Amerikanischer Lebenslauf: So sieht er aus

Amerikanischer Lebenslauf Tipps

Ein amerikanischer Lebenslauf ist heute Standard – auch in Deutschland. Er sieht vor, dass die Stationen nicht chronologisch abgehakt werden, sondern bei der aktuellen Stelle beginnen. Doch Vorsicht: Wer sich in den USA bewerben will, muss im Kopf nochmals umparken. In diesem Fall spricht man von einem Resume. Bewerber müssen ihren Lebenslauf stark kürzen. Das ist nicht ganz einfach, hat aber Vorteile…

Amerikanischer Lebenslauf: Darum hat er sich durchgesetzt

Üblich ist heute der tabellarische Lebenslauf. Doch gibt es unterschiedliche Arten, wie ein tabellarischer Lebenslauf aufgebaut sein kann:

  • Chronologisch: Die Schulausbildung steht vorne, dahinter kommen die weiteren Stationen bis zur aktuellen Position.
  • Amerikanisch: Hier ist genau anders herum. Man beginnt mit dem aktuellen Job und arbeitet sich danach immer weiter in die Vergangenheit vor.

Der amerikanische Lebenslauf ist heute in Deutschland Standard. Ist also in der Stellenanzeige ein tabellarischer Lebenslauf gefordert, sollten sich Bewerber im Zweifel für die amerikanische Variante entscheiden.

Sie bietet ja auch zweifelsfrei Vorteile: Dem Leser fällt die aktuelle Stelle sofort ins Auge, da sie oben steht. Und meist ist sie auch die relevanteste für den neuen Job, zum Beispiel bei Jobwechslern innerhalb einer Branche. Die aktuelle Stelle führt zum neuen Job hin.

Aber: Berufsanfänger, Hochschulabsolventen und Arbeitslose könnten mit dieser Variante in die Bredouille geraten. Sie verfügen über wenige oder noch gar keine Stationen.

Wer sich aus der Arbeitslosigkeit heraus bewirbt, möchte im Lebenslauf nicht an prominenter Stelle die Station „arbeitssuchend“ hineinschreiben. Taktisch unclever! In so einem Fall können Sie auf die chronologische Variante zurückgreifen.

Amerikanischer Lebenslauf: Das zeichnet ihn aus

Bisher haben wir von einem amerikanischen Lebenslauf für eine Bewerbung in Deutschland und in deutscher Sprache gesprochen. Wenn Sie sich hingegen auf englisch in den USA bewerben, dann gilt zwar das gleiche Prinzip: Sie beginnen im Lebenslauf mit Ihrer aktuellen Station und tasten sich dann weiter nach hinten vor.

Aber es gibt Unterschiede: Der Lebenslauf heißt in Übersee zunächst mal Resume. Das Resume ist viel kompakter als der tabellarische Lebenslauf in Deutschland. Es ist nicht mehr als ein Auszug Ihrer bisherigen Laufbahn – und keine vollständige Übersicht. Länger als eine DIN-A4-Seite sollte es nicht sein.

Das Resume beinhaltet nur die Highlights Ihrer bisherigen Karriere: die wichtigsten Stationen, Erfolge und Erfahrungen. Das können von Bewerbung zu Bewerbung auch ganz unterschiedliche sein. Wichtig ist vor allem, dass sie zur angepeilten Stelle passen. Alle anderen Informationen lassen Sie aus dem Resume heraus.

Was den amerikanischen Lebenslauf in den USA noch ausmacht:

  • Fotos: Es gibt keine. Fügen Sie Ihrem Resume kein Bewerbungsfoto bei. Das hat ethische und rechtliche Gründe. Chancengleichheit soll so gewährleistet, Diskriminierung ausgeschlossen werden.
  • Persönliches: Hier gilt Ähnliches. Von Angaben zum Alter, Geschlecht, Familienstand oder Religion des Bewerbers bitte absehen.
  • Referenzen: Die Referenzen sind in den USA sehr wichtig. Mindestens zwei sollten in Ihrem Resume enthalten sein. Ihre Referenzen sollen Ihre Eignung für die angepeilte Stelle belegen. Es sollte sich also um möglichst starke und überzeugende Referenzgeber handeln. In Ihrer Bewerbung sollten Sie vollständige Angaben zu den Referenzgebern machen – Kontaktdaten inklusive. Es ist nicht ungewöhnlich, dass sich Arbeitgeber telefonisch bei ihnen melden.
  • Unterschrift: Sparen können Sie sich die Unterschrift unter Ihren Lebenslauf. Auch ein Datum braucht es nicht – ein beträchtlicher Unterschied zur deutschen Bewerbung.

Amerikanischer Lebenslauf: Das gehört hinein

Der amerikanische Lebenslauf wird in den USA als Resume oder Personal Resume betitelt. Sie können aber auch direkt mit den Personal Details starten. Immerhin ist der Platz auf einer Seite arg begrenzt.

Generell ist der amerikanische Lebenslauf so aufgebaut:

  • Personal Details

    Hierunter fassen Sie Ihren Namen, Adresse, Telefonnummer und E-Mail-Adresse zusammen – mehr nicht. In die erste Zeile gehört der Name, der Rest folgt darunter. Und vergessen Sie nicht, alle Umlaute auszuschreiben. Amerikaner kennen keine Umlaute.

  • Summary

    Die Summary wird auch als Personal Profile bezeichnet. Zwingend notwendig ist diese Rubrik nicht, aber sinnvoll. Sie umschreiben sich und Ihre Persönlichkeit dabei in zwei bis drei Sätzen. Keine Romane schreiben!

  • Objective

    Hier präzisieren Sie, welche Stelle Sie im Unternehmen anstreben. Das beugt einerseits Missverständnissen vor. Andererseits sollten sie auch Ihre Motivation für die Stelle grob herausarbeiten.

  • Work Experience

    Dafür können Sie auch Professional Experience schreiben. Im Deutschen kennen wir die Rubrik als beruflichen Werdegang. Die einzelnen Stationen Ihrer Karriere in umgekehrt chronologischer Reihenfolge finden hier ihren Platz. Jede Station ergänzen Sie um den Firmennamen, Standort, Zeitraum der Anstellung und die genaue Position im Unternehmen. Auf Erfolge können Sie ebenfalls hinweisen. Unterschied zum deutschen Lebenslauf: Sie müssen nicht sämtliche Stationen unterbringen, sondern lediglich die zwei oder drei, die für die angestrebte Stelle am relevantesten sind. So gibt es auch keine Lücken im Lebenslauf mehr, die kaschiert werden müssten.

  • Education

    Ihre Schulbildung listen Sie ebenfalls in chronologisch umgekehrter Reihenfolge auf. Die letzte Schule oder Hochschule kommt zuerst. Sie haben hier die Möglichkeit, auch Fort- und Weiterbildungen zu erwähnen. Man nennt sie im Englischen Advanced Training.

  • Special Skills

    Wenn Sie über zusätzliche Fähigkeiten verfügen, die für den Job wichtig sind, können Sie sie unter Skills ins Resume einfließen lassen. Normalerweise finden Personaler hier Sprachkenntnisse und IT-Kenntnisse.

  • Activities

    In diesem Punkt ähnelt der amerikanische dem deutschen Lebenslauf. Statt von Activities können Sie auch von Engagement sprechen. Ehrenämter finden hier Platz. Auch Hobbys und Interessen dürfen genannt werden. Beschränken Sie sich aber auf diejenigen, die Ihre Fähigkeiten unterstreichen.

Ganz klar: Wenn Sie jede Rubrik gewissenhaft ausfüllen, ist die eine DIN-A4-Seite schnell voll. Die wichtigste Aufgabe ist es daher, zu sortieren, filtern und vor allem KÜRZEN. Nur die Top-Elemente gehören ins Resume. Wenn Sie es nicht schaffen, mit einer Seite auszukommen, zeigt das nur Ihre Unfähigkeit, Sachverhalte auf das Wesentliche herunterzubrechen.

Auch merken Personaler, ob es sich um eine mehrfach verschickte Massenbewerbungen handelt. Das Resume ist immer auf die jeweilige Position zugeschnitten. Dies schließt eine Wiederverwendung aus (gleichwohl können Sie das Dokument natürlich als Vorlage für künftige Resumes nutzen). Geben Sie dem Unternehmen das Gefühl, dass Sie sich ernsthaft mit ihm auseinandergesetzt haben und nur diese eine Stelle wollen.

Das sind die wichtigsten Begriffe

Wenn Sie ein Wortkünstler sind, haben wir eine schlechte Nachricht für Sie: Für schriftliche Verrenkungen ist im Resume kein Platz. Geschliffene Sätze und ausschmückende Formulierungen sind hier nicht die richtigen Instrumente. Stattdessen sind Bulletpoints und Schlagwörter Mittel der Wahl.

Versuchen Sie, Begriffe mit Klang und durchschlagender Wirkung zu wählen. Jedes Wort zählt im Resume. Noch mehr als in Deutschland gilt in den USA: Keine falsche Bescheidenheit! Sie bringt Sie dem Job nicht näher. Wer US-Entscheider überzeugen will, muss aufs Ganze gehen. Dafür brauchen Sie Selbstvertrauen – auch im Resume.

Diese Begriffe sind wichtig:

  • Bewerbung: Job application
  • Anschreiben: Cover Letter
  • Lebenslauf: Resume/Curriculum Vitae
  • Persönliche Daten: Personal Details
  • Persönliches Profil: Personal Profile
  • Karriereziel: Career Objective
  • Werdegang: Work Experience/Professional Experience
  • Hochschulbildung: Academic Education
  • Fachausbildung: Professional Training
  • Referenzen: References
  • Arbeitgeber: Employer
  • Arbeitnehmer: Employee
  • Hobbys/Ehrenämter: Activities/Engagement
  • Unternehmen: Company
  • Beschäftigungszeit: Period of Employment
  • Kontaktdaten: Contact Information
  • Besondere Leistungen/Ehrungen: Personal Achievements
  • Besondere Fähigkeiten: Special Skills
  • Mitgliedschaft in Berufsorganisationen: Affiliation
[Bildnachweis: fizkes by Shutterstock.com]

Empfehlungsschreiben: Was es Ihnen bringt

Empfehlungsschreiben Referenz

Empfehlungsschreiben können über den weiteren Werdegang entscheiden. Für ein Stipendium zum Beispiel braucht man eines. Auch Bewerber können punkten, wenn Sie Ihren Unterlagen eine oder mehrere Empfehlungen beilegen. Darin enthalten ist in der Regel eine Bestätigung der Stärken und Fähigkeiten des Bewerbers. Empfehlungsschreiben sind Allzweckwaffen. Aber sie können auch Schaden anrichten…

Empfehlungsschreiben: Wofür ist es da?

Empfehlungsschreiben gibt es für verschiedene Anlässe. Man kann sie als Referenz in die Bewerbung einbauen. Außerdem gibt es Empfehlungsschreiben für…

  • Praktika
  • Studiengänge (MBA)
  • Stipendien

Auch werden Studenten, de sich nach Ihrem Bachelor-Abschluss für einen Master einschreiben wollen, von der Universität gerne gebeten, ein Empfehlungsschreiben eines ehemaligen Dozenten oder Professor vorzulegen. Die Gepflogenheit stammt aus dem angelsächsischen Raum, setzt sich im Zuge der Internationalisierung aber auch in Deutschland immer stärker durch.

Empfehlungsschreiben: Wer braucht eins?

Grundsätzlich sind Empfehlungsschreiben immer nützlich. Speziell Berufseinsteiger profitieren von ihnen. Sie verfügen noch nicht über viele Arbeitszeugnisse und andere Arbeitsnachweise. Umso wichtiger wird jeder Beleg, der Ihnen Kompetenz und Arbeitseinsatz attestiert. Durch ein Empfehlungsschreiben werten sie eine Bewerbung in jedem Fall auf.

Ein Empfehlungsschreiben ist auch für ehemalige Praktikanten, Trainees, Auslandsstudenten oder Stipendiaten nützlich. Es soll dokumentieren, dass sie Erfahrungen gesammelt und ihre Chefs überzeugt haben. Das wiegt im Zweifel mehr als die besten Noten.

Bei Freiberuflern spricht man häufig von Referenzschreiben. Sie erhalten das Referenzschreiben anstelle eines Arbeitszeugnisses. Freelancer hangeln sich von Job zu Job, müssen also immer wieder neue Arbeitgeber von sich überzeugen. Da helfen Empfehlungen enorm.

Tipp: Fragen Sie als Freiberufler Ihre Auftraggeber aktiv nach Referenzschreiben. Je mehr Sie sammeln, desto größer Ihre Auswahl. Sie müssen in einer künftigen Bewerbung auch nicht sämtliche Referenzschreiben beilegen, sondern nur die wichtigsten oder besten. Das können von Stelle zu Stelle verschiedene sein.

Hintergrund: Freiberufler haben keinen Anspruch auf ein Arbeitszeugnis – auch dann nicht, wenn sie etwa sechs Monate ein Projekt geleitet und erfolgreich beendet haben. Anspruch auf ein Arbeitszeugnis haben nur festangestellte Mitarbeiter.

Der Unterschied zu einem Empfehlungsschreiben besteht darin, dass das Referenzschreiben allgemein formuliert ist. Das Empfehlungsschreiben ist dagegen an einen konkreten Empfänger gerichtet. Abgesehen davon sind sich beide Formate aber sehr ähnlich.

Das kommt ins Empfehlungsschreiben

Ein Arbeitszeugnis wird nicht in der Ich-Form verfasst, ein Empfehlungsschreiben aber schon. Immerhin handelt es sich beim Referenzgeber um eine natürliche Person, nicht um ein Unternehmen. Darum sind Empfehlungsschreiben auch sehr viel persönlicher als Arbeitszeugnisse. Eine Prise Emotionen dürfen sie durchaus enthalten.

Inhaltlich geht es vor allem um die Fähigkeiten und Fachkenntnisse des Beschriebenen – und um seine Persönlichkeit. Ein paar lobende Worte über seine Stärken bzw. seinen Charakter sollten schon fallen.

Diese Elemente beinhaltet ein Empfehlungsschreiben:

  • Briefkopf (Vorname, Nachname, Unternehmen oder Organisation)
  • Telefonnummer für Rückfragen
  • Datum
  • Name und Anschrift des Adressaten (nicht die des Bewerbers)
  • Betreff („Empfehlungsschreiben für Max Mustermann“)
  • Selbstvorstellung (kurz)
  • Ausstellungsgrund (z.B. Praktikumsende)
  • Sachliche Empfehlung
  • Erreichte Qualifikationen (z.B. Studienabschluss)
  • Erfolge
  • Subjektive Empfehlung (Soft Skills, Charakter)
  • Datum, Unterschrift

Was ein Empfehlungsschreiben ruiniert

Natürlich können Empfehlungsschreiber auch eine Menge falsch machen. Es gibt zwar keine Geheimcodes wie im Arbeitszeugnis, aber doch die eine oder andere Falle, in die man tappen kann.

Grundsätzlich kann man davon ausgehen, dass jemand, der Ihrer Bitte um eine Empfehlung nachkommt, Sie auch wirklich loben und weiterempfehlen will. Wer Sie hingegen für unfähig hält, wird erst gar kein Empfehlungsschreiben erstellen.

Darum sollte man selbst übrigens auch nicht jeder Bitte nach einer Referenz nachkommen. Sie kann wieder auf Sie zurückfallen! Hält der Kandidat nicht, was Sie versprechen, schadet dies Ihrem guten Ruf.

Es gibt aber noch mehr Punkte, die den Wert eines Empfehlungsschreibens nach unten ziehen. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn…

  • der Gutachter eine schlechte Reputation hat.
  • der Text aus lauter abgedroschenen Phrasen und Floskeln besteht.
  • der Text eine einzige Lobhudelei ist, die verdächtig an ein Gefälligkeitsgutachten erinnert.
  • der Text wegen seiner Superlative unglaubwürdig ist.
  • der Gutachter das, was er geschrieben hat, fachlich gar nicht beurteilen kann.

Der letzte Punkt betrifft auch die Online-Empfehlungen, die sich Mitglieder in Business-Netzwerken geben können. Sie laufen meist nach dem Schema „Gibst du mir eine gute Bewertung, gebe ich dir auch eine“ ab. Das ist durchschaubar und relativ wertlos.

Darauf bitte achten!

Diese formellen Voraussetzungen sollte das Empfehlungsschreiben einhalten:

  • Nicht länger als eine DIN-A4-Seite
  • Auf Firmenpapier gedruckt, um ihm einen offiziellen Charakter zu verleihen
  • Nicht mehr als 3 Empfehlungsschreiben pro Bewerbung

Zu viele Referenzen wirken in der Bewerbung inflationär. Zwei oder drei überzeugende Referenzen ziehen dagegen, haben Wert. Gleiches gilt für die Empfehlung selbst. Nicht nur überschwänglich loben, sondern dosiert und differenziert. Glaubwürdiger!

Musterbeispiel

Dr. Herbert Herbertson
Herbertstraße 1
12345 Herbertsdorf
Telefon: 1234-56789

Empfänger
Anschrift
PLZ Standort

Empfehlungsschreiben für Rollo Roller

Herr Roller hat insgesamt acht Jahre für unser Unternehmen gearbeitet – mit großem Erfolg. Daher bedauere ich es sehr, dass er unser Unternehmen nun verlassen und eine neue Herausforderung annehmen wird. Nichtsdestotrotz kann ich Herrn Roller wärmstens weiterempfehlen.

Rollo Roller hat vom xx.xx.xxxx bis zum yy.yy.yyyy als Position für unser Unternehmen gearbeitet. Von Anfang gefiel mir sein Elan und seine Durchsetzungsstärke. Ich habe ihn zudem als verantwortungsvollen Kollegen kennengelernt, der früh Führungsverantwortung übernommen hat. Als Führungskraft hat er mich nie enttäuscht. Durch seine gute Arbeit haben wir Prozesse im Unternehmen verschlankt und Kosten reduziert. Dass wir in den vergangenen Jahren insgesamt wettbewerbsfähiger geworden sind, verdanken wir auch ihm

Herr Roller genießt daher einen ausgezeichneten Ruf bei Kunden und Kollegen. Ich halte ihn für hochgradig geeignet, um weiterhin Führungsaufgaben in der XX-Branche auszuüben. Seine Einstellung kann ich Ihnen ohne jeden Zweifel empfehlen.

Für etwaige Rückfragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Unterschrift

Wie frage ich meinen Professor?

Professoren an der Universität werden häufig um ein Empfehlungsschreiben gebeten – allein schon von den vielen Studenten, die sich um ein Stipendium bewerben wollen. Es muss Ihnen also nicht unangenehm sein, das Gleiche zu tun.

Aber: Eine Bindung zum jeweiligen Professoren sollten Sie schon haben. Er oder sie sollte zumindest wissen, wer Sie sind. Vielleicht haben Sie ein Seminar bei ihm belegt, eine Arbeit geschrieben oder wurden sogar als studentische Hilfskraft eingestellt. Einen Professor zu fragen, der Ihr Gesicht noch nie gesehen hat, wäre dagegen unverschämt.

