Initiativbewerbung: Einleitung, Anschreiben, Formulierungen

Eine Initiativbewerbung ist eine Bewerbung ohne konkretes Stellenangebot – eine Bewerbung auf gut Glück sozusagen. Sie bewerben sich damit für den sogenannten verdeckten Stellenmarkt. Und Ihre Chancen sind gar nicht mal schlecht. Im Gegenteil, rund 70 Prozent aller offenen Stellen werden vergeben, noch bevor sie offiziell ausgeschrieben wurden – oftmals sehr attraktive Positionen. Um an die Stellen zu kommen, müssen sie entweder über das berühmte Vitamin B verfügen – oder eine Initiativbewerbung schreiben. Übrigens ist eine Initiativbewerbung nicht gleichbedeutend mit der Blindbewerbung. Das zeichnet sie aus…

Initiativbewerbung Definition: Was ist das eigentlich?

Initiativbewerbung DefinitionWas genau ist eine Initiativbewerbung? Die Antwort ist einfach: Eine Initiativbewerbung ist eine Bewerbung, die ohne konkretes Stellenangebot oder Stellenausschreibung erfolgt. Sie wissen also nicht, ob im Unternehmen überhaupt eine Stelle frei ist – aber Sie bewerben Sich dennoch auf eine ganz bestimmte Position.

Kleiner Unterschied zur sogenannten Blindbewerbung: Bei der Initiativbewerbung kennen Sie zumindest einen Ansprechpartner des entsprechenden Unternehmens. Ihre Initiativbewerbung sollte daher auf jeden Fall eine persönliche Anrede enthalten.

Ein Vorteil der Initiativbewerbung: Selbst wenn Ihre Wunschstelle gar nicht vakant sein sollte, können Sie sich in eine gute Position bringen – und vielleicht zu einem späteren Zeitpunkt berücksichtigt werden.

Oder das Unternehmen lädt Sie für eine ganz andere Stelle zum Vorstellungsgespräch ein. Das allerdings nur, wenn Sie durch eine überzeugende Initiativbewerbung zuvor gepunktet haben. Ziel der Initiativbewerbung ist es also, die Aufmerksamkeit des Unternehmens zu gewinnen und sich ins Gespräch zu bringen.

Und noch ein Vorteil: Die Konkurrenz für Sie ist natürlich deutlich geringer, als wenn Sie gegen Hunderte Mitbewerber antreten, die sich allesamt auf eine öffentliche Stellenanzeige beworben haben.

Immerhin flattern Arbeitgebern heute im Schnitt 48 Bewerbungen für ein einziges Stellenangebot auf den Tisch. Intensiv beschäftigen sich die Unternehmen laut Studie Recruiting-Trends aber nur mit 42,2 Prozent der Bewerbungen. Mehr als die Hälfte fällt unbeachtet einfach hinten rüber.

Im Optimalfall gelingt Ihnen mit der Initiativbewerbung ein Überraschungseffekt, der Aufmerksamkeit erzeugt – egal, ob mit einer Papierbewerbung oder online.

Initiativbewerbung Tipps: Formulierung, Beispiele

Die Initiativbewerbung hat auch auch Nachteile: Sie müssen schließlich auch bei einer Initiativbewerbung wichtige Informationen über das Unternehmen einholen. Die Recherche kostet Sie wertvolle Zeit – und das mit dem Wissen, dass die Wunschfirma eigentlich gar keine Mitarbeiter sucht. Das kann demotivieren.

Die Bewerbung muss rund, durchdacht und professionell sein. Sie können insgesamt nicht weniger Arbeit investieren, nur weil es sich um eine Initiativbewerbung handelt. Andernfalls könnte sie sogar imageschädigend für Sie sein – insbesondere dann, wenn Sie sich für eine Führungsposition bewerben.

Diese Fragen sollten Sie sich bei der Vorbereitung Ihrer Initiativbewerbung stellen. Wenn Sie danach zu dem Schluss kommen, dass Sie mit Ihren Qualifikationen und Fähigkeiten den aktuellen Bedarf des Unternehmens adressieren, dann könnte eine Initiativbewerbung erfolgversprechend sein:

  • Gibt es im Unternehmen momentan einen Einstellungsstopp oder Stellenabbau?
  • Welche Märkte sind heute und in Zukunft wichtig für das Unternehmen?
  • Sind neue Produkte oder Dienstleistungen in Arbeit, die das Unternehmen vermehrt anbieten möchte?
  • Welche Qualifikationen sind wichtig – und werden immer relevanter?
  • Wie hoch ist die Zahl vakanter Stellen auf den Karriereseiten des Unternehmen und in Jobbörsen?
  • Welche Berufe bzw. Fachkräfte werden dort vornehmlich gesucht?
  • Wie leicht oder schwierig dürfte es dem Unternehmen fallen, seine Vakanzen zu füllen?

Das Schöne am Internet ist, dass Sie heute über nahezu jedes Unternehmen viele relevante Informationen recherchieren können. Über große Konzerne oder kleinere Betriebe. Natürlich wird es mit abnehmender Größe schwieriger, an brauchbare Infos zu gelangen.

Aber auch das muss keine Sackgasse sein: Sie könnten ja mal über Xing, Linkedin oder Twitter Kontakt zu Mitarbeitern oder ehemaligen Mitarbeitern aufnehmen – oder eine der zahlreichen Fach- und Jobmessen besuchen. Das ähnelt zwar mitunter der Suche im Heuhaufen und kostet Sie Zeit. Aber viel zu verlieren haben Sie dabei nicht.

Ein weiterer Tipp diesbezüglich: Bringen Sie Ihre Online-Profile auf Vordermann, bevor Sie eine Initiativbewerbung verschicken. Dabei sollten Sie darauf achten, Widersprüche und Ungereimtheiten zu Ihrer Bewerbung auszubügeln. Das Gesamtbild sollte rund und stimmig sein.

Viele Personaler werden es sich nicht entgehen lassen, Sie im Netz ausfindig zu machen, zum Beispiel eben bei Xing oder Linkedin. Sollten Ihnen dabei Zweifel an Ihrer Glaubwürdigkeit kommen, sind nahezu all Ihre Chancen verspielt. Aktualisieren Sie also erst Ihre Profile und verschicken dann die Bewerbung.

Außerdem gibt es etliche Unternehmen, die Bewerber aktiv dazu auffordern, eine Initiativbewerbung zu verschicken. Geben Sie doch einfach mal die Keyword-Kombination „Initiativbewerbung + Firmenname“ in die Suchmaschine ein. Nicht selten stoßen Sie auf die Karriereseite des gesuchten Unternehmens – und wertvolle Hinweise zu Initiativbewerbungen.

Initiativbewerbung Muster kostenlos: Die folgenden Vorlagen sind gratis

Um Ihnen das Formulieren eines Initiativschreibens zu erleichtern haben wir hier noch zwei Gratis-Muster für Sie erstellt. Die Initiativbewerbung-Vorlagen können Sie sich kostenlos als PDF herunterladen, indem Sie einfach auf die Bilder klicken.

Wir empfehlen, die Musterschreiben aber bitte nur zur Anregung und Inspiration zu verwenden. Bitte nie wörtlich abschreiben. Das könnte auffallen – und katapultiert Ihre Bewerbung sofort ins Aus.

Initiativbewerbung Muster kostenlosInitiativbewerbung Vorlage kostenlos

Initiativbewerbung: Welchen Umfang hat sie?

Ihr Handlungsspielraum ist deutlich größer als normalerweise, denn Ihre Initiativbewerbung bezieht sich ja auf keine konkrete Stellenanzeige. Das heißt: Sie können Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen schicken. Oder Sie schicken nur eine Kurzbewerbung.

Tipp: Schicken Sie eine vollständige Bewerbung. So erhöhen Sie Ihre Chancen und signalisieren zugleich, dass Sie nicht mit halber Kraft eine volle Stelle ergattern wollen.

Das gilt auch für die Arbeitszeugnisse. Rat: Schicken Sie Ihre Zeugnisse mit. Personaler lieben Zeugnisse und lesen sie fast immer. Außerdem erwarten laut Umfragen 87 Prozent der Personalverantwortlichen, dass Bewerber ihre Arbeitszeugnisse vollständig beifügen. Aber nicht vergessen: Nur die Kopien und nie das Original mitschicken!

Eine Alternative wäre es, die Zeugnisse wegzulassen, aber am Ende des Anschreibens das Angebot zu machen, diese auf Wunsch nachzureichen.

Initiativbewerbung: Wie ist sie aufgebaut?

Eine gute Initiativbewerbung zu verfassen ist schwieriger als eine konventionelle, weil sie schlicht weniger Anhalts- und Bezugspunkte haben. Sie müssen gewissermaßen mehr konstruieren. Aber keine Angst, das kriegen Sie hin.

Der wichtigste Tipp vorweg: Schreiben Sie im Aktivstil. Vermeiden Sie Substantivierungen, nutzen sie Verben, kreieren Sie auch gerne mal einen ungewöhnlichen Satz. Sie wollen schließlich auf sich aufmerksam machen.

Dem Bewerbungsschreiben kommt bei einer Initiativbewerbung eine besonders wichtige Rolle zu. Es muss begeistern und überzeugen. Die nüchternen Fakten, nach denen im Übrigen niemand gefragt hat, kann man im Lebenslauf nachlesen.

Initiativbewerbung Einleitung: Was muss ich beachten?

