Jobs in Karlsruhe: Ihre Traumstelle in Baden

Jobs in Karlsruhe

Nein, ein Unternehmen von Weltformat sucht man in Karlsruhe vergebens. Dennoch zählt die Stadt zu den wirtschaftlich erfolgreichsten in ganz Deutschland. Als Hochqualifizierter mag sich mancher hier vorkommen wie die Made im Speck. So finden auch Sie die besten Jobs in Karlsruhe…

Jobs Karlsruhe: Wissenswertes zur Region und Stadtteilen

Eine ewige Rivalität verbindet Schwaben und Badener. Stellvertretend dafür stehen die beiden größten Städte – Stuttgart auf der einen und Karlsruhe auf der anderen Seite.

Mit 300.000 Einwohnern ist Karlsruhe aber nur halb so groß wie die Daimler-Stadt. Entstanden ist sie im 18. Jahrhundert auf dem Reißbrett. Darum führen die Straßen strahlenförmig in den Karlsruher Schlossgarten. Das prachtvolle Schloss, von Markgraf Karl-Wilhelm erbaut, ist Mittelpunkt des grünen Zentrums.

Das wissenschaftliche Zentrum Karlsruhes liegt etwas weiter östlich. Das Karlsruhe Institute of Technology, Kurzform KIT, hat sich zu einer der renommiertesten Universitäten Europas hochgearbeitet. Wer einen der begehrten Plätze in einem Studentenappartment in der Umgebung ergattert, darf sich glücklich schätzen – muss aber tief in die Tasche greifen.

Arbeitsmarkt in Karlsruhe

Baden-Württemberg ist Fachkräftemangel-Land. Kaum ein Tag, an dem hier nicht von einem Unternehmer die Klage ertönt. Das ist in Karlsruhe nicht anders.

Im Dezember 2018 lag die Arbeitslosenquote bei 4,0 Prozent. Es lässt sich mit einiger Gewissheit sagen: Wer gut ausgebildet ist und sich in Karlsruhe ernsthaft auf Jobsuche begibt, wird am Ende einen Arbeitsvertrag in Händen halten.

In ganz Baden-Württemberg liegt die Arbeitslosenquote sogar nur bei 3,0 Prozent. In den großen Städten ist sie erfahrungsgemäß etwas höher. Hier konzentrieren sich die Menschen mit schlechteren Beschäftigungschancen und aus prekären Milieus, Migranten ohne Sprachkenntnisse oder junge Leute ohne Berufsabschluss zum Beispiel.

Einstiegsgehälter und Gehaltsniveaus

Ein vollzeitbeschäftigter Arbeitnehmer verdient laut Bundesagentur für Arbeit 3.682 Euro, wenn er seinen Arbeitsplatz in der Stadt Karlsruhe hat. Dabei handelt es sich um den Medianwert, nicht um den Durchschnittswert. Beim Median liegt die eine Hälfte darüber, die andere Hälfte darunter.

Damit verdienen die Karlsruher deutlich mehr als Freiburger (3.471 Euro) oder Tübinger (3.484 Euro). In Stuttgart dagegen liegt der Medianverdienst bei 4.351 Euro. Akademiker können in Karlsruhe sogar mit 5.234 Euro rechnen.

Für alle Vollzeitbeschäftigten, die in Karlsruhe wohnen, liegt das Medianeinkommen bei 3.497 Euro. Die Differenz erklärt sich dadurch, dass viele aus der Stadt in eine Nachbargemeinde pendeln und dort möglicherweise weniger verdienen.

Für Juristen ist Karlsruhe besonders lukrativ. Sie steigen nach Angaben von gehalt.de mit durchschnittlich 60.775 Euro in den Beruf ein. Das ist nicht viel weniger als in Frankfurt, wo mit 62.841 Euro die höchsten Einstiegsgehälter gezahlt werden.

Darben müssen aber auch die anderen Akademiker nicht. Schließlich ist Baden-Württemberg im Ganzen ein Magnet für Gutverdienende. Fach- und Führungskräfte kommen hier laut Stepstone-Gehaltsreport 2018 auf ein Bruttodurchschnittsgehalt von 62.096 Euro im Jahr.

So gut wird sonst nirgends gezahlt, nicht einmal in Bayern. Mit einer Ausnahme: In Hessen liegt das Durchschnittseinkommen für Fach- und Führungskräfte mit 63.353 Euro noch eine Spur höher.

Wichtige Arbeitgeber in Karlsruhe

Der bekannteste Arbeitgeber der Stadt residiert vor dem Schlossgarten. Im Bundesverfassungsgericht wurde schon die eine oder andere historische Schlacht der Bundesrepublik geschlagen.

In der Privatwirtschaft genießen Energieversorger EnBW und Drogerieriese DM die größte Bekanntheit. Letzterer zieht derzeit an der Durlacher Allee seine neue Zentrale hoch, in der ab Sommer 2019 rund 1.600 Mitarbeiter Platz finden sollen.

Das sind die größten Unternehmen, die Jobs in Karlsruhe schaffen:

  • BBBank
  • Cronimet Gruppe (Recycling)
  • Deutsche Bausparkasse Badenia
  • Diakonie in Baden-Württemberg
  • Dm Drogeriemarkt (Einzelhandel)
  • Dr. Willmar Schwabe Unternehmensgruppe (Chemie)
  • EnBW Energie Baden-Württemberg
  • Fiducia und GAT IT (IT-Dienstleistungen)
  • Miro Mineralölraffinerie Oberrhein
  • Pneuhage Management (Reifenhandel)
  • Proserv Produktionsservice und Personaldienste
  • Simon Hegele Gesellschaft für Logistik und Service (Spedition)
  • Sparkasse Karlsruhe
  • Stadtwerke Karlsruhe
  • Städtisches Klinikum Karlsruhe
  • Synergie Personal
  • VBK Verkehrsbetriebe
  • Vidia Christliche Kliniken

Karriereaussichten und Wirtschaft in Karlsruhe

Karlsruhe ist eine Top-Adresse für alle, die Karriere machen wollen. Das belegt schon der Blick auf das Städteranking 2018 von IW Consult. Hier landete Karlsruhe auf Platz 12 von 71 Städten und verfehlte damit nur knapp die Top Ten.

Besonders gut stehen die sogenannten wissensintensiven Dienstleistungen da. Nur vier Städte in Deutschland sind diesbezüglich laut IW besser aufgestellt. Wissensintensive Dienstleister sind zum Beispiel:

  • IT-Fachkräfte
  • Versicherer
  • Banker
  • Unternehmensberater
  • Forscher und Entwickler
  • Werber und Marktforscher

Daneben spielt der Handel eine Hauptrolle im Wirtschaftsprofil der Stadt. Und ein gutes Drittel der Beschäftigten arbeitet nach IHK-Angaben noch immer im produzierenden Gewerbe. Die Struktur ist also gemischt – und gesund.

Für Wissenschaftler gleicht Karlsruhe ohnehin einem Paradies. Das KIT ist der Leuchtturm, aber nicht alleine auf weiter Flur. Da gibt es noch die Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft, die Pädagogische Hochschule, die Hochschule für Musik oder auch die Karlshochschule, eine private Business School – unter anderem.

Kosten: Lebenshaltung, Mietpreise

Dass die Mieten auch in Karlsruhe steigen, dürfte niemanden verwundern. Aber sie sind laut Mietspiegel 2019 in den vergangenen zwei Jahren nur um jeweils knapp zwei Prozent angezogen – das ist vergleichsweise milde.

Dafür ist das Ausgangsniveau allerdings schon sehr hoch. Zweistellige Quadratmeterpreise sind in der badischen Boom-Stadt keine Seltenheit. Nach Immowelt-Angaben liegen die Durchschnittspreise je nach Wohnungsgröße zwischen 9,10 Euro und 13,20 Euro pro Quadratmeter. In guten Lagen kann es auch gerne noch mehr sein.

Und es könnte alles noch schlimmer werden – auch für Käufer. Der Zuzug nach Karlsruhe ist unvermindert hoch und setzt die Preise weiter unter Druck. Bauland aber ist knapp, Wohnungen werden oft per Gebot versteigert. Beispiel Park Tower: Die 142 Eigentumswohnungen in den beiden Wohntürmen wurden für bis zu 4.500 Euro pro Quadratmeter verkauft.

Auch die 40.000 Studenten führen hier kein finanziell sorgloses Leben. Eine Studentenbude mit 30 Quadratmetern kostet in Karlsruhe laut IW-Studentenwohnpreisindex 397 Euro. Das ist gehobenes Mittelfeld. In München kostet eine vergleichbare Wohnung 635 Euro, in Heidelberg 437 Euro und in Bonn 423 Euro. Von 18 untersuchten Städten liegt Karlsruhe auf Platz 8 – und ist seinerseits teurer als Münster, Göttingen oder Bamberg.

Kontaktdaten und Servicestellen

Sie wollen sich in Karlsruhe selbstständig machen, Ihre Steuererklärung abgeben oder Jobs in Karlsruhe suchen? Die wichtigsten Servicestellen hat Karrieresprung übersichtlich für Sie zusammengefasst:

  • Ihr Finanzamt in Karlsruhe finden Sie hier.
  • Die Agentur für Arbeit Karlsruhe-Rastatt finden Sie hier.
  • Das Jobcenter Karlsruhe finden Sie hier.
  • Die IHK Karlsruhe finden Sie hier.
  • Die Handwerkskammer Karlsruhe finden Sie hier.
  • Jobs in Karlsruhe finden Sie hier.
[Bildnachweis: Arthur Palmer by Shutterstock.com]

Jobs in Braunschweig: Hier gibt es Stellen in der Löwenstadt

jobs in braunschweig

Braunschweig war früher Zonenrandgebiet – auch in der Wahrnehmung vieler Westdeutscher. Heute ist die Stadt zwischen Berlin, Hamburg und Hannover eingekesselt. Dabei muss sich Braunschweig nicht verstecken. Für Wissenschaftler etwa ist die Stadt eine Oase. Auch Händler und Ingenieure müssen für Jobs in Braunschweig nicht lange suchen…

Jobs Braunschweig: Wissenswertes zur Region und Stadtteilen

In Braunschweig steppt der Bär. Besser gesagt: der Löwe. Seit dem Mittelalter ist der Braunschweiger Löwe Wahrzeichen der Stadt. Noch heute steht der Burglöwe majestätisch auf dem Burgplatz. Braunschweig bezeichnet sich auch offiziell als Löwenstadt.

Wenn die fünfte Jahreszeit anbricht, dann mutiert die Löwenstadt zum Tollhaus. Braunschweig ist eine Karnevalshochburg – für eine norddeutsche Stadt ein exotisches Attribut.

Ein Provinznest ist Braunschweig aber auch so nicht. Es handelt sich immerhin um die – nach Hannover – zweitgrößte Stadt in Niedersachsen. Rund 250.000 Menschen sind hier zuhause.

Am liebsten lassen sich Eingeborene und Zugezogene im östlichen Ringgebiet oder am Wall nieder. Darunter sind dem Hörensagen nach auch Anwälte und Manager von Volkswagen, die lieber in Braunschweig als in Wolfsburg wohnen. Auch Viewegsgarten im Süden ist ein populäres Wohngebiet.

Arbeitsmarkt in Braunschweig

Die Arbeitslosenquote in Braunschweig betrug im November 2018 nur 4,9 Prozent. Drei Jahre zuvor waren es noch 6,0 Prozent. Damals waren über 8.000 Braunschweiger ohne Job, jetzt sind es nur noch knapp über 7.000.

Den stärksten Job-Zuwachs 2018 gab es niedersachsenweit im Bereich Gesundheit und Sozialwesen, im verarbeitenden Gewerbe, bei Dienstleistungen und Handel.

Gefragt sind aktuell vor allem:

Einstiegsgehälter und Gehaltsniveaus

Wer in Braunschweig eine Vollzeitstelle hat, kann mit einem Einkommen von 3.438 Euro pro Monat rechnen. Diesen Medianwert hat die Bundesagentur für Arbeit für Braunschweig errechnet. Eine Hälfte der Arbeitnehmer liegt also oberhalb, die andere unterhalb dieses Betrags. Akademiker kommen in Braunschweig sogar auf 4.919 Euro.

