Lebenslauf Schüler: Kostenlose Muster, Vorlagen, Tipps

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Der Lebenslauf für Schüler ist entscheidend. Für ihn interessieren sich die Personaler und Recruiter im Unternehmen am meisten – egal, ob Sie sich um einen Ferienjob oder einen Ausbildungsplatz bewerben. Weil Sie als Schüler noch über wenig Berufserfahrung verfügen, müssen Sie andere Akzente setzen. Hobbys, Interessen und Zusatzwissen gewinnen dadurch an Bedeutung. Sie zünden im Lebenslauf für Schüler aber nur, wenn…

Lebenslauf Schüler: Muster und Vorlagen

Karrieresprung hilft Ihnen dabei, einen professionellen Lebenslauf zu erstellen. Wir haben zwei Muster-Lebensläufe für Schüler entworfen, die Sie kostenlos als Vorlage nutzen, downloaden und bearbeiten können. Mit einem Klick auf das jeweilige Vorschau-Bild laden Sie den Lebenslauf für Schüler als WORD-Dokument herunter.

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Lebenslauf Schüler: Tipps

Der Lebenslauf für Schüler unterscheidet sich im Grunde nicht von jedem anderen Bewerber-Lebenslauf. Als Schüler sollten Sie sich vor Augen führen: Personalentscheider im Unternehmen nehmen sich für eine Bewerbung meist nicht so viel Zeit. Sie haben einfach zu wenig davon. Mehr als zwei bis fünf Minuten hat ein Personaler normalerweise nicht, um Ihre Unterlagen durchzublättern.

Darum ist Übersichtlichkeit so wichtig. Der tabellarische Lebenslauf bietet genau das: Er ist übersichtlich, klar und strukturiert. Es sei denn, man hat sich bei seiner Erstellung keine Mühe gegeben…

Eine Alternative zum tabellarischen Lebenslauf ist der ausführliche Lebenslauf im Fließtext oder ein handgeschriebener Lebenslauf. Zulässig ist beides, aber heutzutage schon fast eine Rarität. Wählen Sie eine dieser beiden Formen nur dann, wenn sie vom Unternehmen ausdrücklich verlangt wird.

Was in den Lebenslauf für Schüler konkret hineingehört, erfahren Sie jetzt…

Lebenslauf Schüler: Inhalt

Schülern fehlt in der Regel eines: Berufserfahrung. Ihr Berufsleben hat noch gar nicht angefangen, darum kann auch Ihr Lebenslauf noch nicht so üppig sein. Das heißt aber nicht, dass Sie bei einer Bewerbung ein halbleeres Blatt Papier abgeben müssen.

Wenn Berufserfahrungen fehlen, können zum Beispiel Interessen und persönliche Stärken in den Vordergrund rücken. Aus diesen Elementen besteht ein Lebenslauf für Schüler:

  1. Bewerbungsfoto

    Das Bewerbungsfoto ist unheimlich wichtig – für Schüler vielleicht sogar noch wichtiger als für andere Bewerber. Denn ob junge Menschen motiviert oder lustlos, hellwach oder verpeilt sind, sieht man ihnen manchmal schon an der Nasenspitze an – oder man glaubt zumindest, es ihnen anzusehen.

    Und: Wenn Erfahrungswerte fehlen, gewinnt jeder andere Aspekt in der Bewerbung an Bedeutung – und damit auch die Optik. Darum lässt sich mit Fug und Recht behaupten: Das Aussehen spielt bei jüngeren Bewerbern eine größere Rolle als bei älteren. Diese Erkenntnis muss man nicht gutheißen, sollte sie aber auch nicht komplett ignorieren.

    Legen Sie daher großen Wert auf Ihr Bewerbungsfoto, auf Ihre Kleidung und Frisur. Mund leicht öffnen und lächeln – das macht Sie auf dem Foto sympathischer.

  2. Kontaktdaten

    Angenommen, der Arbeitgeber will Sie zum Vorstellungsgespräch einladen und merkt dann, dass er in den Bewerbungsunterlagen gar keine Kontaktdaten von Ihnen findet. Schlecht!

    Auch, weil es einen unaufgeräumten, chaotischen Eindruck macht. Und Ihr Arbeitgeber will keinen Chaoten einstellen. Darum bitte die aktuellen (!) Kontaktdaten in der Bewerbung nicht vergessen.

    Bringen Sie Ihre Anschrift, Telefonnummer und E-Mail-Adresse in der Kopfzeile oder mitten im Feld unter – je nachdem, wie viel Platz Sie zur Verfügung haben. Denken Sie daran: Ihr Lebenslauf sollte vor allem übersichtlich sein. Quetschen Sie bitte nicht alles untereinander, sondern führen Sie den Leser über das Blatt.

    Auch sehr wichtig: Wählen Sie eine seriöse E-Mail-Adresse. Am besten eine, die Ihren Namen beinhaltet. Zum Beispiel so: vorname.nachname@provider.de. Wenn Sie die entsprechende Adresse noch nicht haben, registrieren Sie sie. Auf jeden Fall gilt es, von ulkigen oder schlüpfrigen E-Mail-Adressen wie django2100@gmail.com oder sexystern666@hotmail.de Abstand zu halten.

  3. Persönliche Daten

    Neben den Kontaktdaten und Ihrem vollständigen Namen sind Geburtsort, Staatsangehörigkeit, Konfession und Familienstand von Interesse. Warum?

    Wenn Sie sich beispielsweise bei einer Firma in Ihrem Geburtsort bewerben, kann dies ein Argument für Sie sein. Sie kennen die Region und wissen, wie ihre Bewohner ticken. Bewerben Sie sich am anderen Ende Deutschlands, könnte das aber genauso vorteilhaft sein, weil es Mobilität signalisiert. Sie sind bereit, für Ihren Traumjob umzuziehen – ein Pluspunkt.

    Zur Staatsangehörigkeit: Wenn Sie die deutsche oder eine andere EU-Staatsangehörigkeit innehaben, gibt es für Ihren Arbeitgeber definitiv keine Probleme mit einer Arbeitserlaubnis. Bei anderen ausländischen Pässen ist das nicht immer so sicher.

    Die Konfession wiederum kann bei bestimmten Arbeitgebern sehr wichtig sein. Wenn Sie sich zum Beispiel bei einem kirchlichen Träger bewerben, sollten Sie sie auf keinen Fall unterschlagen. Zu den Pflichtangaben in der Bewerbung zählt die Konfession aber nicht mehr – genauso wie der Familienstand. Den können Sie getrost weglassen – zumal die meisten Schüler und Berufsanfänger ohnehin noch ledig sein dürften.

  4. Schulische Bildung

    Listen Sie hier sauber alle Schulen auf, die Sie bislang besucht haben oder aktuell noch besuchen. Gymnasium, Gesamtschule, Real- und/oder Hauptschule, Grundschule. In der linken Spalte steht der Zeitraum, in der rechten der Name sowie der Standort der Schule.

    Beispiel:

    • 09/2015-08/2019 Erich-Kästner-Grundschule Berlin

    Auch die Abschlussnote findet hier Platz. Beispiel:

    • 09/2015 – 08/2019 Astrid-Lindgren-Gymasium Hamburg
    • 08/2019 Allgemeine Hochschulreife, Abiturnote: 2,5

    Tipp: Wenn Ihre Note weniger vorzeigbar ist (zum Beispiel 3,7), lassen Sie sie dezent unter den Tisch fallen.

  5. Praktika

    Praktika sind speziell im Lebenslauf für Schüler Gold wert. Kein Arbeitgeber stellt gerne jemanden ein, für den die Arbeitswelt noch unbekanntes Terrain ist. Nehmen Sie daher jedes Praktikum in Ihren Lebenslauf auf, das Sie jemals absolviert haben – unabhängig von Arbeitgeber, Branche und Zeitraum. Dazu zählen auch einwöchige Schnupperpraktika.

    Wenn Sie über Praktikumszeugnisse verfügen, legen Sie die Kopien als Anlagen bei bzw. laden sie hoch. Niemals Originale versenden! Absolvierte Praktika signalisieren einem Arbeitgeber, dass der Bewerber schon in seiner Jugend engagiert war und nicht auf der faulen Haut gelegen hat.

    Allerdings gibt es natürlich auch Szenarien, in denen Sie ein Praktikum diskret verschweigen können bzw. sollten. Zum Beispiel dann, wenn Sie (aus welchen Gründen auch immer) ein miserables Praktikumszeugnis bekommen haben. Oder wenn Sie bei einem zwielichtigen Unternehmen hospitiert haben, das in kriminelle Machenschaften verwickelt war. Aber das sollten absolute Ausnahmen sein.

  6. Interessen und Kenntnisse

    Diesem Punkt kommt im Lebenslauf für Schüler eine große Bedeutung zu. Mit vielen Arbeitsstationen und Berufserfahrung können Sie in Ihrem Alter noch nicht wuchern, darum müssen Sie mit Ihrer Persönlichkeit, Ihren Fähigkeiten und Kenntnissen überzeugen.

    Pluspunkte bringen zum Beispiel Fremdsprachenkenntnisse. Haben Sie ein Schuljahr im Ausland verbracht oder lernen Sie mehrere Fremdsprachen in der Schule? Oder haben sie zwei oder gar drei Muttersprachen? Dann unbedingt in Ihren Schüler-Lebenslauf aufnehmen!

    Auch EDV Kenntnisse und IT-Kenntnisse sind heutzutage relevant – in fast jedem Job. Wenn Sie sich von kleinauf für Computer interessieren, dann lassen Sie das mit in die Bewerbung einfließen. Beispiele:

    • SEO-Knowhow
    • gute Kenntnisse mit Microsoft Office
    • versierter Umgang mit Social Media
    • Grundkenntnisse in Python und Java

    Hobbys und Interessen sollten ebenfalls nicht in Ihrem Lebenslauf fehlen. Sie lassen Rückschlüsse auf die Persönlichkeit eines Bewerbers zu. Mannschaftssportarten stehen zum Beispiel für Teamwork und Kooperation, Lesen für Neugier, Freunde treffen für eine ausgeprägte soziale Ader. Bleiben Sie am besten bei der Wahrheit. Aber sehen Sie von Ausdrücken ab wie: Mit Freunden abhängen oder Saufen gehen. Das klingt – nun ja – leicht asozial.

    Auch auf die Formulierung kommt es an. Beispiel: Schreiben Sie lieber nicht als Hobby Computerspiele zocken. Sondern lieber: Simulationen und Strategiespiele (auch dann, wenn Sie eigentlich viel lieber Ego-Shooter daddeln). Ein bisschen dehnbar ist die Wahrheit dann schon…

    Zu guter Letzt dürfen Sie auch Ihre Lieblingsfächer angeben. Aber tun Sie das nur, wenn diese einen Bezug zur Stelle haben. Zu einer kaufmännischen Ausbildung beispielsweise passt Mathe sehr gut, einem Fremdsprachenkorrespondenten stehen Englisch, Französisch, Spanisch und/oder Deutsch gut zu Gesicht. Wer Fitnesstrainer werden will, darf gerne ein begeisterter Schulsportler gewesen sein.

  7. Schluss

    Zum Schluss Ort und Datum nicht vergessen. Das ist nicht kompliziert und sieht so aus:

    • Köln, den 10. Oktober 2020

    Dieser Punkt ist wichtiger, als Sie vielleicht glauben. Fehlt das Datum, könnte der Personaler denken, Sie hätten einfach eine alte Bewerbung wieder hervorgekramt. Negativ!

    Die handschriftliche Unterschrift wiederum steht für Originalität und Glaubwürdigkeit. Diese Elemente runden den Lebenslauf für Schüler ab. Damit ist er komplett. Hier mehr dazu: Warum muss ich den Lebenslauf unterschreiben?

Lebenslauf Schüler: Eltern angeben

Früher war es üblich, im Lebenslauf die eigenen Eltern mitsamt ihrer Berufe anzugeben. „Vater: Helmut Hofreiter (Oberstudienrat)“ stand dann da zum Beispiel.

Der familiäre Background sollte bei der Einordnung eines Bewerbers helfen. Von einem Jungen aus einem Akademikerhaushalt konnte man gute Umgangsformen und breite Bildung erwarten, so die Vorstellung. Von einem Arbeiterkind, nun ja, das genaue Gegenteil.

Heute gilt diese Bewerbungssitte als überholt, veraltet, teilweise sogar als blasiert. Sie nimmt einen Bewerber in Sippenhaft, zementiert Vorurteile – positive wie negative. Für sein Elternhaus kann ein Kind nichts. Unfair, es dafür zu bestrafen. Jeder sollte die gleichen Chancen und Startbedingungen haben, unabhängig vom Hintergrund, so ist das heute gängige Credo.

Zudem spielen Datenschutz und Privatsphäre eine Rolle. Es geht niemanden etwas an, was Ihre Eltern, Großeltern oder Geschwister beruflich machen. Darum lautet die Antwort: Nein, Sie müssen Ihre Eltern im Lebenslauf NICHT nennen!

Aber: Natürlich kann es im Einzelfall sinnvoll sein, genau das zu tun – aus strategischen Gründen. Denn machen wir uns nichts vor: Der Beruf der Eltern wirft ein gutes Licht auf Ihr Kind oder ein schlechtes, ob einem das gefällt oder nicht. Sie sollten zumindest darüber nachdenken, Ihre Eltern in den Lebenslauf hineinzuschreiben, wenn diese…

  • hoch angesehene Berufe ausüben (z.B. Richter, Hochschulprofessor, Arzt etc.)
  • Besitzer, Gründer, Geschäftsführer oder Kollegen im jeweiligen Unternehmen gut kennen (Vitamin B!)
  • Berufe ausüben, für die Sie sich selbst bewerben, oder in einer Branche tätig sind, in die es auch Sie als Bewerber zieht (signalisiert Knowhow und Erfahrung und damit Eignung)

Jeder Personaler hat ein Interesse daran, möglichst viele Informationen über die Persönlichkeit eines Bewerbers zu sammeln. Und die Familie ist ein wichtiges Puzzleteil.

Aber die Strategie kann auch nach hinten losgehen. Wer mit seinem erfolgreichen Unternehmerpapa wirbt, kann beim Gegenüber großen Missmut und Antipathie hervorrufen. Denn der Personaler, selbst womöglich aus „bescheidenem Hause“ stammend, empfindet die Angabe der erfolgreichen Eltern vielleicht als Protzerei und Angeberei.

Außerdem gibt es viele Unternehmen mit sozialer Ader, die gerade ehrgeizigen Bewerbern ohne Startbonus eine Chance geben wollen. Und dann wäre da noch das Argument des Underachievers. Einem Schüler, der sich als Altenpfleger bewirbt, und mit einem Hochschulprofessor als Vater und einer Chefärztin als Mutter angibt, könnte man mangelnden Ehrgeiz unterstellen. Nach dem Motto: Zu mehr hat es nicht gereicht?

Fazit: Normalerweise fahren Bewerber gut damit, die Eltern im Lebenslauf wegzulassen. Im Einzelfall können sie aber entscheidende Pünktchen sammeln. Insbesondere dann, wenn die Eltern in den gleichen Berufen oder der gleichen Branche tätig sind wie die, in die man als Schüler selbst hineinwill.

Lebenslauf Schüler: Aufbau

Als Faustregel können Sie sich merken: Der tabellarische Lebenslauf sollte zwei Seiten nicht überschreiten. Schüler sollten sogar recht locker mit nur einer DIN-A4-Seite auskommen.

Verwenden Sie eine zweispaltige Tabelle ohne sichtbare Linien und betiteln Sie das Dokument einfach mit Lebenslauf. In der rechten Spalte listen Sie die Inhalte auf: Kontaktdaten, persönliche Daten, Schulbildung, Praktika, Sprachkenntnisse, besondere Fähigkeiten, Interessen und Hobbys.

In der linken Spalte geben Sie den Zeitraum der jeweiligen Station an. Dabei reicht es, Monat und Jahr vom Beginn und vom Ende der Tätigkeit zu nennen.

Beispiel:

  • 02/2018-03/2018 Praktikum auf dem Ponyhof

Ordnen Sie die Stationen in zeitlich umgekehrter Reihenfolge an. Sie beginnen also mit der letzten Station und enden mit der ersten. Das gilt für besuchte Schulen wie für Praktika. Sie starten mit Ihrer aktuellen Schule (z.B. Gesamtschule) und arbeiten sich bis zur Ihrer Grundschule vor.

Da Sie als Schüler noch nicht so viele Stationen hinter sich haben, können sie aber auch in chronologischer Reihenfolge vorgehen. Das bleibt letztlich Ihnen und Ihren Präferenzen überlassen. Hauptsache übersichtlich!

Am Ende des tabellarischen Lebenslauf fügen Sie Ort, Datum und Ihre Unterschrift ein. Bitte per Hand unterschreiben! Dadurch garantieren Sie, dass der Lebenslauf wirklich von Ihnen stammt und alle Angaben richtig sind.

Wenn Sie sich per Online Bewerbung bewerben, scannen Sie die Unterschrift ein und fügen sie dann in Ihren Lebenslauf ein.

Lebenslauf Schüler: Format

Übersichtlich sollte der Lebenslauf für Schüler sein – aber auch einheitlich. Verwenden Sie daher nur EINEN Schrifttyp und nicht zu viele unterschiedliche Schriftgrößen.

Nehmen Sie eine Größe zwischen 10 und 12 für die Textabschnitte.

Zwischenüberschriften können etwas größer und in Fettschrift hervorgehoben sein. Die Überschrift Lebenslauf dürfen Sie gerne in einer noch größeren Typo platzieren. Das bedeutet summa summarum: Mehr als drei Schriftgrößen sollten es am Ende nicht sein.

Und verzichten Sie auf spielerische und verschnörkelte Schriftarten in der Bewerbung. Es mag verlockend sein, damit ein bisschen zu experimentieren – gerade dann, wenn Sie eine kreative Ader haben – aber unter diesen Typos leidet die Lesbarkeit. Wählen Sie am besten eine schnörkellose Schrift wie Arial oder Helvetica oder Serifenschriften wie Times oder Georgia.

Sobald Sie sich für eine Schrift entschieden haben, behalten Sie diese bei. Sie schreiben also Ihre gesamte Bewerbung nur in einer einzigen Schrift: Lebenslauf, Anschreiben, Deckblatt. Bitte nicht switchen!

Lebenslauf Schüler: Check

Nicht nur für Musterschüler wichtig: Lassen Sie Ihre Unterlagen am Ende stets noch einmal gegenlesen – von Ihren Eltern zum Beispiel. Auch beim besten Deutsch-Schüler schleichen sich gerne Buchstabendreher und andere Fehlerteufel ein.

Am besten, Sie kombinieren das mit einer Selbstkontrolle – indem Sie Ihre Texte mit einem Korrekturprogramm am Computer prüfen. Vier Augen (plus Algorithmen des Rechners) sehen mehr als zwei.

Es kommt dabei nicht nur auf harte Grammatik an. Checken Sie abschließend auch, ob Sie alle Eigennamen korrekt ausgeschrieben haben. Wenn Sie Ihre Ansprechpartnerin im Unternehmen mit Frau Meyer statt Frau Maier anreden, dann spricht das nicht gerade für Ihre Sorgfalt und Genauigkeit – dicker Minuspunkt!

Das Gesamtbild muss stimmen. Dazu zählen außerdem ein einheitliches Schriftbild, Schriftart, Schriftgrößen. Ist alles übersichtlich aufgebaut? Haben Sie nichts vergessen? Haben die Dokumente die richtige Reihenfolge? Das richtige Format? Wenn alles passt, klicken Sie auf Senden – und hoffen das Beste. Viel Erfolg!

Handy weg!

Tabellarischer Lebenslauf SchuelerEin Leben ohne Smartphone? Nicht vorstellbar – erst recht nicht für Schüler!

Mittlerweile macht man nahezu alles mit dem elektronischen Helferlein. Eine Bewerbung sollte man mit seiner Hilfe aber nicht erstellen. Aufgrund der kleinen Tasten ist die Tippfehlergefahr sehr viel größer. Und wegen des kleinen Displays übersieht man sie zudem leichter.

Tipp: Den Lebenslauf unbedingt am PC oder Laptop erstellen!

[Bildnachweis: Africa Studio by Shutterstock.com]

Praktika im Lebenslauf: Beispiele, Tipps und die optimale Anzahl

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Praktika im Lebenslauf sind vor allem für Berufsanfänger und junge Beschäftigte wichtig. Sie füllen den Lebenslauf mit Berufserfahrung, wo sonst nur gähnende Leere wäre. Bewerber sollten sich aber genau überlegen, welche Praktika sie in ihren Lebenslauf aufnehmen. Denn manche passen wunderbar zur angestrebten Stelle, andere dagegen geben sogar Minuspunkte. Und dann kommt es noch darauf an, mit welchen Formulierungen Sie Ihre Praktikumserfahrungen umschreiben. So bringen Sie Ihre Praktika im Lebenslauf perfekt unter…

Praktika im Lebenslauf: Auswahl

Praktika im Lebenslauf zahlen auf Ihr Punktekonto als Bewerber ein. Sie zeigen dem Personaler, dass Sie…

  • (erste) Berufserfahrung gesammelt haben
  • einen Bezug oder eine Affinität zur jeweiligen Branche haben
  • engagiert und lernwillig sind
  • erste Netzwerke geknüpft haben
  • über den Tellerrand geblickt haben

Aber: Nehmen Sie in Ihren Lebenslauf möglichst nur die Praktika und Hospitationen auf, die für die angestrebte Stelle relevant sind. Wenn ein Praktikum überhaupt keine Anknüpfungspunkte aufweist, dann lassen Sie es lieber weg.

Angenommen, Sie bewerben sich als Eventmanager. In diesem Fall stehen Ihnen Praktika gut zu Gesicht, die belegen, dass Sie schon einmal eine Veranstaltung oder ein Projekt organisiert haben. Je stärker die Verbindungslinie, desto besser.

Darüber hinaus sind auch Praktika wertvoll, die eine indirekte Aussage machen. Durch ein Auslandspraktikum weisen Sie zum Beispiel soziale und interkulturelle Kompetenzen nach – das ist in fast jedem Job ein Pluspunkt.

Grundsätzlich gilt: Je jünger Sie sind und je weniger Berufserfahrung Sie haben, desto wichtiger sind Praktika im Lebenslauf.

Als Schul- oder Hochschulabsolvent nehmen Sie im Zweifel ALLE Praktika und Hospitationen in den Lebenslauf auf, die Sie bis dato absolviert haben – also auch diejenigen, die nur wenige Bezugspunkte zum angestrebten Job haben. Für Sie geht es zunächst einmal darum zu zeigen, dass Sie überhaupt schon Berufs- und Arbeitserfahrung sammeln konnten.

Besonders wichtig sind Praktika im Lebenslauf für…

  • Schüler
  • Auszubildende
  • Studierende
  • Absolventen
  • Berufsanfänger
  • Young Professionals
  • Schul- und Hochschulabbrecher
  • Quereinsteiger
  • Arbeitsuchende
  • Langzeitarbeitslose

Mit zunehmender Berufserfahrung werden Praktika im Lebenslauf immer unwichtiger. Wer schon zehn Jahre Berufserfahrung auf dem Buckel und verschiedene Positionen innehatte, lässt die Praktika im Lebenslauf komplett weg. Hilfreich können sie allenfalls sein, um mögliche Lücken im Lebenslauf zu schließen.

Praktika Lebenslauf: Tipps

Wenn Sie Praktika im Lebenslauf platzieren, dann muss sie der Empfänger auch finden – logisch. Entweder, Sie nehmen einen eigenen Abschnitt mit dem Titel Praktika in Ihre Bewerbung auf oder Sie führen die Praktika in der Rubrik Berufserfahrungen mit den anderen beruflichen Stationen zusammen.

Praktika und Hospitationen gehören im Lebenslauf NICHT in die Rubrik Hobbys, Interessen oder Sonstiges. Nebenbei bemerkt: Die Kategorie Sonstiges ist ohnehin vollkommen überflüssig. Und auch für ehrenamtliche Aktivitäten nehmen Sie besser einen eigenen Abschnitt auf und verstecken diese nicht unter Sonstiges.

Sie sollten sich klar machen, dass die meisten Personaler einen Lebenslauf nicht gewissenhaft von oben nach unten durchgehen, sondern lediglich schnell mit dem Auge abscannen. Oft übernehmen auch IT-Systeme und Algorithmen einen Teil der Vorarbeit. So werden vorab Bewerber ausgesiebt, die die Mindestvoraussetzungen nicht erfüllen. Daher sollte der Abschnitt Berufserfahrungen bei Ihnen nicht gähnend leer sein – sonst landen Sie mit erhöhter Wahrscheinlichkeit auf dem Aussortiert-Stapel.

Machen Sie Ihre Praktika im Lebenslauf daher sichtbar. Dazu gehören gute Beschreibungen. Diese Fragen sollten Sie beantworten:

  • In welchem Zeitraum haben Sie das Praktikum absolviert?
  • Welche Tätigkeiten haben Sie im Rahmen des Praktikums übernommen?
  • Was haben Sie erreicht oder bewirkt?
  • Welche Fähigkeiten konnten Sie erwerben oder verbessern?

Am besten, Sie arbeiten obige Fragen wie eine Checkliste bei jedem Praktikum ab. So gewinnen Ihre Praktika im Lebenslauf einen echten Mehrwert. Denn das ist wichtig: Wenn der Personaler keinen Sinn oder Nutzen in einem Praktikum erkennt, nützt es Ihnen in der Bewerbung herzlich wenig.

Praktika im Lebenslauf weglassen

Wie viele Praktika sind im Lebenslauf sinnvoll?

Es kommt auf Ihre Ausgangssituation an. Als frisch gebackener Hochschulabsolvent oder Berufseinsteiger ist Ihnen nahezu jedes Mittel recht, um Berufserfahrungen und praktische Kompetenzen zu demonstrieren. Auf absolvierte Praktika können Sie da kaum verzichten. Im Zweifel nehmen Sie alle Praktika und Hospitationen, die Sie während der Schule oder des Studiums abgeleistet haben, in Ihre Bewerbung auf.

ZU VIELE sollten es aber wiederum auch nicht sein. Ein Student mit zehn Praktika im Lebenslauf erweckt womöglich den Eindruck, es überall versucht, aber nirgendwo einen Tür in die Fuß bekommen zu haben.

Und noch ein Tipp: Sollten Sie über eine ausreichende Zahl an Praktika verfügen, dann können Sie problemlos diejenigen weglassen, für die Sie nur ein mäßiges bis schwaches Praktikumszeugnis bekommen haben. Schwache Noten im Arbeitszeugnis entwerten es, bringen Ihnen mehr Nachteile als Vorteile. Weglassen!

Für Bewerber mit Berufserfahrung lautet das Credo: Nehmen Sie lediglich die Praktika auf, die einen relevanten Stellenbezug haben. Ansonsten können Sie sich diese Maxime merken: Mehr als drei oder vier Praktika im Lebenslauf sollten es nicht sein.

Warum nicht? Sie wollen doch schließlich nicht als ewiger Praktikant abgestempelt werden. Zu viele Praktika suggerieren, dass es für eine „richtige Stelle“ bislang nicht gereicht hat oder dass Sie sich diese selbst (noch) nicht zutrauen. Sie treten nicht als großes Talent auf, sondern wirken eher wie ein Wasserträger auf Wanderschaft. Außerdem sollte ein Lebenslauf nicht länger sein als zwei DIN A4-Seiten. Sie haben also gar keinen Platz, um ein großes Potpourri an Praktika auszubreiten.

Sie können/sollten Praktika im Lebenslauf weglassen, wenn…

  • es sich um uralte Praktika handelt, die sie vor etlichen Jahren absolviert haben
  • Sie dafür ein Praktikumszeugnis mit einer mäßigen bis schwachen Note erhalten haben
  • es sich um einen dubiosen und unseriösen Arbeitgeber handelte, dessen schlechter Ruf auf Sie abfärben würde
  • es belanglose ein- oder zweiwöchige Praktika ohne jeden Mehrwert waren

Praktika ganz weglassen können Berufserfahrene mit einer Berufserfahrung von zehn Jahren oder mehr und Bewerber, die sich auf eine Führungsposition bewerben. Ein Manager-Kandidat, der ein altes Praktikum in der Bewerbung aufführt, würde tatsächlich nur Stirnrunzeln verursachen…

Praktika Lebenslauf: Formulierungen

Ein Praktikum umschreiben Sie im Lebenslauf so wie andere berufliche Stationen auch. Im tabellarischen Lebenslauf ist das Muster MM/JJJJ – MM/JJJJ in der linken Spalte und der Inhalt in der rechten Spalte vorgesehen.

Hier ein Beispiel:

04/2018 – 07/2018 Praktikum bei der PR AG im Bereich Öffentlichkeitsarbeit,
                                    Betreuung der Pressevertreter
                                    Konzeption und Durchführung einer PR-Kampagne

Genereller Tipp: Übertreiben Sie es nicht, bleiben Sie bei der Wahrheit. Ein bisschen Schönfärberei ist erlaubt und auch empfehlenswert. Aber lügen Sie bitte nicht. Erfahrene Personaler werden schnell misstrauisch und haken im Vorstellungsgespräch nach. Wenn Sie dann keine Antwort wissen, sind Sie möglicherweise als Lügner enttarnt – und den Job los.

Sie sollten sich vorab überlegen, wie Sie Ihr Praktikum gewinnbringend einsetzen könnten. Wie haben Sie durch Ihre Tätigkeiten zum Unternehmenserfolg beigetragen? Das müssen keine riesigen Durchbrüche sein, auch Erfolge im Kleinen sind es wert, erwähnt zu werden.

Versuchen Sie präzise und positiv zu beschreiben, was Sie eigentlich genau gemacht haben. Das ist eine Kunst für sich. Wer sie beherrscht, sammelt im Personalbüro Punkte.
Suchen Sie sich starke Wörter aus, die Ihr Praktikum beschreiben und nach Möglichkeit auch noch zur neuen Stelle passen. Dies erfordert Zeit und Hirnschmalz, ist die Mühe aber wert.

Verwenden sie aktive Formulierungen statt passive – wenn es geht, immer! Wer die Produktionskette organisiert und nicht nur überwacht hat, verwandelt sich vom passiven Phlegmatiker in einen Macher.

In die richtigen Formulierungen sollten Sie Energie investieren. Sie entscheiden über Wohl und Wehe Ihrer Bewerbung mit. Nicht nur für Praktika, auch für Nebentätigkeiten und Minijobs sollten Sie angemessene Begriffe finden. Es versteht sich ja zum Beispiel von selbst, dass Sie während Ihrer Studienzeit nicht gekellnert haben. Sie haben als Servicefachkraft in der Gastronomie wertvolle Erfahrungen gesammelt.

Und noch ein Tipp: Passen Sie Ihr Vokabular – wenn möglich – an die jeweilige Branche an. Streuen Sie Fachbegriffe ein. Wenn es sein muss, sogar denglische. Das macht Ihren Lebenslauf passgenau und Sie gleich viel kompetenter…

Hier kommen mehrere Beispiele…

Praktika im Lebenslauf: Beispiele

4 Beispiele – so können Sie Ihre Praktika im Lebenslauf beschreiben:

  1. Praktikum im Call Center

    Sie haben ein Praktikum in einem Call-Center absolviert. Nun wollen Sie die Referenz nutzen, um einen Anschlussjob im Vertrieb zu ergattern.

    In Ihrem Lebenslauf steht nicht:
    Annahme von Telefonaten

    In Ihrem Lebenslauf steht:
    Kundenbetreuung, Kundenmanagement, Inbound- und Outbound-Marketing

  2. Praktika als Social Media Manager

    Sie haben während des Praktikums den Instagram-Account eines kleinen Familienbetriebs betreut. Ihr Traum wäre es, weiterhin in den Medien zu arbeiten – in der PR oder als Social Media Manager. Wenn Sie sich daraufhin für ein weiteres Praktikum, Volontariat oder Traineeship im Medienbranche bewerben, dann steht…

    in Ihrem Lebenslauf nicht:
    Pflege der Instagram-Seite

    In Ihrem Lebenslauf steht:
    Social Media Management, Redaktion, Content Curation und Community Management

  3. Praktikum als Designer

    Sie haben ein Praktikum in einem kleinen Familienunternehmen absolviert. Dabei haben Sie Flyer und Plakate gebastelt. Die Erfahrung wollen Sie nutzen, um sich einen Job in der Mediengestaltung zu sichern.

    In Ihrem Lebenslauf steht nicht:
    Gestaltung eines Plakats und Flyers

    In Ihrem Lebenslauf steht:
    Konzeption, Gestaltung und Realisierung von Werbemitteln

  4. Praktikum als Eventmanager

    Sie waren in der Oberstufe im Abiball-Komitee und haben die große Abi-Fete organisiert. Nun peilen Sie einen Job im Event-Management an.

    In Ihrem Lebenslauf steht nicht:
    Organisation einer Party

    In Ihrem Lebenslauf steht:
    Konzeption, Planung und Durchführung von größeren Schulveranstaltungen (z.B. Abiball 2019)

Dabei handelt es sich natürlich nur um Beispiele. Sie sollten bei der Wahrheit bleiben, sich aber nicht unter Wert verkaufen. Die richtige Wortwahl sorgt dafür, dass Ihnen das nicht passiert.

Praktika im Vorstellungsgespräch erklären

Praktika ersetzen Berufserfahrung – gerade bei jungen Bewerbern. Sie helfen Ihnen im besten Fall, die erste Hürde zu nehmen und zum Bewerbungsgespräch durchzusprinten.

Doch um die Wurst geht es jetzt erst. Und darauf sollten Sie vorbereitet sein. Je prominenter der Platz, den Praktika in Ihrem Lebenslauf einnehmen, desto größer die Wahrscheinlichkeit, das der Personaler Sie im Vorstellungsgespräch nach Ihren Erfahrungen befragt.

Darum sollten Sie vorher ein paar Gedanken an Ihre möglichen Antworten verschwenden. Diese Fragen helfen Ihnen dabei:

  • Welche Erfahrungen habe ich in meinen Praktika gesammelt, die mir im angestrebten Job helfen würden?
  • Welche Kompetenzen und Skills habe ich ganz konkret verbessert?
  • Wie habe ich mich persönlich weiterentwickelt?
  • Welches Ereignis hat mich besonders geprägt?
  • Welche Lehren habe ich daraus gezogen?

Dabei können sie ruhig ins Detail gehen und im Jobinterview ein oder zwei Anekdoten zum Besten geben. Je detailreicher, desto glaubwürdiger. Viel Erfolg!

[Bildnachweis: ESB Professional by Shutterstock.com]

Vorstellungsgespräch Körpersprache: Die 10 größten Fehler

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Wie der Bewerber geht, guckt und gestikuliert – das ist oft noch wichtiger als das, was er im Vorstellungsgespräch sagt. Die Körpersprache gibt viele Geheimnisse über uns preis: Sie zeigt, ob wir nervös oder abgebrüht sind, offen oder verschlossen. Zumindest glauben das viele; Personalverantwortliche messen der Körpersprache eine große Bedeutung zu. Allein darum sollten Bewerber auf ihre Hände und Füße achten, auf Gestik und Mimik. Vorstellungsgespräch Körpersprache: Was gut ankommt – und was nicht…

Vorstellungsgespräch Körpersprache: Die 10 größten Fehler

Ein Bewerber, der im Vorstellungsgespräch zu jedem Zeitpunkt die richtigen Dinge sagt, kriegt den Job trotzdem nicht – wenn seine Körpersprache negativ auffällt.

Keine Angst: Ihre Gestik und Mimik müssen nicht perfekt oder makellos sein. Jeder wippt oder zappelt oder nestelt oder fuchtelt mal ungelenk herum – alles völlig normal. Aber der Gesamteindruck muss stimmen.

Sofern Ihre erratischen Bewegungen Überhand nehmen, wird Ihr Gegenüber denken: Was stimmt mit ihm oder ihr nicht? Zu den Gesten, die Personalern negativ auffallen, zählen laut einer Umfrage des US-Karriereportal Career Builder vor allem diese:

  1. Kein Blickkontakt aufnehmen

    Für 68 Prozent der befragten Recruiter ist fehlender Augenkontakt Lapsus Nummer eins. Für Bewerber gilt: Sie müssen Ihrem Gegenüber nicht wie hypnotisiert ununterbrochen in die Augen blicken, aber die meiste Zeit schon. Faustregel: Mindestens eine Sekunde den Augenkontakt halten, aber nicht länger als drei Sekunden. Blickkontakt steht für Offenheit und Selbstbewusstsein, fehlender Augenkontakt für das Gegenteil.

  2. Zu wenig lächeln

    38 Prozent der Personaler fehlt das Lächeln. Die Dosis macht das Gift. Wer nonstop grinst, wird nicht für voll genommen. Ab und zu sollten Sie aber lächeln, insbesondere bei der Begrüßung und der Verabschiedung. Lächeln macht Sie sympathisch.

  3. Auf dem Tisch mit etwas herumspielen

    Für 36 Prozent der Personaler keine gute Sache. Ob es sich um einen Kugelschreiber oder einen Ring oder etwas anderes handelt – spielen und fingern Sie während des Jobinterviews nicht herum. Ein Zeichen von Nervosität. Und es nervt!

  4. Herumzappeln

    32 Prozent der Befragten mögen es nicht, wenn der Bewerber auf seinem Stuhl herumzappelt. Starr und steif sollten Sie keineswegs dasitzen, aber nicht unentwegt von der linken auf die rechte Po-Backe rutschen oder ausufernde Bewegungen mit Ihrem ganzen Körper machen. Wirkt unsouverän.

  5. Schlechte Sitzhaltung einnehmen

    Für 31 Prozent der Personaler ein Ärgernis. Wer sich lustlos in den Stuhl hängt, zeigt mangelnden Respekt. Auch die breitbeinige Macker-Pose kommt nicht gut an. Ins Gegenteil sollten Sie aber auch nicht verfallen und wie ein Häufchen Elend mit herunterhängenden Schultern im Stuhl kauern. Besser: Aufrecht hinsetzen, dabei die gesamte Sitzfläche einnehmen, die Beine leicht nebeneinander stellen, Arme und Hände locker auf dem Tisch platzieren und den Körper leicht (!) vorlehnen. So wirken Sie interessiert und engagiert.

  6. Arme verschränken

    31 Prozent der Befragten mögen es nicht, wenn ein Bewerber die Arme vor der Brust verschränkt. Die Geste ist eine Abwehrhaltung, steht für Verschlossenheit und Unnahbarkeit, nicht für Offenheit und Neugier. Noch schlimmer sind indes Hände, die in den Hosentaschen oder hinter dem Rücken versteckt werden. Absolutes No-Go!

  7. Mit den Haaren spielen oder ins Gesicht fassen

    Für 26 Prozent der Befragten sind dies schlechte Gesten. In der Tat wissen viele Bewerber nicht, wohin mit ihren Händen. Eine Lösung ist es aber nicht, damit ständig in die Haare oder ins eigene Gesicht zu greifen. Deutet darauf hin, dass sich der Bewerber nicht im Griff hat und hypernervös ist. Kann sogar infantil wirken.

  8. Schlaff die Hand geben

    22 Prozent der Personaler verabscheuen einen laschen Händedruck. Er ruiniert nicht nur den ersten, sondern oft den gesamten Eindruck. Ein fester Händedruck ist insbesondere auch für Frauen wichtig. Deutet auf Durchsetzungsfähigkeit hin und drückt Respekt aus.

  9. Zu wild herumfuchteln

    13 Prozent stehen nicht auf wilde Gesten. Dabei ist es generell ratsam, die eigenen Argumente mit Handgesten zu untermauern. Rotieren und gestikulieren Sie während des Vorstellungsgesprächs lieber mit Ihren Händen, als Sie stocksteif im Schoß zu versenken. Zu hektisch und übertrieben sollte Ihre Gestik indes nicht sein. Am besten vorher vor dem Spiegel üben.

  10. Zu stark die Hand geben

    8 Prozent der Personaler ist ein zu starker Händedruck unangenehm. Einem toten Fisch will man zwar nicht die Hand geben, sie aber auch nicht in eine Presse hineinlegen. Credo für Bewerber: Kräftig die Hand schütteln, aber nicht auf Teufel komm raus drücken wie Mister Universum.

Vorstellungsgespräch Körpersprache: Erster Eindruck

Wenn Sie zum Vorstellungsgespräch eingeladen werden, haben Sie eine große Klippe umschifft. Sie zählen zu den Auserwählten, bringen offensichtlich alle notwendigen Kompetenzen und Qualifikationen mit.

Das war die Pflicht, jetzt kommt die Kür. Und ohne überzeugende Kür kann niemand Eiskunstlauf-Weltmeister werden – und den Job bekommt er oder sie auch nicht. In der Regel sind es die Soft Skills, die zu Punktabzügen in der B-Note führen.

Wenn beim Personaler der Eindruck entsteht, der Bewerber passe doch nicht richtig ins Team, dann war es das. Das kann an fehlendem Sinn für Humor liegen oder auch an einer extravaganten Kleidungswahl – oder eben an der Körpersprache. Bewerber senden viele versteckte Signale aus.

Wichtig ist der erste Eindruck. Oft bilden wir uns in den ersten Momenten schon ein abschließendes Urteil über eine Person, das wir dann immer weiter verfestigen. Die Körpersprache ist hierfür mitentscheidend. Warum schaut mir der Bewerber nicht in die Augen? Wieso ist sein Händedruck so schlapp wie ein toter Fisch? Warum guckt er so böse?

Über die Qualifikationen eines Kandidaten sagt all das rein gar nichts aus. Aber es ist dennoch von enormer Tragweite. Denken Sie vor Ihrem nächsten Jobinterview unbedingt (auch) an Ihre Körpersprache

Vorstellungsgespräch Händedruck

Allein der Händedruck hat großen Einfluss auf den Ausgang eines Vorstellungsgesprächs, wollen US-Wissenschaftler herausgefunden haben. Insbesondere Frauen bekommen den Job demnach eher, wenn sie kraftvoll zugedrückt haben.

Grundsätzlich gilt: Bitte nicht schütteln oder rühren! Sondern kurz die Hand geben und drücken. Mehr als drei bis vier Sekunden sollte der Vorgang nicht dauern. Sie sind ja nicht Donald Trump, der aus jedem Handshake eine eigene Zeremonie macht!

Vorstellungsgespräch Händedruck – so geht er richtig:

  • Stehen Sie zur Begrüßung auf.
  • Stellen Sie sich mit Ihrem Namen vor.
  • Der Ranghöchste reicht zuerst die Hand.
  • Halten Sie Blickkontakt.
  • Drücken Sie kräftig die Hand (aber nicht ZU kräftig), nicht schütteln.
  • Lassen Sie nach spätestens 5 Sekunden wieder los.

Vorstellungsgespräch Hände

Hände sind Wunderwerkzeuge, die der Himmel gebracht hat. Im Bewerbungsgespräch aber stören sie nur. Wohin mit ihnen?

Zunächst mal sind Sie mit diesem Problem nicht allein. Selbst Menschen wie Angela Merkel kennen es – und haben sich damit beholfen, die Hände stets zur Raute zusammenzulegen. Die Raute symbolisiert Souveränität. Auch Bewerber können ihre Hände, wenn sie wollen und ihnen nichts anderes einfällt, zur Raute formen.

Allerdings handelt es sich um eine passive Geste. Wenn Sie dem Jobinterviewer zuhören, ist sie angemessen. Wenn Sie selbst reden, sollten auch Ihre Hände in den Aktivmodus wechseln.

Körpersprache Hände – fürs Vorstellungsgespräch empfiehlt karrieresprung.de Ihnen:

  • Gestikulieren Sie mit Ihren Händen in langsamen Bewegungen und in einem kleinen Radius vor Bauch und Brust, um das, was Sie gerade sagen, zu unterstreichen.
  • Lassen sie Ihre Hände getrennt voneinander. Nicht beide Hände ineinander verschränken, falten, klammern oder beten (wirkt verschlossen). Die Merkelraute ist eine Ausnahme. Synchronisieren Sie Ihre Handbewegungen, indem Sie beide Hände gleichzeitig öffnen, rotieren oder mit ihnen etwas (gedanklich) umfassen.
  • Alternativ machen Sie sich während des Gesprächs Notizen mit einem Stift. So können Sie sich an etwas festhalten (aber nicht mit dem Stift herumspielen!) und kommen erst gar nicht in die Verlegenheit, etwas Unüberlegtes mit Ihren Händen anzustellen.

Vorstellungsgespräch Mimik und Gestik

Eine Geste kann zum Markenzeichen eines Menschen werden. Aber wenn es zu viele kleine Gesten werden, in zu kurzer Zeit, sieht das in den seltensten Fällen vorteilhaft aus.

Sie sollten also nicht (ständig)…

  • an der Nase kratzen
  • ans Kinn fassen
  • durch die Haare streichen
  • mit den Fingern tippen oder trommeln
  • die Brille gerade rücken
  • Mund offen lassen
  • die Hände reiben
  • den Kopf auf die Hand stützen

Personalern fallen diese Gesten auf, auch wenn es nur kleine sind. Sie sind darauf trainiert. Sie können das Gesamtbild eines Bewerbers komplett ruinieren.

Besser sind ruhige und nicht zu hektische Gesten. Nicht immer mit beiden Händen, gerne nur mit einer. Eine offene Körperhaltung signalisiert Entgegenkommen und Offenheit. Spielkinder verzichten möglichst darauf, am Ring oder anderen Spielzeugen herumzufingern, weil es Unsicherheit und Nervosität bezeugt.

Wenn Sie mehreren Gesprächspartnern gegenübersitzen, wenden Sie sich stets dem zu, der gerade spricht. Ab und zu nicken, Blickkontakt halten und ihm oder ihr niemals ins Wort fallen. Machen Sie nicht den Fehler, sich auf den ranghöheren Gesprächspartner zu konzentrieren und den anderen zu ignorieren. Das ist Ausdruck höchster Arroganz und Berechnung.

Und noch etwas: Falls Sie am Schreibtisch des Personalers Platz nehmen und Ihre Unterlagen dort ausbreiten, beanspruchen Sie so wenig Platz wie möglich. Andernfalls verletzen Sie das Territorium Ihres Gesprächspartners – und das kostet viele Punkte.

Vorstellungsgespräch Körpersprache: Tipps

Vorstellungsgespräch Körpersprache – hier sind Tipps für alle Phasen des Bewerbungsgesprächs…

  1. Begrüßung

    Sobald Sie den Gesprächsraum betreten, sollte Ihr Outfit sitzen. Sie sollten also nicht mehr an Ihrer Bluse herumzupfen oder die Krawatte richten oder das Hemd in die Hose stopfen.

    Warten Sie, bis Ihr Gesprächspartner Sie begrüßt und Ihnen die Hand reicht. Nicht von sich aus die Hand ausstrecken, dies bleibt dem Gastgeber vorbehalten. Und drücken Sie kurz und kräftig zu, aber nicht so fest, dass ihm die Fingerknochen weh tun.

    Immer wichtig: Blickkontakt halten und lächeln!

  2. Gesprächsbeginn

    Knigges Grundregeln: Lümmeln Sie sich nicht wie ein Teenager in den Stuhl und verschränken die Arme, schlagen die Beine in Macker-Manier übereinander oder tippen damit nervös auf den Boden. Und erst hinsetzen, nachdem man Ihnen den Stuhl angeboten hat.

    Ein Fauxpas wäre es auch, die Arme hinter dem Kopf zu verschränken oder mit Daumen und Zeigefinger um Wange und Kinn zu reiben – so wie griechische Philosophen das mutmaßlich getan haben. Diese Gesten wirken entweder unsouverän, anstandslos, arrogant, desinteressiert – oder alles zusammen.

    Wie Sie es besser machen: Gerade hinsetzen. Aufrecht! Setzen Sie sich nicht nur auf die Kante des Stuhls, sondern nehmen die gesamte Sitzfläche ein. Die Beine am besten nebeneinander platzieren, Arme und Hände locker auf dem Tisch. Dabei können Sie sich mit Gesten wie der Merkel-Raute behelfen. Ihren Körper lehnen Sie leicht nach vorne, das zeigt Interesse und Engagement.

    Optimal, wenn Sie die Sitzhaltung an jene Ihres Gegenübers anpassen. Experten sprechen vom Spiegeln der Körpersprache. Auf gut deutsch: Nachmachen. Dabei sollten Sie sich aber nicht zu plump anstellen, sondern subtil vorgehen. Vorteil: Gemeinsamkeiten lassen Vertrauen und Sympathie wachsen. Und mit der Spiegeltechnik tragen Sie genau dazu bei.

  3. Gesprächsende

    Sie können eine Top-Leistung abrufen – und am Ende doch alles zunichte machen. Der Abschied ist der letzte Eindruck, den der Personaler von Ihnen hat. Versauen Sie ihn nicht. Das kommt leider sehr häufig vor.

    Vielleicht ist der letzte Eindruck sogar noch wichtiger als der erste, denn er wirkt nach. Er bleibt kleben, so wie ein schlechter Wein.

    Die gute Nachricht: Wenn Sie bis hierhin alles richtig gemacht haben, müssen Sie nur noch einmal kurz höchste Konzentration aufbringen – und alles ist gut. Geben Sie Ihren Gesprächspartnern also erneut die Hand, schauen Sie ihnen in die Augen (!) und verabschieden sich höflich, aber selbstbewusst. „Auf Wiedersehen. Ich freue mich darauf, von Ihnen zu hören.“

    Fangen Sie jetzt bloß nicht an, Anekdoten auszupacken oder Witze zum Nachtisch zu servieren. Kein Geblubber, sondern ein kurzer und gewinnender Abschied. Dann mit aufrechter Körperhaltung hinaus zur Tür – und erst, wenn Sie außer Sichtweite sind, können Sie genüsslich an Ihrem Bart zupfen, das Jacket auf den Boden pfeffern oder die peinliche Sonnenbrille aufsetzen – was Sie wollen.

Körpersprache beim Videointerview

Vorstellungsgespräch Körpersprache – im Videointerview gelten im Grunde die gleichen Regeln wie beim Jobinterview vor Ort.

Ein bisschen leichter ist es für Bewerber aber schon. Der Händedruck fällt ausnahmslos weg, auch der direkte Blickkontakt ist per Webcam nicht möglich. Mehr als in die Kamera schauen können Sie schließlich nicht (das sollten Sie allerdings auch tun). Und noch ein Vorteil: Wo Ihre Hände versteckt sind, sieht Ihr Gegenüber im Normalfall nicht.

Aber aufgepasst: Nehmen Sie das Videointerview nicht auf die leichte Schulter – im wahrsten Sinne des Wortes. Körperhaltung und Körperspannung wirken sich auf Ihre Stimme aus. Und die ist im Videointerview wichtiger denn je. Setzen Sie sich unbedingt aufrecht hin. Und lächeln sie viel. Ein Lächeln kann man nicht nur sehen, auch hören.

Achten Sie im Videointerview noch mehr als sonst darauf, deutlich und selbstbewusst zu sprechen. Empfehlenswert ist es, Lautstärke und Sprechtempo zu wechseln und bewusst zu regulieren, um nicht zu monoton und langweilig zu klingen. Dies kann man üben.

Wenn Sie nervös sind, steigt die Gefahr, dass Sie zu schnell sprechen. In dem Fall hilft: Tief und langsam mit dem Bauch ein- und ausatmen. Es beruhigt.

Noch ein Tipp: Sie dürfen sich für das Videointerview ruhig ein Glas Wasser auf den Tisch stellen und zwischendurch daran nippen. Hilft, wenn Ihr Mund trocken wird. Am besten Wasser ohne Kohlensäure, um nicht aufzustoßen.

Vorstellungsgespräch Körpersprache: Gefühle nicht unterdrücken!

vorstellungsgespraech koerpersprache sitzen pdfDie volle Kontrolle über sich und seinen Körper haben – das erfordert Anstrengung. Aber vielleicht ist totale Kontrolle auch gar nicht sinnvoll.

Ihre Gefühle komplett unterdrücken sollten Sie nämlich nicht. Wer im Vorstellungsgespräch zu cool auftritt, reduziert seine Einstellungschancen. Das haben US-Wissenschaftler aus Texas herausgefunden.

Ihre Argumente: Selbstkontrolle kostet Kraft. Darunter leidet das Erinnerungsvermögen. Darum können sich Menschen, die Gefühle unterdrücken, schlechter an Einzelheiten aus Ihrem Lebenslauf erinnern. Und wirken nicht mehr cool, sondern stocksteif.

[Bildnachweis: igorstevanovic by Shutterstock.com]

Arbeitsvertrag: Alle Klauseln, Tipps und kostenloses Muster

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Bevor Sie Ihren Arbeitsvertrag unterschreiben, sollten Sie einen Blick auf unseren Musterarbeitsvertrag werfen. Wichtig ist es zum Beispiel, dass die Regelungen zum Arbeitsbeginn, zur Tätigkeit und zur Urlaubslänge im Arbeitsvertrag genau festgelegt worden sind. Auch tauchen des öfteren Unklarheiten auf, was die Länge der Probezeit und Kündigungsfristen betrifft. So muss ein Arbeitsvertrag aussehen…

Der Arbeitsvertrag

Der Arbeitsvertrag regelt die Rahmenbedingungen Ihrer Tätigkeit. Er ist die Basis Ihrer Zusammenarbeit. Der Arbeitsvertrag ist bindend und wichtig – sowohl für den Arbeitnehmer als auch für den Arbeitgeber.

Aus dem Arbeitsvertrag ergibt sich einerseits die Arbeitspflicht des Arbeitnehmers. Die im Arbeitsvertrag festgehaltene Arbeitsleistung haben Sie zu erbringen. Sie müssen den Anweisungen, die sich aus dem Direktionsrecht des Arbeitgebers ergeben, Folge leisten, Verschwiegenheits-, Rücksichtnahme-, Schutz- und Arbeitsschutzpflicht einhalten. Kommen Sie Ihren Pflichten nicht nach, kann Sie der Arbeitgeber abmahnen und im Wiederholungsfall sogar kündigen.

Häufig ist im Arbeitsvertrag zudem ein Wettbewerbsverbot festgeschrieben, welches es dem Arbeitnehmer verbietet, nach seinem Ausscheiden aus dem Unternehmen direkt zur Konkurrenz zu wechseln. Dafür hat dieser Anspruch auf eine Entschädigung.

Für den Arbeitgeber entstehen aus dem Arbeitsvertrag ebenfalls Pflichten. Vor allem muss er Sie wie vereinbart bezahlen. Das sind die wichtigsten Pflichten des Arbeitgebers:

  • Vergütungspflicht
  • Fürsorgepflicht
  • Treuepflichten
  • Gewährung von Urlaub
  • Schutz von Persönlichkeitsrechten
  • Gleichbehandlungsgrundsatz
  • Pflicht zur Ausstellung eines Arbeitszeugnisses

Anstellungsvertrag Tipps

In der Regel schickt Ihr Arbeitgeber den Vertrag vor der Unterzeichnung zur Ansicht zu Ihnen nach Hause. So haben Sie genügend Zeit, um alles zu prüfen. Sinnvoll kann es sein, einen Experten bzw. Rechtsanwalt zu bemühen.

Doch der kostet Geld. Alternativ gehen Sie den Arbeitsvertrag selbst durch und gleichen ihn wenigstens mit unserem Musterarbeitsvertrag ab (siehe unten). Passagen, die Ihnen komisch vorkommen, sollten Sie genauer prüfen (bzw. prüfen lassen) und zur Sprache bringen. Sie können unseren Musterarbeitsvertrag auch gerne als Vorlage bemühen (Hinweis: Wir sind keine Anwälte und übernehmen daher keine Gewähr für die Richtigkeit der Angaben).

Hier sind 3 Tipps zum Umgang mit Ihrem Arbeitsvertrag:

  • Lassen Sie sich einen schriftlichen Arbeitsvertrag aushändigen. Zwar kann ein Arbeitsvertrag prinzipiell auch mündlich geschlossen werden, aber zu verworrenen Auseinandersetzungen führen. Nur befristete Arbeitsverträge MÜSSEN schriftlich fixiert werden.
  • Achten Sie darauf, dass Ihr Arbeitsvertrag keine unwirksamen Klauseln enthält. Diese tauchen häufig dann auf, wenn Überstunden pauschal abgegolten werden sollen oder der Arbeitgeber die Möglichkeit auf eine Versetzung wahren will. Auch Ausschluss- und Verfallklauseln sind oft unwirksam.
  • Betrachten Sie den Arbeitsvertrag nicht als unabänderliches Konstrukt. Verhandeln Sie mit Ihrem Arbeitgeber, wenn er Ihnen inhaltlich nicht passt – zum Beispiel über Ihr Gehalt, die Zahl der Urlaubstage, Sonderzahlungen wie Weihnachtsgeld und Urlaubsgeld, die Dauer der Probezeit, Kündigungsfristen oder Nebentätigkeiten.

Arbeitsvertrag Inhalt

Diese Klauseln und Inhalte sind in einem Arbeitsvertrag unentbehrlich:

  • Vertragspartner

    Arbeitgeber und Arbeitnehmer sind die Vertragspartner des Arbeitsvertrags. Der korrekte Name des Unternehmens und Ihr vollständiger Name sind unverzichtbare Bestandteile des Arbeitsvertrags.

    Dieses scheinbar unerhebliche Detail kann wichtig werden, wenn es um eine Kündigung geht oder sich Ihr Arbeitgeber ändert – weil er beispielsweise eine Tochterfirma gründet.

  • Beginn des Arbeitsverhältnisses

    Der Arbeitsvertrag muss den Zeitpunkt des Arbeitsbeginns genau festhalten. Damit ist ein konkretes Datum gemeint. Es reicht nicht aus – wie etwa in der Bewerbung – vom nächstmöglichen Zeitpunkt zu sprechen.

    Schauen Sie also vor Ihrer Vertragsunterschrift genau hin, ob das Datum wirklich korrekt ist. Dies ist auch für Ihren Urlaubsanspruch, Arbeitslosengeld und Sozialleistungen relevant.

    Bei befristeten Verträgen muss der Arbeitsvertrag zudem das Ende des Arbeitsverhältnisses beinhalten. Eine Befristung ist ohne Angabe von Gründen bis zur Dauer von zwei Jahren zulässig. Danach dürfen Sie nur befristet weiterbeschäftigt werden, wenn dafür ein gültiger Sachgrund vorliegt. Beispiel: Sie erhalten einen zeitlich befristeten Vertrag als Vertretung für eine Kollegin in Elternzeit.

  • Probezeit

    Die Probezeit ist von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedlich lang. Bis zu sechs Monate sind gesetzlich zulässig, manchmal beträgt die Probezeit auch nur drei Monate.

    Während der Probezeit können Arbeitgeber und Arbeitnehmer ohne Angabe von Gründen mit einer Kündigungsfrist von zwei Wochen das Arbeitsverhältnis lösen. Für Arbeitnehmer bedeutet das: Je kürzer die Probezeit, desto vorteilhafter. Fehlt eine Regelung zur Probezeit in Ihrem Arbeitsvertrag gänzlich, wird das Arbeitsverhältnis ohne Probezeit geschlossen.

    Nach der Probezeit entfristet sich der Arbeitsvertrag automatisch. Es ist weder ein neuer Arbeitsvertrag noch eine Überarbeitung notwendig.

  • Tätigkeit

    Welche Tätigkeit soll der Arbeitnehmer ausüben? Die Aufgaben müssen vertraglich fixiert werden – genauso wie die Position, die der Arbeitnehmer bekleiden wird.

    Oft ist die Angabe der Aufgaben im Arbeitsvertrag nur sehr vage. Unternehmen wollen flexibel einsetzbare Arbeitnehmer, darum ist auch die Tätigkeitsbeschreibung im Arbeitsvertrag meist nicht sehr konkret.

    Denn: Je genauer Ihre Berufsbezeichnung und Tätigkeit im Arbeitsvertrag beschrieben sind, desto eher können Sie Tätigkeiten ablehnen, die nicht Ihrer Qualifikation entsprechen. Außerdem müssen Sie nicht ohne Weiteres hinnehmen, wenn der Arbeitgeber Ihnen eine schlechter bezahlte Tätigkeit zuweisen will.

    Auch müssen Sie mit Arbeitgeber verhandeln, wenn Sie nicht wollen, dass er Sie an anderen Standorten in anderen Städten oder gar Ländern einsetzt. Eine Versetzungsklausel ist oft ein Streitpunkt im Arbeitsvertrag.

  • Arbeitszeit

    Die Arbeitszeit ist wesentlicher Bestandteil des Arbeitsvertrags. Immer noch üblich ist die 40-Stunden-Woche. Das sind umgerechnet fünf Arbeitstage pro Woche mit je acht Arbeitsstunden.

    Je nach Branche und Unternehmen gibt es aber etliche Abweichungen. Von den vielen (unbezahlten) Überstunden ganz zu schweigen. Klauseln zu Überstunden im Arbeitsvertrag sind oft unwirksam. Unbedingt prüfen lassen.

  • Gehalt

    Das Gehalt kann sich nach dem Verhandlungsgeschick des Bewerbers richten – oder nach dem jeweils gültigen Tarifvertrag. Schauen Sie genau hin, ob die Vergütung korrekt im Arbeitsvertrag festgehalten wurde. Sie haben 2.700 Euro brutto ausgehandelt, im Vertrag stehen aber nur 2.650 Euro? Dann sollten Sie schnell Rücksprache mit der Personalabteilung halten.

    In jedem Fall ist Ihr Arbeitgeber an den Mindestlohn gebunden. Dieser beträgt seit dem 1. Januar 2020 pro Stunde 9,35 Euro brutto. Anspruch auf den Mindestlohn haben alle Arbeitnehmer, die älter als 18 Jahre sind. Ausnahmen gibt es für Schüler, Studenten und bei der Existenz abweichender Tarifverträge.

    Im Arbeitsvertrag wird das Gehalt üblicherweise als Bruttomonatsgehalt angegeben. Außerdem steht hier, wann das Gehalt ausgezahlt wird, beispielsweise am 15. oder am 1. eines Monats.

    Auch Sonderzahlungen und Bonuszahlungen wie Weihnachtsgeld oder Bonuszahlungen gehören in den Arbeitsvertrag. Sprechen Sie Ihren Arbeitgeber darauf an, sofern in Ihrem Vertrag dazu nichts steht.

  • Urlaub

    Der gesetzliche Mindestanspruch auf Urlaub beträgt laut Bundesurlaubsgesetz bei einer Fünf-Tage-Woche 20 Urlaubstage, bei einer Sechs-Tage-Woche 24 Urlaubstage – jeweils nach einer Wartezeit von sechs Monaten. Dies gilt auch für Teilzeitkräfte.

    Der Mindestanspruch richtet sich dabei immer nach den Arbeitstagen, nicht nach den Arbeitsstunden pro Tag. Teilzeitangestellte, die weniger als fünf Tage pro Woche arbeiten, müssen ihren Urlaubsanspruch anteilig berechnen.

    Viele Arbeitgeber gehen über den gesetzlichen Mindestanspruch hinaus und gewähren etwa 26, 28 oder 30 Urlaubstage pro Jahr. Die Zahl Ihrer Urlaubstage ist Verhandlungssache. Es kann sich lohnen, bei der Vertragsverhandlung an diesem Punkt anzusetzen.

  • Krankheit

    Im Falle einer Erkrankung muss der Arbeitnehmer den Arbeitgeber unverzüglich darüber informieren.

    Nicht immer einheitlich sind die Regelungen darüber, wann ein ärztliches Attest eingereicht werden muss. Viele Arbeitgeber schreiben vertraglich fest, dass Mitarbeiter spätestens am dritten Tag der Erkrankung eine offizielle Krankmeldung vorlegen müssen. Sie können sie aber auch schon am ersten Tag verlangen.

  • Nebentätigkeit

    Ein pauschales Verbot darf der Arbeitgeber Ihnen nicht aussprechen. Er muss Ihnen dann einen Nebenjob vertraglich gestatten, wenn dieser Ihre Arbeit nicht beeinträchtigt oder wenn der Arbeitgeber ein berechtigtes Interesse daran hat, dass Sie den Nebenjob nicht annehmen. Dies ist offensichtlich dann der Fall, wenn Sie für einen Konkurrenten tätig werden wollen.

    Einfach so darf ein Arbeitnehmer einen Nebenjob aber nicht antreten, sofern im Vertrag steht, dass er ihn zuvor anmelden muss.

  • Kündigung

    Im Arbeitsvertrag wird neben dem Beginn und Inhalt des Arbeitsverhältnisses auch sein Ende geregelt.

    Von Bedeutung ist hier vor allem die Kündigungsfrist. Die gesetzliche Regelung sieht vor, dass ein Arbeitnehmer mit einer Frist von vier Wochen kündigen kann – unabhängig von seiner Beschäftigungsdauer. Der Arbeitgeber muss hingegen die Beschäftigungsdauer seines Arbeitnehmers beachten, wenn er ihm kündigen will. Je länger ein Mitarbeiter im Unternehmen beschäftigt ist, desto länger diese Kündigungsfrist.

    Der Arbeitgeber kann nun aber beide Kündigungsfristen vertraglich angleichen. Dann könnte ein langjähriger Arbeitnehmer nicht mehr innerhalb von vier Wochen kündigen. Die vertraglich fixierten Kündigungsfristen müssen wohlgemerkt immer für beide Seiten gleichermaßen gelten – eine Bevorteilung des Arbeitgebers ist unzulässig.

  • Sonstiges

    Es können sich noch viele weitere Klauseln im Arbeitsvertrag wiederfinden. So wird oft eine Klausel zur Verschwiegenheitspflicht eingebaut, die es dem Mitarbeiter untersagt, Betriebsgeheimnisse und andere Interna weiterzugeben. Die Regelung kann wohlgemerkt auch noch dann gelten, wenn das Arbeitsverhältnis längst beendet worden ist.

    Mögliche Vertragsstrafen, Verfall- und Ausschlussfristen können sich ebenfalls in einem eigenen Paragraphen im Vertrag wiederfinden. Am Ende fügt der Arbeitgeber oft eine Klausel ein, die besagt, wie mögliche Änderungen am Vertrag zu erfolgen haben.

Arbeitsvertrag Muster

Arbeitsvertrag

Zwischen
ABC AG
Kommerzstraße 1
98765 Kapitalstadt

– nachfolgend Arbeitgeber genannt –

und
Frau
Silke Sonnenschein
Sonnenallee 999
12345 Sommern

– nachfolgend Arbeitnehmer genannt –

wird folgender Arbeitsvertrag geschlossen:

§ 1 Beginn des Arbeitsverhältnisses
Das Arbeitsverhältnis beginnt am tt.mm.jjjj.

§ 2 Probezeit
Das Arbeitsverhältnis wird auf unbestimmte Zeit geschlossen. Die ersten sechs Monate gelten als Probezeit. Während dieser Probezeit kann das Arbeitsverhältnis beiderseits mit einer Frist von zwei Wochen ohne Angaben von Gründen gekündigt werden.

oder:
Der Arbeitsvertrag wird auf die Dauer von sechs Monaten vom tt.mm.jjjj bis zum tt.mm.jjjj zur Probe abgeschlossen. Nach Ablauf dieser Befristung endet das Arbeitsverhältnis, ohne dass es einer Kündigung bedarf, wenn nicht bis zu diesem Zeitpunkt eine Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses vereinbart wird. Innerhalb der Probezeit kann das Arbeitsverhältnis mit einer Frist von zwei Wochen gekündigt werden, unbeschadet des Rechts zur fristlosen Kündigung (befristetes Probearbeitsverhältnis).

§ 3 Tätigkeit
Der Ar­beit­neh­mer wird als Berufsbezeichnung ein­ge­stellt. Der Ar­beit­ge­ber be­hält sich vor, dem Ar­beit­neh­mer un­ter Bei­be­hal­tung der Ver­gü­tung an­de­re gleich­wer­ti­ge Ar­beits­auf­ga­ben zu­zu­wei­sen, so­weit dies bei Ab­wä­gung der bei­der­sei­ti­gen In­ter­es­sen für den Ar­beit­neh­mer zu­mut­bar ist. Ort der Tätigkeit ist Düsseldorf.

§ 4 Vergütung
Der Ar­beit­neh­mer er­hält für seine Tätigkeit ein monatliches Gehalt von 3.200 Euro brutto. Das Gehalt wird jeweils zum Monatsende gezahlt. Ein An­spruch auf wei­te­re Zah­lun­gen wie zum Beispiel ein Ur­laubs­geld, ein Weih­nachts­geld oder ein 13. Mo­nats­ge­halt be­steht nicht. So­weit der Ar­beit­ge­ber sol­che Zah­lun­gen leis­tet, ge­schieht dies frei­wil­lig. Auch mehr­fa­che Zah­lun­gen be­grün­den kei­nen Rechts­an­spruch für die Zu­kunft.

§ 5 Arbeitszeit
Die regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit beträgt 40 Stunden, die auf fünf Tage in der Kalenderwoche zu verteilen sind. Beginn und Ende der täglichen Arbeitszeit richten sich nach der betrieblichen Einteilung. Die Kernarbeitszeit ist täglich von 9 bis 17 Uhr.

§ 6 Urlaub
Der Ar­beit­neh­mer hat An­spruch auf be­zahl­ten Ur­laub im Um­fang von 20 Arbeitstagen pro Ka­len­der­jahr – ausgehend von einer Fünf-Tage-Woche. Der Arbeitgeber gewährt zusätzlich einen vertraglichen Urlaub von weiteren zehn Arbeitstagen.

Für den vertraglichen Urlaub gilt abweichend von dem gesetzlichen Mindesturlaub, dass der Urlaubsanspruch am 31.12. des jeweiligen Kalenderjahres auch dann verfällt, wenn er wegen Arbeitsunfähigkeit des Arbeitnehmers nicht genommen werden kann. Ei­ne Über­tra­gung auf das Fol­ge­jahr fin­det nur im Fal­le ei­ner aus­drück­li­chen Über­tra­gungs­ver­ein­ba­rung statt und höchs­tens bis zum 31. März des Fol­ge­jah­res. Der über­tra­ge­ne Ur­laubs­an­spruch ver­fällt am 31. März des Fol­ge­jah­res auch dann, wenn der Ur­laub in­fol­ge ei­ner Er­kran­kung nicht ge­nom­men wer­den kann.

Bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses sind verbleibende Urlaubsansprüche innerhalb der Kündigungsfrist abzubauen, soweit dies möglich ist. Der vertragliche Zusatzurlaub erlischt mit Beendigung des Arbeitsverhältnisses.  

§ 7 Krankheit
Der Ar­beit­neh­mer hat je­de krank­heits­be­ding­te Ar­beits­un­fä­hig­keit und de­ren vor­aus­sicht­li­che Dau­er un­ver­züg­lich dem Ar­beit­ge­ber an­zu­zei­gen und ein ärzt­li­ches At­test vor­zu­le­gen. Ist der Arbeitnehmer infolge unverschuldeter Krankheit arbeitsunfähig, hat er Anspruch auf die Fortzahlung der Arbeitsvergütung bis zu einer Dauer von maximal sechs Wochen nach den gesetzlichen Bestimmungen.

§ 8 Nebentätigkeit
Der Arbeitnehmer verpflichtet sich, jede regelmäßige Ausübung einer Nebenbeschäftigung vor ihrer Aufnahme dem Arbeitgeber gegenüber in Textform anzuzeigen. Sie ist  nur mit Zustimmung des Arbeitgebers zulässig.

Der Arbeitgeber verpflichtet sich dazu, diese Zustimmung zu erteilen, sollte er kein berechtigtes Interesse daran haben, diese zu untersagen. Ein solch berechtigtes Interesse besteht, wenn die Ausübung der Nebentätigkeit den Arbeitnehmer in der Erfüllung seiner Pflichten beeinträchtigt oder die Nebentätigkeit im Widerspruch zu den Zielen des Arbeitgebers steht.

Der Arbeitgeber kann seine Einwilligung jederzeit widerrufen, wenn sein betriebliches Interesse dies auch unter Berücksichtigung der Arbeitnehmerinteressen erfordert. 

§ 9 Verschwiegenheitspflicht
Der Ar­beit­neh­mer ist dazu ver­pflich­tet, über al­le Be­triebsgeheimnisse und Ge­schäfts­ge­heim­nis­se so­wie über An­ge­le­gen­hei­ten, die der Ar­beit­ge­ber als ver­trau­lich be­zeich­net hat, drit­ten Per­so­nen ge­gen­über Still­schwei­gen zu be­wah­ren. Die­se Pflicht gilt auch über die Be­en­di­gung des Ar­beits­ver­hält­nis­ses hin­aus.

Für jeden Fall der Zuwiderhandlung verpflichtet er sich, eine Vertragsstrafe in Höhe einer Bruttomonatsvergütung zu zahlen. Verstößt der Arbeitnehmer gegen seine Verschwiegenheitspflicht, kann dies zur Kündigung führen.

§ 10 Kündigung
Nach Ab­lauf der Prob­ezeit gel­ten die Kün­di­gungs­fris­ten des § 622 Abs.2 Satz 1 Bür­ger­li­ches Ge­setz­buch (BGB). Jede gesetzliche Verlängerung der Kündigungsfrist zugunsten des Arbeitnehmers gilt dabei in gleicher Weise auch zugunsten des Arbeitgebers. Die Kündigung bedarf der Schriftform. Vor Antritt des Arbeitsverhältnisses ist die Kündigung ausgeschlossen.

Eine Kündigung aus wichtigem Grund ist auch ohne Einhaltung der Kündigungsfrist möglich.
Bei Ende des Arbeitsverhältnisses ist der Arbeitnehmer verpflichtet, alle ihm überlassenen Unterlagen, Dokumente und sonstige Materialien unverzüglich zurückzugeben.

Das Arbeitsverhältnis endet, ohne dass es einer Kündigung bedarf, bei Erreichen des gesetzlich festgelegten Renteneintrittsalters oder mit der Feststellung der Erwerbsunfähigkeit.

§ 11 Zusätzliche Vereinbarungen
Vertragsänderungen, Nachträge und Ergänzungen des Arbeitsvertrages sind nur wirksam, wenn sie schriftlich getroffen werden. Dies gilt auch für den Verzicht auf das Schriftformerfordernis.

Dem Arbeitnehmer entstehen daher keine Ansprüche aus betrieblicher Übung. Vertragsänderungen durch Individualabreden sind formlos wirksam.

Sollten eine oder mehrere Bestimmungen dieses Vertrages unwirksam sein oder werden, wird die Wirksamkeit des übrigen Vertrages und der übrigen Bestimmungen nicht berührt. In diesem Fall verpflichten sich die Vertragsparteien, umgehend rechtswirksame Ersatzregelungen zu treffen.

Ort, Datum

Unterschrift Arbeitgeber, Unterschrift Arbeitnehmer

Hier können Sie unsere Vorlage des Arbeitsvertrags kostenlos herunterladen und bearbeiten:

  • Hier Arbeitsvertrag Muster kostenlos downloaden und bearbeiten: WORD.
  • Hier Arbeitsvertrag Muster kostenlos downloaden und bearbeiten: PDF.
[Bildnachweis: baranq by Shutterstock.com]

Jobwechsel im Lebenslauf: Die besten Tipps für Jobhopper

Häufige Jobwechsel im Lebenslauf werden immer gewöhnlicher. Ein lebenslanges Engagement beim gleichen Unternehmen entwickelt sich dagegen zum Auslaufmodell. Doch zu viele Jobwechsel in zu kurzer Zeit rufen noch immer Misstrauen hervor. Sie suggerieren Sprunghaftigkeit und fehlendes Durchhaltevermögen, um nur zwei negative Eigenschaften zu nennen. Umso wichtiger, dass Sie Ihre Jobwechsel im Lebenslauf richtig erklären. So geht’s…

Häufige Jobwechsel im Lebenslauf

Häufige Jobwechsel im Lebenslauf sind nichts Ungewöhnliches mehr. Im Gegenteil, wer mehr verdienen oder aufsteigen will, kommt an einer Luftveränderung bisweilen nicht vorbei.

Trotzdem sind Jobwechsel im Rahmen einer Bewerbung delikat. Sie können ein Makel sein. Insbesondere dann, wenn sie allzu häufig vorkommen. Aber wie viele Jobwechsel sind zu viele?

Eine klare Antwort darauf gibt es freilich nicht. Viele Einzelfaktoren spielen eine Rolle. Prinzipiell ist nicht unbedingt die Häufigkeit von Stellenwechseln ein Problem für Personaler, sondern oft die Frequenz. Wer immer schnell weitergezogen ist, muss sich im Vorstellungsgespräch unangenehme Fragen gefallen lassen:

  • Konnten Sie sich nicht ins Team integrieren?
  • Waren Ihre Leistungen unbefriedigend?
  • Hat es an der Durchsetzungsfähigkeit gehapert?
  • Geben Sie schnell auf, wenn die See rauer wird?
  • Oder sind Sie einfach nur ein sprunghafter Typ, der sich an nichts und niemanden länger binden kann oder will?

Es ist grundsätzlich Ihr gutes Recht, ein launischer und unsteter Mensch zu sein. Aber es ist eben auch das Recht eines Unternehmens, so einen Mitarbeiter nicht einstellen zu wollen. Außerdem müssen diese Vorurteile ja nicht stimmen. Problematisch ist aber, wenn Sie als Bewerber diesen Eindruck erwecken.

Prinzipiell gilt: Ein Jobwechsel nach drei bis fünf Jahren im Job ist völlig unbedenklich. In dieser Zeit haben Sie sich im Unternehmen etabliert, weiterentwickelt, eigene Spuren hinterlassen. So unfähig können Sie jedenfalls nicht gewesen sein.

Hingegen wirft ein Jobwechsel nach sehr kurzer Verweildauer – nach sechs oder zehn Monaten, nach einem oder zwei Jahren – möglicherweise Fragen auf. Tauchen diese schnellen Jobwechsel im Lebenslauf häufiger auf, gilt man schnell als Jobhopper

Jobwechsel im Lebenslauf: Hintergründe

Jeder Jobwechsel ist anders. Die Hintergründe unterscheiden sich, die Rahmenbedingungen, die Erfahrungen und Ziele. Hier sind 4 Aspekte, die Sie beachten sollten, wenn es darum geht, Ihre Jobwechsel im Lebenslauf zu begründen:

  • Zeitpunkt

    Es ist logisch, dass junge Beschäftigte häufiger ihren Job wechseln als ältere. Sie sind oft noch in der Orientierungsphase, haben ihren Platz in der Arbeitswelt noch nicht gefunden, aber gleichzeitig sehr viele Alternativen. Auch erhält man als Berufseinsteiger oft nur befristete Verträge.

    Darum sind häufige Jobwechsel zu Beginn der Karriere absolut normal und legitim. Sie müssen also keine Angst haben, dass Sie der Personaler für einen egoistischen Job-Hopper hält. Diese Gefahr steigt allerdings an, wenn sich Ihre vielen Jobwechsel bis tief ins Erwerbsleben hinein fortsetzen….

  • Verhältnis

    Oft passt es einfach nicht. Die Möglichkeit, in der Probezeit die Zusammenarbeit schnell wieder zu beenden, kann für beide Seiten ein Segen sein. Kein Problem!

    Verdacht erregen Sie erst dann, wenn Ihr gesamter Lebenslauf mit sehr kurzen Anstellungen von weniger als einem Jahr gefüllt ist. Der Personaler wird an Ihrer Teamfähigkeit oder Ihren Kompetenzen zweifeln – oder beidem.

    Es kommt vor allem auf das Mengenverhältnis an. Reiht sich also eine Kurzanstellung an die nächste, wird es kritisch. Kommen aber auf einen Rauswurf in der Probezeit zwei oder drei Anstellungsverhältnisse von mehreren Jahren, ist das für die meisten Unternehmen völlig in Ordnung.

  • Gründe

    Häufige Jobwechsel im Lebenslauf können vielfältige Hintergründe haben. Vielleicht waren beim ersten familiäre Gründe ausschlaggebend – ein Umzug etwa. Und beim zweiten Mal eine berufliche Neuorientierung. So können mehrere Zufälle zusammengenommen ein unschönes Mosaik ergeben.

    Wenn Sie aber einen Jobwechsel sauber erklären, ergibt das Bild Sinn. Darum kann es im Ausnahmefall sinnvoll sein, auf die Hintergründe eines Jobwechsels schon im Lebenslauf einzugehen. Ein guter Grund macht Ihren Jobwechsel für den Personaler nachvollziehbar.

  • Branche

    In bestimmten Branchen gehören viele Jobwechsel zum guten Ton. In anderen wechselt man nur selten den Arbeitsplatz oder Arbeitgeber.

    Viele verschiedene Jobs in kurzer Zeit sammeln naturgemäß Zeitarbeiter an, aber auch IT-Experten und Ingenieure, die freiberuflich arbeiten. In der Gastronomie, der Beratungs- und Medienbranche ist die Fluktuation Erhebungen zufolge deutlich höher als in anderen Bereichen der Wirtschaft. Auch Software-Entwickler hält es selten Jahre oder gar Jahrzehnte in einer Anstellung.

    Weniger sprunghaft geht es dagegen im Gesundheits- und Rechtswesen zu, in der öffentlichen Verwaltung, dem verarbeitenden Gewerbe und der Immobilienbranche.

Jobwechsel im Lebenslauf begründen

Häufige Jobwechsel im Lebenslauf sind Ladenhüter im Supermarkt-Regal. Keiner will sie haben, verkaufen kann man sie aber trotzdem – wenn man sie geschickt bewirbt. Sie können Ihren Lebenslauf IMMER in ein gutes Licht rücken – auch wenn die vielen Jobwechsel einen Schatten werfen.

6 Tipps für Bewerber: So können Sie Jobwechsel im Lebenslauf begründen

  1. Zeitangaben abwandeln

    Zunächst sollten Sie häufige Jobwechsel im Lebenslauf nicht unnötig betonen. Schon gar nicht sollten Sie sie im Anschreiben von sich aus thematisieren. Keine schlafenden Hunde wecken!

    Ein beliebter Trick: Verzichten Sie im Lebenslauf auf die Monatsangaben. Natürlich kann der Kniff im Vorstellungsgespräch Rückfragen provozieren – aber so weit müssen Sie ja erstmal kommen.

  2. Erklärungen hinzufügen

    Sie können im Lebenslauf hinter einer Station in Klammern kurz den Grund für den Wechsel angeben. Beispiele: Firmenfusion, Geschäftsaufgabe wegen Corona oder interne Umstrukturierung.

    Dies sollten Sie aber nur machen, wenn die Gründe nicht in Ihrer Macht lagen – wie das etwa bei einem Konjunktureinbruch infolge einer Pandemie der Fall ist. Bei für Sie unvorteilhaften Gründen (Kündigung wegen Erfolglosigkeit etc.) lassen Sie sie lieber weg.

  3. Lücken lassen

    Wenn Sie extrem viele Stationen aufzuweisen haben, können Sie auch einfach die eine oder andere im Lebenslauf weglassen.

    So entstehen zwar die berüchtigten Lücken im Lebenslauf. Aber diese lassen sich vielleicht besser erklären als die übermäßig zahlreichen Stellenwechsel. Außerdem rufen kurze Lücken von wenigen Monaten vielleicht nicht einmal das Aufsehen des Personalers hervor.

  4. Projekte zusammenfassen

    Ähnliche Stellen und Projekte können Sie im Lebenslauf zusammenfassen. Sie schreiben also links den Zeitraum und sammeln rechts die einzelnen Projekte.

    Diese Taktik bietet sich insbesondere für Beschäftigte an, die zahlreiche Projektarbeiten in kurzer Abfolge hintereinander haben, zum Beispiel IT-Freelancer. Die einzelnen Aufträge erklären Sie kurz mit Stichpunkten. Dadurch wirken die vielen kurzen Engagements wie ein großes und Ihr Lebenslauf gleich viel runder.

  5. Highlights setzen

    Eine beliebte Strategie: Wenn Sie viele Stationen im Lebenslauf stehen haben, dann sollten Sie die für Sie vorteilhaftesten aufwerten.

    Dies gelingt, indem Sie die relevanten Stationen näher mit Stichworten erläutern und beschreiben, die anderen aber nicht. Wenn Sie außerdem mit Fettungen und optischen Hervorhebungen arbeiten, wird die Aufmerksamkeit des Betrachters auf die „guten“ Stationen gelenkt.

  6. Netzwerke nutzen

    Speziell für Job-Hopper könnte es eine lohnenswerte Strategie sein, im eigenen Netzwerk auf Stellensuche zu gehen.

    Die eigenen Freunde und Bekannten sind mit der persönlichen Situation oftmals vertraut, kennen die Hintergründe und können Ihre vielen Jobwechsel richtig einschätzen.

Jobhopping Vorteile

Wer seine vielen Jobwechsel selbst als Makel begreift, gerät nicht selten unter Rechtfertigungsdruck. Während manchen Personalern dieser Fakt völlig egal ist, glauben manche Bewerber, sie müssten sich entschuldigen. Legen Sie den Fokus im Anschreiben NICHT auf Ihre vielen Jobwechsel. Sie wollen sich bewerben, nicht rechtfertigen!

Stellen Sie lieber Ihre Stärken nach vorne. übrigens auch auch, wenn Sie wirklich jedes Mal in der Probezeit rausgeflogen sind. Selbst dann verfügen Sie über Stärken, Skills, Talente, die Ihnen im neuen Job möglicherweise über die Schwelle helfen. Zeigen Sie, warum Sie jetzt und hier der richtige Mann oder die richtige Frau für den Job sind.

Es fängt bei der eigenen Einstellung an. Sehen Sie Ihre Jobwechsel als Chance und nicht als Schwäche. Natürlich ist das leichter gesagt als getan. Aber Vorteile gibt es sehr wohl, sehr viele. Sie haben schon viele Unternehmen, Persönlichkeiten und Branchen kennengelernt, einen großen Erfahrungsschatz, den andere nicht haben. Jobwechsel sind immer auch mit einem Lernprozess verbunden – Pluspunkt!

Aber: Nicht die Jobwechsel an sich sind es, die Sie als Plus verkaufen sollen, sondern die damit verbundenen Skills und Horizonterweiterungen.

Das sind die größten Vorteile von Jobhoppern:

  • Sie sind Macher-Typen

    Jobhopper reden nicht nur, träumen nicht nur, fordern nicht nur. Sie handeln. Sind sie mit Ihrem Job unzufrieden oder den Rahmenbedingungen, ziehen sie weiter.

    Natürlich können schnellen Jobwechseln auch unrealistische Erwartungen zugrunde liegen. Grundsätzlich aber spricht Jobhopping sehr wohl für Macher-Qualitäten. Anpacken und agieren statt abwarten und reagieren.

    Sie sollten in der Bewerbung allerdings glaubwürdig vermitteln, warum welcher Jobwechsel zum jeweiligen Zeitpunkt logisch und konsequent war.

  • Sie sind flexibel

    Festgefahren und starr – zwei Unwörter in der heutigen Arbeitswelt. Wer häufig wechselt, scheint flexibel zu sein. Er oder sie muss sich stets an neue Gegebenheiten anpassen und sich gewissermaßen neu erfinden.

    Sie haben schon viele Teams, Abläufe, Prozesse und Projekte kennengelernt und begleitet. Das kann ein großer Vorteil sein – in jedem Fall sollten Sie es als einen verkaufen.

    Darüber hinaus sind Sie nicht bequem. Sie haben sich NICHT gemütlich in Ihrer Komfortzone eingerichtet, sondern immer wieder neue Herausforderungen angenommen. Ob freiwillig oder unfreiwillig, spielt dabei gar keine so große Rolle.

  • Sie sind breit aufgestellt

    Viele Wechsel, viele unterschiedliche Erfahrungen. All die Eindrücke kann ein Arbeitnehmer, der sein Leben lang nur für einen Arbeitgeber malocht, zwangsläufig gar nicht sammeln.

    Ein großer Erfahrungsschatz hilft – zum Beispiel dabei, Zusammenhänge richtig zu deuten und einzuordnen oder Entscheidungen zu treffen. Das dürfen Sie in Ihrer Bewerbung genauso so sagen. Der Erfahrungsschatz begünstigt mitunter auch die Innovationsfreude. Jobhopper transferieren viele frische Ideen von einem Arbeitsplatz an den nächsten.

    Und Sie haben einen Makro-Blick entwickelt, wenn Sie bei verschiedenen Unternehmen tätig waren. Was ist allen wichtig, was kommt bei niemandem gut an? Möglicherweise sind Sie sogar zum Brancheninsider mutiert, weil Sie so viele Stationen durchlaufen haben.

  • Sie haben große Netzwerke

    Ein großes Netzwerk an Kontakten hilft im Berufsleben ungemein. Es ist zudem ein Argument, mit dem Sie im Vorstellungsgespräch Punkte sammeln können.

    Kontakte helfen bei der Suche nach Geschäftspartnern, Lieferanten, Kunden, Mitarbeitern. Wer viele Menschen in vielen Unternehmen kennt – und diese bei Bedarf aktivieren kann – hat Vorteile.

  • Sie verdienen mehr Geld

    Für viele Berufstätige sind Gehaltssprünge nur bei einem Wechsel des Arbeitsplatzes möglich. Mehr als drei bis fünf Prozent sind bei internen Gehaltsrunden oft nicht drin, beim Jobwechsel steigt das Potenzial teilweise auf zehn bis 20 Prozent.

    Wer häufig und strategisch clever den Job wechselt, verdient nach einigen Jahren deutlich mehr als Arbeitnehmer in einer vergleichbaren Position.

[Bildnachweis: Blackregis by Shutterstock.com]

Vorstellungsgespräch Vorbereitung: Fragen, Antworten und alle Tipps

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Je näher der große Termin rückt, desto größer die Anspannung. Vom Bewerbungsgespräch hängt ab, ob die Stelle näher kommt oder nur ein Wunschtraum bleibt. Besser, Sie bereiten sich gut auf Fragen, Antworten, Selbstpräsentation und Rückfragen vor. Falsch machen können Bewerber eine Menge. Wer sich gut präpariert, reduziert indes die Risiken erheblich. Vorstellungsgespräch Vorbereitung: Warum es sich für Sie lohnt…

Vorstellungsgespräch Vorbereitung: Gründe

Sie haben eine Einladung zum Vorstellungsgespräch erhalten – herzlichen Glückwunsch! Die erste Hürde haben Sie damit übersprungen. Sie zählen zur Elite – wenigstens zur Elite in Ihrer Bewerber-Kohorte. Ja, das ist ein Erfolg.

Aber einer, der wertlos bleibt, wenn auf ihn nicht der Arbeitsvertrag folgt. Darum ist gerade jetzt wichtig, bei aller Freude die Spannung zu halten.

Der schwierigste Part kommt erst noch: Nur wer im Bewerbungsgespräch überzeugt, hat reelle Chancen auf die Stelle. Eine klägliche Performance und Sie sind draußen.

Doch das muss nicht sein. Man kann und sollte sich auf ein Vorstellungsgespräch vorbereiten – und die eigenen Chancen so drastisch erhöhen. Eine gründliche Vorbereitung aufs Vorstellungsgespräch ist vor allem für unerfahrene Bewerber wichtig, welche noch nicht so häufig oder sogar noch nie in einem Jobinterview saßen. Wenn sie die Nervosität übermannt, können Aussetzer oder idiotische Rückfragen die Folge sein. Negativ!

Es gibt auch Kandidaten, die ihre Unruhe im Bewerbungsgespräch wegquasseln wollen. Was häufig in die Hose geht. Wer irrelevante Informationen aneinanderreiht oder persönliche Anekdoten preisgibt, redet sich mitunter um Kopf und Kragen. Ein High Potential hört sich anders an. So kommt es jedenfalls beim Personaler an.

Betretenes Schweigen ist allerdings auch keine Lösung. Wenn Sie nicht mehr weiter wissen und die Zähne kaum auseinanderkriegen, wird Ihr Gegenüber Zweifel an Ihren Führungsqualitäten bekommen.

Nein, Sie wollen souverän auftreten. Nicht zu viel reden, nicht zu wenig, sondern in der richtigen Dosierung. Selbstsicher auftreten, kluge Rückfragen stellen, mit Fachwissen glänzen und mit ruhiger Stimme.

Aber keine Sorge: Erstens kriegen Sie das mit einer guten Vorbereitung aufs Vorstellungsgespräch hin. Und zweitens erwartet niemand Perfektion von Ihnen. Wir zeigen Ihnen, wie sie sich perfekt aufs Bewerbungsgespräch vorbereiten…

Vorstellungsgespräch vorbereiten: Ablauf

Um sich angemessen aufs Vorstellungsgespräch vorbereiten zu können, müssen Sie zuerst die typischen Phasen eines Jobinterviews kennen. Wie läuft es normalerweise ab? Worauf kommt es an?

Ein gutes Vorstellungsgespräch dauert in der Regel 45 bis 60 Minuten. Meist gliedert sich das Gespräch in fünf Phasen, die fließend ineinander übergehen. Vorstellungsgespräch Vorbereitung: Diese 5 Phasen kommen auf Sie zu…

  • Begrüßung und Smalltalk

    Fester Händedruck, Guten Tag sagen und dabei Blickkontakt halten. Sie stellen sich namentlich vor, lächeln am besten dazu. Dies ist der erste – nicht ganz – unwichtige Schritt auf dem Weg zum Job. Der erste Eindruck ist bekanntlich nicht ganz unwichtig.

    Rumpeln Sie nicht wie Hans Dampf ins Gesprächszimmer, aber gehen Sie auch nicht mit eingesunkenen Schultern und gebeugter Haltung hinein. Selbstbewusst, aber nicht großspurig auftreten. Dass Sie nicht sofort mit dem Geschäftlichen loslegen, versteht sich eigentlich von selbst.

    Wie war die Fahrt? Haben Sie uns auf Anhieb gefunden? Wie geht es Ihnen? Ein, zwei Sätze smalltalken – darauf sollten Sie sich einstellen, auch wenn Sie Smalltalk in Wahrheit verabscheuen. Seien Sie freundlich und bleiben Sie ruhig und gelassen.

  • Vorstellung

    Als Nächstes wird Sie Ihr Gesprächspartner auffordern, etwas über sich zu erzählen. Wer sind Sie? Was haben Sie bisher so gemacht? Welche Erfolge bedeuten Ihnen etwas?

