Jobs in Mönchengladbach: Schöne Aussichten am Niederrhein

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Für flotten Fußball ist Mönchengladbach weit und breit bekannt. Für erfolgreiche Unternehmen nicht. Dabei haben sich zuletzt Namen wie Amazon, Coca-Cola, Zalando und Esprit in Gladbach niedergelassen. Sie alle schätzen den Standort, die Drehscheibe am Niederrhein. Neue Jobs in Mönchengladbach gehen vor allem auf das Konto der Logistik. Aber auch ein großes Finanzinstitut sitzt hier…

Jobs Mönchengladbach: Wissenswertes zur Region und Stadtteilen

Mönchengladbach ist wahrlich etwas ganz Besonderes. Die Stadt hat in den 70er Jahren nicht nur die legendäre Fohlen-Elf und Günter Netzers Disko „Lovers Lane“ hervorgebracht. Sie hat sogar etwas, das weder Berlin noch Hamburg oder München kennen: ZWEI Hauptbahnhöfe.

Es gibt den Hauptbahnhof Mönchengladbach und den Hauptbahnhof Rheydt. In drei Minuten kann man vom einen zum anderen fahren.

Das Kuriosum verdankt Gladbach seiner Geschichte. Die Stadt, die heute 170.000 Einwohner zählt, setzt sich aus den Städten Mönchengladbach, Rheydt und Wickrath zusammen. Erst Mitte der 70er Jahre nahm Mönchengladbach seine heutige Statur an. In Rheydt steht auch das prachtvolle Schloss Rheydt, ein Wasserschloss aus der Renaissance.

Zu den erlesenen Wohngebieten zählen Bunter Garten, Großheide und Windberg. Weniger beschaulich ist es in Teilen von Mönchengladbach-Eicken.

Arbeitsmarkt in Mönchengladbach

In Nordrhein-Westfalen lag die Arbeitslosenquote im März 2019 bei 6,6 Prozent. In Mönchengladbach betrug sie 9,1 Prozent.

Mehr als 12.500 Gladbacher sind ohne Job. Allerdings näherte sich diese Zahl 2018 zeitweise gar der 15.000-Marke. Noch im März 2018 waren es in der Stadt 10,5 Prozent Arbeitslose.

Weiter westlich ist die Lage aber noch brisanter. So weist Krefeld eine Quote von runden 10 Prozent auf, Duisburg sogar 11,1 Prozent. In Neuss dagegen werden nur 5,1 Prozent Arbeitslose gezählt, in Düsseldorf 6,5 Prozent.

Darüber hinaus gibt es im gesamten Bezirk Mönchengladbach der Agentur für Arbeit fast 35.000 Menschen in Unterbeschäftigung. Sie werden nur deshalb nicht zu den Arbeitslosen gezählt, weil sie eine Weiterbildung oder sonstige Beschäftigungsmaßnahme absolvieren.

Gute Perspektiven gibt es aber für alle, die eine Ausbildung in Mönchengladbach anstreben. So stieg der Zahl der gemeldeten Ausbildungsstellen nach BA-Angaben zuletzt um 39 auf 1.269. Die Zahl der Bewerber sank parallel von 1.806 auf 1.637. Die Konkurrenz um die begehrten Plätze wird also kleiner – und die Chancen auf die Wunsch-Lehrstelle größer.

Einstiegsgehälter und Gehaltsniveaus

Reichtümer sind in Mönchengladbach nicht zu vergeben. Das monatliche Medianeinkommen liegt nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit bei 3.047 Euro. Median heißt: Eine Hälfte der Gehälter liegt darüber, die andere darunter. Der Wert für ganz Deutschland beträgt 3.209 Euro.

Weiter östlich in Duisburg liegt das Mediangehalt bei 3.467 Euro, in Krefeld bei 3.423 Euro, in Düsseldorf bei 3.882 Euro und in Köln bei 3.696 Euro. Die Schlussfolgerung lautet: Die Gehälter in Mönchengladbach sind nicht wirklich konkurrenzfähig.

Gute Jobs gibt es aber auch hier. Fach- und Führungskräfte kommen in Nordrhein-Westfalen laut Stepstone-Gehaltsreport 2019 auf 58.846 Euro jährlich. Die Xing-Gehaltsstudie 2019 geht sogar von 71.913 Euro aus.

