Vorstellungsgespräch verschieben: Auf diese Weise klappt es

Vorstellungsgespräch verschieben Tipps

Aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Aber sieht das der Arbeitgeber genauso? Diese Frage stellen sich Bewerber, die ein Vorstellungsgespräch verschieben wollen oder müssen. Schließlich kann eine lästige Erkältung dazwischenkommen oder ein privater Notfall oder ein Geschäftstermin oder… Ob die Chancen durch eine Absage auf den Nullpunkt sinken oder so intakt sind wie zuvor, kommt auf Umstände und Begründung an. Einen guten Grund nimmt kein seriöser Arbeitgeber dem Bewerber übel, einen schlechten umso mehr…

Vorstellungsgespräch verschieben: Geht das überhaupt?

Über eine Einladung zum Vorstellungsgespräch freut sich jeder. So manch einer flippt sogar regelrecht aus. Viel Zeit für eine Reaktion indes bleibt nicht. Man sollte schon innerhalb von zwei Werktagen den Termin bestätigen – das erwarten Arbeitgeber von einem Bewerber.

Bleibt die Terminbestätigung aus, entsteht der Eindruck, man sei in Wahrheit gar nicht so heiß auf den Job. Und das bringt einen direkt wieder ins Hintertreffen gegenüber der Konkurenz.

Auf der anderen Seite schauen Bewerber heute aufmerksam nach links und rechts. Mit anderen Worten: Sie bewerben sich anderweitig. Das erhöht ihre Chancen, so schnell wie möglich wieder in Arbeit zu kommen. Und es streut gewissermaßen das Risiko, verringert die Abhängigkeit von den Launen EINES Arbeitgebers.

Dann kann es passieren, dass man nicht nur eine, sondern gleich mehrere Zusagen fürs begehrte Jobinterview bekommt. Das schmeichelt der geschundenen Seele, kann einen aber gleichzeitig in arge Terminnot bringen. Denn vielleicht überschneiden sich die Termine.

Was tun in solch einem Fall?

Vorstellungsgespräch verschieben: Damit testen Sie den Arbeitgeber!

So mancher verkneift sich den Wunsch nach einer Terminverschiebung. Das könnte dem Arbeitgeber sauer aufstoßen, so der Glaube, und die Jobchancen verringern. Doch das ist Mumpitz.

Einen Termin gibt man nicht vor, man spricht ihn ab. Dazu gehört, dass beide Seiten mit ihm einverstanden sind. Es gibt sicher Ausnahmen: Findet ein Bewerber partout keine Übereinstimmung und kann drei, vier, fünf angebotene Termine aus den verschiedensten Gründen nicht wahrnehmen, spricht das nicht gerade für seine Motivation. Ein wenig entgegenkommen müssen Sie dem Unternehmen dann schon…

Grundsätzlich aber ist die Bitte nach Terminbestätigung keine reine Höflichkeitsfloskel. Ja, Bewerber dürfen sehr gerne nach einer Alternative fragen oder diese von sich aus anbieten. Bedenken Sie: Ein Arbeitgeber, der zu keinem Kompromiss bereit ist und stur auf diesem einen Termin besteht, wird Sie und Ihre Bedürfnisse im Arbeitsalltag auch nicht sonderlich wertschätzen.

Genau das spricht sogar dafür, explizit nach einem neuen Termin zu bitten: Zeigt das Unternehmen Verständnis und kommt Ihnen entgegen, dann dürfen Sie an dieser Stelle einen Haken machen – und es in die engere Wahl Ihrer Wunsch-Arbeitgeber aufnehmen.

3 gute Gründe, ein Vorstellungsgespräch zu verschieben

Generell gilt: Ja, Vorstellungsgespräche dürfen Sie guten Gewissens verschieben. Vielleicht sollten Sie es sogar. Eine Begründung aber sollten Sie in jedem Fall mitliefern. Es liegt in der Natur der Sache, dass es gute und schlechte Gründe gibt.

Das sind gute Gründe:

  1. Geschäftliches

    Wenn Sie momentan auf Arbeitssuche sind, fallen geschäftliche Termine als Absagegrund für Sie aus. In einem bestehenden Arbeitsverhältnis aber ist es durchaus wahrscheinlich, dass Sie unabkömmlich und auf Reisen sind. Ein Business-Termin ist ein exzellenter Absagegrund, unterstreicht er doch Ihren Stellenwert im Noch-Unternehmen. Man könnte sogar sagen, er lässt Sie wichtig erscheinen. Denn vermutlich haben Sie sich diskret beworben und Ihr aktueller Arbeitgeber weiß davon überhaupt nichts. Dies ist der Normalfall und auch keineswegs verwerflich.

  2. Privates

    Hier wird es schon kniffliger. Für manche Privattermine hat Otto-Normal-Arbeitgeber sicher Verständnis, für andere weniger. Ein Polterabend oder der Geburtstag eines alten Schwippschwagers mögen bei Ihnen rot im Kalender stehen. Deshalb ein Vorstellungsgespräch absagen? Lieber nicht. Einen Familienurlaub dagegen, den Sie lange zuvor geplant und gebucht haben, müssen Sie nicht kurzerhand wieder absagen. Auch die Taufe Ihres Patenkindes oder eine wichtige Klausur im Studium sind allemal wichtiger als ein Jobinterview. Grünes Licht! Und sollte der Arbeitgeber das anders sehen, kann er Sie gerne mal kreuzweise… Aber Sie merken: Ein wenig Gefühl in den Fingerspitzen bringt Sie in Ihrer Entscheidungsfindung weiter.

  3. Krankheit

    Wenn Sie krank sind, können Sie nicht zum Vorstellungsgespräch erscheinen. Punkt. Das gilt auch, wenn Ihr Kind erkrankt ist. Es handelt sich also um einen guten und nachvollziehbaren Grund. Aber das denken die meisten, deshalb ist Krankheit auch ein gern genutztes Alibi. In jedem Fall erweckt die Absage Misstrauen. Darum können Sie maximal zwei Tage vor dem Termin die Karte Krankheit spielen. Erkrankungen sind schließlich (meist) etwas Kurzfristiges. Niemand weiß, ob er in zwei Wochen erkältet sein wird – logisch. Krank zum Vorstellungsgespräch erscheinen kann man übrigens sehr wohl, wenn man den Job unbedingt will. Aber: Man bringt vermutlich nicht die Leistung, die man in gesundem Zustand bringen könnte.

4 schlechte Gründe, ein Vorstellungsgespräch zu verschieben

Das sind schlechte Gründe, um ein Vorstellungsgespräch zu verschieben:

  1. Auswahl

    Ehrlichkeit ist eine Tugend, ja. Aber in diesem Fall ist unser Rat: Greifen Sie auf eine Notlüge zurück. Denn wenn Sie wirklich das Jobinterview absagen mit der Begründung, Sie haben parallel noch ein anderes, dann könnten Sie Ihrem Gesprächspartner auch gleich mit der Bratpfanne eins überbraten. Es sagt so viel wie: Ihr hier seid für mich nur zweite Wahl, wenn überhaupt. Das andere Unternehmen ist mir deutlich wichtiger. Von der Motivation, über die ich euch in meinem Anschreiben vorgeschwärmt habe, kann keine Rede sein. Das Ganze grenzt schon fast an eine Ehrverletzung. Sie könnten also genauso gut Ihre Bewerbung zurückziehen. Mit einer Ausnahme: Sie sind als Fachkraft so selten und begehrt, dass Sie sich dieses dreiste Verhalten leisten können – als Softwareentwickler zum Beispiel. Aber für die Mehrheit ist es nicht zu empfehlen – und für viele das sofortige Aus.

