt es monatlich 3.315 Euro, in Gelsenkirchen 3.242 Euro.

    Der Bochumer Wert liegt sogar leicht über dem deutschen Durchschnitt von 3.209 Euro.

    Jobs in Bochum: Die wichtigsten Arbeitgeber

    Bochum stand einmal für die ganz Großen der Wirtschaft. Opel und Nokia zum Beispiel. Davon ist nicht viel übrig – um nicht zu sagen: gar nichts. Das heißt aber nicht, dass die Stadt keine Zukunft hätte. Das Fundament der Bochumer Wirtschaft steht nicht mehr auf einigen wenigen, sondern auf immer mehr Pfeilern.

    Das sind die wichtigsten Arbeitgeber, die für Jobs in Bochum sorgen:

    • Aral AG
    • Bochumer Eisenhütte Heintzmann (Bergbau)
    • Bochumer Verein Verkehrstechnik
    • Bogestra (Verkehrsunternehmen)
    • Dr. C Otto & Comp. (Feuerfeste Materialien)
    • Faber Lotto-Service
    • G Data Software AG
    • Eickhoff Gruppe (Maschinenbau)
    • GLS-Bank
    • Möbel Hardeck
    • Privatbrauerei Moritz Fiege
    • QVC
    • Sparkasse Bochum
    • ThyssenKrupp
    • Unicum Verlag (Medien)
    • United Cinemas International (Kinounternehmen)
    • USB Umweltservice Bochum
    • Volkswagen Infotainment
    • Vonovia

    Hier gibt es Studentenjobs und Aushilfsjobs in Bochum

    jobs in bochum aushilfeNeu-Bochumer und Studenten (auf Jobsuche) kommen an ihm nicht vorbei: Das Bermudadreieck ist eine der beliebtesten Partymeilen im Ruhrgebiet. Es liegt in der südlichen Innenstadt, südwestlich vom Bochumer Hauptbahnhof. Das Bermudadreieck beherbergt unzählige…

    • Restaurants und Frittenbuden
    • Cafés
    • Bars
    • Clubs
    • Einkaufsläden

    …und bietet extrem viele Stellen und Jobs in Bochum für Studierende, Aushilfen oder Teilzeitjobber.

    Job Bochum: Karriereaussichten und Wirtschaft

    Kaum eine Stadt ist in den letzten Jahren so gebeutelt worden wie Bochum. Erst zog Nokia 2008 von dannen, 2015 schloss Opel seine Pforten. Auch Autositzhersteller Johnson Controls hat seine Produktion in Bochum beendet – nach 27 Jahren. Eine Hiobsbotschaft reiht sich an die nächste.

    Dass Bochum nicht die ganz großen Asse im Ärmel hat, zeigt auch das Städteranking 2018 von IW Consult. Von 71 Städten belegt Bochum nur Rang 63. Das BIP ist niedrig, die Produktivität schwach, die Lebensqualität mittelmäßig.

    Aber: Offenbar stehen Bochum bessere Zeiten bevor. Im Zukunftsranking liegt die Stadt auf Position 37. Mut machen die vielen Hochschulabsolventen der Bochumer Ruhr-Uni.

    Und Bochum wächst. Die Steuereinnahmen sprudeln, die Arbeitslosigkeit sinkt, es gibt immer mehr frische Stellen in Bochum. An die Stelle der alten Fabriken wurden Paketzentren gebaut, Dienstleister siedelten sich an.

    Seit 2015 ist Bochum sogar mit einem DAX-Unternehmen vertreten. Die Wohnungsbaugesellschaft Vonovia ist in der Erfolgsspur, darf angesichts des allgemeinen Wohnungsmangels auf eine gute und profitable Zukunft hoffen.

    Jobs in Bochum bietet Vonovia unter anderem für diese Berufsgruppen:

    Jobs Bochum: Kosten, Lebenshaltung, Mietpreise

    Der Quadratmeter kostet in Bochum laut Immowelt durchschnittlich 6,90 Euro kalt (Stand: 1. Halbjahr 2018). Zehn Jahre zuvor waren es 5,50 Euro. Die Preise stiegen seitdem um 25 Prozent.

    Im Vergleich zu anderen Städten ist der Preisanstieg damit noch moderat. In Duisburg verteuerten sich Mietwohnungen seit 2008 ebenfalls um 25 Prozent, in Köln um 30 Prozent, in Dortmund um 35 Prozent, in Düsseldorf um 36 Prozent. Sogar in Herne fiel der Anstieg mit 26 Prozent etwas stärker aus. Auf der anderen Seite war er in Gelsenkirchen (17 Prozent), Mönchengladbach, Oberhausen (jeweils 16 Prozent) und Solingen (14 Prozent) schwächer.

    Allerdings war das Ausgangsniveau der meisten anderen Städte im Revier niedriger. Das bedeutet: Die Mieten sind in Bochum heute insgesamt teurer als in Duisburg, Gelsenkirchen oder Essen. Nur in Dortmund befinden sie sich mit 7,00 Euro pro Quadratmeter leicht darüber.

    Wie tief das Preisniveau in der Region ist, zeigt der IW-Studentenwohnpreisindex. Eine 30 Quadratmeter große Wohnung kostet im Ruhrgebiet 280 Euro im Schnitt. Nur in Leipzig und Magdeburg ist sie noch billiger. In Berlin kostet eine vergleichbare Bleibe dagegen schon 385 Euro, in Hamburg 427 Euro, in Frankfurt 499 Euro und in München sogar 635 Euro.

    Jobs in Bochum: Kontaktdaten und Servicestellen

    Sie wollen sich in Bochum selbstständig machen, Ihre Steuererklärung abgeben oder Jobs in Bochum suchen? Die wichtigsten Servicestellen hat Karrieresprung übersichtlich für Sie zusammengefasst:

    • Ihr Finanzamt in Bochum finden Sie hier.
    • Die Agentur für Arbeit Bochum finden Sie hier.
    • Das Jobcenter Bochum finden Sie hier.
    • Die IHK Mittleres Ruhrgebiet finden Sie hier.
    • Die Kreishandwerkerschaft Ruhr finden Sie hier.
    • Jobs in Bochum finden Sie in unserer Jobbörse.
    [Bildnachweis: VanReeel by Shutterstock.com]

    Jobs Würzburg: Stellenangebote in Würzburg und Mainfranken

    Jobs Würzburg: Die Stadt ist alt und jung zugleich. Die barocken Bauwerke verleihen ihr Statur, die vielen Studenten Vitalität. Jobs in Würzburg gibt es vor allem im Dienstleistungsbereich. Die Industrie ist weniger kraftvoll, aber keineswegs saftlos. Würzburg kann eine Karriere beflügeln. Die Stadt zählt sogar zu den Top Ten in ganz Deutschland…

    Jobs Würzburg: Das ist Würzburg

    In Übersee ist Würzburg vielen ein Begriff. Basketball-Ikone Dirk Nowitzki hat seine Geburtsstadt in Unterfranken jahrzehntelang glänzend repräsentiert.

    Nowitzki ist nur noch selten in Würzburg, die Würzburger Residenz dagegen bleibt. Das barocke Schloss war Anfang der 1980er Jahre nach dem Aachener Dom und dem Dom zu Speyer das dritte deutsche Kulturdenkmal, das zum Unesco-Weltkulturerbe ernannt wurde. Oberhalb von Würzburg auf dem Marienberg steht die Festung Marienberg. Von der Altstadt aus erreicht man sie über die Alte Mainbrücke, einem weiteren Wahrzeichen Würzburgs.

    Würzburg ist mit seinen rund 125.000 Einwohnern eine Studentenstadt mit allem, was dazugehört. Die Julius-Maximilians-Universität gehört zu den klassischen Universitäten Deutschlands. Stadt und Uni sind im Übrigen sehr gut erreichbar. Würzburg liegt sowohl auf einer wichtigen Nord-Süd-Achse (A7) als auch auf der Ost-West-Achse (A3) auf halber Strecke zwischen Frankfurt und Nürnberg.

    Wer in Zentrumsnähe wohnen möchte, schaut sich bevorzugt in den Stadtteilen Sanderau, Vordere Zellerau, Unteres Frauenland und Steinbachtal um. Auch die Altstadt, Höchberg und Veitshöchheim sind beliebt.

    Jobs Würzburg: Der Arbeitsmarkt

    Nur rund 2.350 Menschen waren im Dezember 2019 ohne Job in Würzburg und offiziell arbeitslos gemeldet. Das entspricht einer Arbeitslosenquote von 3,1 Prozent. Für eine Großstadt mit über 120.000 Einwohnern ist das ein ausgezeichneter Wert.

    Einige Kilometer weiter nördlich in Schweinfurt gibt es immerhin 6,0 Prozent Arbeitslose. Für ganz Bayern beträgt die Quote allerdings nur 2,8 Prozent. Östlich in Nürnberg liegt die Arbeitslosenquote bei 4,9 Prozent, westlich in Frankfurt am Main bei 5,0 Prozent.

    Insgesamt sind in Würzburg 90.500 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze besetzt. Aber nicht jeder Job in Würzburg wird von einem Würzburger ausgeübt. Über 57.000 Menschen pendeln jeden Tag in die Stadt – Tendenz steigend. Aus der Stadt heraus pendeln dagegen „nur“ rund 18.000 Beschäftigte.

    Jobs in Würzburg: Einstiegsgehälter und Gehaltsniveaus

    Das Medianeinkommen liegt in Würzburg nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit bei 3.317 Euro im Monat. In ganz Deutschland liegt der Wert bei 3.209 Euro. Median sagt aus, dass die eine Hälfte der Gehälter darüber liegt und die andere Hälfte darunter.

    Im nahen Aschaffenburg liegt das Medianeinkommen mit 3.327 Euro in etwa gleichauf. In Schweinfurt werden dagegen 3.962 Euro gezahlt, in Nürnberg 3.470 Euro, in Fürth 3.221 Euro. Frankfurt am Main kommt gar auf 4.182 Euro.

    Würzburg liegt im „Dreiländereck“ Bayern, Baden-Württemberg und Hessen. Aus Gehaltsperspektive kann es gar keine günstigere Lage geben. Die drei Bundesländer liegen im Deutschlandvergleich auf den Plätzen 1, 2 und 3.

    Fach- und Führungskräfte verdienen laut Stepstone-Gehaltsreport 2019 jährlich im Schnitt 65.296 Euro in Hessen, 62.375 Euro in Baden-Württemberg und 62.172 Euro in Bayern. Die Xing-Gehaltsstudie 2019 hat noch höhere Werte berechnet. Xing kommt auf Durchschnittsgehälter für Fach- und Führungskräfte von 76.972 Euro in Hessen, 75.931 Euro in Bayern und 72.526 Euro in Baden-Württemberg. Von allen anderen Bundesländern springt nur Nordrhein-Westfalen (knapp) über die 70.000-Euro-Marke.

    Und auch die Durchschnittsgehälter für alle Arbeitnehmer können sich sehen lassen. Laut gehalt.de liegen sie bei 51.345 Euro in Hessen, 48.870 Euro in Baden-Württemberg und 47.295 Euro in Bayern.

    Jobs Würzburg: Die wichtigsten Arbeitgeber

    Sie schaffen Jobs in Würzburg – das sind die wichtigsten Arbeitgeber in Unterfranken:

    • S.Oliver Group (Mode)
    • Brose Fahrzeugteile (Automotive)
    • Koenig und Bauer (Druckmaschinen)
    • Flyeralarm (Online-Druckerei)
    • Stadt Würzburg
    • Julius-Maximilians-Universität Würzburg
    • Universitätsklinikum Würzburg
    • Fraunhofer-Institut für Silicatforschung
    • NKM Noell Special Cranes (Kranbau)
    • Mero-TSK International (Bauzulieferer)
    • Sektkellerei J. Oppmann
    • Duttenhofer (Versandhandel)
    • Vogel Communications Group
    • Fürstlich Castell’sche Bank
    • Richter und Frenzel (Großhandel)
    • Würzburger Versorgungs- und Verkehrs-GmbH
    • Frankonia Handels GmbH
    • Gebrüder Götz (Versandhandel)
    • Garmin Würzburg (Navigationssysteme)
    • MT Industrietechnik (Zeitarbeit)
    • Bilfinger Noell (Nukleartechnik)
    • Va-Q-Tec (Dämmstoffe)
    • Stadtwerke Würzburg AG
    • SKZ (Kunststoff-Technologie)

    Jobs Würzburg Studenten: So gelingt die Jobsuche

    Jobs Würzburg StudentenWürzburg ist eine der attraktivsten Städte in Deutschland für Studenten. So klappt’s mit dem Nebenjob:

    Jobs Würzburg: Karriereaussichten und Wirtschaft

    Über allem thront die Festung Marienberg – und die altehrwürdige Julius-Maximilians-Universität. Über 28.000 Studenten besuchen die Hörsäle – in Jura, Philosophie oder im Medizinstudium. Die Würzburger Forschungslandschaft wird ergänzt durch das Fraunhofer-Institut für Silicatforschung (ISC) und das Süddeutsche Kunststoffzentrum. Jobs in Würzburg gibt es für Wissenschaftler nicht nur an der Uni.

    Fast 65 Prozent der Wertschöpfung entfallen auf den Dienstleistungssektor. Weitere 22 Prozent werden durch Handel, Verkehr, Gastgewerbe, Information und Kommunikation erwirtschaftet. Nur 12 Prozent gehen auf das Konto des produzierenden Gewerbes. Würzburg ist eine Dienstleistungsstadt mit vielen mittelständischen und hochspezialisierten Betrieben.

    Die Fahne der Industrie hält insbesondere Automobilzulieferer Brose hoch. In Würzburg nahm Brose 2008 sein „Headquarter Antriebe“ in Betrieb und beliefert seitdem Audi, BMW, Fiat oder Ford mit Elektromotoren. Brose beschäftigt in Würzburg unter anderem Entwicklungsingenieure, Systemingenieure, Vertriebsingenieure, Technische Assistenten und Konstrukteure.

    Diese Branchen schaffen die meisten Jobs in Würzburg:

    • Medizin- und Gesundheitswirtschaft
    • Informations- und Kommunikationstechnologien
    • Medien
    • Groß- und Einzelhandel
    • Maschinen- und Anlagenbau
    • Nahrungsmittelindustrie
    • Forschung und Entwicklung
    • Energie- und Umwelttechnik
    • Logistik
    • PC-Messtechnik

    Weil die Stadt so breit aufgestellt ist, bietet sie vielfältige Chancen. Das sieht auch das Beratungsunternehmen IW Consult so, dass Würzburg in seinem Städteranking 2018 auf Platz 10 von 71 untersuchten Großstädten Deutschlands positionierte.

    Vor allem der Arbeitsmarkt hat sich dank vieler neuer Jobs in Würzburg prächtig entwickelt. Würzburg zählt demnach zu den Top Ten in Deutschland für Jobsuchende.

    Jobs Würzburg Uni: Freie Stellen nicht nur für Wissenschaftler

    Jobs Würzburg UniDie Julius-Maximilians-Universität Würzburg ist einer der größten Arbeitgeber der Stadt. Jobs in Würzburg gibt es an der Uni zum Beispiel in diesen Berufsbildern:

    Kosten, Lebenshaltung, Mietpreise

    Würzburg ist eine klassische Studentenstadt. Zu Studentenpreisen wohnt man hier aber leider nicht. Von 2017 auf 2018 stiegen die Mietpreise laut Immowelt um sechs Prozent auf jetzt 10,50 Euro pro Quadratmeter.

    Das ist zwar sehr viel weniger als in Frankfurt im Westen und Stuttgart im Süden, aber teurer als in Nürnberg im Osten. In der Frankenstadt mietet man sich schon für 10,10 Euro pro Quadratmeter ein.

    Käufer müssen für eine Immobilie in Würzburg laut Immowelt mit 2.950 Euro pro Quadratmeter kalkulieren. Es ist wohl nur eine Frage der Zeit, bis die Schallmauer von 3.000 Euro durchbrochen wird.

    Das haben andere Studentenstädte allerdings schon hinter sich. In Freiburg kauft man den Quadratmeter für sagenhafte 4.260 Euro, in Münster für 3.070 Euro und in Darmstadt für 3.280 Euro. Auch Nachbar Nürnberg kommt Käufer teurer zu stehen. Hier werden 3.110 Euro aufgerufen.

    Insgesamt ist Würzburg eine Stadt mit hohem Preisniveau. Wenn man aber den Standort im Süden Deutschlands bedenkt, dann darf man die Lebenshaltungskosten sogar noch als moderat bewerten.

    Das zeigt ein Vergleich von Financescout24. Wer in Würzburg 50.000 Euro im Jahr verdient, würde in Berlin nur rund 45.000 Euro benötigen, um den gleichen Lebensstandard zu haben. Sogar Lebensmittel sind in Berlin um 16 Prozent günstiger. In München aber bräuchte man 65.000 Euro – hauptsächlich der hohen Mieten wegen.

    Kontaktdaten und Servicestellen in Würzburg

    Sie wollen sich in Würzburg selbstständig machen, Ihre Steuererklärung abgeben oder Jobs Würzburg suchen? Die wichtigsten Servicestellen hat Karrieresprung übersichtlich für Sie zusammengefasst:

    • Das Finanzamt in Würzburg finden Sie hier.
    • Die Agentur für Arbeit Würzburg finden Sie hier.
    • Das Jobcenter Würzburg finden Sie hier.
    • Die IHK Würzburg-Schweinfurt finden Sie hier.
    • Die Handwerkskammer für Unterfranken finden Sie hier.
    • Jobs in Würzburg finden Sie in unserer Jobbörse.

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    [Bildnachweis: Massimo Santi by Shutterstock.com]

    Fangfragen im Vorstellungsgespräch souverän meistern

    Fangfragen Vorstellungsgespraech Beispiele

    Fangfragen machen Spaß – aber nur dem, der sie stellt. Den Gefragten befördern sie direkt aufs Glatteis. Dabei wollen Ihnen Personaler, die im Vorstellungsgespräch eine Fangfrage servieren, gar nichts Böses. Sie wollen Ihre Spontanität, Improvisationskunst und Auffasungsgabe testen. Lassen Sie sich davon nicht ins Bockshorn jagen. Wie Sie Fangfragen im Vorstellungsgespräch souverän meistern…

    Fangfragen im Vorstellungsgespräch: Darum sind sie so beliebt

    Fangfragen machen Spaß. Das ist die einfache Erklärung. Man könnte sogar meinen, sie befriedigen unsere sadistische Ader. Wie der Bewerber da zappelt und keucht, rot anläuft und stottert. Herrlich!

    Aber das entspricht wohl in den seltensten Fällen der Realität. In den meisten erfüllen Fangfragen eine durchaus wichtige Funktion: Sie zeigen dem Personaler ganz konkret, wie ein Bewerber in Stresssituationen reagiert. Ob er kühlen Kopf bewahrt oder unter dem Druck zerbricht. Meistert er die Fangfrage mit Bravour, dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass er auch im Job cool bleibt.

    Außerdem ist es ja so: Bewerber haben im Vorstellungsgespräch genügend Zeit, sich von ihrer besten Seite zu zeigen. Sie können ihre Selbstpräsentation aus dem Hut zaubern, ihre bisherigen Erfolge und Highlights darlegen und intelligente Rückfragen im Bewerbungsgespräch stellen. Routiniers kommen da kaum noch ins Schwitzen. Fangfragen aber bringen sie aus dem Konzept. Das ist ihr Sinn.

    Das Unternehmen will schließlich wissen, wer und wie Sie wirklich sind. Er will nicht nur die Fassade kennenlernen, sondern auch das Interieur. Fangfragen sollen Rückschlüsse zulassen auf Ihre…

    Fangfragen Bewerbungsgespräch: So reagieren Sie am besten

    Zunächst mal: Nehmen Sie Ihrem Gesprächspartner fiese Fangfragen nicht übel. Sie sollten nicht davon ausgehen, dass er Sie damit insgeheim aus dem Rennen kicken will. Er will Sie testen, ja. Aber er würde sich bestimmt darüber freuen, wenn Sie die Aufgabe bestehen. Immerhin ist er auf der Suche nach einem fähigen Mitarbeiter für sein Unternehmen.

    Und merken Sie sich: Er oder sie will durch Fangfragen mehr über Ihre Persönlichkeit in Erfahrung bringen. Es geht also gar nicht darum, Fangfragen richtig oder falsch zu beantworten. Viel wichtiger ist, wie Sie reagieren, wie Sie mit der Herausforderung umgehen.

    Es ist übrigens auch gar nicht schlimm, wenn Sie erstmal mit einem herzhaften Oh nein oder Ach du Schande auf eine gestellte Fangfrage reagieren. Das macht Sie menschlich. Niemand freut sich über fiese Fragen im Vorstellungsgespräch.

    Beherzigen Sie im Umgang mit Fangfragen vor allem diese vier Tipps…

    Auf fiese Fragen richtig reagieren: 4 Tipps

    Das sollten Sie beachten, wenn Sie der Personaler im Vorstellungsgespräch mit Fangfragen konfrontiert:

    1. Nicht auswendig lernen

      Wenn der Personaler Pech hat, muss er einem Bewerber zuhören, der seine Sätze zuhause auswendig gelernt hat. Ermüdend! Er will aber auch wissen, wie dieser in Alltagssituationen reagiert. Kramen Sie also nicht irgendwelche Standardfloskeln aus Ihrem Zauberkasten hervor. Bleiben Sie authentisch und antworten Sie spontan.

    2. Ehrlich bleiben

      Wenn der Bewerber genau das sagt, von dem er glaubt, dass es der Personaler hören will – dann merkt dieser das sofort. Als Bewerber dürfen Sie auch gerne überraschen, mit einer Prise Humor, Witz, Spontanität. Wenn Sie also einen Gag parat haben, der als Antwort auf eine Fangfrage wie die Faust aufs Auge passt, dann bringen Sie ihn. Wer eine provokative Frage stellt, verträgt auch eine mutige Antwort.

    3. Offen sein

      Ein einziger Satz als Antwort, das könnte zu wenig sein. Immerhin erfodert so eine Fangfrage intensives Nachdenken. Bei Brainteasern denken Sie ruhig laut. Wie nähern Sie sich der Lösung? Das ist oft wichtiger als die Lösung selbst. Aber es kann auch nach hinten losgehen, wenn Sie Ihre Gedankengänge offenlegen, diese aber wirr und unlogisch sind…

    4. Zeit lassen

      Ein rhetorischer Kniff, den Profis gerne anwenden: Sie machen eine Pause. Das dürfen Sie als Bewerber auch. Lassen Sie sich von einer Fangfrage nicht hetzen oder unter Zeitdruck setzen. Überlegen Sie in Ruhe und setzen sie dabei Ihr Pokerface auf. Natürlich sollten Sie Ihren Gesprächspartner nicht minutenlang warten lassen. Aber übereilt irgendetwas zu sagen, nur um irgendetwas zu sagen – dabei kommt meist nichts Gutes raus.

