Jobs in Halle/Saale: Hier liegt Musik in der Luft

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Mit Life Sciences, Bio- und Nanotechnologie bringt man Sachsen-Anhalt nicht intuitiv in Verbindung. Doch entstehen viele Jobs in Halle/Saale in genau diesen Bereichen. Stolz sind die Hallenser auf ihren Georg Friedrich Händel – und auf den Weinberg-Campus. Der Technologiepark beherbergt Hunderte Unternehmen und Forschungsinstitute. Wer sich durch die Namen der ansässigen Forschungsinstitut liest, kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus…

Jobs Halle/Saale: Wissenswertes zur Region und Stadtteilen

Halle ist musikalisch. Ein Denkmal zeugt noch heute vom größten Sohn der Stadt: Komponist Georg Friedrich Händel. Die bronzene Händel-Statue thront auf dem Halleschen Marktplatz, dem Epizentrum der 240.000-Einwohner-Stadt. Jedes Jahr gibt es mehrere Musikfestivals: Jazz, Akkordeon, Kinderchöre. Es werden die Händel-Festspiele ausgetragen, Händels Open und Happy Birthday Händel.

Auch Martin Luther spielte eine große Rolle in der Stadtgeschichte. In Halle residierte sein großer Gegenspieler: Kardinal Albrecht, Erzbischof von Magdeburg und Mainz. Dem Reformator zu Ehren gab man der Universität den Namen Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Die Uni entstand aus einem Zusammenschluss der Universität Wittenberg und der Friedrichs-Universität Halle. Und weil Erstere bereits 1502 gegründet worden war, ist die Uni Halle heute eine der ältesten Universitäten des Landes.

Am liebsten wohnen die Hallenser heute in Dölau, Wörmlitz und Heide-Süd. Hier ist man in wenigen Minuten in der Dölauer Heide oder am Weinberg-Campus. Auch Kröllwitz, Giebichenstein-, Paulus- und Vogelviertel erfreuen sich großer Beliebtheit. In Halle gibt es ein Nord-Süd-Gefälle. Zu den schlechteren Wohngegenden zählen jene im Süden: die Südstadt und Silberhöhe.

Arbeitsmarkt in Halle/Saale

Vor wenigen Jahren lag die Arbeitslosenquote in Halle (Saale) noch bei weit über elf Prozent. Diese Zeiten sind vorbei. Im Februar 2019 betrug sie 8,6 Prozent.

Im bundesweiten Vergleich ist das zweifellos kein guter Wert. Für ganz Deutschland betrug die Quote im Februar 2019 nur 5,3 Prozent. Für sachsen-anhaltinische Verhältnisse ist der Hallenser Wert aber im grünen Bereich. In der Landeshauptstadt Magdeburg sind es sogar 8,7 Prozent Arbeitslose. In Stendal liegt die Arbeitslosenquote bei 9,9 Prozent, in Mansfeld-Südharz sogar bei 10,6 Prozent. Insgesamt weist Sachsen-Anhalt eine Quote von 7,9 Prozent auf – so viele wie Berlin und deutlich weniger als Mecklenburg-Vorpommern.

Im Verlauf des Jahres 2018 war in Halle sogar die Schwelle von 10.000 Arbeitslosen kurzzeitig unterschritten worden. Für den Februar 2019 weist die Statistik exakt 10.231 Arbeitslose auf. Bei einem günstigen Jahresverlauf könnten es im Sommer wieder deutlich weniger als 10.000 sein.

Den Leiharbeitsfirmen in Sachsen-Anhalt gehen teilweise schon die Arbeitskräfte aus. So sind sie händeringend auf der Suche nach Kräften im Bereich:

  • Metall
  • Büro und Sekretariat
  • Lager

Einstiegsgehälter und Gehaltsniveaus

Ein Arbeitnehmer mit Vollzeitjob in Halle verdient 2.806 Euro brutto im Monat. Das ist der Medianwert der Bundesagentur für Arbeit. 50 Prozent der Vollzeitjobs liegen darüber und 50 Prozent darunter.

Die Landeshauptstadt Magdeburg liegt mit 2.760 Euro hauchdünn hinter Halle. Beide kommen allerdings nicht an den Median für ganz Deutschland heran. Dieser liegt bei 3.209 Euro monatlich.

Sachsen-Anhalt zählt allgemein zu den Bundesländern mit den schwächsten Gehältern. Einzig Mecklenburg-Vorpommern liegt noch dahinter.

So beträgt das Durchschnittsgehalt in Sachsen-Anhalt laut gehalt.de 35.474 Euro im Jahr. In Mecklenburg-Vorpommern liegt es bei 34.155 Euro. Meilenweit entfernt ist Tabellenführer Hessen. Hier stehen durchschnittlich 51.345 Euro auf dem Lohnzettel.

Allerdings zeigt der Trend in die richtige Richtung. Das Durchschnittsgehalt stieg 2018 in Sachsen-Anhalt laut gehalt.de um 3,5 Prozent. Demgegenüber sank es in einigen westdeutschen Bundesländern sogar.

Fach- und Führungskräfte können laut Stepstone-Gehaltsreport 2019 in Sachsen-Anhalt mit 42.340 Euro jährlich im Schnitt rechnen. In Hamburg, Bayern und Baden-Württemberg sind es über 60.000 Euro, in Hessen sogar über 65.000 Euro.

Wichtige Arbeitgeber in Halle/Saale

Das sind die wichtigsten Arbeitgeber in Halle/Saale:

  • Stadtwerke Halle
  • EVH GmbH (Energie)
  • Hallesche Wasser- und Stadtwirtschaft
  • Universitätsklinikum Halle
  • GP Günter Papenburg (Baugewerbe)
  • Mediengruppe Mitteldeutsche Zeitung
  • KSB SE (Maschinenbau)
  • Halloren Schokoladenfabrik AG
  • Gisa GmbH (IT-Dienstleistungen)
  • Hallesche Wohnungsgesellschaft
  • Finsterwalder Transport und Logistik
  • Bauer Elektroanlagen
  • Dell GmbH (IT)
  • DLC (Callcenter)
  • Connex Steuer- und Wirtschaftsberatung
  • PS Union (Autohandel)
  • Landesamt für Geologie und Bergwesen Sachsen-Anhalt
  • AHW Ingenieure
  • Kathi Rainer Thiele (Nahrungsmittel)
  • Prologa (IT-Dienstleistungen)
  • Rubicon Gummitechnik und Maschinenbau
  • MSU Solutions (IT-Dienstleistungen)
  • Digital Images GmbH (Medienproduktion)
  • Fahrenheit GmbH (Internetagentur)
  • Walter Customer Services (Callcenter)
  • Saalesparkasse
  • ABB (Transformatorenwerk)
  • Coca Cola
  • Relaxdays (E-Commerce)

Karriereaussichten und Wirtschaft in Halle/Saale

Im Februar 2019 feierte der Weinberg Campus seinen 15. Geburtstag. Er ist ein Aushängeschild Halles – und ein Symbol für die wachsende Wirtschaftskraft. Mit fast 134 Hektar zählt er zu den zehn größten Technologieparks in ganz Deutschland. Über eine Milliarde Euro sind nach Angaben der Betreiber hier schon investiert worden.

Auf dem Weinberg Campus hat die Martin-Luther-Universität ihre naturwissenschaftlichen Bereiche sowie das Universitätsklinikum konzentriert. Daneben gibt es zwei Leibniz-Institute sowie jeweils ein Max-Planck-Institut, Helmholtz-Zentrum, Fraunhofer-Institut und Fraunhofer-Center. Insgesamt studieren und arbeiten rund 10.000 Menschen in ca. 100 Unternehmen auf dem Weinberg-Campus.

Jobs in Halle/Saale gibt es unter anderem in diesen Bereichen:

  • Bio- und Nanotechnologie
  • Umwelttechnik
  • Life Sciences
  • Materialwissenschaften
  • Chemie und Pharma

Trotz aller Fortschritte kann Halle aber keineswegs mit den wirtschaftlichen Metropolen des Landes mithalten. Im Städteranking 2018 von IW Consult belegte man nur Platz 60 von 71 deutschen Städten. Mut machen aber die vielen Akademiker, Forschungsinstitute – und Künstler.

Rund 59 Prozent der Beschäftigten in Halle arbeiten in Dienstleistungsberufen. 6.450 Service-Firmen gibt es in der Stadt. Halle wurde auf Salz gebaut. Ohne Salzproduktion und Salzhandel hätte es die Stadt vermutlich gar nicht gegeben.

Heute prägen diese Dienstleistungen Halle:

  • Kreditinstitute
  • Callcenter
  • Facility-Management
  • Immobilienwirtschaft
  • Ingenieure und Architekten
  • Krankenkassen
  • Messen
  • Personaldienstleister
  • Verkehrswesen
  • Versorgung und Entsorgung
  • Bildung

Kosten: Lebenshaltung, Mietpreise

Glückliches Halle: Von 2017 bis 2018 sind die Mieten in der Stadt nach Angaben von Immowelt NICHT gestiegen. Der Medianwert liegt weiterhin bei 6,00 Euro pro Quadratmeter. Auch für unter sechs Euro pro Meter sind Wohnungen zu haben. Nebenan in Magdeburg stieg die Medianmiete im gleichen Zeitraum von 5,80 auf 6,00 Euro – und damit immerhin um drei Prozent.

Doch geht der Immobilienboom keineswegs ganz an Halle vorbei. Während die Mietpreise stagnieren, schießen die Kaufpreise in die Höhe. Pro Quadratmeter wurden laut Immowelt 2018 schon 1.640 Euro fällig – nach 1.380 Euro ein Jahr zuvor. Das entspricht einem Preisanstieg von 19 Prozent.

Zum Vergleich: In Berlin betrug die Steigerung 12 Prozent. Dort müssen Käufer 3.790 Euro für den Quadratmeter auf den Tisch legen.

Alles in allem ist das Preisniveau in Halle (Saale) aber auf einem tiefen Niveau. Ein Beispiel: Wer hier 50.000 Euro im Jahr verdient, müsste laut Financescout24 in München schon 86.700 Euro verdienen, um seinen Lebensstandard halten zu können.

Kontaktdaten und Servicestellen

Sie wollen sich in Halle selbstständig machen, Ihre Steuererklärung abgeben oder Jobs in Halle/Saale suchen? Die wichtigsten Servicestellen hat Karrieresprung übersichtlich für Sie zusammengefasst:

  • Das Finanzamt in Halle/Saale finden Sie hier.
  • Die Agentur für Arbeit Halle finden Sie hier.
  • Das Jobcenter Halle (Saale) finden Sie hier.
  • Die IHK Halle-Dessau finden Sie hier.
  • Die Handwerkskammer Halle (Saale) finden Sie hier.
  • Jobs in Halle/Saale finden Sie hier.
[Bildnachweis: LaMiaFotografia by Shutterstock.com]

Jobs in Münster: Wo Sie zur Arbeit radeln

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Es gibt mehr Fahrräder als Jobs in Münster. Aber das macht nichts. Die Arbeitslosigkeit ist minimal, viele freie Stellen können nicht mehr besetzt werden. Qualifizierte Kräfte haben in Münster die Qual der Wahl zwischen Banken und Versicherungen, Handel und Hotellerie, Verwaltung und Forschung. Doch es gibt zwei Haken. Der eine sind die sündhaft teuren Immobilienpreise. Der zweite Haken betrifft Stellensucher direkt…

Jobs Münster: Wissenswertes zur Region und Stadtteilen

500.000 Fahrräder gibt es in Münster Schätzungen zufolge. Das allein sagt schon viel über den Charakter der Stadt aus. Mit dem Rad fahren die Münsteraner gerne an den Aasee – oder zur Uni. Die Westfälische Wilhelms-Universität ist mit rund 45.000 Studierenden ein Schwergewicht. Sie prägt die Stadt.

Nach dem Zweiten Weltkrieg bauten die Münsteraner ihre Altstadt wieder auf. Das hat sich gelohnt. Heute darf sich Münster als eine der schöneren Städte des Landes fühlen. Historisches Rathaus, Prinzipalmarkt, St. Paulus-Dom – Münster macht was her.

Umgeben ist die Stadt vom Münsterland, einem Landstrich, der ländlicher kaum sein könnte. Ein Provinznest ist Münster aber gar nicht. Über 300.000 Einwohner verleihen ihr die Vitalität, die viele an Münster so schätzen. Lebendig kommt ganz nebenbei auch der Münsteraner Tatort daher, der als einer der sehenswerteren gilt.

Wer gediegen wohnen möchte, ist im Kreuzviertel an der richtigen Adresse. Sündhaft teuer sind Wohnungen auch am Aasee. Richtig schlechte Lagen gibt es in Münster praktisch keine. Das ist gut für die Lebensqualität, aber schlecht fürs Portemonnaie…

Arbeitsmarkt in Münster

Münster ist kerngesund. Die Arbeitslosenquote liegt in der Studentenstadt nur bei 4,7 Prozent. Von dieser Quote können Ruhrgebietsstädte wie Duisburg oder Gelsenkirchen nur träumen. Vom Ruhrgebiet ist Münster wohlgemerkt nur 45 Pkw-Minuten entfernt.

Aber auch den Vergleich mit den städtischen Rivalen im Osten und Norden gewinnt Münster. So weist Bielefeld eine Arbeitslosenquote von 7,1 Prozent auf, Osnabrück liegt bei 6,6 Prozent.

Insgesamt hat Münster nicht einmal 8.000 Arbeitslose (Stand: Februar 2019) – für eine Stadt mit über 300.000 Einwohnern nicht viel. 5.250 beziehen Hartz IV.

Laut einer IHK-Umfrage konnte im Herbst 2018 schon mehr als jedes zweite Unternehmen (52 Prozent) in Nord-Westfalen offene Stellen nicht besetzen. Gesucht werden vor allem Fachkräfte, die einen Ausbildungsberuf gelernt oder sich berufsbegleitend weitergebildet haben.

Jobs in Münster gibt es momentan vor allem im Handel, Baugewerbe und in der Öffentlichen Verwaltung. So sucht die Stadt Münster unter anderem:

Einstiegsgehälter und Gehaltsniveaus

Eine Vollzeitstelle in Münster bringt laut Bundesagentur für Arbeit 3.432 Euro im Monat ein. Dabei handelt es sich um den Medianwert. Eine Hälfte der Vollzeitarbeitnehmer liegt darüber, die andere Hälfte darunter.

In Osnabrück und Bielefeld ist das Gehaltsniveau tiefer. Und auch den gesamtdeutschen Medianwert von 3.209 Euro schlägt Münster locker.

Das Durchschnittsgehalt liegt in Nordrhein-Westfalen nach Angaben des Gehaltsportals gehalt.de bei 45.360 Euro pro Jahr. Hessen führt die Rangliste mit 51.345 Euro an, Mecklenburg-Vorpommern trägt mit 34.155 Euro die rote Laterne.

Wer studiert hat, und das haben in Münster viele, kann in Nordrhein-Westfalen mit einem durchschnittlichen Einstiegsgehalt von 46.513 Euro rechnen. Azubis steigen nach ihrer Lehre mit durchschnittlich 31.020 Euro ins Arbeitsleben ein.

Fach- und Führungskräfte kommen laut Stepstone-Gehaltsreport 2019 in Nordrhein-Westfalen durchschnittlich sogar auf 58.846 Euro im Jahr.