So fragen Sie den Professor:

  • Termin

    Vereinbaren Sie einen Termin – zum Beispiel per Mail. Einfach so hineinplatzen und nach einer Empfehlung fragen – das ist anmaßend. Eine Absage wäre dann durchaus gerecht.

  • Genauigkeit

    „Hmm, naja, ich brauche da so eine Empfehlung, in der drin steht, dass ich…“ Falsch! Sagen Sie konkret, um was es geht. Wofür benötigen Sie das Empfehlungsschreiben? Was soll darin zum Ausdruck kommen? Warum glauben Sie, dass Sie eine Empfehlung verdient hätten? Liefern Sie dem Professor Informationen und Argumente.

  • Motivation

    Präzisieren Sie Ihr Vorhaben. Was ist Ihr Ziel? Der Professor sollte Ihre Beweggründe verstehen – und erkennen, dass Sie hochmotiviert sind. Er sollte nicht den Eindruck gewinnen, dass Ihr Vorhaben nur eines von vielen ist. Motto: Wenn dieses nicht klappt, dann halt ein anderes. Dass es Ihnen am Herzen liegt, sollte vielmehr ersichtlich sein.

  • Unterlagen

    Ein Empfehlungsschreiben macht Arbeit. Machen Sie es dem Professor daher so einfach wie möglich. Liefern Sie alle Unterlagen mit, die er benötigt. Und vermeiden Sie Missverständnisse. Wenn Sie das Schreiben in englischer Sprache brauchen, dann sagen Sie es. Machen Sie sich vorher eine Liste, auf der die wichtigsten Punkte aufgelistet sind. Dann vergessen Sie nichts.

  • Zeit

    Drängeln Sie nicht. An der Uni gibt es viel zu tun – und ehrlich gesagt auch Wichtigeres, als ein Empfehlungsschreiben zu verfassen. Rechnen Sie in Wochen, nicht in Tagen. Fragen Sie nicht erst drei Tage vorher an. Vier bis fünf Wochen Vorlauf sollten Sie einplanen.

Wie frage ich meinen ehemaligen Chef?

Ihren aktuellen Chef um ein Empfehlungsschreiben bitten, damit Sie sich anderweitig bewerben können? Das klingt nach einem schlechten Witz. In der Tat ist dieser Plan in den meisten Fällen nicht zu empfehlen. Es sei denn, Sie haben ein offenes und enges Verhältnis und Ihren Chef längst in Ihre Pläne eingeweiht – und der will Ihnen auch keine Steine in den Weg legen.

Normalerweise aber sollten Sie nur ehemalige Arbeitgeber fragen. Am besten die, mit denen Sie im Guten auseinandergegangen sind. Darum ist Netzwerken übrigens so wichtig. Wenn Sie sich nach fünf Jahren Funkstille wieder melden und sofort eine Empfehlung einfordern, hat das ein Geschmäckle. Motto: Der meldet sich nur, wenn er was will.

So fragen Sie Ihren ehemaligen Chef:

  • Anruf

    Wenn Sie einen ehemaligen Chef um eine Referenz bitten wollen, dann rufen Sie ihn an. Eine E-Mail ist zu unpersönlich – nur im Notfall eine Alternative (wenn der Chef telefonisch unerreichbar ist).

  • Selbstreflexion

    Fragen Sie wirklich nur, wenn Sie der Überzeugung sind, dass Sie eine Empfehlung auch verdient haben. Und wenn der Ex-Chef dies ähnlich sehen dürfte. Wurden Sie hingegen aus Leistungsgründen gefeuert, dann riecht Ihr Vorhaben eher nach Verzweiflungstat – oder nach einem Aprilscherz.

  • Begründung

    Blicken Sie in die Zukunft und erläutern Ihr Vorhaben. Wo wollen Sie mit dem Bewerbungsschreiben hin? Niemand schreibt gerne eine Empfehlung ins Blaue hinein. Wer weiß, wofür sie verwendet wird? Das könnte schließlich noch auf einen zurückfallen. Versorgen Sie Ihren Ex-Chef daher mit den wichtigsten Informationen.

Wie frage ich als Freiberufler?

So fragen Freiberufler Ihre Auftraggeber:

  • Aktivität

    Warten Sie nie einfach ab, bis Sie eine Referenz vom Unternehmen erhalten. Fragen Sie aktiv danach. Insbesondere dann, wenn Sie gute Leistungen gebracht haben. Viele Kunden vergessen es schlicht und einfach – oder wollen es vergessen, um Zeit zu sparen.

  • Zitate

    Hat Ihnen ein Team- oder Abteilungsleiter ein Lob ausgesprochen, dann notieren Sie es sich. Fragen Sie, ob Sie das Zitat als Empfehlung verwenden dürfen. Ist Ihr Chef gerade vollauf zufrieden mit Ihnen, wird er Ihnen diesen Wunsch wahrscheinlich nicht abschlagen.

  • Einverständnis

    Sie können Empfehlungen auch auf Ihrer Webseite verwenden. Nur echte Referenzgeber und Unternehmen wirken authentisch. Dafür benötigen Sie aber ein schriftliches Einverständnis. Veröffentlichen Sie keine Empfehlungen ohne schriftliches Einverständnis des jeweiligen Kunden!

  • Firmenpapier

    Ein Empfehlungsschreiben, das auf offiziellem Firmenpapier gedruckt wurde, wirkt hochwertiger. Und es erhöht die Glaubwürdigkeit. Fragen Sie ruhig danach.

[Bildnachweis: Gajus by Shutterstock.com]

Kreative Bewerbung: 8 Ideen für mehr Pep

Kreative Bewerbung Tipps

Kreativität ist in vielen Fällen Einstellungsvoraussetzung. Die meisten Bewerbungen aber sind gänzlich unkreativ – sie ähneln sich bis aufs Skelett. Doch es geht auch anders. Eine kreative Bewerbung besticht durch knallige Farben, ein innovatives Format oder einen originellen Einleitungssatz. Zu viel Einfallsreichtum kann allerdings auch nach hinten losgehen…

Kreative Bewerbung: Welchen Vorteil hat sie?

Die konventionelle Bewerbung hat einen großen Vorteil: Jeder kennt sie. Jeder kann sie lesen, jeder findet sich in ihr sofort zurecht.

Und nichts hassen Personaler mehr, als Zeit durch Unübersichtlichkeit zu verlieren. Lebenslauf und Anschreiben bieten Übersichtlichkeit. Warum also an einem Erfolgssystem herumexperimentieren? Warum riskieren, dass man als Bewerber abgestraft wird für eine andere Art der Bewerbung?

Dafür gibt es mehrere Gründe. Der erste: Zwar schätzen Personalverantwortliche den Bewerbungsaufbau, so wie er heute ist. Für Bewerber ist das aber nicht nur positiv. Sie haben kaum eine Möglichkeit, sich abzuheben vom Rest der Bewerberschar. Dies ist speziell in großen Unternehmen, die eine Vielzahl an Bewerbungen erhalten, problematisch. Im Zweifel landen Sie ruckzuck in der Ablage P.

Aus Hunderten oder gar Tausenden Bewerbungen werden viele in Windeseile aussortiert – obwohl sie die Formalien berücksichtigt haben. Tatsächlich nehmen sich viele Personalabteilungen nur wenig Zeit für eine Bewerbung – wenn überhaupt.

Angenommen, Sie verfügen über die notwendigen Qualifikationen nur zum Teil, müssen aber davon ausgehen, dass es sehr viele Mitbewerber gibt, die ins Raster passen. Was dann? Wie groß sind Ihre Chancen, mit einer herkömmlichen Bewerbung weiterzukommen? Äußerst gering.

Für Bewerber kann die Schlussfolgerung dann lauten: Auffallen – um fast jeden Preis! Nur so besteht die Chance, einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen und die (vermeintlich stärkere) Konkurrenz auszustechen.

Dieses Ziel erreichen Sie nicht im 08/15-Stil, mit einem öden Layout und einem langweiligen Porträtfoto. Eine kreative Bewerbung will einzigartig sein, etwas Besonderes und Neues liefern. Das soll der Empfänger schon auf den ersten Blick sehen und spüren.

Warum es nicht nur um Farben und Formen geht

Womit assoziieren Sie eine kreative Bewerbung? Vermutlich mit einem originellen Design, bunten Farben jenseits der gewohnten Schwarz-Weiß-Optik. Vielleicht kommen noch ein paar ausgefallene Symbole und Formen dazu, die Ihre Bewerbungsunterlagen vom Rest abheben.

Die Assoziation ist nicht falsch. Die Farbgebung ist ein Hebel, an dem Sie drehen können. Aber bei Weitem nicht der einzige. Mit einer kreativen Bewerbung ist nicht zwangsläufig eine künstlerische oder gestalterische gemeint.

Letztlich geht es darum, einen Aha-Effekt beim Empfänger auszulösen. Der Bewerbung einen Überraschungsmoment zu verleihen – auf diese oder jene Art. Auch der Inhalt kann kreativ sein, nicht nur das Äußere. Denn in Wahrheit ähneln sich die meisten Bewerbungsschreiben. Der Bewerber legt ausführlich dar, wie teamfähig, kommunikativ und ambitioniert er doch ist und wie prädestiniert fürs Unternehmen, für das er natürlich wahnsinnig gerne aktiv werden würde. Nicht verkehrt, aber schon tausendmal gelesen!

Mit dem Lebenslauf ist es ganz ähnlich. Viele Lebensläufe ambitionierter Hochschulabsolventen gleichen sich wie ein Ei dem anderen. Da gibt es hochklassige Praktika, Auslandsaufenthalte, Fremdsprachenkenntnisse und natürlich Top-Noten. Schön! Aber man könnte ja auch mal einen anderen Ansatz wählen, ein Highlight setzen, mit dem der Empfänger nicht gerechnet hat.

Kreative Bewerbung: Für wen sie Sinn macht

Eine kreative Bewerbung bietet sich für Bewerber an, die in kreativen Berufen und Branchen unterwegs sind. So weit, so erwartbar. Aber sie sind nicht die einzigen, die profitieren. Sie müssen kein Designer, Grafiker oder Fotograf sein, um ihren Einfallsreichtum zur Geltung zu bringen.

Kleine Anmerkung: Anders herum ist es natürlich auch für Designer oder Grafiker keineswegs Pflicht, eine kreative Bewerbung einzureichen. Nicht jeder Personaler steht auf so etwas. Viele bevorzugen den übersichtlichen Standardaufbau. Kreativität kann man ja schließlich auch durch Arbeitsproben und Referenzen nachweisen. Aber: Speziell für Berufsanfänger in kreativen Berufen – Azubis zum Beispiel – ist eine außergewöhnliche Bewerbung eine Möglichkeit, um sein kreatives Talent unter Beweis zu stellen.

Es gibt überdies Branchen, die sich auf den ersten Blick für eine kreative Bewerbung nicht anbieten. Dazu zählen vermeintlich seriöse Branchen wie Banken und Versicherungen. Andererseits befindet sich die Finanzbranche im Umbruch, immer mehr hippe Fintech-Startups drängen nach vorne. Vielleicht sind Disruptoren für kreative Bewerbungen ja offener. Sie sehen: Sie müssen und können von Fall zu Fall entscheiden – auch innerhalb einer Branche.

So oder so: Eine kreative Bewerbung sollte niemals Selbstzweck sein. Sie sollten sie nur in Fällen einsetzen, in denen Sie an ihren Erfolg glauben. Und auf die Spitze treiben sollten Sie das Ganze auch nicht. Wenn Infogehalt und Übersicht komplett unter Ihrer Kreativität begraben werden, dürften die Jobchancen nicht unbedingt steigen. Das beschert dem Personalbüro Mehraufwand. Vorstellbar auch, dass der Personaler kurz schmunzeln und Ihre Bewerbung danach entsorgen wird.

Gute Erfolgsaussichten haben Sie, wenn der Spagat gelingt: Informationsgehalt UND Kreativität. Das erste darf nicht unter dem zweiten leiden. Das ist anspruchsvoll und macht Arbeit. Aber es kann sich lohnen.

8 Ideen für eine kreative Bewerbung

Wie setzt man nun seine Ideen für eine kreative Bewerbung um? Was muss man beachten? Karrieresprung hat 8 Tipps für Sie:

  1. Design

    Mit Hilfe eines außergewöhnlichen Designs gelingt Ihnen ein Wow-Effekt. Die Aufmerksamkeit des Empfängers ist Ihnen gewiss – das ist schon mal ein Punkt für Sie. Wenn Sie jetzt noch inhaltlich überzeugen, hat die Maßnahme gewirkt.

    In punkto Design können Sie Ihrer Phantasie im Grunde freien Lauf lassen und Ihre eigenen Ideen verfolgen. Letztlich ist es ja auch so: Mehr als eine Absage kassieren können Sie nicht. Wenn Ihre Design-Ansätze dauerhaft durchrasseln, können Sie immer noch neu justieren.

    Eine Möglichkeit ist es zum Beispiel, die Bewerbung im Querformat zu gestalten. Allein dadurch heben Sie sich vom großen Rest ab. Oder Sie wählen eine Gestaltung, die dem Corporate Design des jeweiligen Unternehmens nahekommt. Damit beweisen Sie zugleich, dass es sich nicht um eine Massenbewerbung handelt. Wichtig!

  2. Startschuss

    Wenn sie kreativ werden wollen, dann lieber nicht auf den letzten Seiten – sondern gleich am Anfang. Nur dann ist Aufmerksamkeit garantiert.

    Das fängt schon beim Einleitungssatz im Anschreiben an. Die Standard-Eröffnung lautet „Hiermit bewerbe ich mich“. So drücken sich die meisten Ihrer Mitbewerber vermutlich auch aus. Sie können aber auch mit einem Einleitungssatz aus der Kategorie ungewöhnlich beginnen.

    Seien Sie mutig und gehen in die Vollen. Andernfalls hätten Sie ja gleich den herkömmlichen Weg der Bewerbung gehen können. Wie wäre es denn mit: „Ich sage es Ihnen ohne lange Umschweife: Wenn Sie die Stelle mit mir besetzen, werden Sie es nicht bereuen. Da bin ich mir sehr sicher.“ Oder so etwas wie: „Leidenschaft. Ambition. Integrität. Damit dürfen Sie im Falle meiner Einstellung rechnen.“

    Gefällt Ihnen nicht? Gut, dann denken Sie sich halt etwas Anderes aus. Sie können sich im ersten Satz übrigens auch auf einen vorherigen Kontakt – ein Telefonat etwa – berufen. So wird die ganze Bewerbung persönlicher.

  3. Mindmap

    In einer Mindmap kann man bildhaft Verknüpfungen herstellen. Die Technik ist in kreativen Berufen beliebt – kann aber auch in der Bewerbung zum Einsatz kommen.

    Wenn Sie eine Mindmap erstellen, in der Ihre Fähigkeiten, Vorbildungen, Interessen usw. miteinander verknüpft sind, ergibt sich ein vollständiges Bild Ihrer Person. Das sieht nicht nur hübsch und kreativ aus, sondern bietet auch einen Mehrwert.

  4. Bewerbungsflyer

    Ein Bewerbungsflyer bietet sich vor allem für den Besuch einer Jobmesse an. Dort können Sie ihn potenziellen Arbeitgebern überreichen. Diese sehen die wichtigsten Infos über Sie auf einen Blick.

    Das kann auch in der Bewerbung ein Mehrwert sein. Sie können Ihren Bewerbungsflyer – sofern überzeugend gemacht – einfach Ihrer Bewerbung beilegen.

  5. Cliffhanger

    Serien-Fans kennen die Wirkung von Cliffhangern nur allzu gut. Damit sind die Szenen am Ende einer Folge gemeint, die die Spannung erhöhen und den Zuschauer dazu bringen sollen, auch die nächste Folge einzuschalten.

    Das Prinzip können Sie in Ihrer Bewerbung anwenden. Beispiel: „In einer früheren Stelle habe ich den Traffic auf der Seite meines Arbeitgebers um 200 Prozent erhöht – innerhalb eines Jahres. Ich bin mir sicher, dass ich das Gleiche bei Ihnen auch schaffe – aber in der Hälfte der Zeit. Wollen Sie wissen wie? In einem persönlichen Gespräch erkläre ich Ihnen gerne, welche Pläne ich sofort umsetzen würde…“

    Zugegeben, das klingt eher nach einem Verkaufspitch als nach einer Bewerbung. Aber interessieren würde Sie es als Arbeitgeber doch auch, was der vollmundige Bewerber in petto hat, nicht wahr?

  6. Referenzen

    In den USA sind Referenzen elementar wichtig. In Deutschland beschränken wir uns meist auf Arbeitszeugnisse. Sie sind die einzigen Bewerbungselemente, die nähere Auskunft über vorherige Stellen und Erfolge geben.

    Dabei müssen Sie es als Bewerber aber nicht belassen. Bitten Sie Ihre ehemaligen Kunden oder Kollegen um einen kurzes Statement. So eines wie: „Ich habe fünf Jahre lang mit Henry zusammengearbeitet und konnte mich immer auf ihn verlassen.“ Oder: „Ronja ist eine erfahrene und äußerst kompetente Projektmanagerin. Ich kann sie nur weiterempfehlen.“

    Die gesammelten Kommentare können Sie dann Ihrer Bewerbung beilegen. Das ist nicht nur kreativ, sondern ein echter Game-Changer. Menschen vertrauen am ehesten anderen Menschen.

  7. Video

    Eine Bewerbung erfolgt längst nicht mehr nur schriftlich. Sie können sich heutzutage auch per Video bewerben, das Sie online versenden. Manche Unternehmen stehen sogar total auf Bewerbungsvideos und fordern sie offensiv ein.

    Aber auch Unternehmen, die bislang noch keine Erfahrung mit diesem Medium hatten, können Sie damit vielleicht überzeugen. Denn ein Bewerbungsvideo unterstreicht Ihre kreative Ader UND Ihre technische Affinität – ein doppelter Punkt für Sie!

    Aber Vorsicht: Ein gutes Bewerbungsvideo zu erstellen ist extrem anspruchsvoll. Blamage-Gefahr. hoch.

    Darüber hinaus ist auch die Bewerbungshomepage eine Option. Eine eigene Webseite, auf der Sie sich präsentieren. Ihre Möglichkeiten, sich in Szene zu setzen, sind riesig.

  8. Arbeitsproben

    In manchen Berufen sind Arbeitsproben die wichtigste Währung. Grafiker, Werbetexter oder Journalisten werden ohne konkrete Nachweise Ihrer Tätigkeit mit ihrer Bewerbung kaum reüssieren.

    Arbeitsproben können Sie aber auch in anderen Berufen beilegen. Warum nicht als Produktmanager eine Seite mit Vorher-Nachher-Bildern gestalten? Vorher sah das Produkt SO aus, nachher SO. Daran lässt sich wunderbar festmachen, was Sie konkret bewirkt haben.