In Braunschweig sind die Gehälter damit deutlich höher als im Umkreis. In Helmstedt, Goslar, Northeim, Wolfenbüttel und Peine haben Arbeitnehmer jeweils eine Zwei vor dem Komma. In der VW-Stadt Wolfsburg dagegen liegt das Medianeinkommen bei 4.622 Euro – das ist deutschlandweit ein Top-Wert. Auch in Salzgitter sind es 4.085 Euro – klar über Braunschweiger Niveau.

Viele Braunschweiger pendeln daher in diese beiden Städte. Das ist vermutlich auch der Grund, warum die Arbeitnehmer, die in Braunschweig wohnen, aber nicht in Braunschweig arbeiten, einen höheren Medianverdienst haben. Er liegt bei 3.682 Euro.

Wichtige Arbeitgeber in Braunschweig

Von den 100 größten Unternehmen Niedersachsens haben nur drei ihren Sitz in Braunschweig. Zuckerproduzent Nordzucker taucht in der Rangliste der Nord/LB aus dem November 2018 auf Platz 28 auf. Die Braunschweiger Versorgungs-AG, auch als BS Energy bekannt, sowie Pharmagroßhandel Richard Kehr schaffen es ebenfalls in die Top-Etage der niedersächsischen Wirtschaft.

Mit Hannover kann Braunschweig nicht mithalten, die Landeshauptstadt bringt 19 Unternehmen in die Top 100. Sogar Osnabrück ist mit zehn Top-Unternehmen unerreichbar. Auf der Habenseite Braunschweigs stehen das älteste Volkswagen-Werk des Landes und ein Siemens-Werk für Eisenbahntechnik.

Das sind die größten Arbeitgeber in Braunschweig:

  • Nordzucker AG
  • Braunschweiger Versorgungs-AG
  • Richard Kehr (Pharmagroßhandel)
  • Volkswagen
  • Volkswagen Financial Services
  • Siemens Mobility
  • Braunschweigische Landessparkasse
  • Öffentliche Versicherung Braunschweig
  • Volksbank Braunschweig Wolfsburg
  • PSD Bank Braunschweig
  • Bombardier Transportation
  • Bosch Engineering
  • Aerodata AG (Messtechnik)
  • Alstom
  • Brunel
  • Städtisches Klinikum Braunschweig
  • New Yorker (Textil)
  • GOM GmbH (3D-Messtechnik)
  • Verlagsgruppe Westermann
  • Auro (Naturfarben)

Karriereaussichten und Wirtschaft in Braunschweig

Braunschweig ist eine Stadt der Techniker. An der Technischen Universität lernen die Ingenieure von morgen ihr Handwerk. Zahlreich vertreten sind in Braunschweig Ingenieurbüros und Automobilzulieferer. Die Nähe zum VW-Stammsitz Wolfsburg macht sich bemerkbar. In der Stadt selbst steht auch ein VW-Werk, außerdem hat Finanzdienstleister Volkswagen Financial Services hier seinen Sitz.

Daneben gibt es eine Vielzahl an Forschungseinrichtungen. Fast 30 von ihnen mit über 15.000 Mitarbeitern beherbergt die Stadt, darunter mehrere Fraunhofer-Institute sowie das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit.

Braunschweig hat Zukunft. Diese Einschätzung teilt auch Beratungsunternehmen IW Consult, das die Stadt in seinem Zukunftsranking 2018 auf Platz 18 von 71 Großstädten in Deutschland setzte. Vor allem die vielen MINT-Absolventen und zahlreiche Jobs im Bereich Forschung und Entwicklung sorgen für ein gutes Klima. Schon heute ist der Braunschweiger Arbeitsmarkt kerngesund.

Kosten: Lebenshaltung, Mietpreise

Die Lebenshaltungskosten in Braunschweig ähneln denen im Rest Niedersachsens. Hannover, Göttingen, Osnabrück oder Oldenburg – große Preisunterschiede gibt nicht. Lediglich Salzgitter ist auf einem deutlich niedrigeren Preislevel – die Mieten sind laut Financescout24 um 27 Prozent billiger als in Braunschweig.

Auch im direkten Vergleich mit der Hauptstadt Berlin schneidet Braunschweig solide ab. Lebensmittel sind in Berlin günstiger, die Mieten dafür mittlerweile deutlich teurer.

Die durchschnittliche Miete beträgt laut Mietspiegel 2018 der Stadt Braunschweig zwischen 5,60 Euro und 9,51 Euro pro Quadratmeter – abhängig von Baujahr under Größe der Wohnung. Für eine Neubauwohnung mit über 120 Quadratmetern werden zum Beispiel 9,31 Euro pro Quadratmeter fällig. Eine Altbauwohnung, die vor 1918 gebaut wurde und 70 Quadratmeter umfasst, ist dagegen schon für 5,60 Euro zu haben.

Laut Daten der Immobilienplattform Immowelt sind die Mietpreise in letzter Zeit sogar wieder zurückgegangen. Während eine 40-Quadratmeter-Wohnung 2016 im Median 9,30 Euro pro Quadratmeter kostete, waren es ein Jahr später nur 8,30 Euro. Bei größeren Wohnungen mit 120 Quadratmetern sank der Wert von 8,00 Euro auf 7,40 Euro.

Kontaktdaten und Servicestellen

Sie wollen sich in Braunschweig selbstständig machen, Ihre Steuererklärung abgeben oder Jobs in Braunschweig suchen? Die wichtigsten Servicestellen hat Karrieresprung übersichtlich für Sie zusammengefasst:

  • Ihr Finanzamt in Braunschweig finden Sie hier.
  • Die Agentur für Arbeit Braunschweig-Goslar finden Sie hier.
  • Das Jobcenter Braunschweig finden Sie hier.
  • Die IHK Braunschweig finden Sie hier.
  • Die Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade finden Sie hier.
  • Jobs in Braunschweig finden Sie hier.
[Bildnachweis: LaMiaFotografia by Shutterstock.com]

Jobs in Chemnitz: Warum die Stadt ein Geheimtipp ist

jobs in chemnitz

Chemnitz ist eine der wenigen deutschen Städte, die früher mal anders hießen. Eines aber ist gleich geblieben. Chemnitz ist der richtige Ort für Maschinenbauer und andere technisch Begabte. Und Chemnitz ist ein Paradies für Sparfüchse. So günstig wie im sächsischen Südwesten lebt es sich sonst (fast) nirgends. Jetzt fehlt nur noch die richtige Stelle. So finden Sie gute Jobs in Chemnitz…

Jobs Chemnitz: Wissenswertes zur Region und Stadtteilen

In Chemnitz spiegelt sich die jüngere deutsche Geschichte. Die Industrielle Revolution verlieh Chemnitz Schwung. Sie stieg zur Industriestadt auf, und zur Großstadt.

Und, was viele kaum glauben mögen, sie hatte früher ein schmuckes historisches Zentrum. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Innenstadt großteils zerstört. Später benannte man Chemnitz in Karl-Marx-Stadt um – und wieder zurück in Chemnitz.

Das alles soll sagen: Chemnitz steht für weit mehr als Plattenbauten und graue Häuserzeilen, mit denen die Stadt gerne in Verbindung gebracht wird. Ihre Ursprünge reichen bis ins Mittelalter zurück.

Heute sind hier rund 250.000 Menschen zuhause. Die Stadt wächst wieder. Zu den beliebtesten Wohnlagen zählen übrigens Kaßberg und Schloßchemnitz.

Dennoch steht Chemnitz klar im Schatten der beiden großen Sachsenstädte Leipzig und Dresden. Auch bis zur tschechischen Grenze – und weiter nach Prag – ist es nicht weit. In zwei Stunden ist man in der Goldenen Stadt.

Arbeitsmarkt in Chemnitz

Als Zentrale des deutschen Jobwunders nimmt man Chemnitz gemeinhin nicht wahr. So schlecht scheint es den Unternehmen hier aber gar nicht zu gehen. Im Rahmen der Initiative Chemnitz zieht an wurden kürzlich sogar potenzielle Rückkehrer mit einem Sonder-ICE abgeholt. Der Bedarf scheint also vorhanden zu sein.

Im Dezember 2018 lag die offizielle Arbeitslosenquote bei 6,6 Prozent. Vor wenigen Jahren waren es noch über neun Prozent. Damit steht Chemnitz noch immer – ein wenig – schlechter da als Dresden (5,6 Prozent) und Leipzig (6,1 Prozent). Der sächsische Schnitt beträgt 5,6 Prozent.

Nur zur Erinnerung: Zu Beginn der Nuller Jahre lag die Arbeitslosenquote in dieser Gegend zeitweise bei über 17 Prozent.

Einstiegsgehälter und Gehaltsniveaus

Wer in der Stadt Chemnitz eine Vollzeitstelle hat, kann laut Bundesagentur für Arbeit mit einem Einkommen von 2.633 Euro rechnen. Das ist der Medianverdienst für alle Vollzeitbeschäftigten. Die eine Hälfte liegt also über diesem Wert, die andere Hälfte darunter. Teilzeit- oder Minijobber sind ausdrücklich nicht berücksichtigt.

Zum Vergleich: In Leipzig verdienen Arbeitnehmer 2.807 Euro, in Dresden 2.987 euro, im Erzgebirgskreis wiederum nur 2.191 Euro. Akademiker kommen in Chemnitz auf 4.119 Euro.

Die Zahlen deuten es an: Sachsen ist kein Hochlohnland. Laut Stepstone-Gehaltsreport 2018 liegt das Durchschnittsbruttogehalt für Fach- und Führungskräfte bei 45.201 Euro.

Das sind fast 20.000 Euro weniger pro Jahr als in Hessen (63.353 Euro). Immerhin liegt Sachsen vor allen anderen östlichen Bundesländern (außer Berlin) – wenn auch nur sehr knapp.

Wichtige Arbeitgeber in Chemnitz

Die lokale Wirtschaft stützt sich auf viele Säulen. Diese Unternehmen schaffen Jobs in Chemnitz. Das sind die wichtigsten Arbeitgeber der Stadt:

  • Volkswagen Sachsen
  • Envia Mitteldeutsche Energie
  • Eins Energie in Sachsen (Energieversorger)
  • Niles-Simmons Industrieanlagen (Maschinenbau)
  • Starrag Group (Maschinenbau)
  • Chemieanlagenbau Chemnitz
  • Terrot (Maschinenbau)
  • Continental (Reifen)
  • Fraunhofer IWU
  • Karl Mayer Textilmaschinenfabrik
  • Hörmann Rawema Engineering und Consulting (Maschinenbau)
  • Siemens (Elektrotechnik)
  • Union Chemnitz (Maschinenbau)
  • 3D Micromac (Lasermikrobearbeitung)
  • Aspicon (IT-Dienstleistungen)
  • Abfallentsorgungs- und Stadtreinigungsbetrieb der Stadt Chemnitz ASR
  • AHC Gruppe (Automobilhandel)
  • Baselabs (Softwareentwicklung)
  • Mitteldeutsche Regiobahn (MRB)
  • Zebra Group (Werbeagentur)
  • TKI (Telekommunikation)
  • ThyssenKrupp
  • Staffbase (Software)
  • Sitec Industrietechnologie (Maschinenbau)
  • Sigma (IT-Dienstleistungen)
  • Sachsenguss (Stahlverarbeitung)
  • Lichtenauer Mineralquellen (Getränkehersteller)
  • Klinikum Chemnitz
  • IMK Engineering (Ingenieurdienstleistungen)
  • Heitec (Ingenieurdienstleistungen)

Karriereaussichten und Wirtschaft in Chemnitz

Diese Branchen sind in Chemnitz führend:

  • Automobilindustrie und Zulieferer
  • Maschinen- und Anlagenbau
  • Metallerzeugung
  • Kunststoffverarbeitung

Chemnitz ist ein traditioneller Maschinenbaustandort. Am stärksten gewachsen sind aber in den vergangenen Jahren die Dienstleistungsberufe, zum Beispiel Steuer- und Unternehmensberater, Ingenieure und IT-Fachleute.

