Jobs in Gera: Auf dem Sprung in Thüringen

Jobs in Gera

Thüringen gilt als Musterknabe Ostdeutschlands. Auch in Gera sinkt die Arbeitslosigkeit rasant. Jobs in Gera findet man in der optischen Industrie, Umwelttechnik oder Nahrungsmittelindustrie. Auch Technologieunternehmen finden zunehmend Gefallen an der Stadt in Ostthüringen. Neu-Geraer begeistern sich zudem für die bescheidenen Mietpreise…

Jobs Gera: Wissenswertes zur Region und Stadtteilen

Gera ist das Mauerblümchen in Thüringens Städtelandschaft. In der Landeshauptstadt Erfurt spielt die Musik. Jena ist dynamisch. Weimar hat Goethe und Schiller auf seiner Seite, Eisenach die Wartburg und Martin Luther.

Und was hat Gera? Gera hat das Bierlagerungslabyrinth, würden Spötter jetzt antworten. Tatsächlich wurde in den Geraer Höhlen unter der Altstadt früher Bier gelagert. Heute können die Tiefenkeller nur im Rahmen einer Führung betreten werden.

Gera gibt sich Mühe, das kann man der Stadt nicht absprechen. 2007 putzte man sich für die Bundesgartenschau heraus. Vor allem Hofwiesenpark und Küchengarten erblühten damals. Auch der riesige Geraer Stadtwald und der Tierpark locken die Geraer ins Grüne.

Seit 2017 darf sich die Stadt nach Landtagsbeschluss offiziell als „Hochschulstadt“ bezeichnen.

Bis in die Neunzigerjahre hinein gab es in Gera keine Hochschule, jetzt locken die Duale Hochschule Gera-Eisenach und die SRH Hochschule für Gesundheit auch Akademiker in die 95.000-Einwohner-Stadt. Zur Wendezeit lag die Einwohnerzahl noch bei über 130.000.

Noch stolzer aber trägt Gera den Titel der Otto-Dix-Stadt. Der Maler wurde 1891 in Gera-Untermhaus geboren. Zu DDR-Zeiten brachte Gera dann zwei Sportler von Weltrang hervor: Radsportler Olaf Ludwig und Weitspringerin Heike Drechsler. Während Drechsler heute in Berlin lebt, zog Ludwig 2015 wieder zurück in die Heimat nach Gera-Thieschitz.

Arbeitsmarkt in Gera

Thüringen hat eine Arbeitslosenquote von 5,2 Prozent (Stand: April 2019). Das ist ein guter Wert. Vor zehn Jahren war sie fast doppelt so hoch.

Auch in Gera wurden viele neue Jobs geschaffen – aber nicht genügend. So liegt die Arbeitslosigkeit in der Stadt noch immer bei 8,5 Prozent. Den anderen Städten Thüringens geht es deutlich besser. In Jena und Suhl gibt es nur jeweils 5,2 Prozent Arbeitslose, in Weimar 5,7 Prozent, in Erfurt 5,8 Prozent und in Eisenach 6,4 Prozent.

In ganz Deutschland liegt die Arbeitslosenquote bei 4,9 Prozent, im Westen bei 4,6 Prozent und im Osten bei 6,4 Prozent.

Freie Jobs in Gera gibt es nach Angaben der Agentur für Arbeit vor allem in diesen Bereichen:

  • Verarbeitendes Gewerbe
  • Baubranche
  • Gesundheitswesen
  • Handel
  • Gastronomie

Einstiegsgehälter und Gehaltsniveaus

Von allen ostdeutschen Flächenländern steht Thüringen am besten da – was das Gehaltsniveau betrifft. Der Durchschnittsverdienst beträgt nach Angaben der Gehaltsplattform gehalt.de 36.450 Euro brutto im Jahr. Das sind trotzdem nur 81 Prozent des gesamtdeutschen Durchschnitts von 45.000 Euro.

Fach- und Führungskräfte können in Thüringen mit einem Durchschnittsgehalt von 44.102 Euro rechnen. Auf diesen Wert kommt der aktuelle Stepstone-Gehaltsreport. Damit liegt Thüringen knapp hinter Brandenburg und genauso knapp vor Sachsen. Laut Xing-Gehaltsstudie verdienen Fach- und Führungskräfte in Thüringen sogar 56.394 Euro.

In Gera kommt ein Vollzeitarbeitnehmer auf einen Monatsverdienst von 2.390 Euro. Dabei handelt es sich um den Medianwert: 50 Prozent aller Gehälter befinden sich darüber, 50 Prozent darunter. In ganz Deutschland liegt er bei 3.209 Euro.

Im thüringischen Vergleich schneidet Gera ebenfalls schwach ab. So beträgt das Medianeinkommen in der Landeshauptstadt Erfurt 2.679 Euro, in Jena gar 3.066 Euro, in Weimar 2.902 Euro und in Eisenach 2.721 Euro. Anschluss hält Gera lediglich an Gotha, wo 2.468 Euro gezahlt werden.