Das Durchschnittsgehalt aller Arbeitnehmer liegt in Nordrhein-Westfalen bei 45.360 Euro. Das ist guter Durchschnitt. In Hessen sind es über 51.000 Euro, in Mecklenburg-Vorpommern rund 34.000 Euro.

Wichtige Arbeitgeber in Mönchengladbach

Das sind die wichtigsten Arbeitgeber, die Jobs in Mönchengladbach schaffen:

  • Santander Consumer Bank AG
  • Scheidt und Bachmann (IT-Technik)
  • Kliniken Maria Hilf
  • Zalando Logistics
  • Städtische Kliniken Mönchengladbach
  • Oqema (Chemikalienhandel)
  • Trützschler (Textilmaschinen)
  • New AG (Versorgung)
  • Refresco (Getränke)
  • Van Laack (Textil)
  • Vanderlande (Logistik- und Automation)
  • Gladbacher Bank AG
  • Elektro Löb (Elektronik)
  • Paul Wolff GmbH (Systemtechnik)
  • Imat-uve (Entwicklungsdienstleister)
  • Effertz Tore (Metallbau)
  • Raeder Straßen- und Tiefbau
  • Neue Arbeit Service (Textilmanagement)
  • Glatz Group (Marketing, Werbung)
  • Schaffrath (Möbel)
  • Oettinger Brauerei
  • Valensina Gruppe (Nahrungsmittel)
  • Coca-Cola European Partners
  • Eizo (Computermonitore)
  • Esprit (Logistikzentrum)
  • Amazon (Logistikzentrum)
  • Starrag Technology (Werkzeugmaschinen)
  • Schlafhorst (Textil)
  • Konditorei Heinemann
  • SMS Group (Maschinen- und Anlagenbau)

Karriereaussichten und Wirtschaft in Mönchengladbach

Der Niederrhein ist Mittelstandsland. Die ganz großen Konzerne findet man zwischen Krefeld und Mönchengladbach nicht. Hier dominieren kleine und mittlere Betriebe.

Gemeinsam mit Düsseldorf hat der Niederrhein zahlreiche japanische Firmen angelockt. Die Region exportiert viel und sie ist ein bedeutender Logistikstandort. Mönchengladbach selbst ist die Drehscheibe der Region. Die Waren fließen zwischen den Benelux-Ländern und dem Rheinland hin und her.

Namhafte Firmen haben daher Logistikzentren in Mönchengladbach eröffnet: Amazon, Zalando, Adidas, DHL, Esprit, Primark, L’Oréal und Vanderlande. Allein im Gewerbegebiet Regiopark im Süden der Stadt haben 5.000 Menschen Arbeit gefunden. Auch im Nordpark arbeiten 5.000 Gladbacher – in der Gastronomie, in Werbeagenturen, bei Rechtsanwälten und in Reha-Einrichtungen.

Fast 15.000 Mönchengladbacher sind im Handel beschäftigt. Größter Arbeitgeber ist aber ein Finanzunternehmen, das man eher in Frankfurt oder Hamburg vermuten würde. Die Unternehmenszentrale der Santander Consumer Bank sitzt westlich der Innenstadt an ihrem eigenen Santander-Platz.

Die wichtigsten Branchen für Mönchengladbach sind:

  • Textil- und Bekleidungswirtschaft
  • Logistik
  • Maschinen- und Anlagenbau
  • Handwerk
  • Kreativwirtschaft
  • Digitalwirtschaft
  • Gesundheitswesen und Pflege
  • Handel

Mönchengladbach ist eine Stadt im Strukturwandel. Das ist in der Regel ein Euphemismus und bedeutet so viel wie „Der Stadt geht es wirtschaftlich nicht gut“. In diesem Fall trifft das leider zu. Im Städteranking 2018 von IW Consult belegte Mönchengladbach nur Platz 61 von 71 deutschen Großstädten.

Vor allem der Arbeitsmarkt macht Sorgen. In der Stadt gibt es zu wenige Hochqualifizierte, zu viele Hartz IV-Empfänger, zu wenige Abiturienten und zu viele arbeitslose Jugendliche.