Chemnitz ist zudem eine Stadt des Handwerks. In keiner Region in Sachsen ist die Handwerksdichte so groß wie hier. Laut letzter Handwerkszählung gibt es pro 1000 Einwohner mehr als zehn Handwerksunternehmen. In Dresden sind es ungefähr neun, in Leipzig sieben. Damit ist jeder zwölfte Einwohner in Chemnitz im Handwerk tätig.

Aber auch Forschung und Entwicklung haben hier durchaus ihren Platz. Die TU Chemnitz bildet Maschinenbauer und Elektrotechniker aus, Wirtschaftswissenschaftler und Geisteswissenschaftler. Aktuell sind über 11.000 Studierende eingeschrieben.

Im Städteranking 2018 von IW Consult liegt Chemnitz trotzdem sehr weit hinten – immerhin muss die Stadt mit München, Stuttgart oder Frankfurt konkurrieren. Platz 55 von 71 ist da keineswegs eine Katastrophe…

Kosten: Lebenshaltung, Mietpreise

Chemnitz ist unschlagbar günstig. In ganz Deutschland gibt es laut Financescout24 mit Bremerhaven nur eine einzige Stadt, deren Preisniveau noch niedriger ist. Demnach weicht Chemnitz zu 21 Prozent vom deutschen Mittelwert ab.

Konkretes Beispiel: Wer in Chemnitz 50.000 Euro jährlich verdient, müsste in München – um seinen Lebensstandard zu halten – auf über 91.000 Euro kommen. Die Miete in München ist – bitte festhalten – um 185 Prozent teurer. Auch Lebensmittel kosten in der bayerischen Landeshauptstadt 17 Prozent mehr – kein Pappenstiel!

In Köln müsste der Chemnitzer 70.000 Euro verdienen, in Stuttgart 80.000 Euro. Sogar im innersächsischen Vergleich ist Chemnitz ein Schnäppchen. Für 50.000 Euro in Chemnitz müsste man in Dresden 58.000 Euro erwirtschaften, um seinen Lebensstandard zu halten – und dabei gilt Dresden auch schon als sehr günstige Stadt.

Nicht mal Investoren haben Chemnitz für sich entdeckt. Für die Einwohner sind das gute Nachrichten. Wohnraum gibt es zu Tiefstpreisen. Sogar Altbauwohnungen sind mitunter für 600 Euro pro Quadratmeter zu haben. Mehr als 1.000 Euro kosten sie in den seltensten Fällen.

Die Mietpreise haben in den vergangenen Jahren kaum angezogen. Nach Immowelt-Angaben zahlte man 2011 für eine kleine Wohnung (bis 40 qm) 5,00 Euro pro Quadratmeter. 2017 waren es mit 5,30 Euro nur unwesentlich mehr. Im Januar 2019 lagen die durchschnittlichen Preise je nach Wohnung und Größe zwischen 5,00 Euro und 6,40 Euro.

Kontaktdaten und Servicestellen

Sie wollen sich in Chemnitz selbstständig machen, Ihre Steuererklärung abgeben oder Jobs in Chemnitz suchen? Die wichtigsten Servicestellen hat Karrieresprung übersichtlich für Sie zusammengefasst:

  • Ihr Finanzamt in Chemnitz finden Sie hier.
  • Die Agentur für Arbeit Chemnitz finden Sie hier.
  • Das Jobcenter Chemnitz finden Sie hier.
  • Die IHK Chemnitz finden Sie hier.
  • Die Handwerkskammer Chemnitz finden Sie hier.
  • Jobs in Chemnitz finden Sie hier.
[Bildnachweis: Tupungato by Shutterstock.com]

Jobs in Augsburg: So machen Sie in Schwaben Karriere

jobs in augsburg

Augsburg lässt die Puppen tanzen – auch ökonomisch. Die Schwaben stehen oft im Schatten des großen Nachbarn München, setzen aber ihre eigenen Akzente. Für die Industrie war Augsburg schon immer ein attraktiver Standort. In letzter Zeit siedeln sich immer mehr IT-Fachkräfte und Ingenieure, Werber und Berater an. So finden Sie die besten Jobs in Augsburg…

Jobs Augsburg: Wissenswertes zur Region und Stadtteilen

Augsburg zehrt von seiner glorreichen Vergangenheit. Die Familie der Fugger kam hier im Mittelalter zu Reichtum. In der Neuzeit brachte die Augsburger Puppenkiste unzählige Kinderaugen zum Leuchten. Und die Altstadt mit ihren alten Gebäuden und Kirchen ist auch im 21. Jahrhundert noch immer wunderschön.

Zum Zwerg geschrumpft ist Augsburg aber keineswegs. Die Stadt ist mit ihren 300.000 Einwohnern immerhin die drittgrößte im Freistaat – hinter München und Nürnberg. Die Wirtschaft steht auf gesunden Beinen. Dass Augsburg den Blick in die Zukunft richtet, belegt schon der kometenhafte Aufstieg von Roboterhersteller Kuka. Ein Unternehmen, das noch im 19. Jahrhundert gegründet wurde und jetzt alle Welt mit Industrierobotern beliefert.

Für alle, die eine Bleibe in Augsburg suchen: Beliebt sind das Antons- und Stadtjägerviertel im Herzen der Stadt. Diese Gegenden sind ruhig und gut angebunden. Im Süden zählt Haunstetten zu den erleseneren Wohngegenden, in Göggingen und Hochfeld wohnen viele Studenten. Oberhausen im Norden liegt dagegen weniger im Trend.

Übrigens: In einer halben Stunde ist man in München. Nicht wenige Pendler, die da hellhörig werden.

Arbeitsmarkt in Augsburg

Bayern ist in vielerlei Hinsicht ein Vorzeigeland. Arbeitslose – so scheint es – muss man im Freistaat mit der Lupe suchen. In der Tat betrug die Arbeitslosenquote im November 2018 bayernweit nur 2,7 Prozent. Und auch die Unterbeschäftigungsquote war mit 3,8 Prozent extrem niedrig.

In Augsburg ist die Arbeitslosenquote mit 4,6 Prozent etwas erhöht. Was für andere Bundesländer ein Spitzenwert wäre, ist für Bayern eher schwächlich. Auch in vergleichbaren Städten wie Bamberg, Ingolstadt oder Regensburg gibt es deutlich weniger Arbeitslose. Und auch das Augsburger Umland steht besser da. So beträgt die Arbeitslosenquote im Landkreis Augsburg nur 2,2 Prozent.

Einstiegsgehälter und Gehaltsniveaus

Eine Vollzeitstelle wird in Augsburg mit 3.550 Euro monatlich entlohnt. Diesen Medianwert hat die Bundesagentur für Arbeit ermittelt.

In anderen Gegenden in Schwaben verdient man deutlich schlechter. So liegt der Wert in Kempten nur bei 3.161 Euro, in Memmingen bei 3.259 Euro. Mit dem großen München kann Augsburg erwartungsgemäß nicht mithalten. Das Medianeinkommen liegt in der bayerischen Landeshauptstadt bei 4.227 Euro – allerdings muss man dort für Mieten und Co. tiefer in die Tasche greifen.

In ganz Deutschland verdient die eine Hälfte der Vollzeitbeschäftigten mehr als 3.209 Euro, die andere Hälfte weniger. Das bedeutet summa summarum: Mit Jobs in Augsburg lässt sich gutes Geld verdienen.

Wichtige Arbeitgeber in Augsburg

Sonnenschein und Regen wechseln sich bekanntlich ab. Während das BMW-Autohaus Reisacher auf 36.000 Quadratmetern einen neuen Mega-Komplex errichten will, macht der japanische Computerkonzern Fujitsu sein Werk in Augsburg dicht. Beide Projekte sollen bis 2020 abgeschlossen sein.

Hier eine Auswahl der wichtigsten Arbeitgeber in Augsburg:

  • MAN Augsburg
  • Avag Holding (Automobilhandel)
  • Manroland (Druckmaschinen)
  • Renk AG (Maschinenbau)
  • MT Aerospace AG (Luft- und Raumfahrt)
  • UPM-Kymmene (Papier)
  • Premium Aerotec (Luftfahrtindustrie)
  • Fujitsu Technology Solutions
  • Siemens
  • BMK Group (Elektrotechnik)
  • PCI Augsburg (Chemie)
  • Weltbild (Verlag)
  • Kuka AG (Robotik)
  • NCR (Informationstechnologie)
  • Böwe Systec (Maschinenbau)
  • Faurecia (Automotive)
  • Kontron (Rechnertechnologie)
  • Washtec (Anlagenbau)

Karriereaussichten und Wirtschaft in Augsburg

Früher war Augsburg Hochburg der Textilindustrie. Die Zeiten sind vorbei. Ein starker Industriestandort ist Augsburg aber noch immer. Allein in der Metallbranche erwirtschaftet jeder Beschäftigte einen Umsatz von über 500.000 Euro.

Rund ein Viertel aller Beschäftigten arbeitet im produzierenden Gewerbe. Die Industrie ist für ein Drittel der Bruttowertschöpfung in ganz Schwaben verantwortlich. Rund 22 Prozent entfallen auf Finanzen, Versicherungen und Unternehmensdienstleistungen, 19 Prozent auf öffentliche und private Dienstleister, 18 Prozent auf Handel, Verkehr, Lagerei, Gastgewerbe, Information, Kommunikation und sechs Prozent auf das Baugewerbe.

Die industriellen Leitbranchen der Region sind:

  • Metallverarbeitung
  • Maschinenbau
  • Ernährungsgewerbe
  • Papier, Druck und Verlagswesen

Auch bei Touristen ist Augsburg angesichts seiner Nähe zum Allgäu beliebt. Und die Gründung der medizinischen Fakultät an der Uni Augsburg dürfte zur Folge haben, dass in den kommenden Jahren vor allem Dienstleistungssektor und Gesundheitswesen weiter wachsen.

Im Städteranking 2018 von IW Consult belegte Augsburg von 71 untersuchten Städten den 21. Platz. Damit zählt Augsburg zu den wirtschaftlichen Schwergewichten.

So ist unter anderem das Gewerbesaldo positiv, es werden mehr Unternehmen an- als abgemeldet. Zuletzt erlebten insbesondere die wissensbasierten Dienstleistungen einen Boom – dazu zählen zum Beispiel Software-Firmen, Unternehmensberatungen, Werbeagenturen oder Ingenieurbüros.

Kosten: Lebenshaltung, Mietpreise

In Augsburg sind die Lebenshaltungskosten vergleichbar mit denen anderer bayerischer Städte. Mit einer Ausnahme: München. Wer in Augsburg 50.000 Euro jährlich verdient, müsste in München über 66.000 Euro einstreichen, um auf den gleichen Lebensstandard zu kommen. Auf der anderen Seite bräuchte er in Bremerhaven nur 35.000 Euro.

Fast die Hälfte aller Augsburger wohnt laut Amt für Statistik und Stadtforschung in einer Mietwohnung, im eigenen Haus hingegen nur jeder Vierte (der Rest in einer Eigentumswohnung oder anderen Wohnform).

In einer Bürgerumfrage, die die Stadt in Auftrag gegeben hatte, wurden die Mietkosten als eines der größten Probleme Augsburgs genannt. Dabei waren 87 Prozent der Befragten mit ihren Miet- oder Kaufpreis nach eigener Aussage zufrieden. So bezahlte ein Ein-Personen-Haushalt laut Umfrage rund 617 Euro pro Monat für Miete, Nebenkosten und Strom, ein Vier-Personen-Haushalt 273 Euro pro Kopf und 1092 Euro insgesamt.

Laut Immowelt liegen die durchschnittlichen Kaltmieten in Augsburg zwischen 9,50 Euro und 12,50 Euro pro Quadratmeter. Für eine 40-Quadratmeter-Wohnung musste man 2011 noch 7,80 Euro pro Quadratmeter bezahlen, 2017 waren es schon 12,50 Euro. Der Kaufpreis für eine Wohnung stieg im gleichen Zeitraum von 1.500 Euro auf knapp 3.000 Euro.

