Bewerbungsunterlagen: So sind sie vollständig

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Bei den Bewerbungsunterlagen ist Sorgfalt gefragt. Denn unmotiviert zusammengeschusterte Unterlagen geben dem Unternehmen einen ersten Eindruck von dem, was es da möglicherweise erwarten würde: einen verpeilten oder einfach nur faulen Mitarbeiter. Darum: Legen Sie Genauigkeit an den Tag, wenn Sie Ihre Bewerbungsunterlagen erstellen. Das ist gar nicht so schwer. Worauf Sie dabei achten sollten…

Bewerbungsunterlagen: Daraus bestehen sie

Ohne professionelle Bewerbungsunterlagen sind Ihre Jobchancen auf dem Nullpunkt. Sie sollten sich also große Mühe geben, wenn sie Ihre Bewerbungsmappe zusammenstellen.

Und selbst wenn sie den Job dann nicht bekommen sollten, ist es keineswegs vergebliche Liebesmüh‘. Denn die einzelnen Elemente werden Sie auch für andere Bewerbungen noch gut gebrauchen können.

Zunächst muss das Grundgerüst stehen. Der klassische Aufbau Ihrer Bewerbungsunterlagen sieht so aus:

Es hängt ganz von Ihrem persönlichen Werdegang ab, wie umfangreich Ihre Bewerbungsunterlagen letztlich sind – je nachdem, ob sie mit vielen oder wenigen Zeugnissen, Empfehlungsschreiben oder Arbeitsproben aufwarten können.

Das Anschreiben sollte in keinem Fall mehr als zwei Seiten betragen. Auch gibt es von Seiten der Unternehmens bisweilen spezifische Vorgaben – zumal dann, wenn Sie die Bewerbung über ein Online-Formular eingeben müssen.

Vollständige Bewerbungsunterlagen: Was ist damit gemeint?

Grundsätzlich weisen Arbeitgeber in Stellenanzeigen gerne darauf hin, dass sie vollständige Bewerbungsunterlagen von ihren Bewerbern erwarten.

Das sollte Sie keineswegs beunruhigen. Wenn Sie alle Elemente, die vorhin aufgeführt worden sind, berücksichtigen, sind Ihre Unterlagen komplett. Und bei einer Online-Bewerbung, wie Sie heutzutage üblich ist, benötigen Sie nicht einmal eine Mappe. Auch das Deckblatt ist optional. Absolute Must-Haves sind im Prinzip nur Anschreiben, tabellarischen Lebenslauf, Zeugnisse – und in manchen Fällen Arbeitsproben. Aber auch hier der Hinweis: Ein Unternehmen, das Arbeitsproben sehen möchte, weist in der Regel noch einmal extra darauf hin.

Warum also betonen manche Unternehmen, dass sie vollständige Bewerbungsterlagen haben wollen? Ganz einfach: Sie wollen Missverständnissen vorbeugen. Zum Beispiel dem, dass Sie als Bewerber ja auch erstmal eine Kurzbewerbung schreiben könnten. Eine Kurzbewerbung besteht nur aus Anschreiben und Lebenslauf und soll das Interesse der Gegenseite vorab ausloten. Der Hinweis auf vollständige Bewerbungsunterlagen sagt aber klipp und klar: Nein, eine Kurzbewerbung reicht in diesem Fall nicht aus.

Prinzipiell besagt der Hinweis also, dass die Bewerber doch bitte neben Bewerbungsschreiben und Lebenslauf auch Zeugnisse und Nachweise über ihre Qualifikationen beifügen sollen. Für die Unternehmen wäre es äußerst mühsam, den Bewerbern hinterher zu telefonieren und zu -mailen.

Bewerbungsunterlagen: Diese Bestandteile gehören hinein

Wie sehen die einzelnen Elemente in den Bewerbungsunterlagen aus? Karrieresprung zeigt sie ihnen:

  • Anschreiben

    Der Personaler wird zuerst das Anschreiben zu Gesicht bekommen, wenn er sich Ihren Bewerbungsunterlagen widmet. Und dann wird er weiterblättern, um zunächst den Lebenslauf zu überfliegen. Im Lebenslauf stecken die wichtigsten Fakten über Sie drin, er genießt Priorität.

    Das heißt aber nicht, dass das Anschreiben gar nicht so wichtig wäre. Im Gegenteil, es soll Ihre Motivation deutlich zum Ausdruck bringen. Es soll zeigen, wie gut Sie zum Unternehmen passen. Wenn dann auch noch die Arbeitserfahrungen stimmig sind, sind Sie ein heißer Kandidat auf die Stelle.

    Bitte beachten: Das Anschreiben sollte nicht länger als eine Seite sein. Im Einzelfall dürfen es auch zwei Seiten sein, aber in keinem Fall mehr. Wer für sein Anschreiben drei oder noch mehr Seiten benötigt, belegt, dass er nicht gut zusammenfassen und Wichtiges von Unwichtigem unterscheiden kann.

    Der Text des Anschreibens setzt sich klassischerweise aus vier Teilen zusammen:

    • Eine Einleitung, die spannend ist, neugierig macht und Interesse weckt.
    • Ein Hauptteil, der anhand von Beispielen Ihre Qualifikationen für die ausgeschriebene Stelle verdeutlicht.
    • Ein Unternehmensbezug, der dem Arbeitgeber in spe klar macht, warum er gerade von Ihnen als Mitarbeiter profitieren würde.
    • Ein Schlusssatz, mit dem Sie sich bedanken und Ihre Vorfreude auf ein mögliches Kennenlernen betonen.
  • Deckblatt

    Nein, Sie müssen nicht zwingend ein Deckblatt erstellen. Ihre Bewerbungsunterlagen sind auch ohne Deckblatt vollständig. Aber Sie können es in Ihre Bewerbungsunterlagen einbauen. Ein Deckblatt sieht optisch ansprechend aus, gibt eine Übersicht über die wichtigsten Informationen. Das kann es dem Empfänger leichter machen. Pluspunkt!

    Wenn Sie sich für ein Deckblatt entscheiden, dann geben Sie ihm eine klare Überschrift wie Bewerbungsunterlagen oder Bewerbung. Danach folgen Ihr Name plus Kontaktdaten, ein Bewerbungsfoto, die angestrebte Position und eine kurze Inhaltsangabe der weiteren Unterlagen.

  • Lebenslauf

    Der Lebenslauf ist das wichtigste Element in Ihren Bewerbungsunterlagen. Ohne überzeugenden Lebenslauf werden Sie die Stelle nicht – oder nur in absoluten Ausnahmefällen – bekommen. Das zeigt sich schon daran, dass ein Personalverantwortlicher den Lebenslauf in der Regel zuerst liest – und auch als Letztes, bevor er eine Entscheidung über Sie trifft.

    Heutzutage ist der tabellarische Lebenslauf Usus, der eine übersichtliche Darstellung Ihres Werdegangs und Ihrer erworbenen Qualifikationen, Erfahrungen und Fähigkeiten enthält.

    Es ist meist nur ein kurzer Blick auf den Lebenslauf notwendig, um feststellen zu können, ob Sie die notwendigen Kompetenzen für die Stelle besitzen. Erst recht, wenn es viele Konkurrenten gibt. Logischerweise haben Sie mit einem weniger überzeugenden Lebenslauf nur dann Chancen, wenn die Rivalen nicht so zahlreich – oder erst gar nicht vorhanden – sind. Bedeutet in der realen Welt: Großkonzerne werden Sie ohne Top-Lebenslauf erst gar nicht einladen, kleinere Betriebe schon eher. Hier sind Angebot und Nachfrage ausschlaggebend.

    Ihr Lebenslauf sollte daher nicht nur inhaltlich überzeugen, sondern vor allem übersichtlich aufgebaut und gut strukturiert sein. Versuchen Sie, die Kompetenzen herauszustellen, die für das jeweilige Unternehmen und die Stelle wichtig sind. Kompetenzen, die für die Stelle keine Relevanz haben, lassen Sie weg.

    Auch Hobbys und Interessen gehören hinein – aber nur dann, wenn sie einen Bezug zum Unternehmen oder Beruf haben.

  • Dritte Seite

    Für die sogenannte Dritte Seite gilt wie für das Deckblatt: Es handelt sich um ein Nice to have, nicht um ein Must-have. Sie können Ihren Bewerbungsunterlagen eine Dritte Seite spendieren, müssen es aber nicht.

    Prinzipiell sollte Sie nur dann eine Dritte Seite erstellen, wenn Sie auf dieser etwas wirklich Neues zu sagen haben. Eine reine Nacherzählung von Anschreiben oder Lebenslauf können Sie sich sparen.

    Am beliebtesten ist es, entweder ein Motivationsschreiben oder ein Kurzprofil des Bewerbers auf der Dritten Seite unterzubringen. Das Motivationsschreiben soll herausarbeiten, warum Sie sich für genau diese Stelle beworben haben. Das kann sinnvoll sein, wenn dieser Punkt nicht mehr komplett ins Anschreiben gepasst hat.

    In einem Kurzprofil listen Sie übersichtlich und stichpunktartig alle wichtigen Infos zu Ihrer Person auf. Ausbildung, Fähigkeiten, Schwerpunkte, Ziele. Das kann dem Personaler als zusätzliche Entscheidungshilfe dienen – hoffentlich zu Ihren Gunsten.

    Aber wiederum nur dann, wenn sich all die Punkte nicht schon in Ihrem tabellarischen Lebenslauf wiederfinden. Bitte keine Redundanzen, sondern (neue) Highlights!

  • Anlagen

    Ohne Anlagen sind Ihre Bewerbungsunterlagen nicht vollständig. Es sei denn, Sie verfügen aufgrund Ihres Alters oder Werdegangs über keinerlei Abschlüsse oder Arbeitserfahrungen (Schulabbrecher zum Beispiel). Wer keine Zeugnisse oder Arbeitsproben hat, kann sie auch nicht den Bewerbungsunterlagen beifügen.

    Für alle anderen gilt: Wählen Sie die Anlagen aus, die relevant für die jeweilige Stelle sind. Dazu gehören zunächst einmal die Zeugnisse von Schule, Hochschule oder Ausbildungsbetrieb. Dazu kommen Arbeitszeugnisse früherer Arbeitgeber, Praktikumszeugnisse und -nachweise, Bescheinigungen von Fort- und Weiterbildungen sowie Nachweise über Sprachkennntisse.

    Wichtig sind vor allem die Arbeitszeugnisse. Sie zeigen, wie zufrieden Ihre früheren Arbeitgeber mit Ihnen waren. Ein wichtigeres Kriterium kann es für ein Unternehmen kaum geben. Wenn Sie ein Arbeitszeugnis mit einer sehr schlechten Bewertung in der Schublade haben, können Sie es auch dezent unter den Tisch fallen lassen.

    Andererseits werden fehlende Zeugnisse immer negativ ausgelegt, weil Ihnen dann genau das nachgesagt wird: Dass Sie etwas zu verheimlichen haben. Sie müssen also abwägen, was Ihnen mehr nützt oder schadet.

    Darüber hinaus dürfen Sie ebenfalls selektiv sein. Spanischkenntnisse sind vor allem dann interessant, wenn Sie sich bei einem internationalen Unternehmen bewerben. Dann das Zertifikat vom Sprachkurs unbedingt beifügen!

    Weglassen können Sie es hingegen, wenn Sie sich bei einer Tischlerei in Sachsen-Anhalt bewerben. Welchen Nutzen zieht dieser Arbeitgeber aus Ihren Spanisch-Kenntnissen? Eher keinen.

    Es sei denn, der Betrieb hat einen Lehrling direkt aus Spanien angeheuert, um seine Lücken zu füllen. Dann hätten Sie mit Spanisch geradezu ein Killer-Argument auf Ihrer Seite. Sie könnten eine Art Mentor und Bezugsperson im Betrieb für den jungen Spanier sein.

    Sie sehen: Welche Anlagen sinnvoll sind, hängt stets auch von den Rahmenbedingungen ab.

Bewerbungsunterlagen online: Worauf Sie achten sollten

Die gute alte Bewerbungsmappe aus Papier hat weitgehend ausgedient. Die Online-Bewerbung ist heute das Mittel der Wahl. Das bedeutet nun für Sie: Sie müssen Ihre Bewerbungsunterlagen über das Internet an Ihren Wunsch-Arbeitgeber versenden.

Dabei können Fehler unterlaufen, die es früher bei der Papiermappe nicht gegeben hat. Andere dagegen werden zur Unmöglichkeit – Eselsohren zum Beispiel. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen der E-Mail-Bewerbung sowie jener über ein Online-Formular.

Vorteil bei Letzterer: Das Formular sagt Ihnen ganz genau, was es von Ihnen haben will – welche Anlagen, Dokumente und Nachweise. Wenn Sie Ihre Bewerbung hingegen per E-Mail verschicken, dann halten Sie sich einfach an obige Vorgaben.

Sie stellen also Ihre Bewerbungsunterlagen am Rechner zusammen und – das ist wichtig – fügen sie am Ende zu einem einzigen PDF-Dokument zusammen. Niemand will fünf oder zehn unterschiedliche Anhänge öffnen – umständlich! Achten Sie aber zugleich darauf, das PDF nicht zu überfrachten. Mehr als fünf oder zehn Megabyte sollte das PDF mit Ihren Bewerbungsunterlagen nicht umfassen.

Bewerbungsunterlagen online: 3 Tipps zur Passivsuche

Und es gibt noch eine weitere Möglichkeit: Präsentieren Sie Ihre Bewerbungsunterlagen online! Damit könnten Sie Unternehmen selbst auf Ihre Fährte locken. Zur Passivsuche bieten sich an:

  1. Bewerbungshomepage

    Das ist eine Webseite, die Sie selbst erstellen und mit Ihren Daten füllen. Sie können Arbeitsproben und Ihren Lebenslauf hinterlegen und das Ganze mit persönlichen Interessen anreichern. Lassen Sie es ruhig menscheln! Die Domain geben unbedingt auch in Ihrer Bewerbung an. Optimalerweise erscheint die Seite bei einer Google-Suche auf Seite eins der Trefferliste. Wenn also ein potenzieller Arbeitgeber Ihren Namen googelt, stößt er direkt auf Ihre Bewerbungshomepage – und ist hoffentlich angetan.

  2. Social-Media-Profil

    Auch Karrierenetzwerke wie Xing und Linkedin entwickeln sich immer mehr zur professionellen Bewerberdatenbank. Zum Einen gleicht Ihr Standard-Profil schon einem Lebenslauf und zeigt einem Interessenten die wichtigsten Stationen an. Sie können aber noch professioneller an die Sache herangehen und weitere Daten einpflegen – Arbeitsproben oder auch Gehaltswünsche. Für bestimmte Services müssen Sie ein kostenpflichtiges Premium-Profil einrichten. Sie entscheiden selbst, ob es Ihnen das Geld wert ist. Wenn Sie aktuell einen Job suchen, könnte sich die Investition auszahlen.

  3. Bewerbungsdatenbank

    In den diversen Internet-Jobbörsen finden Sie über eine einfache Suche blitzschnell Stellen, die zu Ihnen passen könnten. Hinweis in eigener Sache: Schauen Sie sich hier bei Karrieresprung in unserer Jobbörse doch mal nach interessanten Stellen um. Darüber hinaus können Sie aber auch bei anderen Anbietern Ihre Bewerbungsunterlagen hochladen und den Unternehmen direkt zur Verfügung stellen.

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Kündigungsschreiben: Muster, Vorlage, Tipps für Arbeitnehmer

Kuendigungsschreiben Muster Vorlage formulieren

Das Kündigungsschreiben besiegelt Ihren Ausstieg aus der Firma. Es muss aber formell korrekt sein, damit es auch wirksam ist. Dabei kann durchaus der eine oder andere Fehler unterlaufen. Der Zeitpunkt und Ihre Unterschrift sind wichtig und dass Sie das Kündigungsschreiben in Papierform abliefern. Wenn Arbeitnehmer eine Kündigung schreiben, sollten sie außerdem diese Punkte beachten…

Kündigungsschreiben Muster für Arbeitnehmer

Kündigungsschreiben Muster

Jörg Jörgensen
Dänenstraße 123
98765 Koppenhaggen

Unternehmen AG
Personalabteilung z.H. Frau Jacobsen
Hyggestraße 9
45678 Arhusen

Datum, TT.MM.JJJJ

Kündigung

Sehr geehrte Frau Jacobsen,

hiermit kündige ich meinen mit Ihrem Unternehmen bestehenden Arbeitsvertrag ordentlich und fristgerecht zum nächstmöglichen Datum.

Für die gute Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren bedanke ich mich sehr herzlich. Ich wünsche Ihnen und dem Unternehmen für die Zukunft weiterhin alles Gute.

Bestätigen Sie mir bitte den Erhalt meiner Kündigung und das Datum, an dem der Arbeitsvertrag endet.

Darüber hinaus bitte ich Sie, mir ein qualifiziertes Arbeitszeugnis anzufertigen und an meine oben genannte Adresse zu senden.

Mit freundlichen Grüßen

Jörg Jörgensen (Unterschrift)

Hier können Sie das Kündigungsschreiben als Word- oder PDF-Dokument konstenlos downloaden:

Kündigungsschreiben Arbeitnehmer: Darauf kommt es an

Die gute Nachricht zuerst: Ein Kündigungsschreiben ist kein Hexenwerk. Sie benötigen im Grunde kaum Text, um ein formell korrektes Kündigungsschreiben aufzusetzen.

Und das sollten Sie auch beherzigen. Keine ausgefeilten Formulierungen, keine verschachtelten Sätze: Je kürzer und präziser das Kündigungsschreiben, desto besser.

Die wichtigsten Regeln für das Kündigungsschreiben für Arbeitnehmer lauten:

  • Schriftform

    Die Beendigung von Arbeitsverhältnissen durch Kündigung oder Auflösungsvertrag bedürfen zu ihrer Wirksamkeit der Schriftform; die elektronische Form ist ausgeschlossen. (BGB § 623)

    Sie müssen Ihre Kündigung also auf Papier einreichen. Per E-Mail, Anruf oder Fax ist sie rechtlich nicht bindend. Achtung: Verwechseln Sie das nicht mit Kündigungsschreiben für Handyvertrag, Fitnessstudio und andere Verbraucherverträge. Diese können Sie seit einiger Zeit sehr wohl per E-Mail kündigen.

  • Klarheit

    Die Kündigung muss eindeutig sein. Verzichten Sie auf den Konjunktiv oder längere Ausführungen. So nicht: Ich würde ganz gerne meinen Arbeitsvertrag kündigen. Auch nicht so: Ich habe die Arbeit in Ihrem Unternehmen zwar sehr genossen, bin aber zu dem Schluss gekommen, dass es für mich vielleicht doch besser wäre, zum nächsten Januar zu gehen.

    Für den Arbeitgeber muss klar sein, dass Sie kündigen – ohne Wenn und Aber. So wie hier: Hiermit kündige ich meinen Arbeitsvertrag zum nächstmöglichen Zeitpunkt.

Bedenken Sie: Ihr Kündigungsschreiben muss rechtlich wasserdicht sein. Kommen Zweifel an seiner Rechtswirksamkeit auf, kann das im schlimmsten Fall dazu führen, dass der Arbeitgeber die Kündigung nicht akzeptiert und Sie vor das Arbeitsgericht ziehen müssen.

Job Kündigung schreiben: So geht’s

  • Briefkopf

    Hier muss Ihr vollständiger Name sowie Ihre Adresse stehen, darunter der Name und die Adresse Ihres Arbeitgebers – so wie man es von Geschäftsbriefen gewohnt ist. Lesen Sie am Ende unbedingt noch mal Korrektur, bevor Sie das Kündigungsschreiben an Arbeitnehmer absenden, damit sich keine Tippfehler oder Buchstabendreher einschleichen.

  • Datum

    Bei einer Kündigung ist das Datum relevant. Zunächst müssen Sie Ihr Kündigungsschreiben datieren – oben rechts. Im Text selbst nennen sie zudem das Datum, an dem Arbeitsverhältnis endet – also den letzten offiziellen Arbeitstag. „Ich kündige zum TT.MM.JJJJ“.

  • Betreff

    Schreiben Sie einfach nur Kündigung in die Betreffzeile. Oder alternativ: Kündigung meines Arbeitsvertrages. Oder noch genauer: Kündigung meines Arbeitsvertrags vom TT.MM.JJJJ zum TT.MM.JJJJ. Sie können an dieser Stelle zudem Ihre Personalnummer ins Schreiben aufnehmen, damit erst gar keine Unklarheiten über Ihre Identität aufkommen. Denn: Einen Michael Müller könnte es in einem größeren Betrieb ja durchaus zweimal geben.

  • Empfänger

    Richten Sie die Kündigung an die zuständige Person – also nach Möglichkeit nicht an Sehr geehrte Damen und Herren. Dabei handelt es sich in der Regel um Ihren Vorgesetzten oder die Personalabteilung. Wenn Sie die zuständige Person nicht kennen, bringen Sie sie vorher in Erfahrung. Immerhin muss diese Ihre Kündigung ja dann auch erhalten.

  • Unterschrift

    Ganz zum Schluss setzen Sie Ihre handschriftliche Unterschrift unter das Kündigungsschreiben. Dabei darf es sich nicht um den getippten Namen oder ein eingefügtes Bild der Unterschrift handeln. Bitte per Hand unterschreiben! Wenn Ihre Kündigung ohne Originalunterschrift eingeht, ist sie womöglich unwirksam.

Kündigungsschreiben Arbeitsvertrag: Kann ich es rückgängig machen?

Achten Sie bitte darauf: Eine Kündigung ist endgültig.

Sobald Sie formell korrekt und schriftlich gekündigt haben, können Sie Ihre Kündigung nicht mehr zurücknehmen – auch nicht mit dem Verweis auf ein „Versehen“.

Bei einer mündlichen Kündigung geht das hingegen schon. Wenn sie also Ihrem Chef im Eifer des Gefechts ein „Ich kündige“ um die Ohren gehauen haben, können sie das hinterher revidieren.

Arbeitnehmer lassen sich den Empfang der Kündigung am besten bestätigen – zum Beispiel vom Sekretariat oder der Personalabteilung. Wer auf Nummer sicher gehen will, überreicht die Kündigung unter Zeugen (Betriebsrat) oder versendet sie als Einschreiben mit Rückschein.

Was gehört in eine Kündigung?

Form KuendigungsschreibenDas gehört in eine Kündigung:

  • Absender und Adressat: Damit klar wird, wer wem kündigt.
  • Datum: Zeigt, dass Sie fristgerecht kündigen.
  • Betreff: Unbedingt das Wort „Kündigung“ aufnehmen.
  • Danksagung: Ist kein Muss, zeigt aber Größe.
  • Arbeitszeugnis: Fordern Sie ein qualifiziertes Arbeitszeugnis an, es steht Ihnen rechtlich zu.
  • Grüße: Höflichkeitsfloskel am Ende.
  • Unterschrift: Macht das Kündigungsschreiben erst wirksam.

Kündigungsschreiben Arbeitnehmer: Diese Kündigungsfristen gelten für Sie

Wenn Arbeitnehmer kündigen wollen, müssen sie folgende Kündigungsfristen beachten:

  • Gesetzliche Kündigungsfrist

    Arbeitnehmer können ihr Arbeitsverhältnis generell mit einer Frist von vier Wochen zum 15. oder zum Ende eines Kalendermonats kündigen. Für Arbeitgeber ist die gesetzliche Kündigungsfrist teilweise deutlich länger. Sie richtet sich nach der Betriebszugehörigkeit des Arbeitnehmers.

    Laut Paragraph 622 des Bürgerlichen Gesetzbuches beträgt die Kündigungsfrist, wenn das Arbeitsverhältnis in dem Betrieb oder Unternehmen…

    • zwei Jahre bestanden hat: 1 Monat
    • fünf Jahre bestanden hat: 2 Monate
    • acht Jahre bestanden hat: 3 Monate
    • zehn Jahre bestanden hat: 4 Monate
    • zwölf Jahre bestanden hat: 5 Monate
    • 15 Jahre bestanden hat: 6 Monate
    • 20 Jahre bestanden hat: 7 Monate
  • Arbeitsvertrag

    Arbeitnehmer können mit einer Frist von vier Wochen kündigen. Es sei denn, Ihr Arbeitsvertrag legt ausdrücklich eine andere Kündigungsfrist fest. Dann kann es sein, dass sie erst mit einer Kündigungsfrist von zwei oder drei Monaten aus Ihrem Vertrag herauskommen.

    Aber: Die Frist für eine Kündigung durch den Arbeitnehmer darf niemals länger sein as die durch den Arbeitgeber.

  • Tarifvertrag

    Liegt ein Tarifvertrag Ihrem Arbeitsvertrag zugrunde, gelten wiederum die dort festgehaltenen Kündigungsfristen.

  • Probezeit

    Normalerweise dauert die Probezeit sechs Monate. In dieser Zeit müssen sich Arbeitnehmer im Unternehmen bewähren und können ohne Angabe von Gründen gekündigt werden. Die Kündigungsfrist in der Probezeit beträgt zwei Wochen.

Kündigung schreiben: Die wichtigsten Fragen und Antworten

Einige Fragen zum Kündigungsschreiben tauchen immer wieder auf. Hier sind die Antworten:

  • Wird das Arbeitslosengeld gesperrt?

    Unter normalen Umständen: Ja. Arbeitnehmer, die von sich aus kündigen, sperrt das Arbeitsamt üblicherweise für drei Monate. Es kann Ausnahmen geben, wenn jemand etwa massiv gemobbt wurde oder am Arbeitsplatz gesundheitlichen Risiken ausgesetzt war.

