Jobs Rostock: Aktuelle Stellenangebote an der Ostsee

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Der Ruf Rostocks ist nicht immer der beste. Trist, grau, wenig einladend soll sie angeblich sein. Doch das Bild ist mächtig schief. Die Stadt kann auch ganz anders. Ihr schöner Ostseestrand lockt Touristen an, die günstigen Wohnungen neue Bewohner und die altehrwürdige Uni Studenten. Rostock hat Konjunktur. Hier gibt es Jobs in Rostock

Jobs Rostock: Die Stadt

In Rostock-Warnemünde steht eines der wichtigsten Kreuzfahrtterminals Deutschlands. Jedes Jahr legen – in coronafreien Zeiten zumindest – rund 200 Kreuzfahrtschiffe in Rostock an, die meisten in Warnemünde, manche auch im Überseehafen. Abermillionen von Euro wurden hier schon investiert, viele Tourismus-Jobs in Rostock geschaffen.

Warnemünde ist das Rückzugsgebiet der Rostocker – und es liegt nur einen Steinwurf von der City entfernt. Das studentische Leben spielt sich derweil in der Kröpeliner-Tor-Vorstadt ab. Für seine Plattenbausiedlungen ist Toitenwinkel bekannt. Auf der Kröpeliner Straße im Stadtzentrum treffen sich die Flaneure und Shopper.

Hier und da weht einem hanseatischer Flair um die Ohren. Denn Rostock ist – wie Hamburg, Bremen und Lübeck auch – eine alte Hansestadt. Davon zeugt auch das Rathaus, dessen Bauhistorie bis ins 13. Jahrhundert zurückreicht.

Jobs Rostock: Der Arbeitsmarkt

In der Stadt Rostock gibt es nach offiziellen Angaben insgesamt rund 7.300 Arbeitslose (Stand: Februar 2020). Die Arbeitslosenquote liegt bei 6,8 Prozent und damit nur knapp über dem Bundesschnitt von 5,3 Prozent.

Im Landkreis Rostock ist die Arbeitslosigkeit sogar noch geringer. Hier beträgt sie 5,6 Prozent; 6.000 Menschen suchen einen Job in Rostock und Umgebung. Im Durchschnitt waren im Jahr 2019 in Stadt und Landkreis insgesamt 12.974 Personen arbeitslos gemeldet – 1.872 Menschen weniger als im Durchschnitt des Vorjahres.

Erfreulich: In letzter Zeit fanden auch ältere Arbeitnehmer über 55 Jahren häufiger wieder einen Job. Die Arbeitslosigkeit dieser Altersgruppe sank in den vergangenen Jahren deutlich, auch die Zahl der der Langzeitarbeitslosen ging zurück.

Zu Beginn des Jahres 2020 waren nach Angaben der Rostocker Arbeitsagentur fast 4.500 Stellen in Rostock unbesetzt. Vor allem diese Branchen rekrutieren Mitarbeiter für Jobs in Rostock:

  • Verarbeitendes Gewerbe
  • Gesundheits- und Sozialwesen
  • Metall- und Elektroindustrie
  • Gastronomie/Gastgewerbe
  • Handel
  • Zeitarbeit
  • Bauwesen
  • Logistik

Jobs Rostock: Einstiegsgehälter und Gehaltsniveaus

Dass die Löhne in Rostock nicht zur Spitzenklasse zählen, ahnt man schon. Sie sind es aber nicht einmal innerhalb Mecklenburg-Vorpommerns.

So verdienen Arbeitnehmer in Schwerin laut dem Gehaltsatlas der Statistik-Ämter durchschnittlich 2.419 Euro brutto im Monat – das ist Platz eins in Mecklenburg-Vorpommern. Das hohe Niveau ist vor allem auf die öffentliche Verwaltung zurückzuführen, die in der Landeshauptstadt angesiedelt ist. Der Landkreis Ludwigslust-Parchim dagegen steht mit 2.001 Euro ganz hinten im MV-Ranking.

Und Rostock? Mit 2.386 Euro im Schnitt liegt die Stadt immerhin auf Rang zwei des nordostdeutschen Bundeslands. Aber: Bezieht man nur die Jobs in der Produktion (Energiewirtschaft, Bau, Industrie) in die Rechnung mit ein, dann liegt Rostock mit einem Durchschnittsverdienst von 2.937 Euro pro Monat klar an der Spitze. In Schwerin sind es mit 2.683 Euro deutlich weniger, im Landkreis Ludwigslust-Parchim sogar nur 2.283 Euro.

Das verdienen Arbeitnehmer in Mecklenburg-Vorpommern:

  • Schwerin: 2.419 Euro
  • Rostock: 2.386 Euro
  • Landkreis Nordwestmecklenburg: 2.167 Euro
  • Landkreis Mecklenburgische Seenplatte: 2.133 Euro
  • Landkreis Vorpommern-Greifswald: 2.072 Euro
  • Landkreis Rostock: 2.020 Euro
  • Landkreis Vorpommern-Rügen: 2.012 Euro
  • Landkreis Ludwigslust-Parchim: 2.001 Euro
[Bruttolohn aller Beschäftigten im Schnitt pro Monat, Quelle: Statistisches Amt]

Jobs in Rostock: Die wichtigsten Arbeitgeber

Der größte Arbeitgeber in Mecklenburg-Vorpommern heißt Aida Cruises. Die Kreuzfahrtgesellschaft beschäftigt rund 9.600 Menschen. Auf Platz zwei folgt Windenergiehersteller Nordex mit rund 5.200 Arbeitnehmern.

Das sind laut NordLB-Auswertung die größten Arbeitgeber in Rostock:

  • Aida Cruises (Kreuzfahrt)
  • Nordex (Windenergie)
  • Universitätsmedizin Rostock
  • Liebherr-MCCtec Rostock (Maritime Krantechnik)
  • Sixt (Autovermietung)
  • Dussmann Service (Facility Management)
  • Reederei F. Laeisz
  • RSAG Rostocker Straßenbahn AG
  • Ostsee-Sparkasse Rostock
  • Stadtwerke Rostock AG
  • WIRO Wohnen in Rostock (Wohnungsbau)
  • GGP-Gruppe (Gesundheitswesen)
  • Wach- und Sicherungsdienst in Mecklenburg
  • EEW Special Pipe Constructions (Wasserversorgung)
  • Enercon (Windenergie)
  • Bau-Rein Rostock (Gebäudereinigung)
  • Eurawasser Nord (Wasserversorgung)
  • Deutsche Hotel und Resort Holding
  • Ecovis-Gruppe (Steuer-, Rechts-, Unternehmensberatung, Wirtschaftsprüfung)
  • DOT GmbH (Medizintechnik)
  • Vedo Rostock (Call Center)
  • Unternehmensgruppe Ferdinand Schultz Nachfolger (Kraftfahrzeugbranche)

Jobs im Hafen

Jobs Rostock HafenIm Rostocker Hafen herrscht Hochbetrieb. Für diese Berufe gibt es Hafen-Jobs in Rostock:

Jobs Rostock: Karriereaussichten und Wirtschaft

Die ganz große Nummer ist Rostocks Wirtschaft nicht. Aber zu den größten Sorgenkindern des Landes zählt sie ebensowenig.

Im Städteranking 2019 von IW Consult liegt Rostock immerhin auf Rang 44 von 71 untersuchten Städten – genau wie im Vorjahr. In der Unterkategorie Wirtschaftsstruktur reicht es allerdings nur zu Platz 59. Im Zukunftsranking belegt Rostock Platz 55, im Dynamikranking Position 44.

Rostock ist nicht der Leuchtturm des Nordens, aber die Stadt hat ihre Nischen. Vor allem für Jobs in der Tourismusindustrie und in den erneuerbaren Energien ist Rostock eine gute Adresse. Letztere profitieren besonders von der Nähe zur traditionsreichen Universität Rostock, die schon Anfang des 15. Jahrhunderts gegründet wurde.

Jobs an der Uni Rostock

jobs rostock uniDie Universität Rostock wurde 1419 gegründet und zählt damit zu den ältesten des ganzen Landes. Für die Stadt ist sie ein bedeutender Arbeitgeber. Im März 2020 schrieb die Uni unter anderem diese Jobs in Rostock aus:

Jobs Rostock: Kosten, Lebenshaltung, Mietpreise

Rostock ist nicht gleich Rostock. Während die schicken Altbauquartiere heiß begehrt sind, wollen viele aus den Plattenbausiedlungen am Stadtrand einfach nur weg.

Zehn Euro Kaltmiete pro Quadratmeter sind hier zwar noch eine Seltenheit, in den guten Wohngegenden aber durchaus realistisch. Nach Zahlen der Marktforschungs- und Beratungsgesellschaft Empirica haben die durchschnittlichen Angebotsmieten, die in Wohnungsanzeigen im Internet zu finden sind, in fünf Jahren in Rostock um fast ein Drittel auf 7,63 Euro pro Quadratmeter zugelegt.

Dazu trägt auch das Bevölkerungswachstum bei. Heute leben wieder 208.000 Menschen in der Stadt. Vor 16 Jahren war Rostock kurzzeitig unter die Schwelle von 200.000 gefallen.

Dennoch ist Rostock für Mieter deutlich günstiger als vergleichbare Städte in Westdeutschland. Laut Immowelt-Daten sind die Mieten seit 2011 nur sehr moderat gestiegen – teilweise sogar gefallen. Vor allem für größere Wohnungen bis 120 Quadratmeter müssen Mieter mehr zahlen. 2011 gab es sie noch für 7,10 Euro, heute kosten sie 9,10 Euro.

Kontaktdaten und Servicestellen

Sie wollen sich in Rostock selbstständig machen, Ihre Steuererklärung abgeben oder Jobs in Rostock suchen? Die wichtigsten Servicestellen hat Karrieresprung übersichtlich für Sie zusammengefasst:

  • Ihr zuständiges Finanzamt in Rostock finden Sie hier.
  • Die Agentur für Arbeit Rostock finden Sie hier.
  • Die Gesellschaft für Wirtschafts- und Technologieförderung Rostock finden Sie hier.
  • Die IHK zu Rostock finden Sie hier.
  • Die Handwerkskammer Ostmecklenburg-Vorpommern finden Sie hier.
  • Jobs in Rostock finden Sie in unserer Jobbörse.

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[Bildnachweis: Salvador Aznar by Shutterstock.com]

Zwischenzeugnis: Triftige Gründe, Tipps, Formulierungen und Muster

Zwischenzeugnis Anspruch Formulierungen Beispiele

Das Zwischenzeugnis ist ein Dokument mit Gewicht. Es kann Ihnen den aktuellen Job retten – oder einen viel besseren bescheren. Nur gibt es da ein kleines Problem: Wenn Sie um eines bitten, drängt sich beim Arbeitgeber der Verdacht auf, dass Sie ihn verlassen wollen. Daher sollten sie möglichst smart vorgehen, wenn Sie ein Zwischenzeugnis anfordern. So geht’s…

Zwischenzeugnis Anspruch

Einen gesetzlichen Anspruch auf ein Zwischenzeugnis haben Arbeitnehmer nicht. Der Arbeitgeber kann sich sogar weigern, Ihnen eines auszustellen. Immerhin macht es ihm ja zusätzliche Arbeit. Und dann schwingt vielleicht noch der Verdacht mit, dass Sie das Unternehmen ganz verlassen wollen. Das ist doppelt unangenehm.

Am besten ist es daher, Sie rahmen Ihr Anliegen von einem triftigen Grund ein. Triftiger Grund – das ist auch eine juristische Kategorie. Manche Arbeitsrichter leiten daraus nämlich sehr wohl einen Anspruch auf ein Zwischenzeugnis ab.

Triftige Gründe können sein:

  • Betriebszugehörigkeit

    Wenn sie schon sehr lange dem Unternehmen angehören, aber noch keine Bewertung erhalten haben, kann dies ein triftiger Grund für ein Zwischenzeugnis sein.

  • Chefwechsel

    Viele Arbeitgeber stellen ihren Arbeitnehmern Leistungsbeurteilungen aus, wenn diese einen neuen Vorgesetzten bekommen. Sofern es im Unternehmen keinen entsprechenden Automatismus gibt, kann der Mitarbeiter auch dezent nach einem Zwischenzeugnis fragen.

  • Interner Jobwechsel

    Wenn Sie zwar im Unternehmen bleiben, aber die Abteilung wechseln und/oder eine neue Position bekleiden, ist das ein Anlass für eine Bewertung in Form eines Zwischenzeugnisses.

  • Betriebsübernahme

    Arbeitsplätze stehen oft auf dem Prüfstand, wenn ein Unternehmen von einem anderen übernommen wird. Ein triftiger Grund für ein Zwischenzeugnis.

  • Stellenabbau

    Die Firma muss betriebsbedingt Stellen abbauen. Viele Arbeitnehmer erhalten ein Abfindungsangebot mitsamt Aufhebungsvertrag.

  • Drohende Insolvenz

    Bevor ein Insolvenzverfahren eröffnet ist, hat die Geschäftsleitung die Verfügungsmacht und ist damit in der Lage, Zwischenzeugnisse zu unterzeichnen. Diese Gelegenheit können Arbeitnehmer, die vor dem Aus stehen, nutzen. In einem laufenden Insolvenzverfahren wiederum muss der Insolvenzverwalter die Zeugnisse unterschreiben. Dass dieser die Leistungen der Arbeitnehmer angemessen beurteilen kann, ist komplett unglaubwürdig – und sein Zwischenzeugnis das Papier nicht wert, auf dem es geschrieben wurde.

Zwischenzeugnis: Weitere Gründe

Wenn die oben genannten Gründe nicht auf Ihre persönliche Situation zutreffen – welche unverdächtigen Gründe gibt es noch, um nach einem Zwischenzeugnis zu fragen? Zum Beispiel diese:

  • Beförderung

    Sie werden oder wurden befördert. Der Arbeitgeber wird Ihnen kaum den Wunsch nach einem Zwischenzeugnis abschlagen können. Und einen Wechselwunsch wird es in diesem Fall jawohl nicht geben.

  • Versetzung

    Wenn der Mitarbeiter versetzt wird, ändert sich meist auch der Vorgesetzte. Ein guter Grund, um sich ein Zwischenzeugnis zu erbitten.

  • Weiterbildung

    Damit sind größere Weiterbildungen gemeint, zum Beispiel ein MBA. Diese haben in der Regel eine Beförderung zum Ziel.

  • Elternzeit

    Die Elternzeit ist stets mit einer (mehr oder weniger) längeren Auszeit verbunden. Und sie markiert den Beginn eines ganz neuen Lebensabschnitts. Ein völlig legitimer Grund, um sich ein Zwischenzeugnis zu holen.

  • Sabbatical

    Zugegeben, vollkommen unverdächtig ist dieses Szenario nicht. Wer ein Sabbatical in Anspruch nimmt, signalisiert ja schon, dass er sich Schöneres vorstellen kann, als ins Büro zu kommen. Das ist zwar verständlich, könnte aber auch als Wechselwunsch interpretiert werden. Dennoch: Das Sabbatical markiert eine längere Abwesenheit und ist ein nachvollziehbarer Anlass für einen Zeugniswunsch.

Manchmal stecken in Wahrheit aber ganz andere Motive dahinter. So ist ein Zwischenzeugnis in zwei Szenarien wertvoll. Zum Einen dann, wenn Sie aus einer Festanstellung heraus den Arbeitgeber wechseln wollen. Das Zwischenzeugnis ist dann Bestandteil Ihrer Bewerbungsunterlagen. Je wohlwollender formuliert, desto besser für Sie.

Zum Zweiten kann es aber auch strategisch clever sein, sich ein Zwischenzeugnis ausstellen zu lassen – völlig unabhängig von einem möglichen Jobwechsel.

Beispiel: Ihr Vorgesetzter, mit dem Sie sich immer blendend verstanden haben, verlässt in Kürze das Unternehmen. Sehr wahrscheinlich, dass er Ihnen ein sehr gutes Zwischenzeugnis ausstellen wird. Also bitten Sie ihn doch darum. Die Gelegenheit ist günstig. Denn Ihr neuer Vorgesetzter wird, falls er Sie aus irgendeinem Grunde auf dem Kieker haben wird, von einer sehr guten Beurteilung im Zwischenzeugnis später im Arbeitszeugnis nicht so leicht abweichen können.

Oder aber Sie wechseln selbst die Abteilung. Auch dann kann es strategisch klug sein, nach einem Zwischenzeugnis zu fragen. Das sollten Sie also vor allem dann tun, wenn die Chance auf eine gute Bewertung hoch ist. Einen Chef, der Sie nicht ausstehen kann, sollten Sie hingegen nur nach einem Zwischenzeugnis fragen, wenn es gar nicht anders geht…

Zwischenzeugnis anfordern

Sie können theoretisch ohne Angabe von Gründen ein Zwischenzeugnis anfordern. Besser aber, Sie führen einen guten Grund an, wenn Sie sich ein Zwischenzeugnis sichern wollen. Falls Sie einen guten Draht zu Ihrem Vorgesetzten haben, dann können Sie das einfach kurz unter vier Augen besprechen.

Ist Ihr Vorgesetzter nicht der richtige Ansprechpartner, wird er Sie an die Personalabteilung weiterleiten. Um Missverständnissen vorzubeugen, ist es sinnvoll, das Anliegen in einer Mail festzuhalten.

So könnte die E-Mail aussehen:

Betreff: Bitte um ein Zwischenzeugnis

Sehr geehrte Frau Schrödinger,

ich verabschiede mich am 01. Juni 2019 in meine Elternzeit. Zuvor würde ich mich aber gerne noch über meinen aktuellen Leistungsstand informieren. Daher bitte ich Sie um die kurzfristige Ausstellung eines qualifizierten Zwischenzeugnisses.

Mit besten Grüßen
Susi Sonnenschein

Aber was, wenn Sie erst zwei Jahre im Unternehmen tätig sind und keine guten Gründe auf Ihrer Seite haben? Wie können Sie dann diskret um ein Zwischenzeugnis bitten, ohne den Verdacht zu erwecken, sich anderweitig umzuschauen?

Das ist in der Tat schwierig. Sie könnten Ihrem Chef gegenüber ausdrücklich betonen, dass Sie auf keinen Fall wechseln wollen. Allerdings erinnert dieses Vorgehen unweigerlich an das Phänomen des rosa Elefanten. Wenn Ihnen jemand sagt: Denken Sie jetzt NICHT an einen rosa Elefanten! Dann ist das Erste, was Ihnen in den Sinn kommt, natürlich ein rosafarbenes Rüsseltier. Wenn Sie also zu oft beteuern, nicht wechseln zu wollen, dann denkt Ihr Chef: Er oder sie will wechseln!

Eine andere Möglichkeit wäre es, sich intern nach einer neuen Herausforderung umschauen zu wollen. Ihr Chef wird über den angepeilten Jobwechsel womöglich nicht erfreut sein. Dass Sie dem Unternehmen erhalten bleiben – geschenkt!

Sinnvoller wäre es da schon, Normalität vorzugaukeln. Zum Beispiel so:

  • Ich habe es bisher immer so gehandhabt, dass ich nach zwei Jahren um ein Zwischenzeugnis gebeten habe. Das sagt mir, wo ich stehe und ist daher wichtig für mich. Daher möchte ich Sie nun ebenfalls um ein Zwischenzeugnis bitten. Vielen lieben Dank!

Kleiner Hinweis: Dieses Motiv zieht bei Berufseinsteigern natürlich nicht.

Zwischenzeugnis Inhalt

Generell ähnelt ein Zwischenzeugnis vom Aufbau her dem „ganz normalen“ Arbeitszeugnis. Das Arbeitszeugnis ist in der Regel so strukturiert:

  • Überschrift
  • Stammdaten des Arbeitnehmers
  • Tätigkeitsbeschreibung des Arbeitnehmers
  • Beurteilung von Leistung und Sozialverhalten
  • Beendigungsgrund des Arbeitsverhältnisses
  • Schlussformel und Zukunftswünsche
  • Unterschrift und Datum
  • Firmenstempel (optional)
  • Firmendaten auf Firmenpapier

Fehlt die Beurteilung von Leistung und Sozialverhalten, dann kann man nicht von einem qualifizierten Arbeitszeugnis sprechen. Dann handelt es sich lediglich um ein einfaches Arbeitszeugnis.

Das sind die wesentlichen Merkmale eines Zwischenzeugnisses. Es…

  • ist in der Gegenwartsform geschrieben, nicht in der Vergangenheit.
  • nennt kein Beschäftigungsende.
  • beurteilt Leistung und Sozialverhalten.
  • ist wohlwollend und wahr.
  • enthält einen Dank für die bisherige Zusammenarbeit.

Zwischenzeugnis Formulierungen

Das Zwischenzeugnis hat generell einen hohen Stellenwert. Denn: Bei einem abschließenden Arbeitszeugnis darf der Arbeitgeber nicht so stark von den Beurteilungen abweichen. Es sei denn, es gibt einen triftigen Grund dafür.

Salopp könnte man sagen: Das Zwischenzeugnis ist die halbe Miete. Wer sich ein wohlwollendes Zwischenzeugnis holt, betreibt Zukunftssicherung. Und mehr noch: Einem Arbeitgeber mit gutem Zwischenzeugnis kann sogar schwieriger wegen personen- oder verhaltensbedingter Gründe gekündigt werden.

Umso wichtiger, dass Arbeitnehmer ihre Beurteilungen im Zwischenzeugnis richtig dechiffrieren können. Hier zwei beispielhafte Formulierungen zum Einstieg:

  • Herr Müllermann ist seit dem 1. Januar 2019 in unserem Unternehmen als Marketing Manager beschäftigt.
  • Herr Müllermann ist seit dem 1. Januar 2019 für unser Unternehmen als Marketing Manager tätig.

Was klingt für Sie besser? Ganz klar Variante 2! Sie ist aktiv formuliert, wirkt dynamischer, positiver. Zwar muss es sich bei Variante 1 nicht zwangsläufig um böse Absicht oder einen negativen Geheimcode handeln. Der Leser könnte ihn aber als solchen deuten. Achten Sie daher auf solche Formulierungen und lassen Sie sie nach Möglichkeit ausbessern.

Schlussformel Zwischenzeugnis

Die Schlussformel im Zwischenzeugnis könnte so lauten:

  • Das Zwischenzeugnis wurde auf Wunsch von Herrn Müllermann ausgestellt.

Darin verbirgt sich zwar keine offensichtlich negative, aber in keinem Fall eine positive Andeutung. Zumindest lässt sie Raum für Spekulationen. Vielleicht scheidet Herr Müllermann aus dem Unternehmen aus, weil er schlechte Leistungen erbracht hat.

Ehrlicher wäre diese Schlussformel. Sie würde wenigstens Unklarheiten beseitigen:

  • Dieses Zwischenzeugnis wird auf Wunsch von Herrn Müllermann ausgestellt, da das Arbeitsverhältnis zum 31.12.2020 betriebsbedingt endet.

Eine wohlwollendere Schlussformel wäre:

  • Das Zwischenzeugnis wurde Herrn Müllermann aufgrund eines Wechsels seines Vorgesetzten ausgestellt.

Positiv ist zudem, wenn das Unternehmen dem Arbeitnehmer für dessen bisherige Leistungen dankt und seine Wünsche für die Zukunft zum Ausdruck bringt:

  • Wir möchten uns an dieser Stelle ausdrücklich für die von Herrn Müllermann bislang geleistete sehr gute Arbeit bedanken. Wir wünschen uns eine weiterhin gute und lange Zusammenarbeit.

Alle Formulierungen auf einen Blick

Zwischenzeugnis FormulierungenDamit entschlüsseln Sie JEDES Zwischenzeugnis:

Zwischenzeugnis Tipps

Arbeitnehmer sollten diese Aspekte im Blick behalten, wenn sie sich ein Zwischenzeugnis ausstellen lassen:

  1. Kompetenzen

    Das Zwischenzeugnis sollte möglichst DIE Kompetenzen nennen und unterstreichen, die der potenziell neue Arbeitgeber sucht. Und jene, die sich der Bewerber selbst zuschreibt – in seinem Anschreiben beispielsweise.

  2. Lebenslauf

    Die Angaben im Zwischenzeugnis und im Lebenslauf sollten übereinstimmen. Falls sich zum Beispiel die Zeitangaben einer Beschäftigung nicht decken, ist das verdächtig – und für den Personaler möglicherweise ein Indiz, dass man dem Bewerber nicht trauen kann.

  3. Zeitverlauf

    Im Fußball würde man von der Formkurve sprechen. Auch Ihre Leistungen schwanken sicherlich. Ein gutes Zeichen wäre es, wenn sich die Leistungen des Arbeitnehmers im Laufe der Zeit verbessert oder wenigstens nicht verschlechtert haben. Dem jüngsten Zwischenzeugnis kommt also eine größere Bedeutung zu als dem ältesten.

  4. Wertschätzung

    Ein dahingeworfenes Blatt mit ein paar Sätzen zeugt nicht gerade von Wertschätzung. Auf die Details kommt es (auch) an. Wurde das Zwischenzeugnis auf Firmenpapier geruckt? Fehlt die Unterschrift? Wie viel – oder wenig – Mühe hat sich der Arbeitgeber damit gemacht?

Zwischenzeugnis Muster

Ein gutes bis sehr gutes Zwischenzeugnis zur Vorlage finden Sie hier: WORD.

Ein gutes bis sehr gutes Zwischenzeugnis zur Vorlage finden Sie hier: PDF.

Beispiel Zwischenzeugnis

Herr Michael Mertens, geboren am 29.02.1964, wohnhaft in Fantasiestadt, ist sei dem 01.02.2019 in unserem Unternehmen als _______________ beschäftigt.