    Sicher, in manchen Berufen sind Arbeitsproben schier unmöglich. In vielen aber können sie durchaus zum Einsatz kommen. Es braucht dafür nur ein ein bisschen Kreativität…

[Bildnachweis: Pressmaster by Shutterstock.com]

Bewerbung Ghosting: Warum es gefährlich ist

Bewerbung Ghosting

Wenn man plötzlich weg ist und unauffindbar, dann spricht man neuerdings von Ghosting. Ein Date, das sich nicht mehr meldet oder gar ein Partner, der ohne Vorwarnung jeden Kontakt abbricht. Im Bewerbungsprozess spielte Ghosting schon immer eine tragende Rolle. Arbeitgeber, die Bewerber links liegen lassen und es nicht mal für nötig erachten, ihnen eine Absage zu schicken. Doch auch Bewerber und Arbeitnehmer können Ghosting betreiben. Wenn sie clever sind, lassen sie es aber bleiben. Bewerbung Ghosting: Es zeugt von schlechtem Stil – und kann schneller nach hinten losgehen, als einem lieb ist…

Bewerbung Ghosting: Was ist das überhaupt?

Ghosting kennen Sie – hoffentlich nicht – aus Ihrem Liebesleben. Die Denglisch-Vokabel meint Folgendes: Der Freund oder die Freundin meldet sich einfach nicht mehr. Er oder sie reagiert nicht auf Anrufe oder Nachrichten, ruft nicht zurück, schreibt nicht mehr, weder über Whatsapp noch per E-Mail, verschwindet einfach von der Bildfläche.

Ältere Generationen bemühen dafür gerne eine anderes Bild: „Ich geh mal kurz Zigaretten holen“. Und weg war er – und ward nie mehr gesehen. Gemeint ist das Gleiche.

Ghosting kann jeder betreiben: Lose Kontakte, aber auch enge Freunde, im schlimmsten Fall Paare. Relativ normal ist es wohl bei Dates, die nach dem ersten Treffen den Kontakt abbrechen – wohlgemerkt ohne Begründung. Bricht jemand den Kontakt hingegen ab mit den Worten „Das war’s, ich will nichts mehr mit dir zu tun haben“, dann haben wir es streng genommen nicht mit Ghosting zu tun, sondern mit einem Schlussstrich – oder um im Englischen zu bleiben: mit einem klaren Cut.

Das ist der Kern des Ghosting: Es lässt einen ratlos zurück. Der Betroffene kann nur rätseln und über die Beweggründe des Gegenübers mutmaßen. Was kann ihn oder sie dazu veranlasst haben? Hat er oder sie einen Neuen? Damit einher gehen Schuldgefühle und Gewissensbisse. Für die gibt es aber oft – objektiv betrachtet – gar keinen Anlass.

Darum ist Ghosting so hinterhältig und, jawohl, asozial. Der erste Ratschlag muss daher lauten: Tun Sie es nicht! Betreiben Sie kein Ghosting (außer vielleicht mit einem ersten Date, das sich Ihnen gegenüber unverschämt verhalten hat)…

Bewerbung Ghosting: So spielt es sich ab

Um ehrlich zu sein, ist Ghosting im Bewerbungsverfahren nichts Neues. Es gibt das Phänomen seit Jahr und Tag. So spielt es sich ab: Der Bewerber reicht eine Bewerbung ein, ist frohen Mutes, erhält auch eine Eingangsbestätigung mit dem Hinweis: „Wir melden uns bei Ihnen.“

Und dann? Nichts. Der Arbeitgeber meldet sich nicht zurück. Oder er hat im Bewerbungsgespräch gemerkt, dass die Chemie nicht stimmt – und bricht den Kontakt ab. Das ist zwar eine Arbeitserleichterung, aber Wertschätzung geht anders.

Ghosting kann aber auch von Arbeitnehmern ausgehen. Diese Fälle scheinen sich zu häufen – speziell im Ausland, wo die Kündigungsfristen kürzer und die Regularien laxer sind. Da erscheinen Mitarbeiter von heute auf morgen einfach nicht mehr zur Arbeit – und die Firmen können nichts dagegen tun.

In Deutschland ist das kaum möglich. Wenigstens eine Kündigung muss der Arbeitnehmer einreichen. Tut er das, kann man nicht mehr von Ghosting sprechen.

Abtauchen können dafür Bewerber während oder nach der Bewerbung. Sie erscheinen trotz einer Einladung nicht zum Vorstellungsgespräch – ohne abzusagen. Sie sind nach dem Vorstellungsgespräch nicht mehr für weitere Rückfragen zu erreichen. Sie reagieren auf einen angebotenen Arbeitsvertrag nicht.

Dahinter stecken natürlich handfeste Beweggründe: Vielleicht ist dem Bewerber klar geworden, dass diese Stelle in diesem Unternehmen doch nicht die richtige für ihn ist. Oder er hat in der Zwischenzeit das Angebot eines Konkurrenten erhalten, das er nicht ablehnen kann. Oder der Bewerber ist feige und will einem unangenehmen Telefonat aus dem Weg gehen.

So oder so: Ghosting ist mies. Aus folgenden Gründen…

Warum Sie nicht ghosten sollten

Ghosting ist immer ein schlechter Zug – IMMER. Auch dann, wenn sich beide Parteien einig sind, dass es zwischen ihnen nicht funktionieren kann. Eine höfliche Standardabsage ist das Mindeste, was sowohl Bewerber als auch Unternehmen erwarten können.

Ghosting…

  • zeugt von mangelndem Respekt. Und Respekt fordern heute doch alle unentwegt ein. Also zeigen Sie ihn auch, den Respekt!
  • zeugt von Feigheit. Niemand verlangt von Ihnen übertriebenen Heldenmut im Bewerbungsdschungel. Aber eine höfliche Absage kriegt jeder hin – zur Not per E-Mail. Sie müssen Ihrem Gegenüber nicht einmal in die Augen sehen und die Wahrscheinlichkeit, überhaupt ein Feedback zu erhalten, ist gering. Geben Sie sich einen Ruck!
  • kann Ihnen langfristig schaden. Man sieht sich ja bekanntlich immer zwei- oder drei- oder viermal im Leben. Vielleicht wollen Sie in einigen Jahren doch noch bei diesem Unternehmen anheuern. Die Erinnerung an Ihr Ausweichmanöver könnte Sie dann den Job kosten. Speziell in kleinen Branchen, in denen jeder jeden kennt, ist Ghosting nicht ungefährlich.
  • spricht sich vielleicht schneller herum, als Ihnen lieb ist. Dann schadet Ghosting schon auf kurze Sicht. Wenn die Chefs zweier Wettbewerber gut miteinander können und sich gegenseitig Anekdoten auftischen, kriegen Sie weder hier noch dort den Job. Vor allem in kleinen Branchen drohen Nachteile.

Ghosting Arbeitgeber: Wie verhalte ich mich?

Wie aber verhalten, wenn man selbst zum Ghosting-Opfer wird? Angenommen, Sie schreiben eine blitzsaubere Bewerbung und warten ab. Und warten und warten und warten. Irgendwann dämmert Ihnen, dass Sie keine Antwort mehr erhalten werden.

Dann müssen Sie selbst aktiv werden. Immerhin könnt es ja auch sein, dass Ihre Bewerbung aus Versehen im Spam-Ordner gelandet – oder bei der Mitarbeiterin angekommen ist, die in Elternzeit gegangen ist (aber vergessen hat, eine Abwesenheitsnotiz zu aktivieren).

Also von vorne: Geben Sie dem Unternehmen Zeit. Nicht drängeln! Nach der Frist aber können und sollten Sie nachhaken. Sie könnten eine E-Mail schreiben. Oder anrufen. Versuchen Sie es telefonisch über verschiedene Wege. Rufen Sie in der Personalabteilung an, in der Zentrale, zur Not sogar im Kundenservice oder in der Pressestelle.

Kommen Sie nirgends durch, dann ist auch der Weg über öffentliche Kanäle denkbar. Senden Sie einen Tweet, schreiben Sie über Facebook oder Instagram. Öffentlicher Druck wirkt oft Wunder.

Aber Vorsicht: Sie selbst begeben sich damit ebenfalls in die Schusslinie. Wenn andere Arbeitgeber sehen, dass Sie Firmen im Social Web aggressiv angehen, könnten sie Sie als Unruheherd einordnen und von einer Einstellung Abstand nehmen. Daher auch im Netz immer höflich bleiben!

Und natürlich sollte Ihr aktueller Arbeitgeber nicht Wind davon kriegen, dass Sie sich anderweitig bewerben. Soziale Medien also immer mit Bedacht einsetzen…

Eine Alternative: Eruieren Sie auf Xing oder Linkedin den Personalverantwortlichen des Unternehmens und schreiben ihn direkt an.

Fruchtet keine Ihrer Bemühungen, dann bleibt nur eins: Aufgeben. Was Sie aber durchaus nachträglich noch tun können: Eine Bewertung auf Portalen wie Kununu oder Glassdoor hinterlassen.

Auch hier bitte nicht mit Beleidigungen um sich werfen, sondern sachlich bleiben. Motto: „Ich habe nach meiner Bewerbung nichts mehr vom Unternehmen gehört. Das nennt sich wohl Ghosting und zeugt von schlechten Umgangsformen. Schade.“

Ghosting und Co.: Diese Beziehungsphänomene gibt es noch

Bewerbung Ghosting BeziehungGhosting ist nicht das einzige grassierende Beziehungsphänomen. Daneben gibt es etwa noch Cushioning. Das meint, sich neben der aktuellen Freundin oder dem Freund noch jemand anderen warmzuhalten, damit man im Falle einer Trennung butterweich landet.

Dann gibt es Benching. Sich immer mal wieder melden, ohne eine verbindliche Beziehung einzugehen. Eine Taktik für Abgebrühte: So kann man weiterhin die Fühler ausstrecken, hat aber jemanden in der Hinterhand für den Fall, dass die Suche im Nichts endet.

Last but not least scheint auch Gatsbying im Kommen zu sein. Nie gehört? Wer gatsbyed, der möchte andere über soziale Netzwerke beeindrucken und die Aufmerksamkeit seines Schwarms auf sich ziehen. Instagram scheint dabei das perfekte Vehikel für Hobby-Gatsbys zu sein.

Und jetzt die spannende Frage: Welches dieser Phänomene lässt sich auf die Arbeitswelt übertragen?

Cushioning könnte für Freiberufler mit mehreren Auftraggebern interessant sein, Benching für umworbene Spitzenkräfte, die gelegentlich mit einer neuer Herausforderung liebäugeln. Gatsbying hingegen kann jeder betreiben – muss es aber gar nicht. Manche Arbeitgeber sind froh über jede gute Kraft, die sie finden können. Angeben? Gar nicht notwendig.

[Bildnachweis: Brian A Jackson by Shutterstock.com]

Bewerbung als Aushilfe: So klappt’s mit dem Job

Bewerbung als Aushilfe Tipps

Eine Bewerbung als Aushilfe ist kein Hexenwerk. Sie müssen keinen blitzsauberen Lebenslauf vorlegen, keine Super-Noten in der Schule gesammelt oder zahlreiche Praktik absolviert haben. Sie kriegen den Job – vorausgesetzt, Sie zeigen, dass Sie motiviert und zuverlässig sind. Doch das ist manchmal gar nicht so einfach…

Bewerbung als Aushilfe: Halb so wild!

Gefühlt hängen sie überall: Schilder mit der Aufschrift Aushilfe gesucht. Es gibt sie im Einzelhandel, in Supermärkten, Tankstellen oder Bäckereien. Jobs für Schüler, Studenten, Teilzeitjobber oder Arbeitnehmer, die sich ihre Kasse nebenbei aufbessern wollen.

Aus Bewerbersicht positiv: Sie müssen sich um Ihre Bewerbung keinen so großen Kopf machen, als wenn Sie sich für die Rechtsabteilung eines DAX-Unternehmens bewerben würden. Die Unternehmen erwarten keine Top-Noten oder ausgeklügelte Anschreiben von Ihnen. Ihre Motivation ist ausschlaggebend. Und ja, ein einigermaßen solider Lebenslauf wäre auch schön (ist aber längst nicht immer Voraussetzung).

Manche Arbeitgeber verlangen schon gar kein Anschreiben mehr. Wenn Sie sich persönlich vorstellen und dabei einen guten Eindruck hinterlassen, bekommen Sie von ihnen eine Chance. Überall läuft das aber natürlich nicht so. Manchmal braucht es dann doch ein Anschreiben plus Lebenslauf.

Bewerbung Aushilfsjobs: Das sollten Sie betonen

Worauf kommt es an, wenn man sich als Aushilfskraft bewirbt?

Achten Sie zunächst auf eine saubere Rechtschreibung. Sie können Ihre Bewerbung von Freunden gegenlesen lassen – oder der automatischen Grammatikprüfung am Rechner unterziehen. Fehlerfreiheit zeigt, das Sie sorgfältig und gewissenhaft arbeiten. Ein Muss für Aushilfen.

Im Vordergrund Ihrer Bewerbung sollten die Grundtugenden stehen: Fleiß, Ehrlichkeit, Pünktlichkeit, Sauberkeit, Zuverlässigkeit. Nicht prahlen müssen Sie hingegen damit, wie kreativ Ihre Ader doch ist oder dass Sie schon Führungserfahrung im Schulchor gesammelt haben.

Soft Skills wie Offenheit, Flexibilität und Kommunikationsfreude zahlen ein – speziell im Verkauf. „Ich packe mit an und bin überall dort zur Stelle, wo es gerade brennt“. Dieses Arbeitsethos sollten Sie in Ihrer Bewerbung transportieren.

Berufsanfänger haben das oft das Problem, dass Sie zu wenig Erfahrung mitbringen. In Aushilfsjobs ist das kein Problem – beziehungsweise nur bedingt. Sicher: Wer sich als Kellner bewirbt, bekommt den Job eher, wenn er vorher schon einmal anderswo gekellnert hat.

Aber fehlende Fachkenntnisse oder Branchenerfahrungen sind nicht zwangsläufig ein Ausschlusskriterium. Sie benötigen keine IT-Kenntnisse, keine Fremdsprachenkenntnisse (obwohl es diesbezüglich Ausnahmen gibt, wenn Sie zum Beispiel in einem stark von Touristen frequentierten Geschäft jobben wollen) und müssen keine Praktika absolviert haben. Wichtig ist, dass Sie sich für den Job nicht zu schade sind, schnell lernen und sich reinhängen wollen.

Hier gibt es Aushilfsjobs

Aushilfsjobs gibt es zum Beispiel für:

  • Warenverräumung
  • Warenkommissionierung
  • Warenpräsentation
  • Küchenhilfe
  • Spüler
  • Kellner
  • Büffethilfe
  • Verkäufer
  • Kassierer
  • Wachdienst
  • Produktionshelfer
  • Transportfahrer
  • Kurierfahrer
  • Auslieferungsfahrer
  • Fahrzeugüberführungen
  • Montage/Monteur
  • Umzugshelfer
  • Kiosk-Mitarbeiter
  • Pflegenachtdienst (Nachtwache)
  • Lagerkraft
  • Putzhilfe
  • Empfangskraft
  • Spielhallenaufsicht
  • Promoter
  • Besucherbefragung
  • Testkäufer
  • Bauhelfer
  • Gartenhelfer
  • Zeitungszusteller
  • Hundesitter
  • Eventhelfer/Aufbauhelfer
  • Hauswirtschafter
  • Tankwart
  • Zimmermädchen

Was in Ihre Bewerbung gehört

Grundsätzlich gelten für eine Bewerbung als Aushilfe die gleichen Regeln wie für eine sogenannte Kurzbewerbung. Die Kurzbewerbung besteht aus:

  • Anschreiben (nicht länger als eine Seite)
  • Lebenslauf (am besten nur eine Seite)
  • Bewerbungsfoto (kein Muss, aber empfehlenswert)

Eine Bewerbungsmappe, Zeugnisse oder Qualifikationsnachweise müssen Sie dagegen nicht beilegen. Wie könnte nun das Anschreiben für eine Aushilfe aussehen?

Zum Beispiel so – wir haben drei Vorlagen für Sie erstellt (die Sie aber nicht eins zu eins übernehmen sollten):

Bewerbung als Aushilfe Bäckerei

Max Mustermann
Musterstraße 1
12345 Musterstadt

01.01.2020

Vorzeigeunternehmen
Frau Merle Becker
Superstraße 9
98765 Primadorf

Bewerbung als Aushilfe

Sehr geehrte Frau Becker,

durch ein persönliches Gespräch mit einem Ihrer Mitarbeiter habe ich erfahren, dass Sie regelmäßig auf der suche nach Aushilfen für Ihre Filiale in der Superstraße in Primadorf sind. Ich bin an dem Job sehr interessiert und würde mich daher gerne kurz bei Ihnen vorstellen.

Meine Freunde beschreiben mich als einen sehr offenen und kommunikativen Menschen. Ich komme leicht mit Fremden ins Gespräch. Auch in stressigen Situationen bewahre ich die Ruhe, aufbrausend oder launisch bin ich so gut wie nie. Ich würde mich als Frohnatur beschreiben. Daher glaube ich, dass ich sehr gut zu Ihrem Unternehmen und in Ihre Filiale passen würde.

Außerdem kann ich gut mit Zahlen umgehen. Ich bin sehr ordentlich im Kopfrechnen und finde sogar – im Gegensatz zu vielen meiner Zeitgenossen – Gefallen daran. Dankbar bin ich, dass mir meine Eltern gute Umgangsformen wie Pünktlichkeit, Sauberkeit, Ehrlichkeit und Zuverlässigkeit vermittelt haben. Diese Tugenden habe ich von kleinauf verinnerlicht.

Ich würde mich sehr freuen, wenn ich Ihr Interesse geweckt habe. Falls Sie noch Rückfragen haben, melden Sie sich gerne bei mir. Gerne stelle ich mich auch persönlich bei Ihnen vor. Und sollte aktuell keine Stelle frei sein, würde ich mich freuen, wenn Sie meine Unterlagen aufbewahren und mich vielleicht beim nächsten Mal berücksichtigen würden.

Mit freundlichen Grüßen
Unterschrift

Bewerbung als Aushilfe im Lager

Max Mustermann
Musterstraße 1
12345 Musterstadt

01.01.2020

Vorzeigeunternehmen
Herr Bert Schröder
Superstraße 5
54321 Primadorf

Bewerbung als Aushilfe

Sehr geehrter Herr Schröder,

weil ich zupacken kann, würde ich gerne in Ihrem Unternehmen als Aushilfskraft im Lager arbeiten. Ich habe schon in verschiedenen Bereichen Berufserfahrungen gesammelt, unter anderem im Gartenbau und in einem Supermarkt.