    Diese müssen Sie dann allerdings gemäß Arbeitsrecht ärztlich nachweisen. Auch wenn Sie aus privaten Gründen in eine andere Stadt ziehen, kann das Arbeitsamt von einer Sperre absehen. Zum Beispiel dann, wenn Ihr Partner dort eine neue Stelle angetreten hat oder Sie Angehörige pflegen.

  • Kann man mit einem Kündigungsschreiben auch eine Stelle kündigen, die man noch gar nicht angetreten hat?

    Ein Szenario, das gar nicht so unwahrscheinlich ist: Sie haben im Laufe Ihrer Jobsuche einen Arbeitsvertrag unterschrieben, bekommen aber nun ein noch besseres Angebot von einem anderen Unternehmen, das Sie gerne annehmen würden. Was tun?

    Ob eine sogenannte Kündigung vor Arbeitsantritt rechtlich möglich ist, hängt vor allem von Klauseln im Arbeitsvertrag ab. Wird eine Kündigung vor Arbeitsantritt ausdrücklich ausgeschlossen, müssen Sie sich an die gesetzlichen Kündigungsfristen halten.

    Ansonsten wäre eine gütliche Einigung mit dem Arbeitgeber eine sinnvolle Maßnahme. Aber bedenken Sie: Mit so einem Vorgehen verscherzen Sie es sich mit dem Unternehmen – und bauen sich keine gute Reputation auf.

  • Was passiert nach Einreichung des Kündigungsschreibens mit meinem Resturlaub?

    Der Urlaubsanspruch eines Arbeitnehmers bleibt auch nach einer Kündigung bestehen. Der volle gesetzliche Urlaubsanspruch steht Ihnen zu, wenn die Kündigung frühestens am 1. Juli wirksam wird. Dafür muss das Arbeitsverhältnis jedoch mindestens sechs Monate bestanden haben.

    Bei einem kürzeren Arbeitsverhältnis muss der Arbeitgeber den Urlaub nur anteilig gewähren. Das ist auch dann der Fall, wenn der Kündigungstermin in der ersten Jahreshälfte liegt.

  • Muss ich im Kündigungsschreiben einen Grund nennen?

    Nein. Einen Grund müssen Sie im Kündigungsschreiben nicht nennen. Und das sollten Sie auch nicht, denn Sie zerschlagen nur Porzellan, wenn Sie schreiben, wie leid Sie Ihren Job, die Kollegen, Vorgesetzten oder die schlechte Bezahlung sind. Gehen Sie mit Stil – ohne Wutausbrüche.

  • Wie kündigt man zeitlich richtig?

    Die Kündigung wird üblicherweise zum Monatsende ausgesprochen. Sie kündigen also zum Beispiel zum 30.09.2018 oder zum 31.12.2019. Eine Formulierung könnte lauten: Hiermit kündige ich mein Arbeitsverhältnis ordentlich und fristgerecht. Das Arbeitsverhältnis endet mit Ablauf des 30.09.2018.

  • Kann ich ein Kündigungsschreiben vorzeitig einreichen und mich auf einen späteren Austrittstermin beziehen?

    Ja, das ist ohne Weiteres möglich. Beispiel: Sie wollen zum 1. Januar 2019 eine neue Stelle antreten und wissen dies schon vier Monate vorher. Ihre Kündigungsfrist beträgt vier Wochen. Müssen sie noch monatelang warten, bis Sie Ihre Kündigung auf den Weg bringen?

    Nein. Die Frist ist nicht mehr als eine Mindestangabe. Sie müssen in Ihrem Kündigungsschreiben nur deutlich machen, zu welchem Zeitpunkt die Kündigung wirksam sein soll – dann können Sie sie auch früher einreichen. Ob das aber immer strategisch clever ist, steht auf einem ganz anderen Blatt.

  • Kann ich im Kündigungsschreiben duzen, wenn die Du-Form im Unternehmen üblich ist?

    Rein theoretisch ist das sicher möglich. Empfehlenswert ist es aber nicht. Ein Kündigungsschreiben soll vor allem formell korrekt sein – Danksagung und höfliche Grüße schließt das nicht aus.

    Dennoch: Formulieren Sie es am besten in der Sie-Form. Damit machen Sie nichts falsch – auch dann nicht, wenn in der Firma jeder jeden duzt.

  • Ist es besser, das Kündigungsschreiben persönlich zu überreichen oder per Post zu schicken?

    Es ist eindeutig besser, das Kündigungsschreiben persönlich an den Arbeitgeber zu überreichen. Zum Einen beweisen Sie Größe, wenn Sie die Kündigung persönlich vorbeibringen. Und Sie erlauben Ihrem Arbeitgeber Rückfragen und können ihn über Ihre Motive aufklären.

    Die Kündigung per Post hat dagegen etwas Distanziertes und Anonymes. Sie wirkt weniger souverän, mehr wie eine Abrechnung. Aber: Wenn Sie mit Ihrem Vorgesetzten auf Kriegsfuß stehen, dann verschicken Sie das Kündigungsschreiben eben per Post.

  • Kann ich im Falle einer (zu) langen Kündigungsfrist einen Rauswurf provozieren?

    Angenommen, Ihre Kündigungsfrist beträgt fünf Monate, Sie wollen aber so schnell wie möglich weg. Dann kann es durchaus verlockend sein, zu spät zu kommen und die Arbeit zu verweigern, um eine fristlose Kündigung zu provozieren. Problem gelöst!

    Doch Halt: Lassen Sie es lieber sein. Denn Ihr Verhalten wird sich auch äußerst negativ im Arbeitszeugnis niederschlagen, Ihre Reputation wird leiden. Im schlimmsten Fall verbauen Sie sich alle Zukunftsperspektiven. Setzen Sie daher lieber auf eine gütliche Einigung mit Ihrem Arbeitgeber – vielleicht per Aufhebungsvertrag.

Kündigung schreiben: Schritt für Schritt

Das Kündigungsschreiben ist nicht kompliziert. Fehler können trotzdem passieren. Darum sollten Sie wie folgt vorgehen:

  1. Kündigungsfrist

    Machen Sie sich schlau, welche Kündigungsfristen für Sie gelten. Die finden Sie in Ihrem Arbeits- oder Tarifvertrag. So verpassen sie nicht den richtigen Zeitpunkt für Ihren Absprung.

  2. Chef

    Terminieren Sie ein Gespräch mit Ihrem Chef. Wenn Sie ein vertrauensvolles Verhältnis haben, dann teilen Sie ihm Ihre Entscheidung zu kündigen vorab in einem vertraulichen Vier-Augen-Gespräch mit. Möglicherweise wird Ihr Vorgesetzter noch versuchen, Sie umzustimmen. Und wenn Sie kein so gutes Verhältnis haben: Bleiben Sie sachlich und brechen Sie keinen Streit vom Zaun. Das lohnt sich nicht!

  3. Neue Stelle

    Ganz wichtig: Kündigen Sie erst, wenn Sie einen neuen Job in der Tasche haben. Dazu müssen sie schon vorher aktiv Ausschau halten und Ihre Bewerbungsunterlagen auf den neuesten Stand bringen. Andernfalls stehen sie ohne Stelle – und sogar ohne Arbeitslosengeld – da. Denn wer als Arbeitnehmer von sich aus kündigt, dem brummt das Arbeitsamt eine Sperre auf.

  4. Familie

    Ohne familiären Rückhalt könnten viele Menschen im Job nicht erfolgreich sein. Bevor Sie kündigen: Besprechen Sie den Schritt vorab innerhalb der Familie. Tun Sie das nicht, riskieren Sie neben einer beruflichen gleich noch eine private Krise.

  5. Unterlagen

    Man kann ja nie wissen! Gehen Sie auf Nummer sicher und sammeln Sie alle Unterlagen, die für Ihre Kündigung relevant sind. Kündigungsschreiben, E-Mails, aber auch mögliche Drohungen Ihres Vorgesetzten. So sind auf den Fall der Fälle – einen Rechtsstreit – gut vorbereitet. Die Dokumente aber bitte zuhause verstauen und nicht im Büro.

Kündigungsschreiben: Können Arbeitnehmer fristlos kündigen?

Im Normalfall sprechen wir von einer ordentlichen Kündigung. Der Arbeitnehmer kündigt unter Einhaltung der Kündigungsfrist.

Daneben gibt es aber noch die Möglichkeit einer fristlosen Kündigung. Meist sind es Arbeitgeber, die einen Arbeitnehmer wegen einer schweren Verfehlung fristlos vor die Tür setzen. Aber: Auch Arbeitnehmer können fristlos kündigen.

Eine fristlose Kündigung ist möglich, wenn es dem Arbeitnehmer aus einem „wichtigen Grund“ nicht zumutbar ist, weiterhin in dem Unternehmen zu arbeiten. Das ist insbesondere dann der Fall, wenn der Arbeitnehmer…

  • nicht oder regelmäßig zu spät entlohnt wird.
  • durch den Arbeitgeber bedroht, beleidigt oder sogar körperlich angegriffen wird.
  • von seinem Arbeitgeber nachweislich zu kriminellen Handlungen angestiftet wird oder dieser selbst Straftaten begeht.

Jeder dieser Sachverhalte stellt einen Grund für eine fristlose Kündigung durch den Arbeitnehmer dar. Allerdings müssen Sie trotzdem Fristen beachten.

So ist der Kündigende nach § 626 Absatz 2 BGB dazu verpflichtet, innerhalb von zwei Wochen zu reagieren: Die Frist beginnt mit dem Zeitpunkt, in dem der Kündigungsberechtigte von den für die Kündigung maßgebenden Tatsachen Kenntnis erlangt. Der Kündigende muss dem anderen Teil auf Verlangen den Kündigungsgrund unverzüglich schriftlich mitteilen. Erst dann ist die außerordentliche Kündigung wirksam.

Kündigungsschreiben bei befristetem Vertrag: Ist es notwendig?

Ein befristeter Vertrag ist – wie der Name schon sagt – auf einen vorher festgelegten Zeitraum beschränkt. Daher sieht er normalerweise auch keine spezielle Kündigung oder Kündigungsfrist vor. Der Vertrag endet automatisch mit Beendigung der Vertragslaufzeit – ganz einfach.

Nur wenn im Arbeitsvertrag eine entsprechende Kündigungsklausel festgelegt wurde, ist eine vorzeitige Kündigung durch den Arbeitnehmer möglich. Dazu steht im § 15 Absatz 3 und 4 Teilzeit- und Befristungsgesetzes (TzBfG):

  • (1) Ein kalendermäßig befristeter Arbeitsvertrag endet mit Ablauf der vereinbarten Zeit.
  • (3) Ein befristetes Arbeitsverhältnis unterliegt nur dann der ordentlichen Kündigung, wenn dies einzelvertraglich oder im anwendbaren Tarifvertrag vereinbart ist.
  • (4) Ist das Arbeitsverhältnis für die Lebenszeit einer Person oder für längere Zeit als fünf Jahre eingegangen, so kann es von dem Arbeitnehmer nach Ablauf von fünf Jahren gekündigt werden. Die Kündigungsfrist beträgt sechs Monate.

Kündigungsschreiben Arbeitgeber: Diese 5 Kündigungsarten gibt es

Als Arbeitnehmer können Sie kündigen, wenn Sie sich beruflich verändern wollen. Einfach so. Für Arbeitgeber ist es nicht immer so leicht, ein Kündigungsschreiben
durchzubringen. Wann können Arbeitgeber einem Arbeitnehmer kündigen? Wenn eines der folgenden 5 Szenarien zutrifft:

  1. Betriebsbedingte Kündigung

    Wenn betriebsbedingte Kündigungen nicht ausgeschlossen werden, dann geht es dem Unternehmen wirtschaftlich nicht gut. Vielleicht muss es Standorte schließen oder gar Insolvenz anmelden, weil Aufträge ausbleiben.

  2. Verhaltensbedingte Kündigung

    Wenn Sie dauernd zu spät kommen, blau machen, am Arbeitsplatz Alkohol konsumieren oder trotz Rauchverbots rauchen, kann Ihnen der Arbeitgeber ein Kündigunggschreiben zukommen lassen. Allerdings muss eine solche Kündigung verhältnismäßig sein. Vor der verhaltensbedingten Kündigung steht zuerst die Ermahnung – und dann die Abmahnung.

  3. Fristlose Kündigung

    Bei der fristlosen Kündigung handelt es sich nicht um eine ordentliche, sondern um eine außerordentliche Kündigung. Besonders schwerwiegende Fälle können so geahndet werden. Eine fristlose Kündigung kann angemessen sein, wenn der Mitarbeiter eine Straftat begeht oder Betriebsspionage betreibt oder ähnliches.

  4. Personenbedingte Kündigung

    Wenn der Arbeitnehmer nicht mehr in der Lage ist, seine Aufgaben aus dem Arbeitsvertrag ordnungsgemäß zu erfüllen, kann die personenbedingte Kündigung die Folge sein. Dies kann etwa der Fall sein, wenn er wegen gesundheitlicher Beschwerden keine körperliche Arbeit mehr verrichten kann.

  5. Krankheitsbedingte Kündigung

    Wer krank ist, kann sehr wohl gekündigt werden – aber nur unter strengen Voraussetzungen. Wenn die Gesundheitsprognose negativ ist, die Betriebsabläufe des Unternehmens beeinträchtigt werden und dem Mitarbeiter keine andere Tätigkeit zuzumuten ist, dann könnte das Kündigungsschreiben irgendwann im Briefkasten landen.

Kündigung schreiben: Was dafür spricht

Sollten Sie überhaupt kündigen? Ist das wirklich die richtige Entscheidung? Bevor Sie das Kündigungsschreiben auf den Weg bringen, sollten Sie sich über Ihre Motive klar werden. Sonst begehen sie vielleicht einen Fehler, den sie später bereuen.

Das sind 3 gute Gründe für eine Kündigung:

  • Gesundheit

    Der Job macht Sie krank? Er sorgt für Herzleiden, löst Allergien aus oder macht Sie schlaflos. Dann suchen Sie sich etwas Neues. Ihr Körper kann auch durch zu viele Überstunden oder Nachtschichten zu Schaden kommen.

  • Stagnation

    Die gläserne Decke ist für Sie erreicht? Besser wird’s nicht. Es gibt keine Entwicklungsmöglichkeiten, keine Herausforderungen, keine Perspektiven. In einem anderen Unternehmen finden Sie die vielleicht. Ein guter Grund, um ein Kündigungsschreiben aufzusetzen.

  • Chance

    Sie haben ein tolles Angebot auf dem Tisch oder wollen einen ganz neuen Weg gehen? Zum Beispiel ein eigenes Startup oder Café gründen oder fortan als Freelancer arbeiten oder… Dann machen Sie einen sauberen Cut und versuchen Ihr Glück – aber nur, wenn Sie es wirklich wollen und Ihre Erfolgsaussichten realistisch sind.

Kündigung schreiben: Was dagegen spricht

Das sind 3 schlechte Gründe für eine Kündigung:

  • Kündigung aus Frust

    Einen Beruf ohne Frustmomente gibt es nicht. Und den werden Sie auch nirgendwo finden. Entscheidend ist, wie Sie mit Frust umgehen, ob Sie ihn in Energie umwandeln können. Frust alleine – kein guter Grund für eine Kündigung.

  • Kündigung nach Kritik

    Auch mit Kritik müssen wir alle leben – und umgehen können. Andererseits wäre etwas Lob auch ganz angenehm. Wenn sich beides nicht annähernd die Waage hält, die Kritik irgendwann völlig übertrieben ist und in Maßlosigkeit abdriftet, sollten Sie über einen Jobwechsel nachdenken. Vorher nicht.

  • Kündigung wegen des Chefs

    Mitarbeiter kommen wegen des Jobs und gehen wegen des Chefs, lautet ein weiser Satz. Da ist etwas dran. Aber bedenken sie bitte auch: Niemand ist perfekt. Gestehen Sie auch Ihrem Chef die eine oder andere Macke und Schwäche zu. Er ist Ihr Chef, nicht Superman. Er ist ein Mensch wie Sie und ich – nicht mehr und nicht weniger.

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Vorstellungsgespräch Schwächen (und Stärken): Die sind gut!

Vorstellungsgespräch Schwächen: Vor kaum einer Frage zittern Bewerber mehr als vor der nach den eigenen Schwächen. Dabei sind Schwächen menschlich. Jeder hat sie – und zwar in Hülle und Fülle. Darum ist es auch keine gute Strategie, Schwächen im Vorstellungsgespräch partout verschweigen zu wollen. Ein bisschen Vorsicht sollten Bewerber nichtsdestotrotz schon walten lassen. Vorstellungsgespräch Schwächen: Welche sinnvoll sind – und welche weniger…

Vorstellungsgespräch Schwächen: Diese bitte nicht!

Niemand mag diese Situation: Sie sitzen im Vorstellungsgespräch und werden mit der Frage nach Ihren größten Schwächen konfrontiert. Welche Strategie aus dem Hut zaubern: Flunkern, beschönigen, ablenken oder ignorieren? Am besten nichts von alledem!

Zunächst einmal sollten Sie von den Klassiker-Antworten absehen, die vor 15 oder 20 Jahren noch originell waren. Heute sind sie es nicht mehr. In diese Kategorie gehören Antworten wie:

  • Ich bin zu perfektionistisch.
  • Ich bin ungeduldig.
  • Ich arbeite zu viel.
  • Ich habe keine nennenswerten Schwächen.

Die letzte Antwort outet Sie augenblicklich als Großkotz. Das kommt bei niemandem gut an. Und es führt höchstwahrscheinlich dazu, dass Sie aus dem Rennen sind – denn keiner möchte einen arroganten Fatzke in sein Team holen.

Vorstellungsgespräch Schwächen: Ungeduldig und perfektionistisch?

Grundsätzlich ist die Taktik, eine Stärke zu einer vermeintlichen Schwäche umzuettiketieren, nicht mehr zeitgemäß. Personaler sind nicht dumm – sie durchschauen diese Vorgehensweise sofort.

Und wenn man ganz ehrlich ist, dann sind Ungeduld und Perfektionismus in Wahrheit auch keineswegs Stärken. Es sind negative Eigenschaften – nicht mehr und nicht weniger.

Geduld etwa ist eine Kardinalstugend – wer sie hat, geht nachweislich erfolgreicher durchs Leben. Sogar in der Schule haben Kinder große Vorteile, wenn sie einigermaßen geduldig sind. Darauf haben Studien bereits hingewiesen. Böse Zungen könnten sogar behaupten: Ungeduld ist eine Eigenschaft infantiler Menschen.

Sie korreliert darüber hinaus mit übersteigertem Ehrgeiz. Typ Lottogewinner: Das schnelle Geld – jetzt sofort! Aber bitte ohne den entsprechenden Einsatz. Erfolg aber ist ein Marathon, kein 100-Meter-Lauf. Wer das nicht kapiert, hat in einer Führungsposition nichts verloren. Erfahrung gewinnt man im Laufe seines Lebens – und sie bringt einen weiter. Ohne Geduld wiederum keine Erfahrung.

Perfektionismus könnte man als mangelnden Pragmatismus auslegen. Eine pragmatische Herangehensweise aber braucht, wer ein Startup großmachen oder eine Unternehmenskrise überwinden will. Perfektionisten offenbaren zudem, dass sie nicht einmal zu eigenen Schwächen stehen und konstruktiv mit ihnen umgehen können.

All das soll sagen: Nein, Ungeduld und Perfektionismus sind keine Stärken. Versuchen Sie erst gar nicht, sie zu welchen zu machen.

Vorstellungsgespräch Schwächen: Warum Sie zu ihnen stehen sollten

Darum kann der Rat nur lauten: Stehen Sie zu Ihren Schwächen und Defiziten! Jeder kennt den Spruch: Nobody is perfect. Auch Ihr Gegenüber kennt den – und er erwartet keinen Arbeits-Roboter ohne jede menschliche Macke.

Schwächen machen Sie menschlich. Außerdem können Sie an Schwächen arbeiten – sie sind gewissermaßen Entwicklungspotenziale. Und genau das ist der Casus Knaxus: Wer im Vorstellungsgespräch Schwächen zu einer Herausforderung erklärt, signalisiert Einsatz, Willen und unerschlossene Potenziale. Und zeigt überdies, dass er eine gefestigte Persönlichkeit, emotional reif und reflektiert ist. Damit können Arbeitgeber etwas anfangen!

Ein Unternehmen, dass Sie nur mit Ihren Stärken, aber nicht mit Ihren Schwächen will, hat Sie ohnehin nicht verdient. Das ist so ähnlich wie in einer Ehe. Den einen Prince Charming oder die perfekte Cinderella – sorry, wenn ich Sie enttäuschen muss – die gibt’s leider nicht.

Diverse Studien haben gezeigt, dass…

  • Business-School-Absolventen in Bewerbungsgesprächen besser abschneiden, wenn sie auf Killerfragen und die Frage nach den Schwächen wahrheitsgemäß und nicht nur positiv antworten.
  • Bewerber ihre Chancen um das Fünffache steigern, wenn sie im Vorstellungsgespräch selbstkritisch und authentisch sind.
  • Personaler sich für die Kandidaten entscheiden würden, die eine echte Schwäche zugegeben und nicht eine Stärke zu einer Schwäche gemacht hatten.

Vorstellungsgespräch Schwächen: Warum diese Frage?

Was bezweckt der Personaler eigentlich mit der Frage nach den Schwächen?

Nun, er will nicht wissen, ob sie für die Stelle qualifiziert sind oder nicht. Das hat er längst aus Ihrem Lebenslauf, aus Arbeitszeugnissen und Referenzen herausgelesen. Ein Entwickler, der keinen Code schreiben kann oder ein Verkäufer, dem der Umgang mit Menschen nicht behagt oder ein Handwerker mit zwei linken Händen – mit dieser Art Schwäche hätten Sie sich ja erst gar nicht beworben.

Was das Unternehmen wirklich über Sie wissen will, ist, ob Sie selbstkritisch genug und ehrlich zu sich selbst sind. Wesentliche Eigenschaften, um sich im Job verbessern und weiterentwickeln zu können.

Die beste Taktik für Sie als Bewerber lautet demzufolge: Geben Sie eine Schwäche guten Gewissens zu, aber verknüpfen Sie sie mit einem guten Vorsatz! Einige Beispiele folgen…

Vorstellungsgespräch Schwächen: Die sind gut!

Vorstellungsgespräch Schwächen: Diese Antworten sind auch empfehlenswert – aber nicht für jeden…

  • Networking

    Ich bin kein wirklich guter Networker, obwohl ich einer werden will. Mir fällt es manchmal schwer, die richtigen Kontakte zu knüpfen und auf Dauer aufrecht zu erhalten. Aber ich arbeite daran und bin gerade dabei, mir eine Xing-Strategie zurechtzulegen.

    Diese Antwort ist KEIN Schweizer Taschenmesser, nicht jeder sollte von ihr Gebrauch machen. Beispiel: Vertriebsleiter oder Pressesprecher von Unternehmen. Für sie ist es elementar, ein Netzwerk aufzubauen und zu pflegen. In anderen Positionen wäre diese Antwort dagegen gut, weil weniger relevant. Zudem handelt es sich um eine Schwäche, mit der sich so mancher identifizieren kann. Networking ist harte Arbeit, mühsam, manchmal auch lästig – und fällt vielen schwer.

  • Publikum

    Ich mag es nicht, vor größerem Publikum zu sprechen. Dann bin ich oft sehr nervös und fühle mich nicht wohl. Aber ich möchte das in den Griff kriegen und habe mich daher für einen Rhetorikkurs angemeldet.

    Jemand, der beruflich viel und öffentlich reden muss, sollte auf diese Antwort verzichten. Aber wenn Sie ohnehin kaum vor vielen Zuhörern referieren, wäre das eine legitime Antwort für Sie. Sie könnte sich zum Beispiel für Sachbearbeiter oder IT-Fachkräfte anbieten. Klar ist aber auch, dass es sich um eine Schwäche handelt und es besser wäre, an ihr zu arbeiten. Wenn Sie signalisieren, genau das tun zu wollen, können Sie sogar Punkte sammeln.

  • Ordnung

    Ich bin kein Messie, aber manchmal etwas unorganisiert. Dann fällt es mir schwer, den Überblick zu behalten und Aufgaben zu priorisieren. Darum versuche ich jetzt, vermehrt mit To-do-Listen und Zeitmanagement-Tools zu arbeiten.

    Ein Eventmanager sollte ein guter Organisator sein, die meisten Führungskräfte ebenfalls. Für sie ist diese Antwort weniger geeignet. Für Kreative aller Art aber könnte sie brauchbar sein. Ihnen wohnt ein kreatives Chaos inne, zu viel Ordnung und Ordentlichkeit würgt es möglicherweise ab. Grafikdesigner oder Art Direktoren können so antworten.

  • Ruhe

    Ich liebe es, mich mit meinen Kollegen auszutauschen. Aber um effizient zu arbeiten, muss ich mich fokussieren können und brauche meine Ruhe.

    Jeder Arbeitgeber verlangt Team- und Kommunikationsfähigkeit. Setzen Sie diese Antwort daher strategisch ein. Wenn Sie zum Beispiel wissen, dass die Firma Home-Office-Optionen anbietet oder viele Einzelbüros oder Rückzugsmöglichkeiten hat. Wenn sie über all das nicht verfügt, deutet dies vielleicht darauf hin, dass permanente Lärmpegel und Teamarbeit an der Tagesordnung sind – und dass Sie das aushalten müssen.