  2. Therapie

    Wenn Sie sich angreifbar machen wollen, dann verschieben Sie Ihren Termin mit dem Hinweis, Sie hätten an diesem Tag schon einen Therapie-Termin. Das kann eine Therapie beim Psychiater oder den anonymen Alkoholikern oder gegen chronische Rückenschmerzen oder Depressionen sein. Daran ist auch überhaupt nichts Verwerfliches. Aber es offenbart einen Makel, der Sie weniger leistungsfähig erscheinen lässt. Für Arbeitgeber ein Warn-Signal! Für Depressionen etwa muss sich niemand schämen, Arbeitgeber aber müssen mit erhöhten Fehlzeiten rechnen. Ein schwacher Rücken ist für Handwerker, die sich häufig bücken müssen, ebenfalls kein Gütesiegel. Falls Sie es noch nicht wussten: Zu Angaben über ihre Gesundheit sind Bewerber nicht verpflichtet. Tipp auch hier: Eine Notlüge ist die bessere Alternative.

  3. Vorsorge

    Arzttermine sind delikat. Auf der einen Seite zeugt es von Ihrem Verantwortungsbewusstsein, wenn Sie Ihren Vorsorgetermin nicht verschieben wollen. Vielleicht sind Sie erblich vorbelastet und warten schon ewig auf die Darmspiegelung oder das Brust-Screening. Auf der anderen Seite sind solche Vorsorgetermine von langer Hand geplant. Man kann sie prinzipiell auch auf einen anderen Termin legen. Wenn Ihnen nun der Arzttermin wichtiger ist als das Jobinterview, dann liegt Ihnen an der Stelle SO VIEL offensichtlich nicht. Oder aber Sie müssen gesundheitlich so angeschlagen oder gefährdet sein, dass es wiederum Zweifel an Ihrer Leistungsfähigkeit zulässt. Klar ist aber: Manche Termine sind schwieriger zu rechtfertigen als andere. Einen reinen Vorsorgetermin ohne akute Beschwerden beim Zahnarzt kann man durchaus schieben, einen Nachsorgetermin nach einer OP nicht. Es kommt wie so oft auf den Einzelfall an.

  4. Nichts

    Eine Begründung, die keine ist, ist ein No-Go. Wenn Sie gar keinen Absagegrund nennen, ist das unhöflich und ein Ausschlussgrund. Nach dem Motto: Hmm, nö, da kann ich nicht. Oder etwas förmlicher: An diesem Termin bin ich leider verhindert. Es gibt natürlich Arbeitgeber, die eine solch vage Absage akzeptieren, aber verlassen sollten Sie sich darauf nicht. Das gilt auch für den simplen und unbegründeten Wunsch, dass man lieber einen anderen Termin vorziehen würde. Es geht nicht nur um die Wünsche des Bewerbers, auch um die Zwänge des Arbeitgebers. Fehlende Begründungen sind ein Zeichen geringer Motivation und Wertschätzung. Darum sollten Sie immer einen Grund mitliefern.

Glück haben Bewerber, die zwischen zwei Terminen ausreichend Puffer vorfinden. So viel, dass sie das eine Jobinterview morgens und das andere nachmittags führen können. Optimal, oder?

Nein, optimal ist auch dieses Szenario nicht. Bewerber halsen sich sehr viel Stress auf und sind beim zweiten Jobinterview wahrscheinlich schon sehr abgekämpft. Höchstleistung adé!

In dem Fall picken Sie sich lieber Ihren Favoriten heraus und bitten für Nummer zwei um einen Alternativtermin. Eine gute Begründung haben Sie ja jetzt…

Wie verschiebe ich mein Vorstellungsgespräch?

Wenn Sie ein Vorstellungsgespräch verschieben möchten, können Sie das entweder…

  • per Telefon.
  • oder per E-Mail.

Es versteht sich von selbst, dass Sie keinen Brief mehr schreiben, wenn Sie morgen wegen einer kurzfristigen Erkrankung nicht erscheinen können. Sowieso könnten Unternehmen an Ihrer Digitalkompetenz zweifeln, wenn Sie sich auf dem Postweg melden. Und digitale Skills sind heute wichtiger denn je.

Am empfehlenswertesten ist die telefonische Variante. Ein Anruf geht schnell, ist persönlich, sicher, unkompliziert. Lange Kettenmails fallen weg, Sie können ruckzuck einen Ersatztermin ausmachen. Haben Sie die Nummer Ihres Ansprechpartners nicht zur Hand, rufen Sie in der Zentrale an und lassen Sie sich diese geben. Vergessen Sie aber nicht, sich schon vorher zwei oder drei Alternativtermine zu überlegen, die Sie anbieten können. Das ist professionell.

Wenn Sie aber Bammel vor einem Anruf haben (weil Sie eine Notlüge auftischen müssen zum Beispiel), dann schreiben Sie eine E-Mail und halten sich dabei an diesen Aufbau:

  • Für die Einladung bedanken.
  • Weiterhin Freude und Motivation zum Ausdruck bringen.
  • Den Termin mit Bedauern absagen.
  • Um einen Alternativtermin bitten.
  • Selbst mehrere Termine vorschlagen.

Im Anschluss finden Sie zwei Beispieltexte für Ihre Absage-Mail…

Bewerbungsgespräch verschieben: Beispieltext 1

So könnte Ihre E-Mail aussehen:

Sehr geehrte/r Frau/Herr Weber,

vielen Dank für die Einladung zum Vorstellungsgespräch. Ich habe mich sehr darüber gefreut und freue mich schon darauf, Sie persönlich kennenzulernen.

An dem von Ihnen vorgeschlagenen Termin bin ich allerdings verhindert (ich habe geheiratet und bin dann in den Flitterwochen). Daher würde ich mich gerne an einem anderen Termin bei Ihnen vorstellen. Ich könnte Ihnen folgende Termine anbieten:

Montag, den xx.xx.xxxx um 11 Uhr
Donnerstag, den xx.xx.xxxx um 16 Uhr
Freitag, den xx.xx.xxxx um 9 Uhr

Wann passt es Ihnen am besten? Für weitere Vorschläge Ihrerseits bin ich natürlich ebenfalls offen.

Ich freue mich auf Ihre Rückmeldung.

Mit freundlichen Grüßen
Herbert Hansen

Bewerbungsgespräch verschieben: Beispieltext 2

Sehr geehrte/r Frau/Herr Weber,

herzlichen Dank für die Einladung zum Bewerbungsgespräch, über die ich mich sehr gefreut habe.

Ich bin an der Stelle sehr interessiert, allerdings an dem von Ihnen vorgeschlagenen Termin verhindert. Für meinen aktuellen Arbeitgeber bin ich auf Geschäftsreise. Diese Reise kann ich leider unmöglich verschieben. Dafür bitte ich Sie um Verständnis.

Ich würde Sie daher bitten, einen Ersatztermin für mich zu finden – gerne auch kurzfristig. Folgende Termine kann ich Ihnen meinerseits schon einmal anbieten:

Montag, den xx.xx.xxxx um 11 Uhr
Donnerstag, den xx.xx.xxxx um 16 Uhr
Freitag, den xx.xx.xxxx um 9 Uhr

Ich würde mich freuen, wenn Ihnen einer davon passt. Wenn nicht, rufen Sie mich auch gerne über meine Mobilnummer (0123-123456789) an, damit wir einen Ersatztermin abstimmen können.