Wichtige Arbeitgeber in Münster

Forschung und Verwaltung, Banken und Versicherungen – diese Arbeitgeber tragen Münster. Das sind die wichtigsten Arbeitgeber:

  • Westfälische-Wilhelms-Universität
  • Landschaftsverband Westfalen-Lippe
  • BASF Coatings GmbH (Lacke)
  • Brillux (Lacke/Farben)
  • Westfalen AG (Flüssiggas/Kraftstoffe)
  • Hengst SE (Filter-Systeme)
  • Armacell (Dämmstoffe)
  • Agravis (Agrarhandel)
  • Provinzial Nordwest (Versicherungen)
  • LVM (Versicherungen)
  • Sparkasse Münsterland Ost
  • LBS Westdeutsche Landesbausparkasse
  • PSD Bank Westfalen-Lippe
  • DZ Hyp (Immobilienbank)
  • Vereinigte Volksbank Münster
  • Westdeutsche Lotterie
  • Fiducia und GAT IT (IT-Dienstleister)
  • Finanz Informatik (IT-Dienstleister)
  • Sparkassenverband Westfalen-Lippe
  • Cilian AG (Biotechnologie)

Karriereaussichten und Wirtschaft in Münster

Das Münsterland wird traditionell von der Forst- und Landwirtschaft geprägt. 1,3 Prozent der Bruttowertschöpfung entfallen in der Region auf den primären Sektor. Das klingt nach wenig, ist aber viel. In keiner anderen Wirtschaftsregion in Nordrhein-Westfalen ist der Anteil so groß. Das Münsterland ist damit für fast ein Drittel der landwirtschaftlichen Bruttowertschöpfung Nordrhein-Westfalens verantwortlich. In dieser Rechnung sind die vielen mittelständischen Industrie- und Handwerksbetriebe, die von der Landwirtschaft abhängen, noch gar nicht enthalten.

Aber: Das alles spielt sich im Umfeld Münsters ab. Die Stadt selbst ist ein Dienstleistungszentrum. Hier entfallen 88 Prozent der Bruttowertschöpfung auf den Service-Sektor. Nur in Bonn ist der Anteil höher. Vor allem in den Bereichen Erziehung und Gesundheit sowie im Handel gibt es viele Jobs in Münster.

Zwischen 2008 und 2017 entstanden in Münster rund neue 83.900 Jobs in Service-Berufen. Über 11.000 Beschäftigte arbeiten im Finanz- und Versicherungssektor. Auch die Sparte Information und Kommunikation ist klar im Aufwand, genauso wie die Bio- und Nanotechnologie. Sogar die Hotellerie boomt. Aktuell befinden sich fünf neue Hotels in der Pipeline.

Auch ist Münster ist eine Verwaltungs- und Universitätsstadt. Die Westfälische Wilhelms-Universität zählt mit über 40.000 Studierenden zu den größten in ganz Deutschland. Hinzu kommen zwei Fachhochschulen. Der Verfassungsgerichtshof und das Oberverwaltungsgericht für NRW sitzen in Münster.

Münster ist wohlhabend. Das BIP pro Kopf lag 2016 bei 56.600 Euro – das ist deutlich höher als in den ländlichen Kreisen des Münsterlandes. Auf 100 Einwohner kommen in Münster 72 Erwerbstätige. Nur in Düsseldorf und Bonn ist die Quote höher.

Viele Münsteraner arbeiten aber in Teilzeit – 31 Prozent der Beschäftigten. Dies dürfte vor allem auf den hohen Frauen- und Studentenanteil unter den Erwerbstätigen zurückzuführen sein. Auch werden laut Analyse der WBS-Gruppe nur gut 80 Prozent der Stellen unbefristet angeboten – das ist vergleichsweise wenig. In Bremen sind es über 95 Prozent.

Kosten: Lebenshaltung, Mietpreise

Münster ist ein teures Pflaster. Und es wird immer teurer. Von 2008 bis 2018 stiegen die Mietpreise nach Immowelt-Angaben um satte 46 Prozent – von damals 7,20 Euro pro Quadratmeter auf nunmehr 10,50 Euro. Damit gehört Münster zu den Städten, die sich am rasantesten verteuern.

Allein von 2017 auf 2018 stieg die Medianmiete in Münster um fünf Prozent – von 9,90 Euro auf 10,40 Euro. Zum Vergleich: In Bielefeld liegt sie bei 7,50 Euro, in Osnabrück bei 8,00 Euro und in Dortmund bei 7,00 Euro.

Mit steigenden Preisen müssen auch die vielen Studenten zurechtkommen. Für eine 30 Quadratmeter große Musterwohnung müssen sie nach Angaben des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) schon 392 Euro einkalkulieren. Das ist in etwa so viel wie in Karlsruhe, Aachen (je 397 Euro) und Göttingen (389 Euro). Zwar ist Münster günstiger als Hamburg (427 Euro), Heidelberg (437 Euro), Frankfurt (499 Euro) und München (634 Euro). Aber es ist teurer als Berlin (385 Euro), Bamberg (251 Euro), Kiel (320 Euro) oder das Ruhrgebiet (280 Euro).

Kostspieliger wird die Stadt auch für alle, die sich dauerhaft niederlassen wollen. Der Kaufpreis für Immobilien stieg laut Immowelt von 2017 auf 2018 um 13 Prozent – von 2.720 Euro auf 3.070 Euro pro Quadratmeter. Zum Vergleich: In Ruhrgebietsstädten wie Essen, Dortmund oder Bochum sind es nur 1.600 bis 1.700 Euro, in Gelsenkirchen sogar nur 1.000 Euro pro Quadratmeter.

Kontaktdaten und Servicestellen

Sie wollen sich in Münster selbstständig machen, Ihre Steuererklärung abgeben oder Jobs in Münster suchen? Die wichtigsten Servicestellen hat Karrieresprung übersichtlich für Sie zusammengefasst:

  • Ihr Finanzamt in Münster finden Sie hier.
  • Die Agentur für Arbeit Ahlen-Münster finden Sie hier.
  • Die IHK Nord Westfalen finden Sie hier.
  • Die Handwerkskammer Münster finden Sie hier.
  • Jobs in Münster finden Sie hier.
[Bildnachweis: Christian Mueller by Shutterstock.com]

Jobs in Wuppertal: Wo Sie unbefristet glücklich werden

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Jobs in Wuppertal gibt es nicht wie Sand am Meer. Kaum eine Stadt hat in den letzten Jahrzehnten so viele Industriearbeitsplätze verloren. Neue Stellen gibt es vor allem im Maschinenbau, Gesundheitswesen und der Lagerwirtschaft. Dafür lebt es sich im grünen Tal sehr günstig. Und einen der schönsten Zoos Deutschlands haben die Wuppertaler auch und ihre legendäre Schwebebahn ebenfalls. In einer weiteren Kategorie ist Wuppertal einsame Spitze. Und die ist speziell für Jobsucher interessant…

Jobs Wuppertal: Wissenswertes zur Region und Stadtteilen

Nicht jede Stadt hat ein Alleinstellungsmerkmal. Wuppertal hat eines: die Schwebebahn. Schon Anfang des 20. Jahrhunderts konnten die Wuppertaler mehrere Meter über dem Erdboden durch ihre Stadt fahren.

Die hieß damals noch gar nicht Wuppertal. Erst schlossen sich die Städte Barmen, Elberfeld, Ronsdorf, Cronenberg und Vohwinkel zu Barmen-Elberfeld zusammen, 1930 erfolgte die Umbenennung in Wuppertal. Amüsanter Randaspekt: Wäre die Barmer Ersatzkasse nicht schon im 19. Jahrhundert gegründet worden, würde sie heute vermutlich Wuppertaler Ersatzkasse heißen.

Weil Wuppertal ein Konglomerat ist, ist die Stadt flächenmäßig so groß. Wuppertal ist äußerst hügelig und eine der grünsten Großstädte des Landes. Zu ihren Hauptattraktionen zählen neben der Schwebebahn der Zoo mitsamt des umliegenden Zooviertels und das bei Kunstkennern geschätzte Von-der-Heydt-Museum.

Das Zooviertel ist zudem eine der gefragtesten Wohngegenden der Stadt. Auch die Lagen um den Toelleturm, Katernberg und das Briller Viertel sind beliebt. Familien fühlen sich in Dönberg, Ronsdorf und Cronenberg wohl. Ein Geheimtipp für Wohnungssucher, wenngleich etwas abgelegen, ist Beyenburg. Als gefährlicher Ort gilt der Berliner Platz im Zentrum. Weniger behaglich ist es auch in Oberbarmen.

Arbeitsmarkt in Wuppertal

Fast 15.000 Arbeitslose gibt es in der Stadt Wuppertal. Zwei Drittel von ihnen beziehen Hartz IV. Damit lag die Arbeitslosenquote im Februar 2019 bei 8,1 Prozent.

Das ist deutlich über dem Landesschnitt von Nordrhein-Westfalen. In NRW beträgt die Arbeitslosenquote 6,6 Prozent, in ganz Deutschland 5,3 Prozent.

Im Nachbarschaftsduell belegt Wuppertal damit den letzten Platz. So sind in der Stadt Solingen 7,3 Prozent der Menschen arbeitslos, in Remscheid 7,1 Prozent und im Rheinisch-Bergischen Kreis nur 5,2 Prozent.

Und dennoch gibt es in Wuppertal auch Grund zur Freude. Allein im Jahr 2018 fanden 7.000 Wuppertaler einen neuen (sozialversicherungspflichtigen) Job. Im Januar 2018 lag die Arbeitslosenquote noch bei 9,2 Prozent.

Gute Chancen haben momentan vor allem:

Einstiegsgehälter und Gehaltsniveaus

In Wuppertal verdient ein Arbeitnehmer mit Vollzeitjob 3.379 Euro brutto im Monat. Diesen Medianwert hat die Bundesagentur für Arbeit errechnet. Median heißt: 50 Prozent der Vollzeitjobs liegen darüber, 50 Prozent darunter. Für ganz Deutschland beträgt der Median 3.209 Euro.

Wuppertal steht im Nachbarschaftsvergleich solide da. In Remscheid verdienen Vollzeitbeschäftigte 3.323 Euro, in Solingen 3.085 Euro. Weit voraus ist nur Düsseldorf, wo 3.882 Euro zu Buche stehen.

Insgesamt kommen Fach- und Führungskräfte in Nordrhein-Westfalen laut Stepstone-Gehaltsreport 2019 auf durchschnittlich 58.846 Euro im Jahr. In Hamburg, Baden-Württemberg und Bayern sind es über 60.000 Euro, in Hessen sogar mehr als 65.000 Euro. Demgegenüber kommen Fach- und Führungskräfte in den fünf östlichen Flächenländern nicht über 45.000 Euro hinaus.

Laut gehalt.de liegt das Durchschnittsgehalt in NRW bei 45.360 Euro. Uni-Absolventen können beim Berufseinstieg sogar mit 46.513 Euro rechnen. Azubis steigen nach ihrer Ausbildung mit durchschnittlich 31.020 Euro ein.

Wichtige Arbeitgeber in Wuppertal

Das sind die wichtigsten Arbeitgeber in Wuppertal:

  • Aptiv (Automotive)
  • Axalta (Automotive)
  • Barmenia Versicherungen
  • Barmer Krankenkasse
  • Bayer AG (Werk + Forschungszentrum)
  • Berning (Textil/Automotive)
  • Brose (Schließsysteme)
  • Coroplast (Klebebänder/Kabel/Leitungen)
  • Volksbank im Bergischen Land
  • E/D/E Einkaufsbüro Deutscher Eisenhändler
  • Enka GmbH (Textil)
  • Erfurt und Sohn (Tapeten)
  • Gefa Bank
  • Gesco AG (Maschinenbau)
  • Gepa – The Fair Trade Company (Handel)
  • Happich GmbH (Automotive)
  • Johnson und Johnson (Pharma/Konsumgüter)
  • Johann Hermann Picard (Hämmer)
  • Karl Deutsch Prüf- und Messgerätebau
  • Knipex (Zangen)
  • Riedel Communications
  • Sachsenröder (Werkstoffe)
  • Schaeffler-Gruppe (Automotive)
  • Schmersal (Sicherheitstechnik)
  • Stadtsparkasse Wuppertal
  • Storch-Ciret (Malerwerkzeug)
  • Teijin Carbon Europe (Kohlenstofffasern)
  • Vok Dams (Eventmarketing)
  • Vorwerk (Haushaltsgeräte)
  • Wagener und Simon WASI (Handel)
  • Walter Klein GmbH (Automotive)
  • Wera-Werkzeuge
  • Wupperverband (Wasserversorgung)
  • YKK Stocko (Reißverschlüsse)
  • 3M (Medizintechnik)

Karriereaussichten und Wirtschaft in Wuppertal

Jobsuchende haben in Wuppertal die besten Chancen auf einen unbefristeten Arbeitsvertrag. Hier wurden nach einer Analyse der WBS-Gruppe rund 96,8 Prozent der Stellenangebote als unbefristet ausgeschrieben – mehr als in jeder anderen Stadt. Zum Vergleich: In Münster sind es nur 81,1 Prozent, in Stuttgart 84,4 Prozent und in München 87,9 Prozent.

Der Haken ist: Von diesen Jobs gibt es in Wuppertal zu wenige. Seit 1997 sind 25 Prozent aller Industriebetriebe im IHK-Bezirk Wuppertal (zu dem auch Solingen und Remscheid gehören) verschwunden. Landesweit gab es einen Zuwachs von einem Prozent. Am schlimmsten traf es die Stadt Wuppertal. Innerhalb von 20 Jahren hat sie 34 Prozent ihrer Industriebetriebe verloren – durch Geschäftsaufgabe oder Abwanderung. Zum Vergleich: In Solingen hat sich die Zahl der Betriebe nur um 12 Prozent verringert.

Dennoch beherbergt Wuppertal noch immer namhafte Unternehmen: Bayer, Vorwerk oder Delphi zum Beispiel. Als ihre Kompetenzfelder bezeichnet Wuppertal diese:

  • Automotive
  • Metallverarbeitung
  • Energie- und Ressourceneffizienz
  • Health Care
  • Event und Kommunikation
  • Produktentwicklung

Kosten: Lebenshaltung, Mietpreise

Die ganz große Mietpreisexplosion hat es in Wuppertal noch nicht gegeben. Die Mieten befinden sich hier – im Vergleich zu anderen Großstädten – auf einem sehr niedrigen Niveau.

So betrug die Medianmiete laut Immowelt im Jahr 2018 nur 6,20 Euro pro Quadratmeter. Ein Jahr zuvor waren es 6,00 Euro – das entspricht einer Preissteigerung von drei Prozent. In anderen Großstädten schossen die Mietpreise im gleichen Zeitraum zweistellig in die Höhe.

Auch im 10-Jahres-Vergleich fallen die Mietpreiserhöhungen in Wuppertal moderat aus. So stiegen sie von 2008 bis 2018 von 5,10 Euro auf 6,20 Euro pro Quadratmeter und damit um 22 Prozent. In anderen Gegenden des Landes müssen 50 bis 60 Prozent mehr gezahlt werden. Auch in den Nachbarstädten Solingen (plus 14 Prozent) und Remscheid (plus 10 Prozent) hielten sich die Mietpreissteigerungen im 10-Jahres-Vergleich in Grenzen.

Der Kauf einer Immobilie ist in Wuppertal ebenfalls vergleichsweise günstig. Der Quadratmeter kostet in Wuppertal laut Immowelt 1.310 Euro. Zum Vergleich: In Hamburg oder Stuttgart werden rund 4.000 Euro fällig, in München sogar über 7.000 Euro.