Wichtige Arbeitgeber in Gera

Das sind die wichtigsten Arbeitgeber in Gera:

  • Lidl Vertriebs GmbH (Handel)
  • DMS Daten-Management (IT-Dienstleistungen)
  • Dagro Eismann Automotive
  • Meleghy Automotive
  • Iseo Deutschland (Schließsysteme)
  • POG Präzisionsoptik
  • Electronicon Kondensatoren
  • Othüna Ostthüringer Nahrungsmittelwerk Gera
  • Kaeser Kompressoren SE
  • Rittal (Systemanbieter)
  • Max Bögl (Bau)
  • Deutsche Post AG (Briefzentrum)
  • SRH Wald-Klinikum Gera
  • AOK Plus Service GmbH (Call Center)
  • GUD Geraer Umweltdienste (Entsorgung)
  • Sparkasse Gera-Greiz
  • EGG Energierversorgung Gera GmbH
  • Globus Handelshof
  • Starke Möbeltransporte
  • GfP Personalservice (Zeitarbeit)
  • AGA Zerspanungstechnik Gera
  • Auto Scholz AVS (Handel)
  • Getzner Textil Weberei
  • Thorey Gera Textilveredelung
  • ASG Auto Service Gera (Abschleppdienst)
  • Askion (Biotechnologie)
  • Debeka (Versicherung)
  • Wohnungsbaugenossenschaft Glück auf Gera
  • LFG Eckhard Oertel (Feinmechanik)
  • Druckhaus Gera
  • GEDA Dechentreiter (Maschinenbau)
  • GEON Holding (Ingenieurdienstleistungen)
  • Elstertal Infraprojekt (Immobilien)

Karriereaussichten und Wirtschaft in Gera

Früher dominierte die Textilindustrie in Gera. Stoffe und Tücher machten sie im 19. Jahrhundert zu einer wohlhabenden Stadt. Zu DDR-Zeiten gesellten sich Elektronik, Maschinenbau und Feinmechanik hinzu.

Die „volkseigenen Betriebe“ gibt es nicht mehr. Richtig erholt hat sich Gera von dem Kahlschlag bis heute nicht. Im Prognos-Zukunftsatlas 2016 landete Gera auf Platz 336 von 402 untersuchten Kreisen und Städten in Deutschland.

An die Stelle der alten Staatsbetriebe haben sich ein paar Automobilzulieferer und andere Betriebe gesetzt. Getragen wird der Arbeitsmarkt heute vor allem von:

  • Automobilindustrie
  • Maschinenbau
  • Optische Industrie
  • Umwelttechnologie
  • Nahrungsmittelindustrie
  • Metallindustrie
  • Dienstleistungen

Immerhin 40 Technologiefirmen haben sich hier mittlerweile angesiedelt. Die Stadt wirbt mit günstigen Lohn- und Arbeitskosten, angemessenen Flächen- und Immobilienpreisen sowie niedrigen Ver- und Entsorgungskosten.

Das bedeutet im Umkehrschluss: Für Arbeitnehmer ist Gera leider nicht so attraktiv, viele Jobs in Gera werden schlecht bezahlt.

Auf der anderen Seite müssen sie für die Miete nicht so viel Gehalt abzweigen. Wer einen guten Job in Gera findet, der lebt gut und günstig. Die IHK Ostthüringen betitelt Gera sogar als „kinderfreundlichste Stadt Deutschlands“.

Kosten: Lebenshaltung, Mietpreise

Gera ist günstig. Mieter zahlen hier laut Immowelt nur 5,00 Euro pro Quadratmeter. Selbst in den Problemstädten des Ruhrgebiets sind die Mieten teurer. In Duisburg liegt die Medianmiete bei 6,00 Euro, in Gelsenkirchen bei 5,50 Euro.

Zum Vergleich: In Frankfurt beträgt sie 13,90 Euro, in München sogar 18,10 Euro. Insgesamt sind zweistellige Quadratmeterpreise in westdeutschen Großstädten eher Regel als Ausnahme.

Gera schneidet aber auch im thüringischen Vergleich preislich gut ab. Die Mieter in der Landeshauptstadt Erfurt zahlen laut Immowelt 7,50 Euro für den Quadratmeter, in Jena 9,00 Euro.

Gravierend sind die Unterschiede auch für Käufer. Eine Immobilie in Erfurt kostet 2.130 Euro pro Quadratmeter, in Jena 2.350 Euro. In Gera hingegen müssen Käufer nur 780 Euro einkalkulieren. Damit zählt Gera zu den günstigsten Mittelstädten in ganz Deutschland.

In vielen Großstädten Westdeutschlands haben die Immobilienkaufpreise die 4.000-Euro-Marke übersprungen. In München kostet der Quadratmeter alles überragende 7.140 Euro. Das bedeutet: Für zehn Quadratmeter in München bekommt man in Gera 90 Quadratmeter.

Kontaktdaten und Servicestellen

Sie wollen sich in Gera selbstständig machen, Ihre Steuererklärung abgeben oder Jobs in Gera suchen? Die wichtigsten Servicestellen hat Karrieresprung übersichtlich für Sie zusammengefasst:

  • Das Finanzamt Gera finden Sie hier.
  • Die Agentur für Arbeit Altenburg-Gera finden Sie hier.
  • Die IHK Ostthüringen zu Gera finden Sie hier.
  • Die Handwerkskammer für Ostthüringen finden Sie hier.
  • Jobs in Gera finden Sie hier.
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Jobs in Koblenz: Die schönsten Stellen am Rhein

Jobs in Koblenz

In Koblenz lässt es sich aushalten. Durchs herrliche Obere Mittelrheintal kann man stundenlang umherwandern oder -radeln. Zum Beispiel im Urlaub. Dafür braucht man aber einen Job, am besten einen guten. Jobs in Koblenz schaffen Maschinenbauer und IT-Unternehmen, Automobilzulieferer und Händler. Auch ist Koblenz anziehend für alle, die gerne Uniform tragen. Die bekommt man bei einem der wichtigsten Arbeitgeber der Stadt…

Jobs Koblenz: Wissenswertes zur Region und Stadtteilen

Koblenz verbindet. Das stimmt definitiv. Das Deutsche Eck ist da, wo Vater Rhein auf Mutter Mosel trifft. Das wussten schon die alten Römer, die bei Koblenz vor rund 2.000 Jahren eine Siedlung gründeten. Besiedelt worden ist die Gegend aber wohl schon in der Steinzeit.

