Anschreiben: Aufbau, Inhalt, Tipps

Am Anschreiben beißen sich viele Bewerber die Zähne aus. Nicht jedem liegt es, schriftlich darzulegen, warum man der beste Bewerber für die ausgeschriebene Stelle ist. Doch wer das kann, hat gute Chancen, das Interesse des Personalers zu wecken – und in die nächste Runde zu kommen. Wie sieht ein gutes Anschreiben aus? Worauf muss ein Bewerber achten? Wir zeigen es Ihnen…

Anschreiben: Die Formalitäten

Sicher, es ist der Inhalt Ihres Anschreibens, der darüber bestimmt, ob Sie das Interesse des Personalers wecken oder nicht. Welche Aussagen Sie einbauen, wie Sie sich ausdrücken, welche Schwerpunkte Sie setzen. Aber: Wenn Ihnen ein schlimmer Formfehler unterläuft, könnte das all Ihre Bemühungen auf einen Schlag zunichte machen.

Achten Sie darum auf die Formalien, auf inoffizielle Vorschriften und Normen. Sie sind das Fundament, auf das Sie dann Ihren (hoffentlich) überzeugenden Inhalt setzen.

Und versetzen Sie sich einmal in die Perspektive des HR-Verantwortlichen. Er muss ständig neue Bewerbungen sichten, vergleichen, bearbeiten. Je einfacher und übersichtlicher, desto besser für ihn. Wenn Sie ihm als Bewerber diese Arbeit ein Stück weit erleichtern, wird das jedenfalls nicht zu Ihrem Schaden sein.

Diese Grundregeln sollten Sie beachten:

  • Länge

    Als Berufsanfänger schreiben Sie bitte nicht mehr als eine Seite. Ein zweiseitiges Anschreiben liegt bei älteren Arbeitnehmern im Rahmen des Erwünschten. Am besten aber, Sie halten sich so kurz und präzise wie möglich. Kein Personaler hat Lust, sich Romane durchzulesen.

  • Schrift

    Auch hier auf Lesbarkeit achten. Verzichten Sie daher auf ausgefallene Schnörkelschriften und greifen auf bewährte Schriftarten Helvetica, Verdana, Times oder Georgia zurück.

  • Schriftgröße

    Sie können sich die 11-13-15-Regel merken. In 11-Punkt der Fließtext, in 13-Punkt Datum, Adresse und Zwischenüberschriften, gerne auch gefettet. In 15-Punkt ausschließlich Ihren Namen im Kopf jeder Seite. Ihr Name soll schließlich herausstechen und im Gedächtnis des Empfängers klebenbleiben. Erklärung für die krummen Größen: 12-Punkt ist bei Word die Standardeinstellung. Die meisten Konkurrenten dürften daher 12-14-16-Schriftgrößen verwenden. Mit krummen Größen heben Sie sich von ihnen ab.

  • Papier

    DIN A4 ist Standard. Aber besser, Sie verwenden kein einfaches Kopierpapier, sondern hochwertiges. Bitte darauf achten, keine Flecken, Knicke oder Eselsohren zu hinterlassen. Und: Der Druck sollte scharf und nicht verwischt sein – am besten mit Laserdruck.

  • Form

    Auf allen Seiten sollten Einzüge, Linien und Abstände einheitlich sein. Sonst wirkt Ihre ganze Bewerbung unprofessoniell. Als Zeilenabstand ist ein eineinhalbzeiliger zu empfehlen – er wirkt angenehm luftig.

  • Hauptsätze

    Versuchen Sie nicht, den Personaler durch ausgeklügelten Satzbau zu beeindrucken. Hauptsätze sind leicht zu lesen und zu erfassen – Zeitvorteil für den Empfänger! Auf Schachtel- und Relativsätze, die über mehrere Zeilen gehen, sollten Sie nach Möglichkeit verzichten. Außerdem von Substantiven mit den Endungen -ung, -heit und -keit absehen. Besser durch die entsprechenden Verben ersetzen – die lesen sich deutlich flüssiger.

  • Individualität

    Wichtig: Jede Bewerbung sollte einzigartig sein. Personaler wittern eine Massenbewerbung 100 Meter gegen den Wind. Machen Sie sich die Mühe und schreiben jede Bewerbung neu (die Übernahme von einzelnen Textbausteinen ist natürlich völlig ok) — es lohnt sich.

Anschreiben: Der Start

Ihr Anschreiben beginnt wohlgemerkt nicht mit dem Einstiegssatz. Es beginnt damit, dass Sie die Stellenanzeige aufmerksam lesen und verstehen. Bevor Sie sich ans Laptop setzen, sollten Sie sich diese Fragen stellen:

  • Um welche Art von Unternehmen handelt es sich – auch in Bezug auf die Kultur?
  • Welche Aufgaben kommen auf den Bewerber konkret im Unternehmen zu?
  • Welche Fähigkeiten muss der Bewerber unbedingt mitbringen?
  • Und welche könnten darüber hinaus von Nutzen sein?
  • Was ist dem Unternehmen besonders wichtig?

Die Antworten sollten Sie vorab aus der Stellenanzeige herausfiltern. Beispielhaft haben wir uns eine fiktive Stellenanzeige eines Unternehmens überlegt…

Stellenanzeige der kaffeemaschinenherstellers.de

Wir sind Teil eines internationalen Konzerns mit mehr als 15.000 Mitarbeitern und Marktführer im Vertrieb von Kaffeemaschinen über den deutschen und internationalen Einzelhandel. Für den Bereich Auftragsabwicklung suchen wir aufgrund unseres starken Wachstums schnellstmöglich eine/n

Teamleiter/in Auftragsabwicklung

Zu Ihren Aufgaben zählen:
Auftragserfassung/Fakturierung der eingehenden Aufträge
Bearbeitung des Schriftverkehrs
Entgegennahme von Bestellungen und Kundenanfrage, u.a. telefonisch
Koordininierung des Warenflsses
Teamführung

Ihr Profil sollte umfassen:
Sie arbeiten selbstständig und verantwortungsbewusst
Sie können mit MS Office umgehen
Fremdsprachenkenntnisse von Vorteil

Was wir Ihnen bieten:
Eine interessante Tätigkeit
Einen sicheren Arbeitsplatz
Leistungsbezogene Vergütung
Sehr gutes Betriebsklima

Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen mit Angaben zu Ihrer Gehaltsvorstellung und dem frühestmöglichen Eintrittstermin senden Sie bitte an folgende Adresse:
Kaffeemaschinenhersteller.de, Herrn Maxim Muster, Milchstraße 5, 12345 Kapseln, muster@kaffeemaschinenhersteller.de

Anschreiben: Der Aufbau

Das Anschreiben besteht normalerweise aus neun Elementen. Sie sind in dieser Reihenfolge aufgebaut:

  • Absender und Datum (oben rechts)
  • Betreffzeile
  • (Persönliche) Anrede
  • Einleitung (Motivation)
  • Hauptteil (Persönlichkeit und Kompetenzen)
  • Unternehmensbezug (Mehrwert für das Unternehmen)
  • Schlussteil (Vorstellungen und Termine)
  • Grußformel und Unterschrift
  • Anlageverzeichnis

Wenn Sie den Namen des Ansprechpartners falsch oder Unsinn in die Betreffzeile schreiben, kann Sie das durchaus aus dem Rennen katapultieren. Von entscheidender Bedeutung sind unter normalen Umständen aber die Hauptelemente: Einleitung, Hauptteil, Unternehmensbezug, Schlussteil.

