Jobs in Gera: Auf dem Sprung in Thüringen

Jobs in Gera

Thüringen gilt als Musterknabe Ostdeutschlands. Auch in Gera sinkt die Arbeitslosigkeit rasant. Jobs in Gera findet man in der optischen Industrie, Umwelttechnik oder Nahrungsmittelindustrie. Auch Technologieunternehmen finden zunehmend Gefallen an der Stadt in Ostthüringen. Neu-Geraer begeistern sich zudem für die bescheidenen Mietpreise…

Jobs Gera: Wissenswertes zur Region und Stadtteilen

Gera ist das Mauerblümchen in Thüringens Städtelandschaft. In der Landeshauptstadt Erfurt spielt die Musik. Jena ist dynamisch. Weimar hat Goethe und Schiller auf seiner Seite, Eisenach die Wartburg und Martin Luther.

Und was hat Gera? Gera hat das Bierlagerungslabyrinth, würden Spötter jetzt antworten. Tatsächlich wurde in den Geraer Höhlen unter der Altstadt früher Bier gelagert. Heute können die Tiefenkeller nur im Rahmen einer Führung betreten werden.

Gera gibt sich Mühe, das kann man der Stadt nicht absprechen. 2007 putzte man sich für die Bundesgartenschau heraus. Vor allem Hofwiesenpark und Küchengarten erblühten damals. Auch der riesige Geraer Stadtwald und der Tierpark locken die Geraer ins Grüne.

Seit 2017 darf sich die Stadt nach Landtagsbeschluss offiziell als „Hochschulstadt“ bezeichnen.

Bis in die Neunzigerjahre hinein gab es in Gera keine Hochschule, jetzt locken die Duale Hochschule Gera-Eisenach und die SRH Hochschule für Gesundheit auch Akademiker in die 95.000-Einwohner-Stadt. Zur Wendezeit lag die Einwohnerzahl noch bei über 130.000.

Noch stolzer aber trägt Gera den Titel der Otto-Dix-Stadt. Der Maler wurde 1891 in Gera-Untermhaus geboren. Zu DDR-Zeiten brachte Gera dann zwei Sportler von Weltrang hervor: Radsportler Olaf Ludwig und Weitspringerin Heike Drechsler. Während Drechsler heute in Berlin lebt, zog Ludwig 2015 wieder zurück in die Heimat nach Gera-Thieschitz.

Arbeitsmarkt in Gera

Thüringen hat eine Arbeitslosenquote von 5,2 Prozent (Stand: April 2019). Das ist ein guter Wert. Vor zehn Jahren war sie fast doppelt so hoch.

Auch in Gera wurden viele neue Jobs geschaffen – aber nicht genügend. So liegt die Arbeitslosigkeit in der Stadt noch immer bei 8,5 Prozent. Den anderen Städten Thüringens geht es deutlich besser. In Jena und Suhl gibt es nur jeweils 5,2 Prozent Arbeitslose, in Weimar 5,7 Prozent, in Erfurt 5,8 Prozent und in Eisenach 6,4 Prozent.

In ganz Deutschland liegt die Arbeitslosenquote bei 4,9 Prozent, im Westen bei 4,6 Prozent und im Osten bei 6,4 Prozent.

Freie Jobs in Gera gibt es nach Angaben der Agentur für Arbeit vor allem in diesen Bereichen:

  • Verarbeitendes Gewerbe
  • Baubranche
  • Gesundheitswesen
  • Handel
  • Gastronomie

Einstiegsgehälter und Gehaltsniveaus

Von allen ostdeutschen Flächenländern steht Thüringen am besten da – was das Gehaltsniveau betrifft. Der Durchschnittsverdienst beträgt nach Angaben der Gehaltsplattform gehalt.de 36.450 Euro brutto im Jahr. Das sind trotzdem nur 81 Prozent des gesamtdeutschen Durchschnitts von 45.000 Euro.

Fach- und Führungskräfte können in Thüringen mit einem Durchschnittsgehalt von 44.102 Euro rechnen. Auf diesen Wert kommt der aktuelle Stepstone-Gehaltsreport. Damit liegt Thüringen knapp hinter Brandenburg und genauso knapp vor Sachsen. Laut Xing-Gehaltsstudie verdienen Fach- und Führungskräfte in Thüringen sogar 56.394 Euro.

In Gera kommt ein Vollzeitarbeitnehmer auf einen Monatsverdienst von 2.390 Euro. Dabei handelt es sich um den Medianwert: 50 Prozent aller Gehälter befinden sich darüber, 50 Prozent darunter. In ganz Deutschland liegt er bei 3.209 Euro.

Im thüringischen Vergleich schneidet Gera ebenfalls schwach ab. So beträgt das Medianeinkommen in der Landeshauptstadt Erfurt 2.679 Euro, in Jena gar 3.066 Euro, in Weimar 2.902 Euro und in Eisenach 2.721 Euro. Anschluss hält Gera lediglich an Gotha, wo 2.468 Euro gezahlt werden.

Wichtige Arbeitgeber in Gera

Das sind die wichtigsten Arbeitgeber in Gera:

  • Lidl Vertriebs GmbH (Handel)
  • DMS Daten-Management (IT-Dienstleistungen)
  • Dagro Eismann Automotive
  • Meleghy Automotive
  • Iseo Deutschland (Schließsysteme)
  • POG Präzisionsoptik
  • Electronicon Kondensatoren
  • Othüna Ostthüringer Nahrungsmittelwerk Gera
  • Kaeser Kompressoren SE
  • Rittal (Systemanbieter)
  • Max Bögl (Bau)
  • Deutsche Post AG (Briefzentrum)
  • SRH Wald-Klinikum Gera
  • AOK Plus Service GmbH (Call Center)
  • GUD Geraer Umweltdienste (Entsorgung)
  • Sparkasse Gera-Greiz
  • EGG Energierversorgung Gera GmbH
  • Globus Handelshof
  • Starke Möbeltransporte
  • GfP Personalservice (Zeitarbeit)
  • AGA Zerspanungstechnik Gera
  • Auto Scholz AVS (Handel)
  • Getzner Textil Weberei
  • Thorey Gera Textilveredelung
  • ASG Auto Service Gera (Abschleppdienst)
  • Askion (Biotechnologie)
  • Debeka (Versicherung)
  • Wohnungsbaugenossenschaft Glück auf Gera
  • LFG Eckhard Oertel (Feinmechanik)
  • Druckhaus Gera
  • GEDA Dechentreiter (Maschinenbau)
  • GEON Holding (Ingenieurdienstleistungen)
  • Elstertal Infraprojekt (Immobilien)

Karriereaussichten und Wirtschaft in Gera

Früher dominierte die Textilindustrie in Gera. Stoffe und Tücher machten sie im 19. Jahrhundert zu einer wohlhabenden Stadt. Zu DDR-Zeiten gesellten sich Elektronik, Maschinenbau und Feinmechanik hinzu.

Die „volkseigenen Betriebe“ gibt es nicht mehr. Richtig erholt hat sich Gera von dem Kahlschlag bis heute nicht. Im Prognos-Zukunftsatlas 2016 landete Gera auf Platz 336 von 402 untersuchten Kreisen und Städten in Deutschland.

An die Stelle der alten Staatsbetriebe haben sich ein paar Automobilzulieferer und andere Betriebe gesetzt. Getragen wird der Arbeitsmarkt heute vor allem von:

  • Automobilindustrie
  • Maschinenbau
  • Optische Industrie
  • Umwelttechnologie
  • Nahrungsmittelindustrie
  • Metallindustrie
  • Dienstleistungen

Immerhin 40 Technologiefirmen haben sich hier mittlerweile angesiedelt. Die Stadt wirbt mit günstigen Lohn- und Arbeitskosten, angemessenen Flächen- und Immobilienpreisen sowie niedrigen Ver- und Entsorgungskosten.

Das bedeutet im Umkehrschluss: Für Arbeitnehmer ist Gera leider nicht so attraktiv, viele Jobs in Gera werden schlecht bezahlt.

Auf der anderen Seite müssen sie für die Miete nicht so viel Gehalt abzweigen. Wer einen guten Job in Gera findet, der lebt gut und günstig. Die IHK Ostthüringen betitelt Gera sogar als „kinderfreundlichste Stadt Deutschlands“.

Kosten: Lebenshaltung, Mietpreise

Gera ist günstig. Mieter zahlen hier laut Immowelt nur 5,00 Euro pro Quadratmeter. Selbst in den Problemstädten des Ruhrgebiets sind die Mieten teurer. In Duisburg liegt die Medianmiete bei 6,00 Euro, in Gelsenkirchen bei 5,50 Euro.

Zum Vergleich: In Frankfurt beträgt sie 13,90 Euro, in München sogar 18,10 Euro. Insgesamt sind zweistellige Quadratmeterpreise in westdeutschen Großstädten eher Regel als Ausnahme.

Gera schneidet aber auch im thüringischen Vergleich preislich gut ab. Die Mieter in der Landeshauptstadt Erfurt zahlen laut Immowelt 7,50 Euro für den Quadratmeter, in Jena 9,00 Euro.

Gravierend sind die Unterschiede auch für Käufer. Eine Immobilie in Erfurt kostet 2.130 Euro pro Quadratmeter, in Jena 2.350 Euro. In Gera hingegen müssen Käufer nur 780 Euro einkalkulieren. Damit zählt Gera zu den günstigsten Mittelstädten in ganz Deutschland.

In vielen Großstädten Westdeutschlands haben die Immobilienkaufpreise die 4.000-Euro-Marke übersprungen. In München kostet der Quadratmeter alles überragende 7.140 Euro. Das bedeutet: Für zehn Quadratmeter in München bekommt man in Gera 90 Quadratmeter.

Kontaktdaten und Servicestellen

Sie wollen sich in Gera selbstständig machen, Ihre Steuererklärung abgeben oder Jobs in Gera suchen? Die wichtigsten Servicestellen hat Karrieresprung übersichtlich für Sie zusammengefasst:

  • Das Finanzamt Gera finden Sie hier.
  • Die Agentur für Arbeit Altenburg-Gera finden Sie hier.
  • Die IHK Ostthüringen zu Gera finden Sie hier.
  • Die Handwerkskammer für Ostthüringen finden Sie hier.
  • Jobs in Gera finden Sie hier.
[Bildnachweis: Animaflora PicsStock by Shutterstock.com]

Jobs in Reutlingen: Höhenflug auf der Schwäbischen Alb

Jobs in Reutlingen

Auf der Schwäbischen Alb geht es hoch hinaus. Zumindest für diejenigen, die einen Top-Job in Reutlingen ergattert haben. Davon gibt es mehr als genug. In der unscheinbaren Schwaben-Stadt sind Automobilzulieferer und Nahrungsmittelhersteller zuhause, Industrie und Dienstleister. Jobs in Reutlingen gibt es auch bei einem Maschinenbauer, der zu den heimlichen Champions der deutschen Wirtschaft zählt…

Jobs Reutlingen: Wissenswertes zur Region und Stadtteilen

Wer an eine Großstadt in Baden-Württemberg denkt, denkt vermutlich nicht an Reutlingen. Die Konkurrenz ist schließlich groß. Da gibt es das dominante Stuttgart, das vorzeigbare Karlsruhe, das grüne Freiburg oder das studentische Tübingen. In der Tat ist Reutlingen die kleinste der neun Großstädte im Bundesland.

Reutlingen hat keine alte Universität und keine überragende Sehenswürdigkeit (wenn man vom Tübinger Tor absieht), keinen bekannten Fußballverein und keine pittoreske Altstadt. Halt! Ein Superlativ bietet die Stadt sehr wohl. Die Reutlinger Spreuerhofstraße ist an ihrer schmalsten Stelle nur 31 Zentimeter breit. Das brachte ihr 2007 einen Eintrag ins Guinnessbuch der Rekorde als engste Straße der Welt.

Die Stadt wird gerne unterschätzt. Dabei ist sie ein richtig schöner Flecken Erde – zum Leben und zum Arbeiten. Das sehen die meisten der 115.000 Einwohner auch so.

Die heimische Wirtschaft ist bärenstark, die Arbeitslosigkeit gering – und die Umgebung traumhaft. Die Schwäbische Alb liegt vor der Haustür, weswegen sich Reutlingen selbst auch als „Tor zur Schwäbischen Alb“ bezeichnet. Gerne gehen die Reutlinger auf die Achalm. Der 707 Meter hohe Hausberg bietet einen grandiosen Ausblick auf die Stadt. Und in Reutlingen schwäbelt es. Es gibt den Mutscheltag und den Schiedweckentag, an denen typisches Reutlinger Gebäck und Pasteten serviert werden.

Auf der Achalm wohnt es sich im Übrigen auch gut. Hier sind viele alteingesessene Familien zuhause. In Betzingen ist für jeden eine passende Immobilie dabei, Georgenberg ist teuer, Lerchenbuckel ruhig. Beschaulich ist es in Mittelstadt, einem eigenen kleinen Dorf im Norden der Stadt.

Arbeitsmarkt in Reutlingen

Reutlingen liegt im Stuttgarter Einzugsbereich. Damit ist eigentlich schon alles gesagt. Die Schwaben sind das wirtschaftliche Kraftwerk des ganzen Landes. Jobs sind im Überfluss vorhanden.

In Reutlingen gab es im April 2019 nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit knapp 5.200 Arbeitslose. Das entspricht einer Arbeitslosenquote von 3,2 Prozent. Damit liegt die Stadt fast exakt auf dem Gesamtwert von Baden-Württemberg (3,1 Prozent). In Stuttgart liegt die Quote bei 4,0 Prozent, in Heilbronn bei 4,7 Prozent und in Pforzheim bei 5,8 Prozent.

Noch besser steht Tübingen da. In der Universitätsstadt beträgt die Arbeitslosenquote minimalistische 2,5 Prozent. Auch Ludwigsburg (2,7 Prozent) schlägt den Reutlinger Wert.

Im Jahr 2018 wurden vor allem in diesen Bereichen neue Jobs in Reutlingen geschaffen:

  • Verarbeitendes Gewerbe
  • Gesundheits- und Sozialwesen
  • Handel

Stellen abgebaut haben dagegen die Forstwirtschaft sowie Finanz- und Versicherungsdienstleistungen.

Einstiegsgehälter und Gehaltsniveaus

Baden-Württemberg punktet mit Top-Gehältern. Fach- und Führungskräfte verdienen hier laut Stepstone-Gehaltsreport 62.375 Euro im Jahr. Legt man die Xing-Gehaltsstudie zugrunde, sind es sogar 72.526 Euro.

Das jährliche Durchschnittsgehalt aller Arbeitnehmer beträgt nach Angaben der Gehaltsplattform gehalt.de rund 48.870 Euro. Zum Vergleich: In ganz Deutschland sind es 45.000 Euro. Höhere Gehälter als in Baden-Württemberg können Arbeitnehmer nur in Hessen erwarten.

In Reutlingen gehen Arbeitnehmer mit einem Monatsgehalt von 3.496 Euro nach Hause. Dabei handelt es sich um den Medianwert. Eine Hälfte der Gehälter liegt darüber, die andere darunter. Für ganz Deutschland liegt der Medianwert bei 3.209 Euro.

