Lebenslauf: 10 Muster und Vorlagen, alle Tipps und Infos

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Der Lebenslauf ist das Herzstück Ihrer Bewerbung. Für Personalentscheider ist der Lebenslauf Gold wert, denn er bündelt alle notwendigen Informationen eines Kandidaten. Wichtig ist, dass Sie den tabellarischen Lebenslauf strukturiert aufbauen und Übersichtlichkeit herstellen. Passen dann auch noch die Inhalte, sind Sie Ihrem Traumjob ein großes Stück näher gekommen. Wie gut, dass es unsere kostenlosen Muster und Vorlagen gibt. Damit kann praktisch nichts mehr schiefgehen. Außerdem zeigen wir Ihnen, wie Sie den perfekten (tabellarischen) Lebenslauf aufbauen und strukturieren, wie Sie die einzelnen Punkte benennen und formulieren. Dazu gibt viele weitere Tipps, Tabus und Beispiele: Welche Sprachkenntnisse und Hobbys müssen unbedingt enthalten sein (und welche nicht), damit Ihr Lebenslauf überzeugt?

Lebenslauf Muster: 10 kostenlose Vorlagen als Gratis-Download

Um Ihnen beim Gestalten, Formulieren und Strukturieren des Lebenslaufs zu helfen, haben wir hier für Sie ein paar Lebenslauf-Vorlagen als WORD-Datei und als PDF erstellt, die Sie sich absolut kostenlos herunterladen können. Muster-Lebenslauf downloaden – einfach auf das Vorschaubild klicken…

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Warum der Lebenslauf immer wichtiger wird

Der tabellarische Lebenslauf ist ein elementarer Bestandteil jeder Bewerbung. Er ist extrem wichtig – und er wird gegenwärtig sogar noch wichtiger. Warum? Weil…

  • …immer mehr Unternehmen auf ein Anschreiben verzichten. Dadurch wird die Aufmerksamkeit der Personalabteilung noch stärker auf den Lebenslauf gelenkt.
  • …immer mehr Unternehmen professionelle HR-Software einsetzen. Die Software prüft den Lebenslauf auf Herz und Nieren – sprich: auf Passung zur ausgeschriebenen Stelle – und ist dabei ganz und gar unbestechlich.

Für einen Personaler aus Fleisch und Blut ist der Lebenslauf ebenfalls das wichtigste Dokument der Bewerbung, da dieser alle wesentlichen Informationen über den Bewerber in – hoffentlich – übersichtlicher Form strukturiert.

Ob ein Kandidat zum Stellenangebot in der Jobbörse passt, kann von Personalern durch einen Blick auf den Lebenslauf schnell erfasst werden.

Auch bei einer Kurzbewerbung oder Initiativbewerbung ist der tabellarische Lebenslauf unverzichtbar.

Lebenslauf in der Bewerbung

Lebenslauf und Bewerbungsschreiben bzw. Anschreiben bilden das Gravitationszentrum der Bewerbungsunterlagen.

Die Elemente einer vollständigen Bewerbung sind:

Ein Deckblatt sollten Sie nur einbauen, wenn es einen echten Mehrwert bietet. Es ist eher Kür als Pflicht – im Gegensatz zum Lebenslauf. Der tabellarische Lebenslauf gehört zwingend in jede Bewerbung.

Lebenslauf in der Bewerbungsmappe

In der typischen Bewerbungsmappe liegt das Anschreiben lose obenauf. Öffnet man die Bewerbungsmappe, erscheint zuerst der Lebenslauf.

Wird ein Deckblatt verwendet, kommt der Lebenslauf dahinter. So sieht das konkret aus:

Wie schreibt man eine Bewerbung Vollstaendige Bewerbungsmappe Bewerbungsunterlagen Muster

Wichtig: Anschreiben und Lebenslauf werden beide per Hand unterschrieben. Im Falle einer E-Mail-Bewerbung wiederum wird meist nur ein einziges PDF im Anhang versendet.

Das PDF enthält alle Dokumente, die man auch der Bewerbungsmappe beigelegt hätte. Auch hier folgt der Lebenslauf im Bewerbungsdokument nach dem Bewerbungsanschreiben.

Lebenslauf Aufbau

Punkt für Punkt auflisten, Datum daneben, fertig. Stopp! Behandeln Sie Ihren Lebenslauf bitte nicht wie einen Aussätzigen – indem Sie ihn kaum anrühren.

Er sollte (mindestens) genauso sorgfältig und akribisch erstellt werden wie das Anschreiben. Und zwar für jede neue Bewerbung individuell.

Der tabellarische Lebenslauf ist nicht nur ein prägender Faktor Ihrer Bewerbung – er entscheidet, ob Sie überhaupt in die engere Auswahl kommen.

Grundsätzlich folgt er einem klaren Schema. Diese Punkte werden nacheinander abgehandelt:

  • Persönliche Daten
  • Angestrebte Position
  • Beruflicher Werdegang und Berufserfahrung
  • Ausbildung (inklusive Schule und Studium)
  • Praktika
  • Kenntnisse und Weiterbildungen
  • Interessen und Hobbys

Üblich ist eine tabellarische Darstellung des beruflichen Werdegangs – in der Regel in zwei Spalten: links die Datumsangaben und Zeitspannen (Format: MM/JJJJ – MM/JJJJ), rechts die Angaben zu bisherigen Stationen, Kompetenzen, Interessen, Hobbys.

Ihr Lebenslauf soll dem Personaler auf den ersten Blick klar machen, dass Sie die notwendigen Qualifikationen und Erfahrungen für die vakante Stelle mitbringen. Kurzum: Dass Sie der beste Mann oder die beste Frau für den Job sind.

Der tabellarische Lebenslauf umfasst zwei bis maximal drei DIN A4-Seiten. Drei Seiten sind nur dann eine angemessene Länge, wenn Sie schon zehn Jahre Berufserfahrung auf dem Buckel haben oder eine langjährige Führungskraft sind.

Besser ist, Sie fassen sich kurz. Ihr Curriculum Vitae ist eine reine Faktensammlung, keine Prosa.

Lebenslauf Inhalt

Welche Inhalte gehören in den Lebenslauf?

Zunächst einmal hängt dies von Ihrem bisherigen Werdegang ab. Die berufliche Vita stellt eine komprimierte und fokussierte Darstellung Ihres bisherigen Könnens und Schaffens dar. Sie soll nach Möglichkeit lückenlos sein.

Wichtig sind in diesem Zusammenhang vor allem Ihre bisherigen beruflichen Stationen und die Ausbildung (inklusive Schule und Hochschule). Legen Sie Wert darauf, Ihre Erfolge in Stichworten oder Halbsätzen zu beschreiben und mit harten Zahlen oder Fakten zu untermauern.

Als Orientierung für die Formulierung der einzelnen Stationen dient dieser Merksatz:

Als was habe ich wo gearbeitet, was waren die Aufgaben und was habe ich in dieser Zeit für meinen Arbeitgeber erreicht?

Für die anderen Punkte wie Zusatzqualifikationen, Zertifikate, Interessen oder Hobbys gilt: Nur was zur ausgeschriebenen Stelle passt und für diese relevant ist, gehört in den Lebenslauf. Überflüssige Informationen lassen Sie weg – unnützer Leseballast!

Entscheidend ist, dass Sie all Ihre Stationen und Skills übersichtlich und strukturiert aufführen.

Diese Inhalte und Informationen gehören in jeden Lebenslauf:

  • Persönliche Daten

    Die Basics stehen immer ganz am Anfang: Vorname und Nachname, Anschrift, Kontaktdaten, Geburtstag, Geburtsort, Familienstand und gegebenenfalls die Staatsangehörigkeit.

    Ihre Konfession müssen Sie im Normalfall nicht aufführen. Nur bei speziellen Arbeitgebern – zum Beispiel bei kirchlichen Trägern im Sozialbereich – kann die Religionszugehörigkeit ein wichtiger Faktor sein.

    Legen Sie Sorgfalt an den Tag: Es soll schon vorgekommen sein, dass ein Bewerber sein Geburtsdatum vertauscht und sich so ins Aus manövriert hat. Auch macht es einen stümperhaften Eindruck, wenn man den eigenen Namen aus Schusseligkeit falsch geschrieben hat — zum Beispiel „Schmidtt“.

    Ein Bewerbungsfoto ist freiwillig, aber vorteilhaft.

  • Angestrebte Position

    Tipp: Schreiben Sie den Begriff „Angestrebte Position“ mitsamt der Berufsbezeichnung genauso in Ihre Bewerbung.

    Der psychologische Effekt ist enorm: Zum Einen erheben Sie dadurch ausdrücklich Anspruch auf die Position und betonen indirekt, dass Sie den Job wirklich wollen. Zum Anderen zeigt das Detail, dass der Lebenslauf individuell, also nur für diese Stelle angepasst wurde. Kleiner Aufwand, große Wirkung.

  • Beruflicher Werdegang und Berufserfahrung

    Die amerikanische Variante des Lebenslaufs hat sich mittlerweile auch in Deutschland durchgesetzt. Das heißt: Sie beginnen mit Ihrer aktuellen oder letzten Berufsstation. Danach folgen – umgekehrt chronologisch – die Positionen davor.

    Ein Muss, den Lebenslauf so aufzubauen, ist dies aber nicht. Sie können sich auch chronologisch von hinten nach vorne arbeiten und mit Ihrer ersten Berufsstation anfangen. Das ist vor allem für Berufseinsteiger sinnvoll, die noch über wenig Erfahrung verfügen.

    Wichtig ist nur, dass Sie die gewählte Variante konsequent durchhalten und auf ein sauberes Layout und einheitliche Formatierung achten. Die einzelnen Stationen ergänzen Sie um möglichst kurze, aber aussagekräftige Stichpunkte.

    Auch eine mögliche Elternzeit ist eine eigene Station. Ihre Erwähnung übertüncht möglicherweise eine Lücke in Ihrer Vita.

  • Ausbildung

    Die gewählte Chronologie (amerikanisch oder chronologisch) halten Sie auch hier ein. Die Ausbildung umfasst neben dem Studium und möglichen Stipendien die Berufsausbildung, Schulbildung einschließlich der Schulabschlüsse und Abschlussnote.

    Geleisteter Wehr- oder Ersatzdienst sollte ebenfalls nicht unterschlagen werden, weil sonst womöglich eine Lücke im Lebenslauf entsteht. Gut möglich, dass später im Vorstellungsgespräch Fragen zur Ausbildung gestellt werden. Darauf vorbereiten!

  • Praktika

    Berufserfahrene mit langjähriger Expertise müssen keine Praktika mehr im Lebenslauf aufführen. Für Berufsanfänger aber sind Praktika enorm wichtig.

    Vor allem sollten sie herausstellen, welche Erfahrungen und Kenntnisse Sie während des Praktikums gewonnen haben – und warum diese für die angestrebte Position von Vorteil sind. Stellen Sie also nach Möglichkeit eine direkte Verbindung zwischen Praktikum und Job her.

  • Besondere Kenntnisse

    Kenntnisse und Fähigkeiten, die Sie hier aufnehmen könnten:

  • Hobbys und Interessen

    Die Wahrheit ist: Hobbys und Interessen im Lebenslauf befriedigen nicht nur die angeborene Neugier des Personalers. Sie sind relevant, weil Sie das persönliche Profil und die Soft Skills eines Bewerbers abrunden.

    Sie zeigen Ihre Persönlichkeit – und wenn diese Vorlieben gut zur Stelle passen, umso besser! Am besten nennen Sie Interessen, die Stärken und Talente betonen, welche Sie auch im Job benötigen.

    Beispiel: Sie wollen bei einer Versicherung anheuern, die auch wertvolle Spring- und Rennpferde versichert. Das Hobby Reiten würde – natürlich nur, wenn es der Wahrheit entspricht – wunderbar passen. Oder Sie betonen Ihre Mitgliedschaft in Vereinen oder Ehrenämter.

    Aber nochmal der Hinweis: Überfrachten Sie Ihren Lebenslauf bitte nicht. Im Zweifel lieber einen Punkt weglassen, damit die Bewerbung übersichtlich bleibt. Klarheit, Übersicht und Werdegang sind Trumpf.

  • Ort, Datum, Unterschrift

    Ein wichtiges Detail zum Schluss: Ihre Unterschrift fügen Sie handschriftlich in den Lebenslauf ein. Mit Ihrer Unterschrift dokumentieren Sie die Korrektheit der Angaben.

    Ort und Datum können Sie noch in der Textverarbeitung eingeben. Das Datum zeigt die Aktualität und signalisiert dem Personaler Individualität. Aussage: „Es handelt sich hier um ein Unikat, kein altes Massen-Papier.“

Lebenslauf Führerschein

Ein vorhandener Führerschein gehört in die Rubrik „Besondere Kenntnisse“ im Lebenslauf.

Dass Sie einen Führerschein besitzen, sollten Sie aber nur angeben, wenn dies in der Stellenanzeige verlangt wird oder wenn es für den Job unerlässlich oder vorteilhaft ist. Dies ist zum Beispiel der Fall bei:

Erfordert Ihr Beruf eine rege Reisetätigkeit, ist ein Führerschein natürlich von Vorteil. Oder wenn Sie in Ihrem Job kurzfristig Schichten übernehmen müssten. Wer dann auf dem Land wohnt und KEINEN Führerschein hat, ist nicht selten aufgeschmissen.

Ansonsten ist diese Information irrelevant und kann aus der Vita gestrichen werden.

Angaben zu den Eltern

angaben zu den elternGehören Angaben zu den Eltern in den Lebenslauf?

Kurze Antwort: Nein. Es handelt sich um ein Relikt aus vergangenen Tagen, wo man noch die Berufe der Eltern in der Vita erwähnt hat. Die interessieren heute aber niemanden mehr. Schließlich bewerben sich nicht ihre Eltern auf die Stelle, sondern Sie.

Lebenslauf Beispiele

Ihr beruflicher Werdegang ist für die Personalentscheider extrem wichtig. Er dokumentiert Ihre Stationen, Erfahrungen, Kompetenzen. Ihre berufliche Eignung und Profession. Seien Sie daher nicht zu flapsig oder sorglos.

Wer zum Beispiel nur einen abgekürzten Firmennamen oder ein Mini-Stichwort zur jeweiligen Tätigkeit aufführt, offenbart Lustlosigkeit und mangelnde Professionalität. Besser, Sie stellen anhand von Beispielen klar, welchen Nutzen Sie für Ihre bisherigen Arbeitgeber hatten und welche Erfolge Sie vorzuweisen haben.

Die Herausforderung ist also: Möglichst viel sagen – mit so wenigen Worten wie möglich.

Wichtig ist auch, dass Sie Übersichtlichkeit und Struktur beibehalten. Am besten, Sie gliedern die Stationen nach diesem Schema:

  • Position: Welche Bezeichnung hatte Ihre Position?
  • Arbeitgeber: Wie hieß die Firma? Um welche Art von Unternehmen handelte es sich?
  • Aufgaben, Erfolge: Was haben Sie gemacht? Was haben Sie geschafft?

Schreiben Sie also nicht einfach:

Logistics Supervisor
Arbeitgeber: Logistik KG (100 Mitarbeiter)
Personalverantwortung für 20 Mitarbeiter

Sondern schreiben Sie lieber:

Leiter interne Logistik
Arbeitgeber: Logistik KG, Hamburg, (100 Mitarbeiter)
Verantwortlich für Absackanlage, Lager, Tankzugentladung, 20 Mitarbeiter

  • Aufbau der Logistikabteilung
  • Verlagerung der Absackanlage
  • Verdoppelung der Absackleistung
  • Einführung eines Recycling-Systems und Kostenreduktion um 25 Prozent

Sie fassen also Ihre Aufgaben kurz und aussagekräftig zusammen – und garnieren Sie mit Ihren Erfolgen. Wichtig: Das alles nur im Telegrammstil, keine ausschweifenden Erklärungen und Romane.

Lebenslauf Keywords

Immer mehr Unternehmen – auch mittlere und kleine – setzen auf HR-Software. Der Bewerbungsprozess wird dadurch immer stärker automatisiert.

Sogenannte CV Parser oder Bewerber-Tracking-Systeme filtern die eingehenden Bewerbungen. Vermeintlich unpassende Bewerber werden von vornherein aussortiert, ohne dass je ein menschlicher Mitarbeiter einen Blick auf den Lebenslauf geworfen hätte.

Die Filter können beliebig eingestellt werden und sich beispielsweise auf Fähigkeiten, Berufserfahrungen oder Qualifikationen fokussieren. Bewerbungen, die die Vogaben nicht erfüllen, werden automatisch aussortiert. Das klassische Fallbeispiel ist die Note: Wer ein vorgegebene Note in der Schule oder Uni nicht erreicht hat, hat das Nachsehen.

Was bedeutet das für Bewerber?

  1. Erstens, dass sie auf eine kreative Bewerbung verzichten sollten. Wenn die Maschine die Vorauswahl trifft, zielt eine Kreativbewerbung ins Leere. Ausgefallene Layouts und kreative Verrenkungen interessieren einen Computer nicht.
  2. Zweitens, dass Sie genau auf die Stellen- und Aufgabenbeschreibung in der Stellenanzeige achten sollten. Ihr Lebenslauf spiegelt die Stellenanzeige nach Möglichkeit wieder. Sie greift also die Begriffe auf, die auch in der Annonce auftauchen.

Vor allem müssen Sie als Bewerber die Muss-Anforderungen des Arbeitgebers identifizieren. Wenn im Anforderungsprofil von verhandlungssicheren Englischkenntnissen und der Programmiersprache C++ die Rede ist, dann sollten diese beiden Keywords auch im Lebenslauf erscheinen. Das eine können Sie in der Spalte Fremdsprachenkenntnisse einbauen, das andere unter IT-Kenntnisse.

Flächendeckend eingesetzt werden Robo-Recruiter gleichwohl noch nicht. In einer kleinen Firma kann eine kreative Bewerbung sehr wohl Anklang finden.

Lebenslauf Lügen

Wer in der Bewerbung unwahre Angaben macht, muss auch nach überstandener Probezeit noch mit einer fristlosen Kündigung rechnen.

Gefälschte Arbeitszeugnisse, falsche akademische Titel oder erfundene Arbeitsstationen sind keine Bagatellen. Sie sind Betrug. Und Betrug ist strafbar.

Bleiben Sie daher bei der Wahrheit. Lügen haben kurze Beine – und gehören nicht in den Lebenslauf.

Das heißt aber selbstverständlich nicht, dass Sie jeden Fehltritt oder Misserfolg proaktiv im Lebenslauf nennen müssen. Sie dürfen delikate Details dezent verschweigen – zum Beispiel peinliche Jobs im früheren Leben (Pornodarsteller, anyone?) oder zurückliegende Krankheiten, die Zweifel an Ihrer Leistungsfähigkeit aufkommen lassen könnten. Auch müssen Sie niemandem auf die Nase binden, dass Ihnen die letzten drei Arbeitgeber fristlos gekündigt haben…

Mehr noch, Sie können Ihre Bewerbung sogar vollständig anonymisiert abgeben. Das Allgemeine Gleichstellungsgesetz (AGG) macht es möglich. Demnach dürfen Sie ganz offiziell das Datum und den Ort Ihrer Geburt und sogar Ihren Namen verschweigen. Schließlich wird dadurch Diskriminierungen aufgrund von Herkunft, Alter oder Geschlecht ein Riegel vorgeschoben. Auch ein Bewerbungsfoto ist keineswegs Pflicht.

Wenn Sie diesen Weg gehen, sollten Sie darauf achten, Ihre aktuellen Kontaktdaten – also Telefonnummer oder E-Mail-Adresse – anzugeben. Auf dem Postweg kann Sie der Arbeitgeber ja nur schwerlich erreichen…

Unclever wäre freilich, wenn Ihre E-Mail-Adresse Rückschlüsse auf Ihren Namen oder Geschlecht zuließe. Eine Abkürzung (z.B. die Initialen) könnte die Lösung sein.

Und ob Sie mit einer anonymen Bewerbung Erfolg haben, ist äußerst fraglich. Noch hat sich die anonymisierte Bewerbung in Deutschland nicht durchgesetzt.

Lebenslauf PDF und WORD

Sie haben im Grunde drei Möglichkeiten, um Ihren Lebenslauf zu erstellen:

  • Sie erstellen Ihr CV individuell und komplett selbst.
  • Sie erstellen den Lebenslauf mithilfe von (kostenlosen) Vorlagen – siehe unsere Vorlagen oben.
  • Sie lassen ihn von einem Profi erstellen, gestalten und optimieren.

Falls Sie sich für die erste Variante entscheiden, ist vermutlich die Textverarbeitung von Microsoft WORD die erste Wahl. Mit dem Textverarbeitungsprogramm lassen sich (unsichtbare) Tabellen oder Tabulatoren in das Dokument einfügen und die Textblöcke exakt an diesem Raster ausrichten. Sündhaft teure Tools oder Wunderwerkzeuge benötigen Sie jedenfalls nicht, wenn Sie einen modernen Lebenslauf erstellen wollen.

Fertige Muster und Lebenslauf-Vorlagen nehmen Ihnen diese Arbeit ab. Hier brauchen Sie meist nur noch den vorgefertigten Blindtext durch eigene Angaben zu ersetzen. Mit unseren Vorlagen ist das ganz einfach. Sie können sie oben kostenlos herunterladen.

Aber Achtung: Da solche Vorlagen auch von vielen anderen Bewerbern genutzt werden, sollten Sie diese immer persönlich abwandeln und individualisieren. Oft reicht es schon, ein anderes Hintergrundbild (sogenanntes Wasserzeichen) einzufügen.

Darüber hinaus können und sollten Sie bei einem solchen Lebenslauf-Muster auch die Schriftarten, Schriftgrößen, Farben und Grafik-Elemente anpassen. Dies kann etwas Zeit in Anspruch nehmen, lohnt sich aber, weil Ihr Lebenslauf dadurch einzigartig wird.

Wenn Sie den Lebenslauf anschließend Ihrem Arbeitgeber in spe schicken wollen, sollten Sie in jedem Fall eine PDF-Datei nutzen. Vorteil: Das Format ist gar nicht bzw. nur schwer veränderbar. Bewahren Sie die ursprüngliche WORD-Datei aber gut auf, um nachträgliche Änderungen vornehmen zu können.

Ihren Lebenslauf im PDF- oder WORD-Format können Sie zudem in die Online-Bewerbungssysteme einpflegen, mit denen zahlreiche Unternehmen Bewerber durch den Bewerbungsprozess führen.