    Ihre Selbstpräsentation sollte aber keine Nacherzählung des Lebenslaufes sein, sondern sich auf die Stationen und Aspekte beschränken, die wirklich relevant sind. Setzen Sie Schwerpunkte. Die Basisinfos kennen Ihre Interviewer schon aus Ihren Bewerbungsunterlagen.

    Im Übrigen ist die Selbstpräsentation prädestiniert dafür, sie vorher vor dem Spiegel einzuüben. Wie aufgesagt sollte sie aber nicht klingen.

  • Firmenpräsentation

    Nach Ihnen ist der Arbeitgeber an der Reihe. Auch er stellt sich kurz vor. Was macht er, wo will er hin, was erwartet er von Ihnen?

    Das meiste sollten Sie bereits aus der Vorabrecherche wissen. Trotzdem nicht abschalten! Sonst schlussfolgert der Interviewer womöglich, dass Sie kein guter Zuhörer sind. Der sollten Sie aber sein, um einen guten Job machen zu können.

    Wenn Sie kluge Verständnisfragen stellen, zahlt das auf Ihr Punktekonto ein. Aber: Den Interviewer nicht unterbrechen und keine Banalitäten oder Selbstverständlichkeiten abfragen – und andererseits auch nicht ZU tief ins Detail gehen.

  • Rückfragen

    Irgendwann kommt der Moment, wo der Interviewer Sie fragt: Haben Sie noch Fragen an uns? Goldene Regel: Immer mit Ja antworten.

    Andernfalls scheinen Sie kein ausgeprägtes Interesse am Unternehmen zu haben. Sie können sich bei der Vorbereitung aufs Vorstellungsgespräch einige gute Rückfragen einprägen und je nach Gesprächsverlauf die passendsten aus dem Hut zaubern.

  • Abschluss

    Auch nach dem Ende des Gesprächs können Bewerber noch eine ganze Menge falsch machen. Sich nicht bedanken zum Beispiel.

    Geben Sie dem Interviewer die Hand und bedanken Sie sich für die Zeit, die er sich für Sie genommen hat. Blickkontakt nicht vergessen.

    Außerdem können Sie sich nach dem weiteren Verlauf erkundigen. Wann dürfen Sie mit einer Antwort rechnen? Das offenbart Ihr Interesse – und hilft Ihnen bei der weiteren Planung.

Vorstellungsgespräch Vorbereitung: 8 Tipps

Die meisten Vorstellungsgespräche ähneln sich im Aufbau. Viele Fragen wiederholen sich. Diese Erkenntnis sollte Ihnen schon helfen, die größte Nervosität abzuschütteln und sich gut aufs Jobinterview vorbereiten zu können.

Aber: Erwarten Sie das Unerwartete! Der Personaler könnte Sie auch mit kniffligen Brainteasern kitzeln oder plötzlich in eine andere Sprache wechseln – in eine, in der Sie sich in Ihrer Bewerbung als verhandlungssicher eingestuft haben.

Vorstellungsgespräch Vorbereitung: Wenn Sie die folgenden Tipps beherzigen, sind Sie optimal aufs Bewerbungsgespräch vorbereitet…

  1. Recherche

    Die wichtigsten Informationen sollten sitzen. Was produziert das Unternehmen bzw. welche Dienstleistung bietet es an? Wofür ist es bekannt? Welche Standorte und wie viele Mitarbeiter hat es und wann wurde es (ungefähr) gegründet?

    Dass Siemens kein Startup und Zalando kein alteingesessener Mittelständler ist, sollten Bewerber schon wissen. Je mehr Informationen Sie sammeln, desto besser.

    An die Infos kommen Sie heute glücklicherweise sehr leicht. Googeln Sie das Unternehmen, suchen Sie in Google News. Recherchieren Sie in sozialen Medien wie Facebook, Twitter, Youtube und Instagram. Informieren Sie sich in Business-Netzwerken wie Xing oder Linkedin und werfen Sie einen Blick in Bewertungsportale wie Kununu und Glassdoor.

  2. Selbstpräsentation

    Mit der Selbstpräsentation beschreiben Sie sich, Ihren Werdegang und Ihre Kompetenzen.

    Die Selbstpräsentation sollten Sie auf jeden Fall vorbereiten und mehrmals üben. So wissen Sie auch, ob sie zu kurz oder zu lang ist. Länger als fünf Minuten sollte sie nicht dauern. Zwei, drei dahingeworfene Sätze sind hingegen zu wenig.

    Wichtig ist, dass der Personaler erkennt, was Sie können, was Sie schon geleistet haben, was Sie wollen – und DASS Sie wollen. Dazu bringen Sie am besten prägnante Beispiele, die Ihre Stärken und bisherigen Erfolge veranschaulichen.

    Bleiben Sie nicht zu abstrakt – und nehmen Sie unbedingt den einen oder anderen Aspekt mit auf, der aus Ihrem Anschreiben und Lebenslauf nicht hervorgeht. So wecken Sie neues Interesse.

  3. Bewerbungsunterlagen

    Ein Punkt, den Sie nicht unterschätzen sollten: Schauen Sie sich vor dem Jobinterview Ihre Bewerbung noch einmal ganz genau an. An welcher Stelle könnten Rückfragen auftauchen? Was sagen Sie dann?

    Außerdem sollten Sie Ihren Lebenslauf genau kennen. Klingt blöd, ist aber so. Angenommen, der Personaler fragt Sie nach dem Praktikum damals im Reisebüro. Wenn Ihnen dazu nicht mal zwei Sätze einfallen, wirkt das nicht gerade überzeugend.

    Auch Ihre IT-Kenntnisse sollten Sie belegen. Wenn im Lebenslauf steht, dass Sie Javascript beherrschen, dann will Ihr Gegenüber vielleicht wissen, wie und wann Sie sich die Programmiersprache angeeignet haben.

  4. Fragen

    Die typischen Gesprächsphasen haben Sie schon kennengelernt. Jetzt fehlen noch die typischen Personalerfragen. Klar, dass sich niemand jedes Mal aufs Neue originelle Fragen überlegt. Meist greift man zum Multitool aus dem Werkzeugkasten.

    Wenn Sie die häufigsten Fragen kennen, können Sie sich darauf vorbereiten. Diese Fragen zählen zu den beliebtesten im Bewerbungsgespräch:

    • Warum sollten wir Sie einstellen?
    • Warum wollen Sie den Job überhaupt?
    • Was können Sie, was andere nicht können?
    • Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
    • Warum haben Sie Ihren alten Job gekündigt?
    • Was wissen Sie über uns?
    • Was wissen Sie über unsere Branche?
    • Wie hoch war Ihr letztes Gehalt?
    • Was wollen Sie bei uns verdienen?
    • Was sind Ihre Stärken?
    • Was sind Ihre Schwächen?
    • Wie würden Ihre Freunde Sie beschreiben?
    • Was waren Ihre größten Erfolge?
    • Worauf waren Sie zuletzt stolz?
    • Welche Eigenschaft fehlt Ihnen?
    • Was erwarten Sie von einem Unternehmen?
    • Was war der größte Fehler, den Sie bisher begangen haben?
    • Wie motivieren Sie sich?
    • Wie muss ich mir Ihren Arbeitsstil vorstellen?
    • Wie gehen Sie mit Kritik um?
    • Was wollen Sie in den ersten 30 Tagen im neuen Job unternehmen?
    • Wie definieren Sie Erfolg?
  5. Körpersprache

    Sie können stundenlang vor dem Spiegel üben und reden, reden, reden. Es wird Ihnen nichts nützen, wenn Ihre Körpersprache mies ist.

    Rücken gerade, Spannung annehmen. Blickkontakt aufnehmen und halten. Viel lächeln. Und vermeiden Sie es, mit den Händen herumzuspielen. Das vermittelt Nervosität.

    Kann man alles üben. Setzen Sie sich vor den Spiegel und trainieren Sie. Oder machen Sie ein Rollenspiel mit Freunden und lassen sich Feedback geben. Es hilft Ihnen bei der Vorbereitung auf das Vorstellungsgespräch.

  6. Rückfragen

    Elementar wichtig: Rückfragen vorbereiten. Wenn der Interviewer Sie danach fragt, sollten Sie unbedingt zwei oder drei passende Rückfragen parat haben. Haben Sie die nicht, wirkt dies lustlos und desinteressiert. Schlecht!

    Allerdings sollte es sich um kluge Rückfragen handeln. Den Spruch „Es gibt keine dummen Fragen“ können Sie getrost in den Müll werfen. Denn die gibt es! „Was macht Ihr Unternehmen genau“ wäre so eine. Oder: „Wie lange muss ich warten, bis ich Urlaub nehmen kann?“

    Stellen Sie Fragen, die zum Gesprächsverlauf und zur Situation passen und die Sie tatsächlich interessieren. Ein Beispiel: Warum sind Sie eigentlich noch nicht in China aktiv?

    Hier finden Sie alle Infos, Tipps und über 100 Rückfragen fürs Vorstellungsgespräch.

  7. Dresscode

    Zu einer guten Vorbereitung gehört natürlich auch die Wahl der richtigen Kleidung. Welche Klamotten die richtigen sind, hängt immer auch vom Unternehmen und der Branche ab.

    Faustregel: In konservativen Branchen (z.B. Finanzen) seriöser anziehen, in progressiven weniger förmlich (z.B. Werbung). In Zeiten von Innovation Labs und Startup-Kultur verschwimmen allerdings die Grenzen, was die Kleiderwahl schwieriger macht.

    Wichtig ist, dass Sie sich in Ihrem Outfit wohl fühlen und sich keinen offensichtlichen Lapsus leisten. In diese Kategorie fallen Flecken auf dem Jacket, Löcher in den Socken oder ein faltenverseuchtes Hemd.

    Hier finden Sie alle Infos und Tipps zum Dresscode Bewerbung.

  8. Routenplanung

    Die beste Vorbereitung aufs Vorstellungsgespräch nützt nichts, wenn Sie eine Viertelstunde zu spät aufkreuzen. Pünktlich sein ist Pflicht!

    Planen Sie also auch die Anreise – und einen Puffer – ein. Droht Staugefahr auf der Strecke? Wie ist die Zugverbindung? Wann muss ich losfahren? Wer ohne Hektik am Ziel ankommt, ist zudem ausgeruhter und gelassener.

  9. Vorstellungsgespräch vorbereiten: Videointerview

    Jobinterviews per Skype und Co. gehören in vielen Unternehmen zum Standardprogramm. Als Bewerber sollten Sie sich umfassend auf ein Videointerview vorbereiten, um die nächste Runde zu erreichen – das Vor-Ort-Interview, Assessment Center oder die unmittelbare Stelle.

    Diese Punkte sind bei der Vorbereitung aufs Vorstellungsgespräch per Video wichtig:

    • Technik

      Sparen Sie nicht am falschen Ende und investieren Sie in gutes Equipment. Laptop, Webcam, Mikro, Headset usw. Wenn Ton und Bild von guter Qualität sind, erscheinen Sie im besten Licht und beweisen überdies IT-Kompetenz. Die Elektronik können Sie, wenn Sie den Job bekommen, hinterher auch im Home Office gut gebrauchen.

    • Ruhe

      Beseitigen Sie alle Stör- und Lärmquellen. Geräte aus. Fernseher, Radio und Smartphone nicht nur auf lautlos, sondern ganz abschalten. Alle Fenster schließen, um Straßenlärm draußen zu halten. Ziehen Sie sich in ein ruhiges Zimmer zurück. Andernfalls leiden das Gespräch und Ihre Konzentration.

    • Hintergrund

      Stellen Sie Ihr Laptop vor einem neutralen Hintergrund auf, einer weißen Wand etwa. Rumpelkammer oder Schlafzimmer sorgen nicht für eine produktive Gesprächsatmosphäre. Bitte keine peinlichen Bilder an der Wand oder ein vermüllter Schreibtisch im Vordergrund. Ein kleiner Trick könnte hingegen sein, das Laptop vor dem Bücherregal oder der Schallplattensammlung aufzustellen.

    • Unterlagen

      Breiten Sie die wichtigsten Unterlagen vor oder neben sich aus – so, dass sie der Interview nicht sieht. Zum Beispiel Ihren Lebenslauf oder die Key Facts über das Unternehmen. So können Sie sich im Notfall Fakten und Details in Erinnerung rufen und kommen besser durchs Gespräch.

    • Kleidung

      Legen Sie die Kleidung an, mit der Sie auch zum Vorstellungsgespräch vor Ort gegangen wären. Ein förmliches Outfit macht Sie wacher, sorgt zumindest im Unterbewusstsein dafür, dass Sie das Jobinterview ernst nehmen. Abgesehen davon sieht der Interviewer Sie und Ihre Klamotten über Video ja auch – nur eben nicht alle.

    • Training

      Wenn Sie noch nie ein Vorstellungsgespräch per Video geführt haben, sollten Sie es vorher einmal üben. Mit Freunden, Kommilitonen oder Verwandten. Lassen Sie sich von Ihnen über Skype (oder einen anderen Dienst) anrufen und spielen das Gespräch einmal durch. Hinterher sammeln Sie Feedback über Gestik, Mimik, Inhalte – und haben noch genügend Zeit für Optimierungen.

    Vorstellungsgespräch vorbereiten: Tabuthemen

    Vorstellungsgespräch vorbereiten – diese Themen sprechen sie im Bewerbungsgespräch lieber nicht an…

    • Privates

      Was Sie privat so treiben, kann später Gesprächsstoff im Flurfunk werden. Aber nicht schon im Vorstellungsgespräch.

      Erstens geht es Ihren Arbeitgeber nichts an. Zweitens ist die Wahrscheinlichkeit sehr gering, mit einem Hobby zu punkten. Das können Sie nur, wenn der Interviewer zufällig das Gleiche hat. Vielleicht finden Sie das ja vorher heraus…

    • Kündigung

      Dass Sie gekündigt wurden, sollten Sie nur zugeben, wenn Sie danach gefragt werden. Ehrlich bleiben! Dann können Sie auch versuchen, die Geschehnisse zu relativieren. Dass Sie Opfer von Sparmaßnahmen wurden oder dass es sich um eine betriebsbedingte Kündigung handelte (sofern wahr).

      Aber die Kündigung proaktiv ins Gespräch einbringen? Nein, das ist keine gute Idee. Wenn Ihre Kündigung zur Sprache kommt, sollten Sie in jedem Fall darauf hinweisen, dass Sie aus der Episode gelernt und sich weiterentwickelt haben.

    • Geld

      Es ist nicht ungewöhnlich, dass im Vorstellungsgespräch über Geld geredet wird. Dies sollte aber stets vom Personaler ausgehen. Wie sind Ihre Gehaltsvorstellungen? Dann können Sie Ihre Sicht der Dinge darlegen.

      Aber kommen Sie nicht selbst auf das Thema zu sprechen. Nach dem Motto: Wann reden wir denn endlich mal über die Bezahlung? Und bekomme ich eigentlich auch Diensthandy und Dienstwagen? Sie scheinen es nur aufs Geld abgesehen zu haben – das kann keinem Arbeitgeber gefallen.

    • Lästereien

      Die Verlockungen sind groß und zahlreich. Wie gerne würde man dem undankbaren Ex-Chef und den tratschsüchtigen Ex-Kollegen eins reinwürgen? Privat können Sie das gerne mal tun.

      Aber auf geschäftlicher Ebene gilt: Professionell bleiben. Und Lästereien sind unprofessionell und fallen negativ auf einen zurück. Goldene Regel: Reden Sie NIE schlecht über ehemalige Arbeitgeber und Kollegen! Sie müssen sie ja andererseits auch nicht gleich in den Himmel loben…

    Vorstellungsgespräch Vorbereitung: Fehler vermeiden

    Nicht jeder Fehler lässt sich vermeiden. Die kleinen sind auch gar nicht tragisch. Die großen hingegen können Ihren Masterplan vom neuen Job durchkreuzen.

    Vorstellungsgespräch Vorbereitung – diese Fehler sollten Sie vermeiden…

    • Blick auf die Uhr: Ist Ihnen langweilig? Oder das Gespräch unangenehm? Oder haben Sie heute noch ein anderes Jobinterview im Kalender? Egal, warum Sie den Drang verspüren, auf die Uhr an der Wand oder am Handgelenk zu schauen: Tun Sie’s nicht!
    • Handy klingeln lassen: OK, mit ein wenig Toleranz kann man ein klingelndes Handy verzeihen. Jeder kann mal vergessen, es auszumachen oder auf lautlos zu stellen. Aber es klingeln lassen, ostentativ auf das Display schauen, um zu wissen, wer gerade anruft oder womöglich noch kurz rangehen – nein, das geht gar nicht.
    • Dummes Zeug labern: Ein bisschen talken, ein bisschen plaudern, ein bisschen schnacken – ja klar, Smalltalk kann ein Eisbrecher sein. Aber texten Sie sich während des eigentlichen Bewerbungsgesprächs nicht um Kopf und Verstand. Wenn Sie ständig vom Hölzchen aufs Stöckchen kommen und lauter saublöde Anekdoten zum Besten geben, denkt Ihr Gegenüber, Sie hätten nicht mehr alle Latten am Zaun. Wahrscheinlich zurecht.
    • Überheblich auftreten: Ja, der Arbeitsmarkt ist heute ein Bewerbermarkt – in vielen Branchen jedenfalls. Einen arroganten Pinkel will trotzdem niemand in seinem Team haben. Niemand ist unersetzlich, egal, wie groß der Fachkräftemangel auch sein mag. NIEMAND, nicht mal Steve Jobs. Apple geht es schließlich immer noch blendend…

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    [Bildnachweis: fizkes by Shutterstock.com]

    Vorstellungsgespräch Fragen: 100 Fragen, Antworten, Beispiele

    Die gute Nachricht ist: Sie haben die erste Hürde der Bewerbung genommen und wurden zum Vorstellungsgespräch eingeladen. Die zweite gute Nachricht: Dieses Interview ist in erster Linie ein Kennenlerngespräch. Dennoch wird man Ihnen im Vorstellungsgespräch Fragen stellen – auch unangenehme. Der Personaler prüft dabei, ob sein schriftlicher Eindruck von Ihnen als Kandidat stimmt. Aber auch Sie als Bewerber können per Rückfragen abklopfen, ob die Stelle und Unternehmenskultur zu Ihnen passen. Um daraus ein konstruktives Gespräch zu machen, ist eine gute Vorbereitung das A und O. Genau dabei hilft auch die folgende Übersicht der häufigsten Fragen im Vorstellungsgespräch, die (natürlich nicht alle auf einmal) auf Sie zukommen können. Zumindest auf manche davon sollten Sie aber ein paar gute Antworten wissen…

    Vorstellungsgespräch: 100 Fragen

    Fragen gehören zu einem Vorstellungsgespräch wie der Hafen zu Hamburg. Nicht auf jede können Sie sich als Bewerber vorbereiten. Allemal sinnvoll aber ist es, sich für die typischen Fragen im Vorstellungsgespräch zu wappnen.

    Die Evergreens tauchen nämlich immer wieder auf. Die meisten Fragen im Vorstellungsgespräch drehen sich um…

    • Stärken und Schwächen
    • Motivation
    • Arbeitsweise
    • Persönlichkeit
    • Cultural Fit

    Für diese Themenbereiche können Sie sich vorab griffige Antwortstrategien zurechtlegen. Auswendig lernen sollten Sie Ihre Antworten natürlich nicht. Das ist nicht praktikabel und auch nicht erstrebenswert. Aber die grobe Richtung, in die Sie eine Antwort lenken wollen, dürfen Sie vorab ruhig festlegen.

    Bei manchen Fragen wiederum ist dies kaum möglich. So gibt es auch Stress-, Spontanitäts- oder Fangfragen, mit denen Sie der Interviewer aus der Reserve locken will. Hier sind Improvisation und schnelle Auffassungsgabe erforderlich. Strategien, um erhobenen Hauptes aus der Nummer herauszugehen, gibt es indes sehr wohl.

    Auf Sie kommen jedenfalls allerhand Fragen im Vorstellungsgespräch zu, für die Sie eine akzeptable bis sensationell gute Antwort finden sollten. Die folgende Auswahl listet 100 typische Fragen im Vorstellungsgespräch auf, die natürlich nie alle auf einmal gestellt werden. Auswendig lernen also zwecklos! Weil das Unsinn wäre, gibt es auch keine passenden Antworten dazu. Personaler erkennen Standardantworten sofort – und hassen sie.

    Dennoch können Sie sich mit diesen Fragen gut vorbereiten und zur Anregung nutzen, darüber nachdenken. Die Fragen liefern nicht nur gute Denkanstöße, um sich auf das Bewerbungsgespräch einzustimmen, sondern auch, um im Vorfeld zu prüfen, ob und warum Sie den Job überhaupt wollen.

    Vorstellungsgespräch Fragen – einige der folgenden kommen mit großer Wahrscheinlichkeit auf Sie zu…

    Vorstellungsgespräch: Fragen zur Gesprächseröffnung

    Eine typische Frage, mit der der Interviewer das Bewerbungsgespräch eröffnet, lautet so:

    Erzählen Sie doch mal etwas über sich. Wer sind Sie?

    Hier kommt es vor allem auf die Art und Weise an, mit der Sie antworten. Ihr Gesprächspartner gewinnt einen ersten Eindruck über Ihre rhetorischen und kommunikativen Skills, sieht Ihre Mimik und Gestik. Antworten Sie in jedem Fall nicht wie aufgesagt. Humorvoll, aber selbstbewusst. Und erzählen Sie nicht Ihr Leben in chronologischer Reihenfolge nach – langweilig! Wieso beginnen Sie nicht mit einem Knalleffekt? Mit etwas, das Interesse beim Gegenüber weckt. Generell können sich Bewerber bei der Beantwortung einer Eröffnungsfrage an diesem Dreiklang orientieren: Ich bin, ich kann, ich will.

    Vorstellungsgespräch Fragen – hier sind weitere zur Gesprächseröffnung:

    • Warum haben Sie sich bei uns beworben?
    • Aus welchem Grund sollten wir Sie einstellen?
    • Was können Sie, was andere nicht können?
    • Wieso sind Sie zu spät? (als reine Provokation)

    Vorstellungsgespräch: Fragen zu Stärken und Schwächen

    Eine typische Frage im Vorstellungsgespräch Frage lautet:

    Was sind Ihre Schwächen?

    Vorbei sind die Zeiten, in denen man mit einer als Schwäche getarnten Stärke – Ungeduld zum Beispiel – auf der sicheren Seite war. Bleiben Sie ehrlich, ohne sich allzu große Blöße zu geben. Tabu sind natürlich Schwächen, die Ihnen den K.o. versetzen würden: Unehrlichkeit, Faulheit, Indifferenz, Rücksichtslosigkeit, Verantwortungslosigkeit. Wählen Sie eine nachgeordnete Schwäche – am besten eine, an der man intensiv arbeiten und sich realistischerweise auch verbessern kann. Reden vor vielen Zuhörern, Englischkenntnisse oder spezielle IT-Kenntnisse könnten akzeptable Schwächen sein.

    Vorstellungsgespräch Fragen – hier sind weitere Fragen zu Stärken und Schwächen:

    • Wo liegen Ihre Stärken?
    • Wo liegen Ihre Schwächen?
    • Was würde Ihr letzter Chef Positives über Sie sagen?
    • Und was würde er Negatives sagen?
    • Welche Weiterbildung würde Ihnen helfen?
    • Welche Ideen oder Projekte haben Sie schon umgesetzt?
    • Was haben Sie aus Ihrem größten Fehler gelernt?
    • Welche drei positiven Charaktereigenschaften würden Sie sich wünschen?
    • Wann haben Sie Überdurchschnittliches und wann Unterdurchschnittliches geleistet?
    • Wie haben Sie sich gefühlt, als Sie für Ihre Arbeit kritisiert worden sind?
    • Womit haben Sie bei anderen Menschen Probleme?
    • Wovor haben Sie Angst?
    • Was ist Ihr größter Erfolg, der nichts mit Ihrem Beruf zu tun hat?
    • Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
    • Wie soll Ihre Karriere im besten Fall verlaufen?
    • Was muss ich sonst noch über Sie wissen?
    • Welche Träume haben Sie im Leben?

    Vorstellungsgespräch: Fragen zur Motivation

    Eine typische Frage im Vorstellungsgespräch lautet:

    Warum haben Sie sich bei uns beworben?

    Unternehmen wünschen sich Mitarbeiter, die eine hohe Eigenmotivation an den Tag legen und möglichst lange im Unternehmen bleiben. Dies erhöht die Produktivität und reduziert die Fluktuation – und damit die Kosten. Bewerber, die überzeugend darlegen, warum Sie sowohl für die Stelle als auch für das Unternehmen und seine Produkte brennen, sammeln Punkte.

    Vorstellungsgespräch Fragen – hier sind weitere Fragen zur Motivation:

    • Aus welchem Grund wollen Sie Ihre alte Stelle aufgeben?
    • Warum sind Sie immer noch auf der Suche nach einer neuen Stelle?
    • Was möchten Sie in diesem neuen Job erreichen?
    • Wie war Ihr letzter Chef so?
    • Was hat Ihnen an Ihrer alten Stelle überhaupt nicht gefallen?
    • Und was werden Sie vermissen?
    • Sind Sie bereit, für die neue Stelle umzuziehen?
    • Wie hoch war Ihr letztes Gehalt?
    • Welche Gehaltsvorstellungen haben Sie?
    • Kennen Sie unser Unternehmen eigentlich?
    • Was können Sie mir über unsere Branche sagen?
    • Wenn Sie Ihre eigene Stellenbeschreibung für das erste Jahr schreiben müssten, wie sähe die aus?
    • Wenn Sie an meiner Stelle wären, worauf würden Sie bei einem Bewerber achten?
    • Wann wären Sie soweit, dass Sie für unser Unternehmen einen substanziellen Beitrag leisten könnten?
    • Haben Sie noch Fragen?

    Vorstellungsgespräch: Fragen zur Arbeitsweise

    Eine beliebte Frage im Vorstellungsgespräch lautet:

    Was haben Sie getan, als eine Aufgabe zu schwer für Sie war?

    Wichtig sind in diesem Zusammenhang vor allem zwei Eigenschaften: Lernwille und Teamfähigkeit. Als Bewerber müssen Sie nicht Superman mimen, der alles kann. Geben Sie ruhig zu, das Sie bei dieser oder jener Aufgabe Probleme hatten. Wichtig ist nur, dass Sie bereit waren, die Herausforderung anzunehmen. Wenn Sie zum Beispiel signalisieren, dass Sie sich eigens weiterbildeten, um besagte Aufgabe zu meistern, spricht dies eindeutig für Sie. Oder wenn Sie sich intern Hilfe bei einem Kollegen geholt haben. So beweisen Sie Teamwork – und ein Ego, das noch nicht aus dem Ruder gelaufen ist.

    Vorstellungsgespräch Fragen – hier sind weitere Fragen zur Arbeitsweise:

    • Wie muss ich mir Ihren Arbeitsstil vorstellen?
    • Woraus ziehen Sie Motivation?
    • Welche Tools oder Techniken nutzen Sie zur Selbstorganisation?
    • Wie lief das letzte Projekt, an dem Sie gearbeitet haben?
    • Wie schaffen Sie so schnell wie möglich eine Vertrauensbasis in einem neuen Team?
    • Wenn Sie wüssten, dass Sie Ihre Tagesaufgaben unmöglich alle erledigen können, was würden Sie tun?
    • Wie gehen Sie mit Veränderungen um?
    • Was denken Sie, wenn Sie ein „Nein“ als Antwort bekommen?
    • Wenn Sie einen Kollegen kritisieren müssen, wie machen Sie das?
    • Wie gehen Sie damit um, wenn es in Ihrem Team einen Kollegen gibt, der sich auf der Arbeit anderer ausruht?
    • Was haben Sie getan, als eine Aufgabe zu schwer für Sie war?
    • Was werden Sie in den ersten 30 Tagen im neuen Job tun?

    Charakterfragen im Vorstellungsgespräch

    Eine beliebte Frage im Vorstellungsgespräch lautet:

    Worauf sind Sie stolz?

    Hier haben wir es mit einem sogenannten Wertetest zu tun. Sie sollen sich selbst beschreiben – und damit zeigen, wie reflektiert Sie sind. Wichtig ist, dass Sie Selbstbewusstsein demonstrieren, ohne in Selbstbeweihräucherung zu verfallen. Nennen Sie Projekte aus der Vergangenheit, die Sie erfolgreich zu Ende geführt haben und in denen Sie Ihre Stärken voll zur Geltung brachten. Sie dürfen auch gerne ins Privatleben abschweifen. Macht menschlich! Beispiel: Auf meine Tochter bin ich wahnsinnig stolz.

    Vorstellungsgespräch Fragen – hier sind weitere Charakterfragen:

    • Welche Lektion, die Sie in der Schule gelernt haben, war die wichtigste?
    • Und welche, die Sie während des Studiums gelernt haben?
    • Wer hat Sie in Ihrem Leben am meisten geprägt und warum?
    • Welcher Mensch hat Sie verändert?
    • Welche fünf Begriff beschreiben Ihren Charakter am besten?
    • Mit welchen drei Charaktereigenschaften würden Freunde Sie beschreiben?
    • Worauf sind Sie stolz?
    • Was tun Sie, wenn Sie herausfinden, dass Ihr Arbeitgeber etwas Verbotenes tut?
    • Welches Auto fahren Sie?
    • Mit welchen Persönlichkeiten kommen Sie am besten klar?
    • Welchen Manager würden Sie als Vorbild ansehen?
    • Was war die schwerste Entscheidung in Ihrem Berufsleben?
    • Angenommen, Sie bestellen beim Mittagessen ein Steak, englisch. Der Kellner serviert es Ihnen durchgebraten. Wie reagieren Sie?
    • Wie gehen Sie damit um, wenn Sie etwas falsch machen?
    • Was bereuen Sie am meisten?
    • Wenn Sie für jemanden arbeiten müssten, der weniger weiß als Sie, wie würden Sie sich fühlen?

    Vorstellungsgespräch: Fragen zu Kultur und Fitting

    Eine beliebte Frage im Vorstellungsgespräch lautet:

    Welche Eigenschaften zeichnet eine gute Führungskraft aus?

    Am liebsten will man als Bewerber die Eigenschaften nennen, die die Führungskraft, die vor einem sitzt, tatsächlich innehat. Indes: Die kennt man nicht. Stattdessen können Bewerber zunächst Grundtugenden anführen, die sie für unerlässlich halten: Ehrlichkeit, Gewissenhaftigkeit, Fürsorge. Wer einen modernen Führungsansatz mag, der ergänzt, dass eine Führungskraft Mitarbeiter mitnehmen, begeistern und – neudeutsch – empowern sollte. Wer sich in einem konservativen Unternehmen wohler fühlt, der könnte betonen: Orientierung und Richtung geben, Verantwortung übernehmen. Arbeitgeber und Bewerber wollen letztlich beide herausfinden, ob sie kulturell zusammenpassen.

    Vorstellungsgespräch Fragen – hier sind weitere Fragen zum Cultural Fit:

    • Wofür waren Sie in Ihrem alten Job verantwortlich?
    • Was hat Sie an dem Unternehmen interessiert?
    • Wie muss das perfekte Unternehmen für Sie sein?
    • Und wie sieht der perfekte Job für sie aus?
    • Wann war Ihre Zufriedenheit in Ihrem letzten Job am größten?
    • Wird der bessere Chef aus Ihrer Sicht eher geliebt oder gefürchtet?
    • Welche Eigenschaften zeichnen eine gute Führungskraft aus?
    • Und welche sind charakteristisch für eine schlechte Führungskraft?
    • Sagt Ihnen eine strukturierte oder eine unternehmerische Arbeitskultur mehr zu?
    • Würden Sie sich eher als detailverliebt oder als visionär beschreiben?
    • Welche Konflikte haben Sie in Ihren bisherigen Jobs schon ausgetragen?
    • Beschreiben Sie mir bitte den Unterschied zwischen gut und außergewöhnlich.
    • Angenommen, Ihr Chef verlangt etwas von Ihnen, von dem Sie nicht überzeugt sind, was tun Sie?

    Vorstellungsgespräch: Fangfragen zu Social Media

    Eine Fangfrage im Vorstellungsgespräch könnte lauten:

    Warum sind Sie in den sozialen Medien quasi unsichtbar?

    Eine Fangfrage muss man erstmal als solche erfassen – und verdauen. Lassen Sie sich darum bei der Beantwortung Zeit. Eine spontane Antwort bringt Ihnen gar nichts. Gut möglich, dass der Interviewer zuvor im Netz über Sie recherchiert hat und Sie testen will. Seien Sie darauf vorbereitet. Bewahren Sie kühlen Kopf und verfallen nicht in Hektik oder gar Panik. Sie gewinnen Zeit, indem Sie amüsiert lächeln oder eine Floskel nutzen wie: Hoppla, mit der Frage hatte ich jetzt nicht gerechnet. Das Gleiche gilt im Übrigen für Stress- und Spontanitätsfragen (siehe unten).

    Vorstellungsgespräch Fragen – hier sind weitere Fangfragen:

    • Ein Video im Netz zeigt Sie bei einem Fußballturnier, wie Sie Mitspieler foulen, ohne dass es der Schiedsrichter mitbekommen hat. Setzen Sie sich häufiger über Regeln hinweg, wenn es Ihnen nutzt?
    • Sie schreiben bei Twitter häufig, dass Sie gerade keine Lust haben zu arbeiten. Sind Sie jemand, der stark motiviert werden muss?
    • Sie besitzen laut Ihrer Bewerbung angeblich viele Kontakte in Ihrer Branche, sind aber auf Xing mit sehr wenigen Leuten vernetzt. Wie passt das zusammen?
    • Nach unseren Recherchen waren Sie bei Ihrem früheren Job ständig online und haben lauter Kommentare gepostet. War das in dem Unternehmen erlaubt oder waren sie einfach nicht ausgelastet?
    • Haben Sie schon jemanden in einem Blog mit einem Kommentar persönlich beleidigt? So wie bei diesem Blog, das wir neulich gefunden haben … Wie hieß das noch gleich?
    • Sie sind bei Facebook in einer Gruppe von Frauen, die damit kokettiert, keine Unterwäsche zu tragen. Glauben Sie nicht, dass das unseren Betriebsfrieden stören könnte, wenn unsere Kunden davon erfahren?
    • Bei Facebook sind Sie auf einem Partybild verlinkt, das Sie in einem erbarmungswürdigen Zustand zeigt. Und das war nicht das einzige Bild, das wir gefunden haben. Erklärt das vielleicht die Abschlussnote 3 in Ihrem Bachelor-Studium?
    • Sie haben sich laut Lebenslauf im letzten Sommer weitergebildet. In Ihrem Facebook-Profil habe ich aber nur Urlaubsfotos gefunden. Was für eine Weiterbildung war das?
    • In Ihrem Blog schreiben Sie, dass Sie nicht mit Menschen zusammenarbeiten möchten, die kein deutsch verstehen. Wie schätzen Sie vor dem Hintergrund, dass wir viele internationale Kunden haben, Ihre interkulturelle Kompetenz ein?
    • Bei Instagram folgen Sie fast ausschließlich Pornodarstellerinnen. Kennen Sie die von irgendwoher?

    Vorstellungsgespräch: Spontanitäts- und Stressfragen

    Eine Stressfrage im Vorstellungsgespräch könnte lauten:

    Wie finden Sie mich als Interviewer?

    Bei dieser Frage geht es nicht – oder nur vordergründig – um ein Feedback. Es geht vielmehr darum, ob man Rückgrat und Selbstbewusstsein hat oder zeigt. Wer jetzt in Jubelarien ausbricht und über den grünen Klee lobt, outet sich als Schleimer. Aber überkritisch will man natürlich auch nicht sein. Ein möglicher Ausweg: Wechseln Sie in die Metaebene! Zum Beispiel so: „Ist das eine Fangfrage? Ich würde mich viel lieber mit Ihnen noch über den Job unterhalten…“ Grundsätzlich sollen Stressfragen den Bewerber aus der Ruhe und aus der Deckung bringen. Bleiben Sie cool und lassen sich Zeit. Wichtig ist nicht unbedingt das Ergebnis, zu dem Sie kommen. Wichtig ist der Weg, den Sie einschlagen. Dadurch sieht der Personaler, wie Sie ticken, ob Sie logisch und analytisch denken können.

    Vorstellungsgespräch Fragen – hier sind weitere Spontanitäts- und Stressfragen:

    • Wie häufig überlappen sich die Zeiger einer Uhr am Tag?
    • Wie würden Sie ohne Maßstab ein Flugzeug vermessen?
    • Welche Superkraft hätten Sie, wenn Sie ein Superheld sein könnten?
    • Wenn Sie ein Tier wären, welches Tier wären Sie?
    • An welchem Ort dieser Erde wären Sie jetzt gerade, wenn Sie frei wählen könnten?
    • Wozu dient der Filz auf einem Tennisball?
    • Welche drei Dinge nehmen Sie mit auf eine einsame Insel?
    • Was machen Sie mit einem Lottogewinn?
    • Was machen Sie, um Spaß zu haben?
    • Verkaufen Sie mir diesen Bleistift!
    • Zu welchen 10 Dingen kann man einen Stift noch benutzen?

    Vorstellungsgespräch: Dumme Rückfragen

    Mit den Fragen im Vorstellungsgespräch ist das so eine Sache – und mit den Rückfragen auch. Wer nicht fragt, bleibt dumm. Wer fragt, kann aber auch dumm dastehen. Denn selbstverständlich gibt es auch dumme Fragen, die man im Vorstellungsgespräch als Bewerber tunlichst nicht stellen sollte.

    Nicht so clever wäre es zum Beispiel, eine Frage zu stellen, die man durch einen Klick auf die Firmenhomepage leicht hätte beantworten können. Oder eine Frage, auf die die Antwort im Grunde genommen schon feststeht:

    • Wie ist das Betriebsklima?
      (Kurz: Planet der Affen.)
    • Sind die Kollegen nett?
      (Nein, wir mobben uns alle!)
    • Hat das Unternehmen eine gute Perspektive?
      (Nein, wir melden morgen Konkurs an.)

    Wer so fragt, manövriert sich selbst ins Aus, wirkt unvorbereitet, naiv oder gar dümmlich.

    Ebenfalls unklug: Fragen zu Urlaubs- oder Arbeitszeiten, Zusatzleistungen, Vergünstigungen oder baldigen Gehaltserhöhungen. Die stellen in dieser Phase Ihre Motivation gewaltig in Frage. Monetäres können Sie in einer zweiten Gesprächsrunde oder während der Vertragsverhandlungen immer noch klären. Jetzt wollen Sie erst einmal mit Ihrer Eignung für die Stelle überzeugen.

    Und zum Schluss: Fragen Sie bitte nie am Ende des Gesprächs, wie Sie sich geschlagen haben oder wie Ihre Chancen stehen. So machen Sie sich klein und wirken eben nicht souverän und selbstbewusst.

    Sie sollten im Gegenzug auch keine Arroganz versprühen, aber der Grundtenor muss sein:

    Liebes Unternehmen, das ist Deine Chance, mich einzustellen. Nutze Sie!

    Vorstellungsgespräch: Gute Rückfragen

    Wenn es schon um die eigenen Rückfragen geht, wirkt es wesentlich professioneller, wenn Sie sich während des Bewerbungsgesprächs Notizen machen und hinterher Detailfragen zu Ihrem Einsatzgebiet stellen. Beispiele:

    • Welche Erwartungen stellen Sie im ersten Jahr an mich?
    • Wo soll ich konkret eingesetzt werden?
    • Wie viele Mitglieder das Team?
    • An wen muss ich berichten und wer berichtet mir?
    • Könnte ich mir den Arbeitsplatz vielleicht sogar noch kurz ansehen?

    Dabei dürfen Sie auch ruhig ein wenig nachbohren und nachhaken. Nur übertreiben sollten Sie es nicht. Vor allem aber: Den Spieß umdrehen und dem Personaler die gleichen Fragen stellen, die er zuvor Ihnen gestellt hat („Weshalb sollte ich mich für Ihr Unternehmen entscheiden?“), ist tabu (siehe auch weiter unten „Tabuthemen“).

    Vorstellungsgespräch: Fragen von namhaften Unternehmen

    Vorstellungsgespraech Fragen BeispieleAuf die wenigsten Fragen im Vorstellungsgespräch lautet die korrekte Antwort: Ja oder Nein, richtig oder falsch. Viele Fragen im Bewerbungsgespräch zielen vielmehr darauf, Kreativität, Selbstreflexion und assoziatives Denken des Bewerbers abzufragen.

    Wir zeigen Ihnen, mit welchen Fragen und Killerfragen bekannte Unternehmen Ihre Kandidaten gerne mal konfrontieren:

    • Wenn Sie einen Song wählen könnten, der gespielt wird, sobald Sie einen Raum betreten – welcher wäre es? (Google)
    • Was war der beste Tag Ihres Lebens in den vergangenen vier Jahren? (Apple)
    • Wie würden Sie versuchen, in einer Menschenmenge herauszuragen? (Microsoft)
    • Wie viel Honorar würden Sie verlangen, um alle Fenster in Seattle zu putzen? (Facebook)
    • Wie würden Sie ein Facebook für blinde Menschen entwickeln? (Facebook)
    • An diesem Punkt in Ihrem Leben: Würden Sie lieber lernen oder Geld verdienen? (Google)
    • Wann wollen Sie in den Ruhestand gehen? (Adobe)
    • Wenn Sie mit nur einem Satz in Erinnerung bleiben könnten – wie würde dieser lauten? (Google)
    • Welche Führungskraft verehren Sie am meisten? (Boston Consulting Group)
    • Wie würden Sie den Wert einer Kuh berechnen? (Bain)

    Vorstellungsgespräch Fragen: Tabus

    Im Vorstellungsgespräch gibt es viel zu bereden. Daneben gibt es aber auch das eine oder andere Thema, das man im Bewerbungsgespräch besser nicht zur Sprache bringt. Als da wären:

    1. Geld

      Natürlich sind Ihre Gehaltsvorstellungen ein Thema im Vorstellungsgespräch.

      Aber: Sollte das Angebot Ihres vermeintlichen Neu-Arbeitgebers deutlich unter Ihren Erwartungen zurückbleiben, dann halten Sie sich mit einem Kommentar zurück. Schweigen ist Gold. Wenn Sie Ihren Unmut äußern, schlagen Sie nur eine Tür zu, durch die Sie vielleicht doch noch gehen wollen. Unnötig!

      Strategisch klüger ist es, die Verärgerung einzig Ihren Gedanken zu überlassen. Was Sie tun können: Boni, Dienstwagen oder andere Annehmlichkeiten als Verhandlungsmasse ins Gespräch bringen – und dann zuhause alles in Ruhe abwägen.

    2. Rauswurf

      Sollte Sie im letzten Job eine Kündigung ereilt haben, ist das unangenehm – und kein Fakt, den man im Jobinterview ansprechen möchte. Wenn Sie aber der Personaler gezielt danach fragte, dürfen und sollen Sie zwar nicht lügen.

      Aber möglicherweise können Sie sich mit einer Relativierung behelfen. Es kann ja sein, dass Sie ein Opfer von Sparmaßnahmen oder betriebsbedingten Kündigungen geworden sind. Oder Sie haben sich mit dem Arbeitgeber auf die Kündigung geeinigt, um Arbeitslosengeld beziehen zu können, wussten aber schon länger, dass die Stelle nicht die richtige für Sie war.

      Und: Wenn es Sie schon aufgrund eines groben Fehlers getroffen hat, dann beweisen Sie zumindest Lernfähigkeit. „Ich habe aus dem Fehler gelernt und er würde mir heute nicht noch einmal passieren!“

    3. Privates

      Der Bungeesprung vom letzten Samstag – das ist nichts, was Sie dem Personaler unter die Nase binden sollten. Es sei denn, er fragt Sie danach.

      Grund: Ihre Freizeitaktivitäten gehen ihn schlicht und einfach nichts an.

      Außerdem können Sie damit unter normalen Umständen kaum punkten. Hobbys haben im Vorstellungsgespräch nur etwas zu suchen, wenn sie sich auf eine Fähigkeit beziehen, die im Beruf gefragt oder wichtig ist.

    4. Pleiten

      Auf eigene Misserfolge sollten Sie das Gespräch nicht leiten. Das ist selbsterklärend.

      In diese Kategorie fällt aber auch: nicht schlecht über ehemalige Kollegen, Chefs oder Kunden sprechen. Lassen Sie sich dazu auf gar keinen Fall hinreißen! Es hinterlässt mehr als nur einen faden Beigeschmack. Denn der Personaler denkt als Erstes: Wird er oder sie später auch so über uns reden?

      Besser ist es, positive Erfahrungen hervorzuheben. Was haben Sie Ihrem alten Arbeitgeber zu verdanken? Was haben Sie gelernt? Das zeigt Klasse.

    5. Vorgesetzte

      Das Gleiche gilt auch für ehemalige Vorgesetzte. Sprechen Sie im Jobinterview nicht über deren Schwächen und auch nicht über die Probleme, die Sie mit ihnen hatten!

      Die Stärken Ihres Ex-Chefs dürfen Sie dagegen ruhig herausstellen, wenn es sich anbieten sollte. Und was Sie von ihm oder ihr alles lernen konnten. Hilfreiche Lektionen gibt es ja schließlich auch vom größten Tyrannen. Ansonsten: Schweigen!

    Nun kennen Sie die wichtigsten Vorstellungsgespräch-Fragen – und wissen vielleicht auch schon gute Antworten. Derart vorbereitet sollten Sie das Jobinterview meistern können. Wir wünschen Ihnen viel Erfolg!

    Gratis-Download der Fragenliste

    Vorstellungsgespräch-Fragen-PDF-CoverDie Liste der 100 typischen Fragen im Vorstellungsgespräch unserer Schwesterseite Karrierebibel können Sie sich auch kostenlos als PDF herunterladen, ausdrucken und zur Offline-Vorbereitung nutzen. Zum Beispiel, indem Sie das Personaler-Spielchen mit jobsuchenden Freunde und Bekannten einfach mal spielen. Fragen stellen, antworten lassen und ehrliches Feedback geben.

    Stressfragen Beispiele VorstellungsgesprächZusätzlich haben wir – beziehungsweise Karrierebibel – auch noch typische Stressfragen im Vorstellungsgespräch für Sie zusammengestellt. Es gibt zahlreiche Variationen aber, man kann sie grob in fünf Arten unterteilen: Analogie-Fragen, Fangfragen, Provokationen (die keine Fragen sind), Brainteaser und Trichterfragen. Eine vollständige Checkliste dieser Fragenarten samt einiger Beispiele können Sie sich ebenfalls hier gerne gratis als PDF herunterladen.

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    [Bildnachweis: Sofi photo by Shutterstock.com]

    Bewerben ohne Berufserfahrung: Beispiele, Muster, Formulierungen

    Bewerben ohne Berufserfahrung Formulierungen

    Bewerben ohne Berufserfahrung? Aussichtslos! Diesen Eindruck gewinnen Bewerber beim Blick in die Stellenanzeigen. Die berufliche Erfahrung, die jemand mitbringt, ist in der Tat ein wichtiges Einstellungskriterium. Berufsanfänger, Schulabgänger oder Hochschulabsolventen aber können damit nicht punkten. Auch Mütter oder Väter, die nach langer Auszeit in den Beruf zurückkehren möchten, müssen sich etwas einfallen lassen. Die gute Nachricht: Tricks und Hilfsmittel, derer sie sich bedienen können, gibt es einige. Bewerben ohne Berufserfahrung – so machen Sie es richtig…

    Bewerben ohne Berufserfahrung: Ein Teufelskreis!

    Ein Arbeitsmarkt-Klischee besagt: Unternehmen wollen vor allem Bewerber, die jung und billig sind, aber schon gaaaanz viel Berufserfahrung mitbringen. Oft ist da auch was dran. Wenn in Stellenanzeigen etwa gefordert wird, Bewerber für eine Junior- oder Einstiegsposition müssten mindestens drei Jahre Berufserfahrung mitbringen. Na prima!

    Im schlimmsten Fall führt das direkt in einen Teufelskreis: Keine Berufserfahrung, kein Job, keine Berufserfahrung, kein Job, immer noch keine Erfahrung, immer noch kein Job.

    Man brennt innerlich und würde alles geben, um diese Chance endlich zu bekommen – und zu nutzen. Indes: Man darf nicht. Wegen fehlender Berufserfahrung. Bewerber lässt es in einem Zustand der Ohnmacht zurück. Denn um Berufserfahrung sammeln zu können, braucht man diese Chance.

    Vielleicht hat man eine abgeschlossene Ausbildung oder ein Studium, womöglich sogar mit Top-Noten. Dazu Praktika und Nebenjobs bestritten, um sich finanziell über Wasser zu halten. Als berufliche Erfahrung lassen viele Unternehmen diese aber nicht gelten. Sie wollen am liebsten eine Arbeitskraft einstellen, die sie nicht mehr groß einarbeiten müssen, die ihnen sofort weiterhilft. Einerseits nachvollziehbar, andererseits unrealistisch.

    Für gut ausgebildete Fachkräfte und Absolventen stehen die Chancen freilich sehr gut, eine adäquate Stelle zu finden – auch ohne mehrjährige Erfahrung. Aber anfangs besagte Fälle gibt es noch immer, und eine oft übertriebene Anspruchshaltung der Unternehmen ebenso.

    Bewerben ohne Berufserfahrung – so kann Ihre Bewerbung trotzdem zum Erfolg führen…

    Bewerben ohne Berufserfahrung: 7 Tipps

    Bewerben ohne Berufserfahrung – die Kombination klingt nach Misserfolg. Doch hängt es auch maßgeblich von Ihrer Strategie ab, ob Ihre höhepunktarme Bewerbung zündet. So vergrößern Sie Ihre Chancen, wenn Sie sich trotz fehlender Berufserfahrung bewerben:

    1. Radius vergrößern

      Den Radius vergrößern – das war schon immer eine Erfolgstaktik für Jobsucher. Bedeutet: Bewerben Sie sich in anderen Regionen, Städten, vielleicht sogar Ländern. Einen Umzug aus der Heimat bringt das mit sich, das stimmt. Aber es erhöht Ihre Erfolgsaussichten ganz erheblich – auch dann, wenn Sie bislang an der fehlenden Berufserfahrung gescheitert sind.

      Beispiel: Ein Umzug von Bremerhaven nach Baden-Württemberg bringt Sie vielen Unternehmen näher, die massiv über fehlende Kräfte klagen. In Baden-Württemberg ist der Fachkräftemangel akut, in Bremerhaven die Arbeitslosigkeit hoch.

      Daher: Im Süden werden Sie ungleich bessere Perspektiven haben, auch ohne langjährige Erfahrung einen Arbeitgeber zu finden, der Ihnen eine Chance gibt.

    2. Stellenanzeige analysieren

      Aus der Stellenanzeige lässt sich meist herauslesen, ob und welche Berufserfahrung gefordert ist. Manche erheben Erfahrung in einem Bereich nicht zur Muss-Qualifikation, sondern zur Kann-Qualifikation.

      Wenn es etwa heißt: „Mehrjährige Berufserfahrung ist wünschenswert“ oder gar „Erste Berufserfahrung wünschenswert“, dann sollten Sie sich nicht von einer Bewerbung abhalten lassen. Zwar haben Erfahrene Vorteile, aber Unerfahrene landen nicht gleich auf dem Aussortiert-Stapel.

      Bestes Szenario für Sie ist: Sie erfüllen alle Anforderungen, die der Arbeitgeber in der Stellenanzeige auflistet, einzig die Berufserfahrung fehlt. Dann sollten Sie in der Bewerbung vor allem auf die Qualitäten hinweisen, die deckungsgleich sind. Die fehlende Erfahrung können Sie beispielsweise so umdeuten: „Ich brenne darauf, mein gesammeltes Knowhow endlich in die Praxis zu überführen.“

    3. Nischen finden

      Mit dem Strom schwimmen will keiner. Und trotzdem tun es (fast) alle. Bei den großen Konzernen wollen viele Absolventen unterkommen, für möglichst namhafte Arbeitgeber schaffen. Das ist auch völlig legitim.

      Allerdings gilt: Je größer das Unternehmen, desto populärer ist es, umso mehr Bewerber hat es und umso geringer sind die Einstellungschancen für jeden Einzelnen. Erst recht, wenn Sie sich ohne Berufserfahrung bewerben.

      Schauen Sie sich daher nach Alternativen um. Die müssen gar nicht so viel schlechter sein. So gibt es in der Provinz unzählige Hidden Champions und Weltmarktführer, die unter dem Radar fliegen – und vielleicht auf Sie gewartet haben.

    4. Internationalität herausstellen

      Ein Auslandsaufenthalt kann berufliche Erfahrung kompensieren – zumindest manchmal und teilweise. Er steht synonym für interkulturelle Kompetenz, Eigenständigkeit, Neugier und Kommunikationsvermögen – allesamt wertvolle Eigenschaften auf dem heutigen Arbeitsmarkt.

      Außerdem lassen sich viele Auslandsaufenthalte kaum auf Echtheit überprüfen. Nein, damit wollen wir nicht andeuten, dass Sie schummeln, lügen und betrügen sollen. Aber Sie können durchaus ein paar Adjektive einstreuen, die Ihren Auslandsaufenthalt vorteilhaft beschreiben. So haben Sie im Work-and-Travel-Jahr in Australien nicht einfach Schafe geschoren, um sich die Weiterfahrt leisten zu können. Sie haben aktiv auf einer landwirtschaftlichen Farm mitgearbeitet und Arbeitserfahrungen gesammelt.

      Tipp daher: Lassen Sie solche Gelegenheiten nicht aus, um Erfahrungen in Ihren Lebenslauf einfließen zu lassen. Nein, die zweiwöchige Abschlusstour an den Ballermann zählt nicht dazu. Aber eben Work-and-Travel-Reisen, Praktika, Schüler- und Studienaustausche, vielleicht sogar Kulturreisen.

    5. Kontakte aktivieren

      Ein großes Netzwerk hilft bei der Jobsuche ungemein. Wer jemanden fragen kann, der jemanden kennt, der ein Unternehmen führt, das gerade neue Bewerber sucht.

      Gerade auf Jobsuche sollten Sie sich nicht zu schade sein, Ihre Kontakte zu aktivieren. In Zeiten von Xing oder Linkedin wird es immer einfacher, ein Netzwerk aufzubauen und zu pflegen. Und das sollten Sie auch tun.

      Denn nebenbei bemerkt ist es so: Wenn andere sehen, wie groß und verzweigt Ihr Netzwerk ist, imponiert ihnen das. Es suggeriert Expertise, Weltläufigkeit, Kommunikationsvermögen. Und es deutet an, dass sie schon herumgekommen sind in der Arbeitswelt (unabhängig davon, ob das stimmt). Es lässt Sie gleich wie eine gute Partie aussehen – echte Erfahrung hin oder her.

    6. Zeitarbeit erwägen

      Einem Absolventen mit guten Noten ist der Gang in die Zeitarbeit nur sehr bedingt zu empfehlen. Wenn Sie aber schon jahrelang auf Jobsuche sind, ohne Aussicht auf Besserung, dann können Sie die Zeitarbeit als Alternative in Betracht ziehen.

      Vorteil: Die Einstiegshürde ist deutlich niedriger. Sie können also endlich anfangen, Berufserfahrung zu sammeln. Die Lücken im Lebenslauf werden nicht größer und größer.

      Außerdem gibt es den sogenannten Klebeeffekt: Wenn Sie das ausleihende Unternehmen so von sich überzeugen, dass es Sie nach einer Zeit fest übernehmen will. Das gelingt aber ehrlicherweise nicht jedem. Und es besteht die Gefahr, dass Sie tatsächlich kleben bleiben – nämlich in der Zeitarbeit.

    7. Knackpunkt finden

      Berufserfahrung ist und bleibt nur EIN Kriterium von vielen. Ein ganz wichtiger Tipp lautet: Finden Sie heraus, was den meisten anderen Bewerbern in Ihrem Wunschunternehmen fehlt – und nutzen Sie es zu Ihren Gunsten aus.

      Ein Beispiel: Angenommen, Sie wollen sich in einem mittelständischen Unternehmen als Kundenbetreuer bewerben. Dieses Unternehmen ist sehr bekannt, hat viele Sympathisanten und Unmengen an Bewerbungen auf dem Schreibtisch. Sie sind als Bewerber aber eher Durchschnitt und Ihnen fehlt außerdem – Sie ahnen es – die Berufserfahrung. Ihre Chancen sind ausgesprochen gering.

      Nun machen Sie aber die Entdeckung, dass die Firma aktuell eine Expansion nach Russland anstrebt. Sie sprechen zufällig russisch, weil Sie einen entsprechenden Migrationshintergrund haben. Geschätzt dürften nur ein paar Prozent aller anderen Bewerber ebenfalls fließend russisch sprechen. Für Kundenbetreuer in Russland aber ist Russisch ein K.o.-Kriterium – ohne geht es nicht.

      Darum gehen Sie mit genau dieser Einzelkompetenz hausieren und bewerben sich ohne Berufserfahrung, aber strotzend vor Selbstbewusstsein. Das Unternehmen braucht einen Mitarbeiter, der russisch spricht. Darauf richten Sie Ihre Bewerbung aus. So kriegen Sie den Job – und nicht, indem Sie krampfhaft versuchen, die mangelnde Erfahrung zu verschleiern.

    Bewerben ohne Berufserfahrung: Lebenslauf

    Erfahrung ist Definitionssache. Es gibt Menschen, die haben zehn Jahre gearbeitet, ohne etwas dazugelernt zu haben. Andere konnten aus einer zweiwöchigen Hospitation bahnbrechende Erkenntnisse mitnehmen. Im Bewerbungsprozess wird Erfahrung meist in Monaten und Jahren gemessen. Je länger, desto erfahrener.

    In jedem Fall sollten Sie versuchen, Ihren Lebenslauf so zu gestalten, dass Ihre bisherigen Stationen in einem möglichst guten Licht erscheinen. Ein Praktikum gewinnt gleich an Wert, wenn Sie Erfolge und Erkenntnisgewinn beschreiben. Fehlen diese Hinweise, könnte man meinen, Sie haben Ihre Zeit nur abgesessen und sehnlichst darauf gewartet, endlich wieder nach Hause gehen zu können.

    Und: In Ihrem Privatleben gibt es bestimmt auch Stationen, die Sie einbringen können. Wenn Sie sich zum Beispiel im Sportverein engagieren oder als Elternsprecher der Kita. So etwas fällt formell nicht unter Berufserfahrung, aber ist doch eine sehr gute Argumentationsstütze für die eigene Bewerbung.

    Beispiel: Sie verkaufen regelmäßig alte Klamotten auf dem Flohmarkt in Ihrer Stadt. Ein ausgezeichneter Beleg dafür, dass Sie gut mit Kunden umgehen können und Spaß am Verkaufen haben – und der richtige Mann oder die richtige Frau für den Verkäufer-Job sind, für den Sie sich bewerben wollen.

    Kurzum: Es gibt Mittel und Wege, fehlende Berufserfahrung im Lebenslauf auszugleichen. Diese zählen dazu:

    • Weiterbildungen, Fortbildungen, auch private (z.B. Sprachen lernen)
    • Ehrenamtliche Mitarbeit in Vereinen oder sozialen Projekten
    • Private Projekte wie Blog schreiben, thematischen Instagram-Account pflegen, Nachhilfe geben…
    • Kurse (Malen, Töpfern, Singen, Sprachen)

    Ihre Engagements können Sie im Lebenslauf im Einzelfall sogar unter Berufliche Stationen auflisten. Aber nur dann, wenn sie für die angestrebte Stelle eindeutig relevant sind. Wenn nicht, dann führen Sie lieber eine eigene Rubrik ein, in der Sie ehrenamtliches Engagement und andere Aktivitäten unterbringen.

    Bewerben ohne Berufserfahrung: Formulierungen

    Bei der Bewerbung ist es nicht immer leicht, die richtigen Worte zu finden – schon gar nicht, wenn Sie sich ohne Berufserfahrung bewerben. Hier sind ein paar Formulierungen fürs Anschreiben, die Ihnen als Inspiration dienen sollen. Ziel ist es jedes Mal, das Defizit der fehlenden Berufserfahrung wettzumachen durch eine Erfahrung oder Stärke, die man anderweitig erworben hat.

    Bewerben ohne Berufserfahrung – so können Sie es konkret formulieren…

    • Erfahrung durch Auslandsaufenthalt

      Während meines Austauschsemesters in Italien bin ich viel selbstständiger und auch selbstbewusster geworden. Ich gehe mehr auf Leute zu als früher. Außerdem weiß ich jetzt, dass ich Ziele erreiche, wenn ich sie mit Ernsthaftigkeit und Ausdauer verfolge. In meinem Semester in Turin wollte ich mindestens 30 Credit Points erreichen und mein Italienisch signifikant verbessern – beides habe ich geschafft.

    • Erfahrung durch Schülerpraktikum

      Als ich vor zwei Jahren in mein Schülerpraktikum in einer Marketing-Agentur startete, hatte ich keine sonderlich hohen Erwartungen. Ein ausgeprägtes Interesse an Werbung und Marketing hatte ich ehrlicherweise gar nicht. Dies sollte sich im Laufe von vier Wochen radikal ändern. Als ich merkte, wie Unternehmen und Organisationen Menschen durch kreative und smarte Ideen mitnehmen, überzeugen und begeistern können, war ich Feuer und Flamme für dieses Fachgebiet. Seitdem ist auch der Einsatz und das Zusammenspiel der Marketing-Kanäle ein Thema, das mich beschäftigt…

    • Erfahrung durch ehrenamtliches Engagement

      In meiner Jugend war ich Messdiener in meiner Heimatgemeinde. Weil ich einen guten Überblick und ein Talent zum Organisieren hatte und von allen respektiert wurde, bin ich nach einiger Zeit in das sogenannte Planungskomitee aufgenommen worden. Unsere Aufgabe war es, die Ferienfreizeiten zu organisieren. Ich bin regelrecht darin aufgegangen, Ausflüge und Camping-Wochenenden zu planen und zu managen. Jede geglückte Veranstaltung war ein tolles Erfolgserlebnis und eine Bestätigung meiner Arbeit und Mühen…

    • Bewerben ohne Berufserfahrung nach Kindern

      Als dreifache Mutter ist mir die Fähigkeit, Aufgaben zu priorisieren, in Fleisch und Blut übergegangen. Ich habe einen Blick für das große Ganze entwickelt und kann sehr gut beurteilen, welche Aufgaben für eine Organisation – sei es eine Familie oder ein Unternehmen – elementar wichtig oder eher nebensächlicher Natur sind. Außerdem trage ich gerne Verantwortung. Das war während meiner Studienzeit und beim Berufseinstieg ehrlicherweise noch nicht der Fall. Als Mutter lernt man, Entscheidungen zu treffen und diese konsequent durchzuziehen…

    • Erfahrung durch Freizeitsport

      Mein privates Interesse gilt dem Radsport. Ich fahre für mein Leben gerne Fahrrad – alleine, zu zweit oder in größeren Gruppen. Es gehört aber mehr dazu, als nur in die Pedale zu treten. Als Hobby-Radsportler reinige ich regelmäßig das Bike mit Bürste und Schwamm, öle und schmiere die Fahrradkette, ziehe die Bremse nach und repariere das Licht. Und ich plane kurze und lange Touren, auf denen ich dann alles aus mir heraushole. Dies entspricht haargenau meinem Arbeitsethos. Ich habe viel Liebe fürs Detail und gebe mir Tag für Tag größte Mühe, um zum Schluss das Endprodukt auf die Straße bringen – und den Erfolg genießen zu können…

    • Bewerben ohne Berufserfahrung nach Krankheit

      Aufgrund einer längeren Erkrankung war ich mehrere Jahre außer Gefecht gesetzt. Dies erklärt auch meine Lücke im Lebenslauf. Mittlerweile bin ich wieder vollständig genesen und sprühe vor Tatendrang. Ich will endlich wieder das tun, was ich am besten kann: Kunden im persönlichen Gespräch beraten und überzeugen – sie mit viel Leidenschaft für Produkte begeistern, die ich selbst toll finde…

    • Erfahrung durch persönliche Interessen

      Als Kind hatte ich einen C64. Danach einen Commodore Amiga und einen Gameboy. Dann einen PC, eine Super NES und schließlich eine Playstation. Videospiele waren schon immer ein wichtiger Bestandteil meines Lebens. Ich habe nächtelang gegen und mit Freunden gespielt, habe ein messerscharfes Auge für Gameplay und Grafik und weiß ganz genau, was sich Videospielenthusiasten wünschen. Das will ich bei Ihnen als Junior Game Designer in die Waagschale werfen…

    • Erfahrung durch Mehrsprachigkeit

      Über digitale Kanäle kommuniziere ich sehr gerne. Dennoch bin ich der Meinung, dass die direkte Kommunikation unersetzlich ist – gerade in Ihrer Branche, die vom Kundenkontakt und der Internationalität lebt. Mir persönlich kommt dabei meine Zweisprachigkeit zugute. Ich habe mit Deutsch und Französisch zwei Muttersprachen. Englisch spreche ich fließend. Für die Zukunft habe ich mir außerdem fest vorgenommen, Spanisch zu lernen…

    • Bewerben ohne Berufserfahrung nach Studium

      Den Schwaben sagt man ja nach, dass sie sehr sparsam und penibel seien. Den Kölnern, dass sie offen und aufgeschlossen sind. Als gebürtiger Schwabe habe ich tatsächlich einen guten Blick für Einsparpotenziale und gehe schon aus Prinzip verantwortungsvoll mit den Ressourcen um, die mir zur Verfügung gestellt werden. In Köln, wo ich meine Studienjahre verbrachte habe, lernte ich, bisweilen auch neue Wege zu gehen und kreative Lösungen zu suchen. Ich bin davon überzeugt, dass ich als schwäbisch-kölsche Mischung sehr gut in Ihr Unternehmen passen würde…

    Fehlende Berufserfahrung: Sie betrifft mehr als Sie glauben!

    Bewerben ohne Berufserfahrung Umfrage70 Prozent der Deutschen stecken in einem ungeliebten Job fest, behauptete das Karriereportal Linkedin in einer Umfrage. Trotzdem versuchen viele nicht, diesen Zustand zu ändern. Sie bleiben im alten Job kleben. Vor allem Millenials und Frauen plagen demnach Selbstzweifel. Warum bewerben sie sich nicht?

    • 33 Prozent glauben, dass es bessere Kandidaten gibt als sie selbst.
    • 30 Prozent sagen, dass sie keine ausreichende Berufserfahrung haben.
    • 28 Prozent verlassen die eigene Komfortzone nur ungerne.

    Sie sehen: Nicht nur Langzeitarbeitslose oder Stay-at-home-Mamas sind mit diesem Problem konfrontiert. Sehr viele Arbeitnehmer glauben von sich, ihnen fehle die Erfahrung – und bewerben sich erst gar nicht. Ein Fehler – der nur denjenigen nützt, die sich TROTZDEM bewerben…

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    [Bildnachweis: GaudiLab by Shutterstock.com]

    Vorstellungsgespräch absagen: Gründe, Muster und Text

    Vorstellungsgespraech absagen Muster Tipps Text

    Ja, Sie hatten sich bei ebendiesem Unternehmen beworben. Sie wollten den Job unbedingt. Aber jetzt nicht mehr. Weil Sie ein besseres Angebot auf dem Tisch liegen haben oder weil Sie aus privaten Gründen wegziehen oder weil… Manchmal müssen Bewerber ein Vorstellungsgespräch absagen. Das kann unangenehm sein. Aber wer es höflich und galant macht, hält sich Türen für später offen…

    Warum Sie das Vorstellungsgespräch absagen sollten

    Sie sollten Ihr Vorstellungsgespräch absagen, wenn Sie zum Termin nicht erscheinen können oder wollen. Einfach nicht hingehen – das ist schlechter Stil. Eine echte Alternative zur Absage gibt es nicht.

    Verständlich ist es aber durchaus, wenn einem Bewerber nicht wohl dabei ist, ein vereinbartes Vorstellungsgespräch wieder zu canceln. Der Personaler könnte es einem übel nehmen oder unwirsch reagieren. Unangenehm!

    In Wahrheit aber sind die meisten froh und dankbar, wenn ein Bewerber klare Kante macht und einen Termin frühzeitig wieder absagt. Aus unterschiedlichen Gründen:

    • Sie zeigen Respekt
      Alle fordern ihn ein, aber nicht alle geben ihn auch. Die Rede ist von Respekt. Bewerber haben ihn verdient, Unternehmen aber auch. Seien Sie respektvoll Ihren Ansprechpartnern gegenüber. Wenn Sie dem vereinbarten Termin einfach fernbleiben, pfeifen Sie auf ebendiesen Respekt. Das ist unhöflich, unprofessionell und kann Ihnen zu einem späteren Zeitpunkt noch auf die Füße fallen.
    • Sie machen es dem Unternehmen leichter
      Das Unternehmen hat einen Termin organisiert, einen oder mehrere Mitarbeiter für das Bewerbungsgespräch eingeteilt und einen Raum gebucht. Das alles kostet Zeit und Geld. Sagen Sie frühzeitig ab, kann das Personalbüro seine Kapazitäten neu verteilen. Es wird Ihnen dankbar dafür sein. Denn wenn das Gespräch schon vollständig vorbereitet worden ist, bekommt es die investierte Zeit nicht wieder zurück. Und wenn Sie gar nicht absagen, haben Sie die Zeit von gleich mehreren Personen verschwendet – und hinterlassen keinen guten Eindruck.
    • Sie verhalten sich fair
      Fairness ist der Zwillingsbruder von Respekt. Sagen Sie ein Gespräch rechtzeitig ab, verhalten Sie sich fair gegenüber dem Unternehmen – aber auch Ihren Mitbewerbern gegenüber. Ihre Absage ermöglicht es einem anderen Kandidaten nachzurücken. Möge am Ende der Beste gewinnen – so viel Fairness muss sein.
    • Sie erhalten sich Perspektiven
      Sie haben es gar nicht nötig, zum Vorstellungsgespräch zu erscheinen? Gut für Sie! Aber irgendwann kann sich das Blatt auch wieder wenden – und Sie einen neuen Job brauchen. Vielleicht ist das jetzt übergangene Unternehmen ja wieder eine Option. Wenn Sie Pech haben, bewerben Sie sich in ein paar Jahren nochmal, der Personaler ist aber immer noch auf seinem Posten und erinnert sich an Ihr unverschämtes Fernbleiben. Dann wird er den Teufel tun und Ihnen eine zweite Chance geben — beziehungsweise nur dann, wenn er wirklich gar keine andere Wahl hat. Bedenken Sie: Eine höfliche Absage kostet Sie nur einen Wimpernschlag. Unentschuldigtes Fernbleiben kann Sie langfristig sehr viel mehr kosten.

    Ein anderer Weg, den Sie gehen können, geht so: Sie nehmen das Jobinterview wahr, obwohl Sie schon längst eine anderweitige Zusage gegeben haben und diese auch keinesfalls wieder verwerfen wollen.

    So sammeln Sie Erfahrung, gewinnen Einblicke in ein anderes Unternehmen und erweitern Ihr Netzwerk. Auf der anderen Seite könnte man aber auch von Zeitverschwendung sprechen – für Sie und für alle anderen Beteiligten. Entscheiden Sie selbst…

    Vorstellungsgespräch absagen: Gründe

    Ein Vorstellungsgespräch absagen – dafür gibt es gute Gründe.

    Vielleicht haben Sie in der Zwischenzeit einen anderen, besseren Job gefunden und Ihre Zusage bereits gegeben. Naiv sollten Sie schließlich nicht ins Bewerbungsrennen gehen. Sie schreiben mehrere Bewerbungen, halten sich alle Optionen offen und wägen dann ab.

    Manche Arbeitgeber reagieren schneller, andere langsamer. Und dann gilt: Wer zu spät kommt, den bestraft… der Bewerber. Es gibt aber noch andere Motive, um ein Bewerbungsgespräch abzusagen:

    1. Krankheit

      Wenn Ihnen eine Erkrankung einen Strich durch die Rechnung macht, können Sie nicht erscheinen – so viel steht fest. Erst recht, wenn es sich um eine ernste oder langfristige Krankheit handelt.

      Dann gelten andere Prioritäten: Dass Sie wieder gesund werden. Abgesehen davon könnten Sie sich nicht von Ihrer besten Seite zeigen, wenn Sie krank sind. Und wer nicht in Bestform ist, hat schlechtere Chancen auf den Jobzuschlag.

    2. Privates

      Ihre privaten Rahmenbedingungen haben sich komplett geändert. Vielleicht haben Sie sich von Ihrer Frau oder Ihrem Mann getrennt oder aber Sie ziehen zu Ihrem neuen Partner in eine andere Stadt. Sie müssen sich also dort auf Jobsuche begeben.

      Die Bewerbungen, die Sie bislang verschickt haben, werden Ihren neuen Lebensumständen nicht mehr gerecht. Dann bleibt Ihnen nichts anderes übrig, als das Vorstellungsgespräch abzusagen.

    3. Sinneswandel

      Denkbar, dass Sie sich aus Verärgerung über Ihren Chef woanders beworben haben. Das kommt häufig vor. Aber vielleicht wurden die Wogen ja wieder geglättet.

      Sie haben sich ausgesprochen, sind frisch motiviert und voller Tatendrang. Möglicherweise kriegen Sie die Beförderung ja doch, oder eine Gehaltserhöhung. Ihrem aktuellen Job wollen Sie jedenfalls gar nicht mehr entfliehen.

    4. Einblicke

      Das Unternehmen kam Ihnen sehr respektiert vor, als Sie sich dort beworben haben. Jetzt, wo Sie weitere Nachforschungen angestellt haben, nicht mehr.

      Sie haben Arbeitgeberbewertungsportale durchforstet und vernichtende Bewertungen entdeckt. Bekannte haben Ihnen von den schlimmen Zuständen in der Firma berichtet. Und die Medien berichten ebenfalls mit einer Mischung aus Grausen und Verachtung.

      Unter diesen Umständen wollen Sie nicht mehr zu diesem Unternehmen wechseln – und das Vorstellungsgespräch absagen.

    Das waren nur die offensichtlichsten Gründe, um ein Vorstellungsgespräch abzusagen. Es gibt noch weitere. Die Frage, die sich immer stellt: Sollen Sie den wahren Grund auch wirklich nennen?

    Zunächst sollten Sie auf jeden Fall überhaupt einen Grund nennen, wenn Sie ein Bewerbungsgespräch absagen. Alles andere wäre unhöflich.

    In der Mehrzahl der Fälle fahren Sie mit Ehrlichkeit tatsächlich sehr gut. Personaler sind auch Menschen und haben durchaus Verständnis für Ihre privaten und beruflichen Irrungen und Wirrungen. Menschen fühlen sich geschmeichelt, wenn man kleine Geheimnisse mit Ihnen teilt. Schenken Sie reinen Wein ein.

    Und verbinden Sie Ehrlichkeit mit einem Dank für die geopferte Zeit und das entgegengebrachte Interesse. So hinterlassen Sie einen guten Eindruck.

    Jetzt kommt das große Aber: Nicht IMMER ist Ehrlichkeit Ihre Trumpfkarte. Wenn Sie ehrlicherweise sagen, dass Sie am Job nicht mehr interessiert sind, weil unschöne Gerüchte über das Unternehmen kursieren, dann behalten Sie dies lieber für sich. Damit wecken Sie schlafende Hunde und lösen eine interne Lawine aus. Möglich, dass Ihnen das hinterher noch andere Personen übel nehmen werden…

    Vorstellungsgespräch absagen: Anruf oder E-Mail

    Sie können eine kurze E-Mail schreiben, wenn Sie ein Vorstellungsgespräch absagen wollen, oder gar einen Brief per Post auf den Weg bringen. Am besten aber, Sie rufen an und teilen den Grund Ihrer Absage persönlich mit.

    Aber hüten Sie sich davor, anzurufen und dann KEINE Begründung mitzuliefern. Dies wäre dreist. Nach dem Motto: Hallo, ich muss leider mein Vorstellungsgespräch nächste Woche absagen, weil ich da doch nicht kann. Danke für Ihr Verständnis. Wiederhören.

    Was Sie selbstverständlich auch NICHT tun: Persönlich erscheinen, um dem Personaler mitzuteilen, dass Sie das Vorstellungsgespräch absagen. Völlig gaga.

    Für viele ist die E-Mail das Mittel der Wahl, um ein Bewerbungsgespräch abzusagen. Sie ist schnell geschrieben, bequem und weniger unangenehm. Außerdem hat man alles unter Kontrolle, muss nicht schnell auf entlarvende Rückfragen eine Antwort finden. Eine gut geschriebene, höfliche E-Mail erfüllt auch sicherlich ihren Zweck.

    Und trotzdem bleibt der Anruf die bessere Variante. Er ist ehrlicher, persönlicher und auch mutiger. Sie stellen sich der Situation. Wenngleich es hier „nur“ um eine Absage für ein Vorstellungsgespräch geht, nicht um einen Heiratsantrag.

    Letztlich hängt es von Ihrem Selbstbewusstsein, Ihren Prioritäten und auch Ihrem Zeitdruck ab. Wenn Ihnen das Unternehmen nicht wichtig genug ist und Sie zeitlich extrem eingespannt sind, dann schreiben Sie eine E-Mail. Wenn sie aber unbedingt einen guten Eindruck hinterlassen und sich Chancen für später offenhalten wollen, rufen Sie an.

    Vorstellungsgespräch kurzfristig absagen

    Je kurzfristiger Sie ein Jobinterview absagen müssen, desto unangenehmer. Sie bringen den Arbeitgeber in Terminprobleme.

    Das kennt jeder aus dem Privatleben: Wenn sich Ihre Freundin 30 Minuten vor dem gemeinsamen Kinobesuch wegen einer vermeintlichen Petitesse abmeldet, ist der Frust groß. Drei Tage vorher wäre eine Absage kein Problem gewesen.

    Ganz verhindern kann man kurzfristige Absagen aber nicht. Wenn man sich eine schlimme Erkältung zugezogen hat oder das Kind spontan krank geworden ist, bleibt einem nichts anderes übrig. Natürlich kann es auch passieren, dass ein Tag vor einem Bewerbungsgespräch die Zusage eines anderen Unternehmen ins Haus flattert, das man anzunehmen gedenkt. Was also tun?

    Faustregel: Je kurzfristiger die Absage, desto sinnvoller ist es, sie am Telefon zu überbringen. Das Telefon ist noch immer das schnellste Medium. Gleichzeitig können Sie sicher sein, dass Ihre Botschaft ankommt.

    Eine E-Mail dagegen kann schon mal versanden – im Spam-Ordner beispielsweise – oder erst später gelesen oder sogar komplett übersehen werden. Außerdem ist ein Anruf persönlicher: Sie können Ihr Bedauern persönlich zum Ausdruck bringen und sich entschuldigen. So hinterlassen Sie beim Personaler einen deutlich besseren Eindruck.

    Bei der Art der Begründung ist schon etwas mehr Überlegung nötig. Im Zweifel greifen Sie auf eine Notlüge zurück:

      Ich bin gestern Abend krank geworden.

    Das ist allemal besser als ein Grund wie:

      Ich habe heute einen Vorsorgetermin beim Arzt.

    Den kannten Sie schließlich schon vorher. Sie hätten ihn längst verschieben können.

    Eine schwache Begründung für die Absage Ihres Vorstellungsgesprächs zeugt davon, dass Sie schlecht organisiert sind oder andere Prioritäten haben – keine guten Einstellungsvoraussetzungen!

    Vorstellungsgespräch absagen: Muster und Text

    Verkomplizieren Sie die Absage nicht. Personalverantwortliche mögen klare Ansagen. Sie sparen Zeit und sind eindeutig.

    Langweilen Sie nicht damit, wie Sie sich Ihre Sommergrippe vermutlich beim Grillen mit den Nachbarn eingefangen haben, als Sie einer Person die Hand schüttelten, die vorher als Krankenschwester gearbeitet hat, in einer Station, in der es viele Fälle gab, weil ja zuvor… Uninteressant! Kurz und knapp formulieren.

    Sie benötigen im Prinzip nur diese Bausteine:

    • die Absage
    • eine kurze Entschuldigung mitsamt Begründung
    • ein Dank
    • sowie Abschiedsgruß.

    Das reicht völlig. Wie das konkret aussehen kann, zeigen wir Ihnen jetzt…

    Vorstellungsgespräch absagen aus privaten Gründen

    Sehr geehrter Herr Herold,

    ich habe mich sehr über Ihre Einladung zum Vorstellungsgespräch gefreut und freue mich darauf, Sie kennenzulernen. Leider kann ich den Termin wegen eines wichtigen privaten Termins nicht wahrnehmen und würde mich freuen, wenn wir ihn auf ein anderes Datum verschieben könnten.

    Was halten Sie zum Beispiel vom Freitag, den 13. Dezember? Sie können mich auch gerne telefonisch anrufen, damit wir einen Ersatztermin absprechen können. Ich freue mich auf Ihre Antwort.

    Mit freundlichen Grüßen
    Mia Mustermann

    Vorstellungsgespräch absagen wegen Krankheit

    Sehr geehrte Frau Henson,

    leider bin ich gestern Abend kurzfristig erkrankt und muss daher das für heute um 12:30 Uhr angesetzte Vorstellungsgespräch absagen. Telefonisch habe ich Sie vorhin nicht erreicht, darum melde ich mich per E-Mail.

    Ich hoffe, dass wir den Termin in Kürze nachholen können, da mein Interesse an der Position weiterhin sehr groß ist. Sobald ich einen Arzt aufgesucht habe, werde ich mich noch einmal bei Ihnen melden und Ihnen mitteilen, wie lange ich voraussichtlich ausfalle. Es wäre schön, wenn wir dann einen Nachholtermin abmachen könnten.

    Eine kurzfristige Absage ist immer ärgerlich, dies ist mir nur allzu bewusst. Ich möchte mich daher in aller Form für die Unannehmlichkeiten bei Ihnen entschuldigen.

    Mit freundlichen Grüßen
    Martha Mustermann

    Wegen Annahme eines anderen Angebots

    Sehr geehrte Frau Sperber,

    herzlichen Dank für Ihr nettes Feedback und Ihre Einladung zum Vorstellungsgespräch. Ich habe mich sehr darüber gefreut. Allerdings habe ich mich in der Zwischenzeit entschieden, das Angebot eines anderen Unternehmens anzunehmen.

    Daher bitte ich Sie um Verständnis dafür, dass ich den Termin bei Ihnen nicht wahrnehmen kann. Ich entschuldige mich für die Umstände, die Ihnen daraus entstehen und verbleibe

    Mit freundlichen Grüßen
    Malte Mustermann

    Absagen wegen der Anfahrt

    Sehr geehrter Herr Amoroso,

    herzlichen Dank noch einmal für Ihre Einladung zum Vorstellungsgespräch am 5. September um 14:00 Uhr. Darüber habe ich mich sehr gefreut. Allerdings war mir nicht bewusst, dass der Termin in Ihrer Zweigstelle in Karlsruhe stattfinden soll und nicht in der Zentrale in Berlin, für die ich mich beworben hatte.

    Aus diesem Grunde muss ich das Gespräch leider absagen. Ich bedanke mich dennoch ganz herzlich für Ihr Interesse.

    Freundliche Grüße
    Mats Mustermann

    Absagen wegen eines Sinneswandels

    Sehr geehrte Frau Meier,

    vielen Dank für Ihr Interesse und die Einladung zum Vorstellungsgespräch am 8. Oktober um 10:30 Uhr. Leider muss ich den Termin hiermit absagen. Ich habe mich in der Zwischenzeit dazu entschieden, doch nicht den Arbeitgeber zu wechseln.

    Ich hoffe auf Ihr Verständnis und entschuldige mich für die Unannehmlichkeiten, die Ihnen dadurch entstehen.

    Mit freundlichen Grüßen
    Michael Mustermann

    Vorstellungsgespräch absagen ohne Grund

    Sehr geehrte Frau Jakobs,

    über Ihre Einladung zum Vorstellungsgespräch habe ich mich sehr gefreut. Dennoch möchte ich meine Bewerbung für die Stelle als Produktmanagerin hiermit zurückziehen. Daher muss ich leider auch das persönliche Gespräch mit Ihnen absagen.

    Ich entschuldige mich für die Unannehmlichkeiten und bitte um Ihr Verständnis.

    Mit freundlichen Grüßen
    Matilde Mustermann

    [Bildnachweis: WAYHOME studio by Shutterstock.com]

    Bewerbung Minijob: Anschreiben, Tipps und kostenlose Muster

    Ein Minijob hat Vorteile: Er spült frisches Geld in die Haushaltskasse, ohne dass Sozialbeiträge fällig werden. Vor allem in der Gastronomie, in Hotels, Privathaushalten und im Verkauf gibt es haufenweise Minijobs. Manchmal aber stehen die Bewerber Schlange. Dann kommt es darauf an, eine überzeugende Bewerbung vorzulegen. Bewerbung Minijob: So kommen Sie an die 450 Euro…

    Minijob Definition

    Minijob ist die Kurzform für eine geringfügige Beschäftigung. Dabei handelt es sich um ein Beschäftigungsverhältnis, bei dem der Arbeitnehmer nicht mehr als 450 Euro monatlich verdient.

    Das zeichnet einen Minijob aus:

    • Wer einen Minijob ausübt, muss keine Beiträge für die Kranken-, Arbeitslosen- oder Pflegeversicherung zahlen.
    • Lediglich für die Rentenversicherung fallen Beiträge an.
    • Der Arbeitgeber zahlt dagegen Pauschalen für die gesetzliche Renten- und Krankenversicherung ein.

    Auch Vollzeitarbeitnehmer mit sozialversicherungspflichtiger Stelle können nebenbei einen Minijob ausüben – aber nur einen einzigen, sofern man von Sozialbeiträgen verschont bleiben will. Alle Minijobs darüber hinaus werden mit der Hauptbeschäftigung zusammengerechnet und sind versicherungspflichtig.

    Wer keinen Hauptjob hat, kann auch mehrere Minijobs parallel ausüben. Versicherungsfrei bleibt er oder sie allerdings nur dann, wenn die Einkünfte zusammengenommen 450 Euro im Monat nicht überschreiten.

    Wichtig: Minijobber haben – wie andere Arbeitnehmer auch – einen Anspruch auf Urlaub sowie auf den gesetzlichen Mindestlohn. Dieser wurde zum 1. Januar 2019 auf 9,19 Euro pro Stunde angehoben und zum 1. Januar 2020 abermals auf 9,35 Euro pro Stunde. Minijobber dürfen somit nicht länger als ca. 48 Stunden pro Monat arbeiten. Andernfalls kommen sie über die Grenze von 450 Euro.

    Mehr über die Rechte von Minijobbern lesen Sie ganz unten…

    Bewerbung für einen Minijob

    Minijobs gibt es wie Sand am Meer. In diesen Branchen und Bereichen der Wirtschaft werden besonders viele Minijobs angeboten:

    • Gastronomie
    • Hotellerie
    • Einzelhandel
    • Privathaushalte (Putzhilfe, Babysitter, Haushaltshilfe etc.)
    • Events (Messen, Konzerte etc.)
    • Krankenhäuser
    • Pflege
    • Büros
    • Verkauf
    • Lager

    Viele Branchen sind ohne Minijobber kaum vorstellbar – die Gastronomie zum Beispiel. Daher können Sie auch guten Gewissens einfach in Restaurants, Bars, Kneipen, Cafés unverbindlich nachfragen. Die Chancen stehen nicht schlecht, dass Ihre Anfrage auf offene Ohren stößt. Erst recht, wenn per Aushang nach neuen Mitarbeitern gesucht wird. Aber selbst, wenn nicht – fragen kostet nichts.

    Gut Vorbereitete bringen direkt Ihre Kurzbewerbung mit. Die dicke Bewerbungsmappe mit unzähligen Dokumenten und Zeugnissen können Sie sich sparen. Interessiert niemanden! Nur die wichtigsten Infos, komprimiert und übersichtlich, in einem Anschreiben und Lebenslauf (mehr zu Anschreiben und Lebenslauf finden Sie weiter unten).

    So bekommt der Filialeiter (oder sonstige Personalverantwortliche) sofort einen Eindruck von Ihnen. Bei Interesse kann er Sie kontaktieren. Alternativ können Sie natürlich auch eine E-Mail schreiben und Ihr Interesse signalisieren – mit dem Hinweis, bei Bedarf die vollständigen Bewerbungsunterlagen nachzureichen.

    Im Internet finden Sie darüber hinaus zahlreiche Minijob-Angebote, auf die Sie sich direkt bewerben können — zum Beispiel hier auf karrieresprung.de in unserer Jobbörse.

    Vorteil: Sie sehen in der Stellenanzeige, welche Unterlagen gefordert sind und auf welche Sie verzichten können. In einigen Fällen reicht es, eine Bewerbungsmaske auszufüllen, andere Unternehmen legen auf Anschreiben und Lebenslauf wert.

    Beliebte Minijobs

    bewerbung minijob berufe listeIn diesen Berufen findet man viele Minijobs:

    Bewerbung Minijob: Aufbau

    Eine Hochglanzbewerbung müssen Sie für einen Minijob nicht einreichen. Mühe geben sollten Sie sich aber sehr wohl.

    Denn von Minijobbern werden zunächst einmal die Grundtugenden verlangt: Pünktlichkeit, Genauigkeit, Sorgfalt, Zuverlässigkeit. Und wer schon bei der Bewerbung erkennbar schludert, der hinterlässt einen schlechten ersten Eindruck und suggeriert, dass er über genau diese Tugenden eben nicht verfügt.

    Eine Bewerbung für einen Minijob umfasst normalerweise nicht mehr als:

    Nein, eine dicke Bewerbungsmappe mit allerhand Anlagen brauchen Sie nicht zu versenden. Aber die Basis-Infos sollten Sie schnell und übersichtlich vermitteln.

    Dazu können auch Zertifikate und Bescheinigungen zählen, die Ihre Qualitäten unterstreichen – aber nur, wenn sie für die Stelle wirklich relevant sind. Das Zertifikat eines IT-Seminars können Sie sich sparen, wenn Sie sich als Lagerkraft bewerben. Irrelevant!

    Wenn Sie dagegen mal ein Online-Vertriebsseminar belegt haben – und sei es aus rein persönlichem Interesse – dann nehmen Sie es gerne mit auf, wenn Sie sich als Verkäuferin bewerben. Es unterstreicht Ihr Interesse für das Fachgebiet.

    Achten Sie aber vor allem darauf, was der Arbeitgeber von Bewerbern erwartet. Manche legen Kärtchen in der Filiale aus mit dem Credo: Ruf mich einfach mal an! In diesem Fall rufen Sie an, stellen sich vor, melden Ihr Interesse an und fragen, ob er oder sie noch weitere Unterlagen benötigt. Sind hingegen vollständige Bewerbungsunterlagen gefordert, reichen Sie die ein.

    Bewerbung Minijob: Anschreiben

    Wenn der Arbeitgeber eine vollständige Bewerbung für den Minijob sehen will, dann ist das Anschreiben ein wichtiger Baustein. Das Anschreiben einer Bewerbung Minijob umfasst:

    • Absender inkl. Vorname, Nachname, Adresse, Telefonnummer, E-Mail-Adresse
    • Datum
    • Empfänger inkl. Unternehmen, Vorname und Nachname des Adressaten, Adresse
    • Betreff (z.B. Bewerbung für Minijob)
    • Persönliche Anrede
    • Einleitungssatz
    • Unternehmensbezug
    • Profil inkl. eigener Stärken
    • Schlusssatz
    • Unterschrift
    • KEIN Bewerbungsfoto (gehört in den Lebenslauf)

    Sie beginnen das Anschreiben mit der Einleitung. Am Anfang können und sollten Sie direkt Ihr stärkstes Argument bringen. Der Empfänger sollte sofort spüren, dass Sie eine Bereicherung für das Unternehmen sein werden.

    Danach folgt die Selbstdarstellung, in der Sie Ihre Stärken, Erfahrungen, Erfolge und Qualifikationen beschreiben. Aber nur die wichtigsten, in wenigen Sätzen.

    Am besten, Sie stellen dabei eine Verbindung zum Unternehmen her und zeigen auf, wie es von Ihren Skills profitieren könnte. Beispiel: Sie waren in der Schule zwischenzeitlich Klassensprecher. Ein Signal, dass Sie verantwortungsbewusst, vertrauenswürdig und engagiert sind. Jeder Arbeitgeber schätzt das.

    Zum Schluss bedanken sie sich für das Interesse und drücken Ihre Freude über ein künftiges Kennenlernen aus. Nicht großkotzig auftreten, aber auch nicht wie ein Bittsteller. Motto: „Ich bin mir sicher, dass ich gut in Ihr Unternehmen passen würde und freue mich auf ein persönliches Gespräch mit Ihnen.“

    Die herzlichen Grüße und die Unterschrift nicht vergessen – fertig. Ein Muster-Anschreiben für Ihre Bewerbung für einen Minijob finden Sie unten…

    Bewerbung Minijob: Lebenslauf

    Zu einer vollständigen Bewerbung für einen Minijob zählt neben dem Anschreiben der Lebenslauf. Der Lebenslauf einer Bewerbung Minijob umfasst:

    • Persönliche Angaben inkl. Vorname, Nachname, Geburtstag, Geburtsort (Land), Adresse, Telefonnummer, E-Mail
    • Bewerbungsfoto (optional, aber empfehlenswert)
    • Familienstand
    • Staatsangehörigkeit
    • Beruflicher Werdegang
    • Schulbildung, Ausbildung und Hochschulbildung
    • Praktika
    • Besondere Kenntnisse (z.B. IT-Kenntnisse, Fremdsprachenkenntnisse)
    • Interessen und ehrenamtliches Engagement
    • Ort, Datum, Unterschrift

    Nicht relevant sind dagegen Angaben zu Eltern und anderen Angehörigen – wie zum Beispiel zu den Berufen der Eltern. Die hat man früher noch in die Bewerbung aufgenommen, gelten heute aber als verpönt.

    Konkret laufen sie dem Gedanken der Chancengleichheit zuwider. Einen Bewerber mit einem Staatsanwalt als Vater schätzt man – bewusst oder unbewusst – gleich viel kompetenter ein, als wenn dort stattdessen Müllmann (ein wichtiger Beruf, aber gesellschaftlich nicht hoch angesehen) stehen würde. Das ist ungerecht. Darum weglassen!