Seit 2010 können Besucher auch per Seilbahn über den Rhein schweben. Dabei geraten die Festung Ehrenbreitstein und das romantische Schloss Stolzenfels, das erhaben über dem Rhein thront, in den Blick. Zwei Sehenswürdigkeiten in Koblenz.

Das Obere Mittelrheintal, zu dem Koblenz gehört, verkörpert mit seinen Weinhängen, Baudenkmälern, Felsvorsprüngen und Rheinufern Rheinromantik pur. Ein herrliches Stück Erde. Wem es hier schon wieder zu behaglich ist, der fährt einfach 120 Kilometer nach Frankfurt – oder genauso lange in die entgegengesetzte Richtung nach Köln.

Die begehrtesten Wohnlagen der Stadt sind Oberwerth, die Südliche Vorstadt, Pfaffendorf und die Altstadt. In Metternich quartieren sich gerne Studierende ein. Doch nicht immer ist es harmonisch in Koblenz. In Lützel, Neuendorf und Wallersheim lebt es sich besonders gefährlich – Hochwassergefahr! Einen schlechten Leumund hat Koblenz-Asterstein im Osten der Stadt.

Arbeitsmarkt in Koblenz

Der Koblenzer Arbeitsmarkt ist vergleichsweise robust. Im April 2019 gab es in der Stadt nur ca. 3.330 Arbeitslose. Das entspricht einer Arbeitslosenquote von 5,4 Prozent.

Sie liegt damit aber über dem Gesamtwert von Rheinland-Pfalz (4,3 Prozent). Von den größeren Städten des Landes stehen nur Trier mit 4,9 Prozent und Mainz mit 5,3 Prozent besser da als Koblenz. In Worms dagegen liegt die Arbeitslosigkeit bei 6,7 Prozent, in Ludwigshafen bei 7,9 Prozent, in Kaiserslautern bei 8,6 Prozent und in Pirmasens sogar bei 10,9 Prozent.

Zum Vergleich: In ganz Deutschland beträgt die Arbeitslosigkeit 4,9 Prozent. In Westdeutschland liegt sie bei 4,6 Prozent – diesen Wert unterbietet Rheinland-Pfalz also sogar noch.

Einstiegsgehälter und Gehaltsniveaus

Die Gehälter in Rheinland-Pfalz können sich sehen lassen. Das Durchschnittsgehalt für einen Arbeitnehmer liegt hier nach Angaben der Gehaltsplattform gehalt.de bei 44.235 Euro im Jahr. In ganz Deutschland verdient man im Schnitt 45.000 Euro. Eine dickere Lohntüte als in Rheinland-Pfalz erhält man nur in Hessen, Baden-Württemberg, Hamburg, Bayern und Nordrhein-Westfalen.

Laut Stepstone-Gehaltsreport gehen Fach- und Führungskräfte in Rheinland-Pfalz mit durchschnittlich 55.275 Euro jährlich nach Hause. Die Xing-Gehaltsstudie hat für sie gar ein Durchschnittsgehalt von 66.528 Euro berechnet.

In der Stadt Koblenz liegt das Mediangehalt bei 3.354 Euro monatlich. Das Mediangehalt ist der Wert, über dem 50 Prozent aller Gehälter liegen. Die anderen 50 Prozent liegen darunter. Für ganz Deutschland beträgt das Medianeinkommen 3.209 Euro.

Im Vergleich der fünf Großstädte in Rheinland-Pfalz schneidet Koblenz mäßig ab. Ganz vorne rangiert BASF-Hochburg Ludwigshafen mit einem Mediangehalt von 4.534 Euro. Dahinter kommt die Landeshauptstadt Mainz mit 3.554 Euro vor IT-Zentrum Kaiserslautern mit 3.407 Euro. Koblenz liegt auf Rang vier und kann damit lediglich Trier hinter sich lassen. Die alte Römerstadt bringt es nur auf ein Mediangehalt von 3.153 Euro.

Wichtige Arbeitgeber in Koblenz

Das sind die wichtigsten Arbeitgeber in Koblenz:

  • Debeka Gruppe (Versicherungen)
  • ZF TRW (Automotive)
  • Stabilus (Hydraulik)
  • Aleris Rolled Products (Aluminium)
  • Amazon (Handel)
  • Bundeswehr
  • Löhr und Becker (Automobilhandel)
  • Sparkasse Koblenz
  • CompuGroup Medical SE (Software)
  • Armon Zeitarbeit
  • Energieversorgung Mittelrhein
  • Krankenhaus der Barmherzigen Brüder
  • GI Group Germany (Zeitarbeit)
  • Canyon Bicycles (Fahrradhersteller)
  • Dornbach (Wirtschaftsprüfung/Steuerberatung)
  • Trans Regio (Eisenbahnverkehrsunternehmen)
  • Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH
  • Deinhard KG (Sektkellerei)
  • Görlitz AG (Smart Metering)
  • Kevag (Telekommunikation)
  • MMV Bank
  • RMV Rhein-Mosel Verkehrsgesellschaft
  • Scania Deutschland (Nutzfahrzeuge)
  • Volksbank Koblenz Mittelrhein
  • MPS Public Solutions (Software)
  • Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein
  • KSV Koblenzer Steuerungs- und Verteilungsbau (Industriedienstleister)

Karriereaussichten und Wirtschaft in Koblenz

Koblenz hat Tradition – unter anderem als Garnisonsstadt. Die Bundeswehr ist auch heute noch einer der wichtigsten Arbeitgeber. Immerhin stehen in Koblenz das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw), das Kommando Sanitätsdienst der Bundeswehr, das Bundeswehrzentralkrankenhaus (BwZk) und das Zentrum für Innere Führung. 8.000 Menschen gibt die Truppe in Koblenz Arbeit.