Das PDF versehen Sie am besten mit einem sprechenden Dateinamen wie „Lebenslauf_Name.pdf“. Sie können die Datei dann immer zuordnen (der Personaler übrigens auch), ohne sie stets aufs Neue öffnen zu müssen.

Lebenslauf Gestaltung

Der tabellarische Lebenslauf hat den Vorteil, sehr übersichtlich zu sein.

Durch den strukturierten Aufbau erkennt der Empfänger sofort, welche Fähigkeiten, Qualifikationen und Ausbildungsstationen der Bewerber aufzuweisen hat. Das erleichtert die Arbeit der Personalentscheider enorm. Schnell die Angaben scannen und einmal drüberfliegen – das ist in drei fünf Minuten erledigt.

Das sind die entscheidenden Vorteile des tabellarischen Lebenslaufs:

  • Er bündelt viele Informationen auf nicht mehr als zwei oder maximal drei Seiten.
  • Auswahlkriterien wie Abschlussnote oder Berufserfahrung können schnell erfasst werden.
  • Er stellt die direkte Vergleichbarkeit verschiedener Bewerber her.

Wer seinen Lebenslauf zu aufwändig gestaltet, riskiert, dass Übersichtlichkeit und Struktur darunter leiden. Trotzdem gibt es kleine Schrauben, an denen Sie drehen können.

So können Sie den Lebenslauf zum Beispiel aufpeppen, indem Sie folgende Tipps zum Lebenslaufdesign beherzigen:

  • Fettschrift

    Fettungen lassen sich gezielt einsetzen, um einzelne Stationen, Skills oder Bulletpoints hervorzuheben. Das macht die Lesbarkeit besser. Achten Sie in dem Fall aber auf Einheitlichkeit, indem Sie zum Beispiel immer nur die Datumsangaben (MM/JJJJ) fetten.

  • Linien

    Dünne und dezente Linien verbessern den Lesefluss. Setzen Sie diese gezielt ein, um dem Leser Arbeit abzunehmen. Was auch hilft: Die Linien grau und nicht schwarz gestalten.

  • Farben

    Allzu farbenfroh sollte der Lebenslauf nicht sein. Es lenkt ab und wirkt infantil. Sie könnten aber durchaus die Farbe, die das Unternehmen und der potenzielle Arbeitgeber im Logo verwendet, als Hauptfarbe wählen und für die Überschriften nutzen. Die versteckte Botschaft: Sie passen zum Unternehmen – und wollen dazugehören.

  • Kopfzeile

    Wenn Sie in Ihrem Anschreiben eine Kopfzeile verwenden, sollte diese sich genauso auch im Bewerbungsanschreiben wiederfinden. Das verpasst Ihrer Bewerbung einen einheitlichen Look.

  • Bewerbungsfoto

    Das Bewerbungsfoto gehört – sofern Sie eines anbringen möchten – im Lebenslauf nach rechts oben. Je nach Aufbau und Design sind aber auch andere Varianten möglich. Nach dem AGG – dem Allgemeinen Gleichbehandlunsgesetz – können Sie das Bewerbungsfoto heute zwar auch weglassen. Wir empfehlen dies aber nicht. Tatsächlich können Sie sich mit einem Bewerbungsfoto positiv von der Masse abheben – vorausgesetzt, es ist professionell und aktuell.

Schriftarten

Auch wenn die Typographie der Bewerbungsunterlagen auf den ersten Blick irrelevant erscheint: Schriftarten entfalten subtile Wirkung – erst recht, wenn es sich dabei nicht gerade um eine der beiden Standard-Schriftarten Arial oder Times handelt. Glücklicherweise gibt es hervorragende Alternativen…

Egal, für welche Schrift Sie sich entscheiden – sie muss gut lesbar sein. Zu viele Schnörkel oder Designschriften sind bei langen Texten eher eine Netzhautpeitsche. Wir halten zum Beispiel Helvetica oder Georgia nach wie vor für sehr geeignet.

Die wichtigste Regel lautet: Verwenden Sie in all Ihren Bewerbungsunterlagen – Anschreiben, tabellarischer Lebenslauf, Deckblatt, Dritte Seite oder Motivationsschreiben – immer dieselbe Schriftart. Schwarz auf Weiß.

Wer hier willkürlich mixt, signalisiert seinem Leser, dass es sich um eine Patchwork-Bewerbung handelt: nichts Durchdachtes, individuell für das Unternehmen Gestaltetes, sondern ein Sammelsurium aus recycelten Unterlagen. Solche Bewerbungen landen zu 99 Prozent bei den Absagen.

Eine Ausnahme gibt es: Für die Überschriften können Sie – wenn Sie mögen – eine Schriftart ohne Serifen wählen. Für den Fließtext eignen sich Schriftarten mit Serifen. Mehr als zwei Schriftarten sollten es im Lebenslauf letztlich aber nicht sein.

4 gute Schriften mit Serifen sind:

  • Book Antiqua
  • Cambria
  • Georgia
  • Times New Roman

4 gute Schriften ohne Serifen sind:

  • Arial
  • Helvetica
  • Verdana
  • Tahoma

Schriftgröße

Die meisten Bewerber verwenden die Standard-Schriftgröße von 12 Punkt für den normalen Text. Das Gros der Schriftarten ist darauf abgestimmt und perfekt lesbar.

Nichtsdestotrotz können Sie auch bewusst mit der Schriftgröße experimentieren und origineller und individueller werden – zum Beispiel mit der sogenannten 11-13-15-Regel:

  • 11-Punkt: In dieser Schriftgröße sollte der gesamt Fließtext stehen. Also alle längeren Textpassagen im Lebenslauf oder Anschreiben. Verwenden Sie dafür möglichst eine Schrift mit Serifen.
  • 13-Punkt: Diese Größe sollte allein Datum, Absender, Adressen, Zwischenüberschriften vorbehalten bleiben. Hierfür eignen sich groteske Schriften.
  • 15-Punkt: Diese Schriftgröße verwenden Sie nur für Ihren Namen im Kopf jeder Seite. Er soll herausstechen und in Erinnerung bleiben (serifenlose Schrift).

Warum ausgerechnet diese krummen Größen? Ganz einfach: Weil die Mehrheit der Bewerbungen heute dem Schema 12-14-16 folgt. Nebeneinander gelegt werden Sie also prompt auffallen.

Zeilenabstand

Wenn Sie mit Word oder einem anderen Textprogramm Ihren Lebenslauf erstellen, können Sie sich an der DIN 5008 für Geschäftsbriefe orientieren.

Durchgesetzt hat sich diese Formatierung:

  • Rechter Seitenrand: 1,5 bis 2 Zentimeter
  • Linker Seitenrand: 2 bis 2,5 Zentimeter
  • Oberer Seitenrand: 2 bis 2,5 Zentimeter
  • Unterer Seitenrand: 2 bis 2,5 Zentimeter
  • Zeilenabstand: 1- bis 1,5-zeilig

Lücken im Lebenslauf

Ein lückenloser Lebenslauf steht für Wahrhaftigkeit. Es bleibt keine Station unerwähnt, der Bewerber hat nichts zu verheimlichen.

Gleichzeitig wird für den Personaler ersichtlich, wie zielstrebig der Kandidat ist und wie geradlinig er seine (bisherige) Karriere verfolgt: Reihen sich hier eher zufällige Stationen aneinander? Motto: Hauptsache, irgendein Job! Oder lässt sich im Lebenslauf ein roter Faden erkennen, der bis zur angestrebten Stelle führt.

Je deutlicher Bewerber diesen Karriereplan im Lebenslauf herausarbeiten und je genauer dieser zur neuen Stelle passt, desto überzeugender wirkt der Lebenslauf auf den Personaler. Er wähnt ein Talent vor sich, das für den Job offenbar wie gemacht ist.

Ihr Lebenslauf hat noch immer die eine oder andere Lücke?

Lebenslauf-Lücken sind Gift für die Bewerbung. Aber eine kleine Entwarnung: Als Lücken gelten nur Zeitabstände von mehr als zwei Monaten. Ein längerer Urlab oder eine kurze Pause? Halb so wild.

Achten Sie darauf, dass die Chronologie innerhalb Ihres Werdegangs stimmt. Fügen Sie die Stationen möglichst nahtlos aneinander, lassen Sie keine aus und achten Sie auf die Datierungen.

Wie können Sie Lücken im Lebenslauf kaschieren? Ein Tipp: Versehen Sie die einzelnen Stationen stets mit Datumsangabe – aber nicht auf den Tag genau. Nach diesem Muster:

  • MM/JJJJ – MM/JJJJ

Zum Beispiel so:

  • 01/2017 – 11/2017 Position, Arbeitgeber

Arbeitslosigkeit erwähnen

Die meisten Bewerbungsratgeber raten davon ab, das Wörtchen arbeitslos zu benutzen. Viel zu passiv! Arbeitsuchend klinge als Formulierung wesentlich aktiver und engagierter.

Das stimmt zweifellos. Gleichwohl weiß natürlich trotzdem jeder Leser, was gemeint ist, und achtet dann vor allem darauf, wie lange die Suche schon dauert und was der Kandidat in der Zeit unternommen hat – außer Bewerbungen zu schreiben.

Wichtig ist dabei, dem künftigen Arbeitgeber zu zeigen, dass Sie…

  • über aktuelles Fachwissen verfügen.
  • den Arbeitsalltag nach wie vor kennen.
  • leistungsfähig und arbeitswillig sind.
  • sich in Ihrem Job auskennen und ihn beherrschen.

Natürlich kann im Vorstellungsgespräch immer noch die Frage nach dem Grund für Ihre Arbeitslosigkeit aufkommen; damit sollten Sie sogar rechnen. Doch erstens haben Sie die Hürde zum Gespräch bereits genommen und zweitens können die meisten die Gründe dafür meist problemlos erklären…

Lebenslauf unterschreiben

Der Lebenslauf wird immer am Ende, also unterhalb der letzten Zeile unterschrieben – mit Ort, Datum und einer handschriftlichen Unterschrift. Ob rechtsbündig oder linksbündig, hängt wiederum vom Layout ab.

Mit Ihrer Unterschrift bestätigen Sie, dass die Angaben korrekt sind und dass Sie sie selbst verfasst haben. Fehlt die Unterschrift, sind die Angaben deshalb nicht weniger wert, aber es könnte so wirken. Zudem verleiht die Unterschrift Ihrer Bewerbung eine persönliche Note.

Die Unterschrift selbst sollten Sie mit einem Füller oder Fineliner in blauer oder schwarzer Tinte leisten. Bleistift ist tabu, Kugelschreiber wirkt latent billig.

Lebenslauf Tabus

Füllen Sie Ihren Lebenslauf nicht mit irrelevanten oder unangebrachten Informationen auf. Diese zum Beispiel gehören nicht hinein:

  • Angaben zur Familie
  • Beruf der Eltern
  • Gehaltsvorstellungen (sind nur bei Bedarf im Anschreiben zu platzieren)
  • Rechtfertigungen für Kündigungen
  • Formulierung „arbeitslos“ (bitte ersetzen durch die aktivere Formulierung „arbeitssuchend“)

Lebenslauf Fehler

Fehler macht jeder. Besser aber, Sie sparen sich das eine oder andere Malheur für den Job auf. Andernfalls bekommen Sie ihn erst gar nicht.

Eine fehlerfreie Bewerbung bringt Sie näher an Schreibtisch und Gehaltsscheck. Diese Fehler im Lebenslauf sollten Sie daher unbedingt vermeiden:

  • Namen des Ansprechpartners falsch geschrieben
  • Datum nicht aktualisiert
  • Peinliche E-Mail-Adresse
  • Geburtsnamen und Berufe der Eltern aufgenommen
  • Unvorteilhaftes oder altes Bewerbungsfoto
  • Rechtschreib- und Grammatikfehler
  • Fehlende Übersichtlichkeit
  • Gefährliche Hobbys
  • Veraltete Kompetenzen (z.B. bei IT-Kenntnissen)
  • Keine Erfolge
  • Zu große Lücken
  • Falsche Angaben oder Lügen
  • Zu viele unwichtige Details
  • Uneinheitliche Formatierung, Schriftarten und Schriftgröße
  • überlänge (mehr als zwei oder drei Seiten)
  • Lebenslauf nicht individuell an den Arbeitgeber angepasst
  • Werdegang nicht deckungsgleich mit Ihrem Profil bei Xing oder Linkedin

Bevor Sie Ihre Bewerbung abschicken, sollten Sie diese von einem Dritten prüfen lassen. Sind die Unterlagen vollständig? Sind alle Angaben korrekt? Überzeugt das Anschreiben? So entgehen Ihnen außerdem kein Grammatik- oder Rechtschreibfehler.

[Bildnachweis: Ditty_about_summer by Shutterstock.com]

Arbeitgeber hinhalten: Bedenkzeit bei mehreren Jobangeboten bekommen

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Unternehmen tun es, Bewerber tun es, auch Menschen auf Partnersuche tun es: Jemanden zappeln lassen. Den Arbeitgeber hinhalten – das ist oft unangenehm, kann aber gute Gründe haben. Wenn ein Bewerber mehrere Ässe im Ärmel hat und nicht das erstbeste Angebot annehmen will, muss er wohl oder übel Zeit schinden. Den Arbeitgeber hinhalten – dafür gibt es mehr als einen Weg…

Arbeitgeber hinhalten nach Jobzusage

Es ist eine Luxussituation. Aber eine, in der man sich unwohl fühlt. Stellen Sie sich vor, Sie haben mehrere Einladungen zu Vorstellungsgesprächen. Das erste Jobinterview führen Sie bei einem Unternehmen, das in Ihrer persönlichen Hitliste im Mittelfeld rangiert.

Das Gespräch läuft gut, Ihr Selbstvertrauen ist frisch gestärkt. Kurz nach dem Termin kommt auch schon die Zusage seitens der Firma: „Herzlichen Glückwunsch, Sie haben den Job!“ Eine tolle Nachricht, über die Sie sich bestimmt freuen – und die Ihnen schmeichelt.

Allerdings würden Sie die anderen Gespräche trotzdem gerne noch wahrnehmen – und erst danach entscheiden. Vielleicht ist ja noch ein besserer Arbeitgeber dabei, und vielleicht erhalten Sie von dem ebenfalls ein Angebot.

Was also tun? Karrieresprung hätte da folgende Vorschläge für Sie…

Arbeitgeber hinhalten: 4 Optionen für Bewerber

  1. Zusage geben

    Auf die Zusage des Unternehmens reagieren Sie… mit Ihrer Zusage. Sie nehmen den Job an und bedanken sich ganz herzlich bei der Personalabteilung des Unternehmens.

    Dann dauert es ein paar Tage, bis der Arbeitsvertrag bei Ihnen eintrifft. Jetzt können Sie weitere Zeit schinden, indem Sie den Arbeitsvertrag bis auf Weiteres liegen lassen. Falls Ihr zweites Vorstellungsgespräch zeitnah terminiert ist, reicht diese Taktik vielleicht schon aus.

    Wenn nicht, dann kündigen Sie den Vertrag noch vor Ihrem Antrittsdatum. Außerdem hätten Sie in der Probezeit noch die Möglichkeit, ohne Angabe von Gründen wieder zu kündigen. Meist beträgt die Kündigungsfrist zwei Wochen.

    Das können Sie alles so machen – sollten Sie aber nur im Notfall tun. Denn mit dieser fuchsschlauen Taktik hinterlassen Sie verbrannte Erde. Ihr neuer alter Arbeitgeber ist über dieses Vorgehen ganz sicher not amused. Wahrscheinlich wird er sogar hochgradig erzürnt sein – nachvollziehbar!

    Eine positive Referenz, einen wertvollen Kontakt oder eine Möglichkeit auf Rückkehr können Sie sich dann abschminken. Die Taktik ist vor allem riskant, wenn die Branche, in der Sie sich bewegen, sehr überschaubar ist. Erstens spricht sich so etwas schnell herum, zweitens ist die Anzahl an potenziellen Arbeitgebern begrenzt.

  2. Wahrheit sagen

    Das ist die ehrlichste Variante. Aber ob es auch die erfolgversprechendste ist?

    Sie rufen im Unternehmen an und teilen ganz höflich mit, dass Sie sich für die Zusage bedanken und auch sehr gerne einschlagen würden. Aber auch, dass Sie noch weitere Vorstellungsgespräche vor der Brust haben und diese gerne wahrnehmen würden. Und dann bitten Sie noch um etwas Bedenkzeit für Ihre Entscheidung. Ein gutes, faires Vorgehen – das sich aber rächen könnte.

    Zum Beispiel dann, wenn die kommenden Jobinterviews mies laufen. Und wenn es letztlich bei dieser einen Zusage bleibt, der Arbeitgeber aber so in seiner Eitelkeit gekränkt ist, dass er sein Angebot zurücknimmt. Dann stehen Sie mit leeren Händen da.

    Denn unterschwellig kommt Ihre Message bei ihm so an:

    Du bist eigentlich nur meine zweite Wahl. Vielleicht auch nur die dritte. Jedenfalls hoffe ich ganz ganz stark, dass ich noch deutlich bessere Angebote einheimsen kann.

    Bei der Wahrheit bleiben – das ist nobel und moralisch, aber strategisch riskant. Sie könnten sich mit der nackten Wahrheit ins eigene Fleisch schneiden.

    Es sei denn, Sie versichern dem Unternehmen glaubhaft, dass Sie Ihre Entscheidung innerlich schon getroffen und keinen anderweitigen Favoriten haben. Sie könnten es zum Beispiel so versuchen:

    Ich fand das Bewerbungsgespräch mit Ihnen wunderbar und freue mich unheimlich über Ihre Zusage! Ihr Unternehmen hat mir von Anfang hervorragend gefallen und ich bin mir sicher, dass wir sehr gut zusammenpassen. Eine Bitte habe ich aber noch: Am Freitag habe ich ein weiteres Vorstellungsgespräch in meinem Kalender, das ich gerne wahrnehmen würde, da der Termin schon seit Wochen feststeht. Eine kurzfristige Absage wäre nicht unbedingt fair. Sobald ich damit durch bin, melde ich mich wieder bei Ihnen. Das ist hoffentlich okay für Sie?

    Schmeicheln bekommt auch Personalern besser, als wenn man mit der Dampfwalze über sie hinwegrollt…

    Generell gibt es natürlich viele Arbeitgeber, die sehr wohl Verständnis dafür haben, wenn Sie einfach um Bedenkzeit bitten.

    Die Variante bietet sich auch an, wenn sie Ihre erste Zusage ohnehin nur als Notnagel sehen und im Zweifel darauf verzichten können. Spielen Sie das am besten mit einem Wenn-dann-Szenario durch: „Wenn ich keine weiteren Angebote bekomme und die erste Zusage auch noch zurückgenommen würde, was dann? Wäre dies eine Katastrophe?“ Ist die Antwort nein, gehen Sie ins Risiko.

  3. Antwort hinauszögern

    Die gute alte Hinhaltetaktik: Sie schinden bei jeder sich bietenden Gelegenheit Zeit. Auf die Zusage des Arbeitgebers melden Sie sich erst Tage später. Mit dem Hinweis, dass Sie verreist oder erkrankt waren.

    Grundsätzlich können Sie sich immer zwei oder drei oder vier oder auch fünf Tage Zeit nehmen, um auf eine Jobzusage zu antworten. Es ist schließlich gut vorstellbar, dass Sie im aktuellen Job alle Hände voll zu tun haben und einfach nicht dazu kommen, Ihren Posteingang zu bearbeiten.

    Manche Arbeitgeber setzen jedoch eine Frist:

    „Wir erwarten Ihre Antwort bis zum TT.MM.JJJ.“

    Bis zum Ablauf der Frist müssen Sie antworten – allerdings nicht zwingend mit einer definitiven Zusage oder Absage.

    Sie könnten zunächst eine technische oder organisatorische Frage zurückmailen (z.B. zu Eintrittstermin, Tarifverträgen oder Weiterbildungsoptionen usw.). Oder sich sich den Vertragsentwurf zur Prüfung zusenden lassen. So gewinnen Sie Zeit.

    Durchtrieben, aber möglich: Sobald sich das Personalbüro bei Ihnen meldet, wo denn der Vertrag bleibt, gaukeln Sie vor, Sie hätten ihn längst unterschrieben und zurückgeschickt. „Der muss unterwegs verloren gegangen sein!“

    Auch Privatangelegenheiten, die keinen vermeintlichen Aufschub dulden, sind gute Ausreden. Ein Notfall in der Familie etwa.

    Ewig lässt sich dieses Spielchen aber nicht fortsetzen. Irgendwann wird die Personalabteilung ungeduldig. Nicht auszuschließen, dass sie zwischenzeitlich umdisponiert und einem anderen, willigeren Bewerber den Vorzug gibt.

    Zudem vermittelt Ihr Zögern und Zaudern eine in der Wirtschaft gänzlich unbeliebte Charaktereigenschaft: Entscheidungsschwäche. Wenn Sie schon jetzt keine Entscheidung treffen können, werden Sie es dann im Job tun?

    Vor allem ist die Hinhaltetaktik eins: Unehrlich. Und spätestens wenn Sie doch noch absagen, durchschaut das Unternehmen Ihre Strategie. Das wird Ihnen keine neuen Freunde oder Fürsprecher bringen.

  4. Absage geben

    Möglichkeit Nummer vier lautet: Absagen!

    Natürlich ist auch dies eine Möglichkeit. Wenn Ihnen das Angebot nicht zusagt, können Sie es auch sofort verwerfen – und sind fortan wieder frei für andere Offerten. Arbeitgeber hinhalten und um Bedenkzeit bitten? Überflüssig.

    Eine sofortige Zusage des Arbeitgebers kann der Bewerber ja auch als Verzweiflung interpretieren: „Da scheint jemand große Probleme zu haben, neue Mitarbeiter zu bekommen und nimmt einfach alle, die er kriegen kann. Woran liegt das? Was stimmt nicht mit ihm?“ Schließlich erwartet man von seinem künftigen Arbeitgeber ja durchaus Sorgfalt und eine gründliche Auslese. Und die beansprucht doch Zeit. Vielleicht ein Hinweis, dem noch mal nachzugehen – durch eine Internet-Recherche beispielsweise.

    Auf der anderen Seite kann das Unternehmen auch einfach sehr überzeugt von Ihnen gewesen sein – dann müssten Sie die Sofort-Zusage als großes Kompliment verstehen. Hier ist also das berühmte Fingerspitzengefühl und Urteilsvermögen gefragt.

    Fest steht nur: Wer keine Lust darauf hat, den Arbeitgeber hinzuhalten, der kann auch einfach absagen.