  • Fremdsprachen

    Meine Fremdsprachenkenntnisse sind eingerostet und daher ausbaufähig. Ich muss sie einfach häufiger sprechen. Genau das werde ich jetzt wieder tun. Ich habe mich für einen Tandemkurs im Internet angemeldet.

    Wenn Sie die Unternehmenspräsenz in Frankreich ausbauen sollen, dann sollten Sie Ihre Fremdsprachenkenntninisse lieber nicht in Frage stellen. In einem Job, in dem Sie ausschließlich auf deutsch kommunizieren, können Sie das schon eher. Natürlich ist Englisch die moderne Lingua franca und wird immer wichtiger. Wer sie nicht spricht, gerät ins Hintertreffen. Nennen Sie also lieber nicht Englisch, sondern eine andere Sprache.

  • Stärken

    Ich habe sicherlich viele Schwächen wie xx, yy oder zz. Aber ehrlich gesagt konzentriere ich mich auf meine Stärken und versuche, mich noch weiter zu verbessern.

    Keine Antwort für Generalisten, sondern für Spezialisten. Wenn Sie wahrhaft ein Meister Ihres Fachs sind, dann ist Ihre Top-Eigenschaft Ihr Kapital. Was bringt es Ihnen, noch etwas völlig anderes zu lernen? Dennoch ist die Antwort gewiss sehr gewagt, weil sie extrem selbstbewusst – manchem vielleicht schon arrogant – erscheint.

Vorstellungsgespräch Schwächen: Die sind auch gut!

Wenn Sie noch weitere Alternativen fürs Vorstellungsgespräch brauchen – wie wäre es mit diesen?

  • Meine praktische Erfahrung hält sich noch in Grenzen. (für Berufsanfänger)
  • Manchmal fällt es mir schwer, Nein zu sagen.
  • Es kommt vor, dass ich zu viel rede, um meine Meinung klar zum Ausdruck zu bringen.

Auch für diese Antworten gilt: Versuchen Sie, die Schwäche mit einem guten Vorsatz zu verknüpfen. Im ersten Beispiel ist das offensichtlich: Schließlich haben sie sich beworben, um genau diese Berufserfahrung jetzt zu sammeln.

Stärken im Vorstellungsgespräch: Welche nennen?

Die Frage nach den Stärken – sie ist das Gegenstück zu der nach den Schwächen. Was nicht heißen muss, dass sie weniger unangenehm wäre.

Zwar gibt es Bewerber, die jetzt zur Hochform auflaufen und sich selbst wie einen jungen Gott bewerben. Andere rattern genau die Punkte herunter, von denen sie glauben, dass sie von ihnen erwartet werden.

Der Grat ist erstaunlich schmal: Bewerber sollen sich einerseits nicht übermäßig hochjubeln, andererseits aber auch nicht zu bescheiden auftreten. Beides hat ein Geschmäckle.

Halten Sie sich daher an diese beiden Vorgaben:

  1. Übertreiben Sie es nicht!

    Ja, Sie sind ein 1-A-Bewerber. Ja, Sie sind sehr kompetent. Ja, Sie sind der oder die richtige für den Job. Aber nein, Sie sind weder Superman noch Wonder Woman. Loben Sie sich selbst also nicht in den Himmel, sondern bleiben Sie realistisch. Stellen Sie Ihre Stärken sachlich heraus.

  2. Bringen Sie Beispiele!

    Teamfähig sind wir doch alle, nicht wahr? Aber wie äußert sich Ihre Teamfähigkeit denn im Arbeitsalltag? Das sollten Sie mit praktischen Beispielen belegen. Ebenso Ihre harten Skills wie EDV-Kenntnisse. Legen Sie dar, wann und wo Sie erfolgreich mit Business-Intelligence-Tools gearbeitet haben und warum Ihnen dies leicht fällt und sogar Spaß macht. Das klappt natürlich umso besser, je mehr Berufserfahrung Sie schon gesammelt haben. Junge Bewerber können auch Beispiele aus der Schule, Uni oder aus Nebenjobs in ihre Argumentation einflechten.

Stärken im Vorstellungsgespräch: Das sind gute!

Hier sind einige Beispiele:

  • Stressresistenz

    Ich bin belastbar und kann auch unter Stress gute Leistungen abrufen. So war es auch in meinem früheren Job eigentlich immer, wenn eine Deadline vor der Tür stand. Druck hat mich immer angespornt und noch ein paar Prozent aus mir herausgekitzelt.

  • Zielstrebigkeit

    Ich weiß genau, was ich will und bin sehr zielstrebig. Das ist nicht einfach so dahergesagt. Ich wollte damals nach der Schule unbedingt eine Ausbildung zum Mediengestalter machen, habe aber am Anfang nur Absagen erhalten. Trotzdem habe ich immer weitergemacht, an meinen Bewerbungsunterlagen und an meinem Auftreten im Interview gearbeitet und schlussendlich auch einen guten Ausbildungsplatz bekommen.

  • Kreativität

    Ich bin sehr kreativ. Aber ich weiß auch, dass Kreativität harte Arbeit bedeutet. Man muss sich schon bemühen, kreative Ergebnisse zu erzielen. Darum habe ich zuhause eine Routine entwickelt, bei der ich mir eine knifflige Aufgabe überlege und eine halbe Stunde lang intensiv nach Lösungen suche. Das mache ich einmal pro Woche, manchmal sogar am Wochenende.

Sie sehen: Es geht keineswegs darum, „richtige“ Antworten zu geben. Sondern darum, offen und selbskritisch mit sich ins Gericht zu gehen. Zu zeigen, dass man reflektiert ist und ach nach Lösungen und Verbesserungsmöglichkeiten sucht.

Sie sollen vor allem zeigen, dass Sie jemand sind, mit dem man gerne zusammenarbeitet. Dann verzeiht Ihnen der Arbeitgeber (nahezu) jede Schwäche…

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Bewerbungsgespräch: Ablauf, Fragen, Vorbereitung

Das Bewerbungsgespräch ist die letzte Etappe auf dem Weg zur neuen Stelle – und die vielleicht schwierigste. Fettnäpfchen, in die Bewerber treten können, gibt es mehr als Tropfen im Meer. Wenn Sie so vielen wie möglich ausweichen und dafür selbst positive Akzente setzen, gehört der Job Ihnen. Karrieresprung sagt Ihnen, was im Bewerbungsgespräch wichtig ist.

Bewerbungsgespräch: So läuft es ab

Wer zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen wird, zittert manchmal vor Aufregung. Dabei ist es doch eigentlich ein Grund zu Freude. Das Unternehmen ist interessiert am Bewerber, will ihn näher kennenlernen und vielleicht sogar auf die Gehaltsliste aufnehmen.

Klar ist auch: Ein Bewerbungsgespräch wird einem Kandidaten nicht einfach so spendiert. Ihm muss eine Bewerbung – und damit Mühen und Anstrengung – vorausgehen.

Dabei gibt es verschiedene Arten von Bewerbungsgesprächen. Die klassische Variante ist das Präsenzgespräch im Unternehmen, bei dem der Bewerber einem oder mehreren Firmenvertretern gegenübersitzt. Auch wenn es Sie nervös macht: Betrachten Sie es als Kompliment, wenn Ihnen möglichst viele Menschen Löcher in den Bauch fragen. Je größer der Personenkreis, desto höher Ihre Wertigkeit. Bei einem Auszubildenden oder Praktikanten – wenngleich diese Stellen keinesfalls unwichtig sind – würde man sich diese Mühe nicht machen, in gehobenen Positionen schon eher.

Auch das Bewerbungsgespräch via Videoplattformen wie Skype darf man mittlerweile als etabliert betrachten. Es bietet den Vorteil, dass der Bewerber nicht extra anreisen muss, um einen ersten Eindruck zu hinterlassen – das spart auch dem Unternehmen Zeit und Aufwand.

So können sich Bewerbungsgespräche unterscheiden

Ein Bewerbungsgespräch kann auf die eine oder die andere Art ablaufen. Zum Beispiel auf diese…

  • Strukturiert

    Der Personaler arbeite seinen Fragenkatalog ab, um mehr über Sie zu erfahren. Vorteil für ihn: Er kann alle Bewerber hinterher relativ einfach miteinander vergleichen. Vorteil für Sie: Auf ein strukturiertes Interview können Sie sich gut vorbereiten.

  • Stressfragenbasiert

    Hier möchte Sie das Unternehmen aus der Reserve locken, indem es Sie mit sogenannten Killerfragen unter Druck setzt – zum Beispiel durch eine provokative Frage. Sie sollen zeigen, dass sie auch in Stressituationen routiniert und souverän bleiben. Das sollen Sie im Job schließlich auch. Eine Stress-Frage kann auch in ein strukturiertes Interview eingebunden werden.

  • Offen

    In diesem Fall geht der Personalentscheider nicht seine Liste mit Fragen durch. Er versucht vielmehr, ein völlig offenes Gespräch mit dem Bewerber zu führen. So kann dieser beweisen, dass er ein Gespräch lenken und führen und selbst Akzente setzen kann. Nachteil aus Bewerbersicht: Wer nicht spontan oder aber sehr nervös ist, bekommt schnell Probleme.

  • Situativ

    Vor allem in Assessment Centern sind sie beliebt: Rollenspiele, mit deren Hilfe man sich in eine arbeitstypische Situation hineinversetzt. So will das Unternehmen herausfinden, ob Sie auch in der „realen Welt“ überzeugen oder nur im Jobinterview eloquent auftreten. Auch hier ist es für Bewerber wichtig, spontan und souverän aufzutreten.

So bereiten Sie sich auf das Bewerbungsgespräch vor

Die Zeit zwischen der Einladung und dem Bewerbungsgespräch ist mitentscheidend. Je nachdem, ob und wie gut Sie sich vorbereiten, steigen Ihre Chancen auf die Stelle.

Spätestens jetzt müssen Sie die wichtigsten Informationen über das Unternehmen einholen:

  • Welche Standorte hat das Unternehmen?
  • In welcher wirtschaftlichen Lage befindet es sich (grob)?
  • Wie groß ist ist die Produktpalette?
  • Wie viele Mitarbeiter beschäftigt es?
  • Welche Werte verkörpert es?
  • In welchen Märkten ist es aktiv oder will es aktiv werden?
  • Welche denkwürdigen Ereignisse weist die Unternehmensgeschichte auf?

Der Personaler wird das Unternehmen im Bewerbungsgespräch normalerweise kurz vorstellen, aber die Basics sollten beim Bewerber schon vorab sitzen. Wer keine Ahnung hat, kann auch nicht sonderlich viel Interesse haben. Diese Message kommt bei Ihrem Gegenüber an, wenn Sie durch Unwissenheit glänzen.

Die gute Nachricht ist: Im Internet gibt es mittlerweile unzählige Quellen, die Sie kinderleicht anzapfen können. Da gibt es die Homepage des Unternehmens oder seinen Facebook-Auftritt. Auch ein Blick in die Presse via Google News lohnt sich. Arbeitgeberbewertungsportale wie Kununu oder Glassdoor geben weitere Einblicke.

Tipp eins also zur Vorbereitung: Holen Sie im Internet die wichtigsten Informationen ein!

Bewerbungsgespräch: Diese 2 Punkte sind wichtig!

Auch auf diese zwei Aspekte sollten vor Ihrem Bewerbungsgespräch ein großes Augenmerk legen:

  1. Anreise

    Wo findet das Bewerbungsgespräch statt? Das ist nicht immer sofort ersichtlich. Im Zweifel fragen sie einfach noch mal nach. Achten Sie auch auf die Abteilung, Etage, Raum, damit Sie am Ende nicht wie der Ochs vorm Berg stehen.

    Bedenken Sie: Wer fünf Minuten zu spät kommt, holt sich dicke fette Minuspunkte ab – und ist im Falle starker Konkurrenz direkt wieder draußen. Warum auch einen Zuspätkommer nehmen, wenn ich Bewerber von der gleichen Qualität bekomme, die pünktlich und somit zuverlässig sind?

    Planen Sie Ihre Anreise im Detail. Wenn Sie mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fahren, kalkulieren Sie Verspätungen mit ein und nehmen Sie eine oder gar zwei Bahnen früher. Und auch wenn Sie überpünktlich losfahren, kann es passieren, dass Sie das richtige Gebäude oder Zimmer nicht auf Anhieb finden. Darum den Weg vorab genau durchgehen. Fahrpläne und Karten im Netz wie Google Maps helfen.

  2. Kleidung

    Ein gepflegtes Äußeres ist Pflicht, keine Kür. Nägel schneiden, duschen, Zähne putzen – das sollten Selbstverständlichkeiten sein.

    Und was ist mit der Kleiderwahl? Ja, in der Bank geht es förmlicher zu als in der Werbeagentur. Aber wenn sie das Unternehmen nicht genau einschätzen können, halten Sie sich an den Grundsatz: Lieber overdressed als underdressed!

    Das schließt übrigens ein auffälliges Accessoire (Schal, Tasche) oder bunte Socken gar nicht aus. Studien haben gezeigt, dass man so aus der Masse der Bewerber herausragen kann. Also nur Mut!

    Auf Anfängerfehler verzichten Sie dagegen lieber. Also auf Fusseln, Knitterfalten oder gar Flecken auf dem Jackett. Und keine abgelaufenen Schuhe anziehen. Bringen Sie dem Unternehmen Wertschätzung entgegen – durch eine stilvolle Kleiderwahl.

So gehen Sie ins Bewerbungsgespräch

Der berühmte erste Eindruck – er zählt! Bereiten Sie sich penibel darauf vor, Ihrem Gastgeber die Hand zu schütteln (fester Händedruck), ihm in die Augen zu schauen, ihn dabei persönlich anzureden („Hallo, Herr Schulze“) und vor allem zu lächeln!

Üben Sie das ruhig vor dem Spiegel – und seien Sie auch zu Pförtner und Empfangsdame freundlich. Wenn diese Ihnen ein Lächeln zurückschenken, gehen Sie gleich mit besserer Laune ins Bewerbungsgespräch.

Und: Wenn Sie gut vorbereitet sind, sind Sie selbstbewusster. Das strahlt auf Ihre Körpersprache ab.

Ein Tipp: Gehen sie kurz vor dem Interview noch einmal auf die Toilette, um sich den Schweiß von Händen und Stirn zu wischen. Ein fester Händedruck ist nur noch halb so eindrucksvoll, wenn er gleichzeitig sehr feucht ist. Bei der Gelegenheit können Sie noch schnell ein Menthol-Bonbon einwerfen, um möglichen Mundgeruch zu vertreiben.

So verhalten Sie sich im Bewerbungsgespräch

Warten Sie, bis der Jobinterviewer Sie hineinbittet und Sie auffordert, Platz zu nehmen. Er ist derjenige, der die Ansagen macht. Und er will im Bewerbungsgespräch etwas über Sie, Ihre…

  • Persönlichkeit
  • Motivation
  • Ziele

erfahren.

Und auch wenn man etwas anderes vermuten würde: Im Bewerbungsgespräch ist Ihre Persönlichkeit der alles entscheidende Faktor. Der Personaler will herausfinden, ob und wie gut Sie ins Team passen. Er will wissen, ob der sogenannte Cultural Fit stimmt.

Tut er das nicht, werden Sie den Job nicht bekommen – völlig unabhängig davon, wie gut Ihre Qualifikationen sind (es sei denn, Sie sind mehr oder weniger der einzige Bewerber und werden dringlichst gebraucht). Ihre Motivation ist sowieso unmittelbar mit Ihrer Persönlichkeit verknüpft. Ein starker Charakter ist per se leistungsbereit und ehrgeizig.

Wenn Sie Ihr Gegenüber sympathisch findet, ist das definitiv ein großer Vorteil. Üben Sie sich also ruhig ein bisschen im Smalltalk, das kann Punkte bringen (allerdings auch Abzüge). Die Wahrheit ist: Wer im Bewerbungsgespräch schleimt, dem Personaler nach dem Mund redet und hier und da eine Gemeinsamkeit herausstellt, erhöht seine Chancen auf die Wunschstelle. Das lässt sich mit wissenschaftlichen Studien belegen.

Dies ist aber keine Handlungsanweisung. Wenn sie kein Schleimer sein wollen, dann ist das nur allzu verständlich. Aber merken Sie sich eins: Das Bewerbungsgespräch ist KEIN Debattierclub. Für inhaltliche Auseinandersetzungen ist hinterher im Berufsalltag noch genügend Zeit.

Allerdings gibt es auch hier wieder Ausnahmen: Wenn Sie als Bewerber eine Case Study lösen sollen, müssen Sie Ihre Lösung hinterher verteidigen – auch gegen die Einwände Ihres Gegenübers.

Ohnehin müssen Sie im Bewerbungsgespräch Verkäuferqualitäten nachweisen. Sie verkaufen Ihre Stärken und Qualifikationen. Wenn Ihnen das nicht liegt, üben Sie es zuhause und überlegen sich ein paar gute Verkaufsargumente. Vertriebler wissen: Am erfolgreichsten sind die, die genau in der Mitte der Extreme liegen. Sie sollten also nicht den übereifrigen Dampfplauderer heraushängen, sich aber auch nicht jedes Wort aus der Nase ziehen lassen. Der Mittelweg ist oft der beste – auch im Bewerbungsgespräch.

Bewerbungsgespräch: Was Sie lieber sein lassen

Wichtig ist nicht allein, was Sie sagen oder nicht sagen – sondern auch, WIE Sie es sagen. Stimmlage, Sprechtempo, Betonung. Und, mit welcher Gestik und Mimik Sie das Gesagte untermauern.

Setzen Sie gerne Ihre Hände ein und gestikulieren Sie. Aber bitte nicht an den Fingernägeln kauen, nervös mit einem Bein auf den Boden tippen oder die Arme verschränken. Überlegen Sie sich am besten schon vorher eine angenehme Sitzposition, in der Sie sich wohl fühlen. Und blicken Sie dem Gesprächspartner währenddessen in die Augen – nicht immer, aber meistens.

Dass Sie Ihren beruflichen Werdegang umreißen können, ist eine Selbstverständlichkeit. Aber bitte nicht alle Punkte chronologisch aufzählen, sondern Höhepunkte setzen. Was macht vermutlich den größten Eindruck? Was ist für die Stelle relevant? Womit können Sie Ihre Fähigkeiten untermauern?

Frage: Ein Profi-Fußballer, der zehn Jahre lang in der Dritten Liga beim VfL Osnabrück gekickt hat und zwischendurch für ein Jahr vom Bundesligisten FC Schalke verpflichtet wurde – womit wird der in der Disco angeben? Mit seinem Bundesliga-Engagement natürlich. Obwohl das im Grunde nur eine ganz kleine Episode war. So ähnlich ist es auch mit Ihrem Lebenslauf. überlegen Sie sich vorher genau, was wirklich Punkte bringt – ohne im Bewerbungsgespräch zum arroganten Angeber zu mutieren.

Wichtiger Hinweis: Unterschätzen Sie nicht das rhetorische Stilmittel der Pause! Sie müssen nicht auf jede Frage wie aus der Pistole geschossen antworten. Im Gegenteil: Pausen zeugen von Überlegung und Selbstreflexion. Und Sie beweisen Souveränitä und Selbstsicherheit, wenn Sie nicht jede Gesprächspause künstlich wegquatschen.

Wenn Sie nur auswendig lernen und aufsagen, merkt das der Personaler. Er will aber auch wissen, wie Sie in Stresssituationen reagieren, ob Sie den Überblick behalten. Darum: Keine Schnellschüsse!

Bewerbungsgespräch: Darüber reden Sie

Sie werden natürlich über Ihren beruflichen Werdegang parlieren müssen – aber nicht ausschließlich. Maximal zehn Minuten nimmt die Selbstpräsentation ein. Die wichtigsten Fakten hat der Personaler längst Ihrem Lebenslauf entnommen.

Dann werden die Fragen nach Ihrer Motivation auftauchen. Optimal ist es, wenn Sie einen Bogen von Ihrer Persönlicheit über die Ziele des Unternehmens bis zur ausgeschriebenen Stelle spannen können. Wenn es einen Bezug zwischen all dem gibt. Simples Beispiel: Sie bewerben sich bei Spielwarenmacher Lego und haben selbst als Kind die bunten Steinchen geliebt – und wollen nun mithelfen, dieses Gefühl an die nächste Generation weiterzugeben.

Vor der Frage nach Ihren Stärken und Schwächen haben viele Bewerber Bammel. Bei Ihren Stärken sollte es sich um Qualitäten handeln, die im Job überaus wichtig sind – aber Allgemeinplätze wie Teamfähigkeit oder Einsatzbereitschaft kann kein Personaler mehr hören.

Auf der anderen Seite versuchen Sie bitte nicht, eine Stärke in eine Schwäche umzudeklarieren. Die Klassiker sind Ungeduld und Perfektionismus. Nennen Sie eine echte Schwäche – aber eine, die nicht so stark ins Gewicht fällt. Diese Schwäche verbinden Sie mit dem Ziel, daran zu arbeiten und besser werden zu wollen.

Vorsicht ist auch bei Fragen zum alten Arbeitgeber angesagt: Lästern ist keine Tugend, völlige Kritiklosigkeit dagegen unrealistisch. Ein Kompromiss könnte sich so anhören: „Wir haben insgesamt super zusammengearbeitet, auch wenn es wie überall hier und da mal eine Meinungsverschiedenheit gab.“ Waschen Sie keine schmutzige Wäsche mit ihrem Ex. Daran erkennt ein Unternehmen, ob es Ihnen vertrauen kann oder nicht. Richten Sie Ihren Blick lieber in die Zukunft und betonen sie, wie sehr Sie sich auf die neue Herausforderung freuen würden.

So verabschieden Sie sich aus dem Bewerbungsgespräch

Wenn das Ende naht, ahnt der Bewerber meist schon, ob er sich gut oder weniger gut geschlagen hat. Aber Achtung: Auf der Zielgeraden kann noch eine ganze Menge passieren. Sie können entscheidende Meter gut machen, aber Ihren Vorsprung auch wieder einbüßen.

Warten Sie, bis der Gesprächspartner Sie hinausbegleitet. Verabschieden Sie sich persönlich und bedanken Sie sich höflich für das Gespräch („Danke Herr Schulze, dass Sie sich die Zeit genommen haben. Hat mich sehr gefreut, Sie kennenzulernen.“). Kräftiger Händedruck, in die Augen schauen und freundlich lächeln. Warum ausgerechnet jetzt noch Punkte liegenlassen?

Sie selbst können aus dem Bewerbungsgespräch in jedem Fall wichtige Lehren mitnehmen. Halten Sie also kurz inne und fragen sich: Was ist gut gelaufen? Was hätten Sie besser machen können? Worauf waren Sie nicht vorbereitet? Was hat sich ausgezahlt? Und Sie müssen sich darüber klar werden, ob das Unternehmen und die Stelle überhaupt Ihren Erwartungen entspricht. Wollen Sie dort überhaupt arbeiten?

Wenn ja, dann dürfen Sie sich ruhig nachträglich per Mail bei Ihrem Gesprächspartner bedanken. Aber nur kurz und nicht zu aufdringlich. Denn nicht nur Singles wissen: Wer allzu verzweifelt wirkt, bekommt einen Korb.

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Schriftarten in der Bewerbung: Diese sollten Sie wählen

Schriftarten in der Bewerbung sind in der Regel nichts, über das sich Bewerber den Kopf zermartern. Mit den klassischen Schriftarten können Bewerber ja im Grunde nichts falsch machen. Aber welche Schriftgröße ist die richtige? Und kann man sich mit Times New Roman von der Konkurrenz abheben? Nein, das wohl nicht. Wer aus der Masse hervorstechen will, muss wohl doch auf andere Schriftarten in der Bewerbung zurückgreifen…

Schriftarten in der Bewerbung: Warum sind sie wichtig?

Aus dem Jahr 2008 stammt eine der bekanntesten Studien zum Thema. Damals präsentierte die Psychologin Dawn Shaik 185 Probanden Lebensläufe, die inhaltlich identisch waren – in punkto Schriftarten aber große Unterschiede aufwiesen. Danach sollten die Studienteilnehmer den Bewerbern Charaktereigenschaften zuweisen.

Ergebnis: Die verschiedenen Schriftbilder sorgten dafür, dass die Bewerber als unterschiedlich erfahren, professionell, reif, kompetent und vertrauenswürdig eingestuft wurden.

Das bedeutet: Die Wirkung von Schriftarten in der Bewerbung sollten Bewerber keinesfalls unterschätzen. Sie könnte im Zweifel den Ausschlag über ein OK oder ein Nein, danke geben.

Natürlich hängt viel von persönlichen Geschmäckern ab – und von Trends und Modeerscheinungen. Ein klares Richtig oder Falsch kann es in Bezug auf Schriftarten in der Bewerbung kaum geben. Zumindest aber sollte man als Bewerber ein Auge darauf haben und das Thema nicht gänzlich beiseite wischen…

Schriftarten in der Bewerbung: Welche ist die richtige?

Die einen halten Times New Roman für eine Universalwaffe, für die anderen ist sie einfach nur altmodisch und langweilig. Das Gleiche ließe sich über Arial sagen, das oft in Geschäftsbriefen verwendet wird. Die Meinungen über Schriftarten gehen auseinander, so viel steht fest.

Brian Hoff, Chef einer Designagentur, betitelte die Times New Roman im US-Fernsehen sogar einmal als „Jogginghose unter den Schriftarten“. Begründung: Ihre Wahl zeige, dass sich der Bewerber keinerlei Gedanken über die richtige Schriftart gemacht habe. Es stimmt ja auch: Wer es sich leicht machen will, wählt Times New Roman. Das könnte man streng genommen als geistige Faulheit auslegen.