Darüber hinaus verfügt die Stadt über einen gesunden Wirtschaftsmix, hat sich in den zurückliegenden Jahren gut entwickelt. Es gibt Versicherer und Banken, Maschinenbauer und Automobilzulieferer, IT- und Telekommunikationsunternehmen.

ZF TRW zum Beispiel stellt in Koblenz elektronisch geregelte Fahrsicherheitssysteme, Bremskraftverstärker und Scheibenbremssysteme für Fahrzeughersteller weltweit her. 2.100 Menschen arbeiten am Standort.

Auch hat sich Koblenz seinen Platz auf der IT-Landkarte erkämpft. 60 IT-Firmen beschäftigen immerhin schon 3.000 Mitarbeiter. Sie profitieren von der Universität Koblenz-Landau, an der momentan 1.600 Studenten im Fach Informatik eingeschrieben sind.

Ingesamt gibt es in Koblenz nach Angaben der Stadt mehr als 100.000 Beschäftigte, davon fast 73.000 sozialversicherungspflichtig. Bei einer Einwohnerzahl von 113.000 sind das Zahlen, die sich sehen lassen können.

Jobs in Koblenz schaffen:

  • Bundeswehr
  • Verwaltung
  • Dienstleistungen
  • Gesundheit und Medizin
  • Handel
  • Handwerk
  • Hochschule und Bildung
  • Industrie
  • Informationstechnologie
  • Logistik
  • Touristik

Dass Koblenz ein guter Platz zum Arbeiten ist, bestätigte auch das Städteranking im vergangenen Jahr von IW Consult. Hier landete Koblenz auf Platz 33 von 71 Großstädten in Deutschland. Punkten kann die Stadt vor allem mit ihrer gesunden Wirtschaftsstruktur und einer hohen Lebensqualität.

Kosten: Lebenshaltung, Mietpreise

Koblenz liegt in der Mitte zwischen zwei Ballungsräumen – der rheinländischen Achse Bonn-Köln-Düsseldorf im Nordwesten und dem Rhein-Main-Gebiet um Frankfurt im Südosten. Das scheint – zumindest preislich – ein Vorteil zu sein.

Die Koblenzer wohnen deutlich günstiger als ihre Nachbarn. So lag die Medianmiete laut Immowelt bei 7,90 Euro.

85 Kilometer weiter nördlich in Bonn werden 9,70 Euro veranschlagt, in Köln 10,90 Euro und in Düsseldorf 10,40 Euro. Noch kostspieliger ist das Rhein-Main-Gebiet. Wiesbaden verlangt pro Quadratmeter 10,70 Euro, Darmstadt 11,10 Euro, Mainz 11,80 Euro und Frankfurt sogar 13,90 Euro.

Für eine westdeutsche Großstadt, die nicht im Ruhrgebiet oder in Norddeutschland liegt, weist Koblenz damit sehr akzeptable Mietpreise auf. Städte wie Duisburg oder Gelsenkirchen liegen bei rund 6,00 Euro pro Quadratmeter – viel billiger wird es nicht.

Vor allem für kleine Wohnungen müssen Mieter in Koblenz allerdings auch mit Preisen jenseits der 10-Euro-Marke pro Quadratmeter rechnen. Und: Von 2012 bis 2017 sind die Mietpreise in Koblenz um 21 Prozent gestiegen – und damit schneller als in Bonn oder Frankfurt.

Für Immobilienkäufer ist das Koblenzer Preisniveau schon nicht mehr so günstig. 2018 kostete der Quadratmeter 2.560 Euro – zehn Prozent mehr als im Jahr davor.

Zum Vergleich: In Saarbrücken kostet die Immobilie nur 1.540 Euro pro Quadratmeter, in Mannheim dagegen schon 2.570 Euro. In Bonn werden 2.710 Euro aufgerufen, in Köln 3.230 Euro und in Düsseldorf 3.320 Euro. In Mainz werden 3.140 Euro fällig, in Wiesbaden 3.350 Euro und in Frankfurt 4.430 Euro.

Kontaktdaten und Servicestellen

Sie wollen sich in Koblenz selbstständig machen, Ihre Steuererklärung abgeben oder Jobs in Koblenz suchen? Die wichtigsten Servicestellen hat Karrieresprung übersichtlich für Sie zusammengefasst:

  • Das Finanzamt Koblenz finden Sie hier.
  • Die Agentur für Arbeit Koblenz-Mayen finden Sie hier.
  • Die IHK Koblenz finden Sie hier.
  • Die Handwerkskammer Koblenz finden Sie hier.
[Bildnachweis: saiko3p by Shutterstock.com]

Jobs in Trier: So erfolgreich wie die Römer

Jobs in Trier

Trier lebt von seiner Geschichte. Die ist glorreich. Ganz so übel ist es aber auch im Hier und Jetzt nicht. Winzer und Genussmittelhersteller, Textilwirtschaft und Automobilzulieferer sorgen dafür, dass sich die Trierer ihren Wein schmecken lassen können. Viele Jobs in Trier entstehen auch im Tourismus. Und das liegt keineswegs nur am Dom und der Porta Nigra…

Jobs Trier: Wissenswertes zur Region und Stadtteilen

Trier ist ein städtisches Superlativ. Die Stadt wurde vor über 2.000 Jahren gegründet und trägt den Titel der ältesten Stadt Deutschlands mit Stolz. Gut möglich, dass das wirklich stimmt. Gesichert aber ist dies nicht.