    Die 29 besten Fangfragen im Bewerbungsgespräch

    Hier sind die 29 besten Fangfragen im Vorstellungsgespräch – und wie Sie darauf reagieren können:

    1. Wenn Sie sich mit einem einzigen Wort beschreiben müssten, welches wäre das?

      Das ist eine Fangfrage für Anfänger. Immerhin gibt es eine Menge Adjektive, die in Frage kommen. Ambitioniert. Ehrlich. Neugierig. Offen. Verantwortungsbewusst. Auf der einen Seite ist klar, dass Sie ein positives Attribut wählen sollten. Aber es macht einen Unterschied, welches das ist. Wenn der Bewerber etwa das Wörtchen intelligent nennt, könnte ihm das schon wieder als großkotzig ausgelegt werden. Und was soll der Personaler mit mutig anfangen? Sensibel wiederum würde – obwohl es sich um eine positive Eigenschaft handelt – Zweifel daran aufkommen lassen, ob Sie der Herausforderung im Job gewachsen sind.

    2. Sie stecken in einem Aufzug in der 13. Etage fest. Um die Tür öffnen zu können, müssen Sie den richtigen Knopf von insgesamt 20 drücken. Sie haben nur einen Versuch. Was würden Sie tun?

      Zunächst mal können Sie darauf aufmerksam machen, dass es die 13. Etage in Hochhäusern gar nicht gibt. Aberglaube! Nun aber könnte der pfiffige Personaler einwenden, dass die 13. Etage eben diejenige ist, die über der 12. Etage liegt – völlig egal, wie sie beschriftet ist. Was sagen Sie dann? Ganz einfach: Sie drücken den Notrufknopf. Mit dem kommen Sie wieder aus dem Fahrstuhl – und der Fangfrage – heraus.

    3. Was sollen die Leute einmal über Sie sagen, wenn Sie dieses Unternehmen wieder verlassen?

      Eine Frage, die die zeitlichen Abläufe scheinbar auf den Kopf stellt. Sie haben den Job noch gar nicht, sollen sich aber schon über Ihren Abgang Gedanken machen. Unbedingt zum Ausdruck sollten Sie bringen, dass es Ihnen nicht nur um Geld und Lebensunterhalt geht, sondern dass Sie auch etwas erreichen wollen.

    4. Was haben Sie an Ihrem alten Job gehasst?

      GEHASST haben sie natürlich gar nichts. Aber es gab Dinge, die weniger attraktiv waren. Die sollten Sie aber auf keinen Fall an bestimmten Personen festmachen. Nicht lästern! Entscheidungswege, die man irgendwann nicht mehr nachvollziehen konnte. Oder der Zeitpunkt, an dem man merkte, dass man sich nicht mehr weiterentwickeln oder etwas verändern kann. Das könnten gute Antworten auf derartige Fangfragen sein.

    5. Sind Sie eher der Anführer oder der Ausführer?

      Die meisten würden wohl mit Anführer antworten. Auch weil sie glauben, dass dies die erwünschte Antwort ist. Aber dann müssen Sie auch belegen, warum Sie ein Anführer sind. Welche Führungspositionen haben Sie denn bisher ausgefüllt und mit welchem Erfolg? Und falls sie bislang noch keine Personalverantwortung hatten: Wie kommen sie dann dazu, sich selbst als Anführer zu bezeichnen? Das sollten Sie bei derartigen Fangfragen beantworten können.

    6. Worauf waren Sie zuletzt stolz?

      Stolz gilt heutzutage nicht gerade als Tugend. Sie ist etwas für die Eitlen und Unbescheidenden und Selbstbezogenen, heißt es. Falsch! Sie können auf Ihre Kinder stolz sein oder darauf, dass Ihre Frau so schöne Haare hat. Stolz ist etwas ganz Natürliches. In diesem Kontext ist es allerdings besser, Sie binden einen Erfolg aus Ihrem Arbeitsleben ein. Eine Errungenschaft, für die Sie sich wirklich ins Zeug gelegt haben. Beispiel: Drei Jahre hat unser Architektenteam an dem Gebäude gearbeitet. Als es dann endlich stand, hat uns das wahrlich mit Stolz erfüllt.

    7. Wenn Sie der Titelheld eines Magazins sein könnten, welches würde das sein?

      Eine originelle Antwort: „NICHT der Playboy.“ Geistreiche Antwort: „FAZ – dahinter steckt ja bekanntlich immer ein kluger Kopf.“ Noch besser: „Das Time Magazine – als Person des Jahres.“ Obwohl das für manche vielleicht schon wieder zu selbstbewusst klingt. Dass Sie nicht die Apotheken Umschau nennen, sollte aber einleuchten. Wenn Ihnen hingegen gar kein Medium einfällt, spricht das nicht für Ihre Kreativität (und Allgemeinbildung).

    8. Wie geht es Ihnen heute Vormittag?

      Gut, aber ich bin leicht nervös. Das dürfte die Standardantwort sein. Banal ist die Frage übrigens keineswegs. Wenn der Bewerber halbherzig Jaja, geht schon murmelt, wirkt das irgendwie uninspiriert. So angeödet könnte er dann auch auf Kollegen und Kunden wirken. Darum: Hauptsache, Sie bringen die Antwort auf derlei Fangfragen mit ein wenig Charme rüber. Dann spielt es auch keine Rolle, WAS Sie sagen.

    9. Warum haben Sie eigentlich nicht Ihr eigenes Unternehmen?

      Eine Fangfrage, die schon existenzielle Dimensionen hat. Und sie erfordert eine Gratwanderung. Unternehmertum steht synonym für Verantwortung, Ehrgeiz, Innovationskraft – alles Attribute, die jeder Arbeitgeber schätzt. Andererseits sollten Sie nicht das Bild vermitteln, dass Sie nur auf den perfekten Zeitpunkt für den Absprung warten.

    10. Was ist das Lustigste, das Ihnen je passiert ist?

      Mit der Frage schlägt man zwei Fliegen mit einer Klappe. Zum einen testet der Personalverantwortliche, wie spontan der Bewerber ist. Fällt diesem überhaupt nichts ein, spricht das nicht gerade für seine Spontaneität. Außerdem merkt er, welche Art von Humor der Kandidat hat. Basiert er auf Schadenfreude oder ist er feinsinnig?

    11. Wann haben Sie sich das letzte Mal über alle Regeln hinweggesetzt?

      Regelbrecher – das klingt nach Hollywood, nach dem einsamen Wolf, der sein Ding durchzieht. So wollen wir doch alle sein! Nur wer die Regeln bricht, ist zu Höherem berufen, kann Außerordentliches schaffen, nicht wahr? Naja, nicht ganz. Einen notorischen Querulanten will kein Unternehmen in den eigenen Reihen haben. Es kommt also stark darauf an, wann und wo und warum Sie die Regeln gebrochen haben – und ob Sie das gut erklären können.

    12. Was sind Ihre 10 größten Schwächen?

      Vor der Frage nach den Schwächen hat jeder Bewerber Bammel. Dass jeder welche hat, ist klar. Darum darf man auch ruhig eine oder zwei Schwächen klar benennen. Aber gleich zehn? Darauf sollten Sie sich nicht einlassen. Bleiben Sie bei der einen Schwäche, die Sie sich vorher überlegt haben. Vielleicht fallen Ihnen spontan noch ein oder zwei kleinere Makel ein, die Sie scherzhaft anbringen können (Ich esse viel zu gerne Schokolade. Ich brauche morgens so lange vor dem Spiegel). Aber dann ist Schluss.

    13. Wenn Sie ein Superheld sein könnten, welcher wären Sie?

      Sie gehört in die Kategorie Fangfragen light. Aber die Antwort verrät doch etwas über Ihren Charakter. Je nachdem, ob Sie Superman, Wonder Woman oder Spiderman auswählen, offenbart sich dem Fragesteller, was Ihnen insgeheim wichtig ist. Und mit wem Sie sich identifizieren. Aufschlussreich!

    14. Was würden Sie mit einem Lottogewinn machen?

      Als Erstes meinen Job kündigen! Das sagen Sie natürlich nicht. Unternehmen schätzen Kandidaten, die intrinsisch motiviert sind. Die etwas verändern und ihre Ziele erreichen wollen – unabhängig vom Faktor Geld. Sie müssen andererseits aber auch nicht den Samariter spielen und alles für wohltätige Zwecke spenden wollen. Die Mischung aus Anlegen, Investieren und Verschenken macht’s.

    15. Mit welcher Eigenschaft ecken Sie regelmäßig an?

      Eine fiese Frage! Sie ist die Frage nach den Schwächen, nur in anderem Gewand. Dabei kann sich auch eine Eigenschaft herauskristallisieren, die man gar nicht als Schwäche ansieht, Selbstbewusstsein zum Beispiel. Wenn Sie mit gar keiner antworten, dann provozieren Sie direkt die Folgefrage: Sie haben also gar keine Ecken und Kanten? In diese Schublade möchte man schließlich auch nicht gesteckt werden…

    16. Was wollen Sie werden, wenn Sie groß sind?

      Der Personaler wartet Ihre Reaktion ab. Sind Sie verärgert? Pikiert? Beleidigt? Sie sollten jetzt nicht mit einer Retourkutsche antworten wie: Einen Kopf größer als Sie bin ich ja immerhin schon. Das zeigt nur, dass Sie über sich selbst nicht lachen können. Lächeln Sie die Spitze weg und erzählen dann etwas über Ihre Motivation, Träume und Ziele.

    17. Welche positiven Charaktereigenschaften fehlen Ihnen?

      Noch eine subtile Strategie, um die Schwächen des Kandidaten auszuleuchten. Wenn Sie sagen, Ihnen fehle gar keine positive Charaktereigenschaft, wirkt das anmaßend und unreflektiert. Aber was können Sie auf solcherlei Fangfragen antworten? Am besten nennen Sie positive Eigenschaften, die Sie in der angestrebten Stelle nicht zwingend benötigen. Beispiel: Ich bin nicht so der ordentliche Typ. Für einen Kreativen wäre das völlig ok. Oder: So richtig mutig bin ich leider nicht. Muss man als Buchhalter auch nicht sein. Es gibt aber auch Eigenschaften, die Sie besser verschweigen. Ich bin unehrlich oder Ehrgeizig bin ich eigentlich gar nicht – das ist im Jobinterview unverzeihlich.

    18. Welche Bücher haben Ihr Leben am meisten beeinflusst?

      Kulturbanause an Bord? Auch in Zeiten von Smartphone und Netflix sollten Sie das eine oder andere Buch schon nennen können. Aber bitte nicht Fifty Shades of Grey (ordinär) oder im Spaß das Lustige Taschenbuch (infantil). Wenn Ihnen gar nichts anderes einfällt, nehmen Sie ein Werk aus der Schule (Goethes Faust?), über das Sie eine wichtige Klausur geschrieben haben. Grundsätzlich bieten sich Biographien an.

    19. Welche Macken und Marotten haben Sie?

      Unter normalen Umständen sollten Sie aus dieser Geschichte heil herauskommen. Zum Beispiel so: Ich führe sehr gerne Selbstgespräche. Oder: Ich drücke IMMER dreimal die Snooze-Taste, bevor ich aufstehe. Es sei denn, Ihnen rutscht etwas wirklich Peinliches heraus. Ich rauche nach dem Sex immer eine Zigarette. Das will keiner wissen, bitte nicht!

    20. Sind Sie nicht etwas unerfahren für den Job?

      Wenn Sie der Personaler so piekt, fassen Sie das bitte nicht als Beleidigung auf. Er will Sie mit seinen Fangfragen nur aus der Reserve locken. Manchmal ist Aggression aber auch eine Hilfe. Wenn Sie innerlich kochen, dann schießen die Argumente nur so aus Ihnen heraus. Sagen Sie ihm klipp und klar (sachlich, aber bestimmt), warum Sie der Mann oder die Frau für den Job sind – und warum Sie die notwendige Erfahrung sehr wohl haben.

    21. Erklären Sie einem Blinden die Farbe Lila.

      In der Tat eine schwierige Aufgabe. Vollkommen klar, dass es hier nicht um richtig oder falsch geht. Sondern um Ihre Lösungsfindung. Wie kreativ sind Sie, wie gehen Sie vor? Außerdem zeigt Ihre Antwort auf die Fangfrage, ob Sie in der Lage sind, sich in andere Menschen hineinzuversetzen. Killer-Skill Empathie! Negativ fallen sie dagegen auf, wenn Sie über ein Äh, öhm, ja, keine Ahnung… nicht hinauskommen.

    22. Was haben Sie heute Vormittag gefrühstückt?

      Bei derartigen Fangfragen sollten Sie Ihren Charme spielen lassen. Wer schulterzuckend signalisiert, dass er von dieser Art Frage nichts hält, zeigt fehlende Reflektion und Sensibilität. Der Personaler will Sie nicht ärgern, aber kitzeln. Im Grunde ist es ihm schnurzpiepegal, ob Sie zwei hartgekochte Eier oder einen Quark mit Müsli gefrühstückt haben. Er will wissen, wie sie mit so einer Frage umgehen, ob Sie die hohe Kunst der Konversation beherrschen.

    23. Haben Sie einen IQ von mehr als 130?

      Eine Fangfrage, die Google angeblich gerne stellt. Die Mehrheit der Menschen hat einen IQ zwischen 85 und 115. Wer darüber liegt, hat einen „hohen IQ“. Mit einem Intelligenzquotienten von mehr als 130 gilt man sogar als hochbegabt. In diese Kategorie fallen in Deutschland lediglich zwei Prozent der Bevölkerung. Was also will der Personaler mit dieser Fangfrage bezwecken? Er will wissen, wie und ob der Bewerber ein gesundes Understatement pflegt oder unter Minderwertigkeitskomplexen leidet. Ein einfaches Ja ist daher die denkbar schlechteste Antwort (unabhängig davon, ob sie der Wahrheit entspricht). Der Kandidat muss es wohl nötig haben, sich selbst zu erhöhen – oder er hat einfach keinen Sinn für Humor. So käme das Ja rüber. Eine solide Antwort wäre: Ich kenne meinen IQ gar nicht. Ich hoffe aber, dass er nicht allzu weit unten liegt. Oder eine Antwort für Spaßvögel, die sie mit Ironie vortragen können: Jaha. Ich bin so schlau, ich könnte Einstein Nachhilfeunterricht geben.

    24. Was sollen wir heute zu Mittag essen?

      Eine denkbare Fangfrage, wenn der Bewerber zum Kennenlerngespräch ins Restaurant eingeladen wird. Für Arbeitgeber durchaus zu empfehlen. Vielleicht lässt sich der Kandidat zu keiner konkreten Aussage hinreißen und antwortet: Was immer Sie mögen. Oder: Ich bin für alles offen. Oder: Das ist mir egal. Sehr nachvollziehbare Antworten, aber unbefriedigend. Viel spannender wäre es doch, der Kandidat würde Farbe bekennen und eine klare Ansage machen. Nach dem Motto: Also, ich persönlich hätte Lust auf Mexikanisch. Oder: Was halten Sie von Sushi? Oder auch: Pizza. Damit wird jeder glücklich. So zeigen Sie Führungsqualitäten und dass Sie vor Entscheidungen nicht zurückschrecken.

    25. Sind Sie inkompetent und faul?

      Eine Fangfrage, die sich an der Grenze zur Dreistigkeit bewegt. Ironiebegabte könnten natürlich so antworten: Leider viel zu oft! Oder so: Ja, ich fürchte, das bin ich wirklich manchmal. Klar ist, dass Sie nicht einfach mit Ja oder Nein antworten. Der Personaler will wissen, wie Sie in dieser Stresssituation reagieren, wie schnell Sie schalten und eine befriedigende Lösung finden. Eine wie: Eigentlich bin ich ziemlich clever und aktiv. Fast immer.

    26. Wie ehrlich sind Sie?

      So könnte man auf solche Fangfragen antworten: Ich bin immer hundertprozentig ehrlich! Klingt erhaben, aber wer glaubt Ihnen das? Sie greifen also nicht einmal auf eine klitzekleine Notlüge zurück, wenn es sein muss? Und was sagt das über Sie aus? Sie sehen: Ganz so einfach ist diese Fangfrage gar nicht zu beantworten. Vielleicht so: Ehrlichkeit ist für mich eine der wichtigsten Tugenden überhaupt – sowohl privat als auch beruflich. Ich will aber gar nicht bestreiten, dass ich in meinem Leben auch schon mal auf die eine oder andere kleine Notlüge zurückgreifen musste.

    27. Sind Sie ein glücklicher Mensch?

      Manche Fangfragen gehen ins Persönliche, so wie diese. Der Interviewer will etwas über die Grundeinstellung des Kandidaten erfahren. Hat er eine positive Weltsicht oder eine negative? Welche Wertvorstellungen teilt er? Jetzt einfach nur mit dem Hinweis zu antworten, man sei total happy mit seinem Leben, ist nicht befriedigend, fast schon oberflächlich. Eine Top-Antwort wäre: Ja, ich bin ein glücklicher Mensch. Das war aber nicht immer so. Ich hatte schwierige Zeiten zu überstehen und weiß heute sehr genau, dass man jeden Tag hart für sein Glück arbeiten muss.

    28. Was mögen Sie an der Menschheit am wenigsten?

      Jetzt bitte keine Schimpftirade loslassen. Credo: Die Welt ist so schlecht und ungerecht. Und die Menschen sind alle so böse und gewalttätig und zerstören die Umwelt und und und… Mag ja alles sein, ist aber eine sehr eindimensionale Sicht. Ihre Antwort auf diese Fangfrage verrät, ob Sie einen gewissen Intellekt mitbringen, ob Sie sich grundlegende Gedanken machen und welche Prioritäten Sie setzen. Eine pointierte, argumentativ starke Antwort ist besser als ein plumper Rundumschlag.

    29. Welches Geschenk haben Sie zuletzt jemandem gemacht?

      Meiner Frau einen Gutschein geschenkt. Die Wahrscheinlichkeit dafür ist relativ hoch, die Antwort relativ schlecht. Sie zeugt von Einfallslosigkeit. Dabei will der Personaler ja wissen, ob Sie kreativ sind. Vor allem aber, wie wichtig Ihnen andere Menschen sind, ob Sie empathisch sind und an Ihren zwischenmenschlichen Beziehungen arbeiten. Eine simple, aber effektive Antwort: Ich habe meiner Frau Blumen geschenkt. Oder: Eine Lego-Feuerwehrstation für meinen Sohn. Dies zeigt, dass Sie (hoffentlich) glücklich verheiratet sind und einen familiären Rückhalt haben. Unternehmen mögen das. Möglich auch: Etwas Selbstgebasteltes für meine ehemaligen Kollegen beim Abschied. So signalisieren Sie, dass Sie ein Teamplayer waren und mit allen gut zurechtkamen. Was gar nicht geht: Ich habe leider lange niemandem mehr ein Geschenk gemacht. Auch mies: Ich kann mich ehrlich gesagt nicht daran erinnern.

    15 irre Fangfragen zum Download

    Fangfragen zum DownloadNoch mehr Fangfragen gefällig? 15 irre Fangfragen zum Herunterladen und Üben finden Sie Fangfragen-im-Vorstellungsgespräch-die-besten (PDF-Dokument).

    10 Fangfragen für Bewerber: Drehen Sie den Spieß um!

    Heutzutage haben Bewerber mehr Verhandlungsspielraum als früher – vorausgesetzt, Sie arbeiten in Branchen und Berufen, in denen der Bewerbermangel groß ist. Dabei kann es sich um Softwareentwickler oder Fleischer handeln, um Bauingenieure oder Klempner.

    Zählen Sie dazu? Dann drehen Sie den Spieß im Vorstellungsgespräch doch einfach mal um – und konfrontieren den Interviewer Ihrerseits mit einer Fangfrage.

    Fangfragen im Vorstellungsgespräch – hier sind 10 Vorschläge für Bewerber:

    • Was stört Sie an Ihrem Chef am meisten?
    • Was stört Sie an Ihrem Arbeitgeber aktuell am meisten?
    • Basierend auf Ihren eigenen Erfahrungen – was sollte ich in den ersten 100 Tagen im Job auf keinen Fall tun?
    • Wie lange hat es gedauert, bis Sie sich zu einer Führungskraft entwickelt haben?
    • Was ist der größte Fehler, den man hier begehen kann?
    • Was würde passieren, wenn ich meinen Chef schon in der ersten Woche kritisiere?
    • Worauf kann das Unternehmen wirklich stolz sein?
    • Wo bestellen die Mitarbeiter immer ihr Essen, wenn sie Überstunden machen müssen – beim Italiener oder beim Chinesen?
    • Wo fand Ihre letzte Weihnachtsfeier statt?
    • Was hat dieses Unternehmen aus seinem letzten größeren Fehler gelernt?

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    [Bildnachweis: LightField Studios by Shutterstock.com]

    Arbeitszeugnis: Muster, Geheimcode, Noten, Beispiel

    Arbeitszeugnis-Codes-Formulierungen-Noten

    Das Arbeitszeugnis ist ein wichtiges Dokument. Es kann im Einzelfall über Wohl und Wehe der gesamten Berufslaufbahn entscheiden. Daran ändert auch nichts, dass ein Arbeitszeugnis per Gesetz wohlwollend sein MUSS. Es gibt Formulierungen, die nur oberflächlich gut klingen. Nicht alle Codes sind jedem Arbeitnehmer bekannt. Aber auch für Unternehmer können Arbeitszeugnisse brisant sein – zum Beispiel dann, wenn sie sich nebenbei als Sugardaddys austoben…

    Arbeitszeugnis entschlüsseln: Wie es geht

    Ein Arbeitszeugnis muss wohlwollend formuliert sein – darum liest sich so gut wie jedes Zeugnis auf den ersten Blick ganz gut. Wer aber mit geschärftem Blick darauf schaut, kann oft die eine oder andere Verstimmung herauslesen. Dabei wollen wir Ihnen helfen.

    Denn: All Ihre Arbeitszeugnisse werden Sie über Ihr gesamtes Berufsleben hinweg begleiten. Jede neue Bewerbung bringt Ihre Zeugnisse abermals ans Licht.

    Auch sind Arbeitszeugnisse bei Personalverantwortlichen überaus beliebt. Es lässt sich eine Menge aus ihnen herauslesen. Mitunter bilden Arbeitszeugnisse auch ein Kontrastprogramm zu den – durch die Bank – überschwänglichen Bewerbungsschreiben.