In dieser Tätigkeit nimmt Herr Martens folgende Aufgaben wahr:

– XXX
– YYY
– ZZZ

Herr Mertens zeichnet sich durch sehr gute Fachkenntnisse und ein hohes Maß an Eigeninitiative und Leistungsbereitschaft aus. Alle Aufgaben erledigt er stets gewissenhaft, systematisch und zu unserer vollsten Zufriedenheit. Dabei geht er stets über das geforderte Maß hinaus und beweist auch in Zeiten hoher Belastung und angespannter Terminlage seine Zuverlässigkeit und hohe Ergebnisqualität.

Durch den hohen Einsatz und seine zielstrebige und umsichtige Art hat Herr Mertens sehr gute und nachhaltige Beziehungen zu unseren Kunden aufgebaut. Sein professionelles Auftreten hat einen großen Anteil an zahlreichen erfolgreichen Vertragsabschlüssen in der Vergangenheit.

Besonders hervorzuheben ist seine erfolgreiche Mitarbeit im Projekt Alpha, in dem er die Teamleitung übernommen hat und das zu einer positiven Umsatzentwicklung um XY Prozent beiträgt.

Herr Mertens erhält dieses Zwischenzeugnis, da demnächst ein Wechsel seines Vorgesetzten stattfinden wird. Wir danken ihm ausdrücklich für seine sehr gute Mitarbeit und wünschen uns eine weitere lange gute Zusammenarbeit.

Ort, Datum
Unterschrift

Alternativen zum Zeugnis

Arbeitszeugnisse können langweilen. Immer die gleichen Floskeln, immer die gleichen Textbausteine und eine Aussagekraft, die gegen Null tendiert.

Aber es gibt Alternativen. Um einen Mitarbeiter zu bewerten, muss man gar kein Zeugnis ausstellen. Bewerber können bei ihrer Bewerbung auch andere Dokumente vorlegen.

Das sind die wichtigsten Alternativen zum Zwischenzeugnis:

  1. Mitarbeiterbeurteilung

    Sie bietet sich vor allem für Führungskräfte an. Sie können die Beurteilungen ihrer Mitarbeiter – sofern überwiegend positiv – in die Bewerbung integrieren. Auch Arbeitnehmer ohne Führungsverantwortung können eine Mitarbeiterbeurteilung nutzen. Fiel sie wohlwollend aus, können sie sie guten Gewissens vorzeigen.

  2. Tätigkeitsbeschreibung

    Statt eines Zeugnisses können Sie sich vom Arbeitgeber auch eine Tätigkeitsbeschreibung ausstellen lassen. Diese veranschaulicht, welche Tätigkeiten Sie konkret ausüben. So kann ein potenziell neuer Arbeitgeber abschätzen, was Sie machen und was Sie auszeichnet. Tätigkeitsbeschreibungen sind eine Möglichkeit, um den Zeugnisschablonen zu entkommen.

  3. Referenzen

    In den USA brauchen Sie sich ohne Referenzen gar nicht erst bewerben. In Deutschland sind sie nicht Pflicht – können aber entscheidende Pluspunkte bringen. Es ist absolut empfehlenswert, der Bewerbung ein Empfehlungsschreiben beizulegen. Heutzutage geht es sogar noch viel einfacher. In Business-Netzen wie Linkedin können Sie ebenfalls Referenzen sammeln.

  4. [Bildnachweis: Syda Productions by Shutterstock.com]

Jobs Düsseldorf: Aktuelle Stellenangebote in Düsseldorf und Umgebung

Jobs in Düsseldorf gibt es in Hülle und Fülle. Dabei steht Düsseldorf manchmal im Schatten seines rheinischen Bruders Köln. Dies ist üblicherweise im Karneval oder im Fußball so. Trotzdem ist Düsseldorf eine Macht – kulturell und wirtschaftlich. Die Stadt ist ein Anziehungspunkt für Startup-Gründer und Medienschaffende, Händler und Investoren. Jobs Düsseldorf: Hier finden Sie garantiert welche…

Jobs Düsseldorf: Die Stadt

Jobs in Düsseldorf gab es früher vor allem in der Versicherungsbranche. Früher nämlich war Düsseldorf der sogenannte Schreibtisch des Ruhrgebiets. Heute ist die Stadt weit mehr als das. Heute ist Düsseldorf ein regionales Wirtschaftszentrum, Hotspot für Mode und Handel, Versicherungen und Startups.

Der imposante Kö-Bogen ist drauf und dran, dem Rheinturm den Rang als oberstes Wahrzeichen den Rang abzulaufen. Dann gibt es da noch den trendigen Medienhafen, die elegante Königsallee sowie die Altstadt, die als längste Theke der Welt Eingang in die rheinische Folklore gefunden hat. Düsseldorf ist ein Shopping-Paradies und wegen seines Flughafens logistischer Knotenpunkt.

Arm an gehobenen Wohngegenden ist die Stadt ebenfalls nicht. Zu nennen wären etwa Niederkassel und Oberkassel, Angermund und Kaiserswerth. Hipper ist das schon das studentische Flingern. Beliebte Wohngegenden sind zudem Derendorf, Bilk oder Benrath. Günstiger wird es in Oberbilk und Wersten, völlig verrufen sind Eller und Garath im Düsseldorfer Süden.

Jobs Düsseldorf: Der Arbeitsmarkt

Wenn die Nachbarn aus dem Ruhrgebiet zu ihrem reichen Nachbarn nach Süden schauen, müssten sie vor Neid rot anlaufen. Düsseldorf ist in einer geradezu luxuriösen Situation, wenn man die Stadt mit Oberhausen, Duisburg oder Gelsenkirchen vergleicht.

Das gilt erst recht in Bezug auf den Arbeitsmarkt. Im Februar 2020 betrug die Arbeitslosenquote in Düsseldorf 6,8 Prozent. In der 600.000-Einwohner-Stadt gibt es nur ca. 23.000 Arbeitslose. Und es sind nur 6.000 mehr als in Gelsenkirchen – einer Stadt, die mit 260.000 nicht einmal die Hälfte der Düsseldorfer Einwohnerzahl aufweist.

Auch zeichnet sich die Region Düsseldorf nach Zahlen der NRW-Bank durch eine sehr hohe Arbeitsplatzdichte aus. So kamen im Jahr 2016 auf 100 Einwohner fast 71 Erwerbstätige mit einem Job in Düsseldorf. In keiner anderen Region Nordrhein-Westfalens ist die Arbeitsplatzdichte ähnlich hoch. Gute Aussichten also für alle, die ihrem Lebenslauf ein imposantes Mosaikteilchen hinzufügen wollen.

Im Sommer 2017 gab es 594.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte – 66.400 mehr als zehn Jahre zuvor. Neue Jobs in Düsseldorf entstanden seitdem fast ausschließlich im Dienstleistungssektor.

Viele neue Jobs in Düsseldorf entstanden und entstehen hier:

Alleine im Bereich der freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen hatten 2018 rund 28.000 Menschen mehr als noch 2008 Jobs in Düsseldorf. Neue Jobs in Düsseldorf wurden auch im Gesundheits- und Sozialwesen (Erzieher), in Reinigungs-, Wach- und Sicherheitsunternehmen aufgebaut.

Im verarbeitenden Gewerbe gingen dagegen Jobs in Düsseldorf verloren. Auch Finanz- und Versicherungsdienstleister bauten in den letzten zehn Jahren 2.700 Stellen ab.

Jobs Düsseldorf: Einstiegsgehälter und Gehaltsniveaus

Jobs in Düsseldorf bringen einem vollzeitbeschäftigten Arbeitnehmer 3.882 Euro monatlich. So sagt es der Gehaltsatlas der Bundesagentur für Arbeit. Akademiker mit Jobs in Düsseldorf kommen sogar auf über 5.200 Euro. Bei den Angaben handelt es sich jeweils um das Medianeinkommen. Die eine Hälfte liegt darüber, die andere Hälfte darunter.

Zum Vergleich: In Köln sind es 3.696 Euro, in Duisburg nur 3.467. Düsseldorf liegt sogar knapp über der Provinzmetropole Bonn. Die verspricht ein Mediangehalt von 3.857 Euro.

Vor allem für Juristen lohnt sich der Berufseinstieg in Düsseldorf. Hier können sie laut gehalt.de mit einem Einstiegsgehalt von über 62.000 Euro rechnen. Höher sind sie nur in Frankfurt am Main.

Für IT-Führungskräfte ist Düsseldorf das Eldorado. Ihr Gehaltsniveau liegt laut Kienbaum-Vergütungsreport bei 116 Prozent des bundesweiten Durchschnitts. So hoch ist es in keiner anderen Stadt.

Die wichtigsten Arbeitgeber in Düsseldorf

Von den 265 größten Familienunternehmen Nordrhein-Westfalens sitzen nach Berechnungen des Portals Die deutsche Wirtschaft 21 in Düsseldorf – mehr als in jeder anderen Stadt. Dahinter kommen Köln (15), Bielefeld (11), Essen (9) und Mönchengladbach (8).

Das sind die wichtigsten Arbeitgeber, die Jobs in Düsseldorf schaffen:

  • Henkel (Konsumgüter)
  • Daimler (Automobil)
  • Metro AG (Großhandel)
  • Metro Cash & Carry (Handel)
  • Ceconomy (Elektronikhandel)
  • Droege Group (Beratung & Investment)
  • SMS Group (Anlagenbau)
  • C&A (Mode)
  • Intersnack Gruppe (Lebensmittel)
  • Peek & Cloppenburg (Mode)
  • Ergo Group (Versicherung)
  • Rheinmetall AG (Rüstung)
  • GEA Group (Anlagenbau)
  • Adecco Personaldienstleistungen
  • Uniper SE (Energie)
  • Gerresheimer AG (Spezialglas)
  • Vodafone (Telekommunikation)
  • Klüh Service Management (Facility Management)
  • DIS AG (Personaldienstleister)
  • Parfümerie Douglas (Einzelhandel)
  • Sonepar Deutschland (Elektrogroßhandel)
  • Air Liquide (Industriegase)
  • Targobank (Finanzen)
  • Arag SE (Versicherung)
  • Sitel Group (IT-Dienstleister)
  • Vallourec Deutschland (Stahlrohre)
  • HSBC Trinkaus & Burkhardt (Finanzen)
  • Rheinbahn AG (Verkehr)
  • Electronic Partner (Handel)
  • Provinzial Versicherung
  • Alltours Flugreisen (Tourismus)
  • McKinsey (Unternehmensberatung)
  • Flughafen Düsseldorf (Logistik)
  • Bau- und Liegenschaftsbetrieb Nordrhein-Westfalen (Immobilien)
  • Information und Technik Nordrhein-Westfalen IT.NRW (IT-Dienstleister)
  • L’Oreal Deutschland (Kosmetik)
  • Rheinischer Sparkassen- und Giroverband
  • Ketchum Pleon (Werbung/PR)
  • AT Kearney Deutschland (Unternehmensberatung)
  • QVC Handel
  • Victoria Lebensversicherung AG
  • Teekanne GmbH (Lebensmittel)
  • Handelsblatt Media Group
  • Huawei Technologies Deutschland
  • Trivago (IT-Unternehmen)
  • Portigon (Finanzen)
  • Deloitte Consulting
  • NRW Bank
  • Rheinische Post (Medien)
  • Stadtwerke Düsseldorf
  • Arla Foods (Lebensmittel)

Jobs in Düsseldorf: Karriereaussichten und Wirtschaft

Düsseldorf ist eine Dienstleistungsstadt. 81,7 Prozent aller Beschäftigten sind im Dienstleistungssektor tätig. 81,3 Prozent der regionalen Bruttowertschöpfung entfielen zuletzt auf die Dienstleistungsbereiche.

Die meisten Düsseldorfer arbeiten im Handel – über 90.000 Menschen. Immerhin haben die Handelsriesen Metro und Ceconomy ihren Sitz am Rhein, außerdem Unternehmen wie Douglas oder Electronic Partner.

Vor allem in diesen Branchen kann man mit einer Stelle in Düsseldorf Karriere machen:

  • Handel
  • Mode
  • Kreativwirtschaft (Werbung)
  • Kommunikation
  • Medien
  • Finanzen/Versicherungen
  • Unternehmensdienstleistungen
  • Messe
  • Telekommunikation
  • Chemie

Viele Branchen sind darunter, in denen die Altersgruppe zwischen 25 und 40 dominiert. Das wirkt sich auch auf die Altersstruktur aus. Düsseldorf ist eine vergleichsweise junge Stadt.

Und eine, in der es große Konkurrenz gibt. Jeder vierte Einwohner hat einen akademischen Abschluss in der Tasche. Darunter sind viele selbstständige Rechts- und Steuerberater, Ingenieure, Werber und Marktforscher.

Das verarbeitende Gewerbe ist in der Stadt relativ schwach ausgeprägt. Das heißt aber nicht, dass es nicht vorhanden wäre. In der Region gibt es immerhin rund 150 Hersteller von Metallerzeugnissen mit mindestens 20 Beschäftigten. Der Maschinenbau ist mit 73 Betrieben vertreten. Und das Daimler-Werk, in dem Mercedes-Sprinter produziert werden, ist auch noch da.

Pro Kopf erwirtschaften die Düsseldorfer ein BIP von 79.600 Euro. Das ist spitze in Nordrhein-Westfalen. Zum Vergleich: Der nahe Kreis Mettmann kommt nur auf ein BIP pro Kopf von 38.900 Euro.

Marketing Jobs: 20 Werbeagenturen in Düsseldorf

Jobs Duesseldorf MarketingDüsseldorf ist ein Marketing-Mekka. Jobs in Düsseldorf gibt es für Werbetexter, Projektmanager, Produktmanager, Grafikdesigner, Marketing Manager, Mediengestalter oder Kauffrau für Dialogmarketing.

Hier sind 20 große und kleine Werbeagenturen mit Sitz oder Niederlassung in Düsseldorf – und vielen Stellenangeboten speziell für Werber:

  • TBWA/Düsseldorf
  • Omnicom Media Group
  • Scholz and Friends
  • DDB Germany
  • Grey Deutschland
  • Saatchi and Saatchi
  • Havas
  • T.W.O.
  • Dentsu Aegis Network
  • Butter
  • Echtzeit
  • Weis Communications
  • Wunderman Düsseldorf
  • Moon
  • Agentur Magellan
  • Onelio
  • Niehaus, Knüwer and Friends
  • Werbejunge
  • Taskom
  • April 5

Düsseldorf: Kosten, Lebenshaltung, Mietpreise

Düsseldorf gilt als teure Stadt, hat bisweilen sogar den Ruf einer Luxus-Stadt. Kaum verwunderlich also, dass die Mieten nicht gerade günstig sind. Von 2014 bis 2017 stiegen die Mieten laut Wohnungsmarktbericht der Stadt Düsseldorf in allen Wohnungsgrößen in Mehrfamilienhäusern weiter an.

Die Mieten in Wohnungen zwischen 65 und 80 Quadratmeter wuchsen um 11,8 Prozent, die in Wohnungen von 95 bis 110 Quadratmetern sogar um 12,3 Prozent. So betrug die mittlere Nettokaltmiete für Wohnungen von 65 bis 80 Quadratmeter 9,55 Euro. 2014 lag dieser Wert noch bei 8,56 Euro.

Hinzu kommt, dass der Wohnungsbau in der Stadt nur schleppenp vorankommt und auch Bauland immer teurer wird. 2017 stiegen die Preise für unbebaute Grundstücke um 7,9 Prozent.

Laut Immobilienplattform Immowelt betragen die Durchschnittsmieten in Düsseldorf – je nach Wohnungsgröße – zwischen zehn und zwölf Euro pro Quadratmeter. Single-Wohnungen findet man vor allem in Pempelfort, Derendorf, Stadtmitte und Friedrichstadt.

Jobs Düsseldorf: Kontaktdaten und Servicestellen

Sie wollen sich in Düsseldorf selbstständig machen, Ihre Steuererklärung abgeben oder Jobs in Düsseldorf suchen? Die wichtigsten Servicestellen hat Karrieresprung übersichtlich für Sie zusammengefasst:

  • Ihr Finanzamt in Düsseldorf finden Sie hier.
  • Das Jobcenter Düsseldorf finden Sie hier.
  • Die IHK Düsseldorf finden Sie hier.
  • Die Handwerkskammer Düsseldorf finden Sie hier.
  • Die Wirtschaftsförderung Düsseldorf finden Sie hier.
  • Jobs in Düsseldorf finden Sie in unserer Jobbörse.
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Deckblatt Bewerbung: Kostenlose Vorlagen und die besten Tipps

Deckblatt Bewerbung Tipps

Gute Frage: Deckblatt Bewerbung – ja oder nein? Ob Sie Ihre Bewerbungsunterlagen mit einem Deckblatt schmücken, bleibt ganz alleine Ihnen überlassen. Ein ungeschriebenes Gesetz dazu gibt es nicht. Manche HR-Entscheider mögen Deckblätter, da sie Übersicht schaffen und der Bewerbung eine persönliche Note verleihen. Andere verabscheuen sie, weil überflüssig, zeitraubend, nichtssagend. Wir stellen alle Argumente pro und contra Deckblatt in der Bewerbung gegenüber – und sagen Ihnen, worauf Sie achten müssen, wenn Sie sich für eines entscheiden…

Deckblatt Bewerbung Muster

So könnte das Deckblatt für Ihre Bewerbung aussehen – zwei kostenlose Vorlagen für Sie zur Inspiration und Bearbeitung als PDF und Word-Dokument. Einfach auf die Vorschau oder den Link klicken:

Muster Deckblatt Bewerbung

Dieses Deckblatt Bewerbung als PDF.

Vorlage Deckblatt Bewerbung

Dieses Deckblatt Bewerbung als PDF

Deckblatt Bewerbung Definition

Das Deckblatt in der Bewerbung ist kein Muss, sondern eine Zugabe. Man kennt es bisweilen auch als…

  • Titelbild
  • Bewerbungsdeckel
  • Deckseite

Aber schon bei der Bezeichnung beginnen die Missverständnisse. Ein Deckblatt ist nämlich kein Deckblatt im wörtlichen Sinne. Es liegt nicht oben auf der Bewerbungsmappe, sondern dem Lebenslauf obenauf.

In der Bewerbungsmappe liegt das Anschreiben ganz oben, dann kommt das Deckblatt, danach der Lebenslauf und dann alles Weitere. Bei der E-Mail-Bewerbung ist es genauso. Im Bewerbungs-PDF, in dem Sie alle Unterlagen zusammengefasst haben, erscheint das Anschreiben zuerst, danach folgt das Deckblatt – sofern Sie sich für eines entschieden haben.

Natürlich bleibt die Anordnung im Prinzip jedem Bewerber selbst überlassen. Sie können das Deckblatt auch allen Bewerbungsunterlagen voranstellen. Aber dies könnte ein Fehler sein. Denn die Kür Ihrer Bewerbung ist und bleibt – Deckblatt hin oder her – das Bewerbungsschreiben.

Im Anschreiben stellt der Bewerber heraus, warum er den Job haben will und was ihn auszeichnet. Das Anschreiben ist allemal wichtiger als ein optisch ansprechendes Deckblatt. Ein Deckblatt dagegen bleibt immer Beiwerk. Es hat eine gestaltende Funktion, eine dekorative. Und es schafft einen ersten Überblick, dient der besseren Wiedererkennung. Das Deckblatt kann eine Bewerbung abrunden.

Wenn Sie sich für ein Deckblatt entscheiden, dann sollten Sie sich bei der Gestaltung, bei Design, Farben und Inhalt aber auch Mühe geben. Wer in gestalterischen Fragen dagegen kein Könner ist, lässt es vielleicht lieber ganz weg.

Ob Sie sich für oder gegen ein Deckblatt entscheiden, ist ganz allein Ihre Sache. Folgende Vor- und Nachteile sollten Sie abwägen…

Deckblatt Bewerbung Vorteile

Diese Punkte sprechen FÜR ein Deckblatt in der Bewerbung:

  • Es gibt Struktur

    Ein Deckblatt kann einer Bewerbung Struktur verleihen. Ist es gut aufgebaut und gestaltet, wirkt Ihre Bewerbung gleich ein Stückchen durchdachter und überlegter.

  • Es betont Ihre Individualität

    Individuell sollte jede Bewerbung sein – das haben Sie vermutlich schon einmal gehört. Und es stimmt ja auch. Ein Deckblatt kann für Ihre Bewerbung das i-Tüpfelchen sein, ihr eine spezielle Note geben. Sie können damit Interesse wecken und sich von der Konkurrenz abheben. Das ist speziell dann eine Option, wenn Sie mutmaßlich viele Konkurrenten oder nur schlechte Chancen auf den Job haben.

  • Es schafft Platz

    In Ihrem Lebenslauf können Sie sich nun voll und ganz Ihren beruflichen Stationen und Erfolgen widmen. Ein Deckblatt kann Platz und Freiräume schaffen.

  • Es dient der Übersicht

    Für den Personaler ist Übersichtlichkeit ein entscheidendes Kriterium. Wer ist der Bewerber, wie sieht er aus, für welche Stelle bewirbt er sich? Das Deckblatt eignet sich dafür perfekt.

Deckblatt Bewerbung Nachteile

Diese Punkte sprechen GEGEN ein Deckblatt in der Bewerbung:

  • Es führt zu Dopplungen

    Ein Deckblatt kann Sie zu Redundanzen verleiten. Das bedeutet für den Empfänger zusätzlichen Zeitaufwand – und Zeit verliert in einem stressigen Job niemand gerne. Auch könnte es eitel wirken, das eigene Foto gleich zweimal in den Bewerbungsunterlagen zu platzieren – auf dem Deckblatt und im Lebenslauf. Und die doppelte Nennung von Name oder Adresse ist ebenfalls überflüssig.

  • Es ist Ballast

    Wenn Sie eine gut strukturierte, übersichtliche Bewerbung zusammengestellt haben, brauchen Sie im Prinzip kein Deckblatt mehr. Überflüssiger Ballast! Haben Sie hingegen Zweifel, könnte es für mehr Klarheit beim Empfänger sorgen.

  • Es irritiert den Empfänger

    Auch wenn Sie sicherlich ganz bezaubernd aussehen: Die prominente Platzierung des Bewerbungsfotos kann den Leser abschrecken. Vielleicht gefällt ihm Ihre Nasenspitze nicht, Ihre Frisur oder die Kleidung, die Sie tragen. All das kommt auf einem Deckblatt besonders gut zur Geltung. Sie sollten die Wirkung des Bewerbungsfotos – und persönliche Befindlichkeiten im Bewerbungsprozess niemals unterschätzen!

Fazit: Für ein Deckblatt in der Bewerbung spricht einiges, gegen ein Deckblatt vielleicht noch ein bisschen mehr. Das sah auch die Mehrheit der Personaler so, die das Karriereblog Karrierebibel zu dem Thema befragt hatte. Sie sprach sich mehrheitlich gegen ein Deckblatt aus.

75 Prozent lehnten es ab, nur 25 Prozent fanden es hilfreich. Andererseits: Die Ja-Sager stellen immerhin ein Viertel. Vor allem, wenn die Bewerbung sehr umfangreich und das Deckblatt gut gemacht ist, findet es auch Beachtung – und kann Bonuspunkte einbringen.

Deckblatt Bewerbung Inhalt

Das kommt auf die ausgeschriebene Stelle und Ihre Persönlichkeit an. Die wesentlichen Inhalte des Deckblatts aber sind immer gleich. Es handelt sich um diese:

  • Überschrift

    Ganz oben auf der Seite steht ganz einfach: Bewerbung oder Bewerbungsunterlagen. Die Überschrift ist optisch hervorgehoben.

  • Position

    Auf welche Stelle bewerben Sie sich? Die angestrebte Position (evtl. mit Referenznummer) gehört aufs Deckblatt. Die Info ist insbesondere dann nützlich, wenn der Arbeitgeber gerade eine ganze Reihe neuer Stellen schafft und ausschreibt. Auch die Angabe, bei wem Sie sich bewerben, steht hier. Größter Pluspunkt: Damit machen Sie klar, dass Sie keine Massen-, sondern eine individuelle Bewerbung angefertigt haben.

  • Bewerbungsfoto

    Ein Deckblatt ohne Bewerbungsfoto ergibt nur bedingt Sinn. Wenn Sie schon zusätzlichen Platz schaffen, sollten Sie ihn auch nutzen. Ein Foto gibt Ihrer Bewerbung ein Gesicht, macht sie persönlicher. Ob Sie das Foto links, rechts oder mittig platzieren, hängt vom Layout ab. Wichtig: Sie sollten auf dem Foto immer in die Seite hineinschauen und nicht heraus.

  • Kontakdaten

    Das sind wesentliche Angaben, die den Informationsgehalt erhöhen: Name, Adresse, Telefonnummer, E-Mail-Adresse, evtl. Ihre Webseite oder Ihr Blog.

  • Anlagenverzeichnis

    Ein Anlagenverzeichnis (oder Inhaltsverzeichnis) macht sich sehr gut auf einem Deckblatt. Sie schafft Übersicht und Struktur. Listen Sie also auf, was alles in Ihrer Bewerbung steckt – Anschreiben, Lebenslauf, Zeugnisse, sonstige Anlagen. Und achten Sie darauf, das die Reihenfolge der von Ihnen aufgeführten Anlagen jener entspricht, in der die Unterlagen hinterher auch zu finden sind.

Noch mal der Hinweis auf den Wiedererkennungswert: Sieht der Personaler Ihr Deckblatt, dann erinnert er sich später vielleicht leichter wieder an Sie. Das kann ein Vorteil sein. Immerhin geht es in einer Bewerbung ja immer auch darum, Aufmerksamkeit zu erregen und Neugier und Interesse des Personalers zu wecken.