Ich freue mich schon auf Ihre Rückmeldung und das persönliche Kennenlernen.

Mit freundlichen Grüßen
Herbert Hansen

[Bildnachweis: Andrey_Popov by Shutterstock.com]

Wie hoch war Ihr letztes Gehalt? Das sagen Sie dann!

Wie hoch war Ihr letztes Gehalt

Wie hoch war Ihr letztes Gehalt? Eine Frage, die jeder Bewerber kommen sieht. Aber auf die nicht jeder vorbereitet ist. Dabei ist sie für die weitere Gehaltsentwicklung von enormer Bedeutung. Wer einen falschen Anker setzt, verschenkt Geld. Doch faustdick lügen sollte – und darf – man ja schließlich auch nicht. Wie Sie bei der Gehaltsverhandlung auftrumpfen und die Gehaltsfrage zu Ihrem Vorteil nutzen…

Wie hoch war Ihr letztes Gehalt?

Ein Jobwechsel lohnt sich finanziell. Im Schnitt können Jobwechsler mit einer Gehaltserhöhung von 5 Prozent rechnen. Die Spanne reicht sogar von 3 bis 20 Prozent.

Natürlich hängt die Höhe des Gehaltssprungs von vielen Faktoren ab: von Alter, Branche, Standort, Beruf und vom bisherigen Gehalt. Der aktuelle Gehaltsscheck dient als Vergleichs- und Verhandlungsgrundlage.

Die Gehaltssteigerung berechnet man schließlich in Prozenten. Dafür benötigt man das Basisgehalt – das ist in der Regel das, was Sie bisher verdient haben. Liegt es über dem Marktdurchschnitt, dürfte es schwer werden, eine massive prozentuale Steigerung herauszuschlagen. Ist es unterdurchschnittlich, könnte die Gehaltserhöhung weitaus höher ausfallen.

Darum ist das Gehalt, das Sie im Vorstellungsgespräch nennen, so entscheidend. Sie legen damit einen Anker fest. Der Rahmen ist somit fixiert, der weitere Verhandlungsspielraum stark eingeschränkt.

Hier beginnt das Problem: Viele Arbeitnehmer wollen das Unternehmen wechseln, weil sie sich für unterbezahlt halten. Drei oder vier Prozent mehr lösen das Problem nicht. Wer aber 20 Prozent mehr fordert, könnte als dreist oder gierig erscheinen…

So bestimmen Sie Ihr Basisgehalt

Der erste Schritt ist in jedem Fall: Recherchieren Sie so gut wie möglich den marktüblichen Rahmen für Ihr Gehalt. Damit sind die Vergleichswerte gemeint, die andere Arbeitnehmer in einer vergleichbaren Position verdienen.

Was verdient jemand, der vergleichbare Qualifikation und Erfahrungen aufweist wie Sie…

  • in diesem Beruf?
  • in dieser Branche?
  • in diesem Unternehmen?
  • in dieser Position?
  • in dieser Region?

Auf Basis dieser Zahlen sollen Sie entscheiden, was Sie verdienen wollen, was angemessen und realistisch ist – so genau wie möglich.

Tipp: In der Gehaltsverhandlung sollten Sie einen konkreten Betrag nennen – vielleicht sogar einen krummen. Warum? Sie suggerieren damit, dass Sie die marktüblichen Konditionen und Ihren Marktwert sehr genau kennen und einschätzen können.

Wo finden Sie Gehaltszahlen? Zum Beispiel hier:

  • In unseren Jobprofilen hier bei Karrieresprung
  • Fach-Blogs wie Karrierebibel
  • Gehaltsreports von Jobbörsen wie Stepstone oder Xing
  • Arbeitgeberbewertungsportale wie Glassdoor und Kununu
  • Offizielle Daten des Statistischen Bundesamts oder der Bundesagentur für Arbeit
  • Durch Bekannte und Mund-zu-Mund-Propaganda

Gehalt: Wählen Sie einen Job, der…!

Wie hoch war Ihr letztes Gehalt PersönlichkeitWählen Sie einen Job, der zu Ihrer Persönlichkeit passt! Nicht nur der Selbstverwirklichung wegen, sondern auch, weil Sie dann mehr Geld verdienen. Denn: Wer in einem Beruf arbeitet, dessen Anforderungen seiner Persönlichkeit entsprechen, verdient mehr als andere.

Das haben niederländische Wissenschaftler von der Universität Tilburg herausgefunden. Ihre Studie wurde 2018 im Fachmagazin Psychological Science veröffentlicht. Demnach sind keineswegs nur bestimmte Persönlichkeitsmerkmale wie Gewissenhaftigkeit oder Extraversion entscheidend für den wirtschaftlichen Erfolg von Arbeitnehmern, sondern die Passung des Charakters mit dem Beruf.

Wer also etwa besonders extrovertiert, umgänglich oder emotional stabil ist, sollte einen Job wählen, in dem genau diese Eigenschaft in überdurchschnittlichem Maße gefordert ist.

Ergebnis der Forscher: Menschen, deren Persönlichkeit zu ihrem Job passt, können in einem Jahr bis zu ein Monatsgehalt mehr als ihre Kollegen verdienen.

Wie hoch war Ihr letztes Gehalt: Darf ich lügen?

Was tun, wenn das letzte Gehalt aus Ihrer Sicht eindeutig zu niedrig ausfiel – dreist lügen?

Nein, das kann nicht das richtige Vorgehen sein. Wenn Ihre Lüge auffliegt (was durchaus vorkommt), dann stehen Sie als Lügner da – als jemand, dem man nicht vertrauen kann. Und ein Arbeitgeber, der seinem Mitarbeiter nicht vertraut, kann ihn eigentlich direkt feuern…

Übrigens ist die Frage nach dem letzten Gehalt durchaus erlaubt – sofern die neue Stelle ähnliche Kenntnisse und Kompetenzen des Kandidaten erfordert wie die alte. Durchaus denkbar also, dass Ihnen eine Lüge, die nachträglich auffliegt, als arglistige Täuschung ausgelegt wird. Der Arbeitgeber ist dann noch zehn Jahre später berechtigt, den Arbeitsvertrag wieder aufzulösen.

Und auffliegen kann eine Mogelei sehr leicht. Zum Beispiel dann, wenn Arbeitnehmer ein bestimmtes Jahresgehalt nicht überschreiten und daher in den gesetzlichen Pflichtversicherung versichert sind. Der Datenschutz greift hier nicht. Wer also im Vorstellungsgespräch ein Gehalt angibt, das über der jährlichen Versicherungspflichtgrenze lag, in Wahrheit aber pflichtversichert war, kann leicht enttarnt werden.

Wie hoch war Ihr letztes Gehalt: So formulieren!

Verschämt sollten Sie deshalb aber nicht auftreten. Wenn Sie bislang zu wenig verdient haben, dann sagen Sie das auch ganz klar und offen. Sie sollten aber auch ansatzweise belegen können, warum Sie Ihr bisheriges Gehalt für unterbewertet halten. Zum Beispiel so:

Ich würde mein bisheriges Gehalt nur ungern als Vergleichswert zugrunde legen. Es handelte sich um mein Einstiegsgehalt. Damals habe ich die üblichen Marktwerte nicht recherchiert, schlecht verhandelt und mich deutlich unter Wert verkauft. Heute verfüge ich über wesentlich mehr Erfahrung und halte ein Gehalt in Höhe von XXXXX Euro pro Jahr für angemessen.