Das sollten Sie beachten:

  1. Einleitung

    Zunächst gilt es, das Interesse des Lesers zu wecken. Der Einstieg ist daher enorm wichtig. Beginnen Sie mit einem Knallbonbon. Das kann Ihr bestes Argument oder ein origineller Einstieg sein. Optimalerweise lassen Sie schon zu Beginn Wissen über das Unternehmen und die Aufgabe einfließen. Zum Beispiel frische Zahlen, ein neues Produkt oder tagesaktuelle News über die Firma. So merkt der Leser unmittelbar: Hier habe ich es mit jemandem zu tun, der seine Hausaufgaben gemacht hat. Dabei aber nicht zu dick auftragen, das könnte nach hinten losgehen. Kurz und subtil, mehr als drei bis vier Zeilen stehen Ihnen dafür ohnehin nicht zur Verfügung.

  2. Hauptteil

    Ihre Persönlichkeit möchte an dieser Stelle ins rechte Licht gerückt werden. Ohne Eigenmarketing geht es nicht. Vor allem Ihre Soft Skills sind gefragt. Über welche verfügen Sie? Welche Stärken und Erfahrungen bringen Sie mit? Achtung: Rattern Sie nicht alle Punkte herunter, sondern setzen Sie Akzente. Nur die besten und wichtigsten Eigenschaften und Fähigkeiten auswählen und präsentieren. Welche davon machen Sie zum perfekten Kandidaten für diese Stelle? Das muss rauskommen.

  3. Unternehmensbezug

    Es ist im Prinzip wie beim Online-Dating: Ist es ein Match oder ist es keins? Sie sind der Buhler, der sein Gegenüber davon überzeugen will, der perfekte Partner zu sein. Was dabei zählt, sind Ihre Persönlichkeit, Ihre Qualifikationen und Ihr Werdegang. Inwiefern passen Sie zum und ins Unternehmen? Was zeichnet sie aus? Was prädestiniert Sie für die ausgeschriebene Position? Versuchen Sie, direkte Verbindungen herzustellen. Gesammeltes Wissen, das Sie im Job gebrauchen; Netzwerke, die Sie aktivieren; IT-Skills, die Sie einsetzen können. Wenn der Personaler den roten Faden spinnen kann, der von der Schule übers Studium direkt in dieses Unternehmen führt, dann steigen Ihre Chancen auf die Stelle.

  4. Schlussteil

    Ein höflicher Ausstieg – nicht unwichtig! Bedanken Sie sich für die Aufmerksamkeit, beziffern – sofern verlangt – Ihre Gehaltsvorstellungen und nennen das frühestmögliche Eintrittsdatum. Außerdem gut: Der Satz, dass Sie sich sehr auf ein persönliches Kennenlerngespräch freuen.

Und noch ein Tipp: Falls es Lücken in Ihrem Lebenslauf gibt, dann haben Sie im Anschreiben die Möglichkeit dazu, diese anzusprechen. Am besten mit einer kurzen (!) Erklärung. Das ist aber kein Muss.

Überlegen Sie sich andernfalls aber sehr genau, wie Sie eine mögliche Unterbrechung, Kündigung oder häufige Jobwechsel im Bewerbungsgespräch erklären. Der Personaler wird Sie bestimmt dazu fragen.

Anschreiben: Die wichtigsten Tipps

Jetzt möchten wir noch stärker in Detail gehen. Vorweg: Machen Sie aus dem Anschreiben keinen Lebenslauf in Fließtext-Form. Im Anschreiben sollten Sie alles weglassen, was für die Stelle nicht relevant ist – der Lebenslauf enthält naturgemäß auch Angaben, die für die Stelle weniger wichtig sind.

Je präziser und kompakter Ihr Anschreiben, desto leichter machen Sie es dem Empfänger. Darum nochmal: Maximal eine Seite.

  • Einleitungssatz

    Eine Möglichkeit: Sie stellen im Einleitungssatz Ihre Qualifikationen voran. Zum Beispiel so: Als Teamleiter XY bei Firma ABC habe ich fünf Jahre Erfahrung in der Führung der kaufmännischen Abteilung gesammelt. Sie können natürlich auch einen anderen Weg gehen – oder viel emotionaler einsteigen. Aber inhaltlich ist dieser Einstiegssatz schon sehr gut zu gebrauchen. Was Sie nicht gebrauchen können: eine Floskel zu Beginn a la Mit Interesse habe ich Ihre Stellenanzeige gelesen.

  • Qualifikation

    Danach fahren Sie mit den geforderten Kenntnissen und Fähigkeiten fort. Tipp: Machen Sie eine Aufzählung daraus. Niemand hat behauptet, ein Anschreiben bestehe ausschließlich aus Fließtext. Eine Auflistung hat mehrere Vorteile: Erstens spart sie Platz. Und zweitens können Sie so geschickt einige Keywords platzieren. Wörter also, auf die der Personaler anspringt, weil sie so schon in der Anzeige standen. Ganz nach vorne kommen die Muss-Qualifikationen, dann die Kann-Qualifikationen. Eine Auflistung könnte so aussehen:

    • Bürokauffrau mit 15 Jahren Berufserfahrung
    • Acht Jahre Erfahrung als Führungskraft mit Personalverantwortung
    • Verantwortlich für 25 Mitarbeiter

    Aber: Schaut man sich unsere fiktive Stellenanzeige an, dann gibt es sehr wenige Überschneidungspunkte zwischen dem, was dort gefordert wird und dem, was der Bewerber anbietet. Eine Ausbildung zur Bürokauffrau ist laut Stellenanzeige kein Auswahlkriterium. Auch IT-Dienstleistungen werden nicht explizit genannt. Und die vielen Jahre Berufserfahrung könnten womöglich zu der Annahme verleiten, die Bewerberin sei für die Stelle überqualifiziert.

    Passen Sie das Anschreiben daher an und formulieren zum Beispiel so:

    Langjährige Erfahrung in der Auftragsabwicklung
    Mitarbeiterführung
    Verantwortlich für…
    Aufträge erfassen
    Fakturieren
    Schrift- und Telefonverkehr bearbeiten
    Kundenanfragen beantworten
    Fließendes Englisch in Wort und Schrift
    Sehr gute Kenntnisse in MS Office

    Diese Formulierungen würden die Bewerberin wohlgemerkt nicht „besser“ machen. Aber sie machen sie kompatibler. Ihre Selbstbeschreibung passt besser zu dem, was das das Unternehmen einfordert und erwartet.

Anschreiben: Die Soft Skills

Ihr Lebenslauf besticht durch Fakten, Ihr Anschreiben durch die weichen Faktoren. Die Soft Skills sollten ein wesentlicher Bestandteil Ihres Anschreibens sein.

Nun verlangt unsere ausgedachte Stellenanzeige vom Bewerber selbstständiges und verantwortungsbewusstes Arbeiten. Wie weist man das nach?

Zum Beispiel dadurch, dass man schon im bisherigen Werdegang versiert und routiniert mit Kunden umgegangen ist. Man könnte es so formulieren:

Ich habe mich in meinen bisherigen Tätigkeiten stets für nachaltige Kundenbeziehungen eingesetzt. Für meinen aktuellen Arbeitgeber habe ich etwa das Bestandkundenmanagement optimiert und die Kundenzufriedenheit so um 20 Prozent steigern können.