Ob jeder Personaler dies ebenfalls so sieht, ist allerdings fraglich. So manchem wird eine seriöse Allzweckwaffe wie Times New Roman lieber sein als eine ultra-kreative Feder.

Und dennoch: Wer eine spezielle Schriftart in der Bewerbung wählt, kann sich von den anderen Kandidaten abheben und dem Personalbüro signalisieren, dass er sich bis ins kleinste Bewerbungsdetail Gedanken gemacht hat. So viel Sorgfalt, Genauigkeit und Detailverliebtheit müssen doch einfach belohnt werden, oder?

Also nochmal: Greifen Sie in der Bewerbung gerne auf Arial oder Times New Roman zurück. Die Wahrscheinlichkeit, damit etwas falsch zu machen, ist äußerst gering. Aber wenn Sie mögen, dann versuchen Sie es auch mal mit einer Alternative.

Dabei muss es sich nicht einmal zwingend um Schriftarten handeln, die in Ihrer Standard-Textverarbeitung wie Word oder Open Office vorhanden sind. Sie können auch einfach im Gratis-Pool der Google Fonts stöbern, in dem es Hundere Schriftarten gibt.

Sie könnten es zum Beispiel mit diesen zwei Serifenschriften versuchen:

  • Lusitana
  • PT Serif

Oder mit diesen zwei serifenlosen Schriften:

  • Alegreya Sans
  • Josefin Sans

Schriftarten in der Bewerbung: Welche nicht verwenden?

Folgen Sie bitte stets dem inoffiziellen Design-Gesetz: Form follows Function. Die schönste Optik bringt nichts, wenn sie die Übersichtlichkeit oder Struktur Ihrer Bewerbung zerstört. Sich optisch vom Rest abheben? Ja, gerne. Auffallen um jeden Preis? Auf keinen Fall.

Wenn der Personaler vor lauter Schnörkeln und Verzierungen gar nicht mehr weiß, wo er hingucken soll, dann werden Sie Ihr Ziel nicht erreichen. Denn es gibt auch sehr viele Schriftarten, die in formellen Schreiben unangenehm auffallen, weil sie zu verspielt und schnörkelig und unseriös sind. Dazu zählen beispielsweise:

  • Comic Sans
  • Casual
  • Lobster Two
  • Courier
  • Bernard
  • Impact

Bewerbung: Welche Rolle spielt die Optik?

Eine gar nicht so geringe. Für den Erfolg einer Bewerbung sind die Inhalte sicherlich wichtiger. Aber unterschätzen Sie bitte die Wirkung der Optik nicht.

Die Ruhr-Universität Bochum fand in einer Umfrage heraus, dass die Optik von Anschreiben und Lebenslauf für zwei Drittel der Personaler ein wichtiges Entscheidungskriterium darstellt. Demgegenüber fanden aber nur 16 Prozent der Befragten die Optik der Bewerbungsmappen, die bei ihnen auf dem Tisch landen, optisch gelungen.

Wichtig ist den Personalverantwortlichen zudem eine Formatierung nach DIN 5008 und ein Anschreiben, das nicht länger als eine Seite und frei von Rechtschreib- und Grammatikfehlern ist. Beim Lebenslauf wiederum ist die Übersichtlichkeit entscheidend.

Schriftarten in der Bewerbung: Die wichtigsten Regeln

Es sollte eigentlich ein klares No-Go sein, aber dennoch kommt ein Fehler immer wieder vor. Merken Sie sich als Top-Regel: Die Schriftart sollte in der gesamten Bewerbung dieselbe – also einheitlich in Bewerbungsschreiben, Lebenslauf, Deckblatt, Dritte Seite und/oder Motivationsschreiben – sein. Es zeugt von mangelnder Sorgfalt, wenn Sie das Anschreiben in Arial verfassen, den Lebenslauf aber in Times New Roman. Und: Das Ganze bitte stets Schwarz auf Weiß.

Eine wilde Mischung ist nichts, das überzeugt. Das gilt auch für den Inhalt. Personaler mögen es, wenn es so etwas wie einen roten Faden gibt.

Es gibt aber Ausnahmen: So können Sie für die Schriftarten, die Ihre ehemaligen Schulen, Unis oder Arbeitgeber auf ihren Zeugnissen verwendet haben, nichts. Unterschiedliche Zeugnisse, unterschiedliche Schriftarten – das ist nicht zu ändern.

Zusammengefasst: Der Inhalt ist die Pflicht, die Optik die Kür. Und die Schriftart ist ein kleiner, aber feiner Bestandteil Ihrer Kür. Um in der Eiskunstlaufsprache zu bleiben: Hier können Sie ein paar Zehntelpunkte herausholen – wer weiß, vielleicht sind es ja die entscheidenden.

Bei der Wahl der Schriftarten in der Bewerbung achten Sie am besten auf diese Aspekte:

  • Lesbarkeit

    Auch hier soll noch einmal an das schlaue Credo Form follows function erinnert werden. Ihre Schrift sollte vor allem gut lesbar sein. Eine Schriftart, die der Leser nur mühsam entziffern kann, bringt fette Minuspunkte und wird ihm die Zornesfalten auf die Stirn treiben. Verzichten Sie also in der Bewerbung auf Designschriften oder solche mit sehr vielen Schnörkeln.

    Besser sind sogenannte Serifenschriften, weil sie die Buchstaben dezent miteinander verbinden und damit den Lesefluss verbessern. Serifenlose Schriftarten sind das Gegenstück dazu. Sie werden auch als „groteske Schriften“ bezeichnet. Kurze, prägnante Überschriften können mit ihnen gut abgebildet werden.

    Hier sind einige der beliebtesten Serifenschriften:

    • Times Book Antiqua
    • Cambria
    • Courier
    • Georgia
    • Times New Roman

    Hier sind einige der beliebtesten serifenlosen Schriften:

    • Arial
    • Helvetica
    • Calibri
    • Tahoma
    • Trebuchet
    • Verdana
  • Seriosität

    Die Klassiker heißen Arial und Times New Roman. Sie sehen möglicherweise langweilig aus, aber eben auch professionell und seriös. Nichts falsch machen können Sie damit insbesondere dann, wenn Sie sich in konservativen Branchen bewerben. Dann greifen Sie auf eine klassische, nüchterne Schriftart zurück.

    Wenn sie sich dagegen für einen modernen oder kreativen Job bewerben, können Sie es ach mit einer ausgefallenen Schriftart versuchen. Das ist wohlgemerkt ein Kann, kein Muss.

  • Verbindung

    Unternehmen verfügen heute in der Regel über ein Corporate Design. Das heißt, sie stimmen Logo, Unternehmensfarben und Schriftarten genau aufeinander ab. Unzählige Vorgaben, damit die Firma ein professionelles und einheitliches Bild nach außen abgibt. In manchen Fälen können Sie das für sich nutzen – indem Sie die Schriftart des Unternehmens in Ihrer Bewerbung verwenden.

    Oder eine Typo, die zum Unternehmen passt. So schaffen Sie ganz subtil eine direkte Verbindung, suggerieren, dass Sie schon dazugehören. Dem Corporate Design eines Unternehmens können sie auf dessen Webseite nachstöbern.

  • Verfügbarkeit

    Möglich, dass sie eine ausgefallene Schriftart gewählt haben, die beim Empfänger gar nicht verfügbar ist. Das ist vor allem bei Online-Bewerbungen problematisch. Die Bewerbungsunterlagen sehen dann zerschossen aus – das gibt Minuspunkte sogar dann, wenn Sie bei der Bewerbung hochprofessionell zu Werke gegangen sind.

Schriftarten: In welcher Schriftgröße?

Auch in Bezug auf die Schriftgröße gilt: Es gibt kein ehernes Gesetz, sondern kommt auf Geschmack und Common Sense an. Wer sich in einer Werbeagentur bewirbt und auffallen will, darf es gerne mit einer XL-Größe probieren. Grundsätzlich gilt ohnehin: Lieber zu groß als zu klein, andernfalls leidet die Lesbarkeit. Und außerdem…

  • sind nicht alle Personaler mit Adleraugen gesegnet.
  • wirkt Kleingedrucktes kleinlich und erinnert womöglich an AGB. Und die will wirklich keiner lesen.

Sehr große Schriften indes wirken oft kindisch oder clownesque. Am besten also, Sie orientieren sich an der Standard-Größe von 12 Punkt. Das ist die gebräuchlichste und perfekt lesbar ist sie auch.

Aber es gibt schon wieder ein kleines Problem: Denn nicht jede Schriftart ist in Schriftgröße 12 gleich groß. Es kommt also erneut auf die Schriftart an, die Sie verwenden.

Was Sie machen können, um origineller und individueller aufzutreten: Experimentieren Sie mit der 11-13-15-Regel. Die funktioniert so:

  • 11 Punkt

    Ihren gesamten Fließtext verfassen Sie in Größe 11. Dazu zählen Anschreiben sowie längere Textpassagen im Lebenslauf. Nehmen Sie dafür eine Schrift mit Serifen.

  • 13 Punkt

    In dieser Größe schreiben Sie ausschließlich das Datum, den Absender, die Adressen und Zwischenüberschriften – auch im Lebenslauf. Groteske Schriften bieten sich dafür an.

  • 15 Punkt

    Ihr Name ist es, der sich in das Kleinhirn des Leser einbrennen soll. Darum schreiben Sie ihn im Kopf jeder Seite extra-groß in Schriftgröße 15. So sticht er hervor und bleibt in Erinnerung. Verwenden Sie dafür eine serifenlose Schrift.

Wenn Sie sich jetzt fragen, warum Sie ausgerechnet diese krumme Größen nutzen sollten, dann lautet die Antwort ganz einfach: Weil diese Größen außergewöhnlich sind. Die Mehrheit folgt dem Schema 12-14-16. Darum werden Sie mit 11-13-15 eher auffallen.

Darüber hinaus können Sie das Schriftbild mit Kursiven und Fettschriften auflockern. Aber bitte nicht willkürlich einsetzen, sondern systematisch – zum Beispiel alle Monatsabgaben fett schreiben.

[Bildnachweis: Undrey by Shutterstock.com]

Online Bewerbung: Darauf sollten Sie achten

Die Online Bewerbung ist aus den Personalbüros nicht mehr wegzudenken. Vorbei die Zeiten, in denen sich die Personalsuchenden mühevoll durch Berge an Bewerbungspapier gekämpft haben. Doch die Art der Übermittlung kann sich auch weiterhin unterscheiden: Die einen bevorzugen eine Bewerbung via E-Mail, die anderen über das hauseigene Online-Formular. Bei beiden Varianten gibt es für Bewerber eine Menge zu beachten…

Online Bewerbung: Das steckt dahinter

Eine Grundregel bei der Bewerbung lautet: Wenn in einer Stellenanzeige die gewünschte Bewerbungsform genannt wird, dann halten Sie sich auch bitte daran! Wird also eine Online-Bewerbung eingefordert, dann sehen Sie von einer Papierbewerbung mit klassischer Bewerbungsmappe ab. Andernfalls verspielen Sie nicht nur wichtige Sympathien, sondern möglicherweise auch den Job.

Die Online Bewerbung setzt sich dabei zunehmend gegen ihre analoge Konkurrenz durch. Immer mehr Unternehmen – und Bewerber – schätzen ihre Einfachheit und Schnelligkeit. Aber sie hat auch ihre Tücken: Das Internet verleitet so manchen zu Nachlässigkeiten und Schlampereien. Fehler, die bei einer Papierbewerbung nie passieren würden, treten online mitunter häufiger auf.

Darum sollten Sie auch bei der Online Bewerbung auf Genauigkeit achten. Formulieren Sie sorgfältig, achten Sie penibel genau auf Grammatik und Rechtschreibfehler.

Online Bewerbung: Was ist das eigentlich?

Wenn von einer Online Bewerbung die Rede ist, können im Wesentlichen zwei Varianten gemeint sein:

  1. E-Mail-Bewerbung

    Dabei verschicken Sie Ihre Bewerbung per Mail. Sie erstellen zunächst Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen, führen die einzelnen Dokumente in einem PDF zusammen und fügen sie Ihrer Mail als Anhang bei. Die Bewerbung an sich beinhaltet alle wesentlichen Bestandteile: Anschreiben, Lebenslauf, Anlagen. Nur auf das Papier können Sie verzichten.

  2. Online-Formular

    Diese Variante wird immer beliebter. Sie erlaubt es Unternehmen, Bewerbungen in das hauseigene System zu überführen. Das ist einfacher und verursacht deutlich weniger Aufwand. Der Bewerber muss dabei seine Angaben in eine Online-Bewerbungsmaske eingeben, kann zwischen den Seiten hin- und herblättern und die Bewerbung am Ende per Absenden auf den Weg bringen. Anhänge werden im entsprechenden Feld hochgeladen.

Beide Varianten haben ihre Vor- und Nachteile. Die E-Mail-Bewerbung lässt Bewerbern mehr (kreativen) Spielraum. Sie können Schwerpunkte besser herausarbeiten, eigene Akzente setzen. Ein Online-Formular engt den Bewerber stärker ein, macht es ihm schwerer, sich positiv von der Konkurrenz abzusetzen.

Hinweis: Die meisten Systeme erlauben es, zwischen den einzelnen Seiten hin- und herzublättern. Sie müssen also keine Angst haben, dass Sie Ihre Angaben nicht nachträglich noch bearbeiten können, wenn Sie auf „Weiter“ geklickt haben. Erst mit dem Absenden der vollständigen Bewerbung ist das nicht mehr möglich.

Wenn Sie auf Nummer sicher gehen wollen, können Sie sich zunächst anonym unter falschem Namen anmelden, Screenshots von allen Feldern machen, Antworten per Word vorbereiten und diese später unter richtigem Namen eingeben. Das ist umständlich, aber eine Option.

Bei Fragen melden Sie sich ruhig in der Personalabteilung – aber bitte nur, wenn es keine Fragen sind, deren Antworten Sie kinderleicht selbst in Erfahrung bringen könnten. Das HR-Büro ist kein Beratungsbüro, allzu unbedarfte Fragesteller verspielen Sympathien.

Online Bewerbung: So ist sie aufgebaut

Die Online-Bewerbung ist keine Bewerbung zweiter Wahl. Sie sollte genauso sorgfältig erstellt werden wie eine Bewerbung auf Papier – und alle erforderlichen Unterlagen enthalten.

Überprüfen Sie also unbedingt, ob sie auch wirklich komplett ist. Eine nachträgliche Korrektur ist nach dem Absenden nicht mehr möglich.

Die Anordnung der Dokumente sollte so sein:

So erstellen Sie Ihre Online Bewerbung

Wenn Ihre Online Bewerbung restlos überzeugen soll, müssen Sie auf verschiedenste Dinge achten. Karrieresprung zeigt Ihnen die wichtigsten:

  • E-Mail-Adresse

    Richten Sie sich eine seriöse E-Mail-Adresse ein, sofern Sie noch keine haben. Absender wie MisterBoombastic@gmail.de oder HeißeBiene123@gmx.de kommen bei Personalentscheidern nur bedingt gut an. In Wahrheit vermitteln sie mangelnde Professionalität.

    Nichts falsch machen können Sie mit vorname.Nachname@Provider.de. Wenn Sie einen Allerweltsnamen wie Meier, Müller, Schmitz oder Öztürk haben, müssen Sie wahrscheinlich improvisieren, da viele Adressen schon vergeben sind. Eine Zahlenkombination hinter dem Namen könnte die Lösung sein. Beispiel: ronald.meyer1976@provider.de.

    Eine seriöse E-Mail-Adresse brauchen Sie in jedem Fall. Bei der E-Mail-Bewerbung verschicken Sie von ihr die Bewerbung, im Online-Formular müssen Sie ebenfalls eine Adresse angeben, über die Sie erreichbar sind. Auf diesem Wege erreicht Sie auch die Nachricht, ob Sie eine Runde weiter gekommen oder aus dem Rennen geflogen sind.

    Und achten Sie außerdem darauf, dass Sie überall im Bewerbungsprozess die gleiche E-Mail-Adresse angeben.

  • Dokumente

    Wichtig: Loggen Sie sich erst ins Online-Formular ein, wenn Sie alle wichtigen Dokumente überarbeitet und aktualisiert haben. Dazu zählen insbesondere das Anschreiben und der Lebenslauf. Denken Sie auch an die Zeugnisse und mögliche Empfehlungsschreiben.

    Im Optimalfall halten Sie alle Dokumente einzeln vor und führen Sie außerdem einmal zu vollständigen Bewerbungsunterlagen in einem PDF zusammen. So sind Sie auf alle Eventualitäten vorbereitet.

  • Online-Profil

    Achtung, Stalker im Anmarsch! Ernsthaft: Wenn Sie eine Bewerbung abschicken, lenken Sie die Aufmerksamkeit des Personalbüros auf sich. Das bedeutet konkret, dass der Personaler mit ziemlich großer Wahrscheinlichkeit im Internet nach Ihnen suchen wird. Schließlich kann er alle verfügbaren Informationen gut gebrauchen, um sie zu einem möglichst vollständigen Bild über Ihre Person zusammenzufügen.

    Googeln Sie sich also ruhig mal selbst und schauen sie, was die Suchmaschine auf Seite eins über Sie ausspuckt. Bei allen Treffern, die Sie aktiv verändern können, sollten Sie das auch tun. Das werden hauptsächlich Ihre sozialen Profile sein: Xing, Linkedin, Facebook, Twitter oder auch Ihre private Homepage.

    Legen Sie vor allem Wert auf die Business-Profile Xing und Linkedin und aktualisieren Sie diese. Sie können neue Stationen hinzufügen, Referenzen oder Arbeitsproben. Tipp: Wenn Ihr Xing-Profil gut gepflegt und vorzeigbar ist, sollten Sie es ruhig für alle User im Netz öffentlich sichtbar machen. Das können Sie in den Xing-Einstellungen festlegen.

Die 8 besten Tipps zur Online-Bewerbung

Einsteiger-Hinweis: Füllen Sie im Online-Formular unbedingt alle Felder aus! Eine freies Feld kann zur Absage führen. Vielleicht sortiert Sie der Computer einfach aus – und verhindert so, dass je ein Mensch aus Fleisch und Blut Ihre Bewerbung zu Gesicht bekommt. Im Normalfall kommen Sie aber erst gar nicht weiter zum nächsten Bildschirm, wenn Sie ein Pflichtfeld freilassen.

Darum sollten Sie als Erstes alle Informationen aktualisieren und sammeln – alles, was für die Bewerbung wichtig sein könnte, also auch Angaben zu Ausbildung, Zusatzqualifikationen und bisherigen Jobs.

Wichtig sind außerem diese Hinweise:

  1. Anschreiben

    Auch bei der Online-Bewerbung darf ein individuelles Anschreiben nicht fehlen. Eruieren Sie den Ansprechpartner im Unternehmen und richten das Anschreiben persönlich an ihn oder sie – auch wenn Sie das Anschreiben im Online-Formular eintragen. Auch Datum und Betreffzeile bitte noch mal kontrollieren, sollten Sie das Anschreiben im Online-Formular hochladen müssen. Der Personaler sollte nicht den Eindruck gewinnen, es hier mit einer Massenbewerbung zu tun zu haben.

  2. Unterschrift

    Die Unterschrift ist ein klassischer Bestandteil der Bewerbung. Machen Sie sich die Mühe, Ihre Unterschrift einzuscannen und Sie in Ihre Bewerbung zu transferieren. Oder Sie drucken die Bewerbung aus, unterschreiben und scannen sie wieder ein. Je nachdem, was einfacher für Sie ist und besser aussieht (könnte von Ihrem Equipment abhängen). Auch bei Online-Bewerbungen gehört eine Unterschrift dazu.

  3. Vorschreiben

    Sie können die einzelnen Felder im Online-Formular ruhig vorschreiben. So vermeiden Sie einfache und Flüchtigkeitsfehler. Noch besser, Sie lassen die Textbausteine noch einmal von einem Freund oder Verwandten gegenlesen. Und noch ein Tipp: Verzichten Sie vorsichtshalber auf Sonderzeichen wie das Euro- oder Prozent-Symbol. Die könnten zu Formatierungsfehlern – und Missverständnissen – führen. Schreiben Sie also Euro und Prozent einfach in Buchstaben aus.

  4. Freitextfelder

    In der Regel müssen Sie im Online-Formular verschiedene Freitextfelder ausfüllen – eventuell auch das Anschreiben. Achten Sie vor allem auf Zeichenbegrenzungen, die verhindern könnten, dass Ihr ganzes Anschreiben hineinpasst. In dem Fall müssen Sie clever und sinnvoll kürzen. Auch gut: Absätze, Spiegelstriche und Gliederstriche einbauen, um den Text zu strukturieren und übersichtlich zu gestalten.

  5. Anhänge

    Auf der einen Seite muss die Online Bewerbung vollständig sein. Auf der anderen Seite sollten Sie sie nicht überladen. Begrenzen Sie die Empfehlungsschreiben also auf maximal drei und nehmen Sie nur die Arbeitszeugnisse der letzten drei Stationen auf. Das Bewerbungsfoto integrieren Sie in den Lebenslauf. Alle Dokumente fassen Sie dann in einem PDF zusammen, um dem Personaler die Durchsicht zu erleichtern.

  6. Dateigröße

    Die meisten Bewerbungsformulare haben eine Begrenzung, was die Größe der Uploads betrifft. Diese kann zum Beispiel bei 1 MB pro Datei liegen oder bei 5 MB für alle Anhänge zusammen. Sie müssen also Ihre Unterlagen so komprimieren, dass sie das Maximum nicht überschreiten. Das gelingt mit Tools wie SmartPDF oder PDF24. Wenn das nicht hilft, müssen Sie Ihre Dateien verringern – gerade Bilddateien, Arbeitsproben oder Zeugnisse benötigen viel Speicherplatz. Vielleicht genügt es schon, eine oder zwei Arbeitsproben komplett wegzulassen.

  7. Dateiname

    Eine vermeintliche Kleinigkeit, die Ihnen aber auf die Füße fallen könnte. Geben Sie den Dateien, die Sie hochladen wollen, vernünftige Namen. Noch besser als anschreiben.pdf wäre zum Beispiel der Dateiname anschreiben.eva.mustermann.pdf. So kann der Empfänger Ihre Bewerbung leichter erfassen und im System einsortieren. Am besten bringen Sie sogar den Namen des potenziellen Arbeitgebers und die ausgeschriebene Stelle im Dateinamen unter. Das zeigt dem Personaler, dass die Datei speziell für ihn angefertigt wurde.

  8. Spamfilter

    Sobald Sie die Bewerbung abgeschickt haben, läuft die Zeit. Als Nächstes sollte eine Empfangsbestätigung in Ihrem Posteingang landen. Für Sie ist das ein gar nicht so unwichtiger Hinweis, das Ihre Bewerbung eingegangen ist. Jetzt können Sie abwarten, bis sich das Unternehmen wieder bei Ihnen meldet – mit einer Einladung zum Vorstellungsgespräch oder einer Absage. Tipp: Kontrollieren Sie regelmäßig Ihren Spam-Ordner, damit Ihnen die Nachricht nicht durch die Lappen geht.

Das sind die Vorteile einer Online-Bewerbung

Die Online Bewerbung ist auf dem Vormarsch. Die Unternehmen, die noch ausschließlich auf Papier setzen, kann man bald vermutlich an einer Hand abzählen. Immerhin bietet eine Online Bewerbung unbestrittene Vorzüge, sowohl für das Unternehmen als auch für die Bewerber:

  • Zeit

    Eine Online-Bewerbung können Sie immer und überall abschicken: frühmorgens, nachts, am Wochenende. Sie müssen nicht darauf warten, bis die Postfiliale wieder öffnet, um die Unterlagen an den Arbeitgeber zu versenden. Auch der Arbeitgeber kann seine Antwortmails ganz unkompliziert durchs Internet schicken.

  • Kosten

    Für Sie als Bewerber fallen keine Kosten für Porto, Briefumschlag und Bewerbungsmappe an. Auch der Arbeitgeber kann sich das Porto sparen. Die zusätzlichen Kosten für Strom und WLAN sind dagegen zu vernachlässigen.

  • Empfänger

    Die Unterlagen, die Sie über ein Online-Formular verschicken, können im Prinzip nicht verloren gehen (es sei denn, Sie landen im Spam-Ordner). Und sie erreichen automatisch die richtige Stellen. Eine große Hilfe! Das ist auch für den Arbeitgeber eine Erleichterung.

  • Update

    Viele Unternehmen machen es möglich, dass sich der Bewerber über den Bewerbungsstatus informiert. Er kann sich einloggen und sieht, wie weit fortgeschritten er ist. Das ist zwar noch nicht überall möglich. Und es macht auch den Prozess zwar nicht schneller, aber transparenter.

Checkliste: Das sind die größten Fehler!