Kontaktdaten und Servicestellen

Sie wollen sich in Wuppertal selbstständig machen, Ihre Steuererklärung abgeben oder Jobs in Wuppertal suchen? Die wichtigsten Servicestellen hat Karrieresprung übersichtlich für Sie zusammengefasst:

  • Ihr Finanzamt in Wuppertal finden Sie hier.
  • Die Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal finden Sie hier.
  • Das Jobcenter Wuppertal finden Sie hier.
  • Die IHK Wuppertal-Solingen-Remscheid finden Sie hier.
  • Die Kreishandwerkerschaft Solingen-Wuppertal finden Sie hier.
  • Jobs in Wuppertal finden Sie hier.
[Bildnachweis: Majonit by Shutterstock.com]

Jobs in Neuss: So glänzen Sie in der Römer-Stadt

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International war Neuss schon immer. Die Römer errichteten hier vor über zwei Jahrtausenden ein Lager. Mittlerweile ist aus Novaesium Neuss geworden – beziehungsweise Nüss, wie die Neusser zu sagen pflegen. Im 20. Jahrhundert siedelten sich amerikanische, japanische und skandinavische Unternehmen an und schufen viele Jobs in Neuss. Heute kommen immer mehr Chinesen an den Rhein – und bringen ihre Geschäftsideen mit…

Jobs Neuss: Wissenswertes zur Region und Stadtteilen

Neuss ist eine der ältesten Städte Deutschlands. Die Römer errichteten hier um 20 bis 15 v. Chr. ein Legionslager. Vermutlich befand sich an der gleichen Stelle schon zuvor eine keltische oder germanische Siedlung.

Zur Handelsstadt entwickelte sich Neuss im Mittelalter. Die Stadtmauer wurde um das Jahr 1200 gebaut. Sie prägt Neuss bis heute.

Neuss ist nur einen Steinwurf vom schicken Düsseldorf entfernt. Nur einmal über den Rhein – und schon ist man mitten in der Landeshauptstadt. Neuss profitiert vom großen Bruder, steht aber auch in seinem Schatten.

Mit einer anderen Landeshauptstadt liefert man sich ein weiteres Duell. Hannover trägt Jahr für Jahr das größte Schützenfest der Welt aus. Neuss bleibt mit seinem Bürger-Schützenfest immerhin Rang zwei. Bis zu eine Million Besucher strömen dann auf das Volksfest.

Unter Kunstfreunden ist Neuss eher für die Insel Hombroich bekannt. Ein Kunstmuseum mit Parklandschaft, das sich südlich der Stadt befindet. Sportler schätzen an Neuss die Skihalle. Sie wurde 2001 errichtet und war damit die erste Indoorhalle für Alpinisten in Deutschland. Mittlerweile gibt es ein halbes Dutzend davon, in Berlin, Bottrop, Bispingen oder Senftenberg.

Zu den besten Wohnlagen in Neuss zählen das Stadion- und Lukasviertel, Grimlinghausen und Uedesheim. Auch die Immobilien rund um den Stadtgarten sind heiß begehrt – aber nur bei denen, die sie sich leisten können.

Arbeitsmarkt in Neuss

Das Nachbarschaftsduell mit Düsseldorf kann Neuss für sich entscheiden. Der Rhein-Kreis Neuss hat nur 5,1 Prozent Arbeitslose, Düsseldorf 6,6 Prozent. In Krefeld liegt die Arbeitslosigkeit bei 10 Prozent, in Mönchengladbach bei 9,2 Prozent

Von den rund 12.300 arbeitslosen Neussern sind fast 5.000 NICHT im Hartz IV-System. Ihre Chancen auf einen baldigen Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt sind also vergleichsweise hoch.

Viele neue Jobs in Neuss sind zuletzt im Handwerk sowie für IT-Fachkräfte entstanden.

Einstiegsgehälter und Gehaltsniveaus

Das Durchschnittsgehalt liegt in Nordrhein-Westfalen laut Gehaltsportal gehalt.de bei 45.360 Euro brutto im Jahr. Hessen liegt mit 51.345 Euro vorne, Mecklenburg-Vorpommern mit 34.155 Euro ganz hinten.

Das Einstiegsgehalt für Absolventen beträgt in Nordrhein-Westfalen durchschnittlich 46.513 Euro jährlich. Nach der Ausbildung steigen Berufstätige mit durchschnittlich 31.020 Euro ein.

Fach- und Führungskräfte können laut Stepstone-Gehaltsreport 2019 in NRW sogar mit 58.846 Euro im Jahr rechnen.

Eine Vollzeitstelle im Rhein-Kreis Neuss bringt 3.446 Euro monatlich ein. Das ist der Medianwert, den die Bundesagentur für Arbeit errechnet hat. Eine Hälfte der Vollzeitbeschäftigten verdient mehr, die andere weniger. Damit liegt Neuss über dem gesamtdeutschen Medianwert von 3.209 Euro.

Deutlich lukrativer ist es aber nebenan in Düsseldorf, wo 3.882 Euro pro Monat gezahlt werden. In Köln sind es 3.696 Euro.

Wichtige Arbeitgeber in Neuss

Das sind die wichtigsten Arbeitgeber in Neuss:

  • Sparkasse Neuss
  • Johnson und Johnson (Pharma/Konsumgüter)
  • 3M Deutschland (Multitechnologie)
  • St. Augustinus-Kliniken
  • Creditreform (Finanzwirtschaft)
  • RCI Banque (Finanzwirtschaft)
  • Rheinland Versicherungen
  • Asics Deutschland (Mode)
  • Toshiba Europe (Elektronik)
  • Yakult Deutschland GmbH (Lebensmittelindustrie)
  • Yamaha Motor Deutschland (Industrieprodukte)
  • Ikegami Electronics Europe (Kommunikationsgeräte)
  • Brata KG (Lebensmittelindustrie)
  • Georg Plange (Lebensmittelindustrie)
  • Nestlé Thomy (Lebensmittelindustrie)
  • Walter Rau Neusser Öl und Fett AG
  • O und L Sels (Tierfutter)
  • C. Thywissen (Öle)
  • Dachser (Logistik)
  • Aluminium Norf
  • Hydro Aluminium
  • Kawasaki Robotics (Industrieroboter)
  • FS-Karton (Papierfabrik)
  • Essity Hygiene Products GmbH (Konsumgüter)
  • Mayr-Melnhof Karton (Papier)
  • Skihalle Neuss (Gastronomie/Freizeit)
  • Bank11 (Finanzen)
  • FOM Hochschule Neuss
  • Rheinische Fachhochschule Neuss
  • Lukaskrankenhaus Neuss
  • Volksbank Düsseldorf Neuss
  • St. Alexius/St. Josef Krankenhaus
  • Stadtwerke Neuss

Karriereaussichten und Wirtschaft in Neuss

Die Neusser Wirtschaftsbeziehungen blühen – auch mit China. In den vergangenen Jahren haben sich immer mehr Unternehmen aus dem Reich der Mitte angesiedelt. Mittlerweile sollen es über 120 chinesische Firmen sein, hauptsächlich aus den Branchen Mode, Schmuck, Taschen, Schuhe und Geschenkartikel.

Geprägt wird die Wirtschaft vom Neusser Hafen, einem wichtigen Umschlagplatz für die gesamte Region. Aluminiumfabriken, Papier- und Lebensmittelindustrie sind hier zuhause. Beispielsweise stellt Lebensmittelmulti Nestlé in Neuss für seine Marke Thomy Senf, Mayonnaisen, Remouladen und Speiseöle her.

Aluminium Nord betreibt das nach eigenen Angaben größte Aluminiumwalz- und Schmelzwerk der Welt in Neuss. Mit über 2.200 Mitarbeitern ist es der größte Arbeitgeber der Stadt. Beliefert wird es mit Walzbarren vom Hydro-Werk, das sich direkt in der Nachbarschaft befindet.

Über 17.000 der insgesamt 70.000 Erwerbstätigen in Neuss sind im produzierenden Gewerbe tätig. Auf Handel, Gastgewerbe und Verkehr entfallen 22.000 Menschen. In anderen Dienstleistungsberufen arbeiten 31.000 Personen.

Als Neusser Urgestein kann man Multitechnologiekonzern 3M durchaus schon bezeichnen. Die US-Amerikaner, die über 30 Milliarden Dollar Umsatz jährlich machen, sind hier seit 1973 mit ihrem deutschen Hauptsitz vertreten – und mit ihrem größten europäischen Forschungszentrum. Jobs in Neuss gibt es bei 3M zum Beispiel für:

  • Projektmanager
  • Sales Representative
  • Business Development Representative
  • Außendienstmitarbeiter im Bereich Health Information
  • Projektingenieur Elektrotechnik
  • Application Engineer für Display Materials
  • EMEA Insights and Analytics Manager
  • Program Management Specialist CAD
  • Global Customer Quality Engineer
  • Produktentwickler
  • Anwendungstechniker

Kosten: Lebenshaltung, Mietpreise

Neuss liegt auf der gegenüberliegenden Rheinseite von Düsseldorf. Ein Umzug kann sich durchaus lohnen. In Neuss sind die Mieten wesentlich niedriger als in der glamourösen Nachbarstadt. Während die Medianmiete in Neuss 2018 nach Angaben von Immowelt bei 8,10 Euro pro Quadratmeter lag, wurden in Düsseldorf 10,40 Euro fällig. Allerdings ist das vielen Menschen bewusst. Neuss ist bei Berufspendlern äußerst beliebt, die Leerstandsquote minimal.

Vor zehn Jahren lagen beide Städte noch näher beieinander. 2008 kostete der Quadratmeter in Neuss 6,70 Euro, in Düsseldorf 7,50 Euro. In den folgenden zehn Jahren sollten die Mieten in der Landeshauptstadt aber um 36 Prozent ansteigen, in Neuss dagegen „nur“ um 21 Prozent.

Günstiger wird es einige Kilometer weiter westlich in Mönchengladbach. Dort kostet der Quadratmeter 6,50 Euro.

Und auch für Käufer sind die Unterschiede beträchtlich. Für eine Kaufimmobilie in Neuss werden laut Immowelt 2.520 Euro für den Quadratmeter fällig. In Düsseldorf sind es 3.320 Euro. Das Preisniveau in Neuss liegt wiederum klar über dem von Mönchengladbach und Krefeld. In Mönchengladbach ist der Quadratmeter schon für 1.370 Euro zu haben, in Krefeld für 1.660 Euro.

Kontaktdaten und Servicestellen

Sie wollen sich in Neuss selbstständig machen, Ihre Steuererklärung abgeben oder Jobs in Neuss suchen? Die wichtigsten Servicestellen hat Karrieresprung übersichtlich für Sie zusammengefasst:

  • Das Finanzamt Neuss finden Sie hier.
  • Die Agentur für Arbeit Neuss finden Sie hier.
  • Die IHK Mittlerer Niederrhein finden Sie hier.
  • Die Kreishandwerkerschaft Niederrhein finden Sie hier.
  • Jobs in Neuss finden Sie hier.
[Bildnachweis: Tobias Arhelger by Shutterstock.com]

Jobs in Mülheim an der Ruhr: Die Perle des Ruhrgebiets

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Mülheim ist die Handelsmetropole im Ruhrgebiet. Hier haben zwei der größten deutschen Handelskonzerne ihren Sitz. Die Gehälter sind hoch, die Mieten auch. Von allen Jobs in Mülheim an der Ruhr stammen 70 Prozent aus dem Dienstleistungsbereich. Seit Kurzem gibt es hier sogar eine Hochschule…

Jobs Mülheim an der Ruhr: Wissenswertes zur Region und Stadtteilen

Mülheim an der Ruhr ist ein Sonderling im Revier. Die Stadt war die erste im Pott, die ganz ohne Bergwerk dastand. Schon Mitte der 60er Jahre schloss die Zeche Rosenblumendelle. Seitdem ist die alte Leder- und Montanstadt das Handelszentrum im Ruhrgebiet. Mit Aldi Süd und Tengelmann haben zwei Handelsriesen ihren Sitz in Mülheim an der Ruhr.

Den Außenseiter-Status kultiviert auch Helge Schneider. Der schrullige Comedian ist einer der populärsten Mülheimer. Und auch sportlich gehen die Mülheimer ihre eigenen Wege. Aushängeschild ist ein Hockey-Klub. Uhlenhorst Mülheim ist mit 17 Titeln deutscher Rekordmeister und im Hockey das, was Bayern München im Fußball ist.

Mülheim gilt als attraktivste Stadt im Ruhrgebiet. Für eine Revier-Stadt ist sie erstaunlich grün. Es gibt hier Wiesen, Wälder und sogar Moore. Ein Highlight ist auch das Aquarius-Wassermuseum am Schloss Styrum. Oder die Galopprennbahn gleich nebenan. Abgeschiedenheit findet man im Kloster Saarn im Süden der Stadt.

Im noblen Uhlenhorst im Osten residieren die Wohlhabenden. Idyllisch ist es auch in Selbeck im Süden. Als gute Wohnlagen gelten zudem Broich und Heißen.

Arbeitsmarkt in Mülheim an der Ruhr

Bis 2023 sollen im Mülheimer Siemens-Werk fast 600 Stellen wegfallen. Und dennoch steht die Stadt glänzend da – wenn man sie mit ihren Nachbarn vergleicht.

Die Arbeitslosigkeit liegt in Mülheim an der Ruhr bei 7,3 Prozent (Stand: Februar 2019). Das ist deutlich weniger als in Oberhausen, Duisburg, Gelsenkirchen, Essen, Dortmund, Krefeld und Hagen. In all diesen Städten ist die Quote zweistellig. Einige Kilometer weiter südlich ist die Situation besser. In Düsseldorf gibt es nur 6,6 Prozent Arbeitslose.

Die Chance, einen Job in Mülheim an der Ruhr zu bekommen, steigen eher als dass sie sinken. Beispiel Stadtverwaltung: In den nächsten zehn Jahren werden Medienberichten zufolge 40 Prozent der Mitarbeiter in den Ruhestand gehen.

Einstiegsgehälter und Gehaltsniveaus

Ein Arbeitnehmer mit sozialversicherungspflichtigem Vollzeitjob verdient in Mülheim an der Ruhr 3.523 Euro im Monat. Auf diesen Wert kommt die Bundesagentur für Arbeit. Dabei handelt es sich um den Median. Die eine Hälfte der Beschäftigten verdient mehr, die andere weniger.

Im Vergleich steht Mülheim damit sehr gut da. Im benachbarten Oberhausen sind es nur 3.272 Euro. Auch in Duisburg, Essen, Krefeld, Mönchengladbach und Wuppertal liegt das Gehaltsgefüge unter dem Mülheimer.

Der Wert für ganz Deutschland beträgt 3.209 Euro. Auch den schlägt Mülheim an der Ruhr locker.

Insgesamt ist das Lohnniveau in Nordrhein-Westfalen durchschnittlich. Das Durchschnittsgehalt liegt in NRW laut gehalt.de bei 45.360 Euro im Jahr. Spitzenreiter Hessen kommt auf 51.345 Euro, Schlusslicht Mecklenburg-Vorpommern auf 34.155 Euro.

Nach der Uni steigen Absolventen in Nordrhein-Westfalen mit durchschnittlich 46.513 Euro ins Berufsleben ein, nach der Ausbildung mit 31.020 Euro.