    Denn das Arbeitszeugnis stammt – in den meisten Fällen jedenfalls – aus der Feder eines Dritten. Es ist also unabhängig. Auf diese 5 Aspekte achten Personalmanager in einem Arbeitszeugnis am meisten:

    • Formale Kriterien
    • Kompetenzen des Bewerbers
    • Übereinstimmung mit dem tabellarischen Lebenslauf
    • Zeugniscodes und Warnsignale
    • Leistungen im Zeitverlauf

    Arbeitszeugnis Bewertung: Welche Note Ihr Zeugnis hat

    Ein Arbeitszeugnis ist einem Schulzeugnis gar nicht so unähnlich. Denn auch Arbeitszeugnisse enthalten Noten. Nur werden diese besser versteckt.

    Beispielsweise deuten Begriffe wie stets, zur vollsten Zufriedenheit oder zur vollen Zufriedenheit auf gute Noten hin.

    Wenn Sie dagegen das Wörtchen bemüht in Ihrem Arbeitszeugnis ausfindig machen, sollten Sie hellhörig werden. Es bedeutet meist nichts Gutes.

    Arbeitszeugnis Bewertung – so erkennen Sie Ihre Note im Arbeitszeugnis:

    Sie/er erfüllte ihre/seine Aufgaben…

    • stets zur vollsten Zufriedenheit – Note 1
    • stets zur vollen Zufriedenheit/zur vollsten Zufriedenheit – Note 2
    • zur vollen Zufriedenheit – Note 3
    • zur Zufriedenheit – Note 4
    • im Großen und Ganzen zu unserer Zufriedenheit – Note 5
    • sie/er hat sich bemüht – Note 6

    Arbeitszeugnis Noten: Von sehr gut bis mangelhaft

    Ein Arbeitszeugnis zu entschlüsseln ist tricky: Manchmal sind es nur sprachliche Feinheiten, die ein erstklassiges Papier von einer Demütigung unterscheiden. Hier haben wir die wichtigsten Codes im Arbeitspapier für Sie zusammengetragen:

    Arbeitszeugnis: Note 1

    • Sie/er erledigte ihre/seine Aufgaben stets selbstständig mit äußerster Sorgfalt und Genauigkeit.
    • Sie/er erzielte hervorragende Arbeitsergebnisse und legte ein außergewöhnliches Engagement an den Tag.
    • Sie/er verfügt über ausgezeichnete und fundierte Fachkenntnisse.
    • Sie/er verstand es, die Kollegen in allerbester Weise zu überzeugen und zu motivieren.
    • Sie/er war in höchstem Maße zuverlässig.
    • Sie/er war im Umgang mit Mitarbeitern und Vorgesetzten stets freundlich, zuvorkommend und korrekt.
    • Mit ihren/seinen Leistungen war unser Unternehmen in jeder Hinsicht außerordentlich zufrieden.
    • Sie/er hat den Erwartungen in jeder Hinsicht und in allerbester Weise entsprochen.
    • Sie/er verlässt unser Unternehmen auf eigenen Wunsch. Dies bedauern wir außerordentlich.

    Arbeitszeugnis: Note 2

    • Sie/er erledigte die Aufgaben mit äußerster Sorgfalt und Genauigkeit.
    • Sie/er arbeitete stets zuverlässig und äußerst gewissenhaft.
    • Sie/er zeigte hohes Engagement und erzielte beste Arbeitsergebnisse.
    • Sie/er zeigte stets überdurchschnittliche Initiative und Arbeitsqualität.
    • Ihr/sein Verhältnis zu Mitarbeitern, Vorgesetzten und Kunden war stets einwandfrei.
    • Sie/ er hat den Erwartunen in jeder Hinsicht und bester Weise entsprochen.

    Arbeitszeugnis: Note 3

    • Sie/er erledigte die zugeteilten Arbeiten systematisch und zufriedenstellend.
    • Sie/er arbeitete gewissenhaft und zuverlässig.
    • Sie/er war bei der Arbeit sorgfältig und genau.
    • Sie/er zeigte Initiative und Engagement.
    • Sie/er verfügt über solide Fachkenntnisse.
    • Ihr/sein Verhalten gegenüber Kollegen und Vorgesetzten war vorbildlich.
    • Sie/ er erfüllte die Erwartungen in jeder Hinsicht.
    • Mit ihren/seinen Leistungen waren wir jederzeit zufrieden.

    Arbeitszeugnis: Note 4

    • Sie/er erledigte die ihr/ihm übertragenen Aufgaben zu unserer Zufriedenheit.
    • Sie/er erledigte alle übertragenen Arbeiten ordnungsgemäß.
    • Sie/er hat unseren Erwartungen entsprochen.
    • Sie/er zeigte keine Unsicherheiten bei der Ausführung der Aufgaben.
    • Ihre/seine Arbeitsergebnisse entsprachen den Anforderungen.
    • Sie/er erledigte alle Aufgaben mit Sorgfalt und Genauigkeit.
    • Sie/er war immer mit Interesse bei der Sache.
    • Ihr/sein persönliches Verhalten war insgesamt einwandfrei.
    • Mit ihren/seinen Leistungen waren wir zufrieden.

    Arbeitszeugnis: Note 5

    • Sie/er bemühte sich, den Anforderungen gerecht zu werden.
    • Sie/er hat sich im Rahmen seiner Fähigkeiten eingesetzt.
    • Sie/er bemühte sich um zuverlässige Arbeitsweise.
    • Sie/er war den Belastungen gewachsen.
    • Sie/er erledigte die Arbeiten mit Fleiß und dem Willen, sie termingerecht zu beenden.
    • Sie/er entsprach im Allgemeinen den Anforderungen.
    • Sie/er hat unseren Erwartungen weitestgehend entsprochen.
    • Sie/er war in der Regel erfolgreich.
    • Sie/er legte nach Anleitung Fleiß und Ehrgeiz an den Tag.
    • Ihr/sein Verhalten war ohne Tadel.
    • Sie/er hat unseren Unternehmen großes Interesse entgegengebracht.
    • Sie/er verlässt unser Unternehmen in gegenseitigem Einvernehmen.

    Qualifiziertes Arbeitszeugnis oder einfaches Arbeitszeugnis?

    Die meisten der oben genannten Formulierungen bekommen Sie nur zur Gesicht, wenn Ihnen der Arbeitgeber ein qualifiziertes Arbeitszeugnis ausstellt. In einem einfachen Arbeitszeugnis werden Sie Geheimcodes in der Regel nicht entdecken.

    Was ist ein qualifiziertes Arbeitszeugnis? Das qualifiziertes Arbeitszeugnis enthält wesentlich mehr Informationen und eine Beurteilung des Arbeitnehmers. Seine Bedeutung entspricht einem Schulzeugnis. Eine gute Note im Arbeitszeugnis erleichtert die künftige Jobsuche, eine schlechte Note erschwert sie. Ein qualifiziertes Arbeitszeugnis umfasst zwingend diese Inhalte:

    • Name des Arbeitgebers
    • Datum
    • Name, Vorname, Geburtsdatum und -ort des Arbeitnehmers
    • Dauer des Arbeitsverhältnisses
    • Beschreibung der Tätigkeit des Arbeitnehmers
    • Beurteilung der Leistung des Arbeitnehmers

    Der Unterschied zwischen einem einfachen und einem qualifizierten Arbeitszeugnis besteht zusammengefasst darin:

    • Einfaches Zeugnis: Es beinhaltet ausschließlich sachliche und objektiv nachprüfbare Fakten wie den Zeitraum und die Art und Erfüllung der Aufgaben.
    • Qualifiziertes Zeugnis: Hier kommt neben den nackten Fakten auch die Beurteilung zur Sprache. Wie war die Leistung des Arbeitnehmers? Was für ein Sozialverhalten hat er an den Tag gelegt?

    Haben Arbeitnehmer Anspruch auf ein qualifiziertes Arbeitszeugnis?

    Qualifiziertes Arbeitszeugnis AnspruchGrundsätzlich haben Arbeitnehmer bei Beendigung ihres Arbeitsverhältnisses Anspruch auf Erteilung eines schriftlichen Arbeitszeugnisses. Sollte der Arbeitgeber Ihnen ein qualifiziertes Arbeitszeugnis verweigern, können Sie ihn vor dem Arbeitsgericht verklagen.

    Es gibt aber Ausnahmen: Arbeitnehmer, die nur wenige Tage oder Wochen beschäftigt waren, haben unter Umständen keinen Anspruch auf ein qualifiziertes Arbeitszeugnis. Auch eine Kündigung in der Probezeit wirft die Frage auf, ob ein Anspruch besteht. Oft muss sie von Gerichten geklärt werden.

    Arbeitszeugnis Formulierungen: Auf diese kommt es an

    Wenn Sie Ihr Arbeitszeugnis in Händen halten, kommen Sie sicher nicht auf die Idee, der Personaler hätte Ihnen gegenüber Vorbehalte. Das ist aber gut möglich. Denn die Geheimcodes und versteckten Chiffren, die in Zeugnissen lauern, lesen sich oberflächlich gar nicht so übel.

    Es gibt viele solcher Geheimbotschaften, die Unternehmen vor einem Kandidaten warnen sollen (siehe auch dieses PDF).

    Tipp für Arbeitnehmer: Achten Sie darauf, ob eine Aussage doppeldeutig sein kann. Einige Beispiele:

    • Sie hat Fachwissen und ein gesundes Selbstvertrauen.
      Übersetzung: Die Dame ist eine Diva.
    • Er war bei den Kunden überaus beliebt.
      Übersetzung: Der Typ kann nicht verhandeln.
    • Sie bemühte sich, den Anforderungen des Unternehmens gerecht zu werden.
      Übersetzung: Sie ist praktisch nicht zu gebrauchen.
    • Sie verfügt über ein sehr gutes Einfühlungsvermögen und konnte sich in die Belange der Belegschaft sehr gut hineinversetzen.
      Übersetzung: Die Frau flirtete unentwegt.
    • Er war sehr gesellig, was zur Verbesserung des Betriebsklimas beitrug.
      Übersetzung: Der Mann ist dem Alkohol nicht abgeneigt.
    • Mit großem Elan machte sie sich an ihre Aufgaben.
      Übersetzung: Sie verursachte nichts als Chaos.
    • Er war sehr tüchtig und in der Lage, seine Meinung zu vertreten.
      Übersetzung: Der Mann kann keine Kritik vertragen.
    • Sie legte eine erfrischende Art im Umgang mit Kollegen und Vorgesetzten an den Tag.
      Übersetzung: Sie ist etwas zu forsch und hat keine Manieren.
    • Er war sehr umgänglich und kontaktbereit.
      Übersetzung: Bei den Kollegen war er äußerst unbeliebt.
    • Sie war durch ihre Pünktlichkeit ein gutes Beispiel.
      Übersetzung: Mehr als pünktlich war sie aber leider nicht.
    • Er verstand es, seine Aufgaben erfolgreich zu delegieren.
      Übersetzung: Ein Faulpelz, der andere für sich arbeiten lässt.
    • Sie zeigte für ihre Arbeit Verständnis und Interesse.
      Übersetzung: Gearbeitet hat sie deswegen noch lange nicht.
    • Wir wünschen ihr alles Gute und Gesundheit!
      Übersetzung: Es kam mehr als einmal vor, dass sie krankheitsbedingt gefehlt hat.
    • Wir wünschen ihm für die Zukunft alles Gute und vor allem Erfolg.
      Übersetzung: Erfolg hatte er hier nämlich keinen.

    Formulierungen Arbeitszeugnis: Noch mehr Beispiele

    Kennen Sie schon diese Formulierungen im Arbeitszeugnis? Karrieresprung sagt Ihnen, was sie in Wahrheit bedeuten:

    • Bei unseren Kunden war er sehr beliebt.
      Übersetzung: Er machte in Verhandlungen zu viele Zugeständnisse.
    • Sie hatte die Gelegenheit, sich viel Fachwissen anzueignen.
      Übersetzung: Sie hätte sie nur nutzen müssen.
    • Er brachte Fachwissen und ein gesundes Selbstvertrauen mit.
      Übersetzung: Mit seiner großen Klappe wollte er seine Ahnungslosigkeit kaschieren.
    • Innerhalb und außerhalb des Unternehmens trat er engagiert für die Interessen der Kollegen ein.
      Übersetzung: Er war aktives Mitglied der Gewerkschaft.
    • Alle Aufgaben löste er in seinem Interesse und dem der Firma.
      Übersetzung: Er hat geklaut und schwere Vergehen begangen.
    • Alle Aufgaben erledigte er pflichtbewusst und ordnungsgemäß.
      Übersetzung: Nur leider ohne jede Eigeninitiative.
    • Großes Einfühlungsvermögen bewies er für die Belange der Belegschaft.
      Übersetzung: Er war ständig auf der Suche nach Sexualkontakten.
    • Er war außerordentlich tüchtig und wusste sich gut zu verkaufen.
      Übersetzung: Ein Angeber und Wichtigtuer.
    • Ihr Verhalten gegenüber Kollegen und Vorgesetzten war vorbildlich.
      Übersetzung: Sie hatte Probleme mit dem Chef (weil der erst nach den Kollegen erwähnt wird).
    • Seinen Mitarbeitern gegenüber war er jederzeit ein verständnisvoller Vorgesetzter.
      Übersetzung: Er verfügt über keinerlei Autorität.
    • Ihre Aufgaben verstand sie erfolgreich zu delegieren.
      Übersetzung: Eine Faulenzerin vor dem Herrn.
    • Sie arbeitete mit größter Genauigkeit.
      Übersetzung: Eine langsam arbeitende Pedantin und Erbsenzählerin.

    Zeugnissprache entschlüsseln: So geht’s

    Vorweg: Nicht jede unglückliche Formulierung entspringt der Boshaftigkeit Ihres Arbeitgebers. Manchmal ist es reiner Zufall oder es stecken Schusseligkeit oder Eile dahinter. Sprechen Sie Ihren Arbeitgeber darauf an, wenn Sie das Gefühl haben, dass ihm ein Flüchtigkeitsfehler unterlaufen ist.

    In manchen Fällen aber steckt pure Absicht hinter einer bösen Botschaft. Wenn der Chef dem alten Mitarbeiter partout noch einen Knüppel zwischen die Beine werfen und ihm per Arbeitszeugnis nachträglich einen verbalen Hieb verpassen will.

    Deshalb hier noch ein paar Hinweise, wie Sie Codes im Arbeitszeugnis durchschauen können:

    1. Fehlende Bewertung

      Was erwarten Sie von einem Art Director? Kreativität und Teamfähigkeit natürlich. Und von einem Controller? Akkuratesse und Sorgfalt sind sicher nicht ganz unwichtig. Wenn diese entscheidenden Bewertungen im Arbeitszeugnis fehlen, könnte Absicht dahinterstecken. Ein Arbeitgeber, der einem Mitarbeiter kein gutes Zeugnis gönnt, lässt die Aussagen zur entscheidenden Qualifikation einfach weg. Darum: Wichtig ist nicht nur, was im Zeugnis steht, sondern auch, was fehlt!

    2. Betonung von Irrelevantem

      Das geht in eine ähnliche Richtung wie Punkt 1. Wenn Sie ein Arbeitgeber zum Beispiel im Arbeitszeugnis überschwänglich für Ihren „sparsamen Umgang mit Büromitteln“ lobt, werden Sie dann nicht trotzdem misstrauisch? Was oberflächlich wie ein Lob klingt, kann in Wahrheit eine subtile Spitze sein. Nach dem Motto: Sonst ganz ok, aber bei der eigentlichen Arbeit nicht zu gebrauchen.

    3. Negative Formulierung

      Eine negative Formulierung im Arbeitszeugnis sollte Sie prinzipiell stutzig machen. Dazu zählen Begriffe wie „kein“, „nicht“, „fast“, die eine Formulierung nur scheinbar ins Positive drehen. Beispiel: „Sein Arbeitseinsatz ließ nicht zu wünschen übrig.“ Warum betont man etwas, das eigentlich selbstverständlich sein sollte? Falls der Arbeitseinsatz wirklich tadellos war, dann kann man es weglassen. So aber klingt es irgendwie zweideutig.

    Arbeitszeugnis: Warum Abschlussformeln wichtig sind

    Ihre Gesamtleistung auf eine Formel bringen – genau das bewerkstelligt die Abschlussformel im Arbeitszeugnis. Meist sind es nur zwei oder drei Sätze, die ganz am Ende des Arbeitszeugnisses stehen. Doch sie sind dominant – und können alles andere mühelos überdecken.

    Die Abschlussformel kann das zuvor Geschriebene entweder bestätigen und betonen – oder aber mit einem Federstrich widerlegen. Und wichtig: Die Abschlussformel ist – laut Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts – freiwillig.

    Der Arbeitgeber hat es also in der Hand, dem Arbeitnehmer einen Stolperstein in den weiteren Berufsweg zu legen oder ihm Brücken zu bauen. Fehlt die Abschlussformel im Arbeitszeugnis, kann dies als negatives Zeichen interpretiert werden.

    Denn was spricht schon dagegen, jemandem für die Mitarbeit zu danken und ihm weiterhin alles Gute zu wünschen?

    Hier zwei Beispiele:

    • Arbeitszeugnis Beispiel 1

      Frau Rademacher verlässt unser Unternehmen auf eigenen Wunsch. Wir bedauern ihr Ausscheiden sehr und bedanken und für ihre stets guten und überaus engagierten Leistungen. Für ihre berufliche und private Zukunft wünschen wir ihr weiterhin viel Erfolg und alles Gute.

    • Arbeitszeugnis Beispiel 2

      Frau Rademacher verlässt unser Unternehmen in beiderseitigem Einverständnis zum 31.12.2017. Wir bedauern dies und bedanken uns gleichzeitig für ihre Mitarbeit. Weiterhin wünschen wir privat und beruflich viel Erfolg.

    Der Unterschied liegt im Detail, und ist doch frappierend. Bei Version 1 handelt es sich um gute Wünsche, die offenbar auch so gemeint sind. Version 2 klingt nett, ist es aber nicht.

    Abschlussformel: Wie ist sie aufgebaut?

    Die Abschlussformel ist im Arbeitszeugnis meist ähnlich aufgebaut und gegliedert. Sie besteht aus diesen vier Teilen:

    • Trennungsgrund

      Steht im Arbeitszeugnis Auf eigenen Wunsch…, dann hat der Mitarbeiter selbst die Trennung veranlasst (zum Beispiel durch ein eigenes Kündigungsschreiben). In gegenseitigem Einverständnis deutet auf eine Kündigung seitens des Arbeitgebers hin.

    • Danksagung

      Das Unternehmen bedankt sich im Arbeitszeugnis in der Regel für die Zusammenarbeit und die erbrachten Leistungen des Arbeitnehmers. Fällt der Dank sehr positiv aus, ist das ein gutes Zeichen. Fehlt ein Dankeschön komplett, ist das ein schlechtes.

    • Bedauern

      Auch ein Ausdruck des Bedauerns gehört in ein gutes Arbeitszeugnis. Kein Unternehmen lässt einen wertvollen und verdienten Mitarbeiter einfach so ziehen. Beinhaltet das Arbeitszeungis gar kein Zeichen des Bedauerns, scheint er wohl auch keine so überragende Kraft – und vielleicht nicht mal sonderlich beliebt – gewesen zu sein.

    • Wünsche

      Gute Wünsche mit auf den weiteren Berufs- und Lebensweg geben – auch das gehört meist dazu. Fehlen jegliche Wünsche im Arbeitszeugnis, ist das nicht so gut. Aber: Grundsätzlich auf die Formulierung achten!

    Arbeitszeugnis Abschlussformel: Beispiele

    Eine Abschlussformel könnte zum Beispiel so aussehen:

    Herr Körbel verlässt unser Unternehmen auf eigenen Wunsch zum XX.XX.XXXX (Datum). Seine Entscheidung bedauern wir sehr. Wir danken ihm für die stets gute Zusammenarbeit und wünschen ihm auch für die Zukunft alles Gute und viel Erfolg.

    Eine Abschlussformel, mit der Herr Köbel sicherlich gut leben kann. Die Formulierung ist durch und durch positiv. Das ist nicht immer so. Kleine Feinheiten können darüber entscheiden, wie eine Abschlussformel – und damit das gesamte Arbeitszeugnis – wahrgenommen wird. Zum Beispiel diese:

    1. Wörter auswählen

      Nicht jeder positiv besetzte Begriff ist positiv gemeint. Ein gutes Beispiel: Wir wünschen ihm oder ihr viel Glück. Glück ist etwas, das vor allem Menschen brauchen, denen die nötigen Kompetenzen fehlen. Nach dem Motto: Ohne Glück wird er oder sie es schwer haben. Darauf achten!

    2. Satz umstellen

      Auch hier sind es wieder die klitzekleinen Nuancen, die einem Zeugnis einen anderen Dreh geben. Beispiel: Wir wünschen weiterhin viel Erfolg… und Weiterhin wünschen wir viel Erfolg… Der gleiche Satz, die gleichen Vokabelen, nur geringfügig umgestellt – und schon ergibt sich eine ganz andere Bedeutung. Variante 1 legt nahe, dass der Mitarbeiter gute Leistungen gebracht hat und dies auch weiterhin tun wird. Variante 2 dagegen, dass es zum Erfolg bislang noch nicht gereicht hat.

    3. Intensität abschwächen

      Das ist der wohl wichtigste Parameter, den Unternehmen ändern können. Er gibt den Ausschlag darüber, ob ein Arbeitszeugnis mittelmäßig, gut oder sehr gut ausfällt. Begriffe wie sehr, besonders, groß, stets oder immer werten das Zeugnis auf – genauso wie engagiert, motiviert oder erfolgreich.

    Arbeitsrecht Zeugnissprache: Das ist verboten

    Wenig verwunderlich: Die Geheimbotschaften und versteckten Codes in Arbeitszeugnissen sorgen regelmäßig für handfesten Streit – auch vor Gericht. Denn: Arbeitnehmer können sich gegen Negativurteile wehren – diese sind verboten.

    Es gibt nur eine Ausnahme: Wenn das Fehlverhalten zweifelsfrei erwiesen ist – Diebstahl im Büro oder Untreue zum Beispiel – darf dies im Arbeitszeugnis Erwähnung finden. Mehr noch, es MUSS sogar im Zeugnis vorkommen – auch in Gestalt harter Formulierungen.

    Wenn nämlich der künftige Arbeitgeber darüber getäuscht wird, einen Betrüger einzustellen und deshalb zu Schaden kommt, kann er vom alten Arbeitgeber Schadenersatz verlangen.

