Jobs in Emden: Hier haben Sie gut lachen!

Ostfriesen sind witzig. Sie können aber auch zupacken. Emden ist das Zentrum des Ostfriesenwitzes UND eine ausgewachsene Industriestadt. An der Küste gibt es mehr Job-Perspektiven, als so manche Landratte vermuten würde. Jobs in Emden bieten Autobauer, Logistiker oder Gastronomen. Die Zukunft Emdens hängt maßgeblich davon ab, ob sich Elektro-Autos wirklich durchsetzen…

Jobs Emden: Wissenswertes zur Region und Stadtteilen

Emden ist die größte Stadt Ostfrieslands. Sie zählt aber trotzdem nur bescheidene 50.000 Einwohner. Schon im 16. Jahrhundert war Emden wichtige Hafenstadt, Handelsdrehkreuz und ein Zentrum der Reformation. Die Stadt liegt direkt am Dollart, der Einmündung der Ems in die Nordsee.

In jüngerer Vergangenheit wurden die Emder – so ist ihr korrekter Name – gerne zur Zielscheibe des Spotts. Die Ostfriesenwitze sind zu einem Teil deutscher Popkultur geworden. Die Ostfriesen können einstecken, austeilen und sich noch viel besser selbst auf die Schippe nehmen. Zwei der bekanntesten Komiker Deutschlands sind gebürtige Emder – Otto Waalkes und Karl Dall. Vor allem Otto brachte Emden auf die Landkarte. Heute pilgern Fans ins Otto-Huus am Rathausplatz, das das Leben des Komödianten nachzeichnet.

Von überregionaler Bedeutung ist auch die Kunsthalle Emden. Sie wurde in den 80ern von Verleger Henri Nannen – ebenfalls ein gebürtiger Emder – gestiftet und ist seitdem auf über 1.500 Bilder angewachsen. Der Schwerpunkt liegt auf deutschen Malern wie Emil Nolde oder Franz Marc.

Speziell für Pendler könnten auch Aurich oder Leer interessant sein. Beide Städte sind nur rund 30 Kilometer von Emden entfernt.

Arbeitsmarkt in Emden

In Emden sind rund 2.200 Menschen ohne Job. Das klingt nach wenig, ist aber viel, bedenkt man, dass die Stadt nur 50.000 Einwohner hat. Die Arbeitslosenquote lag damit im Mai 2019 bei 8,2 Prozent.

Das ist für niedersächsische Verhältnisse ein hoher Wert. Im Bundesland liegt der Wert bei 5,0 Prozent. Für den Norden Niedersachsens aber ist die Quote noch einigermaßen solide. So gibt es in Wilhelmshaven 10,5 Prozent Arbeitslose, nebenan in Bremerhaven sogar 12,3 Prozent.

Speziell in Ostfriesland ist Emden Schlusslicht. In Aurich (5,9 Prozent), Leer (4,9 Prozent) und Wittmund (4,5 Prozent) ist der Arbeitsmarkt robuster.

Die meisten offenen Jobs in Emden gibt es laut Arbeitsagentur in:

  • Produktion
  • Handel
  • Tourismus
  • Verkehr und Logistik
  • Schutz und Sicherheit
  • Gesundheit und Soziales

Einstiegsgehälter und Gehaltsniveaus

Emden ist eine Oase im Norden. Diesen Eindruck gewinnt man, wenn man auf die Gehaltsdaten der Bundesagentur für Arbeit blickt. Demnach verdient ein Arbeitnehmer mit Vollzeitstelle in Emden 3.562 Euro im Monat. Dabei handelt es sich um das Mediangehalt. 50 Prozent aller Gehälter liegen oberhalb, 50 Prozent unterhalb.

Damit liegt Emden deutlich über dem gesamtdeutschen Wert von 3.209 Euro – das Emder Volkswagen-Werk dürfte daran einen großen Anteil haben. Im nordwestlichen Niedersachsen ist die Stadt sogar die unangefochtene Nummer eins. In Osnabrück kommen Vollzeitarbeitnehmer auf 3.245 Euro, in Oldenburg auf 3.152 Euro und in Wilhelmshaven auf 3.169 Euro. Bremerhaven liegt bei 3.196 Euro, die Stadt Bremen bei 3.445 Euro.

In Ostfriesland ist das Gehaltsniveau noch weitaus bescheidener. Ein Vollzeitjob in Aurich, 30 Kilometer östlich von Emden, bringt 2.785 Euro aufs Konto. Einer in Leer, 30 Kilometer südlich von Emden, sogar nur 2.761 Euro.

Ein Arbeitnehmer verdient in Niedersachsen laut gehalt.de im Durchschnitt 41.310 Euro jährlich. Das ist deutlich weniger als der gesamtdeutsche Durchschnitt von 45.000 Euro. Für Hochschulabsolventen beträgt das Einstiegsgehalt in Niedersachsen rund 42.000 Euro, für Azubis nach abgeschlossener Lehre ca. 28.000 Euro.

Fach- und Führungskräfte liegen in Niedersachsen nach Angaben des Stepstone-Gehaltsreports 2019 bei durchschnittlich 53.545 Euro im Jahr, laut Xing-Gehaltsstudie 2019 bei 66.271 Euro.

Wichtige Arbeitgeber in Emden

Das sind die wichtigsten Arbeitgeber in Emden:

  • Volkswagen AG
  • OBW Emden (Sozialeinrichtung)
  • Diepa GmbH (Zeitarbeit)
  • Klinikum Emden
  • Weets Gruppe (Logistik)
  • Evag Emder Verkehrs und Automotive Gesellschaft
  • Hochschule Emden/Leer
  • Autoport Emden (Automobilumschlag)
  • Wasser- und Schifffahrtsamt Emden
  • OWS Off-Shore Wind Solutions
  • Gebäudereinigung Aktiv
  • AG Ems (Fährverkehr)
  • Sparkasse Emden
  • Ostfriesische Volksbank
  • Spedition Nanno Janssen
  • SMP (Automotive)
  • OFD Ostfriesischer Flugdienst
  • Gebr. Neumann (Baugewerbe)
  • Gebäudereinigung Merkur
  • EMS Maritime Offshore (Transport)
  • Egbert Wilts (Großhandel)
  • Bard Engineering
  • ALM Automobil-Logistik-Mosolf
  • WEC Turmbau (Windanlagen)

Karriereaussichten und Wirtschaft in Emden

Emden ist die Heimat des Passat. Ab 1964 baute Volkswagen an der Nordsee zunächst den Käfer, ab 1978 rollte der Passat vom Band – bis heute. Das VW-Werk ist der mit Abstand größte Arbeitgeber der Stadt und beschäftigt knapp 10.000 Menschen.

Ab 2022 sollen nach dem Willen von VW in Emden keine Autos mit Verbrennungsmotor mehr gebaut werden. Stattdessen will der Konzern jedes Jahr 300.000 Elektroautos an der Küste fertigen. Das kostet Geld – und vermutlich auch Arbeitsplätze. Denn der Bau von E-Autos ist weniger arbeitsintensiv, schon heute wehren sich befristet Beschäftigte vor dem Arbeitsgericht Emden dagegen, dass VW sie nicht weiter beschäftigen will.

Emden ist relativ klein, aber eine ausgewachsene Industriestadt. Das produzierende Gewerbe trägt 42 Prozent zur Bruttowertschöpfung bei. Zum Vergleich: Im Landkreis Leer sind es nur 19,5 Prozent.

Von rund 33.700 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Emden arbeiten über 13.300 im Verarbeitenden Gewerbe. Darunter sind auch viele VW-Zulieferer, die sich im Industriepark Frisia angesiedelt haben, und WEC Turmbau, ein Zulieferer von Windanlagenhersteller Enercon. Im Dienstleistungsbereich inklusive Verwaltung sind 6.100 Menschen beschäftigt.

Diese Branchen schaffen nach IHK-Angaben die meisten Jobs in Emden:

  • Verarbeitendes Gewerbe: 13.300 Beschäftigte
  • Öffentliche Verwaltung, private und sonstige Dienstleistungen: 6.100
  • Freiberufliche Dienstleistungen und Immobilien: 4.100
  • Verkehr und Lagerei: 4.000
  • Handel: 2.700
  • Baugewerbe: 1.600

Im Prognos-Zukunftsatlas 2016 landete die Stadt Emden auf Platz 209 von 402 Regionen in Deutschland. Vor allem in der Kategorie „Wettbewerb und Innovationen“ gab es Punkte.

Kosten: Lebenshaltung, Mietpreise

Das Gehaltsniveau in Emden ist hoch, die Arbeitslosigkeit aber auch. Wer einen Job in der Küstenstadt ergattert hat, darf sich glücklich schätzen – und über geringe Lebenshaltungskosten freuen.

Die Medianmiete lag in Emden nach Immowelt-Angaben im Jahr 2018 bei 6,40 Euro pro Quadratmeter. Damit zählt Emden sogar im Norden zu den Preisbrechern. In der Stadt Bremen zahlen Mieter 8,30 Euro, in Oldenburg 8,40 Euro und in Hamburg 11,90 Euro. Nur Wilhelmshaven (5,30 Euro) und Bremerhaven (5,20 Euro) liegen noch unter dem Emder Preisniveau.

Auch deutschlandweit zählt Emden zu den günstigsten Standorten.
So liegt die Medianmiete in Gelsenkirchen bei 5,50 Euro, in Duisburg bei 6,00 Euro, in Salzgitter bei 5,30 Euro, in Cottbus bei 6,00 Euro und in Wuppertal bei 6,20 Euro. In Frankfurt dagegen ist sie bis auf 13,90 Euro angestiegen, in München sogar auf 18,10 Euro.

Der Kaufpreis für eine Immobilie lag in Emden laut Immowelt 2018 bei 1.320 Euro pro Quadratmeter. Auch das fällt im Deutschlandvergleich in die unterste Preiskategorie. In Bremen zahlen Käufer 2.050 Euro, in Oldenburg 2.520 Euro und in Hamburg 4.090 Euro. Erschwinglicher ist eine Wohnung allenfalls in Bremerhaven (1.170 Euro) oder in Wilhelmshaven (1.150 Euro).

Kontaktdaten und Servicestellen

Sie wollen sich in Emden selbstständig machen, Ihre Steuererklärung abgeben oder Jobs in Emden suchen? Die wichtigsten Servicestellen hat Karrieresprung übersichtlich für Sie zusammengefasst:

  • Das Finanzamt Emden finden Sie hier.
  • Die Agentur für Arbeit Emden-Leer finden Sie hier.
  • Die IHK für Ostfriesland und Papenburg finden Sie hier.
  • Die Handwerkskammer für Ostfriesland finden Sie hier.
  • Unterstützung für Existenzgründer finden Sie hier.
  • Jobs in Emden finden Sie hier.
[Bildnachweis: Tobias Arhelger by Shutterstock.com]

Jobs in Wilhelmshaven: Augen geradeaus!

Wer gerne Uniform trägt, wird sich in Wilhelmshaven wohl fühlen. Die Stadt ist ohne Bundeswehr undenkbar. Jobs in Wilhelmshaven gibt es auch für Schiffsbauer, Meeresforscher oder Offshore-Techniker. Tagestouristen schlendern am Südstrand entlang und genießen Meerblick und steife Brise. Und wenn sie auf die Mietpreise blicken, würden viele von ihnen am liebsten für immer hierbleiben…

Jobs Wilhelmshaven: Wissenswertes zur Region und Stadtteilen

Im Jahr 2019 feiert Wilhelmshaven seinen 150. Geburtstag. Damals wurde es von Preußen gekauft, um einen Stützpunkt für die preußische Marine zu errichten. Die Geschichte der Stadt ist eng mit Marine und Seefahrt verknüpft. Das ist bis heute so geblieben. Wilhelmshaven ist nicht nur größter Stützpunkt der Marine, sondern der gesamten Bundeswehr.

Wer mehr erfahren will, stattet dem Deutschen Marinemuseum einen Besuch ab. Es liegt am Südstrand, einer langen Promenade mit Restaurants, Ferienwohnungen, Freibad und Campingplatz. Im Sommer ist der Südstrand rappelvoll.

Der Südstrand ist einer der wenigen deutschen Nordseestrände, die nach Süden ausgerichtet sind. Von hier hat man einen schönen Blick auf die Meeresbucht, den berühmten Jadebusen. Nur wer sich nach einem einen Sandstrand sehnt, wird enttäuscht. Der Südstrand ist ein Rasenstrand.

