Jobs in Chemnitz: Warum die Stadt ein Geheimtipp ist

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Chemnitz ist eine der wenigen deutschen Städte, die früher mal anders hießen. Eines aber ist gleich geblieben. Chemnitz ist der richtige Ort für Maschinenbauer und andere technisch Begabte. Und Chemnitz ist ein Paradies für Sparfüchse. So günstig wie im sächsischen Südwesten lebt es sich sonst (fast) nirgends. Jetzt fehlt nur noch die richtige Stelle. So finden Sie gute Jobs in Chemnitz…

Jobs Chemnitz: Wissenswertes zur Region und Stadtteilen

In Chemnitz spiegelt sich die jüngere deutsche Geschichte. Die Industrielle Revolution verlieh Chemnitz Schwung. Sie stieg zur Industriestadt auf, und zur Großstadt.

Und, was viele kaum glauben mögen, sie hatte früher ein schmuckes historisches Zentrum. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Innenstadt großteils zerstört. Später benannte man Chemnitz in Karl-Marx-Stadt um – und wieder zurück in Chemnitz.

Das alles soll sagen: Chemnitz steht für weit mehr als Plattenbauten und graue Häuserzeilen, mit denen die Stadt gerne in Verbindung gebracht wird. Ihre Ursprünge reichen bis ins Mittelalter zurück.

Heute sind hier rund 250.000 Menschen zuhause. Die Stadt wächst wieder. Zu den beliebtesten Wohnlagen zählen übrigens Kaßberg und Schloßchemnitz.

Dennoch steht Chemnitz klar im Schatten der beiden großen Sachsenstädte Leipzig und Dresden. Auch bis zur tschechischen Grenze – und weiter nach Prag – ist es nicht weit. In zwei Stunden ist man in der Goldenen Stadt.

Arbeitsmarkt in Chemnitz

Als Zentrale des deutschen Jobwunders nimmt man Chemnitz gemeinhin nicht wahr. So schlecht scheint es den Unternehmen hier aber gar nicht zu gehen. Im Rahmen der Initiative Chemnitz zieht an wurden kürzlich sogar potenzielle Rückkehrer mit einem Sonder-ICE abgeholt. Der Bedarf scheint also vorhanden zu sein.

Im Dezember 2018 lag die offizielle Arbeitslosenquote bei 6,6 Prozent. Vor wenigen Jahren waren es noch über neun Prozent. Damit steht Chemnitz noch immer – ein wenig – schlechter da als Dresden (5,6 Prozent) und Leipzig (6,1 Prozent). Der sächsische Schnitt beträgt 5,6 Prozent.

Nur zur Erinnerung: Zu Beginn der Nuller Jahre lag die Arbeitslosenquote in dieser Gegend zeitweise bei über 17 Prozent.

Einstiegsgehälter und Gehaltsniveaus

Wer in der Stadt Chemnitz eine Vollzeitstelle hat, kann laut Bundesagentur für Arbeit mit einem Einkommen von 2.633 Euro rechnen. Das ist der Medianverdienst für alle Vollzeitbeschäftigten. Die eine Hälfte liegt also über diesem Wert, die andere Hälfte darunter. Teilzeit- oder Minijobber sind ausdrücklich nicht berücksichtigt.

Zum Vergleich: In Leipzig verdienen Arbeitnehmer 2.807 Euro, in Dresden 2.987 euro, im Erzgebirgskreis wiederum nur 2.191 Euro. Akademiker kommen in Chemnitz auf 4.119 Euro.

Die Zahlen deuten es an: Sachsen ist kein Hochlohnland. Laut Stepstone-Gehaltsreport 2018 liegt das Durchschnittsbruttogehalt für Fach- und Führungskräfte bei 45.201 Euro.

Das sind fast 20.000 Euro weniger pro Jahr als in Hessen (63.353 Euro). Immerhin liegt Sachsen vor allen anderen östlichen Bundesländern (außer Berlin) – wenn auch nur sehr knapp.

Wichtige Arbeitgeber in Chemnitz

Die lokale Wirtschaft stützt sich auf viele Säulen. Diese Unternehmen schaffen Jobs in Chemnitz. Das sind die wichtigsten Arbeitgeber der Stadt:

  • Volkswagen Sachsen
  • Envia Mitteldeutsche Energie
  • Eins Energie in Sachsen (Energieversorger)
  • Niles-Simmons Industrieanlagen (Maschinenbau)
  • Starrag Group (Maschinenbau)
  • Chemieanlagenbau Chemnitz
  • Terrot (Maschinenbau)
  • Continental (Reifen)
  • Fraunhofer IWU
  • Karl Mayer Textilmaschinenfabrik
  • Hörmann Rawema Engineering und Consulting (Maschinenbau)
  • Siemens (Elektrotechnik)
  • Union Chemnitz (Maschinenbau)
  • 3D Micromac (Lasermikrobearbeitung)
  • Aspicon (IT-Dienstleistungen)
  • Abfallentsorgungs- und Stadtreinigungsbetrieb der Stadt Chemnitz ASR
  • AHC Gruppe (Automobilhandel)
  • Baselabs (Softwareentwicklung)
  • Mitteldeutsche Regiobahn (MRB)
  • Zebra Group (Werbeagentur)
  • TKI (Telekommunikation)
  • ThyssenKrupp
  • Staffbase (Software)
  • Sitec Industrietechnologie (Maschinenbau)
  • Sigma (IT-Dienstleistungen)
  • Sachsenguss (Stahlverarbeitung)
  • Lichtenauer Mineralquellen (Getränkehersteller)
  • Klinikum Chemnitz
  • IMK Engineering (Ingenieurdienstleistungen)
  • Heitec (Ingenieurdienstleistungen)

