Jobs in Cottbus: Aktuelle Stellenangebote in Cottbus und der Lausitz

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Jobs in Cottbus waren bislang auf Kohle gebaut. Das schwarze Gold prägt noch immer die Region, die Zukunft aber soll dem Tourismus gehören. Rund um den neuen Ostsee soll eine Freizeitmaschinerie entstehen, die ihresgleichen sucht, und viele neue Jobs in Cottbus schaffen. Eine Reise wert ist die Lausitz aber schon jetzt. Und sie ist gar keine so schlechte Wahl für alle, die sesshaft werden wollen…

Jobs Cottbus: Die Stadt

„Willkommen in Cottbus/Chósebuz“. So begrüßt die Stadt Cottbus ihre Besucher auf der Homepage. Dieser Umstand verweist schon auf eine der größten Besonderheiten von Cottbus: die 100.000-Einwohner-Stadt ist das kulturelle Zentrum der Sorben, einer slawischen Volksgruppe, die als nationale Minderheit offiziell anerkannt ist. Die Sorben prägen Cottbus entscheidend mit. Es gibt sorbische Museen, Verlage, Institute, sogar bilinguale Schulen und Kindergärten.

Bei Cottbus denken Auswärtige eher an Industrieromantik. Doch ist auch die Altstadt mit ihren Bürgerhäusern vorzeigbar. Das Wahrzeichen der Stadt findet sich ebenfalls hier. Der Spremberger Turm stammt noch aus dem 13. Jahrhundert.

Gerne halten sich die Cottbuser im Stadtteil Branitz auf. Hier können sie durch den herrlichen Branitzer Park spazieren, das barocke Schloss Branitz bewundern und in den Branitzer Badesee springen. Vor Cottbus’ Haustür liegt der Spreewald, ein Paradies für Naturfreunde und Kanufahrer.

Wer eine Wohnung in Cottbus sucht, sollte sich in den Stadtteilen

  • Sandow
  • Kiekebusch
  • Döbbrick
  • Ströbitz
  • Schmellwitz
  • und Mitte

umschauen. Besonders beliebt sind Wohnungen in der Spremberger Vorstadt im Südwesten.

Jobs Cottbus: Der Arbeitsmarkt

Im Land Brandenburg lag die Arbeitslosenquote im April 2020 bei 6,2 Prozent. Rund 83.000 Brandenburger waren offiziell ohne Job, darunter knapp 4.300 Cottbuser. Die Arbeitslosenquote in Cottbus ist damit deutlich höher als im Landesschnitt – sie liegt bei 8,3 Prozent.

Die größte Stadt Brandenburgs ist Potsdam. Die Residenzstadt weist nur eine Quote von 6,0 Prozent aus. In Brandenburg an der Havel sind 8,4 Prozent arbeitslos, in Frankfurt (Oder) sogar 8,6 Prozent (Stand: April 2020). Schlusslicht im Brandenburg-Vergleich ist Cottbus damit zwar nicht, Vorreiter aber ebensowenig.

Jobs Cottbus: Einstiegsgehälter und Gehaltsniveaus

Die Gehälter in Brandenburg können mit denen im Westen nicht mithalten. Das jährliche Durchschnittsgehalt liegt hier nach Angaben von gehalt.de bei 35.519 Euro brutto. Das sind nicht einmal 80 Prozent des gesamtdeutschen Gehaltsniveaus.

In Hessen liegt das Durchschnittsgehalt bei über 51.000 Euro, in Baden-Württemberg bei knapp 49.000 Euro und in Niedersachsen immerhin bei über 41.000 Euro. Nur Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern rangieren im Gehaltsranking hinter Brandenburg – und das auch nur hauchdünn.

Das Einstiegsgehalt nach der Uni beträgt in Brandenburg 36.433 Euro brutto pro Jahr, nach der Ausbildung steigen Berufsanfänger mit 24.297 Euro ein. Auch das ist jeweils der drittletzte Platz im Vergleich aller 16 Bundesländer.

Fach- und Führungskräfte kommen in Brandenburg laut Stepstone-Gehaltsreport 2019 auf durchschnittlich 45.066 Euro brutto im Jahr. Spitzenreiter Hessen weist über 65.000 Euro auf. Aber: In dieser Rangliste steht Brandenburg von allen ostdeutschen Flächenländern am besten da. Schlusslicht Mecklenburg-Vorpommern springt gerade so über die 42.000-Euro-Marke.

Die Xing-Gehaltsstudie 2019 weist für Fach- und Führungskräfte in Brandenburg sogar 60.099 Euro pro Jahr aus. In Sachsen kommen sie demnach nur auf knapp 54.000.

Ein Vollzeitbeschäftigter mit einem Job in Cottbus kann damit rechnen, 2.653 Euro brutto im Monat mit nach Hause zu nehmen. Das ist der von der Bundesagentur für Arbeit ermittelte Medianwert. In ganz Deutschland liegt dieser Wert bei 3.209 Euro. In Berlin liegt das Medianeinkommen bei 3.126 Euro, in Dresden bei 2.987 Euro und in Leipzig bei 2.807 Euro.

Ganz unten im Ranking liegt Cottbus aber gar nicht. In Bautzen verdient ein Vollzeitarbeitnehmer 2.283 Euro, in Wittenberg 2.293 Euro. Frankfurt (Oder) liegt mit 2.692 Euro auf dem Cottbuser Gehaltslevel.

Die wichtigsten Arbeitgeber in Cottbus

Hier winken Jobs in Cottbus – das sind die wichtigsten Arbeitgeber in Cottbus:

  • Lausitz Energie Kraftwerke AG LEAG (Versorgungsunternehmen)
  • Carl-Thiem-Klinikum Cottbus (Gesundheit)
  • Majorel (Callcenter)
  • Sparkasse Spree-Neiße (Finanzen)
  • Paul Gerhardt Werk (Diakonie)
  • Stadtwerke Cottbus (Versorgungsunternehmen)
  • LWG Lausitzer Wasser (Versorgungsunternehmen)
  • LR Medienhaus (Medien)
  • Regio Print-Vertrieb (Postdienstleistungen)
  • Gebäudewirtschaft Cottbus (Immobilien)
  • eG Wohnen (Immobilien)
  • Deutsche Bahn (Fahrzeuginstandhaltung)
  • Envia (Versorgungsunternehmen)
  • GSE Protect (Sicherheit)
  • Arcus (Bauplanung)
  • Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg (Bildung)
  • Walter Services (Call Center)
  • Capita Europe (Outsourcing-Dienstleister)
  • Philotech Systementwicklung und Software (Ingenieurdienstleister)
  • Strabag AG (Straßenbau)
  • Energie Cottbus (Sport)
  • Knappschaft Bahn See (Sozialversicherung)
  • AOK Nordost (Krankenkasse)
  • Stadt Cottbus (Verwaltung)
  • Bundesagentur für Arbeit Cottbus (Behörde)
  • Cottbusverkehr (Verkehrsunternehmen)
  • Vattenfall (Energie)
  • Spreegas Gesellschaft für Gasversorgung und Energiedienstleistung (Versorgung)
  • Ibar Systemtechnik (Ingenieurdienstleister)
  • Bautec (Immobilien)
  • Immobilien-Service-Gesellschaft Niederlausitz (Immobilien)
  • Dussmann (Reinigungsunternehmen)
  • Rotec Bürotechnik (Handelsunternehmen)
  • RPV Briefservice (Postdienstleistungen)
  • Fourteen One (Personaldienstleistungen)
  • Tempton Cottbus (Personaldienstleistungen)
  • DIS AG (Personaldienstleistungen)
  • Die Johanniter (Hilfsorganisation)
  • Inpetho Medienproduktion (Werbung)
  • Hyperworx Medienproduktionen (Werbung)
  • Lausitz Medien-Verlagsgruppe für Crossmarketing (Medien)
  • Ritter von Gral (Personalmarketing)
  • Zwei Helden GmbH (PR-Agentur)
  • Radio Cottbus (Medien)
  • Compass Net Coaching (Weiterbildung)
  • Radisson Blue Hotel Cottbus (Hotellerie)
  • Altstadthotel am Theater (Hotellerie)
  • Best Western Plus Parkhotel und Spa Cottbus (Hotellerie)
  • UCI Kinowelt am Lausitzpark (Unterhaltung)
  • Prima Wetter Bar (Gastronomie)

Die größten Unternehmen in Brandenburg

Die wichtigsten unternehmen in Brandenburg CottbusDas sind die größten Unternehmen in Brandenburg – gemessen am Umsatz. Auch ein Arbeitgeber aus Cottbus zählt zu den Schwergewichten des Landes:

  • Edis AG (Stromversorgung) in Fürstenwalde
  • PCK-Raffinerie (Rohstoffe) in Schwedt an der Oder
  • Lausitz Energie Kraftwerke AG (Energieversorgung) in Cottbus
  • Krieger-Gruppe (Höffner-Möbelmärkte) in Schönefeld
  • Rolls-Royce Deutschland (Flugzeugtriebwerke) in Dahlewitz
  • ArcelorMittal (Stahl) in Eisenhüttenstadt
  • Leipa Georg Leinfelder (Papier) in Schwedt an der Oder

Jobs Cottbus: Karriereaussichten und Wirtschaft

Früher war Cottbus eine Tuchmacherstadt, danach prägte die Kohle lange Zeit die Region. Nun geht auch diese Ära zu Ende. Die Zukunft soll dem Tourismus gehören.

Der Cottbuser Ostsee soll das neue Markenzeichen der Region werden und Wassersportler, Camper, Touristen von nah und fern anlocken. 2030 soll das Projekt beendet, der 1.900 Hektar große Braunkohletagebau vollständig geflutet sein.

Schon jetzt ist der Spreewald eine beliebte Destination für Wanderer oder Kanusportler. Das sorgt für eine stete Nachfrage in Gastronomie und Hotellerie.

Stolz ist man in Cottbus auch auf die Brandenburgische Technische Universität, an der immerhin über 7.200 Studierende eingeschrieben sind. Die BTU beschäftigt nach eigenen Angaben genau 183 Professoren, 652 akademische Mitarbeiter, 680 nichtwissenschaftliche Beschäftigte und 14 Auszubildende.

Bekannt ist die Lausitz auch für ihre Spreewaldgurken und ihr Leinöl. Das Ernährungsgewerbe nimmt daher einen prominenten Platz im Wirtschaftsgefüge ein. Darüber hinaus haben sich diverse IT- und Kommunikationsunternehmen angesiedelt, auch die Metallbranche ist in Südbrandenburg vertreten.

Das alles kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass Cottbus zu den wirtschaftlich schwachen Standorten zählt. Im Städteranking 2019 des Beratungsunternehmens IW Consult belegte die Stadt Rang 56 von 71 untersuchten Städten in Deutschland. In der Unterkategorie Wirtschaftsstruktur liegt Cottbus weit hinten. Auf der anderen Seite punktet Cottbus mit einer hohen Lebensqualität und viel Grün. Speziell Frauen haben gute Karten auf dem Arbeitsmarkt, es gibt viele MINT-Absolventen.

Im Prognos-Zukunftsatlas 2019 rangiert Cottbus auf Platz 363 von 401 Regionen in Deutschland. In der Rubrik Wohlstand reicht es zwar nur zu Rang 370. Dass aber der Cottbuser Arbeitsmarkt gar nicht so schwach ist, belegt Platz 96 in dieser Rubrik.

Jobs in Cottbus bei der Deutschen Bahn

Jobs in Cottbus bei der Deutschen BahnDie Deutsche Bahn betreibt in Cottbus ihr Werk für Instandsetzung, Bedarfs- und Unfallreparaturen. Komplexe Fahrzeugumbauten werden in der Lausitz durchgeführt, zum Beispiel Loks auf Hybridantrieb modernisiert. Jobs in Cottbus bei der Deutschen Bahn gibt es unter anderem für:

Jobs Cottbus: Kosten, Lebenshaltung, Mietpreise

Für Mieter ist Cottbus ein gutes Pflaster. Die Medianmiete in Cottbus lag 2018 nach Angaben der Plattform Immowelt bei 6,00 Euro pro Quadratmeter. In ganz Deutschland gibt es nur wenige Städte, die dieses Niveau noch unterbieten.

Bremerhaven und Chemnitz etwa liegen bei 5,20 respektive 5,00 Euro. Vor allem die Städte in Ostdeutschland, im Ruhrgebiet, am Niederrhein und in Norddeutschland zählen zu den günstigsten. Auf der anderen Seite sind ihre wirtschaftlichen Rahmenbedingungen auch schlechter.

Am oberen Ende der Skala befindet sich München mit einem Quadratmetermietpreis von alles überragenden 18,10 Euro. Teuer wohnt es sich auch in Städten wie Frankfurt (13,90 Euro), Stuttgart(12,50 Euro) und Köln (10,90 Euro).

Zudem sind die Mietpreise in Cottbus relativ stabil. Von 2017 auf 2018 waren sie laut Immowelt-Analyse nicht gestiegen, während sie in Berlin im gleichen Zeitraum um 13 Prozent zulegten. In der Hauptstadt kostet der Quadratmeter mittlerweile 11,70 Euro, in Potsdam 10,00 Euro.

Noch billiger als Cottbus ist Frankfurt (Oder), wo der Quadratmeter nur 5,80 Euro kostet. In Magdeburg und Brandenburg an der Havel ist er ebenfalls für 6,00 Euro zu haben. In Dresden sind es dagegen schon 7,50 Euro, in Leipzig 6,60 Euro.

Der Kaufpreis in Cottbus liegt bei 1.550 Euro per Meter. Auch das ist vergleichsweise günstig, aber: Von 2017 auf 2018 gingen die Kaufpreise laut Immowelt um heftige 10 Prozent nach oben.

Kontaktdaten und Servicestellen in Cottbus

Sie wollen sich in Cottbus selbstständig machen, Ihre Steuererklärung abgeben oder Jobs in Cottbus suchen? Die wichtigsten Servicestellen hat Karrieresprung übersichtlich für Sie zusammengefasst:

[Bildnachweis: Bjoern Bernhard Shutterstock.com]

Ghosting in der Bewerbung und am Arbeitsplatz: Alle Tipps

Ghosting Dating Bewerbung

Wenn man plötzlich weg ist und unauffindbar, dann spricht man neuerdings von Ghosting. Ein Date, das sich nicht mehr meldet oder gar ein Partner, der ohne Vorwarnung jeden Kontakt abbricht. Im Bewerbungsprozess spielte Ghosting schon immer eine tragende Rolle. Arbeitgeber, die Bewerber links liegen lassen und es nicht mal für nötig erachten, ihnen eine Absage zu schicken. Doch auch Bewerber und Arbeitnehmer können Ghosting betreiben. Wenn sie clever sind, lassen sie es aber bleiben. Job-Ghosting: Es zeugt von schlechtem Stil – und kann schneller nach hinten losgehen, als einem lieb ist…

Ghosting: Was ist das überhaupt?

Ghosting kennen Sie – hoffentlich nicht – aus Ihrem Liebesleben. Die Mode-Vokabel meint Folgendes: Der Freund oder die Freundin meldet sich einfach nicht mehr. Er oder sie reagiert nicht auf Anrufe oder Nachrichten, ruft nicht zurück, schreibt nicht mehr, weder über Whatsapp noch per E-Mail, verschwindet einfach von der Bildfläche.

Ältere Generationen bemühen dafür gerne eine anderes Bild: „Ich geh mal kurz Zigaretten holen.“ Und weg war er – und ward nie mehr gesehen. Gemeint ist das Gleiche.

Ghosting kann jeder betreiben: Lose Kontakte, aber auch enge Freunde, im schlimmsten Fall Paare. Relativ normal ist es wohl bei Dates, die nach dem ersten Treffen den Kontakt abbrechen – wohlgemerkt ohne Begründung. Bricht jemand den Kontakt hingegen ab mit den Worten „Das war’s, ich will nichts mehr mit dir zu tun haben“, dann haben wir es streng genommen nicht mit Ghosting zu tun, sondern mit einem Schlussstrich – oder, um im Englischen zu bleiben: mit einem klaren Cut.

Offenbar betreiben Frauen Ghosting häufiger als Männer. So ergab eine Umfrage des Dating-Portals Elitepartner unter 11.000 Befragten, dass…

  • jede vierte Frau schon einmal jemanden geghostet hat.
  • von den Single-Frauen bis 29 Jahre sogar 36 Prozent schon einmal Ghosting angewandt haben.
  • 19 Prozent der Männer Ghosting betrieben haben.

Der Kern des Ghosting: Es lässt einen ratlos zurück. Der Betroffene kann nur rätseln und über die Beweggründe des Gegenübers mutmaßen. Was kann ihn oder sie dazu veranlasst haben? Hat er oder sie einen Neuen? Hier kommt auch der sogenannte Zeigarnik-Effekt ins Spiel: ein psychologischer Effekt, der besagt, dass man sich an unerledigte, unterbrochene Aufgaben besser erinnert als an abgeschlossene. Sie bleiben im Kopf kleben, während Erfolge schnell abgehakt werden.

Damit einher gehen oft Schuldgefühle und Gewissensbisse. Für die gibt es aber oft – objektiv betrachtet – gar keinen Anlass. Darum ist Ghosting so hinterhältig und regelrecht asozial. Der erste Ratschlag muss daher lauten: Tun Sie es nicht! Betreiben Sie kein Ghosting, auch nicht bei der Bewerbung oder im Job. Warum Job-Ghosting Ihnen schaden kann, erklären wir Ihnen gleich…

Ghosting in der Bewerbung und im Job

Um ehrlich zu sein, ist Ghosting im Bewerbungsverfahren nichts Neues. Es gibt das Phänomen seit Jahr und Tag. So spielt es sich ab: Der Bewerber reicht seine Bewerbungsunterlagen ein, ist frohen Mutes, erhält auch eine Eingangsbestätigung mit dem Hinweis: „Wir melden uns bei Ihnen.“ Und dann? Nichts. Der Arbeitgeber meldet sich nicht zurück.

Ghosting kann auch nach dem Bewerbungsgespräch auftreten. Wenn der Personalmanager gemerkt hat, dass die Chemie nicht stimmt – und den Kontakt abbricht. Das ist zwar eine Arbeitserleichterung, aber Wertschätzung geht anders.

Mögliche Gründe, warum ein Arbeitgeber Ghosting bei der Bewerbung betreibt. Er…

  • hat sich für einen anderen Bewerber entschieden.
  • möchte sich die Mühe nicht machen, Ihnen abzusagen.
  • will Zeit sparen.
  • hat Sie aussortiert und danach schnell vergessen.
  • sagt Ihnen nicht persönlich ab, weil er Angst vor Ihrer Reaktion ab.

Allesamt Gründe, die sehr menschlich, aber dennoch inakzeptabel sind.

Ghosting kann aber auch von Bewerbern oder Arbeitnehmern ausgehen. Diese Fälle scheinen sich zu häufen – speziell im Ausland, wo die Kündigungsfristen kürzer und die Regularien laxer sind. Da erscheinen Mitarbeiter von heute auf morgen einfach nicht mehr zur Arbeit – und die Firmen können nichts dagegen tun.

In Deutschland ist das kaum möglich. Wenigstens eine Kündigung muss der Arbeitnehmer einreichen. Tut er das, kann man nicht mehr von Ghosting sprechen.

Abtauchen können dafür Bewerber während oder nach der Bewerbung. Sie erscheinen trotz einer Einladung nicht zum Vorstellungsgespräch – ohne abzusagen. Sie sind nach dem Vorstellungsgespräch nicht mehr für weitere Rückfragen zu erreichen. Sie reagieren auf einen angebotenen Arbeitsvertrag nicht.

Dahinter stecken natürlich handfeste Beweggründe: Vielleicht ist dem Bewerber klar geworden, dass diese Stelle in diesem Unternehmen doch nicht die richtige für ihn ist. Oder er hat in der Zwischenzeit das Angebot eines Konkurrenten erhalten, das er nicht ablehnen kann. Oder der Bewerber ist feige und will einem unangenehmen Telefonat aus dem Weg gehen.

Job-Ghosting: 6 Beispiele

ghosting jobGhosting gibt es in sehr vielen Konstellationen auf dem Arbeitsmarkt und im Job. Hier noch ein paar andere Beispiele:

  • Kunden, die nach regelmäßiger Zusammenarbeit abtauchen
  • Vertriebler, die nichts mehr von einem Interessenten hören
  • Freiberufler, die keine Rückmeldung von einem möglichen Auftraggeber erhalten
  • Potenzielle Auftraggeber, die keine Rückmeldung vom Freiberufler bekommen
  • Bewerber, die nicht zum Assessment Center erscheinen
  • Alte Kollegen, die trotz ihrer Präsenz in sozialen Netzwerken nicht auf Kontaktanfragen reagieren

An den Beispielen sehen Sie: Manchmal ist Ghosting durchaus nachvollziehbar, meistens aber nicht. Als Bewerber sollten Sie jedenfalls davon absehen. Wir sagen Ihnen auch, warum…

Warum Ghosting Bewerbern schadet

Ghosting ist immer ein schlechter Zug – IMMER. Auch dann, wenn sich beide Parteien einig sind, dass es zwischen ihnen nicht funktionieren kann. Eine höfliche Standardabsage ist das Mindeste, was sowohl Bewerber als auch Unternehmen erwarten können.

5 Gründe, warum Sie als Bewerber kein Ghosting betreiben und dem Unternehmen wenigstens absagen sollten. Ghosting…

  • zeugt von mangelndem Respekt

    Und Respekt fordern heute doch alle unentwegt ein. Also zeigen auch Sie ihn auch, den Respekt!

  • ist feige

    Niemand verlangt von Ihnen übertriebenen Heldenmut im Bewerbungsdschungel. Aber eine höfliche Absage kriegt jeder hin – zur Not per E-Mail. Sie müssen Ihrem Gegenüber nicht einmal in die Augen sehen und die Wahrscheinlichkeit, überhaupt ein Feedback zu erhalten, ist gering. Geben Sie sich einen Ruck!

  • kann Ihnen sehr lange schaden

    Man sieht sich ja bekanntlich immer zwei- oder drei- oder viermal im Leben. Vielleicht wollen Sie in einigen Jahren doch noch bei diesem Unternehmen anheuern. Die Erinnerung an Ihr Ausweichmanöver könnte Sie dann den Job kosten. Speziell in kleinen Branchen, in denen jeder jeden kennt, ist Ghosting brandgefährlich.

  • spricht sich herum

    Und zwar schneller, als Ihnen lieb ist. Dann schadet Ghosting schon sehr kurzfristig. Wenn die Chefs zweier Wettbewerber gut miteinander können und sich gegenseitig Anekdoten auftischen, kriegen Sie weder hier noch dort den Job. Vor allem in kleinen Branchen drohen Nachteile.

  • zeigt Konfliktscheu

    In einer Beziehung oder beim Dating ist Ghosting ein Abgang für Menschen, die nicht in der Lage oder willens sind, einen Konflikt auszutragen oder auszuhalten. Wer sich heimlich aus dem Staub macht, muss sich selbst nicht erklären, den Gegenüber nicht anhören, nichts ausdiskutieren. Sehr bequem. Wahrscheinlich ist so jemand im Privaten kein guter Partner – und im Job-Kontext kein guter Mitarbeiter.

Ghosting durch den Arbeitgeber: Was tun?

Als Bewerber können Sie erwarten, dass das Unternehmen fair mit Ihnen umgeht. Die Realität sieht manchmal anders aus. Darum gilt es zunächst, Ghosting durch den Arbeitgeber von vornherein zu verhindern. Ein paar kleine Kniffe gibt es durchaus, die Ghosting zumindest unwahrscheinlicher machen. Zum Beispiel:

  • Sowohl im Anschreiben als auch am Ende eines möglichen Jobinterviews darauf hinweisen, dass man sich „darauf freut, von Ihnen zu hören“.
  • Am Ende des Vorstellungsgesprächs nach „dem weiteren Vorgehen“ erkundigen.
  • Sich für das angenehme Vorstellungsgespräch bedanken.
  • Den Gesprächspartner bei der Verabschiedung mit Namen anreden.
  • Betonen, welch positiven Gesamteindruck man vom Unternehmen habe.

All das baut – wenigstens subtil – Druck auf, erzeugt Verbindlichkeit.

Wie aber verhalten, wenn man schon zum Ghosting-Opfer geworden ist? Angenommen, Sie schreiben eine blitzsaubere Bewerbung und warten ab. Und warten und warten und warten. Irgendwann dämmert Ihnen, dass Sie keine Antwort mehr erhalten werden.

Dann müssen Sie selbst aktiv werden. Immerhin könnt es ja auch sein, dass Ihre Bewerbung aus Versehen im Spam-Ordner gelandet oder bei der Mitarbeiterin angekommen ist, die in Elternzeit gegangen ist, aber vergessen hat, eine Abwesenheitsnotiz zu aktivieren.

Zunächst einmal: Geben Sie dem Unternehmen Zeit. Nicht drängeln! Nach Ablauf der Wartezeit (zwei Wochen sind angemessen) aber können und sollten Sie nachhaken. Sie könnten eine E-Mail schreiben. Oder anrufen. Versuchen Sie es telefonisch über verschiedene Wege. Rufen Sie in der Personalabteilung an, in der Zentrale, zur Not sogar im Kundenservice oder in der Pressestelle.

Kommen Sie nirgends durch, dann ist auch der Weg über öffentliche Kanäle denkbar. Senden Sie einen Tweet, schreiben Sie über Facebook oder Instagram. Öffentlicher Druck wirkt oft Wunder.

Aber Vorsicht: Sie selbst begeben sich damit ebenfalls in die Schusslinie. Wenn andere Arbeitgeber sehen, dass Sie Firmen im Social Web aggressiv angehen, könnten sie Sie als Unruheherd einordnen und von einer Einstellung Abstand nehmen. Daher auch im Netz immer höflich bleiben!

Und natürlich sollte Ihr aktueller Arbeitgeber nicht Wind davon kriegen, dass Sie sich anderweitig bewerben. Soziale Medien also immer mit Bedacht einsetzen…

Eine Alternative: Eruieren Sie auf Xing oder Linkedin den Personalverantwortlichen des Unternehmens und schreiben ihn direkt an.

Fruchtet keine Ihrer Bemühungen, dann bleibt nur eins: Aufgeben. Was Sie aber durchaus nachträglich noch tun können: Eine Bewertung auf Portalen wie Kununu oder Glassdoor hinterlassen.

Auch hier bitte nicht mit Beleidigungen um sich werfen, sondern sachlich bleiben. Motto:

  • Ich habe nach meiner Bewerbung nichts mehr vom Unternehmen gehört. Das nennt sich wohl Ghosting und zeugt von schlechten Umgangsformen. Schade.

Diese Beziehungsphänomene gibt es noch

Ghosting Dating BewerbungGhosting ist nicht das einzige grassierende Beziehungsphänomen. Daneben gibt es zum Beispiel noch…

  • Cushioning. Das meint, sich neben der aktuellen Freundin oder dem Freund noch jemand anderen warmzuhalten, damit man im Falle einer Trennung butterweich landet.
  • Dann gibt es Benching. Sich immer mal wieder melden, ohne eine verbindliche Beziehung einzugehen. Eine Taktik für Abgebrühte: So kann man weiterhin die Fühler ausstrecken, hat aber jemanden in der Hinterhand für den Fall, dass die Suche im Nichts endet.
  • Wer auf Lovebombing setzt, überschüttet andere mit Liebesbekundungen, Aufmerksamkeit und Zuwendung. Die Phase ist aber erfahrungsgemäß sehr schnell zu Ende.
  • Zombieing bedeutet, dass sich der Ex-Partner oder ein früheres Date nach langer Zeit wieder meldet. Vielleicht, weil er oder sie wieder Single ist.
  • Last but not least scheint auch Gatsbying im Kommen zu sein. Nie gehört? Wer gatsbyed, der möchte andere über soziale Netzwerke beeindrucken und die Aufmerksamkeit seines Schwarms auf sich ziehen. Instagram scheint dabei das perfekte Vehikel für Hobby-Gatsbys zu sein.

Und jetzt die spannende Frage: Welches dieser Dating-Phänomene lässt sich auf die Arbeitswelt übertragen?

Cushioning könnte für Freiberufler mit mehreren Auftraggebern interessant sein, Benching für umworbene Spitzenkräfte, die gelegentlich mit einer neuer Herausforderung liebäugeln.

Lovebombing bietet sich für Unternehmen an, die unbedingt Mister X von der Konkurrenz abwerben wollen. Zombieing kennt man aus der Arbeitswelt als Boomerang-Recruiting.