Noch bessere Argumente haben Sie, wenn mit dem Jobwechsel eine andere Position oder gar Führungsverantwortung verbunden ist. In diesem Fall lassen sich altes und neues Gehalt gar nicht mehr übereinanderlegen – zu unterschiedlich die Stellenprofile.

Nur plausibel, dass Sie sich auch finanziell weiterentwickeln wollen. So lange das Gehalt, das Sie fordern, nicht den marktüblichen Rahmen sprengt, dürften Sie gute Karten auf Zuschlag haben.

Wie hoch war Ihr letztes Gehalt: Wann wird die Frage gestellt?

Das Gehalt ist ein entscheidendes Kriterium bei der Jobwahl – aber längst nicht das einzige. Im Vordergrund sollte es ohnehin nicht stehen. Und selbst wenn es für Sie Priorität A hat, dann zeigen Sie es bitte nicht so offensichtlich.

Im Vorstellungsgespräch stehen Job, Firma, Herausforderung, Aufgaben an vorderster Stelle – nicht das Geld. Ihr Arbeitgeber will keine Söldner, die bei der erstbesten Gelegenheit weiterziehen. Er will jemanden, der sich mit der Stelle identifziert, Freude an der Arbeit hat und alles gibt.

Bringen Sie das Gehalt daher nicht als Erstes ins Gespräch, sondern stets zu einem späteren Zeitpunkt. In der Regel stellt der Arbeitgeber von sich aus die Gehaltsfrage. Diesen Zeitpunkt können Sie in aller Ruhe abwarten. Erst recht, wenn Sie über Vergleichs- und Marktwerte im Bilde sind und eine schlüssige Gehaltszahl auf den Tisch legen können.

Dabei handelt es sich im Übrigens meist um das Brutto-Jahresgehalt. Enthalten sind Weihnachts- und Urlaubsgeld, mögliche Prämien und Sonderleistungen. Fragen Sie aber explizit nach, sonst erleben Sie noch eine unangenehme Überraschung.

Übrigens: Wenn Sie mit Ihrem Grundgehalt nicht einverstanden sind, müssen Sie die Verhandlung nicht gleich abbrechen, sondern können noch andere Leistungen in den Verhandlungstopf werfen. Zum Beispiel einen Dienstwagen, Dienst-Handy oder andere Zusatzleistungen und Benefits.

Gehaltserhöhung: Nicht zu viel auf einmal!

Eine Gehaltserhöhung fühlt sich toll an. Das Hochgefühl ist aber nicht von Dauer.

Nach spätestens vier Jahren ist die Euphorie über den dickeren Gehaltsscheck vollständig verfolgen, wie Wissenschaftler der Universität Basel 2018 herausfanden. Ihre Studie wurde im Fachmagazin Journal of Economic Behavior and Organization veröffentlicht.

Anfangs überwiegt die Freude über die Gehaltserhöhung. Noch größer ist der Effekt, wenn der Gehaltssprung größer ausfällt als bei den Kollegen. Mit der Zeit aber entwickelt sich das neue Gehalt zum Referenzwert, an den sich der Mitarbeiter zunehmend gewöhnt. Anders herum ist es übrigens genauso: Nach einiger Zeit hat man sich an eine Gehaltsreduzierung – wenn etwa der Arbeitgeber in wirtschaftlichen Schwierigkeiten steckt – gewöhnt.

Rat der Forscher: Viele kleine Gehaltserhöhungen motivieren Arbeitnehmer langfristig mehr als ein einzelner großer Gehaltssprung.

[Bildnachweis: baranq by Shutterstock.com]

Wenn Sie ein Tier wären welches wären Sie?

Wenn Sie ein Tier wären welches wären Sie

Wenn Sie ein Tier wären, welches wären Sie? Das könnte man einfach als saublöde Frage abtun. Aber so mancher Personaler will es im Vorstellungsgespräch wissen. Immerhin steckt hinter der Frage mehr: Wie gut Sie improvisieren und ableiten können, wie kreativ Sie sind. Diese Tiere dürfen Sie gerne wählen – und diese auf keinen Fall!

Wenn Sie ein Tier wären, welches wären Sie?

„Soll das ein Witz sein?“ Das werden Sie sich vielleicht fragen, wenn Ihnen der Personaler die Tier-Frage stellt: Welches Tier wären Sie? Sie gehört in die Kategorie Stressfragen. Denn sie löst Stress bis hin zu Panik aus, verursacht Druck und Zeitnot.

So manch einer ist aufgeschmissen. Einfach ist die Frage nicht zu beantworten. Was allein schon an der Fülle möglicher Antworten liegt. So viele Tiere gibt es auf dem Planeten, mit so unterschiedlichen Eigenschaften.

Man muss das Pferd (das wäre auch schon der erste Vorschlag) gewissermaßen von hinten aufzäumen. Denn am Anfang steht die Frage: Welche Eigenschaft will ich in meiner Antwort eigentlich zum Ausdruck bringen? Und dann gilt es, das dazugehörige Tier zu finden. Am besten eines, das man wirklich mag, sonst schwingt in der Antwort etwas Unehrliches mit.

Wie aussagekräftig die Tier-Frage ist, darüber kann man streiten. Aber oft geht es auch vielmehr um Spontanität und Witz, um die Fähigkeit zu improvisieren. Der Personaler will testen, wie Sie auf so einen vermeintlichen Mumpitz reagieren. Ob Sie Humor haben oder nicht, ob Sie stressresistent sind.

Darum ist es auch nur bedingt ratsam, sich auf die Tier-Frage so fleißig wie eine Biene (noch ein Vorschlag!) vorzubereiten. Aber besser ist es allemal, ein paar mögliche Ideen im Hinterkopf zu haben. Sonst stammeln Sie womöglich nur Bruchstücke heraus wie: „Äh, Tier, ok, naja, wie wär’s mit einem Dackel?“ Und ob das den Personaler überzeugt, ist fraglich…

Welche tierischen Fähigkeiten braucht der Arbeitgeber?

Grundsätzlich ist die Frage gut geeignet, um Bewerber nach Ihren Stärken und Schwächen auszuhorchen. Grund: Mit Tieren verbinden wir klar festgelegte Eigenschaften, die teils über Jahrhunderte weitergegeben wurden. Manche vielleicht nicht immer zurecht, aber sie haben sich tief ins kollektive Gedächtnis gefressen.

Es gibt Märchen und Fabeln über Wölfe und Füchse, Hasen und Igel. Auch nutzen wir gerne Redewendungen mit tierischem Bezug: der schlaue Fuchs, die blöde Ziege, die graue Maus oder gar die dumme Sau.

So kann die Wahl Ihres Lieblingstieres Hinweise geben auf…

  • Teamfähigkeit

    Manche Tiere fühlen sich in Herden, Rudeln, Schwärmen, Rotten am wohlsten. Sie sind am liebsten unter ihresgleichen. Pferde, Wölfe, Fische zum Beispiel. Die Kooperation ist ihre große Stärke. Herdentiere helfen sich gegenseitig. Ein Bewerber, der ein Herdentier wählt, suggeriert, dass auch er sich gut in ein Team einfügen kann und ein echter Mannschaftsspieler ist. Aber: Leader wählen ein Herdentier wohl eher nicht.

  • Überlegenheit

    Führungspersönlichkeiten wollen aus der Masse herausstechen. Dafür bieten sich Tiere an, die besonders stark, mächtig, selbstbewusst sind. Tiere, die eine übergeordnete Position haben und in der Nahrungskette ganz oben stehen. So wie der König der Tiere, der Löwe. Auch Tiger sind mutig und auf der Jagd. Allerdings sind dominante Tiere auch eigensinnig und gehen nicht gerade zimperlich vor. Mit ihnen könnte man im Unternehmen Probleme bekommen.