Karriereaussichten und Wirtschaft in Chemnitz

Diese Branchen sind in Chemnitz führend:

  • Automobilindustrie und Zulieferer
  • Maschinen- und Anlagenbau
  • Metallerzeugung
  • Kunststoffverarbeitung

Chemnitz ist ein traditioneller Maschinenbaustandort. Am stärksten gewachsen sind aber in den vergangenen Jahren die Dienstleistungsberufe, zum Beispiel Steuer- und Unternehmensberater, Ingenieure und IT-Fachleute.

Chemnitz ist zudem eine Stadt des Handwerks. In keiner Region in Sachsen ist die Handwerksdichte so groß wie hier. Laut letzter Handwerkszählung gibt es pro 1000 Einwohner mehr als zehn Handwerksunternehmen. In Dresden sind es ungefähr neun, in Leipzig sieben. Damit ist jeder zwölfte Einwohner in Chemnitz im Handwerk tätig.

Aber auch Forschung und Entwicklung haben hier durchaus ihren Platz. Die TU Chemnitz bildet Maschinenbauer und Elektrotechniker aus, Wirtschaftswissenschaftler und Geisteswissenschaftler. Aktuell sind über 11.000 Studierende eingeschrieben.

Im Städteranking 2018 von IW Consult liegt Chemnitz trotzdem sehr weit hinten – immerhin muss die Stadt mit München, Stuttgart oder Frankfurt konkurrieren. Platz 55 von 71 ist da keineswegs eine Katastrophe…

Kosten: Lebenshaltung, Mietpreise

Chemnitz ist unschlagbar günstig. In ganz Deutschland gibt es laut Financescout24 mit Bremerhaven nur eine einzige Stadt, deren Preisniveau noch niedriger ist. Demnach weicht Chemnitz zu 21 Prozent vom deutschen Mittelwert ab.

Konkretes Beispiel: Wer in Chemnitz 50.000 Euro jährlich verdient, müsste in München – um seinen Lebensstandard zu halten – auf über 91.000 Euro kommen. Die Miete in München ist – bitte festhalten – um 185 Prozent teurer. Auch Lebensmittel kosten in der bayerischen Landeshauptstadt 17 Prozent mehr – kein Pappenstiel!

In Köln müsste der Chemnitzer 70.000 Euro verdienen, in Stuttgart 80.000 Euro. Sogar im innersächsischen Vergleich ist Chemnitz ein Schnäppchen. Für 50.000 Euro in Chemnitz müsste man in Dresden 58.000 Euro erwirtschaften, um seinen Lebensstandard zu halten – und dabei gilt Dresden auch schon als sehr günstige Stadt.

Nicht mal Investoren haben Chemnitz für sich entdeckt. Für die Einwohner sind das gute Nachrichten. Wohnraum gibt es zu Tiefstpreisen. Sogar Altbauwohnungen sind mitunter für 600 Euro pro Quadratmeter zu haben. Mehr als 1.000 Euro kosten sie in den seltensten Fällen.

Die Mietpreise haben in den vergangenen Jahren kaum angezogen. Nach Immowelt-Angaben zahlte man 2011 für eine kleine Wohnung (bis 40 qm) 5,00 Euro pro Quadratmeter. 2017 waren es mit 5,30 Euro nur unwesentlich mehr. Im Januar 2019 lagen die durchschnittlichen Preise je nach Wohnung und Größe zwischen 5,00 Euro und 6,40 Euro.

Kontaktdaten und Servicestellen

Sie wollen sich in Chemnitz selbstständig machen, Ihre Steuererklärung abgeben oder Jobs in Chemnitz suchen? Die wichtigsten Servicestellen hat Karrieresprung übersichtlich für Sie zusammengefasst:

  • Ihr Finanzamt in Chemnitz finden Sie hier.
  • Die Agentur für Arbeit Chemnitz finden Sie hier.
  • Das Jobcenter Chemnitz finden Sie hier.
  • Die IHK Chemnitz finden Sie hier.
  • Die Handwerkskammer Chemnitz finden Sie hier.
  • Jobs in Chemnitz finden Sie hier.
[Bildnachweis: Tupungato by Shutterstock.com]

SEO Jobbörse

Stellenangebote: Was Bewerber wissen müssen

Umfragen zeigen: 80 Prozent der europäischen Arbeitnehmer planen 2019 einen Jobwechsel. Und Stellenangebote sind noch immer der beste Weg zum Traumjob. Damit sind Jobbörsen (wie diese) zugleich das beliebteste Tool im Recruiting.