Gatsbying hingegen kann jeder betreiben – kluge Beiträge in Business-Netzwerken oder Fachforen haben schon so manches Unternehmen nachhaltig beeindruckt…

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[Bildnachweis: Brian A Jackson by Shutterstock.com]

Jobs in Darmstadt: Aktuelle Stellenangebote in Darmstadt und Umgebung

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Darmstadt ist Heimat des ältesten Pharmaunternehmens der Welt. Und der Ruhm der Vergangenheit ist noch lange nicht verblasst. Die Stadt in Südhessen gilt als eine der zukunftsträchtigsten Deutschlands. Manche halten sie gar für die Zukunftsstadt schlechthin. Viele Jobs in Darmstadt gibt es für IT-Fachkräfte, Wissenschaftler, Maschinenbauer, Elektrotechniker. Die Pharmaindustrie, Biotech- und IT-Unternehmen fühlen sich hier pudelwohl. Sogar für Weltraumfreunde gibt es passende Stellen in Darmstadt

Jobs Darmstadt: Die Stadt

Darmstadt ist DER Geheimtipp in Deutschlands Städtelandschaft. In nahezu allen Rankings mischen die Südhessen ganz weit vorne mit. Im Prognos-Zukunftsatlas 2019 belegte die Stadt Platz vier von insgesamt 401 untersuchten Städten und Regionen in Deutschland. In der Unterkategorie Arbeitsmarkt landeten die Südhessen sogar auf Rang eins. Auch im Zukunftsranking 2018 von IW Consult war Darmstadt bereits auf der Pole Position ins Ziel gekommen. Die Experten sind sich einig: Darmstadt ist wirtschaftlich hervorragend aufgestellt.

Speziell für Wissenschaftler ist Darmstadt ein Garten Eden mit vielen saftigen Früchten links und rechts des Weges. Und das nicht erst seit 1997, als das hessische Innenministerium Darmstadt offiziell den Titel der Wissenschaftsstadt verlieh. Es gibt hier die Technische Universität, zwei Hochschulen, Helmholtzzentrum, Fraunhofer-Institute und das Europäische Raumflugkontrollzentrum der ESA.

Wenn die Forscher mal frei haben, gehen sie ins Zentrum der 150.000-Einwohner-Stadt — oder in eines der vielen Museen. Denn kulturell hat Darmstadt ebenfalls einiges anzubieten. Das Hessische Landesmuseum steht am Friedensplatz, gleich neben dem Schlossmuseum. Etwas weiter südlich lädt das Staatstheater Freunde des gepflegte Schauspiels ein.

Dass die Darmstädter keine Kulturbanausen sind, sollte ohnehin keine Erwähnung wert sein. Die Stadt ist immerhin eines der deutschen Jugendstil-Zentren. Dem Jugendstil wird auch Darmstadts Wahrzeichen zugeordnet: Der Hochzeitsturm auf der Mathildenhöhe ist fast 50 Meter hoch – und seit über 100 Jahren eine Landmarke.

Die Mathildenhöhe liegt in Darmstadts Osten. Hier wohnen die Gutverdiener: im Paulusviertel, Woogsviertel, Komponistenviertel. Auch Wohnungen im Steinbergviertel, Martinsviertel und in Bessungen sind begehrt. Die sozialen Brennpunkte liegen eher im Süden der Stadt.

Jobs Darmstadt: Der Arbeitsmarkt

In Deutschland lag die offizielle Arbeitslosenquote im April 2020 bei 5,8 Prozent, in Hessen sogar nur bei 5,2 Prozent. Die Stadt Darmstadt liegt bei 5,8 Prozent, der Landkreis Darmstadt-Dieburg bei 4,8 Prozent.

Rund 5.100 Arbeitslose gibt es in der Wissenschaftsstadt. Mehr als 5.000 Arbeitslose gab es zum letzten Mal im Januar 2018. Angesichts von Corona-Krise und Konjunktureinbruch ist es fraglich, ob die Zahl im Laufe des Jahres 2020 erneut unter die 5.000-Marke fällt.

Von allen größeren Städten Hessens steht Darmstadt damit aber am besten da. In Frankfurt liegt die Arbeitslosenquote bei 6,3 Prozent, in der Landeshauptstadt Wiesbaden bei 6,9 Prozent, in der Documenta-Stadt Kassel bei 8,4 Prozent und in Offenbach sogar bei 9,7 Prozent.

Jobs Darmstadt: Einstiegsgehälter und Gehaltsniveaus

In Darmstadt verdient man ausgezeichnet. Das Medianeinkommen liegt nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit bei 4.185 Euro im Monat. Auf mehr als 4.000 Euro kommen nur die allerwenigsten Städte und Kommunen in Deutschland.

Frankfurt zählt auch dazu. In der hessischen Bankenmetropole werden 4.182 Euro monatlich gezahlt – drei Euro weniger als in Darmstadt. Nebenan in Offenbach sind es aber nur 3.450 Euro. In Mainz beträgt das Medianeinkommen 3.554 Euro. Auch die schicke Landeshauptstadt Wiesbaden reicht mit 3.758 Euro nicht an Darmstadt heran.

Ohnehin ist Hessen das Topverdienerland innerhalb deutscher Grenzen. Fach- und Führungskräfte verdienen laut Stepstone-Gehaltsreport 2019 in Hessen 65.296 Euro jährlich – mehr gibt es nirgends. Demnach zählt Darmstadt sogar zu den zehn Städten mit dem höchsten Durchschnittsgehalt für Fach- und Führungskräfte in ganz Deutschland. Mit 65.171 Euro im Jahr liegt die Stadt auf Rang fünf hinter Frankfurt, München, Stuttgart und Düsseldorf.

Die Xing-Gehaltsstudie 2019 weist für Fach- und Führungskräfte in Hessen gar 76.972 Euro jährlich im Schnitt aus – das sind neun Prozent mehr als im deutschen Schnitt.

Auch ohne akademischen Abschluss und Führungsverantwortung sind die hessischen Gehälter sehr vorzeigbar. Laut gehalt.de beträgt das Durchschnittsgehalt in Hessen 51.345 Euro im Jar – kein anderes Bundesland kommt auf über 50.000 Euro.

De wichtigsten Arbeitgeber in Darmstadt

Pharmariese Merck setzt seit 1668 auf Darmstadt. Für Merck arbeiten auf einer Fläche von fast 200 Fußballfeldern 11.000 Mitarbeiter, 2.100 davon alleine in der Forschung und Entwicklung. Darmstadt ist Sitz der Unternehmensleitung und der mit Abstand größte Forschungs- und Produktionsstandort von Merck.

Hier winken Jobs in Darmstadt – das sind die wichtigsten Arbeitgeber in Darmstadt:

  • Merck (Chemie, Pharma)
  • Akasol AG (Batterien)
  • Alnatura (Lebensmittel)
  • European Space Agency (ESA)
  • TE Connectivity (Telekommunikation, Elektrotechnik)
  • CA Technologies (IT)
  • Deutsche Telekom
  • Deutsche Post AG
  • Evonik Industries AG (Chemie, Pharma)
  • Coty Germany (Haarkosmetik)
  • Strabag SE (Straßenbau)
  • Software AG
  • Bechtle (IT-Beratung)
  • Pitney Bowes Deutschland GmbH (Software)
  • Accso (Software/IT-Beratung)
  • Prostep AG (IT-Beratung)
  • Incloud Engineering GmbH (Software)
  • Infor (Software)
  • Ansys Germany GmbH (Software)
  • Dicos GmbH Kommunikationssysteme (IT)
  • Orbit Applikations- und Informationssysteme (IT)
  • Profi Engineering Systems AG (IT)
  • SAG Systemhaus (Software)
  • Omada (Software)
  • Nterra Integration GmbH (IT)
  • Döhler Gruppe Darmstadt (Nahrungsmittel)
  • Schenck RoTec (Maschinenbau)
  • Stadt- und Kreissparkasse Darmstadt
  • Hottinger Baldwin Messtechnik (Elektrotechnik)
  • VWR, Part of Avantor (Laborbedarf)
  • Kao Professional Salon Service/Goldwell (Haarkosmetik)
  • Deutsche Bahn AG
  • Medienhaus Südhessen GmbH (Medien)
  • CA Deutschland (Software)
  • Schenck Process Europe (Maschinenbau)
  • Entega AG (Energie)
  • Adesta (Personalvermittlung)
  • Dr. Terhalle und Nagel (Personalberatung)
  • Wibas (Unternehmensberatung)
  • Arcadis Consult (Unternehmensberatung)
  • Fain Bildungs-GmbH (Fortbildung)
  • Heag Mobilo (Verkehr)
  • TÜH Technische Überwachung Hessen
  • Donges SteelTec (Stahlbau)
  • Volksbank Darmstadt-Südhessen
  • Horiba Europe (Maschinenbau)
  • Henschel Darmstadt (Einzelhandel)
  • Alpha Print Medien AG (Druckerei)
  • Steigerwald Arzneimittelwerk (Chemie, Pharma)
  • Isra Vision AG (Elektrotechnik)
  • Verlag Hoppenstedt
  • Goebel IMS Schneid- und Wickelsysteme (Maschinenbau)
  • Darton AG (Maschinenbau)
  • Plexus (Elektrotechnik)
  • Die Haftpflichtkasse (Versicherung)
  • Stadt Darmstadt (Verwaltung)
  • Klinikum Darmstadt (Gesundheit)
  • Alice-Hospital Darmstadt (Gesundheit)
  • Agaplesion Elisabethenstift (Gesundheit)
  • Darmstädter Kinderkliniken Prinzessin Margaret (Gesundheit)
  • Mission Leben Darmstadt (Pflege)
  • Maritim Hotel Darmstadt (Hotellerie)
  • Welcome Hotel Darmstadt (Hotellerie)
  • SV Darmstadt 98 (Sport)
  • Hessisches Landesmuseum Darmstadt
  • Schlossmuseum Darmstadt
  • Staatstheater Darmstadt
  • Technische Universität Darmstadt
  • Hochschule Darmstadt
  • Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD
  • Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF
  • Fraunhofer Institut für Sichere Informationstechnologie SIT
  • GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung

7 unglaubliche Jobs in Darmstadt bei der Europäischen Weltraumagentur ESA

Jobs in Darmstadt bei der Europaeischen Weltraumagentur ESADie Europäische Weltraumagentur (ESA) ist einer der attraktivsten Arbeitgeber in Darmstadt. Zwar werden in Südhessen keine Astronauten ausgebildet (sondern im Europäischen Astronautenzentrum in Köln). Spannende Arbeitsplätze hat die Weltraumagentur in Darmstadt aber trotzdem zu bieten, vor allem für technisch Begabte mit Ingenieurabschluss. Beispiele gefällig? Hier sind 7 Jobs bei der ESA in Darmstadt, die nicht von dieser Welt sind:

  • Flight Dynamics Engineer
  • Spacecraft Operations Engineer
  • Space Debris Engineer
  • Ground Station Engineer
  • Navigation Engineer
  • Head of Planetary Defence
  • Mission Analyst

Jobs Darmstadt: Karriereaussichten und Wirtschaft

Darmstadt ist ein heimlicher Gigant. Im Zukunftsranking des Beratungsunternehmens IW Consult bestieg die Stadt 2018 den Thron. Platz 1 von 71 untersuchten deutschen Großstädten – vor München, Hamburg, Berlin oder auch Ingolstadt und Karlsruhe. Im Konkurrenzranking des Forschungsinstituts Prognos landete Darmstadt 2019 auf einem bärenstarken Platz 4 von 401 Städten und Gemeinden in Deutschland. Darmstadt ist, so scheint es, DIE deutsche Stadt der Zukunft.

Stark sind die Südhessen in allem, was mit dem Internet of Things, IT und Software zu tun hat. Es gibt hier viele MINT-Absolventen und schnelles Internet.

Summa summarum arbeiten 130.000 Menschen innerhalb der Stadtgrenzen – angesichts von nur 160.000 Einwohnern eine enorme Zahl. Darunter sind viele Forscher. Immerhin wirbt Darmstadt auch als Wissenschaftsstadt für sich. Tatsächlich beherbergt die Stadt 30 wissenschaftliche Einrichtungen und forschende Unternehmen, darunter Technische Universität, Fraunhofer-Institute, Staatsarchive.

Die 5 ökonomischen Cluster Darmstadts sind:

  • Chemie, Pharma, Biotech
  • Haarkosmetik
  • IT- und Kommunikationstechnologie
  • Maschinenbau, Elektrotechnik, Mechatronik
  • Weltraum-und Satellitentechnologie

Darmstadt beherbergt auch das Kontrollzentrum der Europäischen Weltraumorganisation ESA sowie mit Merck das älteste Pharmaunternehmen der Welt. Jobs in Darmstadt gibt es bei Merck aber nicht nur für Naturwissenschaftler…

Jobs in Darmstadt bei Merck

Jobs in Darmstadt bei MerckMerck ist der größte Arbeitgeber Darmstadts. Jobs in Darmstadt vergibt das Pharmaunternehmen unter anderem an:

Jobs Darmstadt: Kosten, Lebenshaltung, Mietpreise

Der Darmstädter Wohnungsmarkt gilt als extrem angespannt. Vor allem um kleine Wohnungen ist der Konkurrenzkampf entbrannt. Die Stadt ist beliebt, eine Studentenstadt und sie liegt nah am noch kostspieligeren Frankfurt.

Das Preisniveau in der Wissenschaftsstadt ist dementsprechend hoch. Aber immerhin gibt es erste Tendenzen, dass es nicht mehr zügellos steigt. So war Darmstadt in einer Immowelt-Analyse von 80 deutschen Großstädten eine von nur vier Städten, in der die Kaufpreise von 2017 auf 2018 gefallen sind. Die anderen waren Hagen, Leverkusen und Mönchengladbach. Trotzdem kostet der Quadratmeter in Darmstadt noch immer rund 3.300 Euro – ein Top-Wert.

Die Mietpreise in Darmstadt kennen dagegen nur eine Richtung – aufwärts. Von 2017 auf 2018 stieg die mittlere Miete hier um fünf Prozent auf 11,10 Euro pro Quadratmeter. Dieses Niveau weisen deutschlandweit fast nur Städte in Bayern, Baden-Württemberg und Hessen auf.

Regional betrachtet kommen die Darmstädter aber sogar noch gut weg. In Frankfurt müssen Mieter 13,90 Euro auf den Tisch legen, in Wiesbaden 10,70 Euro und in Mainz 11,80 Euro. Weiter südlich in Heidelberg sind es 12,00 Euro. Nur Mannheim bleibt mit seinen 9,50 Euro unterhalb der Zehn-Prozent-Schwelle.

Kontaktdaten und Servicestellen in Darmstadt

Sie wollen sich in Darmstadt selbstständig machen, Ihre Steuererklärung abgeben oder Stellenangebote in Darmstadt suchen? Die wichtigsten Servicestellen hat Karrieresprung übersichtlich für Sie zusammengefasst:

  • Das Finanzamt Darmstadt finden Sie hier.
  • Das Jobcenter Darmstadt finden Sie hier.
  • Die IHK Darmstadt Rhein Main Neckar finden Sie hier.
  • Die Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main finden Sie hier.
  • Stellenangebote in Darmstadt finden Sie hier bei Karrieresprung in den Jobs.
[Bildnachweis: LaMiaFotografia by Shutterstock.com]

Stärken in der Bewerbung: 45 Beispiele und die besten Tipps

Das Anschreiben muss sitzen, damit’s mit der Bewerbung klappt. Ein wesentlicher Bestandteil des Anschreibens sind die eigenen Stärken. Am besten, die Fähigkeiten des Bewerbers sind deckungsgleich mit denen, die das Unternehmen gerade dringend sucht. Doch Achtung: Nicht alle Stärken, die wir mit uns selbst assoziieren, sollten im Anschreiben Platz finden. So gibt es einige, die dermaßen abgenutzt sind, dass Sie lieber Abstand von ihnen nehmen. Stärken in der Bewerbung: Welche Sie aufnehmen sollten und welche lieber nicht…

Stärken in der Bewerbung nennen

Als Faustregel gilt: Arbeiten Sie in Ihrer Bewerbung nicht mehr als drei persönliche Stärken heraus. Wer zu viele nennt, macht sich unglaubwürdig und entwertet jede einzelne.

Das müssen Sie wohlgemerkt im Anschreiben tun. Im Lebenslauf findet sich dafür kein geeigneter Platz. Dort gibt es zwar Kategorien wie Werdegang, Ausbildung, Sonstige Kenntnisse oder Interessen, aber nicht den Unterpunkt Stärken. Indirekt sagen natürlich auch die Angaben im Lebenslauf etwas über Ihre Stärken (und Schwächen) aus. Wenn Sie leidenschaftlich gerne in einer Band spielen, dann sind Sie vermutlich ein extrovertierter Typ. Paragliding und Rennsport als Hobbys lassen auf einen Adrenalinjunkie schließen, Theater und klassische Musik auf einen kultivierten Menschen und so weiter…

Im Vorstellungsgespräch haben Sie darüber hinaus die Möglichkeit, noch weitere Stärken in die Waagschale zu werfen – aber nur, wenn Sie die erste Hürde überspringen.

Die Stärken, die Sie im Bewerbungsprozess herausstellen, sollten erstens nicht zu abgegriffen sein. Sie wollen dem Unternehmen zeigen, dass Sie der beste Mann oder die beste Frau für den Job sind. Das erfordert eine klare Ansage. Und wer Klarheit schaffen will, kann sich nicht mit Allerweltsplatitüden zufriedengeben. Die schaffen vielmehr Unklarheit – weil sie die Bewerber gleich aussehen lassen.

Desweiteren sollten die betonten Stärken zu Stelle und Beruf passen. Wenn Sie sich als Erzieherin oder Altenpfleger bewerben, dann kommen Verantwortungsbewusstsein, Organisationstalent, ein freundliches Wesen und Freude im Umgang mit Menschen sicher gut an. Auslandserfahrung oder Programmierkenntnisse bringen Ihnen im Job dagegen nicht so wahnsinnig viel.

Einer Führungskraft steht es gut zu Gesicht, Entscheidungen treffen zu wollen und zu können. Ohne Organisationstalent wird man kein guter Eventmanager. Ein Animateur lebt von seinem Temperament. Ein Designer besticht üblicherweise durch seine Kreativität, ein Journalist durch Neugier, ein Unternehmensberater durch Belastbarkeit, ein Social Media Manager durch Schlagfertigkeit und Fingerspitzengefühl.

Doch nicht immer lassen sich Eigenschaften einfach so ein- und abgrenzen. Was für den einen Arbeitgeber eine große Stärke wäre, ist für den anderen vielleicht ein Makel. Kreativität zum Beispiel ist eine Kardinalstugend in der Werbung und Modeindustrie, in Forschung und Entwicklung. In der Verwaltung, im OP-Saal oder Cockpit ist sie hingegen kaum zu gebrauchen. Sie kann sogar lebensgefährlich sein. Und Erfahrung sehen in Startups nicht alle als Auszeichnung.

Welche Stärken abgenutzt sind

Der perfekte Bewerber ist hochmotiviert, äußerst kreativ und leidenschaftlich bei der Sache. Ein Traum für jeden Arbeitgeber! Ja, fast… Ganz so einfach ist die Sache dann doch nicht. Denn motiviert, kreativ und leidenschaftlich – das sind sie heute alle.

Diese drei Vokabeln zählen zu den zehn meist genutzten Schlagwörtern von Bewerbern in Deutschland. Das hat die Business-Plattform Linkedin in einer Analyse von weltweit mehr als 530 Millionen Nutzerprofilen herausgefunden. Sie seien generisch und austauschbar, schreibt Linkedin. Wenn also ein Kandidat sich selbst als innovativ bezeichnet, dann zeugt das vor allem nicht von – Achtung Pointe! – Innovationsfreude.

Aber es geht noch abgenutzter. Auf Platz eins der Linkedin-Rangliste steht das Wörtchen spezialisiert, dahinter folgt erfahren – und das, obwohl es speziell von Berufsanfängern kaum benutzt werden kann.

Klar ist: Nur weil ein Begriff abgenutzt ist, heißt es nicht, dass Sie ihn keinesfalls verwenden sollten. Wenn Sie auf Ihrem Gebiet spezialisiert und erfahren sind, außerdem schon Ihre Innovationskraft unter Beweis gestellt haben, dann nehmen Sie diese Tugenden mit auf. Aber Sie sollten vielleicht nicht NUR auf überstrapazierte Adjektive zurückgreifen. Streuen Sie auch das eine oder andere ein, mit dem der Personaler nicht rechnet.

Das sind die zehn meist genutzten und damit abgenutztesten Bewerber-Schlagwörter in Deutschland:

  • spezialisiert
  • erfahren
  • Expertenwissen
  • Führungsqualitäten
  • leidenschaftlich
  • qualifiziert
  • innovativ
  • strategisch
  • kreativ
  • motiviert

Auf internationaler Ebene sehen die Top Ten ganz ähnlich aus. Auch US-amerikanische Personaler können sich vor spezialisierten, erfahrenen und qualifizierten Kräften kaum retten. Bedenken Sie dies, wenn Sie sich um eine Stelle im Ausland bewerben.

Das sind die zehn meist genutzten und damit abgenutztesten Bewerber-Schlagwörter international:

  • spezialisiert
  • erfahren
  • qualifiziert
  • Führungsqualitäten
  • leidenschaftlich
  • Expertenwissen
  • motiviert
  • kreativ
  • strategisch
  • fokussiert

Stärken in der Bewerbung: 45 gute Beispiele

Hier eine Liste mit Stärken, die jedem Bewerber gut zu Gesicht stehen:

  • Unternehmerisches Denken
  • Diplomatisches Geschick
  • Eigeninitiative
  • Kommunikationsfähigkeit
  • Leistungsbereitschaft
  • Verantwortungsbewusstsein
  • Entscheidungsfreude
  • Neugier
  • Analytisches Denkvermögen und logisches Denken
  • Zahlenaffinität und Mathematik-Kompetenz
  • Organisationstalent
  • Flexibilität
  • Zielstrebigkeit
  • Lernfähigkeit
  • Loyalität
  • Auslandserfahrung
  • Auffassungsgabe
  • Belastbarkeit
  • (Eigen)Motivation, intrinsische Motivation
  • Zuverlässigkeit
  • Lösungsorientierung
  • Agilität
  • Verhandlungsgeschick
  • Pünktlichkeit
  • Ehrlichkeit
  • Humor
  • Ausdauer
  • Gewissenhaftigkeit
  • Fleiß
  • Erfindungsreichtum
  • Kritikfähigkeit
  • Reflexionsvermögen
  • Menschenkenntnis
  • Rhetorische Begabung, Wortgewandtheit
  • Technisches Geschick, Fingerfertigkeit
  • Höflichkeit
  • Pragmatismus
  • Sorgfalt
  • Sprachbegabung
  • Sozialkompetenz
  • Souveränität
  • Vielseitigkeit
  • Umsichtigkeit
  • Begeisterungsfähigkeit
  • Herzlichkeit

Alle 45 Stärken für die Bewerbung hier noch mal als PDF zum Downloaden.

Stärken in der Bewerbung: Tipps

4 Tipps, wie Sie Ihre Stärken in der Bewerbung richtig zur Geltung bringen:

  1. Keine Phrasen

    In Ihrer Bewerbung beschreiben Sie sich als motiviert, kreativ und leidenschaftlich? Gäbe es ein Phrasenschwein für Bewerber, dann müssten Sie jetzt tief in die Tasche greifen. Meiden Sie phrasenhafte Schlagwörter wie Vampire das Licht. Wenngleich Sie das eine oder andere prägnante Adjektiv schon benutzen können. Die Dosierung macht das Gift. Orientieren Sie sich an den Erfordernissen Ihres potenziellen Arbeitgebers und der jeweiligen Branche.

  2. Bessere Alternativen

    Motiviert und kreativ sein – das sind zwei tolle Eigenschaften! Sie können sie also ruhig in Ihr Anschreiben aufnehmen. Aber es bleiben nun mal Floskeln. Noch besser wäre also, Sie würden Ihre Motivation und Kreativität zum Ausdruck bringen – nur eben weniger phrasenhaft. Wie das geht? Zum Beispiel, indem Sie Synonyme benutzen oder auch Übertreibungen. „Ich bin bis in die Haarspitzen motiviert.“ In dem Satz stecken eine alte Redewendung und ein abgenutztes Bewerber-Schlagwort drin – und dennoch wirkt er in dem Kontext erstaunlich frisch und originell. Oder auch: „Meinem Einfallsreichtum waren noch nie Grenzen gesetzt.“ Wenn Sie diese Behauptung noch mit konkreten Projekten belegen, gewinnt sie eine ganz neue Dimension – und wird den Personaler bestimmt nicht ermüden.

  3. Keine Allgemeinplätze

    Niemand mag Worthülsen. Darum sollten Sie auch in Ihrer Bewerbung Allgemeinplätze meiden. Werden Sie so konkret wie möglich. Der Personaler will sich bildhaft vorstellen können, was Sie bisher geschafft haben. Wenn Sie sich als teamfähig vorstellen, dann belegen Sie das an ganz konkreten Begebenheiten: „Ich habe damals mein Team zum Erfolg geführt, als es um die Umsetzung eines Projekts für einen großen Kunden ging. Anfangs waren einige Teammitglieder auf Kriegsfuß, aber ich konnte schnell den Zusammenhalt wieder herstellen, indem ich…“ Keine falsche Bescheidenheit!

  4. Mit Ausblick

    Der Blick zurück sagt etwas über Ihre Erfolge und Qualitäten. Aber vergessen Sie den Blick nach vorne nicht. Es geht schließlich nicht nur um Sie, sondern auch um das Unternehmen. Was wollen Sie für Ihren neuen Arbeitgeber erreichen? Wie können Ihre Stärken dazu beitragen, dass dieser erfolgreich bleibt oder wird? „Ich will meine Führungsqualitäten so einbringen, dass Ihre neue Repräsentanz in Frankfurt ein durchschlagender Erfolg wird.“ Das wäre in die Zukunft gerichtet – und mehr als eine Worthülse.

Stärken im Anschreiben formulieren

Wie können Sie Ihre Stärken im Anschreiben konkret formulieren? Hier sind 3 Beispiele zur Inspiration…

  1. Stärke: Kundenorientierung

    Als Key Account Manager hatte ich für einen früheren Arbeitgeber die Betreuung des wichtigsten Kunden übernommen. Dieser Kunde fühlte sich nicht mehr wertgeschätzt und war spürbar unzufrieden. In zahlreichen Einzelgespräche und mehreren Workshops ist es uns gemeinsam gelungen, die Zusammenarbeit auf eine neue Grundlage zu stellen. Zum Einen haben wir die Kommunikation neu geordnet. Zum Anderen haben wir in enger Zusammenarbeit ein neues Produkt entwickelt, das sich am Bedarf des Kunden orientiert hat. Nach der Markteinführung konnten wir das Produkt auch anderweitig vertreiben und Neukunden gewinnen.

  2. Stärke: Flexibilität

    Seit mehr als zehn Jahren bin ich in der Eventbranche tätig. Es gibt wohl kaum ein logistisches Problem, das ich noch nicht persönlich kennengelernt habe. Doch habe ich es bislang (fast) immer geschafft, eine Lösung zu finden. So drohte zum Beispiel im Jahr 2020 unser weltgrößter Fachkongress XY infolge der Coronakrise komplett auszufallen und ein großes Loch in unseren Haushalt zu reißen. Wir haben kurzerhand umdisponiert und die Veranstaltung ins Internet verlegt – mit durchschlagendem Erfolg.

  3. Stärke: Verhandlungsgeschick

    Bei einem früheren Arbeitgeber arbeitete ich mehrere Jahre als strategischer Einkäufer. Als wir in einer strategisch günstigen Position waren, ist es mir gelungen, einen hochprozentigen Rabatt mit einem Lieferanten auszuhandeln. Von diesem Deal profitiert das Unternehmen noch heute. Mir hat er damals den Weg auf die Position des Chefeinkäufers geebnet.

Corona: Welche Kompetenzen wichtiger werden

staerken bewerbung anschreibenDie Corona-Krise wertet bestimmte Stärken und Skills auf. Und je länger sie andauert, desto mehr zahlen diese sich aus.

Positiv: Zahlreiche Trend-Kompetenzen kann man sich aneignen. Zum Beispiel die Fähigkeit, eine Videotelefonie-Konferenz zu organisieren, durchzuführen und zu moderieren. Oder die Befähigung zur totalen Konzentration im Home Office. Hier sind weitere Eigenschaften, die ein Corona-Upgrade erfahren haben:

  • IT-Kenntnisse
  • Selbstständiges Arbeiten
  • Selbstmotivation
  • Disziplin
  • Konzentrationsfähigkeit
  • Kreativität
  • Empathie
  • Achtsamkeit
  • Weitsicht

Stärken finden und erkennen

Manchmal verstecken sich die eigenen Stärken vor einem. Welche Stärken habe ich denn überhaupt? Vorweg die Entwarnung: JEDER hat Stärken. Garantiert! Hier sind drei Wege, wie Sie Ihren Stärken auf die Schliche kommen:

  1. Lernerfolg

    Welche Kompetenzen oder Skills haben Sie innerhalb kürzester Zeit erworben? Dabei kann es sich um Schlittschuhlaufen, Häkeln, Programmieren oder Videospiele handeln. Wobei hatten Sie wenig Mühe? Dies lässt Rückschlüsse auf Ihre Talente und Interessen zu.

  2. Überlegenheit

    Auf welchem Gebiet fragen Ihre Freunde und Familie Sie um Rat? Gibt es Probleme, für die Sie ein sehr gefragter Ansprechpartner sind? Wenn ja, dann sind Sie vermutlich auf diesem Gebiet sehr bewandert. Es scheint eine Stärke von Ihnen zu sein.

  3. Erfüllung

    Was macht Ihnen unheimlich viel Spaß? Worin gehen Sie auf? Ein Instrument spielen, surfen oder puzzeln – denken Sie an Hobbys oder kleine Zeitvertreibe. Sogar passionierte Netflix-Gucker können so ungeahnte Stärken eruieren. Denn wer in der Lage ist, aus einem gigantischen Angebot schnell die richtigen Serien herauszufiltern, verfügt mit großer Wahrscheinlichkeit über Organisationstalent und logisches Denkvermögen.