    Bedeutet: Ein Unternehmen, das weitreichende Leistungsmängel eines ehemaligen Beschäftigten verschweigt, macht sich regresspflichtig.

    Arbeitsrecht: Diese Urteile sollten Sie kennen

    In punkto Arbeitsrecht sollten Sie diese Urteile beachten:

    • Versteckte Hinweise

      Versteckte Hinweise im Arbeitszeugnis sind nicht zulässig. Im konkreten Fall stand dieser Satz im Zeugnis: „Gerne stehen wir jedem zukünftigen Arbeitgeber von XY hinsichtlich Nachfragen über die Qualität der für uns geleisteten Arbeit zur Verfügung.“ Das Arbeitsgericht Herford ließ die Passage streichen (2 Ca 1502/08). Sie suggeriert nämlich, dass der betroffene Arbeitnehmer in Wahrheit keineswegs so gut war wie sein Arbeitszeugnis.

    • Krakelige Unterschrift

      In einem Fall, den das Landesarbeitsgericht Hamm behandelte (LAG Hamm, 27.7.2016, Az 4 Ta 118/16), gab es Streit über die äußere Form des Arbeitszeugnisses. Der Geschäftsführer hatte das Zeugnis keineswegs in seiner Sonntagsschrift unterschrieben – die Unterschrift war extrem krakelig und kippte von links oben nach rechts unten. Das ist laut LAG Hamm unzulässig. Zum Einen müsse die Unterschrift derjenigen ähneln, mit der der Geschäftsführer auch wichtige betriebliche Unterlagen abzeichnet. Zum Anderen könnte eine abfallende Unterschrift – eine, die nicht parallel zum Zeugnistext verläuft – darauf hindeuten, dass man mit dem Arbeitnehmer unzufrieden gewesen sei.

    • Schlechte Note

      Wichtiges Detail: Ein schlechtes Arbeitszeugnis muss der Arbeitgeber begründen, für ein gutes oder sehr gutes gilt die Beweisumkehr – hier muss der Arbeitnehmer die Beweise auf den Tisch legen (BAG-Urteil, 9 AZR 584/13). Im entsprechenden Fall ging es vor dem Arbeitsgericht Berlin darum, dass die Klägerin ein gutes Zeugnis verlangte – weil mittlerweile 86,6 Prozent aller Arbeitszeugnisse „gut“ oder „sehr gut“ seien. Erfolg hatte sie damit vor Gericht aber nicht.

    • Keine Banalitäten

      Ein Arbeitszeugnis muss wohlwollend sein. Darunter fallen aber keine Selbstverständlichkeiten – zum Beispiel der sichere Umgang mit dem Textverarbeitungsprogramm Word. Wer derartige Banalitäten betont, sorgt subtil dafür, dass doch ein schlechter Eindruck hängenbleibt. Das Landesarbeitsgericht Köln (Az.: 9 Ta 325/10) kassierte zum Beispiel diese Formulierung ein: „Die Zusammenarbeit mit Mandanten und Vorgesetzten war einwandfrei.“ Wie wirkt der Satz auf Sie? Die Richter meinen, er unterstelle mangelnde Teamfähigkeit.

    Die (automatische) Silbentrennung ist im Arbeitszeugnis hingegen zulässig. Eine Verwaltungsangestellte hatte geklagt. Sie meinte, als Sekretärin müsse die die fehlerfreie Erstellung von Texten garantieren – einwandfreies Schrriftbild inklusive. Die Silbentrennung würde dem zuwiderlaufen.

    Die Klage wurde abgelehnt. Für Arbeitnehmer heißt das: Sie dürfen die automatische Silbentrennungsfunktion guten Gewissens einsetzen, wenn Sie ein Arbeitszeugnis erstellen.

    Arbeitszeugnis erstellen: Sogar ein Sugardaddy muss es!

    Arbeitszeugnis anfordernEinen skurrilen Fall verhandelte das Landesarbeitsgericht Hamm im Sommer 2019. Ein Unternehmer aus Bochum hatte 2017 eine 35-jährige Frau eingestellt – offiziell als Haushaltshilfe, in Wahrheit bezahlte er sie pauschal für Sex. Mit der dreifachen Mutter verabredete er, dass sie ihn jede Woche zweimal zwecks einvernehmlichem Geschlechtsverkehr zuhause besuche.

    Wenig später schlossen beide Seiten einen offiziellen Arbeitsvertrag, nach dem die Frau als teilzeitbeschäftigte Hauswirtschafterin engagiert wurde. Eine monatliche Bruttovergütung von 460 Euro wurde genauso vereinbart wie ein Urlaubsanspruch von jährlich 25 Tagen. Insgesamt habe der Mann der Frau nach eigenen Angaben in Form von Barzahlungen und Zuschüssen sogar über 20.000 Euro gezahlt.

    Weil sich aber die erotischen Erwartungen des Mannes offenbar nicht erfüllten, kündigte er der Frau am 28. Februar 2018 und stellte sie frei. Daraufhin klagte sie vor dem Arbeitsgericht Bochum auf Zahlung des letzten monatlichen Arbeitsentgelts. Letztlich ohne Erfolg, da der Arbeitsvertrag nach Auffasung der Richter ein bloßes Scheingeschäft war.

    Aber: Auch Prostitution könne, so das Gericht, im Rahmen eines Arbeitsvertrags ausgeübt werden. Der Mann wurde daher zur Erteilung eines qualifizierten Arbeitszeugnisses verurteilt. Der Anspruch auf ein Arbeitszeugnis ergebe sich aus §§ 109, 6 Abs. 2 der Gewerbeordnung.

    Arbeitszeugnis Muster: Vorlage

    So könnte ein Arbeitszeugnis formuliert sein:

    „Herr Hammer, geboren am XX.XX.XXXX, war vom XX.XX.XXXX bis zum XX.XX.XXXX als Senior Controller in unserem Hause tätig.

    Die Fantasia AG ist ein Unternehmen aus der Immobilienwirtschaft, das seit 1992 besteht und über 350 Mitarbeiter beschäftigt.

    Zu Herrn Hammers Aufgaben gehörten unter anderem:

    • Kontrolle der Planungsziele
    • Überprüfung der Prozess- und Steuerungsgrößen
    • Aufbau eines Berichtswesens
    • Einführung eines Informationssystems
    • Führung eines Teams von bis zu 20 Mitarbeitern
    • Beratung der Geschäftsleitung

    Herr Hammer verfügt über ausgezeichnete und fundierte Fachkenntnisse, die er stets erfolgreich in die Praxis umsetzte und an seine Mitarbeiter weitergab. Gerne bestätigen wir ihm eine außerordentlich hohe wirtschaftliche Sachkompetenz. Herr Hammer erzielte hervorragende Arbeitsergebnisse und legte ein außergewöhnliches Engagement an den Tag.

    Während seiner Tätigkeit in unserem Unternehmen hat sich Herr Hammer kontinuierlich weitergebildet. Sein Verhalten gegenüber Vorgesetzten und Kollegen war stets einwandfrei. Herr Hammer hat seine Aufgaben stets selbstständig mit äußerster Sorgfalt und Genauigkeit erledigt.

    Herr Hammer verlässt unser Unternehmen auf eigenen Wunsch. Wir bedauern, mit ihm eine exzellente Fachkraft und einen geschätzten Kollegen zu verlieren und danken ihm für die stets vorbildliche Mitarbeit. Wir wünschen Herrn Hammer für seine persönliche und berufliche Zukunft weiterhin viel Erfolg und alles Gute.“

    Hier können Sie das Arbeitszeugnis als WORD-Dokument herunterladen.

    Hier können Sie das Arbeitszeugnis als PDF herunterladen.

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    [Bildnachweis: ASDF_MEDIA by Shutterstock.com]

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    Lebenslauf Max Mustermann

    Persönliche Daten

    Name: Vorname, Nachname
    Kontakt: Fantasiestr.1
    12345 Beispielstadt
    Telefon: 0123 / 4 56 78 90
    Mail: m.mustermann@mail.de
    Web: http://www.maxblog.de
    Geburtsort/-tag: Köln, 29. Februar 2018
    Familienstand: ledig


    Angestrebte Position: ______________________

    BERUFLICHER WERDEGANG

    MM/JJJJ – MM/JJJJ AKTUELLE POSITION
    Tätigkeiten + Erfolge
    Tätigkeiten + Erfolge
    MM/JJJJ – MM/JJJJ POSITION DAVOR
    Tätigkeiten + Erfolge
    Tätigkeiten + Erfolge
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    Tätigkeiten + Erfolge
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    Lebenslauf erstellen: Die wichtigsten Fragen und Antworten zum Lebenslauf-Editor

    • Warum sollte ich den Lebenslauf-Editor nutzen?

      Der Lebenslauf-Editor soll Ihnen die Arbeit erleichtern. Er ermöglicht Ihnen, online und absolut kostenlos Bewerbungsunterlagen beziehungsweise einen tabellarischen Lebenslauf direkt im Browser zu erstellen.

      Wenn Sie den fertigen Text später in ein Textverarbeitungsprogramm kopieren, haben Sie überdies die Möglichkeit, verschiedene Farben und Designs auszuwählen beziehungsweise das Dokument noch weiter zu gestalten. Wir entwickeln unser Angebot zudem ständig weiter, sodass mit der Zeit auch neue Lebenslaufvorlagen und Lebenslaufdesigns hinzu kommen.

      Der Vorteil eines Lebenslauf-Editors besteht vor allem darin, dass Sie hier erst einmal nicht auf spezielle Software, wie zum Beispiel Microsoft Word, Pages oder Open Office angewiesen sind. Sie können Ihren Lebenslauf damit erst einmal von jedem Endgerät aus – PC, Laptop, Tablet, Smartphone – erstellen, gestalten und durch Markieren und Kopieren in Ihrer Zwischenablage speichern.

    • Ist des möglich, Design und Layout des Lebenslauf-Editors zu ändern?

      Im Editor selbst leider nicht. Aber sobald Sie Ihren Lebenslauf vollständig erstellt und alle Daten im Lebenslauf-Editor individuell umformuliert haben haben, können Sie den gesamten Text per Copy and Paste in ein Textverarbeitungsprogramm wie Word auf Ihrem Rechner einfügen und dort jederzeit die Farben oder Designs wechseln – solange, bis Sie mit dem Ergebnis zufrieden sind und den perfekten Lebenslauf für Ihre Bewerbungsunterlagen gefunden haben.

    • Kann ich den Abstand zwischen den Kategorien vergrößern?

      Um größere Abstände zwischen einzelnen Abschnitten zu erzeugen, geben Sie einfach mehr Leerzeilen ein (Return bzw. Enter-Taste drücken). Der Zwischenraum zwischen den Zeilen erhöht sich dadurch und Sie können den Platz der DIN A4 Seite optimal ausnutzen und mit sogenanntem Weißraum etwas gestalten.

    • Wer haftet für den Lebenslauf-Editor?

      Sie selbst. Unser Lebenslauf-Editor ist ein kostenloses und unverbindliches Angebot. Die Nutzung des Lebenslauf-Editors erfolgt damit auf eigene Gewähr. Wir übernehmen daher keinerlei Haftung für die korrekte Nutzung des Editors, für korrekte Bewerbungsunterlagen oder den Erfolg Ihrer Bewerbung.

    • Wird der Lebenslauf automatisch dauerhaft gespeichert?

      Nein. Ihre Eingaben werden nur lokal auf Ihrem Browser und nur während der aktuellen Sitzung vorgehalten. Sobald Sie unsere Seite verlassen oder aktualisieren bzw. neu laden, werden alle Eingaben zurückgesetzt. Sie können also ganz anonym und immer wieder gratis den Lebenslauf-Editor nutzen. Allerdings werden die Daten dann eben auch jedes Mal gelöscht, sobald Sie Karrieresprung.de verlassen. Wollen Sie den Lebenslauf zu einem späteren Zeitpunkt und für eine andere Bewerbung nutzen, müssten Sie alle Daten erneut eingeben.

    • Wie kann ich mein Bewerbungsfoto hochladen?

      Das geht später nur in Ihrer Textverarbeitung. Bei Microsoft Word gehen Sie dazu auf den Menüpunkt Einfügen -> Foto -> Bild aus Datei. Dann erscheint ein Feld, in dem Sie eine Quelle (auf Ihrem Rechner) auswählen können, in der Ihr Bewerbungsfoto gespeichert ist. Anschließend klicken Sie auf Einfügen – und das Bewerbungsbild wird automatisch in Ihre Lebenslauf-Vorlage eingebaut. Dann müssen Sie nur noch die optimale Position im Lebenslauf auswählen.

    • Lässt sich der Lebenslauf zu einem späteren Punkt noch bearbeiten?

      Ja. Allerdings nur, wenn Sie den Lebenslauf in einer eigenen Datei auf Ihrem Rechner lokal gespeichert haben. Ansonsten werden die Daten hier im Browser automatisch gelöscht, sobald Sie die Seite verlassen. Wir selber speichern keinerlei Daten, die Sie hier eingeben und können auch nicht mitlesen. De facto geschieht das ausschließlich lokal auf Ihrem Rechner und Browser.

    • Ist es möglich, mehrere Lebensläufe zu erstellen?

      Selbstverständlich, das empfehlen wir sogar. Sie können unseren Lebenslauf-Editor natürlich auch für verschiedene Bewerbungsmappen und -zwecke nutzen. Nur müssen Sie die Daten eben immer lokal auf Ihrem Rechner anpassen und speichern. Dort und danach können Sie dann auch jederzeit ein neues Layout auswählen und editieren.

    • Mir fehlt eine wichtige Funktion. Kann ich mir etwas wünschen?

      Wir versuchen unseren Lebenslauf-Editor stetig zu verbessern und die Wünsche unserer Nutzer zu berücksichtigen. Natürlich können wir dabei nicht alle Wünsche erfüllen. Manches ist technisch schlicht zu aufwendig oder zu teuer. Aber natürlich freuen wir uns jederzeit über Anregungen und Fehlermeldungen. Schicken Sie uns dazu einfach Ihr Feedback an die Adresse im Impressum. Wir sagen schon mal DANKE für Ihr Engagement und Ihre Unterstützung. Die wichtigsten Fragen und Antworten zum Lebenslauf und zum Lebenslauf-Editor finden sie kompakt zusammengefasst auch noch einmal hier.

    Lebenslauf mit WORD verfassen

    lebenslauf vorlage wordMit Microsoft WORD ist der Aufbau eines tabellarischen Lebenslaufs kinderleicht. Einfach eine Tabelle mit zwei Spalten einrichten – oder die TAB-Taste (aber nicht die Leertaste!) nutzen. Später können Sie die Rahmen (bzw. Linien) der Tabelle sogar unsichtbar machen bzw. unter Rahmen und Schattierungen entfernen. Die Formatierung der Seite bleibt dann aber erhalten.

    Lebenslauf Vorlagen

    Sie haben im Grunde drei Möglichkeiten, um Ihren Lebenslauf zu erstellen:

    • Sie erstellen Ihre Vita individuell und komplett selbst.
    • Sie erstellen den Lebenslauf mithilfe von (kostenlosen) Vorlagen – siehe unsere Vorlagen oben.
    • Sie lassen ihn von einem Profi erstellen, gestalten und optimieren.

    Falls Sie sich für die erste Variante entscheiden, ist vermutlich die Textverarbeitung von Microsoft WORD die erste Wahl. Mit dem Textverarbeitungsprogramm lassen sich (unsichtbare) Tabellen oder Tabulatoren in das Dokument einfügen und die Textblöcke exakt an diesem Raster ausrichten.

    Fertige Muster und Lebenslauf-Vorlagen nehmen Ihnen diese Arbeit ab. Hier brauchen Sie meist nur noch den vorgefertigten Blindtext durch eigene Angaben zu ersetzen. Mit unseren Vorlagen ist das ganz easy – einfach kostenlos herunterladen.

    Aber Achtung: Da solche Vorlagen oft auch von vielen anderen Bewerbern genutzt werden, sollten Sie diese immer persönlich abwandeln und individualisieren. Oft reicht es schon, ein anderes Hintergrundbild (sogenanntes Wasserzeichen) einzufügen.

    Darüber hinaus können und sollten Sie bei einem solchen Lebenslauf-Muster möglichst auch die Schriftarten, Schriftgrößen sowie vorhandene Farben und Grafik- Elemente anpassen. Das kann etwas Zeit in Anspruch nehmen, lohnt sich aber immer, weil Ihr Lebenslauf so einzigartig wird.

    Lebenslauf Bedeutung

    Der tabellarische Lebenslauf ist ein elementarer Bestandteil der Bewerbung. Er ist extrem wichtig – und für die Personaler überaus nützlich, da er eine Übersicht herstellt und alle wesentlichen Informationen eines Bewerbers übersichtlich strukturiert.

    Ob ein Kandidat zum Stellenangebot in der Jobbörse passt, kann von Personalern durch einen Blick auf den Lebenslauf schnell erfasst werden.

    Auch bei einer Kurzbewerbung oder Initiativbewerbung ist der tabellarische Lebenslauf unverzichtbar.

    Lebenslauf und Bewerbungsschreiben bilden so das Zentrum jeder Bewerbung. Während aber der Stellenwert des Anschreibens immer weiter sinkt, hat der Lebenslauf nach wie vor eine große Bedeutung. Die weiteren Elemente einer vollständigen Bewerbung sind:

    Ein Deckblatt sollten Sie allerdings nur einbauen, wenn es einen echten Mehrwert bietet. Es ist eher Kür als Pflicht – im Gegensatz zum Lebenslauf. Den tabellarischen Lebenslauf schicken Sie bitte zwingend in jeder Bewerbung mit.

    Lebenslauf Aufbau

    Punkt für Punkt auflisten, Datum daneben, fertig. Stopp! Behandeln Sie Ihren Lebenslauf bitte nicht wie einen Aussätzigen – indem Sie ihn kaum anrühren.

    Er sollte genauso sorgfältig und akribisch erstellt werden wie das Anschreiben. Und zwar für jede neue Bewerbung individuell.

    Der tabellarische Lebenslauf ist nicht nur ein prägender Faktor Ihrer Bewerbung – er entscheidet, ob Sie überhaupt in die engere Auswahl kommen.

    Grundsätzlich folgt er einem klaren Schema. Diese Punkte werden nacheinander abgehandelt:

    • Persönliche Daten
    • Angestrebte Position
    • Beruflicher Werdegang und Berufserfahrung
    • Ausbildung (inklusive Schule und Studium)
    • Praktika
    • Kenntnisse und Weiterbildungen
    • Interessen & Hobbys

    Die Grundidee: Ihr Lebenslauf soll dem Personaler auf den ersten Blick klar machen, dass Sie die notwendigen Qualifikationen und Erfahrungen für den Job mitbringen und im Laufe Ihrer bisherigen Laufbahn gesammelt haben. Kurz: Sie bringen alle erforderlichen Voraussetzungen mit.

    Der tabellarische Lebenslauf sollte daher auch nur zwei bis maximal drei DIN A4-Seiten umfassen. Nur wenn Sie schon zehn Jahre Berufserfahrung oder mehr auf dem Buckel haben, sind auch drei Seiten eine angemessene Länge. Besser ist aber immer, Sie fassen sich kurz. Ihr CV ist eine reine Faktensammlung, keine Prosa.

    Lebenslauf Inhalt

    Welche Inhalte gehören hinein? Zunächst einmal hängt das natürlich von Ihrem bisherigen Werdegang ab. Grundsätzlich aber gilt: Der Lebenslauf sollte möglichst ein bis zwei DIN A4-Seiten nicht übersteigen.

    Die berufliche Vita stellt schließlich eine komprimierte und fokussierte Darstellung Ihres bisherigen Könnens und Schaffens dar. Die Vita soll zwar lückenlos sein. Das gilt aber nur für die bisherigen beruflichen Stationen und die Ausbildung (inklusive Schule und Hochschule).

    Bei den anderen Punkten wie Zusatzqualifikationen (Zertifikate), Interessen oder Hobbys gilt: Nur was zur ausgeschriebenen Stelle passt und für diese relevant ist, gehört auch in den Lebenslauf. Hauptsache, die Stationen und Skills sind übersichtlich und strukturiert aufgeführt (Erfolge und Zahlen nicht vergessen!). Alles andere sollten Sie bitte weglassen – unnützer Leseballast!

    Als Faustformel für das Formulieren der einzelnen Stationen können Sie sich merken: Was habe ich wo gemacht, was waren die Aufgaben und was habe ich in dieser Zeit für meinen Arbeitgeber erreicht?

    Mithilfe von Stichworten oder Kurzsätzen lassen sich fast alle Punkte perfekt verdichten. Allenfalls Führungskräften über 50 oder Fachkräften mit bewegter Vergangenheit wird ein Lebenslauf von maximal drei Seiten zugestanden. Länger und ausführlicher darf dieser allerdings nie werden.

    Diese Inhalte und Informationen gehören in jeden Lebenslauf:

    • Persönliche Daten

      Die Basics stehen immer ganz am Anfang: Vorname und Nachname, Anschrift, Kontaktdaten, Geburtstag, Geburtsort, Familienstand und gegebenenfalls die Staatsangehörigkeit. Ihre Konfession müssen Sie im Normalfall nicht aufführen. Nur bei speziellen Arbeitgebern – zum Beispiel im Sozialbereich – kann die Information manchmal vorteilhaft sein. Legen Sie hier auch bitte Sorgfalt an den Tag: Es soll schon vorgekommen sein, dass ein Bewerber sein Geburtsdatum vertauscht hat und sich so ins Aus manövriert hat. Auch macht es einen denkbar schlechten Eindruck, wenn man seinen eigenen Namen – ganz offensichtlich – aus Schusseligkeit falsch geschrieben hat — zum Beispiel „Schmidtt“.

    • Angestrebte Position

      Diese Rubrik dürfen Sie als Geheimtipp verstehen. In den meisten Bewerbungen werden Sie den Eintrag „angestrebte Position“ vermutlich nicht finden. Aber der psychologische Effekt ist enorm: Zum Einen erheben Sie so noch einmal ausdrücklich Anspruch auf die Position und sagen indirekt, dass Sie den Job wirklich haben wollen. Zum Anderen zeigt der Eintrag, dass der Lebenslauf individuell, also nur für diese Stelle angepasst wurde. Kleiner Aufwand, große Wirkung!