    Bewerbung Minijob: Vorlage

    Hier finden Sie eine Vorlage für Ihre Bewerbung für einen Minijob. Um sie als WORD- oder PDF-Dokument herunterzuladen und zu bearbeiten, klicken sie auf die Links darunter.

    Bewerbung Minijob Muster

    Max Mustermann
    Musterstraße 1
    12345 Musterstadt

    Vorzeigeunternehmen AG
    Herr Franz Keller
    Superstraße 9
    98765 Primadorf

    01.01.2020

    Bewerbung als Servicemitarbeiter

    Sehr geehrter Herr Keller,

    ins Restaurant gehen die Menschen, weil sie lecker essen und erstklassig bedient werden wollen. Ich möchte meinen Teil dazu beitragen, dass die Gäste auch weiterhin gerne zu Ihnen kommen.

    Die von Ihnen ausgeschriebene Stelle als Servicekraft sagt mir jedenfalls sehr zu. Momentan studiere ich Betriebswirtschaft an der Hans-Meiser-Universität in Entenhausen. Berufserfahrung habe ich schon in Gastronomie, Hotellerie und im Einzelhandel gesammelt. Der Umgang mit den Kunden hat mir jedes Mal große Freude bereitet – und er liegt mir.

    Ich bin absolut zuverlässig, gewissenhaft, offen und kommunikativ. In meinem Freundeskreis bin ich für meine Pünktlichkeit berühmt. Insbesondere an den Wochenenden bin ich flexibel einsetzbar. Regelmäßig lade ich auch Freunde zum Essen ein, ein guter Gastgeber war ich schon immer. Das würde ich auch gerne in Ihrem Namen sein.

    Haben Sie noch Fragen? Melden Sie sich gerne telefonisch oder per E-Mail bei mir. Ich würde mich freuen, mich persönlich bei Ihnen vorstellen zu können.

    Mit freundlichen Grüßen
    Unterschrift

    • Das Muster für Ihre Bewerbung Minijob finden Sie hier: WORD.
    • Das Muster für Ihre Bewerbung Minijob finden Sie hier: PDF.

    Rechte für Minijobber

    Minijobber als rechtlose Arbeitssklaven – zugegeben, das Bild ist überspitzt, aber gar nicht immer so weit entfernt von der Vorstellung mancher Menschen. Die Wahrheit ist: Die Rechte und Pflichten von Minijobbern unterscheiden sich kaum von denen vollzeitbeschäftigter Arbeitnehmer. Minijobber haben…

    Einen Anspruch auf Krankengeld haben Minijobber hingegen nicht. Es sei denn, sie gehen neben dem Minijob noch einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nach.

    Außerdem können Minijobber aufgrund ihrer Versicherungsfreiheit kein Kurzarbeitergeld beziehen – das ist gerade in Pandemie-Zeiten ein Nachteil.

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    [Bildnachweis: fizkes by Shutterstock.com]

    Vorstellungsgespräch nachbereiten: Vorteile, Tipps, Checkliste

    vorstellungsgespraech nachbereiten nachbereitung

    Gut vorbereitet ist halb gewonnen – das ist aus Bewerbersicht völlig richtig. Es gibt aber noch eine Möglichkeit, die eigenen Erfolgsaussichten kurz- bis mittelfristig in die Höhe zu treiben. Und die lautet: Ein Vorstellungsgespräch nachbereiten. Wer sich etwas Zeit nimmt, um über die guten und schlechten Aspekte seines letzten Jobinterviews nachzudenken, darf mit äußerst positiven Effekten rechnen.Vorstellungsgespräch nachbereiten – so geht’s Schritt für Schritt…

    Vorstellungsgespräch nachbereiten: Gründe

    Die Vorbereitung auf ein Vorstellungsgespräch ist die halbe Miete. Wer sich smarte Fragen und Antworten überlegt und die Selbstpräsentation vor dem Spiegel übt, hebt seine Erfolgsaussichten auf ein höheres Level. Hat man das Jobinterview dann hinter sich, fallen einem Steine vom Herzen. Puh, geschafft!

    Es ist wie nach einer Schulklausur. Alle Stifte und Hefte verschwinden schlagartig im Karton – und werden bis auf Weiteres nicht mehr angerührt. Für Bewerber kann das ein Fehler sein. Denn bedenken Sie: Jedes Jobinterview bietet Ihnen die Chance, zu lernen und zu wachsen. Dies sollten Sie nutzen – indem Sie das Vorstellungsgespräch nachbereiten.

    Wer ein Vorstellungsgespräch professionell aufarbeitet, erhöht seine Erfolgsaussichten in der Zukunft – und spart am Ende womöglich auch noch Zeit. Die Lehren, die man zieht, helfen einem schnell weiter.

    Am besten, die Nachbereitung des Jobinterviews erfolgt zeitnah. Denn kurz danach sind die Erinnerungen und Eindrücke noch ganz frisch. Sie wissen, was Sie gesagt haben, was Ihr Gesprächspartner gesagt hat und sogar was er oder sie anhatte und ob ein Teller mit Gebäck auf dem Tisch stand. Ein paar Wochen später sind all die Details vergessen.

    Sortieren und analysieren Sie alles – folgende Fragen helfen Ihnen dabei…

    Vorstellungsgespräch Nachbereitung: Checkliste

    Diese Fragen sollten Sie sich bei der Nachbereitung eines Vorstellungsgesprächs stellen. Mit den gewonnenen Erkenntnissen können Sie nachjustieren und das nächste Jobinterview noch besser meistern:

    • War ich insgesamt gut auf das Vorstellungsgespräch vorbereitet?
    • Waren die Informationen, die ich zuvor über das Unternehmen gesammelt hatte, ausreichend?
    • Wie war der erste Eindruck, den ich hinterlassen habe?
    • War mein Outfit angemessen – in Bezug auf Arbeitgeber und Branche? War ich zu leger angezogen oder overdressed?
    • Wie lief meine Selbstpräsentation? War sie zu kurz oder zu lang?
    • Konnte ich meine Stärken und Kompetenzen gut in Szene setzen?
    • Welche Fragen im Vorstellungsgespräch habe ich gut beantwortet?
    • Welche Fragen haben mir Schwierigkeiten bereitet?
    • War ich auf die gestellten Fragen ausreichend vorbereitet?
    • Wie haben meine Gegenüber auf die von mir gestellten Rückfragen reagiert?
    • Habe ich irgendetwas Wichtiges vergessen, was ich unbedingt hatte sagen oder fragen wollen?
    • Wie bin ich mit meiner Nervosität im Vorstellungsgespräch umgegangen, unter anderem in Bezug auf Körpersprache und Mimik?
    • In welchen Situationen war ich unsicher?
    • Was würde ich beim nächsten Mal anders machen? Und was würde ich wieder genauso machen?
    • Mit welchem Aspekt des Bewerbungsgesprächs war ich persönlich nicht zufrieden?
    • Kam ich meiner eigenen Einschätzung nach sympathisch rüber?
    • Habe ich mich höflich vorgestellt und verabschiedet?

    Lassen Sie sich bei der Beantwortung der Fragen ruhig ein wenig Zeit – und schreiben alle Pros und Cons auf eine Liste. Sie werden feststellen, dass Ihnen Einzelheiten einfallen, die Sie in der Zwischenzeit schon wieder irgendwo in den Untiefen Ihres Arbeitsgedächtnisses abgelegt hatten.

    Wenn Sie die Notizen festhalten – vielleicht in einem Ordner auf Ihrem Laptop – können Sie sie immer wieder hervorholen. Sie geben Ihnen langfristig eine gute Orientierung.

    Nach mehreren Jobinterviews erkennen Sie vielleicht sogar Muster. Ihnen hat jedes Mal Ihre eigene Selbstpräsentation missfallen? Dann arbeiten Sie daran. Sie kommen regelmäßig bei Stressfragen ins Stottern? Überlegen Sie sich doch mal ein paar ausweichende Floskeln, mit denen Sie während des Gesprächs Zeit gewinnen. Oder trainieren Sie Ihre Stressresistenz, zum Beispiel durch Rollenspiele mit Freunden.

    Wer bei der Nachbereitung systematisch vorgeht, merzt Fehler zügiger aus und gelangt schneller wieder auf den Erfolgspfad. Hier sind noch mehr Tipps…

    Vorstellungsgespräch nachbereiten: 7 Punkte

    vorstellungsgespraech nachbereiten fragenWenn Sie ein Vorstellungsgespräch nachbereiten, dann stellen Sie sich am besten auch diese 7 Fragen über das Unternehmen. Sie können ebenfalls einen enormen Erkenntnisgewinn bieten:

    • Wie empfand ich die grundsätzliche Stimmung im Unternehmen?
    • Wie gingen die Gesprächspartner miteinander um – vorausgesetzt, es waren mehrere?
    • Welchen Gesamteindruck hatte ich vom Unternehmen – zum Beispiel in Bezug auf Gebäude, Empfang, Personal?
    • Wie wurde ich begrüßt? Begann das Gespräch pünktlich?
    • Kann ich mir vorstellen, in diesem Unternehmen zu arbeiten? Warum bzw. warum nicht?
    • Haben die Interviewer meine Fragen zufriedenstellend beantwortet?
    • Wie war mein Anfahrtsweg? Wie gut könnte ich diese Strecke täglich bewältigen?

    Vorstellungsgespräch nachbereiten: Vorteile

    Es sind im Wesentlichen zwei Vorteile, die die Nachbereitung eines Bewerbungsgesprächs mit sich bringt.

    Zum Einen dient die Nachbereitung Ihrer Persönlichkeitsentwicklung. Sie entdecken Ihre Defizite schneller, wenn Sie Jobinterviews nachbereiten. Und zweitens merken Sie auch, ob der jeweilige Arbeitgeber überhaupt der richtige für sie ist.

    Allerdings sollten Sie auf der Hut sein. Während Ihres Gesprächs haben Sie nur einen mickrigen Ausschnitt des Unternehmens gesehen. Sie sollten also nicht Ihr ganzes Urteil darauf bauen.

    Aber ein paar Hinweise gibt dieser Ausschnitt schon. Wenn sich beispielsweise die Angestellten angegiftet haben, lässt das grob nur zwei Schlüsse zu. Entweder ist die Atmosphäre und Kollegialität unterirdisch oder die wirtschaftliche Situation gerade extrem mies. Beides Warnsignale!

    Oder Ihre Erfahrungen decken sich überhaupt nicht mit dem, wie Sie die Firma zuvor eingeschätzt hatten oder wie sie sich selbst nach außen verkauft. Dann lohnt ein näherer Blick – oder eine noch eingängigere Recherche im Internet.

    Oder aber Ihr Gesprächspartner ist Ihnen dermaßen unsympathisch, dass Sie sich nicht ausmalen mögen, mit dieser Person – sofern es sich um Ihren direkten Vorgesetzten oder einen Mitarbeiter aus Ihrer künftigen Abteilung handelt – die nächsten Monate und Jahre zusammenzuarbeiten.

    Warnsignale können Sie im zweiten Vorstellungsgespräch oder im Assessment Center noch einmal überprüfen.

    Die Nachbereitung eines Vorstellungsgesprächs ist somit gleichzeitig – sehr oft jedenfalls – eine Vorbereitung. Gerade in großen Konzernen ist es nicht unüblich, Bewerber durch mehrere Runden zu jagen.

    Schon aus diesem Grund macht es Sinn, nach dem ersten Jobinterview tief in sich zu gehen, es noch einmal Revue passieren zu lassen, zu reflektieren und zu analysieren. Die Fehler, die Ihnen im ersten Termin unterlaufen sind, sollen Ihnen kein zweites Mal passieren.

    Darum: Eine gründliche Nachbereitung des ersten Bewerbungsgesprächs ist gleichzeitig eine strategische Vorbereitung auf das zweite – und gibt Ihnen noch mehr Sicherheit und Durchschlagskraft. Was Sie außerdem konkret tun können, ist folgendes…

    Vorstellungsgespräch Nachbereitung: E-Mail

    In den USA ist es üblich, auf ein Jobinterview ein Dankschreiben folgen zu lassen. Credo: „Danke für Ihre Zeit. Hat mich sehr gefreut, Sie persönlich kennenzulernen. Ich bin weiterhin sehr an der Stelle interessiert.“ Keine schlechte Sitte!

    Sie brechen sich auch hierzulande keinen Zacken aus der Krone, wenn Sie sich im Nachhinein noch einmal gebührend bedanken. Und viel Zeit kostet es Sie auch nicht, eine kurze E-Mail zu verfassen.

    Vielmehr zeugt so ein Dankschreiben von sozialer Kompetenz. Damit die Mail ihre Wirkung nicht verfehlt, sollten Sie sie unbedingt persönlich an Ihren direkten Ansprechpartner adressieren. Zum Beispiel so:

    Dankschreiben 1

    Sehr geehrter Herr Jensen,

    ich möchte mich noch einmal sehr herzlich für das angenehme Vorstellungsgespräch bei Ihnen bedanken. Die Arbeitsatmosphäre in Ihrem Unternehmen hat mich sehr beeindruckt und in der Überzeugung bestärkt, dass die Stelle genau die richtige für mich wäre. Es würde mich sehr freuen, wenn ich Sie in Zukunft mit vollem Einsatz unterstützen könnte.

    Mit freundlichen Grüßen
    Hans Hansen

    Dankschreiben 2

    Sehr geehrte Frau Jensen,

    ich möchte mich noch einmal bei Ihnen für das angenehme Gespräch am vergangenen Freitag bedanken. Mir hat die Atmosphäre bei Ihnen wirklich sehr gut gefallen, mein Eindruck von Ihrem Unternehmen war rundum positiv. Umso mehr würde ich mich freuen, wenn ich Sie und Ihr Team künftig als Produktmanager unterstützen könnte. Lassen Sie es mich wissen, wenn ich Ihnen die Entscheidung mit weiteren Referenzen, Arbeitsproben o.ä. erleichtern könnte.

    Unabhängig davon bedanke ich mich sehr herzlich für das von Ihnen entgegengebrachte Vertrauen und die Zeit, die Sie sich für mich genommen haben – und würde mich freuen, wenn wir uns demnächst in der Musterstraße 123 wiedersehen.

    Beste Grüße nach Hamburg
    Martin Mustermann

    Vorstellungsgespräch nachbereiten: Wartezeit

    Das Ende ist immer auch ein neuer Anfang. Auch im Bewerbungsgespräch ist das der Fall. Denn zum Schluss wird normalerweise das weitere Prozedere erörtert. Als Bewerber können Sie aktiv danach fragen, wie es jetzt weitergeht. Dann sollte der Personalverantwortliche Ihnen auch eine zufriedenstellende Antwort geben.

    Üblicherweise liegt die Frist zwischen einer und zwei Wochen nach dem Gespräch. In diesem Zeitraum dürfen Sie mit einer Nachricht des Unternehmens rechnen. Mit einer Nachricht wohlgemerkt, nicht zwangsläufig mit einer endgültigen Zu- oder Absage. Es könnte also sein, dass Sie zu einem zweiten Vorstellungsgespräch eingeladen werden oder dass man Ihnen mitteilt, dass Sie es in die nähere Auswahl geschafft haben – oder auch nicht.

    In dieser Zeit sollten Sie auch nicht beim Unternehmen anrufen oder Mails schreiben (außer eines Dankesmail) und sich nach dem aktuellen Stand erkundigen. Das wirkt ungeduldig bis penetrant nervig. Erst nach einer Wartezeit von zwei oder drei Wochen sollten Sie erste Erkundigungen anstellen – wenn Sie wollen.

    Dabei spielt auch die Größe des Arbeitgebers und die Anzahl der Bewerber eine Rolle. Je größer das Unternehmen, desto mehr Bewerber gibt es normalerweise und umso länger dauert das Auswahlverfahren.

    Nachbereitung bei Absage

    Man bereitet sich auf Siege vor. Aber es sind die Niederlagen, die man nachbereiten muss. Dadurch verwandeln sich die Niederlagen von früher in die Siege von morgen.

    Denn die Wahrscheinlichkeit, dass Ihre ersten Bewerbungen nicht zum Erfolg führen, ist hoch. Gerade Berufsanfänger starten aber mit hohen Erwartungen ins Berufsleben, manchmal mit überhöhten. Umso größer ist dann die Enttäuschung, wenn es nicht klappt. Davon sollten Sie sich nicht entmutigen lassen. Leichter gesagt als getan, natürlich, aber Sie können aus diesen ersten Pleiten viel mitnehmen. Eine Nachbereitung hilft.

    Das ist nebenbei bemerkt auch bei Startup-Gründern so: Die Lernkurve ist unfassbar steil für alle, die direkt nach der Uni ein Unternehmen gründen. Das liegt an den vielen kleinen und großen Niederlagen entlang des Weges (Siege gibt es natürlich auch regelmäßig). Sehen Sie eine erfolglose Bewerbung also als etwas, das dazugehört.

    Und vielleicht haben Sie sogar eine blitzsaubere Bewerbung und mächtig Eindruck hinterlassen. Nur war ein anderer Bewerber NOCH besser als Sie. Glück gehört natürlich auch dazu.

    Also: Es ist sogar sehr rational, eine Niederlage nicht als solche anzuerkennen. Nehmen Sie eine Absage nicht persönlich, analysieren Sie ganz nüchtern, was gut und was schlecht lief, ziehen Sie Ihre Schlüsse. Aber lassen Sie sich um Gottes Willen nicht von einer Pleite unterkriegen.

    Je mehr Erfahrungen Sie sammeln – auch schlechte – desto steiler ist Ihre persönliche Lernkurve. Die gleichen Muster werden Ihnen hinterher im Job auch wieder begegnen. Erfolglose Pitches, erfolglose Kundenakquise, erfolglose Projekte.

    Und statistisch ist es so: Je häufiger Sie sich bewerben, desto mehr Absagen werden Sie bekommen. Aber irgendwann landet eine Zusage im Postkasten. Wer sich nicht bewirbt, erhält auch keine Absagen – aber auf die Zusage wird er ewig warten.

    Zum Schluss noch ein Tipp: Wenn Sie noch sehr unerfahren sind, können Sie das Unternehmen auch nach Feedback fragen. Was hat den Ausschlag gegen Sie gegeben? Nicht alle Unternehmen antworten ehrlich – schon allein aus Höflichkeit oder aus Angst, gegen das Antidiskriminierungsgesetz zu verstoßen – aber den einen oder anderen Anhaltspunkt könnte es Ihnen durchaus geben.

    Was Sie nach einer Absage unbedingt tun sollten, sagen wir Ihnen jetzt…

    Vorstellungsgespräch nachbereiten: Analyse

    Nach einer Absage will man die Unterlagen am liebsten in die Ecke pfeffern. Aus den Augen, aus dem Sinn! Das ist menschlich und nur allzu verständlich. Trotzdem der Rat: Reißen Sie sich nochmal kurz am Riemen und bereiten den Termin nach – trotz des negativen Ausgangs. Eine gute Nachbereitung hilft Ihnen ungemein.

    Es ist wie beim Date: Wer fünf Körbe am Stück kassiert hat, sollte bei Date Nummer sechs vielleicht etwas ändern. Das Outfit, den Treffpunkt, die Tischmanieren, whatever.

    Analysieren Sie das Bewerbungsgespräch von vorne bis hinten – und seien Sie vor allem ehrlich zu sich selbst. Wenn Sie sich selbst in die Tasche lügen, verlängert dies nur Ihre Leidenszeit. Woran könnte es gelegen haben, dass Sie den Job doch nicht gekriegt haben?

    Diese Fragen helfen bei der Nachbereitung:

    • Habe ich mich auf die richtige Stelle beworben?
    • Bringe ich alle Muss-Qualifikationen mit?
    • Waren meine Bewerbungsunterlagen vollständig und überzeugend?
    • Hat mein Lebenslauf zu große oder unerklärbare Lücken?
    • Wirke ich motiviert genug?
    • Wie kann ich mein Profil schärfen?
    • Welche meiner Kompetenzen werden auf dem Arbeitsmarkt aktuell nachgefragt – und welche nicht?

    Wenn Sie sich die Fragen ehrlich beantworten, entdecken Sie vielleicht das eine oder andere Defizit. Was nicht schlimm ist, denn nur so können Sie Verbesserungen anstoßen oder Ihre Strategie verändern. Sie könnten beispielsweise Ihren Suchradius erweitern, Ihre Branchenschwerpunkt ändern oder auch ein Coaching absolvieren.

    Fazit: Ein Vorstellungsgespräch nachzubereiten ist immer eine gute Idee – im Erfolg wie im Misserfolg. Viel Glück bei Ihrer nächsten Bewerbung!

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    [Bildnachweis: fizkes by Shutterstock.com]

    Diskret bewerben: Muster und Tipps für die vertrauliche Bewerbung

    Diskret-bewerben-vertraulich

    Diskret bewerben: Das ist vor allem dann wichtig, wenn sie noch in einem bestehenden Arbeitsverhältnis sind. Dann wollen sie nicht, dass Ihr aktueller Boss von Ihrem Vorhaben erfährt. Weil es negative Konsequenzen haben könnte, von Nichtachtung bis hin zu Mobbing. Wenn Sie die wichtigsten Vorsichtsmaßnahmen ergreifen, bekommt niemand etwas von Ihrer vertraulichen Bewerbung mit…

    Diskrete Bewerbung: Bitte vertraulich behandeln

    Es ist Ihr gutes Recht als Arbeitnehmer, sich anderweitig umzusehen. Gefeuert werden können Sie jedenfalls nicht, nur weil Sie sich auf dem Arbeitsmarkt nach Alternativen erkundigt und sich woanders diskret beworben haben. Schließlich könnte es ja auch sein, dass Sie nur Ihren Marktwert austesten wollten.

    Trotzdem: Die meisten Arbeitgeber sind not amused, wenn sie spitzkriegen, dass einer ihrer Schützlinge mit der Konkurrenz flirtet. Es könnte ihm oder ihr als Illoyalität – vielleicht gar als Verrat – ausgelegt werden. Abgesehen davon, dass der Verlust einer wertvollen Kraft droht.

    Im schlimmsten Fall ist Ihr Chef sauer auf Sie, straft Sie mit Nichtachtung, degradiert oder mobbt Sie gar. Die andere Möglichkeit: Er umgarnt Sie, bietet Ihnen seinerseits eine Gehaltserhöhung oder andere Leckerli wie eine Beförderung an.

    Aber wissen können das Bewerber in der Regel nicht. Die beste Strategie ist es daher, sich so diskret wie möglich bei der Konkurrenz umzusehen und zu bewerben. Das ermöglicht auch einen sanften Verbleib im Job, sollte es mit dem Stellenwechsel doch nicht klappen.

    Diskret bewerben – aber wie geht das? Karrieresprung sagt es Ihnen…

    Diskret bewerben mit Sperrvermerk

    Kein Arbeitgeber wird erst eine Vertraulichkeitserklärung unterschreiben, bevor er Ihre Bewerbung lesen darf. Zumal Diskretion ohnehin zum Grundvokabular der HR-Branche gehört. Wer hier zu offenherzig aus dem Nähkästchen plaudert, beschädigt seine Reputation.

    Aber: Sie haben durchaus die Möglichkeit, Ihre Bewerbung mit einem sogenannten Sperrvermerk zu versehen. Diesen Begriff kennt man normalerweise aus anderen Zusammenhängen:

    • Öffentliche Haushalte: Erst nach Aufhebung des Sperrvermerks dürfen die Gelder für einzelne Positionen ausgegeben werden.
    • Pressemitteilungen: Auch sie enthalten häufig eine Sperrfrist. Wenn diese abgelaufen ist, ist eine Veröffentlichung zulässig – vorher nicht.
    • E-Mail: Mit einem Sperrvermerk kann die Weitergabe oder Vervielfältigung untersagt werden.

    Auch in der Bewerbung ist der Sperrvermerk ein legitimes Instrument. Er steht üblicherweise am Anfang eines Dokuments, damit der Empfänger ihn nicht übersieht. Dafür eignet sich in einer Bewerbung die Betreffzeile. Aber auch im Schlusssatz Ihres Anschreibens können Sie um Vertraulichkeit bitten.

    Einen Sperrvermerk können Sie auch verwenden, wenn Sie Ihre Daten einem Headhunter oder Personalvermittler anvertrauen. So stellen Sie sicher, dass Ihr Lebenslauf weder offen noch anonymisiert ohne Ihre Zustimmung weitergeleitet wird.

    Diskret bewerben – Beispielformulierungen folgen…

    Diskret bewerben: Formulierungsbeispiele

    Kleiner Tipp: Reden Sie in Ihrer Bewerbung nicht wörtlich von einem Sperrvermerk, sondern bitten Sie um Vertraulichkeit bzw. darum, die Bewerbung vertraulich zu behandeln. Das ist das Gleiche in grün – klingt aber zeitgemäßer.

    Im Betreff Ihres Anschreibens bieten sich diese Formulierungen an:

    Im Schlusssatz Ihres Anschreibens können Sie ebenfalls um Vertraulichkeit bitten – und auch die Hintergründe erwähnen. Zum Beispiel so:

    • Ich befinde mich derzeit in einem ungekündigten Arbeitsverhältnis. Daher bitte ich Sie, diese Bewerbung vertraulich zu behandeln. Wenn Sie mich zurückrufen möchten, dann melden Sie sich bitte abends ab 19 Uhr unter der oben angegebenen Nummer.

    • Bitte behandeln Sie meine Bewerbung vertraulich.

    • Ich bitte Sie um Verständnis dafür, dass ich den Namen meines aktuellen Arbeitgebers aufgrund meines ungekündigten Arbeitsverhältnisses noch nicht nennen möchte.

    Und wenn Sie besonders vorsichtig sein wollen, weil Sie etwa um die Geschwätzigkeit in Ihrer Branche wissen, dann können Sie den Namen Ihres aktuellen Arbeitgebers auch ganz aus der Bewerbung entfernen. Statt der Mustermann AG steht dort nur noch Börsennotiertes Unternehmen oder noch vager: Größeres Unternehmen.

    Die Arbeits- und Zwischenzeugnisse lassen Sie dann folgerichtig ebenfalls weg – oder schwärzen die entsprechenden Stellen im Dokument, die Rückschlüsse auf Ihren Arbeitgeber zulassen.

    Hier einige Formulierungshilfen für das Anschreiben Ihrer vertraulichen Bewerbung:

    • Momentan arbeite ich in einem größeren Unternehmen der Immobilienbranche.

    • Ich bin derzeit in einem mittelständischen Maschinenbauunternehmen tätig.

    • Aktuell bin ich bei einem Weltmarktführer im Hochtechnologie-Bereich beschäftigt.

    5 Tipps für die vertrauliche Bewerbung

    Verschwiegenheit ist eine Tugend. Gerade im Bewerbungsprozess sollten Sie nicht zu früh zu viel preisgeben. Behalten Sie Ihr Vorhaben für sich und vertrauen Sie es nur ausgewählten Personen an – aus dem eigenen Unternehmen am besten niemandem.

    Eine gesunde Portion Misstrauen kann in diesem Szenario Gold wert sein. Nicht selten hat sich eine gute Kollegin als Intrigantin entpuppt, ein Kumpel als Plappermaul. Und wer weiß, vielleicht empfindet ein Kollege Ihre Abwanderungsgedanken ja als Verrat – und tratscht es mit astreinem Gewissen weiter.

    Halten Sie sich an diese 5 Ratschläge, wenn Sie sich aus einem bestehenden Arbeitsverhältnis heraus vertraulich bewerben:

    1. E-Mail-Adresse

      Der Anfängerfehler schlechthin: Schicken Sie Ihre Bewerbung um Himmels willen nicht von Ihrer beruflichen E-Mail-Adresse aus ab. Das wäre entweder dreist oder dumm. Beides Charakterzüge, die auch Ihr neuer Arbeitgeber nicht schätzen dürfte.

      Bewerben Sie sich diskret von Ihrer privaten E-Mail-Adresse aus. Aber verwenden Sie eine, die seriös klingt und optimalerweise Ihren Namen beinhaltet: max.mustermann@gmail.com.

    2. Gewohnheiten

      Bleiben Sie Ihren Routinen und Gewohnheiten treu. Wenn Sie bislang immer im Casual-Look zur Arbeit gekommen sind, dann werfen Sie sich jetzt nicht auf einmal den feinen Zwirn über. Wenn Sie der Typ überpünktlich sind, dann kommen Sie jetzt nicht plötzlich ständig zehn Minuten zu spät. Wenn Sie die Mittagspause immer mit den Kollegen verbracht haben, dann suchen Sie jetzt nicht regelmäßig das Weite.

      Solche Verhaltensweisen können Verdacht wecken. Und das wollen Sie nicht. Sie wollen unentdeckt bleiben – allein schon Ihrer Nerven wegen. Trennen Sie Job und Jobsuche – so sollte es ja auch sein. Verlegen Sie Letzteres in Ihren Feierabend und aufs Wochenende. Dafür haben Headhunter Verständnis. Wenn es gar nicht anders geht, dann telefonieren Sie in der Mittagspause im Freien oder in Ihrem Auto.

    3. Sorgfalt

      Das sind auch Anfängerfehler: Lebenslauf oder Anschreiben, die Sie für die Jobsuche vorbereitet haben, auf dem Schreibtisch am Arbeitsplatz liegen lassen. Aber im Eifer des Gefechts kann so etwas schon mal passieren. Denn nicht immer kann der Personaler oder Headhunter auf den Feierabend warten.

      Beseitigen Sie daher rechtzeitig Ihre Spuren. Keine Kontaktdaten auf Post-its kritzeln und dann im Büro liegen lassen. Keine PDFs auf Ihrem Rechner speichern. Notieren Sie sich Wichtiges direkt in Ihrem Smartphone. Bewerbungsunterlagen schicken Sie entweder von Ihrem Rechner zuhause los – oder unterwegs vom Smartphone.

    4. Kündigung

      Mündliche Zusagen sind gut, Verträge sind besser. Auf das Wort eines Personalers können Sie sich im Regelfall verlassen, ja. Ihren alten Job kündigen sollten Sie aber wirklich erst dann, wenn alles unter Dach und Fach ist. Sprich: Wenn der neue Vertrag vorliegt und unterschrieben ist. Im Worst Case sind Sie beides los: den alten und den neuen Job. Und Sie erhalten nicht mal Arbeitslosengeld, wenn Sie von sich aus gekündigt haben.

      Lassen Sie sich außerdem nicht vom neuen Arbeitgeber drängen – sondern den Arbeitsvertrag von einem Arbeitsrechtler prüfen. Wenn alles korrekt ist, unterschreiben Sie. Danach kündigen Sie Ihren alten Job. Das ist die professionelle Vorgehensweise. Und Professionalität erwartet ja schließlich auch der neue Arbeitgeber von Ihnen…

    5. Integrität

      Wenn Sie sich vertraulich beworben haben und zum Vorstellungsgespräch eingeladen wurden, wartet die Frage nach Ihrer Motivation. Warum haben Sie sich bei uns beworben?

      Dann heißt es, nach vorne zu schauen statt nach hinten. Lästern Sie nicht über Ihren aktuellen Arbeitgeber, über Vorgesetzte, Kollegen oder ineffiziente Prozesse. Reden Sie nicht über die Schwierigkeiten, die Sie im Unternehmen hatten und haben. Legen Sie lieber dar, warum Sie die neue Stelle reizt und auf welche Aufgaben und Herausforderungen Sie sich freuen.

    Vertrauliche Bewerbung aus Festanstellung: Muster


    Max Mustermann
    Müllerallee 9
    12345 Müllerstadt
    Fon: 0123 / 45 56 78
    Mail: m.mustermann@mail.de

    Gutes Recht GmbH
    Max Müller
    Müllerstr. 1
    12345 Müllerstadt

    1. August 2020

    Vertraulich – Bewerbung als Projektmanager

    Sehr geehrter Herr Müller,

    zunächst bedanke ich mich für die freundliche Auskunft am Telefon und dafür, dass Sie sich Zeit für mich genommen haben. Wie ich Ihnen bereits erklärt habe, kenne ich Ihr Unternehmen durch meinen aktuellen Arbeitgeber – Sie haben Herrn Clever von der Firma Smart bei mehreren rechtlichen Angelegenheiten unterstützt. Ihre Leistung und Ihr Engagement haben mir imponiert, deshalb möchte ich zu einem Teil Ihres Teams werden.

    Zu meinen Qualifikationen gehören das Studium der Wirtschaftswissenschaften an der Universität Müllerstadt, die langjährige Erfahrung in der Unternehmenskommunikation sowie die Fortbildungen zum Projektmanager und zum Bilanzbuchhalter, die ich neben einer Vollzeitbeschäftigung absolviert habe.

    Auch wenn ich mich zurzeit in einem unbefristeten Beschäftigungsverhältnis befinde, möchte ich dennoch die Chance ergreifen, Sie bei der Umsetzung der Wachstumsstrategien zu unterstützen. Da die Kündigungsfrist drei Monate beträgt, stehe ich Ihnen ab Anfang November zur Verfügung. Dennoch möchte ich Sie bitten, meine Bewerbung zunächst diskret zu behandeln.

    Wie Sie sehen, besitze ich die nötigen Qualifikationen und ich freue mich, Sie davon beim persönlichen Gespräch zu überzeugen.


    Mit besten Grüßen
    Unterschrift

    Hier finden Sie die Musterbewerbung für eine vertrauliche Bewerbung aus Festanstellung zum Downloaden und Bearbeiten:

    • Vertrauliche Bewerbung aus Festanstellung Muster: WORD
    • Vertrauliche Bewerbung aus Festanstellung Muster: PDF

    Diskret bewerben: Ihr gutes Recht

    Diskret bewerben vertraulichJuristen wissen: Ihre Bewerbungsunterlagen enthalten personenbezogene Daten. Diese sind besonders schutzwürdig. Die Verantwortung für die Daten liegt beim Unternehmen, dem Sie Ihre Bewerbung zugeschickt haben.

    Das Unternehmen hat die Pflicht, Ihre Daten vertraulich zu behandeln. Es muss sie vor unbefugtem Zugriff schützen, darf sie etwa nicht öffentlich zugänglich herumliegen lassen. Einsehen dürfen die Unterlagen nur Mitarbeiter des Unternehmens, die mit dem Einstellungsvorgang betraut sind.

    Kommt es zu keiner Einstellung, darf das Unternehmen die Bewerbungsunterlagen NICHT behalten. Es muss sie entweder zurücksenden oder vernichten. Will es die Unterlagen behalten, müssen Sie als Bewerber ausdrücklich zustimmen.

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    [Bildnachweis: KAMPUS by Shutterstock.com]

    Interessen im Lebenslauf: Die besten Hobbys für die Bewerbung

    Interessen-im-Lebenslauf-Hobbys-Beispiele

    Interessen im Lebenslauf runden das Profil eines Bewerbers ab. Sie können Ihrer Bewerbung den Feinschliff geben – oder aber der letzte Sargnagel sein. Wichtig ist, dass Sie Interessen und Hobbys in den Lebenslauf mit aufnehmen, die zur Stelle passen. Und solche, die Aktivität und Engagement anklingen lassen, aber nicht gefährlich sind. Schwindeln sollten Sie dabei aber nicht. Sie merken schon: Das ist komplizierter als gedacht. Aber es ist machbar…

    Interessen im Lebenslauf: Relevanz

    Interessen wecken Interesse. Das ist so. Denn auch Personaler sind Menschen. Und Menschen interessieren sich vor allem für… Menschen.

    Nicht umsonst wird gerne betont, man wolle herausfinden, welcher Mensch hinter der Bewerbung stecke. Die Persönlichkeit entscheidet darüber mit, ob man den Job bekommt oder nicht. Wer (mutmaßlich) nicht ins Team passt, wird aussortiert. Wer auf fachlicher UND persönlicher Ebene überzeugt, erhält den Zuschlag. Interessen im Lebenslauf können das persönliche Profil eines Bewerbers abrunden, am Ende über Ja oder Nein entscheiden.

    Faustregel für Bewerber: Je ausgefallener das Hobby, das Sie in Ihren Lebenslauf schreiben, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass Ihnen der Personaler Rückfragen im Vorstellungsgespräch dazu stellt. Bereiten Sie sich unbedingt darauf vor. Hier sind Beispiele:

    • Cosplay
    • Zauberwürfel
    • Bier brauen
    • Slacklining
    • Bauchtanz
    • Beatboxing
    • Ü-Eier-Figuren

    Besonders gut kommt soziales Engagement bei vielen Arbeitgebern an. Wer sich für andere einsetzt, bezeugt Einsatz, Interesse, Empathie. Eigenschaften, die jedes Unternehmen gut gebrauchen kann.

    Allerdings wirkt sich nicht jedes Interesse und Hobby im Lebenslauf positiv aus. Es gibt auch welche, die Sie lieber dezent verschweigen…

    Hobbys im Lebenslauf: Liste

    Interessen lassen sich in Gruppen einteilen. Hier sind 6:

    1. Elitäre Hobbys

      Elitäre Hobbys signalisieren die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppe. Manche würden sagen: zur Oberschicht. Hobbys als Statussymbole. Polo, Golf oder Segeln gehören ganz sicher dazu. Und Fliegen (Segelfliegen). In England ist Gartenbau ein Klassiker. Tatsächlich ist es in vielen Manager-Etagen vonnöten, die entsprechenden Codes und Umgangsformen (inklusive Hobbys) zu kennen und zu pflegen, um dazuzugehören.

      Statushobbys können in ihrer Bedeutung aber auch absteigen. Tennis und Skifahren sind Beispiele. Beide Sportarten sind längst massentauglich. Oder die Jagd, der früher viele Manager gefrönt haben, die heute aber weitgehend verpönt ist. Auf der anderen Seite ließe sich Klavier spielen, früher gar nicht so außergewöhnlich, anno 2020 mit Fug und Recht als elitäres Hobby bezeichnen.

    2. Digitale Hobbys

      Digitale Hobbys kommen in Zeiten der Digitalisierung in nahezu jedem Personalbüro gut an. Durch die Corona-Krise wurden und werden digitale Skills sogar noch aufgewertet. Die Liste an Digitalhobbys ist lang: Videobearbeitung, Fotografie, Programmieren, Bloggen, Hardware

      Achtung: Ob die Nennung von Social Media als Hobby im Lebenslauf sinnvoll ist, kommt auf Arbeitgeber, auf Beruf und Branche an. Nicht, dass der Arbeitgeber noch auf die Idee kommt, Sie würden den ganzen (Arbeits-)Tag über Ihren Facebook-Feed wachen…

    3. Allerweltshobbys

      Kochen, Lesen, Reisen. Die drei Klassiker. Daran ist nichts verkehrt, im Gegenteil. Von der Masse abheben kann man sich mit ihrer Hilfe indes nicht.

      Tipp: Formulieren Sie Ihr Allerweltshobby im Lebenslauf so konkret wie möglich. Das macht es gleich viel interessanter. Statt Lesen lieber Schwedische Kriminalromane oder Russische Literatur texten. Statt Reisen lieber Städtereisen schreiben oder das Land, in das es Sie bevorzugt zieht. Laos, Namibia oder Peru.

      Aber Vorsicht: Wer es mit dem Fernweh übertreibt, deutet zwar Neugier und Offenheit an, aber eben auch, ständig auf gepackten Koffern zu sitzen und das nächste Sabbatical gar nicht abwarten zu können. Vielleicht, weil derjenige für Weltreisen brennt, aber nicht für die Arbeit? Wäre legitim, will man als Arbeitgeber aber nicht hören.

    4. Sportliche Hobbys

      Bewegung ist gesund und hält fit. Daumen hoch! Ob es sich um Joggen, Schwimmen oder Radfahren handelt. Oder auch um exotischere Sportarten wie Trampolin. Oder Bouldern.

      Mannschaftssport steht für Teamfähigkeit, Einzelsport für Wettbewerbsfähigkeit. Sportarten sind als Hobbys im Lebenslauf insbesondere auch älteren Bewerbern zu empfehlen. Damit belegen Sie Fitness und Belastbarkeit.

      Aber auch hier nicht übertreiben: Aus Sport kann bisweilen eine allzu kraftraubende Angelegenheit werden. Wer Marathon oder gar Ironman angibt, zeigt sich als extrem zielstrebig und leistungsstark, sagt damit aber zugleich, dass er unheimlich viel Training und damit Zeit und Energie neben der Arbeit benötigt.

    5. Politische Hobbys

      In Zeiten zunehmender Polarisierung sind Unternehmen vermehrt an der politischen Einstellung eines Bewerbers interessiert. Das belegen Umfragen. Darum ist es nicht immer ratsam (manchmal aber sehr wohl), das Engagement für eine politische Partei in einer Bewerbung offensiv nach vorne zu stellen.

      Und dann gibt es Themen, die gesellschaftspolitisch aufgeladen sind. Jagen zum Beispiel sieht sicher nicht jeder Arbeitgeber gerne im Lebenslauf eines Bewerbers. Großwildjagd, Stierkampf oder Stierlauf in Pamplona schon gar nicht. Andere Unternehmen wiederum ziehen die Augenbrauen hoch, wenn sie Vegan kochen im Lebenslauf lesen – oder Gender Studies.

    6. Unmögliche Hobbys

      Es gibt nur wenige Hobbys, die man im Lebenslauf grundsätzlich NIE angeben sollte. Swingern wäre so eines (außer natürlich, man bewirbt sich im Swingerclub). Nacktbaden. Freikörperkultur. Um die moralische Bewertung geht es dabei gar nicht. Diese Interessen gehören in Ihre Intimsphäre und gehen niemanden etwas an. Der Arbeitgeber würde sich höchstens provoziert oder veralbert fühlen. Was bezweckt ein Bewerber damit, ein derart privates Hobby in den Lebenslauf zu schreiben?

      Auch Shopping ist prinzipiell kein gutes Hobby für die Bewerbung. Es handelt sich vielmehr um eine sehr oberflächliche Angelegenheit, die den Arbeitgeber außerdem an die nächste Gehaltserhöhung erinnert, die der Shoppingsüchtige ja bestimmt alsbald brauchen und verlangen wird.

      Ein absolutes No-Go-Hobby: Spielhalle. Erklärung überflüssig. Und von Alkohol ist ebenfalls abzuraten. Whiskey, Wein, Cognac. Sie mögen ein echter Kenner und vornehm nippender Gourmet sein, aber alkoholische Spirituosen wecken negative Assoziationen.

    Ehrenamtliches Engagement im Lebenslauf

    Letztlich geht es hier um den ersten Schritt – Sie wollen die schriftliche Bewerbung überstehen und zum Vorstellungsgespräch eingeladen werden. Was Sie dann im Jobinterview über Ihre Interessen erzählen, können Sie sich immer noch überlegen.

    Grundsätzlich gut an kommen Interessen, die belegen, dass Sie auch in Ihrer Freizeit Verantwortung übernehmen. Beispiele:

    • Jugendtrainer in einem Sportverein
    • Ehrenamt in einer sozialen Einrichtung
    • Engagement in einer berufsständischen Vereinigung
    • Mitarbeit an studentischen Projekten

    Diese Interessen zeichnen sich dadurch aus, dass sie nicht nur Ihren Drang, Spaß haben zu wollen, befriedigen. Sie erfordern Leidenschaft. Personalentscheider wissen das zu schätzen.

    Und sie lassen Rückschlüsse auf Ihren Charakter zu. Es muss sich wohl um jemanden handeln, der sich voll reinhängt, der keine halben Sachen macht und vielleicht sogar ein Anführer ist – um einen Leistungsträger also. Wenn Sie dieses Bild von sich vermitteln – Glückwunsch!

    Andererseits gibt es auch Fallstricke. Denn wenn Sie Ihren Lebenslauf mit lauter positiven Interessen aufhübschen, weckt das Zweifel an Ihrer Glaubwürdigkeit. Wie kann der das alles schaffen? Mehr als 24 Stunden stehen uns allen pro Tag nicht zur Verfügung. Also macht der vielleicht doch nur halbe Sachen!?

    Darüber hinaus müssen Sie Ihre Interesse ja hinterher auch in Einklang mit dem neuen Job bringen. Niemand will, dass Sie vor lauter Ehrenämtern so ausgelaugt sind, dass Sie nur mit halber Kraft am Arbeitsplatz erscheinen. Diesen Widerspruch gilt es aufzulösen – evtl. dadurch, dass Sie nur ein oder maximal zwei „verantwortungsvolle“ Interessen auflisten. Zu viel mehr reicht es in Ihrer Freizeit ja wahrscheinlich ohnehin nicht.

    Und machen Sie auch nicht den Fehler, in einem einzigen Anfall von Begeisterung von Ihrem Engagement im Sportverein zu schwärmen. Das könnte so herüberkommen, als gelte Ihre Liebe nur dem Verein; der Arbeitgeber wird immer dahinter an zweiter Stelle kommen. Selbst wenn das der Wahrheit entspricht, dann sollten Sie es im Bewerbungsgespräch nicht so vermitteln.

    Gefährliche Interessen im Lebenslauf

    Zu den heiklen Interessen im Lebenslauf zählen insbesondere Extremsportarten. Klar, auch diese zeugen von Sportlichkeit, Neugier, Naturverbundenheit oder Risikobereitschaft – alles durchaus wünschenswerte Eigenschaften.

    Aber sie stehen eben auch für Gefahr, für erhöhte Verletzungsgefahr und mitunter sogar Lebensgefahr. Arbeitgeber sind nicht unbedingt begeistert, wenn der Beschäftigte monatelang ausfällt, nur weil er mal wieder einen Adrenalinschub brauchte.

    Auch könnte die Frage auf einen Bewerber zukommen, ob er nicht glaube, dass ihm in diesem Job nicht schnell langweilig würde. Und manche Berufe begünstigen nun mal Menschen, die weniger risikofreudig sind. Einen Draufgänger kann im OP-Saal oder am Cockpit niemand gebrauchen. Zu den Extremsportarten zählen beispielsweise:

    • Base-Jumping
    • Fallschirmspringen
    • Sky Surfing
    • Höhlentauchen
    • Bergsteigen
    • Free-Climbing
    • Drachenfliegen
    • Motorsport

    Ehrlicherweise zählen auch Allerweltssportarten wie Skifahren, Reiten und Mountainbiking zu den Risikosportarten. Erhöhte Verletzungsgefahr besteht sogar bei Sportarten wie Turnen, Kampfsport oder Fußball.

    In diesem Fall sollten Sie von Fall zu Fall abwägen, ob Ihnen die Angabe des Hobbys im Lebenslauf eher schadet oder nutzt. Fußball, Basketball oder Handball etwa drücken Teamfähigkeit aus; eine Eigenschaft, die wahrscheinlich die Nachteile in Form einer erhöhten Verletzungsgefahr mehr als aufwiegt.

    Wenn Sie aber wissen, dass Ihr Arbeitgeber in spe gerade massive Personalprobleme hat und momentan keine weiteren Ausfälle verkraften kann, dann lassen Sie die Risikosportart im Lebenslauf besser weg.

    Passive Interessen im Lebenslauf

    Neben Extrem- und Risikosportarten sind rein passive Interessen oft keine gute Wahl. Klar, jeder schaut gerne eine spannende Serie auf Netflix oder einen guten Film im Kino. Als alleinige Hobbys im Lebenslauf präsentieren Sie sich damit aber arg dünn auf der Brust.

    Was geht: Aktive Hobbys mit einem passiven Hobby kombinieren. Wenn Sie Feldhockey spielen und gerne malen, dann können Sie als Nummer drei guten Gewissens Kino mit aufnehmen.

    Eine Ausnahme gibt es übrigens: Musik. Musik hören ist eine durch und durch passive Angelegenheit, aber niemand wird sie Ihnen negativ auslegen. Noch besser wäre natürlich, Sie würden selbst Musik machen…

    Diese Interessen sind passiv und gehören nur bedingt in den Lebenslauf:

    • Kino
    • Fernsehen
    • Netflix

    Dann gibt es da noch Schlafen (bzw. Faulenzen oder Chillen) – eine ebenfalls sehr passive Tätigkeit. Abraten würden wir davon aber nicht, Schlafen als Hobby im Lebenslauf anzugeben. Denn erstens wirkt es sympathisch und zeugt von einer Prise Humor. Und zweitens signalisieren Sie damit sogar, dass Sie ein ausgeschlafener Typ sind. Wer gut schläft, ist fitter, gesünder und leistungsfähiger – davon profitiert auch Ihr Arbeitgeber! Also: Wenn Sie wollen, nehmen Sie Schlafen gerne zu den Interessen im Lebenslauf mit auf.

    Und dann wären da noch die berüchtigten Computerspiele. E-Sport entwickelt sich immer mehr zum Wirtschaftsfaktor. Man kann damit viel Geld verdienen, ist in Clans oder Gilden organisiert und damit kein reiner Einzelkämpfer, sondern Teamplayer. Und passiv ist das Hobby ja gar nicht, sondern im Gegenteil – überaus aktiv. Man trainiert damit Reaktionsfähigkeit, analytisches und strategisches Denken.

    Und dennoch: Videospielen haftet noch immer ein zweifelhafter Ruf an. Ob das berechtigt oder nicht, sei dahingestellt – viele Arbeitgeber ziehen jedenfalls die Augenbrauen hoch. Als offizielle Sportart wird E-Sports auf absehbare Zeit ebenfalls nicht anerkannt. Darum empfehlen wir: Lassen Sie Computer spielen im Zweifel lieber weg. Es sei denn, Sie bewerben sich direkt in der Games-Industrie…

    Anzahl der Interessen im Lebenslauf

    Vorweg: Sie müssen gar keine Interessen im Lebenslauf angeben. Das ist kein Muss, sondern ein Kann. Aber wenn Sie es tun, dann fügen Sie die Interessen am Ende des Lebenslaufs ein und schneiden Sie sie nur im Ausnahmefall im Anschreiben an – nämlich dann, wenn Ihre Hobbys sehr relevant für die angestrebte Stelle sind.

    Im Lebenslauf können sie das Bild, das der Entscheider über Sie gewinnt, durch passende Interessen vervollständigen. Sie geben Hinweise darauf, ob Sie als Person ins Team passen oder eher nicht.

    Als Absolvent oder Berufseinsteiger sollten Sie nicht darauf verzichten. Denn Ihr Lebenslauf ist noch sehr dünn. Sie haben noch nicht viele Stationen und Erfahrungen vorzuweisen. Umso wichtiger werden alle weiteren Informationen – dazu zählen auch Interessen und Hobbys.

    Machen Sie aber nicht den Fehler, Ihren Lebenslauf mit Interessen vollzukleistern. Vier oder fünf Hobbys sollten es sein – nicht mehr und nach Möglichkeit auch nicht weniger. Zu viele Interessen würden beliebig wirken – und nicht so, als ob Sie für eine Sache wirklich Feuer und Flamme wären. Genau das aber wollen Arbeitgeber: Mitarbeiter, die für ihre Sache brennen. Zudem würden Sie damit unter Beweis stellen, nicht selektieren und Wichtiges von Unwichtigem trennen zu können.

    Und noch etwas: Erfinden Sie nicht einfach Interessen, um Ihren Lebenslauf zu pimpen. Das haben Sie erstens gar nicht nötig. Und zweitens kann es Ihnen unangenehm auf die Füße fallen. Wenn der Interviewer Sie etwa nach Ihrem Handicap fragt, weil Sie Golf angegeben haben, und Sie erwidern, Sie seien gar nicht behindert. Alles schon vorgekommen!

    Wenn Sie der Meinung sind, Ihre Interessen seien zu gewöhnlich oder zu wenig oder zu passiv oder zu gefährlich oder zu…, dann lassen Sie die ganze Rubrik einfach weg.

    Interessen im Lebenslauf: 5 Beispiele

    Grundsätzlich sollte der Lebenslauf eines Bewerbers kurz und prägnant sein. Niemand will lange Essays und Auflistungen studieren. Das gilt auch für die Interessen im Lebenslauf. Beschränken Sie sich auf die wichtigsten Hobbys – und auf jene, die in Zusammenhang mit der angestrebten Stelle stehen.

    Oft gibt es da wirklich Überschneidungspunkte. Hier sind 5 Beispiele:

    1. Fitness

      Wer in der Sport- und Fitnessbranche Fuß fassen will (sei es als Fitnesstrainer, Manager, Verkäufer etc.), der würde durchaus Argwohn wecken, wenn er Lesen, Musizieren und Malen als Hobbys definiert, aber keine einzige Sportart.

    2. Automobilindustrie

      Wer in der Automobilindustrie durchstarten will, benötigt harte Skills. Aber ein Hobby im Lebenslauf, das die Auto-Affinität unterstreicht, kann auch nicht schaden. Immerhin baut die Automobilindustrie tendenziell Stellen ab, die Konkurrenz um die Fleischtöpfe wird also größer. Hier unsere Vorschläge für Interessen im Lebenslauf eines Automobilingenieurs oder -facharbeiters: Design, Modellbau, Airbrush, Drohnen, Oldtimer, Automobilgeschichte, Rennsport, Go-Karts.

      Tipp: Versuchen Sie, Ihre Interessen so konkret wie möglich zu beschreiben. Also nicht einfach Technik schreiben (obwohl auch das ok und keinesfalls ein Lapsus wäre), sondern lieber Aerodynamik oder Mechanik oder Technik autonomer Systeme. Natürlich nur, wenn es (halbwegs) der Wahrheit entspricht. Und Tuning ist speziell für einen Mechatroniker kein Nachteil…

    3. Finanzen

      In der Finanzbranche sind Interessen vorteilhaft, mit denen man Genauigkeit, Akkuratesse, Disziplin, analytisches Denken und ein Faible für Zahlen assoziiert. In diese Kategorie fallen etwa Programmieren, Modellbau oder – wer ganz dick auftragen möchte – Aktien.

      Weitere Optionen: Schach, Dokus, Denksport (Sudoku), Sachbücher (Wirtschaft, Finanzen), Marathon. Ein Geheimtipp: Fantasy-Sport. Damit sind Tippgemeinschaften wie Comunio, das Kicker-Managerspiel oder US-Fantasy-Sportligen gemeint. Man benötigt dafür analytische Skills und zeigt außerdem, dass man Spaß an Sport und am gemeinsamen Wettkampf hat (ohne ein spielsüchtiger Zocker zu sein).

      Weniger gut kommen Hobbys an, die konträr zum Anforderungsprofil eines Finanzfachmanns stehen. Oder würden Sie einen Controller einstellen, der Shopping als Hobby angibt? Oder Pokern? Eben.

    4. Erzieher

      Welche Interessen im Lebenslauf stehen einem Erzieher bzw. einer Erzieherin gut zu Gesicht? Grundsätzlich alle Hobbys, die von Kreativität oder sozialer Kompetenz zeugen oder einen Mehrwert bieten (für den Arbeitgeber oder die Kinder). Und davon gibt es extrem viele. Beispiele gefällig? Basteln, Fotografie, Fremdsprachen, Tanzen, Wandern, Ballsportarten, Brettspiele und Gesellschaftsspiele, Musik, Singen, Instrumente spielen, Drachen steigen lassen, Lesen, Stricken, Häkeln, Nähen, Weben, Töpfern, Theater spielen, Blumen stecken. Und das sind noch lange nicht alle…

      Wer eine Ausbildung zur Erzieherin anstrebt, punktet zudem mit Nebentätigkeiten wie Babysitting oder Mannschaftssport.

    5. Fashion

      Bewerberinnen in der Modebranche steht die Lust aufs Präsentieren gut zu Gesicht. Ein eigenes Modeblog oder ein Instagram-Kanal, der sich dem Thema Mode widmet, zeugen von einem ausgeprägten Interesse an Fashion-Themen.

    Es handelt sich wohlgemerkt nur um Beispiele. Aber Sie erkennen hoffentlich die Richtung, in die das Ganze laufen sollte.

    Auf der anderen Seite meiden Sie im Lebenslauf Interessen, die speziell in Ihrem angestrebten Fachbereich einen negativen Beiklang haben. Freilich hat man es oft mit Klischees zu tun, aber das spielt keine Rolle. Generell erfordert dies, dass Sie sich bei jeder Bewerbung neuerliche Gedanken um Ihre richtige Aufstellung machen.

    Interessen im Lebenslauf: Rubrikbezeichnung

    Interessen im Lebenslauf HobbysIhre Interessen kommen im Lebenslauf in einen eigenen Abschnitt. Wie Sie diesen nennen, bleibt im Prinzip Ihnen überlassen. Richtig oder falsch gibt es nicht, nur verschiedene Alternativen. Möglich sind zum Beispiel:

    • Interessen
    • Hobbys
    • Interessen und Hobbys
    • Meine Interessen
    • Engagement
    • In meiner Freizeit
    • Freizeitinteressen
    • Freizeitaktivitäten
    • Was mich interessiert

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    [Bildnachweis: Roman Motizov by Shutterstock.com]

    Bewerbungscoaching: Vorteile, Ablauf und Kosten für Bewerber

    Bewerbungscoaching Kosten Ablauf Tipps

    Ein Bewerbungscoaching ist nicht die Lösung für alle Bewerber-Probleme. Aber ein Bewerbungscoach kann Sie fit machen und Ihnen Sprungfedern verleihen, mit denen Sie dann selbst über die Hürden des Bewerbungsprozesses hüpfen. Bevor Sie sich für einen Bewerbungstrainer entscheiden, sollten Sie aber einige Fragen gut durch den Kopf gehen lassen…

    Bewerbungscoaching Definition

    Eine Warnung vorweg: Jeder kann sich Coach nennen. Der Begriff ist nicht geschützt. Auch Scharlatane und Schwindler können sich als Bewerbungscoach bezeichnen.

    Das ist aber nicht die einzige Schwierigkeit, mit denen Bewerber konfrontiert werden. Auf dem Markt herrscht ein Wirrwarr an Begriffen und Bezeichnungen. Die einen sehen sich als Bewerbungscoach, die anderen als Bewerbungsberater, wieder andere als Bewerbungstrainer.

    Aber ist das nicht alles das Gleiche? Nein, nicht unbedingt. Karrieresprung erklärt Ihnen die Unterschiede:

    • Bewerbungscoach

      Hilfe zur Selbsthilfe – das soll Coaching leisten. Zusammen suchen Coach und Klient nach Lösungen, um dem Ziel näher zu kommen.

      Entscheidend in diesem Prozess ist Selbstreflexion. Bewerber müssen sich Fehler eingestehen, Kritik zulassen. Ein guter Bewerbungscoach passt sich an die Bedürfnisse des Kunden an und deckt die gewünschten Aspekte ab.

      Der Bewerber lernt, wie er sich selbst helfen kann und worauf er im Bewerbungsprozess besonders achten muss. Der Bewerbungscoach nimmt Ihnen wohlgemerkt nicht die ganze Arbeit ab. Sie müssen sich selbst aktiv einbringen.

    • Bewerbungsberater

      Die Arbeit eines Bewerbungsberaters ist sehr viel konkreter als die eines Coaches. Er sagt seinem Klienten genau, was dieser tun soll. Wo er sich bewirbt, was er tun oder lassen soll, um im Bewerbungsprozess zu überzeugen.

      Das Ziel ist letztlich das Gleiche: Der Bewerber soll endlich an seinen Traumjob kommen.

    • Bewerbungstrainer

      Der Bewerbungstrainer arbeitet mit Ihnen daran, die Rahmenbedingungen zu verbessern. Er will Sie auf ein höheres Level heben.

      Als Klient erlernen Sie neue Fähigkeiten und Fertigkeiten. Wie Sie sprechen, wie Sie gehen, gucken und stehen. Das soll Ihnen dabei helfen, eine Gehaltsverhandlung zu führen oder im Vorstellungsgespräch aufzutrumpfen.

    • Bewerbungsschreiber

      Der Bewerbungsschreiber nimmt Ihnen die Arbeit ab – allerdings nur zum Teil. Er schreibt für Sie die Bewerbung, damit Sie es nicht tun müssen.

      Der (durchaus zweifelhafte) Service bietet sich für Bewerber an, die mit der deutschen Sprache auf Kriegsfuß stehen oder schlicht keine Zeit haben. Sie müssen die Bewerbung nur noch abschicken und auf ein Feedback warten.

      Ob die Bewerbung Erfolg letztlich hat, kann Ihnen kein Bewerbungsschreiber der Welt garantieren.

    Bewerbungtraining Leistungen

    Wer ein Bewerbungscoaching in Anspruch nimmt, will eigentlich immer das Gleiche: einen neuen Job. Den richtigen Job. Den Traumjob. Aber wie läuft so ein Coaching überhaupt ab?

    Bevor Sie sich für einen Dienstleister entscheiden, sollten Sie zunächst Ihre Zielsetzung erörtern. Wobei soll Ihr Coach Ihnen helfen?

    Dies sind mögliche Leistungen, die ein Bewerbungscoach für Sie und mit Ihnen in Angriff nehmen kann:

    • Berufsorientierung geben
    • Potenziale analysieren
    • Stellenanzeigen analysieren
    • Online Jobs suchen
    • Bewerbungsstrategie erarbeiten
    • Berufsziele erörtern
    • Bewerbungsunterlagen erstellen
    • Bewerbungsunterlagen optimieren
    • Initiativbewerbungen schreiben
    • Online-Reputation aufbauen
    • Selbstvermarktung verbessern
    • Vorstellungsgespräch trainieren
    • Videointerview üben
    • Assessment Center vorbereiten

    Für nahezu alle Bereiche gibt es Trainer. Aber nicht jeder Bewerbungstrainer beherrscht alle Bereiche gleich gut. Suchen Sie sich einen passenden Bewerbungscoach und sprechen Sie vorab die Punkte an, die Ihnen wichtig sind oder Probleme bereiten. In jedem Fall kommt Mehrarbeit auf Sie zu. Das bitte nicht unterschätzen!

    Der Coach ebnet Ihnen den Weg. Gehen müssen Sie ihn selbst. Dies ist auch der Fall bei Ghostwritern, die Ihnen Lebenslauf und Motivationsschreiben fertig servieren. Das Vorstellungsgespräch führen Sie dennoch höchstpersönlich. Und eine passende Stelle kann Ihnen ebenfalls niemand auf dem Silbertablett ins Haus tragen.

    Sie sollten das Bewerbungscoaching als das sehen, was es ist: als einen Lernprozess, der Sie unterstützt und Ihnen hilft, in Zukunft selbst erfolgreicher zu agieren.

    Bewerbungscoaching Zielgruppen

    Wer braucht ein Bewerbungscoaching?

    Antwort: Jeder, der meint, es zu brauchen. Wenn Sie der Ansicht sind, mit herkömmlichen Methoden nicht mehr weiterzukommen und Hilfe von außen zu brauchen, dann kann ein Bewerbungstraining eine Option sein. Oder wenn Sie eine spezifische Schwäche ausmerzen wollen.

    Der Markt an Bewerbungstrainings ist riesengroß. Es gibt für nahezu jede Zielgruppe und Klientel maßgeschneiderte Coachings. Seminare für Sozialpädagogen oder Alleinerziehende, Kurse für Selbstständige und Migranten.

    Nachvollziehbar, dass manche Menschen und Zielgruppen mehr Unterstützung benötigen als andere. So dürfte eine aus Indien zugewanderte IT-Fachkraft mehr Probleme mit der deutschen Sprache haben als ein Muttersprachler. Externe Hilfe? Sinnvoll bis notwendig. Jemand, dessen Bewerbungen regelmäßig scheitern, dürfte eher über ein Coaching nachdenken als jemand, der seit Jahren auf einer Welle des Erfolgs reitet.

    Eine qualifizierte Fachkraft, die regelmäßig Jobangebote hat und alle paar Jahre problemlos von der alten in eine neue Stelle wechselt, sieht die Notwendigkeit für ein Bewerbungstraining wahrscheinlich eher nicht. Oder ein High-Potential mit Top-Noten, der sich vor Einstiegsangeboten kaum retten kann.

    Ein gutes Bewerbungscoaching kann vor allem diese Zielgruppen weiterbringen:

    • Arbeitsuchende und Arbeitslose
    • Schul- und Studienabbrecher
    • Hochschulabsolventen
    • Junge Erwachsene
    • Bewerber über 50
    • Fach- und Führungskräfte
    • Selbstständige (in spe)
    • Berufsrückkehrer
    • Eltern und Alleinerziehende
    • Wissenschaftler mit Wechselwunsch in die freie Wirtschaft
    • Migranten und Ausländer

    Bewerbungscoaching Ablauf

    Vor dem Bewerbungscoaching steht in der Regel ein Vorgespräch. Sie besprechen nicht nur die Formalitäten, sondern lernen sich auch kennen. Sie klopfen den Coach ab und testen ihn auf Herz und Nieren.

    Das erste Kennenlernen mit dem Bewerbungscoach ist wichtig. Diese Fragen sollten Sie sich stellen:

    • Welche Ziele verfolgen Sie mit dem Bewerbungscoaching?
    • Was erwarten Sie von Ihrem Coach?
    • Passen Sie und der Coach zusammen – inhaltlich wie menschlich?

    Dass Sie auf der gleichen Wellenlänge funken, ist ein entscheidender Punkt. Auf das Bewerbungscoaching müssen Sie sich einlassen, sich auch öffnen. Dies gelingt nur, wenn sie Ihrem Trainer vertrauen. Gegenseitige Sympathie hilft. Sie ist aber keine Grundvoraussetzung. Manchmal können Reibungen und Spannungen konstruktiv sein.

    In jedem Fall sollten Sie den Bewerbungscoach für kompetent und vertrauenswürdig halten. Haben Sie das Gefühl, er oder sie bringt Sie weiter? Sind Sie bereit, ihm auch unangenehme Dinge – Ihre Schwächen zum Beispiel – anzuvertrauen? Fühlen Sie sich in Gegenwart dieser Person wohl? Lauten die Antworten Ja, könnte dieser Coach der richtige sein.

    Vergessen Sie aber nicht, die Rahmenbedingungen zu klären: die Gesamtdauer des Bewerbungscoachings, die Länge der einzelnen Sitzungen, der Ort, Kosten, die Art der Bezahlung.

    Fragen Sie ihn auch nach seiner Flexibilität. Was, wenn Sie kurzfristig erkranken – oder Ihr Kind? Niemand wünscht sich eine Diva als Dienstleister, der sich mit Verweis auf seinen üppigen Kalender selbst zu wichtig nimmt.

    Haben Sie sich für einen Bewerbungscoach entschieden, ist der nächste Schritt die Analyse. Was können Sie gut? Wo liegen Ihre Schwächen? Welche Potenziale schlummern in Ihnen? Woran liegt es, dass Ihre Bewerbungen versanden – oder was glauben Sie, woran es liegen könnte? Wovor haben Sie Angst? Was mögen Sie nicht? Woran wollen und müssen Sie arbeiten – und woran nicht?

    Seien Sie aber ehrlich – zu sich selbst und zu Ihrem Coach. Je mehr Informationen er über Sie sammelt, desto aussagekräftiger das Profil, das er über Sie erstellen kann. Seine Hilfe muss so zielgerichtet wie möglich sein, damit sie Ihnen Ergebnisse beschert. Danach geht es an die praktische Arbeit…

    Bewerbungstraining Ziele

    Die Ist-Situation ist das Fundament. Ziel: Dass daraus alsbald die Soll-Situation entsteht. Diese Ziele können bei einem Bewerbungscoaching im Vordergrund stehen:

    • Stellensuche verbessern

      Jobangebote nicht nur finden, sondern auch richtig interpretieren und in Angriff nehmen – das kann ein übergeordnetes Ziel eines Bewerbungscoachings sein.

      Um sich im Dickicht der unzähligen Jobanzeigen zurechtzufinden, sollte man sich gemeinsam einen Schlachtplan zurechtlegen: Welches Profil hat der Bewerber? Welche Erwartungen hat er? Wo will er arbeiten?

      Sind die wichtigsten Fragen geklärt, kann man gemeinsam mit dem Bewerbungscoach auf die Suche gehen. (Kleiner Hinweis in eigener Sache: Sie können hier bei Karrieresprung in unserer Jobbörse direkt damit anfangen, nach passenden Stellenanzeigen zu suchen…)

    • Bewerbung erstellen

      Die Bewerbungsunterlagen kosten Kraft. Da kann es sinnvoll sein, wenn einem jemand unter die Arme greift.

      Immerhin gehören dazu das Anschreiben und der Lebenslauf, manchmal noch weitere Dokumente. Speziell Berufsanfänger wissen oft gar nicht, wo sie anfangen und aufhören sollen. Der Bewerbungscoach sagt es ihnen. Er hilft dabei, alles in Form zu bringen, die richtigen Akzente zu setzen.

      Dabei kann der Coach auf zweierlei Art helfen. Er kann direkt bei der Erstellung der Unterlagen anpacken. Oder er kann das nötige Rüstzeug vermitteln, damit der Bewerber in Zukunft selbst überzeugende Mappen zusammenstellt.

    • Unterlagen optimieren

      Ist er gut, stellt der Coach die richtigen Fragen. Welche Unterlagen fehlen und könnten hilfreich sein (z.B Referenzen)? Woran liegt es, das so viele Bewerbungen des Kandidaten fehlschlagen? Welche Fehler in der Bewerbung muss der Kandidat abstellen?

      Dazu muss man vorherige Bewerbungen grundlegend analysieren, Fehler herausfiltern – und abstellen. Vorteil: Man muss nicht ganz von vorne anfangen, sondern kann auf dem bestehenden Material aufbauen.

    • Fähigkeiten analysieren

      Im Rahmen einer Bewerbung ist es wichtig, die eigenen Stärken in den Fokus zu rücken. Dazu müssen diese aber überhaupt erst bekannt sein. Gemeinsam mit dem Bewerbungscoach begeben Sie sich auf die Suche nach Ihren Stärken und Schwächen, Hard Skills und Soft Skills.

      Konkrete Beispiele, an denen man die Kompetenzen aufzeigt, sind der Goldstandard. Am Ende gilt es, die Unternehmen zu benennen, die einen Bedarf an Ihren Skills haben – und sich bei ihnen überzeugend zu bewerben.

    • Bewerbungsgespräch vorbereiten

      Vor dem Jobinterview haben viele Bewerber Bammel. Angst ist kein guter Ratgeber: Sie kann lähmen – und die Jobchancen auf den Nullpunkt befördern.

      Bewerbungscoaches können die Situationen mit Ihnen durchspielen – und Ihnen sagen, was Sie unbedingt beherzigen sollten. Rollenspiele, konstruktive Kritik, Tipps – all das hilft Ihnen, souveräner aufzutreten.

      Wer seine Selbstpräsentation mehrmals übt, ist für den Ernstfall besser gewappnet. Auch Körpersprache und Kleidungswahl sollten im Training angesprochen werden.

    Bewerbungstraining Vorteile

    Viele Bewerbungscoachings sind ihr Geld nicht wert. Für andere wiederum würde man noch weitaus mehr bezahlen. Ein gutes Bewerbungstraining bringt Ihnen diese Vorteile:

    • Chancen verbessern

      An jeder Bewerbung, an jedem Auftritt gibt es noch etwas zu verbessern. Der Bewerbungscoach kann Ihnen wertvolle Hinweise liefern. Das bringt Ihnen nicht automatisch den Job, aber es erhöht Ihre Chancen, einen zu finden.

    • Feedback

      Dieser Punkt ist keinesfalls zu unterschätzen. Allein über Ihre Probleme zu reden, bringt Ihnen schon Erleichterung bis hin zu neuem Selbstvertrauen. Der Bewerbungscoach übernimmt also ein Stück weit die Rolle eines Psychiaters oder Psychologen. Das Gefühl, verstanden und gehört zu werden – schön!

    • Einblicke

      Viele Menschen wissen gar nicht, was in Ihnen steckt. In Wahrheit gibt es viel zu viele, denen auf die Frage nach ihren Stärken kaum etwas oder gar nichts einfällt. Traurig – und unnötig. Jeder Mensch hat Stärken, nur liegen sie nicht immer sichtbar vor uns auf dem Tisch. Der Bewerbungscoach kann Ihnen helfen, Ihre Stärken sichtbar zu machen.

    • Ängste überwinden

      Bewerbungscoaching hat auch immer etwas von Konfrontationstherapie. Sie müssen sich Ihren Ängsten und Sorgen stellen. Dass Sie im Jobinterview anfangen zu stottern etwa oder dass Sie einfach Angst vor Veränderung haben. Bewerbungscoaching kann ein Ventil sein. Sie lernen, mit Ihren Ängsten besser umzugehen – und bauen sie bestenfalls Stück für Stück ab.

    • Selbstbewusstsein gewinnen

      Notorisch erfolglose Bewerber verlieren ihr Selbstvertrauen irgendwann. Das ist kein Grund, sich zu genieren, sondern allzu menschlich. Erfolg versorgt einen mit Selbstvertrauen, Misserfolg saugt es wieder ab. Das Problem ist der Teufelskreis, der daraus entsteht. Misserfolg führt zu Unsicherheit, diese wieder zu Misserfolg, dieser zu noch größerer Unsicherheit usw. Aufgabe des Bewerbungscoachs ist es, Sie aus diesem Teufelskreis zu befreien und Ihr Selbstvertrauen wieder aufzubauen.

    Bewerbungscoaching Tipps

    Bitte beachten Sie: Nicht all Ihre Fragen können (wahrscheinlich) im Rahmen eines Bewerbungscoachings geklärt werden. Dazu gibt es einfach viel zu viele. Und sie reproduzieren sich selbst. Bedeutet: Aus jeder Antwort entsteht wieder eine Vielzahl an Folgefragen. Das Bewerbungs-Universum ist unendlich.

    Widmen Sie sich daher erst den großen Fragen und arbeiten sich dann mit Ihrem Bewerbungscoach immer weiter nach unten vor. Denn es stimmt: Die Details zählen!

    Andererseits gibt es ultimativ richtige Antworten vermutlich nicht. Unterschiedliche Situationen können immer neue Antworten hervorbringen. Ist dem einen Personaler ein allzu lockeres Auftreten des Bewerbers ein Dorn im Auge, gefällt dies dem anderen vielleicht supergut. Der eine sieht in Lücken im Lebenslauf einen Makel, der andere eine Chance.

    Beispielhaft sind hier ein paar Fragen, auf die Ihnen auch ein Bewerbungscoach mehrere Antworten geben kann:

    • Muss ich die Fragen des Personalers im Vorstellungsgespräch abwarten?

      Ja, es gibt Personaler, die erstmal etwas über sich und das Unternehmen erzählen wollen – und sich nur ungerne unterbrechen lassen.

      Auf der anderen Seite handelt es sich nicht um ein Verhör, sondern um ein Gespräch auf Augenhöhe. Das Unternehmen hat Fragen an Sie, Sie haben Fragen an das Unternehmen. Es ist also prinzipiell nichts dagegen einzuwenden, wenn Sie zwischendurch immer wieder Rückfragen im Vorstellungsgespräch stellen. So demonstrieren Sie Neugier und Interesse.

      Dass diese Taktik auch nach hinten losgehen kann, ist unbestritten. Wenn Sie dumme Fragen stellen (Was macht Ihr Unternehmen eigentlich genau?) oder Ihrem Gegenüber ständig ins Wort fallen, dann zahlt das keinesfalls auf Ihr Konto ein.

    • Wie wichtig sind Hobbys im Lebenslauf?

      Es hat niemanden zu interessieren, dass Sie sich in Ihrer Freizeit mit Modellflugzeugen beschäftigen? Einverstanden. Aber es könnte Ihre Einstellungschancen erhöhen, wenn Sie sich zum Beispiel in der Spielzeugindustrie bewerben – oder in der Luftfahrtindustrie.

      Ein Hobby kann Signale geben – ob Sie für eine bestimmte Sache brennen. Es kann auch negative Signale senden. Extremsportarten etwa sind gefährlich – und erhöhen das Risiko für Verletzungen. Und kein Arbeitgeber hat ein Interesse daran, dass die Mitarbeiter lange ausfallen. Andererseits: Bewerben Sie sich bei einem Unternehmen für Outdoor-Kleidung, dann verdeutlicht Paragliding Ihre Leidenschaft für Sport und Natur. Eine gute Verbindung!

      Sie sehen: Ob und welche Hobbys und Interessen im Lebenslauf gut oder schlecht ankommen, ist von Fall zu Fall verschieden.

    • Sollte ich im Jobinterview so authentisch wie möglich sein?

      Viele würden jetzt vermutlich sagen: Ja, unbedingt. Es ist wie in der Ehe: Man will von seinem Partner so geschätzt und geliebt werden, wie man wirklich ist. Muss man sich hingegen verstellen, kann die Verbindung nicht die richtige sein.

      Das klingt wundervoll, geht aber in der Arbeitswelt manchmal an der Realität vorbei. Denn die Wahrheit ist: Schleimen kann im Bewerbungsgespräch ein Erfolgsrezept sein. Spiegeln kann eines sein. Und sogar Lügen können Erfolg bringen (Extrembeispiel: Wenn Sie die Frage nach einer Schwangerschaft verneinen, Sie in Wahrheit aber schwanger sind).

      Wer mit seiner wahren Persönlichkeit voll überzeugt und den Job landet – herzlichen Glückwunsch! Wer bislang aber stets auf die Nase gefallen ist, darf auch gerne einen anderen Ansatz als maximale Authentizität wählen.

    Bewerbungscoaching Kosten

    Bewerbungscoaching KostenDie Bandbreite an Bewerbungscoachings ist enorm. Die Kosten hängen stets vom Anbieter, von der Dauer und der konkreten Leistung ab – und vom Umfang. Ein Einzelcoaching kostet in der Regel mehr als ein Gruppenseminar mit zehn Teilnehmern.

    Häufig lassen sich Bewerbungscoaches auf Stundenbasis bezahlen. Grob können Sie dafür mit 100 bis 250 Euro pro Stunde kalkulieren. Nach oben sind – wie in vielen anderen Branchen auch – keine Grenzen gesetzt. Vor allem Coaches, die Unternehmen beraten, verlangen oft mehr. Im Jahr 2017 hatte das durchschnittliche Honorar für 60 Minuten Business-Coaching im Schnitt 184 Euro betragen. Zu diesen Ergebnissen war damals die „Coaching-Umfrage Deutschland 2017/2018“ des Büros für Coaching und Organisationsentwicklung (BCO) gekommen.

    Bezahlen muss das Coaching der Auftraggeber. Wenn Sie auf Weisung Ihres Arbeitgebers am Bewerbungscoaching teilnehmen, zahlt Ihr Arbeitgeber. Wenn Sie sich als Privatperson beraten lassen wollen, dann zahlen Sie das Bewerbungstraining aus eigener Tasche.

    Arbeitsuchende und Arbeitslose haben darüber hinaus die Möglichkeit, sich ein Bewerbungscoaching von der Arbeitsagentur erstatten zu lassen. Dazu müssen sie einen sogenannten Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein (AVGS) bei der Arbeitsagentur beantragen. Voraussetzung ist, dass der Anbieter den Gutschein akzeptiert. Sprechen Sie dies vorher mit ihm ab. Sogar die Kosten für Fahrt und Kinderbetreuung während eines Bewerbungscoachings übernimmt die Arbeitsagentur unter Umständen.

    Daneben gibt es auch eine ganze Reihe kostenloser Bewerbungstrainings. So wollen zum Beispiel viele Hochschulen ihren Studierenden fit für den Berufseinstieg machen. An Azubis wenden sich die kostenlosen Bewerbungstrainings, die so manche gesetzliche Krankenkasse anbietet.

    Ganz uneigennützig sind die Kassen aber nicht. Sie wollen durch derartige Gratis-Angebote vor allem jüngere Berufstätige anlocken. Denn wer sich einmal für eine Krankenkasse entschieden hat, wechselt sie nicht mehr so schnell. Häufig bleibt er ihr sogar ein Leben lang treu…

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    [Bildnachweis: Prostock-studio by Shutterstock.com]

    Datenschutz Bewerbung: Die Rechte von Bewerbern

    Bewerbung Datenschutz Tipps

    Datenschutz in der Bewerbung ist ein delikates Thema. Bewerber wollen verhindern, dass ihre Daten in die falschen Hände geraten, Unternehmen rechtlich nicht in Teufels Küche kommen. Allerdings werden Daten auch im Bewerbungsprozess immer wichtiger, für Unternehmen sind sie Gold wert. Das Gesetz aber steht weithin auf Seite der Bewerber. Datenschutz Bewerbung: Das sollten Sie wissen…

    Datenschutz Bewerbung: Rechte von Bewerbern

    Datenschutz in der Bewerbung ist wichtig. Das hat auch die Politik realisiert. So räumt die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) Bewerbern insbesondere diese Rechte ein:

    1. Auskunftsrecht

      Unternehmen müssen Bewerber darüber informieren, wie und zu welchem Zweck sie die Daten verarbeiten und gegebenenfalls bei welchen externen Quellen Daten erhoben werden. Bei externen Quellen kann es sich zum Beispiel um Business-Netzwerke wie Xing oder Facebook handeln. Zudem müssen Arbeitgeber den Verantwortlichen für die Datenverarbeitung im Unternehmen benennen.

      Für Unternehmen ist es daher empfehlenswert, eine Datenschutzerklärung für Bewerber gut sichtbar auf die Firmenhomepage oder die Karriereseite zu stellen oder sie in die Eingangsbestätigung zu integrieren, die man nach Erhalt einer Bewerbung an die Bewerber versendet.

      Das gilt im Übrigen auch für Bewerber, die ihre Bewerbungsunterlagen auf dem Postweg einreichen. Auch ihnen muss der Arbeitgeber die Datenschutzinformationen zukommen lassen – per Post oder E-Mail.

    2. Recht auf Löschung/Vergessen werden

      Der Arbeitgeber darf keine personenbezogenen Daten von abgelehnten Bewerbern sammeln oder speichern. Es sei denn, der Betroffene gibt seine schriftliche Einwilligung (dazu später mehr).

      Spätestens sechs Monate, nachdem die Stelle besetzt wurde, müssen die Daten seitens des Unternehmens gelöscht worden sein. Alternativ kann der Arbeitgeber die Bewerbungsunterlagen an den Bewerber zurücksenden, zum Beispiel bei einer Papier-Bewerbung per Post.

    3. Recht auf Einschränkung der Verarbeitung

      Im Bewerbungsverfahren hat der Arbeitgeber das Recht, die Daten eines Bewerbers, die für die Besetzung der Stelle notwendig sind, abzufragen und zu verarbeiten. Anders geht es schließlich nicht. Dazu zählen etwa der schulische und berufliche Werdegang, Qualifikationen, Zeugnisse und sonstige Nachweise.

      Nicht relevant sind dagegen Angaben zur Gesundheit, zu einer möglichen Partei- oder Gewerkschaftszugehörigkeit, zum Familienstand oder zu den Freizeitaktivitäten und Hobbys eines Bewerbers. Auch ist es Unternehmen verboten, sich aus den im Internet zugänglichen Daten ein umfassendes Bewerber-Persönlichkeitsprofil zu erstellen.

      Darüber hinaus dürfen im Unternehmen nur Mitarbeiter die Bewerbungsunterlagen sichten, die darüber entscheiden, wer die Stelle bekommt. Aus diesem Grund tun Unternehmen gut daran, eine gesonderte E-Mail-Adresse für Bewerber bereitzustellen und nicht nur eine allgemeine Info-Adresse.

      Bewerbungsunterlagen intern herumreichen – das untersagt die DSGVO. Sie sieht zudem vor, dass Bewerber eine Möglichkeit haben müssen, ihre Bewerbungsunterlagen verschlüsselt einzureichen. Dadurch soll verhindert werden, dass Dritte die Daten mitlesen können.

    Datenschutz Bewerbung: Speicherung der Daten

    Vielleicht haben Sie auch schon mal eine Absage auf eine Bewerbung erhalten, die in etwa diesen Wortlaut hatte:

      Vielen Dank für Ihre Bewerbung in unserem Unternehmen. Wir freuen uns über Ihr Interesse, dass Sie an unserem Unternehmen haben. Leider müssen wir Ihnen jedoch mitteilen, dass wir derzeit keine Möglichkeit sehen, Sie innerhalb unseres Unternehmen in einer Ihren Qualifikationen entsprechenden Position einzusetzen. Wir freuen uns aber, wenn wir Ihre Daten für mögliche Projekte in der Zukunft erfassen dürfen. Falls sich eine neue Beschäftigungsmöglichkeit ergibt, werden wir Sie noch einmal kontaktieren.

    Das klingt erstmal alles ganz harmlos, zuvorkommend sogar. Allerdings hat die Formulierung einen ernsten, datenschutzrechtlichen Hintergrund. Denn Bewerberdaten dürfen nicht ohne Weiteres aufbewahrt und gespeichert werden. So will es das Gesetz. Was hat es also damit auf sich?

    Für Unternehmen gibt es im Wesentlichen zwei Gründe, warum sie die Daten von Bewerbern aufbewahren wollen:

    1. Talentepool

      Die Bewerbungsunterlagen werden gespeichert, wenn der Bewerber auch Interesse an anderen Stellen im Unternehmen hat. Dann kann man ihm später weitere Jobangebote zukommen lassen und mit ihm möglicherweise eine andere Stelle besetzen.

    2. Diskriminierungsklage

      Die Firma ergreift Maßnahmen gegen eine mögliche Diskriminierungsklage. Die Unterlagen helfen bei der Beweisführung und sollen darlegen, dass die Ablehnung des Bewerbers auf rein fachliche Gründe zurückzuführen ist.

    Diese Gründe klingen durchaus plausibel. Ausreichend sind sie aber nicht, um Bewerberdaten grenzenlos zu speichern. Gemäß der geltenden Gesetzeslage müssen personenbezogene Daten gelöscht werden, sobald der Zweck dafür entfällt.

    Das bedeutet: Sobald die ausgeschriebene Stelle besetzt ist, für die sich der Bewerber beworben hatte, ist der Zweck der Datenspeicherung nicht mehr vorhanden. Die Daten müssten dann umgehend gelöscht werden. De facto bewahren Unternehmen Daten aber bis zu sechs Monate auf, um sich gegen eine mögliche Diskriminierungsklage zu wappnen. Dies ist rechtlich zulässig.

    Abgelehnte Bewerber müssen nämlich Ansprüche nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz spätestens nach zwei Monaten geltend machen, wenn sie der Meinung sind, dass ihre Bewerbung auf eine aktive Diskriminierung zurückzuführen ist. Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz verbietet Diskriminierungen aufgrund der Rasse, der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion, der Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität.

    Will das Unternehmen die Daten eines Bewerbers länger als sechs Monate sichern, benötigt es die schriftliche Einwilligung des Betroffenen – zwingend. Erteilt er diese nicht, muss das Unternehmen die Bewerbungsunterlagen löschen bzw. „zu unserer Entlastung“ zurücksenden.

    Dies gilt im Übrigen auch Initiativbewerbungen und Blindbewerbungen. Das Unternehmen kann sich nicht darauf berufen, dass der Bewerber diese ja von sich aus eingesandt hatte, ohne dass eine entsprechende Stelle zu vergeben gewesen wäre.

    Das spielt keine Rolle. Kommt der Bewerber nicht zum Zug – aus welchem Grund auch immer – müssen seine Bewerbungsunterlagen vernichtet oder zurückgeschickt werden. Ein Zweck zur Speicherung liegt nicht vor.

    Ob Sie dem Unternehmen Ihre Einwilligung zur Speicherung der Daten erteilen, sollten Sie von Ihren persönlichen Motiven und Zielen abhängig machen. Wir nennen Ihnen im Folgenden Gründe FÜR und GEGEN eine Zustimmung…

    Gründe für Zustimmung

    Was, wenn das Unternehmen meine Bewerberdaten sichern möchte? Sollte ich dem zustimmen oder ablehnen? Dazu muss man verschiedene Aspekte abwägen. Es gibt gute Gründe für ein Ja und für ein Nein. Hier sind 2 gute Gründe für eine Einwilligung…

    • Jobchancen

      Manch ein Bewerber fühlt sich geschmeichelt. Wenn der Arbeitgeber meine Daten behalten möchte, kann er mich so grauenvoll ja nicht finden. So falsch ist der Denkansatz sicher nicht.

      Allerdings versuchen viele Unternehmen auch schlicht, ihren Talentepool aufzufüllen und möglichst großvolumig aufzublähen. Je mehr, desto besser. Aber dennoch: Ja, Sie reduzieren Ihre Jobchancen sicher nicht, wenn Sie Ihre Einwilligung zur Datenspeicherung geben.

      Vielleicht meldet sich das Unternehmen nie wieder, vielleicht aber doch. Außerdem waren Sie ja an einer Anstellung in genau diesem Unternehmen interessiert. Warum also den Kontakt sofort wieder abreißen lassen?

      Zudem bekräftigen Sie hiermit noch mal Ihr Interesse. Falls die Stelle zufällig wieder vakant werden sollte, weil zum Beispiel der auserwählte Kandidat abspringt, kommen sie vielleicht doch noch zum Zug.

    • Grundeinstellung

      Sie halten Datenschutz für überbewertet? Ja, solche Menschen soll es geben – sogar bei uns in Deutschland.

      Immerhin treiben wir uns ja auch überall im Netz herum, bei Facebook und Instagram, bei Xing oder Linkedin. Unsere Daten schwirren sowieso überall umher. Warum nicht auch im Unternehmen?

      Und welche Nachteile hätten Sie dadurch eigentlich zu erwarten? Wenn Ihnen die Chancen größer erscheinen als die Risiken, dann stimmen Sie zu.

    Gründe gegen Einwilligung

    Hier sind 3 Gründe, die gegen eine Einwilligung Ihrer Bewerberdaten sprechen:

    • Eigentum

      Es sind IHRE Daten. Und die wollen Sie geschützt sehen. Ganz einfach. Das ist Ihr gutes Recht. Nicht immer ist intern klar geregelt, wer im Unternehmen Einblick in welche Daten hat und was mit diesen Daten geschieht. Hacker-Angriffe auf Unternehmen nehmen ebenfalls zu. Das erhöht das Risiko, dass Ihre Daten in die falschen Hände geraten.

    • Präferenz

      Sie hatten sich in diese Stelle verliebt. Nur in diese eine, sonst keine! Wird sie anderweitig vergeben, erlischt auch Ihr Interesse. Sie haben keinen Bedarf für eine Ersatzstelle und wollen nicht irgendwann der Notnagel für irgendwen sein. Sie wollten DIESE Stelle. Da Sie sie nicht bekommen haben, kriegt auch das Unternehmen Ihre Daten nicht. Ein fairer (Nicht-)Tausch.

    • Rufschaden

      Wer in der Personaldatenbank bleibt, erhöht nicht zwingend seine Jobchancen für später. Angenommen, Sie haben sich schon für zwei oder drei Stellen erfolglos beworben. Was denkt ein Personaler, wenn er Ihre Daten einsieht? Er sieht jemanden, dem schon mehrfach die Tür vor der Nase zugeschlagen wurde. Kein Gütesiegel! Da erscheint es strategisch cleverer, Ihre Daten wären nicht mehr auffindbar. In fünf oder zehn Jahren könnten Sie immer noch einen neuen Anlauf starten – ohne vorbelastet zu sein.

    Fazit: Ein klares Ja oder Nein gibt es nicht. Ob Sie der Datenspeicherung Ihre Zustimmung erteilen, entscheiden Sie selbst. Es gibt Vorteile, aber auch Nachteile.

    Behalten Sie nur im Hinterkopf, dass Sie Rechte haben. Niemand kann einfach so über Ihre Bewerbungsunterlagen verfügen – nur Sie selbst!

    Datenschutz Bewerbung: Er hat höchste Priorität!

    Datenschutz Bewerbung UmfrageDatenschutz ist für deutsche Arbeitnehmer ein wichtiges Thema.

    Für 86 Prozent der Deutschen ist Datenschutz bei der Jobsuche wichtiger als beispielsweise dann, wenn sie im Internet einkaufen oder sich bei anderen Online-Diensten registrieren. Das haben Recruiting-Anbieter Viasto und Marktforschungsunternehmen Respondi in einer Umfrage ermittelt.

    48 Prozent der Bewerber befürchten, dass ihre Bewerbungsdaten bei den Unternehmen nicht sicher sind. Misstrauen herrscht insbesondere Unternehmen gegenüber, deren Hauptsitze im Ausland angesiedelt sind.

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    [Bildnachweis: Song_about_summer by Shutterstock.com]

    Bewerbung Werkstudent: Kostenlose Muster und die besten Tipps

    Werkstudenten können sich glücklich schätzen. Sie haben einen Fuß in der Tür des Unternehmens, sammeln Erfahrung, Kontakte und bekommen deutlich mehr als ein Taschengeld. Doch zuerst müssen sich Juristen, Betriebswirte oder Informatiker eine Stelle sichern; die Nachfrage übersteigt das Angebot. Eine lieblose Bewerbung führt da meist nicht zum Ziel. Bewerbung Werkstudent: So überzeugen Sie den Arbeitgeber davon, dass Sie ein Gewinn für das Unternehmen sind…

    Bewerbung Werkstudent: Start

    Stellen als Werkstudent sind so begehrt wie gute Noten im Studium. Sie sind so etwas wie die bessere Alternative zum Studentenjob. Während klassische Studentenjobs dazu da sind, um Geld zu verdienen, bauen Werkstudenten eine enge Bindung zu ihrem Arbeitgeber auf. Sie sammeln schon während des Studiums wertvolle Berufserfahrungen, üben anspruchsvolle Tätigkeiten aus und vergrößern ihre Chancen auf einen Berufseinstieg – oft im gleichen Unternehmen.

    Viele Unternehmen stimmen ihre Aufgaben sogar auf das Studium und den Vorlesungsplan ihrer Werkstudenten ab – eine immense Hilfe. So leidet das Studium nicht unter der Nebenbeschäftigung.

    Und noch ein Vorteil: Da es oft größere Unternehmen sind, die Stellen für Werkstudenten anbieten, sind diese in der Regel gut bezahlt: Bis zu 1.000 Euro pro Monat sind drin – für Studierende ein beträchtlicher Betrag.

    Und auch wenn es hinterher mit der Übernahme nicht klappt: Eine gute Referenz sollten Studenten allemal mitnehmen. Dadurch wird ihr Lebenslauf aufgewertet, die Attraktivität für andere Arbeitgeber steigt. Dafür müssen Werkstudenten natürlich auch eine Gegenleistung erbringen. Und die hat es in sich:

    • Bis zu 20 Stunden Arbeitszeit pro Woche im Unternehmen – während der Vorlesungszeit.
    • In der vorlesungsfreien Zeit ist meist Vollzeitarbeit angesagt.