  • Fleiß

    Als faul sind viele Tiere verschrien, als besonders fleißig nur wenige. Als Erste fällt einem die fleißige Biene ein. Sie schafft und schafft, kommt tagein tagaus pünktlich zur Arbeit und muckt nicht auf. Oder Ameisen. Aber die einzelne Biene oder Ameise fällt eben auch nicht auf. Nachteil! Ein Kompromiss könnte der fleißige Biber sein oder das Eichhörnchen, das geflissentlich seine Nüsse sammelt.

  • Treue

    Welches Tier ist treu? Na klar, der Hund. Von ihm kann man maximale Loyalität erwarten. Das mögen Unternehmen. Er ordnet sich unter, erhebt keinen Führungsanspruch. Das kann ein Vorteil, aber auch ein Nachteil sein – je nachdem. Außerdem ist, wer treu ist, manchmal auch treudoof. Eine gute Antwort wäre so etwas wie: „Ich wäre gerne MEIN Golden Retriever. Dem geht es einfach viel zu gut.“

  • Ausdauer

    Pferde rennen und rennen. Auch Kamele haben Durchhaltevermögen (sind aber aus anderen Gründen keine gute Antwort). Elefanten bestechen durch Geduld und Gewissenhaftigkeit. Sie sind Felsen in der Brandung und haben ein tierisch gutes Gedächtnis. Allerdings sind die Dickhäuter zugleich langsam und träge. Sie sind die prototypischen Blockierer, dafür gibt es Abzüge.

  • Ambition

    Der Löwe bietet sich erneut an. Er sitzt schon auf dem Thron – also da, wo Sie im übertragenen Sinne noch hin möchten. Sie möchten weiter nach oben in der Nahrungskette, die Karriereleiter emporsteigen. Sie können aber auch den Geparden wählen. Er ist schneller als der Blitz, hochmotiviert und bringt Top-Leistungen, wenn es darauf ankommt.

  • Kreativität

    Eine Antwort für Profis: Ich wäre gerne ein fliegender Fisch, weil ich mich im Team wohl fühle und Abwechslung schätze. Ich mag es im Wasser, schaue mir alles aber auch gerne von oben an. So behalte ich immer den Überblick.

Diese Tiere lieber nicht nennen!

Dann gibt es Tiere, die äußerlich vor allem negative Eigenschaften verkörpern. Von denen sollten Sie Abstand nehmen.

Zum Beispiel von der (miesen, kleinen) Ratte, die als verräterisch gilt. Da hilft auch keine lange Erklärung, warum Ratten in Wahrheit ganz tolle, bewundernswerte Tiere und echte Überlebenskünstler sind. Sie wecken einfach zu negative Assoziationen…

Diese Tiere sind keine gute Wahl:

  • Fuchs: Schlau, aber auch gerissen und hinterlistig.
  • Lamm: Unschuldig, schwach, schutzlos, dumm.
  • Elster, Rabe: Diebisch.
  • Wolf: Gierig, böse.
  • Schlange: Falsch, unehrlich, intrigant.
  • Aal: Glitschig, schleimig, schwer zu fassen.
  • Pfau: Eitel, selbstsüchtig.
  • Heuschrecke: Gefräßig (als Antwort nicht mal bei einer Bewerbung in einer Investment-Gesellschaft zu empfehlen.)
  • Hai: Nimmt auf nichts und niemanden Rücksicht.
  • Dinosaurier: Antiquiert, seine Zeit ist abgelaufen.
  • Faultier: Bedarf keiner Erklärung.

Welches Tier wären Sie: Noch mehr gute Antworten

Welches Tier wären Sie? Diese Antworten könnten zu Ihnen passen…

  • Adler: Ich behalte immer den Überblick und schlage dann blitzschnell zu.
  • Chamäleon: Ich bin wandlungsfähig und vielseitig einsetzbar. Wenn sich die Gegebenheiten ändern, verfalle ich nicht in Panik, sondern stelle mich schnell auf sie ein.
  • Biber: Ich baue gerne etwas auf.
  • Luchs: Ich bin schnell, schlau und gehe die Dinge nicht mit der Brechstange an.
  • Delfin: Ich habe ein gutes Gedächtnis, bin mitfühlend und – glaube ich jedenfalls – auch recht beliebt.
  • Eule: Ich bringe nachts die besten Leistungen. (das bietet sich vor allem für Menschen in Nacht-Berufen an, Schichtarbeiter, Krankenschwestern oder Barkeeper zum Beispiel.)
  • Mensch: Ich bin sehr menschlich und fühle mich unter Menschen am wohlsten. Menschen sind ja bekanntlich auch Tiere. (speziell in sozialen Berufen keine schlechte Antwort, in Pflege und Gesundheit, aber auch in Gastronomie oder Vertrieb.)

10 Antworten für Spaßvögel

Wenn Sie ein Tier wären, welches wären Sie? Die Frage darf bzw. muss man immer mit einer Prise Humor verstehen. Wer hierauf eine bierernste Antwort erwartet, macht irgendetwas falsch.

Sie müssen also vor einer Spaß-Antwort nicht zurückschrecken. Wenn Sie glauben, ein kleiner Gag ist gerade angemessen, dann antworten Sie halt so etwas wie…

  • Eierlegende Wollmilchsau: Die suchen Sie doch schließlich, oder? Alternativ geht auch der Wolpertinger (speziell in Bayern) oder ein anderes Fabel-Mischwesen.
  • Känguru: Dann verliere ich nie mehr meine Schlüssel und Handy.
  • Einhorn: Dann wäre ich so begehrt, dass ich dieses Bewerbungsgespräch gar nicht führen müsste. Oder: Dann wäre ich eine Milliarde Dollar wert (eine gute Wahl insbesondere für das Jobinterview im Startup.)
  • Vielfraß: Ich esse auch Ihnen die Kaffeeküche leer!
  • Ork: Weil ich unsere Konkurrenten kurz und klein schlage – im übertragenen Sinne natürlich.
  • Hydra: Mich kriegt man einfach nicht klein, so sehr man es auch versucht.
  • Spinne: Mir gehen alle Aufträge ins Netz. Versprochen!
  • Säbelzahntiger: So jemanden wie mich, mit meinen Qualitäten, gibt es eigentlich gar nicht mehr. Und ich habe Biss!
  • Arbeitstier: Das Lieblingstier in JEDEM Unternehmen.
  • Nessie, Yeti: Ich lasse mich nur ganz selten im Büro blicken. Sie bieten doch Homeoffice an?
[Bildnachweis: Katsiaryna Pakhomava by Shutterstock.com]

Warum sollten wir Sie einstellen? 7 gute Antworten

Warum sollten wir Sie einstellen

„Warum sollten wir Sie einstellen?“ „Weil ich hochmotiviert und ein Teamplayer bin.“ Falsch, so antworten Bewerber bitte nicht! Motiviert und teamfähig sind sie schließlich alle. Sie wollen sich aber abheben vom Rest, hervorstechen aus der Masse. In der Tat fällt eine ansprechende Antwort viel schwerer als man vermutet. So könnte sie aussehen…

Beliebte Bewerberfrage: Warum sollten wir Sie einstellen?

Es handelt sich um eine offene Frage, auf die Sie nicht mit Ja oder Nein antworten können. Der Fragesteller will mehr über Sie erfahren, möglichst viele Infos gewinnen.