Auch die SWOT-Analyse kann Bewerbern helfen, ihre Potenziale zu entdecken. Sie hat ihre Ursprünge in der Strategieentwicklung für Unternehmen. Die vier Buchstaben stehen für:

  • S = Strengths, Stärken
  • W = Weaknesses, Schwächen
  • O = Opportunities, Chancen
  • T = Threats, Risiken

Stärken und Schwächen hat jedes Unternehmen, Chancen und Risiken beziehen sich dagegen auf die Märkte und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Bewerber können das Schema einfach auf sich selbst anwenden.

Mit Stärken und Schwächen sind dann die eigenen Kompetenzen und Fertigkeiten auf der einen Seite und Defizite auf der anderen Seite gemeint. Dabei kann es sich etwa um formelle Qualifikationen, autodidaktisch erworbene oder Soft Skills handeln. Chancen und Risiken haben dann eher den Arbeitsmarkt, die Stellensituation und potenzielle Arbeitgeber im Blick.

  • Beispiel für Stärken: Branchenerfahrung.
  • Beispiel für Schwächen: Fehlende Führungserfahrung.
  • Beispiel für Chancen: Branche sucht gerade händeringend Fachkräfte.
  • Beispiel für Risiken: Die Konjunktur flaut ab und der Arbeitsmarkt gerät in die Defensive.

Das können Sie in einem Schema abbilden – auf dem Bildschirm oder auf einem Blatt Papier. So wird Ihnen auch schnell klar, welche Stärken Ihnen momentan besonders gut zu Gesicht stehen – und im Bewerbungsprozess helfen.

Wichtig ist dabei nur, dass Sie realistisch bleiben. Überhöhen Sie sich selbst nicht, das bringt nichts. Versuchen Sie, sich und Ihre Lage wirklichkeitsnah einzuschätzen. Wenn Sie das schaffen, haben Sie eine gute Basis für Ihre weitere Jobsuche.

So kann es zum Beispiel passieren, dass Ihre Stärken gar nicht zu den Arbeitgebern passen, die Sie eigentlich favorisieren. Dann haben Sie entweder die Wahl, Ihre Stärken auszubauen, um Deckungsgleichheit zu schaffen. Nach dem Motto: Was nicht passt, wird passend gemacht. Oder aber, Sie konzentrieren sich fortan auf die Arbeitgeber, die Ihrem Profil näher sind.

Auf jeden Fall kann Ihnen die SWOT-Analyse helfen, Stärken zu erkennen und zu erweitern. Probieren Sie es aus!

Und was ist mit den Schwächen?

Lassen Sie eine Schwäche einfach mal eine Schwäche sein. Das ist flapsig dahingesagt, hat aber einen wahren Kern. Studien deuten darauf hin, dass der erfolgreicher ist, der seine Stärken stärkt als derjenige, der seine Schwächen stärkt. Bauen Sie lieber Ihre Stärken aus als dass Sie versuchen, Ihre Schwächen auszumerzen. Letzteres fällt im Übrigen auch sehr viel schwerer.

Denn auch Stärken sind immer ausbaufähig Es gibt nichts, was man nicht NOCH besser könnte. Sogar Lionel Messi profitiert noch immer von Dribbel- und Torschusstraining. Sie können das in Ihrem Job auch – durch Training, Online-Kurse oder anderen Formen der Weiterbildung.

Und Ihre Schwächen? Dafür haben sie ja Kollegen oder Geschäftspartner. Suchen sie sich welche, die Ihre Schwächen wettmachen. Das ist auch bei Gründer-Teams so: Einer übernimmt meist die Finanzen, der zweite den Vertrieb, der dritte ist der Techniker. Das ist deutlich effizienter, als wenn einer alles alleine machen will.

Manchmal gibt es natürlich Ausnahmen: Angenommen, Sie wollen unbedingt im Vertrieb arbeiten, haben aber große Probleme, auf Menschen zuzugehen. Dann müssen Sie wohl oder übel an Ihrer Schwäche arbeiten. Es gibt in allen Berufen und Bereichen Schlüsselqualifikationen, ohne die es nicht geht. Am besten aber, Sie suchen einen Job und Arbeitgeber, der Ihre Stärken einzusetzen weiß.

[Bildnachweis: Adam Gregor by Shutterstock.com]

IT-Kenntnisse im Lebenslauf: Alle Tipps für Ihre Bewerbung

IT-Kenntnisse helfen uns dabei, die Digitalisierung nicht nur zu meistern, sondern aktiv zu gestalten. Die Liste an IT-Skills ist dabei so lang wie ein guter Quellcode. Welche EDV-Kompetenzen nehme ich in meine Bewerbung auf? Was schreibe ich und wo? Klar ist, dass kaum noch ein Bewerber an diesem Thema vorbeikommt. IT-Kenntnisse im Lebenslauf: Darauf kommt es an…

IT Kenntnisse: Definition

IT-Kenntnisse ist ein Sammelbegriff. Umfassen kann er nahezu alles – von der Bedienung einer Maus bis zur neuesten Programmiersprache. Otto-Normalbewerber müssen keine Angst haben: Fast jeder verfügt heute über digitale Skills – angefangen bei MS Word über Excel bis hin zur Internet-Recherche.

Je spezieller der Job, desto spezifischer auch die IT-Kenntnisse. Von einem Softwareentwickler will das Unternehmen natürlich wissen, welche Programmiersprachen er beherrscht und welche Projekte er bislang umgesetzt hat.

Von Mitarbeitern in kaufmännischen Office-Berufen werden vor allem Excel- und andere Datenbanken-Kompetenzen verlangt, Controller und andere Finanzexperten profitieren von SAP-Skills. Data Scientists und Data Analysts sollten im Umgang mit Big-Data-Tools versiert sein, Online-Redakteure oder Content Manager mit Content-Management-Systemen, Social Media Manager mit Facebook, Twitter, Instagram sowie den wichtigsten Social-Media-Management-Tools.

Übrigens: Früher sprach man meist von EDV-Kenntnissen. Diesen Begriff können Sie auch weiterhin verwenden. Gleichwohl wirkt er etwas veraltet, wie aus der Zeit gefallen. Im Zweifel schreiben Sie lieber

  • IT-Kenntnisse
  • oder IT-Kompetenzen
  • oder auch Computerkenntnisse.

Achten Sie darauf, in Ihre IT-Auflistung Struktur hineinzubringen. Programmiersprachen gehören neben- bzw. untereinander, Content-Management-Systeme (z.B. WordPress) ebenfalls, genauso Textverarbeitungsprogramme (z.B. MS Word) und Bildbearbeitungstools (z.B. Photoshop). Nicht alles wild durcheinanderwürfeln. Das vermittelt einen unorganisierten Eindruck.

Und noch etwas: Sie können auch Kompetenzen wie Scrum oder Kanban nennen. Dies sind zwar keine IT-Skills im engeren Sinne, aber Arbeitsweisen, die von IT-Experten gerne genutzt werden. Schreiben Sie nur bitte nicht Internet oder gar Surfen in Ihren Lebenslauf. Internet ist keine IT-Kenntnis.

IT-Kenntnisse im Lebenslauf platzieren

IT-Kenntnisse waren früher mal eine Zugabe. Heute gehören sie zum Pflichtprogramm. Das Trendwort Digitalisierung zeigt an, in welche Richtung es geht: In Zukunft werden eher noch mehr IT-Kenntnisse gefordert sein als weniger.

Bewerber sollten diesen Punkt genau beachten, IT-Knowhow in ihre Bewerbung einbinden. Aber wie? Und wo?

IT-Kompetenzen gehören auf jeden Fall in den Lebenslauf. Empfehlenswert ist es, einen eigenen tabellarischen Abschnitt für die IT-Kenntnisse zu erstellen.

So signalisiert der Bewerber, dass er um den heutigen Stellenwert von IT-Wissen weiß. Auch erlaubt die Gliederung dem Empfänger, sich schnell einen Überblick zu verschaffen. Kein Personalverantwortlicher möchte sich durch alle Unterlagen kämpfen, um die einzelnen IT-Skills herauszufiltern. Machen Sie es ihm so einfach wie möglich.

Neben dem Lebenslauf ist auch das Anschreiben geeignet, um IT-Kenntnisse zu vermitteln. Das gilt erst recht für Kandidaten, die sich innerhalb der IT-Branche oder für einen IT-Job bewerben. Dann sollte das Anschreiben genutzt werden, um die wesentlichen und für das Unternehmen wichtigsten Skills zu beschreiben.

Aber auch nur dann! Sind IT-Kenntnisse weniger wichtig als andere Kompetenzen, dann reicht es, wenn man sie im Lebenslauf aufführt.

IT-Kenntnisse Liste

Hier ist eine Auswahl an wichtigen IT-Kenntnissen:

  • Betriebssysteme (zum Beispiel Microsoft Windows, Mac OS, Linux)
  • Textverarbeitungsprogramme, zum Beispiel Word
  • Bildverarbeitungsprogramme, etwa Adobe Photoshop, Affinity Designer etc.
  • Tabellenverarbeitungsprogramme, zum Beispiel Excel
  • Content-Management-Systeme, etwa WordPress, Drupal, Typo3
  • Social-Media-Erfahrung (Facebook, Twitter, Instagram, Snapchat, Tiktok etc.)
  • Social-Media-Management-Tools, zum Beispiel Hootsuite
  • Datenbanksprachen wie SQL, MySQL, MongoDB etc.
  • Big-Data-Anwendungen wie Hadoop, Mahout, Cloudera etc.
  • Cloud-Kenntnisse, etwa Amazon Web Services, Azure
  • Präsentationssoftware wie Powerpoint, Keynote etc.
  • Programmiersprachen, zum Beispiel HTML und CSS, Java, Javascript, C, C++, C#, Swift, Matlab, VBA, Perl, Python, Ruby, Matlab, Kotlin, Visual Basic etc.
  • IT-Tools wie Command, CaliberRM, HP Mercury WinRunner etc.
  • Enterprise-Resource-Planning-Software (ERP) und Customer-Relationship-Management-Systeme (CRM), zum Beispiel von SAP, Oracle etc.
  • IT-Security-Kenntnisse, etwa Malware-Analyse, Cloud-Sicherheit etc.
  • Hardware-Skills, zum Beispiel Netzwerkkonfiguration, Reparatur etc.
  • Suchmaschinenoptimierung (SEO) und Suchmaschinenwerbung (SEA)
  • IT-Projektmanagement, zum Beispiel Scrum, Kanban, Devops etc.
  • Computer Aided Engineering, zum Beispiel CAD, CAP, CAM etc.
  • Blogging, Content-Erstellung

Sie sehen: Die Liste ist lang. Wenn Sie ein IT-Profi sind, dann beschränken Sie sich im Lebenslauf auf die wirklich wichtigen IT-Kenntnisse, die in Ihrem Beruf und in der angestrebten Stelle von Bedeutung sind.

Außerdem interessiert es den Arbeitgeber wahrscheinlich nicht, dass Sie als Software-Programmierer ganz tolle Texte mit Word schreiben können. Darüber hinaus erweckt eine IT-Liste mit Überlänge möglicherweise Misstrauen. Nach dem Motto: Der kann einfach alles. Aber wahrscheinlich nichts richtig.

Trotzdem: Wenn Sie nicht zu bescheiden auftreten und Ihr geballtes IT-Wissen auf keinen Fall unter den Teppich kehren wollen, dann fertigen Sie für Ihren Lebenslauf eine Extra-Seite mit all Ihren IT-Kenntnissen an. Aber bitte schön sauber strukturiert und übersichtlich!

Die 10 wichtigsten IT-Kenntnisse

die wichtigsten it-kenntnisseMit welchen IT-Kenntnissen findet man am leichtesten einen Job? Die Jobbörse Indeed hat ihre Stellenanzeigen dahingehend durchforstet, welche Anforderungen Unternehmen besonders oft nennen. Demnach sind das die 20 IT-Kenntnisse, die am häufigsten nachgefragt werden – beginnend mit der wichtigsten:

  • SQL
  • Python
  • Java
  • Linux
  • Javascript
  • Amazon Web Services
  • C++
  • C
  • C#
  • .NET

IT Kenntnisse im Lebenslauf formulieren

Nicht jede IT-Kenntnis ist gleich stark ausgeprägt. Sie erleichtern dem Personaler die Entscheidung, wenn Sie sich selbst Noten für jede aufgeführte IT-Kompetenz geben. Übrigens: Es signalisiert überdies, dass Sie reflektieren, über eine gesunde Selbsteinschätzung verfügen und serviceorientiert sind. Gute Eigenschaften im Arbeitsalltag!

Bei der Benotung können Sie sich an den Schulnoten orientieren – von 1 bis 6. Müssen Sie aber nicht! Sie können auch eine eigene Skala wählen oder gestalten. Zum Beispiel eine Art Ladebalken: Je gefüllter er ist, desto besser sind Sie. Oder eine Punkteskala von 1 bis 10 oder von 1 bis 15. Diese ermöglicht eine sehr viel differenziertere Bewertung – in manchen Fällen kann das sinnvoll sein.

Wenn Sie es möglichst einfach gestalten wollen, dann beschränken Sie sich auf drei oder vier Bewertungskategorien: sehr gut, gut, durchschnittlich und Grundkenntnisse. Ihre Entscheidung!

Oder Sie umschreiben Ihre Kenntnisse näher: Wie lange Sie schon bewandert sind in der jeweiligen Bürosoftware oder Programmiersprache (seit 10 Jahren, seit 3 Jahren) oder wie oft Sie im Arbeitsalltag mit ihnen in Berührung kommen (tägliche Anwendung, regelmäßige Anwendung, gelegentliche Anwendung) oder wie Sie sie bei der Arbeit konkret anwenden (zur Weiterentwicklung der Buchhaltung).

Kleine Nebenbemerkung: Sollten Sie sich beispielsweise als absoluter Beginner in Python outen durch den Zusatz seit 6 Monaten, dann zeigt es dem Arbeitgeber zweierlei: Ja, sind Sie auf der einen Seite ein Rookie und müssen mit Python noch viel üben, bevor Sie Profi-Niveau erreichen. Aber sind Sie eben auch engagiert, neugierig und lernen immer etwas Neues hinzu. Sehr positiv!

So könnten Sie Ihre IT-Kenntnisse im Lebenslauf konkret formulieren – einige Beispiel zur Inspiration:

  • MS Word (tägliche Anwendung), MS Excel (häufige Anwendung)
  • Microsoft Word (sehr gute Kenntnisse), Microsoft Excel (gute Kenntnisse), Adobe Photoshop (Grundkenntnisse)
  • Java, Javascript, HTML, C++ (Expertenkenntnisse), Python, SQL (gute Kenntnisse), Ruby (Grundkenntnisse)
  • Java, PHP, C# (seit 10 Jahren), Ruby, Matlab (seit 7 Jahren), Python (seit 3 Jahren), Julia (seit 1 Jahr)
  • SAP (zertifiziert in SD und PP, Durchführung interner Schulungen und Vorträge)
  • Scrum (Licensed Scrum Master seit 2017)
  • SAP FI (seit 2015 in täglicher Anwendung im Vertriebscontrolling)
  • MS Powerpoint (regelmäßige Erstellung von Kundenpräsentationen), MS Photoshop (regelmäßige Bearbeitung von Bildern für die Unternehmenswebseite und Social Media)
  • Sehr gute Kenntnisse in Microsoft Windows, Linux. Gute Kenntnisse in WordPress. Grundkenntnisse in SEO.

Wenn Sie nur wenige IT-Kenntnisse im Lebenslauf stehen haben, dann können Sie alle hintereinander schreiben – so wie oben. Bei sehr vielen IT-Skills können Sie spezielle Kategorien aufnehmen. Zum Beispiel so:

Programmiersprachen: …
Datenbanken: …
Unternehmenssoftware: …

Oder Sie dampfen Ihre IT-Fähigkeiten ein auf jene, die im angestrebten Job wirklich relevant sind. Alle anderen streichen Sie. Alternativ können Sie Ihren Lebenslauf auch um eine Extra-Seite verlängern, auf die Sie all Ihre IT-Kenntnisse übersichtlich anordnen.

Sie können Ihre IT-Kenntnisse auch grafisch darstellen – mit Sternen etwa oder einer Punkteskala.

IT-Kenntnisse erwerben und verbessern

Sie verfügen nur über wenige IT Kenntnisse – oder Ihre sind nicht mehr auf dem neuesten Stand? Das lässt sich jederzeit ändern. Heutzutage ist es so einfach wie nie zuvor, sich zusätzliche IT-Skills draufzuschaffen. Hier sind die wichtigsten Mittel und Wege, über die Sie IT Kenntnisse erwerben:

  • Youtube-Tutorials

    Youtube ist für viele die erste Anlaufstelle in punkto Weiterbildung. Gut möglich, dass Sie ein passendes Tutorial zu Ihrem Wunschthema finden. Geben Sie Ihr Keyword einfach mal in die Suchmaske von Youtube ein. Die Auto-Vervollständigung spuckt Ihnen wahrscheinlich schon erste Vorschläge aus. Zwar nervt die Werbung auf dem Videoportal, aber vorteilhaft ist: Der Content ist kostenlos.

  • E-Learning-Anbieter

    In den letzten Jahren sind zahlreiche professionelle E-Learning-Anbieter auf der Bildfläche aufgetaucht. Manche Online-Kurse sind kostenlos, für andere müssen Sie einen gar nicht so geringen Geldbetrag lockermachen. Für alle guten Kurse aber brauchen Sie ausreichend Disziplin und Durchhaltevermögen. Hier sind die wichtigsten E-Learning-Anbieter:

    • Coursera
    • Edx
    • openHPI
    • Udemy
    • FutureLearn
    • Linkedin Learning
    • Codecademy
    • General Assembly
    • Khanacademy
    • Treehouse
    • Free Code Camp
  • Schulungen und Workshops

    Auch Präsenzseminare sind eine Option für alle, die neue IT-Kenntnisse erwerben wollen. Der Markt ist groß, verschiedenste Anbieter laden zu IT-Schulungen und Workshops ein, beispielsweise der TÜV oder die IHK. Präsenzveranstaltungen bieten sich für alle an, die den persönlichen Austausch bevorzugen – und die sich zuhause vorm Bildschirm nicht so gut fokussieren können.

  • Hackathons

    Ein Hackathon ist ein Event für Programmierer. Sie kommen an einem oder mehreren Tagen zusammen, um eine ganz spezielle Herausforderung zu lösen oder kreative Ideen zu generieren. Hackathons richten sich nicht an Anfänger, sondern an Fortgeschrittene. Wenn Sie also schon über profundes IT-Wissen verfügen, können Sie es auf Hackathons anwenden und vertiefen.

IT-Kenntnisse im Lebenslauf: 5 Tipps

  1. Wahrheit

    Viele IT-Kenntnisse sind Muss-Anforderungen. Wenn ein Unternehmen zum Beispiel Java-Entwickler sucht, dann MÜSSEN Sie Java-Skills mitbringen. Haben Sie die nicht, lassen Sie es lieber sein mit der Bewerbung.

    Das heißt aber auch: Erfinden Sie keine IT-Kompetenzen, nur damit Sie den Job kriegen. Im Arbeitsalltag wird sich sehr schnell herausstellen, ob Sie die Fähigkeiten wirklich mitbringen. Tun Sie dies nicht, sind Sie noch in der Probezeit wieder draußen und als Gauner gebrandmarkt. Das hilft Ihnen auch nicht dabei, später wieder einen Job zu finden.

    Na klar: Wer ganz ordentlich mit Excel umgeht, der schreibt im Zweifel gute Excel-Kenntnisse. Das ist legitim. Wenn Sie sich zwischen zwei Kompetenzniveaus befinden – durchschnittlich und gut etwa – dann entscheiden Sie sich für das höhere. Das ist bei Fremdsprachenkenntnissen genauso.

    Aber maßlos übertreiben oder gar IT-Skills erfinden ist keine gute Idee. Erstens ist es unehrlich und zweitens bringt es Sie letztlich nicht weiter.

  2. Reihenfolge

    Um noch einmal auf das Entwickler-Beispiel zurückzukommen: Wenn Sie sich als Entwickler bewerben, dann beginnen Sie Ihre Auflistung der Tech-Skills natürlich nicht mit MS Word oder Photoshop. Dann schreiben Sie zuerst die Programmiersprachen auf, die das Unternehmen benötigt und die Sie beherrschen.

    Orientieren Sie sich zunächst an der Stellenanzeige. Gehen Sie auf die IT-Anforderungen ein, die dort genannt werden. Auffüllen können Sie Ihre Liste immer noch.

    Handelt es sich um eine Initiativbewerbung, dann betreiben Sie etwas Recherche. Welche IT-Tools nutzt das Unternehmen, welche Spezialisten hat es schon in seinen Reihen? Das lässt Rückschlüsse auf seine Bedürfnisse zu.

  3. Belege

    Behaupten kann man viel, beweisen längst nicht alles. Auch Personaler wissen, dass Bewerber gerne mal schummeln oder übertreiben. Ihre IT-Kenntnisse sollten Sie daher nach Möglichkeit belegen – zum Beispiel mit Zeugnissen, Zertifikaten, Nachweisen von Kursen oder Fortbildungen.

    In manchen Jobs kommen Sie außerdem um eine Zertifizierung nicht herum. So bestehen manche Arbeitgeber zum Beispiel darauf, dass Sie ein zertifizierter Scrum Master sind. Oder ein zertifizierter SAP-Berater. Wenn Sie über ein oder mehrere Zertifikate verfügen, die Ihre Kompetenzen belegen, nehmen Sie sie unbedingt in Ihre Bewerbung auf.

    Zahlreiche Unternehmen und Organisationen bieten Zertifizierungen in den unterschiedlichsten IT-Bereichen an. So gibt es zum Beispiel Amazon Web Services-, Apple-, Cisco-, Checkpoint-, Citrix-, Cloudera-, IBM-, Macromedia-, Microsoft-, MySQL-, Oracle-, PHP-, SAP-, Scrum-, TÜV Süd- und Linux-Zertifizierungen. Und das sind immer noch längst nicht alle…

  4. Aktualität

    Es ist wie mit Fremdsprachenkenntnissen: Wenn man sie nicht anwendet, rosten sie ein. IT-Fähigkeiten, die Sie vor Jahren erlernt, aber seitdem nicht mehr angewendet haben, sind vermutlich nicht mehr auf dem neuesten Stand. Die Zeiträume sind für den Personaler von Interesse.

    Andererseits ist auch richtig: Alte IT-Kenntnisse können auch zügig wieder aufgefrischt werden. Wenn Sie dem Unternehmen klar machen, dass Sie schnell wieder auf ein gutes Level zurückkommen werden, dann entscheidet er sich vielleicht für Sie.

  5. Beispiele

    Die Details zählen. Nennen Sie konkrete Beispiele und Projekte. Wann haben Sie Ihre IT-Kenntnisse angewandt – und mit welchem Erfolg? Der Goldstandard sind komplexe IT-Projekte, die Sie eigenverantwortlich oder im Team auf die Beine gestellt und zu einem erfolgreichen Ende geführt haben. Auf jeden Fall sollten Sie Ihre Erfahrungen und Erfolge benennen können.

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Jobs in Bremerhaven: Aktuelle Stellenangebote an der Nordsee

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Bremerhaven ist ein Paradoxon. Auf der einen Seite glitzernde Fassaden und leuchtende Touristen-Augen, auf der anderen Seite soziale Ungleichheit, die kaum irgendwo sonst in Deuschland größer ist. Bremerhaven zählt zu den wirtschaftlich schwächsten Standorten im ganzen Land. Und doch ist die Stadt reizvoll. Jobs in Bremerhaven gib es etwa für Forscher, Windmacher und alle Freunde des gepflegten Fischgerichts…

Jobs Bremerhaven: Die Stadt

Durchgesetzt hat sich der Spitzname Klein-Dubai für Bremerhaven nicht. Wer aber vor den futuristischen Havenwelten steht, ahnt, woher er kommt. Die Havenwelten sind der Teil der Stadt, der Besucher anlockt wie das Licht die Motten.

Hier schießt das luxuriöse Atlantic Hotel Sail City in die Höhe. Daneben steht das Deutsche Auswandererhaus. Im 19. Jahrhundert war Bremerhaven zeitweise der größte Auswandererhafen Europas. Von hier aus fuhren Zehntausende übers Meer in ihr neues Leben nach Amerika. Aktueller denn je ist das Klimahaus, das 2009 eröffnet wurde und den Klimawandel anschaulich erklärt.

Dazu gesellen sich Casinos, das neue Einkaufszentrum Mediterraneo, der Zoo am Meer, das Deutsche Schifffahrtsmuseum und das U-Boot Wilhelm Bauer – alles fußläufig zu erreichen.

Bremerhaven ist mit knapp 115.000 Einwohnern die größte Stadt an der deutschen Nordseeküste – aber nicht eigenständig. Sie ist eine Exklave, gehört politisch zum Stadtstaat Bremen. Dabei ist Bremen immerhin 60 Kilometer entfernt.

Beliebte Wohnlagen sind Bremerhaven-Mitte und Wulsdorf. In Langen nördlich der Stadt lassen sich gerne Familien nieder. Als Problemstadtteil gilt Lehe.

Jobs Bremerhaven: Der Arbeitsmarkt

Um Bremerhaven muss man sich Sorgen machen. Fast 8.500 Bremerhavener waren im April 2020 ohne Job. Die Arbeitslosenquote liegt in der Küstenstadt damit bei 14,1 Prozent – und das nach mehreren Jahren Hochkonjunktur. Allerdings waren es vor vier Jahren sogar noch 14,5 Prozent Arbeitslose.

Für ganz Niedersachsen liegt der Wert wohlgemerkt nur bei 5,7 Prozent, für Deutschland bei 5,8 Prozent.

In der Stadt Bremen ist die Lage mit einer Arbeitslosenquote von 10,4 Prozent ähnlich prekär wie in Bremerhaven. Das Gleiche gilt für Wilhelmshaven mit 11,6 Prozent (Stand: April 2020).

Neue Jobs in Bremerhaven gab es laut Arbeitsagentur zuletzt vor allem im Baugewerbe und in der öffentlichen Verwaltung. Eine negative Tendenz verzeichnen dagegen Zeitarbeit und Gastgewerbe.

Jobs Bremerhaven: Einstiegsgehälter und Gehaltsniveaus

Der Stadtstaat Bremen, dem auch Bremerhaven angehört, ist Deutschlands kleinstes Bundesland. Im Gehaltsranking von gehalt.de liegt er immerhin auf Position 7 von 16 Bundesländern. Im Schnitt verdienen Arbeitnehmer hier 43.110 Euro jährlich – mehr als in Berlin, Niedersachsen und Schleswig-Holstein. Auf Hochschulabsolventen wartet ein Einstiegsgehalt von 44.233 Euro, auf Fachkräfte nach erfolgreicher Ausbildung rund 29.500 Euro.

Fach- und Führungskräfte bekommen in Bremen laut Stepstone-Gehaltsreport 2019 im Schnitt 57.881 Euro pro Jahr ausbezahlt. Damit liegt Bremen gar nicht so weit hinter Spitzenreiter Hessen (65.296 Euro) zurück. Zum Vergleich: Schlusslicht Mecklenburg-Vorpommern liegt bei rund 42.000 Euro. Die Xing-Gehaltsstudie 2019 geht sogar von einem Durchschnittsgehalt von 66.785 Euro für Fach- und Führungskräfte in Bremen aus.

Ein Vollzeitarbeitnehmer mit Job in Bremerhaven bringt 3.196 Euro brutto im Monat nach Hause. Diesen Medianwert hat die Bundesagentur für Arbeit ermittelt. Eine Hälfte der Gehälter liegt oberhalb, die andere unterhalb. In Bremen beträgt das Mediangehalt 3.445 Euro brutto monatlich.

Bremerhaven liegt damit auf dem gleichen Level wie seine Nachbarn im Norden Niedersachsens. Ein Vollzeitjob in Oldenburg bringt 3.152 Euro ein, in Wilhelmshaven 3.169 Euro und in Aurich 2.785 Euro. Hamburg liegt bei 3.619 Euro.