Wichtige Arbeitgeber in Mülheim an der Ruhr

Die größten Namen Mülheims sind Aldi und Tengelmann. Auch Siemens ist mit einem Werk vertreten und bildet 1.200 Azubis und duale Studierende aus. Mülheim gilt als weltweit fortschrittlichster Standort für die Konstruktion und Produktion von Gasturbinen, Dampfturbinen und Generatoren für Kraftwerke.

Das sind die wichtigsten Arbeitgeber in Mülheim an der Ruhr:

  • Aldi Süd
  • Tengelmann-Gruppe
  • Brenntag (Chemiehandel)
  • Max-Planck-Institut für Kohlenforschung
  • Max-Planck-Institut für Chemische Energiekonversion
  • IWW Zentrum Wasser
  • Zenith GmbH (Beratungsunternehmen)
  • Gesellschaft für Stromwirtschaft
  • Siemens AG
  • Salzgitter Mannesmann Grobblech GmbH (Stahl)
  • Thyssen Schachtbau
  • Friedrich-Wilhelms-Hütte (Stahl)
  • AON (Versicherungen)
  • Rheinisch-Westfälische Wasserwerksgesellschaft
  • Theodor-Fliedner-Stiftung (Alten- und Krankenpflege)
  • St. Marien-Hospital
  • Evangelisches Krankenhaus
  • Radio Mülheim
  • Sparkasse Mülheim an der Ruhr
  • Metro Deutschland
  • Vesuvius (Graphit)

Karriereaussichten und Wirtschaft in Mülheim an der Ruhr

Der Strukturwandel ist in Mülheim an der Ruhr in vollem Gange. Von 1982 bis 2016 stieg der Anteil der Beschäftigten im Dienstleistungssektor von 45 Prozent auf 70 Prozent. Auch der Bruttowertschöpfungsanteil des Service-Sektors wuchs – von 56 Prozent 1980 auf 74 Prozent 2015.

Mülheim an der Ruhr ist heute vor allem eine Stadt des Handels. Drei große Handelsunternehmen haben hier ihren Sitz: Aldi, die Tengelmann-Gruppe und Brenntag, Weltmarktführer im Chemiehandel. Jeder sechste Arbeitsplatz ist im Groß- und Einzelhandel verortet. Daneben schafft das Gesundheits- und Sozialwesen die meisten Jobs in Mülheim an der Ruhr.

In der Zentrale von Aldi Süd gibt es unter anderem diese Jobs in Mülheim an der Ruhr:

Eine Universität kann Mülheim nicht aufweisen. Ein gar nicht so kleiner Forschungsstandort ist die Stadt aber sehr wohl. Es gibt zwei Max-Planck-Institute, das Wasserforschungsinstitut IWW Zentrum Wasser und seit einigen Jahren auch die Hochschule Ruhr West. Die staatliche Fachhochschule, die auch in Bottrop vertreten ist, hat vor allem ingenieurwissenschaftliche Studiengänge im Angebot.

Kosten: Lebenshaltung, Mietpreise

Mülheim an der Ruhr ist nicht zu verwechseln mit dem Kölner Stadtteil namens Mülheim. Eigentlich kann man es auch gar nicht verwechseln: ein Blick auf die eigenen Mietkosten genügt. In Mülheim an der Ruhr müssen Mieter nach Immowelt-Angaben 6,70 Euro für den Quadratmeter aufbringen. In Köln sind es 10,90 Euro.

2008 lagen die Mieten in der Ruhrgebietsstadt sogar noch bei 5,50 Euro. In den folgenden zehn Jahren stiegen sie dann um 20 Prozent. In Köln gingen sie zeitgleich sogar um 30 Prozent nach oben.

Im direkten Nachbarschaftsduell aber ist Mülheim an der Ruhr keineswegs billig. Mieter müssen hier tiefer in die Tasche greifen als in Oberhausen und Duisburg (je 6,00 Euro). Das ungleich größere Essen ist nur minimal teurer (6,90 Euro).

Bei den Kaufpreisen hat Mülheim derweil die 2.000-Euro-Marke überschritten. Von 2017 bis 2018 stiegen die Kaufpreise für eine Immobilie laut Immowelt von 1.900 Euro auf 2.030 Euro – ein Preissprung von sieben Prozent.

Der Traum vom Eigenheim ist in Mülheim wesentlich schwieriger zu verwirklichen als in Oberhausen (1.360 Euro), Duisburg (1.290 Euro) und Essen (1.650 Euro). In Köln und Düsseldorf dagegen werden 3.200 bis 3.300 Euro pro Quadratmeter veranschlagt.

Kontaktdaten und Servicestellen

Sie wollen sich in Mülheim an der Ruhr selbstständig machen, Ihre Steuererklärung abgeben oder Jobs in Mülheim an der Ruhr suchen? Die wichtigsten Servicestellen hat Karrieresprung übersichtlich für Sie zusammengefasst. Hier gibt’s Jobs in in Mülheim an der Ruhr:

  • Ihr Finanzamt Mülheim an der Ruhr finden Sie hier.
  • Die Agentur für Arbeit Mülheim an der Ruhr finden Sie hier.
  • Die IHK Ruhr finden Sie hier.
  • Die Kreishandwerkerschaft Mülheim an der Ruhr-Oberhausen finden Sie hier.
  • Jobs in Mülheim an der Ruhr finden Sie hier.
[Bildnachweis: Tumarkin Igor_ITPS by Shutterstock.com]

Jobs in Osnabrück: Die besten Stellen in der Friedensstadt

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Osnabrücks Faustpfand ist die Lage. Für die einen Niemandsland, für Logistiker das Paradies. Viele Speditionen und Automobilzulieferer genießen im Südwesten Niedersachsens Beinfreiheit. Ein schwerer Schlag war für die 160.000-Einwohner-Stadt die Insolvenz von Autobauer Karmann 2009, die viele Jobs in Osnabrück kostete. Längst aber sind andere in die Bresche gesprungen…

Jobs Osnabrück: Wissenswertes zur Region und Stadtteilen

Osnabrück ist die Friedensstadt. Im Rathaus wurden 1648 die Friedensverträge unterzeichnet, der Dreißigjährige Krieg damit beendet. Darum heißt es heute auch das Rathaus des Westfälischen Friedens.

Das Friedensmotiv zieht sich durch die ganze Stadt. Schon auf den Ortsschildern grüßt den Neuankömmling „die Friedensstadt“. Frieden hätte sich auch der berühmteste Sohn der Stadt gewünscht. Schriftsteller Erich Maria Remarque zog von hier in den Ersten Weltkrieg, „Im Westen nichts Neues“ machte ihn weltberühmt. Heute gibt es das nach ihm benannte Friedenszentrum und den Friedenspreis.

Politisch sind die Osnabrücker noch immer. Die Stadt ist eine Brutstätte für Berufspolitiker. Ex-Bundesinnenminister Rudolf Seiters, der in Ungnade gefallene Bundespräsident Christian Wulff und Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius sind allesamt gebürtige Osnabrücker.

Die Osnabrücker fühlen sich nicht nur im Plenarsaal wohl, auch in der freien Natur. Die Stadt wird umgeben von Wiehengebirge und Teutoburger Wald.

Wer im Grünen wohnen möchte, ist in Hellern gut aufgehoben. Der Stadtteil hat sich in den vergangenen Jahren zum Geheimtipp für Familien entwickelt. Auch Belm, Eversburg und Georgsmarienhütte sind beliebte Wohngegenden. Nicht mehr so wohl fühlen sich viele in Schinkel.

Arbeitsmarkt in Osnabrück

Rund 6.000 Osnabrücker sind derzeit ohne Arbeit (Stand: Februar 2019). Damit ergibt sich für die Stadt eine Arbeitslosenquote von 6,6 Prozent.

Das liegt leicht über dem Schnitt des Landes Niedersachsen von 5,3 Prozent. Besser sieht es im Landkreis Osnabrück aus, wo die Arbeitslosigkeit bei 3,0 Prozent liegt. Auch weiter nördlich im ländlichen Kreis Vechta (3,6 Prozent) und Cloppenburg (4,3 Prozent) herrscht de facto Vollbeschäftigung.

Im Norden hat Oldenburg 6,4 Prozent, im Osten Bielefeld 7,1 Prozent und im Süden Münster 4,7 Prozent Arbeitslose. Insgesamt kann sich Osnabrück mit seiner Quote also durchaus sehen lassen.

Die meisten Osnabrücker arbeiten im Gesundheitswesen und im Einzelhandel. Viele neue Jobs in Osnabrück sind zuletzt entstanden in:

  • Hochbau
  • IT
  • Landverkehr und Transport in Rohrfernleitungen (Bau von Pipelines)
  • Möbelindustrie

Einstiegsgehälter und Gehaltsniveaus

Das niedersächsische Durchschnittsgehalt beträgt laut gehalt.de 41.310 Euro im Jahr. Von allen westlichen Bundesländern zahlt nur eines schlechter als Niedersachsen, nämlich der nördliche Nachbar Schleswig-Holstein.

Nach der Hochschule steigen Absolventen in Niedersachsen mit durchschnittlich 42.368 Euro ein, ausgelernte Azubis mit 28.256 Euro.

Fach- und Führungskräfte kommen in Niedersachsen laut Stepstone-Gehaltsreport 2019 auf ein Durchschnittsgehalt von 53.545 Euro. Nebenan in Hessen sind es über 65.000 Euro.

Speziell in Osnabrück sind die Gehälter mit einem einzigen Wort präzise beschrieben: durchschnittlich. Für eine Vollzeitstelle in der Stadt gibt es nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit 3.245 Euro brutto. Das ist der Medianwert, bei dem eine Hälfte mehr, die andere Hälfte weniger verdient.

Der gesamtdeutsche Median liegt bei 3.209 Euro – ist also nicht weit entfernt. Immerhin ist das Gehaltsgefüge in der Stadt Osnabrück deutlich besser als im Umland. So kommen Vollzeitarbeitnehmer in den Landkreisen Osnabrück und Vechta nur auf rund 2.800 Euro im Monat.

Wichtige Arbeitgeber in Osnabrück

Als Vorzeigeunternehmen Karmann 2009 Insolvenz anmeldete, stand es gar nicht gut um Osnabrück. Heute baut VW hier das Golf Cabrio, Osnabrück steht wirtschaftlich wieder glänzend da.

Das sind die wichtigsten Arbeitgeber in Osnabrück:

  • Unternehmensgruppe Hellmann (Logistik)
  • KME AG (Kupfer)
  • Köster Holding (Bau)
  • Felix Schoeller Group (Spezialpapier)
  • Piepenbrock Unternehmensgruppe (Gebäudedienstleistungen)
  • Q1 Energie
  • Stadtwerke Osnabrück
  • Paracelsus-Kliniken
  • Conditorei Coppenrath und Wiese
  • Niels-Stensen-Kliniken
  • Klinikum Osnabrück
  • Volkswagen Osnabrück
  • Dios Diakonie
  • Heilpädagogische Hilfe Osnabrück
  • Sparkasse Osnabrück
  • NOZ Medien
  • KIKxxl (Kommunikationsdienstleister)
  • Koch International (Logistik)
  • Ameos Gruppe (Gesundheitsdienstleister)
  • Convergys (IT-Dienstleister)
  • Meyer und Meyer (Fashionlogistik)
  • Westnetz (Energie)
  • Systemgastronomie Christian Eckstein
  • L und T Lengermann und Trieschmann (Einzelhandel)
  • Froneri Ice Cream Deutschland
  • Heinrich Fip (Mineralölvertrieb)
  • Kinderhospital Osnabrück
  • Leysieffer (Confiserie)
  • Nordwestbahn
  • Osma Aufzüge
  • Sievert AG (Bauwirtschaft)
  • Spedition Sostmeier
  • Titgemeyer (Großhandel)
  • Wellergruppe (Automobilhandel)
  • WM SE (Großhandel)
  • Universität Osnabrück

Karriereaussichten und Wirtschaft in Osnabrück

Osnabrück liegt geographisch günstig. Die A1 führt weiter nach Norden in Richtung Bremen und Hamburg. Auf der A30 geht es nach Westen Richtung Amsterdam. Im Osten führt die A2 über Hannover bis nach Berlin. Auch über den Wasserweg ist die Stadt gut verbunden. Bis zum Flughafen Münster/Osnabrück sind es 30 Autominuten.

Gute Voraussetzungen für Logistikunternehmen, von denen gleich mehrere ihre Zentrale in Osnabrück haben. Jobs in Osnabrück gibt es in der Logistikbranche zum Beispiel für:

Im Städteranking 2018 von IW Consult belegte Osnabrück Platz 37 von 71 untersuchten Großstädten. Gute Bewertungen gab es unter anderem für die Zahl der Gründungen, einen gesunden Arbeitsmarkt mit vielen Jobs für Jüngere, eine solide Zahl an Kita-Plätzen sowie vergleichsweise viele MINT-Absolventen.

Das sind die wichtigsten Branchen für Osnabrück:

  • Automotive (Automobilzulieferer, Innenausstattung, Karosseriebau, Prototypenbau, Werkzeugbau, Elektromobilität)
  • Logistik
  • Informations- und Kommunikationstechnologie
  • Gesundheitswirtschaft
  • Kreativwirtschaft

Kosten: Lebenshaltung, Mietpreise

Das Leben wird teurer in Osnabrück. Das fängt bei den Mieten an. Zwischen 2017 und 2018 stieg die Medianmiete laut Immowelt um sieben Prozent – von 7,50 Euro auf 8,00 Euro pro Quadratmeter.

Damit ist das Osnabrücker Mietniveau aber noch sehr moderat. In Münster werden schon 10,40 Euro für den Quadratmeter fällig, auch Oldenburg ist mit 8,40 Euro teurer.

Aber vielleicht nicht mehr lange. Denn die Mieten in Osnabrück steigen besonders rasant. Dies geht aus dem Jahresgutachten der „Immobilienweisen“ von Forschungsinstituten und Verbänden hervor, das der Zentrale Immobilien Ausschuss (ZIA) im Februar 2019 vorgelegt hat. Demnach sind die Mieten für die Neuanmietung einer Wohnung zwischen 2005 und 2018 in neun Städten um mehr als 50 Prozent gestiegen. Dazu zählen München, Berlin, Stuttgart, Ingolstadt, Würzburg, Augsburg, Nürnberg, Heilbronn – und Osnabrück.

Wer eine Immobilie kaufen will, wird in Osnabrück aber noch mit moderaten Preisvorstellungen konfrontiert. Zwischen 2017 und 2018 stiegen die Kaufpreise laut Immowelt nur um drei Prozent – von 2.030 Euro auf 2.100 Euro pro Quadratmeter. In Münster werden pro Quadratmeter schon über 3.000 Euro fällig, in Oldenburg über 2.500 Euro. Demgegenüber liegt Bielefeld noch knapp unter der 2.000-Euro-Marke.