Arbeitgeber hinhalten: Tipps

Was Sie stets bedenken sollten: Eine mündliche Zusage des Arbeitgebers ist rechtlich wertlos. Erst wenn Sie den unterschriebenen Arbeitsvertrag auf dem Tisch haben und ebenfalls unterschreiben, ist der Deal besiegelt. Der Arbeitgeber hat bis dahin ebenfalls die Möglichkeit, jederzeit wieder von seinem Angebot zurückzutreten.

Und davon wird er mit ungleich höherer Wahrscheinlichkeit Gebrauch machen, wenn er das Gefühl hat, dass Sie ihn hinhalten. Die Hinhaltetaktik ist also riskant.

Und auch auf eine gewährte Bedenkzeit können Sie ihn nicht festnageln. Läuft ihm in der Zwischenzeit ein anderer Bewerber über den Weg, kann ihn der Arbeitgeber einstellen und Ihnen vorziehen. Bei der Bedenkzeit handelt es sich um reine Kulanz ohne rechtlichen Anspruch.

Dies ist aber auch eine Chance für Sie. Bevor der Arbeitsvertrag nicht bei Ihnen eintrifft, können Sie weitere Vorstellungsgespräch wahrnehmen und mit anderen Unternehmen verhandeln. Ohnehin sollten Sie diesen Zwischenzeitraum nutzen, um über die genauen Vertragsmodalitäten zu verhandeln.

Verhandlungsmasse gibt es viel: Gehalt, Urlaubstage, geldwerte Vorteile, Benefits usw. Das hilft Ihnen bei der Entscheidungsfindung – und es nimmt Zeit in Anspruch.

Bleiben Sie aber stets höflich und realistisch – und erpressen Sie den Arbeitgeber in spe nicht nach dem Motto:

Wenn Sie mir dies und das nicht gewähren, nehme ich einen andere Stelle an.

Überheblichkeit überkommt gerne diejenigen, die mehrere Optionen auf dem Tisch haben – oder glauben, diese zu haben.

Grundsätzlich können Sie die Hinhaltetaktik nicht ewig fahren. Irgendwann müssen die Karten auf den Tisch. Das sind Sie auch dem Unternehmen schuldig, das seine Stelle ja irgendwann irgendwie besetzen will und muss.

Und: Je besser Ihre Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt sind, desto ehrlicher und offener können sie agieren. Das spräche also für Variante 2, den ehrlichen Anruf.

Beispiel Softwareentwickler: Sie sind auf dem Jobmarkt momentan so begehrt, dass kaum ein Arbeitgeber einen vom Hof jagen wird, wenn er ihm sagt, dass er erst noch andere Bewerbungsgespräche wahrnehmen möchten. Im Gegenteil, die Chancen stehen ganz gut, dass das Unternehmen sein Angebot noch mal erhöht oder andere Benefits offeriert, um ihm die Stelle schmackhaft zu machen.

In Branchen wiederum, in denen es einen Bewerber-Überschuss gibt – zum Beispiel im Medienbereich – könnte diese Strategie nach hinten losgehen. Auch große Unternehmen und Konzerne können aus einem riesigen Fundus an Bewerbern wählen. Diese Parameter beziehen Sie bei Ihrer Entscheidung besser mit ein…

Wenn Unternehmen um Bedenkzeit bitten

Das Phänomen des Hinhaltens läuft natürlich auch in die entgegengesetzte Richtung. Wenn Unternehmen einen Bewerber hinhalten, weil sie ihn nicht verlieren, aber sich noch andere Kandidaten anschauen wollen. Das nennt sich Benching.

Wenn Sie das nicht hinnehmen wollen, fragen Sie sich zwei Wochen nach dem Bewerbungsgespräch höflich nach dem aktuellen Stand. Und stellen Sie Ihre Jobsuche nicht ein, sondern erst dann, wenn Sie einen Arbeitsvertrag unterschrieben haben.

Allerdings kann Benching auch ein gutes Zeichen sein – und darauf hindeuten, dass Sie noch im Rennen sind…

Übersetzt heißt Benching so viel wie „Auf die Ersatzbank setzen“ oder „Auf die lange Bank schieben“. Der Begriff ist auch in Beziehungsfragen geläufig. Im Privaten erfreuen sich Hinhaltetaktiken bekanntlich ebenfalls großer Popularität…

Der altmodische Terminus wäre wohl: Sich jemanden warmhalten. Gemeint ist, den Kontakt mit einem Date oder einem Schwarm aufrecht zu halten.

Man versucht aber nicht, eine Beziehung aufzubauen oder diese zu intensiveren, sondern schreibt allenfalls gelegentliche Nachrichten, um sich immer wieder mal in Erinnerung zu rufen. Ziel: Findet man nichts Besseres, kann man immer noch den oder die auf die lange Bank geschobene zurückgreifen. Das ist Benching.

Warum macht man so etwas? Aus purer Bösartigkeit eher nicht, sondern aus Eigennutz. Ganz einfach. Daneben gibt es noch zahlreiche andere Phänomene, die uns sowohl im Dating-Kontext als auch in der Arbeitswelt begegnen.

Beispiele gefällig? Cushioning, Lovebombing, Zombieing, Gatsbying und natürlich Ghosting

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[Bildnachweis: Tony Stock by Shutterstock.com]

Jobs in Freiburg: Aktuelle Stellenangebote im Breisgau

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Freiburg ist die Öko-Metropole Deutschlands. Kaum eine Stadt, die so viel Wert auf saubere Energie legt. Nachhaltige Jobs in Freiburg gibt es insbesondere für Forscher und Wissenschaftler. Nicht nur, dass die Albert-Ludwigs-Universität zu den großen Unis des Landes zählt. Freiburg ist auch Fraunhofer-Standort Nummer eins…

Jobs Freiburg: Die Stadt

Beschaulich. Wenn es ein Adjektiv gibt, das Freiburg perfekt beschreibt, dann dies. Schon die örtlichen Begrifflichkeiten sind Schwarzwald-Idylle pur. Breisgau. Dreisam. Bächle.

Die Dreisam ist Freiburgs (größerer) Fluss. Beim Bächle handelt es sich um das schmale Flüsschen, das mitten durch die Gassen der Altstadt läuft. Die 230.000-Einwohner-Stadt im Breisgau gilt als grüne Metropole. Die Öko-Bewegung hätte hier eine würdige Hauptstadt. Es gibt sogar eine ganze Solarsiedlung mit Plusenergiehäusern, Häusern mit positiver Energiebilanz.

Und Sonne scheint im Südwesten mehr als genug. Freiburg ist nicht nur die südlichste Großstadt Deutschlands, sondern – allen Wetteraufzeichnungen zufolge – auch die sonnigste. Zwischen Freiburger Münster und Schwabentor lässt es sich gut und sonnig leben. Das haben auch die vielen Studenten erkannt.

Beliebte Wohnlagen in Freiburg sind Littenweiler, Merzhausen, Breisgau-Neuburg, Breisgau-Oberau, Breisgau-Zähringen und Breisgau-Haslach. Im Süden Freiburgs befindet sich das Quartier Vauban, der neueste Stadtteil mit 6.000 Bewohnern – und teilweise autofrei.

Auf der anderen Seite hat Freiburg ein wachsendes Kriminalitätsproblem. Vor allem die Gegend rund um den Stühlinger Kirchplatz gilt mittlerweile als Crime-Hotspot.

Stellen Freiburg: Der Arbeitsmarkt

In Baden-Württemberg herrscht Vollbeschäftigung. Offiziell sind rund 275.000 Menschen im Land ohne Arbeit. Das entspricht einer Arbeitslosenquote von 4,3 Prozent (Stand: Oktober 2020).

Auch die Unterbeschäftigungsquote ist mit 5,4 Prozent extrem niedrig. Darin werden Menschen erfasst, die zum Beispiel in einer Weiterbildung oder anderen Arbeitsmarktmaßnahme stecken.

In der Stadt Freiburg liegt die Arbeitslosenquote bei 5,8 Prozent (Stand: Oktober 2020). Das ist im bundesweiten Vergleich eine Top-Quote.

Weniger glanzvoll ist sie, wenn man sie ausschließlich mit den anderen Städten in Baden-Württemberg vergleicht. So liegt die Quote in Tübingen bei 3,5 Prozent, in Ludwigsburg bei 3,7 Prozent, in Ulm bei 4,5 Prozent, in Karlsruhe bei 5,1 Prozent, in Heidelberg bei 5,3 Prozent und in Stuttgart bei 5,7 Prozent (Stand: Oktober 2020). Von allen größeren Städten in Baden-Württemberg stehen nur Heilbronn (6,3 Prozent), Mannheim (7,7 Prozent) und Pforzheim (7,8 Prozent) schlechter da als Freiburg.

Laut DIHK-Arbeitsmarktreport 2019 haben vor allem die Mittelständler am südlichen Oberrhein Probleme, ihre Stellen zu besetzen. Auch Großunternehmen wollen Jobs in Freiburg schaffen, können es aber aufgrund des knappen Arbeitskräfteangebots mitunter nicht.

Industriebetriebe und Bauwirtschaft suchen vor allem Fachwirte und Meister. Von den Hochschulabsolventen haben insbesondere Softwareentwickler und andere IT-Fachkräfte, Ingenieure, Architekten und Elektrotechniker gute Chancen auf Stellenangebote in Freiburg.

Jobs Freiburg: Einstiegsgehälter und Gehaltsniveaus

Baden-Württemberg ist eine Wohltat fürs Konto – der richtige Job vorausgesetzt. Das ist auch in Freiburg so.

Durch die Decke gehen die Gehälter an der Dreisam gleichwohl nicht. Das Medianeinkommen in Freiburg liegt laut Bundesagentur für Arbeit bei 3.471 Euro brutto monatlich. Beim Median befindet sich die eine Hälfte der Gehälter darüber, die andere Hälfte darunter.

In Stuttgart verdient man im Median deutlich mehr – 4.351 Euro brutto im Monat. Auch Karlsruhe (3.682 Euro), Heidelberg (3.718 Euro), Ludwigsburg (3.676 Euro) und Tübingen (3.484 Euro) übertreffen die Freiburger Marke. Pforzheim (3.249 Euro) Heilbronn (3.372 Euro) und Konstanz (3.267 Euro) bleiben hinter ihr zurück.

Insgesamt beträgt das Durchschnittsgehalt in Baden-Württemberg laut gehalt.de 50.109 Euro brutto im Jahr. Nur Hessen zahlt noch besser. Speziell Ingenieure fühlen sich in Freiburg wohl: Berufseinsteiger werden mit über 52.000 Euro im Schnitt entlohnt.

Alle Fach- und Führungskräfte kommen in Baden-Württemberg laut Stepstone-Gehaltsreport 2020 auf durchschnittlich 61.677 Euro brutto jährlich. Die Xing-Gehaltsstudie 2019 geht sogar von rund 72.526 Euro im Jahr aus.

Hier geht es zur großen Gehaltstabelle und hier finden Sie Ihr Einstiegsgehalt 2020.

Die größten Arbeitgeber in Freiburg

Hier winken Jobs in Freiburg – das sind die größten Arbeitgeber in Freiburg:

  • Sparkasse Freiburg-Nördlicher Breisgau
  • Universitätsklinikum Freiburg
  • Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
  • Lexware (Software)
  • Badenova AG (Energieversorgung)
  • TDK Micronas (Automotive)
  • Haufe-Gruppe (IT, Medien)
  • Rhodia Acetow (Chemie)
  • GE Healthcare (Medizintechnik)
  • Stryker (Medizintechnik)
  • Freiburger Verkehrs AG
  • Ekato Group (Rühr- und Mischtechnik)
  • bnNetze (Energieversorgung)
  • Volksbank Freiburg
  • Trumpf Hüttinger (Maschinenbau)
  • EFD Induction (Maschinenbau)
  • Deutsche Post AG (Briefzentrum)
  • Badischer Verlag (Medien)
  • Herder Verlag (Medien)
  • Alcon Pharma
  • CG Car-Garantie (Versicherungen)
  • Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Freiburg
  • Triaz Group (Handel)
  • Arriva GmbH (Briefdienstleister)
  • Moser Bau
  • Straumann (Medizintechnik)
  • Northrop Grumman Litef (Rüstung)
  • KNF Neuberger (Maschinenbau)
  • Pierre Fabre Dermo-Kosmetik
  • Götz und Moriz (Baustoffhandel)
  • Brauerei Ganter
  • Schwarzwaldmilch (Nahrungsmittel)
  • Raimann Holzoptimierung (Maschinenbau)
  • Madeira Garnfabrik (Textil)
  • Scheer (IT-Beratung)
  • United Planet (Software)
  • Paragon Software Group
  • Jedox AG (IT)
  • Oxid (E-Commerce)
  • Inxmail (E-Mail-Marketing)
  • Kofax Deutschland AG (IT)
  • Jahia Solutions Group (IT)
  • Cerdia (Chemie)
  • Fraunhofer-Institut für Kurzzeitdynamik EMI, Ernst-Mach-Institut
  • Fraunhofer-Institut für Angewandte Festkörperphysik IAF
  • Fraunhofer-Institut für Physikalische Messtechnik IPM
  • Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE
  • Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik IWM

Stellen Freiburg: Karriereaussichten und Wirtschaft

Für Forscher ist Freiburg eine Oase im Grünen. Die Stadt im Breisgau ist Fraunhofer-Standort Nummer 1 in Deutschland – noch vor Berlin und Dresden. Nicht weniger als fünf Fraunhofer-Institute mit insgesamt 2.500 Mitarbeitern sitzen an der Dreisam (siehe Arbeitgeber-Liste oben).

Freiburg ist eine Forscher-, aber auch eine Dienstleistungsstadt. Drei Viertel aller Jobs in Freiburg sind im Service-Sektor angesiedelt.

Die Industrie ist weniger stark vertreten. Doch unsichtbar ist sie nicht. Es gibt mehrere Maschinenbauunternehmen, Nahrungsmittelhersteller und den US-Rüstungsriesen Northrop Grumman Litef, für den 500 Freiburger arbeiten. Auch die Medizintechnik ist im Breisgau präsent. So stellt US-Firma Stryker in Freiburg jährlich fünf Millionen kleinste Knochenschrauben her, die bei der Heilung von Brüchen helfen.

Auf dem Vormarsch ist die IT-Branche in Freiburg. Zahlreiche kleine und mittelgroße Software-Unternehmen haben sich in der Stadt angesiedelt. Auch sie profitieren von der Forschungslandschaft und den vielen Absolventen der Albert-Ludwigs-Universität, einer der traditionsreichsten Hochschulen des Landes. Mit Herder und Haufe ist Freiburg zudem Heimat zweier bekannter Verlage.

Freiburg ist Sitz des Regierungspräsidiums Freiburg und wartet mit einer entsprechenden Infrastruktur auf. Die Verwaltung mitsamt Gerichten, Uni, Uniklinik und Energieversorgern ist groß und schafft viele Jobs in Freiburg.

Ihre Wurzeln hat die Stadt aber im Ländlichen. Noch heute spielt der umliegende Schwarzwald eine ökonomisch wichtige Rolle. Neben der Forstwirtschaft fühlen sich auch Winzer in Freiburg zuhause. Das Staatliche Weinbauinstitut sitzt und forscht in Freiburg.

Im Städteranking 2019 des Beratungsunternehmens IW Consult belegt Freiburg Platz 14 von 71 Städten in Deutschland. Punkte gab es unter anderem für die zahlreichen Forschungsinstitute, die vielen Hochqualifizierten auf dem Arbeitsmarkt, die vergleichsweise junge Bevölkerung und die hohe Lebensqualität.

Das Forschungsinstitut Prognos setzte Freiburg im Breisgau in seinem Zukunftsatlas 2019 auf Platz 57 von 401 Regionen in Deutschland. In der Kategorie Arbeitsmarkt belegt Freiburg sogar Position 32.

5 Tipps für Ihre Jobsuche

jobs in freiburgDie richtige Stelle in Freiburg müssen Sie nicht nur finden. Sie müssen sich mit Ihrer Bewerbung auch gegen die Konkurrenz durchsetzen. Hier sind wertvolle Tipps, die Ihnen dabei helfen:

Jobs Freiburg: Kosten, Lebenshaltung, Mietpreise

Freiburg hat den Ruf einer Vorzeigestadt: überschaubar, grün, idyllisch. Weniger idyllisch sind die Preise. Für Mieter ist Freiburg eine teures Pflaster. Im Breisgau kostet der Quadratmeter laut Immowelt im Median 9,70 Euro (Stand: 1. Quartal 2020).

Zum Vergleich: In Karlsruhe liegt der Medianmietpreis bei 10,00 Euro pro Quadratmeter, in Stuttgart bei 12,80 Euro. Die teuersten Städte Deutschlands sind Frankfurt am Main (13,60 Euro) und München (17,30 Euro).

In vielen anderen Städten ist das Mietniveau aber deutlich niedriger. Das ist vor allem in Ostdeutschland und im Ruhrgebiet der Fall. In Dortmund etwa mietet man den Quadratmeter schon für 7,40 Euro, in Leipzig für 6,90 Euro (Stand: 1. Quartal 2020).

Von 2009 bis 2019 sind die Mietpreise in Freiburg laut Immowelt um 24 Prozent gestiegen. Das ist vergleichsweise wenig. In Stuttgart gingen sie im gleichen Zeitraum um 49 Prozent in die Höhe. Unangefochtener Spitzenreiter ist die Bundeshauptstadt Berlin mit einem Mietpreisanstieg um 104 Prozent innerhalb von zehn Jahren.

Teuer ist Freiburg auch für Käufer. Ein Eigenheim schlägt mit 4.260 Euro pro Quadratmeter zu Buche. Damit zählt Freiburg zu den wenigen Städten des Landes, die die 4.000-Euro-Marke überschritten haben. Zum Vergleich: In Frankfurt zahlt man 4.430 Euro, in Stuttgart 4.080 Euro und in Karlsruhe 3.250 Euro.

Es gibt nur eine einzige Stadt, die deutlich über dem Freiburger Kaufpreisniveau liegt. München verlangt für den Quadratmeter über 7.100 Euro. In Gelsenkirchen dagegen bekommt man ihn schon für 1.000 Euro.

Hier geht es zu den 10 besten Tipps für die erfolgreiche Wohnungssuche.

Jobs Freiburg: Kontaktdaten und Servicestellen

Sie wollen sich in Freiburg selbstständig machen, Ihre Steuererklärung abgeben oder Jobs und Studentenjobs in Freiburg suchen? Die wichtigsten Servicestellen hat Karrieresprung übersichtlich für Sie zusammengefasst:

  • Ihr Finanzamt in Freiburg finden Sie hier.
  • Die IHK Südlicher Oberrhein finden Sie hier.
  • Die Handwerkskammer Freiburg finden Sie hier.
  • Studentenjobs, Minijobs und Jobs in Freiburg für Vollzeit, Teilzeit, Aushilfe oder Quereinsteiger finden Sie in unserer Jobbörse.
[Zuletzt aktualisiert: 24.11.2020; Bildnachweis: Sergey Dzyuba by Shutterstock.com]

Jobs in Karlsruhe: Stellen, Gehälter und Arbeitgeber in Karlsruhe

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Nein, ein Unternehmen von Weltformat sucht man in Karlsruhe vergebens. Dennoch zählt die Stadt zu den wirtschaftlich erfolgreichsten in ganz Deutschland. Als Hochqualifizierter mag sich mancher hier vorkommen wie die Made im Speck. So finden auch Sie die besten Jobs in Karlsruhe

Jobs Karlsruhe: Die Stadt

Eine ewige Rivalität verbindet Schwaben und Badener. Stellvertretend dafür stehen die beiden größten Städte – Stuttgart auf der einen und Karlsruhe auf der anderen Seite.

Mit rund 310.000 Einwohnern ist Karlsruhe aber nur halb so groß wie die Daimler-Stadt. Entstanden ist sie im 18. Jahrhundert auf dem Reißbrett. Darum führen die Straßen strahlenförmig in den Karlsruher Schlossgarten. Das prachtvolle Schloss, von Markgraf Karl-Wilhelm erbaut, ist Mittelpunkt des grünen Zentrums.

Das wissenschaftliche Zentrum Karlsruhes liegt etwas weiter östlich. Das Karlsruhe Institute of Technology, Kurzform KIT, hat sich zu einer der renommiertesten Universitäten Europas hochgearbeitet. Wer einen der begehrten Plätze in einem Studentenappartment in der Umgebung ergattert, darf sich glücklich schätzen – muss aber tief in die Tasche greifen.

Stellen Karlsruhe: Der Arbeitsmarkt

Baden-Württemberg ist Fachkräftemangel-Land. Kaum ein Tag, an dem hier nicht von einem Unternehmer die Klage ertönt. Das ist in Karlsruhe nicht anders.

Die Arbeitslosenquote in Karlsruhe liegt bei 5,1 Prozent (Stand: Oktober 2020). Es lässt sich mit einiger Gewissheit sagen: Wer gut ausgebildet ist und sich in Karlsruhe auf Jobsuche begibt, wird am Ende einen Arbeitsvertrag in Händen halten.

In ganz Baden-Württemberg liegt die Arbeitslosenquote sogar nur bei 4,3 Prozent. In den großen Städten ist sie erfahrungsgemäß etwas höher. Hier konzentrieren sich die Menschen mit schlechteren Beschäftigungschancen und aus prekären Milieus, Migranten ohne Sprachkenntnisse oder junge Leute ohne Berufsabschluss.

Im regionalen Vergleich ist sie insbesondere in Heilbronn (6,3 Prozent), Mannheim (7,7 Prozent) und Pforzheim (7,8) erhöht. Auch Freiburg im Breisgau beklagt mit 5,8 Prozent eine höhere Arbeitslosenquote als Karlsruhe. Stuttgart steht bei 5,7 Prozent.

In Tübingen (3,5 Prozent), Ludwigsburg (3,7 Prozent) und Ulm hingegen sind prozentual weniger Menschen erwerbslos als in Karlsruhe (Stand: Oktober 2020).

Insgesamt gibt es im Bezirk der IHK Karlsruhe rund 462.700 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte – davon 178.800 in der Stadt Karlsruhe. Knapp 140.000 arbeiten im produzierenden Gewerbe, 95.000 in Handel, Verkehr und Gastgewerbe sowie 226.000 in anderen Dienstleistungsjobs. Die meisten Dienstleistungs-Jobs in Karlsruhe gibt es im Gesundheits- und Sozialwesen mit über 52.000 Arbeitsplätzen.