Jobs Bremerhaven: Die wichtigsten Arbeitgeber

Hier winken Jobs in Bremerhaven – das sind die wichtigsten Arbeitgeber in Bremerhaven:

  • Nordsee GmbH (Gastronomie)
  • Deutsche See (Lebensmittel)
  • Frosta AG (Lebensmittel)
  • Frozen Fish International (Fischverarbeitung)
  • Lloyd Werft Bremerhaven (Schiffbau)
  • Klinikum Bremerhaven-Reinkenheide
  • Ameos Klinikum Am Bürgerpark
  • Ameos Klinikum Mitte
  • Würfel Holding (Spedition)
  • Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung
  • Fraunhofer-Institut für Windenergiesysteme IWES
  • Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt
  • Hochschule Bremerhaven
  • Institut für Seeverkehrswirtschaft und Logistik
  • Bio Nord Biotechnologiezentrum
  • TTZ Bremerhaven (Forschungsdienstleistungen)
  • Adwen (Windkraftanlagen)
  • Bremenports (Hafengesellschaft)
  • J. Heinr. Kramer Holding (Anlagenbau)
  • Gerken Arbeitsbühnen (Baumaschinenvermietung)
  • Nosta (Logistik)
  • Mauser Packaging Solutions (Verpackungen)
  • EIS Electronics (Elektrotechnik)
  • Abelmann (Fischfeinkost)
  • Kaesler Nutrition (Nutztierfutter)
  • Greenyard (Lebensmittelhandel)
  • Eisbären Bremerhaven (Sport)
  • Weser-Elbe Sparkasse
  • Volksbank Bremerhaven-Cuxland
  • Entsorgungsbetriebe Bremerhaven (EBB)
  • Nordsee Zeitung
  • Radio Weser.TV
  • Ted GmbH (Ingenenieurbüro)
  • DNV GL SE (Technische Berater)
  • Formaxx AG (Finanzberatung)
  • Atlantic Hotel Sail City
  • Nordsee Hotel Bremerhaven
  • Best Western Plus Hotel Bremerhaven
  • Avedo (Call Center)
  • Bundeswehr (Marineoperationsschule)
  • Casino Bremerhaven
  • Klimahaus Bremerhaven
  • Deutsches Auswandererhaus
  • Deutsches Schifffahrtsmuseum
  • Kunstmuseum Bremerhaven

Die Liste der wichtigsten Arbeitgeber in Bremerhaven hier als PDF zum Downloaden und Ausdrucken – für Ihre Jobsuche.

Die wichtigsten Arbeitgeber in Cuxhaven

Jobs in Cuxhaven Stellenangebote BremerhavenCuxhaven ist 40 Kilometer von Bremerhaven entfernt und damit näher als Bremen. Vor allem ist Cuxhaven mit seinen fast 50.000 Einwohnern ein beliebter Urlaubs- und Ausflugsort. Zahlreiche Jobs in Cuxhaven gibt es in der Gastronomie und Tourismusbranche.

Das sind die wichtigsten Arbeitgeber in Cuxhaven:

  • Siemens Games Renewable Energy (Windanlagen)
  • TAD Pharma (Pharmaindustrie)
  • Vaxxinova (Nutztierimpfstoffe)
  • Appel Feinkost (Lebensmittelgroßhandel)
  • Hansa Flex (Maschinenbau)
  • Helios Klinik Cuxhaven (Gesundheit)
  • Kurklinik Strandrobbe (Reha)
  • Best Western Hotel Das Donners (Hotellerie)
  • Havenhostel Cuxhaven (Hotellerie)

Aktuelle Stellenangebote in Cuxhaven und Umgebung finden Sie hier bei Karrieresprung unter Jobs.

Jobs Bremerhaven: Karriereaussichten und Wirtschaft

„Fischkopp“ – in Bremerhaven ist das kein Schimpfwort. Immerhin leben die Bremerhavener vom Fisch, für die fischverarbeitende Industrie ist Bremerhaven eine Metropole. Mit Frosta, Deutsche See und Nordsee sitzen drei große Anbieter an der Küste.

Die Frosta AG zum Beispiel stellt in Bremerhaven schon seit 1962 Tiefkühl-Fischprodukte her – und erweiterte die Produktion nach und nach um Gemüse, Fertiggerichte und Nudeln. 600 Mitarbeiter sorgen dafür, dass Fischstäbchen und Schlemmerfilets frisch auf die Tische kommen. Bremerhaven ist der größte Standort von Frosta. Daneben gibt es noch Werke in Elbtal, Rheintal und Bydgoszcz in Polen.

Bremerhaven ist der viertgrößte Containerhafen Europas und ein bedeutender Logistikstandort. Vor allem Autos werden hier massenweise umgeschlagen.

Die meisten Jobs in Bremerhaven entstehen in diesen Bereichen:

  • Lebensmittelindustrie
  • Hafenwirtschaft und Logistik
  • Offshore-Windenergie
  • Werften und maritime Technologien
  • Tourismus
  • Kreativwirtschaft
  • Green Economy
  • Forschung

Ende 2019 machte der Senat den Weg für drei neue Gewerbeflächen in Bremerhaven frei – unter anderem für das Gründerzentrum Green Economy, in dem sich innovative Unternehmen ansiedeln und 300 Jobs schaffen sollen. In den Himmel wachsen aber auch die grünen Ambitionen Bremerhavens nicht. So hatte der Offshore-Windanlagenhersteller Adwen seine Produktion in Bremerhaven schon 2018 eingestellt und betreibt seitdem in der Stadt nur noch Wartung und Service für Offshore-Windräder. Dadurch sind immerhin 150 Arbeitsplätze in Bremerhaven geblieben.

Im Städteranking 2019 des Beratungsunternehmens IW Consult belegte Bremerhaven nur Platz 69 von 71 Großstädten in Deutschland. Für die Zukunft sieht es nur unwesentlich besser aus. Im Zukunftsindex 2018 kam Bremerhaven auf Platz 58.

Auch im Prognos-Zukunftsatlas 2019 belegte Bremerhaven nur Platz 383 von 401 Regionen in Deutschland. Demnach zählt Bremerhaven neben Bremen, Berlin, Gelsenkirchen, Offenbach am Main, Neumünster oder Dortmund zu den Städten, die besonders von sozialer Ungleichheit betroffen sind.

Jobs Bremerhaven: Kosten, Lebenshaltung, Mietpreise

Bremerhaven ist eine der billigsten Städte Deutschlands. Ein kurzer Blick auf den Vergleichsrechner von Financescout24 genügt: Ein Bremerhavener mit einem Jahreseinkommen von 50.000 Euro müsste in München für denselben Lebensstandard über 96.000 Euro verdienen. In Berlin müsste er auf über 65.000 Euro kommen und sogar in der Stadt Bremen auf 57.000 Euro.

In Bremerhaven lag die Medianmiete laut Immowelt im Jahr 2018 bei 5,20 Euro pro Quadratmeter. Zwischen 2012 und 2017 war sie um elf Prozent gestiegen – auch das ist vergleichsweise wenig. In der Stadt Bremen waren es im gleichen Zeitraum 22 Prozent. Hier müssen Mieter für den Meter mit 8,30 Euro über drei Euro mehr zahlen. Oldenburg kostet 8,40 Euro, Hamburg 11,90 Euro.

So billig wie Bremerhaven sind nicht mal Städte wie Gelsenkirchen (5,50 Euro), Duisburg (6,00 Euro), Salzgitter (5,30 Euro), Cottbus (6,00 Euro) oder Wuppertal (6,20 Euro). Zum Vergleich: Frankfurter zahlen für die Miete 13,90 Euro pro Meter, Münchener 18,10 Euro.

Das gleiche Bild ergibt sich für Käufer. Eine Immobilie in Bremerhaven kostet sie 1.170 Euro pro Quadratmeter. Das liegt nur knapp über Gelsenkirchener Kaufniveau (1.000 Euro). Und die Schalke-Stadt war von allen 80 Großstädten, die Immowelt untersucht hat, die günstigste für Immobilienkäufer. In der Stadt Bremen muss man immerhin 2.050 Euro einplanen, in Oldenburg 2.520 Euro und in Hamburg 4.090 Euro.

Kontaktdaten und Servicestellen

Sie wollen sich in Bremerhaven selbstständig machen, Ihre Steuererklärung abgeben oder Jobs in Bremerhaven suchen? Die wichtigsten Servicestellen hat Karrieresprung übersichtlich für Sie zusammengefasst:

  • Das Finanzamt Bremerhaven finden Sie hier.
  • Das Jobcenter Bremerhaven finden Sie hier.
  • Die Handelskammer Bremen finden Sie hier.
  • Die Kreishandwerkerschaft Bremerhaven-Wesermünde finden Sie hier.
  • Unterstützung für Existenzgründer in Bremerhaven finden Sie hier.
  • Jobs in Bremerhaven finden Sie in unserer Jobbörse.

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Jobs in Bayreuth: Aktuelle Stellenangebote in Oberfranken

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Auszusetzen gibt es an Bayreuth kaum etwas. Die Stadt ist kulturell wertvoll. Arbeitslosigkeit ist hier ein Fremdwort. Jobs in Bayreuth gibt es in technischen und modischen Berufen, in IT-Häusern und Hotels. Die Wirtschaft steht auf vielen Säulen und die Mieten sind noch erschwinglich. Sogar das Bäckersterben scheint an Bayreuth vorüberzugehen…

Jobs Bayreuth: Die Stadt

Bayreuth ist nichts für Kulturbanausen. In Oberfranken regiert die Hochkultur. Einmal jährlich versammelt sich die Prominenz auf dem Grünen Hügel, um den Klängen Richard Wagners zu lauschen. Die Bayreuther Festspiele sind ein gesellschaftliches Ereignis, das weit über Franken und Bayern hinausstrahlt.

Das Bayreuther Festspielhaus ist bei Weitem nicht der einzige Prachtbau, mit dem sich die fränkische Stadt schmückt. Östlich der Innenstadt steht das Alte Schloss, die frühere markgräfliche Residenz, und wird von der historischen Parkanlage Eremitage umrahmt. In der City laden Opernhaus, Neues Schloss, Franz-Liszt-Museum und Richard Wagner-Museum Kulturfreunde herzlich ein.

Wer eine Pause braucht, der kehrt in der altehrwürdigen Maisel-Brauerei ein und lässt sich in die fränkische Brautradition einweihen. Tatsächlich soll es Menschen geben, die allein der Maisel’s Bier-Erlebnis-Welt wegen nach Bayreuth kommen – und die Kulturangebote links liegen lassen.

Wer in Bayreuth keine Wohnung findet – und die sind wegen der vielen Studenten heiß begehrt – der könnte auch in eine der Nachbargemeinden ausweichen. Empfehlenswert sind Trebgast, Mistelbach, Emtmannsberg, Harsdorf, Schnabelwaid, Kirchenpingarten oder Bindlach.

Jobs Bayreuth: Der Arbeitsmarkt

Über zu wenig Arbeit können sich die Oberfranken nicht beklagen. Im Landkreis Bayreuth gab es im April 2020 nur 3,4 Prozent Arbeitslose – Vollbeschäftigung. In der Stadt Bayreuth liegt die Arbeitslosenquote mit 5,4 Prozent etwas höher.

Im 60 Kilometer entfernten Bamberg sind es 4,4 Prozent. Und auch im restlichen Oberfranken gibt es mehr Licht als Schatten. Die Arbeitslosenquote in Hof beträgt 7,2 Prozent, in Coburg 5,8 Prozent, in Kulmbach 4,0 Prozent und in Forchheim 2,9 Prozent.

Ganz Bayern weist einen Wert von 3,6 Prozent auf, für Deutschland liegt die Arbeitslosenquote bei 5,8 Prozent (Stand: April 2020).

Die meisten Stellen in Bayreuth entstanden laut Arbeitsagentur zuletzt in diesen Wirtschaftsbereichen:

  • Metall-, Elektro- und Stahlindustrie
  • Verkehr und Lagerei
  • Verarbeitendes Gewerbe
  • Gesundheitswesen
  • Erziehung und Unterricht
  • Heime und Sozialwesen
  • Baugewerbe
[(Quelle: Arbeitsmarktreport, Agentur für Arbeit Bayreuth, April 2020)]

Die wenigsten Arbeitslosen je gemeldeter Arbeitsstelle gibt es in Bayreuth im Bereich Gesundheit und Soziales. Hier ist die Gefahr, dauerhaft arbeitslos zu bleiben, also besonders gering. Exzellente Quoten weist die Statistik zudem für Naturwissenschaftler und Informatiker aus.

Jobs Bayreuth: Einstiegsgehälter und Gehaltsniveaus

Fach- und Führungskräfte dürfen sich in Bayern über ein Durchschnittsgehalt von 62.172 Euro pro Jahr freuen. Auf diesen Wert kommt der Stepstone-Gehaltsreport 2019. Die einzigen Bundesländer, in denen das Gehaltsniveau noch höher ist, sind Hessen und Baden-Württemberg. Die Xing-Gehaltsstudie 2019 geht für Fach- und Führungskräfte in Bayern sogar von einem Durchschnittsgehalt von fast 76.000 Euro aus.

Im Durchschnitt verdient ein Arbeitnehmer in Bayern laut Gehaltsplattform gehalt.de 47.295 Euro jährlich. Hochschulabsolventen kommen nach ihrem Berufseinstieg auf 48.535 Euro, Fachkräfte nach erfolgreicher Ausbildung auf 32.368 Euro.

Speziell Bayreuth hinkt im fränkischen Vergleich aber hinterher. So kommt ein Arbeitnehmer mit Vollzeitstelle in der Wagner-Stadt auf 3.137 Euro im Monat. Das ist der von der Bundesagentur für Arbeit errechnete Medianwert. Die eine Hälfte der Gehälter liegt oberhalb, die andere unterhalb.

In Nürnberg beträgt das Mediangehalt 3.470 Euro, in Bamberg 3.367 Euro, in Würzburg 3.317 Euro und in Fürth 3.221 Euro. Das Bayreuther Niveau liegt sogar noch unter dem gesamtdeutschen (3.209 Euro).

Völlig außer Reichweite befinden sich die bayerischen Top-Standorte. München winkt mit 4.169 Euro im Monat, Ingolstadt gar mit sagenhaften 4.635 Euro – damit weist die Audi-Stadt die höchsten Gehälter in ganz Deutschland auf.

Jobs in Bayreuth: Die wichtigsten Arbeitgeber

Jobs in Bayreuth zu vergeben – das sind die wichtigsten Arbeitgeber in Bayreuth:

  • Adolf Riedl (Bademode)
  • Lyondellbasell (Automotive)
  • Tennet Deutschland (Stromversorgung)
  • Siemens AG (Elektrotechnik)
  • Klinikum Bayreuth
  • Medi (Medizinische Hilfsmittel)
  • W. Markgraf (Baugewerbe)
  • Kubus IT (IT-Dienstleistungen)
  • Cybex (Kindersitze)
  • Motor Nützel (Kfz-Handel)
  • Heuberger Kälte-Klima (Klimatechnik)
  • Dieter Braun GmbH (Elektronik)
  • Airinotec (Anlagenbau)
  • Karl Hopf GmbH (Wärmetechnik)
  • Oberender AG (Unternehmensberatung)
  • Business Systemhaus AG (Software)
  • Brauerei Gebr. Maisel
  • Grundig Business Systems (Diktiergeräte)
  • Rottolin (Kunststoff)
  • Schlaeger (Kunststofftechnik und Mechatronik)
  • Stäubli Robotics (Industrieroboter)
  • Steiner Optik (Ferngläser)
  • Steingräber und Söhne (Klavierhersteller)
  • Zapf (Fertiggaragen)
  • Gedikom (Call Center)
  • Amazon (Verteilzentrum)
  • British-American Tobacco BAT (Verteilzentrum)
  • Stadtwerke Bayreuth (Versorgung)
  • Stadt Bayreuth (Verwaltung)
  • Communicall (Call Center)
  • MR Datentechnik (IT-Berater)
  • Korian (Pflegeeinrichtungen)
  • Tintschl (Personaldienstleistungen)
  • Dorfner Gruppe (Reinigung)
  • Eurofins (Labor)
  • Joseph Stiftung (Wohnungsunternehmen)
  • Analytik Institut Rietzler (Labor)
  • Krankenhaus Hohe Warte
  • Klinik Herzoghöhe
  • Bezirkskrankenhaus Bayreuth
  • Reha-Zentrum Roter Hügel

Die Liste der wichtigsten Arbeitgeber in Bayreuth hier als PDF zum Downloaden und Ausdrucken – für Ihre Jobsuche.

Jobs bei Medi Bayreuth

Medi Bayreuth Jobs stellenangebote oberfrankenMedi ist ein Familienunternehmen, das fest in Bayreuth verankert ist. Es stellt medizinische Hilfsmittel wie Kompressionsstrümpfe und Bandagen her. Sogar das lokale Basketball-Team trägt den Firmennamen im Titel. Stellen in Bayreuth bietet Medi unter anderem für:

Die aktuellen Stellenangebote von Medi Bayreuth finden Sie hier bei Karrieresprung oder auf der Karriereseite des Unternehmens unter career.medi.de.

Jobs Bayreuth: Karriereaussichten und Wirtschaft

Darben muss man in Oberfranken nicht. Die Region soll die höchste Brauerei-, Bäckerei- und Metzgereidichte auf der ganzen Welt haben. Außerdem gibt es hier angeblich die meisten Brennereien und Mühlen.

Oberfranken ist das größte Süßkirschen- und Meerrettich-Anbaugebiet Europas. Es hat die meisten Teichwirte, den ältesten Brauereifund Deutschlands, die erste Kartoffel in Deutschland angebaut – und will sogar den Kloß erfunden haben. Ein gastronomisches Wunderland.

Aber Gastronomie und Tourismus prägen keineswegs die Wirtschaftsstruktur – zumindest nicht alleine. Insgesamt ist das Bild sehr gemischt. Industrie und Dienstleistungssektor bauen Hand in Hand Jobs in Bayreuth auf. In den vergangenen zehn Jahren sind nach IHK-Angaben in Oberfranken knapp 47.000 neue sozialversicherungspflichtige Stellen in Bayreuth geschaffen worden – ein Plus von 13 Prozent.

Die industriellen Schwerpunkte setzt Oberfranken in den Bereichen:

  • Automotive
  • Maschinenbau
  • Kunststoffindustrie
  • Keramische Industrie
  • Glasindustrie
  • Metallverarbeitung
  • Elektronische und optische Industrie
  • Technische Textilien
  • Möbel

Viele neue Jobs in Bayreuth sollen in Gesundheit und Logistik entstehen. Das sind die zwei Fokusbranchen der Stadt. So wurde auch der Zigaretten- zu einem Logistikstandort umfunktioniert. Im Herbst 2018 stellte British American Tobacco (BAT) die Produktion von Zigaretten in Bayreuth ein. Stattdessen wurde hier eine Logistikzentrale für Westeuropa eingerichtet. Auch E-Commerce-Gigant Amazon taucht mit einem neuen Verteilzentrum auf der Bayreuther Bühne auf.

Im Prognos-Zukunftsatlas 2019 belegte die Stadt Bayreuth Platz 50 von 401 Regionen in Deutschland – nach Platz 65 im vorherigen Ranking drei Jahre zuvor. In der Unterkategorie Arbeitsmarkt reichte es sogar für Rang 30 – nach Rang 37 beim letzten Mal. Der Landkreis Bayreuth landete im Gesamtranking dagegen abgeschlagen auf Position 307.

Museum Bayreuth: Stellenangebote mit Kultur

Museum Bayreuth StellenangeboteEin Museum schafft Wissen – und den einen oder anderen Arbeitsplatz. Hier arbeiten Kuratoren und Restauratoren, wissenschaftliche Mitarbeiter, Referenten, Öffentlichkeitsarbeiter, Bibliothekare, Designer, Fotografen, Archäologen und Online-Redakteure.

In diesen Museen gibt es Jobs in Bayreuth:

  • Richard-Wagner-Museum
  • Franz-Liszt-Museum
  • Jean-Paul-Museum
  • Historisches Museum Bayreuth
  • Kunstmuseum Bayreuth
  • Neues Schloss Bayreuth
  • Urwelt-Museum
  • Haus Wahnfried
  • Deutsches Freimaurermuseum
  • Deutsches Schreibmaschinenmuseum
  • Schloss Fantaisie mit Gartenkunst-Museum
  • Museum für bäuerliche Arbeitsgeräte
  • Goldbergbaumuseum Goldkronach

Jobs Bayreuth: Kosten, Lebenshaltung, Mietpreise

Bayreuth ist eine attraktive Stadt. Sie bietet Fachkräften gute Jobs – und günstige Wohnungen. So lagen die durchschnittlichen Mietpreise nach Immowelt-Angaben im Jahr 2018 bei 9,70 Euro pro Quadratmeter.

Das sind Preise, die sich – sowohl regional als überregional – sehen lassen können. In Bamberg kostet der Quadratmeter 9,10 Euro, in Würzburg 10,50 Euro, in Nürnberg 10,10 Euro, in Fürth 9,70 Euro. Nur Schweinfurt ist mit 7,00 Euro klar preiswerter.

Nördlich von Bayreuth in Jena müssen Mieter 9,00 Euro einkalkulieren, westlich in Frankfurt 13,90 Euro und südlich in Ingolstadt 11,60 Euro. Außer Konkurrenz spielt München mit schier unglaublichen 18,10 Euro pro Meter.

Wer eine Immobilie in Bayreuth kaufen möchte, braucht in Bayreuth 2.270 Euro pro Quadratmeter. Das ist spottbillig, wenn man es mit München (7.140 Euro), Frankfurt (4.430 Euro) oder Stuttgart (4.080 Euro) vergleicht. Auch in Nürnberg (3.110 Euro), Fürth (3.120 Euro), Erlangen (3.730 Euro) und Bamberg (2.820 Euro) ist der Wohnungskauf kostspieliger, in Schweinfurt (1.890 Euro) ist er billiger.

Kontaktdaten und Servicestellen

Sie wollen sich in Bayreuth selbstständig machen, Ihre Steuererklärung abgeben oder Jobs in Bayreuth suchen? Die wichtigsten Servicestellen hat Karrieresprung übersichtlich für Sie zusammengefasst:

  • Das Finanzamt Bayreuth finden Sie hier.
  • Das Jobcenter Bayreuth-Stadt finden Sie hier.
  • Die IHK für Oberfranken Bayreuth finden Sie hier.
  • Die Handwerkskammer für Oberfranken finden Sie hier.
  • Jobs in Bayreuth finden Sie in unserer Jobbörse.

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[Bildnachweis: Val Thoermer by Shutterstock.com]

Keine Antwort auf Bewerbung: Was tun?

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Keine Antwort auf Bewerbung erhalten – das ist mehr als nur unhöflich. Bewerber wollen wissen, wie es um Ihre Chancen steht oder ob der Zug schon lange ohne sie abgefahren ist. Böse Absicht steckt oft nicht dahinter, wenn das Unternehmen Sie im Unklaren lässt. Zeitnot und Personalmangel schon eher. Die meisten Personalbüros haben auch gar nichts dagegen, wenn Sie sich nach dem Status Ihrer Bewerbung erkundigen. Vorausgesetzt, Sie beachten ein paar Spielregeln…

Keine Antwort auf Bewerbung: So oft kommt es vor

Die meisten Unternehmen brauchen drei bis sechs Wochen, um alle Bewerbungen zu sichten und zu sondieren. Die meisten werden aussortiert, andere landen auf dem „Weiter“-Stapel.

Nun darf man es durchaus als Konsens betrachten, dass nicht jeder Bewerber und nicht jede Bewerberin eine Zusage verdient hat – eine Absage indes schon. Eine (förmliche) Absage ist das Mindeste, was ein Bewerber vom Nicht-Arbeitgeber in spé erwarten kann.

Aber nein, selbstverständlich ist auch die keineswegs. Viele Unternehmen machen sich die Mühe nicht, Bewerbungsabsagen zu versenden – geschweige denn einen Zwischenstand oder eine Eingangserklärung.

Es kommt einfach keine Reaktion, null, niente, gar nichts. Die Bewerber fischen im Trüben, wissen nicht, wie es um ihre Chancen steht. Das ist hochgradig ärgerlich und frustrierend – und ehrlich gesagt eine Unverschämtheit. Es ist in einem Wort: respektlos.

Dabei werden die Geduldsfäden der Bewerber immer kürzer. 75 Prozent der Fachkräfte in Deutschland erwarten laut Stepstone-Umfrage nach spätestens 14 Tagen eine verbindliche Rückmeldung zu ihrer Bewerbung – über eine Eingangsbestätigung hinaus.
Nach zwei Monaten sollte der gesamte Bewerbungsprozess von der Jobsuche bis zur Vertragsunterschrift abgeschlossen sein, finden drei von vier Bewerbern.

Die Wirklichkeit sieht anders aus: Von der ersten Recherche bis zur Vertragsunterschrift vergehen im Schnitt sechs Monate. 45 Tage nach Versand hat jeder zweite Bewerber noch immer keine qualifizierte Rückmeldung erhalten. Seit 2016 hat sich die Feedback-Quote demnach sogar um fünf Prozent verschlechtert. Gründe dafür gibt es erstaunlich viele…

Keine Rückmeldung: Bewerber hassen es!

Keine Antwort auf Bewerbung FeedbackKeine Antwort auf eine Bewerbung erhalten – das ist eines der größten Ärgernisse für Bewerber. Für die meisten ist es sogar der nervigste Aspekt überhaupt! Dieser Meinung waren jedenfalls 58 Prozent der Teilnehmer einer Forsa-Befragung.

Die Ergebnisse decken sich mit einer Umfrage von Karrierebibel. Demzufolge sind nach Ansicht von Bewerbern dies die drei schlimmsten Dinge, die Arbeitgeber machen können:

  • Kein ehrliches Feedback darüber geben, woran die Bewerbung gescheitert ist.
  • Nach der Bewerbung nie wieder etwas von sich hören lassen.
  • Keine Rückmeldung nach dem Vorstellungsgespräch geben.

Rückmeldung nach Bewerbung: Was Sie erwarten können

Eine Entschuldigung dafür, nach einer Bewerbung oder einem Vorstellungsgespräch nicht einmal eine Absage zu verschicken, gibt es nicht. Ein Unternehmen sollte keinen Bewerber ignorieren – wie surreal oder unprofessionell sein Auftritt auch gewesen sein mag.

Eine kurze, förmliche Absage kann jeder erwarten. Wer eine freie Stelle hat und aktiv nach Neuzugängen sucht, muss damit rechnen, auch unpassende Angebote zu erhalten (und wer keine freie Stellen hat, muss mit unpassenden Initiativbewerbungen rechnen).

Am besten, Unternehmen bringen im Verlaufe des Auswahlverfahrens diese Nachrichten auf den Weg:

  • Eine kurze Mail, die den Eingang der Bewerbung bestätigt.
  • Eine Mail, die über den Zwischenstand informiert (erst recht bei mehrstufigen Bewerbungsverfahren).
  • Eine freundliche Absage oder die Einladung zum Vorstellungsgespräch.

Keine Antwort auf Bewerbung: Mögliche Gründe

Aus Arbeitgebersicht gibt es sehr gute Gründe, KEINE Absagen auf Bewerbungen zu verschicken. Rückmeldungen verursachen Aufwand, nehmen Zeit in Anspruch und kosten Geld.

Natürlich können auch andere, organisatorische Gründe dahinterstecken – zum Beispiel eine zu dünne Personaldecke. Oft liegt es am Bewerber selbst, den man gewissermaßen als keiner Antwort würdig erachtet. Wenn er oder sie zum Beispiel unvollständige Bewerbungsunterlagen eingereicht, die Bewerbungsfrist nicht eingehalten oder eine unglückliche Betreffzeile gewählt hat. Oder wenn der Bewerber eine völlig unzureichende Qualifikation für die ausgeschriebene Stelle aufweist.

Es gibt aber noch andere Gründe. Hier sind 7 Gründe, warum Sie auf Ihre Bewerbung keine Antwort erhalten:

  • Im Spam-Ordner gelandet

    Wenn die Bewerbung im Spam-Ordner landet und nicht rechtzeitig herausgefischt wird, erhalten Sie auch keine Rückmeldung. Oder wenn Sie den falschen Empfänger angeschrieben haben. Es muss also gar keine böse Absicht hinter dem fehlenden Feedback stecken. Gerade deshalb ist es sinnvoll, als Bewerber zeitnah nachzufassen, ob die Bewerbungsunterlagen überhaupt eingegangen sind. Tipp: Diesen Grund können Sie auch aktiv am Telefon nennen. Es ist mir schon einmal passiert, dass meine Bewerbung im Spam-Ordner versickert ist. Deshalb möchte ich bei Ihnen vorsichtshalber mal nachfragen. Falls es sich anbietet, dann bestätigen Sie bei der Gelegenheit direkt noch einmal Ihr Interesse an dem Job. Vorteil: Sie bleiben dem Personaler persönlich in Erinnerung. Anbiedernd sollten Sie allerdings nicht klingen.

  • Bewerbungsprozess abgeschlossen

    Sie wissen nicht, wie viele Mitbewerber es gibt und seit wann die Stellenanzeige, auf die Sich beworben haben, überhaupt schon kursiert. Vielleicht ist zu dem Zeitpunkt, an dem Sie Ihre Bewerbung versendet haben, der perfekte Kandidat schon längst gefunden worden. Für das Unternehmen besteht damit keine Notwendigkeit mehr, andere Bewerber zu kommunizieren. Das ist grob unhöflich und strategisch unclever, aber eben auch allzu menschlich. Oder aber, Sie waren einfach zu spät dran. Wenn Sie sich nach Ende der Bewerbungsfrist bewerben, ist der Job futsch. Schlechtes Timing kann dafür verantwortlich sein, dass Sie keine Rückmeldung auf Ihre Bewerbung erhalten.

  • Bewerbung aussortiert

    Es kann gut sein, dass Sie die Stelle wegen fehlender Qualifikationen schlichtweg nicht bekommen und frühzeitig aus dem Kandidatenpool geflogen sind. Verfügt das Unternehmen über miese Umgangsformen oder schlechte IT-Tools, dann landet eben nicht einmal eine Absage in Ihrem Posteingang. Aber grämen Sie sich als Bewerber nicht. Es könnte auch sein, dass die Stellenanzeige extern wie intern ausgeschrieben wurde und der langjährige interne Mitarbeiter von Anfang an die Nase vorn hatte. Fehlende Rückmeldung nach einer Bewerbung ist KEIN Beleg dafür, dass Ihre Bewerbung schlecht war. Diese Erkenntnis ist wichtig, um bei der Jobsuche nicht den Mut zu verlieren.