Kontaktdaten und Servicestellen

Sie wollen sich in Osnabrück selbstständig machen, Ihre Steuererklärung abgeben oder Jobs in Osnabrück suchen? Die wichtigsten Servicestellen hat Karrieresprung übersichtlich für Sie zusammengefasst:

  • Ihr Finanzamt in Osnabrück finden Sie hier.
  • Die Agentur für Arbeit Osnabrück finden Sie hier.
  • Das Jobcenter Osnabrück finden Sie hier.
  • Die IHK Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim finden Sie hier.
  • Die Handwerkskammer Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim finden Sie hier.
  • Jobs in Osnabrück finden Sie hier.
[Bildnachweis: Alizada Studios by Shutterstock.com]

Jobs in Oldenburg: Ihre Karriere in Küstennähe

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Jobs in Oldenburg gibt es vor allem für Akademiker. Zahlreiche IT- und Technologiefirmen haben sich im Nordwesten Niedersachsens angesiedelt. Die ganz großen Namen hat die Oldenburger Firmenlandschaft zwar nicht zu bieten. Dafür gibt es hier einen innovativen Fotodienstleister, der mit der (digitalen) Zeit geht…

Jobs Oldenburg: Wissenswertes zur Region und Stadtteilen

Der Oldenburger ist ein kräftiger, sportlicher Typ. Damit ist die Pferderasse gemeint, ein Symbol der Region. Kräftig ist auch Oldenburgs Nationalgericht: Grünkohl. Eine Vitamin-C-Bombe, die nicht auf jeden anziehend wirkt. In Oldenburg aber ist man ganz versessen auf das Wintergemüse – und wählt sogar regelmäßig einen Grünkohlkönig.

Genauso grün ist es im Schlossgarten, dem Prunkstück der Stadt. Das Schloss wurde Anfang des 17. Jahrhunderts gebaut, als Residenz des Grafen Anton Günter von Oldenburg. Heute genießen hier alle Oldenburger den Sommer.

Wem das Kleinod nicht genug ist, der fährt einfach 20 Kilometer gen Westen nach Bad Zwischenahn. Im pittoresken Luftkurort erholen sich Gestresste und Erschöpfte. Am Zwischenahner Meer können sie – auch wenn kerngesund – die Seele baumeln lassen.

Vor allem junge Akademiker zieht es wegen der Wissenschaftsinstitute in den Norden. Sie lassen sich besonders gerne in den Stadtteilen Ziegelhof und Haarenesch nieder. Das Gerichtsviertel zählt genauso zu den Top-Adressen wie die Stadtmitte und Bürgeresch. Zu den unschöneren Gegenden zählt das Kennedyviertel rund um die Kennedystraße, die für manche schon zu einem Angstort geworden sein soll.

Arbeitsmarkt in Oldenburg

In Oldenburg brummt der Jobmarkt. Im Februar 2019 gab es gerade einmal 2.500 Arbeitslose in der Stadt. Das entspricht einer Arbeitslosenquote von 3,4 Prozent. Bei 4 Prozent lag die Quote übrigens zuletzt im März 2017.

Für Niedersachsen sind das exzellente Werte. Im ganzen Bundesland liegt die Arbeitslosigkeit bei 5,3 Prozent.

Oldenburg ist in der Region der Überflieger. So kommt Leer im Osten auf 5,9 Prozent Arbeitslosigkeit, Bremen im Westen auf 9,3 Prozent und Wilhelmshaven im Norden gar auf 10,8 Prozent. Lediglich Cloppenburg und Vechta im Süden können gegen die Regionalmetropole bestehen. In Cloppenburg sind es 4,3 Prozent Arbeitslose, in Vechta 3,6 Prozent.

Einstiegsgehälter und Gehaltsniveaus

Niedersachsen zählt nicht zu den Bundesländern mit den höchsten Gehältern. Das Durchschnittsgehalt zwischen Harz und Küste liegt nach Angaben von gehalt.de bei 41.310 Euro brutto im Jahr. Im benachbarten Hessen sind es 10.000 Euro mehr. Niedersachsen liegt damit nur auf Rang 10 von 16 Bundesländern.

Uni-Absolventen steigen hier mit rund 42.000 Euro jährlich in den Beruf ein. In Hessen stehen abermals 10.000 Euro mehr zu Buche. Lehrlinge kommen nach erfolgreicher Ausbildung in Niedersachsen auf ein Gehalt von rund 28.000 Euro im Schnitt.

Für Fach- und Führungskräfte weist der Stepstone-Gehaltsreport 2019 ein niedersächsisches Durchschnittsgehalt von 53.545 Euro aus.

Auch Oldenburg ist keine Stadt, in der es Gold regnet. Laut Bundesagentur für Arbeit kann ein Vollzeitbeschäftigter in Oldenburg mit monatlich 3.152 Euro rechnen. Das ist der Medianwert. 50 Prozent der Vollzeitgehälter liegen darüber, die anderen 50 Prozent darunter.

Der Wert für ganz Deutschland liegt bei 3.209 Euro. Den knackt Oldenburg nicht. Immerhin kann man in der Stadt deutlich mehr verdienen als im Umland. Im Ammerland kommen Vollzeitarbeitnehmer auf 2.809 Euro, in Cloppenburg sogar nur auf 2.609 Euro. In Bremen sind es allerdings 3.445 Euro.

Wichtige Arbeitgeber in Oldenburg

Das sind die wichtigsten Arbeitgeber in Oldenburg:

  • EWE AG (Versorgungsunternehmen)
  • Cewe (Fotodienstleister)
  • Carl-von-Ossietzky-Universität Oldenburg
  • Oldenburgische Landesbank
  • BTC Business Technology Consulting AG
  • Landessparkasse zu Oldenburg
  • Niedersachsen Ports (Hafenbetreiber)
  • Leffers (Mode)
  • Nanu-Nana (Einzelhandel)
  • Inperso (Personaldienstleistungen)
  • Nordwest-Zeitungsverlag
  • Ingenieurgesellschaft Oldenburg
  • Vierol AG (Fahrzeugteile)
  • DLR-Institut für Vernetzte Energiesysteme
  • Bernard Matthews GmbH (Nahrungsmittel)
  • SmarAct (Hightech)
  • KDO (Technologiedienstleister)
  • ISE Individuelle Software und Elektronik GmbH
  • Brille24 (E-Commerce)
  • BTC Embedded Systems (Technologie)
  • Kehag AG (Energieversorgung)
  • Nowis (IT-Dienstleister)
  • VRG (Software)
  • Timecon (Personalberatung)
  • Ashampoo (Software)
  • Floragard (Blumenerde)
  • Gina Laura GmbH (Mode)
  • GSG Oldenburg Bau- und Wohnungsgesellschaft
  • Ludwig Freytag (Bauunternehmen)
  • Öffentliche Versicherungen Oldenburg
  • Rhein-Umschlag (Containerlogistik)

Karriereaussichten und Wirtschaft in Oldenburg

Oldenburg ist ein Zentrum der Informationstechnologie. Zahlreiche IT- und Softwareunternehmen haben sich in der Stadt angesiedelt. Das Gleiche gilt für Automobilzulieferer, Nahrungsmittel- und Energieindustrie. Ein Vorteil ist die Nähe zur Carl-von-Ossietzky-Universität und den zwei Fachhochschulen in der Stadt.

Die EWE AG mit Sitz in Oldenburg ist das fünfgrößte Unternehmen in Niedersachsen – hinter Schwergewichten wie Volkswagen, Continental, TUI und der Salzgitter AG. Auch Fotodienstleister Cewe zählt zu den Top 100. Das sind aber auch die beiden einzigen Top-100-Unternehmen der Stadt.

Oldenburg ist kleinteilig. Und das, obwohl die Zahl der Unternehmen in der Stadt Oldenburg von 2008 bis 2018 nach IHK-Angaben um fast fünf Prozent zurückgegangen ist. Im Landkreis Oldenburg stieg sie im gleichen Zeitraum um rund sieben Prozent, im benachbarten Landkreis Cloppenburg sogar um 36 Prozent.

Überregional bekannt ist Fotodienstleister Cewe, der einen Umsatz von rund 650 Millionen Euro jährlich generiert. Bei Cewe findet man unter anderem diese Jobs in Oldenburg:

Im Städteranking 2018 von IW Consult landete Oldenburg unter 71 Städten im guten Mittelfeld auf Rang 32. Punkte gab es vor allem für die hohe Lebensqualität. Die hat sich im bundesweiten Vergleich in keiner anderen Stadt zuletzt so verbessert wie in Oldenburg – auch wegen der steigenden Kita-Quote.

Kosten: Lebenshaltung, Mietpreise

Nicht wahnsinnig teuer, nicht spottbillig: Oldenburg liegt preislich im Mittelfeld. Die Medianmiete betrug 2018 nach Immowelt-Angaben 8,40 Euro pro Quadratmeter. Ein Jahr zuvor waren es 8,10 Euro. Der Preisanstieg von vier Prozent fiel damit moderat aus. Vor allem Wohnungen von 60 bis 80 Quadratmetern sind auch für unter acht Euro zu haben.

Damit liegt Oldenburg auf demselben Preisniveau wie seine Nachbarstädte. In Bremen liegt die Medianmiete bei 8,30 Euro, in Osnabrück bei 8,00 Euro. Weiter südlich in Münster wird es mit 10,40 Euro deutlich teurer.

Die Kaufpreise für Immobilien haben sich in Oldenburg von 2017 auf 2018 um fünf Prozent verteuert. Kostete der Quadratmeter 2017 noch 2.390 Euro, waren es 2018 bereits 2.520 Euro. Auch hier der Vergleich: In Bremen werden nur rund 2.000 Euro fällig, in Münster dagegen ca. 3.000 Euro.

Im Nord-Süd-Vergleich schneidet Oldenburg erwartungsgemäß gut ab. So ist das Leben in einer vergleichbaren Studentenstadt wie etwa Freiburg eindeutig teurer. Laut Financescout24 zahlen Freiburger 42 Prozent mehr Miete als Oldenburger. Die Transportkosten (Bahn, Auto) sind in Freiburg um 18 Prozent teurer, Freizeit- und Kulturangebote um vier Prozent und Lebensmittel immerhin um drei Prozent.

Kontaktdaten und Servicestellen

Sie wollen sich in Oldenburg selbstständig machen, Ihre Steuererklärung abgeben oder Jobs in Oldenburg suchen? Die wichtigsten Servicestellen hat Karrieresprung übersichtlich für Sie zusammengefasst:

  • Das Finanzamt Oldenburg finden Sie hier.
  • Die Agentur für Arbeit Oldenburg-Wilhelmshaven finden Sie hier.
  • Das Jobcenter Oldenburg finden Sie hier.
  • Die Oldenburgische IHK finden Sie hier.
  • Die Handwerkskammer Oldenburg finden Sie hier.
  • Jobs in Oldenburg finden Sie hier.
[Bildnachweis: LaMiaFotografia by Shutterstock.com]

Jobs in Erfurt: Ihre Bilderbuchkarriere in Thüringen

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Thüringen ist das Vorzeigeland im Osten und Erfurt ist seine Hauptstadt. Zwischen Erfurter Dom und Severikirche fühlen sich Maschinenbauer und Medienschaffende wohl, Gartenbauer und Logistiker. Sogar die Chinesen wollen sich mit einer riesigen Batteriefabrik am Erfurter Kreuz niederlassen und viele neue Jobs in Erfurt schaffen. Paradox: Die Universität Erfurt bildet gar keine Informatiker aus. Für IT-Fachkräfte ist Erfurt aber dennoch eine richtig gute Adresse…

Jobs Erfurt: Wissenswertes zur Region und Stadtteilen

Erfurt war für so manchen ein großes Fragezeichen. Bis ein junger Sänger die Stadt ins Rampenlicht katapultierte. Seit über zehn Jahren ist der gebürtige Erfurter Clueso einer der erfolgreichsten Künstler Deutschlands – und ein würdiger Botschafter seiner Heimatstadt.

Dabei versprüht Erfurt durchaus Glanz. Schon Martin Luther schwärmte vom „türmereichen Erfurt“. Erfurter Dom und Severikirche ragen noch heute hoch in den Himmel. Für Schriftsteller Arnold Zweig war Erfurt ein „Bilderbuch der deutschen Geschichte“.

Der mittelalterliche Altstadtkern glänzt durch viel Fachwerk. Wem das nicht reicht, der fährt einfach ein paar Kilometer weiter nach Osten. Deutschlands heimliche Kulturhauptstadt Weimar liegt nur 23 Kilometer entfernt.

In Erfurt selbst sind die Altstadt und Löbervorstadt beliebte Wohnlagen. Auch Daberstedt im Osten und die Brühlervorstadt im Westen ziehen viele Zugezogene an.

Arbeitsmarkt in Erfurt

Thüringen ist DAS Vorzeigeland im Osten. Mit einer Arbeitslosenquote von 5,8 Prozent (Stand: Februar 2019) befindet es sich schon auf westdeutschem Niveau. Zum Vergleich: Die Quote für ganz Deutschland liegt bei 5,3 Prozent.

In Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin beträgt sie dagegen noch immer um die acht Prozent.

In Erfurt ist die Quote mit 6,2 Prozent leicht erhöht – befindet sich aber für eine 200.000-Einwohner-Stadt auf einem sehr akzeptablen Niveau. Rund 6.900 Erfurter sind ohne Job, 4.500 davon beziehen Hartz IV.

Auch hier der Vergleich: In Gera liegt die Arbeitslosenquote bei 8,5 Prozent. Besser als Erfurt stehen Gotha (5,4 Prozent), Jena (5,6 Prozent), Suhl (5,3 Prozent) und Weimar (5,9 Prozent) da.

Einstiegsgehälter und Gehaltsniveaus

In rasender Geschwindigkeit füllt sich das Bankkonto in Erfurt nicht. Aber es füllt sich immer schneller. So stieg das Durchschnittsgehalt in Erfurt nach Angaben von gehalt.de im Jahr 2018 um 4 Prozent. Von allen 16 Landeshauptstädten in Deutschland war der Gehaltsanstieg nur in Magdeburg (4,1 Prozent) noch größer.

Dennoch verdient ein Arbeitnehmer in Erfurt durchschnittlich sehr viel weniger als im Westen. Während in Erfurt 37.980 Euro brutto pro Jahr auf der Habenseite stehen, sind es in Stuttgart 56.160 Euro, in München 55.980 Euro und in Düsseldorf 52.965 Euro. Auch Berlin und Kiel liegen mit jeweils rund 42.000 Euro deutlich vor Erfurt.

Unter den östlichen Bundesländern (mit Ausnahme Berlins) nimmt Thüringen den Spitzenplatz ein. Das Durchschnittsgehalt beträgt hier 36.450 Euro im Jahr. Spitzenreiter ist Hessen mit über 51.000 Euro, ganz hinten rangiert Mecklenburg-Vorpommern mit rund 34.000 Euro.

Ein Vollzeitarbeitnehmer kommt in Erfurt laut Bundesagentur für Arbeit auf 2.679 Euro brutto im Monat. Das ist der Medianwert, bei dem 50 Prozent der Vollzeitbeschäftigten darüber liegen und 50 Prozent darunter. Für ganz Deutschland liegt dieser Wert bei 3.209 Euro.