In dieser Frage schwingen subtil noch sehr viele andere Fragen mit:

  • Inwiefern haben Sie die notwendigen Qualifikationen für den Job?
  • Weshalb sind Sie der beste Kandidat?
  • Welchen Mehrwert, den Sie mitbringen, können die anderen Kandidaten nicht anbieten?
  • Warum passen Sie in unsere Unternehmenskultur?

Aber egal, wie er oder sie die Frage formuliert: Es geht für Sie als Bewerber darum, die Unterschiede zwischen sich und dem Wettbewerb herauszuarbeiten. Sie sollten klar machen, was Sie ausmacht und was Sie besonders macht.

Darauf können und sollten Sie sich vorbereiten. Denn die Frage ist hochgradig relevant. Sie dürfte in überdurchschnittlichem Maße zur Entscheidungsfindung für oder gegen einen Kandidaten beitragen.

Warum wird Ihnen die Frage gestellt?

Das Unternehmen möchte den besten Kandidaten für die vakante Stelle finden. Auf diese Weise versucht es, den Kandidatenkreis zu filtern und einzuschränken. Denn die Suche nach dem Wunschbewerber ist meist schwieriger als gedacht. Erst recht, wenn die Zahl der Bewerber sehr hoch ist. Oft ähneln sich dann die Lebensläufe und Qualifikationen.

Irgendwie aber muss man die Spreu vom Weizen trennen und eine Entscheidung treffen. Eine Frage, mit der man die Unterschiede kennbar macht, bietet sich da an. Das ist der Plan. Worin also unterscheiden sich die Bewerber?

Als Bewerber sollten Sie also nicht mit Allgemeinplätzen antworten wie: „Ich bin hochmotiviert und bringe alle notwendigen Qualifikationen mit.“ Das tun sie alle!

Vielmehr ist es wichtig, Eloquenz, Persönlichkeit und auch eine Prise Gewitztheit zu verkörpern. Ihr Gesprächspartner wird aus Ihren Antworten ableiten, wie gut Sie in die Firma und ins jeweilige Team passen, wie Sie arbeiten, ob Sie analytisch-systematisch vorgehen oder eher emotional.

Sie sollten dem Personaler zeigen, dass Sie…

  • sich in Teams und Abläufe integrieren können.
  • zuverlässig und sorgfältig arbeiten.
  • dem Unternehmen neue Impulse geben können.
  • über reichhaltige und praktische Erfahrungen verfügen.
  • Herausforderungen annehmen und auch unter Stress Top-Leistungen abliefern können.

Das macht eine gute Antwort aus

Es gibt Menschen, die nur ungern über sich selbst reden. Diesmal müssen Sie es! Aber bitte auch nicht zu lange. Wer ausschweifend über sein Leben erzählt, kann schon mal 20 oder 30 Minuten ausfüllen. Ein riesiger Irrtum!

Bedenken sie: Der Personaler interessiert sich nicht für Ihre gesamte Lebensgeschichte. Er will nur das wissen, was für ihn und seinen Arbeitgeber von Belang ist. Außerdem sollten Sie im Vorstellungsgespräch nachweisen, dass Sie in der Lage sind, Wichtiges von Unwichtigem zu trennen, die Substanz herauszufiltern. Mehr als sechs bis acht Minuten sollte Ihre Antwort nicht einnehmen.

Überlegen Sie sich vorab eine grobe Struktur. Sie können drei oder vier Punkte auswählen, die Sie voranstellen wollen oder drei bis vier Beispiele aus Ihrem Lebenslauf. Diese tragen Sie dann kurz und prägnant vor. Setzen Sie Schwerpunkte!

Die Frage sollten Sie NICHT wie ein Bewerbungsschreiben angehen: Dieses ist schön sauber und chronologisch geordnet. Diesmal gilt es vielmehr darum, das Wichtigste an den Anfang zu stellen. Viele Bewerber begehen den Fehler, alles fein säuberlich aufzuzählen: Schule, Studium, berufliche Stationen. Und dann kommen noch ein paar Adjektive zur Anwendung wie „Ich bin teamfähig und sehr motiviert.“ Falsch!

Diese Perspektive sollten Sie einnehmen

Die Ich-Perspektive ist nicht überzeugend. Versetzen Sie sich lieber in Ihren Gesprächspartner, nehmen Sie seine Perspektive ein. Wenn er einen Benefit oder Mehrwert wittert, steigt seine Neugier. En Problem, das Sie für ihn lösen könnten. Eine Herausforderung, bei der Sie ihm helfen könnten. Das ist es, was er hören will.

Sie verkaufen nicht sich selbst, Sie verkaufen eine Problemlösung. Mit diesem Mindset sind Sie im Vorstellungsgespräch erfolgreicher. Ihre Qualifikationen und Kompetenzen sind deshalb nicht wertlos. Im Gegenteil, sie sind das Fundament, auf dem die Problemlösung fußt.

Wenn Sie Ihre Stärken mit bisherigen Erfolgen unterstreichen und mit potenziellen Einsatzmöglichkeiten im neuen Unternehmen verknüpfen, kann sich der Personalverantwortliche darunter etwas vorstellen. Top!

Liefern Sie z.B. Belege für Ihre…

  • Berufs- und Branchenerfahrung
  • Netzwerke
  • Problemlösungskompetenzen
  • Führungserfahrungen
  • Weiterbildungen
  • technische oder konzeptionelle Fähigkeiten
  • Preise und Auszeichnungen

So nähern Sie sich einer guten Antwort

Als Erstes brainstormen Sie. Diese Fragen helfen:

  • Welche meiner Qualifikationen sind für den Job am wichtigsten?
  • Welche besonderen Leistungen kann ich damit erbringen?
  • Welchen Mehrwert kann ich anbieten?
  • Mit welchen Erfolgen kann ich das belegen?
  • Welche außergewöhnlichen Erfahrungen bringe ich mit?

Nun wählen Sie aus allen Möglichkeiten drei oder vier aus, die vermutlich am besten passen. Nicht vergessen, praktische Beispiele einfließen zu lassen!

Die Kunst ist es, Allgemeines herunterzubrechen und so tief ins Detail zu gehen wie möglich, ohne dabei zu weit auszuholen. Länger als zwei Minuten sollten Sie für ein Beispiel nicht benötigen.

Warum sollten wir Sie einstellen: Formulierungsbeispiele

  • Ich habe mir Ihren Auftritt in den sozialen Medien angesehen und schon ein paar Ideen, wie ich ihn noch emotionaler und effektiver gestalten kann. Meine Erfahrungen im Social Media Marketing helfen mir dabei. Ich bin mir sicher, in kurzer Zeit Reichweiten und Interaktionen mit den Fans erhöhen zu können.
  • Ich habe mittlerweile zehn Jahre im HR-Bereich gearbeitet und weiß, dass es immer schwieriger wird, geeignete Fachkräfte zu finden. Auf der anderen Seite weiß ich auch, DASS es geht – und WIE es geht. Mit den geeigneten Maßnahmen kann man im Rahmen der Personalsuche die Effizienz erhöhen und außerdem viel Zeit und Geld sparen. Das würde ich gerne für Sie machen!
  • Ihren Seitencode kann man optimieren und vereinfachen, das habe ich bei einem ersten Blick auf Ihre Webseite bereits bemerkt. Das würde ich als Erstes umsetzen, damit die Ladezeiten kürzer werden, die Seite schneller und das Ranking bei Google besser.