Wilhelmshaven lebt von der Truppe – und vom Tourismus. Nordsee-Urlauber kommen auch gerne mal für einen Tag vorbei, erkunden Wattenmeerhaus und Aquarium. Am Südstrand steht zudem ein Besucherzentrum des Unesco-Weltnaturerbes Wattenmeer.

Wer bei der Wohnungssuche in der 75.000-Einwohner-Stadt kein Glück hat, weicht ins Umland aus. Alternativen sind vor allem Varel, Rastede, Wangerland, Butjadingen, Jever, Nordenham, Wittmund, Wiefelstede und Schortens.

Arbeitsmarkt in Wilhelmshaven

Von einem blühenden Arbeitsmarkt kann man in Wilhelmshaven nicht sprechen. Die Arbeitslosigkeit war im Mai 2019 mit 10,5 Prozent zweistellig. Das war mehr als doppelt so hoch wie in ganz Niedersachsen (5,0 Prozent).

50 Kilometer westlich von Wilhelmshaven sieht die Welt ganz anders aus. Aurich weist nur eine Quote von 5,9 Prozent auf. Noch weiter westlich in Emden sind es 8,2 Prozent. Zappenduster wird es dagegen, wenn man von Wilhelmshaven gen Osten fährt. Bremerhaven hat eine Arbeitslosenquote von 12,3 Prozent.

Im Süden werden die Perspektiven besser. Oldenburg hat 6,0 Prozent Arbeitslose, Leer 4,9 Prozent, der Landkreis Vechta gar nur 3,2 Prozent.

Jobs in Wilhelmshaven gibt es laut Arbeitsagentur vor allem in:

  • Gesundheits- und Sozialwesen
  • Baugewerbe
  • Verarbeitendes Gewerbe
  • Verkehr und Lagerei
  • Gastgewerbe
  • Einzelhandel

Einstiegsgehälter und Gehaltsniveaus

In Niedersachsen kann man vom dicken Gehaltsscheck oft nur träumen. Im Schnitt verdient ein Arbeitnehmer laut gehalt.de 41.310 Euro. Damit rangiert Niedersachsen im Gehaltsranking aller 16 Bundesländer nur auf Platz zehn. Von den westdeutschen Ländern ist sogar nur ein einziges schwächer auf der Brust – der nördliche Nachbar Schleswig-Holstein. Des gesamtdeutsche Schnitt beträgt 45.000 Euro.

Hochschulabsolventen steigen in Niedersachsen mit rund 42.000 Euro in den Beruf ein, Azubis kommen nach erfolgreicher Lehre auf ca. 28.000 Euro.

Auch Fach- und Führungskräfte werden in Niedersachsen nicht reich. Sie bringen nach Angaben des Stepstone-Gehaltsreports 2019 im Schnitt 53.545 Euro jährlich mit nach Hause. In Hessen kommen sie auf über 65.000 Euro. Die Xing-Gehaltsstudie 2019 weist für Fach- und Führungskräfte in Niedersachsen dagegen ein Durchschnittsgehalt von 66.271 Euro aus. In Bremen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland verdient man demnach nur minimal mehr. Niedersachsen liegt in dieser Rangliste sogar vor Berlin – aber hinter Schleswig-Holstein.

In Wilhelmshaven verdient ein Arbeitnehmer mit Vollzeitstelle im Monat 3.169 Euro. Dabei handelt es sich um den Medianwert der Bundesagentur für Arbeit. Eine Hälfte liegt oberhalb, die andere unterhalb. Der gesamtdeutsche Wert beträgt 3.209 Euro.

Das heißt: Das Gehaltsniveau in Wilhelmshaven ist relativ niedrig – wie in den anderen Städten der Region auch. So kommen Vollzeitarbeitnehmer in Bremerhaven auf 3.196 Euro, in Oldenburg auf 3.152 Euro und in Osnabrück auf 3.245 Euro. Ausreißer nach oben ist Emden mit 3.562 Euro.

Gleichzeitig gibt es an der Nordseeküste auch Städte und Regionen mit einem noch viel tieferen Gehaltsniveau. Leer liegt bei 2.761 Euro, Aurich bei 2.785 Euro, Friesland bei 2.898 Euro und das Emsland bei 2.972 Euro.

Wichtige Arbeitgeber in Wilhelmshaven

Das sind die wichtigsten Arbeitgeber in Wilhelmshaven:

  • Bundeswehr
  • Lürssen (Schiffsbau)
  • MWB Motorenwerke (Schiffsbau)
  • Jade Hochschule
  • Senckenberg-Institut (Meeresforschung)
  • Niedersächsisches Institut für historische Küstenforschung
  • Mindfactory (Online-Versandhandel)
  • Manitowoc (Kranhersteller)
  • HIS Sicherheitsdienst
  • Nietiedt Gruppe (Gerüstbau)
  • Klinikum Wilhelmshaven
  • Sparkasse Wilhelmshaven
  • Volksbank Wilhelmshaven
  • Unfallversicherung Bund und Bahn
  • Künstlersozialkasse
  • Atlantic Hotel Wilhelmshaven
  • Alba Metall Nord (Schrottrecycling)
  • Bohlen und Doyen (Offshore-Industrie)
  • Eurogate Containerterminal Wilhelmshaven
  • GEW Wilhelmshaven (Versorgung)
  • Greenland Seafood (Lebensmittel)
  • Jade Dienst (Hafenmanagement)
  • Nordfrost (Tiefkühllogistik)
  • Peine GmbH (Bekleidung)
  • Thales Defence (Software)
  • Turbo-Technik Reparaturwerft
  • Ulmer Schokoladen
  • Vynova (Kunststoff)
  • Wessel-Hydraulik (Maschinenbau)

Karriereaussichten und Wirtschaft in Wilhelmshaven

Stillgestanden! In Wilhelmshaven ist das ein ausgezeichneter Karriere-Tipp. Die Stadt ist der größte Standort der Bundeswehr. Acht Marineanlagen, 36 Bundeswehrdienststellen einschließlich des Logistikzentrums der Bundeswehr sitzen hier. Im Juni 2019 hatte die Bundeswehr diese Jobs in Wilhelmshaven zu vergeben:

  • Schiffsmechaniker
  • Lagerarbeiter
  • Küchenhilfskraft
  • Arzt in zivil

Die Truppe ist auch für die lokale Wirtschaft von immenser Bedeutung. Die Bundeswehr selbst ist ein wichtiger Auftraggeber, ihre 9.000 Soldaten und zivile Beschäftigte wollen mit Dienstleistungen versorgt werden. Der größte Marinestandort war Wilhelmshaven schon immer, seit es die Deutsche Marine gibt. Schließlich gibt es hier den einzigen Tiefwasserhafen Deutschlands.

Dieser macht Wilhelmshaven seit jeher auch für Schiffsbauer attraktiv. In der Neuen Jadewerft der Lürssen-Gruppe werden Marine-Schiffe instandgesetzt und Yachten repariert.

Wilhelmshaven ist zudem Deutschlands wichtigster Hafen für den Import von Mineralöl und Kohle. 2012 eröffnete der JadeWeserPort, das riesige Areal rund ums Containerterminal im Hafen, mit dem einzigen Tiefwasser-Container-Terminal des Landes.

Die wichtigsten Branchen für Wilhelmshaven sind:

  • Hafenwirtschaft
  • Energie
  • Chemie
  • Lebensmittelindustrie
  • Maschinen- und Anlagenbau (Mobilkranbau)
  • Tourismus
  • Wissenschaft und Forschung

Speziell für Meeres- und Küstenforscher ist Wilhelmshaven eine interessante Adresse – der vielen Forschungsinstitute wegen. Die Jade Hochschule hat einen Standort in Wilhelmshaven und bietet vor allem ingenieur- und wirtschaftswissenschaftliche Fächer an.

An Innovationskraft und Wohlstand mangelt es der Stadt aber dennoch. Im Prognos-Zukunftsatlas 2016 kam sie nur auf Platz 347 von 402 Regionen in Deutschland.

Kosten: Lebenshaltung, Mietpreise

Wilhelmshaven ist keine Boom-Stadt. Andererseits sind auch die Mietpreise noch nicht explodiert.

Die Medianmiete lag in Wilhelmshaven nach Angaben der Plattform Immowelt im Jahr 2018 bei 5,30 Euro pro Quadratmeter. Vor allem kleinere Wohnungen kosten auch schon mal mehr als sechs Euro. Aber: Günstiger als hier ist es nicht mal in Ostdeutschland oder im Ruhrgebiet. In Chemnitz schlägt der Quadratmeter mit 5,00 Euro zu Buche, in Cottbus mit 6,00 Euro und in Jena sogar mit 9,00 Euro. Gelsenkirchener zahlen 5,50 Euro, Duisburger 6,00 Euro und Dortmunder 7,00 Euro.

Auf einem Level mit Wilhelmshaven liegen sonst allenfalls Sorgenkinder wie Salzgitter (5,30 Euro), Remscheid (5,70 Euro) und Bremerhaven (5,20 Euro).

Der Norden ist nicht das wirtschaftliche Kraftzentrum der Republik. Darum sind auch die Mieten in den Nachbarstädten vergleichsweise niedrig – aber nicht so niedrig wie in Wilhelmshaven. In Bremen kostet der Quadratmeter 8,30 Euro, in Oldenburg 8,40 Euro und in Emden 6,40 Euro. Zum Vergleich: Hamburger zahlen 11,90 Euro, Frankfurter 13,90 Euro und Münchener sogar 18,10 Euro.

Spottbillig ist Wilhelmshaven auch für Immobilienkäufer. Der Quadratmeter wechselt hier für 1.150 Euro den Besitzer. In Städten wie Ingolstadt oder Freiburg müssen Käufer über 4.000 Euro locker machen, in München sogar über 7.000 Euro.

Weniger als 1.000 Euro sind es praktisch nirgendwo, mit ganz wenigen Ausnahmen wie Zwickau oder Plauen. In Bremen kauft man für 2.050 Euro, in Bremerhaven für 1.170 Euro und in Oldenburg für 2.520 Euro.

Kontaktdaten und Servicestellen

Sie wollen sich in Wilhelmshaven selbstständig machen, Ihre Steuererklärung abgeben oder Jobs in Wilhelmshaven suchen? Die wichtigsten Servicestellen hat Karrieresprung übersichtlich für Sie zusammengefasst:

  • Das Finanzamt Wilhelmshaven finden Sie hier.
  • Die Agentur für Arbeit Wilhelmshaven finden Sie hier.
  • Die Oldenburgische IHK finden Sie hier.
  • Die Kreishandwerkerschaft Jade finden Sie hier.
  • Unterstützung für Existenzgründer finden Sie hier.
  • Jobs in Wilhelmshaven finden Sie hier.
[Bildnachweis: Heide Pinkall by Shutterstock.com]

Jobs in Bamberg: In der schönsten Stadt Deutschlands

Bamberg is beautiful. Dass es ausgerechnet hier eine Fischersiedlung namens Klein-Venedig gibt, ist kein Zufall. Die Bamberger Altstadt ist mit der Umschreibung „Schmuckstück“ nur unzureichend beschrieben. Studenten und Fachkräfte fühlen sich in der 80.000-Einwohner-Stadt in Oberfranken pudelwohl. Jobs in Bamberg winken Fahrzeugtechnikern, E-Commerce-Experten und in der optischen Industrie. Doch der Stadt könnten schwierige Zeiten bevorstehen…

Jobs Bamberg: Wissenswertes zur Region und Stadtteilen

Immer dann, wenn eine Diskussion um die schönste Stadt Deutschlands entbrennt, ist Bamberg definitiv in der Endauswahl. Die historische Altstadt ist weitgehend erhalten, das findet man so im Rest des Landes nur sehr selten. 1993 ernannte die Unesco die Bamberger Altstadt zum Weltkulturerbe.

Umso schöner, wenn man inmitten dieser herrlichen Kulisse ein kühles Glas Bier genießen kann. Im Sommer strömen die Bamberger in Scharen „auf die Keller“. Das heißt übersetzt: „in die Biergärten“. Bamberg ist ein Zentrum der Braukunst. Als Spezialität gilt das Rauchbier, dem Rauchmalz beigemischt wird.

Feiern können die Bamberger. Zum Beispiel immer dann, wenn die Brose Baskets mal wieder die Deutsche Basketball-Meisterschaft nach Oberfranken holen. Das war seit 2005 insgesamt neun Mal (!) der Fall, letztmals 2017.

Zu den besten Wohnlagen Bambergs zählen Berg, Memmelsdorf, Gaustadt und Bamberg-Insel. Auch in Bamberg-Ost, Mitte, Hallstadt, Strullendorf und Gartenstadt können Wohnungssuchende ihr Glück finden. Etwas weiter außerhalb liegt Gundelsheim. Kopfzerbrechen bereitet die Kriminalitätsstatistik. Pro Kopf gibt es in Bamberg wesentlich mehr Straftaten als in anderen Städten Bayerns.