Tipp: Machen Sie – wenn möglich – von Zahlen Gebrauch. Quantifizieren Sie Ihre Leistungen, bringen Sie Beispiele, untermaueren Sie Ihre Argumente mit harten Ziffern. Das wirkt oft mehr als substanzloses Wortgeklingel.

Gehaltsvorstellung und Eintrittstermin

Die Frage nach der Gehaltsvorstellung ist knifflig. Ist sie zu hoch, winkt das Unternehmen dankend ab. Ist sie zu niedrig, verkauft man sich unter Wert – und signalisiert dem Arbeitgeber auch mangelnde Qualität oder fehlendes Selbstvertrauen.

Und soll man eigentlich eine konkrete Zahl nennen oder eine Spanne? Die Antwort auf letzte Frage zuerst: Lieber eine konkrete Zahl. Nehmen Sie zum Beispiel Ihr aktuelles Gehalt und schlagen Sie zehn Prozent drauf. Ausreizen, aber nicht überreizen.

Hier spielen selbstverständlich viele Variablen eine Rolle. Wo sitzt der Arbeitgeber? Wie groß ist er? In welcher Branche und welchem Beruf bewegen Sie sich? Bei einem Großunternehmen in München können Sie mehr Gehalt verlangen als bei einem Kleinbetrieb in Mecklenburg-Vorpommern.

Was Sie hingegen nicht tun sollten: Eine Gehaltsspanne angeben, die zu weit gefasst ist. Mit Gehaltsvorstellungen von 45.000 bis 65.000 Euro kann niemand etwas anfangen. Das wirkt unüberlegt.

Zum Eintrittstermin: Den machen Sie zuvorderst von Ihrem aktuellen Arbeitsvertrag und den Kündigungsfristen abhängig. Wenn Sie sich aus der Arbeitslosigkeit heraus bewerben, dann sollten Sie „sofort“ anfangen können. Eine schnelle Verfügbarkeit ist ein Pluspunkt. Kein Arbeitgeber will Ewigkeiten – und das sind drei Monate und mehr – auf einen Neuen warten.

Handlungsaufforderung/Schlussteil

Am Ende sollte beim Personaler vor allem haften bleiben, dass Sie freundlich, motiviert und selbstbewusst sind. So sollte auch Ihr Schlussteil klingen.

Immerhin haben Sie soeben dargelegt, warum Sie die optimale Besetzung für die Stelle sind. Wichtig: Nicht die Rolle des Bittstellers einnehmen, weder am Anfang noch am Ende des Anschreibens.

Diesen Fehler sollten Sie daher vermeiden: Verfallen Sie nicht in den Konjunktiv! Nach dem Motto…

  • Ich würde mich freuen, von Ihnen zu hören.
  • Von meinen Fähigkeiten würde ich Sie gerne im Vorstellungsgespräch überzeugen.
  • Für eine Einladung zum Bewerbungsgespräch wäre ich Ihnen sehr dankbar.

Der Konjunktiv schwächt den Inhalt ab und lässt Sie wie ein Bettler klingen. Das sind Sie aber nicht. Wenn der Arbeitgeber SIE nicht einlädt, dann ist er selbst schuld! Der Konjunktiv lässt den Eindruck entstehen, dass eine Vertragsvereinbarung in unendlich weiter Ferne ist und Ihre Chancen auf den Job höchstens minimal sind. Er macht sie schwach. Darum: Kein Konjunktiv!

Besser als der Konjunktiv ist die gepflegte Attacke. In der Werbung weiß man längst um die Wirkung des sogenannten Call-to-Action. Zu deutsch: Handlungsaufforderung. Viele Studien haben die Wirksamkeit dieser Methode nachgewiesen. Wenn man einen Leser oder User auffordert, etwas zu tun, dann tut er es tatsächlich mit höherer Wahrscheinlichkeit – zum Beispiel klicken, kommentieren, kaufen.

Diesen Trick können Sie sich auch im Anschreiben zunutze machen. Zum Beispiel so:

  • Habe ich Ihr Interesse geweckt? Dann freue ich mich auf ein persönliches Gespräch.
  • In einem persönlichen Gespräche überzeuge ich Sie gerne, dass ich der richtige Mitarbeiter für die Stelle bin.
  • Wenn Sie einen verantwortungsbewussten und kompetenten Teamleiter suchen, freue ich mich auf eine Einladung zu Vorstellungsgespräch.
  • Auf Ihre Rückmeldung freue ich mich.
  • Für Fragen stehe ich Ihnen gerne jederzeit zur Verfügung.

Anschreiben Tipps: Die Motivation

Warum bewerben Sie sich gerade in DIESEM Unternehmen auf DIESE Stelle? Das ist die große Frage, die durch das Anschreiben beantwortet werden muss. Wer den Eindruck erweckt, er wolle halt nur irgendeinen Job, wird DIESEN Job nicht bekommen.

Darum: Werden Sie ruhig mal persönlich, sofern sich eine Möglichkeit dazu bietet. Beispiel: Schon als Kind hatten Ihre Produkte für mich eine große Bedeutung. Tatsächlich hatte ein Bewerber seiner Bewerbung bei Adidas einmal ein Foto mitgeliefert, dass er als kleines Kind gezeichnet hatte und das ihn beim Fußballspielen zeigte – auf den Schuhen drei Streifen. Der Bewerber kam weiter, bestätigte eine HR-Managerin von Adidas gegenüber Zeit Campus.

Ein anderes Beispiel: Von meiner Haustür bis zur Eingangstür der Kaffeemaschinen GmbH sind es nur zehn Minuten zu Fuß. Wenn die anderen Mitarbeiter noch im Stau stehen, könnte ich schon mal den Rechner hochfahren…

So liefern Sie ganz konkrete Vorteile mit, mit denen das Unternehmen rechnen kann – wenn es Sie einstellt. Und handfeste Argumente gefallen jedem Unternehmen.

Also: Ein möglichst konkreter Extra-Vorteil, den Ihr Arbeitgeber von Ihnen hat – wenn Sie den finden und ins Anschreiben einbauen, sammeln Sie dicke Pluspunkte.

Anschreiben Tipps: Postskriptum

Jetzt kommt noch ein ganz spezieller Tipp: Bauen Sie in Ihr Anschreiben ein PS am Ende ein. PS steht für Postskriptum und ermöglichte Briefeschreibern früher, einen wichtigen Punkt hinzuzufügen, ohne den Brief komplett neu schreiben zu müssen. In Zeiten moderner Kommunikationsmittel aber braucht niemand mehr ein PS, nicht wahr? Von wegen!

Gerade in E-Mails erzeugt ein PS hohe Aufmerksamkeit. Sie haben das bestimmt auch schon festgestellt. Ein PS liest man immer. Meist verbirgt sich etwas Wichtiges dahinter – oder etwas Interessantes. Nutzen Sie das auch im Anschreiben, etwa so:

PS: Ich werde am 15. Januar kurz bei Ihnen anrufen, um mich über den Stand des Bewerbungsprozesses zu informieren – und zu fragen, ob meine Bewerbung überhaupt angekommen ist. Falls Sie im Gegenzug noch weitere Fragen haben, können Sie mich gerne unter folgender Nummer anrufen: 0123-456789.