Kontaktdaten und Servicestellen

Sie wollen sich in Augsburg selbstständig machen, Ihre Steuererklärung abgeben oder Jobs in Augsburg suchen? Die wichtigsten Servicestellen hat Karrieresprung übersichtlich für Sie zusammengefasst:

  • Ihr Finanzamt in Augsburg finden Sie hier.
  • Die Agentur für Arbeit Augsburg finden Sie hier.
  • Das Jobcenter Augsburg-Stadt finden Sie hier.
  • Die IHK Schwaben finden Sie hier.
  • Die Handwerkskammer für Schwaben finden Sie hier.
  • Jobs in Augsburg finden Sie hier.
[Bildnachweis: muratart by Shutterstock.com]

SEO Jobbörse

Stellenangebote: Was Bewerber wissen müssen

Umfragen zeigen: 80 Prozent der europäischen Arbeitnehmer planen 2019 einen Jobwechsel. Und Stellenangebote sind noch immer der beste Weg zum Traumjob. Damit sind Jobbörsen (wie diese) zugleich das beliebteste Tool im Recruiting.

Laut der Studie „Recruiting Trends“ der Universität Bamberg wird über Stellenangebote rund jede zweite offene Stelle besetzt – für Tarifbeschäftigte ebenso wie für Fachkräfte sowie Jobs in Logistik, Controlling oder Vertrieb. Stellen für Trainees ebenso wie Angebote für eine Ausbildung. Der Rest der Personal-Suchen verteilt sich auf Social Media, Direktansprache, Mitarbeiterempfehlungen. Hinzu kommt der verdeckte Stellenmarkt, den Sie sich vor allem mit einer Initiativbewerbung erobern können.

Jobbörse Stellenmarkt Stellenanzeigen verdeckte Stellenangebote Grafik

Für Bewerber bedeutet das aber: Jobbörse ist nicht gleich Jobbörse. Und Stellenanzeige ist nicht gleich Stellenanzeige. Die unterschiede lauern – wie so oft – im Detail.

Worauf Kandidaten bei der Auswahl der Jobbörse und beim Lesen von Stellenangeboten achten müssen, damit sie den Traumjob oder wenigstens passende Jobs finden, die perfekt zu ihrem Profil passen, erklären wir Ihnen hier…

Jobbörsen im Internet: Erste Anlaufstelle für Stellenangebote

Heute schreiben Arbeitgeber oder Personalverantwortliche Stellenangebote vor allem in Online-Jobbörsen aus, um nach Talenten für offene Stellen zu suchen. Da hat sich einiges verändert: Vor ein paar Jahren noch waren vor allem Tageszeitung das Haupt-Medium für Stellenangebote, wie Stellenanzeigen auch genannt werden.

Seit das Internet seinen Siegeszug angetreten hat, kämpft der Printsektor mit sinkenden Auflagen und Anzeigenumsätzen. Online-Jobbörsen oder Karriereportale haben Tageszeitungen in punkto Stellenanzeigen längst den Rang abgelaufen.

Aktuell existieren rund 1.800 Jobbörsen für eine Vielzahl von Branchen, Karrierestufen und Regionen.

Dazu kommen inzwischen auch soziale Netzwerke wie Facebook oder Linkedin, die Arbeitgebern über spezielle Reichweitenprodukte die Möglichkeit bieten, Stellenanzeigen zu schalten. Überdies wird es für die Firmen zunehmend attraktiv, offene Stellen zusätzlich auf der firmeneigenen Karriereseite zu schalten. Gedacht sind diese Jobbörsen für Kandidaten, die sich bereits für einen Arbeitgeber entschieden haben und nun nach passenden Stellenangeboten suchen.

Jobs gibt es aktuell genug. Möglichkeiten, diese zu finden, ebenfalls. Die eigentliche Herausforderung für Bewerber besteht eher darin, aus der Masse an Jobbörsen, Stellenangeboten und Bewerbungstipps jene herauszufiltern, die perfekt zu ihnen passen. Denn nur dann ist die Chance, einen Traumjob an Land zu ziehen, besonders groß.

Wir zeigen Ihnen im Folgenden, worauf Sie dabei vor allem achten sollten…

Das perfekte Stellenangebot ausfindig machen

Mit dem Boom der Jobbörsen hat sich inhaltlich und optisch viel getan: Moderne Jobinserate haben mit den unübersichtlichen Bleiwüsten von anno dazumal nicht mehr viel gemein. Im Internet gibt es längst opulent gestaltete und multimedial aufbereitete Jobinserate. Manche sind gar mit einer kleinen Homepage vergleichbar – mit Reitern, die die Stellenanzeige thematisch gliedern, eingebetteten Videos, Bildern und Grafiken.

Von all dem Hochglanz sollten sich Bewerber aber nicht blenden lassen. Die Jobs werden davon nicht besser. Mehr noch: Oft lassen sich schon an der Gestaltung erste Hinweise erkennen…

Zum Beispiel ist es relevant, ob ein Unternehmen auf geschönte Stockfotos zurückgreift, um sein Stellenangebot optisch aufzumotzen oder Bilder echter Mitarbeiter einbindet. Letztes ist nicht nur authentischer. Es zeigt auch, dass sich die vorhandenen Mitarbeiter mit dem Arbeitgeber identifizieren und bereit sind, in einer Jobbörse mit ihrem Gesicht dafür zu werben. Ein enormes Zugeständnis.

Neutrale Agenturfotos, auf denen die immer gleichen Models zu sehen sind, bleiben indes nichtssagend. Mehr noch: Hier stellen sich die Fragen:

  • Hat der Arbeitgeber womöglich etwas zu verstecken?
  • Haben die Mitarbeiter im Job wenig zu lachen?
  • Hat sich keiner bereit erklärt, weil er oder sie lieber nicht zu dem Unternehmen steht?

Sicher, das alles muss nichts heißen. Manchmal fehlte dem Personaler auch einfach die Zeit oder das Budget eine Stellenanzeige derart individuell zu gestalten. Umso positiver tun sich aber all jene hervor, die die Zeit und Mühe hierfür nicht scheuen.

Verräterisch: Der Aufbau von Stellenangeboten

Auch Verlinkungen zu weiterführenden Informationen auf der Karrierehomepage eines Unternehmens innerhalb von Stellenanzeigen geben Bewerbern wichtige Hinweise, wie das Unternehmen wirklich tickt.

Bei manchen Arbeitgebern berichten etwa Azubis in einem speziellen Blog über ihren Berufsalltag, oder es plaudern Tarifbeschäftigte, Vollzeit-Mitarbeiter und künftige Kollegen in Recruiting-Videos über Arbeitsinhalte und Work-Life-Balance-Angebote.

Wer Stellenangebote formuliert, dem sind – eigentlich – kaum Grenzen gesetzt. Fehlen solche Inhalte und Informationen für Bewerber dennoch, sollten Sie zumindest aufmerksam werden. Wer sich schon bei der Talentsuche wenig Mühe gibt, tut dies womöglich später auch nicht bei der Weiterentwicklung seiner Mitarbeiter. Oder hat gar ein schlechtes Betriebsklima.

Auch die textlichen Elemente, die in den Jobbörsen beziehungsweise Stellenanzeigen auftauchen, sollten Sie gesondert unter die Lupe nehmen. Dazu gehören – neben einer kurzen Beschreibung des Unternehmens – zum Beispiel:

  • Das Anforderungsprofil des Jobs, in dem in den Stellenanzeigen beschrieben wird: Achten Sie darauf, welche Aufgaben Mitarbeiter im Berufsalltag erledigen müssen. Ist das in der Zeit und bei der Bezahlung zu schaffen? Erwartet man die eierlegende Wollmilchsau? Werden Sie nicht nur gefordert, sondern auch gefördert? Und so weiter…
  • Attraktivitätsmerkmale: Hier informiert der Arbeitgeber, was er Bewerbern und Talenten bietet. Das können besondere Entwicklungsmöglichkeiten für die Karriere sein, familienfreundliche Arbeitsbedingungen, Home-Office, flexible Arbeitszeiten, Work-Life-Balance-Angebote, ein gutes Gehalt, spezielle Sozialleistungen vom Arbeitgeber und und und.
  • Organisatorisches: In diesem Abschnitt erfährt der Bewerber alles Wissenswerte über den Eintrittstermin, die Region und die erforderlichen Bewerbungsunterlagen, die eingereicht werden sollen. Ebenso die Adresse, E-Mail und den Ansprechpartner. Fehlen Sie, wird die Bewerbung zum Roulette-Spiel. Nicht gerade seriös.

Stellenangebot-Details: Hier sollten Bewerber genau lesen

Bei den folgenden Stellenangebot-Informationen lohnt es sich, genau hinzuschauen. Wer hier zwischen den Zeilen liest, kann viel über seinen potenziellen Arbeitgeber und das ausschreibende Unternehmen erfahren.

Im schon genannten Anforderungsprofil der Stellenanzeige listen viele Arbeitgeber neben Angaben zu Jobs und Karriere eine Vielzahl an Qualifikationen auf. Das schreckt berufsunerfahrene Kandidaten oftmals ab. Fehler!

Bewerber sollten vielmehr darauf achten, welche Eigenschaften und Qualifikationen für den Job ganz oben in der Stellenausschreibung stehen. Auf diese kommt es vor allem an. Es sind die sogenannten Muss-Qualifikationen. Der Rest der Angaben ist eher ein Wunschkonzert – sogenannte Kann-Qualifikationen.

Als Faustregel können Sie sich merken: Wer die Anforderungen, die in dem Stellenangebot beschrieben sind, zu 70 Prozent erfüllt, hat gute Chancen, in die engere Auswahl zu kommen.

Muss-Kriterien lassen sich in einer Jobbörse und Stellenanzeige leicht an den typischen Formulierungen erkennen. Sie lauten zum Beispiel:

  • … wird vorausgesetzt.
  • … unbedingt notwendig.
  • … nur berücksichtigt, wenn …
  • …wird erwartet.
  • Sie haben …
  • Erforderlich sind: …
  • Sie bringen … mit.
  • Voraussetzung sind: …

Nur potenziell erwünschte (Kann-)Fähigkeiten verbergen sich in der Regel in folgenden Formulierungen:

  • idealerweise …
  • … wären von Vorteil.
  • … wünschenswert
  • … gerne auch Erfahrungen mit …
  • bevorzugt werden Bewerber mit …

Entscheidend sind aber die Muss-Qualifikationen. Diese sollten Sie zu 100 Prozent mitbringen und erfüllen.

Stellenangebote in der Jobbörse: Je konkreter desto besser

Auch bei den sogenannten Attraktivitätsmerkmalen, die ein Arbeitgeber nennt, sollten Jobsuchende zweimal hinschauen. Unternehmen sind sich bewusst, dass zum Beispiel die Work-Life-Balance immer wichtiger wird, und dass Arbeitnehmer einem guten Arbeitsklima im Zweifel gegenüber dem Gehalt den Vorzug geben, wenn sie die Wahl haben.

Studien belegen das immer wieder. Daher werden (kluge) Unternehmen diesen Punkt beim Schalten von Stellenanzeigen nicht unerwähnt lassen.

Um herauszufiltern, was hinter den einzelnen Attraktivitätsmerkmalen steckt und wie ernst diese gemeint sind, sollten Bewerber analysieren, wie konkret der Arbeitgeber in seinen Aussagen wird:

  • Spielt er mit dem Talent bloß Bullshitbingo und listet er ein Buzzword nach dem anderen auf?
  • Oder erklärt das Unternehmen auch, was zum Beispiel hinter der angepriesenen „familienfreundlichen Atmosphäre“ steckt?
  • Sind es flexible Arbeitszeiten, das Angebot von Home-Office oder sogar das Angebot von Kinderbetreuungsmöglichkeiten?
  • Oder wie ist es um die benannten „Work-Life-Balance-Maßnahmen“ bestellt? Ist damit schon gemeint, dass ein Tischkicker im Pausenraum aufgestellt wurde, oder sind auch Teamevents, Incentives, Teambuilding-Maßnahmen oder dergleichen drin?

Ein gutes Indiz dafür, wie es in einem Unternehmen zugeht, können auch die in manchen Stellenangeboten integrierten Recruiting-Videos sein. Hier können Bewerber gut erkennen, ob sie sich in dem Unternehmensumfeld wohlfühlen würden, oder ob das „gute Betriebsklima“ recht gestellt aussieht.