Kosten: Lebenshaltung, Mietpreise

Der mittlere Mietpreis ist von 2017 auf 2018 in Mönchengladbach laut Immowelt um fünf Prozent gestiegen. Das ist die schlechte Nachricht. Die gute: Mit 6,50 Euro pro Quadratmeter zählt Mönchengladbach weiterhin zu den günstigsten Großstädten Westdeutschlands.

In den Metropolen des Landes muss man durch die Bank zehn Euro und mehr für den Quadratmeter einplanen. Auf der anderen Seite gibt es nur wenige Städte im Westen, die das Gladbacher Niveau unterbieten. Dazu zählen wirtschaftsschwache Standorte wie Salzgitter (5,30 Euro), Bremerhaven (5,20 Euro), Duisburg (6,00 Euro), Gelsenkirchen (5,50 Euro), Hagen (5,30 Euro) und Wuppertal (6,20 Euro).

Nebenan in Krefeld zahlen Mieter 6,80 Euro, in Moers 6,60 Euro. In Neuss sind es schon 8,10 Euro und in Düsseldorf sogar 10,40 Euro.

Auch für Käufer ist Mönchengladbach günstig. Eine Immobilie kostete hier 2018 pro Quadratmeter 1.370 Euro. Damit war Gladbach laut einer Immowelt-Analyse von 80 deutschen Großstädten eine von nur vieren, in denen die Kaufpreise von 2017 auf 2018 gefallen sind. Die anderen waren Hagen, Leverkusen und Mönchengladbach.

Sogar in der Nachbarschaft sind Wohnungen deutlich teurer. Käufer müssen für einen Quadratmeter in Krefeld 1.660 Euro hinblättern, in Neuss 2.520 Euro und in Düsseldorf sogar 3.320 Euro. Nur im Ruhrgebiet kann man man noch günstiger shoppen. Immobilien sind in Duisburg für 1.290 Euro pro Quadratmeter zu haben, in Gelsenkirchen sogar für 1.000 Euro.

Kontaktdaten und Servicestellen

Sie wollen sich in Mönchengladbach selbstständig machen, Ihre Steuererklärung abgeben oder Jobs in Mönchengladbach suchen? Die wichtigsten Servicestellen hat Karrieresprung übersichtlich für Sie zusammengefasst:

  • Das Finanzamt Mönchengladbach finden Sie hier.
  • Die Agentur für Arbeit Mönchengladbach finden Sie hier.
  • Das Jobcenter Mönchengladbach finden Sie hier.
  • Die IHK Mittlerer Niederrhein finden Sie hier.
  • Die Kreishandwerkerschaft Mönchengladbach finden Sie hier.
  • Jobs in Mönchengladbach finden Sie hier.
[Bildnachweis: Axel Fischer by Shutterstock.com]

Jobs in Potsdam: Ihre große Bühne in der Filmstadt

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Potsdam kennen die einen als Residenzstadt mit wunderbaren Schlössern und Gärten. Die anderen kennen Potsdam als Filmkulisse, vor der unzählige Soaps und Krimis entstehen. Als Wirtschaftshochburg ist Potsdam weniger berühmt. Ein Fehler! Jobs in Potsdam gibt es nicht nur in Tourismusbranche und Filmwirtschaft, sondern zunehmend auch für Autobauer und IT-Spezialisten, Bio- und Medizintechniker…

Jobs Potsdam: Wissenswertes zur Region und Stadtteilen

Früher haben die preußischen Könige Potsdam geliebt, heute lieben die Touristen Potsdam – und all diejenigen, die Abstand zur Hipster-Metropole Berlin brauchen. Als ehemalige Residenzstadt punktet Potsdam mit seinen Schloss- und Parkanlagen, mit Sanssouci, Neuem Palais und Orangerieschloss.

Regiert wird auch heute noch in Potsdam. Der brandenburgische Landtag sitzt am Alten Markt unweit der Havel. Von dort kann man zu Fuß ins Holländische Viertel spazieren. Die Ziegelsteinhäuser wurden im 18. Jahrhundert im niederländischen Stil erbaut. Auf der anderen Havelseite liegt der Stadtteil Babelsberg, der vor allem als Filmkulisse bekannt ist.