    • Beruflicher Werdegang und Berufserfahrung

      Die amerikanische Variante des Lebenslaufs hat sich heute durchgesetzt. Das heißt: Sie beginnen mit Ihrer bisherigen Position. Danach folgen – absteigend – die Positionen davor. Ein Muss, den Lebenslauf so aufzubauen, ist das aber nicht. Sie können sich auch chronologisch von hinten nach vorne arbeiten und mit Ihrer ersten Berufsstation anfangen. Das ist vor allem für Berufseinsteiger sinnvoll, die noch nicht über viel Erfahrung verfügen. Wichtig ist nur, dass Sie die gewählte Variante konsequent durchziehen und auf ein sauberes Layout und einheitliche Formatierung achten. Die einzelnen Stationen ergänzen Sie um möglichst kurze, aber aussagekräftige Stichpunkte.

    • Ausbildung

      Die gewählte Chronologie (amerikanisch oder chronologisch) müssen Sie bitte auch hier durchhalten. Die Ausbildung umfasst neben dem Studium und möglichen Stipendien die Berufsausbildung, Schulbildung einschließlich der Schulabschlüsse und Abschlussnote. Geleisteter Wehr- oder Ersatzdienst sollte ebenfalls nicht unterschlagen werden, weil sonst womöglich eine Lücke im Lebenslauf entsteht. Gut möglich, dass später im Vorstellungsgespräch Fragen zur Ausbildung gestellt werden. Darauf vorbereiten!

    • Praktika

      Berufserfahrene mit langjähriger Expertise müssen keine Praktika mehr aufführen. Für Berufsanfänger aber sind sie enorm wichtig. Vor allem sollten sie herausstellen, welche Erfahrungen und Kenntnisse Sie während des Praktikums gewonnen haben – und warum diese für die angestrebte Position von Vorteil sind. Stellen Sie also nach Möglichkeit eine direkte Verbindung zwischen Praktikum und Job her.

    • Hobbys

      Die Wahrheit ist: Persönliche Interessen und Hobbys befriedigen keinesfalls nur die angeborene Neugier eines Personalers. Sie werden vor allem geschätzt, weil Sie das persönliche Profil und die Soft Skills eines Bewerbers abrunden. Sie zeigen darin Persönlichkeit – und wenn diese Vorlieben für die Stelle auch noch relevant sind, umso besser! Achten Sie also darauf, was Sie hier hineinschreiben. Am besten nennen Sie Interessen, die in irgendeiner Weise Stärken und Talente betonen, die sich mit der Position decken. Beispiel: Sie wollen bei einer Versicherung anheuern, die auch wertvolle Spring- und Rennpferde versichert. Das Hobby „Reiten“ würde – natürlich nur, wenn es auch der Wahrheit entspricht – wunderbar passen. Das könnten Sie übrigens auch durch die Mitgliedschaft in Vereinen oder Ehrenämter nachweisen.

      Weitere Punkte, die Sie hier aufnehmen könnten:

      Aber nochmal der Hinweis: Überfrachten Sie Ihren Lebenslauf bitte nicht. Im Zweifel lieber einen Punkt weglassen, damit die Bewerbung übersichtlich bleibt. Klarheit, Übersicht und Werdegang sind Trumpf.

    • Ort, Datum, Unterschrift

      Ein wichtiges Detail zum Schluss: Ihre Unterschrift fügen Sie bitte handschriftlich in den Lebenslauf ein. Ort und Datum können Sie noch in der Textverarbeitung ausschreiben. Das Datum zeigt die Aktualität und signalisiert dem Personaler überdies Individualität. Aussage: „Es handelt sich hier um ein Unikat, kein altes Massen-Papier.“ Mit Ihrer Unterschrift dokumentieren Sie zudem die Korrektheit der Angaben.

    Führerschein

    Ein vorhandener Führerschein gehört in die Rubrik „Besondere Kenntnisse“. Die Angaben dazu sollten Sie zudem mit den vorhandenen Führerscheinklassen versehen.

    Dass Sie einen Führerschein besitzen, sollten Sie aber nur angeben, wenn dies in der Stellenanzeige verlangt wird (etwa bei einem Berufskraftfahrer, Service-Fahrer, Rettungssanitäter oder einem reisenden Handelsvertreter). Ansonsten ist diese Information irrelevant und kann gestrichen werden.

    Angaben zu den Eltern

    Gehören Angaben zu den Eltern ins CV? Kurze Antwort: Nein. Das ist ein Relikt aus vergangenen Tagen, wo man noch die Berufe der Eltern in der Vita erwähnt hat. Das interessiert heute aber niemanden mehr. Schließlich bewerben sich nicht ihre Eltern auf die Stelle, sondern Sie.

    Lebenslauf: Lügen haben kurze Beine

    lebenslauf schönenWer in der Bewerbung unwahre Angaben macht, muss auch nach überstandener Probezeit noch mit einer fristlosen Kündigung rechnen.

    Gefälschte Arbeitszeugnisse, falsche akademische Titel oder erfundene Arbeitsstationen sind keine Bagatellen. Sie sind Betrug. Und Betrug ist strafbar.

    Bleiben Sie daher bei der Wahrheit. Lügen haben kurze Beine – und gehören nicht in den Lebenslauf.

    Lebenslauf Format

    Sündhaft teure Tools oder Wunderwerkzeuge benötigen Sie nicht, wenn Sie einen tabellarischen Lebenslauf erstellen wollen. Ein Textverarbeitungsprogramm wie WORD reicht völlig aus.

    Wenn Sie den Lebenslauf hinterher durchs Internet schicken wollen, sollten Sie in jedem Fall eine PDF-Datei nutzen. Vorteil: Das Format ist gar nicht bzw. nur schwer veränderbar. Bewahren Sie die ursprüngliche WORD-Datei aber gut auf, um nachträgliche Änderungen vornehmen zu können.

    Außerdem: Das PDF versehen Sie am besten mit einem sprechenden Dateinamen wie „Lebenslauf_Name.pdf“. Sie können die Datei dann immer zuordnen (der Personaler übrigens auch), ohne sie stets auf Neue öffnen zu müssen.

    Lebenslauf Design

    Der tabellarische Lebenslauf hat den Vorteil, schon per se übersichtlich zu sein. Durch den strukturierten Aufbau erkennt der Empfänger sofort, welche Fähigkeiten, Qualifikationen und Ausbildungsstationen der Bewerber aufzuweisen hat. Das erleichtert die Arbeit der Personalentscheider enorm. Schnell die Angaben scannen und einmal drüberfliegen – das ist in drei fünf Minuten erledigt.

    Das sind die entscheidenden Vorteile des tabellarischen Lebenslaufs:

    • Er bündelt viele Informationen auf nicht mehr als zwei Seiten.
    • Relevante Auswahlkriterien wie Abschlussnote oder Berufserfahrung können schnell erfasst werden.
    • Er stellt die direkte Vergleichbarkeit verschiedener Bewerber her.

    Das bedeutet im Umkehrschluss auch: Ihre Möglichkeiten, sich vom Wettbewerb abzuheben, sind begrenzt. Wer seinen Lebenslauf zu aufwändig gestaltet, riskiert, dass Übersichtlichkeit und Struktur darunter leiden.

    Trotzdem gibt es kleine Schrauben, an denen Sie drehen können. So können Sie den Lebenslauf zum Beispiel dezent aufpeppen, indem Sie folgende Tipps zum Lebenslaufdesign beherzigen:

    • Fettschrift

      Fettungen lassen sich gezielt einsetzen, um einzelne Stationen, Skills oder Bulletpoints hervorzuheben. Das macht die Lesbarkeit besser. Achten Sie in dem Fall aber auf Einheitlichkeit, indem Sie zum Beispiel immer nur die Datumsangaben (MM/JJJJ) fetten.

    • Linien

      Dünne und dezente Linien verbessern den Lesefluss ebenfalls. Setzen Sie diese gezielt ein, um dem Leser gewissermaßen Arbeit abzunehmen. Was auch hilft: Die Linien grau und nicht schwarz gestalten.

    • Farben

      Allzu farbenfroh sollte der Lebenslauf nicht sein. Das lenkt ab und wirkt infantil. Sie könnten aber durchaus die Farbe, die das Unternehmen und der potenzielle Arbeitgeber im Logo verwendet, als Hauptfarbe wählen und für die Überschriften nutzen. Die versteckte Botschaft: Sie passen zum Unternehmen – und wollen dazugehören.

    • Kopfzeile

      Wenn Sie in Ihrem Anschreiben eine Kopfzeile verwenden, sollte diese sich genauso auch im Bewerbungsanschreiben wiederfinden. Das verpasst Ihrer Bewerbung einen einheitlichen Look.

    • Bewerbungsfoto

      Das Bewerbungsfoto gehört – sofern Sie eines anbringen möchten – im Lebenslauf nach rechts oben. Je nach Aufbau und Design sind aber auch andere Varianten möglich. Nach dem AGG – dem Allgemeinen Gleichbehandlunsgesetz – können Sie das Bewerbungsfoto heute zwar auch weglassen. Wir empfehlen dies aber nicht. Tatsächlich können Sie sich mit einem Bewerbungsfoto immer noch positiv von der Masse abheben – vorausgesetzt, es ist professionell und originell gemacht.

    Lebenslauf Schriftart

    Auch wenn die Typographie der Bewerbungsunterlagen auf den ersten Blick irrelevant scheint – Schriftarten entfalten subtile Wirkung – erst recht, wenn es sich dabei nicht gerade um eine der beiden Standard-Schriftarten Arial oder Times handelt. Glücklicherweise gibt es hervorragende Alternativen…

    Egal, für welche Schrift Sie sich entscheiden – sie muss gut lesbar sein. Zu viele Schnörkel oder Designschriften sind bei langen Texten eher eine Netzhautpeitsche. Wir halten zum Beispiel Helvetica oder Georgia nach wie vor für sehr geeignet.

    Die wichtigste Regel lautet: Verwenden Sie in all Ihren Bewerbungsunterlagen – Anschreiben, tabellarischer Lebenslauf, Deckblatt, Dritte Seite oder Motivationsschreiben – immer dieselbe Schriftart. Schwarz auf Weiß.

    Wer hier willkürlich mixt, signalisiert seinem Leser, dass es sich um eine Patchwork-Bewerbung handelt: nichts Durchdachtes, individuell für das Unternehmen Gestaltetes, sondern ein Sammelsurium aus recycelten Unterlagen. Solche Bewerbungen landen zu 99 Prozent bei den Absagen.

    Lebenslauf Schriftgröße

    Die meisten Bewerber verwenden die Standard-Schriftgröße von 12 Punkt für den normalen Text. Das Gros der Schriftarten ist darauf abgestimmt und perfekt lesbar. Nichtsdestotrotz können Sie auch bewusst mit der Schriftgröße experimentieren und origineller und individueller werden – zum Beispiel mit der sogenannten 11-13-15-Regel:

    • 11-Punkt: In dieser Schriftgröße sollte der gesamt Fließtext stehen. Also alle längeren Textpassagen im Lebenslauf oder Anschreiben. Verwenden Sie dafür möglichst eine Schrift mit Serifen.
    • 13-Punkt: Diese Größe sollte allein Datum, Absender, Adressen, Zwischenüberschriften vorbehalten bleiben. Hierfür eignen sich groteske Schriften.
    • 15-Punkt: Diese Schriftgröße verwenden Sie bitte nur für Ihren Namen im Kopf jeder Seite. Er soll am meisten herausstechen und in Erinnerung bleiben (serifenlose Schrift).

    Warum ausgerechnet diese krummen Größen? Ganz einfach: Weil die Mehrheit der Bewerbungen heute dem Schema 12-14-16 folgt. Nebeneinander gelegt werden Sie also prompt auffallen.

    Lebenslauf Position

    In der typischen Bewerbungsmappe liegt das Anschreiben lose obenauf. In der Bewerbungsmappe selbst steht der Lebenslauf an erster Stelle.

    Wird zudem ein Deckblatt verwendet, landet der Lebenslauf auf Rang 2. In dem Fall kommt also das Deckblatt an erster Stelle – innerhalb der Mappe. So sieht das Ergebnis dann zum Beispiel aus:

    Wie schreibt man eine Bewerbung Vollstaendige Bewerbungsmappe Bewerbungsunterlagen Muster

    Wichtig: Anschreiben und Lebenslauf werden beide per Hand unterschrieben. Im Falle einer E-Mail-Bewerbung wiederum wird meist nur ein einziges PDF im
    Anhang versendet. Auch hier folgt der Lebenslauf in dem Bewerbungsdokument nach dem Bewerbungsanschreiben.

    Der tabellarische Lebenslauf ist heute Standard. Der Begriff meint eine tabellarische Darstellung des beruflichen Werdegangs – in der Regel in zwei Spalten: links die Datumsangaben und Zeitspannen (Format: mm/JJJJ – MM/JJJJ), rechts die Angaben zu bisherigen Stationen, Kompetenzen, Interessen, Hobbys.

    Lückenloser Lebenslauf

    Ein lückenloser Lebenslauf dient zum Einen als Beleg für seine Wahrhaftigkeit. Es bleibt keine Station unerwähnt, der Bewerber hat nichts zu verheimlichen.

    Gleichzeitig dient die Lückenlosigkeit den Personaler dazu, herauszufinden, wie zielstrebig der Kandidat ist und wie geradlinig er seine (bisherige) Karriere verfolgt: Reihen sich hier eher zufällige Stationen aneinander? Motto: Hauptsache, irgendein Job! Oder lässt sich im Lebenslauf eine Art roter Faden erkennen, der bis zur aktuell angestrebten Stelle führt.

    Je deutlicher Bewerber diesen Karriereplan im Lebenslauf herausarbeiten und je genauer dieser zur neuen Stelle passt, desto überzeugender wirkt der Lebenslauf auf den Personaler. Schließlich hat er dann – dokumentiert – ein Talent vor sich, das für den Job wie gemacht ist.

    Lücken im Lebenslauf füllen

    Ihr Lebenslauf hat noch immer die eine oder andere Lücke? Das ist nicht so gut. Lebenslauf-Lücken sind Gift für die Bewerbung. Aber eine kleine Entwarnung: Als Lücken gelten nur Zeitabstände von mehr als zwei Monaten. Ein längerer Urlab oder eine kurze Pause? Halb so wild.

    Achten Sie aber darauf, dass die Chronologie innerhalb Ihres Werdegangs passt. Fügen Sie die Stationen möglichst nahtlos aneinander, lassen Sie keine aus und achten Sie auf die Datierungen.

    Die meisten Bewerbungsratgeber raten davon ab, „arbeitslos“ zu schreiben. Viel zu passiv! „Arbeit suchend“ klinge als Formulierung wesentlich aktiver und engagierter.

    Das stimmt zweifellos. Gleichwohl weiß natürlich trotzdem jeder Leser, was gemeint ist, und achtet dann vor allem darauf, wie lange die Suche schon dauert und was der Kandidat in der Zeit unternommen hat – außer Bewerbungen zu schreiben.

    Wichtig ist dabei, dem künftigen Arbeitgeber zu zeigen, dass Sie…

    • über aktuelles Fachwissen verfügen.
    • den Arbeitsalltag nach wie vor kennen.
    • leistungsfähig und arbeitswillig sind.
    • sich in Ihrem Job auskennen und ihn beherrschen.

    Natürlich kann im Vorstellungsgespräch immer noch die Frage nach dem Grund für die Arbeitslosigkeit aufkommen, damit sollten Sie sogar rechnen. Doch erstens haben Sie die Hürde zum Gespräch dann bereits genommen und zweitens können die meisten die Gründe dafür meist problemlos erklären.

    Wie können Sie Lücken im Lebenslauf nun kaschieren? Ein Tipp: Versehen Sie die einzelnen Stationen stets mit Datumsangabe – aber nicht auf den Tag genau. Nach diesem Muster:

    MM/JJJJ – MM/JJJJ

    Zum Beispiel so:

    01/2017 – 11/2017 Position, Arbeitgeber

    Der berufliche Werdegang ist – wie Sie sich denken können – für die Personalentscheider extrem wichtig. Er dokumentiert Ihre Stationen, Erfahrungen, Kompetenzen. Sprich: Ihre berufliche Eignung und Profession. Seien Sie daher nicht zu flapsig oder sorglos.

    Wer zum Beispiel nur einen abgekürzten Firmennamen oder ein Mini-Stichwort zur jeweiligen Tätigkeit aufführt, offenbart Lustlosigkeit und mangelnde Professionalität. Besser, Sie stellen anhand von Beispielen klar, welchen Nutzen Sie für Ihre bisherigen Arbeitgeber hatten und welche Erfolge Sie vorzuweisen haben.

    Die Herausforderung ist also: Möglichst viel sagen – mit so wenigen Worten wie möglich.

    Wichtig ist auch, dass Sie Übersichtlichkeit und Struktur beibehalten. Am besten, Sie gliedern die Stationen nach diesem Schema:

    • Position: Welche Bezeichnung hatte Ihre Position?
    • Arbeitgeber: Wie hieß die Firma? Um welche Art von Unternehmen handelte es sich?
    • Aufgaben, Erfolge: Was haben Sie gemacht? Was haben Sie geschafft?

    Schreiben Sie also nicht einfach:

    Logistics Supervisor
    Arbeitgeber: Logistik KG (100 Mitarbeiter)
    Personalverantwortung für 20 Mitarbeiter

    Sondern schreiben Sie lieber:

    Leiter interne Logistik
    Arbeitgeber: Logistik KG, Hamburg, (100 Mitarbeiter)
    Verantwortlich für Absackanlage, Lager, Tankzugentladung, 20 Mitarbeiter

    • Aufbau der Logistikabteilung
    • Verlagerung der Absackanlage
    • Verdoppelung der Absackleistung
    • Einführung eines Recycling-Systems und Kostenreduktion um 25 Prozent

    Sie fassen also Ihre Aufgaben kurz und aussagekräftig zusammen – und garnieren Sie mit Ihren Erfolgen. Wichtig: Das alles nur im Telegrammstil, keine ausschweifenden Erklärungen und Romane.

    Lebenslauf unterschreiben

    Der Lebenslauf wird immer am Ende, also unterhalb der letzten Zeile unterschrieben – mit Ort, Datum und einer handschriftlichen Unterschrift. Ob rechtsbündig oder linksbündig, hängt wiederum vom Layout ab.

    Die Unterschrift dokumentiert und bestätigt noch einmal, dass Ihre Angaben korrekt sind und dass Sie diese selbst verfasst haben. Fehlt die Unterschrift, sind die Angaben deshalb nicht weniger wert, aber es wirkt auf manch (konservativen) Personaler so. Zudem verleiht die Unterschrift Ihrer Bewerbung eine persönliche Note.

    Die Unterschrift selbst sollten Sie mit einem Füller oder Fineliner in blauer oder schwarzer Tinte leisten. Bleistift ist tabu, Kugelschreiber wirkt latent billig.

    Lebenslauf Tabus

    Stopfen Sie Ihren Lebenslauf bitte nie mit irrelevanten Informationen voll. Und auch nicht mit unpassenden Angaben. Diese zum Beispiel gehören nicht hinein:

    • Angaben zur Familie
    • Beruf der Eltern
    • Gehaltsvorstellungen (sind nur bei Bedarf im Anschreiben zu platzieren)
    • Rechtfertigungen für Kündigungen
    • Formulierung „arbeitslos“ (bitte ersetzen durch die aktivere Formulierung „arbeitssuchend“)

    Lebenslauf checken lassen

    Bevor Sie Ihre Bewerbung abschicken: Lassen Sie diese am besten noch von einem Dritten prüfen. Sind die Unterlagen vollständig? Sind alle Angaben korrekt? Überzeugt das Anschreiben? So entgehen Ihnen auch kein Grammatik- oder Rechtschreibfehler.

    Ideal ist, hier die Unterstützung durch einen professionellen Lebenslauf-Check und die Hilfe von Profis – wie zum Beispiel CV Coach, einem zertifizierten Personalberater. Karrieresprung.de hat für Sie extra eine Kooperation abgeschlossen, um Ihnen eine erste kostenlose Unterstützung vom Bewerbungsexperten bieten zu können. Nutzen Sie also gleich hier den für Sie kostenlosen und professionellen Lebenslauf-Check.

    Amerikanischer Lebenslauf

    Es gibt heute zwei Varianten, wie sich der tabellarische Lebenslauf aufbauen lässt – amerikanisch oder chronologisch.

    Beim sogenannten amerikanischen Lebenslauf werden die beruflichen Stationen so aufgelistet, dass die letzte beziehungsweise aktuelle Position zuerst erscheint. Beim chronologischen Lebenslauf ist es genau umgekehrt.

    Die amerikanische Variante hat sich inzwischen als Standard durchgesetzt. Der chronologische Lebenslauf eignet sich dafür eher bei aktueller und längerer Arbeitslosigkeit, da diese dann erst später im Dokument erscheint. Letztlich ist aber beides erlaubt und eine persönliche Geschmacksfrage.

    Lebenslauf Checkliste

    Checkliste BewerbungHaben Sie auch an alles gedacht? Unsere Checkliste sagt es Ihnen. Diese Inhalte bitte im Lebenslauf nicht vergessen:

    • Vorname, Nachname
    • Adresse
    • Telefonnummer
    • E-Mail-Adresse
    • Geburtsdatum, Geburtsort
    • Familienstand
    • Staatsangehörigkeit
    • Berufliche Stationen (Unternehmen, Ort, Tätigkeit)
    • Praktika (während der Hochschulzeit)
    • Studenten-, Mini- oder Nebenjobs (sofern für die neue Position relevant)
    • Studium (Hochschule, Fächer, Schwerpunkte, Abschlussnote, ggf. Thema der Abschlussarbeit)
    • Auslandssemester
    • Schulabschluss (Schulname, Abschlussnote)
    • Berufliche Ausbildung
    • Sprachkenntnisse
    • Computerkenntnisse
    • Weiterbildungen und Zertifikate
    • Führerschein
    • Soziales Engagement und Ehrenämter
    • Hobbys (optional)

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    [Bildnachweis: Ditty_about_summer by Shutterstock.com]

    Kündigungsschreiben: Muster, Vorlage, Tipps für Arbeitnehmer

    Kuendigungsschreiben Muster Vorlage formulieren

    Das Kündigungsschreiben besiegelt Ihren Ausstieg aus der Firma. Es muss aber formell korrekt sein, damit es auch wirksam ist. Dabei kann durchaus der eine oder andere Fehler unterlaufen. Der Zeitpunkt und Ihre Unterschrift sind wichtig und dass Sie das Kündigungsschreiben in Papierform abliefern. Wenn Arbeitnehmer eine Kündigung schreiben, sollten sie außerdem diese Punkte beachten…

    Kündigungsschreiben Muster für Arbeitnehmer

    Kündigungsschreiben Muster

    Jörg Jörgensen
    Dänenstraße 123
    98765 Koppenhaggen

    Unternehmen AG
    Personalabteilung z.H. Frau Jacobsen
    Hyggestraße 9
    45678 Arhusen

    Datum, TT.MM.JJJJ

    Kündigung

    Sehr geehrte Frau Jacobsen,

    hiermit kündige ich meinen mit Ihrem Unternehmen bestehenden Arbeitsvertrag ordentlich und fristgerecht zum nächstmöglichen Datum.