Videos können zwar Vieles beschönigen. Zu viel künstliche Atmosphäre ist aber eben nicht mehr authentisch. Und selbst Laien können erkennen, die lieben Kollegen echt in die Kamera lächeln – oder weil sie es müssen.

Organisatorische Rahmenbedingungen in Stellenangeboten

Auch bei der Beschreibung der organisatorischen Rahmenbedingungen in den Stellenanzeigen und Jobbörsen lässt sich so manches herauslesen. Je nachdem, mit welcher Sorgfalt ein Arbeitgeber hier vorgeht, zeigt das, wie wichtig es ihm mit der Besetzung der Vakanz ist.

Vorsichtig sollten Kandidaten zum Beispiel werden, wenn ihnen diese Punkte in einem der ausgesuchten Stellenangebote auffallen:

  • Das Fehlen wichtiger Auskünfte und Bestandteile
  • Keine Nennung eines direkten Ansprechpartners

Natürlich können solche Nachlässigkeiten auch mal passieren. Die Frage, die sich hier stellt, ist aber: Wenn der Arbeitgeber schon so schlampig mit seinen (bezahlten) Stellenangeboten umgeht – wie sieht es dann erst gegenüber (bezahlten) Mitarbeitern aus?

Talente sollten also bei jeder Stellenanzeige genau hinschauen und zwischen den Zeilen lesen: Was steht drin? Was nicht? Recherchieren Sie bitte immer auch Hintergründe des neuen Arbeitgebers – zum Beispiel auf der Karrierehomepage oder Firmenseite. Und auch Arbeitgeberbewertungsplattformen nicht vergessen!

Jobbörse aussuchen: Den ersten Arbeitsmarkt optimal nutzen

Wir haben es weiter oben schon erwähnt: Bewerber, die heute auf der Suche nach einem neuen Job sind, haben die Qual der Wahl bei der Jobbörse. Die Zahl der Jobbörsen nimmt infolge des Fachkräftemangels und demographischen Wandels sogar noch weiter zu.

Wie soll man da als Bewerber bloß den Überblick behalten?

Es könnte ja durchaus passieren, dass Sie ausgerechnet an den interessantesten Stellenangeboten vorbeisurfen… Doch keine Sorge: Auch hierfür gibt es gute und kostenlose Hilfsmittel, derer sich Jobsuchende bedienen können.

Die Einzel-Recherche auf den knapp 2000 Online-Jobbörsen ist zwar eine Möglichkeit – es gibt aber auch weitere…

Jobsuche mithilfe von Jobagenten

Sogenannte Jobagenten ersparen Jobsuchenden viel Zeit. Ob nun für die Bereiche Logistik, Controlling, Vertrieb oder für eine Ausbildung – diese Such-Tools verfügen über smarte Algorithmen, die Ihnen die passenden Stellenangebote sozusagen auf dem Silbertablett liefern.

Alles, was Bewerber dazu tun müssen, ist, sich zum Beispiel bei einer Jobbörse oder einem Karrierenetzwerk für dessen Jobagenten zu registrieren, Angaben bezüglich der eigenen Berufserfahrungen und Qualifikationen zu machen und Jobtitel, Branchen und Bereiche zu definieren, aus denen zutreffende Stellenangebote herausgefiltert werden sollen. Und eine E-Mail-Adresse angeben.

Je genauer die Angaben ausfallen, umso passender die Stellenangebote, die anschließend per Mail in regelmäßigen Intervallen geschickt werden.

Wer hingegen seine Wunscharbeitgeber, bei denen er oder sie arbeiten möchte, bereits eingegrenzt hat und nur noch auf das dazugehörige Jobangebot wartet, kann im Karrierebereich vieler Unternehmen auch einen betriebseigenen Jobagenten abonnieren.

Zusätzlich bietet es sich an, den Unternehmensauftritten dieser Arbeitgeber auf den Sozialen Medien zu folgen. Dann sind Jobsuchende stets über die für sie relevanten Unternehmensereignisse informiert.

Die passive Bewerbung

Jobsuchende müssen heute nicht einmal mehr warten, bis sie die perfekte Stellenanzeige selbst gefunden haben. Sie sogenannte passive Bewerbung erfreut sich seit einiger Zeit zunehmender Beliebtheit und kann ebenfalls zum Traumjob und einer großen Karriere führen.

Die passive Bewerbung funktioniert – wie der Name erahnen lässt – anders herum als die klassische, aktive Bewerbung auf Stellenangebote in Jobbörsen: Bei der passiven Jobsuche hinterlegen Talente ein aussagefähiges Profil und ihren Lebenslauf auf einer Online-Plattform. Zum Beispiel in einer Lebenslaufdatenbank.

Auf diese Weise erlauben die Kandidaten den Personalverantwortlichen, sie bei der Talentsuche zu finden. Wichtig dabei ist allerdings, dass das Profil perfekt verschlagwortet ist und auch sämtliche einschlägigen Stationen des Lebenslaufs enthält. So ist die Chance größer, angesprochen zu werden, als bei einem lückenhaften Profil. Auch Recruiter legen schließlich Wert auf Sorgfalt.

Passive Bewerbungsverfahren werden übrigens immer beliebter: Laut der Studie „Recruiting Trends“ des Center of Human Resources Information in Bamberg will mehr als die Hälfte der Kandidaten inzwischen lieber von einem Unternehmen angesprochen werden, als sich selbst dort zu bewerben. Der Anteil an Kandidaten, die lieber direkt angesprochen werden möchten, ist seit 2009 um stattliche 11,5 Prozentpunkte angestiegen.

Ein Viertel der Kandidaten ist sogar bereit, für eine bessere Sichtbarkeit in Karrierenetzwerken oder Lebenslaufdatenbanken zu bezahlen, sodass Unternehmen sie besser identifizieren können.

Die mobile Jobsuche

Unternehmen und Kandidaten finden inzwischen auch mobil über interaktive Apps zueinander. Das Prinzip dahinter ist auch hierbei einfach: Bewerber melden sich in der App an und laden ihren Lebenslauf hoch. Anschließend bekommen sie vielversprechende Stellenangebote auf dem Display angezeigt.

Das Prinzip funktioniert übrigens ähnlich wie bei Dating-Apps à la Tinder:

  • Ein Wischen des Bewerbers nach links, bedeutet: uninteressant. Das Stellenangebot wird gelöscht.
  • Mit einem „Swipe“ nach rechts signalisiert er hingegen, dass ihm das Jobinserat gefällt. In diesem Fall erhält das Unternehmen das anonymisierte Bewerberprofil. Ist ein Kontakt für beide Seiten interessant, stellt die App diesen her.

Die eine oder andere Online-Jobbörse, aber auch größere Arbeitgeber bieten inzwischen auch eigene Karriere-Apps an. Diese funktionieren jedoch nicht wie oben beschrieben, sondern sind eher kleinere, mobiltaugliche Versionen besagter Jobagenten.

Ihren Zweck erfüllen sie aber genauso: Sie gleichen die Profildaten eines Nutzers mit offenen Stellenanzeigen ab. Im Falle eines Treffers bekommt der Kandidat eine Benachrichtigung auf das Smartphone.

Mit solchen Apps können Sie durchaus schnell und an jedem Ort über neue Jobs informiert werden und sofort darauf reagieren. Das verschafft Ihnen womöglich einen Zeitvorsprung gegenüber anderen Bewerbern, die die klassischen Wege der Jobsuche nutzen. Mehrgleisig zu fahren, lohnt sich also.

Sie sehen: Der Weg zum Traumjob ist vielseitig, die Chancen inzwischen enorm hoch und die gute alte Stellenanzeige (in einer Jobbörse) immer noch eine der besten Alternativen!

Störbern Sie bei uns also noch ein bisschen herum, nutzen Sie die zahlreichen Service-Angebote unserer Jobbörse sowie unserer Schwesterportale Karrierebibel.de (Ratgeber-Portal) und Karrierefragen.de (Hilfe-Community – beide kostenlos). Bestimmt ist für jeden Beruf, jedes Jobprofil und jede Region etwas dabei…

Jobs in Lübeck: Ihr Weg in die Marzipan-Stadt

jobs in lübeck

Lübeck steht für Genuss und Kultur. Starke Unternehmen bringt man mit der Stadt im Norden dagegen nicht in Verbindung. Doch ganz so schlecht steht Lübeck ökonomisch gar nicht mehr da. Die Arbeitslosigkeit hat sich seit 2007 halbiert. Hier gibt es Jobs in Lübeck…

Jobs Lübeck: Wissenswertes zur Region und Stadtteilen

Es gibt Menschen, die halten Lübeck für eine der unterbewertetsten Städte Deutschland. In der Altstadt entdecken sogar die Eingeborenen immer neue Gänge und Geheimnisse. Zwischendurch gönnen Sie sich eine Portion feinstes Marzipan.

Dafür ist die Stadt berühmt. Genauso wie für das ikonische Holstentor und ihren berühmten Sohn, Schriftsteller Thomas Mann. Mit den Buddenbrooks setze er seiner Heimatstadt ein literarisches Denkmal.

Für Neulinge ist die Hafenrundfahrt ein Muss. Naturfreunde finden in der Holsteinischen Schweiz oder im nahen Bad Segeberg Erholung. Der Strand in Travemünde und Hamburg sind auch nicht weit.

Schöner als in der Lübecker Altstadtinsel kann man kaum wohnen. Beliebte Wohngegenden sind St. Jürgen und St. Gertrud, Stadtpark, Travemünde und das Fischerdorf Gothmund. Weniger populär sind Buntekuh, Mosiling und Kücknitz.

Arbeitsmarkt in Lübeck

Immer weniger Lübecker sind arbeitslos. Im Jahr 2007 lag die Arbeitslosenquote noch bei rund 14 Prozent, ging danach aber beständig zurück. 2015 lag sie im Jahresdurchschnitt bei 9,9 Prozent, 2016 bei 9,1 Prozent und 2017 bei 8,6 Prozent. Im November 2018 war sie bei 7,3 Prozent angekommen.

Damit sind nur noch ca. 8.400 Lübecker ohne Job. Vor wenigen Jahren suchten weit über 10.000 eine Stelle. Die Arbeitslosenquote ist damit fast identisch mit jener aus der Landeshauptstadt Kiel.

Jobs in Lübeck gibt es insbesondere in:

  • Handel
  • Gesundheit und Sozialwesen
  • Baugewerbe
  • Verarbeitendes Gewerbe
  • Arbeitnehmerüberlassung

Einstiegsgehälter und Gehaltsniveaus

Eine Vollzeitstelle in Lübeck bringt 3.036 Euro pro Monat ein. Diesen Medianverdienst hat die Bundesagentur für Arbeit ermittelt. Beim Median liegt eine Hälfte oberhalb, die andere unterhalb. Exprten halten ihn für aussagekräftiger als den Durchschnittsverdienst, der durch einzelne Ausreißer stark verzerrt werden kann.

Im Vergleich mit anderen Städten und Gemeinden in Schleswig-Holstein liegt Lübeck damit vorne. Flensburg kommt nicht über 3.000 Euro hinaus, hier beträgt der Median 2.986 Euro. Einzig das Gehaltsniveau in der Landeshauptstadt Kiel ist mit 3.304 Euro deutlich höher.

Im Vergleich mit anderen Regionen des Landes fällt Lübeck allerdings ab. So liegt der Wert für ganz Deutschland bei 3.209 Euro – Lübecker verdienen also unterproportional.

Wichtige Arbeitgeber in Lübeck

Das sind die wichtigsten Arbeitgeber in Lübeck:

  • Possehl-Gruppe (Mischkonzern)
  • Universitätsklinikum Schleswig-Holstein
  • Lübecker Hafen Gesellschaft
  • Drägerwerk AG (Medizin- und Sicherheitstechnik)
  • Bockholdt (Gebäudedienstleister)
  • Stadtwerke Lübeck
  • Birgroup Holding (Industriereinigung)
  • Konditorei Junge (Bäckereibetreiber)
  • Euroimmun Medizinische Labordiagnostika AG
  • H und J Brüggen KG (Nahrungsmittel)
  • Vestas (Windenergie)
  • Sparkasse zu Lübeck
  • Volksbank Lübeck
  • Beda Telemarketing (Call Center)
  • Martens und Prahl (Versicherungsmakler)
  • ANT Applied New Technologies (Maschinenbau)
  • Neue Lübecker Norddeutsche Baugenossenschaft
  • Niederegger (Nahrungsmittel)

Karriereaussichten und Wirtschaft in Lübeck

Der Hafen ist ein großer Wirtschaftsfaktor für Lübeck – aber seine Bedeutung sinkt. Zwischen 2015 und 2017 ging der Warenumschlag im Hafen leicht zurück. Und auch die vorläufigen Zahlen für 2018 deuten nicht auf einen Boom hin.