Laut der Studie „Recruiting Trends“ der Universität Bamberg wird über Stellenangebote rund jede zweite offene Stelle besetzt – für Tarifbeschäftigte ebenso wie für Fachkräfte sowie Jobs in Logistik, Controlling oder Vertrieb. Stellen für Trainees ebenso wie Angebote für eine Ausbildung. Der Rest der Personal-Suchen verteilt sich auf Social Media, Direktansprache, Mitarbeiterempfehlungen. Hinzu kommt der verdeckte Stellenmarkt, den Sie sich vor allem mit einer Initiativbewerbung erobern können.

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Für Bewerber bedeutet das aber: Jobbörse ist nicht gleich Jobbörse. Und Stellenanzeige ist nicht gleich Stellenanzeige. Die unterschiede lauern – wie so oft – im Detail.

Worauf Kandidaten bei der Auswahl der Jobbörse und beim Lesen von Stellenangeboten achten müssen, damit sie den Traumjob oder wenigstens passende Jobs finden, die perfekt zu ihrem Profil passen, erklären wir Ihnen hier…

Jobbörsen im Internet: Erste Anlaufstelle für Stellenangebote

Heute schreiben Arbeitgeber oder Personalverantwortliche Stellenangebote vor allem in Online-Jobbörsen aus, um nach Talenten für offene Stellen zu suchen. Da hat sich einiges verändert: Vor ein paar Jahren noch waren vor allem Tageszeitung das Haupt-Medium für Stellenangebote, wie Stellenanzeigen auch genannt werden.

Seit das Internet seinen Siegeszug angetreten hat, kämpft der Printsektor mit sinkenden Auflagen und Anzeigenumsätzen. Online-Jobbörsen oder Karriereportale haben Tageszeitungen in punkto Stellenanzeigen längst den Rang abgelaufen.

Aktuell existieren rund 1.800 Jobbörsen für eine Vielzahl von Branchen, Karrierestufen und Regionen.

Dazu kommen inzwischen auch soziale Netzwerke wie Facebook oder Linkedin, die Arbeitgebern über spezielle Reichweitenprodukte die Möglichkeit bieten, Stellenanzeigen zu schalten. Überdies wird es für die Firmen zunehmend attraktiv, offene Stellen zusätzlich auf der firmeneigenen Karriereseite zu schalten. Gedacht sind diese Jobbörsen für Kandidaten, die sich bereits für einen Arbeitgeber entschieden haben und nun nach passenden Stellenangeboten suchen.

Jobs gibt es aktuell genug. Möglichkeiten, diese zu finden, ebenfalls. Die eigentliche Herausforderung für Bewerber besteht eher darin, aus der Masse an Jobbörsen, Stellenangeboten und Bewerbungstipps jene herauszufiltern, die perfekt zu ihnen passen. Denn nur dann ist die Chance, einen Traumjob an Land zu ziehen, besonders groß.

Wir zeigen Ihnen im Folgenden, worauf Sie dabei vor allem achten sollten…

Das perfekte Stellenangebot ausfindig machen

Mit dem Boom der Jobbörsen hat sich inhaltlich und optisch viel getan: Moderne Jobinserate haben mit den unübersichtlichen Bleiwüsten von anno dazumal nicht mehr viel gemein. Im Internet gibt es längst opulent gestaltete und multimedial aufbereitete Jobinserate. Manche sind gar mit einer kleinen Homepage vergleichbar – mit Reitern, die die Stellenanzeige thematisch gliedern, eingebetteten Videos, Bildern und Grafiken.

Von all dem Hochglanz sollten sich Bewerber aber nicht blenden lassen. Die Jobs werden davon nicht besser. Mehr noch: Oft lassen sich schon an der Gestaltung erste Hinweise erkennen…

Zum Beispiel ist es relevant, ob ein Unternehmen auf geschönte Stockfotos zurückgreift, um sein Stellenangebot optisch aufzumotzen oder Bilder echter Mitarbeiter einbindet. Letztes ist nicht nur authentischer. Es zeigt auch, dass sich die vorhandenen Mitarbeiter mit dem Arbeitgeber identifizieren und bereit sind, in einer Jobbörse mit ihrem Gesicht dafür zu werben. Ein enormes Zugeständnis.

Neutrale Agenturfotos, auf denen die immer gleichen Models zu sehen sind, bleiben indes nichtssagend. Mehr noch: Hier stellen sich die Fragen:

  • Hat der Arbeitgeber womöglich etwas zu verstecken?
  • Haben die Mitarbeiter im Job wenig zu lachen?
  • Hat sich keiner bereit erklärt, weil er oder sie lieber nicht zu dem Unternehmen steht?

Sicher, das alles muss nichts heißen. Manchmal fehlte dem Personaler auch einfach die Zeit oder das Budget eine Stellenanzeige derart individuell zu gestalten. Umso positiver tun sich aber all jene hervor, die die Zeit und Mühe hierfür nicht scheuen.

Verräterisch: Der Aufbau von Stellenangeboten

Auch Verlinkungen zu weiterführenden Informationen auf der Karrierehomepage eines Unternehmens innerhalb von Stellenanzeigen geben Bewerbern wichtige Hinweise, wie das Unternehmen wirklich tickt.

Bei manchen Arbeitgebern berichten etwa Azubis in einem speziellen Blog über ihren Berufsalltag, oder es plaudern Tarifbeschäftigte, Vollzeit-Mitarbeiter und künftige Kollegen in Recruiting-Videos über Arbeitsinhalte und Work-Life-Balance-Angebote.