An einem Job ist mir wichtig, dass ich immer in Bewegung sein kann. Ein Bürojob im Sessel wäre für mich nicht das Richtige. Ich betreibe in meiner Freizeit viel Sport, bin körperlich topfit und halte jede Schicht problemlos durch – auch bei höheren körperlichen Belastungen. Auch macht es mir nichts aus, Schichten am frühen Morgen oder in der Nacht zu übernehmen.

Aber egal, wann die Schicht beginnt: Ich werde pünktlich zur Arbeit erscheinen. Ich verfüge über einen Führerschein sowie ein Auto und bin daher mobil und flexibel. Außerdem sind mir Dinge wie Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit und Ehrlichkeit wichtig. Darauf habe ich schon immer großen Wert gelegt.

In mir finden Sie eine fleißige und zuverlässige Arbeitskraft. Darauf können Sie sich absolut verlassen. Falls Sie noch Fragen haben, stelle ich mich gerne persönlich bei Ihnen vor. Sie können mich auch gerne anrufen.

Über eine Zusage würde ich mich sehr freuen. Ich bin hochmotiviert und würde am liebsten schon morgen loslegen.

Mit freundlichen Grüßen
Unterschrift

Bewerbung als Aushilfe Supermarkt

Max Mustermann
Musterstraße 1
12345 Musterstadt

01.01.2020

Vorzeigeunternehmen
Herr Thore Albrecht
Superstraße 1
13579 Primadorf

Bewerbung als Aushilfe

Sehr geehrter Herr Albrecht,

eine gute Bekannte hat mir den Tipp gegeben, mich bei Ihnen zu bewerben, da Sie immer auf der Suche nach Aushilfskräften seien. Daher möchte ich mich kurz bei Ihnen vorstellen. Mich spricht die Stelle wirklich sehr an.

Ich habe bereits erste Erfahrungen im Verkauf und zudem in einer Krankenhauskantine gearbeitet. Es hat mir bislang jedes Mal viel Freude bereitet. Vor allem der Umgang mit den Kunden und die Atmosphäre im Team gefallen mir. Ich mag es, wenn man sich gegenseitig unterstützt und gleichzeitig anderen Menschen hilft.

Darum würde ich mich auch als kundenorientiert bezeichnen. Man sollte den Kunden gegenüber immer höflich und zuvorkommend auftreten, selbst wenn sie selbst mal ungeduldig oder patzig sein sollten. Mit Stress kann ich gut umgehen. Ich mag es sogar, wenn es mal hektisch wird und man unter Zeitdruck Aufgaben erledigen muss.

Wichtig sind natürlich Eigenschaften wie Pünktlichkeit, Ehrlichkeit und Zuverlässigkeit. Ohne die geht es nicht. Ich bringe diese Eigenschaften definitiv mit. Wenn Sie noch mehr über mich erfahren möchten, rufen Sie mich gerne an oder schreiben mir zurück. Ich stelle mich auch gerne bei Ihnen persönlich vor.

Mit freundlichen Grüßen
Unterschrift

[Bildnachweis: garetsworkshop by Shutterstock.com]

Bewerbung Minijob: Vorlage und Tipps

Bewerbung Minijob Tipps

So ein Minijob hat Vorteile: Er spült frisches Geld in die Haushaltskasse, ohne dass Sozialbeiträge fällig werden. Vor allem in der Gastronomie, in Hotels, Privathaushalten und im Verkauf gibt es haufenweise Minijobs. Manchmal finden die Arbeitgeber kaum eine geeignete Arbeitskraft, manchmal aber stehen die Bewerber Schlange. Dann kommt es darauf an, eine überzeugende Bewerbung vorzulegen. Bewerbung Minijob: So kommen Sie ans Ziel…

Bewerbung Minijob: Was ist das?

Minijob ist die Kurzform für eine geringfügige Beschäftigung. Dabei handelt es sich um ein Beschäftigungsverhältnis, bei dem der Arbeitnehmer nicht mehr als 450 Euro monatlich verdient.

Wer einen Minijob ausübt, muss keine Beiträge für die Kranken-, Arbeitslosen- oder Pflegeversicherung zahlen. Lediglich für die Rentenversicherung fallen Beiträge an. Der Arbeitgeber zahlt dagegen Pauschalen für die gesetzliche Renten- und Krankenversicherung ein.

Auch Vollzeitarbeitnehmer mit sozialversicherungspflichtiger Stelle können nebenbei einen Minijob ausüben – aber nur EINEN, wenn er von Sozialbeiträgen verschont bleiben will. Alle Minijobs darüber hinaus werden mit der Hauptbeschäftigung zusammengerechnet und sind versicherungspflichtig.

Wer keinen Hauptjob hat, kann auch mehrere Minijobs parallel ausüben. Versicherungsfrei bleibt er oder sie allerdings nur dann, wenn die Einkünfte zusammengenommen 450 Euro im Monat nicht überschreiten.

Wichtig: Minijobber haben – wie andere Arbeitnehmer auch – einen Anspruch auf Urlaub sowie auf den gesetzlichen Mindestlohn. Dieser wurde zum 1. Januar 2019 auf 9,19 Euro pro Stunde angehoben und zum 1. Januar 2020 abermals auf 9,35 Euro pro Stunde.

Minijobber dürfen somit nicht länger als ca. 48 Stunden pro Monat arbeiten. Andernfalls kommen sie über die Grenze von 450 Euro.

Bewerbung Minijob: So überzeugen Sie

Eine Hochglanzbewerbung müssen Sie für einen Minijob nicht einreichen. Mühe geben sollten Sie sich aber schon.

Denn von Minijobbern werden zunächst einmal die Grundtugenden verlangt: Pünktlichkeit, Genauigkeit, Sorgfalt, Zuverlässigkeit. Und wer schon bei der Bewerbung erkennbar schludert, der hinterlässt einen schlechten ersten Eindruck und suggeriert, dass er über genau diese Tugenden eben nicht verfügt.

Eine Bewerbung als Minijobber umfasst normalerweise nicht mehr als:

Nein, eine dicke Bewerbungsmappe mit allerhand Anlagen brauchen Sie nicht zu versenden. Aber die Basis-Infos sollten Sie schnell und übersichtlich vermitteln.

Dazu können auch Zertifikate und Bescheinigungen zählen, die Ihre Qualitäten unterstreichen – aber nur, wenn sie für die Stelle wirklich relevant sind. Das Zertifikat eines EDV-Seminars können Sie sich sparen, wenn Sie sich als Lagerkraft bewerben. Irrelevant!

Wenn Sie dagegen mal ein Online-Vertriebsseminar belegt haben – und sei es aus rein persönlichem Interesse – dann nehmen Sie es gerne mit auf, wenn Sie sich als Verkäuferin bewerben. Es unterstreicht Ihr Interesse für das Fachgebiet.

Achten Sie aber vor allem darauf, was der Arbeitgeber von Bewerbern erwartet. Manche legen Kärtchen in der Filiale aus mit dem Credo: Ruf mich einfach mal an! In diesem Fall rufen Sie an, stellen sich vor, melden Ihr Interesse an und fragen, ob er oder sie noch weitere Unterlagen benötigt. Sind hingegen vollständige Bewerbungsunterlagen gefordert, reichen Sie die auch ein.

Anschreiben: Das gehört hinein

Ins Anschreiben einer Bewerbung Minijob gehören hinein:

  • Absender inkl. Vorname, Nachname, Adresse, Telefonnummer, E-Mail-Adresse
  • Datum
  • Empfänger inkl. Unternehmen, Vorname und Nachname des Adressaten, Adresse
  • Betreff (z.B. Bewerbung für Minijob)
  • Persönliche Anrede
  • Einstiegssatz
  • Unternehmensbezug
  • Profil inkl. eigener Stärken
  • Abschlussformulierung
  • Unterschrift
  • KEIN Bewerbungsfoto (gehört in den Lebenslauf)

Sie beginnen mit der Einleitung. Am Anfang können und sollten Sie direkt Ihr stärkstes Argument bringen. Der Empfänger sollte sofort spüren, dass Sie eine Bereicherung für das Unternehmen sein werden.

Danach folgt die Selbstdarstellung, in der Sie Ihre Stärken, Erfahrungen, Erfolge und Qualifikationen beschreiben. Aber nur die wichtigsten, in wenigen Sätzen.

Am besten, Sie stellen dabei eine Verbindung zum Unternehmen her und zeigen auf, wie es von Ihren Skills profitieren könnte. Beispiel: Sie waren in der Schule zwischenzeitlich Klassensprecher. Ein Signal, dass Sie verantwortungsbewusst, vertrauenswürdig und engagiert sind. Jeder Arbeitgeber schätzt das.

Zum Schluss bedanken sie sich für das Interesse und drücken Ihre Freude über ein künftiges Kennenlernen aus. Nicht großkotzig auftreten, aber auch nicht wie ein Bittsteller. Motto: „Ich bin mir sicher, dass ich gut in Ihr Unternehmen passen würde und freue mich auf ein persönliches Gespräch mit Ihnen.“

Die herzlichen Grüße und die Unterschrift nicht vergessen – fertig.

Lebenslauf: Das gehört hinein

In den Lebenslauf einer Bewerbung Minijob gehören:

  • Persönliche Angaben inkl. Vorname, Nachname, Geburtstag, Geburtsort (Land), Adresse, Telefonnummer, E-Mail
  • Familienstand
  • Staatsangehörigkeit
  • Beruflicher Werdegang
  • Schulbildung, Ausbildung und Hochschulbildung
  • Praktika
  • Besondere Kenntnisse (z.B. IT, Sprachen)
  • Interessen und ehrenamtliches Engagement
  • Ort, Datum, Unterschrift

Nicht relevant sind dagegen Angaben zu Eltern und anderen Angehörigen – wie zum Beispiel zu den Berufen der Eltern. Die hat man früher noch in die Bewerbung aufgenommen, gelten heute aber als verpönt.

Konkret laufen sie dem Gedanken der Chancengleichheit zuwider. Einen Bewerber mit einem Staatsanwalt als Vater schätzt man – bewusst oder unbewusst – gleich viel kompetenter ein, als wenn dort stattdessen Müllmann (ein wichtiger Beruf, aber gesellschaftlich nicht hoch angesehen) stehen würde. Das ist ungerecht. Darum weglassen!

Wo finde ich Minijobs?

Minijobs gibt es wie Sand am Meer. Zum Beispiel hier:

  • Gastronomie
  • Hotellerie
  • Einzelhandel
  • Privathaushalte (Putzhilfe, Babysitter, Haushaltshilfe etc.)
  • Events (Messen, Konzerte etc.)
  • Krankenhäuser
  • Büros

Viele Branchen sind ohne Minijobber kaum vorstellbar – die Gastronomie zum Beispiel. Daher können Sie auch guten Gewissens einfach in Restaurants, Bars, Kneipen, Cafés unverbindlich nachfragen. Die Chancen stehen nicht schlecht, dass Ihre Anfrage auf offene Ohren stößt. Erst recht, wenn per Aushang nach neuen Mitarbeitern gesucht wird. Aber selbst wenn nicht – Fragen kostet nichts.

Gut Vorbereitete bringen direkt Ihre Kurzbewerbung mit. Also keine dicke Mappe mit unzähligen Dokumenten und Zeugnissen. Interessiert niemanden! Nur die wichtigsten Infos, komprimiert und übersichtlich, in einem Anschreiben und Lebenslauf.

So bekommt der Filialeiter (oder sonstige Personalverantwortliche) sofort einen Eindruck von Ihnen. Bei Interesse kann er Sie kontaktieren. Alternativ können Sie natürlich auch eine E-Mail schreiben und Ihr Interesse signalisieren – mit dem Hinweis, bei Bedarf die vollständigen Bewerbungsunterlagen nachzureichen.

Im Internet finden Sie darüber hinaus zahlreiche Minijob-Angebote, auf die Sie sich direkt bewerben können — zum Beispiel hier auf karrieresprung.de. Vorteil: Sie sehen in der Stellenanzeige, welche Unterlagen gefordert sind und auf welche Sie verzichten können. In einigen Fällen reicht es, eine Bewerbungsmaske auszufüllen, andere Unternehmen legen auf Anschreiben und Lebenslauf wert.

Vorlage Bewerbung Minijob

Hier eine Vorlage für Ihre Bewerbung Minijob:

Muster

Max Mustermann
Musterstraße 1
12345 Musterstadt

01.01.2020

Vorzeigeunternehmen
Frau Franz Keller
Superstraße 9
98765 Primadorf

Bewerbung als Servicemitarbeiter

Sehr geehrter Herr Keller,

ins Restaurant gehen die Menschen, weil sie lecker essen und erstklassig bedient werden wollen. Ich möchte meinen Teil dazu beitragen, dass die Gäste auch weiterhin gerne zu Ihnen kommen.

Die von Ihnen ausgeschriebene Stelle als Servicekraft sagt mir jedenfalls sehr zu. Momentan studiere ich Betriebswirtschaft an der Hans-Meiser-Universität in Entenhausen. Berufserfahrung habe ich schon in Gastronomie, Hotellerie und im Einzelhandel gesammelt. Der Umgang mit den Kunden hat mir jedes Mal große Freude bereitet – und er liegt mir.

Ich bin absolut zuverlässig, gewissenhaft, offen und kommunikativ. In meinem Freundeskreis bin ich für meine Pünktlichkeit berühmt. Insbesondere an den Wochenenden bin ich flexibel einsetzbar. Regelmäßig lade ich auch Freunde zum Essen ein, ein guter Gastgeber war ich schon immer. Das würde ich auch gerne in Ihrem Namen sein.

Haben Sie noch Fragen? Melden Sie sich gerne telefonisch oder per E-Mail bei mir. Ich würde mich freuen, mich persönlich bei Ihnen vorstellen zu können.

Mit freundlichen Grüßen
Unterschrift

[Bildnachweis: fizkes by Shutterstock.com]

Vorstellungsgespräch Vorbereitung: Rückfragen, Tipps, No-Gos

Vorstellungsgespraech Vorbereitung Tipps

Je näher der große Termin rückt, desto größer die Anspannung. Vom Bewerbungsgespräch hängt ab, ob die Stelle näher kommt oder nur ein Wunschtraum bleibt. Besser, Sie bereiten sich gut darauf vor. Falsch machen können Bewerber eine Menge. Wer sich gut präpariert, reduziert indes die Risiken erheblich. Vorstellungsgespräch Vorbereitung: Warum es sich für Sie lohnt…

Vorstellungsgespräch Vorbereitung: Warum Sie es tun sollten

Sie haben eine Einladung zum Vorstellungsgespräch erhalten – herzlichen Glückwunsch! Die erste Hürde haben Sie damit übersprungen. Sie zählen zur Elite – wenigstens zur Elite in Ihrer Bewerber-Kohorte. Ja, das ist ein Erfolg.

Aber einer, der wertlos bleibt, wenn auf ihn nicht der Arbeitsvertrag folgt. Darum ist gerade jetzt wichtig, bei aller Freude die Spannung zu halten. Der schwierigste Part kommt erst noch: Nur wer im Bewerbungsgespräch überzeugt, hat reelle Chancen auf die Stelle. Eine klägliche Performance und Sie sind draußen.

Doch das muss nicht sein. Man kann und sollte sich auf ein Vorstellungsgespräch vorbereiten – und die eigenen Chancen so drastisch erhöhen. Das gilt vor allem für unerfahrene Bewerber, die noch nicht so häufig oder sogar noch nie in einem Jobinterview saßen. Wenn sie die Nervosität übermannt, können Aussetzer oder idiotische Rückfragen die Folge sein. Negativ!

Es gibt auch Kandidaten, die ihre Unruhe wegquasseln wollen. Auch das geht häufig in die Hose. Wer irrelevante Informationen aneinanderreiht oder persönliche Anekdoten preisgibt, redet sich mitunter um Kopf und Kragen. Ein High Potential hört sich anders an. So kommt das jedenfalls beim Personaler an.

Betretenes Schweigen ist allerdings auch keine Lösung. Wenn Sie nicht mehr weiter wissen und die Zähne kaum auseinanderkriegen, wird Ihr Gegenüber Zweifel an Ihren Führungsqualitäten bekommen.

Nein, Sie wollen souverän auftreten. Nicht zu viel reden, nicht zu wenig, sondern in der richtigen Dosierung. Selbstsicher auftreten, kluge Rückfragen stellen, mit Fachwissen glänzen und mit ruhiger Stimme. Aber keine Sorge: Erstens kriegen Sie das mit einer guten Vorbereitung hin. Und zweitens erwartet niemand Perfektion von Ihnen…

Vorstellungsgespräch: So läuft es ab

Um sich angemessen vorbereiten zu können, müssen Sie zuerst die typischen Phasen eines Vorstellungsgesprächs kennen. Wie läuft es normalerweise ab? Meist gliedert es sich in fünf Phasen, die fließend ineinander übergehen.

  1. Begrüßung und Smalltalk

    Fester Händedruck, Guten Tag sagen und dabei Blickkontakt halten. Sie stellen sich namentlich vor, lächeln am besten dazu. Das ist der erste – nicht ganz – unwichtige Schritt auf dem Weg zum Job. Der erste Eindruck ist bekanntlich nicht ganz unwichtig.

    Rumpeln Sie nicht wie Hans Dampf ins Gesprächszimmer, aber gehen Sie auch nicht mit eingesunkenen Schultern und gebeugter Haltung hinein. Selbstbewusst, aber nicht großspurig auftreten. Dass Sie nicht sofort mit dem Geschäftlichen loslegen, versteht sich eigentlich von selbst.

    Wie war die Fahrt? Haben Sie uns auf Anhieb gefunden? Wie geht es Ihnen? Ein, zwei Sätze smalltalken – darauf sollten Sie sich einstellen, auch wenn Sie Smalltalk in Wahrheit verabscheuen. Seien Sie freundlich und bleiben Sie ruhig und gelassen.

  2. Vorstellung

    Als Nächstes wird Sie Ihr Gesprächspartner auffordern, etwas über sich zu erzählen. Wer sind Sie? Was haben Sie bisher so gemacht? Welche Erfolge bedeuten Ihnen etwas?

    Ihre Selbstpräsentation sollte aber keine Nacherzählung des Lebenslaufes sein, sondern sich auf die Stationen und Aspekte beschränken, die wirklich relevant sind. Setzen Sie Schwerpunkte. Die Basisinfos kennen Ihre Interviewer schon aus Ihren Bewerbungsunterlagen.

    Im Übrigen ist die Selbstpräsentation prädestiniert dafür, sie vorher vor dem Spiegel einzuüben. Wie aufgesagt sollte sie aber nicht klingen.

  3. Firmenpräsentation

    Nach Ihnen ist der Arbeitgeber an der Reihe. Auch er stellt sich kurz vor. Was macht er, wo will er hin, was erwartet er von Ihnen?

    Das meiste sollten Sie bereits aus der Vorabrecherche wissen. Trotzdem nicht abschalten! Sonst schlussfolgert der Interviewer womöglich, dass Sie kein guter Zuhörer sind. Der sollten Sie aber sein, um einen guten Job machen zu können.