Gleichzeitig nimmt die Bedeutung des Fremdenverkehrs zu. 2015 besuchten rund 700.000 Gäste die alte Hansestadt, zwei Jahre später waren es schon fast 730.000. Damit verbunden sind Karriereperspektiven in Hotellerie und Gastronomie – und auch im Verkauf des bekanntesten Produkts: Marzipan, ein gerne eingepacktes Souvenir für die Daheimgebliebenen.

Im Städteranking 2018 von IW Consult belegte Lübeck Rang 49 von 71 Städten – unteres Mittelfeld also. Das harte Urteil: Der Lübecker Arbeitsmarkt ist schwach auf der Brust und macht es vor allem Älteren nicht leicht, eine Stelle zu finden. Auch Gründer meiden Lübeck – in dieser Kategorie liegt man nur auf Platz 56.

Aber: Die Tendenz stimmt. Im Dynamikranking, das die Entwicklung der letzten fünf Jahre berücksichtig, findet sich Lübeck auf Platz 17 wieder. Die Produktivität zog an, es gibt viele Kita-Plätze und die Arbeitslosigkeit wurde trotz aller Widrigkeiten erfolgreich bekämpft.

Außerdem trägt jeder Lübecker weniger Schulden mit sich herum. 2014 hatte die Stadt Lübeck einen Schuldenstand von 792.000 Euro, 2017 waren es nur noch 657.000 Euro. Damit könnte die Pro-Kopf-Verschuldung in Kürze erstmals seit Ewigkeiten wieder unter die Marke von 3.000 Euro fallen.

Kosten: Lebenshaltung, Mietpreise

Die Lebenshaltungskosten sind in Lübeck ungefähr auf dem Niveau Kiels.

Viel billiger als in Hamburg ist das Leben hier nicht. Wer in Lübeck 50.000 Euro pro Jahr verdient, würde laut Financescout24 in Hamburg rund 55.000 Euro benötigen, um seinen Lebensstandard zu halten. In Bremen müsste er dagegen nur ca. 43.700 Euro verdienen.

In die Kategorie extra-günstig fällt Lübeck also nicht. So stiegen die Mietpreise in Lübeck von 2013 bis 2018 laut Immowelt um 30 Prozent. In Kiel waren es im gleichen Zeitraum nur 20 Prozent, in Hamburg 19 Prozent, in Berlin allerdings 52 Prozent.

Während die Lübecker 8,30 Euro pro Quadratmeter aufbringen müssen, kommen die Kieler mit 7,70 Euro davon. Weitere Vergleichswerte: In Hamburg kostet der Quadratmeter 11,90 Euro, in Hannover 8,80 Euro, in Rostock 6,80 Euro und in Bremerhaven 5,20 Euro.

Kontaktdaten und Servicestellen

Sie wollen sich in Lübeck selbstständig machen, Ihre Steuererklärung abgeben oder Jobs in Lübeck suchen? Die wichtigsten Servicestellen hat Karrieresprung übersichtlich für Sie zusammengefasst:

  • Ihr Finanzamt in Lübeck finden Sie hier.
  • Die Agentur für Arbeit Lübeck finden Sie hier.
  • Das Jobcenter Lübeck finden Sie hier.
  • Die IHK Schlewsig-Holstein finden Sie hier.
  • Das Gründercamp Lübeck finden Sie hier.
  • Die Handwerkskammer Lübeck finden Sie hier.
  • Jobs in Lübeck finden Sie hier.
[Bildnachweis: Anibal Trejo by Shutterstock.com]

Jobs in Mannheim: Die besten zwischen Rhein und Neckar

Jobs in Mannheim

Mannheim ist die Stadt der Quadrate. Die Straßen haben keine Namen, sondern Buchstaben-Zahlen-Kombinationen. Das ist nicht die einzige Besonderheit der drittgrößten Stadt Baden-Württembergs – hinter Stuttgart und Karlsruhe. Sie ist auch für ihre erstklassige BWL-Ausbildung bekannt, für Maschinenbauer und Versicherungen. So finden Sie die besten Jobs in Mannheim…

Jobs Mannheim: Wissenswertes zur Region und Stadtteilen

Mannheim ist die Heimat von Pionieren. Hier ruckelte Carl Benz im 19. Jahrhundert mit dem allerersten Automobil über die Straße. Auch Sepp Herberger kommt aus Mannheim – der legendäre Vater vom Wunder von Bern. Die beiden sind die wohl berühmtesten Söhne Mannheims – wenngleich Xavier Naidoo und Co. das anders sehen dürften.

Architektonisches Highlight ist das Mannheimer Schloss. Die Universität, die hier residiert, ist für ihre Wirtschaftsfakultät bekannt. Mannheim gilt als eine der besten – wenn nicht DIE beste – Adressen für angehende Betriebswirte.

Neu-Mannheimer dürfen sich den Stadtteil Lindenhof merken, der idyllisch am Fluss liegt. Auch Oststadt-Nord und -Süd, Neuostheim, Niederfeld und Almenhof gelten als Top-Wohnlagen.

Mannheim-Jungbusch dagegen war lange als Ghetto verpönt, ist aber mittlerweile der berüchtigten Gentrifizierung ausgesetzt. Soziale Probleme warten vor allem in Herzogenried, Wohlgelegen, Waldhof-West und -Mitte, Luzenberg, Rheinau-Mitte und -Ost, Schönau-Nord, Speckweggebiet und Hochstätt.

Arbeitsmarkt in Mannheim

Mannheim liegt fast exakt auf dem deutschen Durchschnitt. Und der ist wohlgemerkt richtig gut. Die Arbeitslosenquote im ganzen Land betrug im November 2018 nur 4,8 Prozent. In Bezirk Mannheim der Bundesagentur für Arbeit waren es 4,7 Prozent.

Rund 7.700 Mannheimer waren demnach arbeitslos gemeldet. Noch 2016 hatte sich ihre Zahl bedrohlich nahe der 10.000er-Marke genähert.

Auch die Zahl der freien Stellen steigt. Im Oktober 2017 wurden für Mannheim 3.388 offene Stellen gemeldet, ein Jahr später waren es sogar 3.793. Aber: Im Umkreis ist der Jobaufbau noch dynamischer. In Heidelberg, im Neckar-Odenwald-Kreis und im Rhein-Neckar-Kreis stieg die Zahl offener Stellen schneller als in Mannheim.

Trotzdem kann laut IHK-Umfrage von Ende 2018 auch in Mannheim die Hälfte der Unternehmen offene Stellen erst nach mehreren Monaten besetzen, weil sie keine passenden Arbeitskräfte finden. Insbesondere Bewerber mit abgeschlossener Berufsausbildung werden gesucht. Auch Fachwirte und Meister stehen weit oben auf der Wunschliste.

Ein Drittel der Betriebe sucht Arbeitskräfte mit Hochschulabschluss, ein Drittel sucht welche ohne Berufsabschluss.

Einstiegsgehälter und Gehaltsniveaus

Als Industriestadt kann Mannheim mit guten Gehältern punkten. Eine Vollzeitstelle bringt hier laut Bundesagentur für Arbeit 3.829 Euro im Monat. Dabei handelt es sich um den Medianwert, bei dem eine Hälfte der Arbeitnehmer darüber und eine Hälfte darunter liegt.

So hoch wie in Mannheim sind die Gehälter weder in Heidelberg noch in Karlsruhe. In der Nachbarstadt Ludwigshafen hingegen liegt der Median oberhalb von 4.500 Euro – woran Chemieriese BASF seinen Anteil haben dürfte.

Beispiel Finanzberufe: Hier kommt Mannheim laut Gehaltsübersicht 2019 von Robert Half auf ein Gehaltsniveau von 96 Prozent des deutschen Durchschnitts. Finanzfachleute verdienen in Mannheim also unterdurchschnittlich. Von den großen Städten liegen nur Berlin (92 Prozent) und Essen (95 Prozent) hinter Mannheim. In Frankfurt beträgt das Niveau 112 Prozent, in Stuttgart 110 Prozent, in Köln 101 Prozent.

Besser sieht es für Ingenieure aus. Hier zählt Mannheim sogar zu den Top-Adressen. Laut gehalt.de kommen Ingenieure im Gebiet Mannheim auf ein durchschnittliches Gehalt von rund 76.400 Euro jährlich. Nur Stuttgart, Frankfurt, Erlangen und München sind lukrativer. Und Spitzenreiter Stuttgart ist mit 81.600 Euro keineswegs meilenweit enteilt.

Mannheim liegt damit vor Düsseldorf und Nürnberg, vor Wolfsburg und Köln. In Hamburg verdienen Ingenieure „nur“ 68.300 Euro, Berlin liegt mit 58.300 Euro auf dem letzten Rang.

Wichtige Arbeitgeber in Mannheim

Das sind laut Industrie- und Handelskammern in Baden-Württemberg die größten Arbeitgeber Mannheims:

  • ABB AG (Energie- und Automationstechnik)
  • Universitätsklinikum Mannheim
  • Bilfinger SE (Industriedienstleistungen)
  • Diringer und Scheidel Unternehmensgruppe (Bau, Immobilien, Hotellerie)
  • Engelhorn (Einzelhandel)
  • Friatec Aktiengesellschaft (Maschinenbau, Kunststoff)
  • Fuchs Petrolub SE (Mineralölverarbeitung)
  • Grosskraftwerk Mannheim Aktiengesellschaft (Energieversorgung)
  • Inter Krankenversicherung AG
  • John Deere (Landmaschinen)
  • Mannheimer Versicherung AG
  • MVV Energie AG (Energie- und Wasserversorgung)
  • Pepperl und Fuchs GmbH (Sensortechnik, Prozessautomation)
  • Phoenix Group (Pharmazeutischer Großhandel)
  • Rhein-Neckar Verkehr GmbH (RNV)
  • Roche Diagnostics Deutschland (Diagnosesysteme)
  • Röchling SE (Kunststoffverarbeitung)
  • SCA Hygiene Products (Hygieneprodukte)
  • Sparkasse Rhein-Neckar Nord
  • Südzucker AG (Nahrungsmittel)

Karriereaussichten und Wirtschaft in Mannheim

Mannheim ist eine Arbeiterstadt. Von den 185.371 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten arbeiten 51.809 im produzierenden Gewerbe. Das ist mehr als jeder Vierte.

Der Anteil der Industrie an der Bruttowertschöpfung ist in den vergangenen Jahren sogar gestiegen – von 36,1 Prozent im Jahr 2013 auf 36,8 Prozent in 2016.

Nichtsdestotrotz ist auch Mannheim vom Strukturwandel betroffen. Viele Dienstleistungs-Jobs in Mannheim sind in den vergangenen Jahrzehnten geschaffen worden. Daran haben auch die Nahrungsmittelunternehmen ihren Anteil, die in Mannheim besonders stark sind. Ebenso zahlreich vertreten sind die Versicherer.

Im Städteranking 2018 von IW Consult belegt Mannheim Platz 24 von 71 untersuchten Großstädten. Die Stadt punktet mit ihrer niedrigen Jugendarbeitslosenquote, ihrem hohen BIP, der Steuerkraft und ihrer Produktivität. Für die Zukunft Mut macht der hohe Anteil an Menschen, die in Industrie 4.0-Branchen tätig sind.

Kosten: Lebenshaltung, Mietpreise

Die Durchschnittsmiete in Mannheim beträgt laut Mietspiegel 2018 der Stadt 7,71 Euro pro Quadratmeter. Damit sind die Mieten seit 2016 um 4,7 Prozent gestiegen, seit 2014 um 9,4 Prozent.