Der Personaler kann das Deckblatt also als Eye-Catcher wahrnehmen – und als zusätzlichen Service. Dies ist für ihn ein Mehrwert. Merke: Auch Personaler mögen es, wenn ihnen Arbeit abgenommen wird.

Deckblatt Bewerbung Tipps

Deckblatt Bewerbung: Diese Tipps können Ihnen helfen, ein rundum gelungenes Deckblatt zu erstellen…

  1. Seriosität

    Stellen Sie sich vor, Sie schreiben eine blitzsaubere Bewerbung und führen alle notwendigen Qualifikationen auf. Und dann vermasseln Sie sich alles mit einem infantilen Deckblatt. Grundsätzlich: Halten Sie das Deckblatt seriös, klar, übersichtlich. Überladen Sie es nicht inhaltlich und verzichten Sie auf allzu gewagte Design-Spielereien. Dazu zählen bunte Farben, ungewöhnliche Schriftarten oder abenteuerliche Muster. Das ist für den Leser im besten Fall anstrengend – und wirkt im schlimmsten Fall peinlich.

  2. Bezugnahme

    Das ist ein echter Mehrwert für jedes Personalbüro. Nennen Sie den konkreten Ansprechpartner im Unternehmen – und/oder die Referenznummer oder Kennziffer der Stellenanzeige. Am besten an einer prominenten, gut sichtbaren Stelle, an der man die Info nicht übersehen kann. Es erleichtert dem Empfänger die Arbeit.

  3. Kontakdaten

    Auch Ihre eigenen Daten sollten auf dem Deckblatt gut sichtbar sein. Und kontrollieren Sie unbedingt, ob Sie alles korrekt geschrieben haben: Name, Anschrift, E-Mail-Adresse. Ist Ihnen womöglich ein Buchstabendreher (bzw. Zahlendreher) in der Mobilfunknummer unterlaufen? Dann wird Sie der Personaler nicht erreichen, wenn er das versuchen sollte. Also: Alle Angaben sorgfältig checken.

  4. Motto

    Wenn Sie sich fest vorgenommen haben, im Gedächtnis des Entscheiders haften zu bleiben, dann geben Sie Ihrer Bewerbung ein Motto oder einen Slogan – und schreiben ihn auf das Deckblatt. Wählen Sie aber sorgfältig aus und verfallen Sie nicht in Klamauk. Und bitte auch keine abgedroschene Floskel oder ein inflationäres Zitat verwenden – das könnte böse nach hinten losgehen.

  5. Test

    Wie sieht alles in gedruckter Form aus? Gerade bei einem Deckblatt könnten Sie eine unangenehme Überraschung erleben, wenn Sie es ungeprüft drucken und verschicken. Farben, Struktur, Foto, Größe der Elemente – ist alles so, wie Sie es sich vorgestellt haben? Lieber auf Nummer sicher gehen, einen Testdruck machen und mit Argusaugen draufschauen.

So sammeln Sie Pluspunkte!

Deckblatt Bewerbung modernDas Für und Wider haben wir Ihnen ja bereits genannt. Manche lieben Deckblätter, die meisten wohl eher nicht. Es gibt aber noch einen ganz grundsätzlichen Aspekt, den Sie bedenken sollten: Das Aussehen ist Trumpf!

Die Ruhr-Universität Bochum fand in einer Umfrage unter Personalern heraus, dass die Optik von Anschreiben und Lebenslauf für zwei Drittel ein wichtiges Entscheidungskriterium ist. Und dass nur 16,2 Prozent von ihnen die eingereichten Bewerbungsmappen als ansprechend empfinden.

Das bedeutet: Der äußere Eindruck zählt. Mit einem Deckblatt können Sie die Optik manchmal maßgeblich verbessern. Für Sie eine große Chance!

Beim Anschreiben legen 65,3 Prozent der Befragten Wert auf eine Formatierung nach DIN 5008. 84,1 Prozent halten es für wichtig, dass das Anschreiben nicht länger als eine DIN A4-Seite ist. 65,4 Prozent sind von Rechtschreib- und Grammatikfehlern überhaupt nicht angetan.

Der Lebenslauf wiederum sollte in erster Linie übersichtlich sein. 65,4 Prozent der Personaler präferieren die amerikanische Variante, möchten also die aktuelle Position ganz oben sehen. 72 Prozent finden kurze Stichpunkte zu den wichtigsten Aufgaben und beruflichen Erfolgen wünschenswert.

Und das Deckblatt? Zu den Erfolgsgaranten zählt es nicht. Aber immerhin 31,8 Prozent der Personaler – und damit fast jeder Dritte – sehen darin einen Mehrwert. Voraussetzung: Es ist optisch ansprechend gestaltet. Bewerber können mit einem Deckblatt also durchaus Pluspunkte sammeln.

Deckblatt Fazit

Das Deckblatt ist erstens ein Werkzeug zum Selbstmarketing. Und zweitens ein Tool, das dem Empfänger die Arbeit erleichtern soll.

Weil es so prägnant ist, beinhaltet es aber auch ein Risiko: Ein schlechtes Deckblatt kann für einen negativen ersten Eindruck sorgen und Ihre Chancen auf den Traumjob erheblich schmälern.

Alles in allem bleibt es Geschmacksache. Wenn Sie sich für ein Deckblatt entscheiden, sollten Sie es vorher probeweise ausdrucken und auch von Freunden oder Verwandten einmal gegenlesen lassen – und nach ihrer Meinung fragen.

Grundsätzlich gilt: Investieren Sie ausreichend Zeit und Geduld in jede einzelne Bewerbung – ob mit Deckblatt oder ohne.

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Anschreiben Bewerbung: Beispiele, Gratis-Muster und die besten Tipps

Anschreiben Bewerbung Aufbau Inhalt Formulierungsbeispiele Tipps

Am Anschreiben beißen sich viele Bewerber die Zähne aus. Nicht jedem liegt es, schriftlich darzulegen, warum man der beste Bewerber für die ausgeschriebene Stelle ist. Doch wer das kann, hat gute Chancen, das Interesse des Personalers zu wecken – und in die nächste Runde zu kommen. Wie sieht ein gutes Anschreiben aus? Worauf muss ein Bewerber achten? Wir zeigen es Ihnen…

Anschreiben Bewerbung Muster

Jedes Anschreiben sollte individuell an das jeweilige Unternehmen angepasst werden. Der Personaler möchte nicht den Eindruck gewinnen, er halte Massenware in der Hand.

Von einem gelungenen Anschreiben inspirieren lassen kann man sich aber sehr wohl. Darum haben wir Ihnen ein paar Vorlagen vorbereitet – als PDF und WORD-Dokument.

Anschreiben Bewerbung: Hier sind Muster für Azubis, Praktikanten, Werkstudenten und Führungskräfte…

Anschreiben Bewerbung Start

Ihr Anschreiben beginnt nicht mit dem Einstiegssatz. Es beginnt damit, dass Sie die Stellenanzeige aufmerksam lesen und verstehen (sofern es eine gibt und Sie keine Initiativbewerbung schreiben). Bevor Sie sich ans Laptop setzen, sollten Sie sich diese Fragen stellen:

  • Um welche Art von Unternehmen handelt es sich – auch in Bezug auf die Firmenkultur?
  • Welche Aufgaben kommen auf den Bewerber im Unternehmen konkret zu?
  • Welche Fähigkeiten muss der Bewerber unbedingt mitbringen?
  • Und welche Skills könnten darüber hinaus von Nutzen sein?
  • Was ist dem Unternehmen besonders wichtig?

Die Antworten sollten Sie vorab aus der Stellenanzeige herausfiltern. Beispielhaft haben wir uns eine fiktive Stellenanzeige eines Unternehmens überlegt – und wie Bewerber mit ihr umgehen sollten. Tipps dazu finden Sie im weiteren Verlauf des Artikels…

Stellenanzeige der kaffeemaschinenhersteller.de GmbH

Wir sind Teil eines internationalen Konzerns mit mehr als 15.000 Mitarbeitern und Marktführer im Vertrieb von Kaffeemaschinen über den deutschen und internationalen Einzelhandel. Für den Bereich Auftragsabwicklung suchen wir aufgrund unseres starken Wachstums schnellstmöglich eine/n

Teamleiter/in Auftragsabwicklung

Zu Ihren Aufgaben zählen:
Auftragserfassung/Fakturierung der eingehenden Aufträge
Bearbeitung des Schriftverkehrs
Entgegennahme von Bestellungen und Kundenanfrage, u.a. telefonisch
Koordinierung des Warenflusses
Teamführung

Ihr Profil sollte umfassen:
Sie arbeiten selbstständig und verantwortungsbewusst
Sie können mit MS Office umgehen
Fremdsprachenkenntnisse von Vorteil

Was wir Ihnen bieten:
Eine interessante Tätigkeit
Einen sicheren Arbeitsplatz
Leistungsbezogene Vergütung
Sehr gutes Betriebsklima

Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen mit Angaben zu Ihrer Gehaltsvorstellung und dem frühestmöglichen Eintrittstermin senden Sie bitte an folgende Adresse:
Kaffeemaschinenhersteller.de, Herrn Maxim Muster, Milchstraße 5, 12345 Kapseln, muster@kaffeemaschinenhersteller.de

Anschreiben Bewerbung Aufbau

Das Anschreiben besteht normalerweise aus neun Elementen. Es ist in dieser Reihenfolge aufgebaut:

  • Absender und Datum (oben rechts)
  • Betreffzeile
  • (Persönliche) Anrede
  • Einleitung (Motivation)
  • Hauptteil (Persönlichkeit und Kompetenzen)
  • Unternehmensbezug (Mehrwert für das Unternehmen)
  • Schlussteil (Vorstellungen und Termine)
  • Grußformel und Unterschrift
  • Anlagenverzeichnis

Wenn Sie den Namen des Ansprechpartners falsch oder Unsinn in die Betreffzeile schreiben, könnte Sie das schon aus dem Rennen katapultieren. Von entscheidender Bedeutung sind unter normalen Umständen aber die Hauptelemente: Einleitung, Hauptteil, Unternehmensbezug, Schlussteil. Die wichtigsten Tipps dazu kommen jetzt – Karrieresprung führt Sie Schritt für Schritt durchs Anschreiben

Anschreiben Bewerbung Einleitung

Zunächst gilt es, das Interesse des Empfängers zu wecken. Der Einstieg ist daher enorm wichtig. Beginnen Sie mit einem Knallbonbon. Das kann Ihr bestes Argument oder ein origineller Einstieg sein.

Optimalerweise lassen Sie schon zu Beginn Ihr Wissen über das Unternehmen und die Aufgabe einfließen. Zum Beispiel frische Zahlen, ein neues Produkt oder tagesaktuelle News über die Firma. So merkt der Leser unmittelbar: Hier habe ich es mit jemandem zu tun, der seine Hausaufgaben gemacht hat. Dabei aber nicht zu dick auftragen, das könnte nach hinten losgehen. Kurz und subtil, mehr als drei bis vier Zeilen stehen Ihnen dafür ohnehin nicht zur Verfügung.

Eine Möglichkeit: Sie stellen im Einleitungssatz Ihre Qualifikationen voran. Zum Beispiel so:

  • Als Teamleiter XY bei Firma ABC habe ich fünf Jahre Erfahrung in der Führung der kaufmännischen Abteilung gesammelt.

Sie können natürlich auch einen anderen Weg gehen – oder viel emotionaler einsteigen. Aber inhaltlich ist dieser Einstiegssatz schon sehr gut zu gebrauchen. Was Sie nicht gebrauchen können: eine Floskel zu Beginn à la Mit Interesse habe ich Ihre Stellenanzeige gelesen.

Anschreiben Bewerbung Hauptteil

Ihre Persönlichkeit möchte an dieser Stelle ins rechte Licht gerückt werden. Ohne Eigenmarketing geht es nicht. Vor allem Ihre Soft Skills sind gefragt. Über welche verfügen Sie? Welche Stärken und Erfahrungen bringen Sie mit?

Achtung: Rattern Sie nicht alle Punkte herunter, sondern setzen Sie Akzente. Nur die besten und wichtigsten Eigenschaften und Fähigkeiten auswählen und präsentieren. Welche davon machen Sie zum perfekten Kandidaten für diese Stelle? Das muss rauskommen.

Es ist im Prinzip wie beim Online-Dating: Ist es ein Match oder ist es keins? Sie sind der Buhler, der sein Gegenüber davon überzeugen will, der perfekte Partner zu sein. Was dabei zählt, sind Ihre Persönlichkeit, Ihre Qualifikationen und Ihr Werdegang. Inwiefern passen Sie zum und ins Unternehmen? Was zeichnet sie aus? Was prädestiniert Sie für die ausgeschriebene Position?

Versuchen Sie, direkte Verbindungen herzustellen. Gesammeltes Wissen, das Sie im Job gebrauchen; Netzwerke, die Sie aktivieren; IT-Skills, die Sie einsetzen können. Wenn der Personaler den roten Faden spinnen kann, der von der Schule übers Studium direkt in dieses Unternehmen führt, dann steigen Ihre Chancen auf die Stelle.

Die geforderten Kenntnissen und Fähigkeiten spielen dabei selbstredend eine Hauptrolle. Tipp: Machen Sie eine Aufzählung daraus. Niemand hat behauptet, ein Anschreiben bestehe ausschließlich aus Fließtext.

Eine Auflistung hat mehrere Vorteile: Erstens spart sie Platz. Und zweitens können Sie so geschickt einige Keywords im Anschreiben platzieren. Wörter also, auf die der Personaler anspringt, weil sie so schon in der Anzeige standen. Ganz nach vorne kommen die Muss-Qualifikationen, dann die Kann-Qualifikationen. Eine Auflistung könnte so aussehen:

  • Bürokauffrau mit 15 Jahren Berufserfahrung
  • Acht Jahre Erfahrung als Führungskraft mit Personalverantwortung
  • Verantwortlich für 25 Mitarbeiter

Aber: Schaut man sich unsere fiktive Stellenanzeige (siehe oben) an, dann gibt es sehr wenige Überschneidungspunkte zwischen dem, was dort gefordert wird und dem, was der Bewerber anbietet. Eine Ausbildung zur Bürokauffrau ist laut Stellenanzeige kein Auswahlkriterium. Und die vielen Jahre Berufserfahrung könnten womöglich zu der Annahme verleiten, die Bewerberin sei für die Stelle überqualifiziert.

Passen Sie das Anschreiben daher an und formulieren zum Beispiel so:

  • Langjährige Erfahrung in der Auftragsabwicklung und Mitarbeiterführung
  • Verantwortlich für…
  • – Aufträge erfassen
  • – Fakturieren
  • – Schrift- und Telefonverkehr bearbeiten
  • – Kundenanfragen beantworten
  • Fließendes Englisch in Wort und Schrift
  • Sehr gute Kenntnisse in MS Office

Diese Formulierungen würden die Bewerberin wohlgemerkt nicht „besser“ machen. Aber sie machen sie kompatibler. Ihre Selbstbeschreibung passt besser zu dem, was das das Unternehmen einfordert und erwartet.

Gehaltsvorstellung und Eintrittstermin

Die Frage nach der Gehaltsvorstellung ist knifflig. Ist sie zu hoch, winkt das Unternehmen dankend ab. Ist sie zu niedrig, verkauft man sich unter Wert – und signalisiert dem Arbeitgeber obendrein mangelnde Qualität oder fehlendes Selbstvertrauen.

Und soll man eigentlich eine konkrete Zahl nennen oder eine Spanne? Die Antwort auf letzte Frage zuerst: Lieber eine konkrete Zahl. Nehmen Sie zum Beispiel Ihr aktuelles Gehalt und schlagen Sie zehn Prozent drauf. Ausreizen, aber nicht überreizen.

Hier spielen selbstverständlich viele Variablen eine Rolle. Wo sitzt der Arbeitgeber? Wie groß ist er? In welcher Branche und welchem Beruf bewegen Sie sich? Bei einem Großunternehmen in München können Sie mehr Gehalt verlangen als bei einem Kleinbetrieb in Mecklenburg-Vorpommern.

Was Sie hingegen nicht tun sollten: Eine Gehaltsspanne angeben, die zu weit gefasst ist. Mit Gehaltsvorstellungen von 45.000 bis 65.000 Euro kann niemand etwas anfangen. Das wirkt unüberlegt.

Zum Eintrittstermin: Den machen Sie zuvorderst von Ihrem aktuellen Arbeitsvertrag und den Kündigungsfristen abhängig. Wenn Sie sich aus der Arbeitslosigkeit heraus bewerben, dann sollten Sie „sofort“ anfangen können. Eine schnelle Verfügbarkeit ist ein Pluspunkt. Kein Arbeitgeber will Ewigkeiten – und das sind drei Monate und mehr – auf einen Neuen warten.

Anschreiben Bewerbung Schlusssatz

Ein höflicher Ausstieg im Anschreiben – nicht unwichtig! Bedanken Sie sich im Anschreiben für die Aufmerksamkeit, beziffern – sofern verlangt – Ihre Gehaltsvorstellungen und nennen das frühestmögliche Eintrittsdatum. Außerdem gut: Die Bemerkung, dass Sie sich sehr auf ein persönliches Kennenlerngespräch freuen.

Und noch ein Tipp: Falls es Lücken im Lebenslauf gibt, dann haben Sie im Anschreiben die Möglichkeit dazu, diese anzusprechen. Am besten mit einer kurzen (!) Erklärung. Das ist aber kein Muss.

Überlegen Sie sich andernfalls aber sehr genau, wie Sie eine mögliche Unterbrechung, Kündigung oder häufige Jobwechsel im Bewerbungsgespräch erklären. Der Personaler wird Sie bestimmt dazu fragen.

Am Ende sollte beim Personaler vor allem haften bleiben, dass Sie freundlich, motiviert und selbstbewusst sind. So sollte auch Ihr Schlussteil im Anschreiben klingen.

Immerhin haben Sie soeben dargelegt, warum Sie die optimale Besetzung für die Stelle sind. Wichtig: Nicht die Rolle des Bittstellers einnehmen, weder am Anfang noch am Ende des Anschreibens.

Diesen Fehler sollten Sie daher vermeiden: Verfallen Sie nicht in den Konjunktiv! Nach dem Motto…

  • Ich würde mich freuen, von Ihnen zu hören.
  • Von meinen Fähigkeiten würde ich Sie gerne im Vorstellungsgespräch überzeugen.
  • Für eine Einladung zum Bewerbungsgespräch wäre ich Ihnen sehr dankbar.

Der Konjunktiv schwächt den Inhalt ab und lässt Sie wie ein Bettler klingen. Das sind Sie aber nicht. Wenn der Arbeitgeber SIE nicht einlädt, dann ist er selbst schuld! Der Konjunktiv lässt den Eindruck entstehen, dass eine Vertragsvereinbarung in unendlich weiter Ferne ist und Ihre Chancen auf den Job höchstens minimal sind. Er macht sie schwach. Darum: Kein Konjunktiv!

Besser als der Konjunktiv ist die gepflegte Attacke. In der Werbung weiß man längst um die Wirkung des sogenannten Call-to-Action. Zu deutsch: Handlungsaufforderung. Viele Studien haben die Wirksamkeit dieser Methode nachgewiesen. Wenn man einen Leser oder User auffordert, etwas zu tun, dann tut er es tatsächlich mit höherer Wahrscheinlichkeit – zum Beispiel klicken, kommentieren, kaufen.

Diesen Trick können Sie sich auch im Schlusssatz Ihres Anschreibens zunutze machen. Zum Beispiel so:

  • Habe ich Ihr Interesse geweckt? Dann freue ich mich auf ein persönliches Gespräch.
  • In einem persönlichen Gespräche überzeuge ich Sie gerne, dass ich der richtige Mitarbeiter für die Stelle bin.
  • Wenn Sie einen verantwortungsbewussten und kompetenten Teamleiter suchen, freue ich mich auf eine Einladung zu Vorstellungsgespräch.
  • Auf Ihre Rückmeldung freue ich mich.
  • Für Fragen stehe ich Ihnen gerne jederzeit zur Verfügung.

Anschreiben Bewerbung Postskriptum

Jetzt kommt noch ein ganz spezieller Tipp: Bauen Sie in Ihr Anschreiben ein PS am Ende ein. PS steht für Postskriptum und ermöglichte Briefeschreibern früher, einen wichtigen Punkt hinzuzufügen, ohne den Brief komplett neu schreiben zu müssen.

In Zeiten moderner Kommunikationsmittel aber braucht niemand mehr ein PS, nicht wahr? Von wegen!

Gerade in E-Mails erzeugt ein PS hohe Aufmerksamkeit. Sie haben das bestimmt auch schon festgestellt. Ein PS liest man immer. Meist verbirgt sich etwas Wichtiges dahinter – oder etwas Interessantes. Nutzen Sie diesen Effekt auch im Bewerbungsanschreiben, etwa so:

  • PS: Ich werde am 15. Januar kurz bei Ihnen anrufen, um mich über den Stand des Bewerbungsprozesses zu informieren – und zu fragen, ob meine Bewerbung überhaupt angekommen ist. Falls Sie im Gegenzug noch weitere Fragen haben, können Sie mich gerne unter folgender Nummer anrufen: 0123-456789.

Anschreiben Bewerbung Tipps

Sicher, es ist der Inhalt des Anschreibens, der darüber bestimmt, ob Sie das Interesse des Personalers wecken oder nicht. Welche Aussagen Sie einbauen, wie Sie sich ausdrücken, welche Schwerpunkte Sie setzen. Aber: Wenn Ihnen im Anschreiben ein schlimmer Formfehler unterläuft, könnte das all Ihre Bemühungen auf einen Schlag zunichte machen.

Achten Sie darum im Anschreiben peinlich genau auf die Formalien, auf inoffizielle Vorschriften und Normen. Sie sind das Fundament, auf das Sie dann Ihren (hoffentlich) überzeugenden Inhalt setzen.

Und versetzen Sie sich einmal in die Perspektive des HR-Verantwortlichen. Er muss ständig neue Bewerbungen sichten, vergleichen, bearbeiten. Je einfacher und übersichtlicher, desto besser für ihn. Wenn Sie ihm als Bewerber diese Arbeit ein Stück weit erleichtern, wird das jedenfalls nicht zu Ihrem Schaden sein.

Diese Grundregeln sollten Sie im Anschreiben beachten:

  • Länge

    Als Berufsanfänger schreiben Sie bitte nicht mehr als eine Seite. Ein zweiseitiges Anschreiben liegt bei älteren Arbeitnehmern im Rahmen des Erwünschten. Am besten aber, Sie halten sich so kurz und präzise wie möglich. Kein Personaler hat Lust, Romane durchzulesen.

  • Schrift

    Auch hier auf Lesbarkeit achten. Verzichten Sie daher auf ausgefallene Schnörkelschriften und greifen auf bewährte Schriftarten wie Helvetica, Verdana, Times oder Georgia zurück.

  • Schriftgröße

    Sie können sich fürs Bewerbungsanschreiben die 11-13-15-Regel merken. In 11-Punkt der Fließtext, in 13-Punkt Datum, Adresse und Zwischenüberschriften, gerne auch gefettet. In 15-Punkt ausschließlich Ihren Namen im Kopf jeder Seite. Ihr Name soll schließlich herausstechen und im Gedächtnis des Empfängers kleben bleiben. Erklärung für die krummen Größen: 12-Punkt ist bei Word die Standardeinstellung. Die meisten Konkurrenten dürften daher 12-14-16-Schriftgrößen verwenden. Mit krummen Größen heben Sie sich von ihnen ab.

  • Papier

    DIN A4 ist Standard. Aber besser, Sie verwenden kein einfaches Kopierpapier, sondern hochwertiges (sofern Sie Ihre Bewerbung per Post und nicht per E-Mail versenden). Bitte darauf achten, keine Flecken, Knicke oder Eselsohren zu hinterlassen. Und: Der Druck sollte scharf und nicht verwischt sein – am besten mit Laserdruck.

  • Form

    Auf allen Seiten sollten Einzüge, Linien und Abstände einheitlich sein. Sonst wirkt Ihre ganze Bewerbung unprofessionell. Als Zeilenabstand ist ein eineinhalbzeiliger zu empfehlen – er wirkt angenehm luftig.

  • Hauptsätze

    Versuchen Sie nicht, den Personaler im Anschreiben durch ausgeklügelten Satzbau zu beeindrucken. Hauptsätze sind leicht zu lesen und zu erfassen – Zeitvorteil für den Empfänger! Auf Schachtel- und Relativsätze, die über mehrere Zeilen gehen, sollten Sie nach Möglichkeit verzichten. Außerdem von Substantiven mit den Endungen -ung, -heit und -keit absehen. Besser durch die entsprechenden Verben ersetzen – die lesen sich deutlich flüssiger.

  • Individualität

    Wichtig: Jede Bewerbung sollte einzigartig sein. Personaler wittern eine Massenbewerbung 100 Meter gegen den Wind. Machen Sie sich die Mühe und schreiben jedes Anschreiben neu (die Übernahme von einzelnen Textbausteinen ist natürlich völlig ok) — es lohnt sich.

Anschreiben Bewerbung Beispiele

Machen Sie aus dem Anschreiben keinen Lebenslauf in Fließtext-Form. Im Anschreiben sollten Sie alles weglassen, was für die Stelle nicht relevant ist – der Lebenslauf enthält naturgemäß auch Angaben, die für die Stelle weniger wichtig sind.