    Die Abschlussarbeit sollte der Werkstudent über das Unternehmen schreiben werden bzw. über ein Thema, das mit dem Unternehmen in Verbindung steht – und diesem selbst einen Erkenntnisgewinn liefert. Von wissenschaftlicher Freiheit kann dann nicht mehr die Rede sein.

    Die Bewerbungen für Werkstudentenplätze sind oft sehr zahlreich. Bewerber müssen sich durch aufwändige Prozesse kämpfen und gegen zahlreiche Konkurrenten behaupten. Manchmal bekommen Sie die Stelle sogar nur über Beziehungen. Karrieresprung zeigt Ihnen, wie Sie Ihre Chancen erhöhen …

    Bewerbung Werkstudent: Erfolgsfaktoren

    Die Vorlaufzeit ist bei einer Bewerbung als Werkstudent in vielen Fällen lang. Werkstudenten müssen sich oft schon drei bis sechs Monate vor dem avisierten Eintrittstermin beim Unternehmen bewerben. Die Arbeitgeber wollen sich einerseits auf den Werkstudenten einrichten, andererseits müssen sie sich durch einen riesigen Stapel an Bewerbungen kämpfen. Das zieht sich.

    Zudem müssen sie oft noch festlegen, welche Aufgaben der Werkstudent im Unternehmen übernehmen soll. Anforderungsprofile verändern sich – so wie der Arbeitsmarkt insgesamt. Als Bewerber sollten Sie in Ihrer Bewerbung zum Werkstudent vor allem diese Fragen beantworten, um in die engere Auswahl zu kommen:

    • Was studieren Sie?
    • Mit welchen Themen beschäftigen Sie sich?
    • Warum wollen Sie gerade in diesem Unternehmen als Werkstudent anheuern?

    Es geht also um die Fragen, wie gut Sie zum Unternehmen passen, wie sehr Sie sich mit ihm und seinen Produkten identifizieren und was der Arbeitgeber von Ihnen erwarten kann. Motivation und Mehrwert – dieses Duo bringt Sie auf dem Weg zur Werkstudenten-Stelle weiter.

    Dementsprechend sollten Sie in Ihrer Bewerbung auch nicht nur herausstellen, dass Sie Praxiserfahrung sammeln wollen. Es geht nicht nur um Sie, es geht auch um das Unternehmen. Warum sollte es Ihnen denn Praxiserfahrung gewähren, welche Gegenleistung bieten Sie als potenzieller Werkstudent an?

    Darum sollten Sie diese Aspekte in der Bewerbung als Werkstudent möglichst genau beschreiben:

    • Motivation
    • Qualifikation
    • Aufgaben
    • Ziele

    Bewerbung Werkstudent: Soft Skills

    Wenn Sie eine Bewerbung als Werkstudent schreiben, betonen Sie vor allem Ihre Soft Skills. Unternehmen wollen sich keinen Studenten ins Haus holen, der die Atmosphäre stört, den Zusammenhalt untergräbt oder die Abläuft stört. Keinen Besserwisser, Motzki, Nörgelpott, Quertreiber oder Tratschtante.

    Sicher, das gilt im Prinzip für ALLE Bewerber. Aber für Werkstudenten noch mehr. Sie haben keine oder kaum Berufserfahrung, auf die Sie sich berufen könnten. Eine begehrte Fachkraft lässt man nicht einfach vom Haken, nur weil sie in der Zusammenarbeit schwierig ist. Einen potenziellen Werkstudenten schon.

    Wichtige Soft Skills, die Werkstudenten in Ihrer Bewerbung zum Ausdruck bringen könnten, sind:

    • Belastbarkeit
    • Emotionale Intelligenz
    • Empathie
    • Engagement
    • Flexibilität
    • Kommunikationsfähigkeit
    • Kritikfähigkeit
    • Problemlösungskompetenz
    • Selbstdisziplin
    • Teamfähigkeit
    • Verantwortungsbewusstsein
    • Zuverlässigkeit

    Bewerbung Werkstudent: Muster


    Michael Mustermann
    Musterstraße 1, 12345 Musterstadt
    Fon: 0123/4 56 78 90 7
    Mail: m.mustermann@mail.de

    Elektro GmbH
    Herr Nikola Tessler
    Voltstraße 1
    13579 Spannungstadt

    12. September 2020

    Bewerbung als Werkstudent im Bereich Elektrotechnik

    Sehr geehrter Herr Tessler,

    die von Ihnen ausgeschriebene Stelle als Werkstudent im Bereich Elektrotechnik hat mich sofort angesprochen. Sie stellt für mich eine einzigartige Chance dar, mein Studium durch praktische Erfahrungen in einem erstklassigen Unternehmen zu ergänzen.

    Aktuell befinde ich mich im zweiten Semester meines Studiums im Fachbereich Elektrotechnik. Mein Schwerpunkt gilt hier der Entwicklung und Anwendung von Regelungstechnik und Steuerungstechnik. Für technische Systeme interessiere ich mich schon seit meiner Kindheit. In der Schule waren Physik und Mathematik meine Lieblingsfächer.

    Als ich mein Schulpraktikum bei einem lokalen Elektrotechnikunternehmen absolvierte, war ich augenblicklich von der Arbeit und den komplexen Anforderungen fasziniert. Die Arbeit als Werkstudent bei Ihrem Unternehmen bietet mir die Möglichkeit, noch tiefer in die Materie einzusteigen.

    Dabei kommen mir mein unbedingter Lernwille und meine schnelle Auffassungsgabe zugute. Ich bin lösungsorientiert, kann selbstständig arbeiten, bin aber auch ein guter Teamplayer. Außerdem bin ich aufgrund meines technischen Vorwissens davon überzeugt, dass ich ich Ihr Team in der täglichen Arbeit von Beginn an tatkräftig unterstützen kann.

    Meine Fähigkeiten und mein vorhandenes Knowhow möchte ich in einem Unternehmen, das einen ausgezeichneten Ruf hat und seit vielen Jahren erfolgreich am Markt positioniert ist, erweitern. Über eine Einladung zum Vorstellungsgespräch freue ich mich sehr.

    Mit freundlichen Grüßen,
    Unterschrift

    Hier finden Sie die Musterbewerbung als Werkstudent zum Downloaden und Bearbeiten:

    • Bewerbung als Werkstudent Elektrotechnik Muster: WORD
    • Bewerbung als Werkstudent Elektrotechnik Muster: PDF

    Maria Mustermann
    Mustergasse 1, 12345 Musterstedt
    Fon: 0123/4 56 78 90 7
    Mail: m.mustermann@mail.de

    Numberone AG
    Frau Zoé Zahlmeister
    Renditestraat 5
    97531 Buchhaltungen

    12. September 2020

    Bewerbung als Werkstudent im Bereich Controlling

    Sehr geehrte Frau Zahlmeister,

    Ihr Unternehmen ist nicht nur sehr breit und international aufgestellt. Es hat auch den Ruf, Nachwuchskräfte auf höchstem Niveau auszubilden. Darum möchte ich das Knowhow, das ich während meines bisherigen Studiums ansammeln konnte, durch praktische Erfahrungen als Werkstudent in Ihrem Unternehmen ergänzen.

    Momentan befinde ich mich im ersten Semester meines Master-Studiums im Fachbereich Betriebswirtschaftslehre mit dem Schwerpunkt Finance, Controlling und Accounting. Mein Bachelorstudium in BWL hatte ich zuvor mit der Gesamtnote 1,7 abgeschlossen.

    Durch Praktika und Hospitationen konnte ich bereits vielfältige Berufserfahrungen sammeln. Dabei habe ich – neben meinem fachlichen Wissen – stets mein Organisationstalent, meine Sorgfalt und Teamfähigkeiten unter Beweis gestellt. Auch mein Auslandssemester in Vancouver hat mir bei der Persönlichkeitsentwicklung geholfen. Seitdem arbeite ich viel lösungsorientierter und selbstständiger.

    Jetzt möchte ich den nächsten Schritt gehen und bei einem renommierten Weltmarktführer Erfahrungen sammeln. Als Hidden Champions verfügt Ihr Unternehmen über ein spannendes Geschäftsmodell und ein einzigartiges Produktportfolio. Ich bin mir sicher, dass ich nicht nur viel für meine weitere Karriere lernen, sondern mich auch von Anfang an produktiv in Ihr Team einbringen kann.

    Über eine Einladung zum Vorstellungsgespräch freue ich mich sehr. Wenn Sie noch weitere Fragen haben oder mehr über mich wissen wollen, kontaktieren Sie mich gerne.

    Mit freundlichen Grüßen,
    Unterschrift

    Hier finden Sie die Musterbewerbung als Werkstudent zum Downloaden und Bearbeiten:

    • Bewerbung als Werkstudent Controlling Muster: WORD
    • Bewerbung als Werkstudent Controlling Muster: PDF

    Werkstudenten Vorteile

    Werkstudenten sind aus vielen Unternehmen nicht wegzudenken. Immerhin bieten sie ihren Arbeitgebern handfeste Vorteile. Auf der anderen Seite sind sie aber deutlich teurer als Praktikanten. Und ihre Einarbeitung erfordert erheblichen Mehraufwand. Darum ist der Auswahlprozess manchmal sehr anspruchsvoll – und für den Bewerber oft vergeblich.

    Hat er oder sie die Stelle aber ergattert, winken Vorteile:

    Als Werkstudent sammelt man Erfahrungen und kann sich beweisen. Ein Unternehmen, das einen fähigen Werkstudenten beschäftigt, ist in Zeiten von Fachkräfteengpässen gut beraten, ihm ein Übernahmeangebot zu machen. Der Berufseinstieg rückt näher.

    Und selbst wenn das nicht klappt und der Arbeitgeber keine Übernahme offeriert, verbessern sich die Jobperspektiven des Werkstudenten. Der Lebenslauf wird durch die Station aufgewertet. Eine gute Referenz gibt es noch obendrauf. Das sind Vorteile im kommenden Bewerbungsmarathon.

    Werkstudenten haben auch die Möglichkeit, sich in einem Beruf und einer Branche auszuprobieren. Dies gibt Orientierung und beantwortet offene Fragen. Nicht jeder Student hat schließlich einen klaren Karriereplan in der Tasche. Wenn der Job gefällt, kann man sich in dieser Nische einrichten. Ist die Stelle gar nichts für einen, schlägt man eben einen anderen Weg ein.

    Darüber hinaus sammeln Werkstudenten wertvolle Kontakte. Und Kontakte sind die Leitwährung auf dem modernen Arbeitsmarkt. Sie können auch später noch aktiviert werden. Wer weiß, vielleicht klappt es ja in einigen Jahren mit einer Anstellung im Unternehmen – wenn der aktuelle Einstellungsstopp vorüber ist zum Beispiel.

    Werkstudenten: Das sollten Sie wissen

    Bewerbung Werkstudent VersicherungStudenten dürfen während der Vorlesungszeit bis zu 20 Stunden pro Woche arbeiten. Dies besagt die sogenannte Werkstudentenregelung. Dann ist die Voraussetzung erfüllt, dass das Studium gegenüber dem Job im Vordergrund steht. Dazu können auch mehrere Beschäftigungen – Minijob und selbstständige Tätigkeit zum Beispiel – zusammengerechnet werden.

    In diesem Fall ist die Tätigkeit für Studierende sozialversicherungsfrei. Sie zahlen genauso wenig wie Arbeitgeber zusätzliche Beiträge zur Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung, unabhängig von der Höhe des Einkommens. Nur Beiträge zur Rentenversicherung müssen sie abführen.

    Außerdem gilt: Werkstudenten…

    • …sind einkommensteuerpflichtig. Die meisten bleiben aber unter dem Grundfreibetrag von 9.168 Euro (2019) bzw. 9.408 (2020) und zahlen de facto keine Steuern.
    • …dürfen während der vorlesungsfreien Zeit mehr als 20 Stunden pro Woche arbeiten.
    • …müssen in einer privaten oder gesetzlichen Krankenversicherung versichert sein
    • …erwerben durch ihre Tätigkeit keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld.
    • …haben Anspruch auf Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall für maximal sechs Wochen.
    • …können nur in der Familienversicherung der Eltern bleiben, wenn ihr monatliches Einkommen 445 Euro (Stand: 2019) nicht übersteigt.

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    [Bildnachweis: ESB Professional by Shutterstock.com]

    Bewerbung nach Kündigung: Muster, Beispiele und die besten Tipps

    Eine Kündigung kann jeden treffen. Manchmal geht man auch von sich aus, weil man es mit Chef und Kollegen einfach nicht mehr aushält. Spätestens bei der nächsten Bewerbung kann die Episode wieder aktuell werden. Der neue Arbeitgeber will vielleicht wissen, wieso und weshalb und warum. Besser, Sie haben die richtigen Erklärungen parat – und Formulierungen. Bewerbung nach Kündigung: So klappt es mit dem neuen Job…

    Bewerbung nach Kündigung: Richtige Einstellung

    Eine Kündigung tut weh. Immer. Aber sie läutet auch einen neuen Lebensabschnitt ein. Und das ist ja per se nichts Schlechtes. Wichtig ist erstmal nicht, was andere über Ihre Kündigung denken. Wichtig ist, wie Sie selbst damit umgehen.

    Sie können daran wachsen. Auf jeden Fall ist ein Rauswurf eine gar nicht so unwichtige Erfahrung im Leben. Nicht umsonst wird die heilsame Kultur des Scheiterns von Medien und Politik rauf- und runtergepredigt.

    Gehen Sie zunächst nüchtern an die Sache heran: Eine Kündigung – so schmerzhaft Sie auch sein mag – ist ein ganz normaler Teil des Arbeitslebens. Sie hat schon Abermillionen Menschen heimgesucht – und wird noch viele weitere unschön überraschen. Sie ist stinknormal, keine Schande und schon gar kein Grund, irgendeine Flinte in irgendein Feld zu werfen.

    Das kommt auch bei immer mehr Unternehmen an. Eine Kündigung ist längst kein Einstellungshindernis mehr – meistens jedenfalls nicht. Und diese Denkweise dürfte sich weiter durchsetzen. Je weniger Fachkräfte es gibt, desto weniger Vorbehalte gegen Lebensläufe mit Macken und Lücken im Lebenslauf.

    Wir wollen das Thema aber gar nicht unnötig verniedlichen. Natürlich kann eine Kündigung als Makel daherkommen. Es kommt ganz auf die Rahmenbedingungen und die Umstände an. Interpretiert ein Unternehmen Ihre Kündigung falsch, sortiert es Ihre Bewerbung vielleicht aus. Auf jeden Fall können Zweifel an Ihrer Eignung oder Loyalität aufkommen.

    Eine Bewerbung nach Kündigung ist also potenziell problematischer als eine Bewerbung aus einem Job heraus. Karrieresprung zeigt Ihnen, wie Sie das Problem beseitigen…

    Bewerbung nach Kündigung: Richtig verhalten

    Muss man eine Kündigung im Lebenslauf explizit erwähnen? Natürlich muss man das nicht. Wenn Sie nach Ihrem Rausschmiss nahtlos wieder eine Neuanstellung gefunden haben, entsteht auch keine Lücke. Weitere Erklärung überflüssig. Oder?

    Fragen können im Personalbüro aber durchaus aufkommen. Wenn Sie zum Beispiel aus einer Position mit Führungsverantwortung in einem großen Konzern in eine Position ohne Führungsverantwortung in einem Mini-Betrieb wechselten, wirft dieser Vorgang zweifellos welche auf. Oder wenn Sie im Anschluss an eine vermeintlich gute Stelle schon monatelang auf Jobsuche sind. Der Personaler, bei dem Sie sich beworben haben, riecht dann den Braten. Sie müssen wohl rausgeschmissen worden sein…

    Sie als Bewerber haben dann zwei Möglichkeiten:

    • Verschweigen

      Sie können die Kündigung in den Bewerbungsunterlagen dezent unter den Tisch fallen lassen und gar nicht erst erwähnen. In vielen Fällen ist das schon die Lösung. Auf mögliche Rückfragen im Vorstellungsgespräch müssen Sie sich gleichwohl trotzdem vorbereiten.

    • Erklären

      Alternativ können Sie die Kündigung im Lebenslauf in Stichpunkten erklären. So räumen Sie Missverständnisse von vornherein aus. Das kann Ihre Perspektive im Einzelfall durchaus verbessern.

    Vorausgesetzt, Sie schreiben das Richtige. Wie wäre es damit?


    Mir wurde die Kündigung überreicht, nachdem ich mehrere gravierende Fehler begangen hatte und der Chef endgültig an meiner Kompetenz gezweifelt hat.

    Nein, so sicher nicht. Das wäre zwar ehrlich, aber auch saudumm. Karrieresprung sagt Ihnen, wie Sie eine Bewerbung nach Kündigung ansprechend formulieren …

    Bewerbung nach unverschuldeter Kündigung

    In Finanz-, Wirtschafts- oder Corona-Krisen fallen Arbeitsplätze dem Rotstift zum Opfer. Das ist unvermeidlich. Sie können (müssen aber nicht) ein epochales Ereignis wie die Corona-Krise durchaus als Erklärungsgrund für Ihre Kündigung im Lebenslauf nennen.

    Einige Abteilungen werden in Krisenzeiten geschlossen, andere danach wieder aufgebaut. Vorgänge, die zur Marktwirtschaft dazugehören. Folgerichtig kann es auch mal Sie, Ihre Abteilung oder Ihren gesamten Berufsstand treffen.

    Zum Beispiel auch dann, wenn der Arbeitgeber selbst Mist baut. Unternehmen können sich verschulden oder Insolvenz anmelden und zu Sparmaßnahmen gezwungen sein. Manche Jobs sind in diesem Fall gefährdeter als andere.

    Beispiel: Ein Unternehmen in wirtschaftlicher Schieflage würde mit relativ großer Wahrscheinlichkeit als Erstes Marketing- und PR-Maßnahmen zurückfahren, weil diese nicht unbedingt notwendig sind. Sollten Sie als Marketing Manager arbeiten, liegt Ihr Rauswurf also keineswegs an Ihrer Leistung, sondern an den Umständen. Sie müssen sich nicht grämen. Es gibt für Sie trotz Kündigung keinen Grund, an Ihren Fähigkeiten zu zweifeln.

    Wenn Sie eine Bewerbung nach unverschuldeter Kündigung schreiben, könnten Sie Ihre Entlassung so im Lebenslauf erklären:


    10/2018-11/2020 Marketingleiter bei der Concurse AG (Stellenverlust wegen Insolvenz)

    10/2018-08/2019 Key Account Manager bei der Abstieg AG (Umstrukturierung des Unternehmens mit verbundenem Stellenabbau)

    08/2017-09/2020 Niederlassungsleiter bei der Up and Down GmbH (Schließung der Filiale aus Gründen der Konsolidierung)

    07/2016-04/2020 Online Marketing Manager bei der Runter KG (Entlassung aufgrund von Covid-19)

    Kündigung durch eigenes Verschulden

    Wenn die Kündigung doch an Ihnen selbst lag, ist das problematischer – aber noch keine Katastrophe. Zunächst können viele Gründe dahinterstecken: Sie haben mit Ihrem Charakter vielleicht nicht ins Team gepasst, Ihre Leistungen waren ungenügend oder Sie konnten einfach nicht mit dem Chef. Welcher Grund für Ihre Kündigung ausschlaggebend war, ist im Grunde belanglos. Das gilt auch, wenn Sie in der Probezeit gekündigt wurden.

    Fakt ist: Der Arbeitgeber hat Sie rausgeschmissen. Eine lange Erklärung wirkt da nur wie ein verzweifelter Versuch, von den eigenen Unzulänglichkeiten abzulenken. Schadensbegrenzung können Sie aber sehr wohl betreiben.

    Hier sind ein paar Formulierungsbeispiele, die Sie in Ihre Bewerbung nach Kündigung durch eigenen Verschulden einbauen können:


    08/2017-07/2020 Marketing Manager bei der Minusminus AG (einvernehmliche Trennung wegen unterschiedlicher Auffassungen über berufliche Entwicklung)

    06/2016 -11/2020 Social Media Manager bei der Tunichtgut GmbH (einvernehmliche Kündigung wegen beruflicher Neuorientierung)

    Was Sie NICHT tun sollten: Schlecht über den ehemaligen Chef oder Arbeitgeber sprechen. Völlig unabhängig davon, ob Ihr Vorgesetzter wirklich ein Despot war oder die Kollegen hochgradig inkompetent. Lästern ist unprofessionell und fällt vor allem auf den Absender negativ zurück – in diesem Fall auf Sie.

    Bewerbung nach eigener Kündigung

    Es bedarf einer Erklärung, wenn Sie selbst gekündigt haben, ohne Anschlussjob in der Tasche. Immerhin haben Sie damit auf eine sichere Anstellung und auf Arbeitslosengeld verzichtet.

    Rechtfertigen müssen Sie sich dafür aber keineswegs. Wie eine überhastete Flucht sollte Ihr Vorgehen nicht wirken, dann wirken Sie planlos und überemotional – wie jemand, der in brenzligen Situationen den Kopf verliert. Darum: Nicht aus der Defensive heraus argumentieren, nicht entschuldigen, nicht rechtfertigen. Das macht Sie gleichzeitig zum Täter und Opfer Ihrer eigenen Entscheidung.

    Hier ein Formulierungsbeispiel, das Sie in Ihrer Bewerbung nach eigener Kündigung im Anschreiben verwenden können:


    …da meine Arbeitsverhältnis auf eigenen Wunsch am 31.10.2020 endet…

    Einen Grund müssen Sie gar nicht unbedingt proaktiv mitliefern. Aber Sie sollten auf Rückfragen im Vorstellungsgespräch vorbereitet sein. Gut möglich, dass der Interviewer Hintergründe in Erfahrung bringen will.

    3 Tricks für Ihre Bewerbung

    Es gibt noch weitere Tricks und Kniffe, die Sie anwenden können, um Ihren Makel im Lebenslauf abzumildern. Hier sind sie:

    1. Aufbau

      Üblich ist heute der amerikanische Lebenslauf. Sie beginnen also mit der aktuellen bzw. letzten Station und arbeiten sich immer weiter in die Vergangenheit zurück.

      Sie können alternativ aber auch chronologisch vorgehen und mit der ersten Station beginnen. Wählen Sie die Variante, die für Sie am vorteilhaftesten ist.

      Ihre bisherigen Highlights sollten am Anfang stehen. Das können zur Not auch persönliche Interessen und soziale Engagements sein. Hauptsache, die Episode mit der Kündigung taucht möglichst weit hinten auf, am besten erst auf der zweiten Seite.

    2. Herunterspielen

      Noch mal der Hinweis: Liefern Sie keine langen Rechtfertigungsversuche mit. Und keine ausschweifenden Erzählungen, warum der Chef Sie gemobbt hat oder die Kollegen alle doof waren.

      Im Zweifel reicht eine kurze Erwähnung ohne Grund. Versuchen Sie trotz allem, positiv zu bleiben und nach vorne zu schauen. Negative Erfahrungen kann man in positive Energie ummünzen, seine Lektionen daraus lernen.

      Schieben Sie nicht die Schuld auf andere – weder in Anschreiben und Lebenslauf noch im Vorstellungsgespräch – sondern konzentrieren Sie sich darauf, aus schlechten Erfahrungen etwas Positives mitzunehmen.

    3. Euphemismus

      Den Lebenslauf pimpen – das ist heute Usus. Und es ist auch gar nicht verwerflich, so lange man es nicht damit übertreibt und gleichzeitig bei der Wahrheit bleibt.

      Vermeiden Sie bei einer Bewerbung nach Kündigung unbedingt das Wörtchen arbeitslos – IMMER. Es hat in Ihrem Anschreiben nichts zu suchen, im Lebenslauf nichts und im Bewerbungsgespräch erwähnen Sie es bitte auch niemals. Schreiben und reden Sie stets von arbeitsuchend – das klingt positiver, weil aktiver.

      Noch vorteilhafter ist eine Formulierung wie:



      04/2017-06/2018 – Berufliche Neuorientierung mit dem Ziel einer Position im Bereich Key Account Management.

      So beweisen Sie Zielorientierung, Selbstbewusstsein und Tatkraft.

    Bewerbung: Das ist wichtiger als eine Kündigung

    Eine Kündigung liegt immer in der Vergangenheit. Richten Sie Ihren Blick lieber nach vorne. Das sollten Sie auch dem Unternehmen vermitteln, bei dem Sie sich bewerben. Ihre Bewerbung sollte…

    • aufzeigen, warum die angestrebte Stelle so gut zu Ihnen passt
    • verdeutlichen, warum Sie zum Unternehmen passen
    • klar machen, wie Sie dem Unternehmen ganz konkret weiterhelfen können
    • Selbstbewusstsein ausstrahlen und Ihr Profil schärfen

    Dabei spielt es keine Rolle, ob Ihnen schon einmal – oder gar mehrmals – gekündigt wurde. Ihre Stärken und Kompetenzen sind entscheidend. Wenn diese hervorragend zur neuen Stelle passen, dann winkt eine Win-win-Situation. Das müssen Sie dem Arbeitgeber klar machen.

    Oft ist es ja auch so: Man muss zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein. Ein Profi-Fußballer kann in drei Vereinen gnadenlos scheitern. Beim vierten Verein aber trifft er auf einen Trainer, der ihn fördert; auf ein Umfeld, das ihm behagt und auf ein Spielsystem, das ihm liegt. Er wird zum Volltreffer!

    Zweifeln Sie daher nicht an Ihren Fähigkeiten, weil Sie schon einmal gescheitert sind.

    Bewerbung nach Kündigung: Muster


    Martin Mustermann
    Mustereck 1, 12345 Musterdorf
    Fon: 0123 / 4 56 78 90 7 | Mail: m.mustermann@mail.de

    Brumm-brumm GmbH
    Herr Elon Mask
    Rennstraße 1
    12345 Hockenheim

    10. August 2020

    Bewerbung als Mechatroniker

    Sehr geehrter Herr Mask,

    Ihre Stellenanzeige auf karrieresprung.de war genau die, nach der ich gesucht hatte. Sie suchen einen Mitarbeiter mit langjähriger Erfahrung im Automobilbereich und ich suche eine neue Herausforderung. Die von Ihnen ausgeschriebene Stelle passt hervorragend zu meinem Profil.

    In den vergangenen Jahren habe ich bei mehreren namhaften Zulieferern gearbeitet. Zu meinen Aufgaben zählten unter anderem die Entwicklung von neuen Steuermodulen, die Optimierung bestehender Steuerungseinheiten und die Konzeption innovativer Steuerungsmodelle. Dabei konnte ich auch erste Führungserfahrungen durch die Leitung von Teams und Projekten sammeln.

    Meine Berufserfahrung und mein umfassendes Knowhow möchte ich nun gewinnbringend in Ihrem Unternehmen einsetzen. Insbesondere die große Bandbreite Ihrer Abteilungen und Arbeitsfelder reizen mich sehr: Ich bin davon überzeugt, nicht nur mich und meine Talente hier weiterentwickeln zu können, sondern in den kommenden Jahren auch einen einen großen Mehrwert für Ihr Unternehmen zu schaffen.

    Sie erhalten mit mir einen Mitarbeiter, der hochmotiviert, selbstständig und kreativ nach neuen Lösungen sucht, Probleme schnell identifiziert und teamorientiert angeht. Über die Einladung zu einem Vorstellungsgespräch freue ich mich sehr. Bei weiteren Fragen können sie mich gerne kontaktieren.

    Da mein Arbeitsverhältnis zum TT.MM.JJJJ endet, stehe ich ab dem TT.MM.JJJJ zur Verfügung.

    Mit freundlichen Grüßen
    Unterschrift

    Die Vorlage für die Bewerbung nach Kündigung finden Sie hier zum Downloaden und Bearbeiten:

    • Bewerbung nach Kündigung Muster: WORD
    • Bewerbung nach Kündigung Muster: PDF

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    [Bildnachweis: fizkes by Shutterstock.com]

    Bewerbung Ausbildung: Kostenlose Muster und die besten Tipps

    Bewerbung-Ausbildung-Muster-Tipps

    Bewerbung Ausbildung: Wer einen Ausbildungsplatz ins Visier nimmt, schreibt eine andere Bewerbung als ein Hochschulabsolvent oder eine langjährige Führungskraft. Entscheidend ist es für angehende Azubis, die Motivation und Soft Skills im Anschreiben herauszuarbeiten – und auch alle anderen Klippen gekonnt zu umschiffen. Dann gelingt es, die Wettbewerber im Kampf um den Ausbildungsplatz mit einer blitzsauberen Bewerbung auszustechen. Denn während manche Jobs keiner mehr machen will, ist die Konkurrenz in anderen Ausbildungsberufen noch immer groß. Bewerbung Ausbildung: Das müssen Sie beachten…

    Bewerbung Ausbildung: Start

    Wer sich um einen Ausbildungsplatz bewirbt, sollte einige Punkte beachten. Die Bewerbungstipps, die für andere Arbeitnehmer gelten, sind für Azubis nicht ausnahmslos anwendbar. Die Bewerbung für eine Ausbildung sollte eigene Schwerpunkte setzen.

    Zunächst handelt es sich bei angehenden Azubis in der Regel um blutige Anfänger. Sie haben kaum oder noch gar keine Berufserfahrung vorzuweisen, verfügen über keine Referenzen.

    Die erwartet auch niemand. Ein junger Mensch sollte die Bewerbung für einen Ausbildungsplatz daher nicht auf dem Schwerpunkt Erfahrung aufbauen. Wichtiger sind persönliche Interessen, Vorlieben, Stärken – und insbesondere die Motivation.

    Drei Fragen sollten sich Auszubildende stellen – und in ihrer Bewerbung für eine Ausbildung beantworten:

    • Warum wollen Sie diesen Beruf erlernen?
    • Warum sind Sie dafür genau der oder die Richtige?
    • Warum möchten Sie Ihre Ausbildung in diesem Betrieb absolvieren?

    Die Antworten auf diese Fragen sollten sich im Anschreiben Ihrer Azubi-Bewerbung wiederfinden. Karrieresprung zeigt Ihnen, wie Sie das anstellen…

    Bewerbung Ausbildung: Aufbau

    Ihre Bewerbung für eine Ausbildung sollte zunächst einheitlich, übersichtlich und nutzerfreundlich sein. Wenn Sie sie an den Regeln der DIN 5008 ausrichten, sind Sie formal schon mal auf der Gewinnerstraße. Die DIN 5008 gibt ganz allgemein Regeln für den Aufbau von Schreiben im Geschäftsleben vor.

    Dass eine Bewerbung für eine Ausbildung keine Rechtschreibfehler enthalten und in einem guten Deutsch verfasst sein sollte, ist natürlich richtig. Aber Vorsicht: Allzu geschliffen sollten die Formulierungen, zu intellektuell hochtrabend die Inhalte nicht sein. Dies würde den Verdacht erwecken, dass Sie Textbausteine aus dem Internet kopiert oder Ihre Bewerbung für den Ausbildungsplatz gar nicht selbst geschrieben haben.

    Ob Sie sich für oder gegen ein Bewerbungsfoto entscheiden, bleibt im Übrigen Ihnen überlassen. Verpflichtend ist ein Bewerbungsfoto jedenfalls nicht.

    Bewerbung Ausbildung: Folgende Elemente sollte sie beinhalten…

    • Absender

      Der Absender – das sind logischerweise Sie selbst – steht im Anschreiben ganz oben. Hier stehen Ihr Vor- und Nachname, Ihre aktuelle Anschrift, Telefonnummer (Mobilnummer) und E-Mail-Adresse. Wählen Sie eine seriöse E-Mail-Adresse, also nicht wildemaus@yahoo.de, sondern etwas wie vorname.zuname@googlemail.com.

    • Empfänger

      Unter dem Absender steht der Empfänger – also das Unternehmen, bei dem Sie sich für einen Ausbildungsplatz bewerben. Name plus Anschrift. Unbedingt auf die korrekte Schreibweise des Firmennamens achten.

    • Datum

      Die Datumsangabe befindet sich auf der rechten Seite des Anschreibens. Entweder auf der Höhe des Empfängers oder mit etwas Abstand nach oben. Wahlweise können Sie eine Ortsangabe dazustellen. Wählen Sie am besten das Standardformat TT.MM.JJJJ. Eine mögliche Null können Sie weglassen. Also lieber 1.6.2021 als 01.06.2021 schreiben.

    • Betreffzeile

      Schreiben Sie zunächst nicht Betreff oder Betr. in die Betreffzeile. Das ist antiquiert. Nur den Betreff selbst nennen. So könnte eine gute Betreffzeile formuliert sein: Bewerbung für eine Ausbildung zur Mediengestalterin. Wird in der Stellenanzeige eine Kennziffer oder Referenznummer genannt, fügen Sie sie im Betreff hinzu: Bewerbung für eine Ausbildung zum Bankkaufmann, Kennziffer: 01234-6.

    • Anrede

      Bringen Sie den richtigen Ansprechpartner für Ihre Bewerbung in Erfahrung und adressieren Sie Ihr Anschreiben direkt an ihn oder sie. Meist steht der Ansprechpartner in der Stellenanzeige. Wenn nicht, können sie auch eine kurze Mail schreiben oder per Telefon nachfragen. Ganz wichtig ist es, den Namen fehlerfrei zu schreiben. Sehr geehrter Herr von Wellenstein. Sehr geehrte Frau Mariucci. Sehr geehrter Herr Bajramai.

    • Anschreiben

      Jetzt erst kommt der eigentliche Text, mit dem Sie sich für einen Ausbildungsplatz bewerben. Das Bewerbungsschreiben ist grob untergliedert in Einleitung, Hauptteil und Schluss, umfasst aber nicht mehr als eine Seite. In der Einleitung wecken Sie die Neugier des Empfängers und legen Ihre Motivation für den Ausbildungsplatz dar. Im Hauptteil stellen Sie Ihre Fähigkeiten, Soft Skills und Erfahrungen nach vorne – und zeigen dem Arbeitgeber auf, was er von Ihrer Einstellung hätte. Im Schluss sagen Sie, dass Sie sich über eine Einladung zum Vorstellungsgespräch freuen und offen für Rückfragen sind.

    • Grußformel

      Sie verabschieden sich mit einer angemessenen Grußformel. Für welche Sie sich entscheiden, bleibt Ihnen überlassen. Empfehlenswert ist der Klassiker: Mit freundlichen Grüßen (bitte NICHT die Abkürzung MfG verwenden). Auch gut: Freundliche Grüße, Herzliche Grüße oder Mit freundlichen Grüßen aus Hamburg. Unangebracht sind Liebe Grüße, Schöne Grüße oder Sonnige Grüße. Zu flapsig für eine Bewerbung. Unter die Grußformel setzen Sie Ihre Unterschrift.

    • Anlagen

      Ihr Anschreiben ergänzen Sie nun noch um Anlagen, mit denen Sie Ihre Qualifikationen nachweisen. Dazu zählen vor allem der Lebenslauf und Ihre (Schul-)Zeugnisse. Falls vorhanden, können Sie Zertifikate, Referenzen oder Arbeitsproben beifügen. Alles zusammen heften Sie geordnet in Ihre Bewerbungsmappe oder verpacken es – bei einer E-Mail-Bewerbung – in einer PDF-Datei. Die Datei sollte eine Dateigröße von 5 Megabyte nicht überschreiten. Nimmt das Unternehmen, bei dem Sie sich um eine Ausbildung bewerben, Bewerbungen über ein Online-Bewerbungsformular entgegen, dann folgen Sie dort den Anweisungen laden die gewünschten Anlagen in den entsprechenden Feldern hoch.

    Bewerbung Ausbildung: 6 Tipps

    Bewerbung Ausbildung – wenn Sie diese 6 Tipps beherzigen, kommen Sie dem Ausbildungsplatz ein großes Stück näher:

    1. Pünktlichkeit

      Das Ausbildungsjahr fängt stets nach den Sommerferien an, spätestens im September oder Oktober. Manche Bewerber bewerben sich erst im Mai oder Juni – das könnte schon zu spät sein. Viele Unternehmen wählen ihre Azubis schon vorher aus.

      Vor allem bei großen Konzernen sollte man sich so früh wie möglich um einen Ausbildungsplatz bewerben. Bei kleineren Betrieben ist eine späte Bewerbung oft noch von Erfolg gekrönt.

      Aber warum darauf ankommen lassen? Fangen Sie so früh wie möglich mit der Suche nach einem passenden Ausbildungsplatz an – am besten schon zwei Jahre vor dem geplanten Ausbildungsbeginn. Je früher, desto größer die Auswahl – und umso größer die Chancen auf die Wunschstelle.

    2. Voraussetzungen

      Weil der Talentpool schrumpft, vertrauen immer mehr Unternehmen auf Real- und Hauptschüler. Auch Bewerber ohne Schulabschluss haben heute durchaus Chancen auf eine Ausbildungsstelle.

      Trotzdem gibt es weiterhin Branchen und Berufe, in denen das Abitur als Voraussetzung für eine Ausbildung angesehen wird. Klären Sie dies vorab. Wenn Sie sich mit Hauptschulabschluss für eine Ausbildungsstelle als Bankkaufmann bewerben, sind Ihre Erfolgsaussichten minimal – so verschwenden Sie nur Zeit. Fragen Sie auch firmenspezifische Voraussetzungen ab, zum Beispiel den erforderlichen Notenschnitt, Praktika oder ausbildungsrelevante Fächer.

      Aber: Wenn Sie „nur“ die meisten Bedingungen erfüllen, aber nicht alle – oder nur hauchdünn an den Voraussetzungen vorbeischrammen – dann bewerben Sie sich trotzdem!

    3. Bewerbungsunterlagen

      Bereiten Sie Ihre Bewerbungsunterlagen für die Ausbildung sorgfältig vor. Ohne überzeugende Unterlagen wird es schwer, einen Ausbildungsplatz zu ergattern.

      Ihre Unterlagen sollten frei von Fehlern sein und alle notwendigen Dokumente enthalten. Hinein gehören: Anschreiben, Lebenslauf und Schulzeugnis. Optional sind Bewerbungsfoto und andere Nachweise wie Praktikumszeugnisse oder ein Führungszeugnis, falls verlangt.

      Wenn Sie Ihre Bewerbung per Post verschicken (in manchen Betrieben ist das noch üblich), dann achten Sie auf Sauberkeit und Genauigkeit (keine Eselsohren und Flecken!).

      Nehmen Sie ein durchsichtiges Deckblatt für Ihre Ausbildungsbewerbung, einen sauberen Umschlag und qualitativ hochwertige Kopien. Zeugnisse bitte nie im Original beilegen. Und verzichten Sie am besten nicht aufs Bewerbungsfoto. Ein professionelles Foto wirkt Wunder!

      Tipp: Legen Sie Freunden und Verwandten Ihre Bewerbung für den Ausbildungsplatz vor, bevor Sie sie versenden. Diese können Sie noch rechtzeitig auf Fehler oder Ungereimtheiten aufmerksam machen.

    4. Nachweise

      Ihr Schulabschlusszeugnis ist ein wichtiges Element in der Azubi-Bewerbung. Eine Kopie davon gehört definitiv hinein. Falls Ihre Noten im Laufe der Zeit immer schlechter geworden sind, dann wenden Sie diesen Kniff an: Legen Sie auch die letzten beiden vorherigen Zeugnisse bei. So gewinnt der Arbeitgeber einen besseren Gesamteindruck von Ihnen.

      Was Praktika und ehrenamtliche Aktivitäten angeht: Beschränken Sie sich auf die wichtigsten. Da Berufsanfänger aber meist noch nicht allzu viele Stationen und Erfahrungen haben, ist es oft gerechtfertigt, ALLE bisherigen Stationen und Erfahrungen zu nennen.

      Und: Je schlechter Ihre schulischen Leistungen, desto eher sollten Sie versuchen, mit außerschulischen Erfolgen zu punkten. Das können auch Erfolge im Sportverein sein oder ein gelungenes Projekt im Rahmen eines Praktikums.

    5. Länge

      So manch einem Azubi graust es davor, lange Anschreiben zu verfassen. Keine Sorge: Das müssen Sie gar nicht!

      Länger als eine DIN A4-Seite sollte das Anschreiben auf keinen Fall sein. Auch der Lebenslauf sollte eine Seite nicht überschreiten. Fassen Sie sich kurz! Das ist allerdings eine Kunst für sich und schwerer als gedacht. Nur die wichtigsten Aspekte und Ihre Motivation haben Platz im Anschreiben.

      Auf der anderen Seite sollte es auch nicht zu kurz sein – nicht kürzer als eine dreiviertel DN A4-Seite. Wenn Sie nur ein paar Zeilen schreiben, dürfte Ihnen dies wohl wirklich als mangelnder Einsatz ausgelegt werden. Die optimale Schriftgröße beträgt übrigens elf bis zwölf Punkte – je nach Schriftart in der Bewerbung.

    6. Telefonat

      Ein guter Tipp: Rufen Sie, nachdem Sie sich per Post oder E-Mail um eine Ausbildung beworben haben, im Unternehmen an und lassen sich den Eingang Ihrer Bewerbung bestätigen. Allerdings nicht drei Tage später, sondern frühestens zwei Wochen nach Versand.

      Erstens können Sie so mögliche Probleme ausräumen. Vielleicht ist die Bewerbung ja tatsächlich gar nicht eingegangen oder im Spam-Ordner gelandet. Dann können Sie sie noch einmal versenden. Zweitens machen Sie auf diese Weise auf sich aufmerksam. Ein persönlicher Kontakt bleibt haften – auch bei einem Personaler.

      Drittens können Sie nun einschätzen, wann eine Antwort des Unternehmens voraussichtlich bei Ihnen eintrudeln wird. Das hilft bei der weiteren Planung.

    Bewerbung Ausbildung: Muster

    Hier finden Sie zwei Muster für Ihre Bewerbung für eine Ausbildung. Sie können sie als WORD- oder PDF-Datei herunterladen und bearbeiten. Einfach auf die Links unten klicken.

    Aber übernehmen Sie die Vorlage bitte nicht eins zu eins. Erstens stimmt sie wahrscheinlich nur teilweise mit Ihrer individuellen Situation über ein und zweitens: Auch Personaler googeln!


    Max Mustermann
    Musterstraße 1, 12345 Musterstadt
    Fon: 0123 / 4 56 78 90 7
    Mail: m.mustermann@mail.de

    Informatikfirma GmbH
    Herr Bill Gätz
    Programmierstraße 1
    13579 Codinghausen

    15. August 2020

    Bewerbung für Ausbildung zum Fachinformatiker Anwendungsentwicklung

    Sehr geehrter Herr Gätz,

    die Ausbildung zum Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung ist genau die berufliche Perspektive, die ich mir für meine Zukunft vorstelle. Seit Jahren programmiere ich in meiner Freizeit und habe schon mehrere Programme in Eigenregie entwickelt. Auch in der Schule kann ich im Fach Informatik sehr gute Leistungen vorweisen, ebenso in Mathematik und Physik.

    Im Rahmen eines Praktikums zur Berufsorientierung konnte ich in Ihrem Unternehmen bereits zwei Wochen lang das Berufsbild kennenlernen und Ihren Fachinformatikern bei der täglichen Arbeit über die Schulter schauen. Diese Erfahrung hat mich darin bestärkt, ebenfalls die Laufbahn als Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung einzuschlagen. Mit meiner Leistung und meinem Engagement war Ihr Unternehmen – wie Sie dem Praktikumszeugnis entnehmen können – sehr zufrieden. Auch habe ich meine Team- und Kommunikationsfähigkeit unter Beweis gestellt.

    Ihr Unternehmen ist für mich der absolute Wunsch-Ausbildungsträger. Ich konnte mich selbst davon überzeugen, dass die Arbeitsatmosphäre kollegial und produktiv und die Qualität der Arbeit insgesamt sehr hoch ist. Darüber hinaus verfügen Sie in der Branche über einen hervorragenden Ruf. Außerdem bieten Sie zahlreiche Produkte für unterschiedlichste Kunden an. Darum glaube ich, dass ich in meiner Ausbildung zahlreiche Erfahrungen sammeln und mich vielfältig einbringen kann.

    Gerne möchte ich meinen beruflichen Weg mit einer Ausbildung in Ihrem Unternehmen beginnen und Ihr Team tatkräftig unterstützen. Ich bin mir sicher, ein wertvoller Teil Ihres Teams werden zu können. Über eine Einladung zum Vorstellungsgespräch freue ich mich daher sehr. Wenn Sie noch mehr über mich erfahren möchten, rufen Sie mich gerne an oder schreiben mir zurück.

    Mit freundlichen Grüßen
    Unterschrift

    Hier können Sie das Muster für Bewerbung für einen Ausbildungsplatz zum Fachinformatiker downloaden:

    • Bewerbung Ausbildung Fachinformatiker Muster: WORD.
    • Bewerbung Ausbildung Fachinformatiker Muster: PDF.

    Maja Mustermann
    Musterallee 1, 12345 Musterhausen
    Fon: 0123 / 4 56 78 90 7
    Mail: m.mustermann@mail.de

    Wichtig GmbH
    Herr Marissa Maier
    Büroallee 1
    13579 Großraumstadt

    15. Juli 2020

    Bewerbung für einen Ausbildungsplatz zur Kauffrau für Büromanagement

    Sehr geehrte Frau Maier,

    Ihr Unternehmen ist bekannt dafür, Bürokaufleute auf höchstem Niveau auszubilden. Davon würde auch ich gerne profitieren – und zugleich durch großes Engagement und Leistung etwas an Sie zurückgeben. Ein Ausbildungsplatz zur Kauffrau für Büromanagement in Ihrem Unternehmen ist genau der Start in meine berufliche Laufbahn, den ich mir wünsche.

    Schon meinen Schulabschluss habe ich durch großen Einsatz, Lernwillen und Organisationstalent geschafft. Eigenschaften, die ich auch im Beruf in die Waagschale werfen werde. Ich kann gut mit Zahlen umgehen, habe eine fehlerfreie Rechtschreibung und arbeite sehr strukturiert. Meine Noten in Mathe und Deutsch zeugen davon.

    Im Umgang mit den gängigen Tabellen- und Textverarbeitungsprogrammen wie Excel und Word bin ich versiert. In meiner Freizeit habe ich in den vergangenen Jahren zudem in einem Chor gesunden. Dabei habe ich gelernt, dass Teamwork und Kommunikation für den gemeinsamen Erfolg unerlässlich sind.

    Ich bin davon überzeugt, dass die Anforderungen, die an eine gute Bürokauffrau gestellt werden, exakt meinen Fähigkeiten entsprechen. Darum möchte ich die Chance ergreifen, in einem renommierten Unternehmen wie der Wichtig GmbH das Handwerk von der Pike auf zu lernen. Ich bin sicher, bei Ihnen wertvolle Erfahrungen sammeln und Ihr Team gleichzeitig tatkräftig unterstützen zu können.

    Über eine Einladung zum Vorstellungsgespräch freue ich mich sehr. Wenn Sie noch mehr über mich erfahren möchten, rufen Sie mich gerne an oder schreiben mir.

    Mit freundlichen Grüßen
    Unterschrift

    Hier können Sie das Muster für Bewerbung für einen Ausbildungsplatz zur Kauffrau für Büromanagement downloaden:

    • Bewerbung Ausbildung Bürokauffrau Muster: WORD.
    • Bewerbung Ausbildung Bürokauffrau Muster: PDF.

    Ausbildung: Lernen, lernen, lernen

    Bewerbung Ausbildung Anschreiben TippTipp: Betonen Sie in der Bewerbung Ihre Lernbereitschaft! In Zeiten, in denen lebenslanges Lernen eingefordert wird, müssen Sie Ihre Kenntnisse regelmäßig updaten. Die zunehmende Digitalisierung erfordert das. Sie durchzieht mittlerweile fast alle Branchen und Berufe.

    Darum gibt es auch immer mehr Ausbildungsberufe, in denen die Azubis Zusatzqualifikationen erwerben (müssen). Ihre Zahl ist von 2005 bis 2017 langsam, aber stetig auf acht gestiegen. 2018 kamen dann auf einen Schlag zwölf weitere Ausbildungsberufe mit Zusatzqualifikationen hinzu.

    Noch ein Tipp: Seit 2018 gibt es einen ganz neuen Ausbildungsberuf – den Kaufmann/-frau für E-Commerce. Es ist der erste Ausbildungsberuf, der seit 2013 neu ins Leben gerufen wurde. Insgesamt wurden in den letzten zehn Jahren nur sechs neue Ausbildungsberufe etabliert – inklusive des E-Commerce-Kaufmanns.

    Aber die alten Ausbildungsberufe verändern sich auch. Viele von ihnen werden nach und nach modernisiert und den sich wandelnden Begebenheiten angepasst. Das heißt konkret, dass die Azubis von heute Dinge lernen, die die Azubis von gestern nicht gelernt haben.

    Lernwille ist und bleibt ein wesentlicher Erfolgsfaktor. Gut, wenn Sie Ihren schon im Anschreiben zum Ausdruck bringen.

    Die 20 beliebtesten Ausbildungsberufe in Deutschland

    Das sind die 20 beliebtesten Ausbildungsberufe in Deutschland:

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    Bewerbung als Aushilfe: Musteranschreiben und die besten Tipps

    Bewerbung als Aushilfe Muster Vorlage Tipps

    Eine Bewerbung als Aushilfe ist kein Hexenwerk. Sie müssen keinen blitzsauberen Lebenslauf vorlegen, keine Super-Noten in der Schule gesammelt oder zahlreiche Praktika absolviert haben. Sie bekommen den Job – vorausgesetzt, Sie zeigen, dass Sie motiviert und zuverlässig sind. Doch das ist manchmal gar nicht so einfach…

    Bewerbung als Aushilfe: Vorteil!

    Gefühlt hängen sie überall: Schilder mit der Aufschrift Aushilfe gesucht. Es gibt sie im Einzelhandel, in Supermärkten, Tankstellen oder Bäckereien. Jobs für Schüler, Studenten, Teilzeitjobber oder Arbeitnehmer, die sich ihre Kasse nebenbei aufbessern wollen.

    Aus Bewerbersicht positiv: Sie müssen sich um Ihre Bewerbung als Aushilfe keinen so großen Kopf machen, als wenn Sie sich für die Rechtsabteilung eines DAX-Unternehmens bewerben würden. Die Unternehmen erwarten keine Top-Noten oder ausgeklügelte Anschreiben von Ihnen. Ihre Motivation ist ausschlaggebend. Und ja, ein einigermaßen solider Lebenslauf wäre auch schön (ist aber längst nicht immer Voraussetzung).

    Manche Arbeitgeber verlangen von Bewerbern schon gar kein Anschreiben mehr. Wenn Sie sich persönlich vorstellen und dabei einen guten Eindruck hinterlassen, bekommen Sie von ihnen eine Chance.

    Überall läuft das aber natürlich nicht so. Manchmal braucht es dann doch ein Anschreiben plus Lebenslauf. Karrieresprung zeigt Ihnen, was Sie bei Ihrer Bewerbung als Aushilfe beachten müssen…

    Bewerbung für Aushilfsjobs: Inhalt

    Worauf kommt es an, wenn man sich als Aushilfskraft bewirbt?

    Achten Sie zunächst auf eine saubere Rechtschreibung. Sie können Ihre Bewerbung von Freunden gegenlesen lassen – oder der automatischen Grammatikprüfung am Rechner unterziehen. Fehlerfreiheit zeigt, das Sie sorgfältig und gewissenhaft arbeiten. Ein Muss für Aushilfen.

    Im Vordergrund Ihrer Bewerbung sollten die Grundtugenden stehen: Fleiß, Ehrlichkeit, Pünktlichkeit, Sauberkeit, Zuverlässigkeit. Nicht prahlen müssen Sie hingegen damit, wie kreativ Ihre Ader ist oder dass Sie schon Führungserfahrung im Schulchor gesammelt haben.

    Soft Skills wie Offenheit, Flexibilität und Kommunikationsfreude zahlen ebenfalls ein – speziell im Verkauf. Ich packe mit an und bin überall dort zur Stelle, wo es gerade brennt. Dieses Arbeitsethos sollten Sie in Ihrer Bewerbung transportieren.

    Speziell Berufsanfänger haben das oft das Problem, dass Sie zu wenig Erfahrung mitbringen. In Aushilfsjobs ist das kein Problem – beziehungsweise nur bedingt. Sicher: Wer sich als Kellner bewirbt, bekommt den Job eher, wenn er vorher schon einmal anderswo gekellnert hat.

    Aber fehlende Fachkenntnisse oder Branchenerfahrungen sind nicht zwangsläufig ein Ausschlusskriterium. Sie benötigen keine IT-Kenntnisse, keine Fremdsprachenkenntnisse (obwohl es diesbezüglich Ausnahmen gibt, wenn Sie zum Beispiel in einem stark von Touristen frequentierten Geschäft jobben wollen) und müssen keine Praktika absolviert haben. Wichtig ist, dass Sie sich für den Job nicht zu schade sind, schnell lernen und sich reinhängen wollen.

    Bewerbung als Aushilfe: Aufbau

    Grundsätzlich gelten für eine Bewerbung als Aushilfe die gleichen Regeln wie für eine sogenannte Kurzbewerbung. Die Kurzbewerbung besteht aus:

    • Anschreiben (nicht länger als eine Seite)
    • Lebenslauf (am besten nur eine Seite)
    • Bewerbungsfoto (kein Muss, aber empfehlenswert)

    Eine Bewerbungsmappe, Zeugnisse oder Qualifikationsnachweise müssen Sie dagegen nicht beilegen.

    Wie könnte nun das Anschreiben für eine Aushilfe konkret aussehen? Wir haben drei Vorlagen für Sie erstellt. Sie finden Sie ganz unten…

    Hier gibt es Aushilfsjobs

    Eine Bewerbung als Aushilfe könnte insbesondere in diesen Branchen und Berufen erfolgreich sein:

    • Warenverräumung
    • Warenkommissionierung
    • Warenpräsentation
    • Küchenhilfe
    • Spüler
    • Kellner
    • Büffethilfe
    • Verkäufer
    • Kassierer
    • Wachdienst
    • Produktionshelfer
    • Transportfahrer
    • Kurierfahrer
    • Auslieferungsfahrer
    • Fahrzeugüberführungen
    • Montage/Monteur
    • Umzugshelfer
    • Kiosk-Mitarbeiter
    • Pflegenachtdienst (Nachtwache)
    • Lagerkraft
    • Putzhilfe
    • Empfangskraft
    • Spielhallenaufsicht
    • Promoter
    • Besucherbefragung
    • Testkäufer
    • Bauhelfer
    • Gartenhelfer
    • Zeitungszusteller
    • Hundesitter
    • Eventhelfer/Aufbauhelfer
    • Hauswirtschafter
    • Tankwart
    • Zimmermädchen

    Bewerbung als Aushilfe: Muster

    Hier finden Sie drei Musteranschreiben für Ihre Bewerbung als Aushilfe. Sie können die Vorlagen ganz bequem herunterladen und bearbeiten (eins zu eins übernehmen sollten Sie sie indes nicht). Die Links zur WORD- und PDF-Version finden Sie direkt unter dem Anschreiben.

    Bewerbung als Aushilfe Bäckerei

    Max Mustermann
    Musterstraße 1
    12345 Musterstadt

    01.01.2020

    Vorzeigeunternehmen
    Frau Merle Becker
    Superstraße 9
    98765 Primadorf

    Bewerbung als Aushilfe

    Sehr geehrte Frau Becker,

    durch ein persönliches Gespräch mit einem Ihrer Mitarbeiter habe ich erfahren, dass Sie regelmäßig auf der Suche nach Aushilfen für Ihre Filiale in der Superstraße in Primadorf sind. Ich bin an dem Job sehr interessiert und würde mich daher gerne kurz bei Ihnen vorstellen.

    Meine Freunde beschreiben mich als einen sehr offenen und kommunikativen Menschen. Ich komme leicht mit Fremden ins Gespräch. Auch in stressigen Situationen bewahre ich die Ruhe, aufbrausend oder launisch bin ich so gut wie nie. Ich würde mich als Frohnatur beschreiben. Daher glaube ich, dass ich sehr gut zu Ihrem Unternehmen und in Ihre Filiale passen würde.

    Außerdem kann ich gut mit Zahlen umgehen. Ich bin sehr ordentlich im Kopfrechnen und finde sogar – im Gegensatz zu vielen meiner Zeitgenossen – Gefallen daran. Dankbar bin ich, dass mir meine Eltern gute Umgangsformen wie Pünktlichkeit, Sauberkeit, Ehrlichkeit und Zuverlässigkeit vermittelt haben. Diese Tugenden habe ich von kleinauf verinnerlicht.

    Ich würde mich sehr freuen, wenn ich Ihr Interesse geweckt habe. Falls Sie noch Rückfragen haben, melden Sie sich gerne bei mir. Gerne stelle ich mich auch persönlich bei Ihnen vor. Und sollte aktuell keine Stelle frei sein, würde ich mich freuen, wenn Sie meine Unterlagen aufbewahren und mich vielleicht beim nächsten Mal berücksichtigen würden.

    Mit freundlichen Grüßen
    Unterschrift

    Hier können Sie das Muster für die Bewerbung als Aushilfe Bäckerei downloaden:

    Bewerbung als Aushilfe im Lager

    Max Mustermann
    Musterstraße 1
    12345 Musterstadt

    01.01.2020

    Vorzeigeunternehmen
    Herr Bert Schröder
    Superstraße 5
    54321 Primadorf

    Bewerbung als Aushilfe

    Sehr geehrter Herr Schröder,

    weil ich zupacken kann, würde ich gerne in Ihrem Unternehmen als Aushilfskraft im Lager arbeiten. Ich habe schon in verschiedenen Bereichen Berufserfahrungen gesammelt, unter anderem im Gartenbau und in einem Supermarkt.

    An einem Job ist mir wichtig, dass ich immer in Bewegung sein kann. Ein Bürojob im Sessel wäre für mich nicht das Richtige. Ich betreibe in meiner Freizeit viel Sport, bin körperlich topfit und halte jede Schicht problemlos durch – auch bei höheren körperlichen Belastungen. Auch macht es mir nichts aus, Schichten am frühen Morgen oder in der Nacht zu übernehmen.

    Aber egal, wann die Schicht beginnt: Ich werde pünktlich zur Arbeit erscheinen. Ich verfüge über einen Führerschein sowie ein Auto und bin daher mobil und flexibel. Außerdem sind mir Dinge wie Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit und Ehrlichkeit wichtig. Darauf habe ich schon immer großen Wert gelegt.

    In mir finden Sie eine fleißige und zuverlässige Arbeitskraft. Darauf können Sie sich absolut verlassen. Falls Sie noch Fragen haben, stelle ich mich gerne persönlich bei Ihnen vor. Sie können mich auch gerne anrufen.

    Über eine Zusage würde ich mich sehr freuen. Ich bin hochmotiviert und würde am liebsten schon morgen loslegen.

    Mit freundlichen Grüßen
    Unterschrift

    Hier können Sie das Muster für die Bewerbung als Aushilfe Lager downloaden:

    Bewerbung als Aushilfe Supermarkt

    Max Mustermann
    Musterstraße 1
    12345 Musterstadt

    01.01.2020

    Vorzeigeunternehmen
    Herr Thore Albrecht
    Superstraße 1
    13579 Primadorf

    Bewerbung als Aushilfe

    Sehr geehrter Herr Albrecht,

    eine gute Bekannte hat mir den Tipp gegeben, mich bei Ihnen zu bewerben, da Sie immer auf der Suche nach Aushilfskräften seien. Daher möchte ich mich kurz bei Ihnen vorstellen. Mich spricht die Stelle wirklich sehr an.

    Ich habe bereits erste Erfahrungen im Verkauf gesammelt und zudem in einer Krankenhauskantine gearbeitet. Es hat mir bislang jedes Mal viel Freude bereitet. Vor allem der Umgang mit den Kunden und die Atmosphäre im Team gefallen mir. Ich mag es, wenn man sich gegenseitig unterstützt und gleichzeitig anderen Menschen hilft.

    Darum würde ich mich auch als kundenorientiert bezeichnen. Man sollte den Kunden gegenüber immer höflich und zuvorkommend auftreten, selbst wenn sie selbst mal ungeduldig oder patzig sein sollten. Mit Stress kann ich gut umgehen. Ich mag es sogar, wenn es mal hektisch wird und man unter Zeitdruck Aufgaben erledigen muss.

    Wichtig sind natürlich Eigenschaften wie Pünktlichkeit, Ehrlichkeit und Zuverlässigkeit. Ohne die geht es nicht. Ich bringe diese Eigenschaften definitiv mit. Wenn Sie noch mehr über mich erfahren möchten, rufen Sie mich gerne an oder schreiben mir zurück. Ich stelle mich auch gerne bei Ihnen persönlich vor.

    Mit freundlichen Grüßen
    Unterschrift

    Hier können Sie das Muster für die Bewerbung als Aushilfe Supermarkt downloaden:

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    [Bildnachweis: garetsworkshop by Shutterstock.com]

    Betreffzeile Bewerbung: 30 gute Formulierungen, Tipps, Beispiele

    Betreffzeile Bewerbung: Sie ist ein vermeintlich unwichtiges Detail. Die erste Zeile im Anschreiben, die eigentlich nur kurz sagt, worum es im Folgenden geht. Was soll da schon großartig schiefgehen? Aber Vorsicht: Die Betreffzeile fällt dem Empfänger ihrer Bewerbung als Erstes ins Auge. Sie erleichtert Zuordnung und Einordnung. Der Betreff kann sogar erste Rückschlüsse auf die Kompetenz seines Verfassers zulassen…

    Betreffzeile Bewerbung: Warum sie unterschätzt wird

    Was schreibe ich in die Betreffzeile der Bewerbung? Es sind zwar nur ein paar Worte, aber die haben es in sich. Es sind immerhin die ersten, die der Personaler zu Gesicht bekommt. Sie hinterlassen einen ersten Eindruck – und der zählt bekanntlich.

    Das bedeutet: Wenn sie Ihre Betreffzeile in der Bewerbung mies formulieren, dann stößt dies sofort sauer auf. Und es färbt negativ auf den Rest der Bewerbung ab – vermutlich sehr viel negativer, als wenn sich eine missratene Formulierung irgendwo mitten ins Anschreiben eingeschlichen hat.

    Also ja, ein schlecht formulierter Betreff in der Bewerbung kann Ihre Chancen schmälern, zum Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden und letztlich den Job zu bekommen.

    Es geht aber auch anders: Wenn Sie mit einem gelungenen Betreff in die Bewerbung einsteigen, hinterlassen Sie einen positiven und professionellen Eindruck. Pluspunkt!

    Betreff Bewerbung: 4 Tipps

    Hier sind 4 Tipps, wie Sie mit Ihrer Betreffzeile sofort Pluspunkte beim Empfänger sammeln:

    1. Konkret werden

      Formulieren Sie den Betreff so genau wie möglich. Ein lapidares Bewerbung ist zu wenig und zu allgemein. Die Details fehlen. Welche Bewerbung? Für welche Position?

      Ebenfalls zu allgemein: Bewerbung in Ihrem Unternehmen. Ist Ihr Betreff zu allgemein, erwecken Sie den Eindruck, sich keine Mühe gemacht zu haben. Und es könnte den Anschein erwecken, dass Sie Massenbewerbungen versenden, ohne jede Bewerbung individuell an den Arbeitgeber anzupassen.

      Werden Sie also so konkret wie möglich. Nennen Sie im Betreff explizit die Stelle, auf die Sie sich bewerben. Manche Stellenangebote haben eine Referenznummer. Die gehört – sofern vorhanden – auch hinein.

    2. Anzeige spiegeln

      Wenn Sie eine Initiativbewerbung schreiben, dann fällt die Referenznummer weg. Es gibt ja keine.

      In konkreten Stellenangeboten ist aber manchmal eine Referenznummer oder eine Kennziffer angegeben. Bewerben Sie sich auf ein solches Stellenangebot, dann geben Sie die Nummer unbedingt in der Betreffzeile an. So weiß der Empfänger sofort Bescheid und kann Ihre Bewerbung richtig zuordnen.

      Verwenden Sie außerdem die Berufsbezeichnung, die in der Annonce gebraucht wird. Steht dort etwa Softwareentwickler, dann bewerben Sie sich auch als Softwareentwickler – und nicht als Software Developer. Sucht die Firma einen Social Media Redakteur, dann bewerben Sie als Social Media Redakteur — und nicht als Redakteur und auch nicht als Social Media Manager. Im schlimmsten Fall werden Sie von der HR-Software vorab aussortiert, wenn Sie die „falsche“ Berufsbezeichnung verwenden.

    3. Kurz fassen

      Nehmen Sie nur das Nötigste in Ihre Betreffzeile in der Bewerbung auf. Unnötigen Ballast schmeißen Sie raus. Die Betreffzeile ist ja nicht umsonst ein Einzeiler. Betreffzeilen, die zwei Zeilen beanspruchen, sind ein absolutes No-Go (es sei denn, Sie verwenden neben der Betreff- auch noch eine Bezugszeile, siehe Punkt 4).

      Also nur die Informationen aufnehmen, die für den Empfänger relevant sind – und ihm helfen, die Bewerbung einzuordnen. Maximal zählen dazu: Was? Bewerbung. Wer? Controller. Wo? Am Standort München.

      Was Sie unterlassen sollten, sind Satzungetüme wie: „Bewerbung als Sekretär in Ihrer Zentrale in Hamburg auf die Stelle, die Sie auf Ihrem Karriereportal im Internet ausgeschrieben haben.“ Viiiieeeeel zu lang.

    4. Bezug nehmen

      Die Bezugszeile ergänzt die Betreffzeile. Sie ist etwas kleiner und wird direkt unter der Betreffzeile platziert. In der Bezugszeile nehmen Sie Bezug auf das Stellenangebot.

      Konkret schreiben Sie hier, wo Sie die jeweilige Stellenausschreibung entdeckt haben. Geben Sie den Namen des Print- oder Online-Mediums an. Auch das Datum der Veröffentlichung (insbesondere bei Printmedien) können Sie hier nennen, um die Zuordnung zu erleichtern. Ein Muss ist die Bezugszeile aber keineswegs.

      Und noch einen Schritt zurück in die Betreffzeile: Lassen Sie das Wörtchen Betreff weg. Das war früher mal üblich. Heute ist es nicht mehr zeitgemäß. Außerdem zieht es die Betreffzeile unnötig in die Länge.

    Betreffzeile Bewerbung Gestaltung

    Mit Ihrer Bewerbung wollen Sie den Arbeitgeber von sich überzeugen. Der Inhalt ist von höchster Priorität. Aber auch das Äußere kann über Wohl oder Wehe Ihrer Bewerbung entscheiden.

    So ist der erste Eindruck, den die Betreffzeile in der Bewerbung hinterlässt, auch ein optischer. Die formale Gestaltung des Betreffs ist daher nicht unwichtig. Legen Sie große Sorgfalt an den Tag. Das ist bei derGestaltung Ihrer Betreffzeile Bewerbung wichtig:

    • Schriftart

      Zu den Standardtypos zählen Arial und Times New Roman. Damit können Sie in der Bewerbung nichts falsch machen.

      Wichtig ist in jedem Fall, der ausgewählten Schriftart treu zu bleiben. Wählen Sie also eine Schriftart aus und weichen in der gesamten Bewerbung nicht mehr von ihr ab. Wenn Ihre Betreffzeile die Schriftart Arial hat, dann sollte auch der Text des Bewerbungsschreibens Arial aufweisen. Einheitlichkeit beachten!

    • Schriftgröße

      Die Größe sollte von der Schriftart abhängig gemacht werden. Arial wirkt wuchtiger und größer. Daher können Sie eine kleinere Schriftgröße wählen, am besten zwischen 10 pt und 11,5 pt.

      Times New Roman ist feiner. Hier können Sie eine größere Schriftgröße auswählen, damit Ihre Bewerbung gut lesbar bleibt. Zwischen 11 pt und 12 pt sind angemessen.

      Falls Sie sich für eine andere Typo entscheiden, dann passen Sie die Größe individuell an. Faustregel: Der Empfänger sollte Ihre Bewerbung gut und angenehm lesen können. Die Schriftgröße sollte also weder zu groß noch zu klein sein.

    • Struktur

      Früher war es üblich, das Wörtchen Betreff oder die Abkürzung Betr. in die Betreffzeile zu schreiben. Auch heute praktizieren das noch sehr viele Bewerber. Es ist aber nicht mehr zeitgemäß.

      Sie zeigen dadurch nur, dass Sie nicht auf dem neuesten Stand sind oder schlecht recherchiert haben. Punktabzug für mangelnde Professionalität!

      Was in die Betreffzeile Ihrer Bewerbung gehört: die genaue Position, auf die Sie sich bewerben und – sofern vorhanden – eine Kennziffer oder Referenznummer aus der Stellenanzeige.

    • Hervorhebung

      Grundregel: Die Betreffzeile dürfen Sie fetten. Sie ist aber auch der einzige Bestandteil Ihres Anschreibens, den Sie in Fettschrift verfassen sollten.

      So schaffen Sie Struktur und Übersicht. Sie zeigen, dass hier der formale Kopfteil der Bewerbung endet und der inhaltlich wichtige Hauptteil anfängt. Zudem lenkt die Fettung das Auge des Empfängers auf die Betreffzeile. Er ist sofort im Bilde, um was es geht.

      Tabu: Die Betreffzeile unterstreichen – weder zusätzlich zur Fettung noch als Ersatz! Und noch etwas: Bitte setzen Sie ans Ende der Betreffzeile keinen Punkt und schon gar kein Ausrufezeichen(!).

    Betreffzeile Bewerbung: Schlechte Beispiele

    Betreffzeile Bewerbung – hier sind einige Negativbeispiele. So sollten Sie den Betreff NICHT formulieren:

    Bewerbung bei Daimler

    Wenig aussagekräftig, wenn man bedenkt, wie viele Bewerbungen einem großen Unternehmen regelmäßig auf den Tisch flattern. Der Empfänger kann erstens nichts damit anfangen – und weiß zweitens selbst, wie er bzw. sein Unternehmen heißt.

    Bewerbung in Dortmund

    Auch wenn ein Unternehmen mehrere Standorte hat, ist die Location alleine keine ausreichende Info. Wichtiger als der Standort ist die Position, auf die Sie sich bewerben.

    Bewerbung als Aushilfe

    So kommen wir der Sache schon näher. Allerdings weiß man dennoch nicht, um welche Art Aushilfe es sich denn handelt. Aushilfe im Lager? Oder im Büro? Das sollte noch mit hinein.

    Bewerbung auf Ihre Anzeige

    Welche Anzeige? Wo ist diese erscheinen? Welche Position soll mit ihrer Hilfe besetzt werden? Diese Infos fehlen.

    Betreff: Bewerbung als Landschaftsgärtner

    Hier stört das Wörtchen Betreff am Anfang. Der Rest ist so durchaus in Ordnung.

    Bewerbung als Softwareentwickler!

    Das Ausrufezeichen entwertet die Betreffzeile. Keine Interpunktion im Betreff!

    Bewerbung als Koch/Köchin

    In einer Stellenanzeige ist Genderneutralität wichtig und sogar gesetzlich vorgeschrieben. In der Betreffzeile einer Bewerbung wirkt sie nicht nur albern, sondern falsch. Schließlich hat der/die Bewerber/in ja ein Geschlecht, mit dem er/sie sich bewerben kann.

    Bewerbung um eine Stelle in Ihrem Unternehmen

    Das ist zu beliebig. Es sollte schon eine spezifische Position sein.

    Bewerbung als Bankkaufmann :-)

    Keine Sonderzeichen oder Emoticons bitte — hochgradig unseriös. Möglicherweise käme ein Smiley besser an, wenn Sie sich nicht als Bankkaufmann, sondern als Feelgood-Manager bewerben würden. Aber sicher ist auch das keineswegs…

    Bewerbung als Developer

    Zugegeben, Softwareentwickler können sich in Ihrer Bewerbung fast alles leisten – erst recht farbig hervorgehobene Betreffzeilen. Für die meisten anderen gilt: Den Betreff bitte nicht farbig markieren.

    Bewerbung als Verkäuferin auf Ihre Stellenanzeige in der FAZ vom 08.08.2019 für den Standort Lüdenscheid in Teilzeit mit Aussicht auf Arbeitszeitverlängerung

    Bitte nicht ALLE Infos im Betreff unterbringen, sondern nur die wichtigsten.

    Betreffzeile Bewerbung: Gute Beispiele

    Wie könnte eine gelungene Betreffzeile in der Bewerbung aussehen? Hier sind ein paar Beispiele:

    Bewerbung als Java-Entwickler; Kennziffer 6666/666

    Alle wichtigen Infos sind enthalten. Das passt!

    Bewerbung als Key Account Manager, Referenznummer 9876543

    Auch hier steht alles drin, was der Personaler wissen muss.

    Bewerbung um eine Stelle als Grafikdesigner
    Ihre Stellenanzeige in der Rheinischen Post vom 29.08.2019

    Betreff- und Bezugszeile sind wunderbar aufeinander abgestimmt.

    Bewerbung als Controller
    Ihr Stellenangebot auf karrieresprung.de, Referenznummer: 123/987

    Betreff- und Bezugszeile ergänzen sich auch hier sehr gut.

    Bewerbung als Sales Manager
    Unser Telefonat vom 14.05.2019

    So nehmen Sie Bezug auf ein möglicherweise schon stattgefundenes Telefongespräch. Sehr sinnvoll.

    Initiativbewerbung als Landschaftsarchitekt

    Der Hinweis, dass es sich um eine Initiativbewerbung handelt, erleichtert die Zuordnung.

    Bewerbung als Industriemechaniker
    Unser Gespräch auf der Jobmesse Hamburg am 16.06.2019

    Einen möglichen Erstkontakt in die Bezugszeile integrieren – das ist empfehlenswert.

    Bewerbung als Bilanzbuchhalter (IHK)

    So können Sie einen konkreten Titel bzw. eine wichtige Kompetenz integrieren, in diesem Fall die IHK-Zertifikation.

    Bewerbung für ein Schülerpraktikum als Reiseverkehrskauffrau vom 01.11. bis 15.11.2019

    Das ist schon ziemlich lang, aber gerade noch im Toleranzbereich – weil informativ.

    Betreffzeile Ausbildung

    Hier sind 3 Beispiele für einen guten Betreff für eine Bewerbung um einen Ausbildungsplatz:

    Bewerbung um einen Ausbildungsplatz als Systemelektroniker

    Bewerbung Ausbildung Mechatroniker

    Bewerbung für eine Ausbildung zur Einzelhandelskauffrau

    Betreffzeile Praktikum

    Hier sind 3 Beispiele für einen guten Betreff für eine Bewerbung um ein Praktikum:

    Bewerbung um ein Schülerpraktikum im Elisabeth-Krankenhaus

    Bewerbung als Praktikant in der PR-Abteilung

    Bewerbung Praktikum Marketing

    Betreffzeile Teilzeitstelle

    Hier sind 3 Beispiele für einen guten Betreff für eine Bewerbung um eine Teilzeitstelle:

    Bewerbung um eine Stelle als Fachkraft für Veranstaltungstechnik in Teilzeit

    Bewerbung als Verkäuferin in Teilzeit

    Bewerbung um eine Teilzeitausbildung als Erzieherin

    Betreffzeile Minijob

    Hier sind 3 Beispiele für einen guten Betreff für eine Bewerbung um einen Minijob:

    Bewerbung als Verkäufer auf 450-Euro-Basis

    Bewerbung für einen Minijob als Lagerhilfe

    Bewerbung als Reinigungskraft auf Minijob-Basis

    Betreffzeile Duales Studium

    Hier sind 3 Beispiele für einen guten Betreff für eine Bewerbung um einen dualen Studienplatz:

    Bewerbung für einen dualen Studienplatz International Business

    Bewerbung für ein duales Studium in Betriebswirtschaftslehre

    Bewerbung auf einen dualen Studiengang im Maschinenbau

    Betreffzeile FSJ

    Hier sind 3 Beispiele für einen guten Betreff für eine Bewerbung um ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ):

    Bewerbung für ein Freiwilliges Soziales Jahr

    Bewerbung FSJ Diakonie

    Bewerbung für ein FSJ im St. Martin-Kindergarten

    Betreffzeile Abschlussarbeit

    Hier sind 3 Beispiele für einen guten Betreff für eine Bewerbung um eine Bachelorarbeit oder Masterarbeit:

    Bewerbung um einen Betreuungsplatz für eine Bachelorarbeit am Lehrstuhl für Strategisches Management, Innovation und Entrepreneurship

    Bewerbung um eine Bachelorarbeit am Lehrstuhl für Arbeits- und Organisationspsychologie

    Bewerbung Masterarbeit am Fraunhofer-Institut

    [Bildnachweis: Patrick Thomas by Shutterstock.com]

    Amerikanischer Lebenslauf: Muster, Tipps und Beispiele

    Amerikanischer Lebenslauf Muster Example englisch

    Ein amerikanischer Lebenslauf ist heute Standard – auch in Deutschland. Er sieht vor, dass die Stationen nicht chronologisch abgehakt werden, sondern bei der aktuellen Stelle beginnen. Doch Vorsicht: Wer sich in den USA bewerben will, muss im Kopf nochmals umparken. In diesem Fall spricht man von einem Resume. Bewerber müssen ihren Lebenslauf für Amerika stark kürzen. Das ist nicht ganz einfach, hat aber Vorteile…

    Amerikanischer Lebenslauf: Vorteile

    Üblich ist bei einer Bewerbung heute der tabellarische Lebenslauf. Doch gibt es unterschiedliche Arten, wie ein tabellarischer Lebenslauf aufgebaut sein kann:

    • Chronologisch: Die Schulausbildung steht vorne, dahinter kommen die weiteren Stationen bis zur aktuellen Position.
    • Amerikanisch: Hier ist es genau anders herum. Man beginnt mit dem aktuellen Job und arbeitet sich danach immer weiter in die Vergangenheit vor.

    Der amerikanische Lebenslauf ist heute in Deutschland Standard. Ist also in der Stellenanzeige ein tabellarischer Lebenslauf gefordert, sollten sich Bewerber im Zweifel für die amerikanische Variante entscheiden.

    Sie bietet ja auch zweifelsfrei Vorteile: Dem Adressaten fällt die aktuelle Stelle des Bewerbers sofort ins Auge, da sie oben steht. Und meist ist sie auch die relevanteste für den neuen Job, zum Beispiel bei Jobwechslern innerhalb einer Branche. Die aktuelle Stelle führt zum neuen Job hin.

    Aber: Berufsanfänger, Hochschulabsolventen und Arbeitslose könnten mit der amerikanischen Variante in die Bredouille geraten. Sie verfügen über wenige oder noch gar keine Stationen.

    Wer sich aus der Arbeitslosigkeit heraus bewirbt, möchte im Lebenslauf nicht an prominenter Stelle die Station „arbeitssuchend“ hineinschreiben. Taktisch unclever! In so einem Fall können Sie auf die chronologische Variante zurückgreifen.

    So sieht ein amerikanischer Lebenslauf aus:

    Amerikanischer Lebenslauf Grafik

    Amerikanischer Lebenslauf: Inhalt

    Bisher haben wir von einem amerikanischen Lebenslauf für eine Bewerbung in Deutschland und in deutscher Sprache gesprochen. Wenn Sie sich hingegen auf englisch in den USA bewerben, dann gilt zwar das gleiche Prinzip: Sie beginnen im Lebenslauf mit Ihrer aktuellen Station und tasten sich dann weiter nach hinten vor.

    Aber es gibt Unterschiede: Der Lebenslauf heißt in Übersee zunächst mal Resume. Das Resume ist viel kompakter als der tabellarische Lebenslauf in Deutschland. Es ist nicht mehr als ein Auszug Ihrer bisherigen Laufbahn – und keine vollständige Übersicht. Länger als eine DIN-A4-Seite sollte das Resume nicht sein.

    Das Resume beinhaltet nur die Highlights Ihrer bisherigen Karriere: die wichtigsten Stationen, Erfolge und Erfahrungen. Das können – je nach Bewerbung, Unternehmen oder Branche – auch ganz unterschiedliche sein. Wichtig ist vor allem, dass sie zur angepeilten Stelle passen. Alle anderen Informationen halten Sie aus dem Resume heraus.

    Was den amerikanischen Lebenslauf in den USA noch ausmacht:

    • Fotos

      Es gibt keine. Fügen Sie Ihrem Resume in den USA kein Bewerbungsfoto bei. Das hat ethische und rechtliche Gründe. Chancengleichheit soll so gewährleistet, Diskriminierung ausgeschlossen werden.

    • Persönliche Angaben

      Hier gilt Ähnliches. Von Angaben zum Alter, Geschlecht, Familienstand oder Religion des Bewerbers bitte absehen.

    • Referenzen

      Referenzen in der Bewerbung sind in den USA sehr wichtig. Mindestens zwei sollten in Ihrem Resume enthalten sein. Ihre Referenzen sollen Ihre Eignung für die angepeilte Stelle belegen. Es sollte sich also um möglichst starke und überzeugende Referenzgeber handeln. In Ihrer Bewerbung sollten Sie vollständige Angaben zu den Referenzgebern machen – Kontaktdaten inklusive. Es ist nicht ungewöhnlich, dass sich Arbeitgeber telefonisch bei ihnen melden.

    • Unterschrift

      Sparen können Sie sich bei einer USA-Bewerbung die Unterschrift unter Ihren amerikanischen Lebenslauf. Auch ein Datum braucht es nicht – ein beträchtlicher Unterschied zur Bewerbung in Deutschland.

    Amerikanischer Lebenslauf Aufbau

    Der amerikanische Lebenslauf wird in den USA als Resume oder Personal Resume betitelt. Sie können aber auch direkt mit den Personal Details starten. Immerhin ist der Platz auf einer Seite arg begrenzt.

    Generell ist der amerikanische Lebenslauf so aufgebaut:

    • Personal Details

      Hierunter fassen Sie Ihren Namen, Adresse, Telefonnummer und E-Mail-Adresse zusammen – mehr nicht. In die erste Zeile gehört der Name, der Rest folgt darunter. Und vergessen Sie nicht, alle Umlaute auszuschreiben (ue statt ü, oe statt ö, ae statt ä). Amerikaner kennen keine Umlaute.

    • Summary

      Die Summary wird auch als Personal Profile bezeichnet. Zwingend notwendig ist diese Rubrik nicht, aber sinnvoll. Sie umschreiben sich und Ihre Persönlichkeit dabei in zwei bis drei Sätzen. Keine Romane schreiben!

    • Objective

      Hier präzisieren Sie, welche Stelle Sie im Unternehmen anstreben. Dies beugt einerseits Missverständnissen vor. Andererseits sollten sie auch Ihre Motivation für die Stelle grob herausarbeiten.

    • Work Experience

      Dafür können Sie auch Professional Experience schreiben. Im Deutschen kennen wir die Rubrik als beruflichen Werdegang. Die einzelnen Stationen Ihrer Karriere in umgekehrt chronologischer Reihenfolge finden hier ihren Platz. Jede Station ergänzen Sie um den Firmennamen, Standort, Zeitraum der Anstellung und die genaue Position im Unternehmen. Auf Erfolge können Sie ebenfalls hinweisen. Unterschied zum deutschen Lebenslauf: Sie müssen nicht sämtliche Stationen unterbringen, sondern lediglich jene zwei oder drei, die für die angestrebte Stelle am relevantesten sind. So gibt es auch keine Lücken im Lebenslauf mehr, die kaschiert werden müssten.

    • Education

      Ihre Schulbildung listen Sie ebenfalls in chronologisch umgekehrter Reihenfolge auf. Die letzte Schule oder Hochschule kommt zuerst. Sie haben hier die Möglichkeit, auch Fort- und Weiterbildungen zu erwähnen. Man nennt sie im Englischen Advanced Training.

    • Special Skills

      Wenn Sie über zusätzliche Fähigkeiten verfügen, die für den Job wichtig sind, können Sie sie unter Skills ins Resume einfließen lassen. Normalerweise finden Personaler hier Fremdsprachenkenntnisse und IT-Kenntnisse.

    • Activities

      Statt von Activities können Sie auch von Engagement sprechen. Ehrenämter finden hier Platz. Auch Hobbys und Interessen dürfen genannt werden. Beschränken Sie sich aber auf diejenigen, die Ihre Fähigkeiten unterstreichen.

    Ganz klar: Wenn Sie jede Rubrik gewissenhaft ausfüllen, ist die eine DIN-A4-Seite schnell voll. Die wichtigste Aufgabe ist es daher, zu sortieren, filtern und vor allem KÜRZEN. Nur die Top-Elemente gehören ins Resume. Wenn Sie es nicht schaffen, mit einer Seite auszukommen, zeigt das nur Ihre Unfähigkeit, Sachverhalte auf das Wesentliche herunterzubrechen.

    Auch merken Personaler, ob es sich um eine mehrfach verschickte Massenbewerbungen handelt. Das Resume ist immer auf die jeweilige Position zugeschnitten. Dies schließt eine Wiederverwendung aus (gleichwohl können Sie das Dokument natürlich als Vorlage für künftige Resumes nutzen). Geben Sie dem Unternehmen das Gefühl, dass Sie sich ernsthaft mit ihm auseinandergesetzt haben und nur diese eine Stelle wollen.

    Die wichtigsten Vokabeln für die USA-Bewerbung

    Wenn Sie ein Satzbaukünstler sind, haben wir eine schlechte Nachricht für Sie: Für schriftliche Verrenkungen ist im Resume kein Platz. Geschliffene Sätze und ausschmückende Formulierungen sind hier nicht die richtigen Instrumente. Stattdessen sind Bulletpoints und Schlagwörter Mittel der Wahl.

    Versuchen Sie, Begriffe mit Klang und durchschlagender Wirkung zu wählen. Jedes Wort zählt im Resume. Noch mehr als in Deutschland gilt in den USA: Keine falsche Bescheidenheit! Sie bringt Sie dem Job nicht näher. Wer US-Entscheider überzeugen will, muss aufs Ganze gehen. Dafür brauchen Sie Selbstvertrauen – auch im Resume.

    Diese Vokabeln können Sie gebrauchen, wenn Sie sich mit einem amerikanischen Lebenslauf in den USA bewerben:

    • Bewerbung
      Job application
    • Anschreiben
      Cover Letter
    • Lebenslauf
      Resume/Curriculum Vitae
    • Persönliche Daten
      Personal Details
    • Persönliches Profil
      Personal Profile
    • Karriereziel
      Career Objective
    • Werdegang
      Work Experience/Professional Experience
    • Hochschulbildung
      Academic Education
    • Fachausbildung
      Professional Training
    • Referenzen
      References
    • Arbeitgeber
      Employer
    • Arbeitnehmer
      Employee
    • Hobbys/Ehrenämter
      Activities/Engagement
    • Unternehmen
      Company
    • Beschäftigungszeit
      Period of Employment
    • Kontaktdaten
      Contact Information
    • Besondere Leistungen/Ehrungen
      Personal Achievements
    • Besondere Fähigkeiten
      Special Skills
    • Mitgliedschaft in Berufsorganisationen
      Affiliation

    Amerikanischer Lebenslauf: Muster und Vorlage

    So kann ein amerikanischer Lebenslauf für eine Bewerbung in den USA aussehen:

    Amerikanischer Lebenslauf Resume Example

    Den amerikanischen Muster-Lebenslauf auf englisch finden sie hier zum Downloaden und Bearbeiten:

    • Amerikanischer Lebenslauf Englisch Vorlage: WORD.
    • Amerikanischer Lebenslauf Englisch Vorlage: PDF.

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    [Bildnachweis: fizkes by Shutterstock.com]

    Empfehlungsschreiben: Vorlage, Formulierungen, Tipps

    Empfehlungsschreiben Stipendium Bewerbung

    Empfehlungsschreiben können über Ihren weiteren Werdegang entscheiden. Für ein Stipendium zum Beispiel brauchen Sie eines. Auch als Bewerber können Sie punkten, wenn Sie Ihren Unterlagen eine oder mehrere Empfehlungen beilegen. Darin enthalten ist in der Regel eine Bestätigung der Stärken und Fähigkeiten des Bewerbers. Empfehlungsschreiben sind Allzweckwaffen. Aber sie können auch Schaden anrichten…

    Empfehlungsschreiben Anlässe

    Empfehlungsschreiben gibt es für verschiedene Anlässe. Man kann sie zum Beispiel als Referenz in die eigene Bewerbung einbauen.

    Auch werden Studenten, die sich nach Ihrem Bachelor-Abschluss für einen Master einschreiben wollen, von der Universität gerne gebeten, ein Empfehlungsschreiben eines ehemaligen Dozenten oder Professors vorzulegen. Die Gepflogenheit stammt aus dem angelsächsischen Raum, setzt sich im Zuge der Internationalisierung aber auch in Deutschland immer stärker durch.

    Außerdem kann man Empfehlungsschreiben ausstellen für…

    • Praktikum
    • Stipendium
    • Zulassung zu einem Master-Studium
    • Zulassung zu einem MBA-Studium
    • Zulassung zu einem Studium an einer privaten Hochschule
    • Zulassung für einen zulassungsbeschränkten Studiengang
    • Auslandssemester
    • Promotion
    • Festanstellung
    • Jobwechsel
    • Beförderung
    • Bewerbung als Führungskraft
    • Referenz für Freiberufler
    • Anmieten einer Wohnung

    In all diesen Szenarien macht es Sinn oder kann es Sinn machen – oder sogar Voraussetzung sein – ein Empfehlungsschreiben vorzulegen.

    Empfehlungsschreiben Nutzen

    Grundsätzlich sind Empfehlungsschreiben (fast) immer nützlich. Speziell Berufseinsteiger profitieren von ihnen. Sie verfügen noch nicht über viele Arbeitszeugnisse und andere Arbeitsnachweise. Umso wichtiger wird jeder Beleg, der Ihnen Kompetenz und Arbeitseinsatz attestiert. Durch ein Empfehlungsschreiben werten sie eine Bewerbung in jedem Fall auf.

    Ein Empfehlungsschreiben ist auch für ehemalige Praktikanten, Trainees, Auslandsstudenten oder Stipendiaten nützlich. Es soll dokumentieren, dass sie Erfahrungen gesammelt und ihre Chefs überzeugt haben. Das Testat wiegt im Zweifel mehr als die besten Noten.

    Bei Freiberuflern spricht man häufig von Referenzschreiben. Sie erhalten das Referenzschreiben anstelle eines Arbeitszeugnisses. Freelancer hangeln sich von Job zu Job, müssen also immer wieder neue Arbeitgeber von sich überzeugen. Da helfen Empfehlungen enorm.

    Tipp: Fragen Sie als Freiberufler Ihre Auftraggeber aktiv nach Referenzschreiben. Je mehr Sie sammeln, desto größer Ihre Auswahl. Sie müssen in einer künftigen Bewerbung auch nicht sämtliche Referenzschreiben beilegen, sondern nur die wichtigsten oder besten. Das können von Stelle zu Stelle verschiedene sein. Wie Sie als Freiberufler um ein Empfehlungsschreiben bitten, zeigen wir Ihnen gleich…

    Freiberufler haben wohlgemerkt keinen Anspruch auf ein Arbeitszeugnis – auch dann nicht, wenn sie etwa sechs Monate ein Projekt geleitet und erfolgreich beendet haben. Anspruch auf ein Arbeitszeugnis haben nur festangestellte Mitarbeiter. Diese Tatsache macht Empfehlungen für Freiberufler umso wertvoller…

    Der Unterschied zwischen einem Empfehlungsschreiben und einem Referenzschreiben besteht im Übrigen darin, dass Letzteres allgemein formuliert ist. Das Empfehlungsschreiben ist dagegen an einen konkreten Empfänger gerichtet. Abgesehen davon sind sich beide Formate aber sehr ähnlich.

    Empfehlungsschreiben Aufbau

    Ein Arbeitszeugnis wird nicht in der Ich-Form verfasst, ein Empfehlungsschreiben aber sehr wohl.

    Immerhin handelt es sich beim Referenzgeber um eine natürliche Person, nicht um ein Unternehmen. Darum sind Empfehlungsschreiben auch sehr viel persönlicher als Arbeitszeugnisse. Eine Prise Emotionen dürfen sie durchaus enthalten.

    Inhaltlich geht es vor allem um die Fähigkeiten und Fachkenntnisse des Beschriebenen – und um seine Persönlichkeit. Ein paar lobende Worte über die Stärken bzw. den Charakter des Referenznehmers sollten schon fallen.

    Diese Elemente beinhaltet ein Empfehlungsschreiben – von oben nach unten:

    • Briefkopf (Vorname, Nachname, Unternehmen oder Organisation)
    • Telefonnummer für Rückfragen
    • Datum
    • Name und Anschrift des Adressaten (nicht die des Bewerbers)
    • Betreff („Empfehlungsschreiben für Max Mustermann“)
    • Selbstvorstellung (kurz)
    • Ausstellungsgrund (z.B. Praktikumsende)
    • Sachliche Empfehlung
    • Erreichte Qualifikationen (z.B. Studienabschluss)
    • Erfolge
    • Subjektive Empfehlung (Soft Skills, Charakter)
    • Datum, Unterschrift

    Empfehlungsschreiben Fehler

    Natürlich können Empfehlungsschreiber auch eine Menge falsch machen. Es gibt zwar keine Geheimcodes wie im Arbeitszeugnis, aber doch die eine oder andere Falle, in die man tappen kann.

    Grundsätzlich kann man davon ausgehen, dass jemand, der Ihrer Bitte um eine Empfehlung nachkommt, Sie auch wirklich loben und weiterempfehlen will. Wer Sie hingegen für unfähig hält, wird erst gar kein Empfehlungsschreiben erstellen.

    Darum sollte man selbst übrigens auch nicht jeder Bitte nach einer Referenz nachkommen. Sie kann wieder auf Sie zurückfallen! Hält der Kandidat nicht, was Sie in Ihrer Empfehlung versprechen, beschädigt dies Ihren guten Ruf.

    Es gibt aber noch mehr Punkte, die den Wert eines Empfehlungsschreibens nach unten ziehen. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn…

    • der Gutachter eine schlechte Reputation hat.
    • der Text aus lauter abgedroschenen Phrasen und Floskeln besteht.
    • der Text eine einzige Lobhudelei ist, die verdächtig an ein Gefälligkeitsgutachten erinnert.
    • der Text wegen seiner Superlative unglaubwürdig ist.
    • der Gutachter das, was er geschrieben hat, fachlich gar nicht beurteilen kann.