Arbeitsmarkt in Bamberg

Im Landkreis Bamberg herrscht Vollbeschäftigung. Im Mai 2019 lag die Arbeitslosenquote bei 2,0 Prozent. In der Stadt Bamberg war sie mit 3,6 Prozent leicht erhöht.

Das liegt auf dem Niveau der fränkischen Nachbarn. In Bayreuth sind es 4,1 Prozent, in Würzburg 3,3 Prozent, in Fürth 4,8 Prozent. Nürnberg steht mit 5,2 Prozent schon etwas schlechter da, Schweinfurt weist sogar eine Quote von 6,0 Prozent auf – für bayerische Verhältnisse unterirdisch.

In ganz Bayern beträgt die Arbeitslosenquote 2,7 Prozent, für Deutschland liegt der Wert bei 4,9 Prozent.

Jobs in Bamberg gibt es laut Arbeitsagentur vor allem für Fachkräfte. An sie richten sich drei Viertel aller offenen Stellen. Am größten ist die Nachfrage in diesen Bereichen:

  • Maschinen- und Fahrzeugtechnik
  • Verkäufer
  • Führer von Fahrzeug- und Transportgeräten
  • Metallbau
  • Lebensmittelherstellung und -verarbeitung

Einstiegsgehälter und Gehaltsniveaus

In Bayern winken Spitzengehälter. Im Durchschnitt verdient ein Arbeitnehmer nach Angaben von gehalt.de 47.295 Euro im Jahr. Das Einstiegsgehalt für Hochschulabsolventen liegt in Bayern bei 48.535 Euro, für Fachkräfte nach erfolgreicher Ausbildung bei 32.368 Euro.

Noch rosiger sind die Gehaltsaussichten für Fach- und Führungskräfte. Sie verzeichnen laut Stepstone-Gehaltsreport 2019 einen durchschnittlichen Kontoeingang von 62.172 Euro pro Jahr. In Berlin verdienen Fach- und Führungskräfte dagegen nur rund 54.000 Euro. Die Xing-Gehaltsstudie 2019 weist für Fach- und Führungskräfte in Bayern gar ein Durchschnittsgehalt von fast 76.000 Euro aus.

Mit den Top-Standorten innerhalb Bayerns kann Bamberg allerdings nicht mithalten. Ein Arbeitnehmer mit Vollzeitstelle verdient in der Stadt 3.367 Euro im Monat. Das ist der Medianwert, den die Bundesagentur für Arbeit berechnet hat. Dabei liegt eine Hälfte der Gehälter oberhalb, die andere unterhalb. Das Mediangehalt für ganz Deutschland liegt bei 3.209 Euro.

In Ingolstadt beträgt das Mediangehalt 4.635 Euro. Das ist der beste Wert im ganzen Land. In München sind es 4.169 Euro. In Franken wiederum steht Bamberg ziemlich gut da. So weist Nürnberg ein Mediangehalt von 3.470 Euro auf, Fürth 3.221 Euro, Bayreuth 3.137 Euro und Würzburg 3.317 Euro.

Wichtige Arbeitgeber in Bamberg

Das sind die wichtigsten Arbeitgeber in Bamberg:

  • Bosch (Automotive)
  • Brose Fahrzeugteile (Automotive)
  • Rakuten Deutschland (E-Commerce)
  • Sozialstiftung Bamberg (Gesundheit und Soziales)
  • Wieland Electric (Elektroindustrie)
  • Sparkasse Bamberg
  • T-Systems (Telekommunikation)
  • Mediengruppe Oberfranken
  • Harald Fuchs Bäckerei
  • BI-Log (Logistik)
  • Swiss Post Solutions (Dokumentenmanagement)
  • Ofa Bamberg (Medizinprodukte)
  • STWB Stadtwerke Bamberg
  • Rupp und Hubrach (Optik)
  • Ideal Automotive
  • Grupo Antolin (Automotive)
  • Joseph-Stiftung (Wohnungsunternehmen)
  • Omexom (Energie)
  • Candis (IT-Dienstleistungen)
  • Excellence AG (Ingenieurdienstleistungen)

Karriereaussichten und Wirtschaft in Bamberg

Eine Welt ohne Dieselmotoren ist für Bamberg keine verheißungsvolle Vorstellung. 15.000 Arbeitsplätze hängen in der Stadt direkt von Automobilzulieferern ab. Die größten heißen Brose und Bosch. Bosch produziert in Bamberg mit 7.400 Mitarbeitern Elemente für Dieselmotoren. Schlägt die Elektromobilität voll durch, könnten davon nur ein paar übrig bleiben.

In Bamberg dreht sich vieles um die Automobilindustrie, aber nicht alles. Neben der Automotive-Branche sind Maschinenbau, Kunststoff-, Keramische und Glas-Industrie bedeutend. Metallverarbeiter, elektronische und optische Industrie sind weitere Stützpfeiler. Der E-Commerce befindet sich im Aufwind, Möbel und technische Textilien werden in Bamberg hergestellt. Zu den Fokusbranchen zählt die Stadt Einzelhandel, Informationstechnologie, Gesundheit und Logistik.

Bamberg zaubert so manche Überraschung aus dem Hut. So kommen aus der Stadt zum Beispiel:

  • Handgefertigte Mützen
  • Schulbücher
  • Streichinstrumente
  • Klarinetten
  • Segelflugzeuge
  • Schultüten
  • Brauereianlagen
  • Strümpfe
  • Brillengläser
  • Hundeanhänger
  • Orgeln
  • Das Browsergame „My Free Zoo“

Geld bringen auch die vielen Touristen in die Stadt, die sich am Weltkulturerbe satt sehen wollen. Ihnen liefern Brauereien und Gastronomiebetriebe zu. Im Prognos-Zukunftsatlas 2016 belegte die Stadt Bamberg Platz 32 von 402 Regionen. Der Landkreis Bamberg kam auf Rang 92 ins Ziel – und war damit einer der großen Aufsteiger im Vergleich zum vorherigen Ranking.

Kosten: Lebenshaltung, Mietpreise

Schwere Zeiten für Studenten – seit 2010 sind die Mieten in Bamberg um 38 Prozent gestiegen. Das entspricht einem Anstieg von 4,1 Prozent pro Jahr. Und im ersten Halbjahr 2018 ging es noch mal um sechs Prozent rauf. Zu diesen Zahlen kommt der Studentenwohnpreisindex 2018 des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW).

Für eine studentische Musterwohnung muss man nach IW-Berechnungen in Bamberg mittlerweile 351 Euro zahlen. Im Jahr 2010 waren es erst 270 Euro. Als Musterwohnung definiert das IW eine Unterkunft mit 30 Quadratmetern, die in Uni-Nähe liegt und um 1995 erbaut wurde. Trotzdem bleibt Bamberg besonders für junge Menschen hochattraktiv.

Bamberg ist für Studenten günstiger als andere Uni-Städte wie Göttingen (389 Euro), Münster (392), Aachen, Karlsruhe (je 397 Euro) oder Heidelberg (437 Euro).

Auch die großen Metropolen fressen sich tiefer ins Konto. Eine Musterwohnung in Hamburg schlägt mit 427 Euro zu Buche, in Frankfurt mit 499 Euro und in München gar mit 634 Euro. Berlin ist in den vergangenen Jahren preislich ebenfalls an Bamberg vorbeigezogen (385 Euro). Auf der anderen Seite bleibt Bamberg billiger als Kiel (320 Euro), Jena (317 Euro), Greifswald (306 Euro), das Ruhrgebiet (280 Euro) und Leipzig (262 Euro).

Nach Immowelt-Angaben liegt der durchschnittliche Mietpreis in Bamberg bei 9,10 Euro pro Quadratmeter, der Kaufpreis bei 2.820 Euro.

Kontaktdaten und Servicestellen

Sie wollen sich in Bamberg selbstständig machen, Ihre Steuererklärung abgeben oder Jobs in Bamberg suchen? Die wichtigsten Servicestellen hat Karrieresprung übersichtlich für Sie zusammengefasst:

  • Das Finanzamt Bamberg finden Sie hier.
  • Die Agentur für Arbeit Bamberg finden Sie hier.
  • Die IHK für Oberfranken finden Sie hier.
  • Die Handwerkskammer für Oberfranken finden Sie hier.
  • Jobs in Bamberg finden Sie hier.
[Bildnachweis: Oleksiy Mark by Shutterstock.com]

Jobs in Fürth: Spielend leicht zum Traumjob

Fürth ist mobil. Früher fuhr hier die erste Eisenbahn, heute rollen von Fürth aus Bobby Cars in die Kinderzimmer. Die Stadt hat den Strukturwandel besser gemeistert als andere. Immerhin verlor sie mit Quelle und Grundig zwei Riesen des Wirtschaftswunders. Heute ist Fürth wieder glänzend aufgestellt. Jobs in Fürth gibt es bei Spielzeugfabrikanten, Software-Firmen und Schutzhelmherstellern. Fürth bietet Sicherheit – nicht nur in wirtschaftlichem Sinne…

Jobs Fürth: Wissenswertes zur Region und Stadtteilen

Fürth bringt Glück. Es ist ja auch die Kleeblattstadt. Ein dreiblättriges Kleeblatt ziert das Stadtwappen, schon im 16. Jahrhundert tauchte es erstmals in den Stadtsiegeln auf.

Mit dem Nachbarn Nürnberg verbindet Fürth eine lange Rivalität, die heute vor allem auf dem Fußballplatz ausgetragen wird. Der 1. FC Nürnberg und die SpVgg Greuther Fürth kreuzen regelmäßig die Klingen, hauptsächlich in der 2. Bundesliga. Früher wäre die Stadt Fürth beinahe Nürnberg zugeschlagen worden, doch der Fusions-Plan wurde in den 20er Jahren per Volksabstimmung abgelehnt.

Dennoch sind Nürnberg und Fürth auch gemeinsam stark. Die beiden bilden mit dem dritten im Bunde, Erlangen, ein äußerst dynamisches Städtedreieck. Die Metropolregion Nürnberg zählt zu den wirtschaftsstärksten Regionen in ganz Deutschland. Das war schon früher so. Symbolträchtig ist die erste Eisenbahnfahrt Deutschlands, die zwischen Nürnberg und Fürth stattfand.

Fürth hat nicht nur die deutsche Wirtschaft geprägt, sondern gar die internationale Politik. Ex-Kanzler Ludwig Erhard ist ein gebürtiger Fürther, genauso wie US-Außenministerlegende Henry Kissinger.

Was auch dafür spricht, nach Fürth zu ziehen: Die Stadt ist ganz offiziell die sicherste Großstadt Bayerns – und das schon seit 15 Jahren.

Eine der teuersten Adressen in Fürth ist die Kutzerstraße in Poppenreuth. Gefragt sind auch Einfamilien- und Doppelhäuser in Unterfarrnbach. Weitere Viertel, in denen Zugezogene nach Wohnungen suchen sollten, sind die Kalb-Siedlung und Weikershof, Hardhöhe und Unterfürberg. Auch die Straßenzüge am Stadtpark werden immer beliebter.

Arbeitsmarkt in Fürth

Das Duell mit dem ungeliebten Nachbarn Nürnberg gewinnt Fürth. Während die Fürther Arbeitslosenquote im Mai 2019 bei 4,8 Prozent lag, waren es in Nürnberg 5,2 Prozent. Mit Erlangen (3,5 Prozent) kann Fürth dagegen nicht mithalten.

Für ganz Bayern liegt der Wert sogar nur bei 2,7 Prozent, in Deutschland beträgt die Quote 4,9 Prozent. Der Arbeitsmarkt in Fürth hat Jahre des Aufschwungs hinter sich. Vor zehn Jahren, im Jahr 2009, waren noch über acht Prozent der Fürther ohne Arbeit. 2013 waren es sieben Prozent, 2016 ging es erstmals runter auf unter sechs Prozent. Jetzt liegt die Quote bei weniger als fünf Prozent.

Dass die Entwicklung so weiter geht, darf aber bezweifelt werden. Seit Jahresbeginn 2019 geht die Zahl der offenen Stellen in Fürth zurück.

Dennoch gibt es Branchen, in denen die Jobsuche weiterhin sehr einfach fällt. Beispiel Pflege: 2018 waren laut Arbeitsagentur in Fürth durchschnittlich 65 offene Stellen in der Pflegebranche gemeldet, aber nur 48 Arbeitslose aus dem Bereich. Im gesamten Agenturbezirk Fürth sind mittlerweile 12.000 Menschen in der Pflegebranche sozialversicherungspflichtig beschäftigt – zehn Prozent mehr als im Jahr 2014.