  • Fake-Stellenanzeige geschaltet

    Zahlreiche Unternehmen inserieren nur zum Schein. Sie schalten Stellenanzeigen in Jobbörsen und Zeitungen, um ihr Image zu wahren. Nach dem Motto: Seht alle her, unser Laden läuft rund! Dahinter können handfeste Interessen stehen. Startups, die auf der Suche nach Investoren sind; Mittelständler, die ihre Rivalen ärgern und verunsichern oder Unternehmen, die ihrer Bank einen dezenten Hinweis geben wollen, wie gut sie doch dastehen. Es gibt viele Szenarien, in denen Fake-Stellenanzeigen Sinn ergeben. Redlich sind se deswegen aber noch lange nicht.

  • Personaler verreist

    Es spricht nicht gerade für das Unternehmen, wenn die zuständigen Mitarbeiter mitten im Bewerbungsprozess unerreichbar sind. Aber es kommt vor. Gerade in kleineren Betrieben, in denen ein einzelner Personaler alle Bewerber sichtet, können unvorhergesehene Ereignisse den Zeitplan komplett durcheinanderwirbeln. In diese Kategorie fällt auch die Corona-Pandemie. Sie stellt alles auf den Kopf, auch Terminpläne und Kommunikationswege. Gut möglich, dass sich das Bewerbungsprozedere dadurch wie Kaugummi in die Länge zieht.

  • Unterlagen unvollständig

    Der Weg zum Job führt heute oft über Online-Bewerbungsplattformen. Jeder Bewerber muss sich durch das gleiche System und die gleichen Formulare kämpfen. Manche Systeme sortieren Bewerbungen automatisch aus, wenn diese unvollständig oder nicht kompatibel sind – ohne Rückmeldung zu geben. Prüfen Sie also am besten noch mal, ob Ihre versendeten Unterlagen korrekt und komplett waren.

  • Interne Pläne geändert

    Unternehmen wollen heute flexibel sein, wendig und flink. Das beinhaltet auch, dass sie ihre Pläne schnell ändern – vielleicht zu Ihrem Nachteil. Bei Budgetkürzungen oder Umstrukturierungen ändern sich die Prioritäten eines Unternehmens schneller als der Wind. Ihre Stelle, die gestern noch dringend besetzt werden musste, ist heute schon überflüssig. Feedback für Bewerber steht dann auf der To-do-Liste nicht mehr auf der ersten Seite ganz oben, sondern auf der letzten Seite ganz unten.

Keine Antwort auf Bewerbung: Was Sie tun können

Die Antwort ist naheliegend: Bewerber können einfach beim Unternehmen nachfragen, wenn Sie keine Antwort auf ihre Bewerbung erhalten haben. Aber wann und wie sollte ein Bewerber das tun?

Der Grat ist schmal zwischen berechtigtem Interesse und Penetranz. Das erfordert von Ihnen Fingerspitzengefühl. Schließlich wollen Sie ja nicht verzweifelt wirken, als jemand, der nur diese eine Joboption hat, weil ihn mutmaßlich kein anderer Arbeitgeber einstellen will. Nicht umsonst gibt es ja die Redewendung: „Willst du gelten, mach dich selten.“

Auf der anderen Seite wollen Sie natürlich wissen, wie es um Ihre Bewerbung steht. Sie wollen Planungssicherheit. Und außerdem müssen Sie dem Arbeitgeber ja seine Ignoranz auch nicht einfach so durchgehen lassen. Wer sich als Bewerber nicht mehr meldet, belohnt das Unternehmen geradezu für seine schlechten Manieren – indem er ihm Arbeit erspart.

In Wahrheit können sich die meisten Personalbüros über zu wenig Arbeit nicht beklagen. Wenn Sie also wutentbrannt anrufen und sich lautstark echauffieren, wird das am Ende nur dazu führen, dass Sie in der Mittagspause des Personalers fortan der Running Gag sind. Üben Sie nicht zu früh zu viel Druck aus, sondern versuchen Sie es mit einer Mischung aus Hartnäckigkeit und Empathie.

Nach Bewerbung anrufen: Aber wann?

keine antwort auf bewerbung Sollen Sie nachhaken, wenn Sie keine Antwort auf Ihre Bewerbung erhalten haben? Ja, gerne! Das finden sogar die Personaler selbst. Und wenn es nach ihnen geht, müssen Sie auch gar nicht so lange warten.

Zwar haben nur sechs Prozent der Befragten laut Umfrage der Personalberatung Robert Half Verständnis dafür, wenn Sie schon drei Tage nach Ihrer Bewerbung durchklingeln. Mehr als jeder Vierte aber hält eine Wartezeit von sechs bis sieben Tagen für angemessen. Nur sechs Prozent finden, dass Bewerber überhaupt keinen Kontakt mehr aufnehmen sollten.

Dabei gilt: Je kleiner das Unternehmen, desto früher können Sie sich melden. In größeren Firmen ist das Bewerberangebot in der Regel deutlich größer. Das erhöht den Aufwand – und die Abneigung gegen allzu frühe Kontaktaufnahmen.

Keine Antwort auf Bewerbung: 5 Tipps

Was sollten Sie beachten, wenn Sie keine Reaktion auf Ihre Bewerbung erhalten haben – oder wenn Sie die Befürchtung haben, nie wieder etwas vom Unternehmen zu hören? Hier sind 5 wichtige Punkte:

  1. Bewerbungsunterlagen

    Die Selbstverständlichkeit zuerst: Achten Sie darauf, dass Ihre Bewerbung Hand und Fuß hat. Sie sollte vollständig und korrekt sein, die richtige Betreffzeile, Kennziffer, Adresse und Ansprechpartner aufweisen. Und sie muss vor Ende der Bewerbungsfrist abgeschickt worden sein. In einem Satz: Vermeiden Sie formale Fehler. Das vergrößert schon mal die Wahrscheinlichkeit, dass Sie wieder etwas vom Unternehmen hören werden…

  2. Timing

    Nicht nur die Mühlen der Bürokratie mahlen langsam – auch die vieler Unternehmen. Ein Bewerbungsverfahren zu stemmen ist für die meisten jedenfalls kein Klacks. Geben Sie dem Unternehmen daher ausreichend Zeit, um alle Bewerbungen zu sichten und zu sortieren. Zwei bis drei Wochen sollten Sie mindestens warten, bis sie wieder von sich hören lassen und nachfassen. Als Richtwert können Sie sich auch 15 Werktage merken. Sofern Ferien dazwischen liegen, können Sie die Wartezeit auch noch weiter verlängern – schließlich machen auch Personaler Urlaub. Und nicht jede HR-Abteilung verfügt über personellen Ersatz.

  3. Kanal

    Sehen Sie bitte davon ab, den HR-Verantwortlichen per Whatsapp oder SMS zu kontaktieren. Das ist indiskret und fast schon creepy. Es handelt sich nicht um angemessene Kommunikationskanäle zwischen HR-Büro und Bewerber. Noch schlimmer wäre es, ihn oder sie via Twitter oder Facebook nach einem Zwischenstand zu fragen. So verlagern Sie das Geschehen in die Öffentlichkeit – das ist Tabu! Und Ihre Chancen auf Einstellung dürften dadurch nicht gerade steigen. Eine private Nachricht über Xing oder Linkedin wäre dagegen völlig in Ordnung. Die beste Alternative ist es, eine kurze E-Mail zu schreiben oder persönlich anzurufen – je nachdem, ob Sie mehr der Redner oder mehr der Schreiber sind. Denn manchmal kommen geschriebene Worte nicht so freundlich rüber, wie sie eigentlich gemeint waren. Wenn Ihnen das auch häufiger passiert, rufen Sie lieber an…

  4. Höflichkeit

    Der direkte Weg hat einen Vorteil: Er spart Zeit. Ein kurzer Satz, in dem Sie nach dem Stand Ihrer Bewerbung fragen, sollte daher doch eigentlich ausreichen, oder? Nein, ganz falsch! Unterschätzen Sie die Macht des Freiherrn von Knigge nicht. Achten Sie stets darauf, höflich und charmant zu bleiben. Hallo Herr Schneider, können Sie mir zu meiner Bewerbung schon etwas sagen? Viele Grüße. Ist das höflich? Auf den ersten Blick durchaus, aber ein wenig nonchalant ist es trotzdem. Zu direkt, zu schnell, zu wenig. Natürlich sollen Sie dem Personalverantwortlichen keine Zeit klauen, indem Sie ihm einen halben Roman vorsetzen. Aber ein, zwei einleitende Sätze dürfen es schon sein, mit denen Sie Ihre Mail beginnen. Zum Beispiel: Sehr geehrter Herr Schneider, vor vier Wochen hatte ich mich bei Ihnen als Buchhalter beworben. Vielen Dank an dieser Stelle noch mal für das angenehme Gespräch. Nun würde ich Sie gerne kurz nach einem Zwischenstand fragen. Gibt es einen aktuellen Status meiner Bewerbung? So ähnlich können Sie das auch formulieren, wenn Sie Herrn Schneider anrufen. Also: Nicht sofort mit der Tür ins Haus fallen, sondern ausholen – zumindest ein wenig…

  5. Optionen

    Verzweiflung ist ein Signal, das niemand aussenden sollte. Das gilt für den Heiratsmarkt genauso wie für den Jobmarkt. Drängeln Sie zu penetrant, wecken Sie Misstrauen auf der anderen Seite. Was ist mit dem los? Will den sonst etwa keiner? Auf der anderen Seite wirkt es anmaßend, arrogant und leidenschaftslos, wenn Sie mit Angeboten wedeln. Nach dem Motto: Ich habe ein halbes Dutzend Vertragsangebote auf dem Tisch, also beeilen Sie sich mal! Das kann zudem erpresserisch wirken. Diesen Spagat auszubalancieren ist zugegebenermaßen schwierig. Wenn Sie es hinkriegen, andere Optionen dezent einfließen zu lassen, aber gleichzeitig zeigen, dass Sie weiterhin sehr an der Stelle interessiert sind, könnten Ihnen Vorteile erwachsen. Motto: Ich würde unheimlich gerne für Ihr Unternehmen arbeiten, aber gerate allmählich unter Zeitdruck. Ein kurzes Feedback Ihrerseits würde meine Planungen da schon enorm erleichtern…

Nachfassen: 6 Tipps fürs Telefonat

Keine Antwort auf Bewerbung TippsDas Nachfass-Telefonat kann in die Hose gehen – wenn Sie allzu fordernd oder dreist auftreten. Mit diesen 6 Tipps behalten Sie die Kontrolle:

  • Legen Sie sich die Stellenanzeige zurecht – oder öffnen Sie sie in Browser – damit Sie die wichtigsten Infos vorliegen haben.
  • Überlegen Sie sich ein, zwei einleitende Sätze, die Sie nach Ihrer Vorstellung sagen.
  • Reden Sie Ihren Gesprächspartner mit Namen an.
  • Suchen Sie sich einen ruhigen Ort, an dem Sie ungestört sind – und an dem kein lautes Gekicher oder Gehämmer im Hintergrund zu hören ist.
  • Bleiben Sie freundlich, auch wenn Ihr Gesprächspartner gerade keine Zeit für Sie hat und fragen Sie, wann es ihm besser passen würde.
  • Bedanken Sie sich zum Schluss noch einmal und verabschieden sich höflich – am besten, Sie nennen dabei noch einmal den Namen Ihres Ansprechpartners.

Keine Rückmeldung auf Bewerbung: Ihre Optionen

Diese 3 Optionen haben Sie, wenn Sie keine Rückmeldung auf Ihre Bewerbung bekommen:

  • Anrufen

    Sie können per Telefon nachfassen oder eine E-Mail schreiben. Allerdings liegt der Verdacht nahe, dass Sie auf schriftlichem Weg erst recht und schon wieder keine Antwort erhalten. Am besten, Sie räumen die Missverständnisse am Telefon aus.

  • Abhaken

    Wer will schon für ein Unternehmen arbeiten, das mit seinen Bewerbern derart respektlos umspringt? Fehlendes Feedback ist ein Signal, das einen zum Nachdenken anregt. Sie können den Arbeitgeber also auch zu den Akten legen. Au revoir und auf Wiedersehen! Aber brechen Sie andererseits nicht zu früh den Stab über die Firma: Vielleicht handelt es sich beim ausgebliebenen Feedback ja wirklich um ein Versehen (Stichwort: Spam-Ordner).

  • Bewerten

    Es riecht nach billiger Rache, wenn Sie in einem Bewertungsportal wie Kununu oder Glassdoor Ihren Frust herauslassen. Andererseits: Wenn eine negative Bewertung gerechtfertigt ist, dann ist sie gerechtfertigt. Berichten Sie also ruhig über Ihre Erfahrungen als Bewerber. Aber dabei bitte immer sachlich bleiben. Und ganz wichtig: Senden Sie nie Texte, Mails oder Postings, wenn Sie innerlich kochen – immer nur im abgekühlten Zustand. Abgedrehte Schimpftiraden und Hate Speeches sind absolut unangebracht. Immerhin handelt es sich ja trotz allem NUR um eine Bewerbung.

Aber der wohl wichtigste Ratschlag für alle, die keine Antwort auf ihre Bewerbung erhalten, lautet: Halten Sie unbedingt weiter nach attraktiven Jobs Ausschau! alles andere wäre naiv. Auch dann noch, wenn Sie sehr wohl eine Rückmeldung erhalten haben, das Vorstellungsgespräch gut gelaufen ist und Sie weiterhin ein gutes Gefühl haben.

Wer aktiv weitersucht, behält das Heft des Handelns in der Hand und erhöht seine Jobchancen. Darum: Weitermachen!

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Die besten 18 Tipps gegen Nervosität im Vorstellungsgespräch

Nervosität im Vorstellungsgespräch hat vermutlich jeder schon einmal erlebt. Angst ist wie eine Alarmglocke, die uns aufrüttelt und aufweckt. Wer aber wie ein einziges Nervenbündel auftritt, gibt keine gute Figur ab. Ihre Nervosität im Vorstellungsgespräch sollten Bewerber daher zwar nicht vollständig abwürgen, aber im Griff haben. So schwer ist das nicht…

Vorstellungsgespräch nervös: So beruhigen Sie sich

Der Duden kennt für Nervosität mehr als ein halbes Dutzend Synonyme:

  • Abgehetztsein
  • Anspannung
  • Erregung
  • Lampenfieber
  • Reizbarkeit
  • Ruhelosigkeit
  • Unruhe
  • oder auch Premierenfieber

Wenn wir nervös, unruhig, aufgeregt sind, schüttet unser Körper Adrenalin in rauen Mengen aus, das Herz schlägt schneller, die Pupillen weiten sich.

Nervosität ist aber nichts Negatives. Im Gegenteil, sie ist ein Schutzmechanismus unseres Körpers. Wer nervös ist, ist aufnahmefähiger, wachsamer und mobilisiert Reserven. Das half schon in Urzeiten, als man vor dem Bären Reißaus nehmen oder sich gegen Rivalen zur Wehr setzen musste. Nervosität ist ein Geschenk der Evolution.

Vor einem Vorstellungsgespräch ist das nicht anders. Wer nervös ist, ist wachsam. Das hilft! Allerdings kann uns Nervosität im Vorstellungsgespräch auch am Erfolg hindern. Die Nervosität versuchen wegzuquatschen und sich dabei um Kopf und Kragen reden – das ist schon mehr als einmal passiert.

Versetzen Sie sich außerdem in den Personaler hinein. Wenn Sie schon jetzt im Vorstellungsgespräch extrem nervös sind, wie nervös werden Sie dann erst während der Arbeit in stressigen Situationen sein? In manchen Jobs ist es unerlässlich, die Ruhe zu bewahren – zum Beispiel, wenn Sie direkten Kundenkontakt haben. Übermäßige Nervosität ist kein Qualitätssiegel.

Bis zu einem gewissen Grade ist Nervosität also okay. Dann beflügelt sie. Steigt sie aber extrem an, dann fühlen wir uns nicht mehr wach und aufmerksam, sondern wie gelähmt. Angst steigt in uns auf, manchmal sogar Panik vor der nächsten Frage. Daraus kann schnell eine selbsterfüllende Prophezeiung werden. Wer hypernervös ist, malt sich Worst-Case-Szenarien aus, die sich dann folgerichtig auch bewahrheiten. Der Job ist futsch.

Wenn man nicht aufpasst, befindet man sich schnell in einem Teufelskreis. Wer das Jobinterview wegen zu großer Nervosität versemmelt hat, geht ins nächste vermutlich noch sehr viel aufgeregter – die Erfolgsaussichten sinken und sinken. Wie Sie das verhindern? Wir sagen es Ihnen…

Nervosität im Vorstellungsgespräch: Was dahinter steckt

Vielleicht hilft Ihnen diese Erkenntnis: Nervosität ist völlig normal. Es ist nur allzu menschlich, vor einer mutmaßlich wichtigen Weichenstellung im Leben aufgeregt und angespannt zu sein.

Aber dennoch sollten Sie kurz innehalten und reflektieren: Warum sind Sie so furchtbar aufgeregt? Hat Ihre Nervosität eine Vorgeschichte? Wie können Sie sie abmildern? Möglicherweise stecken ganz bestimmte Gründe hinter Ihrer Nervosität. Wenn Sie sie kennen, können Sie daran arbeiten, im nächsten Jobinterview ruhiger und abgeklärter aufzutreten.

Bei den meisten Bewerben stecken diese Gründe hinter ihrer Nervosität:

  • Hohe Erwartungen

    Große Erwartungen setzen Menschen unter Druck. Viele Bewerber setzen sich selbst unter Druck, nach dem Motto: „Jetzt oder nie! Diesen Job musst du kriegen, sonst kannst du deine Karriere vergessen.“ Befreiend wirkt so eine Einstellung natürlich nicht. Auch steigt der Druck zwangsläufig, wenn man schon mehrere Absagen kassiert hat oder lange Zeit auf der Suche nach einem Job war. Es sagt sich so leicht, aber die Wahrheit ist: Dieser Druck ist unnötig. Es gibt im Berufsleben immer Alternativen. Sie sind nicht auf diesen einen Job angewiesen. Das müssen Sie sich klar machen. Außerdem gilt es nicht darum, den perfekten Auftritt im Vorstellungsgespräch hinzulegen. Perfektionismus erzeugt Druck. Im Gegenteil, kleine Makel oder Macken machen einen Menschen – und einen Bewerber – bisweilen sogar interessanter und attraktiver. Also: Kein Streben nach Perfektion! Und denken Sie nicht zu viel über die Erwartungshaltung Ihres Gesprächspartners nach. Was will er oder sie von mir hören? Wie wirke ich auf ihn? Das können Sie letztlich gar nicht wissen. Konzentrieren Sie sich lieber auf Ihre Stärken und Kompetenzen.

  • Kein Geld

    Finanzielle Engpässe haben die meisten schon einmal erlebt. Auch sie erzeugen Druck. Wer seinen Lebensstandard halten – oder endlich wieder erhöhen – will, der braucht diesen Job. Jetzt, sofort! Wo Finanzengpässe drohen, da steigt die Nervosität. Das gilt für Startup-Gründer, die mit Investoren verhandeln, genauso wie für Bewerber…

  • Neue Situation

    Ein Vorstellungsgespräch ist wie ein Date. Man weiß nicht, wer und was einen erwartet. Manche kauen daher an den Fingernägeln, andere laufen vor Nervosität rot an. Diese Unvorhersehbarkeit erzeugt Druck. Wenn man sich schlimme Szenarien ausmalt oder peinliche Situationen vorstellt, kann der Puls schonmal hochgehen. Ein Blackout ist die mögliche Folge.

Noch mal: Nervosität ist nicht schlimm. Sie hilft sogar. Wer mega-cool und kein bisschen nervös ist, erkennt Warnsignale später – und passt nicht auf. Ein wenig Nervosität im Vorstellungsgespräch ist eine gute Basis.

Aber Überhand nehmen sollte sie nicht. Mit diesen Tipps verjagen Sie sie die innere Unruhe…

Das sind Anzeichen für Nervosität im Vorstellungsgespräch

vorstellungsgespraech nervoesSo äußert sich Nervosität im Vorstellungsgespräch. Darum: Selbst wenn sie nervös sein sollten – vermeiden Sie diese Verhaltensweisen:

  • An der Kleidung herumzupfen
  • Keinen Blickkontakt aufnehmen oder halten
  • Nicht oder nur gequält lächeln
  • Auf dem Stuhl herumzappeln
  • Kurz und schlaff die Hand geben
  • Arme verschränken
  • Im Gesicht herumfummeln
  • Mit zittriger Stimme reden
  • Schwitzen

18 Tipps gegen Nervosität im Vorstellungsgespräch

  1. Gründlich vorbereiten

    Für Nervenbündel ist Vorbereitung die beste Medizin. Proben Sie Ihren Auftritt vor dem Spiegel. Üben Sie Ihre Selbstpräsentation. Trainieren Sie auch Gestik und Mimik. Natürlich nur bis zu einem gewissen Grade, Sie wollen ja nicht wie ein Roboter oder Schauspieler wirken. Eine Prise Authentizität sollte man sich erhalten. Aber je besser vorbereitet Sie sind, desto besser gewappnet und umso weniger nervös sind Sie. Gut geeignet sind auch Rollenspiele. So können Sie mit Freunden oder Familie ein Jobinterview selbst durchspielen und Sicherheit gewinnen.

  2. Wenn-dann-Szenarien überlegen

    Zu einer guten Vorbereitung gehört, dass Sie sich Wenn-dann-Szenarien überlegen. Wenn mich etwa der Personalmanager nach meinen Lücken im Lebenslauf fragt, dann antworte ich was? Wenn er mir eine fiese Stressfrage stellt, dann reagiere ich wie? Malen Sie sich auch ruhig ein paar negative Szenarien für das Jobinterview aus. Wenn Sie vorher genau wissen, wie Sie im Worst Case reagieren, dann kann Sie nichts mehr so schnell aus der Bahn werfen.

  3. Positives sehen

    Sehen Sie die Nervosität nicht als Ihren Feind, sondern als einen Freund. Einen Freund, der Sie warnt und anstachelt. Die erhöhte Aufmerksamkeit nützt Ihnen. Versuchen Sie also nicht, die Nervosität komplett zu verscheuchen – nur ein bisschen. Diese Erkenntnis wirkt manchmal Wunder. Manchmal gelingt es auch, der inneren Angst entgegenzuwirken, indem Sie sich an vergangene Erfolge erinnern. Psychologen nennen diese Methode kognitive Umstrukturierung. Auf dieser Basis können Sie sich selbst glaubhaft versichern: Ich pack‘ das! Oder: Bleib ganz ruhig, das wird schon. Oder: Auf geht’s, du bist sehr gut vorbereitet. Jetzt hol‘ dir den Job!

  4. Gut kleiden

    Diese Formel ist einleuchtend: Schöne Kleidung erhöht die Selbstsicherheit und größere Selbstsicherheit verscheucht Nervosität. Probieren Sie es selbst aus! Wählen Sie für das Vorstellungsgespräch also ein Outfit aus, in dem Sie sich wohl fühlen und das auch objektiv einen hervorragenden Eindruck macht. Vorher noch mal genau checken, ob alles richtig sitzt und das Jobinterview kann kommen.

  5. Pünktlich sein

    Terminnot ist ein weiterer Druckerzeuger. Den können Sie gar nicht gebrauchen. Das verursacht nur noch mehr Stress und Nervosität. Eine gut geplante Anreise nimmt dagegen Druck vom Kessel. Schauen Sie sich die Route bis zum Unternehmen vorher genau an und planen sie diese. Am Tag des Jobinterviews gehen Sie überpünktlich los und planen noch einen großzügigen Puffer ein. Denn Bahn-Ausfälle oder unvorhergesehene Unfälle oder Baustellen sind – wie Sie wissen – keine Seltenheit. Wenn Sie eine Viertelstunde (oder noch früher) vor dem Vorstellungsgespräch da sind, haben Sie alles richtig gemacht.

  6. Auf Kaffee verzichten

    Ein guter Tag beginnt mit einem kräftigen Kaffee – für viele ist das schon fast eine Lebenseinstellung. Schön, aber vor dem Bewerbungsgespräch verzichten Sie lieber auf den Koffeinhammer – falls Sie zur Nervosität neigen. Denn das Koffein putscht Sie auf und macht Sie noch nervöser. Das gilt in noch höherem Maße für Energydrinks. Trinken Sie lieber ein Glas Wasser oder Saft. Und außerdem treibt Kaffee ja bekanntlich. Eine unruhige Blase macht Sie auch nicht gerade ruhiger…

  7. Selbstbewusstsein ausstrahlen

    Na klar, Selbstbewusstsein kann man nicht einwerfen wie eine Pille. Oder doch? Auf jeden Fall sollten Sie sich bewusst machen, dass Sie die erste große Hürde schon genommen haben. Sie sind zum Bewerbungsgespräch eingeladen worden, weil Sie etwas auf dem Kasten haben. Konzentrieren Sie sich auf Ihre Stärken, Kompetenzen, Erfolge. Nebenbei bemerkt: Jeder Mensch hat welche! Wer Selbstvertrauen getankt hat, ist weniger nervös. Schauen Sie sich zuhause ruhig noch mal Ihre besten Auszeichnungen, Arbeiten, Schulnoten oder Arbeitszeugnisse an oder führen sich Ihre Top-Projekte vor Augen, bevor Sie sich auf den Weg zum Bewerbungsgespräch machen.

  8. Kurz bewegen

    Bei Nervosität sind die Muskeln angespannt und wollen sich abreagieren. Deshalb ist es sinnvoll, sich zu bewegen. Machen Sie vor dem Bewerbungsgespräch einen kurzen Spaziergang. Nehmen Sie die Treppe. Auch ein bisschen Gymnastik oder Dehnübungen sind empfehlenswert. Bewegung wirkt entspannend. Am besten, Sie drehen eine Runde an der frischen Luft – zum Beispiel im Park. So bekommen Sie den Kopf frei. Auf der anderen Seite sollten Sie nicht völlig aus der Puste sein, wenn Sie die Firma erreichen. Das macht Sie eher noch nervöser – und bringt Sie im wahrsten Sinne des Wortes ins Schwitzen.

  9. Körpersprache einüben

    Selbst wenn Sie hyper-nervös sein sollten: Der Personalchef muss es ja nicht unbedingt mitkriegen. Wichtig ist, dass Sie die Nervosität nicht ausstrahlen. Die richtige Körpersprache hilft Ihnen, einen guten Eindruck zu hinterlassen – und die Chancen auf den Job zu erhöhen. Was Sie nicht tun sollten: Auf den Fingernägeln herumkauen, mit Ihren Händen herumnesteln, mit den Haaren spielen oder am Bart zupfen. Das lässt Sie unsicher wirken, nicht wie ein Fels in der Brandung. Sie könnten daher ein Vorstellungsgespräch mit einem Freund einüben oder es sogar aufzeichnen. Der Blick von außen offenbart viele kleine oder größere Schwächen. An denen können Sie noch rechtzeitig arbeiten. Das hilft Ihnen auch, Ihre Nervosität selbst in den Griff zu bekommen. Denn je unruhiger Sie auf Ihrem Stuhl hin und herwackeln oder mit den Füßen herumtippeln, desto nervöser werden Sie.

  10. Viel lächeln

    Auch wenn Ihnen das Lachen längst vergangen es: Tun Sie es trotzdem! Lächeln lockert die Stimmung auf – die Ihres Gegenübers und Ihre eigene. Es versüßt automatisch die Atmosphäre im Raum und hilft, die Nervosität im Vorstellungsgespräch in Schach zu halten. Wenn Sie lächeln, schüttet Ihr Körper Glückshormone aus. Sie fühlen sich sofort besser und sind weniger angespannt. Dabei spielt es gar keine Rolle, ob Sie wirklich vor Freude grinsen oder nur so tun, als ob.

  11. Bonbon lutschen

    Eine trockene Kehle geht manchmal mit Nervosität einher. Wir produzieren weniger Speichel, wenn wir aufgeregt sind. En Lutschbonbon hilft. Es vertreibt das unangenehme Trockenheitsgefühl aus dem Mund. Alternativ können Sie auch zum Kaugummi greifen. Aber vergessen Sie nicht, es rechtzeitig vor dem Jobinterview wieder zu entsorgen.

  12. Tief atmen

    Atmen ist nicht gleich atmen. Wenn Sie ausschließlich durch den Mund atmen, kann Ihr Mund trocken und Ihre Stimme piepsig werden. Wer bewusst atmet, reduziert die Anspannung. Nehmen Sie sich vor dem Jobinterview Zeit für ein paar Atemübungen. Zum Beispiel für die 4-6-8-Methode: Setzen oder stellen Sie sich aufrecht hin. Atmen Sie tief und langsam durch die Nase und zählen bis vier. Dann halten Sie die Luft an und zählen bis sechs. Jetzt durch den Mund ausatmen und bis acht zählen. Das Ganze mindestens fünf Mal wiederholen – und Ihre Nervosität ist wie weggeblasen.
    Eine andere Methode ist es, den eigenen Atem bewusst wahrzunehmen und dabei fließen zu lassen: In den Bauch ausatmen, so dass er sich wölbt. Dabei laut oder in Gedanken rückwärts zählen.