    Wenn Sie kluge Verständnisfragen stellen, zahlt das auf Ihr Punktekonto ein. Aber: Den Interviewer nicht unterbrechen und keine Banalitäten oder Selbstverständlichkeiten abfragen – und andererseits auch nicht ZU tief ins Detail gehen.

  4. Rückfragen

    Irgendwann kommt der Moment, wo der Interviewer Sie fragt: Haben Sie noch Fragen an uns? Goldene Regel: Immer mit Ja antworten.

    Andernfalls scheinen sie kein ausgeprägtes Interesse am Unternehmen zu haben. Sie können sich vorher mehrere gute Rückfragen einprägen und je nach Verlauf die passendsten aus dem Hut zaubern.

  5. Abschluss

    Auch nach dem Ende des Gesprächs können Bewerber noch eine ganze Menge falsch machen. Sich nicht bedanken zum Beispiel.

    Geben Sie dem Interviewer die Hand und bedanken Sie sich für die Zeit, die er sich für Sie genommen hat. Blickkontakt nicht vergessen.

    Außerdem können Sie sich nach dem weiteren Verlauf erkundigen. Wann dürfen Sie mit einer Antwort rechnen? Das offenbart Ihr Interesse – und hilft Ihnen bei der weiteren Planung.

Vorstellungsgespräch Vorbereitung: So geht’s

Die meisten Vorstellungsgespräche ähneln sich im Aufbau. Viele Fragen wiederholen sich. Diese Erkenntnis sollte Ihnen schon helfen, die größte Nervosität abzuschütteln.

Aber: Erwarten Sie das Unerwartete! Der Personaler könnte Sie auch mit kniffligen Brainteasern kitzeln oder plötzlich in eine andere Sprache wechseln – in eine, in der Sie sich in Ihrer Bewerbung als verhandlungssicher eingestuft haben.

Damit Sie optimal vorbereitet sind, sollten Sie folgende Tipps beherzigen:

  • Recherche

    Die wichtigsten Informationen sollten Sie kennen. Was produziert das Unternehmen bzw. welche Dienstleistung bietet es an? Wofür ist es bekannt? Welche Standorte und wie viele Mitarbeiter hat es und wann wurde es (ungefähr) gegründet?

    Dass Siemens kein Startup und Zalando kein alteingesessener Mittelständler ist, sollten Bewerber schon wissen. Je mehr Informationen Sie sammeln, desto besser.

    An die kommen Sie heute glücklicherweise sehr leicht. Googeln Sie das Unternehmen, suchen Sie in Google News. Recherchieren Sie in sozialen Medien wie Facebook, Twitter, Youtube und Instagram. Informieren Sie sich in Business-Netzwerken wie Xing und Linkedin und werfen Sie einen Blick in Bewertungsportale wie Kununu und Glassdoor.

  • Selbstpräsentation

    Die Selbstpräsentation sollten Sie auf jeden Fall vorbereiten und mehrmals üben. So wissen Sie auch, ob sie zu kurz oder zu lang ist. Länger als fünf Minuten sollte sie nicht dauern. Zwei, drei dahingeworfene Sätze sind hingegen zu wenig.

    Wichtig ist, dass der Personaler erkennt, was Sie können, was Sie schon geleistet haben, was Sie wollen – und DASS Sie wollen. Dazu bringen Sie am besten prägnante Beispiele, die Ihre Stärken und Erfolge veranschaulichen.

    Bleiben Sie nicht zu abstrakt – und nehmen Sie unbedingt den einen oder anderen Aspekt mit auf, der aus Ihrem Anschreiben und Lebenslauf nicht hervorgeht. So wecken Sie neues Interesse.

  • Bewerbungsunterlagen

    Ein Punkt, den Sie nicht unterschätzen sollten: Schauen Sie sich vor dem Jobinterview Ihre Bewerbung noch einmal ganz genau an. An welcher Stelle könnten Rückfragen auftauchen? Was sagen Sie dann?

    Außerdem sollten Sie Ihren Lebenslauf genau kennen. Klingt blöd, ist aber so. Angenommen, der Personaler fragt Sie nach dem Praktikum damals im Reisebüro. Wenn Ihnen dazu nicht mal zwei Sätze einfallen, ist das suboptimal.

    Auch Ihre IT-Kenntnisse sollten Sie belegen. Wenn im Lebenslauf steht, dass Sie Javascript beherrschen, dann will Ihr Gegenüber vielleicht wissen, wie und wann Sie sich die Programmiersprache angeeignet haben.

  • Fragen

    Die typischen Gesprächsphasen haben Sie schon kennengelernt. Fehlen noch die typischen Personalerfragen. Klar, dass sich niemand jedes Mal aufs Neue originelle Fragen überlegt. Meist greift man zum Multitool aus dem Werkzeugkasten.

    Wenn Sie die häufigsten Fragen kennen, können Sie sich darauf vorbereiten. Diese zählen dazu:

  • Warum sollten wir Sie einstellen?
  • Warum wollen Sie den Job überhaupt?
  • Was können Sie, was andere nicht können?
  • Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
  • Warum haben Sie Ihren alten Job gekündigt?
  • Was wissen Sie über uns?
  • Was wissen Sie über unsere Branche?
  • Wie hoch war Ihr letztes Gehalt?
  • Was wollen Sie bei uns verdienen?
  • Was sind Ihre Stärken?
  • Was sind Ihre Schwächen?
  • Wie würden Ihre Freunde Sie beschreiben?
  • Was waren Ihre größten Erfolge?
  • Worauf waren Sie zuletzt stolz?
  • Welche Eigenschaft fehlt Ihnen?
  • Was erwarten Sie von einem Unternehmen?
  • Was war der größte Fehler, den Sie bisher begangen haben?
  • Wie motivieren Sie sich?
  • Wie muss ich mir Ihren Arbeitsstil vorstellen?
  • Wie gehen Sie mit Kritik um?
  • Was wollen Sie in den ersten 30 Tagen im neuen Job unternehmen?
  • Wie definieren Sie Erfolg?
    • Körpersprache

      Sie können stundenlang vor dem Spiegel üben und reden, reden, reden. Es wird Ihnen nichts nützen, wenn Ihre Körpersprache mies ist.

      Rücken gerade, Spannung annehmen. Blickkontakt aufnehmen und halten. Viel lächeln. Und vermeiden Sie es, mit den Händen herumzuspielen. Das vermittelt Nervosität.

      Kann man alles üben. Setzen Sie sich vor den Spiegel und trainieren Sie. Oder machen Sie ein Rollenspiel mit Freunden und lassen sich Feedback geben.

    • Rückfragen

      Elementar wichtig: Rückfragen vorbereiten. Wenn der Interviewer Sie danach fragt, sollten Sie unbedingt zwei oder drei passende Rückfragen parat haben. Haben Sie die nicht, wirkt das lustlos und desinteressiert. Schlecht!

      Allerdings sollte es sich um kluge Rückfragen handeln. Den Spruch „Es gibt keine dummen Fragen“ können Sie getrost in den Müll werfen. Denn die gibt es! „Was macht Ihr Unternehmen genau“ wäre so eine. Oder: „Wie lange muss ich warten, bis ich Urlaub nehmen kann?“

      Stellen Sie Fragen, die zum Gesprächsverlauf und zur Situation passen und die Sie tatsächlich interessieren. Ein Beispiel: Warum sind Sie eigentlich noch nicht in China aktiv?

    • Dresscode

      Zu einer guten Vorbereitung gehört natürlich auch die Wahl der richtigen Kleidung. Welche Klamotten die richtigen sind, hängt immer auch vom Unternehmen und der Branche ab.

      Faustregel: In konservativen Branchen (z.B. Finanzen) seriöser anziehen, in progressiven weniger förmlich (z.B. Werbung). In Zeiten von Innovation Labs und Startup-Kultur verschwimmen allerdings die Grenzen, das macht die Kleiderwahl schwieriger.

      Wichtig ist, dass Sie sich in Ihrem Outfit wohl fühlen und sich keinen offensichtlichen Lapsus leisten. In diese Kategorie fallen Flecken auf dem Jacket, Löcher in den Socken oder ein faltenverseuchtes Hemd.

    • Hinweg

      Die beste Vorbereitung nützt nichts, wenn Sie eine Viertelstunde zu spät aufkreuzen. Pünktlichkeit ist Pflicht!

      Planen Sie also auch die Anreise – und einen Puffer ein. Droht Staugefahr auf der Strecke? Wie ist die Zugverbindung? Wann muss ich losfahren? Wer ohne Hektik am Ziel ankommt, ist zudem ausgeruhter und gelassener.

    Vorstellungsgespräch Vorbereitung: Darüber nicht reden!

    Diese Themen sprechen sie im Bewerbungsgespräch nach Möglichkeit nicht an:

    • Privates

      Was Sie privat so treiben, kann später Gesprächsstoff im Flurfunk werden. Aber nicht schon im Vorstellungsgespräch.

      Erstens geht es Ihren Arbeitgeber nichts an. Zweitens ist die Wahrscheinlichkeit sehr gering, mit einem Hobby zu punkten. Das können Sie nur, wenn der Interviewer zufällig das Gleiche hat. Vielleicht finden Sie das ja vorher heraus…

    • Kündigung

      Dass Sie gekündigt wurden, sollten Sie nur zugeben, wenn Sie danach gefragt werden. Ehrlich bleiben! Dann können Sie auch versuchen, die Geschehnisse zu relativieren. Dass Sie Opfer von Sparmaßnahmen wurden oder dass es sich um eine betriebsbedingte Kündigung handelte (sofern wahr).

      Aber die Kündigung proaktiv ins Gespräch einbringen? Nein, das ist keine gute Idee. Wenn Ihre Kündigung zur Sprache kommt, sollten Sie in jedem Fall darauf hinweisen, dass Sie aus der Episode gelernt und sich weiterentwickelt haben.

    • Geld

      Es ist nicht ungewöhnlich, dass im Vorstellungsgespräch über Geld geredet wird. Dies sollte aber stets vom Personaler ausgehen. Wie sind Ihre Gehaltsvorstellungen? Dann können Sie Ihre Sicht der Dinge darlegen.

      Aber kommen Sie nicht selbst auf das Thema zu sprechen. Nach dem Motto: Wann reden wir denn endlich mal über die Bezahlung? Und bekomme ich eigentlich auch Diensthandy und Dienstwagen? Sie scheinen es nur aufs Geld abgesehen zu haben – das kann keinem Arbeitgeber gefallen.

    • Lästereien

      Die Verlockungen sind groß und zahlreich. Wie gerne würde man dem undankbaren Ex-Chef und den tratschsüchtigen Ex-Kollegen eins reinwürgen? Privat können Sie das gerne mal tun.

      Aber auf geschäftlicher Ebene gilt: Professionell bleiben. Und Lästereien sind unprofessionell und fallen negativ auf einen zurück. Goldene Regel: Reden Sie NIE schlecht über ehemalige Arbeitgeber und Kollegen! Sie müssen sie ja andererseits auch nicht gleich in den Himmel loben…

    Vermeiden Sie diese Fehler im Vorstellungsgespräch

    Bereiten Sie sich mental darauf vor, diese Fehler zu vermeiden:

    • Blick auf die Uhr: Ist Ihnen langweilig? Oder das Gespräch unangenehm? Oder haben Sie heute noch ein anderes Jobinterview im Kalender? Egal, warum Sie den Drang verspüren, auf die Uhr an der Wand oder am Handgelenk zu schauen: Don’t!
    • Handy klingeln lassen: OK, mit ein wenig Toleranz kann man ein klingelndes Handy verzeihen. Jeder kann mal vergessen, es auszumachen oder auf lautlos zu stellen. Aber es klingeln lassen, ostentativ auf das Display schauen, um zu wissen, wer gerade anruft oder womöglich noch kurz rangehen – nein, das geht gar nicht.
    • Dummes Zeug labern: Ein bisschen talken, ein bisschen plaudern, ein bisschen schnacken – ja klar, Smalltalk kann ein Eisbrecher sein. Aber texten Sie sich während des eigentlichen Bewerbungsgesprächs nicht um Kopf und Verstand. Wenn Sie ständig vom Hölzchen aufs Stöckchen kommen und lauter saublöde Anekdoten zum Besten geben, denkt Ihr Gegenüber, Sie hätten nicht mehr alle Latten am Zaun. Wahrscheinlich zurecht.
    • Überheblich auftreten: Ja, der Arbeitsmarkt ist heute ein Bewerbermarkt – in vielen Branchen jedenfalls. Einen arroganten Pinkel will trotzdem niemand in seinem Team haben. Niemand ist unersetzlich, egal, wie groß der Fachkräftemangel auch sein mag. NIEMAND, nicht mal Steve Jobs. Apple geht es schließlich noch immer blendend…
    [Bildnachweis: fizkes by Shutterstock.com]

    Rückfragen Vorstellungsgespräch: Das sind gute

    Rückfragen Vorstellungsgespräch Beispiele

    Rückfragen Vorstellungsgespräch: Sie sind das Salz in der Suppe eines Jobinterviews. Wer dem Personaler clevere Rückfragen stellt, sammelt Punkte. Doch völlig unbedacht sollten Bewerber keine Fragen aus der Hüfte schießen. Damit könnten sie eine böse Überraschung erleben…

    Rückfragen Vorstellungsgespräch: Darum sind sie so wichtig

    Irgendwann kommt im Vorstellungsgespräch der Moment, in dem der Interviewer fragt: Haben Sie noch Fragen an uns? Wer jetzt mit einem knappen Nein antwortet, schießt sich oftmals schon aus dem Rennen. Bewerber sollten Rückfragen stellen – immer!

    Warum? Weil Rückfragen Interesse und Neugier signalisieren. Außerdem können Bewerber selbst mehr über das Unternehmen erfahren. Für sie ist es eine einmalige Gelegenheit, das Unternehmen zu testen und abzuklopfen. Vielleicht gelangt man ja zu dem Schluss, dass man hier eigentlich gar nicht anfangen möchte.

    Aber es geht nicht darum, irgendeine beliebige Frage zu stellen. Es sollten schon sinnvolle, clevere Fragen sein. Die richtigen bringen den Job in Reichweite. Die falschen katapultieren Sie schnurstracks ins Aus…

    5 gute Gründe für Rückfragen:

    • Sie bringen mehr über das Unternehmen in Erfahrung.
    • Clevere Rückfragen unterstreichen Ihre Intelligenz und Ihren Intellekt.
    • Sie beweisen gute Vorbereitung auf das Vorstellungsgespräch.
    • Rückfragen deuten auf echtes Interesse am Job hin.
    • Sie können das Gespräch selbst führen und nicht nur reagieren.

    Rückfragen Vorstellungsgespräch: So formulieren Sie richtig

    Für eine gute Vorbereitung sind die richtigen Fragen unerlässlich. Sie sollten als Bewerber erahnen, welche Fragen auf Sie zukommen – und welche Sie selbst stellen können. Beides ist gleichermaßen wichtig.

    Wer eigene Rückfragen in petto hat, beweist Eigeninitiative und Professionalität. Stellen Sie daher immer Gegenfragen – es sei denn, Sie haben im Laufe des Jobinterviews gemerkt, dass die Stelle definitiv nicht die richtige ist und Sie kein Interesse mehr haben. Dann können Sie die Sache abkürzen und auf Rückfragen verzichten. Wozu noch wertvolle Zeit verplempern?

    Eine klassische Rückfrage für Bewerber lautet zum Beispiel: Was unterscheidet Ihrer Erfahrung nach die guten Mitarbeiter von den besten?

    Die Frage ist grandios. Die Antwort offenbart eine Menge über die Wertvorstellungen und den Arbeitsstil im jeweiligen Unternehmen. Und sie dient dem Bewerber als Kompass. Er weiß hinterher, welche Leistungen von ihm erwartet werden, was der Firma wichtig ist und wie er hier Karriere machen kann. Die Frage ist außerdem viel subtiler als: „Was muss ich tun, um hier Karriere zu machen?“

    Sie sehen: Auf die Formulierung kommt es an. Es gibt auch gute Fragen, die schlecht formuliert ihre Wirkung verfehlen. Denken Sie also vorab ein wenig darüber nach, wie Ihre Frage beim Gegenüber ankommt.

    Außerdem sollte Sie versuchen, zwischen den Zeilen zu lesen. Reinen Wein einschenken und allzu offenherzig wird kein Personaler im Jobinterview sein, aber jeder wird Signale aussenden. Seien Sie aufmerksam!

    6 gute Rückfragen im Vorstellungsgespräch

    Aufmerksamkeit ist das A und O. So gibt es auch sehr gute Rückfragen, die Sie auf keinen Fall stellen sollten. Nämlich dann, wenn die Antwort im Laufe des bisherigen Gesprächs schon gegeben worden ist. Dies würde nur zeigen, dass Sie nicht richtig zuhören.

    Grundsätzlich empfehlenswert sind folgende Fragen. Klar ist, dass Sie nicht alle, sondern nur sehr wenige davon werden stellen können:

    • Warum ist die Stelle vakant?

      Es gibt zwei Möglichkeiten: Entweder wurde die Stelle neu geschaffen oder es gibt einen Vorgänger. Was ist mit ihm passiert? Vielleicht verlässt er das Unternehmen auf eigenen Wunsch oder aber er wird befördert. Wertvolle Hinweise für Sie. Sie können auch direkt daran anschließen und fragen: Wie lange hat der Vorgänger in der Position gearbeitet? Und außerdem: Was wurde eigentlich aus den anderen Mitarbeitern in der dieser Abteilung?

    • Wie fördern Sie Talente?

      Zunächst signalisiert die Frage, dass es Ihnen nicht nur um Geld geht, sondern dass Sie sich weiterentwickeln wollen. Positiv! Darüber hinaus sollte der Personaler schon darlegen können, welche Strategien sein Arbeitgeber implementiert hat, um jedem Talent gerecht zu werden und die Stärken jedes Einzelnen zu fördern.

    • Was erwartet mich in den ersten 90 Tagen?

      Sie gehen gedanklich schon in die Einarbeitungsphase über. Die ist wichtig. Wenn Sie mehr über das Onboarding in Erfahrung bringen, können Sie sich mental darauf vorbereiten. Und zweitens wollen Sie ja nicht in der Probezeit schon wieder fliegen. Das ist es überaus nützlich, die ersten Schritte zu planen und Hindernisse zu antizipieren. Was müssen Sie beachten, um schnell ins Team hineinzufinden?

    • Welche Herausforderungen hat das Unternehmen derzeit zu bewältigen?

      Die Frage beweist: Sie sind kein Fachidiot, sondern ein Mensch, der auch die großen Zusammenhänge im Blick behält. Im Arbeitsalltag wird sich das positiv bemerkbar machen. Natürlich wird Ihr Gesprächspartner jetzt nicht ins Zahlenwerk einsteigen und Ihnen Geheimnisse verraten, aber die Grundrichtung aufzeigen. Welche Märkte könnten interessant werden, welche Zielgruppen? Welche Probleme wurden erst kürzlich gelöst? Das hilft Ihnen, die internen Zusammenhänge zu verstehen.