Einstiegsgehälter und Gehaltsniveaus

In punkto Gehalt verliert Fürth den Vergleich mit Nürnberg. Während das monatliche Mediangehalt für Arbeitnehmer mit Vollzeitstelle in Fürth bei 3.221 Euro liegt, kommt Nürnberg auf 3.470 Euro. Allerdings kommen beide nicht an Erlangen im Norden heran. Dort bringt ein Arbeitnehmer 4.633 Euro mit nach Hause. Das ist der zweitbeste Wert in ganz Deutschland (hinter Ingolstadt).

Es handelt sich wohlgemerkt um Medianwerte, die die Bundesagentur für Arbeit ermittelt hat. Beim Median befindet sich eine Hälfte der Gehälter oberhalb des Wertes, die andere unterhalb. Der Wert für ganz Deutschland liegt bei 3.209 Euro.

Grundsätzlich ist Bayern eine gute Standortwahl für alle, denen ein Top-Gehalt wichtig ist. Das Durchschnittsgehalt beträgt in Bayern laut Gehaltsplattform gehalt.de 47.295 Euro jährlich. Nur Hessen, Hamburg und Baden-Württemberg sind lukrativer. Hochschulabsolventen steigen in Bayern mit 48.535 Euro in den Beruf ein, Azubis nach erfolgreicher Ausbildung mit 32.368 Euro.

Fach- und Führungskräfte können laut Stepstone-Gehaltsreport 2019 in Bayern mit durchschnittlich 62.172 Euro im Jahr rechnen. Nur Hessen und Baden-Württemberg liegen in diesem Ranking vor Bayern. Zum Vergleich: In Berlin verdienen Fach- und Führungskräfte im Schnitt rund 54.000 Euro. Die Xing-Gehaltsstudie 2019 hinterlegt für bayerische Fach- und Führungskräfte sogar ein Durchschnittsgehalt von fast 76.000 Euro.

Wichtige Arbeitgeber in Fürth

Das sind die wichtigsten Arbeitgeber, die Jobs in Fürth schaffen:

  • Siemens AG
  • Uvex (Sicherheitsprodukte)
  • Fraunhofer-Entwicklungszentrum Röntgentechnik EZRT
  • Atos (IT)
  • Computec Media (Medien)
  • Leonhard Kurz Stiftung (Beschichtungstechnologie)
  • Simba Dickie Group (Spielzeug)
  • Bruder Spielwaren
  • Playmobil
  • Ruag Ammotec (Munition)
  • Tucher Bräu (Brauerei)
  • Kennametal (Industriedienstleistungen)
  • Arndt (Sicherheitstechnik)
  • GS Schenk (Baugewerbe)
  • Lauer-Fischer (Apotheken-EDV)
  • Sintec Informatik (Software)
  • N:aip (Pflege)
  • Schultheiss Hoch- und Tiefbau
  • Cip Marketing
  • EKS Engineering
  • Protoform Konrad Hofmann (Werkzeugbau)

Karriereaussichten und Wirtschaft in Fürth

Fürth hat eine glorreiche Vergangenheit. Hier fand im 19. Jahrhundert die erste Eisenbahnfahrt Deutschlands statt. Den Zeitraum von 1882 bis 1907 bucht man als Fürther Gründerjahre ab – in kaum einer anderen Stadt brach sich die Industrialisierung schneller Bahn. Und das ging sogar nach zwei Weltkriegen munter so weiter. In den 1950er Jahren war Fürth ein Hotspot des deutschen Wirtschaftswunders. Versandhaus Quelle und Rundfunkgerätehersteller Grundig residierten in Franken.

Das alles ist passé. Quelle und Grundig gibt es nicht mehr. Trotzdem ist aus Fürth kein Armenhaus geworden. Einen Abstieg wie etwa das Ruhrgebiet hat die Stadt nicht erlitten. Dazu trägt auch Siemens bei, das dem Standort Fürth die Treue gehalten hat. „Der Traditionsstandort mit Schwerpunkt in Produkten der Fabrikautomation und industrieller Schalttechnik hat in den letzten Jahren durch Einsatz siemenseigener Digitalisierungs- und Automatisierungslösungen seine Leistung pro Produktionsfläche (qm) vervielfacht“, schreibt Siemens auf seiner Homepage über Fürth. Zukunftsthemen wie Edge Computing oder künstliche Intelligenz (KI) würden hier in internen Startups vorangetrieben.

Auch hat Fürth ungeahnte Nischen für sich erschlossen. Zum Einen schwingt sich die Stadt zu einem Zentrum für sogenannte Neue Materialien auf – neuartige Werkstoffe für die Industrie. In diesem Bereich ist zum Beispiel Uvex aktiv. Das Unternehmen produziert Schutzhelme und -brillen, Atemschutzmasken und Sicherheitsschuhe.

Auch Kinder lieben Fürth – ohne es zu wissen. Mehrere Spielzeughersteller beliefern die Kinderzimmer von Franken aus, darunter Playmobil und die Simba Dickie Group, die die bekannten Bobby-Cars herstellt.

Im Städteranking 2018 von IW Consult kam Fürth auf Platz 26 von 71 Städten – vor allem für den florierenden Arbeitsmarkt gab es Punkte. Im Prognos-Zukunftsatlas 2016 war die Stadt Fürth auf Rang 96 von 402 Regionen gelandet. Der Landkreis Fürth zählte sogar zu den großen Aufsteigern. Er kam auf Position 119 ins Ziel – eine Verbesserung um 131 Plätze im Vergleich zum vorherigen Ranking aus dem Jahr 2004.

Kosten: Lebenshaltung, Mietpreise

Noch sind die Mietpreise in Fürth vergleichsweise niedrig. Mit durchschnittlich 9,70 Euro haben sie nach Immowelt-Angaben die 10-Euro-Marke noch immer nicht überschritten. Gleichwohl werden für einzelne Wohnungen, vor allem kleinere, schon heute teils mehr als zwölf Euro aufgerufen.

Und die Mieten steigen. Von 2012 bis 2017 gingen sie um 27 Prozent nach oben. Damals war der Quadratmeter noch für rund sieben Euro bewohnbar.

Trotzdem ist Fürth immer noch preisgünstiger als die Nachbarn Nürnberg (10,10 Euro) und Erlangen (11,20 Euro). Auch in Würzburg (10,50 Euro), Regensburg (11,00 Euro) oder Ingolstadt (11,60 Euro) zahlen Mieter mehr. In München sind es sogar 18,10 Euro.

Darum müsste ein Arbeitnehmer, der in Fürth 50.000 Euro im Jahr verdient, in München auf knapp 70.000 Euro kommen, um denselben Lebensstandard zu haben. So sagt es der Vergleichsrechner von Financescout24.

Um 18 Prozent stiegen in Fürth die Kaufpreise für Immobilien alleine von 2017 auf 2018. Jetzt müssen Käufer laut Immowelt 3.120 Euro für den Quadratmeter hinlegen. Das sind zehn Euro mehr als in Nürnberg (3.110 Euro). Eine Immobilie in Erlangen schlägt mit 3.730 Euro zu Buche, in Ingolstadt mit 4.300 Euro und in München sogar mit 7.140 Euro.

Kontaktdaten und Servicestellen

Sie wollen sich in Fürth selbstständig machen, Ihre Steuererklärung abgeben oder Jobs in Fürth suchen? Die wichtigsten Servicestellen hat Karrieresprung übersichtlich für Sie zusammengefasst:

  • Das Finanzamt Fürth finden Sie hier.
  • Die Agentur für Arbeit Fürth finden Sie hier.
  • Die IHK Nürnberg für Mittelfranken finden Sie hier.
  • Die Handwerkskammer für Mittelfranken finden Sie hier.
  • Jobs in Fürth finden Sie hier.
[Bildnachweis: Boris Stroujko by Shutterstock.com]

Jobs in Erlangen: Die Schwarmstadt in Franken

Erlangen ist fränkische Provinz, mehr nicht? Ganz falsch! Erlangen ist eine DER Zukunftsstädte in Deutschland. Die einzigen, die sich über zu wenig Arbeit beschweren, sind die Mitarbeiter der Arbeitsagentur. Die Hightech-Branche boomt, speziell die Medizintechnik bietet viele Jobs in Erlangen, auch die Universität ist Spitzenklasse. Und wer ein dickes Gehalt mit nach Hause nehmen will, sollte erst recht mit einem Umzug nach Erlangen liebäugeln. Es gibt nur eine einzige Stadt in Deutschland, in der das Gehaltsniveau noch höher ist als in Erlangen…

Jobs Erlangen: Wissenswertes zur Region und Stadtteilen

Erlangen ist für zweierlei bekannt. Da ist zum Einen die Friedrich-Alexander-Universität. Sie wurde schon 1743 gegründet und zählt heute zu den forschungsstärksten Unis Deutschlands. Fast 40.000 Studenten lernen in einem der 261 Studiengänge in fünf Fakultäten.

Die FAU liegt direkt neben dem Schlossgarten, dem grünen Zentrum der Unistadt. Ringsherum liegen die Unikliniken, Alter Wasserturm, Orangerie und Botanischer Garten, die Hugenottenkirche sowie die Stadtbibliothek – und zahlreiche Restaurants und Kneipen, in denen die Studenten den Tag ausklingen lassen.

Über die ganze Stadt verteilt ist Siemens, das zweite Aushängeschild Erlangens. Der Technologiekonzern hat hier seinen großen Campus, Werk und Trainingscenter. Auch das Medizintechnik-Spinoff Siemens Healthineers sitzt in Erlangen – und das MedMuseum obendrein, das den Besucher durch die Geschichte der Medizintechnik führt.

Erlangen-Bugberg ist das Nobelviertel der Stadt. Auch Stieglitzhof ist teuer, aber dennoch bei Jüngeren und Familien sehr beliebt. Röthelheimpark zählt zu den frischeren Wohnlagen, seitdem die Amerikaner in den 90er Jahren ihre Kasernen räumten. Dann gibt es noch Zentrum, Alterlangen und Bubenreuth — Stadtteile, in denen man nicht gerade günstig mietet oder kauft. Weitere Möglichkeiten findet man in Erlangen-Ost, Büchenbach, Buckenhofer Siedlung und in der Altstadt.

Arbeitsmarkt in Erlangen

Arbeitslosigkeit ist in Mittelfranken ein Fremdwort, Jobs in Erlangen gibt es in Hülle und Fülle. In der Stadt Erlangen lag die Arbeitslosenquote im Mai 2019 bei 3,5 Prozent, im gesamten Landkreis Erlangen-Höchstadt sogar nur bei 1,8 Prozent.

In ganz Bayern liegt sie bei 2,7 Prozent, für ganz Deutschland beträgt der Wert 4,9 Prozent. Auch im mittelfränkischen Vergleich steht Erlangen glänzend da. So gibt es in Nürnberg 5,2 Prozent Arbeitslose, in Fürth 4,8 Prozent, in Ansbach 3,5 Prozent und in Schwabach 2,9 Prozent. Die beiden letztgenannten Städte sind aber nicht einmal halb so groß wie Erlangen.

Und die Aussichten für Jobsucher bleiben bis auf Weiteres gut. So gibt es in Erlangen 2019 mehr freie Stellen als im vergangenen Jahr. Seit Jahresbeginn haben die Arbeitgeber 1.528 offene Stellen an die Bundesagentur für Arbeit gemeldet. Das sind 13 mehr als im Vorjahreszeitraum.

Im Landkreis Erlangen-Höchstadt dagegen geht die Zahl der gemeldeten Vakanzen seit Jahresbeginn zurück – wie auch in vielen anderen Städten und Regionen Deutschlands.

Einstiegsgehälter und Gehaltsniveaus

Haarscharf schrammt Erlangen am Thron vorbei. Zwei Euro trennen die Franken von Platz eins der deutschen Gehaltsrangliste. Eine Vollzeitstelle in Erlangen bringt 4.633 Euro im Monat ein – in Ingolstadt sind es 4.635 Euro.

Dabei handelt es sich um den Medianwert, den die Bundesagentur für Arbeit ermittelt hat. Eine Hälfte der Gehälter befindet sich über dem Wert, die andere darunter. Die Marke von 4.000 Euro im Monat packen nur ganz wenige Städte in Deutschland. Erlangen zählt dazu, — genauso wie Stuttgart, München, Leverkusen oder Wolfsburg.