Auch haben sich in Potsdam zahlreiche Hochschulen und Institute angesiedelt. Kunst und Kultur, Forschung und Berliner Luft – die Melange macht Potsdam zu einer attraktiven Adresse.

Die 175.000-Einwohner-Stadt wächst. Zu den beliebtesten Stadtteilen zählen die Jägervorstadt, Nauener Vorstadt und Templiner Vorstadt. Auch in der Innenstadt und in Babelsberg-Süd lässt es sich aushalten. Familien mögen überdies Bornstedt im Nordwesten.

Arbeitsmarkt in Potsdam

Das Duell mit dem großen Nachbarn gewinnt Potsdam. Die Arbeitslosenquote lag in der Residenzstadt im März 2019 bei 5,6 Prozent, in Berlin bei 7,8 Prozent.

In Potsdam leben damit rund 5.500 Arbeitslose. Im Juni 2018 war die Zahl kurzzeitig sogar unter die magische Grenze von 5.000 gefallen. Noch besser sieht es im Umland aus. Im gesamten Bezirk Potsdam-Mittelmark der Bundesagentur für Arbeit beträgt die Arbeitslosenquote nur 4,3 Prozent.

Von allen größeren Städten in Brandenburg floriert der Arbeitsmarkt in Potsdam am besten. In Cottbus liegt die Arbeitslosenquote bei 8,0 Prozent, in Frankfurt/Oder bei 8,2 Prozent und in Brandenburg an der Havel bei 8,3 Prozent. Für das Bundesland Brandenburg stehen 6,1 Prozent zu Buche.

Probleme gibt es in Potsdam im Pflegebereich. Hier können immer mehr Stellen nicht besetzt werden. Auch die Potsdamer Stadtverwaltung sucht neue Mitarbeiter. Bis Mitte 2019 sollen 120 neue Stellen geschaffen werden.

Jobs in Potsdam sind insbesondere verfügbar für:

Einstiegsgehälter und Gehaltsniveaus

Brandenburg steht gut da – wenn man es mit den anderen ostdeutschen Bundesländern vergleicht. Fach- und Führungskräfte verdienen hier laut Stepstone-Gehaltsreport 2019 rund 45.000 Euro jährlich im Schnitt.

Damit sind die Brandenburger Gehälter jenen in Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern voraus. Berlin aber entlohnt Fach- und Führungskräfte mit über 54.000 Euro im Jahr. In Hessen zahlen die Arbeitgeber sogar über 65.000 Euro.

Die Xing-Gehaltsstudie 2019 sieht Brandenburg sogar noch weiter vorne. Demnach verdienen Fach- und Führungskräfte rund 60.000 Euro im Jahr, in Berlin nur ca. 5.000 Euro mehr.

Das Durchschnittsgehalt aller Arbeitnehmer hinkt in Brandenburg dagegen weit zurück. Die Gehaltsplattform gehalt.de hat einen Wert von 35.519 Euro jährlich ermittelt.

Das sind nur knapp 80 Prozent des gesamtdeutschen Gehaltsniveaus. Damit fällt Brandenburg sogar hinter Sachsen und Thüringen zurück. In Potsdam liegt das Durchschnittsgehalt bei 37.890 Euro jährlich. Zum Vergleich: Die Arbeitgeber in Stuttgart zahlen im Schnitt über 56.000 Euro.

Wichtige Arbeitgeber in Potsdam

Das sind die wichtigsten Arbeitgeber in Potsdam:

  • Oracle Deutschland (IT)
  • Volkswagen AG (Entwicklungszentrum)
  • Katjes (Süßwarenwerk)
  • Deutsche Bahn AG
  • Hasso-Plattner-Institut
  • UFA (Filmunternehmen)
  • Universität Potsdam
  • Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf
  • Fachhochschule Potsdam
  • Lafim-Gruppe (Pflege, Behindertenhilfe)
  • Ernst von Bergmann Klinikum
  • Oberlinhaus (Gesundheit, Soziales)
  • AOK Nordost (Krankenkasse)
  • Mittelbrandenburgische Sparkasse
  • Stadtwerke Potsdam
  • Alexianer (Gesundheit, Soziales)
  • Rundfunk Berlin-Brandenburg (Potsdam)
  • Investitionsbank des Landes Brandenburg
  • LBS Ostdeutsche Landesbausparkasse
  • Innungskrankenkasse Berlin-Brandenburg
  • Fridericus Servicegesellschaft der Preußischen Schlösser und Gärten
  • MEAB Märkische Entsorgungsanlagen- Betriebsgesellschaft
  • Isansys (Health, IT)