Auch im regionalen Vergleich ist Reutlingen konkurrenzfähig. Nachbar Tübingen weist ein Mediangehalt von 3.484 Euro auf, die Stadt Heilbronn 3.372 Euro und Pforzheim nur 3.249 Euro. Stuttgart dagegen ist mit 4.351 Euro weit enteilt. Ludwigsburger verdienen 3.676 Euro, Esslinger 3.740 Euro und Böblinger sogar 4.596 Euro.

Wichtige Arbeitgeber in Reutlingen

Das sind die wichtigsten Arbeitgeber in Reutlingen:

  • Manz AG (Produktionssysteme)
  • Wafios AG (Maschinenbau)
  • Automotive Lighting (Automobilzulieferer)
  • ElringKlinger (Automobilzulieferer)
  • Bonduelle Deutschland (Lebensmittel)
  • Bruderhaus Diakonie
  • Kreiskliniken Reutlingen
  • Albert Reiff GmbH (Handel)
  • H. Stoll AG und Co. KG (Flachstrickmaschinen)
  • Hochschule Reutlingen
  • Kion Warehouse Systems (Gabelstapler)
  • RWT Reutlinger Wirtschaftstreuhand (Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung)
  • Advanced Unibyte (IT-Dienstleistungen)
  • Adolf List Bauunternehmung
  • Solcom (IT-Dienstleister)
  • Unternehmensgruppe Heinrich Schmid (Malerbetrieb)
  • Transline Deutschland (Übersetzer)
  • Datatec (Elektrohandel)
  • 21Torr (Digitalagentur)
  • Kreissparkasse Reutlingen
  • Volksbank Reutlingen
  • Willi Betz (Spedition)
  • Rieber (Küchentechnik)
  • Stadtwerke Reutlingen
  • I-Point Systems (Software)
  • Schneider Airsystems (Druckluftsysteme)

Karriereaussichten und Wirtschaft in Reutlingen

Reutlingen, so die Vermutung, kann es gar nicht schlecht gehen. Die Stadt liegt so nahe an Stuttgart, dass sie automatisch von der Wirtschaftskraft der Landeshauptstadt mitgezogen wird.

Wer hier keinen Job findet, pendelt einfach eine halbe Stunde mit dem Auto nach Stuttgart – oder in eine der anderen Gemeinden in der Region Neckar-Alb, zu der auch Tübingen zählt. Traditionell stark sind hier der Maschinenbau und die Textilindustrie. Mittlerweile haben auch Biotechnologie, IT, Holzwirtschaft, regenerative Energien und Medizintechnik ihren Stellenwert deutlich steigern können.

Das Risiko, in Reutlingen auf Dauer ohne Job zu bleiben, ist gering. Die Arbeitslosigkeit befindet sich auf Bonsai-Niveau, die Wirtschaftsstruktur ist typisch schwäbisch. Es gibt hier Automobilzulieferer und Maschinenbauer, IT-Dienstleister und Nahrungsmittelhersteller.

Insgesamt zählt Reutlingen 5.000 Betriebe, vor allem mittelständische. Jobs in Reutlingen gibt es hauptsächlich in:

  • Elektrotechnik und Elektronik
  • Maschinenbau und Automatisierung
  • Handel
  • Logistik
  • Handwerk
  • Dienstleistungen

Einer der wichtigsten Arbeitgeber ist die Manz AG. Die Hightech-Maschinenbauer stehen stellvertretend für die vielfältigen Perspektiven in der Region. Sie beschäftigen an ihrem Stammsitz Fachkräfte in den verschiedensten Bereichen, in Produktion, Verwaltung, Produktmanagement, Vertrieb und IT. Im Mai wollte Manz unter anderem diese Jobs in Reutlingen besetzen:

Kosten: Lebenshaltung, Mietpreise

Für Pendler kann sich Reutlingen als Wohnort lohnen. Wer hier 50.000 Euro im Jahr verdient, müsste in Stuttgart schon knapp 60.000 Euro mit nach Hause bringen, um den Lebensstandard halten zu können. Das sagt der Lebenshaltungskosten-Vergleich von Finanzscout24.

Im Vergleich mit der Landeshauptstadt ist Reutlingen ein echtes Schnäppchen. Während die Medianmiete in Stuttgart im Jahr 2018 laut Immowelt bei 12,50 Euro pro Quadratmeter lag, wurden 40 Kilometer südlich in Reutlingen nur 9,80 Euro fällig – im Vergleich zum Vorjahr waren das sieben Prozent mehr.

Für eine süddeutsche Stadt sind Mietpreise von weniger als zehn Euro nicht selbstverständlich. Trotzdem ist Reutlingen nicht der Preis-Primus in der Region. In Pforzheim liegt die Medianmiete bei 8,00 Euro, in Heilbronn ebenfalls bei 9,80 Euro. Karlsruhe ruft 10,00 Euro auf, Ulm 9,90 Euro.

Von 2012 bis 2017 waren die Mietpreise in Reutlingen um 23 Prozent angestiegen. In Stuttgart betrug der Anstieg im gleichen Zeitraum sogar 27 Prozent.

Immobilienkäufer müssen in Reutlingen mit Quadratmeterpreisen von 3.090 Euro kalkulieren. Das sind immerhin rund 1.000 Euro weniger als in Stuttgart, wo 4.080 Euro aufgerufen werden. In Pforzheim dagegen kostet der Quadratmeter nur 2.350 Euro, in Heilbronn 2.780 Euro und in Karlsruhe und Ulm jeweils 3.250 Euro.

Kontaktdaten und Servicestellen

Sie wollen sich in Reutlingen selbstständig machen, Ihre Steuererklärung abgeben oder Jobs in Reutlingen suchen? Die wichtigsten Servicestellen hat Karrieresprung übersichtlich für Sie zusammengefasst:

  • Das Finanzamt Reutlingen finden Sie hier.
  • Die Agentur für Arbeit Reutlingen finden Sie hier.
  • Die IHK Reutlingen finden Sie hier.
  • Die Handwerkskammer Reutlingen finden Sie hier.
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Jobs in Pforzheim: Glänzende Aussichten in der Goldstadt

Jobs in Pforzheim

In Pforzheim ist nicht alles Gold, was glänzt. Das ist ganz wörtlich zu nehmen. Zwar hat die deutsche Schmuckindustrie hier noch immer ihr Zentrum. Im historischen Vergleich hat sie aber stark an Bedeutung verloren. Auf Halsketten und Ohrringe sind die Pforzheimer aber gar nicht mehr angewiesen. Jobs in Pforzheim gibt es auch im Maschinenbau, in Beratung und Marketing – und in einem Wirtschaftsbereich, der von Amazon umgekrempelt wurde…

Jobs Pforzheim: Wissenswertes zur Region und Stadtteilen

Pforzheim ist die Goldstadt. „Keine andere Stadt in Deutschland ist so eng mit der Geschichte der Schmuck- und Uhrenindustrie verbunden“, heißt es auf ihrer Homepage. Noch immer kommt ein großer Teil des deutschen Schmucks von hier. An der Goldschmiedeschule können sich seit 250 Jahren Uhrmacher ausbilden lassen.

Aber Pforzheim ist nicht nur golden, sondern auch grün. Hier treffen Schwarzwald und Kraichgau aufeinander. Darum sieht sich die Goldstadt gleichzeitig als „Tor zum Schwarzwald“. Wanderer starten von Pforzheim gerne ihre langen Touren nach Süden, ins Allgäu oder in die Schweiz.

Strahlend schön ist die alte Residenzstadt aber leider gar nicht mehr. Im Zweiten Weltkrieg wurde sie nahezu vollständig zerstört. Dass Pforzheim über den Tellerrand hinausblickt, beweist das DDR-Museum, das hier im Südwesten sicher nicht jeder Besucher vermutet hätte.

Eine Top-Wohnlage in Pforzheim ist die Südoststadt. Am Hachel im Norden ist ein erlesenes kleines Viertel. Familien schätzen Wolfsberg. Gerne lassen sich hier auch Pendler nieder, die in Karlsruhe oder Stuttgart arbeiten, aber nicht die horrenden Preise zahlen wollen. Als Pforzheimer Problemzone gilt die Oststadt.

Arbeitsmarkt in Pforzheim

Pforzheim hat in den vergangenen Jahren gut dotierte Jobs verloren. Hinzu kamen vor allem Arbeitsplätze im Niedriglohnsektor. Dennoch ist die Lage in der Stadt noch immer solide. Rund 3.860 Pforzheimer waren im April 2019 arbeitslos, das entspricht einer Arbeitslosenquote von 5,8 Prozent.

In ganz Baden-Württemberg liegt sie allerdings nur bei 3,1 Prozent. Und auch die anderen Großstädte im Land stehen besser da als Pforzheim. So beträgt die Arbeitslosigkeit in Tübingen 2,5 Prozent, in Ludwigsburg 2,7 Prozent, in Reutlingen 3,2 Prozent, in Stuttgart 4,0 Prozent und in Heilbronn 4,7 Prozent.

Die Pforzheimer Arbeitslosenquote befindet sich sogar über dem gesamtdeutschen Durchschnittswert. Dieser liegt bei 4,9 Prozent (April 2019).

Einstiegsgehälter und Gehaltsniveaus

Fach- und Führungskräfte werden in Baden-Württemberg fürstlich entlohnt. Der Stepstone-Gehaltsreport sieht sie bei einem jährlichen Durchschnittsgehalt von 62.375 Euro. Laut Xing-Gehaltsstudie kommen sie sogar auf 72.526 Euro im Jahr.

Und auch andere Arbeitnehmer verdienen in Baden-Württemberg prächtig. So liegt das Durchschnittsgehalt im Land nach Angaben der Gehaltsplattform gehalt.de bei 48.870 Euro. Nur in Hessen ist es höher.

In der Stadt Pforzheim verdienen Arbeitnehmer monatlich 3.249 Euro. Dabei handelt es sich um das Medianeinkommen: 50 Prozent aller Gehälter befinden sich über dieser Marke und 50 Prozent darunter. Damit liegt der Pforzheimer Wert nur knapp über dem gesamtdeutschen von 3.209 Euro.

Mit den beiden großen Nachbarn kann Pforzheim nicht mithalten. So können Stuttgarter mit einem Medianeinkommen von 4.351 Euro rechnen, Karlsruher mit 3.682 Euro.

Zu den anderen Städten in der Region ist man dagegen auf Tuchfühlung. In Reutlingen beträgt das Mediangehalt 3.496 Euro, in Tübingen 3.484 Euro und in Heilbronn 3.372. In Ludwigsburg verdient man dagegen 3.676 Euro, in Esslingen 3.740 Euro und in Böblingen phänomenale 4.596 Euro.

Wichtige Arbeitgeber in Pforzheim

Das sind die wichtigsten Arbeitgeber in Pforzheim:

  • Witzenmann-Gruppe (Metallverarbeitung)
  • Klingel-Gruppe (Versandhaus)
  • Sparkasse Pforzheim Calw
  • Amazon (Logistik)
  • Siloah St. Trudpert Klinikum
  • Stöber Antriebstechnik
  • G.Rau (Metallverarbeitung)
  • Admedes (Medizintechnik)
  • Thost Projektmanagement
  • SWP Stadtwerke Pforzheim
  • Agosi Allgemeine Gold- und Silberscheideanstalt (Goldhandel)
  • Kramski (Spritztechnologie)
  • Diringer und Scheidel (Bau)
  • Inovex (IT-Dienstleistungen)
  • Omikron Data Quality (Software)
  • Weber-Ingenieure
  • Meyle und Müller (Mediendienstleistungen)
  • Uniserv (Software)
  • Apollon GmbH (IT-Dienstleistungen)
  • Aktivbank AG
  • Aristo (Uhren)
  • Doduco (Elektrotechnik)
  • Wellendorff (Schmuck)
  • Hochschule Pforzheim
  • Helios Klinikum Pforzheim
  • Bader Versand

Karriereaussichten und Wirtschaft in Pforzheim

Pforzheim liegt auf halber Strecke zwischen Karlsruhe und Stuttgart. Die ganze Region ist das Powerhouse der deutschen Wirtschaft. Leider fällt Pforzheim im Vergleich zu seinen Nachbarstädten ein wenig ab.

Seit den Achtzigerjahren steckt die Stadt im Strukturwandel. Industriearbeitsplätze gingen verloren, vor allem in der Uhren- und Schmuckindustrie. Trotzdem stammt ein großer Teil des deutschen Schmucks noch immer aus Pforzheim. Schmuckhersteller Wellendorff sitzt südlich der Enz. Am Stadtgarten steht zudem das Schmuckmuseum.

Im Städteranking 2018 des Beratungsunternehmens IW Consult kam Pforzheim auf Rang 35 von 71 Großstädten in Deutschland – eigentlich ein solider Mittelfeldplatz, für eine süddeutsche Stadt aber eher schwach. Problematisch sind demnach die Wirtschaftsstruktur in Pforzheim, der Immobilienmarkt und die Forschungsstärke der Unternehmen. Die gute Nachricht: Um den lokalen Arbeitsmarkt ist es gar nicht so schlecht bestellt.

Jobs in Pforzheim gibt es vor allem in diesen Bereichen:

Groß ist Pforzheim im Versandhandel. Mit Wenz, Bader und Klingel haben drei Versandhäuser ihr Stammhaus in der Stadt. Zwar ist US-Riese Amazon mit einem Logistikzentrum vertreten, doch für die Stadt noch wertvoller ist wohl die Unternehmenszentrale von Klingel. Mit rund 2.500 Mitarbeitern ist das Versandhaus einer der größten Arbeitgeber. Jobs in Pforzheim gibt es hier unter anderem für:

Kosten: Lebenshaltung, Mietpreise

Pforzheim ist von allen Großstädten Baden-Württembergs die günstigste. Wer hier 50.000 Euro pro Jahr verdient, bräuchte in Stuttgart laut Financescout24 schon über 63.000 Euro, um den Lebensstandard halten zu können. Auch in Freiburg, Heidelberg, Karlsruhe, Mannheim, Stuttgart, Ulm und sogar Reutlingen sowie Heilbronn sind die Lebenshaltungskosten höher als in Pforzheim.

Die Medianmiete lag in Pforzheim 2018 nach Angaben von Immowelt bei 8,00 Euro pro Quadratmeter – für eine süddeutsche Großstadt geradezu ein Spottpreis. Für Pendler ist Pforzheim daher hochinteressant, bis nach Stuttgart sind es nur rund 50 Kilometer.

In der Landeshauptstadt müssen Mieter 12,50 Euro pro Quadratmeter auf den Tisch legen, in Heidelberg und Freiburg 12,00 Euro, in Karlsruhe 10,00 Euro. Auch Heilbronn und Reutlingen mit je 9,80 Euro sowie Mannheim mit 9,50 Euro sind weniger kostspielig.

Von 2012 bis 2017 waren die Mietpreise in Pforzheim aber immerhin um 19 Prozent gestiegen. Stuttgart erlebte im gleichen Zeitraum einen Anstieg um 27 Prozent.

Käufer einer Immobilie benötigen in Pforzheim pro Quadratmeter 2.350 Euro. Die Kaufpreise stiegen damit von 2017 auf 2018 um 16 Prozent – das ist viel.

Zum Vergleich: In Stuttgart schlägt der Kauf mit 4.080 Euro pro Quadratmeter zu Buche. In Heidelberg, Ulm und Karlsruhe müssen Käufer 3.250 Euro locker machen, in Reutlingen 3.090 Euro, in Heilbronn 2.780 Euro, in Mannheim 2.570 Euro und in Freiburg sogar 4.260 Euro.