    Der letzte Punkt betrifft auch die Online-Empfehlungen, die sich Mitglieder in Business-Netzwerken geben können. Sie laufen meist nach dem Schema „Gibst du mir eine gute Bewertung, gebe ich dir auch eine“ ab. Das ist durchschaubar. Nicht jede Empfehlung ist daher wertsteigernd.

    Bewerber aufgepasst!

    Empfehlungsschreiben TippsDiese formellen Voraussetzungen sollte ein Empfehlungsschreiben einhalten, wenn Sie es für Ihre Bewerbung verwenden:

    • Nicht länger als eine DIN-A4-Seite
    • Auf Firmenpapier gedruckt, um ihm einen offiziellen Charakter zu verleihen
    • Nicht mehr als 3 Empfehlungsschreiben pro Bewerbung

    Zu viele Referenzen in der Bewerbung wirken inflationär. Zwei oder drei überzeugende Referenzen ziehen dagegen, haben Wert. Gleiches gilt für die Empfehlung selbst. Nicht nur überschwänglich loben, sondern dosiert und differenziert. Das ist glaubwürdiger!

    Den Professor nach einem Empfehlungsschreiben fragen

    Professoren an der Universität werden häufig um ein Empfehlungsschreiben gebeten – allein schon von den vielen Studierenden, die sich um ein Stipendium bewerben wollen. Es muss Ihnen also nicht unangenehm sein, das Gleiche zu tun.

    Aber: Eine Bindung zum jeweiligen Professoren sollten Sie schon haben. Er oder sie sollte zumindest wissen, wer Sie sind. Vielleicht haben Sie ein Seminar bei ihm belegt, eine Arbeit geschrieben oder wurden sogar als studentische Hilfskraft eingestellt. Einen Professor zu fragen, der Ihr Gesicht noch nie gesehen hat, wäre dagegen unverschämt.

    So fragen Sie den Professor nach einem Empfehlungsschreiben:

    • Termin

      Vereinbaren Sie einen Termin – zum Beispiel per Mail. Einfach so hineinplatzen und nach einer Empfehlung fragen – das ist anmaßend. Eine Absage wäre dann durchaus gerechtfertigt.

    • Genauigkeit

      „Hmm, naja, ich brauche da so eine Empfehlung, in der drin steht, dass ich…“ Falsch! Sagen Sie konkret, um was es geht. Wofür benötigen Sie das Empfehlungsschreiben? Was soll darin zum Ausdruck kommen? Warum glauben Sie, dass Sie eine Empfehlung verdient hätten? Liefern Sie dem Professoren Informationen und Argumente.

    • Motivation

      Präzisieren Sie Ihr Vorhaben. Was ist Ihr Ziel? Der Professor sollte Ihre Beweggründe verstehen – und erkennen, dass Sie hochmotiviert sind. Er sollte nicht den Eindruck gewinnen, dass Ihr Vorhaben nur eines von vielen ist. Motto: Wenn dieses nicht klappt, dann halt ein anderes. Dass es Ihnen am Herzen liegt, sollte vielmehr ersichtlich sein.

    • Unterlagen

      Ein Empfehlungsschreiben macht Arbeit. Machen Sie es dem Professor daher so einfach wie möglich. Liefern Sie alle Unterlagen mit, die er benötigt. Und vermeiden Sie Missverständnisse. Wenn Sie das Schreiben in englischer Sprache brauchen, dann sagen Sie es. Machen Sie sich vorher eine Liste, auf der die wichtigsten Punkte aufgelistet sind. Dann vergessen Sie nichts.

    • Zeit

      Drängeln Sie nicht. An der Uni gibt es viel zu tun – und ehrlich gesagt auch Wichtigeres, als ein Empfehlungsschreiben zu verfassen. Rechnen Sie in Wochen, nicht in Tagen. Fragen Sie nicht erst drei Tage vorher an. Vier bis fünf Wochen Vorlauf sollten Sie einplanen.

    So könnten Sie Ihre Bitte um ein Empfehlungsschreiben an den Professor formulieren:

    • Sehr geehrter Professor Beck,

      vor Kurzem habe ich bei meinen Ihnen meine Bachelorarbeit über energiewirtschaftliche Optimierungspotenziale in energieintensiven Unternehmen geschrieben und mit der Note 1,3 bestanden. Nun möchte ich mich für den Master Nachhaltige Energieversorgungstechnologien an der Technischen Universität Chemnitz bewerben und wäre Ihnen sehr dankbar, wenn Sie mir ein Empfehlungsschreiben ausstellen. Die Bewerbungsfrist läuft am xx.yy.zzzz ab. Gerne können wir die Details in einem persönlichen Gespräch besprechen. Ich freue mich auf Ihre Rückmeldung und wünsche Ihnen eine produktive Woche!

    Empfehlungen von der Uni

    empfehlungsschreiben uni studium professorViele Unis und Hochschulen haben klare Regeln im Umgang mit Empfehlungsschreiben aufgestellt. Ohne vorheriges Gespräch und Unterlagen ist das Anliegen oft aussichtslos.

    Hier finden Sie beispielhaft die Merkblätter von drei Universitäten zu Empfehlungsschreiben:

    Ehemaligen Chef nach einem Empfehlungsschreiben fragen

    Ihren aktuellen Chef um ein Empfehlungsschreiben bitten, damit Sie sich anderweitig bewerben können? Das klingt nach einem schlechten Witz. In der Tat ist dieser Plan in den meisten Fällen nicht zu empfehlen. Es sei denn, Sie haben ein offenes und enges Verhältnis und Ihren Chef längst in Ihre Pläne eingeweiht – und der will Ihnen auch keine Steine in den Weg legen.

    Normalerweise aber sollten Sie nur ehemalige Arbeitgeber fragen. Am besten die, mit denen Sie im Guten auseinandergegangen sind. Darum ist Netzwerken übrigens so wichtig. Wenn Sie sich nach fünf Jahren Funkstille wieder melden und sofort eine Empfehlung einfordern, hat das ein Geschmäckle. Motto: Der meldet sich nur, wenn er was will.

    So fragen Sie Ihren ehemaligen Chef nach einer Empfehlung:

    • Anruf

      Wenn Sie einen ehemaligen Chef um eine Referenz bitten wollen, dann rufen Sie ihn an. Eine E-Mail ist zu unpersönlich – nur im Notfall eine Alternative (wenn der Chef telefonisch unerreichbar ist).

    • Selbstreflexion

      Fragen Sie wirklich nur, wenn Sie der Überzeugung sind, dass Sie eine Empfehlung auch verdient haben. Und wenn der Ex-Chef dies ähnlich sehen dürfte. Wurden Sie hingegen aus Leistungsgründen gefeuert, dann riecht Ihr Vorhaben eher nach Verzweiflungstat – oder nach einem Aprilscherz.

    • Begründung

      Blicken Sie in die Zukunft und erläutern Ihr Vorhaben. Wo wollen Sie mit dem Bewerbungsschreiben hin? Niemand schreibt gerne eine Empfehlung ins Blaue hinein. Wer weiß, wofür sie verwendet wird? Das könnte schließlich noch auf einen zurückfallen. Versorgen Sie Ihren Ex-Chef daher mit den wichtigsten Informationen.

    So könnten Sie Ihre Bitte um ein Empfehlungsschreiben an den Ex-Chef formulieren:

    • Liebe Frau Heineken,

      seit sechs Jahren arbeite ich mit großer Leidenschaft und Begeisterung als Marketingmanagerin im Unternehmen. Sie haben meinen Werdegang in all dieser Zeit begleitet und mich stets gefördert. Dafür möchte ich mich ganz herzlich bei Ihnen bedanken. Ich denke nun, dass es für mich an der Zeit ist, den nächsten Schritt zu gehen. Darum bewerbe ich mich für die intern ausgeschriebene Stelle als Leiterin der neu gegründeten Abteilung für Social-Media-Marketing. Ein Empfehlungsschreiben von Ihnen würde mir dabei sicherlich sehr helfen, weswegen ich Sie hiermit ganz herzlich um eines bitten möchte. Gerne komme ich auch persönlich bei Ihnen Büro vorbei, um die Angelegenheit zu besprechen.

    Als Freiberufler nach einem Empfehlungsschreiben fragen

    So fragen Freiberufler Ihre Auftraggeber nach einer Empfehlung:

    • Aktivität

      Warten Sie nie einfach ab, bis Sie eine Referenz vom Unternehmen erhalten. Die kommt im Zweifel nie. Fragen Sie aktiv danach. Insbesondere dann, wenn Sie gute Leistungen gebracht haben. Viele Kunden vergessen es schlicht und einfach – oder wollen es vergessen, um Zeit zu sparen.

    • Zitate

      Hat Ihnen ein Team- oder Abteilungsleiter ein Lob ausgesprochen, dann notieren Sie es sich. Fragen Sie, ob Sie das Zitat als Empfehlung verwenden dürfen. Ist Ihr Chef gerade vollauf zufrieden mit Ihnen, wird er Ihnen diesen Wunsch wahrscheinlich nicht abschlagen.

    • Einverständnis

      Sie können Empfehlungen auch auf Ihrer Webseite verwenden. Nur echte Referenzgeber und Unternehmen wirken authentisch. Dafür benötigen Sie aber ein schriftliches Einverständnis. Veröffentlichen Sie keine Empfehlungen ohne schriftliches Einverständnis des jeweiligen Kunden!

    • Firmenpapier

      Ein Empfehlungsschreiben, das auf offiziellem Firmenpapier gedruckt wurde, wirkt hochwertiger. Und es erhöht die Glaubwürdigkeit. Fragen Sie ruhig danach.

    So könnten Sie Ihre Bitte um ein Empfehlungsschreiben an einen ehemaligen Auftraggeber formulieren:

    • Hallo Herr Anheuser,

      nachdem Sie vor Kurzem in Rente gegangen sind, möchte ich mich auch auf diesem Wege noch einmal herzlich bei Ihnen für die langjährige und gute Zusammenarbeit bedanken. Es hat mir großen Spaß gemacht und war mir eine Ehre! Ich hoffe, Ihnen gelingt der Übergang in den Ruhestand und Sie können ihn vom ersten Tag an genießen. Mir klingt noch Ihr letztes Lob in den Ohren, als sie sinngemäß sagten: Herr Busch hat uns von Anfang an mit seinem Konzept umgehauen. Und die Umsetzung war sogar noch besser! Dürfte ich Sie damit auf meiner Homepage zitieren? Ich hoffe auf Ihr Einverständnis und grüße Sie auf das Herzlichste.

    Empfehlungsschreiben Muster

    Dr. Herbert Herbertson
    Herbertstraße 1
    12345 Herbertsdorf
    Telefon: 1234-56789

    Empfänger
    Anschrift
    PLZ Standort

    Empfehlungsschreiben für Rollo Roller

    Herr Roller hat insgesamt acht Jahre für unser Unternehmen gearbeitet – mit großem Erfolg. Daher bedauere ich es sehr, dass er unser Unternehmen nun verlassen und eine neue Herausforderung annehmen wird. Nichtsdestotrotz kann ich Herrn Roller wärmstens weiterempfehlen.

    Rollo Roller hat vom xx.xx.xxxx bis zum yy.yy.yyyy als Position für unser Unternehmen gearbeitet. Von Anfang gefiel mir sein Elan und seine Durchsetzungsstärke. Ich habe ihn zudem als verantwortungsvollen Kollegen kennengelernt, der früh Führungsverantwortung übernommen hat. Als Führungskraft hat er mich nie enttäuscht. Durch seine gute Arbeit haben wir Prozesse im Unternehmen verschlankt und Kosten reduziert. Dass wir in den vergangenen Jahren insgesamt wettbewerbsfähiger geworden sind, verdanken wir auch ihm

    Herr Roller genießt daher einen ausgezeichneten Ruf bei Kunden und Kollegen. Ich halte ihn für hochgradig geeignet, um weiterhin Führungsaufgaben in der XX-Branche auszuüben. Seine Einstellung kann ich Ihnen ohne jeden Zweifel empfehlen.

    Für etwaige Rückfragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

    Mit freundlichen Grüßen

    Unterschrift

    Ein weiteres Muster-Empfehlungsschreiben zum Download und Bearbeiten finden Sie als Vorlage hier:

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    [Bildnachweis: Gajus by Shutterstock.com]

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    Heute sind Rechner, Smartphones, Software und Internet am Arbeitsplatz selbstverständlich – in nahezu allen Wirtschaftsbereichen. Der Begriff EDV oder EDV-Kenntnisse im Lebenslauf ist mittlerweile so veraltet wie der Name Raider für Twix. EDV – das klingt nach Windows 95 und Diskettenlaufwerk.

    Karrieresprung empfiehlt Ihnen daher, den Terminus nicht in Ihrer Bewerbung zu verwenden.
    Dies gilt ebenso für Begriffe wie Computerkenntnisse, PC-Wissen oder Computerfähigkeiten. Greifen Sie lieber auf ein zeitgemäßes Synonyom zurück wie:

    • IT-Kenntnisse
    • IT-Skills
    • IT-Kompetenzen

    Was Sie auf gar keinen Fall tun sollten: In der Bewerbung Ihre EDV-Kenntnisse zusammenfassend und undifferenziert mit einer Schulnote wie sehr gut oder gut umschreiben, also so:

    • EDV-Kenntnisse – sehr gut

    Damit outen Sie sich als jemand, der in der Zeit stehengeblieben ist. EDV-Kenntnisse (bzw. IT-Kenntnisse) sind heute weit mehr, als den Rechner zu booten und ein Textverarbeitungsprogramm zu starten.

    Darunter fällt jegliches Know-how im Umgang mit Computern, sämtliche Skills und Qualifikationen. Es gibt unzählige Programme, Systeme, Programmiersprachen, Algorithmen, Künstliche Intelligenzen. In jedem Beruf sind die Anforderungen an Ihre EDV-Kenntnisse bzw. IT-Skills unterschiedlich.

    Bewerber sollten in ihrer Bewerbung daher differenzierter sein. Listen Sie die einzelnen IT-Kompetenzen fein säuberlich im Lebenslauf auf. Karrieresprung zeigt Ihnen, wie das geht…

    EDV Kenntnisse Liste

    Unter EDV-Kenntnisse fallen zum Beispiel:

    • Textverarbeitungsprogramme (z.B. Microsoft Word)
    • Tabellenkalkulation (Excel)
    • Bildbearbeitungsprogramme und Grafikdesign (Photoshop)
    • Präsentationsprogramme (Powerpoint)
    • Betriebssysteme (Windows)
    • Projektmanagement (Scrum)
    • Programmiersprachen (Java)
    • Datenbankmanagement (SQL)
    • Content-Management-Systeme (CMS)
    • Social Media (Facebook, Instagram, Twitter)
    • Social Media Management (Hootsuite)
    • Netzwerktechnik
    • IT-Security
    • Customer-Relationship-Management-Systeme (CRM)
    • Enterprise-Resource-Planning-Systeme (ERP)
    • Unternehmenssoftware (SAP)
    • Hardware
    • Big Data (Hadoop)
    • E-Commerce
    • Cloud-Kenntnisse (Amazon Web Services)
    • Suchmaschinenoptimierung (SEO) und Suchmaschinenwerbung (SEA)
    • Computer Aided Engineering (CAD)

    Je mehr Einzelskills Sie mitbringen, desto größer sind Ihre EDV Kenntnisse insgesamt. Aber: Nicht jeder einzelne Punkt ist zwingend wichtig für Ihre Bewerbung.

    Wenn Sie ein wahrer IT-Allrounder sind, dann ist es im Zweifel sinnvoller, sich in der Bewerbung auf die IT-Kenntnisse zu beschränken, die für den jeweiligen Job relevant sind.

    Ein Programmierer braucht normalerweise keine SAP-Kenntnisse, muss dafür aber sicher im Umgang mit Programmiersprachen sein. Ein Social Media Manager muss dagegen nicht programmieren können, SEO-Wissen aber bringt ihm jede Menge Pluspunkte. Ein SEO-Experte, der zugleich ein Top-Fotograf ist und exzellent Bilder mit Photoshop bearbeiten kann, hat im Arbeitsalltag mitunter Vorteile.

    Achten Sie also genau darauf, was in der Stellenanzeige gefordert wird und was im Beruf wichtig ist. Nur die dafür brauchbaren EDV-Kenntnisse sind in Ihrer Bewerbung relevant – und möglicherweise jene, die Sie so gut beherrschen, dass Ihr Arbeitgeber einen Extranutzen davonträgt. Das könnte Ihnen dann sogar Einkommensvorteile bescheren…

    EDV Kenntnisse im Lebenslauf angeben

    Eine Bewerbung ohne EDV Kenntnisse? Das ist heutzutage schon fast ein Sonderfall – und in vielen Fällen sogar aussichtslos. Wo aber gebe ich meine EDV-Kenntnisse in der Bewerbung genau an?

    Antwort: Ihre EDV-Kenntnisse gehören vor allem in den tabellarischen Lebenslauf. Bilden Sie dafür eine eigene Kategorie (mit der Bezeichnung IT-Kenntnisse) und listen Sie Ihre IT-Skills dort auf – wohlgemerkt nur jene, die relevant sind und/oder die Sie extrem gut beherrschen.

    Achten Sie darauf, die IT-Skills möglichst sauber zu strukturieren und zu unterteilen: in Datenverarbeitungsprogramme, Programmiersprachen usw. Bedenken Sie: Personaler mögen kaum etwas so sehr wie Übersichtlichkeit. Diese erleichtert ihnen die Arbeit – und zeigt ihnen außerdem, dass sie es mit einem strukturierten Bewerber zu tun haben.

    So könnten Sie Ihre EDV-Kenntnisse im Lebenslauf formulieren:

    • MS Excel (tägliche Anwendung), MS Word (häufige Anwendung)
    • Microsoft Excel (sehr gute Kenntnisse), Microsoft Word (gute Kenntnisse), Adobe Photoshop (Grundkenntnisse)
    • MS Powerpoint (Erstellung von Kundenpräsentationen), MS Photoshop (Bearbeitung von Bildern für die Unternehmenshomepage und Social Media)
    • Sehr gute Kenntnisse in Microsoft Windows, WordPress. Gute Kenntnisse in Linux. Grundkenntnisse in SEO und SEA.
    • Java, PHP, C# (seit 8 Jahren), Ruby, Matlab (seit 5 Jahren), Matlab (seit 2 Jahren), Julia (seit 1 Jahr)
    • Javascript, Java, C++ (Expertenkenntnisse), Ruby, SQL (gute Kenntnisse), Python (Grundkenntnisse)
    • SAP (zertifiziert in SD und PP)
    • Scrum (Licensed Scrum Master seit 2019)
    • SAP FI (seit 2019 in täglicher Anwendung im Vertriebscontrolling)

    Nur wenn EDV-Kenntnisse für den Job nicht sonderlich relevant sind, können Sie auf eine eigene Rubrik verzichten und sie mit anderen, den besonderen Fähigkeiten, zusammen einordnen. Beispiel: In einer Bewerbung für einen Nebenjob in der Gastronomie sind EDV-Kenntnisse weniger interessant. Es wäre geradezu merkwürdig, wenn Sie in Ihren Bewerbungsunterlagen extra darauf hinweisen würden.

    Auch im Anschreiben können sie auf Ihre EDV-Kenntnisse eingehen – und sollten es sogar, wenn sie für die Stelle relevant sind. Dann aber bitte nicht alle Fähigkeiten herunterrattern, sondern möglichst nur eine Top-Fähigkeit herausstellen und erklären.

    6 Tipps für EDV Kenntnisse in der Bewerbung

    Wie setzen Sie Ihre EDV Kenntnisse in der Bewerbung gekonnt in Szene? Mit diesen 6 Tipps gelingt es:

    1. Abstufung

      Ein Programmierer beherrscht nicht jede Programmiersprache gleich gut. Eine Bürokraft ist nicht in allen Office-Programmen bewandert. Erleichtern Sie dem Unternehmen die Arbeit, indem Sie Ihre Fähigkeiten sinnvoll abstufen.

      Das geht mithilfe von Schulnoten oder einer Unterteilung in Grundkenntnisse, Fortgeschrittene Kenntnisse und Sehr gute, Experten– oder Hervorragende Kenntnisse (Beispiele siehe oben).

      IT-Skills, über die Sie nicht verfügen, die aber auch gar nicht benötigt werden, lassen Sie direkt außen vor. Es wäre unklug, sich selbst die Note Sechs zu verpassen.

    2. Ehrlichkeit

      Bleiben Sie ehrlich – alles andere hilft weder Ihnen noch dem Unternehmen. Früher oder später kommt heraus, dass Sie die Programmiersprache Python in Wahrheit gar nicht beherrschen.

      Wenn Sie den Job deshalb nicht machen können, werden Sie in ihm weder glücklich noch erfolgreich, sondern fliegen womöglich schon in der Probezeit hinaus. Das beschert Ihnen mittel- bis langfristig also nur Probleme.

      Ein bisschen Übertreibung bleibt aber natürlich erlaubt: Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob sie in der Bewerbung Ihre SAP-Kenntnisse mit einer 2 oder 3 bewerten sollen, dann wählen Sie die bessere Note. Ehrlichkeit? Ja. Understatement? Nein!

    3. Details

      Noch besser als Schulnoten sind konkrete Projekte und Erfolge. Sie haben eine eigene App entwickelt? Ein Computerspiel programmiert? Beim vorherigen Arbeitgeber ein IT-Team geleitet? Dann unbedingt rein damit in die Bewerbung. Nichts ist so effektiv wie eine gute Referenz. Sie hat mehr Aussagekraft als eine Note, die man sich selbst gegeben hat.

      Dabei muss es sich nicht immer um die ganz großen Projekte handeln – auch kleine Erfolge können Eindruck schinden. Es kommt gut generell an, wenn Sie darlegen können, Ihre EDV-Kenntnisse schon in die Tat umgesetzt zu haben.

    4. Zeugnisse

      Eine gute Referenz ist noch wertvoller, wenn sie von einem Dritten beglaubigt wurde. Beispielsweise in Form eines Zeugnisses oder Zertfikats. Dabei kann es sich um Zeugnisse von Modulen, Abschlussarbeiten oder Kursen in der Universität oder ein Zeritfikat von Online-Anbietern wie Coursera oder Udacity handeln.

      Wenn es der Personaler schwarz auf weiß von einer unabhängigen Quelle hat, wertet das Ihre Bewerbung auf.

    5. Netzwerke

      Bringen Sie Ihre Karrierenetzwerke auf Vordermann. Tragen Sie in Ihrem Profil bei Xing- oder Linkedin unbedingt Ihre EDV-Kenntnisse ein – und bereichern Sie Ihre bisherigen Arbeitsstationen mit Details Ihrer Arbeit.

      Tipp: Bei Linkedin können Kontakte Ihre Skills mit einem Klick bestätigen. Auch dies verleiht Ihrer Bewerbung Glaubwürdigkeit. Viele Personaler werden es sich nicht nehmen lassen, einen Blick in Ihre Profile zu werfen.

    6. Daten

      Ihre IT-Erfahrungen können Sie mit Zahlen untermauern. Denn auch im Umgang mit Computern gilt: Übung macht den Meister, langjährige Erfahrung zahlt sich aus. Wenn Sie also schon seit Kindesbeinen programmieren oder Hardwarebastler sind, dann stellen Sie den langen Zeitraum heraus.

      Oder geben Sie den Zeitraum an, in denen Sie an einem wichtigen IT-Projekt gearbeitet haben – oder wie lange Ihre IT-Weiterbildung gedauert hat.

    EDV Kenntnisse lernen

    EDV Kenntnisse kann man lernen. Manchmal MUSS man sie sogar erlernen, um Chancen auf einen neuen Job zu haben. Nach einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) scheitern vor allem Arbeitslose über 55 Jahre an einer Wiederbeschäftigung, weil sie über zu geringe oder veraltete EDV-Kenntnisse verfügen.

    Doch das muss nicht so bleiben. Es ist heute so einfach wie nie zuvor, IT-Kompetenzen zum Leben zu erwecken oder zu revitalisieren. 4 Tipps – hier können Sie EDV-Kenntnisse lernen:

    • Online-Kurse von E-Learning-Anbietern wie Coursera, Edx, Udacity, Linkedin oder openHPI
    • Youtube-Tutorials
    • IT-Schulungen und Workshops von privaten Agenturen oder Anbietern wie der IHK
    • Hackathons von Unternehmen und Organisationen

    EDV-Kenntnisse Berufe

    Heute kommt kaum noch jemand ohne EDV-Kenntnisse aus. Ingenieure brauchen sie zusehends, Betriebswirte, Steuerberater, Journalisten. Sogar Kellner und Kassierer kommen im Arbeitsalltag nicht mehr ohne elektronische Hilfsmittel aus. Es gibt natürlich weiterhin Ausnahmen, doch die werden immer rarer.

    Und dennoch: In manchen Berufen sind IT-Kenntnisse in der DNA verankert, in anderen kann man sie sich „on the job“ aneignen. In folgenden Jobs brauchen Sie definitiv profunde IT-Skills – eine Auswahl:

    Das sind die 10 wichtigsten Programmiersprachen 2020

    EDV Kenntnisse ProgrammiersprachenEin Sachbearbeiter muss nicht programmieren können, ein Entwickler schon. Laut Entwickler-Umfrage der Online-Plattform Stack Overflow sind das wichtigsten Programmiersprachen 2020:

    • JavaScript
    • HTML/CSS
    • SQL
    • Python
    • Java
    • Bash/Shell/Powershell
    • C#
    • TypeScript
    • PHP
    • C++

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    [Bildnachweis: Dean Drobot by Shutterstock.com]

    Die 11 schlimmsten Fehler im Vorstellungsgespräch

    Fehler im Vorstellungsgespraech Tipps

    Fehler im Vorstellungsgespräch – darüber ließen sich Romane schreiben. Es gibt kleine und große Missgeschicke. Dutzende Fettnäpfchen, Missgriffe und Patzer. Der eine Fauxpas zu viel – oder zu schwerwiegend – kann das vorzeitige Aus bedeuten. Traumjob adé! Aber wer sagt, dass Ihnen im Jobinterview ein dummer Lapsus unterlaufen muss? Fehler im Vorstellungsgespräch: Wenn Sie nicht so auftreten wie die 11 Typen, die wir Ihnen gleich vorstellen, haben Sie die größten Klippen umschifft…

    Fehler im Vorstellungsgespräch: Checkliste

    Im Jobinterview geht es um die Wurst. Gravierende Fehler will man da nach Kräften vermeiden. Und das geflügelte Wort der Fehlerkultur greift hier nicht. Jeder Fehler im Vorstellungsgespräch bringt Ihnen Minuspunkte, in Summe können sie Ihr vorzeitiges Aus bedeuten.

    Hier die wichtigsten Fehler im Vorstellungsgespräch, die Sie tunlichst vermeiden sollten:

    • Unpünktlich erscheinen
    • Lasch die Hand geben
    • Mundgeruch haben
    • Wenig Wissen über das Unternehmen mitbringen
    • überzogene Kritik über das Unternehmen äußern
    • Über den ehemaligen Arbeitgeber lästern
    • Betriebsinterna preisgeben
    • Keine Rückfragen stellen
    • Unangemessene Kleidung anziehen
    • Den Namen des Gesprächspartners vergessen oder falsch aussprechen
    • Keinen Blickkontakt aufnehmen
    • Dem Gegenüber ins Wort fallen
    • Den Gesprächspartner nicht zu Wort kommen lassen
    • Offensichtlich lügen
    • Zu leise oder monoton sprechen
    • Nur mit Ja oder Nein antworten
    • Nicht richtig zuhören
    • Selbstpräsentation vermasseln
    • Text wie auswendig gelernt aufsagen
    • Handy anlassen oder ans Handy gehen
    • Zwischendurch auf die Uhr schauen
    • Gähnen
    • Am Ende des Gesprächs nicht bedanken

    Hier die Checkliste zum Downloaden als PDF.

    Die 11 schlimmsten Fehler im Vorstellungsgespräch

    Ein Vorstellungsgespräch ist ein Slalomlauf. Links und rechts warten die Slalomstangen förmlich darauf, von Ihnen umgenietet und überfahren zu werden. Stets müssen Sie ausweichen, Gas geben und wieder abbremsen, um am Ende als Sieger dazustehen.

    Da gibt es fiese Fangfragen des Personalers, ungeklärte Lücken im Lebenslauf oder nervöse Nesteleien mit den Händen. Fehler über Fehler über Fehler können Bewerber hier aneinanderreihen. Wer zu viele Fehler im Vorstellungsgespräch macht – oder die falschen – ist den Job los, noch bevor er ihn überhaupt hatte.

    Dabei kann dem einen Arbeitgeber völlig egal sein, was dem anderen überaus wichtig ist. Einige Kardinalfehler aber sehen sie alle nicht gerne. Karrieresprung zeigt Ihnen, welche das sind.

    Fehler im Vorstellungsgespräch: Diese 11 Typen sollten Sie im Jobinterview NICHT verkörpern…

    1. Späti

      Wenn schon der Eindruck von Ihnen VOR dem ersten Eindruck miserabel ist, dann ist es um die Bewerbung nicht gut bestellt. Miserabel ist er, wenn Sie zu spät zum Vorstellungsgespräch erscheinen.

      Pünktlichkeit hat oberste Priorität. Fahren Sie rechtzeitig los und planen Sie einen großzügigen Puffer ein, damit Sie für alle Eventualitäten gewappnet sind, die in Form von Staus oder Baustellen lauern.

      Andererseits: Eine halbe Stunde vor Gesprächsbeginn sollten Sie auch nicht am Empfang aufschlagen. Das wirkt so, als hätten Sie sonst nichts zu tun, den Job ganz bitter nötig und würden alles, ja wirklich alles tun, um ihn zu kriegen. Keine gute Ausgangsposition!

      Außerdem setzen Sie Ihren Gesprächspartner damit unter Druck, sich doch bitte zu beeilen. Er oder sie ist davon ganz sicher nicht begeistert. Deshalb: Wenn Sie viel zu früh da sind, bleiben Sie lieber noch 15 Minuten im Auto sitzen und spielen auf Ihrem Handy. Oder setzen Sie sich ins Café um die Ecke.

    2. Tratschmaul

      Schon beim Wort Smalltalk läuft es vielen eiskalt den Rücken runter. Ein Horror! Was sage ich nur zu diesem fremden Menschen?

      Auf der anderen Seite gibt es die Typen, die völlig frei und ungezwungen drauflosquasseln. „Haben Sie da draußen auch diese Kids von Fridays for Future gesehen? Totale Spinner! Wissen Sie, ich habe neulich meine alte Waschmaschine ausgetauscht, weil die so einen hohen Verbrauch hatte. Aber Sie ahnen ja nicht, was…“ Sie merken schon: Freigiebiges Geplauder kann einen schnell in die Bredouille bringen. Wenn die Inhalte mit dem Weltbild des Gegenübers kollidieren. Oder wenn Sie schlicht zu viel Belangloses herausposaunen.

      Natürlich sollen Sie weder einen Maulkorb tragen noch Ihre eigene Meinung zensieren. Mit Ihren Kollegen können Sie hinterher immer noch über Gott und die Welt philosophieren. Im Jobinterview aber ist es strategisch cleverer, sich zurückzuhalten.

      Überlegen Sie sich zwei, drei smalltalk-taugliche Themen zum Einstieg, um im Notfall das Eis zu brechen. Ansonsten konzentrieren Sie sich lieber auf das Fachliche. Aber wer weiß, vielleicht verlangt Ihnen der Personaler noch die eine oder andere persönliche Frage ab. Dann können Sie immer noch loslegen, wenn Sie wollen…

    3. Automat

      Zu einer guten Vorbereitung gehört, dass Sie Informationen über das Unternehmen einholen. Dass Sie sich Rückfragen überlegen, Ihre Selbstpräsentation einstudieren und vernünftige Klamotten rauslegen.

      Aber übertreiben sollten Sie es nicht. Lassen Sie Platz für Improvisation. Mut zur Lücke! Sie können sich nicht auf jede Frage hundertprozentig vorbereiten. Wer zu perfekt auftritt, dem fehlen die Ecken und Kanten. Und diese Ecken und Kanten sind es, die einen Bewerber attraktiv machen.

      Nicht falsch verstehen: Vorbereitung ist wichtig. Gerade für Menschen, die weniger spontan sind. Aber wenn Sie am Ende wie ein Roboter Ihren Text aufsagen, haben Sie nichts gewonnen.

    4. Tiefstapler

      Bescheidenheit ist eine Zier, doch weiter… Alter Spruch, aktuelle Gültigkeit. Understatement lässt auf einen angenehmen, integren und sympathischen Charakter schließen.

      Zu dumm, dass Ihnen dies im Vorstellungsgespräch leider rein gar nichts bringt. Hier tragen Sie lieber zu dick als zu dünn auf. Immerhin will Ihr Gesprächspartner von Ihren Fähigkeiten überzeugt werden.

      Was hätte ein Diego Maradona im Jobinterview gesagt? Nicht gesagt hätte er, dass er im Spiel gerne mal zu unfairen Mitteln greift (die Hand Gottes!), aber ansonsten ein ganz guter Spieler sei. Er hätte gesagt, dass er in der Lage ist, eine gesamte Weltmeisterschaft im Alleingang für sein Team zu gewinnen.

      Die Wahrheit ist: Sie müssen sich verkaufen, selbstbewusst auftreten und vielleicht sogar ein bisschen angeben. Bis zur Toleranzgrenze! Traurig, das sagen zu müssen, aber: Bescheidenheit ist ein Fehler im Vorstellungsgespräch.

      Erst wenn Selbstbewusstsein in Arroganz und Überheblichkeit umschlägt, winken Personaler innerlich ab. Aber auch erst dann.

    5. Schweiger

      Der Personaler spricht, ich antworte. So stellen sich viele Bewerber ein Vorstellungsgespräch vor. Falsche Vorstellung!

      Verharren Sie nicht in der Rolle des passiven Zuhörers. Das Jobinterview ist ein Dialog, kein Verhör. Nicht nur das Unternehmen will erfahren, ob Sie die richtige Besetzung sind. Auch für Sie als Bewerber bietet sich hier eine einmalige Gelegenheit, mehr über die Firma zu erfahren.

      Darum sollten Sie sich gute Rückfragen überlegen und diese auch stellen. Sie demonstrieren so zudem Interesse und Neugier. Keine Rückfragen stellen – großer Fehler im Bewerbungsgespräch!

    6. Eintreiber

      In Zeiten des Fachkräftemangels haben begehrte Spezialisten mehr Verhandlungsspielraum als andere. Den dürfen und sollten sie auch nutzen.

      Aber es geht im Vorstellungsgespräch nicht nur um Sie. Es geht auch um den Bedarf des Unternehmens. Darum, was es sich von Ihnen verspricht und welche Leistung es erwarten darf. Das Preis-Leistungs-Verhältnis muss stimmen – für Sie als Bewerber, aber eben auch für den Arbeitgeber.

      Darum ist es so wichtig, Ihren Marktwert richtig einzuschätzen. Pokern Sie ruhig hoch und verkaufen Sie sich ja nicht unter Wert. Aber stellen sie keine exorbitant überzogenen und völlig abgehobenen Forderungen. Das Unternehmen wird Sie dann nicht einstellen – Fachkräftemangel hin oder her.

      Außerdem wollen sie ja nicht gierig wirken. Und setzen sie dem Gesprächspartner nicht die Pistole auf die Brust. Nach dem Motto: Entweder ich kriege die zwei Tage Home Office pro Woche oder ich komme nicht. Verhandeln: ja, pauschal einfordern: nein.

    7. Phrasendrescher

      „Ich bin ungeduldig. Ein echter Teamplayer. Perfektionist.“ Gähn! Im Vorstellungsgespräch mutieren Bewerber gerne zu Phrasendreschern. Personaler aber haben schätzungsweise schon tausendmal die Adjektive motiviert, lernfähig und belastbar gehört. Dass die Bewerber etwas bewegen wollen oder eine neue Herausforderung suchen.

      Logisch, Sie können nicht (Achtung, Phrase!) das Rad neu erfinden. Wenn Sie wirklich gerne im Team arbeiten, dann erwähnen Sie das. Aber belegen Sie es anhand echter Beispiele aus Ihrem Arbeitsleben. So konkret wie möglich, damit sich Ihr Gegenüber etwas darunter vorstellen kann. Behaupten kann man schließlich vieles.

      Darüber hinaus dürfen Sie natürlich auch gerne nach Vorteilen und Stärken suchen, die nicht so oft verwendet werden. Attribute, die Sie auszeichnen, die aber noch nicht ausgenudelt sind.

      Schließlich gilt es als Erfolgsrezept, neue Wege zu gehen, aus der Masse hervorzustechen, im Sport oder in der Kunst zum Beispiel. Wer einzigartig ist, erhöht seinen Wiedererkennungs- und Marktwert.

    8. Egozentriker

      Na klar, im Bewerbungsgespräch geht es um Sie und Ihre Qualitäten. Aber versuchen Sie dennoch, eine Verbindung zum Arbeitgeber in spé herzustellen. Welche Vorteile hat er von Ihnen?

      Dass Sie so ein smarter und charmanter Typ sind, ist schön für Sie. Aber wie bringt es das Unternehmen voran? Versetzen Sie sich in die Lage des Personalers. Er will eine konkrete Stelle besetzen mit einer Person, die spezielle Aufgaben übernimmt. Legen Sie also dar, wie Sie der Firma genau helfen können. Ihre Skills, Kenntnisse und Netzwerke können Sie zum Wohle der Firma einsetzen, indem Sie…

      Der Personaler muss spüren, dass ein fähiger Kandidat auf ihn wartet, der die Firma weiterbringt. Und nicht einer, dem es nur um die Befriedigung seiner eigenen Bedürfnisse geht, um den Dienstwagen oder das Eckbüro.

    9. Wachsfigur

      Manche halten die Körpersprache für überbewertet. Ihr Gesprächspartner im Jobinterview dürfte sie aber sehr ernst nehmen. Spielt ein Bewerber nervös mit seinen Händen herum, zeugt das von Unsicherheit – zumindest ist dies die Botschaft, die ankommt.

      Versuchen Sie also, Ihren Körper zu beherrschen. Aufrecht hinsetzen, Hände gefaltet in den Schoß legen, Blickkontakt halten. Kräftiger Händedruck, ebenso kräftige Stimme. Die sollten Sie auch aufrechthalten, wenn Sie mit einer unangenehmen Frage konfrontiert werden. Sie dürfen auch gerne gestikulieren und müssen nicht wie eine Wachsfigur auf Ihrem Platz kleben.

      Ungünstig wäre, wenn Sie bei einer fiesen Fangfrage zusammenzucken, in Panik geraten oder anfangen zu stottern. Das können Sie vorher auch trainieren, mit Freunden oder vor dem Spiegel.

      Negative Körpersprache – ein unterschätzter Fehler im Vorstellungsgespräch!

    10. Schlumpergrete

      Nachlässige Kleidung. Ein Anfängerfehler im Vorstellungsgespräch. Wenn Sie sich nicht sicher sind, was Sie überwerfen sollen, dann befolgen Sie die Regel: Lieber overdressed als underdressed. Im Zweifel den Anzug, Hosenanzug oder das Kostüm anziehen.

      Selbstverständlich kommt es auf die Branche und das Unternehmen an. Bei einem Software-Startup dürfen Sie es ruhig wagen, sich im Hoodie als Softwareentwickler vorzustellen. Ihre Einstellungschancen sind hoch – unabhängig vom Outfit. In der Finanzbranche geht es konservativer zu, in der Werbung kreativer. Der Einzelfall entscheidet.

      Es geht aber nicht nur um den Dresscode: Sauber und fusselfrei sollte Ihre Kleidung sein – egal, um welche es sich handelt. Die Hygiene-Basics kennen Sie selbst: Fingernägel schneiden, Haare waschen, solche Dinge. Allerdings merkt man selbst oft nicht, dass man üblen Mundgeruch hat. Vorsichtshalber lieber ein paar Drops einwerfen?

      Bedenken Sie: Ein klitzekleines Detail kann den Gesamteindruck völlig zunichte machen. Ein brauner Soßenfleck auf der Hinterseite Ihres Hemdes. Oder ein winziges, aber doch sichtbares Loch im Strumpf oder ein Hosenstall, den Sie vergessen haben zu schließen. Vor dem Jobinterview noch mal einen genauen Checkup durchführen.

      Modischer Fauxpas – ein Fehler im Vorstellungsgespräch, den Sie unbedingt vermeiden sollten!

    11. Undankwart

      Der letzte Eindruck hallt nach. Vergessen Sie nicht, sich zum Abschied noch einmal herzlich zu bedanken. Für das Gespräch und die Zeit, die man für Sie geopfert hat. Dabei spielt es überhaupt keine Rolle, wie das Gespräch verlaufen ist, ob es gut oder mies war. Ein aufrichtiger Dank gehört sich einfach.

      Wer es versäumt, hinterlässt mindestens einen faden Nachgeschmack. Wenn Sie sich dagegen bedanken, wird der Personaler dies wertschätzen – und sie als Mensch mit guten Umgangsformen in Erinnerung behalten.

      Ein kleiner Baustein, der viel wert ist. Schließlich will man Leute einstellen, die sich zu benehmen wissen…

    Fehler im Vorstellungsgespräch von Unternehmen

    fehler im vorstellungsgespraech von unternehmenBewerber sind nicht die einzigen, die sich Fehler im Vorstellungsgespräch erlauben. Arbeitgeber sind auch nicht gerade perfekt. Nach Angaben der Jobbörse Monster haben 60 Prozent der Jobsuchenden schon einmal ein Angebot aufgrund ihrer Eindrücke im Einstellungsgespräch abgelehnt.

    Wenn der Personaler durch Unpünktlichkeit oder Arroganz glänzt, ist so mancher Interessent innerlich schon wieder aus der Tür. Besonders ärgerlich ist eine schlechte Organisation: Wenn der Raum für das Jobinterview gar nicht gebucht war, der Personalchef kurzfristig lieber einen anderen Termin wahrnimmt oder die Bewerbungsmappe auf unerklärliche Weise verschwunden ist.

    Bewerber wollen merken, dass sich der Arbeitgeber mit ihrer Vita befasst hat – wenigstens ansatzweise. Wenn dagegen nur das Standardprogramm abgespult wird, kommt die Wertschätzung zu kurz. Und eine Prise Emotion darf auch gerne im Spiel sein. Personaler, die sich für den Menschen hinter dem Arbeitnehmer interessieren, machen Lust auf eine Zusammenarbeit. Zu oberflächlich und technisch sollte das Bewerbungsgespräch nicht sein.

    Die größten Fehler im Vorstellungsgespräch von Unternehmen:

    • Schwache Unternehmenspräsentation
    • Unprofessionelles Auftreten der Personaler
    • Schlechte Organisation
    • Unpünktlichkeit
    • Oberflächliches oder zu technisches Gespräch

    Frage an Bewerber: Was war Ihr größter Fehler?

    Im Bewerbungsgespräch begeht man nicht nur Fehler, man wird auch nach ihnen gefragt. Die Frage „Was war Ihr größter Fehler?“ (oder „Was war Ihr größter Misserfolg?“) zählt eindeutig zu den beliebtesten von HR-Mitarbeitern.

    Wie reagieren Bewerber darauf? Fehler verleugnen ist jedenfalls keine realistische Strategie. Geben Sie Fehler zu und suchen Sie auch keinen Schuldigen. Nach dem Motto: Der Rasen war schlecht, der Schiri mies und unser Torwart eine Katastrophe, darum MUSSTE ich ja quasi das Eigentor schießen.

    Aber zeigen Sie gleichzeitig, dass sie aus der Episode gelernt haben. Sie haben den Misserfolg analysiert, Ihre Lehren gezogen und begehen den Fehler kein zweites Mal. Im Gegenteil, Sie sind gestärkt aus der Sache hervorgegangen.

    Fehler im Vorstellungsgespräch erklären – hier sind 3 konkrete Beispiele, wie es funktionieren kann:

    • Frage nach Fehlern: Antwort 1

      Ich habe bei meinem Berufseinstieg ein sehr hohes Einstiegsgehalt verlangt, weil ich von mir einfach maßlos überzeugt war. Das war im Rückblick sehr übertrieben und überzogen. Mittlerweile weiß ich, dass man erst Leistung bringen muss und danach etwas einfordern kann. Verstehen Sie mich nicht falsch, heute bin ich jeden Cent wert, den ich fordere… (der letzte Satz mit einem Augenzwinkern, versteht sich).

    • Frage nach Fehlern: Antwort 2

      Ich musste mal eine Rede vor versammelter Belegschaft halten und es war eine Katastrophe. Ich war hypernervös, habe mich ständig verhaspelt und ohne Übertreibung zum Gespött gemacht. Danach habe ich mir geschworen: Das passiert dir nie wieder! Ich habe einen Rhetorikkurs belegt und zuhause geübt, geübt, geübt. Ehrlich gesagt hatte ich bis heute nicht die Möglichkeit, diese Blamage wieder wettzumachen, weder bei meinem damaligen Arbeitgeber noch anderswo. Aber ich brenne darauf, genau das irgendwann zu tun, vielleicht ja sogar bei Ihnen…

    • Frage nach Fehlern: Antwort 3

      Nach meinem Studium wollte ich unbedingt bei Siemens anfangen, weil es damals mein absoluter Traumarbeitgeber war. Ich bin siegesgewiss zum Vorstellungsgespräch gefahren, aber es ging richtig in die Hose. Ich hatte mich nicht genügend vorbereitet und habe geglaubt, dass alles ganz von alleine läuft. Nicht bewusst war mir, dass ich mich auch als Traumarbeitnehmer von Siemens präsentieren musste, um den Job zu bekommen. Habe ich aber nicht. Die Geschichte war mir eine Lehre. Seitdem bereite ich mich, wenn ich einen Job wirklich will, absolut gründlich und gewissenhaft auf ein Jobinterview vor. Darum bin ich heute auch so gut vorbereitet…

    Wichtige Anmerkung: Zu gravierend darf Ihr Fehler nicht gewesen sein. Wenn Sie illegale Geschäfte gemacht oder Ihren Chef hintergangen haben, dann können Sie zwar auch daraus gelernt haben und längst auf die gute Seite gewechselt sein. Erwähnen sollten Sie den Fehler im Vorstellungsgespräch trotzdem nicht. Niemand stellt wissentlich Lügner, Betrüger, Diebe und sonstige Ganoven ein…

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    [Bildnachweis: fizkes by Shutterstock.com]

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    Viele Bewerber glauben, die Gesprächsführung im Vorstellungsgespräch obliege dem Interviewer. Das ist auch nicht ganz falsch. Er oder sie ist es schließlich, der die Fragen stellt, die Qualifikationen auf den Prüfstand stellt, den besten Kandidaten für die vakante Stelle finden will.

    Auf der anderen Seite ist es der Bewerber, der größtenteils redet. Der Redeanteil in einem Bewerbungsgespräch sollte bei ungefähr 30 zu 70 liegen. 30 Prozent der Zeit spricht der HR-Mitarbeiter, 70 Prozent der Zeit parliert der Bewerber.

    Viele Bewerber wünschen sich zudem ausdrücklich ein Vorstellungsgespräch „auf Augenhöhe.“ In einer Umfrage des Personaldienstleisters Softgarden äußerten fast drei Viertel der Befragten diesen Wunsch. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass Vorstellungsgespräche oftmals eben NICHT auf Augenhöhe geführt werden, sondern eher einem Verhör oder gar einem Inquisitionstribunal gleichen.

    Augenhöhe meint Wertschätzung – und Wertschätzung fängt schon bei den vermeintlichen Petitessen an. Wer dem Bewerber zu Beginn nicht mal ein Glas Wasser anbietet oder ihn minutenlang warten lässt, drückt keine Achtung vor jemandem aus, der möglicherweise eine lange Anreise hinter sich oder sich tagelang auf den Termin vorbereitet hat. Bewerber wollen ein Gespräch führen, keiner Frage-Antwort-Runde beisitzen. Sie wollen überzeugt werden.

    Aber sie können auch durch ihre eigene Art der Gesprächsführung dazu beitragen, dass der Termin zum Erfolg wird…

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    Es gibt die verrücktesten Situationen: Da erscheinen Bewerber in Begleitung eines Elternteils oder Freundes. Sobald der Interviewer eine Frage stellt, übernimmt der Begleiter die Gesprächsführung. Alles schon da gewesen!

    Es versteht sich hoffentlich von selbst, dass Sie auf solche Ideen gar nicht erst kommen. Nicht mal dann, wenn Sie sich mit 16 für ein Praktikum oder einen Ausbildungsplatz bewerben, hochgradig unerfahren, scheu, verunsichert – und rhetorisch noch arg ungeschliffen sind. Macht nichts! Mit etwas Übung werden Sie und Ihre Gesprächsführung immer besser. Aber ohne den gelegentlichen Sprung ins kalte Wasser erzielt man nun einmal keine Fortschritte…

    Der erste Tipp für eine gelungene Gesprächsführung im Bewerbungsgespräch lautet daher: Machen Sie sich nicht klein. Geben Sie die Gesprächsführung nicht komplett aus der Hand. Es handelt sich ja schließlich um ein Bewerbungsgespräch, nicht um ein Bewerbungsverhör oder einen Bewerbungsmonolog.

    Dass Sie überhaupt zum Jobinterview eingeladen worden sind, sollte Ihr Selbstvertrauen gestärkt haben. Sie haben die erste Hürde überstanden, der Arbeitgeber ist an Ihnen interessiert. Sehr positiv!

    Gut vorbereiten sollten Sie sich in jedem Fall auf das Interview. Wichtig ist vor allem, typische Fragen im Vorstellungsgespräch zu antizipieren (und zu kontern) und selbst gute Rückfragen in petto zu haben.

    Am besten, Sie bringen Ihre Punkte ehrlich und authentisch rüber. Was abgedroschen klingt, dient der Partnerfindung. Sie selbst wollen auch wissen, ob das Unternehmen zu Ihnen passt. Wenn Sie mit offenen Karten spielen, fällt beiden die Partnerwahl leichter. Wie Sie das konkret in die Tat umsetzen, verraten wir Ihnen gleich…

    Gesprächsführung im Vorstellungsgespräch: Vorbereitung

    Ein erfolgreiche Gesprächsführung im Vorstellungsgespräch setzt diese drei Dinge voraus:

    1. Bewerbungsunterlagen

      Ihre eigenen Bewerbungsunterlagen sollten Sie kennen. Schauen Sie vorher unbedingt noch mal hinein. Sonst erwischt man sie womöglich auf dem falschen Fuß. Wenn Sie sich an das Praktikum bei der Konkurrenzfirma nicht mehr erinnern oder Ihr Französisch, das Sie im Lebenslauf mit fließend angegeben haben, in Wahrheit aus ein paar Brocken besteht, macht das Ihre Vorstellung zu einer Farce.

    2. Informationen

      Der Personaler erzählt und fragt und macht und tut – und Sie verstehen nur Bahnhof. Sie müssen Ihr zukünftiges Unternehmen nicht aus dem Effeff kennen, aber die wichtigsten Infos sollten sitzen. Wenn Sie sich bei Volkswagen bewerben, aber Elektroautos für ferngesteuerte Spielzeuge halten, können Sie das Gespräch vergessen. Ein Gespräch kontrollieren, das eben nicht auf Augenhöhe stattfindet, ist unmöglich.

    3. Namen

      Dieser Punkt ist viel wichtiger als man denkt. Merken Sie sich die Namen Ihrer Gesprächspartner und reden Sie sie auch persönlich mit Namen an. Das zeugt von Wertschätzung. Ein Gespräch besteht immer aus zwei Parteien. Und gelingen kann es nur, wenn beide Seiten der jeweils anderen mit Respekt begegnen. Auch die Position bzw. Funktion Ihrer Gesprächspartner sollten Sie sich unbedingt merken.

    Gesprächsführung im Vorstellungsgespräch übernehmen

    Sie sollen das Gespräch kontrollieren, nicht dominieren. Das ist ein gewaltiger Unterschied. Zunächst ist es logisch, dass der Personaler die Gesprächsführung übernimmt. Er hat Sie eingeladen, er stellt die Fragen, er will etwas über Sie erfahren, er stellt den Arbeitgeber vor.

    Aber Sie können als Bewerber dennoch kontrollieren, welche Botschaften Sie vermitteln. Welchen Eindruck Sie hinterlassen und was Sie zum Ausdruck bringen. Das fängt mit der Selbstpräsentation an. Die Stationen und Erfolge, die Ihnen am wichtigsten sind, legen Sie ausführlicher dar als jene, die weniger durchschlagend waren.

    Auch andere typische Personalerfragen sind so gestrickt, dass Sie das Heft in der Hand behalten können.

    Wenn Sie sich gut vorbereitet haben, läuft es so: Der Personaler fragt, aber Sie kontrollieren das Gespräch.

    Übrigens: Zu einer guten Gesprächsführung gehört auch das betonte Schweigen. Warten Sie ruhig mal einige Sekunden mit Ihrer Antwort. So demonstrieren Sie Souveränität.

    Und halten Sie auch das Schweigen Ihres Gegenübers aus. Fatal: Wild drauflosplappern, um eine unangenehme Stille zu durchbrechen. Bleiben Sie cool und schweigen Sie mit – ein Geheimtipp für jedes Bewerbungsgespräch und jede Verhandlung.

    Gesprächsführung im Vorstellungsgespräch: Gefahren

    Schwieriger wird es bei sogenannten Stressfragen. Die sind speziell darauf ausgelegt, Sie aus der Reserve zu locken und Ihnen die Schweißperlen ins Gesicht zu treiben.

    Dies ist der Zeitpunkt, an dem viele Bewerber die Kontrolle verlieren. Wenn sie rot anlaufen, nervös mit den Händen spielen oder anfangen zu nuscheln. Oder, wenn sie etwas anderes sagen als das, was sie eigentlich zum Ausdruck bringen wollten.

    Grundsätzlich: Es ist nicht schlimm, mal auf dem Schlauch zu stehen! Wichtiger ist, wie Sie damit umgehen. Bleiben Sie vor allem ruhig. Versuchen Sie, sich mit einem Kommentar Zeit zu erkaufen. So einem wie: „Knifflige Aufgabe, die Sie mir da stellen.“ Sie können Ihre Antworten auch im Nachhinein korrigieren oder präzisieren, ohne als Windbeutel dazustehen. Fangfragen erfordern dies mitunter. Nur Mut!

    Und selbst wenn Sie mehr schlecht als recht aus dieser Gesprächsphase herausgekommen sind, ist die Chance noch nicht vertan. Sie können das Ruder wieder in die Hand nehmen. Diese Möglichkeit bietet sich vor allem, wenn der Personaler die berühmte Frage stellt: Haben Sie noch Fragen an uns?

    Speziell auf diese Frage sollten Sie gut vorbereitet sein und eine oder zwei Rückfragen aus dem Hut zaubern…

    Gesprächsführung: 3 unterschätzte Fehler

    gespraechsfuehrung im vorstellungsgespraech fehlerAchtung – diese drei Fehler machen die beste Gesprächsführung im Vorstellungsgespräch zunichte:

    1. Handy

      Wenn es während des Jobinterviews bimmelt, ist das noch keine Katastrophe. Jeder kann mal vergessen, sein Handy rechtzeitig auszustellen. Ihre Reaktion ist es, die zählt. Und die kann nur so aussehen: Sie entschuldigen sich, drücken den Anruf sofort weg und schalten das Smartphone aus. Wehe dem, der noch mehrere Sekunden wie gebannt aufs Display starrt, um zu sehen, wer gerade anruft oder gar rangeht (das können und sollten Sie in familiären Notlagen natürlich tun, aber auch nur dann)!

    2. Uhr

      Bitte niemals auf die Uhr blicken, auch nicht heimlich! Und schon gar nicht mehrfach. Weder auf die Armbanduhr oder Smartwatch noch auf die Uhr an der Wand. Das zeigt entweder, dass Sie Langeweile leiden oder sich wünschten, der Zeiger liefe noch viel schneller. Ein ehrliches Interesse am Job drücken Sie dadurch jedenfalls nicht aus. Was Sie im weiteren Laufe des Vorstellungsgesprächs sagen oder nicht sagen, spielt jetzt schon fast keine Rolle mehr.

    3. Laberei

      Nervosität zeigt sich darin, dass man sich gar nicht traut, etwas zu sagen – oder dass man den Gegenüber komplett zutextet. Smalltalk als Eisbrecher – schön und gut. Aber halten Sie sich ein wenig zurück. Quasseln Sie nicht ohne Punkt und Komma drauflos. Sprechen Sie langsam und deutlich. Posaunen Sie keine Belanglosigkeiten heraus. Bleiben Sie cool und souverän. Das wird im Job auch von Ihnen erwartet.

    Gesprächsführung am Ende des Vorstellungsgesprächs

    Sobald der Gesprächspartner mit den Rückfragen startet, bietet sich Ihnen noch eine ganz andere Gelegenheit. Sie können Punkte, die Ihnen wichtig, aber noch nicht zur Sprache gekommen sind, ins Gespräch einweben. Oder Dinge klarstellen, wenn sie einer Klarstellung bedürfen.

    • Bevor ich Ihnen meine Fragen stelle, würde ich gerne noch eine Sache sagen: Und zwar ist es, glaube ich, vorhin nicht ganz deutlich geworden, dass…

    Das klingt für Sie vielleicht verwegen, ist aber völlig legitim. Sie führen ein Gespräch (!) und sind kein Antworten-Automat. Dazu gehört, dass Sie selbst ansprechen können, was Sie für wichtig erachten. Nur arrogant oder anmaßend sollten Sie dabei nicht wirken.

    Und noch ein Hinweis: Sie dürfen die Aspekte, die für Sie relevant sind, auch gerne in einem Notizbuch notieren und mit ins Jobinterview nehmen. Und sich während des Gesprächs neue Notizen machen. So wirken Sie gut vorbereitet und engagiert.

    Nein, jedem Personaler gefällt auch das sicher nicht. Es gibt tatsächlich welche, die nur Mitarbeiter suchen, die folgen und keine unangenehmen Fragen stellen. Das ist auch in Ordnung. Völlig ok ist es auch, wenn sie so jemand sein wollen. Aber Sie können eben auch jemand anderes sein…

    Gesprächsführung: Checkliste

    Die wichtigsten Tipps für eine gute Gesprächsführung im Bewerbungsgespräch in der Übersicht:

    • Reden Sie Ihre Gesprächspartner mit Namen an.
    • Holen Sie die notwendigen Informationen über das Unternehmen ein und lassen Sie Ihr Wissen im Laufe des Gesprächs einfließen („Sie wissen ja durch Ihr Werk in Malaysia auch, dass die Uhren in Südostasien anders ticken…“)
    • Überlegen Sie sich vorher, welche Ihrer Fähigkeiten und Kompetenzen Sie unbedingt anbringen möchten.
    • Legen Sie sich ein oder zwei Themen für den Smalltalk zu Beginn des Gesprächs zurecht.
    • Trainieren Sie Ihre Antworten, aber lernen Sie sie nicht auswendig.
    • Üben Sie Ihre Selbstpräsentation vor dem Spiegel.
    • Antizipieren Sie mögliche Fragen des Personalers, die sich aus Ihrem Lebenslauf ergeben (z.B. Lücken im Lebenslauf, vorherige Stationen, Studienwahl, Häufigkeit der Jobwechsel usw.).
    • Bereiten Sie zwei oder drei smarte Rückfragen für den Personaler vor.
    • Reden Sie langsam, aber nicht behäbig – und deutlich, aber gerne lebendig.
    • Lassen sich nicht hetzen oder unter Druck setzen – auch nicht durch Fangfragen.
    • Bereiten Sie ein oder zwei solide Floskeln vor, um im Notfall Zeit zu gewinnen („Das ist eine sehr schwierige Frage.“ „Lassen Sie mich da bitte noch mal kurz drüber nachdenken.“).
    • Fallen Sie Ihrem Gesprächspartner nie ins Wort.
    • Bedanken Sie sich am Ende des Gespräch und verabschieden sich höflich – egal, wie gut oder schlecht es gelaufen ist.

    Gesprächsführung im Vorstellungsgespräch für Interviewer

    gespraechsfuehrung im vorstellungsgespraech interviewer tippsAuch für Unternehmen und Personalabteilungen gewinnt das Thema Gesprächsführung im Vorstellungsgespräch an Relevanz. Immerhin müssen sie fähige Fachkräfte für sich gewinnen – und davon gibt es auf dem Arbeitsmarkt mitunter nicht (mehr) so viele.

    Manche schwören dabei auf die personenorientiere Gesprächsführung nach Rogers. Carl Rogers war ein US-amerikanischer Psychologe des 20. Jahrhunderts. Die von ihm geprägte Gesprächstechnik betont das aktive, einfühlende Zuhören. Der Interviewer signalisiert seinem Gesprächspartner durch Gesten, dass er ihn versteht, etwa durch Blickkontakt, Kopfnicken und verbale Bestätigungen wie Ja, Ach so, Hm oder OK.

    Der Interviewer sollte sein Gegenüber nicht unterbrechen; auch nicht, um weiterführende Fragen zu stellen. Der Bewerber soll sich verstanden und akzeptiert fühlen. Dazu zählt auch, auf Wertungen vorerst zu verzichten. Schnell aufs Handy oder auf die Uhr schauen oder gar die Augen verdrehen – solche Gesten bewirken das Gegenteil und zeigen, dass es mit dem Interesse in Wahrheit nicht weit her ist.

    Die wichtigsten Tipps für eine gute Gesprächsführung im Vorstellungsgespräch für den Interviewer:

    • Bereiten Sich gut auf das Bewerbungsgespräch vor, indem Sie sich genügend Zeit für die Sichtung der Bewerbungsunterlagen nehmen.
    • Stellen Sie sicher, dass Sie sich für den festgelegten Zeitraum (z.B. 30 Minuten) ungestört und ohne Termindruck unterhalten können, etwa durch eine rechtzeitige Buchung des Konferenzraumes.
    • Erstellen Sie einen groben Leitfaden für das Vorstellungsgespräch, aber lassen Sie Raum für Spontanität und Improvisation.
    • Legen Sie vorher fest, welche Fähigkeiten und Qualifikationen Sie unbedingt abfragen möchten.
    • Bereiten Sie sich auf mögliche Rückfragen des Bewerbers vor.
    • Begrüßen Sie den Bewerber höflich bis herzlich und beginnen mit Smalltalk, um die Situation aufzulockern.
    • Formulieren Sie nach Möglichkeit offene Fragen, die es dem Bewerber erlauben, in einen Redefluss zu kommen.
    • Teilen Sie dem Bewerber am Ende des Gesprächs mit, wie der weitere Verlauf ist und bedanken Sie sich ausdrücklich für sein Kommen und seine Zeit.

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    [Bildnachweis: Sergey Nivens by Shutterstock.com]

    Brüche im Lebenslauf erklären: Die besten Tipps

    Brueche Lebenslauf erklaeren bewerber

    Brüche im Lebenslauf sind ein Makel. Das nehmen viele Bewerber jedenfalls an. In Wahrheit können Lücken und Brüche aber auch für das berühmte Salz in der Suppe sorgen. Wenn mit ihnen ein Reifeprozess verbunden war oder ein Kompetenzgewinn, dann wittert der Personaler einen guten Fang. Das ist aber nicht immer der Fall. Manchmal sind Brüche im Lebenslauf einfach nur unschön und wollen kaschiert werden. Wie sorgen Bewerber dafür, dass Brüche im Lebenslauf beim Empfänger kein schlechtes Echo verursachen? Am besten, Sie befolgen die 4 goldenen Tipps…

    Brüche im Lebenslauf erklären

    Unter normalen Umständen gilt: Gehen Sie im Anschreiben nicht explizit auf die Brüche in Ihrem Lebenslauf ein. Es sei denn, der Bruch oder die Brüche sind absolut prägend für Ihr bisheriges Berufsleben gewesen. Andernfalls ist hinterher noch genügend Zeit und Platz für Erklärungen – in Ansätzen im Lebenslauf, aber insbesondere im Vorstellungsgespräch.

    So erklären Sie die einzelnen Brüche in Ihrem Lebenslauf:

    Arbeitslosigkeit

    Bis zu drei Monate Arbeitslosigkeit sind heutzutage völlig unbedenklich. Diese Lücke müssen Sie im Lebenslauf keinesfalls kaschieren.

    Nur sollten Sie sie im Lebenslauf nicht mit Arbeitslos umschreiben. Schreiben Sie lieber:

    • 10/2019-02/2020 Berufliche Neuorientierung
    • 01/2020-04/2020 Berufliche Umorientierung

    Das klingt aktiver – und auch sehr viel besser als Berufliche Orientierungslosigkeit. Beschriften Sie getrost auch Brüche, die fünf oder sieben oder neun Monate umfassen, mit beruflicher Neuorientierung.

    Problematisch wird es erst, wenn Sie zu lange arbeitslos waren. Bei anderthalb Jahren fragt sich so mancher Personaler dann doch, was Sie in der Zeit der Neuorientierung eigentlich konkret gemacht haben.

    Kündigung

    Jobwechsel gehören zum Berufsleben dazu wie der Senf zur Bratwurst. Sie würzen es. Eine Kündigung müssen Sie im Lebenslauf nicht erklären, dafür ist sie viel zu selbstverständlich. Ob Sie selbst gekündigt haben oder gekündigt wurden – Schwamm drüber.

    Es sei denn, Sie wechseln auffallend häufig den Job. Dann interessiert sich der Personaler plötzlich brennend für ihr unstetes Wesen. Was dann? In manchen Fällen können Sie im Lebenslauf oder Vorstellungsgespräch die Hintergründe einer Kündigung – zu Ihren Gunsten – aufklären (aber natürlich nur, wenn es auch der Wahrheit entspricht). Beispiele:

    • Insolvenz des Arbeitgebers
    • oder Umzug nach Berlin
    • oder ganz aktuell auch Stellenabbau wegen Coronakrise.

    Krankheit

    Ehrlich währt am längsten? Ja, aber… In manchen Fällen ist es ratsam, die Wahrheit nicht an die große Glocke zu hängen. Wahr ist nämlich auch: Wenn Sie in der Vergangenheit monatelang nach einem Motorradunfall oder wegen schwerer Depressionen ausgefallen sind, verringert dies in der Gegenwart Ihre Einstellungschancen.

    Dies gilt leider für alle Krankheiten und Leiden, die nicht gänzlich verschwunden sind, wiederkehren oder wiederkehren könnten und somit – so brutal das klingt – ein Betriebsrisiko für den Arbeitgeber darstellen. Diabetes, ein bösartiger Tumor, regelmäßige Migräneattacken und und und. Nein, Sie müssen mittelschwere bis schwere Krankheiten nicht verheimlichen. Aber eben auch nicht proaktiv in den Lebenslauf hineinschreiben. Schreiben Sie notfalls

    • 11/2017-07/2018 Ausfall wegen Erkrankung,

    wenn die Lücke sonst zu groß wird.

    Wenn Sie im Bewerbungsgespräch danach gefragt werden, können Sie immer noch näher auf die Hintergründe eingehen. Aber betonen Sie dann auch, dass die Leidenszeit hinter Ihnen liegt, es Ihnen jetzt besser geht und Sie körperlich und mental top gerüstet für eine neue Herausforderung sind.

    Sabbatical

    Ein Sabbatjahr ist heute nichts Außergewöhnliches mehr. Es sei Ihnen gegönnt, zwölf Monate lang durch die Weltgeschichte zu reisen oder einen alten Bauernhof zu restaurieren.

    Den Hinweis auf ein Sabbatical können Sie im Lebenslauf also gerne aufnehmen, um einen Bruch zu erklären. Zum Beispiel so:

    • 10/2019-08/2020 Sabbatical, Reise durch Lateinamerika.

    Zeitpunkt und Häufigkeit spielen allerdings schon eine Rolle. Wenn Sie innerhalb Ihrer ersten zehn Jahre im Berufsleben schon zwei Sabbatjahre genommen haben, weckt das Zweifel an Ihrer grundsätzlichen Arbeitseinstellung. Und weckt den Verdacht, Sie könnten bei der ersten Schwierigkeit prompt wieder den Abflug machen.

    Kinderbetreuung

    Einen Bruch im Lebenslauf, der auf die Betreuung Ihres Nachwuchses zurückzuführen ist, umschreiben Sie im Lebenslauf genau so.

    • 01/2019-01/2020 Betreuung meines Kindes
    • 02/2017-06/2020 Elternzeit und Betreuung meiner Kinder

    Damit ist im Grunde alles gesagt. Natürlich wäre es für Sie vorteilhaft, wenn Ihre Auszeit vergleichsweise kurz war. Das erleichtert den Einstieg oder Wiedereinstieg. Dennoch ist und bleibt es allein Ihre Entscheidung, wie lange Sie der Kinder wegen pausieren.

    Deshalb: Rechtfertigen Sie sich nicht für eine möglicherweise längere Auszeit, indem Sie einen Grund dafür vorbringen. Etwa so: 06/2015- 06/2020 Längere Zeit der Kinderbetreuung meines autistischen Sohnes. Der Hinweis auf den Autismus soll wohl signalisieren, dass für Sie als Mutter oder Vater ein gehöriger Mehraufwand bestanden hat.

    Fehler! Erstens müssen Sie sich nicht rechtfertigen und zweitens würde ein solcher Hinweis nur den Verdacht nähren, dass für Sie auch zukünftig Mehraufwand bestehen wird – zu Lasten des Arbeitgebers.

    Brüche im Lebenslauf: Gründe

    Brüche im Lebenslauf sind etwas Schlechtes. Davon sind noch immer die meisten Menschen überzeugt. Schließlich stehen viele Brüche ja für negative Episoden des Arbeitslebens, nicht wahr?

    Brüche im Lebenslauf ergeben sich zum Beispiel aus:

    Brüche symbolisieren zuvorderst negative Charaktereigenschaften. Sie stehen für mangelnden Willen und Ehrgeiz, Unzuverlässigkeit und Sprunghaftigkeit, ungenügende Disziplin und Durchhaltevermögen. Das sehen nicht wenige Arbeitgeber so.

    Das ist nicht zwingend falsch. Aber es ist eindeutig zu kurz gedacht. Öffentlich betonen Arbeitgeber gerne, dass sie sich Menschen mit Ecken und Kanten wünschen. Eigentlich aber wollen sie genau die nicht. Sie wollen einen Bewerber, der die Norm erfüllt, der ins Raster passt. Und das ist das Problem: Bewerber ohne Brüche erfüllen lediglich eine Norm – mehr nicht.

    Sie bewegen sich innerhalb des Erwartungshorizonts des Personalers, aber sie erweitern ihn nicht. Dabei können genau jene Bewerber, die die Norm brechen, für ein Unternehmen Gold wert sein. Sie können frische Impulse liefern, kreativen Input – also genau das, was Unternehmen heute brauchen, aber oft nicht finden.

    Resultat sind Belegschaften ohne Unterscheidbarkeit. Ihre Mitglieder ähneln sich, handeln identisch, sind oft blockiert von Denkmustern à la „Das klappt doch eh nicht. Das haben wir noch nie so gemacht. Das geht nicht.“ Für Unternehmen, die auf Innovationen angewiesen sind – und das sind im 21. Jahrhundert viele – eine fatale Entwicklung. Bahnbrechende Ideen entfalten sich in solch einer Umgebung nur schwer.

    Das alles heißt nicht, dass Brüche im Lebenslauf völlig kritiklos abgehakt werden sollten. Aber sie sollten Anlass sein, sich näher mit dem Bewerber zu beschäftigen – und nach unentdeckten Potenzialen zu suchen. Brüche können eine Chance sein – auch für den Arbeitgeber.

    Brüche im Lebenslauf: Vorteile

    Die gute Nachricht: Brüche im Lebenslauf werden normaler. In Zeiten von Fachkräfteengpässen, vermehrter Quereinstiege und lebenslangen Lernens stellt ein Bruch nicht mehr das Karriere-Aus da. Gut so!

    Neue Berufsbilder entstehen, Abteilungen verschmelzen, Unternehmen richten sich neu aus. All das erfordert Flexibilität. Hochqualifizierten fällt es leicht, von der einen Rolle in die andere zu schlüpfen. Manchmal lässt sich ihre Funktion nicht einmal mehr genau definieren. Brüche? Herzlich willkommen!

    Aber man muss unterscheiden: Da gibt es die Jobhopper auf der einen und den echten Karriere-Bruch auf der anderen Seite. Letzterer ist nicht immer freiwillig. Der Jobhopper dagegen gilt als opportunistisch, rechnet sich durch zahlreiche Arbeitgeber- oder Berufswechsel bessere Chancen aus. Er baut seine Brüche vorsätzlich in den Lebenslauf ein. Das ist sein gutes Recht.

    Aber auch eine längere Auszeit ist heute nicht mehr zwangsläufig ein Karrierehindernis. Wer seine Ausbildung abgebrochen hat, um die eigenen Eltern zu pflegen, demonstriert Pflichtbewusstsein. Wer ein halbes Jahr im Ausland herumgereist ist – ohne pädagogische Hintergedanken – legt Neugier an den Tag. Alles positive Eigenschaften.

    So kann ein Bruch sogar zu einem Vorteil werden. Bewerber müssen „nur“ die positiven Aspekte, die mit ihm verbunden sind, herausstellen. Brüche im Lebenslauf als wichtiger Teil der Persönlichlichkeitsentwicklung. Das kann internationale Erfahrung sein oder vertieftes Interesse an einem Thema. Darauf legen speziell international aufgestellte Unternehmen Wert. Oft sind derartige Erfahrungen und Kompetenzen sogar wertvoller als formelle Qualifikationen.

    Das sind die Vorteile von Brüchen im Lebenslauf. Sie stehen für:

    • Neugier
    • Interesse
    • Lernfähigkeit
    • Flexibilität
    • Agilität
    • Resilienz
    • Experimentierfreude

    Brüche im Lebenslauf: 4 Tipps

    Lebensläufe mit Brüchen kann man auch als Patchwork-Lebensläufe bezeichnen. Sie werden – so wie die Patchwork-Familie auch – immer gewöhnlicher. Jeder Personaler hatte schon welche vor sich liegen.

    Das bedeutet: Sie werden als Bewerber nicht von vornherein aussortiert, nur weil Ihr Lebenslauf Brüche aufweist. Wichtig ist nur, wie Sie mit ihnen umgehen und wie Sie sie kommunizieren. Das gelingt, wenn Sie sich an diese Ratschläge halten:

    1. Einstellung

      Das ist der erste Schritt. Sehen Sie Ihre Brüche selbst als Makel oder Belastung an? Fehler! Brüche können Leben und Lebenslauf bereichern.

      Hören Sie also zunächst damit auf, Ihren Bruch als etwas Negatives darzustellen – etwas, für das Sie sich entschuldigen müssen. Mit positivem Mindset gelingen auch Bewerbung und Vorstellungsgespräch besser.

      Stellen Sie das Positive heraus, das Sie in der jeweiligen Zeit gelernt haben. Die Entwicklungsschritte, die Sie gegangen sind. Die Lehren, die Sie gezogen haben. Personaler mögen Bewerber, die wieder aufgestanden sind und sich von Niederlagen nicht haben mürbe machen lassen.

    2. Ehrlichkeit

      Eine Möglichkeit wäre es ja, die Brüche im Lebenslauf dezent zu verschweigen und zu verschleiern. Nach dem Motto: War da was?

      Das sollten Sie nicht tun. Personaler sind erfahren und erkennen schnell, wenn Ihnen etwas vorgespielt wird. Zum Beispiel durch den Trick, statt der Monats- nur die Jahreszahlen im Lebenslauf anzugeben. Das ist verdächtig.

      Erst recht sollten Sie mögliche Brüche nicht durch eine Lüge übertünchen. Indem Sie sich Fake-Arbeitgeber oder Weiterbildungsmaßnahmen oder Sprachkurse einfach ausdenken. Lügen können Sie noch Jahre später verfolgen – und ein Kündigungsgrund sein.

      Bleiben Sie bei der Wahrheit oder lassen Sie die Wahrheit wenigstens unausgesprochen (siehe ganz oben unter Krankheit…)

    3. Geradlinigkeit

      Sie brauchen die richtigen Argumente, warum Ihr Lebenslauf-Bruch ein lehrreiche Erfahrung gewesen sein soll. Die können Sie vor einem Vorstellungsgespräch ruhig mal vor dem Spiegel einüben.

      Denn wenn Sie ins Grübeln oder Stottern geraten, wirkt Ihr Versuch hilflos. Und nach einer Schwäche soll der Bruch ja nicht aussehen. Und lenken Sie auch nicht vom Thema ab, sondern versuchen, eine schlüssige Erklärung zu liefern (dazu gleich mehr…)

    4. Kürze

      In der Kürze liegt die Würze. Sie müssen Ihre Lücken im Lebenslauf ja auch nicht gerade zu einem Initiationsritus aufwerten. Oder zu einer TV-tauglichen Leidensgeschichte, die Ihnen widerfahren ist.

      Das macht Sie zum Opfer. Und Opfer ist keine Rolle, die Sie als Bewerber spielen wollen. Legen Sie kurz und schlüssig dar, wie der Bruch zustande gekommen ist und was Sie daraus gelernt haben. Konzentrieren Sie sich auf die positiven Begleiteffekte wie Durchhaltevermögen, Disziplin oder Resilienz. Zeigen Sie, dass die Erfahrungen, die Sie gemacht haben, auch im neuen Job von Nutzen sind. Wer eine schwere Herausforderung schon einmal erfolgreich gemeistert hat, ist auf die nächste besser vorbereitet.

      Den Benefit für den Arbeitgeber gilt es herauszuarbeiten. Dann könnten Ihnen Ihre Brüche im Lebenslauf sogar Gold wert sein. Versuchen Sie aber nicht, krampfhaft eine Verbindung zum angestrebten Job herzustellen. Wenn es eine gibt, dann ist das wunderbar. Wenn nicht, auch gut.

    Warum sich Brüche lohnen können

    Brüche im Lebenslauf erklären BewerbungBeruf oder Arbeitgeber wechseln, mal etwas ganz Neues ausprobieren – das kann sich auszahlen. So haben auch rund zehn Prozent der Fondsmanager vorher in ganz anderen Berufen gearbeitet. Sie waren Ingenieure, Ärzte oder Getränkefabrikanten. Das hilft ihnen auch im neuen Job.

    Wissenschaftler der Universität Hohenheim in Stuttgart, der Universität zu Köln und der Mason School of Business in den USA haben 2018 herausgefunden, dass Quereinsteiger in ihren Erfahrungsindustrien besonders gut abschneiden.

    Ihre Vorerfahrungen nützen Ihnen also auch nach einem Bruch im Lebenslauf. Ärzte etwa, die zu Fondsmanagern werden, erzielen bei Pharma-Aktien deutlich höhere Renditen. In diesem Fall lohnt sich das für alle Seiten: für den frischgebackenen Fondsmanager, für seinen Arbeitgeber – die Fondsgesellschaft – und für die Kunden.

    Warum Sie Brüche im Lebenslauf zulassen sollten

    Karrieren werden gemacht und nicht von langer Hand geplant. Es sind nicht nur Talent, Leistung, Entschlossenheit und handwerkliches Geschick vonnöten. Auch eine große Portion Glück gehört zweifelsfrei zu einer erfolgreichen Laufbahn. Und Glück ist genauso planbar wie ein Sechser im Lotto – also gar nicht.

    Karrierepläne sind dagegen starre Konstrukte, denen oftmals der Bezug zur Realität fehlt. Sie entstehen in einer Zeit, in der der Planer noch gar kein Insiderwissen über seinen Job hatte. Er kennt die Regeln, Codes und Gepflogenheiten in seiner Branche noch gar nicht. Das macht einen Karriereplan in vielen Fällen obsolet.

    Zudem machen geplante Karrieren nicht selten blind. Wer seinen Plan stur verfolgt, sieht die Chancen nicht mehr, die sich links und rechts ergeben. Geistige Flexibilität geht verloren – oder kann sich erst gar nicht entwickeln.

    Das soll nicht bedeuten, dass man seine nächsten Karriereschritte nicht planen kann und sollte. Natürlich ist es sinnvoll, sich zu überlegen, wo man in drei oder fünf Jahren stehen möchte. Und wie man es anstellt, dorthin zu kommen und was man dafür im Einzelnen tun muss.

    Aber wir alle kennen das Sprichwort: Erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt. Das ist in der Arbeitswelt so wie im Privatleben.

    Karrierewege verlaufen nicht mehr so geradlinig wie früher. Es geht bergauf und bergab, manchmal durch Irr- und Umwege. Wer sich zu früh festlegt, läuft Gefahr, sich guter Optionen zu berauben. Und wer glaubt, dieses Defizit durch einen sehr ausgefeilten Plan zu beheben, könnte sich im selbst gebauten Irrgarten verlaufen. Dann ist man unentwegt in Bewegung, biegt überall ab – aber kommt nirgends an.

    Daher lauten die besten Ratschläge wie folgt:

    • Bleiben Sie flexibel und offen für Neues.
    • Setzen Sie sich gerne einige wichtige Ziele, die Sie unbedingt erreichen möchten. Das können bestimmte Postionen oder Orte sein, an denen Sie arbeiten oder Unternehmen und Branchen, in denen Sie tätig werden möchten.
    • Denken Sie auch darüber nach, welche Kompetenzen Ihnen noch fehlen, um diese Ziele zu erreichen. Welche Fähigkeiten Sie noch erwerben oder verbessern müssen, um dorthin zu kommen.
    • Seien Sie bereit, Ihre Pläne jederzeit zu überdenken und zu korrigieren. Veränderungen kommen früher, als einem lieb ist. Wenn Sie anpassungsfähig bleiben, wirft Sie so leicht nichts aus der Bahn. Bereiten Sie sich also gewissermaßen stets auf das Unvorhergesehene vor – expect the unexpected. Ohne Improvisation kommen wir auch sonst nicht durchs Leben.

    Letztlich legen Sie selbst fest, welches Gewicht Sie Ihren Brüchen im Lebenslauf beimessen wollen. Interpretieren Sie nicht zu viel hinein, machen Sie sie auch nicht wichtiger, als sie sind. So erhalten Sie sich Anpassungsfähigkeit. Wenn Sie sich auf das große Ganze konzentrieren, werden Sie schnell feststellen, dass jeder Bruch auch nicht mehr als eine Station im Leben ist.

    Diese Promis hatten auch Brüche im Lebenslauf

    Die Kultur des Scheiterns ist schwer in Mode. Durchaus zurecht, denn aus Niederlagen lernt man tatsächlich. Das gilt auch für die vielen Helden und Erfolgsmenschen der Geschichte. Kaum ein Lebenslauf, der ohne Niederlagen – und Brüche – auskommt. Hier sind ein paar Beispiele:

    • Sieben Wahlkämpfe verlor Abraham Lincoln, bevor er endlich Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika wurde.
    • Kein Verleger fand sich anfangs für Astrid Lindgrens wundersame Geschichte von einer gewissen Pippi Langstrumpf.
    • Geldgeber waren zu Beginn für Orson Welles und Citizen Kane weit und breit nicht in Sicht.
    • Erst im dritten Anlauf gelang Henry Ford die Gründung der Ford Motor Company.
    • 9.000 Glühfäden probierte Thomas Alva Edison aus, bevor er einen fand, den er dauerhaft zum Leuchten bringen konnte.
    • Nachdem er sein Studium abgebrochen und Apple gegründet hatte, wurde Steve Jobs mit 30 von seiner eigenen Firma entlassen.

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    [Bildnachweis: GaudiLab by Shutterstock.com]

    Vorstellungsgespräch üben: Vorteile, Übungen und die 8 besten Tipps

    Vorstellungsgespraech ueben Tipps Spiegel

    Vorstellungsgespräch üben – das ist eine sehr gute Idee. So gewinnen Bewerber Sicherheit, verscheuchen Nervosität und erkennen rechtzeitig, welche Defizite Sie noch haben. Aber wo fängt man an und wo hört man auf, wenn man fürs Jobinterview übt? Die Selbstpräsentation sollten Sie unbedingt trainieren, sich auch Antworten auf Standardfragen zurechtlegen. Wenn Sie dann noch auf diese 4 Übungsvarianten zurückgreifen, steht einem erfolgreichen Jobinterview nichts mehr im Wege…

    Vorstellungsgespräch üben: Warum Sie es tun sollten

    Übung macht bekanntlich den Meister. Aber was machen zum Beispiel Berufsanfänger, die sich noch nie in einem echten Jobinterview präsentieren konnten? Klare Antwort: Üben!

    Im Prinzip gilt für alle Bewerber das gleiche: Wer sich gut auf ein Vorstellungsgespräch vorbereitet, erhöht die Erfolgsaussichten. Sehen Sie die Vorbereitung nicht losgelöst vom Gespräch, sondern als einen Bestandteil des Gesprächs. Am besten, Sie sammeln als Erstes Informationen über das Unternehmen. Zahlen, Philosophie, Ziele. Die Infos können Sie schon in die Vorbereitung einfließen lassen.

    Wenn Sie das Vorstellungsgespräch üben, haben Sie davon vor allem:

    • Selbstbewusstsein

      Eine gute Vorbereitung verleiht Selbstvertrauen und reduziert die Nervosität und die Fehleranfälligkeit. Schließlich wissen Sie schon, was auf Sie zukommen könnte. Sie haben sich entsprechende Antworten und Reaktionen überlegt. Der Personaler kann Sie nicht mehr so leicht auf dem falschen Fuß erwischen. Wer selbstbewusst auftritt, bekommt den Job mit größerer Wahrscheinlichkeit als derjenige, der ängstlich wirkt und sehr langsam spricht. Das wurde bereits mehrfach untersucht.

    • Problembewusstsein

      Wenn Sie vorher das Vorstellungsgespräch üben, dann merken Sie schnell, welche Defizite Sie noch haben. Auf welche Fragen fehlen die richtigen Antworten? Was wissen Sie nicht? Welche Fehler machen Sie? So können Sie Defizite noch vor dem Bewerbungsgespräch ausmerzen – indem Sie wichtige Fakten nachrecherchieren, sich Fragen und Antworten überlegen oder Ihre Körpersprache einüben.

    Vorstellungsgespräch üben: Die 8 besten Tipps

    Vorstellungsgespräch üben – was Sie konkret trainieren sollten:

    Informationen sammeln

    Ohne Basiswissen über den Arbeitgeber sinken Ihre Chancen auf Zuschlag ins Bodenlose. Eine gründliche Recherche ist Ihr Fundament – und schon ein Bestandteil Ihres Trainings. Standorte, Mitarbeiterzahl, Produktpalette, Historie – Sie müssen gewiss nicht alle Einzelheiten wie ein wandelndes Lexikon aufsagen können, aber zumindest die Basics kennen.

    Fürs Erste reicht schon ein Blick in den Wikipedia-Eintrag (falls vorhanden) und auf die Webseite des Unternehmens. Auch eine einfache Google-Suche fördert Relevantes zutage. Schauen Sie sich die Einträge über die und von der Firma bei Kununu, Glassdoor, Xing oder Linkedin an. Und einen Tag vor dem Bewerbungsgespräch starten Sie bei Google News eine Suche über den Arbeitgeber, um auf dem neuesten Stand zu sein. Die tagesaktuellen Entwicklungen können für eine gute Konversation entscheidend sein.

    Was Sie über das Unternehmen wissen, lassen Sie ins Gespräch einfließen – auch schon im Training, wenn Sie das Vorstellungsgespräch üben

    Selbstpräsentation einüben

    Die Selbstpräsentation gehört zum Vorstellungsgespräch wie der Wind zum Herbst. Sie werden sich mit 99-prozentiger Wahrscheinlichkeit den Anwesenden vorstellen müssen (dürfen). Das fängt häufig mit Sätzen an wie: „Erzählen Sie uns doch mal etwas über sich!“

    Die Selbstpräsentation steht meist am Anfang – und darum sollten Sie sie auch als Erstes vornehmen, wenn Sie das Vorstellungsgespräch üben. Warum? Wenn Sie gut und sicher durch die Selbstpräsentation kommen, gewinnen Sie Sicherheit für den weiteren Verlauf des Jobinterviews. Wenn Sie die Selbstpräsentation dagegen verstolpern, steigt Ihre Unsicherheit – keine gute Voraussetzungen für das weitere Gespräch!

    Überlegen Sie sich also vorher ganz genau, was Sie sagen wollen, wie Sie sich vorstellen, welche Schwerpunkte Sie setzen und was an Ihrem bisherigen Werdegang für den Personaler relevant ist. Der letzte Punkt ist wichtig: Machen Sie keine reine Ego-Show aus Ihrer Selbstpräsentation. Das Unternehmen will wissen, welchen Nutzen es von Ihnen hat und ob Sie gut ins Team passen. Behalten Sie das im Hinterkopf.

    Antworten überlegen

    Jeder Bewerber muss im Vorstellungsgespräch ein Stück weit improvisieren. Auf die wichtigsten Fragen sollten Sie sich aber vorab stimmige Antworten überlegen – und diese üben.

    Sie sollten aber natürlich nicht wie aufgesagt klingen. Es gibt ein paar Fragen, die fast jeder Personaler stellt:

    • Wo liegen Ihre Stärken?
    • Wo liegen Ihre Schwächen?
    • Was haben Sie bisher gemacht?
    • Warum möchten Sie in unserem Unternehmen arbeiten?

    Hier finden Sie ein PDF mit den 100 häufigsten Vorstellungsgesprächsfragen. Hier finden Sie 45 gute Stärken für die Bewerbung. Und hier alle Tipps rund um Ihre Schwächen im Vorstellungsgespräch.

    Lassen Sie möglichst konkrete Beispiele in Ihre Antworten einfließen. Darunter kann sich Ihr Gesprächspartner etwas vorstellen. Also nicht einfach Talente und Kompetenzen aufzählen, sondern diese an konkreten Beispielen aus Ihrem Arbeitsleben festmachen. Nicht einfach behaupten, Sie seien teamfähig, sondern an einem Beispiel belegen, dass Sie es sind.

    Rückfragen antizipieren

    Rückfragen stehen jedem Bewerber gut zu Gesicht. Wenn Sie das Vorstellungsgespräch üben, dann schließen Sie diesen Aspekt mit ein. Stellen Sie zwei, drei Rückfragen.

    Es gibt eine ganze Reihe an smarten Rückfragen, die Ihr Interesse oder Ihre Intelligenz bezeugen. Hier finden Sie 100 gute Rückfragen fürs Vorstellungsgespräch.

    Tipp: Stellen Sie die, die Sie persönlich am meisten interessieren. Es geht dabei ja schließlich nicht (nur) darum, die äußere Fassade zu wahren und einen guten Eindruck zu schinden, sondern um Ihren persönlichen Erkenntnisgewinn. Rückfragen kommen gut an, aber Sie bringen Ihnen als Bewerber auch etwas, helfen Ihnen bei der Entscheidungsfindung.

    Körpersprache schulen

    Über unsere Körpersprache haben wir nicht immer die volle Kontrolle. Manche zupfen unbewusst an ihrer Kleidung, andere tippen nervös mit ihren Füßen auf den Boden. Bis zu einem gewissen Grad ist das normal. Wer es aber übertreibt, signalisiert dem Gegenüber Nervosität und Unsicherheit. Das kommt schlecht an!

    Deshalb sollten Sie nach Möglichkeit genau auf Ihre Körpersprache achten – und Sie einüben. Es ist ja auch wirklich ein Problem, wo man während eines Gesprächs die eigenen Hände lassen soll. Angela Merkel hat dies mit der berühmten Raute gelöst – eine überzeugende Lösung! Kein Herumspielen, Herumzupfen, Herumfingern. So etwas können Sie sie auch einüben (es muss wohlgemerkt nicht die Raute sein).

    Aber es gibt daneben noch so viele andere Aspekte, die wichtig sind und die Sie fürs Vorstellungsgespräch üben sollten:

    • Zur Begrüßung aufstehen
    • Fest die Hand Hand geben (aber nicht pressen)
    • Blickkontakt halten
    • Viel lächeln (aber nicht grinsen)
    • Dem Gesprächspartner zuwenden
    • Die Arme nicht verschränken
    • Hände locker in den Schoß legen
    • Ab und zu mit den Händen gestikulieren (aber nicht zu wild)
    • Aufrecht sitzen
    • Körperspannung halten
    • Gerne den Gesprächspartner dezent nachahmen (Chamäleon-Effekt!)

    Stimme trainieren

    Manche sind mit einer sonoren Stimme gesegnet. Aber möglicherweise geraten auch sie manchmal ins Stottern oder Piepsen oder Lispeln oder Nuscheln. Das können Sie – bis zu einem gewissen Grad – wegtrainieren. Wenn Sie also Bedenken wegen Ihrer Stimme haben, dann betreiben Sie vor dem Bewerbungsgespräch etwas Sprach- und Stimmtraining.

    Es fängt schon bei der Körperhaltung an: Wer verkrampft in seinem Hocker kauert, lässt dem Zwerchfell nicht genügend Freiraum. Die Luftversorgung ist aber wichtig für die Stimme. Darum: Aufrecht hinsetzen!

    Versuchen Sie darüber hinaus, zu variieren. Moderates Sprechtempo, mal ganz schnell, dann wieder extrem langsam. Die Lautstärke erhöhen, dann wieder leiser werden. So können Sie besser betonen, den Zuhörer fesseln und schläfern ihn nicht ein. Nichts ist ermüdender als ein monotoner Vortrag. Und vergessen Sie nicht, Pausen zu machen, während Sie reden.

    Nervosität drosseln

    Versuchen Sie, das Training wie einen Ernstfall zu simulieren. Zum Ernstfall gehört auch eine gehörige Portion Nervosität, vielleicht sogar Angst.

    Wenn wir Angst haben oder nervös sind, schüttet unser Körper Stresshormone aus, das Herz rast, der Atem wird flacher, die Muskeln spannen sich an. Das ist aber gar nichts Schlechtes. Es macht uns wacher und aufmerksamer. Zu große Nervosität sieht man einem Bewerber allerdings an – und das ist leider durchaus etwas Schlechtes. Immerhin wird von zukünftigen Mitarbeitern erwartet, in Stresssituationen einen kühlen Kopf zu bewahren.