  13. Anker setzen

    Die Ankermethode beruht auf der Reizreaktionskopplung. Sie hilft Ihnen, in stressigen Situationen zu entspannen. Sie pressen dabei Daumen und Zeigefinger aufeinander und denken währenddessen an ein schönes Erlebnis, an den letzten Urlaub etwa. Die positiven Erinnerungen werden auf den Druck Ihrer Finger übergehen. Wenn Sie die Übung oft genug wiederholen, stellt sich das schöne Gefühl irgendwann schon dann ein, wenn Sie die Finger aufeinanderdrücken. Damit die Methode funktioniert, müssen Sie sie aber frühzeitig einüben. Hinterher können Sie Ihre Nervosität wie auf Knopfdruck regulieren.

  14. Gegenstand mitnehmen

    Es gibt Spielkinder, die ständig etwas brauchen, mit dem Sie herumspielen können. Wenn Sie vor dem Bewerbungsgespräch sehr nervös sind, ist das gar keine schlechte Idee. Bringen Sie einen kleinen Gegenstand mit, den Sie bearbeiten, kneten, balancieren oder drücken können. Das kann beruhigen. Im Gespräch selbst gehört das Teil aber in die Tasche – und Ihre Hände auf den Schoß oder den Tisch.

  15. Ehrlich sein

    Es ist keine Schande, nervös zu sein. Nervosität kann ja auch bedeuten, dass Ihnen sehr viel an der Stelle liegt. Für den Personaler eigentlich ein gutes Zeichen. Außerdem sind nervöse Bewerber für Personaler ohnehin so normal wie Meistertitel für Bayern München. Sie können daher ruhig zugeben, etwas nervös zu sein. Ich habe gerade einen Frosch im Hals. Ich muss gestehen, ich bin leicht nervös. Das ist heute nicht mein erstes Vorstellungsgespräch, aber nervös bin ich trotzdem. Smalltalk, mit dem Sie etwas Zeit gewinnen und sich sammeln können. Oder Sie weisen darauf hin, dass Sie furchtbar nervös sind, wenn Sie sich verhaspeln oder ins Stottern geraten. Das macht Sie menschlich, verwundbar, sympathisch. Oft lockert das Situation auf – mit positiven Folgen für Ihr Nervenkostüm.

  16. Zehen wackeln

    Dieser Trick hilft garantiert gegen Blackouts! Wackeln Sie mit den Zehen. Kein Scherz: Unser Gehirn muss Energie von ganz oben nach ganz unten leiten, wenn Sie mit dem großen Onkel wackeln. Das entkrampft auf der Stelle, löst die Verkrampfungen in den Muskeln, lockert auf. Außerdem können Sie den Trick ganz unauffällig und geräuscharm unter dem Tisch praktizieren. Probieren Sie es selbst aus – gerne auch im Meeting, bei einem Referat oder einer Prüfung.

  17. Geschirr waschen

    Wir haben nochmal in die Kiste mit der Aufschrift Geheimtipp gegriffen – und den Geschirrspül-Trick herausgeholt. Geschirr spülen reduziert Stress, sagte die Universität Florida in einer Studie aus dem Jahr 2015. Demnach hat der Vorgang etwas Meditatives. Natürlich nur, wenn man Teller und Tassen mit der Hand wäscht und nicht einfach in den Geschirrspüler steckt. Und auch nur dann, wenn man sich auf die Prozedur einlässt, auf die Temperatur des Wassers achtet etwa und nicht hektisch alles mal eben schnell abschrubbt. Nun können Sie natürlich schlecht in die Kaffeeküche des Unternehmens spazieren, um kurz vorm Jobinterview noch schnell Geschirr zu waschen. Aber Sie könnten es vorher zuhause tun, um Ihre innere Unruhe und Angst halbwegs in Schach zu halten.

  18. Belohnung aussetzen

    Belohnen Sie sich dafür, die Herausforderung angenommen und trotz ausgeprägter Nervosität das Vorstellungsgespräch durchgezogen zu haben. Egal, wie es gelaufen ist und ob sich Ihre Chancen auf Zuschlag nach eigenem Empfinden vergrößert oder zerschlagen haben. Gönnen Sie sich einen Milchshake, einen Abend im Kino oder ein kühles Blondes – was auch immer. Wenn Sie daraus eine Angewohnheit machen, entwickeln Sie schon bald positive Assoziationen mit Vorstellungsgesprächen – und freuen sich schon auf das nächste.

Alle 18 Tipps gegen Nervosität im Vorstellungsgespräch finden Sie übersichtlich zusammengefasst zum Downloaden und Ausdrucken als PDF hier.

[Bildnachweis: LightField Studios by Shutterstock.com]

Rückfragen: Über 100 fürs Vorstellungsgespräch

Rueckfragen Vorstellungsgespraech Beispiele

Rückfragen im Vorstellungsgespräch sind das Salz in der Suppe. Wer dem Personaler clevere Rückfragen stellt, sammelt Punkte. Doch völlig unbedacht sollten Bewerber keine Fragen aus der Hüfte schießen. Damit könnten sie eine böse Überraschung erleben…

Darum sind Rückfragen im Vorstellungsgespräch so wichtig

Irgendwann kommt im Vorstellungsgespräch der Moment, in dem der Interviewer fragt: Haben Sie noch Rückfragen an uns? Wer jetzt mit einem knappen Nein antwortet, schießt sich oftmals schon aus dem Rennen. Bewerber sollten im Bewerbungsgespräch Rückfragen stellen – immer!

Warum? Weil Rückfragen Interesse und Neugier signalisieren. Außerdem können Bewerber selbst mehr über das Unternehmen erfahren. Für sie ist es eine einmalige Gelegenheit, das Unternehmen zu testen und abzuklopfen. Vielleicht gelangt man ja zu dem Schluss, dass man hier eigentlich gar nicht anfangen möchte.

Aber es geht nicht darum, irgendeine beliebige Frage zu stellen. Es sollten schon sinnvolle, clevere Rückfragen sein. Die richtigen Rückfragen im Vorstellungsgespräch bringen den Job in Reichweite. Die falschen katapultieren Sie schnurstracks ins Aus…

Hier sind 5 gute Gründe, warum Sie im Jobinterview zurückfragen sollten:

  • Sie bringen mehr über das Unternehmen in Erfahrung.
  • Clevere Rückfragen unterstreichen Ihre Intelligenz und Ihren Intellekt.
  • Sie beweisen gute Vorbereitung auf das Vorstellungsgespräch.
  • Rückfragen deuten auf echtes Interesse am Job hin.
  • Sie können das Gespräch selbst führen und nicht nur reagieren.

Rückfragen im Vorstellungsgespräch: Tipps

Zu einer guten Vorbereitung aufs Vorstellungsgespräch gehören die richtigen Fragen. Sie sollten als Bewerber erahnen, welche Fragen auf Sie zukommen – und welche Sie selbst stellen können. Beides ist gleichermaßen wichtig.

Wer eigene Rückfragen in petto hat, beweist Eigeninitiative und Professionalität. Stellen Sie daher immer Gegenfragen – es sei denn, Sie haben im Laufe des Jobinterviews gemerkt, dass die Stelle definitiv nicht die richtige ist und Sie kein Interesse mehr haben. Dann können Sie die Sache abkürzen und auf Rückfragen verzichten. Wozu noch wertvolle Zeit verplempern?

Eine klassische Rückfrage für Bewerber lautet zum Beispiel:

  • Was unterscheidet Ihrer Erfahrung nach die guten Mitarbeiter von den besten?

Die Frage ist grandios. Die Antwort offenbart eine Menge über die Wertvorstellungen und den Arbeitsstil im jeweiligen Unternehmen. Und sie dient dem Bewerber als Kompass. Er weiß hinterher, welche Leistungen von ihm erwartet werden, was der Firma wichtig ist und wie er hier Karriere machen kann. Die Frage ist außerdem viel subtiler als: Was muss ich tun, um hier Karriere zu machen?

Sie sehen: Auf die Formulierung kommt es an. Es gibt auch gute Rückfragen, die schlecht formuliert ihre Wirkung verfehlen. Denken Sie also vorab ein wenig darüber nach, wie Ihre Frage beim Gegenüber ankommt.

Außerdem sollten Sie versuchen, zwischen den Zeilen zu lesen. Reinen Wein einschenken und allzu offenherzig wird kein Personaler im Jobinterview sein, aber jeder wird Signale aussenden. Seien Sie aufmerksam!

13 Top-Rückfragen im Vorstellungsgespräch

Aufmerksamkeit ist das A und O. So gibt es sehr gute Rückfragen, die Sie auf keinen Fall stellen sollten. Nämlich dann, wenn die Antwort im Laufe des bisherigen Gesprächs schon gegeben worden ist. Dies würde nur zeigen, dass Sie nicht richtig zuhören.

Grundsätzlich empfehlenswert sind folgende Rückfragen. Klar ist, dass Sie nicht alle, sondern nur sehr wenige davon im Laufe eines Vorstellungsgesprächs werden stellen können. Mehr als zwei bis vier Rückfragen werden es unter normalen Umständen nicht sein:

  1. Warum ist die Stelle vakant?

    Es gibt zwei Möglichkeiten: Entweder wurde die Stelle neu geschaffen oder es gibt einen Vorgänger. Was ist mit ihm passiert? Vielleicht verlässt er das Unternehmen auf eigenen Wunsch oder aber er wird befördert. Wertvolle Hinweise für Sie. Sie können auch direkt daran anschließen und fragen: Wie lange hat der Vorgänger in der Position gearbeitet? Und außerdem: Was wurde eigentlich aus den anderen Mitarbeitern in der dieser Abteilung?

  2. Wie fördern Sie Talente?

    Zunächst signalisiert die Frage, dass es Ihnen nicht nur um Geld geht, sondern dass Sie sich weiterentwickeln wollen. Positiv! Darüber hinaus sollte der Personaler schon darlegen können, welche Strategien sein Arbeitgeber implementiert hat, um jedem Talent gerecht zu werden und die Stärken jedes Einzelnen zu fördern.

  3. Was erwartet mich in den ersten 90 Tagen?

    Sie gehen gedanklich schon in die Einarbeitungsphase über. Die ist wichtig. Wenn Sie mehr über das Onboarding in Erfahrung bringen, können Sie sich mental darauf vorbereiten. Und zweitens wollen Sie ja keine Kündigung in der Probezeit kassieren. Das ist es überaus nützlich, die ersten Schritte zu planen und Hindernisse zu antizipieren.

  4. Welche Herausforderungen hat das Unternehmen derzeit zu bewältigen?

    Die Frage beweist: Sie sind kein Fachidiot, sondern ein Mensch, der auch die großen Zusammenhänge im Blick behält. Natürlich wird Ihr Gesprächspartner jetzt nicht ins Zahlenwerk einsteigen und Ihnen Geheimnisse verraten, aber die Grundrichtung aufzeigen. Welche Märkte könnten interessant werden, welche Zielgruppen? Welche Probleme wurden erst kürzlich gelöst? Das hilft Ihnen, die internen Zusammenhänge zu verstehen.

  5. Weshalb arbeiten SIE für das Unternehmen?

    Damit drehen Sie den Spieß um: Jetzt ist es der Personaler, der sich Fragen nach seiner Motivation und seinen Zielen gefallen lassen muss. Völlig legitim! Die Frage ist häufig ein Eisbrecher, der zum Schmunzeln anregt und Sympathiepunkte bringt. Immerhin handelt es sich um eine sehr persönliche Frage. Und neue Einsichten erhalten Sie so hoffentlich auch.

  6. Welche Persönlichkeit wünschen Sie sich von der Neubesetzung?

    So testen Sie Ihre Passung zum Job. Decken sich Ihre Erwartungen und die des Personalverantwortlichen? Wunderbar. Sind die Vorstellungen grundverschieden? Hmm, vielleicht sollten Sie doch lieber die Finger von der Stelle lassen. Sie tasten sich auch an die Persönlichkeit Ihres künftigen Chefs bzw. Vorgesetzten heran. Denn häufig suchen diese Mitarbeiter, die so ähnlich sind wie sie selbst.

  7. Welche Fehler haben meine Vorgänger gemacht, die ich lieber nicht machen sollte?

    Bitte nicht lästern! Eine Faustregel, die auch für Unternehmen gilt. Aber Sie wollen ja keine konkreten Namen hören, nur Verhaltensweisen von Ex-Mitarbeiterin, die Ihnen in Ihrer künftigen Position nicht gut zu Gesicht stehen würden.

  8. Wie viele Arbeitsstunden erwarten Sie von jemandem in dieser Position?

    Zugegeben, die Frage mag nicht jeder stellen. Weil man nicht faul wirken und wie ein Drückeberger klingen will. Aber speziell für Menschen mit privaten Verpflichtungen – kleinen Kindern oder pflegebedürftigen Eltern etwa – ist Zeitmanagement wichtig. Das darf man ruhig zur Sprache bringen, wenn man möchte.

  9. Gibt es etwas, für das sich Ihr Unternehmen engagiert?

    Eine sehr gute Rückfrage – speziell für Idealisten. Ist das Unternehmen rein auf Profitstreben fokussiert oder fördert es gesellschaftliches Engagement, unterstützt die Umwelt, spendet für einen guten Zweck? Und wenn ja, wie und wofür? Außerdem ist es auch für das Unternehmen interessant zu wissen, welche Werte der Bewerber vertritt und was ihm wichtig ist.

  10. Wie schützen Sie die Gesundheit der Mitarbeiter?

    Eine Rückfrage, die durch die Corona-Pandemie unheimlich an Stellenwert gewonnen hat. Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz ist kein Randthema mehr, sondern hat Priorität 1A – sogar für Büroarbeiter ohne Helm und Blaumann.

  11. Wie wird die Arbeitszeit bei Ihnen erfasst?

    Prima Frage – und sehr aktuell. Das Urteil des Europäischen Gerichtshofs zur Arbeitszeiterfassung hat dem Thema neue Bedeutung verliehen. Nicht zu unterschätzen!

  12. Was zeichnet Ihr Unternehmen aus?

    Eine Frage, die den Gegenüber aus der Reserve lockt. Antwortet der Interviewer mit Standardfloskeln, um den Bewerber schnell abzuspeisen? Oder hat er möglicherweise eine schöne Anekdote auf Lager? Das würde für ihn und das Unternehmen sprechen.

  13. Wo sehen Sie das Unternehmen in fünf Jahren?

    Super Frage – und eine gelungene Retourkutsche auf die typische Personalerfrage: Wo sehen Sie sich in 5 Jahren?

Gute Rückfragen für alle Bewerber

  • Was erwarten Sie vom neuen Mitarbeiter?
  • Wie definieren Sie Erfolg für diese Position?
  • Welche Ziele verfolgen Sie mit der Neuschaffung dieser Position?
  • Wie messen und bewerten Sie Leistungen?
  • Was hat mein Vorgänger gut gemacht?
  • Was sollte ich anders machen als er?
  • Was müsste passieren, dass Sie meine Einstellung bereuen werden?
  • Wie viele Vorgänger gab es bislang schon?
  • Wie lange ist die Stelle schon frei?
  • Wer wird mein direkter Vorgesetzter sein?
  • Wie würden Sie den Führungsstil meines möglicherweise künftigen Vorgesetzten beschreiben?
  • Wie unterscheidet sich Ihre Unternehmenskultur von der anderer Firmen?
  • Wie hat sich das Unternehmen verändert, seitdem Sie hier sind?
  • Was könnte mich im neuen Job frustrieren?
  • Welche Hindernisse und Schwierigkeiten sollte ich einplanen?
  • Mit welchen Kollegen arbeite ich zusammen und wie unterstützten Sie mich?
  • Wie groß ist die Abteilung, in der ich tätig sein würde?
  • Wie groß ist das Team, in dem ich tätig sein würde?
  • Welchen Stellenwert hat die Abteilung im Unternehmen?
  • Wie wichtig ist meine Stelle für den Unternehmenserfolg?
  • Kann ich meinen künftigen Arbeitsplatz vorab besichtigen?
  • Kann ich meine zukünftigen Kollegen kennenlernen?
  • Welche Aufgabe hat momentan Priorität?
  • Warum war das Unternehmen aus Ihrer Sicht bislang so erfolgreich?
  • Was muss sich im Unternehmen ändern, damit es auch in Zukunft erfolgreich bleibt?
  • Welche werden Ihrer Einschätzung nach die größten Herausforderungen für das Unternehmen in Zukunft sein?
  • Wie sieht ein typischer Arbeitstag aus?
  • Beinhaltet der Job viele Geschäftsreisen?
  • Was sollte ich vor Stellenantritt noch tun, um optimal in meine neue Tätigkeit zu starten?
  • Wie lange dauert die Einarbeitungsphase?
  • Wie läuft das Onboarding bei Ihnen ab?
  • Wie lange dauert die Probezeit?
  • Was wäre mein erstes Projekt?
  • Wie werden Mitarbeiter gefördert?
  • Gibt es ein Weiterbildungsbudget?
  • Welche Weiterbildungsmöglichkeiten bieten Sie an?
  • Wie häufig werden Feedbackgespräche geführt?
  • Gibt es die Möglichkeit auf Home Office?
  • Gibt es bei Ihnen Gleitzeit oder Vertrauensarbeitszeit?
  • Wie flexibel sind die Arbeitszeiten bei Ihnen?
  • Was kann ich noch tun, um Sie von meinen Fähigkeiten zu überzeugen?
  • Welche letzten Zweifel muss ich noch ausräumen, damit Sie sich für mich entscheiden?
  • Wie geht es im Bewerbungsverfahren weiter?
  • Wann kann ich mit einer Entscheidung rechnen?

Rückfragen für Azubis

Rückfragen im Vorstellungsgespräch – dies sind gute Fragen für Bewerber, die einen Ausbildungsplatz anstreben:

  • Wen kann ich bei Fragen während der Ausbildung ansprechen?
  • In welchen Abteilungen werde ich die Ausbildung genau absolvieren?
  • Wird es sich beim theoretischen Unterricht um Teilzeit- oder Blockunterricht handeln?
  • Gibt es die Möglichkeit, die Ausbildung zu verkürzen?
  • Wie viele Ausbildungsplätze bietet der Betrieb insgesamt an?
  • Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es für Auszubildende?
  • Wie wahrscheinlich ist es, dass Auszubildende nach der Ausbildung übernommen werden?
  • Wann kann ich mit Ihrer Antwort rechnen?

Rückfragen für Praktikanten

Rückfragen im Vorstellungsgespräch – dies sind gute Fragen für Bewerber, die ein Praktikum anstreben:

  • Habe ich während des Praktikums einen direkten Ansprechpartner?
  • Wie läuft die Einarbeitung ab?
  • Wie werden die Ziele meines Praktikums festgelegt?
  • An welchen Projekten darf ich mitarbeiten?
  • Welche wird mein erstes Projekt sein?
  • Welche Möglichkeiten gibt es, nach dem Praktikum weiterhin für Ihr Unternehmen tätig zu sein?
  • Wann finden Feedbackgespräche statt?
  • Gibt es noch andere Praktikanten im Unternehmen?

Rückfragen für Führungskräfte

Rückfragen im Vorstellungsgespräch – dies sind gute Fragen für Führungskräfte:

  • Wie setzt sich das Team zusammen?
  • Wie groß ist mein Team?
  • Wie ist die Stimmung im Team und im gesamten Unternehmen?
  • Wurden zuletzt Kollegen entlassen oder ausgelagert?
  • Welche wesentlichen Veränderungen hat mein Vorgänger vollzogen?
  • Wie war das Verhältnis der Mitarbeiter zu meinem Vorgänger?
  • Wie würden Sie den Führungsstil meines Vorgängers beschreiben?
  • Wie hoch ist das Budget für die Weiterbildung der Mitarbeiter?
  • Wie hoch ist das Budget für Prämien, Boni, Gehaltserhöhungen?
  • Wie hoch ist das Budget für Entlassungen?
  • Welche größeren Veränderungen gab es im letzten Jahr?
  • Wurden in der jüngeren Vergangenheit Abteilungen zusammengeführt oder aufgelöst?
  • Mit welchen Niederlassungen oder Zweigstellen arbeitet mein Team besonders intensiv zusammen?

100 typische Fragen im Vorstellungsgespräch

Rueckfragen im Vorstellungsgespraech BeispieleOhne Frage keine Rückfrage. Hier sind 100 typische Fragen im Vorstellungsgespräch als PDF zum Downloaden oder Ausdrucken. Damit sind Sie bestens vorbereitet.

Welche Rückfragen im Vorstellungsgespräch mies sind

Ihr Reservoir an guten Rückfragen im Vorstellungsgespräch sollte jetzt gut gefüllt sein. Daneben gibt es allerdings auch ein paar Fragen, die Sie sich im Jobinterview unter allen Umständen verkneifen. Sie zahlen nicht auf Ihr Punktekonto ein, sondern ziehen wertvolle Credits wieder ab.

Erfragen Sie zum Beispiel nie Informationen, die sie selbst durch zwei Mausklicks hätten herausfinden können. Beispiele:

  • Was produziert Ihr Unternehmen?
  • Wie viele Mitarbeiter haben Sie?
  • Wann wurde das Unternehmen gegründet?
  • Haben Sie Niederlassungen im Ausland?
  • Wer ist der Vorstandsvorsitzende?

Dann gibt es Rückfragen im Vorstellungsgespräch, die von kindlicher Naivität zeugen. Sie klingen nicht nur nach Kindergarten, sie sind es auch. Daher bitte keine Rückfragen stellen wie:

  • Verstehen sich die Mitarbeiter gut?
  • Ist meine Chefin nett?
  • Sind die Kollegen nett zu Neuen?
  • Habe ich Aufstiegschancen?
  • Wie gut sind die Produkte, die Sie herstellen?

7 schlechte Fragen im Vorstellungsgespräch

  1. Was macht Ihr Unternehmen eigentlich genau?

    Wenn Sie das nicht wissen, sollten Sie sich erst gar nicht bewerben. Fast jedes Unternehmen verfügt heute über eine eigene Website. Zur Not googeln Sie oder surfen zu Wikipedia. Informationsbeschaffung gehört zu Ihren Pflichten vor einem Vorstellungsgespräch. Kommen Sie nicht gänzlich unvorbereitet.

  2. Wie schnell wird man befördert?

    Wenn Sie so fragen: Gar nicht! Die Frage offenbart, dass es sich bei Ihnen wohl um einen Ego-Zocker handeln muss. Um jemanden, dem nur an seinem eigenen Weiterkommen gelegen ist. Erst wollen Sie sich doch ins Unternehmen integrieren, Herausforderungen annehmen, Leistung bringen. Danach kann man immer noch über eine Beförderung reden. Jetzt ist der nicht der richtige Zeitpunkt. Für den Arbeitgeber ein Alarmsignal, weil er davon ausgehen muss, das Sie ruckzuck wieder weg sind, wenn Sie nicht sofort bekommen, was Sie wollen.

  3. Was zahlen Sie mir?

    Die Frage ist aus der Kategorie DD – doppelt doof. Erstens lässt sie den Bewerber gierig wirken. Es geht Ihnen ums Geld, aha. Zweitens verhandeln Sie mit dem Arbeitgeber ums Gehalt, Sie lassen ihn nicht einfach eine Zahl in den Vertrag schreiben (meistens jedenfalls). Sie sollten Ihren Marktwert schon kennen. Also: Dass man irgendwann über Geld redet, ist normal. Aber wenn Sie das Thema unbedingt ansprechen wollen, dann formulieren Sie es offener. Motto: Ich würde gerne noch kurz das Thema Vergütung anschneiden

  4. Kann ich früher kommen und dafür auch früher wieder gehen?

    Sie sind gedanklich schon im Feierabend. Das ist gerade im Bewerbungsgespräch fatal. Erst die Arbeit, dann der Feierabend. Klar: Das Thema Arbeitszeiten ist prinzipiell wichtig. Aber danach können Sie auch eleganter fragen. Besser zum Beispiel: Wie ist die Work-Life-Balance bei Ihnen? Oder: Gibt es bei Ihnen flexible Arbeitszeiten?

  5. Darf ich während der Arbeitszeit privat im Netz surfen?

    Die Frage hat im Vorstellungsgespräch die Grenze zur Dreistigkeit überschritten. Sie könnten genauso gut sagen, dass Sie eigentlich gar keine Lust haben zu arbeiten, sondern Ihre Zeit viel lieber auf Facebook und Instagram verbringen würden. Man könnte sie sogar für faul und dumm halten. Absolut tabu! Ausnahmen von dieser Regel gibt es nur, wenn Sie ernsthaft und ganz konkret erklären, warum Sie ab und zu privat surfen wollen – zum Beispiel, um die aktuelle Verkehrssituation auf Google Maps zu checken, weil Sie hinterher Ihre Tochter von der Kita abholen müssen. Aber ehrlich gesagt lassen sich solche logistischen Probleme auch später noch lösen…

  6. Wie ist die Unternehmenskultur bei Ihnen?

    Prinzipiell keine schlechte Rückfrage im Vorstellungsgespräch. Aber sie verleitet zu Ausflüchten und Geschwafel. JEDER Personaler wird vermutlich mit Sätzen antworten wie: Wir gehen sehr wertschätzend miteinander um. Unser Unternehmen besteht vor allem aus den Menschen. Derartige Worthülsen halt, die in Wahrheit nullkommanull Aussagekraft besitzen.

  7. Wie handhaben Sie Krankschreibungen?

    Doofe Frage. Es gibt diesbezüglich gesetzliche Vorgaben, die jedes Unternehmen zu befolgen hat. Außerdem erwecken Bewerber mit dieser Rückfrage den Eindruck, sei seien entweder krankheitsanfällig oder würden gerne mal blau machen.

[Bildnachweis: fizkes by Shutterstock.com]

Jobs Aachen: Aktuelle Stellenangebote in der Städteregion Aachen

In Aachen fühlt sich jeder wohl. Kaiser, Tüftler, Pferde, Naschkatzen. Die Stadt weist mit ihrem Dom ein Kulturdenkmal von Weltrang auf – und eine der besten technischen Universitäten Europas. Jobs in Aachen gibt es für Maschinenbauer und Elektrotechniker, in der Nahrungsmittelindustrie und im Tourismus. Auch Amazons Sprachdienst Alexa spielt für Aachen eine immer wichtigere Rolle…

Jobs Aachen: Die Stadt

Aachen ist vielseitig. Die Stadt ist erstens sportlich. Mit dem CHIO trägt sie eines der bedeutendsten Reitsport-Turniere der Welt aus. Zweitens ist Aachen technisch versiert. Die RWTH Aachen gehört zu den renommiertesten technischen Universitäten in ganz Europa.

Drittens ist Aachen historisch bedeutsam. Kaiser Karl der Große machte aus Aachen im Mittelalter ein Zentrum des fränkischen Reiches, sein Aachener Dom war Jahrhunderte später das erste deutsche Unesco-Weltkulturerbe. Und viertens ist Aachen auch noch richtig lecker. Die Aachener Printen sind weltberühmt und ein gefragtes Mitbringsel.

Wer in Ronheider Berg oder Gut Steeg wohnt, hat es geschafft. Hier im Süden der Stadt stehen die Prachtbauten Aachens. Etwas günstiger wohnt es sich in Soers, Hörn und Burtscheider Abtei, die ebenfalls zu den beliebtesten Wohnlagen zählen. Schöne Altbauten findet man in Beverau, Wohnungen in Uni-Nähe in Laurensberg.

Jobs Aachen: Der Arbeitsmarkt

Einer IHK-Analyse zufolge fehlten bereits 2019 in der Wirtschaftsregion Aachen etwa rund 11.000 Fachkräfte – 8.000 mit einem Berufsabschluss sowie 3.000 akademisch Qualifizierte – vor allem in den Bereichen Technik, Pflege und Gastgewerbe.

In der Städteregion Aachen lag die Arbeitslosenquote im April 2020 bei 8,0 Prozent. Die Städteregion Aachen umfasst diese Städte und Gemeinden:

  • Aachen
  • Alsdorf
  • Baesweiler
  • Eschweiler
  • Herzogenrath
  • Monschau
  • Stolberg
  • Würselen
  • Roetgen
  • Simmerath

Baesweiler im Norden ist immerhin rund 20 Kilometer von Aachen entfernt, Monschau im Süden sogar 30 Kilometer.

Die Städteregion Aachen liegt damit leicht über dem Schnitt von Nordrhein-Westfalen. In ganz NRW beträgt die Arbeitslosigkeit 7,4 Prozent (Stand: April 2020). Für ganz Deutschland liegt der Wert bei 5,8 Prozent.

Vor allem gut ausgebildete Fachkräfte< haben oft keine Probleme, neue Stellen in Aachen zu finden. Das hat sich sogar bis ins Ausland herumgesprochen. Nach einer Auswertung der Jobbörse Indeed kam im Jahr 2018 jede zehnte Suchanfrage nach Jobs in Aachen aus dem Ausland. Auf Rang zwei lag mit großem Abstand Düsseldorf. Hier stammte ungefähr jede 20. Suchanfrage nicht aus Deutschland.

Aachens Grenznähe spielte vermutlich eine entscheidende Rolle. Besonders viele Jobsucher kommen aus dem benachbarten Belgien und den Niederlanden.