Wer Stellenangebote formuliert, dem sind – eigentlich – kaum Grenzen gesetzt. Fehlen solche Inhalte und Informationen für Bewerber dennoch, sollten Sie zumindest aufmerksam werden. Wer sich schon bei der Talentsuche wenig Mühe gibt, tut dies womöglich später auch nicht bei der Weiterentwicklung seiner Mitarbeiter. Oder hat gar ein schlechtes Betriebsklima.

Auch die textlichen Elemente, die in den Jobbörsen beziehungsweise Stellenanzeigen auftauchen, sollten Sie gesondert unter die Lupe nehmen. Dazu gehören – neben einer kurzen Beschreibung des Unternehmens – zum Beispiel:

  • Das Anforderungsprofil des Jobs, in dem in den Stellenanzeigen beschrieben wird: Achten Sie darauf, welche Aufgaben Mitarbeiter im Berufsalltag erledigen müssen. Ist das in der Zeit und bei der Bezahlung zu schaffen? Erwartet man die eierlegende Wollmilchsau? Werden Sie nicht nur gefordert, sondern auch gefördert? Und so weiter…
  • Attraktivitätsmerkmale: Hier informiert der Arbeitgeber, was er Bewerbern und Talenten bietet. Das können besondere Entwicklungsmöglichkeiten für die Karriere sein, familienfreundliche Arbeitsbedingungen, Home-Office, flexible Arbeitszeiten, Work-Life-Balance-Angebote, ein gutes Gehalt, spezielle Sozialleistungen vom Arbeitgeber und und und.
  • Organisatorisches: In diesem Abschnitt erfährt der Bewerber alles Wissenswerte über den Eintrittstermin, die Region und die erforderlichen Bewerbungsunterlagen, die eingereicht werden sollen. Ebenso die Adresse, E-Mail und den Ansprechpartner. Fehlen Sie, wird die Bewerbung zum Roulette-Spiel. Nicht gerade seriös.

Stellenangebot-Details: Hier sollten Bewerber genau lesen

Bei den folgenden Stellenangebot-Informationen lohnt es sich, genau hinzuschauen. Wer hier zwischen den Zeilen liest, kann viel über seinen potenziellen Arbeitgeber und das ausschreibende Unternehmen erfahren.

Im schon genannten Anforderungsprofil der Stellenanzeige listen viele Arbeitgeber neben Angaben zu Jobs und Karriere eine Vielzahl an Qualifikationen auf. Das schreckt berufsunerfahrene Kandidaten oftmals ab. Fehler!

Bewerber sollten vielmehr darauf achten, welche Eigenschaften und Qualifikationen für den Job ganz oben in der Stellenausschreibung stehen. Auf diese kommt es vor allem an. Es sind die sogenannten Muss-Qualifikationen. Der Rest der Angaben ist eher ein Wunschkonzert – sogenannte Kann-Qualifikationen.

Als Faustregel können Sie sich merken: Wer die Anforderungen, die in dem Stellenangebot beschrieben sind, zu 70 Prozent erfüllt, hat gute Chancen, in die engere Auswahl zu kommen.

Muss-Kriterien lassen sich in einer Jobbörse und Stellenanzeige leicht an den typischen Formulierungen erkennen. Sie lauten zum Beispiel:

  • … wird vorausgesetzt.
  • … unbedingt notwendig.
  • … nur berücksichtigt, wenn …
  • …wird erwartet.
  • Sie haben …
  • Erforderlich sind: …
  • Sie bringen … mit.
  • Voraussetzung sind: …

Nur potenziell erwünschte (Kann-)Fähigkeiten verbergen sich in der Regel in folgenden Formulierungen:

  • idealerweise …
  • … wären von Vorteil.
  • … wünschenswert
  • … gerne auch Erfahrungen mit …
  • bevorzugt werden Bewerber mit …

Entscheidend sind aber die Muss-Qualifikationen. Diese sollten Sie zu 100 Prozent mitbringen und erfüllen.

Stellenangebote in der Jobbörse: Je konkreter desto besser

Auch bei den sogenannten Attraktivitätsmerkmalen, die ein Arbeitgeber nennt, sollten Jobsuchende zweimal hinschauen. Unternehmen sind sich bewusst, dass zum Beispiel die Work-Life-Balance immer wichtiger wird, und dass Arbeitnehmer einem guten Arbeitsklima im Zweifel gegenüber dem Gehalt den Vorzug geben, wenn sie die Wahl haben.

Studien belegen das immer wieder. Daher werden (kluge) Unternehmen diesen Punkt beim Schalten von Stellenanzeigen nicht unerwähnt lassen.

Um herauszufiltern, was hinter den einzelnen Attraktivitätsmerkmalen steckt und wie ernst diese gemeint sind, sollten Bewerber analysieren, wie konkret der Arbeitgeber in seinen Aussagen wird:

  • Spielt er mit dem Talent bloß Bullshitbingo und listet er ein Buzzword nach dem anderen auf?
  • Oder erklärt das Unternehmen auch, was zum Beispiel hinter der angepriesenen „familienfreundlichen Atmosphäre“ steckt?
  • Sind es flexible Arbeitszeiten, das Angebot von Home-Office oder sogar das Angebot von Kinderbetreuungsmöglichkeiten?
  • Oder wie ist es um die benannten „Work-Life-Balance-Maßnahmen“ bestellt? Ist damit schon gemeint, dass ein Tischkicker im Pausenraum aufgestellt wurde, oder sind auch Teamevents, Incentives, Teambuilding-Maßnahmen oder dergleichen drin?