Je präziser und kompakter Ihr Anschreiben, desto leichter machen Sie es dem Empfänger. Darum nochmal: Maximal eine Seite. Ihr Lebenslauf besticht durch Fakten, Ihr Anschreiben durch die weichen Faktoren. Die Soft Skills sollten ein wesentlicher Bestandteil Ihres Anschreibens sein.

Nun verlangt unsere ausgedachte Stellenanzeige (siehe oben) vom Bewerber selbstständiges und verantwortungsbewusstes Arbeiten. Wie weist man dieses nach?

Zum Beispiel dadurch, dass man schon im bisherigen Werdegang versiert und routiniert mit Kunden umgegangen ist. Man könnte es so formulieren:

  • Ich habe mich in meinen bisherigen Tätigkeiten stets für nachhaltige Kundenbeziehungen eingesetzt. Für meinen aktuellen Arbeitgeber habe ich etwa das Bestandskundenmanagement optimiert und die Kundenzufriedenheit so um 20 Prozent steigern können.

Tipp: Machen Sie – wenn möglich – von Zahlen Gebrauch. Quantifizieren Sie Ihre Leistungen, bringen Sie Beispiele, untermauern Sie Ihre Argumente mit harten Ziffern. Das wirkt oft besser als substanzloses Wortgeklingel.

Warum bewerben Sie sich gerade in DIESEM Unternehmen auf DIESE Stelle? Das ist die große Frage, die durch das Anschreiben beantwortet werden muss. Wer den Eindruck erweckt, er wolle halt nur irgendeinen Job, wird DIESEN Job nicht bekommen.

Darum: Werden Sie ruhig mal persönlich, sofern sich eine Möglichkeit dazu bietet. Beispiel:

  • Schon als Kind hatten Ihre Produkte für mich eine große Bedeutung.

Tatsächlich hatte ein Bewerber seiner Bewerbung bei Adidas einmal ein Foto mitgeliefert, dass er als kleines Kind gezeichnet hatte und das ihn beim Fußballspielen zeigte – auf den Schuhen drei Streifen. Der Bewerber kam weiter, bestätigte eine HR-Managerin von Adidas gegenüber Zeit Campus.

Ein anderes Beispiel:

  • Von meiner Haustür bis zur Eingangstür der Kaffeemaschinen GmbH sind es nur zehn Minuten zu Fuß. Wenn die anderen Mitarbeiter noch im Stau stehen, könnte ich schon mal den Rechner hochfahren…

So liefern Sie im Anschreiben ganz konkrete Vorteile mit, mit denen das Unternehmen rechnen kann – wenn es Sie einstellt. Und handfeste Argumente gefallen jedem Unternehmen.

Also: Ein möglichst konkreter Extra-Vorteil, den Ihr Arbeitgeber von Ihnen hat – wenn Sie den finden und ins Anschreiben einbauen, dann sammeln Sie dicke Pluspunkte.

Anschreiben Erfolgsformel

Sie sehen: Ein Anschreiben ist harte Arbeit. Aber die Arbeit lohnt sich. Wenn Sie sich beim Anschreiben – und beim Lebenslauf – ausreichend Mühe geben, steigern Sie dadurch Ihre Erfolgschancen. Hier nochmal die Erfolgsformel für ein gutes Anschreiben:

  • Problem: Welches müssen Sie lösen, um dem Arbeitgeber zu helfen? Identifizieren Sie es.
  • Erhöhung: Ein Trick ist es, das Problem zu erhöhen. Das macht Ihre Kompetenzen und die Stelle gleich viel wertvoller.
  • Lösung: Sie haben das Know-how, die Ausbildung und das Wissen, um das Problem in den Griff zu bekommen. Ihre Einstellung – das wäre die Lösung für das Unternehmen.
  • Überzeugung: Die Lösung müssen Sie auch überzeugend kommunizieren. Es muss klar werden, dass alles stimmt. Ohne Konjunktiv das Anschreiben beenden!

Anschreiben Absolvent

Speziell Berufsanfänger und Absolventen tun sich manchmal schwer mit dem Anschreiben. Ihnen fehlt schlichtweg die Erfahrung. Hier einige Tipps, mit denen auch Absolventen das perfekte Anschreiben gelingt…

  1. Spezialisierung

    Uni-Absolventen sind (noch) keine Spezialisten. Sie sind – mit wenigen Ausnahmen – Generalisten. Unternehmen aber suchen Leute, die bestimmte Kompetenzen und Fertigkeiten haben – Spezialisten eben. Fokussieren Sie Ihr Anschreiben und die gesamte Bewerbung auf die Skills, die das Unternehmen wirklich sucht.

  2. Erfahrung

    Jeder Mensch hat Erfahrung – auch, wenn er direkt von der Uni oder aus der Schule kommt. Praktika oder Auslandsaufenthalte absolviert? Erwähnen Sie diese und stellen Sie heraus, was Sie dabei gelernt haben. Ehrenamtliche Tätigkeit als Sporttrainer? Dito. Auch Sprachkurse oder der Nebenjob an der Tankstellenkasse können Sie sehr wohl weitergebracht haben. Destillieren Sie die wichtigsten Erfahrungswerte heraus, die Sie dabei gewonnen haben.

  3. Selbstbewusstsein

    Wer keine langjährige Berufserfahrung hat, könnte in die Studenten-Falle tappen. Nach dem Motto: Ich bin doch nur ein Student, also bin ich Bittsteller. Das ist grundfalsch. Sie haben während des Studiums wertvolle Kompetenzen erworben und eine ganze Menge anzubieten. Personaler wollen selbstbewusste Mitarbeiter – und folglich auch selbstbewusste Bewerber.

Alternative: Die Dankesrede

Anschreiben Bewerbung AlternativeEin Geheimtipp für ganz besonders Mutige: Formulieren Sie Ihr Anschreiben als Dankesrede! Also tun Sie so, als ob Sie den Job schon in der Tasche hätten.

Kein Witz: Malen Sie sich in Gedanken aus, warum Sie sich beworben haben und warum Sie eingestellt wurden. Dann könnte der Einstieg in Ihre Dankesrede etwa so lauten:

Als ich die Stellenanzeige gesehen habe, war mir sehr schnell klar: Diese Stelle gehört mir! Die Geschichte, die wirtschaftliche Stärke, die Zukunftsgewandtheit, die spannenden Produkte – diesem Unternehmen wollte ich helfen, noch besser zu werden. Auch die Aufgaben waren nahezu deckungsgleich mit dem, was mir liegt und was ich jahrelang in meiner Position als xx bei xx gemacht habe…

Das nur als Formulierungsbeispiel. Sie können es auch dezenter angehen – oder noch eine Spur selbstbewusster. Wichtig in jedem Fall: Stellen Sie die gesuchten Stärken auch hier nach vorne und versuchen Sie, diese anhand konkreter Beispiele zu belegen.

Aber Vorsicht: Diese Form des Anschreibens kommt ganz sicher nicht bei jedem Personaler gut an. Manchem könnte sie sogar Zornesfalten auf die Stirn treiben.

Andererseits: Sie fällt definitiv auf, hebt sich von anderen ab und macht neugierig auf den Verfasser. Sie würden doch auch die Person kennenlernen wollen, die hinter einem derart kessen Anschreiben steckt, oder?

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Jobs in Bonn: Aktuelle Stellen in Bonn und Umgebung

In seiner Geburtsstadt würde es Ludwig van Beethoven sicher noch immer gut gefallen. Bonn hat sich gemausert und ist trotz des Wegzugs der großen Politik nicht in sich zusammengefallen. Die Stadt strotzt vor Dynamik. Vor allem Akademiker haben Chancen auf gute Jobs in Bonn

Jobs Bonn: Die Stadt

Auf manche Beobachter mag Bonn gestrig wirken. Die glanzvollen Zeiten als Hauptstadt sind schließlich passé. Nur die vielen Museen zeugen noch von der einstigen Größe. Denkste! Bonn ist eine dynamische Stadt – jung und vital.

Der Altersschnitt von 41,6 Jahren liegt deutlich unter dem NRW-Landesschnitt von 44,0. Die 320.000-Einwohner-Stadt ist kinderreich, speziell für Frauen gibt es Top-Jobs in Bonn, auch viele Singles bevölkern die Rheinstadt.

Wer es sich leisten kann, zieht nach Poppelsdorf oder in die Südstadt. Auch Kessenich und die Altstadt sind beliebt. Weniger teuer ist es im Norden: in Buschdorf, Auerberg oder Duisdorf.

Jobs in Bonn: Der Arbeitsmarkt

Im Februar 2020 lag die Arbeitslosenquote in Bonn laut Bundesagentur für Arbeit bei 6,5 Prozent. Damit ist sie niedriger als in Köln (7,9 Prozent) und Düsseldorf (6,8 Prozent) – und liegt auch knapp unter dem Durchschnitt Nordrhein-Westfalens (6,7 Prozent).

Allerdings stagniert sie. Schon im Mai 2017 lag die Quote bei 6,5 Prozent – damals gab es knapp 11.000 Arbeitslose in Bonn. Fast drei (wirtschaftlich starke) Jahre später sind sogar über 11.100 Menschen ohne Stelle.

Die 35 größten Betriebe der Region Bonn beschäftigten im Jahr 2017 insgesamt 52.813 Menschen. 2018 waren es aber nur noch 52.112. Stellen in Bonn bauten zum Beispiel die Deutsche Telekom und Gummibärchenhersteller Haribo ab.

Insgesamt aber ist die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten bei allen Betrieben deutlich gestiegen. Ende 2017 waren es in Bonn 176.387 Menschen – eine Zunahme um rund 3.200 Beschäftigte innerhalb eines Jahres.

Zuletzt baute zum Beispiel die BWI GmbH aus Meckenheim viele Arbeitsplätze in Bonn auf – aus 1.190 Beschäftigten wurden 1.420. BWI ist zentraler Dienstleister der Bundeswehr, betreibt und modernisiert die nichtmilitärische Informations- und Kommunikationstechnik.

Nicht ganz so rosig sind die Perspektiven für Versicherer und Banken. So will die Sparkasse Köln-Bonn binnen fünf Jahren 850 von gut 3000 Vollzeitstellen streichen. Auch die Kreissparkasse Köln hat Stellen abgebaut.

Die Bonner Betriebe suchen vor allem MINT-Kräfte. Die IHK Bonn rechnet für 2030 mit einem Mangel von 4.000 akademisch qualifizierten Fachkräften. Dazu zählen vor allem Ingenieure, Naturwissenschaftler, Techniker.

Jobs in Bonn: Einstiegsgehälter und Gehaltsniveaus

Beschäftigte mit einem Vollzeitjob in Bonn können mit einem Einkommen von 3.857 Euro brutto im Monat rechnen. Das ist der Medianwert, den die Bundesagentur für Arbeit ermittelt hat.

In Köln liegt der Vergleichswert mit 3.696 Euro deutlich darunter, in Düsseldorf mit 3.882 Euro leicht darüber. Bundesweit liegt der Median bei 3.209 Euro – Bonner verdienen also überdurchschnittlich gut.

Vor allem für Juristen ist Bonn attraktiv. Berufseinsteiger können in Bonn mit einem Durchschnittsgehalt von 58.860 Euro rechnen, das ist etwas mehr als in Köln. Auch vom Spitzenreiter Frankfurt (62.841 Euro) ist man damit nicht weit entfernt.

Jobs Bonn: Die wichtigsten Arbeitgeber

Bonn ist Standort von zwei DAX-Konzernen. Mit Deutsche Post und Deutsche Telekom sitzen zwei ehemalige Staatskonzerne in der einstigen Bundeshauptstadt am Rhein.

Ein Bonner Original ist dagegen umgezogen. Süßwarenproduzent Haribo („Hans Riegel Bonn“) verlegte seine Zentrale 2018 nach Grafschaft in Rheinland-Pfalz. Bonn bleibt immerhin Produktionsstandort.

Das sind die größten Arbeitgeber, die Jobs in Bonn schaffen:

  • Deutsche Telekom
  • Deutsche Post
  • Deutsche Postbank
  • Stadtwerke Bonn
  • Zurich Gruppe Deutschland
  • BWI GmbH
  • Aldi Süd
  • Kreissparkasse Köln
  • Eaton
  • Siegwerk Druckfarben AG
  • Kautex Textron
  • Sparkasse KölnBonn
  • Reifenhäuser GmbH
  • SGL Carbon
  • KfW Bankengruppe
  • Mannstaedt-Werke
  • Haribo
  • GKN Walterscheid
  • ZF Friedrichshafen
  • Gilgen’s Bäckerei
  • GKN Sinter Metals Components
  • Apeiron Restaurant und Retail Management
  • AOK Systems
  • Dirk Müller Gebäudedienste
  • Kautex Maschinenbau
  • Volksbank Köln Bonn
  • Fleischhof Rasting
  • UPS Deutschland
  • TNT Express
  • Carl Knauer Holding
  • Rhein-Sieg-Verkehrsgesellschaft
  • Evonik Industries
  • RSAG
  • Agfa Healthcare
  • Germania Gebäudedienste

Jobs bei der Deutschen Telekom

jobs in bonn deutsche telekomDie Deutsche Telekom ist ein Aushängeschild der Stadt – und bietet speziell IT-Fachkräften viele Stellen in Bonn an. Der Telekommunikationsriese beschäftigte am 31. Dezember 2019 weltweit 210.000 Mitarbeiter, davon 94.000 in Deutschland. Für den Standort Bonn suchte die Telekom zuletzt unter anderem diese Fachkräfte (Stand: 25. März 2020):

Jobs in Bonn: Karriereaussichten und Wirtschaft

Bonn zählt zu den wirtschaftlich stärksten Städten Deutschlands. Dass sie eine Stadt für Hochqualifizierte und Akademiker ist, lässt sich mit Fug und Recht behaupten. Mehr als jeder fünfte Einwohner ab 15 Jahren kann einen akademischen Abschluss vorweisen.

Innerhalb Nordrhein-Westfalens ist die Akademikerquote nur in Münster höher. Auch weist Bonn mit 71.200 Euro je Einwohner das nach Düsseldorf höchste Bruttoinlandsprodukt pro Kopf in NRW auf. Die Arbeitsplatzdichte ist groß, die Kaufkraft ebenso, Jobs in Bonn gibt es reichlich.

Noch immer sind Bundesministerien in Bonn vertreten. 6.300 Personen arbeiten weiterhin am Rhein. Dazu kommen die Vereinten Nationen, die rund 1.000 Mitarbeiter in Bonn haben. Zudem ist Bonn eine Forschungsstadt. Sieben Hochschulen und 20 Forschungseinrichtungen haben hier ihren Sitz. Universität und Uniklinik bieten Akademikern Karrierechancen.

Der Bonner Arbeitsmarkt besteht fast ausschließlich aus Dienstleistungsjobs. Dienstleistungen machen 94,3 Prozent der Bruttowertschöpfung aus – so viel wie in keiner anderen Stadt in Nordrhein-Westfalen. Vor allem Handel, Verkehr, Gastgewerbe, Information und Kommunikation sind in der Stadt stark ausgeprägt – nicht zuletzt dank Post und Telekom.

Im Städteranking 2019 von IW Consult belegt Bonn Platz 20 von 71 – auch dank der überragenden Lebensqualität am Rhein.

Jobs Bonn: Kultur

Jobs Bonn KulturSpeziell für Kulturschaffende gibt es zahlreiche Betätigungsfelder und Jobs in Bonn.

In den vielen Museen der Stadt gibt es Bedarf an wissenschaftlichen Mitarbeitern, Kuratoren, Museologen, Restauratoren, Historiker, Museumspädagogen, PR-Manager, Assistenten, Sekretärinnen und Techniker:

Diese Museen schaffen Jobs in Bonn:

  • Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland
  • Zoologisches Forschungsmuseum Alexander Koenig
  • Deutsches Museum Bonn
  • Rheinisches Landesmuseum Bonn
  • Kunstmuseum Bonn
  • Arithmeum der Universität Bonn
  • August-Macke-Haus
  • Ägyptisches Museum der Universität Bonn
  • Akademisches Kunstmuseum
  • Frauenmuseum Bonn
  • Mineralogisches Museum der Universität Bonn
  • Haus der Frauengeschichte

Jobs Bonn: Kosten, Lebenshaltung, Mietpreise

Die schlechte Nachricht für alle Bonner: Die Stadt zählt zu den teuersten in ganz Deutschland. Die Lebenshaltungskosten sind vergleichbar mit denen in Köln oder Düsseldorf.

Auch die Mieten sind hoch. Für den Quadratmeter zahlte der Bonner im ersten Halbjahr 2018 im Schnitt 9,60 Euro. In Köln waren es 10,70 Euro, in Düsseldorf 10,20 – sie zählten damit zu den wenigen Regionen in Deutschland mit Quadratmeterpreisen im zweistelligen Euro-Bereich.

Im ersten Halbjahr 2008 lag der Durchschnittspreis in Bonn noch bei 7,40 Euro – das entspricht einer Mietsteigerung von 30 Prozent innerhalb von zehn Jahren.

Bonn gehört auch für Studierende zu den kostspieligeren Adressen. Für eine 30-Quadratmeter-Bude zahlen Studenten laut IW-Studentenwohnpreisindex im Schnitt 423 Euro. In Köln sind es mit 431 Euro nur unwesentlich mehr. Damit ist Bonn von 18 untersuchten Städten die sechstteuerste – und liegt unter anderem vor Aachen, Karlsruhe, Münster und Berlin.

Kontaktdaten und Servicestellen

Sie wollen sich in Bonn selbstständig machen, Ihre Steuererklärung abgeben oder Jobs in Bonn suchen? Die wichtigsten Servicestellen hat Karrieresprung übersichtlich für Sie zusammengefasst:

  • Ihr Finanzamt in Bonn finden Sie hier.
  • Das Jobcenter Bonn finden Sie hier.
  • Die IHK Bonn/Rhein-Sieg finden Sie hier.
  • Die Kreishandwerkerschaft Bonn/Rhein-Sieg finden Sie hier.
  • Jobs in Bonn finden Sie in unserer Jobbörse.
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Anlagen Bewerbung: Reihenfolge, Muster und Tipps

Anlagen Bewerbung Reihenfolge Muster

Zu einer vollständigen Bewerbung gehören Anlagen. Damit sind Dokumente gemeint, die Angaben des Bewerbers bestätigen oder untermauern. Zu den wichtigsten Anlagen zählen Zeugnisse, in manchen Berufen müssen Bewerber auch Arbeitsproben mitliefern. So mancher kommt dabei durcheinander. Welche Anlagen soll ich mitliefern und welche nicht? Und in welcher Reihenfolge? Anlagen Bewerbung: So sortieren Sie alles richtig…

Anlagen Bewerbung Reihenfolge

In welcher Reihenfolge sortiere ich die Anlagen in meiner Bewerbung? Zunächst sollten Ihre Anlagen eine logische Reihenfolge aufweisen.

Sie haben diese zwei Möglichkeiten:

  • Chronologisch

    Es ist ganz einfach. Sie sortieren Ihre Zertifikate, Zeugnisse und Referenzen in der zeitlichen Reihenfolge, in der Sie sie erworben haben.

  • Synchron

    Der Lebenslauf wird heute üblicherweise im amerikanischen Stil verfasst. Sie benennen also Ihre aktuelle Position zuerst und arbeiten sich immer weiter in die Vergangenheit vor. In diesem Fall können Sie die Anlagen so sortieren, dass ihre Reihenfolge den Stationen in Ihrem Lebenslauf entspricht. Zuerst kommen demnach die Anlagen, die Sie in Ihrer aktuellen bzw. letzten Position erworben haben. Als Erstes käme in diesem Fall Ihr letztes Arbeitszeugnis. Am Ende der Unterlagen platzieren Sie dementsprechend Ihr Hochschulzeugnis, Schulzeugnis oder das Zeugnis der Berufsausbildung.

Wofür Sie sich auch entscheiden: Die Reihenfolge der Anlagen sollte unbedingt logisch sein. Wenn Sie die Unterlagen wild durcheinanderwürfeln, lässt das womöglich Rückschlüsse auf Ihre Arbeitsweise zu. Chaotisch, unorganisiert, nicht durchdacht – diesen Eindruck wollen Sie beim Empfänger nicht hinterlassen.

Anlagen in der Bewerbung

Diese Dokumente können Sie als Anlagen Ihrer Bewerbung beifügen. Senden Sie wohlgemerkt immer nur Kopien mit, nie Originale!

  • Schulabschlusszeugnis
  • Ausbildungszeugnis
  • Praktikumszeugnis oder -nachweis
  • Arbeitszeugnis
  • Auslandszeugnis (mit beglaubigter Übersetzung)
  • Fortbildungsnachweise (sofern für die Stelle relevant)
  • Führungszeugnis/Gesundheitszeugnis (falls verlangt)
  • Referenzen/Empfehlungsschreiben (von ehemaligen Kunden, Vorgesetzten, Professoren etc.)
  • Arbeitsproben (in bestimmten Berufen)
  • Kompetenzprofil (vor allem bei Berufswechslern)
  • Bescheinigungen über ehrenamtliches Engagement

Grundsätzlich gilt: Weniger ist mehr. Nehmen Sie nicht ALLE Anlagen, die Ihnen zur Verfügung stehen, in Ihre Bewerbung auf. Beschränken Sie sich auf die wichtigsten und aussagekräftigsten. Je mehr Berufserfahrung Sie haben, desto weniger Anlagen brauchen Sie.

Versetzen Sie sich in die Lage des Personalmanagers: Will und wird er sich wirklich all Ihre Zeugnisse, Fortbildungsnachweise, Zertifikate gewissenhaft durchlesen? Nein, er scannt alles kurz ab und nimmt sich dann die wichtigsten Unterlagen vor.

Außerdem sparen Sie selbst Zeit und Nerven, wenn Sie sich nur auf die wichtigsten Dokumente konzentrieren. Überflüssigen Ballast sortieren Sie aus. Die Frage ist nur: Was ist denn relevant – und was ist Ballast?

Diese Anlagen gehören in Ihre Bewerbung:

  • Nur der Nachweis der höchsten (Hoch)Schulausbildung. Akademikern reicht einzig das Bachelor- oder Masterzeugnis. Nicht-Akademiker fügen ihr Abiturzeugnis, die mittlere Reife oder den Hauptschulabschluss bei.
  • Nicht mehr als drei qualifizierende Arbeitszeugnisse. Das sollten optimalerweise die letzten drei Arbeitszeugnisse sein. Es könnten aber auch die drei wichtigsten sein — oder die drei, die inhaltlich am besten zur angestrebten Stelle passen.
  • Legen Sie Ihrer Bewerbung nicht mehr als zwei Referenzen bei. Am besten, die Referenzen sind so aktuell wie möglich.
  • Stationen im Ausland kommen bei den meisten Arbeitgebern gut an. Nachweise oder Zeugnisse, die Sie dort erhalten haben, sollten Sie unbedingt ins Deutsche übersetzen und beglaubigen lassen – und der Bewerbung beifügen. Das gilt auch für Hochschulzeugnisse. Nicht jeder Personalverantwortliche kann mit englischen Dokumenten etwas anfangen. Und mit chinesischen oder spanischen erst recht nicht.

Anlagen Bewerbung Arbeitszeugnis

Anlagen Bewerbung ArbeitszeugnisEin Arbeitszeugnis ist nicht per se ein glaubwürdiges Dokument. In der Tat schreiben viele Arbeitnehmer ihr Zeugnis selbst – oder sie erhalten ein allzu wohlwollendes. Das ist so.

Und dennoch: Überflüssig sind Arbeitszeugnisse keineswegs. Die meisten Personaler erwarten weiterhin, dass Bewerber ihre Arbeitszeugnisse vollständig ihrer Bewerbung beifügen. Viele Absagen gründen sich auf vorgelegte Arbeitszeugnisse.

Und jetzt kommt der entscheidende Punkt: Die geringsten Erfolgsaussichten haben Bewerbungen, denen gar kein Arbeitszeugnis beiliegt. Sie erwecken den Eindruck, als habe der Bewerber etwas zu verbergen.

Darum: Besser schlechte (oder durchschnittliche) Arbeitszeugnisse als gar keine!

Anlagen Bewerbung Tipps

Unser Rat: Senden Sie bei einer Bewerbung stets Anlagen mit! Es sei denn, Sie reichen eine formlose Bewerbung oder eine Kurzbewerbung ein. Dann sind Anlagen überflüssig, weil unnötiger Ballast.

Überladen sollten Sie Ihre Bewerbung nicht. Kein Personaler hat Zeit und Lust, sich durch ein ganzes Buch an Unterlagen zu arbeiten. Beschränken Sie sich also auf die relevanten Anlagen. Aber welche sind das? Bei der Beantwortung kommt es insbesondere darauf an, zu welcher Bewerberklientel Sie zählen.

Zunächst sollte sich ein Bewerber diese Frage stellen: Welchem Zweck dienen Anlagen eigentlich?

Anlagen sollen den Eindruck des Personalers verfeinern. Sie sind ein objektiver Beleg für die Angaben, die Sie selbst im Lebenslauf gemacht haben. Denn Anlagen wie Zeugnisse, Zertifikate und Referenzschreiben wurden nicht vom Bewerber selbst verfasst, sondern von einem Dritten. Sie verleihen Ihrer Bewerbung Glaubwürdigkeit. Außerdem können sie relevante Zusatzinfos und interessante Details enthalten – über Ihre Qualifikationen oder Tätigkeiten zum Beispiel.

Relevant sind somit alle Unterlagen, die belegen, dass Sie die notwendigen Qualifikationen für die ausgeschriebene Stelle haben. Und die zeigen, dass Sie diesbezüglich Erfahrungen und Erfolge vorweisen können.