    Sie besiegen Ihre Anspannung, indem Sie ganz langsam tief ein- und ausatmen. Im Zweifel auch mal die Fäuste (unterm Tisch) ballen, einige Sekunden anspannen und dann wieder locken lassen. Probieren Sie es aus!

    Schlusspunkt setzen

    Feiern Sie den Tag nicht vor dem Abend. Abgewandelt auf das Vorstellungsgespräch heißt das: Feiern Sie das Gespräch nicht vor der Verabschiedung. Dabei kann noch eine Menge schiefgehen.

    Darum sollten Sie auch Ihren Abgang üben. Nicht einfach am Ende des Interviews losstürmen, sondern sich angemessen verabschieden. Dazu gehören ein freundlicher und kräftiger Händedruck, ein Lächeln mit Blickkontakt und ein aufrichtiges Dankeschön für die Zeit, die sich Ihr Gesprächspartner für Sie genommen hat.

    Nennen Sie unbedingt noch einmal den Namen Ihres Gegenübers. Eine Geste, die Wertschätzung ausdrückt. Zum Beispiel so: Vielen Dank für Ihre Zeit und das angenehme Gespräch, Herr Schröder!

    14 Fragen, auf die Sie sich vorbereiten sollten

    Vorstellungsgespräch üben FragenWie antworten Sie auf die folgende Fragen im Vorstellungsgespräch? Das sollten Sie unbedingt schon VORHER wissen:

    Bewerbungsgespräch üben mit diesen 4 Hilfsmitteln

    Jetzt wissen Sie, woran Sie arbeiten müssen. Aber WIE und auf welche Weise können Sie das Vorstellungsgespräch üben? Am besten so:

    1. Rollenspiel

      Im Rollenspiel nehmen Sie – wie im echten Leben – die Rolle des Bewerbers ein. Ihre Freunde oder Familienangehörigen sind die Personaler, die Sie mit Fragen löchern.

      Rollenspiele sind bestens geeignet, um sich aufs Jobinterview vorzubereiten. Ihre Mitstreiter können genau beurteilen, wie Sie sich gemacht haben und Ihnen Tipps geben. Wichtig ist, dass sie dabei kein Blatt vor den Mund nehmen und ehrliches Feedback geben.

      Durch Rollenspiele üben Sie auch schwierige Situationen – wenn Ihnen etwa gleich drei Unternehmensvertreter gegenübersitzen. Oder wenn sie Sie aus der Reserve locken wollen, durch Stressfragen oder spöttische Bemerkungen. Fragen Sie anschließend genau nach, was gut und was schlecht war.

    2. Spiegel

      Sie sind alleine in einer fremden Stadt und haben niemanden zum Trainieren? Dann üben Sie vor dem Spiegel.

      Setzen Sie sich auf einen Stuhl und beobachten Sie sich selbst genau. Was machen Ihre Hände, wie wirken Sie selbst auf sich, wie sieht Ihre Kleidung aus? Die Anziehsachen, die Sie im Vorstellungsgespräch tragen wollen, dürfen Sie nämlich gerne schon einmal überwerfen. So gewinnt die Situation an Echtheit.

      Sie können das Ganze alternativ auch per Video aufnehmen – und sich Ihre Vorstellung in aller Ruhe noch mal anschauen.

    3. Tonaufnahme

      Zeichnen Sie das Gesprochene mit Ihrem Smartphone auf und hören Sie sich die Audio-Datei hinterher selbst noch einmal an. Sie werden erstaunt sein.

      Viele Bewerber reden viel zu schnell – so schnell, das ihnen der Gesprächspartner kaum folgen kann. Zu langsam sollten Sie aber auch nicht sprechen, wenn Sie ihn nicht narkotisieren wollen. Dann gibt es noch diverse Zisch- oder Schnalzlaute, die Sie vermeiden sollten – und das berühmte Ähh… (wenngleich Sie dies auch mal zur Zeitgewinnung und Überbrückung nutzen können, sofern Sie es nicht übertreiben).

      In jedem Fall sind Ihre Stimme und Aussprache wichtige Faktoren – die Sie trainieren können. Dazu müssen Sie aber erstmal wissen, welche Fehler Sie machen: Reden Sie zu laut oder zu leise, zu schnell oder langsam, akzentuiert oder nuschelig…?

    4. Profis

      Wenn alles nichts hilft, müssen Profis ran. Zahlreiche Anbieter werben mit professionellen Bewerbungscoachings.

      Die kosten manchmal mehrere Hundert Euro. Das ist eine Menge Holz, kann aber gut angelegtes Geld sein. Nämlich dann, wenn Sie wirklich massive Probleme in Vorstellungsgesprächen haben. Bis dahin können Sie es aber auch autodidaktisch versuchen …

    Online-Vorstellungsgespräch üben

    online vorstellungsgespräch übenOnline-Vorstellungsgespräche werden – nicht nur wegen Corona – immer populärer. Ein Jobinterview vor dem Bildschirm unterscheidet sich immens von einem Tête-à-Tête im Konferenzraum. So üben Sie Ihr Online-Bewerbungsgespräch:

    • Standort auswählen

      Suchen Sie sich zuerst einen geeigneten Ort aus, an dem Sie Ihren Rechner für das Vorstellungsgespräch platzieren. Am besten einen ruhigen Ort mit schlichtem Hintergrund, einer weißen Wand etwa. Offene Kleiderschränke oder Playboy-Poster im Hintergrund sind . Falls Sie dem Personaler doch mit der Deko im Hintergrund imponieren wollen, dann stellen Sie sich mental auf Rückfragen dazu ein. Schöne Elefantenvase, wo haben sie die her?

    • Outfit wählen

      Ihre Gesprächspartner sehen Sie vielleicht nicht von oben bis unten. Empfehlenswert ist es dennoch, sich ein seriöses Ganzkörper-Outfit überzuwerfen, schon der inneren Spannung wegen. Und was, wenn Sie wirklich kurz mal aufstehen müssen, dann aber keine Hose anhaben? Generell gilt: Ziehen einfach das an, was Sie beim Vorstellungsgespräch vor Ort auch angezogen hätten.

    • Testlauf durchführen

      Auch das Online-Vorstellungsgespräch sollten Sie vorher üben, zum Beispiel mit einem Freund. So bekommen Sie ein Gefühl dafür und einen Blick für mögliche Fehler. Achten Sie auf Körpersprache, aber auch auf die Rahmenbedingungen inklusive Tonqualität, Hintergrund, Internetverbindung. Wie zum Beispiel reagieren Sie, wenn es mal ruckelt? Ein höfliches Entschuldigung, ich habe Ihre Frage akustisch nicht verstanden, könnten Sie sie noch mal wiederholen? ist kein Beinbruch.

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    [Bildnachweis: Elnur by Shutterstock.com]

    Bewerbung zurückziehen: Tipps, Formulierungen und 9 gute Gründe

    Bewerbung zurueckziehen formulierung

    Bewerbung zurückziehen – unangenehm, aber mitunter notwendig. Denn manchmal muss ein Unternehmen aus der Wunschliste gestrichen und aussortiert werden. Das kann ganz unterschiedliche Gründe haben. Doch wie ziehe ich eine Bewerbung zurück, ohne mein Gesicht zu verlieren oder meinen Ruf aufs Spiel zu setzen? Bewerbung zurückziehen: So einfach kann das sein…

    Bewerbung zurückziehen: 9 gute Gründe

    Wer eine Bewerbung zurückziehen möchte, muss sich in einer Luxussituation befinden. Er oder sie hat ganz offensichtlich eine bessere Alternative aufgetan, die entsprechende Stelle gar nicht mehr nötig. Könnte man jedenfalls meinen.

    Doch gibt es weitaus mehr Szenarien, als man denkt, in denen es Sinn macht, die eigene Bewerbung für einen Job zu widerrufen. Bewerbung zurückziehen – hier sind 9 gute Gründe:

    • Eine schwere Erkrankung, die es Ihnen unmöglich macht, in absehbarer Zukunft eine Tätigkeit auszuüben.
    • Eine Schwangerschaft. Sie wollen sich zunächst voll und ganz auf Ihren Nachwuchs konzentrieren.
    • Ein bevorstehender Umzug. Etwa, weil Ihr Partner einen neuen Job in einer anderen Stadt oder im Ausland antritt und Sie ihm oder ihr dorthin folgen möchten. Oder weil es Sie wieder zurück in Ihre Heimatregion zieht.
    • Wirtschaftliche Gründe. Zum Beispiel der, dass Sie sich ursprünglich für eine Teilzeitstelle beworben haben, nun aufgrund finanzieller Zwänge aber doch lieber in Vollzeit arbeiten möchte. Oder den umgekehrten Fall, dass Sie statt Vollzeit doch lieber Teilzeit arbeiten möchten.
    • Akute Bedenken. Sie könnten Angst haben, dass Ihnen der Job doch nicht liegen wird, dass Sie die Anforderungen nicht erfüllen oder auch, dass Sie extrem überqualifiziert sind.
    • Informationsgewinn. Sie haben neue Informationen erhalten – durch das Internet oder Mund-zu-Mund-Propaganda – die den künftigen Arbeitgeber sehr unvorteilhaft aussehen lassen. Deswegen wollen Sie lieber Abstand von einer Anstellung nehmen.
    • Den Probearbeitstag haben Sie als katastrophal empfunden.
    • Das angebotene Gehalt entspricht in keinster Weise Ihren Erwartungen.
    • Sie haben sich in der Zwischenzeit entschieden, lieber ein Studium aufzunehmen.

    Und das sind nur einige Gründe; es gibt ganz sicher noch mehr. Aber egal, aus welchem Grund Sie Ihre Bewerbung zurückziehen wollen: Sie sollten Ihren Rückzieher offen und ehrlich kommunizieren. Einfach nicht zum Vorstellungsgespräch erscheinen oder auf Anfragen nicht reagieren, das wäre kein guter Stil. Das haben Sie überhaupt nicht nötig – und es spricht sich in der Branche vielleicht sogar herum. Nicht gut!

    Aber wie teilen Sie dem Unternehmen Ihre Entscheidung mit? Karrieresprung hat folgende Vorschläge für Sie…

    Warum Sie eine Bewerbung zurückziehen sollten

    Natürlich kann es passieren, dass der Arbeitgeber verschnupft auf Ihren Rückzieher reagiert. Immerhin hat er Zeit und Mühe investiert, Ihre Bewerbung gesichtet, Sie vielleicht sogar schon zum Bewerbungsgespräch eingeladen. Alles für die Katz!

    Andererseits gehören Absagen zum Recruiting-Prozess dazu wie die Drehleiter zur Feuerwehr. Sie sind für Personaler das tägliche Brot. Und was wäre die Alternative? Die Füße still halten und nichts mehr von sich hören lassen? Dies würde das Personalbüro erst recht verärgern und überdies ebenfalls Arbeit verursachen. Und eine zweite Chance bekommen Sie in dem Unternehmen so schnell auch nicht mehr.

    Sie könnten natürlich auch den Umweg über die Probezeit gehen. Sie nehmen Ihre Arbeit auf und kündigen dann gefahrlos in der Probezeit. Aber dies würde nur Zeit kosten und wäre unehrlich. Wozu das Theater?

    Vor allem drei Gründe sprechen dafür, eine Bewerbung offen und ehrlich wieder zurückzunehmen…

    1. Manieren

      Anstand, Manieren, Gepflogenheiten – klingt wie der Auszug aus einem Lehrbuch des 19. Jahrhunderts, ist aber aktueller, als wir manchmal glauben. Höflichkeit ist eine Tugend – auch heute noch. Es gehört sich schlicht und einfach, einem Unternehmen abzusagen, wenn man eine andere Stelle gefunden hat oder aus einem anderen Grund von der Bewerbung Abstand nehmen will. Das sollte als Grund doch eigentlich schon genügen, oder?

      Kleiner Tipp: Es fühlt sich richtig gut an, höflich zu seinen Mitmenschen zu sein. Probieren Sie es mal aus!

    2. Ruf

      Ihre Reputation wird massiv beschädigt, wenn Sie nicht souverän mit der Situation umgehen. Sie wissen ja: Man trifft sich immer zweimal im Leben. Das gilt gerade für kleine, überschaubare Branchen mit einer begrenzten Anzahl an Arbeitgebern. So etwas könnte sich herumsprechen – schlecht für Sie!

      Außerdem werden Boomerang-Karrieren immer beliebter. Boomerang bedeutet: Man verlässt das Unternehmen im Guten, um anderswo eine neue Herausforderung anzunehmen. Gelingt die nicht so wie erwartet, kehrt man in die alte Firma zurück. Es wird jedenfalls nicht zu Ihrem Schaden sein, wenn man sich dort gerne an Sie erinnert.

    3. Fairplay

      Nicht jeder Sportler ist ein fairer Sportsmann. Aber die meisten sind es sehr wohl. Das merkt schnell, wer Judo oder Rugby, Handball oder Hockey spielt.

      Auch zur Bewerbung gehört der Fairplay-Gedanke dazu. Wenn Sie absagen, geben Sie Ihren Mitstreitern eine Chance. Das ist nur fair – und richtig.

    Bewerbung online zurückziehen

    Vor allem in größeren Firmen gibt es eine einfache Möglichkeit, die Bewerbung zu stornieren. Sofern Sie sich über ein Online-Bewerberportal beworben haben, loggen Sie sich erneut mit Ihren Zugangsdaten ein und ziehen Ihre Bewerbung mit einem Mausklick zurück.

    In einigen System genügt ein Klick auf den Zurückziehen-Button, in anderen müssen Sie Ihr ganzes Profil löschen. Und manchmal ist es nur möglich, eine Bewerbung zurückzuziehen, wenn die Bewerbungsfrist noch nicht abgelaufen ist.

    Angst haben, dass Ihnen das Unternehmen den Rückzug krumm nimmt, müssen Sie in den meisten Fällen nicht. Dafür ist die Funktion ja da. Es gibt sogar Arbeitgeber, die wissen wollen, warum Sie Ihre Bewerbung zurückgezogen haben. So fragt Drogeriekonzern dm seine Ex-Bewerber explizit nach den Beweggründen und bittet um eine entsprechende Mail an die Personalabteilung.

    Aber Achtung: Wer seine Bewerbung im Online-Bewerbersystem zurückzieht, kann sich unter Umständen nicht noch einmal auf die gleiche Stelle bewerben. Sie können es sich dann nicht nochmal anders überlegen.

    Bewerbung per Anruf oder E-Mail zurückziehen

    Falls Sie die Möglichkeit nicht haben, Ihre Bewerbung im Bewerbersystem zurückzunehmen, haben Sie diese drei Optionen:

    • Anruf
    • Brief
    • E-Mail

    Karrieresprung empfiehlt Ihnen den Griff zum Telefon. Ein Anruf hat folgende Vorteile: Die Absage ist schnell erledigt. Sie können sicher sein, dass der Empfänger Ihre Absage erhalten hat und Sie aus dem Bewerbungsprozess nimmt. Sie müssen nicht auf eine Reaktion des Empfängers warten. Die kriegen Sie nämlich sofort. Außerdem wirkt es selbstbewusst, zum Hörer zu greifen und die Situation persönlich zu regeln. Es schindet Eindruck – wenigstens ein bisschen.

    Eine Alternative ist der Absagebrief. Er zeugt von Stil und einem Mindestmaß an Mühe, die Sie sich extra gemacht haben. Immerhin mussten Sie Formulierungen finden, den Brief aufsetzen und zur Post bringen. Das ist sehr viel aufwändiger als nur eine kurze E-Mail in die Tasten zu hauen.

    Die E-Mail-Absage ist selbstverständlich auch eine Option. Schließlich haben Sie die E-Mail-Adresse des Personalers vermutlich schon. Wenn Sie also eine E-Mail schreiben, kommt sie mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit auch an. Wenn nicht, wird Ihnen das hoffentlich in Form eines Abwesenheitsassistenten oder einer Fehlermeldung mitgeteilt. Aber investieren Sie ausreichend Zeit, um die richtigen Formulierungen zu finden und belassen Sie es nicht bei ein oder zwei Sätzen. Das wäre unhöflich.

    Im Übrigen können Sie auch eine Mischform wählen. Erst eine Absagemail schreiben und hinterher noch einmal durchklingeln oder umgekehrt am Telefon erwähnen, dass Sie Ihre Absage auch noch schriftlich bestätigen. Ein Zeichen von Professionalität. Unternehmen schätzen das.

    Absage richtig formulieren

    Haben Sie sich für eine schriftliche Variante entschieden? Sie können sie im Prinzip so ähnlich aufbauen wie ein Anschreiben:

    • Briefkopf (Ihr Name, Anschrift, Kontaktdaten)
    • Name, Anschrift des Empfängers
    • Datum
    • Betreff
    • Persönliche Anrede
    • Absage
    • Grußformel
    • Unterschrift

    Kein Personaler will sich lange Essays durchlesen, warum Sie den Job doch nicht wollen. Höchstens, um sich zu amüsieren. Den Gefallen sollten Sie ihm nicht tun. Bleiben Sie kurz und prägnant. Aber auch nicht ZU kurz. Ein Satz a la „Hiermit möchte ich meine Bewerbung für die Stelle as Controller zurückziehen. Mit freundlichen Grüßen“ wirkt wie ein höflicheres „Leck mich“. Sie sollen keine Rechtfertigungen, aber Begründungen liefern. Eine Begründung hat die Firma durchaus verdient.

    Bauen Sie die Absage inhaltlich so auf:

    • Danksagung

      Als Erstes bedanken Sie sich für die Möglichkeit, dass Sie sich im Unternehmen bewerben konnten beziehungsweise dass Sie schon zum Vorstellungsgespräch eingeladen worden sind.

    • Begründung

      Nun führen Sie den Grund an, der für Ihre Absage ausschlaggebend ist. Mehr als zwei Gründe sollten es auf keinen Fall sein. Selbst wenn Sie mehrere gute Gründe für eine Absage haben, sollten Sie nicht alle aufzählen – nur den Hauptgrund. Andernfalls würde der Text wie eine einzige Rechtfertigung wirken und rechtfertigen müssen Sie sich nicht.

    • Bedauern

      Drücken Sie Ihr Bedauern darüber aus, dass Sie dem Unternehmen Umstände bereitet haben, aber bitten Sie gleichzeitig um Verständnis für Ihre Entscheidung.

    Bewerbung zurückziehen: Formulierung

    Bewerbung höflich zurückziehen – so könnten Sie Ihre Absage formulieren:

    Sehr geehrte/r Herr/Frau Krämer,

    haben Sie vielen Dank, dass ich mich vor einigen Wochen auf Ihre Stellenanzeige als Controller bewerben konnte.

    Hiermit möchte ich diese Bewerbung aber wieder zurückziehen. Ich hatte zwar großes Interesse an der Stelle und bin weiterhin überzeugt, dass ich gut in Ihr Team gepasst hätte. Allerdings habe ich in der Zwischenzeit ein anderes Angebot erhalten. Nach reiflicher Überlegung bin ich zu dem Schluss gekommen, dass dieses noch besser mit meinen beruflichen Plänen vereinbar ist. Aus diesem Grunde möchte ich Ihnen absagen und bitte um Ihr Verständnis.

    Wenn ich Ihnen Umstände bereitet haben sollte, bitte ich um Entschuldigung. Ich hoffe, Sie finden schnell den richtigen Mann oder die richtige Frau für die Stelle.

    Für Ihr freundliches Entgegenkommen bedanke ich mich und verbleibe mit freundlichen Grüßen
    Tim Taler

    Bewerbung nach Zusage zurückziehen: Formulierung

    So könnten Sie Ihre Absage formulieren, wenn Sie bereits eine Zusage des Unternehmens erhalten haben:

    Sehr geehrte/r Herr/Frau Krämer,

    ich freue mich sehr über Ihre Zusage für die Stelle als Marketingassistent und bedanke mich für Ihr Vertrauen.

    Allerdings habe ich mich nach reiflicher Überlegung dazu entschieden, die Stelle nicht anzutreten. In der Zwischenzeit habe ich ein anderes Angebot erhalten, was meinen beruflichen Plänen noch besser entspricht. Daher möchte ich meine Bewerbung hiermit zurückziehen.

    Es tut mir sehr leid, dass ich Ihnen dadurch Umstände bereite, bitte Sie aber um Verständnis für meine Entscheidung. Die Wahl fiel jedenfalls nicht GEGEN Ihr Unternehmen, sondern FÜR ein anderes.

    Ich bedanke mich sehr herzlich für Ihr freundliches Entgegenkommen und hoffe, dass Sie die Stelle zügig neu besetzen können.

    Mit freundlichen Grüßen
    Tim Taler

    Bewerbung zurücknehmen: Weitere Formulierungen

    Hier sind 5 weitere Formulierungen, die Sie nutzen können, um Ihre Bewerbung zurückzuziehen:

    • Herzlichen Dank für Ihr Vertrauen und die Einladung zum Bewerbungsgespräch. Ich habe in der Zwischenzeit allerdings ein Angebot erhalten, was noch ein bisschen besser zu mir passt. Darum ziehe ich meine Bewerbung schweren Herzens wieder zurück.
    • Falls ich Ihnen mit meiner Entscheidungen Umstände bereite, bedauere ich dies sehr. Ich bitte dennoch um Ihr Verständnis.
    • Ich möchte mich sehr herzlich bei Ihnen für das angenehme Vorstellungsgespräch bedanken. Von Ihrem Unternehmen habe ich dabei einen sehr positiven Eindruck gewonnen und bin weiterhin überzeugt, dass ich gut in Ihr Team gepasst hätte. Allerdings habe ich mich in der Zwischenzeit für ein anderes Stellenangebot entschieden, das mich noch etwas mehr reizt. Daher möchte ich Ihnen heute leider absagen.
    • Vielen Dank für das positive Feedback auf meine Bewerbung. Allerdings habe ich in der Zwischenzeit ein anderes Angebot angenommen, das noch besser zu mir passt. Daher muss ich meine Bewerbung hiermit zurückziehen.
    • Die Entscheidung ist mir nicht leicht gefallen, aber ich muss meine Bewerbung hiermit leider zurücknehmen. Nach gründlicher Überlegung glaube ich, dass ein anderes Stellenangebot meinem Profil noch besser entspricht und habe es daher angenommen. Ich hoffe auf Ihr Verständnis und bedauere es, Ihnen Umstände bereitet zu haben.

    Bewerbung für einen Studienplatz zurückziehen

    Die Bewerbung für einen Studienplatz können Sie an vielen Hochschulen problemlos zurückziehen. Loggen Sie sich in Ihren Online-Account ein und klicken Sie dort auf die entsprechende Schaltfläche.

    Achtung: An manchen Hochschulen ist es dann nicht mehr möglich, im laufenden Bewerbungsverfahren einen erneuten Bewerbungsantrag für den gleichen Studiengang zu stellen – an anderen aber schon. Falls Sie Ihre Bewerbung nicht online zurückziehen können, wenden Sie sich an Ihr jeweiliges Studiensekretariat.

    Eine Bewerbung in den zulassungsbeschränkten Studienfächern Humanmedizin, Tiermedizin, Zahnmedizin und Pharmazie können Sie im Bewerbungsportal von Hochschulstart oder bei dezentraler Bewerbungsabgabe auch über das hochschuleigene Bewerbungsportal zurückziehen.

    Interne Bewerbung zurückziehen

    Bewerbung zurückziehen formulierenSie haben längst gemerkt: Der Ton macht auch bei einem Bewerbungsrückzieher die Musik. Das gilt umso mehr, wenn es sich um eine interne Bewerbung handelt. Sie werden den Personen im Flur über den Weg laufen, denen Sie zuvor einen Korb gegeben und Umstände bereitet haben.

    Darum ganz wichtig: Begründung liefern, aufrichtig bedanken und bedauern. Am besten persönlich anrufen – oder im Büro vorbeischauen! So können Sie Missverständnisse aus dem Weg räumen und Ihre Beweggründe darlegen.

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    [Bildnachweis: Lolostock by Shutterstock.com]

    Bewerbungskosten absetzen: Pauschalen, Liste, Tipps

    bewerbungskosten absetzen steuer

    Bewerbungskosten absetzen – das geht. Immerhin müssen Sie als Bewerber in Vorleistung gehen. Bewerbungsfoto anfertigen, Bewerbungsratgeber kaufen, Hotel am Unternehmensstandort buchen, um nur ein paar Kostenbeispiele zu nennen. Bewerbungen kosten Geld. Das Finanzamt erstattet Ihnen die Bewerbungskosten – sofern Sie alles richtig belegen und eintragen. Bewerbungskosten absetzen: So machen Sie’s richtig…

    Bewerbungskosten steuerlich absetzen

    Ihre Bewerbungskosten können Sie steuerlich absetzen. Bewerbungskosten zählen zu den Werbungskosten. Werbungskosten sind laut Einkommensteuergesetz „Aufwendungen zur Erwerbung, Sicherung und Erhaltung der Einnahmen.“

    Bewerbungen dienen zweifelsfrei dazu, Einnahmen zu erwerben und zu sichern. Dabei ist es unerheblich, ob eine Bewerbung zum Erfolg führt oder nicht. Wichtig ist nur, dass die Kosten im Rahmen der Stellensuche angefallen sind.

    Bei der Berechnung der Einkünfte in der Steuererklärung können Sie die Werbungskosten von Ihren Einnahmen abziehen. Somit mindern Bewerbungskosten Ihre Steuerlast. Darum ist es auch ratsam, sich im Laufe des Jahres alle Bewerbungsgespräche zu notieren und die angefallenen Belege zu sammeln. Das bringt Ihnen am Ende des Steuerjahres bares Geld.

    Sparen können Sie sich den Aufwand freilich, wenn für Sie insgesamt nur geringe Werbungskosten anfallen. Denn das Finanzamt gewährt jedem Arbeitnehmer die sogenannte Werbungskostenpauschale in Höhe von 1.000 Euro. Diesen Betrag zieht Ihnen das Finanzamt automatisch von Ihrem zu versteuernden Einkommen ab. Dafür müssen Sie keine Belege oder Nachweise einreichen! Die Werbungskostenpauschale gilt für jeden einzelnen Arbeitnehmer – also bekommen sie Ehepaare oder eingetragene Lebenspartnerschaften doppelt, sofern beide arbeiten.

    Tatsächlich können Ihre Werbungskosten aber auch gut und gerne oberhalb von 1.000 Euro liegen. Um die Kosten geltend zu machen, müssen Sie sie einzeln in der Steuererklärung angeben. Immerhin gehören zu den Werbungskosten neben den Bewerbungskosten auch:

    • Fahrtkostenpauschale bzw. Pendlerpauschale
    • Verpflegungsmehraufwand
    • Arbeitsmittel (Berufskleidung, Fachbücher, Aktentasche, Werkzeuge, Laptop, PC, Handy, Software)
    • Arbeitszimmer bzw. Home Office
    • Mitgliedsbeiträge für Berufsverbände (z.B. Ärztekammer, Handwerkskammer, Gewerkschaft etc.)
    • Kosten von Dienstreisen
    • Berufliche Versicherungsbeiträge (z.B. Berufshaftpflicht)
    • Beruflich veranlasste Umzüge
    • Fortbildungen

    Bewerbungskosten absetzen: Liste

    Bewerbungskosten absetzen – diese Materialien und Dienstleistungen sind als Werbungskosten steuerlich absetzbar:

    Eigenwerbung

    Materialien

    • Bewerbungsmappen
    • Briefumschläge
    • Klarsichthüllen
    • Druckerpatronen
    • Kleber
    • Einfache und beglaubigte Kopien
    • Stifte, Füller
    • Schreibpapier
    • Briefmarken

    Recherche

    • Kurse
    • Seminare
    • Übersetzungen
    • Bücher, Ratgeber
    • Magazine, Zeitschriften
    • Bewerbungsschreiber
    • Beglaubigungen
    • Polizeiliches Führungszeugnis

    Reisekosten

    • Fahrten zu Vorstellungsgesprächen
    • Parkgebühren
    • Übernachtungen
    • Verpflegung
    • Stadtpläne
    • Unfallkosten auf der Fahrt zu einer Bewerbung

    Hinweis: Wer die Telefon- oder Internetkosten anteilig absetzen will, könnte Probleme mit dem Finanzamt bekommen. Häufig lehnt es die Steuererstattung ab. Trotzdem: Probieren geht über studieren.

    Online-Bewerbungskosten absetzen

    Der Großteil der Bewerbungen erfolgt heute online. Und diese Entwicklung dürfte sich fortsetzen. Auf den ersten Blick sind Online-Bewerbungen deutlich kostengünstiger als solche aus Papier. Das Porto fällt weg, außerdem Anschaffungskosten für Mappe, Papier, Stifte, Druckerpatronen.

    Dennoch können Sie selbstverständlich auch eine Online Bewerbung von der Steuer absetzen. Die Pauschale, die das Finanzamt akzeptiert, ist bei Online-Bewerbungen aber geringer als bei schriftlichen (dazu gleich mehr).

    Außerdem entstehen Ihnen ja weiterhin Kosten im Zusammenhang mit der Bewerbung: Bewerbungsratgeber, Foto und Fahrtkosten beispielsweise. Die können Sie anrechnen, unabhängig davon, ob die Bewerbung auf dem Online- oder Offline-Weg erfolgt ist.

    Was Sie hingegen nicht in Ihrer Steuererklärung absetzen können, sind die Bewerbungskosten Ihres Kindes oder Ihrer Kinder.

    Bewerbungskosten absetzen: Pauschalen

    Sie haben drei Optionen, um Ihre Bewerbungskosten abzusetzen:

    • Sie machen die Werbungskostenpauschale in Höhe von 1.000 Euro geltend.
    • Sie reichen die Belege für Ihre Bewerbungskosten ein.
    • Sie machen Ihre Bewerbungskosten über Pauschalen geltend.

    Bei Variante 1 müssen Sie nichts weiter tun. Das Finanzamt schreibt Ihnen die Werbungskostenpauschale automatisch gut, wenn Sie Ihre Steuererklärung abgeben. Sie könnten dabei aber Geld verschenken – wenn Ihre tatsächlichen Werbungskosten im vergangenen Steuerjahr mehr als 1.000 Euro betragen haben. Wenn Sie das verhindern wollen, springen Sie zu Variante 2 oder 3.

    Bei Variante 2 rechnen Sie alle Bewerbungskosten, für die Sie Belege gesammelt haben, zusammen und tragen Sie als Werbungskosten in Ihre Steuererklärung ein. Das kann eine langwierige und komplizierte Angelegenheit sein.

    Einfacher ist Variante 3: Das lästige Sammeln der Quittungen bleibt Ihnen damit erspart. Sie legen einfach eine Pauschale zugrunde. Pro schriftlicher Bewerbung lässt das Finanzamt erfahrungsgemäß neun bis 15 Euro durchgehen. Manche Finanzämter orientieren sich an einem Urteil des Finanzgerichts Köln aus dem Jahr 2004, das für schriftliche Bewerbungen Kosten von jeweils 8,50 Euro angenommen hatte.

    Für eine E-Mail-Bewerbung, wie sie heute üblich ist, bekommen Sie nicht so viel zurück – hier beträgt die Pauschale nur 2,50 Euro pro Bewerbung. Fahrt- und Übernachtungskosten sind nicht inbegriffen.

    Aber: Auch wenn sich das Finanzamt in der Regel an Pauschalen orientiert — Anspruch auf eine solche Pauschale haben Sie grundsätzlich nicht. Es liegt immer im Ermessen des Sachbearbeiters, ob und welche Pauschale er anerkennt.

    Bewerbungskosten in der Steuererklärung eintragen

    Die Steuererklärung ausfüllen – für die meisten eine undankbare Aufgabe. Speziell für Berufsanfänger ist sie sehr herausfordernd. Wo soll ich meine Bewerbungskosten überhaupt eintragen?

    Antwort: in der Anlage N. Hier werden die Werbungskosten – und damit auch die Bewerbungskosten – eingetragen. Einfach in Zeile 45 der Anlage N die Bewerbungskosten mit einer passenden Bezeichnung (z.B. „Kosten für Briefumschläge“, „Kosten für Bewerbungsratgeber“) sowie die Summe der einzelnen Ausgabenposten eingeben.

    Mit einer guten Steuersoftware geht das in der Regel ohne Probleme. Sie können so viele Felder für Ihre Bewerbungskosten hinzufügen, wie Sie benötigen.

    Bewerbungskosten absetzen: Tipps

    Die Steuererstattung sollten Sie schon während Ihres Bewerbungsprozesses im Hinterkopf abspeichern. Das heißt: Dokumentieren Sie all Ihre Bewerbungen auf einer Liste und bewahren Sie die entsprechenden Dokumente, Mappen, Mails auf.

    Vor allem dann, wenn Sie Ihre tatsächlichen Bewerbungskosten absetzen wollen – und keine Pauschalen. Auch könnte das Finanzamt die Vorlage von Belegen nachträglich von Ihnen verlangen. Darauf sollten Sie vorbereitet sein. Zum Beispiel, indem Sie auf Ihrem Rechner einen Ordner anlegen, in dem Sie die Eingangsbestätigungen oder Absagen der einzelnen Unternehmen ablegen – oder Ihre per Mail verschickten Bewerbungen.

    Das Gleiche gilt für alle anderen Kosten, die im Zusammenhang mit Ihrer Bewerbung entstehen. Bewahren Sie also auch Quittungen von Mappen, Stiften, Fotos, Stadtplänen usw. auf – am besten heften Sie alles in einem Ordner, Ihrem Steuerordner, ab.

    Tipp: Ein Schuhkarton bietet sich für Papierbelege an. Der ist im Innern trocken und dunkel. So verblassen Ihre Dokumente nicht so schnell. Wenn Sie auf Nummer sicher gehen wollen, können Sie Belege auch kopieren oder einscannen und auf Ihrem Computer ablegen.

    Bewerbungskosten vom Arbeitgeber erstatten lassen

    Bis Sie Geld vom Finanzamt erstattet bekommen, können Wochen und Monate ins Land gehen. Es gibt aber noch andere Wege, sich Ihre Bewerbungskosten zurückzuholen. Das ist gerade für Menschen wichtig, die mit jedem Euro kalkulieren müssen. Auch ist es gerade in Zeiten von Arbeitslosigkeit, Studium oder geringfügiger Beschäftigung oft schwierig, alle anfallenden Kosten auszulegen.

    Die gute Nachricht: Viele Arbeitgeber erstatten die Kosten für ein Vorstellungsgespräch. Es gibt sogar einen gesetzlichen Anspruch auf Erstattung der Bewerbungskosten. Voraussetzung ist, dass der Bewerber sich auf eine zu besetzende Stelle beworben und eine Einladung zum Vorstellungsgespräch erhalten hat. Die Pflicht zur Kostenübernahme ist unabhängig davon, ob der Bewerber letztlich den Zuschlag erhält oder nicht. Es werden allerdings nur solche Kosten erstattet, die nach den Gesamtumständen „erforderlich“ waren. Der Bewerber hat sich also stets die Frage zu stellen, ob die jeweiligen Auslagen wirklich notwendig sind.

    Auf der anderen Seite haben Arbeitgeber die Möglichkeit, die Kostenübernahme zu verweigern oder zu begrenzen. Dies muss das Unternehmen aber bei der Einladung zum Bewerbungsgespräch deutlich machen. Es kommt immer auf den Einzelfall an. Nicht unüblich ist es beispielsweise, nur die Anreise mit der Bahn zu erstatten. Möchte der Bewerber aber mit dem Flugzeug anreisen, muss er die Mehrkosten selbst tragen.

    Tatsächlich hängt die Bereitschaft zur Kostenübernahme häufig davon ab, für welche Stelle der Bewerber vorgesehen ist. Hochqualifizierten und nachgefragten Arbeitskräften will man das eigene Unternehmen möglichst schmackhaft machen – dazu gehört auch eine großzügige Übernahme der Bewerbungskosten.

    Eigentlich selbstverständlich: Erscheint der Kandidat gar nicht oder ohne ausdrückliche Einladung zum Vorstellungsgespräch, ist das Unternehmen nicht verpflichtet, die Bewerbungskosten zu übernehmen. In jedem Fall gilt: Der Bewerber muss die Kosten innerhalb von drei Jahren geltend machen, danach sind sie verjährt. Das sollte machbar sein.

    Bewerbungskosten vom Arbeitsamt erstatten lassen

    Es gibt sogar noch eine weitere Möglichkeit, um sich die Bewerbungskosten zurückzuholen: Die Übernahme der Bewerbungskosten durch die Arbeitsagentur beziehungsweise das Jobcenter. Vielfach können Sie sich hier Bewerbungskosten erstatten lassen.

    Anhand ihres Vermittlungsbudgets entscheidet die für Sie zuständige Arbeitsagentur oder das Jobcenter, ob und in welcher Höhe Ihnen Bewerbungskosten erstattet werden. Möglich sind bis zu 260 Euro Erstattung pro Jahr.

    Wichtig: Sofern die Eingliederungsvereinbarung keine Angaben zu Bewerbungskosten macht, müssen Sie Übernahme der Kosten vor ihrer Entstehung beantragen. Fragen Sie also unbedingt VOR Ihrem Bewerbungsgespräch nach, ob und welche Kosten übernommen werden können, damit Sie nicht auf den Bewerbungskosten sitzen bleiben.

    Mehr Zeit für die Steuererklärung!

    Bewerbungskosten absetzen frist
    Seit 2019 haben Sie mehr Zeit, um sich Ihr Geld inklusive der Bewerbungskosten vom Finanzamt zurückzuholen. Bislang mussten Sie Ihre Steuererklärung stets bis Ende Mai vorlegen. Jetzt reicht es dem Finanzamt aus, wenn sie bis zum 31. Juli vorliegt.

    Falls Sie Ihre Steuererklärung nicht selbst machen, sondern von einem Steuerberater oder Lohnsteuerhilfeverein ausfüllen lassen, verschiebt sich die Frist noch weiter nach hinten. Ihre Steuererklärung für das Steuerjahr 2019 muss dann nicht vor Ende Februar 2021 beim Finanzamt eingehen.

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    [Bildnachweis: Pressmaster by Shutterstock.com]

    Ghosting in der Bewerbung und am Arbeitsplatz: Alle Tipps

    Ghosting Dating Bewerbung

    Wenn man plötzlich weg ist und unauffindbar, dann spricht man neuerdings von Ghosting. Ein Date, das sich nicht mehr meldet oder gar ein Partner, der ohne Vorwarnung jeden Kontakt abbricht. Im Bewerbungsprozess spielte Ghosting schon immer eine tragende Rolle. Arbeitgeber, die Bewerber links liegen lassen und es nicht mal für nötig erachten, ihnen eine Absage zu schicken. Doch auch Bewerber und Arbeitnehmer können Ghosting betreiben. Wenn sie clever sind, lassen sie es aber bleiben. Job-Ghosting: Es zeugt von schlechtem Stil – und kann schneller nach hinten losgehen, als einem lieb ist…

    Ghosting: Was ist das überhaupt?

    Ghosting kennen Sie – hoffentlich nicht – aus Ihrem Liebesleben. Die Mode-Vokabel meint Folgendes: Der Freund oder die Freundin meldet sich einfach nicht mehr. Er oder sie reagiert nicht auf Anrufe oder Nachrichten, ruft nicht zurück, schreibt nicht mehr, weder über Whatsapp noch per E-Mail, verschwindet einfach von der Bildfläche.

    Ältere Generationen bemühen dafür gerne eine anderes Bild: „Ich geh mal kurz Zigaretten holen.“ Und weg war er – und ward nie mehr gesehen. Gemeint ist das Gleiche.

    Ghosting kann jeder betreiben: Lose Kontakte, aber auch enge Freunde, im schlimmsten Fall Paare. Relativ normal ist es wohl bei Dates, die nach dem ersten Treffen den Kontakt abbrechen – wohlgemerkt ohne Begründung. Bricht jemand den Kontakt hingegen ab mit den Worten „Das war’s, ich will nichts mehr mit dir zu tun haben“, dann haben wir es streng genommen nicht mit Ghosting zu tun, sondern mit einem Schlussstrich – oder, um im Englischen zu bleiben: mit einem klaren Cut.

    Offenbar betreiben Frauen Ghosting häufiger als Männer. So ergab eine Umfrage des Dating-Portals Elitepartner unter 11.000 Befragten, dass…

    • jede vierte Frau schon einmal jemanden geghostet hat.
    • von den Single-Frauen bis 29 Jahre sogar 36 Prozent schon einmal Ghosting angewandt haben.
    • 19 Prozent der Männer Ghosting betrieben haben.

    Der Kern des Ghosting: Es lässt einen ratlos zurück. Der Betroffene kann nur rätseln und über die Beweggründe des Gegenübers mutmaßen. Was kann ihn oder sie dazu veranlasst haben? Hat er oder sie einen Neuen? Hier kommt auch der sogenannte Zeigarnik-Effekt ins Spiel: ein psychologischer Effekt, der besagt, dass man sich an unerledigte, unterbrochene Aufgaben besser erinnert als an abgeschlossene. Sie bleiben im Kopf kleben, während Erfolge schnell abgehakt werden.

    Damit einher gehen oft Schuldgefühle und Gewissensbisse. Für die gibt es aber oft – objektiv betrachtet – gar keinen Anlass. Darum ist Ghosting so hinterhältig und regelrecht asozial. Der erste Ratschlag muss daher lauten: Tun Sie es nicht! Betreiben Sie kein Ghosting, auch nicht bei der Bewerbung oder im Job. Warum Job-Ghosting Ihnen schaden kann, erklären wir Ihnen gleich…

    Ghosting in der Bewerbung und im Job

    Um ehrlich zu sein, ist Ghosting im Bewerbungsverfahren nichts Neues. Es gibt das Phänomen seit Jahr und Tag. So spielt es sich ab: Der Bewerber reicht seine Bewerbungsunterlagen ein, ist frohen Mutes, erhält auch eine Eingangsbestätigung mit dem Hinweis: „Wir melden uns bei Ihnen.“ Und dann? Nichts. Der Arbeitgeber meldet sich nicht zurück.

    Ghosting kann auch nach dem Bewerbungsgespräch auftreten. Wenn der Personalmanager gemerkt hat, dass die Chemie nicht stimmt – und den Kontakt abbricht. Das ist zwar eine Arbeitserleichterung, aber Wertschätzung geht anders.

    Mögliche Gründe, warum ein Arbeitgeber Ghosting bei der Bewerbung betreibt. Er…

    • hat sich für einen anderen Bewerber entschieden.
    • möchte sich die Mühe nicht machen, Ihnen abzusagen.
    • will Zeit sparen.
    • hat Sie aussortiert und danach schnell vergessen.
    • sagt Ihnen nicht persönlich ab, weil er Angst vor Ihrer Reaktion ab.

    Allesamt Gründe, die sehr menschlich, aber dennoch inakzeptabel sind.

    Ghosting kann aber auch von Bewerbern oder Arbeitnehmern ausgehen. Diese Fälle scheinen sich zu häufen – speziell im Ausland, wo die Kündigungsfristen kürzer und die Regularien laxer sind. Da erscheinen Mitarbeiter von heute auf morgen einfach nicht mehr zur Arbeit – und die Firmen können nichts dagegen tun.

    In Deutschland ist das kaum möglich. Wenigstens eine Kündigung muss der Arbeitnehmer einreichen. Tut er das, kann man nicht mehr von Ghosting sprechen.

    Abtauchen können dafür Bewerber während oder nach der Bewerbung. Sie erscheinen trotz einer Einladung nicht zum Vorstellungsgespräch – ohne abzusagen. Sie sind nach dem Vorstellungsgespräch nicht mehr für weitere Rückfragen zu erreichen. Sie reagieren auf einen angebotenen Arbeitsvertrag nicht.

    Dahinter stecken natürlich handfeste Beweggründe: Vielleicht ist dem Bewerber klar geworden, dass diese Stelle in diesem Unternehmen doch nicht die richtige für ihn ist. Oder er hat in der Zwischenzeit das Angebot eines Konkurrenten erhalten, das er nicht ablehnen kann. Oder der Bewerber ist feige und will einem unangenehmen Telefonat aus dem Weg gehen.

    Job-Ghosting: 6 Beispiele

    ghosting jobGhosting gibt es in sehr vielen Konstellationen auf dem Arbeitsmarkt und im Job. Hier noch ein paar andere Beispiele:

    • Kunden, die nach regelmäßiger Zusammenarbeit abtauchen
    • Vertriebler, die nichts mehr von einem Interessenten hören
    • Freiberufler, die keine Rückmeldung von einem möglichen Auftraggeber erhalten
    • Potenzielle Auftraggeber, die keine Rückmeldung vom Freiberufler bekommen
    • Bewerber, die nicht zum Assessment Center erscheinen
    • Alte Kollegen, die trotz ihrer Präsenz in sozialen Netzwerken nicht auf Kontaktanfragen reagieren

    An den Beispielen sehen Sie: Manchmal ist Ghosting durchaus nachvollziehbar, meistens aber nicht. Als Bewerber sollten Sie jedenfalls davon absehen. Wir sagen Ihnen auch, warum…

    Warum Ghosting Bewerbern schadet

    Ghosting ist immer ein schlechter Zug – IMMER. Auch dann, wenn sich beide Parteien einig sind, dass es zwischen ihnen nicht funktionieren kann. Eine höfliche Standardabsage ist das Mindeste, was sowohl Bewerber als auch Unternehmen erwarten können.

    5 Gründe, warum Sie als Bewerber kein Ghosting betreiben und dem Unternehmen wenigstens absagen sollten. Ghosting…

    • zeugt von mangelndem Respekt

      Und Respekt fordern heute doch alle unentwegt ein. Also zeigen auch Sie ihn auch, den Respekt!

    • ist feige

      Niemand verlangt von Ihnen übertriebenen Heldenmut im Bewerbungsdschungel. Aber eine höfliche Absage kriegt jeder hin – zur Not per E-Mail. Sie müssen Ihrem Gegenüber nicht einmal in die Augen sehen und die Wahrscheinlichkeit, überhaupt ein Feedback zu erhalten, ist gering. Geben Sie sich einen Ruck!

    • kann Ihnen sehr lange schaden

      Man sieht sich ja bekanntlich immer zwei- oder drei- oder viermal im Leben. Vielleicht wollen Sie in einigen Jahren doch noch bei diesem Unternehmen anheuern. Die Erinnerung an Ihr Ausweichmanöver könnte Sie dann den Job kosten. Speziell in kleinen Branchen, in denen jeder jeden kennt, ist Ghosting brandgefährlich.

    • spricht sich herum

      Und zwar schneller, als Ihnen lieb ist. Dann schadet Ghosting schon sehr kurzfristig. Wenn die Chefs zweier Wettbewerber gut miteinander können und sich gegenseitig Anekdoten auftischen, kriegen Sie weder hier noch dort den Job. Vor allem in kleinen Branchen drohen Nachteile.

    • zeigt Konfliktscheu

      In einer Beziehung oder beim Dating ist Ghosting ein Abgang für Menschen, die nicht in der Lage oder willens sind, einen Konflikt auszutragen oder auszuhalten. Wer sich heimlich aus dem Staub macht, muss sich selbst nicht erklären, den Gegenüber nicht anhören, nichts ausdiskutieren. Sehr bequem. Wahrscheinlich ist so jemand im Privaten kein guter Partner – und im Job-Kontext kein guter Mitarbeiter.

    Ghosting durch den Arbeitgeber: Was tun?

    Als Bewerber können Sie erwarten, dass das Unternehmen fair mit Ihnen umgeht. Die Realität sieht manchmal anders aus. Darum gilt es zunächst, Ghosting durch den Arbeitgeber von vornherein zu verhindern. Ein paar kleine Kniffe gibt es durchaus, die Ghosting zumindest unwahrscheinlicher machen. Zum Beispiel:

    • Sowohl im Anschreiben als auch am Ende eines möglichen Jobinterviews darauf hinweisen, dass man sich „darauf freut, von Ihnen zu hören“.
    • Am Ende des Vorstellungsgesprächs nach „dem weiteren Vorgehen“ erkundigen.
    • Sich für das angenehme Vorstellungsgespräch bedanken.
    • Den Gesprächspartner bei der Verabschiedung mit Namen anreden.
    • Betonen, welch positiven Gesamteindruck man vom Unternehmen habe.

    All das baut – wenigstens subtil – Druck auf, erzeugt Verbindlichkeit.

    Wie aber verhalten, wenn man schon zum Ghosting-Opfer geworden ist? Angenommen, Sie schreiben eine blitzsaubere Bewerbung und warten ab. Und warten und warten und warten. Irgendwann dämmert Ihnen, dass Sie keine Antwort mehr erhalten werden.

    Dann müssen Sie selbst aktiv werden. Immerhin könnt es ja auch sein, dass Ihre Bewerbung aus Versehen im Spam-Ordner gelandet oder bei der Mitarbeiterin angekommen ist, die in Elternzeit gegangen ist, aber vergessen hat, eine Abwesenheitsnotiz zu aktivieren.

    Zunächst einmal: Geben Sie dem Unternehmen Zeit. Nicht drängeln! Nach Ablauf der Wartezeit (zwei Wochen sind angemessen) aber können und sollten Sie nachhaken. Sie könnten eine E-Mail schreiben. Oder anrufen. Versuchen Sie es telefonisch über verschiedene Wege. Rufen Sie in der Personalabteilung an, in der Zentrale, zur Not sogar im Kundenservice oder in der Pressestelle.

    Kommen Sie nirgends durch, dann ist auch der Weg über öffentliche Kanäle denkbar. Senden Sie einen Tweet, schreiben Sie über Facebook oder Instagram. Öffentlicher Druck wirkt oft Wunder.

    Aber Vorsicht: Sie selbst begeben sich damit ebenfalls in die Schusslinie. Wenn andere Arbeitgeber sehen, dass Sie Firmen im Social Web aggressiv angehen, könnten sie Sie als Unruheherd einordnen und von einer Einstellung Abstand nehmen. Daher auch im Netz immer höflich bleiben!

    Und natürlich sollte Ihr aktueller Arbeitgeber nicht Wind davon kriegen, dass Sie sich anderweitig bewerben. Soziale Medien also immer mit Bedacht einsetzen…

    Eine Alternative: Eruieren Sie auf Xing oder Linkedin den Personalverantwortlichen des Unternehmens und schreiben ihn direkt an.

    Fruchtet keine Ihrer Bemühungen, dann bleibt nur eins: Aufgeben. Was Sie aber durchaus nachträglich noch tun können: Eine Bewertung auf Portalen wie Kununu oder Glassdoor hinterlassen.

    Auch hier bitte nicht mit Beleidigungen um sich werfen, sondern sachlich bleiben. Motto:

    • Ich habe nach meiner Bewerbung nichts mehr vom Unternehmen gehört. Das nennt sich wohl Ghosting und zeugt von schlechten Umgangsformen. Schade.

    Diese Beziehungsphänomene gibt es noch

    Ghosting Dating BewerbungGhosting ist nicht das einzige grassierende Beziehungsphänomen. Daneben gibt es zum Beispiel noch…

    • Cushioning. Das meint, sich neben der aktuellen Freundin oder dem Freund noch jemand anderen warmzuhalten, damit man im Falle einer Trennung butterweich landet.
    • Dann gibt es Benching. Sich immer mal wieder melden, ohne eine verbindliche Beziehung einzugehen. Eine Taktik für Abgebrühte: So kann man weiterhin die Fühler ausstrecken, hat aber jemanden in der Hinterhand für den Fall, dass die Suche im Nichts endet.
    • Wer auf Lovebombing setzt, überschüttet andere mit Liebesbekundungen, Aufmerksamkeit und Zuwendung. Die Phase ist aber erfahrungsgemäß sehr schnell zu Ende.
    • Zombieing bedeutet, dass sich der Ex-Partner oder ein früheres Date nach langer Zeit wieder meldet. Vielleicht, weil er oder sie wieder Single ist.
    • Last but not least scheint auch Gatsbying im Kommen zu sein. Nie gehört? Wer gatsbyed, der möchte andere über soziale Netzwerke beeindrucken und die Aufmerksamkeit seines Schwarms auf sich ziehen. Instagram scheint dabei das perfekte Vehikel für Hobby-Gatsbys zu sein.

    Und jetzt die spannende Frage: Welches dieser Dating-Phänomene lässt sich auf die Arbeitswelt übertragen?

    Cushioning könnte für Freiberufler mit mehreren Auftraggebern interessant sein, Benching für umworbene Spitzenkräfte, die gelegentlich mit einer neuer Herausforderung liebäugeln.

    Lovebombing bietet sich für Unternehmen an, die unbedingt Mister X von der Konkurrenz abwerben wollen. Zombieing kennt man aus der Arbeitswelt als Boomerang-Recruiting.

    Gatsbying hingegen kann jeder betreiben – kluge Beiträge in Business-Netzwerken oder Fachforen haben schon so manches Unternehmen nachhaltig beeindruckt…

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    [Bildnachweis: Brian A Jackson by Shutterstock.com]

    Stärken in der Bewerbung: 45 Beispiele und die besten Tipps

    Das Anschreiben muss sitzen, damit’s mit der Bewerbung klappt. Ein wesentlicher Bestandteil des Anschreibens sind die eigenen Stärken. Am besten, die Fähigkeiten des Bewerbers sind deckungsgleich mit denen, die das Unternehmen gerade dringend sucht. Doch Achtung: Nicht alle Stärken, die wir mit uns selbst assoziieren, sollten im Anschreiben Platz finden. So gibt es einige, die dermaßen abgenutzt sind, dass Sie lieber Abstand von ihnen nehmen. Stärken in der Bewerbung: Welche Sie aufnehmen sollten und welche lieber nicht…

    Stärken in der Bewerbung nennen

    Als Faustregel gilt: Arbeiten Sie in Ihrer Bewerbung nicht mehr als drei persönliche Stärken heraus. Wer zu viele nennt, macht sich unglaubwürdig und entwertet jede einzelne.

    Das müssen Sie wohlgemerkt im Anschreiben tun. Im Lebenslauf findet sich dafür kein geeigneter Platz. Dort gibt es zwar Kategorien wie Werdegang, Ausbildung, Sonstige Kenntnisse oder Interessen, aber nicht den Unterpunkt Stärken. Indirekt sagen natürlich auch die Angaben im Lebenslauf etwas über Ihre Stärken (und Schwächen) aus. Wenn Sie leidenschaftlich gerne in einer Band spielen, dann sind Sie vermutlich ein extrovertierter Typ. Paragliding und Rennsport als Hobbys lassen auf einen Adrenalinjunkie schließen, Theater und klassische Musik auf einen kultivierten Menschen und so weiter…

    Im Vorstellungsgespräch haben Sie darüber hinaus die Möglichkeit, noch weitere Stärken in die Waagschale zu werfen – aber nur, wenn Sie die erste Hürde überspringen.

    Die Stärken, die Sie im Bewerbungsprozess herausstellen, sollten erstens nicht zu abgegriffen sein. Sie wollen dem Unternehmen zeigen, dass Sie der beste Mann oder die beste Frau für den Job sind. Das erfordert eine klare Ansage. Und wer Klarheit schaffen will, kann sich nicht mit Allerweltsplatitüden zufriedengeben. Die schaffen vielmehr Unklarheit – weil sie die Bewerber gleich aussehen lassen.

    Desweiteren sollten die betonten Stärken zu Stelle und Beruf passen. Wenn Sie sich als Erzieherin oder Altenpfleger bewerben, dann kommen Verantwortungsbewusstsein, Organisationstalent, ein freundliches Wesen und Freude im Umgang mit Menschen sicher gut an. Auslandserfahrung oder Programmierkenntnisse bringen Ihnen im Job dagegen nicht so wahnsinnig viel.

    Einer Führungskraft steht es gut zu Gesicht, Entscheidungen treffen zu wollen und zu können. Ohne Organisationstalent wird man kein guter Eventmanager. Ein Animateur lebt von seinem Temperament. Ein Designer besticht üblicherweise durch seine Kreativität, ein Journalist durch Neugier, ein Unternehmensberater durch Belastbarkeit, ein Social Media Manager durch Schlagfertigkeit und Fingerspitzengefühl.

    Doch nicht immer lassen sich Eigenschaften einfach so ein- und abgrenzen. Was für den einen Arbeitgeber eine große Stärke wäre, ist für den anderen vielleicht ein Makel. Kreativität zum Beispiel ist eine Kardinalstugend in der Werbung und Modeindustrie, in Forschung und Entwicklung. In der Verwaltung, im OP-Saal oder Cockpit ist sie hingegen kaum zu gebrauchen. Sie kann sogar lebensgefährlich sein. Und Erfahrung sehen in Startups nicht alle als Auszeichnung.

    Welche Stärken abgenutzt sind

    Der perfekte Bewerber ist hochmotiviert, äußerst kreativ und leidenschaftlich bei der Sache. Ein Traum für jeden Arbeitgeber! Ja, fast… Ganz so einfach ist die Sache dann doch nicht. Denn motiviert, kreativ und leidenschaftlich – das sind sie heute alle.

    Diese drei Vokabeln zählen zu den zehn meist genutzten Schlagwörtern von Bewerbern in Deutschland. Das hat die Business-Plattform Linkedin in einer Analyse von weltweit mehr als 530 Millionen Nutzerprofilen herausgefunden. Sie seien generisch und austauschbar, schreibt Linkedin. Wenn also ein Kandidat sich selbst als innovativ bezeichnet, dann zeugt das vor allem nicht von – Achtung Pointe! – Innovationsfreude.

    Aber es geht noch abgenutzter. Auf Platz eins der Linkedin-Rangliste steht das Wörtchen spezialisiert, dahinter folgt erfahren – und das, obwohl es speziell von Berufsanfängern kaum benutzt werden kann.

    Klar ist: Nur weil ein Begriff abgenutzt ist, heißt es nicht, dass Sie ihn keinesfalls verwenden sollten. Wenn Sie auf Ihrem Gebiet spezialisiert und erfahren sind, außerdem schon Ihre Innovationskraft unter Beweis gestellt haben, dann nehmen Sie diese Tugenden mit auf. Aber Sie sollten vielleicht nicht NUR auf überstrapazierte Adjektive zurückgreifen. Streuen Sie auch das eine oder andere ein, mit dem der Personaler nicht rechnet.

    Das sind die zehn meist genutzten und damit abgenutztesten Bewerber-Schlagwörter in Deutschland:

    • spezialisiert
    • erfahren
    • Expertenwissen
    • Führungsqualitäten
    • leidenschaftlich
    • qualifiziert
    • innovativ
    • strategisch
    • kreativ
    • motiviert

    Auf internationaler Ebene sehen die Top Ten ganz ähnlich aus. Auch US-amerikanische Personaler können sich vor spezialisierten, erfahrenen und qualifizierten Kräften kaum retten. Bedenken Sie dies, wenn Sie sich um eine Stelle im Ausland bewerben.

    Das sind die zehn meist genutzten und damit abgenutztesten Bewerber-Schlagwörter international:

    • spezialisiert
    • erfahren
    • qualifiziert
    • Führungsqualitäten
    • leidenschaftlich
    • Expertenwissen
    • motiviert
    • kreativ
    • strategisch
    • fokussiert

    Stärken in der Bewerbung: 45 gute Beispiele

    Hier eine Liste mit Stärken, die jedem Bewerber gut zu Gesicht stehen:

    • Unternehmerisches Denken
    • Diplomatisches Geschick
    • Eigeninitiative
    • Kommunikationsfähigkeit
    • Leistungsbereitschaft
    • Verantwortungsbewusstsein
    • Entscheidungsfreude
    • Neugier
    • Analytisches Denkvermögen und logisches Denken
    • Zahlenaffinität und Mathematik-Kompetenz
    • Organisationstalent
    • Flexibilität
    • Zielstrebigkeit
    • Lernfähigkeit
    • Loyalität
    • Auslandserfahrung
    • Auffassungsgabe
    • Belastbarkeit
    • (Eigen)Motivation, intrinsische Motivation
    • Zuverlässigkeit
    • Lösungsorientierung
    • Agilität
    • Verhandlungsgeschick
    • Pünktlichkeit
    • Ehrlichkeit
    • Humor
    • Ausdauer
    • Gewissenhaftigkeit
    • Fleiß
    • Erfindungsreichtum
    • Kritikfähigkeit
    • Reflexionsvermögen
    • Menschenkenntnis
    • Rhetorische Begabung, Wortgewandtheit
    • Technisches Geschick, Fingerfertigkeit
    • Höflichkeit
    • Pragmatismus
    • Sorgfalt
    • Sprachbegabung
    • Sozialkompetenz
    • Souveränität
    • Vielseitigkeit
    • Umsichtigkeit
    • Begeisterungsfähigkeit
    • Herzlichkeit

    Alle 45 Stärken für die Bewerbung hier noch mal als PDF zum Downloaden.

    Stärken in der Bewerbung: Tipps

    4 Tipps, wie Sie Ihre Stärken in der Bewerbung richtig zur Geltung bringen:

    1. Keine Phrasen

      In Ihrer Bewerbung beschreiben Sie sich als motiviert, kreativ und leidenschaftlich? Gäbe es ein Phrasenschwein für Bewerber, dann müssten Sie jetzt tief in die Tasche greifen. Meiden Sie phrasenhafte Schlagwörter wie Vampire das Licht. Wenngleich Sie das eine oder andere prägnante Adjektiv schon benutzen können. Die Dosierung macht das Gift. Orientieren Sie sich an den Erfordernissen Ihres potenziellen Arbeitgebers und der jeweiligen Branche.

    2. Bessere Alternativen

      Motiviert und kreativ sein – das sind zwei tolle Eigenschaften! Sie können sie also ruhig in Ihr Anschreiben aufnehmen. Aber es bleiben nun mal Floskeln. Noch besser wäre also, Sie würden Ihre Motivation und Kreativität zum Ausdruck bringen – nur eben weniger phrasenhaft. Wie das geht? Zum Beispiel, indem Sie Synonyme benutzen oder auch Übertreibungen. „Ich bin bis in die Haarspitzen motiviert.“ In dem Satz stecken eine alte Redewendung und ein abgenutztes Bewerber-Schlagwort drin – und dennoch wirkt er in dem Kontext erstaunlich frisch und originell. Oder auch: „Meinem Einfallsreichtum waren noch nie Grenzen gesetzt.“ Wenn Sie diese Behauptung noch mit konkreten Projekten belegen, gewinnt sie eine ganz neue Dimension – und wird den Personaler bestimmt nicht ermüden.

    3. Keine Allgemeinplätze

      Niemand mag Worthülsen. Darum sollten Sie auch in Ihrer Bewerbung Allgemeinplätze meiden. Werden Sie so konkret wie möglich. Der Personaler will sich bildhaft vorstellen können, was Sie bisher geschafft haben. Wenn Sie sich als teamfähig vorstellen, dann belegen Sie das an ganz konkreten Begebenheiten: „Ich habe damals mein Team zum Erfolg geführt, als es um die Umsetzung eines Projekts für einen großen Kunden ging. Anfangs waren einige Teammitglieder auf Kriegsfuß, aber ich konnte schnell den Zusammenhalt wieder herstellen, indem ich…“ Keine falsche Bescheidenheit!

    4. Mit Ausblick

      Der Blick zurück sagt etwas über Ihre Erfolge und Qualitäten. Aber vergessen Sie den Blick nach vorne nicht. Es geht schließlich nicht nur um Sie, sondern auch um das Unternehmen. Was wollen Sie für Ihren neuen Arbeitgeber erreichen? Wie können Ihre Stärken dazu beitragen, dass dieser erfolgreich bleibt oder wird? „Ich will meine Führungsqualitäten so einbringen, dass Ihre neue Repräsentanz in Frankfurt ein durchschlagender Erfolg wird.“ Das wäre in die Zukunft gerichtet – und mehr als eine Worthülse.

    Stärken im Anschreiben formulieren

    Wie können Sie Ihre Stärken im Anschreiben konkret formulieren? Hier sind 3 Beispiele zur Inspiration…

    1. Stärke: Kundenorientierung

      Als Key Account Manager hatte ich für einen früheren Arbeitgeber die Betreuung des wichtigsten Kunden übernommen. Dieser Kunde fühlte sich nicht mehr wertgeschätzt und war spürbar unzufrieden. In zahlreichen Einzelgespräche und mehreren Workshops ist es uns gemeinsam gelungen, die Zusammenarbeit auf eine neue Grundlage zu stellen. Zum Einen haben wir die Kommunikation neu geordnet. Zum Anderen haben wir in enger Zusammenarbeit ein neues Produkt entwickelt, das sich am Bedarf des Kunden orientiert hat. Nach der Markteinführung konnten wir das Produkt auch anderweitig vertreiben und Neukunden gewinnen.

    2. Stärke: Flexibilität

      Seit mehr als zehn Jahren bin ich in der Eventbranche tätig. Es gibt wohl kaum ein logistisches Problem, das ich noch nicht persönlich kennengelernt habe. Doch habe ich es bislang (fast) immer geschafft, eine Lösung zu finden. So drohte zum Beispiel im Jahr 2020 unser weltgrößter Fachkongress XY infolge der Coronakrise komplett auszufallen und ein großes Loch in unseren Haushalt zu reißen. Wir haben kurzerhand umdisponiert und die Veranstaltung ins Internet verlegt – mit durchschlagendem Erfolg.

    3. Stärke: Verhandlungsgeschick

      Bei einem früheren Arbeitgeber arbeitete ich mehrere Jahre als strategischer Einkäufer. Als wir in einer strategisch günstigen Position waren, ist es mir gelungen, einen hochprozentigen Rabatt mit einem Lieferanten auszuhandeln. Von diesem Deal profitiert das Unternehmen noch heute. Mir hat er damals den Weg auf die Position des Chefeinkäufers geebnet.

    Corona: Welche Kompetenzen wichtiger werden

    staerken bewerbung anschreibenDie Corona-Krise wertet bestimmte Stärken und Skills auf. Und je länger sie andauert, desto mehr zahlen diese sich aus.

    Positiv: Zahlreiche Trend-Kompetenzen kann man sich aneignen. Zum Beispiel die Fähigkeit, eine Videotelefonie-Konferenz zu organisieren, durchzuführen und zu moderieren. Oder die Befähigung zur totalen Konzentration im Home Office. Hier sind weitere Eigenschaften, die ein Corona-Upgrade erfahren haben:

    • IT-Kenntnisse
    • Selbstständiges Arbeiten
    • Selbstmotivation
    • Disziplin
    • Konzentrationsfähigkeit
    • Kreativität
    • Empathie
    • Achtsamkeit
    • Weitsicht

    Stärken finden und erkennen

    Manchmal verstecken sich die eigenen Stärken vor einem. Welche Stärken habe ich denn überhaupt? Vorweg die Entwarnung: JEDER hat Stärken. Garantiert! Hier sind drei Wege, wie Sie Ihren Stärken auf die Schliche kommen:

    1. Lernerfolg

      Welche Kompetenzen oder Skills haben Sie innerhalb kürzester Zeit erworben? Dabei kann es sich um Schlittschuhlaufen, Häkeln, Programmieren oder Videospiele handeln. Wobei hatten Sie wenig Mühe? Dies lässt Rückschlüsse auf Ihre Talente und Interessen zu.

    2. Überlegenheit

      Auf welchem Gebiet fragen Ihre Freunde und Familie Sie um Rat? Gibt es Probleme, für die Sie ein sehr gefragter Ansprechpartner sind? Wenn ja, dann sind Sie vermutlich auf diesem Gebiet sehr bewandert. Es scheint eine Stärke von Ihnen zu sein.

    3. Erfüllung

      Was macht Ihnen unheimlich viel Spaß? Worin gehen Sie auf? Ein Instrument spielen, surfen oder puzzeln – denken Sie an Hobbys oder kleine Zeitvertreibe. Sogar passionierte Netflix-Gucker können so ungeahnte Stärken eruieren. Denn wer in der Lage ist, aus einem gigantischen Angebot schnell die richtigen Serien herauszufiltern, verfügt mit großer Wahrscheinlichkeit über Organisationstalent und logisches Denkvermögen.

    Auch die SWOT-Analyse kann Bewerbern helfen, ihre Potenziale zu entdecken. Sie hat ihre Ursprünge in der Strategieentwicklung für Unternehmen. Die vier Buchstaben stehen für:

    • S = Strengths, Stärken
    • W = Weaknesses, Schwächen
    • O = Opportunities, Chancen
    • T = Threats, Risiken

    Stärken und Schwächen hat jedes Unternehmen, Chancen und Risiken beziehen sich dagegen auf die Märkte und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Bewerber können das Schema einfach auf sich selbst anwenden.

    Mit Stärken und Schwächen sind dann die eigenen Kompetenzen und Fertigkeiten auf der einen Seite und Defizite auf der anderen Seite gemeint. Dabei kann es sich etwa um formelle Qualifikationen, autodidaktisch erworbene oder Soft Skills handeln. Chancen und Risiken haben dann eher den Arbeitsmarkt, die Stellensituation und potenzielle Arbeitgeber im Blick.

    • Beispiel für Stärken: Branchenerfahrung.
    • Beispiel für Schwächen: Fehlende Führungserfahrung.
    • Beispiel für Chancen: Branche sucht gerade händeringend Fachkräfte.
    • Beispiel für Risiken: Die Konjunktur flaut ab und der Arbeitsmarkt gerät in die Defensive.

    Das können Sie in einem Schema abbilden – auf dem Bildschirm oder auf einem Blatt Papier. So wird Ihnen auch schnell klar, welche Stärken Ihnen momentan besonders gut zu Gesicht stehen – und im Bewerbungsprozess helfen.

    Wichtig ist dabei nur, dass Sie realistisch bleiben. Überhöhen Sie sich selbst nicht, das bringt nichts. Versuchen Sie, sich und Ihre Lage wirklichkeitsnah einzuschätzen. Wenn Sie das schaffen, haben Sie eine gute Basis für Ihre weitere Jobsuche.

    So kann es zum Beispiel passieren, dass Ihre Stärken gar nicht zu den Arbeitgebern passen, die Sie eigentlich favorisieren. Dann haben Sie entweder die Wahl, Ihre Stärken auszubauen, um Deckungsgleichheit zu schaffen. Nach dem Motto: Was nicht passt, wird passend gemacht. Oder aber, Sie konzentrieren sich fortan auf die Arbeitgeber, die Ihrem Profil näher sind.

    Auf jeden Fall kann Ihnen die SWOT-Analyse helfen, Stärken zu erkennen und zu erweitern. Probieren Sie es aus!

    Und was ist mit den Schwächen?

    Lassen Sie eine Schwäche einfach mal eine Schwäche sein. Das ist flapsig dahingesagt, hat aber einen wahren Kern. Studien deuten darauf hin, dass der erfolgreicher ist, der seine Stärken stärkt als derjenige, der seine Schwächen stärkt. Bauen Sie lieber Ihre Stärken aus als dass Sie versuchen, Ihre Schwächen auszumerzen. Letzteres fällt im Übrigen auch sehr viel schwerer.

    Denn auch Stärken sind immer ausbaufähig Es gibt nichts, was man nicht NOCH besser könnte. Sogar Lionel Messi profitiert noch immer von Dribbel- und Torschusstraining. Sie können das in Ihrem Job auch – durch Training, Online-Kurse oder anderen Formen der Weiterbildung.

    Und Ihre Schwächen? Dafür haben sie ja Kollegen oder Geschäftspartner. Suchen sie sich welche, die Ihre Schwächen wettmachen. Das ist auch bei Gründer-Teams so: Einer übernimmt meist die Finanzen, der zweite den Vertrieb, der dritte ist der Techniker. Das ist deutlich effizienter, als wenn einer alles alleine machen will.

    Manchmal gibt es natürlich Ausnahmen: Angenommen, Sie wollen unbedingt im Vertrieb arbeiten, haben aber große Probleme, auf Menschen zuzugehen. Dann müssen Sie wohl oder übel an Ihrer Schwäche arbeiten. Es gibt in allen Berufen und Bereichen Schlüsselqualifikationen, ohne die es nicht geht. Am besten aber, Sie suchen einen Job und Arbeitgeber, der Ihre Stärken einzusetzen weiß.

    [Bildnachweis: Adam Gregor by Shutterstock.com]

    IT-Kenntnisse im Lebenslauf: Alle Tipps für Ihre Bewerbung

    IT-Kenntnisse helfen uns dabei, die Digitalisierung nicht nur zu meistern, sondern aktiv zu gestalten. Die Liste an IT-Skills ist dabei so lang wie ein guter Quellcode. Welche EDV-Kompetenzen nehme ich in meine Bewerbung auf? Was schreibe ich und wo? Klar ist, dass kaum noch ein Bewerber an diesem Thema vorbeikommt. IT-Kenntnisse im Lebenslauf: Darauf kommt es an…

    IT Kenntnisse: Definition

    IT-Kenntnisse ist ein Sammelbegriff. Umfassen kann er nahezu alles – von der Bedienung einer Maus bis zur neuesten Programmiersprache. Otto-Normalbewerber müssen keine Angst haben: Fast jeder verfügt heute über digitale Skills – angefangen bei MS Word über Excel bis hin zur Internet-Recherche.

    Je spezieller der Job, desto spezifischer auch die IT-Kenntnisse. Von einem Softwareentwickler will das Unternehmen natürlich wissen, welche Programmiersprachen er beherrscht und welche Projekte er bislang umgesetzt hat.

    Von Mitarbeitern in kaufmännischen Office-Berufen werden vor allem Excel- und andere Datenbanken-Kompetenzen verlangt, Controller und andere Finanzexperten profitieren von SAP-Skills. Data Scientists und Data Analysts sollten im Umgang mit Big-Data-Tools versiert sein, Online-Redakteure oder Content Manager mit Content-Management-Systemen, Social Media Manager mit Facebook, Twitter, Instagram sowie den wichtigsten Social-Media-Management-Tools.

    Übrigens: Früher sprach man meist von EDV-Kenntnissen. Diesen Begriff können Sie auch weiterhin verwenden. Gleichwohl wirkt er etwas veraltet, wie aus der Zeit gefallen. Im Zweifel schreiben Sie lieber

    • IT-Kenntnisse
    • oder IT-Kompetenzen
    • oder auch Computerkenntnisse.

    Achten Sie darauf, in Ihre IT-Auflistung Struktur hineinzubringen. Programmiersprachen gehören neben- bzw. untereinander, Content-Management-Systeme (z.B. WordPress) ebenfalls, genauso Textverarbeitungsprogramme (z.B. MS Word) und Bildbearbeitungstools (z.B. Photoshop). Nicht alles wild durcheinanderwürfeln. Das vermittelt einen unorganisierten Eindruck.

    Und noch etwas: Sie können auch Kompetenzen wie Scrum oder Kanban nennen. Dies sind zwar keine IT-Skills im engeren Sinne, aber Arbeitsweisen, die von IT-Experten gerne genutzt werden. Schreiben Sie nur bitte nicht Internet oder gar Surfen in Ihren Lebenslauf. Internet ist keine IT-Kenntnis.

    IT-Kenntnisse im Lebenslauf platzieren

    IT-Kenntnisse waren früher mal eine Zugabe. Heute gehören sie zum Pflichtprogramm. Das Trendwort Digitalisierung zeigt an, in welche Richtung es geht: In Zukunft werden eher noch mehr IT-Kenntnisse gefordert sein als weniger.

    Bewerber sollten diesen Punkt genau beachten, IT-Knowhow in ihre Bewerbung einbinden. Aber wie? Und wo?

    IT-Kompetenzen gehören auf jeden Fall in den Lebenslauf. Empfehlenswert ist es, einen eigenen tabellarischen Abschnitt für die IT-Kenntnisse zu erstellen.

    So signalisiert der Bewerber, dass er um den heutigen Stellenwert von IT-Wissen weiß. Auch erlaubt die Gliederung dem Empfänger, sich schnell einen Überblick zu verschaffen. Kein Personalverantwortlicher möchte sich durch alle Unterlagen kämpfen, um die einzelnen IT-Skills herauszufiltern. Machen Sie es ihm so einfach wie möglich.

    Neben dem Lebenslauf ist auch das Anschreiben geeignet, um IT-Kenntnisse zu vermitteln. Das gilt erst recht für Kandidaten, die sich innerhalb der IT-Branche oder für einen IT-Job bewerben. Dann sollte das Anschreiben genutzt werden, um die wesentlichen und für das Unternehmen wichtigsten Skills zu beschreiben.

    Aber auch nur dann! Sind IT-Kenntnisse weniger wichtig als andere Kompetenzen, dann reicht es, wenn man sie im Lebenslauf aufführt.

    IT-Kenntnisse Liste

    Hier ist eine Auswahl an wichtigen IT-Kenntnissen:

    • Betriebssysteme (zum Beispiel Microsoft Windows, Mac OS, Linux)
    • Textverarbeitungsprogramme, zum Beispiel Word
    • Bildverarbeitungsprogramme, etwa Adobe Photoshop, Affinity Designer etc.
    • Tabellenverarbeitungsprogramme, zum Beispiel Excel
    • Content-Management-Systeme, etwa WordPress, Drupal, Typo3
    • Social-Media-Erfahrung (Facebook, Twitter, Instagram, Snapchat, Tiktok etc.)
    • Social-Media-Management-Tools, zum Beispiel Hootsuite
    • Datenbanksprachen wie SQL, MySQL, MongoDB etc.
    • Big-Data-Anwendungen wie Hadoop, Mahout, Cloudera etc.
    • Cloud-Kenntnisse, etwa Amazon Web Services, Azure
    • Präsentationssoftware wie Powerpoint, Keynote etc.
    • Programmiersprachen, zum Beispiel HTML und CSS, Java, Javascript, C, C++, C#, Swift, Matlab, VBA, Perl, Python, Ruby, Matlab, Kotlin, Visual Basic etc.
    • IT-Tools wie Command, CaliberRM, HP Mercury WinRunner etc.
    • Enterprise-Resource-Planning-Software (ERP) und Customer-Relationship-Management-Systeme (CRM), zum Beispiel von SAP, Oracle etc.
    • IT-Security-Kenntnisse, etwa Malware-Analyse, Cloud-Sicherheit etc.
    • Hardware-Skills, zum Beispiel Netzwerkkonfiguration, Reparatur etc.
    • Suchmaschinenoptimierung (SEO) und Suchmaschinenwerbung (SEA)
    • IT-Projektmanagement, zum Beispiel Scrum, Kanban, Devops etc.
    • Computer Aided Engineering, zum Beispiel CAD, CAP, CAM etc.
    • Blogging, Content-Erstellung

    Sie sehen: Die Liste ist lang. Wenn Sie ein IT-Profi sind, dann beschränken Sie sich im Lebenslauf auf die wirklich wichtigen IT-Kenntnisse, die in Ihrem Beruf und in der angestrebten Stelle von Bedeutung sind.

    Außerdem interessiert es den Arbeitgeber wahrscheinlich nicht, dass Sie als Software-Programmierer ganz tolle Texte mit Word schreiben können. Darüber hinaus erweckt eine IT-Liste mit Überlänge möglicherweise Misstrauen. Nach dem Motto: Der kann einfach alles. Aber wahrscheinlich nichts richtig.

    Trotzdem: Wenn Sie nicht zu bescheiden auftreten und Ihr geballtes IT-Wissen auf keinen Fall unter den Teppich kehren wollen, dann fertigen Sie für Ihren Lebenslauf eine Extra-Seite mit all Ihren IT-Kenntnissen an. Aber bitte schön sauber strukturiert und übersichtlich!

    Die 10 wichtigsten IT-Kenntnisse

    die wichtigsten it-kenntnisseMit welchen IT-Kenntnissen findet man am leichtesten einen Job? Die Jobbörse Indeed hat ihre Stellenanzeigen dahingehend durchforstet, welche Anforderungen Unternehmen besonders oft nennen. Demnach sind das die 20 IT-Kenntnisse, die am häufigsten nachgefragt werden – beginnend mit der wichtigsten:

    • SQL
    • Python
    • Java
    • Linux
    • Javascript
    • Amazon Web Services
    • C++
    • C
    • C#
    • .NET

    IT Kenntnisse im Lebenslauf formulieren

    Nicht jede IT-Kenntnis ist gleich stark ausgeprägt. Sie erleichtern dem Personaler die Entscheidung, wenn Sie sich selbst Noten für jede aufgeführte IT-Kompetenz geben. Übrigens: Es signalisiert überdies, dass Sie reflektieren, über eine gesunde Selbsteinschätzung verfügen und serviceorientiert sind. Gute Eigenschaften im Arbeitsalltag!

    Bei der Benotung können Sie sich an den Schulnoten orientieren – von 1 bis 6. Müssen Sie aber nicht! Sie können auch eine eigene Skala wählen oder gestalten. Zum Beispiel eine Art Ladebalken: Je gefüllter er ist, desto besser sind Sie. Oder eine Punkteskala von 1 bis 10 oder von 1 bis 15. Diese ermöglicht eine sehr viel differenziertere Bewertung – in manchen Fällen kann das sinnvoll sein.

    Wenn Sie es möglichst einfach gestalten wollen, dann beschränken Sie sich auf drei oder vier Bewertungskategorien: sehr gut, gut, durchschnittlich und Grundkenntnisse. Ihre Entscheidung!

    Oder Sie umschreiben Ihre Kenntnisse näher: Wie lange Sie schon bewandert sind in der jeweiligen Bürosoftware oder Programmiersprache (seit 10 Jahren, seit 3 Jahren) oder wie oft Sie im Arbeitsalltag mit ihnen in Berührung kommen (tägliche Anwendung, regelmäßige Anwendung, gelegentliche Anwendung) oder wie Sie sie bei der Arbeit konkret anwenden (zur Weiterentwicklung der Buchhaltung).

    Kleine Nebenbemerkung: Sollten Sie sich beispielsweise als absoluter Beginner in Python outen durch den Zusatz seit 6 Monaten, dann zeigt es dem Arbeitgeber zweierlei: Ja, sind Sie auf der einen Seite ein Rookie und müssen mit Python noch viel üben, bevor Sie Profi-Niveau erreichen. Aber sind Sie eben auch engagiert, neugierig und lernen immer etwas Neues hinzu. Sehr positiv!

    So könnten Sie Ihre IT-Kenntnisse im Lebenslauf konkret formulieren – einige Beispiel zur Inspiration:

    • MS Word (tägliche Anwendung), MS Excel (häufige Anwendung)
    • Microsoft Word (sehr gute Kenntnisse), Microsoft Excel (gute Kenntnisse), Adobe Photoshop (Grundkenntnisse)
    • Java, Javascript, HTML, C++ (Expertenkenntnisse), Python, SQL (gute Kenntnisse), Ruby (Grundkenntnisse)
    • Java, PHP, C# (seit 10 Jahren), Ruby, Matlab (seit 7 Jahren), Python (seit 3 Jahren), Julia (seit 1 Jahr)
    • SAP (zertifiziert in SD und PP, Durchführung interner Schulungen und Vorträge)
    • Scrum (Licensed Scrum Master seit 2017)
    • SAP FI (seit 2015 in täglicher Anwendung im Vertriebscontrolling)
    • MS Powerpoint (regelmäßige Erstellung von Kundenpräsentationen), MS Photoshop (regelmäßige Bearbeitung von Bildern für die Unternehmenswebseite und Social Media)
    • Sehr gute Kenntnisse in Microsoft Windows, Linux. Gute Kenntnisse in WordPress. Grundkenntnisse in SEO.

    Wenn Sie nur wenige IT-Kenntnisse im Lebenslauf stehen haben, dann können Sie alle hintereinander schreiben – so wie oben. Bei sehr vielen IT-Skills können Sie spezielle Kategorien aufnehmen. Zum Beispiel so:

    Programmiersprachen: …
    Datenbanken: …
    Unternehmenssoftware: …

    Oder Sie dampfen Ihre IT-Fähigkeiten ein auf jene, die im angestrebten Job wirklich relevant sind. Alle anderen streichen Sie. Alternativ können Sie Ihren Lebenslauf auch um eine Extra-Seite verlängern, auf die Sie all Ihre IT-Kenntnisse übersichtlich anordnen.

    Sie können Ihre IT-Kenntnisse auch grafisch darstellen – mit Sternen etwa oder einer Punkteskala.

    IT-Kenntnisse erwerben und verbessern

    Sie verfügen nur über wenige IT Kenntnisse – oder Ihre sind nicht mehr auf dem neuesten Stand? Das lässt sich jederzeit ändern. Heutzutage ist es so einfach wie nie zuvor, sich zusätzliche IT-Skills draufzuschaffen. Hier sind die wichtigsten Mittel und Wege, über die Sie IT Kenntnisse erwerben:

    • Youtube-Tutorials

      Youtube ist für viele die erste Anlaufstelle in punkto Weiterbildung. Gut möglich, dass Sie ein passendes Tutorial zu Ihrem Wunschthema finden. Geben Sie Ihr Keyword einfach mal in die Suchmaske von Youtube ein. Die Auto-Vervollständigung spuckt Ihnen wahrscheinlich schon erste Vorschläge aus. Zwar nervt die Werbung auf dem Videoportal, aber vorteilhaft ist: Der Content ist kostenlos.

    • E-Learning-Anbieter

      In den letzten Jahren sind zahlreiche professionelle E-Learning-Anbieter auf der Bildfläche aufgetaucht. Manche Online-Kurse sind kostenlos, für andere müssen Sie einen gar nicht so geringen Geldbetrag lockermachen. Für alle guten Kurse aber brauchen Sie ausreichend Disziplin und Durchhaltevermögen. Hier sind die wichtigsten E-Learning-Anbieter:

      • Coursera
      • Edx
      • openHPI
      • Udemy
      • FutureLearn
      • Linkedin Learning
      • Codecademy
      • General Assembly
      • Khanacademy
      • Treehouse
      • Free Code Camp
    • Schulungen und Workshops

      Auch Präsenzseminare sind eine Option für alle, die neue IT-Kenntnisse erwerben wollen. Der Markt ist groß, verschiedenste Anbieter laden zu IT-Schulungen und Workshops ein, beispielsweise der TÜV oder die IHK. Präsenzveranstaltungen bieten sich für alle an, die den persönlichen Austausch bevorzugen – und die sich zuhause vorm Bildschirm nicht so gut fokussieren können.

    • Hackathons

      Ein Hackathon ist ein Event für Programmierer. Sie kommen an einem oder mehreren Tagen zusammen, um eine ganz spezielle Herausforderung zu lösen oder kreative Ideen zu generieren. Hackathons richten sich nicht an Anfänger, sondern an Fortgeschrittene. Wenn Sie also schon über profundes IT-Wissen verfügen, können Sie es auf Hackathons anwenden und vertiefen.

    IT-Kenntnisse im Lebenslauf: 5 Tipps

    1. Wahrheit

      Viele IT-Kenntnisse sind Muss-Anforderungen. Wenn ein Unternehmen zum Beispiel Java-Entwickler sucht, dann MÜSSEN Sie Java-Skills mitbringen. Haben Sie die nicht, lassen Sie es lieber sein mit der Bewerbung.

      Das heißt aber auch: Erfinden Sie keine IT-Kompetenzen, nur damit Sie den Job kriegen. Im Arbeitsalltag wird sich sehr schnell herausstellen, ob Sie die Fähigkeiten wirklich mitbringen. Tun Sie dies nicht, sind Sie noch in der Probezeit wieder draußen und als Gauner gebrandmarkt. Das hilft Ihnen auch nicht dabei, später wieder einen Job zu finden.

      Na klar: Wer ganz ordentlich mit Excel umgeht, der schreibt im Zweifel gute Excel-Kenntnisse. Das ist legitim. Wenn Sie sich zwischen zwei Kompetenzniveaus befinden – durchschnittlich und gut etwa – dann entscheiden Sie sich für das höhere. Das ist bei Fremdsprachenkenntnissen genauso.

      Aber maßlos übertreiben oder gar IT-Skills erfinden ist keine gute Idee. Erstens ist es unehrlich und zweitens bringt es Sie letztlich nicht weiter.

    2. Reihenfolge

      Um noch einmal auf das Entwickler-Beispiel zurückzukommen: Wenn Sie sich als Entwickler bewerben, dann beginnen Sie Ihre Auflistung der Tech-Skills natürlich nicht mit MS Word oder Photoshop. Dann schreiben Sie zuerst die Programmiersprachen auf, die das Unternehmen benötigt und die Sie beherrschen.

      Orientieren Sie sich zunächst an der Stellenanzeige. Gehen Sie auf die IT-Anforderungen ein, die dort genannt werden. Auffüllen können Sie Ihre Liste immer noch.

      Handelt es sich um eine Initiativbewerbung, dann betreiben Sie etwas Recherche. Welche IT-Tools nutzt das Unternehmen, welche Spezialisten hat es schon in seinen Reihen? Das lässt Rückschlüsse auf seine Bedürfnisse zu.

    3. Belege

      Behaupten kann man viel, beweisen längst nicht alles. Auch Personaler wissen, dass Bewerber gerne mal schummeln oder übertreiben. Ihre IT-Kenntnisse sollten Sie daher nach Möglichkeit belegen – zum Beispiel mit Zeugnissen, Zertifikaten, Nachweisen von Kursen oder Fortbildungen.

      In manchen Jobs kommen Sie außerdem um eine Zertifizierung nicht herum. So bestehen manche Arbeitgeber zum Beispiel darauf, dass Sie ein zertifizierter Scrum Master sind. Oder ein zertifizierter SAP-Berater. Wenn Sie über ein oder mehrere Zertifikate verfügen, die Ihre Kompetenzen belegen, nehmen Sie sie unbedingt in Ihre Bewerbung auf.

      Zahlreiche Unternehmen und Organisationen bieten Zertifizierungen in den unterschiedlichsten IT-Bereichen an. So gibt es zum Beispiel Amazon Web Services-, Apple-, Cisco-, Checkpoint-, Citrix-, Cloudera-, IBM-, Macromedia-, Microsoft-, MySQL-, Oracle-, PHP-, SAP-, Scrum-, TÜV Süd- und Linux-Zertifizierungen. Und das sind immer noch längst nicht alle…

    4. Aktualität

      Es ist wie mit Fremdsprachenkenntnissen: Wenn man sie nicht anwendet, rosten sie ein. IT-Fähigkeiten, die Sie vor Jahren erlernt, aber seitdem nicht mehr angewendet haben, sind vermutlich nicht mehr auf dem neuesten Stand. Die Zeiträume sind für den Personaler von Interesse.

      Andererseits ist auch richtig: Alte IT-Kenntnisse können auch zügig wieder aufgefrischt werden. Wenn Sie dem Unternehmen klar machen, dass Sie schnell wieder auf ein gutes Level zurückkommen werden, dann entscheidet er sich vielleicht für Sie.

    5. Beispiele

      Die Details zählen. Nennen Sie konkrete Beispiele und Projekte. Wann haben Sie Ihre IT-Kenntnisse angewandt – und mit welchem Erfolg? Der Goldstandard sind komplexe IT-Projekte, die Sie eigenverantwortlich oder im Team auf die Beine gestellt und zu einem erfolgreichen Ende geführt haben. Auf jeden Fall sollten Sie Ihre Erfahrungen und Erfolge benennen können.

    [Bildnachweis: REDPIXEL.PL by Shutterstock.com]

    Keine Antwort auf Bewerbung: Was tun?

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    Keine Antwort auf Bewerbung erhalten – das ist mehr als nur unhöflich. Bewerber wollen wissen, wie es um Ihre Chancen steht oder ob der Zug schon lange ohne sie abgefahren ist. Böse Absicht steckt oft nicht dahinter, wenn das Unternehmen Sie im Unklaren lässt. Zeitnot und Personalmangel schon eher. Die meisten Personalbüros haben auch gar nichts dagegen, wenn Sie sich nach dem Status Ihrer Bewerbung erkundigen. Vorausgesetzt, Sie beachten ein paar Spielregeln…

    Keine Antwort auf Bewerbung: So oft kommt es vor

    Die meisten Unternehmen brauchen drei bis sechs Wochen, um alle Bewerbungen zu sichten und zu sondieren. Die meisten werden aussortiert, andere landen auf dem „Weiter“-Stapel.

    Nun darf man es durchaus als Konsens betrachten, dass nicht jeder Bewerber und nicht jede Bewerberin eine Zusage verdient hat – eine Absage indes schon. Eine (förmliche) Absage ist das Mindeste, was ein Bewerber vom Nicht-Arbeitgeber in spé erwarten kann.

    Aber nein, selbstverständlich ist auch die keineswegs. Viele Unternehmen machen sich die Mühe nicht, Bewerbungsabsagen zu versenden – geschweige denn einen Zwischenstand oder eine Eingangserklärung.

    Es kommt einfach keine Reaktion, null, niente, gar nichts. Die Bewerber fischen im Trüben, wissen nicht, wie es um ihre Chancen steht. Das ist hochgradig ärgerlich und frustrierend – und ehrlich gesagt eine Unverschämtheit. Es ist in einem Wort: respektlos.

    Dabei werden die Geduldsfäden der Bewerber immer kürzer. 75 Prozent der Fachkräfte in Deutschland erwarten laut Stepstone-Umfrage nach spätestens 14 Tagen eine verbindliche Rückmeldung zu ihrer Bewerbung – über eine Eingangsbestätigung hinaus.
    Nach zwei Monaten sollte der gesamte Bewerbungsprozess von der Jobsuche bis zur Vertragsunterschrift abgeschlossen sein, finden drei von vier Bewerbern.

    Die Wirklichkeit sieht anders aus: Von der ersten Recherche bis zur Vertragsunterschrift vergehen im Schnitt sechs Monate. 45 Tage nach Versand hat jeder zweite Bewerber noch immer keine qualifizierte Rückmeldung erhalten. Seit 2016 hat sich die Feedback-Quote demnach sogar um fünf Prozent verschlechtert. Gründe dafür gibt es erstaunlich viele…

    Keine Rückmeldung: Bewerber hassen es!

    Keine Antwort auf Bewerbung FeedbackKeine Antwort auf eine Bewerbung erhalten – das ist eines der größten Ärgernisse für Bewerber. Für die meisten ist es sogar der nervigste Aspekt überhaupt! Dieser Meinung waren jedenfalls 58 Prozent der Teilnehmer einer Forsa-Befragung.

    Die Ergebnisse decken sich mit einer Umfrage von Karrierebibel. Demzufolge sind nach Ansicht von Bewerbern dies die drei schlimmsten Dinge, die Arbeitgeber machen können:

    • Kein ehrliches Feedback darüber geben, woran die Bewerbung gescheitert ist.
    • Nach der Bewerbung nie wieder etwas von sich hören lassen.
    • Keine Rückmeldung nach dem Vorstellungsgespräch geben.