Ein gutes Indiz dafür, wie es in einem Unternehmen zugeht, können auch die in manchen Stellenangeboten integrierten Recruiting-Videos sein. Hier können Bewerber gut erkennen, ob sie sich in dem Unternehmensumfeld wohlfühlen würden, oder ob das „gute Betriebsklima“ recht gestellt aussieht.

Videos können zwar Vieles beschönigen. Zu viel künstliche Atmosphäre ist aber eben nicht mehr authentisch. Und selbst Laien können erkennen, die lieben Kollegen echt in die Kamera lächeln – oder weil sie es müssen.

Organisatorische Rahmenbedingungen in Stellenangeboten

Auch bei der Beschreibung der organisatorischen Rahmenbedingungen in den Stellenanzeigen und Jobbörsen lässt sich so manches herauslesen. Je nachdem, mit welcher Sorgfalt ein Arbeitgeber hier vorgeht, zeigt das, wie wichtig es ihm mit der Besetzung der Vakanz ist.

Vorsichtig sollten Kandidaten zum Beispiel werden, wenn ihnen diese Punkte in einem der ausgesuchten Stellenangebote auffallen:

  • Das Fehlen wichtiger Auskünfte und Bestandteile
  • Keine Nennung eines direkten Ansprechpartners

Natürlich können solche Nachlässigkeiten auch mal passieren. Die Frage, die sich hier stellt, ist aber: Wenn der Arbeitgeber schon so schlampig mit seinen (bezahlten) Stellenangeboten umgeht – wie sieht es dann erst gegenüber (bezahlten) Mitarbeitern aus?

Talente sollten also bei jeder Stellenanzeige genau hinschauen und zwischen den Zeilen lesen: Was steht drin? Was nicht? Recherchieren Sie bitte immer auch Hintergründe des neuen Arbeitgebers – zum Beispiel auf der Karrierehomepage oder Firmenseite. Und auch Arbeitgeberbewertungsplattformen nicht vergessen!

Jobbörse aussuchen: Den ersten Arbeitsmarkt optimal nutzen

Wir haben es weiter oben schon erwähnt: Bewerber, die heute auf der Suche nach einem neuen Job sind, haben die Qual der Wahl bei der Jobbörse. Die Zahl der Jobbörsen nimmt infolge des Fachkräftemangels und demographischen Wandels sogar noch weiter zu.

Wie soll man da als Bewerber bloß den Überblick behalten?

Es könnte ja durchaus passieren, dass Sie ausgerechnet an den interessantesten Stellenangeboten vorbeisurfen… Doch keine Sorge: Auch hierfür gibt es gute und kostenlose Hilfsmittel, derer sich Jobsuchende bedienen können.

Die Einzel-Recherche auf den knapp 2000 Online-Jobbörsen ist zwar eine Möglichkeit – es gibt aber auch weitere…

Jobsuche mithilfe von Jobagenten

Sogenannte Jobagenten ersparen Jobsuchenden viel Zeit. Ob nun für die Bereiche Logistik, Controlling, Vertrieb oder für eine Ausbildung – diese Such-Tools verfügen über smarte Algorithmen, die Ihnen die passenden Stellenangebote sozusagen auf dem Silbertablett liefern.

Alles, was Bewerber dazu tun müssen, ist, sich zum Beispiel bei einer Jobbörse oder einem Karrierenetzwerk für dessen Jobagenten zu registrieren, Angaben bezüglich der eigenen Berufserfahrungen und Qualifikationen zu machen und Jobtitel, Branchen und Bereiche zu definieren, aus denen zutreffende Stellenangebote herausgefiltert werden sollen. Und eine E-Mail-Adresse angeben.

Je genauer die Angaben ausfallen, umso passender die Stellenangebote, die anschließend per Mail in regelmäßigen Intervallen geschickt werden.

Wer hingegen seine Wunscharbeitgeber, bei denen er oder sie arbeiten möchte, bereits eingegrenzt hat und nur noch auf das dazugehörige Jobangebot wartet, kann im Karrierebereich vieler Unternehmen auch einen betriebseigenen Jobagenten abonnieren.

Zusätzlich bietet es sich an, den Unternehmensauftritten dieser Arbeitgeber auf den Sozialen Medien zu folgen. Dann sind Jobsuchende stets über die für sie relevanten Unternehmensereignisse informiert.

Die passive Bewerbung

Jobsuchende müssen heute nicht einmal mehr warten, bis sie die perfekte Stellenanzeige selbst gefunden haben. Sie sogenannte passive Bewerbung erfreut sich seit einiger Zeit zunehmender Beliebtheit und kann ebenfalls zum Traumjob und einer großen Karriere führen.

Die passive Bewerbung funktioniert – wie der Name erahnen lässt – anders herum als die klassische, aktive Bewerbung auf Stellenangebote in Jobbörsen: Bei der passiven Jobsuche hinterlegen Talente ein aussagefähiges Profil und ihren Lebenslauf auf einer Online-Plattform. Zum Beispiel in einer Lebenslaufdatenbank.