Auch für das Anlagenverzeichnis gilt: Schneidern Sie es individuell auf den jeweiligen Arbeitgeber zu. Ein branchenfremdes Praktikum ist für ihn wahrscheinlich komplett uninteressant.

Auch sinkt die Relevanz alter Unterlagen mit fortschreitender Dauer. Beispiel Abiturzeugnis: Wenn Sie über 30 und als Akademiker schon jahrelang in Ihrem Beruf tätig sind, müssen es bei Ihrer Bewerbung nicht mehr beilegen – Hochschulzeugnis genügt! Wie gesagt: Zeit und Lust des Personalers sind endlich. Außerdem können Sie Unterlagen bei Bedarf immer noch nachreichen.

Diese Anlagen sind besonders wichtig für Sie als…

  • Schüler

    Das Schulzeugnis hat Priorität. Praktikumszeugnisse und Arbeitszeugnisse aus Ferien- oder Nebenjobs sind wertvoll, weil sie von Einsatz und praktischer Erfahrung zeugen.

  • Hochschulabsolventen

    Für sie gilt das Gleiche wie für Schüler. Da Absolventen noch über wenig Berufserfahrung verfügen, kommt jeder beigefügten Einzelanlage eine große Bedeutung zu. Neben dem Hochschulzeugnis, Praktikums- und Arbeitszeugnissen können ehrenamtliches Engagement, Weiterbildungszertifikate (sofern sie zur angestrebten Stelle passen) und Nachweise über Auslandsaufenthalte Gold wert sein.

  • Bewerber mit wenig Berufserfahrung

    Für sie zählt jeder Nachweis über ihre Einsatzfähigkeit. Darum könnten auch Praktikums- oder Arbeitszeugnisse beigefügt werden, die in einer völlig anderen Branche erworben wurden.

  • Bewerber mit viel Berufserfahrung

    Sie sollten möglichst viele Anlagen aussieben. Nur die aktuellsten oder besten Arbeitszeugnisse, Referenzen und Zertifikate aufnehmen!

  • Bewerber in bestimmten Berufsgruppen

    In manchen Berufen kommt es weniger (bzw. nicht nur) auf die formelle Qualifikation an, sondern mehr darauf, dass jemand seinen Job gut machen kann. Arbeitsproben, die das belegen, sind der Goldstandard. Unentbehrlich sind Arbeitsproben unter anderem, wenn Sie als Journalist, Redakteur, Redenschreiber, Designer, Grafiker, Mediengestalter, Fotograf, Softwareentwickler, Wissenschaftler oder Architekt arbeiten.

Überflüssige Anlagen in der Bewerbung

Diese Anlagen sollten Sie sich sparen. Sie haben in Ihrer Bewerbung nichts verloren und generieren keinen Mehrwert. Im Gegenteil, Sie schießen sich damit womöglich selbst ins Bein…

  • Ihre Diplomarbeit, Magisterarbeit, Bachelorarbeit oder Masterarbeit (es sei denn, Sie bewerben sich im wissenschaftlichen Bereich oder Ihre Arbeit passt inhaltlich exakt zur angestrebten Position)
  • Dissertation
  • Pressemeldungen über Ihre Person oder (frühere) Firma
  • Vorträge, die Sie mal gehalten haben
  • Interne Bewertungen, zum Beispiel aus einem Jahresgespräch
  • Zwischenzeugnis (höchstens als Ersatz für ein fehlendes Arbeitszeugnis)
  • Veraltete Weiterbildungsnachweise (Beispiel: ein 10 Jahre altes IT-Zertifikat könnte den Eindruck vermitteln, dass Sie seitdem kein Wissen mehr hinzugewonnen haben – und damit in der Bewerbung kontraproduktiv sein.)

Das Anlagenverzeichnis

Im Anlagenverzeichnis führen Sie auf, welche Anlagen Sie Ihrer Bewerbung beigefügt haben und in welcher Reihenfolge. Dies gibt dem Personalentscheider einen kurzen Überblick.

Das Anlagenverzeichnis wird klassischerweise im Anschreiben ganz unten platziert. Sie schreiben das Wörtchen Anlagen linksbündig drei Zeilen unter die Grußformel. Sie können es auch rechtsbündig auf der Höhe Ihres Namens platzieren, falls der Platz knapp ist. Achten Sie darauf, die gleiche Schriftart und Schriftgröße zu verwenden, die Sie auch für den Rest des Anschreiben herangezogen haben.

Sie können dabei von Anlagen sprechen. Es gibt aber noch andere Synonyme. Alle sind richtig und akzeptiert. Suchen Sie sich einfach Ihren Favoriten heraus:

  • Anlagen
  • Anlagenverzeichnis
  • Inhalt
  • Anhang

Dahinter listen Sie dann die einzelnen Dokumente auf, die Sie Ihrer Bewerbung beigelegt haben. Beispiel:

Anlagen:
– Schulzeugnisse
– Arbeitszeugnisse
– Referenzen

Aber: Heutzutage ist ein Anlagenverzeichnis gar nicht mehr zwingend erforderlich. Sie können es auch weglassen und den gewonnenen Platz nutzen, um in Ihrem Anschreiben noch ein schlagkräftiges Argument unterzubringen. Verzichten sollten sie auf ein Verzeichnis, wenn Sie so viele verschiedene Dokumente unterbringen, dass die Auflistung viel zu viel Raum beanspruchen würde (Beispiel: Schulzeugnisse, Hochschulzeugnisse, Arbeitszeugnisse, Praktikumszeugnisse, Weiterbildungszertifikate, Bescheinigungen über Sprachtests, Referenzen, Arbeitsproben…). Auf keinen Fall sollten Sie ein Extra-Blatt für Ihr Anlagenverzeichnis anfertigen.

Wenn hingegen noch Platz unter dem Anschreiben ist und die Zahl Ihrer Anlagen nicht ausufert, können Sie durchaus ein kurzes Anlagenverzeichnis für den schnellen Überblick mitliefern. So könnte das aussehen – zwei Anschreiben mit Anlagenverzeichnis als Beispiel:

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Ehrlich bleiben!

Anlagen Bewerbung auflistenEhrlich währt am längsten. Die alte Redewendung ist in die Jahre gekommen. Gültig ist sie aber noch immer. Bleiben Sie also in Ihrer Bewerbung bei der Wahrheit – auch in Bezug auf die Anlagen!

Falls Sie etwa die negative Beurteilung aus Ihrem letzten Job unterschlagen wollen, fällt das dem geübten Auge auf. Kritische Nachfrage im Vorstellungsgespräch garantiert. Besser, Sie sprechen den Makel im Anschreiben oder spätestens im Bewerbungsgespräch proaktiv an und erklären oder relativieren ihn.

Auch dann gilt: Nicht lügen, aber hübscher ausmalen oder zu Ihren Gunsten interpretieren dürfen Sie einen unschönen Abgang natürlich sehr wohl.

Anlagen E-Mail-Bewerbung

Das ist speziell bei einer E-Mail-Bewerbung wichtig:

  1. PDF-Dokument

    Fassen Sie Ihre Bewerbung in der richtigen Reihenfolge in einem (!) PDF-Dokument zusammen. Das beinhaltet neben Anschreiben, Deckblatt und Lebenslauf auch Ihre Anlagen. So hat der Empfänger alle notwendigen Unterlagen an einem Ort. Ein Klick genügt – das erleichtert ihm die Arbeit.

  2. Titel

    Dem PDF-Dokument geben Sie einen passenden Dateinamen. Er soll den Inhalt korrekt wiedergeben und dem Empfänger die Zuordnung erleichtern. Eine sinnvolle Beschriftung wäre etwa: Max_Mustermann_Bewerbungsunterlagen_Meistermann-AG.

  3. Dateigröße

    Die Faustregel besagt: Verschicken Sie keine Dokumente mit mehr als 5 MB! Alles darüber wäre zu viel und könnte womöglich zu technischen Problemen führen. Sie zeigen dadurch übrigens auch, dass Ihre EDV-Kenntnisse nicht in der Urzeit stehengeblieben sind.

  4. Kontrolle

    Schicken Sie Ihre Bewerbung zur Kontrolle vorher einmal an sich selbst. So können Sie checken, ob alles sitzt – und die Anlagen richtig im PDF zusammengefügt wurden.

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Assessment Center: Vorbereitung, Übungen, Beispiele

Ein Assessment Center (AC) ist weniger Ponyhof, mehr Spießrutenlauf. Allein der Gedanke ans AC treibt so manchem Kandidaten die Schweißperlen auf die Stirn. Immerhin handelt es sich um ein Auswahlverfahren, das darauf abzielt, die Bewerber in jeder Minute zu beobachten, zu prüfen, zu durchleuchten. Wer das Assessment Center gut übersteht, darf sich dafür berechtigte Hoffnungen auf den Traumjob machen. Wer aber nicht fehlerlos durch die Veranstaltung kommt, hat womöglich alle Chancen verspielt. Und Fettnäpfchen warten während des Assessment Centers fast überall…

Assessment Center Definition

Assessment ist englisch und bedeutet so viel wie Bewertung, Feststellung oder Einschätzung. Ein Assessment Center ist demzufolge ein Verfahren, das Bewerber bewertet und einschätzt. Dabei geht es vor allem um die Frage, ob der- oder diejenige für die vakante Stelle im Unternehmen geeignet ist – fachlich wie persönlich.

Entweder führt das Unternehmen das Assessment Center selbst durch oder es holt sich Hilfe von externen Beratern ins Haus. Die Kandidaten müssen in der Regel einzelne Tests, Übungen, Plan- und Rollenspiele sowie Auswahlgespräche bestehen. Am Ende steht die Beurteilung, die entweder einzeln oder in Gruppen durchgeführt wird. Ein Assessment Center kann aus mehreren Runden bestehen und bis zu drei Tage dauern.

Mittelständische Unternehmen setzen ein Assessment Center meist ausschließlich zur Personalauswahl ein, Konzerne nutzen es auch zur Entwicklung der eigenen Belegschaft. Schon in den Zwanzigerjahren des 20. Jahrhunderts wählte das deutsche Militär seinen Nachwuchs mit derartigen Testverfahren aus (nur, dass man sie damals noch nicht Assessment Center nannte), danach geriet das Instrument aber schnell in Vergessenheit.

Erst in den Fünfzigern feierte das Assessment Center jenseits des großen Teichs in den USA sein Revival. Auch in Deutschland war es ein US-Konzern, der das erste Assessment Center auf die Beine stellte: IBM im Jahr 1969.

Heute kommt das Assessment Center wie selbstverständlich daher – manchmal auch unter anderem Namen. Manchmal begegnet dem Bewerber das Assessment Center auch als:

  • Auswahlverfahren
  • Testverfahren
  • Bewerbertest
  • Bewerbertag
  • Auswahlverfahren

Assessment Center Vorbereitung

Dieser Leitsatz gilt fast immer: Gut vorbereitet, ist halb gewonnen. Wer nicht völlig ahnungslos ins Assessment Center geht, erhöht seine Erfolgsaussichten um ein Vielfaches.

Andererseits gilt auch fürs Assessment Center: Eine gute Vorbereitung ist die halbe Miete – aber nicht die ganze. Ein bisschen Lockerheit, ein bisschen Unverkrampftheit tun ebenfalls gut (wenngleich sich das natürlich schwer trainieren lässt). Immerhin werden Sie in jedem Fall während der Übungen im Assessment Center auch improvisieren müssen.

Assessment Center Vorbereitung: So rüsten Sie sich fürs AC:

  1. Antizipation

    Sobald Sie das Einladungsschreiben fürs Assessment Center vor sich auf dem Monitor erblicken, können Sie im Grunde mit der Vorbereitung beginnen. Denn nun haben sie die Basis-Informationen, die Sie brauchen. Inhalte, Zeiten, Ablauf. Wer mögliche Aufgaben antizipiert (siehe unten), kann sich entsprechend vorbereiten und Vorteile verschaffen.

  2. Informationen

    Was wissen Sie über die Firmenhistorie? Welche Produkte stellt das Unternehmen her? In welchen Feldern ist es aktiv? Kennen Sie mehr als nur den einen Standort? Sammeln Sie im Vorfeld des Assessment Centers umfassende Informationen über Ihren potenziellen Arbeitgeber. Die wichtigsten Daten – zum Beispiel Mitarbeiterzahl oder Gründungsjahr – dürfen Sie sogar auswendig lernen.

  3. Jobprofil

    Um welches Jobprofil geht es eigentliche genau? Welche Fähigkeiten und Kompetenzen sind für die Stelle relevant – und welche sind weniger wichtig? Setzen Sie sich mit der ausgeschriebenen Position genau auseinander. Das hilft Ihnen später im Job, aber auch schon im Assessment Center.

  4. Anreise

    Auch beim AC ein No-go: Zu spät erscheinen. Denn wahrscheinlich geht das Assessment Center ja nicht direkt vor Ihrer Haustür, sondern in einer fremden Stadt über die Bühne. Planen Sie daher rechtzeitig Ihre Anreise. Bahntickets kaufen, Unterkunft buchen, auch die Anfahrt vor Ort planen. Und berechnen Sie genügend Pufferzeiten ein, um unnötigen Reisestress zu vermeiden.

  5. Tagesgeschehen

    Halten Sie sich über Politik und Wirtschaft auf dem Laufenden. Und behalten Sie die Branche, in der Sie unterwegs sind bzw. für die Sie sich bewerben, ganz genau im Auge. Im Assessment Center kann es passieren, dass aktuelle Geschehnisse in Fallbeispiele oder Analyseaufgaben eingewoben werden. Und auch beim Mittagessen mit dem Personaler wollen sie ja nicht durch Unwissenheit glänzen…

Assessment Center Ablauf

Zwar kann jedes Unternehmen das Assessment Center individuell gestalten und an die eigenen Bedürfnisse anpassen, doch orientieren sich die Abläufe dabei an einem immer wiederkehrenden Muster: So sehen Assessment Center in der Regel aus…

  • Selbstpräsentation

    Die Selbstpräsentation steht fast immer am Anfang des Assessment Centers. Der Kandidat stellt sich kurz und prägnant vor. Auch sollten Sie Bezug auf die konkrete Stelle nehmen.

    Ihre Stärken und Erfolge sollten Sie ebenfalls herausstellen – zum Beispiel als Höhepunkt am Ende Ihres Vortrags. Vor allem Führungskräfte sollten ein paar Details zu Ihren bisherigen Highlights vorbringen können. Trotzdem wird der Interviewer Sie auch nach Ihren Schwächen fragen. Bereiten Sie sich darauf vor.

    Ihre Schwächen können Sie mit dem Hinweis verknüpfen, dass Sie aktiv daran arbeiten, diese zu überwinden. Was tun Sie, um besser zu werden? Das bringt Ihnen weitere Pluspunkte.

    Schon zu Beginn sehr wichtig: Umgangsformen und Körpersprache. Suchen Sie den Blickkontakt? Legen Sie nervöse Ticks an den Tag? Wirken sie selbstbewusst?

    Typisch sind solche Fragen:

    • Was machen Sie den lieben langen Tag über?
    • Wie machen Sie das und warum?
    • Welches waren Ihre größten Erfolge?
    • Wo sind Sie gescheitert und warum?

    Bemühen Sie sich, so lebensnah wie möglich zu antworten. Also nicht abstrakt, sondern lieber in Beispielen und Anekdoten. Meist handelt es sich um offene Fragen, die sich nicht durch ein schlicht Ja oder Nein beantworten lassen.

    Es geht auch nicht darum, dass Sie richtig oder falsch antworten, sondern dass Sie Dialogfähigkeit, Initiative und eine aktive Gesprächsführung beweisen. Das können Sie für sich nutzen.

    Natürlich dürfen Sie auch Rückfragen stellen – oder eigene Akzente setzen. Zum Beispiel so: „Das ist eine gute Frage, aber zunächst möchte ich noch mal betonen, dass…“

  • Übungen

    Jetzt beginnt die Zeit der Übungen. Einen Standard-Ablauf dafür gibt es nicht. Es kann sich um eine Postkorbübung handeln, aber auch um Konzentrations- oder Intelligenztests.

    Auf Übungen sollten sich insbesondere Berufsanfänger einstellen. Bei Fach- und Führungskräften werden die Fähigkeiten, die in solchen Übungen abgefragt werden, vorausgesetzt. Führungskräfte bekommen es eher mit umfangreichen Einzelinterviews zu tun, die Führungsverhalten und soziale Kompetenzen zum Vorschein bringen – oder auch nicht.

  • Rollenspiele

    Als Nächstes kommt die Phase der Rollenspiele, Fallstudien und Gruppendiskussionen.

    Diese sind in Assessment Centern für Berufsanfänger Usus, in Manager-ACs hingegen eher ungewöhnlich. Nicht selten knüpfen die Themen an das aktuelle Wirtschaftsgeschehen an. Neben Fachwissen werden aber vor allem Teamgeist und Lösungskompetenz erwartet.

    Für Kandidaten wichtig: Versuchen Sie nicht, Ihre eigene Meinung auf Biegen und Brechen durchzusetzen, sondern führen Sie ein konstruktives, gleichberechtigtes Gespräch, bei dem Sie auch die Standpunkte der Gegenseite wertschätzen. Keine gute Taktik ist es ebenfalls, sich mit verschränkten Armen in die Defensive zurückzuziehen.

    Grundsätzlich empfehlenswert: Merken Sie sich die Namen Ihrer Mitbewerber und sprechen Sie sie damit an. So finden Sie nicht nur schneller Verbündete, sondern beweisen auch Aufmerksamkeit – und dass Sie mit Menschen umgehen können.

  • Feedback

    Das Feedback-Gespräch bildet den – hoffentlich krönenden – Abschluss des Assessment Centers. Erst werden Sie nach Ihrer Selbsteinschätzung gefragt. Wie hat es Ihnen gefallen? Welchen Eindruck hatten Sie von sich selbst? Danach folgt die Einschätzung der Jury.

    Nicht vergessen: Sie haben während des Feedback-Gesprächs durchaus noch die Möglichkeit, Punkte zu sammeln und vorherige Fehler auszubügeln. Ein gelungenes Feedback-Gespräch rundet Ihre Gesamtperformance im Assessment Center ab.

    Dabei sollten Sie Ihr Licht zwar nicht unter den Scheffel stellen, aber auch keine Loblieder auf sich selbst singen. Eine gesunde Mischung aus Understatement und Selbstbewusstsein ist hier angebracht.

Assessment Center Übungen

Im Assessment Center möchte sich das Unternehmen ein Bild von Ihren Soft Skills machen. Wie arbeiten und denken Sie? Wie kreativ sind Sie? Wie selbstbewusst und durchsetzungsfähig sind Sie? Allein durch Gespräche und Beobachtungen lassen sich diese Fähigkeiten und Qualifikationen schwerer feststellen, als wenn man zusätzlich auf ein Assessment Center zurückgreift.

Die für den Job wichtigen Eigenschaften werden daher mithilfe spezieller Aufgaben und Übungen abgefragt. Mal geht es darum, im Team zusammenzuarbeiten. Mal müssen Sie sich als Einzelperson profilieren. Wir stellen Ihnen die Klassiker der Assessment-Center-Übungen vor und geben Ihnen wertvolle Tipps.

Diese Übungen könnten im Assessment Center auf Sie warten:

  • Selbstpräsentation

    Die Selbstpräsentation ist fester Bestandteil der meisten Assessment Center. Sie ist häufig die Anfangsaufgabe.

    Dabei müssen Sie etwas über sich und Ihren Werdegang erzählen. Versuchen Sie kompetent, aber auch sympathisch zu wirken – Sympathiefaktor niemals unterschätzen! Wenn Sie hier einen guten Einstieg finden, gibt Ihnen das Schwung für den Rest des Assessment Centers.

    Unbedingt Körpersprache beachten: Blickkontakt halten, deutlich und laut genug sprechen, Selbstbewusstsein ausstrahlen und von nervösen Spielereien mit Füßen und Händen absehen.

    In der Selbstpräsentation sollten Sie zudem auf Ihre Stärken und bisherigen Erfolge eingehen – und auf Rückfragen, die Ihre Interviewer (meist sind es mehrere Personen, die Ihnen gegenübersitzen) Ihnen stellen. Fragen, die auf Sie zukommen, können von der Art sein, wie man sie aus einem Vorstellungsgespräch kennt (Auf welchen Erfolg sind Sie stolz? Wann sind Sie gescheitert?).

    Sie können aber auch in Gestalt einer Aufgabe auftauchen. Ein Beispiel: Bitte erläutern sie in maximal zehn Minuten, wie Sie die Universität in Ihrer Persönlichkeitsentwicklung geprägt hat. Sie haben fünf Minuten Zeit, um sich vorzubereiten.

    In diesem Fall notieren Sie sich am besten die wichtigsten Aspekte stichpunktartig auf einem Zettel – und sortieren sie so, dass Ihr Vortrag eine Struktur bekommt. Übrigens müssen Sie gar keine Jubelarien auf sich selbst verfassen (ist vielen Bewerbern unangenehm). Beschreiben Sie viel, werten Sie wenig. Und: Vermeiden Sie überflüssige Branchenfloskeln und Hohlphrasen.

    Und noch ein Tipp: Gehen Sie nicht zu sehr ins Detail und gehen Sie auch nicht chronologisch vor. Die wichtigsten Punkte kommen an den Anfang Ihres Vortrags – und nehmen auch den größten Raum ein. Sie können zuhause schon mal derartige Vorträge üben, indem Sie die Zeit stoppen. Fünf, zehn oder 15 Minuten – so kriegen Sie ein Gefühl für die Zeit.

  • Postkorbübung

    Der Klassiker im Assessment Center ist der Postkorb. Dabei wird eine Arbeitssituation simuliert, die Ihre Entscheidungsfähigkeit und Stressresistenz testen soll. Wie gut können Sie unter Zeitdruck arbeiten? Die Postkorbübung zeigt es dem Personaler.

    Eine typische Postkorbübung im Assessment Center sieht so aus: Sie kommen von einem wichtigen Termin ins Büro, haben aber schon den nächsten vor sich. Ihnen bleibt eine halbe Stunde, um die Nachrichten und Aufgaben, die während Ihrer Abwesenheit aufgelaufen sind, zu bearbeiten. Wie gehen Sie vor?

    Dann gilt zunächst einmal: Keine Panik, Ruhe bewahren! Niemand erwartet von Ihnen, einen Berg an Nachrichten abzutragen – selbst wenn 100 Mails theoretisch auf Bearbeitung warten wollten. Meist ist die Postkorbübung so konzipiert, dass Sie gar nicht alles in der vorgegebenen Zeit schaffen können. Viel wichtiger ist, dass Sie die Aufgaben sichten und priorisieren.

    So könnten Sie bei dieser Postkorbübung im Assessment Center vorgehen:

    • Überblick verschaffen
    • Aufgaben herausfiltern, die dringlich sind (z.B. die mit einer Deadline)
    • Aufgaben identifizieren, die schnell erledigt werden können
    • Aufgaben identifzieren, die geschoben werden können
    • Aufgaben auswählen, die wichtig sind und deren Bearbeitung Vorrang hat

    Tipp: Einer Aufgabe den Vorzug vor einer anderen geben – dafür gibt es sicher gute Gründe. Sie müssen die Gründe dann allerdings auch darlegen können. Von Ihnen wird in einem Assessment Center erwartet, dass Sie Ihre Entscheidungen erklären und rechtfertigen können. Stellen Sie sich darauf ein, dass die Interviewer versuchen werden, Sie unter Druck zu setzen.

  • Rollenspiel

    Auch beim Rollenspiel handelt es sich um eine simulierte Arbeitssituation. Mit dem Unterschied, dass Sie im Rollenspiel nicht alleine agieren. Es kann sich zum Beispiel um ein nachgestelltes Kundengespräch handeln, bei dem Sie einen aufgebrachten Kunden beruhigen müssen – oder um ein Feedbackgespräch mit einem Mitarbeiter.

    Beim Rollenspiel müssen Sie Ihre Social Skills (auch Soft Skills genannt), Einfühlungsvermögen, Konfliktfähigkeit, Kompromissbereitschaft und Überzeugungskraft unter Beweis stellen.

    Eine Beispielaufgabe für ein Rollenspiel im Assessment Center könnte so lauten: Sie sind Abteilungsleiter. Ein Mitarbeiter von Ihnen ist notorisch unpünktlich. Ihre Aufgabe: Stellen Sie den Mitarbeiter zur Rede. Wie gehen Sie vor?

    Nicht zu streng, aber auch nicht zu generös sein – dieser Test ist eine Gratwanderung. Sorgen Sie zunächst für eine angenehme Gesprächsatmosphäre und legen Sie dem Mitarbeiter dann sachlich Ihr Anliegen dar. Fragen Sie nach dem Grund für seine Unpünktlichkeit. Höflich, aber bestimmt. Danach erarbeiten Sie gemeinsam eine Lösung, aber sagen dem Mitarbeiter auch klar und deutlich, was Sie von ihm erwarten.

    Grundsätzlich wichtig bei dieser Aufgabe:

    • Gesprächspartner aussprechen lassen und zuhören
    • Problem erörtern
    • Lösungsvorschläge anbieten
    • Empathie UND Führungsstärke demonstrieren

    Tipp: Bleiben Sie immer ruhig und sachlich. Keine emotionalen Ausbrüche!

  • Fallstudie

    Dabei wird Ihrer mehrköpfigen Gruppe eine Projektaufgabe aus dem Unternehmenskontext vorgesetzt. Diese soll sie gemeinsam bearbeiten und am Ende eine Lösung präsentieren. Zunächst wird festgelegt, wer welche Rolle im Team einnimmt. Die Übung soll zeigen, ob Sie strategisch und analytisch denken können.