Anschreiben: Erfolgsformel

Sie sehen: Ein Anschreiben ist harte Arbeit. Aber sie lohnt sich. Wenn Sie sich beim Anschreiben – und beim Lebenslauf – ausreichend Mühe geben, steigern Sie dadurch Ihre Erfolgschancen. Hier nochmal die Erfolgsformel für ein gutes Anschreiben:

  • Problem: Welches müssen Sie lösen, um dem Arbeitgeber zu helfen? Identifizieren Sie es.
  • Erhöhung: Ein Trick ist es, das Problem zu erhöhen. Das macht Ihre Kompetenzen und die Stelle gleich viel wertvoller.
  • Lösung: Sie haben das Know-how, die Ausbildung und das Wissen, um das Problem in den Griff zu bekommen. Ihre Einstellung – das wäre die Lösung für das Unternehmen.
  • Überzeugung: Die Lösung müssen Sie auch überzeugend kommunizieren. Es muss klar werden, dass alles stimmt. Ohne Konjunktiv das Anschreiben beenden!

Anschreiben: 3 Tipps für Absolventen

  1. Spezialisierung

    Uni-Absolventen sind (noch) keine Spezialisten. Sie sind – mit wenigen Ausnahmen – Generalisten. Unternehmen aber suchen Leute, die bestimmte Kompetenzen und Fertigkeiten haben – Spezialisten eben. Fokussieren Sie Ihr Anschreiben und die gesamte Bewerbung auf die Skills, die das Unternehmen wirklich sucht.

  2. Erfahrung

    Jeder Mensch hat Erfahrung – auch, wenn er direkt von der Uni oder aus der Schule kommt. Praktika oder Auslandsaufenthalte absolviert? Erwähnen Sie diese und stellen Sie heraus, was Sie dabei gelernt haben. Ehrenamtliche Tätigkeit als Sporttrainer? Dito. Auch Sprachkurse oder der Nebenjob an der Tankstellenkasse können Sie sehr wohl weitergebracht haben. Destillieren Sie die wichtigsten Erfahrungswerte heraus, die Sie dabei gewonnen haben.

  3. Selbstbewusstsein

    Wer keine langjährige Berufserfahrung hat, könnte in die Studenten-Falle tappen. Nach dem Motto: Ich bin doch nur ein Student, also bin ich Bittsteller. Das ist falsch. Sie haben während des Studiums wertvolle Kompetenzen erworben und eine ganze Menge anzubieten. Personaler wollen selbstbewusste Mitarbeiter – und darum auch selbstbewusste Bewerber.

Anschreiben Alternative: Die Dankesrede

Ein Geheimtpp für ganz besonders Mutige: Formulieren Sie Ihre Bewerbung als Dankesrede! Also tun Sie so, als ob Sie den Job schon in der Tasche hätten.

Kein Witz: Malen Sie sich in Gedanken aus, warum Sie sich beworben haben und warum Sie eingestellt wurden. Dann könnte der Einstieg in Ihre Dankresrede etwa so lauten:

Als ich die Stellenanzeige gesehen habe, war mir sehr schnell klar: Diese Stelle gehört mir! Die Geschichte, die wirtschaftliche Stärke, die Zukunftsgewandtheit, die spannenden Produkte – diesem Unternehmen wollte ich helfen, noch besser zu werden. Auch die Aufgaben waren nahezu deckungsgleich mit dem, was mir liegt und was ich jahrelang in meiner Position als xx bei xx gemacht habe…

Das nur als Formulierungsbeispiel. Sie können es auch dezenter angehen – oder noch eine Spur selbstbewusster. Wichtig in jedem Fall: Stellen Sie die gesuchten Stärken auch hier nach vorne und versuchen Sie, diese anhand konkreter Beispiele zu belegen.

Aber Vorsicht: Diese Form des Anschreibens kommt ganz sicher nicht bei jedem Personaler gut an. Manchem könnte sie sogar Zornesfalten auf die Stirn treiben.

Andererseits: Sie fällt definitiv auf, hebt sich von anderen ab und macht neugierig auf den Verfasser. Sie würden doch auch die Person kennenlernen wollen, die hinter einem solchen Anschreiben steckt, oder?

[Bildnachweis: Iurii Stepanov by Shutterstock.com]

Bewerbungsmappe: Aufbau, Inhalt, Tipps

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Nein, sie ist noch nicht ausgestorben: Eine Bewerbungsmappe aus Papier kann Ihnen auch heute noch den Weg zum Traumjob ebnen – aber nur, wenn Sie sich ein bisschen Mühe geben. Das fängt bei der Wahl des richtigen Materials an, geht über Aufbau und Inhalt und endet mit dem Versand. Wenn Sie alles richtig gemacht haben, belohnt Sie der Wunscharbeitgeber mit einer Einladung zum Vorstellungsgespräch

Bewerbungsmappe: Welche wähle ich?

Die Digitalisierung macht natürlich auch vor dem Bewerbungsprozedere nicht Halt. Wo früher Papier-Bewerbungen üblich waren, werden heute E-Mail-Bewerbungen und Online-Formulare verschickt.

Aber täuschen Sie sich bitte nicht: Es gibt noch immer sehr viele mittelständische Unternehmen – oder auch Behörden – die eine gedruckte Bewerbungsmappe bevorzugen. Denn für kleinere Firmen lohnt sich die Anschaffung einer teuren Rekrutierungssoftware oftmals nicht. In diesem Fall heißt es also noch immer: Ran ans Papier.

Am besten, Sie erkundigen sich vorher beim jeweiligen Unternehmen, welche Form der Bewerbung es bevorzugt.

Für Bewerbungsmappen gilt aber das Gleiche wie für andere Formate: Sind sie unvollständig, schießt sich der Bewerber selbst aus dem Job. Zumal auf eine ausgeschriebene Position oft Tausende Bewerber kommen. Darum: Seien Sie sorgfältig und sparen Sie nicht an der falschen Stelle.

Welche Mappe Sie wählen, hängt letztlich vom Adressaten und der Position ab. Diese Faktoren spielen eine Rolle:

Bewerbungsmappe Auswahl: Das bitte beachten

  • Position

    Wenn sie sich auf eine Lehrstelle bewerben, reicht ein einfacher Klemmhefter völlig aus. Für Berufe, die eine akademische Bildung voraussetzen, ist dagegen eine hochwertige Mappe zu empfehlen. Insbesondere Führungskräfte sollten auf hochwertiges Material achten. So transportieren Sie Qualität schon mit der Auswahl der Mappe.

  • Bewerbungsstrategie

    Wenn Sie Ihre Bewerbung möglichst breit streuen wollen, dann könnten lauter Edel-Mappen Ihr Budget sprengen – und Sie zur Billigmappe greifen. Das ist aber nicht zu empfehlen. Erstens dürften Sie heutzutage auch viele Online-Bewerbungen schicken, was mehr finanziellen Spielraum für die Papier-Mappen lässt. Zweitens sollte eine Bewerbung immer individuell sein. Wenn Sie also ohnehin nur ein oder zwei Bewerbungsmappen verschicken, dann nehmen Sie lieber gute.

  • Persönlichkeit

    Lassen Sie ruhig Ihren persönlichen Geschmack mit einfließen. Welche Form und Farbe gefällt Ihnen besser? Der eine mag Pappe, der andere Plastik. Ihre Wahl unterstreicht ein wenig auch Ihre Persönlichkeit. Und die ist es ja, die den Personaler brennend interessiert.