Ihre Initiativbewerbung sollte sich vom Einheitsbrei abheben, das schon. Völlig draufgängerisch sollten Sie indes nicht an die Sache herangehen. Diese Grundregeln sind zu beachten:

  1. Kontakt

    Eine persönliche Ansprache ist nicht nur höflich, sondern zeigt, dass Sie gut recherchiert haben. Richten sie das Anschreiben also konkret an Frau oder Herrn Mustermann und nicht an die sehr geehrten Damen und Herren. Tipp: Sie können bei Gelegenheit auch einen Mitarbeiter erwähnen, mit dem Sie bereits Kontakt hatten. Zum Beispiel: „Wie bereits mit Frau Huber besprochen…“. Den Namen bringen Sie am besten so weit vorne wie möglich im Anschreiben unter.

  2. Name

    Auch der direkte Bezug zum Unternehmen ist ein Muss. So machen Sie klar, dass es sich um eine individuelle Bewerbung – und keine Massenware – handelt. Streuen Sie im Anschreiben mindestens einmal den Firmennamen ein (allerdings auch nicht zu oft). Auch Produktnamen oder Kennziffern können Mosaiksteine sein. Aussage: Sie wollen in exakt DIESEM Unternehmen arbeiten und nirgendwo anders.

  3. Phrasen

    Auf eine förmliche Initiativbewerbung wartet in der HR-Abteilung niemand. Dort müssen Sie ja erst noch Überzeugungsarbeit für sich leisten. Und das gelingt nicht mit einer sterbenslangweiligen 08/15-Bewerbung. Also nur Mut zu außergewöhnlichen, originellen, spektakulären Formulierungen. Sie sollen zwar keineswegs clownesk auftreten, aber abgedroschene Floskeln wie „Hiermit bewerbe ich mich…“ meiden. Sie müssen es irgendwie hinkriegen, dass man neugierig auf Sie wird.

  4. Soft Skills

    Kommen Sie ruhig über die emotionale Schiene. Menschenfänger sprechen die Emotionen ihrer Mitmenschen an – und als Bewerber müssen Sie ja gewissermaßen ein Menschenfänger sein. Beschreiben Sie Ihre besten Soft Skills. Inwiefern sind Sie kommunikativ und teamfähig? Wie arbeiten Sie, wie lösen Sie Probleme? Und das möglichst konkret, am besten anhand von Beispielen.

  5. Stärken

    Sie haben ja bereits anrecherchiert, welchen Bedarf das Unternehmen hat. Die erforderlichen Skills stellen Sie nun in den Vordergrund. Dabei kann es um ganz konkrete Dinge gehen wie die Beherrschung einer Programmiersprache oder den professionellen Umgang mit Excel. Nennen Sie Erfolge und Projekte, die Ihre Fähigkeiten belegen.

Aber: Sie sollen zwar kreativ sein, aber die HR-Menschen auch nicht überfordern. Kommen Sie schnell zum Punkt. Schreiben Sie zielgerichtet. Bauen Sie die Bewerbung klar und übersichtlich auf. Bringen Sie schlüssige Argumente. Nennen Sie konkrete Beispiele.

Der Empfänger muss sofort erkennen, dass Sie die Motivation und Fähigkeiten für den angestrebten Job mitbringen – egal um welchen Beruf es sich handelt.

Und konzentrieren Sie sich auf die wesentlichen Argumente. Nicht jede Ihrer Fähigkeiten ist wichtig.

Das ist umso schwieriger, weil Sie den Eindruck von Spam vermeiden wollen. Klingt das Anschreiben so, als hätten Sie es genauso schon dutzendfach verschickt, sinken Ihre Aussichten auf ein Minimum.

Darum: Verfassen Sie wirklich jedes Anschreiben individuell. Zugegeben, die Mühe lohnt sich nicht immer. Aber manchmal schon. Ohne individuellen Zuschnitt können Sie sich eine Initiativbewerbung jedenfalls von vornherein sparen.

Checkliste: Das kommt ins Initiativschreiben

Initiativbewerbung ChecklisteHier eine Übersicht aller Inhalte, die Sie aufnehmen sollten – von oben nach unten:

  • Absender inklusive Name, Adresse, Festnetznummer, Handynummer, E-Mail-Adresse
  • Datum (rechts)
  • Empfänger inklusive Firma, Vor- und Nachname des Adressaten und Adresse
  • KEIN Bewerbungsfoto
  • Betreff „Initiativbewerbung“ (oder einen noch konkreteren Betreff)
  • Persönliche Anrede
  • Einstieg
  • Bezug zum Unternehmen
  • Kurze Darstellung des eigenen Profils, der Stärken und Soft Skills auch anhand von Beispielen
  • Hinweis auf sonstige Kenntnisse wie etwa Fremdsprachenkenntnisse
  • Hinweis auf Referenzen, zum Beispiel ehemalige Arbeitgeber
  • Hinweis auf Kündigungsfristen und möglichen Eintrittstermin
  • Abschlussformulierung
  • Unterschrift
  • Anlagen wie tabellarischer Lebenslauf und Arbeitszeugnis(se)
[Bildnachweis: Syda Productions by Shutterstock.com]

Bewerbungsschreiben: Aufbau, Beispiele, Tipps

Das Bewerbungsschreiben ist nichts, wovor man Angst haben müsste. Aber Respekt. Im Bewerbungsschreiben kommt Ihre Motivation für den Job richtig zum Ausdruck – oder eben nicht. Wichtig ist vor allem das Textliche. Ob Ihr Bewerbungsschreiben zündet, entscheidet sich daran, wie Sie den Text aufbauen, welche Schwerpunkte Sie setzen und wie geschickt Sie formulieren. Wir helfen Ihnen dabei…

Bewerbungsschreiben: Das ist wichtig

Was Sie nicht tun sollten: Einfach nur die Highlights Ihrer bisherigen Berufslaufbahn herunterrattern. Gießen Sie also nicht einfach Ihren Lebenslauf in einen Fließtext. Redundanzen vermeiden!

Besser Sie machen dem Adressaten im Bewerbungsschreiben klar, was Ihre Motivation für die ausgeschriebene Stelle ausmacht: Warum Sie sich beworben haben, warum Sie der richtige Kandidat für die Stelle sind und warum das Unternehmen Sie nehmen sollte… Sowas.

Das sogenannte AIDA-Modell bietet dafür einen sehr guten Orientierungsrahmen:

  • Attention: Aufmerksamkeit erzeugen.
  • Interest: Interesse wecken.
  • Desire: Den Wunsch auslösen, mehr über Sie erfahren zu wollen.
  • Action: Die Einladung zum Vorstellungsgespräch initiieren.

Bewerbungsschreiben: Die Basics

Das Bewerbungsschreiben ist für den Gesamteindruck Ihrer Bewerbung enorm wichtig. Es sollte in einer vollständigen Bewerbungsmappe obenauf liegen – egal, ob es sich um eine normale oder um eine Kurzbewerbung handelt.

Was Sie sich bewusst machen sollten: Mit dem Bewerbungsschreiben können sie sich positiv von anderen Bewerbern abheben. Wie Sie sich ausdrücken, welche Schwerpunkte Sie setzen – das zeigt dem Personaler, mit was für einer Persönlichkeit er es zu tun hat.

Hier müssen Sie Interesse wecken und den Grundstein für den Bewerbungserfolg legen. Darum wichtig: Das Bewerbungsschreiben muss übersichtlich, prägnant und natürlich frei von Grammatik- und Rechtschreibfehlern sein.

Formal gesehen umfasst das Bewerbungsschreiben eine Seite, maximal zwei Seiten. Achtung: Bei einer Bewerbung per E-Mail ist die Mail selbst das Anschreiben. Den tabellarischen Lebenslauf und Ihre Zeugnisse hängen Sie dann als PDF-Dokument an. Ein Deckblatt können Sie beifügen, ist aber im Grunde überflüssig.

So können Sie Ihre Bewerbungsmappe aufbauen:

Bewerbungsmappe Aufbau Bewerbungsschreiben Grafik

  1. Bewerbungsschreiben (Anschreiben)
  2. Mappe
  3. Deckblatt
  4. Lebenslauf
  5. Zeugnisse
  6. Referenzen, Arbeitsproben, Zertifikate

Bewerbungsschreiben: Der Aufbau

Eine Umfrage ergab vor einiger Zeit, dass Bewerber durchschnittlich 74 Minuten lang an ihrem Anschreiben sitzen. Das ist viel Zeit. Um die Dauer zu verkürzen, orientieren Sie sich einfach an unseren besten und wichtigsten Tipps:

Bewerbungsschreiben Aufbau Muster Vorlage

Wir leiten Sie Schritt für Schritt durchs Bewerbungsschreiben – von der Einleitung über den Hauptteil mit Bezugnahme bis hin zum Schlussteil. Hier geht’s los:

  • Einleitung des Bewerbungsschreibens

    Ihr stärkstes Argument gehört ganz an den Anfang. Beginnen Sie also ruhig mit einem Big Bang. Ihre Motivation für genau diesen Job müssen Sie ohne Verzögerung darlegen – gerne auch mit einem originellen Satz.

    Auch sollte sofort klar werden, dass Sie sich mit dem Unternehmen, seinen Produkten, Services, Unternehmenskultur beschäftigt haben. Flechten Sie aktuelle Zahlen ein oder einen Bezug zu Presseberichten. Aber auch bitte hier kurz und bündig – nicht länger als drei bis vier Zeilen.

    Übertreiben Sie es nicht damit, dem Unternehmen Honig um den Bart zu schmieren. Eine Löffelspitze Honig ja, aber kein ganzes Glas.

    Grundsätzlich gilt: Emotionen wirken. Sie mögen nüchtern betrachtet der perfekte Kandidat sein und alle Fakten korrekt darstellen. Wenn dem Personaler aber – im übertragenen Sinne – Ihre Nasenspitze nicht gefällt, sinken Ihre Chancen dramatisch. Das gilt querbeet für alle Berufsbilder.