Auf diese Weise erlauben die Kandidaten den Personalverantwortlichen, sie bei der Talentsuche zu finden. Wichtig dabei ist allerdings, dass das Profil perfekt verschlagwortet ist und auch sämtliche einschlägigen Stationen des Lebenslaufs enthält. So ist die Chance größer, angesprochen zu werden, als bei einem lückenhaften Profil. Auch Recruiter legen schließlich Wert auf Sorgfalt.

Passive Bewerbungsverfahren werden übrigens immer beliebter: Laut der Studie „Recruiting Trends“ des Center of Human Resources Information in Bamberg will mehr als die Hälfte der Kandidaten inzwischen lieber von einem Unternehmen angesprochen werden, als sich selbst dort zu bewerben. Der Anteil an Kandidaten, die lieber direkt angesprochen werden möchten, ist seit 2009 um stattliche 11,5 Prozentpunkte angestiegen.

Ein Viertel der Kandidaten ist sogar bereit, für eine bessere Sichtbarkeit in Karrierenetzwerken oder Lebenslaufdatenbanken zu bezahlen, sodass Unternehmen sie besser identifizieren können.

Die mobile Jobsuche

Unternehmen und Kandidaten finden inzwischen auch mobil über interaktive Apps zueinander. Das Prinzip dahinter ist auch hierbei einfach: Bewerber melden sich in der App an und laden ihren Lebenslauf hoch. Anschließend bekommen sie vielversprechende Stellenangebote auf dem Display angezeigt.

Das Prinzip funktioniert übrigens ähnlich wie bei Dating-Apps à la Tinder:

  • Ein Wischen des Bewerbers nach links, bedeutet: uninteressant. Das Stellenangebot wird gelöscht.
  • Mit einem „Swipe“ nach rechts signalisiert er hingegen, dass ihm das Jobinserat gefällt. In diesem Fall erhält das Unternehmen das anonymisierte Bewerberprofil. Ist ein Kontakt für beide Seiten interessant, stellt die App diesen her.

Die eine oder andere Online-Jobbörse, aber auch größere Arbeitgeber bieten inzwischen auch eigene Karriere-Apps an. Diese funktionieren jedoch nicht wie oben beschrieben, sondern sind eher kleinere, mobiltaugliche Versionen besagter Jobagenten.

Ihren Zweck erfüllen sie aber genauso: Sie gleichen die Profildaten eines Nutzers mit offenen Stellenanzeigen ab. Im Falle eines Treffers bekommt der Kandidat eine Benachrichtigung auf das Smartphone.

Mit solchen Apps können Sie durchaus schnell und an jedem Ort über neue Jobs informiert werden und sofort darauf reagieren. Das verschafft Ihnen womöglich einen Zeitvorsprung gegenüber anderen Bewerbern, die die klassischen Wege der Jobsuche nutzen. Mehrgleisig zu fahren, lohnt sich also.

Sie sehen: Der Weg zum Traumjob ist vielseitig, die Chancen inzwischen enorm hoch und die gute alte Stellenanzeige (in einer Jobbörse) immer noch eine der besten Alternativen!

Störbern Sie bei uns also noch ein bisschen herum, nutzen Sie die zahlreichen Service-Angebote unserer Jobbörse sowie unserer Schwesterportale Karrierebibel.de (Ratgeber-Portal) und Karrierefragen.de (Hilfe-Community – beide kostenlos). Bestimmt ist für jeden Beruf, jedes Jobprofil und jede Region etwas dabei…

Jobs in Kassel: Die besten Stellen in Nordhessen

Jobs in Kassel

Ob das Kasseler-Fleisch wirklich seinen Ursprung in Kassel hat, ist ungeklärt. Auch sonst weiß man oft nichts Genaues über die Stadt in der Mitte Deutschlands. Wirtschaftlich ist sie überraschend vielfältig: Kassel hat Stärken in der Industrie, in Forschung und Umwelttechnik, sie beherbergt Logistiker und Call Center. Hier geht es zu den besten Jobs in Kassel…

Jobs Kassel: Wissenswertes zur Region und Stadtteilen

Kassel hat den Ruf eines Mauerblümchens. Dabei ist die Stadt keineswegs arm an Sehenswertem. Hoch über ihr thront das imposante Herkules-Denkmal, darunter das erhabene Schloss Wilhelmshöhe.

Und dann ist da ja noch die Kunstausstellung Documenta, die Kassel alle fünf Jahre zum Mekka der Kunstwelt macht. Finanziell aber ist sie keine Erfolgsgeschichte: Die letzte Documenta von 2017 wies einen Fehlbetrag von 7,6 Millionen Euro auf. Das Land Hessen und die Stadt Kassel müssen als Gesellschafter jeweils zur Hälfte einspringen.

Doch es gibt auch positive Neuigkeiten. Speziell Auszubildende genießen in Kassel die höchste Lebensqualität in ganz Deutschland. Das hat eine Umfrage des privaten Bildungsanbieters WBS Gruppe im Sommer 2018 ergeben. In die Wertung flossen Punkte wie Lebenshaltungskosten, Verkehr, Freizeitaktivitäten und Ausbildungsangebot ein.