  • Erwartungen

    Sie dürfen den Personaler bei Gelegenheit ruhig fragen, welche Mappe er favorisiert. Manche schwören auf Klemmhefter, weil sich die Blätter leicht entnehmen lassen. Andere bevorzugen etwas Abgeheftetes in Form einer Akte. Passen Sie also Ihre Wahl – sofern bekannt – auf die Wünsche, Vorlieben und Erwartungen des Unternehmens an.

Bewerbungsmappe: So ist sie aufgebaut

In dieser Reihenfolge platzieren Sie die Inhalte in der Bewerbungsmappe:

  1. Anschreiben

    Im Bewerbungsschreiben legen Sie Ihre Motivation für den Job dar – und das Anschreiben selbst legen Sie obenauf. Sie können es – zum Beispiel bei einfachen Kartonmappen – mit einer Büroklammer befestigen. Bei Klarsichthüllen legen Sie es auf optischen Gründen besser lose obenauf und hinein.


  2. Deckblatt

    Sofern es einen Mehrwert bietet, kann das Deckblatt eine Bewerbung abrunden. Alternativ können Sie auch eine sogenannte Dritte Seite einfügen. Dabei handelt es sich um ein Kurzprofil, das die wesentlichen Informationen zusammenfasst. Kein Muss, aber ein Nice to have.


  3. Lebenslauf

    Der Lebenslauf kann Ihr Türöffner zum neuen Job sein – oder Ihnen die Tür vor der Nase zuknallen. Formell gesehen müssen Sie kein Bewerbungsfoto auf Ihrem Lebenslauf anbringen, sollten es aber tun. Es verleiht Ihrer Bewerbung ein Gesicht – und wird von den meisten Unternehmen gerne gesehen.


  4. Anlagen

    Zeugnisse von Ihren früheren Ausbildungs- und Arbeitsstationen gehören in die Bewerbungsmappe, ebenso Zertifikate von möglichen Weiterbildungen. Diese sollten Sie in der gleichen Reihenfolge anheften, in der Sie sie im Anlagenverzeichnis aufgeführt haben. Wenn Sie Ihre Bewerbung im amerikanischen Stil aufbauen, beginnen Sie mit der jüngsten Station.


Das sollte selbstverständlich sein: Eine Sammlung loser Blätter katapultiert Sie unweigerlich ins Aus. All Ihre Unterlagen gehören sorgfältig geordnet in eine DIN-A4 große Bewerbungsmappe. Und geben Sie sich auch nicht so viel Mühe, ein außergewöhnliches Design zu erstellen. Das imponiert keinem Personaler, sondern nervt in der Regel nur.

Doppelseitig bedrucken sollten Sie Ihre Unterlagen aber nicht. Das wirkt erstens geizig und scheint zweitens immer etwas durch. Unschön! Außerdem können so Informationen verloren gehen, wenn der Personaler die Unterlagen per Einzelblatteinzug kopiert – und das machen nicht wenige.

In der einfachen Variante haben sich Bewerbungsmappen bewährt, die ein transparentes Deckblatt haben. So sind Anschreiben, Name und Kontaktdaten sofort sichtbar. Dahinter heften, klemmen oder lochen Sie die restlichen Unterlagen in der richtigen Reihenfolge ein.

Faustregel: Der Personaler soll es so leicht, komfortabel und übersichtlich wie möglich haben. Genau darum ist es auch ratsam, auf kreative Ergüsse zu verzichten.

Und darum sollten sie die Bewerbungsmappe auch niemals falten, sondern in einen passenden C4-Umschlag stecken – am besten einen mit verstärktem Papprücken – und verschicken.

Bewerbungsmappe: Welche ist die richtige?

Grundsätzlich gilt: Je höher die Stelle dotiert ist, je attraktiver der Job, desto hochwertiger sollte auch die Bewerbungsmappe sein. Und noch dieser Hinweis: Für die meisten Menschen ist es angenemer, Karton anzufassen als Kunststoff.

Letztlich aber entscheiden Sie. Hier sind die drei gängigsten Bewerbungsmappen-Formen:

Bewerbungsmappe: Klemmordner aus Karton oder Kunststoff

Vorteile:

  • Sie können Unterlagen leicht herausnehmen. Er ist generell einfach zu handhaben.
  • Aus diesem Grund mögen ihn viele Personalentscheider.
  • Der Empfänger gewinnt schnell einen ersten Eindruck vom Bewerber (sofern der Kunststoff-Deckel des Klemmordners durchsichtig ist).
  • Der Ordner ist sehr günstig im Preis.

Nachteile:

  • Er wirkt vergleichsweise billig und versprüht den Charme einer Massenbewerbung.
  • Wenn die Klemmen qualitativ schlecht sind, behindern sie das Umblättern.
  • Sind die Klammern zu breit, kann man die Buchstaben links nicht mehr lesen.
  • Dann muss man die Unterlagen herausnehmen, um die Bewerbung richtig lesen zu können.


Bewerbungsmappe: Dreiteilige Mappe aus Karton

Vorteile:

  • Sie stellt einen guten Überblick her, weil man Lebenslauf und Zeugnisse nebeneinander lesen und vergleichen kann.
  • Sie wirkt vergleichsweise hochwertig.
  • Sie bietet Platz für ein zusätzliches Deckblatt.

Nachteile:

  • Sie ist relativ unhandlich, da man sie zweimal aufklappen muss.
  • Sie kann – je nach Position – übertrieben oder gar überkandidelt wirken.
  • Sie ist recht teuer.


Bewerbungsmappe: Zweiteilige Mappe mit Sichtfenster

Vorteile:

  • Durch das Sichtfenster gewinnt sie einen hohen Wiedererkennungswert.
  • Der Emfpänger gewinnt durch das Sichtfenster schnell einen ersten Eindruck.
  • Sie ist kompakter als die dreiteilige Mappe, ermöglicht aber ebenfalls, Zeugnisse und Lebenslauf nebeneinander zu legen.

Nachteile:

  • Sie gilt ebenfalls als unhandlich.
  • Für konservative Branche ist sie übertrieben, fast schon affektiert.
  • Sie ist vergleichsweise teuer.


Sonderform: Quadratische Bewerbungsmappe aus Karton

Vorteile:

  • Sie hat eine ungewöhnliche Form und sorgt für einen Aha-Effekt – und hohe Wiedererkennung.
  • Sie macht aufgrund ihrer Form neugierig und bringt die Leser – oftmals – dazu, alles intensiver zu lesen.
  • Für kreative Berufe und Branchen ist sie prädestiniert.

Nachteile:

  • Sie macht zusätzliche Arbeit, da man Anschreiben und Lebenslauf entsprechend zuschneiden muss.
  • Auch die Zeugnisse müssen aus diesem Grund skaliert und kopiert werden.
  • Muster und Vorlagen sind nur bedingt zu gebrauchen, auch für das Bewerbungsfoto muss ein neuer Platz gefunden werden.

Bewerbungsmappe: Welche Farbe wählen?

Eine Bewerbungsmappe erhalten Sie im Handel in allen Formen und Farben. Zu den Standard-Farben zählen gedeckte wie etwa Schwarz, Dunkelgrau, Hellgrau, Dunkelblau und Weinrot. Im Grunde ist es ganz einfach: Die Farbe auswählen, die einem am besten gefällt.