Auffällig: Während die Zahl der Industriejobs in der Stadt Karlsruhe seit Jahren zurückgeht, steigt sie in den umliegenden Gemeinden an, zum Beispiel im Landkreis Rastatt. Auch in ganz Baden-Württemberg ist die Zahl der Industriearbeitsplätze in den vergangenen Jahren gewachsen.

Jobs Karlsruhe: Einstiegsgehälter und Gehaltsniveaus

Ein vollzeitbeschäftigter Arbeitnehmer verdient laut Bundesagentur für Arbeit 3.682 Euro brutto im Monat, wenn er seinen Arbeitsplatz in der Stadt Karlsruhe hat. Dabei handelt es sich um den Medianwert, nicht um den Durchschnittswert. Beim Median liegt die eine Hälfte darüber, die andere Hälfte darunter.

Damit verdienen die Karlsruher deutlich mehr als Freiburger (3.471 Euro) oder Tübinger (3.484 Euro). In Stuttgart dagegen liegt der Medianverdienst bei 4.351 Euro brutto monatlich. Akademiker können in Karlsruhe sogar mit 5.234 Euro rechnen.

Für alle Vollzeitbeschäftigten, die in Karlsruhe wohnen, liegt das Medianeinkommen bei 3.497 Euro brutto pro Monat. Die Differenz erklärt sich dadurch, dass viele aus der Stadt in eine Nachbargemeinde pendeln und dort möglicherweise weniger verdienen.

Für Juristen ist Karlsruhe besonders lukrativ. Sie steigen nach Angaben der Gehaltsplattform gehalt.de mit durchschnittlich 60.775 Euro brutto im Jahr in den Beruf ein. Das ist nicht viel weniger als in Frankfurt, wo mit 62.841 Euro brutto im Jahr die höchsten Einstiegsgehälter gezahlt werden.

Darben müssen aber auch die anderen Akademiker nicht. Schließlich ist Baden-Württemberg im Ganzen ein Magnet für Gutverdienende. Fach- und Führungskräfte kommen hier laut Stepstone-Gehaltsreport 2020 auf ein jährliches Bruttodurchschnittsgehalt von 61.677 Euro.

So gut wird sonst nirgends gezahlt. Mit zwei Ausnahmen: In Bayern landen 62.243 Euro brutto im Jahr in der Lohntüte. Und in Hessen liegt das Durchschnittseinkommen für Fach- und Führungskräfte mit 64.335 Euro sogar noch ein ganzes Stück darüber.

Die Xing-Gehaltsstudie 2019 verortet Fach- und Führungskräfte in Baden-Württemberg bei 72.526 Euro brutto im Jahr.

Hier geht es zur großen Gehaltstabelle und hier finden Sie Ihr Einstiegsgehalt 2020.

Die größten Arbeitgeber in Karlsruhe

Der bekannteste Arbeitgeber der Stadt residiert vor dem Schlossgarten. Im Bundesverfassungsgericht wurde schon die eine oder andere historische Schlacht der Bundesrepublik geschlagen.

In der Privatwirtschaft genießen Energieversorger EnBW und Drogerieriese DM die größte überregionale Bekanntheit.

Das sind die größten Arbeitgeber, die Jobs in Karlsruhe schaffen:

  • BBBank (Privatkundenbank)
  • Cronimet Gruppe (Recycling)
  • Deutsche Bausparkasse Badenia
  • Diakonie in Baden-Württemberg
  • Dm Drogeriemarkt (Einzelhandel)
  • Dr. Willmar Schwabe Unternehmensgruppe (Chemie)
  • EnBW Energie Baden-Württemberg
  • Fiducia und GAT IT (IT-Dienstleistungen)
  • Miro Mineralölraffinerie Oberrhein
  • Pneuhage Management (Reifenhandel)
  • Proserv Produktionsservice und Personaldienste
  • Simon Hegele Gesellschaft für Logistik und Service (Spedition)
  • Sparkasse Karlsruhe
  • Stadtwerke Karlsruhe
  • Städtisches Klinikum Karlsruhe
  • Synergie Personal
  • VBK Verkehrsbetriebe
  • Vidia Christliche Kliniken
  • Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
  • Michelin Reifenwerke
  • United Internet (Internetdienstleistungen)
  • Big Bechtold Gruppe (Gebäudedienstleistungen)
  • SAS Autosystemtechnik
  • Pfeiffer und May (Großhandel)
  • ZG Raiffeisen (Genossenschaft)
  • Landeskreditbank Baden-Württemberg
  • VBL Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder
  • Aluplast (Fenster)
  • Mineralölraffinerie Oberrhein
  • Heinrich Heine GmbH (Mode)
  • CAS Software AG
  • Bruker AXS (Röntgenanalysegeräte)
  • Gameforge AG (Online-Spiele)

Stellen Karlsruhe: Karriereaussichten und Wirtschaft

Karlsruhe ist eine Top-Adresse für alle, die Karriere machen wollen. Das zeigt schon der Blick auf das Städteranking 2019 des Beratungsunternehmens IW Consult. Hier landete Karlsruhe auf Platz 12 von 71 Städten in Deutschland und verfehlte damit nur knapp die Top Ten.

Im Zukunftsatlas 2019 des Forschungsinstituts Prognos reichte es für die Stadt Karlsruhe sogar zu Rang 23 von 401 Regionen in Deutschland. Gute Bewertungen sammelten die Badener für ihre Dynamik und den florierenden Arbeitsmarkt. Der Landkreis Karlsruhe folgt in diesem Ranking mit gar nicht so weitem Abstand auf Platz 58. Auch der Landkreis überzeugt mit seinem starken Arbeitsmarkt – und dem beträchtlichen Wohlstand, zu dem er es gebracht hat.

Besonders gute Perspektiven für Arbeitnehmer bieten die sogenannten wissensintensiven Dienstleistungen in Karlsruhe. Nur wenige Städte sind besser aufgestellt. Wissensintensive Dienstleister sind zum Beispiel:

  • IT-Fachkräfte
  • Versicherer
  • Banker
  • Unternehmensberater
  • Forscher und Entwickler
  • Werber und Marktforscher

Daneben spielt der Handel eine Hauptrolle im Wirtschaftsprofil der Stadt. Ein gutes Drittel der Beschäftigten arbeitet nach IHK-Angaben noch immer im produzierenden Gewerbe. Die Struktur ist also gemischt – und gesund.

Für Wissenschaftler gleicht Karlsruhe ohnehin einem Paradies. Das Karlsruhe Institute of Technology (KIT) ist der Leuchtturm, aber nicht alleine auf weiter Flur. Da gibt es noch die Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft, die Pädagogische Hochschule, die Hochschule für Musik oder auch die Karlshochschule, eine private Business School.

5 Tipps für Ihre Jobsuche

jobs in karlsruheDie richtige Stelle in Karlsruhe müssen Sie nicht nur finden. Sie müssen sich mit Ihrer Bewerbung auch gegen die Konkurrenz durchsetzen. Hier sind wertvolle Tipps, die Ihnen dabei helfen:

Jobs Karlsruhe: Kosten, Lebenshaltung, Mietpreise

Dass die Mieten auch in Karlsruhe steigen, dürfte niemanden verwundern. Aber sie sind laut Mietspiegel 2019 in den vergangenen zwei Jahren nur um jeweils knapp zwei Prozent angezogen – das ist vergleichsweise milde.

Dafür ist das Ausgangsniveau allerdings schon recht hoch. Zweistellige Quadratmeterpreise sind in der badischen Boom-Stadt keine Seltenheit. Nach Immowelt-Angaben liegen die Medianmieten in Karlsruhe bei 10,00 Euro pro Quadratmeter (Stand: 1. Quartal 2020). In guten Lagen kann es auch gerne noch mehr sein.

Zum Vergleich: In Stuttgart werden 12,80 Euro pro Quadratmeter aufgerufen. In den anderen Städten Baden-Württembergs wohnen Mieter aber deutlich günstiger als in Karlsruhe. Dies trifft etwa auf Heilbronn (9,80 Euro), Freiburg (9,70 Euro), Ulm (9,50 Euro), Mannheim (9,30 Euro) und Pforzheim (8,00 Euro), aber nicht auf Heidelberg (10,80 Euro) zu.

Und es könnte alles noch schlimmer werden – auch für Käufer. Der Zuzug nach Karlsruhe ist unvermindert hoch und setzt die Preise weiter unter Druck. Bauland aber ist knapp, Wohnungen werden oft per Gebot versteigert. Beispiel Park Tower: Die 142 Eigentumswohnungen in den beiden Wohntürmen wurden für bis zu 4.500 Euro pro Quadratmeter verkauft.

Auch die 40.000 Studenten führen hier kein finanziell sorgloses Leben. Eine Studentenbude in Karlsruhe mit 30 Quadratmetern kostet in Karlsruhe laut IW-Studentenwohnpreisindex 397 Euro im Monat. Das ist gehobenes Mittelfeld. In München kostet eine vergleichbare Wohnung 635 Euro, in Heidelberg 437 Euro und in Bonn 423 Euro. Von 18 untersuchten Städten liegt Karlsruhe auf Platz 8 – und ist teurer als Münster, Göttingen oder Bamberg.

Hier geht es zu den 10 besten Tipps für die erfolgreiche Wohnungssuche.

Jobs Karlsruhe: Kontaktdaten und Servicestellen

Sie wollen sich in Karlsruhe selbstständig machen, Ihre Steuererklärung abgeben oder Jobs in Karlsruhe in Vollzeit oder Teilzeit suchen? Die wichtigsten Servicestellen hat Karrieresprung übersichtlich für Sie zusammengefasst:

  • Ihr Finanzamt in Karlsruhe finden Sie hier.
  • Das Jobcenter Karlsruhe finden Sie hier.
  • Die IHK Karlsruhe finden Sie hier.
  • Die Handwerkskammer Karlsruhe finden Sie hier.
  • Jobs in Karlsruhe für Vollzeit, Teilzeit, Quereinsteiger, Verkauf, Aushilfe, Büro oder ohne Ausbildung finden Sie in unserer Jobbörse.
[Zuletzt aktualisiert: 24.11.2020; Bildnachweis: Arthur Palmer by Shutterstock.com]

Jobs in Hildesheim: Aktuelle Stellenangebote und die besten Tipps

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Hildesheim ist historisch wertvoll. Die Altstadt mit ihrem prachtvollen Dom zählt zu den schönsten in ganz Deutschland. Die Lebenshaltungskosten sind auch schön – schön niedrig. Jetzt fehlt zum großen Glück nur noch der perfekte Arbeitsplatz. Die passenden Jobs in Hildesheim finden Sie hier…

Jobs Hildesheim: Die Stadt

Hildesheim ist eine ausgezeichnete Stadt. Das stimmt definitiv. Der Hildesheimer Dom und die evangelisch-lutherische Kirche St. Michaelis zählen zum Weltkulturerbe der Unesco. Insgesamt gibt es in Deutschland 44 Weltkulturstätten.

Es versteht sich von selbst, dass diese beiden Monumentalbauten das Zentrum der Stadt markieren. Noch schöner wäre Hildesheim heute, wenn seine herrliche Altstadt im Zweiten Weltkrieg nicht dem Erdboden gleichgemacht worden wäre. Damals galt die Hildesheimer Altstadt im Volksmund als das Nürnberg des Nordens.

Wer Hildesheim geographisch gar nicht einordnen kann: Die 100.000-Einwohner-Stadt liegt rund 40 Kilometer südlich von Hannover.

In Hildesheim selbst wohnt es sich in Itzum-Marienburg auf gehobenem Niveau. Auch die Innenstadt hat gute Wohnungen und Lagen zu bieten. Trubelig geht es in der Oststadt mit ihrer erhöhten Kneipendichte zu. Kriminalitätsprobleme gibt es vor allem in der Nordstadt.

Stellen Hildesheim: Der Arbeitsmarkt

In Niedersachsen beträgt die Arbeitslosenquote 5,8 Prozent. Im Bezirk Hildesheim der Bundesagentur für Arbeit liegt sie mit 6,5 Prozent leicht über dem Schnitt (Stand: Oktober 2020).

Zum Vergleich: In der Region Hannover sind 7,8 Prozent arbeitslos, in Braunschweig 5,6 Prozent und in Wolfsburg nur 5,4 Prozent. Goslar liegt bei 6,9 Prozent, die Stadt Salzgitter bei 10,2 Prozent (Stand: Oktober 2020).

Von den knapp 92.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Hildesheim arbeiten fast 63.000 in Dienstleistungsberufen, ein großer Teil im Gesundheits- und Sozialwesen. Die Industrie zählt 18.000 Arbeitsplätze in Hildesheim, der Handel 13.300 (Stand: 2018).

Nach IHK-Angaben sind von 2008 bis 2018 viele neue Jobs in Hildesheim entstanden. Um 12,8 Prozent wuchs die Zahl der Arbeitsplätze innerhalb von zehn Jahren.

Hildesheim mag eine kleine Stadt sein, nur kleine Unternehmen beherbergt sie deshalb aber nicht. Fast ein Drittel der Arbeitnehmer ist in einem größeren Betrieb angestellt, mehr als die Hälfte in Klein- und Mittelbetrieben. Rund 15 Prozent arbeiten in Kleinstbetrieben mit weniger als zehn Mitarbeitern.

Hier finden Sie mehr als 70 Tipps für Ihre Jobsuche in Hildesheim.

Jobs Hildesheim: Einstiegsgehälter und Gehaltsniveaus

Die Gehälter in Hildesheim liegen unter dem gesamtdeutschen Schnitt. Während das Medianeinkommen für einen Vollzeitbeschäftigten in Deutschland nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit bei 3.209 Euro brutto im Monat liegt, beträgt es in Hildesheim 3.044 Euro.

Auch in den umliegenden Städten und Gemeinden können Arbeitnehmer mehr verdienen. So beträgt das Medianeinkommen in Hameln-Pyrmont 3.142 Euro brutto monatlich, in Holzminden 3.132 Euro und in Göttingen 3.128 Euro. Noch höher ist das Gehaltsniveau in der Region Hannover (3.387 Euro), Braunschweig (3.483 Euro) und der VW-Hochburg Wolfsburg (4.622 Euro).

Auf der anderen Seite kommen viele Nachbarn von Hildesheim nicht einmal an die 3.000-Euro-Marke heran, darunter Goslar, Helmstedt, Northeim, Peine, Wolfenbüttel, Nienburg und Schaumburg.

Insgesamt bringen Fach- und Führungskräfte in Niedersachsen laut Stepstone-Gehaltsreport 2020 im Schnitt 54.150 Euro brutto jährlich mit nach Hause. Der gesamtdeutsche Vergleichswert liegt bei 58.785 Euro brutto per annum.

Sogar 66.271 brutto jährlich sind in der Lohntüte von Fach- und Führungskräften in Niedersachsen, wenn man die Xing-Gehaltsstudie 2019 zu Rate zieht. Deutschlandweit stecken 70.754 Euro brutto im Jahr drin.

Hier finden Sie die umfassende Gehaltstabelle und hier geht es zu Ihrem Einstiegsgehalt 2020.

Die größten Arbeitgeber in Hildesheim

Hier gibt es Jobs in Hildesheim – das sind die größten Arbeitgeber in Hildesheim:

  • Robert Bosch Car Multimedia (Automotive)
  • SEG Automotive
  • Isi Automotive
  • Da Vinci Engineering (Ingenieurbüro)
  • KSM Castings Group (Kfz-Gussteile)
  • Coca-Cola European Partners (Getränke)
  • Gebr. Heyl Analysetechnik
  • Wipotec (Wäge- und Inspektionstechnologie)
  • Brunel Car Synergies (Ingenieurdienstleister)
  • Stadtwerke Hildesheim
  • Alcoa Fastening Systems (Metallteile)
  • Howmet Aerospace (Luft- und Raumfahrt)
  • Petrofer Chemie H.R. Fischer
  • Autogyro (Tragschrauber)
  • Transgourmet (Handel)
  • EVI Energieversorgung Hildesheim
  • Sparkasse Hildesheim Goslar Peine
  • Volksbank Hildesheim-Lehrte-Pattensen
  • Helios Klinikum Hildesheim
  • Ameos Klinikum Hildesheim
  • St. Bernward Krankenhaus
  • SVHI Stadtverkehr Hildesheim
  • Albert Schröter Gebäudeservice (Gebäudereinigung)

Stellen Hildesheim: Karriereaussichten und Wirtschaft

Für die Robert Bosch GmbH ist Hildesheim ein wichtiger Standort. Hier hat der Geschäftsbereich Car Multimedia seinen Hauptsitz.

Bosch arbeitet in Hildesheim an Infotainment-, Display-, Vernetzungs- und HMI-Lösungen, fertigt Prototypen an und treibt die videobasierte Umfelderfassung für Fahrzeuge voran. Auch werden hier Lenkmotoren und elektronische Antriebe gefertigt, Steuergeräte und Elektronikkomponenten aufbereitet.

Der zweite große Name ist Coca-Cola. Hildesheim ist für den Brauselieferanten einer von 16 Produktionsstandorten in Deutschland. Rund ein Zehntel der gesamten Abfüllmenge in Deutschland wird in Hildesheim verarbeitet.

Dennoch wird Hildesheim von Kleinunternehmen geprägt. Wer in einem großen Konzern anheuern will, muss oder kann 30 Kilometer nördlich nach Hannover pendeln. Was ganz nebenbei auch viele Hildesheimer so praktizieren.

Wichtige Branchen in Hildesheim sind:

  • Maschinen- und Fahrzeugbau (Automobilzulieferer)
  • Elektrotechnik
  • Metallverarbeitung
  • Gesundheitswesen
  • Einzelhandel
  • Baugewerbe
  • Pflegeheime
  • Öffentliche Verwaltung

Völlig unbedeutend ist Hildesheim trotz seines Schattendaseins in keinem Fall. Die Stadt ist ein Oberzentrum, hat ein Amtsgericht, Arbeitsgericht, Sozialgericht und Landgericht, ist Sitz des Staatlichen Gewerbeaufsichtsamts.

Und sie ist ein gar nicht so kleiner Hochschulstandort. Die Universität Hildesheim ist eine Stiftungsuniversität. Ein großer Teil der Absolventen heuert nach Linkedin-Angaben bei Volkswagen, Bosch, Continental und Siemens an.

Daneben gibt es noch die Hochschule für Angewandte Wissenschaft und Kunst sowie die Norddeutsche Hochschule für Rechtspflege. Die staatliche Fachhochschule bildet Rechtspfleger und Beamte des gehobenen Justizdienstes für die nördlichen Bundesländer aus.

Im Zukunftsatlas 2019 des Forschungsinstituts Prognos rangiert der Landkreis Hildesheim auf Platz 250 von 401 Regionen in Deutschland. In der Kategorie Arbeitsmarkt reichte es immerhin für Platz 140.

Sie wollen in Hildesheim Jobs suchen und Karriere machen? So können Sie einen Karriereplan erstellen.

Die besten Tipps für Ihre Jobsuche

jobs hildesheim stellenangebote vollzeit teilzeit bewerbung jobsucheAttraktive Jobs in Hildesheim müssen Sie erst finden – und dann an Land ziehen! Hier sind die besten Tipps für Ihre Bewerbung:

Jobs Hildesheim: Kosten, Lebenshaltung, Mietpreise

In Hildesheim lebt es sich gut und vor allem günstig. Das zeigt ein Blick auf die Lebenshaltungskosten. Wer in Hildesheim 50.000 Euro jährlich verdient, müsste laut Financescout24 in München über 77.000 Euro mit nach Hause nehmen, um seinen Lebensstandard zu wahren.

Und auch im niedersächsischen Vergleich ist Hildesheim billiger als Braunschweig, Hannover, Wolfsburg, Göttingen, Oldenburg und Osnabrück. Nur eine Stadt schlägt die Hildesheimer Preise: Salzgitter.

Mietwohnungen in Hildesheim sind erschwinglich. Im Median zahlen Mieter Immowelt-Analyse für den Quadratmeter 7,10 Euro (Stand: 1. Quartal 2020). Das ist gar nicht so weit entfernt von den 5,20 Euro, die man in Chemnitz zahlt. Von 81 deutschen Großstädten, die Immowelt untersucht hat, ist Chemnitz die günstigste.

In Hannover liegt der Quadratmeterpreis demnach bei 8,80 Euro, in Wolfsburg bei 8,70 Euro und in Braunschweig bei 8,00 Euro. Günstiger wohnt man in Salzgitter (5,50 Euro).

Im Jahr 2008 betrug der Quadratmeterpreis in Hildesheim noch 5,10 Euro. Innerhalb von zehn Jahren stieg er um stolze 37 Prozent bis auf 7,00 Euro im Jahr 2019.

Hier finden Sie 10 Tipps für die erfolgreiche Wohnungssuche in Hildesheim.

Jobs in Hildesheim: Kontaktdaten und Servicestellen

Sie wollen sich in Hildesheim selbstständig machen, Ihre Steuererklärung abgeben oder Jobs in Hildesheim für Vollzeit, Teilzeit, Quereinsteiger oder Minijob suchen? Die wichtigsten Servicestellen hat Karrieresprung übersichtlich für Sie zusammengefasst:

  • Das Finanzamt Hildesheim-Alfeld finden Sie hier.
  • Das Jobcenter Hildesheim finden Sie hier.
  • Die IHK-Geschäftsstelle Hildesheim finden Sie hier.
  • Die Handwerkskammer Hildesheim-Südniedersachsen finden Sie hier.
  • Jobs in Hildesheim für Vollzeit, Teilzeit, Quereinsteiger oder Minijob finden Sie in unserer Jobbörse.
[Zuletzt aktualisiert: 13.11.2020; Bildnachweis: Marc Venema by Shutterstock.com]

Jobs in Hannover: Aktuelle Stellenangebote und die besten Tipps

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Hannover hat den Löwen im Stadtwappen. Und als Landeshauptstadt auch das niedersächsische Ross. Das passt gut, denn Hannover hat Biss und PS. Die Stadt vereint mehr Top-Unternehmen, als so mancher ahnt. Jobs in Hannover finden Sie hier…

Jobs Hannover: Die Stadt

Wir können alles – sogar hochdeutsch. So müsste der Slogan von Hannover lauten. Die 530.000-Einwohner-Stadt ist ein – vielfach unterschätzter – Hort von Top-Unternehmen und Unternehmern, Bundeskanzlern und Sehenswürdigkeiten.

Aber einen erstklassigen Leumund hat sie trotzdem nicht. Sie gilt als öde, langweilig, längst nicht so lebenswert wie Hamburg oder Köln. Warum eigentlich?