Sie sehen: Wenn man als Bewerber ein Problem benennt, das man für das Unternehmen lösen möchte, wird die Antwort gleich viel attraktiver. Die Kundenperspektive steht über der Bewerberperspektive. Damit überzeugen Sie im Bewerbungsgespräch.

Ihre Antworten können Sie vorher auch einüben – vor dem Spiegel oder als Rollenspiel mit Freunden. Am besten, sie sitzen flüssig, klingen aber nicht wie auswendig gelernt. Denn das bleibt wichtig: Bewerber sollten authentisch, engagiert und motiviert auftreten – und nicht wie perfekt programmierte Roboter.

Warum sollten wir Sie einstellen: Noch mehr Formulierungsbeispiele

  • Die aktuellen Herausforderungen in der Branche sind mir wohl bekannt. Wir haben in meinem letzten Unternehmen täglich damit zu tun gehabt. Ich weiß aber auch, wie man damit umgeht. Kenne Strategien, Mittel und Wege, um den Umsatzrückgang aufzuhalten. So habe ich es mit meinem letzten Team geschafft, durch den Einsatz von…
  • Als Berufseinsteiger habe ich nicht so viele Erfahrungen vorzuweisen wie der Rest des Teams, das ist mir bewusst. Aber ich sehe das sogar als Vorteil. Ich glaube, dass es Ihrem Team helfen könnte, jemanden mit einem frischen Blick hineinzuholen. Jemanden, der eine ganz neue Perspektive einnimmt, keinen Tunnelblick hat und noch sehr jung ist. Ich bin mir sicher, damit könnte ich dem Team insgesamt helfen…
  • Heutzutage wird es immer einfacher, ein Produkt in den Medien zu platzieren, aber gleichzeitig immer schwerer, Aufmerksamkeit dafür zu generieren. Es gibt einfach so viel Content, so viel Werbung, so viele Angebote im Internet. Ich weiß, wie man ein neues Produkt lanciert. Das habe ich in meinem letzten Job bewiesen, als ich mit meinem Team sogar eine Auszeichnung gewinnen konnte…
  • Ich lebe für die Technik. Ich träume von Technik. Ich beschäftige mich Tag und Nacht mit Technik. Und ich kenne mich mit Technik sehr gut aus, insbesondere mit allen Facetten des Elektromotors. Darum wäre ich genau der richtige Mann für Sie, um das Projekt Elektromobilität voranzutreiben. Ich WILL von ganzem Herzen – und das meine ich ernst – dass Ihrem Unternehmen der Umstieg auf E-Mobilität gelingt…
[Bildnachweis: Mangostar by Shutterstock.com]

Warum haben Sie gekündigt? So punkten Bewerber!

Warum haben Sie gekündigt

„Warum haben Sie gekündigt?“ „Also das ist ganz einfach. Mein Chef war ein Vollpfosten, die Kollegen unerträglich, die Firma ohnehin ein Ort des Wahnsinns und die Lage im Gewerbegebiet gruselig. Ach ja, und das Gehalt war genauso mies wie das Kantinenessen.“ Fraglich, ob Bewerber mit dieser Antwort Punkte auf ihr Konto einzahlen. Besser, Sie antworten auf folgende Art und Weise…

Darum stellen Personaler Ihnen diese Frage

Sie wollen wissen, warum Sie wechseln wollen. Und auch, wie hoch Ihre Frustrationstoleranz ist. Denn angenommen, Sie wollen Ihren Arbeitgeber wegen vermeintlicher Petitessen verlassen, wie werden Sie sich dann am neuen Arbeitsplatz verhalten, sobald erste Schwierigkeiten auftreten?

Arbeitgeber wollen keine Job-Hopper, sondern Mitarbeiter, die sich committen. Darum fragen Sie manchmal auch indirekt: Wie lange sind Sie schon auf Jobsuche? Warum suchen Sie aktuell eine neue Stelle? Was hat Ihnen an Ihrem letzten Arbeitsplatz nicht gefallen?

So kann der Interviewer klären, ob Sie freiwillig oder unfreiwillig gehen – und wo mögliche Konfliktfelder lauern. Die Frage ist für Sie als Bewerber ausgesprochen heikel. Besser, Sie manövrieren sich nicht in eine ausweglose Situation. Dafür ist es wichtig, sich vorab hieb- und stichfeste Antworten zu überlegen. Ehrlich und authentisch sollten die aber schon sein…

5 schlechte Kündigungsgründe

Es gibt zahlreiche Kündigungsgründe. Aber nicht alle sind gute. Manche sollten Sie in der Bewerbung lieber verschweigen. Zum Beispiel diese schlechten Kündigungsgründe:

  1. Chef

    Ein altes Business-Bonmot besagt: Mitarbeiter kommen für den Job und gehen wegen des Chefs. Das stimmt auch sehr häufig. Aber laut sagen sollten Sie es nicht. Kritik am früheren Boss ist eine Lästerei. Und Lästern ist schlechter Stil, illoyal und charakterschwach. Erstens begeben Sie sich damit selbst in die Rolle des Opfers. Zweitens weckt es Zweifel an Ihrer Loyalität dem neuen Arbeitgeber gegenüber. Werden Sie später auch schlecht über ihn reden? Wahrscheinlich ja.

  2. Herausforderung

    Sie haben den Großteil der Arbeitszeit damit verbracht, vor dem Rechner Solitaire zu spielen? Wäre definitiv eine witzige Antwort, aber sicher nicht zu Ihrem Vorteil. Natürlich gibt es langweilige Jobs und Aufgaben und Zeitabschnitte. Manch einer steht vielleicht sogar vor dem Boreout. Aber dann stellt sich die Frage: Wieso haben Sie nicht schon viel früher gekündigt? Zweite Frage: Warum wird ein vermeintlicher Leistungsträger wie Sie nicht intensiver in die wichtigen Prozesse des Unternehmens eingebunden? Und drittens: Weshalb haben Sie nicht selbst versucht, an diesem Zustand etwas zu ändern? Denn seinen Job kann man auch selbst mitgestalten, formen und spannender machen. Das nennt sich Job Crafting.

  3. Atmosphäre

    Die Vorgesetzte war ein Biest, der Kollege ein Lästermaul und die Neue eine Intrigantin. Die Harmonie im Team hat nicht gestimmt. Sie haben darunter am meisten gelitten, wurden vielleicht sogar gemobbt. Sehr nachvollziehbar, dass Sie kündigen wollen. Trotzdem stehen Sie vor einem Dilemma: Die Disharmonie im Team fällt auf Sie zurück – unabhängig davon, ob Sie sich wirklich in irgendeiner Weise etwas haben zu Schulden kommen lassen oder nicht. Ein Team besteht aus seinen einzelnen Mitgliedern. Und Sie waren eines davon. Dass es gekracht hat, muss auch an Ihnen gelegen haben. So ist jedenfalls der Eindruck, den man als neutraler Beobachter gewinnt. Zudem wäre es souveräner gewesen, wenn Sie sich durchgebissen und weitergemacht hätten – trotz Ihrer Meinungsverschiedenheiten. Denn die wird es im neuen Unternehmen garantiert auch geben…

  4. Stress

    Der alte Job war die Hölle, die Arbeitsbelastung einfach viel zu hoch. Sie mussten für zwei schuften, weil eine vakante Stelle langfristig nicht besetzt werden konnte. So viel Druck, so viel Stress. Ganz schlimm das alles! Mag sein, aber ein guter Kündigungsgrund ist dies ebenfalls nicht. Stressresistenz ist eine Grundvoraussetzung in vielen Berufen und Branchen. Und von einem Mitarbeiter erwartet man nun einmal Mehreinsatz und die ein oder andere Überstunde, wenn Not am Mann ist. Der Arbeitgeber will Sie einstellen, weil sie belastbar, leistungsfähig und motiviert sind.