    • Weshalb arbeiten SIE für das Unternehmen?

      Damit drehen Sie den Spieß um: Jetzt ist es der Personaler, der sich Fragen nach seiner Motivation und seinen Zielen gefallen lassen muss. Völlig legitim! Die Frage ist häufig ein Eisbrecher, der zum Schmunzeln anregt und Sympathiepunkte bringt. Immerhin handelt es sich um eine sehr persönliche Frage. Und neue Einsichten erhalten Sie so hoffentlich auch.

    • Welche Persönlichkeit wünschen Sie sich von der Neubesetzung?

      So testen Sie Ihre Passung zum Job. Decken sich Ihre Erwartungen und die des Personalverantwortlichen? Wunderbar. Sind die Vorstellungen grundverschieden? Hmm, vielleicht sollten Sie doch lieber die Finger von der Stelle lassen. Sie tasten sich auch an die Persönlichkeit Ihres künftigen Chefs bzw. Vorgesetzten heran. Denn häufig suchen diese Mitarbeiter, die so ähnlich sind wie sie selbst.

    Noch mehr gute Rückfragen

    • Was erwarten Sie vom neuen Mitarbeiter?
    • Wie definieren Sie Erfolg für diese Position?
    • Wie würden Sie den Führungsstil meines möglicherweise künftigen Vorgesetzten beschreiben?
    • Wie lässt sich die Unternehmenskultur kurz zusammenfassen?
    • Wie unterscheidet sich Ihre Unternehmenskultur von der anderer Firmen?
    • Wie messen und bewerten Sie Leistungen?
    • Was könnte mich im neuen Job frustrieren?
    • Was hat mein Vorgänger gut gemacht?
    • Was sollte ich anders machen als er?
    • Wie viele Vorgänger gab es bislang schon?
    • Welche Ziele verfolgen Sie mit der Neuschaffung dieser Position?
    • Mit welchen Kollegen arbeite ich zusammen und wie unterstützten Sie mich?
    • Wie groß ist die Abteilung?
    • Welchen Stellenwert hat die Abteilung im Unternehmen?
    • Wie wichtig ist meine Stelle für den Unternehmenserfolg?
    • Welche Hindernisse und Schwierigkeiten sollte ich einplanen?
    • Kann ich meinen künftigen Arbeitsplatz vorab besichtigen?
    • Welche Aufgabe hat momentan Priorität?
    • Warum war das Unternehmen aus Ihrer Sicht bislang so erfolgreich?
    • Was muss sich im Unternehmen ändern, damit es auch in Zukunft erfolgreich bleibt?
    • Wie sieht ein typischer Arbeitstag aus?
    • Beinhaltet der Job viele Geschäftsreisen?
    • Wie lange dauert die Einarbeitungsphase?
    • Wie läuft das Onboarding bei Ihnen ab?
    • Wie lange dauert die Probezeit?
    • Wie werden Mitarbeiter gefördert?
    • Gibt es ein Weiterbildungsbudget?
    • Wer wird mein direkter Vorgesetzter sein?
    • Gibt es die Möglichkeit auf Home Office?
    • Gibt es bei Ihnen Gleitzeit oder Vertrauensarbeitszeit?
    • Was sollte ich vor Stellenantritt noch tun, um optimal in meine neue Tätigkeit zu starten?
    • Was kann ich noch tun, um Sie von meinen Fähigkeiten zu überzeugen?
    • Wann kann ich mit einer Entscheidung rechnen?

    Rückfragen Vorstellungsgespräch: Das sind schlechte

    Ihr Reservoir an guten Rückfragen Vorstellungsgespräch sollte jetzt gut gefüllt sein. Daneben gibt es allerdings auch ein paar Fragen, die Sie sich unter allen Umständen verkneifen. Sie zahlen nicht auf Ihr Punktekonto ein, sondern ziehen wertvolle Credits wieder ab.

    Erfragen Sie zum Beispiel nie Informationen, die sie selbst durch zwei Mausklicks hätten herausfinden können. Beispiele:

    • Was produziert Ihr Unternehmen?
    • Wie viele Mitarbeiter haben Sie?
    • Wann wurde das Unternehmen gegründet?
    • Haben Sie Niederlassungen im Ausland?

    Dann gibt es Rückfragen, die von kindlicher Naivität zeugen. Sie klingen nicht nur nach Kindergarten, sie sind es auch. Daher bitte keine Fragen stellen wie:

    • Verstehen sich die Mitarbeiter gut?
    • Ist meine Chefin nett?
    • Habe ich Aufstiegschancen?
    • Wie gut sind die Produkte, die Sie herstellen?

    Noch mehr schlechte Rückfragen

    • Was macht Ihr Unternehmen eigentlich genau?

      Wenn Sie das nicht wissen, sollten Sie sich erst gar nicht bewerben. Fast jedes Unternehmen verfügt heute über eine eigene Website. Zur Not googeln Sie oder surfen zu Wikipedia. Informationsbeschaffung gehört zu Ihren Pflichten vor einem Vorstellungsgespräch. Kommen Sie nicht gänzlich unvorbereitet.

    • Wie schnell wird man befördert?

      Wenn Sie so fragen: Gar nicht! Die Frage offenbart, dass es sich bei Ihnen wohl um einen Ego-Zocker handeln muss. Um jemanden, dem nur an seinem eigenen Weiterkommen gelegen ist. Erst wollen Sie sich doch ins Unternehmen integrieren, Herausforderungen annehmen, Leistung bringen. Danach kann man immer noch über eine Beförderung reden. Jetzt ist der nicht der richtige Zeitpunkt. Für den Arbeitgeber ein Alarmsignal, weil er davon ausgehen muss, das Sie ruckzuck wieder weg sind, wenn Sie nicht sofort bekommen, was Sie wollen.

    • Was zahlen Sie mir?

      Die Frage ist aus der Kategorie DD – doppelt doof. Erstens lässt sie den Bewerber gierig wirken. Es geht Ihnen ums Geld, aha. Zweitens verhandeln Sie mit dem Arbeitgeber ums Gehalt, Sie lassen ihn nicht einfach eine Zahl in den Vertrag schreiben (meistens jedenfalls). Sie sollten Ihren Marktwert schon kennen. Also: Dass man irgendwann über Geld redet, ist normal. Aber wenn Sie das Thema unbedingt ansprechen wollen, dann formulieren Sie es offener. Motto: Ich würde gerne noch kurz das Thema Vergütung anschneiden…

    • Kann ich früher kommen und dafür auch früher wieder gehen?

      Sie sind gedanklich schon im Feierabend. Das ist gerade im Bewerbungsgespräch fatal. Erst die Arbeit, dann der Feierabend. Klar: Das Thema Arbeitszeiten ist prinzipiell wichtig. Aber danach können Sie auch eleganter fragen. Besser zum Beispiel: Wie ist die Work-Life-Balance bei Ihnen?

    • Darf ich während der Arbeitszeit privat im Netz surfen?

      Die Frage hat die Grenze zur Dreistigkeit überschritten. Sie könnten genauso gut sagen, dass Sie eigentlich gar keine Lust haben zu arbeiten, sondern Ihre Zeit viel lieber auf Facebook und Instagram verbringen würden. Man könnte sie sogar für faul und dumm halten. Absolut tabu! Ausnahmen von dieser Regel gibt es nur, wenn Sie ernsthaft und ganz konkret erklären, warum Sie ab und zu privat surfen wollen – zum Beispiel, um die aktuelle Verkehrssituation auf Google Maps zu checken, weil Sie hinterher Ihre Tochter von der Kita abholen müssen. Aber ehrlich gesagt lassen sich solche logistischen Probleme auch später noch lösen…

    [Bildnachweis: fizkes by Shutterstock.com]

    Headhunter: Wie Sie von ihnen profitieren

    Headhunter Umgang Tipps

    Für die einen sind Headhunter des Teufels, für die anderen ein Wink des Himmels. Sie können einen Arbeitnehmer in arge Verlegenheit, aber auch ganz nah an den Job der Träume bringen. Einen Automatismus indes gibt es nicht. Wenn der Headhunter anruft, ist die angebotene Stelle alles andere als sicher. Sie müssen ihn erst noch überzeugen…

    Headhunter: Was ist das?

    Headhunter heißt übersetzt Kopfjäger. Man könnte auch sagen: Kopfgeldjäger. Ganz so grausam gehen Headhunter aber dann doch nicht vor. Ein Headhunter sucht im Auftrag eines Unternehmens nach Fach- und Führungskräften. Er vermittelt Personal.

    Für die Firmen ist es oftmals leichter, diesen Service auszulagern. Ganz billig ist es nicht. Headhunter erhalten für ihre Vermittlung ein Honorar, das abhängig ist vom Erfolg und dem Jahresgehalt der zu besetzenden Position.

    Darum gibt es auch kaum Headhunter für geringqualifizierte Stellen – das lohnt sich für die meisten nicht. Sie suchen lieber nach Top-Kräften, die möglichst gut bezahlt werden und entsprechende Honorare einbringen.

    Zum Portfolio eines Headhunters können außerdem Beratungsleistungen zählen, in Bezug etwa auf Arbeitsverträge, Vergütung oder die Personalentwicklung insgesamt.

    Aber Vorsicht: Geschützt ist die Berufsbezeichnung „Headhunter“ nicht. Jeder Scharlatan kann sich so nennen. Daher ist es nicht verwunderlich, dass sich unter den vielen seriösen Headhuntern auch einige faule Äpfel tummeln.

    Wie reagiere ich beim Anruf eines Headhunters?

    Oft wird man überrumpelt. Der Headhunter ruft an und fragt, ob Sie an einem Wechsel interessiert sind. Bums!

    Ihre Reaktion hängt nicht nur von Ihrer Schlagfertigkeit ab – auch davon, ob Sie frei reden können. Im Büro können Sie das nicht. In dem Fall bitten Sie den Anrufer, zu einer bestimmten Zeit nach Feierabend erneut durchzuklingeln. Sie hätten gerade noch viel zu tun.

    Reagieren Sie so wie immer, um keine Aufmerksamkeit zu erregen – es könnte sich ja auch um einen Kunden oder Auftraggeber handeln. Wenn Sie ein neugieriger Kollege fragt, um wen es sich denn handelte, dürfen Sie ruhig zu einer kleinen Notlüge greifen. „Jemand, der vermutlich Kaltakquise betreibt. Ich rufe später mal zurück und frage ihn, was er genau will“, könnte so eine Antwort sein.

    Absolut legitim. Denn der Kontakt zu Personalvermittlern könnte Ihnen intern als illoyal ausgelegt werden – egal, wie er zustande gekommen ist. Sie sollten also Gespräche mit Headhuntern niemandem auf die Nase binden.

    Noch besser, Sie bitten den Headhunter um seine Telefonnummer mit dem Verweis, Sie würden ihn später zurückrufen. So haben Sie alles unter Kontrolle und laufen nicht erneut Gefahr, am Hörer kalt erwischt zu werden. Auch können Sie sich in Ruhe auf das Gespräch vorbereiten und erst dann zum Telefon greifen.

    Sie können mit der Telefonnummer des Anrufers auch eine Rückwärtssuche starten. So finden Sie vielleicht heraus, mit wem Sie es konkret zu tun haben.

    Im Gespräch überlassen sie dem Headhunter erstmal das Wort. Was will er? Was hat er anzubieten? Sie sollten sich das in Ruhe anhören, selbst wenn Sie nicht das geringste Interesse an einem Wechsel haben. Es ist immer sinnvoll, den Markt zu kennen. So können Sie sich selbst und Ihre Verhandlungsposition besser einschätzen – zum Beispiel in der nächsten Gehaltsverhandlung.

    Bei aller gebotenen Vorsicht: Über den Anruf eines Headhunters dürfen Sie sich freuen. Zum Einen besteht da draußen offensichtlich Bedarf an Ihnen und Ihren Skills. Zum Zweiten erhalten Sie einen kostenlosen Check Ihres Marktwerts – unabhängig davon, ob der Wechsel über die Bühne geht oder nicht.

    Headhunter Anruf: Darauf kommt es an

    Darauf kommt es an, wenn der Headhunter anruft:

    • Coolness

      Bleiben Sie ganz locker und entspannt. Sie haben nichts zu verlieren. Grund zur Nervosität besteht jedenfalls keiner.

      Fangen Sie aber auch nicht sofort mit Prahlereien an, was für ein toller Hecht Sie doch seien. Überbescheiden und verlegen müssen Sie andererseits ebenfalls nicht sein, nach dem Motto: Wie kommen Sie denn nur auf mich?

    • Zurückhaltung

      Der Anruf des Headhunters ist für Sie ein Geschenk des Himmels, weil Sie unbedingt wechseln wollen? Fein. Aber zeigen sollten Sie das nicht. Es verschlechtert Ihre Verhandlungsposition.

      Wer verzweifelt klingt, wird nicht gerade als Top-Kraft wahrgenommen, sondern als leichte Beute. Das weckt im Headhunter dieses Mindset: Vielleicht finde ich noch jemand Besseren. Wenn nicht, kann ich immer noch auf den hier zurückkommen.

      Nach dem Gehalt fragen Sie besser auch nicht sofort, das kommt gierig rüber. Dass Sie grundsätzlich Interesse an einer neuen Herausforderung haben und sich alle Angebote gerne anhören – das klingt grundvernünftig. Devise: Bedeckt halten, aber für alles offen sein.

    • Rückfragen

      Ein guter Headhunter sammelt Informationen. Das sollten Sie auch. Versuchen Sie so viel wie möglich herauszufinden. Wer ist der Auftraggeber? Für welche Personalberatung arbeitet er überhaupt?

      Notieren Sie sich zumindest den Namen des Anrufers und die Kontaktdaten. Dass der Headhunter das Unternehmen, um das es geht, beim ersten Anruf namentlich nennen wird, ist unwahrscheinlich. Das passiert erst später. Aber Sie können ihn auf den Kontext abklopfen: Branche, Unternehmensgröße, Standort, Position usw.

    • Lebenslauf

      Sie sollten nicht jedem Anrufer sofort Ihren Lebenslauf mailen. Es gibt schwarze Schafe in der Branche, die regelrechten Lebenslauf-Handel betreiben und Ihre Daten verhökern.

      Frühestens nach dem zweiten Telefonat können Sie sich überlegen, ob Sie mit Ihrer Vita herausrücken wollen – besser erst nach einem persönlichen Treffen. Außerdem können Sie den Headhunter auch auf Ihre Daten im Netz verweisen, die ohnehin öffentlich sind: Ihr Xing-Profil zum Beispiel.

    Stellen Sie nur bitte nicht die beliebte Frage, wie denn der Headhunter auf Sie gekommen sei. Falsches Understatement! Das klingt so, als wären Sie selbst nicht mal auf sich gekommen. Die falsche Einstellung für qualifizierte Fach- oder Führungskräfte, weil sie mangelndes Selbstvertrauen offenbart.

    Sie sollten Selbstbewusstsein vermitteln und sich Ihrer Stärken bewusst sein. Wer überrascht reagiert und womöglich noch den Hinweis einstreut Mich hat noch nie ein Headhunter angerufen!, der bringt den Anrufer zum Grübeln. Habe ich da wirklich die richtige Person kontaktiert?

    Headhunter: Das sind Warnsignale!

    Nicht jeder Headhunter arbeitet seriös. Unseriöse Personalvermittler erkennen Sie an diesen Zeichen:

    • Heimlichtuerei

      Dass der Headhunter seinen Kunden sofort nennt, wäre in der Tat unprofessionell. Mit seinem eigenen Namen und Unternehmen sollte er hingegen herausrücken. Nur halbseidene Gestalten verschleiern ihre Identität.

    • Verhör

      Kaltakquise gehört de facto zum Job. Der erste Anruf darf aber nur kurz sein. Ist der Empfänger gesprächsbereit – ja oder nein? Danach kann der Headhunter die Stelle kurz schildern und nach der Nummer fragen. Wenn er Sie hingegen schon bei der ersten Gelegenheit ausquetschen und Details in Erfahrung bringen will, ist das unseriös.

    • Unwissenheit

      Irgendwie ist der Headhunter ja auf Sie gekommen. Oft sind die Wege sehr einfach. Bei Xing oder Linkedin warten Hunderttausende Profil auf Abruf – öffentlich. Wenn der Headhunter aber rein gar nichts über Sie weiß, offenbart er Ahnungslosigkeit und mangelnde Vorbereitung. So arbeiten Profis nicht.

    • Schönfärberei

      Alles toll, alles super. Friede, Freude, Eierkuchen. Das trifft auf kein Unternehmen dieser Welt zu. Headhunter sollten eine Stelle daher nicht in ihren schönsten Farben malen, sondern sachlich deren Vorzüge aufzeigen – und die Nachteile zumindest nicht verschweigen. Die vollmundigen Versprechungen fallen hinterher schließlich auf sie zurück, wenn sie nicht einlösbar waren. Gute Headhunter sind keine Schönfärber.

    • Rückschritt

      Der neue Job muss ein Schritt nach vorne für den Arbeitnehmer sein. Manchmal aber wird einem ein Job angeboten, der eher als minderwertig zu bezeichnen ist. Das kann nur bedeuten, dass der Headhunter keine Ahnung hat, wo Sie beruflich gerade stehen – oder dass es ihm schlicht und einfach egal ist.

    • Überredungskünste

      Ein absolutes No-Go: Der Headhunter will Sie mit aller Macht davon überzeugen, den Job anzunehmen. Er drängt Sie regelrecht, streut vielleicht noch abfällige Bemerkungen ein wie: Sie wollen doch nicht ewig in Ihrer jetzigen Stellen bleiben, oder? Das geht gar nicht. Professionelle Vermittler legen die Vorteile des Jobs dar, das schon. Aber Sie versuchen nicht, Arbeitnehmer plump zu manipulieren.

    • Ghosting

      Der Headhunter ruft Sie an, Sie erklären Ihre grundsätzliche Gesprächsbereitschaft. Und dann Funkstille. Er oder sie meldet sich einfach nicht mehr. Vielleicht hat er einen besseren Kandidaten gefunden, das kann passieren. Sie sind aber kein Spielball, den man einfach so durch die Gegend kickt. Wenigstens eine Absage per Telefon oder notfalls per E-Mail haben Sie verdient. Hören Sie dagegen gar nichts mehr vom Headhunter, beschweren Sie sich ruhig bei seiner Personalvermittlung mit der Aufforderung, Sie in Zukunft bitte nicht noch einmal zu kontaktieren.

    Diese Fragen stellen Headhunter

    Der Headhunter ist der Gatekeeper zum Personalbüro. Er hat ein Interesse daran, den möglichst besten Kandidaten für die jeweilige Stelle zu finden.

    Erstens will er sein Honorar sehen – und zweitens auch an Folgeaufträge kommen. Die bekommt er nur, wenn die von ihm vorgeschlagenen Fachkräfte sich als gute Besetzungen entpuppen.