Karriereaussichten und Wirtschaft in Potsdam

Potsdam bietet eine prachtvolle Kulisse. Das bezieht sich nicht nur auf die königlichen Residenzen der Stadt, auch die deutsche Filmbranche fährt schweres Geschütz auf. Die Filmuniversität Babelsberg ist deutschlandweit ein Begriff, hier können Talente die Fächer Regie, Schauspiel, Animation oder Drehbuch studieren.

Auch die UFA, eines der größten und ältesten Produktionsunternehmen Europas, sitzt in Potsdam. Hier werden die SOKO-Krimis gedreht, die GZSZ-Soap oder die Krankenhaus-Serie Charité. Dafür braucht es Personal – nicht nur vor, sondern auch hinter der Kamera.

Die UFA beschäftigt zum Beispiel:

Groß ist in Potsdam die Biotech-Branche. In der Stadt haben sich rund 50 Unternehmen angesiedelt, die sich auf Bioanalytik oder regenerative Medizin spezialisiert haben und neue Arzneien entwickeln. Sie sind vor allem im Wissenschaftspark in Potsdam-Golm und auf dem Biotech-Campus auf der Halbinsel Hermannswerder anzutreffen.

Schon 2005 eröffnete Volkswagen in Potsdam sein Design Center. Heute ist es eines von weltweit nur drei Zukunftszentren des Konzerns. Die anderen beiden befinden sich in Peking und San Francisco. Der Potsdamer Standort aber ist mit über 100 Mitarbeitern aus 30 Ländern der größte. Hier werden selbstfahrende Autos entwickelt, mit 3-D-Druckern und virtueller Realität experimentiert.

Süßwarenhersteller Katjes hat in Potsdam seine gläserne Bonbonfabrik hochgezogen. Naschkatzen können die Produktion live miterleben. Auch eine Vielzahl an Forschungsinstituten gibt es hier, darunter das Hasso-Plattner-Institut und mehrere Max-Planck- und Fraunhofer-Institute.

Die Zukunftsaussichten Potsdams sind glänzend. Das Beratungsunternehmen IW Consult setzte Potsdam in seinem Städteranking 2018 in der Unterkategorie Forschungsinstitute auf Platz 2 von 71 untersuchten Großstädten in Deutschland. Im Gesamtranking belegt Potsdam Rang 19.

Diese Branchen sind in Potsdam besonders stark:

  • Biotech, Pharma, Medizintechnik
  • Medien
  • Tourismus und Kultur
  • Software und IT

Kosten: Lebenshaltung, Mietpreise

Die Nähe zu Berlin macht Potsdam beliebt. Viel günstiger als in der Hauptstadt aber wohnt man hier nicht.

Laut Immowelt stiegen die Mieten in Potsdam von 2017 auf 2018 um fünf Prozent. Für den Quadratmeter zahlen Mieter nun 10,00 Euro. Für eine ostdeutsche Stadt ist das ein exorbitantes Mietniveau. Keine andere Großstadt in Ostdeutschland kommt auch nur annähernd in den Dunstkreis der 10-Euro-Marke. Mit Ausnahme von Berlin.

In Berlin gingen die Mietpreise im gleichen Zeitraum um 13 Prozent nach oben. Jetzt kostet der Quadratmeter im dicken B schon 11,70 Euro. Zehn Jahre vorher lag er noch bei unter sechs Euro.

Laut Financescout24 sind die Lebenshaltungskosten in Berlin und Potsdam in etwa gleich. Während die Potsdamer weniger für Miete und Transport zahlen müssen, sind die Lebensmittel um sieben Prozent teurer.