Tatsächlich ist nicht alles Gold, was rund um die Herrenhäuser Gärten glänzt. So ist Hannover laut Polizeilicher Kriminalstatistik 2019 die drittgefährlichste Stadt in ganz Deutschland. Noch mehr Straftaten pro Kopf gibt es nur in Frankfurt und Berlin.

Doch ist Hannover schöner als sein Ruf. Das prachtvolle Neue Rathaus thront über dem Maschpark. Die Altstadt hat Charme. Der herrliche Maschsee liegt mitten in der Stadt. Partylöwen freuen sich jedes Jahr auf das Schützenfest Hannover, das als weltweit größtes Schützenfest gilt.

Ökonomen wiederum geht beim Blick auf das Messegelände das Herz auf. Eine große Nummer hat die Stadt aber verloren. Die legendäre Computermesse Cebit ist seit 2018 Geschichte.

Stellen Hannover: Der Arbeitsmarkt

Seit 2010 befindet sich die regionale Wirtschaft in einem robusten Aufschwung. So sagt es zumindest die IHK Hannover. Tatsächlich sind seitdem 150.000 neue Jobs in Hannover und Umgebung geschaffen worden.

Um knapp 20 Prozent ging die Zahl der Arbeitsplätze in Hannover zwischen 2008 und 2018 nach oben. Rund 510.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte arbeiten in Niedersachsens Landeshauptstadt – mehr als ein Drittel von ihnen in einem der vielen großen Unternehmen, die hier ansässig sind. (Stand: 2018).

Über 400.000 Hannoveraner haben einen Job im Dienstleistungssektor. Viele Stellen in Hannover gibt es in der Verwaltung, in Versicherungen, Verkehr und im Gesundheitswesen. In der Industrie und im Handel arbeiten jeweils ca. 65.000 Menschen. Speziell die Zahl der Industriearbeitsplätze ist in den vergangenen zehn Jahren in der gesamten Region Hannover stark gewachsen.

Die Bundesagentur für Arbeit weist für die Region Hannover insgesamt rund 49.500 Arbeitslose aus. Das entspricht einer Arbeitslosenquote von 7,8 Prozent (Stand: Oktober 2020).

In Braunschweig liegt der Wert bei 5,6 Prozent, in Wolfsburg bei 5,4 Prozent. Hameln-Pyrmont steht bei 6,8 Prozent, Celle bei 6,3 Prozent, die Stadt Salzigtter bei 10,2 Prozent. Für ganz Niedersachsen beträgt die Arbeitslosenquote 5,8 Prozent (Stand: Oktober 2020).

Hier gibt es mehr als 70 Tipps für Ihre Jobsuche in Hannover.

Jobs Hannover: Einstiegsgehälter und Gehaltsniveaus

Mit Wolfsburg kann Hannover nicht mithalten. In der VW-Stadt beträgt der durchschnittliche Bruttolohn laut Statistik der Bundesagentur für Arbeit satte 4.622 Euro pro Monat. Das ist in Niedersachsen der beste Wert – und in Deutschland Rang drei hinter Erlangen und Ingolstadt.

Auch die Braunschweiger verdienen besser als die Hannoveraner. Bei ihnen stehen im Schnitt 3.438 Euro brutto monatlich auf der Lohnabrechnung. In der Region Hannover sind es 3.387 Euro.

Damit liegt die Landeshauptstadt allerdings deutlich vor Helmstedt und Oldenburg (jeweils 2.720 Euro pro Monat) und vor dem Landkreis Lüchow-Dannenberg (2.700 Euro). Das Schlusslicht in Niedersachsen ist Wittmund in Ostfriesland mit 2.685 Euro monatlich.

Im Vergleich mit anderen Bundesländern liegen die Arbeitnehmer in Niedersachsen mit ihrem Bruttoverdienst im Mittelfeld der 16 Bundesländer. Fach- und Führungskräfte kommen laut Stepstone-Gehaltsreport 2020 auf durchschnittlich 54.150 Euro brutto jährlich. Das ist weniger als der gesamtdeutsche Schnitt von 58.785 Euro.

Die Xing-Gehaltsstudie 2019 weist für Fach- und Führungskräfte in Niedersachsen ein jährliches Bruttogehalt von 66.271 Euro aus. Hier legt der gesamtdeutsche Referenzwert bei 70.754 Euro brutto.

Gute Löhne winken in Hannover speziell Betriebswirten. Laut Gehaltsplattform gehalt.de verdienen sie im Schnitt 47.291 Euro brutto im Jahr – und damit nur etwas weniger als ihre Kollegen in Ulm oder München, wo mit 51.320 Euro die besten Gehälter deutschlandweit gezahlt werden.

Die Ingenieure in Hannover liegen dagegen nur im Mittelfeld. Sie können mit 69.500 Euro brutto pro Jahr rechnen. Das sind über 10.000 Euro weniger als in München oder Frankfurt, aber auch über 10.000 Euro mehr als in Berlin.

Für IT-Führungskräfte liegt das Gehaltsniveau in Hannover laut Kienbaum-Vergütungsreport bei 105 Prozent des deutschen Durchschnitts.

Als Fazit lässt sich festhalten: Die Gehälter in Hannover sind keineswegs spitze, aber sehr solide.

Hier finden Sie die umfassende Gehaltstabelle und hier geht es zu Ihrem Einstiegsgehalt 2020.

Die größten Arbeitgeber in Hannover

Hier gibt es Jobs in Hannover – das sind die größten Arbeitgeber in Hannover:

  • Continental AG (Automotive)
  • TUI AG (Reise)
  • Talanx (Versicherung)
  • Hannover Rück (Versicherung)
  • Clarios (Johnson Controls) (Batterienhersteller)
  • Volkswagen Nutzfahrzeuge
  • TÜV Nord
  • Nord LB (Kreditinstitut)
  • VHV Versicherung
  • Klinikum Region Hannover
  • Agravis Raiffeisen AG (Agrarhandel)
  • Enercity/Stadtwerke Hannover AG
  • VGH Versicherung
  • Wabco Holding (Automobilzulieferer)
  • MTU Maintenance Hannover (Flugzeugtriebwerkwartung)
  • Nexans Deutschland (Kabelhersteller)
  • Kone (Aufzüge, Rolltreppen)
  • GP Günter Papenburg AG (Baugewerbe)
  • Nds. Wach- und Schliessgesellschaft Eggeling u. Schorling KG (Personen- und Objektschutz)
  • Sparkasse Hannover
  • Solvay Deutschland (Chemie)
  • Concordia Versicherungsgruppe
  • Dirk Rossmann GmbH (Handel)
  • Edeka Minden-Hannover-Stiftung (Großhandel)
  • Sonepar Deutschland/ Region Nord-Ost (Handel)
  • Toto-Lotto Niedersachsen (Lotterie)
  • Madsack Mediengruppe (Verlag)
  • Delticom AG (Einzelhandel)
  • Bahlsen Gruppe (Lebensmittel)
  • CG-Gruppe (Chemie)
  • E.ON/PreussenElektra/Uniper (Energie)
  • Benecke-Kaliko (Kunststoffe)
  • Ricoh (Bürokommunikationstechnik)
  • Reemtsma (Zigarettenfabrik)
  • KraussMaffei Extrusion (Maschinenbau)
  • Komatsu (Maschinenbau)
  • Leibniz Universität Hannover
  • Medizinische Hochschule Hannover
  • Deutsche Bahn
  • Deutsche Post
  • Diakovere (Diakonie)
  • Üstra Hannoversche Verkehrsbetriebe
  • Aha Abfallentsorgung
  • Flughafen Hannover-Langenhagen
  • AOK Niedersachsen
  • Kaufmännische Krankenkasse KKH

Stellen Hannover: Karriereaussichten und Wirtschaft

Die Region Hanover ist vor allem ein El Dorado für Versicherer (Hannover Rück, Talanx, VHV, VGH…) und Handelsunternehmen (Rossmann, Edeka…).

Das Profil der Stadt ist insgesamt aber bunt gemischt. Reifenmacher Continental hat hier seinen Sitz, genauso wie Reiseveranstalter TUI und Kekshersteller Bahlsen.

Wenn Wolfsburg eine Erkältung hat, dann hustet auch Hannover. Immerhin betreibt Volkswagen in der Landeshauptstadt ein Nutzfahrzeug-Werk. In Hannover soll von 2022 an neben konventionell betriebenen Fahrzeugen auch ein neuer Elektro-Bulli produziert werden.

Medienschaffenden ist die Madsack-Gruppe ein Begriff, Lottospielern Toto-Lotto Niedersachsen. Auch die Messe Hannover ist trotz des Cebit-Aus weiterhin ein Branchenriese.

In diesen Branchen bietet Hannover die besten Perspektiven:

  • Automobilwirtschaft
  • Finanzdienstleistungen und Versicherungen
  • Gesundheitswirtschaft
  • Medien- und Kreativwirtschaft
  • Messe- und Kongresswesen
  • Produktionstechnik
  • Energiewirtschaft
  • Logistik
  • Unternehmensnahe Dienstleistungen (z.B. Steuerberater, Unternehmensberater)

Zu den Top-Städten zählt die Landeshauptstadt nicht – zu den Abgehängten aber ebensowenig. In Städteranking 2019 des Beratungsunternehmens IW Consult belegt Hannover Platz 31 von 71 untersuchten Städten. Schlecht schneidet sie insbesondere im Bereich der Gründungen ab.

Im Zukunftsatlas 2019 des Forschungsinstituts Prognos belegt die Region Hannover Position 83 von 401 Regionen in Deutschland. Vor allem um den Arbeitsmarkt und die Wettbewerbsfähigkeit ist es demnach in Niedersachsens größter Stadt gut bestellt.

Sie wollen in Hannover Jobs suchen und Karriere machen? So können Sie einen Karriereplan erstellen.

Die besten Tipps für Ihre Jobsuche

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Jobs Hannover: Kosten, Lebenshaltung, Mietpreise

Die ortsübliche Vergleichsmiete in Hannover liegt bei 6,91 Euro netto kalt pro Quadratmeter. Dies geht aus dem Mietspiegel 2019 der Stadt Hannover hervor.

Der Spitzenwert für eine Wohnung, die nach 2010 gebaut wurde, mindestens 85 Quadratmeter groß ist und sich in guter Wohnlage befindet, liegt demnach bei 14 Euro pro Quadratmer.

Im Vergleich mit anderen Großstädten ist Hannover damit eine günstige Stadt zum Wohnen. So liegt die durchschnittliche Vergleichsmiete in München bei 10,22 Euro, gefolgt von Stuttgart, Köln und Hamburg. Hannover liegt in dieser Rangliste auf Platz elf vor Dresden, Duisburg, Dortmund und Leipzig. In Leipzig beträgt der Wert nur 4,86 Euro.

Nach Angaben der Immobilienplattform Immowelt liegt der Mietpreis in Hannover im Median bei 8,80 Euro pro Quadratmeter (Stand: 1. Quartal 2020). Von 2009 bis 2019 waren die Mietpreise in Hannover um 48 Prozent gestiegen – von 5,80 Euro auf 8,60 Euro.

In Wolfsburg (8,70 Euro) und Braunschweig (8,00 Euro) ist das Preisniveau nur unwesentlich niedriger. Günstiger wohnt man in Hildesheim (7,10 Euro) und Salzgitter (5,50 Euro), aber auch in Bremen (7,90 Euro) und Bielefeld (7,60 Euro).

Beliebte Wohngegenden in Hannover sind innenstadtnahe Viertel wie Eilenriede, Wülferode oder Isernhagen-Süd.

Hier finden Sie 10 Tipps für die erfolgreiche Wohnungssuche in Hannover.

Jobs in Hannover: Kontaktdaten und Servicestellen

Sie wollen sich in Hannover selbstständig machen, Ihre Steuererklärung abgeben oder neue Jobs in Hannover für Vollzeit, Teilzeit, Quereinsteiger, Minijob oder Studenten suchen? Die wichtigsten Servicestellen hat Karrieresprung übersichtlich für Sie zusammengefasst:

  • Ihr Finanzamt in Hannover finden Sie hier.
  • Das Jobcenter Region Hannover finden Sie hier.
  • Die IHK Hannover finden Sie hier.
  • Die Handwerkskammer Hannover finden Sie hier.
  • Jobs in Hannover für Vollzeit, Teilzeit, Quereinsteiger, Minijob oder Studenten in unserer Jobbörse.
[Zuletzt aktualisiert: 13.11.2020; Bildnachweis: Roman Sigaev by Shutterstock.com]

Jobs in Braunschweig: Aktuelle Stellenangebote und die besten Tipps

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Braunschweig war früher Zonenrandgebiet – auch in der Wahrnehmung vieler Westdeutscher. Heute ist die Stadt zwischen Berlin, Hamburg und Hannover eingekesselt. Dabei muss sich Braunschweig nicht verstecken. Für Wissenschaftler etwa ist die Stadt eine Oase. Auch Händler und Ingenieure müssen für Jobs in Braunschweig nicht lange suchen…

Jobs Braunschweig: Die Stadt

In Braunschweig steppt der Bär. Besser gesagt: der Löwe. Seit dem Mittelalter ist der Braunschweiger Löwe Wahrzeichen der Stadt. Noch heute steht der Burglöwe majestätisch auf dem Burgplatz. Braunschweig bezeichnet sich auch offiziell als Löwenstadt.

Wenn die fünfte Jahreszeit anbricht, dann mutiert die Löwenstadt zum Tollhaus. Braunschweig ist eine Karnevalshochburg – für eine norddeutsche Stadt ein exotisches Charakteristikum.

Ein Provinznest ist Braunschweig aber auch so nicht. Es handelt sich immerhin um die – nach Hannover – zweitgrößte Stadt in Niedersachsen. Rund 250.000 Menschen sind hier zuhause.

Am liebsten lassen sich Eingeborene und Zugezogene im östlichen Ringgebiet oder am Wall nieder. Darunter sind dem Hörensagen nach auch Anwälte und Manager von Volkswagen, die lieber in Braunschweig als in Wolfsburg wohnen. Auch Viewegsgarten im Süden ist ein populäres Wohngebiet in Braunschweig.

Stellen Braunschweig: Der Arbeitsmarkt

Die Arbeitslosenquote in Braunschweig beträgt 5,6 Prozent (Stand: Oktober 2020). Rund 7.900 Braunschweiger sind offiziell ohne Arbeitsplatz.

Zum Vergleich: Der Wert für ganz Niedersachsen liegt bei 5,8 Prozent, für Deutschland bei 6,0 Prozent.

Braunschweig steht damit auch in Ostniedersachsen gut da. Salzgitter ächzt unter einer Arbeitslosenquote von 10,2 Prozent, die Region Hannover steht bei 7,8 Prozent. Nur Nachbar Wolfsburg unterbietet den Braunschweiger Wert mit 5,4 Prozent (Stand: Oktober 2020).

Über 132.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte zählte die Stadt Braunschweig im Jahr 2019 – 2.000 mehr als im Jahr zuvor. Einen starken Zuwachs an Jobs in Braunschweig gab es in den vergangenen Jahren im Bereich Gesundheit und Sozialwesen, im verarbeitenden Gewerbe, in Dienstleistungen und Handel.

Gefragt waren zum Beispiel Gesundheits- und Pflegekräfte, Mechatroniker, Energietechniker, Klempner oder IT-Fachkräfte.

Hier finden Sie die besten Tipps, um Arbeitslosigkeit zu vermeiden und Antworten auf die Fragen:

Jobs in Braunschweig: Einstiegsgehälter und Gehaltsniveaus

Wer eine Vollzeitstelle in Braunschweig hat, kann mit einem Einkommen von 3.438 Euro brutto pro Monat rechnen. Diesen Medianwert hat die Bundesagentur für Arbeit errechnet. Eine Hälfte der Arbeitnehmer liegt also oberhalb, die andere unterhalb dieses Betrags. Akademiker kommen in Braunschweig sogar auf 4.919 Euro.

Die Gehälter in Braunschweig sind damit deutlich höher als jene im Umkreis. In Helmstedt, Goslar, Northeim, Wolfenbüttel und Peine haben Arbeitnehmer jeweils eine Zwei vor dem Komma. In der VW-Stadt Wolfsburg dagegen liegt das monatliche Medianeinkommen bei 4.622 Euro brutto – dies ist deutschlandweit ein Top-Wert. In Salzgitter sind es 4.085 Euro – ebenfalls klar über Braunschweiger Niveau.

Viele Braunschweiger pendeln daher in diese beiden Städte. Vermutlich ist das auch der Grund, warum die Arbeitnehmer, die zwar in Braunschweig wohnen, aber nicht in Braunschweig arbeiten, einen höheren Medianverdienst haben. Dieser liegt bei 3.682 Euro brutto im Monat.

Insgesamt kommen Fach- und Führungskräfte in Niedersachsen laut Stepstone-Gehaltsreport 2020 auf ein Durchschnittseinkommen von 54.150 Euro brutto im Jahr. In ganz Deutschland liegt dieser Wert bei 58.785 Euro brutto jährlich.

Laut Xing-Gehaltsstudie 2019 können Fach- und Führungskräfte in Niedersachsen sogar mit 66.271 Euro brutto im Jahr spekulieren. Deutschlandweit sind es 70.754 Euro brutto.

Hier geht es zur großen Gehaltstabelle und hier finden Sie Ihr Einstiegsgehalt 2020.

Die größten Arbeitgeber in Braunschweig

Von den 50 größten Unternehmen Niedersachsens haben (nur) zwei ihren Sitz in Braunschweig. Das Städtische Klinikum Braunschweig taucht in der Rangliste der Nord/LB aus dem August 2019 auf Platz 40 auf, Zuckerproduzent Nordzucker auf Rang 50. Dazu kommen noch die beiden VW-Finanztöchter Volkswagen Bank und Volkswagen Financial Services, die beide ihre Zentrale in Braunschweig haben.

Mit Hannover kann Braunschweig nicht mithalten, die Landeshauptstadt bringt alleine fünf Unternehmen in die Top Ten. Auf der Habenseite Braunschweigs stehen das älteste Volkswagen-Werk des Landes und ein Siemens-Werk für Eisenbahntechnik.

Hier gibt es Jobs in Braunschweig – das sind die größten Arbeitgeber in Braunschweig:

  • Nordzucker AG
  • BS Energy Braunschweiger Versorgungs-AG
  • Richard Kehr (Pharmagroßhandel)
  • Volkswagen AG
  • Volkswagen Financial Services
  • Volkswagen Bank
  • Siemens AG Mobility
  • Technische Universität Braunschweig
  • Braunschweigische Landessparkasse
  • Öffentliche Versicherung Braunschweig
  • Volksbank Braunschweig Wolfsburg
  • PSD Bank Braunschweig
  • Bombardier Transportation
  • Bosch Engineering
  • BMA Braunschweigische Maschinenbauanstalt
  • Aerodata AG (Messtechnik)
  • Alstom (Schienenfahrzeuge)
  • Brunel (Ingenieurdienstleistungen)
  • Städtisches Klinikum Braunschweig
  • New Yorker (Textil)
  • GOM GmbH (3D-Messtechnik)
  • Verlagsgruppe Westermann
  • Auro (Naturfarben)
  • Schmidt und Pfeifer (Gebäudereinigung)

Stellen Braunschweig: Karriereaussichten und Wirtschaft

Braunschweig ist eine Stadt der Techniker. An der Technischen Universität lernen die Ingenieure von morgen ihr Handwerk. Absolventen der TU landen Linkedin-Daten zufolge überproportional häufig bei Volkswagen, Siemens, dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt, Engineering-Dienstleister IAV, Bosch und Airbus.

Zahlreich vertreten sind in Braunschweig Ingenieurbüros und Automobilzulieferer. Die Nähe zum VW-Stammsitz Wolfsburg macht sich bemerkbar. In der Stadt selbst steht auch ein VW-Werk, außerdem hat Finanzdienstleister Volkswagen Financial Services hier seinen Sitz.

Daneben gibt es eine Vielzahl an Forschungseinrichtungen. Fast 30 Institute mit über 15.000 Mitarbeitern beherbergt die Stadt, darunter mehrere Fraunhofer-Institute sowie das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit.

Braunschweig hat Zukunft. Diese Einschätzung teilt auch Beratungsunternehmen IW Consult, das die Stadt in seinem Städteranking 2019 auf Platz 24 von 71 Großstädten in Deutschland setzte. Im Zukunftsranking rangiert Braunschweig sogar auf Position 18.

Vor allem die vielen MINT-Absolventen und zahlreiche Jobs in Braunschweig im Bereich Forschung und Entwicklung sorgen für ein gutes Klima.

Im Prognos-Zukunftsatlas 2019 belegt Braunschweig Platz 53 von 401 Regionen in Deutschland. Am besten schnitt Braunschweig in der Kategorie Arbeitsmarkt ab – Platz 25!

Sie wollen in Braunschweig Karriere machen? So können Sie einen Karriereplan erstellen.

Die besten Tipps für Ihre Jobsuche

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Jobs Braunschweig: Kosten, Lebenshaltung, Mietpreise

Die Lebenshaltungskosten in Braunschweig ähneln denen im Rest Niedersachsens. Hannover, Göttingen, Osnabrück oder Oldenburg – große Preisunterschiede gibt nicht. Lediglich Salzgitter ist auf einem deutlich niedrigeren Preislevel – die Mieten sind laut Financescout24 um 27 Prozent billiger als in Braunschweig.

Auch im direkten Vergleich mit der Hauptstadt Berlin schneidet Braunschweig solide ab. Lebensmittel sind in Berlin günstiger, die Mieten dafür mittlerweile deutlich teurer.

Die durchschnittliche Miete in Braunschweig beträgt laut städtischem Mietspiegel zwischen 5,60 Euro und 9,51 Euro pro Quadratmeter – abhängig von Baujahr under Größe der Wohnung.

Für eine Neubauwohnung in Braunschweig mit über 120 Quadratmetern werden zum Beispiel 9,31 Euro pro Quadratmeter fällig. Eine Altbauwohnung in Braunschweig, die vor 1918 gebaut wurde und 70 Quadratmeter umfasst, ist dagegen schon für 5,60 Euro zu haben.

Laut Daten der Immobilienplattform Immowelt liegen die Mietpreise in Braunschweig im Median bei 8,00 Euro pro Quadratmeter. In Hannover werden demnach 8,80 Euro aufgerufen und in Wolfsburg 8,70 Euro. Günstiger wohnen Mieter in Hildesheim (7,10 Euro) und Salzgitter (5,50 Euro).