Die Römer nannten Trier damals Augusta Treverorum. Heute ist die Römersiedlung auf rund 110.000 Einwohner angewachsen. Ihr Wahrzeichen stammt von 170 nach Christus – und es versetzt die vielen Besucher Triers direkt in die Antike. Die Porta Nigra ist verblüffend gut erhalten. Dass das römische Stadttor zum Unesco-Weltkulturerbe zählt, ist eine Selbstverständlichkeit.

Doch haben die Römer hier noch sehr viel mehr hinterlassen: Kaiserthermen, Amphitheater, Konstantinbasilika. Aus dem Mittelalter stammt der Trierer Dom, der älteste Dom Deutschlands.

Kein Wunder, dass Trier ein Magnet für Touristen ist. Auch immer mehr Chinesen nehmen die lange Reise auf sich. Aber nicht wegen Antike und Mittelalter, sondern wegen des wohl berühmtesten Sohnes der Stadt.

Karl Marx wurde 1818 in Trier geboren, 200 Jahr später weihte man die Karl-Marx-Statue in der Trierer Innenstadt ein. Nicht weit entfernt befindet sich das Marxsche Geburtshaus, das zum Museum umgewandelt wurde.

Die Weinberge der Mosel versorgen Trier mit Wein – und im Sommer mit Weinfesten. Das hätte sicher auch den Römern gefallen. Trier versprüht Lebensfreude. Besonders wohl fühlen sich Studenten und Senioren, auch der eine oder andere EU-Beamte pendelt von Luxemburg hierher. Bis zur Grenze sind es nur gut 20 Minuten mit dem Auto.

Gerne wohnen sie in Trier-Mitte, Heiligkreuz oder Hockweiler. Tarforst liegt nahe an der Universität, Feyen und Weismark gelten als Stadtteile der Zukunft.

Arbeitsmarkt in Trier

Bei 4,3 Prozent lag die Arbeitslosenquote in Rheinland-Pfalz. Damit liegt sie sogar noch deutlich unter dem deutschen Schnitt von 4,9 Prozent.

In der Stadt Trier gibt es nur knapp 3.000 Arbeitslose. Mit der Quote von 4,9 Prozent kann sie sich im Städtevergleich sehen lassen. So liegt die Arbeitslosenquote in der Landeshauptstadt Mainz bei 5,3 Prozent, in Koblenz bei 5,4 Prozent, in Worms bei 6,7 Prozent, in Ludwigshafen bei 7,9 Prozent, in Kaiserslautern bei 8,6 Prozent und in Pirmasens sogar bei 10,9 Prozent.

Fazit: Trier geht’s gut. Auch der Ausbildungsmarkt ist gesund.

Laut Agentur für Arbeit Trier wurden für das Ausbildungsjahr 2018/19 deutlich mehr freie Stellen gemeldet als im Vorjahr. Die meisten Angebote gibt es im kaufmännischen Bereich, zum Beispiel für Kaufleute im Einzelhandel und für Büromanagement, sowie für Verkäufer, KfZ-Mechatroniker und Elektroniker.

Einstiegsgehälter und Gehaltsniveaus

Rheinland-Pfalz ist guter deutscher Durchschnitt, wenn es ums Gehalt geht. Im Schnitt verdient ein Arbeitnehmer hier laut gehalt.de 44.235 Euro jährlich. Für ganz Deutschland beträgt der Wert 45.000 Euro. Höher ist das Durchschnittsgehalt nur in Hessen, Baden-Württemberg, Hamburg, Bayern und Nordrhein-Westfalen.

Fach- und Führungskräfte kommen nach Stepstone-Angaben auf 55.275 Euro im Jahr. Das sind 10.000 Euro weniger als in Hessen (dem Erstplatzierten), aber 13.000 mehr als in Mecklenburg-Vorpommern (dem Letztplatzierten). Die Xing-Gehaltsstudie hat für Fach- und Führungskräfte in Rheinland-Pfalz sogar ein Durchschnittsgehalt von 66.528 Euro ermittelt. Die Abstände zu den anderen Bundesländern bleiben aber ähnlich.

Speziell in Trier ist das Gehaltsniveau eher mäßig. Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit verdient ein Arbeitnehmer im Median 3.153 Euro. Das ist weniger als in ganz Deutschland (3.209 Euro). Median heißt, dass 50 Prozent mehr verdienen und 50 Prozent weniger.

Mit den anderen Großstädten im Umkreis kann Trier nicht mithalten. Sogar Kaiserslautern liegt mit 3.407 Euro deutlich vorne, in der Stadt Koblenz verdient man 3.354 Euro und in Stuttgart 4.351 Euro. Im regionalen Vergleich wiederum sind die Trierer Gehälter gar nicht so schlecht. So beträgt das monatliche Medianeinkommen in Mayen-Koblenz nur 2.978 Euro und in Cochem-Zell 2.876 Euro.