Für ganz Deutschland liegt das Mediangehalt bei 3.209 Euro. In der unmittelbaren Nachbarschaft ist Erlangen konkurrenzlos. Nürnberg weist ein Mediangehalt von 3.470 Euro auf, Fürth kommt auf 3.221 Euro und Bamberg auf 3.367 Euro.

Speziell für Ingenieure zählt Erlangen zu den attraktivsten Städten überhaupt. Sie verdienen nach Angaben von gehalt.de im Durchschnitt über 80.000 Euro pro Jahr. Nur Stuttgart und Frankfurt zahlen (etwas) mehr. Zum Vergleich: In Berlin gehen Ingenieure mit rund 58.000 Euro nach Hause, in Bremen mit 64.000 Euro, in Hamburg mit 68.000 Euro und in Düsseldorf mit 75.000 Euro.

IT-Fachkräften, die neu in den Beruf einsteigen, winkt in Erlangen sogar das beste Gehalt deutschlandweit. Sie können hier mit 57.953 Euro rechnen, in München mit 55.502 Euro. Diese Zahlen basieren allerdings noch auf einer Auswertung von gehalt.de aus dem Jahre 2016.

Wichtige Arbeitgeber in Erlangen

Das sind die wichtigsten Arbeitgeber, die Jobs in Erlangen schaffen:

  • Siemens Healthineers (Medizintechnik)
  • Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
  • Framatome (Kerntechnik)
  • Tintschl Unternehmensgruppe (Industriedienstleistungen)
  • Elektrobit Automotive
  • Heitec AG (Elektronik)
  • ZBI Immobilien AG
  • Davero Dialog (Telekommunikation)
  • Primetals Technologies (Anlagenbau)
  • Interflex (Datenerfassung)
  • Nutricia (Ernährung)
  • Wavelight (Augenheilkunde)
  • IFS Deutschland (Unternehmenssoftware)
  • Clear Group (IT- und Ingenieurdienstleistungen)
  • Astrum IT (Software)
  • Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS
  • Fraunhofer-Institut für Integrierte Systeme und Bauelementetechnologie (IISB)
  • E und L Medical Systems (Medizinsoftware)
  • Softgate (Software)
  • Basys Gesellschaft für Anwender- und Systemsoftware
  • CS2 ITec (IT)
  • Spirit Link (PR)
  • Pantel Elektronik AG
  • Intego (Anlagenbau)
  • Publicis (Werbung)
  • KUM (Büroartikel)

Karriereaussichten und Wirtschaft in Erlangen

Im Juni 2019 gab es eine Horrornachricht für Erlangen. Siemens kündigte an, in seiner Energiesparte 1.400 Stellen in Deutschland zu streichen, die meisten davon in Berlin und Erlangen.

Siemens ist für Erlangen nicht irgendein Arbeitgeber. Es ist das ökonomische Aushängeschild der Franken-Stadt. 1965 eröffnete man hier ein Forschungsgelände, das bis 2030 in mehreren Schritten modernisiert und erweitert werden soll. Auf einer Fläche von 75 Fußballfeldern entstehen neue Büro-, Forschungs- und Laborarbeitsplätze. Schon 2020 soll das erste neue Modul am Campus Erlangen – acht Bürogebäude, drei Parkhäuser und eine Kantine für rund 7.000 Mitarbeiter – bezugsfertig sein.

Erlangen ist für Siemens das „wesentliche Kompetenzzentrum“ des gesamten Konzerns. Mit 23.000 Mitarbeitern ist die Stadt einer der größten Siemens-Standorte weltweit. Hier werden Computertomografen und Medizintechnik hergestellt, Straßenbahnen, Züge, Gas- und Dampfturbinen entwickelt. In einem 1.300 Quadratmeter großen Prüf- und Testbereich widmet man sich der Entwicklung von Antriebstechnologien sowie Ladetechnologien für Hybrid- und Elektrofahrzeuge.

Auch für Auszubildende sind die Rahmenbedingungen exzellent. Sie können hier mit modernen CNC-Maschinen, Robotern und 3D-Druckern arbeiten. Alleine in Erlangen bildet Siemens nach eigenen Angaben fast 1.000 Azubis und dual Studierende aus.

Selbstverständlich ist Siemens der größte Arbeitgeber der Stadt. Dahinter folgt die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, die zweitgrößte Uni im Freistaat mit rund 14.000 Beschäftigten. Auf Platz drei folgt das Kerntechnikunternehmen Framatome, das in Erlangen ca. 2.800 Arbeitnehmer hat.

Die wichtigsten Arbeitgeber in Erlangen kommen aus diesen Bereichen:

  • Hightech
  • Forschung
  • Software
  • Medizin und Gesundheit

So sitzt auch die von Siemens ausgegründete Medizintechnik-Sparte Siemens Healthineers in Erlangen. Im Juni 2019 suchte das Unternehmen unter anderem diese Fachkräfte:

Die Stärke Erlangens zeigte sich auch im Städteranking 2018 des Beratungsunternehmens IW Consult. Hier landete Erlangen auf Platz 4 von 71 untersuchten Städten. In der Unterkategorie Arbeitsmarkt belegte man sogar den Gold-Rang.

Schon zuvor hatte es Erlangen im Prognos-Zukunftsatlas 2016 unter die Top Ten-Regionen mit den besten Zukunftschancen in Deutschland gebracht. Hier landete die fränkische Stadt auf Rang 6 von 402 Regionen.

Kosten: Lebenshaltung, Mietpreise

Erlangen ist eine Schwarmstadt. So nennen Immobilienexperten Städte, in die besonders viele junge Leute zwischen 15 und 34 Jahren ziehen.

Jobs sind hier im Überfluss vorhanden. Das Gehaltsniveau ist exzellent, das Mietniveau erträglich. Noch. Denn auch in Erlangen steigen die Mieten. Allein von 2017 auf 2018 zogen sie laut Immowelt um zwölf Prozent an. Mieter müssen jetzt 11,20 Euro für den Quadratmeter einplanen. Das ist mehr als in Nürnberg (10,10 Euro) und Fürth (9,70 Euro). Auch Würzburg (10,50 Euro) und Regensburg (11,00 Euro) sind nicht ganz so teuer wie Erlangen.

Im Vergleich zum mondänen München aber sind die Preise richtig bescheiden. In der Landeshauptstadt werden 18,10 Euro pro Quadratmeter fällig, in Ingolstadt 11,60 Euro. Insgesamt sind die Lebenshaltungskosten in München deutlich höher als in Erlangen, in Hamburg und Berlin aber niedriger. Sogar Lebensmittel kosten laut Financescout24 in Berlin 16 Prozent weniger als in Erlangen. Für Sport- und Freizeitangebote muss man in Berlin zwölf Prozent weniger zahlen.

Käufer einer Immobilie planen in Erlangen nach Immowelt-Angaben 3.730 Euro pro Quadratmeter ein. Auch das ist ein hohes Preisniveau. Städte wie Köln, Düsseldorf, Karlsruhe oder Nürnberg liegen bei etwas mehr als 3.000 Euro. Berlin befindet sich mit 3.790 Euro auf dem gleichen Level.

Zu Premium-Klasse zählen die Kaufpreise in Erlangen aber nicht. In Frankfurt, Ingolstadt oder Freiburg werden mehr als 4.000 Euro für den Quadratmeter abgerufen, in München sogar über 7.100 Euro.

Kontaktdaten und Servicestellen

Sie wollen sich in Erlangen selbstständig machen, Ihre Steuererklärung abgeben oder Jobs in Erlangen suchen? Die wichtigsten Servicestellen hat Karrieresprung übersichtlich für Sie zusammengefasst:

  • Das Finanzamt Erlangen finden Sie hier.
  • Die Agentur für Arbeit Erlangen finden Sie hier.
  • Die IHK Nürnberg für Mittelfranken finden Sie hier.
  • Die Handwerkskammer für Mittelfranken finden Sie hier.
  • Jobs in Erlangen finden Sie hier.
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Jobs in Bergisch Gladbach: Die schönsten weit und breit

Wer von Gladbach spricht, meint nicht immer Mönchengladbach, die Stadt am Niederrhein. Er könnte auch Bergisch Gladbach meinen, eine Abkömmin von Mutter Colonia. Für Köln-Fans ist Bergisch Gladbach eine echte Alternative. Es grenzt an die Domstadt, hat eine ausgewogene Wirtschaftsstruktur und ein vielfältiges Arbeitsplatzangebot. Viele Jobs in Bergisch Gladbach gibt es für Biotechnologen oder Lebensmitteltechniker. Und sogar die schönsten Frauen Deutschlands kommen von hier…

Jobs Bergisch Gladbach: Wissenswertes zur Region und Stadtteilen

Bergisch Gladbach grenzt im Westen unmittelbar an Köln. Nicht wenige Gladbacher, die sich als Kölner identifizieren. Glasklar trennen lässt sich Bergisch Gladbach auch gar nicht von Köln.

Allerdings ist Bergisch Gladbach seit 1975 eigenständig, mit rund 110.000 Einwohnern sogar eine Großstadt. Und sie hat die eine oder andere Trumpfkarte im Ärmel. Da ist zum Beispiel das Schloss Bensberg, das Anfang des 18. Jahrhunderts als Jagdschloss errichtet wurde. Heute ist es ein Fünf-Sterne-Grandhotel, in dem die Präsidentensuite schon mal 1.500 Euro pro Nacht kostet. Auch als Hochzeitsort für Heidi Klum und Tom Kaulitz war das Bensberger Schloss lange im Gespräch.

Womit wir beim heißesten Export Bergisch Gladbachs wären. Heidi Klum wurde hier geboren. In Paffrath ging sie zur Schule, bevor sie auszog, Los Angeles und die Modelwelt zu erobern.

Reizvoll sind Margarethenhöhe und Hebborn für alle, die schön wohnen wollen. Auch Lückerath zählt zu den besseren Vierteln der Stadt, Refrath ebenso. Weitere Optionen sind Herkenrath, Heidkamp, Hand, Gronau und Katterbach. Die meisten Straftaten verzeichnen – wenig überraschend – die Fußgängerzone und die Gegend rund um den Hauptbahnhof.

Arbeitsmarkt in Bergisch Gladbach

Bergisch Gladbach ist mit seinen 110.000 Einwohnern die größte Stadt im Rheinisch-Bergischen-Kreis. Dazu zählen auch Burscheid, Kürten, Leichlingen, Odenthal, Overath, Rösrath und Wermelskirchen.

Insgesamt gab es im Rheinisch-Bergischen Kreis im Mai 2019 rund 7.800 Arbeitslose. Vor zwei Jahren waren es noch über 9.000. Die Arbeitslosenquote liegt damit bei 5,2 Prozent. Sie ist damit sogar besser als die von Nordrhein-Westfalen (6,5 Prozent) und nur geringfügig schlechter als die ganz Deutschlands (4,9 Prozent).

Auch die drei großen Nachbarn Köln (7,8 Prozent), Leverkusen (7,2 Prozent) und Bonn (6,3 Prozent) kommen nicht an den Gladbacher Wert heran. Freie Jobs in Bergisch Gladbach gibt es laut Bundesagentur für Arbeit vor allem in:

  • Handel
  • Verarbeitendes Gewerbe
  • Gesundheits- und Sozialwesen
  • Zeitarbeit

Einstiegsgehälter und Gehaltsniveaus

Das Gehaltsniveau in Nordrhein-Westfalen ist hoch. Im Schnitt verdient ein Arbeitnehmer nach Berechnungen der Gehaltsplattform gehalt.de 46.360 Euro im Jahr. Hochschulabsolventen steigen mit 46.513 Euro in den Beruf ein, Azubis nach abgeschlossener Lehre mit 31.020 Euro.

Als Fach- und Führungskraft kommt man laut Stepstone-Gehaltsreport 2019 in NRW auf 58.846 Euro jährlich im Schnitt, laut Xing-Gehaltsstudie 2019 sogar auf 71.913 Euro.

Doch die Spannbreite ist beträchtlich, zwischen Ruhrgebiet und Rheinland, Ostwestfalen und Münsterland, Niederrhein und Sauerland. In Bottrop zum Beispiel verdient ein Arbeitnehmer mit Vollzeitstelle 3.149 Euro im Monat. Dabei handelt es sich um den Median-, nicht um den Durchschnittswert. Eine Hälfte liegt darüber, die andere darunter. In Bonn beträgt das Mediangehalt dagegen stolze 3.857 Euro. Mönchengladbach kommt auf magere 3.047 Euro, Leverkusen auf bärenstarke 4.170 Euro. Solingen liegt bei dünnen 3.085 Euro, Köln bei dicken 3.696 Euro.