Einstiegsgehälter und Gehaltsniveaus für Jobs in Aachen

In der Region Aachen können Arbeitnehmer mit einem monatlichen Gehalt von 3.365 Euro brutto rechnen. Das ist der Medianwert, der von der Bundesagentur für Arbeit ermittelt wurde. Beim Median befindet sich eine Hälfte der Gehälter darüber, die andere darunter.

Zum Vergleich: In Düsseldorf liegt das Medianeinkommen bei 3.882 Euro, in Köln bei 3.696 Euro und in Mönchengladbach bei 3.047 Euro. Der Wert für ganz Deutschland beträgt 3.209 Euro.

Im Schnitt verdienen Arbeitnehmer in Nordrhein-Westfalen 45.360 Euro jährlich. Fach- und Führungskräfte bringen es in NRW laut Stepstone-Gehaltsreport 2019 auf 58.846 Euro brutto im Jahr, laut Xing-Gehaltsstudie 2019 sogar auf 71.913 Euro.

Die größten Arbeitgeber in Aachen

Jobs in Aachen zu vergeben – das sind die größten Arbeitgeber in Aachen:

  • Philips (Beleuchtung)
  • Continental Reifen (Automotive)
  • Ford Forschungszentrum (Automobil)
  • Amazon Forschungszentrum (Handel)
  • Denso (Automotive)
  • Grünenthal (Pharma)
  • Talbot Services (Schienenfahrzeuge)
  • Zeitungsverlag Aachen (Medien)
  • P3 Ingenieurgesellschaft (Unternehmensberatung)
  • FEV Europe (Automotive)
  • Lindt (Schokolade)
  • Zaquensis (Zeitarbeit)
  • Zentis (Nahrungsmittel)
  • Energieversorgungs- und Verkehrsgesellschaft Aachen
  • Aachen Münchener Versicherung
  • Guidion (Telekommunikation)
  • Lumileds (Beleuchtung)
  • Generali Deutschland Informatik Services
  • Kisters AG (IT)
  • Inform Institut für Operations Research und Management (Software)
  • Lambertz-Gruppe (Printen)
  • Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT
  • Fraunhofer-Institut IPT für Produktionstechnologie
  • Fraunhofer-Zentrum Digitale Energie
  • Stawag Stadtwerke Aachen AG
  • Leo – Der Bäcker und Konditor
  • Trianel (Energieversorgung)
  • e.GO Mobile AG (Automobil)
  • DSA Daten- und Systemtechnik (IT)
  • Carpus und Partner (Beratung)
  • Soptim AG (Software)
  • RWTH Aachen
  • Fachhochschule Aachen
  • Streetscooter GmbH
  • Marienhospital Aachen

Die Liste der größten Arbeitgeber in Aachen hier als PDF zum Downloaden und Ausdrucken – für Ihre Jobsuche.

Startups in Aachen

Startup Jobs AachenAachen ist dank seiner technischen Expertise ein beliebter Gründerstandort. Stellen in Aachen – diese Startups bieten sie an:

  • Antikoerper-online.de (Online-Marktplatz)
  • Bitstars (Software)
  • Design-Bestseller (E-Commerce)
  • divVoice (Sprachassistenten für die Industrie)
  • Edudip (Webinar-Software)
  • Epidu (Werbung)
  • GridX (Internet of Things)
  • Innoloft (B2B-Netzwerk)
  • Interactive Pioneers (UX Design)
  • NevisQ (Intelligente Sensorysteme)
  • Service Ocean (Software zur intelligenten Terminbuchung)

Jobs Aachen: Karriereaussichten und Wirtschaft

Aachen ist für seine Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule (RWTH) bekannt. Sie ist die größte TU Westeuropas. Daneben forschen aber noch viele andere Forschungseinrichtungen, Fachhochschulen sowie Forschungs- und Entwicklungslabors großer Unternehmen auf Weltniveau. Jeder zehnte Forscher in Deutschland arbeitet nach Angaben der IHK Aachen in der Grenzregion. Auch das renommierte Forschungszentrum Jülich liegt in der Nachbarschaft.

Das Amazon Office in Aachen fokussiert sich beispielsweise auf die Entwicklung von Technologien für den Sprachdienst Alexa. Die Mitarbeiter des Entwicklungszentrums beschäftigen sich vor allem mit Spracherkennung (ASR) und dem Verstehen natürlicher Sprache (NLU).

Automobilzulieferer Denso nahm 2005 sein Aachen Engineering Centre (AEC) in Wegberg in Betrieb. Das Forschungszentrum von Automobilhersteller Ford gibt es schon seit 1994. 250 Wissenschaftler wollen die Ford-Modelle nachhaltiger machen. Auch der niederländische Konzern Philips forscht und entwickelt in Aachen.

Einen großen Stellenwert hat in Aachen die Ernährungsindustrie. Nicht nur Printen werden hier serviert. Für Schokoladenhersteller Lindt ist Aachen der größte Standort. Der Lindt-Goldhase wurde in Aachen entwickelt und aus Aachen heraus vermarktet. Die Marketing-Abteilung sitzt ebenfalls in der westlichsten Unistadt Deutschlands.

Stellenangebote in Aachen – diese Bereiche und Branchen schaffen die meisten Jobs in Aachen:

  • Wissenschaft
  • Forschung und Entwicklung
  • Automobilindustrie
  • Maschinenbau
  • IT und Telekommunikation
  • Chemie
  • Elektrotechnik
  • Nahrungsmittelindustrie
  • Gummi- und Kunststoffe
  • Logistik
  • Metall
  • Papier

Nicht zu vergessen ist die Tourismusbranche. Der Aachener Dom war 1978 das erste deutsche Kulturdenkmal, das in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen wurde – für Besucher ist er noch immer ein Magnet.

Trotz aller Vorzüge spielt Aachen aber nicht in der ersten Wirtschaftsliga Deutschlands mit. Im Städteranking 2019 von IW Consult landete Aachen auf Platz 40 von 71 untersuchten Großstädten und damit nur im Mittelfeld.

Für die Zukunft aber scheinen die Aussichten besser zu sein. Im Zukunftsranking belegte Aachen Platz 19. Vor allem die vielen Ingenieure und MINT-Absolventen könnten die Stadt weiter nach vorne katapultieren.

Stadt Aachen Jobs

Stadt Aachen JobsZu den wichtigsten Arbeitgebern zählt auch die Stadt Aachen selbst. Jobs in Aachen gibt es bei der Stadt aktuell (Stand: Mai 2020) unter anderem für:

Aktuelle Stellenangebote der Stadt Aachen finden Sie hier.

Jobs Aachen: Kosten, Lebenshaltung, Mietpreise

Die Aachener Mietpreise liegen im Mittelfeld. Mieter zahlen laut Immowelt im Mittel 8,70 Euro für den Quadratmeter. Das ist weit entfernt von Münchener (18,10 Euro) oder Frankfurter (13,90 Euro) oder auch Freiburger (12,00 Euro) Verhältnissen.

Aber das Niveau ist höher als in Mönchengladbach (6,50 Euro) und in Krefeld (6,80 Euro) und auch als in Neuss (8,10 Euro) – also den Städten im Nordosten Aachens. Westlich der Kaiserstadt wird es hingegen wieder teurer. In Köln mietet man sich für 10,90 Euro pro Quadratmeter ein, in Bonn für 9,70 Euro.

Beengt dürfte sich der eine oder andere Student fühlen. Kleine Wohnungen sind in der RWTH-Stadt heißt begehrt. Laut Immowelt werden für sie Mietpreise von mehr als zehn Euro pro Quadratmeter aufgerufen.

Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) hat berechnet, dass eine studentische Musterwohnung von 30 Quadratmetern in Aachen rund 400 Euro Miete kostet. Das ist ähnlich teuer wie in Bonn, Münster und Karlsruhe. Bonn und Aachen sind auch die beiden Standorte, an denen die Zahl der Studenten in den letzten Jahren enorm zugelegt hat. Das hat Auswirkungen auf den Wohnungsmarkt.

Wer günstiger studieren möchte, der findet im Ruhrgebiet, in Kiel, Leipzig, Bamberg und sogar Berlin bessere Bedingungen vor.

Die Kaufpreise in Aachen befinden noch auf einem vergleichsweise niedrigen Level. Der Quadratmeter kostet laut Immowelt 2.330 Euro. In Köln ist eine Immobilie fast 1.000 Euro pro Quadratmeter teurer. In Krefeld werden dagegen nur 1.660 Euro fällig.

Jobs in Aachen: Kontaktdaten und Servicestellen

Sie wollen sich in Aachen selbstständig machen, Ihre Steuererklärung abgeben oder Jobs in Aachen suchen? Die wichtigsten Servicestellen hat Karrieresprung übersichtlich für Sie zusammengefasst:

  • Das Finanzamt in Aachen finden Sie hier.
  • Das Jobcenter Städteregion Aachen finden Sie hier.
  • Die IHK Aachen finden Sie hier.
  • Die Handwerkskammer Aachen finden Sie hier.
  • Stellenangebote in Aachen finden Sie in unserer Jobbörse.
[Bildnachweis: LaMiaFotografia by Shutterstock.com]

Fremdsprachenkenntnisse im Lebenslauf richtig bewerten und angeben

Fremdsprachenkenntnisse Bewerbung Sprachkenntnisse

Ohne Fremdsprachenkenntnisse kein Job! Diese Gleichung gilt heute mehr denn je. In vielen Jobs und Branchen ist Englisch längst Standard, eine zweite Fremdsprache erwünscht. Es gibt aber auch Situationen, in denen Bewerber ihre Sprachkenntnisse lieber nicht auf einen Sockel heben. Wie Sie als Bewerber mit Ihren Fremdsprachenkenntnissen in der Bewerbung überzeugen…

Fremdsprachenkenntnisse Bedeutung

Warum lehnen Unternehmen einen Bewerber ab? Immerhin 31 Prozent von ihnen sagen: Weil dessen Fremdsprachenkenntnisse nicht ausreichen! Das hat eine Umfrage von Bitkom Research im Auftrag des HR-Softwareentwicklers Personio unter mehr als 300 Personalverantwortlichen ergeben.

Damit liegen mangelhafte Fremdsprachenkenntnisse zwar hinter Ablehnungsgründen wie „fehlender Sympathie“, „zu wenig Berufserfahrung“ und „unzureichenden Arbeitszeugnissen“, aber immer noch in den Top Ten auf Platz 10.

Und laut einer Umfrage der Jobbörse Indeed verständigt sich fast jeder dritte Arbeitnehmer in Deutschland am Arbeitsplatz täglich (auch) in einer anderen Sprache als deutsch, andere zumindest mehrfach pro Woche. Manche korrespondieren mit ausländischen Kunden, andere tauschen sich mit internationalen Kollegen aus, wieder andere mit Dienstleistern jenseits der Landesgrenzen. Vor allem im Schriftverkehr werden Fremdsprachenkenntnisse eingesetzt, in Telefonaten oder Meetings seltener.

Wie bedeutsam Sprachkenntnisse im Job mittlerweile sind, zeigt auch die Liste der wichtigsten Hard Skills 2020 in Deutschland von Business-Plattform Linkedin. Fremdsprachen tauchen im Ranking auf Position sieben auf. Nur sechs Fähigkeiten sind demnach angesagter, darunter Schwergewichte oder Trendsetter wie Blockchain, Analytisches Denken, Künstliche Intelligenz und Vertrieb.

Diese Fremdsprachenkenntnisse in die Bewerbung aufnehmen

An Fremdsprachenkenntnissen kommen viele Berufstätige heutzutage nicht mehr vorbei. Weil sie zum Beispiel im Ausland arbeiten oder bei einem internationalen Unternehmen im Inland, dessen Amtssprache englisch ist. Darum gehört Englisch nicht nur zum guten Ton, die Sprache ist Standard.

Positiv: Nahezu jeder Bewerber, der in Deutschland zur Schule gegangen ist, verfügt heute über Englischkenntnisse. Freilich unterscheidet sich die Anzahl der Schuljahre. Letztlich kommt es darauf an, wie gut man die fremde Sprache wirklich beherrscht. In der Bewerbung ist das Kompetenzniveau entscheidend.

Abheben können sich Bewerber mit Englisch also nicht. Dazu benötigen sie schon eine zweite Fremdsprache. Am besten, diese ist deckungsgleich mit den Realitäten und Ambitionen des Unternehmens. Will die Firma ihre China-Geschäfte ausbauen, sind Chinesischkenntnisse ein Pfund, mit dem Bewerber wuchern können. Wer sich dagegen mit Verweis auf seine exzellenten Finnisch-Skills bei einem Unternehmen bewirbt, dass in Finnland in keiner Weise präsent ist oder sein wird, dürfte kaum Vorteile haben.

Die Aufgabe lautet also herauszufinden: In welchen Ländern ist das Unternehmen aktiv? Wo oder wohin will es expandieren? Welche Sprachkenntnisse werden dabei hilfreich sein?

Nichtsdestotrotz sollten Sie Ihre Finnisch-Kenntnisse auch dann nicht verschweigen, wenn Sie ihnen vermutlich nichts bringen. Allein die Beherrschung verschiedener Sprachen zeugt von Interesse, Neugier und Lernbereitschaft…

Fremdsprachenkenntnisse: Anforderungen aus der Stellenanzeige herauslesen

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Muss- und Kann-Anforderungen, die in einer Stellenanzeige auftauchen. Muss-Anforderungen sind zwingend zu erfüllen, wenn Sie als Bewerber die Stelle wollen. Kann-Anforderungen dagegen sind so etwas wie die Kirsche auf der Sahnetorte: Schön, wenn sie da sind, aber keine Voraussetzung.

In Bezug auf Fremdsprachenkenntnisse formulieren Arbeitgeber Muss-Anforderungen zum Beispiel so:

  • perfekte Beherrschung der deutschen Sprache
  • gute bis sehr gute Englischkenntnisse
  • …setzen wir verhandlungssichere Englischkenntnisse voraus
  • sehr gute Französischkenntnisse in Wort und Schrift

Wenn Sie solche Ausdrucksweisen in einer Stellenanzeige entdecken, können Sie davon ausgehen, dass Sie an diesen Sprachkenntnissen nicht vorbeikommen – und dass Sie auch im Berufsalltag in einer Fremdsprache werden kommunizieren müssen. Dies ist umso wahrscheinlicher, wenn Sie etwa im internationalen Vertrieb oder im Produktmanagement arbeiten. Es kann sich um Telefongespräche handeln oder um E-Mails, in denen Ihnen keine frappierenden Fehler unterlaufen sollten.

Es gibt aber auch Formulierungen in einer Stellenanzeige, die darauf schließen lassen, dass es sich „nur“ um Kann-Anforderungen handelt. Beispiele:

  • …verfügen Sie idealerweise über gute Kenntnisse der russischen Sprache
  • …Sprachkenntnisse in Polnisch und Tschechisch wären wünschenswert
  • …von Vorteil wären Japanisch- oder Koreanischkenntnisse

Sie sind für die Stelle keine Voraussetzung. Aber wenn Sie über diese Anforderungen verfügen, erhöhen Sie damit sehr wohl Ihre Jobchancen.

Sprachkenntnisse in Anschreiben und Lebenslauf platzieren

Sollte man die Sprachkenntnisse stets in einer Bewerbung nennen?

Prinzipiell: Ja. Natürlich gibt es immer Ausnahmen von der Regel, aus den abenteuerlichsten Gründen. Aber Fremdsprachenkenntnisse gehen generell mit wünschenswerten Eigenschaften einher: Lerneifer, Neugier, Engagement zum Beispiel. Und die sind für einen Arbeitgeber immer brauchbar. Auch könnten Sprachkenntnisse darauf hindeuten, dass Sie über ein gewisses intellektuelles Niveau verfügen – schön!

Aber: Wenn Sie etwa mit Ihren Spanischkenntnissen prahlen wollen, Sie diese im neuen Job aber rein gar nicht einsetzen können, dann sollte Spanisch keinen prominenten Platz in Ihrer Bewerbung einnehmen. Im Lebenslauf auflisten? Ja, sicher. Im Anschreiben extra erwähnen oder im Lebenslauf demonstrativ hervorheben (durch Fettung etwa)? Auf keinen Fall. Das würde wiederum schlechte Eigenschaften zu Tage fördern: das Unvermögen, Dinge zu priorisieren oder zu analysieren.

Optimal wäre es, wenn Ihre Fremdsprachenkenntnisse vom Unternehmen gebraucht oder sogar aktiv nachgefragt würden. Dann ist es eine gute Strategie, sie in den Bewerbungsunterlagen möglichst präsent zu machen. Sind sie weniger wichtig, dann sollten andere Skills die vorderen Plätze einnehmen.

Es kommt dabei überdies auf den Beruf und die Branche an. In einem Wirtschaftszweig, der durch internationale Verflechtungen geprägt ist, kann man mit Sprachkompetenzen etwas anfangen. Sie können ein Vorteil sein, selbst wenn das Unternehmen in der Stellenanzeige nicht danach gefragt hat. Ein Mittelständler oder Handwerksbetrieb dagegen, der hauptsächlich in der Heimatregion aktiv ist, dürfte sich über die Betonung Ihrer Japanischkenntnisse verwundert die Augen reiben. Im schlimmsten Fall fasst er es als überheblich und sonderbar auf – und sortiert Sie aus.

Und dann wären da noch die alten, klassischen Sprachen wie Latein, Hebräisch oder Altgriechisch, die im Alltag gar nicht mehr gesprochen werden. Wichtig sind sie allenfalls für angehende Historiker oder Theologen. Weglassen müssen Sie Ihr Latein-Wissen selbstverständlich nicht, aber damit angeben sollten Sie ebensowenig. Sie müssen für diese Sprachen auch keine Kompetenzstufen angeben. Latinum, Graecum oder Hebraicum genügen.

Die 10 wichtigsten Fremdsprachen

Die wichtigsten Fremdsprachen SprachkenntnisseWelche Fremdsprachen sind im Beruf am wichtigsten? Um dies herauszufinden, wertete die Online-Jobbörse Joblift in einem Zeitraum von zwei Jahren insgesamt 15 Millionen Stellenanzeigen von mehr als 1.000 Webseiten aus. In 3,4 Millionen Anforderungsprofilen wurden Sprachkenntnisse in Englisch gefordert – damit liegt englisch unangefochten auf Platz eins. Zum Vergleich: Die zehn Sprachen dahinter kamen zusammen nur auf ca. 420.000 Treffer.

Die große Bedeutung einer Sprache auf dem deutschen Arbeitsmarkt hat in der Regel eine von drei Ursachen (oder eine Kombination aus mehreren): Entweder ist sie die Sprache eines Nachbarlandes (z.B. Dänisch, Niederländisch) oder sie wird von vielen Menschen weltweit (z.B. Chinesisch, Spanisch) oder innerhalb Deutschlands von den Mitgliedern einer großen Sprachcommunity gesprochen (z.B. Russisch, Polnisch).

Diese Fremdsprachenkenntnisse sind in Deutschland am gefragtesten:

  • Englisch
  • Französisch
  • Spanisch
  • Niederländisch
  • Italienisch
  • Russisch
  • Polnisch
  • Chinesisch (Mandarin)
  • Arabisch
  • Dänisch
  • Japanisch

Sprachkenntnisse Tipps

Vorsicht! Wenn Sie Ihre Bewerbung mit fließenden Englischkenntnissen garnieren, sollten Sie auch tatsächlich fließend englisch sprechen. Es gibt nichts Peinlicheres für Bewerber, als wie ein begossener Pudel dazustehen, wenn der Interviewer unvermittelt ins Englische wechselt. Blamage-Gefahr!

Kleiner Einwand: Natürlich können die fließenden Englischkenntnisse im Lebenslauf Sie überhaupt erst ins Bewerbungsgespräch bringen. Es ist also strategisch durchaus sinnvoll, mit seinen Sprachkompetenzen lieber zu übertreiben als übervorsichtig zu sein. Aber nur ein bisschen!

Wenn Sie Ihre Sprachkenntnisse in der Bewerbung leicht übertrieben haben, dann lautet der Rat: Üben Sie wenigstens vor dem Vorstellungsgespräch! Legen Sie sich ein paar Standardsätze zurecht, über sich und Ihren Werdegang und feilen an der Aussprache. Das nimmt die größte Nervosität und leitet Sie im Zweifel über die erste Klippe.

Wenn Sie aber kaum Ihren Namen in der jeweiligen Fremdsprache richtig aussprechen können, dann sehen Sie von einer zu positiven Selbstbewertung ab. Die fliegt Ihnen um die Ohren. Grundkenntnisse in Französisch zeugen von intellektueller Neugier, erfordern aber keinen praktischen Nachweis. Sie sind damit auf der ziemlich sicheren Seite.

Fremdsprachenkenntnisse Einstufung

So formulieren Sie Ihre Fremdsprachenkenntnisse in der Bewerbung:

  • Grundkenntnisse

    Sie kennen die wichtigsten Vokabeln. Sich vorstellen, Hallo und Auf Wiedersehen sagen. Der Satzbau ist für Sie kein Buch mit sieben Siegeln. Dann nehmen Sie die Sprache mit Grundkenntnissen in Ihren Lebenslauf auf. Das können Sie etwa dann machen, wenn Sie nur in der Schulzeit mit ihr in Berührung gekommen – aber seitdem ziemlich eingerostet sind.

  • Gute Kenntnisse

    Hier wird schon mehr verlangt. Dass Sie in der Sprache ein Gespräch führen oder telefonieren können. Dann spricht man auch von konversationssicheren Sprachkenntnissen. Diese Formulierung beinhaltet aber auch, dass Sie im Schriftverkehr noch Defizite aufweisen.

  • Sehr gute Sprachkenntnisse

    Komplexe Texte sind für Sie problemlos zugänglich. Über abstrakte Themen können Sie sich locker unterhalten. Sie können sich in Diskussionen einschalten oder fachbezogene Konversationen führen – und zwar auch mit Muttersprachlern. Dann haben Sie sehr gute Fremdsprachenkenntnisse.

  • Verhandlungssicher in Wort und Schrift

    Sie können in der Fremdsprache völlig problemlos kommunizieren: verbal und schriftlich. In allen Kontexten ist der Einsatz der Fremdsprache möglich – und zwar intuitiv. Lange nach Formulierungen oder Wörtern müssen Sie nicht suchen. Das ist etwa dann der Fall, wenn Sie lange im Ausland gelebt haben.

  • Muttersprachler/muttersprachliches Niveau

    Das ist einfach. Wenn Sie einen Migrationshintergrund und die Fremdsprache zuhause gesprochen haben, ist sie für Sie logischerweise keine Fremdsprache. Aber nicht schummeln: Es gibt Migrantenkinder, die die Sprache ihrer Eltern keineswegs perfekt beherrschen. Das Kompetenzniveau Muttersprachler können Sie aber auch ohne familiäre Bindungen erreichen. Wer Jahrzehnte in den USA gelebt hat und auch zuhause mit seiner Familie (perfekt) englisch spricht, der kann in seiner Bewerbung guten Gewissens muttersprachliches Niveau angeben.

So könnten Ihre Sprachkenntnisse im Lebenslauf konkret aussehen:

  • Sprachkenntnisse: Englisch (verhandlungssicher), Spanisch (gut), Französisch (Grundkenntnisse)
  • Sprachkenntnisse: Deutsch, Russisch (Muttersprache), Englisch (sehr gut), Schwedisch (Grundkenntnisse)
  • Sprachkenntnisse: Türkisch (Muttersprache), Englisch (verhandlungssicher), Arabisch (sehr gut), Farsi, Deutsch (gut)
  • Sprachkenntnisse: Englisch (muttersprachlich), Französisch, Portugiesisch (gut), Latein (Latinum)
  • Sprachkenntnisse: Serbisch (Muttersprache), Deutsch (muttersprachlich), Kroatisch, Bosnisch, Mazedonisch (sehr gut), Englisch (gut)

Fremdsprachen lernen: So geht’s

Fremdsprachen lernen Sprachkenntnisse FremdsprachenkenntnisseMit Fremdsprachenkenntnissen polieren Sie Ihre Bewerbung auf und treiben die Karriere voran. Aber wie lernen? Hier finden Sie alle Tipps, um schnell und gut eine neue Sprache zu lernen:

Klassifizierung Sprachkenntnisse

Wenn Sie dem Arbeitgeber Ihr Fremdsprachenniveau ganz genau dokumentieren wollen oder müssen, dann können Sie dies anhand von Zertifikaten tun. Der Gemeinsame Europäische Referenzrahmen für Sprachen (GER) etwa soll Sprachtests vergleichbar machen.

Demnach gibt es drei Kompetenzniveaus von A bis C. Diese sind wiederum in zwei Niveaustufen unterteilt. Das höchste liegt bei C, das niedrigste bei A. In Level A liegt das Kompetenzniveau des Sprechers bei elementar, in Level B bei selbstständig und in Level C bei kompetent.

  • Kompetenzniveau A1

    Hier finden sich absolute Beginner wieder. Diese können sich maximal rudimentär verständigen, ihren Namen nennen und Tschüss sagen. Die Gesprächspartner müssen ihr Sprachtempo und Vokabular dafür auf ein Starter-Level zurückfahren.

  • Kompetenzniveau A2

    Die Basics sind vorhanden. Der Sprecher kann sich in der Fremdsprache in einfachen Sätzen ausdrücken. Häufig gebrauchte Sätze und Begriffe versteht er.

  • Kompetenzniveau B1

    Das Sprachniveau ist fortgeschritten. Im Urlaub kann er oder sie sich gut mit Muttersprachlern verständigen. Auch sind leichte Konversationen über andere Themen wie Arbeit und Freizeit möglich.

  • Kompetenzniveau B2

    Komplexe Themen und Texte können schon verstanden werden – zumindest die Quintessenz daraus. Der Sprecher ist in der Lage, sich fließend und spontan zu verständigen. Er fühlt sich in der fremden Sprache auch in seinem Fachgebiet wohl.

  • Kompetenzniveau C 1

    Die Fremdsprachenkenntnisse sind fachkundig. Er oder sie verfügt über ein umfangreiches Textverständnis und kann auch tiefergehende Bedeutungen verstehen. Zu komplexen Themen kann sich der Sprecher völlig problemlos, spontan und fließend äußern.

  • Kompetenzniveau C2

    Jetzt sind wir (fast) auf muttersprachlichem Niveau angekommen. Raum nach oben gibt es kaum noch. Der Sprecher ist nun in der Lage, Texten und Unterhaltungen mühelos zu folgen und selbst etwas beizutragen. Seine Ausdrucksweise ist spontan, nuanciert, sehr flüssig – und unterscheidet sich allenfalls noch durch den Akzent von einem echten Muttersprachler.

Wie man Fremdsprachenkenntnisse richtig bewertet, hat die TU Freiberg in einem PDF übersichtlich zusammengefasst: Hier.

Sprachzertifikate Bewerbung

Wie weise ich Sprachkenntnisse in einer Bewerbung nach? Zum Beispiel durch ein Sprachzertifikat. Diese Sprachzertifikate sind angesehen und gebräuchlich:

Englisch

  • Cambridge Certificate
  • Test of English as a Foreign Language (TOEFL)
  • Test Of English for International Communication (TOEIC)
  • Graduate Management Admission Test (GMAT)
  • International English Language Testing System (IELTS)
  • TELC (The European Language Certificates)

Spanisch

  • DELE (Diploma de Español como Lengua Extranjera)
  • TELC Español
  • DIE (Diploma Internacional de Español)
  • Certificado de Español Comercial (CEC)/ Diploma de Español Comercial (DEC)

Französisch

  • DELF/DALF (Centre international d’études pédagogiques bzw. CIEP)
  • TELC ((The European Language Certificates)
  • DFP (Diplôme de Français Professionnel Affaires)/DFA ( Diplôme de français des affaires)

Deutsch

  • B1 Zertifikat Deutsch des Goethe-Instituts
  • Deutsche Sprachdiplom der Kulturministerkonferenz (DSD)
  • TELC

10 Berufe, in denen Sie mit Sprachkenntnissen punkten

Fremdsprachenkenntnisse Berufe SprachenIn diesen 10 Berufen sind Fremdsprachenkenntnisse besonders wichtig:

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[Bildnachweis: cybrain by Shutterstock.com]

Bewerbung: Muster, Tipps und Checkliste für die perfekte Bewerbung

Eine gute Bewerbung ist der Türöffner zum Traumjob. Und es ist keine Hexerei, überzeugende Bewerbungsunterlagen zusammenzustellen. Mühsam aber ist es sehr wohl. Denn dazu gehören das Bewerbungsschreiben, Lebenslauf, Anlagen und Zeugnisse. Außerdem wollen Formalien berücksichtigt werden, Muster und Vorlagen. Und: Jede Bewerbung sollte individuell sein. Alle Tipps für eine perfekte Bewerbung

Bewerbung schreiben: Aufbau

Ohne Bewerbung kein Job – diese Formel ist in den allermeisten Fällen richtig. Wer nach der Schule oder Uni durchstarten oder einen Branchenwechsel vollziehen will, kommt an einer sauber ausgearbeiteten Bewerbung nicht vorbei.

Bedenken Sie: Die Bewerbung ist zugleich Ihre erste Arbeitsprobe. Wer sich schon hier keine Mühe macht, wird sie sich im neuen Job auch nicht unbedingt machen. Oder? Diesen Eindruck könnte ein Arbeitgeber zumindest gewinnen.