Online Bewerbung Das sind die groessten Fehler
Die größten Fehler bei der Online Bewerbung sind:

  • Unvollständige Angaben und fehlende Anlagen
  • Tippfehler und Rechtschreibfehler
  • Zu große Dateianhänge
  • Unseriöse oder infantile E-Mail-Adresse
  • Häufige Benutzung von Abkürzungen
[Bildnachweis: Roman Samborskyi by Shutterstock.com]

Kündigungsfristen für Arbeitnehmer und Arbeitgeber

Kündigungsfristen Arbeitnehmer Arbeitgeber Arbeitsvertrag

Die Kündigungsfristen sind gesetzlich vorgegeben. Kein Unternehmen kann Sie von heute auf morgen vor die Tür setzen. Umgekehrt können Sie auch Ihrem Arbeitgeber nicht urplötzlich den Rücken kehren. Aber wie lange dauert es von der Kündigung bis zum letzten Arbeitstag? Wie lange ist ist die Kündigungsfrist bei einer Betriebszugehörigkeit von drei Jahren? Und wie lange ist die gesetzliche Kündigungsfrist bei 20 Jahren? Alles, was Arbeitnehmer und Arbeitgeber zum Thema Kündigungsfristen wissen müssen…

Gesetzliche Kündigungsfristen für Arbeitnehmer und Arbeitgeber

Bei einer ordentlichen Kündigung sind die gesetzlichen Kündigungsfristen einzuhalten. Sie gelten für Arbeitnehmer wie für Arbeitgeber und sind im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) § 622 geregelt.

Die sogenannte Grundkündigungsfrist beträgt vier Wochen zum 15. eines Monates oder zum Monatsende. Diese gilt für jeden Arbeitnehmer – mit Ausnahme derer, mit denen vertraglich etwas anderes vereinbart wurde. So können beispielsweise Kleinbetriebe, die weniger als 20 Arbeitnehmer ausschließlich der Azubis beschäftigen, durch eine individuelle Vereinbarung im Arbeitsvertrag festhalten, dass die vierwöchige Kündigungsfrist durch den Arbeitnehmer nicht nur zum 1. und 15. eines Monats vollzogen werden kann, sondern ohne festen Kündigungstermin.

Weniger als vier Wochen darf die Kündigungsfrist aber auch hier nicht betragen. Sie können als Arbeitnehmer also bei Ihrem Arbeitgeber vier Wochen vorher die Kündigung einreichen – unabhängig davon, wie lange Sie schon beschäftigt sind.

Umgekehrt gilt dies nicht. Will der Arbeitgeber einem Mitarbeiter kündigen, ist die Dauer der Betriebszugehörigkeit die entscheidende Größe. So beträgt die gesetzliche Kündigungsfrist für Arbeitgeber

  • einen Monat zum Ende eines Kalendermonats bei einer Betriebszugehörigkeit von zwei Jahren
  • zwei Monate zum Ende eines Kalendermonats bei einer Betriebszugehörigkeit von fünf Jahren
  • drei Monate zum Ende eines Kalendermonats bei einer Betriebszugehörigkeit von acht Jahren
  • vier Monate zum Ende eines Kalendermonats bei einer Betriebszugehörigkeit von zehn Jahren
  • fünf Monate zum Ende eines Kalendermonats bei einer Betriebszugehörigkeit von zwölf Jahren
  • sechs Monate zum Ende eines Kalendermonats bei einer Betriebszugehörigkeit von 15 Jahren
  • sieben Monate zum Ende eines Kalendermonats bei einer Betriebszugehörigkeit von 20 Jahren

Eine Ausnahme bilden Aushilfstätigkeiten, die nicht länger als drei Monate ausgeübt werden. Hier kann im jeweiligen Arbeitsvertrag eine kürzere Kündigungsfrist als die gesetzliche festgelegt werden.

Kündigungsfristen Probezeit: Wann kann ich kündigen?

Die Probezeit ist schon dem Namen nach eine Ausnahme: eine Zeit, in der sich der Arbeitnehmer bewähren soll und muss. Sie dient dazu, dass sich beide Seiten näher kennenlernen.

In Wahrheit bringt sie in erster Linie dem Unternehmen Vorteile. Es kann sich schnell eines neuen Mitarbeiters entledigen, sollte sich herausstellen, dass dieser für die Stelle untauglich – oder charmanter ausgedrückt: nicht so prädestiniert wie erhofft – ist.

Aber: Auch in der Probezeit kann das Unternehmen einen Arbeitnehmer nicht von heute auf morgen vor die Tür setzen. Es gilt eine verkürzte Kündigungsfrist von zwei Wochen – sowohl für den Arbeitnehmer als auch für den Arbeitgeber.

Entscheidend ist dabei, wann die Kündigung der Gegenseite zugeht. Dies muss innerhalb der Probezeit erfolgen. Möglich ist es demzufolge auch, am letzten Tag der Probezeit zu kündigen und den Arbeitsvertrag somit zwei Wochen nach der Probezeit zu beenden.

Eine Ausnahme ist die außerordentliche fristlose Kündigung. In diesem Fall gibt es keine Kündigungsfrist.

Kündigungsfristen Arbeitsvertrag: Welche Regelungen können enthalten sein?

Die gesetzlichen Kündigungsfristen stehen im Bürgerlichen Gesetzbuch. Sie sind allgemeingültig. Das heißt aber nicht, dass alle zusätzlichen Klauseln zur Kündigungsfrist im Arbeitsvertrag unwirksam sein müssen – manche sind es aber durchaus. Schauen Sie also genau in Ihren Arbeitsvertrag.

So darf zum Beispiel die Kündigungsfrist für Arbeitnehmer nie unterhalb der gesetzlichen Kündigungsfrist von vier Wochen liegen. Ein Arbeitgeber kann nicht einfach eine Kündigungsfrist von einer, zwei oder drei Wochen in den Arbeitsvertrag aufnehmen. Tut er es doch, ist die Klausel unwirksam.

Im entgegengesetzten Fall ist eine Verlängerung sehr wohl möglich. So kann beispielsweise die Kündigungsfrist des Arbeitnehmers an die des Arbeitgebers angepasst werden. Dann muss auch der Arbeitnehmer bei einer langjährigen Betriebszugehörigkeit eine mehrmonatige Kündigungsfrist einhalten – nicht allein das Unternehmen. So ist es speziell bei Führungskräften keine Seltenheit, dass in ihren Arbeitsverträgen eine mehrmonatige Kündigungsfrist festgeschrieben wird.

Aber Achtung: Über die Kündigungsfrist des Unternehmens hinausgehen darf sie nicht. Und zu lang sein darf sie ebenfalls nicht. So entschied das Bundesarbeitsgericht in einem Urteil 2017, dass eine dreijährige Kündigungsfrist eine unangemessene Benachteiligung des Arbeitnehmers und damit unwirksam sei. Sie verstoße gegen Paragraph 307 des Bürgerliches Gesetzbuches (BGB), weil sie die im Grundgesetz geschützte Berufsausübungsfreiheit verletze. Steht eine solche Klausel in Ihrem Arbeitsvertrag, ist sie unwirksam. Sprechen Sie im Zweifelsfall Ihren Rechtsanwalt darauf an.

Bei aller Fairness und Chancengleichheit: Eine verlängerte Kündigungsfrist hat für Sie als Arbeitnehmer natürlich Nachteile. Sie können nicht so schnell den Arbeitsplatz wechseln, um eine neue Herausforderung anzunehmen. Ein möglicher Einkommensverlust!

Arbeitgeber hingegen können länger und besser planen, ihre Personalplanung profitiert insgesamt. Andererseits können kurze Kündigungsfristen in Zeiten des War for Talents durchaus auch ein Argument sein, das Unternehmen bei der Verhandlung mit Fachkräften in die Waagschale werfen können.

Kündigungsfristen Tarifvertrag: Das gilt im Öffentlichen Dienst

Auch in Tarifverträgen finden sich mitunter spezielle Regelungen und Hinweise zu Kündigungsfristen. Ein genauer Blick lohnt sich!

Achtung: Anders als im Arbeitsvertrag können die tariflichen Kündigungsfristen deutlich verkürzt sein. Dabei können sie auch von den gesetzlichen Kündigungsfristen abweichen.

Der Tarifvertrag für den Öffentlichen Dienst (TVÖD) etwa unterscheidet zwischen befristeten und unbefristeten Arbeitsverträgen.

Diese Kündigungsfristen gelten laut Tarifvertrag für unbefristete Verträge:

  • zwei Wochen Kündigungsfrist zum Monatsende bei einer Betriebszugehörigkeit von weniger als sechs Monaten
  • ein Monat Kündigungsfrist zum Monatsende bei einer Betriebszugehörigkeit von bis zu einem Jahr
  • sechs Wochen Kündigungsfrist zum Quartalsende bei einer Betriebszugehörigkeit zwischen einem und fünf Jahren
  • drei Monate Kündigungsfrist zum Quartalsende bei einer Betriebszugehörigkeit zwischen fünf und acht Jahren
  • vier Monate Kündigungsfrist zum Quartalsende bei einer Betriebszugehörigkeit zwischen acht und zehn Jahren
  • fünf Monate Kündigungsfrist zum Quartalsende bei einer Betriebszugehörigkeit zwischen zehn und 15 Jahren
  • sechs Monate Kündigungsfrist zum Quartalsende bei einer Betriebszugehörigkeit von mehr als zwölf Jahren

Diese Kündigungsfristen gelten laut Tarifvertrag für befristete Verträge:

  • zwei Wochen Kündigungsfrist zum Monatsende bis zum Ablauf der Probezeit
  • vier Wochen Kündigungsfrist zum Monatsende bei einer Betriebszugehörigkeit von mehr als sechs Monaten
  • sechs Wochen Kündigungsfrist zum Monatsende bei einer Betriebszugehörigkeit von mehr als einem Jahr
  • drei Monate Kündigungsfrist zum Quartalsende bei einer Betriebszugehörigkeit von mehr als zwei Jahren
  • vier Monate Kündigungsfrist zum Quartalsende bei einer Betriebszugehörigkeit von mehr als drei Jahren

Kündigungsfristen berechnen: So geht’s

Eine Kündigung bedarf der Schriftform. Und auf der schriftlichen Kündigung steht immer eine Datumsangabe. Also ist es doch logisch, dass dieses Datum maßgebend für die Berechnung der Kündigungsfrist ist, oder?

Antwort: Nein. Es könnte ja sein, dass der Arbeitgeber das Kündigungsschreiben schon vor zwei Monaten erstellt und jetzt erst wieder aus der Schublade gezaubert hat. Oder dass er das Datum absichtlich zurückdatiert hat. Oder dass er sich beim Datum schlicht geirrt hat. Oder…

Das heißt: Das Datum auf dem Kündigungsschreiben spielt für die Berechnung der Kündigungsfrist keine Rolle. Entscheidend ist alleine, wann die Kündigung beim Empfänger als zugestellt gilt.

Die nächste Frage aber lautet: Zu welchem Zeitpunkt gilt eine Kündigung als erklärt und zugestellt?

Hierbei ist entscheidend, wann der Mitarbeiter die Information der Kündigung tatsächlich erhält. Wird die Kündigung persönlich überreicht, ist die Antwort klar. Aber was, wenn das Dokument mit der Post verschickt wurde? Das ist schon kniffliger. Die Rechtsprechung geht davon aus, dass die Kündigungsfrist beginnt, wenn das Schreiben in den Machtbereich des Empfängers gelangt ist.

Das klingt kompliziert, ist aber ganz einfach. Wenn die Kündigung im Briefkasten des Mitarbeiters liegt, hat sie dessen Machtbereich erreicht. Es bringt also nichts, wenn Sie den Brief mit dem Kündigungsschreiben gar nicht erst öffnen – er gilt dennoch als zugestellt.

Aber sogar der genaue Zeitpunkt spielt eine Rolle. Wenn die Kündigung bis zum Nachmittag eintrifft, beginnt die Kündigungsfrist normalerweise noch am gleichen Tag. Denn der Arbeitnehmer hatte ja die Möglichkeit, seinen Briefkasten zu kontrollieren. Wird sie am Abend zugestellt, geht man davon aus, dass die Kündigung erst am nächsten Tag beim Empfänger eingeht.

Und dann wäre da noch der Wochentag: Wenn die Kündigung an einem Samstagabend eingeht, gilt sie üblicherweise erst am Montagmorgen als zugestellt. Am Montag beginnt damit die Kündigungsfrist. Denn Gerichte gehen davon aus, dass Briefkästen samstagabends und sonntags nicht regelmäßig geleert werden.

Kompliziert, nicht wahr? Als Faustregel können Sie sich merken, dass die Kündigungsfrist meist an dem Tag beginnt, nach dem ein Mitarbeiter die Kündigung erhalten hat. Beispiel: Die Kündigung wird am 5. August ausgesprochen und zugestellt. Dann ist der 6. August der erste Tag der Kündigungsfrist.

Beginn Kündigungsfrist berechnen: 4 Beispiele

Hier sind einige Beispiele, wie Sie den Beginn der Kündigungsfrist berechnen können:

  1. Beginn Kündigungsfrist berechnen: Beispiel 1

    Sie werden von Ihrem Chef in sein Büro zitiert. Dort überreicht er Ihnen persönlich die schriftliche Kündigung. Die Kündigungsfrist beginnt somit ab dem nächsten Tag.

  2. Beginn Kündigungsfrist berechnen: Beispiel 2

    Das Unternehmen verschickt die Kündigung schriftlich am 10. April. Das ist ein Mittwoch. Am Donnerstagvormittag wird das Kündigungsschreiben zugestellt und landet in Ihrem Briefkasten. Sie haben den ganzen Tag Zeit, diesen zu leeren. Dadurch gilt die Kündigung am Donnerstag als zugestellt – unabhängig davon, ob Sie das Dokument wirklich gelesen haben oder nicht.

  3. Beginn Kündigungsfrist berechnen: Beispiel 3

    Der Chef wirft die Kündigung persönlich in Ihren Briefkasten. Das tut er am 15. Februar – einem Samstagabend – um 22.00 Uhr. Sie gehen nicht davon aus, zu dieser Zeit noch Post zu erhalten. Man kann von Ihnen nicht erwarten, den Briefkasten zu kontrollieren. Die Kündigung gilt somit erst am Montag, den 17. Februar, als zugestellt.

  4. Beginn Kündigungsfrist berechnen: Beispiel 4

    Der Briefträger verspätet sich und wirft die Kündigung erst am Dienstagabend um 20.30 Uhr in Ihren Postkasten. Zu dieser Uhrzeit kann niemand von Ihnen verlangen, noch einmal nach der Post zu schauen. Die Kündigung gilt damit erst am Mittwoch als zugestellt.

Berechnung Kündigungsfrist: Beispiel

Wann endet das Arbeitsverhältnis genau? Dabei kommt es immer wieder zu Ungereimtheiten und Missverständnissen. Grundsätzlich ist es nicht ganz unwichtig, zu welchem Zeitpunkt die Kündigung ausgesprochen wird. Die Dauer bis zum Ende des Arbeitsverhältnisses kann sich dadurch spürbar verlängern oder verkürzen.

Außerdem haben Sie als Arbeitgeber die Möglichkeit, Klage vor dem Arbeitsgericht einzureichen, sollte der Arbeitgeber die Kündigungsfrist falsch berechnet haben.

Hier sind einige Beispiele für die Berechnung der Kündigungsfrist:

  • Berechnung Kündigungsfrist Beispiel 1

    Sie erhalten von Ihrem Arbeitgeber am 1. Juni eine Kündigung. Ihr Arbeitsverhältnis besteht zu diesem Zeitpunkt noch keine zwei Jahre. Somit gilt die Grundkündigungsfrist von vier Wochen zum 15. eines Monats oder zum Monatsende. Unter Berücksichtigung der vierwöchigen Kündigungsfrist endet das Arbeitsverhältnis am 30. Juni.

  • Berechnung Kündigungsfrist Beispiel 2

    Sie erhalten das Kündigungsschreiben von Ihrem Arbeitgeber am 6. November. Ihr Arbeitsverhältnis besteht mehr als zwei Jahre. Der Arbeitgeber kann mit einer Kündigungsfrist von einem Monat bis zum Ende eines Kalendermonats kündigen, aber nicht mehr bis zum 15. eines Monats. Weil in diesem Fall der November schon angebrochen ist, ist der mögliche Kündigungstermin der 31. Dezember 2019. Der Zeitraum zwischen Kündigung und dem Ende des Arbeitsverhältnisses ist somit einen ganzen Monat länger. Das wäre im Übrigen auch dann der Fall gewesen, wenn die Kündigung schon am 1. November zugestellt worden wäre. Die Kündigungsfrist beginnt erst am Tag danach, der Kündigungstermin wäre dann ebenfalls der 31. Dezember gewesen.

  • Berechnung Kündigungsfrist Beispiel 3

    Sie erhalten die Kündigung am 12. Oktober. Das Arbeitsverhältnis mit Ihrem Arbeitgeber besteht schon mehr als fünf Jahre. Die gesetzliche Kündigungsfrist beträgt zwei Monate zum Ende eines Kalendermonats. In diesem Fall endet die Kündigungsfrist am 31. Dezember.

  • Berechnung Kündigungsfrist Beispiel 4

    Sie erhalten die Kündigung von Ihrem Arbeitgeber am 7. März. Ihr Arbeitsverhältnis dauert schon mehr als acht Jahre, so dass die Kündigungsfrist drei Monate zum Ende eines Kalendermonats beträgt. Dadurch endet die Kündigungsfrist in diesem Fall erst am 30. Juni.

Warum gibt es Kündigungsfristen überhaupt?

Warum gibt es gesetzliche Kündigungsfristen Arbeitnehmer Arbeitgeber
Kündigungsfristen sind nichts Selbstverständliches. In den USA etwa sind unsere großzügigen Regelungen weitgehend unbekannt. Es gilt das Prinzip Hire-and-fire, Arbeitnehmer können jederzeit vor die Tür gesetzt werden – oder selbst von einem Tag auf den anderen wechseln.

In Deutschland gelten Kündigungsfristen dem Arbeitnehmerschutz. Der Beschäftigte soll vor Arbeitslosigkeit ein Stück weit abgesichert werden. Vor allem vergrößern Kündigungsfristen seine Planungssicherheit.

Grundsätzlich muss jedes Unternehmen, das einem Arbeitnehmer kündigen will, die jeweiligen Kündigungsfristen einhalten. Umgekehrt gilt das auch. Die Kündigungsfristen sind aber keineswegs immer einheitlich. Es gibt für beide Seiten einiges zu beachten.

Die Kündigungsfrist bezeichnet dabei den Zeitraum zwischen dem Aussprechen bzw. Zustellen der Kündigung und dem offiziellen Ende des Arbeitsverhältnisses. In der Realität liegen mehrere Wochen dazwischen.

Der offensichtliche Vorteil aus Arbeitnehmersicht: Sie erhalten weiterhin Ihr Gehalt und haben Zeit, sich auf die neue Situation einzustellen – indem sie zum Beispiel die Suche nach einem neuen Job starten. Arbeitgeber wiederum können die Zeit nutzen, um Ausschau nach einem Nachfolger zu halten. Währenddessen steht Ihnen die Arbeitskraft weiterhin zur Verfügung.

Kündigungsfristen Arbeitnehmer: 6 Dinge, die Sie noch erledigen sollten

Bevor Sie das Unternehmen endgültig verlassen, sollten Sie klar Schiff machen. Kündigung vorbereiten – das sind die wichtigsten Etappen:

  • To-do-Liste

    Was sind Ihre wichtigsten Projekte? Was müssen Sie unbedingt noch abarbeiten? Mit wem ein Gespräch führen? Erstellen sie eine Liste, auf der Sie alle Projekte und Aufgaben notieren, an denen Sie gegenwärtig arbeiten. Diese Liste arbeiten Sie konsequent ab. So kann Ihnen niemand nachsagen, sich nicht bis zum Schluss für die Firma engagiert zu haben.

  • übergabe

    Wenn Sie eine blitzsaubere Übergabe hinlegen, werden Sie in guter Erinnerung bleiben. Das könnte Ihnen später noch von Nutzen sein. In erster Linie aber ist es einfach nur anständig. Erstellen Sie also gut sortierte Übergabeprotokolle für Ihren Nachfolger. Wenn dieser schon feststeht, können Sie ihn direkt einarbeiten.

  • Ordnung

    Räumen Sie Ihre Sachen aus dem Schrank. Alte Unterlagen, Bilder, Dokumente, Nippes. Auch auf Ihrem Rechner sollten Sie vor Ihrem Abschied Ordnung schaffen. Dateien, die Sie nicht mehr brauchen, löschen sie. Und vergessen Sie nicht, Ihre eigenen Dateien abzuspeichern und mitzunehmen oder in die Cloud zu transferieren – zum Beispiel Fotos.

  • Netzwerk

    Vielleicht kommt bei Ihnen in den letzten Wochen Wehmut auf. So viele nette Menschen, die Sie nun nicht mehr so oft sehen werden. Sie sollten aber auch pragmatisch denken. Je mehr Kontakte in Ihrem Netzwerk, desto hilfreicher für Sie. Nutzen Sie die verbleibende Zeit, um sich mit Ihren Noch-Kollegen zu vernetzen – wenn Sie es nicht schon sind. Das ist heute dank sozialer Medien ganz einfach. Einfach Kontaktanfrage via Xing, Linkedin oder Facebook schicken – oder der jeweiligen Person auf Twitter, Instagram oder Snapchat folgen. Für alle, die weniger Social-Media-affin sind, tut es der gute alte Nummerntausch. Klar ist auch: Sie müssen sich nicht mit JEDEM vernetzen. Nutzen Sie die Gelegenheit, um die Verbindung zu toxischen Menschen endgültig zu kappen!

  • Arbeitszeugnis

    Arbeitszeugnisse sind für Ihren weiteren Werdegang nicht unerheblich. Zukünftige Unternehmen werden einen genauen Blick darauf werfen, bevor sie Sie einstellen. Vereinbaren Sie daher am besten ein persönliches Gespräch mit Ihrem Vorgesetzten, in dem Sie alle offenen Fragen klären und sich für die gute Zusammenarbeit bedanken. Bei der Gelegenheit bitten Sie ihn auch um ein Arbeitszeugnis. Wenn Sie einen guten Draht haben, können sie ihm auch anbieten, das Zeugnis selbst zu formulieren.

  • Abschied

    Abschied ist schwer. Aber er kann auch ganz nett sein. Nämlich dann, wenn Sie alle Kollegen noch einmal zu einem kleinen Umtrunk in geselliger Runde einladen. Planen Sie den Abschiedsveranstaltung ruhig bis ins Detail – und legen Sie sie auf einen Tag, an dem möglichst viele Kollegen anwesend sind.

Kündigungsfrist einhalten: Kündigungsschreiben zum Download

Ein kostenloses Kündigungsschreiben als Word-Vorlage können Sie hier herunterladen.
Ein kostenloses Kündigungsschreiben als PDF-Vorlage können Sie hier herunterladen.

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Arbeitszeugnis Formulierungen: Was sie wirklich bedeuten

Arbeitszeugnis Formulierungen sind nicht immer das, was sie zu sein scheinen. Harte Kritik werden Sie in keinem Arbeitszeugnis sehen. Sie ist nämlich gar nicht zulässig. Umso wichtiger ist es, all die kleinen Gemeinheiten und Seitenhiebe erkennen zu können, die Ihnen der Vorgesetzte zwischen den Zeilen mitgegeben hat. Arbeitszeugnis Formulierungen: Das bedeuten sie wirklich…

Arbeitszeugnis Formulierungen: Das ist nicht erlaubt!

Laut Gewerbeordnung muss ein Arbeitszeugnis zwei Bedingungen erfüllen. Das Zeugnis muss…

  • wahr sein.
  • wohlwollend sein.

Offene Kritik ist damit tabu – versteckte hingegen nicht. Als Konsequenz hat sich in den letzten Jahrzehnten eine regelrechte Geheimsprache für Arbeitszeugnisse herausgebildet. Personaler können anhand der allgemein gehaltenen Formulierungen meist direkt entschlüsseln, was wirklich gemeint ist. Dabei gibt es allerhand Chiffren und Codes, die den unbedarften Leser bisweilen in die Irre führen.

Auch für die Bewerber selbst ist es wichtig, die wirklichen Aussage ihrer eigenen Arbeitszeugnisse zu dekodieren. Wir zeigen Ihnen die wichtigsten…

Arbeitszeugnis Formulierungen: Das ist wichtig

Arbeitszeugnis Formulierungen: Das ist wichtigVersteckte Botschaften sind nicht das einzige, auf das es im Arbeitszeugnis ankommt. Vor allem diese Punkte sind wichtig:

  • Kompetenzen: Das Arbeitszeugnis sollte die Kernkompetenzen des Bewerbers betonen und bestätigen. Im besten Fall decken sie sich mit jenen, die in der aktuellen Stellenanzeige eingefordert werden.
  • Lebenslauf: Die Angaben im Lebenslauf sollten zu jenen im Arbeitszeugnis passen. Vor allem in punkto Zeitraum und Aufgabenbeschreibung kommt es immer wieder zu Diskrepanzen – nicht immer unabsichtlich.
  • Formalitäten: Dass ein Arbeitszeugnis formell sauber ist – mit Datum und Unterschrift etc. – sollte selbstverständlich sein. Ist es das nicht, könnte es auf mangelnde Wertschätzung – oder einen unprofessionellen Arbeitgeber hinweisen.
  • Zeitverlauf: Man kann und sollte die einzelnen Arbeitszeugnisse miteinander vergleichen. Die spannende Frage dabei: Werden die Beurteilungen im Laufe der Zeit besser oder schlechter? Sie können sich denken, was sich ein Personalverantwortlicher wünschen würde…
  • Zeugniscodes: Was verrät es über den Bewerber, wenn man im Arbeitszeugnis zwischen den Zeilen liest? Dem Thema widmen wir uns gleich noch ausführlich.

Arbeitszeugnis Formulierungen: Das bedeuten sie

Arbeitszeugnisse können wie Engelszungen klingen, aber von Teufelshand gemacht sein. Denn wie gesagt: Offene Kritik ist gesetzlich tabu, dafür müssen Codierungen herhalten. So können wohlwollend klingende Worte in Wahrheit das glatte Gegenteil meinen. Gut, wenn Sie das als Arbeitnehmer erkennen!