Von 2009 bis 2019 sind die Mieten in Braunschweig um 43 Prozent gestiegen. Noch stärker war der Preisanstieg in Hannover mit 49 Prozent. Bundesweiter Spitzenreiter: die Hauptstadt Berlin mit einem Preiszuwachs von gewaltigen 104 Prozent innerhalb von zehn Jahren.

Hier finden Sie die besten 10 Tipps für eine erfolgreiche Wohnungssuche.

Jobs Braunschweig: Kontaktdaten und Servicestellen

Sie wollen sich in Braunschweig selbstständig machen, Ihre Steuererklärung abgeben oder Jobs in Braunschweig für Vollzeit, Teilzeit, Quereinsteiger, Aushilfe oder Studenten suchen? Die wichtigsten Servicestellen hat Karrieresprung übersichtlich für Sie zusammengefasst:

  • Ihr Finanzamt in Braunschweig finden Sie hier.
  • Das Jobcenter Braunschweig finden Sie hier.
  • Die IHK Braunschweig finden Sie hier.
  • Die Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade finden Sie hier.
  • Jobs in Braunschweig für Vollzeit, Teilzeit, Quereinsteiger, Aushilfe oder Studenten finden Sie in unserer Jobbörse.
[Zuletzt aktualisiert: 11.11.2020; Bildnachweis: LaMiaFotografia by Shutterstock.com]

Jobs in Salzgitter: Aktuelle Stellenangebote und die besten Tipps

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In Salzgitter treffen sich die Größen der Industrie. Volkswagen, Alstom, Robert Bosch und die Salzgitter AG schaffen viele Jobs in Salzgitter. Sogar Ikea ist in Ostniedersachsen ganz groß vertreten. Sie alle treiben die Gehälter zum Teil enorm nach oben. Und das Beste ist: Davon bleibt am Ende des Monats eine ganze Menge übrig. So günstig wie in Salzgitter ist das Leben nämlich anderswo nicht…

Jobs Salzgitter: Die Stadt

Salzgitter – das klingt nach qualmenden Schornsteinen und grauen Vorstädten. Doch kulturell ist die 100.000-Einwohner-Stadt keineswegs arm. Das Museum Schloss Salder oder die Burgruine Heinrichs des Löwen sind nur zwei Perlen der Stadt.

Geographisch ist Salzgitter im Osten Niedersachsens eingekesselt von anderen Städten wie Hannover, Hildesheim, Braunschweig, Wolfsburg und Wolfenbüttel. Positiv daran: Es eröffnet Berufspendlern zahlreiche Optionen.

Auch der Harz ist nicht weit entfernt. In weniger als einer Stunde ist man in der Natur, kann im Sommer wandern oder im Winter Ski fahren.

Zugezogene werden von den günstigen Immobilienpreisen in Salzgitter positiv überrascht sein. Der Nordwesten der Stadt ist besonders beliebt, auch Salzgitter-Ost, Calbrecht und Watenstedt sind gefragt.

Stellen Salzgitter: Der Arbeitsmarkt

Die Stadt Salzgitter ist ein Sorgenkind. Während die Arbeitslosigkeit in Niedersachsen bei 5,8 Prozent liegt, steht Salzgitter bei 10,2 Prozent (Stand: Oktober 2020). Im Mai 2020 hatte die 100.000-Einwohner-Stadt die 10-Prozent-Marke erstmals seit Jahren wieder gerissen. Die Coronakrise trug daran freilich eine Mitschuld.

Darüber hinaus zog Salzgitter seit 2015 überproportional viele Asylbewerber an, die sich hier wegen der günstigen Wohnungen eine Bleibe suchten. Das wirkt sich zweifellos bis heute negativ auf die Arbeitslosenquote aus.

Von den fast 6.000 Arbeitslosen in Salzgitter haben nach Angaben der Stadt mehr als 4.000 keine abgeschlossene Berufsausbildung. Darunter sind viele ältere Arbeitslose zwischen 50 und 65 Jahre. 2.100 Menschen sind langzeitarbeitslos.

Aber: Unproduktiv ist Salzgitter noch lange nicht. Im Gegenteil, jeder Einwohner erwirtschaftete im Jahr 2017 ein Bruttoinlandsprodukt von fast 54.000 Euro. Braunschweig kam nur auf gut 49.000 Euro, der Durchschnitt für Niedersachsen lag sogar nur bei rund 36.000 Euro.

Hier finden Sie mehr als 70 Tipps für Ihre Jobsuche.

Die besten Tipps für Ihre Jobsuche

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Jobs in Salzgitter: Einstiegsgehälter und Gehaltsniveaus

Salzgitter hat zwar eine hohe Arbeitslosigkeit. Wer aber eine Stelle hat, wird meist großzügig entlohnt. So liegt das Medianeinkommen eines Vollzeitbeschäftigten in Salzgitter bei 4.085 Euro brutto im Monat. Diesen Wert hat die Bundesagentur für Arbeit ermittelt.

Damit gehört Salzgitter zu den wenigen Städten in Deutschland, die auf einen Wert von über 4.000 Euro kommen. Der Grund ist einfach: Die Stadt beherbergt wenige große Unternehmen, allen voran die Salzgitter AG, die wegen ihrer guten Löhne den Wert nach oben treiben. Das Gleiche gilt zum Beispiel auch für Wolfsburg, wo der monatliche Medianverdienst sogar 4.622 Euro brutto beträgt.

Interessant ist in diesem Zusammenhang auch eine andere Zahl: So verdienen alle Vollzeitbeschäftigten, die ihren Wohnort in Salzgitter haben, im Median 3.543 Euro brutto pro Monat, also deutlich weniger. Diese Kategorie beinhaltet nämlich auch all die Arbeitnehmer, die zwar in Salzgitter wohnen, aber pendeln und ihren Arbeitsplatz woanders haben.

Hannover dagegen hat eine sehr viel heterogenere Wirtschaftsstruktur. Mit „nur“ 3.387 Euro brutto im Monat liegt die Landeshauptstadt trotzdem deutlich über dem deutschen Durchschnittswert von 3.209 Euro.

Insgesamt verdienen Fach- und Führungskräfte in Niedersachsen laut Stepstone-Gehaltsreport 2020 durchschnittlich 54.150 Euro brutto pro Jahr. Der Durchschnittswert für Deutschland liegt bei 58.785 Euro brutto im Jahr.

Die Xing-Gehaltsstudie 2019 verortet Fach- und Führungskräfte in Niedersachsen bei einem durchschnittlichen Bruttojahresgehalt von 66.271 Euro – auch das ist weniger als der deutsche Durchschnittswert von 70.754 Euro brutto jährlich.

Hier finden Sie die große Gehaltstabelle und hier geht’s zu Ihrem Einstiegsgehalt 2020.

Die größten Arbeitgeber in Salzgitter

Das größte Unternehmen vor Ort heißt so wie seine Heimatstadt. Die Salzgitter AG ist ein industrielles Schwergewicht und das nach Umsatz viertgrößte Unternehmen Niedersachens. Mit rund neun Milliarden Euro Umsatz liegen nur Volkswagen, Continental und TUI vor dem Stahlgiganten.

Volkswagen ist in Salzgitter mit einem Motorenwerk vertreten. Für Alstom ist Salzgitter einer von sechs Standorten in Deutschland. Nutzfahrzeughersteller MAN hat drei Werke – in München, Nürnberg und eben in Salzgitter. Robert Bosch hat hier sein Leitwerk für Motorsteuergeräte errichtet.

Hier gibt es Jobs in Salzgitter – das sind die größten Arbeitgeber in Salzgitter:

  • Salzgitter AG
  • Salzgitter Flachstahl GmbH
  • Volkswagen AG (Motorenwerk)
  • Alstom (Schienenfahrzeuge)
  • Robert Bosch Elektronik
  • MAN Truck und Bus AG
  • Cargill (Ölmühle, Mälzerei)
  • Ikea (Dsitributionszentrum)
  • Schaper und Brümmer (Naturstoffe)
  • Schenker Deutschland (Logistik)
  • Bors IT (Medizintechnik)
  • Theysohn Kunststoff
  • AW Systems (Software)
  • Oerlikon Metaplas (Beschichtungen)
  • Ingenieurbüro Zammit
  • Helios Klinikum Salzgitter
  • WAG Salzgitter Wohnungs- GmbH
  • WEVG Salzgitter (Energieversorgung)
  • Volksbank Braunschweig Wolfsburg
  • Möhlenhoff GmbH (Heizungstechnik)
  • VPS Verkehrsbetriebe Peine-Salzgitter
  • Messer Produktions-GmbH Salzgitter (Industriegase)
  • Posniak Recycling
  • Rudolph und Sohn (Fahrzeug- und Maschinenbau)
  • MAT Maschinen- und Automationstechnik
  • Telcat Multicom (ITK-Systeme)
  • Bernhard Wiese Maschinenbau
  • Kirsch Pharma
  • Karl Schöngen KG (Kunststoff-Rohrsysteme)
  • PA Propan und Ammoniak Anlagen
  • Salzgitter Mannesmann Forschung GmbH
  • Voith Turbo Scharfenberg (Automotive)
  • Magna International Stanztechnik
  • Stadt Salzgitter
  • Bundesamt für Strahlenschutz

Stellen Salzgitter: Karriereaussichten und Wirtschaft

Salzgitter ist ein klassischer Industriestandort – bis heute. Volkswagen, Alstom und die Salzgitter AG stehen synonym für die Großindustrie. Die Salzgitter AG stellt Rohre für Pipelines her, Getränkeabfüllanlagen und Spezialstahl für die Automobilindustrie.

Jobs Salzgitter AG

jobs salzgitter ag stellenangebote vollzeit teilzeit ohne ausbildungJobs in Salzgitter gibt es bei der Salzgitter AG und ihren Tochtergesellschaften zum Beispiel für:

Aktuelle Stellenangebote bei der Salzgitter AG finden Sie auf der Karriereseite des Unternehmens oder hier bei Karrieresprung in unserer Jobbörse.

Im Städteranking 2019 des Beratungsunternehmens IW Consult belegte Salzgitter nur Platz 61 von 71 untersuchten Städten in Deutschland – eine Verschlechterung um zwei Plätze im Vergleich zum Vorjahresranking. Schlechte Noten gab es in den Kategorien Immobilienmarkt, Arbeitsmarkt und Wirtschaftsstruktur, gute dagegen für die Lebensqualität.

Allerdings zehrt Salzgitter von seiner Substanz. Im Dynamikranking, das die Entwicklungen der vergangenen fünf Jahre bewertet, landet die Stadt auf dem letzten Platz. Von der lokalen Industrie hängt es ab, wie gut Salzgitter in die Zukunft kommt.

Im Prognos-Zukunftsatlas 2019 reicht es für Salzgitter immerhin zu Rang 271 von 401 Regionen in Deutschland. Pluspunkt: die junge Bevölkerung.

Sie wollen in Salzgitter Karriere machen? So können Sie einen Karriereplan erstellen.

Jobs Salzgitter: Kosten, Lebenshaltung, Mietpreise

Salzgitter ist das Schnäppchenparadies Niedersachsens. Keine Großstadt im Bundesland bietet so unschlagbar günstige Preise.

Wie preiswert die Lebenshaltungskosten sind, verdeutlicht ein Rechenbeispiel von Financescout24. Demnach müsste jemand, der in Salzgitter 50.000 Euro im Jahr verdient, in München über 80.000 Euro nach Hause bringen, um den gleichen Lebensstandard genießen zu können.

Laut Financescout24 sind die Mieten im benachbarten Hannover um 44 Prozent höher, in Braunschweig um 36 Prozent und in Wolfsburg sogar um 50 Prozent.

Mieter in Salzgitter zahlen im Median laut Immowelt-Auswertung 5,50 Euro pro Quadratmeter. Von den 81 untersuchten Städten unterbieten ganze zwei dieses Preisniveau: Chemnitz mit 5,20 Euro und Bremerhaven mit 5,30 Euro pro Quadratmeter. Hagen liegt ebenfalls bei 5,50 Euro. Dann folgen Cottbus und Gelsenkirchen mit jeweils 5,80 Euro (Stand: 1. Quartal 2020).

Zum Vergleich: In München werden für den Quadratmeter 17,30 Euro fällig, in Frankfurt am Main 13,60 Euro. Und auch in Göttingen, das nur 90 Kilometer von Salzgitter entfernt ist, müssen Mieter mit 8,90 Euro deutlich mehr zahlen.

Ebenfalls erfreulich: Von 2009 bis 2019 sind die Medianmieten in Salzgitter nur um 20 Prozent gestiegen – von 4,60 Euro auf 5,50 Euro pro Quadratmeter. In Hannover und Göttingen schossen sie im gleichen Zeitraum um jeweils 48 Prozent in die Höhe, in Braunschweig um 43 Prozent.

Hier finden Sie die besten 10 Tipps für eine erfolgreiche Wohnungssuche.

Jobs Salzgitter: Kontaktdaten und Servicestellen

Sie wollen sich in Salzgitter selbstständig machen, Ihre Steuererklärung abgeben oder Jobs in Salzgitter für Vollzeit, Teilzeit, Quereinsteiger, Aushilfe, Minijob oder ohne Ausbildung suchen? Die wichtigsten Servicestellen hat Karrieresprung übersichtlich für Sie zusammengefasst:

  • Ihr Finanzamt Wolfenbüttel finden Sie hier.
  • Das Jobcenter Salzgitter finden Sie hier.
  • Die IHK Braunschweig finden Sie hier.
  • Die Kreishandwerkerschaft Süd-Ost-Niedersachsen finden Sie hier.
  • Jobs in Salzgitter Vollzeit, Teilzeit, Quereinsteiger, Aushilfe, Minijob oder ohne Ausbildung finden Sie in unserer Jobbörse.
[Zuletzt aktualisiert: 11.11.2020; Bildnachweis: Lukassek by Shutterstock.com]

Jobs in Wolfsburg: Aktuelle Stellenangebote und die besten Tipps

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Jobs in Wolfsburg gibt es bei VW. Doch während die einen abgebaut werden, kommen andere neu hinzu. Und dann sind da noch die vielen Zulieferer, Händler und Hotels, die vom VW-Imperium profitieren. Wolfsburg ohne Volkswagen ist undenkbar. Der Automobilhersteller sorgt sogar dafür, dass die Durchschnittsgehälter in Wolfsburg – nicht nur für Ingenieure – in schwindelerregende Höhen steigen…

Jobs Wolfsburg: Die Stadt

Wolfsburg steht ganz im Zeichen des Automobils. Das Volkswagen-Werk für die Arbeit, die Autostadt und das Volkswagen Auto Museum für die Freizeit. Ihren Namen hat die 125.000-Einwohner-Stadt ursprünglich vom Schloss Wolfsburg, einem alten Renaissance-Schloss in herrlicher Umgebung.

Wolfsburg ist eine Stadt der Autofahrer – und der Berufspendler. Ein Großteil der Arbeitnehmer kommt von außerhalb. Anders herum fahren nur wenige Wolfsburger für die Arbeit ins Umland.

Allein aus dem benachbarten Landkreis Gifhorn fahren jeden Tag über 26.000 Pendler nach Wolfsburg hinein. Sogar aus Bayern und Baden-Württemberg kommen dem Arbeitsmarktbericht der Stadt Wolfsburg zufolge Pendler.

Als Kleinod gilt der Stadtteil Heßlingen, der 1.200 Jahre alt, aber auch sehr teuer ist. Gute Wohnlagen in Wolfsburg finden Zugezogene auch in Steimker Berg, Hageberg, Rabenberg und Hellwinkel. Höher hinaus geht auf dem Klieversberg, mit 110 Metern die höchste Erhebung Wolfsburgs.

Stellen Wolfsburg: Der Arbeitsmarkt

In Wolfsburg steht und fällt alles mit dem größten Arbeitgeber der Stadt: Volkswagen. Jeder fünfte Beschäftigte in Wolfsburg ist im Maschinen- und Fahrzeugbau tätig. Darunter sind aber auch die vielen Zulieferer.

Die Zukunft der Automobilindustrie ist ungewiss. In der Vergangenheit aber ist die Zahl der Arbeitsplätze in Wolfsburg stark gestiegen. Gab es 2009 laut Arbeitsmarktbericht der Stadt Wolfsburg noch rund 99.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte, waren es 2018 schon über 120.000. Davon arbeiten 70.000 im verarbeitenden Gewerbe.

Gut 28.000 Wolfsburger mit Vollzeitjob haben einen akademischen Abschluss (davon 2.000 mit Promotion), über 70.000 eine Berufsausbildung. Sogar ohne abgeschlossene Ausbildung ist es alles andere als unmöglich, eine gute Stelle in Wolfsburg zu finden. Fast 7.500 Wolfsburger ohne Ausbildungsabschluss arbeiten in einem Vollzeitjob.

Klar ist auch: In Wolfsburg gibt es Jobs nicht nur für Arbeiter. In diesen Bereichen arbeiten laut Arbeitsmarktbericht 2019 die Wolfsburger:

  • Maschinen- und Fahrzeugtechnik: 20,9 Prozent
  • Unternehmensführung und Organisation: 13,0 Prozent
  • Mechatronik, Energie- und Elektroberufe: 8,6 Prozent
  • Technische Forschung, Entwicklung, Konstruktion und Produktionssteuerung: 8,6 Prozent
  • Verkehrs- und Logistikberufe (ohne Fahrer): 6,3 Prozent
  • Metallerzeugung und Metallbau: 4,1 Prozent
  • Verkaufsberufe: 4,0 Prozent
  • Informatik, Information und Kommunikationstechnologie: 3,6 Prozent
  • Medizinische Gesundheitsberufe: 3,0 Prozent
  • Tourismus, Hotels und Gaststätten: 2,9 Prozent
  • Sonstiges: 25,1 Prozent

Die Arbeitslosenquote in Wolfsburg beträgt 5,4 Prozent (Stand: Oktober 2020). Damit liegt Wolfsburg unter dem niedersächsischen Schnitt von 5,8 Prozent und dem gesamtdeutschen von 6,0 Prozent.

Auch im niedersächsischen Vergleich glänzt Wolfsburg. So liegt die Arbeitslosenquote in Braunschweig bei 5,6 Prozent, in Göttingen bei 6,2 Prozent, in der Region Hannover bei 7,8 Prozent und in Salzgitter gar bei 10,2 Prozent (Stand: Oktober 2020).

Hier finden Sie mehr als 70 Tipps für Ihre Jobsuche.

Die besten Tipps für Ihre Jobsuche

jobs wolfsburg stellenangebote vollzeit teilzeit bewerbung jobsucheAttraktive Jobs in Wolfsburg müssen Sie erst finden – und dann an Land ziehen! Hier sind die besten Tipps für Ihre Bewerbung:

Jobs in Wolfsburg: Einstiegsgehälter und Gehaltsniveaus

Zwar ist Niedersachsen kein Hochlohnland, Wolfsburg dafür aber eine Spitzengehälterstadt.

Das Durchschnittsgehalt in Niedersachsen beträgt nach Angaben der Plattform gehalt.de 41.310 Euro brutto im Jahr – von Spitzenreiter Hessen (51.345 Euro) ist man damit weit entfernt. Von allen westdeutschen Bundesländern ist das Gehaltsniveau nur in Schleswig-Holstein noch niedriger als in Niedersachsen.

Fach- und Führungskräfte in Niedersachsen kommen laut Stepstone-Gehaltsreport 2020 auf ein jährliches Bruttodurchschnittsgehalt von 54.150 Euro. Das sind ca. 10.000 Euro weniger als in Hessen, aber fast 10.000 Euro mehr als in Mecklenburg-Vorpommern. Der Durchschnittswert für Deutschland liegt bei 58.785 Euro brutto im Jahr.

Die Xing-Gehaltsstudie 2019 berechnet für Fach- und Führungskräfte in Niedersachsen ein durchschnittliches Bruttojahresgehalt von 66.271 Euro. Damit liegt Niedersachsen auf dem letzten Platz aller westdeutschen Bundesländer.

Aber: Fachkräfte und Spezialisten können speziell in Wolfsburg auf Top-Gehälter kommen. Große Unternehmen zahlen besser als kleine. Und Wolfsburg hat mit Volkswagen diesbezüglich ein Ass im Ärmel.

Uni-Absolventen steigen laut gehalt.de in Wolfsburg mit 49.851 Euro brutto jährlich ins Berufsleben ein. Ein Gehalt, das absolut konkurrenzfähig ist und nicht einmal von Frankfurt oder Hamburg erreicht wird.

Ingenieure kommen in der Region Hannover/Wolfsburg auf 69.500 Euro brutto jährlich im Schnitt. Das ist weniger als in Stuttgart oder Frankfurt (je über 81.000 Euro), aber etwas mehr als in Köln und Hamburg.

Wie gut das Gehaltsgefüge in Wolfsburg auf breiter Basis ist, zeigt ein Blick auf die Daten der Bundesagentur für Arbeit. Demnach kommt ein vollzeitbeschäftigter Arbeitnehmer hier auf 4.622 Euro brutto monatlich. Dabei handelt es sich nicht um den Durchschnitt, sondern um den aussagekräftigeren Median.

Damit gehört Wolfsburg zur Beletage Deutschlands. Nur wenige Städte kommen an diesen Wert heran, Erlangen und Ingolstadt zum Beispiel. Sogar München liegt mit 4.169 Euro hinter Wolfsburg.

Grund: Wenige große Unternehmen (Volkswagen) mit sehr guten Gehältern dominieren und prägen auch die Statistik.

Hier geht es zur großen Gehaltstabelle und hier finden Sie Ihr Einstiegsgehalt 2020.

Die größten Arbeitgeber in Wolfsburg

Hier gibt es Jobs in Wolfsburg – das sind die größten Arbeitgeber in Wolfsburg:

  • Volkswagen AG
  • Volkswagen Group Services
  • Volkswagen Konzernlogistics
  • Autostadt GmbH
  • Sitech (Automotive)
  • Bocar (Metallwaren)
  • Imperial Automotive Logistics
  • Termath AG (Anlagenbau)
  • Ceva Logistics
  • Schnellecke Logistics
  • Volksbank Braunschweig Wolfsburg
  • LSW Netz (Energie)
  • Sumitomo Electric Bordnetze (Automotive)
  • Volke Unternehmensgruppe (Automotive)
  • Wolfsburger Verkehrs GmbH
  • BWS Consulting Group
  • KWD Automotive
  • Wolfsburger DRK Pflege und Dienstleistung
  • VfL Wolfsburg Fußball GmbH (Sport)
  • Cadera (Bäckerei)
  • Autoplus AG (Automobilhandel)
  • Ritz-Carlton (Hotellerie)
  • MVI Proplant (Industriedienstleistungen)
  • Hönigsberg und Düvel (IT- und Engineering-Dienstleistungen)
  • H und Services for Engineering
  • B und W Fahrzeugentwicklung
  • Stadt Wolfsburg
  • Stadtwerke Wolfsburg
  • Wolfsburg AG (Wirtschaftsförderung)

Stellen Wolfsburg: Karriereaussichten und Wirtschaft

Die Automobilindustrie hat Wolfsburg fest im Griff. Von fast 120.000 Beschäftigten in der Stadt arbeiten rund 70.000 im produzierenden Gewerbe. Dafür ist nicht nur Volkswagen verantwortlich, sondern auch die zahlreichen Zulieferer.