Kontaktdaten und Servicestellen

Sie wollen sich in Pforzheim selbstständig machen, Ihre Steuererklärung abgeben oder Jobs in Pforzheim suchen? Die wichtigsten Servicestellen hat Karrieresprung übersichtlich für Sie zusammengefasst:

  • Das Finanzamt Pforzheim finden Sie hier.
  • Die Agentur für Arbeit Pforzheim finden Sie hier.
  • Die IHK Nordschwarzwald finden Sie hier.
  • Die Handwerkskammer Karlsruhe, Außenstelle Pforzheim/Enzkreis finden Sie hier.
  • Jobs in Pforzheim finden Sie hier.
[Bildnachweis: Evan Frank by Shutterstock.com]

Jobs in Heidelberg: Wo Sie richtig schön arbeiten

Jobs in Heidelberg

Heidelberg ist schön. Heidelberg ist schlau. Heidelberg ist gesund. Wäre die Stadt ein Single, würde sie problemlos an Dates kommen. Auch für Arbeitnehmer ist sie attraktiv. Jobs in Heidelberg gibt es in Wissenschaft und Forschung oder bei einem der vielen Medizintechnik-Unternehmen. Und bei dem DAX-Konzern, der seine Heimatstadt stolz im Titel trägt…

Jobs Heidelberg: Wissenswertes zur Region und Stadtteilen

Heidelberg ist der Inbegriff der Romantik. Das Schloss, die malerische Altstadt, der Neckar, das alles umrahmt von Bergen – kein Wunder, dass die Dichter des 19. Jahrhunderts Heidelberg liebten. Hölderlin, Brentano oder Eichendorff prägten hier einen ganz eigenen Stil: die Heidelberger Romantik.

Heute ist der verwunschen-verschlungene Philosophenweg eine der Hauptattraktionen. Jedes Jahr kommen nach Angaben der Stadt 11,9 Millionen Gäste nach Heidelberg.

Der Zweite Weltkrieg ging nahezu spurlos an Heidelberg vorbei, die Altstadt ist intakt. Das unterscheidet die Stadt von den meisten anderen Großstädten des Landes. Auch die Ruprecht-Karls-Universität lockt Zugereiste an. Sie wurde im Jahr 1386 gegründet und gilt als die älteste Universität Deutschlands.

Eine Metropole ist Heidelberg mit seinen 160.000 Einwohnern, darunter viele Wissenschaftler und Studenten, nicht. Aber sie liegt in einer großen Agglomeration, der Metropolregion Rhein-Neckar, die fast 2,5 Millionen Einwohner zählt. Die Industriestädte Mannheim und Ludwigshafen liegen direkt neben Heidelberg, auch nach Karlsruhe und Darmstadt ist es nicht weit.

Beliebte Wohnlagen in Heidelberg sind Dossenheim, Sandhausen oder Eppelheim.

Einen zweifelhaften Ruf hat Emmertsgrund im Südosten der Stadt. Generell mangelt es an Wohnungen. Auf dem Gelände des früheren Güterbahnhofs entstehen gerade welche, hier wird seit einigen Jahren die sogenannte Bahnstadt gebaut. Letztlich soll hier die größte Passivhaussiedlung der Welt stehen.

Arbeitsmarkt in Heidelberg

Polemisch könnte man sagen: Wer in Baden-Württemberg keinen Job findet, ist selbst Schuld. Die Arbeitslosigkeit lag im Wirtschaftswunderland im April 2019 bei gerade mal 3,1 Prozent. Es herrscht de facto Vollbeschäftigung.

Das ist in Heidelberg nicht anders. Nur 2.900 Heidelberger sind offiziell ohne Job. Das entspricht einer Arbeitslosenquote von 3,9 Prozent. Im benachbarten Mannheim sind es 4,8 Prozent, in Karlsruhe 3,8 Prozent, in Speyer 5,7 Prozent und in Heilbronn 4,7 Prozent.

In ganz Deutschland liegt die Arbeitslosenquote bei 4,9 Prozent. Das einzige Land, das Baden-Württemberg in dieser Beziehung hinter sich lässt, ist Bayern. Im Nachbarland sind sogar nur 2,8 Prozent arbeitslos.

Einstiegsgehälter und Gehaltsniveaus

Baden-Württemberg lockt mit hohen Gehältern. Das Durchschnittsgehalt liegt nach Angaben der Gehaltsplattform gehalt.de bei 48.870 Euro im Jahr. Nur Hessen zahlt mehr. Auch liegt es über dem gesamtdeutschen Wert von 45.000 Euro. Uni-Absolventen steigen in Baden-Württemberg sogar mit 50.109 Euro in den Beruf ein.

Insgesamt kommen Fach- und Führungskräfte im Südwesten laut Stepstone-Gehaltsreport auf 62.375 Euro jährlich. Auch hier gilt: Nur in Hessen wird noch besser gezahlt. Die Xing-Gehaltsstudie sieht Fach- und Führungskräfte in Baden-Württemberg sogar bei 72.526 Euro per annum.

Heidelberg ist vor allem für Ingenieure lukrativ. Absolventen verdienen in der Stadt laut gehalt.de durchschnittlich 57.950 Euro – und das als Berufseinsteiger. Sogar für Geisteswissenschaftler füllt sich in Heidelberg die Lohntüte. Das durchschnittliche Gehalt bei bis zu drei Jahren Berufserfahrung liegt für sie bei durchschnittlich 41.478 Euro brutto im Jahr.

Das Mediangehalt aller Arbeitnehmer beträgt in Heidelberg nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit 3.718 Euro monatlich. Ein Top-Wert, der aber von den unmittelbaren Nachbarn noch übertrumpft wird. So liegt das Medianeinkommen in Mannheim bei 3.829 Euro und in Ludwigshafen sogar bei 4.534 Euro. Nur Karlsruhe reicht mit 3.682 Euro nicht ganz heran. Median heißt: 50 Prozent aller Gehälter liegen über dem Wert und 50 Prozent unter ihm.

Wichtige Arbeitgeber in Heidelberg

Das sind die wichtigsten Arbeitgeber in Heidelberg:

  • HeidelbergCement AG (Baustoffe)
  • Heidelberger Druckmaschinen
  • ADM Wild Europe (Lebensmittelindustrie)
  • Breer Gebäudedienste Heidelberg
  • Sparkasse Heidelberg
  • Stadtwerke Heidelberg
  • Universität Heidelberg
  • Universitätsklinikum Heidelberg
  • SRH Holding (Bildung- und Gesundheitsdienstleistungen)
  • Limbach Gruppe (Labordienstleistungen)
  • Deutsches Krebsforschungszentrum Heidelberg
  • SNP Schneider-Neureither Partner SE (Software und IT-Beratung)
  • GA-tec Gebäude- und Anlagentechnik
  • Springer-Verlag GmbH
  • SAS Institute (Business Intelligence)
  • Verivox (Online-Dienstleister)
  • Falk und Co. (Wirtschaftsprüfung)
  • CBS Corporate Business Solutions (IT-Beratung)
  • Axactor (Forderungsmanagement)
  • Heidelberg Engineering (Medizingeräte)
  • GFN AG (IT-Dienstleistungen)
  • Unternehmensgruppe Bung (Ingenieurdienstleistungen)
  • Molecular Health (Medizintechnik)
  • Sygnis AG (Medizin)
  • Ifeu Institut für Energie- und Umweltforschung
  • Zet Visions AG (Software)
  • ABB Stotz-Kontakt (Energie- und Automationstechnik)
  • Henkel-Teroson (Karosseriebeschichtungen)
  • Lamy (Schreibgeräte)
  • Prominent GmbH (Dosiertechnik)
  • Rockwell Collins (Luft- und Raumfahrt)
  • Volksbank Kurpfalz

Karriereaussichten und Wirtschaft in Heidelberg

Heidelberg ist eine Denker-Stadt. Davon zeugen ihre Geschichte, der Philosophenweg und die Ruprecht-Karls-Universität, eine der klassischen Universitäten des Landes. Noch heute haben die Geisteswissenschaften an der Heidelberger Uni einen großen Stellenwert.

Gedanken macht man sich viele in Heidelberg. Zum Beispiel darüber, wie man dem teuflischen Krebs am besten beikommt. Das Deutsche Krebsforschungszentrum sitzt mit seinen rund 3.000 Mitarbeitern direkt neben der Neckarwiese. Die Max-Planck-Gesellschaft ist mit vier Instituten vertreten. In Heidelberg beschäftigen sich ihre Forscher mit so unterschiedlichen Themen wie dem Völkerrecht, der Kernphysik, Astronomie und medizinischer Forschung.

121.000 Erwerbstätige gibt es insgesamt in Heidelberg. Die meisten von ihnen – über 107.000 – arbeiten im Dienstleistungssektor. Die Industrie weist immerhin 14.400 Beschäftigte auf.

Die Stadt ist sogar Heimat eines DAX-Konzerns. Seit 2010 ist Baustoffhersteller HeidelbergCement Mitglied des elitären Klubs. Von Heidelberg aus hat sich das Unternehmen in die ganze Welt verbreitert, ist heute mit 59.000 Mitarbeitern in 60 Ländern aktiv.

Im Mai 2019 suchte Heidelberg Cement zum Beispiel Verstärkungen für diese Jobs in Heidelberg:

  • SAP-Analyst
  • Haustechniker
  • Software Asset Management Spezialist
  • Sekretär
  • Tax Reporting Expert
  • Supply Chain Management Spezialist
  • Controller
  • Data Protection Manager
  • Senior Manager Enterprise Architecture
  • Einkäufer
  • Business Partner
  • Application Specialist
  • Behavioral Data Analyst
  • Produktingenieur
  • Cloud Devops Engineer
  • Cloud Network Engineer
  • Platform Engineer (.NET)
  • UI/UX Designer

Daneben gibt es in der Stadt zahlreiche Mittelständler und Weltmarktführer. Unter ihnen so illustre Namen wie Heidelberger Druckmaschinen, Füller-Spezialist Lamy oder Wissenschaftsverlag Springer.

Fazit: Heidelberg ist eine Top-Adresse. Im Städteranking 2018 von IW Consult belegte man Platz 22 von 71 deutschen Großstädten. In den höchsten Tönen gelobt wird Heidelberg für seine Wirtschaftsstruktur und Lebensqualität. Und die Zukunft verspricht sogar noch besser zu werden. Im Zukunftsranking kam die Stadt – ihrer Forschungsstärke und Kreativität zum Dank – sogar auf Platz zehn.

Kosten: Lebenshaltung, Mietpreise

Heidelberg ist schön – und schön teuer. Die Medianmiete lag nach Angaben der Plattform Immowelt bei 12,00 Euro pro Quadratmeter. Im Jahr zuvor waren es noch 10,60 Euro. Von allen 79 Großstädten, die Immowelt untersucht hat, war der Preisanstieg in Heidelberg mit 13 Prozent am größten (neben Berlin).

Allerdings relativiert sich das wieder, wenn man den Fünf-Jahres-Zeitraum von 2012 bis 2017 zu Rate zieht. In dieser Zeit erhöhten sich die Mieten in Heidelberg „nur“ um sieben Prozent. Die meisten anderen Städte mussten mit zweistelligen Preissteigerungen klarkommen, in machen Städten lag diese sogar bei über 30 Prozent.

Dennoch: Das Mietniveau in Heidelberg ist hoch. Nebenan in Mannheim ist es mit 9,50 Euro pro Quadratmeter viel billiger, in Ludwigshafen werden sogar nur 8,10 Euro verlangt.

Heidelberg schlägt zudem Städte wie Karlsruhe (10,00 Euro), Wiesbaden (10,70 Euro), Darmstadt (11,10 Euro) und Mainz (11,80 Euro). Teurer sind Stuttgart (12,50 Euro) und Frankfurt (13,90 Euro). Speziell kleine Wohnungen können in Heidelberg aber auch gut und gerne 14 Euro pro Quadratmeter kosten.

Wer eine Immobilie in Heidelberg kaufen will, muss ebenfalls tief in die Tasche greifen. Der Quadratmeter kostet 3.250 Euro. Zum Vergleich: In Mannheim kostet die Immobilie 2.570 Euro pro Quadratmeter, in Ludwigshafen sogar nur 1.940 Euro. Karlsruhe liegt mit 3.250 Euro exakt auf dem Heidelberger Niveau. In Mainz werden 3.140 Euro aufgerufen, in Wiesbaden 3.350 Euro und in Frankfurt 4.430 Euro.

Kontaktdaten und Servicestellen

Sie wollen sich in Heidelberg selbstständig machen, Ihre Steuererklärung abgeben oder Jobs in Heidelberg suchen? Die wichtigsten Servicestellen hat Karrieresprung übersichtlich für Sie zusammengefasst:

  • Das Finanzamt Heidelberg finden Sie hier.
  • Die Agentur für Arbeit Heidelberg finden Sie hier.
  • Die IHK Rhein-Neckar finden Sie hier.
  • Die Handwerkskammer Mannheim Rhein-Neckar-Odenwald finden Sie hier.
  • Jobs in Heidelberg finden Sie hier.
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Jobs in Koblenz: Die schönsten Stellen am Rhein

Jobs in Koblenz

In Koblenz lässt es sich aushalten. Durchs herrliche Obere Mittelrheintal kann man stundenlang umherwandern oder -radeln. Zum Beispiel im Urlaub. Dafür braucht man aber einen Job, am besten einen guten. Jobs in Koblenz schaffen Maschinenbauer und IT-Unternehmen, Automobilzulieferer und Händler. Auch ist Koblenz anziehend für alle, die gerne Uniform tragen. Die bekommt man bei einem der wichtigsten Arbeitgeber der Stadt…

Jobs Koblenz: Wissenswertes zur Region und Stadtteilen

Koblenz verbindet. Das stimmt definitiv. Das Deutsche Eck ist da, wo Vater Rhein auf Mutter Mosel trifft. Das wussten schon die alten Römer, die bei Koblenz vor rund 2.000 Jahren eine Siedlung gründeten. Besiedelt worden ist die Gegend aber wohl schon in der Steinzeit.

Seit 2010 können Besucher auch per Seilbahn über den Rhein schweben. Dabei geraten die Festung Ehrenbreitstein und das romantische Schloss Stolzenfels, das erhaben über dem Rhein thront, in den Blick. Zwei Sehenswürdigkeiten in Koblenz.

Das Obere Mittelrheintal, zu dem Koblenz gehört, verkörpert mit seinen Weinhängen, Baudenkmälern, Felsvorsprüngen und Rheinufern Rheinromantik pur. Ein herrliches Stück Erde. Wem es hier schon wieder zu behaglich ist, der fährt einfach 120 Kilometer nach Frankfurt – oder genauso lange in die entgegengesetzte Richtung nach Köln.

Die begehrtesten Wohnlagen der Stadt sind Oberwerth, die Südliche Vorstadt, Pfaffendorf und die Altstadt. In Metternich quartieren sich gerne Studierende ein. Doch nicht immer ist es harmonisch in Koblenz. In Lützel, Neuendorf und Wallersheim lebt es sich besonders gefährlich – Hochwassergefahr! Einen schlechten Leumund hat Koblenz-Asterstein im Osten der Stadt.