    Für die gute Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren bedanke ich mich sehr herzlich. Ich wünsche Ihnen und dem Unternehmen für die Zukunft weiterhin alles Gute.

    Bestätigen Sie mir bitte den Erhalt meiner Kündigung und das Datum, an dem der Arbeitsvertrag endet.

    Darüber hinaus bitte ich Sie, mir ein qualifiziertes Arbeitszeugnis anzufertigen und an meine oben genannte Adresse zu senden.

    Mit freundlichen Grüßen

    Jörg Jörgensen (Unterschrift)

    Hier können Sie das Kündigungsschreiben als Word- oder PDF-Dokument konstenlos downloaden:

    Kündigungsschreiben Arbeitnehmer: Darauf kommt es an

    Die gute Nachricht zuerst: Ein Kündigungsschreiben ist kein Hexenwerk. Sie benötigen im Grunde kaum Text, um ein formell korrektes Kündigungsschreiben aufzusetzen.

    Und das sollten Sie auch beherzigen. Keine ausgefeilten Formulierungen, keine verschachtelten Sätze: Je kürzer und präziser das Kündigungsschreiben, desto besser.

    Die wichtigsten Regeln für das Kündigungsschreiben für Arbeitnehmer lauten:

    • Schriftform

      Die Beendigung von Arbeitsverhältnissen durch Kündigung oder Auflösungsvertrag bedürfen zu ihrer Wirksamkeit der Schriftform; die elektronische Form ist ausgeschlossen. (BGB § 623)

      Sie müssen Ihre Kündigung also auf Papier einreichen. Per E-Mail, Anruf oder Fax ist sie rechtlich nicht bindend. Achtung: Verwechseln Sie das nicht mit Kündigungsschreiben für Handyvertrag, Fitnessstudio und andere Verbraucherverträge. Diese können Sie seit einiger Zeit sehr wohl per E-Mail kündigen.

    • Klarheit

      Die Kündigung muss eindeutig sein. Verzichten Sie auf den Konjunktiv oder längere Ausführungen. So nicht: Ich würde ganz gerne meinen Arbeitsvertrag kündigen. Auch nicht so: Ich habe die Arbeit in Ihrem Unternehmen zwar sehr genossen, bin aber zu dem Schluss gekommen, dass es für mich vielleicht doch besser wäre, zum nächsten Januar zu gehen.

      Für den Arbeitgeber muss klar sein, dass Sie kündigen – ohne Wenn und Aber. So wie hier: Hiermit kündige ich meinen Arbeitsvertrag zum nächstmöglichen Zeitpunkt.

    Bedenken Sie: Ihr Kündigungsschreiben muss rechtlich wasserdicht sein. Kommen Zweifel an seiner Rechtswirksamkeit auf, kann das im schlimmsten Fall dazu führen, dass der Arbeitgeber die Kündigung nicht akzeptiert und Sie vor das Arbeitsgericht ziehen müssen.

    Job Kündigung schreiben: So geht’s

    • Briefkopf

      Hier muss Ihr vollständiger Name sowie Ihre Adresse stehen, darunter der Name und die Adresse Ihres Arbeitgebers – so wie man es von Geschäftsbriefen gewohnt ist. Lesen Sie am Ende unbedingt noch mal Korrektur, bevor Sie das Kündigungsschreiben an Arbeitnehmer absenden, damit sich keine Tippfehler oder Buchstabendreher einschleichen.

    • Datum

      Bei einer Kündigung ist das Datum relevant. Zunächst müssen Sie Ihr Kündigungsschreiben datieren – oben rechts. Im Text selbst nennen sie zudem das Datum, an dem Arbeitsverhältnis endet – also den letzten offiziellen Arbeitstag. „Ich kündige zum TT.MM.JJJJ“.

    • Betreff

      Schreiben Sie einfach nur Kündigung in die Betreffzeile. Oder alternativ: Kündigung meines Arbeitsvertrages. Oder noch genauer: Kündigung meines Arbeitsvertrags vom TT.MM.JJJJ zum TT.MM.JJJJ. Sie können an dieser Stelle zudem Ihre Personalnummer ins Schreiben aufnehmen, damit erst gar keine Unklarheiten über Ihre Identität aufkommen. Denn: Einen Michael Müller könnte es in einem größeren Betrieb ja durchaus zweimal geben.

    • Empfänger

      Richten Sie die Kündigung an die zuständige Person – also nach Möglichkeit nicht an Sehr geehrte Damen und Herren. Dabei handelt es sich in der Regel um Ihren Vorgesetzten oder die Personalabteilung. Wenn Sie die zuständige Person nicht kennen, bringen Sie sie vorher in Erfahrung. Immerhin muss diese Ihre Kündigung ja dann auch erhalten.

    • Unterschrift

      Ganz zum Schluss setzen Sie Ihre handschriftliche Unterschrift unter das Kündigungsschreiben. Dabei darf es sich nicht um den getippten Namen oder ein eingefügtes Bild der Unterschrift handeln. Bitte per Hand unterschreiben! Wenn Ihre Kündigung ohne Originalunterschrift eingeht, ist sie womöglich unwirksam.

    Kündigungsschreiben Arbeitsvertrag: Kann ich es rückgängig machen?

    Achten Sie bitte darauf: Eine Kündigung ist endgültig.

    Sobald Sie formell korrekt und schriftlich gekündigt haben, können Sie Ihre Kündigung nicht mehr zurücknehmen – auch nicht mit dem Verweis auf ein „Versehen“.

    Bei einer mündlichen Kündigung geht das hingegen schon. Wenn sie also Ihrem Chef im Eifer des Gefechts ein „Ich kündige“ um die Ohren gehauen haben, können sie das hinterher revidieren.

    Arbeitnehmer lassen sich den Empfang der Kündigung am besten bestätigen – zum Beispiel vom Sekretariat oder der Personalabteilung. Wer auf Nummer sicher gehen will, überreicht die Kündigung unter Zeugen (Betriebsrat) oder versendet sie als Einschreiben mit Rückschein.

    Was gehört in eine Kündigung?

    Form KuendigungsschreibenDas gehört in eine Kündigung:

    • Absender und Adressat: Damit klar wird, wer wem kündigt.
    • Datum: Zeigt, dass Sie fristgerecht kündigen.
    • Betreff: Unbedingt das Wort „Kündigung“ aufnehmen.
    • Danksagung: Ist kein Muss, zeigt aber Größe.
    • Arbeitszeugnis: Fordern Sie ein qualifiziertes Arbeitszeugnis an, es steht Ihnen rechtlich zu.
    • Grüße: Höflichkeitsfloskel am Ende.
    • Unterschrift: Macht das Kündigungsschreiben erst wirksam.

    Kündigungsschreiben Arbeitnehmer: Diese Kündigungsfristen gelten für Sie

    Wenn Arbeitnehmer kündigen wollen, müssen sie folgende Kündigungsfristen beachten:

    • Gesetzliche Kündigungsfrist

      Arbeitnehmer können ihr Arbeitsverhältnis generell mit einer Frist von vier Wochen zum 15. oder zum Ende eines Kalendermonats kündigen. Für Arbeitgeber ist die gesetzliche Kündigungsfrist teilweise deutlich länger. Sie richtet sich nach der Betriebszugehörigkeit des Arbeitnehmers.

      Laut Paragraph 622 des Bürgerlichen Gesetzbuches beträgt die Kündigungsfrist, wenn das Arbeitsverhältnis in dem Betrieb oder Unternehmen…

      • zwei Jahre bestanden hat: 1 Monat
      • fünf Jahre bestanden hat: 2 Monate
      • acht Jahre bestanden hat: 3 Monate
      • zehn Jahre bestanden hat: 4 Monate
      • zwölf Jahre bestanden hat: 5 Monate
      • 15 Jahre bestanden hat: 6 Monate
      • 20 Jahre bestanden hat: 7 Monate
    • Arbeitsvertrag

      Arbeitnehmer können mit einer Frist von vier Wochen kündigen. Es sei denn, Ihr Arbeitsvertrag legt ausdrücklich eine andere Kündigungsfrist fest. Dann kann es sein, dass sie erst mit einer Kündigungsfrist von zwei oder drei Monaten aus Ihrem Vertrag herauskommen.

      Aber: Die Frist für eine Kündigung durch den Arbeitnehmer darf niemals länger sein as die durch den Arbeitgeber.

    • Tarifvertrag

      Liegt ein Tarifvertrag Ihrem Arbeitsvertrag zugrunde, gelten wiederum die dort festgehaltenen Kündigungsfristen.

    • Probezeit

      Normalerweise dauert die Probezeit sechs Monate. In dieser Zeit müssen sich Arbeitnehmer im Unternehmen bewähren und können ohne Angabe von Gründen gekündigt werden. Die Kündigungsfrist in der Probezeit beträgt zwei Wochen.

    Kündigung schreiben: Die wichtigsten Fragen und Antworten

    Einige Fragen zum Kündigungsschreiben tauchen immer wieder auf. Hier sind die Antworten:

    • Wird das Arbeitslosengeld gesperrt?

      Unter normalen Umständen: Ja. Arbeitnehmer, die von sich aus kündigen, sperrt das Arbeitsamt üblicherweise für drei Monate. Es kann Ausnahmen geben, wenn jemand etwa massiv gemobbt wurde oder am Arbeitsplatz gesundheitlichen Risiken ausgesetzt war.

      Diese müssen Sie dann allerdings gemäß Arbeitsrecht ärztlich nachweisen. Auch wenn Sie aus privaten Gründen in eine andere Stadt ziehen, kann das Arbeitsamt von einer Sperre absehen. Zum Beispiel dann, wenn Ihr Partner dort eine neue Stelle angetreten hat oder Sie Angehörige pflegen.

    • Kann man mit einem Kündigungsschreiben auch eine Stelle kündigen, die man noch gar nicht angetreten hat?

      Ein Szenario, das gar nicht so unwahrscheinlich ist: Sie haben im Laufe Ihrer Jobsuche einen Arbeitsvertrag unterschrieben, bekommen aber nun ein noch besseres Angebot von einem anderen Unternehmen, das Sie gerne annehmen würden. Was tun?

      Ob eine sogenannte Kündigung vor Arbeitsantritt rechtlich möglich ist, hängt vor allem von Klauseln im Arbeitsvertrag ab. Wird eine Kündigung vor Arbeitsantritt ausdrücklich ausgeschlossen, müssen Sie sich an die gesetzlichen Kündigungsfristen halten.

      Ansonsten wäre eine gütliche Einigung mit dem Arbeitgeber eine sinnvolle Maßnahme. Aber bedenken Sie: Mit so einem Vorgehen verscherzen Sie es sich mit dem Unternehmen – und bauen sich keine gute Reputation auf.

    • Was passiert nach Einreichung des Kündigungsschreibens mit meinem Resturlaub?

      Der Urlaubsanspruch eines Arbeitnehmers bleibt auch nach einer Kündigung bestehen. Der volle gesetzliche Urlaubsanspruch steht Ihnen zu, wenn die Kündigung frühestens am 1. Juli wirksam wird. Dafür muss das Arbeitsverhältnis jedoch mindestens sechs Monate bestanden haben.

      Bei einem kürzeren Arbeitsverhältnis muss der Arbeitgeber den Urlaub nur anteilig gewähren. Das ist auch dann der Fall, wenn der Kündigungstermin in der ersten Jahreshälfte liegt.

    • Muss ich im Kündigungsschreiben einen Grund nennen?

      Nein. Einen Grund müssen Sie im Kündigungsschreiben nicht nennen. Und das sollten Sie auch nicht, denn Sie zerschlagen nur Porzellan, wenn Sie schreiben, wie leid Sie Ihren Job, die Kollegen, Vorgesetzten oder die schlechte Bezahlung sind. Gehen Sie mit Stil – ohne Wutausbrüche.

    • Wie kündigt man zeitlich richtig?

      Die Kündigung wird üblicherweise zum Monatsende ausgesprochen. Sie kündigen also zum Beispiel zum 30.09.2018 oder zum 31.12.2019. Eine Formulierung könnte lauten: Hiermit kündige ich mein Arbeitsverhältnis ordentlich und fristgerecht. Das Arbeitsverhältnis endet mit Ablauf des 30.09.2018.

    • Kann ich ein Kündigungsschreiben vorzeitig einreichen und mich auf einen späteren Austrittstermin beziehen?

      Ja, das ist ohne Weiteres möglich. Beispiel: Sie wollen zum 1. Januar 2019 eine neue Stelle antreten und wissen dies schon vier Monate vorher. Ihre Kündigungsfrist beträgt vier Wochen. Müssen sie noch monatelang warten, bis Sie Ihre Kündigung auf den Weg bringen?

      Nein. Die Frist ist nicht mehr als eine Mindestangabe. Sie müssen in Ihrem Kündigungsschreiben nur deutlich machen, zu welchem Zeitpunkt die Kündigung wirksam sein soll – dann können Sie sie auch früher einreichen. Ob das aber immer strategisch clever ist, steht auf einem ganz anderen Blatt.

    • Kann ich im Kündigungsschreiben duzen, wenn die Du-Form im Unternehmen üblich ist?

      Rein theoretisch ist das sicher möglich. Empfehlenswert ist es aber nicht. Ein Kündigungsschreiben soll vor allem formell korrekt sein – Danksagung und höfliche Grüße schließt das nicht aus.

      Dennoch: Formulieren Sie es am besten in der Sie-Form. Damit machen Sie nichts falsch – auch dann nicht, wenn in der Firma jeder jeden duzt.

    • Ist es besser, das Kündigungsschreiben persönlich zu überreichen oder per Post zu schicken?

      Es ist eindeutig besser, das Kündigungsschreiben persönlich an den Arbeitgeber zu überreichen. Zum Einen beweisen Sie Größe, wenn Sie die Kündigung persönlich vorbeibringen. Und Sie erlauben Ihrem Arbeitgeber Rückfragen und können ihn über Ihre Motive aufklären.

      Die Kündigung per Post hat dagegen etwas Distanziertes und Anonymes. Sie wirkt weniger souverän, mehr wie eine Abrechnung. Aber: Wenn Sie mit Ihrem Vorgesetzten auf Kriegsfuß stehen, dann verschicken Sie das Kündigungsschreiben eben per Post.

    • Kann ich im Falle einer (zu) langen Kündigungsfrist einen Rauswurf provozieren?

      Angenommen, Ihre Kündigungsfrist beträgt fünf Monate, Sie wollen aber so schnell wie möglich weg. Dann kann es durchaus verlockend sein, zu spät zu kommen und die Arbeit zu verweigern, um eine fristlose Kündigung zu provozieren. Problem gelöst!

      Doch Halt: Lassen Sie es lieber sein. Denn Ihr Verhalten wird sich auch äußerst negativ im Arbeitszeugnis niederschlagen, Ihre Reputation wird leiden. Im schlimmsten Fall verbauen Sie sich alle Zukunftsperspektiven. Setzen Sie daher lieber auf eine gütliche Einigung mit Ihrem Arbeitgeber – vielleicht per Aufhebungsvertrag.

    Kündigung schreiben: Schritt für Schritt

    Das Kündigungsschreiben ist nicht kompliziert. Fehler können trotzdem passieren. Darum sollten Sie wie folgt vorgehen:

    1. Kündigungsfrist

      Machen Sie sich schlau, welche Kündigungsfristen für Sie gelten. Die finden Sie in Ihrem Arbeits- oder Tarifvertrag. So verpassen sie nicht den richtigen Zeitpunkt für Ihren Absprung.

    2. Chef

      Terminieren Sie ein Gespräch mit Ihrem Chef. Wenn Sie ein vertrauensvolles Verhältnis haben, dann teilen Sie ihm Ihre Entscheidung zu kündigen vorab in einem vertraulichen Vier-Augen-Gespräch mit. Möglicherweise wird Ihr Vorgesetzter noch versuchen, Sie umzustimmen. Und wenn Sie kein so gutes Verhältnis haben: Bleiben Sie sachlich und brechen Sie keinen Streit vom Zaun. Das lohnt sich nicht!

    3. Neue Stelle

      Ganz wichtig: Kündigen Sie erst, wenn Sie einen neuen Job in der Tasche haben. Dazu müssen sie schon vorher aktiv Ausschau halten und Ihre Bewerbungsunterlagen auf den neuesten Stand bringen. Andernfalls stehen sie ohne Stelle – und sogar ohne Arbeitslosengeld – da. Denn wer als Arbeitnehmer von sich aus kündigt, dem brummt das Arbeitsamt eine Sperre auf.

    4. Familie

      Ohne familiären Rückhalt könnten viele Menschen im Job nicht erfolgreich sein. Bevor Sie kündigen: Besprechen Sie den Schritt vorab innerhalb der Familie. Tun Sie das nicht, riskieren Sie neben einer beruflichen gleich noch eine private Krise.

    5. Unterlagen

      Man kann ja nie wissen! Gehen Sie auf Nummer sicher und sammeln Sie alle Unterlagen, die für Ihre Kündigung relevant sind. Kündigungsschreiben, E-Mails, aber auch mögliche Drohungen Ihres Vorgesetzten. So sind auf den Fall der Fälle – einen Rechtsstreit – gut vorbereitet. Die Dokumente aber bitte zuhause verstauen und nicht im Büro.

    Kündigungsschreiben: Können Arbeitnehmer fristlos kündigen?

    Im Normalfall sprechen wir von einer ordentlichen Kündigung. Der Arbeitnehmer kündigt unter Einhaltung der Kündigungsfrist.

    Daneben gibt es aber noch die Möglichkeit einer fristlosen Kündigung. Meist sind es Arbeitgeber, die einen Arbeitnehmer wegen einer schweren Verfehlung fristlos vor die Tür setzen. Aber: Auch Arbeitnehmer können fristlos kündigen.

    Eine fristlose Kündigung ist möglich, wenn es dem Arbeitnehmer aus einem „wichtigen Grund“ nicht zumutbar ist, weiterhin in dem Unternehmen zu arbeiten. Das ist insbesondere dann der Fall, wenn der Arbeitnehmer…

    • nicht oder regelmäßig zu spät entlohnt wird.
    • durch den Arbeitgeber bedroht, beleidigt oder sogar körperlich angegriffen wird.
    • von seinem Arbeitgeber nachweislich zu kriminellen Handlungen angestiftet wird oder dieser selbst Straftaten begeht.

    Jeder dieser Sachverhalte stellt einen Grund für eine fristlose Kündigung durch den Arbeitnehmer dar. Allerdings müssen Sie trotzdem Fristen beachten.

    So ist der Kündigende nach § 626 Absatz 2 BGB dazu verpflichtet, innerhalb von zwei Wochen zu reagieren: Die Frist beginnt mit dem Zeitpunkt, in dem der Kündigungsberechtigte von den für die Kündigung maßgebenden Tatsachen Kenntnis erlangt. Der Kündigende muss dem anderen Teil auf Verlangen den Kündigungsgrund unverzüglich schriftlich mitteilen. Erst dann ist die außerordentliche Kündigung wirksam.

    Kündigungsschreiben bei befristetem Vertrag: Ist es notwendig?

    Ein befristeter Vertrag ist – wie der Name schon sagt – auf einen vorher festgelegten Zeitraum beschränkt. Daher sieht er normalerweise auch keine spezielle Kündigung oder Kündigungsfrist vor. Der Vertrag endet automatisch mit Beendigung der Vertragslaufzeit – ganz einfach.

    Nur wenn im Arbeitsvertrag eine entsprechende Kündigungsklausel festgelegt wurde, ist eine vorzeitige Kündigung durch den Arbeitnehmer möglich. Dazu steht im § 15 Absatz 3 und 4 Teilzeit- und Befristungsgesetzes (TzBfG):

    • (1) Ein kalendermäßig befristeter Arbeitsvertrag endet mit Ablauf der vereinbarten Zeit.
    • (3) Ein befristetes Arbeitsverhältnis unterliegt nur dann der ordentlichen Kündigung, wenn dies einzelvertraglich oder im anwendbaren Tarifvertrag vereinbart ist.
    • (4) Ist das Arbeitsverhältnis für die Lebenszeit einer Person oder für längere Zeit als fünf Jahre eingegangen, so kann es von dem Arbeitnehmer nach Ablauf von fünf Jahren gekündigt werden. Die Kündigungsfrist beträgt sechs Monate.

    Kündigungsschreiben Arbeitgeber: Diese 5 Kündigungsarten gibt es

    Als Arbeitnehmer können Sie kündigen, wenn Sie sich beruflich verändern wollen. Einfach so. Für Arbeitgeber ist es nicht immer so leicht, ein Kündigungsschreiben
    durchzubringen. Wann können Arbeitgeber einem Arbeitnehmer kündigen? Wenn eines der folgenden 5 Szenarien zutrifft:

    1. Betriebsbedingte Kündigung

      Wenn betriebsbedingte Kündigungen nicht ausgeschlossen werden, dann geht es dem Unternehmen wirtschaftlich nicht gut. Vielleicht muss es Standorte schließen oder gar Insolvenz anmelden, weil Aufträge ausbleiben.

    2. Verhaltensbedingte Kündigung

      Wenn Sie dauernd zu spät kommen, blau machen, am Arbeitsplatz Alkohol konsumieren oder trotz Rauchverbots rauchen, kann Ihnen der Arbeitgeber ein Kündigunggschreiben zukommen lassen. Allerdings muss eine solche Kündigung verhältnismäßig sein. Vor der verhaltensbedingten Kündigung steht zuerst die Ermahnung – und dann die Abmahnung.

    3. Fristlose Kündigung

      Bei der fristlosen Kündigung handelt es sich nicht um eine ordentliche, sondern um eine außerordentliche Kündigung. Besonders schwerwiegende Fälle können so geahndet werden. Eine fristlose Kündigung kann angemessen sein, wenn der Mitarbeiter eine Straftat begeht oder Betriebsspionage betreibt oder ähnliches.

    4. Personenbedingte Kündigung

      Wenn der Arbeitnehmer nicht mehr in der Lage ist, seine Aufgaben aus dem Arbeitsvertrag ordnungsgemäß zu erfüllen, kann die personenbedingte Kündigung die Folge sein. Dies kann etwa der Fall sein, wenn er wegen gesundheitlicher Beschwerden keine körperliche Arbeit mehr verrichten kann.