Noch stärker bekommen Käufer den Preisanstieg zu spüren. Von 2017 auf 2018 schossen die Kaufpreise für Immobilien in Potsdam um 12 Prozent in die Höhe. Ein Quadratmeter ist jetzt für 3.370 Euro käuflich zu erwerben. Damit ist Potsdam teurer als beispielsweise Nürnberg, Bonn, Düsseldorf, Heidelberg, Karlsruhe, Köln oder Mainz.

Potsdam zählt damit sogar zu den teuersten Städten überhaupt in Deutschland. In Berlin müssen Käufer aber sogar 3.790 Euro für den Quadratmeter zahlen.

Kontaktdaten und Servicestellen

Sie wollen sich in Potsdam selbstständig machen, Ihre Steuererklärung abgeben oder Jobs in Potsdam suchen? Die wichtigsten Servicestellen hat Karrieresprung übersichtlich für Sie zusammengefasst:

  • Das Finanzamt Potsdam finden Sie hier.
  • Die Agentur für Arbeit Potsdam finden Sie hier.
  • Das Jobcenter Landeshauptstadt Potsdam finden Sie hier.
  • Die IHK Potsdam finden Sie hier.
  • Die Handwerkskammer Potsdam finden Sie hier.
  • Jobs in Potsdam finden Sie hier.
[Bildnachweis: Roman Babakin by Shutterstock.com]

Jobs in Flensburg: Die besten an der Förde

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In Flensburg Punkte sammeln will keiner. Hier hat das gefürchtete Kraftfahrtbundesamt seinen Hauptsitz. Auf dem Flensburger Arbeitsmarkt punktet man vermehrt mit IT-Kenntnissen. Die nördlichste Stadt Deutschlands entwickelt sich zu einem kleinen, aber feinen Startup-Standort. Viele Jobs in Flensburg gibt es weiterhin im Schiffbau und im halbseidenen Gewerbe…

Jobs Flensburg: Wissenswertes zur Region und Stadtteilen

Flensburg liegt so weit nördlich, dass Hamburger hier schon fast als Südländer gelten. Mit dem Auto sind es über die A8 zwei Stunden südwärts bis in die Hansestadt. Nach Dänemark ist es da schon deutlich kürzer. Bis zur Grenze sind es nur sieben Kilometer.

Die deutsch-dänische Staatsgrenze verläuft mitten durch die Flensburger Förde, einem herrlichen Revier für Segler. Hier am Westende der Förde befindet sich zugleich der westlichste Punkt der Ostsee. Für die Dänen ist Flensburg äußerst attraktiv. Sie kommen regelmäßig zum Shoppen und Flanieren. Oder sie legen sich an den Strand: Davon gibt es in Flensburg insgesamt drei.

Harmonisch war es zwischen Deutschen und Dänen aber nicht immer. Daran erinnert der Idstedt-Löwe, eines der Wahrzeichen Flensburgs. Das Monument steht auf dem Alten Friedhof unweit des Flensburger Hafens.

Bei Autofahrern ist Flensburg berüchtigt. Sie fürchten sich vor einer allzu großzügigen Punktvergabe durch das Kraftfahrt-Bundesamt, das seinen Sitz in der Fördestraße hat. Zu viele Punkte kann es für die SG Flensburg-Handewitt gar nicht geben. Der Handball-Verein ist das sportliche Aushängeschild der Stadt. Die Handballer sind zweimaliger Deutscher Meister, gewannen 2014 sogar die Champions League.

Zu den besten Wohnlagen Flensburgs zählen Mürwik, Solitüde, Westliche Höhe und Sonwik. Das grüne Tarup ist bei Familien beliebt, in Jürgensby östlich der Altstadt hat man mitunter einen herrlichen Hafenblick.

Arbeitsmarkt in Flensburg

In Schleswig-Holstein lag die Arbeitslosenquote im März 2019 bei 5,3 Prozent. In Flensburg war sie deutlich höher – bei 7,8 Prozent. Auch die Unterbeschäftigungsquote liegt in Flensburg auf hohem Niveau bei 11,2 Prozent. Darin sind Personen erfasst, die zum Beispiel in eine Weiterbildungsmaßnahme vermittelt wurden.