Bergisch Gladbach liegt im Rheinisch-Bergischen Kreis. Wer eine Vollzeitstelle im Rheinisch-Bergischen Kreis hat, verdient im Median 3.192 Euro. Das liegt sogar noch unter dem Bundesschnitt von 3.209 Euro.

Aber: Von Bergisch Gladbach aus pendeln viele Arbeitnehmer ins nahe Köln, nach Leverkusen oder Bonn, wo die Gehälter deutlich höher sind. Darum verdient ein Arbeitnehmer, der seinen Wohnsitz in Bergisch Gladbach hat (aber nicht zwangsläufig auch in Bergisch Gladbach arbeitet), im Median 3.607 Euro.

Wichtige Arbeitgeber in Bergisch Gladbach

Das sind die wichtigsten Arbeitgeber in Bergisch Gladbach:

  • Indus Holding (Private Equity)
  • Krüger GmbH (Nahrungsmittel)
  • Miltenyi Biotec (Biotechnologie)
  • Ludwig Schokolade
  • Zanders Paper GmbH (Papier)
  • Deuta Werke (Verkehrstechnik)
  • Astro Strobel Kommunikationssysteme
  • Oevermann Networks (Internetagentur)
  • Mika Timing (Sportdienstleistungen)
  • Geiger BDT (Unternehmensberatung)
  • Cableway (Telekommunikation)
  • Jo. Heider Verlag
  • KL Druck (Digitaldruckerei)
  • FRT GmbH (Maschinenbau)
  • Die Technologen IT und Engineering
  • Breuer und Wardin (Hörbuchverlag)
  • Ch. Schroer (Literaturverlag)
  • GFMK (Medizinischer Verlag)
  • Evangelisches Krankenhaus Bergisch Gladbach
  • Max Baermann Holding (Magnete)
  • Thorens (Elektronik)

Karriereaussichten und Wirtschaft in Bergisch Gladbach

Bergisch Gladbach hat einige starke Namen im Repertoire. So haben etwa die bekannten Schogetten und Fritt-Kaustreifen ihren Ursprung in Bergisch Gladbach. Die Zentrale der Ludwig Schokolade GmbH, die zudem viele Eigenmarken für den Handel produziert, befindet sich in der Stadt. Hier sitzt die Verwaltung, die vier Produktionsstätten befinden sich dagegen im Saarland und in Polen.

Im Süden der Stadt sitzt das Biotechnologieunternehmen Miltenyi Biotec. Im Juni 2019 suchte man unter anderem Besetzungen für diese Jobs in Bergisch Gladbach:

Im Stadtteil Moitzfeld gibt es seit nunmehr zwei Jahrzehnten den Technologiepark Bergisch Gladbach, der nach Angaben der Stadt 140 Betriebe mit ca. 2.300 Mitarbeitern beherbergt.

Generell haben High-Tech-Betriebe und Dienstleister die alte Industrie abgelöst. In früheren Jahrhunderten wurde Bergisch Gladbach von der Papierindustrie geprägt, später kamen Zinkbergbau und Metallverarbeitung hinzu. Heute ist Bergisch Gladbachs Firmenlandschaft bunt gemischt und stark mittelständisch geprägt.

Im Prognos-Zukunftsatlas 2016 landete der Rheinisch-Bergische Kreis, zu dem Bergisch Gladbach gehört, auf Rang 99 von 402 Regionen in Deutschland – ein ziemlich starkes Ergebnis. Punkte gab es insbesondere in der Unterkategorie „Wettbewerb und Innovation“. Hier landete man sogar auf Platz 84.

Kosten: Lebenshaltung, Mietpreise

Bergisch Gladbach befindet sich im Sog Kölns. Mit allen Vor- und Nachteilen. Zu Letzteren zählt die Mietpreisentwicklung.

Während die Mieten in der Domstadt zwischen 2012 bis 2017 laut Immowelt um 21 Prozent nach oben gingen, waren es nebenan in Bergisch Gladbach 19 Prozent. Trotzdem kann sich ein Umzug nach Bergisch Gladbach für Köln-Pendler auszahlen. In Köln geht der Quadratmeter für 10,50 Euro weg, in Bergisch Gladbach ist er schon für 8,80 Euro zu haben.

Eine Wohnung in Bergisch Gladbach ist damit auch erschwinglicher als nordwärts in Düsseldorf (10,40 Euro) oder südwärts in Bonn (9,70 Euro). Günstiger ist sie dagegen in Leverkusen (7,80 Euro). Weit entfernt sind sie allesamt von den Mondpreisen, die in München (18,10 Euro) gezahlt werden müssen. Für kleine Wohnungen müssen allerdings auch Mieter in Bergisch Gladbach oft schon zweistellige Quadratmeterpreise kalkulieren.

Der Kauf einer Immobilie ist in Bergisch Gladbach ebenfalls günstiger als in Köln. In Köln kostet der Quadratmeter 3.230 Euro, in Bergisch Gladbach 2.540 Euro. In Düsseldorf sind es 3.320 Euro, in Leverkusen 2.210 Euro und in Bonn 2.710 Euro.

Kontaktdaten und Servicestellen

Sie wollen sich in Bergisch Gladbach selbstständig machen, Ihre Steuererklärung abgeben oder Jobs in Bergisch Gladbach suchen? Die wichtigsten Servicestellen hat Karrieresprung übersichtlich für Sie zusammengefasst:

  • Das Finanzamt Bergisch Gladbach finden Sie hier.
  • Die Agentur für Arbeit Bergisch Gladbach finden Sie hier.
  • Die Kreishandwerkerschaft Bergisches Land finden Sie hier.
  • Jobs in Bergisch Gladbach finden Sie hier.
[Bildnachweis: CL-Medien by Shutterstock.com]

Jobs in Siegen: Der Hidden Champion im Grünen

Es grünt so grün. Für Naturfreunde ist das Siegerland ein Traum. Die Holzwirtschaft ist hier traditionell gut aufgestellt. Viele Jobs in Siegen gibt es auch für Metall- und Maschinenbauer, in Handel und Tourismus. Der eine oder andere Hidden Champions kommt aus Südwestfalen und eine Universitätsstadt ist Siegen auch. Das Beste aber: Die Gehälter sind gar nicht so weit von denen in Köln – der nächstgelegenen Metropole – entfernt, die Mietpreise aber um Lichtjahre…

Jobs Siegen: Wissenswertes zur Region und Stadtteilen

Jede Stadt gibt sich heutzutage einen edlen Beinamen. Für Siegen ist das die „Rubensstadt“. Denn Barockmaler Peter Paul Rubens war zwar flämischer Herkunft, diente der spanisch-habsburgischen Krone und wirkte unter anderem in Mantua, Antwerpen und Paris. Geboren aber wurde er 1577 in Siegen.

Die Kunst spielt heute noch eine große Rolle im Veranstaltungskalender der Stadt. Alle fünf Jahre verleiht sie den Rubenspreis an einen Künstler. In Siegen wird filigran der Pinsel geschwungen, aber auch kräftig zugepackt. Das Siegerland ist mit dem Adjektiv waldig ziemlich gut beschrieben. Die Holz- und Forstwirtschaft ist von Bedeutung, auch Maschinen- und Automobilbau.

Das Zusammenspiel von Kunst und Kultur auf der einen und Ingenieurswesen auf der anderen Seite verkörpert die Universität Siegen. Hier werden Philosophie, Kunstgeschichte oder Architektur gelehrt, aber auch Bauingenieurwesen, Elektrotechnik und Maschinenbau.

Stadtmenschen könnten sich in Siegen schwer tun. Zwar ist Siegen mit rund 100.000 Einwohnern offiziell eine Großstadt. Aber eine Metropole ist sie selbstredend nicht. Und bis zur nächsten – Köln – sind es über 90 Kilometer. Das ist kein Katzensprung. Wer sich in der Natur wohl fühlt und einem Waldspaziergang nicht abgeneigt ist, der wähnt sich hier wie im Paradies.

Zu den nobleren Stadtteilen Siegens zählt Kaan-Marienborn im Osten. Zugezogene sollten sich auch in Mitte, Weidenau, Eiserfeld, Geisweid, Alt-Siegen, Niederschelden und Seelbach nach einer Bleibe umschauen.

Arbeitsmarkt in Siegen

Die Stadt Siegen gehört zum Kreis Siegen-Wittgenstein. Darin sind auch Städte wie Bad Berleburg, Bad Laasphe und Netphen zusammengefasst. Insgesamt lag die Arbeitslosigkeit in Siegen-Wittgenstein im Mai 2019 bei 4,5 Prozent.

Ein exzellenter Wert, der sowohl den Schnitt von Nordrhein-Westfalen (6,5 Prozent) als auch den von ganz Deutschland (4,9 Prozent) unterbietet. Zum Vergleich: Im rund 90 Kilometer entfernten Köln liegt die Quote bei 7,8 Prozent.

Gut sind die Chancen auf einen Ausbildungsplatz. Während die Zahl der Lehrstellen steigt, geht die der Bewerber zurück.

Die meisten freien Ausbildungsstellen in Siegen gibt es laut Bundesagentur für Arbeit für:

Einstiegsgehälter und Gehaltsniveaus

Im Kreis Siegen-Wittgenstein liegt das Mediangehalt laut Bundesagentur für Arbeit bei 3.418 Euro pro Monat. Median bedeutet: Eine Hälfte übertrifft diesen Wert, die andere Hälfte unterbietet ihn. Zum Kreis Siegen-Wittgenstein gehören neben der Stadt Siegen noch andere kleinere Städte und Gemeinden. Darum liegt die Schlussfolgerung nahe, dass die Gehälter speziell in Siegen eher noch den Wert von 3.418 Euro übertreffen dürften.

Damit wäre Siegen gar nicht so weit entfernt vom Gehaltsniveau der großen Städte in Nordrhein-Westfalen. In Köln beträgt das Mediangehalt 3.696 Euro, in Düsseldorf 3.882 Euro und in Essen 3.451 Euro. Ländliche Regionen kommen da nicht heran. Der Hochsauerlandkreis zum Beispiel weist ein Mediangehalt von 3.186 Euro auf, der Rheinisch-Bergische Kreis 3.192 Euro und der Rhein-Erft-Kreis 3.188 Euro.

Insgesamt verdient ein Arbeitnehmer in Nordrhein-Westfalen laut gehalt.de 46.360 Euro im Jahr. Dabei handelt es sich wohlgemerkt um den Durchschnittswert, nicht um den Median. Fach- und Führungskräfte können laut Stepstone-Gehaltsreport 2019 in Nordrhein-Westfalen mit durchschnittlich 58.846 Euro pro Jahr rechnen, laut Xing-Gehaltsstudie 2019 sogar mit 71.913 Euro.

Wichtige Arbeitgeber in Siegen

Das sind die wichtigsten Arbeitgeber, die Jobs in Siegen schaffen:

  • Benteler (Automotive)
  • The Coatinc Company (Feuerverzinkung)
  • Diakonie in Südwestfalen
  • Universität Siegen
  • Sparkasse Siegen
  • Volksbank in Südwestfalen
  • Hundhausen (Baugewerbe)
  • Beewen (Industrieanlagen)
  • Pollrich (Industrieventilatoren)
  • Deutsche Hochschulwerbung
  • PMD Technologies (IT- und Ingenieur-Dienstleistungen)
  • Dan Produkte (Softwareentwickler)
  • TMT Tapping Measuring (Maschinenbau)
  • SGB GmbH (Umwelttechnik)
  • Effexx Unternehmensgruppe (Telekommunikation)
  • Otto Luft- und Klimatechnik
  • G-Tec Ingenieure
  • Avanti Air (Charterfluggesellschaft)
  • KSW Kreisbahn Siegen-Wittgenstein (Logistik)

Karriereaussichten und Wirtschaft in Siegen

Nordrhein-Westfalen bezieht seine Wirtschaftskraft von Rhein und Ruhr. Auch Münsterland und Ostwestfalen sind gut aufgestellt. Die großen Universitäten stehen in Aachen und Münster. Und Südwestfalen?

Südwestfalen wird – aus ökonomischer Perspektive – gerne übersehen. Dabei ist nicht nur die Landschaft reizvoll. Auch für Fachkräfte eröffnen sich zwischen Sauerland und Siegerland Chancen. So waren beispielsweise schon 2012 laut Bundesagentur für Arbeit 465 Metall- und Maschinenbauer in Südwestfalen angesiedelt. Mittelständische Familienunternehmen dominieren das Geschehen.