In Kassel ist die Ost-West-Teilung noch Gegenwart. Im Osten der Stadt wohnen die Jungen und weniger Betuchten, im Westen die Etablierten und Wohlhabenden. Die exklusiven Wohngegenden heißen Bad Wilhelmshöhe, Brasselsberg, Harleshausen und Kirchditmold.

Arbeitsmarkt in Kassel

Die Arbeitslosigkeit geht auch in Kassel weiter nach unten. So waren im Juni 2018 insgesamt 14.868 Menschen im Bezirk Kassel der Bundesagentur für Arbeit ohne Stelle. Das entspricht einer Arbeitslosenquote von 5,2 Prozent. Im Juni 2017 hatte sie noch bei 5,8 Prozent gelegen.

Zum Kasseler Agenturbezirk zählen allerdings neben der Stadt Kassel auch der Landkreis Kassel sowie der Werra-Meißner-Kreis. Das Umland weist dabei deutlich bessere Quoten auf als die Stadt Kassel selbst. So betrug die Arbeitslosenquote im Landkreis Kassel im Juni 2018 nur 3,7 Prozent. Sie lag in Hofgeismar, Wolfhagen, Witzenhausen und Eschwege jeweils unter der Fünf-Prozent-Marke. Deutlich darüber lag sie lediglich in der Stadt Kassel mit 7,2 Prozent. Das ist immerhin eine deutliche Verbesserung im Vergleich zum Juni 2017, als noch 7,9 Prozent arbeitslos waren. Im Landkreis Kassel fiel die Arbeitslosigkeit im November 2018 sogar auf 3,4 Prozent.

Viele Jobs in Kassel gibt es nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit auch für Azubis, zum Beispiel in diesen Berufen:

Einstiegsgehälter und Gehaltsniveaus

Ein Vollzeitbeschäftigter, der seinen Arbeitsplatz in Kassel hat, verdient laut Bundesagentur für Arbeit im Median 3.397 Euro. Median bedeutet: 50 Prozent liegen über diesem Wert, die anderen 50 Prozent darunter.

In den umliegenden Kreisen ist der Verdienst deutlich geringer. Im Werra-Meißner-Kreis etwa kommen Vollzeitarbeitnehmer nur auf 2.821 Euro.

Im hessischen Vergleich aber schneidet Kassel keineswegs überragend ab. So beträgt der Medianverdienst in Frankfurt 4.182 Euro, in Darmstadt sogar 4.185 Euro.

Für Akademiker ist die Lohntüte deutlich üppiger. Sie kommen in Kassel, sofern in Vollzeit beschäftigt, auf 5.210 Euro.

Wichtige Arbeitgeber in Kassel

Einer der größten Namen der Kasseler Wirtschaft ist die K+S AG. Das Bergbauunternehmen hieß früher Kali und Salz AG und ist als einziges Unternehmen aus Kassel in einem der deutschen Aktienindizes vertreten – im MDAX.

SMA Solar wiederum ist einer der wenigen Überlebenden der deutschen Solarindustrie. Die Firma vertreibt Solartechnik. Ende 2018 legte das Unternehmen einen Plan zur Kostensenkung vor – auch Jobs in Kassel sollen wegfallen.

Der bekannteste Arbeitgeber der Stadt aber bleibt Volkswagen. Das VW-Werk Kassel/Baunatal ist mit über 16.000 Beschäftigten eines der größten in Deutschland. Trotz der Elektro-Offensive des Konzerns – oder gerade deswegen – scheint das Kasseler Werk eine gute Zukunft zu haben. In den kommenden fünf Jahren will VW 1,4 Milliarden Euro in den hessischen Standort investieren. Darüber hinaus gibt es hier Werke von Daimler und Bombardier, die Kassel zu einem Logistik- und Industrie-Zentrum machen.

Das sind die größten Arbeitgeber in Kassel:

  • Volkswagen
  • Daimler
  • Druckhaus Dierichs
  • EAM (Umwelt-, Energietechnik)
  • Kasseler Sparkasse
  • Kasseler Verkehrs- und Versorgungs- GmbH
  • Klinikum Kassel
  • Krauss-Maffei Wegmann (Mobilität/Verkehrstechnik/Logistik)
  • SMA Solar Technology AG
  • Universität Kassel
  • Volkswagen Original-Teile Center
  • GE Grid GmbH (Umwelt-/Energietechnik)
  • Bombardier Transportation
  • Agaplesion Diakonie Kliniken Kassel
  • Gebr. Bode (Mobilität/Verkehrstechnik/Logistik)
  • Hübner GmbH (Mobilität/Verkehrstechnik/Logistik)
  • K+S Aktiengesellschaft
  • Landeswohlfahrtsverband Hessen
  • QVC eService Inc. und Co. KG (Call Center)
  • Rheinmetall Landsysteme
  • Sozialversicherung für den Gartenbau
  • Wintershall Holding AG (Umwelt-/Energietechnik)
  • AOK Call Center Kassel
  • Arvos GmbH – Schmidtsche Schack (Umwelt-/Energietechnik)
  • BMW Niederlassung Kassel
  • Breithaupt und Sohn (Messinstrumente)
  • Fraunhofer Institut IEE (Umwelttechnik)
  • Henschel Antriebstechnik
  • Honeywell Gas Technologies
  • Landefeld Druckluft + Hydraulik
  • Otto Telefonmarketing Center
  • Ströer DERG Media
  • Volksbank Kassel Göttingen
  • WEGU Gummi- und Kunststoffwerke

Karriereaussichten und Wirtschaft in Kassel

Kassel hat Stärken, von denen nicht jeder weiß. Das Finanzamt Kassel etwa ist auf die Auswertung von Finanzdokumenten mithilfe künstlicher Intelligenz spezialisiert. Die KI hilft dabei, Dokumente wie die Panama Papers auszuwerten. 45 Steuerfahnder und Forensiker gehen im Finanzamt Kassel auf die elektronische Jagd.