Arbeitszeugnisse erfüllen somit nicht allein den Zweck, die Arbeitsleistung eines Beschäftigten zu bestätigen und ihm die Jobsuche zu erleichtern. Sie können auch eine Warnung an alle anderen Unternehmen da draußen sein. „Achtung, den oder die auf keinen Fall einstellen!“

Ein kleiner Trick entlarvt viele Schreiber als Scharlatane: Achten Sie in Ihrem Arbeitszeugnis auf doppeldeutige Aussagen und kehren Sie sie in ihr Gegenteil um.

Ein paar Beispiele für Arbeitszeugnisse Formulierungen:

  • Er hat großes Fachwissen und gesundes Selbstvertrauen.
    Im Klartext: Er ist mega-arrogant.
  • Er war bei Kunden schnell beliebt.
    Im Klartext: Er ist in Verhandlungen nicht zu gebrauchen.
  • Es bemühte sich, den Anforderungen gerecht zu werden.
    Im Klartext: Voll-Versager!
  • Sie zeigte ein großes Einfühlungsvermögen in die Belange der Mitarbeiter.
    Im Klartext: Sie macht den Männern schöne Augen und flirtete, was das Zeug hielt.
  • Seine Geselligkeit trug zur Verbesserung des Betriebsklimas bei.
    Im Klartext: Er gönnt sich auch während der Arbeit gerne mal ein Bierchen oder Kurzen.
  • Er machte sich mit großem Elan an die ihm übertragenen Aufgaben.
    Im Klartext: Ein Chaot vor dem Herrn!
  • Sie war in der Lage, ihre Meinung zu vertreten.
    Im Klartext: Eine völlig kritikunfähige Person.
  • Er hat eine erfrischende Art im Umgang mit Vorgesetzten und Kollegen.
    Im Klartext: Umgangsformen wie aus der Gosse.
  • Er war umgänglich und kontaktbereit.
    Im Klartext: Niemand mochte ihn.
  • Sie war durch ihre Pünktlichkeit ein gutes Beispiel.
    Im Klartext: Sie konnte nur pünktlich sein – sonst konnte sie leider nichts.
  • Er verstand es, alle Aufgaben erfolgreich zu delegieren.
    Im Klartext: Er war einfach nur faul und ließ andere für sich arbeiten.
  • Sie zeigte für ihre Arbeit Verständnis und Interesse.
    Im Klartext: Was nicht heißt, dass sie auch gearbeitet hätte.
  • Wir wünschen ihm alles Gute und Gesundheit!
    Im Klartext: Er hat sie nötig, weil er andauernd krank ist.
  • Wir wünschen ihm für die Zukunft alles Gute, besonders Erfolg!
    Im Klartext: Weil er hier alles hatte, aber ganz bestimmt keinen Erfolg.

Arbeitszeugnis Formulierungen: Diese Schulnote hat Ihr Zeugnis

So ausgeklügelt ist die Zeugnissprache, dass man in ihr auch Schulnoten erkennt. Das macht es den Personalbüros noch leichter, einen Bewerber einzuordnen. Das Zünglein an der Waage sind meist die unscheinbaren Wörtchen stets, zur vollsten und zur vollen.

Immer besorgnisserregend sollte es sein, wenn sie in einem Arbeitszeugnis die Vokabel bemüht erspähen. Sie hat in der Regel nichts Gutes zu bedeuten. Wer sich bemüht, der kriegt nichts gebacken – so die Übersetzung.

So lesen Sie Schulnoten aus Ihrem Arbeitszeugnis: Sie/er erfüllte ihre/seine Aufgaben…

  • stets zur vollsten Zufriedenheit. Note 1
  • zur vollsten/stets zur vollen Zufriedenheit. Note 2
  • zur vollen Zufriedenheit. Note 3
  • zur Zufriedenheit. Note 4
  • im Großen und Ganzen zu unserer Zufriedenheit. Note 5
  • Sie/er hat sich bemüht. Note 6

Eine Schulnote kann auch in Teilbewertungen vergeben werden. Dabei sind es oft nur Nuancen, die den Unterschied zwischen sehr gut und gut ausmachen.

Arbeitszeugnis Formulierungen: Note 1

  • Sie/er erzielte herausragende Arbeitsergebnisse und zeigte außergewöhnliches Engagement.
  • Sie/er hat den Erwartungen in jeder Hinsicht und allerbester Weise entsprochen.
  • Sie/er war in höchstem Maße zuverlässig.
  • Sie/er erledigte ihre/seine Aufgaben stets selbstständig mit äußerster Sorgfalt und Genauigkeit.
  • Im Umgang mit Vorgesetzten und Mitarbeitern war sie/er stets zuvorkommend, freundlich und korrekt.
  • Sie/er verfügt über hervorragende und fundierte Fachkenntnisse.
  • Sie/er verstand es, in allerbester Weise die Kollegen zu überzeugen und zu motivieren.
  • Sie/er hat den Erwartungen in jeder Hinsicht und allerbester Weise entsprochen.
  • Wir waren mit den Leistungen in jeder Hinsicht außerordentlich zufrieden.
  • Sie/er verlässt uns auf eigenen Wunsch, was wir außerordentlich bedauern.

Arbeitszeugnis Formulierungen: Note 2

  • Sie/er erzielte beste Resultate und zeigte hohes Engagement.
  • Sie/er zeigte stets überdurchschnittliche Arbeitsqualität und Eigeninitiative.
  • Sie/er arbeitete stets zuverlässig und äußerst gewissenhaft.
  • Sie/er erledigte die Aufgaben mit äußerster Sorgfalt und Genauigkeit.
  • Ihr/sein Verhältnis zu Vorgesetzten, Mitarbeitern und Kunden war stets einwandfrei.
  • Sie/er hat den Erwartungen in jeder Hinsicht und bester Weise entsprochen.

Arbeitszeugnis Formulierungen: Note 3

  • Sie/er arbeitete gewissenhaft und zuverlässig.
  • Sie/er zeigte Engagement und Initiative.
  • Sie/er war bei der Arbeit sorgfältig und genau.
  • Sie/er erledigte die zugeteilte Arbeiten systematisch und zufriedenstellend.
  • Sie/er verfügt über solide Fachkenntnisse.
  • Ihr/sein Verhalten gegenüber Mitarbeitern, Vorgesetzten und Kunden war vorbildlich.
  • Wir waren mit ihren/seinen Leistungen jederzeit zufrieden.
  • Sie/er erfüllte die Erwartungen in jeder Hinsicht.

Arbeitszeugnis Formulierungen: Note 4

  • Sie/er hat alle übertragenen Arbeiten ordnungsgemäß erledigt.
  • Sie/er konnte die ihr/ihm übertragenen Aufgaben zu unserer Zufriedenheit erledigen.
  • Sie/er war stets mit Interesse bei der Sache.
  • Sie/er zeigte keine Unsicherheiten bei der Ausführung ihrer/seiner Aufgaben.
  • Sie/er hat alle Aufgaben mit Sorgfalt und Genauigkeit erledigt.
  • Ihre/seine Arbeitsergebnisse entsprachen den Anforderungen.
  • Ihr/sein persönliches Verhalten war insgesamt einwandfrei.
  • Sie/er hat unseren Erwartungen entsprochen.
  • Wir waren mit ihren/seinen Leistungen zufrieden.

Arbeitszeugnis Formulierungen: Note 5

  • Sie/er war um zuverlässige Arbeitsweise bemüht.
  • Sie/er hat sich im Rahmen ihrer/seiner Fähigkeiten eingesetzt.
  • Sie/er zeigte er sich den Belastungen gewachsen.
  • Sie/er hat alle Aufgaben allgemein mit Sorgfalt und Genauigkeit erledigt.
  • Sie/er zeigte nach Anleitung, Fleiß und Ehrgeiz.
  • Sie/er erledigte die Arbeiten mit Fleiß und dem Willen, sie termingerecht zu beenden.
  • Sie/er war in der Regel erfolgreich.
  • Sie/er hat sich bemüht, den Anforderungen gerecht zu werden.
  • Sie/er entsprach im Allgemeinen den Anforderungen.
  • Ihr/sein Verhalten war ohne Tadel.
  • Sie/er hat unserem Unternehmen großes Interesse entgegengebracht.
  • Sie/er hat unseren Erwartungen weitestgehend entsprochen.
  • Sie/er verläßt uns in gegenseitigem Einvernehmen.

Arbeitszeugnis Formulierungen: Hier sind noch mehr

Hier sind noch mehr Beispiele für Arbeitszeugnis Formulierungen und ihre Bedeutungen:

  • Er hat alle Arbeiten mit großem Fleiß und Interesse erledigt.
    Im Klartext: Nur erfolgreich war er dabei nicht.
  • Die ihm übertragenen Aufgaben hat er zu unserer Zufriedenheit erledigt.
    Im Klartext: Eigeninitiative zeigte er keine.
  • Sie arbeitete mit größter Genauigkeit.
    Im Klartext: Eine Pedantin, die allen den Nerv geraubt hat.
  • Sie war ihren Mitarbeitern stets eine verständnisvolle Vorgesetzte.
    Im Klartext: Sie verfügte über keinerlei Autorität.
  • Er wusste sich gut zu verkaufen.
    Im Klartext: Ein geltungssüchtiger Gernegroß, bei dem Wunschvorstellung und Realität weit auseinanderliegen.
  • Sie war stets nach Kräften bemüht, die ihr übertragenen Aufgaben zu unser Zufriedeheit zu erledigen.
    Im Klartext: Eine Nullnummer – die rhetorische Höchststrafe.
  • Er bewies großes Einfühlungsvermögen in Bezug auf die Belange der Belegschaft.
    Im Klartext: Für ihn war der Arbeitsplatz mehr ein erotischer Abenteuerspielplatz, auf dem er auf die Pirsch gehen konnte.

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Arbeitszeugnis Formulierungen: Warum die Abschlussformel so wichtig ist

Personalentscheider haben oft keine Zeit. Und was machen sie, wenn sie in Zeitnot sind? Sie überfliegen die Bewerbungsunterlagen – und gucken beim Arbeitszeugnis nur auf die letzten zwei, drei Sätze. Hier findet man die Bewertung durch den Ex-Arbeitgeber in kondensierter Form.

Der Abschlussformel kommt daher eine immer größere Bedeutung zu. Ist die Gesamtbewertung gut, handelt es sich um einen brauchbaren Kandidaten. Ist sie schlecht, kann man ihn aussortieren – und sich die Einzelheiten sparen. Zwei, drei Sätze, die über Wohl und Wehe einer Bewerbung entscheiden können.

Ein wichtiger Hinweis: Aus rechtlicher Sicht ist die Abschlussformel freiwillig. Ein Arbeitgeber ist also nicht verpflichtet, einem Mitarbeiter am Ende des Zeugnisses für seine Mitarbeit zu danken und ihm alles Gute für die Zukunft zu wünschen. Der Arbeitnehmer kann eine Abschlussformel nicht einklagen.

Das macht schon dessen Bedeutung klar: Fehlt die Abschlussformel, ist das ein schlechtes Zeichen. Vielleicht will der Arbeitgeber seinem scheidenden Mitarbeiter noch einen Leberhaken verpassen – oder er war ihm eine Abschlussformel schlicht nicht wert.

Andererseits kann man auch mit einer versteckt negativen Abschlussformel jemandem noch dezent einen Tritt in den Hintern verpassen. Beispiel:

Frau Schulze verlässt unser Unternehmen zum TT.MM.JJJJ in beiderseitigem Einvernehmen. Wir danken für ihre Mitarbeit. Weiterhin wünschen wir beruflich und privat viel Erfolg.

Viel kühler kann man eine Abschlussformel vermutlich nicht formulieren. Bedauern über ihr Ausscheiden? Kaum erkennbar. Stellt man die Sätze geringfügig um und ergänzt sie, klingen sie gleich ganz anders:

Frau Schulze verlässt unser Unternehmen zum TT.MM.JJJJ auf eigenen Wunsch. Wir bedauern ihr Ausscheiden sehr und danken ihr für ihre stets guten und engagierten Leistungen. Beruflich und privat wünschen wir weiterhin viel Erfolg und alles Gute.

Abschlussformel: Wie ist sie aufgebaut?

Abschlussformeln im Arbeitszeugnis folgen meist einem Schema. Sie sind in der Regel in diese vier Teile aufgegliedert:

  1. Trennungsgrund

    Wollte der Mitarbeiter von sich aus gehen und hat gekündigt? Darauf deutet die Formulierung auf eigenen Wunsch hin. Oder wurde er gegangen? Das ist beim Satzbaustein in gegenseitigem Einverständnis der Regelfall.

  2. Danksagung

    Unter normalen Umständen bedankt sich der Arbeitgeber für Arbeitseinsatz und gezeigte Leistungen. Doch ist die Lautstärke des Dankeschön nicht immer gleich – das kommt auf die Formulierung an. Fehlt eine Danksagung komplett, spricht das nicht für den Arbeitnehmer.

  3. Bedauern

    Gut, dass er weg ist! Das wird kein Arbeitgeber ins Arbeitszeugnis schreiben – es wäre auch gar nicht erlaubt. Aber indirekt kann die Aussage durchaus in diese Richtung gehen. Dann nämlich, wenn dem Unternehmen kein Ausdruck des Bedauerns über die Lippen bzw. die Tastatur kommt. Einen geschätzten Mitarbeiter lässt man nur ungern gehen – und drückt daher im Zeugnis sein Bedauern über dessen Weggang aus.

  4. Wünsche

    Einen Mitarbeiter dankt man normalerweise für das, was er für die Firma geleistet hat. Frau Schulze verlässt unser Unternehmen auf eigenen Wunsch, was wir sehr bedauern. Wir danken ihr für die gute Zusammenarbeit und wünschen ihr auch frü die Zukunft viel Erfolg. Das wäre eine Formulierung, mit der man sehr gut leben kann.

Arbeitszeugnis Formulierungen: Achten Sie darauf!

Nicht jeder Arbeitgeber ist ein Zeugnisprofi. Darum ist auch nicht jede unglückliche Formulierung böser Absicht entsprungen. Oft stecken einfach Unwissen, Schludrigkeit oder Bequemlichkeit dahinter. Darum ist es für Bewerber auch so wichtig, das Zeugnis nach Erhalt genau zu überprüfen.

Wenn Sie sich nichts vorzuwerfen haben und einen guten Draht zu Ihrem Chef haben, dann sprechen Sie ihn auf die ungünstigen Codes im Zeugnis an. Gut möglich, dass ein Missverständnis dahintersteckt.

Möglich ist es aber auch, dass der Arbeitgeber Ihnen nachträglich noch eins auswischen will. Aus reiner Boshaftigkeit oder weil er sauer und enttäuscht über Ihren Weggang ist. Alles ist möglich.

Bei manchen Formulierungen sollten Sie auf eine Korrektur bestehen. Schließlich werden Sie sich mit Ihren Zeugnissen noch jahrelang bewerben müssen.

  • Passiv

    Diesen Rat kennt man noch aus dem Deutsch-Aufsatz in der Schule: Verwenden Sie nicht so viele Passivsätze! Auch im Arbeitszeugnis können Sie darauf hindeuten, dass etwas nicht stimmt. Konkret: Dass es der Arbeitskraft an Eigeninitiative gemangelt hat. Die ihm übertragenen Aufgaben oder wurde damit und damit betraut – derartige Formulierungen können ein Hinweis sein. Das wirkt phlegmatisch, lust- und ambitionslos. Wenn jemand dagegen aktiv etwas gemacht, gerissen, bewerkstelligt, erreicht hat, gewinnt das Zeugnis gleich eine ganz andere Dynamik.

  • Lücken

    Lücken im Lebenslauf sind ungünstig. Im Arbeitszeugnis können sie es auch sein. Zum Beispiel dann, wenn in standardisierten Aussagen ein Element fehlt. Beispiel: Sein Verhältnis zu Vorgesetzten, Kollegen und Kunden war stets vorbildlich. Eine rundum positive Aussage. Wenn es nun heißt, sein Verhältnis zu Kollegen war stets vorbildlich, klingt das auch noch gut. Aber etwas fehlt. Möglicherweise war sein Verhältnis zu den Vorgesetzten nicht ganz so gut…

  • Richtungswechsel

    Ein Arbeitszeugnis muss wohlwollend sein. Umso härter wirken negative Formulierungen wie kein, nicht oder nie. Die sind im entsprechenden Kontext natürlich weiterhin erlaubt, aber drehen die Bewertung in eine negative Richtung. Beispiel gefällig? Seine Disziplin gab keinen Anlass zu Beanstandungen. Das wäre nicht weiter erwähnenswert, wenn es nicht irgendetwas damit auf sich hätte. Die Vermutung liegt nahe, dass es sich eben doch um einen sehr undisziplinierten Mitarbeiter gehandelt hat. Oder: Sie war nie unpünktlich und fiel auch nie durch Unbeherrschtheiten auf. Das ist schon zu offensichtlich. In Wahrheit war sie ständig unpünktlich und ein Vulkan.

  • Wesentliches

    Lesen Sie nicht nur zwischen den Zeilen. Achten Sie auch darauf, was NICHT im Arbeitszeugnis steht. Es kann entscheidend sein. Denn die Kommentare im Arbeitszeugnis sollten auch zu Ihnen und ihrer Stelle passen. Von einem Social Media Manager wird Kommunikations- und Organisationsstärke erwartet, von einem Grafikdesigner Kreativität und von einem Controller Genauigkeit. Die Kernkompetenzen solten sich in der Bewertung wiederfinden. Werden sie durch Fachfremdes ersetzt oder ganz weggelassen, kann das ein schlechtes Zeichen sein.

  • Übertreibung

    Nicht nur Hobby-Satiriker wissen: Eine Übertreibung kann eine Bewertung ins Ironische verdrehen. Er war ein außerordentlich brillanter Kopf. Wenn Sie das in Ihrem Praktikumszeugnis sehen, was denken Sie dann? Doch wohl, dass sich da jemand über Sie lustig machen wollte. Genauso kann es auch gemeint sein. Er verfügt über eine außergewöhnliche Begabung, sein Wissen mit den Kollegen zu teilen. Das ließe sich übersetzen mit Er war ein Besserwisser.

[Bildnachweis: Production Perig by Shutterstock.com]

EDV Kenntnisse: So wichtig sind sie im Lebenslauf

EDV Kenntnisse werden in unserer digitalisierten Welt immer wichtiger. Natürlich kommt es auf den Job an: In manchen Fällen reicht simples Office-Wissen, in anderen sind komplexe Big-Data-Anwendungen gefragt. Die Bandbreite ist gewaltig: Es gibt heutzutage Content-Management-Systeme, Business Intelligence-Tools, Programmiersprachen und Datenbanken, Social Media und Sicherheitsarchitekturen. Wer braucht was? Und wo im Lebenslauf gebe ich meine EDV Kenntnisse an? Karrieresprung hilft Ihnen weiter…

EDV Kenntnisse Beispiele: Welche gibt es?

Das Akronym EDV steht für „Elektronische Datenverarbeitung“. Es handelt sich im Grunde um einen Uralt-Begriff, der sich schon vor Jahrzehnten in der Bewerbersprache etabliert hat. Heute ist er ein Oberbegriff für viele einzelne IT-Kenntnisse.

Darunter fällt jegliches Know-how im Umgang mit Computern, sämtliche Skills und Qualifikationen. Es macht also auch keinen Sinn, die eigenen EDV-Kenntnisse mit einer einzigen Schulnote zusammenzufassen: „sehr gut“ oder „gut“. Bewerber sollten in ihrer Bewerbung differenzierter sein.

Unter EDV-Kenntnisse fallen insbesondere:

  • Textverarbeitungsprogramme (z.B. Microsoft Word)
  • Tabellenkalkulation (Excel)
  • Bildbearbeitungsprogramme und Grafikdesign (Photoshop)
  • Präsentationsprogramme (Powerpoint)
  • Programmiersprachen
  • Datenbankmanagement
  • Content-Management-Systeme (CMS)
  • Social Media
  • Netzwerktechnik
  • IT-Security
  • Customer-Relationship-Management-Systeme (CRM)
  • Enterprise-Resource-Planning-Systeme (ERP)
  • Unternehmenssoftware (SAP)
  • Hardware
  • Big Data
  • E-Commerce

Je mehr Einzelskills Sie mitbringen, desto größer sind Ihre EDV Kenntnisse insgesamt. Aber: Nicht jeder einzelne Punkt ist zwingend wichtig für Ihre Bewerbung.

Wenn Sie ein wahrer IT-Allrounder sind, dann ist es im Zweifel sinnvoller, sich in der Bewerbung auf die IT-Kenntnisse zu beschränken, die für den jeweiligen Job relevant sind.

Ein Programmierer braucht normalerweise keine SAP-Kenntnisse, muss dafür aber sicher im Umgang mit Programmiersprachen sein. Ein Social Media Manager muss dagegen nicht programmieren können, SEO-Wissen aber bringt ihm jede Menge Pluspunkte. Ein SEO-Experte, der zugleich ein Top-Fotograf ist und exzellent Bilder mit Photoshop bearbeiten kann, hat im Arbeitsalltag mitunter Vorteile.

Achten Sie also genau darauf, was in der Stellenanzeige gefordert wird und was im Beruf wichtig ist. Nur diese EDV-Kenntnisse sind relevant – und möglicherweise jene, die Sie so gut beherrschen, dass Ihr Arbeitgeber einen Extranutzen davonträgt. Das könnte Ihnen auch Einkommensvorteile bescheren.

EDV Kenntnisse: Wo gebe ich sie im Lebenslauf an?

Eine Bewerbung ohne EDV Kenntnisse? Das ist heutzutage schon fast ein Sonderfall – und in vielen Fällen sogar aussichtslos. Wo aber gebe ich meine EDV-Kenntnisse in der Bewerbung genau an?

Antwort: Ihre EDV-Kenntnisse gehören vor allem in den tabellarischen Lebenslauf. Bilden Sie dafür eine eigene Kategorie und listen Sie Ihre IT-Skills dort auf – wohlgemerkt nur jene, die relevant sind oder die Sie extrem gut beherrschen.

Übrigens: Sie können statt EDV Kenntnisse auch IT-Kenntnisse oder Computerkenntnisse als Oberbegriff wählen, wenn Ihnen EDV zu altbacken klingt.

Achten Sie darauf, die IT-Skills möglichst sauber zu strukturieren und zu unterteilen: in Datenverarbeitungsprogramme, Programmiersprachen usw. Bedenken Sie: Personaler mögen kaum etwas so sehr wie Übersichtlichkeit. Diese erleichtert ihnen die Arbeit – und zeigt ihnen außerdem, dass sie es mit einem strukturierten Bewerber zu tun haben.

Nur wenn EDV-Kenntnisse für den Job nicht sonderlich relevant sind, können Sie auf eine eigene Rubrik verzichten und sie mit anderen, den besonderen Fähigkeiten, zusammen einordnen. Beispiel: In einer Bewerbung für einen Nebenjob in der Gastronomie sind EDV-Kenntnisse weniger interessant. Es wäre geradezu merkwürdig, wenn Sie in Ihren Bewerbungsunterlagen extra darauf hinweisen würden.

Auch im Anschreiben können sie auf Ihre EDV-Kenntnisse eingehen – und sollten es sogar, wenn sie für die Stelle relevant sind. Dann aber bitte nicht alle Fähigkeiten herunterrattern, sondern möglichst nur eine Top-Fähigkeit herausstellen und erklären.

6 Tipps, wie Sie Ihre EDV Kenntnisse zur Geltung bringen

Wie setzen Sie Ihre EDV Kenntnisse in der Bewerbung gekonnt in Szene? Mit diesen 6 Tipps gelingt es:

  1. Abstufung

    Ein Programmierer beherrscht nicht jede Programmiersprache gleich gut. Eine Bürokraft ist nicht in allen Office-Programmen bewandert. Erleichtern Sie dem Unternehmen die Arbeit, indem Sie Ihre Fähigkeiten sinnvoll abstufen.

    Das geht mithilfe von Schulnoten oder einer Unterteilung in Grundkenntnisse, Fortgeschrittene Kenntnisse und Sehr gute, Experten– oder Hervorragende Kenntnisse.

    IT-Skills, über die Sie nicht verfügen, die aber auch gar nicht benötigt werden, lassen Sie direkt außen vor. Es wäre unklug, sich selbst die Note Sechs zu verpassen.

  2. Ehrlichkeit

    Bleiben Sie ehrlich – alles andere hilft weder Ihnen noch dem Unternehmen. Früher oder später kommt heraus, dass Sie die Programmiersprache Python gar nicht beherrschen.

    Wenn Sie den Job deshalb nicht machen können, werden Sie in ihm weder glücklich noch erfolgreich, sondern fliegen womöglich schon in der Probezeit hinaus. Das beschert Ihnen mittel- bis langfristig also nur Probleme.

    Ein bisschen Übertreibung bleibt aber natürlich erlaubt: Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob sie in der Bewerbung Ihre SAP-Kenntnisse mit einer 2 oder 3 bewerten sollen, dann wählen Sie die bessere Note. Ehrlichkeit? Ja. Understatement? Nein!

  3. Details

    Noch besser als Schulnoten sind konkrete Projekte und Erfolge. Sie haben eine eigene App entwickelt? Ein Computerspiel programmiert? Beim vorherigen Arbeitgeber ein IT-Team geleitet? Dann unbedingt rein damit in die Bewerbung. Nichts ist so effektiv wie eine gehaltvolle Referenz. Sie hat mehr Aussagekraft als eine Note, die man sich selbst gegeben hat.