Von 2007 bis 2017 stieg die Zahl der Industriebeschäftigten im Kreis Siegen-Wittgenstein nach IHK-Angaben immerhin um vier Prozent. Insgesamt ging die Zahl aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in diesem Zeitraum sogar um über 14 Prozent nach oben. Noch immer sind 41,5 Prozent der Arbeitnehmer im produzierenden Gewerbe tätig. In der Stadt Siegen selbst ist die Quote etwas geringer, der Dienstleistungssektor stärker.

Wichtige Branchen für Südwestfalen sind:

  • Metall- und Maschinenbau
  • Automotive
  • Gebäudetechnik
  • Holz- und Forstwirtschaft
  • Gesundheitswirtschaft
  • Tourismus
  • Handel

Keine große Rolle spielen Finanz- und Versicherungsgewerbe. Die großen Anbieter sitzen 90 Kilometer weiter westlich in Köln oder 120 Kilometer weiter südlich in Frankfurt. Das heißt nicht, dass Geld einen großen Bogen um Siegen machen würde. Laut IHK Siegen liegt die allgemeine Kaufkraft im IHK-Bezirk Siegen – wenn auch nur minimal – über dem Durchschnitt Nordrhein-Westfalens und ganz Deutschlands. Besonders weit vorne sind die Städtchen Erndtebrück und Kreuztal in unmittelbarer Nachbarschaft von Siegen.

Im Prognos-Zukunftsatlas 2016 kam der Kreis Siegen-Wittgenstein auf Platz 227 von 402 untersuchten Regionen in Deutschland. In der Unterkategorie Wirtschaft und Arbeitsmarkt reichte es sogar für Rang 129.

Kosten: Lebenshaltung, Mietpreise

Zwischen Köln und Siegen liegen Welten – was die Preise angeht. Der Kosten-Vergleich von Financescout24 zeigt: Wer in Siegen 50.000 Euro jährlich verdient, müsste in Köln schon über 61.400 Euro bekommen, um auf den gleichen Lebensstandard zu kommen.

Vor allem höhere Miet- und Transportkosten schlagen in Köln negativ zu Buche. So müssen Mieter in der Domstadt nach Immowelt-Angaben im Schnitt 10,90 Euro pro Quadratmeter zahlen. In Siegen kommen sie mit 6,70 Euro aus. Von 2012 bis 2017 sind die Mietpreise hier nur um drei Prozent gestiegen – ein extrem positiver Wert.

Damit liegt Siegen ungefähr auf einem Niveau mit den Städten im Bergischen Land, am Niederrhein oder in Ostwestfalen. Im Vergleich zum Ruhrgebiet ist Siegen etwas teurer. Weiter südlich in Frankfurt schlägt der Quadratmeter mit 13,90 Euro zu Buche. In Koblenz kostet er 7,90 Euro.

Die Kaufpreise für Immobilien zeigen allerdings auch in Siegen nach oben. Allein von 2017 auf 2018 zogen sie um 16 Prozent an und liegen jetzt bei 1.590 Euro pro Quadratmeter. In Köln kostet der Meter mit 3.230 Euro aber mehr als doppelt so viel, in Frankfurt sogar 4.430 Euro.

Eine gute Orientierung ist Gelsenkirchen: In der Ruhrpott-Stadt müssen Käufer nur 1.000 Euro für den Quadratmeter hinlegen. Das ist laut Immowelt-Analyse der niedrigste Wert von 80 Großstädten in Deutschland. Bedeutet: Das Preisniveau in Siegen ist insgesamt äußerst moderat.

Kontaktdaten und Servicestellen

Sie wollen sich in Siegen selbstständig machen, Ihre Steuererklärung abgeben oder Jobs in Siegen suchen? Die wichtigsten Servicestellen hat Karrieresprung übersichtlich für Sie zusammengefasst:

  • Das Finanzamt Siegen finden Sie hier.
  • Die Agentur für Arbeit Siegen finden Sie hier.
  • Die IHK Siegen finden Sie hier.
  • Die Handwerkskammer Südwestfalen finden Sie hier.
  • Jobs in Siegen finden Sie hier.
[Bildnachweis: Philip Lange by Shutterstock.com]

Jobs in Solingen: Ihre Karriere in der Klingenstadt

Made in Solingen ist ein Siegel, das für Qualität steht. Nicht nur Messer werden hier angeschärft, auch Karrieren. Die Klingenstadt ist noch immer die erste Adresse für alle, die Küchen- und Jagdmesser herstellen, vertreiben und vermarkten. Jobs in Solingen gibt es aber nicht nur im Klingen-Business. Auch wer auf Gummibärchen oder Herrenhemden steht, kann in Solingen sein Glück finden…

Jobs Solingen: Wissenswertes zur Region und Stadtteilen

Schwerte und Messer haben Solingen berühmt gemacht – und ihr das Prädikat Klingenstadt eingebracht. Aus dem Hochmittelalter stammt die Schloss Burg, eine mächtige Anlage, die viele Besucher an den Wochenenden nach Solingen lockt. Schwerter, Messer, mittelalterliche Burgen – kurzum: Solingen wäre der ideale Drehort für die Fantasy-Serie „Game of Thrones“ gewesen.

Immerhin gibt es in Form des Deutschen Klingenmuseums ein kleine Entschädigung. Es liegt im Norden der Stadt zwischen Tierpark, Gräfrather Heide und Parkfriedhof. Nicht nur hier ist Solingen sehr grün. Das zeichnet die Städte im Bergischen Land aus. Sie bieten viel Freiraum und liegen doch in einer der größten urbanen Agglomerationen Europas. Solingen selbst hat immerhin rund 160.000 Einwohner.

Ganz neu ist das Galileum im Südpark, das modernste Mittelplanetarium Europas. Es soll neben Messern und Schloss Burg zu einem dritten Touristenmagneten werden.

Zu den besten Wohngegenden in Solingen zählen die Südstadt und Widdert. Hier kann man auch viele der alten Fachwerkhäuser bewundern, die als Kotten bekannt geworden sind. Gräfrath beherbergt die historische Altstadt, in Solingen-Burg hat man einen prachtvollen Blick auf die namensgebende Burg und in Reinshagen sind Eigentumswohnungen sehr beliebt. Die höchste Kriminalitätsrate haben Solingen-Mitte, Ohligs im Westen und Solingen-Wald im Nordwesten.

Arbeitsmarkt in Solingen

Vor zwei Jahren zählte die Stadt Solingen noch über 7.000 Arbeitslose. Im Mai 2019 ist man drauf und dran, sogar die 6.000er-Schwelle zu unterbieten. 6.118 Arbeitslose ergeben eine Arbeitslosenquote von 7,0 Prozent.

Das ist ein guter Wert. In Remscheid liegt er bei 7,2 Prozent, in Wuppertal bei 8,1 Prozent. Zusammen bildet dieses Trio das „Bergische Städtedreieck“. Nördlich davon, im Ruhrgebiet, ist die Lage weitaus schlechter. Viele Städte im Pott weisen eine zweistellige Arbeitslosenquote auf. In Nordrhein-Westfalen beträgt die Arbeitslosigkeit 6,5 Prozent, in ganz Deutschland 4,9 Prozent.

Freie Jobs in Solingen gibt es nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit insbesondere in diesen Bereichen:

  • Metallerzeugung und Metallbau
  • Medizinische Gesundheitsberufe
  • Nichtmedizinisches Gesundheitsberufe (z.B. Altenpfleger, Ernährungsberater)
  • Körperpflege
  • Medizintechnik
  • Maschinen- und Fahrzeugtechnik
  • Erzieher
  • Hauswirtschaftliche Berufe
  • Theologen
  • Verkehr und Logistik

Einstiegsgehälter und Gehaltsniveaus

Generell kann sich das Lohnniveau in Nordrhein-Westfalen sehen lassen. So verdient ein durchschnittlicher Arbeitnehmer nach Angaben der Gehaltsplattform gehalt.de 46.360 Euro jährlich. Höher sind die Gehälter nur in Hessen, Hamburg, Baden-Württemberg und Bayern. Nach der Uni steigen Absolventen mit 46.513 Euro in den Beruf ein, Azubis nach abgeschlossener Ausbildung mit 31.020 Euro.

Laut Stepstone-Gehaltsreport 2019 kommen Fach- und Führungskräfte in Nordrhein-Westfalen auf 58.846 Euro jährlich im Schnitt. Die Xing-Gehaltsstudie 2019 verortet sie sogar bei 71.913 Euro jährlich.

Das Eldorado aber ist Solingen nicht. Im Median kommt ein Arbeitnehmer mit Vollzeitstelle in der Klingenstadt nur auf 3.085 Euro im Monat. Median bedeutet, dass die eine Hälfte der Gehälter über diesem Wert liegt und die andere darunter.

Eine Vollzeitstelle im benachbarten Remscheid ist mit 3.323 Euro deutlich lukrativer. Auch Wuppertal liegt mit 3.379 Euro vor Solingen. Die NRW-Metropolen Köln (3.696 Euro), Düsseldorf (3.882 Euro) und Essen (3.451 Euro) spielen ohnehin in einer anderen Liga.

Wichtige Arbeitgeber in Solingen

Das sind die wichtigsten Arbeitgeber in Solingen:

  • Accuride (Automotive)
  • Haribo (Süßwaren)
  • Stadt Solingen
  • BIA Kunststoff- und Galvanotechnik
  • Walbusch (Mode)
  • GE Healthcare
  • Edgewell Operations (Konsumgüter)
  • St. Lukas Klinik
  • Stadtwerke Solingen
  • Item Industrietechnik
  • Ledlenser (Taschenlampen)
  • Schneidereit (Wäschereitechnik)
  • Pharma-Insight (Marktforschung)
  • Zwilling J.A. Henckels (Schneidwaren)
  • Wüsthof (Schneidwaren)
  • Böker (Schneidwaren)
  • Carl Mertens (Schneidwaren)
  • Martor (Schneidwaren)
  • Güde (Maschinen, Werkzeuge)
  • Dovo (Schneidwaren)
  • C. Jul. Herbertz (Großhandel)
  • Hubertus (Schneidwaren)
  • Puma GmbH (Schneidwaren)

Karriereaussichten und Wirtschaft in Solingen

Solingen ist die Klingenstadt. Seit 2012 führt man den Titel sogar als offiziellen Zusatz im Namen. Schon im 14. Jahrhundert wurden hier Schwerter angefertigt. Das ist bis heute so geblieben. Nicht weniger als 500 Unternehmen stellen in Solingen Metallerzeugnisse her, hauptsächlich Messer.

Viele von ihnen haben sich spezialisiert. Schließlich ist Messer nicht gleich Messer. Da gibt es Industrieklingen, Rasiermesser, Outdoor- und Jagdmesser, Scheren, Taschenmesser, Küchenmesser, Bestecke oder gar Nagelschneider. Alle Hersteller profitieren von der Clusterbildung und vom Siegel „Made in Solingen“.

Insgesamt arbeiten rund 15.000 Solinger im produzierenden Gewerbe. Das ist ein Drittel aller Beschäftigten. Zwar haben sich einige große Player in Solingen angesiedelt: Haribo, Edgewell oder GE Healthcare. Für den US-Gesundheitsdienstleister ist Solingen einer von drei Hauptstandorten in Deutschland – neben Berlin und München. Doch ist Solingen insgesamt mittelständisch geprägt. Nach Angaben der Stadt gab es zuletzt nur 130 Industriebetriebe mit mehr als 20 Beschäftigten.

Alles in allem steht Solingen solide da, aber nicht sehr gut. So kam man im Städteranking 2018 des Beratungsunternehmens IW Consult auf Platz 50 von 71 Großstädten. Arbeitsmarkt und Wirtschaftsstruktur sind nur Mittelmaß. Außerdem fehlt es an zukunftsfähigen Ideen. Wenig Forschung, keine Industrie 4.0, kaum kreative Dienstleistungen – im Zukunftsranking reichte es sogar nur zu Rang 68. Damit schrammte Solingen nur knapp am letzten Platz vorbei.

Kosten: Lebenshaltung, Mietpreise

Im Bergischen Städtedreieck ist Solingen der Krösus. Die Lebenshaltungskosten sind in Wuppertal und Remscheid niedriger. Trotzdem gehört auch Solingen zu den Schnäppchenparadiesen in Deutschland.

Die Mietpreise stiegen in der Klingenstadt laut Immowelt von 2012 auf 2017 um 13 Prozent, von 2017 auf 2018 noch mal um drei Prozent. Damit liegen sie jetzt bei 6,50 Euro pro Quadratmeter. In Wuppertal mietet man schon für 6,20 Euro, in Remscheid für 5,70 Euro.