Arbeitsmarkt in Koblenz

Der Koblenzer Arbeitsmarkt ist vergleichsweise robust. Im April 2019 gab es in der Stadt nur ca. 3.330 Arbeitslose. Das entspricht einer Arbeitslosenquote von 5,4 Prozent.

Sie liegt damit aber über dem Gesamtwert von Rheinland-Pfalz (4,3 Prozent). Von den größeren Städten des Landes stehen nur Trier mit 4,9 Prozent und Mainz mit 5,3 Prozent besser da als Koblenz. In Worms dagegen liegt die Arbeitslosigkeit bei 6,7 Prozent, in Ludwigshafen bei 7,9 Prozent, in Kaiserslautern bei 8,6 Prozent und in Pirmasens sogar bei 10,9 Prozent.

Zum Vergleich: In ganz Deutschland beträgt die Arbeitslosigkeit 4,9 Prozent. In Westdeutschland liegt sie bei 4,6 Prozent – diesen Wert unterbietet Rheinland-Pfalz also sogar noch.

Einstiegsgehälter und Gehaltsniveaus

Die Gehälter in Rheinland-Pfalz können sich sehen lassen. Das Durchschnittsgehalt für einen Arbeitnehmer liegt hier nach Angaben der Gehaltsplattform gehalt.de bei 44.235 Euro im Jahr. In ganz Deutschland verdient man im Schnitt 45.000 Euro. Eine dickere Lohntüte als in Rheinland-Pfalz erhält man nur in Hessen, Baden-Württemberg, Hamburg, Bayern und Nordrhein-Westfalen.

Laut Stepstone-Gehaltsreport gehen Fach- und Führungskräfte in Rheinland-Pfalz mit durchschnittlich 55.275 Euro jährlich nach Hause. Die Xing-Gehaltsstudie hat für sie gar ein Durchschnittsgehalt von 66.528 Euro berechnet.

In der Stadt Koblenz liegt das Mediangehalt bei 3.354 Euro monatlich. Das Mediangehalt ist der Wert, über dem 50 Prozent aller Gehälter liegen. Die anderen 50 Prozent liegen darunter. Für ganz Deutschland beträgt das Medianeinkommen 3.209 Euro.

Im Vergleich der fünf Großstädte in Rheinland-Pfalz schneidet Koblenz mäßig ab. Ganz vorne rangiert BASF-Hochburg Ludwigshafen mit einem Mediangehalt von 4.534 Euro. Dahinter kommt die Landeshauptstadt Mainz mit 3.554 Euro vor IT-Zentrum Kaiserslautern mit 3.407 Euro. Koblenz liegt auf Rang vier und kann damit lediglich Trier hinter sich lassen. Die alte Römerstadt bringt es nur auf ein Mediangehalt von 3.153 Euro.

Wichtige Arbeitgeber in Koblenz

Das sind die wichtigsten Arbeitgeber in Koblenz:

  • Debeka Gruppe (Versicherungen)
  • ZF TRW (Automotive)
  • Stabilus (Hydraulik)
  • Aleris Rolled Products (Aluminium)
  • Amazon (Handel)
  • Bundeswehr
  • Löhr und Becker (Automobilhandel)
  • Sparkasse Koblenz
  • CompuGroup Medical SE (Software)
  • Armon Zeitarbeit
  • Energieversorgung Mittelrhein
  • Krankenhaus der Barmherzigen Brüder
  • GI Group Germany (Zeitarbeit)
  • Canyon Bicycles (Fahrradhersteller)
  • Dornbach (Wirtschaftsprüfung/Steuerberatung)
  • Trans Regio (Eisenbahnverkehrsunternehmen)
  • Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH
  • Deinhard KG (Sektkellerei)
  • Görlitz AG (Smart Metering)
  • Kevag (Telekommunikation)
  • MMV Bank
  • RMV Rhein-Mosel Verkehrsgesellschaft
  • Scania Deutschland (Nutzfahrzeuge)
  • Volksbank Koblenz Mittelrhein
  • MPS Public Solutions (Software)
  • Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein
  • KSV Koblenzer Steuerungs- und Verteilungsbau (Industriedienstleister)

Karriereaussichten und Wirtschaft in Koblenz

Koblenz hat Tradition – unter anderem als Garnisonsstadt. Die Bundeswehr ist auch heute noch einer der wichtigsten Arbeitgeber. Immerhin stehen in Koblenz das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw), das Kommando Sanitätsdienst der Bundeswehr, das Bundeswehrzentralkrankenhaus (BwZk) und das Zentrum für Innere Führung. 8.000 Menschen gibt die Truppe in Koblenz Arbeit.

Darüber hinaus verfügt die Stadt über einen gesunden Wirtschaftsmix, hat sich in den zurückliegenden Jahren gut entwickelt. Es gibt Versicherer und Banken, Maschinenbauer und Automobilzulieferer, IT- und Telekommunikationsunternehmen.

ZF TRW zum Beispiel stellt in Koblenz elektronisch geregelte Fahrsicherheitssysteme, Bremskraftverstärker und Scheibenbremssysteme für Fahrzeughersteller weltweit her. 2.100 Menschen arbeiten am Standort.

Auch hat sich Koblenz seinen Platz auf der IT-Landkarte erkämpft. 60 IT-Firmen beschäftigen immerhin schon 3.000 Mitarbeiter. Sie profitieren von der Universität Koblenz-Landau, an der momentan 1.600 Studenten im Fach Informatik eingeschrieben sind.

Ingesamt gibt es in Koblenz nach Angaben der Stadt mehr als 100.000 Beschäftigte, davon fast 73.000 sozialversicherungspflichtig. Bei einer Einwohnerzahl von 113.000 sind das Zahlen, die sich sehen lassen können.

Jobs in Koblenz schaffen:

  • Bundeswehr
  • Verwaltung
  • Dienstleistungen
  • Gesundheit und Medizin
  • Handel
  • Handwerk
  • Hochschule und Bildung
  • Industrie
  • Informationstechnologie
  • Logistik
  • Touristik

Dass Koblenz ein guter Platz zum Arbeiten ist, bestätigte auch das Städteranking im vergangenen Jahr von IW Consult. Hier landete Koblenz auf Platz 33 von 71 Großstädten in Deutschland. Punkten kann die Stadt vor allem mit ihrer gesunden Wirtschaftsstruktur und einer hohen Lebensqualität.

Kosten: Lebenshaltung, Mietpreise

Koblenz liegt in der Mitte zwischen zwei Ballungsräumen – der rheinländischen Achse Bonn-Köln-Düsseldorf im Nordwesten und dem Rhein-Main-Gebiet um Frankfurt im Südosten. Das scheint – zumindest preislich – ein Vorteil zu sein.

Die Koblenzer wohnen deutlich günstiger als ihre Nachbarn. So lag die Medianmiete laut Immowelt bei 7,90 Euro.

85 Kilometer weiter nördlich in Bonn werden 9,70 Euro veranschlagt, in Köln 10,90 Euro und in Düsseldorf 10,40 Euro. Noch kostspieliger ist das Rhein-Main-Gebiet. Wiesbaden verlangt pro Quadratmeter 10,70 Euro, Darmstadt 11,10 Euro, Mainz 11,80 Euro und Frankfurt sogar 13,90 Euro.

Für eine westdeutsche Großstadt, die nicht im Ruhrgebiet oder in Norddeutschland liegt, weist Koblenz damit sehr akzeptable Mietpreise auf. Städte wie Duisburg oder Gelsenkirchen liegen bei rund 6,00 Euro pro Quadratmeter – viel billiger wird es nicht.

Vor allem für kleine Wohnungen müssen Mieter in Koblenz allerdings auch mit Preisen jenseits der 10-Euro-Marke pro Quadratmeter rechnen. Und: Von 2012 bis 2017 sind die Mietpreise in Koblenz um 21 Prozent gestiegen – und damit schneller als in Bonn oder Frankfurt.

Für Immobilienkäufer ist das Koblenzer Preisniveau schon nicht mehr so günstig. 2018 kostete der Quadratmeter 2.560 Euro – zehn Prozent mehr als im Jahr davor.

Zum Vergleich: In Saarbrücken kostet die Immobilie nur 1.540 Euro pro Quadratmeter, in Mannheim dagegen schon 2.570 Euro. In Bonn werden 2.710 Euro aufgerufen, in Köln 3.230 Euro und in Düsseldorf 3.320 Euro. In Mainz werden 3.140 Euro fällig, in Wiesbaden 3.350 Euro und in Frankfurt 4.430 Euro.

Kontaktdaten und Servicestellen

Sie wollen sich in Koblenz selbstständig machen, Ihre Steuererklärung abgeben oder Jobs in Koblenz suchen? Die wichtigsten Servicestellen hat Karrieresprung übersichtlich für Sie zusammengefasst:

  • Das Finanzamt Koblenz finden Sie hier.
  • Die Agentur für Arbeit Koblenz-Mayen finden Sie hier.
  • Die IHK Koblenz finden Sie hier.
  • Die Handwerkskammer Koblenz finden Sie hier.
[Bildnachweis: saiko3p by Shutterstock.com]

Jobs in Trier: So erfolgreich wie die Römer

Jobs in Trier

Trier lebt von seiner Geschichte. Die ist glorreich. Ganz so übel ist es aber auch im Hier und Jetzt nicht. Winzer und Genussmittelhersteller, Textilwirtschaft und Automobilzulieferer sorgen dafür, dass sich die Trierer ihren Wein schmecken lassen können. Viele Jobs in Trier entstehen auch im Tourismus. Und das liegt keineswegs nur am Dom und der Porta Nigra…

Jobs Trier: Wissenswertes zur Region und Stadtteilen

Trier ist ein städtisches Superlativ. Die Stadt wurde vor über 2.000 Jahren gegründet und trägt den Titel der ältesten Stadt Deutschlands mit Stolz. Gut möglich, dass das wirklich stimmt. Gesichert aber ist dies nicht.

Die Römer nannten Trier damals Augusta Treverorum. Heute ist die Römersiedlung auf rund 110.000 Einwohner angewachsen. Ihr Wahrzeichen stammt von 170 nach Christus – und es versetzt die vielen Besucher Triers direkt in die Antike. Die Porta Nigra ist verblüffend gut erhalten. Dass das römische Stadttor zum Unesco-Weltkulturerbe zählt, ist eine Selbstverständlichkeit.

Doch haben die Römer hier noch sehr viel mehr hinterlassen: Kaiserthermen, Amphitheater, Konstantinbasilika. Aus dem Mittelalter stammt der Trierer Dom, der älteste Dom Deutschlands.

Kein Wunder, dass Trier ein Magnet für Touristen ist. Auch immer mehr Chinesen nehmen die lange Reise auf sich. Aber nicht wegen Antike und Mittelalter, sondern wegen des wohl berühmtesten Sohnes der Stadt.

Karl Marx wurde 1818 in Trier geboren, 200 Jahr später weihte man die Karl-Marx-Statue in der Trierer Innenstadt ein. Nicht weit entfernt befindet sich das Marxsche Geburtshaus, das zum Museum umgewandelt wurde.

Die Weinberge der Mosel versorgen Trier mit Wein – und im Sommer mit Weinfesten. Das hätte sicher auch den Römern gefallen. Trier versprüht Lebensfreude. Besonders wohl fühlen sich Studenten und Senioren, auch der eine oder andere EU-Beamte pendelt von Luxemburg hierher. Bis zur Grenze sind es nur gut 20 Minuten mit dem Auto.

Gerne wohnen sie in Trier-Mitte, Heiligkreuz oder Hockweiler. Tarforst liegt nahe an der Universität, Feyen und Weismark gelten als Stadtteile der Zukunft.

Arbeitsmarkt in Trier

Bei 4,3 Prozent lag die Arbeitslosenquote in Rheinland-Pfalz. Damit liegt sie sogar noch deutlich unter dem deutschen Schnitt von 4,9 Prozent.

In der Stadt Trier gibt es nur knapp 3.000 Arbeitslose. Mit der Quote von 4,9 Prozent kann sie sich im Städtevergleich sehen lassen. So liegt die Arbeitslosenquote in der Landeshauptstadt Mainz bei 5,3 Prozent, in Koblenz bei 5,4 Prozent, in Worms bei 6,7 Prozent, in Ludwigshafen bei 7,9 Prozent, in Kaiserslautern bei 8,6 Prozent und in Pirmasens sogar bei 10,9 Prozent.

Fazit: Trier geht’s gut. Auch der Ausbildungsmarkt ist gesund.

Laut Agentur für Arbeit Trier wurden für das Ausbildungsjahr 2018/19 deutlich mehr freie Stellen gemeldet als im Vorjahr. Die meisten Angebote gibt es im kaufmännischen Bereich, zum Beispiel für Kaufleute im Einzelhandel und für Büromanagement, sowie für Verkäufer, KfZ-Mechatroniker und Elektroniker.

Einstiegsgehälter und Gehaltsniveaus

Rheinland-Pfalz ist guter deutscher Durchschnitt, wenn es ums Gehalt geht. Im Schnitt verdient ein Arbeitnehmer hier laut gehalt.de 44.235 Euro jährlich. Für ganz Deutschland beträgt der Wert 45.000 Euro. Höher ist das Durchschnittsgehalt nur in Hessen, Baden-Württemberg, Hamburg, Bayern und Nordrhein-Westfalen.

Fach- und Führungskräfte kommen nach Stepstone-Angaben auf 55.275 Euro im Jahr. Das sind 10.000 Euro weniger als in Hessen (dem Erstplatzierten), aber 13.000 mehr als in Mecklenburg-Vorpommern (dem Letztplatzierten). Die Xing-Gehaltsstudie hat für Fach- und Führungskräfte in Rheinland-Pfalz sogar ein Durchschnittsgehalt von 66.528 Euro ermittelt. Die Abstände zu den anderen Bundesländern bleiben aber ähnlich.

Speziell in Trier ist das Gehaltsniveau eher mäßig. Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit verdient ein Arbeitnehmer im Median 3.153 Euro. Das ist weniger als in ganz Deutschland (3.209 Euro). Median heißt, dass 50 Prozent mehr verdienen und 50 Prozent weniger.

Mit den anderen Großstädten im Umkreis kann Trier nicht mithalten. Sogar Kaiserslautern liegt mit 3.407 Euro deutlich vorne, in der Stadt Koblenz verdient man 3.354 Euro und in Stuttgart 4.351 Euro. Im regionalen Vergleich wiederum sind die Trierer Gehälter gar nicht so schlecht. So beträgt das monatliche Medianeinkommen in Mayen-Koblenz nur 2.978 Euro und in Cochem-Zell 2.876 Euro.

Wichtige Arbeitgeber in Trier

Das sind die wichtigsten Arbeitgeber in Trier:

  • JTI International Germany (Tabakwaren)
  • Heintz van Landewyck (Tabakwaren)
  • Michelin Reifenwerke Trier (Automotive)
  • GKN Driveline Trier (Automotive)
  • Sparkasse Trier
  • Klinikum Mutterhaus
  • Volksfreund-Druckerei Nikolaus Koch
  • Moccamedia (Mediaagentur)
  • SWT Stadtwerke Trier
  • Köhl GmbH (Maschinenbau)
  • Natus (Industrieanlagen)
  • Polybytes (Software)
  • Alta4 AG (Software)
  • Theo Steil GmbH (Schrotthandel)
  • Steil Kranarbeiten
  • Wehrtechnische Dienststelle (Bundeswehr)
  • Finanzamt Trier
  • Volksbank Trier
  • Zweckverband Abfallwirtschaft Region Trier (A.R.T.)
  • Landal GreenParks (Ferienparks)
  • Leyendecker Holzland (Handel)
  • Herres Gruppe International (Sektkellerei)
  • BüchnerBarella (Versicherungsmakler)
  • Synlab (Labordienstleistungen)

Karriereaussichten und Wirtschaft in Trier

Das schönste Kulturgut Triers ist selbstredend der Wein. Ein wichtiger Wirtschaftsfaktor ist der Weinbau ebenfalls. Ohnehin sind die Trierer echte Genießer. Mit JT International und Heintz van Landewyck zählen zwei Tabakhersteller zu den größten Arbeitgebern der Stadt.