Wichtige Arbeitgeber in Erfurt

Das sind die wichtigsten Arbeitgeber in Erfurt:

  • SWE Stadtwerke Erfurt
  • Teag Thüringer Energie AG
  • Siemens (Generatorenwerk)
  • DB Systel (IT-Dienstleistungen)
  • Sparkasse Mittelthüringen
  • ITT Industrie- und Transportschutz Thüringen
  • Thüringer Industriebeteiligungs GmbH
  • Modis IT-Outsourcing (IT-Dienstleister)
  • Universität Erfurt
  • X-Fab Silicon Foundries (Halbleiter)
  • N3 Engine Overhaul Services (Flugzeug-Instandhaltung)
  • Thüringer Aufbaubank
  • Fachhochschule Erfurt
  • Qundis (Messgeräte)
  • Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen
  • Ibykus AG für Informationstechnologie
  • Erf24 Touristic Services
  • Melexis (Mikroelektronik)
  • TÜV Thüringen
  • Hermanns RTE (Rohrleitungsbau)
  • Mediengruppe Thüringen
  • PDV-Systeme (IT-Dienstleister)
  • Media und Communications Systems (Mediendienstleister)
  • NT Neue Technologie AG (IT-Dienstleister)
  • Thüringer Tourismus GmbH
  • DMK Deutsches Milchkontor
  • Messe Erfurt
  • Helaba Landesbank Hessen-Thüringen
  • Erfurter Bank
  • Computacenter (IT-Dienstleister)
  • Zalando (Logistikzentrum)
  • Capita Europe (Outsourcing-Dienstleister)
  • Freenet AG (Telekommunikation)
  • Deutsche Post DHL
  • Helios Klinikum

Karriereaussichten und Wirtschaft in Erfurt

Überregionale Bekanntheit hat das Erfurter Kreuz erlangt. Hier will der chinesische Konzern CATL für 240 Millionen eine moderne Autobatteriefabrik aus dem Boden stampfen. Von Erfurt aus sollen die Automobilzentren wie Wolfsburg und Ingolstadt schnell beliefert werden.

Große Namen haben sich in der thüringischen Landeshauptstadt nach und nach niedergelassen: Die Deutsche Bahn beschäftigt hier IT-Mitarbeiter, die Deutsche Post und E-Commerce-Senkrechtstarter Zalando haben Logistikzentren gebaut. Siemens indes kündigte im September 2018 an, in seinem Erfurter Generatorenwerk 200 von 500 Arbeitsplätzen abzubauen. Die Produktion wird in die USA verlagert, der Standort immerhin bleibt erhalten.

Erstaunlich stark ist die Stadt im IT-Bereich. Erfurt beherbergt zahlreiche IT-Dienstleister. Und das, obwohl die Universität Erfurt von den Geisteswissenschaften geprägt ist und keinen Nachschub an IT-Kräften bereithält. Allerdings gibt es im Umkreis die Uni Jena und die TU Ilmenau. Beide bilden Informatiker aus.

Die ökonomischen Schwerpunkte Erfurts liegen in den Bereichen:

  • Maschinen- und Anlagenbau
  • Medien- und Kreativwirtschaft
  • Gartenbau
  • Nahrungsmittelindustrie
  • Logistik
  • Technologie (Mikrotechnologie, Photovoltaik, Sensorik, IT)

Als Landeshauptstadt ist Erfurt auch Verwaltungssitz. Das Land Thüringen mit 12.000 Mitarbeitern und die Stadt Erfurt mit 4.000 sind die größten Arbeitgeber. Dahinter folgen die Stadtwerke Erfurt und das Helios Klinikum.

Im Städteranking 2018 von IW Consult belegt Erfurt Platz 41 von 71 Städten. Pluspunkte gab es für den heimischen Arbeitsmarkt: In Erfurt finden auch Frauen und Ältere überdurchschnittlich oft einen Job.

Kosten: Lebenshaltung, Mietpreise

Die Mieten in Erfurt steigen. Von 2017 bis 2018 haben sie nach Immowelt-Angaben um sechs Prozent angezogen. Die Medianmiete in Erfurt liegt demnach jetzt bei 7,50 Euro pro Quadratmeter nach 7,10 Euro im Vorjahr. Der Medianwert meint: 50 Prozent der Wohnungen sind teurer, 50 Prozent billiger.

Die Durchschnittsmiete liegt in Erfurt nach Angaben des Forschungsunternehmens F+B sogar noch unter der 7-Euro-Marke. Demnach befindet sich Erfurt auf einem Niveau mit Jena und Rostock, ist aber deutlich teurer als Potsdam, Schwerin oder Dresden. In Schwerin liegt die Durchschnittsmiete sogar bei weniger als sechs Euro pro Quadratmeter.

Enorm gestiegen sind in Erfurt die Kaufpreise für Immobilien. Kostete der Quadratmeter 2017 noch 1.760 Euro, waren es laut Immowelt ein Jahr später schon 2.130 Euro – ein Anstieg von 21 Prozent. Damit ist eine Immobilie in Erfurt schon fast so teuer wie in Dresden, wo die Kaufpreise im gleichen Zeitraum „nur“ um zwölf Prozent von 1.990 Euro auf 2.230 Euro anzogen.

Trotzdem leben die Erfurter günstig. Das Rechenbeispiel von Financescout24 zeigt es: Ein Arbeitnehmer mit einem Jahreseinkommen von 50.000 Euro müsste in München 78.500 Euro verdienen, um seinen Lebensstandard halten zu können. In Hamburg würde er immerhin 60.000 Euro benötigen, in Chemnitz dagegen nur 43.000 Euro.

Kontaktdaten und Servicestellen

Sie wollen sich in Erfurt selbstständig machen, Ihre Steuererklärung abgeben oder Jobs in Erfurt suchen? Die wichtigsten Servicestellen hat Karrieresprung übersichtlich für Sie zusammengefasst:

  • Das Finanzamt Erfurt finden Sie hier.
  • Die Agentur für Arbeit Erfurt finden Sie hier.
  • Das Jobcenter Erfurt finden Sie hier.
  • Die IHK Erfurt finden Sie hier.
  • Die Handwerkskammer Erfurt finden Sie hier.
  • Jobs in Erfurt finden Sie hier.
[Bildnachweis: S-F by Shutterstock.com]

Jobs in Krefeld: Perspektiven in der Samt- und Seidenstadt

jobs in krefeld

Früher dominierte die Textilindustrie in Krefeld, heute die chemische Industrie. Fachkräfte profitieren von den moderaten Mietpreisen am Niederrhein – und von der guten Anbindung. Von Krefeld aus ist man ruckzuck im Ruhrgebiet, in Düsseldorf, Köln oder den Niederlanden. Neue Jobs in Krefeld gibt es vor allem im Gesundheitswesen, in Logistik und Verwaltung – und bei einem Haustier-Imperium….

Jobs Krefeld: Wissenswertes zur Region und Stadtteilen

Krefeld ist die Samt- und Seidenstadt. Die Hochzeiten im Textilgewerbe liegen aber schon eine Weile zurück. Im 18. und 19. Jahrhundert war Krefeld ein Zentrum der Seidenproduktion, heute ist es eher als Chemiestandort bekannt.

Immerhin tragen gleich zwei Krefelder Sportvereine den Chemiekonzern Bayer im Namen. Die sportliche Nummer eins kommt indes aus dem Eishockey. Die Krefeld Pinguine sind einer der erfolgreichsten Eishockey-Klubs des Landes und zweimaliger Deutscher Meister.

Vom alten Glanz zeugt das Deutsche Textilmuseum in Krefeld-Linn. Sie bildet zusammen mit der Burg Linn, dem Jagdschloss und dem Niederrheinischen Landschaftsmuseum ein populäres Ausflugsziel.

Krefeld ist ein Knotenpunkt, von dem man weiter ins Ruhrgebiet oder Rheinland, an den Niederrhein oder in die Niederlande fahren kann. Bei Pendlern ist die Stadt daher beliebt.

Noch attraktiver wird sie, wenn man ein Zuhause im Musikerviertel erwischt. Hier stehen schöne Häuser aus der Gründerzeit. Begehrt sind Wohnungen auch am Stadtwald, in Verberg, Traar, Bockum und Fischeln. Nicht mehr ganz so wohl fühlen sich viele Krefelder in der Stadtmitte, die teilweise zu einer Problemzone geworden ist.

Arbeitsmarkt in Krefeld

12.000 Krefelder waren im Februar 2019 ohne Arbeit. Die Arbeitslosenquote liegt damit bei 10,0 Prozent. In diesem Bereich bewegt sie sich schon seit mehreren Jahren.

Für ganz Nordrhein-Westfalen liegt die Quote bei 6,6 Prozent, ist also deutlich niedriger. Tatsächlich steht auch die direkte Nachbarschaft besser da als Krefeld. In Mönchengladbach liegt die Arbeitslosenquote bei 9,2 Prozent, im Kreis Wesel bei 6,1 Prozent, in Viersen bei 5,6 Prozent. In Düsseldorf sind es 6,6 Prozent. Nur Duisburg mit 11,1 Prozent lässt Krefeld hinter sich.

Neue Jobs in Krefeld gibt es vor allem im Handel, im Gesundheits- und Gastgewerbe. Jede vierte Lehrstelle ist in Krefeld laut einer IHK-Umfrage aus dem Februar 2019 noch unbesetzt, im Groß- und Einzelhandel sogar fast jede zweite.

Einstiegsgehälter und Gehaltsniveaus

Eine sozialversicherungspflichtige Stelle in Krefeld bringt 3.423 Euro brutto im Monat ein. Das ist der von der Bundesagentur für Arbeit errechnete Medianwert. Eine Hälfte der Vollzeitarbeitnehmer liegt darüber, die andere Hälfte darunter.

Der gesamtdeutsche Medianwert beträgt 3.209 Euro. Das Krefelder Gehaltsniveau liegt deutlich hinter dem Düsseldorfer (3.882 Euro), aber klar vor dem Mönchengladbacher (3.047 Euro).

Insgesamt beträgt das Durchschnittsgehalt in Nordrhein-Westfalen nach Angaben des Gehaltsportals gehalt.de 45.360 Euro per annum. Ganz vorne liegt Hessen mit 51.345 Euro, ganz hinten befindet sich Mecklenburg-Vorpommern mit 34.155 Euro.

Absolventen kommen in NRW auf ein durchschnittliches Einstiegsgehalt von 46.513 Euro. Ausgelernte Azubis steigen mit durchschnittlich 31.020 Euro ins Arbeitsleben ein.

Fach- und Führungskräfte verdienen laut Stepstone-Gehaltsreport 2019 in Nordrhein-Westfalen sogar 58.846 Euro jährlich im Schnitt.

Wichtige Arbeitgeber in Krefeld

Das sind die wichtigsten Arbeitgeber in Krefeld:

  • Fressnapf (Handel)
  • Canon Deutschland (Elektronik)
  • Sparkasse Krefeld
  • Cargill Deutschland (Lebens- und Futtermittel)
  • Lanxess/Bayferrox (Chemie)
  • Evonik (Chemie)
  • Compo Expert (Düngemittel)
  • Alberdingk Boley (Bindemittel)
  • Covestro (Plastik)
  • Outokumpu (Werkstoffe)
  • Siempelkamp (Maschinenbau)
  • Schages GmbH (Lasertechnik)
  • Gemo (Metallverarbeitung)
  • PWK Automotive
  • Stünings Medien (Verlag, Werbung, Druck)
  • Schnitzler GmbH (Industrieanlagen)
  • ZSK Stickmaschinen (Maschinenbau)
  • EVVA Sicherheitstechnik
  • Siemens AG (Hochgeschwindigkeitszüge)
  • Fluitronics (Maschinenbau)
  • Andritz Küsters (Maschinenbau)
  • Derichs (Walzen)
  • Baumer hhs (Maschinenbau)
  • Drink und Schlössers (Walzen)
  • CST Colour Scanner Technology (Siebbebilderung)
  • Kesper Druckwalzen
  • AKK (Präge- und Gravurtechnik)
  • ATR Industrie-Elektronik
  • Kleinewefers (Beteiligungsgesellschaft)
  • Dextro Energy (Lebensmittel)
  • Brauerei Königshof
  • Luvat Johann Nauen (Lebensmittel)
  • Rondo Food (Tiersnacks)
  • Monti Fashion
  • Verseidag Indutex (Textil)
  • Nika Medical Produkte

Karriereaussichten und Wirtschaft in Krefeld

Krefeld ist die Samt- und Seidenstadt. Oder besser gesagt: Sie war es. Nur noch 0,9 Prozent der Krefelder Beschäftigten arbeiten in der Textilproduktion. Sie sind vor allem in Kreation, Marketing und Vertrieb tätig.

Die Industrie baut in Krefeld Stellen ab. In den vergangenen 25 Jahren hat sich die Zahl der Industriearbeitsplätze auf 22.000 halbiert. Allerdings entfällt noch immer rund ein Drittel der Wertschöpfung auf die produzierende Wirtschaft.

Am wichtigsten sind für die Krefelder Wirtschaft heute:

  • Chemie
  • Metall
  • Schienenfahrzeug- und Maschinenbau
  • Nahrungs- und Genussmittelindustrie
  • Textil, Bekleidung

Die Nummer eins der Stadt ist die Chemische Industrie. In Krefeld werden Spezialgase, Düngemittel, Bindemittel für Farben und Lacke sowie sogenannte Superabsorber für Windeln hergestellt. Evonik beschäftigt nach eigenen Angaben exakt 543 Mitarbeiter in der Stadt – in Produktion, Forschung und Management. Covestro hat in Krefeld-Uerdingen fast 1.000 Mitarbeiter. Cargill beschäftigt 550 Menschen. Seit über 60 Jahren produzieren die US-Amerikaner Maisstärke, die Marmeladen, Konfitüren, Bonbons, Gummibärchen, Kaugummi und Puddingpulver beigemischt wird.

Vor allem Gesundheits- und Sozialwesen, Verkehrssektor und Verwaltung haben in den vergangenen Jahren Jobs in Krefeld geschaffen. Hinzu kommen das Gastgewerbe, die Zeitarbeitsbranche, Einzelhandel, Unternehmensberatungen und die sogenannten haushaltsorientierten Dienste.

Vergleichsweise wenige Jobs gibt es in Krefeld für IT-Fachkräfte. Wenn, dann werden Informatiker in wachsenden Unternehmen wie Haustierimperium Fressnapf fündig. In der Fressnapf-Zentrale in Krefeld arbeiten unter anderem:

Kosten: Lebenshaltung, Mietpreise

Krefeld liegt westlich des Ruhrgebiets, hat aber ähnlich niedrige Mietpreise. Die Medianmiete betrug 2018 nach Angaben von Immowelt 6,80 Euro pro Quadratmeter. Im Vergleich zum Vorjahr (6,50 Euro) stiegen die Mieten um fünf Prozent.

In den Nachbarstädten Duisburg (6,00 Euro), Moers (6,60 Euro) und Mönchengladbach (6,50 Euro) ist das Mietniveau ähnlich. Nur Düsseldorf ist mit 10,40 Euro deutlich teurer.

Zehn Jahre zuvor waren die Mieten in Krefeld – natürlich – noch deutlich billiger. Im Jahr 2008 lagen die Mietpreise noch bei 5,60 Euro. Innerhalb von zehn Jahren zogen sie um 21 Prozent an. In Duisburg und Düsseldorf gingen sie im gleichen Zeitraum sogar noch stärker nach oben.

Käufer zahlen in Krefeld für eine Immobilie 1.660 Euro pro Quadratmeter. In Düsseldorf ist es mit 3.320 Euro doppelt so viel. Mönchengladbacher kaufen günstiger (1.370 Euro), Duisburger erst recht (1.290 Euro). In Moers ist das Eigenheim mit 1.980 Euro dagegen deutlich kostenintensiver.