Aber es gibt einen kleinen Geheimtipp: Wählen Sie eine Farbe, die sich im Corporate Design des Wunscharbeitgebers wiederfindet. Wenn also etwa das Logo des Unternehmens blau ist, dann nehmen Sie auch eine blaue Mappe.

Die unterschwellige Message, die hier suggeriert wird: Ich gehöre schon dazu – oder will es unbedingt. Damit die Bewerbung wie aus einem Guss wirkt, könnte auch das restliche Design auf die Farbe abgestimmt werden: Schriftfarben, der Hintergrund des Bewerbungsfotos usw.

Bewerbungsmappe: Das gehört nicht hinein!

Die größte Sünde in diesem Zusammenhang ist wohl, die Bewerbungsmappe schlampig zusammenzukleistern. Damit geben Sie dem Arbeitgeber zu verstehen: Ich gebe mir schon jetzt keine Mühe und werde das im Beruf sicher auch nicht tun.

Pathetisch formuliert: Die Bewerbungsmappe ist Ausdruck Ihrer Persönlichkeit. Sie offenbart Ihren Charakter, akzentuiert Ihre stärken – und Schwächen. Geben Sie sich daher Mühe und achten darauf, folgende Fehler unbedingt zu vermeiden:

  • Achten sie peinlich genau darauf, dass Ihnen keine Rechtschreib- und Grammatikfehler unterlaufen.
  • Bitte keine Flecken, Eselsohren oder verwischte Tinte zurücklassen.
  • Die Angaben sollten allesamt aktuell sein – auch das Bewerbungsfoto.
  • Versenden Sie Zeugnisse stets nur als Kopie und nicht im Original. Gehen Sie verloren, haben Sie sonst ein Problem.
  • Name und Adresse des Empfängers bitte korrekt schreiben – und kontrollieren, ob sie überhaupt (noch) stimmen.
  • Checken Sie noch einmal, ob die Mappe alle Unterlagen enthält, die Sie aufgelistet haben.
  • Am besten entscheiden Sie sich für eine klare und gut lesbare Schrift wie Georgia oder Helvetica.

Die Auflistung ist keineswegs banal. Immer wieder zeigen Umfragen – oder auch Anfragen bei Personalern – wie schlampig viele Bewerber arbeiten. Das können sie sich zunutze machen – indem Sie die Bewerbungsmappe blitzsauber zusammenstellen und sich so von einem (gar nicht so kleinen) Teil des Konkurrenz abheben.

Zum Beispiel enthalten erstaunlich viele Bewerbungen Rechtschreib- und Tippfehler. Oft ein Ausschlusskriterium! Und mag ein Tippfehler bei manchen Entscheidern noch als Flüchtigkeitsfehler durchgehen, ist beim zweiten und dritten in den meisten Fällen Schluss.

Der schlimmste Fauxpas ist übrigens, die Namen der Ansprechpartner im Unternehmen falsch zu schreiben. 69 Prozent der befragten Personalchefs sind laut Karrierebibel-Umfrage gar nicht amused.

Das sind die schlimmsten Sünden in der Bewerbungsmappe:

  • Adresse, Ansprechpartner, Unternehmen falsch schreiben: 69 Prozent
  • Unangemessene Sprache/Jargon verwenden: 64 Prozent
  • Rechtschreibfehler machen: 53 Prozent
  • Bewerbungsunterlagen wiederverwenden: 44 Prozent
  • Unpassendes Foto verwenden: 38 Prozent
  • Romane schreiben statt auf den Punkt zu kommen: 33 Prozent
  • Anhänge vergessen: 30 Prozent
  • Lücken im Lebenslauf lassen: 28 Prozent
  • Uneinheitliches Schriftbild verwenden: 22 Prozent
  • Unterschrift und Datum vergessen: 21 Prozent
  • Unterlagen von Hand schreiben: 18 Prozent

Bewerbungsmappe: Darf ich lügen?

Lügen gehören zu einer Bewerbung wie der Händedruck zum Vorstellungsgespräch. Das
könnte man jedenfalls annehmen. Einer Umfrage der Personalberatung Robert Half unter
1.200 Personalmanagern zufolge lügt fast ein Drittel der Bewerber, wenn es darum geht, wie viel Verantwortung sie in früheren Jobs innehatten. Weitere Erkenntnisse:

  • 22 Prozent übertreiben ihre Management-Kompetenzen.
  • 16 Prozent bewerten die eigenen Sprachkenntnisse höher als sie in Wahrheit sind.
  • 10 Prozent setzen das frühere Gehalt vorsätzlich nach oben.
  • 5 Prozent sagen in Bezug auf ihre Softwarekenntnisse nicht die Wahrheit.
  • 4 Prozent schummeln bei ihrem Bildungsgrad.

Das ist nicht nur unklug, sondern gefährlich. Personaler werden es sich nicht nehmen lassen, Angaben zu überprüfen – durch einen Anruf beim früheren Arbeitgeber oder eine Suchanfrage bei Google zum Beispiel. Sprachkenntnisse werden im Bewerbungsgespräch auf die Probe gestellt, Software-Know-how spätestens im neuen Job. Und wer dreist Arbeitszeugnisse fälscht oder akademische Titel kauft, muss mit der fristlosen Kündigung rechnen.

Aber: Ein bisschen Make-up auftragen – das macht jeder. Und das ist auch gut, so lange man nicht lügt. Auch muss man in Einzelfällen tatsächlich nicht die Wahrheit sagen, zum Beispiel bei…

  • chronischen Krankheiten (sofern diese keinen Einfluss auf den Beruf haben)
  • (geplante) Schwangerschaften
  • eine überwundene Sucht

Bewerbungsmappe: Passiv zum Traumjob

Eine Bewerbungsmappe verschickt man aktiv. Aber sie ist natürlich nicht die einzige Möglichkeit, um auf die eigenen Kompetenzen hinzuweisen. Wer aktiv Jobs sucht, sollte das auch passiv tun. Klingt paradox, ist es aber nicht.

Für die passive Bewerbung kommen unter anderem diese Optionen infrage:

  • Social Media

    Business-Plattformen wie Xing und Linkedin sind das Online-Äquivalent zur traditionellen Bewerbungsmappe. Ein Profil bündelt Informationen und stellt besondere Kompetenzen heraus. Sie sollten sie auch dann aktualisieren, wenn Sie sich per Bewerbungsmappe bewerben – um dem Personaler einen direkten Abgleich zu ermöglichen und keine Widersprüche im Lebenslauf zuzulassen. Auch bei Instagram, Twitter und vor allem Facebook tummeln sich viele Unternehmen.


  • Bewerbungshomepage

    Eine Bewerberhomepage gibt Ihrem Profil einen festen Platz im Internet. Und sie können auch eine Bewerbungsmappe mit dem Hinweis auf Ihre Bewerbungshomepage versehen – und so Online-Kompetenz beweisen. Optimalerweise verquicken Sie die Seite mit Ihren Social Media-Profilen, um eine bessere Sichtbarkeit herzustellen.


  • Lebenslauf-Datenbanken

    Mit unserem Lebenslauf-Editor hier auf Karrieresprung können Sie Ihre Bewerbung ganz bequem online erstellen. Auch tabellarischen Lebenslauf und den Rest der Unterlagen können Sie unproblematisch eintragen. Personalentscheider finden Ihr Profil und gehen bei Bedarf direkt auf Sie zu – ganz ohne Bewerbungsmappe.