    Darum: Legen Sie ein wenig Leidenschaft an den Tag, was das Anschreiben angeht. Es ist gar nicht so schwer. Im Anschreiben müssen Sie vermitteln, welche Projekte Sie wie und warum erfolgreich abgeschlossen haben – und warum Sie das für die ausgeschriebene Stelle qualifiziert.

    Darum elementar wichtig: der erste Satz. Vermeiden Sie Einleitungssätze aus dem Standard-Baukasten wie „Hiermit bewerbe ich mich…“ Das ist öde und klingt bürokratisch. Und es sagt über Sie: Ihnen ist kein guter erster Satz eingefallen.

    Das gleiche gilt für althergebrachte Floskeln wie „Mit großer Freude habe ich Ihre Stellenanzeige gelesen…“ Austauschbar, beliebig, unpersönlich. Noch schlimmer: „Ich bin team- und konfliktfähig…“ Das ist jeder – zumindest steht dieser Satz in gefühlt jeder Bewerbung.

    Aber wie kann man stattdessen ins Anschreiben starten? Zum Beispiel, indem Sie anhand eines konkreten Beispiels klarmachen, dass Sie Talent und Leidenschaft mitbringen.

    Als Absolvent können Sie Studienschwerpunkte oder Praktika in den Vordergrund rücken, als Berufserfahrener bisherige Positionen und absolvierte Projekte.

    Aber nehmen Sie bitte unbedingt von Zitaten bekannter Geistesgrößen Abstand. Fremdschämgefahr! Sie sind es, der sich bewirbt, nicht Goethe, Schiller oder Hemingway.

  • Einleitungssätze: Das sind gute Formulierungen

    Optimal: Auf persönliche Art und Weise schnell zum Punkt kommen. Wenn Sie mit dem Personaler bereits Kontakt hatten, sollten Sie unbedingt darauf Bezug nehmen. So bauen Sie Distanz ab und unterstreichen erste Gemeinsamkeiten.

    Aber das ist kein Muss. Steigen Sie mit einem Satz ein, der die Beweggründe Ihrer Bewerbung darlegt – oder Ihre Begeisterung für Produkte und Dienstleistungen des Unternehmens. Ihre Motivation für den Job ist das wichtigste Element des Anschreibens. Gleich an den Anfang damit!

    Zum Beispiel so:

    Sehr geehrter Herr Mustermann,

    schon seit einiger Zeit beschäftige ich mich mit XX. Als ich Ihre Stellenanzeige sah, war mir sofort bewusst: Die Stelle passt perfekt zu mir. Diese Position ist genau die Herausforderung, nach der ich schon lange gesucht habe…

    Frechheit siegt. Das gilt nicht für jede Bewerbung, für manche aber schon. Natürlich kommt es auch auf die Persönlichkeit des Personalers an. Mag er es sachlich oder schätzt er eine Prise Humor?

    In diesem Zusammenhang nochmal der Hinweis: Unterschätzen Sie die Macht der Emotionen nicht. Humor spricht Emotionen an. Man kann es also gerne auch mal so versuchen:

    Sehr geehrte Frau Mustermann,

    Sie sind auf der Suche nach einem erfahrenen und kreativen Entwickler, für den Leidenschaft, Leistungswille und Organisationstalent mehr sind als bloß Worthülsen? Ihre Suche hat heute ein Ende: Hier bin ich!…

    Zugegeben, das ist kühn. Manche würden sogar sagen: dreist. Aber Chuzpe ist definitiv erfolgversprechender als übergroße Bescheidenheit.

    Apropos: Speziell Männer sollten nicht zu bescheiden auftreten. Das gefällt Personalverantwortlichen gar nicht, wie Laurie Rudman von der Rutgers University in New Jersey vor einiger Zeit herausgefunden hat. Es lässt sie schwächer, unambitionierter und unsicherer wirken.

    Es gibt aber noch weitere Alternativen für einen guten Einstieg. Zum Beispiel den Storytelling-Ansatz:

    Sehr geehrter Herr Mustermann,

    mit dem Fahrrad sind es von meiner Tür bis zur Firmentür exakt 15 Minuten. Ich habe die Zeit genau gestoppt. Das bedeutet: Während die Kollegen noch im Stau stehen, könnte ich morgens der erste im Büro sein…

    Auch das ist witzig, bietet aber gleichzeitig einen echten Mehrwert. Natürlich handelt es sich in allen Fällen nur um Anregungen. Schreiben Sie diese bitte nicht wörtlich ab. Denn Personaler sind keine Idioten. Wer eine außergewöhnliche Formulierung vorfindet, könnte ihren Ursprung ja auch mal googeln.

    Sie müssen im Bewerbungsschreiben schon Ihren eigenen Stil und Ihren eigenen Einleitungssatz finden, der auch zum Rest des Anschreibens passt. Ganz ohne eigene Leistung und Hirnschmalz geht es leider nicht.

    Einstiegsformulierung: So bitte nicht!

    Einstiegsformulierung: So bitte nichtWie Sie nicht einsteigen sollten? Hier ein paar Beispiele:

    • Abschluss

      Dass Sie über einen ganz tollen Abschluss verfügen, sieht der Personaler schon in Ihrem Lebenslauf. Die Ausbildung bringen Sie bitte im Lebenslauf unter, nicht im Anschreiben. Natürlich ist ein guter Abschluss ein echtes Argument, aber im Anschreiben sollten Sie mehr Wert auf Ihre Motivation und Ambitionen legen.

    • Ziele

      Ihre Ziele gehören ins Bewerbungsschreiben, natürlich. Aber nicht unbedingt die Ziele, die über die angestrebte Position und das Unternehmen hinausgehen. Ihre Karrierepläne bringen Ihnen nur Pluspunkte, wenn sie mit den Zielen des Arbeitgebers deckungsgleich sind, wenn er selbst auch etwas davon hat.

    • Rückblick

      Auf gar keinen Fall schreiben Sie, warum der alte Job zum Schluss unerträglich für Sie war. Das mag zwar als unterschwelliges Kompliment für Ihren neuen Arbeitgeber in spe gemeint sein, wirkt aber nicht wie eines. Sie setzen sich vielmehr negativ als Querulant und Nörgler in Szene.

  • Hauptteil im Bewerbungsschreiben

    Der Hauptteil sollte nicht allein aus Aufzählungen bestehen. Sie sollten die wesentlichen Stärken und Kompetenzen herausstellen, die für diesen Job wichtig sind – und nur die. Qualität geht in diesem Fall vor Quantität.

    Konzentrieren Sie sich im Bewerbungsschreiben auf die persönlichen Qualifikationen, Ihre Soft Skills. Die sind vielen Personalern besonders wichtig.

    Es ist allerdings wirklich schwer, die eigenen Soft Skills so ganz ohne Phrasendrescherei herauszuarbeiten. Aber erstens nicht unmöglich und zweitens auch extrem wichtig für den Erfolg Ihres Bewerbungsschreibens. Was nicht gut ankommt sind typische Floskelsätze und Ich-Formulierungen wie zum Beispiel:

    • Ich bin verantowrtungsbewusst
    • Ich bin ein Machertyp.
    • Ich bin teamfähig.
    • Ich bin kommunikativ.
    • Ich bin hochmotiviert.

    Eintönig, beliebig und auch egozentrisch. Drehen Sie den Spieß lieber um.

    Denn viele Bewerbungsschreiben enthalten solche Ich-Formulierungen. Für Sie ist das eine große Chance, sich von der Masse abzuheben. Und zwar so: Beschreiben Sie ganz kurz ein Projekt, in dem Ihre Teamfähigkeit und Kommunikationsstärke zum Ausdruck kam und entscheidend zum Erfolg beigetragen hat. Am besten formulieren Sie natürlich so, dass Ihre Kommunikationsstärke schon im Bewerbungsschreiben selbst sichtbar wird.

    Beispiel:

    Im Rahmen meiner vorherigen Tätigkeit habe ich das Projekt XY aus der Taufe gehoben und federführend geleitet. Die Kollegen habe ich dafür gewonnen, indem ich… Das Projekt war ein voller Erfolg und konnte in sechs Wochen erfolgreich abgeschlossen werden.

    Ein anderes Beispiel:

    Als in meinem früheren Betrieb ein Produktionsausfall drohte, konnte ich durch die schnelle Kontaktaufnahme und Vermittlung mehrere Teammitglieder dafür gewinnen, nach Feierabend und am Wochenende kurzfristig auszuhelfen. Das Szenario eines größeren Produktionsausfalls konnte ich so noch viele weitere Male abwenden.

    Das muss aber in den Kontext passen. Erfahrene Personaler erkennen es, wenn Sie Massenanschreiben formulieren und dann nur noch die Namen austauschen.

    Und achten Sie darauf, dass die Kompetenzen und Anekdoten, die Sie erzählen, auch wirklich einen Bezug zum ausgeschriebenen Job und der Stellenanzeige haben. Wenn nicht, dürfen Sie sich über eine Absage nicht beschweren.

  • Unternehmensbezug im Bewerbungsschreiben

    Stellen Sie stets eine Verbindung zwischen sich und dem Unternehmen her. Welchen Mehrwert bieten Sie Ihrem Wunscharbeitgeber?

    Sie wollen, dass der HR-Verantwortliche merkt, dass Sie so etwas wie der natürliche Kandidat für die Stelle sind. Einen Bezug zum Unternehmen können sie schon im Einstiegssatz herstellen – oder erst später. Dafür gibt es keine festen Vorgaben.