    5. Krankheitsbedingte Kündigung

      Wer krank ist, kann sehr wohl gekündigt werden – aber nur unter strengen Voraussetzungen. Wenn die Gesundheitsprognose negativ ist, die Betriebsabläufe des Unternehmens beeinträchtigt werden und dem Mitarbeiter keine andere Tätigkeit zuzumuten ist, dann könnte das Kündigungsschreiben irgendwann im Briefkasten landen.

    Kündigung schreiben: Was dafür spricht

    Sollten Sie überhaupt kündigen? Ist das wirklich die richtige Entscheidung? Bevor Sie das Kündigungsschreiben auf den Weg bringen, sollten Sie sich über Ihre Motive klar werden. Sonst begehen sie vielleicht einen Fehler, den sie später bereuen.

    Das sind 3 gute Gründe für eine Kündigung:

    • Gesundheit

      Der Job macht Sie krank? Er sorgt für Herzleiden, löst Allergien aus oder macht Sie schlaflos. Dann suchen Sie sich etwas Neues. Ihr Körper kann auch durch zu viele Überstunden oder Nachtschichten zu Schaden kommen.

    • Stagnation

      Die gläserne Decke ist für Sie erreicht? Besser wird’s nicht. Es gibt keine Entwicklungsmöglichkeiten, keine Herausforderungen, keine Perspektiven. In einem anderen Unternehmen finden Sie die vielleicht. Ein guter Grund, um ein Kündigungsschreiben aufzusetzen.

    • Chance

      Sie haben ein tolles Angebot auf dem Tisch oder wollen einen ganz neuen Weg gehen? Zum Beispiel ein eigenes Startup oder Café gründen oder fortan als Freelancer arbeiten oder… Dann machen Sie einen sauberen Cut und versuchen Ihr Glück – aber nur, wenn Sie es wirklich wollen und Ihre Erfolgsaussichten realistisch sind.

    Kündigung schreiben: Was dagegen spricht

    Das sind 3 schlechte Gründe für eine Kündigung:

    • Kündigung aus Frust

      Einen Beruf ohne Frustmomente gibt es nicht. Und den werden Sie auch nirgendwo finden. Entscheidend ist, wie Sie mit Frust umgehen, ob Sie ihn in Energie umwandeln können. Frust alleine – kein guter Grund für eine Kündigung.

    • Kündigung nach Kritik

      Auch mit Kritik müssen wir alle leben – und umgehen können. Andererseits wäre etwas Lob auch ganz angenehm. Wenn sich beides nicht annähernd die Waage hält, die Kritik irgendwann völlig übertrieben ist und in Maßlosigkeit abdriftet, sollten Sie über einen Jobwechsel nachdenken. Vorher nicht.

    • Kündigung wegen des Chefs

      Mitarbeiter kommen wegen des Jobs und gehen wegen des Chefs, lautet ein weiser Satz. Da ist etwas dran. Aber bedenken sie bitte auch: Niemand ist perfekt. Gestehen Sie auch Ihrem Chef die eine oder andere Macke und Schwäche zu. Er ist Ihr Chef, nicht Superman. Er ist ein Mensch wie Sie und ich – nicht mehr und nicht weniger.

    [Bildnachweis: PORTRAIT IMAGES ASIA BY NONWARIT by Shutterstock.com]

    Amerikanischer Lebenslauf: So sieht er aus

    Amerikanischer Lebenslauf Tipps

    Ein amerikanischer Lebenslauf ist heute Standard – auch in Deutschland. Er sieht vor, dass die Stationen nicht chronologisch abgehakt werden, sondern bei der aktuellen Stelle beginnen. Doch Vorsicht: Wer sich in den USA bewerben will, muss im Kopf nochmals umparken. In diesem Fall spricht man von einem Resume. Bewerber müssen ihren Lebenslauf stark kürzen. Das ist nicht ganz einfach, hat aber Vorteile…

    Amerikanischer Lebenslauf: Darum hat er sich durchgesetzt

    Üblich ist heute der tabellarische Lebenslauf. Doch gibt es unterschiedliche Arten, wie ein tabellarischer Lebenslauf aufgebaut sein kann:

    • Chronologisch: Die Schulausbildung steht vorne, dahinter kommen die weiteren Stationen bis zur aktuellen Position.
    • Amerikanisch: Hier ist genau anders herum. Man beginnt mit dem aktuellen Job und arbeitet sich danach immer weiter in die Vergangenheit vor.

    Der amerikanische Lebenslauf ist heute in Deutschland Standard. Ist also in der Stellenanzeige ein tabellarischer Lebenslauf gefordert, sollten sich Bewerber im Zweifel für die amerikanische Variante entscheiden.

    Sie bietet ja auch zweifelsfrei Vorteile: Dem Leser fällt die aktuelle Stelle sofort ins Auge, da sie oben steht. Und meist ist sie auch die relevanteste für den neuen Job, zum Beispiel bei Jobwechslern innerhalb einer Branche. Die aktuelle Stelle führt zum neuen Job hin.

    Aber: Berufsanfänger, Hochschulabsolventen und Arbeitslose könnten mit dieser Variante in die Bredouille geraten. Sie verfügen über wenige oder noch gar keine Stationen.

    Wer sich aus der Arbeitslosigkeit heraus bewirbt, möchte im Lebenslauf nicht an prominenter Stelle die Station „arbeitssuchend“ hineinschreiben. Taktisch unclever! In so einem Fall können Sie auf die chronologische Variante zurückgreifen.

    Amerikanischer Lebenslauf: Das zeichnet ihn aus

    Bisher haben wir von einem amerikanischen Lebenslauf für eine Bewerbung in Deutschland und in deutscher Sprache gesprochen. Wenn Sie sich hingegen auf englisch in den USA bewerben, dann gilt zwar das gleiche Prinzip: Sie beginnen im Lebenslauf mit Ihrer aktuellen Station und tasten sich dann weiter nach hinten vor.

    Aber es gibt Unterschiede: Der Lebenslauf heißt in Übersee zunächst mal Resume. Das Resume ist viel kompakter als der tabellarische Lebenslauf in Deutschland. Es ist nicht mehr als ein Auszug Ihrer bisherigen Laufbahn – und keine vollständige Übersicht. Länger als eine DIN-A4-Seite sollte es nicht sein.

    Das Resume beinhaltet nur die Highlights Ihrer bisherigen Karriere: die wichtigsten Stationen, Erfolge und Erfahrungen. Das können von Bewerbung zu Bewerbung auch ganz unterschiedliche sein. Wichtig ist vor allem, dass sie zur angepeilten Stelle passen. Alle anderen Informationen lassen Sie aus dem Resume heraus.

    Was den amerikanischen Lebenslauf in den USA noch ausmacht:

    • Fotos: Es gibt keine. Fügen Sie Ihrem Resume kein Bewerbungsfoto bei. Das hat ethische und rechtliche Gründe. Chancengleichheit soll so gewährleistet, Diskriminierung ausgeschlossen werden.
    • Persönliches: Hier gilt Ähnliches. Von Angaben zum Alter, Geschlecht, Familienstand oder Religion des Bewerbers bitte absehen.
    • Referenzen: Die Referenzen sind in den USA sehr wichtig. Mindestens zwei sollten in Ihrem Resume enthalten sein. Ihre Referenzen sollen Ihre Eignung für die angepeilte Stelle belegen. Es sollte sich also um möglichst starke und überzeugende Referenzgeber handeln. In Ihrer Bewerbung sollten Sie vollständige Angaben zu den Referenzgebern machen – Kontaktdaten inklusive. Es ist nicht ungewöhnlich, dass sich Arbeitgeber telefonisch bei ihnen melden.
    • Unterschrift: Sparen können Sie sich die Unterschrift unter Ihren Lebenslauf. Auch ein Datum braucht es nicht – ein beträchtlicher Unterschied zur deutschen Bewerbung.

    Amerikanischer Lebenslauf: Das gehört hinein

    Der amerikanische Lebenslauf wird in den USA als Resume oder Personal Resume betitelt. Sie können aber auch direkt mit den Personal Details starten. Immerhin ist der Platz auf einer Seite arg begrenzt.

    Generell ist der amerikanische Lebenslauf so aufgebaut:

    • Personal Details

      Hierunter fassen Sie Ihren Namen, Adresse, Telefonnummer und E-Mail-Adresse zusammen – mehr nicht. In die erste Zeile gehört der Name, der Rest folgt darunter. Und vergessen Sie nicht, alle Umlaute auszuschreiben. Amerikaner kennen keine Umlaute.

    • Summary

      Die Summary wird auch als Personal Profile bezeichnet. Zwingend notwendig ist diese Rubrik nicht, aber sinnvoll. Sie umschreiben sich und Ihre Persönlichkeit dabei in zwei bis drei Sätzen. Keine Romane schreiben!

    • Objective

      Hier präzisieren Sie, welche Stelle Sie im Unternehmen anstreben. Das beugt einerseits Missverständnissen vor. Andererseits sollten sie auch Ihre Motivation für die Stelle grob herausarbeiten.

    • Work Experience

      Dafür können Sie auch Professional Experience schreiben. Im Deutschen kennen wir die Rubrik als beruflichen Werdegang. Die einzelnen Stationen Ihrer Karriere in umgekehrt chronologischer Reihenfolge finden hier ihren Platz. Jede Station ergänzen Sie um den Firmennamen, Standort, Zeitraum der Anstellung und die genaue Position im Unternehmen. Auf Erfolge können Sie ebenfalls hinweisen. Unterschied zum deutschen Lebenslauf: Sie müssen nicht sämtliche Stationen unterbringen, sondern lediglich die zwei oder drei, die für die angestrebte Stelle am relevantesten sind. So gibt es auch keine Lücken im Lebenslauf mehr, die kaschiert werden müssten.

    • Education

      Ihre Schulbildung listen Sie ebenfalls in chronologisch umgekehrter Reihenfolge auf. Die letzte Schule oder Hochschule kommt zuerst. Sie haben hier die Möglichkeit, auch Fort- und Weiterbildungen zu erwähnen. Man nennt sie im Englischen Advanced Training.

    • Special Skills

      Wenn Sie über zusätzliche Fähigkeiten verfügen, die für den Job wichtig sind, können Sie sie unter Skills ins Resume einfließen lassen. Normalerweise finden Personaler hier Sprachkenntnisse und IT-Kenntnisse.

    • Activities

      In diesem Punkt ähnelt der amerikanische dem deutschen Lebenslauf. Statt von Activities können Sie auch von Engagement sprechen. Ehrenämter finden hier Platz. Auch Hobbys und Interessen dürfen genannt werden. Beschränken Sie sich aber auf diejenigen, die Ihre Fähigkeiten unterstreichen.

    Ganz klar: Wenn Sie jede Rubrik gewissenhaft ausfüllen, ist die eine DIN-A4-Seite schnell voll. Die wichtigste Aufgabe ist es daher, zu sortieren, filtern und vor allem KÜRZEN. Nur die Top-Elemente gehören ins Resume. Wenn Sie es nicht schaffen, mit einer Seite auszukommen, zeigt das nur Ihre Unfähigkeit, Sachverhalte auf das Wesentliche herunterzubrechen.

    Auch merken Personaler, ob es sich um eine mehrfach verschickte Massenbewerbungen handelt. Das Resume ist immer auf die jeweilige Position zugeschnitten. Dies schließt eine Wiederverwendung aus (gleichwohl können Sie das Dokument natürlich als Vorlage für künftige Resumes nutzen). Geben Sie dem Unternehmen das Gefühl, dass Sie sich ernsthaft mit ihm auseinandergesetzt haben und nur diese eine Stelle wollen.

    Das sind die wichtigsten Begriffe

    Wenn Sie ein Wortkünstler sind, haben wir eine schlechte Nachricht für Sie: Für schriftliche Verrenkungen ist im Resume kein Platz. Geschliffene Sätze und ausschmückende Formulierungen sind hier nicht die richtigen Instrumente. Stattdessen sind Bulletpoints und Schlagwörter Mittel der Wahl.

    Versuchen Sie, Begriffe mit Klang und durchschlagender Wirkung zu wählen. Jedes Wort zählt im Resume. Noch mehr als in Deutschland gilt in den USA: Keine falsche Bescheidenheit! Sie bringt Sie dem Job nicht näher. Wer US-Entscheider überzeugen will, muss aufs Ganze gehen. Dafür brauchen Sie Selbstvertrauen – auch im Resume.

    Diese Begriffe sind wichtig:

    • Bewerbung: Job application
    • Anschreiben: Cover Letter
    • Lebenslauf: Resume/Curriculum Vitae
    • Persönliche Daten: Personal Details
    • Persönliches Profil: Personal Profile
    • Karriereziel: Career Objective
    • Werdegang: Work Experience/Professional Experience
    • Hochschulbildung: Academic Education
    • Fachausbildung: Professional Training
    • Referenzen: References
    • Arbeitgeber: Employer
    • Arbeitnehmer: Employee
    • Hobbys/Ehrenämter: Activities/Engagement
    • Unternehmen: Company
    • Beschäftigungszeit: Period of Employment
    • Kontaktdaten: Contact Information
    • Besondere Leistungen/Ehrungen: Personal Achievements
    • Besondere Fähigkeiten: Special Skills
    • Mitgliedschaft in Berufsorganisationen: Affiliation
    [Bildnachweis: fizkes by Shutterstock.com]

    Empfehlungsschreiben: Was es Ihnen bringt

    Empfehlungsschreiben Referenz

    Empfehlungsschreiben können über den weiteren Werdegang entscheiden. Für ein Stipendium zum Beispiel braucht man eines. Auch Bewerber können punkten, wenn Sie Ihren Unterlagen eine oder mehrere Empfehlungen beilegen. Darin enthalten ist in der Regel eine Bestätigung der Stärken und Fähigkeiten des Bewerbers. Empfehlungsschreiben sind Allzweckwaffen. Aber sie können auch Schaden anrichten…

    Empfehlungsschreiben: Wofür ist es da?

    Empfehlungsschreiben gibt es für verschiedene Anlässe. Man kann sie als Referenz in die Bewerbung einbauen. Außerdem gibt es Empfehlungsschreiben für…

    • Praktika
    • Studiengänge (MBA)
    • Stipendien

    Auch werden Studenten, de sich nach Ihrem Bachelor-Abschluss für einen Master einschreiben wollen, von der Universität gerne gebeten, ein Empfehlungsschreiben eines ehemaligen Dozenten oder Professor vorzulegen. Die Gepflogenheit stammt aus dem angelsächsischen Raum, setzt sich im Zuge der Internationalisierung aber auch in Deutschland immer stärker durch.

    Empfehlungsschreiben: Wer braucht eins?

    Grundsätzlich sind Empfehlungsschreiben immer nützlich. Speziell Berufseinsteiger profitieren von ihnen. Sie verfügen noch nicht über viele Arbeitszeugnisse und andere Arbeitsnachweise. Umso wichtiger wird jeder Beleg, der Ihnen Kompetenz und Arbeitseinsatz attestiert. Durch ein Empfehlungsschreiben werten sie eine Bewerbung in jedem Fall auf.

    Ein Empfehlungsschreiben ist auch für ehemalige Praktikanten, Trainees, Auslandsstudenten oder Stipendiaten nützlich. Es soll dokumentieren, dass sie Erfahrungen gesammelt und ihre Chefs überzeugt haben. Das wiegt im Zweifel mehr als die besten Noten.

    Bei Freiberuflern spricht man häufig von Referenzschreiben. Sie erhalten das Referenzschreiben anstelle eines Arbeitszeugnisses. Freelancer hangeln sich von Job zu Job, müssen also immer wieder neue Arbeitgeber von sich überzeugen. Da helfen Empfehlungen enorm.

    Tipp: Fragen Sie als Freiberufler Ihre Auftraggeber aktiv nach Referenzschreiben. Je mehr Sie sammeln, desto größer Ihre Auswahl. Sie müssen in einer künftigen Bewerbung auch nicht sämtliche Referenzschreiben beilegen, sondern nur die wichtigsten oder besten. Das können von Stelle zu Stelle verschiedene sein.

    Hintergrund: Freiberufler haben keinen Anspruch auf ein Arbeitszeugnis – auch dann nicht, wenn sie etwa sechs Monate ein Projekt geleitet und erfolgreich beendet haben. Anspruch auf ein Arbeitszeugnis haben nur festangestellte Mitarbeiter.

    Der Unterschied zu einem Empfehlungsschreiben besteht darin, dass das Referenzschreiben allgemein formuliert ist. Das Empfehlungsschreiben ist dagegen an einen konkreten Empfänger gerichtet. Abgesehen davon sind sich beide Formate aber sehr ähnlich.

    Das kommt ins Empfehlungsschreiben

    Ein Arbeitszeugnis wird nicht in der Ich-Form verfasst, ein Empfehlungsschreiben aber schon. Immerhin handelt es sich beim Referenzgeber um eine natürliche Person, nicht um ein Unternehmen. Darum sind Empfehlungsschreiben auch sehr viel persönlicher als Arbeitszeugnisse. Eine Prise Emotionen dürfen sie durchaus enthalten.

    Inhaltlich geht es vor allem um die Fähigkeiten und Fachkenntnisse des Beschriebenen – und um seine Persönlichkeit. Ein paar lobende Worte über seine Stärken bzw. seinen Charakter sollten schon fallen.

    Diese Elemente beinhaltet ein Empfehlungsschreiben:

    • Briefkopf (Vorname, Nachname, Unternehmen oder Organisation)
    • Telefonnummer für Rückfragen
    • Datum
    • Name und Anschrift des Adressaten (nicht die des Bewerbers)
    • Betreff („Empfehlungsschreiben für Max Mustermann“)
    • Selbstvorstellung (kurz)
    • Ausstellungsgrund (z.B. Praktikumsende)
    • Sachliche Empfehlung
    • Erreichte Qualifikationen (z.B. Studienabschluss)
    • Erfolge
    • Subjektive Empfehlung (Soft Skills, Charakter)
    • Datum, Unterschrift

    Was ein Empfehlungsschreiben ruiniert

    Natürlich können Empfehlungsschreiber auch eine Menge falsch machen. Es gibt zwar keine Geheimcodes wie im Arbeitszeugnis, aber doch die eine oder andere Falle, in die man tappen kann.

    Grundsätzlich kann man davon ausgehen, dass jemand, der Ihrer Bitte um eine Empfehlung nachkommt, Sie auch wirklich loben und weiterempfehlen will. Wer Sie hingegen für unfähig hält, wird erst gar kein Empfehlungsschreiben erstellen.

    Darum sollte man selbst übrigens auch nicht jeder Bitte nach einer Referenz nachkommen. Sie kann wieder auf Sie zurückfallen! Hält der Kandidat nicht, was Sie versprechen, schadet dies Ihrem guten Ruf.

    Es gibt aber noch mehr Punkte, die den Wert eines Empfehlungsschreibens nach unten ziehen. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn…

    • der Gutachter eine schlechte Reputation hat.
    • der Text aus lauter abgedroschenen Phrasen und Floskeln besteht.
    • der Text eine einzige Lobhudelei ist, die verdächtig an ein Gefälligkeitsgutachten erinnert.
    • der Text wegen seiner Superlative unglaubwürdig ist.
    • der Gutachter das, was er geschrieben hat, fachlich gar nicht beurteilen kann.

    Der letzte Punkt betrifft auch die Online-Empfehlungen, die sich Mitglieder in Business-Netzwerken geben können. Sie laufen meist nach dem Schema „Gibst du mir eine gute Bewertung, gebe ich dir auch eine“ ab. Das ist durchschaubar und relativ wertlos.

    Darauf bitte achten!

    Diese formellen Voraussetzungen sollte das Empfehlungsschreiben einhalten:

    • Nicht länger als eine DIN-A4-Seite
    • Auf Firmenpapier gedruckt, um ihm einen offiziellen Charakter zu verleihen
    • Nicht mehr als 3 Empfehlungsschreiben pro Bewerbung

    Zu viele Referenzen wirken in der Bewerbung inflationär. Zwei oder drei überzeugende Referenzen ziehen dagegen, haben Wert. Gleiches gilt für die Empfehlung selbst. Nicht nur überschwänglich loben, sondern dosiert und differenziert. Glaubwürdiger!

    Musterbeispiel

    Dr. Herbert Herbertson
    Herbertstraße 1
    12345 Herbertsdorf
    Telefon: 1234-56789

    Empfänger
    Anschrift
    PLZ Standort

    Empfehlungsschreiben für Rollo Roller

    Herr Roller hat insgesamt acht Jahre für unser Unternehmen gearbeitet – mit großem Erfolg. Daher bedauere ich es sehr, dass er unser Unternehmen nun verlassen und eine neue Herausforderung annehmen wird. Nichtsdestotrotz kann ich Herrn Roller wärmstens weiterempfehlen.

    Rollo Roller hat vom xx.xx.xxxx bis zum yy.yy.yyyy als Position für unser Unternehmen gearbeitet. Von Anfang gefiel mir sein Elan und seine Durchsetzungsstärke. Ich habe ihn zudem als verantwortungsvollen Kollegen kennengelernt, der früh Führungsverantwortung übernommen hat. Als Führungskraft hat er mich nie enttäuscht. Durch seine gute Arbeit haben wir Prozesse im Unternehmen verschlankt und Kosten reduziert. Dass wir in den vergangenen Jahren insgesamt wettbewerbsfähiger geworden sind, verdanken wir auch ihm

    Herr Roller genießt daher einen ausgezeichneten Ruf bei Kunden und Kollegen. Ich halte ihn für hochgradig geeignet, um weiterhin Führungsaufgaben in der XX-Branche auszuüben. Seine Einstellung kann ich Ihnen ohne jeden Zweifel empfehlen.

    Für etwaige Rückfragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

    Mit freundlichen Grüßen

    Unterschrift

    Wie frage ich meinen Professor?

    Professoren an der Universität werden häufig um ein Empfehlungsschreiben gebeten – allein schon von den vielen Studenten, die sich um ein Stipendium bewerben wollen. Es muss Ihnen also nicht unangenehm sein, das Gleiche zu tun.

    Aber: Eine Bindung zum jeweiligen Professoren sollten Sie schon haben. Er oder sie sollte zumindest wissen, wer Sie sind. Vielleicht haben Sie ein Seminar bei ihm belegt, eine Arbeit geschrieben oder wurden sogar als studentische Hilfskraft eingestellt. Einen Professor zu fragen, der Ihr Gesicht noch nie gesehen hat, wäre dagegen unverschämt.

    So fragen Sie den Professor:

    • Termin

      Vereinbaren Sie einen Termin – zum Beispiel per Mail. Einfach so hineinplatzen und nach einer Empfehlung fragen – das ist anmaßend. Eine Absage wäre dann durchaus gerecht.