    Rückmeldung nach Bewerbung: Was Sie erwarten können

    Eine Entschuldigung dafür, nach einer Bewerbung oder einem Vorstellungsgespräch nicht einmal eine Absage zu verschicken, gibt es nicht. Ein Unternehmen sollte keinen Bewerber ignorieren – wie surreal oder unprofessionell sein Auftritt auch gewesen sein mag.

    Eine kurze, förmliche Absage kann jeder erwarten. Wer eine freie Stelle hat und aktiv nach Neuzugängen sucht, muss damit rechnen, auch unpassende Angebote zu erhalten (und wer keine freie Stellen hat, muss mit unpassenden Initiativbewerbungen rechnen).

    Am besten, Unternehmen bringen im Verlaufe des Auswahlverfahrens diese Nachrichten auf den Weg:

    • Eine kurze Mail, die den Eingang der Bewerbung bestätigt.
    • Eine Mail, die über den Zwischenstand informiert (erst recht bei mehrstufigen Bewerbungsverfahren).
    • Eine freundliche Absage oder die Einladung zum Vorstellungsgespräch.

    Keine Antwort auf Bewerbung: Mögliche Gründe

    Aus Arbeitgebersicht gibt es sehr gute Gründe, KEINE Absagen auf Bewerbungen zu verschicken. Rückmeldungen verursachen Aufwand, nehmen Zeit in Anspruch und kosten Geld.

    Natürlich können auch andere, organisatorische Gründe dahinterstecken – zum Beispiel eine zu dünne Personaldecke. Oft liegt es am Bewerber selbst, den man gewissermaßen als keiner Antwort würdig erachtet. Wenn er oder sie zum Beispiel unvollständige Bewerbungsunterlagen eingereicht, die Bewerbungsfrist nicht eingehalten oder eine unglückliche Betreffzeile gewählt hat. Oder wenn der Bewerber eine völlig unzureichende Qualifikation für die ausgeschriebene Stelle aufweist.

    Es gibt aber noch andere Gründe. Hier sind 7 Gründe, warum Sie auf Ihre Bewerbung keine Antwort erhalten:

    • Im Spam-Ordner gelandet

      Wenn die Bewerbung im Spam-Ordner landet und nicht rechtzeitig herausgefischt wird, erhalten Sie auch keine Rückmeldung. Oder wenn Sie den falschen Empfänger angeschrieben haben. Es muss also gar keine böse Absicht hinter dem fehlenden Feedback stecken. Gerade deshalb ist es sinnvoll, als Bewerber zeitnah nachzufassen, ob die Bewerbungsunterlagen überhaupt eingegangen sind. Tipp: Diesen Grund können Sie auch aktiv am Telefon nennen. Es ist mir schon einmal passiert, dass meine Bewerbung im Spam-Ordner versickert ist. Deshalb möchte ich bei Ihnen vorsichtshalber mal nachfragen. Falls es sich anbietet, dann bestätigen Sie bei der Gelegenheit direkt noch einmal Ihr Interesse an dem Job. Vorteil: Sie bleiben dem Personaler persönlich in Erinnerung. Anbiedernd sollten Sie allerdings nicht klingen.

    • Bewerbungsprozess abgeschlossen

      Sie wissen nicht, wie viele Mitbewerber es gibt und seit wann die Stellenanzeige, auf die Sich beworben haben, überhaupt schon kursiert. Vielleicht ist zu dem Zeitpunkt, an dem Sie Ihre Bewerbung versendet haben, der perfekte Kandidat schon längst gefunden worden. Für das Unternehmen besteht damit keine Notwendigkeit mehr, andere Bewerber zu kommunizieren. Das ist grob unhöflich und strategisch unclever, aber eben auch allzu menschlich. Oder aber, Sie waren einfach zu spät dran. Wenn Sie sich nach Ende der Bewerbungsfrist bewerben, ist der Job futsch. Schlechtes Timing kann dafür verantwortlich sein, dass Sie keine Rückmeldung auf Ihre Bewerbung erhalten.

    • Bewerbung aussortiert

      Es kann gut sein, dass Sie die Stelle wegen fehlender Qualifikationen schlichtweg nicht bekommen und frühzeitig aus dem Kandidatenpool geflogen sind. Verfügt das Unternehmen über miese Umgangsformen oder schlechte IT-Tools, dann landet eben nicht einmal eine Absage in Ihrem Posteingang. Aber grämen Sie sich als Bewerber nicht. Es könnte auch sein, dass die Stellenanzeige extern wie intern ausgeschrieben wurde und der langjährige interne Mitarbeiter von Anfang an die Nase vorn hatte. Fehlende Rückmeldung nach einer Bewerbung ist KEIN Beleg dafür, dass Ihre Bewerbung schlecht war. Diese Erkenntnis ist wichtig, um bei der Jobsuche nicht den Mut zu verlieren.

    • Fake-Stellenanzeige geschaltet

      Zahlreiche Unternehmen inserieren nur zum Schein. Sie schalten Stellenanzeigen in Jobbörsen und Zeitungen, um ihr Image zu wahren. Nach dem Motto: Seht alle her, unser Laden läuft rund! Dahinter können handfeste Interessen stehen. Startups, die auf der Suche nach Investoren sind; Mittelständler, die ihre Rivalen ärgern und verunsichern oder Unternehmen, die ihrer Bank einen dezenten Hinweis geben wollen, wie gut sie doch dastehen. Es gibt viele Szenarien, in denen Fake-Stellenanzeigen Sinn ergeben. Redlich sind se deswegen aber noch lange nicht.

    • Personaler verreist

      Es spricht nicht gerade für das Unternehmen, wenn die zuständigen Mitarbeiter mitten im Bewerbungsprozess unerreichbar sind. Aber es kommt vor. Gerade in kleineren Betrieben, in denen ein einzelner Personaler alle Bewerber sichtet, können unvorhergesehene Ereignisse den Zeitplan komplett durcheinanderwirbeln. In diese Kategorie fällt auch die Corona-Pandemie. Sie stellt alles auf den Kopf, auch Terminpläne und Kommunikationswege. Gut möglich, dass sich das Bewerbungsprozedere dadurch wie Kaugummi in die Länge zieht.

    • Unterlagen unvollständig

      Der Weg zum Job führt heute oft über Online-Bewerbungsplattformen. Jeder Bewerber muss sich durch das gleiche System und die gleichen Formulare kämpfen. Manche Systeme sortieren Bewerbungen automatisch aus, wenn diese unvollständig oder nicht kompatibel sind – ohne Rückmeldung zu geben. Prüfen Sie also am besten noch mal, ob Ihre versendeten Unterlagen korrekt und komplett waren.

    • Interne Pläne geändert

      Unternehmen wollen heute flexibel sein, wendig und flink. Das beinhaltet auch, dass sie ihre Pläne schnell ändern – vielleicht zu Ihrem Nachteil. Bei Budgetkürzungen oder Umstrukturierungen ändern sich die Prioritäten eines Unternehmens schneller als der Wind. Ihre Stelle, die gestern noch dringend besetzt werden musste, ist heute schon überflüssig. Feedback für Bewerber steht dann auf der To-do-Liste nicht mehr auf der ersten Seite ganz oben, sondern auf der letzten Seite ganz unten.

    Keine Antwort auf Bewerbung: Was Sie tun können

    Die Antwort ist naheliegend: Bewerber können einfach beim Unternehmen nachfragen, wenn Sie keine Antwort auf ihre Bewerbung erhalten haben. Aber wann und wie sollte ein Bewerber das tun?

    Der Grat ist schmal zwischen berechtigtem Interesse und Penetranz. Das erfordert von Ihnen Fingerspitzengefühl. Schließlich wollen Sie ja nicht verzweifelt wirken, als jemand, der nur diese eine Joboption hat, weil ihn mutmaßlich kein anderer Arbeitgeber einstellen will. Nicht umsonst gibt es ja die Redewendung: „Willst du gelten, mach dich selten.“

    Auf der anderen Seite wollen Sie natürlich wissen, wie es um Ihre Bewerbung steht. Sie wollen Planungssicherheit. Und außerdem müssen Sie dem Arbeitgeber ja seine Ignoranz auch nicht einfach so durchgehen lassen. Wer sich als Bewerber nicht mehr meldet, belohnt das Unternehmen geradezu für seine schlechten Manieren – indem er ihm Arbeit erspart.

    In Wahrheit können sich die meisten Personalbüros über zu wenig Arbeit nicht beklagen. Wenn Sie also wutentbrannt anrufen und sich lautstark echauffieren, wird das am Ende nur dazu führen, dass Sie in der Mittagspause des Personalers fortan der Running Gag sind. Üben Sie nicht zu früh zu viel Druck aus, sondern versuchen Sie es mit einer Mischung aus Hartnäckigkeit und Empathie.

    Nach Bewerbung anrufen: Aber wann?

    keine antwort auf bewerbung Sollen Sie nachhaken, wenn Sie keine Antwort auf Ihre Bewerbung erhalten haben? Ja, gerne! Das finden sogar die Personaler selbst. Und wenn es nach ihnen geht, müssen Sie auch gar nicht so lange warten.

    Zwar haben nur sechs Prozent der Befragten laut Umfrage der Personalberatung Robert Half Verständnis dafür, wenn Sie schon drei Tage nach Ihrer Bewerbung durchklingeln. Mehr als jeder Vierte aber hält eine Wartezeit von sechs bis sieben Tagen für angemessen. Nur sechs Prozent finden, dass Bewerber überhaupt keinen Kontakt mehr aufnehmen sollten.

    Dabei gilt: Je kleiner das Unternehmen, desto früher können Sie sich melden. In größeren Firmen ist das Bewerberangebot in der Regel deutlich größer. Das erhöht den Aufwand – und die Abneigung gegen allzu frühe Kontaktaufnahmen.

    Keine Antwort auf Bewerbung: 5 Tipps

    Was sollten Sie beachten, wenn Sie keine Reaktion auf Ihre Bewerbung erhalten haben – oder wenn Sie die Befürchtung haben, nie wieder etwas vom Unternehmen zu hören? Hier sind 5 wichtige Punkte:

    1. Bewerbungsunterlagen

      Die Selbstverständlichkeit zuerst: Achten Sie darauf, dass Ihre Bewerbung Hand und Fuß hat. Sie sollte vollständig und korrekt sein, die richtige Betreffzeile, Kennziffer, Adresse und Ansprechpartner aufweisen. Und sie muss vor Ende der Bewerbungsfrist abgeschickt worden sein. In einem Satz: Vermeiden Sie formale Fehler. Das vergrößert schon mal die Wahrscheinlichkeit, dass Sie wieder etwas vom Unternehmen hören werden…

    2. Timing

      Nicht nur die Mühlen der Bürokratie mahlen langsam – auch die vieler Unternehmen. Ein Bewerbungsverfahren zu stemmen ist für die meisten jedenfalls kein Klacks. Geben Sie dem Unternehmen daher ausreichend Zeit, um alle Bewerbungen zu sichten und zu sortieren. Zwei bis drei Wochen sollten Sie mindestens warten, bis sie wieder von sich hören lassen und nachfassen. Als Richtwert können Sie sich auch 15 Werktage merken. Sofern Ferien dazwischen liegen, können Sie die Wartezeit auch noch weiter verlängern – schließlich machen auch Personaler Urlaub. Und nicht jede HR-Abteilung verfügt über personellen Ersatz.

    3. Kanal

      Sehen Sie bitte davon ab, den HR-Verantwortlichen per Whatsapp oder SMS zu kontaktieren. Das ist indiskret und fast schon creepy. Es handelt sich nicht um angemessene Kommunikationskanäle zwischen HR-Büro und Bewerber. Noch schlimmer wäre es, ihn oder sie via Twitter oder Facebook nach einem Zwischenstand zu fragen. So verlagern Sie das Geschehen in die Öffentlichkeit – das ist Tabu! Und Ihre Chancen auf Einstellung dürften dadurch nicht gerade steigen. Eine private Nachricht über Xing oder Linkedin wäre dagegen völlig in Ordnung. Die beste Alternative ist es, eine kurze E-Mail zu schreiben oder persönlich anzurufen – je nachdem, ob Sie mehr der Redner oder mehr der Schreiber sind. Denn manchmal kommen geschriebene Worte nicht so freundlich rüber, wie sie eigentlich gemeint waren. Wenn Ihnen das auch häufiger passiert, rufen Sie lieber an…

    4. Höflichkeit

      Der direkte Weg hat einen Vorteil: Er spart Zeit. Ein kurzer Satz, in dem Sie nach dem Stand Ihrer Bewerbung fragen, sollte daher doch eigentlich ausreichen, oder? Nein, ganz falsch! Unterschätzen Sie die Macht des Freiherrn von Knigge nicht. Achten Sie stets darauf, höflich und charmant zu bleiben. Hallo Herr Schneider, können Sie mir zu meiner Bewerbung schon etwas sagen? Viele Grüße. Ist das höflich? Auf den ersten Blick durchaus, aber ein wenig nonchalant ist es trotzdem. Zu direkt, zu schnell, zu wenig. Natürlich sollen Sie dem Personalverantwortlichen keine Zeit klauen, indem Sie ihm einen halben Roman vorsetzen. Aber ein, zwei einleitende Sätze dürfen es schon sein, mit denen Sie Ihre Mail beginnen. Zum Beispiel: Sehr geehrter Herr Schneider, vor vier Wochen hatte ich mich bei Ihnen als Buchhalter beworben. Vielen Dank an dieser Stelle noch mal für das angenehme Gespräch. Nun würde ich Sie gerne kurz nach einem Zwischenstand fragen. Gibt es einen aktuellen Status meiner Bewerbung? So ähnlich können Sie das auch formulieren, wenn Sie Herrn Schneider anrufen. Also: Nicht sofort mit der Tür ins Haus fallen, sondern ausholen – zumindest ein wenig…

    5. Optionen

      Verzweiflung ist ein Signal, das niemand aussenden sollte. Das gilt für den Heiratsmarkt genauso wie für den Jobmarkt. Drängeln Sie zu penetrant, wecken Sie Misstrauen auf der anderen Seite. Was ist mit dem los? Will den sonst etwa keiner? Auf der anderen Seite wirkt es anmaßend, arrogant und leidenschaftslos, wenn Sie mit Angeboten wedeln. Nach dem Motto: Ich habe ein halbes Dutzend Vertragsangebote auf dem Tisch, also beeilen Sie sich mal! Das kann zudem erpresserisch wirken. Diesen Spagat auszubalancieren ist zugegebenermaßen schwierig. Wenn Sie es hinkriegen, andere Optionen dezent einfließen zu lassen, aber gleichzeitig zeigen, dass Sie weiterhin sehr an der Stelle interessiert sind, könnten Ihnen Vorteile erwachsen. Motto: Ich würde unheimlich gerne für Ihr Unternehmen arbeiten, aber gerate allmählich unter Zeitdruck. Ein kurzes Feedback Ihrerseits würde meine Planungen da schon enorm erleichtern…

    Nachfassen: 6 Tipps fürs Telefonat

    Keine Antwort auf Bewerbung TippsDas Nachfass-Telefonat kann in die Hose gehen – wenn Sie allzu fordernd oder dreist auftreten. Mit diesen 6 Tipps behalten Sie die Kontrolle:

    • Legen Sie sich die Stellenanzeige zurecht – oder öffnen Sie sie in Browser – damit Sie die wichtigsten Infos vorliegen haben.
    • Überlegen Sie sich ein, zwei einleitende Sätze, die Sie nach Ihrer Vorstellung sagen.
    • Reden Sie Ihren Gesprächspartner mit Namen an.
    • Suchen Sie sich einen ruhigen Ort, an dem Sie ungestört sind – und an dem kein lautes Gekicher oder Gehämmer im Hintergrund zu hören ist.
    • Bleiben Sie freundlich, auch wenn Ihr Gesprächspartner gerade keine Zeit für Sie hat und fragen Sie, wann es ihm besser passen würde.
    • Bedanken Sie sich zum Schluss noch einmal und verabschieden sich höflich – am besten, Sie nennen dabei noch einmal den Namen Ihres Ansprechpartners.

    Keine Rückmeldung auf Bewerbung: Ihre Optionen

    Diese 3 Optionen haben Sie, wenn Sie keine Rückmeldung auf Ihre Bewerbung bekommen:

    • Anrufen

      Sie können per Telefon nachfassen oder eine E-Mail schreiben. Allerdings liegt der Verdacht nahe, dass Sie auf schriftlichem Weg erst recht und schon wieder keine Antwort erhalten. Am besten, Sie räumen die Missverständnisse am Telefon aus.

    • Abhaken

      Wer will schon für ein Unternehmen arbeiten, das mit seinen Bewerbern derart respektlos umspringt? Fehlendes Feedback ist ein Signal, das einen zum Nachdenken anregt. Sie können den Arbeitgeber also auch zu den Akten legen. Au revoir und auf Wiedersehen! Aber brechen Sie andererseits nicht zu früh den Stab über die Firma: Vielleicht handelt es sich beim ausgebliebenen Feedback ja wirklich um ein Versehen (Stichwort: Spam-Ordner).

    • Bewerten

      Es riecht nach billiger Rache, wenn Sie in einem Bewertungsportal wie Kununu oder Glassdoor Ihren Frust herauslassen. Andererseits: Wenn eine negative Bewertung gerechtfertigt ist, dann ist sie gerechtfertigt. Berichten Sie also ruhig über Ihre Erfahrungen als Bewerber. Aber dabei bitte immer sachlich bleiben. Und ganz wichtig: Senden Sie nie Texte, Mails oder Postings, wenn Sie innerlich kochen – immer nur im abgekühlten Zustand. Abgedrehte Schimpftiraden und Hate Speeches sind absolut unangebracht. Immerhin handelt es sich ja trotz allem NUR um eine Bewerbung.

    Aber der wohl wichtigste Ratschlag für alle, die keine Antwort auf ihre Bewerbung erhalten, lautet: Halten Sie unbedingt weiter nach attraktiven Jobs Ausschau! alles andere wäre naiv. Auch dann noch, wenn Sie sehr wohl eine Rückmeldung erhalten haben, das Vorstellungsgespräch gut gelaufen ist und Sie weiterhin ein gutes Gefühl haben.

    Wer aktiv weitersucht, behält das Heft des Handelns in der Hand und erhöht seine Jobchancen. Darum: Weitermachen!

    [Bildnachweis: fizkes by Shutterstock.com]

    Die besten 18 Tipps gegen Nervosität im Vorstellungsgespräch

    Nervosität im Vorstellungsgespräch hat vermutlich jeder schon einmal erlebt. Angst ist wie eine Alarmglocke, die uns aufrüttelt und aufweckt. Wer aber wie ein einziges Nervenbündel auftritt, gibt keine gute Figur ab. Ihre Nervosität im Vorstellungsgespräch sollten Bewerber daher zwar nicht vollständig abwürgen, aber im Griff haben. So schwer ist das nicht…

    Vorstellungsgespräch nervös: So beruhigen Sie sich

    Der Duden kennt für Nervosität mehr als ein halbes Dutzend Synonyme:

    • Abgehetztsein
    • Anspannung
    • Erregung
    • Lampenfieber
    • Reizbarkeit
    • Ruhelosigkeit
    • Unruhe
    • oder auch Premierenfieber

    Wenn wir nervös, unruhig, aufgeregt sind, schüttet unser Körper Adrenalin in rauen Mengen aus, das Herz schlägt schneller, die Pupillen weiten sich.

    Nervosität ist aber nichts Negatives. Im Gegenteil, sie ist ein Schutzmechanismus unseres Körpers. Wer nervös ist, ist aufnahmefähiger, wachsamer und mobilisiert Reserven. Das half schon in Urzeiten, als man vor dem Bären Reißaus nehmen oder sich gegen Rivalen zur Wehr setzen musste. Nervosität ist ein Geschenk der Evolution.

    Vor einem Vorstellungsgespräch ist das nicht anders. Wer nervös ist, ist wachsam. Das hilft! Allerdings kann uns Nervosität im Vorstellungsgespräch auch am Erfolg hindern. Die Nervosität versuchen wegzuquatschen und sich dabei um Kopf und Kragen reden – das ist schon mehr als einmal passiert.

    Versetzen Sie sich außerdem in den Personaler hinein. Wenn Sie schon jetzt im Vorstellungsgespräch extrem nervös sind, wie nervös werden Sie dann erst während der Arbeit in stressigen Situationen sein? In manchen Jobs ist es unerlässlich, die Ruhe zu bewahren – zum Beispiel, wenn Sie direkten Kundenkontakt haben. Übermäßige Nervosität ist kein Qualitätssiegel.

    Bis zu einem gewissen Grade ist Nervosität also okay. Dann beflügelt sie. Steigt sie aber extrem an, dann fühlen wir uns nicht mehr wach und aufmerksam, sondern wie gelähmt. Angst steigt in uns auf, manchmal sogar Panik vor der nächsten Frage. Daraus kann schnell eine selbsterfüllende Prophezeiung werden. Wer hypernervös ist, malt sich Worst-Case-Szenarien aus, die sich dann folgerichtig auch bewahrheiten. Der Job ist futsch.

    Wenn man nicht aufpasst, befindet man sich schnell in einem Teufelskreis. Wer das Jobinterview wegen zu großer Nervosität versemmelt hat, geht ins nächste vermutlich noch sehr viel aufgeregter – die Erfolgsaussichten sinken und sinken. Wie Sie das verhindern? Wir sagen es Ihnen…

    Nervosität im Vorstellungsgespräch: Was dahinter steckt

    Vielleicht hilft Ihnen diese Erkenntnis: Nervosität ist völlig normal. Es ist nur allzu menschlich, vor einer mutmaßlich wichtigen Weichenstellung im Leben aufgeregt und angespannt zu sein.

    Aber dennoch sollten Sie kurz innehalten und reflektieren: Warum sind Sie so furchtbar aufgeregt? Hat Ihre Nervosität eine Vorgeschichte? Wie können Sie sie abmildern? Möglicherweise stecken ganz bestimmte Gründe hinter Ihrer Nervosität. Wenn Sie sie kennen, können Sie daran arbeiten, im nächsten Jobinterview ruhiger und abgeklärter aufzutreten.

    Bei den meisten Bewerben stecken diese Gründe hinter ihrer Nervosität:

    • Hohe Erwartungen

      Große Erwartungen setzen Menschen unter Druck. Viele Bewerber setzen sich selbst unter Druck, nach dem Motto: „Jetzt oder nie! Diesen Job musst du kriegen, sonst kannst du deine Karriere vergessen.“ Befreiend wirkt so eine Einstellung natürlich nicht. Auch steigt der Druck zwangsläufig, wenn man schon mehrere Absagen kassiert hat oder lange Zeit auf der Suche nach einem Job war. Es sagt sich so leicht, aber die Wahrheit ist: Dieser Druck ist unnötig. Es gibt im Berufsleben immer Alternativen. Sie sind nicht auf diesen einen Job angewiesen. Das müssen Sie sich klar machen. Außerdem gilt es nicht darum, den perfekten Auftritt im Vorstellungsgespräch hinzulegen. Perfektionismus erzeugt Druck. Im Gegenteil, kleine Makel oder Macken machen einen Menschen – und einen Bewerber – bisweilen sogar interessanter und attraktiver. Also: Kein Streben nach Perfektion! Und denken Sie nicht zu viel über die Erwartungshaltung Ihres Gesprächspartners nach. Was will er oder sie von mir hören? Wie wirke ich auf ihn? Das können Sie letztlich gar nicht wissen. Konzentrieren Sie sich lieber auf Ihre Stärken und Kompetenzen.

    • Kein Geld

      Finanzielle Engpässe haben die meisten schon einmal erlebt. Auch sie erzeugen Druck. Wer seinen Lebensstandard halten – oder endlich wieder erhöhen – will, der braucht diesen Job. Jetzt, sofort! Wo Finanzengpässe drohen, da steigt die Nervosität. Das gilt für Startup-Gründer, die mit Investoren verhandeln, genauso wie für Bewerber…

    • Neue Situation

      Ein Vorstellungsgespräch ist wie ein Date. Man weiß nicht, wer und was einen erwartet. Manche kauen daher an den Fingernägeln, andere laufen vor Nervosität rot an. Diese Unvorhersehbarkeit erzeugt Druck. Wenn man sich schlimme Szenarien ausmalt oder peinliche Situationen vorstellt, kann der Puls schonmal hochgehen. Ein Blackout ist die mögliche Folge.

    Noch mal: Nervosität ist nicht schlimm. Sie hilft sogar. Wer mega-cool und kein bisschen nervös ist, erkennt Warnsignale später – und passt nicht auf. Ein wenig Nervosität im Vorstellungsgespräch ist eine gute Basis.

    Aber Überhand nehmen sollte sie nicht. Mit diesen Tipps verjagen Sie sie die innere Unruhe…

    Das sind Anzeichen für Nervosität im Vorstellungsgespräch

    vorstellungsgespraech nervoesSo äußert sich Nervosität im Vorstellungsgespräch. Darum: Selbst wenn sie nervös sein sollten – vermeiden Sie diese Verhaltensweisen:

    • An der Kleidung herumzupfen
    • Keinen Blickkontakt aufnehmen oder halten
    • Nicht oder nur gequält lächeln
    • Auf dem Stuhl herumzappeln
    • Kurz und schlaff die Hand geben
    • Arme verschränken
    • Im Gesicht herumfummeln
    • Mit zittriger Stimme reden
    • Schwitzen

    18 Tipps gegen Nervosität im Vorstellungsgespräch

    1. Gründlich vorbereiten

      Für Nervenbündel ist Vorbereitung die beste Medizin. Proben Sie Ihren Auftritt vor dem Spiegel. Üben Sie Ihre Selbstpräsentation. Trainieren Sie auch Gestik und Mimik. Natürlich nur bis zu einem gewissen Grade, Sie wollen ja nicht wie ein Roboter oder Schauspieler wirken. Eine Prise Authentizität sollte man sich erhalten. Aber je besser vorbereitet Sie sind, desto besser gewappnet und umso weniger nervös sind Sie. Gut geeignet sind auch Rollenspiele. So können Sie mit Freunden oder Familie ein Jobinterview selbst durchspielen und Sicherheit gewinnen.

    2. Wenn-dann-Szenarien überlegen

      Zu einer guten Vorbereitung gehört, dass Sie sich Wenn-dann-Szenarien überlegen. Wenn mich etwa der Personalmanager nach meinen Lücken im Lebenslauf fragt, dann antworte ich was? Wenn er mir eine fiese Stressfrage stellt, dann reagiere ich wie? Malen Sie sich auch ruhig ein paar negative Szenarien für das Jobinterview aus. Wenn Sie vorher genau wissen, wie Sie im Worst Case reagieren, dann kann Sie nichts mehr so schnell aus der Bahn werfen.

    3. Positives sehen

      Sehen Sie die Nervosität nicht als Ihren Feind, sondern als einen Freund. Einen Freund, der Sie warnt und anstachelt. Die erhöhte Aufmerksamkeit nützt Ihnen. Versuchen Sie also nicht, die Nervosität komplett zu verscheuchen – nur ein bisschen. Diese Erkenntnis wirkt manchmal Wunder. Manchmal gelingt es auch, der inneren Angst entgegenzuwirken, indem Sie sich an vergangene Erfolge erinnern. Psychologen nennen diese Methode kognitive Umstrukturierung. Auf dieser Basis können Sie sich selbst glaubhaft versichern: Ich pack‘ das! Oder: Bleib ganz ruhig, das wird schon. Oder: Auf geht’s, du bist sehr gut vorbereitet. Jetzt hol‘ dir den Job!

    4. Gut kleiden

      Diese Formel ist einleuchtend: Schöne Kleidung erhöht die Selbstsicherheit und größere Selbstsicherheit verscheucht Nervosität. Probieren Sie es selbst aus! Wählen Sie für das Vorstellungsgespräch also ein Outfit aus, in dem Sie sich wohl fühlen und das auch objektiv einen hervorragenden Eindruck macht. Vorher noch mal genau checken, ob alles richtig sitzt und das Jobinterview kann kommen.

    5. Pünktlich sein

      Terminnot ist ein weiterer Druckerzeuger. Den können Sie gar nicht gebrauchen. Das verursacht nur noch mehr Stress und Nervosität. Eine gut geplante Anreise nimmt dagegen Druck vom Kessel. Schauen Sie sich die Route bis zum Unternehmen vorher genau an und planen sie diese. Am Tag des Jobinterviews gehen Sie überpünktlich los und planen noch einen großzügigen Puffer ein. Denn Bahn-Ausfälle oder unvorhergesehene Unfälle oder Baustellen sind – wie Sie wissen – keine Seltenheit. Wenn Sie eine Viertelstunde (oder noch früher) vor dem Vorstellungsgespräch da sind, haben Sie alles richtig gemacht.

    6. Auf Kaffee verzichten

      Ein guter Tag beginnt mit einem kräftigen Kaffee – für viele ist das schon fast eine Lebenseinstellung. Schön, aber vor dem Bewerbungsgespräch verzichten Sie lieber auf den Koffeinhammer – falls Sie zur Nervosität neigen. Denn das Koffein putscht Sie auf und macht Sie noch nervöser. Das gilt in noch höherem Maße für Energydrinks. Trinken Sie lieber ein Glas Wasser oder Saft. Und außerdem treibt Kaffee ja bekanntlich. Eine unruhige Blase macht Sie auch nicht gerade ruhiger…

    7. Selbstbewusstsein ausstrahlen

      Na klar, Selbstbewusstsein kann man nicht einwerfen wie eine Pille. Oder doch? Auf jeden Fall sollten Sie sich bewusst machen, dass Sie die erste große Hürde schon genommen haben. Sie sind zum Bewerbungsgespräch eingeladen worden, weil Sie etwas auf dem Kasten haben. Konzentrieren Sie sich auf Ihre Stärken, Kompetenzen, Erfolge. Nebenbei bemerkt: Jeder Mensch hat welche! Wer Selbstvertrauen getankt hat, ist weniger nervös. Schauen Sie sich zuhause ruhig noch mal Ihre besten Auszeichnungen, Arbeiten, Schulnoten oder Arbeitszeugnisse an oder führen sich Ihre Top-Projekte vor Augen, bevor Sie sich auf den Weg zum Bewerbungsgespräch machen.

    8. Kurz bewegen

      Bei Nervosität sind die Muskeln angespannt und wollen sich abreagieren. Deshalb ist es sinnvoll, sich zu bewegen. Machen Sie vor dem Bewerbungsgespräch einen kurzen Spaziergang. Nehmen Sie die Treppe. Auch ein bisschen Gymnastik oder Dehnübungen sind empfehlenswert. Bewegung wirkt entspannend. Am besten, Sie drehen eine Runde an der frischen Luft – zum Beispiel im Park. So bekommen Sie den Kopf frei. Auf der anderen Seite sollten Sie nicht völlig aus der Puste sein, wenn Sie die Firma erreichen. Das macht Sie eher noch nervöser – und bringt Sie im wahrsten Sinne des Wortes ins Schwitzen.

    9. Körpersprache einüben

      Selbst wenn Sie hyper-nervös sein sollten: Der Personalchef muss es ja nicht unbedingt mitkriegen. Wichtig ist, dass Sie die Nervosität nicht ausstrahlen. Die richtige Körpersprache hilft Ihnen, einen guten Eindruck zu hinterlassen – und die Chancen auf den Job zu erhöhen. Was Sie nicht tun sollten: Auf den Fingernägeln herumkauen, mit Ihren Händen herumnesteln, mit den Haaren spielen oder am Bart zupfen. Das lässt Sie unsicher wirken, nicht wie ein Fels in der Brandung. Sie könnten daher ein Vorstellungsgespräch mit einem Freund einüben oder es sogar aufzeichnen. Der Blick von außen offenbart viele kleine oder größere Schwächen. An denen können Sie noch rechtzeitig arbeiten. Das hilft Ihnen auch, Ihre Nervosität selbst in den Griff zu bekommen. Denn je unruhiger Sie auf Ihrem Stuhl hin und herwackeln oder mit den Füßen herumtippeln, desto nervöser werden Sie.

    10. Viel lächeln

      Auch wenn Ihnen das Lachen längst vergangen es: Tun Sie es trotzdem! Lächeln lockert die Stimmung auf – die Ihres Gegenübers und Ihre eigene. Es versüßt automatisch die Atmosphäre im Raum und hilft, die Nervosität im Vorstellungsgespräch in Schach zu halten. Wenn Sie lächeln, schüttet Ihr Körper Glückshormone aus. Sie fühlen sich sofort besser und sind weniger angespannt. Dabei spielt es gar keine Rolle, ob Sie wirklich vor Freude grinsen oder nur so tun, als ob.

    11. Bonbon lutschen

      Eine trockene Kehle geht manchmal mit Nervosität einher. Wir produzieren weniger Speichel, wenn wir aufgeregt sind. En Lutschbonbon hilft. Es vertreibt das unangenehme Trockenheitsgefühl aus dem Mund. Alternativ können Sie auch zum Kaugummi greifen. Aber vergessen Sie nicht, es rechtzeitig vor dem Jobinterview wieder zu entsorgen.

    12. Tief atmen

      Atmen ist nicht gleich atmen. Wenn Sie ausschließlich durch den Mund atmen, kann Ihr Mund trocken und Ihre Stimme piepsig werden. Wer bewusst atmet, reduziert die Anspannung. Nehmen Sie sich vor dem Jobinterview Zeit für ein paar Atemübungen. Zum Beispiel für die 4-6-8-Methode: Setzen oder stellen Sie sich aufrecht hin. Atmen Sie tief und langsam durch die Nase und zählen bis vier. Dann halten Sie die Luft an und zählen bis sechs. Jetzt durch den Mund ausatmen und bis acht zählen. Das Ganze mindestens fünf Mal wiederholen – und Ihre Nervosität ist wie weggeblasen.
      Eine andere Methode ist es, den eigenen Atem bewusst wahrzunehmen und dabei fließen zu lassen: In den Bauch ausatmen, so dass er sich wölbt. Dabei laut oder in Gedanken rückwärts zählen.

    13. Anker setzen

      Die Ankermethode beruht auf der Reizreaktionskopplung. Sie hilft Ihnen, in stressigen Situationen zu entspannen. Sie pressen dabei Daumen und Zeigefinger aufeinander und denken währenddessen an ein schönes Erlebnis, an den letzten Urlaub etwa. Die positiven Erinnerungen werden auf den Druck Ihrer Finger übergehen. Wenn Sie die Übung oft genug wiederholen, stellt sich das schöne Gefühl irgendwann schon dann ein, wenn Sie die Finger aufeinanderdrücken. Damit die Methode funktioniert, müssen Sie sie aber frühzeitig einüben. Hinterher können Sie Ihre Nervosität wie auf Knopfdruck regulieren.

    14. Gegenstand mitnehmen

      Es gibt Spielkinder, die ständig etwas brauchen, mit dem Sie herumspielen können. Wenn Sie vor dem Bewerbungsgespräch sehr nervös sind, ist das gar keine schlechte Idee. Bringen Sie einen kleinen Gegenstand mit, den Sie bearbeiten, kneten, balancieren oder drücken können. Das kann beruhigen. Im Gespräch selbst gehört das Teil aber in die Tasche – und Ihre Hände auf den Schoß oder den Tisch.

    15. Ehrlich sein

      Es ist keine Schande, nervös zu sein. Nervosität kann ja auch bedeuten, dass Ihnen sehr viel an der Stelle liegt. Für den Personaler eigentlich ein gutes Zeichen. Außerdem sind nervöse Bewerber für Personaler ohnehin so normal wie Meistertitel für Bayern München. Sie können daher ruhig zugeben, etwas nervös zu sein. Ich habe gerade einen Frosch im Hals. Ich muss gestehen, ich bin leicht nervös. Das ist heute nicht mein erstes Vorstellungsgespräch, aber nervös bin ich trotzdem. Smalltalk, mit dem Sie etwas Zeit gewinnen und sich sammeln können. Oder Sie weisen darauf hin, dass Sie furchtbar nervös sind, wenn Sie sich verhaspeln oder ins Stottern geraten. Das macht Sie menschlich, verwundbar, sympathisch. Oft lockert das Situation auf – mit positiven Folgen für Ihr Nervenkostüm.

    16. Zehen wackeln

      Dieser Trick hilft garantiert gegen Blackouts! Wackeln Sie mit den Zehen. Kein Scherz: Unser Gehirn muss Energie von ganz oben nach ganz unten leiten, wenn Sie mit dem großen Onkel wackeln. Das entkrampft auf der Stelle, löst die Verkrampfungen in den Muskeln, lockert auf. Außerdem können Sie den Trick ganz unauffällig und geräuscharm unter dem Tisch praktizieren. Probieren Sie es selbst aus – gerne auch im Meeting, bei einem Referat oder einer Prüfung.

    17. Geschirr waschen

      Wir haben nochmal in die Kiste mit der Aufschrift Geheimtipp gegriffen – und den Geschirrspül-Trick herausgeholt. Geschirr spülen reduziert Stress, sagte die Universität Florida in einer Studie aus dem Jahr 2015. Demnach hat der Vorgang etwas Meditatives. Natürlich nur, wenn man Teller und Tassen mit der Hand wäscht und nicht einfach in den Geschirrspüler steckt. Und auch nur dann, wenn man sich auf die Prozedur einlässt, auf die Temperatur des Wassers achtet etwa und nicht hektisch alles mal eben schnell abschrubbt. Nun können Sie natürlich schlecht in die Kaffeeküche des Unternehmens spazieren, um kurz vorm Jobinterview noch schnell Geschirr zu waschen. Aber Sie könnten es vorher zuhause tun, um Ihre innere Unruhe und Angst halbwegs in Schach zu halten.

    18. Belohnung aussetzen

      Belohnen Sie sich dafür, die Herausforderung angenommen und trotz ausgeprägter Nervosität das Vorstellungsgespräch durchgezogen zu haben. Egal, wie es gelaufen ist und ob sich Ihre Chancen auf Zuschlag nach eigenem Empfinden vergrößert oder zerschlagen haben. Gönnen Sie sich einen Milchshake, einen Abend im Kino oder ein kühles Blondes – was auch immer. Wenn Sie daraus eine Angewohnheit machen, entwickeln Sie schon bald positive Assoziationen mit Vorstellungsgesprächen – und freuen sich schon auf das nächste.

    Alle 18 Tipps gegen Nervosität im Vorstellungsgespräch finden Sie übersichtlich zusammengefasst zum Downloaden und Ausdrucken als PDF hier.

    [Bildnachweis: LightField Studios by Shutterstock.com]

    Rückfragen: Über 100 fürs Vorstellungsgespräch

    Rueckfragen Vorstellungsgespraech Beispiele

    Rückfragen im Vorstellungsgespräch sind das Salz in der Suppe. Wer dem Personaler clevere Rückfragen stellt, sammelt Punkte. Doch völlig unbedacht sollten Bewerber keine Fragen aus der Hüfte schießen. Damit könnten sie eine böse Überraschung erleben…

    Darum sind Rückfragen im Vorstellungsgespräch so wichtig

    Irgendwann kommt im Vorstellungsgespräch der Moment, in dem der Interviewer fragt: Haben Sie noch Rückfragen an uns? Wer jetzt mit einem knappen Nein antwortet, schießt sich oftmals schon aus dem Rennen. Bewerber sollten im Bewerbungsgespräch Rückfragen stellen – immer!

    Warum? Weil Rückfragen Interesse und Neugier signalisieren. Außerdem können Bewerber selbst mehr über das Unternehmen erfahren. Für sie ist es eine einmalige Gelegenheit, das Unternehmen zu testen und abzuklopfen. Vielleicht gelangt man ja zu dem Schluss, dass man hier eigentlich gar nicht anfangen möchte.

    Aber es geht nicht darum, irgendeine beliebige Frage zu stellen. Es sollten schon sinnvolle, clevere Rückfragen sein. Die richtigen Rückfragen im Vorstellungsgespräch bringen den Job in Reichweite. Die falschen katapultieren Sie schnurstracks ins Aus…

    Hier sind 5 gute Gründe, warum Sie im Jobinterview zurückfragen sollten:

    • Sie bringen mehr über das Unternehmen in Erfahrung.
    • Clevere Rückfragen unterstreichen Ihre Intelligenz und Ihren Intellekt.
    • Sie beweisen gute Vorbereitung auf das Vorstellungsgespräch.
    • Rückfragen deuten auf echtes Interesse am Job hin.
    • Sie können das Gespräch selbst führen und nicht nur reagieren.

    Rückfragen im Vorstellungsgespräch: Tipps

    Zu einer guten Vorbereitung aufs Vorstellungsgespräch gehören die richtigen Fragen. Sie sollten als Bewerber erahnen, welche Fragen auf Sie zukommen – und welche Sie selbst stellen können. Beides ist gleichermaßen wichtig.

    Wer eigene Rückfragen in petto hat, beweist Eigeninitiative und Professionalität. Stellen Sie daher immer Gegenfragen – es sei denn, Sie haben im Laufe des Jobinterviews gemerkt, dass die Stelle definitiv nicht die richtige ist und Sie kein Interesse mehr haben. Dann können Sie die Sache abkürzen und auf Rückfragen verzichten. Wozu noch wertvolle Zeit verplempern?

    Eine klassische Rückfrage für Bewerber lautet zum Beispiel:

    • Was unterscheidet Ihrer Erfahrung nach die guten Mitarbeiter von den besten?

    Die Frage ist grandios. Die Antwort offenbart eine Menge über die Wertvorstellungen und den Arbeitsstil im jeweiligen Unternehmen. Und sie dient dem Bewerber als Kompass. Er weiß hinterher, welche Leistungen von ihm erwartet werden, was der Firma wichtig ist und wie er hier Karriere machen kann. Die Frage ist außerdem viel subtiler als: Was muss ich tun, um hier Karriere zu machen?

    Sie sehen: Auf die Formulierung kommt es an. Es gibt auch gute Rückfragen, die schlecht formuliert ihre Wirkung verfehlen. Denken Sie also vorab ein wenig darüber nach, wie Ihre Frage beim Gegenüber ankommt.

    Außerdem sollten Sie versuchen, zwischen den Zeilen zu lesen. Reinen Wein einschenken und allzu offenherzig wird kein Personaler im Jobinterview sein, aber jeder wird Signale aussenden. Seien Sie aufmerksam!

    13 Top-Rückfragen im Vorstellungsgespräch

    Aufmerksamkeit ist das A und O. So gibt es sehr gute Rückfragen, die Sie auf keinen Fall stellen sollten. Nämlich dann, wenn die Antwort im Laufe des bisherigen Gesprächs schon gegeben worden ist. Dies würde nur zeigen, dass Sie nicht richtig zuhören.

    Grundsätzlich empfehlenswert sind folgende Rückfragen. Klar ist, dass Sie nicht alle, sondern nur sehr wenige davon im Laufe eines Vorstellungsgesprächs werden stellen können. Mehr als zwei bis vier Rückfragen werden es unter normalen Umständen nicht sein:

    1. Warum ist die Stelle vakant?

      Es gibt zwei Möglichkeiten: Entweder wurde die Stelle neu geschaffen oder es gibt einen Vorgänger. Was ist mit ihm passiert? Vielleicht verlässt er das Unternehmen auf eigenen Wunsch oder aber er wird befördert. Wertvolle Hinweise für Sie. Sie können auch direkt daran anschließen und fragen: Wie lange hat der Vorgänger in der Position gearbeitet? Und außerdem: Was wurde eigentlich aus den anderen Mitarbeitern in der dieser Abteilung?

    2. Wie fördern Sie Talente?

      Zunächst signalisiert die Frage, dass es Ihnen nicht nur um Geld geht, sondern dass Sie sich weiterentwickeln wollen. Positiv! Darüber hinaus sollte der Personaler schon darlegen können, welche Strategien sein Arbeitgeber implementiert hat, um jedem Talent gerecht zu werden und die Stärken jedes Einzelnen zu fördern.

    3. Was erwartet mich in den ersten 90 Tagen?

      Sie gehen gedanklich schon in die Einarbeitungsphase über. Die ist wichtig. Wenn Sie mehr über das Onboarding in Erfahrung bringen, können Sie sich mental darauf vorbereiten. Und zweitens wollen Sie ja keine Kündigung in der Probezeit kassieren. Das ist es überaus nützlich, die ersten Schritte zu planen und Hindernisse zu antizipieren.

    4. Welche Herausforderungen hat das Unternehmen derzeit zu bewältigen?

      Die Frage beweist: Sie sind kein Fachidiot, sondern ein Mensch, der auch die großen Zusammenhänge im Blick behält. Natürlich wird Ihr Gesprächspartner jetzt nicht ins Zahlenwerk einsteigen und Ihnen Geheimnisse verraten, aber die Grundrichtung aufzeigen. Welche Märkte könnten interessant werden, welche Zielgruppen? Welche Probleme wurden erst kürzlich gelöst? Das hilft Ihnen, die internen Zusammenhänge zu verstehen.

    5. Weshalb arbeiten SIE für das Unternehmen?

      Damit drehen Sie den Spieß um: Jetzt ist es der Personaler, der sich Fragen nach seiner Motivation und seinen Zielen gefallen lassen muss. Völlig legitim! Die Frage ist häufig ein Eisbrecher, der zum Schmunzeln anregt und Sympathiepunkte bringt. Immerhin handelt es sich um eine sehr persönliche Frage. Und neue Einsichten erhalten Sie so hoffentlich auch.

    6. Welche Persönlichkeit wünschen Sie sich von der Neubesetzung?

      So testen Sie Ihre Passung zum Job. Decken sich Ihre Erwartungen und die des Personalverantwortlichen? Wunderbar. Sind die Vorstellungen grundverschieden? Hmm, vielleicht sollten Sie doch lieber die Finger von der Stelle lassen. Sie tasten sich auch an die Persönlichkeit Ihres künftigen Chefs bzw. Vorgesetzten heran. Denn häufig suchen diese Mitarbeiter, die so ähnlich sind wie sie selbst.

    7. Welche Fehler haben meine Vorgänger gemacht, die ich lieber nicht machen sollte?

      Bitte nicht lästern! Eine Faustregel, die auch für Unternehmen gilt. Aber Sie wollen ja keine konkreten Namen hören, nur Verhaltensweisen von Ex-Mitarbeiterin, die Ihnen in Ihrer künftigen Position nicht gut zu Gesicht stehen würden.

    8. Wie viele Arbeitsstunden erwarten Sie von jemandem in dieser Position?

      Zugegeben, die Frage mag nicht jeder stellen. Weil man nicht faul wirken und wie ein Drückeberger klingen will. Aber speziell für Menschen mit privaten Verpflichtungen – kleinen Kindern oder pflegebedürftigen Eltern etwa – ist Zeitmanagement wichtig. Das darf man ruhig zur Sprache bringen, wenn man möchte.

    9. Gibt es etwas, für das sich Ihr Unternehmen engagiert?

      Eine sehr gute Rückfrage – speziell für Idealisten. Ist das Unternehmen rein auf Profitstreben fokussiert oder fördert es gesellschaftliches Engagement, unterstützt die Umwelt, spendet für einen guten Zweck? Und wenn ja, wie und wofür? Außerdem ist es auch für das Unternehmen interessant zu wissen, welche Werte der Bewerber vertritt und was ihm wichtig ist.

    10. Wie schützen Sie die Gesundheit der Mitarbeiter?

      Eine Rückfrage, die durch die Corona-Pandemie unheimlich an Stellenwert gewonnen hat. Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz ist kein Randthema mehr, sondern hat Priorität 1A – sogar für Büroarbeiter ohne Helm und Blaumann.

    11. Wie wird die Arbeitszeit bei Ihnen erfasst?

      Prima Frage – und sehr aktuell. Das Urteil des Europäischen Gerichtshofs zur Arbeitszeiterfassung hat dem Thema neue Bedeutung verliehen. Nicht zu unterschätzen!

    12. Was zeichnet Ihr Unternehmen aus?

      Eine Frage, die den Gegenüber aus der Reserve lockt. Antwortet der Interviewer mit Standardfloskeln, um den Bewerber schnell abzuspeisen? Oder hat er möglicherweise eine schöne Anekdote auf Lager? Das würde für ihn und das Unternehmen sprechen.

    13. Wo sehen Sie das Unternehmen in fünf Jahren?

      Super Frage – und eine gelungene Retourkutsche auf die typische Personalerfrage: Wo sehen Sie sich in 5 Jahren?

    Gute Rückfragen für alle Bewerber

    • Was erwarten Sie vom neuen Mitarbeiter?
    • Wie definieren Sie Erfolg für diese Position?
    • Welche Ziele verfolgen Sie mit der Neuschaffung dieser Position?
    • Wie messen und bewerten Sie Leistungen?
    • Was hat mein Vorgänger gut gemacht?
    • Was sollte ich anders machen als er?
    • Was müsste passieren, dass Sie meine Einstellung bereuen werden?
    • Wie viele Vorgänger gab es bislang schon?
    • Wie lange ist die Stelle schon frei?
    • Wer wird mein direkter Vorgesetzter sein?
    • Wie würden Sie den Führungsstil meines möglicherweise künftigen Vorgesetzten beschreiben?
    • Wie unterscheidet sich Ihre Unternehmenskultur von der anderer Firmen?
    • Wie hat sich das Unternehmen verändert, seitdem Sie hier sind?
    • Was könnte mich im neuen Job frustrieren?
    • Welche Hindernisse und Schwierigkeiten sollte ich einplanen?
    • Mit welchen Kollegen arbeite ich zusammen und wie unterstützten Sie mich?
    • Wie groß ist die Abteilung, in der ich tätig sein würde?
    • Wie groß ist das Team, in dem ich tätig sein würde?
    • Welchen Stellenwert hat die Abteilung im Unternehmen?
    • Wie wichtig ist meine Stelle für den Unternehmenserfolg?
    • Kann ich meinen künftigen Arbeitsplatz vorab besichtigen?
    • Kann ich meine zukünftigen Kollegen kennenlernen?
    • Welche Aufgabe hat momentan Priorität?
    • Warum war das Unternehmen aus Ihrer Sicht bislang so erfolgreich?
    • Was muss sich im Unternehmen ändern, damit es auch in Zukunft erfolgreich bleibt?
    • Welche werden Ihrer Einschätzung nach die größten Herausforderungen für das Unternehmen in Zukunft sein?
    • Wie sieht ein typischer Arbeitstag aus?
    • Beinhaltet der Job viele Geschäftsreisen?
    • Was sollte ich vor Stellenantritt noch tun, um optimal in meine neue Tätigkeit zu starten?
    • Wie lange dauert die Einarbeitungsphase?
    • Wie läuft das Onboarding bei Ihnen ab?
    • Wie lange dauert die Probezeit?
    • Was wäre mein erstes Projekt?
    • Wie werden Mitarbeiter gefördert?
    • Gibt es ein Weiterbildungsbudget?
    • Welche Weiterbildungsmöglichkeiten bieten Sie an?
    • Wie häufig werden Feedbackgespräche geführt?
    • Gibt es die Möglichkeit auf Home Office?
    • Gibt es bei Ihnen Gleitzeit oder Vertrauensarbeitszeit?
    • Wie flexibel sind die Arbeitszeiten bei Ihnen?
    • Was kann ich noch tun, um Sie von meinen Fähigkeiten zu überzeugen?
    • Welche letzten Zweifel muss ich noch ausräumen, damit Sie sich für mich entscheiden?
    • Wie geht es im Bewerbungsverfahren weiter?
    • Wann kann ich mit einer Entscheidung rechnen?

    Rückfragen für Azubis

    Rückfragen im Vorstellungsgespräch – dies sind gute Fragen für Bewerber, die einen Ausbildungsplatz anstreben:

    • Wen kann ich bei Fragen während der Ausbildung ansprechen?
    • In welchen Abteilungen werde ich die Ausbildung genau absolvieren?
    • Wird es sich beim theoretischen Unterricht um Teilzeit- oder Blockunterricht handeln?
    • Gibt es die Möglichkeit, die Ausbildung zu verkürzen?
    • Wie viele Ausbildungsplätze bietet der Betrieb insgesamt an?
    • Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es für Auszubildende?
    • Wie wahrscheinlich ist es, dass Auszubildende nach der Ausbildung übernommen werden?
    • Wann kann ich mit Ihrer Antwort rechnen?

    Rückfragen für Praktikanten

    Rückfragen im Vorstellungsgespräch – dies sind gute Fragen für Bewerber, die ein Praktikum anstreben:

    • Habe ich während des Praktikums einen direkten Ansprechpartner?
    • Wie läuft die Einarbeitung ab?
    • Wie werden die Ziele meines Praktikums festgelegt?
    • An welchen Projekten darf ich mitarbeiten?
    • Welche wird mein erstes Projekt sein?
    • Welche Möglichkeiten gibt es, nach dem Praktikum weiterhin für Ihr Unternehmen tätig zu sein?
    • Wann finden Feedbackgespräche statt?
    • Gibt es noch andere Praktikanten im Unternehmen?

    Rückfragen für Führungskräfte

    Rückfragen im Vorstellungsgespräch – dies sind gute Fragen für Führungskräfte:

    • Wie setzt sich das Team zusammen?
    • Wie groß ist mein Team?
    • Wie ist die Stimmung im Team und im gesamten Unternehmen?
    • Wurden zuletzt Kollegen entlassen oder ausgelagert?
    • Welche wesentlichen Veränderungen hat mein Vorgänger vollzogen?
    • Wie war das Verhältnis der Mitarbeiter zu meinem Vorgänger?
    • Wie würden Sie den Führungsstil meines Vorgängers beschreiben?
    • Wie hoch ist das Budget für die Weiterbildung der Mitarbeiter?
    • Wie hoch ist das Budget für Prämien, Boni, Gehaltserhöhungen?
    • Wie hoch ist das Budget für Entlassungen?
    • Welche größeren Veränderungen gab es im letzten Jahr?
    • Wurden in der jüngeren Vergangenheit Abteilungen zusammengeführt oder aufgelöst?
    • Mit welchen Niederlassungen oder Zweigstellen arbeitet mein Team besonders intensiv zusammen?

    100 typische Fragen im Vorstellungsgespräch

    Rueckfragen im Vorstellungsgespraech BeispieleOhne Frage keine Rückfrage. Hier sind 100 typische Fragen im Vorstellungsgespräch als PDF zum Downloaden oder Ausdrucken. Damit sind Sie bestens vorbereitet.

    Welche Rückfragen im Vorstellungsgespräch mies sind

    Ihr Reservoir an guten Rückfragen im Vorstellungsgespräch sollte jetzt gut gefüllt sein. Daneben gibt es allerdings auch ein paar Fragen, die Sie sich im Jobinterview unter allen Umständen verkneifen. Sie zahlen nicht auf Ihr Punktekonto ein, sondern ziehen wertvolle Credits wieder ab.

    Erfragen Sie zum Beispiel nie Informationen, die sie selbst durch zwei Mausklicks hätten herausfinden können. Beispiele:

    • Was produziert Ihr Unternehmen?
    • Wie viele Mitarbeiter haben Sie?
    • Wann wurde das Unternehmen gegründet?
    • Haben Sie Niederlassungen im Ausland?
    • Wer ist der Vorstandsvorsitzende?

    Dann gibt es Rückfragen im Vorstellungsgespräch, die von kindlicher Naivität zeugen. Sie klingen nicht nur nach Kindergarten, sie sind es auch. Daher bitte keine Rückfragen stellen wie:

    • Verstehen sich die Mitarbeiter gut?
    • Ist meine Chefin nett?
    • Sind die Kollegen nett zu Neuen?
    • Habe ich Aufstiegschancen?
    • Wie gut sind die Produkte, die Sie herstellen?

    7 schlechte Fragen im Vorstellungsgespräch

    1. Was macht Ihr Unternehmen eigentlich genau?

      Wenn Sie das nicht wissen, sollten Sie sich erst gar nicht bewerben. Fast jedes Unternehmen verfügt heute über eine eigene Website. Zur Not googeln Sie oder surfen zu Wikipedia. Informationsbeschaffung gehört zu Ihren Pflichten vor einem Vorstellungsgespräch. Kommen Sie nicht gänzlich unvorbereitet.

    2. Wie schnell wird man befördert?

      Wenn Sie so fragen: Gar nicht! Die Frage offenbart, dass es sich bei Ihnen wohl um einen Ego-Zocker handeln muss. Um jemanden, dem nur an seinem eigenen Weiterkommen gelegen ist. Erst wollen Sie sich doch ins Unternehmen integrieren, Herausforderungen annehmen, Leistung bringen. Danach kann man immer noch über eine Beförderung reden. Jetzt ist der nicht der richtige Zeitpunkt. Für den Arbeitgeber ein Alarmsignal, weil er davon ausgehen muss, das Sie ruckzuck wieder weg sind, wenn Sie nicht sofort bekommen, was Sie wollen.

    3. Was zahlen Sie mir?

      Die Frage ist aus der Kategorie DD – doppelt doof. Erstens lässt sie den Bewerber gierig wirken. Es geht Ihnen ums Geld, aha. Zweitens verhandeln Sie mit dem Arbeitgeber ums Gehalt, Sie lassen ihn nicht einfach eine Zahl in den Vertrag schreiben (meistens jedenfalls). Sie sollten Ihren Marktwert schon kennen. Also: Dass man irgendwann über Geld redet, ist normal. Aber wenn Sie das Thema unbedingt ansprechen wollen, dann formulieren Sie es offener. Motto: Ich würde gerne noch kurz das Thema Vergütung anschneiden

    4. Kann ich früher kommen und dafür auch früher wieder gehen?

      Sie sind gedanklich schon im Feierabend. Das ist gerade im Bewerbungsgespräch fatal. Erst die Arbeit, dann der Feierabend. Klar: Das Thema Arbeitszeiten ist prinzipiell wichtig. Aber danach können Sie auch eleganter fragen. Besser zum Beispiel: Wie ist die Work-Life-Balance bei Ihnen? Oder: Gibt es bei Ihnen flexible Arbeitszeiten?

    5. Darf ich während der Arbeitszeit privat im Netz surfen?

      Die Frage hat im Vorstellungsgespräch die Grenze zur Dreistigkeit überschritten. Sie könnten genauso gut sagen, dass Sie eigentlich gar keine Lust haben zu arbeiten, sondern Ihre Zeit viel lieber auf Facebook und Instagram verbringen würden. Man könnte sie sogar für faul und dumm halten. Absolut tabu! Ausnahmen von dieser Regel gibt es nur, wenn Sie ernsthaft und ganz konkret erklären, warum Sie ab und zu privat surfen wollen – zum Beispiel, um die aktuelle Verkehrssituation auf Google Maps zu checken, weil Sie hinterher Ihre Tochter von der Kita abholen müssen. Aber ehrlich gesagt lassen sich solche logistischen Probleme auch später noch lösen…

    6. Wie ist die Unternehmenskultur bei Ihnen?

      Prinzipiell keine schlechte Rückfrage im Vorstellungsgespräch. Aber sie verleitet zu Ausflüchten und Geschwafel. JEDER Personaler wird vermutlich mit Sätzen antworten wie: Wir gehen sehr wertschätzend miteinander um. Unser Unternehmen besteht vor allem aus den Menschen. Derartige Worthülsen halt, die in Wahrheit nullkommanull Aussagekraft besitzen.

    7. Wie handhaben Sie Krankschreibungen?

      Doofe Frage. Es gibt diesbezüglich gesetzliche Vorgaben, die jedes Unternehmen zu befolgen hat. Außerdem erwecken Bewerber mit dieser Rückfrage den Eindruck, sei seien entweder krankheitsanfällig oder würden gerne mal blau machen.

    [Bildnachweis: fizkes by Shutterstock.com]

    Fremdsprachenkenntnisse im Lebenslauf richtig bewerten und angeben

    Fremdsprachenkenntnisse Bewerbung Sprachkenntnisse

    Ohne Fremdsprachenkenntnisse kein Job! Diese Gleichung gilt heute mehr denn je. In vielen Jobs und Branchen ist Englisch längst Standard, eine zweite Fremdsprache erwünscht. Es gibt aber auch Situationen, in denen Bewerber ihre Sprachkenntnisse lieber nicht auf einen Sockel heben. Wie Sie als Bewerber mit Ihren Fremdsprachenkenntnissen in der Bewerbung überzeugen…

    Fremdsprachenkenntnisse Bedeutung

    Warum lehnen Unternehmen einen Bewerber ab? Immerhin 31 Prozent von ihnen sagen: Weil dessen Fremdsprachenkenntnisse nicht ausreichen! Das hat eine Umfrage von Bitkom Research im Auftrag des HR-Softwareentwicklers Personio unter mehr als 300 Personalverantwortlichen ergeben.

    Damit liegen mangelhafte Fremdsprachenkenntnisse zwar hinter Ablehnungsgründen wie „fehlender Sympathie“, „zu wenig Berufserfahrung“ und „unzureichenden Arbeitszeugnissen“, aber immer noch in den Top Ten auf Platz 10.

    Und laut einer Umfrage der Jobbörse Indeed verständigt sich fast jeder dritte Arbeitnehmer in Deutschland am Arbeitsplatz täglich (auch) in einer anderen Sprache als deutsch, andere zumindest mehrfach pro Woche. Manche korrespondieren mit ausländischen Kunden, andere tauschen sich mit internationalen Kollegen aus, wieder andere mit Dienstleistern jenseits der Landesgrenzen. Vor allem im Schriftverkehr werden Fremdsprachenkenntnisse eingesetzt, in Telefonaten oder Meetings seltener.

    Wie bedeutsam Sprachkenntnisse im Job mittlerweile sind, zeigt auch die Liste der wichtigsten Hard Skills 2020 in Deutschland von Business-Plattform Linkedin. Fremdsprachen tauchen im Ranking auf Position sieben auf. Nur sechs Fähigkeiten sind demnach angesagter, darunter Schwergewichte oder Trendsetter wie Blockchain, Analytisches Denken, Künstliche Intelligenz und Vertrieb.

    Diese Fremdsprachenkenntnisse in die Bewerbung aufnehmen

    An Fremdsprachenkenntnissen kommen viele Berufstätige heutzutage nicht mehr vorbei. Weil sie zum Beispiel im Ausland arbeiten oder bei einem internationalen Unternehmen im Inland, dessen Amtssprache englisch ist. Darum gehört Englisch nicht nur zum guten Ton, die Sprache ist Standard.

    Positiv: Nahezu jeder Bewerber, der in Deutschland zur Schule gegangen ist, verfügt heute über Englischkenntnisse. Freilich unterscheidet sich die Anzahl der Schuljahre. Letztlich kommt es darauf an, wie gut man die fremde Sprache wirklich beherrscht. In der Bewerbung ist das Kompetenzniveau entscheidend.

    Abheben können sich Bewerber mit Englisch also nicht. Dazu benötigen sie schon eine zweite Fremdsprache. Am besten, diese ist deckungsgleich mit den Realitäten und Ambitionen des Unternehmens. Will die Firma ihre China-Geschäfte ausbauen, sind Chinesischkenntnisse ein Pfund, mit dem Bewerber wuchern können. Wer sich dagegen mit Verweis auf seine exzellenten Finnisch-Skills bei einem Unternehmen bewirbt, dass in Finnland in keiner Weise präsent ist oder sein wird, dürfte kaum Vorteile haben.

    Die Aufgabe lautet also herauszufinden: In welchen Ländern ist das Unternehmen aktiv? Wo oder wohin will es expandieren? Welche Sprachkenntnisse werden dabei hilfreich sein?

    Nichtsdestotrotz sollten Sie Ihre Finnisch-Kenntnisse auch dann nicht verschweigen, wenn Sie ihnen vermutlich nichts bringen. Allein die Beherrschung verschiedener Sprachen zeugt von Interesse, Neugier und Lernbereitschaft…

    Fremdsprachenkenntnisse: Anforderungen aus der Stellenanzeige herauslesen

    Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Muss- und Kann-Anforderungen, die in einer Stellenanzeige auftauchen. Muss-Anforderungen sind zwingend zu erfüllen, wenn Sie als Bewerber die Stelle wollen. Kann-Anforderungen dagegen sind so etwas wie die Kirsche auf der Sahnetorte: Schön, wenn sie da sind, aber keine Voraussetzung.

    In Bezug auf Fremdsprachenkenntnisse formulieren Arbeitgeber Muss-Anforderungen zum Beispiel so:

    • perfekte Beherrschung der deutschen Sprache
    • gute bis sehr gute Englischkenntnisse
    • …setzen wir verhandlungssichere Englischkenntnisse voraus
    • sehr gute Französischkenntnisse in Wort und Schrift

    Wenn Sie solche Ausdrucksweisen in einer Stellenanzeige entdecken, können Sie davon ausgehen, dass Sie an diesen Sprachkenntnissen nicht vorbeikommen – und dass Sie auch im Berufsalltag in einer Fremdsprache werden kommunizieren müssen. Dies ist umso wahrscheinlicher, wenn Sie etwa im internationalen Vertrieb oder im Produktmanagement arbeiten. Es kann sich um Telefongespräche handeln oder um E-Mails, in denen Ihnen keine frappierenden Fehler unterlaufen sollten.

    Es gibt aber auch Formulierungen in einer Stellenanzeige, die darauf schließen lassen, dass es sich „nur“ um Kann-Anforderungen handelt. Beispiele:

    • …verfügen Sie idealerweise über gute Kenntnisse der russischen Sprache
    • …Sprachkenntnisse in Polnisch und Tschechisch wären wünschenswert
    • …von Vorteil wären Japanisch- oder Koreanischkenntnisse

    Sie sind für die Stelle keine Voraussetzung. Aber wenn Sie über diese Anforderungen verfügen, erhöhen Sie damit sehr wohl Ihre Jobchancen.

    Sprachkenntnisse in Anschreiben und Lebenslauf platzieren

    Sollte man die Sprachkenntnisse stets in einer Bewerbung nennen?

    Prinzipiell: Ja. Natürlich gibt es immer Ausnahmen von der Regel, aus den abenteuerlichsten Gründen. Aber Fremdsprachenkenntnisse gehen generell mit wünschenswerten Eigenschaften einher: Lerneifer, Neugier, Engagement zum Beispiel. Und die sind für einen Arbeitgeber immer brauchbar. Auch könnten Sprachkenntnisse darauf hindeuten, dass Sie über ein gewisses intellektuelles Niveau verfügen – schön!

    Aber: Wenn Sie etwa mit Ihren Spanischkenntnissen prahlen wollen, Sie diese im neuen Job aber rein gar nicht einsetzen können, dann sollte Spanisch keinen prominenten Platz in Ihrer Bewerbung einnehmen. Im Lebenslauf auflisten? Ja, sicher. Im Anschreiben extra erwähnen oder im Lebenslauf demonstrativ hervorheben (durch Fettung etwa)? Auf keinen Fall. Das würde wiederum schlechte Eigenschaften zu Tage fördern: das Unvermögen, Dinge zu priorisieren oder zu analysieren.

    Optimal wäre es, wenn Ihre Fremdsprachenkenntnisse vom Unternehmen gebraucht oder sogar aktiv nachgefragt würden. Dann ist es eine gute Strategie, sie in den Bewerbungsunterlagen möglichst präsent zu machen. Sind sie weniger wichtig, dann sollten andere Skills die vorderen Plätze einnehmen.

    Es kommt dabei überdies auf den Beruf und die Branche an. In einem Wirtschaftszweig, der durch internationale Verflechtungen geprägt ist, kann man mit Sprachkompetenzen etwas anfangen. Sie können ein Vorteil sein, selbst wenn das Unternehmen in der Stellenanzeige nicht danach gefragt hat. Ein Mittelständler oder Handwerksbetrieb dagegen, der hauptsächlich in der Heimatregion aktiv ist, dürfte sich über die Betonung Ihrer Japanischkenntnisse verwundert die Augen reiben. Im schlimmsten Fall fasst er es als überheblich und sonderbar auf – und sortiert Sie aus.

    Und dann wären da noch die alten, klassischen Sprachen wie Latein, Hebräisch oder Altgriechisch, die im Alltag gar nicht mehr gesprochen werden. Wichtig sind sie allenfalls für angehende Historiker oder Theologen. Weglassen müssen Sie Ihr Latein-Wissen selbstverständlich nicht, aber damit angeben sollten Sie ebensowenig. Sie müssen für diese Sprachen auch keine Kompetenzstufen angeben. Latinum, Graecum oder Hebraicum genügen.

    Die 10 wichtigsten Fremdsprachen

    Die wichtigsten Fremdsprachen SprachkenntnisseWelche Fremdsprachen sind im Beruf am wichtigsten? Um dies herauszufinden, wertete die Online-Jobbörse Joblift in einem Zeitraum von zwei Jahren insgesamt 15 Millionen Stellenanzeigen von mehr als 1.000 Webseiten aus. In 3,4 Millionen Anforderungsprofilen wurden Sprachkenntnisse in Englisch gefordert – damit liegt englisch unangefochten auf Platz eins. Zum Vergleich: Die zehn Sprachen dahinter kamen zusammen nur auf ca. 420.000 Treffer.

    Die große Bedeutung einer Sprache auf dem deutschen Arbeitsmarkt hat in der Regel eine von drei Ursachen (oder eine Kombination aus mehreren): Entweder ist sie die Sprache eines Nachbarlandes (z.B. Dänisch, Niederländisch) oder sie wird von vielen Menschen weltweit (z.B. Chinesisch, Spanisch) oder innerhalb Deutschlands von den Mitgliedern einer großen Sprachcommunity gesprochen (z.B. Russisch, Polnisch).

    Diese Fremdsprachenkenntnisse sind in Deutschland am gefragtesten:

    • Englisch
    • Französisch
    • Spanisch
    • Niederländisch
    • Italienisch
    • Russisch
    • Polnisch
    • Chinesisch (Mandarin)
    • Arabisch
    • Dänisch
    • Japanisch

    Sprachkenntnisse Tipps

    Vorsicht! Wenn Sie Ihre Bewerbung mit fließenden Englischkenntnissen garnieren, sollten Sie auch tatsächlich fließend englisch sprechen. Es gibt nichts Peinlicheres für Bewerber, als wie ein begossener Pudel dazustehen, wenn der Interviewer unvermittelt ins Englische wechselt. Blamage-Gefahr!

    Kleiner Einwand: Natürlich können die fließenden Englischkenntnisse im Lebenslauf Sie überhaupt erst ins Bewerbungsgespräch bringen. Es ist also strategisch durchaus sinnvoll, mit seinen Sprachkompetenzen lieber zu übertreiben als übervorsichtig zu sein. Aber nur ein bisschen!

    Wenn Sie Ihre Sprachkenntnisse in der Bewerbung leicht übertrieben haben, dann lautet der Rat: Üben Sie wenigstens vor dem Vorstellungsgespräch! Legen Sie sich ein paar Standardsätze zurecht, über sich und Ihren Werdegang und feilen an der Aussprache. Das nimmt die größte Nervosität und leitet Sie im Zweifel über die erste Klippe.

    Wenn Sie aber kaum Ihren Namen in der jeweiligen Fremdsprache richtig aussprechen können, dann sehen Sie von einer zu positiven Selbstbewertung ab. Die fliegt Ihnen um die Ohren. Grundkenntnisse in Französisch zeugen von intellektueller Neugier, erfordern aber keinen praktischen Nachweis. Sie sind damit auf der ziemlich sicheren Seite.

    Fremdsprachenkenntnisse Einstufung

    So formulieren Sie Ihre Fremdsprachenkenntnisse in der Bewerbung:

    • Grundkenntnisse

      Sie kennen die wichtigsten Vokabeln. Sich vorstellen, Hallo und Auf Wiedersehen sagen. Der Satzbau ist für Sie kein Buch mit sieben Siegeln. Dann nehmen Sie die Sprache mit Grundkenntnissen in Ihren Lebenslauf auf. Das können Sie etwa dann machen, wenn Sie nur in der Schulzeit mit ihr in Berührung gekommen – aber seitdem ziemlich eingerostet sind.

    • Gute Kenntnisse

      Hier wird schon mehr verlangt. Dass Sie in der Sprache ein Gespräch führen oder telefonieren können. Dann spricht man auch von konversationssicheren Sprachkenntnissen. Diese Formulierung beinhaltet aber auch, dass Sie im Schriftverkehr noch Defizite aufweisen.

    • Sehr gute Sprachkenntnisse

      Komplexe Texte sind für Sie problemlos zugänglich. Über abstrakte Themen können Sie sich locker unterhalten. Sie können sich in Diskussionen einschalten oder fachbezogene Konversationen führen – und zwar auch mit Muttersprachlern. Dann haben Sie sehr gute Fremdsprachenkenntnisse.

    • Verhandlungssicher in Wort und Schrift

      Sie können in der Fremdsprache völlig problemlos kommunizieren: verbal und schriftlich. In allen Kontexten ist der Einsatz der Fremdsprache möglich – und zwar intuitiv. Lange nach Formulierungen oder Wörtern müssen Sie nicht suchen. Das ist etwa dann der Fall, wenn Sie lange im Ausland gelebt haben.

    • Muttersprachler/muttersprachliches Niveau

      Das ist einfach. Wenn Sie einen Migrationshintergrund und die Fremdsprache zuhause gesprochen haben, ist sie für Sie logischerweise keine Fremdsprache. Aber nicht schummeln: Es gibt Migrantenkinder, die die Sprache ihrer Eltern keineswegs perfekt beherrschen. Das Kompetenzniveau Muttersprachler können Sie aber auch ohne familiäre Bindungen erreichen. Wer Jahrzehnte in den USA gelebt hat und auch zuhause mit seiner Familie (perfekt) englisch spricht, der kann in seiner Bewerbung guten Gewissens muttersprachliches Niveau angeben.

    So könnten Ihre Sprachkenntnisse im Lebenslauf konkret aussehen:

    • Sprachkenntnisse: Englisch (verhandlungssicher), Spanisch (gut), Französisch (Grundkenntnisse)
    • Sprachkenntnisse: Deutsch, Russisch (Muttersprache), Englisch (sehr gut), Schwedisch (Grundkenntnisse)
    • Sprachkenntnisse: Türkisch (Muttersprache), Englisch (verhandlungssicher), Arabisch (sehr gut), Farsi, Deutsch (gut)
    • Sprachkenntnisse: Englisch (muttersprachlich), Französisch, Portugiesisch (gut), Latein (Latinum)
    • Sprachkenntnisse: Serbisch (Muttersprache), Deutsch (muttersprachlich), Kroatisch, Bosnisch, Mazedonisch (sehr gut), Englisch (gut)

    Fremdsprachen lernen: So geht’s

    Fremdsprachen lernen Sprachkenntnisse FremdsprachenkenntnisseMit Fremdsprachenkenntnissen polieren Sie Ihre Bewerbung auf und treiben die Karriere voran. Aber wie lernen? Hier finden Sie alle Tipps, um schnell und gut eine neue Sprache zu lernen:

    Klassifizierung Sprachkenntnisse

    Wenn Sie dem Arbeitgeber Ihr Fremdsprachenniveau ganz genau dokumentieren wollen oder müssen, dann können Sie dies anhand von Zertifikaten tun. Der Gemeinsame Europäische Referenzrahmen für Sprachen (GER) etwa soll Sprachtests vergleichbar machen.

    Demnach gibt es drei Kompetenzniveaus von A bis C. Diese sind wiederum in zwei Niveaustufen unterteilt. Das höchste liegt bei C, das niedrigste bei A. In Level A liegt das Kompetenzniveau des Sprechers bei elementar, in Level B bei selbstständig und in Level C bei kompetent.

    • Kompetenzniveau A1

      Hier finden sich absolute Beginner wieder. Diese können sich maximal rudimentär verständigen, ihren Namen nennen und Tschüss sagen. Die Gesprächspartner müssen ihr Sprachtempo und Vokabular dafür auf ein Starter-Level zurückfahren.

    • Kompetenzniveau A2

      Die Basics sind vorhanden. Der Sprecher kann sich in der Fremdsprache in einfachen Sätzen ausdrücken. Häufig gebrauchte Sätze und Begriffe versteht er.

    • Kompetenzniveau B1

      Das Sprachniveau ist fortgeschritten. Im Urlaub kann er oder sie sich gut mit Muttersprachlern verständigen. Auch sind leichte Konversationen über andere Themen wie Arbeit und Freizeit möglich.

    • Kompetenzniveau B2

      Komplexe Themen und Texte können schon verstanden werden – zumindest die Quintessenz daraus. Der Sprecher ist in der Lage, sich fließend und spontan zu verständigen. Er fühlt sich in der fremden Sprache auch in seinem Fachgebiet wohl.

    • Kompetenzniveau C 1

      Die Fremdsprachenkenntnisse sind fachkundig. Er oder sie verfügt über ein umfangreiches Textverständnis und kann auch tiefergehende Bedeutungen verstehen. Zu komplexen Themen kann sich der Sprecher völlig problemlos, spontan und fließend äußern.

    • Kompetenzniveau C2

      Jetzt sind wir (fast) auf muttersprachlichem Niveau angekommen. Raum nach oben gibt es kaum noch. Der Sprecher ist nun in der Lage, Texten und Unterhaltungen mühelos zu folgen und selbst etwas beizutragen. Seine Ausdrucksweise ist spontan, nuanciert, sehr flüssig – und unterscheidet sich allenfalls noch durch den Akzent von einem echten Muttersprachler.

    Wie man Fremdsprachenkenntnisse richtig bewertet, hat die TU Freiberg in einem PDF übersichtlich zusammengefasst: Hier.

    Sprachzertifikate Bewerbung

    Wie weise ich Sprachkenntnisse in einer Bewerbung nach? Zum Beispiel durch ein Sprachzertifikat. Diese Sprachzertifikate sind angesehen und gebräuchlich:

    Englisch

    • Cambridge Certificate
    • Test of English as a Foreign Language (TOEFL)
    • Test Of English for International Communication (TOEIC)
    • Graduate Management Admission Test (GMAT)
    • International English Language Testing System (IELTS)
    • TELC (The European Language Certificates)

    Spanisch

    • DELE (Diploma de Español como Lengua Extranjera)
    • TELC Español
    • DIE (Diploma Internacional de Español)
    • Certificado de Español Comercial (CEC)/ Diploma de Español Comercial (DEC)

    Französisch

    • DELF/DALF (Centre international d’études pédagogiques bzw. CIEP)
    • TELC ((The European Language Certificates)
    • DFP (Diplôme de Français Professionnel Affaires)/DFA ( Diplôme de français des affaires)

    Deutsch

    • B1 Zertifikat Deutsch des Goethe-Instituts
    • Deutsche Sprachdiplom der Kulturministerkonferenz (DSD)
    • TELC

    10 Berufe, in denen Sie mit Sprachkenntnissen punkten

    Fremdsprachenkenntnisse Berufe SprachenIn diesen 10 Berufen sind Fremdsprachenkenntnisse besonders wichtig:

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    Bewerbung: Muster, Tipps und Checkliste für die perfekte Bewerbung

    Eine gute Bewerbung ist der Türöffner zum Traumjob. Und es ist keine Hexerei, überzeugende Bewerbungsunterlagen zusammenzustellen. Mühsam aber ist es sehr wohl. Denn dazu gehören das Bewerbungsschreiben, Lebenslauf, Anlagen und Zeugnisse. Außerdem wollen Formalien berücksichtigt werden, Muster und Vorlagen. Und: Jede Bewerbung sollte individuell sein. Alle Tipps für eine perfekte Bewerbung

    Bewerbung schreiben: Aufbau

    Ohne Bewerbung kein Job – diese Formel ist in den allermeisten Fällen richtig. Wer nach der Schule oder Uni durchstarten oder einen Branchenwechsel vollziehen will, kommt an einer sauber ausgearbeiteten Bewerbung nicht vorbei.

    Bedenken Sie: Die Bewerbung ist zugleich Ihre erste Arbeitsprobe. Wer sich schon hier keine Mühe macht, wird sie sich im neuen Job auch nicht unbedingt machen. Oder? Diesen Eindruck könnte ein Arbeitgeber zumindest gewinnen.

    Die Bewerbung ist der erste Schritt auf dem Weg zur neuen Stelle. Er ebnet Ihnen im Optimalfall den Weg zum Vorstellungsgespräch – und zum Job.

    Eine gute Bewerbung setzt sich aus mehreren Mosaiksteinen zusammen. Wer sie richtig und gekonnt aneinanderlegt, erhöht seine Chancen. Drei Bausteine sind dabei besonders wichtig:

    • Das Bewerbungsschreiben bzw. Anschreiben
    • Der Lebenslauf mit Bewerbungsfoto
    • Die Anlagen wie Zeugnisse, Referenzen, Zertifikate und andere Weiterbildungsnachweise, Arbeitsproben

    Alles zusammen kommt in eine Bewerbungsmappe (oder in eine E-Mail) und wird an das Unternehmen verschickt.

    Diese drei Elemente sind bei einer klassischen Bewerbung normalerweise unabdingbar. Bitte lassen Sie davon nichts weg. Es sei denn, das Unternehmen verlangt ausdrücklich kein Anschreiben – zu dieser Praxis gehen in der Tat von Jahr zu zu Jahr mehr Unternehmen über. Oder Sie verfassen eine Kurzbewerbung, dann können Sie auf Anlagen vorerst verzichten.

    Aufhübschen können Sie Ihre Bewerbung durch ein hübsches, übersichtliches Deckblatt – müssen es aber nicht. Im Einzelfall ist es zudem angebracht, eine Kopie Ihres Führerscheins sowie Ihres Führungszeugnisses beizulegen – aber nur, wenn verlangt.

    Bewerbung Anschreiben

    Viele Personaler überfliegen als Erstes den Lebenslauf, um schnell zu prüfen, ob ein Bewerber die Grundvoraussetzungen für die Stelle mitbringt. Das Argument lässt sich also nicht von der Hand weisen, dass der Lebenslauf und nicht das Bewerbungsanschreiben der wichtigste Part einer Bewerbung ist.

    Wer die Vorauswahl nicht übersteht, fliegt raus – da kann das Anschreiben noch so stark sein. Wenn Sie aber die erste Runde meistern, kommt es in hohem Maße auf das Anschreiben an. Der Inhalt Ihres Schreibens muss überzeugen.

    Der Inhalt zählt, nicht das ausgefeilte Design, eine besonders originelle Farbwahl oder eine kreative Schriftgestaltung. Sparen Sie sich die Mühe (es sei denn, Sie streben einen grafisch-künstlerischen Job an)! Bringen Sie im Bewerbungsschreiben Ihre Motivation für die angestrebte Stelle zum Ausdruck. Das ist der Wesenszug eines guten Anschreibens.

    Kleiner Hinweis: Viele verwechseln das Anschreiben daher mit dem Motivationsschreiben. Das aber ist noch mal etwas anderes.

    Ganz wichtig: Das Anschreiben ist nicht dazu da, um ausschließlich die Höhepunkte des Lebenslaufes zu wiederholen. Der Lebenslauf liegt ja bereits vor, im Anschreiben sollten Sie also andere Akzente setzen. Kein Personalverantwortlicher will sich Ihre beruflichen Stationen zweimal anhören bzw. durchlesen.

    Vielmehr sollten Sie zum Ausdruck bringen – am besten sprachlich gewandt – warum Sie die Stelle unbedingt wollen und warum Sie der beste Kandidat dafür sind. Versetzen sie sich dabei in die Rolle des Unternehmens: Wo sind dessen Vorteile, wenn es Sie einstellt? Warum sollte es sich für Sie entscheiden?

    Wichtig: Das Anschreiben muss übersichtlich, prägnant, frei von Rechtschreibfehlern sein. Und es sollte Interesse wecken und sich von anderen Bewerbungen abheben.

    Was Sie auf keinen Fall tun sollten: einen negativen Einstieg wählen. Indem Sie zum Beispiel betonen, wie schlimm Ihre aktuelle Stelle ist oder warum Ihr alter Chef so ein Kotzbrocken war. Das mag bisweilen als Kompliment für den Arbeitgeber in spe gemeint sein, kommt aber nicht so an.

    Bleiben Sie positiv: Was Sie wollen, was Sie können, was Sie anbieten.

    Und denken sie logisch. Ein Absolvent, der frisch von der Uni kommt, hat zwangsläufig noch keine jahrelange Berufserfahrung. In diesem Fall betonen Sie also Ihre Studienschwerpunkte, Ihre Studienleistungen und Soft Skills. Inwiefern kann das, was Sie in der Universität gelernt oder gemacht haben, Ihrem neuen Arbeitgeber nützlich sein? Darum geht es.

    Denn die Faustregel lautet: Unternehmen stellen Spezialisten ein. Menschen, die etwas ganz Bestimmtes können. Als Absolvent aber hat man meist noch Generalisten-Status. Und bitte nicht in Understatement verfallen. Nach dem Motto: Ich bin ein armer Student und will doch nur einen Job. Das wäre grundfalsch. Sie sind hervorragend ausgebildet, bringen Talent, Potenzial und Wissen mit.

    Haben Sie dagegen schon mehrere Berufsjahre auf dem Buckel, dann betonen Sie in Ihrer Bewerbung erfolgreich absolvierte Projekte. Was haben Sie konkret für Ihr altes Unternehmen geleistet? Welche Erfolge haben Sie vorzuweisen? Und wie könnten Sie diese in der neuen Stelle wiederholen – oder sogar toppen?

    Ein ganz grundsätzlicher Tipp: Lassen Sie sich mit dem Anschreiben ruhig ein paar Tage Zeit. Eine oder mehrere Nächte drüber schlafen, den Text liegenlassen und mit einem frischen Blick verbessern, ein weiteres Mal mal liegenlassen und dann vollenden. Am besten so viel Zeit nehmen, dass am Ende jeder Satz sitzt wie eine Eins…

    Das sind die Faustregeln für das Anschreiben in Ihrer Bewerbung:

    • Das Anschreiben sollte nicht länger als zwei Seiten lang sein.
    • Erstellen Sie ein individuelles Bewerbungsschreiben, das auf den jeweiligen Arbeitgeber zugeschnitten ist.
    • Aktiv formulieren, mehr Verben nutzen, weniger Substantive.

    Bewerbung Anschreiben Beispiele

    Schon der erste Satz im Anschreiben sollte passen. Mit dem Einstieg fesseln Sie den Personaler, machen ihn neugierig auf Sie. Also lieber nicht langweilige Standardfloskeln verwenden wie „Hiermit bewerbe ich mich…“. Sondern lieber so etwas wie:

    • Sehr geehrte/r Frau/Herr XY,

      schon seit geraumer Zeit befasse ich mit intensiv mit _____________. Als ich Ihre Stellenanzeige vom _____________ sah, wusste ich: Diese Stelle habe ich schon immer gesucht. Die Perspektive, aber auch die Herausforderungen, die diese Position bietet und abverlangt, begeistern mich…

    Wenn Sie im Folgenden Ihre beruflichen Stationen beschreiben wollen, können Sie sich an der sogenannten AHA-Methode orientieren. AHA setzt sich zusammen aus:

    • Aufgabe: Welche berufliche Herausforderung haben Sie schon gemeistert? Welches Projekt, welche Personalie?
    • Handlung: Wie haben Sie das Problem gelöst, welche Maßnahmen ergriffen?
    • Abschluss: Wie sehr haben Sie dem Unternehmen damit geholfen? Können Sie das vielleicht auch in Zahlen ausdrücken?

    Ein gutes Beispiel:

    • Ich habe zuletzt als Führungskraft in der Fertigung gearbeitet und dabei Prozesse in Gang gesetzt, die zu einer deutlichen Verbesserung im Betriebsablauf führten. Dadurch konnten die Produktivität um insgesamt 15 Prozent gesteigert und die Kosten um zwei Millionen Euro gesenkt werden.

    Bewerbung Anschreiben Muster

    Anschreiben für die Bewerbung: Hier sind Muster für Azubis, Praktikanten, Werkstudenten und Führungskräfte…

    Bewerbung Lebenslauf

    Sie können den Lebenslauf in der Bewerbung chronologisch oder amerikanisch verfassen. Das bleibt Ihnen überlassen.

    Die amerikanische Variante zeichnet sich dadurch aus, dass die aktuelle Position zuerst genannt wird. Der amerikanische Lebenslauf hat sich zum Standard entwickelt, weil er es einfacher macht, das Profil des Bewerbers zügig zu erfassen. Die letzte Position hat nun einmal eine größere Aussagekraft als irgendein Praktikum, das man noch zu Schulzeiten absolviert hatte.

    Aber denken Sie daran: Personaler widmen einer Bewerbung nur Buchteile ihrer Zeit. Die Umfragen geben zwischen zwei und vier Minuten an – mehr Zeit haben Sie nicht, um ihn oder sie von sich zu überzeugen.

    Darum müssen Sie das Wesentliche in Ihrem Bewerbungslebenslauf möglichst prominent platzieren. Dies kann bedeuten, unnötige Platzfüller wie ein Praktikum auch mal wegzulassen oder wichtige Tätigkeiten mit einigen Stichworten näher zu beschreiben.

    Prinzipiell bietet sich für die Bewerbung ein tabellarischer Lebenslauf an, weil er sehr übersichtlich ist. Die wichtigsten Daten können hier schnell erfasst werden.

    Das sind die wichtigsten Tipps für den Lebenslauf in der Bewerbung:

    Aufbau

    Beim tabellarischen Lebenslauf gehören die Zeitangaben nach links, die Fakten nach rechts. Keine optischen Experimente. Der Lebenslauf ist eine reine Faktensammlung.

    Inhalt

    In die Vita gehören zwingend hinein:

    • Persönliche Daten wie Name, Geburtstag, Geburtsort, Anschrift, Familienstand, Staatsangehörigkeit.
    • Berufserfahrung
    • Qualifikationen, Weiterbildungen, besondere Kenntnisse und Fähigkeiten wie EDV-Kenntnisse oder Fremdsprachenkenntnisse
    • Ausbildung, auch ein evtl. geleisteter Wehr- oder Ersatzdienst

    Ordnen Sie alles zeitlich sauber ein und reihen es – möglichst lückenlos – aneinander. Sonst erwecken Sie den Eindruck, peinliche Stationen kaschieren zu wollen.

    Zeitangaben

    In der Regel sind Monatsangaben ausreichend. Beispiel:

    • 07/2017 – 06/2019 Ausbildung zur Bankkauffrau in der Kreissparkasse Elmshorn.

    Tabus

    Was NICHT in den Lebenslauf gehört, sind diese Punkte: Familieninformationen wie der Berufsstand der Eltern, Gehaltsvorstellungen (gehören – sofern verlangt – ins Anschreiben), religiöse und politische Ansichten sowie sonstige Informationen, die für die angestrebte Stelle komplett irrelevant sind.

    Schluss

    Wenn Sie Ihren Lebenslauf schreiben, schließen Sie diesen bitte ganz formell mit Ort, Datum und Ihrer Unterschrift ab. Achtung: Falsche Angaben können auch nach der Probezeit noch dazu führen, dass Ihnen fristlos gekündigt wird.

    Bewerbung Lebenslauf Beispiele

    Wichtig ist die Sprache, in der Sie Ihre Bewerbung schreiben. Formulieren Sie nicht zu passiv. Wer passiv formuliert, wirkt auf den Personaler auch so. Dies gilt fürs Anschreiben, aber auch für den Lebenslauf.

    Schauen Sie sich doch mal diesen Satz an:

    • Erarbeitung der Weiterbildungspläne anhand der Entwicklungsziele des Unternehmens und der Mitarbeiter

    Erstens versteht man auf Anhieb gar nicht, was dieser Satz konkret bedeuten soll. Schuld ist der Nominalstil. Zweitens suggeriert die Vokabel Erarbeitung, dass hier jemand am Werk war, der lediglich auf Anweisung von oben, aber nicht aus eigenem Antrieb aktiv geworden ist.

    Sie sehen: Wer passiv formuliert, kann kaum gewinnen.

    Nun das Gegenbeispiel:

    • Fortbildungskonzept der GmbH umstrukturiert
    • Lehrgangspläne für die Belegschaft konzipiert

    Wir haben nun zwei aktive Verben gewählt, den Satz umgestellt und dadurch sofort ein attraktiveres Gesamtbild geschaffen. Die beiden Stichpunkte klingen nun ganz so, als habe der Autor sehr dynamisch die Initiative ergriffen und den Laden regelrecht umgekrempelt, finden Sie nicht auch?

    Darum noch mal der Reminder: Reihen Sie im Lebenslauf Ihrer Bewerbung nicht einfach Ihre beruflichen Stationen aneinander. Schreiben Sie, was Sie aktiv angeschoben, entwickelt, zu Ende gebracht haben. Präsentieren Sie sich als jemand, der engagiert ist, selbstständig arbeitet und Eigeninitiative an den Tag legt.

    Nutzen Sie in der Bewerbung viele Verben, um Aktivität zu signalisieren. Immerhin sind Verben ja auch als Tuwörter bekannt. Noch besser, Sie verwenden Verben, die nicht abgegriffen oder beliebig sind.

    Gute Verben für die Bewerbung sind zum Beispiel:

    • umsetzen
    • realisieren
    • verbessern
    • modifizieren
    • optimieren
    • beschleunigen
    • organisieren
    • entwickeln
    • integrieren
    • konzertieren
    • moderieren
    • koordinieren
    • führen
    • initiieren
    • managen

    Das sind aber wohlgemerkt nur ein paar Vorschläge. Es gibt selbstverständlich noch viele weitere Verben, die Ihnen in Ihrer Bewerbung gut zu Gesicht stehen. Nutzen Sie sie! Sie werten Ihre Bewerbung auf.

    Bewerbung Lebenslauf Muster

    Um Ihnen zu helfen, haben wir zehn Lebenslauf-Vorlagen als WORD-Datei und als PDF erstellt, die Sie sich kostenlos herunterladen können. Muster-Bewerbung downloaden – einfach auf das Vorschaubild klicken…

    Bewerbung Muster Beispiel Muster Bewerbung Beispiel
    Bewerbung Vorlage Nr. 1: PDF Vorschau Bewerbung Vorlage Nr. 2: PDF Vorschau
    Bewerbung Beispiel Muster Muster Bewerbung Beispiel
    Bewerbung Vorlage Nr. 3: PDF Vorschau Bewerbung Vorlage Nr.4: PDF Vorschau
    Bewerbung Vorlage Bewerbung + Vorlage
    Bewerbung Vorlage Nr.5: PDF Vorschau Bewerbung Vorlage Nr. 6: PDF Vorschau
    Bewerbung vorlage word Vorlage Bewerbung
    Bewerbung Vorlage Nr.7: PDF Vorschau Bewerbung Vorlage Nr.8: PDF Vorschau
    Bewerbungslebenslauf vorlage# Bewerbungslebenslauf vorlagen
    Bewerbung Vorlage Nr. 9: PDF Vorschau Bewerbung Vorlage Nr. 10: PDF Vorschau

    Bewerbung Anlagen

    Ja, Anlagen können lästig sein. Aber sie sind mehr als eine Formalität, mehr als nur Beiwerk. Sie runden Ihre Bewerbung ab und können sogar entscheidend sein. Denn sie reichern Ihre Bewerbung mit etwas ganz Wesentlichem an – mit Beurteilungen neutraler Dritter.