    Voraussetzung: Sie verfügen tatsächlich über die ausreichenden Qualifikationen, wollen und können sich einbringen und integrieren. Diese persönlichen Vorzüge in Verbindung zum Unternehmen und zur ausgeschriebenen Stelle zu bringen, das ist der Königsweg.

    Auch hier ist Selektion gefragt, denn mehr als fünf bis sieben Zeilen Platz haben Sie dafür nicht. Nochmal daher der Rat: Unterlassen Sie es, Aufzählungen aneinanderzureihen. Klasse schlägt Masse, nicht umgekehrt. Setzen sie Höhepunkte und spitzen Sie zu. Kein Personaler interessiert sich für zielloses Geschwafel.

    Die Erfolge, die Sie in der Vergangenheit errungen haben, können Sie besonders gut einsetzen. Beschreiben Sie – anhand von konkreten Beispielen oder Zahlen – wie Sie welches Problem gelöst haben:

    • Was haben Sie in welcher Zeit wo geschafft?
    • Wie sehr konnten Sie den Umsatz, Gewinn, Fehlerquote, Verkauf etc. verbessern?
    • Wie viele Kollegen haben Sie dabei geführt?
    • Wie viele neue Kunden haben Sie gewonnen?

    Ein Beispiel:

    Seit mehr als 15 Jahren entwickle und verkaufe ich Lösungen im Bereich der… Da ich die Verkaufsprozesse zielgerichtet optimiert habe, konnte ich den Absatz in meiner Zeit als Key Account Manager bei der Firma XY um XX Prozent steigern. Auch die Kundenzufriedenheit verbesserte sich zeitgleich von XX auf XX Prozent.

    Tipp: Recherchieren Sie zuvor in den Medien, welche Qualifikationen und Kompetenzen einem Arbeitgeber in dieser Position besonders wichtig sind. Wer dies im Bewerbungsschreiben gut antizipiert, verbessert seine Chancen auf eine Einladung zum Vorstellungsgespräch deutlich.

  • Schluss: So endet das Bewerbungsschreiben

    Das Ende bilden Ihre Gehaltsvorstellung und der frühestmögliche Eintrittstermin – sofern diese Angaben verlangt werden. Bedanken Sie sich im Schlusssatz für das Interesse und sagen Sie, dass Sie sich über einen Vorstellungstermin freuen – ohne dabei wie ein Bittsteller aufzutreten. Dahinter setzen Sie eine vernünftige Grußformel und Ihre Unterschrift.

    Sollte es in Ihrem Lebenslauf Lücken, Unterbrechungen, Jobwechsel, Kündigungen oder Ähnliches geben, dann erwähnen Sie diese ruhig – aber kurz. Und stellen Sie sich darauf ein, dass Sie der Personaler dazu im Jobinterview noch genauer befragen wird.

    Prinzipiell sollten Sie dabei freundlich, offen, motiviert klingen. Nicht nur der erste Eindruck entscheidet, auch der letzte.

    Dazu gehört auch eine Prise Selbstbewusstsein, denn schließlich sind Sie der genau richtige Kandidat für exakt diese Position. Sie haben etwas anzubieten: Ihre Kompetenzen, Motivation, Leistungsbereitschaft und und und. Das Unternehmen sollte das merken.

    Dennoch begehen viele Jobkandidaten im Bewerbungsschreiben einen kleinen, aber entscheidenden Fehler. Sie verfallen in den Konjunktiv.

    • „Ich würde Ihnen in einem Vorstellungsgespräch gerne mehr von mir erzählen.“
    • „Ich würde mich freuen, von Ihnen zu hören.“
    • „Ich wäre Ihnen sehr dankbar, wenn Sie mich zum Bewerbungsgespräch einladen würden.“

    Der Punkt ist: Ein Konjunktiv schwächt die gesamte Aussage ab. Das mag bescheiden und sympathisch klingen, ist aber nicht zielführend. Auch bei einem Unternehmen ist es nicht so, dass es „seinen Blick gerne in die Zukunft richten würde“. Es richtet seinen Blick in die Zukunft.

    Sie zweifeln damit Ihre eigenen Fähigkeiten an und machen sich klein. Darum: Am Schluss kein Konjunktiv!

    Viel besser: Das, was man in der Werbesprache als Call-to-Action bezeichnet.

    Studien belegen, dass Verbraucher auf Aufforderungen positiv reagieren. Sie klicken auf den Artikel, wenn man sie dazu animiert, Sie rufen die Hotline an, wenn man es Ihnen vorschlägt, Sie kommentieren, wenn man Sie dazu auffordert. Nutzen Sie daher auch in Ihrer Bewerbung so einen Call-to-Action.

    Fordern Sie den Arbeitgeber aktiv auf, etwas zu tun, das Ihren Wünschen entspricht. Das könnte etwa so aussehen – ganz ohne Konjunktiv:

    • „Ich freue mich auf Ihre Rückmeldung.“
    • „Habe ich Sie überzeugt? Dann freue ich mich auf ein persönliches Kennenlernen.“
    • „Kontaktieren Sie mich gerne, wenn Sie noch weitere Fragen haben.“
    • „Sehr gerne überzeuge ich Sie auch in einem persönlichen Gespräch von mir.“

    Oder ist Ihnen das irgendwie unangenehm? In diesem Fall schließen Sie einfach mit Ihrem möglichen Eintrittstermin: „Ich kann Ihnen bereits zusagen, die Stelle am xx. November anzutreten.“

    Auch so unterstellen Sie natürlich, dass Sie den Job auch bekommen. Ein Psychospielchen – keine Frage, aber kein wirkungsloses.

Schulabbruch und Co.: Wie erkläre ich eine kritische Phase?

Schulabbruch und Co.: Wie erkläre ich eine kritische Phase im BewerbungsschreibenDas Leben ist kein… na, Sie wissen schon. Vielleicht haben Sie die Schule abgebrochen oder das Studium geschmissen oder zweimal hintereinander die Stelle verloren. Sicherlich gibt es dafür gute Gründe, aber wie erklären Sie die dem Personaler?

Das könnte schwierig werden, denn speziell in Deutschland wird Zeugnissen und Zertifikaten allergrößtes Vertrauen entgegengebracht. Wer seine Fähigkeiten nicht schriftlich nachweisen kann, bekommt den Job in der Regel nicht. Und das, obwohl formelle Abschlüsse oder Zeugnisse in vielen Berufen gar nicht notwendig wären.

Behalten Sie das im Hinterkopf, wenn Ihnen Zeugnisse oder Ähnliches fehlen: Sie müssen Ihre Fähigkeiten nachweisen. Das können Sie aber auch auf andere Art und Weise, mit Referenzen und Arbeitsproben zum Beispiel.

Beispiel: Sie bewerben sich auf einen Job, für den das Abitur eine Voraussetzung ist. Nun haben Sie aber „nur“ das Fachabitur, bringen aber sonst alle notwendigen Kompetenzen mit. Was tun Sie? Richtige Antwort: Trotzdem bewerben. Auch in den Unternehmen gibt es selbstverständlich Spielraum.

Kein Kandidat erfüllt 100 Prozent der Bedingungen. Also nur Mut, wenn es bei Ihnen bisweilen nur zu 90, 80 oder auch 70 Prozent reicht. In solchen Fällen wird es umso wichtiger, Ihre Motivation richtig herauszuarbeiten. Wie heiß sind Sie auf den Job? Welche Soft Skills haben Sie? Wenn Sie die gut vermitteln, ohne gleichzeitig alle formellen Voraussetzungen zu erfüllen, stehen Ihre Chancen gar nicht mal schlecht.

Dann könnte – zusätzlich zum Bewerbungsschreiben – auch ein Motivationsschreiben genau das richtige Format sein, um Sie dem Job näherzubringen. Aber Vorsicht: Rechtfertigen Sie sich darin nicht, sondern bieten Sie dem Arbeitgeber etwas an.

Anschreiben: Formalitäten

Die kreative Ader voll zur Entfaltung bringen – schön, aber nicht immer erfolgversprechend. An einigen Grundregeln und Formalitäten kommt man nur schwer vorbei.

Grundsätzlich eine gute Wahl: eine Bewerbung nach DIN 5008. Das macht die Sache für den HR-Verantwortlichen einfacher und übersichtlicher – Pluspunkt!

Diese Grundregeln sollten Sie im Anschreiben beachten:

  • Papier: Am besten nehmen Sie hochwertiges, kein einfaches Kopierpapier. Bei den Blättern darauf achten, sie nicht durch Flecken, Knicke oder Eselsohren zu verunstalten. Auch gut: Scharfer Laserdruck,der nicht verwischt.
  • Schrift: Bitte keine extravagante Schnörkelschrift im Bewerbungsschreiben wählen! Das wirkt immer latent affektiert und ist schwieriger zu lesen. Besser sind Schriftarten wie Helvetica, Verdana, Times oder Georgia.
  • Schriftgröße: Merken Sie sich die 11-13-15-Regel. Fließtext hat die Schriftgröße 11. Datum, Adressen und Zwischenüberschriften haben eine 13-Punkt-Schrift – gerne auch gefettet. Die 15-Punkt-Schrift ausschließlich für Ihren Name im Kopf jeder Seite vewenden. Übrigens: Mit den krummen Größen heben Sie sich von anderen Bewerbern ab. Die meisten greifen nämlich auf die Standardeinstellung von Word zurück: 12.
  • Zeilenabstand: Der sollte im Bewerbungsschreiben immer einheitlich sein – und zwar auf sämtlichen Seiten. Das gilt auch für Einzüge, Linie und den Seitenrand. Schön luftig ist ein eineinhalbzeiliger Linienabstand – und zwei Zentimeter Seitenabstand links und rechts.
  • Länge: Mehr als eine Seite sollten Berufseinsteiger nicht fürs Anschreiben verfassen. Bei älteren Berufserfahrenen dürfen es auch mal zwei Seiten sein. Aber: Immer kompakt, kurz und präzise bleiben.
  • Satzbau: Vermeiden Sie Schachtel- und Relativsätze, die über mehrere Zeilen gehen. Kurze Hauptsätze wirken stärker. Versuchen Sie, viele Verben zu verwenden. Das gilt nicht für Adjektive und komplizierte Wortungetüme, die auf -ung, -heit oder -keit enden.
  • Individualität: Schreiben Sie die gleiche Bewerbung nie zweimal. Personalverantwortliche erkennen, ob Sie sich Mühe oder eine faulen Lenz gemacht und das Bewerbungsschreiben einfach kopiert haben.