    Beispielaufgabe für eine Fallstudie im Assessment Center: In sechs Wochen soll das neue Produkt auf den Markt kommen. Nur die passende Einführungsstrategie fehlt noch. Entwickeln Sie sie. Ihnen stehen dafür 15 Minuten zur Verfügung.

    Die Fallstudie wird mit großer Wahrscheinlichkeit aus dem Branchenkontext des Unternehmens stammen. Möglicherweise handelt es sich sogar um eine Situation, die so oder so ähnlich bereits aufgetreten ist. Darum ist es wichtig, hier ein Grundwissen über das Unternehmen, Branche, Produkte und/oder Dienstleistungen mitzubringen. Je besser Sie im Bilde darüber sind, desto aussichtsreicher Ihre Chancen.

    Hier geht es weniger um die Details, mehr um die Gesamtausrichtung. Für Kleinigkeiten haben Sie nicht ausreichend Zeit. Argumentieren Sie lieber aus der Vogelperspektive.

  • Gruppendiskussion

    Hier ist der Name Programm: Die Gruppe diskutiert ein vorgegebenes Thema – und dieses möglichst kontrovers. Man könnte die Übung auch als einen Wettbewerb der Ideen umschreiben.

    Dabei geht es darum, dass Sie und Ihre Ideen im Vergleich zu den anderen möglichst gut abschneiden. Sie müssen das Thema durchdringen, Position beziehen und Ihre argumentativ stark vertreten. Bei der Gruppendiskussion schaut das Unternehmen genau auf Ihre Rhetorik, Überzeugungskraft und Kooperationsbereitschaft.

    Beispielaufgabe für eine Gruppendiskussion im Assessment Center: Sollen Ihre Vertriebsmitarbeiter ihre schicken Benziner gegen Elektroautos eintauschen? Sie haben 20 Minuten, um in der Diskussion Stellung zu beziehen und Ihren Argumenten Gehör zu verschaffen.

    Auch hier sollten Sie generell höflich und sachlich bleiben. Ein Löffel Leidenschaft schadet Ihnen aber auch nicht, wenn Sie die anderen mit Ihren Argumenten überzeugen wollen. Nehmen Sie aber dennoch die Meinung der anderen Kandidaten sehr ernst, hören Sie zu und fallen niemandem ins Wort. Am Ende könnten Sie in der Gruppe durch einen Kompromiss zu einem Ergebnis kommen.

    Tipp: Treten Sie selbstbewusst auf und verstecken Sie sich nicht. Körpersprache beachten!

  • Fact Finding

    Die Fact-Finding-Übung ist eine Variante der klassischen Fallstudie. Der Clou: Sie erhalten keine fertige Mission, sondern müssen sich die relevanten Informationen selbst zusammensuchen. Alles, was Sie haben, sind ein skizziertes Problem und bruchstückhafte Infos.

    Dafür wird jedem Teilnehmer in der Regel ein Partner zur Seite gestellt, der als Experte fungiert und die entsprechenden Fakten liefern kann – vorausgesetzt, der Kandidat stellt die richtigen Fragen.

    Bei der Fact-Finding-Übung werden Ihre analytischen Fähigkeiten, Problemlösungskompetenz und Auffassungsgabe auf die Probe gestellt.

  • Tests

    Sie sind noch lange nicht aus der Mode: Tests, mit denen im Assessment Center das Wissen der Kandidaten abgefragt wird.

    Die Inhalte können ganz unterschiedlich sein. Zum Einsatz könnte etwa ein Fremdsprachentest kommen, um die sprachlichen Fertigkeiten der Kandidaten auf die Probe zu stellen. Dies ist sinnvoll in bestimmten Branchen und Berufen (z.B. Reisebranche, Dolmetscher, Übersetzer).

    Auch der Wissenstest ist ein beliebtes Instrument im Assessment Center. Das Auswahlverfahren einer Journalistenschule beispielsweise ist ohne umfassenden Test über Politik und Geschichte quasi unvorstellbar.

  • Konstruktionsübung

    Die Konstruktionsübung kommt meist in technischen Unternehmen zum Einsatz. Speziell Ingenieure und andere Techniker sollten sich auf sie einstellen.

    Der Gruppe werden dabei im Assessment Center verschiedene Materialien zur Verfügung gestellt. Aufgabe ist es, daraus ein vorgegebenes Objekt zu bauen. Eine Variante ist es, zwei Teams gleichzeitig gegeneinander antreten zu lassen.

    Wichtig sind in dieser Übung Teamfähigkeit, Überzeugungskraft und Führungsstärke, Abstraktionsvermögen – und ein Schuss Kreativität à la MacGyver.

Das Einzelinterview

Assessment Center EinzelinterviewDas Einzelinterview ist ein wichtiger Bestandteil der meisten Assessment Center. Es dient in vielen Fällen dazu, das Testverfahren noch einmal Revue passieren zu lassen und eine Selbsteinschätzung abzugeben.

Davon abgesehen ähnelt das Einzelinterview einem klassischen Vorstellungsgespräch, in dem Motivation, Erfolge, Stärken und Schwächen des Kandidaten zur Sprache kommen. Weiterführende Infos dazu gibt es hier:

Assessment Center Fehler

In Adiletten oder eine Stunde zu spät kommen – das sind offensichtliche Fehler, die jeden aus dem Rennen kegeln würden. Macht aber vermutlich auch keiner. Gefährlicher sind daher die weniger offensichtlichen Fehler im Assessment Center.

Tatsächlich kann man unterwegs in zahlreiche Fallen tappen, aus denen man nur schwer – oder gar nicht – wieder herauskommt.

Diese Fehler sollten Sie nicht machen, um einen Assessment Center Fail zu vermeiden:

  • Sie haben falsche Erwartungen

    Kein Assessment Center ist wie das andere. Gut möglich, dass Sie von neuen Techniken und Übungen überrascht werden. Kalkulieren Sie das von vornherein mit ein. Einen Standard-Ablauf gibt es nur auf dem Papier. Sollte Sie das Assessment Center voll aus dem Konzept bringen, merken das auch die Organisatoren. Darum: Lassen Sie sich ein Stück weit überraschen.

  • Sie sind nicht spontan

    Verwechseln Sie eine gute Vorbereitung nicht mit dem Gesamtsieg. Der ist auch von einer Portion Improvisation abhängig. Gehen Sie mit einer Grundstrategie ins Assessment Center, lernen Sie die wichtigsten Fakten. Aber vertrauen Sie auch Ihren Instinkten. Wer gar nicht spontan ist, zeigt leider, dass er sich nur schwer auf neue Begebenheiten einstellen kann.

  • Sie wollen Schwächen überdecken

    Ihre ganz persönlichen Schwächen nehmen Sie auch mit ins Assessment Center. Doch Ihr Motto sollte sein: Stärken nach vorne! Konzentrieren Sie sich darauf, Ihre Stärken zu zeigen und nicht Ihre Schwächen zu kaschieren. Das ist ein himmelweiter Unterschied.

  • Sie ziehen Ihre Linie nicht durch

    Wer sein Fähnlein in den Wind hängt, wird weggeweht. Immerhin müssen Sie im Assessment Center in Einzelgesprächen überzeugen und in der Gruppe diskutieren. Dabei sollten Sie Ihre Meinung nicht alle zwei Minuten ändern. Wenn Sie sich zu oft und offensichtlich selbst widersprechen, könnte das Zweifel an Ihrer Persönlichkeitsentwicklung aufwerfen.

  • Sie sind zu stark auf Ihre Konkurrenten fixiert

    Es hilft alles nichts: Ein Assessment Center ist ein Wettkampf – Mann gegen Mann, Frau gegen Frau, Mann gegen Frau. Sie wollen und müssen besser sein als die anderen, um den Job zu bekommen. Diesen Fakt sollten Sie aber versuchen weitgehend auszublenden. Konzentrieren Sie sich auf Ihre eigene Leistung und auf Ihr Wissen. Alles andere kommt von alleine. Und versuchen Sie ja nicht, anderen vorsätzlich zu schaden. Im Gegenteil…

  • Sie sind zu egozentrisch

    Teamfähigkeit wird von Arbeitgebern gerne als Kardinalstugend genannt. Was liegt also näher, als sie im Assessment Center unter Beweis zu stellen? Zunächst fokussieren Sie sich natürlich auf Ihre eigene Leistung, aber seien Sie ruhig hilfsbereit. Tauschen Sie sich aus, zeigen Sie, dass Ihnen das Schicksal Ihrer Mitstreiter am Herzen liegt.

  • Sie verbeißen sich zu sehr in die Aufgaben

    Ein Assessment Center ist keine Uni-Prüfung. Ihr Auftreten und Verhalten, Ihre Gestik und Mimik sind mindestens genauso wichtig wie Ihre fachlichen Einlassungen. Verlieren Sie das nicht aus dem Blick. Es kann passieren, dass Sie die richtige Lösung für eine Aufgabe aus dem Hut zaubern, aber durch Ihr Vorgehen trotzdem Ihre Chancen auf die Stelle reduziert haben.

  • Sie lästern über andere

    Absolutes No-Go: Über andere Kandidaten lästern. Sie sind schließlich nicht im Dschungelcamp, sondern in einem Assessment Center, in dem Sie Professionalität beweisen sollen. Lästereien fallen negativ auf Sie zurück. Bitte auch dann verkneifen, wenn im Gegenzug ein anderer über Sie lästern sollte!

  • Sie sind unachtsam

    Konzentration – von Anfang bis Ende! Das ist der vielleicht wichtigste Ratschlag. Denn das Assessment Center ist ein einziger Test, der schon bei der Begrüßung beginnt. Die Begrüßung entscheidet über den ersten Eindruck, für den es bekanntlich keine zweite Chance gibt. Und das gemeinsame Abendessen zum Abschluss, sofern es eines gibt, zeigt dem Personaler, ob Sie Anstand und Manieren mitbringen. Nicht zu früh abschalten!

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Assessment Center Tipps

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E-Mail-Bewerbung: 10 Tipps für Bewerber

e-mail-bewerbung tipps

Die E-Mail-Bewerbung ist längst Standard. Mit Papier können Deutschlands Recruiter nichts mehr anfangen. Auch für die Bewerber ist es sehr viel komfortabler, eine Mail mit den Bewerbungsunterlagen auf den Weg zu bringen. Dennoch kann man bei der E-Mail-Bewerbung eine ganze Menge falsch machen. Zum Beispiel das hier…

E-Mail-Bewerbung: Schritt für Schritt

So machen Sie bei der E-Mail-Bewerbung alles richtig – Schritt für Schritt erklärt:

  • Adresse des Absenders

    Verwenden Sie eine seriöse E-Mail-Adresse für Ihre E-Mail-Bewerbung. Am besten enthält diese Ihren vollständigen Namen. So sind Missverständnnisse (nahezu) ausgeschlossen:

    • vorname.nachname@mailprovider.de
    • anfangsbuchstabevorname.nachname@mailprovider.de

    Bitte keine schlüpfrige oder scherzhafte E-Mail-Adresse nutzen wie etwa:

    • partylöwe999@mail.de
    • suessemaus@mail.de
    • bestermann1@mail.de

    Und hüten Sie auch davor, die E-Mail-Bewerbung von Ihrer beruflichen Adresse zu verschicken, falls Sie sich aus einer festen Position heraus bewerben. Das wäre leichtsinnig – und völlig unnötig.

  • Adresse des Empfängers

    Achten Sie auf die korrekte Adresse des Empfängers. Bitte keine E-Mail-Bewerbung an eine info@-Adresse versenden – beziehungsweise nur dann, wenn Sie der Arbeitgeber explizit darum bittet. Immer den richtigen Ansprechpartner eruieren und dessen E-Mail-Adresse ins Empfängerfeld eintragen:

    • personaler.name@unternehmen.de

    Kleiner Hinweis: Das CC-Feld lassen Sie selbstverständlich frei. Ihre Bewerbung geht nur Sie und Ihren Ansprechpartner etwas an. Sich selbst können Sie aber die E-Mail-Bewerbung unsichtbar zuschicken (im BCC-Feld), um sie nachträglich kontrollieren zu können.

  • Betreff

    Die Betreffzeile ist die Einleitung Ihrer E-Mail-Bewerbung. Bitte nicht unterschätzen! Wenn Sie die Betreffzeile falsch füllen, können Sie das Pech haben, ungelesen im Spam-Ordner zu versanden.

    Bringen Sie unbedingt das Wort Bewerbung in der Betreffzeile unter. Am besten formulieren Sie noch präziser. Der ausgeschriebene Job und eine etwaige Kennziffer gehören nach Möglichkeit ebenfalls hinein. Die Kennziffer finden Sie in der Stellenanzeige. Machen Sie es dem Empfänger so leicht wie möglich.

    So könnte die Betreffzeile Ihrer E-Mail-Bewerbung lauten:

  • Anschreiben

    Sie haben zwei Möglichkeiten: Entweder Sie kopieren Ihr Anschreiben direkt in die E-Mail oder Sie schicken es im Anhang mit. Ersteres hat den Vorteil, dass der Personaler Ihre Mail öffnet und sofort Ihr Anschreiben durchliest. Sie können mit dem Anschreiben also Akzente setzen. In den Bewerbungsunterlagen dagegen wird ein Anschreiben gerne mal links liegen gelassen.

    Und es gibt noch einen weiteren Vorteil: Wenn Sie nämlich das Anschreiben zu den anderen Anlagen in den Anhang verfrachten, dann müssen Sie noch einen kleinen E-Mail-Text zusätzlich formulieren. Das ist Extra-Aufwand! Dennoch dürfen Sie sich gerne für diese Variante entscheiden, wenn sie Ihnen eleganter erscheint. So könnte der Text lauten:

    Sehr geehrter Herr Mustermann,

    im Anhang sende ich Ihnen meine Bewerbung als Redakteur für das Promi-Magazin. Bei Rückfragen melden Sie sich gerne bei mir unter der Mobilnummer: 0123-456789. Ich freue mich darauf, bald von Ihnen zu hören!

    Mit freundlichen Grüßen
    Hans Hansen

  • Sprache

    Es ist zwar „nur“ eine E-Mail, aber bleiben Sie trotzdem sachlich. Keine Whatsapp-Sprache, keine Emojis, keine allzu lockeren Sprüche!

    Eine Bewerbung sollte formell sein: Anrede, Grußformel, Name, Signatur usw. Sicher: In kreativen Branchen könnte auch eine unorthodoxe Bewerbung ziehen. Aber das ist die Ausnahme. Und verzichten Sie auf Reizworte, die der Provider womöglich als Spam einordnet. Dazu zählen Billig oder Angebot, Rechnung oder auch die Kombination Speziell für Sie. Aber wir gehen mal davon aus, dass Sie diese Vokabeln ohnehin nicht eingesetzt hätten…

  • Dokumente

    Eine E-Mail-Bewerbung unterscheidet sich grundsätzlich nicht von einer Papier-Bewerbung. Die Dokumente, die Sie beifügen sollten, sind die gleichen. Allerdings könnte es in der E-Mail-Bewerbung passieren, dass Sie einzelne Dokumente vorher aussortieren müssen. Nämlich dann, wenn das PDF am Ende zu groß wird (dazu mehr im nächsten Absatz).

    Die E-Mail-Bewerbung umfasst:

  • Anhang

    Ihre Anlagen packen Sie in ein einziges PDF (dazu gleich noch ein paar Tipps). Mehr als 5 Megabyte sollte das PDF nicht umfassen. Dies kann bei umfangreichen Bewerbungsunterlagen durchaus schwierig werden. Geben Sie dem Anhang einen sinnvollen Dateinamen wie etwa:

    • Datum_bewerbungsunterlagen_max_muellermann_position_firmenname.pdf
    • max_muellermann_bewerbungsunterlagen_firmenname_datum.pdf

    Auch auf ZIP-Dateien sollten Sie verzichten – die kann nicht jeder öffnen. Ein Ärgernis sind sie in jedem Fall, weil umständlich. Als Anhänge bieten sich hauptsächlich die Formate PDF und DOC an. Dieser Hinweis gilt auch für Apple-Aficionados, die mit Pages-Dokumenten arbeiten. Nicht jeder Personaler hat einen Mac auf dem Schreibtisch.

    Bevor Sie Ihre Bewerbungs-E-Mail abschicken, vergewissern Sie sich, dass Sie den Anhang auch wirklich hochgeladen haben. Es passiert schon mal, dass ein Rechner den Befehl nicht korrekt ausführt. Oder dass man den Anhang schlicht vergisst. Man könnte Ihnen dann mangelnde Sorgfalt vorwerfen. Das wäre ein schlechtes Omen!

    Sollte Ihnen der Lapsus schon unterlaufen sein, dann bringen Sie eine Folgemail auf den Weg – mit einer kurzen Entschuldigung und den korrekten Unterlagen im Anhang. Keine lange Erklärungen und Ausflüchte! Damit machen Sie es nur noch schlimmer…

  • Design

    Keep it simple! Ein Credo, das auch für die E-Mail-Bewerbung goldrichtig ist. Wechseln Sie nicht ständig die Schriftarten in der Bewerbung, bauen Sie keine bunten Bildchen oder Hintergründe ein.

    Personaler stehen auf Klarheit und Übersichtlichkeit. Außerdem wirken kitschige und verspielte Designs unprofessionell. Und so wollen Sie auf keinen Fall auftreten. Ihre E-Mail-Bewerbung soll klar machen, dass man es mit einem Profi zu tun hat – nicht mit einem Clown.

  • Signatur

    Egal, ob Sie das Anschreiben direkt in Ihre E-Mail schreiben oder in den Anhang: Unter Ihre Mail platzieren Sie am besten eine Signatur. Diese enthält Ihren vollständigen Namen, Ihre aktuelle Adresse, Telefonnummer, einen Link zu Ihrer Homepage, Blog oder Online-Profil (Xing, Linkedin, Twitter etc.).

    Optional können Sie auch Ihre Skype- oder Messenger-Kontaktdaten einbauen. Das zeigt, dass Sie die digitale Welt verinnerlicht haben – Pluspunkt! Zudem sind Sie so auf verschiedenen Kanälen gut erreichbar. Signaturen vermitteln Professionalität – und sie sind nützlich.

  • Uhrzeit

    Ein kleines, aber feines Detail bei der E-Mail-Bewerbung: Achten Sie auf den richtigen Zeitpunkt des Versandes. Ungünstig sind Samstage oder Sonntage, weil Ihre Bewerbung dann unter all den Mails untergeht, die bis Montagmorgen im Posteingang des Empfängers gelandet sind. Lieber am Wochenende die E-Mail-Bewerbung fertigstellen und dann bis zum Wochenbeginn warten, um sie auf den Weg zu bringen.

    Auch nachts verschickt man die E-Mail-Bewerbung lieber nicht. Dies wirkt halbseiden und unbedacht. Wer nicht allzu wissenschaftlich an das Thema herangehen möchte, sendet die E-Mail-Bewerbung einfach an einem Werktag zwischen 9 und 18 Uhr – fertig. Und vor Ende der Bewerbungsfrist, sofern es eine gibt, sollte die Mail natürlich ebenfalls rausgegangen sein.

E-Mail-Bewerbung Vorteile

Die E-Mail-Bewerbung bietet vor allem diese Vorteile:

  • Masse

    Der Bewerber kann im Vergleich zur Papiermappe mit weniger Aufwand mehr Bewerbungen versenden.

  • Speed

    Die E-Mail-Bewerbung erreicht den Empfänger schneller. Man kann sie auch kurz vor Ablauf einer Bewerbungsfrist noch auf den Weg bringen.

  • Zeit

    Man kann die E-Mail-Bewerbung bequem von zuhause am Rechner erstellen, versenden und sich den Gang zur Postfiliale sparen – ein großer Zeitvorteil.

  • Kosten

    Die Bewerbungsmail ist günstiger. Porto, Papier und Umschläge entfallen – Kleinvieh macht bekanntlich auch Mist.

  • Umwelt

    Wo weniger Papier verbraucht wird, freuen sich Wald und Klima. Auch wenn auf der anderen Seite ein höherer Stromverbrauch steht, dürfte die E-Mail-Bewerbung umweltfreundlicher sein.

  • Übersicht

    Die Unternehmen profitieren von einer besseren Übersicht durch E-Mail-Bewerbungen. Sie können alle Eingänge komfortabel sortieren, weiterleiten, archivieren. Nebenbei: Der Bewerber selbst hat ebenfalls eine bessere Übersicht über seine Bewerbungen. Er muss keine Strichlisten führen, auf denen er die einzelnen Unternehmen notiert, die er schon angeschrieben hat. Ein Blick in den Versendet-Ordner genügt.

E-Mail-Bewerbung Nachteile

Nichts auf dieser Welt ist nur gut oder nur schlecht. Das gilt auch für die E-Mail-Bewerbung. Sie hat diese Nachteile:

  • Nirvana

    Die E-Mail-Bewerbung erreicht nicht immer den gewünschten Empfänger. Das ist speziell bei einer Initiativbewerbung ein Problem. In dem Fall existiert keine Stellenanzeige, in der die E-Mail-Adresse des Personalverantwortlichen explizit genannt wird. Wenn man also die Bewerbung an ein anonymes Info-Postfach verschickt, könnte sie im digitalen Nirgendwo landen.

    In so einem Fall sollte man vorab Namen und Adresse des richtigen Ansprechpartners ermitteln – durch einen Anruf im Unternehmen zum Beispiel. Aber der verursacht wiederum Aufwand und der geringe Aufwand war doch eigentlich ein Vorteil der E-Mail-Bewerbung

  • Schlampereien

    Die E-Mail-Bewerbung verleitet zur Nachlässigkeit. Eine E-Mail ist flugs formuliert. Man tippt schnell drauflos, so wie bei Whatsapp oder Facebook. Die Anfälligkeit für Flüchtigkeitsfehler und Buchstabendreher steigt.

    Vorteil wiederum: Ein Fehler lässt sich digital sehr viel leichter wieder ausbügeln als auf Papier. Bye bye Tipp-Ex!

  • Unsicherheit

    Einen formellen Brief beginnt man mit Sehr geehrte/r Frau/Herr… – das weiß jeder. Aber wie ist das bei einer Mail? Hallo oder Servus oder Lieber Herr?

    Bei der Anrede fängt die Unsicherheit schon an. Einheitliche Standards gibt es nicht. Und dann das Bewerbungsanschreiben. Platziere ich es direkt im E-Mail-Textfeld oder hänge ich es an? Wo kommen die Anlagen hin? Und welche nehme ich überhaupt? Wie groß dürfen sie sein? Sie sehen: Bei einer Mail-Bewerbung können Fragen aufkommen. Aber dafür haben sie ja uns…

E-Mail-Bewerbung Beliebtheit

Die E-Mail-Bewerbung hat sich in Deutschlands Unternehmen längst etabliert. Das Internet ist der bevorzugte Kanal, die Papierbewerbung hat weitgehend ausgedient.

Für 40,6 Prozent der Arbeitnehmer sind Bewerbungen per E-Mail das Mittel der Wahl. Bewerbungen auf dem Postweg werden dagegen nur noch von 29,4 Prozent der Arbeitnehmer bevorzugt. Dahinter folgen Online-Bewerbungsformulare mit 27,9 Prozent. Zu diesen Ergebnissen kam die Arbeitsmarktbefragung 2019 des Personaldienstleisters Orizon.

Laut Bitkom-Umfrage aus dem Oktober 2018 ist die Bewerbungsmappe sogar „tot“. Demnach wollen nur noch drei Prozent der Personalverantwortlichen in Unternehmen ab 50 Mitarbeitern die Unterlagen auf Papier in einer Bewerbungsmappe empfangen. 86 Prozent bevorzugen dagegen digitale Bewerbungsmaterialien.

Das deckt sich mit einer Monster-Studie, nach der sich nur fünf Prozent der Unternehmen in Zukunft Bewerbungsmappen aus Papier wünschen. Von den Bewerbern selbst wollen sogar nur 1,5 Prozent eine papierne Mappe zusammenstellen.

Bei der E-Mail-Bewerbung versendet man die Unterlagen auf elektronischem Weg. Anschreiben, Lebenslauf, Zeugnisse – alles kommt in die Mail bzw. in ihren Anhang. Der Personaler muss nur in seinen E-Mail-Posteingang schauen und hat alle Fakten auf dem Tisch. Der Gang zur Post, Papierblätter, Briefmarken – alles überflüssig. Die E-Mail-Bewerbung ist für beide Seiten eine Erleichterung.

Aber: Vielleicht ist auch die E-Mail-Bewerbung nur eine Durchgangsstation. Laut Monster-Studie bevorzugen rund 30 Prozent der Unternehmen die Bewerbung per Mail, 74 Prozent wollen künftig auf Bewerbungsformulare setzen (Mehrfachnennungen waren möglich). Dabei stellt das Unternehmen auf seiner Webseite oder Karriereseite ein solches Bewerbungs-Formular zur Verfügung. Die Kandidaten können es am Rechner ausfüllen, werden von Dokument zu Dokument geleitet.

Das Formular hat für den Bewerber den Vorteil, dass er oder sie nichts vergessen kann. Aber ein Online-Formular hat auch Nachteile. So kann man nur schwerlich Akzente setzen, nicht so kreativ sein wie bei einer E-Mail-Bewerbung.

Grundsätzlich gilt: Wenn ein Unternehmen Bewerbungen über ein Online-Formular abwickelt, dann nutzen Sie es als Bewerber auch. Hat es keine, dann reichen Sie Ihre Bewerbung per E-Mail ein.