Die Bewerbung ist der erste Schritt auf dem Weg zur neuen Stelle. Er ebnet Ihnen im Optimalfall den Weg zum Vorstellungsgespräch – und zum Job.

Eine gute Bewerbung setzt sich aus mehreren Mosaiksteinen zusammen. Wer sie richtig und gekonnt aneinanderlegt, erhöht seine Chancen. Drei Bausteine sind dabei besonders wichtig:

  • Das Bewerbungsschreiben bzw. Anschreiben
  • Der Lebenslauf mit Bewerbungsfoto
  • Die Anlagen wie Zeugnisse, Referenzen, Zertifikate und andere Weiterbildungsnachweise, Arbeitsproben

Alles zusammen kommt in eine Bewerbungsmappe (oder in eine E-Mail) und wird an das Unternehmen verschickt.

Diese drei Elemente sind bei einer klassischen Bewerbung normalerweise unabdingbar. Bitte lassen Sie davon nichts weg. Es sei denn, das Unternehmen verlangt ausdrücklich kein Anschreiben – zu dieser Praxis gehen in der Tat von Jahr zu zu Jahr mehr Unternehmen über. Oder Sie verfassen eine Kurzbewerbung, dann können Sie auf Anlagen vorerst verzichten.

Aufhübschen können Sie Ihre Bewerbung durch ein hübsches, übersichtliches Deckblatt – müssen es aber nicht. Im Einzelfall ist es zudem angebracht, eine Kopie Ihres Führerscheins sowie Ihres Führungszeugnisses beizulegen – aber nur, wenn verlangt.

Bewerbung Anschreiben

Viele Personaler überfliegen als Erstes den Lebenslauf, um schnell zu prüfen, ob ein Bewerber die Grundvoraussetzungen für die Stelle mitbringt. Das Argument lässt sich also nicht von der Hand weisen, dass der Lebenslauf und nicht das Bewerbungsanschreiben der wichtigste Part einer Bewerbung ist.

Wer die Vorauswahl nicht übersteht, fliegt raus – da kann das Anschreiben noch so stark sein. Wenn Sie aber die erste Runde meistern, kommt es in hohem Maße auf das Anschreiben an. Der Inhalt Ihres Schreibens muss überzeugen.

Der Inhalt zählt, nicht das ausgefeilte Design, eine besonders originelle Farbwahl oder eine kreative Schriftgestaltung. Sparen Sie sich die Mühe (es sei denn, Sie streben einen grafisch-künstlerischen Job an)! Bringen Sie im Bewerbungsschreiben Ihre Motivation für die angestrebte Stelle zum Ausdruck. Das ist der Wesenszug eines guten Anschreibens.

Kleiner Hinweis: Viele verwechseln das Anschreiben daher mit dem Motivationsschreiben. Das aber ist noch mal etwas anderes.

Ganz wichtig: Das Anschreiben ist nicht dazu da, um ausschließlich die Höhepunkte des Lebenslaufes zu wiederholen. Der Lebenslauf liegt ja bereits vor, im Anschreiben sollten Sie also andere Akzente setzen. Kein Personalverantwortlicher will sich Ihre beruflichen Stationen zweimal anhören bzw. durchlesen.

Vielmehr sollten Sie zum Ausdruck bringen – am besten sprachlich gewandt – warum Sie die Stelle unbedingt wollen und warum Sie der beste Kandidat dafür sind. Versetzen sie sich dabei in die Rolle des Unternehmens: Wo sind dessen Vorteile, wenn es Sie einstellt? Warum sollte es sich für Sie entscheiden?

Wichtig: Das Anschreiben muss übersichtlich, prägnant, frei von Rechtschreibfehlern sein. Und es sollte Interesse wecken und sich von anderen Bewerbungen abheben.

Was Sie auf keinen Fall tun sollten: einen negativen Einstieg wählen. Indem Sie zum Beispiel betonen, wie schlimm Ihre aktuelle Stelle ist oder warum Ihr alter Chef so ein Kotzbrocken war. Das mag bisweilen als Kompliment für den Arbeitgeber in spe gemeint sein, kommt aber nicht so an.

Bleiben Sie positiv: Was Sie wollen, was Sie können, was Sie anbieten.

Und denken sie logisch. Ein Absolvent, der frisch von der Uni kommt, hat zwangsläufig noch keine jahrelange Berufserfahrung. In diesem Fall betonen Sie also Ihre Studienschwerpunkte, Ihre Studienleistungen und Soft Skills. Inwiefern kann das, was Sie in der Universität gelernt oder gemacht haben, Ihrem neuen Arbeitgeber nützlich sein? Darum geht es.

Denn die Faustregel lautet: Unternehmen stellen Spezialisten ein. Menschen, die etwas ganz Bestimmtes können. Als Absolvent aber hat man meist noch Generalisten-Status. Und bitte nicht in Understatement verfallen. Nach dem Motto: Ich bin ein armer Student und will doch nur einen Job. Das wäre grundfalsch. Sie sind hervorragend ausgebildet, bringen Talent, Potenzial und Wissen mit.

Haben Sie dagegen schon mehrere Berufsjahre auf dem Buckel, dann betonen Sie in Ihrer Bewerbung erfolgreich absolvierte Projekte. Was haben Sie konkret für Ihr altes Unternehmen geleistet? Welche Erfolge haben Sie vorzuweisen? Und wie könnten Sie diese in der neuen Stelle wiederholen – oder sogar toppen?

Ein ganz grundsätzlicher Tipp: Lassen Sie sich mit dem Anschreiben ruhig ein paar Tage Zeit. Eine oder mehrere Nächte drüber schlafen, den Text liegenlassen und mit einem frischen Blick verbessern, ein weiteres Mal mal liegenlassen und dann vollenden. Am besten so viel Zeit nehmen, dass am Ende jeder Satz sitzt wie eine Eins…

Das sind die Faustregeln für das Anschreiben in Ihrer Bewerbung:

  • Das Anschreiben sollte nicht länger als zwei Seiten lang sein.
  • Erstellen Sie ein individuelles Bewerbungsschreiben, das auf den jeweiligen Arbeitgeber zugeschnitten ist.
  • Aktiv formulieren, mehr Verben nutzen, weniger Substantive.

Bewerbung Anschreiben Beispiele

Schon der erste Satz im Anschreiben sollte passen. Mit dem Einstieg fesseln Sie den Personaler, machen ihn neugierig auf Sie. Also lieber nicht langweilige Standardfloskeln verwenden wie „Hiermit bewerbe ich mich…“. Sondern lieber so etwas wie:

  • Sehr geehrte/r Frau/Herr XY,

    schon seit geraumer Zeit befasse ich mit intensiv mit _____________. Als ich Ihre Stellenanzeige vom _____________ sah, wusste ich: Diese Stelle habe ich schon immer gesucht. Die Perspektive, aber auch die Herausforderungen, die diese Position bietet und abverlangt, begeistern mich…

Wenn Sie im Folgenden Ihre beruflichen Stationen beschreiben wollen, können Sie sich an der sogenannten AHA-Methode orientieren. AHA setzt sich zusammen aus:

  • Aufgabe: Welche berufliche Herausforderung haben Sie schon gemeistert? Welches Projekt, welche Personalie?
  • Handlung: Wie haben Sie das Problem gelöst, welche Maßnahmen ergriffen?
  • Abschluss: Wie sehr haben Sie dem Unternehmen damit geholfen? Können Sie das vielleicht auch in Zahlen ausdrücken?

Ein gutes Beispiel:

  • Ich habe zuletzt als Führungskraft in der Fertigung gearbeitet und dabei Prozesse in Gang gesetzt, die zu einer deutlichen Verbesserung im Betriebsablauf führten. Dadurch konnten die Produktivität um insgesamt 15 Prozent gesteigert und die Kosten um zwei Millionen Euro gesenkt werden.

Bewerbung Anschreiben Muster

Anschreiben für die Bewerbung: Hier sind Muster für Azubis, Praktikanten, Werkstudenten und Führungskräfte…

Bewerbung Lebenslauf

Sie können den Lebenslauf in der Bewerbung chronologisch oder amerikanisch verfassen. Das bleibt Ihnen überlassen.

Die amerikanische Variante zeichnet sich dadurch aus, dass die aktuelle Position zuerst genannt wird. Der amerikanische Lebenslauf hat sich zum Standard entwickelt, weil er es einfacher macht, das Profil des Bewerbers zügig zu erfassen. Die letzte Position hat nun einmal eine größere Aussagekraft als irgendein Praktikum, das man noch zu Schulzeiten absolviert hatte.

Aber denken Sie daran: Personaler widmen einer Bewerbung nur Buchteile ihrer Zeit. Die Umfragen geben zwischen zwei und vier Minuten an – mehr Zeit haben Sie nicht, um ihn oder sie von sich zu überzeugen.

Darum müssen Sie das Wesentliche in Ihrem Bewerbungslebenslauf möglichst prominent platzieren. Dies kann bedeuten, unnötige Platzfüller wie ein Praktikum auch mal wegzulassen oder wichtige Tätigkeiten mit einigen Stichworten näher zu beschreiben.

Prinzipiell bietet sich für die Bewerbung ein tabellarischer Lebenslauf an, weil er sehr übersichtlich ist. Die wichtigsten Daten können hier schnell erfasst werden.

Das sind die wichtigsten Tipps für den Lebenslauf in der Bewerbung:

Aufbau

Beim tabellarischen Lebenslauf gehören die Zeitangaben nach links, die Fakten nach rechts. Keine optischen Experimente. Der Lebenslauf ist eine reine Faktensammlung.

Inhalt

In die Vita gehören zwingend hinein:

  • Persönliche Daten wie Name, Geburtstag, Geburtsort, Anschrift, Familienstand, Staatsangehörigkeit.
  • Berufserfahrung
  • Qualifikationen, Weiterbildungen, besondere Kenntnisse und Fähigkeiten wie EDV-Kenntnisse oder Fremdsprachenkenntnisse
  • Ausbildung, auch ein evtl. geleisteter Wehr- oder Ersatzdienst

Ordnen Sie alles zeitlich sauber ein und reihen es – möglichst lückenlos – aneinander. Sonst erwecken Sie den Eindruck, peinliche Stationen kaschieren zu wollen.

Zeitangaben

In der Regel sind Monatsangaben ausreichend. Beispiel:

  • 07/2017 – 06/2019 Ausbildung zur Bankkauffrau in der Kreissparkasse Elmshorn.

Tabus

Was NICHT in den Lebenslauf gehört, sind diese Punkte: Familieninformationen wie der Berufsstand der Eltern, Gehaltsvorstellungen (gehören – sofern verlangt – ins Anschreiben), religiöse und politische Ansichten sowie sonstige Informationen, die für die angestrebte Stelle komplett irrelevant sind.

Schluss

Wenn Sie Ihren Lebenslauf schreiben, schließen Sie diesen bitte ganz formell mit Ort, Datum und Ihrer Unterschrift ab. Achtung: Falsche Angaben können auch nach der Probezeit noch dazu führen, dass Ihnen fristlos gekündigt wird.

Bewerbung Lebenslauf Beispiele

Wichtig ist die Sprache, in der Sie Ihre Bewerbung schreiben. Formulieren Sie nicht zu passiv. Wer passiv formuliert, wirkt auf den Personaler auch so. Dies gilt fürs Anschreiben, aber auch für den Lebenslauf.

Schauen Sie sich doch mal diesen Satz an:

  • Erarbeitung der Weiterbildungspläne anhand der Entwicklungsziele des Unternehmens und der Mitarbeiter

Erstens versteht man auf Anhieb gar nicht, was dieser Satz konkret bedeuten soll. Schuld ist der Nominalstil. Zweitens suggeriert die Vokabel Erarbeitung, dass hier jemand am Werk war, der lediglich auf Anweisung von oben, aber nicht aus eigenem Antrieb aktiv geworden ist.

Sie sehen: Wer passiv formuliert, kann kaum gewinnen.

Nun das Gegenbeispiel:

  • Fortbildungskonzept der GmbH umstrukturiert
  • Lehrgangspläne für die Belegschaft konzipiert

Wir haben nun zwei aktive Verben gewählt, den Satz umgestellt und dadurch sofort ein attraktiveres Gesamtbild geschaffen. Die beiden Stichpunkte klingen nun ganz so, als habe der Autor sehr dynamisch die Initiative ergriffen und den Laden regelrecht umgekrempelt, finden Sie nicht auch?

Darum noch mal der Reminder: Reihen Sie im Lebenslauf Ihrer Bewerbung nicht einfach Ihre beruflichen Stationen aneinander. Schreiben Sie, was Sie aktiv angeschoben, entwickelt, zu Ende gebracht haben. Präsentieren Sie sich als jemand, der engagiert ist, selbstständig arbeitet und Eigeninitiative an den Tag legt.

Nutzen Sie in der Bewerbung viele Verben, um Aktivität zu signalisieren. Immerhin sind Verben ja auch als Tuwörter bekannt. Noch besser, Sie verwenden Verben, die nicht abgegriffen oder beliebig sind.

Gute Verben für die Bewerbung sind zum Beispiel:

  • umsetzen
  • realisieren
  • verbessern
  • modifizieren
  • optimieren
  • beschleunigen
  • organisieren
  • entwickeln
  • integrieren
  • konzertieren
  • moderieren
  • koordinieren
  • führen
  • initiieren
  • managen

Das sind aber wohlgemerkt nur ein paar Vorschläge. Es gibt selbstverständlich noch viele weitere Verben, die Ihnen in Ihrer Bewerbung gut zu Gesicht stehen. Nutzen Sie sie! Sie werten Ihre Bewerbung auf.

Bewerbung Lebenslauf Muster

Um Ihnen zu helfen, haben wir zehn Lebenslauf-Vorlagen als WORD-Datei und als PDF erstellt, die Sie sich kostenlos herunterladen können. Muster-Bewerbung downloaden – einfach auf das Vorschaubild klicken…

Bewerbung Muster Beispiel Muster Bewerbung Beispiel
Bewerbung Vorlage Nr. 1: PDF Vorschau Bewerbung Vorlage Nr. 2: PDF Vorschau
Bewerbung Beispiel Muster Muster Bewerbung Beispiel
Bewerbung Vorlage Nr. 3: PDF Vorschau Bewerbung Vorlage Nr.4: PDF Vorschau
Bewerbung Vorlage Bewerbung + Vorlage
Bewerbung Vorlage Nr.5: PDF Vorschau Bewerbung Vorlage Nr. 6: PDF Vorschau
Bewerbung vorlage word Vorlage Bewerbung
Bewerbung Vorlage Nr.7: PDF Vorschau Bewerbung Vorlage Nr.8: PDF Vorschau
Bewerbungslebenslauf vorlage# Bewerbungslebenslauf vorlagen
Bewerbung Vorlage Nr. 9: PDF Vorschau Bewerbung Vorlage Nr. 10: PDF Vorschau

Bewerbung Anlagen

Ja, Anlagen können lästig sein. Aber sie sind mehr als eine Formalität, mehr als nur Beiwerk. Sie runden Ihre Bewerbung ab und können sogar entscheidend sein. Denn sie reichern Ihre Bewerbung mit etwas ganz Wesentlichem an – mit Beurteilungen neutraler Dritter.

Zu den Anlagen einer Bewerbung zählen vor allem:

  • Schul-, Hochschul- und Ausbildungszeugnisse
  • Arbeitszeugnisse
  • Bescheinigungen und Zertifikate
  • Referenzen und Empfehlungsschreiben
  • ggf. Arbeitsproben

All diese Dokumente (mit Ausnahme der Arbeitsproben) werden nicht von Ihnen selbst verfasst, sondern von jemandem, der Ihre Leistung – möglichst neutral – zu bewerten hatte. Sie können dem Personaler also wertvolle Einsichten und Einblicke in Ihren Charakter, Ihr Arbeitsverhalten und Ihre Fähigkeiten liefern.

Im besten Fall stimmen die Aussagen und Noten in den Anlagen mit Ihrem Selbstbild, das Sie in der Bewerbung vermittelt haben, überein.

Auch hier bitte wieder auf die Form achten: Die Anlagen nicht als lose Blätter zu den restlichen Unterlagen stopfen, sondern ein Anlagenverzeichnis anfertigen.

Dieses Verzeichnis platzieren Sie am Ende Ihres Anschreibens, aber nicht in den Lebenslauf. Alternativ können Sie es auch ins Deckblatt integrieren, sofern Sie sich für eines entschieden haben.

Erfassen Sie die Anlagen am besten chronologisch – also nicht nach Art der Anlage, sondern nach dem Zeitraum. Zeugnisse, Zertifikate und Referenzen in der Reihenfolge ihres Erwerbs anordnen.

Bewerbung Anlagen Anzahl

Anlagen in der Bewerbung sollen dem Personaler als Beleg dafür dienen, dass die Angaben des Bewerbers korrekt sind. Und sie können zusätzliche Informationen beinhalten. Das kann insbesondere bei Absolventen hilfreich sein, die noch nicht über umfangreiche Berufserfahrungen verfügen.

Sie müssen also nicht jedes Dokument und Zertifikat zwingend in Ihre Bewerbung einbauen, sondern nur diejenigen, die belegen, dass Sie die erforderlichen Qualifikationen für die Stelle besitzen.

Selbst Ihr Abiturzeugnis ist kein Muss, sofern Sie ein bestimmtes Alter erreicht und Ihr Hochschulzeugnis beigefügt haben. Als Richtwert können Sie sich 30 Jahre merken. Ab dann haben die Abi-Noten keine wirklich herausragende Aussagekraft mehr.

Auch Praktika oder Zertifikate aus Branchen, die mit Ihrer aktuellen nicht das Geringste zu tun haben, können Sie gerne unterschlagen. Beispiel Führerschein: Dass Sie einen haben, ist nur wichtig, wenn Sie ihn für den Job auch brauchen. Das trifft auf Taxifahrer und Servicefahrer zu, auf Handelsvertreter oder Reporter – auf auf viele andere hingegen nicht.

Falls das Unternehmen diese Nachweise dennoch sehen will, können Sie sie außerdem immer noch nachreichen.

Trotz allem gilt: Bewerbungsunterlagen sollten stets vollständig sein. Kopien dieser Zeugnisse sollten Sie Ihrer Bewerbung in jedem Fall beilegen:

  • Arbeitszeugnisse
  • Hochschulabschlusszeugnis
  • Berufsausbildungszeugnis
  • Zeugnis über den letzten Schulabschluss

Wie schon gesagt, das Schulzeugnis kann ab einem bestimmten Alter – und bei Vorhandensein eines Hochschulzeugnisses – entfallen.

Falls Sie nun über äußerst viele Anlagen verfügen – weil sie zum Beispiel sehr häufig den Job gewechselt haben – können Sie aussortieren. Denn der Personaler will sich nicht durch ein dickes Kompendium kämpfen, sondern sich einen schnellen Überblick verschaffen.

Halten Sie sich an diese Vorgaben, damit Ihre Bewerbung nicht ausufert:

  • Mehr als drei qualifizierende Arbeitszeugnisse müssen Sie Ihrer Bewerbung nicht beifügen.
  • Die aktuellsten Zeugnisse auswählen.
  • Den Nachweis über die höchste (Hoch)Schulausbildung wählen.
  • Nicht mehr als zwei (möglichst aktuelle) Referenzen angeben.

Bewerbung Fehler

Potenzielle Fehler in der Bewerbung gibt es unzählbar viele. Diese Patzer sollten Sie vermeiden:

  • Namen

    Namen sollten unbedingt richtig recherchiert und korrekt sein. Dies gilt für den Namen Ihres Ansprechpartners (Sehr geehrter Herr Meyer oder Sehr geehrter Herr Meier?) ebenso wie für den Namen des Unternehmens. Wer sich bei Bayersdorf bewirbt oder bei Henckel oder bei Deimler oder bei Addidas oder bei Kontinental, kann den Job vergessen – völlig zurecht.

  • Rechtschreibung

    Buchstabendreher können jedem mal passieren – aber bitte nicht in der Bewerbung. Schließlich haben Sie genügend Zeit, um alles in Ruhe Korrektur zu lesen – und lesen zu lassen. Rechtschreib- und Grammatikfehler sind für Bewerber im Prinzip unverzeihlich. Sie zeugen von mangelnder Sorgfalt, Indifferenz oder gar fehlender Bildung. Und das sind nicht die Eigenschaften, die man vermitteln möchte.

  • Überlänge

    In der Kürze liegt die…, Sie wissen schon. Wer das Anschreiben nicht auf eine Seite bekommt, beweist lediglich, dass er nicht priorisieren und Wichtiges von weniger Wichtigem unterscheiden kann. Negativ. Auch den Lebenslauf stopfen Bewerber lieber nicht mit Schülerpraktika und EDV-Zertifikaten von anno dunnemals voll.

  • Formatierung

    Verschiedene Schriftgrößen und Schriftarten in der Bewerbung, keinerlei Absätze oder fehlende Unterschrift und Datum. Wahren Sie die Form – das klingt spießig, zeugt aber von Genauigkeit und Sorgfalt. Was auch nicht geht: Allzu lückenhafte Angaben oder eine doppelseitige Bedruckung Ihrer Unterlagen. Im Falle einer Online-Bewerbung achten Bewerber darauf, die Bewerbung in einem PDF-Dokument zu liefern, das 5 MB nicht überschreitet.

  • Standardfloskeln

    Davon gibt es sehr, sehr viele. Ich bin ein Teamplayer, ist so eine. Meine größte Schwäche? Ich bin ungeduldig. Ich bin engagiert. Als Einstiegssatz ist Mit großem Interesse habe ich Ihre Stellenanzeige gelesen ein Liebestöter. Am Ende kommt Ich würde mich über eine Einladung zum Vorstellungsgespräch freuen nicht so gut an, da im Konjunktiv formuliert. Und Sie würden den Job ja schließlich nicht wollen – Sie WOLLEN ihn!

  • Foto

    Ein professionelles Bewerbungsfoto ist ein echtes Faustpfand. Wer sich schnell mal selbst knipst oder fünf Euro sparen will, schießt sich nur selbst in den Fuß. Gute Bewerbungsfotos erkennt man auf den ersten Blick. Sie lassen den Bewerber kompetent und sympathisch erscheinen – und erhöhen die Chancen auf Einstellung.

  • Anforderungsprofil

    Sie sollten die Stellenanzeige gründlich lesen, bevor Sie Ihre Bewerbung verfassen. Gehen Sie auf die dort genannten Anforderungen ein; stellen Sie diejenigen Qualifikationen in den Vordergrund, die in der angestrebten Stelle von Nutzen sind. Elementar wichtig: Die Qualifikationen oder Skills, ohne die es im Job definitiv nicht geht, arbeiten Sie im Anschreiben und Lebenslauf heraus.

  • Individualität

    Versetzen Sie sich in die Lage des Personalers. Könnten der Bewerber diese Bewerbung rein theoretisch auch einem anderen Unternehmen geschickt haben oder noch schicken? Oder ist die Bewerbung so individuell, dass sie nur in diesem Fall passt? Ist Letzteres der Fall, haben Sie sich die ersten Punkte erarbeitet.

  • Bewerbungsmuster

    Schauen Sie sich gerne unsere Vorlagen an und lassen sich inspirieren. Aber übernehmen Sie sie nicht eins zu eins für Ihre Bewerbung. Relativ wahrscheinlich, dass beliebte Muster aus dem Netz häufiger auf dem Tisch der HR-Abteilungen landen. Das fällt auf. Außerdem können Personaler googeln.

Hier finden Sie 60 Bewerbungsfehler in einem PDF zum Downloaden!

Bewerbungsarten

Wenn von einer Bewerbung die Rede ist, können ganz unterschiedliche Formen gemeint sein. Diese 9 Bewerbungsarten sind am gebräuchlichsten:

  1. Klassische Bewerbung

    Sie enthält Anschreiben, Lebenslauf, optional ein Deckblatt und die Anhänge, also Zeugnisse, Zertifikate und Arbeitsproben. Die klassische Bewerbung drucken Sie auf Papier aus und versenden Sie in einer Bewerbungsmappe.

  2. E-Mail-Bewerbung

    Aufbau und Inhalt der E-Mail-Bewerbung sind die gleichen wie bei der klassischen Bewerbung. Einziger Unterschied: Sie wird per E-Mail versandt. Bewerber müssen dabei die Tücken der Technik beachten. Die E-Mail-Bewerbung sollten Sie von einer seriösen E-Mail-Adresse versenden und mit einem PDF-Dokument von nicht mehr als 5 Megabyte und einem adäquaten Dateinamen versehen, in dem alle Bewerbungsunterlagen zusammengefasst sind. Das Anschreiben können Sie direkt in den Mailtext schreiben.

  3. Online-Formular

    Vor allem größere Unternehmen wickeln ihre Bewerbungen über eigene Onlineportale ab. Bewerber werden durch den Vorgang geführt und müssen an den entsprechenden Stellen Ihre Unterlagen hochladen. Dies lässt ihnen weniger Gestaltungsspielraum, von der Masse abheben wird schwieriger. Anschreiben und Lebenslauf werden wohlgemerkt auch bei einer Online-Bewerbung benötigt.

  4. Initiativbewerbung

    Mit Initiativbewerbung ist eine Bewerbung auf eine Stelle gemeint, für die es keine öffentliche Ausschreibung oder Stellenanzeige gibt. Interessenten bewerben sich also auf gut Glück. Über das Format macht der Begriff dagegen keine Aussage. Bei einer Initiativbewerbung kann es sich zum Beispiel gleichzeitig um eine klassische Bewerbung, eine Kurzbewerbung oder eine E-Mail-Bewerbung handeln.

  5. Kurzbewerbung

    Eine Kurzbewerbung hat einen wesentlich geringeren Umfang als eine klassische Bewerbung. Sie umfasst ein kurzes Anschreiben und den tabellarischen Lebenslauf. Für Jobsuchende bieten sich Kurzbewerbungen zum Beispiel an, um sie auf Jobmessen zu verteilen und so das Interesse der Unternehmen zu wecken. Eine Kurzbewerbung eignet sich insbesondere als Initiativbewerbung.

  6. Interne Bewerbung

    Ein Jobwechsel setzt nicht zwangsläufig einen Arbeitgeberwechsel voraus. Auch auf offene Stellen im eigenen Unternehmen können sich Arbeitnehmer bewerben. Aufbau und Inhalte der internen Bewerbung unterscheiden sich im Grunde nicht von denen einer klassischen Bewerbung. Mit Erfolgen und Kenntnissen sollten Bewerber aber transparent umgehen – sie sind im Hause schließlich kein unbeschriebenes Blatt mehr.

  7. Kreative Bewerbung

    Die kreative Bewerbung besticht durch ihre – Überraschung – Kreativität. Diese kann durch ein außergewöhnliches Format oder Design oder durch spektakuläre Anlagen (z.B. Arbeitsproben) zum Ausdruck kommen. Sinn und Zweck der kreativen Bewerbung ist es, sich von den anderen Bewerbern abzuheben. Das ergibt in bestimmten Szenarien Sinn: Wenn die Konkurrenz extrem groß ist zum Beispiel oder wenn man in einer kreativen Branche unterwegs ist – oder aber in einer angestaubten Branche, die frische Ideen gut gebrauchen könnte.

  8. Anonyme Bewerbung

    Sie wird von vielen als Heilmittel gegen Diskriminierung jeder Art gesehen. In der anonymen Bewerbung macht der Verfasser keine Angaben zu seinem Geschlecht, zu Alter, Familienstand, Nationalität, ethnischer Herkunft, Hautfarbe oder Religion. In Deutschland hat sich die anonyme Bewerbung allerdings noch nicht durchgesetzt.

  9. Passive Bewerbung

    Der Arbeitsmarkt ist heute ein Bewerbermarkt. Die Unternehmen sind es, die sich anstrengen müssen im vielzitierten War for Talents. Fähige Kräfte können sich daher auch passiv finden lassen – zum Beispiel über ein Business-Netzwerk wie Xing oder Linkedin. Wer hier die entsprechenden Häkchen setzt und Eintragungen macht (offen für neue Herausforderungen) und gefragte Skills einträgt, wird früher oder später Post im Eingang haben.

Bewerbung Checkliste

Hier noch mal eine kurze Checkliste für Ihre Bewerbung. Sie sollten bei der Bewerbung…

  • Ihre aktuelle Adresse einfügen
  • Seriöse E-Mail-Adresse wählen
  • Namen Ihres Ansprechpartners recherchieren
  • Namen des Ansprechpartners und Unternehmens richtig schreiben
  • Datum aktualisieren
  • Passende Betreffzeile wählen
  • Originellen Einstiegssatz im Anschreiben verfassen
  • Bezug zum Unternehmen herstellen
  • Motivation für die Stelle herausarbeiten
  • Muss-Qualifikationen und Fähigkeiten für den Job nennen
  • Referenzen oder Empfehlungsschreiben aufnehmen
  • Frühesten Eintrittstermin nennen
  • Gehaltsvorstellung angeben (sofern verlangt)
  • Grußformel (Mit freundlichen Grüßen) und Unterschrift nicht vergessen
  • Die vom Unternehmen gewünschte Bewerbungsform wählen (Online, Papier etc.)
  • Nur gewünschte Formate mitliefern (PDF, Word etc.)
  • Dateigröße komprimieren (bei Online-Bewerbung)
  • Alle Tippfehler korrigieren (Rechtschreibprüfung!)
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