Im Vergleich kommen die Mannheimer aber noch günstig weg. So liegt der Mietpreis im nahen Heidelberg bei 8,56 Euro pro Quadratmeter, in Stuttgart bei 8,95 Euro und noch weiter südlich in Freiburg bei 8,25 Euro.

Den Daten der Plattform Immowelt zufolge sind die Mieten in Mannheim allerdings höher. Sie liegen demnach zwischen 8,40 und 12,00 Euro pro Quadratmeter. Insbesondere kleine Wohnungen haben sich in den vergangenen Jahren verteuert.

Ein Lichtschweif für alle Mieter: Der Abzug der US-Soldaten beschert Mannheim viele neue Flächen, die nach und nach zu Wohnsiedlungen umfunktioniert werden sollen.

Kontaktdaten und Servicestellen

Sie wollen sich in Mannheim selbstständig machen, Ihre Steuererklärung abgeben oder Jobs in Mannheim suchen? Die wichtigsten Servicestellen hat Karrieresprung übersichtlich für Sie zusammengefasst:

  • Ihr Finanzamt in Mannheim finden Sie hier.
  • Die Agentur für Arbeit Mannheim finden Sie hier.
  • Das Jobcenter Mannheim finden Sie hier.
  • Die IHK Rhein-Neckar finden Sie hier.
  • Die Handwerkskammer Mannheim finden Sie hier.
  • Jobs in Mannheim finden Sie hier.
[Bildnachweis: Alper Ayduman by Shutterstock.com]

Jobs in Kassel: Die besten Stellen in Nordhessen

Jobs in Kassel

Ob das Kasseler-Fleisch wirklich seinen Ursprung in Kassel hat, ist ungeklärt. Auch sonst weiß man oft nichts Genaues über die Stadt in der Mitte Deutschlands. Wirtschaftlich ist sie überraschend vielfältig: Kassel hat Stärken in der Industrie, in Forschung und Umwelttechnik, sie beherbergt Logistiker und Call Center. Hier geht es zu den besten Jobs in Kassel…

Jobs Kassel: Wissenswertes zur Region und Stadtteilen

Kassel hat den Ruf eines Mauerblümchens. Dabei ist die Stadt keineswegs arm an Sehenswertem. Hoch über ihr thront das imposante Herkules-Denkmal, darunter das erhabene Schloss Wilhelmshöhe.

Und dann ist da ja noch die Kunstausstellung Documenta, die Kassel alle fünf Jahre zum Mekka der Kunstwelt macht. Finanziell aber ist sie keine Erfolgsgeschichte: Die letzte Documenta von 2017 wies einen Fehlbetrag von 7,6 Millionen Euro auf. Das Land Hessen und die Stadt Kassel müssen als Gesellschafter jeweils zur Hälfte einspringen.

Doch es gibt auch positive Neuigkeiten. Speziell Auszubildende genießen in Kassel die höchste Lebensqualität in ganz Deutschland. Das hat eine Umfrage des privaten Bildungsanbieters WBS Gruppe im Sommer 2018 ergeben. In die Wertung flossen Punkte wie Lebenshaltungskosten, Verkehr, Freizeitaktivitäten und Ausbildungsangebot ein.

In Kassel ist die Ost-West-Teilung noch Gegenwart. Im Osten der Stadt wohnen die Jungen und weniger Betuchten, im Westen die Etablierten und Wohlhabenden. Die exklusiven Wohngegenden heißen Bad Wilhelmshöhe, Brasselsberg, Harleshausen und Kirchditmold.

Arbeitsmarkt in Kassel

Die Arbeitslosigkeit geht auch in Kassel weiter nach unten. So waren im Juni 2018 insgesamt 14.868 Menschen im Bezirk Kassel der Bundesagentur für Arbeit ohne Stelle. Das entspricht einer Arbeitslosenquote von 5,2 Prozent. Im Juni 2017 hatte sie noch bei 5,8 Prozent gelegen.

Zum Kasseler Agenturbezirk zählen allerdings neben der Stadt Kassel auch der Landkreis Kassel sowie der Werra-Meißner-Kreis. Das Umland weist dabei deutlich bessere Quoten auf als die Stadt Kassel selbst. So betrug die Arbeitslosenquote im Landkreis Kassel im Juni 2018 nur 3,7 Prozent. Sie lag in Hofgeismar, Wolfhagen, Witzenhausen und Eschwege jeweils unter der Fünf-Prozent-Marke. Deutlich darüber lag sie lediglich in der Stadt Kassel mit 7,2 Prozent. Das ist immerhin eine deutliche Verbesserung im Vergleich zum Juni 2017, als noch 7,9 Prozent arbeitslos waren. Im Landkreis Kassel fiel die Arbeitslosigkeit im November 2018 sogar auf 3,4 Prozent.

Viele Jobs in Kassel gibt es nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit auch für Azubis, zum Beispiel in diesen Berufen:

Einstiegsgehälter und Gehaltsniveaus

Ein Vollzeitbeschäftigter, der seinen Arbeitsplatz in Kassel hat, verdient laut Bundesagentur für Arbeit im Median 3.397 Euro. Median bedeutet: 50 Prozent liegen über diesem Wert, die anderen 50 Prozent darunter.

In den umliegenden Kreisen ist der Verdienst deutlich geringer. Im Werra-Meißner-Kreis etwa kommen Vollzeitarbeitnehmer nur auf 2.821 Euro.

Im hessischen Vergleich aber schneidet Kassel keineswegs überragend ab. So beträgt der Medianverdienst in Frankfurt 4.182 Euro, in Darmstadt sogar 4.185 Euro.

Für Akademiker ist die Lohntüte deutlich üppiger. Sie kommen in Kassel, sofern in Vollzeit beschäftigt, auf 5.210 Euro.

Wichtige Arbeitgeber in Kassel

Einer der größten Namen der Kasseler Wirtschaft ist die K+S AG. Das Bergbauunternehmen hieß früher Kali und Salz AG und ist als einziges Unternehmen aus Kassel in einem der deutschen Aktienindizes vertreten – im MDAX.

SMA Solar wiederum ist einer der wenigen Überlebenden der deutschen Solarindustrie. Die Firma vertreibt Solartechnik. Ende 2018 legte das Unternehmen einen Plan zur Kostensenkung vor – auch Jobs in Kassel sollen wegfallen.

Der bekannteste Arbeitgeber der Stadt aber bleibt Volkswagen. Das VW-Werk Kassel/Baunatal ist mit über 16.000 Beschäftigten eines der größten in Deutschland. Trotz der Elektro-Offensive des Konzerns – oder gerade deswegen – scheint das Kasseler Werk eine gute Zukunft zu haben. In den kommenden fünf Jahren will VW 1,4 Milliarden Euro in den hessischen Standort investieren. Darüber hinaus gibt es hier Werke von Daimler und Bombardier, die Kassel zu einem Logistik- und Industrie-Zentrum machen.

Das sind die größten Arbeitgeber in Kassel:

  • Volkswagen
  • Daimler
  • Druckhaus Dierichs
  • EAM (Umwelt-, Energietechnik)
  • Kasseler Sparkasse
  • Kasseler Verkehrs- und Versorgungs- GmbH
  • Klinikum Kassel
  • Krauss-Maffei Wegmann (Mobilität/Verkehrstechnik/Logistik)
  • SMA Solar Technology AG
  • Universität Kassel
  • Volkswagen Original-Teile Center
  • GE Grid GmbH (Umwelt-/Energietechnik)
  • Bombardier Transportation
  • Agaplesion Diakonie Kliniken Kassel
  • Gebr. Bode (Mobilität/Verkehrstechnik/Logistik)
  • Hübner GmbH (Mobilität/Verkehrstechnik/Logistik)
  • K+S Aktiengesellschaft
  • Landeswohlfahrtsverband Hessen
  • QVC eService Inc. und Co. KG (Call Center)
  • Rheinmetall Landsysteme
  • Sozialversicherung für den Gartenbau
  • Wintershall Holding AG (Umwelt-/Energietechnik)
  • AOK Call Center Kassel
  • Arvos GmbH – Schmidtsche Schack (Umwelt-/Energietechnik)
  • BMW Niederlassung Kassel
  • Breithaupt und Sohn (Messinstrumente)
  • Fraunhofer Institut IEE (Umwelttechnik)
  • Henschel Antriebstechnik
  • Honeywell Gas Technologies
  • Landefeld Druckluft + Hydraulik
  • Otto Telefonmarketing Center
  • Ströer DERG Media
  • Volksbank Kassel Göttingen
  • WEGU Gummi- und Kunststoffwerke

Karriereaussichten und Wirtschaft in Kassel

Kassel hat Stärken, von denen nicht jeder weiß. Das Finanzamt Kassel etwa ist auf die Auswertung von Finanzdokumenten mithilfe künstlicher Intelligenz spezialisiert. Die KI hilft dabei, Dokumente wie die Panama Papers auszuwerten. 45 Steuerfahnder und Forensiker gehen im Finanzamt Kassel auf die elektronische Jagd.

Die Zahl der Arbeitsplätze in diesem Bereich soll weiter wachsen. Das Land Hessen plant vom Wintersemester 2019/2020 an in Kooperation mit der Universität Kassel ein duales Studium. Fünf Studienplätze sollen im IT-Bereich entstehen.

Ohnehin ist die Uni Kassel ein Ideenlieferant – und einer der bedeutenden Standorte in Deutschland für Umweltingenieure. Die Uni forscht aktiv in den Feldern Nachhaltigkeit, Umwelt, Klima, Energie und Mobilität sowie Stadtentwicklung. Das dürfte zumindest ein Mitgrund sein, warum es in der Stadt auffallend viele Umwelttechnik-Unternehmen gibt.

Kassel ist angesichts seiner zentralen Lage auch ein wichtiger Logistikstandort. Der Flughafen Kassel-Calden produziert wegen seines Schuldenberges zwar regelmäßig Negativschlagzeilen, beförderte 2018 aber erstmals mehr als 100.000 Passagiere. 2017 waren es nur 70.000 Fluggäste.

Im Städteranking 2018 von IW Consult landete Kassel im Mittelfeld – auf Platz 43 von 71 Städten. Gute Noten gab es für das Kasseler Bruttoinlandsprodukt, die Steuerkraft und die niedrigen Gewerbesteuerhebesätze.

Im Dynamikranking, das die Entwicklung der letzten fünf Jahre untersucht, rangiert die Stadt sogar auf Position 16. Vor allem der Arbeitsmarkt hat sich zuletzt sehr positiv entwickelt – und mehr Jugendliche und Ältere in Arbeit gebracht.

Kosten: Lebenshaltung, Mietpreise

Die Lebenshaltungskosten sind in Kassel spottbillig – wenn man sie mit dem großen hessischen Bruder Frankfurt vergleicht. Wer in Frankfurt 50.000 Euro jährlich verdient, würde für denselben Lebensstandard in Kassel laut Financescout24 nur 38.900 Euro benötigen. Die Mieten sind in Kassel um 38 Prozent günstiger als in Frankfurt, die Transportkosten um 16 Prozent.

Die aktuellen Kaltmieten (Dezember 2018) betragen in Kassel laut Immowelt zwischen 7,10 und 9,80 Euro pro Quadratmeter – je nach Wohnungsgröße. Zusammengerechnet beträgt der Durchschnittspreis 7,80 Euro pro Quadratmeter.

Gestiegen sind sie in den vergangenen Jahren aber auch in Nordhessen. So betrug der durchschnittliche Quadratmeterpreis für eine 40-Quadratmeter-Wohnung im Jahr 2011 noch 7,00 Euro, im Jahr 2017 waren es schon 9,10 Euro. Seit 2008 zogen die Mietpreise in Kassel um 59 Prozent an. Damit waren die Mietsteigerungen laut Immowelt nur in einem einzigen von 115 untersuchten Stadt- und Landkreisen in Westdeutschland höher als in Kassel (im Westerwaldkreis mit einem Plus von 65 Prozent).