Damit ist Flensburg aber keineswegs ein Außenseiter. Auch die anderen Städte des nördlichsten Bundeslandes konnten die Arbeitslosigkeit nicht so stark abbauen wie ihre Pendants im Süden Deutschlands. So beträgt die Arbeitslosenquote in der Landeshauptstadt Kiel ebenfalls 7,8 Prozent, in Lübeck 7,5 Prozent und in Neumünster sogar 8,0 Prozent.

Neue Jobs in Flensburg werden vor allem geschaffen in:

  • Handel
  • Gesundheits- und Sozialwesen
  • Gastgewerbe
  • Sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen (z.B. Sicherheit, Gebäudereinigung, Gartenbau)

Einstiegsgehälter und Gehaltsniveaus

Schleswig-Holstein ist das Schlusslicht in Westdeutschland. In keinem anderen Bundesland im Westen sind die Gehälter niedriger. Das Durchschnittsgehalt beträgt laut Gehaltsplattform gehalt.de 39.735 Euro im Jahr. Alle anderen West-Länder kommen auf über 40.000 Euro jährlich. Niedriger ist das Gehaltsniveau nur in Thüringen, Sachsen, Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern.

Fach- und Führungskräfte verdienen im nördlichsten Bundesland laut Stepstone-Gehaltsreport 2019 zwar 52.105 Euro jährlich im Schnitt. Aber auch hier hinkt Schleswig-Holstein im Ranking hinter allen anderen West-Ländern zurück.

Völlig anders sieht es in der Xing-Gehaltsstudie 2019 aus. Demnach bringen Fach- und Führungskräfte in Schleswig-Holstein erstaunliche 69.229 Euro im Schnitt mit nach Hause. Das ergibt in der Rangliste einen verblüffenden fünften Platz.

Speziell in Flensburg ist das Gehaltsniveau so platt wie das Land. Das Medianeinkommen liegt laut Bundesagentur für Arbeit bei 2.986 Euro monatlich. Median bedeutet, dass eine Hälfte darüber und eine Hälfte darunter liegt.

In Kiel beträgt der Vergleichswert 3.304 Euro, in Lübeck 3.036 Euro, in Hamburg 3.619 Euro. Für ganz Deutschland hat die BA ein Medianeinkommen von 3.209 Euro ermittelt.

Wichtige Arbeitgeber in Flensburg

Das sind die wichtigsten Arbeitgeber in Flensburg:

  • Malteser Krankenhaus St. Franziskus
  • Schleswig-Holsteinischer Zeitungsverlag
  • Nord-Ostsee Sparkasse
  • Stadtwerke Flensburg
  • Bilfinger Greylogix (Industriedienstleistungen)
  • Europa-Universität Flensburg
  • FFG Flensburger Fahrzeugbau
  • Anthon GmbH (Maschinenbau)
  • Mac IT-Solutions
  • KGU Consulting
  • Meesenburg Großhandel
  • Beyersdorf Dienstleistungen (Gebäudereinigung)
  • Clipper Aviation (Fluggesellschaft)
  • Flensburger Schiffbaugesellschaft FSG
  • Krones AG (Anlagenbau, Maschinenbau)
  • Holländerhof Werk- und Wohnstätten für behinderte Menschen
  • Nidec (Kältetechnik)
  • Die Mürwiker (Werkstätten und Heime)
  • Orion (Versandhandel)
  • Queisser Pharma
  • 1 und 1 Versatel (Telekommunikation)
  • Mitsubishi HiTec Paper (Spezialpapiere)
  • Nord-Schrott International (Recycling)
  • Flensburger Brauerei
  • Kraftfahrtbundesamt

Karriereaussichten und Wirtschaft in Flensburg

Flensburg flenst. Die Stadt im äußersten Norden hat schon kräftig-herbe Namen hervorgebracht. Das Flensburger Pilsener ist nur einer davon. Norddeutsch direkt ist das Kraftfahrtbundesamt (KBU), das die sprichwörtlichen „Punkte in Flensburg“ verwaltet.