Kontaktdaten und Servicestellen

Sie wollen sich in Krefeld selbstständig machen, Ihre Steuererklärung abgeben oder Jobs in Krefeld suchen? Die wichtigsten Servicestellen hat Karrieresprung übersichtlich für Sie zusammengefasst:

  • Das Finanzamt Krefeld finden Sie hier.
  • Die Agentur für Arbeit Krefeld finden Sie hier.
  • Das Jobcenter Krefeld finden Sie hier.
  • Die IHK Mittlerer Niederrhein finden Sie hier.
  • Die Kreishandwerkerschaft Niederrhein finden Sie hier.
  • Jobs in Krefeld finden Sie hier.
[Bildnachweis: Manninx by Shutterstock.com]

Jobs in Hagen: Leckere Stellen in der Zwieback-Stadt

jobs in hagen

Hagen ist nicht jedermann ein Begriff. Dabei sitzt hier die größte Universität Deutschlands. Während die Fernuniversität Hagen wächst und wächst, baute die Industrie in den vergangenen Jahrzehnten Stellen ab. Dafür wurden aber auch neue Jobs in Hagen geschaffen – zum Beispiel in der Nahrungsmittelindustrie. Wer Pralinen oder Zwieback mag, wird Hagen lieben…

Jobs Hagen: Wissenswertes zur Region und Stadtteilen

Ohne Hagen wäre die Neue Deutsche Welle nur ein trübes Wässerchen geblieben. Nena startete in ihrer Geburtsstadt die Gesangskarriere, zog dann nach West-Berlin.

Große Namen hat die unscheinbare Stadt im Süden des Reviers erstaunlich viele hervorgebracht. Der Brandt-Zwieback ist seit über 100 Jahren in aller Munde. Hagen ist sogar Standort der größten Universität Deutschlands. Allerdings sind die mehr als 70.000 Studierenden der Fernuniversität nur selten vor Ort.

Ganz groß ist Hagen im Basketball. Der Deutsche Basketball-Bund hat hier seinen Hauptsitz, SSV Hagen und Brandt Hagen zählten jahrzehntelang zur Crème de la Crème des deutschen Vereinsbasketballs.

Mit einem Alter von rund 260 Jahren ist Hagen noch sehr jugendlich. Am Anfang stand die sogenannte Lange Riege, eine Siedlung mit Hammerwerken und Klingenschmieden. Während der Industrialisierung erlebte Hagen seine ökonomische Blüte. Seitdem ist viel Wasser die Ruhr hinuntergeflossen – und die Volme, Lenne und Ennepe. Durch Hagen ziehen nicht weniger als vier Flüsse.

Pendler wohnen gerne in Elsey im Osten, Familien in Ernst im Südosten. Wer neu nach Hagen zieht, sollte sich auch in Halden, Haspe, Hohenlimburg, Mitte, Mittelstadt und im Hochschulviertel umsehen. Auf dem absteigenden Ast ist Wehringhausen. Eckesey und Altenhagen stehen ebenfalls weit unten auf der Beliebtheitsskala.

Arbeitsmarkt in Hagen

Im Oktober 2017 war die Arbeitslosenquote in Hagen unter die 10-Prozent-Marke gerutscht. Seitdem ist sie auch dort geblieben. Im Februar 2019 betrug sie 9,4 Prozent. Für eine Stadt im Ruhrgebiet ist das gar kein so schlechter Wert.

So liegen Essen, Gelsenkirchen, Dortmund, Oberhausen und Duisburg allesamt jenseits der 10 Prozent – zum Teil sogar deutlich.

Blickt man aber nach Osten ins benachbarte Sauerland, fällt die Hagener Bilanz doch gar nicht mehr so positiv aus. Im Märkischen Kreis, zu dem etwa Iserlohn gehört, liegt die Arbeitslosigkeit bei 6,0 Prozent. Im Kreis Unna, dem die Stadt Schwerte angehört, sind es 7,0 Prozent. Und noch weiter östlich im Hochsauerlandkreis beträgt sie gar nur 4,2 Prozent.

Jobs in Hagen gibt es momentan vor allem in diesen Bereichen:

  • Personaldienstleister
  • Handel
  • Logistik
  • Gesundheitswesen
  • Verarbeitendes Gewerbe
  • Gastronomie
  • Baugewerbe

Einstiegsgehälter und Gehaltsniveaus

Ein sozialversicherungspflichtig Beschäftigter in Vollzeit kommt in Deutschland auf 3.209 Euro pro Monat. Das besagen die Daten der Bundesagentur für Arbeit. Es handelt sich um den Medianwert, nicht um den Durchschnittswert.

In Hagen liegt der Median bei 3.267 Euro – also leicht über dem Schnitt. Im Vergleich mit den anderen Städten der Region kann Hagen mithalten – mehr aber auch nicht. Deutlich höher ist das Gehaltsgefüge nur in Düsseldorf mit 3.882 Euro.

Allgemein ist auch das Bundesland Nordrhein-Westfalen Mittelmaß im Gehaltsvergleich. Das Durchschnittsgehalt beträgt hier laut gehalt.de 45.360 Euro brutto jährlich. Die Spitze bildet Hessen mit 51.345 Euro, das Ende Mecklenburg-Vorpommern mit 34.155 Euro.

Speziell für Studierende der Fernuniversität Hagen interessant: Absolventen steigen in NRW mit durchschnittlich 46.513 Euro in den Job ein.

Dabei muss es nicht bleiben. Fach- und Führungskräfte verdienen laut Stepstone-Gehaltsreport 2019 in Nordrhein-Westfalen sogar 58.846 Euro im Durchschnitt.

Wichtige Arbeitgeber in Hagen

Das sind die wichtigsten Arbeitgeber in Hagen:

  • Europart Holding (Ersatzteile)
  • Westfalia Werkzeugcompany
  • Christ Juweliere
  • Hussel (Süßwaren)
  • Premium Pulp and Paper (Papier)
  • C.D. Wälzholz (Bandstahl)
  • Sinn GmbH (Mode)
  • Brandt Zwieback
  • Dörken Group (Chemie)
  • Sparkasse HagenHerdecke
  • Märkische Bank
  • Fernuniversität Hagen
  • Thalia Bücher GmbH
  • Enervie Südwestfalen Energie und Wasser AG
  • Bilstein GmbH (Kaltband)
  • Hawker GmbH (Energie)
  • ThyssenKrupp Federn GmbH
  • Prewent TWB (Automotive)
  • Stahlkontor GmbH
  • Kostal Industrie Elektrik
  • Abellio Rail NRW (Eisenbahnverkehrsunternehmen)
  • Wikinger Reisen
  • AMX Consulting (Personalberatung)
  • Ebro Armaturen Gebr. Bröer GmbH

Karriereaussichten und Wirtschaft in Hagen

Die schlechte Nachricht zuerst: Zu den Top-Adressen zählt Hagen nicht. Im Städteranking 2018 von IW Consult belegt Hagen nur Platz 64 von 71 untersuchten Städten. In nahezu allen Kategorien hagelte es schlechte Bewertungen: Immobilienmarkt, Lebensqualität, Arbeitsmarkt und Wirtschaftsstruktur.

In den 90ern schlug die Deindustrialisierung in Hagen mit voller Wucht durch. Und auch zuletzt gab es wieder schlechte Nachrichten. Parfümerie-Konzern Douglas verlegte seinen Firmensitz vor einigen Jahren von Hagen nach Düsseldorf. Autozulieferer Prewent TWB kündigte 2018 einen Arbeitsplatzabbau an. Von allen Ruhrgebietsstädten wird Hagen bis 2025 voraussichtlich am stärksten schrumpfen – um fast 10 Prozent.

Stark ist aber weiterhin die Metallbranche. In der Stadt Hagen gibt es 50 metallverarbeitende Betriebe. Und es finden sich noch immer ein paar sehr illustre Namen vor Ort. So haben Süßwarenfabrikant Hussel, die Brandt-Zwiebäcker und die Buchhändler von Thalia ihren Sitz in Hagen, dazu das Juwelierunternehmen Christ. Christ beschäftigt in Hagen unter anderem:

Eine wissenschaftliche Karriere ist an Deutschlands größter Uni, der Fernuniversität Hagen, möglich. Für Professoren, Juniorprofessuren, wissenschaftliche Mitarbeiter und studentische Hilfskräfte. Daneben gibt es an der Fernuni aber auch Bedarf in der Administration, zum Beispiel für:

Kosten: Lebenshaltung, Mietpreise

Von einem Immobilienboom kann man in Hagen nicht sprechen. Von 2017 auf 2018 gingen die Kaufpreise sogar zurück. Musste man laut Immowelt 2017 noch 1.300 Euro für den Quadratmeter hinlegen, waren es ein Jahr später nur noch 1.290 Euro.

Neben Hagen gab es nur drei andere Großstädte in Deutschland, in denen dieses Phänomen zu beobachten war: Mönchengladbach, Leverkusen und Darmstadt. Insgesamt hatte Immowelt 80 Städte untersucht.

Auch die Mietpreise verharren in Hagen auf einem tiefen Plateau. Sie stiegen von 2017 auf 2018 nur um zwei Prozent auf 5,30 Euro pro Quadratmeter. Teilweise unterschreiten sie sogar die 5-Euro-Schwelle. Damit gehört Hagen zu den günstigsten Städten für Mieter in ganz Deutschland – inklusive Ostdeutschland.

Von 2008 bis 2018 stiegen die Mieten in Hagen um insgesamt acht Prozent. Von 115 ausgewählten Städten und Kreisen in Westdeutschland war das der geringste Anstieg in diesem Zeitraum – mit einer Ausnahme: Im Landkreis Kusel gab es sogar einen Preisrückgang von neun Prozent. Im benachbarten Wuppertal zogen die Preise parallel um 22 Prozent an, in Dortmund um 35 Prozent.

Kontaktdaten und Servicestellen

Sie wollen sich in Hagen selbstständig machen, Ihre Steuererklärung abgeben oder Jobs in Hagen suchen? Die wichtigsten Servicestellen hat Karrieresprung übersichtlich für Sie zusammengefasst:

  • Das Finanzamt Hagen finden Sie hier.
  • Die Agentur für Arbeit Hagen finden Sie hier.
  • Das Jobcenter Hagen finden Sie hier.
  • Die Südwestfälische IHK zu Hagen finden Sie hier.
  • Die Kreishandwerkerschaft Hagen finden Sie hier.
  • Jobs in Hagen finden Sie hier.
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Jobs in Gelsenkirchen: Ihre Profi-Karriere auf Schalke

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Jobs in Gelsenkirchen sind fast so selten wie Schalker Meisterschaften in den letzten 50 Jahren. Spaß beiseite: Die Stadt im Ruhrgebiet hat unbestritten nicht den besten Ruf. Die Zechen sind verschwunden, die Arbeitslosigkeit ist hoch. Doch kann auf dem Schalker Humus durchaus wieder Großes wachsen. Die Breitbandversorgung in Gelsenkirchen ist erstklassig, die Lage ebenso. Das weiß auch ein großer Möbelkonzern, dessen Zentrale direkt neben der Schalke-Arena steht…

Jobs Gelsenkirchen: Wissenswertes zur Region und Stadtteilen

Wenn es so etwas wie ein Gegenstück zu München gibt, dann ist es Gelsenkirchen. Vom bajuwarischen Glanz und Gloria ist man im Pott meilenweit entfernt – nicht nur geographisch.

Gelsenkirchen pflegt sein Malocher-Image bis heute. Die letzte Zeche der Stadt schloss 2018. Zu Hochzeiten waren 14 Zechen mit insgesamt 70 Schächten in Betrieb. Wirklich bewältigt hat die Stadt den Übergang ins Dienstleistungszeitalter aber noch nicht.

Wenn der heiß geliebte FC Schalke 04 spielt, brodelt das Stadion und der Rest Gelsenkirchens steht still. Ohnehin ist die Arena auf Schalke das wohl beliebteste Ausflugsziel. Hier sind auch Biathleten oder Schlagersänger regelmäßig zu Gast.

Ein gutes Image hat Gelsenkirchen nicht. Dabei kann man auch hier wunderbar leben. Zum Beispiel in Erle, Buer, Bulmke-Hülen, Rotthausen oder Horst. Zu den schlimmsten Ecken der Stadt zählen Straßenzüge von Schalke, Bismarck, Neustadt und Ückendorf.

Arbeitsmarkt in Gelsenkirchen

Von der Vollbeschäftigung ist man in Gelsenkirchen meilenweit entfernt. Über 16.000 Gelsenkirchener sind ohne Arbeit – fast 13.000 davon sitzen im Hartz IV-System fest. Die Arbeitslosenquote liegt in der Stadt bei 12,7 Prozent.

Damit ist sie mehr als doppelt so hoch wie in Nordrhein-Westfalen. In ganz NRW liegt die Arbeitslosigkeit bei 6,6 Prozent.

Sogar im Ruhrpott-Vergleich hinkt Gelsenkirchen hinterher. So beträgt die Arbeitslosigkeit in Duisburg 11,1 Prozent, in Essen 10,6 Prozent, in Dortmund 10,2 Prozent, in Oberhausen 10,1 Prozent und in Bochum nur 8,3 Prozent.

Freie Jobs in Gelsenkirchen gibt es vor allem in diesen Segmenten:

Aber auch Lehrer werden dringend gesucht. Von 109 ausgeschriebenen Lehrerstellen blieben zuletzt 109 unbesetzt – hauptsächlich an Grundschulen.

Einstiegsgehälter und Gehaltsniveaus

Der Arbeitsmarkt glänzt nicht golden in Gelsenkirchen. Aber wenn man eine Stelle gefunden hat, verdient man keineswegs schlecht. So liegt das Gehalt einer Vollzeitstelle in der Stadt laut Bundesagentur für Arbeit bei 3.242 Euro brutto monatlich – und damit sogar über dem gesamtdeutschen Referenzwert von 3.209 Euro.

Dabei handelt es sich um den Median. Eine Hälfte der Vollzeitarbeitnehmer liegt darüber, die andere Hälfte darunter.

Zum Vergleich: In Dortmund verdienen Vollzeitbeschäftigte 3.315 Euro, in Bochum 3.273 Euro und in Essen 3.451 Euro. Enteilt ist lediglich Düsseldorf im Süden mit 3.882 Euro.

Insgesamt liegt das Durchschnittsgehalt in Nordrhein-Westfalen laut gehalt.de bei 45.360 Euro im Jahr. In Hessen verdient man mit durchschnittlich 51.345 Euro am meisten, in Mecklenburg-Vorpommern mit 34.155 Euro am wenigsten.

Das Einstiegsgehalt für Uni-Absolventen liegt in NRW bei durchschnittlich 46.513 Euro. Auszubildende fangen nach der Lehre mit 31.020 Euro an.

Laut Stepstone-Gehaltsreport 2019 kommen Fach- und Führungskräfte in Nordrhein-Westfalen auf 58.846 Euro durchschnittlich pro Jahr.