Die Zahl der Arbeitsplätze in diesem Bereich soll weiter wachsen. Das Land Hessen plant vom Wintersemester 2019/2020 an in Kooperation mit der Universität Kassel ein duales Studium. Fünf Studienplätze sollen im IT-Bereich entstehen.

Ohnehin ist die Uni Kassel ein Ideenlieferant – und einer der bedeutenden Standorte in Deutschland für Umweltingenieure. Die Uni forscht aktiv in den Feldern Nachhaltigkeit, Umwelt, Klima, Energie und Mobilität sowie Stadtentwicklung. Das dürfte zumindest ein Mitgrund sein, warum es in der Stadt auffallend viele Umwelttechnik-Unternehmen gibt.

Kassel ist angesichts seiner zentralen Lage auch ein wichtiger Logistikstandort. Der Flughafen Kassel-Calden produziert wegen seines Schuldenberges zwar regelmäßig Negativschlagzeilen, beförderte 2018 aber erstmals mehr als 100.000 Passagiere. 2017 waren es nur 70.000 Fluggäste.

Im Städteranking 2018 von IW Consult landete Kassel im Mittelfeld – auf Platz 43 von 71 Städten. Gute Noten gab es für das Kasseler Bruttoinlandsprodukt, die Steuerkraft und die niedrigen Gewerbesteuerhebesätze.

Im Dynamikranking, das die Entwicklung der letzten fünf Jahre untersucht, rangiert die Stadt sogar auf Position 16. Vor allem der Arbeitsmarkt hat sich zuletzt sehr positiv entwickelt – und mehr Jugendliche und Ältere in Arbeit gebracht.

Kosten: Lebenshaltung, Mietpreise

Die Lebenshaltungskosten sind in Kassel spottbillig – wenn man sie mit dem großen hessischen Bruder Frankfurt vergleicht. Wer in Frankfurt 50.000 Euro jährlich verdient, würde für denselben Lebensstandard in Kassel laut Financescout24 nur 38.900 Euro benötigen. Die Mieten sind in Kassel um 38 Prozent günstiger als in Frankfurt, die Transportkosten um 16 Prozent.

Die aktuellen Kaltmieten (Dezember 2018) betragen in Kassel laut Immowelt zwischen 7,10 und 9,80 Euro pro Quadratmeter – je nach Wohnungsgröße. Zusammengerechnet beträgt der Durchschnittspreis 7,80 Euro pro Quadratmeter.

Gestiegen sind sie in den vergangenen Jahren aber auch in Nordhessen. So betrug der durchschnittliche Quadratmeterpreis für eine 40-Quadratmeter-Wohnung im Jahr 2011 noch 7,00 Euro, im Jahr 2017 waren es schon 9,10 Euro. Seit 2008 zogen die Mietpreise in Kassel um 59 Prozent an. Damit waren die Mietsteigerungen laut Immowelt nur in einem einzigen von 115 untersuchten Stadt- und Landkreisen in Westdeutschland höher als in Kassel (im Westerwaldkreis mit einem Plus von 65 Prozent).

Für eine 80-Quadratmeter-Wohnung wurden 2011 nur 5,20 Euro pro Quadratmeter fällig und 2017 schon 7,00 Euro. Eine 120-Quadratmeter-Wohnung kostete 2011 noch 5,70 Euro im Schnitt, 2017 bereits 7,70 Euro. Der Kaufpreis für eine Wohnung verteuerte sich im gleichen Zeitraum von 1.100 Euro pro Quadratmeter auf 2.090 Euro.

Zum Vergleich: In Frankfurt liegt er mittlerweile bei über 4.100 Euro. Kassel ist sogar günstiger als das nahe (und kleinere) Göttingen, wo 2.210 Euro fällig werden.

Kontaktdaten und Servicestellen

Sie wollen sich in Kassel selbstständig machen, Ihre Steuererklärung abgeben oder Jobs in Kassel suchen? Die wichtigsten Servicestellen hat Karrieresprung übersichtlich für Sie zusammengefasst:

  • Ihr Finanzamt in Kassel finden Sie hier.
  • Die Agentur für Arbeit Kassel finden Sie hier.
  • Das Jobcenter Kassel finden Sie hier.
  • Die IHK Kassel-Marburg finden Sie hier.
  • Die Handwerkskammer Kassel finden Sie hier.
  • Die Wirtschaftsförderung Region Kassel finden Sie hier.
  • Jobs in Kassel finden Sie hier.
  • [Bildnachweis: hecke61 by Shutterstock.com]