    • Genauigkeit

      „Hmm, naja, ich brauche da so eine Empfehlung, in der drin steht, dass ich…“ Falsch! Sagen Sie konkret, um was es geht. Wofür benötigen Sie das Empfehlungsschreiben? Was soll darin zum Ausdruck kommen? Warum glauben Sie, dass Sie eine Empfehlung verdient hätten? Liefern Sie dem Professor Informationen und Argumente.

    • Motivation

      Präzisieren Sie Ihr Vorhaben. Was ist Ihr Ziel? Der Professor sollte Ihre Beweggründe verstehen – und erkennen, dass Sie hochmotiviert sind. Er sollte nicht den Eindruck gewinnen, dass Ihr Vorhaben nur eines von vielen ist. Motto: Wenn dieses nicht klappt, dann halt ein anderes. Dass es Ihnen am Herzen liegt, sollte vielmehr ersichtlich sein.

    • Unterlagen

      Ein Empfehlungsschreiben macht Arbeit. Machen Sie es dem Professor daher so einfach wie möglich. Liefern Sie alle Unterlagen mit, die er benötigt. Und vermeiden Sie Missverständnisse. Wenn Sie das Schreiben in englischer Sprache brauchen, dann sagen Sie es. Machen Sie sich vorher eine Liste, auf der die wichtigsten Punkte aufgelistet sind. Dann vergessen Sie nichts.

    • Zeit

      Drängeln Sie nicht. An der Uni gibt es viel zu tun – und ehrlich gesagt auch Wichtigeres, als ein Empfehlungsschreiben zu verfassen. Rechnen Sie in Wochen, nicht in Tagen. Fragen Sie nicht erst drei Tage vorher an. Vier bis fünf Wochen Vorlauf sollten Sie einplanen.

    Wie frage ich meinen ehemaligen Chef?

    Ihren aktuellen Chef um ein Empfehlungsschreiben bitten, damit Sie sich anderweitig bewerben können? Das klingt nach einem schlechten Witz. In der Tat ist dieser Plan in den meisten Fällen nicht zu empfehlen. Es sei denn, Sie haben ein offenes und enges Verhältnis und Ihren Chef längst in Ihre Pläne eingeweiht – und der will Ihnen auch keine Steine in den Weg legen.

    Normalerweise aber sollten Sie nur ehemalige Arbeitgeber fragen. Am besten die, mit denen Sie im Guten auseinandergegangen sind. Darum ist Netzwerken übrigens so wichtig. Wenn Sie sich nach fünf Jahren Funkstille wieder melden und sofort eine Empfehlung einfordern, hat das ein Geschmäckle. Motto: Der meldet sich nur, wenn er was will.

    So fragen Sie Ihren ehemaligen Chef:

    • Anruf

      Wenn Sie einen ehemaligen Chef um eine Referenz bitten wollen, dann rufen Sie ihn an. Eine E-Mail ist zu unpersönlich – nur im Notfall eine Alternative (wenn der Chef telefonisch unerreichbar ist).

    • Selbstreflexion

      Fragen Sie wirklich nur, wenn Sie der Überzeugung sind, dass Sie eine Empfehlung auch verdient haben. Und wenn der Ex-Chef dies ähnlich sehen dürfte. Wurden Sie hingegen aus Leistungsgründen gefeuert, dann riecht Ihr Vorhaben eher nach Verzweiflungstat – oder nach einem Aprilscherz.

    • Begründung

      Blicken Sie in die Zukunft und erläutern Ihr Vorhaben. Wo wollen Sie mit dem Bewerbungsschreiben hin? Niemand schreibt gerne eine Empfehlung ins Blaue hinein. Wer weiß, wofür sie verwendet wird? Das könnte schließlich noch auf einen zurückfallen. Versorgen Sie Ihren Ex-Chef daher mit den wichtigsten Informationen.

    Wie frage ich als Freiberufler?

    So fragen Freiberufler Ihre Auftraggeber:

    • Aktivität

      Warten Sie nie einfach ab, bis Sie eine Referenz vom Unternehmen erhalten. Fragen Sie aktiv danach. Insbesondere dann, wenn Sie gute Leistungen gebracht haben. Viele Kunden vergessen es schlicht und einfach – oder wollen es vergessen, um Zeit zu sparen.

    • Zitate

      Hat Ihnen ein Team- oder Abteilungsleiter ein Lob ausgesprochen, dann notieren Sie es sich. Fragen Sie, ob Sie das Zitat als Empfehlung verwenden dürfen. Ist Ihr Chef gerade vollauf zufrieden mit Ihnen, wird er Ihnen diesen Wunsch wahrscheinlich nicht abschlagen.

    • Einverständnis

      Sie können Empfehlungen auch auf Ihrer Webseite verwenden. Nur echte Referenzgeber und Unternehmen wirken authentisch. Dafür benötigen Sie aber ein schriftliches Einverständnis. Veröffentlichen Sie keine Empfehlungen ohne schriftliches Einverständnis des jeweiligen Kunden!

    • Firmenpapier

      Ein Empfehlungsschreiben, das auf offiziellem Firmenpapier gedruckt wurde, wirkt hochwertiger. Und es erhöht die Glaubwürdigkeit. Fragen Sie ruhig danach.

    [Bildnachweis: Gajus by Shutterstock.com]

    Kreative Bewerbung: 8 Ideen für mehr Pep

    Kreative Bewerbung Tipps

    Kreativität ist in vielen Fällen Einstellungsvoraussetzung. Die meisten Bewerbungen aber sind gänzlich unkreativ – sie ähneln sich bis aufs Skelett. Doch es geht auch anders. Eine kreative Bewerbung besticht durch knallige Farben, ein innovatives Format oder einen originellen Einleitungssatz. Zu viel Einfallsreichtum kann allerdings auch nach hinten losgehen…

    Kreative Bewerbung: Welchen Vorteil hat sie?

    Die konventionelle Bewerbung hat einen großen Vorteil: Jeder kennt sie. Jeder kann sie lesen, jeder findet sich in ihr sofort zurecht.

    Und nichts hassen Personaler mehr, als Zeit durch Unübersichtlichkeit zu verlieren. Lebenslauf und Anschreiben bieten Übersichtlichkeit. Warum also an einem Erfolgssystem herumexperimentieren? Warum riskieren, dass man als Bewerber abgestraft wird für eine andere Art der Bewerbung?

    Dafür gibt es mehrere Gründe. Der erste: Zwar schätzen Personalverantwortliche den Bewerbungsaufbau, so wie er heute ist. Für Bewerber ist das aber nicht nur positiv. Sie haben kaum eine Möglichkeit, sich abzuheben vom Rest der Bewerberschar. Dies ist speziell in großen Unternehmen, die eine Vielzahl an Bewerbungen erhalten, problematisch. Im Zweifel landen Sie ruckzuck in der Ablage P.

    Aus Hunderten oder gar Tausenden Bewerbungen werden viele in Windeseile aussortiert – obwohl sie die Formalien berücksichtigt haben. Tatsächlich nehmen sich viele Personalabteilungen nur wenig Zeit für eine Bewerbung – wenn überhaupt.

    Angenommen, Sie verfügen über die notwendigen Qualifikationen nur zum Teil, müssen aber davon ausgehen, dass es sehr viele Mitbewerber gibt, die ins Raster passen. Was dann? Wie groß sind Ihre Chancen, mit einer herkömmlichen Bewerbung weiterzukommen? Äußerst gering.

    Für Bewerber kann die Schlussfolgerung dann lauten: Auffallen – um fast jeden Preis! Nur so besteht die Chance, einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen und die (vermeintlich stärkere) Konkurrenz auszustechen.

    Dieses Ziel erreichen Sie nicht im 08/15-Stil, mit einem öden Layout und einem langweiligen Porträtfoto. Eine kreative Bewerbung will einzigartig sein, etwas Besonderes und Neues liefern. Das soll der Empfänger schon auf den ersten Blick sehen und spüren.

    Warum es nicht nur um Farben und Formen geht

    Womit assoziieren Sie eine kreative Bewerbung? Vermutlich mit einem originellen Design, bunten Farben jenseits der gewohnten Schwarz-Weiß-Optik. Vielleicht kommen noch ein paar ausgefallene Symbole und Formen dazu, die Ihre Bewerbungsunterlagen vom Rest abheben.

    Die Assoziation ist nicht falsch. Die Farbgebung ist ein Hebel, an dem Sie drehen können. Aber bei Weitem nicht der einzige. Mit einer kreativen Bewerbung ist nicht zwangsläufig eine künstlerische oder gestalterische gemeint.

    Letztlich geht es darum, einen Aha-Effekt beim Empfänger auszulösen. Der Bewerbung einen Überraschungsmoment zu verleihen – auf diese oder jene Art. Auch der Inhalt kann kreativ sein, nicht nur das Äußere. Denn in Wahrheit ähneln sich die meisten Bewerbungsschreiben. Der Bewerber legt ausführlich dar, wie teamfähig, kommunikativ und ambitioniert er doch ist und wie prädestiniert fürs Unternehmen, für das er natürlich wahnsinnig gerne aktiv werden würde. Nicht verkehrt, aber schon tausendmal gelesen!

    Mit dem Lebenslauf ist es ganz ähnlich. Viele Lebensläufe ambitionierter Hochschulabsolventen gleichen sich wie ein Ei dem anderen. Da gibt es hochklassige Praktika, Auslandsaufenthalte, Fremdsprachenkenntnisse und natürlich Top-Noten. Schön! Aber man könnte ja auch mal einen anderen Ansatz wählen, ein Highlight setzen, mit dem der Empfänger nicht gerechnet hat.

    Kreative Bewerbung: Für wen sie Sinn macht

    Eine kreative Bewerbung bietet sich für Bewerber an, die in kreativen Berufen und Branchen unterwegs sind. So weit, so erwartbar. Aber sie sind nicht die einzigen, die profitieren. Sie müssen kein Designer, Grafiker oder Fotograf sein, um ihren Einfallsreichtum zur Geltung zu bringen.

    Kleine Anmerkung: Anders herum ist es natürlich auch für Designer oder Grafiker keineswegs Pflicht, eine kreative Bewerbung einzureichen. Nicht jeder Personaler steht auf so etwas. Viele bevorzugen den übersichtlichen Standardaufbau. Kreativität kann man ja schließlich auch durch Arbeitsproben und Referenzen nachweisen. Aber: Speziell für Berufsanfänger in kreativen Berufen – Azubis zum Beispiel – ist eine außergewöhnliche Bewerbung eine Möglichkeit, um sein kreatives Talent unter Beweis zu stellen.

    Es gibt überdies Branchen, die sich auf den ersten Blick für eine kreative Bewerbung nicht anbieten. Dazu zählen vermeintlich seriöse Branchen wie Banken und Versicherungen. Andererseits befindet sich die Finanzbranche im Umbruch, immer mehr hippe Fintech-Startups drängen nach vorne. Vielleicht sind Disruptoren für kreative Bewerbungen ja offener. Sie sehen: Sie müssen und können von Fall zu Fall entscheiden – auch innerhalb einer Branche.

    So oder so: Eine kreative Bewerbung sollte niemals Selbstzweck sein. Sie sollten sie nur in Fällen einsetzen, in denen Sie an ihren Erfolg glauben. Und auf die Spitze treiben sollten Sie das Ganze auch nicht. Wenn Infogehalt und Übersicht komplett unter Ihrer Kreativität begraben werden, dürften die Jobchancen nicht unbedingt steigen. Das beschert dem Personalbüro Mehraufwand. Vorstellbar auch, dass der Personaler kurz schmunzeln und Ihre Bewerbung danach entsorgen wird.

    Gute Erfolgsaussichten haben Sie, wenn der Spagat gelingt: Informationsgehalt UND Kreativität. Das erste darf nicht unter dem zweiten leiden. Das ist anspruchsvoll und macht Arbeit. Aber es kann sich lohnen.

    8 Ideen für eine kreative Bewerbung

    Wie setzt man nun seine Ideen für eine kreative Bewerbung um? Was muss man beachten? Karrieresprung hat 8 Tipps für Sie:

    1. Design

      Mit Hilfe eines außergewöhnlichen Designs gelingt Ihnen ein Wow-Effekt. Die Aufmerksamkeit des Empfängers ist Ihnen gewiss – das ist schon mal ein Punkt für Sie. Wenn Sie jetzt noch inhaltlich überzeugen, hat die Maßnahme gewirkt.

      In punkto Design können Sie Ihrer Phantasie im Grunde freien Lauf lassen und Ihre eigenen Ideen verfolgen. Letztlich ist es ja auch so: Mehr als eine Absage kassieren können Sie nicht. Wenn Ihre Design-Ansätze dauerhaft durchrasseln, können Sie immer noch neu justieren.

      Eine Möglichkeit ist es zum Beispiel, die Bewerbung im Querformat zu gestalten. Allein dadurch heben Sie sich vom großen Rest ab. Oder Sie wählen eine Gestaltung, die dem Corporate Design des jeweiligen Unternehmens nahekommt. Damit beweisen Sie zugleich, dass es sich nicht um eine Massenbewerbung handelt. Wichtig!

    2. Startschuss

      Wenn sie kreativ werden wollen, dann lieber nicht auf den letzten Seiten – sondern gleich am Anfang. Nur dann ist Aufmerksamkeit garantiert.

      Das fängt schon beim Einleitungssatz im Anschreiben an. Die Standard-Eröffnung lautet „Hiermit bewerbe ich mich“. So drücken sich die meisten Ihrer Mitbewerber vermutlich auch aus. Sie können aber auch mit einem Einleitungssatz aus der Kategorie ungewöhnlich beginnen.

      Seien Sie mutig und gehen in die Vollen. Andernfalls hätten Sie ja gleich den herkömmlichen Weg der Bewerbung gehen können. Wie wäre es denn mit: „Ich sage es Ihnen ohne lange Umschweife: Wenn Sie die Stelle mit mir besetzen, werden Sie es nicht bereuen. Da bin ich mir sehr sicher.“ Oder so etwas wie: „Leidenschaft. Ambition. Integrität. Damit dürfen Sie im Falle meiner Einstellung rechnen.“

      Gefällt Ihnen nicht? Gut, dann denken Sie sich halt etwas Anderes aus. Sie können sich im ersten Satz übrigens auch auf einen vorherigen Kontakt – ein Telefonat etwa – berufen. So wird die ganze Bewerbung persönlicher.

    3. Mindmap

      In einer Mindmap kann man bildhaft Verknüpfungen herstellen. Die Technik ist in kreativen Berufen beliebt – kann aber auch in der Bewerbung zum Einsatz kommen.

      Wenn Sie eine Mindmap erstellen, in der Ihre Fähigkeiten, Vorbildungen, Interessen usw. miteinander verknüpft sind, ergibt sich ein vollständiges Bild Ihrer Person. Das sieht nicht nur hübsch und kreativ aus, sondern bietet auch einen Mehrwert.

    4. Bewerbungsflyer

      Ein Bewerbungsflyer bietet sich vor allem für den Besuch einer Jobmesse an. Dort können Sie ihn potenziellen Arbeitgebern überreichen. Diese sehen die wichtigsten Infos über Sie auf einen Blick.

      Das kann auch in der Bewerbung ein Mehrwert sein. Sie können Ihren Bewerbungsflyer – sofern überzeugend gemacht – einfach Ihrer Bewerbung beilegen.

    5. Cliffhanger

      Serien-Fans kennen die Wirkung von Cliffhangern nur allzu gut. Damit sind die Szenen am Ende einer Folge gemeint, die die Spannung erhöhen und den Zuschauer dazu bringen sollen, auch die nächste Folge einzuschalten.

      Das Prinzip können Sie in Ihrer Bewerbung anwenden. Beispiel: „In einer früheren Stelle habe ich den Traffic auf der Seite meines Arbeitgebers um 200 Prozent erhöht – innerhalb eines Jahres. Ich bin mir sicher, dass ich das Gleiche bei Ihnen auch schaffe – aber in der Hälfte der Zeit. Wollen Sie wissen wie? In einem persönlichen Gespräch erkläre ich Ihnen gerne, welche Pläne ich sofort umsetzen würde…“

      Zugegeben, das klingt eher nach einem Verkaufspitch als nach einer Bewerbung. Aber interessieren würde Sie es als Arbeitgeber doch auch, was der vollmundige Bewerber in petto hat, nicht wahr?

    6. Referenzen

      In den USA sind Referenzen elementar wichtig. In Deutschland beschränken wir uns meist auf Arbeitszeugnisse. Sie sind die einzigen Bewerbungselemente, die nähere Auskunft über vorherige Stellen und Erfolge geben.

      Dabei müssen Sie es als Bewerber aber nicht belassen. Bitten Sie Ihre ehemaligen Kunden oder Kollegen um einen kurzes Statement. So eines wie: „Ich habe fünf Jahre lang mit Henry zusammengearbeitet und konnte mich immer auf ihn verlassen.“ Oder: „Ronja ist eine erfahrene und äußerst kompetente Projektmanagerin. Ich kann sie nur weiterempfehlen.“

      Die gesammelten Kommentare können Sie dann Ihrer Bewerbung beilegen. Das ist nicht nur kreativ, sondern ein echter Game-Changer. Menschen vertrauen am ehesten anderen Menschen.

    7. Video

      Eine Bewerbung erfolgt längst nicht mehr nur schriftlich. Sie können sich heutzutage auch per Video bewerben, das Sie online versenden. Manche Unternehmen stehen sogar total auf Bewerbungsvideos und fordern sie offensiv ein.

      Aber auch Unternehmen, die bislang noch keine Erfahrung mit diesem Medium hatten, können Sie damit vielleicht überzeugen. Denn ein Bewerbungsvideo unterstreicht Ihre kreative Ader UND Ihre technische Affinität – ein doppelter Punkt für Sie!

      Aber Vorsicht: Ein gutes Bewerbungsvideo zu erstellen ist extrem anspruchsvoll. Blamage-Gefahr. hoch.

      Darüber hinaus ist auch die Bewerbungshomepage eine Option. Eine eigene Webseite, auf der Sie sich präsentieren. Ihre Möglichkeiten, sich in Szene zu setzen, sind riesig.

    8. Arbeitsproben

      In manchen Berufen sind Arbeitsproben die wichtigste Währung. Grafiker, Werbetexter oder Journalisten werden ohne konkrete Nachweise Ihrer Tätigkeit mit ihrer Bewerbung kaum reüssieren.

      Arbeitsproben können Sie aber auch in anderen Berufen beilegen. Warum nicht als Produktmanager eine Seite mit Vorher-Nachher-Bildern gestalten? Vorher sah das Produkt SO aus, nachher SO. Daran lässt sich wunderbar festmachen, was Sie konkret bewirkt haben.

      Sicher, in manchen Berufen sind Arbeitsproben schier unmöglich. In vielen aber können sie durchaus zum Einsatz kommen. Es braucht dafür nur ein ein bisschen Kreativität…

    [Bildnachweis: Pressmaster by Shutterstock.com]

    Bewerbung Ghosting: Warum es gefährlich ist

    Bewerbung Ghosting

    Wenn man plötzlich weg ist und unauffindbar, dann spricht man neuerdings von Ghosting. Ein Date, das sich nicht mehr meldet oder gar ein Partner, der ohne Vorwarnung jeden Kontakt abbricht. Im Bewerbungsprozess spielte Ghosting schon immer eine tragende Rolle. Arbeitgeber, die Bewerber links liegen lassen und es nicht mal für nötig erachten, ihnen eine Absage zu schicken. Doch auch Bewerber und Arbeitnehmer können Ghosting betreiben. Wenn sie clever sind, lassen sie es aber bleiben. Bewerbung Ghosting: Es zeugt von schlechtem Stil – und kann schneller nach hinten losgehen, als einem lieb ist…

    Bewerbung Ghosting: Was ist das überhaupt?

    Ghosting kennen Sie – hoffentlich nicht – aus Ihrem Liebesleben. Die Denglisch-Vokabel meint Folgendes: Der Freund oder die Freundin meldet sich einfach nicht mehr. Er oder sie reagiert nicht auf Anrufe oder Nachrichten, ruft nicht zurück, schreibt nicht mehr, weder über Whatsapp noch per E-Mail, verschwindet einfach von der Bildfläche.

    Ältere Generationen bemühen dafür gerne eine anderes Bild: „Ich geh mal kurz Zigaretten holen“. Und weg war er – und ward nie mehr gesehen. Gemeint ist das Gleiche.

    Ghosting kann jeder betreiben: Lose Kontakte, aber auch enge Freunde, im schlimmsten Fall Paare. Relativ normal ist es wohl bei Dates, die nach dem ersten Treffen den Kontakt abbrechen – wohlgemerkt ohne Begründung. Bricht jemand den Kontakt hingegen ab mit den Worten „Das war’s, ich will nichts mehr mit dir zu tun haben“, dann haben wir es streng genommen nicht mit Ghosting zu tun, sondern mit einem Schlussstrich – oder um im Englischen zu bleiben: mit einem klaren Cut.

    Das ist der Kern des Ghosting: Es lässt einen ratlos zurück. Der Betroffene kann nur rätseln und über die Beweggründe des Gegenübers mutmaßen. Was kann ihn oder sie dazu veranlasst haben? Hat er oder sie einen Neuen? Damit einher gehen Schuldgefühle und Gewissensbisse. Für die gibt es aber oft – objektiv betrachtet – gar keinen Anlass.

    Darum ist Ghosting so hinterhältig und, jawohl, asozial. Der erste Ratschlag muss daher lauten: Tun Sie es nicht! Betreiben Sie kein Ghosting (außer vielleicht mit einem ersten Date, das sich Ihnen gegenüber unverschämt verhalten hat)…

    Bewerbung Ghosting: So spielt es sich ab

    Um ehrlich zu sein, ist Ghosting im Bewerbungsverfahren nichts Neues. Es gibt das Phänomen seit Jahr und Tag. So spielt es sich ab: Der Bewerber reicht eine Bewerbung ein, ist frohen Mutes, erhält auch eine Eingangsbestätigung mit dem Hinweis: „Wir melden uns bei Ihnen.“

    Und dann? Nichts. Der Arbeitgeber meldet sich nicht zurück. Oder er hat im Bewerbungsgespräch gemerkt, dass die Chemie nicht stimmt – und bricht den Kontakt ab. Das ist zwar eine Arbeitserleichterung, aber Wertschätzung geht anders.

    Ghosting kann aber auch von Arbeitnehmern ausgehen. Diese Fälle scheinen sich zu häufen – speziell im Ausland, wo die Kündigungsfristen kürzer und die Regula