Wichtige Arbeitgeber in Trier

Das sind die wichtigsten Arbeitgeber in Trier:

  • JTI International Germany (Tabakwaren)
  • Heintz van Landewyck (Tabakwaren)
  • Michelin Reifenwerke Trier (Automotive)
  • GKN Driveline Trier (Automotive)
  • Sparkasse Trier
  • Klinikum Mutterhaus
  • Volksfreund-Druckerei Nikolaus Koch
  • Moccamedia (Mediaagentur)
  • SWT Stadtwerke Trier
  • Köhl GmbH (Maschinenbau)
  • Natus (Industrieanlagen)
  • Polybytes (Software)
  • Alta4 AG (Software)
  • Theo Steil GmbH (Schrotthandel)
  • Steil Kranarbeiten
  • Wehrtechnische Dienststelle (Bundeswehr)
  • Finanzamt Trier
  • Volksbank Trier
  • Zweckverband Abfallwirtschaft Region Trier (A.R.T.)
  • Landal GreenParks (Ferienparks)
  • Leyendecker Holzland (Handel)
  • Herres Gruppe International (Sektkellerei)
  • BüchnerBarella (Versicherungsmakler)
  • Synlab (Labordienstleistungen)

Karriereaussichten und Wirtschaft in Trier

Das schönste Kulturgut Triers ist selbstredend der Wein. Ein wichtiger Wirtschaftsfaktor ist der Weinbau ebenfalls. Ohnehin sind die Trierer echte Genießer. Mit JT International und Heintz van Landewyck zählen zwei Tabakhersteller zu den größten Arbeitgebern der Stadt.

Die Industrie hat insgesamt aber wenig Grund zum Feiern. Von 2011 bis 2016 ist die Zahl der verarbeitenden Betriebe in Trier nach offiziellen Zahlen von 60 auf 53 zurückgegangen. Sie beschäftigten 2011 noch rund 6.850 Mitarbeiter, 2016 nur noch ca. 6.180. Während auch der Umsatz in diesem Zeitraum nachgab, stiegen parallel die Ausgaben für Löhne und Gehälter. Aus Arbeitnehmersicht ist das gar nicht so unerfreulich: Die Industriegehälter sind demnach stark gestiegen.

Speziell die Automobilindustrie ist auch in Trier bedeutsam. Schon seit 1971 lässt Michelin hier Drahtprodukte für die Autoreifen-Produktion fertigen. Heute hat das Werk rund 100 Mitarbeiter und stellt Wulstkerne her, die den Pneu später auf der Felge halten.

Insgesamt steigt die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Trier. 2016 waren es schon fast 55.000. Sie arbeiten in diesen Bereichen:

  • Dienstleistungen: 56,8 Prozent
  • Handel, Verkehr, Gastgewerbe: 23,5 Prozent
  • Verarbeitendes Gewerbe: 11,3 Prozent
  • Land- und Forstwirtschaft: 0,3 Prozent

Die Zahlen deuten es an. Der Tourismus ist eine tragende Säule in der alten Römerstadt. Nicht nur die Porta Nigra lockt Auswärtige nach Trier. Karl Marx sorgt sogar in Fernost für Trier-Begeisterung. Die Besucherzahlen aus China steigen, weil Marx hier groß wurde. Davon profitieren Hotellerie, Gastronomie und Einzelhandel.

Weitere Branchen, die Jobs in Trier schaffen, sind:

  • Gesundheitswirtschaft
  • Nahrungs- und Genussmittelindustrie
  • Textilindustrie
  • Feinmechanik
  • Baugewerbe
  • Kunsthandwerk

Eine Goldgrube für Jobsuchende ist Trier nicht. Im Städteranking des Beratungsunternehmens IW Consult landete Trier auf Platz 53 von 71 untersuchten Großstädten. Vor allem die Auswahl an Arbeitsplätzen ist demnach mangelhaft.

Kosten: Lebenshaltung, Mietpreise

Trier ist kein billiger Standort. Die Medianmiete lag laut Immowelt bei 9,20 Euro pro Quadratmeter – ein Anstieg von fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

100 Kilometer weiter südlich in Saarbrücken wohnt es sich günstiger. In der saarländischen Landeshauptstadt werden nur 7,50 Euro pro Quadratmeter fällig. Auch Koblenz ist mit 7,90 Euro preiswerter. In Bonn (9,70 Euro), Mainz (11,80 Euro), Mannheim (9,50 Euro) und Frankfurt (13,90 Euro) ist das Preisniveau dagegen höher.

Die niedrigsten Mietpreise weisen Städte in Ostdeutschland (z.B. Chemnitz, Cottbus), im Ruhrgebiet (z.B. Gelsenkirchen, Hagen) und in Norddeutschland (z.B. Salzgitter, Bremerhaven) auf. Am teuersten sind die Städte im Süden des Landes, in Bayern und Baden-Württemberg.

Vor allem kleinere Wohnungen gibt es auch in Trier nur selten für weniger als zehn Euro pro Quadratmeter. Von 2012 bis 2017 sind die Mietpreise hier um elf Prozent gestiegen – das ist noch vergleichsweise moderat.

Die Kaufpreise in Trier darf man durchaus als gesalzen bezeichnen. Der Quadratmeter kostete im Jahr 2018 im Median 2.720 Euro. 2017 waren es erst 2.440 Euro – ein Anstieg von elf Prozent innerhalb eines Jahres.

Zum Vergleich: In Saarbrücken kostet die Immobilie nur 1.540 Euro pro Quadratmeter, in Koblenz dagegen schon 2.560 Euro. In Mannheim werden 2.570 Euro aufgerufen, in Ludwigshafen 1.940 Euro, in Mainz 3.140 Euro und in Frankfurt 4.430 Euro.