  5. Feedback

    Mitarbeiter wollen auch mal gelobt werden. Andernfalls schalten Sie irgendwann einen Gang zurück und schieben nur noch Dienst nach Vorschrift, wenn überhaupt. Eine Dauerbelobigung indes kann niemand erwarten. Zu negatives Feedback und zu viel Kritik – das sollten Sie auf keinen Fall als Kündigungsgrund nennen. Erstens könnte ja in der Kritik ein wahrer Kern stecken, wer weiß. Und zweitens wirken Sie so wie jemand, der nicht mit Kritik umgehen kann – und sich nicht weiterentwickelt.

Sie sehen: Als Bewerber können Sie vieles sagen, was Ihren Gesprächspartner auf eine ungünstige Fährte lockt. In Wahrheit kann er Ihnen sogar ALLES negativ auslegen. Jede Antwort, die Sie geben, bleibt suboptimal. Warum? Weil Sie die Vergangenheit, das Negative und die Fehler in den Fokus holen.

Dann wirkt es so, als würden Sie sich immer nur auf die schlechten Seiten des Jobs konzentrieren. Der Arbeitgeber wird sich die Frage stellen, ob dies im neuen Job nicht wieder genauso sein wird. Sie wollen sich ja nicht als Jammerlappen präsentieren, sondern als zuversichtlicher Möglichmacher.

Warum haben Sie gekündigt: Das ist wichtig

Es ist empfehlenswert, dass Sie die Frage ganz nüchtern und professionell aufnehmen und den Blick sogleich wieder nach vorne richten. Tenor: Ich bin in dieser Position unter meinen Möglichkeiten geblieben – dieses Gefühl hatte ich jedenfalls – und habe keine Herausforderung mehr gesehen und keine Möglichkeit, mich weiterzuentwickeln.

Verkneifen Sie sich Seitenhiebe und Lästereien – selbst, wenn das Betriebsklima in Ihrem alten Unternehmen wirklich auf dem Nullpunkt angekommen sein sollte. Was Sie zum Beispiel sagen können: Unser Team ist umstrukturiert und komplett neu ausgerichtet worden. Dabei ist mir klar geworden, dass dies nicht die richtige Position für mich ist. Und dann ist es besser – für BEIDE Seiten besser – wenn man diesen Zustand überdenkt.

Sie sehen: Man muss keineswegs immer rosa Puderzucker über alles streuen. Wenn etwas negativ war, dann müssen Sie es nicht als paradiesisch umetikettieren. Ehrlichkeit, Selbstreflexion und Souveränität kommen so zum Ausdruck. Und das ist nicht verbittert, sondern zukunftsorientiert.

Warum haben Sie gekündigt: Formulierungsbeispiele

Nichtsdestotrotz lautet die Devise: Niemals über alte Arbeitgeber lästern! Das zeugt von Charakterschwäche. Und es sagt mehr über Sie aus als über denjenigen, über den Sie lästern.

Führen Sie möglichst sachliche Gründe für den geplanten Jobwechsel an: Möglichkeiten zur Weiterentwicklung, neue Branche, neue Herausforderung. Hier sind ein paar Formulierungsbeispiele:

Wenn Sie selbst gekündigt haben

  • Ich habe mich mit meinen Kollegen und Vorgesetzten wirklich super verstanden. Daran lag es nicht. Allerdings hatte ich das Gefühl, perspektivisch an Grenzen zu stoßen. Eine internationale Ausrichtung war zum Beispiel kaum möglich. Also musste ich etwas ändern.
  • Bei meinem bisherigen Arbeitgeber habe ich viel gelernt. Ich bin ihm auch sehr dankbar dafür. Mit der Zeit habe ich aber gemerkt, dass meine Entwicklungsmöglichkeiten begrenzt sind. Darum war es an der Zeit, dass ich mich neu orientiere…
  • Ich möchte mehr Verantwortung übernehmen. Das war bei meinem früheren Arbeitgeber leider nicht möglich, aufgrund verschiedener organisatorischer Zwänge. Ich habe aber mittlerweile so viel Erfahrung und Fachwissen, dass ich nicht mehr länger damit warten möchte. Daher die Neuausrichtung…
  • Ich bin ehrlich: Mein Hauptkriterium bei der Jobsuche ist der Standort. Ich bin meinem Partner hierher gefolgt und möchte nun beruflich in dieser Region Fuß fassen. Am liebsten bei einem aufstrebenden Unternehmen mit vielen Entwicklungschancen, das aus einer Branche kommt, in der ich mich auskenne. So einem wie Ihrem!
  • Bei meinem bisherigen Arbeitgeber habe ich viel über XY gelernt. Das ist sein Schwerpunkt. Mich selbst sehe ich in Zukunft aber eher im Bereich YX. Darauf möchte ich mich konzentrieren und spezialisieren, weil es noch besser zu meinen Fähigkeiten und Interessen passt. Und genau darum glaube ich, dass Sie der richtige Arbeitgeber für mich sind.
  • Mein bisheriger Job war wunderbar. Ich habe überhaupt keinen Grund zu Klage. Als ich aber Ihre Stellenanzeige gesehen habe, war ich Feuer und Flamme und sofort überzeugt davon, dass dieser Job noch besser zu meinem Profil passt. Ich bin überzeugt, dass ich mich hier voll einbringen könnte…
  • Wenn wir hier bei Tinder wären, wäre es ein Match. Sie bieten das, was ich suche und ich habe das, was Sie suchen. Das wurde mir schnell bewusst, als ich von der Stelle gehört habe. Allerdings bin ich nicht wie die meisten Männer bei Tinder: Ich suche nämlich etwas Langfristiges…

Wenn Ihnen gekündigt wurde

  • Es ist ganz simpel: Dem Unternehmen ging es zum Schluss nicht mehr gut. Den Umstrukturierungen ist auch meine Stelle zum Opfer gefallen.
  • Der Konzern hat sich ganz neu aufgestellt. Mehrere Niederlassungen wurden geschlossen, darunter auch meine. Ein Umzug kommt für mich wegen familiärer Verpflichtungen aber nicht infrage.
  • Mein bisheriger Arbeitgeber hat die Führungsriege umgekrempelt. Es gibt einen neuen Manager, der mein Team komplett neu ausgerichtet hat. Das ist auch völlig legitim. Ich selbst glaube aber, dass dieser Weg nicht der richtige für mich ist. Daher suche ich einen Job, in dem ich mich und meine Kompetenzen voll einbringen kann.
  • Ich möchte mich beruflich neu orientieren. Diese Stelle erscheint mir dafür ideal. Auf der einen Seite werde ich in einem führenden Unternehmen der XY-Branche viel lernen, auf der anderen Seite kann ich meine langjährigen Erfahrungen einbringen und Ihnen sofort weiterhelfen.
  • Die Wahrheit ist, dass mir nur gekündigt wurde, um eine Sperre bei der Arbeitsagentur zu umgehen. Mein Arbeitgeber und ich haben uns einvernehmlich dazu entschieden, getrennte Wege zu gehen. Wir haben lange und erfolgreich zusammengearbeitet und haben immer gewusst, was wir an dem anderen haben. Aber es war einfach mal an der Zeit, den Reset-Button zu drücken.
[Bildnachweis: Gutesa by Shutterstock.com]