    Dabei muss es sich nicht immer um die ganz großen Projekte handeln – auch kleine Erfolge können Eindruck schinden. Es kommt gut generell an, wenn Sie darlegen können, Ihre EDV-Kenntnisse schon in die Tat umgesetzt zu haben.

  4. Zeugnisse

    Eine gute Referenz ist noch wertvoller, wenn sie von einem Dritten beglaubigt wurde. Beispielsweise in Form eines Zeugnisses oder Zertfikats. Dabei kann es sich um Zeugnisse von Modulen, Abschlussarbeiten oder Kursen in der Universität oder ein Zeritfikat von Online-Anbietern wie Coursera oder Udacity handeln.

    Wenn es der Personaler schwarz auf weiß von einer unabhängigen Quelle hat, wertet das Ihre Bewerbung auf.

  5. Netzwerke

    Bringen Sie Ihre Karrierenetzwerke auf Vordermann. Tragen Sie in Ihrem Xing- oder Linkedin-Profil unbedingt Ihre EDV-Kenntnisse ein – und bereichern Sie Ihre bisherigen Arbeitsstationen mit Details Ihrer Arbeit.

    Tipp: Bei Linkedin können Kontakte Ihre Skills mit einem Klick bestätigen. Auch das beschert Ihrer Bewerbung Glaubwürdigkeit. Viele Personaler werden es sich nicht nehmen lassen, einen Blick in Ihre Profile zu werfen.

  6. Daten

    Ihre IT-Erfahrungen können Sie mit Zahlen untermauern. Denn auch im Umgang mit Computern gilt: Übung macht den Meister, langjährige Erfahrung zahlt sich aus. Wenn Sie also schon seit Kindesbeinen programmieren oder Hardwarebastler sind, dann stellen Sie den langen Zeitraum heraus.

    Oder geben Sie den Zeitraum an, in denen Sie an einem wichtigen IT-Projekt gearbeitet haben – oder wie lange Ihre IT-Weiterbildung gedauert hat.

Für wen EDV-Kenntnisse besonders wichtig sind

Heute kommt kaum noch jemand ohne EDV-Kenntnisse aus. Ingenieure brauchen sie zusehends, Betriebswirte, Steuerberater, Journalisten. Sogar Kellner und Kassierer kommen im Arbeitsalltag nicht mehr ohne elektronische Hilfsmittel aus. Es gibt natürlich weiterhin Ausnahmen, doch die werden immer rarer.

Und dennoch: In manchen Berufen sind IT-Kenntnisse in der DNA verankert, in anderen kann man sie sich „on the job“ aneignen. In folgenden Jobs brauchen Sie definitiv profunde IT-Skills – eine Auswahl:

  • Entwickler (Backend, Frontend, Mobile Full Stack)
  • Administrator (Datenbank, System)
  • Data Scientist
  • Webdesigner
  • Game Designer
  • Produktmanager
  • Devops-Spezialist
  • Marketingexperte
  • Social Media Manager
  • SAP-Berater
  • Security-Spezialist
  • Systemanalaytiker
  • SEO-Experte
  • IT-Berater
  • Cloud-Architekt
  • Business Analyst

Das sind die wichtigsten Programmiersprachen

Das sind die wichtigsten ProgrammiersprachenEin Sachbearbeiter muss nicht programmieren können, ein Entwickler schon. Laut Entwickler-Umfrage von Stack Overflow sind das wichtigsten Programmiersprachen 2018:

  • JavaScript
  • HTML
  • CSS
  • SQL
  • Java
  • Bash/Shell
  • Python
  • C#
  • PHP
  • C++
[Bildnachweis: Dean Drobot by Shutterstock.com]

Bewerbung Praktikum: So bekommen Sie die Praktikantenstelle

Bewerbung Praktikum

Das Praktikum kann ein Türöffner sein oder einfach nur eine nette Referenz im Lebenslauf. Aber dazu muss man den Praktikumsplatz erst einmal bekommen. Und das ist nicht immer ganz einfach. Die Unternehmen wollen all ihre Stellen bestmöglich besetzen – dazu zählen auch die Praktikantenstellen. Damit die Bewerbung Praktikum gelingt, sollten Bewerber folgende Punkte beachten…

Bewerbung Praktikum: Warum?

Ein Praktikum kann man aus ganz unterschiedlichen Motiven heraus absolvieren. Werden Sie sich zunächst über Ihr Motiv klar. Wollen Sie…

  • in einen bestimmten Beruf hineinschnuppern?
  • wertvolle Referenzen für den Lebenslauf sammeln?
  • einen Fuß in die Tür eines bestimmten Arbeitgebers bekommen?
  • die Vorarbeit für eine spätere Übernahme leisten?

Ansprüche und Anforderungen an ein Praktikum unterscheiden sich je nach Ausgangssituation. Auch kommt es darauf an, mit welchen Vorzügen Sie selbst als Bewerber wuchern können.

Als Schüler, der ein Schülerpraktikum absolvieren wil, haben Sie noch kaum Berufserfahrung. Das gilt auch für Studienanfänger, die dementsprechend auch noch nicht mit den verantwortungsvollsten Aufgaben betraut – und nicht so gut bezahlt werden.

Das ist bei Hochschulabsolventen mit Vorerfahrung schon ganz anders. Hier dürfen Sie mehr verlangen – sowohl in Hinsicht auf Ihre Aufgaben als auch auf die Vergütung.

Wo finde ich Praktikumsstellen?

Bevor Sie sich für eine Praktikumsstelle bewerben, sollten Sie ein wenig Recherche betreiben. In Arbeitgeberbewertungsportalen erfährt man, wie gut Unternehmen mit ihren Praktikanten umgehen und ob sich ein Praktikum wirklich lohnt, zum Beispiel auf…

Vielleicht können Sie sogar Kontakt zu ehemaligen Praktikanten aufnehmen und sie nach ihren Erfahrungen fragen. Verlassen Sie sich in keinem Fall nur auf die Erfahrungsberichte von Ex-Praktikanten auf der Unternehmenshomepage. Logisch, dass dort nur gutmeinende Stimmen zu Wort kommen.

Wenn sie einen Wunscharbeitgeber haben sollten, schauen Sie auf dessen Karriereseite nach Praktikumsstellen – oder fragen Sie ihn unverbindlich via Facebook oder Twitter danach. Signalisiert er Ihnen Möglichkeiten, können sie sich direkt dort bewerben.

Praktikumsstellen findet man unter anderem hier:

Bewerbung Praktikum: Darauf müssen Sie achten

Grundsätzlich unterscheidet sich die Bewerbung für ein Praktkikum nicht von der für eine reguläre Stelle. Anschreiben und Lebenslauf sollten Sie in beiden Fällen sehr genau und sorgfältig verfassen.

Immerhin gilt der Mindestlohn mittlerweile auch – mit Ausnahmen – für Praktikanten. Die Unternehmen sind also auch in Hinsicht auf ihre Praktikanten anspruchsvoll, wollen die besten Bewerber für sich gewinnen – sie kosten ja jetzt mehr Geld.

Der erste Tipp: Bewerben Sie sich bitte nicht für irgendein Praktikum im Unternehmen, sondern immer für ein spezielles. Entweder für genau das Praktikum, das ausgeschrieben wurde oder für genau DAS Praktikum in Ihrer Wunschabteilung in Ihrer Wunschposition. Das macht es auch dem Personaler leichter, Sie einzusortieren.

Bewerbung Praktikum: Das gehört hinein

Eine Praktikumsbewerbung ist generell genauso aufgebaut wie jede andere. Inhaltlich gehören hinein:

Die Kirsche auf der Torte wäre ein persönliches Empfehlungsschreiben, zum Beispiel von Ihrem Lehrer. Wenn Sie einen glaubwürdigen Fürsprecher haben, erhöht das Ihre Chancen.

Und unterschätzen Sie die formellen Aspekte nicht. Eine einheitliche Schriftart und ein durchgängiges Design vermitteln dem Unternehmen Genauigkeit. Achten Sie darauf!

Lassen Sie die Rechtschreibung unbedingt noch einmal prüfen – von Eltern, Geschwistern, Freunden, Kommilitonen. Und versuchen Sie, das Bewerbungsanschreiben individuell auf den jeweiligen Arbeitgeber anzupassen. Keine Massenware!

Am Ende erwähnen Sie, dass Sie sich über eine Einladung zum Vorstellungsgespräch sehr freuen würden.

Bewerbung Praktikum: Das Anschreiben

Das Anschreiben ist für jeden Bewerber eine Herausforderung. Was Sie prinzipiell nicht tun sollten: Die wichtigsten Stationen Ihres tabellarischen Lebenslaufes im Anschreiben nacherzählen. Unnötiger Ballast! Zumal Sie als Praktikant vermutlich noch gar nicht über allzu viel Berufserfahrung verfügen dürften.

Darum lautet die Devise: Motivation herausstellen! Warum wollen Sie gerade in diesem Unternehmen ein Praktikum absolvieren? In dieser Branche, in diesem Fachbereich, in dieser Position? Dabei sollten Sie Ihre Neugier herausstellen, Lernwillen, Motivation und Einsatzbereitschaft.

Machen Sie sich folgendes klar: Das Unternehmen ist kein Wohlfahrtsverein (es sei denn, Sie bewerben sich bei einem). Es würde gerne einen Vorteil davon haben, wenn es Sie einstellt. Eine Arbeitserleichterung, neue Ideen, frischen Wind. Machen Sie im Anschreiben klar, dass Sie gewillt sind, genau das beizutragen.

Falls es eine Ausschreibung für die Praktikumsstelle gibt, dann lesen Sie sie sorgfältig durch. Gehen Sie auf die Punkte ein, die dort genannt werden und wiederholen Sie auch ruhig Schlüsselbegriffe.

Diese Anforderungen müssen Sie erfüllen

Wichtig: In jeder Stellenausschreibung gibt es Kann-Anforderungen und Muss-Anforderungen. Letztere sind die entscheidenden. Hat sie der Bewerber nicht, ist er draußen.

Bei Erstgenannten dagegen wäre es nur schön, sie zu haben – eine Voraussetzung sind sie nicht. Für Sie als Bewerber ist es wichtig, die Kann- und Muss-Anforderungen zunächst aus der Stellenanzeige richtig herauszulesen.

Ihr Vorteil: An Praktikanten sind die Anforderungen gewöhnlich nicht so hoch wie an Vollzeitbeschäftigte. Aber in vielen Unternehmen sind selbst Praktikumsstellen heiß begehrt – und locken unzählige Konkurrenten an. Nicht unterschätzen!

Beispiele für Muss-Anforderungen: der Führerschein, sofern eine Mitarbeit ohne Führerschein nahezu unmöglich ist. Wenn in der Anzeige dagegen wörtlich „wünschenswert“ oder „idealerweise bringen Sie mit“ steht, dann können Sie sich trotzdem bewerben, auch wenn Sie die genannte Anforderung nicht erfüllen.

Pluspunkte bringen:

  • andere, idealerweise ähnliche Praktika
  • ehrenamtliches Engagement
  • besondere Fähigkeiten und EDV-Wissen, z.B. Programmier- oder SAP-Kenntnisse
  • Sprachkenntnisse, z.B. sehr gute Englischkenntnisse oder die Beherrschung einer außergewöhnlichen Fremdsprache

Klar ist auch, dass nicht jede Fähigkeit in jedem Praktikum von Nutzen ist. Konzentrieren Sie sich auf die Fähigkeiten, die im entsprechenden Unternehmen gefragt sind.

Bewerbung Praktikum: Der Lebenslauf

Das grundlegende Problem ist: Gerade junge Menschen haben meist noch nicht so viele Stationen und Kenntnisse gesammelt. Wie also den Lebenslauf füllen?

Zunächst mal ist das kein Grund zur Beunruhigung. Von Praktikanten wird kein üppiger Lebenslauf erwartet. Im Gegenteil, den Personalern ist sehr wohl bewusst, dass Sie noch am Anfang Ihrer beruflichen Laufbahn stehen. Ein prall gefülltes Dokument könnte da fast schon verdächtig erscheinen.

Ihr Lebenslauf muss also nicht lang sein – aber sauber und übersichtlich. Er ist optimalerweise so aufgebaut, dass Sie mit den aktuellen Stationen beginnen und sich chronologisch nach hinten arbeiten.

Diese Elemente gehören zwingend in Ihren Lebenslauf:

  • Persönliche Daten: Vorname, Nachname, Geburtstag, Geburtsort, aktuelle Adresse
  • Kontaktinformationen: Telefonnummer, Mobilnummer, E-Mail-Adresse (evtl. sogar Skype)
  • Werdegang: Besuchte Schulen und erworbene Abschlüsse
  • Fähigkeiten: EDV-Kenntnisse, Sprachkenntnisse, belegte Kurse oder Seminare
  • Interessen und Hobbys
  • Ort, Datum und Unterschrift

Angaben zu Ihren Eltern oder Geschwistern sind dagegen völlig überflüssig. Ob Ihr Vater Oberstudienrat oder Sachbearbeiter ist oder war, spielt keine Rolle.

Was dagegen relevant ist: Ihre Lieblingsfächer in der Schule. Falls Sie sich für ein Schülerpraktikum bewerben und Ihre liebsten Fächer einen Bezug zum Praktikumsplatz haben, dann geben Sie sie unbedingt an.

Das gilt auch für Interessen, Hobbys und andere Freizeitbeschäftigungen. Je besser Sie zum Unternehmen und zur Stelle passen, desto größer Ihre Chancen.

Bewerbung Praktikum: Die Berufserfahrung

Von Praktikanten erwartet man normalerweise keine umfassende Vorbildung. Das kann bei sehr begehrten Stellen bei renommierten Arbeitgebern durchaus anders sein. Aber auch kleine und mittelgroße Unternehmen verlangen mitunter langjährige Berufserfahrung.

Das können Sie ignorieren und sich trotzdem bewerben. Sie können aber auch von einer Bewerbung absehen. Denn manchmal liegt der Verdacht nahe, man will sich mit dem Praktikanten lediglich eine hochqualifizierte Billigkraft ins Haus holen. Das ist im Übrigen bei Trainee-Stellen manchmal ganz ähnlich.

Wägen Sie also gut ab. Als Faustregel gilt: Große Unternehmen erwarten mehr als kleine – auch von ihren Praktikanten. Sollte eine Drei-Mann-Agentur zu hohe Ansprüche haben, dann sagen Sie lieber ab. Als Praktikant sind Sie ein Lehrling, der zwar gerne wichtige Aufgaben und Verantwortung übernimmt, aber keine reguläre Arbeitskraft ersetzt.

Schülerpraktikum: Wie komme ich an einen Platz?

Man muss es nicht komplizierter machen, als es ist. Denn zur Wahrheit gehört auch: Viele Praktika werden ausschließlich über Vitamin B vergeben und über nichts anderes. Wenn Ihr Vater einen kennt, der in Unternehmen XY in der Personalabteilung arbeitet, könnte das schon die Eintrittskarte sein.

Speziell Schüler, die ein Schülerpraktikum absolvieren wollen, müssen nicht gleich einen Bewerbungsmarathon hinlegen. Gehen Sie im Unternehmen vorbei, an dem Sie interessiert sind, oder rufen Sie an – und fragen ganz unverbindlich nach, ob grundsätzlich die Möglichkeit auf ein Praktikum besteht.

Aber nicht vergessen: Der erste Eindruck zählt! Wenn Sie eloquent auftreten und nicht gerade einen Jogginganzug überstreifen, dann werden Sie eher als Bereicherung angesehen – und in eine freie Stelle vermittelt.

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Kurzbewerbung: Wie Sie mit ihr punkten

Eine Kurzbewerbung soll Interesse wecken und die Kontaktaufnahme erleichtern. Hat das Unternehmen Interesse, kann es die vollständige Bewerbungsmappe anfordern. Wenn nicht, kann sich der Bewerber weitere Anstrengungen sparen. Für beide Seiten ist eine Kurzbewerbung mit weniger Aufwand und Zeitersparnis verbunden. Vor allem auf Karriere- und Jobmessen ist es sinnvoll, eine Kurzbewerbung im Gepäck zu haben, um sie an potenzielle Arbeitgeber verteilen zu können. Aber Achtung: Nicht immer ist es von Vorteil, eine Kurzbewerbung statt einer vollständigen zu verschicken…

Kurzbewerbung: Was ist das?

Eine Kurzbewerbung ist – wie der Name schon vermuten lässt – die Kurzversion einer Bewerbung. Sie besteht lediglich aus…

Eine Kurzbewerbung hat also nicht mehr als zwei oder maximal drei Seiten. Sie verzichtet komplett auf Anlagen, Zeugnisse, oft sogar auf das Bewerbungsfoto. Man könnte in der Tat von einer Schmalspurbewerbung sprechen, aber einer mit reellen Erfolgsaussichten…

Kurzbewerbung: Wer braucht sie?

Die Kurzbewerbung ist zunächst kein Ersatz für eine vollständige Bewerbung. Sie ist so etwas wie ein Appetizer, eine Vorspeise, ein Lockmittel.

Sie soll das Kennenlernen einleiten und den Weg zum Vorstellungsgespräch ebnen. Sie dient der Kontaktaufnahme, soll das Interesse des potenziellen Arbeitgebers ausloten.

Der Hauptgrund: Personaler widmen jeder Bewerbung im Schnitt nur zwei bis fünf Minuten. In dieser Zeit muss der Bewerber überzeugt oder zumindest einen guten ersten Eindruck hinterlassen haben. Auf Anschreiben und Lebenslauf kommt es dabei in besonderem Maße an.

Hat der Personaler nun Interesse, kann er die kompletten Bewerbungsunterlagen anfordern und sich ein vollständiges Bild vom Bewerber machen – oder ihn anrufen oder direkt zum Vorstellungsgespräch einladen. Besteht kein Interesse, kann sich der Bewerber weitere Mühen sparen. Auch für den Personaler ist die Durchsicht einer kurzen Bewerbung Kurzbewerbung mit weniger Aufwand verbunden.

Darum bieten auch schon einige Unternehmen eine Kurzbewerbung an, die Bewerber elektronisch per E-Mail oder Online-Formular übermitteln können. Auf Papier können Sie sie zum Beispiel auf einer Jobmesse überreichen. Dann wird sie zum Giveaway – zum unverbindlichen Angebot an Unternehmen.

Auch bei Aushilfs- oder Nebenjobs reicht in der Regel eine Kurzbewerbung völlig aus – oder wird sogar ausdrücklich verlangt. Schließlich kommt es bei diesen Jobs nicht auf hochtrabende Qualifikationen und Zertifikate an – Anlagenmarathon überflüssig.

Formell sollte die Kurzbewerbung sachlich gehalten sein und auf optischen Schnickschnack verzichten. Auch ist sie in der Regel nicht individuell auf das jeweilige Unternehmen zugeschnitten, sondern enthält „nur“ die wesentlichen Informationen über den Kandidaten.

Kurze Bewerbung: Das gehört hinein

Hauptbestandteil ist der tabellarische Lebenslauf. Er zeigt dem Personaler an, ob der Bewerber über die notwendigen Qualifikationen und entsprechende Berufserfahrung verfügt. Darum sollte man den Lebenslauf mit großer Sorgfalt erstellen, neben Inhalt auch auf die Form achten.

Das Anschreiben fällt in der Kurzbewerbung nicht so detailreich aus wie in einer „normalen“ Bewerbung. Der Bewerber sollte darin möglichst zum Ausdruck bringen, dass er über einen ausgeprägten Leistungswillen und Motivation, eine gute Arbeitsethik und spezielle Qualifikationen verfügt.

Sie können auch mehrere Varianten des Anschreibens verfassen, die sich in Nuancen unterscheiden und der Bewerbung somit ein Stück gefühlte Individualität verabreichen, wenn Sie sie auf der Messe verteilen. Oder aber, sofern Sie schon wissen, wem Sie die Kurzbewerbung auf der Jobmesse überreichen wollen, natürlich auch den Namen des Unternehmens und ein gänzlich individualisiertes Anschreiben verfassen. Grundsätzlich kommt es bei Personalern gut an, wenn sie das Gefühl haben, das Anschreiben sei nur für sie und für niemanden sonst geschrieben worden.

Geheimtipp: Stecken Sie Ihre Kurzbewerbung in eine Kladde oder Hülle, die den Unternehmensfarben des Arbeitgebers in spe entspricht. Das suggeriert Zugehörigkeit.

Checkliste: Das können Sie weglassen!

Das sind die wichtigsten Elemente einer Kurzbewerbung:

Auf Bewerbungsmappe, Arbeitszeugnisse, Qualifikationsnachweise und Deckblatt können Sie verzichten. Und auf alle anderen Elemente einer vollständigen Bewerbung. Die besteht aus:

  • Bewerbungsanschreiben
  • Deckblatt
  • Lebenslauf
  • Bewerbungsfoto
  • Ausbildungszeugnisse
  • Arbeitszeugnisse
  • Fortbildungsnachweise
  • Kopie des Führerscheins
  • Kopie des Führungszeugnisses

Kurzbewerbung: Und dann?

Die Kurzbewerbung ist wie eine Visitenkarte. Sie soll die Kontaktaufnahme erleichtern und Interesse wecken. Aber ob sich der Empfänger wirklich melden wird, ist höchst ungewiss. Darum gibt es nur eine Strategie: Abwarten!

Beißt der Personaler an, wird er Sie auffordern, ihm weitere Unterlagen zu senden – oder sogar zum Vorstellungsgespräch zu erscheinen. Beißt er nicht an, können Sie sich weitere Mühen (vorerst) sparen.

Es kommt also stark auf die Situation des Unternehmens an. Sind Plätze vakant, ist noch Budget für Neueinstellungen vorhanden? Nehmen Sie also eine Absage – bzw. eine fehlende Rückmeldung – nicht persönlich. Sie kann unzählige Gründe haben. Aber vielleicht haben Sie ja Glück.

Und noch etwas: Wenn Sie sich ernsthafte Chancen ausrechnen, weil Sie wissen, dass das Unternehmen wächst oder auf Personalsuche ist, dann verzichten Sie auf die Kurzbewerbung und gehen direkt den Weg der (vollständigen) Initiativbewerbung.

Denn eine Kurzbewerbung könnte Ihnen im schlimmsten Fall auch negativ ausgelegt werden. Nach dem Motto: „Da will sich wohl jemand keine Mühe machen!“

Die größten Vorteile

Die größten Vorteile einer Kurzbewerbung sind:

  • Sie spart dem Empfänger Zeit und verursacht weniger Aufwand.
  • Sie gibt dem Empfänger einen guten ersten Überblick.
  • Sie kann vom Verfasser beliebig oft kopiert und verwendet werden.
  • Sie ist speziell für Job- und Karrieremessen gut geeignet, um dort Kontakte zu knüpfen.
  • Sie ist im Vergleich zur Visitenkarte die bessere und nachhaltigere Form der Kontaktaufnahme.
  • Sie ist ein gute Möglichkeit, um die Erfolgsaussichten einer Initiativbewerbung auszuloten.

Die größten Nachteile

Die größten Nachteile einer Kurzbewerbung sind:

  • Sie ist kein Ersatz für eine vollständige Bewerbung. Hat das Unternehmen Interesse, kommt also zusätzliche Arbeit auf den Bewerber zu.
  • Sie enthält nur die nötigsten Informationen, aber oft zu wenige gute Argumente, um ein Unternehmen restlos zu überzeugen.
  • Sie bietet zu wenig Platz für Bewerber, um sich abzuheben und die individuellen Stärken herauszustellen.

Kurze Bewerbung: Auf dem Vormarsch?

Per Smartphone bewerben – das ist nicht unbedingt empfehlenswert, weil fehleranfällig. Aber der Trend geht zweifellos in diese Richtung. Viele Kandidaten würden sich gerne mobil bewerben.

Laut einer Umfrage des Internet-Portals meinestadt.de sagte die Hälfte von 102 befragten Personalern, dass sie mobile Bewerbungen akzeptiere, weil sie diese als zeitgemäß empfinde und sich einen schnelleren Prozess davon verspreche.

Das zeigt: Zeitersparnis ist die Trumpfkarte einer kurzen Bewerbung. Deshalb könnte sie in Zukunft noch weitaus beliebter – und üblicher werden.

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Telefoninterview: Tipps, No-Gos und typische Fragen

Das Telefoninterview ist eine zeitgemäße Alternative zum Face-to-Face-Vorstellungsgespräch. In den meisten Fällen ist es aber nur dessen Vorstufe. Der Personaler kann via Telefon seinen Kandidatenkreis überprüfen – und verkleinern. Wenn Sie im Telefoninterview nicht überzeugen, schwinden Ihre Chancen auf den Job. So weit muss es aber gar nicht kommen. So überzeugen Sie im telefonischen Interview

Telefoninterview: Sinn und Zweck

Dass Sie vom Unternehmen zum Telefoninterview eingeladen worden sind, dürfen Sie als Kompliment verstehen. Man ist interessiert an Ihnen, sonst würde man sich die Zeit für das telefonische Bewerbungsgespräch erst gar nicht nehmen.

Vermutlich aber gibt es noch die eine oder andere offene Frage vonseiten des Unternehmens. Der Personaler möchte sich einen näheren Eindruck von Ihnen verschaffen, ohne Sie gleich zum (persönlichen) Vorstellungsgespräch einladen zu müssen.

Jetzt ist für ihn die Gelegenheit, nachzuhaken und Sie auf Unstimmigkeiten in der Bewerbung und im Lebenslauf abzuklopfen. Auf kritische Fragen dazu sollten Sie sich vorbereiten.