Kontaktdaten und Servicestellen

Sie wollen sich in Trier selbstständig machen, Ihre Steuererklärung abgeben oder Jobs in Trier suchen? Die wichtigsten Servicestellen hat Karrieresprung übersichtlich für Sie zusammengefasst:

  • Das Finanzamt Trier finden Sie hier.
  • Die Agentur für Arbeit Trier finden Sie hier.
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  • Die Handwerkskammer Trier finden Sie hier.
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Jobs in Zwickau: Deutschlands heimliche Autohauptstadt

Jobs in Zwickau

Zwickau steht nicht still. Zwickau fährt vorweg. Die Sachsen-Stadt hat sich zu einem der führenden Automobilstandorte in Deutschland entwickelt. Auch Anlagenbau, Energietechnik und Arzneimittelindustrie schaffen neue Jobs in Zwickau. Die Stadt kann aber nicht nur Technik. Sie hat einige der bedeutendsten deutschen Künstler aller Zeiten hervorgebracht…

Jobs Zwickau: Wissenswertes zur Region und Stadtteilen

In Zwickau dreht sich alles ums Automobil. Schon vor 100 Jahren wurden hier die ersten Horch- und Audi-Pkw gebaut. Heute ist das Horch-Museum ein Besuchermagnet. Es steht bezeichnenderweise in der Audistraße.

Auf seiner Homepage bewirbt sich Zwickau stolz als „Automobilstadt Nr. 1 in Ostdeutschland“.

Rennsportfreunde steuern gerne den Sachsenring an, der gut 20 Kilometer nordöstlich von Zwickau in Hohenstein-Ernstthal liegt.

Aber Zwickau kann auch Hochkultur. In der Stadt wurden einige der bedeutendsten Musiker, Maler und Schauspieler der deutschen Geschichte geboren. Komponist Robert Schumann kommt von hier, genauso wie Expressionist Max Pechstein. Für Cineasten bleibt „Goldfinger“ Gert Fröbe unvergessen.

Das Robert-Schumann-Haus steht auf dem Hauptmarkt im Herzen Zwickaus, nicht weit entfernt davon das historische Rathaus. Die Innenstadt ist ohnehin schöner, als so mancher Westdeutsche vermuten würde. Priesterhäuser, Dom, Gewandhaus.

Zwickau ist für Deutschland-Touristen ein Geheimtipp.

Die Stadt ist eine Kämpfernatur. Jahrhundertelang wurde hier Steinkohle abgebaut. Das ist vorbei. Auch die volkseigenen Betriebe der DDR sind verschwunden. Ein massiver Bevölkerungsrückgang war die Folge. Hatte Zwickau um 1950 noch fast 150.000 Einwohner, sind es heute nur noch rund 90.000. Heute hält das Auto Zwickau über Wasser.

Gute Wohnlagen in Zwickau sind Mitte-Nord, Eckersbach und Marienthal-Ost. Wer neu in die Zwickau zieht, sollte sich auch in Schedewitz und Pölbitz umschauen.

Arbeitsmarkt in Zwickau

Früher war Arbeitslosigkeit das Top-Thema in Sachsen. So lag die Arbeitslosenquote im Freistaat im Jahr 2005 bei über 18 Prozent. Davon ist heute nicht mehr viel übrig. Bis zum April 2019 ist die Quote auf nur noch 5,5 Prozent gesunken.

In Zwickau ist die Situation sogar noch besser. Nur knapp 7.400 Zwickauer sind ohne Job, die Arbeitslosenquote liegt bei 4,4 Prozent. Das ist westdeutsches Niveau – aber weniger Bremen, sondern mehr Hessen.

Die viertgrößte Stadt Sachsens liegt im Städtevergleich auf Platz eins. Denn die Arbeitslosigkeit liegt in Dresden bei 5,7 Prozent, in Leipzig bei 6,3 Prozent und in Chemnitz bei 6,4 Prozent. Am schlechtesten ist die Lage in Görlitz mit 7,9 Prozent.

So zählt etwa der sächsische Automobilbau erstmals mehr als 40.000 Beschäftigte. Die meisten sozialversicherungspflichtigen Jobs bei Autobauern und Zulieferern gibt es in Zwickau – über 16.500.

Einstiegsgehälter und Gehaltsniveaus

Trotz aller Fortschritte: Die Gehälter wachsen in Sachsen nicht in den Himmel. Das Durchschnittsgehalt aller Arbeitnehmer liegt nach Angaben der Gehaltsplattform gehalt.de bei 35.955 Euro brutto pro Jahr. Das sind nicht einmal 80 Prozent des gesamtdeutschen Gehaltsniveaus. In ganz Deutschland verdienen Arbeitnehmer 45.000 Euro im Schnitt.

Schlusslicht indes sind die Sachsen nicht. Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern liegen in der Gehaltsrangliste noch dahinter.

Fach- und Führungskräfte können in Sachsen laut Stepstone-Gehaltsreport immerhin mit 43.096 Euro im Jahr rechnen. Das ist der drittschlechteste Wert aller Bundesländer – nur in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern verdienen Fachkräfte weniger. In Hessen sind es rund 65.000 Euro jährlich.

Die Xing-Gehaltsstudie hat für Fach- und Führungskräfte in Sachsen ein Durchschnittsgehalt von 53.793 Euro ermittelt – das ist in diesem Ranking der vorletzte Platz (vor Mecklenburg-Vorpommern).

Eine Vollzeitstelle in Zwickau wird nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit mit 2.484 Euro monatlich entlohnt. Das ist der Medianwert, bei dem 50 Prozent aller Gehälter darüber liegen und 50 Prozent darunter. Für ganz Deutschland liegt das Medianeinkommen bei 3.209 Euro.