Die Industrie hat insgesamt aber wenig Grund zum Feiern. Von 2011 bis 2016 ist die Zahl der verarbeitenden Betriebe in Trier nach offiziellen Zahlen von 60 auf 53 zurückgegangen. Sie beschäftigten 2011 noch rund 6.850 Mitarbeiter, 2016 nur noch ca. 6.180. Während auch der Umsatz in diesem Zeitraum nachgab, stiegen parallel die Ausgaben für Löhne und Gehälter. Aus Arbeitnehmersicht ist das gar nicht so unerfreulich: Die Industriegehälter sind demnach stark gestiegen.

Speziell die Automobilindustrie ist auch in Trier bedeutsam. Schon seit 1971 lässt Michelin hier Drahtprodukte für die Autoreifen-Produktion fertigen. Heute hat das Werk rund 100 Mitarbeiter und stellt Wulstkerne her, die den Pneu später auf der Felge halten.

Insgesamt steigt die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Trier. 2016 waren es schon fast 55.000. Sie arbeiten in diesen Bereichen:

  • Dienstleistungen: 56,8 Prozent
  • Handel, Verkehr, Gastgewerbe: 23,5 Prozent
  • Verarbeitendes Gewerbe: 11,3 Prozent
  • Land- und Forstwirtschaft: 0,3 Prozent

Die Zahlen deuten es an. Der Tourismus ist eine tragende Säule in der alten Römerstadt. Nicht nur die Porta Nigra lockt Auswärtige nach Trier. Karl Marx sorgt sogar in Fernost für Trier-Begeisterung. Die Besucherzahlen aus China steigen, weil Marx hier groß wurde. Davon profitieren Hotellerie, Gastronomie und Einzelhandel.

Weitere Branchen, die Jobs in Trier schaffen, sind:

  • Gesundheitswirtschaft
  • Nahrungs- und Genussmittelindustrie
  • Textilindustrie
  • Feinmechanik
  • Baugewerbe
  • Kunsthandwerk

Eine Goldgrube für Jobsuchende ist Trier nicht. Im Städteranking des Beratungsunternehmens IW Consult landete Trier auf Platz 53 von 71 untersuchten Großstädten. Vor allem die Auswahl an Arbeitsplätzen ist demnach mangelhaft.

Kosten: Lebenshaltung, Mietpreise

Trier ist kein billiger Standort. Die Medianmiete lag laut Immowelt bei 9,20 Euro pro Quadratmeter – ein Anstieg von fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

100 Kilometer weiter südlich in Saarbrücken wohnt es sich günstiger. In der saarländischen Landeshauptstadt werden nur 7,50 Euro pro Quadratmeter fällig. Auch Koblenz ist mit 7,90 Euro preiswerter. In Bonn (9,70 Euro), Mainz (11,80 Euro), Mannheim (9,50 Euro) und Frankfurt (13,90 Euro) ist das Preisniveau dagegen höher.

Die niedrigsten Mietpreise weisen Städte in Ostdeutschland (z.B. Chemnitz, Cottbus), im Ruhrgebiet (z.B. Gelsenkirchen, Hagen) und in Norddeutschland (z.B. Salzgitter, Bremerhaven) auf. Am teuersten sind die Städte im Süden des Landes, in Bayern und Baden-Württemberg.

Vor allem kleinere Wohnungen gibt es auch in Trier nur selten für weniger als zehn Euro pro Quadratmeter. Von 2012 bis 2017 sind die Mietpreise hier um elf Prozent gestiegen – das ist noch vergleichsweise moderat.

Die Kaufpreise in Trier darf man durchaus als gesalzen bezeichnen. Der Quadratmeter kostete im Jahr 2018 im Median 2.720 Euro. 2017 waren es erst 2.440 Euro – ein Anstieg von elf Prozent innerhalb eines Jahres.

Zum Vergleich: In Saarbrücken kostet die Immobilie nur 1.540 Euro pro Quadratmeter, in Koblenz dagegen schon 2.560 Euro. In Mannheim werden 2.570 Euro aufgerufen, in Ludwigshafen 1.940 Euro, in Mainz 3.140 Euro und in Frankfurt 4.430 Euro.

Kontaktdaten und Servicestellen

Sie wollen sich in Trier selbstständig machen, Ihre Steuererklärung abgeben oder Jobs in Trier suchen? Die wichtigsten Servicestellen hat Karrieresprung übersichtlich für Sie zusammengefasst:

  • Das Finanzamt Trier finden Sie hier.
  • Die Agentur für Arbeit Trier finden Sie hier.
  • Die IHK Trier finden Sie hier.
  • Die Handwerkskammer Trier finden Sie hier.
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Jobs in Hanau: Zu schön, um wahr zu sein

Jobs in Hanau

Jobs in Hanau gibt es so viele wie Banken in Frankfurt. Sie sind zahlreich. Vor allem die Materialtechnologie fühlt sich in Hessen wohl. Auch Medizin-, Dental-, Energie- und Vakuumtechniker, Chemische Industrie und Textilwirtschaft schaffen viele Jobs in Hanau. Für Fachkräfte klingt das zu schön, um wahr zu sein. Ein Märchen aber ist es nicht. Und das, obwohl auch die meisten Märchen direkt aus Hanau kommen…

Jobs Hanau: Wissenswertes zur Region und Stadtteilen

Am Markt empfangen einen die berühmtesten Brüder Deutschlands. Das Denkmal der Brüder Grimm schmückt den Marktplatz, auf dem sich die Hanauer nicht nur zum Wochenmarkt treffen.

Beide wurden Ende des 18. Jahrhunderts in Hanau geboren. Heute ist die Stadt drauf und dran, zum ersten Mal in ihrer Geschichte die Schwelle von 100.000 Einwohnern zu knacken. Ländlich ist Hanau aber ohnehin nicht. Bis nach Offenbach am Main sind es nur 15 Kilometer westwärts. Noch mal zehn Kilometer und man ist in Frankfurt.

Hanau hat nicht nur Märchenerzähler hervorgebracht, sondern insbesondere Fußballer. Rudi Völler ist ein Ehrenbürger der Stadt. Mit Thomas Berthold ist noch ein weiterer Weltmeister von 1990 in Hanau geboren.

Eine große Rolle in der Geschichte Hanaus, das im Zweiten Weltkrieg nahezu völlig zerstört wurde, spielten die Amerikaner. Die US Army hatte hier einen ihrer größten Stützpunkte außerhalb der Vereinigten Staaten. 2008 zogen die US-Truppen ab. Zurück blieb eine riesige Konversionsfläche, die mit Wohn- und Gewerbegebieten neu gefüllt wird.

Als gute Wohngegend gilt Hanau-Steinheim, das durch den Main von der Innenstadt getrennt ist. Wer neu nach Hanau zieht, könnte sich auch in Lamboy und Großauheim umsehen – oder weiter auswärts in Bruchköbel. Die Gegend um den Hanauer Hauptbahnhof meiden hingegen immer mehr Hanauer – erst recht als Wohngebiet.

Arbeitsmarkt in Hanau

Hanau gehört mit seinen fast 100.000 Einwohnern zum Main-Kinzig-Kreis. Die Arbeitslosigkeit im Landkreis lag im April 2019 bei 4,1 Prozent.

Damit ist sie sogar noch besser als in ganz Hessen, das 4,4 Prozent Arbeitslose zählt. In ganz Deutschland liegt die Quote bei 4,9 Prozent.

In den großen Städten ist die Arbeitslosenquote erfahrungsgemäß höher als auf dem Land. So liegt sie in Darmstadt bei 4,8 Prozent, in Frankfurt bei 5,0 Prozent, in Wiesbaden bei 6,4 Prozent und in Offenbach sogar bei 8,8 Prozent.

Im Vergleich mit anderen ländlichen Kreisen in Hessen muss sich der Main-Kinzig-Kreis dagegen strecken. So gibt es im Main-Taunus-Kreis sogar nur 3,2 Prozent Arbeitslose, im Hochtaunuskreis 3,4 Prozent, im Odenwaldkreis 4,4 Prozent und im Lahn-Dill-Kreis 4,8 Prozent.

Einstiegsgehälter und Gehaltsniveaus

In Hessen kann man was werden – vielleicht sogar reich. Nach Angaben des Stepstone-Gehaltsreports verdienen Fach- und Führungskräfte hier 65.296 Euro jährlich. Kein anderes Bundesland zahlt so hohe Durchschnittsgehälter. Laut Xing-Gehaltsstudie 2019 sind es sogar 76.972 Euro im Jahr.

Nimmt man sämtliche Arbeitnehmer in die Rechnung auf, dann liegt der Schnitt laut gehalt.de bei 51.345 Euro brutto pro Jahr. Für ganz Deutschland kommt die Gehaltsplattform auf 45.000 Euro. Uni-Absolventen steigen demnach in Hessen mit 52.657 Euro in den Job ein, Lehrlinge nach abgeschlossener Ausbildung mit 35.117 Euro.

Die höchsten Gehälter gibt es erwartungsgemäß in Frankfurt. In der Bankenmetropole wird ein monatliches Mediangehalt von 4.182 Euro gezahlt. Beim Median befindet sich die eine Hälfte aller Gehälter über dem Wert, die andere Hälfte darunter. Darmstadt übertrumpft das Frankfurt Niveau mit 4.185 Euro sogar noch.

In der Landeshauptstadt Wiesbaden liegt das Mediangehalt bei 3.758 Euro, in Offenbach am Main bei 3.450 Euro. Deutschlandweit sind es 3.209 Euro. Hanau wiederum liegt im Main-Kinzig-Kreis. Hier sind die Gehälter niedriger als in den benachbarten Städten. Das Medianeinkommen beträgt 3.134 Euro im Monat.

Wichtige Arbeitgeber in Hanau

Das sind die wichtigsten Arbeitgeber in Hanau:

  • Heraeus (Technologiekonzern)
  • Umicore (Materialtechnologie- und Recycling)
  • Goodyear Dunlop Tires Germany (Automotive)
  • Evonik Industries (Chemie)
  • Vacuumschmelze GmbH (Magnetische Werkstoffe)
  • ALD Vacuum Technologies (Vakuumtechnik)
  • BVS Industrie-Elektronik
  • Kulzer Mitsui Chemicals Group (Dentaltechnik)
  • Europcell (Papierhandel)
  • Netzsch Trockenmahltechnik
  • Sparkasse Hanau
  • ABB Deutschland (Energietechnik)
  • Hüttig und Rompf AG (Baufinanzierung)
  • Cancom (IT-Dienstleistungen)
  • Schwab Versand (Handel)
  • Wego Systembaustoffe (Handel)
  • Priorit AG (Brandschutz)
  • Mitteldeutsche Hartstein-Industrie AG MIH (Baustoffe)
  • Autoactiva Werbeagentur
  • Degudent (Zahntechnik)
  • Bailly Diehl Textil
  • Lach Diamant (Diamant-Werkzeuge)
  • WKT – Konfektionierte Industrie Dämmstoffe
  • R und S Group AG (Elektrotechnik)
  • GHC Gerling (Spezialgase)
  • Bien-Ries AG (Immobilien)

Karriereaussichten und Wirtschaft in Hanau

Hanau ist ein Zentrum der Materialtechnologie. Vier Hanauer Materialtechnikbetriebe zählen zu den 100 größten Unternehmen Hessens.

So hat etwa der belgische Konzern Umicore sechs Standorte in Deutschland, den größten davon in Hanau. Hier werden Werkstoffe für die Pharma- und Automobilindustrie verarbeitet und zu zahlreichen Produkten veredelt. Viele Smartphones und Tablets weltweit enthalten Umicore-Materialien für wiederaufladbare Batterien. 800 Mitarbeiter beschäftigt Umicore in Hanau, in Produktion, Verwaltung und Forschung.

Hanau ist eine Industriestadt. Medizin- und Dentaltechnik, Energie- und Vakuumtechnik, Chemie und Textil. Von den insgesamt rund 47.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten arbeiten 38 Prozent im produzierenden Gewerbe. Viele von ihnen sind in großen Unternehmen tätig. Neben Umicore zählen auch Chemiekonzern Evonik, Reifenhersteller Goodyear Dunlop und Technologiekonzern Heraus zu den wichtigsten Arbeitgebern der Stadt. Evonik stellt im Industriepark Wolfgang in Hanau Antibiotika und Antidepressiva her. Rund 3.500 Mitarbeiter sind am Standort beschäftigt.

Für Heraeus, das sich mit Edelmetallen, Medizintechnik und Sensoren beschäftigt, ist Hanau der Stammsitz. In ca. 90 Prozent aller Herzschrittmachersysteme weltweit stecken High-Tech-Komponenten von Heraeus. Schon 1851 wurde das Familienunternehmen hier gegründet. Im Mai 2019 suchte Heraeus zum Beispiel Fachkräfte für diese Jobs in Hanau:

Der industrielle Kern Hanaus wird von einem wachsenden Dienstleistungssektor flankiert. 21 Prozent der Hanauer arbeiten in Handel, Verkehr und Gastgewerbe, 41 Prozent in sonstigen Dienstleistungsberufen. Einen hohen Stellenwert haben für die Stadt speziell die Handels- und Logistikbranche, IT und Gastgewerbe.

Kosten: Lebenshaltung, Mietpreise

Die Mietpreise schießen allerorten in die Höhe. Im Rhein-Main-Gebiet sind sie besonders hoch.

In Frankfurt kostet der Quadratmeter laut Immowelt 13,90 Euro. Darmstädter wohnen für 11,10 Euro, Wiesbadener für 10,70 Euro und Offenbacher für 10,30 Euro. Auf der rheinland-pfälzischen Seite in Mainz werden 11,80 Euro berechnet.

Von 2012 bis 2017 sind die Mietpreise in Offenbach um 27 Prozent gestiegen, in Frankfurt um 17 Prozent, in Darmstadt um 16 Prozent und in Wiesbaden um 15 Prozent.

In Hanau sind Wohnungen vielfach noch für weniger als zehn Euro pro Quadratmeter zu haben. Am günstigsten sind Immowelt-Angaben zufolge Wohnungen mit einer Größe zwischen 100 und 120 Quadratmetern. Sie kosten in Hanau im Schnitt weniger als acht Euro pro Quadratmeter. Für sehr kleine (unter 40 Quadratmeter) und sehr große Wohnungen (über 120 Quadratmeter) müssen Mieter hingegen mit zweistelligen Quadratmeterpreisen rechnen. Insgesamt lag die Medianmiete in Hanau im Jahr 2018 bei 8,90 Euro pro Quadratmeter.