Dazu kommen noch technische Dienstleister und Unternehmensberater – die Zulieferer der Zulieferer gewissermaßen. Das Wachstum der Dienstleistungsberufe hat sich in den vergangenen Jahren sogar umgekehrt und zurückgebildet. Gab es 2013 noch 49.800 Arbeitnehmer in Wolfsburg mit Dienstleistungsjobs, waren es 2017 nur noch 46.000. Die Zahl der Industriearbeiter in Wolfsburg stieg im gleichen Zeitraum von 66.600 auf fast 72.800.

Jeder vierte Arbeitnehmer in Wolfsburg hat einen akademischen Abschluss. Auf der anderen Seite haben immerhin 7.000 keinen Berufsabschluss. Positiv könnte man sagen: Wolfsburg bietet sowohl Hochqualifizierten als auch Ungelernten Jobperspektiven.

Wolfsburg ist zwar eine Arbeiterstadt, aber dennoch – oder gerade deswegen – sehr wohlhabend. Das BIP pro Kopf liegt deutlich über dem deutschen Schnitt.

Im Städteranking 2019 des Beratungsunternehmens IW Consult belegte Wolfsburg von 71 untersuchten Städten in Deutschland Platz 7 – im Vorjahr hatte es sogar noch zu Platz 5 gereicht. Eine herausragende Platzierung, die in weiten Teilen Volkswagen zu verdanken ist – trotz aller Probleme des Autokonzerns. Gute Noten gab es für Wolfsburg insbesondere in den Kategorien Arbeitsmarkt und Wirtschaftsstruktur.

Im Prognos-Zukunftsatlas 2019 besetzt Wolfsburg ebenfalls einen Top-Ten-Platz. Wegen ihrer großen wirtschaftlichen Stärke und Wettbewerbsfähigkeit landete die VW-Stadt auf Rang 9 von 401 Regionen in Deutschland. Damit ist sie die einzige Stadt im Norden Deutschlands unter den Top 20.

Sie wollen in Wolfsburg Karriere machen? So können Sie einen Karriereplan erstellen.

Jobs Volkswagen Wolfsburg

volkswagen jobs wolfsburgEine Karriere bei Volkswagen ist – obwohl das Unternehmen in den kommenden Jahren Arbeitsplätze abbauen will – nicht die schlechteste Idee. Während in bestimmten Unternehmensbereichen Jobs in Wolfsburg wegfallen, werden in anderen neue aufgebaut. Beispielsweise benötigt Volkswagen:

  • Konstrukteure
  • Entwicklungsingenieure
  • Softwareentwickler
  • Car Security Manager
  • Sicherheitschemiker
  • Produktmanager
  • Application Manager
  • IT Security Analysten
  • Procurement Officer
  • Cloud Service Manager
  • Customer Experience Manager
  • Designer

Aktuelle Stellenangebote bei Volkswagen in Wolfsburg finden Sie auf der Karriereseite des Unternehmens oder hier bei Karrieresprung in der Jobbörse.

Jobs Wolfsburg: Kosten, Lebenshaltung, Mietpreise

In Wolfsburg ist Wohnraum knapp. In der Stadt gibt es 19.850 Wohnungen, die weniger als sieben Euro pro Quadratmeter kosten. Das geht aus Daten der Stadtverwaltung hervor. 1.600 davon sind durch eine sogenannte Belegsbindung Mietern mit geringem Einkommen vorbehalten. Der Bedarf kann so kaum gedeckt werden.

Im Median müssen Mieter in Wolfsburg mit Mietpreisen von 8,70 Euro pro Quadratmeter rechnen (Stand: 1. Quartal 2020). Das zeigen Daten der Plattform Immowelt.

Damit ist das Mietniveau in Wolfsburg relativ hoch, wenn man es mit anderen Städten in Niedersachsen vergleicht. Sehr viel günstiger wohnt man im benachbarten Salzgitter (5,50 Euro pro Quadratmeter) und Braunschweig (8,00 Euro). Wohnungen in der Landeshauptstadt Hannover sind mit 8,80 Euro pro Quadratmeter nur unwesentlich teurer als in Wolfsburg.

Zum Vergleich: In Hamburg beträgt die Medianmiete 11,50 Euro pro Quadratmeter (Stand: 1. Quartal 2020).

Die Kaufpreise in Wolfsburg sind in den vergangenen Jahren in die Höhe geschossen. Für eine Wohnung in Wolfsburg musste man laut Immowelt 2011 noch 930 pro Quadratmeter investieren, 2017 schon 2.000 Euro. Der Kaufpreis für Häuser stieg im gleichen Zeitraum von 1.290 Euro auf 2.050 Euro – und fiel damit weniger stark aus.

Hier finden Sie die besten 10 Tipps für eine erfolgreiche Wohnungssuche.

Jobs Wolfsburg: Kontaktdaten und Servicestellen

Sie wollen sich in Wolfsburg selbstständig machen, Ihre Steuererklärung abgeben oder Jobs in Wolfsburg für Vollzeit, Teilzeit, Quereinsteiger, bei VW oder in der Autostadt suchen? Die wichtigsten Servicestellen hat Karrieresprung übersichtlich für Sie zusammengefasst:

  • Ihr Finanzamt Gifhorn finden Sie hier.
  • Das Jobcenter Wolfsburg finden Sie hier.
  • Die IHK Lüneburg-Wolfsburg finden Sie hier.
  • Die Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade finden Sie hier.
  • Jobs in Wolfsburg für Vollzeit, Teilzeit, Quereinsteiger, bei VW oder in der Autostadt finden Sie in unserer Jobbörse.
[Zuletzt aktualisiert: 11.11.2020; Bildnachweis: Philip Lange by Shutterstock.com]

Jobs in Reutlingen: Aktuelle Stellen in der Region Neckar-Alb

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Auf der Schwäbischen Alb geht es hoch hinaus. Zumindest für diejenigen, die einen Top-Job in Reutlingen ergattert haben. Davon gibt es mehr als genug. In der unscheinbaren Schwaben-Stadt sind Automobilzulieferer und Nahrungsmittelhersteller zuhause, Industrie und Dienstleister. Jobs in Reutlingen gibt es auch bei einem Maschinenbauer, der zu den heimlichen Champions der deutschen Wirtschaft zählt…

Jobs Reutlingen: Die Stadt

Bei der Kombination Großstadt in Baden-Württemberg denken vermutlich die wenigsten an Reutlingen. Die Konkurrenz ist schließlich groß. Da gibt es das schwäbische Stuttgart, das badische Karlsruhe, das grüne Freiburg oder das studentische Tübingen. In der Tat ist Reutlingen die kleinste der neun Großstädte im Bundesland.

Reutlingen hat keine alte Universität und keine überragende Sehenswürdigkeit (wenn man vom Tübinger Tor absieht), keinen bekannten Fußballverein und keine pittoreske Altstadt. Halt! Ein Superlativ bietet die Stadt sehr wohl. Die Reutlinger Spreuerhofstraße ist an ihrer schmalsten Stelle nur 31 Zentimeter breit. Das brachte ihr 2007 einen Eintrag ins Guinnessbuch der Rekorde als engste Straße der Welt.

Die Stadt wird gerne unterschätzt. Dabei ist sie ein richtig schöner Flecken Erde – zum Leben und zum Arbeiten. Das sehen die meisten der 115.000 Einwohner auch so.

Die Wirtschaft in Reutlingen ist bärenstark, die Arbeitslosigkeit gering – und die Umgebung traumhaft. Die Schwäbische Alb liegt vor der Haustür, weswegen sich Reutlingen selbst auch als „Tor zur Schwäbischen Alb“ bezeichnet. Gerne gehen die Reutlinger auf die Achalm. Der 707 Meter hohe Hausberg bietet einen grandiosen Ausblick auf die Stadt. Und in Reutlingen schwäbelt es. Es gibt den Mutscheltag und den Schiedweckentag, an denen typisches Reutlinger Gebäck und Pasteten serviert werden.

Auf der Achalm wohnt es sich auch gut. Hier sind viele alteingesessene Familien zuhause. In Betzingen ist für jeden eine passende Immobilie dabei, Georgenberg ist teuer, Lerchenbuckel ruhig. Beschaulich ist es in Mittelstadt, einem eigenen kleinen Dorf im Norden der Stadt.

Stellen Reutlingen: Der Arbeitsmarkt

Reutlingen liegt im Stuttgarter Einzugsbereich. Damit ist eigentlich schon alles gesagt. Die Schwaben sind das wirtschaftliche Kraftwerk des ganzen Landes. Jobs sind im Überfluss vorhanden.

In Reutlingen gibt es nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit ungefähr 7.300 Arbeitslose. Dies entspricht einer Arbeitslosenquote von 4,5 Prozent. Damit liegt die Stadt nur knapp über dem Gesamtwert von Baden-Württemberg (4,3 Prozent). In Stuttgart beträgt die Arbeitslosenquote 5,7 Prozent. Heilbronn steht bei 6,3 Prozent, Pforzheim bei 7,8 Prozent (Stand: Oktober 2020).

Besser da steht Tübingen. In der Universitätsstadt beträgt die Arbeitslosenquote minimalistische 3,5 Prozent. Auch Ludwigsburg (3,7 Prozent) schlägt den Reutlinger Wert.

Bis 1998 gab es in der Region Neckar-Alb mehr Jobs im produzierenden Gewerbe als im Dienstleistungssektor. 2019 waren rund 165.000 Menschen im Dienstleistungsbereich beschäftigt und nur noch 102.000 in der Industrie.

Die besten Antworten für Ihr Vorstellungsgespräch in Reutlingen

jobs reutlingen stellenangebote vollzeit teilzeit bewerbungSie sind zum Vorstellungsgespräch für eine Stelle in Reutlingen eingeladen worden? Prima! Jetzt fehlen Ihnen nur noch die richtigen Antworten auf die beliebtesten Fragen, die Personaler für gewöhnlich so stellen. Zum Beispiel diese hier:

Jobs in Reutlingen: Einstiegsgehälter und Gehaltsniveaus

Baden-Württemberg punktet mit Top-Gehältern. Fach- und Führungskräfte verdienen hier laut Stepstone-Gehaltsreport 2020 jährlich 61.677 Euro brutto. Legt man die Xing-Gehaltsstudie 2019 zugrunde, sind es sogar 72.526 Euro.

Das jährliche Durchschnittsgehalt aller Arbeitnehmer in Baden-Württemberg beträgt nach Angaben der Gehaltsplattform gehalt.de rund 48.870 Euro brutto. Zum Vergleich: In ganz Deutschland sind es 45.000 Euro. Höhere Gehälter als in Baden-Württemberg können Arbeitnehmer nur in Hessen und Bayern erwarten.

In Reutlingen gehen Arbeitnehmer mit einem Monatsgehalt von 3.496 Euro brutto nach Hause. Dabei handelt es sich um den Medianwert. Eine Hälfte der Gehälter liegt darüber, die andere darunter. Für ganz Deutschland liegt der Medianwert bei 3.209 Euro brutto.

Auch im regionalen Vergleich ist Reutlingen konkurrenzfähig. Nachbar Tübingen weist ein Mediangehalt von 3.484 Euro brutto auf, die Stadt Heilbronn 3.372 Euro und Pforzheim nur 3.249 Euro.

Stuttgart dagegen ist mit 4.351 Euro weit enteilt. Ludwigsburger verdienen 3.676 Euro, Esslinger 3.740 Euro und Böblinger sogar 4.596 Euro.

Hier geht es zur großen Gehaltstabelle und hier zu Ihrem Einstiegsgehalt 2020.

Die größten Arbeitgeber in Reutlingen

Hier gibt es Jobs in Reutlingen – das sind die größten Arbeitgeber in Reutlingen:

  • Manz AG (Produktionssysteme)
  • Wafios AG (Maschinenbau)
  • Automotive Lighting (Automobilzulieferer)
  • ElringKlinger (Automobilzulieferer)
  • Bonduelle Deutschland (Lebensmittel)
  • Bruderhaus Diakonie
  • Kreiskliniken Reutlingen
  • Albert Reiff GmbH (Handel)
  • H. Stoll AG und Co. KG (Flachstrickmaschinen)
  • Hochschule Reutlingen
  • Kion Warehouse Systems (Gabelstapler)
  • RWT Reutlinger Wirtschaftstreuhand (Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung)
  • Advanced Unibyte (IT-Dienstleistungen)
  • Adolf List Bauunternehmung
  • Solcom (IT-Dienstleister)
  • Unternehmensgruppe Heinrich Schmid (Malerbetrieb)
  • Transline Deutschland (Übersetzer)
  • Datatec (Elektrohandel)
  • 21Torr (Digitalagentur)
  • Kreissparkasse Reutlingen
  • Volksbank Reutlingen
  • Willi Betz (Spedition)
  • Rieber (Küchentechnik)
  • Stadtwerke Reutlingen
  • I-Point Systems (Software)
  • Schneider Airsystems (Druckluftsysteme)

Hier finden Sie die wichtigsten Tipps für die Arbeitgebersuche und Antworten auf die Frage: Wie finde ich heraus, ob ein Arbeitgeber seriös ist?

Stellen Reutlingen: Karriereaussichten und Wirtschaft

Reutlingen, so die Vermutung, kann es gar nicht schlecht gehen. Die Stadt liegt so nahe an Stuttgart, dass sie automatisch von der Wirtschaftskraft der Landeshauptstadt mitgezogen wird.

Wer keine Stelle in Reutlingen findet, pendelt einfach eine halbe Stunde mit dem Auto nach Stuttgart – oder in eine der anderen Gemeinden in der Region Neckar-Alb, zu der auch Tübingen zählt. Traditionell stark sind hier der Maschinenbau und die Textilindustrie. Mittlerweile haben auch Biotechnologie, IT, Holzwirtschaft, regenerative Energien und Medizintechnik ihren Stellenwert deutlich steigern können.

Das Risiko, auf Dauer ohne Job in Reutlingen zu bleiben, ist gering. Die Arbeitslosigkeit in Reutlingen befindet sich auf Bonsai-Niveau, die Wirtschaftsstruktur ist typisch schwäbisch. Es gibt hier Automobilzulieferer und Maschinenbauer, IT-Dienstleister und Nahrungsmittelhersteller.

Nach Prognosen des Fachkräftemonitors der baden-württembergischen Industrie- und Handelskammern werden in der Region Neckar-Alb im Jahr 2030 bis zu 25.000 Fachkräfte fehlen – darunter 1.900 akademische und 23.000 berufliche Fachkräfte.

Zurück geht seit 2015 die Zahl der Handelsunternehmen in Reutlingen und Umgebung. vor allem kleine und inhabergeführte Geschäfte geben sich im Kampf mit den Online-Händlern geschlagen. Die Zahl der Jobs in Reutlingen im produzierenden Gewerbe bleibt stabil, während sich die Zahl der IT- und Kommunikationsunternehmen in den vergangenen 20 Jahren mehr als verdoppelt hat.

Im Zukunftsatlas 2019 des Forschungsinstituts Prognos rangiert der Landkreis Reutlingen auf Platz 98 von 401 Regionen in Deutschland. Punkte gab es vor allem für die Wettbewerbsfähigkeit der Reutlinger Wirtschaft.

Manz Reutlingen Jobs

jobs reutlingen manz ag vollzeit teilzeit stellenangeboteEiner der wichtigsten Arbeitgeber in Reutlingen ist die Manz AG. Die Hightech-Maschinenbauer stehen stellvertretend für die vielfältigen Perspektiven in der Region. Sie beschäftigen an ihrem Stammsitz Fachkräfte in den verschiedensten Bereichen, in Produktion, Verwaltung, Produktmanagement, Vertrieb und IT. Beispielsweise gibt es bei Manz Reutlingen diese Jobs:

Aktuelle Stellenangebote finden Sie auf der Karriereseite der Manz AG oder hier bei Karrieresprung in der Jobbörse.

Jobs Reutlingen: Kosten, Lebenshaltung, Mietpreise

Für Berufspendler kann sich Reutlingen als Wohnort lohnen. Wer hier 50.000 Euro im Jahr verdient, müsste in Stuttgart schon knapp 60.000 Euro mit nach Hause bringen, um den Lebensstandard halten zu können. Das sagt der Lebenshaltungskosten-Vergleich von Finanzscout24.

Im Vergleich mit der Landeshauptstadt ist Reutlingen ein echtes Schnäppchen. Während die Medianmiete in Stuttgart laut Immobilienportal Immowelt bei 12,80 Euro pro Quadratmeter liegt, werden 40 Kilometer südlich in Reutlingen nur 10,10 Euro fällig (Stand: 1. Quartal 2020).

Für eine süddeutsche Stadt sind Mietpreise von weniger als zehn Euro nicht selbstverständlich. Trotzdem ist Reutlingen nicht der Preis-Primus in der Region. In Pforzheim liegt die Medianmiete bei 8,00 Euro, in Heilbronn ebenfalls bei 9,80 Euro. Karlsruhe ruft 10,00 Euro auf, Ulm 9,50 Euro (Stand: 1. Quartal 2020).

Von 2009 bis 2019 waren die Mietpreise in Reutlingen um 32 Prozent angestiegen – von 6,90 Euro auf 9,10 Euro pro Quadratmeter. In Stuttgart betrug der Anstieg im gleichen Zeitraum sogar 49 Prozent. Am heftigsten verteuerten sich die Mieten aber in der Bundeshauptstadt Berlin: Innerhalb eines Jahrzehnts schossen sie um 104 Prozent in die Höhe.

Immobilienkäufer in Reutlingen müssen laut Immowelt mit Quadratmeterpreisen von 3.090 Euro kalkulieren. Das sind immerhin rund 1.000 Euro weniger als in Stuttgart, wo 4.080 Euro aufgerufen werden. In Pforzheim dagegen kostet der Quadratmeter nur 2.350 Euro, in Heilbronn 2.780 Euro und in Karlsruhe und Ulm jeweils 3.250 Euro.

Hier finden Sie 10 Tipps für die erfolgreiche Wohnungssuche.

Jobs Reutlingen: Kontaktdaten und Servicestellen

Sie wollen sich in Reutlingen selbstständig machen, Ihre Steuererklärung abgeben oder Jobs in Reutlingen für Vollzeit, Teilzeit, Quereinsteiger, Produktion oder Büro suchen? Die wichtigsten Servicestellen hat Karrieresprung übersichtlich für Sie zusammengefasst:

  • Das Finanzamt Reutlingen finden Sie hier.
  • Die IHK Reutlingen finden Sie hier.
  • Die Handwerkskammer Reutlingen finden Sie hier.
  • Jobs in Reutlingen für Vollzeit, Teilzeit, Quereinsteiger, Produktion oder Büro finden Sie in unserer Jobbörse
[Zuletzt aktualisiert: 10.11.2020; Bildnachweis: LaMiaFotografia by Shutterstock.com]

Jobs in Heilbronn: Aktuelle Stellenangebote, Arbeitgeber und Gehälter

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Durstig bleiben Sie in Heilbronn nicht. Es handelt sich immerhin um die Stadt des Weins. Satt aber macht Sie nur Ihr Gehalt. Jobs in Heilbronn gibt es vor allem in der Medizintechnik und der Papierindustrie. Das Papier hat die Stadt groß gemacht, seine Wirtschaftskraft wird aber immer dünner. Die gute Nachricht ist: Wer keine Jobs in Heilbronn findet, der wird unter Garantie im Umkreis fündig…

Jobs Heilbronn: Die Stadt

Heilbronn ist die Stadt des Weins. Weinberge und Weingüter durchziehen das Stadtbild. Hier reiht sich im Sommer ein Weinfest an das nächste.

„Das Käthchen von Heilbronn“ ist die wohl berühmteste Tochter der Stadt. In Wahrheit entsprang sie den Gedanken Heinrich von Kleists, der das Käthchen als großes historisches Ritterschauspiel inszenierte.

Ohnehin ist Heilbronn historisch wertvoll. Besiedelt wurde die Gegend vermutlich schon in der Altsteinzeit. Dann kamen die Römer und errichteten das Kastell Heilbronn-Böckingen. Im 14. Jahrhundert wurde Heilbronn zur Reichsstadt und im 19. Jahrhundert brachte die Industrialisierung Heilbronn wirtschaftlichen Schwung – vor allem durch die Papierindustrie.

Und heute? Heute ist Heilbronn mit seinen 125.000 Einwohnern noch immer ein ökonomischer Dampfhammer. Außerdem sind es bis nach Stuttgart nur knapp 60 Kilometer. Pendeln ist möglich.

Heilbronn ist stark – und grün. Wenn die Heilbronner mal nicht schaffen oder sich auf einem Weinfest dem Traubensaft hingeben, zieht es sie in den Wertwiesenpark am Neckar oder in den Pfühlpark im Osten der Stadt oder auch mal in den Botanischen Obstgarten im Norden. In der Innenstadt sorgt die Astronomische Uhr am Rathaus für erstaunte Gesichter.

Die besten Wohnlagen Heilbronns liegen im Osten. Die Mehrheit der Einwohner aber wohnt in der Innenstadt, die durch die Flussarme des Neckar flächenmäßig begrenzt wird.

Alternativen finden Zugereiste in den Nachbargemeinden: Neckarsulm und Bad Friedrichshall im Norden, Leingarten im Westen, Weinsberg und Untergruppenbach im Osten, Lauffen im Süden. Meiden sollten sie das Gebiet um die Christophstraße, das auch als Hawaii-Viertel bekannt ist und keinen sonderlich guten Ruf genießt.

Stellen Heilbronn: Der Arbeitsmarkt

In Baden-Württemberg sind über 274.000 Menschen ohne Arbeit. Das klingt nach viel, ist aber wenig. Denn die Arbeitslosenquote beträgt dementsprechend nur 4,3 Prozent (Stand: Oktober 2020).

In der Stadt Heilbronn ist sie etwas höher. Aber eine offizielle Arbeitslosenquote von 6,3 Prozent ist noch immer ein solider Wert. Nur ca. 4.500 Heilbronner sind arbeitslos gemeldet.