PDF für die Bewerbung erstellen

Ihre Bewerbungsunterlagen führen Sie bei der E-Mail-Bewerbung in EINEM PDF-Dokument zusammen. Dieses PDF laden Sie als Anhang hoch. Dabei sollten Sie noch ein paar Kleinigkeiten beachten:

  • Tool

    Zunächst brauchen Sie ein Werkzeug, um all die Dokumente zu einem PDF zusammenführen. Nehmen Sie am besten ein kostenloses Online-Tool wie SmallPDF oder SodaPDF. Bitte nicht alle Dokumente einzeln hochladen! Das würde für den Empfänger einen Mega-Aufwand bedeuten – und Sie im Personalbüro schlagartig unbeliebt machen.

  • Dateiname

    Geben Sie dem PDF einen aussagekräftigen Dateinamen. Dieser sollte Ihren Namen, das Wörtchen Bewerbung, die Kennziffer und am besten noch das Datum und den Namen des Unternehmens beinhalten. Wichtig: Mit dem Datum signalisieren Sie, dass Sie nicht irgendeine Uralt-Bewerbung aus dem Hut gezaubert, sondern diese hier ganz neu und individuell erstellt haben. Je präziser, desto besser! Ein guter Beispieldateiname für das PDF Ihrer E-Mail-Bewerbung: 190101_Max_Mustermann_Bewerbungsunterlagen_Entwicklungsingenieur_Siemens

  • Unterschrift

    Auch in der E-Mail-Bewerbung sollten Sie Ihren Lebenslauf unterschreiben. Sie können Ihre Unterschrift einscannen, in das Word-Dokument einfügen und dieses dann als PDF mit den anderen zusammenführen. Unter das Anschreiben setzen Sie Ihre Unterschrift ebenfalls.

  • Einheitlichkeit

    Ihre Bewerbungsunterlagen enthalten viele Daten und Angaben über Sie selbst. Name, Kontaktdaten, Adressen kommen sogar mehrfach vor – im Lebenslauf, auf dem Deckblatt, in der Signatur. Achten Sie darauf, stets die gleichen anzugeben. Wer drei verschiedene E-Mail-Adressen aufführt, wirkt schnell unprofessionell. Hier kommt es häufig zu Fehlern – vor allem dann, wenn alte Dokumente wiederverwendet werden. Also: Am Ende alles nochmal abgleichen!

E-Mail-Bewerbung Checkliste

Darauf bitte in der E-Mail-Bewerbung achten. Eine Übersicht:

  • Verwenden Sie eine seriöse E-Mail-Adresse.
  • Ermitteln Sie den richtigen Ansprechpartner im Unternehmen.
  • Formulieren Sie eine präzise Betreffzeile.
  • Verwenden Sie eine einheitliche Schriftart.
  • Benutzen Sie die (exakt) identische Stellenbeschreibung, die auch in der Stellenanzeige genannt wurde.
  • Bringen Sie die wichtigsten Keywords unter.
  • Führen Sie die Bewerbungsunterlagen in einem PDF zusammen.
  • Verschicken Sie keine ungewöhnlichen Dateiformate und ZIP-Dateien.
  • Fügen Sie das Bewerbungsfoto in den Lebenslauf ein.
  • Schicken Sie nicht zu viele Zeugnisse und Arbeitsproben mit, um die Bewerbung nicht zu überfrachten.
  • Bauen Sie eine Signatur mit den wichtigsten Kontaktdaten und Links ein.
  • Verzichten Sie auf eine Lese- und Empfangsbestätigung (Nervgefahr!).
  • Stellen Sie eine persönliche Grußformel voran.
  • Lassen Sie die unterschiedlichen Dokumente (Anschreiben, Lebenslauf etc.) immer auf einer neuen Seite beginnen.
  • Streuen Sie branchenübliche Fachbegriffe ein, aber sprechen Sie kein Fachchinesisch.
  • Reden Sie den Empfänger in der Sie-Form an.
  • Achten Sie penibel auf korrekte Rechtschreibung und Grammatik.
  • Überschreiten Sie nicht die Dateigröße von 5 MB (es sei denn, das Unternehmen gibt in der Stellenanzeige einen anderen Richtwert an).

Die Checkliste als PDF zum Downloaden oder Ausdrucken finden Sie hier.

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e-mail-bewerbung tipps

[Bildnachweis: Alexey Boldin by Shutterstock.com]

Unzulässige Fragen im Bewerbungsgespräch: Übersicht, Tipps, Antworten

unzulaessige fragen jobinterview

Unzulässige Fragen im Vorstellungsgespräch gibt es mehr, als Sie wahrscheinlich annehmen. So sind Fragen nach einer möglichen Schwangerschaft, Ihrer Religion oder einer Krankheit gesetzlich tabu. Was nicht heißt, dass sich jeder Arbeitgeber auch daran hält. Wie Sie richtig reagieren, wenn Ihnen jemand im Vorstellungsgespräch unzulässige Fragen stellt…

Unzulässige Fragen im Vorstellungsgespräch: Übersicht

Es gibt eine Vielzahl an unzulässigen Fragen – wahrscheinlich mehr, als Sie vermuten würden. Folgende Fragen müssen Sie im Bewerbungsgespräch nicht beantworten. Sie dürfen Sie sogar mit einer Lüge beantworten – das ist meist die elegantere Lösung, weil Sie so Ihre Chancen auf Einstellung wahren.

Unzulässig sind Fragen nach…

  • Schwangerschaft
  • Familienstand/sexuelle Orientierung
  • Religion/Glaube
  • Politische Überzeugungen
  • Behinderung
  • Krankheit
  • Vermögensverhältnisse
  • Lohnpfändungen
  • Vorstrafen
  • Alter
  • Herkunft

Die Übersicht über die unzulässigen Fragen finden Sie als PDF zum Ausdrucken und Mitnehmen hier. Allerdings gibt es zahlreiche Ausnahmen. Im Folgenden die Einzelheiten zu allen wichtigen Themengebieten…

Unzulässige Fragen im Bewerbungsgespräch: Schwangerschaft

Die wohl bekannteste unzulässige Frage im Vorstellungsgespräch ist die nach einer möglichen Schwangerschaft. Bewerberinnen müssen darauf nicht antworten bzw. dürfen sie sogar mit einer Lüge kontern. Schon gar nicht muss die Bewerberin von sich aus darauf hinweisen, dass sie schwanger ist.

Warum probieren Sie es nicht mal mit Ironie und Humor? Nach dem Motto: „Ja, Drillinge sind gerade unterwegs.“ Um danach freundlich-lachend zu ergänzen: „Nein, nur Spaß. Im Ernst: Zum Thema Schwangerschaft möchte und muss ich Ihnen nichts sagen. Ich hoffe, Sie verstehen das.“ Möglich, dass der Arbeitgeber Ihren Humor teilt und Ihre Art mag.

Obwohl die Frage unzulässig ist, fragen viele Arbeitgeber explizit danach. Mutige Kandidatinnen könnten dann mit einer Gegenfrage erwidern, zum Beispiel so. Frage: „Sind Sie schwanger oder wollen Sie in absehbarer Zeit schwanger werden?“ Antwort: „Ich wusste gar nicht, dass das eine Voraussetzung für den Job ist. Hätte ich das gewusst, hätte ich mir vorher Gedanken darüber gemacht, vielleicht noch schnell schwanger zu werden…“

So eine Retourkutsche können Sie wagen – aber natürlich auch sein lassen. Denn nicht jeder Arbeitgeber reagiert positiv und findet das witzig. Fest steht, dass Sie nicht wahrheitsgemäß antworten müssen. Sie können also auch einfach „Nein“ sagen.

Das tat im Übrigen auch eine Bewerberin, die als Schwangerschaftsvertretung eingestellt werden sollte. Der Arbeitgeber fragte sie (unzulässigerweise), ob sie schwanger sei. Die Frau verneinte. Dabei war sie wirklich schwanger.

Das Landesarbeitsgericht Köln urteilte (Az.: 6 Sa 641/12), dass eine Bewerberin dem Arbeitgeber nicht offenbaren muss, dass sie schwanger ist – selbst dann nicht, wenn sie befristet zur Vertretung einer schwangeren Mitarbeiterin eingestellt werden soll und dadurch einen wesentlichen Teil der vertraglich vereinbarten Arbeitszeit gar nicht arbeiten kann. Für den Arbeitgeber zugegeben ärgerlich. Aber eine Handhabe hat er nicht.

Unzulässige Fragen: Regeln und Ausnahmen

Wichtig zu wissen: Unzulässige Fragen sind nicht per se unzulässig. Es gibt zahlreiche Ausnahmen. Sogar die Frage nach einer Schwangerschaft darf unter Umständen gestellt werden – nämlich dann, wenn eine Schwangere den jeweiligen Job nur bedingt oder gar nicht ausüben könnte. Das kann ein Beruf sein, in dem sie schwere Lasten heben müsste und somit ihre Gesundheit und die des Kindes gefährden würde. Oder ein Beruf, in dem der körperliche Einsatz mit einer Schwangerschaft unvereinbar ist, als Model oder Tänzerin etwa.

In diesen Fällen darf der Arbeitgeber ausdrücklich nach einer Schwangerschaft fragen. Und die Bewerberin muss auch wahrheitsgemäß antworten. Tut sie dies nicht, kann der Arbeitgeber den Vertrag rechtlich anfechten.

Hier eine Übersicht im Detail zu unzulässigen Fragen und Ausnahmen:

  • Familienstand/Sexuelle Orientierung

    Ob Sie ledig sind oder verheiratet oder in Kürze den Bund der Ehe schließen wollen, geht den Arbeitgeber nichts an. Fragen nach dem Familienstand sind im Bewerbungsgespräch unzulässig. Sie könnten also etwa auf die Frage, ob Sie verheiratet sind, Ja oder Nein antworten – ganz wie Sie wollen. Auch die Frage nach der sexuellen Identität – ob sie homo-, hetero-, bi-, asexuell oder was auch immer sind – ist nicht gestattet.

  • Religion/Glaube

    Die Frage nach der religiösen Überzeugung oder Konfession ist unzulässig. Aber es gibt Ausnahmen: Eine kirchliche Institution kann ein berechtigtes Interesse daran haben, dass sich die Konfession eines zukünftigen Mitarbeiters mit der eigenen deckt. Ohnehin lässt sich eine Religionszugehörigkeit manchmal nur schwer verheimlichen. Spätestens auf der Lohnsteuer taucht die Kirchensteuer auf – oder auch nicht…

  • Politische Überzeugungen

    Die politische Einstellung ist Privatsache. Sogar die Frage nach Zugehörigkeit in einer Gewerkschaft überschreitet die rechtliche Grenze. Allerdings gibt es Grauzonen. Ein parteipolitischer Arbeitgeber hat ein berechtigtes Interesse daran, den politischen Background eines Bewerbers in Erfahrung zu bringen. Wer sich als Mitarbeiter in der SPD-Zentrale bewirbt und seine CDU-Mitgliedschaft verschweigt, dürfte also ein Problem bekommen.

  • Behinderung

    Die Frage nach einer Behinderung ist im Vorstellungsgespräch unzulässig. Mit einer Ausnahme: Sie ist zulässig, wenn der Arbeitgeber berechtigte Zweifel an der Eignung des Bewerbers hat, weil der Job spezielle Anforderungen an ihn stellt.

  • Krankheit

    Der Gesundheitszustand fällt prinzipiell in die Privatsphäre. Also geht er auch den Arbeitgeber nichts an. Fragen zu Krankheiten sind unzulässig. Aber: Hat der Bewerber eine ansteckende Erkrankung und könnte andere Kollegen oder Kunden gefährden – oder er könnte wegen einer schweren Krankheit seinen zukünftigen Job gar nicht erst ausüben – dann muss er dies ebenfalls ungefragt sagen. Hier besteht eine Offenbarungspflicht des Arbeitnehmers. Kommt er dieser nicht nach, ist er möglicherweise sogar schadensersatzpflichtig.

  • Vermögensverhältnissen und Schulden

    Speziell Führungskräfte müssen ihre persönlichen Vermögensverhältnisse unter Umständen offenlegen. Sie lassen auf eine Zuverlässigkeit im Umgang mit Vermögen schließen – oder eben nicht. So weiß der Arbeitgeber, ob er dem Bewerber so viel Vertrauen entgegenbringen kann, dass er ihn einstellt. Abgesehen davon sind Fragen nach dem Vermögensstand aber tabu.

  • Lohnpfändungen

    Handelt es sich um Pfändungen in geringer Höhe, ist die Frage unzulässig. Bewerber dürfen lügen. Sollten die bevorstehenden Lohnpfändungen allerdings eine derartige Dimension erreichen, dass auf den Arbeitgeber ein beträchtlicher zusätzlicher Arbeitsaufwand zukommt, ist die Frage zulässig.

  • Vorstrafen

    Der Arbeitgeber darf nur danach fragen, wenn eine Vorstrafe für den jeweiligen Job relevant ist. Für Berufskraftfahrer sind zum Beispiel Verkehrsdelikte relevant, für Sachbearbeiter eher nicht. Wichtig ist ein makelloses Vorstrafenregister für Juristen und (Polizei)Beamte.

  • Haftstrafe

    Wurde der Bewerber zu einer Haftstrafe verurteilt und muss diese in nächster Zeit antreten, so muss er dies dem Arbeitgeber ungefragt offenbaren. Es besteht Offenbarungspflicht. Hier geht der Gesetzgeber also noch einen Schritt weiter. Denn nach einer bevorstehenden Haft fragen ja nur die wenigsten Arbeitgeber…

  • Alter

    Fragen nach dem Alter des Kandidaten verstoßen gegen das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) und sind daher unzulässig. Nach der Erfahrung des Bewerbers darf der Personaler hingegen fragen – und seine Rückschlüsse auf dessen Alter ziehen.

  • Herkunft

    Welche ethnische Herkunft der Bewerber hat, darf der Arbeitgeber nicht erfragen. Unzulässig! Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz untersagt die Diskriminierung eines Bewerbers wegen seiner ethnischen Zugehörigkeit oder Herkunft. Aber: Fragen nach der Muttersprache oder nach Sprachkenntnissen sind erlaubt. Sollte der Bewerber dabei eine außergewöhnliche Sprache benennen, lässt diese oft Rückschlüsse auf seine Wurzeln zu.

  • Wettbewerbsverbot

    Auch hier ergibt die Offenbarungspflicht Sinn. Ist es dem Bewerber rechtlich untersagt, in einem bestimmten Bereich zu arbeiten, muss er dies dem Arbeitgeber ungefragt mitteilen. Ein solches Wettbewerbsverbot kann zum Beispiel auf einem alten Arbeitsvertrag des Bewerbers beruhen.

Tipp: Bereiten Sie sich auf Fragen, die Sie persönlich betreffen (könnten), vor. Überlegen Sie vorab, wie Sie reagieren und was Sie sagen, ob und wie Sie lügen wollen. Und ob Sie überhaupt lügen dürfen oder ob nicht doch eine Offenbarungspflicht besteht. Tipps dazu haben wir im Folgenden für Sie zusammengestellt…

Unzulässige Fragen im Vorstellungsgespräch: Antworten

Wie antworten Bewerber am besten auf unzulässige Fragen im Vorstellungsgespräch? Im Zweifel antworten Sie einfach mit Ja oder Nein. Das funktioniert natürlich nur bei Entscheidungsfragen: Sind Sie Single? Wollen Sie Kinder? Sind Sie religiös? Ja oder Nein – Ihre Entscheidung!

Bei manchen Entscheidungsfragen ist es zweifelsfrei sinnvoll, sich klar zu positionieren. Sind Sie schwanger? Die richtige Antwort lautet: Nein. Unabhängig davon, ob dies der Wahrheit entspricht oder nicht. Sie dürfen wohlgemerkt lügen. Haben Sie eine Behinderung? Richtige Antwort: Nein. Es sei denn, die Behinderung würde Sie ernsthaft bei der Ausübung des Jobs behindern, dann müssten Sie sie offenlegen.

Sie könnten bei einer unzulässigen Frage auch darauf hinweisen, dass es sich um eine unzulässige Frage handelt, die der Personaler Ihnen da gerade gestellt hat. „Es handelt sich um eine unzulässige Frage, die Sie gar nicht hätten stellen dürfen. Darum antworte ich Ihnen darauf auch nicht.“ Oder einfach: „Dazu sage ich nichts.“

So eine Reaktion erfordert allerdings Mut und Chuzpe. Und sie macht Sie verdächtig. So, als ob Sie etwas zu verheimlichen hätten. Außerdem kostet sie Sie wertvolle Sympathiepunkte. Empfehlenswert ist diese Taktik also nicht. Wer so auftritt, bekommt den Job nicht – basta. Andererseits: Falls Sie als Top-Bewerber viele Angebote auf dem Tisch oder während des Bewerbungsgesprächs schon gemerkt haben, dass Sie in diesem Unternehmen gar nicht anfangen wollen, dann können Sie getrost so reagieren…

Grundsätzlich aber sollten Sie auch bei unzulässigen Fragen freundlich und höflich bleiben. Bedenken Sie: Nicht jede verbotene Frage wird aus böser Absicht gestellt. Nicht jeder Personaler kennt alle Regeln und Gesetze, manche fragen vielleicht nur aus jugendlichem Übermut oder Unbedarftheit. Oder sie stellen unzulässige Fragen, um Sie auf die Probe zu stellen. Wie reagiert der Bewerber, wenn ich ihn nach seiner familiären Situation frage? Wenn er patzig zurückblafft, ist die Gefahr groß, dass er auch im Kundenkontakt leicht reizbar reagiert. Nicht wünschenswert.

Daher empfiehlt es sich in den meisten Situationen, diplomatisch aufzutreten. Beispiel: Wollen Sie Kinder? Diplomatische Antwort: Damit habe ich bislang noch nicht so viel beschäftigt. Ich kann Ihnen darauf noch keine Antwort geben, ich weiß es wirklich nicht. Momentan bin ich erstmal damit beschäftigt, meine Karriere voranzutreiben.

Oder probieren Sie es mit einer Prise Charme und Humor. Beispiel: Welche Partei haben Sie bei der letzten Bundestagswahl gewählt? Eine humorvolle Antwort wäre: Ich HABE gewählt, so viel steht fest. Aber an die Partei kann ich mich gar nicht mehr so genau erinnern. Da standen so viele von denen auf dem Wahlzettel. Logisch: Wenn Sie sich bei den Grünen bewerben, dann sagen Sie: Ich habe selbstverständlich die Grünen gewählt. Oder um es auch hier humorvoller auszudrücken: Ein Partei mit viel Grün im Logo.

Grundsätzlich lautet der beste Rat: Reagieren Sie eine unzulässige Frage nicht wutschnaubend und erzürnt. Bleiben Sie freundlich, kühl und sachlich – aber setzen Sie Grenzen. Und ziehen Sie dann Ihre Konsequenzen.

Verbotene Fragen im Bewerbungsgespräch: Rechtsgrundlage

Grundsätzlich hat der Arbeitgeber ein Fragerecht. Immerhin will er Fehlbesetzungen vermeiden, da sie ihn teuer zu stehen kommen. Er hat also ein gesteigertes Interesse daran, möglichst viel über den Bewerber zu erfahren.

Der Bewerber hat auf der anderen Seite ein Recht auf Privatsphäre. Das Jobinterview bewegt sich in der Schnittstelle, ist immer eine Gratwanderung.

Darum gibt es die gesetzliche Erlaubnis, auf unzulässige Fragen im Vorstellungsgespräch zu lügen. Hintergrund ist die Annahme, dass eine wahrheitsgemäße Beantwortung dem Bewerber zum Nachteil gereichen könnte. Hier kommt zudem das Antidiskriminierungsgesetz (AGG) ins Spiel, das Bewerbern die Möglichkeit zur Klage einräumt.

Trotzdem finden Arbeitgeber Mittel und Wege, um an die gewünschten Informationen heranzukommen. Wenn etwa die Frage nach dem Alter unzulässig ist, dann kann man immer noch den Umweg über die bisherigen Berufserfahrungen gehen. Diese lassen Rückschlüsse auf das Alter zu.

Manchmal genügt auch schon ein Blick in die sozialen Medien, um eine Altersangabe zu verifizieren. Hat der Bewerber offensichtlich gelogen, dürften seine Einstellungschancen sinken. Darum sollten sich Bewerber genau überlegen, ob, wann und wie sie auf unzulässige Fragen reagieren.

Bewerber sollten sich zweierlei bewusst machen: Auf unzulässige Fragen dürfen Sie im Jobinterview lügen. Aber auf zulässige Fragen NICHT! Das könnte hinterher als arglistige Täuschung ausgelegt werden und eine fristlose Kündigung zur Folge haben.

Unzulässige Fragen: 4 Tipps für Bewerber

Sie können die Wahrheit sagen oder lügen, richtig? Nicht ganz. Dazwischen gibt es noch viele Schattierungen und Zwischenschritte, die Sie gehen können. Halten Sie sich am besten an diese 4 Tipps:

  1. Ruhig bleiben

    Vielleicht sind Sie ob einer Frage hochgradig empört. Dürfen Sie auch sein. Aber lassen Sie es sich bitte nicht anmerken. Sie sind Profi – und von Profis darf man Souveränität erwarten. Lassen Sie sich unter gar keinen Umständen aus der Ruhe bringen. Wenn Sie verdutzt sind, dann lassen Sie sich ein paar Momente Zeit, überlegen in Ruhe – und antworten erst danach. Keine Hektik, keine Panik, tief durchatmen und die Antwort nicht aus der Hüfte schießen.

  2. Sachlich analysieren

    Bedenken Sie auch: Nicht jeder Personaler ist ein Experte im Arbeitsrecht. Sehr gut möglich, dass er oder sie gar nicht wusste, dass es sich um eine unzulässige Frage gehandelt hat. Und denken Sie darüber nach, ob die Frage vielleicht wirklich sehr relevant für die Stelle sein könnte. Darum: Nicht sofort in den Gegenangriff übergehen, sondern kühl und sachlich analysieren und dem Personaler (nicht sofort) böse Absicht unterstellen.

  3. Direkt ansprechen

    Sie können auf unzulässige Fragen durchaus antworten a la: „Sie wissen schon, dass es sich um eine unzulässige Frage handelt?“ Oder weniger klugscheißerisch: „Das ist jetzt aber eine unzulässige Frage, oder?“ Oder Sie fragen direkt, was Ihre Familienplanung mit Ihrer Tätigkeit zu tun hat. Prinzipiell können Sie auf eine unzulässige Frage durchaus mit einer Prise Dreistigkeit reagieren – vor allem dann, wenn Sie in einer extrem guten Verhandlungsposition sind oder den Job gar nicht nötig haben. Es kommt aber auf die Art der Frage an. „Wie religiös sind Sie?“ hat eine andere Qualität als „Sind Sie schwul?“ Die erste könnte man als übertrieben neugierig bewerten, die zweite als definitiv unverschämt.

  4. Konsequenzen ziehen

    Spätestens bei der zweiten oder dritten unzulässigen Frage sollten Sie reinen Tisch machen und die Dinge offen ansprechen. „Warum wollen Sie das wissen?“ „Ich werde Ihnen auf diese Fragen keine Antwort geben und muss es auch gar nicht.“ Wenn der Arbeitgeber keine plausible Erklärung für seine Unverschämtheiten vorbringt, können Sie das Gespräch sogar beenden. Immerhin wird Ihnen hier gerade wertvolle Lebenszeit gestohlen. Denkbar sogar, dass eine Klage wegen Diskriminierung in Betracht kommt.

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Vorstellungsgespräch Begrüßung: So stellen Sie sich richtig vor

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Vorstellungsgespräch Begrüßung: Dass Sie nicht wortlos an Ihrem Gastgeber vorübergehen, versteht sich von selbst. Aber was sagt man eigentlich am besten, wenn man zum Vorstellungsgespräch erscheint? Hi oder Wie geht’s? Das ist gar nicht so unwichtig, wie Sie vielleicht denken. Der erste Eindruck zählt bekanntlich. Und die Begrüßung prägt den ersten Eindruck. Auf eine Sache sollten Sie dabei besonders achten…

Vorstellungsgespräch Begrüßung: Reihenfolge

Oft entscheiden schon die ersten Sekunden im Bewerbungsgespräch, ob der HR-Manager den Bewerber gut findet oder nicht. Wer sich nur halbherzig vorstellt oder die Grundregeln der Etikette missachtet, bleibt in weniger guter Erinnerung. Dies kann – zum Beispiel in seinem sehr engen Bewerberrennen – letztlich den Zuschlag oder die Absage für den Job bedeuten.

Vorstellungsgespräch Begrüßung – so stellen Sie sich im Jobinterview richtig vor:

  1. Reihenfolge beachten

    Die meisten Bewerber stellen sich ihren Gesprächspartnern reihum vor. Das ist in der Regel auch völlig in Ordnung so. Wer es aber ganz korrekt machen will, achtet auf die Reihenfolge. Zuerst wird die ranghöchste Person im Raum begrüßt, sogar dann, wenn eine Dame anwesend ist. Dann gilt: Ältere Personen begrüßt man vor jüngeren und Damen vor Herren. Allerdings ist dieser Knigge-Tipp in Zeiten flacher werdender Hierarchien und Gleichberechtigung durchaus diskutabel.

  2. Hand geben

    Der perfekte Handschlag dauert drei bis vier Sekunden. Nicht ewig lange, aber auch nicht sofort wieder wegziehen! Vor allem fest muss der Händedruck sein – erst recht im Vorstellungsgespräch. Nicht einfach nur die Hand hinhalten, sondern zudrücken – aber auch wiederum nicht zu heftig. Dies ist insbesondere auch für Frauen wichtig. Sie profitieren Studien zufolge noch mehr von einem festen Händedruck als Männer. So schwer ist das nicht: Stellen Sie sich gerade hin, für Körperspannung sorgen, in die Augen Ihres Gesprächspartners blicken und die Hand geben. Wohlgemerkt GEBEN, nicht wie einen Milchshake schütteln!