Bewerbungsmappe: Checkliste

Eine gute und komplette Bewerbungsmappe besteht aus diesen Unterlagen:

  • Anschreiben (maximal zwei Seiten)
  • Deckblatt (optional)
  • Lebenslauf (maximal drei Seiten)
  • Bewerbungsfoto (im Lebenslauf)
  • Ausbildungszeugnisse (Kopien)
  • Arbeitszeugnisse (Kopien)
  • Fortbildungsnachweise (nur relevante)
  • Führerschein (falls verlangt, in Kopie)
  • Führungszeugnis (falls verlangt, in Kopie)

Was die Ausbildungsnachweise betrifft: Wenn Sie über mehr als fünf Jahre Berufserfahrung verfügen, müssen Sie der Bewerbungsmappe keine Schulzeugnisse mehr beilegen. Hochschulzeugnis oder Ausbildungszeugnis reichen aus. Viel Erfolg!

[Bildnachweis: ESB Professional by Shutterstock.com]!!

Deckblatt Bewerbung: So muss es aussehen

Gute Frage: Deckblatt Bewerbung – ja oder nein? Ob Sie Ihre Bewerbungsunterlagen mit einem Deckblatt schmücken, bleibt ganz alleine Ihnen überlassen. Ein ungeschriebenes Gesetz dazu gibt es nicht. Manche HR-Entscheider mögen Deckblätter, da sie Übersicht schaffen und der Bewerbung eine persönliche Note verleihen. Andere verabscheuen sie, weil überflüssig, zeitraubend, nichtssagend. Wir stellen alle Argumente pro und contra Deckblatt gegenüber – und sagen Ihnen, worauf Sie achten müssen, wenn Sie sich für eines entscheiden…

Deckblatt Bewerbung: Was ist das?

Vorweg: Das Deckblatt in der Bewerbung ist kein Muss, sondern eine Zugabe. Man kennt es bisweilen auch als Titelbild, Bewerbungsdeckel oder Deckseite.

Aber schon bei der Bezeichnung beginnen die Missverständnisse. Ein Deckblatt ist nämlich kein Deckblatt im wörtlichen Sinne. Es liegt nicht oben auf der Bewerbungsmappe, sondern dem Lebenslauf obenauf.

Natürlich bleibt die Anordnung im Prinzip jedem selbst überlassen. Sie können das Deckblatt auch allen Bewerbungsunterlagen voranstellen. Aber das könnte ein Fehler sein. Denn die Kür Ihrer Bewerbung ist und bleibt – Deckblatt hin oder her – das Bewerbungsschreiben.

Im Anschreiben stellt der Bewerber heraus, warum er den Job haben will und was ihn auszeichnet. Das Anschreiben ist allemal wichtiger als ein optisch ansprechendes Deckblatt.

Ein Deckblatt dagegen bleibt immer Beiwerk. Es hat eine gestaltende Funktion, eine dekorative. Und es schafft einen ersten Überblick, dient der besseren Wiedererkennung. Das Deckblatt kann eine Bewerbung abrunden.

Wenn Sie sich für ein Deckblatt entscheiden, dann sollten Sie sich bei der Gestaltung, bei Design, Farben und Inhalt aber auch Mühe geben. Wer in gestalterischen Fragen dagegen kein Könner ist, sollte es vielleicht lieber ganz weglassen.

Deckblatt Bewerbung: Dafür entscheiden oder dagegen?

Ob Sie sich für oder gegen ein Deckblatt entscheiden, ist ganz allein Ihre Sache. Folgende Vor- und Nachteile sollten Sie abwägen:

Deckblatt Bewerbung: Vorteile

  • Struktur

    Ein Deckblatt kann einer Bewerbung Struktur verleihen. Ist es gut aufgebaut und gestaltet, wirkt Ihre Bewerbung gleich ein Stückchen durchdachter und überlegter.

  • Einzigartigkeit

    Individuell sollte jede Bewerbung sein – das haben Sie vermutlich schon einmal gehört. Und es stimmt ja auch. Ein Deckblatt kann Ihrer Bewerbung ein i-Tüpfelchen sein, eine spezielle Note geben. Sie können damit Interesse wecken und sich von der Konkurrenz abheben. Das ist speziell dann eine Option, wenn Sie mutmaßlich viele Konkurrenten oder nur schlechte Chancen auf den Job haben.

  • Platz

    In Ihrem Lebenslauf können Sie sich nun voll und ganz Ihren beruflichen Stationen und Erfolgen widmen. Ein Deckblatt kann Platz und Freiräume schaffen.

  • Übersicht

    Für den Personaler ist Übersichtlichkeit ein entscheidendes Kriterium. Wer ist der Bewerber, wie sieht er aus, für welche Stelle bewirbt er sich? Das Deckblatt eignet sich dafür perfekt.

Deckblatt Bewerbung: Nachteile

  • Dopplungen

    Ein Deckblatt kann Sie zu Redundanzen verleiten. Das bedeutet für den Empfänger zusätzlichen Zeitaufwand – und Zeit verliert in einem stressigen Job niemand gerne. Auch könnte es eitel wirken, das eigene Foto gleich zweimal in den Bewerbungsunterlagen zu platzieren – auf dem Deckblatt und im Lebenslauf. Und die doppelte Nennung von Name oder Adresse ist ebenfalls überflüssig.

  • Ballast

    Wenn Sie eine gut strukturierte, übersichtliche Bewerbung zusammengestellt haben, brauchen Sie im Prinzip kein Deckblatt mehr. Überflüssiger Ballast! Haben Sie hingegen Zweifel, könnte es für mehr Klarheit beim Empfänger sorgen.

  • Optik

    Auch wenn Sie sicherlich ganz bezaubernd aussehen: Die prominente Platzierung des Bewerbungsfotos kann den Leser abschrecken. Vielleicht gefällt ihm Ihre Nasenspitze nicht, Ihre Frisur oder die Kleidung, die Sie tragen. All das kommt auf einem Deckblatt besonders gut zur Geltung. Sie sollten die Wirkung des Bewerbungsfotos – und persönliche Befindlichkeiten im Bewerbungsprozess niemals unterschätzen!

Fazit: Für ein Deckblatt spricht einiges, gegen ein Deckblatt vielleicht noch mehr. Das sah auch die Mehrheit der Personaler so, die das Karriereblog Karrierebibel zu dem Thema befragt hatte. Sie sprach sich gegen ein Deckblatt aus.

75 Prozent lehnten es ab, nur 25 Prozent finden es hilfreich. Andererseits: Die Ja-Sager stellen immerhin ein Viertel. Vor allem, wenn die Bewerbung sehr umfangreich und das Deckblatt gut gemacht ist, findet es auch Beachtung – und kann Bonuspunkte einbringen.

Deckblatt Inhalt: Was kommt drauf?

Das kommt auf die ausgeschriebene Stelle und Ihre Persönlichkeit an. Die wesentlichen Elemente aber sind immer gleich. Nämlich diese:

  • Überschrift

    Ganz oben auf der Seite steht ganz einfach: „Bewerbung“ oder „Bewerbungsunterlagen“. Die Überschrift ist optisch hervorgehoben.