Im erotischen Gewerbe war Beate Uhse erfolgreich. Anfang der 60er Jahre eröffnete sie in Flensburg den ersten Sexshop der Welt. Von Flensburg aus baute die Selfmade-Unternehmerin ein internationales Erotikunternehmen auf. 2017 war Feierabend, die Beate Uhse AG musste Insolvenz beantragen. Mit der Orion Versand GmbH ist Flensburg aber weiterhin im Erotikgeschäft vertreten.

Die Flensburger Schiffbaugesellschaft (FSG) ist eine von wenigen Werften in Deutschland, die überlebt haben. Sogar dieser krisengebeutelten Branche macht der Fachkräftemangel zu schaffen. In einer Umfrage der IHK Nord von 2018 beklagten ALLE befragten Schiffbauunternehmen, dass ihnen das spärliche Fachkräfteangebot Probleme bereite. Der Fachkräftemangel ist demnach ein größeres Problem für die Branche als Nachfrage, Finanzierung, Arbeitskosten und Energie- und Rohstoffpreise.

Die Flensburger Schiffbaugesellschaft suchte im April 2019 unter anderem diese Fachkräfte:

In fast allen Städterankings belegt Flensburg einen der hinteren Plätze. Im wirtschaftlichen Vergleich mit den Kommunen im Süden ist sie ein Zwerg. Aber das muss nicht so bleiben. Im Prognos-Zukunftsatlas 2016 etwa war Flensburg einer der großen Aufsteiger. Vor allem im Bereich Startups und IT tut sich an der Förde einiges.

Die meisten neuen Jobs in Flensburg gehen auf das Konto von:

  • Gesundheit und Dienstleistungen
  • Maschinen- und Schiffbau
  • Mobile Kommunikation

Kosten: Lebenshaltung, Mietpreise

Die Dänen wissen Flensburg zu schätzen. Immerhin wohnen sie in einem der teuersten Länder Europas. Da fühlen sich Flensburger Preise flauschig-weich an. Bis nach Flensburg sind es für sie nur wenige Kilometer.

Aber wie steht die Stadt im innerdeutschen Vergleich da? Ein Wirtschaftshub ist Flensburg nicht. Die Preise darf man als sehr gemäßigt bezeichnen. So kosten die Mieten laut Immowelt 7,00 Euro pro Quadratmeter.

Im Vergleich mit anderen deutschen Mittelstädten ist das gutes Mittelfeld. Wenn man Flensburg den großen Städten gegenüberstellt, ist das Preisniveau sogar unschlagbar niedrig. Von Köln bis Stuttgart, von Berlin bis Hamburg – kaum eine Stadt, in der Mieter weniger als zehn Euro pro Quadratmeter im Mittel zahlen müssen. Frankfurt mit knapp 14 Euro und München mit rund 18 Euro ragen aus dieser Gruppe noch einmal heraus.

Auf der anderen Seite gibt es Städte in Ostdeutschland und im Ruhrgebiet, in denen Mieter nur sechs Euro oder noch weniger zahlen. Chemnitz ist mit 5,00 Euro pro Quadratmeter Spitzenreiter oder Schlusslicht – je nach Perspektive.

Was den Norden Deutschlands betrifft: In Kiel werden 7,70 Euro aufgerufen, in Lübeck 8,20 Euro. In Rostock sind es nur 6,60 Euro, in Hamburg wiederum 11,90 Euro und in Bremen 8,30 Euro.

Wer eine Immobilie in Flensburg kaufen will, zahlt laut Immowelt 1.990 Euro pro Quadratmeter. Das ist keinesfalls spottbillig. In Gelsenkirchen bekommt man ihn schon für 1.000 Euro.

Kontaktdaten und Servicestellen

Sie wollen sich in Flensburg selbstständig machen, Ihre Steuererklärung abgeben oder Jobs in Flensburg suchen? Die wichtigsten Servicestellen hat Karrieresprung übersichtlich für Sie zusammengefasst:

  • Das Finanzamt Flensburg finden Sie hier.
  • Die Agentur für Arbeit Flensburg finden Sie hier.
  • Das Jobcenter Flensburg finden Sie hier.
  • Die IHK Schleswig-Holstein finden Sie hier.
  • Die Handwerkskammer Flensburg finden Sie hier.
  • Jobs in Flensburg finden Sie hier.
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