Bewerbungsschreiben Checkliste: Das muss alles rein

Bewerbungsschreiben ChecklisteNochmal zum Schluss und damit Sie nichts vergessen: Das alles gehört in Ihr Bewerbungsschreiben – sortiert von oben bis unten:

  • Adresse des Absenders mit Namen, Telefonnummer, E-Mail-Adresse
  • Datum der Fertigstellung (rechts)
  • Adresse des Empfängers mit Firma, Vor- und Zuname
  • KEIN Bewerbungsfoto (kommt in den Lebenslauf)
  • Betreff
  • Persönliche Anrede
  • Einstieg und Einleitungssatz
  • Kurzdarstellung
  • Unternehmensbezug
  • Hinweis auf sonstige Kenntnisse wie Fremdsprachen (sofern vorhanden)
  • Hinweis auf Referenzen wie Ansprechpartner aus früheren Jobs
  • Hinweis auf Kündigungsfristen und möglichen Eintrittstermin
  • Spanne der Gehaltsvorstellungen (wenn verlangt)
  • Abschlusssatz und Grußformel
  • Unterschrift
  • Anlagen wie Lebenslauf, Zeugnisse, Zertifikate
[Bildnachweis: Roman Samborskyi by Shutterstock.com]

Motivationsschreiben: Aufbau, Beispiele, Formulierungen, Tipps

Das Motivationsschreiben ist in vielen Fällen kein Must-Have, aber ein Nice to have: Es kann maßgeblich dazu beitragen, dass man den Studienplatz, das Stipendium oder den Job bekommt. Das Motivationsschreiben ist dem Bewerbungsschreiben ganz ähnlich, allerdings persönlicher und auch tiefgründiger. So können Sie mit einem Motivationsschreiben punkten

Motivationsschreiben Definition: Was ist das?

Motivationsschreiben Definition: Was ist das?Das Motivationsschreiben ist nur manchmal Bestandteil einer Bewerbung. Bei der Vergabe um Studienplätze, Stipendien oder Au-Pair-Plätze allerdings muss der Bewerber seine Motivation schon deutlich häufiger darlegen – in der Regel per Motivationsschreiben.

Das Motivationsschreiben bildet traditionell die Dritte Seite der Bewerbung. Oder anders: Seite Drei der Bewerbung.

Zur Erklärung: Die ersten beiden Seiten der Bewerbung bestehen aus Anschreiben und Lebenslauf. Beide können unter Umständen natürlich auch mehr als jeweils eine Seite umfassen. Das Motivationsschreiben könnte man daher als Bonus bezeichnen.

Motivationsschreiben: Die Inhalte

Das Motivationsschreiben kann zwei unterschiedliche Aufgaben haben – je nach Stellenprofil und Bewerbungsablauf:

  1. Motivation

    Besonders häufig wird das Motivationsschreiben als Ergänzung zum Bewerbungsschreiben genutzt. Dabei können Argumente untergebracht werden, die gewissermaßen nicht mehr ins Anschreiben gepasst haben. Auch kann der Bewerber wichtige Stationen im Lebenslauf betonen und noch einmal deutlich machen, inwiefern und warum er der genau richtige Kandidat für die ausgeschriebene Stelle ist.

  2. Kurzprofil

    Die zweite Variante ist seltener, kann aber auch sehr sinnvoll sein. Dabei liefert das Motivationsschreiben eine Art Zusammenfassung der Top-Argumente und Kompetenzen des Bewerbers. Damit sind nicht nur die Kernkompetenzen gemeint, sondern im Prinzip auch alle weiteren, die der Bewerber im Laufe seiner schulischen und beruflichen Ausbildung bis dato erworben hat. Hier ist also auch Platz für Kenntnisse und Skills, die nicht unmittelbar mit der Stelle zu tun haben, aber dennoch Pluspunkte bringen können.

Letztlich dient das Motivationsschreiben dazu, die Arbeit des Personalers leichter zu machen. Denn im besten Fall bietet es eine Übersicht über Eckdaten, Argumente und Kompetenzen. So hilft es, Zeit zu sparen. Das sollten Sie im Hinterkopf haben, wenn Sie Ihr Motivationsschreiben verfassen…

3 wichtige Tipps

3 wichtige Tipps fürs MotivationsschreibenZu Aufbau, Formulierungen und Inhalten des Motivationsschreibens kommen wir gleich noch. Darüber hinaus sollten Sie aber in jedem Fall diese drei Tipps beherzigen:

  1. Rechtschreibung im Motivationsschreiben

    : Verwenden Sie die Rechtschreibprüfung. Alternativ oder ergänzend können Sie auch jemanden Korrektur lesen lassen. Ein oder mehrere Tippfehler können den überzeugendsten Inhalte wieder zunichte machen.

  2. Formatierung des Motivationsschreibens

    : Wechseln Sie nicht zwischen mehreren Schriftarten hin und her. Das kann leicht passieren, wenn man etwa einzelne Textbausteine aus anderen Dokumenten übernimmt. Das bedeutet im Klartext: Die Schriftart, die Sie im Motivationsschreiben nutzen, sollte die gleich sein, die Sie im Anschreiben und tabellarischen Lebenslauf verwendet haben. Und: Auch die Schriftgröße sollte identisch sein.

  3. Aussagekraft des Motivationsschreibens

    : Bringen Sie Ihre Argumente kurz und prägnant auf den Punkt. Kein endloses Gelaber! Am besten kurze Hauptsätze ohne viele Adjektive. Dabei dürfen Sie ruhig persönlich und in Ich-Form schreiben.

Motivationsschreiben: So bauen Sie es auf

Sie wollen im Motivationsschreiben authentisch sein, sich gleichzeitig in ein gutes Licht rücken, ohne sich aber selbst zu beweihräuchern. Eine Herkulesaufgabe. Wenn Sie diese mit Bravour bestehen, steigen Ihre Chancen auf den Job. Dann kann das Motivationsschreiben der aussagekräftigste und kreativste Part der gesamten Bewerbung sein.

Das Schöne: Formale Vorgaben existieren für das Motivationsschreiben nicht. Sie können frei formulieren und designen. Zwei Varianten haben sich bislang etabliert:

  • Aufzählungen

    Sie verzichten auf einen Fließtext, wie Sie ihn im Anschreiben verfasst haben. Stattdessen arbeiten Sie mit Stichpunkten, die Sie mit Schlüsselbegriffen und sogenannten Keywords besetzen, also Begriffen, die im Stellenangebot genannt wurden. Vorteil: Der Personaler kann sich blitzschnell einen Überblick verschaffen, dass Sie auf die Stelle passen. Diese Variante bietet sich auch für Menschen an, die kreatives Schreiben nicht unbedingt zu ihren Top-Fähigkeiten zählen. Allerdings sollten Sie trotzdem darauf achten, auf Allerweltsfloskeln und allzu abgedroschene Vokabeln zu verzichten. Außerdem ist eine Aufzählung deutlich unpersönlicher. Wer einen Menschen emotional fangen will, arbeitet vielleicht lieber mit…

  • Fließtext

    Das Motivationsschreiben in Fließtextform ist persönlicher, aber auch unübersichtlicher. Achten Sie darauf, den Text in (möglichst kurze) Absätze zu gliedern, ohne dabei den roten Faden zu verlieren. Hilfreich können Zwischenüberschriften und gefettete Stichmarken sein (so wie in diesem Artikel).

Und noch ein Hinweis: Auch eine Mischform aus Fließtext und Aufzählung ist denkbar. Beispiel: Sie beginnen und schließen mit einem Absatz in Fließtextform und schieben eine Aufzählung dazwischen (auch wie in diesem Artikel).

Motivationsschreiben Muster: Beispiele kostenlos herunterladen

Um Ihnen einen besseren Überblick zu geben, haben wir beide Varianten als Mustervorlage und PDF für Sie hier zum kostenlosen Download zur Verfügung gestellt. Einfach auf die Bilder klicken und das PDF herunterladen.

Motivationsschreiben-Mustervorlage BeispielMotivationsschreiben-Mustervorlage Beispiel

Ansonsten besteht ein Motivationsschreiben vor allem aus diesen Elementen:

Überschrift der Seite 3

Die (Haupt-) Überschrift können Sie einfach als Motivationsschreiben betiteln. Daran ist nichts falsch. Im Gegenteil, der Empfänger weiß sofort, woran er ist und was er oder sie gleich lesen wird.

Sie können die Überschrift aber auch persönlicher gestalten, wenn Sie mögen, und den Personaler durch eine Frage oder Aussage neugierig machen. Zum Beispiel so:

  • Über mich
  • Das ist mir wichtig
  • Was mich auszeichnet
  • Meine Talente und Erfahrungen
  • Warum ich?
  • Das qualifiziert mich für die Stelle
  • Darum bin ich der Richtige
  • Was ich mitbringe

Einleitung

Der erste Eindruck entscheidet. Das gilt auch für das Motivationsschreiben. Wenn Sie richtig in die Einleitung starten, ist viel gewonnen. Wenn Sie dagegen hohle Phrasen dreschen, könnten sich der Personaler schon gelangweilt abwenden.