    Darum wird er Sie genauer durchleuchten wollen – nicht schon beim ersten Telefonat, aber beim zweiten oder bei einem möglichen Treffen.

    Auf diese Headhunter-Fragen sollten Sie vorbereitet sein:

    • Was war Ihr bislang größter Erfolg?
    • Welchen Fehler bedauern sie am meisten?
    • Was treibt Sie an?
    • Wie haben Sie Ihre bisher größte Herausforderung gemeistert?
    • Wie würden Sie Ihren Führungsstil beschreiben?
    • Würden Sie für die neue Stelle umziehen?
    • Wie hoch war Ihr letztes Gehalt?
    • Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
    • Welche Ziele haben Sie?
    • Würden Sie Ihr aktuelles Unternehmen verlassen?

    Diese Rückfragen können Sie Headhuntern stellen

    Diese Rückfragen können Sie an einen Headhunter stellen:

    • Aus welcher Branche kommt das Unternehmen?
    • In welche Richtung entwickelt sich das Unternehmen?
    • Welche Herausforderungen sind zu bewältigen?
    • Wo wäre meine Position angesiedelt und an wen muss ich berichten?
    • Ist die Stelle neu oder gibt es einen Vorgänger?
    • Warum ist die Stelle vakant?
    • In welchem Bereich bewegt sich das Gehalt?
    • Wie geht es nach unserem Gespräch weiter?
    • Wie viele Kandidaten-Interviews werden insgesamt geführt?
    • Wann kann ich mit einer Entscheidung rechnen?

    So machen Sie einen Headhunter auf sich aufmerksam

    Wenn der Headhunter zweimal klingelt… In der Theorie klingt es so einfach. Man wird angerufen, bekommt den Traumjob angeboten und alle Probleme lösen sich fortan in Luft auf. Die Realität ist komplexer.

    Manchmal rufen Headhunter nahezu alle Freunde und Kollegen an, einen selbst aber lassen sie links liegen. Woran mag das liegen? Zugegeben, das kratzt gewaltig am Selbstvertrauen. Aber die Nichtbeachtung kann ganz profane Gründe haben.

    Vielleicht haben Sie einfach nicht genügend für sich getrommelt. Dabei kann das heutzutage jeder. Für den Anfang reicht es schon, die eigenen Profile bei Xing und Linkedin auf Vordermann zu bringen – oder überhaupt welche anzulegen. Networking ist das Stichwort. Auf Messen und Konferenzen präsent sein und fleißig Visitenkärtchen zücken – auch das wirkt.

    Headhunter aktiv anrufen und Ihren Lebenslauf weiträumig verteilen sollten Sie hingegen nicht. Das wirkt billig und peinlich. Sie müssen es ja nötig haben! Ihre Devise sollte vielmehr lauten: Steter Tropfen höhlt den Stein…

    [Bildnachweis: fizkes by Shutterstock.com]

    Bewerbungscoaching: Was es Ihnen bringt

    Bewerbungscoaching Infos

    Bewerbungscoaching ist nicht die Lösung für alle Bewerber-Probleme. Aber ein Coach kann Sie fit machen und Ihnen Sprungfedern verleihen, mit denen Sie dann selbst über die Hürden des Bewerbungsprozesses hüpfen. Doch bevor man sich für einen Bewerbungstrainer entscheidet, sollte man sich einige Fragen gut durch den Kopf gehen lassen…

    Bewerbungscoaching: Was ist das überhaupt?

    Eine Warnung vorweg: Jeder kann sich Coach nennen. Der Begriff ist nicht geschützt. Auch Scharlatane und Schwindler können sich als Bewerbungscoach bezeichnen.

    Das ist aber nicht die einzige Schwierigkeit, mit denen Bewerber konfrontiert werden. Auf dem Markt herrscht ein Wirrwarr an Begriffen und Bezeichnungen. Die einen sehen sich als Bewerbungscoach, die anderen als Bewerbungsberater.

    Aber ist das nicht alles das Gleiche? Nein, nicht unbedingt. Karrieresprung erklärt Ihnen die Unterschiede:

    • Bewerbungscoach

      Hilfe zur Selbsthilfe – das soll Coaching leisten. Zusammen suchen Coach und Klient nach Lösungen, um dem Ziel näher zu kommen. Entscheidend in diesem Prozess ist Selbstreflexion. Bewerber müssen sich Fehler eingestehen, Kritik zulassen. Ein guter Bewerbungscoach passt sich an die Bedürfnisse des Kunden an und deckt die gewünschten Aspekte ab. Der Bewerber lernt, wie er sich selbst helfen kann und worauf er im Bewerbungsprozess besonders achten muss. Der Bewerbungscoach nimmt Ihnen wohlgemerkt nicht die ganze Arbeit ab. Sie müssen sich selbst aktiv einbringen.

    • Bewerbungsberater

      Die Arbeit eines Bewerbungsberaters ist sehr viel konkreter als die eines Coaches. Er sagt seinem Klienten genau, was dieser tun soll. Wo er sich bewirbt, was er tun oder lassen soll, um im Bewerbungsprozess zu überzeugen. Das Ziel ist letztlich das Gleiche: Der Bewerber soll endlich an seinen Traumjob kommen.

    • Bewerbungstrainer

      Der Bewerbungstrainer arbeitet mit Ihnen daran, die Rahmenbedingungen zu verbessern. Er will Sie auf ein höheres Level heben. Als Klient erlernen Sie neue Fähigkeiten und Fertigkeiten. Wie Sie sprechen, wie Sie gehen, gucken und stehen. Das soll Ihnen dabei helfen, eine Gehaltsverhandlung zu führen oder im Vorstellungsgespräch aufzutrumpfen.

    • Bewerbungsschreiber

      Der Bewerbungsschreiber nimmt Ihnen die Arbeit ab – allerdings nur zum Teil. Er schreibt für Sie die Bewerbung, damit Sie es nicht tun müssen. Der (durchaus zweifelhafte) Service bietet sich für Bewerber an, die mit der deutschen Sprache auf Kriegsfuß stehen oder schlicht keine Zeit haben. Sie müssen die Bewerbung nur noch abschicken und auf ein Feedback warten. Ob die Bewerbung Erfolg letztlich hat, kann Ihnen kein Bewerbungsschreiber der Welt garantieren.

    Diese Leistungen können Sie in Anspruch nehmen

    Wer ein Bewerbungscoaching in Anspruch nimmt, will eigentlich immer das Gleiche: einen neuen Job. Den richtigen Job. Den Traumjob. Aber wie läuft so ein Coaching überhaupt ab?

    Bevor Sie sich für einen Dienstleister entscheiden, sollten Sie zunächst Ihre Zielsetzung erörtern. Wobei soll Ihr Coach Ihnen helfen?

    • Berufsorientierung geben
    • Stellenanzeigen analysieren
    • Bewerbungsstrategie erarbeiten
    • Berufsziele erörtern
    • Bewerbungsunterlagen erstellen
    • Bewerbungsunterlagen optimieren
    • Online-Reputation aufbauen
    • Vorstellungsgespräch trainieren
    • Assessment Center vorbereiten

    Für alle Bereiche gibt es Trainer. Aber nicht jeder beherrscht alle Bereiche gleich gut. Suchen Sie sich einen passenden Coach und sprechen Sie vorab die Punkte an, die Ihnen wichtig sind oder Probleme bereiten. In jedem Fall kommt Mehrarbeit auf Sie zu. Das bitte nicht unterschätzen!

    Der Coach ebnet Ihnen den Weg. Gehen müssen Sie ihn selbst. Das gilt sogar für Ghostwriter, die Ihnen Lebenslauf und Motivationsschreiben fertig servieren. Das Vorstellungsgespräch führen Sie dennoch höchstpersönlich. Und eine passende Stelle kann Ihnen ebenfalls niemand auf dem Silbertablett ins Haus tragen.

    Sie sollten das Coaching als das sehen, was es ist: als einen Lernprozess, der Sie unterstützt und Ihnen hilft, in Zukunft selbst erfolgreicher zu agieren.

    So wählen Sie einen Bewerbungscoach aus

    Vor dem ersten Beratungstermin steht in der Regel ein Vorgespräch. Sie besprechen nicht nur die Formalitäten, sondern lernen sich auch kennen. Sie klopfen den Coach ab und testen ihn auf Herz und Nieren.

    Das erste Kennenlernen ist wichtig. Diese Fragen sollten Sie sich stellen:

    • Welche Ziele verfolgen Sie mit dem Bewerbungscoaching?
    • Was erwarten Sie von Ihrem Coach?
    • Passen Sie und der Coach zusammen – inhaltlich wie menschlich?

    Dass Sie auf der gleichen Wellenlänge funken, ist ein entscheidender Punkt. Auf das Bewerbungscoaching müssen Sie sich einlassen, sich auch öffnen. Dies gelingt nur, wenn sie Ihrem Trainer vertrauen. Gegenseitige Sympathie hilft. Sie ist aber keine Grundvoraussetzung. Manchmal können Reibungen und Spannungen konstruktiv sein.

    In jedem Fall sollten Sie den Coach für kompetent und vertrauenswürdig halten. Haben Sie das Gefühl, er oder sie bringt Sie weiter? Sind Sie bereit, ihm auch unangenehme Dinge – Ihre Schwächen zum Beispiel – anzuvertrauen? Fühlen Sie sich in Gegenwart dieser Person wohl? Lauten die Antworten Ja, könnte dieser Coach der richtige sein.

    Vergessen Sie aber nicht, die Rahmenbedingungen zu klären. Die Gesamtdauer des Bewerbungscoachings, die Länge der einzelnen Sitzungen, der Ort, Kosten, die Art der Bezahlung.

    Fragen Sie ihn auch nach seiner Flexibilität. Was, wenn sie kurzfristig erkranken – oder Ihr Kind? Niemand wünscht sich eine Diva als Dienstleister, der sich mit Verweis auf seinen üppigen Kalender selbst zu wichtig nimmt.

    Danach geht es an die Analyse. Was können Sie schon gut? Wo liegen Ihre Schwächen? Woran liegt es, dass Ihre Bewerbungen versanden – oder was glauben Sie, woran es liegen könnte? Wovor haben Sie Angst? Was mögen Sie nicht? Woran wollen und müssen Sie arbeiten – und woran nicht?

    Seien Sie aber ehrlich – zu sich selbst und zu Ihrem Coach. Je mehr Informationen er über Sie sammelt, desto aussagekräftiger das Profil, das er über Sie erstellen kann. Seine Hilfe muss so zielgerichtet wie möglich sein, damit sie Ihnen Ergebnisse beschert.

    Welche Ziele Sie verfolgen können

    Die Ist-Situation ist das Fundament. Ziel: Dass daraus alsbald die Soll-Situation entsteht. Diese Ziele können bei einem Bewerbungscoaching im Vordergrund stehen:

    • Stellensuche verbessern

      Jobangebote nicht nur finden, sondern auch richtig interpretieren und in Angriff nehmen – das kann ein übergeordnetes Ziel sein. Um sich im Dickicht der unzähligen Jobanzeigen zurechtzufinden, sollte man sich gemeinsam einen Schlachtplan zurechtlegen: Welches Profil hat der Bewerber? Welche Erwartungen hat er? Wo will er arbeiten? Sind die wichtigsten Fragen geklärt, kann man gemeinsam mit dem Bewerbungscoach auf die Suche gehen.

    • Bewerbung erstellen

      Die Bewerbungsunterlagen kosten Kraft. Da kann es sinnvoll sein, wenn einem jemand unter die Arme greift. Immerhin gehören dazu das Anschreiben und der Lebenslauf, manchmal noch weitere Dokumente. Speziell Berufsanfänger wissen oft gar nicht, wo sie anfangen und aufhören sollen. Der Bewerbungscoach sagt es ihnen. Er hilft dabei, alles in Form zu bringen, die richtigen Akzente zu setzen. Dabei kann der Coach auf zweierlei Art helfen. Er kann direkt bei der Erstellung der Unterlagen anpacken. Oder er kann das nötige Rüstzeug vermitteln, damit der Bewerber in Zukunft selbst überzeugende Mappen zusammenstellt.

    • Unterlagen optimieren

      Ist er gut, stellt der Coach die richtigen Fragen. Welche Unterlagen fehlen und könnten hilfreich sein (z.B Referenzen)? Woran liegt es, das so viele Bewerbungen des Kandidaten fehlschlagen? Welche Fehler aus früheren Bewerbungen muss der Kandidat abstellen? Dazu muss man vorherige Bewerbungen grundlegend analysieren, Fehler herausfiltern – und abstellen. Vorteil: Man muss nicht ganz von vorne anfangen, sondern kann auf dem bestehenden Material aufbauen.

    • Fähigkeiten analysieren

      Im Rahmen einer Bewerbung ist es wichtig, die eigenen Stärken in den Fokus zu rücken. Dazu müssen diese aber überhaupt erst bekannt sein. Gemeinsam mit dem Coach begeben Sie sich auf die Suche nach Ihren Stärken und Schwächen, Hard Skills und Soft Skills. Konkrete Beispiele, an denen man die Kompetenzen aufzeigt, sind der Goldstandard. Am Ende gilt es, die Unternehmen zu benennen, die einen Bedarf an Ihren Skills haben – und sich bei ihnen überzeugend zu bewerben.

    • Bewerbungsgespräch vorbereiten

      Vor dem Jobinterview haben viele Bewerber Bammel. Angst ist kein guter Ratgeber: Sie kann lähmen – und die Jobchancen auf den Nullpunkt befördern. Bewerbungscoaches können die Situationen mit Ihnen durchspielen – und Ihnen sagen, was Sie unbedingt beherzigen sollten. Rollenspiele, konstruktive Kritik, Tipps – all das hilft Ihnen, souveräner aufzutreten. Wer seine Selbstpräsentation mehrmals übt, ist für den Ernstfall besser gewappnet. Auch Körpersprache und Kleidungswahl sollten im Training angesprochen werden.

    Bewerbungscoaching: Wichtige Fragen

    Bitte beachten Sie: Nicht all Ihre Fragen können vermutlich im Rahmen eines Bewerbungscoachings geklärt werden. Dazu gibt es einfach viel zu viele. Und sie reproduzieren sich selbst. Bedeutet: Aus jeder Antwort entsteht wieder eine Vielzahl an Folgefragen. Das Bewerbungs-Universum ist unendlich.

    Widmen Sie sich daher erst den großen Fragen und arbeiten sich dann weiter nach unten vor. Denn es stimmt: Die Details zählen!

    Andererseits gibt es ultimativ richtige Antworten vermutlich nicht. Unterschiedliche Situationen können immer neue Antworten hervorbringen. Ist dem einen Personaler ein allzu lockeres Auftreten des Bewerbers en Dorn im Auge, gefällt dies dem anderen vielleicht supergut. Der eine sieht in Lücken im Lebenslauf einen Makel, der andere eine Chance.

    Beispielhaft sind hier ein paar Fragen, auf die es mehrere Antworten geben kann:

    • Muss ich die Fragen des Personalers abwarten?

      Ja, es gibt Personaler, die erstmal etwas über sich und das Unternehmen erzählen wollen – und sich nur ungerne unterbrechen lassen. Auf der anderen Seite handelt es sich nicht um ein Verhör, sondern um ein Gespräch auf Augenhöhe. Das Unternehmen hat Fragen an Sie, Sie haben Fragen an das Unternehmen. Es ist also prinzipiell nichts dagegen einzuwenden, wenn Sie zwischendurch immer wieder Rückfragen stellen. Das zeigt Neugier und Interesse. Dass diese Taktik auch nach hinten losgehen kann, ist unbestritten. Wenn Sie dumme Fragen stellen (Was macht Ihr Unternehmen eigentlich genau?) oder Ihrem Gegenüber ständig ins Wort fallen, dann zahlt das keinesfalls auf Ihr Konto ein.

    • Wie wichtig sind Hobbys im Lebenslauf?

      Es hat niemanden zu interessieren, dass Sie sich in Ihrer Freizeit mit Modellflugzeugen beschäftigen? Einverstanden. Aber es könnte Ihre Einstellungschancen erhöhen, wenn Sie sich zum Beispiel in der Spielzeugindustrie bewerben. Ein Hobby kann Signale geben – ob Sie für eine bestimmte Sache brennen. Es kann auch negative Signale senden. Extremsportarten etwa sind gefährlich – und erhöhen das Risiko für Verletzungen. Und kein Arbeitgeber hat ein Interesse daran, dass die Mitarbeiter lange ausfallen. Andererseits: Bewerben Sie sich bei einem Unternehmen für Outdoor-Kleidung, dann verdeutlicht Paragliding Ihre Leidenschaft für Sport und Natur. Eine gute Verbindung! Sie sehen: Ob und welche Hobbys in der Bewerbung gut oder schlecht ankommen, ist von Fall zu Fall verschieden.

    • Sollte ich so authentisch wie möglich sein?

      Viele würden jetzt vermutlich sagen: Ja, unbedingt. Es ist wie in der Ehe: Man will von seinem Partner so geschätzt und geliebt werden, wie man wirklich ist. Muss man sich hingegen verstellen, kann die Verbindung nicht die richtige sein. Das klingt wundervoll, geht aber in der Arbeitswelt manchmal an der Realität vorbei. Denn die Wahrheit ist: Schleimen kann im Bewerbungsgespräch ein Erfolgsrezept sein. Spiegeln kann eines sein. Und sogar Lügen können Erfolg bringen (Extrembeispiel: Wenn Sie die Frage nach einer Schwangerschaft verneinen, Sie in Wahrheit aber schwanger sind). Wer mit seiner wahren Persönlichkeit voll überzeugt und den Job landet – herzlichen Glückwunsch! Wer bislang aber stets auf die Nase gefallen ist, darf auch gerne einen anderen Ansatz als maximale Authentizität wählen.

    Bewerbungscoaching: Das sind die Vorteile

    • Chancen verbessern

      An jeder Bewerbung, an jedem Auftritt gibt es noch etwas zu verbessern. Der Coach kann Ihnen wertvolle Hinweise liefern. Das bringt Ihnen nicht automatisch den Job, aber es erhöht Ihre Chancen, einen zu finden.

    • Feedback

      Dieser Punkt ist keinesfalls zu unterschätzen. Allein über Ihre Probleme zu reden, bringt Ihnen schon Erleichterung bis hin zu neuem Selbstvertrauen. Der Bewerbungscoach übernimmt also ein Stück weit die Rolle eines Psychiaters. Das Gefühl, verstanden und gehört zu werden – schön!

    • Einblicke

      Viele Menschen wissen gar nicht, was in Ihnen steckt. In Wahrheit gibt es viel zu viele, denen auf die Frage nach ihren Stärken kaum etwas oder gar nichts einfällt. Traurig – und unnötig. Jeder Mensch hat Stärken, nur liegen sie nicht immer sichtbar vor uns auf dem Tisch. Der Bewerbungscoach kann Ihnen helfen, Ihre Stärken sichtbar zu machen.