Wichtige Arbeitgeber in Gelsenkirchen

Das sind die wichtigsten Arbeitgeber in Gelsenkirchen:

  • Roller GmbH (Möbel)
  • Aalberts Industries (Industrieprodukte)
  • St. Augustinus Gelsenkirchen (Erziehung, Gesundheit, Pflege)
  • Voigt und Schweitzer (Stahl)
  • Gelsenwasser AG (Wasserversorgung)
  • Landesbetrieb Straßenbau NRW
  • Amevida (Callcenter)
  • ZGB Bildungs-GmbH
  • Atos IT (IT-Dienstleister)
  • Emscher Lippe Energie GmbH
  • Tempora Personalservice
  • GHH Fahrzeuge (Fahrzeugbau)
  • Wessel Gruppe (Reha, Pflege)
  • Wowi Maschinen-, Vorrichtungsbau und Handhabungstechnik
  • Krankenhaus Bergmannsheil Gelsenkirchen-Buer
  • BP Gelsenkirchen (Erdölraffinerie)
  • Küppersbusch Hausgeräte GmbH
  • Loxx Holding (Logistik)
  • Masterflex (Kunststoff)
  • Müller’s Mühle (Nahrungsmittel)
  • Norres Schlauchtechnik
  • Radio Emscher Lippe
  • FC Schalke 04 (Sport)
  • Sozialwerk St. Georg (soziale Dienstleistungen)
  • Sparkasse Gelsenkirchen
  • Stölting Service Group (Personaldienstleistungen)
  • Verkehrsverbund Rhein-Ruhr
  • Volksbank Ruhr Mitte
  • Hegmanns AG (Ingenieurdienstleistungen)

Karriereaussichten und Wirtschaft in Gelsenkirchen

Gut geht es Gelsenkirchen wirtschaftlich nicht. Die Stadt ist ein Sorgenkind. Im Städteranking 2018 von IW Consult belegte Gelsenkirchen Rang 71 und damit den letzten Platz.

Vor allem der Arbeitsmarkt bereitet Kummer. Die Stadt hat viele Hartz IV-Empfänger, ältere Arbeitslose, jüngere Arbeitslose und Schulabgänger ohne Abschluss. Zu wenige Frauen arbeiten, zu wenige Jugendliche machen Abitur und zu wenige Arbeitsplätze geben Perspektive.

Doch das muss nicht so bleiben. Die Breitbandversorgung ist in Gelsenkirchen sehr gut, seit 2018 ist die Stadt eine „Digitale Modellkommune“. Die Nähe zu Forschungsinstituten und Hochschulen ist vorhanden, auch als Logistikstandort bietet sich Gelsenkirchen an. Es ist im Prinzip alles da, was man braucht, um wirtschaftlich auf die Beine zu kommen.

Diese Fokusbranchen hat Gelsenkirchen hauptsächlich im Blick:

  • Chemie
  • Gesundheit
  • Kreativwirtschaft
  • Metall
  • Einzelhandel
  • Innovative Dienstleistungen
  • Logistik
  • Zukunftsenergien

8.000 Beschäftige arbeiten in der Metallbranche. Das ist ein Drittel aller Beschäftigten im produzierenden Gewerbe. Besonders viele Jobs in Gelsenkirchen schafft das Gesundheitswesen. 22 Prozent aller Beschäftigten arbeiten in Krankenhäusern, Pflegeheimen, Praxen oder für Pflegedienste.

Überregional bekannt ist die Möbelkette Roller. Die Firmenzentrale steht direkt neben der Schalke-Arena. Roller beschäftigt unter anderem:

Kosten: Lebenshaltung, Mietpreise

Jobs in Gelsenkirchen gibt es nicht im Überfluss. Möglichkeiten zum Sparen aber gibt es reichlich. Das fängt bei der Miete an. Die Medianmiete liegt in Gelsenkirchen nach Immowelt-Angaben bei 5,50 Euro pro Quadratmeter.

Deutschlandweit gibt es nur sehr wenige Städte mit einem günstigeren Mietpreisniveau. Dazu zählen zum Beispiel Chemnitz im Osten (5,00 Euro) und Bremerhaven im Westen (5,20 Euro). Auf einen Wert von weniger als vier Euro pro Quadratmeter kommt aber keine einzige Großstadt in Deutschland.

Das war vor zehn Jahren anders. Im Jahr 2008 lag das Mietniveau in Gelsenkirchen tatsächlich noch bei 4,70 Euro. Der Anstieg auf 5,50 Euro bis 2018 bedeutet eine Preissteigerung von 17 Prozent über zehn Jahre. In Dortmund gingen die Mietpreise im gleichen Zeitraum um 35 Prozent nach oben – auf jetzt 7,00 Euro pro Quadratmeter.

Noch besser sind die Konditionen für Käufer. Der Kaufpreis liegt pro Quadratmeter in Gelsenkirchen laut Immowelt bei exakt 1.000 Euro. Von 80 untersuchten deutschen Großstädten ist Gelsenkirchen damit das Schnäppchenparadies Nummer eins. Nicht mal Chemnitz (1.060 Euro) und Bremerhaven (1.170 Euro) können diesen Preis brechen.

Andere Ruhrgebietsstädte wie Essen, Dortmund und Bochum liegen bei 1.600 bis 1.700 Euro. In Süddeutschland werden pro Quadratmeter gut und gerne 4.000 Euro fällig, in München sogar über 7.000 Euro.

Davon profitieren auch Studenten, die zur Miete wohnen. Eine 30 Quadratmeter große Wohnung kostet im Ruhrgebiet laut IW-Studentenwohnpreisindex 2018 nur 280 Euro. In Köln ist sie für 431 Euro zu haben, in Frankfurt für 499 Euro. Im Vergleich von 18 Städten liegt das Ruhrgebiet inklusive Gelsenkirchen damit auf Position 16 – nur in Leipzig und Magdeburg wohnen Studenten noch günstiger.

Kontaktdaten und Servicestellen

Sie wollen sich in Gelsenkirchen selbstständig machen, Ihre Steuererklärung abgeben oder Jobs in Gelsenkirchen suchen? Die wichtigsten Servicestellen hat Karrieresprung übersichtlich für Sie zusammengefasst:

  • Das Finanzamt Gelsenkirchen finden Sie hier.
  • Die Agentur für Arbeit Gelsenkirchen finden Sie hier.
  • Das Integrationscenter für Arbeit Gelsenkirchen finden Sie hier.
  • Die IHK Nord-Westfalen in Gelsenkirchen finden Sie hier.
  • Die Kreishandwerkerschaft Emscher-Lippe-West finden Sie hier.
  • Jobs in Gelsenkirchen finden Sie hier.
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Jobs in Magdeburg: Wie Sie an der Börde durchstarten

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Für Mieter ist Magdeburg ein Traum. Die Mietpreise sind im Vergleich zu anderen Großstädten sensationell niedrig. Speziell für Maschinenbauer und Logistiker gibt es ausreichend Jobs in Magdeburg. Auch die Gesundheitsbranche ist groß, die Universität bildet jedes Jahr Tausende Ärzte aus. Wenn nur die Gehälter in Magdeburg nicht so mau wären. Doch das sind sie womöglich nicht mehr lange…

Jobs Magdeburg: Wissenswertes zur Region und Stadtteilen

Magdeburg ist die „Ottostadt“. Hier hatte Kaiser Otto I. der Große im Mittelalter seine Lieblingspfalz. Mehrere Jahrhunderte später führte Physiker Otto von Guericke in Magdeburg seine Luftdruck-Experimente durch – mit großem Erfolg. Die Universität trägt heute seinen Namen.

Die Stadt prägte sogar ein eigenes Verb – wenn auch kein schönes. Unter magdeburgisieren versteht man die völlige Zerstörung und Auslöschung einer Stadt – so wie es Magdeburg im Dreißigjährigen Krieg widerfahren ist.

Trotzdem hat die Stadt heute Bauwerke erster Güte zu bieten. Der Magdeburger Dom ist die Hauptattraktion. Weniger bekannt ist, dass Künstler Friedensreich Hundertwasser hier sein letztes Projekt vollendete: die Grüne Zitadelle Magdeburg unweit der Elbe. Apropos grün: Magdeburg ist eine der grünsten Städte Deutschlands.

Zu den Toplagen zählt mittlerweile Werder, eine Insel zwischen zwei Elbarmen. Auch die Beliebtheit der Gartenstadt Reform im Süden steigt. Gute Wohngegenden sind zudem Stadtfeld-West, Neue Neustadt, Hopfengarten, Herrenkrug und Nordwest. Unten auf der Popularitätsskala rangieren Brückfeld und Fermersleben.

Arbeitsmarkt in Magdeburg

Noch vor einigen Jahren hätte man sich in Magdeburg über eine Arbeitslosenquote diesseits der 10-Prozent-Marke gefreut. Heute gehört die Landeshauptstadt Sachsen-Anhalts mit ihren 8,7 Prozent zu den Sorgenkindern.

Sogar der Gesamtschnitt von Sachsen-Anhalt ist mit 7,9 Prozent (Stand: Februar 2019) deutlich niedriger. Auch die anderen ostdeutschen Flächenländer stehen – mit Ausnahme Mecklenburg-Vorpommerns – besser da.

Jobs wurden ins Sachsen-Anhalt zuletzt vor allem in diesen Bereichen aufgebaut:

Einstiegsgehälter und Gehaltsniveaus

Das Duell mit Halle verliert Magdeburg. Während ein Arbeitnehmer mit Vollzeitjob in Magdeburg 2.760 Euro brutto im Monat verdient, kommt er in Halle (Saale) auf 2.806 Euro. Dabei handelt es sich jeweils um die Medianwerte. 50 Prozent der Vollzeitjobs bringen mehr und 50 Prozent weniger Geld.

Beide Städte liegen damit deutlich unter dem gesamtdeutschen Medianwert von 3.209 Euro.

Insgesamt liegt Sachsen-Anhalt in allen Gehaltsranglisten hinten. Es gibt nur ein Bundesland mit noch niedrigerem Gehaltsniveau: Mecklenburg-Vorpommern.

Das Durchschnittsgehalt liegt in Sachsen-Anhalt nach Angaben des Portals gehalt.de bei 35.474 Euro jährlich. Das ist Platz 15 von 16 Bundesländern. In Mecklenburg-Vorpommern sind es 34.155 Euro. Ganz vorne im Ranking liegt Hessen mit 51.345 Euro.

Aber: Im Jahr 2018 stiegen die Gehälter nirgendwo so stark wie in Sachsen-Anhalt. Während es laut gehalt.de in Sachsen-Anhalt um 3,5 Prozent nach oben ging, sank das Durchschnittsgehalt in fünf (westlichen) Bundesländern – in Baden-Württemberg sogar um 1,4 Prozent.

In Magdeburg stieg das Durchschnittsgehalt demnach sogar um 4,1 Prozent auf 38.160 Euro im Jahr. Keine andere Landeshauptstadt in Deutschland wies eine so hohe Steigerungsquote auf. In Stuttgart sank das durchschnittliche Gehalt sogar um 2,8 Prozent – liegt mit 56.160 Euro aber auch auf einem wesentlich höheren Niveau.

Wichtige Arbeitgeber in Magdeburg

Das sind die wichtigsten Arbeitgeber in Magdeburg:

  • Deutsche Bahn AG
  • Universitätsklinikum Magdeburg
  • Edeka (Logistikzentrum)
  • Salus (Gesundheitswesen)
  • FAM Magdeburger Förderanlagen und Baumaschinen
  • Klinikum Magdeburg
  • Bosch Service Solutions
  • Städtische Werke Magdeburg
  • Diepa GmbH (Personaldienstleister)
  • Weidemann-Gruppe (Facility Management)
  • Strabag AG (Baugewerbe)
  • Regiocom (IT-Dienstleister)
  • Rothenseer Rotorblattfertigung
  • Nord/LB Landesbank für Sachsen-Anhalt
  • reinEX Dienstleistungen (Gebäudedienste)
  • MDR (Medien)
  • Schuberth GmbH (Körperschutzprodukte)
  • Stadtsparkasse Magdeburg
  • Sket GmbH (Maschinenbau)
  • ÖSA Öffentliche Versicherungen Sachsen-Anhalt
  • Scherm-Gruppe (Logistik)
  • Mediengruppe Magdeburg
  • Getec-Gruppe (Energiedienstleistungen)
  • Leibniz-Institut für Neurobiologie
  • Select-Line Software
  • Otto-von-Guericke-Universität

Karriereaussichten und Wirtschaft in Magdeburg

Die Gesundheitsbranche ist angesichts der alternden Bevölkerung eine Boom-Branche – auch in Magdeburg. Das liegt unter anderem an der Otto-von-Guericke-Universität. Hier werden Jahr für Jahr 1.400 Ärzte ausgebildet. An der Hochschule Magdeburg-Stendal wiederum kann man Gesundheitsförderung- und Management studieren. Im Ausbildungszentrum für Gesundheitsberufe beginnen jedes Jahr 245 junge Menschen ihre Lehre.

Große Tradition hat in Magdeburg der Maschinenbau. Rund 60 Maschinenbau-Unternehmen beschäftigen in der Stadt rund 11.000 Menschen. Und auch Kreative fühlen sich in Magdeburg wohl. 5.000 Erwerbstätige – das sind immerhin rund sechs Prozent aller Beschäftigten in Magdeburg – erwirtschaften in diesem Bereich 300 Millionen Euro Umsatz im Jahr.

Die Schwerpunktbranchen in Magdeburg sind:

  • Maschinen- und Anlagenbau
  • Logistik
  • Kultur- und Kreativwirtschaft
  • Informations- und Kommunikationstechnologie
  • Gesundheitswirtschaft
  • Kreislaufwirtschaft und Umwelttechnologie

Kosten: Lebenshaltung, Mietpreise

Magdeburg gehört zu den günstigsten Großstädten Deutschlands. Wer eine Immobilie kaufen will, muss hier nicht mehr als 1.460 Euro pro Quadratmeter auf den Tisch legen. Das zeigt eine Auswertung der Plattform Immowelt.

Zum Vergleich: In Süddeutschland werden mitunter über 4.000 Euro aufgerufen, in München sogar über 7.000 Euro. Und auch in ostdeutschen Städten wie Erfurt, Dresden oder Rostock sind Immobilien meist nicht für weniger als 2.000 Euro pro Quadratmeter zu haben.

Die Medianmiete lag in Magdeburg 2018 laut Immowelt bei 6,00 Euro pro Quadratmeter. Im Vergleich zu 2017 (5,80 Euro) bedeute das einen Anstieg um moderate drei Prozent. Median bedeutet, dass 50 Prozent der Wohnungen teurer und 50 Prozent billiger sind. Das heißt im Klartext: Wer ein schmales Budget hat, findet in Magdeburg auch Wohnungen für fünf bis sechs Euro pro Quadratmeter.

Ein Geheimtipp ist Magdeburg speziell für Studierende: Hier studieren heute weniger Menschen als vor sieben Jahren. Das wirkt sich positiv auf den Wohnungsmarkt aus. Von 18 Studentenstädten, die das Institut für Wirtschaft Köln (IW) für seinen Studentenwohnpreisindex untersucht hat, ist Magdeburg die billigste.

Eine 30-Quadratmeter-Musterwohnung mietet man in Magdeburg für 247 Euro. Das ist weniger als in Leipzig, Greifswald, Jena und im Ruhrgebiet. In Berlin kostet eine vergleichbare Bude 385 Euro, in Hamburg 427 Euro und in München gar 634 Euro.

Kontaktdaten und Servicestellen

Sie wollen sich in Magdeburg selbstständig machen, Ihre Steuererklärung abgeben oder Jobs in Magdeburg suchen? Die wichtigsten Servicestellen hat Karrieresprung übersichtlich für Sie zusammengefasst:

  • Das Finanzamt Magdeburg finden Sie hier.
  • Die Agentur für Arbeit Magdeburg finden Sie hier.
  • Das Jobcenter Magdeburg finden Sie hier.
  • Die IHK Magdeburg finden Sie hier.
  • Die Handwerkskammer Magdeburg finden Sie hier.
  • Jobs in Magdeburg finden Sie hier.
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