  • Position

    Auf welche Stelle bewerben Sie sich? Die Info ist insbesondere dann nützlich, wenn der Arbeitgeber gerade eine ganze Reihe neuer Stellen schafft und ausschreibt. Auch die Angabe, bei wem Sie sich bewerben, steht hier. Größter Pluspunkt: Damit machen Sie klar, dass Sie keine Massen- sonder eine individuelle Bewerbung angefertigt haben.

  • Bewerbungsfoto

    Ein Deckblatt ohne Bewerbungsfoto ergibt nur bedingt Sinn. Wenn Sie schon zusätzlichen Platz schaffen, sollten Sie ihn auch nutzen. Ein Foto gibt Ihrer Bewerbung ein Gesicht, macht sie persönlicher. Ob Sie das Foto links, rechts oder mittig platzieren, hängt vom Layout ab. Wichtig auch: Sie sollten auf dem Foto immer in die Seite hineinschauen und nicht heraus.

  • Kontakdaten

    Das sind wesentliche Angaben, die den Informationsgehalt erhöhen: Name, Adresse, Telefonnummer, E-Mail-Adresse, evtl. Webseite.

  • Inhaltsangabe

    Eine Inhaltsangabe gehört zwingend auf das Deckblatt. Sie schafft Übersicht und Struktur. Listen Sie also auf, was alles in Ihrer Bewerbung steckt – Anschreiben, Lebenslauf, Zeugnisse, Anlagen. Und achten Sie darauf, das die Reihenfolge der entspricht, in der die Unterlagen hinterher auch zu finden sind.

Noch mal der Hinweis auf den Wiedererkennungswert: Sieht der Personaler Ihr Deckblatt, dann erinnert er sich später vielleicht leichter wieder an Sie. Das kann ein Vorteil sein. Immerhin geht es in einer Bewerbung ja immer auch darum, Aufmerksamkeit zu erregen und Neugier und Interesse des Personalers zu wecken.

Der Personaler kann das Deckblatt also als Eye-Catcher wahrnehmen – und als zusätzlichen Service. Das ist für ihn ein Mehrwert. Merke: Auch Personaler mögen es, wenn ihnen Arbeit abgenommen wird.

Deckblatt Bewerbung: Tipps zum Design

  1. Seriosität

    Stellen Sie sich vor, Sie schreiben eine blitzsaubere Bewerbung und führen alle notwendigen Qualifikationen auf. Und dann vermasseln Sie sich alles mit einem infantilen Deckblatt. Grundsätzlich: Halten Sie das Deckblatt seriös, klar, übersichtlich. Überladen Sie es nicht inhaltlich und verzichten Sie auf allzu gewagte Design-Spielereien. Dazu zählen bunte Farben, ungewöhnliche Schriftarten oder abenteuerliche Muster. Das ist für den Leser im besten Fall anstrengend – und wirkt im schlimmsten Fall peinlich.

  2. Bezugnahme

    Das ist ein echter Mehrwert für jedes Personalbüro. Nennen Sie den konkreten Ansprechpartner im Unternehmen – und/oder die Referenznummer oder Kenziffer der Stellenanzeige. Am besten an einer prominenten, gut sichtbaren Stelle, an der man die Info nicht übersehen kann. Das erleichtert dem Emfpänger die Arbeit.

  3. Kontakdaten

    Auch Ihre eigenen Daten sollten auf dem Deckblatt gut sichtbar sein. Und kontrollieren Sie unbedingt, ob Sie alles korrekt geschrieben haben: Name, Anschrift, E-Mail-Adresse. Ist Ihnen womöglich ein Buchstabendreher (bzw. Zahlendreher) in der Mobilfunknummer unterlaufen? Dann wird Sie der Personaler nicht erreichen, wenn er das versuchen sollte. Also: Alle Angaben sorgfältig checken.

  4. Motto

    Wenn Sie sich fest vorgenommen haben, im Gedächtnis des Entscheiders haften zu bleiben, dann geben Sie Ihrer Bewerbung ein Motto oder Slogan – und schreiben ihn auf das Deckblatt. Wählen Sie aber sorgfältig aus und verfallen Sie nicht in Klamauk. Und bitte auch keine abgedroschene Floskel oder ein inflationäres Zitat verwenden – das könnte böse nach hinten losgehen.

  5. Test

    Wie sieht alles in gedruckter Form aus? Gerade bei einem Deckblatt könnten Sie eine unangenehme Überraschung erleben, wenn Sie es ungeprüft drucken und verschicken. Farben, Strukur, Foto, Größe der Elemente – ist alles so, wie Sie sich das vorgestellt haben? Lieber auf Nummer sicher gehen, einen Testdruck machen und mit Argusaugen draufschauen.

Deckblatt Bewerbung: Warum es wichtig sein kann

Das Für und Wider haben wir Ihnen ja bereits genannt. Manche lieben Deckblätter, die meisten wohl eher nicht. Es gibt aber noch einen ganz grundsätzlichen Aspekt, den Sie bedenken sollten: Optik ist Trumpf!

Die Ruhr-Universität Bochum fand in einer Umfrage unter Personalern heraus, dass die Optik von Anschreiben und Lebenslauf für zwei Drittel ein wichtiges Entscheidungskriterium ist. Und dass nur 16,2 Prozent von ihnen die eingereichten Bewerbungsmappen als ansprechend empfinden.

Das bedeutet: Der äußere Eindruck zählt. Mit einem Deckblatt können Sie die Optik manchmal maßgeblich verbessern. Für Sie eine große Chance!

Beim Anschreiben legen 65,3 Prozent der Befragten Wert auf eine Formatierung nach DIN 5008. 84,1 Prozent halten es für wichtig, dass das Anschreiben nicht länger als eine DIN A4-Seite ist. 65,4 Prozent sind von Rechtschreib- und Grammatikfehlern überhaupt nicht angetan.

Der Lebenslauf wiederum sollte in erster Linie übersichtlich sein. 65,4 Prozent der Personaler präferieren die amerikanische Variante, möchten also die aktuelle Position ganz oben sehen. 72 Prozent finden kurze Stichpunkte zu den wichtigsten Aufgaben und beruflichen Erfolgen wünschenswert.

Und das Deckblatt? Zu den Erfolgsgaranten zählt es nicht. Aber immerhin 31,8 Prozent der Personaler – und damit fast jeder Dritte – sehen darin einen Mehrwert. Voraussetzung: Es ist optisch ansprechend gestaltet. Bewerber können mit einem Deckblatt also durchaus Pluspunkte sammeln.

Deckblatt Bewerbung: Fazit

Das Deckblatt ist erstens ein Werkzeug zum Selbstmarketing. Und zweitens ein Tool, das dem Empfänger die Arbeit leichter machen soll.

Weil es so prägnant ist, beinhaltet es aber auch ein Risiko: Ein schlechtes Deckblatt kann für einen negativen ersten Eindruck sorgen und Ihre Chancen auf den Traumjob erheblich schmälern.

Alles in allem bleibt es Geschmackssache. Wenn Sie sich für ein Deckblatt entscheiden, sollten Sie es vorher probeweise ausdrucken und auch von Freunden oder Verwandten einmal gegenlesen lassen – und nach ihrer Meinung fragen.

Grundsätzlich gilt: Investieren Sie ausreichend Zeit und Geduld in jede einzelne Bewerbung – ob mit Deckblatt oder ohne.

[Bildnachweis: Syda Productions by Shutterstock.com]