    • Ängste überwinden

      Bewerbungscoaching hat auch immer etwas von Konfrontationstherapie. Sie müssen sich Ihren Ängsten und Sorgen stellen. Dass Sie im Jobinterview anfangen zu stottern etwa oder dass Sie einfach Angst vor Veränderung haben. Bewerbungscoaching kann ein Ventil sein. Sie lernen, mit Ihren Ängsten besser umzugehen – und bauen sie bestenfalls Stück für Stück ab.

    • Selbstbewusstsein gewinnen

      Notorisch erfolglose Bewerber verlieren ihr Selbstvertrauen irgendwann. Das ist kein Grund, sich zu genieren, sondern allzu menschlich. Erfolg versorgt einen mit Selbstvertrauen, Misserfolg saugt es wieder ab. Das Problem ist der Teufelskreis, der daraus entsteht. Misserfolg führt zu Unsicherheit, diese wieder zu Misserfolg, dieser zu noch größerer Unsicherheit usw. Aufgabe des Bewerbungscoachs ist es, Sie aus diesem Teufelskreis zu befreien und Ihr Selbstvertrauen wieder aufzupolieren.

    [Bildnachweis: Prostock-studio by Shutterstock.com]

    Kurzprofil: Wann Bewerber es beilegen sollten

    Kurzprofil schreiben Tipps

    Das Kurzprofil kommt manchmal wie gerufen. Für die Mitarbeiter in der Personalabteilung kann es eine enorme Arbeitserleichterung sein. Sie finden alle Infos über den Bewerber übersichtlich auf einer knappen Seite verpackt. Das heißt aber nicht, dass jeder Bewerber ein kurzes Profil aus dem Hut zaubern muss. Im Gegenteil, das Extra-Dokument kann auch nach hinten losgehen…

    Kurzprofil: Was ist das?

    Das Kurzprofil ist eine Zusammenfassung aller wesentlichen Qualifikationen und Kompetenzen eines Bewerbers. Im Englischen spricht man auch von Career Summary oder Profile & Skills oder Skills Summary. Es soll einen kurzen, aber vollständigen Überblick über Ihre Fähigkeiten, Ihre Motivation und Ihre Persönlichkeit abliefern.

    Das Format hat seinen Ursprung in den USA. In den Vereinigten Staaten umfasst selbst der Lebenslauf nicht mehr als eine Seite. Das Kurzprofil soll insbesondere die Eignung für die jeweilige Stelle in den Fokus rücken.

    Damit haben wir es mit einem Mischwesen aus Anschreiben und Lebenslauf zu tun, das dem Motivationsschreiben respektive der sogenannten Dritten Seite sehr ähnlich ist.

    Das sind die wesentlichen Charakteristika:

    • Inhalt: Kontaktdaten, Kernkompetenzen, Branchen- und Führungserfahrungen, berufliche Schwerpunkte, Soft Skills
    • Umfang: Nicht länger als eine DIN-A4-Seite

    Das Kurzprofil ist eine Ergänzung für Bewerber. Es ist keinesfalls Pflicht, den Bewerbungsunterlagen eines beizulegen, sondern ein Nice-to-have.

    Schlüsselbegriffe verwenden!

    Kurzprofil Tipp Schlüsselbegriffe
    Das Kurzprofil soll schnell liefern. Darum wird es stichpunktartig verfasst. Keine langen Ausschweifungen, keine großen Erklärungen, keine Bandwurmsätze.

    Aber Achtung: Es ist keineswegs einfach, ein Kurzprofil zu verfassen. Im Gegenteil: Alle relevanten Infos kurz und knackig auf eine Seite zu bekommen ist die viel größere Herausforderung. Lange ausformulieren kann jeder, kurz und präzise zusammenfassen nur die wenigsten.

    Achten Sie darauf, die Schlüsselbegriffe als Stichworte einzustreuen. Das sind die Worte, auf die der Personalverantwortliche anspringt. Schlüsselbegriffe können etwa Skills sein, die in der Stellenanzeige explizit gefordert wurden.

    So ist das Kurzprofil aufgebaut

    Der Aufbau sieht folgendermaßen aus. Sie müssen im Übrigen nicht alle Elemente mit aufnehmen, sondern können diejenigen auswählen, die für Ihre Bewerbung Sinn ergeben.

      Kopf

    • Überschrift Kurzprofil
    • Vollständiger Name
    • Kontaktdaten mit Postanschrift, E-Mail-Adresse, Mobilnummer
    • Bewerbungsfoto
    • Aktuelle Berufsbezeichnung
    • Schlüsselkompetenz(en)
    • Hard Skills

    • Ausbildung
    • Qualifikationen
    • Berufliche Schwerpunkte
    • Kernkompetenzen
    • Branchenerfahrungen
    • Soft Skills

    • Führungserfahrung
    • Erfolge
    • Budgetverantwortung
    • Interessen (sofern relevant)

    Es gibt Berufsberater, die empfehlen zudem einen kurzen Einleitungstext, den man im Kopf der Seite einbaut – eine Art Mini-Anschreiben inklusive Kurzbeschreibung und Motivation. Tipp: Lassen Sie es sein!

    Damit bürden Sie dem Empfänger nur zusätzlichen Ballast auf. Sinn des Kurzprofils ist es ja gerade, Informationen zu kondensieren, die Arbeit des Personalers zu erleichtern. Je präziser der Überblick, desto besser. Zudem hat der Empfänger ja auch noch Anschreiben und Lebenslauf vor sich.

    Übrigens: Im Gegensatz zu Lebenslauf und Anschreiben können Sie im Kurzprofil auf Datum und Unterschrift verzichten.

    Was kommt hinein?

    Es ist zwar verlockend, aber verwenden Sie das Kurzprofil nicht wie eine Massenbewerbung. Nach dem Motto: Einmal erstellt, tausendmal verschickt.

    Es geht ja beim Kurzprofil gerade darum, die Eignung für die jeweilige Stelle herauszuarbeiten. Das ist stets individuell – und es bedeutet leider Mehraufwand.

    Die Struktur des Kurzprofils bleibt gleichwohl erhalten, die Inhalte selbst aber werden ausgetauscht. Andernfalls würde das Kurzprofil seinen Zweck verfehlen.

    Vor der Formulierung können Sie sich diese Fragen stellen:

    • Was steht genau in der Stellenanzeige?
    • Wonach sucht der Personaler für diese Position?
    • Welche Kompetenzen machen mich zu einer guten Besetzung für diese Stelle?
    • Was weiß ich über das Unternehmen?
    • Welchen Mehrwert kann ich dem Unternehmen bieten?

    Kurzum: Versetzen Sie sich in die Lage des Personalverantwortlichen. Und schreiben Sie nicht aus einer Ego-Perspektive. Ich, ich, ich. Natürlich geht es in erster Linie um Sie, was Sie können, was Sie mitbringen. Aber das Unternehmen interessiert weniger, was SIE von dem Job haben, sondern was das Unternehmen an Ihnen hat.

    Wer mit grandiosen Erfolgen aus der Vergangenheit angibt, sollte auch den Bogen in die Zukunft spannen können. Inwiefern sind diese Erfolge im neuen Unternehmen wiederholbar bzw. wie kann man an sie anknüpfen? Der potenzielle Nutzen für den Arbeitgeber muss erkennbar sein.

    Auch Ihre Qualifikationen und Fähigkeiten sind kein Selbstzweck. Sie müssen auf die jeweilige Stelle einzahlen. Wer mit seinen SAP-Kenntnissen prahlt, sollte sicherstellen, dass der Arbeitgeber in spé diese Software auch benutzt. Andernfalls hängt der Skill im luftleeren Raum.

    Wer sollte ein Kurzprofil erstellen?

    Berufseinsteiger lassen lieber ihre Finger vom Kurzprofil. Sie haben meist schon genug Mühe, den Lebenslauf zu füllen. Es liegt in der Natur der Sache, dass Rookies nur wenige Erfahrungen und Stationen vorweisen können. Somit können sie auch kaum ein überzeugendes Kurzprofil vorlegen.

    Fach- und Führungskräften dagegen steht ein Kurzprofil schon besser zu Gesicht. Sie können sich für eine bessere oder andere Position in Szene setzen, indem Sie die relevanten Skills und Stationen einflechten und den Rest weglassen.

    Im Übrigen beweist ein starkes Kurzprofil auch die Fähigkeit zur Selbstanalyse und Priorisierung. Die Profilseite eignet sich zum Beispiel auch für die interne Bewerbung.

    Betrachten Sie das Kurzprofil als Service. Der Empfänger muss einen Nutzen haben, ansonsten ist es wertlos. Sie schreiben es nicht für sich selbst, sondern für den Personaler. Viele Bewerbungen werden nur kurz überflogen. Da kann ein starkes Kurzprofil haften bleiben – und wertvolle Punkte bringen.

    Aus Personalersicht ist ein Kurzprofil wie ein Geschenk des Himmels: Nur die wichtigsten Infos, übersichtlich und hübsch verpackt. Das bringt Ihnen zumindest Sympathiepunkte – und auch die fließen in die Endbewertung ein…

    Muster Kurzprofil

    Hier finden Sie eine kostenlose Vorlage für ein Kurzprofil – wahlweise als Word-Dokument oder PDF:

    Kurzprofil-Vorlage-Muster-Word

    Kurzprofil-Vorlage-Muster-PDF

    [Bildnachweis: fizkes by Shutterstock.com]

    Dritte Seite: Warum Sie eine Chance für Bewerber ist

    Dritte Seite Muster Tipps

    Die dritte Seite ist eine Chance. Bewerber können dem Unternehmen beweisen, dass sie in der Lage sind, Zusammenhänge zu komprimieren und Wichtiges von Unwichtigem zu trennen. Eine Seite drei gehört wohlgemerkt nicht zum Pflichtprogramm einer Bewerbung. Sie können sie auch einfach weglassen. Manchmal aber macht es sehr viel Sinn, die zusätzliche Arbeit zu investieren…

    Dritte Seite: Was ist das?

    Die Dritte Seite in der Bewerbung wird auch als Seite drei, Kurzprofil oder Qualifikationsprofil bezeichnet – oder als Motivationsschreiben.

    Es handelt sich um eine Seite, die relativ frei gestaltet wird und dem Personaler kurz und präzise die Motivation des Bewerbers nahebringt. Sie ist gewissermaßen ein Appetithappen.

    Gut für Bewerber: Sie müssen sich an weit weniger formelle Vorgaben halten als im Lebenslauf oder im Anschreiben. Frei von Rechtschreibfehlern sollte die Dritte Seite gleichwohl sein…

    Was steht drauf?

    Die Seite 3 fasst die Bewerbung kompakt zusammen. Sie liefert dem Empfänger einen Überblick über…

    • Qualifikationen
    • Kompetenzen
    • Erfahrungen
    • Motivation

    …des Bewerbers. Ja, viele Ratgeber halten sie für Ballast und vollkommen überflüssig.

    In der Tat ist es so: Je mehr Lesestoff in den Bewerbungsunterlagen enthalten ist, desto unwahrscheinlicher, dass der Personalverantwortliche alles liest. Er überfliegt nur. Die wesentlichen Infos bekommt er ja ohnehin durch den Lebenslauf, das Anschreiben und die Zeugnisse serviert.

    Doch genau hier liegt auch das Argument FÜR die dritte Seite. Denn angenommen, der Empfänger hat keine Zeit oder will sie sich nicht nehmen, dann kann eine überzeugende Seite 3 genau der richtige Köder für ihn sein. Motto: „Aha, wie praktisch, die lese ich mir jetzt durch, dann kann kann ich mir den Rest sparen. Genau das, was ich jetzt gerade brauche.“ Und wenn die Dritte Seite dann restlos überzeugt, kann sie ihren Absender in die nächste Runde hieven.

    Sie wäre in diesem Szenario also kein zusätzlicher Ballast, sondern eine Alternative zu den restlichen Dokumenten Ihrer Bewerbung. Das macht die Sache aber gleichzeitig so schwer. Sie dürfen keinen wesentliche Info vergessen, müssen die Seite 3 aber auf das Notwendigste kondensieren.

    Und reine Dopplungen und Wiederholungen sollten Sie auch vermeiden, denn es kann ja durchaus sein, dass sich der Personaler dann doch alles durchliest. Sieht er dann nahezu identische Anschreiben und Seite 3, könnte er an Ihrer Fähigkeit zu priorisieren zweifeln.

    Darum ganz wichtig: Halten Sie sich kurz! Keine Romane, keine langen Erzählungen und Ausschweifungen. Ein paar kurze Sätze müssen es sein – am besten 10 bis 15 Zeilen lang. Und die dritte Seite sollte etwas Neues, einen anderen Blickwinkel zulassen oder sogar unterhalten.

    Branche beachten!

    Dritte Seite Branche beachtenDer Vorteil der Seite 3: Sie lässt viel Raum für Kreativität. Freiraum, der Ihnen im Lebenslauf und Anschreiben nur sehr eingeschränkt zur Verfügung steht.

    So könnte ein Softwareentwickler zum Beispiel eine dritte Seite gestalten, die wie ein Quellcode aussieht (und damit gleichzeitig seine Coding-Skills demonstrieren). Ein Koch entwirft eine Menükarte, ein Mediziner ein Rezept, ein Controller eine Bilanz, ein Ingenieur einen Bauplan und ein Social-Media-Manager eine Twitter-Timeline. Das sind aber nur Anregungen. Sie können natürlich auch einen völlig anderen Stil und eigene Ideen aus Ihrem Hut zaubern.

    Hinweis: Sie können, aber Sie MÜSSEN wohlgemerkt nicht kreativ werden. Wenn nämlich die Übersicht unter Ihren Ergüssen leidet, wird sich der Empfänger kaum freuen…

    Dritte Seite: Wann macht sie Sinn?

    Eine Dritte Seite ergibt Sinn, wenn…

    • Sie Platz für Infos benötigen, für die im Anschreiben kein Platz mehr war.
    • sie zur ausgeschriebenen Stelle passt.
    • sie dazu dient, Ihrem Lebenslauf Kontinuität zu verleihen.

    Es gibt auch Gegenargumente. Sie brauchen KEINE Seite 3, wenn…

    • diese lediglich aus Wiederholungen besteht.
    • Sie sicher sind, dass Ihre Bewerbung schon rund und vollständig ist.
    • Sie wissen oder ahnen, dass der Empfänger kritisch darauf reagieren wird.

    Sie müssen sich in Ihrer Seite drei nicht nur auf die Qualifikationen oder Kernkompetenzen beschränken. Sie können auch einzelne Skills gezielt highlighten, die Sie für besonders relevant halten. Das können auch Skills jenseits des Mainstreams sein.

    Wichtig in jedem Fall: Die Seite drei muss dem Empfänger einen Mehrwert bieten. Denken Sie daran: Sie wollen damit Überzeugungsarbeit leisten, für sich und Ihre Kompetenzen werben. Die dritte Seite ist kein Selbstzweck, sondern ein Instrument zur Durchsetzung Ihrer Ziele.

    Hier ist der richtige Platz!

    Dritte Seite richtiger PlatzDer Name lässt es vermuten: Die dritte Seite kommt – na klar – an die dritte Stelle Ihrer Bewerbungsunterlagen. Davor kommen nur Anschreiben und Lebenslauf.

    Danach erst folgen die Arbeitszeugnisse. Und vergessen Sie nicht, die dritte Seite im Anschreiben unter Anlagen zu erwähnen. Andernfalls könnte der Personaler rätseln, was Sie ihm da eigentlich vorgesetzt haben…

    Dritte Seite: So ist sie aufgebaut

    Schreiben Sie bitte nicht Seite 3 oder 3. Seite in die Überschrift. Das wirkt wie abgeschrieben. Formulieren Sie stattdessen eine aussagekräftige Headline, die möglichst zum Lesen animiert. Zum Beispiel:

    • Das habe ich zu bieten
    • Das sollten Sie über mich wissen
    • Was für mich spricht
    • Was mir wichtig ist
    • Meine Motivation
    • Warum ich mich bei Ihnen bewerbe
    • Deshalb sollten Sie mich einstellen
    • Das bin ich
    • Was ich bisher erreicht habe
    • Eine kleine Entscheidungshilfe

    Sie sehen: Sie können die dritte Seite in eine ganz spezielle Richtung drehen – je nachdem, für welche Überschrift Sie sich entschieden haben.

    Wählen Sie also einen Schwerpunkt, der die Seite prägt. Alles Weitere steht ja bereits im Lebenslauf. Es bietet sich natürlich an, einen anderen Schwerpunkt als den aus Ihrem Anschreiben zu wählen. So können Sie mehrere Felder abdecken, die Ihnen oder dem Unternehmen wichtig sind.

    An dieser Stelle der Hinweis: Fällt es Ihnen schwer, etwas herauszuarbeiten, dann lassen Sie die Seite 3 lieber von vornherein weg…

    In das Kurzprofil gehören außerdem diese Elemente:

    • Absender, Adresse, Telefon, E-Mail
    • Titel
    • Einleitung (kurz!)
    • Qualifikationen, Erfahrungen, Soft Skills, Motivation (in Bulletpoints)
    • Ort, Datum, Unterschrift (handschriftlich)

    Warum müssen Kontaktdaten rein? Aus bereits erwähntem Grund: Liest sich der Personaler tatsächlich nur die dritte Seite durch, findet er hier alle Infos, die er braucht – Ihre Nummern und Adressen inklusive.

    Die Einleitung wiederum besteht aus drei bis vier Sätzen, mit denen der Bewerber den Personaler von seiner Motivation überzeugt. Danach kann er Qualifikationen und Skills auflisten.

    Dritte Seite Muster

    Das sind meine Stärken:
    Ich stelle hohe Ansprüche – vor allem an mich selbst.
    Mein Bewusstsein ist geschärft für die Anforderungen in der xxx-Branche.
    Die digitalen Skills, die für den Job wichtig sind, beherrsche ich aus dem Effeff.
    Ich arbeite sorgfältig, präzise und gewissenhaft.

    Welche Erfahrungen mitbringe:
    Produktmanager bei xxx
    Fünf Jahre Teamleitung
    Budgetverantwortung in Höhe von xxx Euro
    Zertifikat als Scrum Master

    Das habe ich erreicht:
    Marktreife eines xxx
    Kosteneinsparungen in Höhe von xxx
    Zweimalige Beförderung im Unternehmen
    Produktmanager-Award 2018 der xxx

    Das interessiert mich:
    Die Trends in der xxx-Branche
    Weiterbildung (z.B. das xxx-Tool)
    Leitung von internen Workshops

    Die von ausgeschriebene Stelle deckt sich hervorragend mit meinen Kompetenzen, davon bin ich überzeugt. Gerne würde ich Ihnen in einem persönlichen Gespräch darlegen, wie ich Ihnen weiterhelfen kann. Ich freue mich auf Ihr Feedback.

    Stockholm, 01.01.2020
    Gustav Gustafsson

    [Bildnachweis: GaudiLab by Shutterstock.com]