Für eine 80-Quadratmeter-Wohnung wurden 2011 nur 5,20 Euro pro Quadratmeter fällig und 2017 schon 7,00 Euro. Eine 120-Quadratmeter-Wohnung kostete 2011 noch 5,70 Euro im Schnitt, 2017 bereits 7,70 Euro. Der Kaufpreis für eine Wohnung verteuerte sich im gleichen Zeitraum von 1.100 Euro pro Quadratmeter auf 2.090 Euro.

Zum Vergleich: In Frankfurt liegt er mittlerweile bei über 4.100 Euro. Kassel ist sogar günstiger als das nahe (und kleinere) Göttingen, wo 2.210 Euro fällig werden.

Kontaktdaten und Servicestellen

Sie wollen sich in Kassel selbstständig machen, Ihre Steuererklärung abgeben oder Jobs in Kassel suchen? Die wichtigsten Servicestellen hat Karrieresprung übersichtlich für Sie zusammengefasst:

  • Ihr Finanzamt in Kassel finden Sie hier.
  • Die Agentur für Arbeit Kassel finden Sie hier.
  • Das Jobcenter Kassel finden Sie hier.
  • Die IHK Kassel-Marburg finden Sie hier.
  • Die Handwerkskammer Kassel finden Sie hier.
  • Die Wirtschaftsförderung Region Kassel finden Sie hier.
  • Jobs in Kassel finden Sie hier.
  • [Bildnachweis: hecke61 by Shutterstock.com]

    Jobs in Kiel: Die besten Stellen an der Förde

    jobs in kiel

    Der Kieler Rathausturm ragt hoch hinaus, davor verspricht das Opernhaus Genuss. Kiel hat eine Menge zu bieten – auch attraktive Arbeitsplätze. Die Stadt steht für alteingesessene Industrie auf der einen und moderne Dienstleistungen auf der anderen Seite. So finden Sie gute Jobs in Kiel.

    Jobs Kiel: Wissenswertes zur Region und Stadtteilen

    Die Kieler Woche ist ein Muss, nicht für Segelfreunde. Einmal im Jahr feiert die ganze Stadt und bewundert die unzähligen Windjammer und Dampfschiffe im Hafen. Nebenbei gönnt man sich ein paar Kieler Sprotten. Die geräucherten Fische sind das kulinarische Markenzeichen der Stadt.

    Kiel ist eine sportliche Stadt, was aber weniger an den Fußballern liegt. Der THW Kiel gilt als Handball-Großmacht und hat die 250.000-Einwohner-Stadt in ganz Europa populär gemacht.

    Gut möglich, dass die Handball-Profis in Düsternbrook, Holtenau, Schilksee oder Strande wohnen. Das sind die beliebtesten – und teuersten – Lagen Kiels. Jünger, günstiger und lebendiger wird, je näher man an die Innenstadt rückt – an die Stadtteile Ravensberg, Bruns­wik, Damperhof oder Schreventeich.

    Arbeitsmarkt in Kiel

    Die Zahl der Arbeitslosen geht seit Jahren kontinuierlich zurück, befindet sich aber noch immer auf einem vergleichsweise hohen Niveau. Im Jahr 2014 waren noch über 13.000 Kieler arbeitslos, im September 2018 sank die Zahl erstmals wieder unter die 11.000er-Marke. Die Arbeitslosenquote sank in diesem Zeitraum von 10,1 Prozent auf 7,8 Prozent.

    Während sich die Zahl der Arbeitsuchenden seitdem kaum verringerte (von 22.200 auf 21.300), gab es deutlich mehr gemeldete Arbeitsstellen. 2014 waren es weniger als 2.000, im September 2018 schon fast 3.200.

    Die meisten freien Stellen gab es Ende 2017 – in dieser Reihenfolge – in den Bereichen:

    • Gesundheit, Soziales, Lehre und Erziehung
    • Rohstoffgewinnung, Produktion, Fertigung
    • Verkehr, Logistik, Schutz und Sicherheit
    • Kaufmännische Dienstleistungen, Handel, Vertrieb, Tourismus
    • Bau, Architektur, Vermessung, Gebäudetechnik
    • Unternehmensorganisation, Buchhaltung, Recht, Verwaltung
    • Geisteswissenschaften, Kultur, Gestaltung
    • Naturwissenschaft, Geografie, Informatik

    Am besten sind die Chancen für Fachkräfte in Gesundheitsberufen. Hier kommen statistisch gesehen 1,75 Arbeitslose auf eine gemeldete Stelle. Schon jetzt machen sie 10 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in der Stadt aus.

    Im Bereich Verkehr, Logistik, Schutz und Sicherheit kommen dagegen 9,20 Arbeitslose auf eine gemeldete Stelle – die Konkurrenz ist also deutlich größer. Auffällig ist auch der geringe Anteil an IT-Fachkräften in der Stadt. Der Bedarf aber wächst…

    Einstiegsgehälter und Gehaltsniveaus

    Ein Vollzeitjob in Kiel bringt – statistisch gesehen – ein Medianeinkommen von 3.304 Euro.

    So viel wie die Kieler verdient in Schleswig-Holstein sonst niemand. Für Flensburg beträgt das Medianeinkommen laut Bundesagentur für Arbeit 2.986 Euro, für Lübeck 3.306 Euro. Ganz unten im Ranking liegt Ostholstein mit 2.636 Euro.

    Der Kieler Wert liegt sogar knapp über dem deutschen Durchschnitt. Dieser beträgt 3.209 Euro. Und auch an die „großen“ Hamburger kommt Kiel ansatzweise heran. Das Medianeinkommen für Jobs in Hamburg liegt bei 3.619 Euro.

    Wichtige Arbeitgeber in Kiel

    Die schlechten Nachrichten reißen nicht ab. Im November 2018 wurde bekannt, dass sich die Friseurkette Klinck im Insolvenzverfahren befindet. Der Dienstleister beschäftigt rund 750 Mitarbeiter – unter anderem in Kiel.

    Auch BR-Spielwaren ist insolvent. Die Spielwarenkette betreibt 21 Filialen in Norddeutschland – eine davon in Kiel. Einen Aderlass gibt es zudem bei der HSH Nordbank. Im Dezember 2018 teilte der Vorstand mit, Stellen in Kiel und Hamburg abbauen zu wollen. Von derzeit 700 Beschäftigten sollen am Standort Kiel nur 200 übrig bleiben.

    Das sind die größten Arbeitgeber in Kiel:

    • Universitätsklinikum Schleswig-Holstein
    • Bartels-Langness Handelsgesellschaft (Großhandel)
    • Supermärkte Nord Vertriebs GmbH (Einzelhandel)
    • TKMS (Schiffbau)
    • Spiegelblank Reinigungsunternehmen
    • Städtisches Krankenhaus Kiel
    • Provinzial Nord Brandkasse AG (Versicherung)
    • Remondis (Wasser- und Kreislaufwirtschaft)
    • Förde Sparkasse
    • HSH Nordbank
    • Caterpillar Motoren (Maschinenbau)
    • Hauptgenossenschaft Nord (Agrarhandel)
    • Stadtwerke Kiel
    • KVP Pharma+Veterinär
    • Stiftung Kieler Stadtkloster (Altenhilfe)
    • Vater-Gruppe (Informationstechnik)
    • Friseur Klinck
    • Vossloh Locomotives (Fahrzeugbau)
    • Süverkrüp Automobile (Automobilhandel)
    • Ferchau (Technischer Dienstleister)
    • IBAK (Elektrotechnik)
    • Kieler Volksbank
    • Gebeco (Tourismus)
    • Consist (Informationstechnik)
    • Designa (Elektrotechnik)
    • Ennit (Informationstechnik)
    • Edur-Pumpenfabrik
    • Walterwerk (Maschinenbau)

    Karriereaussichten und Wirtschaft in Kiel

    Als Hafenstadt ist Kiel traditionell auch eine Werftenstadt. Heute arbeiten noch über zehn Prozent der Beschäftigten im Verarbeitenden Gewerbe. In der Informations- und Kommunikationstechnik sind dagegen nur 3,6 Prozent aktiv. Im Gastgewerbe arbeiten nur 2,7 Prozent. Doch diese beiden Segmente bauen einen Großteil der neuen Jobs in Kiel auf.

    In diesen Wirtschaftsgruppen werden laut Wirtschaftsmonitor 2017/2018 der Stadt die meisten Jobs in Kiel geschaffen:

    • Arbeitnehmerüberlassung
    • Erziehung und Unterricht
    • Wirtschaftliche Dienstleistungen
    • Gastgewerbe
    • Information und Kommunikation
    • Verkehr und Lagerei
    • Gesundheitswesen

    Im Bereich der Finanz- und Versicherungsdienstleistungen gibt es hingegen einen spürbaren Rückgang. Von Dezember 2016 bis Dezember 2017 wurden 2,7 Prozent der sozialversicherungspflichtigen Jobs in Kiel abgebaut.

    Kiel profitiert vom Tourismus – speziell vom Kreuzfahrtboom. Gab es 2013 noch 128 Kreuzfahrtschiffe im Kieler Hafen, waren es 2018 schon 143. Die Zahl der Passagiere schnellte im gleichen Zeitraum von gut 363.000 auf knapp 514.000 hoch.

    Im Städteranking 2018 von IW Consult liegt Kiel auf Rang 45 von 71 untersuchten deutschen Städten. Positiv: In Kiel machen überproportional viele junge Leute Abitur, die Preise sind erschwinglich und es gibt viele Kita-Plätze.

    Negativ: Die Zahl der Hartz-IV-Empfänger ist hoch, Straftaten werden selten aufgeklärt, viele Frauen sind nicht erwerbstätig und die Steuerkraft ist gering. All das wirkt sich negativ auf die Lebensqualität aus. Hier liegt Kiel nur auf Platz 60.

    Im Zukunftsindex 2018 belegt Kiel allerdings einen guten 27. Platz. Großer Pluspunkt: Die Breitbandversorgung ist exzellent – Platz 6 von 71 Städten!

    Kosten: Lebenshaltung, Mietpreise

    Die Mieten steigen allerorten – auch in Kiel. Aber sie steigen in Kiel nicht so schnell wie in anderen deutschen Städten. Das zeigt eine Analyse der Immobilienplattform Immowelt.

    Vom ersten Halbjahr 2013 bis 2018 kletterten die Mietpreise in der Landeshauptstadt Schleswig-Holsteins demnach um 20 Prozent. In Berlin stiegen sie im gleichen Zeitraum um 52 Prozent, in München um 35 Prozent und auch in Lübeck um 30 Prozent.

    Mieter müssen heute in Kiel mit einer Durchschnittsmiete von 7,70 Euro pro Quadratmeter rechnen, in Lübeck sogar mit 8,30 Euro.

    Der jüngste Mietspiegel der Stadt zeigte für den Zeitraum 2014 bis 2016 einen Anstieg der Nettokaltmieten in Kiel um zwölf Prozent. Der Mietspiegel 2014 hatte dagegen nur einen Anstieg um 4,1 Prozent ausgewiesen. Vor allem im unteren Preissegment verteuern sich die Wohnungen in Kiel.

    Im bundesweiten Vergleich sind sie aber noch immer sehr günstig. Das zeigt auch der IW-Studentenwohnpreisindex. Demnach müssen Studierende in Kiel für eine 30-Quadratmeter-Wohnung 320 Euro einkalkulieren. Von 18 untersuchten Städten sind nur fünf günstiger. Deutlich teurer ist eine Studentenbude unter anderem in München (635 Euro), Heidelberg (437 Euro), Aachen (397 Euro) oder Berlin (385 Euro).

    Kontaktdaten und Servicestellen

    Sie wollen sich in Kiel selbstständig machen, Ihre Steuererklärung abgeben oder Jobs in Kiel suchen? Die wichtigsten Servicestellen hat Karrieresprung übersichtlich für Sie zusammengefasst:

    • Ihr Finanzamt in Kiel finden Sie hier.
    • Die Agentur für Arbeit Kiel finden Sie hier.
    • Das Jobcenter Kiel finden Sie hier.
    • Die IHK Schleswig-Holstein finden Sie hier.
    • Die Kreishandwerkerschaft Kiel finden Sie hier.
    • Die Kieler Wirtschaftsförderung finden Sie hier.
    • Jobs in Kiel finden Sie hier.
    [Bildnachweis: Kaiso by Shutterstock.com]