Sie sollten also nicht mit Floskeln beginnen wie: „Mit großer Freude…“, „Ich interessiere mich sehr für…“ oder „Ich habe Ihre Anzeige gelesen…“

Allerdings sollten Sie auch nicht ZU kreativ sein, sondern zügig zum Punkt kommen, etwa so:

Ich möchte unbedingt Zahnmedizin studieren, weil ich mich schon immer für dieses Fach begeistert habe.

Oder so:

Eigenverantwortliches Arbeiten ist eine meiner größten Stärken. Das habe ich bereits als Werkstudent in der Firma XY und als Trainee in der ABC GmbH bewiesen…

Hauptteil

Im Motivationsschreiben wiederholen Sie bitte nicht einfach nur Punkte aus dem Anschreiben. Sie müssen vielmehr andere, neue Akzente setzen.

Das schließt nicht aus, schon erwähnte Stärken und Erfahrungen noch einmal ausführlicher darzustellen und etwas weiter auszuholen. Oder Sie könnten eine wichtige Episode in Ihrem Leben kurz schildern, die Ihre Persönlichkeit hat reifen lassen.

Diese Fragen sollte die dritte Seite beantworten:

  • Warum wollen Sie den Job oder das Stipendium?
  • Warum sind Sie genau der richtige Kandidat dafür?
  • Was unterscheidet Sie von anderen Bewerbern?
  • Warum begeistern Sie sich für die Stelle oder Herausforderung?
  • Warum sollten Sie gefördert werden?

Schluss

Ganz wichtig zum Schluss: Betteln und flehen Sie nicht! Daher sollten Sie unbedingt auf Formulierungen verzichten wie: „Ich würde mich freuen, wenn Sie mich zum Vorstellungsgespräch einladen.“ Oder: „Hoffentlich höre ich von Ihnen“ bzw. „Ich würde mich freuen, von Ihnen zu hören.“

Das ist eindeutig zu devot und kleinmachend. So klingt niemand, der von sich überzeugt und selbstbewusst ist. Besser ist es, an dieser Stelle auf jeden Konjunktiv zu verzichten und noch einmal den Dialog zu suchen und ein Angebot zu machen. Zum Beispiel so:

Ich freue mich darauf, von Ihnen zu hören.

Gerne erzähle ich Ihnen noch mehr über mich in einem persönlichen Gespräch.

Habe ich Ihr Interesse geweckt? Dann freue ich mich darauf, Sie persönlich kennenzulernen.

Umfang und Aufbau des Motivationsschreibens

Prinzipiell sollte das Motivationsschreiben eine DIN A4-Seite nicht überschreiten, da es sonst zu ausladend und ausschweifend wird. Der Personaler will sich einen besseren Überblick verschaffen, keine ellenlange Texte lesen.

Bitte noch hierauf achten: Das Motivationsschreiben umfasst wie Anschreiben und Lebenslauf auch einen Briefkopf mit Namen, Adresse, Telefonnummer, E-Mail des Absenders sowie – rechtsbündig – das Datum.

Und es ist an den Empfänger persönlich gerichtet. Statt „Sehr geehrte Damen und Herren…“ also lieber „Sehr geehrte Frau Schmitz…“ schreiben (zur Not: Ansprechpartner recherchieren!). Das zeigt im Übrigen, dass es sich um ein individuell zugeschnittenes Anschreiben handelt, das nicht aus der Konserve kommt und massenhaft verschickt wird.

Motivationsschreiben: Was dagegen spricht

Dieses Argument ist nicht von der Hand zu weisen: Wozu ein Motivationsschreiben, wenn es eh nur redundante Informationen enthält? Bläht das Motivationsschreiben die Bewerbung künstlich auf, ist es tatsächlich kontraproduktiv. Es erleichtert dem Personaler nicht die Arbeit, sondern erschwert sie.

Aus diesem Grunde sollten Sie nur dann auf ein Motivationsschreiben setzen, wenn…

  • es der Arbeitgeber ausdrücklich verlangt
  • es einen inhaltlichen Mehrwert bietet beziehungsweise bieten kann

Motivationsschreiben: 5 häufige Fehler

Achten Sie außerdem darauf, die größten Fehler im Motivationsschreiben zu vermeiden. Diese – das wissen wir aus Erfahrung – kommen gar nicht so selten vor. Weniger gut ist also, wenn Ihr Motivationsschreiben…

  • mehr als eine DIN-A4-Seite umfasst und damit zu lang ist.
  • für die Stelle irrelevante Informationen und Fähigkeiten enthält.
  • nicht mehr als eine Wiederholung ohne Mehrwert ist.
  • Thesen aufstellt, statt Belege und Beweise zu liefern („Ich bin teamfähig“).
  • nicht wie ein Plädoyer klingt, sondern wie eine Rechtfertigung.
[Bildnachweis: stockfour photo by Shutterstock.com]

Assessment Center: Vorbereitung, Aufgaben, Beispiele

Ein Assessment Center (AC) ist weniger Ponyhof, mehr Spießrutenlauf. Allein der Gedanke ans AC treibt so manchem Kandidaten die Schweißperlen auf die Stirn. Immerhin handelt es sich um ein Auswahlverfahren, das darauf abzielt, die Bewerber in jeder Minute zu beobachten, zu prüfen, zu durchleuchten. Wer das Assessment Center gut übersteht, darf sich dafür berechtigte Hoffnungen auf den Traumjob machen. Wer aber nicht fehlerlos durch die Veranstaltung kommt, hat womöglich alle Chancen verspielt. Und Fettnäpfchen warten während des Assessment Centers fast überall…

Definition: Was ist ein Assessment Center?

Definition Assessment CenterAssessment ist englisch und bedeutet so viel wie Bewertung, Feststellung oder Einschätzung. Ein Assessment Center ist also ein Verfahren, das Bewerber bewertet und einschätzt. Dabei geht es vor allem um die Frage, ob der- oder diejenige für die eine bestimmte Stelle geeignet ist – fachlich wie persönlich.

Entweder führt das Unternehmen das Assessment Center selbst durch oder es holt sich Hilfe von externen Beratern ins Haus. Die Kandidaten müssen in der Regel einzelne Tests, Übungen, Plan- und Rollenspiele sowie Auswahlgespräche bestehen. Am Ende steht die Beurteilung, die entweder einzeln oder in Gruppen durchgeführt wird. Ein Assessment Center kann aus mehreren Runden bestehen und bis zu drei Tage dauern.

Mittelständische Unternehmen setzen Assessment Center meist ausschließlich zur Personalauswahl ein, Konzerne nutzen sie auch zur Entwicklung der eigenen Belegschaft. Schon in den Zwanzigerjahren des 20. Jahrhunderts wählte das deutsche Militär seinen Nachwuchs mit solchen Tests aus (nur, dass man sie damals noch nicht Assessment Center nannte), danach geriet das Instrument aber schnell in Vergessenheit.

Erst in den Fünfzigern feierte das AC jenseits des großen Teichs in den USA sein Revival. Auch in Deutschland war es ein US-Konzern, der das erste Assessment Center auf die Beine stellte: IBM im Jahr 1969.

Assessment Center Vorbereitung: So meistern Sie das AC

Dieser Leitsatz gilt fast immer: Gut vorbereitet, ist halb gewonnen. Wer nicht völlig ahnungslos ins Assessment Center geht, erhöht seine Erfolgsaussichten um ein Vielfaches.

Andererseits gilt auch: Eine gute Vorbereitung ist die halbe Miete – aber nicht die ganze. Ein bisschen Lockerheit, ein bisschen Unverkrampfheit wären ebenfalls nicht verkehrt (wenngleich sich das natürlich schwer trainieren lässt). Immerhin werden Sie in jedem Fall während der Übungen auch improvisieren müssen.

So bereiten Sie sich auf das Assessment Center vor:

  1. Antizipation

    Sobald Sie das Einladungsschreiben vor sich auf dem Monitor erblicken, können Sie im Grunde mit der Vorbereitung beginnen. Denn nun haben sie die Basis-Informationen, die Sie brauchen. Inhalte, Zeiten, Ablauf. Wer mögliche Aufgaben antizipiert, kann sich entsprechend vorbereiten und Vorteile verschaffen.


  2. Informationen

    Was wissen Sie über die Firmenhistorie? Welche Produkte stellt das Unternehmen her? In welchen Feldern ist es aktiv? Kennen Sie mehr als nur den einen Standort? Sammeln Sie umfassende Informationen über Ihren potenziellen Arbeitgeber. Die wichtigsten Daten – zum Beispiel Mitarbeiterzahl oder Gründungsjahr – dürfen Sie sogar auswendig lernen.


  3. Jobprofil

    Um welches Jobprofil geht es eigentliche genau? Welche Fähigkeiten und Kompetenzen sind für die Stelle wichtig – und welche weniger? Setzen Sie sich mit der ausgeschriebenen Position genauer auseinander. Das hilft Ihnen nicht nur später im Job, sondern auch schon im Assessment Center.


  4. Anreise

    Auch beim AC ein No-go: zu spät erscheinen. Denn wahrscheinlich geht das Assessment Center ja nicht direkt vor Ihrer Haustür, sondern in einer fremden Stadt über die Bühne. Planen Sie daher rechtzeitig Ihre Anreise. Bahntickets kaufen, Unterkunft buchen, auch die Anfahrt vor Ort planen. Und berechnen Sie genügend Pufferzeiten ein, um unnötigen Reisestress zu vermeiden.