Auch das Kaufpreisniveau reicht bei Weitem nicht an das der Nachbarstädte heran. Während für eine Immobilie in Frankfurt 4.430 Euro pro Quadratmeter überwiesen werden müssen, zahlt man in Hanau mit 2.360 Euro nur etwas mehr als die Hälfte. In Wiesbaden werden Immobilienkäufer mit 3.350 Euro pro Quadratmeter zur Kasse gebeten, in Darmstadt mit 3.280 Euro und in Offenbach mit 3.110 Euro.

Kontaktdaten und Servicestellen

Sie wollen sich in Hanau selbstständig machen, Ihre Steuererklärung abgeben oder Jobs in Hanau suchen? Die wichtigsten Servicestellen hat Karrieresprung übersichtlich für Sie zusammengefasst:

  • Das Finanzamt Hanau finden Sie hier.
  • Die Agentur für Arbeit Hanau finden Sie hier.
  • Die IHK Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern finden Sie hier.
  • Die Kreishandwerkerschaft Hanau finden Sie hier.
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Jobs in Offenbach: Wo Sie aus dem Schatten treten

Jobs in Offenbach

Offenbach meidet das Rampenlicht. Die Stadt kann es einfach nicht mit ihrem großen Bruder Frankfurt aufnehmen, dessen Türme in der Sonne funkeln. Dabei hat Offenbach seinen ganz eigenen Charakter. Früher hatte die Lederindustrie hier ihr Kraftzentrum, heute zieht sie immer mehr Dienstleister an. Viele Jobs in Offenbach werden von Designern besetzt. Und auch für Meteorologen scheint in Offenbach immer die Sonne…

Jobs Offenbach: Wissenswertes zur Region und Stadtteilen

Frankfurts Bankentürme sind nur einen Katzensprung entfernt. Für Offenbach sind sie Fluch und Segen zugleich.

Der Offenbacher Stadtteil Kaiserlei ist Frankfurts City fast näher als der eigenen. Hier haben sich Finanzdienstleister und Hotels angesiedelt, um das Frankfurter Publikum zu bedienen.

Gleichzeitig zieht Mainhattan aber auch Unternehmen, Fachkräfte und Kaufkraft ab. Offenbach profitiert vom Frankfurter Flughafen, leidet aber ebenso unter seinem gewaltigen Lärmpegel. Offenbach liegt mitten in der Einflugschneise.

Den Kampf mit Frankfurt kann Offenbach nicht gewinnen. Zu drastisch ist die Wortwahl nebenbei bemerkt nicht. Die Konkurrenz beider Städte ist historisch bedingt — und Legende. Ihren Ausdruck findet sie in der brodelnden Rivalität der Fanlager von Eintracht Frankfurt und Kickers Offenbach.

Ein Schmuckstück ist Offenbach nicht. Aber sie baut eines.

Auf dem Hafengelände entstehen seit 2009 zahlreiche neue Miet- und Eigentumswohnungen in direkter Wasserlage. Generell haben die Offenbacher keinen schlechten Geschmack. Hier sitzt immerhin die Hochschule für Gestaltung. Die vielen Designer, die Offenbach beherbergt, arbeiten in den Bereichen Grafik und Webdesign, Fahrzeug- und Industriedesign.

Das Westend ist Offenbachs beliebteste Wohngegend. Mit Fluglärm müssen sich aber auch seine Einwohner abfinden. Oder sie ziehen nach Rumpen oder Bürgel im äußersten Nordosten. Das sind die einzigen Stadtteile, die der Flughafen in Ruhe lässt. Ärzte schätzen den Bereich nördlich des Odenwaldrings um die Beethovenstraße. Bis zum Klinikum Offenbach sind es von hier nur wenige Meter.

Arbeitsmarkt in Offenbach

Offenbach ist ein Sorgenkind. Die Stadt wies im April 2019 eine Arbeitslosenquote von 8,8 Prozent auf. Damit ist sie doppelt so hoch wie jene in Hessen insgesamt (4,4 Prozent).

Auch die anderen Städte in der Region sind weniger von Arbeitslosigkeit betroffen. In Darmstadt liegt die Arbeitslosenquote bei 4,8 Prozent, in Frankfurt bei 5,0 Prozent und in Wiesbaden bei 6,4 Prozent.

Rechnet man aber die umliegenden Gemeinden mit ein, sieht die Situation gar nicht mehr so düster aus. Im Bezirk Offenbach der Bundesagentur für Arbeit beträgt die Arbeitslosigkeit nur 3,9 Prozent.

Vor allem gut Qualifizierte haben nach Angaben der Agentur für Arbeit Offenbach die Qual der Wahl. Freie Jobs für sie seien in nahezu allen Wirtschaftszweigen vorhanden.

Einstiegsgehälter und Gehaltsniveaus

Hessen ist die Nummer eins der Geldrangliste. Fach- und Führungskräfte kommen laut Stepstone-Gehaltsreport hier pro Jahr auf 65.296 Euro brutto – damit liegt Hessen sogar relativ deutlich vor Baden-Württemberg und Bayern. Die Xing-Gehaltsstudie geht sogar von einem Durchschnittsgehalt von 76.972 für hessische Fach- und Führungskräfte aus.

Das Durchschnittsgehalt aller Arbeitnehmer liegt laut Gehaltsplattform gehalt.de bei 51.345 Euro. Als einziges Bundesland überspringt Hessen damit die 50.000-Euro-Marke.

Aber: Hessen ist nicht gleich Hessen.

Während die Spitzenverdiener in Frankfurt und Darmstadt sitzen, müssen sich andere mit deutlich weniger zufrieden geben – auch die Offenbacher. Das Medianeinkommen in Offenbach am Main liegt nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit bei 3.450 Euro im Monat. Deutschlandweit sind es 3.209 Euro.

In Frankfurt können Arbeitnehmer mit 4.182 Euro rechnen, in Darmstadt mit 4.185 Euro und in Wiesbaden mit 3.758 Euro. Immerhin liegt Offenbach vor dem benachbarten Main-Kinzig-Kreis, der die Nachbarstadt Hanau umfasst. Dort kommen Arbeitnehmer auf 3.134 Euro im Monat. Auch Mainz liegt mit 3.554 Euro nur relativ knapp vor Offenbach.

Wichtige Arbeitgeber in Offenbach

Bei diesen Arbeitgebern finden Sie Jobs in Offenbach:

  • Siemens AG (Ingenieurdienstleistungen, Vertrieb)
  • GKN Freight Services (Logistik)
  • Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen
  • Deutscher Wetterdienst
  • Saint-Gobain Building Distribution Deutschland (Baufachhandel)
  • Honeywell (Industriedienstleistungen)
  • Schramm Coatings (Lacke)
  • Danfoss (Regelungstechnik)
  • Pluradent (Zahntechnik)
  • EVO Energieversorgung Offenbach AG
  • Keller Grundbau (Bau)
  • Alpha Personal-Service (Zeitarbeit)
  • Tecsis (Messtechnik)
  • Soluvia Billing (IT-Dienstleistungen)
  • Vibra Maschinenfabrik Schultheis (Maschinenbau)
  • Flexlink Systems (Förderanlagen)
  • Honda R and D Europe (Automobil)
  • Hyundai Motor Deutschland (Automobil)
  • Kumho Tire Europe (Automotive)
  • Industrie- und Handelskammer Offenbach am Main
  • Hochschule für Gestaltung Offenbach am Main
  • Doric (Immobilien)
  • Taste (Markenagentur)

Karriereaussichten und Wirtschaft in Offenbach

Früher war Offenbach für seine Lederwaren bekannt. In den Siebzigerjahren aber wanderte die Industrie nach Fernost ab und leitete den Strukturwandel ein. Auch die bis dato starke Elektroindustrie kehrte Offenbach den Rücken.

Und fast scheint es so, als sei das Schlimmste noch gar nicht überstanden. Die Industriebetriebe, die Offenbach halten konnte, geraten zunehmend in Schwierigkeiten. 2011 meldete Druckmaschinenhersteller Manroland Insolvenz an. 2015 verlegte der französische Haushaltsgerätekonzern SEB, bekannt für die Marken Rowenta, Krups und Tefal, seinen Deutschlandsitz von Offenbach nach Frankfurt.

Vor zwei Jahren zog Kraftwerksbauer Areva einen Schlussstrich unter das Kapitel Offenbach, den bis dahin zweitgrößten deutschen Standort nach Erlangen. Und für Seifenhersteller Kappus ist im Juni 2019 nach 171 Jahren in Offenbach Schluss.

Die letzte Hiobsbotschaft kam aus dem Hause Siemens. Der Mischkonzern schließt seinen Standort Offenbach und zieht mit 400 Mitarbeitern in das neue Gewerbegebiet Gateway Gardens am Frankfurter Flughafen. Nur noch 14 Prozent der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Offenbacher arbeiten im verarbeitenden Gewerbe.

Und dennoch hat die Apokalypse Offenbach nicht erreicht. Die Stadt steht noch. Und sie steht gar nicht mal auf so tönernen Füßen, wie man bei all den Schlagzeilen vermuten könnte. Im Städteranking von IW Consult durfte sich Offenbach über Platz 28 von 71 deutschen Großstädten freuen – ein erstaunlich gutes Ergebnis.

Die Beschäftigungsentwicklung war zuletzt grandios. Viele Banken, Versicherungen und Unternehmensberatungen haben sich hier – in Schlagdistanz zur Finanzmetropole Frankfurt – angesiedelt.

Die deutsche Automobilindustrie hat Offenbach zwar nicht entdeckt – dafür aber die asiatische. Mit Honda, Hyundai und Reifenhersteller Kumho sitzen gleich drei Asiaten im Offenbacher Stadtteil Kaiserlei.

Geradezu magnetisch wirkt Offenbach auf Designer. Die Stadt hat eine hohe Dichte an Designbüros für Grafik und Industriedesign – und bildet selbst Designer an ihrer Hochschule für Gestaltung aus. Auch Meteorologen fühlen sich bei Wind und Wetter wohl. Offenbach ist die Heimat des Deutschen Wetterdienstes, der insgesamt 2.500 Mitarbeiter beschäftigt.

Kosten: Lebenshaltung, Mietpreise

Offenbach liegt im wirtschaftlichen Kraftzentrum Hessens. Frankfurt, Darmstadt und Wiesbaden sind direkte Nachbarn. Diese drei Städte sind ökonomisch stärker – und haben ein höheres Preisniveau als Offenbach.

Trotzdem ist Offenbach kein Ort, in dem Sparfüche glücklich werden. Die Stadt ist spürbar teurer als etwa Kassel im Norden Hessens.

Von 2012 bis 2017 sind die Mietpreise in Offenbach nach Angaben der Plattform Immowelt um stolze 27 Prozent gestiegen. In Frankfurt betrug der Preisanstieg im gleichen Zeitraum „nur“ 17 Prozent, in Darmstadt 16 Prozent und in Wiesbaden 15 Prozent.

Die Medianmiete lag demnach in Jahr 2018 in Offenbach bei 10,30 Euro pro Quadratmeter. Das ist im deutschlandweiten Vergleich nicht wenig. In Ostdeutschland, im Ruhrgebiet, am Niederrhein und in Norddeutschland gibt es zahlreiche Städte, in denen die Medianmiete zwischen 5,50 bis 7,00 Euro beträgt.

Im regionalen Vergleich aber kann Offenbach mit seinen Preisen punkten. Frankfurter mieten den Quadratmeter für 13,90 Euro, Darmstädter für 11,10 Euro, Wiesbadener für 10,70 Euro. Jenseits der Landesgrenze in Mainz werden 11,80 Euro fällig.

Käufer können in Offenbach dagegen nicht auf Schnäppchenpreise spekulieren. Der Kauf einer Immobilie belastet das Konto laut Immowelt mit 3.110 Euro pro Quadratmeter – ein hoher Wert. Getoppt wird dieser allerdings locker von Frankfurt (4.430 Euro). Darmstadt ist mit 3.280 Euro nicht sehr viel teurer, Wiesbaden kostet 3.350 Euro. Mainz liegt mit 3.140 Euro nur minimal über Offenbacher Niveau.

Kontaktdaten und Servicestellen

Sie wollen sich in Offenbach selbstständig machen, Ihre Steuererklärung abgeben oder Jobs in Offenbach suchen? Die wichtigsten Servicestellen hat Karrieresprung übersichtlich für Sie zusammengefasst:

  • Das Finanzamt Offenbach am Main finden Sie hier.
  • Die Agentur für Arbeit Offenbach finden Sie hier.
  • Die IHK Offenbach am Main finden Sie hier.
  • Die Kreishandwerkerschaft Offenbach finden Sie hier.
  • Jobs in Offenbach finden Sie hier.
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Jobs in Ludwigshafen: Die richtige Verbindung

Jobs in Ludwigshafen

Jobs in Ludwigshafen gibt es bei BASF in Hülle und Fülle, so viel ist bekannt. Was weniger bekannt ist: Ludwigshafen ist die Stadt der Pendler. In keine andere deutsche Großstadt fahren so viele Menschen ein und aus. Wohnen möchten sie hier offenbar nicht, Ludwigshafen gilt als das hässliche Entlein unter den Städten. Wer aber einen Blick auf seinen Lohnzettel wirft, vergisst die unschönen Seiten Ludwighafens ganz ganz schnell wieder…

Jobs Ludwigshafen: Wissenswertes zur Region und Stadtteilen

Wer Ludwigshafen hört, denkt automatisch an BASF. Der Chemie-Riese hat hier schon Mitte des 19. Jahrhunderts sein Stammhaus errichtet. Heute nimmt das riesige Areal, das im Norden der Stadt am Rhein liegt, zehn Quadratkilometer ein.

Der eine oder andere Zeitgenosse assoziiert die Stadt auch mit Daniela Katzenberger. Das Trash-TV-Sternchen lebt mittlerweile auf Mallorca, wurde aber in Ludwigshafen geboren. Mit dem Katzinett hat sie nichts zu tun.

Das Privatmuseum, das sich dem Thema Katze widmet, hat sich seit seiner Gründung zu einem beliebten Ausflugsziel in Ludwigshafen entwickelt.

Weit größere Relevanz aber hatte der berühmteste Sohn der Stadt: Helmut Kohl. Der verstorbene Altkanzler lebte in Oggersheim im Westen.

All die großen und kleinen Berühmtheiten können nicht darüber hinwegtäuschen, dass Ludwigshafen keine Schönheit ist. Kein Reiseblogger weit und breit, der die Stadt als „heimliche Perle“ anpreisen wird. Ludwigshafen ist graue Beton- und Industrielandschaft.

Spötter sagen, das Beste an Ludwigshafen sei die Nähe zu Mannheim und Heidelberg. Das ist das Gute: Ludwigshafen liegt mitten in der Metropolregion Rhein-Neckar. Pendlern stehen alle Richtungen frei, die Wohnungen sind hier außerdem günstiger.

Die beliebtesten Wohngegenden Ludwigshafens sind seine Randlagen. Oggersheim, Oppau, Friesenheim oder Mundenheim haben sich mitunter ihren eigenen Charakter bewahrt. Mitten in der City fühlt sich hingegen so mancher unwohl- erst recht in den Abendstunden.

Arbeitsmarkt in Ludwigshafen

Über 7.150 Ludwigshafener waren zuletzt arbeitslos. Das entspricht einer Arbeitslosenquote von 7,9 Prozent. Seit dem November 2018 steigt sie an – damals lag sie noch bei 7,0 Prozent.