Grundsätzlich setzen Unternehmen Telefoninterviews gerne ein, weil…

  • …sie dadurch Zeit und Geld sparen. Jobinterviews vor Ort sind aufwändiger, langwieriger und teurer.
  • …sie auf diese Weise eine größere Zahl an Kandidaten prüfen können. Das ist gerade für große Unternehmen, die aus einer Vielzahl an Bewerbungen schöpfen können, ein wichtiger Punkt. Sie können mit Hilfe von Telefoninterviews die Auswahl an interessanten Kandidaten erst vergrößern, dann schnell wieder verkleinern.
  • …sie die Spontanität und (geistige) Flexibilität eines Bewerbers testen können. Gespräche am Telefon erfordern Soft Skills. Auch die Kommunikationsfähigkeit wird auf den Prüfstand gestellt. In vielen Jobs müssen Kandidaten in der Lage sein, ein professionelles Telefonat zu führen. Das ist nicht jedermanns Stärke.
  • …sie einen Kandidaten besser kennenlernen. Wer zuerst ein Telefoninterview führt und dann noch ein Bewerbungsgespräch am Firmensitz, nimmt einen Bewerber doppelt unter die Lupe. Und aus der Statistik wissen wir: Je größer die Stichprobe, desto zuverlässiger das Ergebnis. Zweimal ist zwar nicht viel, aber zweimal ist besser als einmal.
  • …sie offene Fragen klären. Möglich, dass es dabei um Lücken im Lebenslauf, Fremdsprachenkenntnisse oder EDV-Kenntnisse oder etwas ganz anderes geht. Die wichtigsten Punkte können Arbeitgeber und Bewerber vorab besprechen. Fällt die Antwort nicht zufriedenstellend aus, kann sich das Unternehmen die Einladung zum Jobinterview sparen.

Telefoninterview Dauer

Gut vorbereitet ist halb gewonnen – das gilt für das Telefoninterview genauso wie für ein Bewerbungsgespräch von Angesicht zu Angesicht. Aber manchmal haben Sie gar keine Zeit für eine gründliche Vorbereitung. Dann nämlich, wenn Sie der Personaler überfallartig anruft. Auf dieses Prozedere müssen Sie sich erst gar nicht einlassen.

Teilen Sie dem Anrufer mit, dass Sie momentan beschäftigt sind und keine Zeit für ein längeres Gespräch haben, aber sehr gerne einen zeitnahen Termin vereinbaren. Bei der Gelegenheit fragen Sie am besten direkt nach, wie lange das Telefoninterview voraussichtlich dauern wird. So können Sie sich besser darauf einstellen.

Die veranschlagte Dauer des Telefoninterviews lässt zudem Rückschlüsse auf dessen Inhalt zu. Ein 20-minütiges Gespräch kratzt meist nur an der Oberfläche, lässt höchstens ein paar Rückfragen zu Ihrer Person und Ihrem Lebenslauf zu.

Ist jedoch eine ganze Stunde avisiert, sollten Sie mit tiefergehenden Fragen zu Ihren Plänen und Karrierezielen rechnen – und auch einige smarte Rückfragen vorbereiten.

Die Dauer hängt nicht zuletzt von unterschiedlichen Parametern ab – von Ihrem Sprechtempo etwa, der Länge Ihrer Selbstpräsentation oder von Ihren Rückfragen. Sie haben die Dauer des Telefoninterviews also selbst in der Hand – beziehungsweise im Mund. Die Mitte macht’s – nicht zu langatmig werden, aber auch nicht zu kurz angebunden sein!

Insgesamt lässt sich festhalten: Ein Telefoninterview dauert normalerweise zwischen 30 und 60 Minuten.

Telefoninterview: Lidl und Deutsche Bahn machen’s auch

Telefoninterview Lidl Deutsche BahnTelefoninterviews sind gang und gäbe. Hier eine kleine Auswahl von Unternehmen, die auf telefonische Bewerbungsgespräche setzen:

  • Lidl
  • Deutsche Bahn
  • Xing
  • Hays
  • Cornelsen Verlag
  • Auto1
  • Bechtle
  • Deutsche Bank
  • Zeiss

Lidl etwa will nach eigenen Angaben durch Telefoninterviews eine „solide Vorauswahl“ treffen. Dabei ist von der jeweiligen Stelle abhängig, ob der Discounter mit dem Bewerber ein Telefoninterview, ein Online-Assessment oder ein Videointerview durchführt. Im Internet berichten Bewerber, dass ihr Telefoninterview mit Lidl rund 20 Minuten gedauert hat.

Telefoninterview Ablauf

Ein Telefoninterview läuft meist so ähnlich ab wie ein Vorstellungsgespräch vor Ort. Es sei denn, der Unternehmensvertreter ruft Sie spontan und ohne Termin an. In dem Fall will er Sie testen. Will wissen, wie Sie reagieren und wie Sie mit Stress umgehen.

Wenn Sie sich aber zum Telefoninterview verabredet und auf einen festen Termin geeinigt haben, ist der Ablauf üblicherweise so:

  • Vorstellung

    Sie begrüßen sich gegenseitig. Ihr Gesprächspartner stellt sich und sein Unternehmen kurz vor. Danach sind Sie an der Reihe. Wer sind Sie, woher kommen Sie, was haben Sie bisher gemacht?

  • Fragen

    Der Personalverantwortliche wird sich zuvor einige Fragen zurechtgelegt haben. Auf diese können Sie sich vorbereiten (siehe unten). Er will mehr über Sie erfahren, über Ihre Persönlichkeit und Motivation. Manchmal sind ihm spezifische Fachkenntnisse sehr wichtig.

  • Formalitäten

    Ein mögliches Eintrittsdatum könnte ein Thema sein. Oder Ihre genaue Position im Unternehmen. Oder Ihre Gehaltsvorstellungen. Viel hängt davon ab, ob Sie noch anderswo unter Vertrag stehen oder sofort verfügbar sind.

  • Rückfragen

    Die Gelegenheit, selbst Fragen zu stellen, sollten Sie unbedingt nutzen. Bereiten Sie eine Handvoll Fragen vor, die Sie – je nach Gesprächsverlauf – am Ende anbringen. In jedem Fall sollten Sie sich am Ende des Telefongesprächs nach dem weiteren Vorgehen erkundigen – und wann Sie mit einer Rückmeldung rechnen können. Ganz zum Schluss folgt die Verabschiedung.

Telefoninterview Vorbereitung

So gehen Sie gut vorbereitet ins Telefoninterview:

  • Sammeln Sie Informationen

    Sie sollten über die Basics Bescheid wissen. Was macht das Unternehmen überhaupt? Wo hat es Standorte, wie viele Mitarbeiter, welches Geschäftsmodell? Dazu genügt es oft schon, auf der Homepage zu stöbern. Auch ein Blick in die tagesaktuellen Nachrichten – beispielsweise durch eine Suche über Google News – kann nicht schaden.

  • Lernen Sie Ihren Lebenslauf

    Nicht so, dass sie ihn im Telefoninterview wie auswendig gelernt herunterrattern. Aber die wichtigsten Stationen und die größten Erfolge sollten sitzen. Zu Ihren Tätigkeiten, Stationen, Erfahrungen sollten Sie etwas sagen können – und sich dabei von Ihrer besten Seite präsentieren.

  • Bereiten Sie sich auf wichtige Fragen vor

    Sie können natürlich nicht jede Frage des Personalers kommen sehen. Viele aber schon. Schauen Sie sich vor allem die Standardfragen an und überlegen Sie sich ein paar sinnvolle – vielleicht sogar originelle – Antworten. Das gibt Ihnen Sicherheit.

  • Recherchieren Sie Ihren Gesprächspartner

    Indem Sie zum Beispiel auf sein Xing- oder Linkedin-Profil surfen. Die gesammelten Informationen könnten Ihnen helfen, sich auf Ihren Gesprächspartner vorzubereiten und einzustellen. Und vielleicht entdecken Sie ja sogar eine Gemeinsamkeit, die gleichen Hobbys oder dieselbe Alma Mater. Das bringt Sympathiepunkte.

  • Checken Sie die Telefonverbindung

    Wenn die Technik verrückt spielt, könnte das negativ auf das ganze Telefoninterview abfärben. Sorgen Sie also dafür, dass die Leitung steht. Benutzen Sie ein Festnetztelefon und kein Handy. Ein Smartphone, dem zwischendurch der Saft ausgeht, könnte signalisieren, dass Sie auch im Job schlampig und wenig sorgfältig sind. Vermeiden!

  • Ziehen Sie sich schick an

    Ja, es geht noch immer um ein Telefoninterview. Und ja, Ihr Gesprächspartner wird Sie gar nicht sehen können. Aber unterschätzen Sie nicht die Macht der Psychologie. Gute Kleidung macht Menschen selbstbewusster und selbstsicherer. Das wiederum hört man auch übers Telefon. Ziehen Sie sich also so an, als würden Sie zu einem Vorstellungsgespräch in die Firma gehen.

Telefoninterviews Tipps

Diese Tipps helfen Ihnen, ein erfolgreiches Telefoninterview zu führen:

  • Schaffen Sie eine angenehme Atmosphäre

    Smalltalk liegt nicht jedem. Versuchen Sie trotzdem, Ihren Gesprächspartner zu Beginn des Telefoninterviews emotional abzuholen. So bauen Sie eine gewisse Nähe auf – was sich bestimmt nicht schlecht auf den weiteren Verlauf des Gesprächs auswirkt. Vergessen Sie nicht, viel zu lächeln – auch das hört man am Telefon.

  • Vermeiden Sie Hintergrundlärm

    Fatal, wenn im Hintergrund der Fernseher läuft! Sie sollen sich voll und ganz auf das Telefoninterview konzentrieren, es nicht nur so nebenbei führen. Fokus und Konzentrationsfähigkeit sind schließlich auch im Job wichtig. Stellen Sie alle elektronischen Geräte – TV, Radio, Smartphone – aus und ziehen sich in ein möglichst ruhiges Zimmer zurück, in dem Sie nicht gestört werden.

  • Achten Sie auf Ihre Stimme

    Sprechen Sie langsam und deutlich. Sie können das Tempo auch variieren, aber bitte nicht nuscheln. Stimme und Sprechweise sollen ihr Selbstbewusstsein zeigen, nicht ihre Nervosität. Was hilft: Während des Telefonats aufstehen und einen festen Stand einnehmen.

  • Vermeiden Sie Jargon

    Jugendslang, Schimpfwörter oder gar Fäkalsprache – in Ihrer Freizeit können Sie sagen, was und wie Sie wollen. Aber im Telefoninterview achten Sie möglichst darauf, sich wie ein gebildeter und zivilisierter Mensch auszudrücken. Auch Füllwörter wie „äh“ und „öh“ nach Kräften vermeiden.

  • Lassen Sie sich nicht ablenken

    Während des Telefoninterviews machen Sie nur eines: Telefonieren. Also nicht nebenbei essen, rauchen, trinken, auf dem Smartphone herumtippen, mit der Fernbedienung oder dem Hund spielen. Mit einer Ausnahme…

  • Stellen Sie Wasser hin

    Die einzige Ablenkung, die Sinn macht: einen Schluck Wasser trinken. Das bewahrt Sie vor einem trockenen Hals. Aber nichts mit Kohlensäure. Aufstoßgefahr!

  • Lassen Sie Pausen zu

    Stille ist ein rhetorisches Mittel, das gerne unterschätzt wird. Lassen Sie sich in Pausen nicht verrückt machen und versuchen Sie nicht, krampfhaft irgendetwas zu sagen, nur um die Stille wegzuquasseln. Ruhig bleiben, Gedanken sammeln, Orientierung bewahren.

  • Fragen Sie nach

    Wenn Sie etwas nicht verstanden haben, fragen Sie unbedingt nach! Das ist bei einem Telefonat nichts Verwerfliches. „Können Sie das noch mal wiederholen bitte? Ich hab’ es akustisch nicht verstanden.“

  • Fallen Sie nicht ins Wort

    Andere unterbrechen ist eine grobe Unsportlichkeit. Im Telefoninterview kann es das Aus bedeuten, wenn Sie Ihrem Gesprächspartner fortwährend ins Wort fallen. Das zeigt nicht nur, dass Sie keine Manieren haben – sondern auch, dass Sie nicht zuhören können.

  • Stellen Sie sich auf Englisch ein

    Vor allem in größeren Unternehmen entwickelt sich Englisch zunehmend zur Amtssprache. Vielleicht will der Personaler mit eigenen Ohren hören, ob und wie gut Sie es beherrschen. Stellen Sie sich also mental darauf ein, dass er spontan ins Englische wechselt. Dann bitte nicht in Panik verfallen, sondern ganz ruhig bleiben und nicht überhastet antworten.

  • Verabschieden Sie sich persönlich

    „Vielen Dank für das nette Gespräch, Herr oder Frau Schneider!“ Verabschieden Sich unbedingt persönlich von Ihrem Gesprächspartner. Dies beschert Ihnen einen guten letzten Eindruck – und Pluspunkte.

9 typische Fragen im Telefoninterview

Die Fragen in einem Telefoninterview sind nicht bei jedem Bewerber gleich. Ihr Gesprächspartner wird – sofern er sich gut vorbereitet – auf Ihren Lebenslauf eingehen. Dabei könnte er auf Lücken gestoßen sein, auf viele Arbeitgeberwechsel oder auf Stationen, die auf eine Kündigung in der Probezeit hindeuten. Es würde sich anbieten, Sie danach zu fragen.

Falls Ihre Vita derart neuralgische Punkte aufweist, bereiten Sie sich darauf vor. Fragen im Telefoninterview könnten sein:

  • Wurden Sie im letzten Job gekündigt und warum?
  • Welche Kompetenzen qualifizieren Sie für den Job?
  • Welche Motivation bringen Sie mit?

Es gibt auch Unternehmen, die unkonventionelle Wege gehen. Manche verlangen am Telefon, dass Ihnen der Bewerber einen Witz oder eine spannende Anekdote aus Ihrem Leben erzählt. Andere switchen unvermittelt in eine andere Sprache – zumal dann, wenn Fremdsprachenkenntnisse im neuen Job eine entscheidende Rolle spielen.

Der Interviewer will im Telefongespräch in den meisten Fällen etwas herausfinden über Ihre…

  • Werte
  • Ziele
  • Motivation
  • Arbeitsweise

Diese Fragen könnten im Telefoninterview auf Sie zukommen:

  • Wie geht es Ihnen?

    Eine vermeintlich harmlose Einstiegsfrage. Aber eine, die es durchaus in sich hat. Denn ob jemand Smalltalk beherrscht – wenigstens im Ansatz – gibt Hinweise darauf, wie souverän er oder sie später mit Kollegen, Kunden und Gesprächspartnern umgehen wird. Seien Sie unverfänglich, aber charmant. Und sagen Sie bitte nicht, dass Sie gerade „furchtbar nervös“ seien: Sie sind keine 14 mehr!

  • Was halten Sie von unseren Produkten?

    Achtung! Wenn Sie sich jetzt als Ahnungsloser outen, der das Unternehmen gar nicht wirklich kennt, sind Sie unten durch. Sie sollten schon wissen, was das Unternehmen herstellt und wofür es sonst noch bekannt ist. Sie müssen sich nicht als Fan der Firma positionieren, aber dürfen tun Sie es schon. Ehrlich gesagt ist es nämlich so: Schleimen hilft. Das ist wissenschaftlich erwiesen.

  • Was mochten Sie an Ihrem letzten Job nicht?

    Das ist eine fiese Frage. Einerseits sollte man niemals über den alten Arbeitgeber lästern, aber ein bisschen Kritik kann ja grundsätzlich nicht schaden – außerdem wäre es vollkommen unrealistisch, wenn Sie nichts zu beanstanden gehabt hätten. Einen Mittelweg zu finden ist schwierig, aber nicht unmöglich. Beispiel für eine gute Antwort: „Ich hätte gerne noch mehr Verantwortung übernommen.“ Oder mit einem Augenzwinkern: „Die Kantine war eine einzige Katastrophe.“

  • Was reizt Sie besonders an diesem Job?

    Der Personaler drängt Sie dazu, möglichst konkret zu werden. Sie sollten natürlich Ihre allgemeine Motivation nach vorne stellen. Aber Sie können ruhig auch ins Detail gehen – und die Dinge nennen, die Ihnen normalerweise besonders viel Freude bereiten. Beachten Sie nur: Ihre Ziele und Wünsche sollten sich mit denen des Unternehmens decken! Tabu sind Antworten wie: „Gutes Gehalt“ oder „Angenehme Arbeitszeiten“. Wenn Sie Ihrem Unternehmen bei der Entwicklung helfen und sich dabei selbst weiterentwickeln – das wäre ein Win-win.

  • Sind Sie ein Häuptling oder ein Indianer?

    Für die meisten dürfte die Antwort klar sein. Sie werden mit Häuptling antworten – die meisten aber wohl nur deshalb, weil sie denken, dass diese Antwort von ihnen erwartet wird. Wenn Sie sich für einen Häuptling halten, dann müssen Sie dies aber auch gut begründen – und mit Referenzen – belegen können.

  • Was muss ich über Sie wissen, was nicht in Ihrem Lebenslauf steht?

    Eine sehr offensive Frage in einem Telefoninterview. Sie verrät, wie offen Sie sind. Der Grad Ihrer Offenheit bleibt aber natürlich Ihnen überlassen. Geben Sie nichts preis, von dem Sie nicht wollen, dass es Ihr Gesprächspartner erfährt. Aber Sie können genauso gut ein markiges Statement abgeben, ein kleines Geheimnis lüften und sich somit in Erinnerung bringen.

  • Wie sieht der perfekte Job für Sie aus?

    Eine Frage, die im Telefoninterview extrem schwierig zu beantworten ist. Den meisten dürfte wohl bewusst sein, dass sie nicht mit „möglichst einfach“ oder „Hauptsache, viel Geld verdienen“ antworten sollten. Aber über wie viel Gestaltungskraft verfügen Sie? Wie konkret sieht Ihre Karriereplanung aus und wie arbeiten Sie? Darauf lässt Ihre Antwort Rückschlüsse zu.

  • Wovor haben Sie – diesen Job betreffend – am meisten Respekt?

    Dass nicht alles eitel Sonnenschein sein wird, sollte klar sein. Aber wie viel Offenheit wollen Sie Ihrem Gesprächspartner zumuten? Durch eine überlegte Antwort beweisen Sie Reflexion, Weitsicht und Verstand. Und Sie zeigen, dass Sie wissen, welche Herausforderungen auf Sie zukommen und wie Sie diese meistern wollen.

  • Wie viel Interesse haben Sie an dieser Stelle auf einer Skala von 1 bis 10?

    Die Mehrzahl der Kandidaten dürfte 10 sagen. Dann müssen sie aber auch darlegen können, warum das so ist. Wenn Sie gerne pokern oder wirklich noch mehrere Asse im Ärmel haben, können sie auch 8 oder 9 antworten. Daraufhin wird Sie der Personaler ganz bestimmt fragen, warum es zur 10 nicht gereicht hat. Wenn Sie jetzt etwas Kluges sagen, beweisen Sie Chuzpe und können sogar Ihren Marktwert in die Höhe treiben. Ein Vabanque-Spiel!

Telefoninterview: Vorteile und Nachteile

Telefoninterview TippsDer größte Vorteil des Telefoninterviews in der Bewerbung: Ihr Gegenüber sieht Sie nicht. Sie können im Bademantel telefonieren oder im Jogginganzug, auf der Couch oder im Garten, völlig ungeschminkt und mit zerzauster Aufsteh-Frisur.

Auch sieht er nicht, dass Sie unruhig mit den Fingern tippen oder sonstige Zuckungen haben. Gerade für Menschen, die schnell nervös werden oder Lampenfieber entwickeln, ein unschätzbarer Vorteil.

Ein Nachteil ist es für all die, die im persönlichen Gespräch sehr sicher sind. Sie können ihre Stärken nicht in die Waagschale werfen – beziehungsweise müssen damit bis zum Bewerbungsgespräch warten.

Sie können Ihre Worte nicht durch Gestik und Mimik unterstützen. Und: Wenn Sie nicht mit einer wohlklingenden Stimme gesegnet sind, hilft Ihnen das im Telefoninterview auch nicht.

8 No-Gos im Telefoninterview

Das kommt im Telefoninterview gar nicht gut an:

  • Lärm

    Setzen Sie nicht in Ihr Lieblingscafé oder lassen das Fenster auf, wenn Sie an einer vielbefahrenen Straße wohnen. Ruhe sorgt für höhere Konzentration – und sie vermittelt Professionalität. Wenn im Hintergrund jemand Krach macht, könnte man an Ihrer zweifeln.

  • Indiskretion

    Plaudern Sie nicht aus dem Nähkästchen. Privates soll privat bleiben. Ihre Eltern, Kinder oder Liebschaften sind nicht Thema im Telefoninterview. Bedenken Sie: Sie reden hier mit einem Fremden, den Sie wahrscheinlich noch nie gesehen haben – und möglicherweise auch nie zu Gesicht bekommen werden.

  • Multitasking

    Menschen sind nicht fürs Multitasking gemacht (entgegen einer weitverbreiteten Meinung auch Frauen nicht). Konzentrieren Sie sich voll und ganz aufs Telefoninterview – auch wenn die Verlockung groß ist, sich nebenbei die Nägel zu lackieren.

  • Desinteresse

    In jedem Vorstellungsgespräch sollte der Bewerber Rückfragen stellen, um erstens mehr Informationen zu gewinnen und zweitens Interesse zu signalisieren. Das gilt auch für ein telefonisches Bewerbungsgespräch.

  • Unpünktlichkeit

    Sie sollten schon ans Telefon gehen, wenn der Personaler Sie zum verabredeten Zeitpunkt anruft – oder selbst pünktlich im Personalbüro durchklingeln. Unpünktlichkeit ist in Personaler-Kreisen eine Todsünde. Haben Sie wenigstens eine gute Ausrede parat, wenn Sie zu spät dran sind.

  • Hinhaltetaktik

    „Entschuldigen Sie, ich habe gerade jemanden in der Leitung. Ich rufe Sie in zwei Minuten zurück, ok?“ Der Job scheint bei Ihnen nicht oberste Priorität zu haben. So kommt das bei Ihrem Gegenüber jedenfalls an. Tun Sie so etwas nicht – es sei denn, Sie sind in einer familiären Notlage, die keinen Aufschub duldet.

  • Unterbrechungen

    Auch wenn Sie schon ganz ungeduldig sind und Ihre Punkte unbedingt anbringen wollen: Fallen Sie Ihrem Gesprächspartner nicht ins Wort. Lassen Sie ihn ausreden und hören aufmerksam zu – das ist gar nicht immer so leicht, wie es sich anhört.

  • Funkloch

    Nicht selbstverständlich, dass Ihr Gesprächspartner Sie gut versteht. Für ein erquickliches Gespräch ist eine gute Verbindung zwingend erforderlich. Stellen Sie sicher, dass alles funktioniert und Sie nicht in einem Funkloch sitzen.

Telefongespräch Bewerbung: Gute Zeichen

War das telefonische Kennenlernen nun ein Erfolg oder doch eher ein Reinfall? Das ist oft schwer zu beurteilen. Auch der Gesprächspartner wird Ihnen sicher nicht verraten, ob Sie in seinen Augen eine gute oder schlechte Figur abgegeben haben. Abr es gibt Indizien. Manchmal erkennen Sie es daran, dass…

  1. …Sie Gemeinsamkeiten entdecken konnten

    Persönliche Sympathie sollte Sie niemals unterschätzen – erst recht nicht im Bewerbungsprozess. Wenn Sie und Ihr Telefoninterviewer Gemeinsamkeiten entdeckt und sich darüber ausgetauscht haben, ist das ganz bestimmt kein Nachteil für Sie. Ob es sich dabei um die gemeinsame Schule, Universität, Arbeitgeber handelt oder den gleichen Fußballverein, Urlaubsziel oder Lieblingsserie im TV. Gemeinsames verbindet.

  2. …das Gespräch länger gedauert hat als erwartet

    Der Personaler opfert seine kostbare Zeit nicht aus Langeweile für Sie. Er will wissen, ob Sie für das Unternehmen brauchbar, für die ausgeschriebene Stelle geeignet sind. Wenn Sie das offenkundig nicht sind, ist es in seinem Interesse, das Gespräch möglichst schnell zum Ende zu bringen. Erkennt er jedoch Potenzial in Ihnen, widmet er Ihnen gerne noch ein paar Minuten mehr. Dauert das Telefoninterview also länger als erwartet, ist dies ein gutes Zeichen.

  3. …Sie gut vorbereitet waren

    Vorbereitung ist das eine, Umsetzung das andere. Wenn Ihnen die gut gelungen ist, dann dürfen Sie sich berechtigte Hoffnungen auf den Job machen. Wenn Sie zum Beispiel Fachwissen über die Branche und das Unternehmen einbringen, Ihre größten Erfolge darlegen und die Fragen souverän beantworten konnten, ist das eine schöne Belohnung für die Mühen, die Sie in die Vorbereitung des Telefoninterviews gesteckt haben.

Telefoninterview Leitfaden

Telefoninterview Leitfaden

  • Störquellen beseitigen
  • Rückfragen vorbereiten
  • Gerade hinsetzen
  • Unterlagen ausbreiten
  • Festnetztelefon benutzen
  • Wasser hinstellen
  • Notizen machen
  • Viel lächeln
  • Deutlich sprechen
  • Ausreden lassen
  • Persönlich verabschieden

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