  5. Tagesgeschehen

    Halten Sie sich über Politik und Wirtschaft auf dem Laufenden. Und behalten Sie die Branche, in der Sie unterwegs sind bzw. für die Sie sich bewerben, ganz genau im Auge. Im Assessment Center kann es passieren, dass aktuelle Geschehnisse in Fallbeispiele oder Analyseaufgaben eingewoben werden. Und auch beim Mittagessen mit dem Personaler wollen sie ja nicht durch Unwissenheit glänzen…


Assessment Center Übungen: Diese Aufgaben warten auf Sie

Im Assessment Center möchte sich das Unternehmen ein Bild von Ihren Soft Skills machen. Wie arbeiten und denken Sie? Wie kreativ sind Sie? Wie selbstbewusst und durchsetzungsfähig sind Sie? Nur durch Gespräche und Beobachtungen lassen sich diese Fähigkeiten und Qualifikationen kaum feststellen.

All diese Eigenschaften werden daher mithilfe spezieller Aufgaben und Übungen abgefragt. Mal geht es darum im Team zusammenzuarbeiten. Mal müssen Sie sich als Einzelperson profilieren. Wir stellen Ihnen die Klassiker der Assessment-Center-Übungen vor und geben Ihnen wertvolle Tipps:

Assessement-Center Aufgaben Übungen Test Beispiele Grafik

Beispiele & Test: Diese Übungen können auf Sie warten…

  • Selbstpräsentation

    In der Regel müssen Sie einen kurzen Vortrag zu einem bestimmten Thema halten. Das ist häufig die Anfangsaufgabe. Bei dieser Gelegenheit dürfen Sie während der sogenannten Selbstpräsentation auch ein wenig über sich selbst erzählen. Versuchen Sie kompetent, aber auch sympathisch zu wirken – Sympathiefaktor niemals unterschätzen! Wenn Sie hier einen guten Einstieg finden, gibt Ihnen das Schwung für den Rest des Assessment Centers.

    • Beispielaufgabe

      Bitte erläutern sie in maximal zehn Minuten, wie Sie die Universität in Ihrer Persönlichkeitsentwicklung geprägt hat. Sie haben fünf Minuten Zeit, um sich vorzubereiten.

    • Lösung

      Notieren Sie sich die wichtigsten Aspekte stichpunktartig auf einem Zettel – und sortieren Sie sie so, dass Ihr Vortrag eine Struktur bekommt. Übrigens müssen Sie gar keine Jubelarien auf sich selbst verfassen (ist vielen Bewerbern unangenehm). Beschreiben Sie viel, werten Sie wenig. Und: Vermeiden Sie überflüssige Branchenfloskeln und Hohlphrasen.

    • Tipp

      Gehen Sie nicht zu sehr ins Detail und gehen Sie auch nicht chronologisch vor. Die wichtigsten Punkte kommen an den Anfang Ihres Vortrags – und nehmen auch den größten Raum ein. Sie können zuhause schon mal derartige Vorträge üben, indem Sie die Zeit stoppen. Fünf, zehn oder 15 Minuten – so kriegen Sie ein Gefühl für die Zeit.

  • Postkorb

    Der Klassiker im Assessment Center ist der Postkorb. Dabei wird eine Arbeitssituation simuliert, die Ihre Entscheidungsfähigkeit und Stressresistenz testen soll. Wie gut können Sie unter Zeitdruck arbeiten? Die Postkorbübung zeigt es dem Personaler.

    • Beispielaufgabe

      Eine typische Postkorbaufgabe sieht so aus: Sie kommen von einem wichtigen Termin ins Büro, haben aber schon den nächsten vor sich. Ihnen bleibt eine halbe Stunde, um die Nachrichten und Aufgaben, die während Ihrer Abwesenheit aufgelaufen sind, zu bearbeiten. Wie gehen Sie vor?

    • Lösung

      Zunächst einmal: Keine Panik, Ruhe bewahren! Niemand erwartet von Ihnen, einen Berg an Nachrichten abzutragen – selbst wenn 100 Mails theoretisch auf Bearbeitung warten wollten. Meist ist die Postkorbübung so konzipiert, dass Sie gar nicht alles in der vorgegebenen Zeit schaffen können. Viel wichtiger ist, dass Sie die Aufgaben sichten und priorisieren. So könnten Sie vorgehen:

      1. Überblick verschaffen
      2. Aufgaben herausfiltern, die dringlich sind (z.B. die mit einer Deadline)
      3. Aufgaben identifizieren, die schnell erledigt werden können
      4. Aufgaben identifzieren, die geschoben werden können
      5. Aufgaben auswählen, die wichtig sind und deren Bearbeitung Vorrang hat
    • Tipp

      Einer Aufgabe den Vorzug vor einer anderen geben – dafür gibt es sicher gute Gründe. Sie müssen die Gründe dann allerdings auch darlegen können. Von Ihnen wird erwartet, dass Sie Ihre Entscheidungen erklären und rechtfertigen können. Stellen Sie sich darauf ein, dass die Interviewer versuchen werden, Sie unter Druck zu setzen.

  • Rollenspiel

    Auch beim Rollenspiel handelt es sich um eine simulierte Arbeitssituation. Mit dem Unterschied, dass Sie im Rollenspiel nicht alleine agieren. Es kann sich um ein nachgestelltes Kundengespräch handeln, bei dem Sie einen aufgebrachten Kunden beruhigen müssen – oder um ein Motivationsgespräch mit einem Mitarbeiter. Beim Rollenspiel müssen Sie Ihre Social Skills (auch Soft Skills genannt), Einfühlungsvermögen, Konfliktfähigkeit, Kompromissbereitschaft und Überzeugungskraft unter Beweis stellen.

    • Beispielaufgabe

      Sie sind Abteilungsleiter. Ein Mitarbeiter von Ihnen ist notorisch unpünktlich. Ihre Aufgabe: Stellen Sie den Mitarbeiter zur Rede. Wie gehen Sie vor?

    • Lösung

      Nicht zu streng, aber auch nicht zu generös sein – dieser Test ist eine Gratwanderung. Sorgen Sie zunächst für eine angenehme Gesprächsatmosphäre und legen Sie dem Mitarbeiter dann sachlich Ihr Anliegen dar. Fragen Sie nach dem Grund für seine Unpünktlichkeit. Höflich, aber bestimmt. Danach erarbeiten Sie gemeinsam eine Lösung, aber sagen dem Mitarbeiter auch klar und deutlich, was Sie von ihm erwarten.

      Grundsätzlich wichtig bei dieser Aufgabe:

      • Gesprächspartner aussprechen lassen und zuhören
      • Problem erörtern
      • Lösungsvorschläge anbieten
      • Empathie UND Führungsstärke demonstrieren
    • Tipp

      Bleiben Sie immer ruhig und sachlich. Keine emotionalen Ausbrüche!

  • Fallstudie

    Der Gruppe wird eine Projektaufgabe aus dem Unternehmenskontext vorgesetzt. Diese soll sie gemeinsam bearbeiten und am Ende eine Lösung präsentieren. Zunächst wird festgelegt, wer welche Rolle im Team einnimmt. Die Übung soll zeigen, ob Sie strategisch und analytisch denken können.

    • Beispielaufgabe

      In sechs Wochen soll das neue Produkt auf den Markt kommen. Nur die passende Einführungsstrategie fehlt noch. Entwickeln Sie sie. Ihnen stehen dafür 15 Minuten zur Verfügung.

    • Lösung

      Die Fallstudie wird mit großer Wahrscheinlichkeit aus dem Branchenkontext des Unternehmens stammen. Möglicherweise handelt es sich sogar um eine Situation, die so bereits aufgetreten ist. Darum ist es wichtig, hier ein Grundwissen über das Unternehmen, Branche, Produkte und/oder Dienstleistungen mitzubringen. Je besser Sie im Bilde darüber sind, desto aussichtsreicher Ihre Chancen.

    • Tipp

      Hier geht es weniger um die Details, mehr um die Gesamtausrichtung. Für Kleinigkeiten haben Sie nicht ausreichend Zeit. Agieren Sie lieber aus der Vogelperspektive.

  • Gruppendiskussion

    Hier ist der Name Programm: Die Gruppe diskutiert ein vorgegebenes Thema – und das möglichst kontrovers. Man könnte die Übung auch als einen Wettbewerb der Ideen umschreiben.

    Dabei geht es darum, dass Sie und Ihre Ideen im Vergleich zu den anderen möglichst gut abschneiden. Sie müssen das Thema durchdringen, Position beziehen und Ihre argumentativ stark vertreten. Bei der Gruppendiskussion schaut das Unternehmen genau auf Ihre Rhetorik, Überzeugungskraft und Kooperationsbereitschaft.

    • Beispielaufgabe

      Sollen Ihre Vertriebsmitarbeiter ihre schicken Benziner gegen Elektroautos eintauschen? Sie haben 20 Minuten, um in der Diskussion Stellung zu beziehen und Ihren Argumenten Gehör zu verschaffen.

    • Lösung

      Auch hier sollten Sie generell höflich und sachlich bleiben. Eine Spur Leidenschaft schadet Ihnen aber auch nicht, wenn Sie die anderen mit Ihren Argumenten überzeugen wollen. Nehmen Sie aber dennoch die Meinung der anderen Kandidaten sehr ernst, hören Sie zu und fallen niemandem ins Wort. Am Ende könnten Sie in der Gruppe durch einen Kompromiss zu einem Ergebnis kommen.