    Zu den Anlagen einer Bewerbung zählen vor allem:

    • Schul-, Hochschul- und Ausbildungszeugnisse
    • Arbeitszeugnisse
    • Bescheinigungen und Zertifikate
    • Referenzen und Empfehlungsschreiben
    • ggf. Arbeitsproben

    All diese Dokumente (mit Ausnahme der Arbeitsproben) werden nicht von Ihnen selbst verfasst, sondern von jemandem, der Ihre Leistung – möglichst neutral – zu bewerten hatte. Sie können dem Personaler also wertvolle Einsichten und Einblicke in Ihren Charakter, Ihr Arbeitsverhalten und Ihre Fähigkeiten liefern.

    Im besten Fall stimmen die Aussagen und Noten in den Anlagen mit Ihrem Selbstbild, das Sie in der Bewerbung vermittelt haben, überein.

    Auch hier bitte wieder auf die Form achten: Die Anlagen nicht als lose Blätter zu den restlichen Unterlagen stopfen, sondern ein Anlagenverzeichnis anfertigen.

    Dieses Verzeichnis platzieren Sie am Ende Ihres Anschreibens, aber nicht in den Lebenslauf. Alternativ können Sie es auch ins Deckblatt integrieren, sofern Sie sich für eines entschieden haben.

    Erfassen Sie die Anlagen am besten chronologisch – also nicht nach Art der Anlage, sondern nach dem Zeitraum. Zeugnisse, Zertifikate und Referenzen in der Reihenfolge ihres Erwerbs anordnen.

    Bewerbung Anlagen Anzahl

    Anlagen in der Bewerbung sollen dem Personaler als Beleg dafür dienen, dass die Angaben des Bewerbers korrekt sind. Und sie können zusätzliche Informationen beinhalten. Das kann insbesondere bei Absolventen hilfreich sein, die noch nicht über umfangreiche Berufserfahrungen verfügen.

    Sie müssen also nicht jedes Dokument und Zertifikat zwingend in Ihre Bewerbung einbauen, sondern nur diejenigen, die belegen, dass Sie die erforderlichen Qualifikationen für die Stelle besitzen.

    Selbst Ihr Abiturzeugnis ist kein Muss, sofern Sie ein bestimmtes Alter erreicht und Ihr Hochschulzeugnis beigefügt haben. Als Richtwert können Sie sich 30 Jahre merken. Ab dann haben die Abi-Noten keine wirklich herausragende Aussagekraft mehr.

    Auch Praktika oder Zertifikate aus Branchen, die mit Ihrer aktuellen nicht das Geringste zu tun haben, können Sie gerne unterschlagen. Beispiel Führerschein: Dass Sie einen haben, ist nur wichtig, wenn Sie ihn für den Job auch brauchen. Das trifft auf Taxifahrer und Servicefahrer zu, auf Handelsvertreter oder Reporter – auf auf viele andere hingegen nicht.

    Falls das Unternehmen diese Nachweise dennoch sehen will, können Sie sie außerdem immer noch nachreichen.

    Trotz allem gilt: Bewerbungsunterlagen sollten stets vollständig sein. Kopien dieser Zeugnisse sollten Sie Ihrer Bewerbung in jedem Fall beilegen:

    • Arbeitszeugnisse
    • Hochschulabschlusszeugnis
    • Berufsausbildungszeugnis
    • Zeugnis über den letzten Schulabschluss

    Wie schon gesagt, das Schulzeugnis kann ab einem bestimmten Alter – und bei Vorhandensein eines Hochschulzeugnisses – entfallen.

    Falls Sie nun über äußerst viele Anlagen verfügen – weil sie zum Beispiel sehr häufig den Job gewechselt haben – können Sie aussortieren. Denn der Personaler will sich nicht durch ein dickes Kompendium kämpfen, sondern sich einen schnellen Überblick verschaffen.

    Halten Sie sich an diese Vorgaben, damit Ihre Bewerbung nicht ausufert:

    • Mehr als drei qualifizierende Arbeitszeugnisse müssen Sie Ihrer Bewerbung nicht beifügen.
    • Die aktuellsten Zeugnisse auswählen.
    • Den Nachweis über die höchste (Hoch)Schulausbildung wählen.
    • Nicht mehr als zwei (möglichst aktuelle) Referenzen angeben.

    Bewerbung Fehler

    Potenzielle Fehler in der Bewerbung gibt es unzählbar viele. Diese Patzer sollten Sie vermeiden:

    • Namen

      Namen sollten unbedingt richtig recherchiert und korrekt sein. Dies gilt für den Namen Ihres Ansprechpartners (Sehr geehrter Herr Meyer oder Sehr geehrter Herr Meier?) ebenso wie für den Namen des Unternehmens. Wer sich bei Bayersdorf bewirbt oder bei Henckel oder bei Deimler oder bei Addidas oder bei Kontinental, kann den Job vergessen – völlig zurecht.

    • Rechtschreibung

      Buchstabendreher können jedem mal passieren – aber bitte nicht in der Bewerbung. Schließlich haben Sie genügend Zeit, um alles in Ruhe Korrektur zu lesen – und lesen zu lassen. Rechtschreib- und Grammatikfehler sind für Bewerber im Prinzip unverzeihlich. Sie zeugen von mangelnder Sorgfalt, Indifferenz oder gar fehlender Bildung. Und das sind nicht die Eigenschaften, die man vermitteln möchte.

    • Überlänge

      In der Kürze liegt die…, Sie wissen schon. Wer das Anschreiben nicht auf eine Seite bekommt, beweist lediglich, dass er nicht priorisieren und Wichtiges von weniger Wichtigem unterscheiden kann. Negativ. Auch den Lebenslauf stopfen Bewerber lieber nicht mit Schülerpraktika und EDV-Zertifikaten von anno dunnemals voll.

    • Formatierung

      Verschiedene Schriftgrößen und Schriftarten in der Bewerbung, keinerlei Absätze oder fehlende Unterschrift und Datum. Wahren Sie die Form – das klingt spießig, zeugt aber von Genauigkeit und Sorgfalt. Was auch nicht geht: Allzu lückenhafte Angaben oder eine doppelseitige Bedruckung Ihrer Unterlagen. Im Falle einer Online-Bewerbung achten Bewerber darauf, die Bewerbung in einem PDF-Dokument zu liefern, das 5 MB nicht überschreitet.

    • Standardfloskeln

      Davon gibt es sehr, sehr viele. Ich bin ein Teamplayer, ist so eine. Meine größte Schwäche? Ich bin ungeduldig. Ich bin engagiert. Als Einstiegssatz ist Mit großem Interesse habe ich Ihre Stellenanzeige gelesen ein Liebestöter. Am Ende kommt Ich würde mich über eine Einladung zum Vorstellungsgespräch freuen nicht so gut an, da im Konjunktiv formuliert. Und Sie würden den Job ja schließlich nicht wollen – Sie WOLLEN ihn!

    • Foto

      Ein professionelles Bewerbungsfoto ist ein echtes Faustpfand. Wer sich schnell mal selbst knipst oder fünf Euro sparen will, schießt sich nur selbst in den Fuß. Gute Bewerbungsfotos erkennt man auf den ersten Blick. Sie lassen den Bewerber kompetent und sympathisch erscheinen – und erhöhen die Chancen auf Einstellung.

    • Anforderungsprofil

      Sie sollten die Stellenanzeige gründlich lesen, bevor Sie Ihre Bewerbung verfassen. Gehen Sie auf die dort genannten Anforderungen ein; stellen Sie diejenigen Qualifikationen in den Vordergrund, die in der angestrebten Stelle von Nutzen sind. Elementar wichtig: Die Qualifikationen oder Skills, ohne die es im Job definitiv nicht geht, arbeiten Sie im Anschreiben und Lebenslauf heraus.

    • Individualität

      Versetzen Sie sich in die Lage des Personalers. Könnten der Bewerber diese Bewerbung rein theoretisch auch einem anderen Unternehmen geschickt haben oder noch schicken? Oder ist die Bewerbung so individuell, dass sie nur in diesem Fall passt? Ist Letzteres der Fall, haben Sie sich die ersten Punkte erarbeitet.

    • Bewerbungsmuster

      Schauen Sie sich gerne unsere Vorlagen an und lassen sich inspirieren. Aber übernehmen Sie sie nicht eins zu eins für Ihre Bewerbung. Relativ wahrscheinlich, dass beliebte Muster aus dem Netz häufiger auf dem Tisch der HR-Abteilungen landen. Das fällt auf. Außerdem können Personaler googeln.

    Hier finden Sie 60 Bewerbungsfehler in einem PDF zum Downloaden!

    Bewerbungsarten

    Wenn von einer Bewerbung die Rede ist, können ganz unterschiedliche Formen gemeint sein. Diese 9 Bewerbungsarten sind am gebräuchlichsten:

    1. Klassische Bewerbung

      Sie enthält Anschreiben, Lebenslauf, optional ein Deckblatt und die Anhänge, also Zeugnisse, Zertifikate und Arbeitsproben. Die klassische Bewerbung drucken Sie auf Papier aus und versenden Sie in einer Bewerbungsmappe.

    2. E-Mail-Bewerbung

      Aufbau und Inhalt der E-Mail-Bewerbung sind die gleichen wie bei der klassischen Bewerbung. Einziger Unterschied: Sie wird per E-Mail versandt. Bewerber müssen dabei die Tücken der Technik beachten. Die E-Mail-Bewerbung sollten Sie von einer seriösen E-Mail-Adresse versenden und mit einem PDF-Dokument von nicht mehr als 5 Megabyte und einem adäquaten Dateinamen versehen, in dem alle Bewerbungsunterlagen zusammengefasst sind. Das Anschreiben können Sie direkt in den Mailtext schreiben.

    3. Online-Formular

      Vor allem größere Unternehmen wickeln ihre Bewerbungen über eigene Onlineportale ab. Bewerber werden durch den Vorgang geführt und müssen an den entsprechenden Stellen Ihre Unterlagen hochladen. Dies lässt ihnen weniger Gestaltungsspielraum, von der Masse abheben wird schwieriger. Anschreiben und Lebenslauf werden wohlgemerkt auch bei einer Online-Bewerbung benötigt.

    4. Initiativbewerbung

      Mit Initiativbewerbung ist eine Bewerbung auf eine Stelle gemeint, für die es keine öffentliche Ausschreibung oder Stellenanzeige gibt. Interessenten bewerben sich also auf gut Glück. Über das Format macht der Begriff dagegen keine Aussage. Bei einer Initiativbewerbung kann es sich zum Beispiel gleichzeitig um eine klassische Bewerbung, eine Kurzbewerbung oder eine E-Mail-Bewerbung handeln.

    5. Kurzbewerbung

      Eine Kurzbewerbung hat einen wesentlich geringeren Umfang als eine klassische Bewerbung. Sie umfasst ein kurzes Anschreiben und den tabellarischen Lebenslauf. Für Jobsuchende bieten sich Kurzbewerbungen zum Beispiel an, um sie auf Jobmessen zu verteilen und so das Interesse der Unternehmen zu wecken. Eine Kurzbewerbung eignet sich insbesondere als Initiativbewerbung.

    6. Interne Bewerbung

      Ein Jobwechsel setzt nicht zwangsläufig einen Arbeitgeberwechsel voraus. Auch auf offene Stellen im eigenen Unternehmen können sich Arbeitnehmer bewerben. Aufbau und Inhalte der internen Bewerbung unterscheiden sich im Grunde nicht von denen einer klassischen Bewerbung. Mit Erfolgen und Kenntnissen sollten Bewerber aber transparent umgehen – sie sind im Hause schließlich kein unbeschriebenes Blatt mehr.

    7. Kreative Bewerbung

      Die kreative Bewerbung besticht durch ihre – Überraschung – Kreativität. Diese kann durch ein außergewöhnliches Format oder Design oder durch spektakuläre Anlagen (z.B. Arbeitsproben) zum Ausdruck kommen. Sinn und Zweck der kreativen Bewerbung ist es, sich von den anderen Bewerbern abzuheben. Das ergibt in bestimmten Szenarien Sinn: Wenn die Konkurrenz extrem groß ist zum Beispiel oder wenn man in einer kreativen Branche unterwegs ist – oder aber in einer angestaubten Branche, die frische Ideen gut gebrauchen könnte.

    8. Anonyme Bewerbung

      Sie wird von vielen als Heilmittel gegen Diskriminierung jeder Art gesehen. In der anonymen Bewerbung macht der Verfasser keine Angaben zu seinem Geschlecht, zu Alter, Familienstand, Nationalität, ethnischer Herkunft, Hautfarbe oder Religion. In Deutschland hat sich die anonyme Bewerbung allerdings noch nicht durchgesetzt.

    9. Passive Bewerbung

      Der Arbeitsmarkt ist heute ein Bewerbermarkt. Die Unternehmen sind es, die sich anstrengen müssen im vielzitierten War for Talents. Fähige Kräfte können sich daher auch passiv finden lassen – zum Beispiel über ein Business-Netzwerk wie Xing oder Linkedin. Wer hier die entsprechenden Häkchen setzt und Eintragungen macht (offen für neue Herausforderungen) und gefragte Skills einträgt, wird früher oder später Post im Eingang haben.

    Bewerbung Checkliste

    Hier noch mal eine kurze Checkliste für Ihre Bewerbung. Sie sollten bei der Bewerbung…

    • Ihre aktuelle Adresse einfügen
    • Seriöse E-Mail-Adresse wählen
    • Namen Ihres Ansprechpartners recherchieren
    • Namen des Ansprechpartners und Unternehmens richtig schreiben
    • Datum aktualisieren
    • Passende Betreffzeile wählen
    • Originellen Einstiegssatz im Anschreiben verfassen
    • Bezug zum Unternehmen herstellen
    • Motivation für die Stelle herausarbeiten
    • Muss-Qualifikationen und Fähigkeiten für den Job nennen
    • Referenzen oder Empfehlungsschreiben aufnehmen
    • Frühesten Eintrittstermin nennen
    • Gehaltsvorstellung angeben (sofern verlangt)
    • Grußformel (Mit freundlichen Grüßen) und Unterschrift nicht vergessen
    • Die vom Unternehmen gewünschte Bewerbungsform wählen (Online, Papier etc.)
    • Nur gewünschte Formate mitliefern (PDF, Word etc.)
    • Dateigröße komprimieren (bei Online-Bewerbung)
    • Alle Tippfehler korrigieren (Rechtschreibprüfung!)
    [Bildnachweis: racorn by Shutterstock.com]

    Curriculum Vitae: Aufbau, Inhalt und die besten Action-Verben

    Curriculum Vitae ist ein Wortungetüm aus grauer Vorzeit – aber immer noch lebendig. In Deutschland wird der Begriff oft mit Lebenslauf übersetzt, in den USA zum CV verkürzt. Ohnehin begegnet Ihnen das Curriculum Vitae in Nordamerika und Großbritannien sehr viel häufiger. Es unterscheidet sich in wichtigen Details sowohl vom amerikanischen Resume als auch vom deutschen Lebenslauf. Wenn Sie beruflich nach New York oder London übersiedeln wollen, sollten Sie die Unterschiede kennen…

    Curriculum Vitae Definition

    Curriculum Vitae ist – wie sie sicher schon vermutet haben – lateinisch. Es bedeutet übersetzt Lebenslauf. Für teutonische Zungen ist die Vokabel kein Selbstläufer. Das Wort ist lang, kompliziert und wird daher nur in Ausnahmefällen im Personalbüro genutzt. Warum auch Curriculum Vitae aussprechen, wenn man einfach Lebenslauf sagen kann?

    Doch damit kann man schnell etwas durcheinanderbringen – insbesondere dann, wenn man sich im englischsprachigen Ausland bewirbt. Im englischen Sprachbereich ist der Terminus sehr viel geläufiger. Hier nutzt man sehr gerne die Wortkombination Curriculum Vitae – beziehungsweise die Abkürzung CV. Alternativen sind Resume und Vita.

    Es gibt dabei Unterschiede sowohl zwischen einem englischen CV und einem deutschen Lebenslauf als auch zwischen CV und Resume. Mit Curriculum Vitae ist ein Lebenslauf gemeint, der den beruflichen Werdegang des Bewerbers vollständig wiedergibt. Das Resume ist kürzer und stellt nur die wichtigsten Stationen des Bewerbers dar. Beide unterscheiden sich in ihrer Form wiederum relativ stark vom deutschen Lebenslauf. Zu den Eigenarten des CV später mehr…

    Grundsätzlich gilt: Der Lebenslauf ist der wichtigste Teil der Bewerbung. Er enthält die wesentlichen Informationen und wird vom Personalverantwortlichen daher zur Entscheidungsgrundlage gemacht.

    Und er zählt zu den Muss-Elementen in den Bewerbungsunterlagen – neben dem Anschreiben und den Anlagen wie Zeugnissen oder Arbeitsproben.

    Was bedeutet das konkret für Sie als Bewerber? Geben Sie sich maximale Mühe bei der Erstellung des Lebenslaufs. Tipps dazu kommen jetzt…

    Curriculum Vitae Aussprache

    Curriculum Vitae AusspracheWie spricht man Curriculum Vitae richtig aus? Einfach so: Kurrikulum Witä. Das C wird wie ein K gesprochen, das V wie ein W.

    Wenn Sie den lateinischen Begriff allerdings englisch akzentuieren wollen, weil Sie sich zum Beispiel in den USA bewerben, dann empfiehlt das Internationale Phonetische Alphabet (IPA) diese Aussprache für Curriculum Vitae: kʊˌʁiːkulʊm ˈviːtɛ.

    Sollten Sie mit dem IPA nichts anfangen können, dann orientieren Sie sich hieran: Kurrikjulum Waidäi. So kommen deutsche Muttersprachler dem englischen Zungenschlag vermutlich am nächsten.

    Tipp: Im Zweifel verzichten Sie ganz auf das Wortungetüm und verwenden einfach die Abkürzung CV. Also auf deutsch: Si-Wi.

    Curriculum Vitae Verwendung

    Welches Format wählen Sie, wenn Sie sich in den USA bewerben: Curriculum Vitae oder Resume? Relevant ist vor allem der Sektor, in dem Sie sich bewerben. Wenn Sie in der Privatwirtschaft oder bei einer nicht-akademischen Stelle anheuern wollen, schreiben Sie ein Resume.

    Der Arbeitgeber will sich nur einen kurzen Überblick über Sie verschaffen. Knappe, harte Facts, kein Fließtext! Sämtliche Informationen, die für die Stelle nicht relevant sind, streichen Sie – sogar dann, wenn es sich um wissenschaftliche Publikationen handelt.

    Wenn Sie aber in die Forschung gehen oder einen akademischen Beruf ergreifen wollen, dann entscheiden Sie sich fürs Curriculum Vitae. Das CV bietet mehr Platz für Ihre Stationen und Leistungen, kann sogar über zwei oder drei Seiten hinausgehen. Sie können jedes Ihrer Projekte auflisten und beschreiben.

    Zusammengefasst kann das Curriculum Vitae nützlich sein bei…

    • einer Bewerbung im englischsprachigen Ausland (USA, Großbritannien, Kanada, Neuseeland, Südafrika)
    • einem internationalen Unternehmen weltweit
    • einem deutschen Unternehmen, das einen englischsprachigen Mitarbeiter sucht

    Tipp: Sie können Ihren (deutschen) Lebenslauf in Ihrer Bewerbung auch in Deutschland mit Curriculum Vitae betiteln. Das klingt gebildet – gerade in akademischen Gefilden muss das kein Nachteil sein.

    Hier sind noch weitere Tipps für einen Lebenslauf auf englisch.

    Curriculum Vitae Inhalt

    Fordert ein Arbeitgeber in der Bewerbung dazu auf, ein Curriculum Vitae einzusenden, dann verlangt er damit in der Regel einen englischen Lebenslauf. Sie sollten also nicht nur englisch sprechen, sondern auch die formalen Unterscheide beachten – gerade in international aufgestellten Unternehmen.

    Das bedeutet, dass sie nicht einfach Ihren deutschen Lebenslauf eins zu eins übersetzen, wenn Sie sich im englischsprachigen Ausland bewerben. Auf diese Aspekte sollten Sie achten:

    • Persönliche Angaben

      Möglicher Diskriminierung wollen die Amerikaner schon bei der Bewerbung einen Riegel vorschieben. Verzichten Sie daher im CV auf Angaben zu Ihrem Alter, Geschlecht, Religion und Nationalität. Das ist wohlgemerkt keine Bitte, sondern eine klare Ansage! In Großbritannien gilt das Gleiche.

    • Foto

      Auch das Bewerbungsfoto kleben sie nicht in Ihr Curriculum Vitae – und auch sonst nirgendwohin. Keine Fotos, mehr Chancengleichheit – so lautet die Gleichung der Angelsachsen (sowohl in den USA als auch in UK).

    • Länge

      Das Curriculum Vitae ist im Vergleich zum deutschen Lebenslauf etwas länger. Es kann aus zwei bis maximal drei Seiten bestehen. Das Resume wird dagegen knapp gehalten. Nicht mehr als eine Seite!

    • Aufbau

      Der englische Lebenslauf hat sich auch in Deutschland längst durchgesetzt. Diesbezüglich müssen Sie sich also nicht umstellen. Die letzten Arbeitsstationen kommen zuerst. Danach arbeiten Sie sich in zeitlich umgekehrter Reihenfolge immer weiter bis in die Vergangenheit vor. Die aktuelle Station zuerst, die erste Station zuletzt.

    • Referenzen

      Referenzen haben in den USA und Großbritannien einen höheren Stellenwert als bei uns. Warum? Arbeitszeugnisse sind dort nicht üblich, also müssen sich Arbeitgeber auf andere Quellen verlassen. Bauen Sie also unbedingt Referenzen in Ihre Bewerbung ein. Die Ansprechpartner sollten Sie vorher aktiv ansprechen. Wundern Sie sich nicht, wenn sich Ihr Wunsch-Arbeitgeber telefonisch bei einer Referenz meldet.

    • Schluss

      In der deutschen Bewerbung steht die handschriftliche Unterschrift für Vollständigkeit und Glaubwürdigkeit. Im angelsächsischen Kulturraum können Sie die Unterschrift weglassen.

    Action Words verwenden, Buzzwords meiden

    Curriculum Vitae schreibenFormulieren Sie Ihr Curriculum Vitae aktiv und positiv. Sogenannte Action Words können helfen. Hier eine Liste von guten Action Words für Ihr Curriculum Vitae:

    • achieved
    • adapted
    • coached
    • communicated
    • decided
    • developed
    • exercised
    • facilitated
    • guided
    • improved
    • negotiated
    • organized
    • presented
    • resolved
    • supervised
    • trained
    • upgraded
    • validated
    • won

    Auf der anderen Seite gibt es überstrapazierte Verben, die kein Personaler mehr hören oder lesen will. Zu den Buzzwords, die Sie im Curriculum Vitae vermeiden sollten, zählen:

    • creative
    • experienced
    • dynamic
    • driven
    • hard worker
    • leadership
    • passionate
    • expert
    • focused
    • innovative
    • motivated
    • team player
    • strategic

    Curriculum Vitae Aufbau

    Inhaltlich besteht das Curriculum Vitae aus diesen Elementen:

    1. Personal Data

      Trotz aller Bemühungen um Antidiskriminierung: Anonym ist das Curriculum Vitae natürlich nicht. Sie geben im CV zwingend Ihren vollständigen Namen, Adresse, Telefonnummer und E-Mail-Adresse an. Der Name gehört in die erste Zeile, alle anderen Angaben finden darunter Platz. Achten Sie zudem darauf, Umlaute auszuschreiben, also zum Beispiel: Thomas Mueller oder Gerhard Schroeder oder Diane Krueger. Und bei allem Sinn für Humor, der speziell den Briten nachgesagt wird: Setzen Sie auf eine seriöse E-Mail-Adresse. Also nicht so etwas wie sweetheart555@gmail.com oder rockybalboa89@me.com

    2. Personal Profile

      Hier stehen zwei, drei Sätze, die Sie näher beschreiben. Ihre herausragenden Eigenschaften oder Befähigungen. Bitte kein substanzloses Blabla, sondern aussagekräftige Dreizeiler. Dieser Abschnitt ist aber optional. Bevor Sie Unsinn schreiben, lassen Sie ihn komplett weg.

    3. Education/Academic Qualification

      Sie listen an dieser Stelle Ihre schulische Bildung mitsamt Ihrer Abschlüsse auf – in umgekehrt chronologischer Reihenfolge. Auch die Fort- und Weiterbildungen (Advanced Training) können Sie hier unterbringen. Sofern sie über einen Hochschulabschluss verfügen, können sie den Namen der Arbeit oder Dissertation nennen und das Thema kurz umreißen.

    4. Work Experience

      Im Deutschen spricht man vom beruflichen Werdegang. Ihre Arbeitsstationen zählen Sie ebenfalls in umgekehrt chronologischer Reihenfolge auf: die aktuelle oder letzte Station ganz am Anfang, die erste zum Schluss. Sie sollten zwar Lücken nach Kräften vermeiden, müssen andererseits aber nicht jede irrelevante Stelle angeben. Beispiel: Wenn Sie während der Uni als Kassierer gejobbt haben, dann nehmen Sie diese Station nur auf, wenn Sie sich im Einzelhandel oder Vertrieb bewerben. Andernfalls lassen Sie sie weg. Wichtig sind der Zeitraum der Anstellung, der Firmenname mitsamt Internetlink, der Standort sowie die genaue Berufsbezeichnung. Erfolge oder besondere Projekte können ergänzt werden. Eine Kurzversion genügt aus, wenn Sie ein US-amerikanisches Resume verfassen: In diesem Fall listen sie lediglich zwei oder drei für die Stelle relevanten Jobs auf – den wichtigsten Job zuerst. Wenn man den Lebenslauf nach Fähigkeiten gewichtet, spricht man auch vom Functional Resume. Aus Bewerbersicht besteht der große Vorteil darin, dass Lücken im Lebenslauf plötzlich keine Rolle mehr spielen.

    5. Skills

      An diese Stelle kommen bislang unerwähnte Fähigkeiten. Das können Sprachkenntnisse und EDV-Kenntnisse sein. Auch der Führerschein kann hier auftauchen, sofern er eine Relevanz für die angestrebte Stelle hat.

    6. Activities/Engagement

      Haben Sie spezielle Interessen, Ehrenämter und Hobbys? Diese finden hier Platz. Aber bitte wiederum nur dann, wenn sie einen Bezug zur Arbeitsstelle aufweisen. Oder wenn Sie Soft Skills wie Teamfähigkeit oder Leadership-Qualitäten unterstreichen. Eine Mannschaftssportart könnte etwa auf einen ausgeprägten Teamgeist hindeuten. Vorsicht bei Extremsportarten: Es soll Arbeitgeber geben, für die Paragliding oder Freestyle Skiing aufgrund der hohen Verletzungsgefahr rote Tücher sind. Lieber weglassen!

    7. References

      Auch in Deutschland gewinnen Referenzen in der Bewerbung an Bedeutung. Menschen vertrauen vor allem dem Urteil anderer Menschen – daran wird sich auch so schnell nichts ändern. Wenn Sie sich in den USA mit Ihrem Curriculum Vitae bewerben, sind Referenzen noch wichtiger. Beachten Sie: Eine Reference beinhaltet in der Regel zwei Personen. Diese können über ihre Erfahrungen mit Ihnen Auskunft geben – und sie werden oft auch wirklich kontaktiert. Geben Sie also neben den Namen auch die Telefonnummern und E-Mail-Adressen an. Vorher fragen Sie Ihre Referenzgeber, ob diese einverstanden sind. Und wählen Sie bitte nur solche aus, zu denen Sie ein gutes Verhältnis haben und die Sie wohlwollend bewerten.

    Curriculum Vitae Beispiel

    Ein Muster für ein englisches Curriculum Vitae finden Sie hier als PDF.

    Curriculum Vitae Tipps

    Im deutschen Lebenslauf führen Sie die einzelnen Stationen für gewöhnlich in Stichpunkten auf. Im Curriculum Vitae können bzw. sollten Sie sie ausführlicher umschreiben. Die Stichpunkte ergänzen Sie durch Fließtext und beschließen ihn am Ende mit einem Punkt.

    Vorteil: Sie können sich auf diese Weise sehr gut in Szene setzen. Sie können sich selbst besser vermarkten und präsentieren. Und genau das ist ja schließlich der Sinn einer Bewerbung.

    Dabei geht es auch um Ihre harten Skills. Versuchen Sie, diese im Curriculum Vitae so herauszuarbeiten, dass sie den Empfänger überzeugen. Ihre Befähigung muss zu den Vorgaben in der Stellenbeschreibung passen.

    Wichtig ist, dass Sie ein Gespür dafür entwickeln, bei welchen Fähigkeiten es sich um Muss-Anforderungen und bei welchen es sich um Kann-Anforderungen handelt. Die Muss-Anforderungen sind Pflicht. Sie müssen in Ihrem Curriculum Vitae auftauchen, sonst hat Ihre Bewerbung kaum Aussicht auf Erfolg. Die Kann-Anforderungen sind hingegen keine Grundvoraussetzungen, aber erhöhen Ihre Chancen auf Einstellung.

    Nicht immer ist es einfach, die Muss- von den Kann-Anforderungen zu unterscheiden. Sie erkennen Muss-Anforderungen zum Beispiel an diesen Formulierungen:

    • Sie bringen mit
    • Wir erwarten
    • Voraussetzung ist
    • Erforderlich sind
    • …setzen wir voraus

    Kann-Anforderungen sind nicht so streng formuliert. Hier einige Beispiele:

    • Wünschenswert sind Kenntnisse in…
    • Idealerweise…
    • Hinreichende Erfahrungen…
    • Wenn Sie zusätzlich mitbringen
    • Wir würden uns außerdem freuen
    • Hilfreich sind…

    CV: Keywords unterbringen

    Curriculum Vitae CV ParserFast alle großen US-Konzerne nutzen Medienberichten zufolge mittlerweile Recruiting-Software. Diese sogenannten Applicant tracking systems scannen die Lebensläufe der Bewerber nach den wichtigsten Keywords ab.

    So grenzen die Unternehmen den Kandidatenpool vorab ein. Als Bewerber sollten Sie also peinlich genau darauf achten, die richtigen Begriffe zu nennen. Schauen Sie ganz genau hin, was in der Bewerbung verlangt wird! Beispiel: Wenn das Unternehmen einen Data Scientist sucht, dann geben Sie sich auch als Data Scientist aus – und nicht als Data Engineer oder Data Specialist. Wenn Ihre letzte offizielle Berufsbezeichnung Data Engineer gelautet hat, ersetzen Sie den Begriff trotzdem durch Data Scientist oder ergänzen ihn. Nennen Sie vorsichtshalber mehrere Synonyme. Andernfalls könnte Sie das System einfach aussortieren.

    Auch Interessen sind den Personalern wichtig. Sie können Sympathiepunkte bringen. Geheimtipp für ganz Abgebrühte: Surfen sie auf das Linkedin-Profil Ihres Ansprechpartners im Unternehmen. Von den Interessen, die er oder sie dort eingetragen hat, suchen Sie sich eines oder zwei heraus und geben sie in Ihrer Bewerbung als Hobbys an (es sei denn, Sie haben damit wirklich so gar nichts am Hut).

    Das ist zugegeben berechnend und ein geradezu diabolischer Ratschlag. Andererseits: Gemeinsamkeiten bringen Sympathie. Und Sympathien bringen Ihnen den Job…

    [Bildnachweis: Stokkete by Shutterstock.com]

    Europass: Für die Bewerbung im europäischen Ausland

    europass-bewerbung-ausland

    Der Europass soll Jobsuchenden Hilfestellung geben – in ganz Europa. Bewerber, die sich länderübergreifend um eine Stelle bemühen, können ihre Qualifikationen besser vermitteln. Auch Unternehmen haben Vorteile, können sie Kandidaten damit besser vergleichen. Der Europass besteht aus insgesamt fünf Dokumenten. Manche lassen sich ganz bequem am Rechner erstellen, für andere muss man Arbeitgeber und Schulen kontaktieren. So bekommen Sie alles, was Sie brauchen…

    Europass Definition

    Politisch ist die EU seit Jahren im permanenten Krisenmodus. Angetreten war sie einst, um den europäischen Kontinent zusammenzuführen – auch die Arbeitsmärkte der einzelnen Länder. Viele bewerten die Arbeitnehmerfreizügigkeit innerhalb der EU auch als großen Erfolg. Ein Deutscher, der sich in Spanien bewirbt oder ein Italiener, der in Frankreich arbeiten will – nichts Besonderes mehr, sondern längst Selbstverständlichkeiten.

    Ein kleiner, aber feiner Baustein in diesem Gefüge ist der Europass. Der Europass ist ein kostenloser Service der Europäischen Union. Er soll den Europäern auf einem europäischen Arbeitsmarkt unter die Arme greifen. Er soll seinem Besitzer helfen, sich angemessen präsentieren und eine Stelle im europäischen Ausland ergattern zu können, indem er Qualifikationen und Kompetenzen transparent macht.

    Der Europass besteht aus insgesamt fünf Dokumenten. Man muss aber keineswegs alle fünf erstellen bzw. beantragen, sondern kann auch nur ein einziges oder mehrere der fünf Dokumente bei einer Bewerbung nutzen – ganz so, wie es in der jeweiligen Situation sinnvoll ist.

    Zielgruppen des Europasses sind:

    • Arbeitsuchende
    • Schüler und Studenten
    • Arbeitgeber
    • Lehrer und Ausbilder
    • Hochschulen

    Für die Unternehmen bietet der Europass ebenfalls Vorteile: Sie können Bewerber besser miteinander vergleichen, ihre Kompetenzen bequemer gegenüberstellen. Immerhin unterscheiden sich die formalen Rahmenbedingungen von Land zu Land. Der Europass gleicht das Spielfeld gewissermaßen an. Er ist übrigens auch ein Mittel, um Diskriminierungshürden abzubauen.

    Der Europass ist wohlgemerkt freiwillig. Niemand wird gezwungen, ihn im Rahmen einer Bewerbung vorzulegen. Auch sind die Europass-Dokumente nicht rechtsverbindlich. Bewerber sollten also auch weiterhin im Rahmen Ihrer Bewerbung Zeugnisse und Zertifikate vorlegen.

    Die 5 Europass-Dokumente

    Der Europass besteht insgesamt aus fünf einzelnen Dokumenten. Den Europass-Lebenslauf und Sprachenpass können Sie selbst am Rechner erstellen. Europass-Mobilität, Zeugniserläuterungen und Diplomzusatz werden von Einrichtungen der allgemeinen und beruflichen Bildung ausgestellt.

    Diese fünf Europass-Dokumente gibt es:

    Europass Lebenslauf

    Der Europass-Lebenslauf soll Ihre Qualifikationen und Kompetenzen „europaweit transparent und verständlich darstellen“. Er soll Ihnen die Bewerbung im europäischen Ausland erleichtern. Diese Kategorien können Sie ausfüllen:

    • Angaben zur Person
    • Art der Bewerbung
    • Berufserfahrung
    • Schul- und Berufsbildung
    • Persönliche Fähigkeiten
    • Muttersprache(n)
    • Fremdsprache(n)
    • Kommunikative Fähigkeiten
    • Organisations- und Führungstalent
    • Berufliche Fähigkeiten
    • Digitale Fähigkeiten

    Auch Bewerbungsfoto, sonstige Fähigkeiten, Führerschein, zusätzliche Informationen und Anlagen können Sie angeben oder hochladen.

    Europass Sprachenpass

    Der Sprachenpass gibt Arbeitgebern Auskunft über Ihre Fremdsprachenkenntnisse. Sie bewerten Ihr Sprachverständnis wohlgemerkt selbst – in den Kategorien Verstehen, Sprechen und Schreiben. Bleiben Sie aber bei der Wahrheit. Sprachschwindler werden im Vorstellungsgespräch oder Arbeitsalltag schnell enttarnt. Auch bringt es Ihnen selbst nichts, wenn Sie sich mit fließenden Französischkenntnissen in Frankreich bewerben, aber mit Ihren Kollegen kaum kommunizieren können.

    Sie können Muttersprache(n) und Fremdsprachen wählen und sich dabei in sechs Kategorien (PDF) einstufen:

    • A1: Elementares Sprachverständnis. Sie verfügen über Grundkenntnisse. Einzelne Wörter und ganz einfache Sätze können Sie verstehen und sich auf einfach Art verständigen.
    • A2: Elementares Sprachverständnis. Sie können einfache Sätze verstehen, kurze Texte lesen und sich in einfachen Situationen verständigen.
    • B1: Selbstständige Sprachverwendung. Sie können Gespräche über Themen führen, die Ihnen bekannt sind, sich zusammenhängend äußern, Ihre Meinung kundtun und die meisten Situationen bewältigen.
    • B2: Selbstständige Sprachverwendung. Sie verstehen auch längere Redebeiträge und Vorträge. Aktuelle Artikel und Berichte können Sie lesen, ein normales Gespräch mit einem Muttersprachler führen sowie klare und detaillierte Texte über Themen schreiben, die Sie interessieren.
    • C1: Kompetente Sprachverwendung. Sie können längeren Redebeiträgen folgen, auch wenn sie nicht klar strukturiert sind. Lange, komplexe Sachtexte verstehen Sie und Sie drücken sich spontan und fließend aus. Sie können komplexe Sachverhalte ausführlich darstellen und sich schriftlich klar und gut und strukturiert ausdrücken.
    • C2: Kompetente Sprachverwendung. Sie haben keinerlei Schwierigkeiten, gesprochene Sprache zu verstehen und können jede Art von geschriebenen Texten mühelos lesen. An Gesprächen und Diskussionen beteiligen Sie sich mühelos, stellen Sachverhalte klar und flüssig und angemessen dar und verfassen anspruchsvolle Artikel und Berichte.

    Europass Mobilität

    Der Europass Mobilität umschreibt die Kenntnisse, Fähigkeiten und Kompetenzen, die man während eines Lernaufenthaltes im europäischen Ausland erworben hat. Zum Beispiel bei einem…

    • Praktikum
    • Studiensemester (Erasmus-Programm)
    • Freiwilligenarbeit in einer gemeinnützigen Einrichtung

    Den Europass Mobilität füllen Sie nicht selbst aus, sondern zwei Partnerorganisationen – eine im Herkunftsland und die zweite im Gastland. Dabei kann es sich um Schulen, Hochschulen, andere Bildungseinrichtungen, Unternehmen oder Nichtregierungsorganisationen handeln. Sie bitten praktischerweise die jeweilige Organisation, sich an das zuständige Nationale Europass-Zentrum zu wenden.

    Europass Zeugniserläuterung

    Das Dokument beschreibt die Kenntnisse, Fertigkeiten und Fähigkeiten, die auf einem beruflichen Abschlusszeugnis aufgeführt sind. Die Zeugniserläuterungen ergänzen die Original-Zeugnisse und sollen den Arbeitgebern helfen, ihren Inhalt besser zu verstehen.

    Erhalten kann sie jeder, der über ein berufliches Abschlusszeugnis verfügt. Dazu zählen Abschlüsse einer Berufsausbildung, dualen Ausbildung oder auch einer Weiterbildung.

    Die Zeugniserläuterungen sind kein Ersatz für das Originalzeugnis und garantieren keine automatische Anerkennung.

    Diplomzusatz (Diploma Supplement)

    Das Diploma Supplement beschreibt Kenntnisse, Fertigkeiten und Fähigkeiten, die Hochschulabsolventen erworben haben. Es ergänzt die Original-Hochschulzeugnisse und hilft Arbeitgebern im europäischen Ausland, die Angaben besser zu verstehen.

    Alle Hochschulabsolventen können einen Diplomzusatz beantragen – und zwar bei der Hochschule, die auch das Original-Abschlusszeugnis ausgestellt hat. Auch für das Diploma Supplement gilt: Es ist kein Ersatz für das Original-Zeugnis und garantiert keine Anerkennung des Zeugnisses im Ausland.

    Europass erstellen und beantragen

    Den Europass können Interessierte seit 2004 kostenlos erstellen. Seitdem sind allein 150 Europass-Lebensläufe erstellt worden – 25 Millionen davon im Jahr 2019. Am 15. November 2019 wurde zudem der 300.000 Mobilitätspass verliehen

    Der Europass ist mittlerweile in 29 Sprachen verfügbar – zuletzt kam im April 2019 serbisch hinzu. Die erste Anlaufstelle für alle Interessenten ist das Nationale Europass-Zentrum im jeweiligen Heimatland. Davon gibt es insgesamt 38 in ganz Europa.

    Das deutsche Europass-Zentrum befindet sich in Bonn. Belgien verfügt sogar über drei nationale Europass-Zentren, um die drei Sprachgemeinden zu versorgen: die flämische, französische und deutschsprachige. Sie können einen Europass-Lebenslauf und Sprachenpass auf der Homepage des European Centre for the Development of Vocational Training (CEDEFOP) kostenlos erstellen und abspeichern.

    Die anderen drei Europass-Dokumente können Sie nicht selbst anfertigen. Den Mobilitätspass stellen Ihnen zwei Partnerorganisationen – eine im Herkunftsland und eine im Gastland – aus. Das Diploma Supplement wird von der Hochschuleinrichtung ausgestellt, die auch das Original-Hochschulzeugnis ausstellt. Für die Zeugniserläuterungen hat jedes Land Nationale Verzeichnisse der Zeugniserläuterungen angelegt. Im Zweifel wenden Sie sich an das deutsche Europass-Zentrum in Bonn (Kontaktdaten siehe Kasten unterhalb dieses Absatzes).

    Der Lebenslauf ist dabei der wohl wichtigste Teil einer Bewerbung. Arbeitgeber können anhand der Lebensläufe Fakten und Kompetenzen vergleichen, daher kommt ihnen eine besondere Bedeutung zu. Sie können den Europass-Lebenslauf auch unabhängig vom Sprachenpass oder Diploma Supplement für Ihre eigenen Bewerbungen nutzen. Die Vorlage auf der Homepage ist vergleichsweise leicht auszufüllen, die Menüs sind recht übersichtlich. Über die Vorschau können Sie sich Ihren Lebenslauf vorab ansehen und speichern. Sie können außerdem ein Bewerbungsfoto hinzufügen, sonstige Fähigkeiten angeben und weitere Anhänge uploaden.

    Auch ist es möglich, ein Foto oder Anhänge zum Lebenslauf direkt aus Ihrem Cloud-Konto hochzuladen. Sie können Ihren Lebenslauf in der Cloud speichern und von Freunden oder Verwandten korrigieren lassen. Zusammen mit der Blindenstudienanstalt Thessaloniki wurde darüber hinaus ein barrierefreier Lebenslauf-Editor entwickelt, mit dem auch Sehbehinderte ganz bequem einen Europass-Lebenslauf am Rechner erstellen können. Der Lebenslauf-Editor lässt sich sogar am Smartphone relativ komfortabel nutzen.

    Einen Extra-Service gibt es für all jene, die sich in Großbritannien bewerben wollen. Wer seinen Europass-Lebenslauf online erstellt, kann ihn nun auch auf der Jobbörse CVLibrary hochladen.

    Sie können die die Dokumente in elektronischer, aber auch in Papierform verwenden. Nur der Europass Mobilität ist in Deutschland ausschließlich in Papierform das Original. Wenn Sie sich elektronisch bewerben, bringen Sie das ausgefüllte Originaldokument mitsamt Stempel und Unterschriften der Entsende- und Gastorganisation mit.

    Grundsätzlich gilt: Der Europass erleichtert die Erstellung des Lebenslaufs. Bewerber sollten aber auch hier darauf achten, dass die Angaben zur angestrebten Stelle passen.
    Ein Beispiel für einen Europass-Lebenslauf finden Sie hier.

    Kontakt: Bei Fragen hier melden!

    Europass Fragen BeratungDas deutsche Europass-Zentrum befindet sich in Bonn. Interessenten können sich telefonisch oder per E-Mail beraten lassen. Dies sind die Kontaktdaten:

    • Telefon: +49 (0)228 107-1645, -1672
    • E-Mail: europass[at]bibb(dot)de
    • Postadresse:
      Nationales Europass Center (NEC) in der
      Nationalen Agentur Bildung für Europa
      beim Bundesinstitut für Berufsbildung (NA beim BIBB)
      Robert-Schuman-Platz 3
      53175 Bonn

    Europass Vorteile

    Nein, für eine Bewerbung im Inland benötigen Sie ihn nicht. Auch ist der Europass keine Voraussetzung, um sich im Ausland bewerben zu können.

    Aber er kann dort Überzeugungsarbeit leisten. Die Dokumente zeigen einem potenziellen Arbeitgeber von Portugal bis Polen, mit wem er es genau zu tun hat. Und sie signalisieren echten Willen, die Stelle wirklich haben zu wollen. Sonst hätte man sich als Bewerber die Mühe wohl kaum gemacht.

    Zudem müssen Sie nicht alle fünf Dokumente organisieren, sondern können sich auf diejenigen beschränken, die Ihnen nützlich sind. Das kann im Einzelfall auch nur der Sprachenpass oder eine Zeugniserläuterung sein. Es kann aber auch passieren, dass einzelne Bestandteile sehr wohl obligatorisch sind. Wenn Sie sich zum Beispiel für ein Praktikum im Ausland bewerben, könnte der Arbeitgeber von Ihnen die Vorlage des Diploma Supplement und/oder der Zeugniserläuterungen verlangen.

    Immerhin wurden nach Angaben der Europäischen Kommission europaweit schon 150 Millionen Europass-Lebensläufe erstellt. Das liegt vermutlich auch an der Einfachheit. So liegt der Lebenslauf im gut integrierbaren XML-Format vor und kann außerdem als PDF-Datei ausgegeben werden.

    Das sind weitere Vorteile des Europasses:

    • Mann kann ihn relativ schnell und einfach erstellen.
    • Er ist international einheitlich.
    • Er bietet eine gute Vergleichbarkeit über Ländergrenzen hinweg.

    Europass Nachteile

    Fragen Sie mal Ihre Eltern, Nachbarn oder Freunde, ob Sie schon mal etwas vom Europass gehört haben? Vermutlich nicht. Vielleicht halten sie ihn sogar für eine Bahnfahrkarte.

    Das verdeutlicht schon, dass sich der Europass bislang nicht auf breiter Front durchgesetzt hat. Er hat die länderspezifischen Bewerbungen keineswegs ersetzt. Von der europaweit einheitlichen Bewerbung sind wir genauso weit entfernt wie von einem vereinigten Europa.

    Wer sich in Spanien bewerben möchte, beachtet die Anforderungen der spanischen Arbeitgeber – und bewirbt sich in der Regel auf spanisch. Bei einem alteingesessenen französischen Unternehmen klopft man besser nicht auf englisch an. Aber: Genau da kann der Europass natürlich helfen…

    Der zweite große Nachteil: Der Europass würgt Kreativität ab. Er macht es Bewerben schwerer, sich positiv von der Konkurrenz abzuheben.

    Das Prinzip kennen Bewerber von Online-Bewerbungsformularen. Sie ähneln mitunter einem Korsett. Es gibt ein Design, von dem nicht abgewichen werden kann. Außergewöhnliche, kreative oder mutige Bewerbungen sind so schwierig bis unmöglich. Die Individualität eines Bewerbers kommt oftmals zu kurz.

    Europass Länder

    Der Europass ist in allen EU-Mitgliedsländern eingeführt, außerdem in Großbritannien, Norwegen, Island, Liechtenstein, der Schweiz, Nordmazedonien, Montenegro, Serbien und der Türkei.

    Am beliebtesten ist er in Italien. Die Italiener haben nach offiziellen Angaben schon 37 Millionen Lebensläufe online erstellt – das ist mit weitem Abstand der erste Rang. Dahinter folgen Portugiesen (c.a 24 Mio.), Rumänen (knapp 10 Mio.), Spanier (9,6 Mio.), Ungarn (5,2 Mio.) und Deutsche (4,3 Mio.).

    In diesen Ländern können die Europass-Dokumente genutzt werden:

    • Belgien
    • Bulgarien
    • Montenegro
    • Tschechien
    • Dänemark
    • Deutschland
    • Estland
    • Irland
    • Griechenland
    • Spanien
    • Frankreich
    • Kroatien
    • Island
    • Italien
    • Zypern
    • Lettland
    • Liechtenstein
    • Litauen
    • Luxemburg
    • Ungarn
    • Nordmazedonien
    • Malta
    • Niederlande
    • Norwegen
    • Österreich
    • Polen
    • Portugal
    • Rumänien
    • Schweiz
    • Slowenien
    • Slowakei
    • Serbien
    • Finnland
    • Schweden
    • Türkei
    • Vereinigtes Königreich
    [Bildnachweis: GaudiLab by Shutterstock.com]

    Tätigkeitsbeschreibung: Definition, Muster, Beispiele

    Taetigkeitsbeschreibung Bewerbung Tipps

    Eine Tätigkeitsbeschreibung taucht im Arbeitsvertrag eines Arbeitnehmers auf. Sie kann aber auch ein Instrument für Bewerber sein. So bietet sich eine Tätigkeitsbeschreibung an, wenn Sie sich verdeckt bewerben und den Namen Ihres aktuellen Arbeitgebers nicht nennen wollen. In dem Fall haben Sie vermutlich noch kein Arbeitszeugnis vorliegen und können Ihrer Bewerbung stattdessen eine Tätigkeitsbeschreibung beilegen. Darin listen Sie die Aufgaben, Projekte und Tätigkeiten auf, die Sie für Ihr aktuelles Unternehmen ausüben. Diese Strategie hat einige Vorteile…

    Tätigkeitsbeschreibung Definition

    Tätigkeitsbeschreibungen kennen Bewerber von der Jobsuche. Aus den Stellenanzeigen, in denen genau aufgeführt ist, welche Aufgaben und Tätigkeiten der künftige Mitarbeiter im Betrieb übernehmen soll.

    Davor hat das Unternehmen in der Regel eine Stellenbeschreibung vorgenommen. Die Tätigkeitsbeschreibung ist ein wesentlicher Bestandteil der Stellenbeschreibung (oder Arbeitsplatzbeschreibung). In einer Stellenbeschreibung definiert das Unternehmen – neben den Tätigkeiten – noch andere Aspekte einer Stelle. Zum Beispiel die Position des neuen Mitarbeiters im Organigramm, seine Vorgesetzten und Stellvertreter, seine Qualifikationen, Verantwortung und Befugnisse.

    Eine Tätigkeitsbeschreibung findet sich – nach erfolgter Einstellung – auch im Arbeitsvertrag wieder. Das Unternehmen legt damit fest, welche Leistung es von Ihnen erwartet. Als Arbeitnehmer sind Sie verpflichtet, die Tätigkeiten, die im Arbeitsvertrag fixiert wurden, zu erfüllen. Die Tätigkeitsbeschreibung im Arbeitsvertrag ist also rechtlich bindend, das macht sie so wichtig.

    Manchmal ist die Tätigkeitsbeschreibung im Arbeitsvertrag mit einem sogenannten Versetzungsvorbehalt verbunden, damit der Arbeitgeber Ihnen auch andere Aufgaben zuweisen kann. Faustregel: Ist die Tätigkeitsbeschreibung allgemeiner gehalten, verfügt der Arbeitgeber über mehr Spielraum.

    In rechtlichen Streitfällen kann die Tätigkeitsbeschreibung im Arbeitsvertrag äußerst relevant werden (siehe auch Kasten ganz unten). Etwa bei der Frage, ob der Arbeitnehmer seine arbeitsvertraglichen Leistungen auch wirklich erbracht hat. Mitunter ist die Tätigkeitsbeschreibung sogar bei der Frage von entscheidender Bedeutung, ob eine private Berufsunfähigkeitsversicherung für einen Arbeitnehmer einspringt.

    Auch im Zwischenzeugnis und Arbeitszeugnis eines Beschäftigten findet sich eine Beschreibung seiner Tätigkeiten wieder.

    Kurzum: Tätigkeitsbeschreibungen tauchen im Arbeitsalltag immer wieder auf. Sie bieten Orientierung, praktisch wie rechtlich. Darüber hinaus können Sie eine Tätigkeitsbeschreibung auch selbst verfassen und für die (geheime) Jobsuche nutzen. Karrieresprung zeigt Ihnen, was Sie dabei beachten sollten…

    Tätigkeitsbeschreibung statt Arbeitszeugnis für die Bewerbung

    Eine Tätigkeitsbeschreibung kann ein nützliches Hilfsmittel für Ihre Bewerbung sein. Sie können sie selbst formulieren und dann statt eines Arbeitszeugnisses Ihren Bewerbungsunterlagen beilegen. Sie bleibt aber stets nur eine Notlösung – selbst dann, wenn sie wunderbar formuliert ist.

    Mit einem Zwischenzeugnis oder Arbeitszeugnis kann sie es nicht aufnehmen. Schließlich werden die Zeugnisse vom Arbeitgeber ausgestellt – einer Quelle, die eine höhere Glaubwürdigkeit innehat. Die Tätigkeitsbeschreibung, die Sie Ihrer Bewerbung beilegen, formulieren Sie dagegen selbst – das schmälert zweifellos ihren Wert. Kleine Nebenbemerkung: In der Realität schreiben viele Arbeitnehmer auch ihre Praktikums- oder Arbeitszeugnisse selbst. Nur weiß das ein späterer Arbeitgeber im Einzelfall nicht.

    Außerdem geht aus einem Zwischen- oder Arbeitszeugnis der Arbeitgeber konkret hervor. Dies ist selbstredend nicht ganz unwichtig. Ein Anruf bei ihm genügt und man kann prüfen, ob die Angaben im Zeugnis stimmen.

    Nun können Bewerber ihr aktuelles Unternehmen auch mit vollem Namen nennen, wenn sie eine Tätigkeitsbeschreibung verfassen. Aber das macht keinen Sinn. Die selbst verfasste Tätigkeitsbeschreibung kommt zum Einsatz, wenn man verdeckt nach einem Job sucht. Und in diesem Fall verzichtet man besser darauf. Ein Anruf beim jetzigen Chef könnte höchst unangenehm ausfallen…

    Welchen Wert hat die Tätigkeitsbeschreibung dann überhaupt? Völlig unbrauchbar ist sie keineswegs. Sie hilft, ihr Bewerberprofil zu komplettieren, verleiht Ihrer Bewerbung den Feinschliff.

    Einem erfahrenen Personalmanager dient sie zugleich als Wink mit dem Zaunpfahl. „Hallo, ich bewerbe mich diskret. Das berücksichtigen Sie hoffentlich!“ Sie bewerben sich demnach aus einer ungekündigten Stelle heraus. Das ist ein klarer Vorteil für Sie. Es steigert Ihren Marktwert und stärkt Ihre Verhandlungsposition.

    Tätigkeitsbeschreibung Inhalt

    Mit einer Tätigkeitsbeschreibung können Sie eine Wartezeit überbrücken. Es soll ja Arbeitgeber geben, die sich viel Zeit damit lassen, ein Zwischen- oder Arbeitszeugnis auszustellen.

    Wenn Sie nicht länger warten können, behelfen Sie sich mit einer Tätigkeitsbeschreibung. Die legen Sie als Ersatz für ein Zeugnis Ihrer Bewerbung bei. Diese Vorgehensweise bietet sich zum Beispiel an, wenn Sie eine sehr attraktive Stelle ausgemacht haben, für die die Bewerbungsfrist in Kürze abläuft.

    Sie können in Ihrer Bewerbung auch darauf hinweisen, dass Sie noch auf Ihr Arbeitszeugnis warten und es bei Gelegenheit gerne nachreichen.

    Eine gute Tätigkeitsbeschreibung beinhaltet diese Informationen:

    • Derzeitiger Arbeitsplatz mit Stellenbeschreibung
    • Offizieller Jobtitel
    • Ihre Aufgaben im Arbeitsalltag
    • Ihre Leistungen und Erfolge
    • Bewertung Ihrer bisherigen Tätigkeit anhand von Mitarbeitergesprächen oder Einstufungen
    • Inhalte des Arbeitsvertrages und mögliche Zusatzregelungen

    Dies sind im Grunde sämtliche Informationen, die für den künftigen Arbeitgeber wichtig sind. In Verbindung mit einem Anschreiben und einem aktuellen Lebenslauf ist Ihre Bewerbung damit fast komplett.

    Der Aufbau der Tätigkeitsbeschreibung sieht am besten folgendermaßen aus. Als Überschrift schreiben Sie einfach Tätigkeitsbeschreibung. Darunter können Sie die Überschrift ergänzen um einen Satz wie:

    • Meine Tätigkeit als XXX bei der XYZ GmbH.

    Falls Sie den Arbeitgeber nicht namentlich nennen möchten, entscheiden Sie sich für eine Variante wie diese:

    • Meine Tätigkeit als XXX in der XYZ-Branche.

    Hiernach beschreiben Sie möglichst detailliert, welche Aufgaben Sie im Unternehmen übernommen haben. Das können Sie tabellarisch machen. Beispielsweise so:

    • Projektleiter Digitalisierung
      Vom 10.10.2017 bis 01.04.2020 habe ich ein 12-köpfiges Team geleitet. Meine Aufgabe war es, das Dokumentenmanagement des Unternehmens zu digitalisieren. Dafür standen uns zwei Jahre zur Verfügung. Das Projekt konnte unter meiner Führung in 20 Monaten erfolgreich vollendet werden.

    Alternativ listen Sie Ihre Tätigkeiten und Projekte ganz knapp in Stichworten auf. Entscheiden sie sich für einen Stil. Wichtig ist, dass die wesentlichen Inhalte vorkommen und für den Empfänger leicht zu erfassen sind.

    Bitten Sie um Vertraulichkeit!

    Taetigkeitsbeschreibung Bewerbung JobsucheIhr aktueller Arbeitgeber soll auf keinen Fall etwas von Ihrer Jobsuche wissen? Dann bitten Sie im Anschreiben ausdrücklich um Vertraulichkeit!

    Eine mögliche Formulierung wäre: Ich befinde mich momentan in einem ungekündigten Arbeitsverhältnis und bitte Sie daher, diese Bewerbung vertraulich zu behandeln. Rufen Sie mich bitte nur abends ab 19.30 Uhr unter obiger Nummer an. Vielen Dank für Ihr Verständnis.

    Tätigkeitsbeschreibung Muster

    Wenn Sie eine Tätigkeitsbeschreibung formulieren wollen, um sie Ihrer Bewerbung beizulegen, dann können Sie sich an den Angaben in Ihrem Arbeitsvertrag orientieren. Aber unterschlagen Sie auf keinen Fall die Tätigkeiten, die Sie tatsächlich ausgeführt haben, die aber nicht in der Tätigkeitsbeschreibung in Ihrem Arbeitsvertrag stehen. Hier ein paar Anregungen…

    Die Tätigkeitsbeschreibung einer Bürokauffrau könnte zum Beispiel so aussehen:

    • Administrative und organisatorische Tätigkeiten
    • Bearbeitung der ein- und ausgehenden Post
    • Bearbeitung von Reklamationen
    • Erledigung sämtlicher Korrespondenzen
    • Vorbereitende Buchhaltung
    • Personalverwaltung
    • Vertragsverwaltung

    Die Tätigkeitsbeschreibung für einen Mitarbeiter im Vertrieb könnte so aussehen:

    • Kundengewinnung
    • Kalkulation und Erstellung von Angeboten und Rahmenverträgen
    • Fachliche Beratung von Bestandskunden
    • Auftragsverhandlungen und Auftragsverfolgung
    • Aufnahme von Aufbereitungsprozessen
    • Vorbereitung, Durchführung und Betreuung von Messeauftritten
    • Reisetätigkeiten im Inland und Ausland
    • Vor- und Nachbereitung von Kundenterminen

    Die Tätigkeitsbeschreibung einer Mitarbeiterin im Einzelhandel könnte so aussehen:

    • Annahme von Warenlieferungen
    • Lagerung und Präsentation von Waren
    • Frischekontrollen im Obst- und Gemüsebereich
    • Beantwortung von Kundenfragen
    • Kassieren und Abrechnen der Kasse
    • Gewährleistung von Ordnung und Sauberkeit in der Filiale
    • Vorbereitung und Durchführung von Inventurarbeiten

    Die Tätigkeitsbeschreibung für ein Praktikum im Bereich Marketing könnte so aussehen:

    • Konzepterstellung
    • Bewertung und Umsetzung von Broschüren, Flyern, Bannern, Postern, Newslettern etc.
    • Erstellung multimedialer Inhalte wie z.B. Videos
    • Umsetzung von Präsentationen
    • Betreuung, Aktualisierung und Weiterentwicklung der Website und der Social-Media-Kanäle
    • Contenterstellung für Webseite und Social Media
    • CRM–Datenbankpflege
    • Recherchearbeiten

    Tätigkeitsbeschreibung Tipps

    Wenn Sie noch folgende Kleinigkeiten beachten, haben Sie am Ende eine ansprechende Tätigkeitsbeschreibung verfasst:

  10. Realismus

    Stellen Sie Ihre Aufgaben und Projekte realistisch dar. Selbstvertrauen — Ja! Maßlose Übertreibungen — Nein! Wer zu dick aufträgt, macht sich unglaubwürdig.

  11. Sachlichkeit

    Halten Sie Motivation und Ziele aus der Tätigkeitsbeschreibung heraus. Die gehören ins Anschreiben. Beschränken Sie sich hier auf die Fakten, bleiben Sie sachlich.

  12. Professionalität

    Benutzen Sie wichtige Fachbegriffe, um Ihre Tätigkeit professionell abzubilden. So wirken Sie wie ein Insider, ein echter Profi.

  13. Einheitlichkeit

    Folgen Sie dem roten Faden Ihrer Bewerbung. Das bedeutet, dass Sprachstil und Layout den anderen Dokumenten ähneln. Die Tätigkeitsbeschreibung sollte nicht wie ein Fremdkörper wirken.

  14. Stellenbeschreibung Relevanz

    Personaler interessieren sich brennend dafür, welche Aufgaben und Tätigkeiten Bewerber bei ihrem letzten Arbeitgeber übernommen haben.

    So ergab eine Auswertung der Ernst-Abbe-Hochschule Jena, dass 54 Prozent von ihnen ein Arbeitszeugnis nicht komplett durchlesen. Sie überfliegen es nur und bleiben an den Stellen hängen, die sie für relevant halten.

    Und damit ist vor allem die Tätigkeitsbeschreibung gemeint. Für sie interessieren sich 85 Prozent der befragten Personaler, für die Schlussformel 61 Prozent und für die zusammenfassende Leistungsaussage 54 Prozent.

    Und: Auch für diejenigen, die ein Zeugnis komplett durchlesen, ist die Tätigkeitsbeschreibung das mit Abstand wichtigste Element.

    Die Rede ist hier wohlgemerkt von der Tätigkeitsbeschreibung im Arbeitszeugnis. Die Ergebnisse deuten aber darauf hin, dass eine Tätigkeitsbeschreibung auch in der Bewerbung wertvolle Dienste verrichten kann.

    Die Tätigkeitsbeschreibung im Arbeitsvertrag

    Taetigkeitsbeschreibung im ArbeitsvertragEine Tätigkeitsbeschreibung kann Ihre Bewerbung aufwerten. Wichtig ist eine Tätigkeitsbeschreibung aber auch einen Schritt später – im Arbeitsvertrag.

    Sie kann zum Beispiel darüber entscheiden, ob eine betriebsbedingte Kündigung Bestand hat oder nicht. Beispiel: Wird Ihre Tätigkeit im Arbeitsvertrag mit der Herstellung von Textilwaren angegeben, dann kann der Arbeitgeber Ihnen betriebsbedingt kündigen, wenn er keine Textilwaren mehr herstellt (aber etwas anderes).

    Darum sollten sich Arbeitnehmer vorab gut überlegen, welche Tätigkeitsbeschreibung in ihren Arbeitsvertrag aufgenommen wird. Achtung: Je spezieller die Tätigkeit, desto eher kann dieser Arbeitsplatz wegfallen und eine Versetzung unmöglich machen.

    Andererseits legt die Tätigkeitsbeschreibung auch fest, welche Aufgaben Sie als Arbeitnehmer übernehmen müssen und welche Sie ablehnen können. Das heißt: Ist die Tätigkeitsbeschreibung sehr weit gefasst, kann Ihnen der Arbeitgeber möglicherweise Aufgaben zuweisen, die nicht Ihrer Qualifikation entsprechen. Eine Möglichkeit, diese abzulehnen, haben Sie dann nicht.

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    [Bildnachweis: JL-Pfeifer by Shutterstock.com]

    Bewerbungsschreiben: Muster, Beispiele und die besten Tipps

    Bewerbungsschreiben Muster Vorlage Tipps

    Das Bewerbungsschreiben ist nichts, wovor man Angst haben müsste. Aber Respekt. Im Bewerbungsschreiben kommt Ihre Motivation für den Job richtig zum Ausdruck – oder eben nicht. Wichtig ist vor allem das Textliche. Ob Ihr Bewerbungsschreiben zündet, entscheidet sich daran, wie Sie den Text aufbauen, welche Schwerpunkte Sie setzen und wie geschickt Sie formulieren. Wir helfen Ihnen dabei…

    Bewerbungsschreiben Muster

    Was Sie nicht tun sollten: Im Bewerbungsschreiben einfach nur die Highlights Ihrer bisherigen Berufslaufbahn herunterrattern. Gießen Sie also nicht einfach Ihren Lebenslauf in einen Fließtext. Redundanzen vermeiden!

    Besser, Sie machen dem Adressaten im Bewerbungsschreiben klar, was Ihre Motivation für die ausgeschriebene Stelle ausmacht: Warum Sie sich beworben haben, warum Sie der richtige Kandidat für die Stelle sind und warum das Unternehmen Sie nehmen sollte.

    Das sogenannte AIDA-Modell bietet dafür einen sehr guten Orientierungsrahmen:

    • Attention: Aufmerksamkeit erzeugen.
    • Interest: Interesse wecken.
    • Desire: Den Wunsch auslösen, mehr über Sie erfahren zu wollen.
    • Action: Die Einladung zum Vorstellungsgespräch initiieren.

    Hier finden Sie mehrere Vorlagen für Ihr Bewerbungsschreiben als WORD-Dokument und PDF zum Herunterladen und Bearbeiten:

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    Aufbau Bewerbungsschreiben

    Das Bewerbungsschreiben ist für den Gesamteindruck Ihrer Bewerbung enorm wichtig. Es sollte in einer vollständigen Bewerbungsmappe obenauf liegen – egal, ob es sich um eine normale oder um eine Kurzbewerbung handelt.

    Was Sie sich bewusst machen sollten: Mit dem Bewerbungsschreiben können sie sich positiv von anderen Bewerbern abheben. Wie Sie sich ausdrücken, welche Schwerpunkte Sie setzen – das zeigt dem Personaler, mit was für einer Persönlichkeit er es zu tun hat.

    Hier müssen Sie Interesse wecken und den Grundstein für den Bewerbungserfolg legen. Darum wichtig: Das Bewerbungsschreiben muss übersichtlich, prägnant und natürlich frei von Grammatik- und Rechtschreibfehlern sein.

    Formal gesehen umfasst das Bewerbungsschreiben eine Seite, maximal zwei Seiten. Bei einer E-Mail-Bewerbung können Sie das Anschreiben direkt in der Mail platzieren. Den tabellarischen Lebenslauf und Ihre Zeugnisse hängen Sie dann in einem PDF-Dokument an. Ein Deckblatt können Sie ebenfalls beifügen, es ist aber im Grunde überflüssig.

    So bauen Sie Ihre Bewerbungsmappe auf:

    • Bewerbungsschreiben (Anschreiben)
    • Deckblatt
    • Lebenslauf
    • Zeugnisse
    • Referenzen, Arbeitsproben, Zertifikate

    Eine Umfrage ergab vor einiger Zeit, dass Bewerber durchschnittlich 74 Minuten lang an ihrem Bewerbungsschreiben sitzen. Das ist viel Zeit. Um die Dauer zu verkürzen, orientieren Sie sich einfach an unseren besten und wichtigsten Tipps. Wir leiten Sie Schritt für Schritt durchs Bewerbungsschreiben – von der Einleitung über den Hauptteil mit Bezugnahme bis hin zum Schlussteil.

    So ist das Bewerbungsschreiben aufgebaut:

    Adresszeile

    Der Briefkopf beginnt oben stets mit Ihren Kontaktdaten. Dazu zählen Ihr/e…

    • Vor- und Nachname
    • Adresse
    • Telefonnummer
    • E-Mail-Adresse
    • Persönliche Webseite, Xing- oder Linkedin-Adresse (optional)

    Darunter steht – so wie Sie es aus einem normalen Brief gewohnt sind – der Empfänger. Unerlässliche Angaben sind:

    • Vollständiger Firmenname inkl. Unternehmensform (z.B. GmbH, AG etc.)
    • Vor- und Zuname des Ansprechpartners
    • Adresse

    Schon in diesem Teil des Bewerbungsschreibens passieren oft die peinlichsten Fehler. Mal kommt es zu einem Buchstabendreher, dann wieder zu einem Fehler im Firmennamen. Bitte nicht schludern, sondern unbedingt Korrektur lesen und lesen lassen! Sonst vermasseln Sie bereits den so wichtigen ersten Eindruck.

    Datum

    Rechts im im Briefkopf setzen Sie das Datum ein. Bitte darauf achten, dass es sich um ein aktuelles Datum handelt – am besten das Versanddatum. Andernfalls lassen Sie durchblicken, dass Sie ein altes Bewerbungsschreiben auf Wiedervorlage gelegt haben.

    Üblicherweise schreibt man das Datum in der Form TT.MM.JJJJ. Also etwa so: 01.06.2020. Sie können die überflüssigen Nullen aber auch einfach streichen: 1.6.2020. Entscheiden Sie sich für eine von beiden Varianten. Welche, ist völlig egal – daran soll Ihre Bewerbung jedenfalls nicht scheitern.

    Betreff

    Die Betreffzeile folgt nach dem Briefkopf. Sie fällt oft als Erstes ins Auge und gibt inhaltliche Orientierung – unterschätzen Sie also ihre Wirkung nicht.

    Zunächst mal sehen Sie bitte davon ab, das Wörtchen Betreff vor die Betreffzeile zu setzen. Das war früher mal üblich, ist es heute aber nicht mehr. Eine Zeile sollte die Betreffzeile nicht überschreiten – das wäre eindeutig zu lang. Sie sollte kurz, knackig und aussagekräftig sein.

    Nehmen Sie am besten Bezug auf das Stellenangebot beziehungsweise auf die Position, auf die Sich sich bewerben. Ein Betreff könnte etwa so lauten:

    Anrede im Bewerbungsschreiben

    Je persönlicher die Anrede im Bewerbungsschreiben, desto besser. Dies schließt das berüchtigte Sehr geehrte Damen und Herren aus.

    Versuchen Sie unbedingt, Ihren exakten Ansprechpartner zu eruieren und reden Sie ihn oder sie persönlich an. Damit zeigen Sie, dass Sie sich Mühe gegeben haben, dass Sie in der Lage sind, Sachverhalte zu recherchieren, dass Sie professionell sind und dass Ihnen am Job wirklich etwas liegt.

    Nur im absoluten Ausnahmefall, wenn Sie wirklich keinen Ansprechpartner herausfinden können, behelfen Sie sich mit einem Sehr geehrte Damen und Herren. Auf das höfliche Sehr geehrte/r… sollten Sie aber keinesfalls verzichten. Ein flapsiges Hallo, Servus, Grüß Gott oder Moin moin ist für eine Bewerbung nicht angemessen.

    Bleiben Sie lieber bei dem Klassiker – übrigens auch dann, wenn Sie den Empfänger persönlich gut kennen:

    • Sehr geehrte Frau Meyer
    • Sehr geehrter Herr Müller

    Bewerbungsschreiben Einleitung

    Ihr stärkstes Argument gehört ganz an den Anfang des Bewerbungsschreibens. Beginnen Sie also ruhig mit einem Big Bang. Ihre Motivation für genau diesen Job müssen Sie ohne Verzögerung darlegen – gerne auch mit einem originellen Satz.

    Auch sollte sofort klar werden, dass Sie sich mit dem Unternehmen, Produkten, Services, Unternehmenskultur beschäftigt haben. Flechten Sie aktuelle Zahlen ein oder einen Bezug zu Presseberichten. Aber auch bitte hier kurz und bündig – nicht länger als drei bis vier Zeilen.

    Übertreiben Sie es nicht damit, dem Unternehmen Honig um den Bart zu schmieren. Eine Löffelspitze Honig ja, aber kein ganzes Glas.

    Grundsätzlich gilt: Emotionen wirken. Sie mögen nüchtern betrachtet der perfekte Kandidat sein und alle Fakten korrekt darstellen. Wenn dem Personaler aber – im übertragenen Sinne – Ihre Nasenspitze nicht gefällt, sinken Ihre Chancen dramatisch. Das gilt querbeet für alle Berufsbilder.

    Darum: Legen Sie ein wenig Leidenschaft an den Tag, was das Anschreiben angeht. Es ist gar nicht so schwer. Im Bewerbungsschreiben müssen Sie vermitteln, welche Projekte Sie wie und warum erfolgreich abgeschlossen haben – und warum Sie dies für die ausgeschriebene Stelle qualifiziert.

    Darum elementar wichtig im Bewerbungsschreiben: der erste Satz. Vermeiden Sie Einleitungssätze aus dem Standard-Baukasten wie „Hiermit bewerbe ich mich…“ Das ist öde und klingt bürokratisch. Und es sagt über Sie: Ihnen ist kein guter erster Satz eingefallen.

    Das gleiche gilt für althergebrachte Floskeln wie „Mit großer Freude habe ich Ihre Stellenanzeige gelesen…“ Austauschbar, beliebig, unpersönlich. Noch schlimmer: „Ich bin team- und konfliktfähig…“ Das ist jeder – zumindest steht dieser Satz in gefühlt jeder Bewerbung.

    Aber wie kann man stattdessen ins Bewerbungsschreiben starten? Zum Beispiel, indem Sie anhand eines konkreten Beispiels klarmachen, dass Sie Talent und Leidenschaft mitbringen.

    Als Absolvent könnten Sie Studienschwerpunkte oder Praktika in den Vordergrund rücken, als Berufserfahrener bisherige Positionen und erfolgreich absolvierte Projekte.

    Aber nehmen Sie bitte unbedingt von Zitaten bekannter Geistesgrößen Abstand. Fremdschämgefahr! Sie sind es, der sich bewirbt, nicht Goethe, Schiller oder Hemingway.

    Einleitungssätze Beispiele

    Optimal: Auf persönliche Art und Weise schnell zum Punkt kommen. Wenn Sie mit dem Personaler bereits Kontakt hatten, sollten Sie im Bewerbungsschreiben unbedingt darauf Bezug nehmen. So bauen Sie Distanz ab und unterstreichen erste Gemeinsamkeiten.

    Aber das ist kein Muss. Steigen Sie mit einem Satz ein, der die Beweggründe Ihrer Bewerbung klar macht – oder Ihre Begeisterung für Produkte und Dienstleistungen des Unternehmens. Ihre Motivation für den Job ist das wichtigste Element des Bewerbungsschreibens. Gleich an den Anfang damit!

    Zum Beispiel so:

    • Sehr geehrter Herr Mustermann,

      schon seit einiger Zeit beschäftige ich mich mit XX. Als ich Ihre Stellenanzeige sah, war mir sofort bewusst: Die Stelle passt perfekt zu mir. Diese Position ist genau die Herausforderung, nach der ich schon lange gesucht habe…

    Frechheit siegt. Das gilt nicht für jede Bewerbung, für manche aber schon. Natürlich kommt es auch auf die Persönlichkeit des Personalers an. Mag er es sachlich oder schätzt er eine Prise Humor?

    In diesem Zusammenhang nochmal der Hinweis: Unterschätzen Sie die Macht der Emotionen nicht. Humor spricht Emotionen an. Man kann es also gerne auch mal so versuchen:

    • Sehr geehrte Frau Mustermann,

      Sie sind auf der Suche nach einem erfahrenen und kreativen Entwickler, für den Leidenschaft, Leistungswille und Organisationstalent mehr sind als bloß Worthülsen? Ihre Suche hat heute ein Ende: Hier bin ich!…

    Zugegeben, das ist kühn. Manche würden sogar sagen: dreist. Aber Chuzpe ist im Bewerbungsschreiben definitiv erfolgversprechender als übergroße Bescheidenheit.

    Apropos: Speziell Männer sollten nicht zu bescheiden auftreten. Das gefällt Personalverantwortlichen gar nicht, wie Laurie Rudman von der Rutgers University in New Jersey vor einiger Zeit herausgefunden hat. Es lässt sie schwächer, unambitionierter und unsicherer wirken.

    Es gibt aber noch weitere Alternativen für einen guten Einstieg. Zum Beispiel den Storytelling-Ansatz:

    • Sehr geehrter Herr Mustermann,

      mit dem Fahrrad sind es von meiner Tür bis zur Firmentür exakt 15 Minuten. Ich habe die Zeit genau gestoppt. Das bedeutet: Während die Kollegen noch im Stau stehen, könnte ich morgens der erste im Büro sein…

    Auch das ist witzig, bildet aber gleichzeitig einen echten Mehrwert ab. Natürlich handelt es sich in allen Fällen nur um Anregungen. Schreiben Sie diese bitte nicht wörtlich ab. Denn Personaler sind keine Idioten. Wer eine außergewöhnliche Formulierung vorfindet, könnte ihren Ursprung ja auch mal googeln.

    Sie müssen im Bewerbungsschreiben schon Ihren eigenen Stil und Ihren eigenen Einleitungssatz finden, der auch zum Rest des Anschreibens passt. Ganz ohne eigene Leistung und Hirnschmalz geht es leider nicht.

    Bewerbungsschreiben Einstieg: So bitte nicht!

    Bewerbungsschreiben Einleitung FehlerWie Sie nicht ins Bewerbungsschreiben einsteigen sollten? Hier ein paar Beispiele:

    • Abschluss

      Dass Sie über einen ganz tollen Abschluss verfügen, sieht der Personaler schon in Ihrem Lebenslauf. Die Ausbildung bringen Sie bitte im Lebenslauf unter, nicht im Anschreiben. Natürlich ist ein guter Abschluss ein echtes Argument, aber im Bewerbungsschreiben sollten Sie mehr Wert auf Ihre Motivation und Ambitionen legen.

    • Ziele

      Ihre Ziele gehören ins Bewerbungsschreiben, natürlich. Aber nicht unbedingt die Ziele, die über die angestrebte Position und das Unternehmen hinausgehen. Ihre Karrierepläne bringen Ihnen nur Pluspunkte, wenn sie mit den Zielen des Arbeitgebers deckungsgleich sind, wenn er selbst auch etwas davon hat.

    • Rückblick

      Auf gar keinen Fall schreiben Sie im Bewerbungsschreiben, warum der alte Job zum Schluss unerträglich für Sie war. Das mag zwar als unterschwelliges Kompliment für Ihren neuen Arbeitgeber in spe gemeint sein, wirkt aber nicht wie eines. Sie setzen sich vielmehr negativ als Querulant und Nörgler in Szene.

    Hauptteil im Bewerbungsschreiben

    Der Hauptteil im Bewerbungsschreiben sollte nicht allein aus Aufzählungen bestehen. Sie sollten die wesentlichen Stärken und Kompetenzen herausstellen, die für diesen Job wichtig sind – und nur die. Qualität geht in diesem Fall vor Quantität.

    Konzentrieren Sie sich im Bewerbungsschreiben auf die persönlichen Qualifikationen und Ihre Soft Skills. Die sind vielen Personalern besonders wichtig.

    Es ist allerdings wirklich schwer, die eigenen Soft Skills so ganz ohne Phrasendrescherei herauszuarbeiten. Aber erstens nicht unmöglich und zweitens auch extrem wichtig für den Erfolg Ihres Bewerbungsschreibens. Was nicht gut ankommt, sind typische Floskelsätze und Ich-Formulierungen wie zum Beispiel:

    • Ich bin verantwortungsbewusst
    • Ich bin ein Machertyp.
    • Ich bin teamfähig.
    • Ich bin kommunikativ.
    • Ich bin hochmotiviert.

    Eintönig, beliebig und auch egozentrisch. Viele Bewerbungsschreiben enthalten solche Ich-Formulierungen. Für Sie ist das eine große Chance, sich von der Masse abzuheben.

    Und zwar so: Beschreiben Sie ganz kurz ein Projekt, in dem Ihre Teamfähigkeit und Kommunikationsstärke zum Ausdruck kam und entscheidend zum Erfolg beigetragen hat. Am besten formulieren Sie natürlich so, dass Ihre Kommunikationsstärke schon im Bewerbungsschreiben selbst sichtbar wird.

    Beispiel:

    • Im Rahmen meiner vorherigen Tätigkeit habe ich das Projekt XY aus der Taufe gehoben und federführend geleitet. Die Kollegen habe ich dafür gewonnen, indem ich… Das Projekt war ein voller Erfolg und konnte in sechs Wochen erfolgreich abgeschlossen werden.

    Ein anderes Beispiel:

    • Als in meinem früheren Betrieb ein Produktionsausfall drohte, konnte ich durch die schnelle Kontaktaufnahme und Vermittlung mehrere Teammitglieder dafür gewinnen, nach Feierabend und am Wochenende kurzfristig auszuhelfen. Das Szenario eines größeren Produktionsausfalls konnte ich so noch viele weitere Male abwenden.

    Das muss aber in den Kontext passen. Erfahrene Personaler erkennen es, wenn Sie Massenanschreiben formulieren und dann nur noch die Namen austauschen.

    Und achten Sie darauf, dass die Kompetenzen und Anekdoten, die Sie erzählen, auch wirklich einen Bezug zum ausgeschriebenen Job und der Stellenanzeige haben. Wenn nicht, dürfen Sie sich über eine Absage nicht beschweren.

    Unternehmensbezug im Bewerbungsschreiben

    Stellen Sie stets eine Verbindung zwischen sich und dem Unternehmen her. Welchen Mehrwert bieten Sie Ihrem Wunscharbeitgeber?

    Sie wollen, dass der HR-Verantwortliche merkt, dass Sie so etwas wie der natürliche Kandidat für die Stelle sind. Einen Bezug zum Unternehmen können sie schon im Einstiegssatz des Bewerbungsschreibens herstellen – oder erst später. Dafür gibt es keine festen Vorgaben.

    Voraussetzung: Sie verfügen tatsächlich über die geforderten Qualifikationen, wollen und können sich einbringen und integrieren. Diese persönlichen Vorzüge in Verbindung zum Unternehmen und zur ausgeschriebenen Stelle zu bringen, das ist der Königsweg.

    Auch hier ist Selektion gefragt, denn mehr als fünf bis sieben Zeilen Platz haben Sie dafür nicht. Nochmal daher der Rat: Unterlassen Sie es, Aufzählungen aneinanderzureihen. Klasse schlägt Masse, nicht umgekehrt. Setzen sie Höhepunkte und spitzen Sie zu. Kein Personaler interessiert sich für zielloses Geschwafel.

    Die Erfolge, die Sie in der Vergangenheit errungen haben, können Sie besonders gut einsetzen. Beschreiben Sie – anhand von konkreten Beispielen oder Zahlen – wie Sie welches Problem gelöst haben:

    • Was haben Sie in welcher Zeit wo geschafft?
    • Wie sehr konnten Sie den Umsatz, Gewinn, Fehlerquote, Verkauf etc. verbessern?
    • Wie viele Kollegen haben Sie dabei geführt?
    • Wie viele neue Kunden haben Sie gewonnen?

    Ein Beispiel:

    • Seit mehr als 15 Jahren entwickle und verkaufe ich Lösungen im Bereich der… Da ich die Verkaufsprozesse zielgerichtet optimiert habe, konnte ich den Absatz in meiner Zeit als Key Account Manager bei der Firma XY um XX Prozent steigern. Auch die Kundenzufriedenheit verbesserte sich zeitgleich von XX auf XX Prozent.

    Tipp: Recherchieren Sie zuvor in den Medien, welche Qualifikationen und Kompetenzen einem Arbeitgeber in dieser Position besonders wichtig sind. Wer dies im Bewerbungsschreiben gut antizipiert, verbessert seine Chancen auf eine Einladung zum Vorstellungsgespräch deutlich.

    Bewerbungsschreiben Schlusssatz

    Das inhaltliche Ende des Bewerbungsschreibens bilden Ihre Gehaltsvorstellung und der frühestmögliche Eintrittstermin – sofern diese Angaben verlangt werden. Bedanken Sie sich im Schlusssatz für das Interesse und sagen Sie, dass Sie sich über einen Vorstellungstermin freuen – ohne dabei wie ein Bittsteller aufzutreten. Dahinter setzen Sie eine vernünftige Grußformel und Ihre Unterschrift.

    Sollte es in Ihrem Lebenslauf Lücken, Unterbrechungen, Jobwechsel, Kündigungen oder Ähnliches geben, dann erwähnen Sie diese im Bewerbungsschreiben ruhig – aber kurz. Und stellen Sie sich darauf ein, dass Sie der Personaler dazu im Jobinterview noch genauer befragen wird. Prinzipiell sollten Sie dabei freundlich, offen, motiviert klingen. Nicht nur der erste Eindruck entscheidet, auch der letzte.

    Dazu gehört auch eine Prise Selbstbewusstsein, denn schließlich sind Sie der genau richtige Kandidat für exakt diese Position. Sie haben etwas anzubieten: Ihre Kompetenzen, Motivation, Leistungsbereitschaft und und und. Das Unternehmen sollte das merken.

    Dennoch begehen viele Jobkandidaten im Bewerbungsschreiben einen kleinen, aber entscheidenden Fehler. Sie verfallen in den Konjunktiv.

    • Ich würde Ihnen in einem Vorstellungsgespräch gerne mehr von mir erzählen.
    • Ich würde mich freuen, von Ihnen zu hören.
    • Ich wäre Ihnen sehr dankbar, wenn Sie mich zum Bewerbungsgespräch einladen würden.

    Der Punkt ist: Ein Konjunktiv schwächt die gesamte Aussage ab. Es mag bescheiden und sympathisch klingen, ist aber nicht zielführend. Auch bei einem Unternehmen ist es ja nicht so, dass es „seinen Blick gerne in die Zukunft richten würde“. Es richtet seinen Blick in die Zukunft.

    Sie zweifeln damit Ihre eigenen Fähigkeiten an und machen sich klein. Darum: Am Schluss des Bewerbungsschreibens kein Konjunktiv!

    Viel besser: Das, was man in der Werbesprache als Call-to-Action bezeichnet. Studien belegen, dass Verbraucher auf Aufforderungen positiv reagieren. Sie klicken auf den Artikel, wenn man sie dazu animiert, Sie rufen die Hotline an, wenn man es Ihnen vorschlägt, Sie kommentieren, wenn man Sie dazu auffordert. Nutzen Sie daher auch in Ihrem Bewerbungsschreiben so einen Call-to-Action.

    Fordern Sie den Arbeitgeber aktiv auf, etwas zu tun, das Ihren Wünschen entspricht. Das könnte etwa so aussehen – ganz ohne Konjunktiv:

    • Ich freue mich auf Ihre Rückmeldung.
    • Habe ich Sie überzeugt? Dann freue ich mich auf ein persönliches Kennenlernen.
    • Kontaktieren Sie mich gerne, wenn Sie noch weitere Fragen haben.
    • Sehr gerne überzeuge ich Sie auch in einem persönlichen Gespräch von mir.

    Oder ist Ihnen das irgendwie unangenehm? In diesem Fall schließen Sie einfach mit Ihrem möglichen Eintrittstermin: Ich kann Ihnen bereits zusagen, die Stelle am xx. November anzutreten.

    Auch so unterstellen Sie natürlich, dass Sie den Job auch bekommen. Ein Psychospielchen – keine Frage, aber kein wirkungsloses.

    Wie erkläre ich eine kritische Phase im Bewerbungsschreiben?

    Bewerbungsschreiben Tipps FehlerDas Leben ist kein… na, Sie wissen schon. Vielleicht haben Sie die Schule abgebrochen oder das Studium geschmissen oder zweimal hintereinander die Stelle verloren. Sicherlich gibt es dafür gute Gründe, aber wie erklären Sie die dem Personaler?

    Das könnte schwierig werden, denn speziell in Deutschland wird Zeugnissen und Zertifikaten allergrößtes Vertrauen entgegengebracht. Wer seine Fähigkeiten nicht schriftlich nachweisen kann, bekommt den Job in der Regel nicht. Und das, obwohl formelle Abschlüsse oder Zeugnisse in vielen Berufen gar nicht notwendig wären.

    Behalten Sie das im Hinterkopf, wenn Ihnen Zeugnisse oder Ähnliches fehlen: Sie müssen Ihre Fähigkeiten nachweisen. Das können Sie aber auch auf andere Art und Weise, mit Referenzen und Arbeitsproben zum Beispiel.

    Beispiel: Sie bewerben sich auf einen Job, für den das Abitur eine Voraussetzung ist. Nun haben Sie aber „nur“ das Fachabitur, bringen aber sonst alle notwendigen Kompetenzen mit. Was tun Sie? Richtige Antwort: Trotzdem bewerben. Auch in den Unternehmen gibt es selbstverständlich Spielraum.

    Kein Kandidat erfüllt 100 Prozent der Bedingungen. Also nur Mut, wenn es bei Ihnen bisweilen nur zu 90, 80 oder auch 70 Prozent reicht. In solchen Fällen wird es umso wichtiger, Ihre Motivation richtig herauszuarbeiten. Wie heiß sind Sie auf den Job? Welche Soft Skills haben Sie? Wenn Sie die gut vermitteln, ohne gleichzeitig alle formellen Voraussetzungen zu erfüllen, stehen Ihre Chancen gar nicht mal schlecht.

    Dann könnte – zusätzlich zum Bewerbungsschreiben – auch ein Motivationsschreiben genau das richtige Format sein, um Sie dem Job näherzubringen. Aber Vorsicht: Rechtfertigen Sie sich darin nicht, sondern bieten Sie dem Arbeitgeber etwas an.

    Bewerbungsschreiben Tipps

    Die kreative Ader voll zur Entfaltung bringen – schön, aber nicht immer erfolgversprechend. An einigen Grundregeln und Formalitäten kommt man nur schwer vorbei.

    Grundsätzlich eine gute Wahl: eine Bewerbung nach DIN 5008. Das macht die Sache für den HR-Verantwortlichen einfacher und übersichtlicher – Pluspunkt!

    Diese Grundregeln sollten Sie beim Bewerbungsschreiben beachten:

    • Papier: Am besten nehmen Sie hochwertiges Papier für Ihr Bewerbungsschreiben, kein einfaches Kopierpapier. Bei den Blättern darauf achten, sie nicht durch Flecken, Knicke oder Eselsohren zu verunstalten. Auch gut: Scharfer Laserdruck,der nicht verwischt.
    • Schrift: Bitte keine extravagante Schnörkelschrift im Bewerbungsschreiben wählen! Das wirkt immer latent affektiert und ist schwieriger zu lesen. Besser sind Schriftarten wie Helvetica, Verdana, Times oder Georgia.
    • Schriftgröße: Merken Sie sich die 11-13-15-Regel. Fließtext hat die Schriftgröße 11. Datum, Adressen und Zwischenüberschriften haben eine 13-Punkt-Schrift – gerne auch gefettet. Die 15-Punkt-Schrift ausschließlich für Ihren Name im Kopf des Bewerbungsschreibens verwenden. Übrigens: Mit den krummen Größen heben Sie sich von anderen Bewerbern ab. Die meisten greifen nämlich auf die Standardeinstellung von Word zurück: 12.
    • Zeilenabstand: Der Zeilenabstand sollte in einer Bewerbung immer einheitlich sein. Das gilt auch für Einzüge, Linie und den Seitenrand. Schön luftig ist ein eineinhalbzeiliger Linienabstand – und zwei Zentimeter Seitenabstand links und rechts.
    • Länge: Mehr als eine Seite sollten Berufseinsteiger nicht fürs Anschreiben verfassen. Bei älteren Berufserfahrenen dürfen es auch mal zwei Seiten sein. Aber: Immer kompakt, kurz und präzise bleiben.
    • Satzbau: Vermeiden Sie Schachtel- und Relativsätze, die über mehrere Zeilen gehen. Kurze Hauptsätze wirken stärker. Versuchen Sie, viele Verben im Bewerbungsschreiben zu verwenden. Aber nicht so viele Adjektive und komplizierte Wortungetüme, die auf -ung, -heit oder -keit enden.
    • Individualität: Schreiben Sie die gleiche Bewerbung nie zweimal. Personalverantwortliche erkennen, ob Sie sich Mühe oder eine faulen Lenz gemacht und das Bewerbungsschreiben einfach kopiert haben.

    Bewerbungsschreiben Checkliste

    Bewerbungsschreiben ChecklisteDas alles gehört in Ihr Bewerbungsschreiben – sortiert von oben bis unten:

    • Adresse des Absenders mit Namen, Telefonnummer, E-Mail-Adresse
    • Datum der Fertigstellung (rechts)
    • Adresse des Empfängers mit Firma, Vor- und Zuname
    • KEIN Bewerbungsfoto (kommt in den Lebenslauf)
    • Betreff
    • Persönliche Anrede
    • Einstieg und Einleitungssatz
    • Kurzdarstellung
    • Unternehmensbezug
    • Hinweis auf sonstige Kenntnisse wie Fremdsprachen (sofern vorhanden)
    • Hinweis auf Referenzen wie Ansprechpartner aus früheren Jobs
    • Hinweis auf Kündigungsfristen und möglichen Eintrittstermin
    • Spanne der Gehaltsvorstellungen (wenn verlangt)
    • Abschlusssatz und Grußformel
    • Unterschrift
    • Anlagen wie Lebenslauf, Zeugnisse, Zertifikate

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