Im innersächsischen Vergleich schneidet Zwickau damit ebenfalls nicht gut ab. In Chemnitz verdienen Arbeitnehmer 2.633 Euro, in Leipzig 2.807 Euro, in Dresden 2.987 Euro, im Erzgebirgskreis wiederum nur 2.191 Euro.

Wichtige Arbeitgeber in Zwickau

Das sind die wichtigsten Arbeitgeber in Zwickau:

  • Volkswagen Sachsen GmbH (Automobil)
  • Tenneco (Automotive)
  • Johnson Controls Sachsen-Batterien (Automotive)
  • Tip-Top Dienstleistungen (Gebäudereinigung)
  • Heinrich-Braun-Klinikum
  • FES Fahrzeug-Entwicklung Sachsen (Automobil)
  • Tower Automotive Presswerk
  • Spindel- und Lagerungstechnik Fraureuth
  • Schega und Nagel Personalberatung
  • G.U.B. Ingenieur AG
  • K und W Informatik GmbH
  • Lorenz Dental (Dentallabor)
  • Pendix (Fahrradtechnik)
  • Autovision (Personaldienstleistungen)
  • Arkema (Kunststoffe)
  • Westsächsische Hochschule Zwickau
  • GAZ Geräte- und Akkumulatorenwerk
  • Grammer System (Automotive)
  • Hoppecke (Batteriesysteme)
  • Ilkazell Isoliertechnik
  • Mauritius Privatbrauerei
  • Sachsentrans Spedition und Logistik
  • Sasit Industrietechnik
  • Siebenwurst Werkzeugbau
  • Weck und Poller Holding (Logistik)
  • Orange Engineering

Karriereaussichten und Wirtschaft in Zwickau

Zwickau ist das Wolfsburg Ostdeutschlands. Vor über hundert Jahren zogen Horch und Audi hier ihre Automobilwerke hoch. In den 30er Jahren entstand die Auto Union AG, der erste staatliche deutsche Autokonzern. Zu DDR-Zeiten stellten die Sachsenring-Werke die berühmten Trabis her. Und nach der Wende kam die Volkswagen AG in die Stadt – und mit ihr zahlreiche Zuliefererbetriebe.

7.700 Mitarbeiter packen heute im Sachsenwerk von VW mit an. Für sie besteht akuter Umschulungsbedarf. Denn in Zukunft soll Zwickau der größte Standort für Elektroautos in Europa werden. 330.000 E-Autos sollen pro Jahr vom Band rollen. Für Zwickau ist das eine Riesenchance, aber auch ein Risiko, sollte die E-Offensive von Volkswagen letztlich doch im Sande verlaufen.

Die Automobilindustrie ist die klare Nummer eins in Zwickau. Daneben ist die heimische Industrie vor allem bekannt für Produkte in diesen Bereichen:

  • Arzneimittel
  • Lackgrundstoffe
  • Energiespeichersysteme
  • Isolations- und Kältetechnik
  • Anlagenbau
  • Brückenbau
  • Motorenbau
  • Logistik

Insgesamt zählt die Stadt 52.800 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte. Bei rund 90.000 Einwohnern ist das eine gute Quote. Die Auto-Industrie verlängert die Wertschöpfungskette bis in die kleinste Bäckerei. So gibt es viele Jobs in Zwickau in Handel, Handwerk, Dienstleistungen – und in der Hochschule.

Die Westsächsische Hochschule Zwickau hat ihren Schwerpunkt – natürlich – in der Automobiltechnik. Das Studienangebot umfasst Fächer wie Automotive Engineering, Kraftfahrzeugelektronik und Road Traffic Engineering, aber auch Wirtschafts-, Gesundheitswissenschaften oder Angewandte Kunst.

Kosten: Lebenshaltung, Mietpreise

In Sachsen sind die Lebenshaltungskosten deutlich niedriger als im Westen. In Zwickau liegen sie sogar für sächsische Verhältnisse auf Mini-Niveau.

So müssen Mieter nach Angaben der Plattform Immowelt in Dresden 7,50 Euro pro Quadratmeter zahlen, in Leipzig 6,60 Euro und in Chemnitz nur 5,00 Euro. Von allen 79 Städten, die Immowelt untersucht hatte, ist Chemnitz damit die günstigste. Zwickau liegt mit 5,20 Euro nur minimal über dem Wert der Nachbarstadt.

Währenddessen sind die Mietpreise in Berlin bis auf 11,70 pro Quadratmeter angestiegen, in Frankfurt auf 13,90 Euro und in München auf sagenhafte 18,10 Euro.

Auch Käufer einer Immobilie können in Zwickau günstig zuschlagen. Der Quadratmeter kostet hier schlappe 780 Euro im Median. In Dresden werden 2.230 Euro fällig, in Leipzig 1.920 Euro und in Chemnitz 1.060 Euro.

Demgegenüber müssen Immobilienkäufer in einigen Großstädten Westdeutschlands 4.000 Euro pro Quadratmeter hinlegen: in München, Hamburg, Frankfurt oder Stuttgart. Sogar in Freiburg kostet eine Immobilie mit 4.260 Euro mehr als fünf mal so viel wie in Zwickau.

Kontaktdaten und Servicestellen

Sie wollen sich in Zwickau selbstständig machen, Ihre Steuererklärung abgeben oder Jobs in Zwickau suchen? Die wichtigsten Servicestellen hat Karrieresprung übersichtlich für Sie zusammengefasst:

  • Das Finanzamt Zwickau finden Sie hier.
  • Die Agentur für Arbeit Zwickau finden Sie hier.
  • Die IHK Chemnitz, Regionalkammer Zwickau finden Sie hier.
  • Die Handwerkskammer Chemnitz finden Sie hier.
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