    • Tipp

      Treten Sie selbstbewusst auf und verstecken Sie sich nicht. Körpersprache beachten!

Assessment Center Beispiele: Die Aufgaben im Detail

Zwar kann jedes Unternehmen das Assessment Center individuell gestalten und an die eigenen Bedürfnisse anpassen, doch orientieren sich die Abläufe dabei an einem immer wiederkehrenden Muster: So sehen Assessment Center in der Regel aus…

Selbstpräsentation

Die Selbstpräsentation steht fast immer am Anfang des Assessment Centers. Der Kandidat stellt sich kurz und prägnant vor. Auch sollten Sie Bezug auf die konkrete Stelle nehmen.

Ihre Stärken und Erfolge sollten Sie ebenfalls herausstellen – zum Beispiel als Höhepunkt am Ende Ihres Vortrags. Vor allem Führungskräfte sollten ein paar Details zu Ihren bisherigen Highlights vorbringen können. Trotzdem wird der Interviewer Sie auch nach Ihren Schwächen fragen. Bereiten Sie sich darauf vor.

Ihre Schwächen können Sie mit dem Hinweis verknüpfen, dass Sie aktiv daran arbeiten, diese zu überwinden. Was tun Sie, um besser zu werden? Das bringt Ihnen weitere Pluspunkte.

Schon zu Beginn sehr wichtig: Umgangsformen und Körpersprache. Suchen Sie den Blickkontakt? Legen Sie nervöse Ticks an den Tag? Wirken sie selbstbewusst?

Typisch sind solche Fragen:

  • Was machen Sie den lieben langen Tag über?
  • Wie machen Sie das und warum?
  • Welches waren Ihre größten Erfolge?
  • Wo sind Sie gescheitert und warum?

Bemühen Sie sich, so lebensnah wie möglich zu antworten. Also nicht abstrakt, sondern lieber in Beispielen und Anekdoten. Meist handelt es sich um offene Fragen, die sich nicht durch ein schlicht Ja oder Nein beantworten lassen.

Es geht auch nicht darum, dass Sie richtig oder falsch antworten, sondern dass Sie Dialogfähigkeit, Initiative und eine aktive Gesprächsführung beweisen. Das können Sie für sich nutzen.

Natürlich dürfen Sie auch Rückfragen stellen – oder eigene Akzente setzen. Zum Beispiel so: „Das ist eine gute Frage, aber zunächst möchte ich noch mal betonen, dass…“

Übungen

Jetzt beginnt die Zeit der Übungen. Einen Standard-Ablauf dafür gibt es nicht. Es kann sich um eine Postkorbübung handeln, aber auch um Konzentrations- oder Intelligenztests.

Auf Übungen sollten sich insbesondere Berufsanfänger einstellen. Bei Fach- und Führungskräften werden die Fähigkeiten, die in solchen Übungen abgefragt werden, vorausgesetzt. Führungskräfte bekommen es eher mit umfangreichen Einzelinterviews zu tun, die Führungsverhalten und soziale Kompetenzen zum Vorschein bringen – oder auch nicht.

Rollenspiele

Als Nächstes kommt die Phase der Rollenspiele, Fallstudien und Gruppendiskussionen.

Diese sind in Assessment Centern für Berufsanfänger Usus, in Manager-ACs hingegen eher ungewöhnlich. Nicht selten knüpfen die Themen an das aktuelle Wirtschaftsgeschehen an. Neben Fachwissen werden aber vor allem Teamgeist und Lösungskompetenz erwartet.

Für Kandidaten wichtig: Versuchen Sie nicht, Ihre eigene Meinung auf Biegen und Brechen durchzusetzen, sondern führen Sie ein konstruktives, gleichberechtigtes Gespräch, bei dem Sie auch die Standpunkte der Gegenseite wertschätzen. Keine gute Taktik ist es ebenfalls, sich mit verschränkten Armen in die Defensive zurückzuziehen.

Grundsätzlich empfehlenswert: Merken Sie sich die Namen Ihrer Mitbewerber und sprechen Sie sie damit an. So finden Sie nicht nur schneller Verbündete, sondern beweisen auch Aufmerksamkeit – und dass Sie mit Menschen umgehen können.

Feedback

Das Feedback-Gespräch bildet den – hoffentlich krönenden – Abschluss des Assessment Centers. Erst werden Sie nach Ihrer Selbsteinschätzung gefragt. Wie hat es Ihnen gefallen? Welchen Eindruck hatten Sie von sich selbst? Danach folgt die Einschätzung der Jury.

Nicht vergessen: Sie haben während des Feedback-Gesprächs durchaus noch die Möglichkeit, Punkte zu sammeln und vorherige Fehler auszubügeln. Ein gelungenes Feedback-Gespräch rundet Ihre Gesamtperformance ab.

Dabei sollten Sie Ihr Licht zwar nicht unter den Scheffel stellen, aber auch keine Loblieder auf sich selbst singen. Eine gesunde Mischung aus Understatement und Selbstbewusstsein ist hier angebracht.

Assessment Center Fehler: Diese bitte nicht machen!

In Adiletten oder eine Stunde zu spät kommen – das sind offensichtliche Fehler, die jeden aus dem Rennen kegeln würden. Macht aber vermutlich auch keiner. Gefährlicher sind daher die weniger offensichtlichen Fehler im Assessment Center. Tatsächlich kann man unterwegs in zahlreiche Fallen tappen, aus denen man nur schwer – oder gar nicht – wieder herauskommt.

Diese Fehler sollten Sie nicht machen, um einen Assessment Center Fail zu vermeiden:

  • Sie haben falsche Erwartungen

    Kein Assessment Center ist wie das andere. Gut möglich, dass Sie von neuen Techniken und Übungen überrascht werden. Kalkulieren Sie das von vornherein mit ein. Einen Standard-Ablauf gibt es nur auf dem Papier. Sollte Sie das AC voll aus dem Konzept bringen, merken das auch die Organisatoren. Darum: Lassen Sie sich ein Stück weit überraschen.


  • Sie sind nicht spontan

    Verwechseln Sie eine gute Vorbereitung nicht mit dem Gesamtsieg. Der ist auch von einer Portion Improvisation abhängig. Gehen Sie mit einer Grundstrategie ins Assessment Center, lernen Sie die wichtigsten Fakten. Aber vertrauen Sie auch Ihren Instinkten. Wer gar nicht spontan ist, zeigt leider, dass er sich nur schwer auf neue Begebenheiten einstellen kann.


  • Sie wollen Schwächen überdecken

    Ihre ganz persönlichen Schwächen nehmen sie auch mit ins Assessment Center. Doch Ihr Motto sollte sein: Stärken nach vorne! Konzentrieren Sie sich darauf, Ihre Stärken zu zeigen und nicht Ihre Schwächen zu kaschieren. Das ist ein himmelweiter Unterschied.


  • Sie ziehen Ihre Linie nicht durch

    Wer sein Fähnlein in den Wind hängt, wird weggefegt. Immerhin müssen Sie im Assessment Center in Einzelgesprächen überzeugen und in der Gruppe diskutieren. Dabei sollten Sie Ihre Meinung nicht alle zwei Minuten ändern. Wenn Sie sich zu oft und offensichtlich selbst widersprechen, könnte das Zweifel an Ihrer Persönlichkeitsentwicklung aufwerfen.


  • Sie sind zu stark auf Ihre Konkurrenten fixiert

    Es hilft alles nichts: Ein Assessment Center ist ein Wettkampf – Mann gegen Mann, Frau gegen Frau (und Mann gegen Frau). Sie wollen und müssen besser sein als die anderen, um den Job zu bekommen. Diesen Fakt sollten Sie aber versuchen weitgehend auszublenden. Konzentrieren Sie sich auf Ihre eigene Leistung und auf Ihr Wissen. Alles andere kommt von alleine. Und versuchen Sie ja nicht, anderen vorsätzlich zu schaden. Im Gegenteil…


  • Sie sind zu egozentrisch

    Teamfähigkeit wird von Arbeitgebern gerne als Kardinalstugend genannt. Was liegt also näher, als sie im Assessment Center unter Beweis zu stellen? Zunächst fokussieren Sie sich natürlich auf Ihre eigene Leistung, aber seien Sie ruhig hilfsbereit. Tauschen Sie sich aus, zeigen Sie, dass Ihnen das Schicksal Ihrer Mitstreiter am Herzen liegt.


  • Sie verbeißen sich zu sehr in die Aufgaben

    Ein Assessment Center ist keine Uni-Prüfung. Ihr Auftreten und Verhalten, Ihre Gestik und Mimik sind mindestens genauso wichtig wie Ihre fachlichen Einlassungen. Verlieren Sie das nicht aus dem Blick. Es kann passieren, dass Sie die richtige Lösung für eine Aufgabe aus dem Hut zaubern, aber durch Ihr Vorgehen trotzdem Ihre Chancen auf die Stelle reduziert haben.


  • Sie lästern über andere

    Absolutes No-Go: Über andere Kandidaten lästern. Sie sind schließlich nicht im Dschungelcamp, sondern in einem Assessment Center, in dem Sie Professionalität beweisen sollen. Lästereien fallen negativ auf Sie zurück. Bitte auch dann verkneifen, wenn im Gegenzug ein anderer über Sie lästern sollte!

Assessment Center: Ein einziger Test

Konzentration – von Anfang bis Ende! Das ist der vielleicht wichtigste Ratschlag. Denn das Assessment Center ist ein einziger Test, der schon bei der Begrüßung beginnt.

Sie entscheidet über den ersten Eindruck, für den es bekanntlich keine zweite Chance gibt.

Weitere Tipps zum Assessment-Center finden Sie übrigens auch in diesem Gratis-PDF.

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