In den anderen Städten des Landes ist der Wert allerdings noch deutlich besser. So beträgt die Arbeitslosigkeit in Tübingen 3,5 Prozent, in Ludwigsburg 3,7 Prozent und in Stuttgart 5,7 Prozent. Nur Pforzheim steht mit 7,8 Prozent schlechter das als Heilbronn (Stand: Oktober 2020).

Alles in allem sind die Chancen, einen neuen Job zu finden, nirgends so gut wie in Baden-Württemberg. Mit einer Ausnahme: Bayern. Bayern ist das einzige Bundesland, das die Vier-Prozent-Marke bei der Arbeitslosigkeit unterbietet – mit einem Wert von 3,7 Prozent (Stand: Oktober 2020).

In der Stadt Heilbronn arbeiten nach IHK-Zahlen von insgesamt rund 71.800 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ca. 37.750 in einem Dienstleistungsjob – und damit mehr als die Hälfte. Rund 17.000 Heilbronner haben einen Job im produzierenden Gewerbe, 16.600 schaffen in Handel, Gastgewerbe und Verkehr.

Die besten Antworten für Ihr Vorstellungsgespräch in Heilbronn

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Jobs in Heilbronn: Einstiegsgehälter und Gehaltsniveaus

In Baden-Württemberg sind die Gehälter außerordentlich gut. So werden Fach- und Führungskräfte laut Stepstone-Gehaltsreport 2020 mit einem jährlichen Durchschnittsgehalt von 61.677 Euro brutto entlohnt. Die Xing-Gehaltsstudie 2019 sieht sie sogar bei jährlich 72.526 Euro. Nur in Hessen und Bayern sind die Gehälter besser als in Baden-Württemberg.

Das Durchschnittsgehalt aller Arbeitnehmer im Südwesten liegt nach Angaben der Gehaltsplattform gehalt.de bei 48.870 Euro brutto im Jahr. Uni-Absolventen steigen in Baden-Württemberg demnach mit durchschnittlich 50.109 Euro in den Beruf ein, Azubis nach erfolgreicher Ausbildung mit 33.418 Euro.

Schwindelerregend sind die Gehälter in der Stadt Heilbronn nicht. Das Mediangehalt in Heilbronn liegt bei 3.372 Euro brutto im Jahr. Der Median drückt den Wert aus, unter und über dem sich jeweils 50 Prozent der Gehälter befinden. Er gilt als aussagekräftiger als der Durchschnittswert.

Für ganz Deutschland liegt das Mediangehalt bei 3.209 Euro brutto monatlich. Aber die Spanne ist groß. Im regionalen Vergleich müht sich Heilbronn um Anschluss. In Stuttgarter beträgt das Mediangehalt 4.351 Euro, in Karlsruhe 3.682 Euro. In Reutlingen liegt es bei 3.496 Euro, in Tübingen bei 3.484 Euro, in Ludwigsburg bei 3.676 Euro, in Esslingen bei 3.740 Euro und in Böblingen gar bei 4.596 Euro.

Hier geht es zur großen Gehaltstabelle und hier finden Sie Ihr Einstiegsgehalt 2020.

Die größten Arbeitgeber in Heilbronn

Hier gibt es Jobs in Heilbronn – das sind die größten Arbeitgeber in Heilbronn:

  • Friesland Campina Germany (Nahrungsmittel)
  • Intersport Deutschland (Handel)
  • Karl Marbach (Verpackungstechnik)
  • Kreissparkasse Heilbronn
  • Läpple AG (Automotive)
  • SLK-Kliniken Heilbronn
  • ThyssenKrupp Systems Engineering (Maschinenbau)
  • Karl Schmidt Spedition
  • Südwestdeutsche Salzwerke
  • Pflanzen-Kölle Gartencenter
  • Illig Maschinenbau
  • Stadtwerke Heilbronn
  • Heilbronner Stimme (Medien)
  • Vishay (Halbleiter)
  • Hochschule Heilbronn
  • AIM Infrarot-Module
  • SoftwareOne Deutschland
  • Bär Cargolift (Fahrzeugzubehör)
  • Amphenol Automotive
  • Xenios AG (Medizintechnik)
  • Wolffkran (Kranhersteller)
  • KWP (Unternehmensberatung)
  • Zeag Energie AG (Versorgungsunternehmen)
  • Heilbronner Versorgungs GmbH
  • RPB Rückert (Bau)
  • Communardo Software
  • GGB Gleitlager
  • IB Solution (SAP-Beratung)
  • Hertner Gebäudetechnik
  • Concept Hero (IT-Dienstleistungen)
  • Beyerdynamic (Elektroakustik)

Hier finden Sie die wichtigsten Tipps für Ihre Arbeitgebersuche und Antworten auf die Frage: Wie finde ich heraus, ob ein Arbeitgeber seriös ist?

Stellen Heilbronn: Karriereaussichten und Wirtschaft

Für qualifizierte Fachkräfte bietet Heilbronn beste Perspektiven. So ist Heilbronn-Franken DIE Region in Baden-Württemberg, die gemessen an ihrer Einwohnerzahl die höchste Clusterdichte aufweist.

Den Landkreis Hohenlohe im Nordosten prägen Montage-, Ventilatoren-, Explosionsschutz sowie Mess-, Steuer- und Regeltechnik. Der westliche Landkreis Heilbronn ist Heimat eines Clusters der Kunststoffspritzgieß-Industrie. Ein Automobil-Cluster gibt es in Neckarsulm. Im Westen in Schwäbisch Hall dominiert der Verpackungsmaschinenbau und in Heilbronn selbst sind Papierindustrie und Medizintechnik groß.

Die Papierindustrie hat die Stadt schon während der Industrialisierung angetrieben. Nach und nach kamen immer weitere Industriezweige hinzu. Eine Industriestadt ist Heilbronn bis heute geblieben. Von den rund 71.800 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten haben 24 Prozent Jobs in Heilbronn im verarbeitenden Gewerbe. 25 Prozent schaffen in Handel, Gastgewerbe und Verkehr, 51 Prozent in anderen Dienstleistungsberufen.

Der Arbeitsmarkt in Heilbronn brummt. Darum landete die Stadt im Städteranking 2019 des Beratungsunternehmens IW Consult auch auf einem guten 26. Platz von 71 untersuchten Großstädten in Deutschland. Die Beschäftigungsentwicklung war zuletzt glänzend, die Beschäftigungsquote von Älteren und Frauen vergleichsweise hoch. In der Unterkategorie Arbeitsmarkt rangiert Heilbronn im Städteranking sogar auf Position 9.

Auf der anderen Seite mangelt es Heilbronn an Akademikern, an zukunftsfähigen Industrien, Forschungsstärke und Kreativität. Im Zukunftsranking reichte es nur für Platz 56.

Im Prognos-Zukunftsatlas 2019 steht die Stadt Heilbronn auf Rang 32 von 401 Regionen in Deutschland. Der Landkreis Heilbronn ist auf Position 22 sogar noch besser platziert.

Jobs Heilbronn: Kosten, Lebenshaltung, Mietpreise

Heilbronn liegt genau zwischen Stuttgart und Heidelberg – zwei sündhaft teuren Städten. Nach Stuttgart sind es 50 Kilometer südwärts, nach Heidelberg 70 Kilometer gen Westen.

Während die Medianmiete in Heidelberg nach Angaben von Immowelt 10,80 Euro pro Quadratmeter beträgt, sind es in Stuttgart sogar 12,80 Euro. Demgegenüber ist Heilbronn mit 9,80 Euro ein Preiskracher (Stand: 1. Quartal 2020).

Noch günstiger wohnt es sich in Mannheim (9,30 Euro) und insbesondere Pforzheim (8,00 Euro). Das Preisniveau in Reutlingen (10,10 Euro) liegt ein Stückchen über dem von Heilbronn. Karlsruhe kostet 10,00 Euro pro Quadratmeter, Freiburg im Breisgau 9,70 Euro (Stand: 1. Quartal 2020).

Doch werden die Zeiten auch in Heilbronn härter. Von 2009 bis 2019 waren die Mietpreise in der Stadt um satte 67 Prozent gestiegen und damit sehr viel schneller als in den Nachbarstädten. In Stuttgart betrug der Preisanstieg im gleichen Zeitraum „nur“ 49 Prozent, in Pforzheim und Reutlingen jeweils 32 Prozent.

Wer eine Immobilie in Heilbronn kaufen möchte, muss pro Quadratmeter 2.780 Euro zahlen. Im Vergleich mit Stuttgart ist das wenig. In der Landeshauptstadt Baden-Württembergs schlägt der Quadratmeter mit 4.080 Euro zu Buche. In Heidelberg, Ulm und Karlsruhe werden Käufern 3.250 Euro berechnet, in Reutlingen 3.090 Euro, in Mannheim 2.570 Euro, in Pforzheim 2.350 Euro und in Freiburg sogar 4.260 Euro.

Hier finden Sie 10 Tipps für die erfolgreiche Wohnungssuche.

Jobs Heilbronn: Kontaktdaten und Servicestellen

Sie wollen sich in Heilbronn selbstständig machen, Ihre Steuererklärung abgeben oder Jobs in Heilbronn für Vollzeit, Teilzeit, Quereinsteiger, Verkauf oder Aushilfe suchen? Die wichtigsten Servicestellen hat Karrieresprung übersichtlich für Sie zusammengefasst:

  • Das Finanzamt Heilbronn finden Sie hier.
  • Die IHK Heilbronn-Franken finden Sie hier.
  • Die Handwerkskammer Heilbronn-Franken finden Sie hier.
  • Jobs in Heilbronn für Vollzeit, Teilzeit, Quereinsteiger, Verkauf oder Aushilfe finden Sie in unserer Jobbörse
[Zuletzt aktualisiert: 10.11.2020; Bildnachweis: Atchacapture by Shutterstock.com]

Jobs in Pforzheim: Aktuelle Stellenangebote und die größten Arbeitgeber

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In Pforzheim ist nicht alles Gold, was glänzt. Das ist ganz wörtlich zu nehmen. Zwar hat die deutsche Schmuckindustrie hier noch immer ihr Zentrum. Im historischen Vergleich hat sie aber stark an Bedeutung verloren. Auf Halsketten und Ohrringe sind die Pforzheimer aber gar nicht mehr angewiesen. Jobs in Pforzheim gibt es auch im Maschinenbau, in Beratung und Marketing – und in einem Wirtschaftsbereich, der von einem Herren namens Jeff Bezos umgekrempelt wurde…

Jobs Pforzheim: Die Stadt

Pforzheim ist die Goldstadt. „Keine andere Stadt in Deutschland ist so eng mit der Geschichte der Schmuck- und Uhrenindustrie verbunden“, heißt es auf ihrer Homepage. Noch immer kommt ein großer Teil des deutschen Schmucks von hier. An der Goldschmiedeschule können sich seit 250 Jahren Uhrmacher ausbilden lassen.

Aber Pforzheim ist nicht nur golden, sondern auch grün. Hier treffen Schwarzwald und Kraichgau aufeinander. Darum sieht sich die Goldstadt gleichzeitig als „Tor zum Schwarzwald“. Wanderer beginnen in Pforzheim gerne ihre langen Touren gen Süden, ins Allgäu oder in die Schweiz.

Strahlend schön ist die alte Residenzstadt aber leider gar nicht mehr. Im Zweiten Weltkrieg wurde sie nahezu vollständig zerstört. Dass Pforzheim über den Tellerrand hinausblickt, beweist das DDR-Museum, das hier im Südwesten sicher nicht jeder Besucher vermutet hätte.

Eine Top-Wohnlage in Pforzheim ist die Südoststadt. Am Hachel im Norden ist ein erlesenes kleines Viertel. Familien schätzen Wolfsberg. Gerne lassen sich hier auch Pendler nieder, die in Karlsruhe oder Stuttgart arbeiten, aber nicht die horrenden Preise zahlen wollen. Als Pforzheimer Problemzone gilt die Oststadt.

Stellen Pforzheim: Der Arbeitsmarkt

Gut dotierte Jobs in Pforzheim gingen in den vergangenen Jahren verloren. Hinzu kamen vor allem Arbeitsplätze im Niedriglohnsektor. Dennoch ist die Lage in Pforzheim noch immer solide. Die 125.000-Einwohner-Stadt zählt rund 5.350 Arbeitslose, das entspricht einer Arbeitslosenquote von 7,8 Prozent (Stand: Oktober 2020).

Aber: Keine einzige andere Stadt oder Region in Baden-Württemberg hat eine so hohe Arbeitslosenquote wie Pforzheim. Im näheren Umkreis beträgt die Arbeitslosigkeit in Tübingen 3,5 Prozent, in Ludwigsburg 3,7 Prozent, in Reutlingen 4,5 Prozent, in Stuttgart 5,7 Prozent und in Heilbronn 6,3 Prozent (Stand: Oktober 2020).

In ganz Baden-Württemberg liegt die Arbeitslosenquote nur bei 4,3 Prozent. Der Wert für ganz Deutschland liegt bei 6,0 Prozent (Stand: Oktober 2020).

Jobs in Pforzheim gibt es heute vorwiegend im Dienstleistungssektor. Von den rund 59.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten arbeiten laut Statistischem Landesamt Baden-Württemberg knapp 27.500 im Dienstleistungsbereich. Im produzierenden Gewerbe schaffen in Pforzheim knapp 17.300 Menschen, rund 14.200 arbeiten in Handel, Verkehr und Gastgewerbe.

Die besten Antworten für Ihr Vorstellungsgespräch in Pforzheim

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Jobs Pforzheim: Einstiegsgehälter und Gehaltsniveaus

Fach- und Führungskräfte werden in Baden-Württemberg fürstlich entlohnt. Der Stepstone-Gehaltsreport 2020 sieht sie bei einem jährlichen Durchschnittsgehalt von 61.677 Euro brutto. Laut Xing-Gehaltsstudie kommen sie sogar auf 72.526 Euro brutto im Jahr.

Und auch andere Arbeitnehmer verdienen in Baden-Württemberg prächtig. So liegt das Durchschnittsgehalt im Land nach Angaben der Gehaltsplattform gehalt.de bei 48.870 Euro brutto pro Jahr. Nur in Hessen ist es höher.

In der Stadt Pforzheim verdienen Arbeitnehmer monatlich 3.249 Euro brutto. Dabei handelt es sich um das Medianeinkommen: 50 Prozent aller Gehälter befinden sich über dieser Marke und 50 Prozent darunter. Damit liegt der Pforzheimer Wert nur knapp über dem gesamtdeutschen von 3.209 Euro.

Mit den beiden großen Nachbarn kann Pforzheim aber nicht mithalten. So können Stuttgarter mit einem Medianeinkommen von 4.351 Euro brutto rechnen, Karlsruher mit 3.682 Euro.

Zu den anderen Städten in der Region ist man dagegen auf Tuchfühlung. In Reutlingen beträgt das Mediangehalt 3.496 Euro brutto monatlich, in Tübingen 3.484 Euro und in Heilbronn 3.372. In Ludwigsburg verdient man dagegen 3.676 Euro, in Esslingen 3.740 Euro und in Böblingen phänomenale 4.596 Euro.

Hier geht es zur großen Gehaltstabelle und hier finden Sie Ihr Einstiegsgehalt.

Die größten Arbeitgeber in Pforzheim

Hier winken Jobs in Pforzheim – das sind die größten Arbeitgeber in Pforzheim:

  • Witzenmann-Gruppe (Metallverarbeitung)
  • Klingel-Gruppe (Versandhaus)
  • Sparkasse Pforzheim Calw
  • Stadt Pforzheim
  • Amazon (Logistik)
  • Siloah St. Trudpert Klinikum
  • Stöber Antriebstechnik
  • G.Rau (Metallverarbeitung)
  • Admedes (Medizintechnik)
  • Thost Projektmanagement
  • SWP Stadtwerke Pforzheim
  • Agosi Allgemeine Gold- und Silberscheideanstalt (Goldhandel)
  • Kramski (Spritztechnologie)
  • Diringer und Scheidel (Bau)
  • Inovex (IT-Dienstleistungen)
  • Omikron Data Quality (Software)
  • Weber-Ingenieure
  • Meyle und Müller (Mediendienstleistungen)
  • Uniserv (Software)
  • Apollon GmbH (IT-Dienstleistungen)
  • Aktivbank AG
  • Aristo (Uhren)
  • Doduco (Elektrotechnik)
  • Wellendorff (Schmuck)
  • Hochschule Pforzheim
  • Helios Klinikum Pforzheim
  • Bader Versand
  • Spittelmeister (Balkonbau)
  • Microtherm (Sensoren)

Stellen Pforzheim: Karriereaussichten und Wirtschaft

Pforzheim liegt auf halber Strecke zwischen Karlsruhe und Stuttgart. Die Region ist das Powerhouse der deutschen Wirtschaft. Leider fällt Pforzheim im Vergleich zu seinen Nachbarstädten ein wenig ab.

Seit den Achtzigerjahren steckt die Stadt im Strukturwandel. Industriearbeitsplätze in Pforzheim gingen verloren, vor allem in der Uhren- und Schmuckindustrie. Trotzdem stammt ein großer Teil des deutschen Schmucks noch immer aus Pforzheim. Schmuckhersteller Wellendorff sitzt südlich der Enz. Am Stadtgarten steht zudem das Schmuckmuseum.

Groß ist Pforzheim im Versandhandel. Mit Wenz, Bader und Klingel haben drei Versandhäuser ihr Stammhaus in der Stadt.

Im Städteranking 2019 des Beratungsunternehmens IW Consult kam Pforzheim auf Rang 33 von 71 Großstädten in Deutschland – eigentlich ein solider Mittelfeldplatz, für eine süddeutsche Stadt aber eher schwach. Problematisch sind demnach die Wirtschaftsstruktur in Pforzheim, der Immobilienmarkt und die fehlende Forschungsstärke der Unternehmen.

Die gute Nachricht: Um den lokalen Arbeitsmarkt ist es gar nicht so schlecht bestellt. In der Kategorie Arbeitsmarkt belegt Pforzheim Platz 15. Gute Noten gibt es unter anderem für die hohe Beschäftigungsquote Älterer und von Frauen.

Im Prognos-Zukunftsatlas 2019 rangiert die Stadt Pforzheim auf Position 150 von 401 Regionen in Deutschland. Positiv sind demnach Arbeitsmarkt und Demografie in Pforzheim, an Wettbewerbsfähigkeit und Wohlstand dagegen mangelt es.

Jobs in Pforzheim gibt es vor allem in diesen Bereichen:

  • Edelmetall
  • Metallverarbeitung
  • Maschinenbau
  • Präzisionstechnik
  • Drucktechnik
  • Wissensbasierte Dienstleistungen (z.B. Unternehmensberater, Ingenieure, Architekten, Marketing)
  • Großversandhandel

Versandhaus Klingel Jobs Pforzheim

Zwar ist US-Riese Amazon mit einem Logistikzentrum vertreten, doch für die Stadt Pforzheim noch wertvoller ist wohl die Unternehmenszentrale von Klingel. Insgesamt beschäftigt Klingel rund 2.200 Mitarbeiter, den überwiegenden Teil davon in Baden-Württemberg.

Jobs in Pforzheim gibt es bei Klingel unter anderem für:

Aktuelle Stellenangebote in Pforzheim finden Sie auf der Karriereseite von Klingel oder hier bei Karrieresprung in unserer Jobbörse.

Jobs Pforzheim: Kosten, Lebenshaltung, Mietpreise

Pforzheim ist von allen Großstädten Baden-Württembergs die günstigste. Wer hier 50.000 Euro pro Jahr verdient, bräuchte in Stuttgart laut Financescout24 schon über 63.000 Euro, um den Lebensstandard halten zu können. Auch in Freiburg, Heidelberg, Karlsruhe, Mannheim, Stuttgart, Ulm und sogar Reutlingen sowie Heilbronn sind die Lebenshaltungskosten höher als in Pforzheim.

Die Medianmiete in Pforzheim liegt nach Angaben der Immobilienplattform Immowelt bei 8,00 Euro pro Quadratmeter(Stand: 1. Quartal 2020) – für eine süddeutsche Großstadt geradezu ein Spottpreis. Für Pendler ist Pforzheim daher hochinteressant, bis nach Stuttgart sind es nur rund 50 Kilometer.

In der Landeshauptstadt Stuttgart müssen Mieter 12,80 Euro pro Quadratmeter auf den Tisch legen, in Heidelberg 10,80 Euro, in Karlsruhe 10,00 Euro und in Freiburg 9,70 Euro. Auch Reutlingen mit 10,10 Euro, Heilbronn mit 9,80 Euro und Mannheim mit 9,30 Euro pro Quadratmeter sind für Mieter kostspieliger als Pforzheim (Stand: 1. Quartal 2020).

Von 2009 bis 2019 waren die Mietpreise in Pforzheim aber immerhin um 32 Prozent gestiegen. Stuttgart erlebte im gleichen Zeitraum einen Anstieg um 49 Prozent, Heilbronn sogar um 67 Prozent.

Käufer einer Immobilie in Pforzheim benötigen laut Immowelt pro Quadratmeter 2.350 Euro. Die Kaufpreise stiegen von 2017 auf 2018 um 16 Prozent – das ist happig.

Zum Vergleich: In Stuttgart schlägt der Kauf mit 4.080 Euro pro Quadratmeter zu Buche. In Heidelberg, Ulm und Karlsruhe müssen Käufer 3.250 Euro locker machen, in Reutlingen 3.090 Euro, in Heilbronn 2.780 Euro, in Mannheim 2.570 Euro – und in Freiburg sogar 4.260 Euro.

Hier geht es zu den 10 besten Tipps für die erfolgreiche Wohnungssuche.

Jobs Pforzheim: Kontaktdaten und Servicestellen

Sie wollen sich in Pforzheim selbstständig machen, Ihre Steuererklärung abgeben oder Jobs in Pforzheim für Vollzeit, Teilzeit, Minijob oder Aushilfe suchen? Die wichtigsten Servicestellen hat Karrieresprung übersichtlich für Sie zusammengefasst:

  • Das Finanzamt Pforzheim finden Sie hier.
  • Die IHK Nordschwarzwald finden Sie hier.
  • Die Handwerkskammer Karlsruhe, Außenstelle Pforzheim/Enzkreis finden Sie hier.
  • Aktuelle Stellenangebote in Pforzheim für Vollzeit, Teilzeit, Minijob oder Aushilfe finden Sie in unserer Jobbörse.
[Zuletzt aktualisiert: 10.11.2020; Bildnachweis: Evan Frank by Shutterstock.com]