  3. Sich vorstellen

    Während des Händedrucks stellen Sie sich vor – mit Ihrem Vor- und Zunamen. „Schönen guten Tag, mein Name ist Max Mustermann.“ Am besten, Sie bedanken sich dabei noch einmal für die Einladung. „Vielen Dank für die Einladung.“ Wahrscheinlich wird sich Ihr Gesprächspartner auch mit seinem Namen vorstellen. Dann ist es sinnvoll, diesen noch mal zu wiederholen. „Hallo Herr Meyer, freut mich, Sie kennenzulernen.“ Und konzentrieren Sie sich ganz auf Ihren Gesprächspartner. Nicht den Blick schweifen lassen, in die Luft oder über die Schultern Ihres Gegenübers gucken. Wenn Sie das Gefühl vermitteln, gedanklich schon wieder weiter zu sein, kommt das schlecht an. Es ist wie bei einem Date. Geben Sie Ihrem Gesprächspartner das Gefühl, nur Augen und Ohren für ihn oder sie zu haben.

  4. Namen merken

    Wenn Sie konkret wissen, wer mit Ihnen das Vorstellungsgespräch führen wird, dann merken Sie sich unbedingt den oder die Namen. Und zwar so, dass Sie sie auch richtig aussprechen. Wenn Sie bei der Begrüßung dann alle Anwesenden richtig mit ihren Namen anreden, kommt das unheimlich gut an. „Guten Morgen, Frau Schröder. Guten Morgen, Herr Weber.“ Das zeigt, dass Sie sich vorher Mühe gemacht haben und nicht völlig planlos ins Jobinterview gehen.

  5. Freude ausstrahlen

    Ihr Pokerface lassen Sie am besten zuhause – und bewahren es sich für künftige Gehaltsverhandlungen auf. Im Vorstellungsgespräch sollten Sie lieber Ihre Freude darüber zum Ausdruck bringen, dass Sie heute hier sein dürfen. „Danke für die Einladung, ich freue mich sehr, hier zu sein.“ „Ich freue mich sehr, Sie mal persönlich kennenzulernen.“ Damit brechen Sie sich keinen Zacken aus der Krone. Im Gegenteil, Sie zeigen Begeisterungsfähigkeit und echtes Interesse. Kommt super an!

  6. Platz nehmen

    Das Gröbste ist überstanden. Aber Obacht: Begehen Sie nicht den Fehler, sich jetzt unvermittelt hinzusetzen. Bleiben sie erst noch einen Moment stehen und warten Sie darauf, dass man Ihnen einen Platz zuweist oder Sie verbal bittet, Platz zu nehmen. Alles andere wäre unhöflich – und durchaus als grober Schnitzer zu bewerten.

  7. Ins Plaudern kommen

    Vielleicht haben Sie zu Beginn des Bewerbungsgesprächs alles richtig und überhaupt keine Fehler gemacht. Und doch haben Sie das Gefühl, dass die Atmosphäre angespannt und die Distanz zwischen Ihnen groß ist. Wenn dem so ist, dann dürfen Sie es gerne mit Smalltalk versuchen. Eine kleine Anekdote kann die Stimmung lockern – aber bitte keine große Geschichten auspacken. Irgendetwas, das zur Situation passt; wie abenteuerlich Ihr Hinweg war, dass Sie das Wetter heute Morgen positiv überrascht hat oder dass Sie gerade schnell noch einen Donut eingeworfen haben, weil Sie noch gar nichts gefrühstückt hatten. Irgend so etwas in der Richtung. Vielleicht ein kleines amüsantes Geschichtchen (aber um Himmels willen nichts Schlüpfriges)!

Und wenn Sie der Typ Nervenbündel sind, dann versuchen Sie es vor dem Vorstellungsgespräch doch mal mit Lockerungsübungen. Gehen Sie auf die sanitären Anlagen, schütteln Arme und Beine aus, um sich aufzulockern. Auch Atemübungen helfen. Tief ein- und tief wieder ausatmen. Dann noch mal die Krawatte richten, Bluse oder Hemd geraderücken. Das gibt Sicherheit und lässt Sie gleich viel souveräner erscheinen.

Vorstellungsgespräch Begrüßung: Checkliste

Die wichtigsten Punkte für alle, die es eilig haben. So begrüßen Sie Ihre Gesprächspartner im Vorstellungsgespräch richtig:

  • Sie stehen auf (sofern Sie sitzen).
  • Sie stellen sich mit Ihrem Namen vor.
  • Dem ranghöheren bzw. ranghöchsten Gesprächspartner geben Sie zuerst die Hand.
  • Sie reden Ihre Gesprächspartner (am besten alle) mit Namen an: „Guten Morgen Herr Weber. Guten Morgen Frau Schneider. …“
  • Dabei halten Sie Blickkontakt.
  • Die Hände Ihrer Gesprächspartner drücken Sie kräftig, aber nicht ZU stark und auf gar keinen Fall zu lasch.
  • Die Hand nicht sofort wieder wegziehen, aber auch nicht länger als fünf Sekunden drücken.

Vorstellungsgespräch Begrüßung: Die Checkliste können Sie sich hier als PDF-Dokument herunterladen oder ausdrucken.

Vorstellungsgespräch Begrüßung: Beispiele

Diese Satzbausteine können Sie bei der Begrüßung im Vorstellungsgespräch verwenden und kombinieren (mit den richtigen Namen, versteht sich):

  • Guten Morgen, Frau Meyer. Mein Name ist Hans Klein.
  • Guten Tag, Herr Müller. Mein Name ist Max Mustermann.
  • Hallo, Herr Groß. Ich bin Roland König.
  • Ich freue mich, Sie kennenzulernen, Herr Müller.
  • Guten Tag, Herr Weber. Sehr, sehr schöne Räumlichkeiten, die Sie hier haben (Anm.: sofern das der Wahrheit entspricht, sonst würde es wie Ironie wirken).
  • Ich freue mich wirklich sehr, hier zu sein.
  • Es ist schön, hier zu sein.
  • Ich freue mich sehr, dass Sie mich eingeladen haben.
  • Vielen Dank, dass Sie mich eingeladen haben.
  • Danke für die Einladung, Herr Müller.
  • Ich freue mich, Sie endlich auch persönlich kennenzulernen, Herr Müller.

Wie Sie die Visitenkarte richtig entgegennehmen

Vorstellungsgespraech Begruessung VisitenkarteVielleicht werden Sie und Ihr Interviewer Visitenkarten austauschen (wenn auch nicht gleich bei der Begrüßung). Bei Bewerbungsgesprächen ist das insbesondere auf Führungsebene der Fall.

Wichtig ist, dass Sie die Visitenkarte Ihres Gegenübers nicht einfach in der Tasche verschwinden lassen. Es wäre extrem unhöflich.

Nehmen Sie die Karte entgegen, werfen Sie einen Blick darauf und behalten Sie sie für eine Weile in der Hand. Wenn möglich, legen Sie die Karte gut sichtbar vor sich auf den Tisch. Später verstauen Sie sie dann sorgfältig in Ihren Unterlagen – und schieben Sie nicht einfach gedankenlos in die Gesäßtasche.

Vorstellungsgespräch Begrüßung: Gefühle zeigen!

Spielen Sie beim Vorstellungsgespräch nicht Mr. oder Mrs. Cool. Wer zu abgebrüht rüberkommt, kriegt den Job nicht. Das haben Wissenschaftler der Universität Texas herausgefunden. Denn: Wer zu cool wirkt, dem mangelt es augenscheinlich an Empathie. Das ist jedenfalls das Bild, das beim Gesprächspartner erzeugt wird. Und Empathie ist ein Top-Skill auf dem Arbeitsmarkt von heute.

Aber es gibt noch einen weiteren Grund, die eigenen Gefühle nicht vollends zu unterdrücken. Die Selbstbeherrschung, die dafür nötig ist, ist so kraftraubend, dass das eigene Erinnerungsvermögen darunter leidet. Daher können sich Menschen, die ihre Gefühle unterdrücken, hinterher schlechter an Einzelheiten aus einem Gespräch erinnern.

Die wissenschaftliche Erklärung lautet so: Wenn man cool sein möchte, ist man stark mit sich selbst beschäftigt. Man denkt fortwährend über das eigene Verhalten nach und darüber, wie es auf den Gesprächspartner wirkt und wie man es unter Kontrolle behält. Das führt dazu, dass die weiteren Hirnkapazitäten limitiert sind.

Was allerdings nicht bedeutet, dass Bewerber ihren Gefühlen im Vorstellungsgespräch freien Lauf lassen sollten. Die eigenen Emotionen nicht unterdrücken, aber dosieren – das könnte die richtige Strategie sein. Wer sich etwa vor dem Jobinterview bewusst macht, letztlich nichts zu verlieren zu haben, geht freier und entspannter in das Gespräch – und kann sein Potenzial ausschöpfen.

Grundsätzlich gilt: Zeigen Sie Ihre Freude darüber, dass Sie hier sind, dass Sie zum Bewerbungsgespräch eingeladen wurden! Das kommt bei jedem Personalmanager gut an.

Bewerbungsgespräch Begrüßung: Fehler

Die Basics beim Vorstellungsgespräch sind: Seien Sie pünktlich. Schalten Sie das Smartphone aus. Nehmen Sie eine Kopie Ihrer Bewerbungsunterlagen in Ihrer Tasche mit. Lächeln Sie oft (aber nicht künstlich). Das macht sympathisch.

Ach ja, und begrüßen Sie Ihre Interviewer mit frischem Atem. Wer ein unangenehmes Aroma aus dem Rachenraum versprüht, bringt jeden Personaler gegen sich auf – garantiert! Mindestens im Unterbewusstsein. Mundgeruch – das klingt nach einem Unfall, einem Ausrutscher, einem lästigen Detail. In Wahrheit kriegen Sie den Job nicht, wenn Sie mit Mundgeruch ins Vorstellungsgespräch gehen. Warum? Aus diesen 3 Gründen:

  • Sie wirken ungepflegt. Und Ungepflegtheit assoziiert man mit fehlendem Einsatz, fehlender Detailtreue, Genauigkeit und Sorgfalt. Kurzum: mit vielen Eigenschaften, die man auch am Arbeitsplatz nicht gebrauchen kann.
  • Sie wirken abschreckend. Wenn Sie schon ins Vorstellungsgespräch mit Mundgeruch gehen, wie sieht dann der Arbeitsalltag mit Ihnen aus? Oder besser gesagt: Wie riecht er? Eine abschreckende Vorstellung für jeden, der mit Ihnen an einem Tisch sitzt.
  • Sie sind nicht vorbereitet. Zu einer guten Vorbereitung gehören vernünftige Klamotten, geschnittene Fingernägel und… richtig, ein frischer Atem. Das kann man erwarten. Wer sich nicht vorbereitet, will den Job gar nicht so richtig. So jedenfalls kommt es an.

Darum: Putzen Sie sich noch mal die Zähne, bevor Sie sich auf den Weg machen und den HR-Managern die Hand ausstrecken. Stecken Sie auf dem Weg zum Vorstellungsgespräch ein Kaugummi in den Mund, aber nehmen es kurz vorher bitte auch wieder heraus. Und ein, zwei Menthol-Bonbons können ebenfalls nicht schaden.

Vorstellungsgespräch Verabschiedung

Vorstellungsgespräch Begrüßung VerabschiedungDie Begrüßung im Vorstellungsgespräch ist das eine, die Verabschiedung das andere. Beides bleibt stärker im Gedächtnis haften als ein unwichtiger Halbsatz irgendwann während des Jobinterviews.

Hier finden Sie alle Tipps und Infos, die Sie für eine gelungene Verabschiedung im Bewerbungsgespräch brauchen:

Vorstellungsgespräch Begrüßung: Englisch

Wie begrüße ich meine Gesprächspartner, wenn das Bewerbungsgespräch in englischer Sprache geführt wird? Vorstellungsgespräch Begrüßung – so geht’s auf englisch:

  • Good morning, Mr./Mrs. Smith, nice to meet you.
  • Good afternoon, Mr./Mrs. Jones, nice to meet you.
  • Hi Mr./Mrs. Williams, pleasure to meet you.
  • Hi, Mr./Mrs. Brown, nice to meet you.

Oft folgt der Begrüßung im Englischen noch ein „How are you?“. Die Frage ist rein rhetorischer Natur. Eine umfassende Antwort wird nicht erwartet – und ist auch gar nicht erwünscht. Sie können darauf ganz simpel mit „Great, thanks“ oder „Fine, thanks“ antworten. Für die Einladung bedanken Sie sich mit einem herzhaften „Thank you for having me“.

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[Bildnachweis: Dean Drobot by Shutterstock.com]

Jobs in Köln: Aktuelle Stellenangebote in Köln und Umgebung

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Das kölsche Lebensgefühl schätzen nicht nur die Kölner selbst, sondern auch viele Zugezogene. Vor allem für Medienleute ist die Domstadt so etwas wie ein Sehnsuchtsort. Jobs in Köln gibt es zudem in Logistik und Tourismus, Finanzen und Gesundheit, Industrie und Handel. So finden Sie den richtigen Jobs in Köln…

Jobs in Köln und Umgebung: Das ist Köln

Einmal im Jahr platzt Köln aus allen Nähten. Der Karneval lockt Besucher aus ganz Europa an den Rhein, verwandelt die Millionenstadt in eine einzige Partymeile.

Indes: Das stimmt nicht. In Köln ist eigentlich immer Party. Auf den Ringen zum Beispiel und in der studentischen Südstadt.

Dass Köln heute eine schöne Stadt sei, lässt sich nur mit sehr viel Phantasie behaupten. Das historische Stadtbild verliert sich im Krieg, ersetzt wurde es durch Zweckmäßigkeit – mit historischen Einsprengseln.

Ihre Stadtteile bezeichnen die Kölner als Veedel. Die Veedel verteilen sich auf neun Bezirke. Ehrenfeld und das Belgische Viertel sind bei Studenten, Partygängern und Kreativen beliebt. Auch Lindenthal ist eine angesagte Wohngegend, Rodenkirchen wiederum zählt zu den nobleren Gegenden.

Aber: Von 26 „gefährlichen Orten“ in Nordrhein-Westfalen, die die Polizei zuletzt als solche identifiziert hatte, befinden sich 15 in Köln. Dazu zählen zum Beispiel der Ebertplatz nordwestlich der Altstadt, die Vergnügungsmeile am Ring oder der Wiener Platz in Mülheim.

Jobs Köln: Der Arbeitsmarkt

Die Arbeitslosenquote in Köln bewegte sich in den vergangenen Jahren stets um die 50.000-Personen-Marke. Momentan sind rund 47.000 Kölner arbeitslos gemeldet (Stand: Februar 2020). Die Arbeitslosenquote beträgt damit 7,9 Prozent.

Das ist ein vergleichsweise schwacher Wert. Zum Vergleich: Deutschlandweit liegt die Arbeitslosenquote bei 5,3 Prozent. Und sogar in ganz Nordrhein-Westfalen, das strukturschwache Regionen wie das Ruhrgebiet umfasst, befindet sich die Arbeitslosenquote mit 6,7 Prozent insgesamt deutlich unterhalb der Kölner Marke.

Dazu gibt es fast 65.000 unterbeschäftigte Arbeitnehmer in Köln. Die Quote liegt bei 10,6 Prozent – auch das ein vergleichsweise schlechter Wert.

Aber natürlich gilt: Für gut Ausgebildete ist es alles andere als ein Ding der Unmöglichkeit, einen Top-Arbeitsplatz in Köln zu finden – vorausgesetzt, der Lebenslauf stimmt. Ganz im Gegenteil. So sagte Stadtdirektor Stephan Keller in einem Interview mit dem Kölner Stadt-Anzeiger im November 2018, dass „der Arbeitsmarkt in Köln völlig leergefegt“ sei. Demnach waren allein in der Stadtverwaltung Tausende Stellen unbesetzt, unter anderem bei…

  • Feuerwehr
  • Gebäudewirtschaft
  • Ordnungsdienst
  • Wohnungsamt
  • Personalamt
  • Ausländeramt

Vor allem MINT-Stellen in Köln können schwer besetzt werden, auch im Bereich Sicherheit und Überwachung werden dringend neue Kräfte für Jobs in Köln gesucht.

Jobs Köln: Einstiegsgehälter und Gehaltsniveaus

Generell kann sich das Gehaltsniveau in Nordrhein-Westfalen sehen lassen. Das Durchschnittsgehalt von Fach- und Führungskräften in NRW liegt laut Stepstone-Gehaltsreport 2019 bei 58.846 Euro. Höher ist es nur in Hessen, Baden-Württemberg, Bayern und Hamburg. Köln liegt demnach mit 62.929 Euro sogar auf Platz acht der Städte mit den höchsten Durchschnittsgehältern in Deutschland.

Im Einzelfall kommt es auf Branche, Standort und Unternehmensgröße an. So verdienen Berufseinsteiger laut gehalt.de in Kölns Nachbarstadt Leverkusen im Schnitt 53.195 Euro – so viel wie in keiner anderen Stadt in ganz Deutschland. Das dürfte vor allem am Bayer-Konzern liegen.

Köln selbst taucht in dieser Rangliste nicht in den Top Ten auf – im Gegensatz zu Erlangen, München, Stuttgart, Wolfsburg, Frankfurt, Ulm, Ludwigsburg, Hamburg und Bremen. Kleiner Einwand: Das Ranking stammt von 2016, ist also nicht mehr taufrisch, lässt aber dennoch Rückschlüsse zu.

Beispiel: Bei den Juristen nimmt Köln einen Spitzenplatz ein. Berufseinsteiger verdienen laut gehalt.de-Daten im Schnitt 58.457 Euro – das ist Platz 7 deutschlandweit. Allerdings sind mit Düsseldorf und Bonn zwei Nachbarstädte für Juristen noch attraktiver.

Noch besser schneidet Köln bei IT-Führungskräften ab. Die Stadt belegt im Kienbaum-Vergütungsreport 2018 Platz zwei – vor Frankfurt, München und Stuttgart. Das Gehaltsniveau für IT-Führungskräfte und Spezialisten beträgt in Köln 114 Prozent des Bundesschnitts. Kleiner Wermutstropfen: Die ewigen Rivalen aus Düsseldorf zahlen noch besser (116 Prozent).

Wichtige Arbeitgeber in Köln

Das sind laut IHK Köln die größten Arbeitgeber der Stadt:

  • Ford
  • Stadtwerke Köln
  • Rewe Group
  • Universitätsklinikum Köln
  • AXA
  • Lanxess AG
  • Kliniken der Stadt Köln
  • WDR
  • Kölner Verkehrsbetriebe
  • RWE Power AG
  • Sparkasse KölnBonn
  • UPS
  • RheinEnergie AG
  • Gothaer
  • Mediengruppe RTL
  • TÜV Rheinland
  • Talanx
  • Kreissparkasse Köln
  • Generali Group
  • Ineos
  • Deutz AG
  • Kinder- und Familienhilfen Michaelshoven
  • Lufthansa
  • Wieprecht Gebäude- Management und Reinigungs-Service
  • DEVK
  • Flughafen Köln/Bonn
  • AWB Abfallwirtschaftsbetriebe Köln
  • DuMont Mediengruppe
  • Marienborn
  • Rheinische Zeitungs-Zustellgesellschaft Köln
  • Shell Deutschland Oil
  • Basell Polyolefine
  • W.I.S. Sicherheit + Service
  • St. Elisabeth Krankenhaus
  • Strabag AG
  • NKT Group
  • KPMG
  • Central Krankenversicherung
  • NetCologne Gesellschaft für Telekommunikation

Und das sind laut einer Umfrage des Meinungsforschungsunternehmens Statista und des Magazins Stern von 2020 die besten Arbeitgeber Kölns:

  • DLR Deutsches Luft- und Raumfahrtzentrum
  • DER Touristik
  • Ford
  • Rhein Energie
  • Dorint Hotels und Ressorts
  • Rewe Group
  • Lanxess
  • Unitymedia
  • Ineos
  • Detecon
  • Emons
  • Center Parcs
  • Carglass
  • Strabag
  • Malteser Hilfsdienst

Alle Hochschulen in Köln

Jobs Köln HochschulenKöln ist ein Hochschulstandort der ersten Kategorie. Die Universität zu Köln ist mit fast 50.000 Studierenden nicht nur eine der größten, sondern auch eine der ältesten Unis Deutschlands. Und sie ist eine von insgesamt acht staatlichen oder privaten Hochschulen in der Domstadt.

Hier kann man in Köln studieren – und sich auf einen Job in Köln vorbereiten:

  • Universität zu Köln
  • Technische Hochschule Köln
  • Deutsche Sporthochschule Köln
  • Kunsthochschule für Medien
  • Hochschule für Musik und Tanz Köln
  • Hochschule Fresenius
  • Rheinische Fachhochschule Köln
  • Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen

Jobs Köln: Karriereaussichten und Wirtschaft

Köln ist Domstadt. Köln ist Karnevalsstadt. Aber Köln ist vor allem auch eine Medienstadt. Am Rhein tummeln sich Verlage und Sender, Agenturen und Produktionsfirmen – und schaffen viele Jobs in Köln. Im TV-Geschäft mischt die Stadt, Homebase von Ex-Comedian Stefan Raab, ganz vorne mit.

Insgesamt zählt die Medienwirtschaft nach Angaben des IHK Köln 43.600 Beschäftigte. Das sind 4,3 Prozent aller Erwerbstätigen im IHK-Bezirk Köln.

Unternehmen und Selbstständige setzen knapp 10 Milliarden Euro im Jahr um. Damit wird über ein Viertel des Branchenumsatzes Nordrhein-Westfalens im IHK-Bezirk Köln umgesetzt. Summa summarum lässt sich sagen: Wer „irgendetwas mit Medien“ machen will, für den könnte Köln so etwas wie die Startrampe sein.

Darüber hinaus ist das Wirtschaftsprofil der Stadt bunt. Einzelhändler Rewe sitzt in Köln, es gibt ein großes Ford-Werk und eine Vielzahl an Versicherern. Auch ist Köln ein logistischer Knotenpunkt in Nordrhein-Westfalen – und natürlich ein Touristenmagnet. Den vielen Gästen, die Dom, Karneval, Schokoladenmuseum und Stadtmauer bewundern wollen, arbeiten Heerscharen von Gastronomen, Hotels, Souvenirverkäufern und Brauereien zu.

Job in Köln: Wenn Sie mal eine Auszeit brauchen

Jobs Köln DomEin Job in Köln kostet Kraft. Wie schön, dass die Stadt Berufstätigen viele Möglichkeiten zur Erholung, Entspannung – und zum Nervenkitzel – bietet.

Sie benötigen ebenfalls Abstand von Ihrem Job in Köln? Das sind 8 der beliebtesten Sehenswürdigkeiten und Ausflugsziele Kölns:

  • Dom
  • Köln Triangle (Hochhaus mit Aussichtsplattform)
  • Museum Ludwig (Kunstmuseum)
  • Kölner Zoo
  • Hohenzollernbrücke („Liebesschloss-Brücke“)
  • Historische Altstadt
  • Schokoladenmuseum
  • Wallraf-Richartz-Museum und Fondation Corboud (Gemäldegalerie)

Jobs Köln: Kosten, Lebenshaltung, Mietpreise

Köln ist für Mieter ein teures Pflaster – aber auch für Bauherren. Im Stadtteil Bayenthal ist es mit durchschnittlich 1,19 Millionen Euro am teuersten, ein neues Haus zu bauen. In Lindenthal kostet ein Haus 1,02 Millionen Euro. Der Durchschnittspreis für ein Haus in Köln beträgt 780.000 Euro. Das besagt der Marktbericht des Immobilienmaklers Roland Kampmeyer. Dafür hat er die Werte von Ein-, Zweifamilien-, Reihenhäusern und Doppelhaushälften in den 86 Stadtteilen ausgewertet.

Am günstigsten ist es in Godorf im Kölner Süden< mit durchschnittlich knapp 510.000 Euro. Eine Eigentumswohnung ist mit 4.110 Euro pro Quadratmeter in Lindenthal am kostspieligsten. Den höchsten Preisanstieg gab es zuletzt in Stadtteilen wie Flittard und Gremberghoven, nicht aber in Top-Wohngebieten wie Müngersdorf und Hahnwald. Die Kaltmiete beträgt in Köln laut Kampmeyer aktuell 10,54 Euro pro Quadratmeter. Für Studenten ist die Domstadt ebenfalls sündhaft teuer. Für eine 30-Quadratmeter-Wohnung werden laut IW-Studentenwohnpreisindex 431 Euro im Schnitt fällig. Teurer ist es nur in München, Frankfurt und Heidelberg.

Jobs in Köln: Kontaktdaten und Servicestellen

Sie wollen sich in Köln selbstständig machen, Ihre Steuererklärung abgeben oder Jobs in Köln suchen? Die wichtigsten Servicestellen hat Karrieresprung übersichtlich für Sie zusammengefasst:

  • Ihr Finanzamt in Köln finden Sie hier.
  • Die Agentur für Arbeit Köln finden Sie hier.
  • Das Jobcenter Köln finden Sie hier.
  • Die IHK Köln finden Sie hier.
  • Die Handwerkskammer zu Köln finden Sie hier.
  • Jobs in Köln finden Sie in unserer Jobbörse.

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