Die Industriestadt weist damit einen vergleichsweise schlechten Wert auf. In ganz Rheinland-Pfalz lag die Arbeitslosigkeit im April 2019 bei 4,3 Prozent, in Deutschland bei 4,9 Prozent. Und auch die Landeshauptstadt Mainz mit 5,3 Prozent, Koblenz mit 5,4 Prozent und Worms mit 6,7 Prozent stehen deutlich besser da.

Regionales Schlusslicht aber ist Ludwigshafen keinesfalls. In Kaiserslautern liegt die Arbeitslosigkeit bei 8,6 Prozent und in Pirmasens sogar bei 10,9 Prozent.

Freie Jobs in Ludwigshafen gibt es nach Angaben der Agentur für Arbeit vor allem in diesen Bereichen:

  • Rohstoffgewinnung
  • Produktion und Fertigung
  • Naturwissenschaft
  • Geografie
  • Informatik
  • Kaufmännische Dienstleistungen
  • Handel
  • Vertrieb
  • Tourismus

Einstiegsgehälter und Gehaltsniveaus

Ludwigshafen ist die Heimat des Chemiegiganten BASF. Das wirkt sich auch auf die Gehaltsstruktur in der Stadt aus – ziemlich positiv.

So liegt das Medianeinkommen in Ludwigshafen nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit bei 4.534 Euro monatlich. Das ist im bundesweiten Vergleich ein überragender Wert. Median bedeutet, dass eine Hälfte aller Gehälter diesen Wert überbietet und die andere nicht.

In Rheinland-Pfalz nimmt Ludwigshafen damit die Spitzenposition ein – mit weitem Abstand. In der Landeshauptstadt Mainz verdienen Arbeitnehmer 3.554 Euro, in Kaiserslautern 3.407 Euro, in Koblenz 3.354 Euro und in Trier 3.153 Euro.

Sogar Städte wie Stuttgart (4.351 Euro), Frankfurt (4.182 Euro) und München (4.169 Euro) lässt Ludwigshafen hinter sich. Gute Einstiegsgehälter winken in Ludwigshafen laut gehalt.de insbesondere BWLern und Ingenieuren, aber auch Geisteswissenschaftlern.

Insgesamt sind die Gehälter in Rheinland-Pfalz auf einem guten Niveau. Das Durchschnittsgehalt aller Arbeitnehmer liegt hier laut Gehaltsplattform gehalt.de bei 44.235 Euro jährlich. In ganz Deutschland sind es 45.000 Euro.

Fach- und Führungskräfte verdienen laut Stepstone-Gehaltsreport 2019 in Rheinland-Pfalz 55.275 Euro im Schnitt pro Jahr. 66.528 Euro sind es nach Angaben der Xing-Gehaltsstudie 2019.

Wichtige Arbeitgeber in Ludwigshafen

Das sind die wichtigsten Arbeitgeber in Ludwigshafen:

  • BASF SE (Chemie)
  • Abbott GmbH (Pharma)
  • AbbVie (Pharma)
  • Almatis (Chemie)
  • Contargo (Logistik)
  • ICL Performance Products (Chemie)
  • Isolite (Dämmtechnik)
  • Fasihi (IT-Dienstleistungen)
  • Franz Kehl Betriebs GmbH (Gebäudereinigung)
  • GAG Ludwigshafen am Rhein (Immobilien)
  • Gruber (Spedition)
  • ISD – Industrie Service für Datenverarbeitung (IT-Dienstleistungen)
  • J. Engelsmann AG (Maschinenbau)
  • Keipp Elektro-Bau-Technik
  • Klinikum der Stadt Ludwigshafen
  • Kost GmbH (Reinigung)
  • Kübler GmbH (Hallenheizung)
  • M und W Process Automation (Automatisierungslösungen)
  • MD Medicus Holding (Medizinische Dienstleistungen)
  • Medpex Versandapotheke
  • Moster (Elektrogroßhandel)
  • Mühlenberg (Autohandel)
  • Bilfinger Peters Engineering (Ingenieurdienstleistungen)
  • Pfalzwerke AG (Energieversorgung)
  • Raschig (Chemie)
  • Rheinland-Pfälzische Rundfunk GmbH (Medien)
  • Saint-Gobain Isover (Dämmstoffe)
  • Sparkasse Vorderpfalz
  • Türmerlein Holding (Klebstoffe)
  • TWL Technische Werke Ludwigshafen (Energieversorgung)
  • Joseph Vögele AG (Maschinenbau)
  • VR Bank Rhein-Neckar
  • Wöllner (Chemie)
  • Ziegle (Infrastrukturelle Dienstleistungen)

Karriereaussichten und Wirtschaft in Ludwigshafen

Die Bande sind eng zwischen Ludwigshafen und chemischer Industrie. 1865 wurde hier die Badische Anilin und Soda-Fabrik gegründet. Heute sind die vier Buchstaben weltbekannt: BASF.

39.000 Menschen arbeiten in Ludwigshafen auf einer Fläche von zehn Quadratkilometern – auf dem größten Chemieareal der Welt. Im Mai 2019 sucht BASF unter anderem Bewerber für diese Jobs in Ludwigshafen:

  • IT Engineer
  • Recruiter
  • Product Safety Specialist
  • Business Development Manager
  • Laborleiter
  • Ingenieur
  • Anlagenfahrer
  • Customer Service Officer
  • Qualitätsmanager
  • Controller
  • Physiklaborant
  • Ökotoxikologe
  • SAP Consultant
  • Packaging Expert

BASF ist aber keineswegs das einzige Chemie-Unternehmen der Stadt. Sie alle profitieren vom Hafen Ludwigshafen, einem der größten Binnenhäfen Deutschlands und der Nähe zur Rhein-Neckar-Region. Ludwigshafen zieht viele Arbeitnehmer aus dem Umland an. In keiner anderen Stadt Deutschlands ist der Anteil an Pendlern so groß.

Mit der Entwicklung Ludwigshafens in den letzten fünf Jahren ist aber nur ein knappes Drittel der Unternehmen zufrieden. Das ergab eine IHK-Umfrage im Sommer 2018. Mit der Pfalz insgesamt ist dagegen fast die Hälfte zufrieden. In keiner pfälzischen Kommune ist der Pessimismus so groß wie in Ludwigshafen.

Im Städteranking 2018 des Beratungsunternehmens IW Consult belegte Ludwigshafen immerhin noch Platz 34 von 71. Die Abhängigkeit von einem Großkonzern scheint Fluch und Segen zugleich zu sein.

Kosten: Lebenshaltung, Mietpreise

In Ludwigshafen winken nicht nur Top-Gehälter, sondern auch niedrige Lebenshaltungskosten.

Die Medianmiete lag 2018 nach Angaben der Plattform Immowelt bei 8,10 Euro pro Quadratmeter. Damit wohnen die Ludwigshafener sehr viel günstiger als ihre Nachbarn. Mannheimer zahlen für den Quadratmeter 9,50 Euro, Heidelberger sogar 12,00 Euro.

Weiter südlich in Karlsruhe kostet der Quadratmeter 10,00 Euro, nördlich in Darmstadt 11,10 Euro, westlich in Saarbrücken aber nur 7,50 Euro. In Mainz werden 11,80 Euro fällig, in Stuttgart 12,50 Euro und in Frankfurt 13,90 Euro.

Von 2012 bis 2017 waren die Mietpreise in der BASF-Stadt um 18 Prozent angewachsen. In Mannheim betrug der Preisanstieg im gleichen Zeitraum 17 Prozent, in Heidelberg aber nur 7 Prozent.

Wohnungen für weniger als zehn Euro pro Quadratmeter – in Ludwigshafen gibt es sie (noch). Allerdings müssen Mieter speziell für kleinere Wohnungen teilweise mitunter bis zu 15 Euro investieren.

Günstig ist Ludwigshafen auch für Käufer. Eine Immobilie kostet laut Immowelt 1.940 Euro pro Quadratmeter. In Mannheim kostet sie dagegen 2.570 Euro, in Heidelberg sogar 3.250 Euro.

Auch die anderen Großstädte in der Region sind für Immobilienkäufer kostspieliger. So kostet sie der Quadratmeter in Karlsruhe 3.250 Euro, in Mainz 3.140 Euro, in Darmstadt 3.280 Euro, in Stuttgart 4.080 Euro und in Frankfurt 4.430 Euro.

Kontaktdaten und Servicestellen

Sie wollen sich in Ludwigshafen selbstständig machen, Ihre Steuererklärung abgeben oder Jobs in Ludwigshafen suchen? Die wichtigsten Servicestellen hat Karrieresprung übersichtlich für Sie zusammengefasst:

  • Das Finanzamt Ludwigshafen finden Sie hier.
  • Die Agentur für Arbeit Ludwigshafen finden Sie hier.
  • Die IHK Pfalz finden Sie hier.
  • Die Handwerkskammer der Pfalz finden Sie hier.
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Jobs in Heilbronn: Sie sind nicht (mehr) von Pappe

Jobs in Heilbronn

Durstig bleiben Sie in Heilbronn nicht. Es handelt sich immerhin um die Stadt des Weins. Satt aber macht Sie nur Ihr Gehalt. Jobs in Heilbronn gibt es vor allem in der Medizintechnik und der Papierindustrie. Das Papier hat die Stadt groß gemacht, seine Wirtschaftskraft wird aber immer dünner. Die gute Nachricht ist: Wer keine Jobs in Heilbronn findet, der wird unter Garantie im Umkreis fündig…

Jobs Heilbronn: Wissenswertes zur Region und Stadtteilen

Heilbronn ist die Stadt des Weins. Weinberge und Weingüter durchziehen das Stadtbild. Hier reiht sich im Sommer ein Weinfest an das nächste.

„Das Käthchen von Heilbronn“ ist die wohl berühmteste Tochter der Stadt. In Wahrheit entsprang sie den Gedanken Heinrich von Kleists, der das Käthchen als großes historisches Ritterschauspiel inszenierte.

Ohnehin ist Heilbronn historisch wertvoll. Besiedelt wurde die Gegend vermutlich schon in der Altsteinzeit. Dann kamen die Römer und errichteten das Kastell Heilbronn-Böckingen. Im 14. Jahrhundert wurde Heilbronn zur Reichsstadt und im 19. Jahrhundert brachte die Industrialisierung Heilbronn wirtschaftlichen Schwung – vor allem durch die Papierindustrie.

Und heute? Heute ist Heilbronn noch immer ein ökonomischer Dampfhammer. Außerdem sind es bis nach Stuttgart nur knapp 60 Kilometer. Pendeln ist möglich.

Heilbronn ist stark – und grün. Wenn die Heilbronner mal nicht schaffen oder sich auf einem Weinfest dem Traubensaft hingeben, zieht es sie in den Wertwiesenpark am Neckar oder in den Pfühlpark im Osten der Stadt oder auch mal in den Botanischen Obstgarten im Norden. In der Innenstadt sorgt die Astronomische Uhr am Rathaus für erstaunte Gesichter.

Die besten Wohnlagen Heilbronns liegen im Osten. Die Mehrheit der Einwohner aber wohnt in der Innenstadt, die durch die Flussarme des Neckar flächenmäßig begrenzt wird.

Alternativen finden Zugereiste in den Nachbargemeinden: Neckarsulm und Bad Friedrichshall im Norden, Leingarten im Westen, Weinsberg und Untergruppenbach im Osten, Lauffen im Süden. Meiden sollten sie das Gebiet um die Christophstraße, das auch als Hawaii-Viertel bekannt ist und keinen sonderlich guten Ruf genießt.

Arbeitsmarkt in Heilbronn

In Baden-Württemberg waren zuletzt rund 188.000 Menschen ohne Arbeit. Das klingt nach viel, ist aber wenig. Denn die Arbeitslosenquote beträgt dementsprechend nur 3,1 Prozent.

In der Stadt Heilbronn ist sie etwas höher. Aber 4,7 Prozent sind noch immer ein guter Wert. Nur ca. 3.300 Heilbronner sind arbeitslos gemeldet.

In den anderen Städten des Landes ist der Wert allerdings noch deutlich besser. So beträgt die Arbeitslosigkeit in Tübingen 2,5 Prozent, in Ludwigsburg 2,7 Prozent und in Stuttgart 4,0 Prozent. Dahinter folgt Pforzheim mit 5,8 Prozent.

Summa summarum sind die Chancen, einen neuen Job zu finden, nirgends so gut wie in Baden-Württemberg. Mit einer Ausnahme: Bayern. Bayern ist das einzige Bundesland, das die Drei-Prozent-Marke bei der Arbeitslosigkeit unterbietet – mit einem Wert von 2,8 Prozent.

Einstiegsgehälter und Gehaltsniveaus

In Baden-Württemberg sind die Gehälter außerordentlich gut. So werden Fach- und Führungskräfte laut Stepstone-Gehaltsreport mit einem jährlichen Durchschnittsgehalt von 62.375 Euro entlohnt. Die Xing-Gehaltsstudie sieht sie sogar bei jährlich 72.526 Euro. Von allen Bundesländern zahlt nur Hessen besser als Baden-Württemberg.

Das Durchschnittsgehalt aller Arbeitnehmer im Südwesten liegt nach Angaben der Gehaltsplattform gehalt.de bei 48.870 Euro. Uni-Absolventen steigen in Baden-Württemberg demnach mit durchschnittlich 50.109 Euro in den Beruf ein, Azubis nach erfolgreicher Ausbildung mit 33.418 Euro.

Schwindelerregend sind die Gehälter in der Stadt Heilbronn nicht. Das Mediangehalt liegt hier bei 3.372 Euro. Der Median drückt den Wert aus, unter und über dem sich jeweils 50 Prozent der Gehälter befinden. Er gilt als aussagekräftiger als der Durchschnittswert.

Für ganz Deutschland liegt das Mediangehalt bei 3.209 Euro. Aber die Spanne ist groß. Im regionalen Vergleich müht sich Heilbronn um Anschluss. In Stuttgarter beträgt das Mediangehalt 4.351 Euro, in Karlsruhe 3.682 Euro. In Reutlingen liegt es bei 3.496 Euro, in Tübingen bei 3.484 Euro, in Ludwigsburg bei 3.676 Euro, in Esslingen bei 3.740 Euro und in Böblingen gar bei 4.596 Euro.

Wichtige Arbeitgeber in Heilbronn

Das sind die wichtigsten Arbeitgeber in Heilbronn:

  • Friesland Campina Germany (Nahrungsmittel)
  • Intersport (Handel)
  • Karl Marbach (Werkzeugbau)
  • Kreissparkasse Heilbronn
  • Läpple AG (Automotive)
  • SLK Kliniken
  • ThyssenKrupp Systems Engineering (Maschinenbau)
  • Karl Schmidt Spedition
  • Südwestdeutsche Salzwerke
  • Pflanzen-Kölle Gartencenter
  • Illig Maschinenbau
  • Stadtwerke Heilbronn
  • Heilbronner Stimme (Medien)
  • Vishay (Halbleiter)
  • Hochschule Heilbronn
  • AIM Infrarot-Module
  • SoftwareOne Deutschland
  • Bär Cargolift (Fahrzeugzubehör)
  • Amphenol Automotive
  • Xenios AG (Medizintechnik)
  • Wolffkran (Kranhersteller)
  • KWP (Unternehmensberatung)
  • Zeag Energie AG (Versorgungsunternehmen)
  • Heilbronner Versorgungs GmbH
  • RPB Rückert (Bau)
  • Communardo Software
  • GGB Gleitlager
  • IB Solution (SAP-Beratung)
  • Hertner Gebäudetechnik
  • Concept Hero (IT-Dienstleistungen)
  • Beyerdynamic (Elektroakustik)

Karriereaussichten und Wirtschaft in Heilbronn

Für qualifizierte Fachkräfte bietet Heilbronn beste Perspektiven. So ist Heilbronn-Franken die Region in Baden-Württemberg, die gemessen an ihrer Einwohnerzahl die höchste Clusterdichte aufweist.