Das Solinger Mietpreisniveau liegt damit in etwa auf einem Level mit den Städten im Ruhrgebiet und am Niederrhein. Im Rheinland ist es dagegen deutlich höher. Düsseldorf und Köln liegen jenseits der 10-Euro-Grenze. Am teuersten wohnt es sich für Mieter in München (18,10 Euro) und Frankfurt (13,90 Euro). Vor allem für kleine Wohnungen werden aber auch in Solingen teils mehr als acht Euro pro Quadratmeter veranschlagt.

Wer eine Immobilie in Solingen kaufen möchte, muss im Schnitt 1.930 Euro auf den Tisch legen – sehr viel mehr als in Remscheid (1.470 Euro) und in Wuppertal (1.310 Euro). In Köln kostet der Quadratmeter rund 3.200 Euro, in Düsseldorf 3.330 Euro. Die Spanne in den deutschen Großstädten reicht grob von 1.000 Euro (Gelsenkirchen) über 4.500 Euro (Frankfurt) bis 7.100 Euro (München). Das bedeutet: Auch der Immobilienkauf ist in Remscheid vergleichsweise günstig.

Kontaktdaten und Servicestellen

Sie wollen sich in Solingen selbstständig machen, Ihre Steuererklärung abgeben oder Jobs in Solingen suchen? Die wichtigsten Servicestellen hat Karrieresprung übersichtlich für Sie zusammengefasst:

  • Das Finanzamt Solingen finden Sie hier.
  • Die Agentur für Arbeit Solingen finden Sie hier.
  • Die Bergische IHK finden Sie hier.
  • Die Kreishandwerkerschaft Solingen-Wuppertal finden Sie hier.
  • Jobs in Solingen finden Sie hier.
[Bildnachweis: Borisb17 by Shutterstock.com]

Jobs in Remscheid: Wo Daniel Düsentrieb zuhause ist

Remscheid war schon immer einfallsreich. Die Röntgenstrahlen würde es ohne ihren berühmtesten Sohn heute nicht geben – oder sie würden zumindest nicht so heißen. Noch immer ist die Stadt im Bergischen eine Erfinderhochburg. Die zahlreichen Patente, die hier jedes Jahr angemeldet werden, beweisen das. Vor allem Werkzeugmacher und Heizungsbauer schaffen viele Jobs in Remscheid…

Jobs Remscheid: Wissenswertes zur Region und Stadtteilen

Weil aus der Stadt früher viele Metallwaren und Werkzeuge nach Übersee verschifft wurden, nennt man Remscheid auch die „Seestadt auf dem Berge“. Sie ist eine der kleinsten und wohl auch unbekanntesten Großstädte Nordrhein-Westfalens.

Ein Zwerg aber ist sie mit ihren 110.000 Einwohnern nicht. Für ein Superlativ sorgt die Müngstener Brücke, die das Tal der Wupper überspannt und mit 107 Metern die höchste Eisenbahnbrücke Deutschlands ist.

Eine historische Größe ist Wilhelm Conrad Röntgen. Der Physiker und Nobelpreisträger ist einer der bedeutendsten deutschen Wissenschaftler aller Zeiten und – wer hätte es gedacht – ein gebürtiger Lenneper. Der Stadtteil Lennep liegt östlich der Remscheider City. Röntgens Namen tragen heute nicht wenige Straßen und Schulen in Remscheid.

Auch die geographische Lage spricht für Remscheid. Bis zu den Zentren an Rhein und Ruhr ist es nicht weit. Vor Ort können Spaziergänger, Jogger oder Reiter das satte Grün in und um Remscheid genießen. Zum Beispiel in Ehringhausen, einem ruhigen Stadtteil im Süden, oder in Vieringhausen. Gute Wohnlagen findet man auch in Lennep, Lüttringhausen, dem Südbezirk und Hasten.

Arbeitsmarkt in Remscheid

In Remscheid waren im Mai 2019 genau 4.249 Menschen arbeitslos gemeldet. Das waren drei (!) weniger als im April, aber immerhin 185 weniger als im Mai 2018.

Die Arbeitslosenquote liegt damit in der Stadt bei 7,2 Prozent. Der Wert liegt nur knapp über dem Schnitt von Nordrhein-Westfalen (6,5 Prozent). Für ganz Deutschland liegt die Quote bei 4,9 Prozent.

Im Nachbarschaftsvergleich steht Remscheid solide da. In Solingen sind 7,0 Prozent arbeitslos, in Wuppertal 8,1 Prozent. Weiter westlich in Düsseldorf liegt die Quote bei 6,6 Prozent.

Für junge Leute ist die Situation durchaus positiv. Wer im Bergischen Städtedreieck (Remscheid, Solingen, Wuppertal) eine Ausbildungsstelle sucht, wird nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit am ehesten in Remscheid fündig. Insgesamt standen 100 Bewerbern im Mai 2019 78 Ausbildungsplätze gegenüber.

Freie Jobs in Remscheid gibt es vor allem in diesen Bereichen:

  • Metallerzeugung und Metallbau
  • Maschinen- und Fahrzeugtechnik
  • Verkäufer
  • Schutzpersonal, Sicherheits- und Überwachungsberufe
  • Mechatroniker
  • Energie und Elektro
  • Verkehr und Logistik

Einstiegsgehälter und Gehaltsniveaus

Eine Vollzeitstelle in Remscheid bringt ein Mediangehalt von 3.323 Euro im Monat. Auf diesen Wert kommt die Bundesagentur für Arbeit. Damit liegt Remscheid hauchdünn hinter Nachbar Wuppertal (3.379 Euro), aber deutlich vor Solingen (3.085 Euro). Mit Köln (3.696 Euro) und Düsseldorf (3.882 Euro) kann das Remscheider Gehaltsniveau allerdings nicht mithalten.

Das Durchschnittsgehalt liegt in Nordrhein-Westfalen insgesamt laut gehalt.de bei 46.360 Euro pro Jahr. Im Vergleich der Bundesländer liegt NRW damit auf Rang 5 von 16 – nur Hessen, Hamburg, Baden-Württemberg und Bayern zahlen besser. Uni-Absolventen können beim Berufseinstieg mit 46.513 Euro jährlich rechnen, Lehrlinge nach abgeschlossener Ausbildung mit 31.020 Euro.

Fach- und Führungskräfte kommen in Nordrhein-Westfalen gemäß Stepstone-Gehaltsreport 2019 auf 58.846 Euro durchschnittlich im Jahr. Laut Xing-Gehaltsstudie 2019 sind es sogar 71.913 Euro jährlich.

Wichtige Arbeitgeber in Remscheid

Das sind die wichtigsten Arbeitgeber in Remscheid:

  • Vaillant (Heiz-, Lüftungs- und Klimatechnik)
  • Gedore Werkzeugfabrik
  • Oerlikon Textile GmbH
  • Saurer (Textil)
  • Gustav Klauke (Werkzeughersteller)
  • AVL Schrick (Automotive)
  • Leistritz Turbinentechnik
  • SMS Elotherm (Maschinenbau)
  • Carl Aug. Picard (Metall)
  • Edscha Holding (Automotive)
  • BB Engineering (Maschinenbau)
  • A-Personal AG (Zeitarbeit)
  • Hazet (Werkzeughersteller)
  • Kukko (Werkzeughersteller)
  • ThyssenKrupp Gerlach GmbH

Karriereaussichten und Wirtschaft in Remscheid

Remscheid ist ein Zentrum der Werkzeugindustrie. Zahlreiche große und kleine Werkzeughersteller sind hier beheimatet.

Darum ist Remscheid eine Industriestadt – immer noch. 42,3 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten arbeiten im produzierenden Gewerbe. 57,7 Prozent sind im Dienstleistungssektor beschäftigt. Dass dieser auch in Remscheid wächst, ist unbestreitbar. So gibt es immer mehr Job-Perspektiven im Bereich Produktdesign und Produktentwicklung. Auch sorgt die zunehmende Automatisierung dafür, dass die Unternehmen weniger Personal in der Produktion benötigen, aber mehr in Entwicklung und Vermarktung.

Aber noch immer steigt die Zahl der Industriearbeiter. 2015 waren in Remscheid 19.304 Menschen im produzierenden Gewerbe beschäftigt, drei Jahre später 19.786. Der Service-Sektor wächst allerdings weitaus stärker – von 16.770 Beschäftigten im Jahr 2015 auf 18.069 im Jahr 2018. Auch Handel und Gastgewerbe bauten in diesem Zeitraum Personal auf.

Die wirtschaftliche Vielfalt bildet sich in der Technologiefabrik Remscheid ab. Im Gründer- und Technologiezentrum, das 1990 aus der Taufe gehoben wurde, sitzen heute Ingenieure neben Entwicklern, Maschinenbauer neben Wirtschaftspsychologen, Gebäudereiniger neben Kinderpflegern.

Der bekannteste Name der Remscheider Wirtschaft ist Vaillant. Der Heizungsbauer, der im Südosten der Stadt sitzt, suchte im Mai 2019 unter anderm diese Fachkräfte:

  • IT-Consultant
  • Manager Digital Strategy
  • Projektmanager
  • HR Business Partner
  • Process and Change Manager
  • Compliance and Corporate Governance Specialist
  • Controller
  • Produktmanager
  • Office Manager

Vollends überzeugen kann Remscheid im Städteranking 2018 des Beratungsunternehmens IW Consult nicht. Die Stadt im Bergischen landete auf Platz 48 von 71 untersuchten Großstädten in Deutschland. Arbeitsmarkt und Wirtschaftsstruktur sind nur Durchschnitt, für die Lebensqualität gab es dagegen viele Punkte. Hoffnungen für die Zukunft macht vor allem die hohe Ingenieursquote — und die vielen Patente, die aus Remscheid kommen.

Kosten: Lebenshaltung, Mietpreise

Remscheid ist ein günstiger Ort zum Leben. Die Immobilienpreise sind weit entfernt von jenen in Köln und Düsseldorf, oder gar denen in München und Frankfurt. Von 2012 bis 2017 stiegen die Mietpreise in Remscheid nach Immowelt-Angaben nur um zehn Prozent. In Düsseldorf und Köln sprangen sie im gleichen Zeitraum um das Doppelte nach oben – von einem höheren Ausgangsniveau wohlgemerkt.

2012 kostete der Quadratmeter einen Mieter in Remscheid noch 5,10 Euro im Schnitt, fünf Jahre später waren es 5,60 Euro. 2018 betrug der durchschnittliche Quadratmeterpreis 5,70 Euro – ein sehr langsamer Anstieg. Damit zählt Remscheid zu den günstigsten Großstädten in Deutschland überhaupt. Noch billiger wohnt man nur in Städten wie Chemnitz (5,00 Euro), Bremerhaven (5,20 Euro), Salzgitter (5,30 Euro) oder Gelsenkirchen (5,50 Euro). Am anderen Ende der Skala stehen München mit 18,10 Euro und Frankfurt mit 13,90 Euro.

Sogar im wirtschaftsschwachen Bergischen Land gewinnt Remscheid die Preisschlacht. So kostet der Quadratmeter in Wuppertal 6,20 Euro, in Solingen 6,50 Euro. Etwas weiter westlich in Düsseldorf zahlen Mieter 10,40 Euro, in Köln 10,90 Euro und in Leverkusen 7,80 Euro.

Die Kaufpreise zogen in Remscheid etwas schneller an – von 2017 auf 2018 um 14 Prozent. Jetzt müssen Käufer für einen Quadratmeter 1.470 Euro hinlegen. Aber auch das ist noch Tiefstpreisniveau. Von 80 Großstädten, die Immowelt miteinander vergleichen hat, lag Gelsenkirchen mit einem Quadratmeterkaufpreis von 1.000 Euro auf dem letzten Platz. Davon ist Remscheid gar nicht so weit entfernt. In Städten wie Frankfurt, Ingolstadt oder Freiburg werden über 4.000 Euro fällig, in München gar astronomische 7.140 Euro.

Wie günstig Remscheid ist, zeigt auch der Preisrechner von Financescout24. Demnach bräuchte ein Arbeitnehmer, der in Remscheid 50.000 Euro im Jahr verdient, in München über 83.000 Euro, um seinen Lebensstandard zu halten.

Kontaktdaten und Servicestellen

Sie wollen sich in Remscheid selbstständig machen, Ihre Steuererklärung abgeben oder Jobs in Remscheid suchen? Die wichtigsten Servicestellen hat Karrieresprung übersichtlich für Sie zusammengefasst:

  • Das Finanzamt Remscheid finden Sie hier.
  • Die Agentur für Arbeit Remscheid finden Sie hier.
  • Die Bergische IHK finden Sie hier.
  • Die Kreishandwerkerschaft Remscheid finden Sie hier.
  • Jobs in Remscheid finden Sie hier.
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