Den Landkreis Hohenlohe im Nordosten prägen Montage-, Ventilatoren-, Explosionsschutz sowie Mess-, Steuer- und Regeltechnik. Der westliche Landkreis Heilbronn ist Heimat eines Clusters der Kunststoffspritzgieß-Industrie. Ein Automobil-Cluster gibt es in Neckarsulm. Im Westen in Schwäbisch Hall dominiert der Verpackungsmaschinenbau und in Heilbronn selbst sind Papierindustrie und Medizintechnik groß.

Die Papierindustrie hat die Stadt schon während der Industrialisierung angetrieben. Nach und nach kamen immer weitere Industriezweige hinzu. Eine Industriestadt ist Heilbronn bis heute geblieben. Von den rund 70.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten arbeiten 24 Prozent im verarbeitenden Gewerbe. 25 Prozent schaffen in Handel, Gastgewerbe und Verkehr, 51 Prozent in anderen Dienstleistungsberufen. Zuletzt schuf Möbel Rieger viele neue Jobs in Heilbronn in seinem neuen Haus am Kanalhafen. Insgesamt 280 Mitarbeiter wurden in den verschiedensten Bereichen eingestellt.

Der Arbeitsmarkt brummt in Heilbronn. Darum landete die Stadt im Städteranking von IW Consult auch auf einem guten 25. Platz von 71 untersuchten Großstädten in Deutschland. Die Beschäftigungsentwicklung war zuletzt glänzend, auch viele Ältere haben neue Jobs in Heilbronn gefunden.

Doch wie lange noch? Heilbronn mangelt es an Akademikern, an zukunftsfähigen Industrien und Kreativität. Im Zukunftsranking reichte es nur für Platz 56.

Kosten: Lebenshaltung, Mietpreise

Heilbronn liegt genau zwischen Stuttgart und Heidelberg – zwei sündhaft teuren Städten. Nach Stuttgart sind es 50 Kilometer südwärts, nach Heidelberg 70 Kilometer gen Westen.

Während in Heidelberg die Medianmiete 2018 nach Angaben von Immowelt 12,00 Euro pro Quadratmeter betrug, waren es in Stuttgart sogar 12,50 Euro. Demgegenüber ist Heilbronn mit 9,80 Euro ein Preiskracher.

Noch günstiger wohnt es sich in Mannheim (9,50 Euro) und Pforzheim (8,00 Euro). Reutlingen (9,80 Euro) liegt mit Heilbronn gleichauf. Karlsruhe kostet 10,00 Euro pro Quadratmeter, Freiburg im Breisgau sogar 12,00 Euro.

Doch werden die Zeiten auch in Heilbronn härter. Von 2012 bis 2017 waren die Mietpreise in der Stadt um satte 28 Prozent gestiegen und damit sehr viel schneller als in den Nachbarstädten.

Wer eine Immobilie in Heilbronn kaufen möchte, muss pro Quadratmeter 2.780 Euro zahlen. Im Vergleich mit Stuttgart ist das wenig. In der Landeshauptstadt Baden-Württembergs schlägt der Quadratmeter mit 4.080 Euro zu Buche. In Heidelberg, Ulm und Karlsruhe werden Käufern 3.250 Euro berechnet, in Reutlingen 3.090 Euro, in Mannheim 2.570 Euro, in Pforzheim 2.350 Euro und in Freiburg sogar 4.260 Euro.

Kontaktdaten und Servicestellen

Sie wollen sich in Heilbronn selbstständig machen, Ihre Steuererklärung abgeben oder Jobs in Heilbronn suchen? Die wichtigsten Servicestellen hat Karrieresprung übersichtlich für Sie zusammengefasst:

  • Das Finanzamt Heilbronn finden Sie hier.
  • Die Agentur für Arbeit Heilbronn finden Sie hier.
  • Die IHK Heilbronn-Franken finden Sie hier.
  • Die Handwerkskammer Heilbronn-Franken finden Sie hier.
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Jobs in Zwickau: Deutschlands heimliche Autohauptstadt

Jobs in Zwickau

Zwickau steht nicht still. Zwickau fährt vorweg. Die Sachsen-Stadt hat sich zu einem der führenden Automobilstandorte in Deutschland entwickelt. Auch Anlagenbau, Energietechnik und Arzneimittelindustrie schaffen neue Jobs in Zwickau. Die Stadt kann aber nicht nur Technik. Sie hat einige der bedeutendsten deutschen Künstler aller Zeiten hervorgebracht…

Jobs Zwickau: Wissenswertes zur Region und Stadtteilen

In Zwickau dreht sich alles ums Automobil. Schon vor 100 Jahren wurden hier die ersten Horch- und Audi-Pkw gebaut. Heute ist das Horch-Museum ein Besuchermagnet. Es steht bezeichnenderweise in der Audistraße.

Auf seiner Homepage bewirbt sich Zwickau stolz als „Automobilstadt Nr. 1 in Ostdeutschland“.

Rennsportfreunde steuern gerne den Sachsenring an, der gut 20 Kilometer nordöstlich von Zwickau in Hohenstein-Ernstthal liegt.

Aber Zwickau kann auch Hochkultur. In der Stadt wurden einige der bedeutendsten Musiker, Maler und Schauspieler der deutschen Geschichte geboren. Komponist Robert Schumann kommt von hier, genauso wie Expressionist Max Pechstein. Für Cineasten bleibt „Goldfinger“ Gert Fröbe unvergessen.

Das Robert-Schumann-Haus steht auf dem Hauptmarkt im Herzen Zwickaus, nicht weit entfernt davon das historische Rathaus. Die Innenstadt ist ohnehin schöner, als so mancher Westdeutsche vermuten würde. Priesterhäuser, Dom, Gewandhaus.

Zwickau ist für Deutschland-Touristen ein Geheimtipp.

Die Stadt ist eine Kämpfernatur. Jahrhundertelang wurde hier Steinkohle abgebaut. Das ist vorbei. Auch die volkseigenen Betriebe der DDR sind verschwunden. Ein massiver Bevölkerungsrückgang war die Folge. Hatte Zwickau um 1950 noch fast 150.000 Einwohner, sind es heute nur noch rund 90.000. Heute hält das Auto Zwickau über Wasser.

Gute Wohnlagen in Zwickau sind Mitte-Nord, Eckersbach und Marienthal-Ost. Wer neu in die Zwickau zieht, sollte sich auch in Schedewitz und Pölbitz umschauen.

Arbeitsmarkt in Zwickau

Früher war Arbeitslosigkeit das Top-Thema in Sachsen. So lag die Arbeitslosenquote im Freistaat im Jahr 2005 bei über 18 Prozent. Davon ist heute nicht mehr viel übrig. Bis zum April 2019 ist die Quote auf nur noch 5,5 Prozent gesunken.

In Zwickau ist die Situation sogar noch besser. Nur knapp 7.400 Zwickauer sind ohne Job, die Arbeitslosenquote liegt bei 4,4 Prozent. Das ist westdeutsches Niveau – aber weniger Bremen, sondern mehr Hessen.

Die viertgrößte Stadt Sachsens liegt im Städtevergleich auf Platz eins. Denn die Arbeitslosigkeit liegt in Dresden bei 5,7 Prozent, in Leipzig bei 6,3 Prozent und in Chemnitz bei 6,4 Prozent. Am schlechtesten ist die Lage in Görlitz mit 7,9 Prozent.

So zählt etwa der sächsische Automobilbau erstmals mehr als 40.000 Beschäftigte. Die meisten sozialversicherungspflichtigen Jobs bei Autobauern und Zulieferern gibt es in Zwickau – über 16.500.

Einstiegsgehälter und Gehaltsniveaus

Trotz aller Fortschritte: Die Gehälter wachsen in Sachsen nicht in den Himmel. Das Durchschnittsgehalt aller Arbeitnehmer liegt nach Angaben der Gehaltsplattform gehalt.de bei 35.955 Euro brutto pro Jahr. Das sind nicht einmal 80 Prozent des gesamtdeutschen Gehaltsniveaus. In ganz Deutschland verdienen Arbeitnehmer 45.000 Euro im Schnitt.

Schlusslicht indes sind die Sachsen nicht. Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern liegen in der Gehaltsrangliste noch dahinter.

Fach- und Führungskräfte können in Sachsen laut Stepstone-Gehaltsreport immerhin mit 43.096 Euro im Jahr rechnen. Das ist der drittschlechteste Wert aller Bundesländer – nur in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern verdienen Fachkräfte weniger. In Hessen sind es rund 65.000 Euro jährlich.

Die Xing-Gehaltsstudie hat für Fach- und Führungskräfte in Sachsen ein Durchschnittsgehalt von 53.793 Euro ermittelt – das ist in diesem Ranking der vorletzte Platz (vor Mecklenburg-Vorpommern).

Eine Vollzeitstelle in Zwickau wird nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit mit 2.484 Euro monatlich entlohnt. Das ist der Medianwert, bei dem 50 Prozent aller Gehälter darüber liegen und 50 Prozent darunter. Für ganz Deutschland liegt das Medianeinkommen bei 3.209 Euro.

Im innersächsischen Vergleich schneidet Zwickau damit ebenfalls nicht gut ab. In Chemnitz verdienen Arbeitnehmer 2.633 Euro, in Leipzig 2.807 Euro, in Dresden 2.987 Euro, im Erzgebirgskreis wiederum nur 2.191 Euro.

Wichtige Arbeitgeber in Zwickau

Das sind die wichtigsten Arbeitgeber in Zwickau:

  • Volkswagen Sachsen GmbH (Automobil)
  • Tenneco (Automotive)
  • Johnson Controls Sachsen-Batterien (Automotive)
  • Tip-Top Dienstleistungen (Gebäudereinigung)
  • Heinrich-Braun-Klinikum
  • FES Fahrzeug-Entwicklung Sachsen (Automobil)
  • Tower Automotive Presswerk
  • Spindel- und Lagerungstechnik Fraureuth
  • Schega und Nagel Personalberatung
  • G.U.B. Ingenieur AG
  • K und W Informatik GmbH
  • Lorenz Dental (Dentallabor)
  • Pendix (Fahrradtechnik)
  • Autovision (Personaldienstleistungen)
  • Arkema (Kunststoffe)
  • Westsächsische Hochschule Zwickau
  • GAZ Geräte- und Akkumulatorenwerk
  • Grammer System (Automotive)
  • Hoppecke (Batteriesysteme)
  • Ilkazell Isoliertechnik
  • Mauritius Privatbrauerei
  • Sachsentrans Spedition und Logistik
  • Sasit Industrietechnik
  • Siebenwurst Werkzeugbau
  • Weck und Poller Holding (Logistik)
  • Orange Engineering

Karriereaussichten und Wirtschaft in Zwickau

Zwickau ist das Wolfsburg Ostdeutschlands. Vor über hundert Jahren zogen Horch und Audi hier ihre Automobilwerke hoch. In den 30er Jahren entstand die Auto Union AG, der erste staatliche deutsche Autokonzern. Zu DDR-Zeiten stellten die Sachsenring-Werke die berühmten Trabis her. Und nach der Wende kam die Volkswagen AG in die Stadt – und mit ihr zahlreiche Zuliefererbetriebe.

7.700 Mitarbeiter packen heute im Sachsenwerk von VW mit an. Für sie besteht akuter Umschulungsbedarf. Denn in Zukunft soll Zwickau der größte Standort für Elektroautos in Europa werden. 330.000 E-Autos sollen pro Jahr vom Band rollen. Für Zwickau ist das eine Riesenchance, aber auch ein Risiko, sollte die E-Offensive von Volkswagen letztlich doch im Sande verlaufen.

Die Automobilindustrie ist die klare Nummer eins in Zwickau. Daneben ist die heimische Industrie vor allem bekannt für Produkte in diesen Bereichen:

  • Arzneimittel
  • Lackgrundstoffe
  • Energiespeichersysteme
  • Isolations- und Kältetechnik
  • Anlagenbau
  • Brückenbau
  • Motorenbau
  • Logistik

Insgesamt zählt die Stadt 52.800 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte. Bei rund 90.000 Einwohnern ist das eine gute Quote. Die Auto-Industrie verlängert die Wertschöpfungskette bis in die kleinste Bäckerei. So gibt es viele Jobs in Zwickau in Handel, Handwerk, Dienstleistungen – und in der Hochschule.

Die Westsächsische Hochschule Zwickau hat ihren Schwerpunkt – natürlich – in der Automobiltechnik. Das Studienangebot umfasst Fächer wie Automotive Engineering, Kraftfahrzeugelektronik und Road Traffic Engineering, aber auch Wirtschafts-, Gesundheitswissenschaften oder Angewandte Kunst.

Kosten: Lebenshaltung, Mietpreise

In Sachsen sind die Lebenshaltungskosten deutlich niedriger als im Westen. In Zwickau liegen sie sogar für sächsische Verhältnisse auf Mini-Niveau.

So müssen Mieter nach Angaben der Plattform Immowelt in Dresden 7,50 Euro pro Quadratmeter zahlen, in Leipzig 6,60 Euro und in Chemnitz nur 5,00 Euro. Von allen 79 Städten, die Immowelt untersucht hatte, ist Chemnitz damit die günstigste. Zwickau liegt mit 5,20 Euro nur minimal über dem Wert der Nachbarstadt.

Währenddessen sind die Mietpreise in Berlin bis auf 11,70 pro Quadratmeter angestiegen, in Frankfurt auf 13,90 Euro und in München auf sagenhafte 18,10 Euro.

Auch Käufer einer Immobilie können in Zwickau günstig zuschlagen. Der Quadratmeter kostet hier schlappe 780 Euro im Median. In Dresden werden 2.230 Euro fällig, in Leipzig 1.920 Euro und in Chemnitz 1.060 Euro.

Demgegenüber müssen Immobilienkäufer in einigen Großstädten Westdeutschlands 4.000 Euro pro Quadratmeter hinlegen: in München, Hamburg, Frankfurt oder Stuttgart. Sogar in Freiburg kostet eine Immobilie mit 4.260 Euro mehr als fünf mal so viel wie in Zwickau.

Kontaktdaten und Servicestellen

Sie wollen sich in Zwickau selbstständig machen, Ihre Steuererklärung abgeben oder Jobs in Zwickau suchen? Die wichtigsten Servicestellen hat Karrieresprung übersichtlich für Sie zusammengefasst:

  • Das Finanzamt Zwickau finden Sie hier.
  • Die Agentur für Arbeit Zwickau finden Sie hier.
  • Die IHK Chemnitz, Regionalkammer Zwickau finden Sie hier.
  • Die Handwerkskammer Chemnitz finden Sie hier.
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